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Wie man Krankheitserreger, Medikamentenrückstände und Mikroplastik aus dem Abwasser filtert

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Hochschule Osnabrück forscht an Membrantechnologie für Kläranlagen
Die Abwasserreinigung in Kläranlagen ist essenziell für den Umwelt- und Gesundheitsschutz. Bevor geklärtes Wasser in Flüsse oder Seen eingeleitet werden darf, muss es strenge Qualitätsvorgaben erfüllen. Diese legen zum Beispiel genau fest, wie viel Kohlenstoff oder Stickstoff noch enthalten sein darf. Während organische Stoffe wie Kohlenstoff zuverlässig biologisch abgebaut werden können, stellen Medikamentenrückstände, Hormone, multiresistente Keime und Viren sowie Mikroplastik die konventionellen Kläranlagen vor besondere Herausforderungen.

Daher forscht die Hochschule Osnabrück aktuell gemeinsam mit MANN+HUMMEL Water & Fluid Solutions GmbH an Membranmodulen, die in sogenannten Membranbelebungsreaktoren eingesetzt werden. „Dieser Prozess bietet viele Vorteile. Neben einer sehr hohen Ablaufqualität des geklärten Wassers und einem geringeren Flächenbedarf in den Kläranlagen werden zuverlässig Bakterien, Viren, Mikroplastik und teilweise Medikamentenrückstände zurückgehalten“, sagt Prof. Dr. Sandra Rosenberger, Professorin für Nachhaltige Energietechnik und Leiterin des Projektes seitens der Hochschule.

Abwasserreinigung: Mehrstufiger Prozess für sauberes Wasser
Die Abwasserreinigung erfolgt in mehreren Stufen. Zunächst werden grobe Feststoffe entfernt. Danach folgt die Reinigung in Belebungsbecken, in denen Mikroorganismen die im Abwasser enthaltenen organischen Stoffe abbauen. Anschließend müssen diese Mikroorganismen wieder vom gereinigten Wasser getrennt werden. Hierzu arbeitet man in konventionellen Kläranlagen mit Sedimentation: Man wartet, bis die Mikroorganismen sich durch die Schwerkraft am Boden der Nachklärbecken absetzen, und scheidet das geklärte Wasser darüber ab.

Anstelle der Nachklärbecken können aber auch Membranmodule eingesetzt werden. Hier übernehmen poröse Membranen die Aufgabe, Mikroorganismen und kleinste Partikel wie beispielsweise Bakterien oder Mikroplastik zurückzuhalten und von dem gereinigten Abwasser zu trennen.

mehr: https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2025/10/wie-man-krankheitserreger-medikamentenrueckstaende-und-mikroplastik-aus-dem-abwasser-filtert/

Feuchttücher: EU-Kommission konkretisiert Herstellerverantwortung

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Die Europäische Kommission hat am 24.10.2025 neue Leitlinien zur Festlegung von Kriterien für die Kosten von Reinigungsaktionen gemäß Artikel 8 Absatz 4 der Richtlinie (EU) 2019/904 zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt veröffentlicht (C/2025/5646). Darin präzisiert sie, dass Hersteller von Einwegkunststoffprodukten wie auch von Feuchttüchern künftig auch die Kosten für Reinigungsaktionen im Zusammenhang mit Abfällen aus diesen Produkten tragen sollen. Dies schließe laut Kommission ausdrücklich auch Abfälle ein, die in der Abwasserinfrastruktur anfallen.

Feuchttücher, die in Regenwasserkanälen, Straßenabläufen oder an Zuläufen der Kanalisation entsorgt werden, gelten demnach als Müll im Sinne der Einwegkunststoffrichtlinie. Auch Abfälle, die aus Kanalisations- und Abwassersystemen nach der Ableitung des Regenwassers zurückgewonnen werden, fallen darunter. Zu den relevanten Reinigungsaktivitäten zählen laut Leitlinie insbesondere Maßnahmen zur Entfernung solcher Abfälle aus kommunalen Abwassersammelnetzen und Kläranlagen sowie erforderliche Instandhaltungsarbeiten, um Betriebsstörungen zu vermeiden.

mehr: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=OJ:C_202505646
Quelle: Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V.

