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Meldungen zu Kanal und Entwässerung

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Oktober 2025

Januar 2025


Kanalsanierung ganzheitlich denken

22. Münchner Runde 2025
Die Anforderungen an die Wasserwirtschaft wachsen: Blaue und Grüne Infrastruktur sind zusammen zu sehen. Klimawandel, Urbanisierung und digitale Technologien verändern die Rahmenbedingungen. Kanäle müssen nicht nur baulich saniert werden, sondern auch hydraulisch. Damit befasste sich die 22. Münchner Runde 2025 am 16. Oktober in Fürstenfeldbruck.

Das Expertenforum Kanalsanierung wurde in Expertenforum Wasser | Abwasser umbenannt. Wie Professor Wolfgang Günthert in seiner Einführung zur 22. Münchner Runde 2025 – mit 300 Teilnehmenden und 63 Ausstellern – erläuterte, sollten infolge des Klimawandels Blaue und Grüne Infastruktur zusammen und ganzheitlich gedacht werden. Die Fachtagungsreihe Münchner Runde richtet sich danach aus und hat nicht mehr nur Vorträge zur reinen Kanalsanierung und -instandhaltung im Programm, sondern im Kontext auch Entwässerung und Flächentsiegelung sowie die Schaffung von Schwammstädten und Grünflächen als Rückhalteraum für Wasser zum Thema. Kanäle müssen in Zukunft nicht nur baulich saniert werden, sondern auch hydraulisch.

„Wir müssen Wasser und Abwasser gemeinsam sehen, für uns nutzen und nicht einfach weglaufen lassen“, appellierte Günthert (Deutscher Expertenrat für Umwelttechnologie und Infrastruktur e. V.). „Die Veränderung des Klimas ist die große Herausforderung unserer Zeit. Mehr Niederschläge, Starkregen, Hochwasser, Überschwemmungen – und auf der anderen Seite Hitzewellen, Trocken- und Dürreperioden: Die Infrastruktur- und Städteplanung muss sich darauf einstellen, dass die Durchschnittstemperatur steigt und Extremwetterereignisse zunehmen werden.“

Auf neue Füße gestellt

Das Vortragsprogramm der Münchner Runde 2025 startete mit Dr. Martin Burger (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz), der über die novellierte EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) und die damit einhergehenden Veränderungen informierte. So wurde der Rechtsrahmen für die europäische Siedlungswasserwirtschaft auf neue Füße gestellt und das bestehende Regelwerk aus dem Jahr 1991 umfassend erweitert.

Kernelelemente der KARL-Novellierung sind: integrierte Pläne für die kommunale Abwasserbewirtschaftung für Anlagen größer 10.000 Einwohner sowie deutlich verschärfte Grenzwerte für Phosphor und Stickstoff, eine vierte Reinigungsstufe in Kläranlagen zum Abbau von Spurenstoffen wie Arzneimittelrückständen aus dem Abwasser, eine geforderte Energieneutralität der Abwasserbehandlung bis zum Jahr 2045 und die Erweiterte Herstellerverantwortung. Diese sieht vor, dass die Kosten der vierten Reinigungsstufe verursachungsgerecht zu mindestens 80 Prozent von der Pharma- und Kosmetikindustrie übernommen werden müssen.

Schwammstädte sind Zukunftsvorsorge

Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der DWA sind 86 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vom Schwammstadtkonzept überzeugt. Die Bürger wollen mehr Grün, Blau und Wasserrückhalt in ihren Wohnorten.

Die Vorträge von Thies Brunken (Uniola AG) und Sophia Badenberg (DWA-Landesverband Bayern) vertieften das Thema: Schwammstädte sind Zukunftsvorsorge – das zeigen unter anderem wegweisende Projekte in Mannheim, Kopenhagen, Nürnberg, Birsfelden, Zürich und Bern. In diesen Städten ergänzen Schwammstadtkonzepte das Entwässerungssystem und führen zu einem klimaangepassten Regenwassermanagement. Regenwasser wird lokal gespeichert, anstatt es abzuleiten. Versiegelte Flächen werden wieder zu Grünflächen. In der Stadt Bern ist zum Beispiel unter einem Kinderspielplatz ein Wasserrückhaltebecken angelegt worden.

Die Verbändekooperation „Wassersensibles Planen und Bauen“, eine Initiative der Bayerischen Architektenkammer, der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, des DWA-Landesverbandes Bayern und des Bayerischen Handwerkstages, setzt sich dafür ein, die Siedlungsentwicklung im Freistaat klimaresistenter und nachhaltiger zu gestalten, indem Wasser in die Planung integriert wird, um Hochwasser- und Starkregenereignissen vorzubeugen und die Folgen von Dürren zu mildern. Das „Schwammstadtprinzip“, bei dem Wasser aufgenommen, gespeichert und wieder abgegeben wird, kann gefördert werden. Wasser muss nach den Vorstellungen frühzeitig in der Regional- und Bauleitplanung von Siedlungen als auch bei der Planung von Gebäuden und Infrastruktur sowie letztlich bei der Bauausführung berücksichtigt werden: https://www.schwammstadt.bayern

KI unterstützt

Jonas Watzlowik (Dr.-Ing. Pecher und Partner Ingenieurgesellschaft mbH) erörterte, was Künstliche Intelligenz (KI) beim Aufbau eines Generalentwässerungsplans leisten kann – und was nicht. Zu den Stärken einer KI – so die Erfahrung – zählt die Mustererkennung in unstrukturierten Daten. Und das effizient in der Anwendung. Die Lösung komplexer und spezieller Aufgaben ist möglich, doch werden große Datenmengen für das Training der KI benötigt. Training und Validierung sind mit Aufwand verbunden. Weitere Schwachstellen einer KI sind Inkonsistenz und Fehleranfälligkeit. KI unterstützt, ersetzt aber keine programmierte Software, konstatierte Watzlowik.

Teilnehmer der Münchner Runde verwiesen an dieser Stelle auf das Entwicklungspotenzial von KI – dass hier Lösungen schon zum Beispiel erfolgreich in der Kanalinspektion zur Schadensermittlung eingesetzt werden. So lassen sich Aussagen treffen, welche Schäden zu erwarten sind und wann sie eintreten können. Ingenieure können daraus für Kanalsanierungsprojekte Daten gewinnen oder eine ganze Sanierungsplanung darauf aufbauen. Ein spannendes Thema für Planer und Ingenieure, das weiter beobachtet wird.

Fortschrittliche Lösungen

In den letzten Jahren ist es zu zahlreichen Rechtsstreitigkeiten in Fällen gekommen, in denen öffentliche Kanäle beziehungsweise öffentliche Wasserversorgungsleitungen bereits vor längerer Zeit in Privatgrundstücke verlegt wurden. Die Leitungsverlegungen erfolgten in der Vergangenheit oftmals ohne rechtliche Sicherungen. Dr. Rainer Döring (Döring Spieß Rechtsanwälte) berichtete von Streitfällen und stellte Möglichkeiten zur Streitlösung vor. Empfohlen wird der Leitungseinbau in öffentlichem Grund beziehungsweise die Eintragung von Grunddienstbarkeiten.

Dresdens Chipindustrie bekommt einen großen Abwasserkanal. Ulf Uhlig (Aquaproject Consult Ingenieurgesellschaft mbH) zeigte die Besonderheiten bei Planung und Bau des sogenannten Industriesammlers Nord (ISN) auf, der künftig das Abwasser zur Kläranlage Dresden-Kaditz in einer Freigefälle-Druckleitung leitet.

Nach der Mittagspause hatten Fachfirmen die Bühne und Gelegenheit, ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Die traditionellen Unternehmenspräsentationen im Fünf-Minuten-Takt wurden wieder von Professor Bert Bosseler (IKT gGmbH) moderiert, der auch durch das Nachmittagsprogramm der Münchner Runde 2025 mit weiteren Vorträgen führte.

Matthias Falk in Vertretung von Reinhard Brodrecht (Spekter GmbH) befasste sich hier mit den Gefahren von Starkregen. Das Softwareunternehmen Spekter in Herzogenaurach hat dazu ein Frühalarmsystem entwickelt, mit dem Kommunen bereits gute Erfahrungen machen. Die fortschrittliche Lösung wacht über Gemeinden und warnt frühzeitig Bürger und Rettungskräfte vor Starkregenereignissen.

Nur von Fachbetrieben

Ein Dauerthema in der Kanalsanierung ist der Umgang mit Asbestfaserzementrohren, wie sie in Deutschland als Abwasser- und Trinkwasserrohre immer noch im Einsatz sind. Allein in der unterirdischen Infrastruktur Bayerns erstrecken sich AZ-Rohre schätzungsweise auf einer Länge von 5.000 Kilometern.

Roland Fischer (ISAS GmbH) informierte, was nach den Vorschriften zum Schutz der Gesundheit zu beachten ist. So dürfen Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten an asbesthaltigen Materialien nur von Fachbetrieben durchgeführt werden. Bei den Arbeiten muss mindestens eine weisungsbefugte sachkundige Person vor Ort tätig sein. Sachkundenachweise gelten für den Zeitraum von sechs Jahren. Vor Beginn der Arbeiten muss für alle daran Beteiligten eine Arbeitsmedizinische Pflichtvorsorge durchgeführt worden sein.

Schäden frühzeitig erkennen

Der Vortrag von Prof. Thomas Braml (Universität der Bundeswehr München) beleuchtete mit Bezug zu Entwässerungsbauwerken aktuelle Entwicklungen bei der Bauwerksprüfung nach DIN 1076. Die Norm schreibt die regelmäßige Untersuchung von Ingenieurbauwerken wie Brücken, Tunneln und Stützwänden vor, um deren Stand- und Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Sie regelt die Prüfungsmethoden, Prüfzyklen und die Anforderungen an das Personal und stellt sicher, dass Schäden frühzeitig erkannt und behoben werden. Zu den festgelegten Prüfungen gehören jährliche Besichtigungen sowie Hauptprüfungen alle sechs Jahre, zu denen der Baulastträger verpflichtet ist.

„Wie viele Sensoren kommen heute typischerweise beim Schlauchliner-Einbau zum Einsatz“, fragte Daniel von Bernstorff (Syscribe GmbH) die Zuhörer – um gleich selbst die Antwort zu geben: Mehr als 15. Das Unternehmen Syscribe in Hamburg ist auf die sensorgesteuerte Qualitätssicherung bei Schlauchlinern spezialisiert und entwickelt dafür smarte Messtechnologien. In der Realität wird die empfohlene Einbautemperatur von 80 Grad häufig deutlich unterschritten. Die Lösungen von Syscribe sind von den Grundsätzen geleitet: Qualität wird produziert, nicht kontrolliert. Richtige Entscheidungen in der Planung und Ausschreibung legen das Fundament, nicht die Baustelle. Sensoren sind das Auge in diesem Prozess, aber nicht das Gehirn und die jeweils ausführende Hand. Eigenes Denken und Handeln bleiben entscheidend. KI und Co. assistieren nur.

Impulse für die Praxis

Die Münchner Runde 2025 – Expertenforum Wasser | Abwasser vermittelte wieder nützliches Wissen aus der Praxis für die Praxis. „Man kriegt ganz viele, verschiedene Impulse und Lösungen zu Problemstellungen, die man aktiv in den eigenen beruflichen Alltag einbringen kann“, bestätigte auch Stefanie Stiegler (InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG) im Filminterview das hohe Niveau der Vorträge mit Networking als Leitfaden. Denn das zeichnet die Fachtagungsreihe Münchner Runde aus: Hier trifft sich die Kanalsanierungsbranche und Wasserwirtschaft zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Topaktuelle Sachverhalte werden aufgegriffen, wissenschaftlich vertieft, kritisch hinterfragt und auch kontrovers diskutiert.

Praxis wird zudem großgeschrieben – und so machten heuer 63 Unternehmen das Thema Entwässerung erlebbar. Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld mit seinem besonderen Ambiente ist einfach die ideale Location für die Präsentationen der Münchner Runde, die auch immer mehr junge Leute anspricht. „Meet the Practice“ ist hier das Angebot für Azubis und Studierende, die später als Facharbeiter, Techniker oder Ingenieure arbeiten wollen. Im Rahmen des Expertenforums können junge Menschen Einblicke in Berufe mit Zukunft gewinnen, mit Branchenprofis ins Gespräch kommen und sich informieren, wie es in der Praxis läuft.

„Dann sind wir auf dem richtigen Weg“

Professor Wolfgang Günthert verwies in diesem Zusammenhang auf den Fachkräftemangel, der auch die Kanalbranche betrifft. Um die Zukunft der Wasser-Kreislaufwirtschaft zu sichern, sind neue Wege in der Nachwuchsförderung und Personalgewinnung gefragt, bemerkte der Moderator der Münchner Runde zum Abschluss des diesjährigen Expertenforums. Die Herausforderung Klimwandel braucht Fachleute, die ihr Tun und Handeln nicht nur sektoral ausrichten – das heißt nur auf Kanal oder Landschaftspflege.

„Blaue und Grüne Infrastruktur ist die Zukunft eines resilienten Entwässerungssystems. Man kann wunderbar Landschaftsplanung und Entwässerungssysteme kombinieren und dabei Synergien schaffen“, machte Günthert deutlich: „Wir müssen künftig mehr gemeinsam und multifunktional denken. Dann sind wir auf dem richtigen Weg.“

Das Filmteam der Münchner Runde unter der Moderation des Journalisten Marc Szombathy hat die Highlights der 22. Münchner Runde 2025 festgehalten und wieder bewegte Bilder von den Aussteller-Präsentationen gesammelt – zu sehen auf: https://www.muenchner-runde.de

Die 23. Münchner Runde findet am 15. Oktober 2026 in Fürstenfeldbruck statt.

www.muenchner-runde.de

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Rattenbekämpfung in Zweibrücken

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen nehmen wir die Problematik der Rattenpopulation in unserer Stadt sehr ernst. Gemäß §11 Abs.1 Nr. 8 e) des Tierschutzgesetzes (TierSchG) verfügen wir über die erforderliche Erlaubnis der Kreisverwaltung Südwestpfalz zur Bekämpfung von Wirbeltieren, insbesondere von Ratten, die als Schädlinge in der Kanalisation und anderen Zuständigkeitsbereichen des Umwelt- und Servicebetriebes (UBZ) auftreten.
Beim UBZ arbeiten vier Mitarbeiter, die über die notwendige Sachkunde gemäß §4 Abs. 1 Tierschutzgesetz verfügen und erfolgreich Antikoagulanzien (Gerinnungshemmer) zur Bekämpfung von Nagetieren anwenden dürfen. Zur effektiven Überwachung und Bekämpfung setzen wir das Monitoring-Programm der Firma ball-b im Kanal ein.

Durch den Einsatz moderner Technologie und Datenanalyse werten unsere Mitarbeiter die erfassten Daten von 95 Rattenköderboxen alle 10 Tage mittels Tablets und Datenübertragung an unseren WebService aus. Dies ermöglicht eine präzise Beurteilung der Situation und eine gezielte Reaktion auf Besuche an den Köderboxen.

mehr: https://www.ubzzw.com/servicebereiche/abwasser/rattenbekaempfung-in-der-stadt/

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InSchuKa4.0: Online-Umfrage zur Festlegung von Anforderungen für dynamische Kanalnetzbewirtschaftung bei extremen Wetterereignissen

Das Projekt InSchuKa4.0 zielt auf ein integriertes und transdisziplinäres Risikomanagement gegensätzlicher hydrologischer und städtischer Wasserextreme ab und konzentriert sich auf die Entwicklung einer KI-basierten Lösung für die dynamische Kanalnetzbewirtschaftung. Diese Lösung kombiniert innovative Sensorsysteme zur Überwachung des Kanals, cyber-physische Ausrüstungselemente zur Kontrolle von Wasserstand und -menge sowie historische und prognostizierte Betriebs- und Wetterdaten. Zudem soll das neu entwickelte System Kommunen ermöglichen, automatische vorbeugende Spülungen von Kanalabschnitten durchzuführen und eine unkontrollierte Ausschwemmung von Schadstoffen bei kurzen, starken Regenschauern durch besseren Rückhalt im Kanalsystem zu verhindern.

mehr: https://www.bmbf-wax.de/inschuka4-0-online-umfrage-zur-festlegung-von-anforderungen-fuer-dynamische-kanalnetzbewirtschaftung-bei-extremen-wetterereignissen/

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Schutz vor Starkregen – Expertenempfehlungen für Deutschland

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Starkregenereignisse werden in Deutschland immer häufiger. Dr. Heiko Sieker, Regenwasserexperte und Honorarprofessor am Fachgebiet für Wasserwirtschaft und Hydrosystemmodellierung der TU Berlin, fordert dringende Maßnahmen zur Risikominimierung und stellt moderne Strategien vor, um sich gegen die Wassermassen zu wappnen.
„Zuerst müssen wir die Gefahren durch Starkregen schnellstmöglich identifizieren und entsprechende Risikokarten öffentlich zugänglich machen“, betont Dr. Heiko Sieker, Honorarprofessor am Fachgebiet für Wasserwirtschaft und Hydrosystemmodellierung der TU Berlin. Obwohl einige Kommunen bereits aktiv sind, fehlt es noch an einer flächendeckenden Verfügbarkeit. Diese Karten müssen in Planungsprozesse, besonders in der Bauleitplanung, integriert werden, um Überschwemmungsgebiete nicht zu unterschätzen und neue Baugebiete sicher zu planen.

Zukunftsfähiges Regenwassermanagement: Die Schwammstadt
Ein modernes Regenwassermanagement nach dem Schwammstadtprinzip ist essenziell. „Regenwasser sollte vor Ort gespeichert werden, um es in Trockenzeiten nutzen zu können“, erklärt der Experte. Dachbegrünung, Versickerung und Zisternen sind effektive Maßnahmen, um sowohl Starkregenprobleme als auch Hitze und Trockenheit zu bekämpfen. Dies sei besonders in niederschlagsärmeren Regionen wie Berlin notwendig.
Die Techniken für nachhaltiges Regenwassermanagement sind bekannt und erprobt, doch veraltete Regelwerke und auf Entwässerung fokussierte Verwaltungsprozesse bremsen deren Umsetzung. „Die öffentliche Hand muss hier mit gutem Beispiel vorangehen“, fordert Sieker.

Aktuelle Forschung und individuelle Maßnahmen
Im Forschungsprojekt „Blue-Green-Streets“ wird an der klimaresilienten Gestaltung von Straßen gearbeitet. Ein weiterer Forschungsfokus liegt auf der intelligenten Steuerung von Regenwasserspeichern, um das Regenwasserdilemma zu lösen.
Jeder Einzelne kann ebenfalls beitragen: „Informieren Sie sich über Risiken und treffen Sie Vorsorge, z.B. durch Schutz von Eingängen und Kellerräumen“, rät der Experte. „Auch einfache Maßnahmen wie Regentonnen oder Regenwasserkaskaden sind sinnvoll.“

Lesen Sie das vollständige Interview mit Prof. Dr. Heike Sieker https://www.tu.berlin/go266944/ und erfahren Sie mehr über effektive Maßnahmen zum Schutz vor Starkregen und zur nachhaltigen Nutzung von Regenwasser.

Kontakt:
Hon.-Prof. Dr. Heiko Sieker
TU Berlin
Institut für Bauingenieurwesen
Fachgebiet für Wasserwirtschaft und Hydrosystemmodellierung
E-Mail: h.sieker@sieker.de

Neue Web-App

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Gute Aussichten für Wasserstraßennutzer/-innen an Rhein und Elbe: Die interaktive Web-App zur bestehenden 6-Wochen-Vorhersage ging vom Testbetrieb in den operationellen Dienst über. Die Anwendung versetzt die Nutzenden in die Lage, die Vorhersagen individuell zu analysieren und darstellen zu lassen.

Die Web-Anwendung ermöglicht es Binnenschifffahrt und Logistik an Rhein und Elbe, zukünftig noch effizienter auf Niedrigwassersituationen reagieren und Transporte einfacher planen zu können. Sie ist ein Zusatzangebot zur bereits seit einiger Zeit bestehenden 6-Wochen-Vorhersage in Form von PDF-Berichten und wird wie diese jeden Dienstag und Freitag aktualisiert.

Zur Web-Anwendung gelangen Sie hier: https://6wochenvorhersage.bafg.de
Neu ist, dass die Vorhersage nun direkt im Browser angezeigt werden kann – ohne vorherigen Download der PDF-Berichte. „Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer im Testbetrieb haben gezeigt, dass die interaktive Darstellung und der einfache Zugang sehr geschätzt werden“, sagt Barbara Frielingsdorf, die maßgeblich an der Entwicklung und dem Betrieb des Dienstes beteiligt ist.

Neue Funktionen ermöglichen individuelle Auswertungen der Wasser-stands- und Abflussvorhersage
In der Anwendung können Nutzende insbesondere einen individuell interessierenden Bezugswert des Wasserstandes oder Abflusses für den für sie relevanten Pegel angeben. Die App berechnet daraus anschließend die spezifischen Unterschreitungs-wahrscheinlichkeiten und stellt diese auch grafisch dar. „Schifffahrt und Logistik können mit den neuen Funktionen eine maßgeschneiderte Auswertung der Vorhersage für die eigenen Anforderungen generieren“, erklärt die Hydrologin den Nutzen.

Weitere Neuerungen der App im Überblick
– Rückschau: Die Vorhersagen der vergangenen vier Wochen sind verfügbar.
– Darstellung optimiert: Festgelegte Bezugswerte, wie der Gleichwertige Wasserstand (GlW) oder statistische Kennwerte, wie z. B. der mittlere Niedrigwasserabfluss (MNQ), können in der Darstellung ein- und ausgeblendet werden. Zu Vergleichszwecken lassen sich zudem die Ganglinien der Wasserstände bzw. Abflüsse der Niedrigwasserjahre 2018 und 2022 hinzufügen.
– Szenarien berechnen: In der Darstellung des Bündels individueller Ganglinien, die sich ausgehend vom derzeitigen Zustand infolge der meteorologischen Verhältnisse der Vergangenheit zu diesem Zeitpunkt im Jahr („auf Basis der Klimatologie“) einstellen würden, lassen sich einzelne Jahre hervorheben und identifizieren.

Web-App ergänzt bestehende Angebote an den Bundeswasserstraßen
Neben der 6-Wochen-Vorhersage ist seit Juli 2022 auch die sog. 14-Tage-Wasserstandsvorhersage für ausgewählte Rheinpegel verfügbar. Beide Vorhersagedienste schaffen mehr Planungssicherheit für die Wirtschaft und die Binnenschifffahrt an Rhein und Elbe und erfüllen damit den entsprechenden Handlungspunkt des Aktionsplans „Niedrigwasser Rhein“ des Bundesverkehrsministeriums.

Weitere Informationen:
https://6wochenvorhersage.bafg.de Link zur neuen Web-App

LAWA-Bericht zur Berücksichtigung von Niedrigwasserphasen oder Extremereignissen bei der Zulassung von Abwassereinleitungen

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Der LAWA-Bericht zur Berücksichtigung von Niedrigwasserphasen oder Extremereignissen bei der Zulassung von Abwassereinleitungen ist gemäß UMK-Beschluss unter Publikationen -> dort unter „Aktuelle Veröffentlichungen“ sowie „Wasserrecht“ verfügbar.

Anlass für die Beschlüsse gab ein massenhaftes Fischsterben im August 2022 in der Oder. Nach den aktuellen Erkenntnissen wurde dieses Fischsterben durch multikausale Wirkmechanismen ausgelöst. Salzhaltige Einleitungen und Niedrigwasser führten zu einer hohen Salzkonzentration in der Oder. Diese begünstigte das rasante Wachstum einer Brackwasseralge, die für Fische und andere Wasserlebewesen tödliche Toxine produziert.

zum Bericht: https://www.lawa.de/documents/bericht-lawa-beruecksichtigung-niedrigwasserphasen-extremereignisse_1729505402.pdf

Vom Bund

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2025


AMELAG-Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung

Im Projekt „Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung“ erheben das Umweltbundesamt und Robert Koch-Institut die Viruslast von Krankheitserregern im Abwasser. Dabei wird von einem interdisziplinären Team unmittelbar der One-Health Gedanke umgesetzt: Forschungsdaten aus dem Bereich Umwelt und öffentliche Gesundheit werden zeitnah ausgewertet, vereinigt und öffentlich bereitgestellt.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/amelag#amelag-kurz-erklart

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FAQ zur Kommunalabwasserrichtlinie (KARL)

Bis Ende Juli 2027 müssen alle EU-Länder die neue Kommunalabwasserrichtlinie, kurz KARL, in nationales Recht übernehmen. Die Richtlinie ist ein Meilenstein für den Gewässerschutz. Hier finden Sie Fragen und Antworten zum Thema.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/abwasser/faq-zur-kommunalabwasserrichtlinie-karl#was

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WASSERENTNAHMEENTGELTE DER LÄNDER

Überblick über Höhe, Ausnahmen und Verwendung
Wasser ist ein wertvoller Lebensraum und eine begrenzte Ressource. Dies zeigt auch die BUND-Studie zu Grundwasserstress in Deutschland (Lütkemeier & Kuhn 2025). Die EU- Wasserrahmenrichtlinie sieht „unter Zugrundelegung des Verursacherprinzips den Grundsatz der Deckung der Kosten der Wasserdienstleistungen einschließlich umwelt und ressourcenbezogener Kosten“ vor (Art. 9 WRRL). Ein Instrument dazu ist die Erhebung von Wasserentnahmeentgelten, wenn diese dem Schutz der Wasserressourcen zugutekommen. Mit der Verabschiedung der Nationalen Wasserstrategie im Jahr 2023 und dem zugehörigen Aktionsprogramm Wasser wurde „Wasserentnahmeentgelte weiterentwickeln und bundesweit einführen“ als kurzfristig zu beginnende Aktion festgelegt (BMUV 2023). Auch die Europäische Kommission empfiehlt für Deutschland nach Auswertung der letzten Bewirtschaftungspläne gemäß EU Wasserrahmenrichtlinie die Erhöhung und Harmonisierung von Wasserentnahmeentgelten (Europäische Kommission 2025a). Vor sechs Jahren wurden in einem vom BUND beauftragten Kurzgutachten die Wasserentnahmeentgelte der Länder untersucht (Römer 2019). Dieses Kurzgutachten ist in seiner normativen Aussage immer noch aktuell und wird auch weiterhin zitiert.

mehr: https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/fluesse/Wasserentnahmeentgelte-Laender-Bericht-BUND-2025.pdf

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UBA: Erfassung des energetischen Zustands von Kläranlagen erfordert weitere Parameter

Eine dynamische und kontinuierliche Erfassung des energetischen Zustands von Kläranlagen erfordert zusätzliche Messgrößen und Parameter. Diese Feststellung trifft der Schlussbericht zu dem Vorhaben „Dynamisierung von Energieanalysen zur dauerhaft energetischen Optimierung von Kläranlagen“, den das Umweltbundesamt (UBA) herausgegeben hat. Das betreffe zunächst physikalisch-chemische Parameter, die im Prozess bzw. an ausgewählten Aggregaten gewonnen werden, zusätzliche Messgrößen zur Erfassung der eingesetzten bzw. erzeugten thermischen Energie sowie zusätzliche Messstellen für die elektrische Leistung/elektrische Arbeit.

Ziel des Vorhabens war dem UBA zufolge die Identifikation relevanter Kennzahlen für eine dauerhafte Überwachung der Energieeffizienz auf Kläranlagen. Derzeit würden Energieanalysen auf Kläranlagen zwar in regelmäßigen Abstand durchgeführt, es sei aber unklar, ob die Energieeffizienz zwischen aufeinanderfolgenden Energieanalysen gleichbleibt oder sich verändert und mit welchen Kennzahlen diese Veränderung möglichst gut beschrieben werden kann.

mehr: https://www.euwid-wasser.de/news/wirtschaft/uba-erfassung-des-energetischen-zustands-von-klaeranlagen-erfordert-weitere-parameter-220725/

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Bundesumweltminister Schneider startet Initiative für mehr Wasserspeicher und Abkühlung

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat eine Initiative gestartet, um in Städten wie auch auf dem Land für mehr Wasserspeicher und Abkühlung zu sorgen. Neben technischen Lösungen zur Regenwasserspeicherung ist die Natur in Form von Straßenbäumen, Mooren und Wäldern dabei die beste Verbündete gegen Hitzewellen und Trockenheit, aber auch gegen Starkregen und Überschwemmungen. Die Initiative umfasst Maßnahmen für den Waldumbau, nasse Landwirtschaft in wiedervernässten Mooren, Entsiegelung, Stadtnatur, beschleunigte Planung sowie mehr gemeinsame Finanzierung von Bund und Ländern. Bundesumweltminister Schneider besucht heute dazu auch verschiedene Projekte in Berlin und Brandenburg.

mehr: https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/bundesumweltminister-schneider-startet-initiative-fuer-mehr-wasserspeicher-und-abkuehlung

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Deutschland löscht über 500.000 Emissionszertifikate und sichert damit den positiven Klima-Effekt des Kohleausstiegs

Deutschland löscht erstmals Zertifikate aus dem Europäischen Emissionshandel, um den Klima-Effekt des gesetzlichen Kohleausstiegs abzusichern. Insgesamt werden Zertifikate im Umfang von 514.000 Tonnen CO₂ vom Markt genommen. Die Aktion ist Folge der nach dem Kohleausstiegs-Gesetz erfolgten Abschaltung der Kraftwerksblöcke Neurath A und Frechen im Jahr 2022. Dadurch wurden im Folgejahr 2023 rund 890.000 Tonnen CO₂ vermieden.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/deutschland-loescht-ueber-500000

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Die BMBF-Fördermaßnahmen Wassertechnologien: Wiederverwendung und WavE

Wasser wird in vielen Regionen der Erde knapp – nicht nur in klassischen trockenen Gebieten. Es stellt eine immer größer werdende globale Herausforderung dar, Haushalte, Landwirtschaft und Industrie bedarfsgerecht mit Wasser versorgen zu können. Der Wasserbedarf wird sich in den kommenden Jahren weltweit drastisch erhöhen. Gleichzeitig ist bereits heute die Verfügbarkeit von Wasser stark begrenzt und regional sogar rückläufig. Hierzu tragen unter anderem die Verschmutzung und Übernutzung von Wasserressourcen, der Klimawandel sowie die ungleiche Verteilung der Wasservorräte maßgeblich bei.

mehr: https://bmbf-wave.de/F%C3%B6rderma%C3%9Fnahmen/Hintergrund_+Ziele+und+Themenfelder.html

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Neue UBA-Daten zur Grundwasserneubildung in Deutschland

Grundwasser ist die wichtigste Quelle für Trinkwasser in Deutschland. Welche Mengen entnommen werden können ohne langfristig diese wichtige Ressource zu gefährden, hängt entscheidend von der Grundwasserneubildung ab. Das Umweltbundesamt (UBA) hat neue Daten zur Grundwasserneubildung und zur Nutzungsintensität in Deutschland veröffentlicht.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/themen/neue-uba-daten-zur-grundwasserneubildung-in

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Wasserforschung verbindet: Beteiligte aus Deutschland und dem Mittleren Osten gehen Wasserprobleme gemeinsam an

Auch unter schwierigen politischen Bedingungen ist wissenschaftliche Zusammenarbeit möglich und dringend notwendig, um wirkungsvolle Lösungen gegen die Wasserknappheit im Mittleren Osten zu entwickeln. Forschende aus Deutschland, Israel, Jordanien und den palästinensischen Gebieten haben in drei Kooperationsprojekten der Fördermaßnahme MEWAC an praxisnahen Lösungen für die Region geforscht: ein wasser- und energieeffizientes Verfahren für den Pflanzenanbau in Trockengebieten, ein neues Modell für die grenzüberschreitenden Grundwasserressourcen am Yarmouk und Dürrefrühwarninformationen für Grundwasserleiter.

Nach knapp vier Jahren stehen die drei letzten Projekte zur Maßnahme „Wasserforschung im Nahen und Mittleren Osten“ (MEWAC) vor ihrem Abschluss. Mit MEWAC fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) seit 2021 in zwei Modulen neue Technologien für eine effizientere Wassernutzung und ein integriertes Wassermanagement. Die Projektbeteiligten aus Deutschland, Israel, Jordanien und den Palästinensischen Autonomiegebieten stellten ihre Ergebnisse bei einem Treffen Anfang Juni in der Nähe von Berlin vor. Trotz geopolitischer Spannungen sei es wichtig, die Tür für den wissenschaftlichen Austausch offenzuhalten, betonten die Projektpartnerinnen und -partner. Nur durch weitere Forschung und fundierte Information ließen sich die akuten und durch den Klimawandel weiter zunehmenden Wasserprobleme in der Region bewältigen.

mehr: https://www.fona.de/de/wasserforschung-verbindet

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UBA zur Relevanzbewertung von Pestizid-Metaboliten im Trinkwasser

Das Umweltbundesamt (UBA) hat kürzlich einen Sachstand der trinkwasserrechtlichen Relevanzbewertung von Metaboliten von Pestizid-Wirkstoffen veröffentlicht. Dieser ist seit kurzem auf der UBA-Webseite unter dem folgenden Link eingestellt: Sachstand der trinkwasserrechtlichen Relevanzbewertung von Metaboliten von Pestizid-Wirkstoffen | Umweltbundesamt.

In diesem Zusammenhang weist das UBA richtigerweise darauf hin, dass die im Pflanzenschutzrecht erfolgenden Relevanzeinstufungen von Pestizid-Metaboliten nicht 1:1 auf das Trinkwasserrecht übertragen werden können. Insbesondere in Bezug auf S-Metolachlor als auch TFA hatten wir hierauf gegenüber BMG und UBA immer hingewiesen.

Das UBA kündigt auch an, dass zu dem Entwurf einer UBA-Empfehlung nach § 18 TrinkwEGV in Kürze ein erstes Abstimmungsverfahren eingeleitet werden soll, zunächst mit den Ländern, sodann mit Verbänden wie dem VKU. Hierzu steht der VKU bereits mit dem Bundesgesundheitsministerium im Austausch.

mehr: https://www.vku.de/themen/umwelt/artikel/uba-zur-relevanzbewertung-von-pestizid-metaboliten-im-trinkwasser/

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Studie zum Umweltbewusstsein: Vielfältige Krisen beeinträchtigen die Wahrnehmung von Umwelt- und Klimaherausforderungen

Menschen in Deutschland blicken zunehmend pessimistisch auf den Klimawandel und sorgen sich wegen gesundheitlicher Folgen der Erderwärmung.
Für die Mehrheit der Menschen in Deutschland hat der Schutz von Umwelt und Klima weiterhin einen hohen Stellenwert. Allerdings nimmt die Bedeutung dieses Themas in der Wahrnehmung der Bevölkerung weiter ab. Als dringlicher empfinden viele Bürgerinnen und Bürger die Situation im Gesundheits- oder Bildungssektor, die wirtschaftliche Entwicklung sowie die öffentliche Sicherheit und Kriege. Für sich genommen bleiben konkrete Umweltschutz-Herausforderungen jedoch auf hohem Niveau wichtig und gewinnen teils sogar leicht an Bedeutung. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zum Umweltbewusstsein in Deutschland. Die Mehrzahl der Befragten äußert sich zudem skeptischer als bisher, ob der Klimawandel und seine Folgen noch eingedämmt werden können. Gleichzeitig halten sie es für unumgänglich, sich an den Klimawandel anzupassen – insbesondere aus gesundheitlichen Gründen.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/studie-umweltbewusstsein-vielfaeltige-krisen

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UBA: Strategische Konzepte zur Nutzung der Wasserkraft können Zielkonflikte auflösen

„Alle geeigneten Maßnahmen umsetzen, die Umweltauswirkungen mindern“
Strategische Konzepte zur Nutzung der Wasserkraft können Zielkonflikte auflösen. Sie sollen sowohl erschließungswürdige Wasserkraftpotentiale als auch sensible Naturräume berücksichtigen, stellt das Umweltbundesamt in einem Factsheet zum Thema Wasserkraft fest, in dem es „Leitplanken für die Stromerzeugung aus Wasserkraft“ aufstellt. Nennenswerte Potenziale, um die Klimaschutzziele zu erreichen, liegen in der Modernisierung oder dem Ersatzneubau großer Wasserkraftanlagen. In wertvollen und sensiblen Fluss- und Auenlandschaften könnten die negativen Folgen der Wasserkraftnutzung ihren positiven Beitrag für den ⁠Klimaschutz⁠ überwiegen.

mehr: https://www.euwid-wasser.de/news/politik/uba-strategische-konzepte-zur-nutzung-der-wasserkraft-koennen-zielkonflikte-aufloesen-230425/

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EWKFonds: UBA sieht 2025 von Prüfpflicht bei Mengenmeldung ab

Meldefrist für Hersteller verlängert bis zum 15. Juni 2025
Seit 2024 sind Hersteller ausgewählter Einwegkunststoffprodukte verpflichtet, bestimmte Kosten für Entsorgung und Reinigung im öffentlichen Raum zu tragen, die bislang von der Allgemeinheit finanziert werden. Die Kosten für die Hersteller werden auf Basis der jährlich in Verkehr gebrachten Produktmengen berechnet. Die Meldungen sind über die vom Umweltbundesamt (UBA) eingerichtete Plattform DIVID jährlich zum 15. Mai abzugeben und bedürfen grundsätzlich der externen Prüfung und Bestätigung durch einen registrierten Prüfer. Für 2025 sieht das UBA ausnahmsweise gänzlich von dieser Prüfpflicht ab. Außerdem wird die Meldefrist für Hersteller bis zum 15. Juni 2025 verlängert.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/ewkfonds-uba-sieht-2025-von-pruefpflicht-bei

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Auswirkung des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit

Der Rückgang des Wasserdargebots ist statistisch signifikant. Dies zeigt die aktuelle Studie „WADKlim“, in der Auswirkungen von Trockenheit und Dürre auf die Wasserverfügbarkeit, den Bodenwasserhaushalt und das Grundwasser in Deutschland untersucht wurden.
Für die Wasserbewirtschaftung werden mögliche Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen vorgeschlagen. Damit liefert das Forschungsprojekt WADKlim einen Beitrag für die in der Deutschen ⁠Anpassungsstrategie⁠ an den ⁠Klimawandel⁠ und in der Nationalen Wasserstrategie formulierten Zielstellungen. Die Ergebnisse des Projekts stehen unter der ⁠UBA⁠ Seite Niedrigwasser/Trockenheit zur Verfügung.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/auswirkung-des-klimawandels-auf-die#undefined

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Über „Wassertechnologien: Wiederverwendung“ (WavE II)

Wasser wird in vielen Regionen der Erde knapp – nicht nur in klassischen trockenen Gebieten. Der Wasserbedarf wird sich in den kommenden Jahren weltweit drastisch erhöhen. Gleichzeitig ist bereits heute die Verfügbarkeit von Wasser stark begrenzt und regional sogar rückläufig. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Fördermaßnahme „Wassertechnologien: Wiederverwendung“ (WavE II) ins Leben gerufen. Sie startete im Februar 2021 und baut auf der von 2016 bis 2020 durchgeführten Fördermaßnahme WavE (Zukunftsfähige Technologien und Konzepte zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wasserwiederverwendung und Entsalzung) auf.

Ziel beider Fördermaßnahmen ist es, innovative Technologien, Betriebskonzepte und Managementstrategien zur Wasserwiederverwendung und Entsalzung zu entwickeln, um die Wasserverfügbarkeit nachhaltig zu erhöhen.

mehr: https://archive.newsletter2go.com/?n2g=nsh4susz-c0i8woub-1b4k

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Umweltschadstoffe: Wie belastet sind Kinder und Jugendliche?

Umweltbundesamt startet Gesundheitsstudie „ALISE“
Schwermetalle, Weichmacher oder die „Ewigkeitschemikalien“ PFAS – es gibt viele Umweltschadstoffe, mit denen Kinder und Jugendliche in Berührung kommen. Doch wie hoch ist ihre Belastung tatsächlich? Und welche Auswirkungen kann sie auf die Gesundheit der jungen Menschen haben? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die vom Umweltbundesamt (UBA) durchgeführte Deutsche Kinder- und Jugendstudie zur Umweltgesundheit ALISE („Aligned Study for Environmental Health“). Die Studie ist der deutsche Beitrag zum europäischen Forschungsprojekt PARC (Partnerschaft für die Bewertung von Risiken durch Chemikalien), an dem sich europaweit 24 Länder beteiligen.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/umweltschadstoffe-wie-belastet-sind-kinder

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Emissionen ausgewählter Stoffe aus kommunalen Kläranlagen

Um die Datenbasis zum Vorkommen neuer prioritärer Stoffe im Ablauf kommunaler Kläranlagen zu erweitern, wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BML) im Jahr 2023 ein Kläranlagen-Monitoringprogramm veranlasst und durchgeführt.

Das Messprogramm 2023 schließt dabei an die Monitoringprogramme 2007 und 2016 an, in denen prioritäre Stoffe gemäß UQN-RL sowie einzugsgebietsspezifische Schadstoffe gemäß WRRL untersucht wurden. Ebenso wie in den Monitoringprogrammen 2007 und 2016 war es das Ziel des Monitoringprogramms 2023, die Relevanz prioritärer und sonstiger Schadstoffe in kommunalem Abwasser zu überprüfen.

mehr: https://www.bmluk.gv.at/themen/wasser/wasserqualitaet/abwasserreinigung/klaeranlagen-emmissionen.html

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Informationspapier zur Nutzung von Radardaten in WaX: Chancen und Grenzen von Radardaten in der Hochwasseranalyse

Was sind Chancen und Grenzen von Radardaten in der Hochwasseranalyse?
Starkregenereignisse wie konvektive Gewitterzellen treten lokal begrenzt auf und werden daher vom Stationsmessnetz nur unzureichend erfasst. Wetterradare bieten eine flächendeckende Beobachtung und können daher lokale Niederschlagsereignisse besser erfassen. Eine Kombination aus Stationsmessungen und flächendeckenden ist deshalb sinnvoll. Radarmessungen sind jedoch naturgemäß mit großen Unsicherheiten in der quantitativen Niederschlagsbestimmung behaftet.

Drei Projekte der BMBF-Fördermaßnahme Wasser-Extremereignisse (WaX) haben mit Unterstützung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) eine Zusammenfassung der Nutzung von Niederschlagsradar-Informationen in den Forschungsprojekten erstellt.

mehr: https://www.bmbf-wax.de/informationspapier-zur-nutzung-von-radardaten-in-wax-chancen-und-grenzen-von-radardaten-in-der-hochwasseranalyse/

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Digitaler Meilenstein im Umwelt- und Naturschutz – das neue Portal umwelt.info

Bundesumweltministerin Steffi Lemke und UBA-Präsident Dirk Messner starten Internetportal
Wer heute Umweltinformationen sucht, hat es oft schwer. Daten und Fakten zu Wäldern, Böden und Gewässern finden sich an verschiedenen Stellen und in unterschiedlicher Qualität. Bürgerinnen und Bürger, Schulklassen sowie Forschende, Verwaltungen und zivilgesellschaftliche Akteure sollen es künftig einfacher haben. Heute ist umwelt.info, das Internetportal für Umwelt- und Naturschutzinformationen am Umweltbundesamt (UBA), offiziell an den Start gegangen. Mit dem Portal werden erstmals Daten zum Umwelt- und Naturschutz aus ganz Deutschland gebündelt und zentral auffindbar gemacht. Ziel ist es, Transparenz und Auffindbarkeit von öffentlich verfügbaren Informationen im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes zu verbessern.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/digitaler-meilenstein-im-umwelt-naturschutz-das

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Bundesweite Gewässerdaten mit UBA-App

Die Qualität unserer Gewässer spielt eine zentrale Rolle für die Umwelt, die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen. In Deutschland werden umfangreiche Daten über den Zustand der Gewässer von verschiedenen Stellen auf Bundes- und Landesebene erhoben. Der Zugang zu diesen Informationen ist für viele Menschen nicht immer leicht zu finden. Mit dem ‚Gewässer Kompass‘ wird dies einfacher.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/themen/bundesweite-gewaesserdaten-uba-app

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Entsorgung von Arzneimitteln verbessern

Die Belastung der Umwelt durch Arzneistoffe ist ein wachsendes Problem. Eine umweltgerechte Entsorgung hilft deren Eintrag in die Umwelt zu verringern. Das neue Internetportal “Humanarzneimittel und Umwelt” bietet Informationen und Empfehlungen für pharmazeutisches und medizinisches Fachpersonal sowie Verbrauchende, aber auch Lehrmaterialien für die medizinische/pharmazeutische Fortbildung.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/themen/entsorgung-von-arzneimitteln-verbessern

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Neue Deutsche Anpassungsstrategie soll Klimaresilienz stärken

Mit der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2024 (DAS 2024) beschließt die Bundesregierung erstmals messbare Ziele, mit denen der Bund Infrastrukturen, Gebäude, Land- und Forstwirtschaft und andere Sektoren klimaresilient machen will. Fortschritte bei der Zielerreichung werden zukünftig im DAS-Monitoringsystem beim UBA gemessen.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/themen/neue-deutsche-anpassungsstrategie-soll

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Coaching für blaugrüne Stadtentwicklung in Kommunen

Das neue Forschungsprojekt „Blue Green City Coaching (BGCC)“ unterstützt kommunale Entscheider*innen, Potenziale und Grenzen von naturbasierten Lösungen (NbS) für die Klimaanpassung zu ermitteln. Im Fokus stehen dabei die Bewertung der NbS bei Klimafolgen wie Hitze und Dürre sowie der Einfluss von NbS auf die urbane Klimaresilienz kleinerer Großstädte und deren Umland.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/coaching-fuer-blaugruene-stadtentwicklung-in

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Weniger Quecksilber in deutschen Flüssen, aber weiter ein Problem für aquatische Organismen

Die Quecksilber-Belastung in Flusswasser, Schwebstoffen und Sedimenten hat in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland abgenommen. Ungeachtet dieses positiven Trends ist die Belastung von Fischen und anderer Organismen mit Quecksilber (Hg) unverändert hoch. BfG-Wissenschaftler/-innen untersuchen im Projekt QUISS die aktuelle Situation und diskutierten diese mit der nationalen und internationalen Fachwelt.

mehr: https://www.bafg.de/DE/Service/Presse/_doc/2024/241216_QUISS.html?nn=103436

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Auswirkung des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit

Der Rückgang des Wasserdargebots ist statistisch signifikant. Dies zeigt die aktuelle Studie „WADKlim“, in der Auswirkungen von Trockenheit und Dürre auf die Wasserverfügbarkeit, den Bodenwasserhaushalt und das Grundwasser in Deutschland untersucht wurden.

Wasserknappheit ist ein vielschichtiges Problem.
Die Ursachen für Wasserknappheit in verschiedenen Regionen Deutschlands umfassen klimatische Bedingungen mit geringem ⁠Wasserdargebot⁠, Wasserqualitätsprobleme wie Nitratbelastung, Einflüsse durch Bergbau, zunehmende Wasserentnahmen für die Landwirtschaft und hohe Bedarfe in Metropolregio­nen. Es wurden bereits regionsspezifische Maßnahmen ergriffen, um Wasserknappheit vor­zubeugen, wie beispielsweise die Einrichtung von Fernwasserleitungssystemen oder die Limitierun­gen für Wasserentnahmen. Allerdings haben die anhaltende Trockenheit in der letzten De­kade und die Unsicherheiten bei der zukünftigen Wassernutzung und ⁠Klimavariabilität⁠ ge­zeigt, dass diese Maßnahmen möglicherweise nicht ausreichen, um strukturelle oder tempo­räre Wasserknappheit zu bewältigen. Die zukünftige Wasserknappheit wird als komplexes Problem erkannt, das aufgrund der Unsicherheiten schwer zu prognostizieren ist.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/auswirkung-des-klimawandels-auf-die#wasserknappheit-ist-ein-vielschichtiges-problem-

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Nachrichten von Verbänden 2025

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2025


Bundestag beschließt Änderung des Stromsteuergesetzes

Am 13. November hat der Bundestag die Reform des Energie- und Stromsteuergesetzes verabschiedet. Die Änderungen entsprechen den Empfehlungen des federführenden Finanzausschusses. Dieser hat die bisherige stromsteuerrechtliche Definition für Strom aus erneuerbaren Energieträgern aufgehoben. Anstelle der bisherigen Legaldefinition werden die weiterhin begünstigten Energieträger – Windkraft, Sonnenenergie, Erdwärme und Wasserkraft – nun an den jeweiligen Stellen im Stromsteuerrecht einzeln genannt. In der Folge ist Strom aus Klär-, Deponie- und Biogasanlagen mit einer größeren Leistung künftig nicht mehr steuerbefreit, sofern keine Ausnahme für hocheffiziente KWK-Anlagen greift.

Der Bundesrat hatte zuvor kritisiert, dass Klärgas und Biomasse nicht länger berücksichtigt werden, und zugleich eine allgemeine Senkung der Stromsteuer gefordert. Der Finanzausschuss des Bundesrates empfahl nach der Verabschiedung im Bundestag, den Vermittlungsausschuss nicht anzurufen. Folgt das Plenum am 19. Dezember dieser Empfehlung, kann das Gesetz zeitnah verkündet werden.

Im Gesetzgebungsverfahren hatte sich die AöW für den Erhalt der Steuerbefreiung von Klärgas eingesetzt und darauf verwiesen, dass dessen Nutzung bislang als erneuerbarer Beitrag zur Energieerzeugung galt.

Quelle und weitere Informationen [Extern]:
AöW-Stellungnahme vom 03.11.2025
Bundestag, Meldung vom 13.11.2025
Bundestag, Verfahrensgang

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EU veröffentlicht Umwelt-Omnibuspaket – Relevantes für den Wasserbereich

Die Europäische Kommission hat am 10. Dezember ein umfassendes Paket zur Vereinfachung von Umweltvorschriften veröffentlicht. Nach Angaben der Kommission soll der Verwaltungsaufwand sinken, während ehrgeizige Umwelt- und Gesundheitsziele erhalten bleiben. Vorgesehen sind demnach beschleunigte Genehmigungen, insbesondere für Projekte in strategischen Sektoren. Das Paket umfasst sechs Legislativvorschläge und betrifft unter anderem Industrieemissionen, Kreislaufwirtschaft und Umweltprüfungen. Unternehmen könnten demnach jährlich rund eine Milliarde Euro einsparen.

Für den Wasserbereich ist bedeutsam, dass die Herstellerverantwortung in der kommunalen Abwasserrichtlinie unverändert bestehen bleiben soll. Parallel dazu veröffentlichte die Kommission eine aktualisierte Kostenstudie, die weitgehend die Schätzungen der Folgenabschätzung von 2022 bestätige. Die Kommission betonte, dass sie gemeinsam mit den Mitgliedstaaten an der Umsetzung weiterarbeiten werde.

Hinsichtlich der Wasserrahmenrichtlinie plant die EU-Kommission, die Umsetzung im Jahr 2026 zu prüfen und ggf. Leitlinien vorzulegen. Auch eine Überarbeitung der Richtlinie werde für 2026 vorbereitet, um Vereinfachungen und mögliche Engpässe zu adressieren.

Quellen und weitere Informationen [AöW:
EU-Kommission, Meldung vom 10.12.2025
EU-Kommission, Fragen und Antworten zum Umweltvereinfachungspaket, relevant ist der Punkt „URBAN WASTEWATER BEHANDLUNG“
EU-Kommission, Updated estimation of the costs of quaternary wastewater treatment in the EU, 2025
EU-Kommission, Paket zur Vereinfachung der Umweltpolitik

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Neue EnWG-Regeln setzen EU-Gaspaket um: wichtiger Schritt für klare Regeln bei der Gasnetztransformation

Stadtwerke und kommunale Unternehmen sind bereit, ihre Netze aktiv zu transformieren – hin zu Wasserstoff und klimaneutralen Gasen. Doch ohne klare Finanzierungsregeln und praxistaugliche Fristen droht die Transformation ins Stocken zu geraten.

VKU nimmt zum EnWG-Referentenentwurf Stellung
Die Diskussion um die Zukunft unserer Gasnetze nimmt Fahrt auf. Der VKU hat seine Stellungnahme zum Referentenentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) veröffentlicht.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
Wasserstoff als Schlüssel zur Energiewende Der VKU sieht Wasserstoff als unverzichtbaren Baustein für eine klimaneutrale Energieversorgung. Die bestehenden Gasverteilernetze – immerhin rund 530.000 Kilometer lang – sollen als Basis für künftige Wasserstoffnetze genutzt werden. Pragmatische Regeln für Stilllegung und Anschluss Der VKU begrüßt die Pflicht zur Duldung stillgelegter Leitungen, fordert aber Nachschärfungen. Ebenso kritisiert er die starre Informationsfrist von zehn Jahren für Netztrennungen – fünf Jahre wären realistischer. Mehr Flexibilität bei Entwicklungsplänen Netzbetreiber sollen ihre Verteilernetzentwicklungspläne regelmäßig aktualisieren können. Der VKU unterstützt dies genauso wie die Möglichkeit für gemeinsame regionale Planungen, um Bürokratie zu reduzieren und Synergien zu nutzen. Transparenz ja, Bürokratie nein Während der VKU mehr Transparenz am Gas- und Wasserstoffmarkt befürwortet, warnt er vor überbordenden Berichtspflichten. Außerdem müsse der Schutz kritischer Infrastrukturen gewährleistet bleiben. Speicher und internationale Märkte Positiv bewertet der Verband die geplante Regulierung für Wasserstoffspeicher ab 2026. Gleichzeitig mahnt er, dass der grenzüberschreitende Handel nicht zulasten heimischer Biogasproduktion gehen darf. Finanzierungsmechanismus dringend nötig Ein zentrales Problem: Für Wasserstoffnetze außerhalb des Kernnetzes fehlt bislang ein klarer Finanzierungsrahmen. Ohne diesen müssten Netzbetreiber das volle Risiko tragen – ein Hemmschuh für Investitionen und den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft.
VKU-Kernforderungen zur Finanzierung von Wasserstoffnetzen
Finanzierungsmechanismus auch für Verteilernetze Klare Regeln müssen geschaffen werden, nicht nur für das Wasserstoff-Kernnetz. Intertemporale Kostenallokation gesetzlich verankern, damit Kosten nicht sofort und vollständig auf die aktuellen Netznutzer verteilt werden, sondern über einen längeren Zeitraum gestreckt werden. Transferregelungen schaffen: Die EU ermöglicht den Mitgliedstaaten, interne Finanztransfers zwischen den regulierten Gas- und Wasserstoffnetzbereichen zu erlauben – wenn die Regulierungsbehörde feststellt, dass die Finanzierung betreffender Netze über Netzzugangsentgelte, die nur von den jeweiligen Netznutzern gezahlt werden, nicht tragfähig ist. Deutschland sollte diesen Spielraum ausschöpfen. Risikoteilung statt Alleinlast Netzbetreiber dürfen nicht das volle Investitionsrisiko tragen – der Staat muss beteiligt werden. Planungssicherheit Verbindliche Vorgaben sind nötig, damit Investitionen kalkulierbar und langfristig abgesichert sind. Vermeidung von Investitionsstau Ohne Finanzierung drohen Projekte außerhalb des Kernnetzes zu stocken oder ganz auszufallen. Integration in Regulierungssysteme Kosten für Transformation und Stilllegung müssen fair und transparent in die Erlösobergrenzen eingepreist werden.
Und für die Stilllegung? Kompensationskonto einrichten, um die Transformation der Gasnetze sozialverträglich und wirtschaftlich abzusichern. Es soll Netzbetreibern die Sicherheit geben, dass Stilllegungskosten sozialverträglich refinanziert werden – und damit Investitionen in Wasserstoff- und alternative Netze nicht blockiert werden
Der VKU macht deutlich: Die Transformation der Gasnetze ist nicht nur eine technische, sondern auch eine politische und finanzielle Herausforderung. Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, braucht es einen verlässlichen Rechtsrahmen, der Investitionen ermöglicht und Planungssicherheit schafft.

mehr: https://www.vku.de/themen/infrastruktur-und-dienstleistungen/artikel/neue-enwg-regeln-setzen-eu-gaspaket-um-wichtiger-schritt-fuer-klare-regeln-bei-der-gasnetztransformation/

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PFAS: AöW fordert eine wirksame Strategie zum Schutz unserer Gewässer

Die AöW hat ihre Position zum Umgang mit per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) veröffentlicht. Darin mahnt sie entschlossenes Handeln zum Schutz der Wasserressourcen an. Hintergrund sind aktuelle Debatten über PFAS-Funde im Trinkwasser, die bundesweit Aufmerksamkeit erhalten haben. Branchenverbände weisen zwar auf die begrenzte Aussagekraft der Einzelmessungen hin, machen aber zugleich deutlich, dass PFAS-Einträge technisch und wirtschaftlich zunehmend herausfordernd werden können.

AöW-Präsidentin Claudia Ehrensberger erklärt: „PFAS gehören zu den drängendsten Problemen für den Gewässer- und Ressourcenschutz. Unser Auftrag ist es, Trinkwasser langfristig sicher bereitzustellen – dafür müssen PFAS-Einträge wirksam verhindert werden.“ Die öffentliche Wasserwirtschaft steht für eine gemeinwohlorientierte, nachhaltige Versorgung und weist auf Risiken für die Wasserressourcen hin.

Die AöW begrüßt die laufenden europäischen Beschränkungsverfahren und unterstützt alle Maßnahmen, die einen wirksamen Ausstieg aus PFAS ermöglichen. „Der Schutz unserer Wasserressourcen ist eine Generationenaufgabe. Nur durch konsequente Vorsorge können wir die Trinkwasserversorgung auch in Zeiten des Klimawandels sicherstellen“, so Ehrensberger.

Vor diesem Hintergrund formuliert die AöW ihre Kernforderungen. Wesentliche Punkte sind:

  1. Transparenz herstellen
    Es ist nicht bekannt, welche Mengen der unterschiedlichen PFAS wo eingesetzt werden und in den Wasserkreislauf gelangen. Angesichts der erheblichen Umwelt- und Gesundheitsrisiken ist dieser Mangel an Transparenz nicht hinnehmbar.
  2. Kurz- bis mittelfristiges Ausstiegsprogramm für PFAS
    PFAS-Einträge in die Umwelt müssen schnellstmöglich beendet werden. Für Anwendungen, für die bereits Alternativen existieren, fordert die AöW ein zügiges ordnungsrechtliches Auslaufen (Phasing-Out). Wo PFAS aktuell noch unverzichtbar sind, sind ambitionierte Fristen erforderlich, um Innovationen zu fördern und den Übergang zu beschleunigen. Jede weitere Verzögerung erhöht die langfristigen Risiken für die Trinkwasserversorgung.
  3. End-of-Pipe ist keine Lösung
    Aufwendige Reinigungsprozesse durch kommunale Wasserversorger und Abwasserbetriebe am Ende der Kette sind weder nachhaltig noch wirtschaftlich tragfähig. Um Grund- und Oberflächengewässer dauerhaft zu schützen, ist die Vermeidung an der Quelle entscheidend.
  4. Konsequente Herstellerverantwortung
    Hersteller müssen für die ökologischen, gesundheitlichen und finanziellen Folgewirkungen aufkommen. Eine angemessene Kostenbeteiligung schafft Anreize für Substitution und Prävention.

Die vollständige AöW-Position zum Thema PFAS ist auf der AöW-Webseite abrufbar.
www.aoew.de

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Gravierende Mängel in BUND-Studie „Grundwasserstress“

Am 16. Juni 2025 veröffentlichte der BUND eine Studie zum Thema „Grundwasserstress in Deutschland“, beauftragt beim Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE). Ziel der Publikation sei u.a., „erstmals systematisch deutschlandweit zu zeigen, wo und warum Grundwasserstress entsteht.“ Das Fazit sei, „dass in 201 von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland Grundwasserstress herrscht.“

Der DVGW begrüßt grundsätzlich alle Bemühungen, auf den Wert des Wassers und mögliche Risiken für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Wasserressourcen aufmerksam zu machen. Er sieht jedoch in der Studie gravierende Mängel in der Auslegung und Interpretation bestehender Bewertungsparameter, die im Ergebnis zu falschen und nicht haltbaren Aussagen eines Grundwasserstresses in Deutschland führen. Dies sind zum Beispiel:

der etablierte Wassernutzungsindex wird falsch interpretiert (GW-Neubildung aus Niederschlag statt erneuerbare Wasserressourcen aus Oberflächen- und Grundwasser)
der Bezug auf Verwaltungsgrenzen (Landkreise) passt nicht bei Bilanzierungen für Einzugsgebiete von Grundwasserfassungsanlagen
die Grundwasserbilanzierung erfolgt nur für die obersten GW-Leiter auf Basis der GW-Neubildung durch Niederschlag. Notwendige Grundlagen einer Bilanzierung sind aber die Parameter nutzbares GW-Dargebot und GW-Entnahmen in den zu betrachtenden GW-Leitern; dabei ist zwischen dem obersten GW-Leiter und den tieferen GW-Leitern zu unterscheiden

Der DVGW ist deshalb im Gespräch mit dem BUND, um das Thema fachlich-inhaltlich fundiert anzugehen und haltbare Erkenntnisse zum Thema Bilanzierung des Grundwasserhaushaltes in Deutschland abzuleiten.

mehr: https://www.dvgw.de/der-dvgw/aktuelles/meldungen/meldung-vom-24062025-bund-studie-grundwasserstress

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Mehrheit der Deutschen weiß, was nicht ins Klo gehört – trotzdem landen Feuchttücher, Speisereste und Co. immer noch im Abfluss

Zum heutigen Tag des Toilettenpapiers zeigt eine aktuelle repräsentative Befragung im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU): Obwohl die überragende Mehrheit der Bevölkerung weiß, dass Hygieneartikel, Speisereste und Medikamente nicht in die Toilette gehören, landen diese Stoffe dennoch zu häufig im Abfluss. Die Folge sind erhebliche Belastungen für Kanalisation, Kläranlagen und Umwelt – und hohe Kosten für die Allgemeinheit.

Wissen vorhanden
Erfreulicherweise wissen 90,8 Prozent der Befragten, dass Hygieneartikel, Medikamente, Speisereste und Zigarettenkippen nicht in die Toilette gehören. Dieses Wissen ist über alle Altersgruppen hinweg hoch ausgeprägt – bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil bei 83,0 Prozent, bei den über 65-Jährigen sogar bei 93,5 Prozent.

Feuchttücher und Speisereste besonders häufig entsorgt
45 Prozent der Deutschen haben bereits Speisereste wie Soßen oder Öl über die Toilette entsorgt. Auch Feuchttücher (20,9 Prozent), Tampons, Binden oder Kondome (6,8 Prozent) sowie Zigarettenkippen (4,7 Prozent) wurden schon einmal über das stille Örtchen entsorgt. Der Anteil derjenigen, die Feuchttücher über die Toilette entsorgt haben, ist bei jüngeren Menschen ausgeprägter als bei älteren. Während 37,2 Prozent der 18- bis 29-Jährigen dies bereits getan haben, liegt der Anteil in der Altersgruppe 30 bis 49 Jahre bei rund 25 Prozent. Ab 50 Jahren sinkt der Wert: 17,3 Prozent der 50- bis 64-Jährigen und nur 15,3 Prozent der über 65-Jährigen geben an, Feuchttücher über die Toilette entsorgt zu haben.

mehr: https://www.vku.de/presse/pressemitteilungen/tag-des-toilettenpapiers-mehrheit-der-deutschen-weiss-was-nicht-ins-klo-gehoert-trotzdem-landen-feuchttuecher-speisereste-und-co-immer-noch-im-abfluss/

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Nutzung von Klärgas: Entscheidend ist, ob und für welche Tätigkeiten Energiesteuer anfällt

Im Nachgang an unser Schreiben vom 26.06.2025 zur Fristigkeit der Emissionsgenehmigung nach TEHG haben wir zahlreiche Nachfragen von VKU-Mitgliedern der Sparte Wasser/Abwasser erhalten, ob sie ggf. durch den neuen europäischen Emissionshandel (EU-ETS 2) verpflichtet werden. Hiermit erhalten Sie ergänzende Informationen der DEHSt.

mehr: https://www.vku.de/themen/energiewende/artikel/nutzung-von-klaergas-entscheidend-ist-ob-und-fuer-welche-taetigkeiten-energie-steuer-anfaellt/

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AöW: UBA veröffentlicht FAQ zur neuen Abwasserrichtlinie

Auf seiner Website hat das Umweltbundesamt (UBA) eine FAQ-Seite zur neuen Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) veröffentlicht. Dort werden Fragen zu den Zielen der Richtlinie, den neuen Anforderungen an Kläranlagen, der Einführung einer vierten Reinigungsstufe, dem Umgang mit Mikroschadstoffen sowie zur erweiterten Herstellerverantwortung beantwortet. Auch Aspekte des Gesundheits- und Klimaschutzes wie das Monitoring von Krankheitserregern und die Energieneutralität von Kläranlagen werden behandelt. Die Mitgliedstaaten müssen KARL bis zum 31. Juli 2027 in nationales Recht umsetzen.

Quelle: AöW
FAQ zur Kommunalabwasserrichtlinie (KARL)

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VKU: DWA-Abwasserwärme-Tag am 5. November 2025 in Essen

Mit der Informationsbroschüre “Abwasserwärme effizient nutzen” haben VKU und DWA bereits im vergangenen Jahr eine Hilfestellung für kommunale Unternehmen veröffentlicht. Neben der Beantwortung der wichtigsten rechtlichen- und steuerrechtlichen Fragen stellt die Broschüre auch die wesentlichen technischen Aussagen des DWA M-114 zusammenfassend dar.

Der DWA-Abwasserwärme-Tag am 5. November 2025 in Essen greift den aktuellen Stand sowie die wichtigsten Fragen auf. Mit Praxisbeispielen, rechtlichen Einblicken und technischen Innovationen richtet sich das Programm gezielt an Fachleute aus Wasserwirtschaft, Energie und Umwelt. Die Tagung bietet zusätzlich eine Exkursion zu den Wasserwelten Bochum sowie eine begleitende Fachausstellung. Der VKU unterstützt gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbanden als Kooperationspartner die Veranstaltung. VKU-Mitglieder erhalten daher bei Anmeldung den vergünstigten Teilnahmepreis.

mehr: https://www.vku.de/themen/umwelt/artikel/dwa-abwasserwaerme-tag-am-5-november-2025-in-essen/

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AöW-Stellungnahme zum Errichtungsgesetz eines Sondervermögens: Öffentliche Wasserwirtschaft stärken

Die AöW hat eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Errichtung eines Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SVIKG) verfasst. Darin begrüßen wir ausdrücklich das Ziel, langfristige Investitionen in zentrale Zukunftsaufgaben zu ermöglichen.
Zugleich sprechen wir uns dafür aus, die öffentliche Wasserwirtschaft als Teil der Kritischen Infrastrukturen im Gesetz explizit zu berücksichtigen. Die sichere Versorgung mit Trinkwasser und die Entsorgung von Abwasser sind Grundvoraussetzungen für Daseinsvorsorge, Bevölkerungsschutz und wirtschaftliche Entwicklung – besonders angesichts zunehmender Extremwetterlagen, Cyberrisiken und der Folgen des Klimawandels.
Um auch künftig verlässlich, bezahlbar und resilient arbeiten zu können, bedarf es gezielter öffentlicher Investitionen – flankiert durch politische Priorisierung, vereinfachte Planungsverfahren und rechtliche Absicherung.

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DVGW fordert Durchsetzung der Ankündigungen: Wasserresilienz muss einen hohen Stellenwert in der europäischen Politik bekommen

Heute stellt die EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, Jessika Roswall, die “Europäische Strategie zur Wasserresilienz“ (European Water Resilience Strategy) vor. Das Dokument unterstreicht den hohen Stellenwert, den eine sichere Wasserversorgung in Europa hat. Es tritt dafür ein, dass Wasser im Fokus des politischen Handelns der EU und seiner Mitgliedstaaten steht. Dazu erklärt Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.:

„Mit der Wasserresilienz-Strategie schafft die Kommission ein Novum und bündelt erstmals alle wasserrelevanten Themen vom Wasserkreislauf bis zur Wasserversorgung in einem High-Level-Dossier. Die Thematik Wasserresilienz bekommt nun eine angemessene Stimme auf der politischen Agenda. Damit setzt die Kommission ein wichtiges Signal und zeigt ihre politische Verpflichtung beim Thema Wasser. Jetzt gilt es, die ambitionierten Ankündigungen auch durchzusetzen.”

Drei wesentliche Ziele werden im Zentrum der Wasserresilienz-Strategie des laufenden Mandats der EU-Kommission bis 2029 stehen: den Wasserkreislauf schützen und stärken, allen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu sauberem und bezahlbarem Trinkwasser sowie zu sanitären Anlagen ermöglichen und eine wettbewerbsfähige europäische Wasserversorgungsbranche sowie die Kreislaufwirtschaft fördern. Die EU-Kommission will diese Ziele in fünf politischen Aktionsfeldern realisieren und stellt rund 70 Maßnahmen zur Unterstützung der Mitgliedstaaten ins Zentrum ihres Engagements. Dazu zählen u.a. die Implementierung von wasserrelevanten Aspekten des EU-Rechtes auf nationaler Ebene, eine wasserresiliente Infrastruktur, die nötige Finanzierung und Investitionen für wasserrelevante Projekte zum Schutz des Wasserkreislaufs und der Wasserversorgung sowie die Entwicklung innovativer Wassertechnologien.

mehr: https://www.dvgw.de/der-dvgw/aktuelles/presse/presseinformationen/dvgw-presseinformation-vom-04062025-stellenwert-wasserresilienz-staerken

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EU-Kommunalabwasserrichtlinie jetzt inklusive Herstellerverantwortung zügig in nationales Recht umsetzen!

Der Weltumwelttag 2025 in Deutschland steht unter dem Motto „Unser Wasser wertschützen“. Dieser notwendige Schutz umfasst auch die zunehmende Beeinträchtigung der Gewässer durch Spurenstoffe, die durch Produkte der Pharma- und Kosmetikindustrie verursacht werden. Die durch die novellierte Kommunalabwasserrichtlinie eingeführte Erweiterte Herstellerverantwortung stellt daher einen Meilenstein in der europäischen Gewässerpolitik dar und muss zügig in Nationales Recht umgesetzt werden. Aktuellen Bestrebungen auf europäischer Ebene, die Herstellerverantwortung noch vor Ihrer Umsetzung wieder abzuschaffen, ist eine klare Absage zu erteilen. Diese für den Gewässerschutz wichtige Regelung stellt sicher, dass zukünftig nicht die Gebührenzahlerinnen und -zahler, sondern die Produzenten von Arzneimitteln und Körperpflegeprodukten für die Kosten aufkommen, die durch die Beseitigung der aus ihren Produkten resultierenden Verunreinigungen im Abwasser dadurch entstehen, dass Kläranlagenbetreiber zur Nachrüstung ihrer Anlagen verpflichtet werden (sog. Viertbehandlung).

mehr: https://www.vku.de/themen/umwelt/artikel/umwelttag-tag-der-umwelt-2025-appell-verbaende-kommunalabwasserrichtlinie/

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UBA zur Relevanzbewertung von Pestizid-Metaboliten im Trinkwasser

Das Umweltbundesamt (UBA) hat kürzlich einen Sachstand der trinkwasserrechtlichen Relevanzbewertung von Metaboliten von Pestizid-Wirkstoffen veröffentlicht. Dieser ist seit kurzem auf der UBA-Webseite unter dem folgenden Link eingestellt: Sachstand der trinkwasserrechtlichen Relevanzbewertung von Metaboliten von Pestizid-Wirkstoffen | Umweltbundesamt.

In diesem Zusammenhang weist das UBA richtigerweise darauf hin, dass die im Pflanzenschutzrecht erfolgenden Relevanzeinstufungen von Pestizid-Metaboliten nicht 1:1 auf das Trinkwasserrecht übertragen werden können. Insbesondere in Bezug auf S-Metolachlor als auch TFA hatten wir hierauf gegenüber BMG und UBA immer hingewiesen.

Das UBA kündigt auch an, dass zu dem Entwurf einer UBA-Empfehlung nach § 18 TrinkwEGV in Kürze ein erstes Abstimmungsverfahren eingeleitet werden soll, zunächst mit den Ländern, sodann mit Verbänden wie dem VKU. Hierzu steht der VKU bereits mit dem Bundesgesundheitsministerium im Austausch.

mehr: https://www.vku.de/themen/umwelt/artikel/uba-zur-relevanzbewertung-von-pestizid-metaboliten-im-trinkwasser/

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Koalitionsvertrag 2025: Wichtige Weichenstellungen für die öffentliche Wasserwirtschaft

Die Einigung der Koalitionsparteien CDU, CSU und SPD auf einen Koalitionsvertrag enthält aus Sicht der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) wichtige Weichenstellungen. Jetzt kommt es darauf an, die im Vertrag angelegten Handlungsspielräume aktiv zu nutzen und mit konkreten Maßnahmen zu unterlegen.

Dazu erklärt Claudia Ehrensberger, Präsidentin der AöW:

„Der Koalitionsvertrag enthält zahlreiche Ansätze, die wir ausdrücklich begrüßen. Jetzt kommt es darauf an, diese Vorhaben auch konsequent umzusetzen. Eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen, langfristige Finanzierungsperspektiven und eine klare Prioritätensetzung für Investitionen in die öffentliche Wasserwirtschaft.

mehr: https://aoew.de/daseinsvorsorge/wasser_in_oeffentlicher_hand/pressemitteilung-zum-koalitionsvertrag-2025/

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Helmholtz und Umweltbundesamt schließen Partnerschaft

Helmholtz und das Umweltbundesamt (UBA) wollen in der Wasserforschung enger zusammenarbeiten. In Berlin unterzeichneten die Präsidenten beider Organisationen eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU). Neben dem Wissenstransfer und gemeinsamer Forschung steht die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fokus.

mehr: https://www.helmholtz.de/newsroom/2025/helmholtz-und-umweltbundesamt-vereinbaren-zusammenarbeit/

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500 Milliarden für Infrastruktur: Wasserverbände drängen auf konkrete Projekte

Die Verbände VKU, DVGW und BDEW äußern sich grundsätzlich zufrieden mit den im Koalitionsvertrag angesprochenen Themen, die für die Wasserwirtschaft relevant sind. Allerdings geben sie der Politik mahnende Worte mit und vermissen ein Thema ganz.
Nationale Wasserstrategie bereits in der dritten Legislatur

Angesichts der verstärkten Auswirkungen des Klimawandels müsste „die im Koalitionsvertrag angesprochene Umsetzung der priorisierten Maßnahmen zur Nationalen Wasserstrategie beschleunigt realisiert werden“, forderte der BDEW. Das betreffe zum Beispiel Leitlinien für die Wasserknappheit und den dringend erforderlichen Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung.

Die Nationale Wasserstrategie soll laut Koalitionsvertrag umgesetzt und gemeinsam mit den Ländern weiterentwickelt werden, stellte der VKU fest. „Das bewerten wir positiv. Aber Papier ist geduldig: Der Prozess muss beschleunigt und über konkrete Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden. Wir reden bereits in der dritten Legislaturperiode über die Strategie.“

mehr: https://www.zfk.de/wasser-abwasser/500-milliarden-fuer-infrastruktur-wasserverbaende-draengen-auf-konkrete-projekte

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Exporte von Wasser- und Abwassertechnik verbleiben auf hohem Niveau

Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland ist im Jahr 2024 weltweit nahezu ebenso stark nachgefragt war wie im Vorjahr. Das teilte der VDMA-Fachverband Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate mit. Trotz vielfältiger politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten sowie Investitionszurückhaltung vielerorts, mit denen sich die Hersteller von Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland konfrontiert sahen, konnten die internationalen Märkte überwiegend erfolgreich bearbeitet und damit das Rekordniveau der Exporte aus dem Vorjahr von rund 1,3 Milliarden Euro erneut fast erreicht werden. Im Vergleich zum Jahr 2023 sanken die Ausfuhren der Branche um 0,8 Prozent, und damit weniger als im gesamten Maschinenbau (minus 5,1 Prozent) oder für den gesamten deutschen Außenhandel (minus 1,7 Prozent).

mehr: https://www.gfa-news.de/news/vdma-exporte-von-wasser-und-abwassertechnik-verbleiben-auf-hohem-niveau

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Langfristige Klärschlammverwertung jetzt ausschreiben

Eine langfristige Ausschreibung der Klärschlammverwertung mit verpflichtender Phosphorrückgewinnung ab 2029 ist bereits heute möglich. Kommunen können frühzeitig Planungssicherheit schaffen, wirtschaftlich attraktive Verwertungsmöglichkeiten nutzen und sich rechtzeitig auf die kommenden Anforderungen vorbereiten.

Die Klärschlammverwertung stellt Kommunen vor neue Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die ab 2029 verpflichtende Phosphorrückgewinnung. Eine davon ist die bislang üblicherweise durchgeführte begrenzte Ausschreibung zur thermischen Verwertung. Dazu stellen wir fest, dass bereits heute langfristige Ausschreibungen für die thermische Verwertung und Phosphorrückgewinnung erfolgen können – selbst wenn die notwendigen Anlagen noch nicht realisiert sind. Mehrere Kommunen haben diesen Schritt erfolgreich umgesetzt und langfristige Verträge mit Laufzeiten bis zu 10 Jahren abgeschlossen.

mehr: https://www.deutsche-phosphor-plattform.de/pressemitteilung-langfristige-klaerschlammverwertung-jetzt-ausschreiben/

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Branchenleitfaden der deutschen Wasserwirtschaft zur Nachhaltigkeitsberichterstattung

Mit den europäischen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung ist das Thema auch für viele Unternehmen der kommunalen Wasser- und Abwasserwirtschaft in den Fokus gerückt. In einer verbändeübergreifenden Arbeitsgruppe wurde deshalb ein Branchenleitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung erarbeitet. Obwohl auf europäischer Ebene aktuell eine Abschwächung der Vorgaben der CSRD sowie eine Verkleinerung des Adressatenkreises diskutiert wird, lohnt ein Blick in den Leitfaden und das Unterstützungstool, um sich frühzeitig mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Vor über einem Jahr hat sich eine verbändeübergreifende Arbeitsgruppe, bestehend aus ehren- und hauptamtlichen Vertretern der Verbände BDEW, DVGW, DWA und VKU gegründet und intensiv mit den Erfordernissen der Nachhaltigkeitsberichterstattung für die deutsche Wasserwirtschaft befasst. Ergebnis der Arbeiten ist ein Branchenleitfaden der deutschen Wasserwirtschaft zur Nachhaltigkeitsberichterstattung nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) sowie ein dazugehöriges Unterstützungstool zur Wesentlichkeitsanalyse. Diese Dokumente finden Sie im geschlossenen Mitgliederbereich.

mehr: https://www.vku.de/themen/preise-und-gebuehren/artikel/verbaendeuebergreifende-branchenleitfaden-der-deutschen-wasserwirtschaft-zur-nachhaltigkeitsberichterstattung/

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Neuer Masterstudiengang Kommunalwirtschaft – Jetzt informieren!

Ab September 2025 startet der VKU in Kooperation mit der Zeppelin Universität Friedrichshafen (ZU) den Masterstudiengang „Public Management mit Schwerpunkt Kommunalwirtschaft“. Kommunale Mitarbeiter erhalten damit eine gezielte Möglichkeit zur Weiterentwicklung. Arbeitgeber profitieren von einer neuen Maßnahme zur Förderung und Bindung ihres Führungskräftenachwuchses.

mehr: https://www.vku.de/themen/kommunale-arbeitgeber/personalmanagement/neuer-masterstudiengang-kommunalwirtschaft-jetzt-informieren/

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IGB: Zu viel Phosphor im Arendsee: Forschende empfehlen Gegenmaßnahmen

Neues IGB Dossier gibt umfassenden Überblick zu Ursachen und Handlungsoptionen
Der Arendsee, auch bekannt als die „Perle der Altmark“, ist der größte natürliche See Sachsen-Anhalts. Für die Region und auch darüber hinaus ist er von hoher ökologischer, kultureller, touristischer und damit auch wirtschaftlicher Relevanz. Doch wie viele andere Seen in Deutschland und Europa ist er von Überdüngung betroffen: Zu viel Phosphor im See führt vor allem in den Frühjahrs- und Sommermonaten zu Algenblüten und beeinträchtigt nicht nur den ökologischen Zustand des Sees stark, sondern auch seine Attraktivität für die Besucherinnen und Besucher. Doch woher kommt die hohe Phosphorlast und welche Gegenmaßnahmen sind geeignet? Ein neues Dossier des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) fasst das Forschungswissen zum Zustand des Sees zusammen und zeigt Handlungsoptionen für Politik und Behörden auf.

mehr: https://www.igb-berlin.de/news/zu-viel-phosphor-im-arendsee-forschende-empfehlen-gegenmassnahmen

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AöW: Weltwassertag 2025: Fokus auf Gletscherschutz

Am 22. März 2025 steht der Weltwassertag unter dem Motto „Glacier Preservation“. Gletscher speichern 70 % des Süßwassers der Erde und sichern Ökosysteme, Trinkwasser und Landwirtschaft. Ihr rascher Rückgang bedroht die Wasserverfügbarkeit, gefährdet die Landwirtschaft und erhöht das Risiko von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Erdrutschen. Das Internationale Jahr des Gletscherschutzes 2025 fördert nachhaltige Maßnahmen zur Erhaltung von Gletschern, stärkt die internationale Zusammenarbeit und vertieft das wissenschaftliche Verständnis der Gletscherprozesse.

mehr: https://www.un.org/en/observances/water-day

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AöW: AöW veröffentlicht Impulspapier zur Stärkung der Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand

Berlin. Am 13. Januar 2025 hat die AöW ihr neues Impulspapier „Politische Impulse zur Stärkung der Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand: Starke Partnerin für Gemeinwohl und Nachhaltigkeit“ veröffentlicht. Mit diesem Papier unterstreicht die AöW die zentrale Bedeutung der Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand für das Gemeinwohl und die nachhaltige Ressourcensicherung. Es richtet sich an die Politik von Bund und Ländern und formuliert konkrete Handlungsempfehlungen, um die zukünftigen Herausforderungen im Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser zu bewältigen.

Claudia Ehrensberger, Präsidentin der AöW, betont: „Das Impulspapier unterstreicht die Bedeutung einer gemeinwohlorientierten Wasserwirtschaft, die nicht kurzfristigen Gewinnen, sondern langfristigen gesellschaftlichen Zielen verpflichtet ist. Wasser ist ein Menschenrecht und keine Ware. Wir laden Bund und Länder ein, gemeinsam die Weichen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wasserwirtschaft zu stellen.“

mehr: https://aoew.de/daseinsvorsorge/wasser_in_oeffentlicher_hand/aoew-veroeffentlicht-impulspapier-zur-staerkung-der-wasserwirtschaft-in-oeffentlicher-hand/

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KNUW: Neue internationale Broschüre „Greentech made in Germany“

Die internationale Broschüre „GreenTech made in Germany“ beleuchtet ausführlich die wirtschaftliche Situation der Green Economy in Nordrhein-Westfalen.

Nordrhein-Westfalen ist die Industrieregion Nummer eins in Deutschland. Waren früher Bergbau und Stahlindustrie die tragenden Säulen der Wirtschaft, sind es heute hunderttausende kleine und mittlere Unternehmen, die das größte deutsche Bundesland nicht nur zu einer Hochburg des Mittelstands, sondern auch zu einem begehrten Standort für Unternehmen der Green Economy machen. Diese verzeichnet eine jährliche Wachstumsrate von 4,3 Prozent. Sie liegt damit konstant über der Gesamtwirtschaft. Und die Nachfrage nach Umweltgütern steigt weiter. Auch bei den weltweiten Patentanmeldungen belegt Deutschland im internationalen Vergleich Spitzenplätze: Mit 17,4 Prozent liegt es auf Platz drei hinter den USA und Tokio mit jeweils 18,7 Prozent.

mehr: https://www.knuw.nrw/news/artikel/neue-internationale-broschuere-greentech-made-in-germany.html

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BUND: Gewässerschutz: Europäisches Parlament stimmt endlich für Verhandlungen über Gesetzespaket

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments stimmte gestern für die Aufnahme von Trilog-Verhandlungen zur Aktualisierung der Richtlinie zur Änderung der Wasserrahmenrichtlinie, der Grundwasserrichtlinie und der Richtlinie über Umweltqualitätsnormen.

Mit diesem sogenannten EU Water Package sollen prioritäre Stoffe und Umweltqualitätsnormen für Oberflächengewässer und das Grundwasser aktualisiert werden, aber auch Regeln zum Verschlechterungsverbot der Wasserrahmenrichtlinie präzisiert werden. Die formelle Zustimmung des Umweltausschusses zur Verabschiedung wurde lange erwartet und ist begrüßenswert. Jedoch haben die zahlreichen Verzögerungen das Dossier des Parlaments belastet und gefährden sinnvolle Maßnahmen zur Bekämpfung der Wasserverschmutzung im kommenden Jahrzehnt.

Im Oktober 2022 schlug die Europäische Kommission vor, die Liste der prioritären Schadstoffe, die in der Wasserrahmenrichtlinie geregelt sind, zu aktualisieren. Die Aktualisierung umfasste mehrere besorgniserregende Stoffe. Darunter fallen PFAS (sogenannte Ewigkeitschemikalien), Glyphosat und Arzneimittel. Obwohl der Vorschlag der Europäischen Kommission zur Aktualisierung der prioritären Stoffe und Umweltqualitätsnormen unterstützenswert ist, kam er leider erst nach dem gesetzlich vorgegebenen Zeitpunkt zur Überprüfung nach sechs Jahren.

mehr: https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/gewaesserschutz-europaeisches-parlament-stimmt-endlich-fuer-verhandlungen-ueber-gesetzespaket/

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VKU: Weichenstellung für eine resiliente Wasserwirtschaft

Die EU-Kommission plant für Sommer 2025 die Vorlage einer Strategie für Wasserresilienz. Das Ziel dieser ist es, die Wasserversorgung für die Bevölkerung und die Wirtschaft angesichts von Wasserknappheit und dem notwendigen Schutz der Gewässer vor Verunreinigung sicherzustellen. Damit soll zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit beigetragen werden.

