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Informationen aus Rheinland-Pfalz

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Zu den Archiv Meldungen aus 2010 bis 2022.

2025


2024


2023


Förderung für Machbarkeitsstudie „Energieregion Abwasserwerke Rheinland-Pfalz“

Das Umweltministerium Rheinland-Pfalz unterstützt die Erstellung der Machbarkeitsstudie „Energieregion Abwasserwerke Rheinland-Pfalz“. Ein entsprechender Förderbescheid über 263 000 Euro wurde Mitte April 2025 übergeben. Die Landesregierung verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, die Abwasserbeseitigung durch Energieeffizienz bzw. Energieeinsparung und die eigene Erzeugung erneuerbarer Energien in Richtung Energieneutralität zu entwickeln. Im Mittelpunkt dieser Anstrengungen steht dabei bislang jede einzelne Anlage für sich. Gegenstand der geplanten Machbarkeitsstudie ist es, eine möglichst große Anzahl von Abwasserwerken über einen Strombilanzkreis bzw. ein Virtuelles Kraftwerk als Energieregion zu vernetzen. Dadurch sollen Betreiber mit viel Energieerzeugung ihre Überschüsse an Betreiber mit wenig Energieerzeugung in einem gemeinsamen Bilanzkreis abgeben. Mit Batteriespeichern soll dieser Bilanzkreis weitgehend ausgeregelt und die Residuallast möglichst minimiert werden. Bundesweit, so das Landesumweltministerium, ist dies das erste Projekt, das die Möglichkeiten dieser „vertikalen Integration“ untersucht.

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Gründung der „Allianz für das Wasser“

Im Mai 2025 wurde in Rheinland-Pfalz die „Allianz für das Wasser“, ein Beratungsgremium zur Umsetzung des „Zukunftsplan Wasser“, gegründet. Der Allianz gehören Landesbehörden verschiedener Ressorts, Umweltverbände, kommunaler Verbände, Landwirtschafts-, Winzer-, Fischerei- und Forstwirtschaftsverbände, Wirtschafts- und Industrieverbände, Architekten- und Ingenieurkammer und Verbände der Energie- und Wasserwirtschaft an. Beim „Zukunftsplan Wasser“ handelt es sich um ein dynamisches, fortzuentwickelndes Strategiepapier, das regelmäßig überprüft und wenn notwendig fortgeschrieben wird. Ziel der Allianz ist es, den Wandel in der Wasserbewirtschaftung strukturiert mitzugestalten. Dies soll die Allianz durch regelmäßigen Austausch und Kooperation, Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren, Förderung von Synergien, Transparenz von Fortschritten und Adressieren von Herausforderungen erreichen. Die Geschäftsstelle der Allianz ist im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in der Abteilung Wasserwirtschaft angesiedelt. Das Büro Infrastruktur und Umwelt aus Darmstadt wird die Geschäftsstelle in der Anfangsphase unterstützen. Die Geschäftsstelle wird als Knotenpunkt für Informationen, Organisation und Koordination der Allianzaktivitäten fungieren.

mehr: https://www.gfa-news.de/news/rheinland-pfalz-gruendung-der-allianz-fuer-das-wasser

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Die Lage nach der Flutkatastrophe

In den von der Flutkatastrophe zerstörten Regionen in Rheinland-Pfalz läuft weiterhin der Wiederaufbau. Viel ist geschafft, viel ist noch zu tun. Das ist die aktuelle Lage.

Ahrtalstrecke zwischen Remagen und Walporzheim gesperrt
Auf der Ahrtalstrecke zwischen Remagen und Walporzheim fahren ab heute bis zum Ende der Osterferien keine Züge. Bahnreisende müssen auf Ersatzbusse umsteigen, weil der Streckenabschnitt gesperrt ist. Hintergrund sind Bauarbeiten auf der Strecke, die elektrifiziert wird. Die Arbeiten sollen bis zum 27. April laufen. Wegen der Schienenersatzbusse müssten sich Fahrgäste laut Bahn auf längere Fahrzeiten einstellen. Ab Anfang Mai sorgen dann weitere Bauarbeiten für Einschränkungen. Wegen einer Vollsperrung zwischen Köln und Koblenz fallen vom 2. bis 19. Mai erneut mehrere Züge auf der Ahrtalstrecke aus. Bahnreisende sollten sich vor der Abreise über die Zugverbindungen informieren.

mehr: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/live-blog-hochwasser-rlp-126.html

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Geplantes Wasserschutzgebiet bei Rüscheid: SGD Nord führt Erörterung durch

Rund um die Gemeinde Rüscheid im Kreis Neuwied existieren Quellen und Brunnen, die Rüscheid und Thalhausen sowie das Gewerbegebiet „Am Petershof“ in Anhausen mit Trinkwasser versorgen. Damit die kostbare Ressource auch künftigen Generationen zur Verfügung steht, plant die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord die Festsetzung eines neuen Wasserschutzgebietes zugunsten der Verbandsgemeinde (VG) Rengsdorf-Waldbreitbach. Nachdem der Entwurf der Rechtsverordnung im Herbst 2024 öffentlich ausgelegt wurde, findet nun am 29. Januar 2025 die Erörterung statt, bei der die eingebrachten Einwendungen und Stellungnahmen diskutiert werden. Der Termin ist nicht öffentlich

mehr: https://sgdnord.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/geplantes-wasserschutzgebiet-bei-ruescheid-sgd-nord-fuehrt-eroerterung-durch

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25 Jahre im Dienst des nördlichen Rheinland-Pfalz: SGD Nord feiert Geburtstag und veröffentlicht Jubiläumsfilm

Aufgaben bündeln, Fachwissen konzentrieren, Genehmigungsprozesse effizienter gestalten: Diese Ziele sind es, die im Jahr 2000 zur Gründung der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord führten. Seitdem sind 25 Jahre vergangen. 25 Jahre, in denen sich Mitarbeitende aus rund 100 Berufen gemeinsam und mit viel Leidenschaft für das nördliche Rheinland-Pfalz engagiert haben. Grund genug, um zu feiern und einen Blick hinter die Kulissen zu geben: Mit dem Jubiläumsfilm der SGD Nord.

mehr: https://sgdnord.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/25-jahre-im-dienst-des-noerdlichen-rheinland-pfalz-sgd-nord-feiert-geburtstag-und-veroeffentlicht-jubilaeumsfilm

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Hochwasserschutz war 2024 Priorität des Umweltministeriums

Über 1800 rheinland-pfälzische Gemeinden haben mit Erstellung von Vorsorgekonzepten begonnen – Förderung von über 50 Gewässerrenaturierungsprojekten im Rahmen der Aktion Blau Plus

„Von Mitteleuropa über Italien bis Spanien – an vielen Orten in Europa haben wir dieses Jahr Hochwasser gesehen. Auch wir in Rheinland-Pfalz haben an Pfingsten die drastischen Folgen von Starkregen erlebt. Der Klimawandel macht solche Extremwettereignisse immer wahrscheinlicher. Deshalb hat das Umweltministerium die Kommunen 2024 beim Hochwasserschutz unterstützt. Die Erstellung von Starkregenvorsorgekonzepten in den Kommunen fördern wir mit 90 Prozent. Durch die Entwicklung von Gewässern im Rahmen der Aktion Blau Plus tragen wir auf natürliche Weise zum Hochwasserschutz bei“, sagte Umweltministerin Katrin Eder im Rückblick auf die wasserwirtschaftlichen Entwicklungen im Jahr 2024.

mehr: https://mkuem.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/katrin-eder-hochwasserschutz-war-2024-prioritaet-des-umweltministeriums

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Für gesunde und lebendige Gewässer: SGD Nord veröffentlicht Arbeitsprogramm und Zeitplan für die Gebiete Mittelrhein, Niederrhein und Mosel-Saar

Europas Gewässer in einen guten Zustand versetzen: Das ist das Ziel, das die Europäische Union im Jahr 2000 ausgegeben hat. Um dieses Ziel zu erreichen, werden aktuell für den Zeitraum 2028 bis 2033 neue Pläne und Maßnahmen vorbereitet. Konkret geht es um die Flussgebietseinheit Rhein, die neben dem Rhein noch weitere Gewässer umfasst. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord veröffentlicht nun für ihr Zuständigkeitsgebiet das Arbeitsprogramm, den Zeitplan und wichtige Fragen der Gewässerbewirtschaftung, um die Öffentlichkeit frühzeitig über beabsichtigte Maßnahmen zu informieren. Das Beispiel der Nette bei Mayen zeigt, wie sich das Projekt positiv auswirkt.

mehr: https://sgdnord.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/fuer-gesunde-und-lebendige-gewaesser-sgd-nord-veroeffentlicht-arbeitsprogramm-und-zeitplan-fuer-die-gebiete-mittelrhein-niederrhein-und-mosel-saar

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SGD Nord stellt Pflicht für Umweltverträglichkeitsprüfung im Verfahren zum Weiterbetrieb von Brunnen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald fest

Die Hochwald Sprudel Schupp GmbH und die Schwollener Sprudel GmbH & Co. KG haben bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord zwei gehobene wasserrechtliche Erlaubnisse zur Wasserentnahme beantragt. Diese Anträge sollten dazu dienen, die im Nationalpark Hunsrück-Hochwald gelegenen Brunnen NP 8a, NP 9a und NP 10, sowie NP 11, NP 12 und NP 13 weiterbetreiben zu können, da sie bis Ende März 2024 befristet waren. Die Erlaubnisse wurden für einen Zeitraum von fünf Jahren und einen sogenannten kontrollierten Betrieb beantragt.

mehr: https://sgdnord.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/sgd-nord-stellt-pflicht-fuer-umweltvertraeglichkeitspruefung-im-verfahren-zum-weiterbetrieb-von-brunnen-im-nationalpark-hunsrueck-hochwald-fest

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„Wir unterstützen die Kommunen bei der Erstellung von Starkregenvorsorgekonzepten mit 90 Prozent“

Klimaschutzministerin überreichte zwei Förderbescheide über insgesamt rund 140.000 Euro für Starkregenvorsorgekonzepte der Stadt Mainz – Bereits 1.865 rheinland-pfälzische Gemeinden befassen sich mit der Erstellung solcher Konzepte

„Die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal aber auch die Pfingsthochwasser und weltweite Bilder beispielsweise aus Valencia zeigen uns, dass wir bei der Hochwasservorsorge nicht nachlässig werden dürfen. Sie ist eine Daueraufgabe, die wir gemeinschaftlich angehen müssen. Als Vorsitzende der Umweltministerkonferenz habe ich mich, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bundesländern, für eine klare Regelung im Grundgesetz ausgesprochen, um künftig Hochwasserschutzmaßnahmen schneller umsetzen zu können. Als Landesregierung machen wir uns in unserem kürzlich vorgestellten Zukunftsplan Wasser unter anderem auch für die Hochwasservorsorge stark, indem wir den Wasserrückhalt in der Fläche stärken, den Technischen Hochwasserschutz und das Starkregenrisikomanagement vorantreiben. Die Erstellung von Starkregen- und Hochwasservorsorgekonzepten bezuschussen wir zu 90 Prozent, denn sie helfen dabei, eine zielorientierte Vorsorge vor Ort zu betreiben“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder bei der Übergabe zweier Förderbescheide für Starkregen- und Hochwasservorsorgekonzepte an die Stadt Mainz.

mehr: https://mkuem.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/katrin-eder-wir-unterstuetzen-die-kommunen-bei-der-erstellung-von-starkregenvorsorgekonzepten-mit-90-prozent

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Zukunftsplan Wasser“ vorgestellt

Die Umweltministerin von Rheinland Pfalz, Katrin Eder, hat Ende Oktober den „Zukunftsplan Wasser“ vorgestellt. Im Beteiligungsverfahren wurden über 2500 Kommentare aus 61 Stellungnahmen, zahlreiche Fachgespräche mit Expertinnen und Experten sowie Diskussionen in Rahmen von Workshops und Arbeitssitzungen ausgewertet. Mit dem „Zukunftsplan Wasser“ werden unter anderem Managementstrategien für drohende Wasserknappheit, Maßnahmen für klimaresiliente Gewässer sowie der Schutz einer energieeffizient und leistungsfähig auf gestellten Wasserwirtschaft als Teil der kritischen Infrastruktur verfolgt. Zum Erreichen der Ziele definiert der Plan zwölf Handlungsschwerpunkte. So sollen unter anderem der Wasserrückhalt in der Fläche gestärkt, Gewässer und Auen renaturiert werden sowie Wassernutzungen und Wasserverteilung nachhaltig gesteuert und bewirtschaftet werden. Aber auch das Bewusstsein für die Ressource Wasser soll größer sein. Dafür sind insgesamt 144 Maßnahmen den zwölf Handlungsschwerpunkten zugeordnet und ihre Wirkung auf die zentralen Ziele bewertet und schließlich priorisiert worden. Von den 144 Maßnahmen befinden sich bereits 81 in der Umsetzung beziehungsweise sind Daueraufgaben. 63 weitere Maßnahmen sind geplant, von denen 36 kurzfristig (bis 2027), 23 mittelfristig (zwischen 2027 und 2030) und vier langfristig (nach 2030) angegangen werden sollen. Der Zeithorizont des Zukunftsplans reicht da bei über die nächsten zehn Jahre hinaus. Ein Beispiel für eine konkrete Maßnahme, die zeitnah angegangen wird, ist die Bereitstellung eines digitalen Hochwasser und Starkregenrisikochecks. Eine weitere Maßnahme wird eine vom Land finanzierte Beratungsstelle Abwasser an der RPTU Kaiserslautern Landau sein, die ausgewählte Kommunen und deren Planer bei der Einrichtung von vierten Reinigungsstufen auf Kläranlagen ab Dezember 2024 unterstützt. Weitere beispielhafte Maßnahmen sind: die Ausstattung von Grundwassermessstellen mit Datenfernübertragung zur Überwachung der Grundwassermenge; der Pakt „Resiliente Wasserversorgung“ so wie die Erarbeitung eines Wasserversorgungsplans Landwirtschaft.

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Kanalisation in Rheinland-Pfalz 28 Mal so lang wie der Rhein

Mit der Toilettenspülung verschwindet das Wasser mitsamt allem anderen aus dem Klo und landet in der Kanalisation. Die ist mehrere Zehntausend Kilometer lang – Platz für viel Wasser.

Bad Ems – Die Kanalisation in Rheinland-Pfalz ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes rund 28 Mal so lang wie der Rhein. 34.755 Kanalkilometer gab es 2022 im Land, teilte das Amt anlässlich des Welttoilettentages am Dienstag mit. Diese sammeln das Wasser und leiten es etwa zu Kläranlagen ab. Zum Vergleich: Der Rhein ist rund 1.230 Kilometer lang.

https://www.24rhein.de/rheinland-nrw/rheinland-pfalz/kanalisation-in-rheinland-pfalz-28-mal-so-lang-wie-der-rhein-zr-93417867.html

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Mit modernen Kläranlagen schützen wir unser Wasser, unsere Umwelt und das Klima

Umweltstaatssekretär weiht zu Hybridpumpwerk umgerüstete Kläranlage der VG Ulmen ein – Ministerium förderte Maßnahme mit 686.200 Euro
„Angesichts des Klimawandels, der sowohl zu mehr Starkregenereignissen als auch zu Trockenperioden führt, sind die Herausforderungen in der Wasserwirtschaft besonders hoch. Investitionen in den Ausbau von Kläranlagen sind Investitionen in die Zukunft: Sie sorgen für gesunde Ökosysteme und sind damit auch eine der Grundlagen für die Reinhaltung unseres Lebensmittels Nummer eins – sauberem Trinkwasser. Die Hybridpumpstation hier in Gillenbeuren kann besser auf Dürreperioden mit sehr geringen und auf Regenwetter mit sehr starken Wasserzuläufen reagieren und stellt so den Betriebslauf und die Abwasserreinigung in der Region zukunftsfähig auf“, sagte Umweltstaatssekretär Dr. Erwin Manz anlässlich der Einweihung des Hybridpumpwerks der Verbandsgemeinde Ulmen im Landkreis Cochem-Zell.

Anstatt die in die Jahre gekommene Kläranlage in Gillenbeuren am alten Standort neu aufzubauen, wurde sich für den Anschluss einer Hybridpumpstation mittels Druckleitung an die bestehende Kläranlage Auderath-Schmitt entschieden. Die Abwasserförderung passiert hier pneumatisch, also mithilfe von Druckluft. Das ist eine energieeffiziente, wirtschaftliche und geruchsarme Lösung zum Transport von Abwasser über längere Strecken zur Kläranlage. Darüber hinaus ergeben sich durch die neue Hybridpumpstation neben der Sicherstellung der Abwasserbeseitigung bei Starkregen und Niedrigwasser zudem flexiblere Lösungen für die Anpassung des demografischen Wandels im Siedlungsgebiet. Aufgrund der sehr langen Nutzungsdauer von Abwasserinfrastruktursystemen, verbunden mit hohen Investitions- und Unterhaltungskosten, kann so besser auf sich wandelnde Bevölkerungsstrukturen in der Region reagiert werden. Das hat auch positive Auswirkungen auf die finanzielle Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner.

Darüber hinaus wird mithilfe einer PV-Anlage mit Stromspeicher eine teilweise Eigenversorgung der Anlage mit Strom möglich. „Angesichts des Klimawandels ist es enorm wichtig, dass wir bei allen wasserwirtschaftlichen Maßnahmen darauf achten, dass realisierbare CO2-Minderungsmaßnahmen wie auch Maßnahmen zur Eigenstromerzeugung aus regenerativen Energien konsequent genutzt werden. Hier zählt jeder einzelne Baustein“, erläuterte Erwin Manz.

Durch die Gesamtmaßnahme, die vom Umweltministerium bisher mit 686.200 Euro gefördert wurde, kann bei geringerem Energieaufwand zugleich auch eine Verbesserung der ökologischen Rahmenbedingungen hergestellt werden. Der sogenannte Vorfluter, also das oberirdische Gewässer, in das das Abwasser eingeleitet wurde, wird durch den Anschluss an die leistungsstärkere Kläranlage entlastet. Dadurch ist eine Verbesserung der Gewässerqualität im Vorfluter zu erwarten. „Fließgewässer gehören zu den Hotspots der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Mit der neuen Hybridpumpstation wird bei geringerem Energieaufwand und besserer Reinigungsleistung neben dem Wasser und dem Klima auch die umliegende Natur geschützt“, so der Staatssekretär.
https://mkuem.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/erwin-manz-mit-modernen-klaeranlagen-schuetzen-wir-unser-wasser-unsere-umwelt-und-das-klima

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Die rheinland-pfälzische Landesregierung fördert ein neues Wasserverbundsystem und die Gründung eines Clusters von Wasserversorgern im Norden des Landes

Sechs Wasserversorger hätten hierzu eine Absichtserklärung unterzeichnet, um sich gegenseitig bei Engpässen zu unterstützen, teilte das Umweltministerium in Mainz.

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Verbundsystem Westeifel

Die kommunale Familie der Landwerke Eifel (LWE) entwickelt ein einmaliges Infrastruktur-Projekt: das Regionale Verbundnetz Westeifel.
Ursprünglich sind wir als Netzbetreiber im Oberzentrum Trier zuhause, doch seit einigen Jahren setzen wir verstärkt auf die Zusammenarbeit mit unseren benachbarten Kommunen. Warum? Weil wir der festen Überzeugung sind, dass wir Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung und demographischen Wandel zusammen besser meistern als allein. Das aktuell größte Beispiel dafür sind die Landwerke Eifel. Hier entwickelt unsere Tochter, die KNE-AöR, gemeinsam mit sechs kommunalen Partnern ein einmaliges Infrastruktur-Projekt: das regionale Verbundnetz Westeifel.

Zusammengefasst steht der Name für einen groß angelegten Neubau von Versorgungsleitungen, mehr:
https://www.swt.de/p/Landwerke_Eifel-5-7031.html

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Kommunale Frühwarnsysteme haben sich beim Hochwasser an Pfingsten bewährt

In vielen Kommunen werden Messstellen aufgebaut – Umweltministerium fördert die Projekte – Zweibrücken dient als Referenzprojekt
Das mit Landesmitteln geförderte kommunale Frühwarnsystem hat sich beim Hochwasser- und Starkregenereignis an Pfingsten erstmals bewährt. In Zweibrücken beispielsweise konnte sehr präzise nachvollzogen werden, wie sich die Wasserstände entwickeln. An Pfingsten führten mit Schwarzbach und Hornbach, die Zweibrücken durchfließen, gleich zwei Gewässer Hochwasser, wie Umweltministerin Katrin Eder jetzt ausführte. „Der Klimawandel wird dazu führen, dass Extremwetterereignisse zunehmen. Daher müssen wir Kommunen bei der Beratung und beim Aufbau kommunaler Frühwarnsysteme fördern. Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger muss bei allen Maßnahmen im Vordergrund stehen“, so Katrin Eder weiter. Die Ministerin berichtete im Umweltausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags über kommunale Frühwarnsysteme.

„Als Folge des Hochwassers 2021 richten immer mehr Kommunen eigene Systeme ein. Einige Systeme sind bereits im Einsatz oder werden derzeit errichtet, andere sind geplant. Vor allem im Norden des Landes sind in fünf Kreisen bereits Messstellen im Einsatz oder Frühwarnsysteme im Aufbau“, so Katrin Eder.

Das vom Land betriebene Pegelmessnetz mit rund 150 Anlagen ist für die landesweite Mess- und Vorhersageerfordernis konzipiert. Die lokalen Bedürfnisse von Kommunen gehen jedoch weiter und umfassen auch zumeist sehr kleine Gewässer. Das Ziel ist häufig, durch ergänzende Wasserstands-Daten im Ereignisfall schneller und präziser reagieren zu können. Bei diesen Projekten ist eine Landesförderung möglich.

„Größere Planungen bestehen in den Kreisen Mayen-Koblenz, Bitburg-Prüm, Ahrweiler und dem Rhein-Hunsrück Kreis. Aus weiteren Städten und Verbandsgemeinden sind Interessensbekundungen bekannt“, erläuterte Umweltministerin Eder.

Kommunale Frühwarnsysteme bestehen zumeist aus Sensoren zur Erfassung von Wasserständen. Manche Systeme binden KI-ähnliche Elemente zur Warnung mit ein. Im Hochwasserfall werden Nutzer per App gewarnt. Das Land unterstützt Kommunen bei der Einrichtung. Beratungen erfolgen durch die SGDen, zusätzlich wurde ein „Infoblatt Pegel“ erstellt. Informationen an interessierte Kommunen werden beispielsweise über die Hochwasserpartnerschaften weitergegeben.

Der Bau kommunaler Messstellen kann als Maßnahme des technischen Hochwasserschutzes mit bis zu 60 Prozent Zuschuss gefördert werden, sofern ein maßgeblicher Beitrag zur Verbesserung des örtlichen Hochwasserrisikomanagements dargelegt werden kann und Unterhaltung und Wartung sichergestellt sind.
https://mkuem.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/katrin-eder-kommunale-fruehwarnsysteme-haben-sich-beim-hochwasser-an-pfingsten-bewaehrt

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SGD Nord schließt Deichertüchtigung in Neuwied-Engers ab

Hochwasserschutz auf dem neuesten Stand
Seit über 90 Jahren bietet der Deich in Neuwied-Engers den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt Neuwied einen zuverlässigen Schutz vor Hochwasser. Im Zuge einer grundlegenden Sanierung durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord wird diese wichtige Funktion nun weiterhin gewährleistet. Sowohl der Schutz der Bevölkerung vor extremen Hochwasserereignissen als auch die Sicherstellung der Trinkwasservorsorge sind weiterhin gegeben.
https://sgdnord.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/sgd-nord-schliesst-deichertuechtigung-in-neuwied-engers-ab

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Nach Flutkatastrophe: Wasser in Überschwemmungsgebieten stark belastet

Überschwemmungen im Ahrtal Verunreinigtes Wasser im Flutgebiet: Messproben deuten auf gestiegene Belastung hin
Immer mehr Bewohner kehren nach der Flutkatastrophe ins Ahrtal zurück. Damit steigt jedoch auch die Abwassermenge – was die Kapazität der weiterhin beschädigten Kläranlagen übersteigt.
Die Belastungen in der Ahr nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz sind einem weiteren Sondermessergebnis zufolge offenbar gestiegen. Aktuelle Messdaten deuteten auf einen Anstieg hin, teilte das Umweltministerium…mehr:
https://www.stern.de/panorama/nach-flutkatastrophe–wasser-in-ueberschwemmungsgebieten-stark-belastet-30746848.html

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Sorgfalt für Sicherheit und Umwelt: SGD Nord führt Gewässerschau am Ellerbach durch

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord übernimmt zahlreiche Aufgaben im Bereich des Gewässerschutzes, darunter die regelmäßige Inspektion der Gewässer im nördlichen Rheinland-Pfalz. Diese Inspektionen, auch als Gewässerschauen bekannt, sind von großer Bedeutung für den Schutz und die Erhaltung unserer Gewässer. Doch warum sind Gewässerschauen so wichtig?
Während einer Gewässerschau werden nicht nur die Gewässer selbst, sondern auch ihre umliegenden Uferbereiche und das umgebende Ökosystem begutachtet. Dies ist entscheidend für den Schutz vor Hochwasser und die Aufrechterhaltung der ökologischen Funktionen der Gewässer. Nun ist der Ellerbach im Kreis Cochem-Zell wieder an der Reihe. Dieser wird am Freitag, 19. April 2024, im Rahmen einer Gewässerschau von Mitarbeitenden der SGD Nord, des Landkreises Cochem-Zell und der Verbandsgemeinden (VG) Cochem und Ulmen von der Quelle bis zur Mündung geprüft.
Startpunkt der Begehung ist der Parkplatz der Bäckerei Lutz in Büchel. Von dort aus geht die Schaukommission ab 9.00 Uhr in Richtung der Moselbrücke Eller, wo die Gewässerschau gegen 15.00 Uhr endet. Neben den behördlichen Mitgliedern der Schaukommission können auch Eigentümer und Anlieger sowie Nutzungsberechtigte und Vertreter anerkannter Naturschutzverbände an der Gewässerschau teilnehmen. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bei der SGD Nord erforderlich: Doreen Detzner, Tel. 0 26 1 120 2934, E-Mail: Doreen.Detzner(at)sgdnord.rlp.de.
Gewässerschauen dienen der Gewässerunterhaltung, der Gewässerent¬wick¬lung und der Hochwasservorsorge in Ortslagen. Ziel ist es, naturnahe Entwicklungs¬möglichkeiten, mögliche Gefahren, vorhandene Uferschäden im Bereich baulicher Anlagen, unzulässige Nutzungen oder andere Mängel am Gewässer festzustellen. Die Überprüfungen leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt und zur Sicherheit der Menschen.
https://sgdnord.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/fuer-den-erhalt-der-gewaesserqualitaet-sgd-nord-fuehrt-gewaesserschau-am-eller-bach-durch

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„Bäche und Flüsse erhalten wieder mehr Raum“

Umweltministerin übergab zwei Förderscheide im Hunsrück – Renaturierung des Kondbaches dient auch der Hochwasservorsorge
„Eine gute Gewässerbewirtschaftung sorgt für sauberes Trinkwasser, dient der Artenvielfalt, aber auch der Hochwasservorsorge. Dort wo natürliche oder naturnahe Gewässer wiederhergestellt werden, erhalten die Bäche und Flüsse mehr Raum. Es entstehen wertvolle Biotope. Intakte Ufer- und Auenlandschaften werden zum Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Unsere Aktion Bau Plus bringt seit Jahren mehr Leben in unsere Flüsse und Bäche. Zugleich werden wertvolle Retentionsräume geschaffen. Das Umweltministerium fördert derartige Projekte wie beispielsweise die Renaturierung des Kondbachs im Hunsrück“, erläuterte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder vor Ort in der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen.

Die Ministerin übergab an Bürgermeister Michael Boos gleich zwei Förderbescheide. Einen in Höhe von 475.000 Euro für die Renaturierung des Kondbachs zwischen den Ortslagen Kümbdchen und Niederkumbd und einen zweiten Bescheid in Höhe von 216.000 Euro zur besseren Grundwasserneubildung, einem verbesserten Bodenwasserhaushalt und Wasserrückhalt an einem namenlosen Zufluss zum Kondbach. Das ergibt eine Gesamtzuwendung von 691.000 Euro, die eine Investitionssumme von insgesamt von 836.500 Euro auslöst. Das erste Projekt wird mit 90 Prozent, das zweite mit 70 Prozent der Investitionskosten gefördert.
Mit der Renaturierung des Kondbaches soll der Hochwasserschutz gleich auf mehrfache Weise verbessert werden.

„Der Fließweg wird durch eine mäandrierende neue Linienführung verändert. Der Gewässerquerschnitt soll naturnah ausgebildet werden und am Gewässer sollen gewässertypische Gehölze gepflanzt werden. Dazu zählen Schwarzerlen und Weiden“, erklärte die Ministerin. „Der Kondbach selbst und auch ein Nebengewässer erhalten zudem Retentionsflächen, damit sie bei Hochwasser ausufern können“, so Katrin Eder.

In Rheinland-Pfalz werden bereits seit mehr als 25 Jahren Maßnahmen zur Gewässerentwicklung gefördert – unter anderem durch die erfolgreiche Aktion Blau Plus, die landesweit natürliche oder naturnahe Gewässer wiederherstellt. Sauberes Wasser ist für den Menschen lebenswichtig. Zugleich unterstützt das Umweltministerium örtliche Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte als Eigenvorsorge der Kommunen und Betroffenen mit 90 Prozent. Bereits über 1.700 Gemeinden haben Konzepte begonnen oder abgeschlossen. Rheinland-Pfalz hat dafür bisher mehr als 7,8 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung gestellt.
https://mkuem.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/katrin-eder-baeche-und-fluesse-erhalten-wieder-mehr-raum

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VISDOM sensibilisiert für Starkregengefahren und stärkt die regionale Handlungskompetenz

Klimaschutzministerin präsentiert eines der modernsten Systeme zur Starkregenvorsorge – Digitales 3-D-Simulationsmodell wird nach und nach ausgebaut – Ab 2025 in schlankerer Version für die Öffentlichkeit frei zugänglich
„Wir sind an einem Punkt, an dem die Folgen durch den Klimawandel auch in Rheinland-Pfalz für alle spürbar sind. Vor allem durch Wetterextreme, definiert durch den Mangel oder den Überfluss von Wasser. Die Landesregierung arbeitet intensiv daran, die Werkzeuge zur Bewältigung dieser Aufgaben stetig zu verbessern. Heute kann ich Ihnen sagen, wir bauen als erstes Bundesland ein digitales 3-D-Simulations-Fachsystem für das Thema Sturzfluten und Flusshochwasser auf. Das System heißt VISDOM-RLP und ist ein zentraler Bestandteil in der Umsetzung des 7-Punkte-Plans, ein Tool des Zukunftsplans Wasser und Leitprojekt der Digitalstrategie des Landes. Für die gesamte Einführung von VISDOM werden vom Klimaschutzministerium rund acht Millionen Euro in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger investiert“, eröffnete Klimaschutzministerin Katrin Eder die Pressekonferenz zur Präsentation von VISDOM-RLP.

Rheinland-Pfalz war das erste Flächen-Bundesland, dass 2018 Hinweiskarten für eine Gefährdung durch Sturzfluten veröffentlicht hat (https://wasserportal.rlp-umwelt.de/servlet/is/10360/). Diese wurden mittels einer damals dem Stand der Technik entsprechenden GIS-Analyse (Geo-Informationssystem) erstellt. Die vom Landesamt für Umwelt (LfU) mitentwickelten Karten wurden sehr gut aufgenommen und bilden eine wichtige Informations-Grundlage, unter anderem bei der Erstellung der örtlichen Vorsorgekonzepte der Kommunen, aber auch für die Wasserwirtschaftlichen Stellungnahmen der Behörden. „Hochwasservorsorge ist eine Ewigkeitsaufgabe und uns war klar, dass wir dieses Produkt, genau wie die Hochwassergefahrenkarten, fortschreiben und weiterentwickeln müssen“, erklärte Eder.
2020 wurde daher eine ausführliche Fachrecherche durchgeführt. Diese kam zu dem Ergebnis, dass VISDOM das aktuell leistungsfähigste System auf dem Markt für die Berechnung von sowohl Sturzfluten als auch Flusshochwassern ist. Unter Mitwirkung des LfU wurde sich in der ersten Einführungsphase von VISDOM-RLP auf das Thema Sturzfluten und die Fortschreibung der Sturzflutgefahrenkarten konzentriert. „Wir haben für das gesamte Land eine neue Generation von Sturzflutgefahrenkarten gerechnet. Diese Kartenwerke haben einen deutlich ausgedehnten Informationsumfang und sind ab heute allen im Land frei zugänglich“, präsentierte Ministerin Eder die ersten Anwendungsergebnisse von VISDOM-RLP.
Rheinland-Pfalz macht damit das Angebot einer gemeinsamen Plattform, mit einheitlichen Daten, Regeln und Qualitätsstandards. Das Angebot geht insbesondere an die Kommunen, es für die Planung und Detailberechnungen zu nutzen, aber auch an die Bevölkerung, sich zu informieren. Mit der fortschreitenden Einführung des Systems sollen neben den aktuellen drei Pflichtszenarien (HQ10, HQ100 und HQextrem) viele weitere Zwischen-Szenarien wie HQ1, 5, 25, 50 und zusätzlich extreme Szenarien mit maximaler Verklausung bereitgestellt werden. 2024 bis 2025 kommt der nächste wichtige Meilenstein. Denn bis dahin sollen alle Hochwassergefahrenkarten neu gerechnet werden – inklusive neuer weiterer Hochwasserszenarien.
„VISDOM-RLP stärkt die regionale Handlungskompetenz, das System hilft bei der akuten Gefahrenabwehr vor Ort und dient dem präventiven Katastrophenschutz. Im Ergebnis des Ausbauprozesses sollen die Berechnungsergebnisse die gesamte Bevölkerung von Rheinland-Pfalz bestmöglich über Risiken von Sturzfluten und Flusshochwasser informieren. 2025 soll das System in einer schlankeren Version für die Öffentlichkeit im 3-D-Modus frei zugänglich online sein“, führte Eder aus. „VISDOM-RLP hilft damit für Risiken zu sensibilisieren, ein Gefahrenbewusstsein zu etablieren und Hochwasserdemenz vorzubeugen. Der Prozess des Systemaufbaus von VISDOM-RLP im Bereich Sturzfluten hat erfolgreich begonnen. Damit haben wir einen zentralen Prozess zur Etablierung eines der modernsten Systeme zur verbesserten Hochwasser- und Starkregenvorsorge gestartet.“
https://hochwassermanagement.rlp.de/service/presse/detail/katrin-eder-visdom-sensibilisiert-fuer-starkregengefahren-und-staerkt-die-regionale-handlungskompetenz-1

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Langfristig immer weniger Klärschlamm auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht

Die kommunalen Kläranlagen in Rheinland-Pfalz gaben im Jahr 2022 über 79 400 Tonnen Klärschlamm (gemessen als Trockenmasse) zur Entsorgung ab. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamts 1,6 Prozent weniger als im Jahr 2021. Im Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2021 wurden knapp 83 800 Tonnen entsorgt. 2022 wurde gut die Hälfte der entsorgten Klärschlammmenge einer stofflichen Verwertung zugeführt.

Knapp 50 Prozent oder über 39 600 Tonnen der Klärschlammmenge wurde thermisch entsorgt. Gegenüber dem Vorjahr sank die thermisch entsorgte Menge geringfügig. Seit 2012 erhöhte sie sich um über 88 Prozent und blieb damit weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die Aufbringung von Klärschlämmen auf landwirtschaftliche Flächen stieg gegenüber 2021 um 3,8 Prozent auf knapp 36 900 Tonnen an. Verglichen mit 2012 entspricht das einem Minus von fast 36 Prozent. Die übrige der entsorgten Klärschlammmenge von 2916 Tonnen wurde unter anderem in Vererdungsanlagen eingesetzt.

https://www.gfa-news.de/news/rheinland-pfalz-langfristig-immer-weniger-klaerschlamm-auf-landwirtschaftliche-flaechen-aufgebracht

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Spatenstich für Modernisierung der Abwasserbeseitigung – SGD-Nord-Vizepräsident Prof. Dr. Martin Kaschny überreicht Förderbescheid an VG Hachenburg

Die Teichkläranlage Giesenhausen der Verbandsgemeinde (VG) Hachenburg ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Deshalb soll das Abwasser der Ortsgemeinde Giesenhausen künftig zur leistungsfähigeren Gruppenkläranlage Altenkirchen-Leuzbach abgeleitet werden. Dazu sind umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich, die durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert werden.

Prof. Dr. Martin Kaschny, Vizepräsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, überreichte kürzlich im Auftrag des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) den ersten Förderbescheid in Höhe von knapp 3.000.000 Euro an Gabriele Greis, Bürgermeisterin der VG Hachenburg, sowie den Ersten Beigeordneten Marco Dörner. Die Fördersumme setzt sich zu etwa einem Drittel aus einem Zuschuss des Landes zur Baumaßnahme und zu etwa zwei Dritteln aus einem zinslosen Darlehen zusammen. Das Darlehen muss innerhalb von 30 Jahren von der VG zurückgezahlt werden, das Land Rheinland-Pfalz übernimmt die Kosten der Finanzierung.
„Mit dieser Summe fördert das Land Rheinland-Pfalz die Umsetzung dieser Baumaßnahmen und trägt damit nachhaltig zu einer kosten- und energieeffizienten Abwasserbeseitigung bei“, so der Vizepräsident der SGD Nord.
Die Maßnahme ist Teil des „Zukunftskonzepts zur Abwasserbeseitigung“, das die Verbandsgemeindewerke (VGWE) Hachenburg im Jahr 2019 aufgestellt haben. Das Konzept sieht vor, den aktuellen Bestand von zwölf Kläranlagen in den nächsten Jahren auf drei leistungsstarke Kläranlagen zu reduzieren beziehungsweise das Abwasser zu Kläranlagen benachbarter Verbandsgemeinden abzuleiten.
Für den geplanten Anschluss der Teichkläranlage Giesenhausen an die Gruppenkläranlage Altenkirchen-Leuzbach ist der Bau eines Stauraumkanals mit nachgeschaltetem Regenrückhaltebecken sowie eines Verbindungssammlers zum Ortsnetz der Nachbargemeinde Sörth erforderlich. Die bestehende Teichkläranlage soll nach erfolgtem Anschluss außer Betrieb genommen und rückgebaut werden.
Durch die finanzielle Förderung unterstützt das Land Rheinland-Pfalz die Umsetzung dieser wichtigen Maßnahme in der VG Hachenburg. Damit wird sichergestellt, dass die Abwasserbeseitigung auch künftig den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entspricht.
https://sgdnord.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/spatenstich-fuer-modernisierung-der-abwasserbeseitigung-sgd-nord-vizepraesident-prof-dr-martin-kaschny-ueberreicht-foerderbescheid-an-vg-hachenburg

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Zukunftsplan Wasser – Auftakt in Ingelheim

Einen Tag lang ging es um die Zukunft der Wasserversorgung
Mit 180 Teilnehmenden ist in Ingelheim der Beteiligungsprozess „Zukunftsplan Wasser Rheinland-Pfalz“ gestartet. Dr. Thomas Bettmann und Dr. Jochen Fischer vom LfU machten in eindringlichen Worten deutlich, welche Folgen der Klimawandel schon auf den Wasserhaushalt und die im Wasser lebenden Organismen hat – und welche Entwicklungen zu befürchten sind.
Eine „Allianz für das Wasser“ forderte Klimaschutzministerin Katrin Eder zu Beginn der ganztägigen Veranstaltung in der Kongress- und Kulturhalle. Denn im „Zukunftsplan Wasser“, dessen Erstellung bereits im Koalitionsvertrag der rheinland-pfälzischen Landesregierung vereinbart wurde, dürfe am Ende nicht der „kleinste gemeinsame Nenner“ der Beteiligten stehen. Eder verdeutlichte, dass die Durchschnittstemperatur in Rheinland-Pfalz bereits um 1,7 Grad Celsius über der vorindustriellen Zeit liegt und dass die Folgekosten des Klimawandels auf ca. 900 Milliarden Euro geschätzt werden.
Der „Zukunftsplan Wasser“ soll breit mit allen gesellschaftlichen Gruppen diskutiert werden. Dass hier gegenläufige Interessen unter einen Hut gebracht werden müssen, zeigte bereits eine Podiumsdiskussion mit Staatssekretär Dr. Erwin Manz, der BUND-Landesvorsitzenden Sabine Yacoub, Landkreistag-Direktor Andreas Göbel, Eberhard Hartelt (Präsident Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd) und Horst Meierhofer, dem Geschäftsführer des Landesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz: Auf der einen Seite prognostizierte Hartelt, dass der Klimawandel eine verstärkte Beregnung der Anbauflächen notwendig machen werde, auf der anderen Seite bilanzierte Yacoub, dass bereits jetzt teilweise zu viel Grundwasser für die Landwirtschaft entnommen werde. Staatssekretär Manz schilderte seinen Eindruck, dass die Dramatik der Situation noch nicht überall erkannt worden sei und forderte einen „zusätzlichen Ruck“. Nach Einschätzung von Landkreistag-Direktor Göbel indes haben Bürger, Unternehmen und Landwirtschaft durchaus den Handlungsbedarf erkannt, auch die grundsätzliche Bereitschaft sei vorhanden.
Vor der Diskussion hatten die beiden LfU-Abteilungsleiter Dr. Bettmann (Hydrologie) und Dr. Fischer (Gewässerschutz) Zahlen und Prognosen zum Klimawandel und seinen Folgen präsentiert und gemeinsam postuliert, künftiges Handeln dürfe nicht auf Erfahrungen aus der Vergangenheit fußen, sondern müsse sich aus den Prognosen für die Zukunft ableiten. Und die sind, wie es Andreas Christ (Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im Ministerium) formulierte, schlicht „erschreckend“.
Dr. Bettmann verdeutlichte, dass die Folgen des Klimawandels in Rheinland-Pfalz regional sehr unterschiedlich ausfallen. Wenn also die Grundwasserneubildung im Landesdurchschnitt in den letzten 10 Jahren um 25 Prozent zurückgefallen ist, bedeutet das für besonders betroffene Regionen wie das Mainzer Becken und den Oberrheingraben Rückgänge um 40 bzw. 41 %. In den weiteren Regionen ist mit Abnahmen der Grundwasserneubildung zwischen -20 bis -30% zu rechnen. Wenn die Zahl so genannter 100-jährlicher Hochwasser (HQ100) landesweit in der nahen Zukunft um +20 % bis +30 % steigen wird, ist in der mittleren Zukunft im Pfälzerwald ein Zuwachs von 44 % zu verzeichnen.
In der fernen Zukunft ist sowohl im Rheinischen Schiefergebirge und im Naheeinzugsgebiet mit einem Zuwachs von +50% bei HQ100 zu rechnen. Die Wahrscheinlichkeit von Niedrigwasser (-50 bis -60%) steigt insbesondere im Einzugsgebiet der Nahe (Nordpfälzer Bergland). Im Pfälzer Wald werden die geringsten Abnahmen mit -15% gerechnet. In den sonstigen Landesteilen ist mit einer Abnahme -30 bis -40% zu rechnen.
Dr. Fischer wiederum machte deutlich, dass das mit Hitze- und Dürreperioden verbundene Niedrigwasser insbesondere für wechselwarme Organismen eine große Belastung darstellt, da beispielsweise Fisch ihre Körpertemperatur nicht regulieren können und jeweils auf bestimmte, enge Temperaturfenster angewiesen sind. Zunehmende Wärme bedeute für die Fische lebensbedrohlichen Stress, zumal mit höheren Temperaturen auch der Sauerstoffgehalt des Wassers sinke.
Projektionen in die Zukunft zeigten, dass in der oberen Forellenregion vieler Mittelgebirgsbäche die Wassertemperaturen sowohl im Sommer als auch im Winter vielfach oberhalb der zuträglichen Temperaturschwellenwerte (> 20 bzw. > 8° C) liegen werden. Dies stehe der Entwicklung gesunder Bachforellenpopulationen im Wege. In den stark von Grundwasserzufluss geprägten Gewässern des Pfälzerwaldes blieben die Bäche dagegen auch im Sommer sehr kühl. Im Winter könnte es dagegen auch hier für die Fortpflanzung der Forelle schon zu warm werden, da die höheren Durchschnittstemperaturen der Luft (heute 9,8 °C) langfristig auch das Grundwasser erwärmen werden. Seine Prognose: Die Lebensgemeinschaften werden sich verändern. Auch die weitere Ausbreitung wärmeliebende gebietsfremde Arten wird dazu beitragen.
https://lfu.rlp.de/de/startseite/2023/zukunftsplan-wasser/

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13,5 Millionen Euro für neue Kläranlage

In den von der Flutkatastrophe zerstörten Regionen in Rheinland-Pfalz läuft der Wiederaufbau. Viel ist geschafft, viel ist noch zu tun. Hier die aktuelle Lage. Mehr:
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/live-blog-hochwasser-rlp-126.html

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Landwirte in Rheinland-Pfalz sollen für Wasser zahlen

Die rheinland-pfälzische Ampel-Koalition will künftig die Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser durch die Landwirtschaft kostenpflichtig machen. Eine entsprechende Gesetzesinitiative habe das Kabinett beschlossen, teilte das Umweltministerium in Mainz mit. In Kraft treten soll das Gesetz Anfang 2024.
https://www.deutschlandfunk.de/landwirte-in-rheinland-pfalz-sollen-fuer-wasser-zahlen-100.html

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31 Millionen Kubikmeter Klärgasgewinnung in 2022

Im Jahr 2022 gewannen 91 rheinland-pfälzische Kläranlagen knapp 31 Millionen Kubikmeter Klärgas. Damit nahm das Klärgasvolumen nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent ab. Mit über 82 Prozent des gewonnenen Gases, das waren knapp 26 Millionen Kubikmeter, setzten die Kläranlagen den größten Anteil direkt in den eigenen Stromerzeugungsanlagen ein (minus 1,6 Prozent gegenüber 2021). Rund sieben Prozent des Klärgases diente dem Einsatz zu reinen Heiz- und Antriebszwecken wie beispielsweise Heizkessel zur Faulbehältererwärmung und Gebläse zur Drucklufterzeugung. Damit nahm das Volumen um knapp zwei Prozent bzw. circa 36 000 Kubikmeter auf 2,2 Millionen Kubikmeter ab. Auf Fackel- und sonstige Verluste entfielen 2,6 Millionen Kubikmeter bzw. 8,4 Prozent des gewonnenen Klärgases (plus sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Im Jahr 2022 gaben die Kläranlagen 2,3 Prozent des gewonnenen Klärgases ab (minus 18 Prozent). Aus dem eingesetzten Klärgas wurden insgesamt rund 71 Millionen Kilowattstunden Wärme erzeugt (minus zwei Prozent gegenüber 2021). Diese kam vollständig in den eigenen Kläranlagen zum Einsatz. Zusätzlich konnten aus dem Klärgas rund 50 Millionen Kilowattstunden Strom gewonnen werden (minus 2,3 Prozent gegenüber 2021). Den Großteil des so erzeugten Stroms, das waren knapp 48 Millionen Kilowattstunden, verbrauchten die Kläranlagen selbst (Anteil: 97 Prozent). Folglich speisten sie in das Stromnetz zur allgemeinen Versorgung gut 1,8 Millionen Kilowattstunden Strom ein. Im Vergleich zu 2021 reduzierte sich dieser Anteil um rund 460 000 Kilowattstunden (minus 26 Prozent).

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Informationen aus dem Saarland

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Zu den Archiv Meldungen aus 2010 bis 2022.

2025


2024


2023


Wie der EVS den Mandelbach sauberer machen will

In zwei Bauabschnitten soll Aßweiler an die neue Kläranlage Erfweiler-Ehlingen angehängt, dann die Teichkläranlage Aßweiler umgebaut werden. Das Ganze startet dieser Tage und soll bis Sommer 2027 fertig sein.

mehr: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saar-pfalz-kreis/mandelbachtal/wie-der-evs-den-mandelbach-sauberer-machen-will_aid-125477355

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Masterplan Wasserversorgung 2040 vorgestellt

Mit dem Ziel, die saarländische Trinkwasserversorgung in Zukunft nachhaltig sicherzustellen, haben Politik und Verbände den Masterplan „Zukunftssichere Wasserversorgung im Saarland 2040“ entwickelt. Auch das Saarland bleibt von langanhaltenden Trockenperioden sowie von Hitzerekorden, der Zunahme heißer Tage pro Jahr und heißer Sommer in Folge nicht verschont. Und während die fachlichen und gesetzlichen Anforderungen an die Wasserversorgung gestiegen sind, erhöhen über den Klimawandel hinaus auch Entwicklungen wie die Urbanisierung, der demografische Wandel und ein Strukturwandel in der Landwirtschaft den Druck auf die Wasserressourcen. Hinzu kommen zunehmende Nutzungskonkurrenzen und -konflikte durch Industrie-, Gewerbe- und Landwirtschaftsinteressen.

mehr: https://www.gfa-news.de/news/saarland-masterplan-wasserversorgung-2040-vorgestellt

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Kooperation „Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft“ KLIWA feiert 25-jähriges Bestehen

Saarland seit 2024 ordentliches Mitglied
Die Kooperation KLIWA „Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft“ widmet sich bereits seit dem Jahr 1999 der Frage, wie diesen Herausforderungen zu begegnen ist. In KLIWA untersuchen die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst die Veränderungen im Wasserhaushalt durch den Klimawandel.
„Der Klimawandel und die Ressource Wasser nehmen einen immer größeren und drängenderen Stellenwert ein. Denn Wasser ist die Grundlage für eine vitale Umwelt und ein gesundes Leben“, sagt Umweltministerin Petra Berg. „Es gilt, diese für die kommenden Generationen zu schützen. Gemeinsam. Nachhaltig. Denn im Alleingang ist dies kaum zu bewältigen. Daher bin ich stolz, dass das Saarland sich schon seit 2019 als Gast und seit diesem Jahr als Mitglied in KLIWA einbringt.“
Ziel von KLIWA ist es, die bisher messbaren und die künftigen Auswirkungen des Klimawandels zu ermitteln und zu bewerten. Werden mögliche Risiken und Gefahren erkannt, lassen sich gemeinsam zukunftsorientierte und nachhaltige wasserwirtschaftliche Handlungsstrategien entwickeln. Die Kooperation befasst sich aktuell mit den Themen Hochwasser, Niedrigwasser, Grundwasser, Starkregen, Bodenerosion und Gewässerökologie.
Nach dem Zusammenschluss von Baden-Württemberg und Bayern sowie dem Deutschen Wetterdienst Ende der 1990er Jahre erfolgte 2007 der Beitritt von Rheinland-Pfalz. Seit 2024 ist neben Hessen auch das Saarland offizieller Partner der Kooperation. Vertreter der Länder in der Kooperation sind die jeweiligen Umweltministerien und Landesämter.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bündnisses
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2024/q3/pm_2024-08-06_25_jahre_kliwa

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Zur Erfassung von Treibgut und Unrat

Umweltministerium unterstützt Kommunen nach Hochwasser durch Drohnenflüge an Gewässern
Aufgrund des Hochwassers am 17. Mai 2024 kam es in vielen Gewässern im Saarland zur Ansammlung von Treibgut. Um die Gegenstände und den Abfall, die sich am Gewässerrandstreifen und auf der Wasseroberfläche gesammelt haben, zu entfernen, will das Umweltministerium mit Hilfe von Drohnen die Kommunen bei der Beseitigung unterstützen.
„Da durch das Hochwasser Schwemmholz sowie Kunststoffe und Abfall kilometerweit weggespült wurden, ist es absolut notwendig, die Umwelt und vor allem unsere Gewässer davon zu befreien, um letztendlich auch den Abfluss sicherzustellen. Mit dem Einsatz von Drohnen können Stellen, an denen sich Treibgut angesammelt hat, schneller und effektiver erfasst werden“, sagt Ministerin Petra Berg. „Nicht entferntes Treibgut kann bei weiteren Regenfällen auch zu einem Anstieg der Pegel führen oder je nach Art auch eine potenzielle Belastung für die Umwelt darstellen.“
Zur Erfassung des Treibgutes in den Gewässern unterstützt das Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung (LVGL) die saarländischen Kommunen im Rahmen ihrer Gewässerunterhaltungspflicht. Dazu bietet das LVGL an, betroffene Gebiete mittels Drohne zu befliegen und die Bilder auszuwerten. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) berät fachlich und bringt Erkenntnisse aus den aktuell bereits stattfindenden Begehungen ein. Auch Feuerwehren, die eigene Drohneneinheiten haben, können bei der Auswertung unterstützt werden.
Die betroffenen Gemeinden sind eingeladen, am Montag, den 27. Mai 2024, an einer gemeinsamen Videoschalte mit dem Umweltministerium, dem LVGL und dem LUA teilzunehmen. Dort werden die genaue Vorgehensweise sowie die Informationen, die von den Kommunen benötigt werden, erläutert. Eine gesonderte Einladung zur Videoschalte folgt.
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2024/q2/pm_2024-05-23_drohnenhilfe-treibgut

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Öffentlichkeitsbeteiligung zum 3. Bewirtschaftungsplan nach Wasserrahmenrichtlinie

Schon ein Viertel der saarländischen Gewässer sind ökologisch in einem guten bis sehr guten Zustand. Unser Ziel ist aber, dass die Qualität all unserer Gewässer besser wird! Erfahren Sie hier, wie wir dies mit mehr als 350 Maßnahmen des 3. Bewirtschaftungsplans der WRRL erreichen wollen.
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/informationen/dritterbewirtschaftungsplan

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Ein Bauwerk mit Zukunft

Umweltministerium und Talsperrenverband Nonnweiler informieren rund ums Thema Wasser
Am Weltwassertag haben Umweltministerin Petra Berg, die Wasserexpertinnen und Wasserexperten des Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz und der Talsperrenverband Nonnweiler an der Primstalsperre über die Themen Niedrigwasserbewirtschaftung, Hochwasserschutz und Trinkwasser informiert.
Die Talsperre Nonnweiler erfüllt einige wichtige Aufgaben. Sie ist ein großes Wasserreservoir im Nordsaarland und stellt hier einen bedeutsamen Baustein dar, um auch in Zukunft eine Versorgung mit ausreichenden Trinkwassermengen sicherzustellen. Außerdem hilft sie beispielsweise seit Jahrzehnten dabei, in extremen Trockenjahren kritische Niedrigwasserstände zu vermeiden und die Gewässergüte zu verbessern. Durch Speicherung und Regulierung des Hochwasserabflusses der Prims hat sie über die Jahrzehnte Hochwasserschäden im Unterwasser der Talsperre signifikant verringert. „Die Talsperre Nonnweiler ist ein Bauwerk mit Zukunft“, sagt Berg. „Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels und seinen Folgen stellt die Hochwasserschutzwirkung der Talsperre einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserrisikomanagement im Einzugsgebiet der Prims dar.“
Das Ziel eines Wasserversorgungsunternehmens muss die langfristige Sicherstellung der qualitativ hochwertigen und quantitativ ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sein. Daher ist für die zukünftige Nutzung des Talsperrenwassers auch für die saarländische Trinkwasserversorgung der Bau einer Aufbereitungsanlage durch den Talsperrenverband zur langfristigen Sicherstellung der Wasserversorgung im nördlichen Saarland und des Wasserzweckverbandes im Landkreis Birkenfeld beschlossen worden. Von saarländischer Seite erfolgt derzeit noch keine Entnahme von Talsperrenwasser zur Trinkwasserversorgung.
Um den weiteren Trinkwasserbedarf im Saarland nachhaltig sicherzustellen hat das MUKMAV beschlossen, eine „Trinkwasserreserve Saar“ von circa einer Millionen Kubikmeter pro Jahr zusätzlicher Aufbereitungskapazität vorzuhalten, die später der saarländischen Wasserwirtschaft zur Verfügung stehen wird. Die Talsperre Nonnweiler hat mit einem Speichervolumen von 20 Millionen Kubikmeter ausreichende Wasserressourcen für die bereits bestehenden Nutzungen und auch für die geplanten zukünftigen Nutzungen.

