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Meldungen aus der Wissenschaft

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2025


Reinigungsgel soll Meeresboden von Mikroplastik befreien

Plastik in der Umwelt verbleibt dort Jahre und Jahrzehnte, wenn es im Meer versinkt sogar noch länger. Einen neuen Ansatz gegen Mikroplastik vom Meeresboden haben Forscher aus Hannover entwickelt. Sie wollen die Kunststoffpartikel mit einem Hydrogel aufsammeln und zur Zersetzung an die Oberfläche bringen.
Sie sind winzig – und sie sind überall: Kleinste Teilchen aus Plastik verschmutzen Meere, Gebirge und Flüsse, sind sogar in menschlichen Organen und im Gehirn nachweisbar und können im Körper Entzündungen auslösen. Mikroplastik ist eines der großen Probleme unserer Zeit. Und die winzigen Partikel sind, einmal in die Umwelt gelangt, kaum wieder dort herauszuholen. Selbst wenn der „Nachschub“ an freigesetztem Plastikmüll komplett unterbunden würde, blieben die bestehenden Kunststoffreste noch Jahrzehnte bis Jahrhunderte stabil.

mehr: https://www.laborpraxis.vogel.de/forschung-gegen-mikroplastik-neuer-ansatz-aus-hannover-a-fe49e4b7c9738dfddd8cb3c80dce5f2c/?cmp=nl-a434504e-01bd-4078-afea-2aee48d461fe&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Am Rande der Nachweisgrenze: Umweltchemikalien unter dem Radar?

Keine Daten, kein Problem? Viele giftige Chemikalien werden nur selten oder sogar überhaupt nicht mit analytischen Methoden in Gewässern erfasst. Dies lässt das wahrgenommene Risiko durch diese Chemikalien geringer erscheinen als es möglicherweise ist. Ein Forschungsteam hat deshalb einen neuen Blick auf über 64 Millionen Messwerte geworfen.
Chemie hat in der Bevölkerung einen schlechten Ruf. Und auch, wenn das zu allgemein ist – schließlich ist alle Materie aus Molekülen aufgebaut, und damit Chemie – gibt es zweifelsohne viele Substanzen, die tatsächlich gefährlich sind. So werden mehrere hunderttausend Chemikalien als möglicherweise umweltschädlich betrachtet.

mehr: https://www.process.vogel.de/analyse-von-chemikalien-in-gewaessern-a-4b32da80a8bce7531d75d2a5b1697d4d/?cmp=nl-62e307fb-fc03-411c-850d-15535577895f&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Mikroplastik im Rhein 2024

Mikroplastikpartikel finden sich inzwischen fast überall auf unserem Planeten. Die Ozeane nehmen dabei über die Flüsse besonders viel Plastik auf. Mikroplastikpartikel haben Eigenschaften, die sie letztendlich auch für Menschen gefährlich machen.
Die Partikel halten lange, an ihrer Oberfläche können schädliche Chemikalien anhaften und sie werden aufgrund ihrer Größe Teil der Nahrungskette. Somit kommt der Plastikmüll zurück in die Haushalte und landet wieder auf dem Teller. Die Folge: Mikroplastik lässt sich mittlerweile auch in menschlichen Organen nachweisen (Wang et al., 2024, hu et al., 2024)
Beim Eintrag von Plastik in die Ozeane spielen Flusssysteme wie der Rhein eine wichtige Rolle (Schmidt et al., 2017, Jenna et al., 2015; Meijer et al., 2021, Mani et al., 2015, Buschman et al., 2020). Zwischen September und Oktober 2020 hat Greenpeace den Rhein umfassend auf Mikroplastik untersucht. Dafür wurden an verschiedenen Orten zwischen Koblenz und Duisburg Proben genommen und auf primäres Mikroplastik analysiert. Mikroplastik wurde damals in allen Proben gefunden. Die höchste Konzentration von 3,3 Partikeln pro Kubikmeter (P m3) wurde in einem Flussabschnitt in der Nähe des Chemparks Dormagen entdeckt (Greenpeace e.V. 2021 A). Auch eine weitere Untersuchung im August 2021 bestätigte das Problem: Der Rhein wird stetig mit Mikroplastik verschmutzt.

mehr: https://www.greenpeace.de/publikationen/Mikroplastik_Recherche%20_Rhein_Greenpeace.pdf

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Gefahren vom Autoreifen: Abrieb verschmutzt Umwelt

Unvermeidbare Umweltlast: Autoreifen setzen mit jedem gefahrenen Kilometer feine Gummipartikel in die Umwelt frei. Diese bringen Schadstoffe in die Umwelt ein und gefährden z.B. aquatische Ökosysteme. Ein Übersichtsbeitrag hat die aktuelle Studienlage zu diesem Thema zusammengefasst.
E-Autos sollen den Straßenverkehr umweltfreundlich machen. In Bezug auf Abgase funktioniert das, doch ein Problem kann auch die Elektrifizierung der Pkw nicht lösen: Reifenabrieb.

mehr: https://www.laborpraxis.vogel.de/umweltgefahr-durch-reifenabrieb-auswirkungen-auf-aquatische-oekosysteme-a-d3a33bfde124ca664ca030abb0a9e40b/

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Wegweiser für sichere Kunststoffe

Eine internationale Studie zeigt: In Kunststoffen stecken Tausende potenziell gefährliche Chemikalien. Die Forschenden liefern erstmals eine umfassende Datenbasis und konkrete Ansätze für sicherere, nachhaltigere Materialien.
Um die weltweite Plastikverschmutzung einzudämmen und Kunststoffe sicherer und nachhaltiger zu machen, verhandeln die Länder derzeit über ein globales Abkommen. Eine internationale Studie unter Beteiligung der Schweizer Forschungsinstitute Empa und Eawag, die kürzlich im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht wurde, liefert erstmals einen umfassenden und systematischen Überblick über alle Chemikalien, die in Kunststoffen enthalten sein können – einschließlich ihrer Eigenschaften,

mehr: https://www.laborpraxis.vogel.de/gefahrliche-chemikalien-in-kunststoffen-neue-studie-a-7f1efc31c8365053abd92df0229cc995/?cmp=nl-a434504e-01bd-4078-afea-2aee48d461fe&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Urease- und Nitrifikationsinhibitoren: Chance ohne Risiko?