Wasserqualität und Wasserverfügbarkeit gleichermaßen sicherstellen
Die EU-Kommission plant im Sommer 2025 eine nicht-legislative Strategie für Wasserresilienz vorzulegen. Mit dieser soll durch Empfehlungen und Leitlinien für die Mitgliedstaaten zu einer sicheren und nachhaltigen Wasserversorgung beigetragen werden. Diese betrifft sowohl die Verfügbarkeit von Wasser als auch die Qualität der Gewässer. Der VKU hat sich gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund mit einer Stellungnahme zu Wasserresilienz an der öffentlichen Konsultation der EU-Kommission beteiligt und wirbt darin für die Berücksichtigung der kommunalen und kommunalwirtschaftlichen Belange.

mehr: https://www.vku.de/themen/europa/artikel/weichenstellung-fuer-eine-resiliente-wasserwirtschaft/

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AöW: Verlängerung der Übergangsfrist für § 2b UStG im Bundesgesetzblatt veröffentlicht

Mit dem Jahressteuergesetz 2024 hat der Gesetzgeber die Übergangsfrist für die Anwendung des § 2b UStG bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Ab dem 1. Januar 2027 soll die neue Regelung zur Umsatzbesteuerung der öffentlichen Hand verbindlich gelten. Dies ist die dritte Verlängerung, um den juristischen Personen des öffentlichen Rechts mehr Zeit für die Umstellung zu geben. Eine vorzeitige Anwendung ist weiterhin möglich.

Zur Begründung heißt es, dass die juristischen Personen des öffentlichen Rechts nach wie vor vor administrativen und finanziellen Herausforderungen stehen. Zwar seien viele Umsetzungsprobleme bereits gelöst, es bestünden aber weiterhin grundlegende Unsicherheiten sowie offene Rechtsfragen. Eine rechtssichere flächendeckende Umsetzung sei daher ab dem 1. Januar 2025 nicht gewährleistet. Mit der Verlängerung sollen die verbleibenden Herausforderungen bewältigt werden.

Das Jahressteuergesetz wurde am 5. Dezember 2024 im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt größtenteils am Tag nach der Verkündung in Kraft.

mehr: https://aoew.de/?mailpoet_router&endpoint=track&action=click&data=WyI5MzQiLCIxN2h5Zmo0eGpxNWNnY2NvOGdrdzBrOHM4d28wMGs0ZyIsIjU5IiwiOGU1MzM5NDczMzc4IixmYWxzZV0

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AöW: Erweiterte Herstellerverantwortung kommt ein Jahr später

Die Kommunalabwasserrichtlinie wurde am 12. Dezember 2024 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und tritt 20 Tage später, am 1. Januar 2025, in Kraft. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, die wesentlichen Bestimmungen der Richtlinie bis zum 31. Juli 2027 in nationales Recht umzusetzen, wobei für die einzelnen Verpflichtungen unterschiedliche Fristen gelten.

Eine wesentliche Änderung betrifft die erweiterte Herstellerverantwortung, die nach der Richtlinie erst Ende 2028 in Kraft tritt, ein Jahr später als ursprünglich geplant. Nach Artikel 9 Absatz 1 der Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass Hersteller, die bestimmte Produkte in Verkehr bringen, bis zum 31. Dezember 2028 die erweiterte Herstellerverantwortung übernehmen. Diese Verpflichtung umfasst 80 % der Gesamtkosten.

mehr: https://aoew.de/?mailpoet_router&endpoint=track&action=click&data=WyI5MzQiLCIxN2h5Zmo0eGpxNWNnY2NvOGdrdzBrOHM4d28wMGs0ZyIsIjU5IiwiNmFlNDRlYTgwOTY0IixmYWxzZV0

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AöW: AöW-Position: Anpassung der Überwachungsmethodik an europäische Standards

Die AöW hat am 10.12.2024 bekräftigt, den deutschen Sonderweg der qualifizierten Stichprobe schrittweise an europäische Standards anzupassen. Ziel ist eine nachhaltige und effiziente Überwachung, die sowohl den Anforderungen der EU-Kommunalabwasserrichtlinie (AbwRL) entspricht als auch Betreiber entlastet. Bereits die Stellungnahme der Verbände vom 07.06.2024 forderte die Abschaffung der qualifizierten Stichprobe/2h-Mischprobe zugunsten eines zukunftsorientierten Ansatzes. Durch eine Angleichung können Effizienz und Transparenz europaweit gestärkt und die Anlagenleistung gerecht bewertet werden. Die AöW unterstützt daher ausdrücklich die Fortführung der Diskussionen.

mehr: https://aoew.de/?mailpoet_router&endpoint=track&action=click&data=WyI5MzQiLCIxN2h5Zmo0eGpxNWNnY2NvOGdrdzBrOHM4d28wMGs0ZyIsIjU5IiwiOGJjM2I0ZDA4Yjg4IixmYWxzZV0

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VKU-Position zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie

Die novellierte Kommunalabwasserrichtlinie wurde am 12. Dezember 2024 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Sie tritt 20 Tage später, also am 1. Januar 2025 in Kraft (Art. 34 Satz 1). Die wesentlichen Regelungen der Richtlinie (Art. 2 bis 11 und 14 bis 26 sowie die Anhänge I, III, V und VI) müssen dementsprechend bis zum 31. Juli 2027 in nationales Recht umgesetzt worden sein (Art. 33 Abs. 1 Satz 1). Der Umstand, dass die Richtlinie nicht mehr im Jahr 2024 in Kraft tritt, hat aber auch zur Folge, dass die Hersteller die erweiterte Herstellerverantwortung ein Jahr später, nämlich erst zum Ende des Jahres 2028 übernehmen müssen (Art. 9 Abs. 1 Satz 1).

mehr: https://www.vku.de/themen/umwelt/artikel/vku-position-zur-umsetzung-der-kommunalabwasserrichtlinie/
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:L_202403019

VKU-Positionspapier: https://www.vku.de/fileadmin/user_upload/Verbandsseite/Positionen/Kommunale_Wasserwirtschaft/241205_VKU-Positionspapier_Umsetzung_KARL_final.pdf

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Meldungen Junge DWA 2025

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2025


Junge DWA – Jahresauftakt

Junge DWA Stammtische
Alle Informationen rund um die Stammtische der Jungen DWA finden Sie online.
mehr: https://de.dwa.de/de/stammtische.html

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Erstes Präsenztreffen des Circle Hydrologie der Jungen DWA zum Tag des Wassers in Augsburg

Vom 21. auf den 22. März 2025 trafen sich fünf aktive Mitglieder des Circle Hydrologie in Augsburg zum persönlichen Austausch. Passenderweise fand das Treffen zum Tag des Wassers statt. Der Circle „Hydrologie“ ist einer der sechs Arbeitsgruppen der Jungen DWA. Der noch recht „junge“ Circle hat sich im Januar 2024 gegründet und es sich zur Aufgabe gemacht, Themen der Hydrologie zu bearbeiten und eine Schnittstelle zum DWA-Hauptausschuss Hydrologie und Wasserwirtschaft zu bilden.

Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 06 2025 ab Seite 406

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4. Regionaler Stammtisch der JDWA Allgäu/Schwaben/Bodensee auf dem Gruppenklärwerk Kempten/Lauben

­Vom Klärwerk zum Kraftwerk
Am 10. April 2025 durften die Teilnehmenden des 4. Stammtischs der Jungen DWA Allgäu/Schwaben/Bodensee auf dem Gruppenklärwerk Kempten/Lauben erfahren, dass ein Klärwerk mehr sein kann als braunes Wasser und Schlamm.

Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 06 2025 ab Seite 405

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Thematischer Stammtisch „Weitergehende Abwasserreinigung“

­ Am 17. Oktober 2024 fand ein Thematischer Stammtisch der Jungen DWA zur weitergehenden Abwasserreinigung statt, bei dem Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch (Obmann des DWA-Fachausschusses KA-8) und Vera Kohlgrüber (kommissarische Leiterin des Kompetenzzentrums Spurenstoff Baden-Württemberg) zu Gast waren.

Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 05 2025 ab Seite 330

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Junge Experten im Düsseldorfer Kanalnetz

Im Rahmen des Stammtisches Ruhrgebiet der Jungen DWA wurde am 12.September 2024 das Pumpwerk Golzheim des Stadtentwässerungsbetriebs Düsseldorf besichtigt. Den Teil- nehmenden wurden wertvolle Einblicke in die Stadtentwässerung unserer Landeshauptstadt geboten.

Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 05 2025 ab Seite 329

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Regionaler Stammtisch der Jungen DWA: Allgäu/Schwaben/Bodensee

Am 6. Februar 2025 trafen sich die Teilnehmenden des Regionalen Stammtischs der Jungen DWA in der Region Allgäu/Schwaben/Bodensee zu einer spannenden und gaumenschmeichelnden Exkursion bei der Familienbrauerei Schwarzbräu in Zusmarshausen.
Save the Date
Der nächste Stammtisch wird am 10. April 2025 auf dem Gruppenklärwerk des Abwasserverbands Kempten (460 000 EW) stattfinden. Fokusthemen sind dann die Klimabilanzierung von Kläranlagen, der Wandel vom Klärwerk zum Kraftwerk und die Niedertemperaturtrocknung von Klärschlämmen. Wer dabei sein will, kann sich gerne an allgaeu@junge-dwa.de wenden, um weitere Informationen zu erhalten
Autor:Jan Behrenbeck

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Mitarbeit bei der DWA 2025

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Mitarbeit DWA 2021Mitarbeit DWA 2022Mitarbeit DWA 2023Mitarbeit DWA 2024

Entwurf Merkblatt DWA-M 158 „Bauwerke der Kanalisation – Beispiele“

Aufruf zur Stellungnahme
Das Merkblatt DWA-M 158 ergänzt das Arbeitsblatt DWA-A 157 „Bauwerke der Kanalisation“. Die im Arbeitsblatt DWA-A 157 beschriebenen Bauwerksausführungen werden im Merkblatt DWA-M 158 durch einfache, klar strukturierte Prinzip-Zeichnungen dargestellt, welche die wesentlichen konstruktiven Vorgaben, die bei der Planung zu berücksichtigen sind, beinhalten.

Das Merkblatt beschreibt insgesamt 43 Bauwerksausführungen, die jeweils ergänzt werden durch eine tabellarische Zusammenstellung der erforderlichen Werkstoffe und Bauteile sowie der zu beachtenden technischen Regeln. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Ausbildung der Abdichtungen zwischen den einzelnen Einbauteilen und Arbeitsfugen gerichtet. Bei der Entwicklung der Beispielzeichnungen wurden neben sicherheitstechnischen, betrieblichen, hydraulischen und bautechnischen Gesichtspunkten die Investitionskosten berücksichtigt.

Die von der Arbeitsgruppe entwickelten Zeichnungen sind im Rahmen der Bauwerksplanung eine Hilfestellung bei der konstruktiven Gestaltung von Bauwerken, erheben aber keinen Anspruch auf die Lösung jeglichen Problems.

Änderungen

Gegenüber dem Merkblatt DWA-M 158 (3/2006) wurden insbesondere folgende Änderungen vorgenommen:
a) Normenbezüge wurden aktualisiert.
b) Zeichnungen wurden angepasst an unter anderem aktuelle Sicherheitsvorschriften und DWA-Regelwerk.
c) Neue Zeichnungen wurden aufgenommen, unter anderem Auslaufbauwerk ins Gewässer und Tiefbeet mit Versickerungsrigole.

Das Merkblatt wurde von der DWA-Arbeitsgruppe SR-3.3 „Bauwerke in Entwässerungsanlagen“ (Sprecher: Dipl.-Ing. Helmut Stecha) im Auftrag des DWA-Hauptausschusses „Siedlungsentwässerung und urbanes Regenwassermanagement“ (SR) im DWA-Fachausschuss SR-3 „Anlagenbezogene Planung“ (Obmann: PD Dr.-Ing. Stephan Fuchs) in Zusammenarbeit mit dem DWA-Fachausschuss SR-5 „Bau“ (Obmann: Dr.-Ing. Ulrich Bohle) erarbeitet. Es richtet sich an Bauherren, Ingenieurbüros, ausführende Firmen und Hersteller.

Frist zur Stellungnahme

Das Merkblatt DWA-M 158 „Bauwerke der Kanalisation – Beispiele“ wird bis zum 28. Februar 2026 öffentlich zur Diskussion gestellt. Hinweise und Anregungen sind schriftlich, möglichst in digitaler Form, zu richten an:

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Christian Berger
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
E-Mail: Team-SR@dwa.de

Für den Zeitraum des öffentlichen Beteiligungsverfahrens kann der Entwurf kostenfrei im DWA-Entwurfsportal eingesehen werden: www.dwa.info/entwurfsportal. Dort ist auch eine digitale Vorlage zur Stellungnahme hinterlegt. Im DWA-Shop ist der Entwurf als Printversion oder als E-Book im PDF-Format erhältlich.

Entwurf Merkblatt DWA-M 158 „Bauwerke der Kanalisation – Beispiele“, Dezember 2025, 137 Seiten

Print
ISBN 978-3-96862-781-6, Preis: 112,50 Euro, fördernde DWA-Mitglieder: 90 Euro
PDF
ISBN 978-3-96862-782-3, Preis: 98 Euro, fördernde DWA-Mitglieder: 78,40 Euro
Kombi PDF & Print
Preis: 142 Euro, fördernde DWA-Mitglieder: 113,60 Euro

Herausgeberin und Vertrieb

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-333
E-Mail: info@dwa.de
DWA-Shop: www.dwa.info/shop

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Erarbeitung eines neuen Merkblatts „Rechenanlagen zur mechanischen Vorreinigung von kommunalem Abwasser“

Vorhabensbeschreibung
Die DWA plant die Erarbeitung eines neuen Merkblatts „Rechenanlagen zur mechanischen Vorreinigung von kommunalem Abwasser“.

Rechenanlagen zur mechanischen Vorreinigung von kommunalem Abwasser sind seit mehr als einem Jahrhundert im Einsatz und spielen eine wichtige Rolle bei der Entfernung von Grobstoffen aus dem Abwasser. Da Grobstoffentfernung für die Funktion der nachfolgenden Stufen einer Kläranlage von großer Bedeutung ist, muss die Planung von Rechenanlagen eine gute Wirksamkeit und eine hohe Betriebsstabilität zum Ziel haben.

Bislang gibt es kein umfassendes technisches Regelwerk. In verschiedenen Publikationen der DWA gibt es Hinweise, die für die Auslegung von Rechenanlagen herangezogen werden können. Die DIN19569-2 so-wie die DIN EN 12255-3 beschäftigen sich lediglich mit Baugrundsätzen für Rechenanlagen.

Daher beabsichtigt die DWA, Merkblatt zu Rechenanlagen zur mechanischen Vorreinigung von kommunalem Abwasser zu erarbeiten. In diesem Merkblatt soll der aktuelle Wissensstand zur Auslegung von Rechenanlagen zusammengetragen werden. Folgende Aspekte sollen berücksichtigt werden:

  • Hinweise zum Einzugsgebiert und vorgeschalteten Abwasseranlagen sollen gegeben werden.
  • Bauarten und Auswahlkriterien sowie die Auslegung von Rechenanlagen soll beschrieben werden.
  • Der Umgang mit dem Rechengut – Transport und Behandlung – soll erläutert werden.
  • Die Bau- und Maschinentechnik von Rechenanlagen ist zu beschreiben.

Die Erarbeitung des neuen Merkblatts erfolgt im Fachausschuss KA-5 „Mechanische Vorreinigung und Absetzverfahren“ (Obmann: Dr.-Ing. Winfried Born). Hinweise zur Erarbeitung können an die DWA-Bundesgeschäftsstelle gerichtet werden:

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dr.-Ing. Christian Wilhelm
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
E-Mail: wilhelm@dwa.de

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Abwasserdrucksysteme: Überarbeitung nicht wesentlicher Art des Arbeitsblatts DWA-A 113

Vorhabensbeschreibung
Das Arbeitsblatt DWA-A 113 wird einer Überarbeitung nicht wesentlicher Art unterzogen als Arbeitsblatt DWA-A 113-1 „Hydraulische Dimensionierung und Leistungsnachweis von Abwasserdrucksystemen; Teil 1: Grundlagen“ und Erarbeitung eines neuen Merkblatts DWA-M 113-2 „Hydraulische Dimensionierung und Leistungsnachweis von Abwasserdrucksystemen; Teil 2: Beispiele“.

Das Arbeitsblatt DWA-A 113 wurde im Januar 2020 veröffentlicht. Aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten Veröffentlichung der Arbeitsblattreihe DWA-A 120 „Pumpsysteme außerhalb von Gebäuden“, Teile 1–3, sowie der europäischen Normen DIN EN 16932 „Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden – Pumpsysteme“, Teile 1–3, sind Redundanzen entstanden, die es zu minimieren gilt. Von Anwenderseite werden Beispiele gefordert, und die Arbeitsgruppe möchte dem Rechnung tragen.

Daher hat der Fachausschuss SR-2 „Systembezogene Planung“ beschlossen, das Arbeitsblatt DWA-A 113 zu überarbeiten. Bei der Überarbeitung des Arbeitsblatts DWA-A 113 soll dieses mit einem Merkblatt, das Beispiele enthalten soll, ergänzt werden. Deshalb wird der Titel des Arbeitsblatts in Arbeitsblatt DWA-A 113-1 „Hydraulische Dimensionierung und Leistungsnachweis von Abwasserdrucksystemen; Teil 1: Grundlagen“ geändert, und das Arbeitsblatt wird durch das Merkblatt DWA-M 113-2 „Hydraulische Dimensionierung und Leistungsnachweis von Abwasserdrucksystemen; Teil 2: Beispiele“ ergänzt.

Bei der Überarbeitung nicht wesentlicher Art des Arbeitsblattes DWA-A 113-1 sollen unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt werden: Reduzierung von Redundanzen zu der Arbeitsblattreihe DWA-A 120, einfachere Anwendbarkeit sowie Verbesserung von Darstellungen.

In dem neu zu erarbeitenden Merkblatt DWA-M 113-2 sollen als Ergänzung zu dem Arbeitsblatt DWA-A 113-1 Beispiele erstellt werden, die die Anwendbarkeit des Arbeitsblatts DWA-A 113-1 vereinfachen.

Das Arbeitsblatt und das Merkblatt richten sich an Planungsbüros, Hersteller und Betreiber von Abwasserpumpsystemen.

Die beiden Regeln werden von der DWA-Arbeitsgruppe SR-2.7 „Systembezogene Grundsätze von Abwasserdrucksystemen“ (Sprecher: Prof. Dr.-Ing. habil. Hartmut Eckstädt) im Fachausschuss SR-2 (Obmann: Prof. Dr.-Ing. Helmut Grüning) überarbeitet bzw. erarbeitet.

Hinweise für die Bearbeitung nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle entgegen. Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind ausdrücklich herzlich willkommen. Interessierte melden sich bitte mit einer themenbezogenen Beschreibung ihres beruflichen Werdegangs/einem Kurzlebenslauf bei:

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Christian Berger
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 02242/872-126
E-Mail: Team-SR@dwa.de

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Entwurf Merkblatt DWA-M 187 „Retentionsbodenfilteranlagen – Sonderanwendungen, Hinweise und Beispiele“

Die DWA hat den Entwurf des Merkblatts DWA-M 187 „Retentionsbodenfilteranlagen – Sonderanwendungen, Hinweise und Beispiele“ vorgelegt, der hiermit zur öffentlichen Diskussion gestellt wird.

Die im Merkblatt beschriebenen Sonderanwendungen basieren auf den verfahrenstechnischen Grundlagen des 2019 veröffentlichten Arbeitsblatts DWA-A 178 „Retentionsbodenfilteranlagen“ für Anlagen zur Behandlung von niederschlagsbedingten Abflüssen im Misch- und Trennsystem sowie von Straßenoberflächen.

Die Regelungen im Arbeitsblatt DWA-A 178 beziehen sich ausschließlich auf die Standardanwendung des Retentionsbodenfilterverfahrens und schließen damit eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten (Sonderanwendungen) aus, die als Großanlage oder im Pilotmaßstab erfolgreich umgesetzt wurden. Dies betrifft insbesondere Anlagen zum langfristigen und stabilen Rückhalt von Phosphor, Spurenstoffen und Mikroorganismen, zur Behandlung von niederschlagsbedingten Abflüssen mit hoher organischer Belastung sowie dezentrale Klein-Retentionsbodenfilterbecken.

Im Merkblatt DWA-M 187 wird gezeigt, wie durch die Anpassung von einzelnen Komponenten, Bemessungsvorgaben und betrieblichen Aspekten die Behandlungsziele der Sonderanwendungen zu erreichen sind.

mehr: https://de.dwa.de/de/regelwerk-news-volltext/entwurf-merkblatt-dwa-m-187-retentionsbodenfilteranlagen-sonderanwendungen-hinweise-und-beispiele.html

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Entwurf Arbeitsblatt DWA-A 127-11 „Statische Berechnung von Entwässerungsanlagen – Teil 11: Straßenverkehrslasten und zugehörender Ermüdungsnachweis“

Die DWA hat den Entwurf des Arbeitsblatts DWA-A 127-11 „Statische Berechnung von Entwässerungsanlagen – Teil 11: Straßenverkehrslasten und zugehörender Ermüdungsnachweis“ vorgelegt, der hiermit zur öffentlichen Diskussion gestellt wird.

Das Arbeitsblatt befasst sich mit Berechnungsverfahren zu Einwirkungen aus Straßenverkehrslasten auf Abwasserleitungen und -kanäle und zum Nachweis gegen Ermüdung bei Einwirkungen aus Straßenverkehrslasten. Es unterstützt damit die statische Berechnung erdgebetteter Rohre. Die dargestellten Bodenspannungen aus Verkehrslasten gelten für Rohre bei offenem Einbau im Graben, im Vortrieb, im Bestand bei Sanierungsverfahren oder sinngemäß für Schächte.

Dieses Arbeitsblatt wird zukünftig in das Arbeitsblatt DWA-A 127-1 „Statische Berechnung von Entwässerungsanlagen – Teil 1: Grundlagen“ integriert und ergänzt dieses als Grundlagendokument für die Arbeits- und Merkblattreihe DWA-A/M 127.

Das Arbeitsblatt wurde von der DWA-Arbeitsgruppe SR-5.11 „Statische Berechnung von Entwässerungsanlagen: Straßenverkehrslasten und Ermüdungsnachweis“ (Sprecher: Dipl.-Ing. (FH) M. Eng. Frederik Müller) im Auftrag des DWA-Hauptausschusses „Siedlungsentwässerung und urbanes Regenwassermanagement“ (bisher: Entwässerungssysteme) im DWA-Fachausschuss SR-5 „Bau“ (Obmann: Dr.-Ing. Ulrich Bohle) erarbeitet. Es richtet sich an Ingenieurbüros, Kommunen, Verbände, Betreiber von Abwasseranlagen, Hersteller, Fachplanende und Bauausführende.

mehr: https://de.dwa.de/de/regelwerk-news-volltext/entwurf-arbeitsblatt-dwa-a-127-11-statische-berechnung-von-entwaesserungsanlagen-teil-11-strassenverkehrslasten-und-zugehoerender-ermuedungsnachweis.html

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Erarbeitung eines Merkblatts DWA-M 797 „Empfehlungen zur Rückhaltung wassergefährdender Stoffe bei Anlagen zur Wärmegewinnung aus Gewässern oder Abwasser

Die DWA plant die Erarbeitung eines Merkblatts DWA-M 797 „Empfehlungen zur Rückhaltung wassergefährdender Stoffe bei Anlagen zur Wärmegewinnung aus Gewässern oder Abwasser.

In Anlagen zur Wärmegewinnung aus Gewässern oder Abwasser werden in der Regel wassergefährdende Stoffe als Kältemittel und als Wärmeträgermedium eingesetzt. Für Anlagen zum Verwenden dieser Stoffe ist gemäß §§ 18 und 21 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) grundsätzlich eine Rückhaltung austretender wassergefährdender Stoffe erforderlich.

Gemäß Kapitel 3 Abschnitt 3 AwSV kann unter bestimmten Voraussetzungen bei bestimmten Anlagen auf eine Rückhaltung austretender wassergefährdender Stoffe verzichtet werden. Mit diesem Merkblatt soll allen Betroffenen Hilfestellung bei der Festlegung von Maßnahmen zur Einhaltung des Besorgnisgrundsatzes bei Anlagen zur Wärmegewinnung aus Gewässern oder Abwasser unter Einsatz von wassergefährdenden Wärmeträgermedien und Kältemitteln gegeben werden, wenn auf eine Rückhaltung austretender wassergefährdender Stoffe verzichtet werden soll.

In den §§ 34, 35 und 38 AwSV sind Maßnahmen enthalten, die bei Anlagen mit vergleichbarem technischem Aufbau einen Verzicht auf Rückhalteeinrichtungen ermöglichen. § 18 Abs. 2 Satz 2 AwSV lässt unter bestimmten Voraussetzungen bei unterirdischen Rohrleitungen anstelle von Rückhalteeinrichtungen Maßnahmen technischer oder organisatorischer Art zu, wenn ein gleichwertiges Sicherheitsniveau erreicht wird. Das Merkblatt soll zeigen, wie durch sinnvolle Kombination der bereits beschriebenen und gegebenenfalls zusätzlichen Maßnahmen ein sicherer Anlagenbetrieb über die derzeit erforderliche Ausnahme nach § 16 Abs. 3 AwSV zu ermöglichen ist.

mehr: https://de.dwa.de/de/regelwerk-news-volltext/erarbeitung-eines-merkblatts-dwa-m-797-empfehlungen-zur-rueckhaltung-wassergefaehrdender-stoffe-bei-anlagen-zur-waermegewinnung-aus-gewaessern-oder-abwasser.html

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Überarbeitung des Arbeitsblatts DWA-A 781 „Tankstellen für Kraftfahrzeuge“

TRwS 781 „Tankstellen für Kraftfahrzeuge“ von Januar 2024 wird überarbeitet. Hauptgrund für die zeitnahe Überarbeitung ist, dass paraffinischer Dieselkraftstoff nach DIN EN 15940 neu in die 10. BImSchV (Zehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) aufgenommen worden ist und damit an öffentlichen Tankstellen in Deutschland angeboten werden kann.

In der „Fachlichen Stellungnahme zur technischen Eignung von Anlagenteilen von bereits in Betrieb befindlichen Tankstellen bei der Verwendung von paraffinischen Dieselkraftstoffen nach DIN EN 15940“ der DWA-Arbeitsgruppe IG-6.5 „Tankstellen für Kraftfahrzeuge“ in der KA Korrespondenz Abwasser von November 2024 wurden Arbeitsergebnisse veröffentlicht, die nun in TRwS 781 eingearbeitet werden sollen.

Darüber hinaus sollen die Ergebnisse aus Forschungsvorhaben für neu zu errichtende Tankstellen bewertet werden. Außerdem sollen aufgrund von Anmerkungen aus der Fachöffentlichkeit zu verschiedenen Sachverhalten (unter anderem zur Dichtheitsprüfung von Rückhalteeinrichtungen im Entwässerungssystem) Klarstellungen in der TRwS 781 vorgenommen werden.

Mit der Überarbeitung der TRwS 781 sollen bundesweit wasserrechtlich aktuelle, an die gesetzlichen Vorgaben und technischen Entwicklungen angepasste, einheitliche technische und betriebliche Regelungen für die Errichtung und den Betrieb für Tankstellen für Kraftfahrzeuge sowie einheitliche Prüfinhalte vorgelegt werden.

mehr: https://de.dwa.de/de/regelwerk-news-volltext/ueberarbeitung-des-arbeitsblatts-dwa-a-781-tankstellen-fuer-kraftfahrzeuge.html

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Erarbeitung des Merkblatts DWA-M 720-3 „Ölschadenbekämpfung auf Gewässern, Teil 3: Einsatzplanung und Ausbildung“

Die DWA plant die Erarbeitung des Merkblatts DWA-M 720-2 „Ölschadenbekämpfung auf Gewässern, Teil 3: Einsatzplanung und Ausbildung“.

Bei Unfällen mit Mineralöl/Mineralölprodukten auf Gewässern kommt der Gefahrenabwehr und Schadensbegrenzung eine besondere Bedeutung zu. Der sachgerechte Einsatz von Ölsperren und Ölaufnahmegeräten ist dabei entscheidend für den Einsatzerfolg. Der DWA-Fachausschuss IG-7 „Gerätschaften und Mittel zur Abwehr von Gewässergefährdungen (GMAG)“ hat entschieden, das Thema in einem Merkblatt mit drei Teilen zu behandeln:

  • DWA-M 720-1: Ölsperren
  • DWA-M 720-2: Ölaufnahmegeräte
  • DWA-M 720-3: Einsatzplanung und Ausbildung.

Die Themen „Ölsperren“ und „Ölaufnahmegeräte“ wurden bereits bearbeitet sowie die entsprechenden Merkblätter DWA-M 720-1 Mitte 2019 und DWA-M 720-2 Mitte 2025 fertiggestellt. Jetzt sollen die Arbeiten zum DWA-M 720-3 aufgenommen werden.

mehr: https://de.dwa.de/de/regelwerk-news-volltext/erarbeitung-des-merkblatts-dwa-m-720-2-oelschadenbekaempfung-auf-gewaessern-teil-3-einsatzplanung-und-ausbildung.html

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Erarbeitung des Merkblatts DWA-M 330 „Wärme- und Kältekonzepte auf Kläranlagen“

Die DWA-Arbeitsgruppe KEK-7.4 „Wärme- und Kältekonzepte auf Kläranlagen“ wird das gleichnamige Merkblatt DWA-M 330 im Auftrag und unter der Mitwirkung des Fachausschusses KEK-7 „Energie in der Wasser- und Abfallwirtschaft“ erarbeiten.

Die durch den Klimawandel steigenden Anforderungen an Klimaschutz und Energieeffizienz machen eine nachhaltige Nutzung von Wärme und Kälte sowie die Nutzung erneuerbarer Energien auf Kläranlagen immer wichtiger. Kläranlagen sind nicht nur wesentliche Infrastruktureinrichtungen der Wasserwirtschaft, sondern auch Schlüsselpunkte für die Energiewende.

Die in Abwasser und Klärschlamm enthaltene Energie bietet ein erhebliches Potenzial für die betriebsinterne und -externe Nutzung. Die Transformation des Energiesektors stellt außerdem neue Anforderungen an die Einbindung von Kläranlagen in übergeordnete Energiekonzepte. Rechtlich und förderseitig wird dies flankiert durch die EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL), das Wärmeplanungsgesetz (WPG), die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) und das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) mit dem Meldeportal für Abwärmequellen.

Bisher fehlt jedoch eine praxisorientierte und systematische Darstellung, wie Kläranlagen ihre Wärme- und Kältepotenziale optimal nutzen und sich in übergeordnete Energieplanungen integrieren können.

mehr: https://de.dwa.de/de/regelwerk-news-volltext/erarbeitung-des-merkblatts-dwa-m-330-waerme-und-kaeltekonzepte-auf-klaeranlagen.html

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Erarbeitung eines Merkblatts DWA-M 156 zum Thema „Planung, Bau und Betrieb von Dükern“

Der DWA-Fachausschuss ES-3 „Anlagenbezogene Planung“ und der Fachausschuss ES-7 „Betrieb und Unterhalt“ haben beschlossen, ein neues Merkblatt DWA-M 156 „Planung, Bau und Betrieb von Dükern“ zu erarbeiten.

Im Zuge der Bearbeitung des Entwurfs des neuen Merkblatts DWA-M 193 „Betriebliche Anforderungen an instandhaltungsgerechte Entwässerungssysteme“ durch die Arbeitsgruppe ES-7.3 „Betrieb und Unterhalt von Kanalnetzen“ wurde festgestellt, dass Düker im DWA-Regelwerk nicht den ihnen gebührenden Umfang einnehmen. Im bestehenden Regelwerk gibt es einzelne Hinweise zu Hydraulik, Konstruktion und Betrieb. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass trotz meist großen finanziellen Aufwands in einigen Fällen schlecht funktionierende Düker errichtet wurden.

Aufgrund des Umfangs der für die Bearbeitung dieses Themas notwendigen Arbeiten wurde das Thema aus dem in Arbeit befindlichen DWA-M 193 herausgelöst und soll auf gesonderten Weg bearbeitet werden.

Ziel ist die Erstellung eines Merkblatts zu allen für Planung, Bau und Betrieb maßgeblichen technischen Regeln, einschließlich der Arbeitssicherheit, zu Dükern mit besonderem Bezug auf die Auswertungen der Betriebserfahrungen und neuere wissenschaftliche Erkenntnisse. Dabei sollen Düker aller Größenordnungen thematisiert werden. Düker im Sinne des geplanten Merkblatts sind Kreuzungsbauwerke zur Unterquerung eines Hindernisses, die als Druckrohrleitungen in freiem Gefälle betrieben werden.

mehr: https://de.dwa.de/de/regelwerk-news-volltext/erarbeitung-eines-merkblatts-dwa-m-156-zum-thema-planung-bau-und-betrieb-von-duekern.html

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Erarbeitung eines verbändeübergreifenden Merkblatts DWA-M 107 „Notwasserwege“ mit textgleicher Veröffentlichung in der FGSV

Der DWA-Fachausschuss ES-2 „Systembezogene Planung“ hat beschlossen, zusammen mit der FGSV (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V.) ein Merkblatt DWA-M 107 „Notwasserwege“ zu erarbeiten.

Notwasserwege können sich natürlich ausbilden oder im Vorfeld geplant werden. Geplante Notwasserwege sind ein wichtiger Bestandteil eines umfassenden Entwässerungskonzepts zur Ableitung von oberflächlich abfließendem Wasser. Diese Wege bieten eine entscheidende Vorsorgemaßnahme, um Wasser bei Starkregenereignissen kontrolliert abzuleiten und Überflutungen zu vermeiden, insbesondere in dicht besiedelten städtischen Gebieten. Sie tragen zur Minimierung von Überflutungsschäden und zur Erhöhung der Sicherheit für die Bevölkerung bei. Notwasserwege können zum Beispiel in Straßenräumen, Parks oder auf Plätze geführt werden.

Personen- und Verkehrssicherheit sollten im Planungsprozess vorrangig betrachtet werden. Natürliche Notwasserwege sollten nicht durch geplante Infrastrukturmaßnahmen gestört werden. Es müssen Maßnahmen für inner- und außerorts geplante Notwasserwege und deren Wechselwirkungen differenziert betrachtet werden.

Eine Vergrößerung der vorhandenen Entwässerungssysteme ist keine universelle Problemlösung, da die zu bewältigenden Abflüsse bei seltenen Starkniederschlagsereignissen (oberhalb der Bemessungsansätze für das Kanalnetz) schnell die ökonomischen Grenzen einer unterirdischen Ableitung erreichen können.

mehr: https://de.dwa.de/de/regelwerk-news-volltext/erarbeitung-eines-verbaendeuebergreifenden-merkblatts-dwa-m-107-notwasserwege-mit-textgleicher-veroeffentlichung-in-der-fgsv.html

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Aufruf zur Mitarbeit: DWA-Fachausschuss KEK-4 „Mechanische und biologische Abfallbehandlung“

Der DWA-Fachausschuss KEK-4 sucht zur Verjüngung und für seine zukünftigen Arbeiten engagierte Fachleute. Auch Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind ausdrücklich herzlich willkommen. Die DWA setzt sich für eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen ein. In den ehrenamtlichen Fachgremien bündelt die DWA das Wissen unterschiedlicher Fachleute mit dem Ziel, Natur und Umwelt zu schützen und Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenerhalt zu meistern. Ein zentrales Werkzeug ist dabei die Erarbeitung technischer Regelwerke, um in der Praxis die Umsetzung nachhaltiger Lösungen zu unterstützen.


Interessenten melden sich bitte mit mit dem Anfall, der Behandlung sowie einer themenbezogenen Kurzbeschreibung ihres beruflichen Werdegangs bei:
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Reinhard Reifenstuhl
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef

E-Mail: reifenstuhl@dwa.de

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Entwurf Merkblatt DWA-M 126 „Herstellung von Abwasserleitungen und Abwasserkanälen in Stollenbauweise“

Die DWA hat den Entwurf des Merkblatts DWA-M 126 „Herstellung von Abwasserleitungen und Abwasserkanälen in Stollenbauweise“ vorgelegt, der hiermit zur öffentlichen Diskussion gestellt wird. Der Stollenbau ist in Städten eine für
die Herstellung und Erneuerung von Abwasserleitungen und -kanälen regelmäßig zum Einsatz kommende geschlossene
Bauweise. Dieses Merkblatt gilt für den grabenlosen Einbau von vorgefertigten Rohren oder Ortbetonkanälen unterschiedlicher Querschnittsgeometrie in Stollenbauweise in Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden.
Das Merkblatt regelt die mit der Stollenbauweise verbundenen Anforderungen an Planung, Bauausführung, Prüfungen und Arbeitssicherheit. Es ergänzt die europäische Norm DIN EN 12889 „Grabenlose Verlegung und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen“, die zusammen mit dem Arbeitsblatt DWAA 125 „Rohrvortrieb und verwandte Verfahren“ die grabenlosen Bauverfahren
behandelt.
Das Merkblatt wurde von der Unterarbeitsgruppe „Stollenvortrieb“ (Leitung: Dipl.-Ing. Stephan Tolkmitt) der DWA-Arbeitsgruppe ES-5.3 „Grabenlose Bauverfahren“ (Sprecher: Dr.-Ing. Ulrich Bohle) im Auftrag des DWA-Hauptausschusses
„Entwässerungssysteme“ im DWA-Fachausschuss ES-5 „Bau“ erarbeitet. Es richtet sich an Planende, Auftraggeber, Bauüberwachende und ausführende Unternehmen, die sich mit der Herstellung von Abwasserleitungen und -kanälen in Stollenbauweise beschäftigen.
Frist zur Stellungnahme
Das Merkblatt DWA-M 126 „Herstellung von Abwasserleitungen und Abwasserkanälen in Stollenbauweise“ wird bis zum 31. Juli 2025 öffentlich zur Diskussion gestellt. Hinweise und Anregungen sind schriftlich, möglichst in digitaler Form, zu richten an
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Christian Berger
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
E-Mail: Team-ES@dwa.de
Für den Zeitraum des öffentlichen Beteiligungsverfahrens kann der Entwurf kostenfrei im DWA-Entwurfsportal eingesehen werden: www.dwa.info/entwurfsportal. Dort ist auch eine digitale Vorlage zur Stellungnahme hinterlegt. Im DWAShop ist der Entwurf als Printversion oder als E-Book im PDF-Format erhältlich.

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Überarbeitung des Merkblatts DWA-M 182 „Fremdwasser in Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden“

Der DWA-Fachausschuss ES-1 „Grundsatzfragen/Anforderungen“ hat bei seiner Sitzung am 11. Februar 2025 beschlossen, dass das Merkblatt DWAM 182, das erstmals im April 2012 veröffentlicht wurde, überarbeitet werden soll. Neben der redaktionellen Überarbeitung des Merkblatts und der Aktualisierung der rechtlichen Verweise sollen in der Überarbeitung insbesondere folgende Punkte behandelt werden:
● Integration neuer Messtechniken zur Erfassung und Lokalisierung von Fremdwasserquellen (zum Beispiel DTS-Messungen)
● Sichtung von durchgeführten Fremdwasser-Sanierungsprogrammen und Darstellung anhand von Beispielen
● Berücksichtigung aktueller Gesetze, Normen und Umweltvorgaben
● Darstellung des Zusammenhangs zu der neuen Kommunalabwasserrichtlinie, zum Beispiel in Bezug auf das 2 %-Ziel bei Mischwasserüberläufen
● Bezug auf laufende Vorhaben, wie zum Beispiel den Themenband „Dränagen“ der Arbeitsgruppe ES-6.7 „Dränagen“.
Das Merkblatt richtet sich an Abwasserbeseitigungspflichtige (wie Kommunen und Betreiber), Genehmigungsbehörden sowie Ingenieurbüros, die mit der Planung und Fortschreibung von Fremdwasserbeseitigungskonzepten beschäftigt sind. Das Merkblatt wird im Fachausschuss
ES-1 (Obmann: Dr.- Ing. Klaus Hans Pecher) durch die neu zu gründende Arbeitsgruppe ES-1.3 „Fremdwasser“ überarbeitet.
Hinweise für die Bearbeitung nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle gerne entgegen. Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind ausdrücklich herzlich willkommen.

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Christian Berger
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 02242/872-126
E-Mail: Team-ES@dwa.de

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Überarbeitung DWA-A 143-2 „Sanierung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden – Teil 2: Statische Berechnung von Lining- und Montageverfahren“

Der DWA-Fachausschuss ES-5 „Bau“ hat beschlossen, das Arbeitsblatt DWA-A 1432 „Sanierung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden – Teil 2: Statische Berechnung von Lining- und Montageverfahren“ nach zehnjähriger Präsenz auf dem Markt zu überarbeiten.
Im Zuge der Überarbeitung soll das Arbeitsblatt in die Arbeits- und Merkblattreihe DWA-A/M 127 (Statik) integriert werden. Somit wird das Arbeitsblatt bei der Überarbeitung in das DWAA 127-6 „Statische Berechnung von Entwässerungsanlagen – Teil 6: Sanierung im Lining- und Montageverfahren“ überführt.
Das Arbeitsblatt soll durch das Einarbeiten von Praxiserfahrungen der vergangenen zehn Jahre aktualisiert werden; eine grundlegende Änderung der Berechnungsverfahren ist dabei nicht erforderlich. Durch die Struktur der neuen Arbeits- und Merkblattreihe DWAA/M 127 sind weitere Anpassungen notwendig. Das Arbeitsblatt richtet sich insbesondere an alle im Bereich der statischen Berechnung von Linern und Montageverfahren, planenden und prüfenden Institutionen, als auch Sanierungsfirmen tätigen Experten. Das Arbeitsblatt soll von der DWA-Arbeitsgruppe ES-5.10 „Statische Berechnung von Entwässerungsanlagen – Sanierungsverfahren“ (Sprecher: Dipl.Ing. (FH) Markus Maletz) im Fachausschuss ES-5 (Obmann: Dr.-Ing. Ulrich Bohle) überarbeitet werden.
Hinweise für die Bearbeitung nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle gerne entgegen. Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind ausdrücklich herzlich willkommen. Interessenten melden sich bitte mit einer themenbezogenen Beschreibung ihres beruflichen Werdegangs einem Kurzlebenslauf bei:
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Christian Berger
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 02242/872-126
E-Mail: Team-ES@dwa.de

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Überarbeitung des Merkblatts DWA-M 119 „Risikomanagement in der kommunalen Überflutungsvorsorge für Entwässerungssysteme bei Starkregen“

Der DWA-Fachausschuss ES-2 „Systembezogene Planung“ hat beschlossen, das Merkblatt DWA-M 119 „Risikomanagement in der kommunalen Überflutungsvorsorge für Entwässerungssysteme bei Starkregen“ zu überarbeiten.
Das Merkblatt DWA-M 119 wurde im November 2016 veröffentlicht. Aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten grundlegenden Überarbeitung des Arbeitsblatts DWA-A 118 (Veröffentlichung im Januar 2024) sowie der engen Verzahnung mit dem Merkblatt DWA-M 119 ist auch eine
Aktualisierung dieses Merkblatts erforderlich.
Bei der Überarbeitung sollen unter anderem. folgende Aspekte berücksichtigt werden:
● Die Neufassung des Arbeitsblatts DWA-A 118 verweist explizit auf die Empfehlungen des Merkblatts DWAM 119 zur Prüfung der Überflutungsrisiken im Bestand. Die entsprechenden methodischen Empfehlungen für die Gefährdungsanalyse, des Schadenspotenzials und die Risikoanalyse sollen aufgrund von Weiterentwicklungen der modelltechnischen Möglichkeiten, der verfügbaren Datengrundlagen sowie des vorliegenden Normen- und Regelwerks aktualisiert werden.
● Verzicht auf redundante Abschnitte und Berücksichtigung von Schnittstellen zu weiteren DWA-Regeln, insbesondere DWA-M 121 (in Erstellung), DWA-M 165-1, DWA-M 165-2 (in Erstellung) sowie DWA-/BWKLeitfaden „Starkregen und Überflutungsvorsorge“ (in Erstellung)
● Der Ansatz der kommunalen Kooperation im Rahmen der Überflutungsvorsorge aus DWA-A 118 soll praxisnah konkretisiert werden. Dabei soll insbesondere der Aspekt der angestrebten Klimaresilienz urbaner Entwässerungssysteme hervorgehoben werden.
● Die Erfahrungswerte aus den zwischenzeitlich für zahlreiche Städte und Kommunen vorliegenden Starkregengefahrenkarten sollen aufgegriffen werden. Dabei soll die Vielfalt an Gefahren- und Risikokarten klassifiziert werden.
● Möglichkeiten zum Einsatz von KI bei der kommunalen Überflutungsvorsorge
● Das Merkblatt richtet sich an Planer, Kommunen und Ingenieurbüros.
Das Merkblatt wird von der DWA-Arbeitsgruppe ES-2.5 „Anforderungen und Grundsätze der Entsorgungssicherheit“ (Sprecher: Dipl.-Ing. Klaus Krieger) im Fachausschuss ES-2 (Obmann: Prof. Dr.Ing. Helmut Grüning) überarbeitet.
Hinweise für die Bearbeitung nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle gerne entgegen.
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Christian Berger
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 02242/872-126
E-Mail: Team-ES@dwa.de

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Aufruf zur Stellungnahme: Entwurf Merkblatt DWA-M 820-3 „Qualität von Ingenieurleistungen optimieren – Teil 3: Qualitätselemente“

Die DWA hat den Entwurf des Merkblatts DWA-M 820-3 „Qualität von Ingenieurleistungen optimieren – Teil 3: Qualitätselemente“ vorgelegt, der hiermit zur öffentlichen Diskussion gestellt wird. Im Mittelpunkt der Merkblattreihe DWA-M 820 „Qualität von Ingenieurleistungen optimieren“ steht die Qualitätssicherung von Ingenieurleistungen für Projekte in den Bereichen Wasserwirtschaft, Wasserbau, Abwasser und Abfall. Die Merkblattreihe unterstützt Auftraggeber und Auftragnehmer dabei, Fragen zur Qualität frühzeitig vor einer Projektdurchführung systematisch zu erfassen, zu beschreiben und die Ziele der Leistungsphasen abschließend zu überprüfen.
Die Merkblattreihe DWA-M 820 umfasst derzeit folgende Teile:

Teil 1: Vorbereitung und Vergabeverfahren (März 2020)
l Teil 2: Durchführung (April 2023)
l Teil 3: Qualitätselemente
(Entwurf April 2025)

In Teil 1 werden die Leistungsdefinitionen und das Vergabeverfahren beschrieben. Teil 2 befasst sich mit der Leistungserbringung aller Projektbeteiligten über alle Leistungsphasen hinweg, das heißt von der Bedarfsplanung (LPH 0) bis zur Objektbetreuung (LPH 9), inklusive Inbetriebnahme und Übergabe an den Betrieb.
Der vorliegende Entwurf zu Teil 3 bietet, ergänzend zu Teil 1 und Teil 2, Handreichungen für die praktische Umsetzung in Projekten. Die Hinweise, die in Bezug auf eine bessere Qualität gegeben werden, sind gegliedert nach den in Teil 1 und Teil 2 bereits verwendeten Phasen. Das Erreichen der Phasenziele kann mit den in Teil 3 in den Anhängen jeweils hinterlegten Qualitätselementen überprüft werden. Dabei stellen die angegebenen Qualitätselemente eine projektübergeordnete Auswahl an Kriterien dar, die im Anwendungsfall projektspezifisch ausgewählt und ergänzt werden müssen.
Das Merkblatt DWA-M 820-3 wurde von der DWA-Arbeitsgruppe WI-4.4 „Ingenieurleistungen“ (Sprecher: Prof. Dr.- Ing. Hermann Hütter) im Auftrag des DWA-Hauptausschusses „Wirtschaft“ im DWA-Fachausschuss WI-4 „Leistungsqualität und Vergabeverfahren“ (Obmann: Dr.-Ing. Kaj Lippert) erarbeitet. Es richtet sich an Auftraggeber und Auftragnehmer (beauftragte Ingenieurbüros) für planerische Arbeiten bei der Herstellung von Anlagen in den Bereichen Wasserwirtschaft, Wasserbau, Abwasser und Abfall.

Frist zur Stellungnahme
Das Merkblatt DWA-M 820-3 „Qualität von Ingenieurleistungen optimieren – Teil 3: Qualitätselemente“ wird bis zum 30 Juni 2025 öffentlich zur Diskussion gestellt. Hinweise und Anregungen sind schriftlich, möglichst in digitaler Form, zu richten an:
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Richard Esser
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
E-Mail: mainka@dwa.de

Für den Zeitraum des öffentlichen Beteiligungsverfahrens kann der Entwurf kostenfrei im DWA-Entwurfsportal eingesehen werden: www.dwa.info/entwurfsportal. Dort ist auch eine digitale Vorlage zur Stellungnahme hinterlegt. Im DWA- Shop ist der Entwurf als Printversion

Herausgeberin und Vertrieb
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-333
E-Mail: info@dwa.de
DWA-Shop: dwa.info/shop

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Aufruf zur Stellungnahme Entwurf des Merkblatts DWA-M 194 „Planung, Betrieb und Unterhalt von multifunktionalen Flächen“

Die DWA hat den Entwurf des Merkblatts DWA-M 194 „Planung, Betrieb und Unterhalt von multifunktionalen Flächen“ vorgelegt, der hiermit zur öffentlichen Diskussion gestellt wird. Das vorliegende Merkblatt bezieht sich auf die Einordnung und Ausgestaltung der multifunktionalen Flächennutzung. Es schafft einen Handlungsrahmen für Planung, Bau, Betrieb und Unterhalt von multifunktionalen Flächen. Die Konkurrenz verschiedener öffentlicher Aufgabenträger um die Nutzung öffentlicher Flächen in Städten und Gemeinden für Erholung, Sport, als Grün- und Naturflächen und für wasserwirtschaftliche Zwecke wächst ständig. Städtebauliche und ingenieurtechnische Planungen müssen diese unterschiedlichen Anforderungen berücksichtigen. Zudem erfordert auch der Klimawandel mit ausgeprägten Regenereignissen und langan-
haltenden Trockenphasen Anpassungen in der Flächennutzung. Dezentrale Anlagen zur Niederschlagswasserbewirtschaftung in multifunktionalen Flächen gewinnen hierbei an Bedeutung. Erschwerend wirkt dabei der Umstand, dass die Inanspruchnahme der notwendigen Flächen ereignisabhängig ist und deshalb der Betrieb für unterschiedliche Varianten der Nutzung gedacht werden muss.
Die Integration von Anlagen zur Niederschlagswasserbewirtschaftung in multifunktionalen Flächen, aber auch die Öffnung wasserwirtschaftlicher Anlagen für andere Nutzungen eröffnen Fragen zu Zuständigkeiten, Finanzierung, Rechten und Pflichten der verschiedenen Akteure in den Kommunen, auch in Bezug auf umweltrechtliche Rahmenbedingungen. Vor allem aber dürfen während der
Planung dieser Anlagen aus Sicht eines reibungslosen und langfristig gesicherten Betriebs bestimmte funktionale Mindestanforderungen nicht unterschritten werden.

Das neue Merkblatt DWA-M 194 „Planung, Betrieb und Unterhalt von multifunktionalen Flächen“ behandelt deshalb unter anderem folgende Themen: Grundlagen und Definitionen zu multifunktionalen Flächen

Frist zur Stellungnahme
Das Merkblatt DWA-M 194 „Planung, Betrieb und Unterhalt von multifunktionalen Flächen“ wird bis zum 30 Juni 2025 öf-
fentlich zur Diskussion gestellt. Hinweise und Anregungen sind schriftlich, vorzugsweise in digitaler Form, zu richten an:
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Christian Berger
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
E-Mail: Team-ES@dwa.de
Für den Zeitraum des öffentlichen Beteiligungsverfahrens kann der Entwurf kostenfrei im DWA-Entwurfsportal eingesehen werden: www.dwa.info/entwurfsportal. Dort ist auch eine digitale Vorlage zur Stellungnahme hinterlegt. Im DWA- Shop ist der Entwurf als Printversion oder im PDF-Format erhältlich.

Entwurf Merkblatt DWA-M 194 „Planung, Betrieb und Unterhalt von multifunktionalen Flächen“, April 2025
94 Seiten Print
ISBN 978-3-96862-825-7
Preis: 105,50 Euro
fördernde DWA-Mitglieder: 84,40 Euro
PDF ISBN 978-3-96862-826-4
Preis: 92 Euro
fördernde DWA-Mitglieder: 73,60 Euro
Kombi PDF & Print Preis: 132,50 Euro
fördernde DWA-Mitglieder: 106 Euro

Herausgeberin und Vertrieb
DWA-Bundesgeschäftsstell
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-333
E-Mail: info@dwa.de
DWA-Shop: www.dwa.info/shop

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Erarbeitung eines Merkblatts DWA-M 798 „Rückhaltung bei Brandereignissen gemäß § 20 AwSV“

Die DWA plant, ein Merkblatt DWA-M 798 „Rückhaltung bei Brandereignissen gemäß § 20 AwSV“ zu erarbeiten. Gemäß § 20 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) müssen die bei Brandereignissen austretenden wassergefährdenden Stoffe, Lösch-, Berieselungs- und Kühlwasser sowie die entstehenden Verbrennungsprodukte mit wassergefährdenden Eigenschaften zurückgehalten werden. Da es sich gezeigt hat, dass vorhandene Bemessungsgrundsätze, zum Beispiel der baurechtlichen Löschwasserrückhalterichtlinie (LöRüRL), in einigen Fällen nicht mehr praxisgerecht und bauliche Anforderungen an die Ausführung nicht festgelegt sind, hat der DWA-Fachausschuss IG-6 „Wassergefährdende Stoffe“ entschieden, aktuelle praxisgerechte Empfehlungen in einem DWA-Merkblatt aufzuzeigen. Mögliche Ansätze, die aus der Diskussion eines vorherigen Referentenentwurfs des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz stammen, sollen berücksichtigt werden.
Aussagen zum Erfordernis der Rückhaltung der bei Brandereignissen austretenden wassergefährdenden Stoffe, Lösch-, Berieselungs- und Kühlwasser sowie der entstehenden Verbrennungsprodukte mit wassergefährdenden Eigenschaften sind nicht Gegenstand dieses
Merkblatts.

Mit diesem Merkblatt sollen allen Betroffenen Hilfestellungen bei der Ermittlung des erforderlichen Volumens einer Rückhaltung der zur Brandbekämpfung verwendeten Mittel und der Anforderungen an die Bauausführung von dafür verwendeten Einrichtungen zur Rückhaltung gegeben werden.
Zielgruppen sind Wasserbehörden, Anlagenbetreiber, Feuerwehren, Planende, ausführende Firmen (zum Beispiel Fachbetriebe nach § 62 AwSV) und Sachverständigenorganisationen, die im Bereich des Gewässerschutzes nach § 62 WHG tätig sind.

Hinweise und Anregungen zu diesem Vorhaben nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle gerne entgegen:
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Iris Grabowski
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-102
E-Mail: grabowski@dwa.de

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DWA bittet um Zusendung von Energieanalysen von Abwasseranlagen

Die DWA-Arbeitsgruppe KEK-7.3 „Energieanalysen von Kläranlagen“ bittet um Unterstützung: Betreiber von Abwasseranlagen, die in den letzten Jahren eine Energieanalyse durchgeführt haben, werden gebeten, ihre Energieanalyse – gerne anonymisiert – zur Verfügung zu stellen. Alle Daten werden vertraulich genutzt, und es werden keine Daten einzelner Anlagen veröffentlicht.

Hintergrund
Das Arbeitsblatt DWA-A 216 „Energiecheck und Energieanalyse – Instrumente zur Energieoptimierung von Abwasseranlagen“, definiert den Standard, gemäß dem in Deutschland die meisten Energieanalysen von Abwasseranlagen durchgeführt werden. Eine wesentliche Grundlage für die Einordnung der Energieeffizienz einzelner Anlagen ist der Vergleich mit den Leistungsdaten anderer Anlagen in Deutschland. Jede zur Verfügung gestellte Energieanalyse verbessert die hierfür genutzte Datenbasis.
Die DWA-Arbeitsgruppe KEK-7.3 aktualisiert zurzeit das Arbeitsblatt DWA-A 216. Hierfür werden Daten für die Häufigkeitsverteilungen von Energiekennwerten benötigt, zum Beispiel für den Stromverbrauch einzelner Anlagenteile (wie Faulung, Schlammentwässerung, Rührwerke etc.). Weiterhin werden mit Blick auf die Vorgaben der Kommunalabwasserrichtlinie zur Energieneutralität neue Daten für den Bedarf und die Erzeugung von Wärme sowie für die Erzeugung erneuerbarer Energien auf Kläranlagen benötigt.
Deshalb wird für die Sammlung aktueller Daten um die Unterstützung von Betreibern, aber auch von Wasserwirtschaftsverwaltungen oder Forschungseinrichtungen gebeten (selbstverständlich nur, soweit die Weitergabe von Daten geklärt und rechtlich zulässig ist).

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Überarbeitung des Merkblatts DWA-M 269 „Prozessmessgeräte für Stickstoff, Phosphor und Kohlenstoff in Abwasserbehandlungsanlagen“

Das Merkblatt DWA-M 269 „Prozessmessgeräte für Stickstoff, Phosphor und Kohlenstoff in Abwasserbehandlungsanlagen“ vom Juni 2018 soll überarbeitet werden.

Der Anlass zur Überarbeitung des Merkblatts ist zum einen die Ergänzung und Anpassung von fachlichen Neuerungen der Messtechnik. Diese betreffen nicht nur die Analysenmesstechnik bzw. Sensorik, sondern sie umfassen auch Aspekte der Digitalisierung wie die Anbindung der Geräte an die digitale, betriebliche Infrastruktur und die geräteinterne Nutzung von Messdaten. Zum anderen soll das neue Merkblatt strukturell überarbeitet und die Gliederung in Anlehnung an die Merkblattreihe DWA-M 256 anwendungsfreundlicher gestaltet und noch stärker auf die Praxisbedürfnisse ausgerichtet werden. Daher ist auch geplant, einen neuen Abschnitt „Betrieb“ zu formulieren. Außerdem sind alle wichtigen Aspekte hinsichtlich der Überprüfung und Sicherstellung der Messwertqualität zusammenzutragen und in einem Abschnitt „Qualität“ darzustellen. Der Bearbeitungszeitraum ist von Mitte 2025 bis Ende 2026 geplant.

Die Überarbeitung des Merkblatts DWA-M 269 „Prozessmessgeräte für Stickstoff, Phosphor und Kohlenstoff in Abwasserbehandlungsanlagen“ wird in einer im DWA-Fachausschuss KA-13 „Automatisierung von Kläranlagen“ (Obmann: Dr.-Ing. Frank Obenaus) neu zu gründenden Arbeitsgruppe KA-13.4 „Prozessmessgeräte für Stickstoff, Phosphor und Kohlenstoff in Abwasserbehandlungsanlagen“ durchgeführt.

Zur Mitarbeit sind interessierte Fachleute aus dem Betrieb, Planungsbüros, Hersteller und Aufsichtsbehörden mit entsprechenden Kenntnissen eingeladen und gebeten, ihre Interessensbekundung mit einer kurzen Darstellung ihrer Person und ihrer Expertise an die DWA-Bundesgeschäftsstelle zu übersenden. Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind herzlich willkommen.

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dr.-Ing. Christian Wilhelm
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-144
E-Mail:
wilhelm@dwa.de

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Überarbeitung des Merkblatts DWA-M 211 „Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken in kommunalen Kläranlagen“

Das Merkblatt DWA-M 211 „Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken in kommunalen Kläranlagen“ vom April 2008 muss grundsätzlich überarbeitet werden. Nötig wird dies wegen der Weiterentwicklung von Beschichtungssystemen, Betonmischungen und Nachbehandlungsverfahren. Das Merkblatt muss auf den aktuellen Stand der Verfahren und Techniken gebracht werden, die den Schutz, die Instandsetzung und die Wartung der Beton- und Stahlbetonflächen sowie die mögliche Behandlung bei der Erstellung bewerkstelligen.

Die Überarbeitung des Merkblatts DWA-M 211 „Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken in kommunalen Kläranlagen“ wird in einer neu zu gründenden Arbeitsgruppe KA-11.1 „Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken in kommunalen Kläranlagen“ im DWA-Fachausschuss KA-11 „Technische Ausrüstung und Bau von Kläranlagen“ (Obmann Dipl.-Ing. Christian Schnatmann) bearbeitet. Der Bearbeitungszeitraum ist von Mitte 2025 bis Ende 2026 geplant. Zur Mitarbeit an der Überarbeitung sind interessierte Fachleute mit entsprechenden Kenntnissen, insbesondere aus dem Bereich Betonkorrosion, Beschichtungsmethoden, Bautechnik und Chemietechnik, eingeladen und gebeten, ihre Interessensbekundung mit einer kurzen Darstellung ihrer Person und ihrer Expertise an die DWA-Bundesgeschäftsstelle zu übersenden. Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind ausdrücklich herzlich willkommen.

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dr.-Ing. Christian Wilhelm
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-144
E-Mail:
wilhelm@dwa.de

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Überarbeitung von DWA-M 771 „Abwasser aus der Wäsche, Pflege und Instandhaltung von Straßen-, Schienen- und Luftfahrzeugen“

Die DWA wird das Merkblatt DWA-M 771 „Abwasser aus der Wäsche, Pflege und Instandhaltung von Straßen-, Schienen- und Luftfahrzeugen“ von Oktober 2011 überarbeiten.

Das Merkblatt wurde 2011 veröffentlicht. Zwischenzeitlich haben sich neue Entwicklungen auf dem Fahrzeugmarkt ergeben, die auch Auswirkungen auf Art und Menge des gegebenenfalls anfallenden Abwassers haben. Hier ist insbesondere an Elektrofahrzeuge zu denken. Außerdem soll das Merkblatt an aktuelle Erkenntnisse bezüglich Abwasserbelastung aus der Fahrzeugwäsche und dem Werkstattbetrieb angepasst werden und neue Entwicklungen berücksichtigen (zum Beispiel mobile Fahrzeugwäsche). Daher hat der DWA-Fachausschuss IG-2 „Branchenspezifische Industrieabwässer und Abfälle“ beschlossen, das Merkblatt zu überarbeiten und an die neuen technischen Entwicklungen und Erkenntnisse anzupassen.

Das vorliegende Merkblatt soll an aktuelle rechtliche und technische Entwicklungen angepasst werden. Ergänzend zum bisherigen Umfang sollen auch Aspekte der wasserrechtlichen und satzungsrechtlichen Überwachung berücksichtigt werden. Zur Vermeidung von Doppelregelungen sollen geeignete vorhandene technische Regelungen wie zum Beispiel Normen zu Leichtflüssigkeitsabscheidern und das Merkblatt DWA-M 167-2 in Bezug genommen werden.

Das Merkblatt richtet sich an Behörden, Betreiber, Anlagenhersteller, Verbände, beratende Ingenieurbüros und sonstige betroffene Fachleute.

Die Überarbeitung erfolgt in der neu einzurichtenden Arbeitsgruppe IG-2.27. Mit der Konstituierung der Arbeitsgruppe ist Dipl.-Ing. Veit Flöser (Hannover) beauftragt.

Hinweise und Anregungen zu diesem Vorhaben nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle gerne entgegen.

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Iris Grabowski
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-102
E-Mail: grabowski@dwa.de

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Merkblatt DWA-M 175-1 (6/2018) „Betriebsführungssysteme – Teil 1: Entwässerungssysteme“: Überarbeitung nicht wesentlicher Art

Die DWA-Arbeitsgruppe ES-7.6 „Betriebsführungssysteme für Kanalnetze“ (Sprecherin: Dipl.-Ing. Dominika Wirtz) hat das im Juni 2018 veröffentlichte Merkblatt DWA-M 175-1 „Betriebsführungssysteme – Teil 1: Entwässerungssysteme“ um Hinweise zum „Building Information Modeling“ (BIM) und zur Künstlichen Intelligenz (KI) ergänzt. Im Zuge der Überarbeitung wurde zudem der Untertitel des Merkblatts auf „Teil 1: Grundlagen zur Einführung“ angepasst.

Die Arbeitsgruppe und der übergeordnete Fachausschuss ES-7 „Betrieb und Unterhalt“ haben aufgrund der geringfügigen Änderungen entschieden, dass es sich dabei um eine Überarbeitung nicht wesentlicher Art gemäß dem Arbeitsblatt DWA-A 400 „Grundsätze für die Erarbeitung des DWA-Regelwerks“ handelt. Damit kann auf ein Beteiligungsverfahren gemäß Arbeitsblatt DWA-A 400:2018, Unterabschnitt 5.3 verzichtet werden.

Die Fachöffentlichkeit erhält die Gelegenheit zur Stellungnahme zu den geplanten Änderungen. Eine vollständige Darstellung der geplanten Änderungen ist im Internet bereitgestellt unter
https://dwa.info/M175-1

Gemäß den Vorgaben des Arbeitsblatts DWA-A 400:2018 dürfen nur die Änderungen kommentiert werden.

Stellungnahmen zu den beabsichtigten Änderungen sind bis zum 31. Mai 2025 zu richten an:

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Team Entwässerungssysteme
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
E-Mail: TeamES@dwa.de

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Berechnungsmodelle für Straßenverkehrslasten erdgebetteter Rohre nach dem Vorbild der Lastmodelle für Brücken (EN 1991-2, Eurocode 1)

Teil 1: Lastmodell nach Boussinesq
Zusammenfassung

Straßenverkehrsbelastungen nach dem Vorbild der Lastmodelle für Brücken wurden auf die Besonderheiten erdgebetteter Rohre angepasst. Die Bodenspannungen wurden dabei mit dem Modell des elastisch isotropen Halbraums nach Boussinesq berechnet. Erfasst werden Rohre von DN 100 bis DN 4000 und Überdeckungen von 0,5 m bis 10,0 m Tiefe. Die Berechnung der Bodenspannungen gilt für Überfahrten in Rohrlängs- und -querrichtung und für Rohre aller Baulängen. Zur vereinfachten Berechnung der Straßenverkehrsbelastungen wurden Näherungsformeln ermittelt, die die vertikalen Bodenspannungen im Scheitel und die horizontalen im Kämpfer zusammenfassen. Darin enthalten sind auch Einflüsse der Abschirmung der Räder, deren Bodenspannungen durch ihre Lage den Kämpfer nicht erreichen können. Aufgrund der Unterschiede zwischen Straßenlasten auf Brücken und Bodenlastspannungen auf Rohren unterscheiden sich die Lastmodelle, die für die Rohrberechnungen als Lastmodell R-LM1 und Ermüdungslastmodell R-ELM3 bezeichnet wurden.

Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 12 2025 ab Seite 880

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Co-Produkte aus nasschemischen Prozessen der Phosphorrückgewinnung

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-1.1 „Wertstoffrückgewinnung aus Abwasser, Klärschlamm und Klärschlammasche“*)
Zusammenfassung

Ab 2029 wird in Deutschland die bodenbezogene Verwertung von Klärschlämmen eingeschränkt, und die Rückgewinnung von Phosphor wird verpflichtend. Hierfür sind verschiedene Technologien entwickelt worden, darunter nasschemische, die den Phosphor aus der bei der Klärschlammverbrennung anfallenden Asche zurückgewinnen. Dieser Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-1.1 „Wertstoffrückgewinnung aus Abwasser, Klärschlamm und Klärschlammasche“ widmet sich den qualitativ und quantitativ wichtigsten Co Produkten aus vier in der Entwicklung weit fortgeschrittenen Verfahren der Phosphorrückgewinnung. Im Arbeitsbericht wird auch die Einordnung der CoProdukte bezüglich des Endes ihrer Eigenschaft als Abfall diskutiert.

Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 12 2025 ab Seite 904

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Wiederherstellung einer provisorischen Abwasserbeseitigung nach der Hochwasserkatastrophe an der Ahr

Zusammenfassung
Nach der Flutkatastrophe vom Juli 2021 war die Abwasserinfrastruktur im Ahrtal weitgehend beschädigt oder zerstört. Der Artikel erläutert das Vorgehen in der Verbandsgemeinde Altenahr, um den Großteil des Abwassers innerhalb kurzer Zeit zumindest wieder einer Grundreinigung zu unterziehen. Die eingesetzten Übergangskläranlagen werden kurz vorgestellt und ein Ausblick gegeben, wie sich Betreiber von Abwasseranlagen angesichts des Klimawandels besser auf Naturkatastrophen vorbereiten können.

Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 12 2025 ab Seite 896

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Auswirkung der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie auf die erforderliche Nährstoffelimination

37. DWA-Leistungsnachweis der kommunalen Kläranlagen
DWA-Arbeitsgruppe BIZ-1.1 „Kläranlagen-Nachbarschaften

Zusammenfassung
Der jährlich erstellte Leistungsnachweis kommunaler Kläranlagen zeigt ein repräsentatives Bild der Reinigungsleistung der Kläranlagen in Deutschland. Zum Vergleich werden auch entsprechende Daten für Österreich und Südtirol dargestellt. Insgesamt konnten auch im Jahr 2024 die Anforderungen der EUKommunalabwasserrichtlinie im bundesweiten Mittel erfüllt bzw. deutlich übertroffen werden. Während es bei den CSB- und GesN-Abbaugraden keine größeren Unterschiede in den verschiedenen Größenklassen gibt, schneiden die Kläranlagen mit einer Ausbaugröße von weniger als 10000 E bei der Phosphorelimination deutlich schlechter ab. Das ist auf jene Anlagen jene urückzuführen, die wegen fehlender gesetzlicher Vorgaben keine gezielten Maßnahmen zur Phosphorelimination durchführen. Mit der neuen Kommunalabwasserrichtline werden zukünftig schärfere Einleitwerte für die meisten Kläranlagen ab Größenklasse 3 hinsichtlich Pges und GesN im Ablauf gelten. Die Werte werden sich auf die Jahresmittelwerte von 24-h-Mittelwerten beziehen. Das stellt Deutschland vor besondere Herausforderungen. Insgesamt wird die Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie wohl bei vielen Kläranlagenbetreibern hinsichtlich des Parameters GesN größeren Handlungsbedarf auslösen.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 12 2025 ab Seite 887

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    Elektrolytische Gewinnung von Wasserstoff aus biologisch gereinigtem Abwasser

    Verfahrenstechnische Herausforderung und wertschöpfende (Koppel-)Produkte
    Zusammenfassung

    Die nachhaltige Erzeugung von Wasserstoff aus grünem Strom unter Nutzung biologisch gereinigten Abwassers bietet neue technische Möglichkeiten und Wertschöpfungspotenziale zur Verknüpfung von Abwasserreinigung und erneuerbarer Energie. Durch weitergehende Aufbereitungsschritte kann aus biologisch gereinigtem Abwasser Reinstwasser (ultrapure water, UPW) für den Einsatz in Elektrolyseuren gewonnen werden. Das dabei anfallende Konzentrat, angereichert mit gelösten Stoffen, wird gezielt in den Klärprozess zurückgeführt. Der bei der Elektrolyse entstehende Sauerstoff ließe sich perspektivisch für aerobe Reinigungsprozesse nutzen, etwa durch lokal begrenzte Einspeisung – auch wenn die direkte Integration verfahrenstechnisch herausfordernd ist. Im Artikel wird entsprechend eine Simulationsrechnung gezeigt, die die ausreichende Durchmischung der Belebungsbecken berücksichtigt. Alternativ werden membranbelüftete Biofilmreaktoren (MABR) diskutiert, deren Investitionskosten unter Umständen sinken, wenn membranseitig Sauerstoff eingesetzt wird.
    Eine weitere Möglichkeit auf Kläranlagen ist die Nutzung des erzeugten Wasserstoffs zur Denitrifikation, insbesondere in Kombination mit Membran-Biofilm-Reaktoren (MBfR), die eine gezielte Elektronendonatorversorgung (anstelle von organischem Kohlenstoff) ermöglichen. Ein solches Konzept wird auch den Anforderungen der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie gerecht, die eine weitestgehende Stickstoffelimination erfordert.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 11 2025 ab Seite 829

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    Versuche zur Behandlung von Krankenhausabwasser in Hamburg

    Zusammenfassung
    Die neue EU-Kommunalabwasserrichtlinie sieht die Behandlung von Mikroschadstoffen und Arzneimittelrückständen vor. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Abwasserbelastung und eines erforderlichen Ausbaus des Klärwerks Hamburg hat Hamburg Wasser zusammen mit dem Universitätsklinikum Eppendorf und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg in einer mehrjährigen Versuchsdauer das Abwasser eines Krankenhauses mit Maximalversorgung untersucht. Dabei ging es nicht nur um die Behandlung von Mikroschadstoffen, sondern auch um multiresistente Keime. Neben den Möglichkeiten verschiedener Reinigungstechnologien wurden auch Erkenntnisse zur Beschaffenheit des spezifischen Abwassers und im Vergleich zum kommunalen Abwasserzulauf abgeleitet. Die Versuche werden auch bei der anstehenden Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie unterstützen.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 11 2025 ab Seite 824

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    Mikroplastik in Abwasserreinigungsanlagen

    Abscheideleistung und Emissionen am Beispiel der Papierindustrie
    Zusammenfassung

    Mikroplastikemissionen und die Abscheideleistung von Mikroplastik von zwölf repräsentativ ausgewählten direkteinleitenden Papierfabrikabwasserreinigungsanlagen wurden mittels µ-Ramanspektroskopie bestimmt. Mikroplastik stammt vor allem aus Altpapier, Streichfarben und funktionellen Polymeren in Spezialpapieren. Die Abscheideleistung der Abwasserreinigungsanlagen liegt bei > 99,9 %. Mikroplastik wird in der mechanischen Reinigung und in der biologischen Stufe aus dem Abwasser entfernt. Aufwuchskörper in Schwebebett-Biofilm-Reaktoren wurden als Quelle für Mikroplastik innerhalb von Abwasserreinigungsanlagen identifiziert. Hochrechnungen zeigen, dass die Mikroplastikemissionen von deutschen Papierfabriken in Oberflächengewässer im Vergleich zu kommunalen Abwasserreinigungsanlagen gering sind, aber zur Erhöhung der Mikroplastikkonzentration in Vorflutern mit geringem Abfluss führen können.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 11 2025 ab Seite 815

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    Die betriebliche Abwasserbehandlungsanlage der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg

    Zusammenfassung
    Die Abwasserbehandlungsanlage der Tesla Gigafactory BerlinBrandenburg ist eine hochmoderne und effiziente Anlage, die den üblichen Industriestandard weit überschreitet. Sie bietet eine hohe Flexibilität, eine Kombination von chemisch/physikalischen und biologischen Behandlungsstufen, Ultrafiltration und Umkehrosmose, Automatisierung und Prozessleitsystem, hohe Kapazität, Schlammbehandlung, Energieeffizienz und Wiederverwendung von Industrieabwasser und wird von einem internationalen Team aus über zehn Nationen geleitet. Das erklärte Ziel von Tesla ist es, in Grünheide die umweltfreundlichste Automobilfabrik der Welt zu betreiben. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Ressource Wasser gelegt

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 11 2025 ab Seite 806

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    Ressourcen nutzen statt verschmutzen

    Zirkuläre Sanitärsysteme für die Schließung regionaler Kreisläufe
    Zusammenfassung

    Im deutschen Ressourceneffizienzprogramm III (2020–2023) verpflichtete sich die Bundesregierung zur weitgehenden Reduzierung der Abfallmengen, zum ressourcenschonenden Abwassermanagement und zur Rückgewinnung von Wertstoffen aus kommunalen Abwässern. Neuartige, ressourcenorientierte Sanitärsysteme (ROS, auch bekannt als NASS) erfüllen genau diese Ziele der Ressourcenschonung und rückgewinnung. Ein Team von Fachleuten thematisiert in einem Beitrag die Ergänzung und Transformation der Sanitärversorgung und die Rolle von ROS bei der Schließung von Nährstoffkreisläufen vom Verzehr („fork“) bis zur Produktion („farm“) von Lebensmitteln. Die Autor*innen erläutern zunächst die zentralen Gründe, die dafür sprechen, den aktuellen Umgang mit (Ab-)Wasser kritisch zu hinterfragen, und stellen technische Transformationsoptionen dar. Anschließend diskutieren sie die zur Umsetzung von ROS erforderlichen Bedingungen sowie aktuelle Hindernisse.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 10 2025 ab Seite 752

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    Auswirkungen der Anforderungen an die Nährstoffelimination gemäß EU-Kommunalabwasserrichtlinie auf die großen Kläranlagen in Baden-Württemberg

    Zusammenfassung
    Die novellierte EU-Kommunalabwasserrichtlinie (EU-KARL) stellt mit ihren verschärften Anforderungen an die Nährstoffelimination kommunale Kläranlagen vor neue Herausforderungen. Dieser Beitrag untersucht anhand von Betriebsdaten des Jahres 2024 die Auswirkungen der Vorgaben auf die 21 großen Kläranlagen (ab 150000 EW) in Baden-Württemberg. Während die Anforderungen an die Phosphorelimination durchweg erfüllt werden, zeigen sich bei der Stickstoffelimination deutliche Defizite: Nur 8 der 21 Anlagen erreichen die Anforderungen (8 mg/l Nges oder 80 % Eliminationsgrad) – teilweise knapp. Die Untersuchung berücksichtigt Einflussfaktoren wie Abwassertemperatur und Rückbelastung durch Prozesswasser. Zudem werden verschiedene Handlungsoptionen zur Verbesserung der
    Stickstoffelimination diskutiert, darunter bauliche Maßnahmen, Kohlenstoffdosierung und Prozesswasserbehandlung. Abschließend erfolgt eine Bewertung der ökologischen, energetischen und klimarelevanten Begleiteffekte, und es werden Empfehlungen gegeben für die Umsetzung der EU-KARL in nationales Recht unter Minimierung zusätzlicher Belastungen für Kläranlagenbetreiber und Umwelt. Darüber hinaus wird die Situation bei weiteren 336 mittelgroßen Kläranlagen (10000– 149999 EW) über Daten aus dem DWA-Leistungsnachweis betrachtet; auch hier besteht insbesondere bei der Stickstoffelimination Handlungsbedarf.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 10 2025 ab Seite 740

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    Plant Wide Control – Vernetzte und prozessübergreifende Automatisierungslösungen auf Kläranlagen

    Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-13.2 „Plant Wide Control“) – Teil 2*)
    Zusammenfassung

    Automatisierungslösungen unterschiedlicher Ausprägung sind auf Kläranlagen Standard und dienen der sicheren Einhaltung von Ablaufwerten und einem wirtschaftlichen Betrieb. Eine Detailbetrachtung existierender Lösungen zeigt, dass in den meisten Fällen die Prozessstufen einer Kläranlage einzeln betrachtet und lokal als Insellösungen automatisiert sind, ohne dass eine anlagenübergreifende Steuerung und Regelung, auch bezeichnet als Plant Wide Control (PWC), erfolgt. Der vorliegende Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-13.2 „Plant Wide Control“ stellt die wesentlichen Ziele, beispielhafte Anwendungen und deren Herausforderungen sowie die Grundlagen von vernetzten Automatisierungssystemen, die dem Prinzip von Plant Wide Control genügen, vor. Welche innovativen Lösungsbausteine, wie zum Beispiel der digitale Zwilling, maschinelles Lernen und Verfahren der Künstliche Intelligenz sowie Automatisierungskonzepte wie Module Type Package (MTP) bei der Umsetzung von Plant Wide-Control-Lösungen unterstützen können, wird ebenfalls betrachtet.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 10 2025 ab Seite 730

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    Infrastrukturerhalt – IT-gestützte Planung als Antwort auf Sanierungsstau, Fachkräftemangel und Transformationsprozesse

    Zusammenfassung
    Die Sicherung der Funktionsfähigkeit kommunaler Entwässerungssysteme ist eine strategische Aufgabe mit generationenübergreifender Verantwortung. Der Beitrag zeigt am Beispiel des AmperVerbands, wie IT-gestützte, regelbasierte Modelle genutzt werden können, um angesichts wachsender Herausforderungen wie Sanierungsstau, Fachkräftemangel und urbaner Transformation den Erhalt von Kanalinfrastrukturen effizient und vorausschauend zu gestalten. Zentrale Grundlage ist die automatisierte Auswertung vorhandener Zustandsdaten mit dem Modell stratIS-kanal, das den manuellen Ingenieurplanungsprozess nachbildet. Ergänzt um eine objektscharfe Asset-Simulation wird daraus ein integriertes Planungs- und Prognosewerkzeug, das technische sowie kaufmännische Aspekte berücksichtigt – bis hin zur Gebührenentwicklung. So können nicht nur operative Sanierungsmaßnahmen fundiert abgeleitet werden, sondern auch strategische Investitionsentscheidungen vorbereitet werden.
    Die untersuchten Strategieoptionen zeigen eindrücklich: Ein „Weiter so“ führt langfristig zu Substanzverlust und Investitionsspitzen. Nur durch frühzeitige Reinvestitionen und vorausschauende Planung lassen sich Instandhaltungsbedarfe glätten, Substanzwerte erhalten und Synergien mit weiteren Akteuren (zum Beispiel Wärmeplanung) nutzen. Der Beitrag macht deutlich, dass nachhaltiger Infrastrukturerhalt bereits frühzeitig eine flächendeckende fundierte Planung und klare Kommunikation erfordert – und eine koordinierte Strategie den Weg für zukunftsfähige Stadtentwicklung ebnet.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 10 2025 ab Seite 714

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    Wie lernen unsere Auszubildenden?