Kommunales Abwasser als Ressourcenquelle nutzen

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Kläranlagen reinigen nicht nur Abwasser, sie sind auch Rohstofflieferanten. Im Projekt KoalAplan gewinnen Forschende des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB gemeinsam mit Partnern hochwertige Produkte aus kommunalem Abwasser. Dazu gehören Ammonium und Wasserstoff sowie Polyhydroxyalkanoate (PHA), aus denen sich biobasierte und bioabbaubare Kunststoffe herstellen lassen.
In unserem Abwasser stecken nicht nur Schmutz und Ausscheidungen, sondern auch wertvolle Rohstoffe wie Stickstoff und organische Kohlenstoffverbindungen. Mithilfe chemischer, biologischer und physikalischer Verfahren können daraus Wasserstoff, Ammonium und Polyhydroxyalkanoate (PHA) zurückgewonnen werden. Das zurückgewonnene Ammonium lässt sich als Stickstoffdünger für den Landbau verwenden, PHA sind der Rohstoff für Biokunststoffe. Diese Prozesse untersuchen die Forschenden im Projekt KoalAplan (siehe unten). Schauplatz für die interdisziplinäre Forschungsarbeit der Projektpartner ist das Lehr- und Forschungsklärwerk der Universität Stuttgart in Büsnau. Unter realen Bedingungen wird getestet, wie sich die Rückgewinnung von Rohstoffen in Klärwerken realisieren lässt. Hierfür wurde eine Bioraffinerie als Pilotanlage eingerichtet, die 2024 über ein halbes Jahr betrieben wurde.

mehr: https://www.igb.fraunhofer.de/de/presse-medien/presseinformationen/2025/kommunales-abwasser-als-ressourcenquelle-nutzen.html

Kreislaufwirtschaft: Nutzung von Abwasser, Abfall und Abgas

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Für die Transformation zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft sind neue Verfahren zur Nutzbarmachung von Rest- und Abfallstoffen erforderlich. Das Fraunhofer IGB entwickelt Verfahren zur Rückgewinnung wertvoller Inhaltsstoffe aus Abwasser, Abfall und Abgas – vom Labor- über den Technikums- bis zum Pilotmaßstab. Mit seinem Know-how zur Digitalisierung und Skalierung von Prozessen sowie eigenen Pilotanlagen unterstützt das Fraunhofer IGB Start-ups, KMU sowie Kommunen, Stadtwerke und Zweckverbände bei der Umsetzung neuer Technologien.

Entwicklung, Pilotierung und Markteinführung nachhaltiger Verfahren zur Nutzung und Rückgewinnung von Reststoffen
Bisher werden in der Industrie und in den Kommunen anfallende Nebenprodukte oder Abfälle häufig noch entsorgt. In einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft stellen Rest- und Abfallstoffe dagegen eine wichtige Ressource dar.

mehr: https://www.igb.fraunhofer.de/de/ueber-uns/fokusthemen/kreislaufwirtschaft-nutzung-von-abwasser-abfall-und-abgas.html

Mikroplastik im Abwasser und im Rhein – LANUK legt Analyse zum Eintrag in den Rhein vor

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Im Rhein und erstmals auch direkt in den Abwassereinleitungen von Industriestandorten hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) gezielt nach industriell hergestellten Mikroplastikpartikeln – sogenannten Pellets und Beads – gesucht. Die Untersuchung ist Teil einer neuen LANUK-Studie, deren Ergebnisse Umweltminister Oliver Krischer und die Präsidentin des LANUK, Elke Reichert, am Mittwoch, 13. August 2025, an Bord des Laborschiffs Max Prüss der Öffentlichkeit vorgestellt haben.

„Die Studie zeigt deutlich: Mikroplastik gelangt nicht nur über diffuse Einträge, sondern auch direkt und punktuell über industrielle Abwassereinleitungen in den Rhein“, sagte Umweltminister Krischer. „Mikroplastik darf nicht zusammen mit dem anfallenden Abwasser in die Gewässer eingeleitet werden – unser oberstes Ziel muss die Vermeidung von Verlusten aus Herstellungs- und Transportprozessen sein. Das ist ein entscheidender Hebel, um unsere Gewässer wirksam zu schützen.“