Urease- und Nitrifikationsinhibitoren sind Chemikalien, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, um die pflanzliche Stickstoffausnutzung von Düngern zu steigern und dabei Ammoniak-, Nitrat- und Lachgasemissionen zu mindern. Das Umweltbundesamt empfiehlt eine bessere Regulierung der Stoffe.
Berechnungen des Umweltbundesamtes (⁠UBA⁠) zeigen, dass ein umfassender Einsatz von Inhibitoren landwirtschaftliche Ammoniakemissionen um bis zu 9 % und Lachgasemissionen um bis zu 5 % reduzieren könnten. Diese Wirkung kann aber nur erreicht werden, wenn die Stoffe großflächig mit den Düngemitteln in der offenen Umwelt ausgebracht werden. Ein großer Teil der Wirkstoffe kann jedoch die Umwelt oder die menschliche Gesundheit gefährden. So sind einige der Stoffe potenziell giftig für Wasserorganismen oder beeinträchtigen die Fortpflanzungsfunktion von Säugetieren.

mehr: https://www.wwt-online.de/wissenschaft/news/gewaesserschutz-urease–und-nitrifikationsinhibitoren-chance-ohne-risiko-40042

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Natürliche Verbindungen gegen Superbakterien im Abwasser

Wissenschaftler der Utah State University haben in einer Kläranlage multiresistente Bakterien entdeckt, die ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen könnten. Eine Studie, veröffentlicht in Frontiers in Microbiology, zeigt, dass natürliche Substanzen wie Curcumin aus Kurkuma und Emodin aus Rhabarber diese Bakterien wirksam bekämpfen können.

Im Abwasser einer Kläranlage in Logan identifizierten die Forscher um Dr. Liyuan Hou neun Bakterienstämme, die gegen mehrere Antibiotika, darunter das Medikament der letzten Wahl, Colistin, resistent sind. Diese Bakterien, darunter Arten wie Microbacterium und Chryseobacterium, sind für gesunde Menschen meist harmlos, können aber Resistenzgene auf gefährlichere Bakterien wie E. coli übertragen. „Ohne verbesserte Abwasserbehandlung könnten solche Bakterien in Gewässer gelangen und die öffentliche Gesundheit gefährden“, warnt Dr. Hou.

mehr: https://lab-news.de/natuerliche-verbindungen-gegen-superbakterien-im-abwasser/

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Virale Artenvielfalt im Abwasser

Umfassende Metagenom-Sequenzierungen des Berliner Abwassers über 17 Monate zeigen, dass man so die Ausbreitung von Krankheitserregern überwachen und Ausbrüche vorhersagen kann. Wie das Team um Markus Landthaler in „Environmental International“ schreibt, haben sie zudem Tausende neuer Viren entdeckt.

mehr: https://www.mdc-berlin.de/de/news/press/virale-artenvielfalt-im-abwasser

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Wanderausstellung »Power2Change: Mission Energiewende« zeigt Wege in ein klimaneutrales Deutschland

Können wir aus CO₂ Rohstoffe für Medikamente herstellen? Fliegen Flugzeuge bald mit Wasserstoff oder E-Fuels? Und wie kann grüner Strom flexibel hergestellt und transportiert werden? Diesen Fragen widmet sich die Wanderausstellung »Power2Change: Mission Energiewende«, die vom 29. Mai bis 16. November 2025 im DB Museum Nürnberg zu sehen ist. Die Ausstellung beleuchtet den Weg in eine klimaneutrale Zukunft und präsentiert Lösungsansätze für eine sichere Energieversorgung. Sie ist Teil des Verbundprojekts »Wissenschaftskommunikation Energiewende« – gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und geleitet von Fraunhofer UMSICHT.

mehr: https://www.umsicht.fraunhofer.de/de/presse-medien/pressemitteilungen/2025/power2change.html

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Analytik von PFAS in Trinkwasser genormt

Die neue Trinkwasserverordnung hat erstmalig sehr niedrige Grenzwerte für Perfluoralkylsubstanzen eingeführt. Unter deutscher Federführung wurde passend dazu eine robuste genormte Methode entwickelt, die den Weg vom Forschungslabor zu einem europaweit in hunderten Laboren angewendeten Verfahren genommen hat. Ein Überblick.

mehr: https://www.laborpraxis.vogel.de/analytik-von-pfas-in-trinkwasser-genormt-a-171806a427cb33ad39f74161a49fd4be/?cflt=rdt

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Neue Methode im Kampf gegen Perfluoroctansulfonate

Forschende der ETH Zürich haben eine neue Methode entwickelt, um eine gefährliche Untergruppe von PFAS, so genannte PFOS, abzubauen. Mithilfe von Nanopartikeln und Ultraschall könnte die Piezokatalyse zukünftig eine effektive Alternative zu bestehenden Verfahren bieten.

mehr: https://www.laborpraxis.vogel.de/eth-zuerich-piezokatalyse-pfas-beseitigung-a-7dcff1699e5881ec0fa9220810b46034/?cflt=rel

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Neuartiger Katalysator sorgt für PFAS-Abbau