    Umfrage zu Lerngewohnheiten und Lernpräferenzen bei Auszubildenden im Beruf Fachkraft für Abwassertechnik
    Zusammenfassung

    Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) ist Verbundpartner des InnoVET PLUS-Projekts AZUKIT. AZUKIT entwickelt einen KI-gestützten Lerntutor für Auszubildende der Abwasserbewirtschaftung und wird vom Institut für Ressourcenmanagement inter 3 koordiniert. Zu dem Aufgabengebiet der DWA zählt ein erster Schritt des Projekts: die Analyse von Lerngewohnheiten und Lernpräferenzen von Auszubildenden der Branche. Um diese zu analysieren, wurde eine Auszubildendenbefragung im Beruf der Fachkraft für Abwassertechnik vorgenommen. Die entstandene Querschnittsstudie zeigt nicht nur auf, welches Lernverhalten und welche Lernpräferenzen bei der Projektentwicklung und bei der Implementierung des KI-Tutors in die Ausbildung zu beachten sind, sondern auch, welche technischen Voraussetzungen es zu berücksichtigen gilt. Auch der dritte Aspekt der Umfrage, die Hintergründe der Berufswahl, stellt eine wichtige Grundlage für die Ausgestaltung des geplanten Lern-Tools dar.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 09 2025 ab Seite 658

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    Digitale Transformation in der Wasserwirtschaft – Sachstand Teil 2: Rolle der DWA und Umsetzung*

    DWA-Koordinierungsgruppe „Digitale Transformation der Wasserwirtschaft“**)
    Zusammenfassung

    Der vorliegende Beitrag, erstellt von den Mitgliedern der DWA-Koordinierungsgruppe „Digitale Transformation in der Wasserwirtschaft“, beschäftigt sich mit der Digitalen Transformation. Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand der Digitalen Transformation in der Wasserwirtschaft zu geben. Es soll sensibilisiert werden für die damit verbundenen Aufgaben, die auf die Akteurinnen und Akteure der Branche aktuell und in Zukunft zukommen. Als Einstieg in das Thema wird zunächst dargestellt, was das Konzept der Digitalen Transformation für die Wasserwirtschaft im Einzelnen bedeutet, um anschließend anhand der Beispiele „Kläranlage“ und „Flussgebietsmanagement“ Chancen, Herausforderungen und Risiken der Digitalen Transformation schlaglichtartig zu beleuchten. Für Praktikerinnen und Praktiker werden Hinweise und Anregungen für den konkreten Einstieg in die Digitale Transformation eines Unternehmens der Wasserwirtschaft gegeben, und für die Mitglieder werden die Aktivitäten der DWA und speziell der DWA-Koordinierungsgruppe „Digitale Transformation in der Wasserwirtschaft“ kurz beschrieben. Zum Abschluss wird versucht, einen Ausblick
    auf die weitere Entwicklung zu geben.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 09 2025 ab Seite 653

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    Plant Wide Control – Vernetzte und prozessübergreifende Automatisierungslösungen auf Kläranlagen

    Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-13.2 „Plant Wide Control“) – Teil 1*)
    Zusammenfassung

    Automatisierungslösungen unterschiedlicher Ausprägung sind auf Kläranlagen Standard und dienen der sicheren Einhaltung von Ablaufwerten und einem wirtschaftlichen Betrieb. Eine Detailbetrachtung existierender Lösungen zeigt, dass in den meisten Fällen die Prozessstufen einer Kläranlage einzeln betrachtet und lokal als Insellösungen automatisiert sind, ohne dass eine anlagenübergreifende Steuerung und Regelung, auch bezeichnet als Plant Wide Control (PWC), erfolgt. Der vorliegende Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-13.2 „Plant Wide Control“ stellt die wesentlichen Ziele, beispielhafte Anwendungen und deren Herausforderungen sowie die Grundlagen von vernetzten Automatisierungssystemen, die dem Prinzip von Plant Wide Control genügen, vor. Welche innovativen Lösungsbausteine, wie zum Beispiel der digitale Zwilling, maschinelles Lernen und Verfahren der Künstlichen Intelligenz sowie Automatisierungskonzepte wie Module Type Package (MTP) bei der Umsetzung von Plant Wide Control-Lösungen unterstützen können, wird ebenfalls betrachtet. Der zweite Teil des Arbeitsberichts wird in Heft 10/2025 veröffentlicht.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 09 2025 ab Seite 644

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    Bewertung des hydraulischen Handlungsbedarfs und Festlegung von Sanierungsprioritäten nach DWA-A 118:2024

    Erfahrungsbericht aus der Praxis bei hanseWasser Bremen
    Zusammenfassung

    Im Rahmen der Generalentwässerungsplanung wurde der hydraulische Zustand des Kanalnetzes hinsichtlich der Anforderungen des Regelwerks DWA-A 118:2024 überprüft. Dazu wurde eine hydraulische Fallzuordnung auf Basis des Überstaunachweises und der Überflutungsprüfung entwickelt, die den hydraulischen Zustand beschreibt. Dieser ist die Basis für die Ableitung des hydraulischen Handlungsbedarfs. Für die Festlegung der Priorität der erforderlichen kanalbezogenen Sanierungsmaßnahmen wurde eine Bewertungsmatrix entwickelt, die bestehende Methoden aufgreift und um das Merkmal des Sanierungserfolges ergänzt. Dies ermöglicht es zu berücksichtigen, ob eine kanalbezogene Maßnahme allein das Ziel des hinreichenden Überflutungsschutzes erreicht oder ob weitergehende Maßnahmen in kommunaler Kooperation erforderlich sind. Die Erfahrung im betrachteten Praxisbeispiel zeigt, dass kanalbezogene Maßnahmen in der Regel nicht zu einem hinreichenden Schutz vor Überflutungen führen, insbesondere wenn die Bewertung über kanalinduzierte Überflutungen hinausgeht. Die hydraulische Fallzuordnung und Bewertung des Sanierungserfolges können darüber hinaus einen Beitrag zur Verdeutlichung in der Risikokommunikation leisten.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 09 2025 ab Seite 631

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    Kanalnetzsteuerung in Nordrhein-Westfalen

    Ein Erfahrungsaustausch unter vielen Akteuren
    Am 7. Juli 2025 fand in Essen die DWA-Veranstaltung „Erfahrungsaustausch Kanalnetzsteuerung in NRW: Planung – Genehmigung – Betrieb“ statt. Insgesamt nahmen etwa 40 Mitarbeitende von Kommunen, Wasserwirtschaftsverbänden, Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) und Vertreter aller fünf nordrhein-westfälischen Bezirksregierungen an der Veranstaltung teil.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 09 2025 ab Seite 626

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    Europäische Regelungen für gute Gewässer

    DWA-Landesverbandstagung Nord-Ost
    Die diesjährige DWA-Landesverbandstagung Nord-Ost fand am 19. und 20. Juni 2025 mit 140 Teilnehmenden im Precise Resort Hafendorf Rheinsberg statt. Unter dem Titel „Regionale Umsetzung der europäischen Regelungen für gute Gewässer“ wurden die europäischen Regelungen zum Abwasser und Trinkwasser vorgestellt und das Risikomanagement in der Wasserwirtschaft näher erläutert. Gewässerschutz in einem großen Industrieunternehmen in Berlin/Brandenburg, das Spannungsfeld von Gewässerschutzbeauftragten sowie die Wasserwiederverwendung in der Stahlindustrie standen auf der Tagesordnung.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 09 2025 ab Seite 623

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    Mess,- Steuer,- und Regeltechnik auf Abwasseranlagen

    14th IWA International Conference on Instrumentation, Control and Automation (ICA)
    Die 14. Internationale Tagung der International Water Association (IWA) zur Mess,- Steuer,- und Regeltechnik auf Abwasseranla-
    gen fand vom 29. Juni bis 3. Juli 2025 in Oslo statt. 182 Teilnehmerinnen aus 34 Nationen trafen sich bei 14 Sessions mit 67 Vor- trägen und zwei Sessions mit 24 Kurzpräsentationen zum Erfahrungsaustausch. Die deutsche Beteiligung war mit fünf aktiven Teilnehmerinnen jedoch überschaubar. Die DWA-Arbeitsgruppe KA-13.2 „Plantwide Control“ nutzte aber das Forum, um die we-
    sentlichen Ergebnisse ihres Arbeitsberichts*) auch der internationalen Fachöffentlichkeit vorzustellen.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 09 2025 ab Seite 621

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    Digitale Transformation in der Wasserwirtschaft – Sachstand und Perspektiven

    Teil 1: Chancen, Herausforderungen, Risiken*)
    DWA-Koordinierungsgruppe „Digitale Transformation der Wasserwirtschaft“**)
    Zusammenfassung

    Der vorliegende Beitrag, erstellt von den Mitgliedern der DWA- Koordinierungsgruppe „Digitale Transformation in der Wasserwirtschaft“, beschäftigt sich mit der Digitalen Transformation. Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand der Digitalen Transformation in der Wasserwirtschaft zu geben. Es soll sensibilisiert werden für die damit verbundenen Aufgaben, die auf die Akteurinnen und Akteure der Branche aktuell und in Zukunft zukommen. Als Einstieg in das Thema wird zunächst dargestellt, was das Konzept der Digitalen Transformation für die Wasserwirtschaft im Einzelnen bedeutet, um anschließend anhand der Beispiele „Kläranlage“ und „Flussgebietsmanagement“ Chancen, Herausforderungen und Risiken der Digitalen Transformation schlaglichtartig zu beleuchten. Für Praktikerinnen und Praktiker werden Hinweise und Anregungen für den konkreten Einstieg in die Digitale Transformation eines Unternehmens der Wasserwirtschaft gegeben, und für die Mitglieder werden die Aktivitäten der DWA und speziell der DWA-Koordinierungsgruppe „Digitale Transformation in der Wasserwirtschaft“ kurz beschrieben. Zum Abschluss wird versucht, einen Ausblick auf die weitere Entwicklung zu geben.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 08 2025 ab Seite 582

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    Biogene Adsorbentien zur Entfernung polarer und unpolarer Spurenstoffe aus Abwässern

    Zusammenfassung
    Die Elimination von Spurenstoffen aus Abwasser war Thema des Forschungsvorhabens „Biogene Adsorbentien zur Entfernung polarer und unpolarer Spurenstoffe aus Abwässern – bSiC-MAd“. Den Rohstoff für die neuartigen Adsorbentien bildeten biogene (vorwiegend landwirtschaftliche) kohlenstoff- und silicareiche Reststoffe (Reisspelzen), aus denen poröse Materialien (Aktivkohle) hergestellt werden können. Eine im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Universität Leipzig entwickelte Pulveraktivkohle aus Reisspelzen wurde auf ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften hin untersucht und mit herkömmlichen Aktivkohlen (Steinkohle, Braunkohle und Kokosnussschalen) verglichen. Dafür wurden Untersuchungen im Labormaßstab durchgeführt und die Ergebnisse anschließend an realen Abwässern validiert. Es stellte sich heraus, dass die Aktivkohle aus Reisspelzen im Vergleich zu den herkömmlichen Aktivkohlen ein sehr gutes Adsorptionsverhalten gegenüber ausgewählten Spurenstoffen zeigte.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 08 2025 ab Seite 576

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    Bewässerung von urbanem Grün mit wiederverwendetem Abwasser

    Ein aktueller Stand der Wasserwiederverwendung
    Zusammenfassung

    Aufgrund immer ausgeprägterer Trockenperioden und der einhergehenden Wasserknappheit rückt das Thema Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser stärker in den Fokus, so auch in der Region Bad Oeynhausen. Saisonal kommt es dort bereits jetzt schon zu Konflikten hinsichtlich der Wassernutzung zwischen Privathaushalten, Landwirtschaft, Stadtgrünbewässerung und Gewerbe. Um die Trinkwasserversorgung auch zukünftig sicher aufzustellen, bietet sich der Ablauf der Kläranlage Bad Oeynhausen als alternative Quelle für Brauchwasserzwecke an. Im Rahmen des Forschungsvorhabens DigiWaVe wird die praktische Umsetzung der Wasserwiederverwendung vorbereitet. Dieser Artikel beschreibt den aktuellen Stand der Umsetzung, zeigt aktuelle Herausforderungen und die potenziellen Lösungen
    auf.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 08 2025 ab Seite 570

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    Zukünftige Entwicklung von Starkregen

    Auswertung eines konvektionserlaubenden Ensembles für Süddeutschland
    Zusammenfassung

    Mit dem Klimawandel und der damit einhergehenden Erwärmung steigt die maximale mögliche Wasserdampfmenge in der Luft und damit auch das Potenzial für intensivere Niederschlagsereignisse. Die intensivsten Niederschlagsereignisse mit Regenmengen über 15 mm in einer Stunde sind in der Regel konvektiver Natur, also kleinräumige bzw. meist lokal begrenzte Schauer und Gewitter, und finden in Deutschland überwiegend in den Sommermonaten statt. Um bessere Aussagen über deren zukünftige Entwicklung zu treffen, können konvektionserlaubende ­ Klimamodelle genutzt werden, die diese Ereignisse abbilden können. In dieser Studie hat die Kooperation Klimaveränderung und Wasserwirtschaft (KLIWA) ein Ensemble fünf konvektionserlaubender Projektionen über Süddeutschland für das Ende des 21. Jahrhunderts ausgewertet. Sie zeigen übereinstimmend einen zukünftigen Anstieg der Intensitäten sommerlicher Starkregenereignisse und Verkürzungen der Wiederkehrzeiten gegenüber der Vergangenheit.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 08 2025 ab Seite 563

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    Ozon zur Beseitigung von Mikroverunreinigungen in der Praxis

    Zusammenfassung
    Die Ozonung ist ein bewährtes Verfahren zur Eliminierung von Spurenstoffen in kommunalen Kläranlagen. Seit den ersten Installationen
    auf Kläranlagen in Bad Sassendorf/Deutschland im Jahr 2009 und Neugut/Schweiz im Jahr 2014 wurden weitere Projekte in verschiedenen Größen und Konfigurationen in Europa realisiert. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die technischen und regulatorischen Veränderungen in den letzten 16 Jahren, diskutiert die Erfahrungen aus dem Betrieb der Anlagen und skizziert erwartete zukünftige Trends und erforderliche Entwicklungen.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 07 2025 ab Seite 508

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    Feststoff- und Phosphorelimination mit Aktivkohlefiltern

    Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-8.6 „Aktivkohleeinsatz auf Kläranlagen“*)
    Zusammenfassung

    Im hier vorliegenden Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-8.6 wird der aktuelle Kenntnisstand hinsichtlich der Feststoffbeladung und der chemischen Phosphorelimination bei Filtration über granulierte Aktivkohle zusammengetragen, der über die im Merkblatt DWA-M 285-2 dargelegten Erkenntnisse hinausreicht. Ziel ist es, in Diskussion mit der Fachöffentlichkeit zu treten und Anmerkungen, Anregungen und Fragen aufzunehmen. Dies vor dem Hintergrund, potenzielle Fehlplanungen oder Überdimensionierungen beim Ausbau der vierten Reinigungsstufe mit granulierter Aktivkohle zu vermeiden und Synergieeffekte der Filtration über granulierte Aktivkohle zu nutzen.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 07 2025 ab Seite 500

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    Regenwassermanagement unter Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzungsansprüche

    Ergebnisse aus dem Verbundforschungsvorhaben BoRSiS
    Das in diesem Artikel vorgestellte Boden-Rohr-System zeigt, wie die wasserwirtschaftlichen Ansprüche eines Regenwassermanagements
    bei (Stark-) Regen und die baumökologischen Ansprüche eines vitalen Baumstandorts in einem System gemeinsam gelöst werden können. Zudem wird auf die Tragfähigkeit des Systems im Straßenraum und Nutzen-Kosten-Aspekte im Vergleich zu herkömmlichen Entwässerungssystemen eingegangen. Erste bereits in der Planung oder gar Umsetzung befindliche Pilotprojekte zeigen, wie unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen das Boden-Rohr-System realisiert werden kann.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 07 2025 ab Seite 490

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    Der Einfluss von Vorsorgemaßnahmen auf Hochwasserschäden am Rhein in Nordrhein-Westfalen

    Ergebnisse einer Studie mit zeitvarianten Risikofaktoren
    Zusammenfassung

    Untersuchungen zum Schadenspotenzial von Hochwasser oder zur Wirtschaftlichkeit von Schutzmaßnahmen basieren in der Praxis bisher meist auf zeitlich invarianten Annahmen. Es hat sich aber gezeigt, dass diese Annahmen unzureichend sind. Die Verwendung zeitvarianter Risikofaktoren ermöglicht es, verschiedene Varianten der Anpassung gegen Hochwasser zu vergleichen und dabei die Auswirkungen von varianten Risikofaktoren miteinzubeziehen. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, die Einsatzmöglichkeiten der Methodik der zeitvarianten Risikofaktoren zu erläutern und für einen größeren und sehr bedeutenden Betrachtungsraum, den Rheinabschnitt in Nordrhein-Westfalen, aufzuzeigen. Damit können die Differenzen in den zu erwarteten Schadensummen (bzw. Investitionsvolumen) in Abhängigkeit von den gewählten varianten Risikofaktoren und Maßnahmen bewertet werden. Der Fokus liegt darauf, den Einfluss von zeitvarianten Risikofaktoren für einen konkreten Anwendungsfall zu untersuchen, aber auch darzustellen, wie solche zeitvarianten Faktoren in Überlegungen zum Hochwasserrisikomanagement einbezogen werden können.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 07 2025 ab Seite 482

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    Herausforderungen und Chancen für Erneuerbare Energien auf Kläranlagen

    Dritter Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-7.5 „Lastmanagement und Interaktion mit Energienetzen“*)
    Zusammenfassung

    Die Einbindung von Erneuerbaren Energien in das Gesamtsystem einer Kläranlage bringt technische, betriebliche und wirtschaftliche Herausforderungen mit sich. Der dritte Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK 7.5 „Lastmanagement und Interaktion mit Energienetzen“ gibt hierzu Hinweise. Der vorliegende Bericht fokussiert auf die Erzeugung und Nutzung von elektrischer Energie aus Photovoltaik- oder Windenergieanlagen.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 06 2025 ab Seite 433

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    Treibhausgasbilanzierung in der Wasserwirtschaft auf Unternehmensebene

    Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses KA-2 „Klimaschutz und Treibhausgase“*)
    Zusammenfassung

    Im Bundes-Klimaschutzgesetz aus dem Jahr 2024 ist eine schrittweise Reduzierung der Emission von Treibhausgasen vorgesehen, um im Jahr 2045 in Deutschland Treibhausgasneutralität zu erreichen. Mit Blick auf die angestrebten Reduktionsziele und die künftigen Berichtspflichten wird für die Unternehmen der Abwasserwirtschaft in Deutschland eine einheitliche Methode zur Bilanzierung und Bewertung der unternehmensweiten Treibhausgasemissionen angestrebt. Dieser Arbeitsbericht soll einen Beitrag zur Erarbeitung eines solchen gemeinsamen Ansatzes liefern und insbesondere dabei helfen, die Ermittlung indirekter Emissionen aus vor- und nachgelagerten Aktivitäten zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Damit wird ein erster Einblick in die Methode, offene Fragestellungen und Hinweise auf die jetzt in den Unternehmen umzusetzenden vorbereitenden Schritte gegeben.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 06 2025 ab Seite 427

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    Starkregengefahrenkarte: Ein how to aus kommunaler Sicht

    Zusammenfassung
    Viele Kommunen haben auf Basis der in den jeweiligen Ländern veröffentlichen Leitfäden und Arbeitshilfen ein Starkregenrisikomanagement aufgebaut und in diesem Zusammenhang Starkregengefahrenkarten veröffentlicht. Durch die Einführung des neuen Runderlasses in Nordrhein-Westfalen über Anforderungen zum Hochwasserschutz und der Starkregenvorsorge bei Abwasseranlagen und sich abzeichnender neuer rechtliche Anforderungen im Wasserhaushaltsgesetz zu der Gesamtthematik „Starkregenvorsorgekonzept“ stellen sich die kommunalen Akteure in Verwaltung, Stadtgesellschaft und Lokalpolitik die Frage, wie mit den vorliegenden, kommunalen Starkregengefahrenkarten nun weiter kommunikativ umgegangen werden soll und wie es gelingt, von einem etablierten Starkregenrisikomanagement zukünftig zu einem effektiven und stadtweiten, integralen Ressourcenmanagement zu kommen. Die Stadt Münster verfolgt zur Beantwortung dieser Fragen zurzeit drei Handlungsstränge, die im Verwaltungshandeln der Kommune etabliert und verstetigt werden sollen.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 06 2025 ab Seite 422

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    Sensitivitätsanalyse detaillierter 1D-2D-Modelle zur Erstellung von Starkregengefahrenkarten

    Zusammenfassung
    Die Erstellung von Starkregengefahrenkarten auf Basis von hydrodynamischen Modellen ist von entscheidender Bedeutung für das Starkregenrisikomanagement. Die Hauptherausforderungen bei der Erstellung von Starkregengefahrenkarten bestehen darin, verwendbare Geodaten zu erheben und geeignete Parameter sowie Anfangs- und Randbedingungen zu wählen. In der Praxis ist es üblich, Näherungen durch pauschale Modellparameter und -ansätze vorzunehmen oder gar ganze Komponenten unberücksichtigt zu lassen. Es ist in der Regel nicht genau bekannt, wie diese Ansätze und Verallgemeinerungen die Ergebnisse beeinflussen. Vor dem Hintergrund der raschen Entwicklung von Software- und Hardware-Technologien sind nun umfangreiche und rechenintensive Sensitivitätsanalysen komfortabel möglich. In diesem Sinne untersucht werden drei urbane Gebiete in Hamburg mit unterschiedlichen Gebietsmerkmalen.
    Die Ergebnisse betonen die zentralen Stellschrauben für die Erstellung realistischer, szenarienbasierter Starkregengefahrenkarten. Besonders relevant sind die Auswahl der genauen Regenbelastung, die Parametrisierung der Infiltration und die generelle Einbindung des Kanalnetzes. Des Weiteren spielen auch die Berücksichtigung der Straßeneinläufe und die Zuordnung von angeschlossenen Dächern an den Kanal eine entscheidende Rolle. Mit der Erhöhung der Niederschlagsbelastung sinkt die generelle Sensitivität.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 06 2025 ab Seite 409

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    Wie geht man am besten mit Regenwasser um?

    10. Expertenforum Regenüberlaufbecken Baden-Württemberg
    Das Expertenforum Regenüberlaufbecken Baden-Württemberg hat sein zehnjähriges Jubiläum gefeiert – und zur „Geburtstagsveranstaltung“ am 19.Februar 2025 sind wieder mehr als 300 Teilnehmende und über 30 Industrie-Aussteller nach Stuttgart gekommen. Dabei zeigte der etablierte Branchentreffpunkt erneut auf, wie wichtig das Thema Behandlung und Bewirtschaftung von Regenwasser ist. Dies gilt umso mehr, als insbesondere der Klimawandel und die neue EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) erhebliche Veränderungen mit sich bringen. Es zeigte sich aber auch, dass sich gerade bei der Behandlung von Mischwasser in den letzten zehn Jahren viel getan hat und die Abwasserwirtschaft in Baden-Württemberg mithin auf einem guten Weg ist.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 06 2025 ab Seite 397

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    Neue Freiheiten in der Nachhaltigkeitsberichterstattung als Chance nutzen

    Am 26. Februar 2025 hat die Europäische Kommission mit dem Omnibus-Verfahren einen Vorschlag zur Anpassung der Nachhaltigkeitsberichterstattung präsentiert. Ziel ist es, den administrativen Aufwand für Unternehmen KMU4), zu verringern. Die DWA-Arbeitsgruppe WI-1.2 „Nachhaltigkeitsberichterstattung“ fasst kurz den Stand zusammen und wird auch künftig über aktuelle Entwicklungen berichten.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 06 2025 ab Seite 396

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    Entgeltfähigkeit weitergehender Maßnahmen der Abwasserbehandlung

    Zusammenfassung
    Können Kosten für Leistungen wie Phosphorrückgewinnung oder Errichtung und Betrieb weiterer Reinigungsstufen auf Kläranlagen in Entgelte für die Abwasserreinigung eingerechnet werden? Die DWA-Arbeitsgruppe WI-2.4 „Kalkulation von Entgelten“ kommt zum Ergebnis, dass sich die Frage der Entgeltfähigkeit freiwilliger Maßnahmen im Bereich der Abwasserbehandlung nicht eindeutig darstellt, und mahnt, es müsse dringend Rechtssicherheit geschaffen werden.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 05 2025 ab Seite 363

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    Dezentrale Klärschlammtrocknung – lohnt sich das noch?

    Zusammenfassung
    Die auf der Kläranlage anfallenden entwässerten Klärschlämme enthalten zwischen 72 und 82 % (Massenprozent) Wasser. Dieses Wasser muss vor einer Verbrennung der Klärschlämme weitgehend entfernt werden. Die Klärschlammtrocknung kann dabei als Anlagenbauteil innerhalb einer Verbrennungsanlage ausgeführt oder kläranlagennah in einer von der Verbrennungsanlage unabhängigen vorgeschalteten Trocknungsanlage (dezentrale Trocknung) realisiert werden. In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob eine vorgeschaltete, dezentrale Trocknung aus Sicht des Kläranlagenbetreibers sinnvoll sein kann. Dazu werden Modell- und Kostenvergleichsrechnungen auf Basis bundesweiter Daten angestellt.

    Autoren
    Dr.-Ing. Günter Fehr
    Am Edelhofe 4 C, 30459 Hannover
    E-Mail: post@guenter-fehr.de
    Dr.-Ing. Julia Hiller
    Weber Ingenieure GmbH
    Bauschlotter Straße 62, 75177 Pforzheim
    E-Mail: Julia.Hiller@weber-ing.de
    Dr.-Ing. Rolf Otte-Witte
    Zur Finie 1, 31008 Elze
    E-Mail: rolf.otte-witte@gmx.de

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 05 2025 ab Seite 352

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    Anwendung der UV-VIS-Spektroskopie zum quantitativen Nachweis von Aktivkohle in Abwasserbehandlungsanlagen

    Zusammenfassung
    Zum Abbau von anthropogenen Spurenstoffen und Mikroschadstoffen im Abwasser werden in zahlreichen Abwasserbehandlungsanlagen in den letzten Jahren vermehrt Pulveraktivkohlen bzw. granulierte Aktivkohlen in verschiedenartigen Reinigungsverfahren eingesetzt. Beim Einsatz dieser Reinigungsverfahren muss sichergestellt sein, dass am Ende keine schadstoffbeladenen Aktivkohlepartikel die jeweilige Abwasserbehandlungsanlage über den Ablauf verlassen. Standardmäßige Methoden der Wasseranalytik sind bisher ungeeignet, Aktivkohlepartikel im Ablauf nachzuweisen. Der Beitrag beschreibt die quantita­tive Bestimmung von Aktivkohle in Mischung mit anderen Stoffen mittels UV-VIS-Spektroskopie in Verbindung mit einer Integrationskugel. Zur Entwicklung dieser sensiblen Nachweismethode wurden Mischungen mit vordefinierten Mischungsanteilen aus getrockneter Pulveraktivkohle und getrocknetem Belebtschlamm verwendet. Diese vordefinierten Mischproben wurden in das Probengefäß einer Integrationskugel eingegeben, und über die UV-VIS-Spektroskopie wurde die diffuse Reflexion bestimmt. Aus den Ergebnissen der diffusen Reflexion der vordefinierten Mischungen lässt sich durch Kalibrierung eine Mischungsgleichung berechnen, die in der Lage ist, auch unbekannte Aktivkohleanteile ab etwa 0,25 Masse-% in einer Mischung quantitativ zu bestimmen.

    Autoren
    Dipl.-Ing. (FH) Andreas Vogel, Lukas Dufner, M. Sc.
    Universität Stuttgart
    Institut für Fertigungstechnologie keramischer Bauteile
    Allmandring 7b, 70569 Stuttgart-Vaihingen
    E-Mail:  andreas.vogel@ifkb.uni-stuttgart.de
    andreasvogel61@yahoo.de
    lukas.dufner@ifkb.uni-stuttgart.de

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 05 2025 ab Seite 345

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    Im Spiegel der Statistik: Abwasserkanalisation und Regenwasserbehandlung in Deutschland

    Zusammenfassung
    Das Statistische Bundesamt (DESTATIS) veröffentlicht alle drei Jahre aktuelle Zahlen über den Stand der öffentlichen Abwasserkanalisation. Kürzlich wurden neue Daten aus dem Jahr 2022 publiziert. Auf dieser Basis werden in der vorliegenden Publikation für alle Bundesländer die Trinkwasserabgabe, der Anschlussgrad der Bevölkerung an die Kanalisation, die Kanallängen, die räumliche Verteilung von Misch- und Trennsystemen, Anzahl und Volumen der Regenbecken im Kanalnetz, die Anzahl der öffentlichen Kläranlagen und der mittlere Fremdwasserzuschlag numerisch und graphisch dargestellt und erläutert. Der Beitrag geht auch auf die zeitliche Entwicklung der wichtigsten Kenngrößen in den letzten 47 Jahren ein.

    Autoren
    Prof. Dr.-Ing. Joachim Dettmar
    Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
    Lehr- und Forschungsgebiet Siedlungswasserwirtschaft
    Goebenstraße 40, 66117 Saarbrücken
    E-Mail: joachim.dettmar@htwsaar.de
    Dr.-Ing. Gebhard Weiß
    Umwelt- und Fluid-Technik GmbH
    Steinstraße 7, 97980 Bad Mergentheim
    E-Mail: g.weiss@uft.eu

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 05 2025 ab Seite 333

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    interSim – Digital Lernen durch interaktive Simulation

    Projekt-Kick-Off bei Verbundkoordinatorin DWA
    Mit digitalen Qualifizierungsangeboten das Potenzial von Computersimulationen für die Berufsbildung in der Wasser- und Abfallwirtschaft nutzen – dieses Ziel steht im Fokus des Verbundprojekts interSim – Digital Lernen durch interaktive Simulation. Mit dem Kick-Off bei der Verbundkoordinatorin DWA wurden die gemeinsamen Projektaktivitäten im Februar 2025 offiziell gestartet.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 05 2025 ab Seite 328

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    PFAS und Arzneimittel im Wasserkreislauf

    Technische Möglichkeiten und gesetzliche Anforderungen
    Am 12. Februar 2025 veranstalteten der DWA-Landesverband Nord-Ost und die Universität Rostock, Fachgebiet für Agrar- und Umweltwissenschaften, einen Workshop zum Thema „PFAS und Arzneimittel – Spurenstoffe im Wasserkreislauf“ an der Universität Rostock.
    Die Veranstaltung fand im Rahmen der Interreg Projekte EMPEREST und APRIORA statt, die sich jeweils mit Spurenstoffen, insbesondere PFAS (EMPEREST) und Arzneimittelrückstände (APRIORA) im Abwasser beschäftigen.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 05 2025 ab Seite 325

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    Aspekte einer nachhaltigen Wasserwirtschaft

    Zusammenfassung
    Die Menschheit nutzt die Ressourcen des Planeten Erde in extremem Maß. Deshalb muss auch der Schutz des Wassers zukünftig deutlich mehr als bisher unter dem Aspekt eines ganzheitlichen Ressourcen- und Umweltschutzes betrachtet werden. Im vorliegenden Beitrag werden schlaglichtartig verschiedene Aspekte und Chancen einer nachhaltigen Wasserwirtschaft beleuchtet. Dabei ist das Ziel, zu einer Auseinandersetzung mit den Themen anzuregen. Planung, Bau und Betrieb wasserwirtschaftlicher Anlagen müssen sich ab jetzt an einem ernsthaften zirkulären Ansatz orientieren. Langfristig muss die Branche bezogen auf die eingesetzten Rohstoffe den Schritt hin zu einer zirkulären Wirtschaft nach dem cradle to cradle(c2c)-Prinzip gehen: Einmal entnommene Rohstoffe müssen im Kreislauf erhalten bleiben. Weitere Aspekte, die diskutiert werden, sind Abwasser als Ressource von Rohstoffen, Energie, nachhaltige Gebührenerhebung und verwendung, Digitalisierung, wassersensible Ernährung.

    Autoren
    Prof. Dr.-Ing. Markus Schröder, Wolfram Schröder, M. Sc.
    Tuttahs & Meyer Ing.-GmbH
    Auf der Hüls 162, 52068 Aachen
    E-Mail: m.schroeder@tum-ingenieure.de

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 04 2025 ab Seite 283

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    Geschäftsmodell Nutzwasser – Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft und im urbanen Raum

    Zusammenfassung
    Das im Rahmen der Fördermaßnahme WavE II des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführte Forschungsprojekt „Nutzwasser als alternative Wasserressource“ hatte das Ziel, hochflexible und bedarfsgerechte Managementstrategien für die Wiederverwendung von Wasser in der urbanen und landwirtschaftlichen Bewässerung zu entwickeln und in Zusammenarbeit mit Praxispartnern zu optimieren. Dazu gehören die Aufbereitung und Bereitstellung von hochwertigem Wasser einschließlich umfassender Qualitätssicherungsmaßnahmen, innovative Technologien zur Echtzeit-Bestimmung des Bewässerungsbedarfs sowie effiziente Speicher- und Verteilstrukturen. Mittels der Durchführung einer wohlfahrtsökonomischen Bewertung konnte ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis der untersuchten Nutzwasseranwendungen dargestellt werden. In dem vorliegenden Beitrag geht es um die hierauf aufbauende Erarbeitung von Ansätzen für angepasste Organisations- und Geschäftsmodelle, die in der Lage sind, einen nachhaltigen und koordinierten Betrieb der entsprechenden Anlagen zu gewährleisten.

    Autor
    Dipl.-Kfm. Peter Lévai
    IWW Institut für Wasserforschung gemeinnützige GmbH
    Moritzstraße 26, 45476 Mülheim an der Ruhr
    E-Mail: p.levai@iww-online.de

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 04 2025 ab Seite 273

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    Abwasserwärmenutzung aus dem Auslauf von Kläranlage

    Abschätzung des Wärmebereitstellungspotenzials für Hessen

    Zusammenfassung
    Kommunales Abwasser rückt als erneuerbare thermische Energiequelle zunehmend in den Fokus der kommunalen Wärmeplanung. Eine Herausforderung stellen dabei die jahreszeitlichen Unterschiede zwischen Wärmeangebot und Wärmebedarf dar. Während die saisonalen Schwankungen der potenziellen Abwasserwärme einzelner Kläranlagen mit vertretbarem Aufwand bewertet werden können, erfordert eine landesweite Analyse eine umfangreiche Datenbasis und erheblichen Zeitaufwand. Vor diesem Hintergrund wurden standardisierte Jahresganglinien für Temperatur und Trockenwetterabfluss auf Basis von vier Kläranlagen entwickelt, die auf alle hessischen Kläranlagen übertragen werden konnten. Die daraus resultierenden Wärmebereitstellungspotenziale werden im Wärmeatlas Hessen dargestellt, um potenzielle Wärmenetzgebiete identifizieren zu können. Die Untersuchungen zeigen, dass saisonale Temperaturschwankungen zuverlässig erfasst werden, während die Variabilität der Trockenwetterabflüsse stark anlagenspezifisch ist und maßgeblich durch Fremdwasser beeinflusst wird. Der Einfluss des Fremdwassers auf das Wärmebereitstellungspotenzial wird in einer weiterführenden Studie vertieft untersucht.

    Autorinnen
    Nele Siebert, M. Sc., Valerie Liese, M. Sc., Lukas Höft, M. Sc., Prof. Dr. Ing. Tobias Morck)
    Universität Kassel
    Institut für Wasser, Abfall, Umwelt
    Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
    Kurt Wolters Straße 3, 34125 Kassel
    *) Korrespondenzautor
    E Mail: morck@uni-kassel.de
    Bastian Schäfer, M. Sc.
    apl. Prof. Dr. Ulrike Jordan
    Universität Kassel
    Institut für Thermische Energietechnik
    Fachgebiet Solar und Anlagentechnik
    Kurt Wolters Straße 3, 34125 Kassel

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 04 2025 ab Seite 267

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    Wärmestudie Nordrhein-Westfalen – Potenziale wasserbasierter Wärmequellen

    Zusammenfassung
    Vor dem Hintergrund der kommunalen Wärmeplanung wurde eine Wärmestudie für Nordrhein-Westfalen erstellt. Damit sollen Kommunen auf dem Weg zum Wärmeplan unterstützt werden. Die Studie zeigt: Die Potenziale erneuerbarer und klimafreundlicher Wärmequellen sind in Nordrhein-Westfalen ausreichend vorhanden, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 zu ermöglichen. Besonders die wasserbasierten Wärmequellen können regional bedeutsam werden, sowohl in zentralen Lösungen über Wärmenetze als auch im dezentralen Bereich. Dazu zählt im Rahmen der Studie die thermische Nutzung der Flüsse, Seen und Schifffahrtskanäle, die Nutzung des Abwassers über die ­ Kanalisation, den Ablauf der Kläranlagen und über die Indus­trie sowie die hydrothermale mitteltiefe, oberflächennahe und tiefe Geothermie und die thermische Nutzung warmer Grubenwässer.

    Autoren
    Klaus Vogel, M. Sc., Enrico Fleiter, M. Sc.
    Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz
    Nordrhein-Westfalen
    Wallneyerstraße 6, 45133 Essen
    E-Mail: enrico.fleiter@lanuv.nrw.de

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 04 2025 ab Seite 260

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    Bewertung von Kanalnetzen – neue Kennzahlen: Systemindex Kanalnetz (SIK) und Nachhaltigkeitsindex Kanal (NIK)

    Zusammenfassung
    Nach den bereits veröffentlichten neuen Kennzahlen „Systemindex Trinkwassernetz, SIT“ und „Nachhaltigkeitsindex, IN“ ist nun in Analogie ein Bewertungssystem für Kanalnetze entwickelt worden. Die nachhaltige Bewirtschaftung von Infrastrukturnetzen muss unter zunehmendem Kostendruck auf Basis technischer Aspekte und Zustandsdaten eine betriebswirtschaftliche Aussteuerung erfahren. Maßnahmen für die Zustandserhaltung müssen auf ihre Wirksamkeit bewertet und in die Gesamtstrategie des Unternehmens eingebettet sein. Liegt keine detaillierte Langfristplanung in Kombination mit einer technischen Zustandsentwicklung vor und wird kein ausführliches Assetmanagement im Unternehmen gepflegt, bieten die neuen Kennzahlen „Systemindex Kanalnetz, SIK“ und „Nachhaltigkeitsindex Kanal, NIK“ eine vergleichsweise einfache Möglichkeit, eine übergreifende Kanalnetzbewertung vorzunehmen:
    Sind die Sanierungsmaßnahmen nachhaltig? Damit ist die Nachhaltigkeit der eigenen Zustandserhaltungsmaßnahmen zu bewerten und in Abhängigkeit von der zukünftigen gewünschten Entwicklung des Netzzustandes das benötigte Investitionsbudget unter lokalen Gegebenheiten abzuschätzen

    Autoren
    Dr. Lars Tennhardt, Christof Nöh, Tony Marie Schönherr,
    Georg Enke
    Tilia GmbH
    Inselstraße 31, 04103 Leipzig
    E-Mail: lars.tennhardt@tilia.info

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 04 2025 ab Seite 250

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    Klimaneutrale Kläranlagen – Bilanzierung von Treibhausgasen zur Ableitung von Minderungsmaßnahmen mit dem KlicK-Webtool

    Zusammenfassung
    Im Projekt „Klimabilanzen für Kläranlagen mit einem Klick (KliK)“ wurde ein digitales Tool entwickelt, das Kläranlagen die Treibhausgas-Bilanzierung erleichtern und sie auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützen soll. Das KlicK-Tool erstellt in wenigen Schritten eine erste aussagekräftige Klimabilanz auf Basis der gängigen Betriebsdaten und Abwasserparameter beispielsweise aus dem DWA-Leistungsnachweis der kommunalen Kläranlagen. Die Bilanz kann anschließend fallspezifisch an die Bedingungen der jeweiligen Kläranlage angepasst werden. Das Tool stellt abschließend ausgewählte Treibhausgas-Minderungsmaßnahmen vor, deren Auswirkungen auf die Gesamtbilanz teilweise abgeschätzt werden können. Das KlicK-Tool demonstriert, dass mit einer begrenzten Datenmenge bereits erste aussagekräftige Klimabilanzen von Kläranlagen erstellt werden können.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 186

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    Von der statischen zur dynamischen und ereignisspezifischen Starkregengefahrenkarte

    Zusammenfassung
    Statische Starkregengefahrenkarten gehören längst zum Stand der Technik und sind ein gut geeignetes Werkzeug, um potenziell überflutungsgefährdete Bereiche zu identifizieren. Da diese Karten jedoch nur die maximalen Wasserstände und teilweise die maximalen Fließgeschwindigkeiten für einzelne Szenarien darstellen, geht aus ihnen weder die zeitliche Entwicklung noch das tatsächliche Ausmaß eines konkreten bevorstehenden Ereignisses hervor. In diesem Artikel wird daher einerseits aufgezeigt, wie mithilfe von Künstlicher Intelligenz eine dynamische und ereignisspezifische Starkregengefahrenkarte erstellt werden kann und welchen Mehrwert diese Informationen im Ereignisfall liefern können. Dabei werden auch zukünftige Herausforderungen und potenzielle Forschungsrichtungen in diesem Bereich kritisch diskutiert, um die kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung dieser Methodik zu fördern.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 161

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    Wasserwirtschaftsverband Baden-Württemberg und DWA Landesverband Baden Württemberg wachsen zusammen

    Herausforderungen der Wasserwirtschaft gemeinsam begegnen
    Der Wasserwirtschaftsverband BadenWürttemberg e. V. (WBW) und der DWA-Landesverband Baden-Württemberg heben ihre bisherige enge Zusammenarbeit auf eine neue Ebene, indem der WBW seine Tätigkeiten im Oktober 2024 per Beschluss der Mitgliederversammlung eingestellt und diese an die DWA übergeben hat.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 161

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    Kommunikation im Starkregen- und Hochwasserrisikomanagement stärken

    Tagung in Münster
    Der DWA-Landesverband NordrheinWestfalen hat gemeinsam mit der Stadt Münster am 10. Oktober 2024 eine Fachtagung zur Thematik „Kommunikation im Starkregen- und Hochwasserrisikomanagement“ in Münster durchgeführt

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 157

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    Das Kompetenzzentrum Wasser Hessen (KWH): Herausforderungen gemeinsam bewältigen

    Ziel des im Dezember 2023 gegründeten Kompetenzzentrum Wasser Hessen (KWH) ist es, praxistaugliche, wissenschaftlich fundierte und innovative Lösungen entsprechend den Herausforderungen im Wassersektor zu entwickeln. Statt im Alleingang hydrologische, (sozial)ökologische und technisch-ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten, soll das KWH die Partnerinstitutionen dazu anregen, Prozesse und Dynamiken des Wasserressourcenmanagements interdisziplinär und integriert zu betrachten.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 160

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    Das Projekt AZUBOT: Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Ausbildung von Fachkräften für umwelttechnische Berufe

    Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts AZUBOT sollen ein intelligentes tutorielles System (KITutor) und eine digitale Lernumgebung mit attraktiven Lernmaterialien für Auszubildende im Bereich der Abwasserwirtschaft entwickelt werden.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 156

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    Verfahrenstechnische Optimierung einer Rauchgasreinigungsanlage im laufenden Betrieb

    Erfahrungsbericht aus der Praxis
    Zusammenfassung

    An einer bestehenden Klärschlammverbrennungsanlage wurden Reinvestitionen und verfahrenstechnische Optimierungen vorgenommen. Wie das im laufenden Betrieb erledigt werden kann, um den Prozess der Klärschlammentsorgung kontinuierlich aufrechtzuerhalten, wird in einem Erfahrungsbericht aus der Praxis beschrieben.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 119

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    Kosten-Nutzen-Vergleich zum Einsatz moderner Membrantechnologien auf kommunalen Kläranlagen

    Zusammenfassung
    Membranbioreaktoren (MBR) wurden seit Ende der 1990erJahre mit ersten technischen Projekten als neue Technologie auf dem bundesdeutschen Abwassermarkt eingeführt. Im Vergleich zu konventionellen Belebungsanlagen (CAS) wiesen MBR zu diesem Zeitpunkt sowohl höhere Kapital- als auch Betriebskosten auf. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Wirtschaftlichkeit der MBR stetig verbessert. Hauptgründe dafür sind technologische Optimierungen in Bezug auf den Energieverbrauch, verringerte Membrankosten und die Senkung der peripheren Kosten für die Integration (Platzbedarf für die Membran, Verdichtergröße etc.). Gleichzeitig sind die Kosten im Bereich der Bautechnik deutlich gestiegen, was die Wettbewerbsfähigkeit des MBR gegenüber CAS aufgrund des geringeren erforderlichen Reaktorvolumens steigert. Für eine aktuelle Bewertung wurden die Jahreskosten und die CO2-Emissionen beider Technologien in Abhängigkeit von der Ausbaugröße mithilfe eines Excel-basierten Berechnungstools verglichen. Von besonderer Bedeutung sind hierbei zukünftige Anforderungen für eine Spurenstoffelimination oder für eine Wasserwiederverwendung, die sich aus der überarbeiteten europäischen Kommunalabwasserrichtlinie ergeben. Die Ergebnisse des Technologievergleichs zeigen, dass der MBR insbesondere bei weitergehenden Anforderungen an die Abwasserreinigung heute oftmals die günstigere Technologie ist.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 104

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    Bewirtschaftung von Kanalstauraum als wirkungsvoller Beitrag zum Gewässerschutz

    Teil 1: Motivation
    Zusammenfassung
    Die Abwasserfreiheit der Gewässer im Einzugsgebiet der Kläranlagen Bottrop und Emschermündung wurde Ende 2021 erreicht. In dem rund 200 km2 großen kanalisierten Einzugsgebiet werden rund 130 Mischwasserbehandlungsanlagen betrieben.
    Der Großteil der Mischwasserbehandlungsanlagen wurde in Form von Stauraumkanälen gebaut. Aufgrund des hohen spezifischen Speichervolumens, der Größe des Einzugsgebietes sowie der immissionsseitigen Anforderungen an die Niederschlagswassereinleitungen wird im Einzugsgebiet sukzessive eine Kanalnetzsteuerung umgesetzt. Mithilfe der Kanalnetzsteuerung kann auch künftig flexibel auf sich ändernde Randbedingungen reagiert werden. Um dies zu erreichen, setzt die Emschergenossenschaft unter anderem auf die virtuelle Prozessleittechnik. Bei der Umsetzung und dem Betrieb der Kanalnetzsteuerung werden somit die Möglichkeiten von Wasserwirtschaft 4.0 konsequent genutzt. Dieser Beitrag berichtet über die Motivation zur Umsetzung einer Kanalnetzsteuerung sowie die ersten Arbeitsschritte und -ergebnisse. In den kommenden Monaten sollen weitere Beiträge zur konkreten Umsetzung sowie zu darauf aufbauenden Ergebnissen und Erfahrungen folgen.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 97

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    Ehrenamt ist keine Einbahnstraße – auch Unternehmen profitieren vom Engagement ihrer Mitarbeitenden

    Der renommierte Anbieter von Maschinen und Anlagen für die Trinkwasser- und Abwasserbehandlung Kuhn GmbH, Höpfingen, wurde Ende November 2024 vom Land Baden-Württemberg als „Ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz“ ausgezeichnet (KA/KW 1/2025, S. 8 bzw. 6). Anlässlich des Tages des Ehrenamtes am 5. Dezember hat KA/KW mit Geschäftsführer Dr.-Ing. Michael Kuhn und Personalleiter Janis Kuhn über die Bedeutung des Ehrenamtes für ihr Unternehmen gesprochen. Michael Kuhn ist Vorsitzender des DWA-Beirats und Mitglied des DWA-Vorstands.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 92

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    forum:mikroschadstoffe im DWA Landesverband Nordrhein-Westfalen

    Forum zum Austausch und Wissenstransfer rund um die Reinigungsstufe für Mitarbeitende von Kläranlagenbetreibern in Nordrhein-Westfalen

    Unter dem Namen forum:­ mikroschadstoffe bietet der DWA-Landesverband Nordrhein-Westfalen ein neues Forum zum Austausch und Wissenstransfer rund um die 4. Reinigungs­stufe für Mitarbeitende von Kläranlagenbetreibern in Bundesland.
    Mit der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie kommen weitere Anforderungen auf die Betreiber von Kläranlagen zu, und die Elimination von Mikroschadstoffen rückt mehr in den Vordergrund.
    In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits einige Kläranlagen, die eine weitergehende Abwasserbehandlung bzw. vierte Reinigungsstufe zur Mikroschadstoffelimination betreiben. Weitere Anlagen befinden sich in der Planung oder im Bau.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 88

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    Wasserwirtschaftliche Herausforderungen in Bayern

    ­ 13. Nürnberger Wasserwirtschaftstag
    Der traditionsreiche Nürnberger Wasserwirtschaftstag des DWA-Landesverbands Bayern ging am 9. Juli 2024 in die nächste Runde, zum 13. Mal, und bot für alle Interessierten wieder ein Forum zur Diskussion der wichtigsten wasserwirtschaftlichen Herausforderungen in Bayern. Wie üblich war die Veranstaltung zweizügig und bestand aus dem Seminar Abwasser und dem Seminar Gewässer und wurde von einer Firmenausstellung begleitet. Als beliebt erwies sich wieder das Format der Themen­tische.

    ­Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 02 2025 ab Seite 84

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    Hochwasser, Starkregen und Flächenverfügbarkeit

    Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses RE-3 „Vollzugsfragen des Wasserrechts“ – Teil 2: Finanzierung, Grundstücke, Flächenakquisition
    Zusammenfassung

    Hochwasser und Starkregen haben Deutschland in den letzten Jahren immer wieder bewegt. Der nun vorliegende Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses RE-3 fasst wesentliche Erkenntnisse zum notwendigen Schutz bei Hochwasser und Starkregen aus rechtlicher Sicht zusammen. Der Feststellung von „Wasser auf meinem Grundstück führt zu Schaden“ geht in der Praxis mit der Frage einher: „Wer bezahlt für den Schaden?“ Daran schließt sich oft die (baugenehmigungsrechtliche) Vorgabe des Wiederaufbaus an gleicher Stelle an und so wird ein vermeidbarer Kreislauf geschlossen, während die Fragen von Verantwortung und Zuständigkeit (Wasserbehörden der unteren und oberen Ebene, Abwasserbeseitigungspflichtige, Gewässerunterhaltungspflichtige, wasserwirtschaftliche Planungsbehörde oder auch der Eigentümer selbst) oft bis zum Schluss nicht beantwortet werden. Aus der Öffentlichkeit wird nach einem technischen Regelwerk für absoluten Schutz gerufen. Regelmäßig ist eine Abwägung zwischen verschiedenen Interessen (Schutzniveau, Kosten, technische Machbarkeit, Priorisierung zum Beispiel von Wohnraum im Verhältnis zu Hochwasserschutz) erforderlich, die nicht abstrakt im Regelwerk getroffen werden kann.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 01 2025 ab Seite 36

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    Vergleichende energetische Betrachtung der Klärschlammverwertung durch Verbrennung in einer Wirbelschicht und durch Pyrolyse

    Zusammenfassung
    In diesem Beitrag werden die thermische Behandlung und die Pyrolyse von Klärschlamm anhand von Beispielanlagen energetisch bilanziert, um eine belastbare Gegenüberstellung der jeweiligen CO2-Emissionen zu ermöglichen. Die Berechnungen basieren auf rein theoretischen Annahmen und gehen von in Teilen idealisierten Prozessen aus. Zur Aufstellung der Energiebilanz im Nennlast-Betrieb müssen die Massenströme und deren Zustände an der Systemgrenze bekannt sein, die in Teilen abgeschätzt werden mussten. Bei der Verbrennung wird der zugehende Kohlenstoff im Klärschlamm nahezu vollständig in CO2 umgesetzt. Bei der Pyrolyse ist ein Teil des Kohlenstoffs im Karbonisat gebunden. Wenn dieser gebundene Kohlenstoff nicht auch zeitverzögert freigesetzt wird, ist die energetische Integration zur Beurteilung entscheidend. Die Pyrolyse zeigte keine energetischen oder CO2-Emissions-Vorteile gegenüber der thermischen Verbrennung, was gegenwärtig auf eine bessere energetische Integration Verbrennungsanalage zurückzuführen ist. Zudem bleibt die Zukunft des in der Pyrolyse entstehenden Karbonisats unklar.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 01 2025 ab Seite 36

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    Vergleich von Maßnahmen zur Abluftbehandlung auf Abwasseranlagen – Teil 2

    Zweiter Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-14.2 „Maßnahmen gegen Geruchsemissionen aus Abwasseranlagen“*)
    Zusammenfassung

    Die Merkblätter DWA-M 154-1 und -2 behandeln die vielseitigen Aspekte der Geruchsentwicklung auf Abwasseranlagen und gehen auch auf Maßnahmen zur Behandlung von Geruchsproblemen durch Abwasserkonditionierung oder durch Abluftbehandlung ein. Die Technologien dazu werden im ersten Teil der Merkblattreihe kurz und überwiegend tabellarisch mit Verweisen auf andere Regelwerke beschrieben. Als weitergehende Hilfestellung für den Anwender werden die in der Praxis am häufigsten eingesetzten Technologien nun ergänzend in Form von mehreren Arbeitsberichten ausführlicher spezifiziert. Der vorliegende Arbeitsbericht beschäftigt sich mit den gebräuchlichsten Verfahren und Maßnahmen zur Abluftbehandlung. Hierbei wird im Detail auf die jeweiligen Wirkmechanismen, Besonderheiten, Ausführungsvarianten und Einsatzgrenzen der einzelnen Verfahren eingegangen und darauf, unter welchen Umständen welche Kombination der einzelnen Verfahren möglich und sinnvoll ist. In dem vorliegenden zweiten Teil des Arbeitsberichts wird explizit auf die Verfahren der Fotooxidation, katalytische Verfahren und übliche Verfahrenskombinationen eingegangen. Im ersten Teil, der in der Dezember-Ausgabe 2024 der KA erschienen ist, wurden die Verfahren Biofilter, Aktivkohlefilter und chemische Wäscher beschrieben.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 01 2025 ab Seite 30

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    Reinigungsleistung eines technischen Filtersands im Vergleich zur ­bewachsenen Bodenzone

    Die Versickerungsmulde eines Industriegeländes wurde nach 13 Betriebsjahren überprüft. Dabei wurden bis in 60 cm Tiefe relevante Schwermetallkonzentrationen gemessen. Als Ursache wurde die hohe zulaufnahe Belastung bei gleichzeitiger hydraulischer Kurzschlüssigkeit des bindigen Muldenbodens festgestellt. Der Muldenboden wurde gegen einen 60 cm mächtigen technischen Filtersand getauscht. Nach drei weiteren Betriebsjahren wurde die Wirksamkeit der Maßnahme zur Vermeidung von Tiefenverlagerungen überprüft. Im Sediment und in der Sandschicht 0–20 cm wurden 99,6 % des Zinks gefunden. Unterhalb von 20 cm Tiefe wurden nur noch 0,4 % eingelagert. Trotz der starken Durchwurzelung durch den Grasbewuchs zeigte der Filtersand keine hydraulische Kurzschlüssigkeit, und er konnte auch bei hoher zulaufnaher Belastung der Anlage eine Tiefenverlagerung von Schwermetallen erfolgreich verhindern.

    Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 01 2025 ab Seite 23

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    Tägliche Meldungen 2025

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    Dezember 2025

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    November 2025

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    Januar 2025

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    Gute Vorsätze für eine gesunde Leber: Deutsche Leberstiftung gibt Empfehlungen für ein lebergesundes neues Jahr

    Auch zum diesjährigen Jahreswechsel werden viele Menschen gute Vorsätze fassen. Und wieder stehen Gesundheit, Wohlbefinden und bewusster Lebensstil ganz oben auf der Liste: Laut einer aktuellen Umfrage zählen hierzulande „gesünder essen“, „mehr Sport treiben“, „abnehmen“ und „weniger Alkohol trinken“ zu den beliebtesten Vorsätzen. Die Deutsche Leberstiftung ruft dazu auf, im Jahr 2026 verstärkt an die Lebergesundheit zu denken – und die „Wohlstandskrankheit“ Fettleber zu bekämpfen. Denn bewusste Ernährung, maßvoller Alkoholkonsum, ausreichende Bewegung und ein gesundes Körpergewicht gehören zu den wichtigsten Faktoren, um die Leber langfristig zu schützen.

    Die Umfragen zu Neujahrsvorsätzen belegen, dass viele Deutsche wissen, dass sie 2026 bewusster leben, sich gesünder ernähren und mehr bewegen sollten. Genau diese Veränderungen wirken sich positiv auf den gesamten Stoffwechsel und speziell auf das lebenswichtige Organ Leber aus. Aktuelle Gesundheitsdaten zeigen jedoch, dass viele Menschen in Deutschland weiterhin mit Gewichtsproblemen kämpfen: Mehr als die Hälfte der Erwachsenen ist übergewichtig, und nahezu ein Viertel gilt als adipös. Männer sind dabei etwas häufiger betroffen als Frauen. Auch unter Kindern und Jugendlichen bleibt der Anteil an Übergewicht und Adipositas seit Jahren auf einem besorgniserregend hohen Niveau. Diese Entwicklung ist nicht nur ein gesellschaftliches, sondern vor allem ein gesundheitliches Warnsignal — denn Übergewicht, Bewegungsmangel und unausgewogene Ernährung erhöhen das Risiko für Stoffwechselstörungen und fördern die Entstehung einer Fettleber bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863875

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    Trügerische Sicherheit – Team der TU Darmstadt deckt gravierende Schwachstellen bei Kinder-Smartwatches auf

    Ein Forschungsteam der TU Darmstadt hat Sicherheitslücken im aktuellen Modell einer weit verbreiteten Kinder-Smartwatch identifiziert. Die Ergebnisse wurden heute auf dem Chaos Communication Congress (CCC) in Hamburg vorgestellt.

    Smartwatches für Kinder werden als Einstieg in die digitale Welt immer beliebter und lagen wahrscheinlich auch in diesem Jahr vielfach unter Weihnachtsbäumen. Der mit mehr als 1,5 Millionen Smartwatches in Europa stark vertretene norwegische Hersteller Xplora wirbt mit Spielspaß und Abenteuer für die Kinder. Für die Eltern steht jedoch die Sicherheit im Vordergrund: Die Kinder können nur mit ausgewählten Kontakten über Text und Sprachnachrichten kommunizieren, und in der Eltern-App lässt sich der Standort der Kinder überwachen – so zumindest die Werbeaussage des Herstellers.

    Aber wie viel Wahrheit steckt hinter diesen Versprechungen? Und machen diese Tracking-Smartwatches den Alltag der Kinder tatsächlich sicherer? Diese Frage beschäftigte ein Team des Fachgebiets Sichere Mobile Netze (SEEMOO) am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt. „Wir wollten untersuchen, wie es um die Sicherheit und den Datenschutz von Smartwatches für Kinder bestellt ist“, erklärt Fachgebietsleiter Professor Matthias Hollick. „Immer mehr Eltern nutzen diese bereits im Kindergarten- oder Grundschulalter ihrer Kinder, um stets digital mit ihnen verbunden zu sein.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news863867

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    Hybride Intelligenz: KI & Köpfchen − das perfekte Team für sinnstiftende Arbeit

    Uni Hohenheim: Künstliche Intelligenz (KI) beeinflusst den wahrgenommenen Sinn einer Aufgabe nicht per se. Richtig eingesetzt, steigert sie berufliche Zufriedenheit.

    Geistige Anstrengung, intrinsische Motivation und sozialer Nutzen bestimmen die wahrgenommene Bedeutung der Arbeit, zeigen Untersuchungen der Universität Hohenheim in Stuttgart. Dabei gingen die Forschenden der Frage nach, welchen Einfluss Künstliche Intelligenz (KI) auf den Sinn ausübt, den Beschäftigte in ihrer Arbeit sehen. Das Ergebnis: Nicht die Technologie allein, sondern der richtige Einsatz von KI ist entscheidend. Sie sollte Beschäftigte unterstützen, ohne ihre Motivation und kognitive Leistung zu beeinträchtigen. Als sogenannte hybride Intelligenz ergänzen dann Mensch und Maschine ihre Stärken optimal, was dazu beiträgt, Arbeit als sinnstiftend und erfüllend wahrzunehmen, so die Schlussfolgerung der Forschenden.

    Sprachverständnis, Problemlösung, analytisches und logisches Denken oder Lernen aus Erfahrung – Beispiele für Aufgaben, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Doch zunehmend übernimmt Künstliche Intelligenz (KI) diese Funktionen. Sie verändert die Arbeitswelt grundlegend, fördert Effizienz und Produktivität.

    Doch welchen Einfluss hat sie auf den Sinn, den Menschen in ihrer Arbeit sehen? Denn sinnvolle Arbeit, die als persönlich und gesellschaftlich wertvoll erachtet wird, ist zentral für die Motivation, Zufriedenheit und psychische Gesundheit der Mitarbeitenden. Dieser Frage sind Forschende unter Leitung von Prof. Dr. Caroline Ruiner vom Fachgebiet Soziologie an der Universität Hohenheim nachgegangen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863863

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    Sonne, Strand und Green Curaçao: Fraunhofer IGCV untersucht innovative Ansätze zur klimafreundlichen Energieversorgung

    Klein aber oho: Curaçaos Fläche ist vergleichbar groß wie Köln, die Insel hat jedoch nur etwa ein Sechstel so viele Einwohner. Doch so überschaubar die Karibikinsel ist, in Sachen Energieversorgung will das Eiland eine 180 Grad Wende schaffen. Bis 2040 soll die Insel klimaneutral sein, obwohl zum jetzigen Zeitpunkt ein Großteil der Energie aus Öl gewonnen wird. Zu diesem Zweck rief die Greening the Island Foundation zu einer Inselchallenge auf der Solarwirtschaft-Fachmesse Intersolar 2025 auf. Markus Weber, Experte für nachhaltige Produktionssysteme am Fraunhofer Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV, war Teil des interdisziplinären Teams »Smart Green Curaçao«. In einem dreitägigen Workshop im Rahmen der Fachmesse erarbeitete er gemeinsam mit Expert:innen und Studierenden der TH Augsburg, HS Kempten und des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften iwb der TUM eine Lösung für die Inselchallenge. Diese soll bei der Ausarbeitung einer Transformationsstrategie des Energiesystems der Karibikinsel berücksichtigt werden und könnte als Vorbild für andere Regionen dienen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863837

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    Kinder wollen mitreden

    Die Stiftung Kindergesundheit informiert über Mitbestimmung in der Gesundheitsversorgung und Ergebnisse einer repräsentativen Befragung

    Kinder und Jugendliche wollen verstehen, was mit ihrer Gesundheit geschieht, und sie möchten mitreden. Das zeigt der aktuelle Kindergesundheitsbericht 2025 der Stiftung Kindergesundheit, für den eine repräsentative forsa-Befragung von 1.006 Eltern sowie ihren Kindern im Alter von 8 bis 17 Jahren durchgeführt wurde.

    „Kinder sind nicht nur passive Patientinnen und Patienten, sondern aktive Beteiligte ihrer eigenen Gesundheitsversorgung“, betont Kinder- und Jugendarzt Prof. Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der in München beheimateten Stiftung Kindergesundheit. „Wir wissen aus Studien, dass sie von verständlicher Information und echter Mitsprache deutlich profitieren. Es ist unsere Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Kindern ermöglichen, ihre Stimme zu nutzen und gehört zu werden.“

    Kinder und Jugendliche sollten altersgerecht an Entscheidungen beteiligt werden, die ihre Gesundheit betreffen. Dazu gehört, dass ihnen zugehört wird, dass sie verständliche Informationen erhalten, Fragen stellen dürfen und – abhängig von ihrem Alter – in Entscheidungen einbezogen werden. Dieses Recht ist in der UN-Kinderrechtskonvention verankert und gilt für alle Kinder.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863819

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    Fachwissen frei zugänglich machen

    Die im oekom Verlag erscheinende Fachzeitschrift „Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning (RuR)“ geht auf ihrem goldenen Weg der Publikationspraxis den nächsten Schritt und wird ab 2026 als Diamond Open Access-Zeitschrift erscheinen.

    Diamond Open Access (OA) bedeutet das Publikationen oder Publikationsplattformen, für alle Interessierten weltweit kostenlos zugänglich sind; für die Autor:innen fallen keine Kosten für die Publikation an. Damit setz Diamond OA den Open Access-Gedanken konsequent um. Denn so können alle Forschenden ihr erarbeitetes Wissen kostenfrei teilen und alle fachlich Interessierten an diesem Wissen partizipieren. Über die Publikation entscheiden nur fachliche Qualitätsstandards, niemand wird aus Kostengründen abgehalten sich aktiv in den (inter)nationalen wissenschaftlichen Diskurses einzubringen. Im Fokus von Diamond Open Access steht somit ein zirkulärer Wissenstransfer ohne kommerzielle Hürden.

    Ab RuR-Heft 1.2026 gilt: die Leser:innen haben weiterhin kostenfrei Zugang zu allen Beiträgen und für die Autor:innen fallen künftig keine Publikationsgebühren mehr an.
    Die Finanzierung des neuen Standards erfolgt durch das Engagement der fünf herausgebenden Einrichtungen (ARL, IfL, ILS, IÖR, IRS), die die Zeitschrift ab 2026 gemeinsam und vollständig aus eigenen Mitteln finanzieren.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863814

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    Silvester: Woraus besteht Feuerwerk und welche Rolle spielt dabei Salpeter

    Traditionell wurden Feuerwerke eingesetzt, um die bösen Geister des Vorjahres zu verscheuchen. Heute gehören sie, wenn auch umstritten, für viele so zu Silvester, wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Im Interview erläutert Prof. Dr. Jens Soentgen vom Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg, woraus Feuerwerke bestehen und welche Rolle Salpeter dabei spielt.

    Was steckt in den Feuerwerkskörpern?
    Neben der Zündschnur und der Ummantelung aus Papier bestehen Feuerwerkskörper aus Schwarzpulver, einer Mischung aus Kohle, Schwefel und Salpeter. Die wichtigste Zutat ist dabei Salpeter, lat. sal petrae, also Salz der Steine, der beispielweise an feuchten Mauern oder in Höhlen ausblüht. Genauer ist Salpeter ein Nitrat und kommt als Natrium-, Kalium- oder Calciumnitrat in der Natur vor. In der Natur findet man meist Calciumnitrat, der wurde dann durch Kochen mit Holzasche in Kaliumnitrat (KNO3) umgewandelt. Kaliumnitrat ist besser für Schießpulver, weil es kein Wasser anzieht.
    Die verschiedenen Farben erhalten Feuerwerkskörper durch Beimischungen.
    Mischt man Kupfer bei, wird die sichtbare Explosion grünlich oder bläulich, für Ziegelrot nimmt man Calcium. Wenn es so richtig blitzt, wurde meist Aluminiumpulver beigemischt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863860

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    Jede vierte Kommune beschäftigt sich aktiv mit Nachhaltigkeit

    Erste Vollerhebung der Websites aller 11.275 deutschen Städte, Gemeinden und Landkreise liefert empirisch belastbare Daten zum Stand des kommunalen Nachhaltigkeitsmanagements in Deutschland.

    Berlin/Gütersloh. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung eine Vollerhebung zum kommunalen Nachhaltigkeitsmanagement durchgeführt. Mittels eines innovativen `Webscrapings´ wurden die Websites aller 11.275 deutschen Städte, Gemeinden und Landkreise systematisch analysiert. Das Ergebnis der Studie: Während rund ein Viertel aller Kommunen sich aktiv mit Nachhaltigkeitsthemen auseinandersetzt, bleibt ein integriertes und strategisch gesteuertes Nachhaltigkeitsmanagement eher die Ausnahme.

    „Durch die innovative Methodik wird erstmals empirisch belastbar sichtbar, wie viele und welche Kommunen sich bereits mit Nachhaltigkeit beschäftigen“, sagt Valeska Liedloff, Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Difu. „Die erhobenen Daten zeigen die tatsächliche Breite des Engagements und ermöglichen es uns, zielgerichtete Unterstützungsangebote zu entwickeln, die mehr Kommunen dazu befähigen, Nachhaltigkeit systematisch in ihrem Handeln zu verankern.“

    Ein Viertel aller deutschen Kommunen beschäftigt sich aktiv mit Nachhaltigkeitsthemen
    Bei 2.859 Kommunen (25 Prozent) konnten Hinweise auf Nachhaltigkeit oder Nachhaltigkeitsthemen auf ihren offiziellen Webseiten identifiziert werden. Diese Kommunen repräsentieren etwa 52 Millionen Einwohner:innen – eine beachtliche Zahl, die das Potenzial verdeutlicht, das bereits mobilisiert worden ist. Besonders positives Zeichen: 1.217 Kommunen (elf Prozent) haben eigene Unterseiten zur Nachhaltigkeit eingerichtet – ein Indikator für strategische Sichtbarkeit und organisatorische Verankerung des Themas in Politik und Verwaltung.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863846

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    Software für den Starkregen-Schutz

    Der Klimawandel lässt Starkregenereignisse häufiger und intensiver werden. Damit sich Kommunen vor den Wassermassen schützen und Bewältigungskonzepte erarbeiten können, hat Prof. Dr. Jan Boeckmann, Professor an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, zusammen mit Prof. Dr. Clemens Thielen von der Technischen Universität München eine Starkregensoftware entwickelt. Sie ist in der Lage, innerhalb weniger Stunden Gefahrenkarten für ganze Städte anzulegen und potenzielle Vorsorgemaßnahmen wie Rückhaltebecken, Ableitungssysteme und Versickerungsmaßnahmen dabei zu berücksichtigen. Für diese Entwicklung erhielten die Forschenden nun den Bayerischen Klimaschutzpreis.

    „Starkregen ist eine riesige Herausforderung, die Kommunen überwältigt. Dabei handelt es sich um ein lokales Ereignis, das alle Kommunen treffen kann – auch die, die nicht am Wasser liegen“, macht Boeckmann, der an der KU die Vertretungsprofessur für Statistik und Quantitative Methoden der Wirtschaftswissenschaften innehat, deutlich. Das unterscheide den Starkregen vom Hochwasser, was den steigenden Flusspegel bezeichne.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863823

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    Die Stellschrauben für ein nachhaltiges Agrar- und Ernährungssystem

    Eine große Modellstudie zeigt jetzt, welchen Beitrag das weltweite Agrar- und Ernährungssystem beim Kampf gegen die Erderhitzung leisten kann. Sie benennt 23 Stellschrauben, kalkuliert ihre Wirkungskraft – und trifft die Aussage: Eine entschlossene Transformation allein dieses Bereichs, ohne die unverzichtbare Energiewende, kann den globalen Temperaturanstieg gegenüber dem vorindustriellen Niveau auf 1,85 Grad bis zum Jahr 2050 begrenzen. Zudem wird die Ernährung gesünder und preiswerter, und die Landwirtschaft wird besser vereinbar mit dem Schutz der Biodiversität. Die Studie wurde geleitet vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und publiziert in Nature Food.

    Ausgangspunkt der Studie sind drei mögliche Zukunftsverläufe: das in der Wissenschaft gängige Basisszenario „SSP2“ mit der Fortschreibung bisheriger Trends, ein Szenario des schnellen Umbaus im Agrar- und Ernährungssystem sowie ein erweitertes Szenario mit mehr Nachhaltigkeit auch in anderen Wirtschaftssektoren. Ein leistungsfähiger, am PIK entwickelter Analyserahmen aus mehreren Modellen auch anderer Institute, mit dem PIK-Agrar- und Ernährungsmodell MAgPIE im Zentrum, ermittelt nicht nur die Effekte auf das Klima, sondern auch auf Gesundheit, Umwelt, soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftskraft.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863535

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    Solarbetriebene Kläranlage reinigt Abwasser – Forschungsprojekt wird in der Kläranlage Lollar praktisch umgesetzt

    Prof. Dr.-Ing. Markus Röhricht forscht an der Entwicklung einer neuartigen, solarbetriebenen Abwasserbehandlung für den Katastrophenfall (EnsAK). Nach der Grundlagenforschung im Labor seit September 2024 ist das Projekt nun in die praktische Phase übergegangen. Die Versuchskläranlage ist in der Kläranlage Lollar aufgebaut. Partner des Forschungsprojektes sind die Firma Saygin & Stein und die EMW filtertechnik GmbH, der Zweckverband Lollar-Staufenberg ist ideeller Projektpartner. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Forschungsprojekt mit 242.500 Euro.

    Ein Reaktor, stabile Schaumstoffwürfel und Mikroorganismen: Das sind die wichtigsten Bestandteile der Kläranlage, die Prof. Dr.-Ing. Markus Röhricht und sein studentisches Team benötigen, um Abwässer zu reinigen. Dabei soll die Kläranlage tagsüber mit Solarstrom betrieben werden können, in der Nacht dagegen ruhen. Nachdem das Team zunächst im Labor der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) Grundlagenforschung betrieben hat, läuft seit September dieses Jahres der praktische Versuch in der Kläranlage in Lollar.
    EnsAK (Entwicklung einer neuartigen, solarbetriebenen Abwasserbehandlung für den Katastrophenfall) heißt das Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit 242.500 Euro gefördert wird. Es ist auf insgesamt zwei Jahre angelegt. Neben den Projektpartnern der Firma Saygin & Stein, der THM und der EMW filtertechnik GmbH ist der Zweckverband Lollar-Staufenberg ideeller Projektpartner.
    Die kleine Kläranlage, die aktuell in Lollar betrieben wird, hat die Firma Saygin & Stein innerhalb weniger Tage aufgebaut. So, wie es auch im Katastrophenfall funktionieren muss. THM-Student Louis Müller betreut und wartet die Anlage. Er studiert Klimaschutz, Umwelt- und Sicherheitsingenieurwesen im Master. Alle zwei Tage ist er vor Ort, gibt es Probleme, ist er täglich da. „Das vorgereinigte Abwasser aus der Kläranlage fließt in den Reaktor. Es ist bereits im Rechenhaus von grobem Schmutz befreit worden und durch einen Sand- und Fettfang gelaufen“, erklärt Müller. Er öffnet den Deckel des Reaktors, Schaumstoffwürfel wirbeln durch das Abwasser. Auf die Würfel sind Mikroorganismen geimpft worden. Sie bilden einen Biofilm, der sich immer wieder selbst erneuert. Der Schlamm, der durch den abfallenden Biofilm entsteht, setzt sich im Nachklärbecken der Versuchsanlage ab. Danach könnte das gereinigte Abwasser wieder in einen Fluss geleitet werden. In Lollar durchläuft es noch einmal die Kläranlage.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863707

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    Flugzeugtreibstoff aus Tomatenresten: TU Graz koordiniert visionäres EU-Projekt

    Restbiomasse aus der Tomatenproduktion wird zu klimafreundlichem Flugkraftstoff: Ziel des EU-Projekts ToFuel ist ein abfallfreies und CO₂-neutrales Bioraffineriekonzept, bei dem nachhaltiger und wirtschaftlich konkurrenzfähiger Flugkraftstoff entsteht.

    Abfälle aus der Tomatenverarbeitung sollen künftig Flugzeuge antreiben. Unter der Leitung der TU Graz entwickelt das EU-Projekt ToFuel ein neues Bioraffineriekonzept, das Tomatenreste in nachhaltigen Flugkraftstoff sowie in Dünger, Tierfutter und Speiseöl umwandelt. Das Forschungsteam strebt einen abfallfreien und klimaneutralen Prozess an, der gleichzeitig wirtschaftlich konkurrenzfähig ist und damit einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Luftverkehrs leistet.

    Reststoff als wertvolle Ressource
    Weltweit sind Tomaten nach Kartoffeln das am zweithäufigsten konsumierte Gemüse. Die EU ist mit rund 17 Megatonnen geernteter Tomaten der drittgrößte Produzent. Bei der Tomatenproduktion fallen allerdings große Mengen an Restbiomasse an – Pflanzenmaterial wie Blüten, Blätter und Stängel, Schalen, Samen und Tomaten von ungenügender Qualität. Diese Reste werden größtenteils als Agrarabfall verbrannt oder teuer entsorgt.

    Gleichzeitig hängt das Ziel der europäischen Klimaneutralität und damit einhergehend die Reduktion von CO₂-Emissionen des Luftfahrtsektors ganz wesentlich an der Produktion nachhaltiger und konkurrenzfähiger Flugtreibstoffe (Sustainable Aviation Fuels; SAF) aus erneuerbaren Rohstoffen.

    „Aus der EU-weit anfallenden Menge an sogenanntem Tomatentrester, also den Rückständen aus der Tomatenverarbeitung, ließen sich Schätzungen zufolge rund drei Prozent der bis 2030 in Europa benötigten Sustainable Aviation Fuels decken“, führt Projektleiterin Marlene Kienberger vom Institut für Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik der TU Graz aus.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863666

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    Verborgene Partner: Symbiotische Bakterien klären Abwasser –– doch nicht ganz ohne Tücken

    In Kläranlagen auf der ganzen Welt gedeihen verborgene, mikroskopisch kleine Partnerschaften, nun entdeckt von einem internationalen Forschungsteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie. Die winzigen Verbündeten – spezialisierte Bakterien, die in einzelligen Wirtstieren leben – spielen eine überraschende Rolle sowohl bei der Reinigung des Abwassers als auch bei der potenziellen Entstehung von Treibhausgasen.

    Eine vielfältige Gemeinschaft von Mikroorganismen entfernt in Kläranlagen Schadstoffe aus landwirtschaftlichen, industriellen und häuslichen Abwässern und ist damit unerlässlich zum Schutz unserer Gesundheit und der Umwelt. Bislang konzentrierte sich die Forschung vor allem auf freilebende Bakterien innerhalb dieser Gemeinschaft. Eine neue Studie zeigt nun, dass auch mikrobielle Symbiosen – Bakterien, die in anderen Mikroorganismen leben – dort weit verbreitet und aktiv sind.

    Mikroorganismen im Team
    Vor einigen Jahren entdeckte ein Forschungsteam um Jana Milucka vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie seltsame winzige Partnerschaften: Bakterien, die symbiontisch zusammenleben mit Ciliaten – das sind einzellige Lebewesen, die überall dort vorkommen, wo es Wasser gibt. Die Symbionten versorgen ihre Wirte, die Ciliaten, mit Energie, ähnlich wie Mitochondrien unsere eigenen Zellen mit Energie versorgen – eine bis dahin beispiellose Verbindung. Die Daten der Forschenden deuteten darauf hin, dass diese Organismen besonders häufig in Abwässern vorkommen könnten. So beschlossen Milucka und ihr Team, dort weiter zu suchen.

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    Wie kann der Umweltzustand der Ostsee verbessert werden? Interreg-Projekt RECOVER entwickelt digitales Managementsystem

    Wie lässt sich die Ostsee wirksam schützen und ihr ökologischer Zustand verbessern? Dieser Frage widmet sich das neue deutsch-dänische Interreg-Projekt RECOVER, das einen digitalen Zwilling der südwestlichen Ostsee entwickelt. Basierend auf Mikroalgen als empfindlichen Bioindikatoren soll das System in Echtzeit sichtbar machen, wie es dem Meer geht, wo Belastungen entstehen und welche Schutzmaßnahmen wirken. Das Projekt wird durch das Interreg-Programm Deutschland-Danmark mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert, läuft bis 2028 und bindet Unternehmen, Politik, Landwirtschaft, Fischerei, Kommunen und Öffentlichkeit aktiv ein.

    Die Ostsee erfüllt, wie alle Meeresökosysteme, zentrale Funktionen im Klimasystem und für das Leben an den Küsten: Sie bindet Kohlendioxid (CO2), liefert Nahrung und Sauerstoff und prägt die Lebensqualität der Menschen. Gleichzeitig ist sie stark belastet. Überdüngung, Erwärmung, Algenblüten und großflächige Zonen mit wenig oder ganz ohne Sauerstoff bedrohen das sensible Binnenmeer. Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur verpflichtet die Mitgliedstaaten, bis 2030 Maßnahmen zu ergreifen, um mindestens 20 Prozent der geschädigten marinen Lebensräume zu regenerieren – eine Aufgabe, die in der deutsch-dänischen Grenzregion besonders anspruchsvoll ist, denn Strömungen kennen keine Landesgrenzen: Was in Deutschland eingetragen wird, kann sich wenig später in Dänemark bemerkbar machen und umgekehrt.

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    zdi.NRW und KAoA: Gemeinsam für den Fachkräftenachwuchs in NRW

    Unter dem Titel „Gemeinsam für den Fachkräftenachwuchs in NRW“ fand am 14.11.2025 eine gemeinsame Veranstaltung der Landesinitiativen Zukunft durch Innovation.NRW (zdi.NRW) und „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) in der BayArena Leverkusen statt. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) hatten Vertreter:innen der beiden Initiativen dazu eingeladen. Gonca Türkeli-Dehnert, Staatssekretärin im MKW, und Matthias Heidmeier, Staatssekretär im MAGS, betonten, dass zdi.NRW und KAoA als NRW-weite Programme einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Orientierung und Fachkräftesicherung leisten.

    Veranstaltung bringt Akteur:innen aus NRW zusammen
    Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) sowie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) hatten Vertreter:innen der zdi-Netzwerke und KAoA-Koordinierungsstellen eingeladen, um sich der Frage zu widmen, wie der Weg für junge Menschen in NRW in Ausbildung, Studium und Beruf noch wirkungsvoller gestaltet werden kann. Rund 115 Teilnehmende folgten der Einladung in die BayArena Leverkusen und tauschten sich über Synergien und Kooperationsmöglichkeiten aus.

    Zu Beginn der Veranstaltung zeigte das Gespräch zwischen Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert (MKW) und Staatssekretär Matthias Heidmeier (MAGS) deutlich, dass die Fachkräftesicherung eine zentrale Herausforderung unserer Zeit ist und sowohl zdi.NRW als auch KAoA einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Beide hoben die Relevanz der beiden landesweiten Programme für eine hochwertige Berufs- und Studienorientierung sowie gelungene Übergänge von der Schule in den Beruf hervor – diese gelte es weiter zu stärken:

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    Long-COVID diagnostizieren und behandeln

    Praxisprojekt von S.P.O.R.T. Institut und Sporthochschule will Versorgung von Long-COVID-Betroffenen mit KI-gestützter Diagnostikanwendung ver-bessern

    Fast sechs Jahre nach dem Ausbruch der Coronapandemie berichten Betroffene von Langzeitfolgen nach einer COVID-19-Erkrankung. Beschwerden können über Wochen und Monate fortbestehen oder sich neu entwickeln: Long-COVID. Um die Diagnostik und Behandlung zu verbessern, haben die Deutsche Sporthochschule Köln und das S.P.O.R.T. Institut ein Kooperationsprojekt ins Leben gerufen, das nun eine Bundesförderung erhalten hat.
    Bereits seit 2022 läuft eine gemeinsame Studie des S.P.O.R.T Instituts – Institut für angewandte Sportwissenschaft – und der Abteilung Molekulare und zelluläre Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln. Deren Ziel ist es, eine individuelle trainingsbasierte Behandlungsmethode für Long-COVID (TRIBAL) zu entwickeln. Erste Ergebnisse sind vielversprechend. Aufbauend auf dieser Arbeit fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) nun ein weiteres Projekt, in dem eine KI-gestützte Diagnostikanwendung für Long-COVID-Erkrankte entwickelt werden soll.
    Long-COVID-Betroffene leiden unter einer Vielzahl von Einschränkungen; mehr als 200 Symptome listet die Weltgesundheitsorganisation auf. Genau das macht es so schwierig, Long-COVID eindeutig zu diagnostizieren. Ein spezielles Testverfahren, zum Beispiel mit Blutparametern, gibt es nicht. Die Diagnose erfolgt derzeit ausschließlich anhand der Symptomatik: Erschöpfung (Fatigue), Kurzatmigkeit bzw. Atemnot, Konzentrations-, Wortfindungs- und Gedächtnisstörungen, Gelenk-, Muskel- und Brustschmerzen sowie Schlafstörungen.

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    Spitzenforschung trifft Mittelstand

    Das MPI, der Bundesverband mittelständische Wirtschaft und die Start-Up Initiative BrightSync arbeiten gemeinsam an neuen Projekten für Innovation und Transfer

    Das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung ist neues Mitglied im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW). Damit möchte das Institut die Brücke zwischen Spitzenforschung und mittelständischer Wirtschaft weiter ausbauen. Genau hier setzt auch die Start-up-Initiative „BrightSync“ an, mit der nun erste gemeinsame Projekte vorbereitet werden.

    „Der BVMW eröffnet uns ein starkes Netzwerk kleiner und mittlerer Unternehmen, das besonders für unsere forschungsnahen Ausgründungen wertvoll ist“, sagt Dr. Verena Schultz-Coulon, Verwaltungsdirektorin am Institut. „Gleichzeitig profitieren die Unternehmen von den Ideen und Impulsen unserer Start-ups.“ Während der BVMW Unternehmen in zentralen Zukunftsfeldern wie Innovation, Digitalisierung und Internationalisierung unterstützt, verbindet BrightSync Forschende aus der Max-Planck-Gesellschaft mit der Wirtschaft.

    BrightSync baut eine Community auf, in der Unternehmen Zugang zu wissenschaftlicher Expertise erhalten und junge Forschende im Gegenzug Praxiserfahrung und neue Karriereperspektiven gewinnen. Auf diesem Wege können PhD-Studierende und Postdoktoranden ihr Wissen in neuen Kontexten anwenden, Industrieerfahrung sammeln, und so den Weg aus der Wissenschaft in die Industrie erproben. „Der Mittelstand ist für uns eine besonders Interessante Zielgruppe und wir sind überzeugt davon, dass wir mit unserer wissenschaftlichen Expertise vielen mittelständischen Unternehmen bei konkreten Problemen helfen können. Durch den BVMW werden wir viele neue und interessante Projekte für unsere Wissenschaftler organisieren“, erklärt Dr. Tim Schulte, Postdoktorand am Institut und Gründer von BrightSync.

    mehr: https://idw-online.de/de/news860556

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    Von der Kläranlage zur Kreislaufwirtschaft

    Mit dem Start des Forschungsprojekts BiAlDüB („Algenbiofilmsystem für Nährstoffrecycling aus Abwasser mit Verwertung zu landwirtschaftlichem Dünger und grünem Biogas“) will die Universität Bielefeld gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich neue Wege der nachhaltigen Abwasseraufbereitung eröffnen. Das Projekt wird im Rahmen der Förderinitiative „Nachhaltige Bioökonomie“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) mit rund 800.000 Euro gefördert.

    Im Mittelpunkt steht ein innovatives Verfahren, das mithilfe einer in Jülich entwickelten Biofilmtechnik Nährstoffe wie Phosphor, Stickstoff und Kalium aus kommunalen Abwässern zur nachhaltigen Erzeugung von Algenbiomasse nutzt. Diese Biomasse kann direkt als ökologischer Dünger, aber auch als Substrat für die Gewinnung von Biogas und Biomethan genutzt werden – ein geschlossener Kreislauf, der Landwirtschaft, Energie und Umweltschutz miteinander verbindet.

    Die wissenschaftliche Grundlage für BiAlDüB wurde durch die Arbeiten von Dr. Olga Blifernez-Klassen an der Universität Bielefeld in einem vom Landesumweltamt für Naturschutz NRW geförderten Vorgängerprojekt gelegt, in dem entscheidende Erkenntnisse zur mikrobiellen Zusammensetzung und Stabilität von Algenbiofilmen gewonnen wurden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863272

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    Hitzestress im Flussbett: Studie untersucht Fluss-Mikrobiom

    Ob Mississippi oder Quellbach – im Sediment halten Mikroben unermüdlich zentrale Stoffkreisläufe im Gleichgewicht. Doch mit steigenden Temperaturen arbeiten sie vermehrt im Stressmodus. Das zeigt eine internationale Studie unter Leitung der Universität Duisburg-Essen, für die Erbgut und mRNA aus über 20 nordamerikanischen Flüssen untersucht wurden. Die Ergebnisse, die kürzlich im Fachjournal Microbiome erschienen sind, bestätigen Muster, die auch in europäischen Gewässern beobachtet wurden.

    Viele verbinden den Begriff Mikrobiom mit dem menschlichen Körper. Doch auch in Flüssen und Bächen existieren komplexe mikrobielle Lebensgemeinschaften, die für stabile Ökosysteme unverzichtbar sind. „Im Sediment, dort wo Grund- und Flusswasser aufeinandertreffen, sorgen unzählige Mikroben dafür, dass Stickstoff- und Schwefelkreisläufe funktionieren“, erklärt Alexander Probst, Professor für Environmental Metagenomics an der Universität Duisburg-Essen (UDE) sowie Forschungsprofessor am Research Center One Health Ruhr der Universitätsallianz Ruhr.

