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Meldungen der ÖWAV

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2025


Branchenbild der österreichischen Abwasserwirtschaft 2024

Das Branchenbild steht zum Gratisdownload zur Verfügung.
Erscheinungsjahr: 2025
Seitenanzahl: 60
Download: Branchenbild der österreichischen Abwasserwirtschaft 2024

mehr: https://www.oewav.at/Publikationen?current=540515&mode=form

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Studie: Ausbaugrad der Mischwasserkanalisation in Österreich

Gegenstand der vom BMLUK beauftragten und durch das Projektteam der Universität Innsbruck durchgeführten Untersuchung „Ausbaugrad der Mischwasserkanalisation“ ist die Abschätzung des Ausbaugrads der Mischkanalisation in Österreich und des allfälligen Anpassungsbedarfs zur Erfüllung der Anforderungen aus der EU-Richtlinie über kommunales Abwasser „KARL – Kommunale Abwasserrichtlinie“. Der nationale Handlungsbedarf wird, unter Berücksichtigung von Unsicherheiten, für verschiedene Szenarien dargestellt und Handlungsempfehlungen daraus abgeleitet.

mehr: https://www.oewav.at/Page.aspx?target=554191

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„Frauen gestalten Zukunft“

Am 12. Juni fand das erste Event der ÖWAV-Initiative „Frauen in der Wasser- und Abfallwirtschaft“ nach dem erfolgreichen Auftakt-Workshop im Jänner statt.

Doris Maybach, Expertin für Persönlichkeitsentwicklung und Potenzialentfaltung, begeisterte die insgesamt über 90 Teilnehmerinnen mit ihrem Vortrag „Selbstbewusst, sicher, stark. Frauen gestalten Zukunft.“ und einem anschließenden Q&A.

Sie zeigte auf, wie Frauen – wie Königinnen – mit Klarheit, Präsenz und Fokussierung ihre Selbstwirksamkeit und Sichtbarkeit stärken können. Dabei standen Themen wie Priorisieren, Fokussieren und das konsequente Umsetzen eigener Ziele im Mittelpunkt: „Die beste Art, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.“

mehr: https://www.oewav.at/Page.aspx?target=554954

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ÖWAV mit Umweltzeichen zertifiziert

Seit Anfang Juni 2025 darf die Gesellschaft für Wasser- und Abfallwirtschaft (GWAW), die Tochtergesellschaft des ÖWAV, das Österreichische Umweltzeichen für Bildungseinrichtungen führen – als sichtbares Zeichen unseres Engagements für Umwelt- und Klimaschutz in der Aus- und Weiterbildung.

Bereits im Mai wurde im Rahmen eines umfassenden Audits die Einhaltung sämtlicher Kriterien geprüft: von nachhaltigem Ressourcenmanagement über ökologische Beschaffung bis hin zu Umweltbildung im Schulungsalltag. Besonders hervorgehoben wurde das große Engagement des gesamten Teams, das Umwelt- und Klimaschutz nicht nur organisatorisch, sondern auch inhaltlich in den Bildungsalltag integriert.

mehr: https://www.oewav.at/Page.aspx?target=554105

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1. Österreichischer PFAS-Tag

Mit dem Ziel, den interdisziplinären Austausch über den aktuellen Wissensstand zu Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen zu fördern, die gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen im Bezug auf diese Ewigkeitschemikalien zu diskutieren und offene Fragen zu identifizieren, fand am 24. Juni 2025 der 1. Österreichische PFAS-Tag des ÖWAV statt.

Die vom Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) unter dem Titel „PFAS in der Wasserversorgung, Abwasserwirtschaft und Abfallwirtschaft“ organisierte Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft durchgeführt.

mehr: https://www.oewav.at/Page.aspx?target=556261

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ÖWAV gratuliert zu 50 Jahre EurEau

Am 22. Mai 2025 fand in Brüssel die Jubiläumskonferenz zum 50-jährigen Bestehen von EurEau statt – ein bedeutender Meilenstein für die europäische Wasserwirtschaft. Der ÖWAV war mit Bereichsleiterin Fruzsina Földes bei dieser hochkarätigen Veranstaltung vertreten und blickt auf einen inspirierenden Tag voller Austausch, Rückblick und Zukunftsvisionen zurück.

Unter dem Motto „Waterproofing our Future“ diskutierten Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis über die Herausforderungen und Chancen der europäischen Wasserwirtschaft. Die Veranstaltung bot nicht nur spannende Keynotes und Podiumsdiskussionen, sondern auch Raum für persönliche Gespräche und fachlichen Austausch und Geburtstagskuchen!

mehr: https://www.oewav.at/Page.aspx?target=552855

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Themenliste für Lehrabschlussprüfung Abwasser

Der ÖWAV stellt, wie mit der Wirtschaftskammer Österreich vereinbart, eine Themenliste zur Vorbereitung der Prüflinge auf das mündliche Fachgespräch der neuen Lehrabschlussprüfung Abwassertechnik zur Verfügung.