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Kläranlage Kassel bekommt 18 Mio. Euro Förderung für neue Filteranlage

Gestiegene Umweltschutzauflagen, aber auch die Klimakrise mit zunehmenden Trockenperioden stellen die Abwasserentsorgung in Kassel vor große Herausforderungen. Daher sind millionenschwere Investitionen geplant. Jetzt steht an, die Kläranlage Kassel/Wolfsanger auf einen neuen Stand zu bringen. Das große Klärwerk leitet in die Fulda ein und bringt damit eine zu hohe Phosphor-Belastung in das Gewässer ein. Diese Nährstoffeinträge wirken sich beispielsweise negativ auf die Fische und Fischnährtiere aus und verhindern so, dass ein guter ökologischer Zustand erreicht wird. Aus diesem Grund werden jetzt entscheidende Maßnahmen zur Verbesserung der Reinigungsleistung vorgenommen.

Bau einer „Flockungsfiltration“ verringert den Eintrag von Phosphor in die Fulda
Mit den Fördermitteln des Landes Hessen will die Stadt Kassel eine sogenannte „Flockungsfiltration“ errichten. Durch die Kombination einer neuen Fällmitteldosierstation und einer Raumfilteranlage, bestehend aus 18 Filterkammern, wird zukünftig eine erhebliche Verbesserung der Reinigungsleistung bei der Phosphorbeseitigung erreicht. Bis Herbst 2026 soll die eingeleitete Phosphormenge in die Fulda halbiert werden, auch, um die EU-Grenzwerte einzuhalten. Die Investitionskosten liegen insgesamt bei 36 Millionen Euro, davon übernimmt das Land Hessen mit 18 Millionen Euro die Hälfte. Umweltministerin Priska Hinz erklärte: „Wir sorgen dafür, dass die Fließgewässer in Hessen einen guten Zustand erreichen. Die Maßnahmen tragen auch zur Anpassung an den Klimawandel bei, da es notwendig ist, angesichts zurückgehender Abflüsse in den Gewässern und höherer Temperaturen die stofflichen Einträge weiter zu reduzieren.“ „Durch die große finanzielle Unterstützung des Landes Hessen kann die Stadt Kassel mit ihrem Eigenbetrieb KASSELWASSER einen zukunftsweisenden Beitrag zur Reinhaltung der Fulda leisten“, freute sich Frank Koch, kommissarischer Betriebsleiter von KASSELWASSER.

Hintergrund:
Am 22. Dezember 2000 ist die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Gemeinschaft in Kraft getreten. Ziel der WRRL ist die Erreichung bzw. der Erhalt eines guten Zustandes des Grundwassers und der oberirdischen Gewässer bis Ende 2027.
Weitere Informationen zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Hessen.Öffnet sich in einem neuen Fenster

https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2023/q4/pm_2023-12-28_wassersprudler-bilanz.html

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Gemeinde Heusweiler erstellt Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept

Umweltministerium unterstützt Kommune mit rund 100.000 Euro
Die Starkregenereignisse der letzten Jahre haben viele der saarländischen Kommunen hart getroffen. Um künftig besser auf Überflutungen durch Starkregen- und Hochwasserereignisse vorbereitet zu sein, beabsichtigt die Kommune Heusweiler, ein ganzheitliches Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept zu erstellen. Das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz unterstützt das Vorhaben mit 106.172,01 Euro.
„Die Erstellung des Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzeptes der Gemeinde Heusweiler ist ein wichtiger Schritt, um Bürgerinnen und Bürger auf die möglichen Folgen von Starkregenereignissen vorzubereiten. Denn schützen kann sich bekanntlich nur, wer über Gefahren informiert ist und die Möglichkeiten kennt, diese Gefahren abzuwehren oder abzuschwächen. Zwar können wir solche Ereignisse nicht gänzlich verhindern, allerdings können durch bestmögliche Vorsorge größere Verluste und Schäden durchaus minimiert werden“, betont Umweltministerin Petra Berg.
Das Saarland hat ein erhebliches öffentliches Interesse daran, präventive Hochwasser- und Starkregenvorsorgemaßnahmen durchzuführen und unterstützt deshalb im Rahmen der Förderrichtlinie Hochwasserschutz Gemeinden bei der Erstellung von entsprechenden Konzepten mit Mitteln aus dem Wasserentnahmeentgelt. Ziele dieser Maßnahmen beziehen sich auf die Reduzierung des Hochwasserrisikos und der damit einhergehenden negativen Folgen auf Schutzgüter, wie menschliche Gesundheit, Umwelt, Kulturerbe und wirtschaftliche Tätigkeiten.
Inzwischen haben 48 Kommunen im Saarland ein ganzheitliches Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept für die jeweilige Gemeinde erstellt oder sie sind mit der Erstellung befasst. Das Land hat hierzu seit 2019 bereits mehr als vier Millionen Euro an Zuschüssen zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen bezüglich des Antrags auf Gewährung einer Zuwendung aus Mitteln des Landes für Vorhaben und Maßnahmen des Hochwasser- und Starkregenrisikomanagements erhalten Kommunen unter: hier.
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2024/q1/pm_2024-01-11_zwb-hsvk-heusweiler.html

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Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“

Saarländisches Umweltministerium für den Einbau kostenfreier Trinkwasserspender in Schulen
Im Saarland wurden seit 2023 an Schulen 27 und im öffentlichen Raum acht Wasserspender gefördert, an welchen es kostenfreies Trinkwasser gibt. Dies entspricht 78.167 Euro für die Schulen, beziehungsweise 21.787 Euro für den öffentlichen Raum. Das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz unterstützt mit der Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ die saarländischen Wasserversorgungsunternehmen.
„Wir hoffen, dass 2024 weitere Kommunen und Schulen über die jeweiligen, örtlichen Wasserversorger entsprechende Anträge für installationsgebundene Wasserspender bei uns stellen“, sagt Saarlands Umweltministerin Petra Berg. „Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, das hier in einwandfreier Qualität aus der Leitung kommt. Dies ist etwas Besonderes und ist nicht selbstverständlich im weltweiten Vergleich. Das Wasser aus dem Wasserhahn muss zudem nicht verpackt, nicht gelagert und nicht transportiert werden – und das ist gut für die Umwelt.“ Das Ziel der Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ ist die Bereitstellung von kostenlosem Trinkwasser zur Versorgung der Öffentlichkeit. Die Zuwendung erfolgt als Festbetragsfinanzierung und beträgt für Maßnahmen bis zu 3.000 Euro pro Wasserspender. Weitere Informationen sowie Dokumente zur Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ finden Sie unter:
www.saarland.de/versorgungsunternehmen
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2023/q4/pm_2023-12-28_wassersprudler-bilanz.html

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Umweltministerin Petra Berg für Förderung privater Hochwasser-Vorsorge

Konferenz der Umweltministerien fordert zudem allgemeinen Radonschutz

Die Umweltministerkonferenz in Münster hat sich am heutigen Freitag für ein Förderprogramm für private Hochwasser- und Starkregen-Eigenvorsorge ausgesprochen. „Die individuelle Eigenvorsorge der Bevölkerung ist ein wichtiger Baustein zur Absicherung gegen Naturgefahren“, betont Saarlands Umweltministerin Petra Berg gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Zusammen mit der Bauministerkonferenz wollen die Länder „nachdrücklich“ auf den Bund einwirken, damit es zu „einer zügigen Umsetzung der geplanten Unterstützungsmaßnahmen für Privathaushalte bei der Hochwasser- und Starkregen-Eigenvorsorge“, kommt. Die Konferenz spricht sich auch weiterhin für die Einführung einer Pflichtversicherung für Elementarschäden aus, um die Bevölkerung bei der notwendigen individuellen Eigenvorsorge zu unterstützen.
Starkregen-Ereignisse haben in den vergangenen Jahren auch saarländische Kommunen hart getroffen. Um künftig besser auf Überflutungen durch Starkregen- und Hochwasser-Ereignisse vorbereitet zu sein, beabsichtigen viele saarländische Kommunen, ein ganzheitliches Hochwasser- und Starkregen-Vorsorgekonzept in den jeweiligen Gemeinden zu erstellen. Das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz unterstützt diese Vorhaben mit Mitteln aus dem Wasserentnahmeentgelt.
„Starkregen-Ereignisse stellen eine Herausforderung dar. Auch bei uns im Saarland kam es immer wieder zu Schäden und Zerstörungen durch Hochwasser. Die Erstellung von Hochwasser- und Starkregen-Vorsorgekonzepten ist ein wichtiger Schritt, um die Bürgerinnen und Bürger auf mögliche Folgen von Starkregen vorzubereiten. Denn schützen kann sich nur, wer über Gefahren informiert ist und wer die Möglichkeiten kennt, diese Gefahren abzuwehren oder abzuschwächen. Durch Starkregen können selbst kleine Rinnsale zu reißenden Sturzfluten werden. Zwar können wir solche Ereignisse nicht gänzlich verhindern, allerdings können durch bestmögliche Vorsorge größere Verluste und Schäden minimiert werden“, betont Umweltministerin Petra Berg. „Mit Hilfe von Vorsorge-Konzepten können potenzielle Gefahrenbereiche früh erkannt werden. So können konkrete Lösungen und Anpassungsmaßnahmen zeitnah entwickelt und umgesetzt werden.“
Das Saarland hat ein erhebliches öffentliches Interesse daran, präventive Hochwasser- und Starkregen-Vorsorgemaßnahmen durchzuführen und unterstützt deshalb im Rahmen der Förderrichtlinie Hochwasserschutz die Gemeinden bei der Erstellung von entsprechenden Konzepten. Das Land hat hierzu seit 2019 bereits mehr als vier Millionen Euro an Zuschüssen zur Verfügung gestellt. Auch im Dezember 2023 finden mehrere Veranstaltungen im Saarland statt:
• 4.12. Nohfelden (Präsentation des Hochwasser- und Starkregen-Vorsorgekonzeptes)
• 7.12. Namborn (Auftaktveranstaltung zur Erstellung eines Hochwasser- und Starkregen-Vorsorgekonzeptes)
• 5.,7. und 14.12. Oberthal (Bürgerworkshops)
• 18.12. Homburg (Auftaktveranstaltung zur Erstellung eines Hochwasser- und Starkregen-Vorsorgekonzeptes)
Die Konferenz der Landesumweltministerien fordert zudem einen allgemeinen Radonschutz und ein entsprechendes Förderprogramm des Bundes für die Umsetzung von Radonschutz- und Radonsanierungsmaßnahmen. „Besonders für die kleinen und mittleren Unternehmen kann die verpflichtende Umsetzung von Radonschutzmaßnahmen eine größere finanzielle Belastung darstellen und die Förderung für private Wohngebäude würde die Bereitschaft für Radonschutzmaßnahmen erhöhen. Es ist daher notwendig, ein einheitliches bundesweites Förderprogramm zu schaffen, das der finanziellen Belastung entgegenwirkt und der allgemeinen Gesundheitsvorsorge in Deutschland dient“, unterstreicht Saarlands Umweltministerin Petra Berg. „Das Saarland vertritt die Auffassung, dass insbesondere auch für die Unternehmen außerhalb von Radonvorsorge-Gebieten, die zu Radonschutzmaßnahmen verpflichtet sind, eine Förderung erforderlich ist.“
Das Saarland hat aufgrund vergleichsweise guter, also niedriger Werte keine Radonvorsorge-Gebiete. Das Umweltministerium hatte für einen Überblick über die Radon-Belastung im Februar 2020 eine landesweite Messkampagne im Saarland gestartet und mehr als 1800 Gebäude überprüft. Resultat: In keiner Gemeinde sind die gemessenen Radon-Konzentrationen so hoch, dass sie als Radon-Vorsorgegebiet ausgewiesen werden müsste. Radon-Vorsorgegebiete sind Gebiete, in denen ein erhöhtes Vorkommen des in höheren Konzentrationen gesundheitsgefährdenden, radioaktiven Edelgases nicht ausgeschlossen werden kann. In diesen gelten dann bestimmte gesetzliche Anforderungen zum Schutz vor Radon. Wenn in einer Gemeinde auf mindestens 75 Prozent der betrachteten Fläche eine Überschreitung des gesetzlichen Referenzwertes von 300 Becquerel pro Kubikmeter in mehr als 10 Prozent der Gebäude festgestellt werden würde, wäre eine Ausweisung notwendig geworden. Aufgrund des Fehlens von Vorsorgegebieten besteht allerdings aktuell auch keine Fördermöglichkeit. Solche Förderungen sollen daher mit einem bundesweiten Förderprogramm für die Umsetzung von Radonschutz- und Radonsanierungsmaßnahmen ermöglicht werden.
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2023/q4/pm_2023-12-01_umk.html

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Neue Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“

Umweltministerium zieht erste, positive Bilanz für 2023 bei kostenfreien Trinkwasserspendern

Im Saarland wurden im Jahr 2023 an den Schulen 27 und im öffentlichen Raum acht Wasserspender gefördert, an denen es kostenfreies Trinkwasser gibt. Dies entspricht 78.167 Euro für die Schulen beziehungsweise 21.787 Euro für den öffentlichen Raum, insgesamt knapp 100.000 Euro. Das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz unterstützt seit diesem Jahr mit der neuen Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ die saarländischen Wasserversorgungsunternehmen – mit Mitteln aus dem Wasserentnahmeentgelt – zur Gewährung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft und um die Wasserversorgung dauerhaft zu sichern.
„Das Interesse an dieser neuen Förderrichtlinie ist groß. Wir hoffen, dass im kommenden Jahr weitere Kommunen und Schulen über die jeweiligen, örtlichen Wasserversorger entsprechende Anträge für installationsgebundene Wasserspender stellen werden und wir somit gemeinsam einen Beitrag zur guten Trinkwasserversorgung leisten können“, sagt Saarlands Umweltministerin Petra Berg.
Für den öffentlichen Raum steht 2023 eine Summe von 200.000 Euro zur Verfügung, an den Schulen eine Summe von 300.000 Euro. Das Ministerium hat zuletzt in dieser Woche den Biosphären-Stadtwerken GmbH & Co. KG, einer Kooperationsgesellschaft der Stadtwerke St. Ingbert GmbH und der Stadtwerke Bliestal GmbH, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 33.000 Euro übergeben. Mit dem Geld sollen elf installationsgebundene Wasserspender in der Stadt St. Ingbert installiert werden.
„Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, das hier in einwandfreier Qualität aus der Leitung kommt. Dies ist etwas Besonderes und ist nicht selbstverständlich im weltweiten Vergleich. Das Wasser aus dem Wasserhahn muss zudem nicht verpackt, nicht gelagert und nicht transportiert werden – und das ist gut für die Umwelt“, betont Ministerin Petra Berg bei der Übergabe in St. Ingbert. „Daher hat die öffentliche Trinkwasserversorgung absolute Priorität. Die neuen Wasserspender sollen in der Stadtbücherei, im Kulturhaus und in der Stadthalle sowie in acht Schulen in St. Ingbert aufgestellt werden.“

Hintergrund
Das Ziel der Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ ist die Bereitstellung von kostenlosem Trinkwasser zur Versorgung der Öffentlichkeit. Gegenstand der Förderung sind neben Studien und Maßnahmen zur Sicherstellung einer zukunftsfähigen nachhaltigen Wasserversorgung auch installationsgebundene Wasserspender im öffentlichen Raum und in Schulen. Die Zuwendung erfolgt als Festbetragsfinanzierung und beträgt für diese Maßnahmen höchstens 3.000 Euro pro installationsgebundenem Wasserspender.
Die Anzahl der einzelnen Zuwendungen für Wasserspender im öffentlichen Raum richtet sich für das Wasserversorgungsunternehmen, das Zuwendungsempfänger ist, nach den zu versorgenden Einwohnern bzw. nach dem Gesamtwasserverbrauch. Die Wasserversorgungsunternehmen können grundsätzlich für jede Schule in ihrem Versorgungsbereich einen Antrag auf Förderung eines installationsgebundenen Wasserspenders stellen. Die Sicherung von Betrieb und Wartung ist für fünf Jahre zu gewähren und zwischen dem Wasserversorgungsunternehmen und der Schule bzw. der Gemeinde zu regeln.
Die Anträge zur Förderung müssen bis zum 30. September eines jeweiligen Haushaltsjahres gestellt werden. Zu beachten ist, dass pro Jahr und Wasserversorger nur ein Antrag gestellt werden kann. Es wird also empfohlen, Förderabsichten für die Kommune und die Schulen in einem Antrag zusammenzufassen.
Weitere Informationen sowie Dokumente zur Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ finden Sie unter:
www.saarland.de/Förderrichtlinie Nachhaltige Wasserwirtschaft
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2023/q4/pm_2023-11-08_zwb-wasserspender_bilanz-2023.html

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Neue Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“

Für Grundwasserschutz, Wasseraufbereitungsprozesse, Leitungsnetzoptimierung und Energieeffizienz – Ministerin Berg übergibt Wasserspender an TGBBZ Neunkirchen
Das saarländische Umweltministerium unterstützt mit der neu in Kraft getretenen Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ die saarländischen Wasserversorgungsunternehmen mit Mitteln aus dem Grundwasserentnahmeentgelt zur Gewährung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft und um die Wasserversorgung dauerhaft zu sichern.
„Gegenstand der Förderung der Richtlinie sind neben Studien und Maßnahmen zur Sicherstellung einer zukunftsfähigen nachhaltigen Wasserversorgung auch installationsgebundene Wasserspender in Schulen beziehungsweise im öffentlichen Raum“, erläutert Petra Berg, Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz. „Grundsätzlich können die Wasserversorgungsunternehmen für jede Schule in ihrem Versorgungsbereich einen Antrag auf Förderung eines installationsgebundenen Wasserspenders stellen. Dabei ist die Sicherung von Betrieb und Wartung für fünf Jahre zu gewähren und zwischen dem Wasserversorgungsunternehmen und der Schule zu regeln. Die Zuwendung erfolgt als Festbetragsfinanzierung und beträgt für diese Maßnahmen höchstens 3.000 Euro pro installationsgebundenem Wasserspender.“
Umweltministerin Berg hat am 23. Juni 2023 zum Start der neuen Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserversorgung“ gemeinsam mit Marcel Dubois, Vorstand der Kommunalen Energie- und Wasserversorgung AG (KEW), den ersten Wasserspender symbolisch an das Technisch-gewerbliche Berufsbildungszentrum Neunkirchen – kurz: TGBBZ – übergeben. Schulleiter Bernd Hussong sowie Landrat Sören Meng (Schulträger) nahmen den Wasserspender in Empfang. Die Anzahl der einzelnen Zuwendungen für Wasserspender im öffentlichen Raum erfolgt nach einem Verteilerschlüssel. Dieser richtet sich für das Wasserversorgungsunternehmen, das Zuwendungsempfänger ist, nach den zu versorgenden Einwohnern beziehungsweise nach dem Gesamtwasserverbrauch.
„Die neue Förderrichtlinie Nachhaltige Wasserwirtschaft ist eine gute Botschaft für die saarländischen Wasserversorger. Denn es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, Grundwasserschutz, Wasseraufbereitungsprozesse, Leitungsnetzoptimierung und Energieeffizienz in Zeiten des Klimawandels zukunftsfähiger zu gestalten, um weiterhin Versorgungssicherheit und beste Trinkwasserqualität zu garantieren. Die dazu erforderlichen, erheblichen Investitionen können durch das umfängliche Förderpaket abgefedert werden. Ein kleiner, aber feiner Part des Förderprogramms erlaubt es Stadtwerken, Trinkwasser im öffentlichen Raum wie in Schulen und kommunalen Gebäuden kostenlos bereitzustellen. Dafür hat sich die KEW bereits im Vorfeld stark gemacht. Wir freuen uns, dass dies in die Förderrichtlinie eingeflossen ist, und wir als erstes Stadtwerk einen Wasserspender an unsere Berufsschule übergeben dürfen“, sagt Marcel Dubois, Vorstand der KEW.
Auch Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot begrüßt die neuen Fördermöglichkeiten zur Installation von Wasserspendern an den saarländischen Schulen: „Die Wasserspender leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Trinkwasserversorgung – gerade an heißen Tagen, die ja aufgrund des Klimawandels auch bei uns im Saarland immer häufiger werden. Sie rücken für unsere Schulgemeinschaften gut wahrnehmbar auch ins Bewusstsein, wie wichtig der Zugang zu Trinkwasser für uns Menschen ist und sie fördern einen sensiblen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen. Das ist ein wichtiger Aspekt der Bildung für Nachhaltige Entwicklung.“
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2023/q2/pm_2023_06_23_070_Wasserwirtschaft.html

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Umweltministerium unterstützt Stadt Neunkirchen mit rund 363.000 Euro

Regenwasser sollte nicht in den Kanal abfließen, sondern möglichst natürlich im Boden versickern oder zwischengespeichert werden. Für die „Aktion Wasserzeichen“ des Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz hat nun Staatssekretär Sebastian Thul dem Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen, Jörg Aumann, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 363.940,25 Euro übergeben.
Die Stadt Neunkirchen legt damit ein kommunales Förderprogramm zur „Dezentralen Niederschlagswasserbewirtschaftung durch Regenwasserrückhaltung und Ableitung bzw. Versickerung“ auf. Das Förderprogramm richtet sich an jeden Grundstückseigentümer im besiedelten Bereich. Die Fördergelder sind für Maßnahmen bestimmt, die Regenwasser besser abfließen lassen, behandeln oder nutzbar machen.
„Ziel ist ein möglichst naturnaher Wasserhaushalt in der Stadt Neunkirchen“, so Staatssekretär Thul. „Diese Maßnahmen tragen in der Summe zu einer Anreicherung des Grundwassers, einer hydraulischen Entlastung der Kanalisation und zu einer Verbesserung der Gewässergüte bei. Dadurch entlastet man die Gewässer und steigert die Leistung von Kläranlagen.“
„Wasser ist der Grundstoff des Lebens: Das Bewusstsein zum Schutz des Grundwassers ist enorm gestiegen. Deswegen wollen wir mit dem Förderprogramm unseren Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, sich aktiv am Umweltschutz zu beteiligen. Anreize über Förderung sind besser als Verbote“, sagte Oberbürgermeister Aumann.
Die „Aktion Wasserzeichen“ sieht unter anderem vor, dass das nicht verschmutzte und damit nicht reinigungsbedürftige Niederschlagswasser durch Flächen mit Versickerungsmöglichkeiten sowie Mulden-Rigolen-Systemen direkt dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt wird und somit die Mischwasserkanäle entlastet. Eine Retention in Form von beispielsweise einer Zisterne oder einem Becken ist ebenfalls möglich.
Weitere Informationen zu dem Förderprogramm der Kreisstadt Neunkirchen erhalten interessierte Neunkircher Bürgerinnen und Bürger beim Bauamt, Tel. (06821) 202-629, E-Mail bauamt@neunkirchen.de und im Internet unter www.neunkirchen.de/foerderprogramme

Hintergrund
Die 2021 aktualisierte Förderrichtlinie „Aktion Wasserzeichen“ fördert die Fremdwasserentflechtung von Mischwasserkanalisationen, die Aufrüstung und Ertüchtigung von Kläranlagen, die messtechnische Erfassung von Entlastungsbauwerken und externe Gewässerschutzbeauftragte mit dem Ziel der Verbesserung der Gewässergüte und des Wasserkreislaufs.
Mit der Novellierung dieser Richtlinie können die Gemeinden Fördermittel des Landes zur dezentralen Regenwasserbewirtschaftung an die örtliche Bevölkerung weiterreichen; beispielsweise für Retentionszisternen, wasserdurchlässige Oberflächenbeläge oder Mulden-Rigolen-Systeme. Über diese Förderangebote sollen möglichst viele Menschen im Saarland zum Mitmachen bewegt werden.
Weitere Informationen gibt es unter www.saarland.de/aktionwasserzeichen
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2023/q2/pm_2023-08-16_zwb-neunkirchen.html

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Kläranlagen erhalten Phosphorfällung

Umweltministerium stellt dem EVS-Entsorgungsverband Saar 251.140 Euro zur Verfügung
Abwasser ist ein, durch Gebrauch in seinen natürlichen Eigenschaften und Inhaltsstoffen, verändertes Wasser. Hierzu zählt auch das häusliche Schmutzwasser. Bevor das Abwasser wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden darf, ist aus Gründen der Hygiene und des Gewässerschutzes eine Reinigung des Abwassers erforderlich. Diese erfolgt im Saarland in den Kläranlagen des Entsorgungsverbandes Saar (EVS). Die Kläranlagen entsprechen den Vorgaben der Abwasserverordnung und halten die dort geforderten Grenzwerte sicher ein.
Im Zuge zusätzlicher Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie sollen 21 Kläranlagen im Saarland um eine weitere Stufe, einer sogenannten Phosphorfällung, nachgerüstet werden. Ziel ist die weitere Verbesserung des Zustands der Gewässer durch Reduzierung der Belastung mit dem Nährstoff Phosphor. Daher werden auch die Kläranlagen in Leitersweiler, Steinberg-Deckenhardt und Sötern mit einer solchen Reinigungsstufe nachgerüstet. Das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz beteiligt sich an dem Vorhaben diese Kläranlagen nachzurüsten mit circa 250.000 Euro aus Mitteln der Abwasserabgabe.
„Vor allem sauberes Wasser ist ein Thema, das uns alle berührt und das alle angeht“, betont Umweltministerin Petra Berg. „In den 131 saarländischen kommunalen Kläranlagen wird das anfallende Abwasser nach den Vorgaben der Abwasserverordnung gereinigt. Damit diese Reinigung den Anforderungen an die Gewässergüte gemäß Wasserrahmenrichtlinie entspricht, muss die Um- und Nachrüstung einiger Kläranlagen sichergestellt werden. Die gute Zusammenarbeit mit dem EVS ist eine Voraussetzung für eine schnelle Umsetzung.“
Die beiden EVS-Geschäftsführer kommentieren: „Die saarländischen Gewässer unter Einhaltung aller EU-, bundes- und landesrechtlichen Vorgaben zu schützen und dafür alle Kläranlagen rund um die Uhr funktionsbereit zu halten, ist eine große Herausforderung“, so Stefan Kunz. „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz unterschiedlicher Sparten – von den Fachkräften für Abwasserreinigung, über Elektriker und Schlosser bis hin zu den Ingenieurinnen und Ingenieuren arbeiten beim EVS dafür alle Hand in Hand“, ergänzt Holger Schmitt.
Das Abwasser der Ortsteile Leitersweiler (Gemeinde St. Wendel), Steinberg-Deckenhardt (Gemeinde Oberthal) und Sötern (Gemeinde Nohfelden) wird in den Kläranlagen vor Ort behandelt. Die Abwasserbehandlung umfasst bislang eine mechanische Vorreinigung und Behandlung. Im Rahmen der Maßnahmen, die hälftig durch das Umweltministerium finanziert werden, ist für alle drei Kläranlagen die Nachrüstung einer Phosphorfällung vorgesehen. Dazu soll aus einem Dosiercontainer mit Platz für zwei Fällmittel-Behältern mittels Dosierpumpen Fällmittel in das Belebungsbecken dosiert werden.

Hintergrund:
Die 2021 aktualisierte Förderrichtlinie Aktion Wasserzeichen fördert die Fremdwasserentflechtung von Mischwasserkanalisationen, die Aufrüstung und Ertüchtigung von Kläranlagen, die messtechnische Ausstattung von Entlastungsbauwerken und externe Gewässerschutzbeauftragte mit dem Ziel der Verbesserung der Gewässergüte und des Wasserkreislaufs.
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2023/q2/pm_2023-07-12_Klaeranlagen.html

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Umweltministerium unterstützt Starkregen- und Hochwasserschutz in der Gemeinde Schwalbach mit fast 600.000 Euro

Der Lochbach in der Gemeinde Schwalbach führt unter der Moosbergstraße hindurch. Beim Eintreten von Starkregen- oder Hochwasserereignissen kann der aktuelle Durchlass die Wassermenge des Lochbaches nicht schadlos unter der Straße hindurch abführen. Um künftig Schäden durch Überschwemmungen zu verhindern, baut die Gemeinde Schwalbach daher einen neuen und größeren Durchgang. Um das Projekt zu realisieren hat nun Ministerin Petra Berg bei einem Ortstermin einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 597.729,07 Euro an Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer übergeben.
„Durch Starkregen können selbst kleine Rinnsale zu reißenden Sturzfluten werden. Zwar können wir solche Ereignisse nicht gänzlich verhindern, allerdings können durch bestmögliche Vorsorge größere Verluste und Schäden minimiert werden“, betont Umweltministerin Berg. „Mit Hilfe von Vorsorgekonzepten können potenzielle Gefahrenbereiche früh erkannt werden. So können konkrete Lösungen und Anpassungsmaßnahmen zeitnah entwickelt und umgesetzt werden, wie im Bereich der Moosbergstraße.“
Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer resümierte: „Mit dem Durchlass Moosbergstraße sind die Maßnahmen des Hochwasserschutzes im Gemeindebezirk Hülzweiler nahezu vollständig abgeschlossen. Ich bedanke mich für die überbrachten Zuwendungen des Landes, auch in den vergangenen zehn Jahren.“
Bei größeren Starkregen- und Hochwasserereignissen füllt sich der Lochbach mit deutlich mehr Wasser. Damit das Wasser unter der Moosbergstraße hindurch ablaufen kann, muss der Durchlass vergrößert werden. Nur so kann die Wassermenge des Lochbaches von der einen auf die andere Seite fließen ohne die Moosbergstraße und die umliegenden Grundstücke zu überschwemmen. Durch den Neubau im Zuge des Hochwasserschutzkonzeptes der Gemeinde Schwalbach soll dieses Gefahrenpotenzial eingedämmt werden. In Kombination mit weiteren Maßnahmen kann für den Bereich eine deutlich höhere Hochwassersicherheit erreicht werden.

Hintergrund:
Das Saarland hat ein erhebliches öffentliches Interesse daran, präventive Hochwasser- und Starkregenvorsorgemaßnahmen durchzuführen und unterstützt deshalb im Rahmen der Förderrichtlinie Hochwasserschutz Gemeinden bei der Erstellung von entsprechenden Konzepten. Ziele dieser Maßnahmen beziehen sich auf die Reduzierung des Hochwasserrisikos und der damit einhergehenden negativen Folgen auf Schutzgüter, wie menschliche Gesundheit, Umwelt, Kulturerbe und wirtschaftliche Tätigkeiten.
Weitere Informationen bezüglich des Antrags auf Gewährung einer Zuwendung aus Mitteln des Landes für Vorhaben und Maßnahmen des Hochwasser- und Starkregenrisikomanagements erhalten Kommunen
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2023/q2/pm_hochwasserschutz-schwalbach.html

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Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“

Umweltministerium unterstützt Stadtwerke Dillingen mit drei Wasserspendern

Die Bereitstellung von kostenlosem Trinkwasser zur Versorgung der Öffentlichkeit ist das Ziel der neuen Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ des Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz. Nun hat Ministerin Petra Berg den Stadtwerken Dillingen/Saar GmbH einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 9.000 Euro übergeben. Mit dem Geld sollen drei installationsgebundene Wasserspender in der Stadt Dillingen installiert werden.
„Die öffentliche Trinkwasserversorgung hat absolute Priorität. Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, das hier in einwandfreier Qualität aus der Leitung kommt“, so Ministerin Berg. „Dies ist etwas Besonderes und nicht selbstverständlich im weltweiten Vergleich. Wasser aus dem Wasserhahn muss zudem nicht verpackt, nicht gelagert und nicht transportiert werden. Das ist gut für die Umwelt. Die Wasserspender sollen im Rathaus der Stadt Dillingen, dem Albert-Schweitzer-Gymnasium und dem KBBZ Dillingen aufgestellt werden.“
Das Umweltministerium unterstützt mit der neu in Kraft getretenen Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ die saarländischen Wasserversorgungsunternehmen mit Mitteln aus dem Grundwasserentnahmeentgelt zur Gewährung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft und um die Wasserversorgung dauerhaft zu sichern. Gegenstand der Förderung der Richtlinie sind neben Studien und Maßnahmen zur Sicherstellung einer zukunftsfähigen nachhaltigen Wasserversorgung auch installationsgebundene Wasserspender in Schulen beziehungsweise im öffentlichen Raum.
https://www.saarland.de/mukmav/DE/portale/wasser/aktuelles/aktuelle-meldungen/2023/q2/pm_2023-08-03_zwb-wasserspender-dillingen.html

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Informationen aus Mecklenburg-Vorpommern

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2025


2023


Backhaus stellt neue Strategie zum Schutz und zur Nutzung der Moore vor

Mecklenburg-Vorpommern ist reich an Mooren. Während deren Entwässerung in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg zur Sicherung der Ernährung gesellschaftliches Ziel war, ist der Wasserrückhalt in der Landschaft mittlerweile wichtiger denn je. Hierfür hat das Umweltministerium am 9. Januar 2025 im Rahmen der vierten Sitzung der Taskforce Moorschutz einen neuen strategischen Ansatz vorgestellt, der die Nutzung der Moore bei höheren Wasserständen in den Vordergrund stellt. „Wir erhalten den Moorkörper nur, wenn wir die Wasserstände hochfahren und so die Zersetzung beenden. Die Rahmenbedingungen für unsere Landnutzung haben sich verändert und es ist unsere gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung, uns hier anzupassen“, sagt der zuständige Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Dr. Till Backhaus.

mehr: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Aktuell/?id=207647&processor=processor.sa.pressemitteilung

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Neues Konzept zur Minderung der diffusen Nährstoffeinträge erschienen

Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern hat die zweite Fortschreibung des „Konzeptes zur Minderung der diffusen Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft in die Oberflächengewässer und in das Grundwasser“ herausgegeben. Es beschreibt die geplanten ergänzenden Maßnahmen bis zum Jahr 2027, die zur Minderung der diffusen Nährstoffbelastungen in dem Bundesland beitragen sollen. „Es untersetzt und konkretisiert die geplanten Wasserrahmen Richtlinien (WRRL)-Maßnahmen. Zugleich soll es Handlungsgrundlage und Arbeitsprogramm für die jeweils benannten verantwortlichen Einrichtungen sein, die die beschriebenen Maßnahmen umsetzen bzw. initiieren. Weiterhin soll die Lektüre zur Sensibilisierung und Aufklärung aller Akteure beitragen sowie einen umfassenden Überblick über praxisreife, reduktionsmindernde Maßnahmen aufzeigen“, sagt Umweltminister Till Backhaus.
Die WRRL-Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme waren Ende 2022 veröffentlicht worden und in Kraft getreten. Für den bis Ende 2027 geltenden dritten Bewirtschaftungszeit-raum stellen die Maßnahmenprogramme den wesentlichen Arbeitsplan dar. Sie enthalten alle Maßnahmen, die bis und nach 2027 für das Erreichen der WRRL- Ziele nach heutigem Wissensstand erforderlich sind. Einen besonderen Schwerpunkt bilden hierbei Maßnahmen zur Reduzierung von Nährstoffbelastungen aus diffusen Quellen.
Download des Konzepts:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20230831_003

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Informationen aus Thüringen

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2025

2024

2023


KARL zwingt Kläranlagen zu 200 Mio. Euro Investitionen

Schärfere EU-Grenzwerte machen für Betreiber von Kläranlagen in Thüringen Investitionen von rund 200 Mio. Euro nötig. Bis 2045 müssten die Betreiber in die verbesserte Reinigung von Abwasser investieren, sagte der stellvertretende Vorsitzende des DWA-Landesverbands Sachsen/Thüringen, Bernd Hubner, der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Grund sind die verschärften Grenzwerte für Mikroverunreinigungen in der zu Beginn des Jahres in Kraft getretenen EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL).

mehr: https://www.euwid-wasser.de/news/politik/thueringen-karl-zwingt-klaeranlagen-zu-200-mio-euro-investitionen-010925/

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Thüringer Forscher entwickeln neuartige Sensorik für Mikroschadstoffe im Abwasser

Mit dem Start des Forschungsprojekts MikroGraph hat ein neuer Thüringer Forschungsverbund die Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, die kontinuierliche Überwachung von Mikroschadstoffen im Abwasser entsprechend der neuen EU-Kommunalwasserrichtlinie (KARL) entscheidend zu verbessern, heißt es in einer Mitteilung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Landeswirtschaftsministerium fördert die Entwicklung eines hochautomatisierten und kostengünstigen Vor-Ort-Analysesystems mit über zwei Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

mehr: https://www.euwid-wasser.de/news/wirtschaft/thueringer-forscher-entwickeln-neuartige-sensorik-fuer-mikroschadstoffe-im-abwasser-020925/

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Abwasserpakt geht weiter – 250 000 Euro für neue Anlage in Oberweid

Für den Neubau einer Kläranlage in Oberweid übergab Umweltminister Kummer heute dem Wasser- und Abwasser-Verband Bad Salzungen einen symbolischen Scheck von 250 000 Euro – die erste Tranche einer im Jahr 2023 genehmigten Gesamtförderung von rund 800 000 Euro, die Gesamtkosten des Vorhabens liegen bei rund 3 Millionen Euro. Die neue Kläranlage soll noch Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden. Sie ersetzt sowohl eine alte, nicht mehr dem Stand der Technik entsprechende Kläranlage, die nur Abwässer des Sportlerheims und des Gewerbegebietes verarbeitete reinigte als auch private Kleinkläranlagen bzw. abflussloser Gruben – und trägt somit einen wesentlichen Beitrag zum Gewässerschutz.

mehr: https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/medieninformation-abwasserpakt-geht-weiter-250-000-euro-fuer-neue-anlage-in-oberweid

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Wärmeplanung in Thüringen

Strategien für klimafreundliche Wärme vor Ort

Seit 1. Januar 2024 gilt das Bundesgesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG). Es verpflichtet die Bundesländer dafür zu sorgen, dass auf ihrem Hoheitsgebiet Wärmepläne nach Vorgabe des WPG entstehen. Die entsprechende landesgesetzliche Regelung wurde mit dem externer LinkThüringer Ausführungsgesetz zum Wärmeplanungsgesetz (ThürWPGAG) geschaffen. Es macht in Thüringen die Gemeinden zu planungsverantwortlichen Stelle. Sie nehmen die Aufgabe im übertragenen Wirkungskreis wahr.

In Thüringen haben damit die Städte Erfurt und Jena – beide mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner – bis spätestens zum Stichtag 30. Juni 2026 einen Wärmeplan für ihr Gemeindegebiet zu veröffentlichen. Alle übrigen Gemeindegebiete haben zwei Jahre länger Zeit, für sie läuft die Frist bis zum 30. Juni 2028.

mehr: https://umwelt.thueringen.de/themen/energie/waermeplanung

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Förderung von Kleinkläranlagen in Thüringen

In Thüringen verfügen heute nur etwa 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger über eine den rechtlichen Vorgaben genügende Abwasserentsorgung. Zum Vergleich: Bundesweit beträgt der Anschlussgrad an zentrale Abwasserentsorgungsanlagen mehr als 90 Prozent.

Damit wird das Abwasser von rund 430.000 Bürgerinnen und Bürgern immer noch nach unzureichender Behandlung in veralteten Kleinkläranlagen in unsere Gewässer eingeleitet. Neben dem weiteren Ausbau der kommunalen Abwasserbeseitigung in den nächsten Jahren werden auch künftig weiterhin Kleinkläranlagen an den Stand der Technik anzupassen sein.

mehr: https://umwelt.thueringen.de/themen/boden-wasser-luft-und-laerm/abwasserentsorgung-u-wassergefaehrdende-stoffe/kleinklaeranlagen

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Umweltministerium informiert über Abwehr von schädlichen Bodenveränderungen durch Erosion

Für die Landkreise und ihre Bodenschutzbehörden stellt das Umweltministerium ein digitales Informationspakt bereit, das gegen Bodenerosion helfen soll – also dort, wo kostbarer Boden vor allem durch Wasser abgetragen wird und schwindet. Besonders davon betroffen sind Ackerflächen in den thüringischen Hügelländern oder Mittelgebirgslagen. Erosionsschutz ist ein Schwerpunkt des Bodenschutzes und der landwirtschaftlichen Beratung in Thüringen.

Das Informationspaket enthält deshalb für Landwirtinnen und Landwirte Informationen und Empfehlungen: Datenquellen zu Boden und Klima, aber auch Tipps zur Bewirtschaftung, wie z. B. durch standortangepasste Nutzung bei Hangneigung, Anlage naturbetonter Hecken und Feldgehölze oder einer Förderung der biologischen Aktivität des Bodens durch bodendeckende Zwischenfrüchte.

mehr: https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/umweltministerium-informiert-ueber-abwehr-von-schaedlichen-bodenveraenderungen-durch-erosion

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Rund 3,2 Millionen Euro für neues Klärwerk-Abwärme-Konzept der Stadtwerke Schmölln

Bei den Stadtwerken in Schmölln starten heute die Arbeiten für ein neues Abwärme-Konzept, das rund 100 Haushalten im Robert Koch-Viertel zu Gute kommt.
Der innovative Ansatz: Für die Wohnungen steht nach Fertigstellung der Arbeiten im nächsten Jahr Restwärme vom nah gelegenen Klärwerk zu Verfügung. Durch die Umstellung der Wärmeerzeugung auf Abwärme und Wärmepumpe wird Erdgas als Energiequelle ausgetauscht. Die Gesamtkosten von rund 3,5 Millionen Euro werden zu etwa 90 Prozent vom Umweltministerium übernommen (rund 3,2 Millionen Euro).

https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/rund-32-millionen-euro-fuer-neues-klaerwerk-abwaerme-konzept-der-stadtwerke-schmoelln

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Hochwasserschutz: Umweltministerium fördert Umbaumaßnahmen an der Weißen Elster

Staatssekretär Burkhard Vogel hat heute in Caaschwitz an der Weißen Elster den Startschuss für die lang ersehnten, umfangreich geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen gegeben. Caaschwitz war eine der am stärksten betroffenen Gemeinden im Hochwasser 2013.

Staatssekretär Vogel: „Die Zunahme der extremen Wetterereignisse als Folge des Klimawandels ist die größte wasserwirtschaftliche Herausforderung der nächsten Jahrzehnte. Dürren, Starkregen und Hochwasserereignisse stellen uns mitunter innerhalb eines Jahres vor immense Herausforderungen. Die Hochwasser von 2013 und dem Jahreswechsel 2023/24 haben gezeigt, wie wichtig es ist, die Ortschaften vor Wasser zu schützen und dem Wasser außerhalb der Orte Raum zur Ausbreitung zu geben.“
Die Maßnahmen in Caaschwitz werden aus dem Landesprogramm Hochwasserschutz finanziert, in dem im Zeitraum von 2022 bis 2027 insgesamt 400 Mio. Euro – Landes-, Bundes- und EFRE-Mittel – zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Thüringen zur Verfügung stehen.
Ziel des Programms ist, den Gewässern wieder mehr Raum zu geben. Dazu werden Konzepte für den gesamten Fluss erarbeitet. Die Gewässer erhalten ihren natürlichen Lauf zurück, Deiche werden zurückgesetzt. Orte werden noch besser mit Deichen geschützt, so auch in Caaschwitz, wo u.a. ein 1,6 km langer Ringdeich gebaut wird. Zusammen mit einem kombinierten Hochwasser- und Abwasserpumpwerk und der Umverlegung des Hirschgrabens investiert das Land hier rund 9 Mio. Euro. Der Abschluss der Arbeiten ist für 2027 geplant.
Für die Überwachung des neuen Deiches in Caaschwitz ist dann die Wasserwehr der Gemeinde zuständig. Seit 2013 wurden über 40 kommunale Wasserwehrdienste aufgebaut. Die Unterhaltung des Bauwerks liegt in den Händen des Gewässerunterhaltungsverbandes Weiße Elster/Saarbach. Seit 2020 übernehmen Gewässerunterhaltungsverbände die regelmäßige Unterhaltung der Gewässer (insb. an hochwasserkritischen Stellen), die Unterhaltung der kommunalen Hochwasserschutzanlagen und unterstützen die Kommunen im Hochwasserfall fachlich mit Rat und Tat regional vor Ort.
Insgesamt werden an der Weißen Elster für den Hochwasserschutz 32 Mio. Euro investiert. Der Fluss war bislang zusammen mit der Oberen Werra ein Schwerpunkt der Baumaßnahmen im Landesprogramm Hochwasserschutz. Bis 2027 sollen über 100 weitere bauliche Maßnahmen des Landes und der Kommunen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes vorangetrieben werden. Die Maßnahmen entlang der Weißen Elster werden mit den Nachbarländern Sachsen und Sachsen-Anhalt abgestimmt.

https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/hochwasserschutz-umweltministerium-foerdert-umbaumassnahmen-an-der-weissen-elster

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Gewässerunterhaltung in Thüringen erfolgreich

Umweltminister Bernhard Stengele hat in der heutigen Kabinettsitzung die Ergebnisse einer Evaluierung der Gewässerunterhaltung durch die 2020 neu gegründeten Gewässerunterhaltungsverbände (GUV) vorgestellt. Seitdem pflegen 20 dieser Verbände alle kleineren/mittleren Flüssen und Bächen (Gewässer „zweiter Ordnung“) in Thüringen, unterstützen die Gemeinden beim Hochwasserschutz und erhalten dafür finanzielle Unterstützung des Landes. Über 90 Prozent aller Gewässer in TH sind Gewässer „zweiter Ordnung“. Einmalig in Deutschland ist, dass in Thüringen die Kosten der Gewässerunterhaltung vollständig aus dem Landeshaushalt finanziert werden. Die Ergebnisse der aktuellen Evaluierung bestätigen die vor fünf Jahren mit der Novellierung des Wassergesetzes gesetzten Ziele: Zusammen mit den Gewässerunterhaltungsverbänden sind Landkreise und Gemeinden wichtige Partner, um die Herausforderungen der Gewässerunterhaltung gerade im ländlichen Raum zu meistern. Eine Umfrage unter den Gemeinden und unteren Wasserbehörden ergab allgemein eine hohe Zufriedenheit (ca. 90 % positive Rückmeldungen zur Kompetenz). Die Arbeit der Verbände wird von ca. 85% der Befragten als gut und von ca. 35% sogar als sehr gut bewertet. Dass das Thüringer Modell auch bei anderen Bundesländer Interesse weckt, zeigen zahlreiche Nachfragen aus den Umwelt-Ministerien anderer Länder.

Thüringer Landesverwaltungsamt wird Musterverwaltung für Förderprogramme
Im Dezember 2022 wurde die GFAW-Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen mbH (GfAW) in ihrer bestehenden organisatorischen Struktur in den Geschäftsbereich des TMIK überführt. Damit wurden die Kompetenzen und Erfahrungen des Thüringer Landesverwaltungsamtes (TLVwA) mit denen der GfAW in der Förderpolitik verbunden und fortentwickelt. Seitdem werden für die Landesregierung insbesondere arbeitsmarkt-, berufsbildungs- und sozialpolitische Förderprogramme des Europäischen Sozialfonds, des Freistaats Thüringen sowie des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes durch das TLVwA umgesetzt. Die Dienstleistungen der GfAW basierten bislang auf einem Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen den jeweiligen Fachressorts und der GFAW, in dem die Modalitäten der Aufgabenübertragung und -wahrnehmung sowie die Kosten festgelegt wurden. Die Beleihung der GfAW für diese Dienstleistungen erfolgte mittels Beleihungsbescheid. Künftig soll eine Verwaltungsvereinbarung Voraussetzung für die Übertragung von Förder- und Serviceaufgaben sein. Die Inhalte der Verwaltungsvereinbarung orientieren sich am bisherigen praktizierten Verfahren, insbesondere am Umfang der wahrzunehmenden Aufgaben. Das Kabinett hat sich heute mit einem ersten Entwurf einer solchen Muster-Verwaltungsvereinbarung beschäftigt.
https://thueringen.de/medien/medieninformationen/detailseite/42-2024

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Thüringen finanziert Unterhalt von Gewässern komplett

Die Kommunen waren oft mit dem Hochwasser- und Gewässerschutz überfordert. Seit fünf Jahren haben Verbände die Aufgaben übernommen. Ihre Finanzierung ist weiter gesichert.
Erfurt (dpa/th) – Thüringen wird die seit fünf Jahren bestehenden Verbände für den Hochwasser- und Gewässerschutz weiterhin komplett aus der Landeskasse finanzieren. Der jährliche Betrag von derzeit im Schnitt 17,5 Millionen Euro steige auf etwa 20 Millionen Euro, sagte Umweltminister Bernhard Stengele (Grüne) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Erfurt. Zudem werde das Land den Kyffhäuserkreis bei der Beseitigung von Schäden durch das Weihnachtshochwasser unterstützen, habe das Kabinett beschlossen. Dabei könne es um einen einstelligen Millionenbetrag gehen.
Die Gewässerunterhaltungsverbände sind in Thüringen für die kleineren Flüsse und Bäche zuständig – diese machten mehr als 90 Prozent der Fließgewässer aus. Das Modell und seine komplette Finanzierung
…mehr: https://www.n-tv.de/regionales/thueringen/Thueringen-finanziert-Unterhalt-von-Gewaessern-komplett-article24815429.html

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Zum Tag der Umwelt erklärt Umweltminister Stengele

„Für den natürlichen Klimaschutz sind unsere Wälder und Moore in Thüringen enorm wichtig. Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz helfen unsere natürlichen C02-Speicher. Aber sie sind gefährdet und brauchen auch unseren Schutz: Richtig gesund ist nur rund ein Fünftel unserer Wälder, dabei ist Thüringen zu fast einem Drittel mit Wald bedeckt.
Für den natürlichen Klimaschutz sind unsere Wälder und Moore in Thüringen enorm wichtig. Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz helfen unsere natürlichen C02-Speicher. Aber sie sind gefährdet und brauchen auch unseren Schutz: Richtig gesund ist nur rund ein Fünftel unserer Wälder, dabei ist Thüringen zu fast einem Drittel mit Wald bedeckt. Hitze, Stürme und Borkenkäfer setzen den Bäumen zu. Wir brauchen also besseren Wasserrückhalt im Boden, genauso wie den gezielten und natürlichen Umbau von Monokulturen hin zu klimarobusteren Mischwäldern. Damit der Kreislauf intakt bleibt und unsere Bäume klimaschädliches CO2 binden und Sauerstoff produzieren, brauchen sie auch unseren Schutz. Ebenso unsere Moore als hoch effektive C02-Speicher, als Hochmoore im Thüringer Wald und als tausende kleinere Nieder-, Zwischen- und Übergangsmoore, die sich auf insgesamt 300 Hektar zusammenzählen lassen. Für guten Arten- und Klimaschutz werden sie nicht weiter entwässert , um wirtschaftlich genutzt zu werden. Der natürliche Klimaschutz geht vor.“

Hintergrund:
In Erinnerung an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm haben die Vereinten Nationen und vier Jahre später auch die Bundesrepublik Deutschland den 5. Juni zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen, Aktionen und Maßnahmen wird an diesem Tag global ökologische Courage gefördert. Weltweit beteiligen sich rund 150 Staaten an diesem World Environment Day, der das Bewusstsein dafür stärken soll, dass es vor allem der Mensch selbst ist, der die Vielfalt und Stabilität der Umwelt bedroht. Link: www.bmuv.de/service/veranstaltungen/veranstaltung/internationaler-tag-der-umwelt-weltumwelttag
https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/zum-tag-der-umwelt-erklaert-umweltminister-stengele

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Starkregen- und Hochwasservorsorge: Mehr Geld für die Hochwasserabwehr in Sonneberg

Zum Abschluss seiner Wassertour 2023 besuchte Thüringens Umweltstaatssekretär Burkhard Vogel am Donnerstag die Stadt Sonneberg. Dort besichtigte er ein Pilotprojekt zur Sturzflutfrühwarnung. Zudem erhielt die freiwillige Feuerwehr einen Fördermittelbescheid für die Erstanschaffung von Wasserwehrausstattung. Bereits seit Januar 2022 übernimmt die Freiwillige Feuerwehr in Sonneberg auch die Aufgaben des Wasserwehrdienstes für den Starkregen- und Hochwasserfall.
Dazu Umweltstaatssekretär Vogel: „In der Klimakrise sorgt Starkregen immer häufiger für schnell steigende Wasserstände und Überflutungen mit extremen Schäden, insbesondere bei kleineren Gewässern mit engen Tallagen wie hier in Sonneberg. Schnelle Informationswege und gute Ausrüstung für Wasserwehren und Gemeinden sind wichtig, um die Schäden solcher Extremereignisse zu verringern. Genau hier setzen wir mit unserer vereinfachten Förderung für die Wasserwehren und mit den Pilotprojekten zur Sturzflutwarnung an.“
In der Stadt Sonneberg führen schon kleinere Hochwasser am Fluss Steinach, einem Hochwasserrisikogewässer erster Ordnung, zu Überschwemmungen etlicher Straßen. Ein erhebliches Schadenspotenzial für die Ortslage besteht zusätzlich aufgrund von Sturzflutereignisse, insbesondere aus dem Einzugsgebiet der Röthen. Die Installation von zwei Warnpegeln an Steinach und Röthen ermöglicht eine frühzeitigere Warnung für die Gemeinde. Vom neuen Frühwarnsystem profitieren auch die Einsatzkräfte der lokalen Wasserwehr. Zur Wahrnehmung der Wasserwehrdienste erhielt die Feuerwehr zudem 25.000 Euro an Fördermitteln für die Anschaffung von Ausstattung. Die Erstausstattung der kommunalen Hochwasserabwehr wird im Rahmen des Landesprogramm Hochwasserschutz 2022-2027 durch das Umweltministerium gefördert. Eine sogenannte „Boxwall“, ein mobiles Hochwasserschutzsystem als Alternative zu Sandsäcken, führten die Kräfte der Wasserwehr beim Besuch vor.
Um noch mehr Wasser- und Feuerwehren zu unterstützen, können Thüringer Gemeinden seit dem 19. Juli 2023 mit einer vereinfachten Förderung Pauschalbeträge für die Erstausstattung der Wasserwehren bzw. Feuerwehren beantragen. Die Höhe der Pauschalen ergibt sich aus dem lokalen Hochwasserrisiko und Schadenspotential im Hochwasserfall. Gefördert werden mit maximal 50.000 Euro je Gemeinde unter anderem:
• Persönliche Schutzausrüstung (Stiefel, Warnwesten, Watthosen, Helme, Regenjacken etc.)
• Mobile Schutzelemente und Einsatzmittel (Sandsäcke, Sandsackbefüllgerät, Tauchpumpen, Nass- und Trockensauger etc.)
• Logistik (GPS-Geräte, Mobiltelefone, Anhänger, Notstromaggregate, Beleuchtungssatz, Markierungsfähnchen etc.)
• Sachausgaben zum Aufbau eines Hochwasserinformationssystems oder für die Erstellung von Alarm- und Einsatzplänen
In den letzten Jahren wurde die Erstausstattung von 15 Feuerwehren und Wasserwehren mit ca. 375.000 EUR gefördert. Mit dem vereinfachten Förderprogramm sollen nun weitere Wehren ausgestattet werden. Weitere Informationen zur Einrichtung eines Wasserwehrdienstes und zum Thüringer Landesprogramm Hochwasserschutz 2022-2027 sind auf der Seite https://aktion-fluss.de zu finden.

