Die 26. Österreichischen Umweltrechtstage fanden am 21./22. September 2022 traditionsgemäß in Kooperation mit dem Institut für Umweltrecht der Johannes-Kepler-Universität Linz im Uni-Center der JKU in Linz statt.
Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Generalthemas „Recht der nachhaltigen Ressourcennutzung“. Wie alljährlich vermittelten Newsflashs auf allen Umweltrechtsgebieten Österreichs und der EU wieder die wegweisenden Entwicklungen des letzten Jahres. Unter der Leitung von Univ.-Prof. Mag. Dr. Erika Wagner und Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Bergthaler, Univ.-Prof. Dr. Daniel Ennöckl, LL.M. und Vis.-Prof. Univ.-Prof. i.R. Dr. Ferdinand Kerschner konnten über 140 Personen an der JKU Linz begrüßt werden.
Der Eröffnung der Veranstaltung durch ÖWAV-Präsident BR h.c. DI Roland Hohenauer und Univ.-Prof. Mag. Dr. Erika Wagner folgte der Vortragsblock „Aktuelles im Umweltrecht – Teil 1“, in dem aktuelle Entwicklungen in Europa und im öffentlichen Recht behandelt wurden. Im anschließenden Block wurde das Generalthema „Recht der nachhaltigen Ressourcennutzung“ näher betrachtet.
Abgerundet wurde der erste Veranstaltungstag mit einem Abendempfang. In diesem Rahmen wurden auch die Österreichischen Umwelt- und Technikrechtspreise 2022 verliehen, die von Haslinger/Nagele & Partner Rechtsanwälte GmbH, dem Verlag Manz, dem ÖWAV und der IG Umwelt und Technik ausgeschrieben worden waren. Die diesjährigen Preisträger sind Dr. Miriam Hofer, Dr. Giuseppe Giorgio Reiter und Dr. Patrick Petschinka. Der ÖWAV gratuliert den Preisträgern sehr herzlich!
Am Vormittag des zweiten Tages mussten sich die Teilnehmer:innen zwischen zwei Workshops entscheiden. Im Workshops A wurde über Lieferketten in speziellem vorgetragen und diskutiert. Im Workshop B wurde zum Thema Versorgungssicherheit in Bezug auf die Energiewende sich ausgetauscht. Anschließend wurden im Block IV „Aktuelles im Umweltrecht, Teil 2“ wie gewohnt aktuelle und neue Entwicklungen im Umweltprivatrecht, Abfallrecht und Wasserrecht präsentiert.
Als Abschluss übernahmen „die Jungen“ die Bühne und stellten Ihre Ansicht zum Thema Ressourcengerechtigkeit dar.
Am 22. September 2022 veranstaltete die Junge Wasserwirtschaft im ÖWAV im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BML) einen Workshop mit dem Leitthema „Möglichkeiten der interdisziplinären Zusammenarbeit in Bezug auf Starkregen“. Ziel war es, das eigene Netzwerk genauso wie die interdisziplinäre Vernetzung zu stärken und allen betroffenen Sektoren die Möglichkeit zur Schaffung einer gemeinsamen Sichtweise zum Thema Starkregen zu geben. Die Ergebnisse des Workshops wurden im Rahmen der Flussbautagung am 28. September von Mitgliedern des Kernteams der Jungen Wasserwirtschaft vorgestellt.
Am 7. und 8. September 2022 wurde unter der Leitung von Dr. Stefan Wildt, Amt der Tiroler Landesregierung, in der FH Oberösterreich, Campus Hagenberg, die 31. Sprechertagung der ÖWAV-Kläranlagen-Nachbarschaften, gleichzeitig auch die 21. Sprechertagung der ÖWAV-Kanal-Nachbarschaften abgehalten.
Begrüßt wurden die Teilnehmer:innen durch den Tagungsleiter und den neuen Geschäftsführer des ÖWAV, Herrn DI Dr. Daniel Resch, der seit 11. Juli 2022 in dieser Funktion tätig ist und zum ersten Mal an einer Sprechertagung teilnahm. Die politische Begrüßung erfolgte durch Landesrat Stefan Kaineder, OÖ Landesregierung, der in seinen Worten die großen Leistungen der österreichischen Abwasserwirtschaft für den Gewässerschutz und die gesunden Ökosysteme würdigte und im Hinblick auf aktuelle geopolitische Krisen das bedeutende Energieeinsparungspotential auf Kläranlagen unterstrich.
Wie jedes Jahr war die Veranstaltung auch heuer wieder mit ausgezeichneten Beiträgen bestückt und durch regen Erfahrungsaustausch gekennzeichnet. Durch MR DI Hubert Grech, BMK, konnten den Teilnehmer:innen der zweitägigen Veranstaltung unter anderem aktuelle Informationen zur Klärschlammentsorgung und -verwertung sowie ein Ausblick auf die geplante Novelle der Abfallverbrennungsverordnung gegeben werden. DI Heide Müller-Rechberger, BML, berichtete über den mit 26. Oktober 2022 im Rahmen des Green Deal Pakets vorgestellten EU-Kommissionsentwurf zur überarbeiteten Abwasserrichtlinie (UWWTD) und damit verbundene zu erwartende Auswirkungen auf die österreichische Abwasserwirtschaft und nationale Regelungen wie etwa die 1. AEV. Zu den Policy Options der Kommission sind auf der Homepage des BML unter folgendem Link einige Fact Sheets verfügbar. In weiteren interessanten Vorträgen wurden außerdem die aktuellen Themen Strommangel und Blackout auf Kläranlagen sowie das Thema IKT-Sicherheit in der Abwasserwirtschaft umfassend behandelt.
Dr. Wildt präsentierte den Tätigkeitsbericht über das vergangene Arbeitsjahr mit den weiterhin bestehenden Herausforderungen rund um COVID-19. Erfreulicherweise konnten die regionalen Nachbarschaftstage in den einzelnen Bundesländern wie gewohnt physisch stattfinden. Darüber hinaus erfolgte die Finanzierung von Unterlagen und mehrerer Seminarteilnahmen für Sprecher:innen, Betreuer:innen und Ausschussmitglieder aus Mitteln der ÖWAV-KAN. Nach gemeinsamer Bearbeitung in den Arbeitsausschüssen „Kanalbetrieb“ und „Kläranlagenbetrieb“ konnte außerdem der neue KAN-Folder vorgestellt werden, der sich zum Download auf der ÖWAV- und der KAN-Homepage befindet. Derzeit nehmen 978 Kläranlagen und 357 Kanalbetriebe an den Nachbarschaften des ÖWAV teil. Diese sind in 55 Kläranlagen- und in 19 Kanal-Nachbarschaften organisiert.
Dr. Stefan Lindtner stellte wie bereits in den vergangenen Jahren den Leistungsnachweis der ÖWAV-Kläranlagen-Nachbarschaften zum Betriebsjahr 2021 vor. Dabei haben 830 kommunale Abwasserreinigungsanlagen mit 22,3 Mio. EW teilgenommen, wovon sich 29 Anlagen mit 2,0 Mio. EW in Südtirol befinden. Zudem nahmen 20 gewerbliche oder industrielle Anlagen mit 4,5 Mio. EW am Leistungsnachweis teil. Wie bereits in den Vorjahren wurden 99 % der Daten über das Kläranlagenportal (KAPO) geliefert.
Zu Beginn des zweiten Tages erfolgte durch ÖWAV-Vizepräs. GF BR h.c. DI Dr. Wolfgang Scherz, MBA CSE, ein Nachruf auf den am Vortag verstorbenen ÖWAV-Ehrenpräsidenten BR h.c. Univ.-Prof. DI Dr. Werner Lengyel.
Ehrungen und Verabschiedungen Wie jedes Jahr wurden am Abend des ersten Tages verdiente Mitarbeiter:innen der Nachbarschaften geehrt und verabschiedet! Zudem wurden die neuen Betreuer und Sprecher vorgestellt und herzlich willkommen geheißen. Der ÖWAV bedankt sich auch an diese Stelle für das große Engagement in der Nachbarschaftsarbeit!
Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch HR DI Alfred Trauner, Amt der OÖ Landesregierung, der mit Anfang Dezember 2022 seinen wohlverdienten Ruhestand antreten wird und dem nicht anwesenden, ehemaligen ÖWAV-GF DI Manfred Assmann, für die langjährigen Verdienste um die Abwasserwirtschaft, die KAN und den Verband großer Dank ausgesprochen. Zuletzt dankte Dr. Wildt allen Moderatoren, Referent:innen, den Teilnehmer:innen sowie den ausländischen Vortragenden und Gästen und nicht zuletzt auch dem Team des ÖWAV für seine Unterstützung.
Die nächste Sprechertagung wird am 13. und 14. September 2023 in Hagenberg stattfinden. Das Programm und die Einladungen werden den Teilnehmer:innen im Laufe des 2. Quartals 2023 zugesendet.
Am 20.10.22 konnte nach zweijähriger coronabedingter Zwangspause endlich wieder ein Jour-Fixe „Biogas“ abgehalten werden.
Unter der Leitung von Mag. Dr. Ingrid Winter wurden in den Räumlichkeiten der Wiener Kommunal-Umweltschutzprojektgesellschaft mbH (WKU) die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Biogasanlagen beleuchtet. Zum Abschluss der Veranstaltung durften die Teilnehmer:innen auch noch die Biogasanlage Pfaffenau besichtigen – herzlichen Dank an die MA48 für den sehr interessanten Einblick in die Praxis!
Seit bald zwei Jahren deckt die Hauptkläranlage in Simmering ihren Energiebedarf selbst. Denn auf dem Areal wird aus Klärschlamm Strom und Wärme erzeugt. Sogar so viel, dass der Rest in das Versorgungsnetz eingespielt werden kann.
Es klingt etwas ungustiös: Der Schlamm, der sich bei der Abwasserreinigung sammelt, verfault zunächst in eigenen Behältern. Dabei entsteht sogenanntes Grünes Gas, hauptsächlich Methan. Das Gas wird in Heizkraftwerke geleitet und dort verbrannt – dabei entsteht Strom und Wärme.
Der Schlamm kommt ebenfalls in die Müllverbrennungsanlage und wird zu Wärme. So hat die Kläranlage im ersten Halbjahr 115 Prozent des Strombedarfs und 180 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt. Der Rest wird in die Versorgungsnetze eingespeist. Die Kläranlage wurde „von einer großen Energieverbraucherin zu einem echten Öko-Kraftwerk“, freut sich Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).
Wärme für Wiener Haushalte Künftig wird auch das gereinigte Abwasser zur Wärmegewinnung eingesetzt: Im kommenden Jahr startet die Großwärmepumpe am Abfluss der Kläranlage.
Dort stehen im Vollausbau sechs Wärmepumpen, die mit Wärmetauschern dem gereinigten Wasser rund 6 Grad Celsius entziehen. Diese geringe Temperatur kann Wien Energie dank moderner Technik nutzen, um Wärme mit mehr als 90 Grad Celsius zu erzeugen. Diese Wärme fließt dann in Form von heißem Wasser über das Fernwärmenetz in die tausenden Wiener Wohnungen, die mit Fernwärme versorgt werden.
Ab 2023 wird die Großwärmepumpe mit einer Leistung von 55 Megawatt bis zu 56.000 Wiener Haushalte mit Öko-Wärme versorgen, im Vollausbau (2027) mit der doppelten Leistung (110 Megawatt) dann bis zu 112.000 Haushalte.
Gereinigtes Wasser fließt in die Donau Seit 1980 reinigt die in Simmering gelegene zentrale Kläranlage der Stadt das Abwasser der Wienerinnen und Wiener, mehr als 6.000 Liter Abwasser gelangen pro Sekunde in die Anlage. In 20 Stunden durchläuft das Abwasser nach einer mechanischen Reinigungsstufe zwei biologische Reinigungsstufen. Rund 20.000 Kilogramm an Feststoffen und mehr als 100.000 Kilogramm an gelösten Schmutzstoffen werden dem Abwasser Tag für Tag entzogen. Über den Donaukanal fließt das gereinigte Abwasser in die Donau, ohne deren Wasserqualität zu beeinträchtigen.
Sauberes Regenwasser – direkt in die Kanalisation in Richtung Kläranlage. So läuft es in Wien derzeit ab. Durch mehr und mehr Projekte versucht die Stadt nun, diese Verschwendung zu vermeiden und damit das Stadtklima aufzubessern.
Das Wiener Kanalnetz ist darauf ausgelegt, Regenwasser mehr oder weniger sofort abzutransportieren. Gut 90 Prozent der Kanalkapazitäten werden für Regenwasser genutzt, die restlichen zehn Prozent für Abwasser. Dabei ist das Regenwasser meist weitgehend sauber und wird umsonst unter ganz Wien hindurch bis in die Kläranlage gepumpt. Das kostet Geld…mehr:
Wien: Gebühren sollen auch 2023 in Wien erhöht werden
Angesichts der steigenden Inflation und trotz der rasant wachsenden Preise für Strom und Gas will die Stadt Wien auch im kommenden Jahr wieder die Gebühren anheben. Wie die „Kronen Zeitung“ am Sonntag berichtet, sollen die Kosten für Kanal, Müll und Wasser auch 2023 erhöht werden. Das sieht das Wiener Valorisierungsgesetz vor. Und Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat offenbar nicht vor, von der Möglichkeit einer Aussetzung dieses Gesetzes Gebrauch zu machen.
Kläranlage Rossau: Die IKB machen das Abwasser täglich klar
In der Kläranlage Rossau werden täglich bis zu 165 Mio. Liter Abwasser von Innsbruck und 14 Umlandgemeinden zuverlässig gereinigt. Selbst bei einem Blackout würde das System Wasser in Innsbruck laufen.
Rund 20 Tonnen „Feststoffe“ sieben Auffangrechen der städtischen Kläranlage in Simmering täglich aus dem Abwasser. Das bringt Nachteile für Mitarbeiter, Kläranlage und die Umwelt mit sich. Daher startet die Stadt die Kampagne „Spül keinen Müll“.
Auf seinem Weg in die Kläranlage fließen pro Sekunde mehr als 6.000 Liter Abwasser durch grobe und feinere Rechen. Darin bleiben innerhalb eines Jahres unter anderem mehr als 79 Millionen Feuchttücher, mehr als 196.000 Kilogramm…mehr:
Wien: Abwasser hält Wärme für mehr als 100.000 Haushalte bereit
Herausforderungen der Superlative benötigen Lösungen der Superlative – so kann die notwendige Dekarbonisierung des Wiener Wärmenetzes beschrieben werden. Bis 2040 plant Wien, die Klimaneutralität zu erreichen. Bis dahin will Wien Energie 56 Prozent des Wärmebedarfs in Wien über die Fernwärme abgedecken. Über die Hälfte davon wird dabei durch Geothermie und Großwärmepumpen produziert werden.