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) besitzen eine oder mehrere äußerst stabile Kohlenstoff-Fluor-Bindungen, die dafür sorgen, dass sie sehr langlebige Verbindungen sind. Um sie in der Umwelt schneller abzubauen, haben Frankfurter Wissenschaftler nun einen Katalysator entwickelt, der die Kohlenstoff-Fluor-Bindungen schnell spaltet.

mehr: https://www.laborpraxis.vogel.de/wissenschaftler-entwickeln-katalysator-fuer-schnellen-pfas-abbau-a-df6a5b7e573960e378624096b6d18041/?cmp=nl-a434504e-01bd-4078-afea-2aee48d461fe&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Fraunhofer ICT startet erfolgreich Testbetrieb: Großbatterie steuert erneuerbare Energie bedarfsgerecht ins Stromnetz

Mit einem wichtigen Zwischenerfolg ist Europas größte Vanadium-Redox-Flow-Batterie am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in den Forschungsbetrieb gestartet: In einem kontrollierten Test konnte erstmals erfolgreich demonstriert werden, wie sich erneuerbare Energien wie Wind- und Sonnenstrom gezielt und planbar ins Stromnetz einspeisen lassen, unabhängig von aktuellen Wetterbedingungen.

Die Großbatterie bietet damit eine konkrete Lösung für ein zentrales Problem der Energiewende: Überschüssiger Grünstrom, der bei hoher Erzeugung bislang oft ungenutzt blieb oder sogar zu negativen Strompreisen geführt hat, kann nun zwischengespeichert und bei Bedarf netzdienlich abgerufen werden.

mehr: https://idw-online.de/de/news854272

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Bioabfall und Mehrweg für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft in Kommunen

Kunststoffe vermeiden, Bioabfall besser trennen und Menschen aktiv einbinden: Das Difu-Verbundprojekt reGIOcycle zeigt am Beispiel der Region Augsburg, worauf für eine gut funktionierende Kreislaufwirtschaft zu achten ist.

Berlin. Produktion, Nutzung und Entsorgung von Kunststoffen verursachen erhebliche Umweltprobleme, darunter CO2-Emissionen und Mikroplastik. Besonders To-Go-Verpackungen tragen zur Verschmutzung öffentlicher Räume bei und verursachen für Kommunen hohe Kosten. Zudem gefährden Fehlwürfe im Bioabfall – falsch entsorgte Kunststoffe – die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte, was aufwändige Nachsortierungen erfordert. In der Publikation „Nachhaltige Kunststoffkreisläufe: regionale Vermeidungs- und Substitutionsstrategien“ stellt das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) Erfahrungen eines Praxistests zur Vermeidung von Kunststoffen und der Förderung der Kreislaufwirtschaft der Region Augsburg vor. Die Ergebnisse können auch für andere Kommunen bei der Umsetzung ihrer Kreislaufwirtschaft hilfreich sein.

mehr: https://idw-online.de/de/news854330

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Reinigung von Schiffen unter Wasser setzt Mikroplastik frei

Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Reinigen von Schiffsrümpfen unter Wasser erhebliche Mengen Mikroplastik sowie schädliche Biozide wie Kupfer und Zink freisetzt. Besonders selbstpolierende Beschichtungen erzeugen einen hohen Abrieb, der die Meeresumwelt belastet. Abriebfeste und antihaftende Beschichtungen eignen sich besser für die umweltschonende Unterwasserreinigung. Bei selbstpolierenden Beschichtungen sollte das Reinigungswasser nachträglich behandelt werden. Internationale Richtlinien für Unterwasserreinigung sind daher dringend erforderlich.

„Antifouling-Beschichtungen sind unverzichtbar, um den Bewuchs an Schiffen zu vermeiden. Das senkt die Treibhausgasemissionen und verhindert das Einschleppen fremder Arten“, erklärt Dr. Burkard Watermann vom Labor LimnoMar und Leiter des CLEAN-Projekts. „Doch diese Beschichtungen können auch Mikroplastik ins Meer bringen. Bisher war es schwierig, diesen Eintrag zu messen.“

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat im Expertennetzwerk des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) eine Methode entwickelt, um die Menge der freigesetzten Partikel bei der Unterwasserreinigung zu bestimmen. Im CLEAN-Projekt untersuchte das Team den Abrieb von drei Schiffen mit verschiedenen Beschichtungen: selbstpolierend, abriebfest und antihaftend. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) förderte das Projekt.

mehr: https://www.bsh.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/Text_html/html_2025/Pressemitteilung-2025-28-04.html

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Was hilft unseren Flüssen?

Neue Studie zeigt Probleme und Chancen beim Schutz der Fließgewässer-Biodiversität
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Senckenberg-Wissenschaftlers Prof. Dr. Peter Haase hat die Ergebnisse weltweiter Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt in Flüssen ausgewertet. Ihre jetzt im renommierten wissenschaftlichen Journal „Nature Reviews Biodiversity“ erschienene Studie zeigt, dass viele Schutz- und Renaturierungsmaßnahmen zu kurz greifen und oft nur geringe Erfolge bringen. Um Flussökosysteme nachhaltig zu schützen und den gravierenden Biodiversitätsverlust aufzuhalten, seien ganzheitliche Maßnahmen in größerem, auch länderübergreifendem Maßstab nötig, die verschiedene gesellschaftliche Gruppen einbeziehen.