Hintergrund:
Im Gegensatz zu Überschwemmungen durch erhöhte Wasserstände in den Gewässern z. B. infolge von langanhaltendem Dauerregen oder Schneeschmelze, treten Starkregenereignisse und ihre Folgen in der Regel sehr plötzlich auf und sind, wenn überhaupt, nur sehr kurzfristig vorhersagbar. Die für Anfang 2024 geplante Veröffentlichung der Hinweiskarte für Starkregengefahren, die derzeit im Auftrag des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie für Thüringen entwickelt wird, wird helfen, durch Sturzfluten gefährdete Ortslagen zu identifizieren.
Im Sinne der kommunalen Selbstvorsorge sollen dann die Gemeinden in die Lage versetzt werden, eigene Warnpegel mit Unterstützung/Beratung durch das TLUBN einzurichten und in Eigenregie zu betreiben. Weitere Pilotprojektes sind z. B. für die Städte Jena und Erfurt geplant. Zur Unterstützung der Gemeinden bei der Einrichtung der Wasserwehrdienste in Thüringen hat das TMUEN die „Handlungsempfehlung zur Einrichtung eines gemeindlichen Wasserwehrdienstes in Thüringen“ veröffentlicht (https://aktion-fluss.de/downloadbereich/ unter „Handreichungen“).
https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/starkregen-und-hochwasservorsorge-mehr-geld-fuer-die-hochwasserabwehr-in-sonneberg-erleichterte-foerderung-fuer-gemeinden

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Informationen aus Baden-Württemberg

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Zu den Archiv Meldungen aus 2010 bis 2022.

2025


2024

2023


Blaues Gut – wir machen Gewässer besser

Gutes Wasser ist keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas, das wir schützen und pflegen müssen. Wasser ist etwas ganz Besonderes: unser Blaues Gut. Deshalb hat das Umweltministerium die gleichnamige Initiative ins Leben gerufen. Wir möchten auf die vielen Aktivitäten aufmerksam machen, mit denen wir Gewässer zu einem besseren Lebensraum für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns Menschen verwandeln. Grundlage dafür sind die Standards der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und die für Baden-Württemberg erarbeiteten Pläne und Programme.

Auf einer eigenen Internetseite stellt Ihnen die Initiative „Blaues Gut – wir machen Gewässer besser“ bereits erfolgreich umgesetzte Maßnahmen vor. Denn Baden-Württemberg unternimmt seit Jahren enorme Anstrengungen, um die Qualität der Gewässer zu verbessern. Außerdem erhalten Sie auf der Internetseite Tipps, wie und wo Sie unsere heimischen Gewässer selbst erleben können. Politischen Entscheidern geben wir Hilfestellung, wie Sie selbst Maßnahmen in Ihrer Gemeinde oder in Ihrer Stadt erfolgreich realisieren können.

mehr: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/wasser/blaues-gut

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Masterplan gegen zunehmende Wasserknappheit

Die Landesregierung reagiert mit dem Masterplan Wasserversorgung auf zunehmende Wasserknappheit. Er unterzieht die Wasserversorgung aller Kommunen einem Klimacheck. Das Land erhöht die Fördermittel für die Anpassung der Versorgungsinfrastruktur.
Der Extern: Masterplan Wasserversorgung (Öffnet in neuem Fenster) der Landesregierung unterzieht die Extern: Wasserversorgung (Öffnet in neuem Fenster) aller Kommunen einem Klimacheck. Umweltministerin Thekla Walker hat am Dienstag, 15. Juli 2025, im Ministerrat eine erste Zwischenbilanz zum Masterplan Wasserversorgung vorgestellt. Ziel des Masterplans ist eine zukunftsfähige Wasserversorgung mit Trinkwasser in den Kommunen des Landes. Die Untersuchungen berechnen die Wassersituation im Jahre 2050. Zwischenergebnisse zeigen: Mehr als die Hälfte der Kommunen wird den Spitzenbedarf an Trinkwasser 2050 nicht decken können. Die Landesregierung erhöht daher die Fördermittel für die Anpassung der Versorgungsinfrastruktur auf 88 Millionen Euro in 2026.

mehr: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/masterplan-gegen-zunehmende-wasserknappheit?&pk_medium=newsletter&pk_campaign=250715_newsletter_daily&pk_source=newsletter_daily&pk_content=Link+Mehr+lesen

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85 Millionen Euro für Hochwasserschutz und Gewässerökologie

Das Land stellt 85 Millionen Euro für den Hochwasserschutz und die Gewässerökologie an Gewässern erster Ordnung in Baden-Württemberg bereit.
Für Investitionen in den Extern: Hochwasserschutz und für gewässerökologische Maßnahmen an den Gewässern erster Ordnung stellt die Landesregierung den Landesbetrieben Gewässer bei den vier Regierungspräsidien im Land in diesem Jahr über 85 Millionen Euro bereit. Die Mittel stammen aus dem Wasserentnahme- und Wassernutzungsentgelt. Damit sind die Gelder zweckgebunden und müssen für wasserwirtschaftliche und gewässerökologische Belange verwendet werden.

mehr: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/85-millionen-euro-fuer-hochwasserschutz-und-gewaesseroekologie-1?&pk_medium=newsletter&pk_campaign=250612_newsletter_daily&pk_source=newsletter_daily

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Land und Kommunen bekennen sich zum Klimaschutz

Das Land und Vertreter der Kommunalen Landesverbände haben eine Fortschreibung des Klimapakts unterzeichnet. Die Fördermittel für kommunale Klimaschutzmaßnahmen werden deutlich aufgestockt.
Das Land Baden-Württemberg und die Kommunalen Landesverbände (KLV) haben ihr Bekenntnis zum Extern: Klimaschutz (Öffnet in neuem Fenster) fortgeschrieben und erweitert. Den bis Ende 2026 gültigen Extern: Klimapakt (Öffnet in neuem Fenster) haben am 28. April 2025 Umweltministerin Thekla Walker, Steffen Jäger (Präsident Extern: Gemeindetag Baden-Württemberg (Öffnet in neuem Fenster)), Ralf Broß (Vorstand Extern: Städtetag Baden-Württemberg (Öffnet in neuem Fenster)) und Professor Dr. Alexis von Komorowski (Hauptgeschäftsführer Extern: Landkreistag Baden-Württemberg (Öffnet in neuem Fenster)) unterschrieben.

Mit der Unterzeichnung bekennen sich die kommunalen Verbände zur Vorbildwirkung der öffentlichen Hand beim Klimaschutz, bei der Extern: Klimawandelanpassung (Öffnet in neuem Fenster) und zu den Zielen des Extern: Klimaschutz-Gesetzes des Landes (Öffnet in neuem Fenster). Dazu gehört auch das Ziel, bis 2040 netto-treibhausgasneutrale Kommunalverwaltungen zu erreichen. Der Pakt wurde um das wichtige Thema Klimawandelanpassung erweitert.

mehr: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/land-und-kommunen-bekennen-sich-zum-klimaschutz?&pk_medium=newsletter&pk_campaign=250502_newsletter_weekly&pk_source=newsletter_weekly

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Trinkwasserpreise gestiegen

Die Trinkwasserpreise der privatrechtlichen Wasserversorger sind seit 2023 im Schnitt um 13,49 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Übersicht des Umweltministeriums hervor.

Die beim Umweltministerium angesiedelte Landeskartellbehörde für Energie und Wasser Baden-Württemberg hat zum Stichtag 1. Januar 2025 die Trinkwasserpreise von denjenigen 84 Wasserversorgungsunternehmen erhoben und veröffentlicht, die privatrechtliche Entgelte von ihren Kundinnen und Kunden verlangen und damit den Vorschriften des Kartellrechts unterliegen. Diese Unternehmen versorgen hauptsächlich Städte, größere Gemeinden und Ballungszentren. Wassergebühren von öffentlich-rechtlich tätigen Wasserversorgern wurden nicht erhoben.

mehr: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/trinkwasserpreise-gestiegen?&pk_medium=newsletter&pk_campaign=250327_newsletter_daily&pk_source=newsletter_daily

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Kommunales Abwasser: Lagebericht 2023

Eine EU-Richtlinie (Kommunalabwasserrichtlinie vom 21. Mai 1991) legt in Artikel 16 fest, dass alle zwei Jahre ein Lagebericht über die Beseitigung von kommunalen Abwässern und Klärschlamm zu veröffentlichen ist. Der vorliegende Lagebericht schildert die Abwassersituation für das Jahr 2022. (Maximale Bestellmenge: 5)

mehr: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/publikationen?tx_rsmbwpublications_pi1%5Bsearch%5D=abwasser&tx_rsmbwpublications_pi1%5Btopics%5D=-1&tx_rsmbwpublications_pi1%5Bsubmit%5D=1&tx_rsmbwpublications_pi1%5BformHighlight%5D=form-group-pubkyeyword

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212,2 Millionen Euro für kommunale Wasserwirtschaft

Das Land unterstützt im Jahr 2025 Städte und Gemeinden in der Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Hochwasserschutz und Gewässerökologie mit insgesamt 212,2 Millionen Euro.

Investitionen zum Schutz der Umwelt und der Infrastruktur
„Starkregen, Hochwasser, Trockenheit und Dürre – in den letzten Jahren wurden die Auswirkungen des Klimawandels für uns alle spürbar. Diese Herausforderungen zeigen uns deutlich, wie wichtig eine effektive und moderne Wasserwirtschaft ist. Daher unterstützen wir auch im Jahr 2025 die Kommunen im Land auf gewohnt hohem Niveau mit unserem Förderprogramm Wasserwirtschaft bei ihren wichtigen Investitionen in die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung, den Hochwasserschutz und die Gewässerökologie“, erklärt Umweltministerin Thekla Walker anlässlich der Bekanntgabe der Fördermittel. „Damit schützen wir nicht nur unsere Gewässer und die Umwelt, sondern verbessern auch unsere Infrastruktur – davon profitieren Menschen und Natur im ganzen Land.“

mehr: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/2122-millionen-euro-fuer-kommunale-wasserwirtschaft?&pk_medium=newsletter&pk_campaign=250411_newsletter_weekly&pk_source=newsletter_weekly

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Starkregen und Hochwasser prägten das Jahr 2024

„Land unter“ in Baden-Württemberg: Der klimatische Jahresrückblick der Landesanstalt für Umwelt zeigt, wie stark die Folgen des Klimawandels im Land bereits spürbar sind.

Klimaschutz bleibt zentrale Aufgabe
„Die Konsequenzen des Klimawandels zeigen sich überdeutlich und wir alle spüren sie am eigenen Leib. Das macht vielen zu schaffen. Es muss in erster Linie aber Ansporn sein, zu handeln. Wir dürfen auf keinen Fall in unseren Anstrengungen zum Schutz des Klimas nachlassen. Und wir müssen uns bestmöglich aufstellen, um uns gegen die bereits sichtbaren Folgen des Klimawandels zu wappnen. Wir haben Möglichkeiten, uns besser gegen Hitze, Dürre und Wassermassen zu schützen. Diese Instrumente gilt es zu nutzen“, erklärt Umweltministerin Thekla Walker.

mehr: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/starkregen-und-hochwasser-praegten-das-jahr-2024-1?&pk_medium=newsletter&pk_campaign=250325_newsletter_daily

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Umwelttechnikpreis 2025 ausgeschrieben

Das Land zeichnet baden-württembergische Unternehmen für ihre klima- und ressourcenschonenden Verfahren und Produkte mit dem Umwelttechnikpreis 2025 aus.

Bis zum 4. April 2025 können sich Unternehmen mit einem Sitz oder einer Niederlassung in Baden-Württemberg für Umwelttechnikpreis 2025 bewerben. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 100.000 Euro Preisgeld dotiert. Vergeben wird der Preis vom Umweltministerium Baden-Württemberg an Unternehmen im Land, die mit ihren innovativen Produkten, Technologien und Verfahren einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt oder zur Schonung der natürlichen Ressourcen leisten.

mehr: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/umwelttechnikpreis-2025-ausgeschrieben?&pk_medium=newsletter&pk_campaign=250220_newsletter_daily&pk_source=newsletter_daily

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Klimaatlas geht an den Start – zentrales Portal zum Klimawandel

Der Klimaatlas zeigt, wie sich das Klima entwickelt, welche Folgen sich daraus ergeben und wie sich Kommunen am besten vor Risiken schützen können.

Der Klimaatlas Baden-Württemberg ist das zentrale Online-Portal für Daten und Informationen zum Klimawandel in Baden-Württemberg. Es zeigt sowohl das vergangene und aktuelle Klima als auch die voraussichtliche Entwicklung – auf Landesebene bis hin zu einzelnen Kommunen. Damit ist der Klimaatlas ein Schlüsselwerkzeug für Kommunen, Planende sowie Bürgerinnen und Bürger, um sich besser auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten.

mehr: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/klimaatlas-geht-an-den-start-zentrales-portal-zum-klimawandel

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Umweltdaten 2024 jetzt interaktiv und digital verfügbar

Die Umweltdaten 2024 zeigen Erfolge bei der Verbesserung der Luftqualität und im Klimaschutz, gleichzeitig bleibt der Klimawandel weiterhin die größte Herausforderung.

Mit dem heutigen „Go-Live“ des neuen Web-Angebotes „Umweltdaten 2024“ haben das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg den 16. Umweltzustandsbericht vorgestellt. Erstmals erscheint der Bericht ausschließlich in digitaler Form und stellt die zahlreichen Umweltdaten auf einer modernen Plattform gut strukturiert zur Verfügung.

mehr: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/umweltdaten-2024-jetzt-interaktiv-und-digital-verfuegbar

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Grundwasser in Baden-Württemberg: Weniger Schadstoffe, Herausforderungen bleiben

aden-Württemberg/Karlsruhe. Die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg hat heute ihren Jahresbericht zur Grundwasserqualität 2023 veröffentlicht. Sowohl Menge als auch Güte des Grundwassers im Land werden kontinuierlich überwacht. Nach Abschluss eines Kalenderjahres werden die erfassten Schadstoffe und Messwerte systematisch geprüft, umfangreich ausgewertet und schließlich in einem Bericht zusammengefasst. Der Fokus für den Bericht 2023 lag auf den Schadstoffen: Nitrat, Pflanzenschutzmittel, leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe und metallische Spurenstoffe.

Die Konzentration vieler Schadstoffe geht zurück, aber Nitrat stellt landesweit immer noch die größte Belastung für das Grundwasser dar. Das Konzentrationsniveau von Nitrat ist weiterhin an vielen Stellen deutlich zu hoch“, fasst Dr. Ulrich Maurer, Präsident der LUBW, die zahlreichen Ergebnisse zusammen. Er betont: „Grundwasser hat ein langes Gedächtnis. Das zeigen uns beispielsweise die gemessenen Werte für Pflanzenschutzmittel, deren Einsatz seit Jahren verboten ist. Einmal eingetragene Schadstoffe brauchen oft Jahrzehnte, um im Grundwasser abgebaut zu werden. Das betrifft uns unmittelbar, werden doch 70 Prozent unseres Trinkwassers aus Grund- und Quellwasser gewonnen.“

Nitrat bleibt Hauptbelastung für das Grundwasser – Rückgang stagniert

Nitrat in Boden und Grundwasser ist im Wesentlichen auf den Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft zurückzuführen. Der Schwellenwert für Nitrat von 50 Milligramm pro Liter (mg/l) wird weiterhin an rund 8 Prozent der untersuchten Messstellen überschritten, der Warnwert von 37,5 mg/l an etwa 17 Prozent. Somit ist Nitrat weiterhin der Schadstoff, der am häufigsten gesetzlich festgelegte Schwellenwerte überschreitet. Seit Beginn der systematischen Messungen im Jahr 1994 ging die gemessene mittlere Konzentration im Grundwasser um rund 24 Prozent zurück. In den letzten fünf Jahren stagniert diese Entwicklung, und das Konzentrationsniveau bleibt nahezu unverändert.

mehr: https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/-/grundwasser-in-baden-w%C3%BCrttemberg-

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Wärmenutzung aus Abwasser

Leitfaden für Inhaber, Betreiber und Planer von Abwasserreinigungsanlagen und Kanalisationen
Vorworte
Abwärme aus Abwasser – ein unterschätztes Potenzial

Für uns Abwasserfachleute – Betreiber von Kanalisationen, Klärmeister, Planer von Anlagen und Wissenschafter der EAWAG – war Abwasser schon immer eine Energieressource. Seit vielen Jahren nutzen wir Klärgas als Brennstoff zur Erzeugung von Wärme und Elektrizität. Jahrzehnte lang verwerteten wir Klärschlamm als Dünger (Energierohstoff) in der Landwirtschaft; heute liefern wir ihn in Energieanlagen, die Fernwärme und Strom auskoppeln. Die Energie im Abwasser liegt aber nicht nur als organische Substanz und chemische Verbindungen vor, sondern auch in Form von thermischer Energie. Grund: Beim Gebrauch des Wassers in Haushalten, Gewerbe und Industrie erfolgt eine Erwärmung. Anstatt dass wir diese Wärme mit dem Abwasser an die Umwelt abgeben, können wir sie nutzen. Mit Hilfe von Wärmepumpen lassen sich damit Gebäude heizen und Warmwasser erzeugen.
Die Technik der Abwasserwärmenutzung ist ausgereift und erprobt. Bei richtiger Planung und Ausführung der Anlagen entsteht weder für die Siedlungsentwässerung noch für die Abwasserreinigung ein Nachteil. Wenn wir das Abwasser durch die Wärmeentnahme dabei leicht abkühlen, machen wir nichts anderes, als es ein Stück weit in seinen natürlichen Ursprungszustand zurückzuführen – ähnlich wie wenn wir das Abwasser in Kläranlagen reinigen. Wärmenutzung aus Abwasser ist also sozusagen eine erweiterte Form der Abwasserreinigung.
Es gibt in fast jeder Gemeinde Kanäle, die sich für die Energienutzung aus Abwasser eignen – vielleicht auch bei Ihnen. Darüber, wie die Wärmenutzung aus Abwasser funktioniert und wie vorzugehen ist, informiert dieser Leitfaden.
https://um.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-um/intern/Dateien/Dokumente/5_Energie/Energieeffizienz/Abwasserwaermenutzung/Leitfaden_Ratgeber/Leitfaden_Waerme_aus_Abwasser.pdf

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Energiewende in Baden-Württemberg

Klimabilanz 2023 des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg
Treibhausgas-Ausstoß auf dem niedrigsten Stand seit 1990: „Der massive Rückgang der Treibhausgas-Emissionen ist ein großer Erfolg der Menschen im Land“, sagt Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Energie und Klimaschutz.
Im Jahr 2023 wurden in Baden-Württemberg nach ersten Schätzungen des Statistischen Landesamtes 62,7 Millionen (Mill.) Tonnen Treibhausgase1 ausgestoßen. Gegenüber dem Vorjahr gingen die Emissionen um 9,3 Mill. Tonnen bzw. 12,9 % zurück. Damit ist der Treibhausgasausstoß auf den niedrigsten Stand seit 1990 gefallen. Sogar das pandemiebedingt niedrige Emissionsniveau 2020 wurde deutlich unterschritten (−6,3 Mill. Tonnen gegenüber 2020). Für die im Klimagesetz des Landes formulierte Zielerreichung für das Jahr 20302 ist eine weitere Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes in Höhe von 30,9 Mill. Tonnen CO2-Äquivalenten bzw. 49 % gegenüber dem Jahr 2023 erforderlich.
Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Energie und Klimaschutz: „Der massive Rückgang der Treibhausgas-Emissionen ist ein großer Erfolg der Menschen im Land. Die Bürgerinnen und Bürger bauen Solaranlagen an den Balkon oder auf ihr Dach, sie erneuern die Heizung, sie sparen Energie. Unternehmen stellen auf klimafreundliche Produktion um, Kommunen treiben die Wärmewende voran, Behörden machen Tempo bei den Genehmigungen von Anlagen erneuerbarer Energie.
Die Energiewende in Baden-Württemberg funktioniert. Die Energiewirtschaft ist dank des Ausbaus der Erneuerbaren inzwischen deutlich weniger anfällig für das Preisroulette der Öl- und Gasbörsen. Insbesondere die Solarrekorde der vergangenen Jahre sorgen dafür, dass der Rückgang von Treibhaus-Emissionen in keinem Bereich so hoch ist wie im Sektor Strom-Produktion. Diese Entwicklung beschleunigt sich. 2024 hat der Zubau an Solarenergie in den ersten sechs Monaten des Jahres die Gigawatt-Grenze durchbrochen. Teure Kohlekraftwerke werden immer seltener gebraucht, so dass auch die Preise sinken. Das zeigt: Klimaschutz schützt auch unseren Wohlstand.“
Im Jahr 2023 stammte mit Abstand der größte Teil der Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrsbereich (32 %) gefolgt von den Sektoren Energiewirtschaft und Gebäude mit jeweils einem Anteil von 23 %. Die Industrie verursachte 2023 insgesamt knapp 15 %, die Landwirtschaft 7 % der gesamten Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg. Der Bereich Abfall- und Abwasserwirtschaft war 2023 für weniger als 0,5 % der Gesamtemissionen verantwortlich.
Der wesentliche Beitrag zur gesamten Emissionsreduktion 2023 kam von der Energiewirtschaft. Nach einem zweijährigen Anstieg (2022: +11,6 %; 2021: +35,8 %) gingen die Treibhausgasemissionen des Energiesektors durch die zuletzt stark gesunkene Steinkohleverstromung kräftig um 31,6 % zurück. Die Bruttostromerzeugung aus Steinkohle verzeichnete 2023 einen erheblichen Rückgang (−46 %).
Auch der Treibhausgas-Ausstoß der Industrie lag im Jahr 2023 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (−14,5 %).
Im Verkehrssektor wurden 2023 insgesamt nur geringfügig mehr Treibhausgase ausgestoßen als im Vorjahr. Der Anstieg lag bei 0,3 %. Allerdings liegen die Treibhausgasemissionen des Verkehrs immer noch auf dem Niveau des Referenzjahres 1990.
Die Treibhausgasemissionen des Gebäudesektors sind im Jahr 2023 um 7,7 % gesunken. Hauptgründe für den Rückgang waren die im Vergleich zum Vorjahr milde Witterung während der Heizperiode sowie anhaltende Einsparbemühungen.
Die Treibhausgas-Emissionen der Landwirtschaft sanken im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 %. Der Rückgang der Emissionen gegenüber dem Vorjahr 2022 resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Tierbestände und einer reduzierten Stickstoffdüngung.Mehr:
https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/klimabilanz-2023-des-statistischen-landesamtes-baden-wuerttemberg

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Wasser- und Abwassergebühren steigen stärker als die Inflationsrate

Trotzdem kostet der Liter Leitungswasser weiterhin weniger als 0,5 Cent
Die Gebühr für Wasser und Abwasser ist zwischen 2023 und 2024 – Stichtag 1. Januar – stark gestiegen. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hierzu mitteilt, verteuerte sich die verbrauchsbezogene Wasser- und Schmutzwassergebühr im Landesdurchschnitt um jeweils rund 6 % und die Grundgebühr für die Wasserversorgung um 10 %. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex (Inflationsrate) – zwischen Januar 2023 und Januar 2024 waren es +3,2 % – wird damit deutlich übertroffen. Zwischen 2022 und 2023 zogen die Wasser- und Schmutzwassergebühr durchschnittlich bereits um jeweils rund +5 % und die Grundgebühr um +9 % an, blieben dagegen ebenso deutlich hinter der Inflationsrate zurück, die bei +8,5 % lag. Die Niederschlagswassergebühr stieg in beiden Zeiträumen um rund 3 %.
Die Gebührenentwicklung in den einzelnen Gemeinden kann deutlich vom Landesdurchschnitt abweichen. Bei den die Wasserrechnung üblicherweise dominierenden Gebührenbestandteilen – die verbrauchsbezogene Wasser- und Schmutzwassergebühr – gab es in rund der Hälfte der Gemeinden (Wasser: 53 %, Schmutzwasser: 49 %) gegenüber 2023 keine Veränderung. In vergleichsweise wenigen Gemeinden verringerte sie sich, indem zunächst zu viel erhobene Gebühren ausgeglichen wurden (Wasser: 4 %, Schmutzwasser: 10 %). Dagegen erhöhte sich die Gebühr in jeweils rund 40 % der Gemeinden (Wasser: 43 %, Schmutzwasser: 41 %). Zwischen 2022 und 2023 waren bei der verbrauchsbezogenen Wasser- und Schmutzwassergebühr weniger Gemeinden von einer Teuerung betroffen und in mehr Gemeinden blieb die Gebühr konstant.

Preiswertes Wasser aus dem Hahn
Im Jahr 2024 beträgt die Wassergebühr im Landesdurchschnitt 2,59 Euro je Kubikmeter (EUR/m³) und damit 15 Cent mehr als 2023. Beim Schmutzwasser sind es 2,24 EUR/m³, 13 Cent mehr als 2023. Die durchschnittliche verbrauchsbezogene Gebühr für Wasser und Schmutzwasser beläuft sich damit auf 4,83 EUR/m³ und bezogen auf einen Liter Leitungswasser auf weiterhin weniger als 0,5 Cent.

Seit gut 10 Jahren stabile Tarifstruktur
Die Gebühr für das von befestigten, an die Kanalisation angeschlossenen Grundstücksflächen eingeleitete Niederschlagswasser liegt nun bei 0,52 Euro je Quadratmeter (EUR/m²). Das ist rund 1 Cent mehr als 2023. Die gesplittete Abwassergebühr, die zwischen Schmutz- und Niederschlagswasser unterscheidet, hat sich im Land ab 2010 durchgesetzt und wird 2024 in 1 073 von 1 101 Gemeinden erhoben. Die sogenannte Einheitsgebühr mit einer gemeinsamen Abrechnung von Schmutz- und Niederschlagswasser wird in 28 überwiegend kleinen Gemeinden beibehalten.
Die jährliche Grundgebühr für die Wasserversorgung, die sich zumeist auf die Zählergröße bezieht, erhöhte sich zwischen 2023 und 2024 um durchschnittlich rund 6 auf 64 EUR. In fast allen Gemeinden (1 083 Gemeinden) gibt es eine solche Grundgebühr. In der mehr als 30-jährigen Zeitreihe der Statistik blieb diese Zahl beinahe unverändert. Eine zusätzliche Grundgebühr für das Abwasser wird dagegen von jeher nur in wenigen Gemeinden erhoben. Sie beschränkt sich 2024 auf 65 Gemeinden.

Gebührenunterschiede in den Gemeinden
Die Trinkwassergebühr liegt 2024 zwischen 0,64 und 5,69 EUR/m³ und die Schmutzwassergebühr zwischen 0,36 und 8,06 EUR/m³. Die Spanne beim Niederschlagswasser bewegt sich vom temporären Aussetzen der Gebühr (0,00 EUR/m²) bis 1,35 EUR/m². Minimum und Maximum bei der jährlichen Grundgebühr für die Wasserversorgung sind 3,85 und 260,40 EUR.
In den Gebührenunterschieden äußern sich die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort. Die Gestehungskosten hängen unter anderem von der Siedlungsstruktur, der Topografie, der Qualität und Quantität der Wasservorkommen, den Anforderungen an die Abwasserbehandlung und vom Zustand des Wassernetzes und der Kanalisation ab. Darüber hinaus kommen unterschiedliche Ansätze bei der Gebührenkalkulation zum Tragen, wodurch zum Beispiel die Grundgebühr belastet und die Verbrauchsgebühr entlastet wird.

Kontakt
Pressestelle
Tel.: +49 711 641-2451
E-Mail: Pressestelle
Fachliche Rückfragen
Karin Rommel
Tel.: +49 711 641-2633

Wasserstatistik
https://www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2024206

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Masterplan Wasserversorgung  – Klimawandel

Der Klimawandel hat bereits spürbare Auswirkungen auf die Wasserversorgung. Diese werden sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten verschärfen. Das Umweltministerium und das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz erheben daher mit dem Projekt „Masterplan Wasserversorgung“ landesweit die Versorgungsstruktur der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg.
Das Projekt „Masterplan Wasserversorgung“ prognostiziert die Entwicklung der Wasserressourcen bis 2050. Es schätzt zudem die Bevölkerungsentwicklung und den zukünftigen Trinkwasserbedarf ab, analysiert die heutige Versorgungsstruktur und gibt den Verantwortlichen vor Ort konkrete Empfehlungen, wie sie Wassermangel in Zukunft vorbeugen können.
Umweltministerin Thekla Walker: „Neben Klimaschutz ist die Anpassung an den nicht mehr vermeidbaren Klimawandel das Gebot der Stunde. Wetter- und Wasserextreme werden zunehmen. Mit den Daten des Projekts Masterplan Wasserversorgung können die Kommunen und Wasserversorger jetzt tätig werden und Wasserkrisen in der Zukunft vorbeugen.“
Verbraucherschutzminister Peter Hauk MdL: „Trinkwasser von hoher Qualität ist ein Grundbedürfnis unserer Bürgerinnen und Bürger. Die Menschen in Baden-Württemberg erwarten zurecht, dass jederzeit einwandfreies Trinkwasser in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Diesem Anspruch wollen und müssen wir als Landesregierung gerecht werden. Mit dem Projekts Masterplan Wasserversorgung legen wir den Grundstein dafür, dass unsere Trinkwasserversorgung auch zukünftig gesichert bleibt.“
Nach einer etwa einjährigen Phase der Datenerhebung werden nun die Ergebnisse der zweiten Charge den beteiligten Kommunen übergeben. Diese zweite Welle analysiert die Wasserversorgung von 235 Städten und Gemeinden in neun Landkreisen: Schwäbisch Hall, Hohenlohekreis, Neckar-Odenwald-Kreis, Freudenstadt, Rottweil, Zollernalbkreis, Sigmaringen, Emmendingen und Ortenaukreis.
Die Ergebnispräsentationen starteten am 18. Juni 2024 für die Kommunen im Landkreis Emmendingen und am 19. Juni für die Kommunen der Landkreise Sigmaringen und Zollernalb.
Die Analyse zeigt, dass die Versorgungssicherheit aktuell grundsätzlich gegeben ist. Bei fast allen Versorgungsbereichen kann der mittlere Bedarf in vollem Umfang gedeckt werden.
Klimaprognosen bis 2050 zeigen jedoch, dass in manchen Teilen des Landes bis zu 20 Prozent weniger Grundwasser neu gebildet werden. In den Sommern ist mit einer deutlichen Temperaturzunahme, längeren Trockenperioden und häufigeren extremen Wetterereignissen wie Starkregen zu rechnen. Diese Veränderungen ziehen einen erhöhten Wasserbedarf in der Landwirtschaft und in der öffentlichen Wasserversorgung nach sich.
Bei 20 Prozent der untersuchten Kommunen besteht daher mit Blick auf 2050 Handlungsbedarf.
Die Empfehlungen für die verantwortlichen Kommunen und öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen reichen von einer Anpassung der Bezugsrechte bei einem Zweckverband bis zur Prüfung, bisher ungenutzte lokale Wasservorkommen zu erschließen und entsprechende eigene Infrastruktur zu bauen.
Noch größerer Handlungsbedarf sehen die Analysen hinsichtlich des so genannten zweiten Standbeins. Dies beschreibt die Möglichkeit, die Wasserversorgung aufrecht zu erhalten, wenn das größte Wasservorkommen oder die größte Bezugsquelle ausfallen sollte. Ein zweites Standbein ist aktuell nur bei etwa 20 Prozent der Versorgungsbereiche uneingeschränkt vorhanden. Bis 2050 sinkt dieser Wert auf unter zehn Prozent, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden.
https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/masterplan-wasserversorgung?&pk_medium=newsletter

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Umweltministerkonferenz fordert mehr Bundesmittel für Hochwasserschutz

Auf Antrag Baden-Württembergs fordert die Umweltministerkonferenz den Bund auf, Kürzungen bei Bundesmitteln für den Hochwasserschutz zurückzunehmen. Ministerin Thekla Walker: „Angesichts der Folgekosten von Überschwemmungen lohnen sich Investitionen in Hochwasserschutz immer“
Bisher hat der Bund den Ländern für diesen Zweck jährlich 100 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Im Zuge des Haushaltsurteils des Bundesverfassungsgerichtes sollen diese Mittel 2025 auf 50 Mio. Euro reduziert werden. Für 2024 sind die Mittel noch in voller Höhe durch Haushaltsreste gesichert.
Umweltministerin Thekla Walker: „Wir haben in den vergangenen Tagen erleben müssen, was Hochwasser und Starkregen anrichten, wenn der Schutz nicht ausreicht. Die Erderwärmung macht solche Wettereignisse wahrscheinlicher und auch ihre Wucht wird zunehmen. Investitionen in Dämme, renaturierte Ufer und Rückhaltebecken lohnen sich immer. Die Folgeschäden von Einsparungen an dieser Stelle wären weitaus größer. Ich appelliere daher an Bundesfinanzminister Lindner, dem Haushalt die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Hochwasserschutz ist die Elementarversicherung unserer Gesellschaft gegen Naturkatastrophen.“
Baden-Württemberg hat seit Bestehen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms 2015 insgesamt 129,7 Millionen Euro an GAK-Mitteln abgerufen. Die eigenen Ausgaben für den Hochwasserschutz liegen aktuell bei 115 Millionen Euro jährlich. Die Bundesmittel werden hauptsächlich für den Bau der Rückhalteräume des Integrierten Rheinprogramms (IRP) und für Dammrückverlegungsmaßnahmen verwendet.
Thekla Walker: „Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. Der Bund muss die Finanzierung der Maßnahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms bedarfsgerecht und vor allem langfristig sicherstellen. Der Bedarf wird wachsen.“
Als Folge aus den aktuellen Hochwassern halten die Umweltministerinnen und -Minister es zudem für notwendig, Planungsträger für ihre Verantwortung bei einer Bauleitplanung in besonders schadensgefährdeten Gebieten zu sensibilisieren.
https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/umweltministerkonferenz-fordert-mehr-bundesmittel-fuer-hochwasserschutz?&pk_medium=newsletter

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Städte- und Gemeindebund: Eigenvorsorge bei Hochwasserschutz

Angesichts des verheerenden Hochwassers in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs fordert der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Uwe Brandl (CSU), ein Umdenken. «Allen voran braucht es mehr Eigenverantwortung, Eigenvorsorge und Bereitschaft der Gesellschaft, das Problem gemeinsam anzugehen und auch selber aktiv zu werden», sagte Brandl der «Augsburger Allgemeinen» (Montagsausgabe). «Dazu gehört es, Grundstücke abzugeben, wenn das zum Hochwasserschutz erforderlich ist, aber auch die Mitfinanzierung von Schutzmaßnahmen oder der Verzicht auf das Bauen im Überschwemmungsbereich.» …mehr:

https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/staedte-und-gemeindebund-eigenvorsorge-bei-hochwasserschutz-19760610.html

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Aktuelle Beihilfemaßnahmen

Die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) wurde von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen, um eine bessere Prioritätensetzung bei der Durchsetzung des Beihilferechts und eine stärkere Vereinfachung zu ermöglichen und zu mehr Transparenz, einer wirksamen Evaluierung und besseren Kontrolle der Einhaltung der Beihilfevorschriften auf nationaler und Unionsebene beizutragen. Dort aufgeführte Gruppen von Beihilfen sind mit dem Binnenmarkt vereinbar und daher von der Anmeldepflicht bei der Europäischen Kommission befreit.
Das Umweltministerium veröffentlicht gemäß Artikel 9 der Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung im Folgenden von ihm geförderte Vorhaben.
Aufständerung: Wettbewerb: „Auf dem Weg zur Klimaneutralität“ (Teil 2)
Bewilligungsbescheid CO2-Aufbereitungsanlage Leonberg
Carbonatisierungsanlage zur CO2-Beaufschlagung rezyklierter Gesteinskörnung
H2Rhein-Neckar
Verbundforschungsprojekt „Innovationslabor Ultraeffizienzfabrik“
https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/oeffentliche-bekanntmachungen/aktuelle-agvo-beihilfemassnahmen

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Abwasserinfrastruktur: mehr Trennkanalisation, mehr Regenbecken

Zur European Green Week 2024
Die Neuerschließung bebauter Flächen erfolgt mittlerweile überwiegend im Trennsystem, das Schmutz- und Regenwasser in getrennten Kanälen ableitet. Basis der öffentlichen Kanalisation im Land ist weiterhin das klassische Mischsystem zur gemeinsamen Ableitung von Schmutz- und Regenwasser. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hierzu mitteilt, wurden seit Anfang der 2000er-Jahre im Land mehr Trennkanäle als Mischwasserkanäle gebaut. Zwischen 2019 und 2022 kamen weitere rund 1 200 Kilometer (km) Trennkanalisation – 700 km für Regenwasser und 500 km für Schmutzwasser – gegenüber rund 500 km Mischwasserkanälen neu hinzu. Der Anteil der Trennkanalisation an der gesamten öffentlichen Kanalisation erhöhte sich damit zum 31.12.2022 auf rund 35 %. Insgesamt waren es 2022 gut 82 000 km öffentliche Kanalisation, von denen knapp 54 000 km auf das Mischsystem und knapp 29 000 km auf das Trennsystem entfielen. Das Trennsystem besteht gerundet je hälftig aus Schmutz- und Regenwasserkanälen.1
Eine kompakte Siedlungsstruktur verringert den Aufwand, den die Kommunen für den Bau und die Instandhaltung der Kanalisation haben. Die Siedlungsstruktur spiegelt sich in einer Kennzahl wider, die sich aus der Länge der Kanalisation und den daran angeschlossenen Einwohnerinnen und Einwohnern berechnet. Die Spanne zwischen den Gemeinden ist groß und reicht von 2,7 Meter (m) je Einwohnerin und Einwohner in Mannheim bis 43,4 m in Gutenzell-Hürbel im Landkreis Biberach.2 Die Beispiele im Einzelnen:
• Mannheim: rund 840 km Kanalisation und 311 000 Einwohnerinnen und Einwohner,
• Gutenzell-Hürbel: rund 80 km Kanalisation und 1 800 Einwohnerinnen und Einwohner.
Der Landesdurchschnitt lag am 31.12.2022 bei 7,4 m Kanalisation je Einwohnerin und Einwohner. 1975 waren es 3,9 m. Als in den folgenden Jahren ländliche Siedlungsgebiete an zentrale Kläranlagen angeschlossen wurden, erhöhte sich die Kennzahl deutlich auf 5,9 m im Jahr 1998.
Zur Zwischenspeicherung und Behandlung von Regenwasser ergänzen Regenbecken, überwiegend Regenüberlaufbecken3, die Mischwasserkanäle und die Regenwasserkanäle der Trennkanalisation. Am 31.12.2022 standen im Land insgesamt rund 9 700 dieser Bauwerke zum Schutz der nachfolgenden Kläranlagen und Gewässer zur Verfügung.
Die diesjährige Green Week der EU-Kommission am 29. und 30. Mai in Brüssel widmet sich der Wasserresilienz. Der Klimawandel mit den einhergehenden Wetterextremen wie Starkregen und ausgeprägte Trockenheit setzt den Wasserressourcen zusätzlich zu. Die Green Week greift die Themen des im Oktober 2023 angekündigten European Blue Deal auf und wird in den nächsten Monaten von europaweiten Veranstaltungen begleitet.
1 Die Erhebung der öffentlichen Abwasserentsorgung findet seit 1995 alle 3 Jahre statt; zwischen 1975 und 1995 war es ein vierjähriger Turnus.
2 Dazu ist eine interaktive Gemeindekarte abrufbar.
3 Daneben Stauraumkanäle, Regenrückhaltebecken, Regenklärbecken und Retentionsbodenfilteranlagen.
Weitere Informationen
Methodische Hinweise
Im Trennsystem wird ausschließlich Schmutzwasser (und ggfs. Fremdwasser) zur Kläranlage abgeleitet. Das Trennsystem ist mit ökologischen Vorteilen verbunden, da es bei starken und anhaltenden Niederschlägen nicht zu Mischwasserentlastungen in die Gewässer kommt und das Regenwasser – je nach den örtlichen Gegebenheiten – lokal versickert werden kann.
Die wasserwirtschaftlichen Erhebungen finden überwiegend dreijährlich statt. Die Ergebnisse für 2022 und die Ergebnisse der jährlichen Erhebungen für 2023 und 2024, u. a. zu den Wasserpreisen und den Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen, werden nach und nach veröffentlicht.
https://www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2024130

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Die Kläranlage als Rohstoffquelle – Winfried Kretschmann besucht das Lehr- und Forschungsklärwerk der Universität

Am 6. Juni 2024 war Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu Gast im Lehr- und Forschungsklärwerk Büsnau. Forschende der Universität Stuttgart und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeigten an einer Pilotanlage, wie Kläranlagen durch die Rückgewinnung von Rohstoffen zur Klimaneutralität beitragen können.
„Das Lehr- und Forschungsklärwerk der Universität Stuttgart verfolgt ein großes Ziel: Aus Abwasser sollen wertvolle Rohstoffe gewonnen und wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. So kann der organische Kohlenstoff des Abwassers nachhaltig genutzt werden. Zudem arbeitet man im Forschungsklärwerk daran, den hohen Ausstoß von klimaschädlichen Gasen in herkömmlichen Klärwerken zu verringern“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Doch hier wird nicht nur auf hohem Niveau getüftelt. Schließlich ist das Klärwerk auch eine Ausbildungsstätte für das Personal in Abwasseranlagen und unterstützt Firmen bei der Entwicklung von Anlagentechnik. Damit fördert das Klärwerk die wichtige Durchlässigkeit von der Wissenschaft in die Anwendung.“

In unserem Abwasser stecken nicht nur Schmutz und Ausscheidungen, sondern auch wertvolle Rohstoffe wie Stickstoff und organische Kohlenstoffverbindungen. Mithilfe chemischer, biologischer und physikalischer Verfahren können diese Rohstoffe aus Abwasser zurückgewonnen werden, um daraus Produkte wie Dünger, Wasserstoff und Biokunststoff herzustellen. Diesen Prozess erforscht seit 2021 das Projekt KoalAplan („Kommunales Abwasser als Quelle für Ammoniumstickstoff, Wasserstoff und Bioplastik – die Bioraffinerie Büsnau“).

Wissenschaftler*innen der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Universität Stuttgart, des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB), der Technischen Universität Hamburg und der Technischen Universität Clausthal arbeiten im Projekt KoalAplan gemeinsam mit der Landesagentur für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz in Baden-Württemberg (Umwelttechnik BW). KoalAplan wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Es ist Teil der Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg“.

Im Lehr- und Forschungsklärwerk Büsnau der Universität Stuttgart testen die Forschenden unter realen Bedingungen, wie die Rückgewinnung von Rohstoffen in Klärwerken großtechnisch realisiert werden kann. Hierfür wurde eine Bioraffinerie als Pilotanlage eingerichtet, die seit 2023 erfolgreich im Dauerbetrieb ist. Bei seinem Besuch am 6. Juni informierte sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann über bisherige Projekterkenntnisse.

Bioraffinerie im erfolgreichen Dauerbetrieb
Peter Maurer, Leiter des Lehr- und Forschungsklärwerks der Universität Stuttgart, und Prof. Dr. Harald Horn, Koordinator des Projekts KoalAplan und Professor für Wasser und Wassertechnologie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), führten Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie eine Gruppe von Medienvertreter*innen durch die Bioraffinerie und erklärten das angewandte Verfahren.

Normalerweise entsteht aus dem organischen Kohlenstoff beim Durchlaufen eines Klärwerks Kohlendioxid. „Unser Verfahren reduziert die Entstehung dieses klimaschädlichen Gases. Gleichzeitig gewinnen wir Rohstoffe, die dabei helfen, erdölbasierte Stoffe zu ersetzen. Mit dieser zweigleisigen Strategie könnten die Klärwerke der Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität leisten“, sagt Prof. Dr. Harald Horn.

Traditionelle Verfahren der Abwasserbehandlung werden durch neue Bausteine erweitert
Das von der Projektgruppe angewandte Konzept zur Abwasserbehandlung besteht aus chemischen, physikalischen und biologischen Prozessschritten. Im Rahmen der Vorklärung findet zunächst eine mechanische Reinigung statt. Grober Schmutz wird beseitigt, hier wird bereits ein Drittel des organischen Kohlenstoffs abgetrennt. Mithilfe von feinsten Mikrosieben wird im Anschluss ein weiteres Drittel des Kohlenstoffs aus dem Hauptabwasserstrom abgetrennt. „Die Mikrosiebe sind ein Kernstück unserer Idee. Der Kohlenstoff, der uns nach diesem Schritt vorliegt, ist so hochkonzentriert, dass er in der Biotechnologie eingesetzt werden kann“, sagt Professor Horn.

In der Folge wird im Hauptstromverfahren Ammoniumstickstoff mittels Ionentauscher entfernt. Dabei entsteht ein Produkt, das als Düngemittel eingesetzt werden kann. Die abfiltrierten Feststoffe sowie der Primärschlamm werden im Nebenstromverfahren durch saure Hydrolyse zunächst in organische Säuren umgewandelt, dabei entstehen auch Biowasserstoff und CO2.

Das Hydrolysat wird filtriert und mittels mikrobieller Elektrolyse zu Wasserstoff umgesetzt. Wasserstoff findet vielfältige Anwendung in der chemischen Industrie und gilt als zukünftiger Energieträger. Die Gasströme aus mikrobieller Elektrolyse und Dunkelfermentation werden in einer Machbarbarkeitsstudie in einem biotechnologischen Prozess für die Produktion wertvoller Chemikalien verwertet, dabei wird auch das enthaltene Kohlenstoffdioxid wieder fixiert. Der im Ablauf der mikrobiellen Elektrolysezelle verbleibende organische Kohlenstoff wird anschließend zu einem Grundstoff für Bioplastik fermentiert. Zum Schluss geht das Abwasser im Hauptstrom den in einer traditionellen Kläranlage üblichen Weg: Verbleibender Stickstoff und Kohlenstoff wird in mehreren Schritten abgebaut, anfallende Schlämme landen im Nachklärbecken, in dem Methan gewonnen wird.

„Unsere Bioraffinerie hat seit dem letzten Jahr im Dauerbetrieb gezeigt, dass die Prozesskette funktioniert. Das Verfahren könnte also auch in anderen Klärwerken umgesetzt werden“, sagt der Leiter des Forschungsklärwerks Peter Maurer. „Wir hoffen, dass wir mit dem Pilotprojekt andere Unternehmen für die Potenziale von bioökonomischen Strategien sensibilisieren können. Unser Beispiel zeigt, dass man den Verbrauch fossiler Rohstoffe reduzieren und dadurch sogar Kosten sparen und neue Produkte vermarkten kann.“

Das Lehr- und Forschungsklärwerk Büsnau
Im Lehr- und Forschungsklärwerk Büsnau forschen und experimentieren Studierende, Doktorandinnen und Forschungsgruppen seit 1965 im halbtechnischen und großtechnischen Maßstab zu innovativen Verfahren für die Abwasserbehandlung. Das Lehr- und Forschungsklärwerk ist angegliedert an das Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte und Abfallwirtschaft der Universität Stuttgart. Es dient nicht ausschließlich der Forschung, sondern behandelt auch die Abwässer von 8500 Einwohnerinnen eines Stuttgarter Stadtteils. Ein Teilstrom des kommunalen Abwassers wird durch die KoalAplan- Pilotanlage des Projekts geleitet.

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Kläranlagen mit einer Reinigungsstufe zur gezielten Spurenstoff-Elimination

In dieser Übersicht finden Sie die Kläranlagen mit einer Reinigungsstufe zur gezielten Spurenstoff-Elimination. Sortiert nach Regierungsbezirk, Betrieb, Bau und Planung:
https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/wasser/abwasser/spurenstoffe/klaeranlagen-mit-spurenstoffelimination?highlight=Reinigungsstufe%20in%20Donaueschingen

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Wie funktioniert eine Kläranlage?

Wie eine Kläranlage funktioniert und das Wasser in verschiedenen Reinigungsstufen wieder säubert zeigt unserer Kurzfilm (ohne Audiodeskription).
Der Film ist eine Medienalternative. Weitere Informationen zum Thema unter kommunales Abwasser.
https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/mediathek/media/mid/wie-funktioniert-eine-klaeranlage?highlight=kl%C3%A4ranlage%20abwasser

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Land investiert 174,4 Millionen Euro in kommunale Wasserwirtschaft

Das Umweltministerium unterstützt im Jahr 2024 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg mit Fördermitteln in Höhe von 174,4 Millionen Euro.
Anlässlich der Bekanntgabe der Fördermittel für das Jahr 2024 teilt Umweltministerin Thekla Walker mit: „Auch im Jahr 2024 unterstützen wir die Kommunen im Land auf gewohnt hohem Niveau mit unserem Förderprogramm Wasserwirtschaft bei ihren wichtigen Investitionen in die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung, den Hochwasserschutz und die Gewässerökologie.“

Investitionen zum Schutz der Umwelt und der Menschen
„Mit dem Förderprogramm Wasserwirtschaft tragen wir nicht nur maßgeblich zur Verbesserung der Wasserqualität, der Gewässerökologie sowie zum Hochwasserschutz bei, sondern unterstützen zugleich die Kommunen im Umgang mit den Herausforderungen, die sich aus dem Klimawandel ergeben: Längere Trockenphasen, häufigere Starkregenereignisse und Hochwasser,“ ergänzt Umweltministerin Walker. „Investitionen in eine effektive und moderne Wasserwirtschaft sind vielerorts essentiell für den Gewässerschutz und einen nachhaltigen Umweltschutz – davon profitieren Menschen und Natur im ganzen Land.“
In diesem Jahr fließen über 85,2 Millionen Euro in Maßnahmen im Abwasserbereich. Mit fast 50 Millionen Euro bezuschusst das Umweltministerium Maßnahmen für den Hochwasserschutz und die Gewässerökologie. Für die Wasserversorgung sind über 42,7 Millionen Euro vorgesehen. Die Mittel verteilen sich über alle vier Regierungsbezirke.

Förderprogramm 2024
Zu den Maßnahmen des Förderprogramms gehören unter anderem:
Abwasserbeseitigung
• Umsetzung von Maßnahmen für eine kosteneffiziente und zukunftsfähige Abwasserentsorgung
• Modernisierung und Zentralisierung der Abwasserreinigung durch die Stilllegung kleinerer Kläranlagen und den Anschluss an leistungsfähigere Kläranlagen
Wasserversorgung
• Umsetzung von zukunftsfähigen Wasserversorgungskonzepten
• Sicherung der Wasserversorgung, auch im Hinblick auf häufiger auftretende und länger anhaltende Trockenphasen
• Modernisierung von Wasserwerken, Erweiterungen von Pumpwerken und Neu- und Ausbau von Wasserleitungen
Wasserbau und Gewässerökologie
• Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen und Sanierung von Hochwasserrückhaltebecken
• Management von Starkregenrisiko
• Revitalisierung von Gewässern und Renaturierung
Die im „Förderprogramm 2024 gemäß der Förderrichtlinie Wasserwirtschaft“ enthaltenen Maßnahmen sind von den Kommunen beabsichtigt, aber noch nicht bewilligt. Die endgültige Förderung der einzelnen Maßnahmen erfolgt durch separate Bewilligungsbescheide.

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/land-investiert-1744-millionen-euro-in-kommunale-wasserwirtschaft?&pk_medium=newsletter

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Rekordjahr 2023: Land legt beim Zubau von Photovoltaik-Anlagen zu

Energieministerin Thekla Walker: „Der Solarboom hilft uns, unsere Klimaziele zu erreichen und sorgt für dauerhaft günstigen Strom.“ Ein neues Dashboard liefert landkreisscharfe Zahlen zum Ausbau.
Neuer Rekord beim Ausbau der Photovoltaik: In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2023 neue Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 1857 Megawatt (MW) gebaut. Bundesweit belegt das Land damit Platz 3, hinter Nordrhein-Westfalen und Bayern. Der Zubau liegt mit mehr als einem Gigawatt über dem des Vorjahres (817 MW) und mit 800 MW über dem bisherigen Rekordjahr 2010 (1019 MW). Dabei entfallen 1556 MW auf Dachanlagen und 301 MW auf Freiflächen-Photovoltaik. Die Zahlen können sich durch Nachmeldungen noch leicht erhöhen.
Außerdem erfreulich: Erstmals liegt der Zubau – sowohl für Dachanlagen als auch für Freiflächenanlagen – oberhalb des vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) erforderlichen Ausbauszenarios in Höhe von 1150 MW pro Jahr zwischen 2022 und 2025. Das ZSW hat diese in der Studie „Sektorziele 2030 und klimaneutrales Baden-Württemberg 2040“ erarbeitet.

