Die ARA Bern setzt seit 2025 auf eine Regenerative Thermische Oxidationsanlage zur Reduktion von Lachgasemissionen. Die Anlage wurde von der CTP Air Pollution Control GmbH geliefert und erreicht eine Abscheiderate von über 95 %. Lachgas zählt zu den klimarelevanten Emissionen in der Abwasserreinigung, da es eine lange atmosphärische Verweildauer aufweist und ein deutlich höheres Treibhauspotenzial als Kohlendioxid besitzt.
Massgeschneiderte Lachgas-Lösung für ARA Bern Auch in der Abwasserreinigungsanlage ARA Bern wurden jährlich über 10.000 Tonnen CO₂-Äquivalente an Lachgas (N₂O) in der biologischen Reinigungsstufe und der Faulwasserbehandlung freigesetzt – rund 80 % der gesamten Treibhausgasemissionen der Anlage. Die Inbetriebnahme einer Regenerativ-Thermischen Oxidationsanlage (RTO) im August 2025 markierte nun einen Meilenstein für die gezielte Reduktion dieser Emissionen. Durch die Lösung von CTP Air Pollution Control lassen sich diese Emissionen deutlich und wirtschaftlich senken, ohne den Betrieb der Abwasserreinigungsanlage zu beeinträchtigen. Heute können mit der Technologie des Luftreinigungsspezialisten CTP die N₂O-Emissionen nahezu zur Gänze aus der Abluft der biologischen Reinigungsstufe und der Faulwasserbehandlung entfernt werden – ein entscheidender Beitrag für die Zielsetzung «Netto-Null» in Kläranlagen.
Dank alter E-Auto-Batterien: Kläranlage soll energieautark werden Auf dem Gelände der Kläranlage Wolfenbüttel steht seit Kurzem ein Container mit gebrauchten E-Auto-Batterien. Dieser könnte die Anlage langfristig energieautark machen und zum Vorbild für andere Kommunen werden. Der graue 40-Fuß-Übersee-Container auf dem Gelände der Kläranlage sieht eher unscheinbar aus. Doch was darin steckt, könnte die Energieversorgung der Stadt verändern. Ausgediente Batterien aus Elektroautos werden hier zu einem großen Stromspeicher für Solarstrom gebündelt. Gemeinsam mit einer Photovoltaikanlage sollen sie künftig den Betrieb der Kläranlage sichern. „Die Kläranlage ist mit etwa 2,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr der größte Energieverbraucher der Stadt“, sagt Daniela Langner von den Stadtwerken Wolfenbüttel. „Durch den neuen Batteriespeicher kann sie zu 85 Prozent autark betrieben werden.“
Kläranlage in Dorsten bietet Blick hinter die Kulissen
Lippeverband lädt am 26. April anlässlich seines 100-jährigen Bestehens zum „Tag der offenen Tür“ – auch das Pumpwerk Dorsten-Hammbach kann dann besichtigt werden Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Lippeverbandes öffnet der Wasserwirtschaftsverband die Pforten seiner Kläranlage Dorsten-Holsterhausen und bietet spannende Einblicke hinter die Kulissen der Abwasserreinigung – und zwar am Sonntag, 26. April, beim „Tag der offenen Tür“ an der Baldurstraße. Von 11 bis 16 Uhr erfahren interessierte Gäste alles Wissenswerte über das Klärwerk und welch immens wichtigen Beitrag es für die Gewässerqualität in der Lippe leistet. Darüber hinaus besteht am 26. April auch die Möglichkeit, das Pumpwerk Dorsten-Hammbach zu besuchen. Es ist das leistungsstärkste Pumpwerk des Lippeverbandes im Stadtgebiet.
Das Klärwerk in Dorsten-Holsterhausen stammt aus dem Jahr 1977 (zuletzt 2001 ausgebaut), es ist ausgelegt für 137.000 Einwohnerwerte (Menschen plus Industrieunternehmen). In der Anlage werden jährlich mehr als 10 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt. Im Durchschnitt strömen dem Werk pro Sekunde mehr als 250 Liter zu.
Ein großes Fest rund ums Wasser: Tag der offenen Tür in der Kläranlage Hetlingen
Mehrere tausend Gäste haben am Samstag die Gelegenheit genutzt und sind zum Tag der offenen Tür in die Kläranlage Hetlingen gekommen. Hier konnten sie erleben, was sonst nicht öffentlich zu sehen ist: Was passiert mit unserem Abwasser? Von Abwasserbehandlung bis Umweltbildung präsentierten der Abwasser-Zweckverband Südholstein und seine Partner eine große Bandbreite spannender Einblicke. Für einen schönen Tag sorgten zudem Spiel, Spaß und Foodtrucks. Der Anlass war das 60. Verbandsjubiläum.
Riesiger Andrang herrschte bei den Kläranlagenbesichtigungen, die mit einer elektrischen Bimmelbahn oder in Gruppen zu Fuß im Angebot waren: Der ursprüngliche Zeitplan wurde bald enger getaktet, um möglichst vielen Interessierten einen Rundgang zu ermöglichen.
Die Arbeitsbereiche des AZV hatten ordentlich aufgefahren, um ihre Aufgaben anschaulich vorzustellen: Mithilfe eines gläsernen Kanals und dem imposanten blauen Spül- und Saugwagen demonstrierten Mitarbeitende aus dem Bereich Kanalnetze, wie Rohre gesäubert werden. Ein eigens gebautes Modellhaus veranschaulichte, wie eine Dichtheitsprüfung für Grundstücksentwässerungsanlagen funktioniert.
Wie Mikroorganismen das Abwasser biologisch reinigen und was sonst noch passiert, um „von Klo zu klar“ zu kommen, zeigten Fachkräfte der Abwassertechnik und aus dem Labor unter anderem am Mikroskop. Die Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung bot ein Ratespiel zum Weg des Abwassers und verdeutlichte per Rühr-Vergleich im Eimer, warum es keine gute Idee ist, Feuchttücher in der Toilette zu entsorgen – sie lösen sich nicht auf. Mitarbeitende des Bereichs Planung und Bau erklärten, was alles passieren muss, um Abwasseranlagen zu errichten oder flott zu machen. An weiteren Infoständen konnten sich Besucherinnen und Besucher über das Arbeiten und die Ausbildung beim AZV informieren und sich sogar sofort bewerben. Die Verwaltung klärte über die Verbandsstruktur und Hintergründe zu den Abwassergebühren auf.
Verschiedene Partner waren ebenfalls dabei: Die Leitstelle Klimaschutz des Kreises Pinneberg sowie die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung (GAB) boten Mitmachaktionen wie Glücksrad, Kresse säen und ein Ratespiel zur Abfallzersetzung an. Die Feuerwehr Hetlingen brachte ein großes Fahrzeug zum Anschauen mit und das Start-up Planeteers – zurzeit mit einer Versuchsanlage vor Ort in der Kläranlage – erläuterte sein innovatives Verfahren, um klimaschädliches Kohlendioxid mithilfe von Kalkstein zu binden.
Spaß und Spiel kamen natürlich vor allem bei den kleinen Gästen gut an: An Hüpfburg, Surfsimulator, Wasserbaustelle, Kinderschminken und Bungee-Trampolin war die ganze Zeit über viel Bewegung angesagt. Für die Versorgung mit Essen und Trinken sorgten Foodtrucks, die Burger, Crepes und mehr boten.
Dass der AZV seine Arbeit immer dann besonders gut macht, wenn man ihn überhaupt nicht bemerkt, hoben mehrere Redner beim Festempfang hervor, der im großen Zelt mit geladenen Gästen aus Politik, verbundenen Verbänden und Institutionen sowie Verbandsmitgliedern stattfand. Der Samstag war jedenfalls eine große Ausnahme von der Unsichtbarkeit: „Ziel erreicht: Eine richtig große, schöne Feier zum 60. Verbandsjubiläum! Wir konnten den uns verbundenen Menschen und vielen weiteren interessierten Gästen vorstellen, was für eine Bedeutung unsere vielfältige und sinnstiftende Arbeit für Mensch und Umwelt hat“, so AZV-Verbandsvorsteherin Christine Mesek.
Sielarbeiten an Fruchtallee gehen in nächsten Bauabschnitt
Nachdem der erste Bauabschnitt der Sielarbeiten in der Fruchtallee früher als geplant abgeschlossen werden konnte, setzen sich die Arbeiten planmäßig fort. Ab dem 11. August repariert HAMBURG WASSER abschnittsweise in der Fruchtallee und dem Eppendorfer Weg die dortigen Schmutzwassersiele. Die Arbeiten erfolgen in geschlossener Bauweise, um die Auswirkungen auf den Straßenverkehr gering zu halten. Nach aktuellem Planungsstand werden die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt voraussichtlich zum November 2025 abgeschlossen sein.
Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit stehen beim städtischen Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart (SES) ganz oben auf der Agenda. Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit stehen beim städtischen Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart (SES) seit jeher ganz oben auf der Agenda. Nun geht die SES den nächsten Schritt in Richtung Klimaneutralität und Energieautarkie: Das Hauptklärwerk Stuttgart-Mühlhausen erhält ein riesiges Solar-Faltdach. Abwasserreinigung benötigt viel Energie
Die Klärwerke sind mit die größten Stromverbraucher der Landeshauptstadt – im Hauptklärwerk Mühlhausen werden pro Tag rund 190.000 Kubikmeter Abwasser gereinigt und dessen Rückstände entsorgt. Dazu wird viel Energie benötigt. Bereits heute kann ein großer Teil davon wieder zurückgewonnen werden, z. B. aus der Abhitze der Klärschlammverbrennung und durch das bei der Schlammfaulung entstehende Klärgas. Damit wird der gesamte Wärmebedarf des Hauptklärwerks bis auf einen kleinen Rest von etwa 1,3 Prozent selbst erzeugt. Und rund 23 Prozent des Strombedarfs werden derzeit durch die Eigenstromerzeugung gedeckt.
Umweltfreundliche Heizwärme aus dem Abwasser: Die Planungen für die Großwärmepumpe im Klärwerk 1 schreiten voran. Bis voraussichtlich Mitte 2028 wird auf dem Gelände des Klärwerks eine Großwärmepumpe errichtet. Sie entzieht dem Klarwasser vor der Einleitung in die Pegnitz die Wärmeenergie und speist diese aufbereitet in das Fernwärmenetz ein. Die Großwärmepumpe im Klärwerk ist ein gemeinsames Projekt von Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (SUN) und dem Energieversorger N-Ergie.
Die geplante Großwärmepumpe hat nach aktueller Entwurfsplanung eine thermische Leistung von 15 bis 20 Megawatt (MW) bei einem Stromeinsatz von rund sieben MW. Hiermit lassen sich pro Jahr bis zu 150 Gigawattstunden Wärme in das Fernwärmenetz einspeisen. Die Großwärmepumpe kann künftig – abhängig von Betriebsstunden und Wärmenachfrage – durchschnittlich rund 5.000 Haushalte mit Wärme versorgen.
Als verantwortungsbewusstes Unternehmen nehmen wir die Problematik der Rattenpopulation in unserer Stadt sehr ernst. Gemäß §11 Abs.1 Nr. 8 e) des Tierschutzgesetzes (TierSchG) verfügen wir über die erforderliche Erlaubnis der Kreisverwaltung Südwestpfalz zur Bekämpfung von Wirbeltieren, insbesondere von Ratten, die als Schädlinge in der Kanalisation und anderen Zuständigkeitsbereichen des Umwelt- und Servicebetriebes (UBZ) auftreten.
Das Faltblatt zum Thema „Kein Abfall in die Toilette“ wurde überarbeitet und bekam ein neues Erscheinungsbild Wasser ist ein wertvolles Gut von immenser Bedeutung. 125 Liter Wasser werden täglich pro Person benutzt. Um die Ableitung und Reinigung des gebrauchten Wassers zu gewährleisten ist eine umfangreiche Infrastruktur notwendig. Um diese möglichst störungsarm am Laufen zu halten und die Umwelt zu schonen, ist es notwendig, darauf zu achten, welche Stoffe nicht in das Abwasser gehören.
Bis 2025 sollen rund 300.000 Kubikmeter unterirdischer Stauraum für Mischwasser in den Innenbezirken geschaffen werden. Dafür investieren das Land Berlin (60%) und wir (40%) rund 140 Millionen Euro. 253.000 Kubikmeter sind schon geschafft. Hinter den Zahlen verbergen sich über 80 spannende Bauprojekte, Anlagen und Technik, die allesamt ein Ziel haben: die Qualität unserer Gewässer, der Flüsse und Seen zu verbessern. Warum, wie und wo wir bauen, erfahren Sie hier.
Hamburg: Ausbau der Klärschlammverbrennungsanlage erreicht Halbzeit und entscheidende Montagephase
Die Erweiterung der Klärschlammverbrennungsanlage auf dem Klärwerk Hamburg hat die Halbzeitmarke der Bauzeit erreicht. Mit der Errichtung der mehr als 25 Meter hohen Schlammsilos so-wie dem Einbau der Turbine zur künftigen Energiegewinnung tritt das Investitionsprojekt in die entscheidende Montagephase ein. Am heutigen Mittwoch haben die Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin Hamburgs Katharina Fegebank und HAMBURG WASSER Geschäftsführer Dr. Michael Beckereit den Baufortschritt besichtigt und eine Zwischenbilanz gezogen. Nach Abschluss der Montagearbeiten ist ab 2027 die schrittweise Inbetriebsetzung vorgesehen.