mehr: https://www.senckenberg.de/de/pressemeldungen/was-hilft-unseren-fluessen/

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Einträge von Bioziden in Gewässer über Mischwasserentlastungen und Regenwassereinleitungen und die Auswirkungen auf die Gewässerqualität am Beispiel der Stadt Karlsruhe

n einem städtischen ⁠Einzugsgebiet⁠ wurden exemplarisch die Schnittstellen der Stadtentwässerung (Kläranlage, Mischwasserüberlaufe, Regenwassereinleitungen) über ein Jahr auf den Eintrag von Bioziden beprobt. Es wurde gezeigt, dass der Mischwasserüberlauf für die Stoffgruppe Biozide die relevanteste Emissionsquelle im Gesamtsystem darstellt. Hier wurden die höchsten Konzentrationen für Einzelstoffe detektiert. Insbesondere für die Gruppe der Schutzmittel wurden erhöhte Konzentrationen im städtischen Gewässer bei Regenwetterbedingungen ermittelt, was auch die Relevanz von diffusen, regenwasserbedingten Einträgen unterstreicht. Insgesamt konnte am Beispiel der Stadt Karlsruhe verdeutlicht werden, dass das kommunale Abwassersystem eine relevante Eintragsquelle für die Stoffgruppe Biozide im urbanen Gebiet und damit eine Herausforderung für den Gewässerschutz darstellt.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/eintraege-von-bioziden-in-gewaesser-ueber

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Zu viel Phosphor im Arendsee: Forschende empfehlen Gegenmaßnahmen

Ein neues Dossier des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) fasst das Forschungswissen zum Zustand des Arendsees zusammen und zeigt Handlungsoptionen für Politik und Behörden auf. Zu viel Phosphor in diesem See führt vor allem in den Frühjahrs- und Sommermonaten zu Algenblüten. Der Arendsee, auch bekannt als die „Perle der Altmark“, ist der größte natürliche See Sachsen-Anhalts.

mehr: https://www.gfa-news.de/news/zu-viel-phosphor-im-arendsee-forschende-empfehlen-gegenmassnahmen

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Multiple Stressoren in Oberflächengewässern – Wirkungen stofflicher Belastungen, hydrologischer Veränderungen und struktureller Degradation auf Gewässerorganismen

Aquatische Ökosysteme werden durch eine Vielzahl verschiedener Faktoren, wie Belastungen mit Nährstoffen, Salzen oder Spurenstoffen oder eine Veränderung der Gewässerstruktur und der Abflussbedingungen, beeinflusst. Überschreiten diese Stressoren ihren natürlichen Schwankungsbereich, können sie negative Auswirkungen auf Lebensgemeinschaften haben.

Mithilfe multivariater statistischer Auswertungen wurden die Auswirkungen verschiedener Stressoren auf die biologischen Qualitätskomponenten Makrozoobenthos, benthische Diatomeen und Fische analysiert und eine Stressor-Hierarchie, basierend auf den relativen Effektanteilen der Stressoren an der Veränderung der Lebensgemeinschaften, abgeleitet. Als Datengrundlage wurden umfassende WRRL-Monitoringdaten von Sachsen, Schleswig-Holstein, Bayern und Nordrhein-Westfalen sowie ergänzende Sondermessprogramme herangezogen.

mehr: https://www.lanuv.nrw.de/publikationen/publikation/multiple-stressoren-in-oberflaechengewaessern-wirkungen-stofflicher-belastungen-hydrologischer-veraenderungen-und-struktureller-degradation-auf-gewaesserorganismen-1

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Kann eine Bio-Brennstoffzelle eine Kläranlage zum Kraftwerk machen?

Forscher der TU Clausthal wollen in einer Kläranlage Strom aus Abwasser gewinnen. Für ihren innovativen Ansatz erhielten sie vor sieben Jahren den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Was ist seitdem daraus geworden?
Eine Forschergruppe aus Clausthal hat eine Brennstoffzelle entwickelt, mit der sich aus Abwasser einer Kläranlage sauber erzeugter Strom gewinnen lässt. Dafür gab es im Jahr 2017 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Forschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

mehr: https://www.epochtimes.de/wissen/kann-eine-bio-brennstoffzelle-eine-klaeranlage-zum-kraftwerk-machen-a4816881.html?welcomeuser=1

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Klärschlamm: Start eines Forschungsprojekts zur Umwandlung von Bioabfällen in Methanol

Im Rahmen des neuen Forschungsprojekts „Bio-MeGaFuel“ wird eine Methode zur Produktion von Biomethanol aus organischen Reststoffen entwickelt. Mit einem innovativen Chemical-Looping-Vergaser in Verbindung mit einem Membranreaktor und der Integration erneuerbarer Energien sollen die Effizienz des Verfahrens gesteigert und die Kosten gesenkt werden. Ziel ist eine nachhaltige Kraftstoffalternative für die chemische Industrie sowie den Luft- und Seeverkehr. Das Verfahren wird bis 2028 unter realen industriellen Bedingungen erprobt. Als Ausgangsstoffe nennt die am Vorhaben beteiligte TU Darmstadt „Abfälle aus natürlichen Quellen, die biologisch abbaubar sind, wie etwa Stroh, Ernterückstände, Lebensmittel- und Gartenabfälle oder auch Klärschlamm.“ Das Projekt wird an den Research Institutes of Sweden (RISE) koordiniert. Das Institut Energiesysteme und Energietechnik der TU Darmstadt bringt unter Leitung von Professor Bernd Epple seine langjährige Expertise in das internationale Konsortium ein: Die Chemical-Looping-Vergasung mit anschließender Gasreinigung wird an der TU erforscht. Das „Bio-MeGaFuel“-Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Horizon Europe mit 3,8 Millionen Euro gefördert und hat eine Laufzeit von vier Jahren.

mehr: https://www.gfa-news.de/news/klaerschlamm-start-eines-forschungsprojekt-zur-umwandlung-von-bioabfaellen-in-methanol

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Meldungen zu Labor

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Biologisches und chemisches Onlinemonitoring können gemeinsam Abwasserqualität verbessern

Forschende des Schweizer Oekotoxzentrums, des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Fachhochschule Nordwestschweiz haben ein Frühwarnsystem auf einer kommunalen Abwasserreinigungsanlage (ARA) getestet. Mit ihm können Spitzenbelastungen durch Mikroverunreinigungen im gereinigten Abwasser erfasst und toxische Schadstoffe in Echtzeit erkannt werden, teilte die Eawag in Dübendorf bei Zürich mit. Das System nutze eine Kombination aus biologischem und chemischem Onlinemonitoring und könne zur Verbesserung im Abwassermanagement beitragen.