Weiterer Ausbau auch für Wirtschaftsstandort wichtig
„Wir sind bei der Photovoltaik auf dem richtigen Weg. Um unsere Klimaschutzziele zu erreichen und die Strompreise dauerhaft günstig zu halten, müssen wir die Photovoltaik weiter ausbauen“, sagt Energieministerin Thekla Walker. „Auch für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg ist der Ausbau elementar, denn für die Unternehmen wird die regenerative Energieproduktion zunehmend zum Standortfaktor.“ Darum gelte es, jetzt dran zu bleiben: Die guten Ausbauzahlen seien vor allem dem Zuwachs bei Dachanlagen zu verdanken. Bei der Freiflächen-Photovoltaik müsse man noch weiter zulegen. Deren Ausbau müssten nach Berechnungen des ZSW ab 2026 von derzeit 230 MW pro Jahr auf 880 MW pro Jahr zunehmen. „Umso wichtiger ist, dass der Bund nun schnellstmöglich das gesamte Solarpaket I beschließt“, betont Walker. Dieses soll den Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen entbürokratisieren und den Zubau beschleunigen. „Außerdem muss die Flächensicherung durch Regionen und Kommunen weiter vorangetrieben werden, damit die Freiflächen-Photovoltaik zulegen kann.“

Neues Dashboard für Photovoltaik-Ausbau
Ein neues Dashboard im Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) zeigt die Zahlen zum Ausbau und Potenzial der Photovoltaik grafisch übersichtlich aufbereitet. Das Dashboard informiert mit aktuellen Diagrammen über neue Photovoltaikanlagen in Baden-Württemberg, auch nach Landkreisen getrennt. Außerdem können Nutzerinnen und Nutzer sehen, wie der Ausbau der Photovoltaik auf Gebäuden und auf Freiflächen vorankommt.
• Porträt
• Kontakt

Thekla Walker
Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Zur Biografie
https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/rekordjahr-2023-land-legt-beim-zubau-von-photovoltaik-anlagen-zu

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Baden-Württemberg beim Hochwasserschutz auf gutem Weg

Baden-Württemberg unternimmt viel für den Hochwasserschutz und investierte allein im vergangenen Jahr rund 115 Millionen Euro. Angesichts der Erderhitzung gilt es aber, den Schutz weiter auszubauen.
Hochwasser bedeutet eine Gefahr für Leib und Leben und kann zu hohen Schäden führen. Aktuell ist die Hochwasserlage in Baden-Württemberg zwar entspannt. Ministerpräsident Kretschmann betonte am Dienstag (9. Januar 2024) im Anschluss an die Ministerratssitzung aber: „Auch wenn wir zuletzt glimpflich davongekommen sind, ist klar, dass wir überall mit mehr und extremeren Hochwassern rechnen müssen. Hochwasser- und Starkregenschutz sind eine Daueraufgabe, die mit dem Klimawandel an Bedeutung gewinnt. Umso wichtiger ist es, dass wir uns bestmöglich wappnen.“ Notwendig sei dabei eine verlässliche Finanzierung. Umweltministerin Thekla Walker ergänzte: „Wir kommen sehr viel besser voran, seit wir die Einnahmen aus dem Wasserpfennig zweckgebunden für den Hochwasserschutz einsetzen.“

Elementarschadenversicherung
„Neben präventiven Schutzmaßnahmen brauchen wir aber auch ein bundesweites solidarisches Konzept zur finanziellen Schadensbewältigung. Für viele Betroffene sind die Folgen solcher Katastrophen – wenn keine Versicherung eingreift – oft existenzgefährdend. Angesichts der Zunahme der Zahl und des Ausmaßes der Schäden solcher Katastrophen werden auch die öffentlichen Haushalte das auf Dauer schlicht nicht auffangen können. Von daher wird es dringend Zeit, dass der Bund jetzt endlich einen Regelungsvorschlag für eine bundesweite Pflichtversicherung vorlegt“, betonte der Ministerpräsident.

Strategie zum Umgang mit Hochwasser wird fortlaufend aktualisiert
Hochwasserschutz wird in Baden-Württemberg seit vielen Jahren großgeschrieben. Bereits 2003 hat das Land eine Strategie zum Umgang mit Hochwasser entwickelt, die fortlaufend aktualisiert wird, zuletzt 2022. Damit die Verantwortlichen vor Ort die Überflutungsgefahr besser einschätzen können, stellt das Land Hochwassergefahrenkarten für 12.500 Flusskilometer bereit. Zudem liefert die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) mit ihrer Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) aktuelle Vorhersagen zu den Wasserständen im Hochwasserfall.
Baden-Württemberg baut den Hochwasserschutz kontinuierlich aus. Allein 2023 investierte das Land rund 115 Millionen Euro. Trotz über 1.000 Kilometern landeseigener Schutzdämme und über 800 Hochwasserrückhaltebecken können bei einem Hochwasserereignis, das statistisch gesehen alle 100 Jahre auftritt, landesweit Schäden in Höhe von rund 5,8 Milliarden Euro entstehen. „Daher müssen überall im Land weitere bauliche und technische Maßnahmen zum Hochwasserschutz zügig umgesetzt werden“, so die Umweltministerin. Dies betrifft unter anderem das von Bund und Land finanzierte Integrierte Rheinprogramm (IRP), das Integrierte Donauprogramm (IDP), die Sanierung der landeseigenen Hochwasserschutzdämme sowie Zuschüsse für kommunale Maßnahmen.
Im Video erklärt Ministerin Thekla Walker wie Hochwasserschutz in Baden-Württemberg aussieht.

Hochwasservorsorge
Von besonderer Bedeutung ist das digitale Flutinformations- und -warnsystem FLIWAS, das vom Land entwickelt wurde und die Kommunen im Hochwasserfall beim Krisenmanagement unterstützt. Umweltministern Walker sagte, es sei ein wertvolles Instrument bei der kommunalen Alarm- und Einsatzplanung und werde bereits von 155 Kommunen und 40 Stadt- und Landkreisen genutzt und weiter: „Ich kann die Nutzung dieses Instrumentes nur allen Kommunen empfehlen, zumal damit auch Starkregengefahrenlagen beurteilt werden können.“

Risikomanagement bei Starkregen
Für Überflutungen sorgen nicht nur langanhaltende Regenfälle, die die Flüsse anschwellen lassen, sondern immer häufiger auch heftiger, plötzlich einsetzender und damit kaum vorhersagbarer Starkregen. Um sich speziell für dieses Wetterereignis vorbereiten zu können, hat das Land kurz nach den heftigen Starkregenereignissen 2016 den Kommunen den Leitfaden „Kommunales Starkregenrisikomanagement“ an die Hand gegeben. Er unterstützt bei der Erstellung von detaillierten Starkregengefahrenkarten, damit einhergehenden Konzepten und daraus ableitbaren Maßnahmen. „Damit sind wir bundesweit Vorreiter“, unterstrich Kretschmann. Über die Förderrichtlinie Wasserwirtschaft können die Kommunen bis zu 70 Prozent Zuschüsse für Konzepte und Maßnahmen erhalten.
„Wir sind in Baden-Württemberg in Sachen Hochwasserschutz auf einem guten Weg“, fasste Umweltministerin Thekla Walker zusammen, betonte aber zugleich: „Wir dürfen nicht nachlassen, wir müssen weiter in einen systematischen und effektiven Schutz investieren, und so eine Antwort auf die Auswirkungen der Erderhitzung finden.“

Klimawandelanpassungsstrategie
Auch die 2023 weiterentwickelte Klimawandelanpassungsstrategie greift die Risiken von Starkregen, Hochwasser und anderen Extremereignissen auf und formuliert Maßnahmen zum Beispiel für die Landwirtschaft oder für die Verkehr- und Bauleitplanung der Kommunen.

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/baden-wuerttemberg-beim-hochwasserschutz-auf-gutem-weg-1

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Kooperation zwischen dem Klimabündnis Baden-Württemberg und der Zielgerade 2030

Gemeinsames Engagement für aktiven Klimaschutz: Kooperation zwischen dem Klimabündnis Baden-Württemberg und der Zielgerade2030. Umweltministerin Thekla Walker: „Ich freue mich über die Zusammenarbeit. Politik braucht Partner, allein ist die Herausforderung Klimaschutz nicht zu schaffen.“
Das Klimabündnis Baden-Württemberg und die Zielgerade2030 der IHK Südlicher Oberrhein und der Energieagentur Regio Freiburg begleiten Unternehmen auf ihrem Weg zur Klimaneutralität. Jetzt gehen beide Initiativen eine Kooperation ein. Umweltministerin Thekla Walker freut sich über die Zusammenarbeit: „Politik braucht Partner, allein ist die Herausforderung Klimaschutz nicht zu schaffen.“
Im Rahmen des Klimabündnisses Baden-Württemberg geht das Land Partnerschaften mit klimaengagierten Unternehmen ein. Ziel ist es, unternehmerischen Klimaschutz systematisch umzusetzen und mittel- bis langfristig klimaneutral zu werden. In einer Klimaschutzvereinbarung erklären die Bündnispartner – das Land Baden-Württemberg und die klimaengagierten Unternehmen – sich gegenseitig bei der Erreichung der politischen und unternehmerischen Klimaschutzziele zu unterstützen und kooperativ zusammenzuarbeiten. Dem Klimabündnis sind bereits fast 50 Unternehmen beigetreten.
Die „Zielgerade2030“ ist ein Unternehmensbündnis, das von der IHK Südlicher Oberrhein und der Energieagentur Regio Freiburg gegründet wurde. Die Mitglieder bekennen sich zu ambitionierten Klimaschutzzielen und streben die Klimaneutralität bis 2030 an.
Um Synergien nutzen zu können und gemeinsam an einem Strang zu ziehen, bietet das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg Unternehmen der Zielgerade2030 einen aufwandsarmen Beitritt in das Klimabündnis Baden-Württemberg an. Für die Unternehmen der Zielgerade2030 ergeben sich dadurch mehrere Vorteile: Sie haben Zugang zum Netzwerk des Klimabündnisses Baden-Württemberg mit Großkonzernen und Vorreiter-Unternehmen im Land. Zudem erhalten beigetretene Unternehmen umfangreiche Beratung zu Klimaschutzmaßnahmen. Nicht zuletzt wird durch die Mitgliedschaft im landesweit bekannten Klimabündnis Baden-Württemberg das Klimaschutzengagement des Unternehmens über die Region hinaus sichtbar.
Netzwerke profitieren voneinander
„Durch die Kooperation mit der Zielgerade2030 wird das Klimabündnis als Landesinitiative durch weitere Vorreiter-Unternehmen gestärkt und beide Netzwerke können voneinander profitieren,“ betont Umweltministerin Thekla Walker. „Wir merken, unser aller Engagement trägt Früchte. Denn immer mehr Unternehmen und Initiativen in Baden-Württemberg werden auf diese starken Unternehmensnetzwerke aufmerksam und verschreiben sich dem Klimaschutz“, so Walker weiter.

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/kooperation-zwischen-dem-klimabuendnis-baden-wuerttemberg-und-der-zielgerade2030

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Zum Welttoilettentag am 19. November 2023: 0,2 % des Verdienstes für die Abwasserentsorgung

Erstaunliches Statistikwissen
Rund 0,2 % ihres Verdienstes aus der Erwerbsarbeit benötigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land, um die Abwassergebühren zu begleichen. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hierzu mitteilt, errechnet sich der Aufwand aus dem durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von Vollzeittätigen1 und den durchschnittlichen Jahreskosten, die den Einwohnerinnen und Einwohnern für die Abwasserentsorgung entstehen.
Werden die durchschnittlichen jährlichen Trinkwasserkosten einbezogen, erhöht sich der Anteil der Wasser- und Abwasserkosten auf rund 0,4 % des Bruttojahresverdienstes. Die Wasser- und Abwasserkosten belaufen sich 2023 im Landesdurchschnitt auf rund 250 Euro je Einwohnerin und Einwohner. Davon entfallen 119 Euro auf den Trinkwasserbezug aus dem öffentlichen Netz und 131 Euro auf die Abwasserentsorgung.2
Die Einwohnerinnen und Einwohner tragen über die Gebühren zum Erhalt und zur Modernisierung der öffentlichen Wasser- und Abwasserinfrastruktur bei. In Baden-Württemberg sind rund 99,5 % der Bevölkerung an die öffentliche Kanalisation und an zentrale Kläranlagen angeschlossen.3 Unter den Straßen des Landes sind gut 80 000 Kilometer öffentliche Kanäle verbaut; sie leiten das Abwasser an knapp 900 Kläranlagen weiter.‫ ‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬
1 Vergleichswert berechnet aus dem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst vollzeittätiger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im 4. Quartal 2021 mit Sonderzahlungen; Datenquelle: Vierteljährliche Verdiensterhebung.
2 In einer Modellrechnung werden die verbrauchsbezogene Trinkwasser- und Abwassergebühr, die Niederschlagswassergebühr und die Grundgebühr in durchschnittliche (fiktive) Jahreskosten je Person überführt. Methodenbeschreibung in: „Was kostet Wasser? Unterschiedliche Wassertarife vergleichen – ein Modell“
3 Das Abwasser von 0,5 % der Bevölkerung, rund 52 000 Personen, wird dezentral in geschlossenen Gruben gesammelt oder in Hauskläranlagen gereinigt (Stand 31.12.2022).

Weitere Informationen
Nachrichtlich

Die Vereinten Nationen machen mit dem Welttoilettentag auf den Missstand aufmerksam, dass 3,4 Milliarden Menschen keine angemessene Sanitärversorgung haben. Weitere Informationen hierzu sind zum Beispiel beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu finden.
• Themenbereich: Wasser
• Interaktive Karten: Fiktive Jahresrechnung (Jahresvergleichsentgelt) für Trinkwasser und Abwasser 2023
• Pressemitteilung 240/2023: Wassergebühren – Teuerung unter Inflationsrate
• Aufsatz: Was kostet Wasser?
• Verdienstentwicklung Vollzeittätiger – vierteljährlich
• Öffentliche und private Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
• Trink- und Abwasserpreise
• Methodische Beschreibung zur Jahresrechnung in Kurzform
• Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Agenda 2030, 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
https://www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2023274

Kontakt
Pressestelle
Tel.: +49 711 641-2451
E-Mail: Pressestelle

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Förderung für Machbarkeitsstudien zur Nutzung von Wasserstoff, Sauerstoff und Wärme aus der Elektrolyse auf Kläranlagen

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg fördert modellhaft die Untersuchung der Nutzung der Elektrolysekoppelprodukte an den vier Kläranlagenstandorten Bad Mergentheim, Heilbronn, Tauberbischofsheim und Wertheim. Ziel ist es, nicht nur grünen Wasserstoff an den vier Standorten zu erzeugen, sondern vor allem die Nebenprodukte der Elektrolyse zielgerichtet zu nutzen, um an den Kläranlagenstandorten die Abwasserreinigung zu verbessern und zur Energieeinsparung beizutragen. Das Land wird gleichzeitig die Erstellung eines Leitfadens zur Prüfung von solchen Elektrolysevorhaben auf Kläranlagen in Baden-Württemberg fördern, um die im Rahmen des Vorhabens gewonnenen Erkenntnisse in die Umsetzung zu bringen. Die Untersuchung der Machbarkeit zum Einsatz der Koppelprodukte aus Wasserstoff-Projekten und die Erarbeitung eines Leitfadens werden von einem Konsortium aus Zentrum für innovative Abwassertechnologien an der RPTU Kaiserslautern-Landau (tectraa e. V.), H2 Main-Tauber GmbH, Hydro-Ingenieure Energie & Wasser GmbH und dem Steinbeis-Innovationszentrum Energieplus bearbeitet und von Institut tectraa e. V. mit dem Expertenteam von Prof. Dr.-Ing. Heidrun Steinmetz geleitet. Dass diese Koppelproduktnutzung möglich ist, haben erste Studien an Kläranlagenstandorten in Rheinland-Pfalz bereits aufgezeigt, die von tectraa e. V. an der RPTU Kaiserslautern und der Hydro-Ingenieure Energie & Wasser GmbH durchgeführt wurden. Der im Rahmen der Elektrolyse erzeugte CO2-freie Wasserstoff wird für das Betanken von Brennstoffzellenfahrzeugen und den Ersatz von fossilem Erdgas und Öl in der Industrie zum Einsatz kommen. Gleichzeitig sollen die bei der Herstellung von Wasserstoff anfallenden Abfallprodukte Wärme und Sauerstoff effektiv genutzt werden. Aus diesem Grund werden Elektrolyseanlagen zur Aufspaltung von Wasser in Wasser- und Sauerstoff zum Teil im Umfeld von Kläranlagen projektiert. Denn Kläranlagen benötigen für die Reinigung von Abwasser Prozesswärme und Sauerstoff für die Versorgung der Bakterienkulturen in den Klärbecken und zur Spurenstoffelimination mittels Ozon. Überschüssige Wärme wird künftig zusätzlich für kommunale Wärmenetze genutzt und der anfallende reine Sauerstoff wird künftig Umgebungsluft ersetzen, die bislang noch mit hohem Energieaufwand in die Klärbecken gepumpt wird.

Dipl.-Ing. Oliver Gretzschel
oliver.gretzschel@rptu.de
https://www.gfa-news.de/webcode.html?wc=20230929_001

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29 Prozent der im Jahr 2022 geprüften Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen mit Mängeln

Im Jahr 2022 wurden deutschlandweit bei 29,2 Prozent der insgesamt 223 979 geprüften Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen technische Mängel oder Ordnungsmängel festgestellt. Der Anteil veränderte sich gegenüber den Vorjahren nur geringfügig (2021: 30,6 Prozent, 2020: 30,9 Prozent). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wiesen 46 115 Anlagen (20,6 Prozent) geringfügige, 19 338 Anlagen (8,6 Prozent) erhebliche und 51 Anlagen (0,02 Prozent) gefährliche Mängel auf. Über drei Viertel (76,2 Prozent beziehungsweise 170 657) der im Jahr 2022 geprüften Anlagen waren Ölheizungen. Mehr als ein Viertel (28,9 Prozent oder 49 289) dieser Ölheizungen wiesen mindestens einen Mangel auf. Laut der Statistik der Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen gingen im Jahr 2022 rund 108 100 Liter der dauerhaft in der Umwelt verbliebenen Schadstoffe auf Unfälle in Heizölverbraucheranlagen zurück. Jedoch verblieben bei Unfällen in Biogasanlagen sowie in Jauche-, Gülle- und Silagesickersaftanlagen (JGS-Anlagen) von allen Anlagenarten die höchste Menge an Schadstoffen dauerhaft in der Umwelt: Rund 848 700 Liter konnten bei Unfällen in diesen Anlagen nicht wiedergewonnen werden. Der Anteil der geprüften Biogas- und JGS-Anlagen mit Mängeln lag im Jahr 2022 bei 44,8 Prozent und somit deutlich höher als der Durchschnitt über alle Anlagearten (29,2 Prozent). Von den 65 504 mangelhaft geprüften Anlagen wiesen 49 784 (76,0 Prozent) mindestens einen technischen Mangel auf, etwa korrodierte Tanks, defekte Betriebs- und Kontrollleuchten oder Schäden an Auffangwannen. Bei 15 720 Anlagen (24,0 Prozent) wurden ausschließlich Ordnungsmängel festgestellt, etwa fehlende oder falsch angebrachte Bedienungs- oder Prüfhinweise. Bei 18 052 Anlagen (27,6 Prozent) wurde zusätzlich zu einem technischen auch ein Ordnungsmangel festgestellt. Detaillierte Ergebnisse zu den Anlagen im Umgang mit wassergefährdenden Stoffen stehen in der Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 32331) bereit.

Weiterführende Links
Download der Tabellen 32331 (GENESS-Datenbank)

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Wasserpreisübersicht 2023

Die Trinkwasserpreise der privatrechtlichen Wasserversorger sind seit 2021 im Schnitt um 8,89 Prozent gestiegen. Dies geht aus einer Übersicht des Umweltministeriums hervor.
Die Trinkwasserpreise in Baden-Württemberg sind seit 2021 im Schnitt um 8,89 Prozent gestiegen. Dies geht aus einer Übersicht des Umweltministeriums her¬vor. Das Ministerium erhebt und veröffentlicht als Landeskartellbehörde für Energie und Wasser Baden-Württemberg aktuelle Preise für Haushaltskunden in Baden-Württemberg. Lediglich 14 der 84 untersuchten Wasserversorger haben ihre Tarife seit 2021 nicht erhöht.
Die Preisübersicht der Landeskartellbehörde erfasst einen Vergleich von derzeit 84 Wasserversorgungsunternehmen, die privatrechtliche Entgelte von ihren Kunden verlangen.
Diese versorgen vor allem Kunden in Städten, größeren Gemeinden und Bal¬lungszentren. Entsprechend bedeutsam ist daher ihr Versorgungsanteil. Er liegt schätzungsweise bei etwa 45 Prozent, gemessen an der Gesamtabgabemenge von Trinkwasser in Baden-Württemberg.
Nicht enthalten in der Preisübersicht sind Versorger, die Gebühren erheben und somit nicht unter die Aufsicht der Kartellbehörde fallen.
Für 150 Kubikmeter Wasser (repräsentativer Jahresverbrauch eines Vier-Perso¬nen-Haushalts) liegen die jährlichen Bezugskosten derzeit bei durchschnittlich 454,63 Euro brutto. Das entspricht 3,03 Euro/m³ brutto.
Im Jahr 2021 lagen die Kosten bei durchschnittlich 417,52 Euro/Jahr brutto bzw. 2,78 Euro/m³ brutto.
Teuerste Wasserversorger sind die Hagnauer Gemeindewerke GmbH (559,44 Euro/Jahr bzw. 3,73 Euro/m³) und die Stadtwerk Tauberfranken GmbH in Bad Mergentheim (559,14 Euro/Jahr bzw. 3,73 Euro/m³).
Der preisgünstigste Wasserversorger ist die Stadtwerke Emmendingen GmbH. Die Jahreskosten belaufen sich dort auf 331,86 Euro (2,21 Euro/m³).
Die Landeskartellbehörde wird einzelne Preiserhöhungen auf Plausibilität prü¬fen.
Die Wasserpreisübersicht 2023 ist im Versorgerportal Baden-Württemberg zu finden.
https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/wasserpreisuebersicht-2023

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EnBW schließt sich dem Klimabündnis Baden-Württemberg an

Gemeinsam für eine klimaneutrale Zukunft: Das größte Energieunternehmen Baden-Württembergs tritt dem Klimabündnis bei und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Transformation der Wirtschaft.
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG ist heute (01.06.) dem Klimabündnis Baden-Württemberg des Umweltministeriums beigetreten. Sie ist damit das 46. Unternehmen im Land, das sich diesem Bündnis anschließt. „Die Klimabündnis BW-Unternehmen beweisen eindrucksvoll, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Vorteile miteinander vereinbar sind“, sagte die Umwelt- und Energieministerin Thekla Walker in Stuttgart. Damit Baden-Württemberg bis 2040 klimaneutral werde, brauche es das Engagement von Wirtschaftsunternehmen im ganzen Land. Sie nehmen eine Vorreiterrolle bei der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft ein.
Ministerin Walker würdigte die Klimaschutzziele von EnBW: „Gemeinsam für eine klimaneutrale Zukunft zu arbeiten, ist das Ziel des Klimabündnisses Baden-Württemberg. Die EnBW spielt dabei eine wichtige Rolle und leistet einen bedeutenden Beitrag bei der Beschleunigung der Energiewende und dem Ausbau der erneuerbaren Energien.“ Deshalb freue sie sich besonders über den Beitritt des größten baden-württembergischen Energieunternehmens zum Klimabündnis Baden-Württemberg.

Klimaziele wissenschaftlich geprüft und testiert
Um das eigene Klimaneutralitätsziel 2035 zu erreichen, will die EnBW bereits 2027 ihre CO2-Emissionen um rund 50 Prozent und bis zum Jahr 2030 um 70 Prozent gegenüber 2018 reduzieren. Der geplante vorgezogene Kohleausstieg bis 2028 und der Ausbau nachhaltiger Energieerzeugungsstrukturen wie Windkraft, Großsolar-Parks und die Fuel Switch-Projekte, bei denen Kraftwerke zunächst von Kohle auf klimafreundlicheres Erdgas und in Zukunft auf klimaneutralen Wasserstoff umgestellt werden, sollen dies ermöglichen.
Die CO2-Reduktionsziele der EnBW wurden wissenschaftlich durch die anerkannte Science Based Target Initiative (SBTi) geprüft und testiert und sind demnach konform mit dem Pariser Klimaschutzabkommen.
Der EnBW-Vorstandsvorsitzende Andreas Schell freut sich über den Beitritt seines Unternehmens zum Klimabündnis Baden-Württemberg: „Die erfolgreiche Dekarbonisierung unseres Landes gelingt nur im Schulterschluss mit allen Akteuren. Als Energieunternehmen für Baden-Württemberg trägt die EnBW eine besondere Verantwortung. Im Rahmen des geplanten Kohleausstiegs investiert die EnBW in den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Netze sowie in klimafreundlichere und wasserstoffkompatible Gaskraftwerke zur Versorgungssicherheit. Mit unseren Klimazielen leisten wir einen Beitrag für die ökologische Transformation der Wirtschaft und eine lebenswerte Zukunft in unserem Land.“

Das Klimabündnis Baden-Württemberg
Als eine der europaweit führenden Wirtschaftsregionen will Baden-Württemberg beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen und bis 2040 klimaneutral sein. Die Wirtschaft ist dabei ein wichtiger Partner. Das Klimabündnis Baden-Württemberg wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg betreut. Mit dem Bündnis wollen Land und Wirtschaft ge¬meinsam einen nachhaltigen Beitrag zum notwendigen Wandel leisten und Pro¬dukte „Made in Baden-Württemberg“ auf den heimischen wie auch auf den internationalen Märkten zum Erfolg führen.
In der von beiden Partnern unterzeichneten Klimaschutzvereinbarung werden konkrete Maßnahmen festgelegt, wie die unternehmerischen Klimaschutzziele erreicht werden sollen. Land und Unternehmen erklären sich bereit, sich gegenseitig zu unterstützen und zusammenzuarbeiten. Ziel der Klimaschutzver¬einbarung ist es, die Treibhausgasemissionen und den Energieverbrauch in Un¬ternehmen zu senken und dabei klimaneutral zu werden. Dabei gilt: Vermeiden der Emissionen vor Reduktion und vor Kompensation.

Klimabündnis Baden-Württemberg
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Mit rund 27.000 Mitarbeiterinnen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kundinnen mit Strom, Gas, Wasser sowie Dienstleistungen und Produkten in den Bereichen Infrastruktur und Energie.

Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom und Gas Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Von 2023 bis 2025 wird die EnBW rund 14 Milliarden Euro brutto investieren, größtenteils in die beschleunigte Umsetzung der Energiewende. Bereits Ende 2025 soll über die Hälfte des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, bis Ende 2028 wird der Ausstieg aus der Kohle angestrebt. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zur Klimaneutralität des Unternehmens in 2035.

Quelle:
Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und der EnBW Energie Baden-Württemberg AG

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Land bezuschusst die Stilllegung und den Anschluss der Kläranlage Uiffingen an die Kläranlage Wölchingen

Mit knapp 1,4 Millionen Euro bezuschusst das Land Baden-Württemberg im Landkreis Main-Tauber die Stilllegung der Kläranlage Uiffingen und den An¬schluss an die Kläranlage Wölchingen. Mehrere Varianten standen zur Wahl, nun wird ein Pumpwerk errichtet und eine neue Druckleitung gebaut.

Wichtiger Beitrag für eine effiziente Abwasserbehandlung
„Die Bürgerinnen und Bürger im Ortsteil Uiffingen der Stadt Boxberg erhalten mit der jetzt anstehenden Baumaßnahme eine effiziente und fortschrittliche Abwas¬serbehandlung. Als Land unterstützen wir Kommunen, die solche umfassenden Infrastrukturvorhaben stemmen müssen. Geld, das gut in die Zukunft investiert ist“, sagte die Umweltministerin Thekla Walker heute (27.06.) in Stuttgart.

Anschluss mittels Druckleitung und Pumpwerk
Die Kläranlage Uiffingen, die im Jahr 1979 erbaut wurde und für eine Abwasser¬behandlung von 600 Einwohnerinnen und Einwohner des Teilorts ausgelegt ist, wird nun stillgelegt. Das anfallende Abwasser wird dann zukünftig mithilfe eines neuen Pumpwerks und einer neuen Druckleitung nach Wölchingen geleitet. Das Abwasser wird anschließend über die bestehende Kanalisation zur Sammelklär¬anlage Unterschüpf weitergeleitet. Des Weiteren wird am Standort der stillzule¬genden Kläranlage Uiffingen ein neues Regenüberlaufbecken gebaut. Zudem wird durch die Stilllegung von kleinen Kläranlagen und Anschluss an größere der Aufwand für die Betreuung und die Überwachung minimiert.

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/land-bezuschusst-die-stilllegung-und-den-anschluss-der-klaeranlage-uiffingen-an-die-klaeranlage-woelchingen

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Emissionen in Baden-Württemberg: Kläranlagen stoßen viel Methan aus

Bisher war kaum bekannt, dass bei der Abwasserbehandlung relevante Mengen des sehr schädlichen Treibhausgases Methan entstehen. Das Umweltministerium in Stuttgart lässt derzeit untersuchen, wie man diese Gase besser abfangen könnte. Mehr:

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.emissionen-in-baden-wuerttemberg-klaeranlagen-stossen-viel-methan-aus.9b23b135-4609-490c-bea7-7635c067278d.html

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Leitfaden zur Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum

Der ländlich strukturierte Raum ist teilweise durch weitläufige Bebauung (Einzelgehöfte, Streusiedlungen, Weiler) und geringe Bevölkerungsdichten geprägt. Aber auch in städtischen Bereichen kann für Anwesen im Außenbereich aufgrund der örtlichen Situation eine ähnliche Problemstellung vorliegen.
Die undifferenzierte Übernahme der in dicht besiedelten Gebieten angewendeten und bewährten Entwässerungsverfahren würde in ländlichen Strukturen in vielen Fällen zu hohen spezifischen Kosten führen. So verteilen sich die Investitionskosten bei der zentralen Abwasserbeseitigung mit herkömmlichen Verfahren zu 20 bis 30 Prozent auf die Kläranlage und zu 70 bis 80 Prozent auf die Kanalisation. Daher liegt auch das höchste Einsparpotenzial im Bereich von Abwassersammlung und -transport.
Hier gilt es, an die Besonderheiten des ländlichen Raums angepasste Lösungen zu finden, die sowohl den gesetzlichen Bestimmungen des Umweltschutzes genügen als auch die einzelne Bürgerin und und den einzelnen Bürger finanziell nicht über Gebühr belasten.
Mit dem vorliegenden Leitfaden werden Behörden, Gemeinden und betroffene Bürgerinnen und Bürger über die Möglichkeiten zur Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum informiert und weitere Hinweise zu den gesetzlichen Grundlagen gegeben.
Herausgeber: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/publikation/did/leitfaden-zur-abwasserbeseitigung-im-laendlichen-raum?highlight=abwasser

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Fertigstellung der Bauarbeiten am Rückhalteraum Breisach

Mit Abschluss der Bauarbeiten auf deutscher Seite haben wir einen wichtigen Meilenstein für den Hochwasserschutz am Rhein erreicht“, so Ministerin Walker.

Zum Abschluss der Bauarbeiten auf deutscher Seite haben heute Umweltministerin Thekla Walker und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer den zukünftigen Hochwasserrückhalteraum Kulturwehr Breisach im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald besucht.

Der Hochwasserrückhalteraum ist Teil des Integrierten Rheinprogramms (IRP), das auf ehemaligen Überflutungsflächen zwischen Basel und Mannheim insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume umfasst. Die Gesamtkosten des IRP liegen bei aktuell 1,88 Milliarden Euro und werden durch das Land Baden-Württemberg und den Bund gemeinsam getragen. „Diese Investitionen sorgen dafür, dass wir am Ende nicht um ein Vielfaches mehr Geld ausgeben müssen, um die Schäden einer Hochwasserkatastrophe zu bezahlen“, betonte Umweltministerin Thekla Walker.

IRP zum Schutze der Menschen und der Infrastruktur am Rhein
„Mit dem Abschluss der Arbeiten auf der deutschen Seite am Kulturwehr Breisach haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung des Integrierten Rheinprogramms erreicht“, freute sich Ministerin Walker beim Festakt zur Fertigstellung. „Das IRP ist das bedeutendste Hochwasserschutzprogramm Baden-Württembergs, mit dem wir zukünftig Menschen und Infrastruktur auf beiden Seiten des Rheins vor den verheerenden Folgen eines möglichen Hochwassers schützen.“ Angesichts der zunehmenden Gefahr von extremen Wetterereignissen bedingt durch den Klimawandel sei dies wichtiger denn je, so Umweltministerin Walker.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer sagte: „Es freut mich sehr, dass wir auch grenzüberschreitend an einem Strang ziehen und den Hochwasserschutz am Oberrhein weiter verbessern. Wir leisten damit einen wichtigen und solidarischen Beitrag zur Sicherheit am Rhein für die weiter flussabwärts wohnenden Menschen.“

Verbesserung der Gewässerökologie
„Aber der Rückhalteraum dient nicht nur ausschließlich dem Hochwasserschutz, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zu den ökologischen Zielen des Integrierten Rheinprogramms“, ergänzte Ministerin Thekla Walker und betonte die Bedeutung des zukünftigen Hochwasserrückhalteraumes, um ehemalige Auenflächen zu reaktivieren und zu entwickeln.

Zudem wurde ein neues vernetztes Gewässersystem geschaffen. Dazu gehören umfangreiche Ausbaumaßnahmen der Gewässer sowie der Bau von Fischaufstiegen. Damit ist die Durchwanderbarkeit des Rückhalteraumes und der Möhlin für Fische und andere Gewässerlebewesen aus dem Rhein sichergestellt.

Hochwasserrückhalteraum Kulturwehr Breisach
Erst nach Fertigstellung aller Baumaßnahmen auch auf französischer Seite können mit dem Hochwasserrückhalteraum Kulturwehr Breisach auf einer Fläche von 505 Hektar bis zu 9,3 Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden.

Der Hochwasserrückhalt wird durch einen zusätzlichen Aufstau des Rheinabflusses über bewegliche Wehrverschlüsse des Kulturwehres bei Breisach erreicht. Hierzu würde im Falle eines Hochwassers eine gezielte Überströmung des Leinpfades und so eine Überflutung des südlichen Breisacher Rheinwaldes und von Teilen der Rheininsel zwischen Rhein und Rheinseitenkanal auf französischem Hoheitsgebiet erfolgen. Durch vier Einlassbauwerke kann der Raum kontrolliert geflutet und teilgefüllt werden.

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Bürgerinnen und Bürger stellen ihre Ergebnisse und Botschaften an die Politik vor

Wetterextreme nehmen zu. Das Bewusstsein hierfür müsse geschärft, die Gefahren durch Hochwasser zum „Alltagsthema“ gemacht werden. Das ist eine der Botschaften, die 30 nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Bürgerinnen und Bürger des „Dialogforums Wasser und Boden“ an die Politik und Öffentlichkeit richten. Gemeinsam mit Umweltministerin Walker stellten sie ihre Ergebnisse vor, die sie in mehreren Workshops herausgearbeitet haben.

Ausgetrocknete Flüsse und Quellen, brennende Wälder, Hochwasser und Sturzfluten: Auch in Baden-Württemberg zeigen die vergangenen Jahre deutlich, dass Wetterextreme zugenommen haben – und inzwischen alle treffen können. Das Bewusstsein hierfür müsse mehr geschärft, die Gefahren durch Hochwasser mehr zum „Alltagsthema“ gemacht werden. Das ist eine der Botschaften, die 30 nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Bürgerinnen und Bürger des „Dialogforums Wasser und Boden“ an die Politik und Öffentlichkeit richten. Gemeinsam mit Umweltministerin Thekla Walker stellten sie ihre Ergebnisse und Forderungen in Stuttgart vor (25.03.), die sie in mehreren Workshops seit Oktober vergangenen Jahres herausgearbeitet haben.

Ministerin Walker betonte: „Mit umfassenden Strategien gegen Hochwasser, Starkregen und Wassermangel sorgen wir als Land konsequent vor und machen Tempo. Doch fachliche und politische Entscheidungen und Maßnahmen sind das eine – wir brauchen zugleich gesellschaftliche Akzeptanz und Unterstützung. Deshalb ist uns Ihre Meinung so wichtig – herzlichen Dank für Ihre Teilnahme und Ihr Engagement. Sie alle hier haben Bedeutung und Wert von gesunden Gewässern und Böden herausgearbeitet, aber auch ganz klar die Herausforderungen und Gefahren formuliert, die zukünftig auf jeden Einzelnen und die Gesellschaft zukommen.“

Die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger erklärten, dass Aufklärung bürgernah und verständlich sein müsse. Stellvertretend für sie sprachen Jürgen Gote aus Nagold, Heike Imgrund aus Konstanz und Thomas Lichtner aus Karlsruhe. Wichtig sei im Ernstfall eine zuverlässige Warnung der Bevölkerung – sei es mit Hilfe neuer oder bereits etablierter Technologien. Aber auch der Wert der „Ressource Wasser“ müsse in Zukunft mehr herausgearbeitet werden, Stichwort Niedrigwasser. Wasser könne knapp werden – und somit zu einem raren und möglicherweise teuren Gut. Bei Nutzungskonflikten, die zunehmen werden, müsse priorisiert werden.

Ergebnisse und Botschaften zu den drängenden Fragen rund um das Thema Wasser und Boden haben die Zufallsbürgerinnen und Zufallsbürger in den Workshops nicht nur zum Thema „Wetterextreme und Gefahren“ erarbeitet, sondern auch zu den Themen „Schwammstadt“ sowie „Lebensgrundlage für Mensch und Natur“. Umweltministerin Walker: „Alle Ihre Ergebnisse dienen uns im Umweltministerium als wichtige Impulse.“ Das Dialogforum ist Teil der im Koalitionsvertrag verankerten Zukunftsstrategie Wasser und Boden.

Das Konzept der Schwammstadt
Heiße Temperaturen und Starkregen wirken sich besonders auf unsere Siedlungsgebiete aus; größere Städte sind besonders betroffen. Daher wird es immer wichtiger, Regenwasser wie ein Schwamm zu speichern, zu versickern und zu verdunsten, um ein gutes Lebensklima zu erhalten und um Überflutungen durch Starkregen entgegenzuwirken. Das Umweltministerium entwickelt dazu derzeit eine Strategie mit dem Ziel, die Entwicklung von Schwammstädten zu beschleunigen und Hemmnisse abzubauen.

In den Workshops des „Dialogforums Wasser und Boden“ signalisierten die Bürgerinnen und Bürger deutliche Unterstützung: Das Schwammstadt-Prinzip bei Neubauten sei erforderlich und sinnvoll. Das Errichten von Gründächern sollte gefordert und gefördert werden, sowohl für Privatpersonen als auch für das Gewerbe. Aber auch die Kommunen sollten das Schwammstadt-Prinzip bei öffentlichen Bauten wie Straßen und Plätze anwenden. Im Bestand sollte die Bauverdichtung reduziert und städtische Grünflächen sollten natur- und tierfreundlich erhalten und ausgebaut werden. Autoverkehr müsse mitgedacht, aber insgesamt reduziert werden. Als Rückhalteflächen könnten Verkehrs- und Parkflächen dienen.

Lebensgrundlage für Mensch und Natur
Boden ist ein wertvoller Lebensraum – er ist wichtig für den Klimaschutz und im wahrsten Sinne des Wortes die Grundlage für die Land- und Forstwirtschaft. Nicht zuletzt ist der Boden eine Schaltzentrale für den Wasserkreislauf: Durch ihn versickert Niederschlagswasser, wird in großen Mengen darin gespeichert, gefiltert und dem Grundwasser zugeführt. Außerdem verdunstet Wasser von der Bodenoberfläche in die Atmosphäre, was eine kühlende Wirkung hat. Boden braucht Schutz: Daher ist eine der Botschaften der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Dialogforums, dass Kommunen aktiv auf einen geringeren Flächenverbrauch hinwirken sollten, etwa, indem Bodenspekulation verhindert und Brachen genutzt werden. Das Bewusstsein für Flächenverbrauch sollte auch bei Privatpersonen geschärft werden. Dazu brauche der Boden eine Lobby, damit sich das Verhalten auch bezüglich Müll, Düngen und Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im eigenen Garten ändert.

Bürgerbeteiligung ist Teil der Zukunftsstrategie Wasser und Boden
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft arbeitet im Rahmen der im Koalitionsvertrag verankerten „Zukunftsstrategie Wasser und Boden“ in verschiedenen fachlichen Projekten an Strategien und Lösungen, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Denn die Nutzungsansprüche an Gewässer und Böden werden intensiver, Nutzungskonflikte sowie eine Verschärfung der Konflikte zwischen Nutzungen und Ökologie zeichnen sich ab. Im Diskurs mit Bürgerinnen und Bürgern werden Bedeutung und Wert von gesunden Gewässern und Böden herausgearbeitet, aber auch die Herausforderungen und Gefahren.

Die Teilnehmenden des Dialogforums sind 30 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aus Baden-Württemberg. Der Auswahlprozess erfolgte entsprechend der Empfehlung der Stabsstelle Bürgerbeteiligung des Staatsministeriums und wird beratend von dieser begleitet. Um junge Menschen nicht zu vernachlässigen, ist die Auswahl im Bereich der 16- bis 25-Jährigen verstärkt worden.

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176 Millionen Euro für die Wasserwirtschaft

Mit über 176 Millionen Euro an Fördermitteln unterstützt das Umweltministerium Baden-Württemberg im Jahr 2023 Städte und Gemeinden im Land bei ihren Investitionen in die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung, den Hochwasserschutz und die Gewässerökologie. In diesem Jahr fließen über 87,5 Millionen Euro in Maßnahmen im Abwasserbereich. Mit fast 45 Millionen Euro bezuschusst das Umweltministerium Maßnahmen für den Hochwasserschutz und die Gewässerökologie. Für die Wasserversorgung sind fast 43,7 Millionen Euro vorgesehen. Zu den Maßnahmen des Förderprogramms gehört unter anderem der Ausbau von Kläranlagen um eine vierte Reinigungsstufe, um Spurenstoffe zu eliminieren, die Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen und Sanierung von Hochwasserrückhaltebecken, das Management von Starkregenrisiko und die Revitalisierung von Gewässern.

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Neubau einer interkommunalen Großkläranlage

Um Synergieeffekte bei der Abwasseraufbereitung zu nutzen, planen die Städte Ingelfingen und Künzelsau sowie die Gemeinde Kupferzell, im Nordosten Baden-Württembergs eine gemeinsame Großkläranlage zu errichten. Den Auftrag für die Projektsteuerung, die Realisierung und sonstige spezifische Leistungen erhielt die Swco GmbH.
Machbarkeitsstudie empfiehlt Zusammenschluss von Kläranlagen
Die Städte Ingelfingen und Künzelsau sowie die Gemeinde Kupferzell betreiben derzeit neun Kläranlagen mit zusammen rund 43.000 Einwohnern. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2018 hat die strukturellen Entwicklungsmöglichkeiten der Region geprüft und empfiehlt einen Zusammenschluss der Kläranlagen. Die gemeinsame Großkläranlage Hohenlohe-Kochertal soll “auf der grünen Wiese” errichtet werden. Als Vorzugsfläche wurde ein Standort zwischen Künzelsau und Ingelfingen ermittelt, der zwischen dem Fluss Kocher und dem EVS-Kanal liegt.

Das Abwasser soll in der neuen Großkläranlage zunächst mechanisch vorgereinigt und anschließend in einer biologischen Stufe im Belebungsverfahren mit Nachklärung biologisch-chemisch gereinigt werden. Die biologische Stufe soll zweistraßig ausgeführt werden, wofür eine anaerobe Schlammstabilisierung mit einer Faulung vorgesehen ist. Die Großkläranlage Hohenlohe-Kochertal soll zudem mit einer Anlage zur Entnahme von Spurenstoffen ausgestattet werden.

Leuchtturmprojekt in Baden-Württemberg
„Die Großkläranlage ist für uns wegweisend und ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Stadt“, so Bürgermeister Stefan Neumann, Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes Hohenlohe-Kochertal. „Energetisch und ökologisch auf dem Stand der Technik, sorgt der interkommunale Verbund für die nötige finanzielle und personelle Stabilität.”

„Das ist ein Leuchtturmprojekt in Baden-Württemberg, da der Neubau von Großkläranlagen aktuell Seltenheitswert hat. Hier entsteht in den nächsten Jahren eine hochmoderne Anlage, die mit aktuellster Technik ausgerüstet ist. Durch den Zusammenschluss können zukünftig Synergieeffekte bei der Abwasseraufbereitung genutzt werden. Wir freuen uns sehr, das komplexe Projekt mit unserer Expertise in der Projektsteuerung und im Bereich der Wasser- und Abwasserwirtschaft zu unterstützen“, erklärt Maik Wolf, Ressortleiter Bau- & Projektmanagement bei Sweco.