    Um diese Gemeinschaften besser zu verstehen, untersuchte sein Team Wasserproben und die oberste Sedimentschicht aus 23 nordamerikanischen Flüssen. Eingebettet in ein groß angelegtes Citizen-Science-Projekt der Colorado State University entstanden so umfassende Datensätze aus 363 Proben. Mit einer Kombination aus Metagenomik, die das genetische Potenzial einer Gemeinschaft sichtbar macht, und mRNA-Analysen, die zeigen, welche Gene tatsächlich aktiv sind, konnten die Forschenden das Funktionsspektrum der Mikroben präzise erfassen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news863200

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    zdi.NRW und KAoA: Gemeinsam für den Fachkräftenachwuchs in NRW

    Unter dem Titel „Gemeinsam für den Fachkräftenachwuchs in NRW“ fand am 14.11.2025 eine gemeinsame Veranstaltung der Landesinitiativen Zukunft durch Innovation.NRW (zdi.NRW) und „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) in der BayArena Leverkusen statt. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) hatten Vertreter:innen der beiden Initiativen dazu eingeladen. Gonca Türkeli-Dehnert, Staatssekretärin im MKW, und Matthias Heidmeier, Staatssekretär im MAGS, betonten, dass zdi.NRW und KAoA als NRW-weite Programme einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Orientierung und Fachkräftesicherung leisten.

    Veranstaltung bringt Akteur:innen aus NRW zusammen
    Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) sowie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) hatten Vertreter:innen der zdi-Netzwerke und KAoA-Koordinierungsstellen eingeladen, um sich der Frage zu widmen, wie der Weg für junge Menschen in NRW in Ausbildung, Studium und Beruf noch wirkungsvoller gestaltet werden kann. Rund 115 Teilnehmende folgten der Einladung in die BayArena Leverkusen und tauschten sich über Synergien und Kooperationsmöglichkeiten aus.

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    Wie der soziale Kontext die Beurteilung von Schmerz beeinflusst

    JLU-Studie zeigt: Wird ein Nutzen durch eine Schmerzdarstellung vermutet, vertrauen Menschen stärker der Mimik und weniger verbalen Angaben
    Wir alle schätzen regelmäßig – bewusst oder unbewusst – die Schmerzen anderer Menschen ein: als Partnerinnen oder Partner, Eltern, Angehörige oder Mitarbeitende im Gesundheitswesen. Dabei orientieren wir uns zum Beispiel am Gesichtsausdruck oder an verbalen Schilderungen. Wie stark diese Hinweise bei der Beurteilung berücksichtigt werden, hängt offenbar vom sozialen Kontext ab. Eine aktuelle Studie der Abteilung für Klinische Psychologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) unter der Leitung von Prof. Dr. Christiane Hermann zeigt: Wenn durch den sozialen Kontext der Verdacht besteht, dass jemand durch die Darstellung von Schmerz einen Vorteil erlangen könnte, verlassen sich Menschen bei der Beurteilung des Schmerzes anderer vor allem auf deren Gesichtsausdruck.

    An der Studie nahmen 106 Personen teil, die zunächst in verschiedene soziale Situationen eingeführt wurden. Ihnen wurde berichtet, es gehe um Patientinnen und Patienten, die wegen chronischer Schmerzen in einer Schmerzklinik seien. Dann sahen die Teilnehmenden Videoclips von Frauen, die unterschiedlich starke Schmerzen beschrieben und Gesichtsausdrücke zeigten, die Schmerz signalisierten oder nicht. Diese stammten aus einem anderen Forschungsprojekt und zeigten Personen, die während der Aufnahme tatsächlich Schmerzen hatten. Die Teilnehmenden, die diese Videos sahen, sollten anschließend sowohl die Schmerzintensität einschätzen als auch angeben, wie schwierig sie die Bewertung fanden. Abschließend beurteilten sie anhand von Fotos, wie sympathisch ihnen die in den Videos gezeigten Frauen erschienen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news861773

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    Tiergesundheit: Mikroplastik stört Darmmikrobiom und Fermentation bei Nutztieren

    Studie der Universitäten Hohenheim, Helsinki, Zürich und der TU München deckt neue Risiken für die Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit auf.
    Mikroplastik beeinträchtigt die Fermentation im Pansen von Rindern und beeinflusst das Darmmikrobiom. Das zeigt eine neue gemeinsame Studie der Universitäten Helsinki, Zürich, Hohenheim und der TU München. Die Forschenden inkubierten Flüssigkeit aus dem Pansen – der ersten Magenkammer von Rindern – mit verschiedenen gängigen Mikroplastikarten und stellten fest: Alle getesteten Kunststoffe veränderten die mikrobielle Aktivität, reduzierten die Gasproduktion und wurden teilweise abgebaut.
    „Wir müssen besser verstehen, wie sich Mikroplastik auf die Tiergesundheit und die Lebensmittelsicherheit auswirkt – insbesondere, da die weltweite Kunststoffproduktion weiter steigt“, erklärt Studienleiter Daniel Brugger, Associate Professor in Companion and Monogastric Production Animal Nutrition der Universität Helsinki, das Ziel der Forschung.

    mehr: https://idw-online.de/de/news862282

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    Wie Klimaanpassung Kulturgut rettet

    Tagung „Erbe erhalten, Zukunft sichern“ der DBU

    Osnabrück/Berlin. Museen, historische Gebäude, Parks und Kulturlandschaften sind durch den Klimawandel stark gefährdet. Gute Chancen für den Erhalt von historischem Kulturgut bieten Klimaschutz und -anpassungen. Über den aktuellen Forschungsstand, neue Erkenntnisse und erprobte Maßnahmen tauschen sich Wissenschaft, Praxis und Politik bei der Tagung „Erbe erhalten, Zukunft sichern – Neue Wege der Klimaanpassung“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 8. und 9. Dezember in Berlin aus.

    Die Konferenz vermittelt einen Überblick über den bis heute erlangten Wissensstand zu Klimawandelfolgen mit Blick auf das kulturelle Erbe sowie zu Schutz- und Anpassungsmaßnahmen. Auch geht es um konkrete Perspektiven sowie Handlungsansätze für die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen. „Die Bundesregierung hat vereinbart, den Schutz des deutschen Welterbes vor den Folgen des Klimawandels durch systematische Vorsorge zu verbessern“, sagt Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). „Die DBU zeigt mit ihren Projekten, welche Maßnahmen besonders wirksam sind. Diese Projekte überzeugen und belegen, dass und vor allem wie vorsorgende Klimaanpassung im kulturellen wie natürlichen Erbe erfolgreich umgesetzt werden kann“, so die ehemalige Vorsitzende des DBU-Kuratoriums. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sagt: „Orientierung gibt dabei die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel, die im vergangenen Jahr von der Bundesregierung beschlossen wurde.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news862946

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    Mikroplastik-Filter nach dem Vorbild von Fischmäulern

    Abwasser aus Waschmaschinen gilt als bedeutende Quelle für Mikroplastik – winzige Kunststoffpartikel, die im Verdacht stehen, die Gesundheit von Mensch und Tier zu schädigen. Forschende der Universität Bonn haben nun einen neuen Filter entwickelt, der dieses Problem eindämmen könnte. Als Vorbild diente ihnen dabei das Kiemenreusensystem von Fischen. In ersten Tests konnte der inzwischen zum Patent angemeldete Filter mehr als 99 Prozent der Plastikfasern aus dem Abwasser von Waschmaschinen entfernen. Die Ergebnisse sind nun in der Zeitschrift „npj emerging contaminants“ erschienen.

    Eine Waschmaschine in einem Vier-Personen-Haushalt produziert pro Jahr bis zu 500 Gramm Mikroplastik, das durch den Abrieb von Textilien entsteht. Die Haushaltsgeräte zählen damit zu einer der wichtigsten Quellen für die winzigen Partikel. Momentan gelangt Mikroplastik direkt über das Abwasser in den Klärschlamm der Kläranlagen. Da dieser oft als Dünger genutzt wird, landen die Fasern so schließlich auf den Feldern.

    Seit etwa zehn Jahren suchen viele Hersteller daher nach Möglichkeiten, Mikroplastik aus dem Waschwasser zu entfernen, damit es nicht in die Umgebung gelangt. „Die bislang erhältlichen Filtersysteme haben aber verschiedene Nachteile“, erklärt Dr. Leandra Hamann vom Institut für organismische Biologie der Universität Bonn. „Einige von ihnen setzten sich schnell zu, andere haben keine ausreichende Filterwirkung.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news862916

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    Wie man Krankheitserreger, Medikamentenrückstände und Mikroplastik aus dem Abwasser filtert

    Hochschule Osnabrück forscht an Membrantechnologie für Kläranlagen
    Die Abwasserreinigung in Kläranlagen ist essenziell für den Umwelt- und Gesundheitsschutz. Bevor geklärtes Wasser in Flüsse oder Seen eingeleitet werden darf, muss es strenge Qualitätsvorgaben erfüllen. Diese legen zum Beispiel genau fest, wie viel Kohlenstoff oder Stickstoff noch enthalten sein darf. Während organische Stoffe wie Kohlenstoff zuverlässig biologisch abgebaut werden können, stellen Medikamentenrückstände, Hormone, multiresistente Keime und Viren sowie Mikroplastik die konventionellen Kläranlagen vor besondere Herausforderungen.

    Daher forscht die Hochschule Osnabrück aktuell gemeinsam mit MANN+HUMMEL Water & Fluid Solutions GmbH an Membranmodulen, die in sogenannten Membranbelebungsreaktoren eingesetzt werden. „Dieser Prozess bietet viele Vorteile. Neben einer sehr hohen Ablaufqualität des geklärten Wassers und einem geringeren Flächenbedarf in den Kläranlagen werden zuverlässig Bakterien, Viren, Mikroplastik und teilweise Medikamentenrückstände zurückgehalten“, sagt Prof. Dr. Sandra Rosenberger, Professorin für Nachhaltige Energietechnik und Leiterin des Projektes seitens der Hochschule.

    Abwasserreinigung: Mehrstufiger Prozess für sauberes Wasser
    Die Abwasserreinigung erfolgt in mehreren Stufen. Zunächst werden grobe Feststoffe entfernt. Danach folgt die Reinigung in Belebungsbecken, in denen Mikroorganismen die im Abwasser enthaltenen organischen Stoffe abbauen. Anschließend müssen diese Mikroorganismen wieder vom gereinigten Wasser getrennt werden. Hierzu arbeitet man in konventionellen Kläranlagen mit Sedimentation: Man wartet, bis die Mikroorganismen sich durch die Schwerkraft am Boden der Nachklärbecken absetzen, und scheidet das geklärte Wasser darüber ab.

    Anstelle der Nachklärbecken können aber auch Membranmodule eingesetzt werden. Hier übernehmen poröse Membranen die Aufgabe, Mikroorganismen und kleinste Partikel wie beispielsweise Bakterien oder Mikroplastik zurückzuhalten und von dem gereinigten Abwasser zu trennen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news860154

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    Wie generative KI die Softwareentwicklung transformiert – DFKI und Accenture veröffentlichen gemeinsames Whitepaper

    Generative Künstliche Intelligenz (GenAI) verändert die Art und Weise, wie Software entwickelt wird, grundlegend. In einer umfassenden Studie mit mehr als 220 Referenzen haben das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Accenture den aktuellen Stand der Technik sowie die praktischen Auswirkungen von GenAI untersucht. Das Whitepaper “Generative AI in Software Engineering: Transforming the Software Development Process” zeigt, dass die Technologie das Potenzial hat, den gesamten Softwareentwicklungsprozess tiefgreifend zu transformieren – und dabei sowohl erhebliche Chancen als auch neue Herausforderungen für Unternehmen mit sich bringt.

    Das Whitepaper erläutert die technologischen Grundlagen von GenAI, insbesondere die Fähigkeiten und Grenzen großer Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs). Es beschreibt die bereits verfügbaren Werkzeuge und beleuchtet den Übergang von den ersten KI-Code-Assistenten hin zu „Agentic AI for Software Engineering“ – fortschrittlichen, autonom agierenden Systemen, die komplexe Aufgaben selbstständig übernehmen können.

    mehr: https://idw-online.de/de/news860599

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    Ökologische Wechselwirkungen in Kläranlagen beeinflussen Antibiotikaresistenzen

    Forschende der Universität Koblenz haben jüngst gezeigt, dass das Zusammenspiel von Viren, mikrobiellen Räubern und Bakterien maßgeblich die Zusammensetzung von Resistenzgenen im Abwasser bestimmen.

    Antibiotika gehören zu den wichtigsten medizinischen Werkzeugen, doch ihre Wirksamkeit wird zunehmend durch die globale Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen bedroht. Kläranlagen gelten dabei als zentrale Knotenpunkte, an denen sich resistente Bakterien und ihre Gene ansammeln und weiterverbreiten können. Ein besseres Verständnis ihrer ökologischen Steuerungsmechanismen ist daher entscheidend – sowohl für den Gesundheits- als auch den Umweltschutz.

    Ein Forschungsteam der Universität Koblenz zeigt nun, dass biologische Wechselwirkungen in Kläranlagen stärker auf die Vielfalt von Antibiotikaresistenzgenen wirken als bisher angenommen. Dessen in der Fachzeitschrift Microbiome veröffentlichte Studie demonstriert, dass Viren und protistische Räuber – nicht näher miteinander verwandte mikroskopisch kleine Lebewesen und lange unterschätzte Akteure im mikrobiellen Gefüge – maßgeblich die Struktur der bakteriellen Gemeinschaften prägen. Die Diversität dieser trophischen Gruppen wirkt sich wiederum direkt auf die Vielfalt der Resistenzgene aus.

    mehr: https://idw-online.de/de/news862605

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    Einzellige Jäger schützen Kläranlagen vor Funktionsstörungen

    Forschende der Universität Koblenz haben eine Räuber-Beute-Interaktion mit dem Potential zur nachhaltigen Verhinderung von Schlammauftrieb in Kläranlagen entdeckt.

    Das Forschungsteam um Prof. Dr. Kenneth Dumack, Professor für Aquatische Ökosystemanalyse an der Universität Koblenz, konnte zeigen, dass räuberische Einzeller – sogenannte Schalenamöben der Gattung Arcella – in der Lage sind, problematische fadenförmige Bakterien in Kläranlagen auf natürliche Weise in Schach zu halten. Diese Bakterien, vor allem Candidatus Microthrix parvicella, verursachen weltweit das Phänomen des Schlammauftriebs, das die Reinigungseffizienz von Abwasseranlagen stark beeinträchtigt und hohe Umweltschädigungs- sowie Kostenfolgen hat.

    In der aktuellen Ausgabe von The ISME Journal, dem Publikationsorgan der Internationalen Gesellschaft für mikrobielle Ökologie, berichten Dumack und seine Kolleg*innen, dass sich die Populationsdynamiken der Bakterien und ihrer Protistenjäger durch Lotka-Volterra-Mechanismen beschreiben lassen – ein klassisches Räuber-Beute-Modell der Ökologie. Analysen aus vier deutschen Kläranlagen und ergänzende Experimente zeigen, dass Arcella-Arten das Wachstum von Microthrix durch gezielte Prädation eindämmen können. Damit eröffnet sich eine nachhaltige, umweltfreundliche Alternative zu den bisher üblichen chemischen Eingriffen in Kläranlagen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news862549

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    Sauberes Biogas – universell messbar

    Forschende am Paul Scherrer Institut PSI haben eine neue Analysemethode entwickelt, die selbst geringste Mengen kritischer Verunreinigungen in Biogas erfasst. Auch kleine Biogasanlagen können das Verfahren ohne grossen Investitionsaufwand einsetzen – das befördert die Energiewende.

    Der Markt für Biogas wächst: Nach Angaben des Bundesamts für Energie hat die Schweiz im letzten Jahr 471 Gigawattstunden des Energieträgers ins Erdgasnetz eingespeist – in etwa doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Damit wächst auch die Notwendigkeit, schnell und zuverlässig Verunreinigungen in Biogas messen zu können, denn das grüne Gas unterliegt strengen Qualitätskriterien.

    Dafür haben Forschende am Zentrum für Energie- und Umweltwissenschaften des PSI jetzt eine Lösung parat. Sie haben erstmals eine Analysemethode entwickelt, welche die beiden kritischsten Verunreinigungen in Biogas gleichzeitig erfasst: Schwefelverbindungen und Siloxane. Ihre Methode präsentieren sie im Fachblatt Progress in Energy.

    mehr: https://idw-online.de/de/news862417

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    Datenschutz trifft Innovation

    Die Hochschule Esslingen ist mit dem Forschungsprojekt AnoMoB auf der Konferenz AnoSiDat2025 in Berlin und gewinnt einen ersten Preis als „Best Technical Contribution“.

    Im Forschungsprojekt AnoMoB (Anonymisierte Erfassung und Nutzung von Mobilitäts- und Bewegungsdaten) wurden seit Januar 2023 an der Hochschule Esslingen Verfahren untersucht, wie Mobilitäts- und Bewegungsdaten mit Personenbezug geschützt und gleichzeitig für Verkehrssimulationen oder die Nahverkehrsplanung oder auch ganz andere Anwendungsgebiete genutzt werden können.

    Das Projekt wurde von einem wissenschaftlichen Team unter Leitung von Prof. Dr. Dominik Schoop an der Fakultät Informatik und Informationstechnik bearbeitet. Kooperationspartner sind neben dem Fraunhoferinstitut IAO auch die beiden Firmen MOTIONTAG und Cantamen. Die gesamte Hochschule Esslingen war mit einem Feldtest zum Mobilitätsdatentracking in das Projekt einbezogen.

    Die Ergebnisse des Forschungsprojektes wurden am 27. und 28. Oktober in Berlin auf der Konferenz „Anonymisierung für eine sichere Datennutzung“ (AnoSiDat2025) präsentiert.

    mehr: https://idw-online.de/de/news860729

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    Studie „Karriere-Websites 2025“: Anhaltende Stagnation auf den Karriere-Websites

    Zum 14. Mal seit 2000 wurden an der Hochschule RheinMain (HSRM) die Karriere-Websites bedeutender Arbeitgeber in Deutschland analysiert und bewertet. Die aktuelle Studienauflage offenbart, dass sich im Hinblick auf die Qualität der Karriereseiten in den letzten sechs Jahren nur sehr wenig getan hat.

    Im Fazit der Studienauflage des Jahres 2021 hatten die Studienautoren Prof. Dr. Thorsten Petry und Sebastian Meurer von einer Stagnation gesprochen und die Hypothese aufgestellt, dass der Fokus in den von der Covid-19-Pandemie geprägten Jahren 2020/2021 auf anderen Themen lag und die Karriere-Website danach wieder stärker in den Vordergrund treten würde. Diese Erwartung habe sich aber nicht erfüllt. Auch vier Jahre später verharrt der durchschnittliche Erfüllungsgrad der Anforderungen an eine zeitgemäße Karriere-Website „relativ konstant auf einem wenig befriedigenden Niveau“, so Studienautor Prof. Dr. Thorsten Petry, der im Fachbereich Design Informatik Medien der Hochschule RheinMain Unternehmensführung lehrt.

    Im Durchschnitt erreichen die untersuchten 155 Karriere-Websites im Jahr 2025 einen Erfüllungsgrad von knapp 59 Prozent – ähnlich wie in den Vorjahren. Über die letzten Jahre würden relativ konstant gut 40 von 100 Anforderungen an eine zeitgemäße Karriere-Website nicht erfüllt: „Den letzten wirklichen Qualitätssprung gab es von 2017 bis 2019“, so Prof. Dr. Petry.

    mehr: https://idw-online.de/de/news860715

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    Verunreinigung mit MRT-Kontrastmitteln weitverbreitet in Nordsee und Ostsee

    Eine umfangreiche Studie der CritMET-Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Michael Bau, Geochemiker an der Constructor University in Bremen, zeigt eine großflächige Verunreinigung von Nord- und Ostsee mit MRT-Kontrastmitteln.

    Bei medizinischen Untersuchungen mittels Magnetresonanztomographie (MRT) werden Kontrastmittel mit dem Seltene-Erden-Element Gadolinium verwendet. Nachdem die Patienten diese Kontrastmittel wieder ausgeschieden haben, können diese Stoffe auch in modernen Klärwerken nicht aus dem Abwasser entfernt werden und gelangen so in die Umwelt und verschmutzen Flüsse und Seen. Mittlerweile haben diese Verunreinigungen auch die Nordsee und die Ostsee erreicht, wie die Bremer Arbeitsgruppe in einer breiten Studie nachweisen konnte, deren Ergebnisse jetzt in mehreren Artikeln in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht wurden.

    “Die südliche Nordsee bekommt die Kontrastmittel überwiegend über den Rhein sowie die Flüsse Ems, Weser und Elbe, aber auch von der Themse”, sagt Dr. Dennis Krämer, Leiter der Abteilung Bodenanalytik der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. Er ist Erstautor der Nordseestudie und Adjunct Professor an der Constructor University.

    mehr: https://idw-online.de/de/news862300

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    Nahwärme in kleinen Kommunen: Mit lokalen Energiequellen heizen

    Auch kleine Kommunen können Wärmenetze umsetzen und dabei lokale Energiequellen nutzen – etwa Solar- und Geothermie oder unvermeidbare Abwärme. Know-how für kleinere Kommunen ohne eigenes Stadtwerk: Im Forschungsprojekt Suburbane Wärmewende zeigen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), die Technische Universität Berlin und das Umweltzentrum Stuhr-Weyhe, wie Wärmenetze umgesetzt werden können. Ergebnisse aus der niedersächsischen Gemeinde Weyhe und Befragungen mit weiteren Pilotkommunen verdeutlichen: Nachfrage vor Ort und der richtige Zeitpunkt sind entscheidend, ebenso wie die Wahl des richtigen Betreibermodells.

    Viele Kommunen in Deutschland wollen neue Wärmenetze umsetzen. Mit ihnen lassen sich lokale erneuerbare Energiequellen nutzen, etwa Erdwärme, Solarthermie oder Biomasse. Damit Nahwärme wirtschaftlich umsetzbar ist, braucht es jedoch einen geeigneten Netzbetreiber und genügend Gebäudeeigentümer*innen, die sich ans Wärmenetz anschließen lassen wollen. Wie dies auch für kleinere Kommunen ohne eigenes Stadtwerk gelingen kann, zeigen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), die Technische Universität Berlin (TUB) und das Umweltzentrum Stuhr-Weyhe im Projekt Suburbane Wärmewende 2.

    mehr: https://idw-online.de/de/news862086

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    Dünger aus Luft und Wasser gewinnen

    Gepulste Elektrolyse ermöglicht die nachhaltige Herstellung von Stickstoffverbindungen wie Ammoniak und Harnstoff / Überblicksartikel in Angewandte Chemie von Dandan Gao von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Stickstoffhaltige Düngemittel sind für die moderne Landwirtschaft unverzichtbar, und auch in der Industrie werden Verbindungen wie Ammoniak und Harnstoff in großen Mengen benötigt. Ihre herkömmliche Herstellung und Nutzung bringen jedoch erhebliche Umweltprobleme mit sich: Die industrielle Ammoniakproduktion durch das Haber-Bosch-Verfahren ist extrem energieaufwendig, während übermäßige Düngemittelrückstände Böden und Gewässer belasten. Zudem trägt Distickstoffmonoxid, ein Nebenprodukt der Stickstoffchemie, erheblich zum Klimawandel bei: Sein Treibhauspotenzial ist rund 300-mal höher als das von Kohlendioxid. „Die gepulste Elektrolyse könnte hier eine nachhaltige Alternative bieten“, sagt Dr. Dandan Gao, Chemikerin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). „Dieses neuartige Verfahren nutzt überschüssigen Stickstoff aus Luft und Wasser als Ausgangsstoff und ermöglicht so die energieeffiziente Herstellung wertvoller Verbindungen wie Ammoniak und Harnstoff.“ In einem kürzlich in Angewandte Chemie veröffentlichten „Minireview“ fasst Gao mit Kolleginnen und Kollegen von der JGU und dem Harbin Institute of Technology in Shenzhen, China, die neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet zusammen und skizziert wichtige Perspektiven für die zukünftige Forschung. „Indem wir den aktuellen Stand systematisch aufarbeiten und offene Fragen aufzeigen, möchten wir Fortschritte in der nachhaltigen Stickstoffumwandlung beschleunigen“, erklärt Gao. „Langfristig wollen wir dazu beitragen, Stickstoffabfälle aus der Umwelt in nützliche Produkte zu verwandeln.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news860704

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    Kölner Forschende fügen dem „Periodensystem der Kernphysik“ ein neues Detail hinzu

    Nuklearchemikern und Kernphysikern der Universität zu Köln gelingt experimenteller Nachweis eines lange vermuteten Atomzerfallswegs / Veröffentlichung in „Physical Review“ zeigt, dass Technetium-98 in seltenen Fällen in Molybdän-98 zerfällt

    Ein Team der Universität zu Köln hat erstmals den Elektronen-Einfang-Zerfall des Atomkerns Technetium-98, eines Isotops des chemischen Elements Technetium (Tc), nachgewiesen. Ein Elektronen-Einfang-Zerfall ist ein Vorgang, bei dem ein Atomkern ein Elektron aus seiner inneren Hülle „einfängt“ – dieses Elektron verbindet sich mit einem Proton im Kern und wandelt es in ein Neutron um, wodurch sich das Element in ein anderes umwandelt. Damit bestätigt die Arbeitsgruppe aus der Abteilung Nuklearchemie eine seit Jahrzehnten bestehende theoretische Vermutung. Die Ergebnisse ergänzen das Verständnis der Zerfallsprozesse von Technetium und fügen der sogenannten Nuklidkarte – dem „Periodensystem der Kernphysik“ – ein neues Detail hinzu. Erschienen ist die Studie unter dem Titel „Electron-capture decay of 98Tc“ im Fachjournal Physical Review.

    mehr: https://idw-online.de/de/news860726

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    Grippeimpfung schützt vor Herzinfarkt

    Spezialistinnen und Spezialisten des DHZC empfehlen Herzpatient:innen die Influenza-Impfung – aktuelle Studien belegen Schutz vor kardiovaskulären Komplikationen

    Die Grippesaison steht bevor – und dass die Influenza-Impfung vor einer schweren Erkrankung schützt, ist den meisten Menschen bekannt. Weniger beachtet wird jedoch, dass die Grippeimpfung auch das Risiko für Herzinfarkte senkt. Kardiologinnen und Kardiologen des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) raten deshalb insbesondere Menschen mit Herzerkrankungen, sich impfen zu lassen.

    „Eine Grippeimpfung gehört zur Herzinfarkt-Vorsorge“, sagt Kardiologe Prof. Ulf Landmesser, stellvertretender Ärztlicher Direktor des DHZC: „Das ist inzwischen sehr gut belegt – wird aber immer noch unterschätzt.“

    Wie Infektionen das Herz belasten können
    Bei einer Influenza-Infektion reagiert der Körper mit einer starken Immunantwort. Dabei entstehen Entzündungsprozesse, die nicht nur die Atemwege betreffen, sondern auch Herz und Blutgefäße. Diese Belastung kann dazu führen, dass sich Ablagerungen in den Gefäßen lösen oder sich Blutgerinnsel bilden – typische Auslöser für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Die Influenza-Impfung verringert die Wahrscheinlichkeit, dass es zu diesen Reaktionen kommt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news861736

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    Neue Erkenntnisse zur Entstehung von Blutkrebs

    Blutkrebserkrankungen wie die Leukämie werden durch genetische Veränderungen in den blutbildenden Stammzellen des Knochenmarks verursacht. Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Mainz haben jetzt gezeigt, wie chronische Entzündungen das Knochenmark bei Betroffenen mit altersbedingten Blutstammzellmutationen bereits in sehr frühen Krankheitsstadien verändern und so die Krankheitsentwicklung vorantreiben können. Sie fanden heraus, dass die Interaktion entzündlicher Gewebestammzellen und bestimmter Immunzellen sich selbst verstärkende Entzündungsprozesse in der Mikroumgebung des Knochenmarks hervorruft, die die normale Blutbildung beeinträchtigen.

    Die heute in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten Erkenntnisse könnten die Grundlage für die Entwicklung neuartiger Therapien zur frühzeitigen Behandlung von Blutkrebs bilden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news861771

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    Künstliche Intelligenz macht Kanalnetze klimaresilient

    Nach dreieinhalb Jahren intensiver Forschung endet das Verbundprojekt InSchuKa 4.0. Das Ziel: Mit Hilfe von KI sollen Kanalnetze künftig besser auf Starkregen und Trockenphasen reagieren – und so den Klimawandel smarter bewältigen.

    Der Klimawandel stellt die kommunale Wasserwirtschaft vor wachsende Herausforderungen: Immer heftigere Starkregenereignisse überfluten die Kanalisation, während längere Trockenperioden Leitungen austrocknen und Schäden verursachen. Das Forschungsprojekt InSchuKa 4.0 („Intelligente Steuerung von Kanalnetzen“) hat sich genau dieser Problematik angenommen.

    Dreieinhalb Jahre lang arbeiteten kommunale Praxispartner, Technikunternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen, um zu erforschen, wie Abwassersysteme künftig sicher, effizient und klimaresilient betrieben werden können. Ein Schwerpunkt lag auf der Integration von Betriebswissen in ein KI-basiertes Fallbezugssystem (Case-Based Reasoning, CBR) – einer Methode, die aus vergleichbaren Situationen lernt und daraus Steuerungsempfehlungen für Kanalnetze ableitet.

    Koordiniert wurde das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF, jetzt BMFTR) geförderte Projekt durch die Hochschule Hof. Das Institut für nachhaltige Wassersysteme (inwa) übernahm die wissenschaftliche Leitung und sorgte dafür, dass die Beiträge aller Partner zu einem funktionsfähigen Gesamtsystem zusammengeführt wurden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news860587

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    Weltantibiotikawoche: Die Suche nach neuen Waffen gegen bakterielle Infektionen

    Forschende am HZI, HIRI und HIOH erkunden molekulare Mechanismen und das therapeutische Potenzial von Bakteriophagen

    Seit Mitte des 20. Jahrhunderts zählen Antibiotika zu den größten Erfolgen der Medizin. Sie retten jedes Jahr Millionen Leben, verhindern Komplikationen bei Operationen und machen viele Therapien überhaupt erst möglich. Doch ihr Erfolg hat eine Kehrseite: Immer mehr Bakterien entwickeln Strategien, um den Angriffen dieser Medikamente zu entgehen. Weltweit breiten sich resistente Keime aus, gegen die kaum noch Mittel helfen. Mit der Weltantibiotikawoche erinnert die Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr vom 18. bis 24. November daran, wie wichtig der sorgfältige Umgang mit Antibiotika ist und wie dringend neue Ansätze gebraucht werden, um Infektionen auch in Zukunft wirksam zu bekämpfen. Im Forschungsschwerpunkt „Neue Antiinfektiva“ des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) entwickeln fast 20 Forschungsgruppen neue Wirkstoffe gegen Infektionskrankheiten.

    mehr: https://idw-online.de/de/news861654

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    Neue Messmethodik belegt: Kläranlagen entfernen über 95 Prozent des Mikroplastiks

    Ein Forschungsteam von TU Graz, TU Wien und Umweltbundesamt hat eine praxistaugliche Methodik entwickelt, um Mikroplastik im Zu- und Ablauf von Kläranlagen zuverlässig zu bestimmen – und zeigt deren hohe Eliminationsleistung.

    Die Gefahr von Mikroplastik für Umwelt und Gesundheit ist in den vergangenen Jahren verstärkt ins Bewusstsein gerückt. Über Abwässer aus Haushalten und von befestigten Flächen abgeleitete Niederschlagswässer gelangt es in den Wasserkreislauf. Kläranlagen kommt hier eine besondere Bedeutung zu: Wie ein Team um Günter Gruber vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau der TU Graz und Helmut Rechberger vom Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement von der TU Wien gemeinsam mit dem Umweltbundesamt nun belegen konnte, halten sie über 95 Prozent des bestimmbaren Mikroplastiks zurück. Gemeinsam haben die Forschenden eine standardisierte und praxistaugliche Methode zur Bestimmung von Mikroplastik im Zu- und Ablauf von Kläranlagen entwickelt.

    Probenentnahme als potenzielle Fehlerquelle
    „Mittlerweile gibt es viele Studien zu Mikroplastik mit einer breiten Palette an Erkenntnissen und Ergebnissen“, sagt Helmut Rechberger von der TU Wien. „Weil es aber nach wie vor keine standardisierte Methode für die Gesamtanalytik gibt, sind die Resultate nur schwer miteinander vergleichbar. Mit der von uns entwickelten Analysemethodik lassen sich nun vergleichbare Ergebnisse erzielen.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news861462

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    SRU nimmt Stellung zu Klima-Verfassungsbeschwerden

    Fünf Umweltorganisationen und eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern haben im letzten Jahr Beschwerden gegen das novellierte Klimaschutzgesetz beim Bundesverfassungsgericht erhoben. Ihr zentrales Argument: Das Gesetz verletze die Grundrechte der Beschwerdeführenden, weil es zu hohe Treibhausgas-Emissionen zulasse. Das Bundesverfassungsgericht hat dem SRU die Möglichkeit gegeben, sich als sachkundiger Dritter zu diesem Verfahren zu äußern. Gestern hat er seine Stellungnahme eingereicht.

    Schwerpunktmäßig äußert der SRU sich in der Stellungnahme zu Aspekten des CO2-Budgets, das in den Beschwerden eine wichtige Rolle spielt. Unter anderem aktualisiert der SRU seine Berechnung des maximalen fairen deutschen CO2-Budgets ab Anfang 2025. Es bestätigt sich, dass das verbleibende deutsche Budget rasch schrumpft bzw. für die Temperaturobergrenze von 1,5 °C sogar schon verbraucht ist. Das Budget für maximal 1,75 °C Erwärmung (mit 67 % Wahrscheinlichkeit einer Nicht-Überschreitung) ist zwar aktuell noch nicht erschöpft, wird jedoch bei linearer Emissionsreduktion im Jahr 2033 aufgebraucht sein.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859903

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    Hinter den Kulissen: Wie BfG-Daten in den Weltwasserbericht einfließen

    2024 zeigten viele der großen Flusssysteme – darunter Amazonas, Nil, Jangtse und Donau – markante Abweichungen von langjährigen Abflusswerten und Wasserständen. Teils waren diese außergewöhnlich niedrig, teils erhöht. Das wird im aktuellen Bericht der WMO zum Zustand der weltweiten Wasserressourcen deutlich. Fachwissen aus Deutschland spielt in dem Bericht eine wesentliche Rolle: Gleich drei internationale Datenzentren an der Bundesanstalt für Gewässerkunde haben wichtige Daten beigesteuert. Welche Ergebnisse fallen besonders auf? Welche Trends lassen sich erkennen? Das sind die Themen in der neuen Folge des Podcasts „BfG Interview“.

    Damit wird der Blick frei auf die Arbeit hinter den Kulissen: Podcast-Host Dr. Martin Labadz spricht mit Dr. Stefan Uhlenbrook von der WMO, einer der Hauptautoren des Berichts, Dr. Matthias Zink und Philipp Saile, beides Wissenschaftler am an der BfG angesiedelten ICWRGC, und Dr. Simon Mischel von der BfG. Die drei BfG-Wissenschaftler leiten die Datenzentren, die am WMO-Bericht mitgearbeitet haben.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859924

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    Dünger aus Klärschlamm: Neue Recyclinganlage nutzt BAM-Verfahren für Phosphorrückgewinnung

    In Anwesenheit des bayerischen Wissenschaftsministers wurde heute in Altenstadt (Oberbayern) die deutschlandweit modernste Anlage zur Phosphorrückgewinnung eröffnet, die Klärschlamm in hochwertigen Dünger umwandelt. Entwickelt wurde das zugrundeliegende Verfahren von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).

    Die Anlage der Emter GmbH verarbeitet jährlich bis zu fünfzigtausend Tonnen getrockneten Klärschlamm und wandelt diesen in 15.000 Tonnen hochwirksamen Phosphatdünger um. Das Phosphatrecycling mit dem Produkt R-Rhenania Phosphat erfüllt bereits heute die Anforderungen der Klärschlammverordnung, die ab 2029 in ganz Deutschland eine verpflichtende Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm vorsieht.
    Das Herzstück der Anlage ist das neue R-Rhenania-Verfahren, welches auf dem sogenannten AshDec®-Verfahren der BAM basiert. Dabei wird dem Klärschlamm Natriumkarbonat zugesetzt, bevor er thermochemisch behandelt wird. Während des Prozesses wandelt sich der schwer lösliche Phosphor in eine pflanzenverfügbare Form um. Gleichzeitig werden flüchtige Schwermetalle wie Cadmium, Blei und Quecksilber entfernt und separat in der Abluftreinigung aufgefangen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859908

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    Demenz: Neues Modell der häuslichen Versorgung bewährt sich im Praxistest

    Innovationsausschuss beim G-BA empfiehlt Einsatz in der Regelversorgung // Speziell qualifizierte Pflegefachkräfte mit erweiterten Kompetenzen – sogenannte Dementia Care Manager – können die Versorgung von Menschen mit Demenz, die zu Hause leben, messbar verbessern. Zu diesem Fazit kommt eine Studie des DZNE gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus dem Medizin- und Gesundheitsbereich. Mehr als 400 Personen mit leichter bis mittelschwerer Demenz nahmen daran teil. Die Betreuung durch Dementia Care Manager schloss Versorgungslücken wirksamer als die übliche Routineversorgung und steigerte die Lebensqualität der Betroffenen.

    Aus dem höchsten Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen – dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) – kommt daher die Empfehlung, das Dementia Care Management in die Regelversorgung einzuführen. Das innovative Versorgungskonzept wurde vom DZNE entwickelt. Partner des aktuellen Projekts waren die Universitätsmedizin Greifswald, die Universitätsmedizin Rostock, die Techniker Krankenkasse, die AOK Nordost sowie die Ärzte- und Demenznetzwerke HaffNet Management GmbH, Demenz-Netzwerk Uckermark e.V., Gesundheitsnetz Frankfurt am Main eG (GNEF) und MEDIS Management GmbH.

    mehr: https://idw-online.de/de/news860495

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    Elektrokatalyse mit doppeltem Nutzen – ein Überblick

    Hybride Elektrokatalysatoren können gleichzeitig grünen Wasserstoff und wertvolle organische Verbindungen produzieren. Dies verspricht wirtschaftlich rentable Anwendungen. Die komplexen katalytischen Reaktionen, die bei der Herstellung organischer Verbindungen ablaufen, sind jedoch noch nicht vollständig verstanden. Moderne Röntgenmethoden an Synchrotronquellen wie BESSY II ermöglichen es, Katalysatormaterialien und die an ihren Oberflächen ablaufenden Reaktionen in Echtzeit, in situ und unter realen Betriebsbedingungen zu analysieren, zeigt nun ein Beitrag in Nature Reviews Chemistry.

    Hybride Wasserelektrolyseure erzeugen an der Kathode Wasserstoff oder andere Reduktionsprodukte, während an der Anode wertvolle organische Oxidationsprodukte entstehen. Dieser innovative Ansatz erhöht die Rentabilität der Wasserstofferzeugung erheblich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die herkömmliche Synthese für solche organischen Verbindungen oft aggressive Reagenzien erfordern, während die Elektrokatalyse mit organischen Oxidationsreaktionen (OOR) relativ umweltfreundlich ist.

    mehr: https://idw-online.de/de/news860744

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    Dünger aus Luft und Wasser gewinnen

    Gepulste Elektrolyse ermöglicht die nachhaltige Herstellung von Stickstoffverbindungen wie Ammoniak und Harnstoff / Überblicksartikel in Angewandte Chemie von Dandan Gao von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Stickstoffhaltige Düngemittel sind für die moderne Landwirtschaft unverzichtbar, und auch in der Industrie werden Verbindungen wie Ammoniak und Harnstoff in großen Mengen benötigt. Ihre herkömmliche Herstellung und Nutzung bringen jedoch erhebliche Umweltprobleme mit sich: Die industrielle Ammoniakproduktion durch das Haber-Bosch-Verfahren ist extrem energieaufwendig, während übermäßige Düngemittelrückstände Böden und Gewässer belasten. Zudem trägt Distickstoffmonoxid, ein Nebenprodukt der Stickstoffchemie, erheblich zum Klimawandel bei: Sein Treibhauspotenzial ist rund 300-mal höher als das von Kohlendioxid. „Die gepulste Elektrolyse könnte hier eine nachhaltige Alternative bieten“, sagt Dr. Dandan Gao, Chemikerin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). „Dieses neuartige Verfahren nutzt überschüssigen Stickstoff aus Luft und Wasser als Ausgangsstoff und ermöglicht so die energieeffiziente Herstellung wertvoller Verbindungen wie Ammoniak und Harnstoff.“ In einem kürzlich in Angewandte Chemie veröffentlichten „Minireview“ fasst Gao mit Kolleginnen und Kollegen von der JGU und dem Harbin Institute of Technology in Shenzhen, China, die neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet zusammen und skizziert wichtige Perspektiven für die zukünftige Forschung. „Indem wir den aktuellen Stand systematisch aufarbeiten und offene Fragen aufzeigen, möchten wir Fortschritte in der nachhaltigen Stickstoffumwandlung beschleunigen“, erklärt Gao. „Langfristig wollen wir dazu beitragen, Stickstoffabfälle aus der Umwelt in nützliche Produkte zu verwandeln.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news860704

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    Risikovorsorge bei Sturzfluten: Anpassung an den Klimawandel in ariden Regionen

    Viele Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas (MENA-Region) sind von Extremwetterereignissen betroffen. Starkregen haben etwa in Jordanien wiederholt zu verheerenden Flutkatastrophen geführt. Der Klimawandel verschärft die Verwundbarkeit der ariden Regionen, in denen Hitze, Trockenheit und Sturzfluten aufeinandertreffen. Ein aktueller Policy Brief des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) gibt Handlungsempfehlungen für Länder mit begrenzter Datenverfügbarkeit und institutionellen Kapazitäten. Damit zeigt die englischsprachige Publikation, wie das Risiko für Flutschäden verringert und die Chancen auf eine nachhaltige Nutzung von Regenwasser erhöht werden kann.

    Beispiel Jordanien: Das Land in der MENA-Region – Middle East and North Africa – leidet stark unter Wassermangel. Etwa 80 Prozent des Landes bestehen aus Wüste, und die Grundwasserreserven reichen nicht aus für die Versorgung von Bevölkerung und Landwirtschaft. Aufgrund des Klimawandels kommt es noch häufiger zu extremen Wetterereignissen wie Starkregen und Überschwemmungen. Über 300 Sturzflutereignisse mit vielen Todesopfern werden für die gesamte MENA-Region seit 1950 gezählt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news860469

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    Landnutzung zwischen Biodiversität, Ernährung und Klimaschutz

    Forschende analysieren verschiedene Modelle multifunktionaler Landschaften
    Weltweit steht die Landnutzung im Zentrum zahlreicher Krisen unserer Zeit: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, soziale Ungerechtigkeit und Ernährungsunsicherheit verbinden sich zu einer Polykrise, die durch nicht-nachhaltige Praktiken wie industrielle Landwirtschaft verschärft wird. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müssen große Teile der Erdoberfläche mehrere Nutzungsansprüche gleichzeitig erfüllen – von Artenschutz über Lebensmittelerzeugung bis hin zu menschlicher Erholung. Hier setzen multifunktionale Landschaften an, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele verbinden.

    Forschende der Universitäten Göttingen und Kassel haben ausgewertet, wie solche Formen der Landnutzung den Naturschutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen unterstützen können. In einem Review-Artikel zeigen sie Wege auf, Landnutzung und Naturschutz mit integrativen Ansätzen neu zu gestalten. Der Artikel wurde in der Fachzeitschrift Nature Reviews Biodiversity veröffentlicht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news860477

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    Cochrane Review: „Abnehmspritzen“ helfen schwer Übergewichtigen beim Gewichtsverlust, aber unabhängige Studien fehlen

    Drei neue Cochrane Reviews zeigen: Die als „Abnehmspritzen“ bekannten Wirkstoffe Tirzepatid, Semaglutid und Liraglutid führen bei Menschen mit schwerem Übergewicht zu einer medizinisch bedeutsamen Gewichtsabnahme, solange die Therapie beibehalten wird. Allerdings wurden fast alle der randomisiert kontrollierten Studien, die in den drei Cochrane Reviews ausgewertet wurden, von den Herstellern der Präparate finanziert und durchgeführt. Diese potentiellen Interessenkonflikte schränken die Vertrauenswürdigkeit der Ergebnisse ein. Die Cochrane-Autor*innen fordern daher mehr unabhängige Forschung.

    „Diese Medikamente können insbesondere im ersten Jahr zu einem deutlichen Gewichtsverlust führen“, sagt Dr. Juan Franco von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er leitet die Düsseldorfer Cochrane Evidence Synthesis Unit (ESU), eine Arbeitsgruppe, die systematische Übersichtsarbeiten erstellt – und hat als Autor an allen drei jetzt veröffentlichten Cochrane Reviews mitgearbeitet. „Nach jahrzehntelangen erfolglosen Versuchen, wirksame Behandlungen für Menschen mit Adipositas zu finden, ist das ein bemerkenswerter Schritt nach vorn.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news860743

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    SRU nimmt Stellung zu Klima-Verfassungsbeschwerden

    Fünf Umweltorganisationen und eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern haben im letzten Jahr Beschwerden gegen das novellierte Klimaschutzgesetz beim Bundesverfassungsgericht erhoben. Ihr zentrales Argument: Das Gesetz verletze die Grundrechte der Beschwerdeführenden, weil es zu hohe Treibhausgas-Emissionen zulasse. Das Bundesverfassungsgericht hat dem SRU die Möglichkeit gegeben, sich als sachkundiger Dritter zu diesem Verfahren zu äußern. Gestern hat er seine Stellungnahme eingereicht.

    Schwerpunktmäßig äußert der SRU sich in der Stellungnahme zu Aspekten des CO2-Budgets, das in den Beschwerden eine wichtige Rolle spielt. Unter anderem aktualisiert der SRU seine Berechnung des maximalen fairen deutschen CO2-Budgets ab Anfang 2025. Es bestätigt sich, dass das verbleibende deutsche Budget rasch schrumpft bzw. für die Temperaturobergrenze von 1,5 °C sogar schon verbraucht ist. Das Budget für maximal 1,75 °C Erwärmung (mit 67 % Wahrscheinlichkeit einer Nicht-Überschreitung) ist zwar aktuell noch nicht erschöpft, wird jedoch bei linearer Emissionsreduktion im Jahr 2033 aufgebraucht sein.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859903

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    NIPS: Neue Behandlung bei Bauchfellmetastasen

    Chemotherapeutika werden über ein Portsystem im Bauchraum verabreicht. Die MHH etabliert die Methode als eine der ersten Kliniken in Deutschland.

    Patientinnen und Patienten mit Tumoren auf dem Bauchfell haben kaum Aussicht auf Heilung, denn normalerweise handelt es sich dabei um Metastasen eines Tumors in einem anderen Bauchorgan, beispielsweise im Magen. Wenn Bauchfellmetastasen diagnostiziert werden, ist die Krebserkrankung oft schon weit fortgeschritten und die Behandlung schwierig. Ein MHH-Team, bestehend aus Fachleuten der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie sowie der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie, bietet jetzt eine neue Behandlungsmethode an. Sie heißt NIPS (neoadjuvante intraperitoneale Systemtherapie). Dabei wird eine herkömmliche Chemotherapie über die Vene mit einer gezielten Chemotherapie im Bauchraum kombiniert. Das Ziel: Der Ausgangstumor und die Metastasen sollen sich verkleinern, um sie anschließend per Operation entfernen zu können. Die neue Therapie ist für bestimmte palliative Patientinnen und Patienten mit Magenkrebs und Metastasen im Bauchfell gedacht. Für sie besteht die Hoffnung auf eine deutlich längere Überlebenszeit.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859872

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    Kommunale Wärmeplanung kommt voran

    Immer mehr Gemeinden in Deutschland arbeiten an einem Wärmeplan. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Demnach haben bis Anfang Mai 2025 bereits 5.085 Gemeinden – rund 47 Prozent aller Gemeinden bundesweit – mit der Erstellung begonnen. Weitere 488 Gemeinden (4,5 Prozent) haben ihren Wärmeplan bereits abgeschlossen.

    Immer mehr Gemeinden in Deutschland arbeiten an einem Wärmeplan. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Demnach haben bis Anfang Mai 2025 bereits 5.085 Gemeinden – rund 47 Prozent aller Gemeinden bundesweit – mit der Erstellung begonnen. Weitere 488 Gemeinden (4,5 Prozent) haben ihren Wärmeplan bereits abgeschlossen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857309

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    Gesucht: Teilnehmer*innen für Online-Umfrage zu Rückenschmerzen

    Das Forschungsprojekt BACKCamPAIN der Hochschule Bochum untersucht Einstellungen, Erfahrungen und Mythen rund um Rückenschmerzen.

    Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in Deutschland. Doch wie Menschen über Rückenschmerzen denken und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben, kann entscheidend beeinflussen, wie Schmerzen verlaufen und welche Therapien wirken. Diese individuellen Überzeugungen stehen im Mittelpunkt einer aktuellen Studie der Hochschule Bochum.

    Im Rahmen des Promotionsprojekts „BACKCamPAIN“ führt die Doktorandin Deborah Jost (Hochschule Bochum, Promotionskolleg NRW) derzeit eine Online-Umfrage durch. Ziel ist es, herauszufinden, welche Ansichten, Überzeugungen und Erfahrungen Menschen in Deutschland rund um das Thema Rückenschmerzen haben – und woher sie ihre Informationen beziehen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859871

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    Fünf Jahre Innovation für Deutschlands digitale Sicherheit

    Cyberagentur feiert 5. Geburtstag in Halle (Saale) – Politik, Wissenschaft und Wirtschaft würdigen Erfolge
    Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) hat am 28. August 2025 in Halle (Saale) ihr fünfjähriges Bestehen gefeiert. Mit einem Rückblick auf fünf Jahre Forschungsarbeit, politischen Grußworten und der feierlichen Preisverleihung des Ideenwettbewerbs HAL2025 wurde das Jubiläum zu einem Zeichen für Deutschlands digitale Souveränität von übermorgen.

    Mit einer festlichen Veranstaltung beging die Cyberagentur ihren 5. Geburtstag. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft würdigten die Rolle der Cyberagentur als Motor für disruptive Forschung in Deutschland.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857268

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    Hinter den Kulissen: Wie BfG-Daten in den Weltwasserbericht einfließen

    2024 zeigten viele der großen Flusssysteme – darunter Amazonas, Nil, Jangtse und Donau – markante Abweichungen von langjährigen Abflusswerten und Wasserständen. Teils waren diese außergewöhnlich niedrig, teils erhöht. Das wird im aktuellen Bericht der WMO zum Zustand der weltweiten Wasserressourcen deutlich. Fachwissen aus Deutschland spielt in dem Bericht eine wesentliche Rolle: Gleich drei internationale Datenzentren an der Bundesanstalt für Gewässerkunde haben wichtige Daten beigesteuert. Welche Ergebnisse fallen besonders auf? Welche Trends lassen sich erkennen? Das sind die Themen in der neuen Folge des Podcasts „BfG Interview“.

    Damit wird der Blick frei auf die Arbeit hinter den Kulissen: Podcast-Host Dr. Martin Labadz spricht mit Dr. Stefan Uhlenbrook von der WMO, einer der Hauptautoren des Berichts, Dr. Matthias Zink und Philipp Saile, beides Wissenschaftler am an der BfG angesiedelten ICWRGC, und Dr. Simon Mischel von der BfG. Die drei BfG-Wissenschaftler leiten die Datenzentren, die am WMO-Bericht mitgearbeitet haben.

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    In Schweinfurt in die Tiefsee eintauchen

    Naturschutz als transdisziplinäres Projekt – Studierende und Forschende der THWS planen die Entwicklung eines virtuellen Tauchgangs

    Forschende aus aller Welt warnen vor der fortschreitenden Umweltzerstörung, aber wie lassen sich Menschen nachhaltig dazu motivieren, die Natur zu schützen? Eine transdisziplinäre Kooperation an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zwischen der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und dem Studiengang Geovisualisierung arbeitet gerade an einer möglichen Antwort auf diese Frage.

    Im Zentrum des ehrgeizigen Pilotprojekts steht ein virtueller und möglichst immersiver Tauchgang in die Tiefsee. Diese gilt als einer der letzten intakten Lebensräume der Erde, ist aber akut von Ausbeutung und Zerstörung bedroht. „Die moderne Hirnpsychologie zeigt, dass der Mensch seine Bequemlichkeit nur dann überwindet, wenn er von einem starken Motiv getrieben wird“, sagt Prof. Dr. Uwe Sponholz von der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen in Schweinfurt. „Und das stärkste Motiv, aktiv zu werden, ist erfahrungsgemäß die Liebe.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news859643

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    Projekt „KI-Nationalpark“ – digitale Innovationen für Umwelt- und Naturschutz

    • Freiburger Forschende beteiligen sich am Projekt „KI-Nationalpark“ und installieren in deutschen Nationalparken und Wildnisgebieten das bundesweit erste schutzgebietsübergreifende und KI-gestützte Monitoringsystem aus Fotofallen, Audio- und Klimaloggern.

    • Projektziele: standardisierte Verfahren zur Erfassung von Biodiversität und Störungsfaktoren, eine belastbare Bestandsaufnahme der Artenvielfalt und Handlungsempfehlungen zum Schutzgebietsmanagement.
    • Der Bund fördert das Projekt, das hilft, das deutsche Naturerbe zu erhalten und naturbasierte Lösungen im Klimaschutz weiterzuentwickeln, mit 1,8 Millionen Euro.

    Intakte Ökosysteme unterstützen Nationalparke und Wildnisgebiete dabei, das Treibhausgas Kohlendioxid (CO₂) zu speichern und Biodiversität zu erhalten. Aber: Damit Schutzgebiete diese zentralen Funktionen langfristig erfüllen und Herausforderungen wie Klimawandel und Nutzungsdruck begegnen können, müssen deren Ökosysteme zukunftsfähig gestaltet werden. Dazu beitragen soll das bundesweit erste schutzgebietsübergreifende und durch künstliche Intelligenz (KI) gestützte Monitoringsystem, das seit Sommer 2025 im Rahmen des Projekt „KI-Nationalpark“ in 13 deutschen Nationalparken und zwei Wildnisgebieten installiert wird.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859892

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    Ultraschnelles Tempo im Gehirn: Neue Erkenntnisse zu Kalziumtransport und Signalverarbeitung

    Zwei Studien unter Beteiligung der Universität Freiburg erweitern grundlegendes Wissen zur Signalverarbeitung im Gehirn und eröffnen neue Ansätze für Medikamente – etwa gegen erblich bedingte Taubheit.
    Ergebnisse zeigen erstmals: Unter Zuhilfenahme des Membranlipids PtdIns(4,5)P2 transportieren Kalziumpumpen der Plasmamembran (PMCA-Proteine) Kalziumionen mit mehr als 5.000 Zyklen pro Sekunde aus Nervenzellen – rund 100-mal schneller als bislang bekannt.

    Die Studienergebnisse wurden in den Fachmagazinen Nature Communications und Nature publiziert.
    Ob wir denken, hören oder uns bewegen – all diese Prozesse beruhen auf elektrischen Signalen in unseren Nervenzellen. Ausgelöst werden sie durch das Zusammenspiel von Ionen wie Kalzium. Doch so wichtig Kalzium für die Signalübertragung ist: Zu viel davon darf nicht in der Zelle bleiben. Ein unausgeglichener Kalziumspiegel kann die Zellfunktion stören und langfristig Krankheiten begünstigen – darunter erblich bedingte Taubheit. Deshalb ist es entscheidend, dass die Zellen Kalzium nach jedem Signal schnell und präzise wieder abpumpen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856999

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    Verbesserung der Rolle von Kupfer bei der CO2-Umwandlung in wertvolle Brennstoffe

    Forschende der Interface Science Abteilung am Fritz-Haber-Institut haben untersucht, wie die Anwendung von gepulsten elektrischen Potentialbehandlungen auf Kupfereinzelkristalloberflächen als Modellkatalysatoren deren Fähigkeit verbessern kann, Kohlendioxid (CO2) in Brennstoffe wie Ethylen und Ethanol umzuwandeln. Der Schlüssel zur Erreichung der Selektivitätstunbarkeit liegt in der Kontrolle der durch die Pulse induzierten strukturellen und chemischen Katalysatortransformationen. Diese Forschung bietet Einblicke, die helfen könnten, CO2-Emissionen zu reduzieren und erneuerbare Energiequellen zu produzieren.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857017

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    Nicht nur der Verdauungstrakt: Gewässer brauchen das richtige Mikrobiom

    Studie zeigt: Berliner Gewässer tragen bakterielle Spuren der Stadtbevölkerung – mit potenziellen Risiken für ihren ökologischen Status. Forschende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben an Berliner Kleingewässern untersucht, wie die Herkunft des Wassers und die mikrobielle Gemeinschaft zusammenhängen. Dabei entdeckten sie Mikroorganismen, die auf einen hohen anthropogenen Einfluss hindeuten und beispielsweise im menschlichen Darm vorkommen. Der Grund: Kleine Fließgewässer wie die Panke oder die Erpe, führen hauptsächlich geklärtes Abwasser. Das Gewässermikrobiom beeinflusst den ökologischen Status, die Wasserqualität und die Biodiversität.

    „Ein Gewässer braucht ebenso wie unser Darm ein funktionierendes Mikrobiom. Bakterien und andere Mikroorganismen bilden die Grundlage des Nahrungsnetzes, sind an Stoffwechselprozessen beteiligt und ermöglichen die Selbstreinigung von Gewässern“, sagt Dr. Maria Magdalena Warter, IGB-Forscherin und Erstautorin einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift Hydrology and Earth System Sciences erschienen ist. Zu einem gesunden Gewässermikrobiom gehören bestimmte Bakterien, Archaeen und Mikroalgen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856934

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    Mit Supersäuren gegen Ewigkeitschemikalien

    TU Berlin stellt Silizium-basierte „Lewis-Säuren“ her, die die Problemchemikalie PFAS angreifen können
    Forschenden des Katalyse-Exzellenzclusters UniSysCat der TU Berlin ist es erstmals gelungen, eine bereits theoretisch vorhergesagte Klasse von sogenannten Super-Lewis-Säuren herzustellen, die das Element Silizium sowie ein Halogenatom enthalten. Diese Verbindungen gehören zu den stärksten bisher hergestellten Lewis-Säuren und können auch sehr stabile chemische Bindungen aufbrechen. Damit sind sie von großem Interesse für Recyclingprozesse und das Konzept der Grünen Chemie, beispielsweise für den Abbau von gesundheitsschädlichen per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), auch bekannt als „ewige Chemikalien“. Das Besondere: Durch einen Kreislaufprozess innerhalb der Abbau-Reaktion werden diese Lewis-Säuren nicht verbraucht und könnten daher zukünftig wie Katalysatoren wirken. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin Nature Chemistry veröffentlich

    PFAS kann man nicht riechen oder schmecken und sie werden verdächtigt, Krebs zu verursachen, unfruchtbar zu machen und das Immunsystem zu schwächen. Wenn sie einmal in die Umwelt gelangt sind, bleiben sie dort für sehr lange Zeit, denn die Stoffe können weder durch Wasser noch durch Licht oder Bakterien zeitnah abgebaut werden. Gerade weil PFAS so beständig sind, werden sie vielfältig eingesetzt, etwa für Regenjacken, Pfannen oder Baustoffe. Und immer wieder werden in Deutschland Flächen entdeckt, die mit hohen Konzentrationen von PFAS kontaminiert sind.

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    Daten aus 70 Jahren zeigen: Anpassungsmaßnahmen können Hochwasserschäden reduzieren

    Menschen passen sich an Überschwemmungen durch private Vorsorgemaßnahmen, Frühwarnsysteme, Notfallpläne und andere Lösungen an. Eine neue Attributionsstudie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass solche Anpassungsmaßnahmen – abgesehen von baulichen Hochwasserschutzmaßnahmen – die wirtschaftlichen Schäden durch Überschwemmungen seit 1950 um 63 Prozent und die Zahl der Todesopfer um 52 Prozent verringert haben. Die Studie analysiert sieben Jahrzehnte historischer Hochwasserauswirkungen in Europa und zeigt, wie Anpassung die Folgen im Laufe der Zeit reduziert hat.

    Hochwasserschäden entstehen aus dem Zusammenspiel von Gefahren wie Starkregen oder Sturmfluten, Exposition – also wie viele Menschen und Sachwerte sich in gefährdeten Gebieten befinden – und Verwundbarkeit, also wie stark Menschen und Sachwerte bei Überschwemmungen geschädigt werden. „Hochwasserschutz und andere Anpassungsmaßnahmen haben seit 1950 den wachsenden Hochwasserrisiken durch die Ausweitung in Überschwemmungsgebiete und den Klimawandel auf dem gesamten Kontinent weitgehend entgegengewirkt“, erklärt Dominik Paprotny, PIK-Forscher und Hauptautor der in Science Advances veröffentlichten Attributionsstudie. „Die Verwundbarkeit wurde deutlich verringert, doch in den vergangenen 20 Jahren ist der Fortschritt bei der Anpassung langsamer geworden – ein Hinweis darauf, dass zusätzliche Anstrengungen nötig sind, um künftig eine Zunahme der Hochwasserschäden durch den Klimawandel zu verhindern.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news856770

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    Was der Klimawandel für das Mittelmeer bedeutet

    Der Klimawandel gefährdet die Meeres- und Küstenökosysteme im Mittelmeerraum. Erwärmung, Meeresspiegelanstieg und Versauerung treten dort intensiver und schneller auf, als im globalen Durchschnitt. Eine aktuelle Studie unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat untersucht, wie stark das Meeres- und Küstenökosysteme im Mittelmeer schon bei weiterer, vergleichsweise geringer, Erwärmung gefährdet sind. Dafür wurden 131 wissenschaftliche Studien im Rahmen einer Meta-Analyse ausgewertet. Die Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen.

    Im Mittelmeer steigen die Temperaturen derzeit auf Rekordwerte. Statt einer Erfrischung erwarten Urlauber:innen etwa in Griechenland, Italien und Spanien Wassertemperaturen bis zu 28 Grad und mehr. Mit einer durchschnittlichen Wassertemperatur von 26,9°C war der Juli 2025, laut dem Erdbeobachtungsdienst Copernicus, der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen für das Mittelmeer. Die Erwärmung durch den Klimawandel gilt – neben Stressoren wie Überfischung, Verschmutzung oder Habitatzerstörung – als Hauptfaktor für die Gefährdung von Lebensräumen im Meer und an den Küsten. „Die Folgen sind nicht nur Zukunftsszenarien, sondern sehr reale Risiken, die wir bereits heute beobachten können. Der anhaltende Anstieg der Temperaturen und des Meeresspiegels sowie die Ozeanversauerung bergen erhebliche Risiken für die Umwelt am und im Mittelmeer“, sagt Dr. Abed El Rahman Hassoun, Chemischer Ozeanograph am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857740

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    Die Welt überschreitet ihren ersten Klimakipppunkt

    Global Tipping Points Report 2025 zeigt auf: Absterben vieler Korallenriffe nur noch unter größtem Aufwand vermeidbar.
    FRANKFURT. In einem vorgelegten Bericht gehen internationale Klimawissenschaftler und Klimawissenschaftlerinnen davon aus, dass das Absterben zahlreicher tropischer Korallenriffe infolge steigender Temperaturen der Weltmeere nur noch unter größten Anstrengungen verhinderbar ist. Auch Teile der polaren Eiskappen haben möglicherweise bereits Kipppunkte überschritten. Ihr weiteres Schmelzen könnte zu einem irreversiblen Anstieg des Meeresspiegels um mehrere Meter führen.

    Zu den Leitautoren und Leitautorinnen des Global Tipping Points Report 2025 (GTPR 2025) zählt Nico Wunderling, Professor für Computational Earth System Sciences am Center for Critical Computational Studies | C3S der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Forscher am Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt, der gemeinsam mit weiteren Leitautor:innen das GTPR-Kapitel „Earth System Tipping Points and Risks“ geleitet hat. „Die verheerenden Folgen des Überschreitens von Klimakipppunkten bedrohen unsere Gesellschaften massiv“, sagt Nico Wunderling. „Es besteht sogar das Risiko, dass das Kippen eines Klimasystems das Kippen anderer Systeme auslöst oder beschleunigt. Dieses Risiko nimmt mit einem Überschreiten der 1,5°C-Marke deutlich zu.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news859633

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    Autonome und vernetzte Systeme mit der TH Deggendorf: Technologietransferzentrum in Erding?

    tadt und Landkreis Erding wollen zukünftig zusammen mit der Technische Hochschule Deggendorf (THD) das erfolgreiche Konzept von Forschung und Transfer in der Fläche auch in Erding etablieren. In Kürze soll deshalb beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (BayStMWK) die Einrichtung eines sogenannten Technologietransferzentrums (TTZ) beantragt werden. Aktuell gibt es in Bayern 52 solcher TTZ, alleine die Deggendorfer Hochschule betreibt davon 17 Stück – alle in Niederbayern und der Oberpfalz.

    Zentrales Thema der Digitalisierung
    Für den TTZ-Standort Erding wäre das Zukunftsthema „Autonome und vernetzte Systeme“ vorgesehen. „Damit greifen wir ein Themenfeld auf, das in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle für Digitalisierung, Industrie 4.0 und Robotik spielen wird“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Dorner, Vizepräsident für Forschung an der THD. Ergänzend sei eine enge Schnittstelle zum Innovationszentrum Bundeswehr (InnoZBW) vorgesehen, um Synergien zwischen ziviler und militärischer Forschung zu nutzen und Wissenstransfer in beide Richtungen zu ermöglichen. Erdings Oberbürgermeister Max Gotz erklärt, das TTZ solle sich als verlässlicher Innovationspartner für die regionale Wirtschaft etablieren. „Unternehmen in Erding und Umgebung erhalten so Zugang zu aktuellem Know-how aus der Hightech Agenda Bayern sowie zu den Kompetenzen der Technologieunternehmen im Großraum München.“ Gleichzeitig entstünde ein Ort, an dem neue Impulse für die regionale Wertschöpfung gesetzt werden könnten.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859927

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    KI: Wenn Maschinen fühlen lernen

    Neben sprachlichen Prompts können Large Language Models auch Herzfrequenzdaten verstehen, interpretieren und daran angepasst reagieren. Das haben Dr. Morris Gellisch, ehemals an der Ruhr-Universität Bochum und heute an der Universität Zürich, und Boris Burr von der Ruhr-Universität Bochum in einem Experiment nachgewiesen. Sie entwickelten dafür eine technische Schnittstelle, über die physiologische Daten in Echtzeit an das Sprachmodell übermittelt werden können. Die Künstliche Intelligenz kann dadurch auch die Sprache des Körpers einbeziehen, auf die Menschen keinen bewussten Einfluss nehmen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für die Nutzung in medizinischen und pflegerischen Anwendungen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859954

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    Die Energiewende gemeinsam gestalten – Forschungsverbund CREATE:ENERGY lädt zur Jahreskonferenz

    Gemeinsam mit Bürgerinnen und kommunalen Vertreterinnen diskutieren Fachakteur*innen aus Forschung und Praxis am Donnerstag und Freitag, 9. und 10. Oktober 2025, in der Sport- und Kulturscheune des Vetschauer Ortsteils Raddusch im Spreewald über die Zukunft der Energiewende in Strukturwandelregionen der Lausitz und des Rheinischen Reviers.
    Die Jahreskonferenz des Projektes CREATE:ENERGY der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen ist mit dem Motto der Kampagne „MachMaWatt! – Bürgerenergie gestalten“ überschrieben. Interessierte sind herzlich willkommen.

    Im Fokus stehen die Erfahrungen aus den Städten Vetschau, Calau, Lübbenau und dem Amt Burg (Spreewald), die gemeinsam mit Gästen aus Nordrhein-Westfalen einen Blick auf die Herausforderungen und Chancen der Energieerzeugung in ehemaligen Bergbauregionen werfen. Dabei geht es um die Nutzung von Flächen, etwa für Photovoltaik auf Dächern oder Freiflächen, um rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie um die Frage, wie lokale Energieprojekte sinnvoll und nachhaltig umgesetzt werden können.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859249

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    Produzieren Küstenregionen wichtiges Klimagas?

    Das Spurengas Carbonylsulfid hat als Vorläufer von kühlenden Aerosolen eine wichtige Bedeutung für das Weltklima. Ein großer Teil der weltweiten Emissionen stammt wahrscheinlich aus dem Meer, doch der genaue Ursprung ist zum Teil noch unklar. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, den USA und Israel wollen nun gemeinsam Quellen des schwefelhaltigen Spurenstoffs finden.

    Je ein Atom Sauerstoff, Kohlenstoff und Schwefel ergeben zusammen die Verbindung Carbonylsulfid – ein Spurengas, das als Vorläufer von kühlenden Aerosolen eine wichtige Bedeutung für das Weltklima hat. Ein großer Anteil der weltweiten Emissionen stammt wahrscheinlich aus dem Meer, doch der genaue Ursprung ist zum Teil noch unklar. Diese im globalen Budget bislang nicht erklärbaren Emissionen stehen im Mittelpunkt eines kürzlich bewilligten internationalen Forschungsprojekts: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, den USA und Israel wollen gemeinsam die These überprüfen, ob Küstengebiete eine wichtige Quelle für Carbonylsulfid sind. Die Geoökologin Prof. Dr. Sinikka Lennartz von der Universität Oldenburg leitet das Vorhaben auf deutscher Seite. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft stellt dafür über drei Jahre rund 350.000 Euro bereit.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859256

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    Die natürliche Erholung tropischer Wälder braucht Zeit

    Das Zusammenspiel von Pflanzen und samenausbreitenden Tieren erholt sich erst nach etwa zwei Jahrzehnten, zeigt eine neue Studie. Ein Forschungsteam des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums Frankfurt (SBiK-F) hat untersucht, wie schnell sich die Samenausbreitung durch Tiere in tropischen Wäldern nach deren Rodung erholen kann. Ihre jetzt im wissenschaftlichen Fachjournal „Current Biology“ erschienene Studie zeigt: Es dauert Jahrzehnte, bis die samenausbreitenden Tiere zurückkehren und die natürliche Wiederbewaldung in Gang setzen können. Ein entscheidender Faktor für das Tempo der Wiederherstellung der Samenausbreitung ist dabei die Anbindung an intakte Waldgebiete.

    Regenwälder sind unersetzliche Hotspots der Artenvielfalt und gelten als die „Lunge der Erde“. Doch die Fläche ungestörter tropischer Wälder nimmt durch Abholzung immer weiter ab. Die Wiederherstellung von Tropenwäldern ist deshalb entscheidend für die Erhaltung der Artenvielfalt und den Klimaschutz. Die meisten tropischen Pflanzen sind darauf angewiesen, dass Tiere ihre Samen ausbreiten – diese Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Tieren spielen daher eine unersetzliche Rolle bei der natürlichen Regeneration der Wälder. Aber wie lange dauert es, bis sich diese natürlichen Prozesse erholen?

    mehr: https://idw-online.de/de/news859238

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    Kühlere Warmzeiten: Wie der Südozean das Klima und den CO2-Gehalt der Atmosphäre steuerte

    Der Südozean rund um die Antarktis spielt eine entscheidende Rolle für den globalen Kohlenstoffkreislauf – und damit für das Klima. Das zeigt eine neue Studie unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, die heute in Nature Communications erscheint. Ein internationales Team konnte nachweisen, dass eine stärkere Schichtung des Südozeans vor 800.000 bis 430.000 Jahren dazu führte, dass weniger Kohlendioxid aus der Tiefe in die Atmosphäre gelangte. Die Folge waren deutlich niedrigere Temperaturen als in späteren Warmzeiten.

    Das Klima der Erde schwankt seit Millionen von Jahren zwischen Kalt- und Warmzeiten. Während der sogenannten „lauwarmen Zwischeneiszeiten“ – Warmphasen zwischen 800.000 und 430.000 Jahren vor unserer Zeit – lagen die CO2-Konzentrationen nur bei rund 240 bis 260 ppm (parts per million, Maßeinheit für Moleküle pro einer Million Luftmoleküle). Spätere Zwischeneiszeiten erreichten Werte um 280 bis 300 ppm. Zum Vergleich: Heute liegt die Konzentration durch menschliche Emissionen bereits bei über 420 ppm. Warum diese frühen Warmzeiten kühler ausfielen, war bislang unklar. Eine neue Studie rückt den Südozean, also das Meer rund um den Südpol, als entscheidenden Faktor in den Mittelpunkt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859267

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    Personalisierte Brustkrebstherapie: neuer Behandlungsansatz für Patientinnen mit eingeschränkter Tamoxifen-Wirkung

    Das Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut für Klinische Pharmakologie in Stuttgart hat einen zukunftsweisenden Therapieansatz für Brustkrebspatientinnen entwickelt, bei denen die Wirkung des Standardmedikaments Tamoxifen eingeschränkt ist. Die innovative Kombinationstherapie wurde unter dem Namen TAMENDOX erfolgreich in einer klinischen Studie getestet. Die Ergebnisse sind nun in der renommierten Fachzeitschrift Clinical Cancer Research veröffentlicht worden. Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

    Brustkrebs ist weltweit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen (WHO, 2023). Das Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut für Klinische Pharmakologie (IKP) hat nun in einer klinischen Studie eine neue Therapie entwickelt, die die Hormonbehandlung bei Brustkrebs individuell an die Patientin anpasst. Ziel ist es, die Wirksamkeit von Tamoxifen – einem seit Jahrzehnten eingesetzten Medikament bei hormonabhängigem Brustkrebs – bei Patientinnen zu verbessern, bei denen das Mittel bisher nicht wie gewünscht anschlägt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859245

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    Vom Reststoff zum Rohstoff: Spanplatten aus 100 Prozent Altholz

    Gemeinsame Pressemitteilung der FNR und des Fraunhofer IAP
    Ein innovatives chemisches Verfahren des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP ermöglicht das vollständige Recycling von Spanplatten. Zusammen mit seinen Partnern – der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, System 180 GmbH und PreZero Holz GmbH – zeigte das Institut, dass sich daraus wieder neue Holzbauteile herstellen lassen, ohne Neumaterial einzusetzen. Das Projekt wurde über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert.

    Spanplatten sind heute aus der Baubranche und dem Möbelbau kaum mehr wegzudenken. Sie bieten eine hohe Formstabilität, effiziente Verarbeitung und gute Materialausnutzung. Doch bislang endete ihr Lebenszyklus meist mit der Verbrennung. Das Fraunhofer IAP hat nun ein chemisches Recyclingverfahren entwickelt, mit dem sich Holzspanwerkstoffe zu 100 Prozent wiederverwerten lassen – ohne den Zusatz neuer Späne oder Klebstoffe.

    mehr: https://idw-online.de/de/news858949

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    Produzieren Küstenregionen wichtiges Klimagas?

    Das Spurengas Carbonylsulfid hat als Vorläufer von kühlenden Aerosolen eine wichtige Bedeutung für das Weltklima. Ein großer Teil der weltweiten Emissionen stammt wahrscheinlich aus dem Meer, doch der genaue Ursprung ist zum Teil noch unklar. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, den USA und Israel wollen nun gemeinsam Quellen des schwefelhaltigen Spurenstoffs finden.

    Je ein Atom Sauerstoff, Kohlenstoff und Schwefel ergeben zusammen die Verbindung Carbonylsulfid – ein Spurengas, das als Vorläufer von kühlenden Aerosolen eine wichtige Bedeutung für das Weltklima hat. Ein großer Anteil der weltweiten Emissionen stammt wahrscheinlich aus dem Meer, doch der genaue Ursprung ist zum Teil noch unklar. Diese im globalen Budget bislang nicht erklärbaren Emissionen stehen im Mittelpunkt eines kürzlich bewilligten internationalen Forschungsprojekts: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, den USA und Israel wollen gemeinsam die These überprüfen, ob Küstengebiete eine wichtige Quelle für Carbonylsulfid sind. Die Geoökologin Prof. Dr. Sinikka Lennartz von der Universität Oldenburg leitet das Vorhaben auf deutscher Seite. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft stellt dafür über drei Jahre rund 350.000 Euro bereit.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859256

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    Chemiker*innen der Universität Paderborn entdecken neuen Weg, Klimaschädling „Lachgas“ abzubauen

    „Um dem Klimawandel zu trotzen, braucht es neue Ansätze für den Abbau von Treibhausgasen“, sagt Prof. Dr. Jan Paradies von der Universität Paderborn. Gemeinsam mit seinem Team ist der Chemiker diesem Ziel jetzt ein großes Stück näher gekommen. Den Wissenschaftler*innen ist es gelungen, das ozonschädliche Lachgas mithilfe einer metallfreien Katalyse und bei niedrigen Temperaturen in unschädliche Bestandteile zu zersetzen. Die Ergebnisse wurden im international renommierten „Journal of the American Chemical Society“ veröffentlicht.

    „Lachgas ist eine der potentesten ozonschädigenden Substanzen und hat ein 265-mal höheres Treibhauspotenzial als CO₂. Es verursacht rund sechs Prozent der globalen Erwärmung und wird in der Landwirtschaft, in industriellen sowie medizinischen Prozessen eingesetzt. Seit der industriellen Revolution ist die Konzentration in der Atmosphäre um 20 Prozent gestiegen. Angesichts dieser Umweltauswirkungen ist der Forschungsbedarf für neue und effiziente Abbaumethoden hoch“, erklärt Prof. Paradies.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859222

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    Wenn Grenzen verschwimmen: Deutsch-dänisches Projekt entwickelt Lösungen für Klimaanpassung

    POSEIDON-Halbzeitkonferenz zeigt Erfolge von sensorgestützter Baumbewässerung bis zu mobilem Hochwasserschutz
    Starkregen, steigendes Grundwasser, Hitze – die Folgen des Klimawandels machen weder an Landes- noch an Kommunalgrenzen halt. Vom 29. bis 30. September 2025 kamen in Kiel Fachleute aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zur Halbzeitkonferenz des deutsch-dänischen Interreg-Projekts POSEIDON sowie des Schwesterprojekts ClimatePol zusammen, um innovative Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel zu diskutieren. Die Veranstaltung zeigte: Die grenzübergreifende Zusammenarbeit trägt Früchte – von sensorgestützter Bewässerung für Stadtbäume bis hin zu mobilen Flutschutzwänden. „Wir sehen, dass der Austausch zwischen Dänemark und Deutschland enorm wertvoll ist“, sagt Dr. Agnes Sachse, Wissenschaftlerin im POSEIDON-Projekt und am Kompetenzzentrum Geo-Energie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). „Die Herausforderungen unterscheiden sich zwar: Norddeutschland kämpft vor allem mit Starkregenereignissen, Dänemark eher mit steigendem Grundwasser, aber auch mit Starkregen. Doch wir lernen voneinander und treiben Lösungen gemeinsam voran.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news859333

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    Die natürliche Erholung tropischer Wälder braucht Zeit

    Das Zusammenspiel von Pflanzen und samenausbreitenden Tieren erholt sich erst nach etwa zwei Jahrzehnten, zeigt eine neue Studie. Ein Forschungsteam des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums Frankfurt (SBiK-F) hat untersucht, wie schnell sich die Samenausbreitung durch Tiere in tropischen Wäldern nach deren Rodung erholen kann. Ihre jetzt im wissenschaftlichen Fachjournal „Current Biology“ erschienene Studie zeigt: Es dauert Jahrzehnte, bis die samenausbreitenden Tiere zurückkehren und die natürliche Wiederbewaldung in Gang setzen können. Ein entscheidender Faktor für das Tempo der Wiederherstellung der Samenausbreitung ist dabei die Anbindung an intakte Waldgebiete.

    Regenwälder sind unersetzliche Hotspots der Artenvielfalt und gelten als die „Lunge der Erde“. Doch die Fläche ungestörter tropischer Wälder nimmt durch Abholzung immer weiter ab. Die Wiederherstellung von Tropenwäldern ist deshalb entscheidend für die Erhaltung der Artenvielfalt und den Klimaschutz. Die meisten tropischen Pflanzen sind darauf angewiesen, dass Tiere ihre Samen ausbreiten – diese Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Tieren spielen daher eine unersetzliche Rolle bei der natürlichen Regeneration der Wälder. Aber wie lange dauert es, bis sich diese natürlichen Prozesse erholen?

    mehr: https://idw-online.de/de/news859238

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    IAB-Lohnmonitor: Stundenlöhne steigen um 5,5 Prozent

    Im zweiten Quartal 2025 lag der durchschnittliche Stundenlohn in Deutschland bei 25,61 Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Anstieg um 5,5 Prozent. Die Lohnungleichheit nahm in dem Zeitraum ab, der Gender Pay Gap sank. Zu diesen Ergebnissen kommt der Lohnmonitor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) auf Basis der Online-Personenbefragung (OPAL), mit der sich die Lohnentwicklung in Deutschland frühzeitig beobachten lässt.

    Die Lohnentwicklung verlief über die Einkommensverteilung hinweg unterschiedlich. Insbesondere im unteren Bereich der Lohnskala kam es zu einem überdurchschnittlichen Anstieg. Bis zum dritten Quartal 2024 entwickelten sich die oberen Löhne schwächer, legten aber dann wieder stärker zu. Insgesamt nahm die Lohnungleichheit ab.“ Die Lohnschere schließt sich. Und das, obwohl der Mindestlohn in diesem und dem vergangenen Jahr nur etwa halb so stark gestiegen ist wie der Durchschnittlohn“, so Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859431

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    Wasser spalten: Wie Ordnung und Unordnung die chemische Reaktivität steuern.

    Wasserstoff ist eine wichtige Energiequelle für die Zukunft. Daher ist es wichtig, den Elektrolyseprozess zu verstehen. Forschende am Max-Planck-Institut für Polymerforschung und am Yusuf Hamied Department of Chemistry der Universität Cambridge haben nun einen damit verbundenen Prozess, den Autodissoziationsprozess, genauer untersucht. Während die grundlegende Chemie der Wasserdissoziation unter Standardbedingungen gut verstanden ist, ist viel weniger darüber bekannt, wie sie sich unter den starken elektrischen Feldern verhält, die in elektrochemischen Systemen auftreten

    In der Natur unterliegt das Verhalten von Systemen – ob groß oder klein – stets einigen wenigen Grundprinzipien. Beispielsweise fallen Objekte nach unten, weil dadurch ihre Energie minimiert wird. Gleichzeitig sind Ordnung und Unordnung wichtige Faktoren, die ebenfalls physikalische Prozesse beeinflussen. Systeme – insbesondere unsere Wohnungen – neigen dazu, mit der Zeit zunehmend unordentlicher zu werden. Selbst auf mikroskopischer Ebene tendieren Systeme dazu, zunehmende Unordnung zu favorisieren, ein Phänomen, das als Anstieg der sogenannten „Entropie” bekannt ist.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859341

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    Universität zu Köln verbessert sich auf Rang 2 der gründungsfreundlichsten Hochschulen

    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat den aktuellen Startup Monitor vorgestellt / Die Universität zu Köln ist erneut die gründungsfreundlichste nicht-technische Volluniversität Deutschlands

    Der Bundesverband Deutsche Startups e. V. (Startup-Verband) hat den aktuellen Startup Monitor 2025 veröffentlicht. Die Ergebnisse wurden am Montag, den 29. September, von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgestellt. Besonders viele Gründerinnen kommen demnach von der Universität zu Köln, die erneut als gründungsfreundlichste nicht-technische Volluniversität Deutschlands abschneidet. Sie verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von Rang 3 auf Rang 2. 3,9 Prozent der Befragten haben in Köln ihren höchsten akademischen Abschluss erworben. Nur die TU München bringt mehr Gründerinnen hervor (4,2 Prozent der Befragten). Die jährliche Studie gilt mit rund 1.800 befragten Gründer*innen als umfassendste Untersuchung zur Startup-Szene in Deutschland.

    mehr: https://idw-online.de/de/news858989

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    Deutschland braucht bis 2030 rund 160.000 zusätzliche Arbeitskräfte für die Energiewende

    In den nächsten Jahren wird die Nachfrage nach Arbeitskräften für die Umsetzung des Klimaschutzes deutlich steigen. Modellrechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen: Für die Umsetzung der Energiewende werden bis zum Jahr 2030 rund 157.000 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt, bis zum Jahr 2040 102.000. Für die Folgen des Klimawandels und Anpassungsmaßnahmen sind bis 2030 beziehungsweise bis 2040 über 40.000 zusätzliche Arbeitskräfte erforderlich.

    Bis 2040 steigt durch die Umsetzung des Klimaschutzes die Nachfrage nach Arbeitskräften im Baugewerbe, in der Energieversorgung und in der Land- und Forstwirtschaft deutlich. Zudem werden mehr Arbeitskräfte im Bereich der IT und der vorgelagerten Zulieferindustrien benötigt. Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren wie dem demografischen Wandel und der digitalen Transformation kann es insgesamt aber dennoch zu einem Arbeitsplatzabbau in den genannten Branchen kommen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856825

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    BBSR veröffentlicht Ergebnispapier des Stakeholder-Dialogs zur kommunalen Wärmeplanung

    Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat heute das Ergebnispapier des Stakeholder-Dialogs zur kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht. Die Empfehlungen zeigen, wie Bund, Länder und Kommunen mit der Wärmeplanung gemeinsam einen Beitrag zur Wärmewende leisten können.

    Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat heute das Ergebnispapier des Stakeholder-Dialogs zur kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht. Die Empfehlungen zeigen, wie Bund, Länder und Kommunen mit der Wärmeplanung gemeinsam einen Beitrag zur Wärmewende leisten können.

    Das BBSR hatte im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) die Steuerung des Dialog-Prozesses übernommen. Beteiligt waren auch die Deutsche Energie-Agentur (dena) und das Kompetenzzentrum Wärmewende (KWW). In einer Reihe von Fachworkshops haben Stakeholder aus Kommunen, Landesbehörden, Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft kontinuierlich ihre Erfahrungen, Bedarfe und Lösungsvorschläge eingebracht, um die Wärmeplanungspraxis schnell voranzubringen und gemeinsam Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856829

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    UN-Plastikabkommen: Was wurde mit den Verhandlungen in Genf erreicht?

    Am 5. bis 15. August haben in Genf Delegierte aus 183 Ländern sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft verhandelt, um ein Abkommen gegen die globale Plastikverschmutzung zu beschließen. Denn diese schadet der Umwelt, der Gesundheit des Menschen und dem Klima. Was erreicht wurde und wie es weitergeht, schätzen die Meeresbiologin Dr. Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und die Umweltchemikerin Prof. Annika Jahnke vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) ein. Sie haben vor Ort die „Scientists‘ Coalition for an Effective Plastics Treaty“ und die deutsche Delegation unterstützt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856817

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    60 Prozent der Landflächen weltweit in bedenklichem Zustand

    Eine neue Studie kartografiert räumlich detailliert und über Jahrhunderte die planetare Belastungsgrenze der „funktionalen Integrität der Biosphäre“. Demnach sind 60 Prozent der globalen Landflächen schon außerhalb des lokal definierten sicheren Bereichs und 38 Prozent sogar in der Hochrisikozone. Die Studie wurde geleitet vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zusammen mit der Universität für Bodenkultur Wien und publiziert in der renommierten Fachzeitschrift One Earth.

    Die funktionale Integrität der Biosphäre meint die Fähigkeit der Pflanzenwelt, zur Regulierung des Erdsystems beizutragen. Dazu muss die Pflanzenwelt in der Lage sein, durch Photosynthese genügend Energie zu gewinnen, um die Materialflüsse von Kohlenstoff, Wasser und Stickstoff aufrechtzuerhalten, welche die Ökosysteme und ihre vielfältig vernetzten Prozesse unterstützen – trotz der heutigen massiven Eingriffe des Menschen. Zusammen mit Artensterben und Klimawandel bildet die funktionale Integrität der Biosphäre den Kern des Analysekonzepts der Planetaren Grenzen (https://www.pik-potsdam.de/de/produkte/infothek/planetare-grenzen/planetare-gren…) zum sicheren Handlungsraum der Menschheit.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856725

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    Fische im globalen Wandel: Internationale Fachtagung an der RPTU

    Vom 09. bis zum 12. Oktober 2025 dreht sich am Campus Landau der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) alles um das Thema Fische und deren Schutz in Zeiten des globalen Wandels: Interdisziplinär diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Fischerei und Gesellschaft über die Auswirkungen der sich verändernden Umweltbedingungen. Biodiversität und Lebensraumqualität stehen dabei unter anderem im Mittelpunkt.

    Weltweit nehmen die Fischbestände ab. Globale Umweltveränderungen, wie etwa die Erwärmung von Gewässern, gelten dabei als zentrale Ursache. So sind zwischen 1970 und 2020 im weltweiten Durchschnitt die Bestände wandernder Süßwasserfische um rund 80 Prozent zurückgegangen. Ein deutliches Warnsignal für klimawandelbedingte Veränderungen in unseren heimischen Gewässern ist, dass die Bachforelle – charakteristisch für unsere Bäche und Flüsse – 2023 erstmals auf der Roten Liste Deutschlands als „gefährdet“ eingestuft wurde.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859045

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    Schadstoffe im Wattenmeer: Forschende entwickeln Analyse-Tool

    Fische im Wattenmeer sind zunehmend mit Schadstoffen belastet. Forschende der Universität Oldenburg wollen die Wechselwirkungen besser verstehen. Das Ziel: Eine Softwarelösung entwickeln, die bei der Datenauswertung für Naturschutz-Projekte hilft.

    Forschende des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) an der Universität Oldenburg entwickeln zusammen mit Projektpartnern ein neues Analysetool, das dabei helfen soll, die Wechselwirkungen von Schadstoffen und anderen Umweltbelastungen auf Fische im Wattenmeer besser zu verstehen.

    Das Ziel: Umweltbehörden, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen in die Lage zu versetzen, einen raschen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Wechselwirkungen von Schadstoffen auf Fische zu gewinnen und verschiedene mögliche Szenarien zu testen. Mit dem Tool sollen so auch vielversprechende Naturschutzmaßnahmen zum Schutz der Fische identifiziert werden können. Die niedersächsische Wattenmeer-Stiftung fördert das Vorhaben mit 284.000 Euro. Beteiligt sind das gewässerökologische Institut „AquaEcology“ und der Softwareentwickler „BioDiv.Systems“.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859116

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    Licht an für sauberes Wasser: Neue Generation kompakter und effizienter Wasseraufbereitungssysteme

    Industrielle Prozess- und Abwässer stellen eine große Herausforderung für den Umweltschutz dar. Fraunhofer-Forschenden aus Dresden ist es nun gelungen, kompakte und energieeffiziente Systeme zu entwickeln, die durch photokatalytische Oxidation Verunreinigungen effizient abbauen. Kernstück dieser Systeme sind multifunktional beschichtete Schaumkeramiken.

    Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht – doch selbst in hochentwickelten Ländern gelangen trotz moderner Infrastruktur immer wieder schwer abbaubare Schadstoffe in den Wasserkreislauf. Zu den Hauptverursachern gehören Pestizide, Arzneimittelrückstände, Industriechemikalien, Mikroplastik, Farbstoffe oder PFAS. Allein im Trinkwasser wurden laut Umweltbundesamt bis 2023 schon 40 verschiedene Arzneimittelwirkstoffe festgestellt. Im Grundwasser, Oberflächenwasser und im Ablauf von Kläranlagen sind die Zahlen noch deutlich höher. Herkömmliche Reinigungsverfahren stoßen oft an technische, ökologische oder wirtschaftliche Grenzen und sind nicht in der Lage, sämtliche Spurenstoffe zu entfernen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859053

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    Abhängigkeit der Kipppunkte im globalen System: Vier zentrale Klimakomponenten destabilisieren sich

    Vier der wichtigsten miteinander verbundenen Teile des Klimasystems der Erde verlieren an Stabilität. Das zeigt eine in Nature Geoscience veröffentlichte internationale wissenschaftliche Studie auf der Grundlage von Beobachtungsdaten. Den Forschenden gelang es, die Warnsignale für eine Destabilisierung des grönländischen Eisschilds, der Atlantischen Umwälzzirkulation, des Amazonas-Regenwalds und des südamerikanischen Monsunsystems aufzuzeigen.

    „Wir haben jetzt überzeugende beobachtungsbasierte Belege dafür, dass mehrere miteinander verbundene Teile des Erdsystems sich destabilisieren“, sagt Erstautor Prof. Niklas Boers von der Technischen Universität München (TUM) und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Das bedeutet, dass diese Systeme sich kritischen Schwellenwerten nähern könnten, deren Überschreiten abrupte und irreversible Veränderungen mit schwerwiegenden Folgen auslösen könnte“, ergänzt Prof. Tim Lenton von der Universität Exeter.

    mehr: https://idw-online.de/de/news859063

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    Arbeitszeit pro Kopf auf Rekordhoch – Anstieg wird von Frauen getragen

    ie Arbeitszeit pro Kopf ist in Deutschland in den letzten Jahren stark gestiegen. Sie liegt aktuell mit annähernd 29 Stunden pro Woche auf dem höchsten Niveau seit der Wiedervereinigung. Dies zeigen aktuelle Auswertungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Berechnet wurde die geleistete wöchentliche Arbeitszeit pro Kopf für die Gesamtbevölkerung im Alter zwischen 20 und 64 Jahren. Hierdurch sind alle Personen in der Bevölkerung unabhängig von ihrem aktuellen Erwerbsstatus berücksichtigt.

    Frauen holen gegenüber den Männern auf
    Während Frauen 1991 im Schnitt rund 19 Wochenarbeitsstunden leisteten, waren es 2022 bereits über 24 Stunden. „Dieser Anstieg wird durch eine höhere Erwerbsbeteiligung der Frauen getragen. Die zunehmende Teilzeittätigkeit konnte durch eine starke Erhöhung des Anteils erwerbstätiger Frauen deutlich überkompensiert werden“, analysiert Harun Sulak vom BiB. So ist der Anteil erwerbstätiger Frauen innerhalb der letzten drei Jahrzehnte um fast ein Drittel gestiegen. Dennoch seien hier weitere Potenziale vorhanden: „So liegt die von Frauen und insbesondere Müttern als ideal angesehene Arbeitszeit nochmals höher als die aktuell realisierte Arbeitszeit. Familienpolitische Reformen wie der weitere bedarfsgerechte Ausbau der Kindertagesbetreuung sind wichtige Rahmenbedingungen, damit Frauen und auch Männer Erwerbsarbeit und Familie besser vereinbaren können“, so Prof. Dr. C. Katharina Spieß, Direktorin des BiB.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856630

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    Workation im Faktencheck: Auswirkungen auf die Arbeitswelt

    Fraunhofer IAO: Workation mehr als ein Trend
    Welche Auswirkungen hat die sogenannte Workation – eine Arbeitsform, bei der Berufstätige ihre Aufgaben an einem Urlaubsort oder während ihrer Reisen verrichten – auf Arbeitszufriedenheit, Motivation und Leistung? Und ist Workation ein kurzfristiger Trend oder wird sie sich in der Arbeitswelt etablieren? Eine aktuelle Untersuchung des Fraunhofer IAO zeigt, dass Mitarbeitende von einer erheblichen Steigerung ihrer Zufriedenheit durch flexible Arbeitsorte profitieren. Zudem trägt die Möglichkeit, Arbeit und Freizeit optimal zu kombinieren, zur Förderung der intrinsischen Motivation bei und führt zu einer messbaren Steigerung der Produktivität.

    Die wichtigsten Erkenntnisse auf einem Blick
    »Unsere Befragung zeigt, dass bereits 68 Prozent der Befragten mit Workation vertraut sind, dennoch ermöglichen nur 34 Prozent der Arbeitgeber der Befragten diese Form des mobilen Arbeitens«, erklärt Studienautorin Meral Yurdakul-Ziegler vom Fraunhofer IAO. »Dass zwischen Bekanntheit und tatsächlicher Umsetzung noch eine deutliche Diskrepanz besteht, verdeutlicht die Tatsache, dass bislang lediglich ein Viertel der Befragten eine Workation tatsächlich erlebt hat.« Die Ergebnisse basieren auf einer umfassenden Befragung von 964 Personen, die im Zeitraum von Juli 2023 bis Dezember 2024 durchgeführt wurde.

    mehr: https://idw-online.de/de/news858740

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    Artenreichtum im und am Wasser: Lebendige Flüsse für Niedersachsen

    Flüsse sind Hauptschlagadern für eine gesunde, lebendige Umwelt. Sie verbinden zahlreiche Lebensräume miteinander und spielen außerdem eine Rolle bei der Trinkwasserversorgung. Deshalb veranstalten die Vereinten Nationen (UN) übermorgen (Sonntag, 28. September) den Internationalen Tag der Flüsse. Damit Flüsse in Deutschland möglichst gesund und sauber sind, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen ein Modellprojekt für die Revitalisierung von Gewässerrändern ins Leben gerufen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Vorhaben, inklusive Vorstudie, mit insgesamt rund 340.000 Euro.

    Fließgewässer unersetzlich für die Qualität des Grundwassers
    „Flüsse sind essenziell für einen erfolgreichen Schutz der Umwelt“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. „Bäche, Flüsse und Kanäle vernetzen unterschiedliche Biotope und Lebensräume miteinander“, so Bonde. Außerdem seien sie Heimat für viele, teils seltene Tier- und Pflanzenarten. Auch für den Gesamtwasserhaushalt, die Qualität des Grundwassers und somit für eine stabile Trinkwasserversorgung sind Bonde zufolge gesunde Fließgewässer unersetzlich. Doch laut Umweltbundesamt waren 2022 deutschlandweit nur etwa acht Prozent der Fließgewässer in einem guten oder sehr guten Zustand – gemessen an der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union (EU). In Niedersachsen wurde 2020 zwischen Landesregierung, Naturschutzverbänden und Akteuren aus der Landwirtschaft der „Niedersächsischen Weg“ vereinbart – eine Kooperation zum Schutz der Flüsse im Landesgebiet. Laut dem BUND-Referenten für Gewässerpolitik Manuel Nerhoff geht das von der DBU geförderte Projekt einen Schritt weiter: „Wir wollen die ökologische Qualität der heimischen Fließgewässer verbessern. Durch die Aufwertung von Gewässerrandstreifen können wir die Artenvielfalt und die Biotopvernetzung vor Ort stärken.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news858775

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    Projekt zur Binnenschifffahrt: Die Zukunft fährt auf Wasserstraßen

    Wie lassen sich ländliche und städtische Gebiete durch Wasserstraßen verbinden? Wie wirken sich kleine Schiffsnetze auf die Umwelt und die regionale Wirtschaft aus? Fragen wie diesen ging ein Projekt unter der Führung der Universität Duisburg-Essen nach. Nun stellt das Team des Lehrstuhls Transportsysteme und -logistik am 30. September seine Ergebnisse im Nano Energie Technik Zentrum – NETZ in Duisburg vor.

    Transporte auf der Straße tragen nach wie vor zu hohen CO2-Emissionen bei und sind wenig umweltfreundlich. Eine Alternative könnten Wasserstraßen bieten. Das Projekt WISTAR* zeigt das Potenzial der Binnenwasserstraßen für kleine ländliche Unternehmen in der französischen Normandie, im Ruhrgebiet, am Niederrhein und in Wallonien in Belgien auf.

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    Neue Krebsmedikamente: Wie sich Nebenwirkungen am Auge behandeln lassen – und was sich in der Versorgung ändern muss

    Moderne Krebsmedikamente wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) und Immuntherapien können schwerwiegende Nebenwirkungen am Auge bis hin zur Erblindung verursachen. Doch unser Gesundheitssystem ist strukturell auf diese Patientinnen und Patienten nicht eingestellt, deren Zahl künftig noch wachsen wird, warnt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG). Daher fordert die Fachgesellschaft eine engere Verzahnung von Onkologie und Augenheilkunde sowie neue Versorgungspfade. Auf der Kongress-Pressekonferenz am Donnerstag, den 25. September 2025, stellte ein DOG-Experte Lösungsansätze vor.

    „Die Fortschritte in der Onkologie sind beeindruckend, aber sie haben aus augenärztlicher Perspektive mitunter einen Preis“, stellt Professor Dr. med. Philipp Steven vom Centrum für Integrierte Onkologie der Uniklinik Köln fest. Vor allem neuartige Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) zeigen zwar vielversprechende Effekte gegen Tumoren, können jedoch auch toxische Veränderungen an der Hornhaut hervorrufen. „Wir sehen sogenannte Pseudomikrozysten, die sich in die optische Achse bewegen und das Sehvermögen massiv beeinträchtigen können“, erläutert Steven, Experte für onkologische Nebenwirkungen am Auge.

    mehr: https://idw-online.de/de/news858752

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    Klimawandel bedroht Fischvielfalt : Nature-Studie belegt Rückgänge in kühlen US-Gewässern

    Die Zusammensetzung von Fischgemeinschaften in Flüssen und Bächen der USA hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten massiv verändert. Eine neue Studie in Nature belegt: Steigende Wassertemperaturen und die Ansiedlung bestimmter Fische durch den Menschen beschleunigen den Verlust der Biodiversität – vor allem in kühlen Gewässern. An der Studie ist Umweltexperte Prof. Dr. Ralf Schäfer (Universität Duisburg-Essen) beteiligt.

    „Arten aus der Familie der Karpfen und echten Barsche, die kühles Wasser bevorzugen, verlieren zunehmend ihren Lebensraum, da die Temperaturen in Flüssen weltweit steigen“, erklärt Prof. Dr. Ralf Schäfer, Umweltforscher an der Universität Duisburg-Essen und am Research Center One Health Ruhr. Für die Studie hat er zusammen mit einem internationalen Forschungsteam Langzeitdaten zu fast 400 Fischarten in Nordamerika ausgewertet. Die Daten stammen von der US-Umweltbehörde EPA, die zwischen 1990 und 2019 Proben an knapp 3.000 Standorten erhoben hat.

    mehr: https://idw-online.de/de/news858685

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    PFAS-Filter aus der Kugelmühle

    Ein Forschungsteam hat umweltfreundliches Material entwickelt, das bei der Beseitigung der Ewigkeitschemikalien helfen könnte.
    FAS sind fluorhaltige Verbindungen, die in viele Alltagsprodukten stecken, etwa in Outdoor-Bekleidung und Kochgeschirr wie der Teflonpfanne. Denn PFAS sind widerstandsfähig, hitzebeständig und schmutzabweisend. Genau diese Stabilität macht Probleme: Die potenziell gesundheitsschädlichen Substanzen werden in der Umwelt kaum abgebaut und gelten als Ewigkeitschemikalien. Auch in Abwässern finden sich PFAS. Sie herauszufiltern, ist zwar möglich, aber aufwändig. Ein Team unter der Leitung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat nun ein neues Filtermaterial entwickelt, basierend auf einer ungewöhnlichen Produktionsmethode. Entscheidende Experimente zur Optimierung des Verfahrens fanden an der DESY-Röntgenquelle PETRA III statt. Die Arbeitsgruppe stellt ihre Resultate im Fachmagazin small vor.

    Die neuen Filter-Kandidaten heißen „kovalente organische Gerüststrukturen“. Sie besitzen nanometerkleine Poren, in denen PFAS-Moleküle buchstäblich hängenbleiben können. Die Nano-Gerüste lassen sich auf eine originelle Weise herstellen – durch das Mahlen in einer speziellen Mühle. „Im Labor nutzen wir dazu einen kleinen Plastikzylinder, etwa so groß wie ein Filmdöschen“, erklärt BAM-Forscherin Franziska Emmerling. „In diesen Zylinder tun wir etwas Pulver, ein Tröpfchen Lösemittel und zwei Stahlkugeln, etwa so groß wie Pfefferkörner.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news858579

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    Batterie-Boom trifft Brandschutz

    Energiespeicher im Fokus der Braunschweiger Brandschutz-Tage 2025
    Energiespeicher gelten als Schlüsseltechnologie der Energiewende. Doch sie stellen auch eine neue Herausforderung für den Brandschutz dar. Die 39. Auflage der Braunschweiger Brandschutz-Tage vom 30. September bis 1. Oktober 2025 widmet sich deshalb aktuellen Fragen und Forschungsergebnissen zum Thema. Die Tagung findet in diesem Jahr im Audimax der Technischen Universität Braunschweig statt.

    Im Zentrum der Braunschweiger Brandschutz-Tage stehen die Risiken von Hochvoltspeichern und stationären Batteriesystemen. Lithium-Ionen-Batterien können im Fehlerfall innerhalb weniger Sekunden in Brand geraten, dabei giftige Gase freisetzen und sind oft nur schwer zu löschen. Für Planer*innen, die Feuerwehr und Versicherungen bedeutet das: Es sind neue Konzepte gefragt.

    „Mit dem Einzug von Energiespeichern in immer mehr Gebäuden wächst auch das Risiko von Bränden mit völlig neuen Dynamiken“, sagt Professor Jochen Zehfuß, wissenschaftlicher Tagungsleiter und Leiter des Fachgebiets Brandschutz im Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB) der TU Braunschweig. „Unser Ziel ist es, die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und Praxis zusammenzubringen, um sichere Lösungen für den Umgang mit diesen Technologien zu entwickeln.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news858532

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    Wie Moorschutz und Dachbegrünung für besseres Stadtklima sorgen

    Osnabrück. Gründächer sind Oasen für Insekten und kleine Tiere in dicht bebauten urbanen Zentren. Doch Nährbodenplatten auf dem Dach bestehen zumeist aus mineralischen Rohstoffen. Diese Materialien sind endlich. Deshalb hat das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 125.000 Euro geförderte Startup „Planterial“ eine neuartige Bodenplatte mit nachwachsenden Rohstoffen aus wiedervernässtem Moor mit doppelter Wirkung für den Klimaschutz entwickelt.

    Dachbegrünung mit positiver Umweltbilanz
    Die Moor-Wiedervernässung dient laut DBU dem Klimaschutz, der Biodiversität und der Regulierung des Wasserhaushalts gleichermaßen. „Das Startup zeigt, wie nachwachsende Rohstoffe von wiedervernässten Mooren als ökologisch innovative Baustoffe technisch und wirtschaftlich realisierbar sind“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Die drei Gründer des Kieler Startups Hannes Stuhr, Mika Siponen und Claudius von Thaler forschen seit 2020 daran, eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichen Nährbodenplatten für die extensive Dachbegrünung zu erarbeiten. Es handelt sich um Dachbegrünung aus einer dünnen Nährbodenplatte. Das Startup entwickelte schließlich das „Paluboard“ aus einer Paludi-Biomasse. Als Paludi-Biomasse bezeichnet man erneuerbare Rohstoffe, die auf wiedervernässten Moorflächen gezielt zur Ertragssteigerung der landwirtschaftlichen Betriebe angebaut werden, beispielsweise aus Schilf. Bei der Verarbeitung der Rohstoffe wird auf Emissionsreduzierung geachtet: „Das Paluboard wird mit geringem Energieeinsatz durch ein Heißpressverfahren unter Einsatz eines pflanzlichen, vollständig biologisch-abbaubaren Bindemittels hergestellt“, erläutert Stuhr. „Es könnten auch andere nachwachsende Materialien für die Herstellung des Paluboards verwendet werden, vorzugsweise landwirtschaftliche Reststoffe“, so Stuhr.

    mehr: https://idw-online.de/de/news858367

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    Welchen wirtschaftlichen Wert haben Innovationen?

    Die Wirkung von Forschung und Innovation nachzuweisen, ist ein Thema, das die Wissenschaft weltweit immer wieder beschäftigt. Eine makroökonomische Impact-Studie des Fraunhofer IPK und des Fraunhofer ISI bestätigt jetzt, dass ein nationales Forschungsnetzwerk in Brasilien zu 0,66 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des Landes beiträgt.

    Mit einem Bruttoinlandsprodukt von fast 2,2 Billionen US-Dollar ist Brasilien die größte Volkswirtschaft Südamerikas und ein wichtiger Akteur auf globaler Ebene. Das Land ist ein bedeutender Rohstoffexporteur sowie Öl- und Gasproduzent, hat aber Potenzial für eine größere Wertschöpfung in Technologiebereichen, die für ein nachhaltiges Wachstum unerlässlich sind. Deshalb beauftragte der brasilianische Industrieverband CNI (Confederação Nacional da Indústria) im Jahr 2011 den nationalen Dienst für industrielle Ausbildung SENAI (Serviço Nacional de Aprendizagem Industrial) mit dem Aufbau eines landesweiten Netzwerks von Instituten für angewandte Forschung. SENAI orientierte sich dabei unter anderem am Vorbild der Fraunhofer-Gesellschaft und bat 18 ihrer Institute um Unterstützung. Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK begleitet seitdem SENAI bei der strategischen Planung und praktischen Umsetzung des FuE-Netzwerks. Mittlerweile sind 26 SENAI-Innovationsinstitute (ISI) mit rund 1500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Betrieb und liefern Spitzenforschung und technologische Entwicklungen für die brasilianische Industrie. Mit einer Anfangsinvestition von SENAI und der brasilianischen Entwicklungsbank (BNDES) haben die SENAI-Innovationsinstitute in den letzten 12 Jahren rund 3350 FuE-Projekte mit 1325 Unternehmen durchgeführt. Das Gesamtvolumen betrug rund 2,5 Milliarden brasilianische Reais. In mehr als 56 Prozent dieser Projekte waren KMU involviert. Dem Netzwerk gelang es zudem, 185 Start-ups mit 90 großen Unternehmen zusammenzubringen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news858312

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    DITF setzen Zeichen für Klimaschutz

    Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) haben an ihrem Standort in Denkendorf erfolgreich umfangreiche Investitionen in Photovoltaikanlagen umgesetzt. Die auf den Gebäudedächern und überdachten Parkplätzen errichteten Anlagen haben eine gesamte installierte Leistung von 840 Kilowattpeak (kWp). Dafür haben die DITF mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg 1,6 Millionen Euro investiert. Am 17. September 2025 wurde die Anlage feierlich in Betrieb genommen.

    Die Landesregierung will die Landesverwaltung bis zum Jahr 2030 klimaneutral (netto-treibhausgasneutral) organisieren. Neben landeseigenen Gebäuden werden auch die Gebäude der wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen berücksichtigt. Dementsprechend wollen die DITF ihren Energie- und Wärmebedarf erheblich verringern und gleichzeitig selbst Energie durch regenerative Energieträger erzeugen. Ein wichtiger Baustein dieses Konzepts ist die neue Photovoltaikanlage.

    mehr: https://idw-online.de/de/news858472

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    Artenvielfalt im Wald: Kein Garant für Dürreresistenz

    Die Erhöhung der Baumartenvielfalt gilt als Strategie, um Wälder klimaresilienter zu machen. Eine neue internationale Studie unter Leitung der Universität Freiburg zeigt jedoch, dass eine hohe Artenvielfalt die Dürreresistenz von Wäldern nicht in jedem Fall verbessert.
    Durch die Analyse der Jahrringe von 1.600 Bäumen in Europa fanden die Forschenden heraus, dass sich bei langanhaltenden Dürren die anfänglich positive Wirkung einer hohen Baumartenvielfalt auf das Baumwachstum ins Negative verkehren kann.
    Entscheidend für den Aufbau klimaresilienter Wälder sind daher die sorgfältige Auswahl und Kombination von Baumarten sowie lokal angepasste Bewirtschaftungsstrategien, so die Forschenden.

    Eine höhere Vielfalt von Baumarten gilt als wichtiger Ansatz, um Wälder widerstandfähiger gegen die Auswirkungen des Klimawandels – darunter langanhaltende Dürreperioden – zu machen. Eine neue internationale Studie unter Leitung der Universität Freiburg, die in Global Change Biology veröffentlicht wurde, zeigt jedoch: Das Mischen möglichst vieler Baumarten steigert die Widerstandsfähigkeit von Wäldern gegenüber Dürre nicht zwangsläufig. Die Forschenden analysierten das Wachstum von 1.600 Bäumen aus 68 Artenmischungen in Europa und fanden heraus, dass sich die positiven Effekte einer großen Baumartenvielfalt bei langanhaltenden Dürreperioden umkehren können.

    mehr: https://idw-online.de/de/news858425

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    Universität und Stadtwerke Augsburg optimieren den Ridesharing-Dienst swaxi

    Forschung trifft auf Praxis: Die Stadtwerke Augsburg (swa) und der Lehrstuhl für Analytics & Optimization der Universität Augsburg arbeiten zusammen, um das dynamische Preismodell für Fahrten mit dem Ridesharing-Dienst swaxi der swa weiterzuentwickeln. Das swaxi, ein Ruf-Fahrdienst, ergänzt Busse und Straßenbahnen der swa. Der Fahrpreis ändert sich dynamisch je nach verfügbarem ÖPNV-Angebot.

    Unter der Leitung von Prof. Dr. Robert Klein, Inhaber des Lehrstuhls für Analytics & Optimization an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg, untersucht ein Forschungsteam das dynamische Preismodell. Ziel ist es, die Nachfrage so zu steuern, dass das swaxi das ÖPNV-Angebot der swa optimal ergänzt. Das bedeutet, dass die Preise nicht, wie bei privaten Diensten üblich, rein im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit optimiert werden. „Stattdessen stehen verschiedene Nachhaltigkeitsziele, wie etwa Daseinsvorsorge oder die Reduktion von Fahrzeugkilometern, im Vordergrund“, erläutert Dr. David Fleckenstein, einer der Mitarbeiter im Forschungsteam. Zudem müssten Anbieter wie die swa stets in der Lage sein, das Zustandekommen eines konkreten Fahrpreises transparent zu erklären. „Für uns ist das swaxi ein spannendes Praxisbeispiel für die Erforschung nachhaltiger dynamischer Bepreisungsverfahren und deren Potenzial in städtischen Räumen“, betont der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Robert Klein.

    mehr: https://idw-online.de/de/news858050

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    Reinigung von Flugzeugtriebwerken: h_da und Lufthansa Technik entwickeln neues Verfahren für Brennkammer und Turbine

    Schon hauchdünne Schmutzschichten auf den Schaufeln von Flugzeugturbinen haben große Auswirkungen: mehr Kerosinverbrauch, zusätzliche Emissionen und eine kürzere Lebensdauer teurer Bauteile. Wissenschaftler der Hochschule Darmstadt (h_da) forschen daher seit Jahren mit der Lufthansa Technik AG an neuen umweltschonenden und zeitsparenden Prozessen der Triebwerkswäsche. Das jüngste Forschungsprojekt von Maschinenbau-Professor Gerald Ruß hat ein neuartiges Reinigungsverfahren für die Heißgassektion, also Brennkammer und Turbine, ziviler Flugzeuge entwickelt. Das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Vorhaben wird aktuell für eine Patentanmeldung vorbereitet.

    Die Schaufeln von Flugzeugturbinen sind eher unscheinbar, nur wenige Zentimeter groß, dafür umso teurer. Etwa 70 davon bilden den Schaufelkranz einer Turbine, durch den die heiße Abluft aus der Brennkammer fließt und für den Schub sorgt. In einem einzigen Triebwerk sind fast eine Million Euro nur für diese Bauteile verbaut. Ihre spezielle Metall-Legierung, Form und Beschichtung machen die handgroßen Elemente so einzigartig und kostspielig. Kostenintensiv und aufwändig ist bislang auch ihre Reinigung.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857955

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    Wasserschutz ist Menschenrecht – Öko-Institut warnt vor Abschwächung der Sorgfaltspflichten

    Wasser ist eine zentrale Lebensgrundlage für Menschen, Natur und Wirtschaft. Doch die Ressource steht weltweit unter Druck: Veränderte Niederschläge, Extremwetterereignisse und der wachsende Wasserbedarf durch Landwirtschaft, Industrie und Haushalte führen zu Knappheiten und Verschmutzung. Weltweit agierende Unternehmen berücksichtigen Wasserrisiken jedoch bislang kaum systematisch, obwohl gerade in den globalen Lieferketten erhebliche Gefahren bestehen. Eine aktuelle Studie des Öko-Instituts zeigt, dass der strategische Stellenwert von Wasser häufig noch gering ist.

    „Wasser muss als Schutzgut ebenso ernst genommen werden wie Biodiversität und Klimaschutz“, fasst Melanie Pietschmann, Wissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkt nachhaltiges Wirtschaften und Co-Autorin der Studie, zusammen. „Deshalb muss der Schutz von Wasser in der Lieferkette von Unternehmen gestärkt werden.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news857966

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    MiningImpact3: Internationale Forschungsallianz untersucht Umweltauswirkungen des Tiefseebergbaus

    Mit einem viertägigen Treffen an der Universität Ghent startet die dritte Phase des europäischen Forschungsprojekts MiningImpact. Forschende aus neun Ländern arbeiten zusammen, um die ökologischen Auswirkungen des Tiefseebergbaus zu untersuchen – sowohl in Gebieten mit Manganknollen als auch an Massivsulfidvorkommen entlang mittelozeanischer Rücken.

    Tausende Meter unter der Wasseroberfläche liegt eine Welt, die uns fremder ist als der Mond: die Tiefsee. Sie gilt als eines der letzten unberührten Ökosysteme des Planeten – aber auch als Schatzkammer für Rohstoffe. Ob und wie hier jemals Bergbau betrieben werden darf, gehört zu den umstrittensten Umweltfragen unserer Zeit. Welche Folgen Eingriffe in die Tiefsee-Lebenswelten hätte, ist bisher nur wenig erforscht. Ein Projekt, das sich damit beschäftigt ist das europäische Forschungsprojekt MiningImpact, das vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel koordiniert wird.

    mehr: https://idw-online.de/de/news858065

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    Wie KI Städte effizienter und gerechter machen kann

    KI kann Kommunen helfen, die drängenden Klima-, Infrastruktur- und Beteiligungsaufgaben zu bewältigen. Die Potenziale werden jedoch nur ausgeschöpft, wenn KI richtig einsetzt wird. Eine neue Studie erläutert Konzepte, Wirkmechanismen, Praxisfälle und gibt Handlungsempfehlungen.

    Berlin. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) legt gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Experimentelles Softwareingineering (IESE) und der Kanzlei Becker Büttner Held (bbh) eine praxisorientierte Studie vor, die untersucht, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll in die integrierte Stadtentwicklung eingebettet werden kann. Auftraggeber ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

    mehr: https://idw-online.de/de/news858078

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    Arbeitssicherheit geht vor Nachhaltigkeit

    Gewerkschaftlich organisierte Betriebe legen mehr Wert auf Arbeitssicherheit als solche ohne Gewerkschaftsbindung. Dies bringt höhere Schadstoffemissionen und weniger Abfallbehandlung wie Recycling und Energiegewinnung mit sich. Trotz Prävention können diese erhöhten Emissionen nicht vollständig kompensiert werden. Das zeigt eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim zu den Auswirkungen von Gewerkschaftswahlen auf den Umgang mit gefährlichen Abfällen in den USA. Dort fallen bei Industrieunternehmen jährlich rund 30 Milliarden Kilogramm gefährliche Abfälle an, von denen zehn Prozent in die Umwelt gelangen.

    „Unsere Studie veranschaulicht, dass die Gewerkschaften bei Tarifverhandlungen häufig Kompromisse bei Umweltaspekten eingehen müssen“, erklärt die Ko-Autorin der Studie Dr. Eline Schoonjans aus dem ZEW-Forschungsbereich „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“. „Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften und Umweltbehörden könnte hier helfen, um sowohl die Sicherheit der Arbeitnehmer/innen als auch die ökologische Nachhaltigkeit sicherzustellen.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news857928

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    Neue Wege zu Methanol aus Strom und Biomasse

    Die Herstellung von Methanol aus Biomasse könnte künftig einfacher und dezentral erfolgen. Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) schlagen ein Verfahren vor, mit dem pflanzliche Roh- und Abfallstoffe in einem autarken Prozess unter milden Reaktionsbedingungen verarbeitet werden können. Die aufwändige Trocknung der Biomasse sowie weite Transporte zu großen Vergasungsanlagen werden damit überflüssig. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin „Green Chemistry“ veröffentlicht.*

    FAU-Forscher entwickeln Verfahren für nachhaltige dezentrale Herstellung
    Methanol ist eine vielseitige Basischemikalie und ein vielversprechender Energieträger – beispielsweise als drop-in-fähiger, also für bestehende Fahrzeuge direkt nutzbarer Kraftstoff. Noch wird der Methylalkohol mit der chemischen Formel CH3OH vorwiegend aus fossilem Erdgas gewonnen, was mit den langfristigen Klimazielen jedoch unvereinbar ist. „Nachhaltiges Methanol aus Biomasse kann zukünftig einen Teil der fossilen Methanolproduktion kompensieren. Mit den aktuellen Methoden ist dieser Prozess jedoch sehr aufwändig und energieintensiv“, sagt Dr. Patrick Schühle vom Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik der FAU.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857853

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    Soziale Fragen rund um Maßnahmen zur Klimaanpassung

    Mit der Erderwärmung werden Wetterereignisse extremer, die Gesellschaft muss sich anpassen. Wie sieht das konkret im lokalen Kontext aus? Ein Team des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS) hat zusammen mit Erftverband und Internationalem Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) im Einzugsgebiet der Erft, was nahe des Ahrtales liegt, welches vom Hochwasser im Juli 2021 betroffen war, anhand eines Real-World-Labs untersucht, inwieweit bei Anpassungsprozessen auch ethisch-soziale Fragen eine Rolle spielen.

    Nach der Flut- und Hochwasserkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 liegt auf der Hand, dass für solche Regionen ein Katastrophenrisikomanagement und eine Anpassungsstrategie umgesetzt und aufgebaut werden sollte. Laut wissenschaftlicher Prognosen könnten sich derartige Fluten künftig öfter und stärker ereignen. Im Einzugsgebiet der Erft agieren lokale Gemeinden und Interessensgruppen sowie regionale und landesweite Akteure, was ein Zusammenspiel verschiedener Regierungsebenen mit sich bringt – von kommunal über regional bis landesweit. Der Klimawandel bringt hydrologische Extremereignisse, aber auch wieder extreme Dürren mit sich. Die Überschwemmungen von 2021 haben verheerende Schäden angerichtet, über 100 Menschenleben gefordert und enorme wirtschaftliche Schäden verursacht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856656

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    Daten aus 70 Jahren zeigen: Anpassungsmaßnahmen können Hochwasserschäden reduzieren

    Menschen passen sich an Überschwemmungen durch private Vorsorgemaßnahmen, Frühwarnsysteme, Notfallpläne und andere Lösungen an. Eine neue Attributionsstudie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass solche Anpassungsmaßnahmen – abgesehen von baulichen Hochwasserschutzmaßnahmen – die wirtschaftlichen Schäden durch Überschwemmungen seit 1950 um 63 Prozent und die Zahl der Todesopfer um 52 Prozent verringert haben. Die Studie analysiert sieben Jahrzehnte historischer Hochwasserauswirkungen in Europa und zeigt, wie Anpassung die Folgen im Laufe der Zeit reduziert hat.

    Hochwasserschäden entstehen aus dem Zusammenspiel von Gefahren wie Starkregen oder Sturmfluten, Exposition – also wie viele Menschen und Sachwerte sich in gefährdeten Gebieten befinden – und Verwundbarkeit, also wie stark Menschen und Sachwerte bei Überschwemmungen geschädigt werden. „Hochwasserschutz und andere Anpassungsmaßnahmen haben seit 1950 den wachsenden Hochwasserrisiken durch die Ausweitung in Überschwemmungsgebiete und den Klimawandel auf dem gesamten Kontinent weitgehend entgegengewirkt“, erklärt Dominik Paprotny, PIK-Forscher und Hauptautor der in Science Advances veröffentlichten Attributionsstudie. „Die Verwundbarkeit wurde deutlich verringert, doch in den vergangenen 20 Jahren ist der Fortschritt bei der Anpassung langsamer geworden – ein Hinweis darauf, dass zusätzliche Anstrengungen nötig sind, um künftig eine Zunahme der Hochwasserschäden durch den Klimawandel zu verhindern.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news856770

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    Land fördert 29 Projekte für klimafreundliche Labore

    In den Laboren unserer Hochschulen entstehen wegweisende Innovationen – doch der Energie- und Ressourcenverbrauch ist enorm. Der Ideenwettbewerb „BWGreenLabs“ des Wissenschaftsministeriums zeigt, wie Labore nachhaltiger werden können.

    Forschungslabore verbrauchen erhebliche Ressourcen. Um ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, hat das Wissenschaftsministerium den Ideenwettbewerb „BWGreenLabs“ ausgeschrieben. Für zunächst ein Jahr werden 29 Projekte an sieben Universitäten, sechs Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sowie an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) mit jeweils bis zu 35.000 Euro gefördert.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857382

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    Kommunales Abwasser als Ressourcenquelle nutzen

    Kläranlagen reinigen nicht nur Abwasser, sie sind auch Rohstofflieferanten. Im Projekt KoalAplan gewinnen Forschende des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB gemeinsam mit Partnern hochwertige Produkte aus kommunalem Abwasser. Dazu gehören Ammonium und Wasserstoff sowie Polyhydroxyalkanoate (PHA), aus denen sich biobasierte und bioabbaubare Kunststoffe herstellen lassen.

    In unserem Abwasser stecken nicht nur Schmutz und Ausscheidungen, sondern auch wertvolle Rohstoffe wie Stickstoff und organische Kohlenstoffverbindungen. Mithilfe chemischer, biologischer und physikalischer Verfahren können daraus Wasserstoff, Ammonium und Polyhydroxyalkanoate (PHA) zurückgewonnen werden. Das zurückgewonnene Ammonium lässt sich als Stickstoffdünger für den Landbau verwenden, PHA sind der Rohstoff für Biokunststoffe. Diese Prozesse untersuchen die Forschenden im Projekt KoalAplan (siehe unten). Schauplatz für die interdisziplinäre Forschungsarbeit der Projektpartner ist das Lehr- und Forschungsklärwerk der Universität Stuttgart in Büsnau. Unter realen Bedingungen wird getestet, wie sich die Rückgewinnung von Rohstoffen in Klärwerken realisieren lässt. Hierfür wurde eine Bioraffinerie als Pilotanlage eingerichtet, die 2024 über ein halbes Jahr betrieben wurde.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857360

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    Für saubereren Biomüll: HSBI-Forschende entwickeln eine KI zur Erkennung von Fremdstoffen im Bioabfall

    Damit aus Bioabfällen wertvoller Kompost werden kann, darf er möglichst nur aus organischen Stoffen bestehen. Fremdstoffe wie Plastik, Glas oder Metalle sind für die Weiterverarbeitung in Kompostieranlagen ein großes Problem. Eine Novelle der Bioabfallverordnung verpflichtet die Anlagenbetreiber seit diesem Jahr zu strengeren Zielen bei der Reduktion von Fremdstoffen. Auf der Deponie Pohlsche Heide in Hille soll dabei in Zukunft eine von HSBI-Wissenschaftler:innen entwickelte KI helfen, Fremdstoffe zu suchen und ihre Menge zu bestimmen.

    Bielefeld (hsbi). Von oben betrachtet sieht eigentlich alles schön grün aus. Rasenschnitt wechselt sich mit ein paar Ästen, Blättern und anderen Pflanzenteilen ab. Dazwischen zeigt das Bild der hochauflösenden Kamera in der Kompostieranlage der Deponie Pohlsche Heide braune und beige Punkte. Die Menge erstaunt, aber es sind Kartoffeln oder anderes Gemüse. Doch auf der gesamten Fläche des fünf Meter hohen und breiten Bioabfallhaufens verraten weiße, graue und hellblaue Flächen unterschiedlicher Größe, dass hier nicht alles organischen Ursprungs ist. „Das Blaue sind die Müllsäcke, die jede:r kennt und das hier wahrscheinlich ein Pflanztopf aus Kunststoff“, erkennt Emilia Bensch auf den ersten Blick, was hier falsch gelaufen ist.

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    Wie sich Maßnahmen für Umweltschutz und für weniger Arm-Reich-Gefälle gegenseitig beeinflussen

    Die Zerstörung der Umwelt und die wirtschaftliche Ungleichheit – das sind zwei Kernprobleme, die Regierungen rund um den Globus erklärtermaßen in den Fokus ihrer Politik stellen. Doch bislang gab es keine umfassende Analyse dazu, wie diese beiden Probleme zusammenhängen und wie sich Politik-Maßnahmen für Umweltschutz und für weniger Arm-Reich-Gefälle gegenseitig ergänzen oder behindern. Die Studie „The Economics of Inequality and the Environment“ betrachtet nun diese Wechselwirkung mit einer Literaturanalyse. Sie wurde mitverfasst vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und veröffentlicht in der renommierten Fachzeitschrift Journal of Economic Literature.

    Die Studie benennt die theoretischen Mechanismen, die dem Wechselspiel von Umwelt und Einkommensungleichheit zugrunde liegen, und bilanziert das empirische Wissen zur Stärke dieser Mechanismen in der Praxis. Konzeptioneller Ausgangspunkt ist die von der Politik nach Kräften maximierte „soziale Wohlfahrt“ als Summe des individuellen Nutzens. Dieser Nutzen speist sich aus Gütern und Dienstleistungen, aus Freizeit und aus der Qualität der Umwelt. Der Kerngedanke lautet nun: Umweltpolitik beeinflusst nicht nur diese dritte Komponente, sondern alle Aspekte von Wohlfahrt. Denn umweltpolitische Maßnahmen verändern ja über Preise und Einkommen auch die wirtschaftliche Lage der Menschen – und zwar meist unterschiedlich bei Arm und Reich.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857349

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    Bauplan für nachhaltige Kunststoffe erstellt

    Ein internationales Forschungsteam unter Federführung der Universität Bayreuth hat erstmals gezeigt, welche Bausteine sich für eine präzise Kunststoffproduktion mit Schwefelatomen eignen. Diese schwefelhaltigen Kunststoffe können leichter zersetzt werden als übliche Kunststoffe und könnten so neue Recyclingwege eröffnen. Über ihre Erkenntnisse berichten die Forschenden im Fachjournal Angewandte Chemie International Edition.

    What for?
    Kunststoffe sind allgegenwärtig, sie finden sich in Verpackungen, Elektronikteilen oder Medizinprodukten. Doch sie hinterlassen ein riesiges Müllproblem: Viele herkömmliche Kunststoffe zerfallen nicht oder nur sehr schwer. Deshalb ist Forschung nötig, um neue Kunststoffe zu entwickeln, die nützliche Eigenschaften haben, aber zugleich gezielt abgebaut oder recycelt werden können. Dadurch können nachhaltigere Materialien designt werden, um den Einsatz von Kunststoffen langfristig ressourcenschonender zu ermöglichen. Der Einbau von Schwefelatomen in die Kunststoffketten (Polymere) macht diese abbaubarer, sagen die Forschenden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857395

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    Abkühlung vor der Haustür: Wie können öffentliche Gewässer in NRW legal zum Schwimmen genutzt werden?

    In den aktuellen Debatten um Badeverbote stehen die Gefahren des ungesicherten Schwimmens in Flüssen und Seen im Mittelpunkt – zurecht, denn zu viele Menschen sind dieses Jahr schon ertrunken. Allerdings scheint diese Diskussion mit Blick auf die Potenziale der Gewässer für sicheres Schwimmen auch verkürzt.

    Dr. Stefano Cozzolino, Wissenschaftler am ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, beschäftigt sich damit, was Kommunen tun können, damit Wasserflächen sicher und legal genutzt werden können. In Nordrhein-Westfalen (NRW) bieten einige wenige Seen die Möglichkeit, sich überwacht und sicher abzukühlen. Demgegenüber ist die Liste der „informell“ genutzten Gewässer lang. „Eine relevante Frage ist, ob der aktuelle regulatorische und institutionelle Ansatz – das Schwimmen in städtischen Kontexten grundsätzlich zu verbieten – wirklich zukunftsweisend ist“, so Cozzolino mit Blick auf die Einführung von Bußgeldern einzelner Kommunen. Er empfiehlt dagegen, mehr Wasserflächen legal nutzbar zu machen. Der Bedarf sei da. Heiße Temperaturen werden zunehmend in den Städten zum Problem. Gewässer sind dabei eine Möglichkeit der Abkühlung. Es ist außerdem eine soziale Frage, dass alle günstig oder kostenlos diese Möglichkeit haben.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856927

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    Reifenabrieb im Rhein: Wie Mikroplastik die Flussökologie verändert

    Von der Straße in Gewässer: Eine Studie von Forschenden der Universität Duisburg-Essen und der Universität zu Köln zeigt erstmals, wie stark Mikroplastik aus Reifenabrieb die mikrobielle Welt im Rhein verändert. Über vier Wochen wurden verschiedene Typen von Reifenpartikeln der Strömung im Fluss ausgesetzt – mit klaren Ergebnissen. Das Fachmagazin Environmental Pollution berichtet.

    Die winzigen Partikel verschiedener Größen von neuen und alten PKW- wie LKW-Reifen erwiesen sich nicht als neutrale Oberflächen, auf denen sich Bakterien ansiedeln. Vielmehr veränderten sie die Zusammensetzung der Biofilme – also jener bakteriellen Schichten, die Flusssteine, Sedimente und auch künstliche Materialien überziehen.

    „Wir konnten zeigen, dass sich bestimmte Bakterienarten besonders gern auf Reifenabrieb ansiedeln, während die allgemeine Vielfalt der Mikroorganismen darauf abnimmt“, erklärt Studienleiterin Dana Bludau, die in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jens Boenigk an der Universität Duisburg-Essen (UDE) promoviert. „Besonders die Biofilme auf größeren Partikeln älterer Reifen unterschieden sich deutlich von denen auf natürlichen Partikeln des Flussgrundes.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news857415

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    MINT-Bildung zum Anfassen für alle überall

    Förderung der Klaus Tschira Stiftung ermöglicht dem Mannheimer TECHNOSEUM Naturwissenschaft und Technik vor Ort zu bringen.

    Das TECHNOSEUM Mannheim ist aus der Museumslandschaft Deutschlands nicht wegzudenken. Hier gelingt es nicht nur, in einer immer komplexeren Welt technische Entwicklungen verständlich zu machen, sondern auch deren Einfluss auf die Menschen zu veranschaulichen – und so 200 Jahre Technik- und Sozialgeschichte mit Entdeckerspaß für Jung und Alt zu verknüpfen.

    Damit das künftig nicht nur für Besuchende des Museums am Mannheimer Stadteingang gilt, ermöglicht die Klaus Tschira Stiftung jetzt ein mobiles „MINT-Zentrum“ in Jugendzentren, Schulen, Bildungsprojekten oder in den Stadtteilen. Ziel des Förderprojekts über drei Jahre ist es, Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, die ansonsten nicht so leicht den Weg ins Museum finden würden. Bildung zum Anfassen also, nah dran, mit Haltung und Herzblut.

    Räume schaffen, in denen Neugier wachsen darf – unabhängig von Bildungsbiografie
    „Wir wollen gemeinsam Räume schaffen, in denen Neugier wachsen darf – unabhängig von Herkunft oder Bildungsbiografie“, betont die bei der Klaus Tschira Stiftung für das Projekt zuständige Programm-Managerin Bildung, Alev Dreger. Der Stiftung gehe es darum, „nicht nur zu fördern, sondern etwas zu bewegen“. Und das in Richtung Chancengerechtigkeit.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856870

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    Innovatives Projekt zur Grundwasserentsalzung der Hochschule Karlsruhe ausgezeichnet

    HKA-Forschungsprojekt „SmaCuMed“ gewinnt in Wettbewerb 10.000 € zur Markteinführung

    Das Projekt „SmaCuMed“ ging als einer von zwei Gewinnern aus dem PRIMA2BUSINESS Pitching-Wettbewerb 2025 hervor.

    SmaCuMed – intelligente Lösungen für nachhaltige Entsalzung
    Im Projekt SmaCuMed (Smart Irrigation Cube for Sustainable Agriculture in the Mediterranean Region) wird unter Leitung von Prof. Dr. Jan Hoinkis aus der Forschungsgruppe Wassertechnologie des Insituts für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik der Hochschule Karlsruhe (HKA) ein intelligentes Entsalzungssystem entwickelte, das speziell auf die Bedürfnisse von ländlichen Regionen im Mittelmeerraum zugeschnitten ist. Durch die Kombination von erneuerbarer Energie, IoT-Technologie und kosteneffizienter Wasseraufbereitung bietet SmaCuMed eine nachhaltige Lösung für die wachsende Wasserknappheit in der Region. Ziel ist es, erschwingliche und skalierbare Entsalzungsanlagen bereitzustellen, die die lokale Wasserautonomie stärken und gleichzeitig Umweltbelastungen minimieren.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857254

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    Stadt im Klimawandel: Uni Kassel startet Klimamessnetz

    Ein Sommer mit Wetterkapriolen geht zuende – künftig untersucht das Fachgebiet Umweltmeteorologie der Universität Kassel mit einem eigenen Stadtklimamessnetz die Auswirkungen städtischer Strukturen auf Temperatur und Mikroklima. Einige der insgesamt knapp 20 Messstationen sind im Stadtgebiet bereits installiert. Weitere Stationen folgen in den kommenden Wochen.

    Ziel ist es, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Bebauung, Vegetation, Relief und klimatischen Bedingungen in der Stadt besser zu verstehen. Die Messstationen des Kassel Urban Climate Observation Network (KUCON) sind dabei als Ergänzung zu den bestehenden Wetter- und Klimamessung beispielsweise der Stadt Kassel gedacht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857260

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    Klimawandel führt zu mehr «Superzellen-Gewittern» in Europa

    Forschende der Universität Bern und der ETH Zürich haben untersucht, wie der Klimawandel sogenannte Superzellen-Gewitter in Europa beeinflusst. Eine Klimaerwärmung von 3 Grad Celsius dürfte gerade im Alpenraum deutlich öfter zur Entstehung dieser zerstörerischen Stürme führen. Als Basis für die Simulation diente den Forschenden eine neuartige digitale Karte, die die Häufigkeit von Superzellen-Gewittern in bisher unerreichter Genauigkeit abbildet.

    Superzellen-Gewitter zählen zu den gefährlichsten Wetterphänomenen Europas. Diese besonders intensiven Gewitterzellen treten meistens im Sommer auf. Sie zeichnen sich durch einen rotierenden Aufwind, also aufsteigende, warme, feuchte Luft aus und bringen heftige Windböen, grossen Hagel, und starke Regenfälle mit sich. Superzellen-Gewitter führen regelmässig zu erheblichen Sachschäden, Ernteverlusten, Verkehrsproblemen und zu Verletzungen oder sogar Todesfällen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857209

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    Warum der Schaum auf belgischen Biere so lange hält

    Forschende der ETH Zürich finden den heiligen Gral der Braukunst: das Rezept für stabilen Bierschaum. Die Erkenntnisse bringen aber nicht nur Brauereien weiter.

    Sommerzeit ist Bierzeit – auch wenn der Konsum alkoholhaltiger Biere in der Schweiz rückläufig ist. Und nichts geht dem Bierliebhaber über eine Schaumkrone, die auf dem goldenen, perlenden Gerstensaft sitzt.

    Doch bei vielen Bieren platzt dieser Traum schnell, und der Schaum fällt in sich zusammen, bevor man den ersten Schluck nehmen kann. Allerdings gibt es auch Biersorten, bei denen die Schaumkrone lange hält.

    Weshalb das so ist, haben Forschende der ETH Zürich um Jan Vermant, Professor für Weiche Materialien, nun herausgefunden. Ihre Studie wurde soeben in der Fachzeitschrift Physics of Fluids veröffentlicht. Sieben Jahre haben der Belgier und seine Mitarbeitenden daran gearbeitet. Alles begann mit einer einfachen Frage an einen belgischen Brauer: «Wie kontrollierst du die Fermentierung?» – «Indem ich den Schaum beobachte», lautete die Antwort.

    Heute kennen die ETH-Wissenschaftler:innen die Mechanismen hinter dem perfekten Bierschaum. Und vielleicht können Biertrinker:innen künftig die Schaumkrone im Glas etwas länger bewundern, ehe sie ihren Durst löschen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857095

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    Energiewende zwischen Kontinuität und Neustart: Ein Ausblick auf mögliche Entwicklungslinien der 21. Legislaturperiode

    Wie geht es weiter mit der Energiewende? Welche Impulse kommen aus Brüssel? Und wie ist die aktuelle Situation mit flexiblen Netzanschlussverträgen (FCA)? Das sind die zentralen Themen der 28. Würzburger Gespräche zum Umweltenergierecht am 22. und 23. September 2025 in Würzburg. In diesem Jahr vereint die Stiftung Umweltenergierecht unter dem Dach der Gespräche mehrere Veranstaltungsangebote, sodass Teilnehmende beide Tage individuell gestalten können.

    Wie geht es weiter mit der Energiewende und welche Rechtsänderungen stehen in den nächsten vier Jahren an? Die Stiftung Umweltenergierecht will zentrale Themen und Entwicklungen aufgreifen, einordnen und diskutieren – im Rahmen der 28. Würzburger Gespräche zum Umweltenergierecht. Dafür organisiert die gemeinnützige und außeruniversitäre Forschungseinrichtung eine Tagung sowie zwei Parallelsessions zu aktuellen Fragestellungen aus der Praxis. Wann und wo? Vom 22. bis 23. September 2025, im Congress Centrum Würzburg.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857071

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    Verbesserung der Rolle von Kupfer bei der CO2-Umwandlung in wertvolle Brennstoffe

    Forschende der Interface Science Abteilung am Fritz-Haber-Institut haben untersucht, wie die Anwendung von gepulsten elektrischen Potentialbehandlungen auf Kupfereinzelkristalloberflächen als Modellkatalysatoren deren Fähigkeit verbessern kann, Kohlendioxid (CO2) in Brennstoffe wie Ethylen und Ethanol umzuwandeln. Der Schlüssel zur Erreichung der Selektivitätstunbarkeit liegt in der Kontrolle der durch die Pulse induzierten strukturellen und chemischen Katalysatortransformationen. Diese Forschung bietet Einblicke, die helfen könnten, CO2-Emissionen zu reduzieren und erneuerbare Energiequellen zu produzieren.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857017

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    Deutschland braucht bis 2030 rund 160.000 zusätzliche Arbeitskräfte für die Energiewende

    In den nächsten Jahren wird die Nachfrage nach Arbeitskräften für die Umsetzung des Klimaschutzes deutlich steigen. Modellrechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen: Für die Umsetzung der Energiewende werden bis zum Jahr 2030 rund 157.000 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt, bis zum Jahr 2040 102.000. Für die Folgen des Klimawandels und Anpassungsmaßnahmen sind bis 2030 beziehungsweise bis 2040 über 40.000 zusätzliche Arbeitskräfte erforderlich.

    Bis 2040 steigt durch die Umsetzung des Klimaschutzes die Nachfrage nach Arbeitskräften im Baugewerbe, in der Energieversorgung und in der Land- und Forstwirtschaft deutlich. Zudem werden mehr Arbeitskräfte im Bereich der IT und der vorgelagerten Zulieferindustrien benötigt. Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren wie dem demografischen Wandel und der digitalen Transformation kann es insgesamt aber dennoch zu einem Arbeitsplatzabbau in den genannten Branchen kommen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856825

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    Verteilen, aber richtig

    Daten in Gruppen aufzuteilen, ohne dass sich dabei ungewollte Cluster mit ähnlichen Elementen bilden, ist etwa für die Auswertung medizinischer Daten von großer Bedeutung. Zu diesem „Anticlustering“-Problem entwickelten Psychologen und Informatiker der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) 2020 ein neues Verfahren. Zusammen mit Forschenden der University of California in San Francisco (UCSF) entwickelten sie nun eine Erweiterung, die für die Analyse von Hochdurchsatz-Sequenzierungsdaten und mehr wichtig ist. Die Forschenden beschreiben ihr neues Werkzeug im Zusammenhang mit einer Anwendung bei der chronischen Erkrankung Endometriose in der Fachzeitschrift Cell Reports Methods.

    Endometriose ist eine komplexe, oft schmerzhafte Erkrankung, von der Millionen von Frauen weltweit betroffen sind. Bei ihr bildet sich Gewebe, das demjenigen der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter, etwa in den Eierstöcken oder auch im Darm. Das Gewebe kann sich während des Menstrationszyklus verändern.

    Um die zellulären und molekularen Faktoren zu untersuchen, die bei der Entstehung und dem Schweregrad der Endometriose eine Rolle spielen, führen multidisziplinäre Experten der UCSF und der Stanford University im Rahmen des ENACT-Zentrums Analysen von Daten hunderter Frauen durch. Ein Team unter der Leitung von UCSF-Professorin Dr. Tomiko T. Oskotsky leitet die Bemühungen um eine solide Versuchsplanung für Untersuchungen mit Hochdurchsatztechnologien, darunter die Einzelkern-RNA-Sequenzierung.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856858

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    H2PopUpLab startet am 31. August – Mitmach- und Erlebnisort für Wasserstoff und Energiewende öffnet in Gelsenkirchen

    Ab dem 31. August lädt das H2PopUpLab in der Bahnhofstraße 69 in der Gelsenkirchener City zum Entdecken, Mitmachen und Diskutieren ein. Bis Anfang Dezember 2025 können Besucherinnen und Besucher hier Experimente durchführen, Ausstellungen besuchen, an Workshops teilnehmen und mehr über Wasserstoff sowie die Energiewende erfahren. Die Eröffnung findet im Rahmen des Stadtfestes zum 150-jährigen Stadtjubiläum statt. Mit dem gemeinsamen H2PopUpLab bringen die Westfälischen Hochschule, das Institut Arbeit und Technik (IAT) sowie die Wissenschaftspark Gelsenkirchen Projekte gGmbH ihre Forschung direkt ins Herz von Gelsenkirchen. Das Projekt ist Teil des Wissenschaftsjahres 2025 – Zukunftsenergie.

    Auf insgesamt rund 500 Quadratmetern erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Angebot. Im Erdgeschoss lädt ein Mitmachlabor zu einfachen, anschaulichen Experimenten rund um Wasserstoff und erneuerbare Energien ein – von Brennstoffzellen über Solarzellen bis zu kleinen Windrädern. Dazu gibt es eine Ausstellungsfläche mit wechselnden Partnerangeboten, eine gemütliche Sitzecke mit Lademöglichkeit für Mobilgeräte per Solarstrom, der vor Ort generiert wurde, sowie einen Co-Working-Bereich. Das Obergeschoss bietet Raum für Veranstaltungen, Workshops und Weiterbildungsangebote.

    mehr: https://idw-online.de/de/news857002

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    Softwarebasierte Prozessautomatisierung als Antwort auf den Fachkräftemangel

    Personalengpässe, steigende Kosten und zunehmender Wettbewerbsdruck machen eine digitale Transformation notwendig. Das Forschungsprojekt HYPRO adressiert diese Herausforderungen durch den gezielten Einsatz von Hyperautomation – einem Ansatz, der verschiedene Technologien wie Robotic Process Automation (RPA), Process Mining und Chatbots kombiniert, um manuelle, repetitive Prozesse effizient zu automatisieren.

    Ziel: Ein interaktives, praxisnahes Tool für KMU
    Im Verlauf des Projektes HYPRO wird ein nutzerfreundliches, interaktives Tool entwickelt, das produzierenden KMU ermöglicht, ihre individuellen Prozesse zu analysieren und passende Automatisierungslösungen für diese zu identifizieren. Dabei berücksichtigt der Hyperautomation-Konfigurator sowohl technologische als auch organisatorische und menschliche Einflussfaktoren. Die Nutzer erhalten gezielte Empfehlungen für geeignete Technologien sowie für deren Integration in bestehende Prozesslandschaften.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856933

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    Kostenlose Open-Source-Lösung für frühzeitige Fehlererkennung im Energiesektor

    Durch die zunehmende Digitalisierung des Energiesektors eröffnen sich neue Potenziale für die vorausschauende Wartung technischer Anlagen. Gerade in der Windenergie ist es entscheidend, drohende Ausfälle frühzeitig zu erkennen, um unnötige Stillstandszeiten und Kosten zu vermeiden. Herkömmliche Wartungskonzepte stoßen hier an Grenzen: Sie sind häufig reaktiv, personalintensiv oder technisch schwer skalierbar. Das Fraunhofer IEE bietet ab sofort eine kostenlose, Open-Source-Lösung zur frühzeitigen Fehlererkennung – unabhängig von der zu überwachenden Komponente.

    Im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte hat das Fraunhofer IEE mit dem Team AEFDI (Automated Energy Fault Detection and Identification) Methoden zur KI-gestützten Anomalieerkennung entwickelt. Daraus ist der EnergyFaultDetector als vielseitig einsetzbares, skalierbares Framework zur automatisierten Fehlerfrüherkennung entstanden.

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    BBSR veröffentlicht Ergebnispapier des Stakeholder-Dialogs zur kommunalen Wärmeplanung

    Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat heute das Ergebnispapier des Stakeholder-Dialogs zur kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht. Die Empfehlungen zeigen, wie Bund, Länder und Kommunen mit der Wärmeplanung gemeinsam einen Beitrag zur Wärmewende leisten können.

    Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat heute das Ergebnispapier des Stakeholder-Dialogs zur kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht. Die Empfehlungen zeigen, wie Bund, Länder und Kommunen mit der Wärmeplanung gemeinsam einen Beitrag zur Wärmewende leisten können.

    Das BBSR hatte im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) die Steuerung des Dialog-Prozesses übernommen. Beteiligt waren auch die Deutsche Energie-Agentur (dena) und das Kompetenzzentrum Wärmewende (KWW). In einer Reihe von Fachworkshops haben Stakeholder aus Kommunen, Landesbehörden, Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft kontinuierlich ihre Erfahrungen, Bedarfe und Lösungsvorschläge eingebracht, um die Wärmeplanungspraxis schnell voranzubringen und gemeinsam Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856829

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    60 Prozent der Landflächen weltweit in bedenklichem Zustand

    Eine neue Studie kartografiert räumlich detailliert und über Jahrhunderte die planetare Belastungsgrenze der „funktionalen Integrität der Biosphäre“. Demnach sind 60 Prozent der globalen Landflächen schon außerhalb des lokal definierten sicheren Bereichs und 38 Prozent sogar in der Hochrisikozone. Die Studie wurde geleitet vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zusammen mit der Universität für Bodenkultur Wien und publiziert in der renommierten Fachzeitschrift One Earth.

    Die funktionale Integrität der Biosphäre meint die Fähigkeit der Pflanzenwelt, zur Regulierung des Erdsystems beizutragen. Dazu muss die Pflanzenwelt in der Lage sein, durch Photosynthese genügend Energie zu gewinnen, um die Materialflüsse von Kohlenstoff, Wasser und Stickstoff aufrechtzuerhalten, welche die Ökosysteme und ihre vielfältig vernetzten Prozesse unterstützen – trotz der heutigen massiven Eingriffe des Menschen. Zusammen mit Artensterben und Klimawandel bildet die funktionale Integrität der Biosphäre den Kern des Analysekonzepts der Planetaren Grenzen (https://www.pik-potsdam.de/de/produkte/infothek/planetare-grenzen/planetare-gren…) zum sicheren Handlungsraum der Menschheit.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856725

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    UN-Plastikabkommen: Was wurde mit den Verhandlungen in Genf erreicht?

    Vom 5. bis 15. August haben in Genf Delegierte aus 183 Ländern sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft verhandelt, um ein Abkommen gegen die globale Plastikverschmutzung zu beschließen. Denn diese schadet der Umwelt, der Gesundheit des Menschen und dem Klima. Was erreicht wurde und wie es weitergeht, schätzen die Meeresbiologin Dr. Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und die Umweltchemikerin Prof. Annika Jahnke vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) ein. Sie haben vor Ort die „Scientists‘ Coalition for an Effective Plastics Treaty“ und die deutsche Delegation unterstützt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856817

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    Daten aus 70 Jahren zeigen: Anpassungsmaßnahmen können Hochwasserschäden reduzieren

    Menschen passen sich an Überschwemmungen durch private Vorsorgemaßnahmen, Frühwarnsysteme, Notfallpläne und andere Lösungen an. Eine neue Attributionsstudie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass solche Anpassungsmaßnahmen – abgesehen von baulichen Hochwasserschutzmaßnahmen – die wirtschaftlichen Schäden durch Überschwemmungen seit 1950 um 63 Prozent und die Zahl der Todesopfer um 52 Prozent verringert haben. Die Studie analysiert sieben Jahrzehnte historischer Hochwasserauswirkungen in Europa und zeigt, wie Anpassung die Folgen im Laufe der Zeit reduziert hat.

    Hochwasserschäden entstehen aus dem Zusammenspiel von Gefahren wie Starkregen oder Sturmfluten, Exposition – also wie viele Menschen und Sachwerte sich in gefährdeten Gebieten befinden – und Verwundbarkeit, also wie stark Menschen und Sachwerte bei Überschwemmungen geschädigt werden. „Hochwasserschutz und andere Anpassungsmaßnahmen haben seit 1950 den wachsenden Hochwasserrisiken durch die Ausweitung in Überschwemmungsgebiete und den Klimawandel auf dem gesamten Kontinent weitgehend entgegengewirkt“, erklärt Dominik Paprotny, PIK-Forscher und Hauptautor der in Science Advances veröffentlichten Attributionsstudie. „Die Verwundbarkeit wurde deutlich verringert, doch in den vergangenen 20 Jahren ist der Fortschritt bei der Anpassung langsamer geworden – ein Hinweis darauf, dass zusätzliche Anstrengungen nötig sind, um künftig eine Zunahme der Hochwasserschäden durch den Klimawandel zu verhindern.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news856770

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    Satelliten enthüllen Plastik in der deutschen Landwirtschaft

    Es ist eine moderne Errungenschaft, die der Landwirtschaft hilft, Erträge zu steigern, Wasser zu sparen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren: Plastikfolien auf den Feldern. Sie kommen beim Anbau von Spargel, Erdbeeren und Gemüse zum Einsatz. Wie weit verbreitet der Einsatz der sogenannten „Plastikkultur“ in Deutschland ist, erfasst Alessandro Fabrizi, Arbeitsgruppe für Wasser- und Bodenressourcenforschung an der Universität Augsburg, mit weiteren Forschenden anhand von Satellitendaten.

    Die Forschung, die in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht wurde, kann den Einsatz dieser Folien mit hoher Genauigkeit auf Feldebene kartieren, während frühere Zahlen sich auf Schätzungen von Bundesländern oder Kreisen bezogen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856655

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    „Smart City“: „Wir müssen schneller werden“

    Die Stadt der Zukunft soll intelligent sein: Weltweit setzen Städte und Kommunen auf Digitalisierung und Vernetzung, um effizienter, nachhaltiger und lebenswerter zu werden. Das Konzept der „Smart City“ umfasst digitale Lösungen für alle Bereiche des täglichen Lebens, von der Abfallentsorgung über die Bildung bis zu Mobilität und Wohnen. Professor Michael Rademacher von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg beschäftigt sich mit der Sicherheit von drahtlosen Netzwerken vor allem im Bereich der kritischen Infrastrukturen. Im Interview spricht der Informatiker über den Rückstand im öffentlichen Raum, Datenschutz und warum er Kameras für den falschen Weg hält.

    Herr Professor Rademacher, in Hürth hat die Stadt Mülleimer aufgestellt, die eine Leerungsaufforderung senden, wenn sie zu mehr als der Hälfte gefüllt sind. In Bonn wurden Bäume mit Sensoren ausgestattet, die den Feuchtigkeitsgehalt im Boden messen und die Daten an das Amt für Umwelt und Stadtgrün senden. Andere Städte haben Straßenlaternen, die nachts nur dann mit voller Stärke aufleuchten, wenn sie Radfahrer oder Fußgänger erkennen. Sind das technische Spielereien, oder steckt mehr dahinter?

    mehr: https://idw-online.de/de/news856667

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    Digitale Daten für die Kreislaufwirtschaft: Studie zeigt, wie Berlin Ressourcen besser nutzen kann

    Berlin hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt: Bis spätestens 2045 soll die Hauptstadt
    klimaneutral sein. Neben beispielsweise dem konsequenten Ausbau der Solarenergie und
    anderen erneuerbaren Energien oder der Dekarbonisierung des Fernwärmenetzes, müssen auch Aspekte bedacht werden, wie wir mit Ressourcen umgehen. Ein zentraler Baustein ist der Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

    Die Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, Rohstoffe und Materialien so lange wie möglich im Umlauf zu halten, durch Wiederverwendung, Reparatur, Recycling oder neue Geschäftsmodelle. Das entlastet nicht nur Umwelt und Klima, sondern fördert auch eine widerstandsfähigere, unabhängige Berliner Wirtschaft. In Berlin gibt es bereits zahlreiche Ansätze und Initiativen, insbesondere im Bauwesen, in der Textilwirtschaft und in der Wiederverwendung von Elektrogeräten.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856677

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    Mit RESTORE saisonale Energieschwankungen ausgleichen

    Forschende der TU Wien entwickeln thermochemische Speicher, mit denen sich Energie über sehr lange Zeiträume nahezu verlustfrei speichern lässt.

    Energie lässt sich in verschiedenen Formen speichern: elektrisch, thermisch oder auch thermochemisch. Je nachdem welche Speicherform verwendet wird, lässt sich Energie unterschiedlich lang speichern beziehungsweise in unterschiedlicher Form wieder entnehmen. Im EU-Projekt RESTORE haben Forschende der TU Wien nun thermochemische Energiespeicher entwickelt, mit denen sich Energie nahezu verlustfrei und über längere Zeiträume speichern lässt. Die Rede ist hier von Monaten, Jahren oder gar Jahrzehnten. Energie kann sowohl in Form von Wärmeenergie als auch in Form von elektrischer Energie in das System eingespeist werden. Ein Wandler ermöglicht es außerdem, Energie in beiden Formen wieder zu entnehmen.

    All dies sind wichtige Kriterien, um den vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energieträger angehen zu können. Da zum Beispiel Solarenergie im Sommer in viel größerem Maß vorliegt als im Winter, ist es wichtig, dass man die Energie auch über einen längeren Zeitraum effizient einspeichern kann – zum Beispiel für den Winter, in dem einerseits weniger Solarstrom produziert werden kann, als auch der Energiebedarf steigt, um zu heizen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856589

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    Wasser im Nanomaßstab: Oberflächen dominieren – nicht der Raum

    Forschende am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben bisherige Annahmen darüber, wie sich Wasser in atomar kleinen Räumen verhält, grundlegend infrage gestellt. Mithilfe spektroskopischer Methoden und Simulationen untersuchten sie Wasser, das auf nur wenige Molekülschichten begrenzt ist. Das Team um Mischa Bonn fand heraus, dass die Struktur des Wassers bemerkenswert „normal“ bleibt – bis es auf unter einen Nanometer begrenzt wird, also viel dünner als bisher angenommen.

    Die Herausforderung: Nur wenige Wasserschichten untersuchen
    Die Struktur einer Wasserschicht zu erfassen, die nur wenige Moleküle dick ist, stellt eine enorme wissenschaftliche Herausforderung dar. Das Team entwickelte ein nanoskaliges Kapillargerät, indem sie Wasser zwischen einer einzelnen Lage Graphen und einem Calciumfluorid-Substrat (CaF₂) einschlossen. Um mikroskopische Struktur des eingeschlossenen Wassers zu erkennen nutzten sie modernste oberflächenspezifische Vibrationsspektroskopie – einschließlich der Orientierung und Wasserstoffbrückenbindungen der Moleküle – und machten so die schwer fassbaren wenigen Wasserschichten „sichtbar“.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856566

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    Aus der Pandemie gelernt: Kommunales Krisenmanagement entwickelt sich weiter

    In Krisen stehen Rat und Verwaltung unter besonderem Druck. Ein neues Difu-Policy-Paper zeigt Erfahrungen der Kommunen aus der Pandemiebewältigung auf und gibt Handlungsempfehlungen für ein angepasstes Krisenmanagement.

    Berlin. Eine Analyse des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) zeigt, dass Kommunalverwaltungen sich bei der Bewältigung der COVID-19-Pandemie – als eine lang andauernde und alle gesellschaftlichen Bereiche umfassende Krise – widerstands- und anpassungsfähig erwiesen haben. Ämterübergreifende Kooperationen und transparente Aufgabenpriorisierungen entlasten Mitarbeitende, und die gezielte Nutzung etablierter Quartiersstrukturen sichert zugleich die Versorgung vulnerabler Gruppen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856533

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    Wasserstofftransport mit Salz

    Rund 1 Mio. Euro Förderung für Hochschule Wismar im Projekt zur innovativen Wasserstoffspeicherung auf Basis von Formiatsalzen:
    (Rostock/Wismar) Heute, am 8. August 2025, überreichte Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommerns, im Leibniz-Institut für Katalyse e. V. (LIKAT) in Rostock den Zuwendungsbescheid für das neue FuE-Verbundvorhaben „FormaPort – Entwicklung eines neuartigen Wasserstofftransportmediums auf Basis von Formiatsalzen“. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines wirtschaftlichen und technologisch effizienten Systems zur sicheren Speicherung und zum Transport von Wasserstoff.

    Innovationspotenzial und ökologische Vorteile
    Während auf Rostocks Gewässern zur HanseSail historische Segler als Transportmittel alle Blicke auf sich ziehen, steht ein Transportmittel der Zukunft im Fokus einer Veranstaltung in der Rostocker Südstadt: Formiatsalz. Formiat als chemischer Energieträger zeichnet sich durch seine Umweltverträglichkeit aus und ermöglicht mit Hillfe katalytischer Prozesse sowohl eine sichere Einspeicherung als auch eine bedarfsgerechte Freisetzung von Wasserstoff. Mit Blick auf die stetig wachsende Bedeutung von Wasserstoff als Energieträger soll das zu entwickelnde „FormaPort“-System eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Speichermethoden bieten. „Wir freuen uns, in Mecklenburg-Vorpommern die Entwicklung innovativer Technologien zur Wasserstoffspeicherung aktiv zu fördern“, betonte Wirtschaftsminister Dr. Blank bei der Überhabe des Fördermittelbescheids. „FormaPort kann einen wichtigen Beitrag leisten, die Energiewende voranzutreiben und die Infrastruktur für grünen Wasserstoff nachhaltig zu stärken.“

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    Wie Immunzellen kommunizieren, um Infektionen und Krebs zu bekämpfen

    Ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftler*innen des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH), des Max Delbrück Center, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Heidelberg Institute for Stem Cell Technology and Experimental Medicine (HI-STEM) und der Queen Mary University of London, UK, hat eine Technologie zur Entschlüsselung der Immunzell-Kommunikation entwickelt. Damit lässt sich aus der Interaktion der Immunzellen ablesen, wie der menschliche Körper Virusinfektionen bekämpft, inwiefern Fehlfunktionen zu Autoimmunerkrankungen führen und warum Immuntherapien bei manchen Menschen wirken und bei anderen nicht.

    Ein gesundes Immunsystem ist darauf trainiert, Infektionen und Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Diese Abwehr beruht auf einem komplexen Kommunikationssystem auf zellulärer Ebene, in dem verschiedene Immunzellen jeweils eine spezialisierte Aufgabe erfüllen: Infektionserreger erkennen, andere Immunzellen darauf aufmerksam machen und schädliche Zellen oder Erreger beseitigen. Problematisch wird es, wenn die Kommunikation zwischen verschiedenen Zelltypen gestört ist. Dann kann es zu einer Vielzahl von Krankheiten kommen.   

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    Arbeitgeberpflichten bei Hitze gelten auch fürs Home-Office

    Prof. Dr. Peter Wedde verweist auf geltendes Recht bei hohen Sommertemperaturen am Arbeitsplatz
    Den bisherigen Hitzerekord des Jahres 2025 hält Andernach in Rheinland-Pfalz, wo am 2. Juli 39,3 Grad Celsius gemessen wurden. Wer an solch heißen Tagen arbeiten muss, kann froh sein, wenn sein Arbeitsplatz klimatisiert ist oder es dort wenigstens einen leistungsfähigen Ventilator gibt. An vielen Arbeitsplätzen fehlen Möglichkeiten zur Minderung der Wärmebelastung aber ganz oder kommen aufgrund der Art der Tätigkeit nicht in Betracht.

    Dies gilt insbesondere für Arbeiten im Freien – aber auch für viele Home-Office-Arbeitsplätze.
    Hitze am Arbeitsplatz hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Beschäftigten und reduziert zugleich die Effektivität der Arbeitsleistung. Was Arbeitgeber tun müssen, um ihre Beschäftigten zu schützen, erläutert Prof. Dr. Peter Wedde, emeritierter Professor für Arbeitsrecht und Recht der Informationsgesellschaft an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS).

    Kein Rechtsanspruch auf „Hitzefrei“
    „Einen Anspruch auf ,Hitzefrei‘ für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehen die gesetzlichen Regeln zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in Deutschland nicht vor. Nach der einschlägigen Regelung in § 618 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) müssen Arbeitgeber lediglich Arbeitsräume zur Verfügung stellen, in denen ihre Beschäftigten vor Gefahren für Leben und Gesundheit geschützt sind. Den Umfang dieser Verpflichtung konkretisiert die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Sie zielt darauf, Gefährdungen der Sicherheit und der Gesundheit von Beschäftigten am Arbeitsplatz zu vermeiden oder so gering wie möglich zu halten.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news856450

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    Zahl der Hitzetage mehr als verdoppelt: VDI gibt Kommunen praxisnahe Empfehlungen für Hitzeaktionspläne

    Deutschland erlebt immer häufiger Hitzeperioden: Der Sommer 2025 startete im Juni mit Temperaturen bis 40 Grad. Meteorologen warnen vor einer beunruhigenden Klimadynamik. Hitzewellen stellen eine wachsende Gesundheitsgefahr dar und können ohne ausreichende Maßnahmen besonders für ältere Menschen, Kleinkinder und chronisch Erkrankte lebensbedrohlich werden. Der VDI hat konkrete Empfehlungen für die Aufstellung und Umsetzung von Hitzeaktionsplänen vorgestellt, die Kommunen eine Hilfestellung beim Bevölkerungsschutz geben.

    Hitzeaktionspläne als zentrale Vorsorgemaßnahme

    Lag die Anzahl heißer Tage im Zeitraum 1961 bis 1990 (Klimanormalperiode) noch bei 4,2, hat sich der Durchschnittswert im darauffolgenden Zeitraum (1991 bis 2020) mehr als verdoppelt – auf 8,9 Hitzetage pro Jahr. Dabei gilt ein Tag als Hitzetag, wenn die Tageshöchsttemperatur mindestens 30 °C erreicht oder überschreitet. Durch Hitze entsteht ein Gesundheitsrisiko, das folgende Beschwerden auslösen kann:

    • Überlastung des körpereigenen Kühlsystems
    • Dehydration und Elektrolytverlust
    • Überhitzung des Körpers
    • Belastung des Herz-Kreislauf-Systems
    • Verschlimmerung bestehender Gesundheitsprobleme

      mehr: https://idw-online.de/de/news856396

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    Wasseraufbereitung neu gedacht –Lehranstalt für Fischerei kooperiert mit Hochschule Hof

    Wissenschaftler der Hochschule Hof und Ingenieure der Firma Hydrotec aus Selb möchten die Aufbereitung von so genanntem Klarwasser optimieren – zum Beispiel in der intensiven Süßwasser-Aquakultur. Für ihr Projekt UVPHON wurden jetzt mit einem eigens entwickelten Prototyp, einem neuartigen UV-C-Reaktor, mehrere Versuche in der Lehranstalt für Fischerei (Aufseß, Oberfranken) durchgeführt und Wasserproben entnommen. Ziel ist die Entwicklung eines innovativen Systems zur Wasseraufbereitung.

    „Unsere Lehranstalt für Fischerei ist eine angesehene Bildungs- und Forschungseinrichtung rund um die Themen Fischerei, Teichwirtschaft und Gewässer. Ich freue mich, dass wir bei diesem Projekt die Wissenschaftler unterstützen können“, so Bezirkstagspräsident Henry Schramm und betont: „Gerade mit Blick auf den Klimawandel und die immer weiter zunehmende Trockenheit, ist es wichtig, mit der Ressource Wasser schonend umzugehen, dabei ist die Wasseraufbereitung eine wichtige Säule.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news856247

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    Schäden an Windenergieanlagen erlauschen

    Windenergieanlagen zu warten und mögliche Schwachstellen zu erkennen, ist teuer und aufwändig, besonders bei Offshore-Anlagen im Meer. Rotorblätter werden daher bereits oft auf Verdacht kostenintensiv ausgetauscht. Eine Lösung, mit der sich Risse und Brüche im Inneren der Blätter frühzeitig aus der Ferne erkennen lassen, hat das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES entwickelt.

    Risse, Brüche oder Erosionen in Rotorblättern führen immer wieder zu Ausfällen in Windenergieanlagen. Vor allem Offshore-Windparks sind gefährdet, da sie im Meer besonderes starken Winden, Regen und Unwettern ausgesetzt sind. Inspektionen sind wegen der schweren Zugänglichkeit aufwändig und teuer, weshalb Rotorblätter teilweise bereits auf Verdacht ausgetauscht werden. Die Kosten können sich dabei je Blatt und Schadensfall auf deutlich mehr als 200 000 Euro belaufen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856292

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    Echtzeit-Messverfahren verlängert Lebensdauer und erhöht Sicherheit von Batterien

    Ein neuartiges Messverfahren ermöglicht ein optimiertes Batteriemanagement in E-Autos und hilft so, sie sicherer zu machen und ihre Lebensdauer zu verlängern. Die Impedanzspektroskopie aus dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM wertet detaillierte Messdaten zum Batteriezustand während des Betriebs in Echtzeit aus. Damit könnten Batterien auch für sicherheitskritische Anwendungen genutzt werden.

    Leistungsfähige und sichere Batterien sind ein zentraler Baustein für den Erfolg der Elektromobilität. Entsprechend entscheidend ist die Messung von Kapazität und Zustand einer Batterie. Am aussagekräftigsten ist hier die Impedanzspektroskopie. Die Impedanz selbst lässt sich nicht direkt messen, sie wird aus dem Verhältnis von Strom und Spannung errechnet. Sie gibt Auskunft über den Ladestand (SOC, State of Charge) und erlaubt Rückschlüsse auf den Zustand des Innenlebens mit Kathoden, Anoden oder Elektrolyten (SoH, State of Health) oder den Sicherheitszustand.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856294

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    UN-Plastikabkommen: Bringen die Verhandlungen in Genf endlich den Durchbruch?