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2024


Die häufigsten Fragen zum TOC beantwortet

Shimadzu-laborwelt: Die häufigsten Fragen zum TOC beantwortet
Was ist der TOC?

Der TOC ist ein Summenparameter in der chemischen Analyse. In einem Analysenwert wird die gesamte Konzentration des aus organischen Verbindungen stammenden Kohlenstoffs angegeben. „TOC“ ist die Abkürzung für „total organic carbon“ (gesamt organischer Kohlenstoff).

Was ist ein Summenparameter?
In einem Summenparameter werden verschiedene Verbindungen einer Stoffgruppe oder Verbindungen mit gleichen Eigenschaften als Summe (ein Analysenwert) gemeinsam erfasst.

Worin wird der TOC bestimmt?
Der TOC wird in Flüssigkeiten, vornehmlich im Wasser bestimmt, aber auch in verschiedenen Feststoffen, wie Böden oder Abfällen. Er gilt als Maß der Verunreinigung durch organische Komponenten in der jeweiligen Matrix.

Wie wird der TOC bestimmt?
Grundsätzlich gilt: die organischen Verbindungen werden zu Kohlenstoffdioxid oxidiert und das entstehende CO2 mit einem geeigneten Detektor erfasst. Es haben sich zwei verschiedene Oxidationstechniken durchgesetzt: die nasschemische UV-Oxidation und die katalytische Verbrennungsoxidation. Neben den unterschiedlichen Oxidationstechniken gibt es 3 verschiedene TOC-Bestimmungsmethoden: Differenzmethode, Additionsmethode und die Direktmethode (auch NPOC-Methode genannt).

Wie funktioniert die nasschemische UV-Oxidation?
Bei der nasschemischen UV-Oxidation wird die Probe in einem Reaktor in Anwesenheit von Persulfat-Ionen bei einer erhöhten Temperatur (z.B. 80°C) mit UV-Licht bestrahlt. Dabei entstehen OH-Radikale, die die organischen Substanzen zu CO2 umsetzten.

Wie funktioniert die katalytische Verbrennungsoxidation?
Bei der katalytischen Verbrennungsoxidation wird die Probe in sauerstoffhaltiger Atmosphäre bei hohen Temperaturen (z.B. 680°C) auf einem Katalysator (z.B. Platin-Katalysator) verbrannt und zu Kohlenstoffdioxid umgesetzt.

Wie wird das CO2 bei der TOC-Analyse detektiert?
Die zumeist verwendete Detektionsart, um in TOC-Analysatoren das CO2 zu detektieren ist die NDIR-Technik (non dispersiv infrared). Ein NDIR-Detektor besteht u.a. aus drei wichtigen Komponenten:
a.) Die Lichtquelle dir IR-Licht emittiert.
b.) Die Mess-Zelle durch die das Mess-Gas strömt
c.) Der Messsensor

Warum gibt es verschiedene TOC-Bestimmungsmethoden?
Bei der Bestimmung des organischen Kohlenstoffs (TOC) muss der anorganische Kohlenstoffanteil entweder (rechnerisch) berücksichtigt oder vor der Bestimmung eliminiert werden. Wenn er eliminiert wird, z.B. durch ansäuern der Probe und anschließendem Ausgasen (Carbonate und Hydrogencarbonate werden als CO2 ausgetrieben), muss dem Umstand Rechnung getragen werden, dass es auch leichtausblasbare organische Substanzen gibt, die bei der Probenvorbereitung entweichen können. Was bedeuten die Abkürzungen der Parameter im TOC-Kohlenstoff-Modell?
TC (total carbon): Die Summe aus organisch und anorganisch gebundenen Kohlenstoff sowie elementarem Kohlenstoff.
IC (inorganic carbon ) oder auch TIC (total inorganic carbon): Die Gesamtmenge an Kohlenstoff aus Kohlendioxyd, Kohlenmonooxid, Cyaniden, Cyanaten und Thiocyanaten. TOC-Analysatoren erfassen beim TIC in der Regel nur die Salze der Kohlensäure (Carbonate und Hydrogencarbonaten) sowie gelöstes CO2.
TOC (total organic carbon): Die Gesamtmenge an organischem Kohlenstoff in gelöster oder suspendierter Matrix. Ebenso elementarer Kohlenstoff, Cyanate und Thiocyanate.
NPOC (non purgeable organic carbon): nicht ausblasbarer organischer Kohlenstoff
POC (purgeable organic carbon): ausblasbarer organischer Kohlenstoff

Wie funktioniert die Differenzmethode zur Bestimmung des TOC?
Bei der Differenzmethode werden die zwei verschiedene Parameter TC und IC einzeln bestimmt. Der TOC wird durch Differenzbildung berechnet. TOC = TC – TIC
TC: Die Bestimmung des Gesamtkohlenstoffanteils erfolgt durch Oxidation (thermisch oder nass-chemisch) und anschließender Detektion des entstandenen Kohlendioxids.
TIC: Die Bestimmung des anorganischen Kohlenstoffanteils durch Ansäuern der Probe mit einer Mineralsäure bei Raumtemperatur und anschließender Detektion des ausgetriebenen Kohlendioxids.