„Die Erweiterung der Klärschlammverbrennung VERA zur größten Klärschlammverbrennungsanlage in Deutschland ist ein notwendiges und wichtiges Projekt für Hamburg. Sie schafft Entsorgungssicherheit für unsere Stadt und die ganze Metropolregion. Mit diesem innovativen Projekt erfüllt HAMBURG WASSER in herausfordernden Zeiten nicht nur frühzeitig neue gesetzliche Anforderungen, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz sowie zur nachhaltigen Abfallwirtschaft. Bei den Aufgaben von HAMBURG WASSER sind Vertrauen und Verlässlichkeit besonders wichtig. Ich freue mich daher, dass die neue Geschäftsleitung – auch mit dem heutigen Termin – Transparenz schafft und Ruhe ins Unternehmen bringt“, sagt Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg.
Berlin: Rekord-Ausgaben für resiliente Versorgung und Infrastruktur
Die Berliner Wasserbetriebe stellten bei nahezu konstanten Wasser- und Abwassermengen sowie stabilen Gebühren 2024 erneut einen Investitionsrekord auf. Damit wappnet sich das Unternehmen für anhaltendes regionale Wachstum und die mit der Klimakrise einhergehende Trockenheit.
Im zurückliegenden Jahr investierten die Berliner Wasserbetriebe mehr als 250 Millionen Euro in den Netzausbau. Die eigenfinanzierten Investitionen lagen mit 539,1 Mio. Euro (2023: 474,2 Mio. Euro) erneut deutlich über dem Vorjahresniveau und übersteigen erstmals in der Geschichte des Unternehmens die Summe von einer halben Milliarde Euro. Daran hatten Sanierung, Erneuerung und Erweiterung der inzwischen insgesamt rund 19.000 Kilometer langen Rohr- und Kanalnetze mit 251,4 Mio. Euro den Löwenanteil, dicht gefolgt von 245,5 Mio. Euro, die in den Ausbau und die Erneuerung von Klär-, Pump- und Wasserwerken flossen. Dabei setzt das Unternehmen wesentlich auf neue Technologien, etwa bei zusätzlichen Reinigungsstufen für die Klärwerke, bei weitergehenden Automatisierungen oder bei der KI-gestützten Zustandsanalyse seiner Ver- und Entsorgungsnetze.
Geplante Anpassung der Abwassergebühren ab 2026 – Stadtentwässerung investiert in zukunftsfähige Infrastruktur Bürgermeisterin Eva Jähnigen (Umwelt und Klima, Recht und Ordnung) und Ralf Strothteicher, Leiter des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Dresden, informierten im Rahmen einer Pressekonferenz über die geplante Anpassung der Abwassergebühren ab dem 1. Januar 2026. Warum werden die Abwassergebühren angepasst?
Die Gebühren für die Abwasserentsorgung in Dresden blieben seit dem Jahr 2021 konstant. Inzwischen machen jedoch steigende Kosten und ein erheblicher Investitionsbedarf eine Anpassung notwendig. Dies betrifft sowohl die Schmutzwasser- als auch die Niederschlagswassergebühr.
Die digitalen Möglichkeiten nutzen – das haben wir uns auf die Fahne geschrieben. In mehreren, ganz unterschiedlichen Projekten arbeiten wir daran, den verschiedenen Herausforderungen zu begegnen.
Wir forschen in unseren Aufgabenfeldern: Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung sowie Niederschlagswasserableitung und -speicherung. Und das ressourcenschonend und smart. Künstliche Intelligenz, vernetzte Systeme und Automatisierung sind bei uns nicht nur Schlagwörter: Wir forschen daran und nutzen sie!
Die Herausforderungen, vor denen die Wasserwirtschaft steht, sind immens. Mit dem Vorantreiben von Innovationen und Kooperationen gehen wir diese an und gestalten die Zukunft der Ressource Wasser aktiv.
Die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung befinden sich im Wandel. Die Auswirkungen des Klimawandels fordern ebenso eine Anpassung, wie politische, wirtschaftliche und gesundheitliche Krisen. Dürrephasen, zunehmende Stark- oder Dauerregenereignisse, veränderte Wassernutzung durch private Haushalte, Industrie und Landwirtschaft – all dies wirkt sich auf die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung aus.
Was tun gegen Medikamenten-Reste? Zusammen mit Forschenden der HAW und Fachleuten des UKE haben wir Abwasser der Uni-Klinik unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse helfen jetzt unter anderem bei der Umsetzung der EU-Abwasserrichtlinie KARL. Ein Besuch zum Projektabschluss.
Ruhrverband: Es sind noch Plätze frei: „Ferienspatz“ auf der Spur des Abwassers
Ruhrverband lädt in den Sommerferien zur Besichtigung der Kläranlage Essen-Kupferdreh ein Wir alle brauchen Wasser – zum Trinken, zum Kochen, zum Baden, zum Wäschewaschen und für die Toilettenspülung. Zwischen 120 und 130 Litern kommen so jeden Tag pro Person zusammen, die zum großen Teil als Abwasser in der Kanalisation verschwinden. Doch wohin führen die Kanalisationsrohre eigentlich, und was geschieht dort mit diesem schmutzigen Wasser? Antworten darauf gibt’s bei der Essener Ferienaktion „Ferienspatz“.
In Köln-Ehrenfeld informiert sich NRW-Wirtschafts- und Klimaministerin Mona Neubaur über das Energiekonzept des Quartiers LÜCK. Das von der wvm Gruppe und der naturstrom AG realisierte Wohnviertel nutzt Abwasserwärme als Energiequelle für seine Großwärmepumpe. Zusätzlich macht sich eine unterstützende Power-to-Heat-Anlage niedrige Börsenstrompreise für eine kosteneffiziente Wärmebereitstellung zunutze.
Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur erklärt: „Die Wärmewende wird vor Ort gemacht – mit modernster Technologie, klugen Lösungen und vor allem: gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern. Hier im Quartier LÜCK in Köln-Ehrenfeld zeigt sich, wie von einer nachhaltigen Wärmeversorgung alle profitieren – natürlich auch unser Klima. Abwasser als klimaneutrale Wärmequelle bietet dabei besonders in Ballungsgebieten großes Potenzial. Mit unserer Initiative Abwasserwärme NRW bringen wir Kommunen und Unternehmen zusammen und ebnen den Weg für mehr solcher Vorzeigeprojekte in ganz Nordrhein-Westfalen. So wird Energie bezahlbar und sicher.“
Interessante Einblicke in die Projekte der Stadtentwässerung Stuttgart
Mitglieder des neuen Stuttgarter Gemeinderats besuchten das Hauptklärwerk Stuttgart-Mühlhausen Die Ausschussmitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Technik folgten der Einladung des Ersten Betriebsleiters Jürgen Mutz bei schönstem Wetter Ende April.
Schon während der Busfahrt ins Hauptklärwerk wurden wichtige Projekte wie Abwasserwärmenutzung und die Sanierung des Nesenbachkanals erläutert. Angekommen im BesucherInformationsZentrum des Hauptklärwerks erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Organisation der SES, die Finanzen sowie regionale Kooperationen und erfuhren, wie wichtig uns das Thema Gemeinwohl ist.
Startschuss in eine saubere Zukunft in Irschenberg Der Bau der neuen Kläranlage in Irschenberg ist für die Gemeinde eines der größten Bauvorhaben in den letzten Jahren. Lange wurde um die beste Lösung für den notwendigen Neubau des in die Jahre gekommenen Klärwerks aus dem Jahr 1980 gerungen – unter technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Nun fand am 28. Mai 2025 der symbolische Spatenstich zum Neubau am alten Standort statt.
Dazu begrüßte Bürgermeister Klaus Meixner die Gäste, darunter Vertreter des Landratsamts Miesbach, der Planungsgemeinschaft Dünser-Aigner und ENWACON Engineering, der PFEIFFER Baugesellschaft sowie vom Bayerischen Landesamt für Umwelt und Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und erinnerte an die Anfänge: „Seit 2016 beschäftigen wir uns mit der Erneuerung der Abwasserentsorgungsanlage. Nun bauen wir eine mechanisch-biologische Kläranlage mit SBR-Stufe (Sequencing Batch Reactor) und nachgeschaltetem Bodenfiltersystem. Das Anlagenkonzept hat Vorbildcharakter und wurde 2020 mit dem Bayerischen Abwasserinnovationspreis des Bayerischen Umweltministerium ausgezeichnet und mit 500.000 Euro für die Gemeinde dotiert.“
Köln: Jetzt interaktiv in 3D: StEB Köln zeigen, wo Starkregen zur Gefahr werden kann
Köln war 2017 die erste deutsche Großstadt, für die Starkregengefahrenkarten erstellt und veröffentlicht wurden. Nun treiben die StEB Köln die Innovation in diesem Bereich weiter voran und veröffentlichen eine neue Generation ihrer Starkregengefahrenkarten – mit eindrucksvollen 3D-Darstellungen des Kölner Stadtgebiets. Diese zeigen die Gefahren durch Überflutungen aufgrund von Starkregen in bisher nicht gekannter Detailtiefe. Damit können Kölnerinnen und Kölner jetzt genau nachvollziehen, welche Auswirkungen Starkregenereignisse in ihrer direkten Umgebung haben können. Die Darstellungen basieren auf einer hydrodynamischen Simulation mit hoher räumlicher Auflösung, die die Folgen ausgewählter Starkregenszenarien innerhalb weniger Sekunden visualisiert. Die Nutzung ist kostenfrei und erfordert lediglich einen Internetzugang.
Starkregen sowie Trockenheit als akute Ausprägungen des Klimawandels, die wachsende Stadt, Digitalisierung in nahezu allen Bereichen des Lebens und wachsende gesellschaftliche Anforderungen an uns – die vergangenen Jahre und insbesondere auch das Jahr 2020 haben uns deutlich vor Augen geführt, dass die Welt von rasanten Veränderungen geprägt ist. Dass diese Entwicklungen auch eine Vielzahl von Herausforderungen für die Wasser- und Energiewirtschaft und damit auch für unsere Zukunft mit sich bringen, ist für jeden spürbar geworden. Unsere Antwort ist die Zukunftsstrategie 2030 – Ressourcen fürs Leben Wasser, Abwasser und Energie für Berlin – das ist unser Auftrag. Diesen heute und in Zukunft, unter sich verändernden Bedingungen und mit Blick auf künftige Generationen erfolgreich erfüllen zu können, ist unser erklärtes Ziel. Unserer Vision eines nachhaltigen und klimaresilienten Berlins folgend, ist die Zukunftsstrategie Quelle für Inspiration und Motivation.
HAMBURG WASSER legt Bilanz vor, baut Wasserwerke aus und fordert Rechtssicherheit für die öffentliche Wasserversorgung
Trinkwasserverkauf in Hamburg erstmals seit 2020 leicht gestiegen +++ Grundwasser dank nassem Vorjahr im Normalbereich +++ HAMBURG WASSER mit 106,2 Millionen Gewinn +++ tägliche Spitzenabgabe der Wasserwerke soll auf 500.000 Kubikmeter ausgebaut werden +++ HAMBURG WASSER wünscht mehr Koordination im Tiefbau und schnellere Baugenehmigungen
Die öffentliche Wasserversorgung steht vor wachsenden Herausforderungen: Klimawandel, steigende Baukosten, neue gesetzliche Anforderungen und begrenzte Ressourcen erfordern eine vorausschauende Planung und verlässliche Rahmenbedingungen. HAMBURG WASSER hat anlässlich seiner heutigen Jahrespressekonferenz auf zentrale Handlungsfelder hingewiesen.
Rekord-Ausgaben für resiliente Versorgung und Infrastruktur
Wasserbetriebe-Bilanz: 539 Mio. Euro investiert/Wasserverkauf auf Vorjahresniveau Die Berliner Wasserbetriebe stellten bei nahezu konstanten Wasser- und Abwassermengen sowie stabilen Gebühren 2024 erneut einen Investitionsrekord auf. Damit wappnet sich das Unternehmen für anhaltendes regionale Wachstum und die mit der Klimakrise einhergehende Trockenheit.
Die Finanzierung ist gesichert. Machbarkeit und rechtliche Fragen sind geklärt und die Politik hat grünes Licht gegeben. Der Weg für die vierte Reinigungsstufe des Mainzer Klärwerks ist klar vorgezeichnet. 2026 soll die Anlage in Betrieb gehen.
Nächste Phase für den Generalentwässerungsplan für Südbrookmerland
Südbrookmerland. Zwei Starkregenereignisse haben in den Jahren 2021 und 2024 in Moordorf für Überflutungen gesorgt und die Herausforderungen aufgezeigt, die gerade in diesem Ortsteil bei den Entwässerungssystemen bestehen. Vor diesen Hintergrund schlossen OOWV und Gemeinde eine Kooperation zur Erstellung eines gemeinsamen Generalentwässerungsplanes (GEP), für den der OOWV die Beauftragung eines Ingenieurbüros übernahm.
Im Jahr 2022 wurde der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV), der in der Gemeinde Südbrookmerland bereits für die Schmutzwasserentsorgung zuständig ist, mit der Entwicklung des GEP beauftragt. In zwei Teilen sollen die Regenwasserkanäle in Moordorf sowie die Schmutzwasserkanäle im gesamten Gemeindegebiet untersucht werden.