Damit dieses Ziel in 18 Jahren auch erreicht werden kann, setzt der Energiedienstleister heute schon die nötigen Schritte. Im Bereich der Geothermie wurden bereits Ende 2020 wichtige Meilensteine erreicht. Das Team von GeoTief Wien präsentierte ein umfassendes 3D-Modell des Wiener Untergrundes, das bereits ein vielversprechendes Heißwasservorkommen unter den Füßen Wiens zeigt. Bis 2030 sollen mit der Wärme aus der Tiefen-Geothermie bis zu 125.000 Haushalte versorgt werden. Mehr:
Wien: Wärme aus Klärwasser soll 100.000 Haushalte versorgen
Die Klimakatastrophe und die Gas-Abhängigkeit von Russland befeuern die Suche nach Alternativen bei der Wärme- und Energiegewinnung. Wien setzt auch auf Klärwasser.
Wien wird künftig verstärkt Wärme aus Klärwasser gewinnen. Im Vollausbau – bis zum Jahr 2027 – sollen bis zu 112.000 Haushalte mit klimaneutraler Fernwärme versorgt werden. Dafür baut die Wien Energie in Wien-Simmering am Gelände der EBS-Kläranlage eine der leistungsstärksten Großwärmepumpen Europas. In der ersten Ausbaustufe mit 55 Megawatt (MW) Leistung sollen ab Mitte 2023…mehr:
Wien: Studie – Woher kommt die Wärme in Österreichs Landeshauptstädten?
Am Freitag, dem 25.02.2022, soll der offizielle Spatenstich zum Bau von Wiens neuer Wärmepumpe in der Kläranlage Simmering erfolgen. Dieses Projekt ist Teil des Klimafahrplans, mit dem die Stadt Wien…mehr:
Bereits acht Prozent aller Coronavirus-Ansteckungen dürften auf die neue Omikron-Subvariante BA. 2 zurückzuführen sein. Um die Entwicklung zu beobachten werden auch in Salzburg Kläranlagen untersucht.
Die Omikron „Geschwistervariante“, wie sie von Wissenschaftlern genannt wird, dürfte zwar ansteckender aber nicht schwerer im Verlauf sein – eine finale Einschätzung der Lage sei aber noch nicht möglich, heißt es vom Land.
Leoben: Früherkennung in Kläranlagen ist derzeit Österreichs Omikron-Hotspot
In fünf Kläranlagen des Landes wurden bereits Omikron-Spuren entdeckt, darunter in Wien, Bregenz, Korneuburg und in der Anlage Wörthersee-West. Einsamer Spitzenreiter ist allerdings Leoben.
Seit fast eineinhalb Jahren werden rund hundert Kläranlagen im ganzen Land…mehr:
Murtensee/CH: Chemikalien-Knappheit bei KläranlagenSchweizer Seen droht Fischsterben
Kläranlagen leiden unter einer Fällmittel-Knappheit. Fehlt die wichtige Chemikalie, steigt der Phosphor-Gehalt im Wasser. Bereits betroffen sind etwa der Greifensee und der Murtensee. Mehr:
Die neue ARA Furthof/CH ist bereit für die Zukunft
Die ARA Furthof wurde wesentlich erweitert und umfassend saniert. Am Samstag, 17. September, kann die Bevölkerung die moderne Kläranlage besichtigen. Im Frühjahr 2019 erfolgte der Spatenstich für die Bauarbeiten der ARA Furthof des Kläranlagenverbandes Buchs-Dällikon betrieben wird. In einer ersten Etappe wurden die beiden wesentlichen Neubauten des Projektes realisiert: ein zusätzliches Biologiebecken und das Gebäude der vierten Reinigungsstufe mit der Ozonung und Filtration. Mit diesen neuen Prozessen konnten die bestehenden Bauwerke der Verfahrenstechnik…mehr:
Gülle und Kläranlagen machen Sitter zum Ekel-Fluss Hälfte der Tests ungenügend
Die Sitter kämpft bereits seit längerem mit einer abnehmenden Wasserqualität. Gülle und Keime aus Kläranlagen verdrecken das Wasser. Für Badende wird das zunehmend zum Problem.
Die Ostschweiz hat ein Gülle-Problem. In der Sitter,…mehr:
Délemont: Die ARA Délemont (La SEDE) betreibt seit April eine Reinigungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen
Die Situationsanalyse «Stoffeinträge aus Industrie und Gewerbe in Gewässer» wurde veröffentlicht. Die ARA Morgental (+Hofen), betreibt seit 2021 eine MV-Stufe.
Bern: Pflanzenschutzprojekt zeigt erste Erfolge Rückgang der Wasserbelastung
Die getroffenen Massnahmen sind wirkungsvoll: Bei drei überprüften Kläranlagen ist die Belastung des Wassers mit Pestiziden gesunken.
Das 2017 gestartete Berner Pflanzenschutzprojekt kann erste Erfolge verbuchen, was die Belastung von Gewässern durch Pestizide angeht. Messungen bei drei Kläranlagen ergaben einen Rückgang der Wasserbelastung. Dies vor allem dort,…mehr:
Zerstückeltes Geld in Zürcher Kläranlage entdeckt Von wegen Geld stinkt nicht: Tausende Franken wurden zerkleinert in einer Kläranlage in Uster ZH entdeckt. Die Echtheit wurde überprüft und bestätigt. Nur wem die Kohle gehört, ist weiterhin unklar. Mehr:
EMV Morgental: Zwei Kläranlagen – eine Elimination
Im Rahmen einer Partnerschaft haben Entsorgung St. Gallen und der Abwasserverband Morgental auf dem Areal der ARA Morgental eine gemeinsame Anlage zur Elimination von Mikroverunreinigungen realisiert. Die vielen Synergien, die aus dem gemeinsamen Projekt hervorgegangen sind, sowie die diversen Herausforderungen, die es zu meistern galt, werden nachfolgend beschrieben und diskutiert.
Seit über hundert Jahren produziert die Stadt St. Gallen aus dem gereinigten Abwasser der 1917 in Betrieb genommenen Kläranlage Hofen in Wittenbach im gleichnamigen Kleinwasserkraftwerk bis zu 2 GWh Strom. Bis 2013 wurde das turbinierte Abwasser in den Bach Steinach eingeleitet. Ausschlaggebend für den Einleitungsstopp des gereinigten Abwassers waren die zunehmenden qualitativen Gewässerprobleme der Steinach. Dazu kam der altersbedingte Sanierungsbedarf des Kleinwasserkraftwerks Hofen mit Druckleitung und dem 1914 erbauten Turbinenhaus.
Wasserqualität der Steinach Im Unterlauf der Steinach flossen bei Niedrigwasser…mehr:
Die ARA Hofen hat den Infrawatt Innovationspreis 2021 für die Ertüchtigung ihrer Biologiebecken mit dem Konzept der dynamischen Regelung erhalten. Die Leistung der ARA konnte dadurch signifikant erhöht werden, bei stark vermindertem Energieverbrauch und gleichzeitig sehr geringen Lachgasemissionen.
Die ARA Hofen hat in den letzten Jahren systematisch eine fortschrittliche Energiestrategie umgesetzt. Es wurde ein modernes Blockheizkraftwerk (BHKW) kombiniert mit einer Wärmepumpe installiert. Die alten Gebläse wurden durch neue energieeffiziente Turboverdichter ersetzt und die Belüftungsstrategie mit dem Konzept der dynamischen Regelung modernisiert.
Die Behandlung der Stickstofffracht spielt in der modernen Abwasserreinigung eine wichtige Rolle. Ziel ist eine vollständige Nitrifikation, aber auch eine möglichst hohe Denitrifikation. Bei der Nitrifikation/Denitrifikation können auch unerwünschte Nebenprodukte entstehen wie Nitrit und Lachgas. Wegen ihres sehr grossen Treibhausgaspotenzials sind Lachgasemissionen in den letzten Jahren vermehrt untersucht worden. Da Lachgasemissionen pro Masseneinheit einen Treibhauseffekt erzeugen, der 265-mal stärker ist als derjenige von CO₂, müssen sie möglichst vermieden werden. Das Projekt N2Oara der Eawag, ETH und Empa hat gezeigt, dass die geschätzten durchschnittlichen Lachgasemissionen der schweizerischen Abwasserreinigungsanlagen (ARA) im Jahr 2020 in der Grössenordnung von 2,5% der Stickstofffracht im Zulauf liegen [1]. Damit übersteigt der Treibhauseffekt der Lachgasemissionen…mehr:
Die DWA Baden-Württemberg und die aquabench GmbH möchten das Benchmarking Abwasser Baden-Württemberg deutlich stärker an den aktuellen Fragestellungen der Unternehmen der Abwasserbeseitigung ausrichten. Hierzu möchten wir gerne Ihre aktuellen Themen und Meinung für und zum Projekt erfahren und freuen uns, wenn Sie sich an unserer kurzen Umfrage beteiligen.
Anhand Ihres Meinungsbildes werden DWA, die kommunalen Spitzenverbände und aquabench in den nächsten Wochen zwei zentrale Elemente entwickeln: – Eintägiger Erfahrungsaustausch zum meistgenannten Thema der Umfrage im III. Quartal 2022 – Konzeptentwicklung für die Erhebung im Jahr 2023 Erarbeitung eines Kennzahlensets, dass die Leistung der Unternehmen für Bürger, Kommunen und die Umwelt deutlich macht sowie Einbindung relevanter Themen und externer Experten auf der Projektsitzung.
Der Vorschlag für die Neufassung der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Behandlung von kommunalem Abwasser (COM(2022) 541 final) liegt nun auch in deutscher Fassung vor.
EWA-Gratiswebinar zur kommunalen Abwasserrichtlinie Die European Water Association (EWA) veranstaltet am 7. Februar 2023 ein Gratiswebinar zum Thema „Revision of the Urban Waste Water Treatment Directive“ (in englischer Sprache).
Die Kampagne „Spül keinen Müll“ der Stadt Wien läuft nun seit über einem Jahr. Sie will die Menschen dazu animieren, ihren Abfall nicht mehr im Klo zu entsorgen. Die Bilanz ist positiv: Im Vorjahr landeten um 335 Tonnen weniger Abfälle in der Simmeringer Kläranlage.
Grund für die Offensive der Stadt waren die enormen Mengen an Abfall, die noch vor einem Jahr ins Wiener Abwasser gelangten. Rund 20 Tonnen Feststoffe, also Gegenstände, die sich im Wasser nicht auflösen, wurden damals Tag für Tag aus der Kläranlage in Simmering gefischt. Das entspricht etwa 7.300 Tonnen pro Jahr. Heute sind es unter 7.000 Tonnen.
Miklos Papp, technischer Leiter der ebswien-Kläranlage, freute sich im Interview mit wien.ORF.at über die positiven Effekte der Kampagne: „Im letzten Jahr sind etwa 335 Tonnen weniger Abfall in unsere Kläranlage gelangt. Wir verzeichnen also einen Rückgang von rund fünf Prozent.“
60 Lkw-Fahrten erspart Durch den ins Klo geworfenen Abfall entsteht für die Umwelt mehr Belastung, für das Unternehmen mehr Aufwand und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kläranlage mehr Arbeit: Denn der Müll muss in Containern zur thermischen Entsorgung gebracht werden. Feuchter Müll brenne auch schlechter und sei daher aufwendiger zu entsorgen, erklärte Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) zudem kürzlich in einer Aussendung.
Die vielen Tonnen an Feuchttüchern, Monatshygieneartikeln und Zigarettenstummeln im Abwasser machen jährlich weit über tausend Lkw-Transporte…
Das Abwasser der Kläranlage in Hallstatt soll in Zukunft auf Coronaviren untersucht werden. Das kündigte das Gesundheitsministerium am Dienstag an. Hintergrund sind die hohen Infektionszahlen in China. Die Kontrollen treffen auch China-Flüge.
Angesichts der starken CoV-Welle in China soll in Österreich ab kommender Woche das Abwasser von allen Flügen aus China auf neue Virusvarianten untersucht werden. Das hat das Gesundheitsministerium am Dienstag angekündigt. Die Proben würden direkt aus den Abwassertanks der Flugzeuge entnommen, damit könnten neue Virusvarianten besonders gut entdeckt werden, hieß es. Zudem soll die Kläranlage aus Hallstatt ins Abwassermonitoring des Bundes einbezogen werden.
Häufig besuchte Orte Die Kläranlagen von Wien und Salzburg seien bereits Teil des Monitoringprogramms des Bundes. Damit…
Gleisdorf: Bundesministerin Leonore Gewessler auf Stippvisite in der Kläranlage
Bundesministerin Leonore Gewessler gab sich mit lokaler Politprominenz in der Gleisdorfer Kläranlage ein Stelldichein. Besichtigt wurde Gleisdorfs neue Wärmepumpe, durch die Fernwärme aus Abwasser gewonnen wird.
Politisches Großaufgebot in der Gleisdorfer Kläranlage: Grund dazu bot der Kurzbesuch von Bundesministerin Leonore Gewessler. Anlässlich des Abschlusses des Großforschungsprojektes des Gleisdorfer Forschungsinstitutes AEE – Institut für Nachhaltige Technologien (AEE Intec) – hatte man zur Besichtigung …mehr:
AWV Hall in Tirol – Fritzens: Sanierung Nachklärbecken
Die Beckenkrone unserer drei runden Nachklärbecken wird durch die Witterung, Schnee und Eis im Winter, aber auch durch die Last der Räumer, schwer in Mitleidenschaft gezogen. Wir haben uns daher für eine patentierte Sanierung mittels Edelstahlabdeckung entschieden. Ein Besuch bei einer Kläranlage in Tirol hat uns gezeigt, dass sich dieses System seit vielen Jahren bewährt.
Luterbach/CH: Firma Biogen – Sieben Millionen Franken für Spezial-Kläranlage
Das Abwasser von der Firma Biogen in Luterbach wird separat zur Kläranlage in Zuchwil geführt. Dies ist nötig, weil das Abwasser von Biogen eine deutlich höhere Belastung als «normales» Abwasser aufweist. Und es braucht auch eine Vorreinigungsanlage für das Fabrikabwasser.