Auch deshalb sei, so Krischer, neben technischen Maßnahmen vor allem das Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen gefragt: „Produzentinnen, Betreiber und Logistikunternehmen – alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette müssen dafür Sorge tragen, dass mit Kunststoffpartikeln verantwortungsvoll umgegangen wird.“
mehr: https://www.lanuk.nrw.de/article/mikroplastik-im-abwasser-und-im-rhein-lanuk-legt-analyse-zum-eintrag-in-den-rhein-vor

Primäres Mikroplastik im Abwasser industrieller Einleiter
Mikroplastik in der aquatischen Umwelt ist ein wachsendes Umweltproblem, dass zunehmend im Fokus von Öffentlichkeit und Forschung steht. Insbesondere primäres Mikroplastik in Form von Beads und Pellets ist in den letzten Jahren verstärkt in die Aufmerksamkeit gerückt. Einerseits durch seine auffällige Form und Sichtbarkeit, andererseits, weil Quellen und Eintragspfade besser zugeordnet und Gegenmaßnahmen dadurch konkreter geplant werden können.

Um einen Überblick über die Konzentrationen von Beads im Rhein zu bekommen und potentielle Eintragsquellen zu identifizieren haben das Ministerium für Umwelt, Natur und Verkehr NRW (MUNV) und das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima in Zusammenarbeit mit den Bezirksregierungen ein erstes Untersuchungsprogramm im Rhein sowie in einigen möglicherweise relevanten industriellen Abwassereinleitungen durchgeführt.
mehr: https://www.lanuk.nrw.de/publikationen/publikation/primaeres-mikroplastik-im-abwasser-industrieller-einleiter

Pestizide in Schweizer Bächen: Es bleibt noch viel zu tun

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Drei aktuelle Studien beleuchten die Pestizidbelastung von Schweizer Bächen und Flüssen. Mit einem umfassenden Screening von über 250 Pestiziden zeigen sie, welche davon in Gewässern vorkommen und welche Pestizide Gewässerorganismen am stärksten gefährden. Die Studien untersuchten ausserdem, aus welchen Anwendungen besonders risikorelevante Pestizide stammen und über welche Eintragswege sie in die Gewässer gelangen – eine wichtige Grundlage, um die Belastung der Gewässer durch diese Stoffe gezielt reduzieren zu können. Zum Newsartikel und zur Zusammenfassung auf Linkedin.

Meldungen zur Arbeitssicherheit

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Oktober 2025


„Überlastung ist noch viel zu oft ein Tabu“

Die Anforderungen in der Arbeitswelt steigen und oft überschneiden sich berufliche und private Belastungen. Anlässlich der Woche der Seelischen Gesundheit erläutert Jasmine Kix, stellvertretende Leiterin des DGUV-Sachgebiets „Psyche und Gesundheit in der Arbeitswelt“, welche psychischen Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz eine Rolle spielen, wie sie sich auf die Gesundheit auswirken können und was Arbeitgebende tun können, um ihre Beschäftigten zu unterstützen.

Weitere Informationen
Worauf es in der betrieblichen Prävention ankommt, formulieren zwei neue bzw. aktualisierte Veröffentlichungen der DGUV:
FBGIB-001 : Psychische Belastung bei der Arbeit bleibt eine wichtige Stellschraube für die Gesundheit:
FBGIB-009: Betriebliche psychologische Erstbetreuung nach traumatischen Ereignissen, sogenannte „psychische erste Hilfe“ und Erste Hilfe: Was ist was?

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Meldungen zur Arbeitssicherheit 2024

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Dezember 2024


Unfallversicherungsträger beraten zu neuer Gefahrstoffverordnung

Am 04. Dezember 2024 wurde die Neufassung der Gefahrstoffverordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die Verordnung dient insbesondere dem verbesserten Schutz von Beschäftigten bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden, mutagenen und reproduktionstoxischen Stoffen an ihrem Arbeitsplatz.

Mit der Novellierung der Gefahrstoffverordnung wird das aus der Technischen Regel für Gefahrstoffe 910 (TRGS 910) bekannte risikobezogene Maßnahmenkonzept bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen rechtlich bindend integriert. Das Konzept definiert drei Risikobereiche: geringes (grün), mittleres (gelb) und hohes (rot) Risiko. Dieses „Ampel-Prinzip“ soll Betriebe dabei unterstützen, bei der Arbeit mit krebserzeugenden Gefahrstoffen entsprechende Schutzmaßnahmen risikobezogen festzulegen.