Ruhrverband verabschiedet Prof. Norbert Jardin in den Ruhestand
Neuer Vorstandsvorsitzender Prof. Christoph Donner kommt von den Berliner Wasserbetrieben Der Vorstandsvorsitzende des Ruhrverbands, Prof. Norbert Jardin, ist am 30. April 2025 nach 30-jähriger Tätigkeit für das Essener Wasserwirtschaftsunternehmen in den Ruhestand getreten. Seine Nachfolge als Vorstandsvorsitzender sowie als Vorstand Technik und Flussgebietsmanagement tritt zum 1. Mai 2025 Prof. Christoph Donner an, der bis November 2024 Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe war. Der Ruhrverband hat damit innerhalb eines Jahres ein komplett neues Vorstandsteam erhalten, denn die Vorständin für Personal, Verwaltung und Soziales, Carolin-Beate Fieback, ist seit dem 1. Mai 2024 und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Vorstand Finanzen, Christoph Gerbersmann, seit dem 1. Oktober 2024 im Amt.
Ruhrverband führt den Betrieb der Werkskläranlage in Hagen-Kabel seit dem 1. Juni 2025 fort
Nach der Insolvenz der Papierfabrik Kabel Premium Pulp & Paper (KPPP) muss der Ruhrverband diese Aufgabe übernehmen. Die Bezirksregierung Arnsberg entzog der KPPP mit Bescheid vom 30. Mai 2025 die Pflicht zur Beseitigung des kommunalen Abwassers aus Hagen-Boele und verpflichtete damit den Ruhrverband, diese Aufgabe im Rahmen der Gefahrenabwehr zu übernehmen. Diese Entscheidung erfolgte, um Beeinträchtigungen der Gewässerqualität und daraus resultierende negative Auswirkungen auf das Allgemeinwohl zu verhindern. Nach Einschätzung der Bezirksregierung ist der Ruhrverband am besten in der Lage, den Betrieb der Anlage fachgerecht sicherzustellen.
Der Jahresbericht liegt vor und kann hier runtergeladen werden! Er gibt einen Überblick über die großen Themen und Aufgaben des Erftverbandes im Jahr 2024. Dazu gehören die Umsetzung des Masterplans Abwasser, der für eine zukunftsfähige Abwasserinfrastruktur sorgt; der frühzeitige Braunkohlenausstieg, der schon in wenigen Jahren die wasserwirtschaftlichen Randbedingungen grundlegend verändert; die Klärschlammkooperation, die für eine sichere, wirtschaftliche und nachhaltige Entsorgung des Klärschlamms und die Phosphorrückgewinnung steht. https://www.erftverband.de/jahresbericht/
Spatenstich in Schkopau: Phosphorgewinnung mit dem Ash2Phos-Verfahren
Neue Phosphorrückgewinnungsanlage in Schkopau soll Europas Selbstversorgung stärken Die Phosphorgewinnung Schkopau GmbH (PGS) baut in Schkopau die weltweit erste Phosphorrückgewinnungsanlage mit dem Ash2Phos-Verfahren. Der Standort ist auf dem Gelände des DOW ValueParks, wo in den nächsten zwei Jahren eine Rückgewinnungsanlage mit einer Kapazität von 30.000 t Klärschlammasche entsteht. Die Anlage soll 2027 in Betrieb gehen.
Auch Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt in Sachsen-Anhalt, war beim Spatenstich dabei: „Die innovative Anlage zur Rückgewinnung von Phosphor wird beispielhaft aufzeigen, dass sich Umwelt- und Ressourcenschutz auch wirtschaftlich auszahlen“, erklärte Willingmann. „Ich freue mich, dass Gelsenwasser und EasyMining bei uns in Sachsen-Anhalt in diese nachhaltige Technologie investieren. Sachsen-Anhalt kann sich damit einmal mehr als attraktiver Wirtschaftsstandort und als Land der Zukunftstechnologien profilieren. Als Land mit starker Landwirtschaft wird Sachsen-Anhalt zugleich davon profitieren, wenn dank eigener Recyclingkapazitäten künftig weniger Phosphor aus dem Ausland importiert werden muss.“
Spatenstich für Erweiterung und Neubau des Klärwerks im Rosental
Die Leipziger Wasserwerke setzen eines der größten und wichtigsten Investitionsvorhaben in der Unternehmensgeschichte um: In Leipzigs Hauptklärwerk Rosental haben am 19. Mai 2025 die Arbeiten für den Ausbau der Anlage begonnen. In den kommenden sieben Jahren werden im laufenden Betrieb Erweiterungen in der Biologischen Reinigungsstufe sowie den kompletten Neubau der Mechanischen Reinigung realisiert. „Wir setzen auch in Zukunft auf den historisch bewährten Standort im Rosental. Das seit über 130 Jahren erprobte Areal und neueste technische Innovationen ermöglichen es uns, die dringend benötigten Erweiterungsanlagen innerhalb des bestehenden Klärwerksgeländes zu bauen“, sagt der Technische Geschäftsführer der Wasserwerke, Dr. Ulrich Meyer.
BRW bietet Führungen an Am 28. Juni öffnet der BRW die Tore seines Klärwerks Ohligs für Besucher/innen. Um 10:30 und 12:15 Uhr bieten die Expert/innen für Abwasserreinigung Führungen über das Klärwerk Ohligs an. Wohin verschwindet eigentlich das Abwasser und was passiert dann damit? Im Klärwerk Ohligs erleben Interessierte ganz praxisnah, wie das schmutzige Abwasser in mehreren Schritten gereinigt wird, bevor es wieder in die Itter fließen darf.
Daneben erfahren die Besucher/innen an einem Infostand viel Wissenswertes über den Wasserverband: z. B. seine Aufgaben, seine Ausbildungsberufe, aktuelle Jobangebote etc.
Ruhrverband startet mit Bauarbeiten am Staukanal in Hattingen
Regenrückhaltebecken in Niedersprockhövel wird ebenfalls umgebaut Der Ruhrverband hat in der 18. Kalenderwoche mit der Einrichtung der Baustelle für umfangreiche Sanierungsarbeiten am Staukanal an der Bredenscheider Straße in Hattingen begonnen. Auch das Regenrückhaltebecken (RRB) Niedersprockhövel soll umgebaut werden. Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich fünf bis sechs Monate dauern – witterungsabhängig kann sich dieser Zeitraum leicht verschieben.
Geplante Anpassung der Abwassergebühren ab 2026 – Stadtentwässerung investiert in zukunftsfähige Infrastruktur Am Freitag, dem 11. April 2025, informieren Bürgermeisterin Eva Jähnigen (Umwelt und Klima, Recht und Ordnung) und Ralf Strothteicher, Leiter des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Dresden, im Rahmen einer Pressekonferenz über die geplante Anpassung der Abwassergebühren ab dem 1. Januar 2026.
Warum werden die Abwassergebühren angepasst? Die Gebühren für die Abwasserentsorgung in Dresden blieben seit dem Jahr 2021 konstant. Inzwischen machen jedoch steigende Kosten und ein erheblicher Investitionsbedarf eine Anpassung notwendig. Dies betrifft sowohl die Schmutzwasser- als auch die Niederschlagswassergebühr.
Neue Photovoltaikanlage auf der Kläranlage Wirbelau
Auf der Kläranlage Wirbelau wurde eine Photovoltaikanlage (29,8 kWhpeak) mit Batteriespeicher (27,6 kWh) realisiert. Mit dieser Anlage können voraussichtlich 80 Prozent der gewonnenen Energie selbst verbraucht werden. Die Investition wird vom Land Hessen mit rund 70 Prozent gefördert. Sie wird sich innerhalb weniger Jahre amortisieren und einen weiteren Beitrag zur Nutzung regenerativer Energie im KBV leisten.
Über die Kanäle wird das anfallende Abwasser den insgesamt 11 Kläranlagen zugeleitet. Dort wird dann das Schmutzwasser gereinigt und geklärt und sauber dem Wasserkreislauf wieder zugeführt.
120 Liter Abwasser pro Einwohner und Tag werden durchschnittlich in Richtung Kläranlagen abgeleitet. Hinzu kommt noch das Regenwasser, das auf versiegelte Flächen fällt und teilweise ebenfalls auf den Kläranlagen ankommt. Zusammen sind das Jahr für Jahr rund 11 bis 12 Mio. m³ Abwasser für die Kläranlagen. Konzipiert sind die Kläranlagen für rund 164.000 Einwohnerwerte.
Zu den rund 150 km Kanälen der beteiligten Abwasserverbände gehören außerdem etwa 140 so genannte unterirdische Entlastungsanlagen, in denen bei Regenwetter das ankommende Mischwasser in Richtung Kläranlagen bzw. Vorfluter aufgeteilt wird. Die beteiligten Städte und Gemeinden verfügen darüber hinaus über eigene Kanäle innerorts, die das Abwasser zu den Verbandsanlagen transportieren.
Zentrallabor der SES liefert Daten zum Cannabis-Konsum
Ein Jahr nach der Cannabis-Legalisierung zeigen Abwasseranalysen: Konsum in Stuttgart rund 13 Prozent gestiegen Die Stadtverwaltung hat in der Sitzung des Sozial‐ und Gesundheitsausschusses am 7. April 2025 die Ergebnisse aktueller Abwasseranalysen vorgestellt. Gleichzeitig bestätigen Daten aus Suchthilfe und Gesundheitswesen sowie der Polizei, dass die Legalisierung bislang nicht zu einem sprunghaften Anstieg der Nutzung geführt hat.
„Abwasserproben bieten wertvolle Einblicke in den Drogenkonsum einer Stadt oder Region,“ erklärt Peter Schilling, der Leiter des Zentrallabors der Stadtentwässerung Stuttgart. „Die Analyse der Tagesmischproben im Zulauf des Hauptklärwerks Stuttgart-Mühlhausen ermöglicht uns, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie verbreitet der Konsum von Cannabis und anderen Drogen ist. Vor allem die Häufigkeit unserer Untersuchungen, nämlich ein Wochengang pro Monat, ergibt eine sehr sichere Datengrundlage für die Beurteilung der Situation.“
Forschungsprojekt DISCO soll Kommunen mit digitalen Tools klimafit machen
Oldenburg. Digitale Tools von der VR-Brille bis zum Sensorhandschuh selbst testen und Ideen zur Klimaanpassung auf kommunaler Ebene diskutieren: Diese spannende Mischung haben in den vergangenen Tagen knapp 30 Fachleute aus fünf Ländern der Nordseeregion beim Treffen des neuen Forschungsprojekts DISCO (Digital Solutions for Climate Adaptation) in Oldenburg erlebt. Gemeinsam mit der Jade Hochschule begrüßte der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) die Gäste aus insgesamt elf Institutionen. Kommunen waren ebenso vertreten wie Forschungseinrichtungen und Wasserverbände. Ihr gemeinsames Anliegen: Gemeinden, Städte, Landkreise und kommunale Unternehmen mit digitalen Lösungen fit machen für die Herausforderungen des Klimawandels. Gefördert wird das bis Mai 2028 angesetzte Projekt mit einem Gesamtbudget von rund fünf Millionen Euro durch das Interreg-Nordseeprogramm der EU.
Vorreiter in Baden-Württemberg: Die neue Ozonungsanlage im Klärwerk Eriskirch
Um Spurenstoffe aus Medikamentenresten, Hormonen, Röntgenkontrastmittel, Haushalts- und Industriechemikalien sowie aus Bioziden und Pestiziden zuverlässig aus dem Abwasser zu eliminieren und damit auch die Wasserqualität an den beiden benachbarten Strandbädern Eriskirch und Langenargen nachhaltig zu verbessern, beschloss der Abwasserverband Unteres Schussental im Januar 2018 die Erweiterung der Kläranlage Eriskirch um eine vierte Reinigungsstufe mittels Ozonung.
Entscheidend dafür waren die positiven Ergebnisse aus der Langzeitstudie „SchussenAktivplus“, bei welcher durch das Ozonungsverfahren bis zu 90 % der Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser des Abwasserverbandes eliminiert werden konnten. Die Ozonungsanlage auf der Kläranlage Eriskirch ist die erste ihrer Art in Baden-Württemberg und bildet damit ein Pilotprojekt für zukunftsorientierte Abwasseraufbereitung im Südwesten.
In unserem Klärwerk entsteht die erste Abwasser-Großwärmepumpe Deutschlands – mit klimafreundlicher Fernwärme für bis zu 39.000 Haushalte Heizen mit Abwasser oder Kühlen mit Grundwasser – was wie eine wenig glaubwürdige Science Fiction-Geschichte klingt, ist längst hanseatische Realität. Seit Jahren beschäftigt sich HAMBURG WASSER mit Technologien, welche die energetischen Potenziale des Wassers optimal ausschöpfen sollen. Und die haben es ganz schön in sich.
Aus Abwasser wird Fernwärme Rund 450.000 Kubikmeter Abwasser landen täglich in Deutschlands größtem kommunalen Klärwerk im Hamburger Hafen. Dort wird es nicht nur umweltgerecht gereinigt, aus dem Klärschlamm gewinnen wir noch Rohstoffe wie Phosphor und wertvolle Energie in Form von Faulgas. Eine bisher weitgehend ungenutzte Ressource wollen wir jetzt gemeinsam mit den Hamburger Energiewerken nutzen: Denn das Abwasser, das unser Klärwerk verlässt, verfügt mit 12 bis 22 Grad Celsius noch über jede Menge Restwärme.