Bubendorf BL: Diese Taucher haben den ekligsten Job der Schweiz
In Kläranlagen werden regelmässig Binden herausgefischt. Doch nicht nur das landet über die Toilette im Abwasser. Das kann schwere Folgen haben, die es zu verhindern gilt, sagt Gerhard Spahr, Chef der Kläranlage (ARA) in Bubendorf. Mehr:
Die Solaranlage in der Ferienregion Lenzerheide hat eine spezielle Bauweise, die für Abwasserreinigungsanlagen geeignet ist.
Die Kläranlage Canius der Schweizer Gemeinde Vaz/Obervaz in der Ferienregion Lenzerheide wurde mit einer faltbaren Solaranlage von dhp technology in Zizers ausgestattet. Damit kann knapp die Hälfte des Strombedarfs der Anlage vor Ort erzeugt werden.
Bedingt durch die Höhenlage auf rund 1500 Metern und die generell tiefen Temperaturen im Winter produzieren Solaranlagen hier besonders effizient Strom. Weil…mehr:
Laupen: Drogen-, viren- und hormonfrei: 25 Gemeinden profitieren von neuer ARA
Die Kläranlage Laupen wird ausgebaut. Sie erhält ein System, um Mikro- organismen aus dem Abwasser von 25 Berner und Freiburger Gemeinden zu filtern. Die Bauzeit beträgt zwei Jahre. Die Kosten für die Nutzer steigen dabei nicht. Hier weiterlesen:
Wildegg: Vermutlich längstes Wandbild der Schweiz befindet sich in Kläranlage
Es beginnt mit einem Biber und endet nach über 100 Meter mit einem Biber: das wahrscheinlich längste Wandbild der Schweiz. Gesprayt hat das Graffiti der Künstler Cyril Jäggi im Untergrund der Kläranlage ARA in Wildegg. Mehr:
Am Ufer des Murtensees entsteht eine neue Kläranlage Im kommenden Jahr entsteht in Muntelier am Murtensee eine neue Abwasserreinigungsanlage. Das von ihr gereinigte Wasser soll noch sauberer als bisher in den Murtensee geleitet werden. Bei der neuen Abwasserreinigungsanlage wird es eine vierte Reinigungsstufe geben, in der Mikroverunreinigungen durch Ozonierung entfernt…mehr:
Wissenschaftler der Universität der Bundeswehr in Neubiberg forschen, wie Biogas zur Netzsicherheit beitragen kann.
Kläranlagen bewirken nicht nur, dass Abwasser gereinigt wird, sie produzieren auch Energie und leisten so einen Beitrag zur Energiewende. Wie Biogas auf den Anlagen flexibler erzeugt werden und auch zur Stabilität des Stromnetzes beitragen kann, erforschen Wissenschaftler …mehr:
Weitgehendes Aus für Covid-Datenveröffentlichung Ende Juni
Nach mehr als drei Jahren will das Gesundheitsministerium die tagesaktuelle Veröffentlichung der Corona-Daten weitgehend einstellen. Derzeit veröffentlicht das Ministerium noch täglich, wie viele Menschen in Österreich an Covid-19 erkrankt oder nach einer Infektion verstorben sind. Mit 1. Juli läuft das aus. Als Ersatz soll es ab August ein neues Dashboard mit Daten zu schweren Atemwegserkrankungen geben.
Begründet wird das Ende der täglichen Corona-Bilanz damit, dass Covid-19 mit Ende Juni aus der Liste der meldepflichtigen Krankheiten gestrichen wurde. Aktuell enthalten die im Internet veröffentlichten Dateien…mehr:
Warum ebbt die versteckte Coronawelle trotz Frühling nicht ab?
Die Viruslast im Abwasser der Schweizer Kläranlagen ist so hoch wie in der Sommerwelle 2022 und sogar höher als im vergangenen Herbst. Der Zürcher Infektiologe Huldrych Günthard erklärt, was die versteckte Coronawelle ….
Viren im Abwasser – Corona-Welle erfasst die Schweiz
In der Schweiz stecken sich momentan offenbar viele Leute mit dem Coronavirus an. Das zeigen die Viruswerte im Wasser von regionalen Kläranlagen, die das Bundesamt für Gesundheit regelmässig veröffentlicht. Wie viele Menschen infiziert sind, lässt sich nicht sagen. Denn es wird kaum mehr getestet. Eine versteckte Coronawelle grassiert in der Schweiz. In den Kläranlagen ist die Viruslast so hoch wie in der Sommerwelle 2022 und höher als im letzten Herbst. Besonders betroffen sind etwa die Regionen Luzern, Winterthur, Bülach und Bremgarten im Aargau.
Sars-CoV-2 (noch) nicht saisonal geworden Während Sars-CoV-2 noch immer stark im Umlauf ist, sind andere respiratorische Erkrankungen wie Influenza und RSV hierzulande verschwunden. Corona ist also bis anhin (noch) nicht saisonal geworden, wie diverse Experten vorausgesagt hatten.
Die Gründe sind laut Huldrych Günthard, Leitender Arzt an der Klinik für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich, noch offen. Wie er gegenüber der «Schweiz am Wochenende» erklärt, sei die Immunität der Bevölkerung vielleicht doch noch nicht so gut, wie man das gerne hätte und die Grundaktivität von SarsCoV-2 deshalb noch zu hoch. «Eine weitere Möglichkeit ist, dass es das Virus wieder einfacher hat, weil nur noch wenig geimpft wird und deshalb der partielle Impfschutz nicht mehr besteht.»
Wer sich angesteckt hat, muss aber offenbar kaum mehr ins Spital. Es gebe kein erhöhtes Aufkommen von Corona-Patienten, heisst es vom Universitätsspital Zürich – wie die «Schweiz am Wochenende» schreibt. Andere Spitäler berichten dasselbe.
Leicht übertragbare Omikron-Variante dominiert Besonders dominant ist – gemäss Zahlen des Bundes – aktuell die Omikron-Variante XBB. Diese leicht übertragbare Variante führt laut Experten in der Regel zu einer lästigen Erkältung, Fieber oder Schnupfen.
Wie viele Personen genau angesteckt sind, lässt sich nicht beziffern. Dies, weil kaum mehr getestet wird.Mehr:
Abwassermonitoring in der Pfalz überwacht Coronalage
Im Frühjahr 2022 startete ein bundesweites Pilotprojekt mit dem Ziel, die Verbreitung von Coronaviren im Abwasser zu überwachen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte kürzlich, die Untersuchungen des Abwassers zeigten, dass sich die Lage der Pandemie stabilisiert habe. Doch wie zuverlässig sind die Analysen? Die Neustadter Kläranlage bei Lachen-Speyerdorf ist eine der 20 Kläranlagen, die bei dem bundesweiten Piloprojekt mitmachen.
Hessen: Corona im Abwasser: Projekte in Kläranlagen stocken
Wiesbaden – Obwohl der Bund das System ausbauen will, stocken in Hessen die Projekte zur Überwachung von Corona im Abwasser.
Zum Jahreswechsel wurde die Probenentnahme an den meisten Standorten eingestellt. Wie es danach weitergeht, steht nach Angaben des hessischen Sozialministeriums noch nicht fest. Die führende Forscherin auf diesem Gebiet ist „mittlerweile doch mehr oder weniger desillusioniert“, wie Prof. Susanne Lackner, Professorin für Wasser …mehr:
Abwassermonitoring wird als Pandemie-„Wachturm“ beibehalten und aufgestockt -Österreich
Sämtliche Corona-Krisenmaßnahmen laufen bis Ende Juni aus, doch das Abwassermonitoring soll bleiben. In Innsbruck werden dazu Proben aus 48 Kläranlagen Österreichs ausgewertet…mehr:
Tirol: Wieder mehr Coronaviren in Tirols Abwasser: Aktuell höchster Wert seit März 2022 gemessen
Seit 2020 liefert die Überwachung des Abwassers von 43 Tiroler Kläranlagen aussagekräftige Daten hinsichtlich der aktuellen Verbreitung von Coronaviren. Zuletzt gab es wieder steigende Tendenzen, wie…mehr:
Hamburg /Abwasser: Wichtige Ressource und Informationsquelle für Pandemiebekämpfung
Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat heute zusammen mit der Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Dr. Antje Draheim, die Hamburger Kläranlage besucht. Sie informierten sich dabei über das hier durchgeführte SARS-CoV-2 Abwassermonitoring und den Pandemieradar sowie über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Abwasserwirtschaft.
Das Abwasser der Kläranlage in Hallstatt soll in Zukunft auf Coronaviren untersucht werden. Das kündigte das Gesundheitsministerium am Dienstag an. Hintergrund sind die hohen Infektionszahlen in China. Die Kontrollen treffen auch China-Flüge.
Angesichts der starken CoV-Welle in China soll in Österreich ab kommender Woche das Abwasser von allen Flügen aus China auf neue Virusvarianten untersucht werden. Das hat das Gesundheitsministerium am Dienstag angekündigt. Die Proben würden direkt aus den Abwassertanks der Flugzeuge entnommen, damit könnten neue Virusvarianten besonders gut entdeckt werden, hieß es. Zudem soll die Kläranlage aus Hallstatt ins Abwassermonitoring des Bundes einbezogen werden.
Häufig besuchte Orte Die Kläranlagen von Wien und Salzburg seien bereits Teil des Monitoringprogramms des Bundes. Damit…
Klärwerk Neu-Ulm: Hoher Anteil von Coronaviren im Abwasser
In der Region Ulm/Neu-Ulm gibt es vermutlich eine sehr hohe Dunkelziffer an Corona-Erkrankten. Das legen aktuelle Abwasserproben aus dem Klärwerk Steinhäule in Neu-Ulm nahe.
Der Berliner Virologe Christian Drosten hat jüngst das Ende der Corona-Pandemie ausgerufen. Doch viele Menschen, auch im Raum Ulm/Neu-Ulm, sind derzeit an Corona erkrankt. Wie viele es tatsächlich sind, lässt sich schwer sagen. Abwasserdaten aus dem Klärwerk Steinhäule in Neu-Ulm legen auf jeden Fall eine tatsächlich viel höhere …
Stuttgart: Corona-Abwasseranalysen durch das Zentrallabor der SES
Seit November 2021 führt das Zentrallabor der Stadtentwässerung Stuttgart eigene Untersuchungen zur Corona-Belastung im Zulauf des Hauptklärwerks Stuttgart-Mühlhausen durch. Dabei greift das Labor auf ein etwas vereinfachtes PCR-Verfahren zurück.
Jeden Tag wird die 24-Stunden-Mischprobe des Hauptklärwerk-Zulaufs analysiert. Neben dem Ct-Wert ergibt die Messung auch einen Konzentrationswert in Genkopien/ml. Dieser wird dann mit der Abwasser-Tagesmenge in eine Tagesfracht hochgerechnet, auf 100.000 Einwohner normiert und über 7 Tage rückwirkend gemittelt.
Der 7-Tages-Inzidenz graphisch gegenübergestellt sind damit frühzeitig Tendenzen erkennbar, unabhängig davon, ob Infizierte mittels PCR getestet wurden (und damit in die amtliche Statistik einfließen) oder nicht. Das Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart verwendet diese Abwasseranalytik als zusätzlichen Parameter zur Bewertung der Corona-Lage.
So schafft Kärnten schrittweise die Coronamaßnahmen ab
Impfstraßen in Spittal und Wolfsberg werden eingestellt, Impfungen und Tests künftig bei Hausärzten. Vorerst weitergeführt wird das Abwassermonitoring.
Mit 30. Juni soll Österreich wieder in den „Normalbetrieb“ zurückkehren, an diesem Tag enden alle Sonderbestimmungen für Corona. Kärnten fährt etliche…mehr:
Corona im Abwasser: Projekte in Kläranlagen stocken
Wiesbaden – Obwohl der Bund das System ausbauen will, stocken in Hessen die Projekte zur Überwachung von Corona im Abwasser. Zum Jahreswechsel wurde die Probenentnahme an den meisten Standorten eingestellt. Wie es danach weitergeht…mehr:
Ausweitung des Abwasser-Monitorings auf SARS-CoV-2 im Saarland
Seit Februar 2022 ist Saarbrücken mit der Kläranlage Burbach einer von bundesweit 20 Pilotstandorten im Pilotvorhaben „Systematische Überwachung von SARS-CoV-2 im Abwasser“ (ESI-CorA), das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Soforthilfeinstruments (Emergency Support Instrument-ESI) gefördert wird.Dabei werden auf den Kläranlagen zweimal wöchentlich Abwasserproben aus dem Zulauf genommen und auf SARS-CoV-2 analysiert.
Zum Pilotstandort im Saarland gehören der Entsorgungsverband Saar (EVS) als Projektverantwortlicher, das Gesundheitsamt des Regionalverbandes Saarbrücken und das beauftragte Analyselabor SGS Institut Fresenius.Unterstützt werden die Projektpartner vom saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.
Mittlerweile wurde ein nationales Pandemie-Radar aufgebaut, in das alle Pilotstandorte eingebunden sind, also auch Saarbrücken.Über dieses Pandemie-Radar können zukünftig die Trends der Wiederfindungsraten von SARS-CoV-2 hochaktuell abgebildet werden.Eine Auswertung der bisher im Projekt ESI-CorA erhobenen Daten liegt jedoch noch nicht vor.
Seit dem 17.Oktober 2022 sind im Saarland drei weitere Kläranlagen des EVS in dieses Pandemie-Radar eingebunden: die Kläranlagen Saarlouis, Neunkirchen-Wellesweiler und Illingen-Wustweiler.Auch hier werden zweimal wöchentlich Proben genommen und vom Labor SGS Institut Fresenius analysiert.
Die Überwachung von Viren im Abwasser ist ein weiterer wichtiger Indikator zur Überwachung des Pandemiegeschehens.Da es sich um ein Pool-Verfahren handelt, können – anders als bei individuellen Tests der Schleimhäute – die Ausscheidungen vieler Menschen auf einmal ausgewertet und als Frühwarnsystem verwendet oder für die Konzeption lokaler Maßnahmen zugrunde gelegt werden.
Corona-Nachverfolgung im Abwasser – Forschungsprojekt INSIDe gestartet
Zur Bewältigung von Krisen wie der Corona-Pandemie müssen frühzeitig gezielte und wirksame Maßnahmen getroffen werden, für welche möglichst genaue Informationen vorliegen müssen. Das Abwasser-Monitoring hat sich dabei als wirkungsvolles Mittel erwiesen, Coronaviren frühzeitig und systematisch nachzuweisen sowie Infektionsausbrüche nachverfolgen zu können. Durch eine Modellierung und Rückverfolgung der Virenlast im Kanalnetz könnten auftretende Infektionsherde lokalisiert werden und zusammen mit epidemiologischen Modellen ein gezieltes Frühwarnsystem für politische Entscheidungsträger bilden.