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Aus der EU und aller Welt

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Aus der EU 
EU-Gewässermission: Innovative Partnerschaften für eine nachhaltige blaue Wirtschaft
Anschlussgrad an die öffentliche Abwasserentsorgung nach ausgewählten europäischen Ländern im Jahr 2020
Vertragsverletzungsverfahren: Deutschland und 19 andere EU-Staaten müssen Trinkwasserrichtlinie umsetzen
Rat der EU einigt sich über die Revision der Industrieemissionsrichtlinie – BDE warnt vor Änderung der Deponieregelungen
Die neue EU-Trinkwasserrichtlinie: Umsetzung in nationales Recht bis 12.1.2023
EU-Kommission: Mehr Anstrengungen nötig, um Umweltverschmutzung wie vereinbart zu senken
Herstellerverantwortung ermöglicht verursachergerechte Finanzierung der Abwasserreinigung
Neue Beobachtungsliste von Stoffen der EU
EU-Kommission veröffentlicht Vorschlag für Industrieemissionen
Kommission will Plan zur Überprüfung der EU-Nitratrichtlinie ausarbeiten
Öffentliche Konsultation der EU zu Mikroplastik
EU-Konsultation zu europäischen Cybersicherheitsvorschriften für digitale Produkte eröffnet
EU-Kommission startet Konsultation zu EU-Regeln für Detergenzien
Evaluierung des EU-Life-Programms
Brüssel startet Konsultation zu EU-Regeln für Detergenzien
Neuer Indikator für Pestizidbelastung in europäischen Gewässern
EU-Kommission: Umweltkriminalität nimmt zu
Green Deal von höchster Priorität für die EU
Kommission startet Aufruf zu EU-Missionen für Gesundheit, Klima und Umwelt
Abwasserbehandlung in Europa verbessert sich
EU-Bericht: Mitgliedstaaten müssen mehr gegen Nitratbelastung in Gewässern tun
U-Bericht: „Water in the Circular Economy policy development“ veröffentlicht
EU-Kommission: Leitlinien für Investitionen in Infrastruktu­ren infolge des Klimawandels
EU-Konsultation zu Regeln über Schadstoffe in Oberflächen- und Grundwasser
EU-Kommission legt Leitfaden für Umweltziele in den nationalen Aufbauplänen vor
Kommission: Nachhaltige Wassernutzung erfordert Veränderungen in allen Sektoren
EU-Kommission startet Konsultation zur Umweltkriminalität
Öffentliche Konsultation zum Null-Schadstoff- Aktionsplan der EU
Konsultation zu EU-Leitlinien für Umweltschutz- und Energiebeihilfen
Öffentliche Konsultation zum Null-Schadstoff- Aktionsplan der EU
Konsultation zu EU-Leitlinien für Umweltschutz- und Energiebeihilfen
Umweltausschuss des Europäischen Parlaments stimmt für die Einigung zur Trinkwasser-RL und fordert Einhaltung der WRRL
Neue EU-Verordnung: Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft
Beobachtungsliste für Chemikalien in Gewässern aktualisiert
Wasserrahmenrichtlinie: kein Änderungsbedarf
EU-Kommission: Initiativen zur beruflichen Bildung angenommen
Zehnter Bericht der EU-Kommission zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie erschienen
EU-weites Projekt zur SARS-CoV-2-Überwachung durch Abwasseruntersuchungen  
Förderung im Rahmen des LIFE-Programms der EU ausgeschrieben  
EU-Rat: Neue Vorschriften zur Wiederverwendung von Wasser verabschiedet  
Nitrat: vorläufig keine Klage der EU gegen Deutschland  
EU-Kommission: Deutschland soll Vorschriften zum Schutz von Oberflächengewässern verbessern 
Arzneimittel-Strategie: Umweltausschuss des Europaparlaments ruft EU zum Handeln auf 
EU setzt Verursacherprinzip nicht ausreichend durch  
Europäisches Parlament ruft Klimanotstand aus  
Veröffentlichungen der EU-Kommission 
Einigung auf EU-weit einheitliche Regelungen zur Abwasserwiederverwendung 
Verstoß gegen EU-Nitratrichtlinie: Nächste Phase im Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland  
Wiederverwendung von Wasser für die landwirtschaftliche Bewässerung: EU-Rat nimmt allgemeine Ausrichtung an  
EU-Kommission bewertet Fortschritte bei Wasserqualität und Hochwasserrisikomanagement  
EU-Kommission legt Mitteilung zu Arzneimitteln in der Umwelt vor – gesamten Lebenszyklus betrachten  
EU-Kommission veröffentlicht Bericht zum Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft  
EU-Kommission fordert 15 Mitgliedstaaten auf, die Vorschriften für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Konzessionen einzuhalten 
EU-Parlament billigt Pläne der Kommission zur Wasserwiederverwendung 
EU-Konsultation über die Wasserrahmenrichtlinie und die Hochwasserrichtlinie  
Neue Stoffe in EU-Beobachtungsliste für Gewässer aufgenommen  
Konsultation zur Bewertung der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser läuft  
EU-Kommission schlägt Regelung für Wasserwiederverwendung vor 
Göppingen: EU und Land fördern Versuchsanlage im Klärwerk 
Nitratwerte in Deutschland weiterhin hoch  
EU-Kommission schlägt Maßnahmen zur Wasserwiederverwendung vor  
Stand der EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland
Bericht der EU-Kommission über die Behandlung von kommunalem Abwasser erschienen  
Europäische Kommission: Strategie für Kunststoff vorgestellt  
EU-Kommission fordert stringentere Umsetzung der Pestizid-Richtlinie  
Über 222 Millionen Euro für Umwelt, Naturschutz und Klima  
EU-Bank stellt weiteren Kredit für Emscher-Umbau bereit 
Konsultation der EU-Kommission zu Mikroplastik  
Europäisches Parlament stimmt CETA zu 
Deutschland soll Nitratrichtlinie „tiefgreifender“ umsetzen  
EU-Vertragsverletzungen im Umweltbereich  
EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Verletzung der Nitratrichtlinie 
Kommission verklagt Deutschland vor dem Gerichtshof der EU wegen Gewässerverunreinigung durch Nitrat 
Oldenburg: Hoher Zuschuss für energiesparende Kläranlage 
EU-Kommission: Badegewässer in Europa haben gute Wasserqualität  
EU-Kommission fordert Estland auf, Nitratbelastung des Wassers zu reduzieren  
EU-Kommission: Deutschland wegen Wasserverschmutzung durch Nitrat vor Gericht 
Achter Bericht über die Behandlung von Abwasser 
EuGH: EU-Kommission hätte Kriterien zu endrokrinschädigenden Stoffen erlassen müssen  
6,3 Prozent der Steuereinnahmen in der EU sind Umweltsteuern 
EU-Parlament kritisiert Kommission bezüglich Menschenrechts auf Wasser 
Die neuen EU-Vergaberichtlinien – Fortschritt oder Rückschritt? 
EU-Kommission: Vierter Bericht zur Umsetzung der Wasserrahmen- und Hochwasserrichtlinie 
EU-Kommission verklagt Griechenland wegen Versäumnissen bei der Abwasserbehandlung 
EU-Kommission: öffentliche Konsultation zu Kriterien für die Identifizierung endokriner Disruptoren  
Öffentliche EU-Konsultation zur Wiederverwendung von Wasser  
282,6 Millionen Euro für 225 neue Umwelt- und Klimaschutzprojekte 
EU-Projekt PROMISE zu Phosphorrecycling startet 
50 Millionen Euro für neue Wasser-Forschungsprojekte 
EU-Parlament: Wasser aus Konzessionsrichtlinie ausgenommen  
EU-Bericht: Nitratbelastungen in Deutschland zu hoch 
Europäische Kommission verklagt Deutschland wegen des Zugangs zu Gerichten 
EU-Parlament für Revision der UVP-Richtlinie
Unterstützung durch EU für Deutschland nach der Hochwasserkatastrophe 
EU-Kommissar: keine zwangsweise Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen
EU-Binnenmarktausschuss: Wasser kein Bestandteil der Konzessionsrichtlinie
EU legt Kommunalabwasser- Bericht vor 
EU unterstützt Infrastrukturentwicklung in Südafrika und der Region  
Wassersektor wird von der EU-Konzessionsrichtlinie ausgeschlossen  
EU: 281,4 Millionen Euro für neue Umweltprojekte  
Europäisches Parlament: Umweltausschuss stimmt für Revision der UVP-Richtlinie  
EU-Konsultation zur Verwendung von Phosphor  
Fünf Jahre Haft für Cyberangriffe auf „kritische Infrastrukturen“ 
EU-Kommission nimmt Wasser aus geplanter Konzessionsrichtlinie aus 
EU-Konsultation zum Recycling
Breitbandausbau soll bestehende Infrastruktur nutzen 
EU-Forscher fordern Klärschlammmonitoring 
EU-Kommission geht erste Schritte für Klima- und Energiepolitik bis 2030
EU-Kommission kündigt Grünbuch zu Phosphor an 
EU-Ausschuss der Regionen für Arzneimittel als prioritäre Stoffe
Beschwerde bei EU gegen deutsche Regeln zum Fracking eingereicht 
EU-Kommission kündigt Grünbuch zu Phosphor an 
Forschungsstipendien der EU in Höhe von 227 Millionen Euro  
Umwelt: 40 Millionen Euro für Innovationen im Wassersektor 
EU-Umweltministerrat gibt wasserpolitische Empfehlungen
EU-Umweltausschuss erweitert Liste prioritärer Stoffe
EU will PAKs weiter begrenzen  
EU-Abgeordnete fordern stabilen Rechtsrahmen für Fracking  
EU hat wegen Versalzung von Werra und Weser Vertragsverletzungsverfahren eingereicht
EU-Kommission will die Vorschriften für die Umweltverträglichkeitsprüfung von Projekten straffen
European Water Association legt drittes „Water Manifesto“ vor 
EU-Konsultation zu ermäßigten Mehrwertsteuersätzen 
EU: Griechenland soll seine Wasserressourcen vor Nitrat schützen  
EU-Umweltausschuss: Strikte Regeln für Fracking  
Werraversalzung: EU leitet Verfahren gegen Deutschland ein  
EU plant „watch list“ für prioritäre Stoffe  
EU gibt im kommenden Jahr 100 Millionen Euro für die Wasserforschung 
EU-Forschung: 8,1 Milliarden Euro für Forschung und Innovation
Europäische Wasserpolitik Schwerpunkt der neuen EU-Ratspräsidentschaft 
EU verklagt Deutschland wegen Wasserverschwendung 
EU und China starten gemeinsames Projekt für Katastrophenrisikomanagement 
EU-Kommission: Österreich soll auf Kostendeckung bei Wasserdienstleistungen achten
EU-Kommission plant Innovationspartnerschaft zur Lösung von Wasserproblemen 
EU-Projekt „Wirtschaftliches und ökologisches Wassermanagement in der chemischen Industrie in Europa“  
Europäische Kommission bringt Deutschland vor den Gerichtshof wegen unvollständiger Deckung der Kosten für Wasserdienstleistungen 
Leitlinien zur Begrenzung der Bodenversiegelung  
EU-Umweltagentur: Europa muss Wasser effizienter nutzen  
Weniger Kosten und mehr Umweltschutz durch bessere Rechtsanwendung 
Neue EU-Verordnung zu Phosphorgrenzwerten für Wasch- und Maschinengeschirrspülmittel  
EU-Kommission schlägt Erweiterung der Liste prioritärer Stoffe vor 
Keine Auskunft zum Vertragsverletzungsverfahren wegen EU-Wasserrahmenrichtlinie
EU: Bericht über Umsetzung der Kommunalabwasser-Richtlinie 
EU-Parlament beschließt Phosphorverbot in Haushaltswaschmitteln
Umwelt: Kommission startet neue Initiative zur Unterstützung der Markteinführung innovativer Umwelttechnologien 
Kommission fordert zwölf Mitgliedstaaten zur Umsetzung von EU-Vorschriften auf  
27 Millionen Euro EU-Mittel für den Neubau der Niedrigwasserschleuse Magdeburg 
EU-Kommission verklagt vier Mitgliedstaaten wegen fehlender Pläne für Flusseinzugsgebiete  
EU nimmt Klage gegen Übernahme des Hammer Kanalnetzes durch Lippeverband zurück
Europäische Kommission beginnt Konsultation zum Vergaberecht 
EU-Kommission: Phosphat-Verbot ab 2013 
Zwölf EU-Mitgliedsstaaten erhalten Mahnschreiben wegen fehlender Bewirtschaftungspläne für Flusseinzugsgebiete 
Deutsche Städte europaweit führend bei der Abwasserentsorgung 
Ermäßigte Mehrwertsteuer für Wasserdienstleistungen?  
20 Millionen Europäer ohne sichere Entsorgung
Europäischer Umweltpreis für Unternehmen 2008
Studie: Qualifikationsbedarf nimmt zu
Wasserstoff kann Erdölverbrauch reduzieren
Gemeinsames Europäisches Umweltinformationssystem  
Arbeitsmedizinische Vorsorge in sechs Ländern der Europäischen Union
Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung Heft 22/2007
Europäisches Parlament setzt Nichtständigen Ausschuss zum Klimawandel ein
Selbstverwaltung der Kommunen auf EU-Ebene gestärkt
Grüne Technologien für Europa
EU erstellt Nährstoffatlas
Wasser ist keine übliche Handelsware
Italien
Abwasser: Mehr Geld für Frühwarnsystem
Klärschlammverwertung: Weg frei für Umweltprüfung
Umweltsünden belasten italienische Küste 
Südtirol: Gewässerschutzplan – Maßnahmen für die Abwasserbewirtschaftung 
Italien muss wegen fehlender Kläranlagen Millionenstrafe zahlen – EuGH-Urteil 
EU-Kommission verklagt Italien erneut vor Gericht und schlägt ein Zwangsgeld vor 
Italien reduziert Zahl der Wasserbehörden von 37 auf 7 
Italien soll EU-Standards beim Betrieb von Abfalldeponien einhalten 
EU-Kommission fordert Italien auf, Sammeln und Behandlung von Abwasser zu verbessern 
EU-Kommission fordert Italien zur Änderung seines Wasserrechts auf
Wasserprivatisierungsgesetz Verfassungswidrig 
Italien wegen mangelhafter Behandlung kommunaler Abwässer vor dem Europäischen Gerichtshof
Italien lehnt Privatisierung der Wasserwirtschaft ab 
EU-Kommission fordert Italien zur Einhaltung der EU-Abwasservorschriften auf  
Belgien
EuGH verurteilt Belgien wegen Verletzung der Kommunalabwasserrichtlinie 
EIB-Darlehen von 200 Mio EUR für Abwasserbehandlung und Gewässerschutz in Flandern 
EU-Kommission fordert Belgien zur Einhaltung der EU-Abwasservorschriften auf 
Abwasserbehandlung in Luxemburg und Belgien unzureichend
Frankreich
Macron ruft zum Wassersparen auf
Frankreich stellt Abwasserdaten für Corona-Monitoring online
EU-Kommission fordert Frankreich auf, die Anstrengungen zu verstärken, um die ökologisch vorgegebene Abflussmenge des Rheins wiederherzustellen  
Regierung will ganzheitlichere Wasserbewirtschaftung in Kommunen 
Französische Trink- und Abwasserpreise 11 Prozent unter europäischem Durchschnitt 
EU-Kommission: Frankreich soll Richtlinie über prioritäre Stoffe umsetzen  
EU-Kommission verklagt Frankreich wegen unsachgemäßer Abwasserbehandlung 
Kommission fordert Frankreich auf, die Abwasserbehandlung in kleineren Gemeinden zu verbessern 
Fracking-Verbot in Frankreich verfassungsgemäß 
EU-Kommission verklagt Frankreich wegen fehlender Bekämpfung der Wasserverunreinigung durch Nitrat  
Frankreich aktiver bei industriellen Abwässern 
Vorsicht bei Fischern aus Mosel und Rhone
England 
Kläranlagen leiten massenhaft Abwasser ins Meer – 141.777 Vorfälle
Weihnachtlicher Badespaß in Großbritannien durch Abwasser bedroht
Britische Gewässer: Abwässer verleiden Urlaubsfreude
Während sie Geld scheffeln, schwimmen wir in Abwasser
EU-Kommission verklagt Vereinigtes Königreich wegen Mängeln bei der Abwassersammlung und -behandlung 
Vereinigtes Königreich und Spanien verletzen EU-Wasserrecht 
Seepferdchen in der Themse
Britische Regulierungsbehörde verhängt erstmalig Strafzahlung gegen private Wasserwirtschaft
Deutschland
EU-Kommission fordert Deutschland zur Umsetzung des Urteils wegen Verstoßes gegen EU-Nitratvorschriften auf  
96 % der deutschen Bevölkerung sind an ein Klärwerk angeschlossen 
Umweltpolitik: EU-Kommission verlangt von Deutschland umfassende Kostendeckung bei allen Wasserdienstleistungen
EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Auftragsvergabe
EU-Verfahren gegen Deutschland eingestellt
Ohne Chef, ohne Geld, ohne Grenzen
Spanien
Madrid wird 2024 die erste Anlage in Spanien eröffnen die grünen Wasserstoff aus recyceltem Wasser herstellen wird
Kein Gestank mehr: Lösung für Ableiter-Probleme in Camp de Mar auf Mallorca in Sicht
EU-Kommission verklagt Spanien wegen Versäumnissen bei der Abwasserentsorgung
Auf Mallorca quillt die braune Brühe über 
Getrübte Idylle: Grundwasser überdüngt Lagune in Spanien 
Spanien wegen Verletzung der Abwasserrichtlinie erneut vor dem EuGH 
EU-Kommission verklagt Spanien wegen Verletzung der Kommunalabwasserrichtlinie 
Kommission verklagt Spanien wegen Siedlungsabwässern und Bewirtschaftungsplänen für Wassereinzugsgebiete 
5,4 Milliarden Euro Steuergelder vertrockneten in der spanischen Landwirtschaft  
EU leitet rechtliche Schritte gegen Spanien, Finnland, Schweden und Portugal ein
Schweiz 
Klimawandel und Nährstoffschwankungen stören Netzwerke in Seen
Wasser, unsere Seen und der Klimawandel
Wer war’s? Mit Sedimenten auf Spurensuche
Wasserrelevante Entwicklungen in der EU
Dezentrale Ressourcengewinnung aus Abwasser
Bundesrat verabschiedet revidierte Gewässerschutzverordnung
Die Schweizer Wasserwende: abwarten oder proaktiv gestalten?
Gelb-Schwarz-Grau macht vieles möglich
Stoffeinträge aus Industrie und Gewerbe in Gewässer
St. Gallen: Gewässerschutz
Eawag vereinbart Zusammenarbeit mit Internationaler Atomenergieagentur
Neuer Indikator und aktualisierte Daten zum Thema Wasser
LéXPLORE öffnet seine virtuellen Türen
Eawag: Die Abwasserbewirtschaftung optimieren und Gewässer schützen
EurEau fordert ehrgeizige Massnahmen zum Schutz der Wasserressourcen
Thermische Netze
Besseres Verständnis von Innovationsdynamiken
Gewässerschutz wirkt
St. Galler Regierung will Gewässer besser schützen
Bericht: Regenwasser im Siedlungsraum
Auch moderne Kläranlagen klären nicht alles
Mit dem planerischen Grundwasserschutz alleine lässt sich nicht alles erreichen
Eine Drohne, die fliegt und taucht
Wasserressourcen: Bundesrat will Sicherheit für Wasserversorgung der Schweiz
Théodora Cohen Liechti und Markus Gresch leiten ab Januar 2023 neu das CC Siedlungsentwässerung
Eawag/CH: Anpassung an den Klimawandel: Folgen für Gewässer sorgfältig abwägen
Aktuelles aus dem CC Kanalisation
Schweiz: Gasmangel –  Umstellung von Gas auf Heizöl
Gemeinsame Initiativen des ETH-Bereichs
Situationsanalyse: Stoffeinträge aus Industrie und Gewerbe in Gewässer
Bundesrat schlägt Kriterien für Überprüfung von Pestiziden vor
Sediment-Qualitätskriterien neu auf Webseite
Dezentrale Ressourcengewinnung aus Abwasser
Um Nährstoffkreisläufe zu schliessen, müssen viele Akteure zusammenspannen
In den Alpen schneit es Plastik
Zusätzliche Reinigungsstufe für rund 100 ARA
Aktuelles aus dem CC Siedlungsentwässerung
Eawag: Damit möglichst kein Plankton unerkannt entwischt
Warum die Biodiversitätspolitik noch auf keinen grünen Zweig kommt
Eawag: Hohe Ehre für Urs von Gunten
Kanton Schaffhausen unterstützt Hochwasserschutz
Stunde der Wahrheit – wie steht die Landwirtschaft zu den Nährstoff-Absenkpfaden?
Wassermanagement: Entscheiden trotz Unsicherheiten
Kennzahlenvergleich der Länder NL,D,CH
Wirkungskontrolle Revitalisierung: Konzept und Habitatvielfalt
Starkregen kann zur Verschmutzung des Trinkwassers führen
Verunreinigung in ARA soll reduziert werden
Im Kanton St.Gallen sind 41 Kläranlagen in Betrieb
Abwassermonitoring auf Coronaviren wird erweitert
Ständeratskommission will Abwasser besser klären und Trinkwasser schützen
Interview: «Das Ökosystem Bodensee mit seinen Prozessen und Funktionen umfassend verstehen»
Schweizer Oekotoxzentrum stellt neue Strategie zur Beurteilung der Sedimentqualität vor
Kläranlagen halten 96 Prozent des Quecksilbers zurück
Parlament gibt Schub für Biogas-Antrieb im Güterverkehr
Abstiegshilfen, deren Signale die Fische verstehen
Kurzzeitige Konzentrationsspitzen werden stark unterschätzt
OST Ostschweizer Fachhochschule: Verstärkung des Fachbereichs Siedlungswasserwirtschaft
Stickstoffeinträge sollen reduziert werden
VSA-Fortbildungskurs «Bedeutung von Industrie und Gewerbe für Abwasserreinigung und Gewässerschutz»
Energieeffizienz und verlängerte Lebensdauer von Unternehmens-Assets in der Wasserwirtschaft
Digitale Schweiz
eDNA-Methoden zur Untersuchung und Bewertung aquatischer Ökosysteme
Parlament will Pestizidrisiken für Wasser und Umwelt verringern
Übermässige Stickstoff- und Phosphoreinträge schädigen Biodiversität, Wald und Gewässer
Seeländer Wasserverbund: Filteranlage gegen Pestizidrückstände
Regenwasserbewirtschaftung  – Wasser in der Stadt
Ohne Daten keine Taten
Zu viel sauberes Fremdwasser in den Walliser ARA 
Vorzeigeprojekt in Dietikon 
Wasserwirtschaft auf dem Prüfstand 
Coronavirus: Bundesrat beschliesst befristete Erleichterungen im Umweltbereich 
Abwasserreinigung kann Corona-Bedrohung stemmen 
Wird uns in Zukunft das Abwasser vor dem Coronavirus warnen können? 
Ausreichende Gewässerräume sind unverzichtbar 
Sicheres Arbeiten auch in Corona-Zeiten 
Die Situation gut überwachen und wirksame Massnahmen treffen! 
Ressourcenorientiertes Sanitärsystem 
Zürich: Regierungsrat startet neuen Anlauf für ein Wassergesetz 
Substanz im Rheinwasser festgestellt – Massnahmen ergriffen 
Informationsanlass für Entscheidungsträger zum Thema Wasser 
In der Schweiz gelangen jährlich 5.000 Tonnen Plastik in die Umwelt 
Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz 2018 
Grundstein zu neuem Forschungs- und Ausbildungsgebäude FLUX gelegt 
Der Kanton will bald wertvollen Phosphor gewinnen – aus unserem Abwasser 
Richtlinie «Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter» 
Zürcher Wassergesetz bei Volksabstimmung durchgefallen 
A&G-Artikel Projekt Empyrion
Investitionsbeiträge  
Schweizer Düngeverordnung 
QUIK-Prüfkommission beendet ihre Arbeit 
Regelpooling mit Infrastrukturanlagen – Wasserversorgungen und Abwasserreinigungsanlagen 
Langzeitmessungen in Flüssen zeigen auch kleinste Veränderungen 
Bericht zur Evaluation von Technologien zur Phosphorrückgewinnung erschienen  
Behandlung von Gleisabwasser – Neuartige Pilotanlage 
Mehr Natur auf dem Betriebsareal – Datenerhebung auf Betriebsarealen 
Förderung von Grobchecks  
Förderung von Feinanalysen 
Pestizide und Phosphorrückgewinnung Schwerpunkte der Schweizer Wasserpolitik 
Thermische Nutzung von Schweizer Gewässern: neue Website online 
VSA veröffentlicht Politikmemorandum zu Gewässerschutz, P-Rückgewinnung und Seen 
Eawag unterstützt Einführung effekt-basierter Umweltqualitätskriterien 
«In der Schweiz sind aquatische Ökosysteme von invasiven Arten bedroht» 
Im Schweizer Abwasser befinden sich kiloweise Gold und Silber – Woher stammen die Edelmetalle?  
Für mehr Wasserkraft statt Kernenergie würden Schweizer mehr bezahlen 
Schweiz stimmt für freiwillige Maßnahmen gegen Mikroverunreinigungen  
Schweizer Abwasserreinigung – Eine Erfolgsgeschichte  
Schweizer Seen sind keine Fischzuchten 
SVGW äußert sich kritisch zum Aktionsplan Pflanzenschutzmittel 
Stiftung Klimaschutz und CO₂-Kompensation in der Schweiz 
In jedem zweiten Sammelsack ein Mobiltelefon 
Grosse Defizite beim biologischen Zustand der Schweizer Fliessgewässer 
VSA-Plattform «Wasserqualität» ist gut gestartet 
Schweizer Atlanten machen den Schritt in die dritte Dimension  
Phosphorrückgewinnung  
Forschungskonzept Umwelt für die Jahre 2017-2020 
Neues Förderprogramm „Wärmeverbünde“ für Abwasser  
Spurenstoffe: Übersicht Schweiz
Verordnung des UVEK zur Überprüfung des Reinigungseffekts von Massnahmen zur Elimination von organischen Spurenstoffen bei Abwasserreinigungsanlagen 
Der VSA/Schweiz hat eine Empfehlung zum Thema „Zu behandelnde Abwassermenge und Redundanz von Reinigungsstufen zur Entfernung von Mikroverunreinigungen“ erarbeitet  
Gewässerqualität: Revision der Gewässerschutzverordnung  
Vernehmlassung – Vollzughilfe Finanzierung der Spurenstoffelimination 
Schweiz definiert Kriterien für Kläranlagennachrüstung 
NEST-Aufrichte mit allen Partnern 
Förderprogramm „Effiziente ARA“  
Neue Studie: Phosphatrückgewinnung in Schweizer Abwasserreinigungsanlagen 
Europäischer Umweltbericht: gute und weniger gute Noten für die Schweiz 
Weiterverrechnung der Abwasserabgabe  
Grosse Erfolge und Herausforderungen beim Gewässerschutz 
Schweiz regelt Finanzierung der Spurenstoffelimination in Kläranlagen 
«Wasserqualität in der Schweiz ist sehr gut» 
VSA-KI-Empfehlung zur Einführung der Abwasserabgabe 
Revision der Gewässerschutzverordnung für bessere Wasserqualität 
Genügend Wasser in der Zukunft? Forschung sieht Lösungen für drohende Nutzungskonflikte 
Mehr Phosphor im Vierwaldstättersee? Eawag ist kritisch. 
Wasserversorgung und Uferfiltration – ein System unter Druck? 
Schweiz verabschiedet Anpassungsplan an den Klimawandel  
Bessere Abwasserreinigung 
Eawag: Seit Anfang November ist Pascal Wunderlin als Co-Koordinator in der Plattform aktiv
Ausbau der Kläranlagen zum Spurenstoffabbau soll überwiegend von Allgemeinheit finanziert werden
Abwasser und Abfall: Der heimliche Standortvorteil der Gemeinden
„Lehrberuf Entwässerungsanlagen“ – so machts die Schweiz 
VSA-Fortbildungskurs 2011: ARA Mikroverunreinigungen und neue Aspekte zu Energie und Stickstoff 
Was kostet die Unsicherheit der Zukunft 
Impulse für den Gewässerschutz 
21. Mai 2011 – Tag des Abwassers 
Stauseen als heimliche Klimasünder? 
Von unseren Nachbarn: Schweizer Tag des Abwassers
GEWISS – Gewässerinformationssystem Schweiz 
Neue Herausforderungen für die Schweizer Wasserwirtschaft 
Verfahrenstechnische Möglichkeiten zur Verbesserung der Elimination von Mikroverunreinigungen 
Abschluss des Schweizer Nationalen Forschungsprogramms „Hormonaktive Stoffe“
Wasser-Agenda 21: Lösungen für die Wasserwirtschaft im 21. Jahrhundert
Netzwerk Wasser-Agenda 21
Vorsorgliche Aufbereitung des Basler Trinkwassers
Neues Zentrum für angewandte Ökotoxikologie
Schweiz wird gegen Fischrückgang aktiv
Keine Klärschlammdüngung in der Schweiz
Wärme und Kälte aus Abwasser in Luzern
Vorbild Schweiz
Ökobilanz von Energieprodukten – ökologische Bewertung von Biotreibstoffen
Reinigung von Autobahnabwasser
Österreich
Innsbruck: Rauch will Corona-Abwassermonitoring als „Wachtürme“ erhalten
Hunderte Höfe in Osttirol sind nicht erschlossen
Kreislaufwirtschaftsstrategie Österreich
Neue Förderungsrichtlinien für Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
Tirol investiert 2022 über 50 Mio. Euro in den Hochwasserschutz
Österreich bei Abwasserentsorgung im Spitzenfeld
Kärnten: Seenbericht Unterkärntner Seen mit Auf- und Absteigern bei der Wasserqualität
Kläranlagen-Monitoring wird ausgeweitet
Abwasser-Studie in Vorarlberg: Mehr illegale Drogen in städtischen Gebieten
Teures Fehlverhalten: Müll im steirischen Kanal kostet jedes Jahr Millionen
Analysen in Kläranlagen für CoV-Früherkennung 
Corona-Analyse in 43 Tiroler Kläranlagen geplant 
Pilotprojekt: CoV-Tests in Kläranlagen 
In diesen steirischen Kläranlagen sollen Corona-Tests gemacht werden 
Nachweis viraler Erbinformation im Abwasser: Projekt in Österreich 
ÖWAV überreicht Forderungspapier an Bundesministerin Maria Patek 
Donau international nur punktuell von stärkeren Fäkalbelastungen betroffen 
Österreich hält Qualitätsziele für Flüsse, Seen und Grundwasser größtenteils ein 
Rund 127 Mio. Euro Fördermittel für Projekte der Wasserwirtschaft freigegeben  
1. Publikation der „Jungen Abfallwirtschaft im ÖWAV“ 
Erfahrungsaustausch Abwasser 2017 
ÖWAV-Vollversammlung 2017  
ÖWAV-Leitbild veröffentlicht  
EU-Kommission fordert von Österreich die Umsetzung der Richtlinie über prioritäre Stoffe  
Forderungspapier Siedlungswasserwirtschaft unterzeichnet  
Österreichische Siedlungswasserwirtschaft fordert 150 Millionen Euro für die Jahre 2017 und 2018  
Branchenbild der österreichischen Abwasserwirtschaft 2016 veröffentlicht  
10-Punkte-Plan gegen Plastik in Gewässern 
Österreich fordert europäische Strategien für Plastik in Gewässern 
ÖWAV-Vollversammlung 2015: Roland Hohenauer zum Präsidenten gewählt  
Neptun Wasserpreis: Jetzt für die Wasserpreisgemeinde 2015 abstimmen!  
Präsentation der Initiative VOR SORGEN 
Wasserwirtschaftliche Infrastrukturprojekte als wichtige Impulsgeber 
Land fördert den Betrieb von kommunalen Abwasserbeseitigungsanlagen 
Gemeinsam sind wir stärker 
Vorarlberg: 95,5 Mio. Euro fließen in Wasserwirtschaft 
Initiative in Österreich: VOR SORGEN: Sauberes Trinkwasser – sichere Abwasserentsorgung  
Rufbereitschaftsdienste für kommunale Abwasseranlagen(Kanalisations- und Kläranlagen) 
Wasserwirtschaft für Österreicher bei Klimawandel wichtiges, aber kein dominantes Thema 
Umwelthormone: Frauenboom bei Österreichs Fischen
93 Prozent der Österreicher gegen Privatisierung der Wasserversorgung
Klärschlamm fliegt im Hubschrauber
Entwicklung und Implementierung einer Abflusssteuerung für das Kanalnetz der Stadt Wien (Entwässerungssysteme)
Kläranlage Wiener Neustadt-Süd produziert grünen Strom
Niederlande 
Niederlande investieren 30 Mio. Euro für Maßnahmen gegen Arzneimittelrückstände im Wasser 
Verlängerung des Moratoriums der Niederlande für die Gewinnung von Schiefergas 
Neue Wege in der niederländischen Wasserpolitik
WRRL in den Niederlanden
Irland
E.coli im Trinkwasser von Irland
Portugal
Portugal vom Europäischen Gerichtshof wegen Kommunalabwasserbehandlung verurteilt  
Portugal drohen Zwangsgelder wegen unzureichender Abwasserbehandlung
EU-Kommission: Portugal soll EU-Vorschriften über Abwasser und Wasserverschmutzung einhalten
EU leitet rechtliche Schritte gegen Spanien, Finnland, Schweden und Portugal ein
Finnland 
EU leitet rechtliche Schritte gegen Spanien, Finnland, Schweden und Portugal ein
Schweden 
ARA-Ausbau Schweden
EU-Kommission verklagt Schweden wegen unzureichender Abwasserbehandlung 
Schwedischer Gerichtshof entscheidet, ob Wasser eine Dienstleistung oder ein Produkt ist 
EU leitet rechtliche Schritte gegen Spanien, Finnland, Schweden und Portugal ein
Luxemburg 
Der lange Weg bis zum Anschluss an die Kläranlage
Abwasserbehandlung in Luxemburg und Belgien unzureichend  
Bulgarien
Aufruf für Projekte im Bau von Kläranlagen für Städte mit mehr als 10.000 Einwohnern 
Griechenland
EuGH: Millionenstrafe gegen Griechenland wegen Abwasserbehandlung
Nitrat: EU-Kommission verklagt Griechenland vor dem Gerichtshof  
EU-Kommission verklagt Griechenland vor dem Europäischen Gerichtshof wegen illegaler Deponie  
Griechenland wegen mangelnder Kommunalabwasserbehandlung verurteilt  
EU-Kommission verklagt Griechenland wegen Versäumnissen bei der Abwasserbehandlung 
Europäische Kommission verklagt Griechenland wegen Verletzung der Abwasservorschriften  
Griechenland zur Einhaltung des europäischen Abfall- und Abwasserrechts aufgefordert
Polen
EU-Kommission verklagt Polen wegen Wasserverunreinigung durch Nitrat  
Zypern
EU-Kommission fordert Zypern auf, kommunales Abwasser ordnungsgemäß zu behandeln
Ungarn
Ungarn soll Umweltstandards in Rotschlammdeponie verbessern 
Rumänien 
Rumänien plant Großprojekte in der Wasserinfrastruktur  
EU-Kommission fordert Rumänien auf, gegen die schlechte Bewirtschaftung seiner Abfalldeponien vorzugehen
Lettland
EU-Kommission fordert Lettland und Litauen nachdrücklich auf, die Behandlung ihrer Abwässer zu verbessern 
Kuwait
Kuwait-Stadt: EVN errichtet Kläranlage in Kuwait 
Dänemark
Greta Thunberg kritisiert Dänemark wegen Einleitung von Abwasser ins Meer
Israel
Israel und Jordanien wollen Jordan sauberer machen
Regierung will Jordan säubern
Gaza: Sauberes Wasser an Gazas Stränden
Indien
Antibiotika in Abwässern gefährden Gesundheit in Indien und China

Informationen aus Hessen

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Zu den Archiv Meldungen aus 2010 bis 2022.

2025


2024


2023


BUND Hessen fordert Ausbau der vierten Reinigungsstufe

Der BUND Hessen zeigt sich beeindruckt von der Reinigungsleistung der vierten Reinigungsstufe der Kläranlage Mörfelden-Walldorf, die seit etwa zwei Jahren in Betrieb ist, und fordert Tempo beim Ausbau in ganz Hessen. Der BUND-Landesvorsitzende Jörg Nitsch erklärte in einer Mitteilung, die Ablaufwerte der Anlage, die auf eine Kombination von Ozonung, Pulveraktivkohle und Tuchfiltration setzt, hätten sich deutlich verbessert.

Aus Sicht des BUND-Landesverbandes ist es erforderlich, derartige Maßnahmen daher hessenweit zügig umzusetzen, und nennt das EU-Projekt „Lebendige Lahn“ als zentrales Beispiel.

mehr: https://www.euwid-wasser.de/news/politik/bund-hessen-fordert-ausbau-der-vierten-reinigungsstufe-290725/

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Land macht sich für eine krisenfeste Wasserversorgung stark

Bei der Umweltministerkonferenz im saarländischen Orscholz setzt Landwirtschafts- und Umweltminister Ingmar Jung auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Bund für eine widerstandsfähige Wasserversorgung in Krisenzeiten und bei zivilen Verteidigungsaufgaben.
Bei der 104. Umweltministerkonferenz (UMK) in Orscholz setzt sich Landwirtschafts- und Umweltminister Ingmar Jung für die Sicherung wichtiger Lebensgrundlagen für die Bürgerinnen und Bürger ein: krisenfeste Wasserversorgung, Verlässlichkeit bei Hochwasserschutzmaßnahmen und eine praxistaugliche Luftreinhaltung.

mehr: https://landwirtschaft.hessen.de/presse/hessen-macht-sich-fuer-eine-krisenfeste-wasserversorgung-stark

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Hessen startet weiteres Programm für lebendige Gewässer

Mit Gewässermanagern sorgt Hessen für lebendige, klimaresiliente und ökologisch intakte Flüsse und Bäche. Als Gewässermanager fungiert die Hessische Landgesellschaft mbH (HLG). Sie unterstützt Städte, Gemeinden und Wasserverbände aktiv beim Projektmanagement, bei Genehmigungen und Fördermitteln, Flächenmanagement oder in der Öffentlichkeitsarbeit. Wir finanzieren das Projekt vollständig.

mehr: https://landwirtschaft.hessen.de/presse/hessen-startet-weiteres-programm-fuer-lebendige-gewaesser

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Hochwasserschutz: Land Hessen fördert Schluckbrunnen im Herzen Wiesbadens mit 319.440 Euro

Hessens Umweltminister Ingmar Jung hat einen Förderbescheid für den Bau eines Hochwasserüberlaufs im Wiesbadener Kurpark übergeben. Durch den sogenannten Schluckbrunnen soll ein Überlaufen des Kurparkweihers bei Starkregenereignissen und Unwetter verhindert werden.

Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in der Landeshauptstadt Wiesbaden hat Hessens Umweltminister Ingmar Jung der Stadt Wiesbaden am Mittwoch einen Förderbescheid in Höhe von 319.440 Euro übergeben Damit wird die Errichtung eines Hochwasserüberlaufs, ein sogenannter Schluckbrunnen, am Kurparkweiher unterstützt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,28 Millionen Euro.

mehr: https://landwirtschaft.hessen.de/presse/land-hessen-foerdert-schluckbrunnen-im-herzen-wiesbadens-mit-319440-euro

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Hessen tritt für härtere Strafen bei Klimakriminalität ein

Länder unterstützen hessische Initiative im Bundesrat, um illegalen Handel mit extrem schädlichen Klimagasen konsequent zu bestrafen.

Auf hessische Initiative hin hat der Bundesrat die Bundesregierung heute zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen den illegalen Handel mit fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen) aufgerufen. Unter anderem fordern die Länder, den Strafrahmen für Verstöße gegen die europäische F-Gase-Verordnung deutlich zu erhöhen.

mehr: https://landwirtschaft.hessen.de/presse/hessen-tritt-fuer-haertere-strafen-bei-klimakriminalitaet-ein

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RP erteilt Wasserverband Kinzig Wasserrechte

Das RP Darmstadt hat dem WVK ein Wasserrecht zur Entnahme von Grundwasser aus sieben Brunnen in den Ortsteilen Neuenschmidten und Schlierbach erteilt. Der WVK beliefert seine Verbandsmitglieder, die Stadt Frankfurt und die Stadt Hanau sowie den Main-Kinzig-Kreis, um die öffentliche Wasserversorgung sicherzustellen.
Hierzu hat der Verband für das Fördergebiet Neuenschmidten Nord eine Entnahme von 1.900.000 Kubikmeter und für Neuenschmidten Süd insgesamt 600.000 Kubikmeter Grundwasser pro Jahr beantragt.
Im Zuge des Wasserrechtsverfahrens wurden die vorliegenden Antragsunterlagen sowie auch die im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit eingegangenen Einwendungen vom RP Darmstadt detailliert geprüft und bewertet. Das Ergebnis: Die Entnahmen werden in der beantragten Gesamthöhe von 2.500.000 Kubikmeter pro Jahr zugelassen, da nach Auswertung des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) auch unter Berücksichtigung des Klimawandels ausreichend Grundwasser vorhanden ist. Darüber hinaus sorgen eine Vielzahl von Nebenbestimmungen dafür, dass das Grundwasser nachhaltig sowie umweltschonend gewonnen werden kann. Aufbauend auf der Betriebserfahrung, das heißt, den tatsächlichen Fördermengen der vergangenen Jahre, erteilt das RP Darmstadt dem WVK eine gehobene Erlaubnis über 1.400.000 Kubikmeter pro Jahr für die Nordgruppe und 415.000 Kubikmeter pro Jahr für die Südgruppe. Für die darüber hinaus beantragten Mengen in der Höhe von 500.000 Kubikmeter in der Nordgruppe und für 185.000 Kubikmeter pro Jahr in der Südgruppe erhält der WVK nur eine einfache Erlaubnis, in die, im Gegensatz zur gehobenen Erlaubnis, bei Bedarf eingegriffen und gegebenfalls auch widerrufen werden kann.
Die Zulassungen sind an klar definierte Grenzgrundwasserständeoder bei tiefen grundwasserführenden Schichten an maximale Brunnenfördermengen geknüpft. Außerdem sind sie jeweils an ein umfangreiches Monitoring gebunden. Bei einer Unterschreitung der Grenzgrundwasserstände bzw. einer Überschreitung der Brunnenfördermengen muss die Grundwasserentnahme unverzüglich eingestellt werden. Das sorgt dafür, dass eine Übernutzung des Grundwassers und damit negative Einflüsse auf Natur und Umwelt ausgeschlossen werden können. Zudem wurden die Wasserrechte auf 20 Jahre begrenzt. Dies basiert auf den aktuellen Klimaprojektionen, die nach Auswertung des HLNUG sowie anerkannter Fachverbände für diesen Zeitraum eine allenfalls moderate Veränderung der Grundwasserneubildung prognostizieren.
Der Antrag des WVK für das Fördergebiet Neuenschmidten Nord beinhaltet auch eine Grundwasserentnahme an dem neu errichteten Brunnen FB X. Da die Antragsunterlagen zu diesem Aspekt zum Zeitpunkt der Offenlage Ende 2021 nicht vollständig waren, konnte darüber nicht entschieden werden. Der Brunnen FB X ist daher nicht Bestandteil der aktuellen Zulassung. Der WVK wurde aufgefordert, für den Brunnen FB X einen gesonderten Antrag zu stellen.
Die ausführliche behördliche Entscheidung und alle Antragsunterlagen sind im Zuge der aktuell laufenden öffentlichen Bekanntmachung auf der Website des RP Darmstadt veröffentlicht. Vom 2. bis 16. September 2024 liegen alle Informationen im Feuerwehrhaus (Schulungsraum, 1.OG) der Gemeinde Brachttal, Wächtersbachter Straße 48, täglich während der Öffnungszeiten zur Einsicht aus.
https://rp-darmstadt.hessen.de/presse/rp-erteilt-wasserverband-kinzig-wasserrechte

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Umweltministerkonferenz: Umweltminister Ingmar Jung – Wir haben gute Ergebnisse für Hessen erzielt

Der hessische Minister für Landwirtschaft und Umwelt zieht nach seiner ersten Umweltministerkonferenz (UMK) in Bad Dürkheim zufrieden Bilanz. Staatsminister Jung hat dort unter anderem zum Schutz vor dem Wolf, zur Kreislaufwirtschaft und zum Hochwasserschutz gesprochen.
Bei der 73. Umweltministerkonferenz stand aufgrund der aktuellen Ereignisse in Süddeutschland das Thema Hochwasser im Fokus. Unter den Ministerinnen und Ministern der 16 Länder herrschte große Einigkeit, eine Elementarschaden-Pflichtversicherung zu schaffen. Die Länder formulierten eine erneute Aufforderung an den Bund, hierfür ein Konzept vorzulegen und die Anstrengungen für die Klimaanpassung und den Hochwasserschutz zu stärken.
„Klimaanpassung in Verbindung mit einem wirkungsvollen Hochwasserschutz sind elementar. Sie sind notwendig, um unser Leben, unseren Wohlstand und unsere Heimat zu schützen. Aber eine absolute Sicherheit vor Hochwasser und Starkregen wird es nicht geben, deshalb ist Vorsorge so wichtig. Wir brauchen jetzt eine Pflichtversicherung für Eigentümerinnen und Eigentümer. Die große Herausforderung ist, diese verfassungskonform und sozialverträglich zu gestalten.“ Für alle Betroffenen müssen die gleichen Bedingungen gelten, betonte der hessische Umweltminister: „Es ist nicht zu vermitteln, dass der Steuerzahler immer dann einspringt, wenn das Ausmaß groß und die Berichterstattung der Medien besonders intensiv ist, die Betroffenen bei medial weniger beachteten Ereignissen aber oft alleine dastehen.“ Jung appellierte zudem an die Verantwortung in besonders schadensgefährdeten Gebieten: Dort gelte es, alle am Bauplanungsrecht Beteiligten noch mehr zu sensibilisieren.
Beim Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz (ANK) hat sich Hessen für eine Beschleunigung der Mittelausgaben eingesetzt, die jeweilig bestehenden Länder-Förderprogramme sollen mitberücksichtigt werden. Ein Beschluss zu den Umweltwirkungen der EU-Agrarpolitik bestätigt zudem die kürzlich von der Europäischen Kommission geschaffenen Erleichterungen für Landwirtinnen und Landwirte. „Hier freue ich mich, dass uns ein gemeinsamer Beschluss gelungen ist, welcher sich klar für die Unterstützung des Bürokratieabbaus ausspricht, die Nöte unserer Landwirte sieht, und anerkennt, dass wir die Landwirtschaft weiterhin bei der Erbringung ihrer zahlreichen Leistungen für den Umwelt- und Klimaschutz unterstützen müssen“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Jung und betonte: „Ich bin fest davon überzeugt: Effektiver Umwelt- und Klimaschutz geht nicht gegen die Landwirtschaft. Nur mit unseren Landwirtinnen und Landwirten werden wir die Herausforderungen schaffen, die vor uns liegen.“
Die von Hessen ausgerufene „Trendwende Wolf“ war auch bei der UMK ein wichtiges Thema. Die Länder waren sich einig, dass das Schnellschussverfahren den Ländern als unbürokratisches und rechtssicheres Verfahren zur Verfügung stehen muss. Ziel aller Länder sind beschleunigte Entnahmen. Dazu soll der Praxisleitfaden zum Wolfsmanagement dringlich präzisiert werden. Sollte auch ein ergänzter Praxisleitfaden nicht rechtssicher angewandt werden können, will der Bund notwendige Rechtsänderungen unter Ausschöpfung des FFH-Rahmens umsetzen. Aus hessischer Sicht sind das erste Schritte, denen weitere folgen müssen. Im Hessischen Landtag hatte sich die christlich-soziale Koalition kürzlich für die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht ausgesprochen und dafür auch Zustimmung aus der Opposition erhalten. Außerdem sollen Weidetierhalter mit Wolfsrissen unbürokratisch entschädigt und finanziell noch besser bei der Prävention unterstützt werden.
Sehr erfolgreich verlief der hessische Beschlussvorschlag zum besseren Recycling von Matratzen. Alle Länder unterstützten den Vorstoß Hessens. Ziel ist es, Matratzen in einer Kreislaufwirtschaft wieder zu verwerten. Bislang fehlt dazu in Deutschland der rechtliche Rahmen. In Frankreich, Belgien und den Niederlanden werden Matratzen bereits getrennt gesammelt. Flammschutzmittel und andere schädliche Chemikalien in Matratzen blockieren die chemischen Prozesse, die ablaufen müssen, damit aus Schaumstoffmatratzen wieder Schaum für neue Matratzen gewonnen werden kann. Damit mehr Matratzen recycelt werden können, müssen sie zudem getrennt von anderem Sperrmüll gesammelt werden. „Matratzen stellen aktuell zehn Prozent des Sperrmüllaufkommens in Deutschland dar. Die Matratzen sind jedoch oft nass und so stark verschmutzt, dass sie im Allgemeinen nur noch der Verbrennung zugeführt werden können. Somit entgeht der Kreislaufwirtschaft ein gut recyclingfähiger Stoffstrom. „Das wollen wir ändern, denn es ergibt ökonomisch und ökologisch Sinn.“
Zum Abschluss der UMK bilanzierte der hessische Umweltminister: „Wir haben gute Ergebnisse für Hessen erzielt.“
https://landwirtschaft.hessen.de/presse/umweltminister-ingmar-jung-wir-haben-gute-ergebnisse-fuer-hessen-erzielt

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Wiesbaden scheitert mit Wassersteuer- Veto der Kommunalaufsicht

Die Hessische Kommunalaufsicht hat die vom Wiesbadener Linksbündnis beschlossene Wassersteuer gekippt. Die Gebühren dürften die städtischen Kosten für Wasser nicht überschreiten.
Die Wiesbadener Bürger müssen vorerst nicht noch mehr Geld für ihr Trinkwasser zahlen. Die hessische Kommunalaufsicht hat die vom Linksbündnis Mitte Dezember 2023 beschlossene Wassersteuer gekippt, nachdem sie schon im März…mehr:
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/stadt-wiesbaden-scheitert-mit-wassersteuer-19742465.html

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Rheinwasseraufbereitung

Wasserverband Hessisches Ried übergibt Staatssekretär Ruhl Abschlussbericht
Wasser wird zunehmend zum knappen Gut. Deswegen hat das hessische Landwirtschafts- und Umweltministerium den Wasserverband Hessisches Ried (WHR) dabei unterstützt, zu prüfen, wie Rheinwasser umfassender genutzt werden kann.
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie des WHR wurde untersucht, wie und mit welchem Investitionsbedarf eine erhöhte Aufbereitung von Rheinwasser realisiert werden kann. Der Abschlussbericht wurde heute Staatssekretär Michael Ruhl bei seinem Besuch im Brauchwasserwerk in Biebesheim übergeben. „Angesichts des Klimawandels, der Bevölkerungszunahme und der wirtschaftlichen Entwicklung in Südhessen ist mit steigenden Wasserbedarfen für Landwirtschaft, öffentliche Wasserversorgung und Natur zu rechnen,“ so Staatssekretär Ruhl. „Um zukünftige Herausforderungen bewältigen zu können liegt mit der Machbarkeitsstudie nun eine gute Grundlage vor.“

Nutzung von aufbereitetem Oberflächenwasser
Das Land Hessen hat die Machbarkeitsstudie mit 400.000 EUR gefördert. „Im Zukunftsplan Wasser ist angesichts begrenzter Grundwasserressourcen in den Wasserentnahmegebieten die Prüfung zusätzlicher künstlicher Grundwasseranreicherungen zur Deckung der Wasserversorgung verankert. Mein Dank gilt dem Wasserverband Hessisches Ried für die geleistete Arbeit und der nun erfolgten Vorlage der Machbarkeitsstudie,“ erklärte Staatssekretär Ruhl.
Die Verbandsvorsteherin des WHR, Frau Elisabeth Jreisat hob hervor, dass „mit der Machbarkeitsstudie nun entscheidende Grundlagen für die zukünftigen Planungen vorliegen“ und dankte dem Land Hessen für die finanzielle Unterstützung. Im nächsten Schritt wird der WHR in die Gespräche mit den Wasserbedarfsträgern gehen, um im Herbst konkrete Zusagen zur weiteren Planung zu erhalten.
In den vergangenen Jahrzehnten konnten die Grundwasserstände im Hessischen Ried dank der Infiltration von aufbereitetem Rheinwasser stabil gehalten werden. Biebesheim verfügt über eine Kapazität zur Aufbereitung von 5.400 Kubikmeter – das sind über 5 Mio. Liter – Wasser pro Stunde. „Dadurch ist auch in Trockenzeiten, wie wir sie in den letzten Sommern erlebt haben, Grundwasser und Beregnungswasser vorhanden“, erklärte WHR-Verbandsvorsteherin Elisabeth Jreisat. „Die letzte mehrjährige Trockenphase mit hohen Temperaturen und kontinuierlich steigenden Bedarf haben die Aufbereitungsanlage Biebesheim aber bereits an ihre Grenzen gebracht.“

Drei mögliche Lösungsoptionen
Es konnten bei der Untersuchung drei Alternativen identifiziert werden: ein Ausbau des vorhandenen Brauchwasserwerkes in Biebesheim und somit eine Verdopplung der aktuellen Kapazität, die Neuerrichtung eines zweiten Brauchwasserwerkes im nördlichen Ried oder die Neuerrichtung eines sogenannten Uferfiltratwasserwerkes im südlichen Ried. Die Kosten für die Erweiterung um 5.400 m³/h (entspricht einer Verdoppelung der aktuellen Kapazitäten) werden je nach Aufbereitungstechnik zwischen 150 und rund 170 Mio. EUR abgeschätzt. Für Leitungen und Infiltrationsanlagen fallen zusätzliche Kosten von 69 bis zu 167 Mio. EUR an.

Hintergrund:
Die Studie, an der neben den Experten des Wasserverbandes verschiedene Fachbüros mitarbeiteten und vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt sowie dem Regierungspräsidium Darmstadt begleitet wurde, förderte das Land Hessen mit 400.000 Euro, das sind 80 % der Gesamtkosten. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde geprüft, welche technischen Maßnahmen die wachsenden Wasserbedarfe decken können. Es wurde bestätigt, dass zusätzlich infiltriertes Brauchwasser aus dem Rhein keine nachteiligen Veränderungen auf die Grundwasserqualität haben wird. Da die Entnahmemengen aus dem Rhein sich im Promillebereich bewegen würden, könnten diese auch bei einer Erweiterung der Rheinwasseraufbereitung unproblematisch entnommen werden.
https://umwelt.hessen.de/presse/wasserverband-hessisches-ried-uebergibt-staatssekretaer-ruhl-abschlussbericht

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Land fördert Maßnahmen zum Wasserrückhalt

Damit die Städte und Gemeinden mit der durch trockene Sommer ausgelösten Wasserknappheit besser umgehen könen, fördert das Land Hessen Maßnahmen zum Wasserrückhalt. Das sagte Umweltstaatssekretär Michael Ruhl Anfang März 2024 vor Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft beim Wasserforum in Frankfurt am Main.
Bei der Veranstaltung informierte das Umweltministerium als oberste Wasserbehörde über die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie für den guten Zustand von Hessens Flüssen, Seen, Bächen und dem Grundwasser. Für die Maßnahmen der Gewässerentwicklung und des Hochwasserschutzes, die auch dem Wasserrückhalt dienen, stehen Fördermittel in Höhe von rund 40 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, sagte Ruhl. Dazu zählen Maßnahmen der Ufer und Auenrenaturierung oder die Wasserrückhaltung im Wald, bei der das Oberflächenwasser durch Vertiefungen vor dem schnellen Abfließen geschützt wird.
https://flussgebiete.hessen.de/oeffentlichkeitsarbeit/wasserforum/2024

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Weniger Mikroschadstoffe im Landgraben: Inbetriebnahme der vierten Reinigungsstufe für die Zentralkläranlage

Weniger Mikroschadstoffe im Abwasser: Nach nur 2 Jahren konnte die Firma Merck die 4. Reinigungsstufe der Zentralkläranlage in Betrieb nehmen. Bei den Bemühungen um den Ausbau von kleineren kommunalen Anlagen geht es deutlich langsamer voran.
Merck klärt sein Abwasser bestmöglich – Umweltministerium bremst den Ausbau kommunaler Kläranlagen
Der hessische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die Inbetriebnahme der vierten Reinigungsstufe für die Zentralkläranlage des Chemie- und Pharmaunternehmens Merck in Darmstadt am 7. Februar 2024. Nach der Inbetriebnahme werde sich die Konzentration vieler Mikroschadstoffe im Abwasser des Chemie- und Pharmaunternehmens an seinem Stammsitz in Darmstadt deutlich vermindern. Jörg Nitsch, BUND-Landesvorsitzender: „Damit wird ein bedeutender Schritt für die Entlastung des Landgrabens im Hessischen Ried vollzogen. Merck hat mit der Fertigstellung des Kläranlagenausbaus etwas mehr als zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich gezeigt, wie schnell daran gearbeitet werden kann. Bei den Bemühungen um den Ausbau von kleineren kommunalen Anlagen geht es deutlich langsamer voran.“ Der Umweltverband fordert vom Hessischen Umweltministerium daher mehr Tempo für den Ausbau der kommunalen Kläranlagen mit der vierten Reinigungsstufe.
Der BUND appelliert besonders an die Stadt Darmstadt: Seit mehreren Jahren werde dort lediglich an einer Machbarkeitsstudie für die vierte Reinigungsstufe ihrer Großkläranlage gearbeitet. In diese Anlage würden auch die Abwässer von großen Industriefirmen der Chemie- und Kosmetikbranche eingeleitet. Ihre bestmögliche Reinigung sei genauso wichtig wie die der Firma Merck.
Nitsch: „Der langsame Fortschritt beim Ausbau der kommunalen Kläranlagen ist auch durch die zeitraubende Arbeitsweise im Umweltministerium bedingt. Durch Bürokratieabbau ließe sich das Arbeitstempo deutlich beschleunigen.“
Der BUND kritisiert, dass die Anforderungen an die Leistungen für die vierte Reinigungsstufe für jede Kläranlage einzeln vorgeschrieben werden. Ein gemeinsamer Anforderungskatalog mit Festlegungen für alle Anlagen in Hessen nach dem Vorbild Baden-Württembergs oder der Schweiz würde die vorbereitenden Arbeiten ohne Qualitätsverlust deutlich beschleunigen.
Nitsch: „In Baden-Württemberg sind bereits 30 Anlagen mit vierter Reinigungsstufe in Betrieb und weitere 27 in Planung oder im Bau. In Hessen arbeitet bisher lediglich eine Anlage, vorbereitende Arbeiten laufen für sechs weitere.“
Nach Kenntnis des BUND werden die Wünsche von Kläranlagenbetreibern außerhalb des Hessischen Rieds nach Festlegung von Anforderungen für den Ausbau ihrer Anlagen mit vierten Reinigungsstufen vom Umweltministerium nicht unterstützt.
https://www.bund-hessen.de/pm/news/mikroschadstoffe-landgraben-inbetriebnahme-vierte-reinigungsstufe-merck/

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Hinweise zur Phosphorrückgewinnung in Hessen

Zielsetzung
Vor dem Hintergrund schwindender Akzeptanz der bodenbezogenen Klärschlammverwertung und mit Blick auf die zentrale Bedeutung des endlichen Rohstoffs Phosphor hatte die Bundesregierung das Ziel vorgegeben, die bodenbezogene Klärschlammverwertung in überschaubarer Zeit zu beenden und die Rückgewinnung des Rohstoffs Phosphor aus Gründen des Ressourcenschutzes zu etablieren. Diese Zielsetzungen haben sich mit der Novelle der Klärschlammverordnung aus dem Jahr 2017 (BGBl. I, S. 3465) manifestiert und konkretisiert. Phosphor ist ein unverzichtbarer Nährstoff für unsere Landwirtschaft, um pflanzliche Erträge und damit die Ernährung zu sichern. Er kann durch keinen anderen Stoff ersetzt werden. Gleichzeitig ist Phosphor ein endlicher Rohstoff. Das natürliche Phosphor Vorkommen ist auf nur wenige Länder beschränkt: China, Südafrika, Jordanien, Marokko und die Westsahara besitzen 80 Prozent der weltweiten Vorkommen. Einige dieser Phosphor-Lagerstätten befinden sich in politischen Krisengebieten, wodurch Lieferengpässe nicht auszuschließen sind. Ferner steigt weltweit die Nachfrage nach Phosphor, während die Reserven abnehmen. Dies hat zur Folge, dass Phosphaterz aus immer tiefer liegenden und schwerer zugänglichen Bereichen abgebaut werden muss. Neben den Auswirkungen auf die Preisentwicklung muss damit gerechnet werden, dass die dort geförderten mineralischen Phosphaterze zunehmend mit toxischen Metallen wie Cadmium und radioaktivem Uran belastet sind. Deshalb ist die Gewinnung von Recyclingphosphaten unter umweltverträglichen Bedingungen die Grundlage der nachhaltigen Kreislaufführung.
Die Novelle der Klärschlammverordnung sieht vor, dass Abwasserbehandlungsanlagen mit einer Größe von über 100.000 Einwohnerwerten ab 01.01.2029 und Abwasserbehandlungsanlagen mit einer Größe von über 50.000 Einwohnerwerten ab 01.01.2032 die Phosphorrückgewinnung aus ihrem Klärschlamm sicherstellen, sofern der Klärschlamm einen Phosphorgehalt von mindestens 20 g je kg Trockenmasse (TM) enthält.
Das Hessische Umweltministerium möchte im Rahmen der Ressourcenschutzstrategie Hessen seine Kommunen auf dem Weg zu einer ökologisch sinnvollen und wirtschaftlich tragfähigen Phosphorrückgewinnung begleiten und die verantwortlichen Akteure bei der Entwicklung und Realisierung geeigneter Demonstrationsanlagen in Hessen unterstützen. Ein sparsamer Umgang mit dem Rohstoff Phosphor wird dabei angestrebt. Der Kreislauf soll möglichst geschlossen und die Nachfrage nach Primärphosphaten auf diese Weise signifikant gesenkt werden.
Hierzu wurde bereits der Phosphordialog ins Leben gerufen, zu dem das Hessische Umweltministerium nunmehr regelmäßig die hessischen Akteure einlädt.
Noch sind die Übergangsfristen zur Etablierung einer tragfähigen Phosphorrückgewinnung großzügig bemessen. Vor dem Hintergrund aufwändiger Abstimmungsprozesse auf Ebene kommunaler Entscheidungsträger, der Konzeptionierung und Planung von Investitionsvorhaben und der damit verbundenen Zulassungsverfahren, ist es dennoch geboten, frühzeitig die Entwicklung lokaler und interkommunaler Lösungen anzustoßen. Das Land Hessen möchte die Entscheidungsträger…mehr:

https://umwelt.hessen.de/sites/umwelt.hessen.de/files/2021-09/hinweise_zur_p-rueckgewinnung_nicht_bf.pdf

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Hohe Wasserverluste in hessischen Trinkwasserversorgungsnetzen: BUND fordert Behörden zum Handeln auf

Um die immensen Trinkwasserverluste in den Leitungsnetzen zu verringern, fordert der BUND Hessen die Oberen Wasserbehörden auf, aktiver gegenüber den betroffenen Kommunen zu werden. Mehr:
https://www.bund-hessen.de/pm/news/hohe-wasserverluste-in-hessischen-trinkwasserversorgungsnetzen/

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155 Kommunen bei der Erstellung von Wasserkonzepten unterstützt

Trinkwasser ist ein wertvolles Gut und sollte sparsam eingesetzt werden. Um den hessischen Kommunen dabei zu helfen, ihre Wasserversorgung für die Zukunft sicherzustellen, fördert das Land die Erstellung kommunaler und teilräumlicher Wasserkonzepte. „Wir sorgen dafür, dass Hessen immer genügend sauberes Wasser hat“, sagte Umweltministern Priska Hinz. „Die Klimakrise und der demografische Wandel stellen uns bei der Trinkwasserversorgung vor große Herausforderungen. Wir haben als Land Hessen daher bis heute 155 hessische Städte und Gemeinden bei der Erstellung von Wasserkonzepten mit über 4 Millionen Euro finanziell unterstützt.“
Kommunen im ländlichen Raum sind auf Förderung angewiesen
Das Umweltministerium hat die Förderung bis Ende 2023 verlängert. Die Nachfrage war hoch. “In den vergangenen Monaten konnten wir noch eine Vielzahl von Kommunen im ländlichen Raum unterstützen. Ich freue mich besonders, dass wir erst kürzlich einen Förderbescheid für die Erstellung eines Wasserkonzeptes für den Vogelsbergkreis und insgesamt 16 beteiligte Kommunen mit über 475.000 Euro Fördervolumen übergeben konnten“, so die Ministerin weiter.
Die Aufgabe liegt bei den Kommunen als Trägern der Wasserversorgung. Viele sind mit den trockenen und heißen Sommern der vergangenen Jahre an ihre Grenzen gekommen und müssen für die Zukunft neu planen. Für eine genaue Bestandsaufnahme können die Kommunen deshalb das Instrument des Wasserkonzepts nutzen: dafür werden zunächst die Gegebenheiten vor Ort genau erfasst und zukünftige Entwicklungen prognostiziert. Wo kann gespart werden, gibt es Möglichkeiten, Trinkwasser durch Brauchwasser oder Regenwasser zu ersetzen? Solche Optimierungspotentiale und Risiken werden ermittelt, um daraus passende Maßnahmen zu entwickeln. Für die Bewässerung von privaten oder öffentlichen Grünflächen ist der Einsatz von wertvollem Trinkwasser beispielsweise nicht notwendig. So könnten Brauchwasseranlagen auf Sportplätzen oder Friedhöfen eingesetzt werden. Das gilt auch für die Toilettenspülung oder das Wäschewaschen.
„Die ersten Ergebnisse aus den bereits vorliegenden Wasserkonzepten zeigen einen erheblichen Investitionsbedarf“, erläuterte Ministerin Hinz. Die Speicherung und Verteilung von Trinkwasser ist hier eine der größten Herausforderung. Mittel- bis langfristig stehen vielerorts Investitionen in Wasserhochbehälter und Verbindungsleitungen zwischen einzelnen Ortsteilen an. Sofern der Wasserbedarf nicht durch die eigene Wasserförderung gedeckt werden kann, ist unter bestimmten Bedingungen auch der Anschluss an einen Verbund bzw. an benachbarte Kommunen sinnvoll.