Wo liegen die Grenzen der TOC-Differenzmethode?
Der Anteil des anorganischen Kohlenstoffs (TIC) darf im Vergleich zum TOC nicht zu hoch sein. Durch die Fehlerfortpflanzung kann sich für den errechneten TOC-Wert eine zu hohe Unsicherheit ergeben. Die EN 1484 empfiehlt, dass der TOC-Wert bei Anwendung der Differenzmethode größer oder gleich dem IC-Wert sein soll (TOC ≥ TIC).
Beispiel:
TC – Gehalt = 100 mg/l (RSD = 2%) ± 2 mg/l (98 – 102 mg/l)
TIC – Gehalt = 98 mg/l (RSD= 2%) ± 1,96 mg/l (96,04 – 99,96mg/l)
TOC = 2 mg/l ± 3,96mg/l (- 1,96 – 5,96 mg/l)
Durch die Fehler-Fortpflanzung beträgt der Gesamt-Fehler in diesem Beispiel ± 3,96 mg/l. Nach der Differenzmethode ist hier der Fehler des Gesamtergebnisses größer als der errechnete TOC – Gehalt.

Wie funktioniert die Additionsmethode zur Bestimmung des TOC?
Bei der Additionsmethode werden die beiden Parameter POC und NPOC einzeln – hintereinander -bestimmt. Der TOC wird durch Addition beider Ergebnisse berechnet: TOC = POC + NPOC
Zur POC-Bestimmung wird die Probe angesäuert und anschließend mit einem Trägergas ausgeblasen. In diesem Schritt werden sowohl das CO2 aus den Carbonaten und Hydrogencarbonaten wie auch die ausblasbaren organischen Substanzen (POC) ausgetrieben. Eine CO2-Falle (z.B. mit LiOH gefüllt) bindet das CO2 aus dem Gasgemisch (aus dem TIC stammend), die flüchtigen organischen Substanzen passieren die Falle und gelangen auf den Katalysator, werden dort zu Kohlenstoffdioxid oxidiert und anschließend detektiert (= POC). Im nächsten Schritt wird ein Aliquot der angesäuerten und ausgeblasenen Probe auf den Katalysator injiziert. Das hieraus entstehende CO2 entspricht dem NPOC. Die Summer beider Konzentrationswerte ergeben den TOC.

Wie funktioniert die Direktmethode oder NPOC-Methode zur Bestimmung des TOC?
Bei der Verwendung der Direkt- oder NPOC-Methode gilt die Annahme, dass keine bzw. keine nennenswerten Mengen an flüchtigen bzw. ausblasbaren organischen Verbindungen in der Probe enthalten sind. Der TOC wird in dieser Annahme als NPOC direkt bestimmt. Dazu wird die Probe mit einer Mineralsäure angesäuert und ausgegast. Dabei werden Carbonate und Hydrogencarbonate vollständig zu Kohlenstoffdioxid umgesetzt. Dann wird Kohlenstoffdioxids aus der Probenlösung durch ein Spülgas ausgetrieben. Es erfolgt die direkte Messung des NPOC (wie des TC) durch Oxidation zu CO2 und anschließender Detektion. Der TOC entspricht dem NPOC. TOC = NPOC

Was ist der TNb?
Der TNb ist ein Summenparameter aus der chemischen Analyse. Er vereint in einem Analysenwert den gebundenen Stickstoff, d.h. aus Nitrat, Nitrit, Ammonium und organischen stickstoffhaltigen Verbindungen. Die Abkürzung bedeutet „total bound nitrogen“ (gesamt gebundener Stickstoff). Elementarer Stickstoff (N2) wird dabei nicht erfasst.

Worin wird der TNb bestimmt?
Der TNb ist ein Parameter der vornehmlich im Wasser untersucht wird. Er gilt als Maß für die Verunreinigung von Wasser durch Stickstoffverbindungen. Am häufigsten wird er in der Abwasser -Analytik eingesetzt.

Wie funktioniert die Bestimmung des TNb?
Die Bestimmung des TNb kann simultan zur TOC-Bestimmung erfolgen – und zwar unter Verwendung der katalytischen Verbrennungsoxidation. Bei der Verbrennung der Wasserprobe entsteht aus den Stickstoffverbindungen bei Temperaturen von mehr als 700°C (z.B. 720°C) NO, das zur Quantifizierung detektiert wird. Moderne TOC-Analysatoren werden dafür mit speziellen TN-Modulen zur Bestimmung des TNb ausgestattet.

Wie wird der TNb detektiert?
Bei der Verbrennung der Stickstoffkomponenten entsteht NO. Dieses kann auf unterschiedliche Art und Weise detektiert werden. Es hat sich aber ein Detektions-Verfahren durchgesetzt, das auch in den entsprechenden Normen (EN 12260 und ISO 20236) beschrieben wird: die Chemilumineszenz-Detektion. Dabei wird das im Mess-Gas enthaltene NO mit Ozon vermengt; es entsteht NO2. Bei dieser Reaktion werden Lichtquanten freigesetzt (Chemilumineszenz) die am CLM-Detektor erfasst werden.
Quelle: https://shimadzu-laborwelt.de/die-haeufigsten-fragen-zum-toc-beantwortet/

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Wie man Krankheitserreger, Medikamentenrückstände und Mikroplastik aus dem Abwasser filtert

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Hochschule Osnabrück forscht an Membrantechnologie für Kläranlagen
Die Abwasserreinigung in Kläranlagen ist essenziell für den Umwelt- und Gesundheitsschutz. Bevor geklärtes Wasser in Flüsse oder Seen eingeleitet werden darf, muss es strenge Qualitätsvorgaben erfüllen. Diese legen zum Beispiel genau fest, wie viel Kohlenstoff oder Stickstoff noch enthalten sein darf. Während organische Stoffe wie Kohlenstoff zuverlässig biologisch abgebaut werden können, stellen Medikamentenrückstände, Hormone, multiresistente Keime und Viren sowie Mikroplastik die konventionellen Kläranlagen vor besondere Herausforderungen.