Im gemeinsamen Forschungsvorhaben INSIDe – Integrative Modellierung der Ausbreitung von schweren Infektionskrankheiten, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, arbeitet die Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Universität der Bundeswehr München mit der Universität Bonn, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie der Firma tandler.com GmbH an einer Plattform für die integrative daten-basierte Analyse der Ausbreitung von Infektionskrankheiten.
Die Universität der Bundeswehr München sowie die tandler.com GmbH entwickeln dafür detaillierte Kanalnetzmodelle, auf deren Basis die räumliche und zeitliche Verteilung der Coronaviren im Abwasser abgebildet werden können.
Klimawandel und steigende Energiekosten erfordern neue Ideen. Eine wird gerade an der Hochschule Coburg getestet: Bio-Kraftstoff aus Klärschlamm.
Die Europäische Union fördert aktuell das Projekt To-Syn-Fuel, in dem es darum geht, biogene Abfallstoffe umzuwandeln in nachhaltige Kraftstoffe und grünen Wasserstoff. Durchgeführt wird das Forschungsprojekt vom Fraunhofer Institut Umsicht im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg, wo auch der neue Bio-Kraftstoff entwickelt wurde – und zwar aus Klärschlamm. Jetzt wird er in einem VW mit Dieselmotor auf dem neuen Rollenprüfstand der Hochschule Coburg getestet. „Ziel unserer Untersuchungen ist die Analyse von Verbrauchs- und Emissionswerten im Vergleich zum Standardkraftstoff“, erklärt Prof. Dr. Markus Jakob. Er forscht und lehrt an der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik insbesondere zur motorischen Verbrennung. Gemeinsam mit Chemikerin Anja Singer leitet Jakob die Fuel Research Group der Hochschule und forscht an der Schnittstelle zwischen Chemie und Maschinenbau an Lösungen, um Energie zu speichern und zu transportieren – auf nachhaltige Weise.
Klimaneutrales Rohöl Mit dem „thermo-katalytischen Reforming“ (TCR-Verfahren), das Fraunhofer entwickelt hat, wird Biomasse in ihre Bestandteile zerlegt, veredelt und gereinigt. Ergebnis sind drei Produkte: Synthesegas mit einem sehr hohen Wasserstoffgehalt, „Biokohle“ und ein Bio-Rohöl, das den Ausgangsstoff für synthetische Kraftstoffe bildet. Solche nachhaltigen Energieträger wie der neue Bio-Kraftstoff aus Klärschlamm haben Fraunhofer zufolge einen um 85 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck als konventionelle fossile Kraftstoffe. „Perspektivisch könnten sie in hunderten dezentralen Kleinanlagen hergestellt werden“, sagt der Coburger Kraftstoff-Forscher Jakob. „Bayern hat das Potential, ab 2030 rund 400 000 Tonnen Klärschlamm in normkonforme Kraftstoffe umsetzen.“
Um die fossilen Energieträger vollständig aus dem Straßenverkehr zu verbannen, würden die absoluten Mengen noch nicht ausreichen. „Da aus dem TCR-Verfahren bereits normkonforme Kraftstoffe hergestellt werden können, ist es aber auf einfache Weise möglich, die verfügbaren Mengen des neuen Kraftstoffs den bekannten Serienkraftstoffen beizumischen.
Lindau: Vierte Reinigungsstufe für Kläranlage Lindau
Der Freistaat Bayern unterstützt den Bau der vierten Reinigungsstufe für die Kläranlage Lindau mit bis zu 2,3 Millionen Euro. Ein wichtiges Argument für den Ausbau in Lindau, so Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber: „Der Bodensee versorgt etwa fünf Millionen Menschen mit Trinkwasser und nimmt das gereinigte Abwasser der Anlieger auf. Das verlangt die bestmögliche Abwasserbehandlung.” Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt der Bayern Kommunen beim Ausbau ihrer Abwasserinfrastruktur. Den Betreibern von insgesamt 13 wichtigen Kläranlagen wird damit die Möglichkeit eröffnet, Fördermittel für die freiwillige Nachrüstung mit einer vierten Reinigungsstufe zu beantragen. Das Bayerische Umweltministerium fördert in diesem Programm den Bau der vierten Reinigungsstufe mit einem Zuwendungssatz von 50 Prozent; bei Inbetriebnahme bis Ende 2024 sogar bis zu 70 Prozent. Für die nächsten vier Jahre ist ein Fördervolumen von 16 Millionen Euro vorgesehen. Weiterführende Links www.stmuv.bayern.de/themen/wasserwirtschaft/abwasser/spurenstoffe.htm
Teures Klärwerk: Regierung und Rechnungshof sollen Irschenberg helfen
Beim Neubau der Kläranlage in Irschenberg lässt die Bürgerinitiative nichts unversucht, die Umsetzung des Vorhabens ohne eine vorherige Kostenprüfung zu verhindern. Nun sollen die Regierung von Oberbayern und der Bayerische Oberste Rechnungshof den Fall prüfen, zugunsten einer günstigeren Lösung. Irschenberg – Die Bürgerinitiative Irschenberg (BI) wird nun eine Etage höher vorstellig. Mit Mails an die Regierung von Oberbayern und den Bayerischen Obersten Rechnungshof will man nun erreichen, dass der geplante Neubau der Kläranlage kostenmäßig unter die Lupe genommen wird. Die Baukosten belaufen sich aktuell auf 8,7 Millionen Euro. Für die angeschlossenen rund 1500 Bürger bedeutet dies neben einem Extrabeitrag je nach Gebäude über mehrere Tausend Euro auch eine Erhöhung der Abwassergebühren auf etwa sechs Euro. Das wäre Deutschlands Rekordwert. Dabei soll die Anlage von derzeit 5000 Einwohnergleichwerten auf 7000 ausgebaut werden, um für die Gastronomiebetriebe an der Autobahnanschlussstelle ausreichend Kapazitäten zu schaffen. https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/irschenberg-ort28854/teures-klaerwerk-regierung-und-rechnungshof-sollen-irschenberg-helfen-92679157.html
Allershausen: Kläranlage – Lösung für Geruchsbelästigung ist in Arbeit
Die Kläranlage Allershausen wurde wieder auf Vordermann gebracht, ob sich die Geruchsbelästigung aufgrund des Klärschlamms löst, wird sich erst im Sommer zeigen. Die Kläranlage Allershausen wurde erst kürzlich saniert. Von 2020 bis 2022 wurde dort fleißig umgebaut, einzelne Teile wurden erneuert. In der jüngsten Gemeinderatssitzung war nun Dominik Sedlmeier von der Firma Sedlmeier Umwelttechnik anwesend, um das Gemeinderatsgremium über den Zustand der Kläranlage auf den neusten Stand zu bringen. https://www.merkur.de/lokales/freising/allershausen-ort28137/allershauserner-klaeranlage-loesung-fuer-geruchsbelaestigung-ist-in-arbeit-92667307.html
AZV Weilertal -Müllheim: Kosten für Abwasserentsorgung steigen
Die Kläranlage des Abwasserzweckverbands Weilertal reinigt, wie sie soll. In der Verbandsversammlung wurde der Wirtschaftsplan für 2024 beschlossen. Der technische Bericht, der Auskunft gibt über die Leistungsfähigkeit der Anlage, wurde zur Kenntnis genommen. Denn: Es läuft viel Abwasser durch die Kanäle der vier Verbandskommunen…mehr: https://www.badische-zeitung.de/azw-weilertal-kosten-fuer-abwasserentsorgung-steigen
Trier: Stadtrat geht ersten Schritt für Klärschlamm-Verbrennungsanlage
22 Kläranlagenbetreiber in der Region wollen in Trier-Nord eine eigene Anlage bauen. Der Stadtrat stimmte am Donnerstagabend mehrheitlich zu, dass der Bebauungsplan angepasst werden soll. Klärschlamm bleibt übrig, nachdem Abwasser in Kläranlagen gereinigt wurde. Gerne wird er in der Landwirtschaft als Dünger auf Felder ausgebracht. Doch die Vorschriften dafür werden strenger. Das heißt, es fällt künftig mehr Klärschlamm zur Verbrennung an. Deshalb soll in Trier-Nord eine Verbrennungsanlage für die gesamte Region gebaut werden. Voraussetzung: Der Trierer Stadtrat stimmt zu. Über den Bau an sich wurde am Abend noch nicht entschieden, aber erste Schritte wurden vom Rat eingeleitet. Klärschlamm soll in der Region bleiben Weil die Gesetzeslage verschärft wurde, fällt mehr Klärschlamm zur Verbrennung an. Bislang wurden aus der Region Trier 7.000 Tonnen zur Verbrennungsanlage in Mainz gebracht. In der Region Trier haben sich 22 Kläranlagenbetreiber zusammengeschlossen zur „Kommunalen Klärschlammverwertung Region Trier AdR“ (KVRT-AdR). Damit soll sichergestellt werden, dass der Klärschlamm, der anfällt, regional gemeinsam nachhaltig verwertet wird. https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/verbrennungsanlage-fuer-klaerschlamm-in-trier-geplant-100.html
Nandlstadt: Bürgerversammlung: Kritik an „Supermarkt-Orgie“, Zweifel an Kläranlagen-Kosten
Zwei Themen treiben die Nandlstädter Bürger um: die Kläranlagen-Sanierung und damit verbunden die zu erwartenden Gebühren sowie das geplante Fachmarktzentrum vor den Toren Nandlstadts. Nandlstadt – Viele Zahlen hatte Bürgermeister Gerhard Betz in seinen gut einstündigen Rechenschaftsbericht gepackt, den er am Donnerstag im Rahmen der Bürgerversammlung vortrug. So erfuhren die gut 120 Besucher …mehr: https://www.merkur.de/lokales/freising/nandlstadt-ort377198/kritik-und-zweifel-bei-buergerversammlung-in-nandlstadt-92693658.html
Ursache sind höhere Kosten für Vorprodukte. Auch die sinkenden Abwassermengen erweisen sich als Treiber der Gebühren. ie Erhöhung der Abwassergebühren erfolgt „deutlich unter den Inflationsraten der letzten Jahre“, wie StEB Köln-Vorständin Ulrike Franzke ausführt. Im Bild das Pumpwerk an der Schönhauser Str. in Köln. https://www.zfk.de/wasser-abwasser/steb-koeln-heben-abwassergebuehren-leicht-an
Erftverband: Die Kläranlage in Glessen gilt als eine der modernsten in Europa – Mit Aktivkohle
In der Kläranlage wird Abwasser aus Glessen und Fliesteden gereinigt, bevor es in den Pulheimer Bach geleitet wird. Versteckt hinter Bäumen und Büschen liegt eine der modernsten Kläranlagen Europas: In Glessen wird das Abwasser von knapp 8000 Menschen gereinigt. Das Besondere an dieser Anlage ist der große Aufwand, mit dem das schmutzige Wasser auf Badequalität gebracht wird. Der Erftverband setzt hier nicht nur eine Membranbelebungsanlage ein, sondern zusätzlich auch noch Aktivkohle. Mehr: https://www.rundschau-online.de/region/rhein-erft/bergheim/klaeranlage-in-glessen-gilt-als-eine-der-modernsten-in-europa-689967
Dorsten: Projekt PuwaSTAR- KI soll Pumpwerk in Dorsten schützen
Das Pumpwerk am Hammbach verrichtet seit Jahren unauffällig seinen Dienst. Zum Glück, denn bei einem Ausfall würden die Dorstener schnell nasse Füße bekommen. Schäden im Millionenbereich wären die Folge. Um das zu verhindern, soll nun Künstliche Intelligenz helfen. Aufgrund des Kohleabbaus sind in beträchtlichen Gebieten der Einzugsgebiete der Emschergenossenschaft und des Lippeverbandes umfangreiche Absenkungsgebiete entstanden. Diese haben zur Bildung von Polderflächen ohne Abfluss geführt, auf denen etwa 330.000 Menschen leben. Die Entwässerung dieser Polder erfolgt durch eigene Pumpwerke des Verbandes, die den Hochwasserschutz gewährleisten. Wenn eines dieser Pumpwerke aus verschiedenen Gründen vollständig oder teilweise ausfällt, gelangt Wasser in das abflusslose Absenkungsgebiet und verursacht dort Überschwemmungen. https://dorsten-online.de/projekt-puwastar-ki-soll-pumpwerk-in-dorsten-schuetzen/
Neues Abwasserbeseitigungskonzept für Dresden bis 2038
Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung hat eine neue Konzeption für die Dresdner Abwasserinfrastruktur bis 2038 erarbeitet. Ein Schwerpunkt ist die Ableitung und Behandlung der Abwässer der im Dresdner Norden ansässigen und sich erweiternden Halbleiterindustrie. Die Produktion von Chips erzeugt große Abwassermengen, deren Ableitung und Behandlung auf der Kläranlage in Kaditz nur durch adäquate Ausbaumaßnahmen zu bewältigen ist. Dazu gehört der im Juli 2023 begonnene Bau des Industriesammlers Nord. Das ist ein etwa elf Kilometer langer Kanal, der fast ausschließlich der Ableitung der Abwässer der Halbleiterindustrie dient. Noch größer sind die Herausforderungen auf der zentralen Kläranlage Kaditz. Sie muss erweitert werden. Die Gesamtinvestitionen für deren Erweiterungen und Erhalt der baulichen Substanz werden sich über die nächsten 13 bis 15 Jahre erstrecken und über 630 Millionen Euro kosten. Das Strategieprojekt heißt „Dresden 600”, denn die Bevölkerung der Stadt könnte insbesondere durch die anstehenden Industrieansiedlungen auf bis zu 600 000 Einwohner im Jahr 2035 anwachsen. Die Abwassermenge aus der Chipindustrie entspricht gegenwärtig der von 250 000 Einwohnern. Auf dem Klärwerk Kaditz ordentlich behandelt werden kann, investiert die Stadtentwässerung zwischen 2024 und 2030 in weitere Anlagen. Die Belebungs- und Verteilerbecken fassen insgesamt 144 000 Kubikmeter. Geplant sind zwei weitere Belebungsbecken, die 32 000 Kubikmeter fassen. Die vorhandenen sechs Nachklärbecken sollen durch zwei weitere ergänzt werden. Geplant ist außerdem, in der Schlammbehandlung einen dritten, 35 Meter hohen Faulbehälter zu errichten, der rund 10 500 Kubikmeter Schlamm fasst. Geplant ist zudem, auf der Fläche neben den Nachklärbecken Anlagen einer vierten Reinigungsstufe zu bauen. Geplant ist weiter, zwischen 2032 und 2038 unter anderem neun Regenüberlaufbecken in Dresden zu errichten. Sie sollen ein Speichervolumen von 35 000 bis 40 000 Kubikmeter haben.