„Wassercent“ als sinnvolles Finanzierungsinstrument
„Gerade der ländliche Raum steht bei der zukünftigen Wasserversorgung unter Druck. Bürgerinnen und Bürger würden dort über den Wasserpreis aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte, womit die Kosten auf weniger Nutzer verteilt werden können und der weitläufigen Geografie, was den Bau der Wasserversorgungseinrichtung teuer macht, überproportional pro Kopf belastet werden. Vor diesem Hintergrund würde der ländliche Raum von der Einführung eines sogenannten ‚Wassercents‘ mit dem die Wasserversorgungsinfrastruktur finanziell gefördert werden könnte, ganz erheblich profitieren“, betonte Ministerin Hinz.
Das Hessische Umweltministerium hat kürzlich die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, wie Umwelt- und Ressourcenkosten im Zusammenhang mit Wasserentnahmen in Hessen berücksichtigt werden können. Die Einnahmen können dann zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem Zukunftsplan Wasser beitragen und so die Wasserversorgung in Zeiten des Klimawandels sicherstellen. Praktikable und auch nur konzeptionell überzeugende Alternativen für ein solches Lenkungs- und Finanzierungsinstrument wurden von den Gutachtern nicht gesehen.

Hintergrund
Übersichtskarte zu den geförderten WasserkonzeptenÖffnet sich in einem neuen Fenster
Die Studie zur Internalisierung von Umwelt- und Ressourcenkosten bei Wasserentnahme
https://umwelt.hessen.de/presse/155-kommunen-bei-der-erstellung-von-wasserkonzepten-unterstuetzt

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Kompetenzzentrum Wasser Hessen geht an den Start

Die Wasserwirtschaft in Hessen steht insbesondere durch den Klimawandel vor großen Herausforderungen, damit sie auch zukünftig die Wasserversorgung von Bevölkerung und Unternehmen nachhaltig sichern kann. Heute eröffnete die hessische Umweltministerin Priska Hinz an der Goethe-Universität Frankfurt das Hessische Kompetenzzentrum Wasser (KWH), in dem Akteure aus Wissenschaft und Bildung, Verwaltung, Politik und Wasserwirtschaft vernetzt sind. Die Ziele: Probleme sollen auf Systemebene angegangen, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die wasserwirtschaftliche Praxis überführt und das Bildungsangebot erweitert werden.
FRANKFURT. Es sind gleich mehrere tiefgreifende Veränderungen, mit denen sich der Wassersektor in Hessen konfrontiert sieht: Der Klimawandel mit seinen häufigeren Extremwetterereignissen erhöht den Druck auf Wasserressourcen und Wasserökosysteme, was wiederum einen Verlust der Biodiversität nach sich zieht. Die Folgen für Mensch und Natur wurden in den Dürresommern der vergangenen Jahre deutlich sichtbar. Dann wiederum gab es vermehrt Starkregenereignisse mit Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Eine weitere Herausforderung für die Wasserwirtschaft ist der demografische Wandel. Die Zunahme der Bevölkerung in den Ballungsräumen führt zu einem steigenden Wasserbedarf in den kommenden Jahren, die Abnahme der Bevölkerung in Teilen des ländlichen Raums dagegen zu steigenden Kosten bei der Bereitstellung einer ausreichenden Wasser- und Abwasserinfrastruktur. Heute schon führen Einträge von Spurenstoffen zum Beispiel durch Arzneimittel im Abwasser zu Problemen in der Abwasserbehandlung und Trinkwasseraufbereitung.

Angesichts dieser Herausforderungen und damit verbundener Zielkonflikte zwischen Schutz und Nutzung der Ressource Wasser sind innovative und nachhaltige Umsetzungslösungen für die vielen beteiligten Akteure zu suchen und zu finden. Hessen geht diese Herausforderungen jetzt durch eine Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit von Wissenschaft, Verwaltung, Politik, Praxis und Bildung an und gründet das Hessische Kompetenzzentrum Wasser (KWH), in dem das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV), das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), die Regierungspräsidien, alle hessischen Universitäten, viele hessische Hochschulen sowie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) ihre jeweilige Expertise einbringen und kooperieren werden.

Umweltministerin Priska Hinz erläutert: „Mit dem Klimaplan und dem Zukunftsplan Wasser haben wir die Weichen für einen nachhaltigen Schutz und eine integrierte Bewirtschaftung der Wasserressourcen in Hessen gestellt. Das Hessische Kompetenzzentrum Wasser wird uns nun dabei unterstützen, die notwendigen Anpassungen an den Klimawandel umzusetzen und dabei neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und innovative Lösungen zu berücksichtigen.“

Prof. Thomas Schmid, Präsident des HLNUG, ist überzeugt: „Das Hessische Kompetenzzentrum Wasser bietet die Chance, die unterschiedlichen und sehr umfassenden Expertisen im Wassersektor in Hessen zu bündeln, damit die wissenschaftlichen Erkenntnisse auch zu einer praxisnahen Entwicklung konkreter Lösungen mit nachhaltiger Nutzung der Ressource Wasser beitragen können.“

Prof. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität, die die Gründung des KWH wesentlich begleitet hat, erklärt: „Es muss uns gelingen, ‚win-win-Situationen‘ zu schaffen, bei denen einerseits die Wasserressourcen erhalten bleiben und die aquatische Biodiversität geschützt wird, andererseits aber auch der Wasserbedarf der Bevölkerung und der Wirtschaft gesichert bleibt. Mit ihrer Forschung werden die hessischen Universitäten und Hochschulen zum Erreichen dieses Ziels beitragen.“ Auch die Gewinnung von Fachkräften könnten die Universitäten und Hochschulen befördern, so Präsident Schleiff: „Wir arbeiten stetig an der Weiter – und Neuentwicklung von Lehr- und Ausbildungskonzepten, um Expert:innen für Naturschutz und Wasserwirtschaft zu qualifizieren.“ Dabei befürworte er das aktive Mitwirken von Partnerinstitutionen aus Praxis und Behörden in Lehrveranstaltungen relevanter Fachbereiche von Universitäten und Hochschulen sowie beispielsweise die Vergabe externer Abschlussarbeiten: „Damit können wir einen Mehrwert auch aus Sicht der Wissenschaft generieren.“

Enrico Schleiff freut sich über den Auftakt zur Gründung des KWH in seinem Hause: “Die Wasserforschung ist schon seit vielen Jahren fester und wichtiger Bestandteil des Forschungsportfolios der Goethe-Universität. Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen der anderen hessischen Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sehen wir uns in der Verantwortung, die Ziele des KWH voranzutreiben und unseren Beitrag zum Erhalt und zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Wasser in Hessen zu leisten.“

Ziel des KWH ist es, praxistaugliche, wissenschaftlich fundierte, evidenzbasierte und innovative Lösungen entsprechend den Herausforderungen im Wassersektor zu entwickeln. Statt einzelner hydrologischer, ökologischer und technisch-ingenieurwissenschaftlicher Fragestellungen können im KWH die dringenden Probleme zu Prozessen und Dynamiken des Wasserressourcenmanagements interdisziplinär und integriert betrachtet werden. Soziale, ökonomische und politische Aspekte, als weitere wichtige Handlungsfelder in der Wasserwirtschaft, können durch diese übergreifende Zusammenarbeit ebenfalls berücksichtigt werden.

Eine solche Bündelung der hessischen Wasserkompetenz eröffnet neue Perspektiven für die Durchführung von angewandten Forschungsprojekten zu in Hessen relevanten Themen für eine nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser, einschließlich der Vermittlung von entsprechenden Kompetenzen, sowie für die Politikberatung.

Über das Kompetenzzentrum Wasser Hessen (KWH)

Als hessisches Kompetenzzentrum Wasser ist das KWH ein Bindeglied zwischen Akteuren im Wasserbereich aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik, Bildung und wasserwirtschaftlicher Praxis. Das KWH wird auch mit assoziierten Partnern kooperieren. Dies können nicht-behördliche Organisationen, Vereine oder im Wassersektor tätige Unternehmen sein. Ein Kooperationsvertrag regelt die künftige Zusammenarbeit der institutionellen Partner:

  1. Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  2. Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie
  3. Regierungspräsidium Darmstadt
  4. Regierungspräsidium Gießen
  5. Regierungspräsidium Kassel
  6. Goethe-Universität Frankfurt am Main
  7. Justus-Liebig-Universität Gießen
  8. Philipps-Universität Marburg
  9. Technische Universität Darmstadt
  10. Universität Kassel
  11. Hochschule Darmstadt
  12. Hochschule Fresenius
  13. Hochschule Geisenheim University
  14. Hochschule RheinMain
  15. Technische Hochschule Mittelhessen
  16. Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
  17. Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH

Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Biologie, Chemie, Meer / Klima, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungsprojekte, Organisatorisches
Deutsch

https://idw-online.de/de/news825779

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Plattform der regionalen Wasserbeschaffung

Die WRM wurde im Jahre 1978 auf Initiative der Hessischen Landesregierung gegründet. Sie bündelt die Expertise von Wasserbehörden, Verbänden und Institutionen sowie den wichtigsten südhessischen Wasserbeschaffungsunternehmen. Die Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main beruht auf freiwilliger Basis und ist unabhängig von wirtschaftlichen Interessen.

Wesentliche Meilensteine regionaler Wasserplanung wurden durch die WRM erarbeitet und werden kontinuierlich fortgeschrieben, wie z. B. die Wasserbilanz Rhein-Main, die Leitungsverbundstudie oder die „Situationsanalyse Wasserversorgung Rhein-Main“.

Rahmen und Grundlage für die gemeinsame Arbeit ist eine Geschäftsordnung, die von der Mitgliederversammlung beschlossen wurde. Die Mitgliederversammlung ist das zentrale Beratungs- und Meinungsbildungsgremium. Sie setzt sich zusammen aus den Unternehmensleitungen sowie Vertretern der institutionellen Mitglieder. Aus der Mitte der Mitgliederversammlung werden jeweils für die Dauer von zwei Jahren ein Vorsitzender sowie drei stellvertretende Vorsitzende gewählt.

Für das operative Geschäft ist eine Geschäftsstelle mit einer Geschäftsführung eingerichtet, die, wie alle Tätigkeiten für die WRM, ehrenamtlich betreut wird.

Zur Bearbeitung bestimmter Aufgaben und Probleme können Arbeitskreise gebildet werden. Für die Mitarbeit in den Arbeitskreisen können auch Personen herangezogen werden, die nicht in den Unternehmen oder Institutionen der Mitglieder tätig sind.

https://www.ag-wrm.de/die-wrm.html

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Zweite Fortschreibung der „Situationsanalyse zur Wasserversorgung in der Rhein-Main-Region“ vorgelegt

Die Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main (WRM) hat nach 2016 die zweite Fortschreibung der „Situationsanalyse zur Wasserversorgung in der Rhein-Main-Region“ vorgelegt. Für einen Prognosehorizont bis 2050 wird die Entwicklung des Trinkwasserbedarfs im Ballungsraum betrachtet.

Insgesamt wird mit einem Anstieg des Wasserbedarfs in Südhessen gerechnet. Auf der Grundlage der derzeitigen Bevölkerungsprognosen wird bis 2040 ein Mehrbedarf von bis zu 8% erwartet. Der Klimawandel treibe vor allem die Bedarfsspitzen in heißen und trockenen Sommern in die Höhe und bringe damit die Infrastruktur zum Teil an ihre Grenzen.

Unsere gemeinsame Aufgabe ist die Sicherstellung einer zuverlässigen und nachhaltigen Wasserversorgung für die Metropolregion,“ heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des WRM-Vorstands, zu dem neben Elisabeth Jreisat, Joachim Arnold (Vorstandsvorsitzender OVAG), Armin Kromer (Verbandsdirektor WBV Riedgruppe Ost) sowie Bernd Petermann (Geschäftsführer Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach) gehören.
Auf Grundlage aktualisierter Daten wurde der bestehende Maßnahmenkatalog früher Situationsanalysen fortgeschrieben und angepasst. „Im Fokus unserer gemeinsamen Anpassungsstrategie steht weiterhin der Ausbau und die Ertüchtigung der Wasserversorgungsinfrastruktur,“ betont Elisabeth Jreisat. Im Zentrum stehe der regionalen Leitungsverbund als Rückgrat der Versorgung der Metropolregion.
Die Folgen von Klimawandel, Bevölkerungswachstum und verändertem Nutzungsverhalten auf die Verfügbarkeit des Grundwassers als wichtigster Ressource für die Wasserversorgung der Metropolregion habe man dabei fest im Blick. „Die Gewinnung von Grundwasser für die Versorgung mit Trinkwasser erfolgt bereits seit vielen Jahren unter Beachtung der Nachhaltigkeit. Durch begleitende umwelt- und naturschutzbezogene Nutzungsregeln ist sichergestellt, dass der Entnahmehorizont nicht überbeansprucht wird, keine Schädigung grundwasserabhängiger Ökosysteme stattfindet und eine eventuale verringerte Grundwasserneubildung berücksichtigt wird.,“ stellt Joachim Arnold fest und verweist auf die dazu erfolgreichen Einführungen der OVAG-Wasserampel und des umweltschonenden Grundwassermanagement für seinen Versorgungsbereich. „Mit der Wasserampel, die seit letztem Jahr auf gelb steht, geben wir den von uns versorgten Kommunen ein deutliches Signal, auf ihre Einwohner und Unternehmen hinzuwirken, dass sie sorgsam und verantwortungsvoll mit unserem wichtigsten Lebensmittel dem Trinkwasser umgehen“, betont Arnold.
An Verwaltung und Politik wenden sich die Wasserversorger mit dem dringenden Appell, die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine zuverlässige Verfügbarkeit des Grundwassers als wichtigster Ressource für die öffentliche Wasserversorgung im Auge zu behalten. „Eine wichtige Planungsgrundlage für die Siedlungsentwicklung der Kommunen im Ballungsraum ist eine gesicherte Wasserversorgung. Dafür benötigen wir als Dienstleister der Kommunen verlässliche und auskömmliche Wasserrechte,“ betont Bernd Petermann.
Insgesamt gelte es die Belange der Wasserversorgung bei der Regional- und Flächennutzungsplanung wieder stärker als bislang in den Fokus zu nehmen, ergänzt Armin Kromer. „Der Ballungsraum zeigt exemplarisch, wie die Nutzungskonflikte beim Zugriff auf die begrenzte Ressource Grundwasser zunehmen,“ stellt Kromer fest.
„Die Antwort darauf muss ein intensiver Dialog und eine verstärkte Zusammenarbeit auf allen Ebenen sein,“ so das Fazit der WRM-Vorstandsvorsitzenden Elisabeth Jreisat.
https://www.ag-wrm.de/publikationen/publikation-detail.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=681&cHash=611afb8c8968d95aaeee6851a8c2199a

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Hessen: Spurenstoff-Minimierer ausgezeichnet

In Hessen wurde erstmals die Auszeichnung „Spurenstoff-Minimierer“ vergeben. Die Firma DAW SE wurde für ihr Sockelschienen Filtersystem „Eco-Safe“ ausgezeichnet, mit der die aus Auswaschungsprozessen freigesetzten Biozide und andere organische Schadstoffe der Fassadenbeschichtung zurückgehalten werden können. Die Firma Merck KGaA wurde für die Errichtung einer weiteren Behandlungsstufe zur Reduzierung von Spurenstoffen ihrer Industriekläranlage in Darmstadt ausgezeichnet.
Im Vordergrund des Wettbewerbs steht die Eigeninitiative und Vorbildfunktion der Teilnehmenden, ihren freiwilligen Beitrag zum Gewässerschutz und Spurenstoffreduktion sichtbar zu machen. Umweltministerin Priska Hinz (Hessisches Umweltministerium) und Thomas Klaßen (Leiter der Geschäftsstelle Umweltallianz Hessen) kürten die Gewinner, die mit ihren Maßnahmen zur Reduzierung des Spurenstoffeintrags in die Gewässer im Hessischen Ried beitragen.
Bewerbungen für die Auszeichnung als Spurenstoff-Minimierer am 22. März 2024 können bis zum 31. Januar 2024 eingereicht werden. Voraussetzungen für die Teilnahme am Wettbewerb ist der Sitz im Hessischen Ried, ein Beitrag zur Spurenstoffreduktion, der weder mit Landesmitteln bezuschusst noch durch gesetzliche Vorgaben initiiert wurde.
https://www.spurenstoff-dialog-hessen.de

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Hessen veröffentlicht gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden eine Muster-Zisternensatzung

Das Umweltministerium hat heute gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden eine Muster-Zisternensatzung veröffentlicht. Diese soll dazu beitragen, dass verstärkt Niederschlagswasser für die Gartenbewässerung und zur Toilettenspülung genutzt wird. So kann der Wasserhaushalt geschont und die Kanalisation bei Starkregen entlastet werden. Die Muster-Zisternensatzung für Kommunen ist ein weiterer Baustein der Umsetzung des Maßnahmenplans Trockenheit und Dürre.
Ressource Wasser wird immer wertvoller
„Wer Regenwasser speichert und nutzt, kann einen wichtigen Beitrag zum ökologischen und verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser leisten“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz. „Auch wenn die letzten Wochen in Hessen eher nass und bewölkt waren, hat die Klimakrise uns zu Beginn des aktuellen Sommers und in den trockenen Sommern der Vorjahre deutlich vor Augen geführt, dass wir selbst als wasserreiches Land nicht vor regionaler Dürre und örtlichem Wassermangel geschützt sind. In einigen Kommunen stehen die Wasserampeln weiterhin auf gelb. Umso wichtiger ist der sorgsame Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser.“
Kommunen können mittels einer Zisternensatzung für Neubauvorhaben oder bei grundlegenden Umbauten den Bau einer Zisterne und die Nutzung des Niederschlagswassers vorschreiben. Damit dies rechtssicher gelingen kann, wurde in gemeinsamer Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen eine Muster-Zisternensatzung erstellt und den Kommunen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wurden noch ergänzende Erläuterungen formuliert, die die Umsetzung in den Kommunen erleichtern sollen.
Regenwasser, das über Dachflächen gesammelt wird, kann für verschiedene Einsatzzwecke – bspw. zur Toilettenspülung oder zur Gartenbewässerung – als Betriebswasser verwendet werden. Durch die Speicherung und die Verwendung von Regenwasser anstelle von Trinkwasser in all jenen Bereichen, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist, kann der Trinkwasserverbrauch deutlich verringert werden. „Eine Diversifizierung der Wasserressourcen erlaubt es Kommunen, ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenperioden und ihre Versorgungssicherheit zu erhöhen. Darüber hinaus kann die Kanalisation bei Starkregenereignissen durch die Pufferwirkung des Rückhaltevolumens von Zisternen entlastet werden“, so Umweltministerin Hinz. Indem der Trinkwasserverbrauch vor allem während Trocken- und Hitzeperioden verringert wird, gibt es weniger Verbrauchsspitzen und wertvolle Grundwasserressourcen können geschont werden.
Johannes Heger, Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes: „Mittels der neuen Musterzisternensatzung geben wir den Kommunen ein wichtiges Handlungsinstrument an die Hand, die Niederschlagswassernutzung nachhaltig zu gestalten und damit einen essentiellen Beitrag zum Wassersparen zu leisten. Die Kommunen können dabei flexibel zwischen verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten entscheiden, von der reinen Regennutzung zur Gartenbewässerung bis hin zur inhäusigen Brauchwassernutzung. Dies ermöglicht ihnen eine bedarfsgerechte Anpassung an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten.“

„Vor dem Hintergrund des hohen Wertes des immer knapper werdenden Gutes Wasser, ist es wichtig und richtig, dass das Land und die Kommunen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam Wege aufzeigen sowie Vorschläge unterbreiten, diese Ressource sinnvoll und sparsam zu bewirtschaften“, sagte der Direktor des Hessischen Städtetages Stephan Gieseler.

Hintergrund
Hessen hat mit dem Klimaplan und dem Zukunftsplan Wasser auf die Auswirkungen der Klimakrise reagiert. Wegen der aktuellen Trockenphase wurden im Maßnahmenplan Trockenheit und Dürre ergänzende Maßnahmen ergriffen und bestehende Projekte priorisiert. Die Muster-Zisternensatzung für Kommunen ist eine von vierzehn Akut-Maßnahmen.

Link:
Umweltministerin stellt Maßnahmenplan vor | umwelt. hessen.de

Weitere Informationen zur nachhaltigen Wasserversorgung und dem Zukunftsplan Wasser:
https://umwelt.hessen.de/wasser/grundwasser-und-wasserversorgung
https://umwelt.hessen.de/presse/hessen-veroeffentlicht-gemeinsam-mit-den-kommunalen-spitzenverbaenden-eine-muster-zisternensatzung

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Erste Kläranlage mit vierter Reinigungsstufe in Betrieb

Als erste hessische Kommune hat Mörfelden-Walldorf seine Kläranlage mit einer vierten Reinigungsstufe aufgerüstet, am 7. Juli ist sie mit Pulveraktivkohle und Tuchfiltration in Betrieb gegangen. Im Rahmen der Spurenstoffstrategie Hessisches Ried hat das Land Hessen die Maßnahme mit einer Zuwendung von 4,6 Millionen Euro und 70 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert.
Umweltministerin Priska Hinz erklärte: „Wir sorgen für sauberes Trinkwasser. Gerade das Hessische Ried ist dafür besonders wichtig. Die Erfahrungen auf der Kläranlage Mörfelden-Walldorf kann anderen Kommunen und Betreibern bei zukünftigen Planung helfen.“ Im Ried werden ca. 25 Prozent des Trinkwassers in Hessen aus dem Grundwasser des Hessischen Rieds gewonnen. Umso wichtiger ist es, dieses Wasser sauber zu halten.
Bisher gelangen über die mit Abwasser belasteten Fließgewässer immer noch Spuren von Arzneimitteln, Hormonen, Haushalts- und Industriechemikalien, Pflanzenschutzmitteln und Bioziden, sogenannte „Spurenstoffe“, ins Grundwasser. Dem steuert das Land Hessen seit 2018 mit der „Spurenstoffstrategie Hessisches Ried“ entgegen. Der Ausbau ausgewählter kommunaler Kläranlagen mit neuer vierter Reinigungsstufe ist dabei eine von zahlreichen Maßnahmen, die auch an der Quelle und bei der Anwendung ansetzen.

Spurenstoffstrategie: Hessisches Ried im Fokus
Neben der nun in Betrieb gegangenen Kläranlage in Mörfelden-Walldorf sind weitere sechs Kläranlagen ausgewählt, die zukünftig mit einer vierten Reinigungsstufe ausgerüstet werden sollen: Kläranlage Bickenbach (befindet sich im Bau), Büttelborn (Zuwendungsbescheid erteilt, in Planung), Darmstadt (befindet sich in Planung), Griesheim (in Planung), Langen (in Planung) und Weiterstadt (in Planung). Derzeit baut auch die Firma Merck in Darmstadt eine vierte Reinigungsstufe auf ihrer Industriekläranlage. Diese soll Ende 2023 in Betrieb gehen und wird ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zur Reinhaltung der Fließgewässer im Ried leisten.

Was bringt die 4. Stufe zusätzlich?
Die vierte Reinigungsstufe der Kläranlage Mörfelden-Walldorf schließt an die bisher üblichen drei Reinigungsstufen einer Kläranlage an. Mit den klassischen Behandlungsstufen werden hauptsächlich Nährstoffe im Abwasser reduziert. Mit der vierten Stufe ist es möglich, zusätzlich sogenannte anthropogene Spurenstoffe (zum Beispiel Arzneimittel- und Hormonrückstände) abzubauen und weitgehend aus dem Abwasser zu entfernen. Um eine möglichst breite Stoffpalette zu erfassen, lassen sich verschiedene Verfahrensarten auch kombinieren. Aus diesem Grund hat man sich bei der Anlage in Mörfelden-Walldorf für eine kombinierte Behandlung mit Ozon (letzte Phase der Inbetriebnahme), Pulveraktivkohle und einer abschließenden Tuchfiltration entschieden. „Damit ist die Kläranlage in Mörfelden-Walldorf nicht nur die erste in Hessen mit einer vierten Reinigungsstufe, sondern auch mit dieser Verfahrenskombination einzigartig in Deutschland“, freute sich Erster Stadtrat Karsten Groß.

Hessen bei Planung fortgeschritten
Hessen liegt mit dem aktuellen Bau von drei Kläranlagen mit einer vierten Reinigungsstufe und der Planung von weiteren vier vierten Reinigungsstufen bundesweit direkt hinter Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Aktuell überlegt auch die Stadt Frankfurt, eine vierte Reinigungsstufe zu planen, und die Stadt Wiesbaden hat an einem Forschungsvorhaben zu dem Thema teilgenommen.

Hintergrund:
Ein flächendeckender Ausbau der hessischen kommunalen Kläranlagen ist nicht zuletzt aufgrund der hohen Kosten derzeit nicht vorgesehen und unter Umweltgesichtspunkten auch nicht notwendig. Aktuell werden auf EU-Ebene mit der Kommunalabwasserrichtlinie und der Änderung der Wasserrahmenrichtlinie neue rechtliche Regelungen beraten. Diese umfassen auch Vorgaben für den Bau einer vierten Reinigungsstufe auf Kläranlagen. Insbesondere große Kläranlagen ab 100.000 Einwohnenden und Kläranlagen in sensiblen Gebieten sollen zukünftig verbindlich mit einer vierten Reinigungsstufe ausgerüstet werden. Zur Finanzierung dieser Maßnahmen sieht der Vorschlag der Kommunalabwasserrichtlinie die Umsetzung des Verursacherprinzips durch die Einführung der Erweiterten Herstellerverantwortung vor.
https://umwelt.hessen.de/presse/erste-klaeranlage-mit-vierter-reinigungsstufe-in-betrieb

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Auszeichnung: Saubere Gewässer im Hessischen Ried

Die Gewinner stehen fest: die Firma Merck und die Firma DAW/RMI wurden für ihre Beiträge zum Gewässerschutz im Hessischen Ried ausgezeichnet. Umweltministerin Priska Hinz hat die Preisträger heute zusammen mit Thomas Klaßen, Leiter der Geschäftsstelle Umweltallianz Hessen, im Regierungspräsidium Darmstadt mit einer Urkunde geehrt.
Im Rahmen des Dialogforums „Spurenstoffe im Hessischen Ried“ wurde erstmalig ein Wettbewerb ausgerufen, bei dem sich Unternehmen, Handwerk, Verbände und Institutionen bewerben konnten, die freiwillig und engagiert dazu beitragen, den Eintrag von Spurenstoffen in die Gewässer im Hessischen Ried zu reduzieren. „Ziel des Wettbewerbs ist es, denjenigen eine Plattform zu bieten, die Eigeninitiative zeigen. Wir wollen für das Thema Spurenstoffe sensibilisieren und auch andere motivieren, sich damit auseinander zu setzen“, betonte Umweltministerin Priska Hinz.
Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid erklärte: „Das Thema Spurenstoffe betrifft uns alle. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen als Vorbilder vorangehen und Wege aufzeigen, Spurenstoffe in unserem Wasser zu minimieren. Daher geht mein Dank an die Teilnehmer des Wettbewerbs.“
Thomas Klaßen bekräftigte: „Die eingereichten Projekte der Unternehmen zeigen einmal mehr, wie kreativ und mit welchem Einsatz Unternehmen unterwegs sind, wenn es darum geht unsere Umwelt zu schützen. Der Umweltallianz Hessen ist es ein zentrales Anliegen zu zeigen, wie betrieblicher Umweltschutz funktionieren kann und deshalb freuen wir uns, diesen Wettbewerb unterstützen zu können.“

Auszeichnung für zwei vorbildliche Unternehmen
„Als erstes Industrieunternehmen in Südhessen, das die vorhandene Abwasserreinigungs¬anlage mit dem freiwilligen Bau einer vierten Behandlungsstufe zur Reduzierung von Spurenstoffen erweitert, setzt die Firma Merck einen wichtigen Baustein unserer Spurenstoffstrategie Hessisches Ried um. Damit übernimmt sie als Industrie¬unternehmen eine Vorreiterrolle im Gewässerschutz und Verantwortung für die Region ‚Hessisches Ried‘“, so Hinz bei der Urkundenübergabe.
Thomas Klaßen vergab die weitere Auszeichnung an die Firma DAW/RMI (Dr. Robert Murjahn-Institut) für ihr Sockelschienen-Filtersystem „Eco-Safe“. „Es ist eine umweltfreundliche und effektive Lösung, um das Risiko der Freisetzung von Bioziden und anderen organisch-chemischen Schadstoffen, die aus Fassadenkonstruktionen ausgewaschen werden, in den Boden und in Gewässer zu reduzieren“, betonte Klaßen.
Auch 2024 soll der Wettbewerb wieder stattfinden, die Auszeichnung soll zukünftig jährlich am „Weltwassertag“, dem 22. März eines jeden Jahres, vergeben werden. https://spurenstoff-dialog-hessen.de

Hintergrund zum Hessischen Ried:
Das Hessische Ried ist wasserwirtschaftlich besonders sensibel. Zum einen bestehen einige Fließgewässer bei Niedrigwasser zu nahezu 100 Prozent aus Einleitungen von geklärtem Abwasser, zum anderen werden rund 25 % des Trinkwassers in Hessen hier gewonnen. Im Abwasser sind Spurenstoffe wie Arzneistoffe, Haushalts- und Industriechemikalien und Pflanzenschutzmittel messbar, die durch die aktuelle Kläranlagentechnik nicht zurückgehalten werden. Gleichzeitig versickert im Hessischen Ried aufgrund der geologischen Bedingungen Wasser aus Oberflächengewässern in Teilbereichen in das Grundwasser.
Vor diesem Hintergrund wurde die
Spurenstoffstrategie für das Hessische Ried vorgelegt, die Maßnahmen zur Spurenstoffreduktion durch den Ausbau einer Reihe von Kläranlagen mit einer vierten Reinigungsstufe, aber insbesondere auch an der Quelle und bei der Anwendung vorsieht.
https://umwelt.hessen.de/presse/saubere-gewaesser-im-hessischen-ried

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Mehr Geld für kommunale Klimamaßnahmen in Hessen

Die Investitionen des Landes zu kommunalen Vorhaben und Projekten für mehr Klimaschutz in Hessen haben sich im Jahr 2022 mehr als verdreifacht. 193 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 18,7 Millionen Euro seien im vergangenen Jahr bewilligt worden, teilte das Umweltministerium der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mit. 2021 hatte die Summe bei 5,6 Millionen Euro für 71 kommunale Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung in Hessen gelegen.

Die Investitionen des Landes
https://www.stern.de/gesellschaft/regional/hessen/projektfoerderung–mehr-geld-fuer-kommunale-klimamassnahmen-in-hessen-33110240.html?utm_campaign=alle-nachrichten&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard

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Corona im Abwasser: Projekte in Kläranlagen stocken

Wiesbaden – Obwohl der Bund das System ausbauen will, stocken in Hessen die Projekte zur Überwachung von Corona im Abwasser. Zum Jahreswechsel wurde die Probenentnahme an den meisten Standorten eingestellt. Wie es danach weitergeht…mehr:
https://www.op-online.de/hessen/corona-im-abwasser-projekte-in-klaeranlagen-stocken-zr-92018691.html

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Vom Bund 2021

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Dezember 2021
Neuartige Plastikverschmutzungen in Gewässern
Neue Stofflisten für die Untersuchung von Bioziden in der Umwelt
Workshop zur Überprüfung der Wasserausnahme VKU legt Kernpositionen der kommunalen Wasserwirtschaft vor
September 2021
BVerwG: Planfeststellungsbeschluss für A 20 wegen wasserrechtlichem Verschlechterungsverbot rechtswidrig
August 2021
BUND, UFZ und iDiv starten Citizen Science- Projekt zum Fließgewässermonitoring
Schadstoffe in Böden nach Hochwasserereignissen
Deutsch-israelische Wassertechnologie-Kooperation öffnet für einen neuen Stichtag
Dem Plastik in der Umwelt auf der Spur
Bundesumweltministerin Schulze legt Nationale Wasserstrategie vor
Dem Plastik in der Umwelt auf der Spur
Juni 2021
Projekt NOWATER: Übergabe des zweiten Moduls des technischen Demonstrators an die Universität der Bundeswehr München
Wie Künstliche Intelligenz helfen kann, unerwünschte Stoffe im Wasser aufzuspüren
Gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt und Bundesanstalt für Gewässerkunde
Projektstart Netzwerk Digital GreenTech: Umwelttechnik trifft Digitalisierung
Mai 2021
350 Millionen Euro für fünf Jahre: Bundesregierung legt Programm für Wasserforschung vor
Umweltzustand 2020: gemischte Bilanz
Neues Bundeszentrum für Spurenstoffe beim UBA nimmt Arbeit auf
Drei-Punkte-Plan für Klimaanpassung in Kommunen vereinbart
Umwelt + Mensch Informationsdienst
März 2021
Bundesregierung: Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist Herausforderung
Kommunen können mit Kommunikation Starkregenvorsorge verbessern
Februar 2021
Umweltbundesamt legt neue Kostensätze für Umweltschäden vor
Umweltqualitätsnormen für Binnengewässer – Überprü­fung der Gefährlichkeit neuer bzw. prioritärer Substanzen
Probebetrieb der weltweit größten solarthemischen Klärschlammtrocknungsanlage gestartet
Bundeskabinett beschließt Entwurf für IT-Sicherheitsgesetz 2.0
Bundesumweltministerium startet „Nationalen Bürger*innen Dialog Wasser“
Zukunftsfähige Technologien und Konzepte zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wasserwiederverwendung und Entsalzung – WavE
Fona: Monatsthema März: Wasser und Klimawandel
Januar 2021
Aufbau von zusätzlichen Regenwasserbecken u. Kanaldimensionierung
Klärschlamm als Senke für Mikroplastik jetzt und in Zukunft?
Umweltqualitätsnormen für Binnengewässer

Neuartige Plastikverschmutzungen in Gewässern

Plastikkrusten auf Küstenfelsen, Kunststoff verschmolzen mit Kieselsteinen und geschmolzenes Plastik, das Steinen zum Verwechseln ähnlich sieht: Die BfG-Biologin Sonja Ehlers ist bisher weitestgehend unbekannten Formen der Plastikverschmutzung in unseren Gewässern auf der Spur. Zu diesem Thema veröffentlichte sie kürzlich gemeinsam mit dem freien Meeresökologen Dr. Julius Ellrich eine Studie in dem Fachmagazin „Marine Pollution Bulletin“.

Plastikmüll in Ozeanen und Flüssen gehört zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Im Jahr 2019 wurden weltweit circa 368 Millionen Tonnen Kunststoff produziert – rund 18 Millionen Tonnen davon in Deutschland. Hierzulande verbraucht jeder Einwohner alleine rund 39 Kilogramm Verpackungsabfall aus Plastik. Der Anblick von Plastikmüll in Gewässern oder den zugehörigen Auen ist daher leider schon fast zu einem gewohnten Anblick geworden.

Neue Plastikprobleme
Im Fokus der Forschung stehen insbesondere Herkunft, Verbleib und Wirkung von Mikro- und Makroplastik in den Gewässern. Daneben entdecken Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aber zunehmend neuartige Formen der Plastikverschmutzung. Auch in der BfG wird hierzu geforscht.

Die BfG-Biologin Sonja Ehlers ist bisher wenig beachteten Formen von Plastikverschmutzung in Gewässern auf der Spur. Vor wenigen Tagen veröffentlichte Sonja Ehlers gemeinsam mit dem freien Meeresökologen Dr. Julius Ellrich die dritte Studie zu diesem Thema. Sie haben erstmalig sogenanntes Plastiglomerat und Pyroplastik in Kieselstein geprägten Lebensräumen erfasst und nachgewiesen, wie aus Plastiglomerat Pyroplastik entstehen kann (zur Veröffentlichung). Bislang war diese Form der Verschmutzung lediglich an anderen Ufertypen bekannt. Für ihre Untersuchung wählten die beiden Forschenden daher die Insel Madeira im Atlantischen Ozean, die für ihre Kieselstrände berühmt ist.

Pseudo-Steine aus Plastik
Plastiglomerat und Pyroplastik sind zwei neuartige Formen von Plastikmüll, die ursprünglich an Sandstränden auf Hawaii und in Großbritannien entdeckt wurden. Während Plastiglomerat aus mit Steinen oder Kieselsteinen verschmolzenem Kunststoff besteht, handelt es sich bei Pyroplastik um geschmolzenen Kunststoff. Beide Formen von Plastikmüll entstehen vermutlich als Überreste durch absichtliche oder unabsichtliche Verbrennung von Kunststoffen z. B. bei Lagerfeuern. Beide Plastikmüllvarianten lassen sich häufig nur auf den zweiten Blick von echten, bzw. unbelasteten Steinen unterscheiden. Sie werden daher oft bei Plastiksammlungen an Stränden übersehen.

Eine weitere neuartige Form der Plastikverschmutzung sind krustenartige Flecken geschmolzenen Plastiks auf Felsen, auch Plastikkrusten genannt. Diese konnten Sonja Ehlers und Julius Ellrich bei vorangegangenen Studien ebenfalls bereits auf der italienischen Insel Giglio und auf Madeira nachweisen. Solche Krusten entstehen vermutlich durch das Zusammenspiel von Meer und Sonne: Sonja Ehlers, Julius Ellrich und der internationale Kollege Dr. Ignacio Gestoso (MARE-Madeira) fanden heraus, dass Plastikkrusten aus marinen Seilen entstehen, die durch Wellenschlag an den Küstenfelsen entlanggerieben werden. Dieser Abrieb durch Wellen zusammen mit hohen Temperaturen des durch die Sonne erhitzten Gesteins sorgen dann dafür, dass sich das Plastik mit dem Gestein verbindet.

Die von Sonja Ehlers und Julius Ellrich entdeckten „Plastiksteine“ bestanden aus Polyethylen und Polypropylen – zwei der am häufigsten genutzten Kunststoffsorten. Witterung und Reibung sorgen allmählich dafür, dass sich die Plastikklumpen sukzessive zerkleinern, bis letztlich Mikroplastikpartikel (< 5 mm) entstehen.

Sind auch die Bundeswasserstraßen betroffen?
Die ökologischen Wirkungen, die von diesen Formen des Plastikmülls ausgehen, sind noch weitestgehend unbekannt. Bei den Plastikkrusten sei die Wahrscheinlichkeit jedoch groß, dass bestimmte Organismen, etwa Schnecken oder Krabben, Partikel aufnehmen und der Kunststoff so in die Nahrungskette gelange – so die beiden Wissenschaftler.

„Plastikkrusten-ähnliche Spuren wurden schon im limnischen Bereich in einem trockenen Flussbett in Spanien gefunden“, erklärt Sonja Ehlers. Die Biologin hält es daher für möglich, dass sich Plastikkrusten auch in den Bundeswasserstraßen befinden. „Ich gehe zudem davon aus, dass auch hierzulande Pyroplastik z. B. bei einem Lagerfeuer entsteht und dann auch in die Fließgewässer gelangt“, erklärt Sonja Ehlers weiter. Die Biologin verdeutlicht: „Potenziell bergen Plastikkrusten und Pyroplastik ein ökologisches Risiko. So kann Pyroplastik giftiges Blei und Cadmium enthalten. Es besteht daher weiterer Forschungsbedarf. Gleichzeitig müssen jedoch auch Wege gefunden werden, wie sich die Einträge von Kunststoffen in die Gewässer wirksam und nachhaltig reduzieren lassen.“

https://www.bafg.de/DE/07_Nachrichten/211208_Pyroplastik.html;jsessionid=9AD472C122432F5908C744A1550F3447.live21304?nn=168630

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Neue Stofflisten für die Untersuchung von Bioziden in der Umwelt

Im Jahr 2017 hatte das UBA Empfehlungen zur Erhebung der Umweltbelastung mit Bioziden herausgegeben. Dabei wurden für verschiedene Eintragspfade in die Umwelt und Umweltkompartimente, wie Oberflächengewässer oder landwirtschaftliche Böden, Listen mit vermutlich relevanten und deshalb zu untersuchenden Bioziden erstellt. Diese Stofflisten wurden nun aktualisiert und um zwei neue Listen erweitert.

Biozide in der Umwelt untersuchen: Eine Priorisierung ist nötig!
Biozide sind Substanzen oder Produkte, die dazu eingesetzt werden, um schädliche oder lästige Organismen zu bekämpfen oder abzuschrecken. Sie werden in vielfältiger Weise genutzt, zum Beispiel als Desinfektionsmittel, Holzschutzmittel, Antifouling in Bootsanstrichen und in der Insekten- oder Nagetierbekämpfung. Aufgrund ihres breiten Einsatzspektrums können Biozide auf vielfältige Weise in die Umwelt eingetragen werden.

Etwa 360 Biozidwirkstoffe sind auf der Website der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) gelistet. Nicht alle Biozidwirkstoffe und deren ⁠Transformationsprodukte⁠ haben das gleiche Risikopotential für die Umwelt und nicht alle Umweltkompartimente sind von allen Bioziden gleichermaßen betroffen. Um aus der großen Anzahl gelisteter Wirkstoffe die zu wählen, die beispielsweise in die Oberflächengewässer, den Boden oder das Grundwasser gelangen, ist eine Sortierung notwendig. Und um das Analysespektrum auf die potenziell relevanten zu reduzieren, muss anschließend eine Priorisierung der Biozide durchgeführt werden.

Die ⁠UBA⁠-Empfehlungen und -Stofflisten von 2017
Mit der UBA-Veröffentlichung TEXTE 15/2017 hat das UBA im Jahr 2017 Empfehlungen zur Untersuchung von Bioziden in der Umwelt herausgegeben. In diesem Bericht findet man Hintergrundinformationen zu den Eintragspfaden von Bioziden in die Umwelt sowie Arbeitspakete, in denen Strategien zur Untersuchung von Bioziden in der Umwelt vorgeschlagen werden. Die einzelnen Arbeitspakete bilden dabei verschiedene Eintragspfade in die Umwelt und damit verbundene Zielkompartimente ab. Beispielsweise wird auf den Pfad „Kläranlage – Oberflächengewässer“ eingegangen. Jedem Arbeitspaket liegt eine spezifische Stoffliste bei, die maximal 25 priorisierte Substanzen (Biozidwirkstoffe und Transformationsprodukte) enthält. Für die Priorisierung wurden die voraussichtliche Emissionsmenge, die ökotoxikologische Wirkung sowie der Eintrag und das Verhalten im betroffenen Umweltkompartiment berücksichtigt. Eine detaillierte Beschreibung der Priorisierung ist im Bericht dargelegt.

Die Empfehlungen des UBA und besonders die Stofflisten haben in Behörden und Forschung im In- und Ausland großen Anklang gefunden. Die Stofflisten werden genutzt, um in unterschiedlichen Messprogrammen (Routinemessprogramm, Sondermessprogramm) Biozidwirkstoffe und deren Transformationsprodukte zu untersuchen.

Was ist neu?
Seit der Veröffentlichung des Berichts von 2017 sind neue Informationen zu den Bioziden verfügbar. So hat sich beispielsweise der Genehmigungsstatus der Wirkstoffe geändert, neue ökotoxikologische Studien wurden vorgelegt oder die Anzahl der gemeldeten bzw. zugelassenen Biozidprodukte hat sich verändert. Somit war es notwendig, die Stofflisten zu überprüfen und sie zu aktualisieren.

Die aktualisierten Stofflisten (PDF) wurden nun auf der UBA-Website veröffentlicht. Neben den Aktualisierungen wurden zudem zwei neue Stofflisten generiert. Diese betrachten die Belastung von urbanen Böden und der Bodenfauna sowie die Belastung von urbanem Grundwasser.

Wo hat das UBA die Stofflisten bereits eingesetzt?
Auch in UBA-Projekten bilden die Listen die Grundlage für die Stoffauswahl, wenn Einträge von Bioziden in die Umwelt untersucht werden sollen. Anzuführen wären hier unter anderem folgende Projekte:

Projekt zu Biozid-Einträgen über Kläranlagen in Gewässer
Projekt zur Auswaschung von Bioziden aus Fassaden
Projekt zur Belastung von Schwebstoffen in Gewässern (Projektnr. 156318, noch nicht abgeschlossen)
Projekt zum Vorkommen von Bioziden auf landwirtschaftlich genutzten Böden und in der Bodenfauna (Forschungskennzahl 3720634020, noch nicht abgeschlossen)
https://www.umweltbundesamt.de/themen/neue-stofflisten-fuer-die-untersuchung-von-bioziden

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Workshop zur Überprüfung der Wasserausnahme VKU legt Kernpositionen der kommunalen Wasserwirtschaft vor

Entsprechend den Verpflichtungen aus der Richtlinie überprüft die EU-Kommission derzeit die Auswirkungen der Wasserausnahme in der EU-Konzessionsrichtlinie. Dazu fand ein Workshop in Brüssel statt. Für die kommunale Wasserwirtschaft bleibt die Ausnahme zentral: Die kommunale Organisationsfreiheit darf nicht beschnitten werden. Kernpositionen zur Wasserausnahme hat der VKU in einem aktuellen Positionspapier gebündelt.

Die EU-Kommission hat Anfang 2021 mit der Überprüfung der Wasserausnahme in der EU-Konzessionsrichtlinie begonnen. Grund dafür ist eine Verpflichtung aus der Richtlinie, die vorsieht, dass die EU-Kommission dem Europäischen Parlament einen Überprüfungsbericht vorlegt, der auch die besonderen Strukturen in der Wasserwirtschaft berücksichtigt. Bei einer Stakeholder-Konferenz hat die EU-Kommission am 15. November 2021 Zwischenergebnisse vorgestellt, die zeigen, dass die Mehrheit der Mitgliedstaaten auf die Ausnahme zurückgreift. Mit Tschechien, Polen und Rumänien wenden nur drei Mitgliedstaaten die Konzessionsrichtlinie im Wassersektor an und drei weitere teilweise (Bulgarien, Frankreich und Spanien). Alle übrigen Mitgliedstaaten machen von der Wasserausnahme Gebrauch. Dieses Zwischenergebnis zeigt deutlich, dass die EU-Kommission bei einer Diskussion zur Abschaffung der Wasserausnahme nicht auf eine Mehrheit unter den Mitgliedstaaten setzen könnte.

Der VKU begleitet den Prozess zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden eng, hat an der Veranstaltung teilgenommen und steht im Austausch mit den Entscheidungsträgern auf nationaler und europäischer Ebene. Vor dem Hintergrund der Arbeiten der EU-Kommission hat der VKU ein Positionspapier erarbeitet, das die Kernpositionen der kommunalen Wasserwirtschaft zur Wasserausnahme bündelt. Darin weist der VKU erneut darauf hin, dass die Ausnahme für einen politischen Konsens steht und bestehen bleiben muss. Die kommunale Organisationsfreiheit darf nicht beschnitten werden. Wie die Wasserver- und Abwasserentsorgung organisiert werden, muss weiterhin vor Ort entschieden werden.

Hintergrund
Die für den Bericht gesetzte Frist verstrich bereits am 19. April 2019. Im Frühling 2021 hat die Kommission einen Fragebogen an die Mitgliedstaaten versandt, um die Auswirkungen der Ausnahme für Wasserkonzessionen in der Konzessionsrichtlinie (Artikel 12), die im deutschen Recht in § 149 Nr. 9 GWB umgesetzt ist, zu erfahren. Der VKU hat gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden zum Fragebogen und den darin bereits hinterlegten Antwortvorschlägen der Kommission gegenüber dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) kritisch Stellung genommen. Aufgrund der späten Rückmeldung einiger Mitgliedstaaten hat die EU-Kommission erst Ende August 2021 mit der Auswertung der Rückmeldungen begonnen. Der finale Bericht soll im Sommer 2022 vorgelegt werden.

https://www.vku.de/themen/europa/workshop-zur-ueberpruefung-der-wasserausnahme/

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BVerwG: Planfeststellungsbeschluss für A 20 wegen wasserrechtlichem Verschlechterungsverbot rechtswidrig

Der Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der Bundesautobahn A 20 in Schleswig-Holstein ist wegen der Behandlung des wasserrechtlichen Verschlechterungsverbots rechtswidrig und nicht zu vollziehen. Diese Feststellung hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in einem Urteil getroffen, das dem Planfeststellungsbeschluss einen erheblichen Verfahrensfehler bescheinigt.

Das BVerwG beruft sich dabei auch auf die auf die Rechtsprechung des EuGH zurückgehende Neubewertung

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BUND, UFZ und iDiv starten Citizen Science- Projekt zum Fließgewässermonitoring

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig haben ein umfassendes Monitoring von deutschen Fließgewässern gestartet. Ziel ist es laut einer Mitteilung, die Belastung kleiner Fließgewässer durch Pestizide zu erforschen und die Auswirkungen auf aquatische Insektengemeinschaften zu erfassen. So soll langfristig der Zustand deutscher Kleingewässer untersucht und auf dieser Grundlage die Artenvielfalt gefördert werden. Bürgerwissenschaftler*innen sollen dabei mithelfen.

„Die Kleingewässer in Deutschland sind in einem kritischen Zustand“, erklärte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt. Insbesondere in landwirtschaftlich geprägten Regionen seien die Belastungen durch Pestizide und andere Schadstoffe besonders hoch. Erst kürzlich hatten Wissenschaftler*innen unter Leitung

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Schadstoffe in Böden nach Hochwasserereignissen

Extreme Starkregen- und Hochwasserereignisse können einen deutlichen stofflichen Fußabdruck in Böden hinterlassen

Starkregen- und Hochwasserereignisse  setzen häufig Schadstoffe infolge Erosion  sowie Überflutung von Anlagen, Industrie-
und Gewerbeflächen, öffentlicher und  privater Grundstücke sowie Kanalisationen  und Kläranlagen frei. Dies kann in den  betroffenen Gebieten zu einer Verschleppung  und (Wieder)Ablagerung von Schadstoffen in  Böden, Sedimenten und Gewässern führen.
Dieses Factsheet fasst die Möglichkeiten von  Bodenverunreinigungen nach Hochwasserereignissen zusammen.

Woher kommen Schadstoffe, mit welchen Schadstoffen ist zu rechnen und wie verbreiten sie
sich bei Hochwasserereignissen?
► Aus überschwemmten Wohnsiedlungen kommt es zu einem erhöhten Sperrmüll- und  Schlammaufkommen. Private Öltanks können beschädigt werden, auslaufen und große Mengen Heizöl freisetzen. Auch größere Mengen von Haushaltschemikalien, wie Reinigungsmittel, gelagerte Lacke und Düngemittel können durch die Überschwemmungen verbreitet werden.
► Liegen Industriestandorte im Überschwemmungsbereich können dort exponierte oder unsachgemäß gelagerte umweltgefährdende Stoffe austreten und in Gewässer und Böden verlagert werden.
► Tankstellen, aber auch vom Hochwasser mitgerissene Fahrzeuge können beschädigt werden und Treib- und Schmierstoffe freisetzen.
► Durch einen erhöhten Sickerwasseranfall aus Deponien ohne Oberflächenabdichtung können Sickerwasserrückhaltebecken überlaufen und das kontaminierte Deponiesickerwasser kann in den Vorfluter oder auf angrenzende Flächen gelangen.
► Während eines Hochwasserereignisses können sich Bäche und Flüsse zu reißenden Strömen entwickeln und dabei schadstoffbelastete Sedimente im Flusslauf remobilisieren. Durch Überflutungsereignisse können diese Schadstoffe auf und in Böden verlagert werden.► Durch Hochwasser ausgelöste temporär steigende Grundwasserstände aktivieren die bisher in der ungesättigten Bodenzone befindlichen Schadstoffe und werden zur Quelle von Verschmutzungen von Grund- und Oberflächenwasser.
► Die unvorhergesehene (Über-)Flutung von Gruben, Abgrabungen, Restlöchern und nicht beräumten Altlasten kann zum Schadstofftransport und zu komplexen Schadensfällen und schädlichen Bodenveränderungen im Umland führen.
► Durch Oberflächenabfluss, Überschwemmungen und starke Strömung werden landwirtschaftlich genutzte Flächen erodiert und Pestizide und Düngemittel unkontrolliert verlagert oder remobilisiert.
► Die Überlastung von Kanalisationen und die Überschwemmung von Kläranlagen führen zu Austrag ungereinigten Abwassers mit einem breiten Schadstoffspektrum sowie zu erheblichen Keim- und Fäkalienbelastungen.