HAMBURG WASSER nutzt Abwasser zur Wärme- und Kälteproduktion im Hauptpumpwerk auf St. Pauli
Meilenstein im Bauprojekt Hafenstraße erreicht: Zur Nutzung von Abwasserenergie hat HAMBURG WASSER die Druckleitung im Hauptpumpwerk Hafenstraße mit sechs speziell konzipierten Wärmetauschern belegt. Die Druckleitung, die das Abwasser von 550.000 Hamburgerinnen und Hamburgern unter der Elbe zum Klärwerk führt, nimmt heute nach acht Wochen Bauzeit ihren Betrieb auf. Voraussichtlich ab Ende des Jahres startet der Pilotbetrieb der Wärmetauscher. Bis 2027 testet HAMBURG WASSER die Leistung der Anlage bei unterschiedlichen Temperaturbedingungen im Sommer und Winter. Erwartet wird, dass die Abwasserenergie zukünftig den Wärmebedarf des Pumpwerks und anderer Anlagen auf dem Gelände in der Hafenstraße in Höhe von etwa 200 MWh/a deckt und den Einsatz von fossilem Gas ersetzt. Außerdem wird die notwendige Kühlleistung für die Klimatisierung der Maschinenhalle und Schalträume durch die Wärmepumpe zur Verfügung gestellt. Der für das Pumpwerk und die Wärmepumpe benötigte Strom wird heute schon aus regenerativen Quellen des Klärwerks erzeugt und über ein separates Stromkabel zum Pumpwerk Hafenstraße geliefert.
Phosphor-Recycling aus Klärschlammasche: Demonstrationsanlage ist in Betrieb
Wichtiger Rohstoff wird nun aus dem Abwasser zurückgewonnen Die großtechnische Demonstrationsanlage zur Phosphorrückgewinnung aus der Asche von Klärschlämmen hat in dieser Woche ihren offiziellen Betrieb aufgenommen. Die Anlage wurde im Rahmen des AMPHORE-Projekts nach dem PARFORCE®-Verfahren auf der Kläranlage Bottrop der Emschergenossenschaft gebaut und wird von der PhosRec Posphor-Recycling GmbH betrieben. Die NRW-Wasserwirtschaftsverbänden Ruhrverband, Wupperverband, Linksniederrheinische Entwässerungsgenossenschaft (LINEG), Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) hatten die PhosRec Phosphor-Recycling GmbH im März 2020 neu gegründet, um sich auf die ab 2029 in Deutschland geltende Pflicht zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm vorzubereiten.
Erneuerung der Schaltanlagen der Kläranlage Steeden
Die gesamten Schaltanlagen (Elektrotechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik) der Kläranlage Steeden wurden vollständig erneuert. Die Anlagen waren zum großen Teil Erstausrüstung und seit dem Bau der Kläranlage im Jahr 1988 in Betrieb. Trotz laufender Wartung, Reparatur und Instandhaltung waren die Schaltanlagen und damit die Steuerung der Biologischen Reinigungsstufe in einem abgängigen Zustand.
Im Zuge der umfangreichen und schwierigen Bestandsanalyse und Entwurfsplanung hatte sich herausgestellt, dass der Aufwand doch deutlich größer war als erwartet. Im Zuge der Baumaßnahme wurde daher auch das vorhandene Kabelzugsystem erneuert, um die Betriebs- bzw. Entsorgungssicherheit zu gewährleisten. Nach mehrmonatigen Baumaßnahmen konnten die neuen Anlagen nun in Betrieb genommen werden.
Gemeinde Sande überlässt OOWV geklärtes Abwasser für Brauchwasserwerk
Sande. Geklärtes Abwasser nutzen, um für industrielle Zwecke kein Trinkwasser aufwenden zu müssen: Auf dieses umweltfreundliche und nachhaltige Vorgehen haben sich jetzt die Gemeinde Sande und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) geeinigt. In einer am Freitag unterzeichneten Vereinbarung legen die friesische Kommune und der Wasserversorger fest, dass der OOWV gereinigtes Abwasser aus dem Ablauf der kommunalen Kläranlage Sande-Altenhof erhält. Dieses soll dann in einem neuen Brauchwasserwerk – die ersten dieser Art baut der OOWV gerade in Brake und Nordenham im Landkreis Wesermarsch – für die industrielle Nutzung technisch aufbereitet werden. Genauer gesagt soll Brauchwasser in der Qualität erzeugt werden, die der nur wenige Kilometer weiter von der Friesen Elektra Green Energy AG geplante Wasserstoffpark Friesland benötigt.
Spatenstich für den Abwasseranschlusskanal Abtsküche
Wichtiger Schritt für eine moderne und nachhaltige Abwasserentsorgung Mit dem heutigen Spatenstich beginnt der zweite Bauabschnitt des Abwasseranschlusskanals von der Kläranlage Abtsküche zur Kläranlage Essen-Kettwig. Das rund 40 Millionen Euro teure Projekt ist ein bedeutender Schritt zur Optimierung der regionalen Abwasserentsorgung. „Dieses Vorhaben bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Der Rinderbach wird von gereinigtem Abwasser befreit und renaturiert, die kostenintensive Sanierung der Kläranlage Abtsküche entfällt, und die Abtskücher Teiche können künftig als Hochwasserschutzraum genutzt werden“, erläutert Professor Norbert Jardin, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands. Zudem reduzieren sich die Betriebskosten, und die Mitbehandlung des Abwassers in einer größeren Anlage spart Energie sowie Betriebsmittel.
30-Jährige Partnerschaft zur Klärschlamm-Verwertung vereinbart
Erftverband, Wasserverband Eifel-Rur und RWE Power unterzeichnen Verträge zur Betriebsführung und zur Entsorgung Langfristige Zusammenarbeit bis mindestens Ende 2058 gesichert
Der Erftverband, der Wasserverband Eifel-Rur und RWE Power haben ihre Kooperation zur Entsorgung von Klärschlamm in Hürth-Knapsack weiter konkretisiert. Die Partner haben vor einem Jahr bereits das gemeinsame Tochterunternehmen Klärschlamm-Verwertung Rheinland GmbH gegründet, die eine der zwei von RWE zu errichtenden Anlagenlinien zur Klärschlamm-Verwertung übernimmt. Vereinbart ist, dass RWE Power die Klärschlamm-Verwertungsanlage plant, errichtet und technisch betreibt, die Wasserverbände sind für die kaufmännische Geschäftsführung verantwortlich.
HAMBURG WASSER fordert ein starkes Verursacherprinzip und setzt auf Kooperationen für nachhaltige Landwirtschaft
Am vergangenen Donnerstag hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass die Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ihre Maßnahmen gegen die Nitratbelastung des Grundwassers im Emsgebiet überarbeiten müssen. Das Gericht in Leipzig bestätigte damit das vorherige Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg, das bereits forderte, den EU-Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter im Grundwasser schnellstmöglich einzuhalten.
„Grundwasser ist vielerorts die Hauptquelle für Trinkwasser; in Hamburg decken wir sogar den gesamten Trinkwasserbedarf aus dieser Ressource. Ihr Schutz vor anthropogenen Einflüssen ist elementar. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes gegen die Nitratbelastung des Grundwassers im Emsgebiet ist damit wegweisend für unser Lebensmittel Nr. 1. Es unterstreicht das Verschlechterungsverbot für EU-Gewässer und stärkt das Vorsorge- sowie Verursacherprinzip“; sagt Ingo Hannemann, Sprecher der Geschäftsführung von HAMBURG WASSER.
Beteiligung am Aktionstag im Naturschutzzentrum Erkrath
Am 23. März lädt das Naturschutzzentrum Bruchhausen von 11 bis 17 Uhr zu einem Aktionstag anlässlich des Tags des Wassers ein. Ein buntes Programm für Groß und Klein wird dort rund um das Thema Wasser und im Speziellen zum Schutz der Gletscher angeboten.
Der Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW) bereichert das Programm mit Einblicken in die lokale Welt des Wassers:
Am Infostand des Wasserverbands gibt es für die kleinen Besucher einen künstlichen Bachlauf. An der Mikroskopier-Station können sie einen erstaunlichen Blick auf die Kleinstlebewesen werfen, die in den heimischen Gewässern leben.
Für interessierte Anwohner werden geführte Touren über die nahegelegene Verbandsdeponie und zu einem Gewässerabschnitt, an dem aktuell ein naturnaher Ausbau (Ausgleichsmaßnahme) realisiert wird, angeboten.
Erftverband technisch und organisatorisch gut aufgestellt
DWA überreicht Qualitätssiegel für einwandfreies Management Der Erftverband ist erneut von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) mit dem Qualitätssiegel Technisches Sicherheitsmanagement (TSM) in den Bereichen Abwasser und Gewässer ausgezeichnet worden. Die Bestätigung wurde dem Vorstand Prof. Heinrich Schäfer und den technischen Führungskräften Dr. Dietmar Jansen (Gewässer) und René Düppen (Abwasser) am 10. März am Verwaltungsstandort in Bergheim überreicht.
Infozentrum am Neckartor geöffnet! Mit Führung Hauptsammler Nesenbach
Führung durch die Kanalisation Das Informationszentrum der Stadtentwässerung Stuttgart am Neckartor von März bis Oktober an jedem ersten Mittwoch geöffnet (außer im August). Bei schönem Wetter können Sie sich bei einer Kanalführung durch den Hauptsammler Nesenbach selbst ein Bild von der Arbeit im Kanal machen.
Aus Sicherheitsgründen ist es erforderlich, dass sich die Teilnehmer eigenständig und sicheren Fußes (ohne Gehhilfe) bewegen können. Dieses Angebot ist für körperlich beeinträchtigte Personen leider nicht geeignet. Vor dem Einstieg in den Kanal erhalten Sie eine sicherheitstechnische Kurzeinweisung und werden mit einer persönlichen Schutzausrüstung ausgestattet (Einmalanzug, Helm, Handschuhe, Gummistiefel, Sicherheitsgurt, Lampe).
Anschluss Kläranlage Abtsküche: halbseitige Sperrung der Abtskücher Straße
Gesamtmaßnahme dient der Verbesserung der Gewässerqualität des Rinderbachs
Die Abtskücher Straße wird im Bereich zwischen der Einmündung Flurweg und dem Parkplatz oberhalb des Teiches aufgrund von Bauarbeiten halbseitig gesperrt. Die Sperrung erfolgt vom 18. März 2025 bis voraussichtlich 11. Mai 2025.
Baltrum. In einem der zwei Belebungsbecken der Kläranlage des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) auf der Nordseeinsel Baltrum sind auf dem Grund nur wenige Pfützen zu sehen. Das Becken selbst: leergepumpt. Der Grund: Beide Becken, in denen normalerweise Abermillionen Bakterien damit beschäftigt sind, Abwasser zu klären, werden nacheinander mit neuer Belüftungstechnik ausgestattet. „Wir ersetzen die über 25 Jahre alten Rohrmembranbelüfter durch moderne Plattenbelüfter“, erzählt OOWV-Projektingenieur Gerold Eiben. „Die sind deutlich effizienter und wir rechnen mit Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent. Da die Belüftung der energieintensivste Schritt im gesamten Klärprozess ist, ist das ein signifikanter Teil.“
Erneuerung der Schaltanlagen der Kläranlage Steeden
Die gesamten Schaltanlagen (Elektrotechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik) der Kläranlage Steeden wurden vollständig erneuert. Die Anlagen waren zum großen Teil Erstausrüstung und seit dem Bau der Kläranlage im Jahr 1988 in Betrieb. Trotz laufender Wartung, Reparatur und Instandhaltung waren die Schaltanlagen und damit die Steuerung der Biologischen Reinigungsstufe in einem abgängigen Zustand.
Im Zuge der umfangreichen und schwierigen Bestandsanalyse und Entwurfsplanung hatte sich herausgestellt, dass der Aufwand doch deutlich größer war als erwartet. Im Zuge der Baumaßnahme wurde daher auch das vorhandene Kabelzugsystem erneuert, um die Betriebs- bzw. Entsorgungssicherheit zu gewährleisten. Nach mehrmonatigen Baumaßnahmen konnten die neuen Anlagen nun in Betrieb genommen werden.
Der Abwasserverband Flörsheim reagiert mit der Kapazitätserweiterung seiner Kläranlage zum einen auf weiter steigende Anforderungen an die Abwasserbehandlung und zum anderen auf die prognostizierte Bevölkerungszunahme im Ballungsraum Rhein-Main.
Aufgrund des sehr knappen Flächenangebots innerhalb des bestehenden Kläranlagengeländes wird die Erweiterung hauptsächlich auf der benachbarten Fläche des ehemaligen Städtischen Bauhofs errichtet.
Um den laufenden Betrieb der Kläranlage zu gewährleisten und das knappe Flächenangebot zu berücksichtigen, erfolgt der Ausbau der Kläranlage in drei aufeinander abgestimmten Ausbauschritten:
Hamberge: Am Donnerstag kamen der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Jan Lindenau, der Bürgermeister der Gemeinde Hamberge, Albert Iken, Leiter der Stadtentwässerung der Entsorgungsbetriebe Lübeck, Enno Thyen und der Direktor der Entsorgungsbetriebe Lübeck, Mathias Mucha an der Kläranlage Hamberge, Buurredder zusammen, um einen Vertrag zur Übernahme des Abwassers der Gemeinde Hamberge durch die Hansestadt Lübeck zu unterzeichnen. Beginnen soll die Abwasserübernahme ab 2027.