Faulturm, Kläranlage, moderne Leitungen: Stadtentwässerung vor Mega-Investition
Dresden – Wachsende (Chip-)Industrie, Bevölkerung, verschärfte Gesetze: In den nächsten 15 Jahren pumpt die Stadtentwässerung mehr als 600 Millionen Euro in Ausbau und Modernisierung der Leitungen und Kläranlage Kaditz. Dabei soll Dresden auch ein drittes Faulei bekommen. Schon jetzt leiten die Chipgiganten im Norden (Globalfoundries, Infineon, Bosch, X-Fab) so viel Abwasser ins Kanalnetz wie 250.000 Einwohner. Mit der Erweiterung der Werke …mehr: https://www.tag24.de/dresden/dresden-wirtschaft/dresdner-stadtentwaesserung-vor-mega-investition-in-faulturm-klaeranlage-und-moderne-leitungen-2987433
Dudeldorf: Verschlammte Bäche in der Eifel: Kläranlage Dudeldorf mitverantwortlich
Viele Werte in Proben überschritten Zwei verschlammte Bäche im Bitburger Land haben Ende vergangenen Jahres für Rätselraten gesorgt. Das Rätsel ist jetzt gelöst. Und offenbar auch das Problem. Im November hatte SWR Aktuell erstmals über den Langebach und den Auelbach berichtet. Dem dortigen Fischereipächter war die Lust auf Forelle vergangen – die Bäche waren sichtbar verschlammt. Er machte die nahegelegene Kläranlage Dudeldorf verantwortlich, die ihr Klarwasser…mehr: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/klaeranlage-dudeldorf-doch-schuld-an-verschlammten-baechen-in-der-eifel-100.html
Ebermannstadt: Die Kläranlage erhält eine neue Klärschlammentwässerung
Mit dem Neubau einer Klärschlammentwässerung schafft Ebermannstadt einen weiteren Baustein für eine zukunftsfeste Abwasserentsorgung Zum obligatorischen Spatenstich trafen sich vor kurzem Bürgermeisterin Christiane Meyer, Vertreter der Nachbargemeinden, des Stadtrates, der Verwaltung und der Baufirmen auf der Kläranlage. Das Ende der landwirtschaftlichen Ausbringung von Klärschlamm hatte der Stadtrat bereits im Juni 2021 gefasst. Ebermannstadt gehörte zu einer der letzten Anlagen….mehr: https://www.wiesentbote.de/2023/10/27/die-klaeranlage-ebermannstadt-erhaelt-eine-neue-klaerschlammentwaesserung/
Emmendingen: Wieso die Abwassergebühren steigen sollen
Abwasser in Emmendingen soll erneut teurer werden. Ab Januar soll die Gebühr von 1,89 auf 2,10 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser steigen. Grund dafür sind auch nötige Investitionen im Eigenbetrieb. Der Gebührensprung ist nicht das Ende der Fahnenstange. Die Kosten für die neue Kläranlage treiben auch die Kosten der Abwasserbeseitigung in die Höhe: 2026 sollen…mehr: https://www.badische-zeitung.de/wieso-die-abwassergebuehren-in-emmendingen-steigen-sollen
Emschergenossenschaft: Pilotprojekt für die E-Fuels-Produktion auf Kläranlage
Die Emschergenossenschaft will mit Partnern eine Demonstrationsanlage zur Herstellung von E-Fuels aus CO2 und Wasserstoff errichten. Die Anlage könnte als Vorbild für andere Kläranlagen dienen. Kläranlagen sind nicht nur Orte, die viel Energie verbrauchen, sondern mittlerweile auch viel regenerative Energie erzeugen. Die Kläranlage Bottrop der Emschergenossenschaft ist Deutschlands erste vollständig energieautarke Großkläranlage. Nun soll dort das Pilotprojekt „E-BO(2)t“ umgesetzt werden.
Kläranlagen haben mehrere Standortvorteile für die Produktion grüner methanolbasierter Kraftstoffe aus Kohlendioxid und Wasserstoff: nämlich zum einen die gute Infrastruktur für den Bau von Elektrolyseuren, zum anderen verfügen sie über eine hochkonzentrierte und damit einfach abzuscheidende grüne Kohlendioxid-Quelle. Denn im Klärgas sind 30 bis 50 Prozent grünes CO2 enthalten. Methanol für verschiedene Einsatzgebiete Das Kohlendioxid fällt auf der Kläranlage Bottrop im Zuge der Abwasserreinigung und der daraus resultierenden Klärschlammverwertung in den vier weithin sichtbaren Faulbehältern der Emschergenossenschaft an. Zudem verfügen Kläranlagen …mehr: https://www.zfk.de/wasser-abwasser/abwasser/pilotprojekt-fuer-die-e-fuels-produktion-auf-klaeranlage
Hanau: Innovative Lösung spart der Stadt bei Kläranlage Millionen
Neue Technik sorgt für noch geringere Phosphorwerte im Abwasser Die Nachklärbecken des Klärwerks in Hanau werden derzeit auf den neuesten Stand gebracht. Dabei ersetzen höhenvariable Einlaufsysteme die derzeit vorhandenen starren Einlaufhauben. Die neuen Bauteile sorgen dabei für einen gleichmäßigen Wasserzulauf – und damit zu weniger Verwirbelungen innerhalb der Becken. Dadurch ist es möglich, die ohnehin schon sehr niedrigen Phosphorwerte im Wasser weiter zu reduzieren. Eine Umrüstung erfolgt dabei an den Mittelbauwerken der Nachklärbecken. Die Stadt Hanau investierte in ein System des Herstellers hydrograv. „In Nachklärbecken setzt sich sogenannter Belebtschlamm…mehr: https://www.presse-service.de/data.aspx/static/1140507.html
Irschenberg: Kommentar zum Klärwerk – Bürger haben Recht auf finanzielle Entlastung
Das Klärwerk von wird an bisheriger Stelle neu gebaut. Die Kosten liegen bei 8,7 Millionen Euro. Ein neues Betriebsgebäude und eine Schlammentwässerungsanlage haben die Kosten noch mal erhöht. Für 8,7 Millionen Euro wird in Irschenberg die Kläranlage neu gebaut. Das bedeutet für die angeschlossenen Bürger Extra-Beiträge und Rekordgebühren beim Abwasser. Wie die Kostenbelastung aufgeschlüsselt wird, sollte im Dialog mit den Bürgern passieren. Ein Kommentar von Merkur-Redakteur Dieter Dorby. Der Gemeinderat von Irschenberg will loslegen und das leidige Thema Klärwerk endlich zum Abschluss bringen. Fachlich ist das 8,7-Millionen-Euro-Projekt wohl nicht anzuzweifeln. Problematisch bleibt aber die Finanzierung, die die Bürger mit Extra-Beiträgen und Abwassergebühren auf deutschem Rekordniveau belasten wird. Mehr: https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/irschenberg-ort28854/kommentar-beitragsermittlung-beim-klaerwerk-neubau-muss-oeffentlich-sein-92589009.html
Nandlstadt: Kläranlagen-Sanierung – Jetzt werden die Nandlstädter Bürger zur Kasse gebeten
Es ist soweit: Die Gebühren für die Sanierung und Erweiterung der Kläranlage werden auf die Nandlstädter Bürger umgelegt. Die Bescheide können ab 1. Januar 2024 verschickt werden. Nandlstadt – Auf die Nandlstädter Bürger kommen „Zahlungen zu, die nicht unerheblich sind“. So hatte es CSU-Marktrat Franz Mayer bereits im Februar formuliert, als über Möglichkeiten diskutiert wurde, wie man die Kosten von gut fünf Millionen Euro für die Erweiterung und Ertüchtigung der gemeindlichen Kläranlage auf die Bürger umlegen kann – gemäß der gesetzlichen Vorgabe. Die Entscheidung fiel seinerzeit auf die 50:50-Variante. Will heißen: Die Kosten werden zu 50 Prozent durch Verbesserungsbeiträge sowie zu 50 Prozent durch die neu zu kalkulierenden Abwassergebühren finanziert. Was dies nun konkret bedeutet, wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats präsentiert. Da das Thema sehr komplex ist, wurde mit Rechtsanwältin Bettina Radlbeck eine Expertin per Videoschaltung hinzugezogen. Sie erklärte die Berechnungen und stellte die neuen Abwassergebühren inklusive der neuen Niederschlagswassergebühr vor. https://www.merkur.de/lokales/freising/nandlstadt-ort377198/klaeranlagen-sanierung-die-buerger-werden-zur-kasse-gebeten-92641587.html
Neckarwestheim: Leckage im Abwasserbehandlungssystem
Der Betreiber des stillgelegten Kernkraftwerks Neckarwestheim (Block II) hat im Rahmen einer Routinekontrolle am 26.09. im System zur Behandlung radioaktiver Abwässer zwei Schäden an einer Rohrleitung der Säuredosierleitung festgestellt. Eine Gefahr für Menschen und Umwelt bestand nicht. Unter einer der beschädigen Stellen befand sich eine kleine Lache, während die andere Stelle trocken war. Eine vorgenommene Messung der Kontamination ergab nur geringe Werte. Der Genehmigungsinhaber stufte das Ergebnis als sogenannte Meldekategorie N (Normalmeldung) ein; INES 0 (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung). Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für Menschen und Umwelt. Bis zum Abschluss der Reparaturen hat der Betreiber das System außer Betrieb genommen. Mit dem System zur Behandlung und Lagerung radioaktiver Abwässer im Restbetrieb des Kernkraftwerks Neckarwestheim werden alle im Kontrollbereich anfallenden Abwässer gesammelt und aufbereitet. Bei der Behandlung können verschiedene Chemikalien zum Einsatz kommen wie zum Beispiel Säure zur Einstellung des pH-Wertes. Bei dem jetzt gemeldeten Ereignis beschränkte sich der Austritt von säurehaltiger radioaktiver Flüssigkeit auf einen kleinen Bereich in der Anlage. Die verursachte Kontamination war gering. Jedoch sind Leckagen aus als aktivitätsführend eingestuften Systemen grundsätzlich meldepflichtig. Die sicherheitstechnische Bedeutung des Ereignisses ist sehr gering. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf Personen und die Umwelt.
Ergänzende Informationen für die Redaktionen Die für die kerntechnische Sicherheit bedeutsamen Ereignisse sind den atomrechtlichen Aufsichtsbehörden der Länder nach den bundeseinheitlichen Kriterien der Atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung – AtSMV zu melden. Ziel des Meldeverfahrens ist, den Sicherheitsstand der Kernkraftwerke zu überwachen, dem Auftreten ähnlicher Fehler in anderen Kernkraftwerken vorzubeugen und die gewonnenen Erkenntnisse in sicherheitstechnische Verbesserungen einfließen zu lassen.
Die meldepflichtigen Ereignisse sind unterschiedlichen Kategorien zugeordnet (Erläuterungen zu den Meldekriterien für meldepflichtige Ereignisse): Kategorie S (Unverzügliche Meldung) Ereignisse, die der Aufsichtsbehörde unverzüglich gemeldet werden müssen, damit sie gegebenenfalls in kürzester Frist Prüfungen einleiten oder Maßnahmen veranlassen kann. Hierunter fallen auch die Vorkommnisse, die akute sicherheitstechnische Mängel aufzeigen. Kategorie E (Meldung innerhalb von 24 Stunden) Ereignisse, die der Aufsichtsbehörde binnen 24 Stunden gemeldet werden müssen, damit sie gegebenenfalls in kurzer Frist Prüfungen einleiten oder Maßnahmen veranlassen kann. Hierunter fallen auch die Ereignisse, deren Ursache aus Sicherheitsgründen in kurzer Frist geklärt und gegebenenfalls in angemessener Zeit behoben werden muss. In der Regel handelt es sich dabei um sicherheitstechnisch potentiell – aber nicht unmittelbar – signifikante Ereignisse. Kategorie N (Meldung bis zum fünften Werktag) Ereignisse, die der Aufsichtsbehörde innerhalb von 5 Werktagen gemeldet werden müssen, um eventuelle sicherheitstechnische Schwachstellen frühzeitig erkennen zu können. Dies sind in der Regel Ereignisse von geringer sicherheitstechnischer Bedeutung, die über routinemäßige betriebstechnische Einzelereignisse bei vorschriftsmäßigem Anlagenzustand und -betrieb hinausgehen. Unverfügbarkeiten von Komponenten/Systemen, die durch im Betriebshandbuch spezifizierte Prozeduren temporär beabsichtigt herbeigeführt werden, sind nicht meldepflichtig, wenn dies auch in der Sicherheitsspezifikation des Betriebshandbuches entsprechend berücksichtigt ist. Internationale Bewertungsskala INES: Aufgrund einer Vereinbarung zwischen den Betreibern der Kernkraftwerke und dem Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit werden meldepflichtige Ereignisse in Kernkraftwerken auch nach der Bewertungsskala INES (International Nuclear and Radiological Event Scale) der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und der Nuklearenergie-Agentur (NEA) der OECD bewertet. Sie hat eine rasche und für die Öffentlichkeit verständliche Bewertung eines Ereignisses zum Ziel.