Angepasst werden auch die Regelungen zu Asbest. Diese betreffen neben den Verwendungs- und Tätigkeitsbeschränkungen auch klare Vorgaben bei zulässigen Tätigkeiten im Rahmen von Abbruch, Sanierung und Instandhaltungsmaßnahmen. Es werden neue Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten bei Tätigkeiten mit Asbest formuliert sowie eine sogenannte Mitwirkungs- und Informationspflicht der Veranlasser – zum Beispiel Eigentümer oder Bauträger – eingeführt.

Quelle: DGUV

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NAPO: Gewalt am Arbeitsplatz

Gewalt am Arbeitsplatz gehört für viele Menschen zum beruflichen Alltag. Dabei kann Gewalt, ob verbal oder physisch, von unterschiedlichen Personen ausgehen, wie zum Beispiel Kunden, Klienten, Patienten oder Schülerinnen und Schülern.

mehr: https://www.tube.dguv.de/

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UBA-Gutachten zu Gebührenfragen zur P-Rückgewinnung in der Klärschlammverordnung veröffentlicht

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Das Umweltbundesamt (UBA) hat das „Gutachten zur Auslegung von mit der Phosphor-Rückgewinnung in der Klärschlammverordnung in Verbindung stehenden gebührenrechtlichen Festlegungen“ veröffentlicht. Das Gutachten können Sie auf der UBA-Webseite herunterladen.
Im Jahr 2017 wurde die Klärschlammverordnung (AbfKlärV) neu gefasst. Dabei wurde festgeschrieben, dass ab 2029 die Rückgewinnung von Phosphor (P) aus Klärschlamm für alle Kläranlagen verpflichtend ist. Als ein Hemmnis für die fristgerechte Umsetzung von Maßnahmen zur P-Rückgewinnung wurde die Umlagefähigkeit von Kosten auf die Abwassergebühren identifiziert.

Primäres Ziel des vorliegenden Sachverständigengutachtens war es daher zu prüfen, in wie weit und zu welchem Zeitpunkt die Anforderungen aus der AbfKlärV gebührenrechtlich ansatzfähig sind. Das Gutachten beantwortet Fragen zur Gebührenfähigeit von Maßnahmen zur P-Rückgewinnung, insbesondere auch von solchen, die vor 2029 anfallen.

Gutachten zur Auslegung von mit der Phosphor-Rückgewinnung in der Klärschlammverordnung in Verbindung stehenden gebührenrechtlichen Festlegungen

Klärschlammverordnung (AbfKlärV 2017)

Beiträge zu PFAS

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Alle Informationen zu PFAS – Wann kommt das Verbot in der EU? Wie sieht die Deklarationspflicht in den USA aus?

PFAS finden sich in sehr vielen Produkten – und das, obwohl sie zum Teil eine gesundheitsschädliche Wirkung haben können. Die Abkürzung PFAS steht dabei für „Per- und polyfluorierte Chemikalien“ – eine Gruppe von Stoffen, die vor allem wegen ihrer Resistenz gegenüber Hitze und anderer Chemikalien sowie wasser- und schmutzabweisender Eigenschaften sehr gerne und häufig von der Industrie bei der Produktion verschiedenster Produkte eingesetzt werden.

Das könnte sich jedoch bald ändern, denn aktuell setzen sich Deutschland, Dänemark, die Niederlande, Norwegen und Schweden für ein EU-weites PFAS-Verbot ein, das voraussichtlich 2026 in Kraft treten soll.

mehr: https://valuestreameurope.ch/update-zu-pfas-reach-verordnung-wann-kommt-das-verbot-in-der-eu/?gad_source=1&gad_campaignid=22298331742&gclid=EAIaIQobChMIt43O5-G0jQMV5UdBAh1BUTz8EAAYAyAAEgJj__D_BwE

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Rechtsgutachten: Trinkwasser zunehmend mit TFA belastet