„Dieser Schritt ist ein großartiges Beispiel für das Gelingen von interkommunaler Kooperation“, betont Bürgermeister Jan Lindenau. „Wir haben eine Vereinbarung getroffen, von der alle Beteiligten profitieren. Ich freue mich, dass wir in der Region so gut zusammenarbeiten.“
Von Montag, 10. März bis Mittwoch, 19. März 2025, findet in Burgdorf eine Rattenbekämpfung im gesamten Stadtgebiet, einschließlich der dazugehörigen Ortschaften, statt. Die Bekämpfung umfasst das Kanalisationsnetz, die stehenden und fließenden Gewässer, den Stadtpark, die Umgebung der Kläranlage sowie die Regenrückhaltebecken.
Köln: Neues Jahr, neues Tool – Der Wasser-Risiko-Check 2.0 ist da
Mit Beginn des neuen Jahres präsentiert sich der Wasser-Risiko-Check in einer verbesserten Version 2.0: intuitiver, informativer und übersichtlicher. Das interaktive Online-Tool unterstützt Hauseigentümerinnen, Bauherrinnen sowie Architektinnen und Handwerkerinnen dabei, die Gefährdungssituation der einzelnen Immobilien durch Starkregen, Hochwasser und Grundhochwasser (letzteres nur in Köln) zu ermitteln. Außerdem werden konkrete, an den Gebäudetyp abgestimmte Schutzmaßnahmen vorgeschlagen.
Preisgekröntes Kanalalterungsmodell wurde vervollkommnet und besteht in der Praxis Angenommen, wir würden unseren Apparat stur darauf ausrichten, in jedem Jahr rund ein Prozent des Kanalnetzes anzufassen und dabei gut 21 Kilometer auszuwechseln, 55 Kilometer zu renovieren – was meistens linern bedeutet – und weitere 18 Kilometer zu reparieren, dann wäre das bis 2060 eine feine Sache. Der Zustand unseres Gesamtnetzes würde bis dahin immer besser, obwohl es unter diesen Annahmen stetig weiter altern würde. Aber danach würde unser rüstiger Rentner, so könnte man das Netz dann umschreiben, schnell immer klappriger.
Hamburg: Meilensteine für eine nachhaltige Abwasserentsorgung
Das Hamburger Klärwerk hat sich längst von einer reinen Abwasserreinigungsanlage zu einem innovativen Zentrum für nachhaltige Energieproduktion und Ressourcennutzung entwickelt. Hier wird nicht nur Abwasser gereinigt, sondern auch Energie gewonnen, Rohstoffe recycelt und die städtische Wärmeversorgung unterstützt.
Aktuell laufen spannende Projekte, die das Klärwerk fit für die Zukunft machen: Unsere Klärschlammverwertung VERA wird aktuell zur größten Anlage Deutschlands ausgebaut. Die Anlage HPHOR läuft mit innovativem Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphor im Probebetrieb. Mit dem Bau von vier Großwärmepumpen am Ablauf unserer Kläranlage liefern wir bald klimafreundliche Wärme für bis zu 39.000 Haushalte und unterstützen damit die Hamburgische Wärmewende.
Modernisierung der Regenwasserbehandlung in Steinbach (Lebach)
Im Januar beginnt der Entsorgungsverband Saar in der Höchstener Straße in Steinbach (Lebach) mit der Modernisierung der Regenwasserbehandlung. Dafür wird der alte Regenüberlauf, der zur Abwasseranlage Bubach-Calmesweiler gehört, und bereits durch einen neuen, modernen Regenüberlauf ersetzt wurde, abgebrochen.
Die vorhandene Entlastungsleitung wird im Bereich des Steinbachs vollständig entfernt, sodass die natürlichen Verhältnisse wiederhergestellt werden. In das Projekt, mit dem die Strabag AG beauftragt wurde, investiert der EVS rund 180.000 Euro.
Rinteln: Innovative Grundwassersanierung auf Areal der Stadtwerke Rinteln erzielt erste Erfolge
Die Stadtwerke Rinteln sanieren mit einem nachhaltigen, biologischen Verfahren seit Januar 2022 das Grundwasser auf ihrem Stadtwerke-Areal und haben damit einen ersten Erfolg erzielt. Wie aus einer Mitteilung der Stadtwerke hervorgeht, wurde am Standort früher Gas aus Kohle und Koks produziert, wobei Schadstoffe in den Boden und geringe Teile davon über die Jahre auch ins Grundwasser unter dem Gelände gelangt sind.
Moorenweis: Neue Abwasserentsorgung in Moorenweis wird teuer
Das Moorenweiser Rathaus nimmt ein Großprojekt im Bereich der Abwasserentsorgung in Angriff. Die Teichkläranlagen in Dünzelbach und Steinbach werden geschlossen und das Abwasser aus den beiden Ortsteilen künftig in die Kläranlage im Hauptort gepumpt.
Auslöser für die Neuerung im Bereich der Abwasserentsorgung ist das sich wandelnde Klima mit langen Trockenphasen und Starkregenereignissen. Beide Extreme belasten die Teichkläranlagen. Regnet es zu viel, reichen die Kapazitäten nicht. Bei längerer Dürre führen die Vorfluter – der Steinbach und der Dünzelbach – zu wenig Wasser, sodass das geklärte Abwasser nicht ausreichend verdünnt wird.
Irschenberg: Das ist im neuen Jahr das zentrale Projekt – und viele müssen mitzahlen
Nach jahrelanger Vorbereitung startet in der Gemeinde Irschenberg 2025 der Bau der neuen Kläranlage. Die angeschlossenen Bürger müssen mit Extrabeiträgen kräftig mitfinanzieren – die genauen Summen entscheidet der Gemeinderat in Kürze. Die große Herausforderung ist der Neubau der Irschenberger Kläranlage bei Aufham. Seit 2018 steht das Werk auf der gemeindlichen Agenda. Anfangs war noch unklar, ob es auf einen Neubau, einen Umbau oder einen Anschluss an Bruckmühl hinauslaufen wird. Doch seit 2020 ist klar: Es läuft auf einen Neubau hinaus, und die an die Abwasserversorgung der Gemeinde angeschlossenen Haushalte müssen einen Extrabeitrag leisten.
Preisgekröntes Kanalalterungsmodell wurde vervollkommnet und besteht in der Praxis Angenommen, wir würden unseren Apparat stur darauf ausrichten, in jedem Jahr rund ein Prozent des Kanalnetzes anzufassen und dabei gut 21 Kilometer auszuwechseln, 55 Kilometer zu renovieren – was meistens linern bedeutet – und weitere 18 Kilometer zu reparieren, dann wäre das bis 2060 eine feine Sache. Der Zustand unseres Gesamtnetzes würde bis dahin immer besser, obwohl es unter diesen Annahmen stetig weiter altern würde. Aber danach würde unser rüstiger Rentner, so könnte man das Netz dann umschreiben, schnell immer klappriger.
Bis 2120, also in hundert Jahren, hätte sich die Verbesserung der ersten Jahrzehnte aber regelrecht umgekehrt und die Zahl der Kanäle, denen es richtig schlecht geht, wäre wahrscheinlich mehr als doppelt so groß wie heute. Das will natürlich niemand.
StEB Köln nutzen KI zur Berechnung von Abwassergebühren
Die Stadtentwässerungsbetriebe können damit den hohen Aufwand der meist manuellen Gebührenermittlung erheblich reduzieren. In der Stadt Köln lassen sich Quellwasserleitungen und Abwasserkanäle bis ins 1. Jahrhundert zurückverfolgen. Sie wurden im Römischen Reich in der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (später Köln) angelegt. Zwei Jahrtausende später nutzt die Stadt nun Künstliche Intelligenz (KI) als Teil ihres Abwassermanagements. Konkret wird die Technologie eingesetzt, um sicherzustellen, dass die Grundstückseigentümer eine gerechte Bemessung der Abwassergebühren im Rahmen der gesplitteten Abwassergebührenordnung erhalten, also der getrennten Erhebung von Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser.
Kiel: Phosphor-Rückgewinnung: Kiel wird Pilotregion
Ab 2029 müssen große Kläranlagen ein Verfahren für Phosphorrecyling haben. Die Zeit drängt also, zumal viele technische Fragen offen sind. Das Kieler Projekt hat jetzt ein hohe Förderung erhalten. Die Klärschlammverordnung schreibt ab 2029 schrittweise die Phosphor-Rückgewinnung vor. Für alle Kläranlagen mit einer Anschlussgröße von mehr als 100.000 Einwohnern gilt die Verpflichtung schon ab 2029, bei mehr als 50.000 Einwohnern ist ab 2032 keine landwirtschaftliche Verwertung mehr möglich.
Forschende aus Kaiserslautern wollen Abwasser besser filtern
Stoffe aus Kosmetika, Medikamenten und Co. reichern sich immer weiter in Gewässern an. Wie sich diese doch aus Abwasser entfernen lassen, erforscht ein Team der Uni Kaiserslautern.
„Wir beobachten: Die Konzentration der Süßstoffe ist deutlich gestiegen“, sagt Franziska Ehrhardt aus dem Forschungsteam. Wie so oft in den vergangenen Wochen steht sie in einem Container auf dem Gelände der Kläranlage Landstuhl (Kreis Kaiserslautern).
Stuttgart: Abwassergebühren der Stadtentwässerung steigen ab 2025 nur moderat
Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche sorgt die Stadtentwässerung Stuttgart für die reibungslose Ableitung und Reinigung der Stuttgarter Abwässer und die Instandhaltung des rund 1.700 km langen Kanalnetzes. 2025 steigen die Gebühren dafür nur um moderate 3,2 %.
OVG Münster fällt Urteil zu Regelungen für Starkverschmutzerzuschläge
Langjähriges Verfahren zur Abwassergebührenveranlagung abgeschlossen Zusammenfassung Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster bestätigt mit Urteil vom 27. November 2025 die grundsätzliche Zulässigkeit verschmutzungsbasierter Starkverschmutzerzuschläge in der kommunalen Abwassergebührenveranlagung. Das Gericht erkennt ein fracht- und parameterbasiertes Gebührenmodell als sachgerechte Ausprägung des Äquivalenz- und Verursacherprinzips an. Bestätigt wurden insbesondere Parameterwahl, Kostenverteilung, stichprobenbasierte Messwerte und die Berechnungslogik. Beanstandet wurde allein die fehlende satzungsrechtliche Präzisierung des Zeitpunkts der Probenahme, wodurch der einschlägige Paragraf aufgehoben wurde. Das Urteil stärkt die Rechtssicherheit für differenzierte Gebührenmodelle, begründet aber auch neue Anforderungen an die Bestimmtheit kommunaler Satzungen. Es ist aber noch nichts rechtskräftig.
Den ganzen Artikel lesen sie in Heft 04 2026 ab Seite 300
Oberverwaltungsgericht NRW legt EuGH Fragen zu Maßnahmenprogrammen für den Rhein vor
Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (OVG NRW) hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) Fragen zur Auslegung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vorgelegt. Dieser soll insbesondere klären, ob die WRRL die Erstellung eines einzigen Maßnahmenprogramms durch eine zentrale zuständige Behörde verlangt, das alle grundlegenden und ergänzenden Maßnahmen für die gesamte Flussgebietseinheit umfasst, teilte das Gericht in Münster mit.
Wasserrecht: Zur Unionsrechtskonformität des wasserrechtlichen Gestattungsverfahrens für den Betrieb von Wasserkraftanlagen
Konkurrentenverdrängungsklage Zustellungsfiktion Wasserrechtliche Bewilligung Konzession Transparentes und diskriminierungsfreies Auswahlverfahren
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 05.12.2024, Az. 8 BV 22.1880
Leitsatz: Die (Neu-)Erteilung einer wasserrechtlichen Bewilligung an den bisherigen Betreiber und Eigentümer einer Wasserkraftanlage ohne vorherige Durchführung eines neutralen und transparenten Bewerberauswahlverfahrens verstößt nicht gegen Art. 12 der Richtlinie 2006/123/EG, Art. 8 der Richtlinie (EU) 2019/944, Art. 49 AEUV und Art. 16, 20 GRC.
Abfall aus Kläranlagen entsorgen und gleichzeitig weißen Phosphor gewinnen: Wie das funktioniert, zeigt das neue thermochemische Verfahren FlashPhos. Es ist derzeit die einzige Technologie in Europa, die es ermöglicht, diesen wichtigen Rohstoff umweltfreundlich, effizient und kostengünstig für industrielle Anwendungen herzustellen. Ein europaweites Konsortium hat unter Koordination der Universität Stuttgart die FlashPhos-Technologie erforscht und entwickelt.