Die Skala umfasst sieben Stufen: 1 – Störung 2 – Störfall 3 – ernster Störfall 4 – Unfall mit örtlich begrenzten Auswirkungen 5 – Unfall mit weitergehenden Auswirkungen 6 – schwerer Unfall 7 – katastrophaler Unfall
Neuwied : Faltbare Solaranlage in Neuwieder Kläranlage im Probebetrieb
Große Solaranlagen brauchen Platz, der oft aber fehlt. In Neuwied wurde deshalb das Becken einer Kläranlage mit einer Solaranlage überbaut, die bewegt werden kann. Mit nur ein paar Klicks auf einem Display an der Kläranlage in Neuwied-Heddesdorf kann Philipp Deck vom Schweizer Unternehmen „dhp technology AG“ das riesige Solardach in Bewegung setzen. Die Solarmodule lassen sich ein- oder ausfahren. Wie bei einer Ziehharmonika gehen die Module, die an Drahtseilen fünf Meter über dem Klärbecken befestigt sind, auseinander. Zusammenklappen möglich – bei Wartung oder Unwetter Das Ein- und Ausfahren funktioniert automatisch. Am Morgen, bei Sonnenaufgang zieht sich das große Solardach über das Klärbecken, sobald … https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/erstes-faltbares-solardach-in-deutschland-im-probebetrieb-102.html
OOWV: Regionalministerin Osigus übergibt Bescheid über 981.000 Euro
Kohlestrukturmittel fließen in neues Wasser- und Waldzentrum in Schortens Schortens/Brake. Das Zusammenspiel der lebenswichtigen Ressource Wasser und des Ökosystems Wald ist Thema des Wasser-Wald-Zentrums (WWZ), welches der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) ab 2024 am Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Schortens bauen will. Das als inklusiver Bildungs- und Vernetzungsort konzipierte Nachhaltigkeitszentrum soll zudem Impulse geben, die Herausforderungen in der Transformation der Region zur „Drehscheibe für grüne Energie“ zu bewältigen Das WWZ wird mit 981.000 Euro aus Strukturhilfen für die Kohleregion Wilhelmshaven finanziert, der OOWV investiert weitere 109.000 Euro in den Neubau. Einen entsprechenden Bescheid übergab Niedersachsens Regionalministerin Wiebke Osigus in Brake an OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archive/2023/oktober/16/artikel/regionalministerin-osigus-uebergibt-bescheid-ueber-981000-euro-an-oowv
OOWV: Für eine stabile Wasserversorgung: OOWV investiert 12,5 Millionen Euro
Neues Speicherpumpwerk in Kneheim als Maßnahme für eine klimaangepasste Infrastruktur Kneheim. Beim Baubeginn für das neue Speicherpumpwerk in Kneheim waren sich die Beteiligten des symbolischen Spatenstichs am Donnerstag einig: Mit dieser Maßnahme reagiert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) auf die Auswirkungen des Klimawandels, zu denen unter anderem ein sprunghaft gestiegener Trinkwasserverbrauch insbesondere in den Sommermonaten zählt. „Wir legen heute den Grundstein, die Versorgungssicherheit im Südoldenburger Bereich zu stärken“, sagte OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht. Rund 12,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen in das neue Speicherpumpwerk als Teil der künftig klimaangepassten Infrastruktur. Hierzu zählt er auch den aktuellen Bau der großen Transportleitung von Sandelermöns (Landkreis Friesland) nach Diekmannshausen (Landkreis Wesermarsch). Längst registriert der OOWV deutlich höhere Ausgaben durch Projekte dieser Art. „Parallel dazu nehmen wir weiterhin Geld für Erneuerungen oder Sanierungen von Anlagen und Leitungen, die in die Jahre gekommen sind, in die Hand“, berichtete Karsten Specht. Nach Abschluss der Maßnahme in Kneheim im Frühjahr 2025 stehen in zwei Behältern jeweils 5000 Kubikmeter Wasser zusätzlich für eine stabile Versorgung von Lastrup, Cappeln, Essen, Löningen und Lindern zur Verfügung. Diese Mengen werden besonders dann wichtig, wenn der Wasserbedarf zeitweise so hoch ist, dass dadurch das Wasserwerk Thülsfelde an seine Aufbereitungsgrenzen gerät. https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archive/2023/oktober/6/artikel/fuer-eine-stabile-wasserversorgung-oowv-investiert-125-millionen-euro
Rheda-Wiedenbrück: Plastikplättchen aus der Kläranlage in Rheda-Wiedenbrück mittlerweile in der Nordsee
Bei einem Störfall der Kläranlage Rheda-Wiedenbrück im Juni sind insgesamt 3,3 Tonnen Plastik in die Ems gelangt. Und die sind auch jetzt noch im Wasser. Inzwischen sind drei Monate vergangen seitdem die Plättchenpanne passiert ist. Von Behördenseite passiert aber aktuell – nichts. Zwei Angler sagen: Totschweigen und die Chips liegen lassen, das geht nicht. Bei dem Plastik handelte es sich um Filterplättchen aus der Kläranlage – so groß wie Zwei-Euro-Münzen. Laut Gutachten https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/plastik-plaettchen-emsufer-rheda-wiedenbrueck-100.html
Wavi: Klare Verhältnisse durch gestresste Bakterien
Gestresste Bakterien sorgen in den Kläranlagen des Wavi nicht nur für sauberes Wasser, sondern auch Gase, die zur Energiegewinnung genutzt werden. Zum Tag der offenen Tür konnte man sich die Ilmenauer Kläranlage in einem geführten Rundgang ansehen. Mehr: https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/arnstadt/klare-verhaeltnisse-durch-gestresste-bakterien-id239881147.html
Floating-Solar: Baugenehmigung für AWA-Projekt in der Kläranlage in Eching wackelt.
Beantragt ist eine Gesamtfläche der Fotovoltaik-Module auf den Teichen in Eching, die 11 028 Quadratmeter, also etwa 1,5 Fußballfelder groß ist. Herrsching/Eching – Auf den Schönungsteichen der Kläranlage in Eching am Ammersee sollen Solarmodule schwimmen – es wäre eine Weltpremiere, wenn nicht der Naturschutz, im Besonderen die Krickente die Pläne von AWA-Vorstand Maximilian Bleimaier und Fotovoltaik-Unternehmer Dr. Philipp Sinn aus Gauting durchkreuzen würde. So zumindest scheint es sich darzustellen, der Antwort gemäß, die Bleimaier auf eine Frage von Gerd Mulert (Grüne) im Rahmen der Herrschinger Gemeinderatssitzung am Montag gab. Mulert fragte nach dem Stand der Planung. https://www.merkur.de/lokales/starnberg/herrsching-ort28808/krickente-durchkreuzt-vorzeigeprojekt-eching-herrsching-92543782.html
Irschenberg: Zu schlechte Wasserqualität im FFH-Gebiet: Planer erklärt, was die vierte Reinigungsstufe bringt
Nach vier Jahrzehnten im Dienst ist die Reinigungsleistung der Irschenberger Kläranlage mangelhaft. Laut Planer tragen die beiden Klärteiche dazu bei, dass der Betrieb bis zum Neubau weiterlaufen darf. Der Neubau der Irschenberger Kläranlage nimmt immer mehr Kontur an. Wie Alexander Schulz-Pflugbeil auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, stehe das Projekt kurz vor dem Beschluss durch den Gemeinderat und der Genehmigung. Steht das Konzept, sind auch die Kosten gewissermaßen fix. Irschenberg – Wie berichtet, soll bei sieben Millionen Euro die Obergrenze liegen – „Denkpause“ genannt. Dies hatte der Irschenberger Gemeinderat heuer im April 2023 für den Neubau des Klärwerks festgelegt. Im Prinzip ist diese Schwelle bereits überschritten, wenn man die Zahlen aus der Bürgerversammlung betrachtet. Die Rechnung: 8,7 Millionen Euro Baukosten abzüglich der zugesagten Zuwendung für den Bodenfilter (500.000 Euro) ergeben 8,2 Millionen Euro, von denen 4,1 Millionen Euro von den angeschlossenen Haushalten als Beitrag zu leisten wären. Wobei der fixe Betrag in Höhe von 500.000 Euro, den die Gemeinde im Zuge des Innovationspreises des Freistaats fest einplant, seitens der Bürgerinitiative hinterfragt wird. Hier wird befürchtet, dass nur bis zu 60 Prozent der Kosten für die granulierte Aktivkohle (GAK) erstattet werden. Und das wären bei 327.250 Euro maximal 196.350 Euro. https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/irschenberg-ort28854/zu-schlechte-wasserqualitaet-im-ffh-gebiet-planer-erklaert-was-irschenberg-die-vierte-reinigungsstufe-bringt-92546748.html
Murnau: Kommt ein Klärwerkverbund im Raum Murnau? Minister Glauber informiert sich vor Ort
Viele Kommunen denken darüber nach, wie sie mit ihren Kläranlagen weiter verfahren. Im Raum Murnau gibt es derzeit Gedankenspiele, einen Verbund zu schaffen. Das Thema steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Es gibt viele Fragen zu klären, vor allem auch, was die Fördergelder betrifft. Murnau – Wird es ein Zweckverband? Ein anderes Konstrukt? Wird …mehr:
OOWV: Anlage zur Gewinnung von Brauchwasser aus kommunalem Abwasser beauftragt
Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) lässt eine Anlage zur Aufbereitung von kommunalem geklärtem Abwasser zu Brauchwasser errichten. Ein entsprechender Auftrag ging an Firma Envirochemie. Am Standort Nordenham soll die neue Anlage jährlich 1,1 Millionen Kubikmeter Brauchwasser aus dem behandelten Abwasser der kommunalen Kläranlage erzeugen. Die Brauchwasserqualität wird genau auf die Bedürfnisse der Industrie angepasst (Fit for Purpose). Die neue Anlage nutzt kommunales Abwasser als alternative Wasserressource zur Trinkwassernutzung. Die modulare Anlage bereitet das gereinigte Abwasser der Kläranlage nach einem Multi-Barrieren-Konzept über eine Envopur Ultrafiltration und Envopur Umkehrosmose zu Brauchwasser mit einer hohen Qualität auf. Die Anlage besteht aus acht 40-Fuß-Technikmodulen, einer Anlieferungsstelle für Chemikalien sowie Nebengebäuden für Büro- und Sozialräume und Elektrotechnik. Das produzierte Brauchwasser ist partikel- und pathogenfrei, enthärtet und weitgehend entsalzt. Envirochemie liefert die Aufbereitungsanlage schlüsselfertig. Mit dem Brauchwasser werden große industrielle Wasserabnehmer am Industriestandort Nordenham versorgt. Die Bauarbeiten werden ab Sommer 2024 starten, wenn die Genehmigungen für die Anlage vorliegen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende 2025 geplant.
Wehr: Photovoltaik-Anlage auf Kläranlage in Betrieb
Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kläranlage ist seit Juli in Betrieb, wie die Stadt Wehr mitteilt. Nun müssten Anpassungen vorgenommen werden, um möglichst viel des produzierten Stroms zu verbrauchen. Wie es weiter heißt, könne an sonnigen Tagen der Stromverbrauch mehrere Stunden vollständig über die PV-Anlage gedeckt werden. Die Blockheizkraftwerke könnten dann gedrosselt…mehr:
Die Projektpartner Bayernwerk Natur GmbH, SüdWasser GmbH und die Straubinger Energie- und Reststoffverwertungs GmbH realisieren am Standort der Kläranlage Straubing eine Monoverbrennungsanlage für die Verwertung kommunaler und kommunalähnlicher Klärschlämme. Die geplante Anlagenkapazität beläuft sich auf 120.000 t/a Klärschlamm, der sich aus entwässerten und getrockneten Schlämmen verschiedener Herkunft und Charakteristika zusammensetzt. Als Herzstück der Anlage kommt eine sog. stationäre Wirbelschichtfeuerung zum Einsatz; eine für die Klärschlammverbrennung seit Jahrzehnten bewährte Technologie. Die im Klärschlamm enthaltene Organik verbrennt dort und setzt dabei Energie in Form von Wärme frei. Schadstoffe wie Mikroplastik, organische Verbindungen, pathogene Keime und Spurenstoffe werden sicher zerstört. Schwermetalle und Luftschadstoffe wie Schwefeldioxid und Chlorwasserstoff werden in der nachfolgenden Rauchgasreinigung auf ein für Mensch und Umwelt irrelevantes Minimum reduziert. Die in der Wirbelschicht freigesetzte Wärme erzeugt im nachgeschalteten Kessel Dampf, der in einer Turbine entspannt wird und Strom über den gekoppelten Generator erzeugt. Neben klimaneutralem Strom erzeugt die Anlage Wärme, welche teilweise zur Trocknung der angelieferten Klärschlämme genutzt wird. Ferner kann Wärme für ein Nahwärmenetz bereitgestellt werden. Die Monoverbrennungsanlage erzeugt somit regenerative Energie in Form von Strom und Wärme. Neben einem energieautarken Betrieb kann dadurch auch eine Versorgung von bis zu 2.500 Haushalten mit Strom oder Wärme dargestellt werden, was einer C02-Einsparung von bis zu 3.500 Tonnen bei Stromnutzung bzw. 11.300 Tonnen bei Wärmenutzung entspricht. Damit leistet die Anlage im Raum Straubing einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Aus den bei der Verbrennung entstehenden sog. Monoaschen wird wertvoller Phosphor zurückgewonnen, wodurch knappe natürliche Ressourcen geschont und Kreisläufe geschlossen werden. Die Rückstände aus der Rauchgasreinigung werden, soweit möglich, einer stofflichen Verwertung zugeführt. Nicht verwertbare Mengen werden unter Tage sicher deponiert. Das Verfahren bietet somit nachfolgende Vorteile: • Nachhaltige regenerative Stromerzeugung (ausreichend für ca. 2.500 Vier-Personen-Haushalte) • Nachhaltige Bereitstellung von Wärme • Sichere und umweltschonende Entsorgung von Klärschlämmen • Rückgewinnung von wertvollem Phosphor
Sondershausen: Die Kläranlage soll einen Teil ihres enormen Energiebedarfs selbst erzeugen
Der Betonriese macht es möglich. Aus der Wipperaue bei Berka ist ein Betonriese herausgewachsen. Mit fast 17 Metern Höhe überragt der neue Faulturm alle anderen Gebäude der Kläranlage vom Trink- und Abwasserzweckverband Helbe-Wipper (TAZ) deutlich. Das Bauwerk soll in Zukunft dazu dienen, aus Klärschlamm Gas zu produzieren aus dem dann Strom und Heizenergie gewonnen werden sollen. Um die Energieeffizienz in der Kläranlage Sondershausen zu erhöhen, habe der TAZ jetzt begonnen, die Faulung auf ein moderneres System …mehr:
Penig: Best Practice: Tropfkörper auf der Zentralkläranlage Penig
Bei der Zentralkläranlage Penig handelt es sich um ein Projekt mit anspruchsvollen Abwasserzulaufbedingungen, da neben dem kommunalen Abwasser zwei industrielle Einleiter mit hohen Mengen und Frachten ihre Abwässer zu dieser Kläranlage leiten. Die Firma Brentwood Europe hat gemeinsam mit der wks Technik GmbH und der Firma Hüttner…mehr:
OOWV: Anlage zur Gewinnung von Brauchwasser aus kommunalem Abwasser beauftragt
Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) lässt eine Anlage zur Aufbereitung von kommunalem geklärtem Abwasser zu Brauchwasser errichten. Ein entsprechender Auftrag ging an Firma Envirochemie. Am Standort Nordenham soll die neue Anlage jährlich 1,1 Millionen Kubikmeter Brauchwasser aus dem behandelten Abwasser der kommunalen Kläranlage erzeugen. Die Brauchwasserqualität wird genau auf die Bedürfnisse der Industrie angepasst (Fit for Purpose). Die neue Anlage nutzt kommunales Abwasser als alternative Wasserressource zur Trinkwassernutzung. Die modulare Anlage bereitet das gereinigte Abwasser der Kläranlage nach einem Multi-Barrieren-Konzept über eine Envopur Ultrafiltration und Envopur Umkehrosmose zu Brauchwasser mit einer hohen Qualität auf. Die Anlage besteht aus acht 40-Fuß-Technikmodulen, einer Anlieferungsstelle für Chemikalien sowie Nebengebäuden für Büro- und Sozialräume und Elektrotechnik. Das produzierte Brauchwasser ist partikel- und pathogenfrei, enthärtet und weitgehend entsalzt. Envirochemie liefert die Aufbereitungsanlage schlüsselfertig. Mit dem Brauchwasser werden große industrielle Wasserabnehmer am Industriestandort Nordenham versorgt. Die Bauarbeiten werden ab Sommer 2024 starten, wenn die Genehmigungen für die Anlage vorliegen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende 2025 geplant.