Welche Auswirkungen haben die Schadstoffumlagerungen auf die Böden und die Umwelt?
► Die Ausbreitung von belasteten Sedimenten und Schlämmen kann punktuell wie auch großflächig schädliche Bodenveränderungen hervorrufen und zur Gefährdung für Mensch und Umwelt führen.
► Öl kann sich als feiner Film auf Bodenteilchen ablagern und so die Wasser – und Nährstoffaufnahme von Pflanzen einschränken und das Pflanzenwachstum beeinträchtigen. Mineralölkohlenwasserstoffe und andere Bestandteile in Diesel, Öl und Heizöl können sich
an der Oberfläche von Pflanzen ablagern.
► Böden können durch ihr Filter- und Puffervermögen Schadstoffe speichern und zurückhalten aber auch deren Abbauprozesse stimulieren. Bei einem erhöhten Schadstoffeintrag durch ein Hochwasserereignis können diese Potenziale jedoch schnell erschöpft sein und Stoffe werden dann schneller wieder freigesetzt (z.B. in das Grundwasser). Einige Schadstoffe können bereits in geringen Konzentrationen eine Störung von Bodenfun ktionen hervorrufen, Bodenorganismen schädigen und so die Biodiversität in Böden vermindern. Dies kann letztendlich Einfluss auf die Bodenfruchtbarkeit haben, ein gesundes Pflanzenwachstum behindern und die Nahrungsmittelsicherheit gefährden sowie Vermarktungsprobleme und Verzehreinschränkungen zur Folge haben.

Was ist bei der Nutzung von Böden nach einem Hochwasserereignis zu beachten? Welche
Handlungsmaßnahmen werden vorgeschlagen?
► Sperrmüll, Kadaver und beschädigte Fahrzeuge sowie zerstörte Anlagen soll ten kurzfristig beräumt und fachgerecht entsorgt oder behandelt werden, um Sekundärkontaminationen und Infektionsrisiken zu verhindern und die lokale Wirkung wirksam einzugrenzen.► Der Faktor „Zeit“ spielt bei der Beräumung eine entscheidende Rolle, denn Wärme, Feuchtigkeit und organische Substanz sind Treiber von Verwesung, Fäulnis, Zersetzung und Schimmelbildung und damit einhergehenden Gesundheitsrisiken.
► Bei konkreten Hinweisen auf Schadstoffeinträge auf Landwirtschaftsflächen sowie private überschwemmte Nutzgärten sind Verzehreinschränkung von Nutzpflanzen und Feldfrüchten zu prüfen und ggf. per Allgemeinverfügung anzuordnen. Vom Hochwasser überschwemmte Böden in Nutzgärten sollten vor dem Anbau von Obst und Gemüse auf eine Schadstoffbelastung hin analysiert werden.

Impressum
Herausgeber Autorenschaft, Institution
Umweltbundesamt
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau
Tel: +49 340-2103-0
Fax: +49 340-2103-2285
buergerservice@uba.de
Internet: www.umweltbundesamt.de

Leonie Rückert, Dr. Annegret Biegel-Engler, Jörg Frauenstein
Umweltbundesamt
Fachgebiet II 2.6
Maßnahmen des Bodenschutzes
II2.6@uba.de
Stand: August/2021

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/421/dokumente/20210805_factsheet_schadstoffe_in_boeden_nach_hochwasser.pdf

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Deutsch-israelische Wassertechnologie-Kooperation öffnet für einen neuen Stichtag

Die deutsch-israelische Wassertechnologie –Kooperation geht in eine neue Runde. Mit Stichtag 07.10.2021 rufen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das israelische Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST) wieder Forschende aus beiden Ländern auf, Anträge für bilaterale Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Wassertechnologie einzureichen.

Die übergreifenden Ziele der Kooperation sind:

Verbesserung der Wassersituation in Israel und Umgebung und/oder Deutschland. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf vergleichbare Regionen sollte möglichst gewährleistet sein.
Zugang zu neuen Märkten für israelische und deutsche Unternehmen im Wasser- und Umweltsektor
Unterstützung und Stärkung der bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit im Wassersektor sowie der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
Für den Stichtag 2021 werden Anträge in den folgenden Themenfeldern gesucht:

Multiresistente Pathogene, Gen- oder Viruslasten in Abwasser und Gewässern: Verfolgung und Gegenmaßnahmen
Quantifizierung und Minderung des Einflusses von persistenten mobilen Schadstoffen und/oder Mikroplastik auf Trinkwasserressourcen und Süßwassersysteme
Die gemeinschaftlichen Projektanträge der deutschen und israelischen Partner werden mithilfe externer Begutachtungen von BMBF und MOST zur Förderung ausgewählt.

Die aktuelle Bekanntmachung, die bis zum 07.10.2021 offen ist, sowie das Antragsformular (jeweils nur auf Englisch verfügbar) finden Sie unter „Weitere Informationen“ rechts auf dieser Seite.

Achtung: Für die Einreichung der Förderanträge auf israelischer Seite gibt es in diesem Jahr zwei Fristen zu beachten: Forschende müssen im ersten Schritt bis spätestens 30.09.2021 eine vorläufige Projektskizze bei der zuständigen Stelle ihrer Forschungseinrichtung über das Antragsportal des MOST enreichen. Der endgültige Antrag erfolgt dann bis spätestens 07.10.2021 durch die jeweilige Forschungsinstitution.

Für deutsche Bewerber gilt die Frist 07.10.2021.

Die bilaterale Zusammenarbeit zwischen dem BMBF und dem MOST mit jährlichen Ausschreibungen zu aktuellen Themenschwerpunkten im Bereich Wassertechnologie besteht bereits seit 1974. Für junge Forschende besteht auch die Möglichkeit einer Bewerbung beim Young Scientist Research Program  (YSEP).

Im Jahr 2020 wurde zusätzlich eine multilaterale Kooperation zur Wasserforschung im Nahen und Mittleren Osten mit einer korrespondierenden Bekanntmachung des MOST in Israel initiiert, die ersten Projekte der Fördermaßnahme MEWAC sind nun gestartet.

https://www.fona.de/de/neuer-stichtag-deutsch-israelische-wassertechnologie-kooperation

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Dem Plastik in der Umwelt auf der Spur

Start des internationalen Forschungsprojekts „Land-Based Solutions for Plastics in the Sea (LABPLAS). Die Bundesanstalt für Gewässerkunde ist einer von 15 Projektpartnern und bringt ihre Expertise im Bereich Ökotoxikologie sowie der Konzeption und Leitung von Probenahmekampagnen ein.

Trinkhalme, To-Go-Becher, Luftballonstäbe – all das soll bald der Vergangenheit angehören. Denn viele Einwegplastikprodukte und deren Erzeugung sind seit dem 3. Juli 2021 in der EU verboten. Und das aus gutem Grund: Einwegbecher, Wattestäbchen und Co. machen rund 85 Prozent des Meeresmülls aus. Auch Nord- und Ostsee bilden dabei keine Ausnahme. Weniger Wegwerfartikel aus Kunststoff sind ein wichtiger erster Schritt, um das Müllproblem zu lösen. Verbote alleine reichen jedoch nicht aus. Um den kontinuierlichen Kunststoffstrom in die Umwelt wirksam zu unterbinden, sind detaillierte Kenntnisse zu Quellen, Transportpfaden und den Auswirkungen auf Mensch und Natur unerlässlich. Trotz intensiver Forschung in den vergangenen Jahren sind jedoch noch immer viele Prozesse nicht oder nur unzureichend verstanden.

Von der Quelle, über das Meer zurück auf den Teller
Licht ins Dunkel soll ein neues Forschungsprojekt der Europäischen Union bringen, dass am 1. Juni seine Arbeit aufnahm. Unter dem Titel „Land-Based Solutions for Plastics in the Sea“, kurz LABPLAS, erforscht ein internationales Konsortium die Quellen, den Transport, die Verteilung und die Auswirkungen der Plastikverschmutzung in allen Umweltkompartimenten (Wasser, Boden und Luft). LABPLAS soll bis Mai 2025 wichtige Daten zu den Wechselwirkungen unterschiedlich großer Kunststoffpartikel erheben und wirksame Managementoptionen für eine Verringerung der Plastikverschmutzung globaler Ökosysteme aufzeigen. Wesentliches Ziel des Projekts ist es, eine wissenschaftliche Datengrundlage für regulatorische Maßnahmen innerhalb der EU zu erarbeiten.

Das Neue an LABPLAS ist, dass erstmals unterschiedliche Umweltkompartimente gemeinsam untersucht werden. Im Fokus stehen dabei sowohl Nano-, als auch Mikro- und Makroplastik. Denn die Kunststoffteilchen stehen im Verdacht, je nach Größe unterschiedliche negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu verursachen.

Mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde beteiligen sich insgesamt 15 Einrichtungen aus acht Nationen an dem Projekt. Aus Deutschland engagieren sich auch das GEOMAR in Kiel, das IOW in Rostock und das Unternehmen BASF in Ludwigshafen. In LABPLAS bringt die BfG ihre Expertise in vier verschiedenen Arbeitspaketen ein: Unter anderem übernimmt sie die Koordination des Arbeitspakets „Field sampling“, ist für die Planung und Durchführung mehrerer Probenahmekampagnen an der Elbe verantwortlich und führt an ausgewählten Modellorganismen ökotoxikologische Untersuchungen mit sehr kleinen Plastikpartikeln durch.

Mikroplastik in Bundeswasserstraßen
Ein wichtiger Eintragspfad für Plastik in die Meere sind Flüsse und damit auch die Bundeswasserstraßen. Die BfG forscht daher bereits seit vielen Jahren zu unterschiedlichen Facetten der Kunststoffbelastung in den großen Fließgewässern in Deutschland. Beispielsweise arbeiteten Forscherinnen und Forscher der BfG im Projekt „MicBin“ an der Bilanzierung von Mikroplastikeinträgen in die Donau als Grundlage für eine Gefährdungsabschätzung und die Ableitung von Minderungsmaßnahmen. Die Ergebnisse des Projekts wurden im Frühjahr 2021 im Rahmen einer Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Parallel zu LABPLAS wird derzeit in dem Projekt „Plastikfracht im Rhein“ eine systematische Erfassung der Kunststofffracht im Rhein unter Berücksichtigung der horizontalen und vertikalen Verteilung von Mikroplastik in der Wassersäule bei verschiedenen Abflusssituationen erstellt.
Auch an der Elbe wird aktuell geforscht: In dem Projekt „Mikro- und Makroplastik in Bundeswasserstraßen“ geht es um eine Zustandsbeschreibung, eine Bilanzierung und Modellierung des Eintrags und des Verbleibs von Mikro- und Makroplastik in den Bundeswasserstraßen sowie das Aufzeigen ökologischer Risiken und Managementoptionen am Beispiel der Elbe.

Ansprechperson: Dr. Friederike Stock und Dr. Georg Reifferscheid

Weitere Informationen
Twitter-Account: @LABPLAS_H2020
Projektsteckbrief LABPLAS
https://www.bafg.de/DE/07_Nachrichten/210714_LABPLAS.html;jsessionid=69D41A1CE2503119D614B0978EDBAF32.live21324

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Bundesumweltministerin Schulze legt Nationale Wasserstrategie vor

Im Rahmen des 3 . BMU-Wasserforums hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 8. Juni 2021 ihren Entwurf für eine Nationale Wasserstrategie vorgelegt. Mit der Strategie will das Bundesumweltministerium die natürlichen Wasserreserven Deutschlands sichern, Vorsorge gegen Wasserknappheit leisten, Nutzungskonflikten vorbeugen sowie den Zustand der Gewässer und die Wasserqualität verbessern. Mit dem zugehörigen Aktionsprogramm nimmt die Bundesumweltministerin alle beteiligten Akteure in die Pflicht, bis 2050 für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser zu sorgen. Die Nationale Wasserstrategie des BMU analysiert die Herausforderungen der Wasserwirtschaft in Deutschland bis zum Jahr 2050. Sie gliedert sich in zehn strategische Themenbereiche, die die nötigen Ziele und Maßnahmen umreißen. Im Kern des Entwurfs steht die Daseinsvorsorge. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen auch in Zukunft auf sichere, bezahlbare und leistungsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zählen können. Der Fokus liegt aber auch auf der Vorsorge für Tiere und Pflanzen. Gesunde Gewässer und ein funktionsfähiger Wasserhaushalt sind zentrale Voraussetzungen für den Erhalt einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Der Strategieentwurf betont überdies die Bedeutung einer sicheren Versorgung mit Wasser und einer hohen Qualität unser Gewässer als Wirtschaftsfaktor. Ein umfassendes Aktionsprogramm ergänzt den Entwurf der Nationale Wasserstrategie des BMU. Die 57 Maßnahmen sollen bis 2030 schrittweise umgesetzt werden. In einer Pressemitteilung nennt das BMU an Maßnahmen unter anderem: „Das BMU wird die Abwasserabgabe so neugestalten, dass sie stärkere Anreize für eine weitere Verringerung der Gewässerverschmutzung durch kommunales und industrielles Abwasser setzt. Die Einnahmen können unter anderem genutzt werden, um Kläranlagen mit einer vierten Reinigungsstufe auszustatten.“ „Spuren von Viren können mitt-lerweile im Abwasser gut nachgewiesen werden. An ihrer Konzentration kann man erkennen, ob die Infektionszahlen an einem Ort anziehen oder abflachen, und zwar früher als über Tests beim Menschen. Wie ein bundesweites Monitoring aussehen könnte, untersucht die Bundesregierung gerade in einem Pilotprojekt.“ „Gemeinsam mit den Kommunen und den Fachverbänden entwickelt das BMU ein Konzept für eine gewässersensible Stadtentwicklung (‚Schwammstadt‘). Die bestehenden technischen Regeln werden daraufhin überprüft, ob sie zum Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts, Klimaanpassung und Stadtnatur beitragen, und wo nötig überarbeitet. Grundlage des BMU-Entwurfs für eine „Nationale Wasserstrategie“ sind die Ergebnisse eines zweijährigen Nationalen Wasserdialogs. Mehr als 200 Teilnehmende aus Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Forschung, aus Verbänden, Ländern und Kommunen haben in diesem Rahmen zusammen mit dem BMU die wichtigsten Herausforderungen und Ziele für die Entwicklung der Wasser-wirtschaft zusammengetragen. Der Nationale Bürger*innen-Dialog „Wasser“ hat weitere Ideen beigesteuert und die For-derungen der Bevölkerung an die Politik gesammelt. „Die DWA unterstützt die Kerninhalte und Forderungen für die Vision einer nachhaltigen und sicheren Wasserwirtschaft bis zum Jahr 2050 nachdrücklich“, betont DWA-Präsident Uli Paetzel. „In Zeiten des Klimawandels müssen wir ein neues gesamtgesellschaftliches Bewusstsein für die Bedeutung der Ressource Wasser entwickeln. Wasser wird nicht mehr wie selbstverständlich einfach so verfügbar sein. Die Nationale Wasserstrategie benennt viele wichtige Themen, die wir in den kommenden Jahren gemeinsam bearbeiten müssen. Die Finanzierung der Maßnahmen muss auf breiten Schultern verteilt werden. Wasserpolitik lässt sich nur ganzheitlich und integrativ gestalten. Die Ziele des Bundes-umweltministeriums können nur in einer von allen getragenen Nationalen Wasserstrategie erreicht werden, die Umsetzung ist nur in Kooperation mit allen Ministerien möglich. Die DWA steht für diese Gespräche sehr gerne bereit“, so Paetzel.

Weiterführende Informationen: www.gfa-news.de/gfa/webcode/20210608_001

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Projekt NOWATER: Übergabe des zweiten Moduls des technischen Demonstrators an die Universität der Bundeswehr München

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“ geförderten Projekts NOWATER wurde eine mobile Ultrafiltrationsanlage zur Wasseraufbereitung entwickelt und vom Projektpartner Strecker Wassertechnik GmbH an die Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Universität der Bundeswehr München übergeben.

Die Anlage soll Rohwasser aus einem möglichst breiten Spektrum wie Grund-, Quell- und Oberflächenwasser zu Trinkwasserqualität aufzubereiten und kann neben der Filtration zusätzliche Verfahrensschritte wie Dosierung von Pulveraktivkohle oder Flockungsmittel kombinieren. Durch eine zweite Filtrationsstufe sowie eine Luft-Wasser-Spülung ist der Spülwasseranfall der Anlage minimal.  
Die Ultrafiltrationsanlage ist Teil des Demonstrators zur Aufbereitung und Einspeisung von Ersatz- bzw. Notwasser im Falle eines Ausfalls der leitungsgebundenen Wasserversorgung. Die einzelnen Module des Demonstrators werden an der Universität der Bundeswehr München einem umfangreichen Versuchsbetrieb unterzogen und evaluiert.

Projekt NOWATER: Übergabe des zweiten Moduls des technischen Demonstrators an die Universität der Bundeswehr München

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Wie Künstliche Intelligenz helfen kann, unerwünschte Stoffe im Wasser aufzuspüren

Mit einem virtuellen Kick-off-Meeting ist kürzlich das Projekt „Künstliche und kollektive Intelligenz zum Spurenstoff-Tracking in Oberflächenwasser für eine nachhaltige Trinkwassergewinnung K2I“ gestartet. Das Projekt wird innerhalb der Fördermaßnahme „Digital GreenTech – Umwelttechnik trifft Digitalisierung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit knapp 1 Million Euro gefördert. Von April 2021 bis März 2023 soll eine laborübergreifende Cloudlösung entwickelt werden, mit der Wasserversorger organische Spurenstoffe schnell entdecken und auf Grundlage einer überregionalen Datenbasis mögliche Quellen eingrenzen können.

Oberflächengewässer wie Flüsse, Seen oder Talsperren sind eine wichtige Ressource für die Trinkwasserversorgung. Derzeit wird in Deutschland etwa ein Drittel des Trinkwassers aus Oberflächenwasser, Uferfiltrat oder oberflächenbeeinflussten Grundwässern gewonnen. Gleichzeitig sind Oberflächengewässer ständig verschiedenartigen Einträgen von organischen Spurenstoffen und Mikroorganismen ausgesetzt. Typische Eintragsquellen sind lokale Einleitungen, z. B. aus der industriellen Produktion oder durch kommunale Kläranlagen sowie diffuse Stoffeinträge, z. B. aus Abschwemmungen, Versickerungen, Erosion oder landwirtschaftlich genutzten Flächen. Hinzu kommen Einträge aus nachgewiesenen, aber auch aus unbemerkten Schadensereignissen wie Unfällen oder Havarien. Unter den gesamten Spurenstoffeinträgen kann derzeit nur ein Bruchteil entdeckt, erkannt und identifiziert werden. Daher bleiben Spurenstoffe in den meisten Fällen unbemerkt und können dann nicht oder erst mit erheblichem instrumentellen und zeitlichem Aufwand einer Eintragsquelle zugeordnet werden. Die Emittenten bleiben oft unentdeckt und eine Reaktion kann nur mit unbefriedigender zeitlicher Verzögerung erfolgen. Umfassendere Erkenntnisse über den Eintrag und die Verbreitung von Spurenstoffen in Oberflächengewässern könnten somit fokussierte Schutzmaßnahmen für Trinkwasserressourcen und die aquatische Umwelt ermöglichen.

In dem neuen BMBF-Verbundprojekt (Förderkennzeichen 02WDG1593A-D) soll ein Demonstrator eines cloudbasierten Systems konzipiert und implementiert werden. Das Ziel ist es, die Daten von örtlich verteilten, hochspezialisierten Laboren der öffentlichen Trinkwasserversorgung in der Cloudlösung zusammenzuführen und so die Quellen von Spurenstoffen in Oberflächengewässern im Kollektiv rascher einzugrenzen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Erfassung organischer Spurenstoffe durch das spezielle analytische Verfahren der hochauflösenden Massenspektrometrie (Non-Target-Screening). Aus der Vernetzung von bestehenden und neu gesammelten Analysedaten und Metainformationen aus unterschiedlichen Laboratorien, also einer kollektiven Intelligenz aus der Wasserversorgung und der künstlichen Intelligenz beim Prozessieren der Daten, entsteht ein erheblicher Mehrwert für die Quellzuordnung und die Identifikation bekannter und unbekannter Substanzen.

Interdisziplinäre Projektpartner aus Wasseranalytik und Digital Science
Für dieses BMBF-Projekt bündeln vier Projektpartner ihre Kompetenzen: die Landeswasserversorgung, das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die Technische Universität München mit ihrem Lehrstuhl für Analytische Chemie und Wasserchemie, und das TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser. Die entwickelten Lösungsansätze werden mit den assoziierten Projektpartnern aus der öffentlichen Trinkwasserversorgung Hamburg Wasser, Hessenwasser GmbH, dem Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung und der Westfälischen Wasser- und Umweltanalytik GmbH als Labor der Gelsenwasser AG auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Dadurch wird der Transfer in die Praxis sichergestellt. Perspektivisch soll die Cloudlösung auch für weitere Partner offenstehen.

Die Landeswasserversorgung (LW) ist eine der größten und traditionsreichsten Fernwasserversorgungen Deutschlands und liefert jedes Jahr etwa 100 Millionen m³ Trinkwasser an drei Millionen Menschen in Baden-Württemberg und Bayern. Die LW nutzt
Donauwasser, das in einem aufwändigen Verfahren aufbereitet wird, Karstgrundwasser und Karstquellwasser zur Trinkwasserversorgung. Die LW verfügt über ein eigenes Betriebs- und Forschungslabor in ihrem Wasserwerk Langenau bei Ulm. Mit ihrem Labor hat die LW jahrzehntelange Erfahrung bei der Untersuchung und Überwachung von Spurenstoffen in Roh- und Trinkwässern. Die LW führt auf Basis ihrer langjährigen Erfahrungen bei der Identifikation unbekannter Spurenstoffe das Proof of Concept der Cloudlösung an der Modellregion Donau@Ulm durch. Dabei koordiniert die LW alle Aktivitäten bei der analytischen Qualitätssicherung.

Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) ist ein Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Digitalisierungspartner der Münchner Universitäten und weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen in Bayern, Deutschland und Europa. Als Bayerisches Big-Data-Kompetenzzentrum bietet das LRZ Beratung und Dienste im Bereich Big Data, Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen (ML). Im Projekt liegt der Schwerpunkt des LRZ auf der Planung und Erstellung des cloudbasierten Datenmanagement- und Datenanalysesystems für die Verarbeitung der Analysedaten aus den Wasserlaboren. Die Erfahrung des LRZ im Bereich KI soll für die automatische Mustererkennung aus Analysedaten zur Identifikation unbekannter Spurenstoffe angewandt werden.

Die Technische Universität München (TUM), Lehrstuhl für Analytische Chemie und Wasserchemie entwickelt Laser-, Partikel-, Isotopen- und Bioanalytik für ein besseres Management von Chemikalien in der Umwelt und zur Charakterisierung des Selbstreinigungspotenzials von natürlichen Systemen. Zielgerichtete Bioanalytik von Bakterien und Viren ermöglicht es, biologische Qualitätsparameter rasch und kultivierungsunabhängig zu bestimmen. Im Projekt prüft die TUM eine perspektivische Erweiterung des cloudbasierten Systems auf mikrobiologische Parameter im Rahmen einer Feasibility Studie. Damit könnte künftig neben einer chemischen auch eine umfassende hygienische Bewertung der Oberflächenwässer möglich werden.

Das TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser ist als Einrichtung des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) gemeinnützig und unabhängig. Das TZW mit seinen Standorten in Karlsruhe und Dresden kooperiert bei wissenschaftlich-technischen Themen aktiv mit Wasserversorgungsunternehmen und wirkt an der Regelsetzung des DVGW mit. Die Kompetenz des TZW stützt sich auf die Ergebnisse von etwa 50 Forschungsprojekten, die pro Jahr mit nationaler und internationaler Förderung bearbeitet werden. Im Projekt kooperiert das TZW mit der LW bei der Überwachung und Justierung der von der Cloudlösung berechneten Resultate. Darüber hinaus ist das TZW verantwortlich für die Koordination und die Öffentlichkeitsarbeit des Projektverbundes.

https://www.fona.de/de/wie-kuenstliche-intelligenz-helfen-kann-unerwuenschte-stoffe-im-wasser-aufzuspuere

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Gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt und Bundesanstalt für Gewässerkunde

Geplante Maßnahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms sind wirksam
Simulationen zeigen: Große Hochwasser an Donau, Elbe und Rhein könnten zukünftig im Ernstfall beträchtlich gesenkt werden.
in besserer überregionaler Hochwasserschutz ist möglich. Das zeigen die Ergebnisse eines fünfjährigen Forschungsvorhabens der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA), in dem die Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen im Nationalen Hochwasserschutzprogram (NHWSP) an Donau, Elbe und Rhein überprüft wurden. Demnach könnten durch die Maßnahmen die Pegelstände zukünftiger großer Hochwasser über weite Streckenabschnitte zwischen 10 und 50 cm reduziert werden – unter bestimmten Umständen sogar deutlich mehr. Insgesamt zeigen die NHWSP-Maßnahmen in allen drei Flussgebieten eine deutliche überregionale Wirksamkeit. Zu den knapp 70 untersuchten Maßnahmen zählen Deichrückverlegungen, Hochwasserrückhaltebecken und Flutpolder, die den Flüssen Ausbreitungsraum geben können und teilweise beträchtliche Volumina der Hochwasserwelle aufnehmen sowie zurückhalten können….mehr:

https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/geplante-massnahmen-des-nationalen

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Projektstart Netzwerk Digital GreenTech: Umwelttechnik trifft Digitalisierung

Mit dem Netzwerk Digital GreenTech unterstützt die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) Forschungsprojekte aus der BMBF-Förderlinie Digital GreenTech

Die GI startet mit dem Netzwerk Digital GreenTech (NetDGT) ein neues wissenschaftliches Querschnittsprojekt. Über drei Jahre wird NetDGT elf Projekte aus der Förderlinie Digital GreenTech des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wissenschaftlich begleiten und unterstützen.

Ziel des Begleitvorhabens an der Schnittstelle von Digitalisierung und Umwelttechnologien ist die Entwicklung von Technologien, die zur Schonung der natürlichen Ressourcen und zur Verringerung von Umweltbelastungen beitragen. Die verschiedenen Projekte finden sich in den Bereichen Wasserwirtschaft, nachhaltiges Landmanagement und Geotechnologie sowie Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft. Die elf Projekte gliedern sich in die Rahmenstrategie Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ein.

Maike Klein, Projektleiterin: „Ziel des Netzwerks ist es, den Austausch und die Vernetzung unter den beteiligten Projekten zu ermöglichen. Wir möchten die Erkenntnisse und Aktivitäten aus dem Förderprogramm an die Öffentlichkeit herantragen und einen Diskurs über ihre Themen führen. So wollen wir den fachlichen Austausch zwischen den Projekten sowie mit weiteren Expert*innen in den Bereichen Informatik, Digitalisierung und Umwelttechnik befördern.“

Das Projekt wird neben Vernetzungs- und Transferaktivitäten auch eine Synthese und Analyse der Forschungsvorhaben durchführen.

Dazu Nikolas Becker, Projektleiter: „Für die inhaltliche Aufbereitung und Evaluation wird die GI eng mit dem Öko-Institut e.V. zusammenarbeiten. Das Öko-Institut ist eins der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft. Wir freuen uns auf die konstruktive Zusammenarbeit zu diesem wichtigen Thema. Dass Nachhaltigkeit für die Informatik und auch für die GI von großer Bedeutung ist, unterstreicht der Beschluss des GI-Vorstandes, Nachhaltigkeit zum Leitthema für das Jahr 2021 zu erklären.“

Weitere Informationen finden Sie in Kürze auf der Projektwebseite.

https://www.fona.de/de/projektstart-netzwerk-digital-greentech

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350 Millionen Euro für fünf Jahre: Bundesregierung legt Programm für Wasserforschung vor

350 Millionen Euro stehen für das res­sortübergreifende Programm „Wasser: N – Forschung und Innovation für Nachhal­tigkeit“ zur Verfügung. Das erklärte Bun­desforschungsministerin Anja Karliczek am 22. März 2021, dem Weltwassertag. Das Programm soll über fünf Jahre lau­fen. Zu den Schwerpunkthemen von „Wasser: N“ gehören sauberes Wasser, in­takte Ökosysteme, urbane Wasserinfra­strukturen, ressourceneffiziente Wasser­kreisläufe, Wasserextremereignisse so­wie optimiertes Wassermanagement. Im Programm „Wasser: N“, das Teil der FO­NA-Strategie „Forschung für Nachhaltig­keit“ ist, werden alle Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten systematisch ge­bündelt und abgestimmt. Dabei sind na­tionale Belange wie die Spurenstoffstra­tegie des Bundes, europäische und inter­nationale Fragestellungen – zum Beispiel die Erreichung der UN-Nachhaltigkeits­ziele – gleichermaßen von Bedeutung. Es soll ein interdisziplinärer und sektorübergreifender Austausch zwischen Ak­teuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Ge­sellschaft und Politik initiiert werden.

Das vom Bundesministerium für Bil­dung und Forschung (BMBF) initiierte Regierungsprogramm ist Teil der Strate­gie „Forschung für Nachhaltigkeit (FONA)“ und bildet für die kommenden Jahre das Rahmenkonzept für die Förde­rung einer zukunftsfähigen Wasserfor­schung. Am Programm „Wasser: N – For­schung und Innovation für Nachhaltig­keit“ sind neben dem federführenden BMBF das Auswärtige Amt (AA) sowie die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), für Gesund­heit (BMG), für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), für Ver­kehr und digitale Infrastruktur (BMVI), für Wirtschaft und Energie (BMWi) und für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beteiligt. Es baut auf dem BMBF-Förderschwerpunkt „Nach­haltiges Wassermanagement“ (NaWaM) auf.

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Umweltzustand 2020: gemischte Bilanz

Nur wenige Indikatoren werden im „Um­weltmonitor 2020“ des Umweltbundes­amts (UBA) positiv bewertet. Der im März 2021 veröffentlichte Bericht zeich­net ein gemischtes Bild zum Zustand der Umwelt in Deutschland. Der Umweltmo­nitor bildet zehn zentrale Themenfelder von Klima, Wasser, Luft bis hin zu Flä­chenverbrauch und Lärm mit jeweils drei Schlüsselindikatoren ab. Gab es bei der Luftqualität oder den Treibhausgasen zu­letzt Verbesserungen, stehen andere In­dikatoren schlecht da. Im Themenfeld Wasser zeigt der Umweltmonitor in allen drei Indikatoren „rot“ an. Nur sieben Prozent der Flüsse sind dem Bericht zufolge in einem guten öko­logischen Zustand, das Ziel der Wasser­rahmenrichtlinie werde damit weit ver­fehlt. An knapp 16 Prozent der Messstel­len werde der Grenzwert zur Nitratbelas­tung des Grundwassers überschritten, und das seit Jahren. Grund sei vor allem die immer noch zu hohe Nährstoffbelas­tung der Gewässer, vor allem verursacht durch die Landwirtschaft. In welchem Umfang die seit Mai 2020 geltende neue Düngeverordnung die Belastung verrin­gern wird, werde sich im Rahmen des vorgesehenen Wirkungsmonitorings zei­gen. Das Umweltbundesamt empfiehlt, statt pauschaler Flächenprämien über die EU-Agrarförderung ökologische Leis­tungen, wie Gewässserrandstreifen und ökologische Bewirtschaftung zu honorie­ren. Auch die Ausweitung des Ökoland­baus hätte positive Wirkungen auf die Gewässerqualität. Derzeit wird das Ziel eines 20- %-Anteils an der gesamten Landwirtschaft noch weit verfehlt. Wich­tiger Ansatzpunkt für weniger Stickstoffeinträge aus der Landwirtschaft wäre auch ein geringerer Fleischkonsum.
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/daten-zur-umwelt

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Neues Bundeszentrum für Spurenstoffe beim UBA nimmt Arbeit auf

Das beim Umweltbundesamt angesiedel­te neue „Spurenstoffzentrum des Bun­des“ mit Sitz in Leipzig nimmt in den kommenden Monaten sukzessive seine Arbeit auf und wird gemeinsam mit ei­nem Expertengremium weitere relevante Spurenstoffe identifizieren. Unter Ein­bindung von Herstellern und der Wasser­wirtschaft sollen an Runden Tischen wei­tere Maßnahmen zur Eintragsminderung entwickelt und die Länder bei der Ein­führung der 4. Reinigungsstufe in Klär­anlagen beraten werden. Zum Aufgaben­portfolio des Spurenstoffzentrums ge­hört auch, die Forschung im Bereich der Spurenstoffe weiter voranzutreiben und einen strukturierten Informationsaus­tausch zwischen Ländern, Kommunen, Kompetenzzentren und Hochschulen hinsichtlich quellenorientierter und nachgeschalteter Minderungsmaßnah­men zu entwickeln.

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Drei-Punkte-Plan für Klimaanpassung in Kommunen vereinbart

Die Bundesumweltministerin und die Präsidenten der kommunalen Spitzen­verbände haben am 22. März 2021 einen laut Pressemitteilung der Beteiligten „schnell wirksamen“ Drei-Punkte-Plan zur Anpassung an den Klimawandel ver­einbart. Die wesentlichen Elemente sind erstens ein bundesweites Beratungszentrum für Städte, Landkreise und Gemein­den, das bis zum Sommer 2021 seine Ar­beit aufnehmen wird. Kommunen aus ganz Deutschland sollen in diesem Zentrum Informationen und Anregungen für Strategien und Projekte zur Klimaanpas­sung erhalten. Zweitens fördert der Bund den Einsatz von lokalen Anpassungsmanager*innen. So wird sichergestellt, dass die Strategien auch in der Praxis an­kommen. Drittens werden besonders in­novative Lösungen von Kommunen über den Wettbewerb „Blauer Kompass“ prä­miert. Alle drei Punkte sollen noch vor der Sommerpause umgesetzt werden.

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Umwelt + Mensch Informationsdienst

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift UMID stellt europäische Hitzeaktionspläne vor und zeigt die Hitzevorsorge in Bundesländern und Kommunen. Ein weiterer Schwerpunkt ist COVID-19: Erkrankungsschwere in der ersten Welle, Corona und die Auswirkungen auf die Luftqualität, Abwassermonitoring, Desinfektion mittels UV-C-Strahlung und der ⁠BfR⁠-Corona-Monitor zur Risikowahrnehmung in der Bevölkerung. Mehr:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/421/publikationen/umid_heft_1_2021-onlineversion.pdf

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Bundesregierung: Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist Herausforderung

Die Bundesregierung hält an den Zielen der EU-Wasserrahmenrichtlinie fest und will diese nicht aufweichen. Dies geht aus der Antwort (Bundestags-Drucksache 19/26097) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die Wasserrahmenrichtlinie fordert, dass in den Mitgliedstaaten der EU bis Ende 2027 die Gewässerschutzziele erreicht werden sollen. Die Erreichung der Be­wirtschaftungsziele der Wasserrahmen­richtlinie liege vorrangig in der Zustän­digkeit der Länder, betont die Bundesre­gierung. Die Bewirtschaftungspläne müssen demnach bis spätestens 22.März 2022 an die Europäische Kommission be­richtet werden.Es sei eine Herausforde­rung nicht nur für Deutschland, die Be­wirtschaftungsziele in allen Wasserkör­pern bis zum Jahr 2027 zu erreichen, er­klärt die Bundesregierung weiter.

Download der Bundestags-Drucksache:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20210128_001

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Kommunen können mit Kommunikation Starkregenvorsorge verbessern

Die Verantwortung für Maßnahmen zur Starkregenvorsorge liegt bei Kommunen und Bürger*innen. Kommunen können durch gezielte Kommunikationsinstrumente wie Nachbarschaftsberatungen oder Stadteilworkshops Bürger*innen motivieren, Vorkehrungen für Starkregen (zum Beispiel Einbau von Rückstauklappen, Schaffung von Versickerungsflächen) zu treffen. Das zeigt eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes.

Um Städte und Gemeinden wirksam vor den Folgen von Starkregen zu schützen, benötigt es vor Ort gemeinsame Anstrengungen von Kommune und Bürger*innen. Im Vorhaben „Regen//Sicher“ im Auftrag des Umweltbundesamts wurde deshalb ein breites Spektrum an Kommunikations- und Aktivierungsformaten in den Modellkommunen Worms, Lübeck sowie Bad Liebenwerda und Elsterwerda entwickelt und erprobt.

Ein Netzwerk von „Regenwasserberater*innen“ inklusive Fortbildungsangebot, Nachbarschaftsberatungen, Stadtteilworkshops und Infostände am lokalen Baumarkt – das sind einige der Beispiele für die im Vorhaben erprobten Kommunikationsformate. Diese und andere Formate wurden auf ihre Wirkung hin analysiert. Die Evaluation zeigt: wenn klar kommuniziert wird, dass eine effektive Starkregenvorsorge in der gemeinsamen Verantwortung von Bürger*innen und der Kommune liegt, fördert dies die Motivation zur Eigenvorsorge. In den drei Modelkommunen hat sich dabei bewährt, eine Kommunikationsstrategie zu konzipieren. Diese sollte sowohl verhaltenserzeugende (beispielsweise Infostände) als auch verhaltensfördernde (zum Beispiel Workshops, Beratungen) Kommunikationsformate umfassen, in denen Risiko-, Vorsorge- und Verantwortungswissen vermittelt wird.

Im Detail deuten die Ergebnisse der Studie drauf hin, dass insbesondere „aufsuchende“ Beratungsformate (beispielsweise ein Informationsstand am Baumarkt) wirksam sind, Bürgerinnen und Bürger zur Starkregenvorsorge zu motivieren, die bisher keine Absicht zur Vorsorge hatten. Workshops, Veranstaltungen und Informationsmaterialien sind hingegen geeignet, vorhandene Vorsorgeabsichten zu stärken und zu unterstützen. Sie erreichen also eher diejenigen, die bereits beabsichtigen, Vorsorgemaßnahmen umzusetzen.

Empfohlen wird grundsätzlich, dass Kommunen ihre Kommunikations- und Aktivierungsformate kontinuierlich durch verschiedene Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit begleiten, um das Risikobewusstsein in der Bevölkerung insgesamt zu stärken. Betont werden sollte dabei die Eigenverantwortung der Bürger*innen zur Vorsorge sowie die Verantwortlichkeiten der öffentlichen Hand im Sinne der Daseinsvorsorge.
Zur Entwicklung verschiedener Kommunikationsformate arbeiteten im Projekt Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kommunikation und Psychologie zusammen. Auf Basis von wissenschaftlichen Studien wurden Faktoren ermittelt, die besonders wirksam darin sind, durch Kommunikation zum Handeln zu motivieren. Um Bürger*innen an kommunaler Starkregenvorsorge zu beteiligen, sollten die eingesetzten Kommunikationsinstrumente:
persönliche Schadenserfahrungen von Betroffenen vermitteln
die Risikowahrnehmung stärken
Selbstwirksamkeitsüberzeugungen erhöhen
kollektive Wirksamkeitsüberzeugungen fördern
gemeinsame Verantwortung von Staat und Bevölkerung kommunizieren
lokale Identität und soziale Eingebundenheit ausbauen.
Starkregenvorsorge im Porträt – Kurzfilme zeigen Erfahrungen in Worms, Lübeck und Elsterwerda/Bad Liebenwerda

Die im Projekt „Regen//Sicher“ erprobten Aktivierungs- und Beteiligungsprozesse werden in drei Kurzfilmen portraitiert:
Worms sorgt vor – Gemeinsame Starkregenvorsorge von Stadt und Bürgern
Gemeinsam gut gerüstet – Starkregenvorsorge in Lübecker Siedlergemeinschaften
Gut beraten bei Starkregen – Das Netzwerk Regenwasserberatung des Wasser- und Abwasserverbands Elsterwerda

Zudem wurden diverse Materialien, Konzepte und Leitfäden für Kommunen entwickelt, die Bürger*innen bei der Starkregenvorsorge beteiligen wollen. Die Materialien sind auf der Projektwebseite des UBA zu finden.

Durchgeführt wurde das Projekt von Oktober 2016 bis Januar 2020 von ecolo – Agentur für Ökologie und Kommunikation und e-fect dialog evaluation consulting eG.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/kommunen-koennen-kommunikation-starkregenvorsorge

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Umweltbundesamt legt neue Kostensätze für Umweltschäden vor

Für viele Umweltbelastungen und -schä­den gibt es etablierte wissenschaftliche Methoden, um sie in Geldwerten auszu­drücken. Das Umweltbundesamt (UBA) hat im Dezember 2020 in der neu veröf­fentlichten Methodenkonvention 3.1 die Kostensätze von Umweltbelastungen ak­tualisiert und um Kostensätze für Stick­stoff-und Phosphoremissionen, Treibhausgase in der landwirtschaftlichen Lie­ferkette und Baustoffe erweitert.

Ein Beispiel, das das UBA in einer Pressemitteilung nennt: Mit den erwei­terten Kostensätzen der „Methodenkon­vention 3.1“ ergeben sich für die Aus­bringung von einem Kilo Stickstoff in der landwirtschaftlichen Praxis konservativ geschätzt Umweltschadenskosten von 6,30 Euro, die Ausbringung von einem Kilo Phosphor 4,44 Euro. Bei einem durchschnittlichen Stickstoffüberschuss von 94 kg/ha und einer landwirtschaft­lich genutzten Fläche von ca. 16,5 Mio. ha entspricht das jährlichen Gesamtkos­ten von ca. 11,5 Milliarden Euro allein in Deutschland.

Download der Methodenkonvention 3.1 zur Ermittlung von Umweltkosten – Kostensätze:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201222_009

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Umweltqualitätsnormen für Binnengewässer – Überprü­fung der Gefährlichkeit neuer bzw. prioritärer Substanzen

Zur Umsetzung der Wasserrahmenricht­linie sind in der Oberflächengewässer-Verordnung (OGewV) für Schadstoffe Umweltqualitätsnormen (UQN) festzule­gen. Für viele Spurenstoffe ist eine reali­tätsnahe UQN-Ableitung nicht möglich, da valide Testergebnisse fehlen. In einem Projekt im Auftrag des Umweltbundes­amts wurden Daten für umweltrelevante Schadstoffe anhand ökotoxikologischen Standardtests (Algen-, Daphnien-, Fisch­eitest) erhoben und Vorschläge für Um­weltqualitätsnormen (UQN-V) abgelei­tet. Weiter wurden Untersuchungen zu chronischen, subletalen Wirkungen des Antidiabetikums Metformin sowie Gua­nylurea an Regenbogenforellen (On­corhynchus mykiss) über 28 Tage durch­geführt und UQN-V abgeleitet. Die Er­gebnisse hat das Umweltbundesamt in der Reihe Texte (233/2020) veröffent­licht:

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltqualitaetsnormen-fuer-binnengewaesser

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Probebetrieb der weltweit größten solarthemischen Klärschlammtrocknungsanlage gestartet

Die Emschergenossenschaft hat den Pro­bebetrieb ihrer neuen solarthermischen Klärschlammtrocknungsanlage am Standort der Kläranlage Bottrop aufge­nommen. Mit einer Fläche von zirka 61 000 m² ist es die weltweit größte An­lage ihrer Art. Im Frühjahr 2019 hatte die Emschergenossenschaft mit der Er­richtung der neuen solarthermischen Klärschlammtrocknungsanlage (STT) in Bottrop begonnen. Nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit konnte dann der Testbe­trieb in der STT starten.

In den ersten Hallen der Anlage wur­de der erste entwässerte Klärschlamm eingebracht. In diesen Hallen wird der Schlamm durch die Wendetechnik („elektrische Schweine“) regelmäßig ge­wendet und somit getrocknet. Gleichzei­tig gingen die ersten Abluftbehandlungs­anlagen in Betrieb, um eine Beeinträchti­gung des Umfelds durch den startenden Betrieb auszuschließen. In den kommen­den Wochen und Monaten werden dann Schritt für Schritt weitere Anlagenteile in Betrieb genommen, sodass die Emscher­genossenschaft etwa bis Mitte 2021 den Betrieb der STT bis zur vollen Auslastung hochfahren wird.

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Bundeskabinett beschließt Entwurf für IT-Sicherheitsgesetz 2.0

Die Bundesregierung hat im Dezember 2020 den Entwurf eines Zweiten Geset­zes zur Erhöhung der Sicherheit informa­tionstechnischer Systeme (IT-Sicherheits­gesetz 2.0) beschlossen. Damit unter­streicht sie die hohe Bedeutung der In­formations-und Cybersicherheit in Deutschland. Das Gesetz regelt unter anderem den Schutz der Bundesverwaltung, kritischer Infrastrukturen (KRITIS), von Unternehmen im besonde­ren öffentlichen Interesse und den Ver­braucherschutz.

Zum Bereich „kritische Infrastruktu­ren“ enthält das IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 unter anderem folgende Regelungen: Betreiber Kritischer Infrastrukturen wer­den verpflichtet, Systeme zur Angriffser­kennung einzusetzen. Über eine Ände­rung im Gesetz über die Elektrizitäts-und Gasversorgung gilt diese Pflicht auch für Betreiber von Energieversor­gungsnetzen und Energieanlagen. Die bereits für Betreiber Kritischer Infra­strukturen geltenden Meldepflichten gel­ten künftig auch für Unternehmen, die von besonderem öffentlichen Interesse sind.

Download des Gesetzesentwurfs:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20210108_005

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Bundesumweltministerium startet „Nationalen Bürger*innen Dialog Wasser“

Das Bundesumweltministerium setzt bei der Gestaltung der zukünftigen Wasser­politik weiter auf eine breite Einbezie­hung aller Interessierten. Nach der Betei­ligung der Fachwelt sind nun die Mei­nungen und Perspektiven von interes­sierten Bürgerinnen und Bürgern ge­fragt. Ende Februar 2021 werden an vier unterschiedlichen Standorten in Deutsch­land per Zufall ausgeloste Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit erhalten, ih­re Ansichten zu ausgewählten Themen der Wasserwirtschaft zu äußern. Es geht darum, über mögliche Handlungsoptio­nen für die Wasserwirtschaft und den wasserbezogenen Umweltschutz zu dis­kutieren sowie Vorschläge, Ideen und Empfehlungen auszutauschen und zu entwickeln. Die Bürger*innenwerkstätten sollen gemeinsam mit einem Jugend­workshop und einem Online-Dialog die Grundlage für einen „Bürger*innenratschlag“ bilden. Weitere Informationen zum „Nationalen Bürger*innen Dialog Wasser“ findet man auf der Dialog-Platt­form des BMU. Diese Dialog-Plattform ist für alle interessierten Akteurinnen und Akteure zugänglich und bietet zudem im Zeitraum vom 27. Januar bis 10. Februar 2021 Möglichkeiten der aktiven Beteili­gung in Form einer Ideen-Werkstatt und einer Umfrage.

https://dialog.bmu.de

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Zukunftsfähige Technologien und Konzepte zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wasserwiederverwendung und Entsalzung – WavE

Die Verfügbarkeit von Wasser in ausreichender Menge und Qualität ist entscheidend für das gesundheitliche Wohlergehen des Menschen, für die nachhaltige Entwicklungsfähigkeit von Regionen und eine intakte Umwelt. Die Beeinträchtigung der Wasserressourcen infolge Übernutzung und Verschmutzung einerseits und der weiterhin steigende Wasserbedarf bei begrenzten Ressourcen andererseits stellen eine immense Herausforderung dar. Die Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wiederverwendung und Entsalzung gewinnt mit zunehmendem Wasserstress nicht nur in klassischen ariden Gebieten, sondern auch in Wachstumsregionen durch konkurrierende Nutzungen stark an Bedeutung.

Die Fördermaßnahme WavE ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) des BMBF-Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA) und der BMBF-Forschungsagenda Green Economy im Handlungsfeld „Produktion und Ressourcen: Rohstoffe, Wasser und Land“.

Ziel der Fördermaßnahme WavE ist es einen Beitrag zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung von Regionen im In- und Ausland zu leisten, insbesondere auch in Ländern mit ausreichendem Potenzial für deutsche Technikanbieter. Hierfür sollen innovative Technologien, Betriebskonzepte und Managementstrategien für eine nachhaltige Erhöhung der Wasserverfügbarkeit und ein zukunftsfähiges Wassermanagement entwickelt werden.

In WavE widmen sich 13 Verbundprojekte und ein Begleitvorhaben dieser Aufgabe. Die Verbundprojekte arbeiten disziplinübergreifend in transdisziplinären und praxisorientierten Teams, mit Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis. Sie adressieren das Thema „Erhöhung der Wasserverfügbarkeit“ dabei aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen Herangehensweisen.

https://www.bmbf-wave.de/

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Fona: Monatsthema März: Wasser und Klimawandel

Der internationale Weltwassertag der Vereinten Nationen am 22. März steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“. Welche Lösungen und Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel liefert die Wasserforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)? Mehr:

https://www.fona.de/de/aktuelles/monatsthemen/2020/monatsthema-maerz-wasser.php

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Aufbau von zusätzlichen Regenwasserbecken u. Kanaldimensionierung

Starkregenereignisse erhöhen die Menge an Wasser, die von Kanalnetzen aufgenommen werden und sie durchlaufen. In Regenüberlaufbecken wird überschüssiges Wasser gesammelt. Dieses kann nach Ende des Niederschlags in die Kanalisation eingeleitet und dem Klärwerk zugeführt werden, wenn deren Kapazitäten es ermöglichen.

Potentielle Maßnahme
Starkregenereignisse erhöhen die Menge an Wasser, die von Kanalnetzen aufgenommen werden und sie durchlaufen. In Folge dessen tritt überschüssiges Wasser aus den Kanalnetzen aus, was zu Überflutungen und Schadstoffeinträgen in umliegenden Gewässern führt. Dem kann durch den Bau zusätzlicher sogenannter Entlastungsbauwerke (Regenwasserbecken in offener oder geschlossener Bauweise) und der Vergrößerung der Kanaldimensionierung entgegengewirkt werden. In Regenüberlaufbecken wird überschüssiges Wasser gesammelt. Dieses kann nach Ende des Niederschlags in die Kanalisation eingeleitet und dem Klärwerk zugeführt werden, wenn deren Kapazitäten es ermöglichen.

https://www.umweltbundesamt.de/aufbau-von-zusaetzlichen-regenwasserbecken-u#potentielle-massnahme

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Klärschlamm als Senke für Mikroplastik jetzt und in Zukunft?

Kunststoffe in der Umwelt –Ein Problem für unsere Böden, oder nur falscher Alarm?
KBU Konferenz, 03.12.2020

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2875/dokumente/08_bauerfeld_klaerschlamm.pdf

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Umweltqualitätsnormen für Binnengewässer

Überprüfung der Gefährlichkeit neuer bzw. prioritärer Substanzen
Zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (2000/60/EG) sind in der Oberflächengewässer-Verordnung (OGewV) für Schadstoffe Umweltqualitätsnormen (UQN) festzulegen. Für viele Spurenstoffe ist eine realitätsnahe UQN-Ableitung nicht möglich, da valide Testergebnisse fehlen. In Teilvorhaben A wurden Daten für umweltrelevante Schadstoffe anhand ökotoxikologischen Standardtests (Algen-, Daphnien-, Fischeitest) erhoben und Vorschläge für Umweltqualitätsnormen (UQN-V) abgeleitet. Im Teilvorhaben B wurden Untersuchungen zu chronischen, subletalen Wirkungen des Antidiabetikums Metformin sowie Guanylurea an Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) über 28 Tage durchgeführt und UQN-V abgeleitet.

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltqualitaetsnormen-fuer-binnengewaesser

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Meldungen zur Arbeitssicherheit 2021

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November 2021
Beschäftigte profitieren, wenn ihre Arbeitszeit erfasst wird
August 2021
Arbeitswelt im Wandel 2021 zeigt Trends auf
April 2021
Statistik: Arbeitsunfallzahlen in der Corona-Krise
Nivus: Ex-sicher und berührungslos messen
Was ist ein Aerosol?
Gefährdungsbeurteilung: Neues Handbuch als Hilfestellung
Online-Tool: Psychische Belastungen im Homeoffice ermitteln
März 2021
Thema Arbeitsschutz auf Kläranlagen – Absturzsicherung an den Nachklärbecken in Bad Godesberg erfolgreich abgeschlossen.
Januar 2021
Arbeitsstättenverordnung: Übergangsregelung erlischt
Betriebliches Eingliederungsmanagement nur selten genutzt
Personen-Notsignal-Anlage: Wenn das Smartphone zum Lebensretter wird

 


Beschäftigte profitieren, wenn ihre Arbeitszeit erfasst wird

BAuA-Arbeitszeitbefragung 2019 bezüglich der Arbeitszeiterfassung ausgewertet

Dortmund – Bei der Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland wird die Arbeitszeit erfasst. Dabei weichen Art und Anteile der Erfassung nach Faktoren wie Geschlecht, Alter, Wirtschaftszweig oder Tätigkeit voneinander ab. Beschäftigte, deren Arbeitszeit erfasst wird, berichten deutlich seltener über zeitliche Entgrenzung. Zudem verfügen sie über eine größere zeitliche Flexibilität. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Auswertung der BAuA-Arbeitszeitbefragung, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) als baua: Fokus „Arbeitszeiterfassung und Flexibilität – Ergebnisse der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2019“ veröffentlicht hat.

Die Arbeitszeit ist ein wichtiger Schlüsselfaktor für die körperliche und psychische Gesundheit der Beschäftigten. Mit seinem Urteil vom Mai 2019 hat der Europäische Gerichtshof die Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, Arbeitgeber zu verpflichten, ein „objektives, verlässliches und zugängliches System zur Arbeitszeiterfassung“ einzurichten. Die mit dem Urteil einhergehende Diskussion bewegt sich im Spannungsfeld zwischen zeitlicher Flexibilität und Entgrenzung von Arbeitszeit. Der baua: Fokus „Arbeitszeiterfassung und Flexibilität – Ergebnisse der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2019“ beschreibt erstmals die Verbreitung, die Varianten und die Auswirkungen einer systematischen Arbeitszeiterfassung für Deutschland. Dazu wurden die Daten von rund 8.400 abhängig Beschäftigten im Alter von 18 bis 65 Jahren ausgewertet.

Die Analyse zeigt, dass bei der Mehrheit der Beschäftigten die Arbeitszeiten bereits betrieblich oder durch eine Selbstaufzeichnung erfasst werden; bei der Arbeit im Homeoffice oder in der Telearbeit jedoch deutlich seltener (80 Prozent im Betrieb, 66 Prozent bei der Arbeit von zuhause). Beschäftigte, deren Arbeitszeit nicht erfasst wird, berichten häufiger über zeitliche Entgrenzung, die sich beispielsweise in überlangen Arbeitszeiten, Pausenausfall oder fehlenden Ruhezeiten zeigen kann. Zeitliche Entgrenzung wirkt sich jedoch negativ auf Wohlbefinden und Gesundheit aus.

Insbesondere Beschäftigte, die von zuhause aus arbeiten, arbeiten häufig länger, wenn ihre Arbeitszeit nicht erfasst wird. Gerade in diesen Fällen bekommt die Arbeitszeiterfassung eine besondere Bedeutung, um eine mögliche zeitliche Entgrenzung sowohl für Beschäftigte, als auch für Betriebe sichtbar zu machen.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Erfassung der Arbeitszeit ein wesentliches Element gesundheitsförderlicher Arbeitszeitgestaltung darstellt und Beschäftigte in verschiedener Weise davon profitieren. Sie haben eine geringere zeitliche Entgrenzung und einen größeren zeitlichen Handlungsspielraum. Auch die Grenzziehung zwischen Privatleben und Beruf, das heißt zwischen Arbeits- und Ruhezeit, gelingt besser. Zudem wird Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit beziehungsweise zu atypischen Zeiten, wie am Wochenende oder außerhalb der Geschäftszeiten, transparent und somit auch für einen betrieblichen Diskurs zugänglich.