Unverzichtbarer Rohstoff Weißer Phosphor (P₄) ist für die Chemie-, Pharma-, Lebensmittel- und Elektronikindustrie ein unverzichtbarer Rohstoff. „Wir wollen eine nachhaltige Versorgung mit Rohstoffen sicherstellen, die für die Wirtschaft wichtig, aber schwer zugänglich sind und nur noch begrenzt zur Verfügung stehen“, sagt Prof. Markus Reinmöller, Leiter des Instituts für Energieverfahrenstechnik und Dynamik in Energiesystemen (IED) der Universität Stuttgart. „Das gelingt aber nur, wenn wir diese kritischen Rohstoffe in einer Kreislaufwirtschaft herstellen – so wie mit dem neuen FlashPhos-Verfahren. Herkömmliche Methoden gewinnen Phosphor aus Klärschlamm zurück, um damit Düngemittel herzustellen. FlashPhos produziert mit P₄ einen Grundstoff für eine Vielzahl industrieller Anwendungen, unter anderem für die Herstellung von Autobatterien, Flammschutzmitteln, Katalysatoren und Computerchips. Die Abhängigkeit von diesem Ausgangsstoff ist hoch, da der globale P4-Bedarf aktuell von nur vier produzierenden Ländern gedeckt wird.
Klärschlamm entsorgen und Kreislaufwirtschaft stärken Wirtschaftlich abbaubare Phosphatvorkommen sind global ungleich verteilt. In ganz Europa gibt es, bis auf kleinere Vorkommen in Finnland, keine aktuell abbaubaren Vorkommen. Auch bekannte Vorkommen in Norwegen sind nur schwer zu erschließen. Seit 2012 der letzte P4-produzierende Ofen geschlossen wurde, ist die Europäische Union (EU) vollkommen von Importen abhängig. Wegen seiner hohen wirtschaftlichen Bedeutung, der Abhängigkeit von Importen und der begrenzten Ressourcen, stuft die EU weißen Phosphor als kritischen Rohstoff ein. Gleichzeitig sind die phosphorhaltigen Klärschlämme, die bei der Abwasserreinigung in Kläranlagen anfallen, ein wachsendes Umwelt- und Entsorgungsproblem. Deswegen ist in Deutschland ab 2029 eine Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm verpflichtend vorgeschrieben.
FlashPhos-Anlagen sollen zukünftig eine umweltfreundliche Klärschlammentsorgung mit einer vollkommenen Nutzung der enthaltenen Stoffe ermöglichen. Neben dem weißen Phosphor liefert der Prozess nutzbare Stoffe, mit denen CO₂-intensive Rohstoffe ersetzt werden können. „Damit machen wir uns unabhängiger von Importen und stärken eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft“, erläutert Christian Schmidberger, Wissenschaftler am IED und FlashPhos-Koordinator.
Innovatives Verfahren in drei Schritten Das FlashPhos-Verfahren besteht aus drei Prozessschritten, in denen die Abtrennung des Phosphors vom Klärschlamm vorbereitet und durchgeführt wird. Als erstes wird in einem neu entwickelten Mahltrockner („Dryer-Grinder“) aus dem feuchten Klärschlamm ein feines, nahezu wasserfreies Pulver gewonnen. Dieses Pulver wird dann im „Flash-Reaktor“ in Millisekunden in ein brennbares Gas und phosphathaltige Klärschlammschlacke umgewandelt. Der Prozess findet bei Temperaturen von 1.600°C statt. Die benötigte Energie stammt aus den organischen (kohlenstoffhaltigen) Bestandteilen des Klärschlammpulvers. Die Klärschlammschlacke wird im letzten Prozessschritt, dem sogenannten „Refiner“, bei ähnlichen Temperaturen „veredelt“. Als Hauptprodukt entsteht elementarer weißer Phosphor. Weitere Produkte sind ein klimafreundlicher Zementersatz, eine Eisenlegierung und ein Schwermetallkonzentrat für die Metallindustrie. Gase und Abwärme, die während des FlashPhos-Prozesses entstehen, können in weiteren industriellen Prozessen Anwendung finden und fossile Brennstoffe ersetzen.
Skalierung für die industrielle Produktion Der vom Projektpartner Buss-SMS-Canzler GmbH (SMS) entwickelte Mahltrockner wurde am Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart erprobt und optimiert. Die Demonstratoren des Flash- und Refiner-Reaktors wurden gemeinsam von zahlreichen Projektpartnern entwickelt und beim Projektpartner Aufbereitung Recycling und Prüftechnik GmbH (ARP) im österreichischen Leoben aufgebaut. Die Pilotanlage verarbeitet bis zu 250 kg Klärschlammpulver pro Stunde.
Im nächsten Schritt soll eine erste große Produktionsanlage entwickelt und gebaut werden. 2028 wollen die an FlashPhos beteiligten Industriepartner beginnen, weißen Phosphor im industriellen Maßstab herzustellen. Eine Herausforderung ist unter anderem noch die Beschaffung des Klärschlamms. Das Aufkommen ist nur in dicht besiedelten Regionen hoch genug. „Ballungszentren wie das Ruhrgebiet, Barcelona, Madrid oder Mailand wären prädestiniert dafür“, sagt Schmidberger. Bis 2050 sollen FlashPhos-Anlagen die Hälfte des europäischen P₄-Bedarfs decken können. Das Forschungsteam denkt bereits über weitere Anwendungen nach. „Am IED ist unser langfristiges Ziel, auch weitere kritische Rohmaterialien aus Abfallströmen zu gewinnen“, sagt Reinmöller.
Zum Verbundprojekt FlashPhos Das Projekt FlashPhos (Laufzeit: Mai 2021 bis April 2026) wird im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizon 2020“ (Fördervereinbarung 958267) von der Europäischen Union mit rund 12 Millionen Euro gefördert. Unter Koordination der Universität Stuttgart beteiligen sich insgesamt 17 Partner aus Industrie und Wissenschaft aus Österreich, Deutschland, Belgien, Italien und Spanien an dem Projekt. Die Abschlusskonferenz des Projekts findet am 21.04.2026 im Communications Center Donawitz in Leoben statt, inklusive einer Führung durch die Versuchshallen.
Wissenschaftliche Ansprechpartner: Christian Schmidberger, Universität Stuttgart, Institut für Energieverfahrenstechnik und Dynamik in Energiesystemen, Tel: +49 711 685-67762, christian.schmidberger@ied.uni-stuttgart.de
Prof. Markus Reinmöller, Universität Stuttgart, Institut für Energieverfahrenstechnik und Dynamik in Energiesystemen, Tel: +49 711 685-63488, E-Mail: markus.reinmoeller@ied.uni-stuttgart.de
Es ist eine stille Veränderung, die gerade beginnt. Lange wurde Abwasser vor allem über das betrachtet, was am Ende sichtbar und messbar war. Stickstoff. Phosphor. CSB. Ablaufkonzentrationen. Grenzwerte. Die Logik war klar: Ein System gilt als stabil, wenn seine Endpunkte stimmen. Das war nie falsch. Es war nur nie vollständig.
Mit der neuen EU-Richtlinie 2024/3019 zur kommunalen Abwasserbehandlung verschiebt sich dieser Blick. Abwasser wird nicht mehr nur als Stoffstrom verstanden, der gereinigt werden muss. Es wird als Informationsraum betrachtet. Als biologisches Signal. Als Spiegel dessen, was in einer Gesellschaft mikrobiologisch geschieht.
Zu den Parametern, die künftig stärker in den Fokus rücken, gehört auch AMR, also antimikrobielle Resistenz. Damit betritt ein Thema die operative Welt der Abwasserwirtschaft, das lange vor allem in Kliniken, Laboren und epidemiologischen Berichten verortet war. Nun wird klarer: Resistenzen sind nicht nur ein medizinisches Problem. Sie haben auch eine Umweltseite. Und eine Infrastruktur, durch die sie sichtbar werden.
Fremdwassereinträge treten oft unbemerkt, nicht lokalisiert und schwankend auf, abhängig von Niederschlägen und Grundwasserstand. Ein Beispiel für Fremdwasser ist Grundwasser welches durch Undichtigkeiten von Kanal, Schacht oder privatem Hausanschluss in die Kanalisation dringt. Fremdwasser erhöht die Energie- und Betriebskosten für das Heben und das Behandeln des Abwassers und kann zur hydraulischen Überlastung führen. Es erschwert die Einhaltung der Anforderungen an die Abwasserreinigung. In Regenereignissen führt es zu erhöhten Emissionen. In der Kläranlage kann Fremdwasser die Reinigungsleistung verringern, unter anderem über größere Abwassermengen mit geringerer Durchlaufzeit und reduzierten Verweilzeiten in Absetzbecken. Durch die älter werdende Kanalinfrastruktur und den zunehmenden Sanierungstau steigt der Fremdwasseranteil und die Bedeutung als Betriebsproblem nimmt zu. Baden-Württemberg hat die akute Fremdwasserproblematik erkannt und unterstützt mit bis zu 50 % der Kosten die erforderlichen Maßnahmen, auch Messkampagnen.
Intensiver Erfahrungsaustausch beim Praxistag in Adelebsen
Zum ersten Praxistag in diesem Jahr trafen sich am 14. April rund 30 Betriebsleiter und Mitarbeiter mehrerer Kläranlagen, um sich selbst ein Bild von der natürlichen Klärschlammentwässerung zu machen und aus erster Hand zu erfahren, wie der Betrieb einer Klärschilf-Anlage in der Praxis läuft.
Mehr Power für LEWA ecoflow® – LDH Boxer-Pumpe jetzt um 20 % leistungsfähiger
Die LEWA GmbH, ein Pionier auf dem Gebiet moderner Membranpumpen, hat die Leistung ihrer LEWA ecoflow LDH Boxer (LDHB) Prozesspumpe um 20 % verbessert und ermöglicht so eine deutliche Effizienzsteigerung. Dank dieser Weiterentwicklung profitieren Betreiber von einer besseren Leistung, ohne dass Platzbedarf oder Kosten steigen. Bei einem Förderstrom von 2.200 l/h erhöht sich beispielsweise der maximale Förderdruck von 622 bar auf 746 bar. Umgekehrt steigt bei 75 bar Förderdruck die maximale Fördermenge von 18.000 l/h auf 21.600 l/h.
Nicoline Walther, Product Manager für die LEWA ecoflow-Serie, sagt: „Die Optimierung der Produktivität für Prozessanwendungen ist eine ständige Herausforderung. Die Boxerpumpen-Bauweise ist schon sehr effizient, da eine Antriebseinheit zwei Pumpenköpfe bewegt. Mit der Leistungssteigerung liefert die LDHB doppelt so viel hydraulische Leistung wie eine einzelne Pumpe.“
Das Upgrade spiegelt die kontinuierliche Weiterentwicklung der ecoflow-Baureihe von LEWA wider. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Leistung der kleineren LDG-Pumpe um 15 % erhöht. Mit der LDHB werden diese Vorteile nun auch auf Anwendungen mit höherem Leistungsbedarf übertragen: Die hydraulische Leistung steigt von 38 kW auf 46 kW, was einer Steigerung von 20 % entspricht.
Die LDHB ist Teil der LEWA ecoflow-Familie, einem umfassenden Baukastensystem von Membran- und Kolbendosierpumpen, das zahlreiche Triebwerksgrößen und Pumpenkopftypen kombiniert. Dies ermöglicht eine hohe Anwendungsflexibilität. Dank der zahlreichen Materialien und Ventilausführungen lassen sich ecoflow-Pumpen gezielt anpassen und auch für anspruchsvolle Medien konfigurieren, etwa für aggressive, abrasive oder toxische Fluide in der Energie-, Chemie- und Prozessindustrie.
LEWA ecoflow-Pumpen stehen für hermetische Dichtheit, Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit. Sie gewährleisten eine präzise Dosierung auch bei hohen Drücken. Ihre präzise und reproduzierbare Förderrate kann über Hublänge und Drehzahl angepasst werden und bietet mit einem breiten Dosierbereich von 1:100 eine flexible Anpassung an unterschiedliche Aufgaben. Wie alle ecoflow-Pumpen profitiert auch die LDHB von der weltweiten Ersatzteilverfügbarkeit und dem umfassenden Service von LEWA, der den Kunden über die gesamte Lebensdauer umfassend unterstützt und maximale Verfügbarkeit sowie eine lange Betriebsdauer gewährleistet.
Nicoline Walther fasst zusammen: „Die weiterentwickelte LDH Boxer-Pumpe ist ein weiteres Beispiel dafür, wie wir unser Produktprogramm ständig verfeinern und verbessern. Exzellenz bedeutet für uns jedoch mehr als nur Technologie: Wir begleiten unsere Kunden von der Planung und Inbetriebnahme bis hin zur Wartung, Reparatur und Nachrüstung. So stellen wir sicher, dass unsere Dosier- und Prozesspumpen jederzeit optimal auf die jeweilige Anwendung abgestimmt sind und effizient sowie wirtschaftlich arbeiten“.