    Vom 5. bis 14. August setzen Vertreter:innen aus über 170 Ländern sowie aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft in der Schweiz die Verhandlungen für ein rechtsverbindliches Abkommen gegen die Plastikverschmutzung fort. Dr. Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut (AWI), begleitet die Verhandlungen von Anfang an als Teil der deutschen Delegation und der ‚Scientists‘ Coalition for an Effective Plastics Treaty‘:„Im besten Fall erreichen wir in Genf, dass sich die Weltgemeinschaft, oder zumindest weite Teile davon, zu einem starken Abkommen bekennt, das sich an wissenschaftlichen Fakten orientiert und anerkennt, wie schädlich Plastik für den Menschen und die Natur ist.“

    Weltweit werden jedes Jahr über 460 Millionen Tonnen Plastik produziert. Allein bei der Produktion entstehen mehr Treibhausgase als im gesamten Flugsektor. Viele Produkte sind dabei so gestaltet, dass sie schwer oder gar nicht recycelbar oder wiederverwendbar sind. Bis 2060 soll sich daher die Menge des Plastikmülls verdreifachen, wenn weiterhin so viele Kunststoffe hergestellt werden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass es viel mehr Plastikpartikel im Meer gibt als bisher angenommen. Demnach befinden sich allein in der oberen Wasserschicht des Nordatlantiks 27 Millionen Tonnen kleinster Plastikpartikel. Kunststoffe tauchen mittlerweile selbst in den entlegensten Teilen unseres Planeten auf, und auch in unseren Körpern finden Forschende überall Plastik. Studien zeigen, dass wir die planetaren Belastungsgrenzen für neue Stoffe bereits überschritten haben. Als Teil der dreifachen planetaren Krise tragen Kunststoffe demzufolge zur Erderhitzung und Biodiversitätskrise bei.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856242

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    Forscher vergleichen am Beispiel Kalifornien verschiedene Strategien zur Nutzung von Altbatterien aus Elektroautos

    Ein Forschungsteam der Universität Münster, der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle und des Lawrence Berkeley National Laboratory hat am Beispiel Kalifornien untersucht, ob man ausgediente Elektrofahrzeug-Batterien sofort recyceln oder zunächst der Zweitnutzung zuführen sollte. Es empfiehlt für Länder mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien, Altbatterien aus Elektrofahrzeugen zunächst als stationäre Energiespeicher wiederzuverwenden.

    Um wertvolle Rohstoffe für neue Batterien wiederzugewinnen, lassen sich Altbatterien aus Elektrofahrzeugen recyceln. Alternativ können die Batterien als stationäre Energiespeicher weitergenutzt werden und dazu beitragen, erneuerbare Energien in das Stromnetz zu integrieren, Lastspitzen aufzufangen und so die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Sowohl Recycling als auch die Verlängerung des Lebenszyklus durch Zweitnutzung sind wichtige Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Doch was ist besser – sollte man ausgediente Elektrofahrzeug-Batterien sofort recyceln oder ein zweites Mal nutzen? Ein Forschungsteam der Universität Münster, der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle (Münster) und des Lawrence Berkeley National Laboratory (Berkeley/USA) hat diese Frage nun am Beispiel des US-Bundesstaates Kalifornien untersucht. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass der Einsatz der alten Batterien als stationäre Energiespeicher langfristig wirkungsvoller zur Einsparung von Treibhausgasemissionen beiträgt als unmittelbares Recycling. Sie empfehlen daher für Länder mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien, Altbatterien aus Elektrofahrzeugen zunächst als stationäre Energiespeicher wiederzuverwenden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856117

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    Wasser messen & verstehen: Schulprojekt zur Klimaanpassung begeistert mit wissenschaftlichem Engagement

    Wie viel Regen fällt eigentlich rund um Selbitz? Wie reagieren Böden und Bäche auf Niederschläge – und wie kann man das messen? Diesen Fragen sind 14 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen des Hochfranken-Gymnasiums Naila im Rahmen des Wahlkurses „Wasser digital erforschen!“ mit bemerkenswerter Neugier und Ausdauer nachgegangen.

    Unter Anleitung der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) https://www.hswt.de/ wurden über neun Monate hinweg Regen- und Wasserstandsmessungen durchgeführt. Die Daten wurden über eine App erfasst, analysiert und mit historischen Wetterdaten verglichen. Am 08. Juli 2025 präsentierten die jungen „Citizen Scientists“ ihre Ergebnisse beim „Schwammtisch“ im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal der Goldenen Krone in Selbitz. Sie begeisterten das Publikum mit fundierten Messdaten, anschaulichen Experimenten und viel Herzblut.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856209

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    Klimaschutz: Politiker unterschätzen Bereitschaft der Bürger

    Lüneburg/Bochum. Deutsche Politiker unterschätzen die Bereitschaft der Bevölkerung, wirksame Klimaschutzmaßnahmen zu unterstützen. Zu diesem erstmalig ermittelten Befund kommt eine von Dr. Timur Sevincer an der Leuphana Universität Lüneburg zusammen mit Prof. Dr. Wilhelm Hofmann von der Ruhr-Universität Bochum geleitete Studie.

    Der Psychologe und Experte für nachhaltiges Verhalten und sein Kollege haben unter anderem herausgefunden: „Die Unterschätzung ist am größten für Maßnahmen, die den wirksamsten Beitrag zum Klimaschutz leisten könnten, wie etwa Regulierungen und Besteuerung von klimaschädlichen Produkten.“ Auch Bürgerinnen und Bürger unterschätzen die Bereitschaft ihrer Mitmenschen, mehr Klimaschutzmaßnahmen zu akzeptieren, sind aber näher an der Realität als die Politiker, haben die Wissenschaftler festgestellt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news856134

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    Wie man aus Abfall Milch macht | DFG-Projekt untersucht Kreislaufwirtschaft zu Tierfutter in Indien

    In der indischen Megastadt Bengaluru untersuchen deutsche Forschende die Fütterungspraxis für die Nutztiere von Kleinbauern: Ihre Tiere bekommen oft Lebensmittelabfälle zu fressen.

    Die Wissenschaftler*innen von der Universität Vechta und der Universität Kassel wollen herausfinden, wie diese Kreislaufwirtschaft funktioniert, wie es um die Hygiene des Futters steht und ob das Konzept hilft, den Klimawandel zu bekämpfen.

    Gefördert wird die Arbeit als Teilprojekt der Forschungsgruppe „Sustainable Rurbanity – Resources, Society, and Regulatory Systems“ nun von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für eine erste Phase von vier Jahren.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855966

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    Wie Heizenergie-Feedback das Verhalten positiv beeinflusst

    Feedback zum eigenen Heizverhalten über digitale Benutzeroberflächen, sogenannte User Interfaces, kann Transparenz schaffen und zum Energiesparen anregen – sofern es verständlich, alltagsnah und datenschutzkonform ist. Entscheidend ist, dass Nutzer*innen persönliche Tipps zum Heizen und Lüften erhalten und ihr Handeln als selbstwirksam empfinden, damit der eigene Einfluss auf Energieverbrauch und Kosten verstärkt wird. Das zeigen zwei Befragungen im Rahmen des VISE-I-Projekts. In einem aktuellen In Brief geben Forschende des Wuppertal Instituts nun Handlungsempfehlungen zur Gestaltung der Interfaces und der Feedback-Inhalte.

    Während die Dekarbonisierung des Stromsektors beispielsweise durch den Ausbau der erneuerbaren Energien Erfolge verzeichnet, kommt die Wärmewende nur schleppend voran – vor allem in Mehrfamilienhäusern: Hier haben Mieterinnen kaum Einfluss darauf, ob etwa die Gebäudehülle saniert oder eine neue Heizung eingebaut wird. Daher braucht es neue Ansätze, die auch ihre Handlungsmöglichkeiten berücksichtigen und Transparenz schaffen. „Die Gestaltung von Nutzerinnen-Interfaces für Energie-Feedback ist ein entscheidender erster Schritt, um auch Mieterinnen aktiv in die Energiewende einzubinden. Unsere Untersuchung zeigt klar, dass Mieterinnen Interesse an digitalen Energieprodukten haben – vorausgesetzt, sie sind verständlich und vermitteln nicht den Eindruck von Überwachung”, sagt Aileen Reichmann, Researcherin im Forschungsbereich Strukturwandel am Wuppertal Institut und Erstautorin des In Brief „Heizenergie-Feedback im Mehrfamilienhaus: Interface-Gestaltung als Schlüssel für die partizipative Energiewende”. Am Beispiel der Heizenergie stellten die Forschenden allerdings auch fest, dass die Gestaltung passgenauer Feedbacks sehr herausfordernd ist und weitere Untersuchungen erfordert.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855947

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    Ungesund und klimaschädlich: Essen in Krankenhäusern und Pflegeheimen untersucht

    Statt zur Genesung beizutragen, kann das Essen in Krankenhäusern und Pflegeheimen die Gesundheit gefährden – und die Umwelt. Das zeigt eine jetzt in The Lancet Planetary Health veröffentlichte Studie. Forschende vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Stanford University haben festgestellt, dass die Verpflegung in den untersuchten Einrichtungen zu wenig gesunde, pflanzliche Lebensmittel und zu viele ungesunde und umweltschädliche Optionen enthält. Damit sind die angebotenen Mahlzeiten weder förderlich für die individuelle noch für die planetare Gesundheit.

    In der weltweit ersten umfassenden Studie, die untersucht, wie gesund und umweltfreundlich das Nahrungsangebot in Gesundheitseinrichtungen ist, hat ein internationales Forschungsteam die Speisepläne und Einkaufsdaten von zwei Krankenhäusern und drei Pflegeheimen durchschnittlicher Größe in Deutschland analysiert. Die Verpflegung in den untersuchten Einrichtungen ähnelt vermutlich dem Angebot in vielen Gesundheitseinrichtungen in westlichen Ländern.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855967

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    Neuer Recyclingprozess stellt sauberes Aluminium aus gebrauchten Kaffeekapseln her

    Maschine an, Kaffeekapsel hinein, Kaffee genießen – so praktisch Kaffeekapseln auch sind, können sie für die Umwelt eine potenzielle Belastung darstellen: In Österreich existiert zwar ein Sammelsystem für gebrauchte Kaffeekapseln, allerdings beträgt die Recyclingquote derzeit nur rund 30 Prozent. Problematisch für den anschließenden Recyclingprozess ist vor allem der hohe Gehalt an Kaffeesud im Vergleich zum Verpackungsmaterial, was im Schmelzprozess in Aluminiumhütten, wo die Kaffeekapseln geschmolzen werden, zu ökonomischen sowie prozesstechnischen Einschränkungen führt.

    Ein aktuelles Projekt am Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie in Zusammenarbeit mit Industriepartnern entwickelt einen Aufbereitungsprozess zur Erzeugung von neuem Aluminium aus gebrauchten Kaffeekapseln, um im Sinne des Circular Engineering Ansatzes der Montanuniversität den Materialkreislauf zu schließen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855923

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    Blue Carbon: Potenzial für Klimaschutz und Biodiversität besser nutzen

    Seegraswiesen, Salzmarschen und marine Sedimente speichern Kohlenstoffdioxid und bieten Klima-, Biodiversitäts- und Küstenschutz zugleich. Verglichen mit den deutschen Treibhausgas-Emissionen ist ihr Potenzial hierzulande allerdings gering. Gerade deshalb sollte es optimal genutzt werden: Bereits existierende Blue-Carbon-Ökosysteme brauchen einen besseren Schutz, um eine Freisetzung des dort langfristig gespeicherten Kohlenstoffs zu verhindern. Dies sollte mit einer stärkeren Förderung der Biodiversität kombiniert werden, fordern Forschende um Julian Koplin (AWI/RIFS) und Corina Peter (AWI) in einer Studie, die in der Zeitschrift „Estuarine, Coastal and Shelf Science“ erschienen ist.

    „Der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt gehören zu den drängendsten globalen Herausforderungen. Blue Carbon-Ökosysteme – also Meeres- und Küstenökosysteme, die Kohlenstoff binden und langfristig speichern – helfen bei der Bekämpfung beider Probleme: Sie dämmen den Klimawandel ein und erfüllen wichtige Ökosystemfunktionen“, sagt Koplin. Seegraswiesen, und Salzmarschen sind in Nordeuropa bereits als Blue-Carbon-Ökosysteme definiert. Die Rolle von Makroalgen, marinen Sedimenten und biogenen Riffen ist derzeit noch nicht abschließend geklärt und wird wissenschaftlich untersucht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855863

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    Grüner Wasserstoff aus dem Meer: Neues Forschungsprojekt zu Wasserstoffproduktion an Offshore-Windparks

    Wasserstoff aus Nord- und Ostseewasser direkt an Offshore-Windanlagen gewinnen – dieses Vorhaben steht im Zentrum des Projekts SalYsAse. Dazu sollen Bakterien als Biokatalysatoren genutzt werden, um den Prozess umweltschonend und kostengünstig durchzuführen. Das Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Mirjam Perner, Professorin für Geomikrobiologie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, wird in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Kiel und dem Technologieunternehmen Element22 durchgeführt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

    Offshore-Windanlagen produzieren oft mehr Strom als über die Leitungen an Land transportiert werden kann. Kann der Strom nicht abgenommen werden, stehen sie still. Effizienter wäre es, den Strom direkt in das speicherbare Medium Wasserstoff umzuwandeln. Wasserstoff aus Meerwasser zu gewinnen, direkt dort, wo der Wind weht – diese Idee steht im Fokus des Projekts SalYsAse (Salzwasserelektrolyse mittels mariner Bakterien auf Titangasdiffusionsschichten). Das Prinzip: Mittels Elektrolyse soll Strom in so genannten grünen Wasserstoff umgewandelt werden. Bei der Elektrolyse wird Wasser durch elektrischen Strom in seine Bestandteile, also Wasserstoff und Sauerstoff, getrennt. Grüner Wasserstoff ist CO2-neutral und kann einfach gespeichert und transportiert werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) über drei Jahre mit 733.000 Euro gefördert.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855874

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    Oropouche-Virus: Neues Risiko für Europa?

    Forschende des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) haben gemeinsam mit Kolleg:innen der Universität Hamburg und weiteren Einrichtungen erstmals das Risiko einer Übertragung des tropischen Oropouche-Virus (OROV) durch in Europa verbreitete Stechmückenarten untersucht. Ergebnis: Unter bestimmten klimatischen Bedingungen kann die invasive Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) das Virus übertragen – ein mögliches Risiko für Südeuropa.

    Das Oropouche-Virus gehört zu den sogenannten Arboviren, also Viren, die durch blutsaugende Arthropoden (Gliederfüßer) übertragen werden. Als ein solcher Überträger (Vektor) von OROV waren bislang nur Gnitzen bekannt, die Rolle von Stechmücken war ungeklärt. Seit Anfang 2024 kam es in mehreren Ländern Mittel- und Südamerikas zu einem massiven Anstieg von OROV-Infektionen. Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO/WHO) verzeichnete über 11.000 bestätigte Fälle bis Ende des Jahres – darunter erstmals auch Todesfälle sowie Hinweise auf eine mögliche Übertragung während der Schwangerschaft mit schwerwiegenden Folgen wie Fehlgeburten und Mikrozephalie (kleinen Kopfumfang). Angesichts dieser Entwicklung stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Risiko im betroffenen Raum als hoch ein. In Europa wurden bereits einzelne importierte Fälle bei Reiserückkehrenden festgestellt. Unklar war bislang, ob Stechmücken überhaupt als Überträger des Oropouche-Virus in Frage kommen, also eine sogenannte Vektorkompetenz für dieses Arbovirus besitzen – eine zentrale Frage für die Risikobewertung.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855821

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    Hitzewellen im Meer erforschen: Taucher:innen sammeln Temperaturdaten

    Mit der Unterstützung von Taucher:innen sammelt das Projekt BlueDOT Temperaturdaten aus dem Meer. Damit sollen die Veränderungen der Meerestemperatur besser verfolgt werden und marine Hitzewellen besser überwacht werden. Das Citizen-Science-Projekt BlueDOT wird vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen koordiniert.

    Laut dem EU-Klimadienst Copernicus war 2024, insbesondere der Sommer, das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der mit der globalen Erwärmung einhergehende Klimawandel manifestiert sich in ganz Europa in Form von extremen Wetterereignissen wie Waldbränden, Dürren, Überschwemmungen nach starken Regenfällen und Hitzewellen im Meer.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855713

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    KIT Science Week: Die Stadt der Zukunft gestalten

    Smart Citys, Stadtplanung und Architektur, Nachhaltigkeit, Energieversorgung, Mobilität, Digitalisierung: Während des 200-jährigen Jubiläumsjahres des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) geht die KIT Science Week unter dem Motto „Stadt der Zukunft“ in die dritte Runde. Vom 14. bis 19. Oktober 2025 heißt es wieder: Mitreden! Mitmachen! Mitforschen! Über 100 Events erwarten die Besucherinnen und Besucher in ganz Karlsruhe. Mehr als die Hälfte dieser Veranstaltungen sind dabei speziell für Kinder, Jugendliche, Familien und Schulklassen ausgerichtet.

    „Die diesjährige KIT Science Week zeigt innovative Ideen und kreative Ansätze für nachhaltige Architektur, smarte Mobilität, zukunftsweisende Stadtplanung und ein gerechtes Miteinander“ sagt Professor Thomas Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT. „Mit dem Format möchten wir Brücken zwischen Gesellschaft und Wissenschaft bauen und Handlungsoptionen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen aufzeigen. Dabei erklären die Expertinnen und Experten des KIT Zusammenhänge und ordnen Zahlen sowie Fakten ein. Gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern der KIT Science Week sprechen sie darüber, was die Menschen brauchen und was sie selbst vorschlagen, um diese Anregungen dann mit zurück in die Forschung zu nehmen.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news855612

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    TechnikRadar 2025: Deutsche offen für neue Technologien, aber KI noch wenig genutzt

    Die Deutschen stehen neuen Technologien aufgeschlossen gegenüber. 65 Prozent der Befragten, die KI nutzen, zeigen sich fasziniert. Doch die Prioritäten der Deutschen verschieben sich: Die von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften konzipierte, repräsentative forsa-Umfrage zeigt: 50 Prozent unterstützen die Forschung zur militärischen Verteidigung an deutschen Hochschulen. Generell unterstützen 62 Prozent technische Neuerungen nur dann, wenn sie im Einklang mit dem Gemeinwohl stehen. 45 Prozent fordern mehr Mitbestimmung, aber nur 9 Prozent fühlen sich von der Regierung über Technikfolgen ausreichend informiert.

    Parteipolitische Unterschiede bei Zustimmung zu militärischer Forschung
    Die Hälfte der Deutschen spricht sich für militärisch nutzbare Forschung an Hochschulen aus, sofern sie der Landesverteidigung dient. Nur 17 Prozent lehnen dies grundsätzlich ab. Stärker variiert das Meinungsbild, wenn man das Wahlverhalten der Befragten bei der letzten Bundestagswahl berücksichtigt: Wählerinnen und Wähler von FDP (Prozent 68), CDU/CSU (67 Prozent), SPD (53 Prozent) und Bündnis90/Die Grünen (51 Prozent) stimmen mehrheitlich zu. Bei Anhängern der Linken (27 Prozent), von BSW (33 Prozent) und AfD (41 Prozent) unterstützt nur eine Minderheit militärische Forschung. Drei von fünf Deutschen lehnen den Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Steuerung autonomer Waffensysteme ab – unabhängig vom politischen Lager.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854532

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    Studie zur Wirkung von Powernaps: Kurze Nickerchen steigern die Wahrscheinlichkeit von Geistesblitzen

    Schlaf steigert die Fähigkeit, Probleme auf kreative Weise zu lösen. Dies zeigt eine Studie mit 90 Probandinnen und Probanden an der Universität Hamburg. Anhand der im Schlaf gemessenen Hirnaktivität lässt sich sogar die Wahrscheinlichkeit vorhersagen, mit der nach dem Nickerchen ein sogenannter Aha-Moment eintritt. Dieses Resultat wurde jetzt im Fachjournal „PLoS Biology“ veröffentlicht.

    N2 nennen Forschende die Schlafphase, die auf die Einschlafphase folgt – eine Schlafphase, in der Schlafende wenig träumen und die während der Nacht mehrmals auftritt. Eine neue Studie der Exzellenzuniversität Hamburg untermauert die Vermutung, dass diese Schlafphase hilft, Probleme zu lösen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854546

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    Kalziumkanal im Ohr: Wie ein winziger Fehler das Hören beeinflusst

    Forschende der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Göttinger Exzellenzclusters „Multiscale Bioimaging“ (MBExC) zeigen, wie die minimale Veränderung eines einzelnen Ionenkanals die Empfindlichkeit der Sinneszellen im Innenohr erhöht. Bereits leise Geräusche wie ein Flüstern werden besser wahrgenommen, verursachen aber eine anhaltende Überlastung, die langfristig den Verlust des Gehörs begünstigen kann. Diese Erkenntnisse vertiefen das Verständnis dafür, wie Schallinformationen im Ohr verarbeitet werden. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Science Advances“ erschienen.

    Haarsinneszellen übernehmen im Innenohr die Umwandlung von Schall in elektrische Signale. Trifft ein Geräusch im Innenohr auf die Haarsinneszellen, geraten diese je nach Intensität des Schalls in Schwingung: leises Flüstern führt zu einer leichten Schwingung, je lauter der Ton, desto heftiger die Schwingungen. Durch diese Bewegung erfolgt eine Spannungsänderung in der Haarsinneszelle, die letztlich zur Öffnung von Kanälen in der Membran führt, durch die Kalzium in das Zellinnere strömt. Dieser Kalziumeinstrom führt zu der Freisetzung eines Botenstoffs an den Kontaktstellen zwischen Haarsinnes- und Hörnervenzellen, den sogenannten Synapsen, der die nachgeschalteten Hörnervenzellen aktiviert. Das elektrische Signal wird über die Hörbahn an das Gehirn weitergeleitet, wo der Schall als Ton oder Geräusch wahrgenommen wird.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854539

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    KIT im Rathaus: Von mathematischen Modellen, KI und Hochwasser

    Hochwasservorhersagen mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI), die Untersuchung von Wellenphänomenen wie Licht- und Schallwellen oder die Aussagefähigkeit mathematischer Modelle – die aktuellsten Forschungsprojekte der Mathematik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) präsentierten Forschende des KIT-Zentrums MathSEE im Karlsruher Rathaus. Zur kostenfreien Veranstaltung „KIT im Rathaus“ sind alle Interessierten eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Das KIT-Zentrum MathSEE (Mathematics in Sciences, Engineering, and Economics) bündelt die interdisziplinäre mathematische Forschung am KIT. In der Veranstaltungsreihe „KIT im Rathaus“ geben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler allen Interessierten Einblicke in ihre Arbeit und in die neuesten Forschungsprojekte. Einleitend stellt die Wissenschaftliche Sprecherin des Zentrums, Professorin Melanie Schienle, die Ziele, Aktivitäten und Struktur von MathSEE vor.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855100

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    Die Evolution von Krebszellen entschlüsselt

    Krebs entsteht nicht von heute auf morgen. Jahrzehnte kann es dauern, bis auf der Basis krebsfördernder Veränderungen im Erbgut schließlich ein maligner Tumor entsteht. Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben nun eine Methode entwickelt, die es erstmals ermöglicht, die zeitliche Entwicklung – die Evolution – von Körperzellen, von denen eine Krebsgefahr ausgeht, aus einer einzelnen Gewebeprobe zu rekonstruieren. Diese spezielle Art der Evolutionsforschung steht noch am Anfang. Die Vision der Forschenden ist es, mit dem neuen Verfahren frühzeitig zu erkennen, wenn Krebs entsteht, um diesen Prozess möglicherweise einmal sogar aufzuhalten zu können.

    Die gesamte lebendige Natur unterliegt der Evolution. Lebewesen sind einem Selektionsdruck ausgesetzt, der dazu führt, dass diejenigen überleben, die sich am besten behaupten können. Und auch innerhalb des menschlichen Körpers findet dieses natürliche Auswahlverfahren statt. Zellen, die fitter, also widerstandsfähiger oder teilungsaktiver sind, werden sich ausbreiten. Andere werden verdrängt. Diese sogenannte somatische Evolution kann zu positiven Effekten für den Organismus führen. Besonders durchsetzungsstark sind jedoch Krebszellen, die sich ungehemmt vermehren und dabei gesundes Gewebe verdrängen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855200

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    Eine neue Ansatzstelle zur Bekämpfung von Krebs- und Viruserkrankungen

    Ein internationales Forschungsteam unter Leitung Konstanzer Biolog*innen hat einen molekularen Mechanismus entschlüsselt, der die Aktivität sogenannter N-Myristoyltransferasen reguliert. Diese Enzyme spielen in biologischen Signalwegen eine Rolle, deren Fehlregulation zur Entstehung schwerer Krankheiten führen kann.

    Proteine gehören zu den wichtigsten molekularen Bausteinen des Lebens. In den Zellen unseres Körpers entstehen zu jeder Sekunde unzählige dieser Makromoleküle, während bestehende Proteine miteinander interagieren und innerhalb der Zelle transportiert oder um- und abgebaut werden. Gerät die Gesamtheit dieser lebenswichtigen Prozesse aus dem Gleichgewicht, kann das katastrophale Folgen für den Organismus haben und zu schweren Krankheiten führen. Eine genaue Kenntnis über die Herstellung von Proteinen und darüber, wie sie reguliert werden und zusammenspielen, um die Funktion der Zelle aufrechtzuerhalten, kann daher helfen, die Entstehung von Krankheiten zu verhindern oder geeignete Medikamente für deren Bekämpfung zu entwickeln.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855229

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    Hamburg gewinnt Startup-Wettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums

    Im Wettbewerb „Startup Factories“ des Bundeswirtschaftsministeriums hat Hamburg heute den Zuschlag als einer von bundesweit zehn Gewinnerstandorten erhalten. Bis zu 10 Millionen Euro Förderung kommen vom Bund, weitere 40 Millionen Euro stellen Hamburger Stiftungen und Unternehmen bereit. Ziel ist der Aufbau effizienter Strukturen für innovative Ausgründungen aus der Wissenschaft im Bereich „Deep Tech“, mit einem Fokus auf Grüne Technologien sowie die Entwicklung Neuer Materialien in Verbindung mit KI und Data Science. Die Hamburger Startup Factory „Impossible Founders“ nimmt ihre Arbeit am 1. Oktober auf, Sitz ist zunächst der „Digital Hub“ in der Speicherstadt.

    Mehr als 50 Millionen Euro für innovative Hamburger Startups aus dem Deep Tech-Bereich

    mehr: https://idw-online.de/de/news855294

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    Herztod-Risiko durch Erbkrankheit ARVC: Welcher Sport ist erlaubt?

    Trainingskonzept für mehr Sicherheit: Deutsche Herzstiftung fördert Forschungsprojekt
    Wer Risiko-Gene für lebensgefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen in sich trägt, soll trotzdem sicher Sport treiben und von den vielen positiven Effekten für die Gesundheit profitieren können. Darauf zielt ein neues Trainingskonzept ab, das Münchner Herzspezialisten derzeit mit Unterstützung der Deutschen Herzstiftung entwickeln.
    Mehr Lebensqualität dank Sport: Die allermeisten Menschen mit Herzproblemen profitieren von regelmäßiger Bewegung. Doch wer an der Erbkrankheit ARVC leidet, der steckt in einem großen Dilemma: Denn falsches Training kann tödlich enden. „Im schlimmsten Fall kann es zu heftigen Herzrhythmusstörungen kommen, die zum plötzlichen Herztod führen können. Doch zugleich haben insbesondere viele junge ARVC-Patienten das Bedürfnis, sich sportlich zu betätigen. Sie möchten nicht darauf verzichten“, weiß Professor Dr. Martin Halle, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Präventive Sportmedizin und Sportkardiologie im TUM Klinikum (Technische Universität München). Mit seinem Team aus Herzspezialisten und Sportwissenschaftlern arbeitet der Kardiologe derzeit an einem neuartigen Konzept, das Menschen mit dieser Erbkrankheit ein sicheres Training ermöglicht. Geplant sind konkrete Trainingsprogramme und eine APP, um die Belastung optimal dosieren zu können. Die Deutsche Herzstiftung fördert das Forschungsprojekt mit 100.000 Euro (Titel: „Evaluierung eines neuen Trainingskonzeptes auf Machbarkeit und Sicherheit bei Patienten mit Arrhythmogener (Rechtventrikulärer) Kardiomyopathie [ARVC/AVC]“).

    mehr: https://idw-online.de/de/news855242

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    Gegen Hitze in der Stadt: Verdunstungsbeete in Berlin Tegel eröffnet

    Forschung und Wasserwirtschaft arbeiten Hand in Hand auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens
    Die Tegel Projekt GmbH, die Berliner Wasserbetriebe, die Technische Universität Berlin und die Berliner Hochschule für Technik setzen gemeinsam ein Zeichen für eine klimaresiliente Stadt: Am 9. Juli 2025 wurde auf dem Gelände der „Urban Tech Republic“ (Berlin TXL) eine Versuchsanlage für Verdunstungsbeete eröffnet.

    Verdunstungsbeete sind bepflanzte Inseln, die gezielt mit Regenwasser bewässert werden, um durch die Verdunstung von Wasser eine kühlende Wirkung im Stadtraum zu erzielen. Sie gelten als zentrale Komponente des Schwammstadt-Prinzips: Regenwasser wird lokal gespeichert und nutzbar gemacht – anstatt es über die Kanalisation abzuleiten.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855297

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    Klimawandel am Rhein: Anstieg der Wassertemperatur um bis zu 4,2 °C bis Ende des Jahrhunderts erwartet

    Die Wassertemperaturen des Rheins steigen. Das zeigt eine 2024 erarbeitete Analyse der deutschen Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) und des niederländischen Forschungsinstituts Deltares im Rahmen ihrer Arbeit für die Internationalen Kommis-sion zum Schutz des Rheins (IKSR). Es sind bereits Auswirkungen auf Ökologie und Wirtschaft zu beobachten, die sich in Zukunft noch verstärken werden.

    Der Wasserstand des Rheins lag im Frühling 2025 deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. „Solche Bedingungen sind ein Vorgeschmack auf das, was wir in Frühling und Sommer zukünftig häufiger für den Rhein erwarten dürfen.“, sagt IKSR-Präsidentin Dr. Miriam Haritz.

    mehr: https://idw-online.de/de/news855219

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    KI verbessert regionale Starkregenabschätzung

    Extreme Wetterereignisse wie Starkregen nehmen weltweit zu – die verlässliche Einschätzung solcher Ereignisse kann Leben retten und Eigentum schützen. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) stellen nun eine Methode vor, die grob aufgelöste globale Wetterdaten mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) in hochpräzise Niederschlagskarten umwandelt – ortsunabhängig, schnell und ressourcenschonend. Veröffentlichung in npj Climate and Atmospheric Science: https://doi.org/10.1038/s41612-025-01103-y

    „Starkregen und Überschwemmungen sind in vielen Regionen der Welt heute viel häufiger, als noch vor wenigen Jahrzehnten“, sagt Dr. Christian Chwala, Experte für Hydrometeorologie und Maschinelles Lernen am Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU), dem Campus Alpin des KIT in Garmisch-Partenkirchen. „Doch bisher fehlten an vielen Orten Daten, um solche Extremereignisse auch regional zuverlässig abzuschätzen.“ Genau hier setzt sein Forschungsteam mit einer neu entwickelten KI an: Sie kann präzise globale Niederschlagskarten aus grob aufgelösten Informationen generieren. So entsteht ein bisher einzigartiges Werkzeug zur Analyse und Abschätzung von Extremwetter, auch für datenarme Regionen wie den globalen Süden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854887

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    Das komplexe Thema Trockenheit

    Zu wenig Regen, zu wenig Wasser in der Landschaft – so einfach, so gravierend. Auch wenn die Trockenheit offensichtlich ist, weil Gewässer weniger Wasser führen, Pflanzen welken und der Boden spröde und rissig wird, ist die Austrocknung selbst ein komplexer Prozess, bei dem der räumliche Kontext eine wichtige Rolle spielt. Die Professorin Dörthe Tetzlaff vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) erforscht dieses Zusammenspiel von Umweltfaktoren, Wasserspeicherung und Wasserflüssen in der Landschaft mit Schwerpunkt in der Region Berlin-Brandenburg. Im Folgenden gibt sie einen Überblick zu verschiedenen Aspekten des Themas.

    Die Norddeutsche Tiefebene hat in den letzten Jahrzehnten die Folgen des Klimawandels deutlich zu spüren bekommen. Von 2018 bis 2022 gab es in fünf aufeinanderfolgenden Jahren negative Niederschlagsanomalien. Das bedeutet, dass es weniger geregnet hat, als Wasser über Evaporation (Verdunstung von Boden- oder Wasserflächen) oder Transpiration (Verdunstung von Pflanzen) verloren geht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854882

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    Fortschritt in der künstlichen Blutproduktion

    Bereits seit einigen Jahrzehnten arbeiten Wissenschaftler*innen an der künstlichen Herstellung von Blut. Mit einer neuen Entdeckung sind Forschende der Universität Konstanz und der Queen Mary University of London dem Ziel nun einen wichtigen Schritt nähergekommen.

    Täglich werden in Deutschland etwa 15.000 Blutkonserven benötigt, die bislang in der Regel von freiwilligen Spenderinnen stammen. Die Forschung zur künstlichen Herstellung von Blut in größeren Mengen läuft bereits seit Jahrzehnten, ist jedoch noch lang nicht am Ziel. Grund dafür ist vor allem die große Komplexität, mit der unser Körper dieses wichtige Lebenselixier bildet. Erst wenn alle einzelnen Schritte exakt nachvollziehbar sind, kann eine effiziente Produktion im Labor erfolgen. Julia Gutjahr ist Biologin am Institut für Zelluläre Biologie und Immunologie Thurgau der Universität Konstanz. Sie forscht zu den Abläufen der Blutproduktion und hat zusammen mit Kolleginnen von der Queen Mary University of London einen weiteren Zwischenschritt zum vollständigen Verständnis der zellulären Abläufe entschlüsselt: Bei der Entwicklung von roten Blutkörperchen sind das Chemokin CXCL12 und sein Rezeptor CXCR4 für den Ausstoß des Zellkerns verantwortlich.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854931

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    Energiewende in Zeiten von Krisen

    Der Überfall Russlands auf die Ukraine bedeutete eine Zeitenwende für die deutsche Energiepolitik: Es wurde klar, dass Deutschland sich von russischem Gas unabhängig machen muss. Dennoch stockt die Energiewende. Langwierige Genehmigungsverfahren, Engpässe in der Infrastruktur sowie politischer und gesellschaftlicher Widerstand behindern Fortschritte. Ein bei Springer Nature erschienener Sammelband bietet einen umfassenden Überblick über die aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätze in den Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und Industrie.

    Die Beiträge des Sammelbandes „Energiewende nach der Zeitenwende: Energiepolitik in Zeiten der Polykrise“, herausgegeben von Jörg Radtke (Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit) und Weert Canzler (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung), umfassen ein breites Themenspektrum, von Wasserstoff-Strategien über die finanzielle Beteiligung der Bevölkerung bis hin zu einer Energiesozialpolitik. Sie machen deutlich, dass es sich bei der Energiewende nicht um ein rein technisches oder ökonomisches Projekt handelt, sondern um einen umfassenden gesellschaftlichen Transformationsprozess, der soziale, ökologische, ökonomische und politische Spannungsfelder miteinander verknüpft.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854941

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    Gemeinsam gegen Wüstenbildung – NamTip-Projekt stärkt den Wissenstransfer in Namibia

    Wie lässt sich Wüstenbildung aufhalten? Und wie können wissenschaftliche Erkenntnisse lokal wirksam werden? Diesen Fragen ging das deutsch-namibische Forschungsprojekt NamTip nach, das die Ursachen ökologischer Kipppunkte und Möglichkeiten ihrer Vermeidung in Namibia untersuchte. Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, fand der Projektabschluss nun bei den lokalen Partnern in Namibia statt. Projektleiterin Prof. Dr. Anja Linstädter reiste dafür gemeinsam mit ihrem Team und Universitätspräsident Prof. Oliver Günther, Ph.D. Ende Juni nach Namibia. Vor Ort wurden eine Winterschule, Stakeholder-Workshops und eine Abschlussveranstaltung durchgeführt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854953

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    Künstliche Intelligenz frisst Strom – und verursacht CO₂-Emissionen

    Neue Studie zeigt: Je besser KI antwortet, desto größer ihr ökologischer Fußabdruck
    Große Sprachmodelle wie ChatGPT oder Claude liefern beeindruckende Antworten – doch das hat seinen Preis: Neben Rechenleistung benötigen sie auch viel Energie. Eine neue Studie der Hochschule München zeigt systematisch, wie Parameteranzahl und Antwortqualität von KI-Modellen mit ihrem Energieverbrauch und den damit verbundenen CO₂-Emissionen zusammenhängen. „Es ist ein klarer Zielkonflikt: Wer die beste Antwort will, muss mit höheren Emissionen rechnen“, sagt Prof. Dr. Gudrun Socher. Gemeinsam mit Maximilian Dauner vom Munich Center for Digital Sciences and AI (MUC.DAI) an der Hochschule München (HM) untersuchte sie 14 Open-Source-Modelle mit bis zu 72 Milliarden Parametern. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Frontiers in Communication“ erschienen.

    Mehr Nachdenken, mehr Emissionen
    Im Test mussten die Modelle Multiple-Choice-Fragen aus fünf Wissensbereichen beantworten – von Geschichte bis Mathematik. Je besser die KI im sogenannten „Reasoning“ – also im logischen Schlussfolgern – war, desto mehr „Denkleistung“ (gemessen in sogenannten Thinking Tokens) produzierte sie. Und desto höher war auch der Energieverbrauch.
    Kein Modell überschritt eine Genauigkeit von 80 Prozent, ohne gleichzeitig mehr als 500 Gramm CO₂-Äquivalente pro 500 Antworten zu verursachen. Größere Modelle wie Deepseek R1 70B stießen sogar mehrere hundert Gramm CO₂ aus – für nur eine einzige Fragerunde.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854892

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    Nettostromerzeugung im 1. Halbjahr 2025: Solarstrom europaweit auf dem Vormarsch

    Im ersten Halbjahr 2025 wurde in Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern so viel Solarstrom erzeugt wie noch nie zuvor. Dem gegenüber stand eine niedrigere Stromerzeugung durch Windenergie. Der Anteil erneuerbaren Stroms an der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland lag mit 60,9 Prozent deshalb dennoch unter dem Anteil von 65,1 Prozent im ersten Halbjahr 2024. Innerhalb der Europäischen Union sank die öffentliche Stromerzeugung aus Sonne und Wind von 358,1 Gigawattstunden (GWh) im ersten Halbjahr 2024 auf 344,4 GWh im ersten Halbjahr 2025.

    Das geht aus den Halbjahresdaten zur öffentlichen Nettostromerzeugung hervor, die das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE heute vorgestellt hat. Basis der Auswertung ist die Datenplattform energy-charts.info.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854802

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    Hitzerekord am Mittwoch: Klimawandel, Sommerhitze und was dagegen hilft – Tipps von HSBI-Pflegewissenschaftlerinnen

    Diese Woche erreicht das Thermometer in OWL Rekordwerte. Fragt man Pflegewissenschaftlerinnen der HSBI, ist bei Temperaturen jenseits von 30 Grad höchste Vorsicht geboten. Vor allem ältere und chronisch kranke Menschen, aber auch Schwangere und Kinder sollten sich an bestimmte Regeln halten. Die Forschenden beschäftigen sich noch mit weiteren Aspekten von Klimawandel und Nachhaltigkeit: In ihrem Projekt „Green Guide for Nursing“ werden wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungen aus der Praxis verknüpft.

    Bielefeld (hsbi). Der 2. Juli soll der heißeste Tag des Jahres werden. Bis zu 36 Grad werden in Bielefeld erwartet. Ein wirklich „heißer“ Tag – so nennt es die Meteorologie, wenn das Thermometer über 30 Grad steigt. „Wir wissen aus der Forschung, dass an Hitzetagen die Häufigkeit, ins Krankenhaus eingewiesen zu werden, bei älteren und chronisch kranken Menschen zunimmt“, sagt Prof. Dr. Christa Büker, Professorin für Pflegewissenschaft am Fachbereich Gesundheit der Hochschule Bielefeld (HSBI). „Deshalb ist der Klimawandel mit seinen zunehmenden Hitzeereignissen auch für uns Pflegewissenschaftler:innen ein großes Thema.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news854748

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    Fernwärme der Zukunft: Großwärmepumpen erschließen ungenutzte Energiequellen

    Die nationalen Klimaschutzziele geben es vor: Bis 2045 soll die Fernwärme in Deutschland CO₂-neutral sein. Noch liefern Kohlekraftwerke viel Wärme in deutsche Fernwärmenetze. Das Forschungsprojekt »FernWP« unter Leitung der Fraunhofer IEG hat untersucht, wie Großwärmepumpen natürliche und industrielle Wärmequellen für eine klimaneutrale Fernwärmeversorgung nutzen können. Darüber hinweg sind die aktuellen ökonomischen Hemmnisse analysiert und ökonomische Rahmenbedingungen für den Einsatz von Großwärmepumpen weiterentwickelt worden.

    Fossile Kraftwerke erzeugen meist Strom und Wärme zugleich. Nach Angaben der Bundesnetzagentur betrieben Anfang 2024, 123 von 141 Kraftwerksblöcke Wärmeauskopplung. Mit dem Kohleausstieg soll die Stromerzeugung grüner werden. Fernwärmenetze, die einen großen Anteil ihrer Wärme von fossil gefeuerten KWK-Anlagen beziehen, stehen vor der Herausforderung ihre Wärmeversorgung zu gewährleisten und zu dekarbonisieren.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854636

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    Magnetisch kühlen – mit einem frustrierten Wüstenmineral

    Natürliche Kristalle faszinieren den Menschen durch ihre teils leuchtenden Farben, ihre nahezu makellose Gestalt und ihre vielfältigen symmetrischen Formen. Unter den zahllosen bekannten Mineralen finden sich auch immer wieder Materialien mit ungewöhnlichen magnetischen Eigenschaften. Etwa Atacamit, der bei tiefen Temperaturen ein magnetokalorisches Verhalten zeigt – also seine Temperatur durch Anlegen eines Magnetfeldes drastisch verändert. Diese seltene Eigenschaft hat nun ein internationales Team unter Federführung der TU Braunschweig und des HZDR untersucht. Die Ergebnisse könnten langfristig dazu beitragen, neue Materialien für eine energieeffiziente magnetische Kühlung zu entwickeln.

    Das smaragdgrüne Mineral Atacamit, benannt nach seinem Erstfundort, der chilenischen Atacama-Wüste, verdankt seine charakteristische Färbung Kupferionen, die auch die magnetischen Eigenschaften des Materials bestimmen: Sie besitzen jeweils ein ungepaartes Elektron, dessen Spin dem Ion ein magnetisches Moment verleiht – vergleichbar mit einer winzigen Kompassnadel. „Das Besondere an Atacamit ist die Anordnung der Kupferionen“, erklärt Dr. Leonie Heinze vom Jülich Centre for Neutron Science (JCNS). „Sie bilden lange Ketten aus kleinen, miteinander verbundenen Dreiecken, die man als Sägezahnketten bezeichnet“. Diese geometrische Struktur hat Konsequenzen: Obwohl sich die Spins der Kupferionen grundsätzlich antiparallel zueinander ausrichten wollen, ist dies innerhalb der Dreiecksanordnung geometrisch nicht vollständig möglich. „Man spricht in diesem Fall von magnetischer Frustration“, fährt Heinze fort. Als Folge dieser Frustration ordnen sich die Spins in Atacamit erst bei sehr tiefen Temperaturen – unter 9 Kelvin (−264 °C) – in einer statischen, alternierenden Struktur.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854545

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    Was Kochen mit Laborarbeit verbindet: Praktischer Biologie- und Chemieunterricht mit hohem Alltagsbezug

    Lehramtsstudierende aus Frankfurt und Mainz erproben gemeinsam mit Wiesbadener Schulklasse neue Unterrichtskonzepte rund um Käse- und Brotherstellung, Konservierung von Lebensmitteln, kohlensäurehaltige Getränke und alternative Fleischprodukte

    Naturwissenschaften wie Biologie und Chemie gelten im Schulalltag häufig als theorielastig und anwendungsfern. Dabei bieten sie bei guter didaktischer und methodischer Aufbereitung vielfältige Anknüpfungspunkte an die Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern. Dies gilt insbesondere, wenn im Unterricht die Möglichkeit gegeben wird, thematisches Wissen über Fachgrenzen hinweg zu vermitteln. Vor diesem Hintergrund haben Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Partneruniversitäten im Verbund der Rhein-Main-Universitäten (RMU), im Sommersemester 2025 das Seminar „Kochen aus Sicht des Biologie- und Chemieunterrichts“ konzipiert und umgesetzt. „Wir haben das Kochen genutzt, um Neugier zu wecken, Hemmschwellen abzubauen und ein tieferes Verständnis für Biologie und Chemie im Alltag zu fördern“, beschreibt Ruth Bier von der AG Didaktik der Biologie der JGU die Idee des Projekts. Höhepunkt der Kooperation der Mainzer Arbeitsgruppe mit dem Institut für Didaktik der Chemie der Goethe-Universität Frankfurt war ein gemeinsamer Projekttag mit Schülerinnen und Schülern der Elisabeth-Selbert-Schule in Wiesbaden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854569

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    Wie sich Harnstoff spontan bildet

    Harnstoff ist eine grundlegende Industriechemikalie und könnte bei der Entstehung des Lebens eine zentrale Rolle gespielt haben.
    ETH-Forschende entdecken eine neue Reaktion: Kohlendioxid (CO₂) und Ammoniak (NH₃) bilden an wässrigen Oberflächen spontan Harnstoff.

    Die Reaktion erfordert weder Katalysatoren noch Druck oder Hitze und zeigt, wie sich Harnstoff in der Frühzeit auf der Erde womöglich anreichern konnte.

    Zudem birgt die Reaktion das Potenzial für eine nachhaltige und energiearme Harnstoffsynthese.
    Harnstoff zählt zu den wichtigsten industriell produzierten Chemikalien weltweit – als Düngemittel, Grundstoff für Kunstharze und Sprengstoff oder als Treibstoffzusatz zur Reinigung von Autoabgasen. Harnstoff gilt aber auch als möglicher Schlüsselbaustein für die Bildung von Biomolekülen wie RNA und DNA im Zusammenhang mit dem Ursprung des Lebens (siehe ETH-News vom 28.06.2023). Wie allerdings Harnstoff selbst auf der frühen Erde entstanden ist, war bis anhin nicht abschliessend geklärt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854578

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    Viele unbekannte Schadstoffe in Kosmetika, Pflegeprodukten und Parfüms nachgewiesen

    JLU-Wissenschaftlerinnen nutzen neue Analysemethode – Aussagekräftiger Nachweis von Schadstoffen und deren Effekte auf Zellen
    Lifestyle-Produkte enthalten Schadstoffe, die durch bisherige Tests nicht erfasst und regulatorisch bislang nicht abgedeckt werden. Dies konnten Wissenschaftlerinnen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) mit einer neuen Analysemethode nachweisen, mit der sie 140 Pflegeprodukte und Kosmetika aus 20 Produktsegmenten sowie über 40 Parfüms untersucht haben. Dabei fanden sie mutagene/erbgutverändernde, zelltötende, antibakterielle, neuromodulierende bzw. neurotoxische und den Hormonhaushalt stark beeinflussende Schadstoffe. Eine mögliche Entgiftung dieser Schadstoffe im Körper war nicht ersichtlich aus einer simulierten Leberverstoffwechselung. Ihre Studien wurden unter anderem in der Zeitschrift „Journal of Chromatography A“ veröffentlicht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854516

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    Vielseitiges neues Polymermaterial: Hocheffizienter Metallfänger und Baustein für umweltfreundliche Batterien

    Forschende der Universität Ulm haben ein organisches Material mit außergewöhnlichen Eigenschaften entwickelt: Das neuartige Polymer kann äußerst wirksam wertvolle Edelmetalle wie Gold oder Palladium aus Lösungen zurückgewinnen, giftige Halbmetalle abscheiden und darüber hinaus Batterien umweltfreundlicher machen. Ungewöhnlich sind der hohe Schwefelgehalt und die schwammartige Struktur dieses Thioorthoester-Polymers. Die Ergebnisse des im Rahmen des Exzellenzclusters POLiS (Post Lithium Storage) durchgeführten Projekts wurden in Angewandte Chemie Novit veröffentlicht. Dieses neue Journal publiziert ausschließlich herausragende Arbeiten.

    Die Besonderheit des weißen, flockigen Materials, das die Forschungsgruppe um Professor Max von Delius vom Institut für Organische Chemie der Universität Ulm entwickelt hat, ist ein außergewöhnlich hoher Schwefelanteil von rund 50 Prozent und eine stark zerklüftete Oberfläche.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854408

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    Bioabfall und Mehrweg für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft in Kommunen

    Kunststoffe vermeiden, Bioabfall besser trennen und Menschen aktiv einbinden: Das Difu-Verbundprojekt reGIOcycle zeigt am Beispiel der Region Augsburg, worauf für eine gut funktionierende Kreislaufwirtschaft zu achten ist.

    Berlin. Produktion, Nutzung und Entsorgung von Kunststoffen verursachen erhebliche Umweltprobleme, darunter CO2-Emissionen und Mikroplastik. Besonders To-Go-Verpackungen tragen zur Verschmutzung öffentlicher Räume bei und verursachen für Kommunen hohe Kosten. Zudem gefährden Fehlwürfe im Bioabfall – falsch entsorgte Kunststoffe – die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte, was aufwändige Nachsortierungen erfordert. In der Publikation „Nachhaltige Kunststoffkreisläufe: regionale Vermeidungs- und Substitutionsstrategien“ stellt das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) Erfahrungen eines Praxistests zur Vermeidung von Kunststoffen und der Förderung der Kreislaufwirtschaft der Region Augsburg vor. Die Ergebnisse können auch für andere Kommunen bei der Umsetzung ihrer Kreislaufwirtschaft hilfreich sein.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854330

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    Wie kann die Hitzeanpassung in Städten gelingen? Aufruf zur Mitgestaltung der InnovationsCommunity Urban Health

    Gesunde Lebensverhältnisse in Städten schaffen – dieses Ziel verfolgt die InnovationsCommunity Urban Health (ICUH). Das groß angelegte Transferprojekt fördert innovative Lösungen für eine gesundheitsfördernde, chancengerechte und hitzeangepasste Stadtentwicklung.

    Dass sich wegen des fortschreitenden Klimawandels die Städte auf neue Situationen einstellen müssen und kreative Maßnahmen zum Schutz vor Hitze gefordert sind, liegt für viele auf der Hand. Doch oftmals bestehen Hemmnisse Maßnahmen umzusetzen.

    In der InnovationsCommunity Urban Health geht es daher vor allem um die Frage, warum Erkenntnisse aus der Wissenschaft und akzeptierte Leitbilder wie das der Umweltgerechtigkeit, Nachhaltigkeit oder gesundheitsfördernden Stadtentwicklung in der Praxis oft nicht umgesetzt werden. Deshalb sollen Wissenschaft und Praxis in Realexperimenten und umsetzungsorientierten Projekten gemeinsam innovative Ansätze erproben, die Hemmnisse überwinden und gleichzeitig einen Beitrag zu einer sozial-ökologischen Transformation leisten können.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854205

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    Woher Baumarten ihr Wasser beziehen

    Durch den Klimawandel kämpfen Wälder zunehmend mit längeren Trockenphasen. Gerade obere Bodenschichten trocknen schneller aus als die tieferen. Um herauszufinden, welche Baumarten unter diesen Bedingungen auch in Zukunft angepflanzt und gefördert werden sollten, haben Forschende der Universität Göttingen die Wasseraufnahmetiefe von Fichte und Rotbuche und der nicht-heimischen Baumart Douglasie untersucht.

    Dabei stellten sie Unterschiede zwischen den Baumarten fest: Buche und Douglasie hatten Zugang zu Wasser aus tieferen Bodenschichten, anders als die Fichte. Auch ob es sich um einen Rein- oder Mischbestand handelt, macht einen Unterschied: Die Buche nahm in Mischung mit den beiden Nadelbäumen mehr Wasser aus tieferen Bodenschichten auf als im Reinbestand. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Plant Biology veröffentlicht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854140

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    Klimawandel verursacht mehr Wetterextreme im Sommer in Europa

    Die Nordatlantische Oszillation, eine Atmosphärenzirkulation, die das Wetter in Europa mitbestimmt, fällt durch die globale Erwärmung im Sommer immer extremer aus: So lautet das Ergebnis einer neuen Studie. Die Forschenden wiesen die Zunahme der Variabilität sowohl in Modellsimulationen als auch in historischen Daten nach und warnten vor häufigeren und stärkeren Wetterextremen in Europa.

    Wetterextreme wie Hitzewellen und Dürren sind in Europa in den vergangenen Jahrzehnten häufiger geworden. Dabei bildet sich manchmal eine auffällige Zweiteilung des Kontinents aus, wie etwa im Sommer 2023: Während dieser in Deutschland und im nordwestlichen Europa verregnet war, loderten im südlichen Europa bei außergewöhnlich hohen Temperaturen verheerende Waldbrände. Hinter solch gegensätzlichen Wetterlagen in Europa steckt ein Phänomen, welches als Nordatlantische Oszillation (NAO) bezeichnet wird. Diese ist charakterisiert durch Schwankungen im Luftdruckgefälle zwischen den Azoren und Island über dem Nordatlantik. Diese Schwankungen beeinflussen das Wetter auf dem europäischen Kontinent erheblich und führen zu kontrastierenden Wetterbedingungen in verschiedenen Regionen. So war die NAO im Sommer 2023 in einer stark negativen Phase: Das Druckgefälle im Nordatlantik war nur schwach ausgeprägt. Dadurch konnte kühle, feuchte Luft nach Nordwesteuropa und warme Luft in den Mittelmeerraum dringen. Während einer positiven Phase der NAO im Sommer tritt die umgekehrte Situation auf: Hitze in Nordwesteuropa, niedrigere Temperaturen in Südeuropa.

    mehr: https://idw-online.de/de/news854113

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    Gesunde Städte im Klimawandel

    EU-Forschungsprojekt U-Care lädt Berliner Bürger*innen zu einem Workshop am 13. Juni 2025 in die Stadtwerkstatt Berlin ein
    Wie lassen sich Städte so gestalten, dass sie auch unter den Bedingungen des Klimawandels gesund, lebenswert und widerstandsfähig bleiben? Diese Frage steht im Zentrum des europäischen Forschungsprojekts U-CARE (Urban Care Architecture for Resilient Environments), das von Seiten der Technischen Universität Berlin von Prof. Jacob van Rijs durchgeführt wird. Am 13. Juni 2025 laden die Projektpartner zu einem partizipativen Workshop in die Stadtwerkstatt Berlin ein. Im Fokus steht eine Fallstudie zum Berliner Bötzowviertel im Stadtteil Prenzlauer Berg.

    Bötzowviertel
    Grundlage des Workshops sind thermografische und räumliche Daten, die im Sommer 2024 vom Projektteam im Bötzowviertel erhoben wurden. Ziel der Untersuchung war es, zentrale Umweltfaktoren zu erfassen, die die städtische Gesundheit beeinflussen – etwa Oberflächentemperaturen, Verschattung und Fußgängerfreundlichkeit. Die Datenerhebung erfolgte entlang etwa ein Kilometer langer Fußwegrouten, die typischerweise von Anwohner*innen genutzt werden. Zum Einsatz kamen Laserscanner-Rucksäcke, Wärmebildkameras und weitere urbane Analyseinstrumente. Die Routen wurden gezielt so gewählt, dass sie Orte umfassen, die häufig von besonders vulnerablen Gruppen wie Kindern und älteren Menschen genutzt werden – etwa Straßenübergänge, Schulen und Spielplätze.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853660

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    Einladung: Symposium zur WOCHE DES WASSERSTOFFS

    Am 25. Juni steht die Hochschule Esslingen mit ihren Standorten in Esslingen und Göppingen ganz im Zeichen des Wasserstoffs. Unter dem Titel „Hochschule Esslingen: Kompetenzzentrum für eine Wasserstoffregion“ erhalten Interessierte aktuelle Einblicke in Forschung, Lehre und Projekte. In Vorträgen und Gesprächsrunden diskutieren Experten die Zukunftsperspektiven von Wasserstoff für Mobilität und Energieversorgung.

    Wie können die Klimaziele der Regierung erreicht und Transformationsprozesse der heimischen Wirtschaft unterstützt werden? Durch den Einsatz von Wasserstoff, könnte eine Antwort lauten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Esslingen arbeiten gemeinsam mit Praxispartnern schon lange an wasserstoffbasierten Lösungen und deren Anwendung.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853754

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    Citizen Science-Projekt „DNA macht Schule“: Was lebt in meinem Bach?

    In NRW stehen bald Schüler:innen der Grundschule und der Oberstufe an Bächen ihrer Umgebung. Im Projekt DNA macht Schule der Universität Duisburg-Essen nehmen sie Wasserproben und untersuchen den Zustand der Gewässer. Dabei liefern sie auch Daten, die behördliche Beobachtungen ergänzen können. Am 2. Juni war der offizielle Projektstart des vom Umweltbundsamtes finanzierten Projekts. Lehrkräfte können ihre Klassen oder Kurse jetzt anmelden.

    Junge Menschen für Natur und Wissenschaft begeistern und nützliche Daten gewinnen. Diesen Ansatz verfolgt das Citizen Science-Projekt DNA macht Schule. Kinder aus der Grundschule und Schüler:innen der gymnasialen Oberstufe in NRW untersuchen in dem Projekt ein schulnahes Fließgewässer. Dort beurteilen sie die Gewässerstruktur, also beispielsweise, wie der Bach verläuft und wie seine Umgebung aussieht. Und sie verschaffen sich einen Überblick über die dort lebenden Tiere, indem sie u. a. Steine umdrehen und die Arten bestimmen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853310

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    Hydrogeologen plädieren für besseren Schutz des Grundwassers bei der Planung von Windenergieanlagen

    Stellungnahme des Vorstands der Fachsektion Hydrogeologie
    Das Trinkwasser stammt in Deutschland überwiegend aus dem Grundwasser, weshalb der Schutz dieser kostbaren und begrenzten Ressource hohe Priorität besitzt. Durch den Ausbau der Windenergie entstehen zunehmend Situationen, in denen der Bau von Windenergieanlagen mit dem Schutzinteresse von Quellen und Brunnen, die der Trinkwassergewinnung dienen, konkurriert.

    In diesen besonderen Fällen der Güterabwägung sprechen wir, der Vorstand der Fachsektion Hydrogeologie, uns dafür aus, dem nachhaltigen Schutz der Grundwasserressourcen und der öffentlichen Trinkwasserversorgung Priorität zu geben

    mehr: https://idw-online.de/de/news853332

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    Umweltschutz und Arzneimittelverfügbarkeit ausbalancieren

    Eine aktuelle EU-Abwasserrichtlinie könnte ungewollt dazu führen, dass wichtige Medikamente vom Markt verschwinden. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) fordert die Gesundheitspolitik auf, diese Entwicklung zu verhindern – ohne den Umweltschutz aus den Augen zu verlieren.

    Eine EU-Abwasserrichtlinie, die den Gewässerschutz fördern soll, sorgt für Aufregung: Die Richtlinie sieht vor, dass Pharmahersteller – nach dem Verursacherprinzip – die Kosten für zusätzliche Reinigungen in Klärwerken mittragen, um Mikroschadstoffe aus dem Abwasser zu filtern. Dagegen gibt es Widerstand: Arzneimittelhersteller haben bekannt gegeben, dass verschiedene Medikamente dann nicht mehr wirtschaftlich hergestellt werden könnten und dass sie die Medikamente eher vom Markt nehmen würden, wenn es bei der Richtlinie bleibt. Betroffen wären insbesondere Metformin, das Antibiotikum Amoxicillin und das Brustkrebsmedikament Tamoxifen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853297

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    CO₂-Entnahme: Land und Meer arbeiten effektiv zusammen

    LMU-Forschende zeigen: Die Kombination von Aufforstung und ozeanischer CO₂-Entnahme führt nicht zu Effizienzverlusten – dies könnte den Druck auf Landflächen senken.

    Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, braucht es nicht nur eine Reduktion der CO2-Emissionen, sondern auch die großskalige CO₂-Entnahme aus der Atmosphäre (Carbon Dioxide Removal, CDR). Dabei können sowohl land- als auch ozeanbasierte Methoden zum Einsatz kommen. Wie die LMU-Geographen Yiannis Moustakis, Tobias Nützel und Julia Pongratz in einer neuen Studie nun zeigen, können diese Methoden kombiniert werden und beeinträchtigen sich gegenseitig nicht – das ist wichtig, um flexible Lösungen zu finden und potenzielle Landnutzungskonflikte zu entschärfen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853410

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    Plastik vermeiden, Kreisläufe schließen: reGIOcycle liefert Lösungen für die Region Augsburg

    Kunststoffe sind aus unserem Alltag kaum wegzudenken – gleichzeitig stellen sie eine der größten Umwelt- und Ressourcenherausforderungen weltweit dar. In Deutschland werden nur etwa 17 % der Kunststoffabfälle werkstofflich recycelt, der Rest wird verbrannt oder geht verloren. Genau hier setzte das Projekt reGIOcycle unter Beteiligung der Universität Augsburg an: Mit einem starken regionalen Verbund und einem ganzheitlichen Ansatz wurde seit 2020 an Lösungen gearbeitet, wie Kunststoffe im Raum Augsburg effizienter vermieden, ersetzt und wiederverwertet werden können.

    Die Universität Augsburg war mit ihrem Resource Lab des Instituts für Materials Resource Management (MRM) mit drei Teilprojekten an dem Projekt beteiligt, das vom Umweltcluster Bayern koordiniert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Nach drei Jahren Forschung und zwei Jahren Umsetzungsphase liegt nun – mit dem offiziellen Projektabschluss Ende Mai 2025 – ein umfassender Maßnahmenkatalog vor, der konkrete Erfolge für Umwelt, Stadtgesellschaft und Wirtschaft in zwei Projektberichten dokumentiert.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853774

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    Roadmap für die Verknüpfung von CO2-Quellen und -Senken mittels elektrochemischer Verfahren

    Was sind die vielversprechendsten CO2-Punktquellen? Wie lässt sich der Reifegrad verschiedener Reaktorkonstruktionen bestimmen? Und welches Zielprodukt hat das höchste Drop-in-Marktpotenzial? Auf dem Weg zur Industrialisierung der CO2-Elektrolyse sind noch einige Fragen offen. Antworten liefert eine Roadmap für die Verknüpfung von CO2-Quellen und -Senken – aufgestellt von Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, des Forschungszentrums Jülich, der RWTH Aachen und der Ruhr-Universität Bochum.

    Für ihre Prognosen für den Zeitraum bis 2050 haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über 5000 Publikationen zum Thema CO2-Elektroreduktion analysiert. Ihre Schwerpunkte: die Niedertemperatur- und die Hochtemperatur-Elektrolyse für die drei Produktklassen CO, Ameisensäure und Ethylen/Ethanol. Ihr Ziel: die Lücke zwischen akademischen Übersichten zum Fortschritt der CO2-Reduktion (CO2R) und industriellen Punktquellen zu schließen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853777

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    Austernriffe und Miesmuschelbänke unterstützen den Sedimentaufwuchs im Wattenmeer

    Eine Studie unter Leitung der Leibniz Universität Hannover zeigt, dass der vertikale Sedimentaufwuchs lokaler Wattflächen auch zukünftig mit dem Anstieg des Meeresspiegels standhalten kann
    Der Meeresspiegel steigt global. In Abhängigkeit klimaschädlicher Emissionen könnten es bis Ende dieses Jahrhunderts 80 Zentimeter und mehr werden, so Projektionen des Intergovernmental Panel on Climate Change, kurz IPCC. Gleichzeitig haben sich die Temperaturen in den Meeren erhöht und bereits vor mehr als zwei Dekaden die Invasion der nicht-heimischen Pazifischen Auster im Wattenmeer begünstigt. Sie verdrängt die angestammte Miesmuschel als dominante Art und wandelt bisherige Muschelbänke in extrem raue Austernriffe um. Die Austernriffe breiten sich in der Fläche unaufhörlich aus und verändern sowohl das Ökosystem als auch das Wellen- und Strömungsverhalten. Das wiederum könnte Wattflächen aber auch helfen, unter dem Anstieg des mittleren Meeresspiegels wortwörtlich nicht zu ertrinken. Diesen Zusammenhang weist erstmals eine Studie zur Quantifizierung des Sedimentaufwuchses im Wattenmeer im Umfeld von Austernriffen und Miesmuschelbänken nach. Sie wurde geleitet von der Leibniz Universität Hannover.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853538

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    Offshore-Wasserstoffproduktion beeinflusst die Nordsee

    Hereon-Studie untersucht erstmals die Auswirkungen von Wasserstoffproduktion mit Windenergie auf See und bietet umweltfreundliche Handlungsoptionen
    Grüner Wasserstoff gilt als ein elementarer Baustein für die Energiewende. Künftig soll er in Windparks in der Deutschen Bucht produziert werden. Nach aktuellem Stand der Technologie entstehen dabei Abwärme und Sole – beides wird ins Meer eingeleitet. Eine aktuelle Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon zeigt erstmals, dass die Abwärme einer 500-Megawatt-Anlage die Wassertemperatur lokal um bis zu 2 Grad Celsius erhöhen kann und damit die Schichtung des Meeres beeinflusst. Die Autoren geben wegweisende Empfehlungen für einen umweltfreundlichen Ausbau der geplanten Offshore-Wasserstoffproduktion in der Nordsee. Die Studie ist kürzlich im Nature-Fachmagazin npj Ocean Sustainability erschienen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853540

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    Mit Low-Cost-Sensoren Schiffsabgase zuverlässig messen

    Auch günstige Sensoren können zur Messung von Schiffsabgasen eingesetzt werden. Dies belegen die Ergebnisse des BfG-Forschungsprojekts „Eignung von Low Cost Sensorik (LCS) für die Erfassung von Schiffsabgasen in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung (REIN)“, die die BfG kürzlich vorstellte. Im Rahmen der Studie haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BfG preiswerte Sensoren mit hochpräzisen, kostenintensiven Messgeräten verglichen. Ziel ist es, künftig Emissionen aus Schiffen großflächiger und kosteneffizienter erfassen zu können – als Ergänzung zu bestehenden Messmethoden oder auch im Rahmen von Citizen Science-Projekten.

    Der Einsatz auch günstiger Sensorik im Vergleich zu den oft teuren Standardmessgeräten eröffnet die Möglichkeit, die Datenbasis zu erweitern – sowohl räumlich als auch zeitlich. „Einige der von uns getesteten günstigen Sensoren haben vielversprechende Ergebnisse geliefert und die Schiffsabgase am Rheinufer zuverlässig gemessen“, sagt Dr. Philipp Eger, der maßgeblich an dem Forschungsprojekt beteiligt war. „Wir konnten zum Beispiel mit einer mittleren Abweichung von lediglich 20 Prozent im Vergleich zu den bereits etablierten Geräten die Konzentration von Rußpartikeln in den Schiffsabgasen nachweisen“, erklärt Eger. Die Sensoren müssen jedoch regelmäßig validiert, also mit Messwerten der hochpräzisen, teuren Referenzgeräten verglichen werden, um weiterhin eine hinreichende Aussagekraft der Messwerte der Low Cost Sensorik (LCS) zu gewährleisten, erläutert der Wissenschaftler.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853568

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    Dichtungen ohne PFAS, mit Wasser geschmiert

    Fraunhofer-Forschenden ist es gelungen, neue und nachhaltige Dichtungen zu entwickeln: frei von umweltschädigenden Stoffen wie PFAS und für wasserbasierte Schmiermittel geeignet. Ihre Lösung präsentieren sie auf der Laser World of Photonics 2025 vom 24. bis 27. Juni am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand 431 in Halle A3.

    Ob Schiffsschraube, Windrad oder Erntemaschine – wann immer sich etwas bewegt, sind Dichtungen entscheidend für die Funktionalität technischer Systeme. Um ihre Haltbarkeit zu erhöhen, bestehen sie bisher vorwiegend aus PFAS-haltigen Kunststoffen und werden mit erdölbasierten Schmiermitteln gepflegt, in Kraftwerken ebenso wie in Automobilen. Defekte verursachen daher nicht nur wirtschaftliche Schäden, sie können auch erhebliche Umweltbelastungen mit sich bringen, da Schmierstoffe und Chemikalien in die Umwelt gelangen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853089

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    Grüner Wasserstoff aus Afrika deutlich teurer als angenommen

    Um Europas Bedarf an Grünem Wasserstoff zu decken, setzen Politik und Wirtschaft auf die Produktion in Afrika. Eine Studie unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) zeigt nun, dass die Finanzierungskosten für Produktionsanlagen in afrikanischen Staaten deutlich höher sind als bisherige Kalkulationen angenommen hatten. Nur zwei Prozent von rund 10.000 untersuchten Standorten könnten für den Export nach Europa wettbewerbsfähig sein. Voraussetzung sind Abnahme- und Preisgarantien durch die europäischen Staaten.

    Grüner Wasserstoff gilt als bedeutende Komponente für eine klimafreundliche Industrieproduktion, beispielsweise in der Stahlindustrie. „Grün“ ist der Wasserstoff, wenn die Elektrolyse, bei der er gewonnen wird, mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Da Europa seinen Bedarf voraussichtlich nicht selbst decken kann, ist Afrika in den vergangenen Jahren in den Blickpunkt gerückt. Große Erwartungen in Politik und Wirtschaft ruhen darauf, dass in afrikanischen Küstenstaaten mit guten Sonnen- und Windverhältnissen Produktionsstandorte für den Export entstehen könnten. Erste Projekte werden derzeit geplant, der überwiegende Teil befindet sich allerdings noch in der Konzeptionsphase.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853107

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    Neue Maßstäbe in der Biogasbranche – Innovationspreis in Gold für flexigast-Verfahren

    Biogasanlagen werden zunehmend für eine bedarfsorientierte Stromproduktion ertüchtigt. Ziel des ausgezeichneten Verfahrens ist es, hierfür das Biogas bedarfsgerechter und effizienter zu erzeugen. Das geschieht durch gezielte Variation der Gärtemperaturen und ein dynamisches Fütterungsmanagement – also die Zufuhr des organischen Materials.

    Im Rahmen des 18. Biogas-Innovationskongresses, der am 21. und 22. Mai 2025 in Osnabrück stattfand, wurden herausragende Beiträge zur Weiterentwicklung der Biogastechnologie gewürdigt. Der mit 6.000 Euro dotierte Innovationspreis in Gold des Deutschen Bauernverbandes in der Kategorie Wissenschaft ging in diesem Jahr an Ingolf Seick und Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wiese vom Institut für Wasserwirtschaft und Ökotechnologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal für ihr „flexigast“-Verfahren.
    Strom erzeugen, wenn er gebraucht wird

    mehr: https://idw-online.de/de/news853492

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    Back-to-Office oder doch Hybrid? Neue Studie gibt aktuelle und differenzierte Antworten

    Fraunhofer IAO präsentiert neue Studie zum hybriden Arbeiten

    Die Studie »Beyond Hybrid Work – Die post-hybride Arbeitswelt« des Fraunhofer IAO zeigt: hybrides Arbeiten ist zur neuen Normalität geworden: mit positiven Effekten aber auch Schattenseiten. 80 Prozent der Befragten berichten von gesteigerter Produktivität, während gleichzeitig soziale Erosion und der Verlust informeller Kontakte zunehmen. Unternehmen sind demnach gefordert, hybride Modelle aktiv zu gestalten und Raum für spontane Interaktionen zu schaffen, um die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu sichern.

    Inmitten der anhaltenden Diskussionen über »Back-to-Office«-Strategien, die durch die strikte Haltung führender Unternehmen wie Amazon neu entfacht wurden, liefert die Studie »Beyond Hybrid Work – Die post-hybride Arbeitswelt« des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO fundierte Erkenntnisse, die über einfache Meinungen hinausgehen. Die Ergebnisse zeigen, dass hybrides Arbeiten keine vorübergehende Lösung ist, sondern zur neuen Normalität in der Arbeitswelt geworden ist.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853494

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    CO₂-Entnahme: Land und Meer arbeiten effektiv zusammen

    LMU-Forschende zeigen: Die Kombination von Aufforstung und ozeanischer CO₂-Entnahme führt nicht zu Effizienzverlusten – dies könnte den Druck auf Landflächen senken.

    Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, braucht es nicht nur eine Reduktion der CO2-Emissionen, sondern auch die großskalige CO₂-Entnahme aus der Atmosphäre (Carbon Dioxide Removal, CDR). Dabei können sowohl land- als auch ozeanbasierte Methoden zum Einsatz kommen. Wie die LMU-Geographen Yiannis Moustakis, Tobias Nützel und Julia Pongratz in einer neuen Studie nun zeigen, können diese Methoden kombiniert werden und beeinträchtigen sich gegenseitig nicht – das ist wichtig, um flexible Lösungen zu finden und potenzielle Landnutzungskonflikte zu entschärfen.

    An Land erfolgt die CO2-Entnahme vor allem über Aufforstung und Wiederaufforstung. Im Ozean dagegen werden chemische Verfahren diskutiert, etwa das sogenannte „Ocean Alkalinity Enhancement“ (OAE): Dabei werden dem Meer Karbonate oder Silikate zugeführt, sodass es mehr CO₂ binden kann. Bisher war unklar, ob eine Kombination dieser Methoden deren Wirksamkeit beeinträchtigen könnte: CO2 ist Teil eines globalen Kohlenstoffkreislaufs, und wenn es der Atmosphäre an einer Stelle entzogen wird, könnte das theoretisch zu einer geringeren Aufnahme an anderer Stelle führen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853410

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    Umweltfreundliche Standards bei Ausschreibungen nicht nur positiv

    Eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim untersucht die Auswirkungen von öffentlichen Beschaffungsvorgaben und freiwilligen Standards auf die Einführung umweltfreundlicher Produkte durch Unternehmen. Dabei wird deutlich, dass beide Maßnahmen zwar einzeln die Wahrscheinlichkeit von Umweltinnovationen erhöhen, ihre gleichzeitige Anwendung jedoch hemmend wirken kann. Die Ergebnisse liefern wichtige Impulse für eine nachhaltige Innovationspolitik und eine effektive Gestaltung der öffentlichen Beschaffung.

    „Unsere Untersuchungen zeigen, dass sowohl freiwillige Standards im Allgemeinen als auch die öffentliche Beschaffung einen positiven Beitrag zur Förderung von Umweltinnovationen leisten. Die Kombination beider Instrumente kann jedoch zu unbeabsichtigten Effekten führen. Insbesondere können starre Standards dazu beitragen, die innovationsfördernde Wirkung der Beschaffung zu behindern“, erklärt Dr. Bastian Krieger, Ko-Autor der Studie und Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe „Co-Creation“ am ZEW Mannheim.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853026

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    44 Prozent aller Beschäftigten in der Privatwirtschaft erhalten Urlaubsgeld – in tarifgebundenen Betrieben 72 Prozent

    Lediglich 44 Prozent der Beschäftigten in der Privatwirtschaft erhalten Urlaubsgeld – in tarifgebundenen Betrieben ist der Anteil mit 72 Prozent deutlich höher

    In den letzten Jahren sind Reisen und Unterkünfte fast überall deutlich teurer geworden. Für viele Beschäftigte ist deshalb das zumeist im Juni oder Juli ausgezahlte Urlaubsgeld ein wichtiger Faktor, um sich den wohlverdienten Jahresurlaub leisten zu können. Allerdings erhält mit 44 Prozent noch nicht einmal die Hälfte aller Beschäftigten in der Privatwirtschaft Urlaubsgeld.

    Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Online-Befragung des Internet-Portals Lohnspiegel.de, das vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Für die Analyse wurden die Angaben von mehr als 67.000 Beschäftigten aus dem Zeitraum von Anfang Mai 2024 bis Ende April 2025 ausgewertet.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853233

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    Telemedizin gleicht Versorgungsnachteil aus

    Telemedizin kann Leben retten – vor allem dort, wo der Weg zur kardiologischen Praxis weit ist. Eine neue Auswertung der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten TIM-HF2-Studie zeigt dies eindrucksvoll: Herzinsuffizienz-Patientinnen und -Patienten, die weit von einer kardiologischen Versorgung entfernt leben, profitieren besonders stark von der telemedizinischen Überwachung. Ihre Sterblichkeit war bei der digitalen Fernüberwachung deutlich geringer. Die in „Lancet Regional Health – Europe“ veröffentlichte Studie wurde beim Heart Failure Congress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie vorgestellt.

    Berlin / Hamburg / Würzburg. Bereits im Jahr 2018 zeigte die im Fachmagazin The Lancet veröffentlichte Studie TIM-HF2 (Telemedical Interventional Management in Heart Failure II), dass durch telemedizinische Unterstützung das Leben von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz in Deutschland verlängert und die Zahl der Wiedereinweisungen in Krankenhäuser reduziert werden kann. Die Ergebnisse der kontrollierten multizentrischen Versorgungsforschungsstudie unter der Leitung von Prof. Dr. Friedrich Köhler vom Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) haben maßgeblich dazu beigetragen, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im Jahr 2020 die telemedizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener Herzschwäche in die ambulante Versorgung der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen hat.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852345

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    Erste „Resilience Expo“ startet im Juni 2025 – NRW setzt Meilenstein für die Klimaanpassungswirtschaft

    Durch den zunehmenden Klimawandel wächst die Nachfrage nach Lösungen zur Anpassung rasant – regional, national und weltweit. In der zukunftsorientierten Wirtschaftsregion des Rheinischen Reviers soll deshalb mir der jährlichen Resilience Expo ein attraktiver Austausch- und Vernetzungsort für internationale Klimaanpassungslösungen entstehen.

    Die Resilience Expo feiert am 23. Juni 2025 im Zeughaus Neuss Premiere und setzt mit ihrem Fokus auf die Klimaanpassungswirtschaft ein starkes Zeichen in Zeiten des Klimawandels. Die langfristig angelegte Expo wird durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) initiiert. Sie bringt Unternehmen, Wissenschaft, Interessenverbände sowie Fachverwaltung und Politik aus NRW, Deutschland und dem internationalen Raum zusammen, um innovative Lösungen für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu präsentieren. Die Expo wird in den Jahren 2025 – 2027 finanziell durch das Bundesförderprogramm STARK getragen, das auch die wirtschaftliche und strukturelle Transformation des Rheinischen Reviers vorantreibt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852056

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    Wenn keiner mehr zuhört – wie Sprache den Klimaschutz ausbremst

    Mit dem neuen Projekt „KlimKomHub“ will das INIT der Hochschule Kempten frischen Wind in die Klimakommunikation bringen. Denn Begriffe wie Klimawandel oder Klimaschutz wirken auf viele Menschen heute abstrakt, überfordernd – oder schrecken sogar ab. Es geht darum, Barrieren zu durchbrechen, Menschen wieder zu erreichen – und gemeinsam mit ihnen Wege in eine nachhaltige Zukunft zu finden. Gefördert mit 607.000 Euro vom Bundesumweltministerium, werden in zwei Modellregionen – im städtischen Zwickau und im ländlich geprägten Allgäu – neue Kommunikationsformate entwickelt und getestet. Ob Waldbesitzer, Tourismusbetriebe oder Stadtverwaltungen: Der Dialog steht im Mittelpunkt.

    Am INIT – Institut für Nachhaltige Innovation und Transformation der Hochschule Kempten ist das neue Forschungsprojekt „KlimKomHub – Barrieren in der Klimakommunikation identifizieren und überwinden“ offiziell gestartet. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben wird im Rahmen vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) mit insgesamt 607.000 Euro
    gefördert.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852911

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    Trifluoressigsäure (TFA): Bewertung für Einstufung in neue Gefahrenklassen vorgelegt

    Deutsche Behörden bewerten TFA als fortpflanzungsgefährdend, sehr persistent und sehr mobil
    Die Bundesstelle für Chemikalien (BfC) an der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist die zuständige Behörde in Deutschland für die europäische Chemikalienverordnung REACH und die CLP-Verordnung zur Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe. In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die BfC ein entsprechendes Dossier nach der CLP-Verordnung zur Harmonisierung der Gefahreneinstufung von Trifluoressigsäure (TFA) bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) eingereicht. TFA zählt zur Gruppe der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS). Da der Stoff nach Einschätzung der deutschen Behörden fortpflanzungsgefährdende (reproduktionstoxische) sowie umweltkritische Stoffeigenschaften besitzt, ist er entsprechend einzustufen. Derzeit laufen Konsultation und fachliche Bewertung des deutschen Vorschlages.

    Seit TFA im Jahr 2016 im Trinkwasser der Neckarregion nachgewiesen wurde, befassen sich die Behörden intensiv und fachübergreifend mit diesem Stoff. TFA stammt nicht nur aus großen Industrieanlagen, sondern wurde in den Jahren 2016 und 2017 auch als Abbauprodukt verschiedener Pflanzenschutzmittelwirkstoffe identifiziert. Zudem ist bekannt, dass bestimmte fluorierte Treibhausgase, wie das Kältemittel R1234yf, in der Atmosphäre teils vollständig zu TFA abbauen. In deutschen Gewässern wird TFA seit Jahren detektiert – Tendenz steigend.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852854

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    Grüner Wasserstoff: MXene steigert die Wirkung von Katalysatoren

    An den enorm großen inneren Oberflächen von MXenen können sich katalytisch aktive Partikel anheften. Mit diesem raffinierten Trick lässt sich ein preiswerter und viel effizienterer Katalysator für die Sauerstoffentwicklungsreaktion realisieren, die bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff bislang als Engpass gilt. Dies hat eine internationale Forschergruppe um die HZB-Chemikerin Michelle Browne nun in einer aufwendigen Untersuchung nachgewiesen. Die Studie ist in Advanced Functional Materials veröffentlicht.

    Grüner Wasserstoff soll im Energiesystem der Zukunft eine wichtige Rolle spielen: als chemischer Energiespeicher, als Rohstoff für die Chemieindustrie und eventuell auch für klimafreundliche Treibstoffe. Grüner Wasserstoff lässt sich nahezu klimaneutral erzeugen, wenn die Energie für die elektrolytische Aufspaltung von Wasser in seine Elemente aus Sonne oder Wind kommt. Zusätzlich werden jedoch spezielle Katalysatoren benötigt, um die Entwicklung von Wasserstoff und Sauerstoff an den beiden Elektroden zu beschleunigen. Vor allem die Sauerstoffentwicklungsreaktion ist träge und würde ohne gute Katalysatoren deutlich mehr Energie kosten. Solche Katalysatoren bestehen jedoch heute noch aus Edelmetallen, die selten und teuer sind. Damit grüner Wasserstoff in den benötigten Mengen und preisgünstig hergestellt werden kann, werden jedoch Katalysatoren aus reichlich verfügbaren Elementen benötigt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news853001

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    Ein Preis gegen die Wasserkrise

    Wie kluge Entgelte das Spreewasser retten können – neue Studie liefert Alternativen zur Elbwasser-Umleitung
    Eine aktuelle Studie der Technischen Universität Berlin und des Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung bringt frischen Schwung in die Debatte um die Zukunft der Wasserversorgung in Berlin und Brandenburg: Dafür haben die Wissenschaftler*innen in verschiedenen Szenarien berechnet, um wie viel die Wassernachfrage durch unterschiedliche Erhöhungen der Wasserentgelte zurückgehen kann. Eine einheitliche Anhebung der Wasserentnahmeentgelte auf das Niveau des Berliner Grundwasserpreises könnte demnach die Nachfrage entlang der Spree – vor allem durch Industrie, Gewerbe und Energieversorger – um bis zu 16 Prozent senken. Angesichts drohender Wasserknappheit infolge des Klimawandels und des Braunkohleausstiegs in den 2030er Jahren wäre das ein zentraler Hebel für mehr Versorgungssicherheit.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852973

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    Wie eine globale Wasserstoffwirtschaft aussehen könnte

    Bei der Wasserstoffproduktion könnten die Kontinente recht unabhängig voneinander bleiben – das besagen die Szenarien, die Forschende der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen im Projekt StEAM (Sektortransformation im Energiesystem, Analyse und Modellierung möglicher Wasserstoffstrategien) untersucht haben. Das Team hat innerhalb von drei Jahren ein globales Energiesystemmodell entwickelt, das die Sektoren Strom und Wasserstoff verbindet.

    „Damit haben wir nun ein Werkzeug in der Hand, um auch zukünftig zu relevanten Fragestellungen rund um die Entwicklung der globalen Wasserstoffwirtschaft Erkenntnisse für Politik und Wirtschaft zu liefern und bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen“, so Prof. Dr. Valentin Bertsch von der Ruhr-Universität Bochum, der das Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Weber von der Universität Duisburg-Essen durchführte.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852873

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    Fortschritte für CO₂-Abscheidung und -Speicherung in Europa

    Im Fokus: Die Feldkampagnen des Projekts COREu
    Das Projekt COREu, eine der bislang größten Forschungs- und Innovationsinitiativen im Bereich Carbon Capture and Storage (CCS), die im Rahmen des Horizon Europe Programms gefördert werden, macht bedeutende Fortschritte bei der Demonstration zentraler Schlüsseltechnologien entlang der CCS-Wertschöpfungskette.

    Mit dem Fokus auf der Entwicklung von CO₂-Transport- und -Speicherinfrastruktur vereint das Projekt 43 Partner aus ganz Europa. Ziel ist es, den Rollout von CCS-Technologien zu beschleunigen, indem technische, finanzielle, regulatorische und koordinative Herausforderungen gezielt adressiert werden. Damit leistet COREu einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen und unterstützt die Klimaneutralitätsziele der EU.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852819

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    Erste „Resilience Expo“ startet im Juni 2025 – NRW setzt Meilenstein für die Klimaanpassungswirtschaft

    Durch den zunehmenden Klimawandel wächst die Nachfrage nach Lösungen zur Anpassung rasant – regional, national und weltweit. In der zukunftsorientierten Wirtschaftsregion des Rheinischen Reviers soll deshalb mir der jährlichen Resilience Expo ein attraktiver Austausch- und Vernetzungsort für internationale Klimaanpassungslösungen entstehen.