Letztlich bietet die systematische Erfassung der Arbeitszeit auch für Betriebe Vorteile: Wenn Beschäftigte variabel an unterschiedlichen Orten ihre Arbeit aufnehmen, unterbrechen und beenden, trägt eine Arbeitszeiterfassung dazu dabei, den Überblick über die geleistete, hochvariable und fragmentierte Arbeitszeit nicht zu verlieren. Die gemessene Arbeitszeit ist deshalb auch ein wichtiges Rückmeldeinstrument und eine hilfreiche Kennzahl für die erbrachte Leistung. Darüber hinaus gibt die Aufzeichnung der Arbeitszeit Hinweise zur Arbeitsintensität und stellt somit einen wichtigen Indikator im Rahmen der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung dar.

Den baua: Fokus „Arbeitszeiterfassung und Flexibilität – Ergebnisse der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2019“ gibt es im PDF-Format auf der Homepage der BAuA unter www.baua.de/dok/8864868.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz arbeiten über 750 Beschäftigte.

https://www.baua.de/DE/Services/Presse/Pressemitteilungen/2021/10/pm038-21.html

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Arbeitswelt im Wandel 2021 zeigt Trends auf

BAuA veröffentlicht Zahlen, Daten und Fakten der deutschen Arbeitswelt
Dortmund – Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fasst jährlich die aktuellen Trends der Arbeitswelt unter dem Titel „Arbeitswelt im Wandel“ zusammen. Mit vielen anschaulichen Grafiken informiert die kompakte Broschüre Praktiker des Arbeitsschutzes und die interessierte Öffentlichkeit gleichermaßen. Dabei beruht sie auf dem Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2019“, deshalb bleiben die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie vollständig unberücksichtigt. Gleichwohl präsentiert die Broschüre übersichtlich und prägnant Zahlen, Daten und Fakten in Sachen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

So stieg etwa die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland im Jahr 2019 auf mittlerweile 42,4 Millionen an. Davon arbeiteten 9 von 10 Erwerbstätigen in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis. Mit 77 Prozent hat der Anteil der Erwerbstätigen in der Bevölkerungsgruppe der 15- bis 65-Jährigen einen Höchststand erreicht. Am höchsten ist diese Quote in der Altersgruppe 45 bis 49 Jahre (88 Prozent). Zudem steigen immer weniger frühzeitig aus dem Erwerbsleben aus. Mittlerweile stehen 62 Prozent der 60- bis 64-Jährigen im Erwerbsleben. Im Jahr 2007 waren es nur 34 Prozent.

Mit einer Unfallquote von 21,9 je 1.000 Vollarbeiter blieb das Arbeitsunfallgeschehen auf einem insgesamt niedrigen Niveau mit leicht abnehmender Tendenz. Durch Arbeitsunfähigkeit fielen 2019 schätzungsweise etwa 712 Millionen Arbeitstage aus. Insgesamt führte das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen zu einem geschätzten Produktionsausfall anhand der Lohnkosten von rund 88 Milliarden Euro. An Bruttowertschöpfung gingen der deutschen Volkswirtschaft rund 149 Milliarden Euro verloren.

Zudem befasst sich die aktuelle Ausgabe mit der Digitalisierung in den Betrieben. Dazu präsentiert sie ausgewählte Daten aus der Befragung „Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung (DiWaBe)“ 2019. Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe (58 Prozent) nutzen bereits moderne digitale Technologien, wie vernetzte Wertschöpfungsketten, Big-Data oder künstliche Intelligenz, oder diese sind zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells. In Betrieben mit 4.0-Technologien sind Informations- und Kommunikationstechnologien stärker verbreitet, die Beschäftigten geben seltener gesundheitliche Beschwerden an und fühlen sich tendenziell weniger erschöpft.

„Arbeitswelt im Wandel“ informiert außerdem einfach und verständlich über die Themen Berufskrankheiten, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeit. Die handliche Broschüre stellt das Rentenzugangsalter und den demografischen Wandel in Deutschland dar und präsentiert dem Leser außerdem den Ablauf einer vollständigen Gefährdungsbeurteilung.

Die Broschüre „Arbeitswelt im Wandel – Ausgabe 2021“ kann in gedruckter Form über den Webshop der BAuA bezogen werden. Das PDF kann heruntergeladen werden unter www.baua.de/dok/8855000.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz arbeiten über 750 Beschäftigte.

Kontakt
So erreichen Sie uns:
Jörg Feldmann
Telefon: 0231 9071-2330 Fax: 0231 9071-2362
presse@baua.bund.de

https://www.baua.de/DE/Services/Presse/Pressemitteilungen/2021/06/pm024-21.html

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Statistik: Arbeitsunfallzahlen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise schlägt sich in den vorläufigen Unfall- und Berufskrankheitenzahlen für das Jahr 2020 nieder. Die Zahl der Arbeitsunfälle ist deutlich zurückgegangen, bei den Berufskrankheiten zeigt sich ein Anstieg.

Anfang März 2021 haben die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) sowie der Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die vorläufigen Arbeitsunfallzahlen für das Jahr 2020 veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle im vergangenen Jahr auf 760.369 Unfälle gesunken. Das ist ein Rückgang um 12,8 Prozent. Vor allem Wegeunfälle sind zurückgegangen. Die Zahl der Unfälle, die sich auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause ereigneten, beläuft sich auf 152.773. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 haben sich damit 18,2 Prozent weniger Wegeunfälle ereignet. Auch die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle zeigt eine deutliche Veränderung. So ereigneten sich 397 tödliche Arbeitsunfälle, das sind 100 weniger als im Vorjahr. 

»Die vorläufigen Zahlen sind ein Abbild der Corona-Krise«, sagt Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der DGUV. Die Beschäftigten seien weniger mobil gewesen, viele arbeiteten in Kurzarbeit oder im Homeoffice. Aus diesem Grund seien die Arbeitsunfallzahlen gesunken. Andererseits gebe es im Zusammenhang mit Covid 19 überproportional viele Berufskrankheitenanzeigen.

Bedingt durch die Corona-Pandemie liegen die Verdachtsanzeigen auf eine Berufskrankheit sowie die entschiedenen Berufskrankheitenfälle deutlich höher als bisher. Bis Ende des Jahres 2020 sind 30.329 Verdachtsanzeigen auf eine Berufskrankheit durch Covid-19 eingegangen, wie eine Sondererhebung der Unfallversicherungsträger zeigt. Entscheidungen wurden dazu in 22.863 Fällen getroffen. In 18.069 Fällen wurde die Berufskrankheit anerkannt.

Mit insgesamt 105.759 Verdachtsanzeigen auf eine Berufskrankheit im Jahr 2020 beläuft sich der Anstieg auf 32 Prozent. Die Fälle, in denen eine Entscheidung getroffen wurde, ist um 31 Prozent gestiegen. Fälle, bei denen sich der Verdacht bestätigt hat, haben um knapp 53 Prozent zugenommen. Bei anerkannten Fällen zeigt sich eine Zunahme von knapp 109 Prozent.

Quelle/Text: DGUV / Redaktion arbeitssicherheit.de (SL)

Lesen Sie auch »Zahlen zu Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten«

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Nivus: Ex-sicher und berührungslos messen

Möchten Sie den Durchfluss von Pumpen im Ex-Bereich messen?
 Kein Problem. Das geht sogar berührungslos. Mit dem Ex-Trennmodul pXT0 620 können Sie unsere montagefreundlichen Aufschnall-Sensoren in Ex-Ausführung einfach mit unseren Messumformern NivuFlow 600 oder 650 verbinden und in explosionsgefährdeten Umgebungen der Zone 1 und 2 verwenden.
 
Für eine noch höhere Genauigkeit lassen sich an das Ex-Trennmodul auch zwei Messpfade gleichzeitig anschließen.
Mehr Informationen

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Was ist ein Aerosol?

Diese und viele weitere Fragen werden im ausführlichen Positionspapier der Gesellschaft für Aerosolforschung beantwortet.

Wir haben einige dieser Erkenntnisse in einer Zusammenfassung komprimiert und stellen Ihnen diese kostenlos als Download zur Verfügung: Whitepaper Aerosole (pdf)

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Gefährdungsbeurteilung: Neues Handbuch als Hilfestellung

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Betriebe dazu, Gefährdungen am Arbeitsplatz zu beurteilen und Maßnahmen abzuleiten. Ein neues Handbuch unterstützt bei der betrieblichen Umsetzung.

Bisher konnten Verantwortliche den »Ratgeber zur Gefährdungsbeurteilung« der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) als Nachschlagewerk nutzen. Nun hat die BAuA das Angebot zur Gefährdungsbeurteilung erweitert und das neue »Handbuch Gefährdungsbeurteilung« veröffentlicht. Darin geht es vorrangig um Grundlagen und Prozessschritte. Die Publikation umfasst drei Teile.

Im ersten Teil geht es ganz allgemein um die Gefährdungsbeurteilung. Dafür stehen Informationen und Empfehlungen zur Verfügung. Der zweite Teil des Handbuchs stellt Wissen bereit, das sich stärker auf einzelne Gefährdungsfaktoren bezieht. Gemeint ist damit, wie sich Gefährdungen auswirken und diese sich ermitteln und somit beurteilen lassen. Ebenso gibt dieser Teil Aufschluss über Arbeitsschutzmaßnahmen sowie Vorschriften und liefert wissenschaftliche Erkenntnisse. Auch geht es um die Themen der psychischen Gesundheit und Arbeitszeit. Der dritte Teil stellt eine Datenbank bereit. Diese beinhaltet qualitätsgesicherte Handlungshilfen zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen.

Den ersten und zweiten Teil des »Handbuchs Gefährdungsbeurteilung« stellt die BAuA als kostenfreien Download zur Verfügung.

Quelle/Text: BAuA / Redaktion arbeitssicherheit.de (SL)

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Online-Tool: Psychische Belastungen im Homeoffice ermitteln

Die Arbeitswelt hat sich durch die Corona-Pandemie verändert – sei es mehr Arbeit im Homeoffice oder die Zusammenarbeit auf Distanz im Betrieb. Das kann psychische Belastungen hervorrufen. 

Betriebe haben bedingt durch das Corona-Virus ihre Arbeitsorganisation teils grundlegend umgestaltet. Sofern möglich arbeiten Beschäftigte von zu Hause aus. Die Arbeit auf Distanz wirkt sich dabei auf die Kommunikation und das soziale Miteinander aus. Das kann zu einer psychischen Belastung führen, welche die Gesundheit und Sicherheit von Beschäftigten gefährden. 

Damit Betriebe solche Belastungen feststellen können, hat die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) das vorhandene Online-Tool zur Ermittlung psychischer Belastungen angepasst. Fortan werden auch die Themen Corona und Homeoffice abgedeckt. »Wir wollen damit Betriebe in die Lage versetzen, diese Belastung zu erfassen und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung zu entwickeln«, sagt Isabell Kuczynski, Arbeitspsychologin bei der BG ETEM.

So geht das Online-Tool unter anderem darauf ein, ob die Befragten durch Corona zu wenig Kontakt mit Kollegen haben. Darüber hinaus sind Aussagen zum Homeoffice enthalten. Die Nutzer können bewerten, inwiefern Ziele und Erwartungen bei ihrer Tätigkeit von zu Hause aus geklärt sind. Für Isabell Kuczynski ist es entscheidend, dass Betriebe aus den Erkenntnissen der Befragung auch tatsächlich konkrete Maßnahmen ableiten und umsetzen. 

Quelle/Text: BG ETEM / Redaktion arbeitssicherheit.de (SL)

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Thema Arbeitsschutz auf Kläranlagen – Absturzsicherung an den Nachklärbecken in Bad Godesberg erfolgreich abgeschlossen.

Auf der Kläranlage Bonn-Bad Godesberg sind im Bereich der Nachklärbecken in regelmäßigen Zeitabständen Inspektions-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten erforderlich.

Aufgrund der konstruktiven Eigenschaften der Nachklärbecken 1, 2 und 3 war dies bisher mit einer Absturzgefährdung für die Beschäftigten verbunden und hat den gültigen Richtlinien des Arbeitsschutzes nicht mehr entsprochen. So hat die äußere Umwehrung der Becken im Mittel nur 0,30 m und die Absturzhöhe an den Ablaufrinnen der Nachklärbecken 1,00 m betragen.
 
Um den Normativbestimmungen des Gesetzgebers sowie den Anforderungen der berufsgenossenschaftlichen Unfallverhütungsvorschriften zu erfüllen, wurde die Hydro-Ingenieure GmbH von der Bundesstadt Bonn mit der Objektplanung und Tragwerksplanung sowie der Fachplanung für die Technische Ausrüstung beauftragt, an den Nachklärbecken der Kläranlage Bad Godesberg entsprechende Maßnahmen durchzuführen.
 
Als Ergebnis der Untersuchung der baulichen, wirtschaftlichen und betrieblichen Aspekte wurde festgestellt, dass die Erhöhung der Betonbeckenwände, um sowohl die notwendige Betonsanierung als auch die Aufgabenstellung der Arbeitssicherheit gemeinsam zu lösen, langfristig die wirtschaftlich und technisch sinnvollste Lösung darstellt. Parallel erfolgte hierbei auch die notwendige Ertüchtigung der Räumertechnik.
 
Bei Rückfragen steht Ihnen unser Herr Uhlemann unter der Telefonnummer 0211-44.99-112 gerne zur Verfügung.

http://www.hydro-ingenieure.de/arbeitsschutz-klaeranlagen.html

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Arbeitsstättenverordnung: Übergangsregelung erlischt

Der 31. Dezember 2020 markiert, streng mathematisch betrachtet, nicht nur das Ende des zweiten Jahrzehnts im laufenden Jahrhundert sondern auch das Ende einer, vor ziemlich genau vier Jahren, in den § 8 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) eingefügten Bestandsschutzklausel für Altbetriebe.

Mindestvorschrift für Sicherheit und Gesundheitsschutz in Arbeitsstätten erlischt
§ 8 Absatz 1 Satz 1 ArbStättV in der Fassung nach Art. 1 der Verordnung zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen vom 30. November 2016 (BGBl. I, Seite 2681) lautet wie folgt:

»Soweit für Arbeitsstätten, die am 1. Mai 1976 eingerichtet waren
oder mit deren Einrichtung vor diesem Zeitpunkt (1.5.1976) begonnen worden war
oder die am 20. Dezember 1996 eingerichtet waren,
oder mit deren Einrichtung vor diesem Zeitpunkt (20.12.1996) begonnen worden war und für die zum Zeitpunkt der Errichtung die Gewerbeordnung keine Anwendung fand,
in dieser Verordnung Anforderungen gestellt werden, die umfangreiche Änderungen der Arbeitsstätte, der Betriebseinrichtungen, Arbeitsverfahren oder Arbeitsabläufe notwendig machen, gelten hierfür bis zum 31. Dezember 2020 die entsprechenden Anforderungen des Anhangs II der Richtlinie 89/654/EWG des Rates vom 30. November 1989 über Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz in Arbeitsstätten (ABl. EG Nr. L 393, Seite 1).«

https://www.arbeitssicherheit.de/themen/arbeitssicherheit/detail/arbeitsstaettenverordnung-uebergangsregelung-erlischt.html

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Betriebliches Eingliederungsmanagement nur selten genutzt

Mit dem betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) sollen Beschäftigte nach längerer Arbeitsunfähigkeit in den Arbeitsalltag zurückfinden. Doch nicht jeder Anspruchsberechtigte nutzt das Angebot.

Wenn Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren, muss der Arbeitgeber ein BEM anbieten. Dazu ist er nach dem Sozialgesetzbuch IX verpflichtet. Dies soll weitere Arbeitsunfähigkeit vorbeugen und den Arbeitsplatz erhalten. Eine repräsentative Erwerbstätigenbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) liefert Daten, wie häufig ein BEM angeboten und genutzt wurde. Dazu machten rund 18.000 Beschäftigte Angaben zu ihren Arbeitsunfähigkeitszeiten. Die Auswertung bezieht sich auf das Jahr 2018.

https://www.arbeitssicherheit.de/themen/arbeitssicherheit/detail/betriebliches-eingliederungsmanagement-nur-selten-genutzt.html

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Personen-Notsignal-Anlage: Wenn das Smartphone zum Lebensretter wird (Sponsored Post)

Die Personen-Notsignal-Anlage Bosch GuardMe ermöglicht Alleinarbeitern eine schnelle Rettung im Notfall. Foto: © Bosch Service Solutions
Ob Arbeiten an Maschinen, in Umgebungen mit Brand-/Explosionsgefahr oder im Umgang mit Gefahrenstoffen: Sind Arbeitnehmer beim Ausüben gefährlicher Tätigkeiten allein, können betriebliche Unfälle oder Notfälle unbemerkt bleiben und schwere Folgen haben. Daher haben Arbeitgeber großes Interesse daran, ihre Alleinarbeiter zu schützen und eine schnelle Rettung sicherzustellen. Oft zum Einsatz kommen dabei Personen-Notsignal-Anlagen, kurz PNA. Das sind Geräte, die manuell oder automatisch Hilfe anfordern und auch eine Rettung einleiten können, wenn der Alleinarbeiter bewegungs- oder bewusstlos ist. PNA gibt es mittlerweile auch in Verbindung mit einem Smartphone. Eine solche Lösung hat Bosch mit GuardMe auf den Markt gebracht. Der Vorteil: Sie kann mit dem Berufshandy kombiniert werden.

Mit geschätzten 8,5 Millionen Menschen ist in Deutschland jeder fünfte Arbeitnehmer Alleinarbeiter: Er oder sie arbeitet dauerhaft oder zeitweise außer Ruf- und Sichtweite anderer Personen. Üben diese Alleinarbeiter gefährliche Arbeiten aus, sind besondere Vorkehrungen wie eine PNA vorgeschrieben. Solche Tätigkeiten sind zum Beispiel Schweißen und Schneiden in engen Räumen, Sprengarbeiten, Tätigkeiten mit Brand- und Explosionsgefahr bis hin zu Arbeiten mit heißen, giftigen, gesundheitsschädlichen oder ätzenden Stoffen. Ob eine PNA als Vorkehrungsmaßnahme geeignet ist, wird auf Basis der Gefährdungsbeurteilung und der individuellen Situation des Alleinarbeiters durch die verantwortliche Fachkraft für Arbeitssicherheit entschieden.

https://www.arbeitssicherheit.de/themen/psa/detail/personen-notsignal-anlage-wenn-das-smartphone-zum-lebensretter-wird-sponsored-post.html

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Nachrichten von Verbänden 2021

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November 2021
VKU VKU-Positionspapier Hochwasser, Starkregen, Sturzfluten „Was jetzt zu tun ist: 7 Vorschläge der kommunalen Wasserwirtschaft“
VKU Umsetzung des Abwassermonitorings auf Corona in Deutschland
September 2021
DNR DNR und BDEW fordern neue Strategien für Hochwasser- und Gewässerschutzpolitik
BUND BUND Naturschutz fordert bayernweites Moratorium für neue Klärschlammverbrennungsanlagen
VKU VKU zur Wasserstrategie: Wasserver- und Abwasserentsorgung muss in kommunaler Verantwortung bleiben
AöW AöW-Stellungnahme zum NIS 2-Richtlinien-Vorschlag
BDE BDE begrüßt Änderungen im Elektro- und Elektronikgerätegesetz
Fona RES:Z – Das Projekt „BoHei“ im Kurzvideo vorgestellt
VKU Jetzt sind die Bürger gefragt – Ihre Perspektive auf Wasser(wirtschaft) 2030
agw Klimaanpassungsgesetz Nordrhein–Westfalen – Wasserwirtschaftsverbände bringen sich aktiv ein
BUND Chemikalien im Wasser? BUND kritisiert, wie Merck weiter Abwasser entsorgen darf
VKU Erfahrungsaustausch Wasser- und Zweckverbände – Wir bleiben im Austausch
BDEW und VKU Vergabe der 450-MHz erfolgreich für Betreiber kritischer Infrastruktur gesichert!
Juli 2021
VKU Herausforderungen kommunaler Daseinsvorsorge – Fokus Wasserwirtschaft

 


VKU-Positionspapier Hochwasser, Starkregen, Sturzfluten „Was jetzt zu tun ist: 7 Vorschläge der kommunalen Wasserwirtschaft“

Das aktuelle VKU-Positionspapier „Hochwasser, Starkregen, Sturzfluten“ umfasst sieben Vorschläge der kommunalen Wasserwirtschaft, um die Vorsorge vor Hochwasser, Starkregen und Sturzfluten zu verbessern und die damit zusammenhängenden Überschwemmungsrisiken und Schäden zu mindern. Diese reichen von Förderung der „Schwammstadt“ über die Stärkung der Eigenvorsorge und den Schutz sensibler Einrichtungen bis hin zur Schaffung eines Sonderprogramms Klimavorsorge zur Finanzierung der Maßnahmen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden wir in die weitere Diskussion auf Bundes- und Landesebene und insbesondere im Rahmen der anstehenden Koalitionsverhandlungen einspeisen.

Extremwetterereignisse wie Hochwasser, Starkregen und Sturzfluten, aber auch Hitzewellen und Dürren nehmen zu: Der Klimawandel beschleunigt diese Entwicklung. Extremniederschläge und dadurch verursachte Überschwemmungen werden nach den Projektionen des Berichts des Weltklimarats (IPPC) aus dem Jahr 2021 in nahezu allen Regionen zunehmen, sollte die Erderwärmung über 1,5 Grad hinausgehen. Wir werden also weiterhin mit solchen Extremwetterereignissen rechnen müssen. Selbst dann, wenn es gelingen sollte, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Ziel muss deshalb neben der Reduktion von CO2-Emissionen auch die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels und Umsetzung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) sein. Dabei kommt es darauf an, die Auswirkungen so weit wie möglich abzumildern und so gering wie möglich zu halten. Daher schlägt die kommunale Wasserwirtschaft eine Reihe von Maßnahmen vor, um die Vorsorge vor Hochwasser, Starkregen und Sturzfluten zu verbessern und die damit zusammenhängenden Überschwemmungsrisiken und Schäden zu mindern.

Das VKU-Positionspapier „Hochwasser, Starkregen, Sturzfluten“ umfasst insgesamt folgende sieben Vorschläge:
1. Mehr Raum für Wasser schaffen und Schwammstadt fördern
2. Vorhersagen und Warnungen verbessern
3. Planung und Bebauung auf Extremwetterereignisse ausrichten
4. Eigenvorsorge stärken und sensible Einrichtungen schützen
5. Infrastruktur und Systeme jetzt klimarobust machen
6. Planungs- und Genehmigungsverfahren straffen
7. Sonderprogramm Klimavorsorge zur Finanzierung schaffen

https://www.vku.de/themen/umwelt/vku-positionspapier-hochwasser-starkregen-sturzfluten/

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VKU: Umsetzung des Abwassermonitorings auf Corona in Deutschland

Modellprojekte zwischen Gesundheits- und Abwassersektor geplant
Die EU-Kommission hat alle Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, die Abwasserüberwachung auf Corona systematischer zu nutzen und sie in ihre nationalen Teststrategien zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einzubeziehen. Aktuell bereitet die Bundesregierung den Bericht zur Einrichtung eines nationalen Abwasserüberwachungssystems vor. Dazu sollen kommunale Modellprojekte des Gesundheits- und Abwassersektors eingerichtet werden. Dafür erhält Deutschland finanzielle Unterstützung der EU-Kommission in Höhe von 3,6 Millionen Euro.

Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten im Umgang mit der Corona-Pandemie in ihrer Empfehlung vom 17. März 2021 aufgefordert, die Abwasserüberwachung auf SARS-CoV-2 und insbesondere seine Varianten systematischer zu nutzen und die Ergebnisse in ihre nationalen Teststrategien zur Eindämmung der Pandemie einzubeziehen. Zur Umsetzung der Empfehlung haben das Bundesgesundheitsministerium (BMG), das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesforschungsministerium (BMBF) ein Projekt eingerichtet, in dem Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen die weitere Ausgestaltung des Abwassermonitorings erarbeiten. Der VKU bringt sich gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag (DST) in die Steuerungsgruppe und Projektgruppe einschließlich verschiedener Arbeitsgruppen ein. Für den Bund sind auch das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Umweltbundesamt mit Experten vertreten.
Im Rahmen des Projektes sollen Machbarkeit und Notwendigkeit einer Vereinheitlichung der Probenahme- und Analysemethoden untersucht werden. Zudem sollen auch mögliche digitale Schnittstellen der Datenübermittlung und Kommunikation zwischen Abwasser- und Gesundheitssektor (insbesondere Reporting an die Gesundheitsämter sowie Auswertung und Verwendungsmöglichkeiten der Ergebnisse der Abwassertestungen) bewertet werden. Neben der Nutzung des „Deutschen Elektronischen Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS)“ ist geplant, entsprechende Dashboards zu entwickeln. Zudem soll in ausgewählten Gebieten modellhaft die praktische Erprobung eines Abwassermonitorings von Gesundheits- und Abwassersektor durchgeführt und dabei insbesondere die bereits am Forschungsverbund beteiligten Kommunen berücksichtigt werden. Auch die Prüfung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses und die Machbarkeit eines bundesweit flächendeckenden oder repräsentativen Abwassermonitorings sollen untersucht werden. Abschließend sollen die rechtlichen Regelungen zur Ermöglichung der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern und Abwasser- und Gesundheitssektor geklärt werden.

In die Umsetzung werden auch die Erkenntnisse der kommunalen Abwasserentsorger, die sich seit Beginn der Pandemie in verschiedenen BMBF-Projekten zur Untersuchung des Abwassers auf SARS-CoV-2 und seine Varianten engagieren, einfließen. Beispielhaft seien hier das Projekt „SARS-CoV-2 Abwassermonitoring“ des Umweltforschungszentrums Leipzig, der Technischen Universität Dresden und der DWA und das Projekt „SARS-CoV-2 Genom im Abwasser – Monitoring der Pandemieentwicklung mittels Sequenzierung“ der Technischen Universität Darmstadt genannt. Im Landkreis Berchtesgadener Land wird eine solches Abwassermonitoring seit Anfang 2021 unter wissenschaftlicher Begleitung durch die Technische Universität München bereits praktisch erprobt. Die Bündelung der Forschungsaktivitäten erfolgt über das Verbundprojekt „CoroMoni“ unter Federführung der DWA, die entsprechend einbezogen wird.

VKU-Position
Der VKU unterstützt grundsätzlich das Anliegen einer systematischen Überwachung von SARS-CoV-2 im Abwasser und auch die Einrichtung von aus Forschungsmitteln finanzierten Modellregionen von Gesundheitsbehörden und Abwasserentsorgern. Denn die bisherigen Erfahrungen der VKU-Mitgliedsunternehmen zeigen, dass sich aus den Abwasseruntersuchungen von Corona potenziell frühzeitige Trends im Hinblick auf die Entwicklung der Pandemie ableiten lassen. Dies ist insbesondere auch bezüglich der Beobachtung der zunehmenden Virus-Variationen und die Erfassung von symptomlosen Infizierten, die aufgrund der steigenden Impfrate zunehmen, bedeutsam. Für eine langfristige Umsetzung ist es jedoch wesentlich, dass die rechtlich-finanziellen Rahmenbedingungen für die kommunalen Abwasserentsorger über Regelungen im Infektionsschutzrecht gesichert sind. Denn: die Überwachung von SARS-CoV-2 im Abwasser weist nicht die notwendige Betriebsbezogenheit zur Aufgabe der Abwasserbeseitigung auf, um die dafür auf Seiten der Abwasserentsorger anfallenden Kosten über Abwasserentgelte refinanzieren zu können. In der weiteren Umsetzung muss daher insbesondere die Frage der Kostenübernahme durch die für die Pandemiebekämpfung zuständigen Stellen bei Bund und Ländern klar geregelt werden. Die Probenahme einschließlich Transport und Analyse kostet nach Erfahrung der Mitgliedsunternehmen etwa 500-700 Euro.

Den Vorschlag der EU-Kommission, eine europaweite Pflicht für ein Abwassermonitoring auf SARS-CoV-2 und seine Varianten in der EU-Kommunalabwasserrichtlinie einzuführen, lehnen der VKU jedoch ab. Bei der Untersuchung handelt es sich um eine Aufgabenstellung im Rahmen des Infektionsschutzes und der Pandemiebekämpfung. Etwaige Regelungen müssten auch europäisch daher an anderer Stelle diskutiert werden.

Eine Herausforderung stellen zudem sowohl die Probenahme im Zulauf der Kläranlage (Einfluss Niederschlagswasser, Entfernung zu Haushalten) und im Kanal (Durchführung in großer Tiefe), der Transport (Kühlung) sowie die Analyse der Probe (Laborkapazitäten) dar. Insgesamt ist eine enge Abstimmung zwischen den Beteiligten vor Ort erforderlich und die Ausgestaltung der digitalen Schnittstellen sowie die Kommunikation wesentlich. Die geplanten Modellprojekte von Gesundheitsbehörden und Abwasserentsorgern können bei der weiteren Umsetzung des Abwassermonitorings auf Corona die erforderlichen Erkenntnisse bringen und sollten daher möglichst bald gestartet werden.

Hintergrund: Empfehlung der EU-Kommission
Konkret fordert die EU-Kommission die Mitgliedstaaten dazu auf, bis spätestens 1. Oktober 2021 ein nationales Abwasserüberwachungssystem einzurichten, um Daten über SARS-CoV-2 und insbesondere seine Varianten im Abwasser zu erheben. Dazu soll mindestens das Abwasser aus Großstädten mit mehr als 150.000 Einwohnern einbezogen werden und mindestens zwei Mal pro Woche eine Probenahme erfolgen. Die Proben sollen nach Ansicht der EU-Kommission am Kläranlagenzulauf oder bei Bedarf bereits im Kanalisationsnetz entnommen werden. Die Ergebnisse der Abwasserüberwachung sollen unverzüglich auf elektronischem Wege an die zuständigen Gesundheitsbehörden und danach an eine europäische Austauschplattform, die die EU-Kommission einrichten will, übermittelt werden. Zur Frühwarnung sollten die Ergebnisse für jede Probe so bald wie möglich, vorzugsweise spätestens 48 Stunden nach der Probenahme, aufgezeichnet werden.

Ansprechpartner
Dipl.-Ing. Nadine Steinbach
Bereichsleiterin Umweltpolitik Wasser/Abwasser

Telefon: +49 30 58580-153
E-Mail: steinbach@vku.de

https://www.vku.de/themen/europa/umsetzung-des-abwassermonitorings-auf-corona-in-deutschland/

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DNR und BDEW fordern neue Strategien für Hochwasser- und Gewässerschutzpolitik

Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) haben als Konsequenz aus den verheerenden Hochwasserereignissen neue Strategien im Umgang mit Extremwetterereignissen gefordert.

Zu den Schwerpunkten einer gut durchdachten Hochwasser- und Gewässerschutzpolitik müsse …

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https://www.euwid-wasser.de/news/politik/einzelansicht/Artikel/dnr-und-bdew-fordern-neue-strategien-fuer-hochwasser-und-gewaesserschutzpolitik.html

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BUND Naturschutz fordert bayernweites Moratorium für neue Klärschlammverbrennungsanlagen

Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) fordert von der bayerischen Staatsregierung den sofortigen Stopp aller Planungen und Genehmigungsverfahren für den Aus- und Neubau von Klärschlammverbrennungsanlagen im Freistaat. „Bayern braucht nachhaltige Lösungen

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VKU zur Wasserstrategie: Wasserver- und Abwasserentsorgung muss in kommunaler Verantwortung bleiben

Die öffentliche Wasserver- und Abwasserentsorgung einschließlich ihrer Organisation muss überall in Deutschland kommunal verantwortet, versorgungssicher und bezahlbar bleiben. Diese Auffassung hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) im Hinblick auf die von der Bundesregierung angekündigte Wasserstrategie 2050 geäußert. 

Die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung seien Kernleistungen der kommunalen Daseinsvorsorge, stellt der VKU fest. Diese Verankerung und Verantwortung vor Ort sei die Basis, damit Zukunftsfestigkeit gelingen könne. Denn viele der Herausforderungen, denen sich die Wasserwirtschaft in den kommenden Jahren stellen müsse, verlangten ein stärkeres Miteinander, um vor Ort akzeptierte und passende Lösungen zu finden. Hier könnten die Unternehmen der Daseinsvorsorge den integrierenden Motor für die relevanten örtlichen Akteure darstellen.

Pandemie zeigt Bürgerinnen und Bürgern Verlässlichkeit der Ver- und Entsorgung
Wie der VKU ausführt, hätten viele Bürgerinnen und Bürger in der Corona-Pandemie erstmals richtig wahrgenommen, welch hohes Gut die Verlässlichkeit und die Versorgungssicherheit der Wasserver- und Abwasserentsorgung für das tägliche Leben darstelle. „Die Bedeutung der Versorgungssicherheit als stabiler und unverzichtbarer Anker für das tägliche Leben wurde nochmals unterstrichen; für die Wirtschaft genauso, wie für die Menschen vor Ort“, schreibt der Verband.

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AöW-Stellungnahme zum NIS 2-Richtlinien-Vorschlag

Die AöW weist darauf hin, dass durch den Richtlinienvorschlag in die bisherigen Strukturen der öffentlichen Wasserwirtschaft eingegriffen wird, insbesondere wegen der Benachteiligung von Einrichtungen in öffentlicher Hand, die als Kleinstunternehmen und kleine Unternehmen im Sinne der Empfehlung 2003/361/EG der Kommission gelten, während für gleiche private Einrichtungen eine Ausnahme gilt. Unsere Argumente können Sie aus dem beigefügten AöW-Schreiben entnehmen.

https://aoew.de/daseinsvorsorge/wasser_in_oeffentlicher_hand/aoew-stellungnahme-zum-nis-2-richtlinien-vorschlag/

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BDE begrüßt Änderungen im Elektro- und Elektronikgerätegesetz

Verband begrüßt Regelungen zur Verbesserung der Sammlung von Elektroaltgeräten als „wichtiges Votum für mehr Recycling“
Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. hat den Beschluss des Bundestages zum Elektro- und Elektronikgerätegesetz als gutes Signal für mehr Recycling begrüßt.

„Uns ist jede Maßnahme willkommen, die quantitativ für mehr und qualitativ für bessere Sammlung sorgt und eine Verbesserung der Sammlungsinfrastruktur zum Ziel hat“, erklärte BDE-Präsident Peter Kurth am Freitag in Berlin.

Am Donnerstag hatte das Parlament Änderungen im Elektro- und Elektronikgerätegesetz verabschiedet. Damit können Kunden spätestens ab 1. Juli 2022 alte Elektrogeräte nun auch in Supermärkten zurückgeben. Die Rücknahmepflicht bei kleinen Altgeräten besteht unabhängig vom Neukauf. Bei größeren Gegenständen greift die Pflicht beim Neukauf eines Gerätes.

Kurth: „Der Beschluss ist ein wichtiges Votum für bessere Sammlung und mehr Recycling.  Das vorliegende Gesetz ist ein Kompromiss, denn wir hätten uns weitergehende Regelungen vorstellen können. Dennoch hat der Gesetzgeber mit den Änderungen im Paragraphenwerk wichtige Voraussetzungen geschaffen, um die Sammlung von Elektroaltgeräten quantitativ zu erhöhen und qualitativ zu verbessern.  Insofern ist dieser Beschluss eine Chance für mehr Kreislaufwirtschaft auch bei Elektroaltgeräten. Das neue Gesetz unterstreicht den wichtigen Grundsatz, dass am Anfang jeden Recyclings eine gute Sammlung stehen muss. Bei Elektro- und Elektronikaltgeräten wird dies künftig besser gelingen.“

Die Gesetzesänderung soll nach der Befassung im Bundesrat am 1. Januar 2022 in Kraft treten.  Für den Handel ist eine Übergangsfrist von sechs Monaten vorgesehen

https://www.bde.de/presse/aenderungen-elektro-und-elektronikgeraetegesetz/

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RES:Z – Das Projekt „BoHei“ im Kurzvideo vorgestellt

In der Fördermaßnahme RES:Z werden 12 inter- und transdisziplinäre Vorhaben unter Beteiligung von über 20 Modellkommunen gefördert. Ziel der Projekte ist es, umsetzungsorientierte Konzepte für Wasserwirtschaft, Flächennutzung und Stoffstrommanagement als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung von Stadtquartieren zu erforschen und praktisch zu erproben. Das Projekt „BoHei“ ist eines davon. Hier wird mit Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern ein ganzes Stadtquartier in Heilbronn nachhaltig gestaltet. Mehr:

https://www.fona.de/de/resz-das-projekt-bohei-im-kurzvideo-vorgestellt

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Jetzt sind die Bürger gefragt – Ihre Perspektive auf Wasser(wirtschaft) 2030

Der Wasserstrategie-Prozess des Bundesumweltministeriums (BMU) geht in die finale Phase. Am 8. Juni 2021 will Bundesumweltministerin Schulze die Wasserstrategie des BMU im Rahmen des 3. Nationalen Wasserforums vorstellen. Nach dem breiten Dialogprozess auf Fachebene rückt dafür nun die Perspektive der BürgerInnen in den Fokus. In vier Werkstattgesprächen werden Impulse zu den Themen Wasserqualität, Finanzierung, Klimawandel und Wert des Wassers eingeholt. Darüber hinaus steht eine Dialogplattform des BMU allen Interessierten offen.

Durch einen „Nationalen BürgerInnen Dialog Wasser“ sollen Meinungen und Perspektiven von interessierten Bürgerinnen und Bürgern eingeholt werden. Ende Februar 2021 sollen dazu BürgerInnenwerkstätten online durchgeführt werden, bei denen über ein Zufallsverfahren der Meldeämter ausgeloste Teilnehmer die Gelegenheit erhalten, ihre Ansichten zu folgenden Themen der Wasserwirtschaft zu äußern:

Wasserqualität,
Finanzierung,
Klimawandel und Nutzungskonkurrenz sowie
Sensibilisierung zum Wert des Wasssers.

Ziel des BMU ist es, über mögliche Handlungsoptionen für die Wasserwirtschaft und den wasserbezogenen Umweltschutz zu diskutieren sowie Vorschläge, Ideen und Empfehlungen auszutauschen und zu entwickeln. Für diese BürgerInnenwerkstätten hat das BMU die folgenden vier Regionen ausgewählt, um eine Vielfalt in den wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die die Bürgereinschätzung besonders prägen könnten, abzudecken:

Region Cottbus (Braunkohle-Austieg, Trockenheit)
Region Oldenburg (Schweinezucht/Nitrat)
Region Würzburg/Franken (naturräumliche Gegebenheiten)
Mannheim (chemische Industrie)

Die Ergebnisse der BürgerInnenwerkstätten sollen dann in einem BürgerInnenratschlag konsolidiert werden, der der Bundesumweltministerin im Rahmen des 3. Nationalen Wasserforums übergeben wird. Hier sollen auch die Ergebnisse eines ergänzend durchgeführten Jugendworkshops einfließen.

Über ein zweites Beteiligungsformat, das über eine Dialog-Plattform des BMU im Zeitraum vom 27.1. bis 10.2.2021 allen Interessierten offenstehen wird, sollen begleitend weitere Impulse eingeholt werden.

Ansprechpartner
Dr. Britta Ammermüller
Stellvertreterin des Abteilungsleiters / Bereichsleiterin Wirtschafts- und Ordnungspolitik
Telefon: +49 30 58580-156
E-Mail: britta.ammermueller@vku.de

https://www.vku.de/themen/umwelt/jetzt-sind-die-buerger-gefragt-ihre-perspektive-auf-wasserwirtschaft-2030/

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Klimaanpassungsgesetz Nordrhein–Westfalen – Wasserwirtschaftsverbände bringen sich aktiv ein

Die Wasserwirtschaftsverbände in NRW sind in ihren Einzugsgebieten für die Bewirtschaftung der Wasserressourcen verantwortlich. Neben der Abwasserreinigung, der Gewässerentwicklung und der Bereitstellung von Rohwasser und aufbereitetem Trinkwasser kümmern sich die Verbände auch um den Ausgleich der Wasserführung sowie teilweise auch um das Grundwasser. Durch ganzheitliches Flussgebietsmanagement werden die Auswirkungen längerer Trockenphasen und auch andauernder Niederschläge minimiert. 

Extremwetterereignisse wie Starkregen und Hitzeperioden stellen die Regionen in NRW vor besondere Herausforderungen und werden sich im Zuge des Klimawandels weiter verstärken. Wetterextreme können zu Überflutungsschäden, gesundheitlichen Risiken sowie negativen Auswirkungen auf den Naturhaushalt, die Vegetation und die Grundwasserneubildung führen.

Aus diesem Grund hat das Umweltministerium in NRW hat im Dezember 2020 den Gesetzentwurf für das bundesweit erste eigenständige Klimaanpassungsgesetz in die Verbändeanhörung gegeben. Ziel des Gesetzes ist die Schaffung klimaangepasster Strukturen und Maßnahmen zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen des Klimawandels. Die agw begrüßt den Gesetzentwurf der Landesregierung zum „Klimaanpassungsgesetz Nordrhein–Westfalen“ vom 21.12.2020 und hat dazu Stellung genommen. 

Bei der Bewältigung der jetzt schon bestehenden und künftig zu erwartenden Folgen des Klimawandels können die Wasserverbände in NRW mit ihrer fachlichen Kompetenz, organisationsrechtlichen Strukturen und ihrer städteübergreifenden, flusseinzugsgebietsbezogenen Aufgabenwahrnehmung einen wichtigen Beitrag leisten.  

Die Verbände sind durch zahlreiche Maßnahmen und Projekte gut für den Klimawandel gerüstet. Neben dem Bau und der Bewirtschaftung von Talsperren und von Rückhaltemaßnahmen spielen in diesem Zusammenhang auch die naturnahe Umgestaltung der Gewässer im Sinne der WRRL sowie die Initiierung von Forschungsprojekten eine Rolle. In diesen geht es neben der Erforschung der Ursachenvermeidung auch um die Ausgestaltung möglicher Anpassungsstrategien. Als Beispiele sind hier die Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ sowie das Projekt BINGO zu nennen. 

https://www.agw-nw.de/home

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BUND: Chemikalien im Wasser? BUND kritisiert, wie Merck weiter Abwasser entsorgen darf

Rund 25.000 Produkte stellt der Technologie- und Pharmakonzern Merck an seinem ältesten Standort in Darmstadt her. Dabei fällt auch jede Menge Abwasser an. Dieses wird seit den 1960er Jahren in einer konzerneigenen Kläranlage aufbereitet, Merck leitet es dann in den Darmbach. Die entsprechende Genehmigung…mehr:

https://www.hessenschau.de/wirtschaft/bund-kritisiert-wie-merck-weiter-abwasser-entsorgen-darf,merck-abwasserentsorgung-100.html

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VKU: Erfahrungsaustausch Wasser- und Zweckverbände – Wir bleiben im Austausch

Auch und gerade in Zeiten von Corona gibt es einen hohen Bedarf im gegenseitigen Austausch zu bleiben und sich zu den vielfältig aufkommenden Fragen auf kurzen Wegen auszutauschen. Für Wasser- und Zweckverbände gibt es dafür im VKU schon seit Jahrzehnten eine besondere Plattform, die jetzt den Sprung ins Digitale gemacht hat. Im Erfahrungsaustausch der Wasser- und Zweckverbände tauschen sich die Mitglieder regelmäßig über aktuelle Geschehnisse und Herausforderungen aus. Normalerweise trifft sich der Kreis zweimal im Jahr persönlich. Doch auch wenn aktuell keine persönlichen Treffen möglich sind, bleiben wir im engen Austausch und schalten uns regelmäßig per Videokonferenz zusammen, um uns über die aktuelle Situation in den Unternehmen auf dem Laufenden zu halten. Sie sind als Wasser- oder Zweckverband noch nicht Mitglied im Erfahrungsaustausch und wollen sich uns gerne anschließen? Dann melden Sie sich bei uns!

Der Erfahrungsaustausch ist eine eigene Plattform für Zweck-, Wasser- und Bodenverbände im VKU, der sich regelmäßig physisch oder digital zusammenfindet, um sich über aktuelle Entwicklungen der Wasserwirtschaft auszutauschen sowie über Fragestellungen aus den einzelnen Unternehmen zu diskutieren. Dieses Gremium setzt sich aus Geschäftsführern von Wasser- und/oder Abwasserzweckverbänden, Wasser- und Bodenverbänden aus ganz Deutschland zusammen. Die Teilnahme steht allen VKU-Mitgliedern offen. Dem Erfahrungsaustausch werden seitens der Geschäftsstelle wichtige Entscheidungen und Entwicklungen im Bereich der interkommunalen Kooperationen zur Verfügung gestellt.

https://www.vku.de/themen/infrastruktur-und-dienstleistungen/vku-erfahrungsaustausch-wasser-und-zweckverbaende-wir-bleiben-im-austausch/

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BDEW und VKU: Vergabe der 450-MHz erfolgreich für Betreiber kritischer Infrastruktur gesichert!

Die derzeitigen Nutzungsberechtigungen von 2×4,74 MHz im 450-MHz-Frequenzband, werden ab 2021 durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) neu zugeteilt.

Die Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft haben bereits 2017 ihren Bedarf an den Frequenzen bei der BNetzA angemeldet, um darüber das Stromnetz, Erzeugungsanlagen, Ladesäulen oder auch Smart Meter Gateways per Funk überwachen und steuern zu können. Im Zuge der Energiewende und des Umbaus des Energiesystems ist in Zukunft ein höheres Maß an Aktorik und Sensorik für die Systemstabilität notwendig.

Die Verteilnetzbetreiber (VNB) haben einen dringenden Bedarf an der Nutzung der 450-MHz-Funkfrequenz, da sie eine gute Flächen- und Gebäudedurchdringung aufweist und schwarzstartfähig d. h. im Falle eines Stromausfalls schnell wieder verfügbar wäre.

Der Beirat der BNetzA hat die Bedarfe der Energiewirtschaft seit Langem anerkannt und eine alleinige Vergabe an die Branche gefordert. Einige Landesregierungen hatten sich inzwischen zugunsten der Nutzung der Frequenzen für Anwendungen der kritischen Infrastrukturen positioniert. Zugleich hat sich eine Vielzahl der Innenminister der Länder auf der Innenministerkonferenz im Juni 2020 für einen Verzicht auf die 450-MHz-Frequenzen zugunsten der BOS ausgesprochen. Die für die BOS erforderlichen Breitbanddienste können bereits heute in dem technisch und wirtschaftlich besser geeigneten und weltweit vorrangig genutzten 700-MHz-Frequenzband realisiert werden. Dem Aufruf folgend hatte die BNetzA im Juli 2020 die Konsultation der Vergabe- und Ausschreibungsbedingungen gestartet und im September 2020 beendet. Die Konsultation fand – wie bereits vorherige Verfahrensschritte – „unter Vorbehalt einer anderslautenden Entscheidung der Bundesregierung“ statt.

Die Verbände BDEW und VKU haben am 28.08.2020 eine gemeinsame Stellungnahme eingereicht, welche die skizzierten Vergabemerkmale weitestgehend begrüßt und teilweise konkretisiert, bspw. Anforderungen an einen Funknetzbetreiber. Am 14.09.2020 machte das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) einen Vorschlag zur gemeinsamen Nutzung der Frequenzen im Bereich 450 MHz durch Energiewirtschaft und Behörden sowie Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. VKU und BDEW lehnte diese erneuten Vorschläge mit gemeinsamer Stellungnahme vom 16.09.2020 aus rechtlichen, technischen, wirtschaftlichen und zeitlichen Gründen ab.

Die zuständigen Ressorts der Bundesregierung haben sich in der ersten Novemberwoche geeinigt, die 450-MHz-Funkfrequenzen ab 2021 vorrangig an die Betreiber kritischer Infrastrukturen in der Energie- und Wasserwirtschaft zu vergeben.

Am 16.11.2020 erfolgte eine BNetzA-Einigung der Präsidentenkammer mit dem Beirat (sog. „Benehmensentscheidung“), so dass das Vergabeverfahren eröffnet werden kann. Der VKU hat sich hierzu am 16.11.2020 in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem BDEW positiv geäußert und am 17.11.2020 die Mitgliedschaft per Geschäftsführerbrief informiert. Der getroffene politische Kompromiss sieht eine vorrangige Nutzung der 450 MHz-Funkfrequenzen für die Anwendungen der kritischen Infrastrukturen, vor allem in der Energie- und Wasserwirtschaft, vor. Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sollen verbleibende Kapazitäten prioritär angeboten werden, sofern es keine Beeinträchtigungen für die Anwendungen der kritischen Infrastrukturen gibt. Die Details für die Mitnutzung ungenutzter Kapazitäten werden seitens der BNetzA noch dargelegt. Dazu wird die Entscheidung im Amtsblatt der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Die Vergabe an die Energie- und Wasserwirtschaft ist daher ein wichtiger Erfolg für die VKU-Mitglieder und den VKU selbst. Die Zuteilung der Frequenz an das Branchenunternehmen 450connect GmbH als 4×25-Modell muss nun abschließend umgesetzt werden. Mit einem Anteil von 25 % und verteilt auf zahlreiche kommunale Unternehmen, wird die Versorger-Allianz 450 GmbH Co. KG als ebenfalls kommunales Unternehmen, die Interessen der Kommunalwirtschaft wirksam in dem Gemeinschaftsunternehmen vertreten.

Das Ausschreibungsverfahren zum Aufbau und Betrieb des 450-MHz-Funknetzes ist mit der Benehmensentscheidung eröffnet. Interessierte Unternehmen können bis zum 18.12.2020 ihre Bewerbungen bei der BNetzA einreichen. Für die Zuteilung der Frequenzen muss der erfolgreiche Bewerber eine Gebühr in Höhe von rund 113 Millionen Euro zahlen. Die Gebühr ist damit unerwartet höher als angenommen und hat insbesondere beim 450-MHz-Konsortium für Kritik gesorgt. Nach Auswertung und Bewertung der Bewerbungen entscheidet die Bundesnetzagentur anhand der Ausschreibungskriterien über den Zuschlag an den erfolgreichsten Bewerber und teilt die Frequenzen befristet bis Ende 2040 zu.

https://www.vku.de/themen/infrastruktur-und-dienstleistungen/vergabe-der-450-mhz-erfolgreich-fuer-betreiber-kritischer-infrastruktur-gesichert/

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Herausforderungen kommunaler Daseinsvorsorge – Fokus Wasserwirtschaft

Am 23. Juni fand bundesweit der fünfte Tag der Daseinsvorsorge statt. Auch in diesem Jahr zeigten die kommunalen Unternehmen im Norden mit vielen Aktionen, wie die Energie-, Wasser- und Internetversorgung sowie die Abwasser- und Abfallentsorgung in der Praxis funktionieren. Die VKU-Landesgruppe Nord stellte an diesem besonderen Tag, die Wasser- und Abwasserwirtschaft in den Mittelpunkt. Bei einer digitalen Sitzung des Arbeitskreises Wasser/Abwasser/Klärschlamm wurde über aktuelle Herausforderungen der Kommunalbranche in diesem Bereich diskutiert. Hierzu berichteten Fachleute und Unternehmensvertreter:innen aus dem Norden zu politischen Weichenstellungen, Klimafolgenanpassungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie.
 

Auf bundespolitischer Ebene rückte das Thema Wasser spätestens seit der Veröffentlichung der Nationalen Wasserstrategie Mitte Juni in den Fokus der Öffentlichkeit. Zu den aktuellen politischen Entwicklungen berichtete Thomas Abel, Geschäftsführer Wasser/Abwasser und Telekommunikation des VKU. Er ordnete die hinter dem Entwurf der Wasserstrategie des Bundesumweltministeriums stehenden strategischen Maßnahmen aus Sicht der Kommunalwirtschaft ein und berichtete über die Diskussionen zur kommunalen Abwasserrichtlinie und die Reform der Abwasserabgabe.

 Eine der großen Herausforderungen für kommunale Unternehmen sind die notwendigen Anpassungen der Infrastrukturen in Folge des Klimawandels. Was das konkret für kommunale Unternehmen bedeutet, stellte Christian Günner, Leiter Infrastruktur & Stadthydrologie HAMBURG WASSER in seinem Vortrag eindrucksvoll dar. Die Wasser- und Abwasserwirtschaft sieht sich zum einen mit der Situation anhaltender Hitze und Trockenheit, zum anderen mit Extremwetter- und Starkregenereignissen konfrontiert. Neben allen technischen Anpassungen sieht der Stadthydrologe das größte Potential im Umdenken der Verbraucher:innen. Exemplarisch zeigte er anhand ausgewählter Projekte, wie die Hansestadt sich langfristig auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet. Hierbei betonte er die langen Planungszeiträume und zeigte alternative Nutzungsmöglichkeiten auf. Die notwendigen Investitionen sind enorm und müssen im laufenden Wettbewerb erwirtschaftet werden. Dafür seien verlässliche politische Rahmenbedingungen und der Rückhalt der Kommunalpolitik Schlüsselfaktoren für Innovation und Nachhaltigkeit der kommunalen Unternehmen vor Ort.

Weiteres Thema war das Abwassermonitoring, welches durch die Detektion von Viren im Abwasser in der Coronapandemie erneut in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt ist. In einem breit angelegten bundesweiten Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird derzeit zusammen mit Abwasserentsorgern an einem Frühwarnsystem gearbeitet. Der AZV Südholstein ist mit seinen Anlagen Teil des Projekts. Christine Mesek, Verbandsvorsteherin des AZV stellte im Rahmen der Arbeitskreissitzung erste Ergebnisse und Herausforderungen dar. Dabei wurde deutlich, dass es sich um technisch sehr komplexe und teure Verfahren handelt. Die Bewertungen erster Forschungsergebnisse fielen dabei regional sehr unterschiedlich aus.

In einem abschließenden Erfahrungsaustausch diskutierten die Teilnehmer:innen über die EU-Taxonomie und deren Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen, über coronabedingte Beschaffungsengpässe im Materialbereich sowie über die Schwierigkeiten bei der Entsorgung von Rückständen aus Chemie- und Campingtoiletten durch den angesteigenen Inlandstourismus an den Küsten.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises Wasser/Abwasser/Klärschlamm ist für Herbst 2021 geplant.
In der Landesgruppe Nord sind 105 kommunale Unternehmen im VKU organisiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen in der Landesgruppe Nord leisten jährlich Investitionen in Höhe von über einer Milliarde Euro, erwirtschaften einen Umsatz von fast 6 Milliarden Euro und sind wichtiger Arbeitgeber für über 18.000 Beschäftigte.

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