Ein einfacher Membranwechsel verdoppelt die Lebensdauer
Mit dem neuen AEROSTRIP® Type R entwickelt die niederösterreichische AQUACONSULT Anlagenbau GmbH die nächste Generation ihrer bewährten Streifenbelüfter. Die Innovation verbindet höchste Energieeffizienz mit konsequenter Ressourcenschonung und besonders langen Lebenszyklen. Offiziell vorgestellt wurde der neue Belüfter erstmals auf der internationalen Umwelttechnologiemesse IFAT im Mai 2026. Ab 2027 soll der „R-Type“ weltweit verfügbar sein, Vorbestellungen sind bereits in diesem Jahr möglich. Für viele Kläranlagenbetreiber ist die Belüftung eines der zentralen und zugleich kostenintensivsten Systeme der Anlage. Muss die Technik erneuert werden, sind oft umfangreiche Investitionen erforderlich. Der AEROSTRIP® Type R setzt genau hier an: Statt komplette Belüfter auszutauschen, genügt ein einfacher Membranwechsel. Die bestehende Installation bleibt erhalten, der Wartungsaufwand sinkt und die Lebensdauer der Belüftungssysteme verlängert sich deutlich. Seit fast vier Jahrzehnten entwickelt AQUACONSULT Belüftungstechnologien für kommunale und industrielle Kläranlagen. Die AEROSTRIP®-Streifenbelüfter sorgen für einen gleichbleibend hohen Sauerstoffeintrag bei geringem Energiebedarf und ermöglichen einen stabilen Betrieb auch unter stark schwankenden Lasten. Darüber hinaus kommt die neue Generation von Streifenbelüftern auch mit höheren Wassertemperaturen gut zurecht. Das schafft hervorragende Voraussetzungen für den globalen Einsatz und erweitert die Einsatzmöglichkeiten im industriellen Bereich. Mit dem neuen AEROSTRIP® Type R erweitert das Unternehmen sein Portfolio um eine besonders nachhaltige und servicefreundliche Generation von Belüftern.
Neuer Benchmark in der tertiären Abwasserfiltration: iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter
Mit dem iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter stellt INVENT eine weitere innovative Lösung für die effiziente und leistungsstarke Abwasserfiltration vor. Das neu entwickelte System kombiniert die Vorteile der Cross-Flow-Filtration mit einer getauchten Rautenfilterkonstruktion, somit werden außergewöhnlich hohe Durchsatzleistungen bei gleichzeitig geringem Druckverlust ermöglicht.
Strömungmechanisch optimiertes Design Das Design des iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter basiert auf grundlegenden strömungs- und strukturmechanischen Überlegungen. Der innovative Ansatz, die Cross-Flow-Filtration mit im Betrieb teilweise eingetauchten, rautenförmigen Filterrädern zu kombinieren, sorgt für eine signifikant verbesserte hydraulische Leistungsfähigkeit. Das Abwasser wird über einen Zulaufbereich direkt in den Rotor geführt und durchströmt die diamantförmigen Filterräder von innen nach außen. Diese sind mit einem hochwertigen Edelstahl-Tressen-Gewebe bespannt. Im Betrieb sind bis zu 60% der Filterfläche eingetaucht – ein entscheidender Faktor für hohe Durchsatzleistungen und für eine optimale Ausnutzung der Filterfläche.
Durchdachte Konstruktion Der iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter überzeugt durch eine robuste Bauweise. Die Maschine ist vollständig aus hochwertigem Edelstahl gefertigt und kommt ohne Kunststoffe in tragenden oder funktionalen Hauptkomponenten aus. Der Tank ist in drei Bereiche unterteilt: Zulauf, Filtratwanne und Ablauf. Eine einfache Lippendichtung ermöglicht einen Einstau der Filterräder von bis zu 60%. Das gereinigte Abwasser sammelt sich in der Filtratwanne und wird über ein strömungsoptimiertes Ablaufwehr abgeführt, das für minimale Druckverluste sorgt. Je nach projektspezifischen Anforderungen und für maximale Flexibilität in der Planung kann der Tank als Edelstahlbehälter geliefert oder bei einer Gestellversion durch ein bauseitiges Betonbecken ersetzt werden.
Leistungsdaten für anspruchsvolle Anwendungen Der iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter ist für hohe hydraulische Belastungen ausgelegt: – Bis zu 10 Filterräder pro Maschine – Durchsatzleistungen von bis zu 1.600 m³/h pro Maschine – Geringer Druckverlust dank CFD-optimierter Konstruktion – Bis zu 60% eingetauchte Filterfläche – Hochwertiger Zahnriemenantrieb mit langer Lebensdauer Dank der strömungsmechanischen Optimierung mit Hilfe von THINK Fluid Dynamix® werden hydraulische Verluste minimiert und die Gesamtleistung maximiert.
Übersicht der Vorteile Der iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter bietet den Betreibern einer Abwasserreinigungsanlage zahlreiche Vorteile: – Verbesserte hydraulische Leistungsfähigkeit durch Cross-Flow-Prinzip – Geringer Druckverlust – Herausragende Abscheideleistung – Geringe Spülwassermengen – Hohe Robustheit und Langlebigkeit – Nahezu wartungsfreies System – Kompakte und flexible Bauweise
Zukunftssichere Lösung für moderne Kläranlagen Mit dem iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter erweitert INVENT sein Portfolio leistungsstarker Lösungen für die kommunale und industrielle Wasser- und Abwasserbehandlung. Die Kombination aus innovativer Hydraulik, robuster Edelstahlkonstruktion und hoher Durchsatzleistung macht das System zu einer zukunftssicheren Lösung für steigende Anforderungen an Effizienz, Nachhaltigkeit und Betriebssicherheit im Bereich der tertiären Abwasserreinigung. Zu sehen ist der iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter auf der IFAT 2026. Besuchen Sie uns in Halle A2, Stand 327.
NVENT Umwelt- und Verfahrenstechnik AG Am Pestalozziring 21 D-91058 Erlangen www.invent-uv.de
Die IFAT 2026 beginnt am 4. Mai in München, feiert ihr 60-jähriges Bestehen und tritt zugleich in einer verdichteten Form auf, denn die Messe dauert künftig nur noch von Montag bis Donnerstag.
Sie nennt sich heute präziser denn je „Solutions for Water, Recycling and Circularity“ und macht damit schon im Titel sichtbar, was die Branche längst beschäftigt: Wasser, Abwasser, Stoffkreisläufe, Ressourcen und Energie lassen sich nicht mehr getrennt betrachten. Für 2026 werden mehr als 3.200 Aussteller aus über 60 Ländern erwartet. 2024 kamen bereits 142.000 Besucher aus 170 Ländern, die Messe belegte 300.000 Quadratmeter, und allein im Bereich Wasser und Abwasser standen zehn Hallen plus Freigelände im Fokus.
Die IFAT als strategische Plattform Auch das ist bemerkenswert: 80 Prozent des Fachpublikums waren auf Entscheidungsebene, und das Fachprogramm umfasste 418 Einzelveranstaltungen. Diese Zahlen sind nicht bloß Kulisse. Sie zeigen, dass die IFAT längst nicht mehr nur Produktschau ist, sondern ein Ort, an dem sich strategische Richtungsentscheidungen einer ganzen Infrastrukturbranche verdichten.
CVS engineering auf der Umweltmesse IFAT in München
Innovative Vakuumlösungen und Kompressoren für mobile Anwendungen – zur Abwasserbehandlung in der kommunalen Entsorgungs-und Reinigungswirtschaft Die CVS engineering GmbH aus Rheinfelden zeigt ihr innovatives Portfolio auf der diesjährigen IFAT vom 04. bis 07. Mai in München – in Halle C4, Stand 217. Die maßgeschneiderten Vakuumpumpen und Kompressoren des Spezialisten sind für mobile Anwendungen konzipiert. Mit den leichten, kompakten Produkten wird den Betreibern kommunaler Fahrzeuge in der Entsorgungs-und Reinigungswirtschaft ein effizientes, sicheres Handling kontaminierter Stoffe ermöglicht.
Entnahme, Transport und Entsorgung kontaminierter Stoffe „Wir werden den IFAT-Besuchern eine breite Produktpalette präsentieren“, sagt Fabio Geiger, der Area Sales und Marketing Manager bei der CVS engineering GmbH. „Unsere Vakuumpumpen und Kompressoren werden in Saug- und Spülfahrzeugen eingebaut. „Dort dienen sie der Reinigung von Kanälen, Abwasserleitungen, Schächten und Entwässerungssystemen, etwa zum Lösen, Absaugen und Abtransportieren von Ablagerungen „, konkretisiert Fabio Geiger die Anforderungen. Dabei werden die abgesaugten Stoffe in hermetisch verschlossenen Edelstahl- oder Aluminiumbehältern transportiert. „Je nach Anwendung lassen sich die Tanks unter Vakuum oder Druck betreiben, um einen sicheren Umgang mit gefährlichen und empfindlichen Flüssigkeiten zu gewährleisten“, betont Fabio Geiger.
Kombination von Vakuum- und Kompressor-Technologie Bestimmte Saug- und Spülfahrzeuge vereinen die Vakuum- mit der Kompressor-Technologien: So bieten etwa kombinierte Saug- und Spülfahrzeuge multifunktionale Lösungen durch die Integration von Vakuumtechnik mit der Hochdrucktechnik an. Die speziellen Applikationen sorgen für eine gründliche Reinigung und effektive Beseitigung von Verstopfungen in Rohren, Tanks oder Abwassersystemen. Vorteile bestehen im simultanen oder abwechselnden Einsatz, wobei die Doppelfunktionalität des kombinierten Saugens und Strahlens für mehr Flexibilität sorgt. Für die Anwender bedeutet dies niedrigere Betriebskosten, einen kleineren Fuhrpark und weniger Personalaufwand.
Kosteneffizientes Retrofit für Denitrifikationsbecken im laufenden Betrieb bei der Kläranlage Hagen-Boele
Nach der Insolvenz der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH übernahm der Ruhrverband die Werkskläranlage der Papierfabrik am Standort Hagen-Boele, Nordrhein-Westfalen. Die Anlage war ursprünglich für Abwasser der Papierindustrie und kommunales Abwasser ausgelegt und musste kurzfristig auf den Betrieb mit ausschließlich kommunalem Abwasser umgestellt werden. Somit entstand die Notwendigkeit, in bestehenden Belebungsbecken unbelüftete Zonen für die Denitrifikation einzurichten, ohne den Anlagenbetrieb länger zu unterbrechen oder umfangreiche bauliche Umbauten vorzunehmen.
Von Regen- bis Trinkwasser: Mall auf der IFAT 2026 Auf der IFAT 2026 präsentiert Mall neben seinen Lösungen für Regenwasser, Abwasser und den Umgang mit wassergefährdenden Flüssigkeiten erstmals auch Produkte für den Einsatz im Trinkwasser-Bereich. Während das Unternehmen im Umfeld von Niederschlagswasser und Abwasser unterschiedlicher Herkunft seit Jahrzehnten fest etabliert ist, sind Anlagen, die im besonders sensiblen Umgang mit Trinkwasser zum Einsatz kommen, ab diesem Jahr neu im Programm: Dazu gehört der Mengenmessschacht VodaCheck zur präzisen Durchflussmessung, den Mall erstmals auf seinem Messestand zeigt. Im Produktbereich Regenwasser liegt der Schwerpunkt auf neuen und gemäß den Anforderungen der aktuellen DWA- Arbeitsblätter A 138 und A 102 weiterentwickelten Lösungen zur Behandlung und Versickerung, wie z.B. der Kombinationsanlage ViaPro zur Behandlung vor einer Versickerung. Ebenfalls zur IFAT stellt Mall die 11. Auflage des von Klaus W. König herausgegebenen Ratgebers Regenwasser mit den neuesten Fachthemen der Siedlungswasserwirtschaft vor. Zu sehen sind außerdem Komponenten für die Umsetzung des Schwammstadt-Konzepts wie die ebenfalls neue Sickerbox CaviTop und die Baumrigole Via-Tree, aber auch Lösungen für den anlagenbezogenen Gewässerschutz.
Mall GmbH Hüfinger Str. 39-45 78166 Donaueschingen
ETW Energietechnik erhält Zuschlag für Biomethananlage von Berliner Stadtreinigung (BSR)
Aufbereitung bis zu 700 Nm3/h Deponiegas in Biomethan Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) setzen auf Technologie aus dem Rheinland und freuen sich, mit der Biomethananlage der ETW Energietechnik GmbH aus Moers einen entscheidenden Schritt in Richtung Umweltschutz und Klimaneutralität zu machen. Die Komplettanbieter von Biomethananlagen und Blockheizkraftwerken (BHKW) erhalten den Zuschlag für eine Anlage, die künftig bis zu 700 Nm³/h Deponiegas in Biomethan aufbereiten wird.
Entwickelt und geplant wurde das Anlagenkonzept von der BSR in enger Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Rytec GmbH. Das Büro Rytec bringt dafür eine umfangreiche Expertise zur Biogaserzeugung, der biologischen und thermischen Abfallbehandlung, der Energietechnik sowie der Abfall- und Deponietechnik mit.
ETW Verfahren bereitet Deponiegas zu Biomethan auf „Mit dem speziell für Deponiegas entwickelten ETW Aufbereitungsverfahren mit nachgeschalteter Nitrogen Reduction Unit (NRU) kann Deponiegas mit Stickstoffgehalten von über 22 Prozent zu einspeisefähigem Biomethan aufbereitet werden. Nach den durchweg positiven Betriebserfahrungen unserer ersten Referenzanlage im italienischen Taranto, die bereits seit über einem Jahr erfolgreich läuft, bestätigt dieser erneute Zuschlag das Marktvertrauen in unsere Ingenieurskunst und Anlagentechnik“, erläutert der verantwortliche Vertriebsleiter Alexander Szabo von ETW Energietechnik.