Österreichs Umweltverband Global 2000 fordert Konsequenzen: Pestizide, die das gefährliche Trifluoracetat (TFA) freisetzen, müssen laut einem neuen Rechtsgutachten vom Markt genommen werden. Auch in Deutschland werden Spuren dieser Chemikalie im Wasser gefunden.
Der österreichische Umweltverband Global 2000 hat ein Rechtsgutachten veröffentlicht, wonach das Nachbarland Pestizide vom Markt nehmen muss, die Trifluoracetat (TFA) in die Umwelt und ins Grundwasser freisetzen. Luise Körner, Chemie-Expertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) findet das Gutachten alarmierend: „Laut EU-Pestizidverordnung dürfen Mitgliedstaaten ein Pestizid nur dann zulassen, wenn das Pestizid oder seine Abbauprodukte die Gesundheit oder das Grundwasser nicht gefährden. Die deutsche Bundesregierung muss jetzt dringend Informationen einholen und Zulassungen in Deutschland überprüfen.“

mehr: https://www.process.vogel.de/pestizide-trifluoracetat-umweltschutz-global2000-a-f4b31c1cb61a2ef956643122198792a6/?cflt=rel

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Neue Methode im Kampf gegen ewige Chemikalien

Forschende der ETH Zürich haben eine neue Methode entwickelt, um eine gefährliche Untergruppe von PFAS, sogenannte PFOS, abzubauen. Mit Hilfe von Nanopartikeln und Ultraschall könnte die Piezokatalyse zukünftig eine effektive Alternative zu bestehenden Verfahren bieten.
Forschende aus der Gruppe von Salvador Pané i Vidal, Professor am Institut für Robotik und Intelligente Systeme, haben eine neue Methode entwickelt, um eine Untergruppe der PFAS, die PFOS (Perfluoroctansulfonate), abzubauen. PFOS sind aufgrund ihrer Toxizität mittlerweile stark eingeschränkt oder sogar verboten. „Das Hauptproblem besteht darin, dass die Moleküle aus langen Kohlenstoffketten bestehen, die von Fluoratomen umgeben sind. Diese Kohlenstoff-Fluor-Bindung ist so stark, dass man sehr viel Energie braucht, um sie aufzubrechen“, sagt Andrea Veciana, Doktorandin bei Pané i Vidal.

mehr: https://www.process.vogel.de/eth-zuerich-piezokatalyse-pfas-beseitigung-a-41062e314e7259370b07a9bb07c0a061/?cflt=rdt

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1. Österreichischer PFAS-Tag

Mit dem Ziel, den interdisziplinären Austausch über den aktuellen Wissensstand zu Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen zu fördern, die gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen im Bezug auf diese Ewigkeitschemikalien zu diskutieren und offene Fragen zu identifizieren, fand am 24. Juni 2025 der 1. Österreichische PFAS-Tag des ÖWAV statt.

Die vom Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) unter dem Titel „PFAS in der Wasserversorgung, Abwasserwirtschaft und Abfallwirtschaft“ organisierte Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft durchgeführt.

Rund 280 Teilnehmende aus Verwaltung, Wissenschaft, Industrie und Technik haben an der Veranstaltung im Veranstaltungszentrum ARIANA in der Seestadt Aspern und Online teilgenommen. Das große Interesse und die Wichtigkeit einer branchenübergreifenden Zusammenarbeit war deutlich sichtbar.

mehr: https://www.oewav.at/Page.aspx?target=556261

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Alle Informationen zu PFAS – Wann kommt das Verbot in der EU? Wie sieht die Deklarationspflicht in den USA aus?

PFAS finden sich in sehr vielen Produkten – und das, obwohl sie zum Teil eine gesundheitsschädliche Wirkung haben können. Die Abkürzung PFAS steht dabei für „Per- und polyfluorierte Chemikalien“ – eine Gruppe von Stoffen, die vor allem wegen ihrer Resistenz gegenüber Hitze und anderer Chemikalien sowie wasser- und schmutzabweisender Eigenschaften sehr gerne und häufig von der Industrie bei der Produktion verschiedenster Produkte eingesetzt werden.

Das könnte sich jedoch bald ändern, denn aktuell setzen sich Deutschland, Dänemark, die Niederlande, Norwegen und Schweden für ein EU-weites PFAS-Verbot ein, das voraussichtlich 2026 in Kraft treten soll.

mehr: https://valuestreameurope.ch/update-zu-pfas-reach-verordnung-wann-kommt-das-verbot-in-der-eu/?gad_source=1&gad_campaignid=22298331742&gclid=EAIaIQobChMIt43O5-G0jQMV5UdBAh1BUTz8EAAYAyAAEgJj__D_BwE

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PFAS: Neuer Weg zum Abbau von „Ewigkeitschemikalien“