    Düsseldorf, 05.05.2025 – Die Resilience Expo feiert am 23. Juni 2025 im Zeughaus Neuss Premiere und setzt mit ihrem Fokus auf die Klimaanpassungswirtschaft ein starkes Zeichen in Zeiten des Klimawandels. Die langfristig angelegte Expo wird durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) initiiert. Sie bringt Unternehmen, Wissenschaft, Interessenverbände sowie Fachverwaltung und Politik aus NRW, Deutschland und dem internationalen Raum zusammen, um innovative Lösungen für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu präsentieren. Die Expo wird in den Jahren 2025 – 2027 finanziell durch das Bundesförderprogramm STARK getragen, das auch die wirtschaftliche und strukturelle Transformation des Rheinischen Reviers vorantreibt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852056

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    Telemedizin gleicht Versorgungsnachteil aus

    Telemedizin kann Leben retten – vor allem dort, wo der Weg zur kardiologischen Praxis weit ist. Eine neue Auswertung der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten TIM-HF2-Studie zeigt dies eindrucksvoll: Herzinsuffizienz-Patientinnen und -Patienten, die weit von einer kardiologischen Versorgung entfernt leben, profitieren besonders stark von der telemedizinischen Überwachung. Ihre Sterblichkeit war bei der digitalen Fernüberwachung deutlich geringer. Die in „Lancet Regional Health – Europe“ veröffentlichte Studie wurde beim Heart Failure Congress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie vorgestellt.

    Berlin / Hamburg / Würzburg. Bereits im Jahr 2018 zeigte die im Fachmagazin The Lancet veröffentlichte Studie TIM-HF2 (Telemedical Interventional Management in Heart Failure II), dass durch telemedizinische Unterstützung das Leben von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz in Deutschland verlängert und die Zahl der Wiedereinweisungen in Krankenhäuser reduziert werden kann. Die Ergebnisse der kontrollierten multizentrischen Versorgungsforschungsstudie unter der Leitung von Prof. Dr. Friedrich Köhler vom Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) haben maßgeblich dazu beigetragen, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im Jahr 2020 die telemedizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener Herzschwäche in die ambulante Versorgung der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen hat.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852345

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    Hitzewellen in der Nordsee setzen Plankton zu

    Weltweit steigen die Temperaturen kontinuierlich – auch in der Nordsee. Doch nicht nur die graduelle Erwärmung, auch immer häufigere und plötzlich auftretende Hitzeereignisse haben Folgen für die Organismen in der Deutschen Bucht. Forschende der Biologischen Anstalt Helgoland des Alfred-Wegener-Instituts haben die Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen und deren Auswirkungen auf das Plankton quantifiziert. Ihr Fazit: Die graduelle Erwärmung sorgt für erhebliche Verschiebungen im Artenspektrum. Kommen dann noch Hitzewellen hinzu, verändern diese das Ergebnis zu Ungunsten der meisten Gruppen. Die Ergebnisse wurden in drei aufeinanderfolgenden Publikationen veröffentlicht.

    Meeresspiegelanstieg, zahlreiche neu eingeschleppte Arten und eine Erwärmung um 1,9 Grad Celsius seit 1962 – die Nordsee, so viel ist klar, verändert sich derzeit so massiv wie seit Jahrtausenden nicht mehr. Und dennoch entsteht durch die aus menschlicher Sicht langen Zeitskalen des Klimawandels oft der Eindruck, diese Veränderungen vollzögen sich langsam und graduell, seien vielleicht gar nicht so gravierend, weil sich viele Organismen ja nach und nach anpassen könnten. „In diesem Bild fehlt allerdings ein entscheidendes Puzzleteil“, sagt Dr. Cédric Meunier. „Und das sind die marinen Hitzewellen.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news852689

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    FLEXITILITY: Mit gereinigtem Abwasser gegen die Dürre – Bewässerung auf Versuchsfeld im Landkreis Elbe-Elster startet.

    Deutschland ächzt unter der wiederholten Trockenheit als Folge des Klimawandels. Um in Zukunft besser gewappnet zu sein, wird die Wiederverwendung von gereinigtem und hygienisiertem Wasser aus Kläranlagen europaweit und auch in Deutschland politisch vorangetrieben. Am Donnerstag, 22.05.2025, beginnt die zweite Saison der landwirtschaftlichen Bewässerung im Rahmen des bundesgeförderten Forschungsprojekts „FLEXITILITY“.

    Ab heute werden 5 Hektar Ackerland für die Produktion von Energiepflanzen mit Wasser beregnet, das zuvor in der Brandenburger Kläranlage Uebigau technisch aufwändig gereinigt und zusätzlich mittels einer UV-Anlage hygienisiert wurde. Das Forschungsprojekt „FLEXITILITY“ reagiert damit auf die zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852616

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    Toolbox für Stadtkonzepte der Zukunft

    Innovationsnetzwerk Future District Alliance präsentiert modularen Baukasten für die Entwicklung zukunftsfähiger Stadt- und Quartierskonzepte
    Die Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Planungspraxis ist eine zentrale Herausforderung der Stadt- und Quartiersentwicklung. Angesichts dynamischer Transformationsprozesse wie Klimawandel, Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel wächst der Bedarf an methodisch fundierten und praxisnahen Lösungsansätzen. Die Future District Toolbox Teil I, entwickelt im Rahmen der Future District Alliance am Fraunhofer IAO, stellt modular nutzbare Schlüsselinnovationen zur praxisorientierten Umsetzung bereit.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851933

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    Produktion von CO2-negativem Wasserstoff – Forschungsprojekt optimiert Verfahren

    Die TH Köln und ihre Partner möchten künftig CO2-negativen Wasserstoff herstellen. Dafür soll der bereits bekannte Prozess des Methan-Crackings weiterentwickelt und für die industrielle Produktion angepasst werden. Neben Wasserstoff entsteht dabei fester Kohlenstoff, auch Carbon Black genannt, der ein wichtiger Rohstoff etwa für die Kunststoff- oder Batterietechnik ist.

    „Beim Methan-Cracking wird das Gas durch ein Mikrowellenplasma geleitet, das den Wasserstoff vom Kohlenstoff trennt. Es entstehen also zwei Rohstoffe, die aufgefangen und weiterverwendet oder vermarktet werden können. Diese Vorgehensweise funktioniert bislang im Labormaßstab mit Erdgas. Wir wollen das Verfahren nun um Biomethan als Ausgangsstoff erweitern, das in Biogas- und Deponiegasanlagen erzeugt wird. Zudem möchten wir eine Anlagengröße realisieren, wie sie in der Praxis benötigt wird. Beides stellt unser Forschungskonsortium vor große Herausforderungen“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Peter Stenzel vom Cologne Institute for Renewable Energy der TH Köln.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852487

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    Metalle als saisonaler Energiespeicher: TU Darmstadt veröffentlicht E+E Insight Paper

    as Forschungsfeld Energy and Environment (E+E) der Technischen Universität Darmstadt hat ein neues E+E Insight Paper veröffentlicht. Die Autor:innen aus dem Profilthema Carbon-Neutral Circles beleuchten darin die Bedeutung saisonaler Energiespeicher und zeigen, warum metallische Energieträger wie Eisen eine vielversprechende Option für die Energiewende sind. Der Ansatz nutzt bestehende Infrastrukturen, um erneuerbare Energie langfristig verfügbar zu machen.

    Das kompakte Paper richtet sich an Entscheidungsträger:innen in Politik, Wirtschaft und Industrie und hebt die Potenziale von Eisen als Ergänzung zur Wasserstofftechnologie hervor.
    Im Fokus steht ein geschlossener Kreislauf: Eisen wird verbrannt und setzt dabei CO₂-freie Wärmeenergie frei. Das entstehende Eisenoxid kann mithilfe von grünem Wasserstoff oder Elektrolyse wieder in Eisen umgewandelt werden. Dieser Prozess ermöglicht eine langfristige Energiespeicherung ohne Selbstentladung und könnte neue Märkte für saisonale Speicherlösungen eröffnen.
    Das E+E Insight Paper beschreibt ein Szenario, in dem überschüssiger Solarstrom aus Südeuropa oder Windenergie aus Nordeuropa genutzt wird, um Eisenoxid in seine Ausgangsform umzuwandeln. Anschließend könnte das Speichermaterial nach Mitteleuropa transportiert und dort zur Wärme- und Stromerzeugung eingesetzt werden – eine Perspektive, die nicht nur zur Dekarbonisierung beiträgt, sondern auch die Basis für neue Energiemärkte schaffen könnte. Eine Demonstrationsanlage an der TU Darmstadt soll zeigen, dass diese Speichertechnologie auch im industriellen Maßstab funktioniert.
    Die Reihe E+E Insight Paper hat zum Ziel, innovative Konzepte aus dem Forschungsfeld vorzustellen, die Antworten auf zentrale Herausforderungen der zukünftigen Energieversorgung geben – gemäß dem Leitgedanken Think. Link. Do.
    Die vollständige Publikation ist online verfügbar unter:
    https://doi.org/10.5281/zenodo.15132557

    mehr: https://idw-online.de/de/news852378

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    Treibhausgase in der Industrie verringern: Konsortium bringt Carbon-Footprint-Trackingsystem hervor

    Die Reduktion von Treibhausgasen zugunsten von Umwelt und Klima gehört zu den drängendsten Herausforderungen der Industrie. Noch sind geeignete Maßnahmen, die die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, allerdings mit hohen Kosten verbunden. Weil Produktions-, Energie- und Informationstechnik aufeinander abgestimmt werden müssen, kommt es zu Wechselwirkungen, die sich auf die Identifikation und den Preis der Maßnahmen auswirken. Im it’s OWL-Projekt „Climate bOWL“ („Climate neutral Business in Ostwestfalen-Lippe“) haben Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft jetzt ein intelligentes Assistenzsystem zur Reduktion von Treibhausgasemissionen entwickelt.

    Das Forschungsprojekt mit einem Gesamtvolumen von rund 3,16 Millionen Euro wurde nach dreijähriger Laufzeit Ende März abgeschlossen. Das Ergebnis ist ein produktspezifisches Carbon-Footprint-Trackingsystem, das Unternehmen durch eine automatisierte Datenverarbeitung Aufschluss über ihre Emissionen gibt und die Transparenz erhöht. Projektpartner*innen waren die Universität Paderborn, der SICP – Software Innovation Campus Paderborn, die Universität Bielefeld, NTT Data Business Solutions AG, GEA Westfalia Separator Group GmbH, Miele & Cie. KG sowie die Phoenix Contact Smart Business GmbH. Zu den Förderern zählte neben dem it’s OWL Spitzencluster auch das damalige MWIDE.NRW, heute das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie Nordrhein-Westfalen (MWIKE.NRW).

    mehr: https://idw-online.de/de/news852291

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    Bei steigenden Temperaturen wird Kohlenstoff schneller aus Böden freigesetzt

    Wie empfindlich reagiert der in Böden gespeicherte organische Kohlenstoff auf schwankende Temperaturen und den Feuchtigkeitsgehalt? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer neuen Studie von Forschenden des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Die Studie ist jetzt im Fachjournal Nature Communications erschienen.

    Weltweit ist in Böden mehr als doppelt so viel Kohlenstoff gespeichert als in der Atmosphäre. Wie Kohlenstoff durch die Böden aufgenommen und freigesetzt wird, reguliert daher wesentlich die atmosphärischen Konzentrationen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2). Im Zusammenhang mit dem fortschreitenden anthropogenen Klimawandel ist es wichtig, die Empfindlichkeit des Bodenkohlenstoffs besser zu verstehen – etwa, wenn Temperaturen steigen oder sich der Wasserkreislauf verändert. Der Klimawandel steht in direktem Zusammenhang mit der Freisetzung von Kohlenstoff aus Böden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852298

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    Neue Bewertung alter Chemikalien notwendig?

    Chlorierte organische Stoffe können in der Atmosphäre in Dioxine umgewandelt werden
    Werden die Risiken problematischer Chemikalien angemessen beurteilt? In bestimmten Fällen wohl eher nicht – diesen Schluss zieht ein chinesisches Forschungsteam aus seiner in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlichten Studie. Diese zeigt auf, dass chlorierte flüchtige organische Verbindungen in der Atmosphäre auf Mineralstaubpartikeln unter Sonneneinstrahlung in hochtoxische polychlorierte Dibenzo-p-dioxine und Dibenzofurane umgewandelt werden können.

    Gefährliche Chemikalien werden häufig im Rahmen nationaler und internationaler Regelwerke bewertet, die sich in erster Linie auf deren toxische Eigenschaften, Umweltpersistenz und Anreicherung in Organismen konzentrieren. Welche Umwandlungen sie in der Atmosphäre durchlaufen, wird dagegen kaum oder gar nicht berücksichtigt, obwohl sekundäre Umwandlungsprodukte eine höhere Toxizität und Persistenz aufweisen können. Für eine adäquate Bewertung der Umwelt- und Gesundheitsrisiken kommerzieller Chemikalien sollten diese aufgeklärt werden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news852311

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    Hybride Arbeit als Zukunftsmodell: HyWoNa unterstützt KMU beim Wandel

    FIR an der RWTH Aachen entwickelt digitalen Navigator für flexible, produktive Arbeitsmodelle
    Während einige Konzerne auf eine Rückkehr ins Büro pochen, hat sich hybrides Arbeiten längst als Alltag in deutschen Unternehmen etabliert. Laut ifo-Umfrage arbeiten rund ein Viertel der Beschäftigten regelmäßig hybrid – Tendenz stabil. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) birgt diese Arbeitsform große Chancen: Flexibilität, Arbeitgeberattraktivität und Produktivität profitieren, wenn hybride Modelle gut gestaltet sind. Genau hier setzt das Forschungsprojekt HyWoNa – Hybrid Work Navigator an. Unter Leitung des FIR an der RWTH Aachen unterstützt es KMU dabei, hybride Arbeit zukunftssicher und praxistauglich umzusetzen. Aktuell erhebt das FIR in einer 15-minütigen schriftlichen Umfrage die Zufriedenheit mit hybriden Arbeitsmodellen. Unternehmen sind aufgerufen, sich bis zum 31.05.2025 zu beteiligen. Auf Basis der gewonnenen Daten werden Optimierungspotenziale identifiziert, die in die bereits vordefinierten Anforderungen einfließen.

    Zur Umfrage: https://www.soscisurvey.de/HyWoNa/

    Hybride Arbeit: Mehr als nur Homeoffice
    mehr: https://idw-online.de/de/news851815

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    Finanzlage der Kommunen in Deutschland hat sich weiter verschlechtert

    Eine Analyse von KfW-Research und Difu zeigt, dass 36 Prozent der Kommunen ihre wirtschaftliche Situation als „mangelhaft“ bewerten, wobei größere Städte besonders betroffen sind. Auch die Zukunftsaussichten werden zunehmend negativ eingeschätzt.

    Berlin. Die Finanzlage der Kommunen in Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Jahren nochmals stark verschlechtert. Wie erste Ergebnisse des vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag der KfW erstellten „KfW-Kommunalpanel 2025“ zeigen, bewerten 36 Prozent der Kommunen ihre wirtschaftliche Situation im Haushaltsjahr 2024 als „mangelhaft“. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor und sogar acht Prozentpunkte mehr als noch 2022.

    Weitere 24 Prozent der Kommunen geben an, dass ihre Finanzlage im vergangenen Jahr lediglich „ausreichend“ war, zwei Prozentpunkte mehr als 2022. Nur vier von zehn Kommunen bezeichnen ihre Situation 2024 als „befriedigend“ oder besser, vor zwei Jahren waren es immerhin noch die Hälfte der Kommunen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851879

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    Die versteckten Kosten der Wasserkraft: Gefährdung der Biodiversität

    Zwei kürzlich veröffentlichte Übersichsstudien unter Federführung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und des Northeast Institute of Geography and Agroecology der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zeigen die tiefgreifenden Auswirkungen der Wasserkraft auf die biologische Vielfalt in Fließgewässern und an der Land-Wasser-Grenze. Die Autorinnen und Autoren geben einen Überblick über Maßnahmen zur Minderung dieser negativen Auswirkungen. Sie plädieren dafür, den Stellenwert der Wasserkraft als umweltfreundliche Energiequelle zu hinterfragen.

    Weltweit werden Flüsse immer weiter fragmentiert und aufgestaut, statt frei zu fließen. Einer der Hauptgründe ist die Energiegewinnung durch Wasserkraft. Mehr als 2.800 Stauseen mit einer Fläche von über 10 Quadratkilometern sind bekannt, oft sind sie mit großen Wasserkraftwerken verbunden. Kleine Wasserkraftanlagen bilden häufig keine großen Stauseen und ihre Anzahl bleibt daher weitgehend unberücksichtigt. Weltweit sind schätzungsweise mehr als 80.000 Kleinwasserkraftwerke in Betrieb oder im Bau – Tendenz steigend. Viele der Wasserkraftanlagen befinden sich in Hotspots der Süßwasserbiodiversität, darunter die Flusseinzugsgebiete des Amazonas, des Kongo, des Ganges und des Mekong.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851591

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    Ursprünge der Sprache

    in Forschungsteam der Max-Planck-Institute für evolutionäre Anthropologie, des Cognitive Neuroscience Center Marc Jeannerod (CNRS/Université Claude Bernard Lyon 1) und des Neuroscience Research Center (CNRS/Inserm/Université Claude Bernard Lyon 1) in Lyon hat Tausende von Vokalisationen freilebender Schimpansen im Taï-Nationalpark, Elfenbeinküste, aufgezeichnet und die Regeln untersucht, nach denen sich Bedeutungen verändern, wenn Rufe zu Zwei-Ruf-Kombinationen zusammengesetzt werden.

    Auf den Punkt gebracht

    • Schimpansen sind zu komplexer Kommunikation fähig: Die menschliche Sprachfähigkeit ist möglicherweise nicht so einzigartig wie bisher angenommen. Schimpansen verfügen über ein komplexes Kommunikationssystem, mit dem sie Rufe zu neuen Bedeutungen kombinieren können, ähnlich der menschlichen Sprache.
    • Kreatives Kombinieren von Rufen: Schimpansen verwenden vier Methoden, um die Bedeutung zu verändern, wenn sie einzelne Rufe zu Kombinationen von zwei Rufen kombinieren, einschließlich kompositorischer und nicht-kompositorischer Kombinationen, und sie verwenden eine Vielzahl von Rufkombinationen in einer Vielzahl von Kontexten.
    • Ursprünge von Sprache: Die Entdeckung eines komplexen Kommunikationssystems bei Schimpansen hat weitreichende Konsequenzen für das Verständnis der Evolution der menschlichen Sprache. Komplexe Kombinationsfähigkeiten könnten bereits bei den gemeinsamen Vorfahren von Menschen und Menschenaffen vorhanden gewesen sein. Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, die Komplexität tierischer Kommunikation und ihre Beziehung zur menschlichen Sprache weiter zu erforschen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851783

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    Bakterium produziert „Bio-Spüli“, um Öl zu verdauen

    Das im Meer lebende Bakterium Alcanivorax borkumensis ernährt sich von Öl. Nach Tankerunfällen vermehrt es sich oft rasant und trägt so zur Beseitigung der Verschmutzung bei. Dazu produziert es ein „Bio-Spüli“, mit dem es sich an die Öltröpfchen heften kann. Forschende der Universität Bonn, der RWTH Aachen, der HHU Düsseldorf und des Forschungszentrums Jülich haben nun aufgeklärt, wie es dieses „Bio-Spüli“ synthetisiert. Die Ergebnisse könnten zur Entwicklung effizienterer ölabbauender Bakterienstämme beitragen. Sie sind in der international renommierten Zeitschrift Nature Chemical Biology erschienen.

    Alkan-Fresser aus Borkum: So lässt sich die lateinische Bezeichnung des Bakteriums etwas frei ins Deutsche übersetzen. Und dieser Name ist Programm: Alkane sind Kohlenwasserstoff-Ketten, die sich etwa in großen Mengen in Erdöl finden. A. borkumensis ernährt sich von diesen energiereichen Verbindungen, die im Meer auch natürlicherweise vorkommen. Nach Tankerunfällen vermehrt sich der Mikroorganismus oft rasant und trägt maßgeblich so zur Beseitigung der Verschmutzungen bei.

    Öl und Wasser mischen sich nicht
    Doch Öl und Wasser mischen sich nicht. Um sich seine Lieblingsspeise einverleiben zu können, ist der mikroskopisch kleine Meeresbewohner daher auf chemische Hilfe angewiesen: Er produziert ein Detergens – eine Art natürliches Spülmittel. Dabei handelt es sich um eine Verbindung aus der Aminosäure Glycin und einer Zucker-Fettsäure-Verbindung. „Die Moleküle bestehen aus einem wasserlöslichen und einem fettlöslichen Anteil“, erklärt der Biochemiker Prof. Dr. Peter Dörmann vom Institut für Molekulare Physiologie und Biotechnologie der Pflanzen (IMBIO) der Universität Bonn. „Die Bakterien setzen sich damit auf der Grenzfläche der Öltröpfchen fest und bilden dort einen Biofilm.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news851870

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    Energietechnik: Forschen mit Hochdruck

    Komplexe Prozesse der Wärmeübertragung detailliert untersuchen, auch unter extremen Bedingungen, wie sie in Kraftwerken oder Industrieanlagen herrschen – das ist mit der am Donnerstag, 08. Mai 2025, eröffneten Forschungsanlage COSMOS-H am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) möglich. Erstmals steht der Wissenschaft damit eine Infrastruktur zur Verfügung, um Strömungs- und Siedephänomene auch unter realistischen Hochdruckbedingungen bis ins Detail zu erforschen.

    „Unsere neue Forschungsanlage COSMOS-H erweitert die experimentellen Möglichkeiten und stärkt den Forschungsstandort KIT“, sagte Professor Jan S. Hesthaven, Präsident des KIT bei der Eröffnungsfeier. „Sie ermöglicht die kontrollierte Untersuchung komplexer thermischer Strömungsphänomene mit fortschrittlichen Messmethoden und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Effizienz zukünftiger Energiesysteme.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news851890

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    Hilfe für Familie mit Seltener Erkrankung: Dresdner Forschende nutzen neue Methode für humangenetische Diagnose

    Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT/UCC) Dresden, einer gemeinsamen Einrichtung von Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ), Medizinischer Fakultät der TUD, dem Universitätsklinikum Dresden und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, konnte mit einer neuen Sequenziermethode eine humangenetische Diagnose für eine Familie stellen. Die Studie „Long-read genome and RNA sequencing resolve a pathogenic intronic germline LINE-1 insertion in APC“ der Hochschulmedizin Dresden wurde jetzt im „npj Genomic Medicine“ veröffentlicht.

    Genetische Diagnostik gewinnt im klinischen Alltag zunehmend an Bedeutung. Insbesondere wenn es um Seltene und Onkologische Erkrankungen geht, helfen neue Technologien zur Genom-Sequenzierung, Veränderungen im Erbgut einzelner Personen und Personengruppen aufzuspüren, sodass präzisere Diagnosen möglich werden. Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT/UCC) Dresden, einer gemeinsamen Einrichtung von Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ), Medizinischer Fakultät der TUD, dem Universitätsklinikum Dresden und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, konnte mit einer neuen Sequenziermethode eine humangenetische Diagnose für eine Familie stellen. In der Familie trat eine Häufung von Darmpolypen und Darmkrebs über mehrere Generationen auf. Die Studie „Long-read genome and RNA sequencing resolve a pathogenic intronic germline LINE-1 insertion in APC“ der Hochschulmedizin Dresden wurde jetzt im „npj Genomic Medicine“ veröffentlicht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851542

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    Mit dem eigenen Stromvertrag bundesweit das E-Auto laden

    Forschungsprojekt BANULA demonstriert flächendeckende Anwendung des Durchleitungsmodells
    Das vom Fraunhofer IAO koordinierte Forschungsprojekt BANULA erreicht einen Meilenstein: Erstmals ist es möglich, den eigenen Stromvertrag bundesweit an öffentliche Ladesäulen mitzubringen – einschließlich Haushalts- und selbst erzeugtem PV-Strom. Nach erfolgreicher Pilotierung in der Regelzone von TransnetBW wurde das innovative Durchleitungsmodell nun in der Amprion-Regelzone umgesetzt und somit die bundesweite Anwendbarkeit demonstriert.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851522

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    Deutscher Satellit erfasst erstmals CO2 und NO2 gleichzeitig aus Kraftwerksabgasen

    Neuer Ansatz zur satellitengestützten Emissionsüberwachung von Luftschadstoffen mit hoher Detailgenauigkeit.
    Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz und der Universität Heidelberg hat mithilfe des deutschen Umweltsatelliten EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) erstmals gleichzeitig die beiden zentralen Luftschadstoffe Kohlendioxid (CO₂) und Stickstoffdioxid (NO₂) in Abgasfahnen von Kraftwerken beobachtet – mit einer bislang unerreichten räumlichen Auflösung von nur 30 Metern. Die neu entwickelte Methode erlaubt es, industrielle Emissionen aus dem All hochpräzise zu erfassen und atmosphärische Prozesse detailliert zu analysieren. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851527

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    Künstliche Sauerstoffzufuhr in Küstengewässern? Technische Maßnahmen kein Ersatz für Nährstoffreduktion und Klimaschutz

    Ansätze zur Sauerstoffanreicherung haben sich in Seen als erfolgreich erwiesen, aber ihre möglichen Nebeneffekte müssen sorgfältig untersucht werden, bevor sie auch im Meer eingesetzt werden. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende des GEOMAR und der niederländischen Radbout Universität. In einem Beitrag im Fachmagazin EOS warnen sie: Technische Maßnahmen können zeitlich und örtlich begrenzt Schäden abmildern, sind aber mit Unsicherheiten und Risiken behaftet. Vor allem bieten sie keine dauerhafte Lösung, weil der Sauerstoffgehalt nach Beendigung der Maßnahmen auf das alte Niveau zurücksinkt, wenn nicht die Ursachen des Problems – Nährstoffeinträge und globale Erwärmung – bekämpft werden.

    Weltweit verlieren Küstengewässer zunehmend Sauerstoff mit dramatischen Folgen – nicht nur für die Ökosysteme, sondern auch für die Menschen, die von ihnen leben. Die Ostsee ist ein bekanntes Beispiel: Die Folgen der sich ausbreitenden sauerstoffarmen oder sauerstofffreien Zonen zeigen sich in Form von Fischsterben, dem Rückgang von Laichgebieten und giftigen Blaualgenblüten. Wäre es da nicht naheliegend, Sauerstoff ins Meer einzuleiten – genau dort, wo er am dringendsten benötigt wird?

    mehr: https://idw-online.de/de/news851547

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    Nachhaltige Ernährung und Krebsrisiko

    Die Ergebnisse einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse zeigen einen Zusammenhang zwischen nachhaltigen Ernährungsweisen und Krebsrisiko.

    In einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchten Forschende des Lehrstuhls für Epidemiologie und Präventivmedizin der Universität Regensburg erstmals umfassend den Zusammenhang zwischen nachhaltigen Ernährungsweisen und verschiedenen Krebsrisiken. Die internationale Analyse zeigt: Wer sich nachhaltig ernährt, hat ein geringeres Risiko für Krebserkrankungen und krebsbedingte Todesfälle. „Dies ist nicht nur ein Vorteil für diejenigen, die sich nachhaltig ernähren. Sie leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Schutz des Planeten“, sagt Marina Kasper, Erstautorin der Studie. Die im Fachjournal eClinicalMedicine der Lancet Group veröffentlichten Ergebnisse liefern Hinweise für eine gesundheits- und ernährungspolitische Diskussion.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851441

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    Zum Schutz vor Erregern: Händedesinfektion!

    Medizinische Hochschule Hannover erinnert an Welttag der Händehygiene
    Jedes Jahr am 5. Mai ist der Welttag der Händehygiene. Das Datum, der 5.5., steht für die jeweils fünf Finger unserer Hände. Mit dem Tag möchte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Händehygiene für die Vermeidung von Infektionen ist. Es ist eine der besten Maßnahmen, um nicht nur Infektionen zu vermeiden, sondern auch die unerwünschte Übertragung von multiresistenten Erregern zu verhindern. Im Sinne des Patientenschutzes hat die Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens eine besondere Bedeutung. In der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) steht der Welttag unter dem Motto „Save Lifes: Clean Your Hands“.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851445

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    Neue Studie zeigt Potenziale und Praxisanwendungen der nächsten Mobilfunkgeneration

    • Studie zeigt: Berlin verfügt über eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, ein vielfältiges Akteursnetzwerk und konkrete Anwendungsbeispiele

    • Die Technologiestiftung Berlin legt mit der aktuellen Studie eine umfassende Analyse der Entwicklung, Nutzung und Perspektiven von 5G-Advanced in der Hauptstadt vor.
    • Die Studie empfiehlt, vorhandene Kompetenzen und Projekte gezielt zu vernetzen, konkrete Anwendungsfälle zu fördern und die langfristige Entwicklung offener, verlässlicher Mobilfunklösungen voranzutreiben.

    Berlin hat in den vergangenen Jahren den Ausbau des 5G-Mobilfunks aktiv vorangetrieben und wichtige Grundlagen für die nächste Entwicklungsetappe – 5G-Advanced – geschaffen. 5G-Advanced baut auf dem bestehenden 5G-Netz auf und ermöglicht deutlich höhere Datenraten, geringere Latenzzeiten (also Verzögerungen bei der Datenübertragung) sowie stabilere, zuverlässigere Verbindungen – auch in dicht bebauten, urbanen Räumen. Damit wird 5G-Advanced zur Basis für völlig neue Anwendungen, z. B. im Bereich autonomer Fahrzeuge, vernetzter Produktion oder intelligenter Städte (Smart City).

    mehr: https://idw-online.de/de/news851458

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    PFAS in Europa und Berlin – Das Projekt „PROMISCES“ liefert Antworten

    Das PROMISCES-Projekt adressierte die Herausforderungen durch PFAS. Diese synthetischen Schadstoffe gefährden Umwelt und Gesundheit und stellen ein Hindernis für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Wassersektor dar. Ziel des im April 2025 zu Ende gehenden Projekts PROMISCES war es, konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Green-Deal-Ziele und des EU-Aktionsplans „Zero Pollution“ voranzutreiben.

    Das PROMISCES-Projekt, eine Initiative des europäischen Green Deals, adressierte die Herausfor-derungen durch per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS). Diese synthetischen Schadstoffe gefährden Umwelt und Gesundheit und stellen ein Hindernis für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Wassersektor dar. PFAS sind extrem beständig, biologisch nicht abbaubar und reichern sich in der Umwelt an. Diese Eigenschaft macht das Recycling kontaminierter Materialien und die Wasserwiederverwendung besonders schwierig. PFAS sind außerdem auch hinsichtlich einer umfassenden Bewertung eine Herausforderung, da bisher nur eine kleine Anzahl an PFAS-Verbindungen analytisch erfasst werden kann. Ziel des im April 2025 zu Ende gehenden Projekts PROMISCES war es, konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Green-Deal-Ziele und des EU-Aktionsplans „Zero Pollution“ voranzutreiben.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851351

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    Aus dem Weltall sichtbar: Verlust genetischer Pflanzenvielfalt

    Ein internationales Forschungsteam um Senckenberg-Wissenschaftler Dr. Spyros Theodoridis hat die Auswirkungen der zunehmenden Begrünung vieler europäischer Gebirgsregionen auf die genetische Pflanzenvielfalt untersucht. Ihre heute im Fachjournal „Current Biology“ veröffentlichten Studie zeigt am Beispiel des Griechischen Bergtees Sideritis, dass der durch Klima- und Landnutzungswandel geförderte Vegetationszuwachs in Gebirgen zu genetischer Verarmung führen kann.

    Das Team mit Prof. Dr. David Nogués-Bravo von der Universität Kopenhagen sowie den Senckenberg-Forschern Prof. Dr. Thomas Hickler und Prof. Dr. Marco Thines belegt mithilfe von Satellitenbildern und Genanalysen: Je dichter die Vegetation in den vergangenen 40 Jahren wurde, desto stärker nahm die genetische Vielfalt der Pflanzen ab.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851430

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    Gesund und umweltbewusst – Das Präventionsprogramm “Klimaspürnasen” wird auf weitere Bundesländer ausgeweitet.

    Das Präventionsprogramm der Stiftung Kindergesundheit in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) wird zukünftig neben Bayern auch in weiteren Bundesländern angeboten. Die “Klimaspürnasen – Gesundheit und Umwelt im Kindergarten” zielen darauf ab, Kindergartenkinder für einen gesundheitsförderlichen und umweltbewussten Lebensstil zu sensibilisieren. Das Programm kann ab sofort auch in Kindergärten in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt sowie Thüringen umgesetzt werden.

    Die Folgen des Klimawandels werden zukünftig für alle Menschen zu einer wachsenden gesundheitlichen Herausforderung. Dabei stellen Kinder eine besonders vulnerable Gruppe dar, die den negativen Auswirkungen stark ausgesetzt sein wird. Angesichts dieser Problematik ist es notwendig, Kinder frühzeitig für die Wechselwirkung zwischen Umwelt und Gesundheit zu sensibilisieren.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851290

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    Extreme Regenfälle – seit langem bestehende Hypothese zur Temperaturabhängigkeit endlich geklärt?

    Sturzfluten, die aus extremen Regenfällen resultieren, stellen ein großes Risiko für Menschen und Infrastrukturen dar, insbesondere in städtischen Gebieten. Höhere Temperaturen durch weltweite Klimaveränderungen wirken sich in etwa gleichem Maße auf Dauer-Regenfälle und auf kurze Regenschauer aus. Treten beide Niederschlagsarten jedoch zugleich auf, wie es für Gewitterwolken-Cluster typisch ist, so steigt die Niederschlagsmenge stärker mit zunehmender Temperatur, wie die Studie zweier Wissenschaftler der Universität Potsdam und des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen zeigt. Die Studie wurde jetzt im Fachjournal „Nature Geoscience“ veröffentlicht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851240

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    Waldsterben in Wasserschutzgebieten: Eine Gefahr für die Trinkwasserqualität

    • Das Waldsterben in deutschen Wasserschutzgebieten führt zu einer Verschlechterung der Trinkwasserqualität. Eine aktuelle Studie der Universität Freiburg zeigt, dass sich die durchschnittlichen Nitratkonzentrationen in betroffenen Wasserschutzgebieten verdoppelt haben.

    • 43 Prozent der Wasserschutzgebiete in Deutschland sind bewaldet. Innerhalb von nur drei Jahren nach Beginn der letzten Dürreperiode im Jahr 2018 starben fünf Prozent dieser Wälder ab.
    • Die Auswirkungen auf die Wasserqualität sind je nach Standort unterschiedlich stark ausgeprägt, wobei verzögerte Effekte erst in den kommenden Jahren sichtbar werden könnten.

    Das Waldsterben während der Dürrejahre von 2018 bis 2020 stellt eine bislang unterschätzte Gefahr für die Trinkwasserqualität in Deutschland dar. Das ist das Ergebnis einer interdisziplinären Studie der Universität Freiburg, die in der Fachzeitschrift Earth’s Future veröffentlicht wurde. Das Forschungsteam untersuchte die Nitratkonzentrationen im Grundwasser exemplarischer deutscher Wasserschutzgebiete. In Gebieten, die einen erheblichen Waldverlust erlitten hatten, kam es zu einer Verdopplung der durchschnittlichen Nitratkonzentrationen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851111

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    Soziales Lernen: Menschen passen ihre Lernstrategien dynamisch an

    Wer geschickt zwischen eigenem Lernen und der Beobachtung anderer wechselt, erzielt den größten Lernerfolg. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Mithilfe des beliebten Videospiels Minecraft untersuchten die Forschenden, wie Menschen persönliche und soziale Informationen bei einer virtuellen Nahrungssuche kombinieren. Die erfolgreichsten Teilnehmenden waren diejenigen, die ihr eigenes Wissen flexibel mit sozialen Hinweisen verbanden. Ihre Fähigkeit, sich an ständig wechselnde Bedingungen anzupassen, war entscheidend für ihren Erfolg.

    Die besondere Fähigkeit, voneinander zu lernen, ist ein entscheidendes Merkmal der menschlichen Spezies. Soziales Lernen ermöglicht es Menschen, Informationen über Generationen hinweg schrittweise aufzubauen und zu erweitern. Und obwohl wir in der Lage sind, Städte voller Wolkenkratzer zu bauen, Menschen ins All zu schicken und gemeinsam Heilmittel für Krankheiten zu entwickeln, konzentrieren sich die meisten Studien, die sich mit den Mechanismen des sozialen Lernens befassen, auf relativ einfache, abstrakte Aufgaben, die wenig Ähnlichkeit mit realen sozialen Lernumgebungen haben. Daher ist wenig darüber bekannt, wie Menschen persönliche und soziale Informationen in realistischen Kontexten dynamisch integrieren. Um dies zu untersuchen, entwickelte ein internationales Team von Forschenden des Exzellenzclusters Science of Intelligence (SCIoI), des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB), der Universität Tübingen und der New York University eine virtuelle Nahrungssuche im beliebten Videospiel Minecraft – einer aus dreidimensionalen Blöcken bestehenden Spielewelt. Die Studie zeigte, dass Anpassungsfähigkeit – also der flexible Wechsel zwischen eigenständigem und sozialem Lernen – der wichtigste Erfolgsfaktor ist.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851163

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    Klima-Dominoeffekt unwahrscheinlich: Neue Kippunkt-Studie gibt Hoffnung, warnt aber vor Untätigkeit

    Die Gefahr, dass sich klimatische Kipppunkte wie das Auftauen von Permafrost oder die Zerstörung des Amazonas-Regenwalds in einer Kettenreaktion gegenseitig auslösen, ist geringer als gedacht. Diese vorsichtige Entwarnung gibt eine neue Studie des Exzellenzclusters CLICCS der Universität Hamburg. Sie zeigt aber auch: Unter der aktuellen Klimapolitik droht ein extremes Szenario. Mehr Ambitionen beim Klimaschutz können dies noch deutlich abmildern.

    Das Erdsystem ist wie ein Mobile, das einzelne Elemente wie die globalen Eisschilde, riesige Waldgebiete oder Meeresströmungen miteinander verbindet und im Gleichgewicht hält. Wird bei einem Element ein Schwellenwert überschritten, kann sich dies abrupt und unumkehrbar verändern. Klimaforschende sprechen hier von Kipppunkten. Viele befürchten, dass das Erreichen eines solchen Punktes unweigerlich weitere Elemente ins Wanken bringt und einen unkontrollierbaren Domino-Effekt auslösen könnte.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851115

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    Klimawandel hebt Südafrika aus dem Meer

    Südafrika hebt sich langsam aus den Fluten – je nach Region um bis zu zwei Millimeter pro Jahr. Bislang glaubte man, dass Strömungsvorgänge im Erdmantel das Phänomen verursachen. Eine Studie der Universität Bonn liefert nun jedoch eine andere Erklärung: Demnach sind Dürren und die damit verbundenen Wasserverluste der Hauptgrund für den Anstieg. Die Ergebnisse sind im „Journal of Geophysical Research: Solid Earth“ erschienen.

    Dass Südafrika sich hebt, wird bereits seit einigen Jahren registriert. Denn das Land verfügt über ein Netz stationärer GPS-Empfänger. Anhand von Satellitendaten können diese ihre Position millimetergenau bestimmen, darunter auch ihre Höhe. „Zwischen 2012 und 2020 zeigen diese Daten einen Anstieg von im Schnitt sechs Millimetern“, erklärt Dr. Makan Karegar vom Institut für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn, der Mitglied im Transdisziplinären Forschungsbereich „Sustainable Futures“ ist.

    mehr: https://idw-online.de/de/news851058

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    Wasserverluste in Versorgungsnetzen minimieren: RPTU startet Pilotprojekt mit den SWK Stadtwerke Kaiserslautern

    Verluste durch undichte Rohrnetze sind weltweit eine große Herausforderung für die Wasserwirtschaft. Schätzungen zufolge gehen 30 bis 40 Prozent des aufbereiteten Trinkwassers verloren. Ein Forschungsteam der RPTU will nun KI-gestützte Methoden für das schnelle, automatisierte und zuverlässige Erkennen und Lokalisieren von Leckagen in Verteilungsnetzen entwickeln. Das Projekt „SmartWine“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit rund 500.000 Euro gefördert. Als Praxispartner eingebunden sind die Stadtwerke Kaiserslautern, die die entwickelten Ansätze in ihrem Wasserversorgungsnetz erproben.

    Ziel von SmartWine ist es, langjährige Infrastrukturprobleme im Wassersektor zu lösen. Gerade kleine Lecks in unterirdischen Wasserleitungen bleiben oft unentdeckt und führen dauerhaft zu erheblichen Verlusten. Dadurch verschärft sich in vielen Regionen der Welt das Problem der Wasserknappheit zusätzlich. „Neben der Verschwendung wertvoller Ressourcen müssen Versorgungsunternehmen zudem einen höheren Druck aufrechterhalten, was zu steigenden Energiekosten führt, wenn die Pumpen im Dauereinsatz bleiben“, sagt Dr. Amin E. Bakhshipour, der an der RPTU im Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft forscht und das Projekt leitet.

    mehr: https://idw-online.de/de/news850743

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    Anhaltende Trockenheit führt zu weiter sinkenden Wasserständen in den Bundeswasserstraßen

    Die seit Februar anhaltende Trockenheit, die durch die geringen Schmelzwasserbeiträge aus den Alpen verschärft wird, führt derzeit dazu, dass die Wasserstände und Abflüsse in den Bundeswasserstraßen saisonal ungewöhnlich niedrig sind. Die Schifffahrt reagiert bereits und reduziert die Ladung an einigen Streckenabschnitten. Am Oberrhein, wie zum Beispiel am Pegel Maxau bei Karlsruhe, wurde die schifffahrtsrelevante Niedrigwassermarke, die als Gleichwertiger Wasserstand bezeichnet wird, schon unterschritten. An den Mittel- und Niederrheinpegeln, darunter Köln oder Duisburg und an anderen Wasserstraßen wie der Donau, wird der Gleichwertiger Wasserstand derzeit noch nicht unterschritten.

    Die 14-Tage- und 6-Wochen-Vorhersagen der Bundesanstalt für Gewässerkunde, die wir zusammen mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung für ausgewählte Pegel der Bundeswasserstraßen erstellen, zeigen, dass bis Mitte April die Wasserstände an den Bundeswasserstraßen noch weiter langsam zurückgehen werden. Das könnte bedeuten, dass der schifffahrtsrelevante Gleichwertige Wasserstand an weiteren Pegeln vorübergehend unterschritten wird. Ab Mitte April bis Mitte Mai zeichnet sich laut unseren Vorhersagen zumindest für Rhein und Donau eine gewisse Entspannung der Niedrigwasserlage ab.

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    Bäume machen Städte klimaresistenter und Menschen glücklicher

    Ob als Schutz vor Wetterextremen oder als Erholungsraum – Grünanlagen haben für die Stadtbevölkerung eine wichtige Funktion. Wie genau sich insbesondere ein vielfältiger Baumbestand auf das Mikroklima, die Regenwasserversickerung und das menschliche Wohlbefinden auswirkt, zeigen Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nun in zwei Studien. Ihre Ergebnisse haben sie in den Fachzeitschriften Sustainable Cities and Society und Scientific Reports veröffentlicht.

    Grünanlagen mit Bäumen verbessern die Luftqualität in Städten, sie sind zudem wichtige Orte für Erholung und Freizeitangebote. Wie genau Parkanlagen und Grüninseln gestaltet sein müssen, damit sich Menschen dort besonders wohl fühlen, haben Forschende unter der Federführung des KIT im Projekt FutureBioCity untersucht. „Wir wollten verstehen, wie Menschen öffentliche Grünanlagen auswählen und welche Rolle dabei die Struktur und Zusammensetzung städtischer und stadtnaher Wälder spielt“, erklärt Dr. Somidh Saha, Gruppenleiter am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT und Leiter der Studie. Gerade über die Bedeutung der Baumvielfalt sei noch sehr wenig bekannt. Für ihre Untersuchungen kombinierte das transdisziplinäre Team Elemente der ökologischen Forschung mit sozialwissenschaftlichen Befragungsmethoden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news850757

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    Innovationsprogramm Zukunft Bau: Neue Förderrunde gestartet

    Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) rufen gemeinsam zur Teilnahme an der neuen Förderrunde des Innnovationsprogramms Zukunft Bau auf. Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Einzelpersonen und Forschungsverbünde aus der Bauforschung können sich bis zum 15. Juli 2025 beim BBSR um eine Förderung bewerben.

    Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) rufen gemeinsam zur Teilnahme an der neuen Förderrunde des Innnovationsprogramms Zukunft Bau auf. Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Einzelpersonen und Forschungsverbünde aus der Bauforschung können sich bis zum 15. Juli 2025 beim BBSR um eine Förderung bewerben.

    Die Forschungsförderung unterstützt Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bauwesen, in der Architektur sowie in der Bau- und Wohnungswirtschaft. Die Anträge können sich sowohl auf Projekte der Grundlagenforschung als auch auf industrielle oder experimentelle Forschungsvorhaben beziehen. Voraussetzung ist, dass das geförderte Projekt sowohl einen Gebäudebezug als auch einen Bezug zur Baupraxis hat. Darüber hinaus muss es einen substanziellen Beitrag zur Bewältigung aktueller und künftiger Herausforderungen im Baubereich leisten.

    mehr: https://idw-online.de/de/news850874

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    Forschungsprojekt macht Trinkwasserversorgung klimafest

    In Deutschland herrscht schon wieder Dürre. Ein Forschungsprojekt der Universität Kassel macht nun Kassel zur Pilotstadt für eine klimaresiliente Wasserversorgung. Das Vorhaben „Flexilienz“ zielt auf eine sichere Trinkwasserversorgung auch bei Klimastress, auf eine Verzahnung mit der Wasserstoffproduktion und will obendrein Energiespar- und -speicherpotenziale aufzeigen. Erprobt werden sollen die Maßnahmen im Versorgungsnetz der Städtischen Werke Kassel.

    Die Trinkwasserversorgung in der nordhessischen Großstadt hat mehrere Trinkwassergewinnungen und sich bisher als zuverlässig herausgestellt. Für die aktuell gute Lage sorgt unter anderem ein heterogenes Rohwassergewinnungsgebiet. Es besteht aus zwei Quellgebieten im Habichts- und im Kaufunger Wald, mehreren Tiefbrunnen und einer Grundwasseranreicherung am Wasserwerk Neue Mühle. Doch der Klimawandel und extreme Wetterlagen wie langanhaltende Dürreperioden führen zu zurückgehenden Wasserressourcen, die sich zum Beispiel in sinkenden Grundwasserpegeln ausdrücken, zu geringeren Quellschüttungen und zu einem niedrigeren Pegelstand der Fulda. Daher untersucht die Städtische Werke Netz + Service vorbeugend mehrere Maßnahmen im Bereich des Wasserdargebots.

    mehr: https://idw-online.de/de/news850610

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    Durchbruch in der Methan-Forschung: Aktivierungsmechanismus des Methan-produzierenden Enzyms entschlüsselt

    „Nature“-Publikation offenbart die evolutionäre Verbindung zwischen zwei fundamentalen biologischen Prozessen

    Forschende am Zentrum für Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO) der Philipps-Universität Marburg und der TU Berlin haben einen bedeutenden Durchbruch im Verständnis der Aktivierung von Methyl-Coenzym-M-Reduktase (MCR) erzielt – dem Enzym, das für nahezu die gesamte biologische Methanproduktion verantwortlich ist und eines der am häufigsten vorkommenden Enzyme der Erde darstellt. Ihre Ergebnisse wurden nun in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ publiziert und werfen nicht nur ein neues Licht auf einen der ältesten Prozesse der Energiegewinnung in der Natur, sondern offenbaren auch eine unerwartete evolutionäre Verbindung zur sogenannten Stickstofffixierung.

    mehr: https://idw-online.de/de/news850894

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    Meilenstein in der Methanforschung: Wissenschaftler*innen beschreiben Schüsselenzym der biologischen Methanproduktion

    Puzzlestück der Klimaforschung – Grundlagenforschung unter dem Kryo-Elektronenmikroskop
    Einem Forschungsteam der Philipps-Universität Marburg ist ein Durchbruch in der Methanforschung gelungen. Im Forschungsmagazin „Nature“ veröffentlichen sie neue Erkenntnisse zum Verständnis der Aktivierung der Methyl Coenzym M Reduktase (MCR), eines der häufigsten Enzyme auf der Erde, das für nahezu die gesamte biologische Methanproduktion verantwortlich ist. Methan (CH4) hat ein erheblich höheres Treibhauspotenzial als CO2 und trägt wesentlich zum globalen Klimawandel bei. Die Forschenden um Fidel Ramírez-Amador, Sophia Paul und Dr. Anuj Kumar aus der Arbeitsgruppe von Dr. Jan Schuller haben erstmals den MCR-Aktivierungskomplex aus einem methanogenen Modellorganismus isoliert und charakterisiert. „Wir fanden heraus, dass ein kleines Protein namens McrC in Kombination mit methanogenen Markerproteinen (MMPs), sowie einer ATPase in einem ATP-abhängigen Prozess zusammenwirkt, um MCR zu aktivieren“, erklärt Ramírez-Amador, einer der leitenden Autoren der Studie. „Unsere Ergebnisse verdeutlichen, wie ATP die notwendige Energie liefert, um diesen anspruchsvollen Aktivierungsprozess voranzutreiben und MCR zur Methanproduktion zu befähigen.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news850866

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    Chlorotonil: Game-Changer im Kampf gegen multiresistente Keime

    Forschende des HIPS entschlüsseln neuartigen Wirkmechanismus eines Naturstoff-Antibiotikums
    Die Entwicklung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen stellt eine der größten Bedrohungen für die globale Gesundheit dar. Um diese Resistenzen zu überwinden, werden Medikamente mit neuartigen Wirkmechanismen dringend benötigt. Forschende des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) haben nun den Wirkmechanismus einer vielversprechenden Naturstoffklasse – den Chlorotonilen – entschlüsselt. Diese Moleküle wirken gleichzeitig auf die Zellmembran von Bakterien sowie deren Fähigkeit zur Produktion von Proteinen, was eine resistenzbrechende Wirkung ermöglicht. Das Team veröffentlichte seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift Cell Chemical Biology.

    Je häufiger Antibiotika eingesetzt werden, desto schneller entwickeln Krankheitserreger Mechanismen, um sich deren Wirkung zu entziehen. Die Folge sind resistente Erreger, denen gebräuchliche Antibiotika nichts mehr anhaben können. Damit auch in Zukunft effektive Medikamente gegen bakterielle Infektionserkrankungen verfügbar sind, werden Antibiotika benötigt, die andere Zielstrukturen der Bakterien adressieren als alle Wirkstoffe, die bereits klinisch verwendet werden. Einen solchen Kandidaten entdeckten Forschende am HIPS bereits 2008 im Bodenbakterium Sorangium cellulosum: Die Naturstoffklasse der Chlorotonile zeigt eine starke Wirkung gegen die Krankenhauskeime Staphylococcus aureus und Enterococcus faecium sowie den Malaria-Erreger Plasmodium falciparum und nutzt dabei einen bislang unbekannten Wirkmechanismus. Das HIPS ist ein Standort des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Kooperation mit der Universität des Saarlandes.

    mehr: https://idw-online.de/de/news850763

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    Neue Studie zum EU-Emissionshandel: Was bringt der Kohleausstieg wirklich fürs Klima?

    Eine neue Studie des Exzellenzclusters CLICCS an der Universität Hamburg analysiert die tatsächliche Klimawirkung des deutschen Kohleausstiegs bis 2038. Nationale Klimaschutzmaßnahmen entfalten oft nicht die gewünschte Wirkung, da sie nicht mit dem EU-Emissionshandel (ETS) abgestimmt sind. Der Kohleausstieg reduziert zwar die CO2-Emissionen in Deutschland, doch ein „internes CO2-Leck“ könnte die Einsparungen durch steigende Emissionen in anderen Ländern zunichtemachen. Zudem senkt der Kohleausstieg den Preis für Emissionsrechte, was andere Sektoren zu höheren Emissionen verleitet. Die Forscher plädieren für eine bessere Koordination nationaler und europäischer Klimapolitiken.

    Deutschland rühmt sich seines Kohleausstiegs bis 2038, doch dessen tatsächliche Klimawirkung ist umstritten. Eine neue Studie des Exzellenzclusters CLICCS der Universität Hamburg wirft ein überraschendes Licht auf solche nationalen Alleingänge. Die Forscher haben untersucht, wie sich überlappende Klimapolitik – also zusätzliche Maßnahmen einzelner Länder zu größeren politischen Beschlüssen wie dem EU-Emissionshandel (ETS) – auf die globalen Emissionen auswirken. Die Studie zeigt, was der Kohleausstieg wirklich gebracht hat – und wie zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen wirklich wirksam werden können.

    mehr: https://idw-online.de/de/news850696

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    „Internet der Natur” – Einblicke in die verborgenen Netzwerke des Lebens

    Neue Erkenntnisse zeigen, warum der Informationsaustausch zwischen Arten entscheidend ist für die Stabilität von Ökosystemen.
    Eine Studie, geleitet von Dr. Ulrich Brose vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena eröffnet neue Perspektiven auf die Funktionsweise von Ökosystemen. Im Fokus steht das sogenannte „Internet der Natur“. Dieses Konzept zeigt, wie Lebewesen nicht nur Materie und Energie austauschen, sondern auch Informationen, die ihr Verhalten, ihre Interaktionen und die Dynamik von Ökosystemen entscheidend prägen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution veröffentlicht und bietet einen neuen Blick auf die verborgenen Mechanismen in der Natur.

    mehr: https://idw-online.de/de/news850619

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    Warum Darmkrebs ins Gehirn streut: genetische Mechanismen entschlüsselt

    Eine aktuelle Studie untersucht die chromosomalen Mechanismen, die die Metastasenbildung von Darmkrebs im Gehirn begünstigen

    Darmkrebs, auch kolorektales Karzinom genannt, entwickelt sich häufig aus gutartigen Wucherungen der Darmschleimhaut, den sogenannten Adenomen. Werden diese nicht rechtzeitig entdeckt und entfernt, können sie zu bösartigen Tumoren heranwachsen. Solche Tumoren weisen oft komplexe Veränderungen in ihren Chromosomen – den Trägern der Erbinformation – auf, die von Person zu Person unterschiedlich sind und sogar innerhalb eines einzelnen Tumors variieren können. Am Lehrstuhl für Humangenetik an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg und dem Universitätsklinikum Augsburg forscht Prof. Dr. Monika Golas an genetischen Mechanismen, um die Metastasenbildung besser zu verstehen und personalisierte Ansätze zur Behandlung von Darmkrebs zu entwickeln.

    mehr: https://idw-online.de/de/news850641

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    CO₂-Entnahme und -Speicherung: Welche Verfahren sind sinnvoll und wünschenswert?

    Mit dem Klimawandel steigt der Druck, der Atmosphäre gezielt Kohlendioxid (CO2) zu entnehmen – möglicherweise auch mithilfe des Meeres. Doch welche Verfahren zur CO2-Entnahme und -Speicherung sollten eingesetzt werden? Wissenschaftler*innen der Forschungsmission CDRmare haben einen neuen Leitfaden entwickelt, der hilft, faktenbasiert zu entscheiden, ob eine marine Entnahmemethode oder ein Entnahmeprojekt umgesetzt werden können und ob ihre Folgen für Mensch und Natur wünschenswert sind. Grundlage dürfen dabei nicht nur die technische, rechtliche und politische Machbarkeit sein, sondern es müssen auch die Folgen eines Einsatzes für Mensch und Natur auf einheitliche Weise bewertet werden.

    Bewertungsleitfäden für Klimaschutzmaßnahmen werden von Fachleuten entwickelt und eingesetzt, um im Rahmen einer Technologiebewertung alle relevanten Informationen zu sammeln, zu strukturieren und zu gewichten. Diese Aufgabe erfüllen existierende Bewertungsschemata für Klimaschutzmaßnahmen wie etwa solche zur CO2-Entnahme und -Speicherung jedoch nur unzureichend, urteilen Expert*innen der Forschungsmission CDRmare in zwei neuen Fachpublikationen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news850628

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    Forschungsprojekt macht Trinkwasserversorgung klimafest

    In Deutschland herrscht schon wieder Dürre. Ein Forschungsprojekt der Universität Kassel macht nun Kassel zur Pilotstadt für eine klimaresiliente Wasserversorgung. Das Vorhaben „Flexilienz“ zielt auf eine sichere Trinkwasserversorgung auch bei Klimastress, auf eine Verzahnung mit der Wasserstoffproduktion und will obendrein Energiespar- und -speicherpotenziale aufzeigen. Erprobt werden sollen die Maßnahmen im Versorgungsnetz der Städtischen Werke Kassel.

    Die Trinkwasserversorgung in der nordhessischen Großstadt hat mehrere Trinkwassergewinnungen und sich bisher als zuverlässig herausgestellt. Für die aktuell gute Lage sorgt unter anderem ein heterogenes Rohwassergewinnungsgebiet. Es besteht aus zwei Quellgebieten im Habichts- und im Kaufunger Wald, mehreren Tiefbrunnen und einer Grundwasseranreicherung am Wasserwerk Neue Mühle. Doch der Klimawandel und extreme Wetterlagen wie langanhaltende Dürreperioden führen zu zurückgehenden Wasserressourcen, die sich zum Beispiel in sinkenden Grundwasserpegeln ausdrücken, zu geringeren Quellschüttungen und zu einem niedrigeren Pegelstand der Fulda. Daher untersucht die Städtische Werke Netz + Service vorbeugend mehrere Maßnahmen im Bereich des Wasserdargebots.

    mehr: https://idw-online.de/de/news850610

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    Wendepunkt in der Paarbeziehung markiert den Anfang vom Ende

    Unzufriedenheit in einer Paarbeziehung führt ab einem bestimmten Punkt unweigerlich zur Trennung / Neue Studie orientiert sich am Konzept des „Terminal Decline“

    Das Ende einer Paarbeziehung kommt nicht aus heiterem Himmel, sondern zeichnet sich schon ein bis zwei Jahre vor der Trennung relativ deutlich ab. Wie eine Studie aus der Psychologie zeigt, verläuft das Endstadium einer Beziehung in zwei Phasen. Demnach nimmt die Beziehungszufriedenheit vor einer Trennung zunächst graduell ab und erreicht etwa ein bis zwei Jahre vor der Trennung einen Transitionspunkt. „Ab diesem Wendepunkt erfolgt ein rasanter Abfall der Beziehungszufriedenheit und betroffene Paare steuern auf eine Trennung zu“, sagt Prof. Dr. Janina Bühler vom Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Sie hat zusammen mit Prof. Dr. Ulrich Orth von der Universität Bern die Studie erstellt, die im Fachmagazin „Journal of Personality and Social Psychology“ veröffentlicht wurde.

    mehr: https://idw-online.de/de/news849403

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    Wie der Wiederaufbau nach Flutkatastrophen nachhaltig gestaltet werden kann

    Die Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal und in Nordrhein-Westfalen wirft Fragen zum Umgang mit den betroffenen Gebieten auf. Ein neuer Praxisleitfaden, im Auftrag und mit Förderung des BMBF entstanden und vom Difu herausgegeben, bietet praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Kommunen.

    Berlin. Die neue Publikation „Nach der Flutkatastrophe: Chance für Veränderung. Ein Praxisleitfaden mit Strategien und Beispielen für Kommunen“ wurde im Rahmen des Forschungsverbundvorhabens KAHR (Klimaanpassung, Hochwasser, Resilienz) veröffentlicht. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt begleitete den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal und Nordrhein-Westfalen wissenschaftlich und unterstützte Kommunen durch wertvolle Handlungsempfehlungen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news849164

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    Verborgen und deshalb unterschätzt: Klimawandelfolgen in Gewässern auf den zweiten Blick

    Der neue Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zum Zustand des Klimas zeigt: Die globale Erwärmung hat sich im Jahr 2024 deutlich beschleunigt – auch mit weitreichenden Folgen für Binnengewässer. Steigende Temperaturen und veränderte Wasserstände führen zu neuen ökologischen Dynamiken. Sauerstoffarme Zonen breiten sich in Seen aus, Artengemeinschaften setzen sich neu zusammen, Tiere passen ihr Verhalten an – und finden in der Folge nicht mehr ausreichend Nahrung. Forschende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) untersuchen diese Entwicklungen und wollen Wege aufzeigen, den Herausforderungen zu begegnen. 7 Fragen dazu an 7 IGB-Forschende:

    mehr: https://idw-online.de/de/news849203

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    Muschelkrebse geben Auskunft über den ökologischen Zustand von Gewässern

    Internationales Forschungsteam der Uni Jena stellt Methode für das Gewässermonitoring vor, die kleine Wasserorganismen als Bioindikatoren nutzt

    Industrieabwässer, Gülle, Mikroplastik oder Schwermetalle – die Liste der Schadstoffe, die in Gewässer gelangen, ist lang. Vor allem von Menschen intensiv genutzte Gewässer, wie Flüsse, Seen und Küsten, sind in unterschiedlichem Maße und mit unterschiedlichsten Stoffen belastet. Um Gefahren für Mensch und Umwelt abzuwenden, hat sich die EU zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 sämtliche Gewässer in den EU-Staaten in ihren natürlichen Zustand zurückzuführen.

    „Das setzt voraus, dass wir den natürlichen Zustand erst einmal kennen“, sagt apl. Prof. Dr. Peter Frenzel von der Universität Jena. „Und darüber hinaus bedarf es Methoden, die verlässlich über die Wasserqualität Auskunft geben“, so der Forscher vom Institut für Geowissenschaften weiter. Während für letzteres bereits verschiedene biologische und chemische Methoden etabliert sind, ist die Rekonstruktion des vorindustriellen, natürlichen Zustands eines Gewässers schwierig.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848849

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    Arbeitsstress und Freizeitaktivität: Wie Stressoren die körperliche Bewegung beeinflussen

    Studie von Forschenden aus Gießen und Hildesheim zeigt: Stress bei der Arbeit kann dazu führen, dass wir uns in der Freizeit weniger bewegen – Selbstregulation als Schlüsselfaktor

    Viele sehnen sich nach einem stressigen Arbeitstag eher nach einer gemütlichen Auszeit auf dem Sofa als nach einer Sporteinheit. Ob das Erleben von Arbeitsstress aber tatsächlich die körperliche Aktivität im Feierabend beeinflusst, untersuchte nun ein Forschungsteam der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Universität Hildesheim. Die Studie zeigt, dass sich nicht alle Stressoren gleichermaßen auf das Sportverhalten in der Freizeit auswirken. Insbesondere negative Stressoren reduzieren die körperliche Aktivität nach der Arbeit. Damit sind Jobstressoren gemeint, die als blockierend und hinderlich empfunden werden, wie zum Beispiel viel Bürokratie.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848772

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    Neue Echtzeit-Methode für die Umweltüberwachung

    Forschende aus Bochum, Duisburg, Karlsruhe und Münster haben eine neue Methode für die Umweltüberwachung entwickelt. Sie funktioniert mithilfe von Nahinfrarot (NIR)-Licht und ermöglicht, detaillierte spektrale Informationen aus verschiedenen Materialien und biologischen Proben präzise zu erfassen. Das Team um Jan Stegemann und Prof. Dr. Sebastian Kruss vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS und von der Ruhr-Universität Bochum zeigte, dass sich mit der sogenannten HyperNIR-Technik beispielsweise verschiedene Kunststoffsorten berührungsfrei unterscheiden lassen, was nützlich für Recyclingprozesse oder die Detektion von Mikroplastik ist.

    Die Forschenden beschreiben die Entwicklung in der Zeitschrift „Advanced Science“, online veröffentlicht am 4. März 2025.

    Das für Menschen nicht sichtbare Nahinfrarot-Licht enthält wertvolle Informationen über die chemische Zusammensetzung einer Probe. Mit früheren Verfahren ließ es sich entweder als Graustufenbild oder als Spektrum darstellen, also als Intensitätsverteilung für verschiedene Wellenlängen. Das neue Verfahren basiert auf der hyperspektralen Bildgebung, also auf der Kombination aus spektralen und räumlichen Informationen. Mit kostengünstigen und kommerziell verfügbaren Komponenten können die Forschenden jede Standardkamera in eine HyperNIR-Kamera verwandeln und so spektrale Informationen in Bilder überführen. Sie nutzen dafür eine steuerbare Polarisationsoptik. Externe Marker, zum Beispiel Farbstoffe, können auch erfasst werden, sind aber nicht erforderlich.

    mehr: https://idw-online.de/de/news849355

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    Klimawandel verändert Wasserverteilung im Wald

    Wie verändert der Klimawandel die Menge und Verteilung von Regen unterhalb des Blätterdachs eines Waldes? Und welche Rolle spielen dabei die Bäume in trockenen und feuchten Jahren? Diesen Fra-gen ist ein Forschungsteam der Universität Göttingen nachgegangen und hat mithilfe von zahlreichen Messgeräten einen Buchenwald im Landkreis Göttingen über sieben Jahre lang untersucht. Die Forschen-den konnten unter anderem aufzeigen, dass der Anteil des Regens, der den Boden erreicht, jedes Jahr um 5,75 Prozent zurückging. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind in der Fachzeitschrift Environmental Research Communications erschienen.

    Modelle zum Klimawandel deuten an, dass die Niederschlagsverteilung in Europa immer variabler wird, also stärker schwankt, und eine Kette von Folgen für Ökosysteme in Gang setzt. Bisher war das Wissen über die tatsächlichen Veränderungen des Regens in Wald-Ökosystemen nur bruchstückhaft. Deshalb installierten Göttinger Forschende 2017 in einem Wald bei Ebergötzen 30 Regensensoren und Sammel-vorrichtungen für abgeworfene Blätter. Zusätzlich wurden die Bäume wiederholt mit Laserscannern ver-messen. Die Forschenden konnten so sieben Jahre lang kontinuierlich Regenereignisse, Trockenphasen sowie den Wasseranteil, der das Blätterdach durchdringt, erfassen. Gerade ungewöhnlich trockene und feuchte Jahre, wie zum Beispiel 2018 und 2021, konnten sie so eingehender erforschen. „Insgesamt zeigt sich, dass die Regenmenge und Dauer einzelner Regenereignisse abnehmen, die Intensität aber zu-nimmt“, erklärt Erstautor Dr. Simon Drollinger von der Abteilung Bioklimatologie. „Als Folge sinkt der An-teil an Wasser, der den Waldboden erreicht und es entstehen dort immer größere räumliche Unterschie-de in der Durchfeuchtung.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news849356

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    Hamburg wappnet sich gegen Bio-Gefahren: BMBF-Förderung für Übungsserie

    Um im Ernstfall bestmöglich auf biologische Gefahrenlagen reagieren zu können, führen Hamburger Behörden in den kommenden drei Jahren eine Übungsserie durch. Die Ergebnisse sollen die Zusammenarbeit verbessern und auf andere Regionen übertragen werden können. Ein Forschungsteam der Universität Hamburg begleitet das Projekt wissenschaftlich.

    Ob auf einem Schiff im Hamburger Hafen eine hochansteckende Krankheit ausbricht oder es in einem Biotech-Labor einen Unfall gibt: In diesen Situationen müssen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mit den Gesundheitsbehörden auf allen staatlichen Ebenen eng zusammenarbeiten, um ein Ausbruchsgeschehen aufzuklären, Erkrankte zu versorgen und eine mögliche Weiterverbreitung zu verhindern.

    mehr: https://idw-online.de/de/news849153

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    Carbon Cycle Lab: Industrielle Rohstoffe aus Abfällen herstellen

    Steigende Energiekosten, knappe Ressourcen, wachsende Abfallmengen – die Menschheit hat ein Müllproblem. Mit dem Carbon Cycle Lab (CCLab) haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) eine neue Entwicklungsplattform für eine nachhaltigere Kreislaufwirtschaft geschaffen. Unter anderem wird das chemische Recycling von Kunststoffabfällen erforscht und in den Pilotmaßstab überführt. Ziel ist es, bisher nicht verwertbare Abfälle wieder in den Stoffkreislauf einzubinden.

    Weltweit ist die Kunststoffproduktion in den letzten 70 Jahren stark gestiegen – auf etwa 414 Millionen Tonnen im Jahr 2023. Die Recyclingquote beträgt allerdings nur zehn Prozent. Da die Kosten für Energie absehbar weiter steigen und Ressourcen knapper werden, gilt es im Zeichen der Transformation der Industrie, höhere Recyclingquoten zu erzielen. Das KIT trägt dazu mit der neuen Forschungsplattform Carbon Cycle Lab (CCLab) bei. Zuvor war es Forschenden des KIT mit dem bioliq®-Projekt bereits gelungen, einen vollständigen Verwertungsprozess für biologische Reststoffe zu entwickeln. Mit dem CCLab wird diese Arbeit auf chemisches Recyceln von Kunststoffabfällen erweitert. „Für eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft müssen wir die Abfälle aus Industrie und Gewerbe, aus Haushalten sowie aus der Land- und Forstwirtschaft wieder in den Stoffkreislauf zurückführen und dafür erneuerbare Energien einsetzen“, sagt Professor Dieter Stapf, Leiter des Instituts für Technische Chemie des KIT. Den Kohlenstoffkreislauf zu schließen, schone die Umwelt und spare knappe Ressourcen. „Wir sind ein Land, in dem Energie und Rohstoffe knapp und teuer sind“, so Stapf. „Unsere zukünftigen Rohstoffe sind die Abfälle. Sie zu recyceln, ist effizient und günstig. Recycling trägt dazu bei, unabhängiger von Importen fossiler Rohstoffe zu werden, was vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise besonders dringlich geworden ist.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news848409

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    30 Mio. Euro für neuartiges Monitoring der Weltmeere und Küstenregionen mit Telekommunikationskabeln

    Kick-off für den Aufbau der Helmholtz-Forschungsinfrastruktur SAFAtor durch das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam und das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. SAFAtor soll einzigartige Druck-, Temperatur- und seismische Echtzeitdaten vom Boden der Tiefsee sammeln zur Analyse von Klima und Geogefahren wie Erdbeben, Tsunami, Vulkanausbrüche und Hangrutschungen. Das hilft, eine wichtige Datenlücke aus den Ozeanen zu schließen.

    Gemeinsame Pressemitteilung von GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam und GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

    Zusammenfassung
    Das weltweite Netz an Telekommunikationskabeln, die auf dem Grund der Weltmeere liegen, bietet einzigartige Potenziale für die wissenschaftliche Nutzung, wenn die Glasfaserkabel selbst als Sensoren genutzt oder mit Sensoren ausgestattet werden. Mit SAFAtor (SMART Cables And Fiber-optic Sensing Amphibious Demonstrator) bauen jetzt das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam und das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel eine darauf basierende Forschungsinfrastruktur auf, die für das Monitoring der Weltozeane eingesetzt werden kann. Sie wird in das Portfolio der großen Helmholtz-Infrastrukturen aufgenommen und mit 30 Millionen Euro durch die Helmholtz-Gemeinschaft als strategische Ausbauinvestition gefördert.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848433

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    Expertenratschläge können Wirksamkeit individueller Klimaschutzmaßnahmen erhöhen

    Staatliche Klimaschutzmaßnahmen reichen derzeit nicht aus, um die gesetzten globalen und nationalen CO₂-Reduktionsziele zu erreichen. Individuelle freiwillige Maßnahmen können dazu beitragen, diese Lücken zu schließen. Komplexe rechtliche Rahmenbedingungen erschweren es Einzelpersonen jedoch, wirksame Maßnahmen zu bestimmen. Wie neue Auswertungen zeigen, ist die Bevölkerung aufgeschlossen gegenüber Expertenratschlägen im Bereich des Klimaschutzes. Solche Ratschläge können die Bürgerinnen und Bürger darin unterstützen, effektivere Entscheidungen im Klimaschutz zu treffen – selbst wenn die Informationen komplex sind.

    Das Wichtigste in Kürze:

    • Individuelle Maßnahmen zur freiwilligen CO₂-Einsparung können ein wichtiger Baustein im Umgang mit dem Klimawandel sein. Sie können helfen, die Lücke zwischen globalen und nationalen Emissionszielen und den Auswirkungen gesetzter Klimaschutzpolitiken weiter zu schließen.
    • Eine aktuelle Auswertung unter Beteiligung von RWI-Wissenschaftlerin Daniela Flörchinger und RWI-Energieökonom Manuel Frondel zeigt, dass die Bevölkerung überraschend aufgeschlossen ist, auf die Ratschläge von Expertinnen und Experten zu hören und ihnen zu folgen, wenn es darum geht, welche Klimaschutzmaßnahmen wirksam sind. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Kommunikationsmaßnahmen zu Themen des Klimaschutzes, insbesondere im Bereich der freiwilligen Emissionsminderung.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848399

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    Künstliche Intelligenz: Besserer Schutz vor Hochwasser

    Starkregen und daraus resultierende Hochwasser und Überflutungen gehören zu den größten Naturgefahren mit gravierenden Auswirkungen auf Mensch, Natur und Infrastruktur – vor allem in kleinen Flusseinzugsgebieten. Im vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierten Projekt KI-HopE-De wollen Forschende, Wetterdienste und Hochwasserzentralen die Vorhersage solcher Hochwasser in Deutschland mithilfe Methoden des Maschinellen Lernens maßgeblich verbessern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das kürzlich gestartete Projekt mit 1,8 Millionen Euro.

    Hochwasserereignisse in kleinen Flusseinzugsgebieten – also Gebiete von etwa fünf bis 500 Quadratkilometern – treten bei extremen Wetterbedingungen schnell und lokal auf. Das verkürzt die Vorwarnzeiten und erhöht die Unsicherheiten der meteorologischen und hydrologischen Vorhersagen. Die Bundesländer veröffentlichen deshalb für kleinere Flüsse meist nur regionale, einzugsgebiets- oder landkreisbezogene Warnstufen und keine detaillierten Vorhersagen. „Unser Hauptziel ist es daher, das erste nationale, probabilistische Hochwasservorhersagemodell zu entwickeln, das eine konsistente und zuverlässige Vorhersage für das gesamte Bundesgebiet ermöglicht“, sagt der Projektleiter Dr. Ralf Loritz vom Institut für Wasser und Umwelt des KIT.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848233

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    Schwächere Meeresströmung könnte Billionen kosten

    Die Nordatlantische Umwälzströmung (AMOC), zu der der Golfstrom gehört, schwächt sich ab. Eine Studie des Exzellenzclusters CLICCS der Universität Hamburg und des Max-Planck-Instituts für Meteorologie, veröffentlicht in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“, zeigt, dass dies bis zum Jahr 2100 Billionenkosten verursachen könnte. Das schmelzende Arktiseis verlangsamt die AMOC, reduziert die CO₂-Aufnahme der Ozeane, infolgedessen verstärkt sich die Erderwärmung. Klimamodelle zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen AMOC-Abschwächung und CO₂-Aufnahme.

    Die Nordatlantische Umwälzströmung – kurz AMOC für Atlantic Meridional Overturning Circulation, leitet warmes Wasser aus den Tropen nach Norden und lässt kaltes Wasser zurück in den Süden fließen. So wirkt sie als Heizkörper für das Klima Europas. Dass sie seit Jahrzehnten an Kraft verliert, bewertete die Wirtschaftsforschung bisher als vorteilhaft, weil dies die Nordhalbkugel in Zeiten der Erderhitzung abkühlen könnte. „Die AMOC-Abschwächung würde jedoch den Klimawandel weiter beschleunigen“, erklärt Felix Schaumann, Doktorand im Bereich Nachhaltigkeitsökonomik an der Universität Hamburg und Co-Autor der Studie, die jetzt im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht wurde.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848028

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    Neues Video zum Projekt WaterMan: Wasserwiederverwendung für eine klimaresiliente Zukunft

    Der Klimawandel stellt die Wasserversorgung weltweit vor große Herausforderungen. Starkregen, Trockenperioden und steigender Wasserbedarf erfordern neue Ansätze. Wie innovative Lösungen aussehen können, zeigt das Projekt WaterMan in einem neuen Video.

    Der Klimawandel stellt die Wasserversorgung weltweit vor große Herausforderungen. Starkregen, Trockenperioden und steigender Wasserbedarf erfordern neue Ansätze. Wie innovative Lösungen aussehen können, zeigt das Projekt WaterMan in einem neuen Video.

    Das Projekt WaterMan setzt auf die Wiederverwendung von Wasser als eine Schlüssel-maßnahme für eine klimaresiliente Wasserwirtschaft. Ein Beispiel dafür ist Berlin: Hier könn-te der Ablauf der kommunalen Kläranlagen zusätzlich aufbereitet werden und dann z.B. für Industrie und Gewerbe, die Straßenreinigung, die Bewässerung von Parks oder in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Das Projekt entwickelt Strategien, um Wasserwieder-verwendung als festen Bestandteil des Wassermanagements zu etablieren.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848124

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    Versorgungssicherheit: ISOE-Forscher legen Studie zu weltweitem Wasserstress vor

    Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung hat den aktuellen Zustand der weltweit verfügbaren Wasserressourcen analysiert. Die heute veröffentlichte Studie „The Status of Global Freshwater Resources“ ist eine Grundlage, um wirtschafts- und innovationspolitische Maßnahmen für eine sichere Wasserversorgung der Zukunft entwickeln zu können. Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hatte die Studie für ihr Jahresgutachten 2025 in Auftrag gegeben, das heute an Bundeskanzler Olaf Scholz übergeben worden ist. Das Gutachten widmet sich unter anderem Innovationen in der Wasserwirtschaft.

    Wasserressourcen stehen weltweit immer stärker unter Druck. Zum einen intensiviert der Klimawandel den globalen hydrologischen Kreislauf, wodurch Wasserextreme wie Dürren und Hochwasser häufiger und ausgeprägter werden. Zum anderen verändern sich gesellschaftliche Muster der Wassernutzung, was Konflikte um die Ressourcen zur Folge hat. Vor diesem Hintergrund stellt die sichere Wasserversorgung der Zukunft eine große Herausforderung dar.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848105

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    Deutschland muss Maßnahmen für verlässliche Wasserversorgung intensivieren

    Sauberes Wasser ist nicht nur eine unverzichtbare Grundbedingung für das menschliche Überleben, sondern auch ein bedeutender Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung ganzer Regionen. Der Klimawandel erschwert weltweit zunehmend die verlässliche Wasserversorgung. Bei den traditionellen Wassertechnologien weist Deutschland im internationalen Vergleich eine hohe Innovationkraft auf. Angesichts von Herausforderungen wie Extremwetterereignissen mit Starkregen und Dürren oder Schadstoffbelastungen sind neue Impulse erforderlich, damit Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten und ausbauen kann. Eine neue Studie zeigt, wie Innovationen im Wasserbereich angeregt werden können.

    Der Klimawandel verändert die Niederschläge in Deutschland spürbar. Trockenperioden, aber auch Starkregenereignisse und andere Wetterbedingungen, bspw. höhere Temperaturen, führen dazu, dass es regional immer wieder zu Problemen mit zu wenig oder zu viel Wasser kommt. Hinzu kommen Qualitätsprobleme: Nährstoffe und Mikroschadstoffe in Gewässern und Grundwasser schränken die verfügbaren Wasserressourcen ein.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848108

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    Viel Potenzial: Menschliche Fäkalien als Dünger in der Landwirtschaft

    HU-Forschungsteam liefert Daten für Anpassung der Düngemittelverordnung

    Menschliche Ausscheidungen haben als Dünger in der Landwirtschaft großes Potenzial. Sie enthalten viele wertvolle Nährstoffe, die für Böden und Pflanzenwachstum relevant sind. Dazu zählt beispielsweise Phosphor, ein Stoff, den Pflanzen brauchen, um wachsen und gedeihen zu können und der schon seit dem 19. Jahrhundert in der Landwirtschaft als Dünger genutzt wird. Ließe sich Dünger aus Fäkalien recyceln, könnte zum Teil auf deren künstliche Herstellung oder den Abbau von Phosphor verzichtet und somit Ressourcen geschont werden. Bislang dürfen Dünger aus menschlichen Ausscheidungen aufgrund der Düngemittelverordnung jedoch nur zu Forschungszwecken und nicht in der Landwirtschaft genutzt werden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848118

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    Regulation im Abwassernetz bei Starkregen

    Ob tagelang anhaltender Regen oder plötzliche Dürre – klimabedingt kommt es zu extremen Wetterereignissen überall auf der Welt. Bei hohen Wassermassen durch Starkregen reicht die bisher vorhandene Kanalkapazität in Deutschland meist nicht aus, um das Wasser abzutransportieren. An der Hochschule Magdeburg-Stendal wird an Lösungen gearbeitet.

    „In historisch alten Städten wie Magdeburg oder Jena haben wir sogenannte Misch-Kanalisationen. Dort wird nicht nur Regenwasser abgeleitet, sondern auch das ungeklärte Schmutzwasser. Bei starken Regenfällen sind diese Kanäle schnell voll und werden in umliegende Gewässer entlassen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wiese von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Er ist Professor für Siedlungswasserwirtschaft mit dem Schwerpunkt Abwasser und widmet sich in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Verbundprojekt dieser Problematik. „Kombinierter Infrastruktur- und Umwelt-Schutz durch KI-basierte Kanalnetzbewirtschaftung“, kurz InSchuKa 4.0., heißt das Vorhaben. Denn mit dem Wasser landen auch Abfälle, wie Hygieneartikel in den Flüssen und belasten so die Umwelt.



    mehr: https://idw-online.de/de/news846717

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    Stralsund soll zum Ökosystem für Bildung werden – Gemeinsame Pressemitteilung von Hansestadt und Hochschule Stralsund

    Stifterverband fördert Hansestadt und Hochschule für ein Jahr, um Transformationsprozesse in der Region zu pushen.

    „Transformationslabor Hochschule“ – An diesem Förderprogramm nehmen Hochschule und Hansestadt Stralsund gemeinsam als Partner teil. Beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hatten sich beide gemeinsam darum beworben. Ziel des Programms ist es, Hochschulen und Kommunen in Deutschland als aktive und kompetente Gestalter regionaler Transformationsprozesse zu stärken. Sie suchen nach Antworten auf drängende Fragen zu gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Fachkräftemangel und soziale Integration.

    mehr: https://idw-online.de/de/news846508

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    Projektideen für einen klimaangepassten Umgang mit der Ressource Wasser gesucht

    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert Projektideen für das landwirtschaftliche Wassermanagement entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Bewerbungen nimmt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bis zum 29. April 2025, 12:00 Uhr, an.

    Zur Online-Skizzeneinreichung sind interessierte Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland sowie Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in einem Verbund mit Unternehmen eingeladen.

    Von effizienter Nutzung bis hin zu sicherer Wiederverwendung
    Insbesondere vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen wird der landwirtschaftliche und außerlandwirtschaftliche Wasserbedarf steigen, dadurch zunehmende Nutzungskonkurrenzen entstehen. Daher werden Vorhaben zur bedarfsgerechten Wasserbewirtschaftung und zum ressourcenschonenden Bewässerungsmanagement entlang der gesamten Wertschöpfungskette landwirtschaftlicher Erzeugnisse gesucht. Zudem können innovative Lösungen zur Verbesserung des Wasserhaushalts, beispielsweise durch gezielte Bodenbewirtschaftung, eingereicht werden. Des Weiteren richtet sich der Förderaufruf an Vorhaben, um bislang nicht genutzte (Ab-)Wasserströme zu erschließen; dazu zählt sowohl die Speicherung von Oberflächenwasser als auch die Nutzung von Grau- und Brauchwasser, wobei die Unbedenklichkeit für Gesundheit und Umwelt sichergestellt sein muss.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845786

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    Klärwerke auf dem Energiemarkt

    Kläranlagen sind Stromfresser. Sie verursachen 30 bis 40 Prozent der Stromrechnung von Kommunen. Die Forschenden um Prof. Dr. Jürgen Karl von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wollen das ändern und erforschen Maßnahmen, die Kläranlagen klimaneutral machen sollen bzw. mit denen erneuerbare Gase in den Energiemarkt eingespeist werden können. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit etwa 500.000 Euro gefördert.

    Innerhalb Europas entspricht der Energieverbrauch von Kläranlagen etwa einem Prozent des Gesamtenergieverbrauchs. Nach einem neuen Richtlinienentwurf der Europäischen Kommission müssen sie deshalb bis 2040 energieneutral werden. Wie Kläranlagen dieses Ziel erreichen können, untersucht der Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik der FAU in dem Projekt „Kläffizienter“, Folgeprojekt des dreijährigen Projektes „Kläffizient“. An dem dreijährigen Projekt sind die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg, INVENT Umwelt- und Verfahrenstechnik AG und mehrere Betreiber kleinerer Kläranlagen sowie Stadtwerke beteiligt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847009

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    Klimaresilientes Kanalmanagement wird von der Hochschule Hof weiterentwickelt

    Vor 30 Jahren wurde die Drehbogentechnik des Hamburger Ingenieurs Günter Kupczik erstmals im Dresdner Kanalsystem installiert. Nun wird diese einzigartige Lösung für ein intelligentes Kanalmanagement im Forschungsprojekt „Drehbogen 4.0“ an der Hochschule Hof weiterentwickelt. Ziel ist es, die Technik mit digitalen Elementen zu optimieren und sie als klimaresiliente Lösung für moderne Abwassersysteme nutzbar zu machen.