Schwankungen der Gaszusammensetzung und -menge Deponiegas ist ein besonderes Gas zur Aufbereitung. Auf der einen Seite gibt es eine sehr hohe Schadstoffkonzentration an Spurenstoffen (VOC: flüchtige organische Verbindungen, englisch volatile organic compounds) und Siloxanen. Auf der anderen Seite ist die Gasqualität nicht konstant. Dadurch entstehen Schwankungen in der Gaszusammensetzung und Gasmenge. Je länger eine Deponie in Betrieb ist, desto mehr Methan wird durch Sauerstoff und Stickstoff ersetzt. Überdies ist die Gasmenge rückläufig.
Hohe Anforderungen an Gasaufbereitung Somit werden sehr hohe Anforderungen an eine Biomethananlage zur Gasaufbereitung gestellt. Die Methankonzentration liegt zwischen 35 bis 60 Prozent, die Stickstoff- und Sauerstoffkonzentration beträgt bis zu 23 Prozent und der Betriebsbereich – also die Teillastfähigkeit der Anlage – beträgt zwischen 40 bis 100 Prozent Kapazität.
Zusätzliches BHKW deckt Eigenstrombedarf Um den externen Strombedarf der Biomethananlage zu minimieren, liefert ETW zusätzlich ein BHKW zur Eigenstromversorgung, das auch mit dem Off-Gas der Aufbereitungsanlage betrieben wird. Dadurch steigt die Methanausbeute der Gesamtanlage auf über 95 Prozent.
ETW Energietechnik GmbH Ferdinand-Zeppelin-Straße 19 D – 47445 Moers
Wir freuen uns, Sie zu unserem kommenden Webinar „VIT® ABM in der Kläranlagenpraxis: Aktive Biomasse verstehen, belastbar bewerten, gezielt verbessern“ am 05. Februar 2026 um 14:00 Uhr MEZ einzuladen.
VIT® ABM (Aktive Biomasse Monitoring) quantifiziert die stoffwechselaktive Biomasse der Belebungsbiologie und erlaubt Rückschlüsse auf deren physiologischen Zustand und Stressbelastung. Auf Basis der 2nd Generation ATP® Technologie stehen Messparameter zur Verfügung, die eine direkte Bewertung der biologischen Leistungsfähigkeit und Stabilität im laufenden Betrieb ermöglichen.
Das Webinar zeigt kompakt und praxisnah, wie diese Messwerte erhoben, ausgewertet und im Betrieb genutzt werden können. Anwendungsbeispiele verdeutlichen, wie Störungen früher erkannt, Fehlsteuerungen vermieden und betriebliche Eingriffe gezielter umgesetzt werden. Dadurch lassen sich Energie- und Betriebsmittel effizienter einsetzen und die Wirksamkeit von Maßnahmen nachvollziehbar belegen.
Easy Maintenance Mazerator – das messerscharfe Maximum
SEEPEX präsentiert seine neue Generation von Zerkleinerern Seit Jahrzehnten optimiert SEEPEX die Leistungsfähigkeit seiner weltweit gefragten Exzenterschneckenpumpen durch den vorgeschalteten Einsatz messerscharfer Mazeratoren, die Feststoffe und faserige Materialien zuverlässig in kleinste Partikel zerkleinern. Auf diese Weise werden Verstopfungen in Rohrleitungen verhindert und nachgeschaltete Anlagenkomponenten zuverlässig geschützt. Mit einer vollständig neuen Mazeratoren-Generation entwickelt SEEPEX seine Zerkleinerungstechnologie nun weiter. Der neue „Easy Maintenance Mazerator“ steht für maximale Wartungsfreundlichkeit, eine optimierte Schneidleistung und eine gesteigerte Anlagenverfügbarkeit. Mit dem 1. Januar 2026 hat das Unternehmen damit eine neue Phase seiner Easy-Maintenance-Strategie eingeläutet. „Unsere neue Mazerator-Generation eröffnet unseren anspruchsvollen Kunden eine Reihe von Vorteilen hinsichtlich der Handhabung, der Wartung und der Wirtschaftlichkeit, denn sie profitieren von einem reduzierten Verschleiß und einer deutlich längeren Lebensdauer. SEEPEX wiederum kann mit dieser neuen Lösung seine Marktposition stärken“, fasst Guntram Schulz, Global Market and Product Manager bei SEEPEX, zusammen.
Erneuerung von Wasseraufbereitungsanlagen mit Hyperboloid-Flockungsrührwerken
Die Flockung ist ein entscheidender Schritt in der Wasseraufbereitung, bei dem sich kolloidale suspendierte Partikel zu größeren, absetzbaren Flocken zusammenlagern, die anschließend entfernt werden können. Eine effektive Flockung erfordert eine optimale Einstellung von Chemikalienzugabe, Mischenergie und geringe Scherraten, um stabile Flocken zu bilden. Angesichts steigender regulatorischer und finanzieller Herausforderungen setzen immer mehr Betreiber auf die Umrüstung bestehender Anlagen, um die Aufbereitungseffizienz bei geringeren Kosten zu verbessern.
Flocken bilden sich durch die Neutralisierung negativ geladener Partikel durch Koagulation, gefolgt von einer Flockungsstufe mit scherkraftarmer Durchmischung zur Förderung von Partikelkollision. Der Erfolg der Flockenbildung hängt von der Mischintensität ab, die anhand des Geschwindigkeitsgradienten (G) gemessen wird, sowie von der Minimierung der Scherkräfte, die Flocken auseinanderbrechen lassen können. Über den G-Wert hinaus ist es für die Leistungsoptimierung unerlässlich, den Energieeintrag und die Strömungsdynamik innerhalb der Becken zu verstehen. Die numerische Strömungsmechanik (CFD) hat sich hier zu einem wertvollen Werkzeug entwickelt, um die Beckenhydraulik zu bewerten, Kurzschlüsse zu identifizieren und die Leistung verschiedener Flockungstechnologien zu beurteilen. Übliche Flockulatoren sind hydraulische Leitbleche, Schaufelrad oder Schreitbalken Flockulatoren, Schaufelrührer und Hyperboloid Rührwerke. Bewertet werden diese unter anderem anhand von Kriterien wie Wartungsaufwand, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Energieeffizienz, Redundanz, Energieübertragung, Scherkräfte und Flockungsqualität. Das Hyperboloid-Flockungsrührwerk nutzt strömungsmechanische Prinzipien, um eine gleichmäßige Durchmischung mit minimaler Scherbelastung zu gewährleisten. Durch die hyperboloide Form des Rührkörpers beschleunigt es die Flocken sanft entlang seiner Transportrippen. Hyperboloid-Rührwerke werden bodennah installiert und erzeugen eine radial nach außen gerichtete Sohlströmung, die den Beckenboden reinigt, Sedimentablagerungen verhindert und Flocken in der Schwebe hält. Durch Betrieb am Frequenzumrichter können Betreiber die Mischintensität einfach anpassen und auf Veränderungen in der Wasserqualität reagieren. Der Einsatz des Hyperboloid-Flockungsrührwerks sichert demnach geringeren Wartungsaufwand, optimierten Chemikalieneinsatz, ablagerungsfreien Betrieb und eine verbesserte Flockenbildung.
Schweizer Weltpremiere: grösstes Solarfaltdach der Welt auf der ARA Thunersee feierlich eingeweiht
Innovative Energielösung liefert 3 GWh Solarstrom pro Jahr und setzt ein starkes Zeichen für die Energiewende Auf der Abwasserreinigungsanlage ARA Thunersee wurde das grösste Solarfaltdach der Welt offiziell eingeweiht. Bundesrat Albert Rösti nahm die feierliche Eröffnung im Rahmen eines Besuchs vor Ort persönlich vor. Die Anlage wird künftig rund 3 Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr produzieren und ist ein bedeutender Schritt für die erneuerbare Energieversorgung in der Schweiz. Entwickelt und realisiert wurde das Projekt vom Schweizer Cleantech-Unternehmen dhp Technology AG aus Zizers (GR).
Das innovative Solarfaltdach überspannt mehrere Klärbecken und nutzt bestehende Infrastrukturflächen doppelt – für die Abwasserreinigung am Boden und die Solarstromproduktion darüber. Basierend auf bewährter Schweizer Seilbahntechnik kann sich das Dach bei extremen Wetterbedingungen wie Sturm, Schnee oder Hagel automatisch zusammenfalten. Dadurch werden Betriebssicherheit und Energieproduktion vereint – ohne Eingriff in die laufenden Prozesse der Anlage.
„Dieses Projekt zeigt, wie wir die Energiewende pragmatisch und wirkungsvoll voranbringen können“, sagte Ingo Schoppe, Geschäftsführer der ARA Thunersee, anlässlich der Einweihung. „Wir nutzen bestehende Flächen intelligent und leisten damit einen aktiven Beitrag zu Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz. Das Solarfaltdach stärkt unsere energetische Unabhängigkeit und dient als Vorbild für andere Infrastrukturanlagen.“
Mit einer installierten Leistung von 3.6 Megawatt Peak liefert die Anlage jährlich rund 3 Gigawattstunden erneuerbaren Strom. Das entspricht dem Verbrauch von etwa 700 Haushalten. Ein grosser Teil des erzeugten Stroms wird direkt vor Ort genutzt – ein wichtiger Schritt in Richtung Eigenversorgung und nachhaltiger Anlagenbetrieb.
„Die ARA Thunersee beweist, dass Infrastruktur Teil der Energiezukunft ist“, sagte Gian Andri Diem, CEO von dhp Technology. „Das grösste Solarfaltdach der Welt steht in der Schweiz – entwickelt mit Schweizer Ingenieurskunst und Innovationsgeist. Dieses Projekt zeigt das grosse Potenzial von Energieproduktion auf bestehenden Flächen. So schaffen wir Fortschritt, ohne zusätzlichen Raum zu beanspruchen.“
Gleich zu Jahresbeginn trifft sich die Infrastrukturbranche bei der InfraTech in Essen. Wahrscheinlich steht der Termin bei Ihnen schon fest im Kalender und wir freuen uns, wenn Sie auch den Mall-Messestand auf Ihrer Liste haben. Denn: Der erste Messetag steht bei uns ganz im Zeichen der Fachpresse.
Pressetag – Schwammstadt trifft Innovation
1. Individuelle Gespräche 2. Marktsituation: Aktuelle Situation und Ausblick 3. Mall-Lösungen als Baustein einer blau-grün-grauen Infrastruktur im Rahmen des Schwammstadt-Konzepts 4. Redaktionelle Berichte mit aktuellen Themen und Projekten
Bitte geben Sie uns kurz Bescheid, ob Sie kommen. Antworten Sie dazu einfach auf diese E-Mail – vielen Dank.
Wie der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. berichtet, untersucht eine Studie von Ramboll Civity Management Consulting, unter welchen ökologischen und wirtschaftlichen Bedingungen Phosphor aus Klärschlamm erfolgreich recycelt werden kann. Phosphor gilt als strategischer und nicht ersetzbarer Rohstoff für Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Industrie. Da Deutschland vollständig von Importen abhängig ist und globale Lieferketten als risikobehaftet gelten, rückt die Nutzung heimischer Ressourcen stärker in den Fokus.
Eine bislang kaum genutzte Ressource liegt laut Studie im Klärschlamm. Durch Recycling aus Klärschlamm oder dessen Aschen könnte ein erheblicher Teil des nationalen Phosphorbedarfs gedeckt werden. Vor dem Hintergrund der ab 2029 geltenden Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm untersucht die Studie daher, wie eine funktionierende Kreislaufwirtschaft aufgebaut und zugleich eine wirtschaftlich tragfähige Nutzung von recyceltem Phosphor erreicht werden kann.
Zu den zentralen Ergebnissen zählt, dass nur hochreine und schadstoffarme Phosphorrezyklate ökologisch vertretbar und breit einsetzbar sind. Die DPP teilt nicht die Annahme, dass nur hochreine Rezyklate relevant sind. Auch andere qualifizierte Recyclingformen leisten einen Beitrag zum Phosphorkreislauf, und jede praktikable und gesetzeskonforme Umsetzung von P-Recycling ist ein Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft.
Zudem empfiehlt die Studie eine gesetzlich verankerte Rezyklatquote im Phosphathandel, um die Rückgewinnung wirtschaftlich zu machen und einen stabilen Markt für Recyclingphosphor zu schaffen. Darüber hinaus könne Phosphorrecycling einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten und die Resilienz der Phosphorversorgung in Deutschland und Europa stärken.
Kläranlagen stoßen mehr Emissionen aus als gemeldet: Bis zu 150 Millionen Tonnen CO₂ fehlen jährlich in Klimabilanzen Kläranlagen gehören zur unsichtbaren Infrastruktur unseres Alltags. Sie reinigen Abwasser zuverlässig und sorgen dafür, dass Flüsse und Grundwasser sauber bleiben. Damit sind sie ein wichtiger Bestandteil unseres Gesundheits- und Umweltschutzes. Gleichzeitig sind ihre Emissionen deutlich höher, als bislang angegeben wird. Für das Klima spielt die Abwasserreinigung deshalb eine größere Rolle, als bisher in den offiziellen Zahlen sichtbar wird.
Eine neue Untersuchung der Princeton University, Engineering School zeigt: Viele Länder unterschätzen die Treibhausgase aus ihrem Abwassersektor um 19 bis 27 Prozent. Weltweit fehlen dadurch jedes Jahr zwischen 94 und 150 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente in den offiziellen Klimabilanzen. Das entspricht ungefähr den Emissionen des internationalen Luftverkehrs.