Daher forscht die Hochschule Osnabrück aktuell gemeinsam mit MANN+HUMMEL Water & Fluid Solutions GmbH an Membranmodulen, die in sogenannten Membranbelebungsreaktoren eingesetzt werden. „Dieser Prozess bietet viele Vorteile. Neben einer sehr hohen Ablaufqualität des geklärten Wassers und einem geringeren Flächenbedarf in den Kläranlagen werden zuverlässig Bakterien, Viren, Mikroplastik und teilweise Medikamentenrückstände zurückgehalten“, sagt Prof. Dr. Sandra Rosenberger, Professorin für Nachhaltige Energietechnik und Leiterin des Projektes seitens der Hochschule.

Abwasserreinigung: Mehrstufiger Prozess für sauberes Wasser
Die Abwasserreinigung erfolgt in mehreren Stufen. Zunächst werden grobe Feststoffe entfernt. Danach folgt die Reinigung in Belebungsbecken, in denen Mikroorganismen die im Abwasser enthaltenen organischen Stoffe abbauen. Anschließend müssen diese Mikroorganismen wieder vom gereinigten Wasser getrennt werden. Hierzu arbeitet man in konventionellen Kläranlagen mit Sedimentation: Man wartet, bis die Mikroorganismen sich durch die Schwerkraft am Boden der Nachklärbecken absetzen, und scheidet das geklärte Wasser darüber ab.

Anstelle der Nachklärbecken können aber auch Membranmodule eingesetzt werden. Hier übernehmen poröse Membranen die Aufgabe, Mikroorganismen und kleinste Partikel wie beispielsweise Bakterien oder Mikroplastik zurückzuhalten und von dem gereinigten Abwasser zu trennen.

mehr: https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2025/10/wie-man-krankheitserreger-medikamentenrueckstaende-und-mikroplastik-aus-dem-abwasser-filtert/

Feuchttücher: EU-Kommission konkretisiert Herstellerverantwortung

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Die Europäische Kommission hat am 24.10.2025 neue Leitlinien zur Festlegung von Kriterien für die Kosten von Reinigungsaktionen gemäß Artikel 8 Absatz 4 der Richtlinie (EU) 2019/904 zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt veröffentlicht (C/2025/5646). Darin präzisiert sie, dass Hersteller von Einwegkunststoffprodukten wie auch von Feuchttüchern künftig auch die Kosten für Reinigungsaktionen im Zusammenhang mit Abfällen aus diesen Produkten tragen sollen. Dies schließe laut Kommission ausdrücklich auch Abfälle ein, die in der Abwasserinfrastruktur anfallen.

Feuchttücher, die in Regenwasserkanälen, Straßenabläufen oder an Zuläufen der Kanalisation entsorgt werden, gelten demnach als Müll im Sinne der Einwegkunststoffrichtlinie. Auch Abfälle, die aus Kanalisations- und Abwassersystemen nach der Ableitung des Regenwassers zurückgewonnen werden, fallen darunter. Zu den relevanten Reinigungsaktivitäten zählen laut Leitlinie insbesondere Maßnahmen zur Entfernung solcher Abfälle aus kommunalen Abwassersammelnetzen und Kläranlagen sowie erforderliche Instandhaltungsarbeiten, um Betriebsstörungen zu vermeiden.

mehr: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=OJ:C_202505646
Quelle: Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V.

Kommunales Abwasser als Ressourcenquelle nutzen

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Kläranlagen reinigen nicht nur Abwasser, sie sind auch Rohstofflieferanten. Im Projekt KoalAplan gewinnen Forschende des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB gemeinsam mit Partnern hochwertige Produkte aus kommunalem Abwasser. Dazu gehören Ammonium und Wasserstoff sowie Polyhydroxyalkanoate (PHA), aus denen sich biobasierte und bioabbaubare Kunststoffe herstellen lassen.
In unserem Abwasser stecken nicht nur Schmutz und Ausscheidungen, sondern auch wertvolle Rohstoffe wie Stickstoff und organische Kohlenstoffverbindungen. Mithilfe chemischer, biologischer und physikalischer Verfahren können daraus Wasserstoff, Ammonium und Polyhydroxyalkanoate (PHA) zurückgewonnen werden. Das zurückgewonnene Ammonium lässt sich als Stickstoffdünger für den Landbau verwenden, PHA sind der Rohstoff für Biokunststoffe. Diese Prozesse untersuchen die Forschenden im Projekt KoalAplan (siehe unten). Schauplatz für die interdisziplinäre Forschungsarbeit der Projektpartner ist das Lehr- und Forschungsklärwerk der Universität Stuttgart in Büsnau. Unter realen Bedingungen wird getestet, wie sich die Rückgewinnung von Rohstoffen in Klärwerken realisieren lässt. Hierfür wurde eine Bioraffinerie als Pilotanlage eingerichtet, die 2024 über ein halbes Jahr betrieben wurde.

mehr: https://www.igb.fraunhofer.de/de/presse-medien/presseinformationen/2025/kommunales-abwasser-als-ressourcenquelle-nutzen.html

Kreislaufwirtschaft: Nutzung von Abwasser, Abfall und Abgas

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Für die Transformation zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft sind neue Verfahren zur Nutzbarmachung von Rest- und Abfallstoffen erforderlich. Das Fraunhofer IGB entwickelt Verfahren zur Rückgewinnung wertvoller Inhaltsstoffe aus Abwasser, Abfall und Abgas – vom Labor- über den Technikums- bis zum Pilotmaßstab. Mit seinem Know-how zur Digitalisierung und Skalierung von Prozessen sowie eigenen Pilotanlagen unterstützt das Fraunhofer IGB Start-ups, KMU sowie Kommunen, Stadtwerke und Zweckverbände bei der Umsetzung neuer Technologien.