Chemiker der Goethe-Universität haben einen Katalysator entwickelt, mit dem sich per- und polyfluorierte organische Verbindungen (PFAS) ‒auch bekannt als „Ewigkeitschemikalien“ ‒ gezielt abbauen lassen könnten. Wegen ihrer günstigen Eigenschaften werden PFAS vor allem dazu genutzt, um Oberflächen schmutz- und wasserabweisend zu machen. In der Umwelt sind sie extrem langlebig und werden kaum zersetzt; einige PFAS gelten als gesundheitsgefährdend. Besonders macht den neuen Katalysator, dass er ohne kostspielige oder giftige Schwermetalle wie Platin, Palladium oder Iridium auskommt. Er könnte nicht nur zum PFAS-Abbau genutzt werden, sondern auch zur Herstellung von Medikamenten.

FRANKFURT. Eigentlich sind PFAS großartige Moleküle: Schon eine dünne PFAS-Schicht lässt Wasser ebenso abperlen wie Öl und Schmutz. Gleichzeitig sind PFAS äußerst widerstandsfähig gegenüber Hitze und UV-Licht. Das macht sie zur beliebten Beschichtung von atmungsaktiver Outdoor-Kleidung, schmutzabweisenden Teppichen, Einweggeschirr, Bügeleisen oder Pfannen, in denen die Bratkartoffeln geröstet werden anstatt anzubrennen. Industriell werden PFAS als Schmiermittel verwandt, als Tenside und Netzmittel, bei der Verchromung oder in Feuerlöschmitteln. Die Liste ist lang, PFAS finden sich fast überall.

mehr: https://idw-online.de/de/news853703

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Trifluoressigsäure (TFA): Bewertung für Einstufung in neue Gefahrenklassen vorgelegt (17/25)

Deutsche Behörden bewerten TFA als fortpflanzungsgefährdend, sehr persistent und sehr mobil
Dortmund – Die Bundesstelle für Chemikalien (BfC) an der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist die zuständige Behörde in Deutschland für die europäische Chemikalienverordnung REACH und die CLP-Verordnung zur Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe. In Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die BfC ein entsprechendes Dossier nach der CLP-Verordnung zur Harmonisierung der Gefahreneinstufung von Trifluoressigsäure (TFA) bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) eingereicht. TFA zählt zur Gruppe der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS). Da der Stoff nach Einschätzung der deutschen Behörden fortpflanzungsgefährdende (reproduktionstoxische) sowie umweltkritische Stoffeigenschaften besitzt, ist er entsprechend einzustufen. Derzeit laufen Konsultation und fachliche Bewertung des deutschen Vorschlages.

mehr: https://www.baua.de/DE/Services/Presse/Pressemitteilungen/2025/05/pm17-25

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PFAS beeinflussen zelluläre Immunantwort auf Corona-Virus

UFZ-Studie deckt dabei auch geschlechtsspezifische Unterschiede auf
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind allgegenwärtig, reichern sich in der Umwelt an und sind nur schwer abbaubar. Sie werden als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet. PFAS können das Immunsystem und die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Forschende des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) zeigen in ihrer aktuellen Studie, dass sich eine hohe PFAS-Exposition negativ auf die zelluläre Immunantwort auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 auswirkt. Menschen, die hohen PFAS-Belastungen ausgesetzt sind, könnten weniger gut auf Impfungen ansprechen, vermuten die Wissenschaftler:innen. Die Studie entstand in enger Kooperation mit dem Norwegian Institute of Public Health in Oslo. Sie ist im Fachmagazin Environment International erschienen.

mehr: https://www.ufz.de/index.php?de=36336&webc_pm=15/2025

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Oxyle sichert sich 15,4 Millionen Euro für die Beseitigung von PFAS im Abwasser

Mit einer neuartigen Lösung zur vollständigen Zerstörung von PFAS-Molekülen in Abwasser setzt Oxyle neue Standards in der Wasseraufbereitung. Eine Seed-Finanzierung über 15,4 Millionen Euro soll den Ausbau und die globale Anwendung der Technologie in verschiedenen Branchen beschleunigen.

mehr: https://www.process.vogel.de/oxyle-wasseraufbereitung-pfas-molekuele-zerstoerung-a-05a630a2e89ca2195d125a0c1d9e2f97/?cmp=nl-62e307fb-fc03-411c-850d-15535577895f&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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