    Mit dem Ziel, bei Starkregen ein besseres Volumenmanagement zu erzielen und das Problem der Ablagerungsbeseitigung ohne Personaleinsatz zu lösen, befasste sich Günter Kupczik bereits in den 80iger Jahren mit der innovativen Drehbogenlösung. Vergleichsanalysen der TU Dresden zeigten, dass der Drehbogen damals die einzige technische Lösung war, bei welchem die mechanischen Bauteile nicht mit dem Abwasser in Berührung kamen, der volle Durchflußquerschnitt stets erhalten blieb und eine sichere und exakte Steuerung auch im angestauten Betriebszustand möglich war.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847080

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    Wasserdaten aus 30 Jahren analysiert: ein Blick auf die Lausitz

    Effizientes Wassermanagement in menschlich geprägten Landschaften wie der Bergbauregion der Niederlausitz erfordert ein tiefes Verständnis des regionalen Wasserhaushalts. Forschende des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) haben in einer aktuellen Studie, die in der Fachzeitschrift Hydrological Processes veröffentlicht wurde, eine datenbasierte Methode entwickelt, die räumliche und zeitliche Veränderungen von Wasserressourcen sichtbar macht. Die Arbeit zeigt, wie sich natürliche Einflüsse wie die saisonale Schwankung des Niederschlags und der Verdunstung sowie menschliche Eingriffe wie der Braunkohleabbau und die Landnutzung auf den Wasserhaushalt der Region auswirken.

    Die Lausitz im Nordosten Deutschlands wird seit Jahrzehnten durch den Braunkohletagebau verändert. Neben Grundwasserabsenkungen führten auch Flutungen ehemaliger Tagebaue zu einer Neuordnung des Wasserhaushalts. Zusätzlich prägt die intensive landwirtschaftliche Nutzung in der Lausitz die Landschaft. Von 1993 bis 2022 sammelten die Forscherinnen und Forscher über 1800 Datenreihen zu Grundwasserständen, Oberflächengewässern und Abflüssen. Diese kombinierten sie mit Satellitendaten, die Verdunstung und Landnutzungsänderungen erfassen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news846978

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    KIT beteiligt sich am Spin-off Validaitor

    Neue EU-Gesetze verpflichten beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ab sofort zu ethischen Standards und Risikomanagement. Das Start-up Validaitor, ein Spin-off des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), unterstützt Organisationen und Unternehmen bei der Umsetzung der Regeln. Das KIT hat jetzt eine Beteiligung beschlossen.

    „Künstliche Intelligenz entwickelt sich weltweit in einem dynamischen Umfeld mit großen Chancen, aber auch Risiken“, sagt Professor Thomas Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT. „Um KI verantwortungsvoll und sicher in die Anwendung zu bringen, braucht es innovative Ansätze zur Qualitätssicherung und Compliance, wie wir sie am KIT erforschen und wie sie nun von unserer Ausgründung Validaitor in die Anwendung gebracht werden. Wir sind stolz darauf, diesen Transfer weiter zu unterstützen.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news846915

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    Neue Studie schlägt robuste statistische Methoden zur Validierung der Sicherheit von aufbereitetem Wasser vor

    Eine neue Studie des Kompetenzzentrums Wasser Berlin nimmt sich einer zentralen Herausforderung der Wiederverwendung von Wasser in der landwirtschaftlichen Bewässerung an: der Validierung, dass Wasseraufbereitungsanlagen die geforderten Leistungsziele zuverlässig erfüllen.

    Eine neue Studie des Kompetenzzentrums Wasser Berlin nimmt sich einer zentralen Herausforderung der Wiederverwendung von Wasser in der landwirtschaftlichen Bewässerung an: der Validierung, dass Wasseraufbereitungsanlagen die geforderten Leistungsziele zuverlässig erfüllen. Die Studie untersucht statistische Methoden zur Einhaltung der EU-Verordnung 2020/741, die vorschreibt, dass 90 % der berechneten Log10-Reduktionswerte, die für die Bewertung der Entfernungsleistung heranzogen werden, strenge Sicherheitsgrenzen einhalten müssen. Obwohl die Verordnung hohe Standards setzt, fehlt es an klaren Vorgaben, wie die Einhaltung nachgewiesen werden kann – eine Herausforderung für Wissenschaftler:innen und Kläranlagenbetreiber.

    mehr: https://idw-online.de/de/news846931

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    Neuer IGB Policy Brief: Deutschlands Flüsse – Forschende empfehlen der Bundespolitik mehr Revitalisierungen

    Deutschlands Flüsse und Auen sind wichtige Ressourcen für uns Menschen und wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Doch ihre Ökosystemleistungen sind durch den Klimawandel und den Nutzungsdruck in Gefahr. Flussrevitalisierungen sind eine wichtige Zukunftsinvestition, die auch in wirtschafts- und sicherheitspolitisch herausfordernden Zeiten nicht hintangestellt werden sollte. Darauf weisen Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) anlässlich der Bundestagswahl 2025 hin. In einem IGB Policy Brief empfehlen sie der Bundespolitik, die Revitalisierung von Flüssen in Zusammenarbeit mit den Bundesländern stärker zu priorisieren.

    „Flüsse und Auen bieten uns Trinkwasserressourcen, natürlichen Wasserrückhalt und damit Hochwasserschutz, Schadstoffrückhalt und -umwandlung, Erholungs- und Freizeiträume sowie Fischereiressourcen. Um Flüsse in Deutschland resilienter zu machen, bedarf es aber verstärkter Anstrengungen bei ihrer Revitalisierung. Denn je naturnäher ein Fluss ist, desto größer ist seine Biodiversität und desto umfangreicher sind seine Ökosystemleistungen“, erläutert IGB-Forscherin Prof. Sonja Jähnig, Abteilungsleiterin am IGB und Mitautorin des IGB Policy Briefs. „Ein revitalisierter Fluss ist widerstandsfähigere gegenüber negativen Einflüssen – und leistet einen größeren Beitrag zur Abmilderung von Klimawandelfolgen.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news846803

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    Studie zur Reaktion von Wasserorganismen: Tiere aus städtischer Umgebung passen sich besser an Umweltstress an

    Tierpopulationen aus urbanen Gebieten zeigen eine signifikant höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber stressreichen Umweltbedingungen. Das hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Elizabeta Briski vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel herausgefunden. Die untersuchten Muschel- und Krebstierarten konnten sich an gestörte Umgebungen anpassen und wurden dadurch widerstandsfähiger gegenüber Umweltveränderungen wie Klima- und Landnutzungswandel. Die Studie wird heute in der Fachzeitschrift Ecology Letters veröffentlicht.

    Urbane Lebensräume unterscheiden sich stark von natürlichen Lebensräumen und stellen Tiere und Pflanzen vor neue Herausforderungen. Bislang war wenig darüber bekannt, wie sich Populationen derselben Art in vom Menschen stark beeinflussten und weniger beeinflussten Lebensräumen entwickeln.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847694

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    Natürlicher Klimaschutz: Wie digitale Tools Kommunen unterstützen

    Pressemitteilung von Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und Net Positive Cities. ► Grünflächen managen, Regenwasser bewirtschaften, Hitze mindern, Biotope aufwerten, Gebäude begrünen: Technologien unterstützen Kommunen bei natürlichem Klimaschutz und Anpassung an Klimafolgen. Forschende stoßen in Kommunen beim Einsatz digitaler Technologien auf Herausforderungen wie unklare Zuständigkeiten, Wissenslücken und mangelnde Offenheit gegenüber neuen Technologien und Datennutzung. Unterstützungsangebote zeigen, wie ein Innovationsklima in Kommunen gefördert werden kann.

    Von Hitzewellen bis Starkregen – die Auswirkungen des Klimawandels treffen insbesondere städtische Gebiete. Urbane Ökosysteme können dazu beitragen, Klimafolgen zu mindern und auf natürliche Weise das Klima zu schützen, indem sie Kohlendioxid binden. Immer mehr Technologien unterstützen Kommunen dabei, ihre Ökosysteme gesund und intakt zu erhalten oder zu entwickeln. Forschende des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und von Net Positive Cities haben in der Studie „Digitale Technologien und natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ nun erstmals einen Überblick über die Potenziale solcher Tools veröffentlicht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847708

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    Wie kommt der Wasserstoff nach Baden-Württemberg?

    Baden-Württemberg wird seinen zukünftigen Bedarf an Wasserstoff und dessen Derivaten nicht allein aus heimischer Produktion decken können. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat daher untersucht, wie Baden-Württemberg in Zukunft durch Importe versorgt werden kann. Die Forschenden analysierten, wie und zu welchen Kosten Wasserstoff sowie dessen Derivate Methanol und Ammoniak über Pipelines und den Wasserweg importiert werden können. Zu Vergleichszwecken wurde auch die Erzeugung in Deutschland betrachtet. Der europäische Pipeline-Transport ist demnach die kostengünstigste Option.

    Gefördert wurde die Studie vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848314

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    Mobiles Wasserlabor der Universität Leipzig unterstützt WHO auf der Insel Mayotte

    Nach dem verheerenden Zyklon Chido im Dezember 2024 hat die Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen internationalen Partnern ein mobiles Wasserlabor zur Insel Mayotte vor der ostafrikanischen Küste entsandt. Dieses Labor unterstützt die lokalen Behörden bei der Überwachung der Trinkwasserqualität und trägt so zur Eindämmung von Krankheiten bei, die durch Wasser übertragen werden.

    Der Zyklon Chido hat auf Mayotte schwere Schäden an der Infrastruktur, einschließlich der Wasserversorgung, verursacht. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist nach solchen Katastrophenereignissen von entscheidender Bedeutung, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Das mobile Labor der Universität Leipzig, das unter der Leitung von Dr. Ahmed Abd El Wahed von der Veterinärmedizinischen Fakultät und seinem Team (Prof. Dr. Manfred Weidman, Dr. Arianna Ceruti and Dr. Rea Kobialka) entstand, ist mit modernster Ausrüstung für mikrobiologische und chemische Wassertests ausgestattet. Es ermöglicht eine schnelle und umfassende Analyse der Wasserqualität direkt vor Ort.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847629

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    Mehr Verbindung für mehr Schutz: Geöffnete Polder stärken die Auen der Oder

    Auen können Wasser speichern und reinigen. Ein Team unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Unteres Odertal untersucht, welche Rolle die ausgedehnten Flussauen der Oder für den Wasserhaushalt und den Umsatz von Nähr- und Schadstoffen spielen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine dauerhafte Öffnung der Überflutungswehre vorteilhaft sein könnte, um zumindest einige der Auen länger im Jahr in Kontakt mit dem Fluss zu halten und deren wichtige Funktion zu erhalten.

    Der Nationalpark Unteres Odertal bietet, wie andere große Überschwemmungsgebiete, wichtige Feuchtlebensräume für Tiere und Pflanzen. Dank der Auen und der im Unter- und Mittellauf freien Durchwanderbarkeit des Flusses haben Fische und andere Lebewesen hier während und nach der Umweltkatastrophe an der Oder 2022 wichtige Rückzugsgebiete gefunden, sodass sich die Bestände allmählich erholen können. Darüber hinaus bilden die Auen einen natürlichen Hochwasserschutz, denn sie können eine sich im Flusslauf verstärkende Hochwasserwelle abmildern. Sie erfüllen aber noch weitere wichtige Funktionen: „Die Ergebnisse unserer Studie bestätigen, dass die Auen an der Oder für den Wasser- und Nährstoffrückhalt sehr wichtig sind“, erklärt die IGB-Forscherin Prof. Dörthe Tetzlaff, die die Studie leitete. Dabei spielt die Dynamik von Hochwasser und Niedrigwasser eine wichtige Rolle für den Stoffabbau und damit für die Wasserqualität.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847665

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    Energie aus dem Gulli? – Mit Abwasser die Wärmewende meistern

    Einladung/Terminhinweis: Öffentliche Dialogveranstaltung im Rahmen der „Difu-Dialoge zur Zukunft der Städte“

    Ort: online
    Zeit: 12.3.2025, 17:00 – 19:00 Uhr
    gebührenfrei, Anmeldung erforderlich

    Begrüßung

    • Prof. Dr. Carsten Kühl, Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu)

    Moderation

    • Mascha Overath, M.Sc., Difu, Köln
    • Paul Ratz, M.Sc., Difu, Köln

    Podium

    • Simon Ambühl, Projektleiter Energie, Holinger AG, Stadt Baden, Schweiz
    • Tobias Meyer, Ingenieur Quartiersentwicklung Lagarde-Campus, STWB Stadtwerke Bamberg GmbH
    • Ingo Schwerdorf, Abteilungsleiter Wasserwirtschaftliche Planungen, Stadtentwässerungsbetriebe Köln

    Abwasser stellt in städtischen Gebieten eine kontinuierliche und erneuerbare Wärmequelle dar, die das ganze Jahr über bei weitgehend konstanter Temperatur zur Verfügung steht. Studien zeigen, dass in Städten und Ballungsgebieten bis zu 15 Prozent des Wärmebedarfs im Gebäudesektor mit Abwasserwärme abgedeckt werden könnten. Die Technik ist in anderen europäischen Ländern schon weiter verbreitet, aber auch in Deutschland machen sich Kommunen auf den Weg, die Potenziale zu nutzen. Vor allem im Rahmen der Wärmewende spielt die Nutzung von Abwasserwärme eine wichtige Rolle. Sie ergänzt andere erneuerbare Wärmequellen und kann insbesondere in dicht besiedelten Gebieten einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors leisten.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847606

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    Wie häufig ist Mobbing in der Arbeitswelt?

    Eine Studie der Universität Leipzig im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales liefert aktuelle Erkenntnisse über Mobbing am Arbeitsplatz. Die Forschungsergebnisse sind Grundlage des aktuellen Mobbingreports und zeigen, dass 6,5 Prozent der abhängig Beschäftigten in Deutschland von Mobbing durch Kolleg:innen und/oder Vorgesetzte betroffen sind.

    Besonders auffällig an den Ergebnissen ist der Alterseffekt: Jüngere Menschen und Auszubildende sind häufiger von Mobbing betroffen als ältere Beschäftigte. So sind 11,4 Prozent der Beschäftigten im Alter von 18 bis 29 Jahren Mobbing am Arbeitsplatz ausgesetzt, aber nur 3,2 Prozent der Beschäftigten im Alter von 50 bis 59 Jahren. Grundlage war eine repräsentative Befragung von 5.015 Erwerbstätigen in Deutschland, die am Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health der Universität Leipzig durchgeführt wurde.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848311

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    Künstliche Intelligenz: Besserer Schutz vor Hochwasser

    Starkregen und daraus resultierende Hochwasser und Überflutungen gehören zu den größten Naturgefahren mit gravierenden Auswirkungen auf Mensch, Natur und Infrastruktur – vor allem in kleinen Flusseinzugsgebieten. Im vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierten Projekt KI-HopE-De wollen Forschende, Wetterdienste und Hochwasserzentralen die Vorhersage solcher Hochwasser in Deutschland mithilfe Methoden des Maschinellen Lernens maßgeblich verbessern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das kürzlich gestartete Projekt mit 1,8 Millionen Euro.

    Hochwasserereignisse in kleinen Flusseinzugsgebieten – also Gebiete von etwa fünf bis 500 Quadratkilometern – treten bei extremen Wetterbedingungen schnell und lokal auf. Das verkürzt die Vorwarnzeiten und erhöht die Unsicherheiten der meteorologischen und hydrologischen Vorhersagen. Die Bundesländer veröffentlichen deshalb für kleinere Flüsse meist nur regionale, einzugsgebiets- oder landkreisbezogene Warnstufen und keine detaillierten Vorhersagen. „Unser Hauptziel ist es daher, das erste nationale, probabilistische Hochwasservorhersagemodell zu entwickeln, das eine konsistente und zuverlässige Vorhersage für das gesamte Bundesgebiet ermöglicht“, sagt der Projektleiter Dr. Ralf Loritz vom Institut für Wasser und Umwelt des KIT.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848233

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    UV-Schutz ist schon im Frühjahr wichtig

    Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Inge Paulini, wirbt für UV-Index als Orientierungshilfe

    Die Sonnenstrahlen werden wieder stärker und locken ins Freie: Mit dem Frühlingsstart ist es an der Zeit, vermehrt an den UV-Schutz zu denken. „Das Bewusstsein vieler Menschen, dass UV-Schutz wichtig ist, wächst“, sagt die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Inge Paulini. „Aber nicht alle wissen, dass man teilweise schon im Frühjahr, an schönen sonnigen Tagen, aufpassen sollte.“ Eine gute Orientierungshilfe, ab wann es zu viel Sonne werden kann, bietet der UV-Index. Er ist ein Maß für die ultraviolette Strahlung, das in vielen Wetter-Apps und auf der BfS-Internetseite zu finden ist. „Ab einem Wert von 3 sollte man Haut und Augen schützen“, rät Paulini.

    Bei intensiver Sonnenstrahlung Schatten suchen – nicht nur im Sommer
    Schon ab März können in Deutschland UV-Index-Werte von 3 erreicht werden, in Bayern und Baden-Württemberg auch von 4. Das zeigen die Daten des solaren UV-Messnetzes, welches das BfS zusammen mit anderen Organisationen betreibt. UV-Strahlung kann sowohl die Haut als auch die Augen schädigen, sie ist die Hauptursache für Hautkrebs.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848251

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    Revolution in der Wasserreinigung

    Das Münchner Start-up ECOFARIO hat eine Technologie entwickelt, die viel Potenzial für die Papierbranche hat.

    Die Technologie von ECOFARIO basiert auf Hydrozyklonen, welche unterschiedliche im Wasser gelöste Partikel durch Schwer- und Fluidkraft vom Abwasser trennen. Ohne Filtermedien oder chemische Zusätze wird damit die Effizienz der Reinigung gesteigert, der Energieverbrauch gesenkt und der Wartungsaufwand minimiert. Das macht das System zu einer flexiblen Lösung für die Abwasserbehandlung in verschiedenen Branchen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848258

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    Die Energiewende verstehen: Wie Modelle Zukunft formen

    Wie beeinflusst wissenschaftliche Modellbildung die Energiewende und damit unsere Zukunft? Modelle und ihre Darstellung bestimmen das Denken, doch ihre Grundlagen bleiben oft unsichtbar. Das transdisziplinäre Forschungsprojekt „Poetik der Modelle“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) untersucht, wie wir mit Energiewende-Modellen Zukunft formen – und wie wir sie verständlicher kommunizieren können. Gefördert als Reinhart Koselleck-Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), hinterfragt es Modellierungspraktiken, um Transparenz, Partizipation und Inklusion bei der Transformation des Energiesystems zu stärken.

    „Unsere Energiezukünfte werden in Modellen entworfen – und mit diesen Modellen wird dann Politik gemacht. Aber wenn wir nicht verstehen, wie diese Modelle funktionieren, dann müssen wir glauben, was uns gesagt wird. Das ist eine gefährliche Situation“, begründet Professor Veit Hagenmeyer, Leiter des Instituts für Automation und angewandte Informatik am KIT, die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit aktuellen Modellierungspraktiken zur Energiewende. In dem transdisziplinären Forschungsprojekt „Poetik der Modelle“ untersucht Hagenmeyer gemeinsam mit den Literaturwissenschaftlern Professor Klaus Stierstorfer und Professor Matthias Erdbeer von der Universität Münster, wie Energiewende-Modelle nicht nur technische Berechnungen und Konstruktionen, sondern auch Narrative der Zukunftsgestaltung sind. Die DFG fördert das Forschungsvorhaben als Reinhart Koselleck-Projekt für hochinnovative, risikoreiche Forschung mit einer Million Euro und über eine Laufzeit von fünf Jahren.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848193

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    Deutschland muss Maßnahmen für verlässliche Wasserversorgung intensivieren

    Sauberes Wasser ist nicht nur eine unverzichtbare Grundbedingung für das menschliche Überleben, sondern auch ein bedeutender Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung ganzer Regionen. Der Klimawandel erschwert weltweit zunehmend die verlässliche Wasserversorgung. Bei den traditionellen Wassertechnologien weist Deutschland im internationalen Vergleich eine hohe Innovationkraft auf. Angesichts von Herausforderungen wie Extremwetterereignissen mit Starkregen und Dürren oder Schadstoffbelastungen sind neue Impulse erforderlich, damit Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten und ausbauen kann. Eine neue Studie zeigt, wie Innovationen im Wasserbereich angeregt werden können.

    Der Klimawandel verändert die Niederschläge in Deutschland spürbar. Trockenperioden, aber auch Starkregenereignisse und andere Wetterbedingungen, bspw. höhere Temperaturen, führen dazu, dass es regional immer wieder zu Problemen mit zu wenig oder zu viel Wasser kommt. Hinzu kommen Qualitätsprobleme: Nährstoffe und Mikroschadstoffe in Gewässern und Grundwasser schränken die verfügbaren Wasserressourcen ein.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848108

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    Artenreiche Wälder binden mehr CO2

    Wälder mit einer Vielfalt an Baumarten weisen gegenüber Monokulturen größere oberirdische Kohlenstoffspeicher und größere Kohlenstoffflüsse auf, zeigt eine internationale Studie unter Leitung der Universität Freiburg.

    Für die in Global Change Biology erschienene Studie werteten die Forschenden Daten aus dem weltweit am längsten laufenden Experiment zur Vielfalt tropischer Baumarten aus.

    Die Ergebnisse unterstreichen die Vorteile artenreicher Mischwälder für den Klimaschutz.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848005

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    Schwächere Meeresströmung könnte Billionen kosten

    Die Nordatlantische Umwälzströmung (AMOC), zu der der Golfstrom gehört, schwächt sich ab. Eine Studie des Exzellenzclusters CLICCS der Universität Hamburg und des Max-Planck-Instituts für Meteorologie, veröffentlicht in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“, zeigt, dass dies bis zum Jahr 2100 Billionenkosten verursachen könnte. Das schmelzende Arktiseis verlangsamt die AMOC, reduziert die CO₂-Aufnahme der Ozeane, infolgedessen verstärkt sich die Erderwärmung. Klimamodelle zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen AMOC-Abschwächung und CO₂-Aufnahme.

    Die Nordatlantische Umwälzströmung – kurz AMOC für Atlantic Meridional Overturning Circulation, leitet warmes Wasser aus den Tropen nach Norden und lässt kaltes Wasser zurück in den Süden fließen. So wirkt sie als Heizkörper für das Klima Europas. Dass sie seit Jahrzehnten an Kraft verliert, bewertete die Wirtschaftsforschung bisher als vorteilhaft, weil dies die Nordhalbkugel in Zeiten der Erderhitzung abkühlen könnte. „Die AMOC-Abschwächung würde jedoch den Klimawandel weiter beschleunigen“, erklärt Felix Schaumann, Doktorand im Bereich Nachhaltigkeitsökonomik an der Universität Hamburg und Co-Autor der Studie, die jetzt im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht wurde.

    mehr: https://idw-online.de/de/news848028

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    Strategiepapier: Verbrenner-Aus bis 2035 hilft deutscher Autoindustrie

    Das geplante Verbot des Verkaufs von Benzin- und Dieselautos ab 2035 sorgt in Deutschland für Kontroversen. Ein neues Strategiepapier von Forschungsinstituten in Deutschland, England, Kanada und der Schweiz legt nahe: Das Ende des Verbrennungsmotors könnte Deutschlands Autobranche stärken – nicht schwächen. Diese Erkenntnisse liefern wertvolle Impulse für die politische Debatte im Vorfeld der kommenden Bundestagswahlen und für die künftige Bundesregierung. IDOS-Wissenschaftler Dr. Nicholas Goedeking trug zum Strategiepapier bei, welches konkrete strategische Vorteile für die deutsche Automobilindustrie aufzeigt.

    In der Debatte um das geplante Aus für Verbrennungsmotoren unterstützt ein neues wissenschaftliches Strategiepapier die Position der Befürworter. Das „Policy Paper“, welches von Forschenden aus sechs Forschungseinrichtungen verfasst wurde, empfiehlt der Politik, an den bestehenden Plänen festzuhalten. Die Analyse, an der auch das German Institute of Development and Sustainability (IDOS) beteiligt ist, argumentiert: Ein Festhalten an der Umstellung auf Elektromobilität sei langfristig im Interesse der deutschen und europäischen Automobilindustrie.
    Denn während der Wandel in der Automobilindustrie zweifellos eine große Umwälzung darstelle, sei er zugleich unvermeidlich. Eine Verzögerung würde deutschen Herstellern nur schaden – und stattdessen den Vorsprung der Konkurrenz aus China und anderen Ländern vergrößern.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847908

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    Interview: Wissenschaft zu Homeoffice, Karenztag und Produktivität

    Die USA machen es bereits vor: Unternehmen wollen die Homeoffice-Regelungen wieder verschärfen und die Arbeitskräfte wieder ins „Office“ zurückholen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Prof. Dr. Niko Kohls, ist Dozent an der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften und Gesundheit im Lehrgebiet Gesundheitswissenschaften sowie Gesundheitsförderung und bewertet das aus gesundheitlicher und psychologischer Sicht.

    In der Pandemie war es die Rettung, jetzt soll sie der Sündenbock sein. Ergibt es Sinn, jetzt wieder alle ins Office zurückzuholen?
    Prof. Dr. Niko Kohls: Diese Beobachtung ist richtig, vergessen sollte man jedoch keinesfalls: Homeoffice ist nur bei bestimmten Tätigkeiten möglich. Ein Kollege hat mal sehr passend festgestellt, dass Unternehmen aus diesem Grund organisatorisch oft „ausfransen“. Die aktuell oft geforderte starre Rückkehrpflicht ins Büro ist jedoch umstritten. Während gemeinsame Bürozeit Kommunikation, Vertrauen und Teamgeist stärkt, bietet Homeoffice vermeintlich mehr Flexibilität und Autonomie. Eine starre Rückkehr könnte zwar den Austausch fördern, aber auch Fachkräfte abschrecken, die es gewohnt sind, selbstbestimmt zu arbeiten. Sinnvoller scheinen mir hybride Modelle, die Zusammenarbeit ermöglichen, ohne zusätzliche Belastungen zu schaffen und als gerecht empfunden werden. Unternehmen sollten stärker auf Ergebnisse statt auf Präsenz setzen, um Gleichstellung und Produktivität zu fördern.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847822

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    Natürlicher Wasserstoff: Eine nachhaltige Energiequelle in Gebirgsregionen

    Wasserstoffgas (H2) hat großes Potenzial, fossile Brennstoffe zu ersetzen und die damit verbundenen CO2-Emissionen zu vermeiden. Ein wesentliches Hindernis besteht darin, dass H2 zunächst energieaufwändig hergestellt werden muss. Es gibt jedoch auch natürliche Wasserstoffreservoirs. Wo diese zu erwarten sind, ermittelte ein internationales Team um Dr. Frank Zwaan vom GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung mit modernsten plattentektonischen Simulationen. Demnach stellen Gebirgszüge, in denen sich ursprünglich tief gelegenes Mantelgestein nahe der Oberfläche befindet, potenzielle natürliche Wasserstoff-Hotspots dar. Die Studie erscheint am 19.02.2025, 20:00 MEZ in Science Advances.

    Die erfolgreiche Erschließung nachhaltiger Ressourcen für die Energiewende ist eine zentrale Herausforderung für die Menschheit im 21. Jahrhundert. Wasserstoffgas (H2) hat ein großes Potenzial, die derzeitigen fossilen Brennstoffe zu ersetzen und gleichzeitig die damit verbundenen Emissionen von CO2 und anderen Schadstoffen zu vermeiden. Ein wesentliches Hindernis besteht jedoch darin, dass H2 zunächst hergestellt werden muss. Die derzeitige synthetische H2-Produktion greift bestenfalls auf erneuerbare Energien zurück, die Produktion kann jedoch auch umweltschädlich sein, wenn fossile Energie verwendet wird.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847619

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    Optimales Düngen: Forschungsprojekt BoDi startet

    Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) erhält für das Forschungsprojekt „BoDi – Bodensensorbasiert optimiertes Düngungsmanagement als interoperable landwirtschaftliche Dienstleistung“ eine Förderung im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft (EIP-AGRI). Mit dem Projekt an der HNEE werden neue Ansätze im Precision Farming erarbeitet.
    Ziel des neuen Projektes ist es, aus bisher entwickelten und erprobten Prototypen von Sensoren sowie Nährstoffberechnungen für die praktische Landwirtschaft taugliche, einsetzbare Modelle zu entwickeln.

    Dazu gehören ein Softwarepaket zur präzisen hochaufgelösten Düngebedarfsermittlung, u.a. mit neuen Funktionen zur präzisen Humusbewertung sowie eine funktionell erweiterte Bodensensorplattform zur Texturkartierung und schließlich ein nutzer*innenfreundlicher webbasierter Workflow, der Medienbrüche und Informationsverluste vermeidet. Mit dieser Entwicklung können zukünftig mit genauen Standortinformationen an die lokalen Gegebenheiten sowie die lokalen klimatischen Bedingungen angepasste Düngebedarfsmodelle entwickelt werden.
    Landwirtschaft mit sehr unterschiedlichen Standorten wie beispielsweise in Brandenburg profitiert von diesen Entwicklungen für das Precision Farming. Mit einem optimierten Nährstoffmanagement können landwirtschaftliche Betriebe ihre Erträge steigern, ihre Kosten senken und Nährstoffverluste reduzieren. Zu erwarten sind wirtschaftliche Effekte mit einem Plus von 80 Millionen Euro jährlich in Brandenburg.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847661

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    Klimaresilientes Kanalmanagement wird von der Hochschule Hof weiterentwickelt

    Vor 30 Jahren wurde die Drehbogentechnik des Hamburger Ingenieurs Günter Kupczik erstmals im Dresdner Kanalsystem installiert. Nun wird diese einzigartige Lösung für ein intelligentes Kanalmanagement im Forschungsprojekt „Drehbogen 4.0“ an der Hochschule Hof weiterentwickelt. Ziel ist es, die Technik mit digitalen Elementen zu optimieren und sie als klimaresiliente Lösung für moderne Abwassersysteme nutzbar zu machen.

    Mit dem Ziel, bei Starkregen ein besseres Volumenmanagement zu erzielen und das Problem der Ablagerungsbeseitigung ohne Personaleinsatz zu lösen, befasste sich Günter Kupczik bereits in den 80iger Jahren mit der innovativen Drehbogenlösung. Vergleichsanalysen der TU Dresden zeigten, dass der Drehbogen damals die einzige technische Lösung war, bei welchem die mechanischen Bauteile nicht mit dem Abwasser in Berührung kamen, der volle Durchflußquerschnitt stets erhalten blieb und eine sichere und exakte Steuerung auch im angestauten Betriebszustand möglich war.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847080

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    Wasserdaten aus 30 Jahren analysiert: ein Blick auf die Lausitz

    Effizientes Wassermanagement in menschlich geprägten Landschaften wie der Bergbauregion der Niederlausitz erfordert ein tiefes Verständnis des regionalen Wasserhaushalts. Forschende des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) haben in einer aktuellen Studie, die in der Fachzeitschrift Hydrological Processes veröffentlicht wurde, eine datenbasierte Methode entwickelt, die räumliche und zeitliche Veränderungen von Wasserressourcen sichtbar macht. Die Arbeit zeigt, wie sich natürliche Einflüsse wie die saisonale Schwankung des Niederschlags und der Verdunstung sowie menschliche Eingriffe wie der Braunkohleabbau und die Landnutzung auf den Wasserhaushalt der Region auswirken.

    Die Lausitz im Nordosten Deutschlands wird seit Jahrzehnten durch den Braunkohletagebau verändert. Neben Grundwasserabsenkungen führten auch Flutungen ehemaliger Tagebaue zu einer Neuordnung des Wasserhaushalts. Zusätzlich prägt die intensive landwirtschaftliche Nutzung in der Lausitz die Landschaft. Von 1993 bis 2022 sammelten die Forscherinnen und Forscher über 1800 Datenreihen zu Grundwasserständen, Oberflächengewässern und Abflüssen. Diese kombinierten sie mit Satellitendaten, die Verdunstung und Landnutzungsänderungen erfassen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news846978

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    KIT beteiligt sich am Spin-off Validaitor

    Neue EU-Gesetze verpflichten beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ab sofort zu ethischen Standards und Risikomanagement. Das Start-up Validaitor, ein Spin-off des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), unterstützt Organisationen und Unternehmen bei der Umsetzung der Regeln. Das KIT hat jetzt eine Beteiligung beschlossen.

    „Künstliche Intelligenz entwickelt sich weltweit in einem dynamischen Umfeld mit großen Chancen, aber auch Risiken“, sagt Professor Thomas Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT. „Um KI verantwortungsvoll und sicher in die Anwendung zu bringen, braucht es innovative Ansätze zur Qualitätssicherung und Compliance, wie wir sie am KIT erforschen und wie sie nun von unserer Ausgründung Validaitor in die Anwendung gebracht werden. Wir sind stolz darauf, diesen Transfer weiter zu unterstützen.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news846915

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    Kohlgemüse im Klimawandel

    Neue Leibniz-Professur von IGZ und TU Berlin: Franziska Hanschen forscht zum Management bioaktiver Pflanzeninhaltsstoffe

    Prof. Dr. habil. Franziska Hanschen, Forschungsgruppenleiterin am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ), hat den Ruf auf die W2-Professur „Management bioaktiver Pflanzeninhaltsstoffe“ an der Technischen Universität Berlin angenommen und wurde zum 1. Februar 2025 ernannt. Die Professur wird im Rahmen des kompetitiven Leibniz-Professorinnenprogramms der Leibniz-Gemeinschaft gefördert und ist eine gemeinsame Berufung des IGZ und der TU Berlin.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847378

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    Cyber-Resilienz in der Energiewirtschaft durch innovative Schulungsformate stärken

    Flexible Weiterbildungsangebote des Lernlabor Cybersicherheit für die Energie- und Wasserversorgung erhöhen die Cyberfitness von Fachkräften und Entscheidungsträgern in der Branche.

    Auch wenn das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem aktuellen Lagebericht den Betreibern kritischer Infrastrukturen einen positiven Trend bei der Nutzung von Informationssicherheits-Managementsystemen bescheinigt, bleibt die IT-Sicherheitslage in Deutschland im Berichtszeitraum angespannt. Umso wichtiger ist das breite Spektrum der Cybersicherheit für die gesamte Energiebranche: Das Fraunhofer IOSB-AST unterstützt Unternehmen mit passenden Trainingsangeboten.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847213

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    Narkose geht auch klimafreundlich

    Die Anästhesiologie des Uniklinikums Erlangen hat ein Strategiekonzept für mehr Nachhaltigkeit entwickelt

    Eine Kehrseite der medizinischen Maximalversorgung ist die Klimabilanz: Weltweit hinterlassen Kliniken bisher sehr große CO2-Fußabdrücke. Vor allem Narkosegase sind ein Faktor, der in Krankenhäusern einen relevanten Anteil der Emissionen verursacht. Das möchte ein interprofessionelles Team der Anästhesiologischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Roland C. E. Francis) des Uniklinikums Erlangen ändern. 2024 entwickelte es ein Strategiekonzept für mehr Nachhaltigkeit, das seitdem sukzessive umgesetzt wird.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847382

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    Leben nach dem Tod – digital unsterblich?

    Neue Technologien wie KI ermöglichen das Weiterleben nach dem Tod in Form von digitalen Darstellungen (Avataren) oder Chatbots. Die Digital Afterlife Industry, die solche Möglichkeiten anbietet, gilt als vielversprechender Wachstumsmarkt. Ein interdisziplinäres Forschungsteam des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT sowie der Universität Tübingen hat Gestaltungsvorschläge zum Umgang mit Avataren erarbeitet und in der Studie „Ethik, Recht und Sicherheit des digitalen Weiterlebens“ zusammengefasst. Die Studie kann hier kostenfrei heruntergeladen werden: www.sit.fraunhofer.de/edilife-studie.

    Viele Menschen möchten etwas hinterlassen, das ihren eigenen Tod überdauert. Viele Hinterbliebene wünschen sich die Möglichkeit, nochmal mit einem verstorbenen Menschen zu sprechen. Digitale Nachahmungen von verstorbenen Personen versprechen die Erfüllung solcher Sehnsüchte. Beispiele reichen von der Stimme der verstorbenen Oma, die Hörbücher spricht, über Chatbots, die schriftliche Kommunikation mit einer verstorbenen Person simulieren, bis zu digitalen Avataren, die auch das Aussehen und die Gestik einer Person nachahmen. Jüngste Entwicklungen im Bereich der KI, aber auch virtueller Welten lassen erwarten, dass Avatare Verstorbener künftig deutlich realistischer erscheinen, sowohl äußerlich (Stimme, Gestik) als auch im Verhalten. Neue digitale Technologien erlauben zudem immer realistischere Interaktionen zwischen Menschen und Avataren.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847230

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    Gerechte Mobilität

    Erst die Vision, dann die technische Innovation: Forscher*innen und Gesellschaft arbeiten gemeinsam am Stadtverkehr der Zukunft

    Auf dem ehemals verkehrsreichen Ernst-Reuter-Platz sitzen Studierende und Anwohner*innen auf Bänken, daneben spielen Kinder und Vogelgezwitscher ersetzt den Autolärm. Breite Rad- und Fußwege umgeben den grünen Platz, leise surren autonome Elektrofahrzeuge vorbei. Vor den TU-Gebäuden stehen zahlreiche Fahrräder, Bäume spenden Schatten, Verdunstungsbeete kühlen an heißen Tagen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847241

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    PFAS: wie man die Ewigkeits-Chemikalien besser aus dem Boden bekommt

    Böden, die mit schädlichen per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) belastet sind, können nur schwer und nicht immer komplett davon gereinigt werden. Damit dies zukünftig besser gelingt, erproben Forschende an der Universität Augsburg verschiedene Reinigungsverfahren. Um die beste Reinigungsmethode für Feinbodenpartikel zu finden, bauen die Forschenden eine „Boden-Waschmaschine“ im Labormaßstab nach. Finanziell gefördert wird ihre Arbeit nun von der Bayerischen Forschungsstiftung.

    Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind extrem langlebige, wasser-, fett- und schmutzabweisende Industriechemikalien. Sie befinden sich in vielen Alltagsprodukten wie Regenjacken oder Pizzakartons. Sie gelangen aber auch über die Produktion von Textilien, Druckerzeugnissen, Kälte- und Treibmitteln sowie Feuerlöschschäumen in die Umwelt und reichern sich in Böden, Lebensmitteln und Trinkwasser an. PFAS gelten als hochproblematisch: sie sind wahrscheinlich krebserregend und werden in der Umwelt und im menschlichen Organismus quasi nicht abgebaut.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847022

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    Klärwerke auf dem Energiemarkt

    Kläranlagen sind Stromfresser. Sie verursachen 30 bis 40 Prozent der Stromrechnung von Kommunen. Die Forschenden um Prof. Dr. Jürgen Karl von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wollen das ändern und erforschen Maßnahmen, die Kläranlagen klimaneutral machen sollen bzw. mit denen erneuerbare Gase in den Energiemarkt eingespeist werden können. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit etwa 500.000 Euro gefördert.

    Innerhalb Europas entspricht der Energieverbrauch von Kläranlagen etwa einem Prozent des Gesamtenergieverbrauchs. Nach einem neuen Richtlinienentwurf der Europäischen Kommission müssen sie deshalb bis 2040 energieneutral werden. Wie Kläranlagen dieses Ziel erreichen können, untersucht der Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik der FAU in dem Projekt „Kläffizienter“, Folgeprojekt des dreijährigen Projektes „Kläffizient“. An dem dreijährigen Projekt sind die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg, INVENT Umwelt- und Verfahrenstechnik AG und mehrere Betreiber kleinerer Kläranlagen sowie Stadtwerke beteiligt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news847009

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    Neue Studie schlägt robuste statistische Methoden zur Validierung der Sicherheit von aufbereitetem Wasser vor

    Eine neue Studie des Kompetenzzentrums Wasser Berlin nimmt sich einer zentralen Herausforderung der Wiederverwendung von Wasser in der landwirtschaftlichen Bewässerung an: der Validierung, dass Wasseraufbereitungsanlagen die geforderten Leistungsziele zuverlässig erfüllen.

    Eine neue Studie des Kompetenzzentrums Wasser Berlin nimmt sich einer zentralen Herausforderung der Wiederverwendung von Wasser in der landwirtschaftlichen Bewässerung an: der Validierung, dass Wasseraufbereitungsanlagen die geforderten Leistungsziele zuverlässig erfüllen. Die Studie untersucht statistische Methoden zur Einhaltung der EU-Verordnung 2020/741, die vorschreibt, dass 90 % der berechneten Log10-Reduktionswerte, die für die Bewertung der Entfernungsleistung heranzogen werden, strenge Sicherheitsgrenzen einhalten müssen. Obwohl die Verordnung hohe Standards setzt, fehlt es an klaren Vorgaben, wie die Einhaltung nachgewiesen werden kann – eine Herausforderung für Wissenschaftler:innen und Kläranlagenbetreiber.

    mehr: https://idw-online.de/de/news846931

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    Neuer IGB Policy Brief: Deutschlands Flüsse – Forschende empfehlen der Bundespolitik mehr Revitalisierungen

    Deutschlands Flüsse und Auen sind wichtige Ressourcen für uns Menschen und wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Doch ihre Ökosystemleistungen sind durch den Klimawandel und den Nutzungsdruck in Gefahr. Flussrevitalisierungen sind eine wichtige Zukunftsinvestition, die auch in wirtschafts- und sicherheitspolitisch herausfordernden Zeiten nicht hintangestellt werden sollte. Darauf weisen Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) anlässlich der Bundestagswahl 2025 hin. In einem IGB Policy Brief empfehlen sie der Bundespolitik, die Revitalisierung von Flüssen in Zusammenarbeit mit den Bundesländern stärker zu priorisieren.

    „Flüsse und Auen bieten uns Trinkwasserressourcen, natürlichen Wasserrückhalt und damit Hochwasserschutz, Schadstoffrückhalt und -umwandlung, Erholungs- und Freizeiträume sowie Fischereiressourcen. Um Flüsse in Deutschland resilienter zu machen, bedarf es aber verstärkter Anstrengungen bei ihrer Revitalisierung. Denn je naturnäher ein Fluss ist, desto größer ist seine Biodiversität und desto umfangreicher sind seine Ökosystemleistungen“, erläutert IGB-Forscherin Prof. Sonja Jähnig, Abteilungsleiterin am IGB und Mitautorin des IGB Policy Briefs. „Ein revitalisierter Fluss ist widerstandsfähigere gegenüber negativen Einflüssen – und leistet einen größeren Beitrag zur Abmilderung von Klimawandelfolgen.“

    mehr: https://idw-online.de/de/news846803

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    Regulation im Abwassernetz bei Starkregen

    Ob tagelang anhaltender Regen oder plötzliche Dürre – klimabedingt kommt es zu extremen Wetterereignissen überall auf der Welt. Bei hohen Wassermassen durch Starkregen reicht die bisher vorhandene Kanalkapazität in Deutschland meist nicht aus, um das Wasser abzutransportieren. An der Hochschule Magdeburg-Stendal wird an Lösungen gearbeitet.

    „In historisch alten Städten wie Magdeburg oder Jena haben wir sogenannte Misch-Kanalisationen. Dort wird nicht nur Regenwasser abgeleitet, sondern auch das ungeklärte Schmutzwasser. Bei starken Regenfällen sind diese Kanäle schnell voll und werden in umliegende Gewässer entlassen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wiese von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Er ist Professor für Siedlungswasserwirtschaft mit dem Schwerpunkt Abwasser und widmet sich in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Verbundprojekt dieser Problematik. „Kombinierter Infrastruktur- und Umwelt-Schutz durch KI-basierte Kanalnetzbewirtschaftung“, kurz InSchuKa 4.0., heißt das Vorhaben. Denn mit dem Wasser landen auch Abfälle, wie Hygieneartikel in den Flüssen und belasten so die Umwelt.



    mehr: https://idw-online.de/de/news846717

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    Leuphana hat die Nachhaltigkeit der niedersächsischen Kommunen untersucht

    Klimaschutzmaßnahmen gewinnen an Bedeutung
    Ein Team der Leuphana Universität Lüneburg hat unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Heinrichs im Auftrag des niedersächsischen Umweltministeriums erforscht, wie es um die Nachhaltigkeit von Städten, Gemeinden und Landkreisen in Niedersachsen steht. Das jetzt veröffentlichte Nachhaltigkeitsbarometer fasst die Ergebnisse zusammen. Die Wissenschaftler konnten feststellen, dass sich viele Kommunen trotz schwieriger Bedingungen für eine nachhaltige Entwicklung engagieren.

    Zu den wesentlichen Ergebnissen der Studie zählt, dass in den niedersächsischen Kommunen die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen an Bedeutung gewonnen hat. Klimaschutzziele sind nach Auffassung der Befragten allerdings bisher nur unzureichend etabliert. Bisher geplante kommunale Maßnahmen zur Erreichung des 1,5 Grad Ziels der Vereinten Nationen werden als nicht ausreichend angesehen. Auch Maßnahmen zur Stärkung der Biodiversität werden bisher kaum umgesetzt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news846218

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    Chemischer Verschmutzung bekämpfen: Gewässerreinigung mit Algen

    Europas Gewässer sind in schlechtem Zustand: Über die Hälfte von ihnen ist chemisch stark belastet. Kein Wunder – täglich werden in Europa in Industrie und Landwirtschaft bis zu 70.000 verschiedene Chemikalien eingesetzt. Forschende der Universität Duisburg-Essen haben jetzt eine neue Methode entwickelt, um verschmutzte Gewässer zu reinigen. Ihre aktuelle Studie zeigt*, dass fossilen Überresten von Kieselalgen (Diatomeen) Schadstoffe effizient aus dem Wasser entfernen können, nachdem sie chemisch modifiziert wurden.

    Über 500 Chemikalien finden Forschende in Europas Flüssen, sie gelangen durch Industrie und Landwirtschaft ins Gewässer und bedrohen die aquatischen Lebensräume. Das Team um Juniorprofessorin Dr. Anzhela Galstyan will die Chemikalien jetzt mit Algen beseitigen. „Kieselalgen sind mikroskopisch kleine einzellige Organismen, die in Gewässern leben und eine Zellwand aus Kieselsäure (Siliziumdioxid) besitzen. Dank seiner porösen Struktur kann es eine Vielzahl von Schadstoffen aufnehmen“, erklärt Galstyan.

    mehr: https://idw-online.de/de/news846330

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    Extreme Hochwasserereignisse werden zunehmen

    Zwar ist das Januar-Hochwasser 2025 an Rhein und Mosel gesunken. Dennoch werden die Hochwasser-Ereignisse zunehmen, wie Prof. Dr. Klaus Fischer vom Institut für Integrierte Naturwissenschaften der Universität Koblenz erklärt.

    Auch das Risiko extremer Hochwässer steige, betont Fischer. Dies ist eine Konsequenz des Klimawandels. Denn die Variabilität der Niederschlagsverteilung wird höher, d. h. die Niederschläge werden zunehmend ungleichmäßiger über das Jahr verteilt. Wochenlange Trockenphasen werden – jeweils schwer vorhersehbar – mit Starkregenereignissen wechseln. Hierfür sind verschiedene Ursachen verantwortlich: Zum einen führt die Klimaerwärmung zu einer stärkeren Verdunstung von Wasser. Die wärmere Atmosphäre kann mehr Wasserdampf aufnehmen, sie lädt sich daher stärker mit mehr Energie auf. Dadurch werden Regenfälle intensiver, es gibt häufiger Starkregen. Zum anderen führen veränderte Meeres- und Lufttemperaturen sowie das Schmelzen der Eiskappen an den Polen zu einer Veränderung der Meeresströmungen sowie der Zugwege und Position von Hoch- und Tiefdruckgebieten.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845779

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    Windenergieanlagen verschlechtern den Zugang von Fledermäusen zu Gewässern in der Agrarlandschaft

    Fledermäuse sind auf offene Gewässer wie kleine Teiche und Seen für die Jagd und als Trinkstellen angewiesen. Insbesondere in den durch den Klimawandel zunehmend heißen und trockenen Sommern – während der Trächtigkeit und Jungenaufzucht – ist der Zugang zu Wasser überlebenswichtig. Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) wies nun nach, dass der Zugang zu Trinkstellen durch Windenergieanlagen in der Agrarlandschaft eingeschränkt wird: Viele Fledermausarten meiden die Anlagen und die nahe bei den Anlagen verorteten Gewässer über mehrere Kilometer. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Biological Conservation“ erschienen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845577

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    Innovatives Abwasserbehandlungssystem steigert Effizienz und Nachhaltigkeit

    Das ULTIMATE-Projekt hat ein Joint Control System (JCS) entwickelt, um die Abwasserbehandlung durch die Koordination von industriellen und kommunalen Kläranlagen zu verbessern. Das System nutzt Datenaustausch und prädiktive Modellierung, um die Belüftung zu optimieren, was zu einer Reduzierung der Stickstoffkonzentration um 50 %, einem Rückgang des Energieverbrauchs um 15 % und einer Steigerung der Energieeffizienz um 18 % führt. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in kollaborativen, datengetriebenen Lösungen für eine nachhaltige Abwasserbehandlung steckt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845686

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    Schlechte Luft und kalte Tage: Wer besonders anfällig für Lungenentzündungen ist

    Studie zeigt Zusammenhang von Krankheitsrisiko und Wetterfaktoren – Forschungsziel: Warn-App fürs Smartphone

    Ältere Menschen, COPD-Patientinnen sowie übergewichtige Personen haben ein höheres Risiko für eine Lungenentzündung. Die Empfindlichkeit hängt allerdings von individuellen Eigenschaften der Menschen sowie Wetter- und Umweltfaktoren ab, die eine Forschungsgruppe um den Marburger Geographen Prof. Dr. Dr. Thomas Brenner nun erstmals mit einem Erkrankungsrisiko in Verbindung gebracht hat. Mit den Ergebnissen wollen die Geographinnen und Medizinerinnen im LOEWE-Projekt Habitat eine personalisierte Smartphone-App programmieren, die Menschen vor riskanten Situationen warnt – ähnlich einer Wetter-App, allerdings angereichert mit weiteren Gesundheitsinformationen. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftlerinnen um Prof. Dr. Dr. Thomas Brenner, Ann-Christine Link und Prof. Dr. Bernd Schmeck vom Institut für Lungenforschung der Philipps-Universität Marburg im Fachmagazin „Frontiers in Climate“ (doi: 10.3389/fclim.2024.1475075).

    mehr: https://idw-online.de/de/news845461

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    Wiederverwerten statt wegwerfen: Effizientes Recycling und erweiterte Nutzung von kunststoffhaltigen Abfallströmen

    Neue Lösungen für das Abfallmanagement und die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen haben acht Fraunhofer-Institute im Leitprojekt »Waste4Future« entwickelt. Mit ihrer Expertise verbessern sie Aspekte wie Recycling, Sortierung, Rezepturentwicklung, Verwertungspfade und die Minimierung von Abfallströmen. Das macht insbesondere die Nutzung von kunststoffhaltigen Abfällen möglich, die bisher verbrannt wurden. Die Ergebnisse wurden nun in einem Abschlusstreffen Vertretern der Industrie vorgestellt.

    Leistungsfähige Kunststoffe gehören zu den weltweit wichtigsten Werkstoffen und machen viele Anwendungen erst möglich, die für die industrielle Nutzung ebenso wie für unseren Alltag erhebliche Vorteile bringen. Allerdings werden sie meist aus fossilen Rohstoffen hergestellt, was entsprechende CO2-Emissionen mit sich bringt. Zudem fallen allein in Deutschland pro Jahr mehr als 6 Millionen Tonnen kunststoffhaltiger Abfälle an, die rund zur Hälfte derzeit noch verbrannt statt werkstofflich verwertet werden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news846162

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    Nachhaltige Wasserstoffspeicherung für eine grüne Energiezukunft

    Im EU-Projekt MOST-H2 werden kostengünstige, effiziente und umweltfreundliche Lösungen für die Wasserstoffspeicherung bereitgestellt. Dies wird mit Hilfe der Entwicklung innovativer metallorganischer Gerüstverbindungen (Metal-Organic Frameworks, MOFs) und dem Einsatz modernster Methoden und Werkzeuge gewährleistet. Das Steinbeis Europa Zentrum unterstützt als Projektpartner u.a. die Kommunikation, die Verwertung der Projektergebnisse, den Technologietransfer und definiert gemeinsam mit den Partnern den Forschungs- und Marktbedarf.

    Mit dem EU-Projekt MOST-H2 werden kostengünstige, effiziente und umweltfreundliche Lösungen für die Wasserstoffspeicherung bereitgestellt. Dies wird mit Hilfe der Entwicklung innovativer metallorganischer Gerüstverbindungen (Metal-Organic Frameworks, MOFs) und dem Einsatz modernster Methoden und Werkzeuge gewährleistet. Für die Erreichung der EU-Klima- und Energiewendeziele ist dies von großer BedeutungIn den vergangenen zweieinhalb Jahren der insgesamt vierjährigen Laufzeit konnten die Projektpartner bereits bemerkenswerte Fortschritte bei der Weiterentwicklung kryoadsorptiver Technologien zur Speicherung von Wasserstoff verzeichnen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news846144

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    Fettleber ist nicht gleich Fettleber

    Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes variiert – neue Erkenntnisse zur Heterogenität der metabolischen Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) haben Potential, Vorhersage von Folgen und Behandlung zu verbessern

    Ungebrochen ist der Trend, dass Fettlebererkrankungen zunehmen. Die metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) hat sich global zur Epidemie entwickelt. Fast 40 % der Erwachsenen und bis zu 10 % der Kinder haben eine MASLD. Mit Fettleibigkeit steigt der Anteil auf etwa 70 % bei Erwachsenen und 40 % bei Kindern. Die Folgen: MASLD, metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH) und MASLD-assoziierte Leberfibrose erhöhen das Risiko für Leberzirrhose und hepatozelluläres Karzinom. MASLD, MASH und Leberfibrose fördern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, chronische Nierenleiden und extrahepatische Krebsarten.

    mehr: https://idw-online.de/de/news846180

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    Nicht nur zu Spritzphasen: Pestizidmischungen das ganze Jahr über in Böden und Pflanzen präsent

    Chemisch-synthetische Pestizide werden in der konventionellen Landwirtschaft in verschiedenen Kulturen wie im Ackerbau, Gemüseanbau oder Weinbau eingesetzt. Eine aktuell im Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlichte Studie der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) hat die Pestizidbelastung erstmals im Jahresverlauf untersucht. Sie zeigt, dass Stoffe nicht nur während der Spritzphasen in den Feldern nachweisbar sind, sondern ganzjährig und auch auf angrenzenden Wiesen. Die Auswirkungen dieser chronisch nachgewiesenen komplexen Pestizidmischungen auf die Umwelt sind bislang nicht ausreichend untersucht und könnten erheblich sein.

    In Deutschland werden auf mehr als 30 Prozent der Landesfläche Kulturpflanzen angebaut. Seit den 1970er Jahren werden in der industriellen Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln im konventionellen Anbau flächendeckend chemisch-synthetische Pestizide zur Schädlings- und Unkrautbekämpfung und Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten eingesetzt. Diese werden mittels Sprühtechnik großflächig ausgebracht – mehrfach pro Jahr und in Kombination verschiedener Wirkstoffe. Bis heute gibt es allerdings keinen Datensatz zur Belastung der Ackerböden. Die Studie, die im Kontext des Aktionsprogramms Insektenschutz durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wurde, nahm die Anwesenheit von Pestizidwirkstoffen über ein ganzes Jahr auf.

    mehr: https://idw-online.de/de/news846047

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    Masterarbeit zu Superkondensatoren: Beton als Stromspeicher

    Ein Fundament, die Hauswand oder die Straße als Stromspeicher? Die Wissenschaft hat spannende Ideen für die Energiewende. Der Coburger Student Simeon Ulm hat für seine Masterarbeit im Studiengang Bauingenieurwesen einen Superkondensator mit Beton gebaut. Dabei wurde mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) zusammengearbeitet.

    „Stellen Sie sich vor“, sagt Prof. Dr. Markus Weber, der Simeon Ulms Masterarbeit an der Coburger Fakultät Design betreut hat, „wir könnten Beton nicht nur aus statischen Gründen nutzen, sondern zusätzlich als riesigen Energiespeicher!“ Weber ist dankbar für die Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA, das schon länger an einem revolutionären Superkondensator mit einem speziellen Betongemisch forscht. Der deutsche Prof. Dr. Franz-Josef Ulm ist einer der Forscher, die am MIT für das Projekt zuständig sind – er ist außerdem der Onkel der Coburger Masteranden Simeon Ulm und hat diesen für die Idee des Superkondensators begeistert. Jetzt legen die Wissenschaftler beim Praxistest am Campus Design Gleichstrom an den kleinen Superkondensator an, den Simeon Ulm gebaut hat.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845942

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    Grundwasser durch Dürren und starke Regenfälle gefährdet

    Extreme Klimaereignisse gefährden die Qualität und Stabilität des Grundwassers, wenn Regenwasser die natürlichen Filterprozesse im Boden umgeht. Dies wurde in einer Langzeitstudie des Grundwassers mit neuen Analysemethoden nachgewiesen, wie in einer aktuellen Veröffentlichung in Nature Communications beschrieben. Da Milliarden von Menschen auf ausreichend sauberes Grundwasser zum Trinken angewiesen sind, ist es von entscheidender Bedeutung, die Auswirkungen von Klimaextremen auf die zukünftige Wassersicherheit zu verstehen.

    In einem neuartigen experimentellen Ansatz führten Simon A. Schroeter und Gerd Gleixner vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie zusammen mit einem großen Forschungsteam Langzeitanalysen des Grundwassers in Deutschland durch. Sie nutzten die Anwesenheit von gelöstem organischem Material als Indikator für Wasserverschmutzungen und bestätigten so grundlegende Veränderungen der Grundwasserstabilität. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass extreme Wetterereignisse bereits jetzt die Qualität des Grundwasser und die Art seine Neubildung verändern“, sagt der Erstautor der Studie, Simon Schroeter.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845944

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    Extreme Hochwasserereignisse werden zunehmen

    Zwar ist das Januar-Hochwasser 2025 an Rhein und Mosel gesunken. Dennoch werden die Hochwasser-Ereignisse zunehmen, wie Prof. Dr. Klaus Fischer vom Institut für Integrierte Naturwissenschaften der Universität Koblenz erklärt.

    Auch das Risiko extremer Hochwässer steige, betont Fischer. Dies ist eine Konsequenz des Klimawandels. Denn die Variabilität der Niederschlagsverteilung wird höher, d. h. die Niederschläge werden zunehmend ungleichmäßiger über das Jahr verteilt. Wochenlange Trockenphasen werden – jeweils schwer vorhersehbar – mit Starkregenereignissen wechseln. Hierfür sind verschiedene Ursachen verantwortlich: Zum einen führt die Klimaerwärmung zu einer stärkeren Verdunstung von Wasser. Die wärmere Atmosphäre kann mehr Wasserdampf aufnehmen, sie lädt sich daher stärker mit mehr Energie auf. Dadurch werden Regenfälle intensiver, es gibt häufiger Starkregen. Zum anderen führen veränderte Meeres- und Lufttemperaturen sowie das Schmelzen der Eiskappen an den Polen zu einer Veränderung der Meeresströmungen sowie der Zugwege und Position von Hoch- und Tiefdruckgebieten.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845779

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    Windenergieanlagen verschlechtern den Zugang von Fledermäusen zu Gewässern in der Agrarlandschaft

    Fledermäuse sind auf offene Gewässer wie kleine Teiche und Seen für die Jagd und als Trinkstellen angewiesen. Insbesondere in den durch den Klimawandel zunehmend heißen und trockenen Sommern – während der Trächtigkeit und Jungenaufzucht – ist der Zugang zu Wasser überlebenswichtig. Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) wies nun nach, dass der Zugang zu Trinkstellen durch Windenergieanlagen in der Agrarlandschaft eingeschränkt wird: Viele Fledermausarten meiden die Anlagen und die nahe bei den Anlagen verorteten Gewässer über mehrere Kilometer. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Biological Conservation“ erschienen.

    Als Maßnahme gegen den Klimawandel investieren viele Länder in den Ausbau der Windenergienutzung, um Treibhausgase wie CO2 durch eine erneuerbare Stromproduktion zu reduzieren. Der Ausbau der Windenergienutzung hat jedoch auch negative Auswirkungen auf Wildtiere und deren Lebensräume. Dies kann mitunter dazu führen, dass einige Wildtierarten potenziell schlechter mit der Klimaerwärmung zurechtkommen. Prof. Dr. Christian Voigt und Dr. Carolin Scholz vom Leibniz-IZW sowie Hannah Klein von der Universität Potsdam konnten in einer Untersuchung der akustischen Aktivität von Fledermäusen an Wasserstellen in der Agrarlandschaft zeigen, dass viele Fledermausarten durch Windenergieanlagen in der Nähe von Gewässern verdrängt werden. Die Forschenden analysierten das räumliche Verhalten von Fledermäusen aus drei funktionalen Gilden, den Offenraumjägern, den an die Jagd in geschlossener Vegetation angepassten Jägern und den auf die Jagd in der Vegetation spezialisierten Fledermäusen: „Wir konnten klar erkennen, dass jene Fledermäuse, die im offenen Luftraum nach Insekten jagen, sowie jene, die an Jagd in dichter Vegetation angepasst sind, die Gewässer mieden, wenn sich in deren Nähe Windenergieanlagen befanden“, sagt Voigt. „Lediglich Vertreter aus der Gilde der Fledermäuse, die an Vegetationsrändern jagen, werden offenbar nicht durch die Windenergieanlagen von den Trinkstellen vergrämt“.

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    Schlechte Luft und kalte Tage: Wer besonders anfällig für Lungenentzündungen ist

    Studie zeigt Zusammenhang von Krankheitsrisiko und Wetterfaktoren – Forschungsziel: Warn-App fürs Smartphone
    Ältere Menschen, COPD-Patientinnen sowie übergewichtige Personen haben ein höheres Risiko für eine Lungenentzündung. Die Empfindlichkeit hängt allerdings von individuellen Eigenschaften der Menschen sowie Wetter- und Umweltfaktoren ab, die eine Forschungsgruppe um den Marburger Geographen Prof. Dr. Dr. Thomas Brenner nun erstmals mit einem Erkrankungsrisiko in Verbindung gebracht hat. Mit den Ergebnissen wollen die Geographinnen und Medizinerinnen im LOEWE-Projekt Habitat eine personalisierte Smartphone-App programmieren, die Menschen vor riskanten Situationen warnt – ähnlich einer Wetter-App, allerdings angereichert mit weiteren Gesundheitsinformationen. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftlerinnen um Prof. Dr. Dr. Thomas Brenner, Ann-Christine Link und Prof. Dr. Bernd Schmeck vom Institut für Lungenforschung der Philipps-Universität Marburg im Fachmagazin „Frontiers in Climate“ (doi: 10.3389/fclim.2024.1475075).

    mehr: https://idw-online.de/de/news845461

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    Membrantechnologie im Wasser- und Energiemanagement – Wichtiger Beitrag zur Versorgung in Afrika

    Auf dem afrikanischen Kontinent wächst die Bevölkerung stetig. Sie mit sauberem Wasser und ausreichend Energie zu versorgen, stellt für die Staaten eine Herausforderung dar. Die Membrantechnologie könnte innovative und nachhaltige Lösungen liefern. Im internationalen Projekt „WE-Africa, Membrane Knowledge Hub“ wollen Forschende und Partner aus der Wirtschaft deshalb eine Hochschul-Industrie-Plattform für nachhaltiges Wasser- und Energiemanagement in Afrika etablieren. Es wird von der Universität Duisburg-Essen (UDE) geleitet und koordiniert. Der Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) fördert es für vier Jahre mit knapp 800.000 Euro.

    Die Membrantechnologie spielt eine zentrale Rolle beim nachhaltigen Wasser- und Energiemanagement. Beispielsweise ist der Einsatz von Membranen beim Entsalzen von Meerwasser energiesparender verglichen mit anderen Methoden. Außerdem werden Membrane verwendet, um Schadstoffe aus Abwässern zu filtern, und in Brennstoffzellen eingesetzt, wandeln sie Wasserstoff effizient in Elektrizität um.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845720

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    Innovatives Abwasserbehandlungssystem steigert Effizienz und Nachhaltigkeit

    Das ULTIMATE-Projekt hat ein Joint Control System (JCS) entwickelt, um die Abwasserbehandlung durch die Koordination von industriellen und kommunalen Kläranlagen zu verbessern. Das System nutzt Datenaustausch und prädiktive Modellierung, um die Belüftung zu optimieren, was zu einer Reduzierung der Stickstoffkonzentration um 50 %, einem Rückgang des Energieverbrauchs um 15 % und einer Steigerung der Energieeffizienz um 18 % führt. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in kollaborativen, datengetriebenen Lösungen für eine nachhaltige Abwasserbehandlung steckt.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845686

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    «Die grösste Herausforderung ist die fehlende Akzeptanz für Windkraftanlagen»

    Ein internationales Team von Forschenden hat die Auswirkungen der Windenergie auf Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft und Recht untersucht. Russell McKenna, Experte für Energiesystemanalyse, erzählt im Interview, wo er den grössten Handlungsbedarf sieht, um die Windenergie weiterzuentwickeln.

    ETH-News: Worum geht es in der Studie und was ist ihre Kernaussage?
    Russell McKenna: Die Studie befasst sich mit den Auswirkungen der Windenergie auf die Systeme, in die sie eingebettet ist, seien es Umwelt- und Klimasysteme, sozioökonomische, technoökonomische oder politisch-rechtliche Systeme. Wir haben uns den aktuellen Stand der Forschung angesehen und versucht zu unterscheiden, wo das Bild relativ klar ist und wo es Herausforderungen gibt, die (immer noch) überwunden werden müssen. So haben wir insgesamt 14 Auswirkungen definiert, um aufzuzeigen, wo die Forschungsprioritäten liegen sollten, um einige dieser Herausforderungen zu überwinden.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845563

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    Forschende verstehen die Müllabfuhr unserer Zellen besser – und können sie steuern

    • Zellen bauen nicht mehr benötigte Bestandteile durch Autophagie ab. Neue Ergebnisse zeigen, dass dafür eine schwache Molekül-Wechselwirkung notwendig ist.
    • Durch Verändern dieser Wechselwirkung ist es möglich, Autophagie künstlich auszulösen. Das könnte den Abbau von Ablagerungen bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer ermöglichen, oder Krebstherapien unterstützen.
    • Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Cell Biology erschienen und wurde von Prof. Dr. Claudine Kraft, Mitglied des Exzellenzclusters CIBSS der Universität Freiburg, und Dr. Florian Wilfling vom Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt geleitet.

    Auch in unseren Zellen findet Recycling statt: Bei der so genannten Autophagie werden nicht mehr benötigte Zellbestandteile von Membranen umschlossen und in ihre Grundbausteine zerlegt. Dieser lebenswichtige Prozess verhindert die Bildung schädlicher Aggregate und macht Nährstoffe wieder verfügbar. Ein Forschungsteam unter der gemeinsamen Leitung von Prof. Dr. Claudine Kraft vom Exzellenzcluster CIBSS der Universität Freiburg und Dr. Florian Wilfling vom Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt hat jetzt herausgefunden, welche Bedingungen notwendig sind, damit Autophagie startet. Es gelang ihnen auch, diese Bedingungen künstlich zu erzeugen und so den Abbau von sonst nicht-abbaubaren Molekülen in Hefezellen auszulösen. Ein solches gezieltes Eingreifen in Autophagie-Prozesse ist ein vielversprechender Ansatz, um den Abbau von Aggregaten zu fördern, die ansonsten Plaques bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer bilden können, oder um die Wirksamkeit von Krebstherapien zu unterstützen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Cell Biology erschienen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845359

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    Ursache einer der größten Klimaverschiebungen entschlüssel

    Ein internationales Forschungsteam hat rekonstruiert, wie sich die atmosphärische Kohlendioxidkonzentration (CO2) vor 335 bis 265 Millionen Jahren entwickelt hat. Dieser Zeitraum umfasst den Höhepunkt der spätpaläozoischen Eiszeit, als sich das Klima der Erde dramatisch abkühlte. Die neuen Erkenntnisse liefern entscheidende Beweise dafür, dass CO2 bereits seit Hunderten von Millionen Jahren das Klima und die Umweltbedingungen auf der Erde reguliert. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden in einer Studie zusammengefasst, die jetzt in der Fachzeitschrift Nature Geoscience erschienen ist.

    CO₂ ist das wichtigste Treibhausgas der Erde: Es absorbiert Wärme, strahlt einen großen Teil davon wieder auf die Erde zurück und beeinflusst so das globale Klima. Während die Rolle von CO₂ in der jüngeren Klimageschichte sehr gut verstanden wird, war es lange Zeit eine Herausforderung, den CO₂-Gehalt in der Erdgeschichte zu rekonstruieren. Dies hinterließ Lücken im Verständnis der Übergänge zwischen Eis- und Warmzeiten.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845346

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    Weniger Quecksilber in deutschen Flüssen, aber weiter ein Problem

    Die Quecksilber-Belastung in Flusswasser, Schwebstoffen und Sedimenten hat in den
    vergangenen Jahrzehnten in Deutschland abgenommen. Ungeachtet dieses positiven
    Trends ist die Belastung von Fischen und anderer Organismen mit Quecksilber (Hg)
    unverändert hoch. BfG-Wissenschaftler/-innen untersuchen im Projekt QUISS die aktuelle Situation und diskutierten diese mit der nationalen und internationalen Fachwelt.

    „In den vergangenen Jahrzehnten ist die Quecksilberbelastung in den Flüssen deutlich gesunken – ein Erfolg von Umweltgesetzgebung und verbesserter Abwasserreinigung“, sagte der BfG-Wissenschaftler Dr. habil. Jan Wiederhold zu Beginn des deutschsprachigen Symposiums am 5.12.2024. Der Rückgang falle jedoch regional unterschiedlich aus, so der Koordinator des BMDV-Projekts “Quecksilber in Sedimenten und Schwebstoffen (QUISS)”.

    Die Elbe und ihre Nebenflüsse Mulde und Saale weisen weiterhin deutlich höhere Quecksilber (Hg)-Werte auf als andere große Flüsse in Deutschland, etwa Rhein und Donau.

    mehr: https://idw-online.de/de/news844868

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    Hochschule Karlsruhe an europäischem Forschungsprojekt zur Bewältigung des Klimawandels im Alpenraum beteiligt

    Gletscherschmelze, Hitzewellen und veränderte Niederschläge erfordern strategisches und transnationales Wassermanagement
    Die Auswirkungen des Klimawandels machen nicht an Landesgrenzen halt. Sie zeigen sich in den Quellgebieten der Alpen, wo schmelzende Gletscher und sich verändernde Niederschlagsmuster die Flüsse und Grundwasserspeicher bedrohen. Gleichzeitig ist Wasser essenziell für zentrale alpine Wirtschaftszweige wie Energieproduktion, Landwirtschaft, Industrie und Tourismus. Das von der EU im Rahmen des Interreg-Alpenraum-Programms kofinanzierte Projekt „Waterwise“ bringt die Hochschule Karlsruhe (HKA) mit elf weiteren Partnern aus sieben Alpenländern – Frankreich, Italien, Schweiz, Deutschland, Österreich und Slowenien – zusammen, um grenzüberschreitende Lösungen für die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen im Alpenraum zu entwickeln.

    mehr: https://idw-online.de/de/news844876

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    Im Nordosten und in der Rhein-Ruhr-Region brechen Jugendliche ihre Ausbildung am häufigsten ab

    Zwischen den Jahren 2005 und 2020 stieg die Zahl der Ausbildungsabbrüche im dualen Ausbildungssystem kontinuierlich. Der steigende Trend hat dabei eine regionale Komponente: Insbesondere im Nordosten und in der Rhein-Ruhr-Region sind die Abbruchquoten teils sehr hoch. Der Anteil der Auszubildenden, die im Jahr 2020 ihre Ausbildung abgebrochen haben, war beispielsweise in Pirmasens in Rhein-Pfalz mit 42,5 Prozent fast viermal so hoch wie in Eichstätt in Bayern mit 11,3 Prozent. Dies hängt nicht nur mit der unterschiedlichen Wirtschaftskraft, sondern auch mit Unterschieden in der Branchenstruktur zusammen. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des IAB.

    Landkreise mit hoher Arbeitslosigkeit und niedriger Wirtschaftskraft weisen im Mittel eine höhere Abbruchquote auf als Landkreise und kreisfreie Städte mit niedrigerer Arbeitslosigkeit, vielen offenen Stellen und einer höheren Wirtschaftskraft. Die regionale Abbruchsquote steht ebenfalls in einem Zusammenhang mit der regionalen Branchenstruktur: Dort, wo beispielsweise überproportional viele Beschäftigte im Handwerk oder in der Finanz- und Versicherungsbranche arbeiten, sind im Schnitt auch die Abbruchquoten niedriger. Im Gegensatz dazu ist die Abbruchquote in Regionen tendenziell höher, die einen hohen Anteil anderer Dienstleistungsbranchen aufweisen wie Information und Kommunikation, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen. Dies gilt auch für Regionen mit einem höheren Anteil an Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845318

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    Langzeitmessungen für die Klimaforschung

    Am Wochenende ist die erste GEOMAR-Expedition des Jahres gestartet: Mit der METEOR geht es für ein internationales Wissenschaftsteam von Belém (Brasilien) nach Mindelo (Cabo Verde). Die Ausfahrt hat zum Ziel, ozeanografische und meteorologische Prozesse im tropischen Atlantik zu untersuchen. Schwerpunkte sind die Beobachtung der westlichen Randstromzirkulation und Langzeitmessungen zur Atlantischen Meridionalen Umwälzbewegung (AMOC).

    Am Wochenende ist die METEOR-Expedition M207 „WARD Tropics“ unter der Leitung von Dr. Rebecca Hummels, Physikalische Ozeanographin am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel gestartet. Die Forschungsreise führt von Belém in Brasilien nach Mindelo auf den Kapverden. Auf der Fahrt quer über den Atlantik wird das internationale Wissenschaftsteam fünfeinhalb Wochen lang ozeanografische und meteorologische Prozesse im tropischen Atlantik untersuchen.

    Der Expeditionsname steht für die drei Forschungsthemen, die auf der Ausfahrt bearbeitet werden sollen: die westliche Randstromzirkulation, die Atlantische Meridionale Umwälzbewegung (AMOC) sowie Regen und Staub im tropischen Atlantik (Western boundary circulation, AMOC, Rain and Dust in the tropical Atlantic).

    mehr: https://idw-online.de/de/news845354

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    Mikroben und Minerale: Wie Mikroorganismen Kalkbildung beschleunigen

    Mikroorganismen sind überall und beeinflussen die Umwelt der Erde seit über 3,5 Milliarden Jahren. Welche Rolle sie bei der Bildung von Kalk spielen, haben jetzt Forschende aus Deutschland, Österreich und Taiwan entschlüsselt – zum ersten Mal in der Tiefsee statt im Labor. Als Basis diente ein fünf Meter langer Kalkkern, der bei einer Expedition gewonnen wurde. Ihre Ergebnisse hat das Autor:innenteam jetzt in der Zeitschrift Communications Earth & Environment veröffentlicht.

    Mikroorganismen werden meist eher mit Zersetzungs- und Abbauprozessen in Verbindung gebracht, doch sie erleichtern und beschleunigen auch die Bildung von Mineralen, die sich sonst nur sehr langsam oder gar nicht bilden würden. Genau dieses Phänomen interessiert Forschende aus der Geologie, Geochemie sowie den Materialwissenschaften, da es für Themen in der Grundlagen- und der angewandten Forschung genutzt werden kann. Kalkminerale binden zum Beispiel Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Atmosphäre über lange Zeiträume als Feststoff.

    Methanaustritte als natürliches Labor
    An sogenannten kalten Quellen treten Methan und andere Kohlenwasserstoffe aus dem Ozeanboden aus, sie bilden die Grundlage für Ökosysteme unabhängig von Sonnenlicht. Der grundlegende Prozess ist die Methanoxidation ohne Sauerstoff, die von Archaeen und Bakterien gemeinsam durchgeführt wird. „Diese Stoffwechselreaktion führt indirekt zur Kalkbildung in Sedimenten nahe dem Ozeanboden. Marine Methanquellen sind deshalb hervorragende Ökosysteme, um mikrobielle Prozesse und deren Einfluss auf Mineralbildung zu untersuchen“, erklärt Erstautor Daniel Smrzka vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften und dem Fachbereich Geowissenschaften der Universität Bremen.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845299

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    Schadstoffe in der Schifffahrt: Forschungsteam empfiehlt höhere Auflagen

    Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Christine Achten hat die Abwässer aus Abgasreinigungssystemen, sogenannte Scrubber, auf ihre Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und deren Toxizität untersucht. Es handelt sich um eine der umfassendsten Studien zu diesem Thema. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Marine Pollution Bulletin“ veröffentlicht.

    Die internationale Seeschifffahrt trägt durch Schadstoffemissionen zur Luftverschmutzung bei, insbesondere in küstennahen Gebieten und Hafenstädten. Das „Internationale Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe“ regelt unter anderem die Luftverschmutzung durch den Schiffsverkehr und legt Grenzwerte für den Schwefelgehalt in Kraftstoffen fest. Viele Schiffe sind daher mit Abgasreinigungssystemen (EGCS – Exhaust Gas Cleaning Systems; kurz: Scrubber) ausgestattet, um den Ausstoß von Schwefeloxiden zu reduzieren. Rund 25 Prozent der Welthandelsflotte nutzen diese Technik. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Christine Achten von der Universität Münster hat in Kooperation mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in einer Studie die Abwässer aus solchen Scrubber-Anlagen auf ihre Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und deren Toxizität untersucht. Es handelt sich um eine der umfassendsten Studien zu diesem Thema. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Marine Pollution Bulletin“ veröffentlicht.

    mehr: https://idw-online.de/de/news842846

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    Wie werden lineare Unternehmen zirkulär? Neues Kreislaufwirtschaftsprojekt von Klimaschutz-Unternehmen und Uni Kassel

    Im September startete das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Kooperationsprojekt „Wege zum zirkulären Geschäftsmodell“ vom Verband Klimaschutz-Unternehmen und dem Fachgebiet umweltgerechte produkte und prozesse (upp) der Universität Kassel. Beteiligt sind 13 Unternehmen aus Branchen wie Kunststoff, Logistik, Medizin, Metall oder Textil und unterschiedlicher Funktionen in Kreisläufen wie Produktion, Dienstleistungen oder Recycling. Zehn der Betriebe sind Klimaschutz-Unternehmen.

    „Gerade hat das Kabinett eine Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen. Da kommen wir mit unserem Projekt genau richtig, denn die Strategie muss jetzt mit Leben gefüllt werden. Es gibt schon Unternehmen mit zirkulären Geschäftsmodellen, aber die Umstellung ist nicht einfach. Wir wollen zeigen, dass Kreislaufwirtschaft funktionieren kann, wie Unternehmen ihre linearen Geschäftsmodelle zu zirkulären transformieren und dabei voneinander lernen können“, beschreibt der Geschäftsführer der Klimaschutz-Unternehmen, Philipp Andree, den Grundgedanken des Projekts. In der Praxis scheitern Unternehmen oft an Zielkonflikten zwischen Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft: „Wenn Betriebe effiziente und langlebige Produkte entwickeln, verlängern sie deren Nutzungsdauer und die Emissionen der Käufer*innen sinken. Sie tun also etwas Gutes für das Klima. Doch wenn diese langlebigen Produkte sich gut verkaufen und sie mehr produzieren, steigen ihre Emissionen. Dann haben Unternehmen, die absolute Reduktionsziele wie Science Based Targets haben, ein Problem. Denn sie müssen ihre Emissionen auch senken, wenn sie mehr produzieren. Sie gefährden also die Ziele, die sie sich gesetzt und haben prüfen lassen und im schlimmsten Fall sogar ihren Ruf als Vorreiter im Klimaschutz“, sagt Prof. Jens Hesselbach als Leiter des upp.

    mehr: https://idw-online.de/de/news844540

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    Klimaschutz in der Landwirtschaft wirkt unterschiedlich auf Lebensmittelpreise in reichen und armen Ländern

    Landwirte bekommen immer weniger von dem, was Verbraucher für Lebensmittel bezahlen, da moderne Agrar- und Ernährungssysteme die Kosten zunehmend auf nachgelagerte Bereiche wie Verarbeitung, Transport und Vermarktung verlagern. Eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass dieser Effekt beeinflusst, wie Lebensmittelpreise auf Klimaschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft reagieren: Während nachgelagerte Wertschöpfungsbereiche in reicheren Ländern den Anstieg der Verbraucherpreise abmildern, stellen klimaschutzbedingte Preissteigerungen bei Lebensmitteln für ärmere Länder eine größere Herausforderung dar.

    „In einkommensstarken Ländern wie den USA oder Deutschland erhalten die Landwirte weniger als ein Viertel der Ausgaben für Lebensmittel, verglichen mit über 70 Prozent im Afrika südlich der Sahara, wo die landwirtschaftlichen Kosten einen größeren Teil der Lebensmittelpreise ausmachen“, sagt PIK-Wissenschaftler David Meng-Chuen Chen, Hauptautor der in Nature Food veröffentlichten Studie. „Diese Kluft unterstreicht, wie unterschiedlich die Ernährungssysteme in den verschiedenen Regionen funktionieren.“ Die Forschenden gehen davon aus, dass mit der Entwicklung der Volkswirtschaften und der Industrialisierung der Lebensmittelproduktion Landwirte einen immer geringeren Anteil der Verbraucherausgaben erhalten werden, ein Maß, das als „food share“ am Lebensmittelpreis bekannt ist.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845271

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    Simulations-Tool für klimafreundliches Fernwärme-Management

    Durch die Einspeisung von erneuerbaren Energien und den Trend zur Dezentralisierung werden Fernwärmenetze immer komplexer. Im Projekt »AD Net Heat« simulieren Fraunhofer-Forschende die Wärmeströme im gesamten Netz, prognostizieren Lastspitzen und helfen bei der Planung neuer Netze.

    Die Stadtwerke und Wärmeversorger sollen ihre Fernwärmenetze in den kommenden Jahren auf CO2-freien Betrieb umstellen. Doch Schwankungen im Leitungsnetz, die von der Einspeisung erneuerbarer Energien ausgelöst werden, und die zunehmende Dezentralisierung erschweren die effiziente Steuerung der Netze.

    Mit »AD Net Heat« haben Fraunhofer-Forschende eine Simulationssoftware entwickelt, die die Wärmeströme im Leitungsnetz nachbildet. »Das erlaubt im Live-Betrieb Prognosen über die Wärmeströme und den Bedarf an den Verbrauchsstationen. Mit diesen Daten können Stadtwerke und Energieversorger das Netz mit all seiner Dynamik in Echtzeit beobachten und steuern. Auch Lastspitzen zu verschiedenen Tageszeiten werden frühzeitig erkannt und ausgeglichen«, erklärt Dr. Matthias Eimer vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM. Das Fernwärmenetz wird insgesamt stabiler und der Betrieb im Alltag effizienter und kostengünstiger.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845240

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    40 Jahre genetische Krebsursachenforschung

    Direkter Wissenstransfer in die klinische Versorgung: Patientinnen und Patienten kommen aus ganz Deutschland in die Ambulanz für Krebsprädispositionssyndrome in der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

    Krebs bei Kindern und Jugendlichen ist selten. Dennoch gehören bösartige Erkrankungen in dieser Altersgruppe nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen. Überlebende einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter erleiden oftmals chronische gesundheitliche Probleme mit erhöhter Krankheits- und Sterblichkeitsrate. Der wichtigste bekannte Risikofaktor für Krebs im Kindesalter ist die genetische Krebsprädisposition. Bestimmte krankheitsassoziierte Varianten in den Genen eines Menschen erhöhen das Risiko, eine Krebserkrankung zu entwickeln. „Das Verständnis zu den Ursachen von Krebs im Kindes- und Jugendalter ist essentiell, um Krebs in dieser Altersgruppe noch besser zu behandeln, noch früher zu erkennen oder zukünftig sogar verhindern zu können“, erklärt Prof. Dr. Christian Kratz, Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der MHH.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845220

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    Babybilanz 2024: Im Uniklinikum kommen 2.176 Kinder zur Welt

    Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe verzeichnet 2024 mehr als 2.000 Geburten. | Das Neujahrsbaby 2025 am Uniklinikum Dresden kommt am 1. Januar um 4.58 Uhr auf die Welt.

    Am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden wurden 2024 insgesamt 2.091 Geburten begleitet, bei denen 2.176 Babys (1.122 Jungen und 1.054 Mädchen) zur Welt kamen. In der Statistik stehen 83 Zwillingsgeburten sowie eine Drillingsgeburt. Damit zeigt sich erneut eine stabile Entwicklung der Geburtenzahlen am Uniklinikum und ein damit verbundener Vertrauensbeweis der Eltern in die Hochschulmedizin Dresden. Als Krankenhaus der Maximalversorgung und als einziges ostsächsisches Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe bietet das Uniklinikum ein hocherfahrenes Team, optimale Ausstattung und richtungsweisende Präventionsprojekte. Um die Familien kümmert sich ein Team aus Hebammen sowie den Expertinnen und Experten der Gynäkologie, Kinder- und Jugendmedizin, Kinderkrankenpflege, Anästhesiologie und Transfusionsmedizin.

    mehr: https://idw-online.de/de/news845224

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