Entwicklung, Pilotierung und Markteinführung nachhaltiger Verfahren zur Nutzung und Rückgewinnung von Reststoffen
Bisher werden in der Industrie und in den Kommunen anfallende Nebenprodukte oder Abfälle häufig noch entsorgt. In einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft stellen Rest- und Abfallstoffe dagegen eine wichtige Ressource dar.

mehr: https://www.igb.fraunhofer.de/de/ueber-uns/fokusthemen/kreislaufwirtschaft-nutzung-von-abwasser-abfall-und-abgas.html

Mikroplastik im Abwasser und im Rhein – LANUK legt Analyse zum Eintrag in den Rhein vor

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Im Rhein und erstmals auch direkt in den Abwassereinleitungen von Industriestandorten hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) gezielt nach industriell hergestellten Mikroplastikpartikeln – sogenannten Pellets und Beads – gesucht. Die Untersuchung ist Teil einer neuen LANUK-Studie, deren Ergebnisse Umweltminister Oliver Krischer und die Präsidentin des LANUK, Elke Reichert, am Mittwoch, 13. August 2025, an Bord des Laborschiffs Max Prüss der Öffentlichkeit vorgestellt haben.

„Die Studie zeigt deutlich: Mikroplastik gelangt nicht nur über diffuse Einträge, sondern auch direkt und punktuell über industrielle Abwassereinleitungen in den Rhein“, sagte Umweltminister Krischer. „Mikroplastik darf nicht zusammen mit dem anfallenden Abwasser in die Gewässer eingeleitet werden – unser oberstes Ziel muss die Vermeidung von Verlusten aus Herstellungs- und Transportprozessen sein. Das ist ein entscheidender Hebel, um unsere Gewässer wirksam zu schützen.“

Auch deshalb sei, so Krischer, neben technischen Maßnahmen vor allem das Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen gefragt: „Produzentinnen, Betreiber und Logistikunternehmen – alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette müssen dafür Sorge tragen, dass mit Kunststoffpartikeln verantwortungsvoll umgegangen wird.“
mehr: https://www.lanuk.nrw.de/article/mikroplastik-im-abwasser-und-im-rhein-lanuk-legt-analyse-zum-eintrag-in-den-rhein-vor

Primäres Mikroplastik im Abwasser industrieller Einleiter
Mikroplastik in der aquatischen Umwelt ist ein wachsendes Umweltproblem, dass zunehmend im Fokus von Öffentlichkeit und Forschung steht. Insbesondere primäres Mikroplastik in Form von Beads und Pellets ist in den letzten Jahren verstärkt in die Aufmerksamkeit gerückt. Einerseits durch seine auffällige Form und Sichtbarkeit, andererseits, weil Quellen und Eintragspfade besser zugeordnet und Gegenmaßnahmen dadurch konkreter geplant werden können.

Um einen Überblick über die Konzentrationen von Beads im Rhein zu bekommen und potentielle Eintragsquellen zu identifizieren haben das Ministerium für Umwelt, Natur und Verkehr NRW (MUNV) und das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima in Zusammenarbeit mit den Bezirksregierungen ein erstes Untersuchungsprogramm im Rhein sowie in einigen möglicherweise relevanten industriellen Abwassereinleitungen durchgeführt.
mehr: https://www.lanuk.nrw.de/publikationen/publikation/primaeres-mikroplastik-im-abwasser-industrieller-einleiter

Pestizide in Schweizer Bächen: Es bleibt noch viel zu tun

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Drei aktuelle Studien beleuchten die Pestizidbelastung von Schweizer Bächen und Flüssen. Mit einem umfassenden Screening von über 250 Pestiziden zeigen sie, welche davon in Gewässern vorkommen und welche Pestizide Gewässerorganismen am stärksten gefährden. Die Studien untersuchten ausserdem, aus welchen Anwendungen besonders risikorelevante Pestizide stammen und über welche Eintragswege sie in die Gewässer gelangen – eine wichtige Grundlage, um die Belastung der Gewässer durch diese Stoffe gezielt reduzieren zu können. Zum Newsartikel und zur Zusammenfassung auf Linkedin.

Meldungen zur Arbeitssicherheit

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Oktober 2025


„Überlastung ist noch viel zu oft ein Tabu“

Die Anforderungen in der Arbeitswelt steigen und oft überschneiden sich berufliche und private Belastungen. Anlässlich der Woche der Seelischen Gesundheit erläutert Jasmine Kix, stellvertretende Leiterin des DGUV-Sachgebiets „Psyche und Gesundheit in der Arbeitswelt“, welche psychischen Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz eine Rolle spielen, wie sie sich auf die Gesundheit auswirken können und was Arbeitgebende tun können, um ihre Beschäftigten zu unterstützen.

Weitere Informationen
Worauf es in der betrieblichen Prävention ankommt, formulieren zwei neue bzw. aktualisierte Veröffentlichungen der DGUV:
FBGIB-001 : Psychische Belastung bei der Arbeit bleibt eine wichtige Stellschraube für die Gesundheit:
FBGIB-009: Betriebliche psychologische Erstbetreuung nach traumatischen Ereignissen, sogenannte „psychische erste Hilfe“ und Erste Hilfe: Was ist was?

(nach oben)