Murnau: Kommt ein Klärwerkverbund im Raum Murnau? Minister Glauber informiert sich vor Ort
Viele Kommunen denken darüber nach, wie sie mit ihren Kläranlagen weiter verfahren. Im Raum Murnau gibt es derzeit Gedankenspiele, einen Verbund zu schaffen. Das Thema steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Es gibt viele Fragen zu klären, vor allem auch, was die Fördergelder betrifft. Murnau – Wird es ein Zweckverband? Ein anderes Konstrukt? Wird …mehr:
Köln: Klimafolgen, Eigenerzeugung, Bisonzucht – Die Chefin der Kölner Stadtentwässerungsbetriebe im neuen ZfK-Podcast
Die Klimafolgenanpassung in den Städten ist eine der zentralen Herausforderungen von Ulrike Franzke. Wie sie die Bürger in Köln dabei mit einbezieht, erfahren Sie in der neuen Folge des ZfK-Podcasts. Wochenlang kaum Regen, dann kommt es wieder knüppeldick vom Himmel. Aber: Köln hat sich gut vorbereitet auf Hitze und Starkregen, eigentlich schon nach den großen Hochwassern in den 90ern. Die Ingenieurin Ulrike Franzke wechselte vor zwei Jahren von der Spree an den Rhein, um hier Chefin der Stadtentwässerungsbetriebe zu werden. Die Wasserwirtschaft als Träger der Klimafolgenanpassung in Städten, das ist eins der wichtigsten Themen für sie. Köln gestaltet diese Aufgabe partizipativ, bezieht Bürgerinnen und Bürger ein – und macht zum Beispiel Plätze in der Stadt zu Rückhaltebecken. Zur besseren Information kommt jetzt ein Regenwasserinstitut dazu. Mehr:
Karlsfeld: Modernisierung und Erweiterung – Kläranlage rüstet für die Zukunft auf
Das Fundament des Gebäudes für die Primärschlamm-eindickung steht. Die Kläranlage in Karlsfeld erfährt eine umfassende Modernisierung und Erweiterung, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Karlsfeld – Auf dem Gelände der Karlsfelder Kläranlage herrscht zurzeit Baustellenstimmung. Zwei Kräne ragen in den Wolkenhimmel, der so grau ist, wie die beiden Rohbauten, die bis Ende dieses Jahres fertiggestellt werden. Bis voraussichtlich Mitte nächsten Jahres gehen dann ein Rechenhaus mit einem neuen Gefahrenstofflage …
Irschenberg: Zu schlechte Wasserqualität im FFH-Gebiet: Planer erklärt, was die vierte Reinigungsstufe bringt
Nach vier Jahrzehnten im Dienst ist die Reinigungsleistung der Irschenberger Kläranlage mangelhaft. Laut Planer tragen die beiden Klärteiche dazu bei, dass der Betrieb bis zum Neubau weiterlaufen darf. Der Neubau der Irschenberger Kläranlage nimmt immer mehr Kontur an. Wie Alexander Schulz-Pflugbeil auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, stehe das Projekt kurz vor dem Beschluss durch den Gemeinderat und der Genehmigung. Steht das Konzept, sind auch die Kosten gewissermaßen fix. Irschenberg – Wie berichtet, soll bei sieben Millionen Euro die Obergrenze liegen – „Denkpause“ genannt. Dies hatte der Irschenberger Gemeinderat heuer im April 2023 für den Neubau des Klärwerks festgelegt. Im Prinzip ist diese Schwelle bereits überschritten, wenn man die Zahlen aus der Bürgerversammlung betrachtet. Die Rechnung: 8,7 Millionen Euro Baukosten abzüglich der zugesagten Zuwendung für den Bodenfilter (500.000 Euro) ergeben 8,2 Millionen Euro, von denen 4,1 Millionen Euro von den angeschlossenen Haushalten als Beitrag zu leisten wären. Wobei der fixe Betrag in Höhe von 500.000 Euro, den die Gemeinde im Zuge des Innovationspreises des Freistaats fest einplant, seitens der Bürgerinitiative hinterfragt wird. Hier wird befürchtet, dass nur bis zu 60 Prozent der Kosten für die granulierte Aktivkohle (GAK) erstattet werden. Und das wären bei 327.250 Euro maximal 196.350 Euro.
Hinterzarten: Bahnhof und Kläranlage bergen großes Potential für Solarenergie
Die Gemeinde Hinterzarten will klimaneutraler werden. Wie das gehen kann, erklärt Marc Vollmer von der PV-Gruppe der „Initiative Zukunft Hinterzarten“. Klar ist: Es wird erst einmal viel Geld kosten. Mehr:
Stadtwerke Forchheim – Die Forchheimer Kläranlage mit stetigen Sanierungen zum Energiespar-Vorbild
Die Forchheimer Kläranlage auf der Schleuseninsel ist von zentraler Bedeutung für die umweltgerechte Wasserwirtschaft der Stadt Forchheim, aber auch für große Teiles des Landkreises. Seit 1971 arbeitet die Kläranlage rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche, damit wir unser abgeleitetes Schmutz- und Regenwasser guten Gewissens wieder dem natürlichen Kreislauf zuführen können. Damit dies heute und für die kommenden Generation reibungslos gelingt, mehr:
Dümpelfeld – Katrin Eder : „Kläranlage Dümpelfeld wird zum Leuchtturmprojekt im Ahrtal“
„Nach der verheerenden Flutkatastrophe wird der Wiederaufbau im Ahrtal zur Mammutaufgabe, die ein jahrzehntelanges Engagement erfordern wird. Die Abwasserinfrastruktur wurde zum Teil komplett zerstört. Der Wiederaufbau der Kläranlagen bietet die Chance, moderne Systeme zu errichten, die dem Klimaschutz dienen und die Gewässerqualität weiter verbessern. Dafür ist auch die Kläranlage Dümpelfeld ein treffendes Beispiel. Eine gute Wasserqualität ist ein Garant für eine möglichst hohe Biodiversität in unseren Gewässern“, erklärte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder bei der Übergabe eines Förderbescheides in Höhe von 13,5 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Wiederaufbau. Den Bescheid überreichte die Ministerin an Guido Nisius, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, und an Werksleiter Jürgen Adriany. „Die 13,5 Millionen Euro sichern die Finanzierung der nächsten anstehenden Aufgaben zur Wiederherstellung des Kanalsystems und des Wiederaufbaus einer erweiterten und modernisierten Kläranlage Dümpelfeld. Die dann von 20.000 auf 30.000 Einwohnerwerte vergrößerte Anlage wird mit der verfahrenstechnischen Umstellung auf eine Faulungsanlage zu einem Leuchtturmprojekt für das Ahrtal. Die Kläranlage wird dann nicht nur weitgehend energieneutral und hochwassersicher sein. Sie entlastet die Ahr auch noch weiter von Schadstoffen“, erläuterte Katrin Eder weiter.
Duisburg: Wir bauen die größte innovative KWK-Anlage an einer Kläranlage in Deutschland
Wir haben mit dem Bau einer innovativen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (iKWK) an der Kläranlage der Wirtschaftsbetriebe Duisburg im Stadtteil Huckingen im Duisburger Süden begonnen. Nach ihrer geplanten Fertigstellung im Jahr 2025 wird sie die größte iKWK-Anlage an einer Kläranlage in Deutschland sein. iKWK bedeutet, dass eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, also eine Erzeugungseinheit, die sowohl Strom als auch Wärme produziert, um eine innovative Komponente erweitert wird, die mindestens 35 Prozent der Leistung der Gesamtanlage ausmacht. In unserem Fall werden Wärmepumpen die im bereits geklärten Abwasser der Kläranlage enthaltene Restwärme nutzen, um sie dem Fernwärmenetz zuzuführen.
Dafür wird am Ausgang der Kläranlage in Huckingen in einem Teilbereich des Auslaufbeckens eine Wasservorlage angestaut. So kann gewährleistet werden, dass bei nicht kontinuierlichen Wassermengen trotzdem ausreichend Wasser für eine Abwärmegewinnung vorhanden ist. Zudem bauen wir auf dem Gelände der Kläranlage ein Pumpenhaus, in dem die beiden Wärmepumpen mit einer Gesamtleistung von 3,8 Megawatt (MW) stehen werden. Zur Anlage gehören außerdem zwei Blockheizkraftwerke, die jeweils 4,5 MW elektrisch leisten und jeweils 4,7 MW thermisch. Die Blockheizkraftwerke werden in unserem Heizwerk Mitte an der Bungertstraße errichtet. Mit dieser Leistung sind wir in der Lage, den jährlichen Stromverbrauch von 10.000 Haushalten zu decken und zugleich bis zu 4.000 an die Fernwärme angeschlossene Haushalte mit Wärme zu versorgen. Komplettiert wird die Anlage mit einem elektrischen Wärmeerzeuger mit einer Leistung von 30 MW. Dieser soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn sich überschüssige elektrische Energie im Netz befindet, die nicht von Haushalten oder der Industrie benötigt wird. Der Wärmekessel kann auch dann eingesetzt werden, wenn regenerative Erzeugungsanlagen abgeriegelt werden müssten, weil der von ihnen erzeugte Strom im Netz sonst nicht benötigt wird. So kann dieses grüne Energiepotenzial sinnvoll genutzt werden, um Wärme zu erzeugen, statt es ungenutzt zu lassen. Die Anlage ist zudem eine sinnvolle Ergänzung unseres Erzeugungsparks, weil wir Wärme aus überschüssiger Energie produzieren können, die wir in unserem Fernwärmespeicher am Heizkraftwerk III einspeichern können, bis sie von den Kundinnen und Kunden abgerufen wird. Obwohl die einzelnen Komponenten der iKWK-Anlage nicht an einem Ort aufgestellt werden, gelten sie gemeinsam doch als eine Einheit, da sie alle in das gleiche Fernwärmenetz einspeisen werden. Neben den Emissionseinsparungen hat die Anlage zudem einen weiteren positiven Nutzen für die Umwelt. Das Abwasser wird durch die iKWK-Anlage um rund fünf Grad abgekühlt. Das bedeutet, dass wir kühleres Wasser als bisher in den Angerbach einleiten, der dann in den Rhein mündet. Vor allem in den Sommermonaten bedeutet das eine Entlastung für die dann oftmals aufgeheizten Fließgewässer. Je nach Jahreszeit hat das Abwasser in der Kläranlage Huckingen eine Temperatur zwischen 8 und 25 Grad. Sobald die Temperatur oberhalb von 10 Grad liegt, kann es für die Wärmegewinnung durch die Wärmepumpen genutzt werden. Wir hatten das Projekt im Juli 2021 zur iKWK-Ausschreibung bei der Bundesnetzagentur eingereicht und den Zuschlag zur Förderung über 45.000 Betriebsstunden erhalten. Insgesamt investieren wir rund 27 Millionen Euro in das Gesamtprojekt.
Dresden braucht Wasser – neues Flusswasserwerk an Elbe geplant
Dresden entwickelt sich zu einem wichtigen Chip-Standort. Dafür geht die Stadt in Vorleistung. Dresden will die künftige Wasserversorgung sichern und plant ein neues Wassersystem samt Flusswasserwerk an der Elbe. Die Gesamtinvestition solle bei mehr als 320 Millionen Euro liegen, teilte die Verwaltung am Donnerstag mit. Damit reagiert die sächische Landeshauptstadt vor allem auf den riesigen Wasserbedarf der Chipindustrie im Norden der Stadt. Nach Bosch, Infineon und anderen …
Bonndorf: In Bonndorf ist Streit um eine geplante Verbrennungsanlage für Klärschlamm entbrannt
Eine Verbrennungsanlage für Klärschlamm ruft in Bonndorf eine Bürgerinitiative auf den Plan. Sie befürchtet Auswirkungen auf die Umwelt. Der Investor sieht sein Vorhaben als Teil einer sauberen Abfallwirtschaft.
Altenahr/Adenau: Was für den Bau der neuen Kläranlage in Dümpelfeld geplant ist
Altenahr/Adenau · 13,5 Millionen Euro gibt es für den Bau einer neuen Kläranlage in Dümpelfeld. Dort sollen künftig die Abwässer aus den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr geklärt werden. Das ist geplant. Mehr.
Kläranlage Altena: Neues Abwasserreinigungsverfahren besteht Leistungsfahrt
Die nach dem patentierten Nereda®-Verfahren arbeitende Kläranlage des Ruhrverbands im sauerländischen Altena hat im Frühsommer 2023 die sogenannte Leistungsfahrt erfolgreich bestanden. Ziel dieser 60-tägigen Untersuchungsphase war es, die Leistungsfähigkeit des in Deutschland erstmals eingesetzten Verfahrens anhand vertraglich festgelegter Ablaufgrenzwerte nachzuweisen. Ein umfangreiches Mess- und Analyseprogramm sah eine Vielzahl von Untersuchungsparametern aus den arbeitstäglich erfolgten 24-Stunden-Mischproben und „qualifizierten Stichproben” vom Ablauf der Nereda®-Reaktoren und aus den Reaktoren selbst vor. Unterstützung erhielt das Betriebsteam der Kläranlage vom Kooperationslabor von Ruhrverband, Emschergenossenschaft und Lippeverband. Etwas mehr als 110 Proben wurden in über 420 Einzelanalysen auf die Nährstoffparameter Chemischer Sauerstoffbedarf, Ammoniumstickstoff, anorganischer Stickstoff (Summenparameter) und Gesamtphosphor untersucht. Die Einhaltung der Zielvorgaben war dabei so hoch, dass der Ruhrverband den Nachweis der Leistungsfähigkeit mit „sehr gut” bewertete und akzeptierte. Die Leistungsfahrt war der nächste wichtige Schritt nach dem Abschluss des Einfahrbetriebs der Anlage. Das in den Niederlanden entwickelte und patentierte Nereda®-Verfahren findet zwar bereits weltweit auf über 20 kommunalen Kläranlagen Anwendung, wird jedoch in Altena erstmals in Deutschland in die Praxis umgesetzt. Im Rahmen einer Variantenuntersuchung für die Ertüchtigung der sanierungsbedürftigen Kläranlage Altena hatten der geringere Flächenbedarf, der erheblich geringere Energieverbrauch, der verringerte Einsatz von Fällmitteln durch vermehrte biologische Phosphorelimination, die Kosteneffizienz, der verminderte Wartungsaufwand aufgrund geringer mechanischer und elektrischer Ausstattung sowie die sehr guten Ablaufwerte für das Verfahren gesprochen. Nach der Leistungsfahrt ist vor dem Demonstrationsbetrieb: Aufgrund des Pilotcharakters des Projekts erfolgte die behördliche Genehmigung der Anlage im Rahmen eines „großtechnischen Versuchsbetriebs” zur betrieblichen Umstellung der bisherigen Abwasserreinigung der Kläranlage auf das Nereda®-Verfahren zunächst befristet bis Ende 2026. Dieser Versuchsbetrieb wird ebenfalls durch ein umfangreiches, mit den Behörden abgestimmtes Probenahme- und Analyseprogramm begleitet. Erst nach erfolgreichem Abschluss der zweijährigen Monitoringphase und Erhalt der abschließenden Betriebserlaubnis erfolgt der zweite Bauschnitt mit dem Rückbau der dann nicht mehr benötigten abwassertechnischen Bauwerke und der finalen Gestaltung der Wege und Oberflächen Das Vorhaben wurde mit Mitteln mit 1 409 699 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert.
Am 06.07.2023 wurde auf der Kläranlage Leutershausen nach rund neun Monaten Bauzeit das Richtfest des neuen Maschinengebäudes gefeiert. Neben dem traditionellen Zimmermannsspruch wurden begrüßende und lobende Worte des Bauherrn, vertreten durch den ersten Bürgermeister, Herrn Markus Liebich, verloren. Den Worten, die das gute Verhältnis zwischen allen Projektbeteiligen (Bauherr, ausführenden Firmen und Planern) und den reibungslosen und zügigen Baufortschritt galten, kann WEBER-Ingenieure sich nur anschließen. Neben dem Maschinengebäude, dem am Richtfest die meiste Aufmerksamkeit geschenkt wurde, steht auch das Belebungsbecken mit 1.600 m³ Volumen kurz vor Fertigstellung der Rohbauarbeiten. Der Sand- und Fettfang wurde bereits fertiggestellt und wartet auf die Ergänzung der Maschinentechnik. Ein Großteil der erdverlegten Leitungen ist zudem bereits verlegt.
Das größte Umweltprojekt der Gemeinde Bienenbüttel ist vollendet: Die Kläranlage in Hohenbostel. Bei dem Festakt zur Einweihung betonte die Verwaltung aber, noch weiteres Einsparpotenzial zu sehen. Hohenbostel – Knapp zweieinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich hat die Gemeinde …mehr:
Hetlingen: Neue Verbandsversammlung des AZV Südholstein erstmalig zusammengetreten
Am Montag, den 10. Juli, ist im Hetlinger Klärwerk die neue Verbandsversammlung des AZV Südholstein zu ihrer konstituierenden ersten Sitzung nach der Kommunalwahl im Mai zusammengetreten. Neben den Wahlen der Verbandsgremien war die Vorstellung des Jahresabschlusses für 2022 ein Schwerpunkt der Tagesordnung. Trotz Problemen durch Spätfolgen der Pandemie und des Kriegs in der Ukraine zieht der Verband eine erfolgreiche Bilanz. In die Verbandsversammlung des AZV Südholstein entsenden die 53 Mitgliedskommunen und -ämter des Verbands sowie Hamburg Wasser ihre Bürgermeisterinnen und weitere Vertreterinnen. Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje wurde als Vorsitzender der Verbandsversammlung des AZV Südholstein wiedergewählt, seine Vertretung übernehmen Heike Döpke (Barmstedt) und Jürgen Neumann (Heist). Verbandsvorsteherin ist weiterhin Christine Mesek, die bereits auf der Verbandsversammlung im Dezember vergangenen Jahres einstimmig für eine weitere Amtszeit bis Ende 2029 wiedergewählt wurde. Zu Ihren ehrenamtlichen Stellvertreter*innen in den nächsten Jahren wurden Erika Koll (Kummerfeld) und Rolf Apfeld (Glückstadt) gewählt und vereidigt. Die Verbandsversammlung hat zudem den Haupt- sowie den Finanzausschuss neu gewählt. Diese sind personell identisch besetzt mit Rolf Apfeld, Heike Döpke, Volker Hatje, Erika Koll, Jürgen Neumann, Michael Rahn-Wolff (Hetlingen), Wiebke Uhl (Ellerhoop), Sabine Kählert (Tornesch) und Arnd Wendland (Hamburg Wasser). Vorsitzender der Ausschüsse bleibt Volker Hatje.
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreiches Jahr 2022 Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die Vorstellung des Jahresabschlusses für 2022. Dieser ist u.a. geprägt durch die Integration des Zweckverbandes Stadtentwässerung Glückstadt ab dem 1.1.2022. Der AZV konnte einerseits im Vergleich zum Vorjahr stabile Umsatzerlöse erzielen, andererseits gab es gestiegene Aufwendungen beim Materialaufwand. Der Grund hierfür sind u.a. Preissteigerungen bei Energie, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wie Fäll- und Flockungsmittel, die zur Abwasserreinigung benötigt werden und für die aufgrund der Kriegssituation in der Ukraine ein erheblicher Mangel in Gesamtdeutschland herrschte. Dennoch konnten auch 2022 alle Grenzwerte am Ablauf der Kläranlagen eingehalten werden. Trotz einer teilweise schwierigen Beschaffungslage und steigender Inflation wurden Bauprojekte in der Regel ohne nennenswerte Verzögerungen fortgeführt oder begonnen. Schwerpunkte der Investitionsmaßnahmen waren beispielsweise auf der Kläranlage Hetlingen die Fortführung der Optimierung der mechanischen Abwasserreinigung und der Schlammbehandlung sowie die Planung für das neue Prozessleitsystem. Im Netz sind die Planungen zur Rehabilitation der Pumpwerke Elmshorn II und Barmstedt erwähnenswert. Der Verband, der in diesem Jahr Investitionen von über 27 Millionen Euro für die Kanalnetze im Verband und mehr als 15 Millionen für die Klärwerke einplant, geht von einem anhaltend herausfordernden Umfeld aus: „Eine wichtige Rolle spielen u.a. unverändert die hohen Energiekosten“, sagt Christine Mesek. „Deswegen setzen wir verschiedene Maßnahmen um, die einerseits unsere eigene Energieproduktion steigern und andererseits den Energieverbrauch senken. Das Hetlinger Klärwerk beispielsweise wird dank selbst produziertem Klärgas und Photovoltaik bereits zu rund 90 Prozent mit regenerativer Energie versorgt – hier sollen noch weitere PV-Anlagen dazukommen. Die schrittweise Erneuerung und Modernisierung der Anlagen wird zur Optimierung des Energieverbrauchs beitragen.“
Umweltunternehmen AZV bietet attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze Neben dem Tagesgeschäft kümmert sich der Verband intensiv um seine kontinuierliche Weiterentwicklung: Überprüfungsaudits für die ISO 9001:2015 (Qualität) und die ISO 14001:2015 (Umwelt) sind erfolgreich absolviert worden, ebenso die Erst-Zertifizierung nach ISO 45001:2018 (Arbeitsschutz). „Große Aufmerksamkeit widmet der Verband zudem dem Ausbau der Digitalisierung und der Stärkung der Attraktivität als Arbeitgeber“, ergänzt Volker Hatje. „Die Aufgaben sind wichtig und wachsen weiter. Das geht nur mit weiteren engagierten Auszubildenden und qualifizierten Fachkräften. Da steht der AZV in einem intensiven Wettbewerb, kann aber als Umweltunternehmen mit sicheren, sinnstiftenden und attraktiven Arbeitsplätzen punkten.“
Schon frühzeitig zu Beginn der Corona-Pandemie hat man im Klärwerk Freising angefangen zu prüfen, was im Abwasser herumschwimmt. Jetzt werden in der Anlage Proben für ein bundesweites Programm zur epidemiologische Lagebewertung entnommen. Die Kläranlage Freising nimmt an einem Pilotprojekt zur Etablierung eines Pandemieradars teil. Dabei wird die Viruslast im Abwasser gemessen. Freising – Was die Überwachung von Virenlast, speziell von Covid19-Viren, betrifft, ist man in der Freisinger Kläranlage schon erfahren. Und das zahlt sich aus: Denn jetzt ist man in das bundesweite Programm AMELAG aufgenommen worden, das die Viruslast im Abwasser misst, um daraus Erkenntnisse zu gewinnen, wie man eine Infrastruktur für ein virologisches Geschehen aufbauen könnte. Schon frühzeitig zu Beginn der Corona-Pandemie habe man angefangen zu prüfen, „was in unserem Abwasser herumschwimmt“, betont Gabriele Weinberger, die Leiterin des Freisinger Klärwerks. Das habe auch gut geklappt, dieses erste Projekt zusammen mit der TU München sei dann allerdings bald ausgelaufen
Dresden: neuer Industriesammler Nord – Eine Lösung für steigendes Industrieabwasser?
Aufgrund der großen Industrieansiedlungen im Norden von Dresden sind die Abwassermengen in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Im Jahr 2018 leitete die Industrie noch knapp sieben Millionen Kubikmeter Abwasser ein. “Im vergangenen Jahr waren es bereits 10,2 Millionen Kubikmeter, was einem Fünftel des Dresdner Abwassers entspricht, das wir in Kaditz behandeln”, erklärt Ralf Strothteicher, Technischer Geschäftsführer der SEDD.
Das vorhandene Kanalnetz wäre überlastet Die Halbleiterindustrie wächst weiterhin. Die Werke von Globalfoundries, Infineon, Bosch und X-Fab leiten bereits jetzt 93 Prozent des Dresdner Industrieabwassers ein. Zum Vergleich: Die Abwassermenge aus der Chipindustrie entspricht der von 250.000 Einwohnern. Infineon baut seit diesem Jahr seinen Standort an der Königsbrücker Straße in Dresden mit seinen bisher rund 3.200 Mitarbeitern weiter aus. An der Südostecke entsteht bis 2026 ein Neubau für rund 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze. „Damit wäre das vorhandene Kanalnetz überlastet“, erläutert Strothteicher. Deshalb baut die Stadtentwässerung den rund zehn Kilometer langen Industriesammler Nord. Mit dem rund 70 Millionen Euro teuren Großprojekt sollen das rechtselbische Kanalnetz entlastet und die Möglichkeiten für die weitere industrielle Entwicklung geschaffen werden.
Dritter großer Abfangkanal in Dresden geplant In Zukunft wird das Abwasser direkt von den Gewerbegebieten zur Kläranlage transportiert. Dadurch entsteht neben dem Altstädter und Neustädter ein dritter großer Abfangkanal in Dresden. Bisher flossen diese Abwässer zum Neustädter Abfangkanal und dann zum Kaditzer Klärwerk. Der neue Kanal beginnt im Gewerbegebiet von Infineon an der Königsbrücker Straße, führt dann über den Heller bis zum A4-Anschluss Wilder Mann. In diesem Bereich ist der Anschluss aus dem Gewerbegebiet Wilschdorf mit Globalfoundries geplant. Der neue Industriesammler verläuft dann weiter entlang der Autobahn bis zum Klärwerk Kaditz. Der Bau des neuen Industriekanals hat begonnen. Der erste Abschnitt, der zwei Kilometer lang ist, führt vom Klärwerk durch die Flutrinne bis zum Kaditzer Riegelplatz in der Nähe des Autobahnanschlusses Dresden-Neustadt. Der Bau in diesem Bereich wird bis Anfang 2026 dauern. Die Arbeiten in den weiteren Abschnitten zwischen dem Riegelplatz und dem Infineon-Standort an der Königsbrücker Straße beginnen im Frühjahr 2024 und werden weitgehend parallel verlaufen.
Fertigstellung spätestens 2027 Der Industriesammler wird zur Hälfte in offener und zur Hälfte in geschlossener Bauweise hergestellt. Bei der geschlossenen Bauweise werden die bis zu 1,6 Meter dicken und zwei Meter langen Stahlbetonrohre mit Hydraulikpressen durch die Erde gedrückt. Die Bauabschnitte in dieser geschlossenen Bauweise sind zwischen 300 und 700 Meter lang. Nur die bis zu 14 Meter tiefen Start- und Zielgruben für den Rohrvortrieb sind sichtbar. Die tonnenschweren Rohrteile werden per Kran in die Startgruben gehoben, wo dann die Hydraulikpressen zum Einsatz kommen. Mit 2,5 Kilometern ist der Abschnitt in der Dresdner Heide zwischen Radeburger und Königsbrücker Straße die längste Strecke mit unterirdischem Rohrvortrieb. Nur an der Neuländer Straße, am anschließenden Diebweg hinter dem ehemaligen Standort des Druck- und Verlagshauses am Heller und im Bereich von Infineon an der Königsbrücker Straße, wo eine 80 Zentimeter starke Röhre geplant ist, muss der Untergrund beim Kanalbau aufgebaggert werden. Laut Strothteicher wird spätestens 2027 der neue Industriesammler fertiggestellt werden. Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Klima, Recht und Ordnung, weist auf einen weiteren Aspekt hin. „Ich freue mich über die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Dresden. Der hohe Anteil von industriellem Abwasser an der Gesamtmenge hat den Vorteil, dass die Abwassergebühren für die Allgemeinheit stabil gehalten werden können. Dieser Effekt kommt direkt den Dresdnerinnen und Dresdnern zugute.“
Technische Daten: • Kosten insgesamt: 70 Mio. Euro • Bauzeit 2023 bis 2027 • Gesamtlänge: 10,1 km • davon 5.150 m im Rohrvortrieb • Dimensionen: DN 600 bis DN 1.600 • 16 Sonderbauwerke und 36 Schächte