Erstellt wurde die Liste von den Kursleitern DI Thomas Baumgartner, Dr. Wilhelm Frey und Prof. Norbert Kreuzinger.

mehr: https://www.oewav.at/Page.aspx?target=549863

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ÖWAV-Merkblatt: Befahren (Ein- und Aussteigen) von Behältern, Schächten, Kanälen, Dükern und dgl. und Durchführen von Arbeiten in solchen Einrichtungen (§§ 23a, 23b Arbeitsmittelverordnung – AM-VO)

Überarbeitete Auflage 2025.

Das Merkblatt steht zum Gratisdownload zur Verfügung.
Erscheinungsjahr: 2025

mehr: https://www.oewav.at/Publikationen?current=548758&mode=form

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Österreichische Abfallwirtschaftstagung 2025 – Kreislaufwirtschaft im Fokus

Mit über 500 Teilnehmer:innen aus ganz Österreich startete die Österreichische Abfallwirtschaftstagung 2025 am 9. April in der Grazer Messe/Stadthalle – dieses Mal unter dem Leitthema „Kreislaufwirtschaft – Herausforderungen, Potenziale und Grenzen“.

Eröffnet wurde die Tagung durch Roland Pomberger (Montanuniversität Leoben / ÖWAV-Vizepräsident), Bürgermeisterin Elke Kahr, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner und SC Christian Holzer (BMLUK). Alle Eröffnungsredner:innen betonten die Bedeutung einer funktionierenden Abfallwirtschaft als zentrale Grundlage für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft.

mehr: https://www.oewav.at/Page.aspx?target=548374

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Meldungen der VSA

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2025


Sicherheitsfragen bei offenen Wasserflächen im Siedlungsgebiet

Bei der Förderung von naturnahen Massnahmen zur Bewirtschaftung des Regenwassers und zur Minderung von Hitzeinseln (Versickerungsmulden, multifunktionale Flächen, offene Gewässerläufe / Biotope, usw.) taucht im Planungsprozess häufig die Frage nach der Sicherheit vor Ertrinkungsunfällen auf.

mehr: https://www.aquaetgas.ch/38852

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Abwasser: Abfall, Wertstoff und Frühwarnsystem

Gut funktionierende Infrastrukturen zur Ableitung und Reinigung von Abwasser sind zentral für die Gesundheit der Bevölkerung und die Qualität der Gewässer. Die Eawag trägt mit ihrer Forschung dazu bei, diese Systeme zu optimieren. Das Abwasser enthält aber auch Ressourcen, die sich rückgewinnen lassen und es ist ein Spiegel unserer Gesundheit und unseres Konsumverhaltens, in dem sich etwa Infektionskrankheiten überwachen lassen. Auch daran forscht die Eawag.

mehr: https://www.eawag.ch/de/forschung/menschen/abwasser/

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Das Netzwerk Schwammstadt – ein engagiertes Orchester für die Wassermusik

Für viele Fachleute wurde in der ersten Phase des Projekts Schwammstadt klar, dass Regenwasser als eines der Leitmotive in der Siedlungsentwicklung verankert werden muss. Entsprechend engagieren sie viele weiterhin in der lancierten 2. Projektphase. Der Fokus wird in den nächsten Jahren auf die Verstärkung der Tätigkeiten im Bereich bestehender Bauten und Sensibilisierung weiterer Berufsgruppen wie der Architekt/-innen liegen. Eine neue Checkliste für nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung in Quartieren» enthält wertvolle Hinweise, Fragestellungen und konkrete Indikatoren zur Regenwasserbewirtschaftung. Fachleute haben zudem die Möglichkeit, mit der neuen Ausbildung «Koordinator/-in Schwammstadt» sich fundiert weiterzubilden und wichtige Kompetenzen zu erwerben.

mehr: https://www.aquaetgas.ch/38160

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Neuauflage des „Praxisleitfaden Funktionsstörungen auf Kläranlagen“ erschienen

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Der DWA-Landesverband Baden-Württemberg hat den „Praxisleitfaden Funktionsstörungen auf Kläranlagen“ neu aufgelegt.

Funktionsstörungen auf Abwasserreinigungsanlagen haben häufig die Überschreitung von Überwachungswerten zur Folge und können dadurch zu strafrechtlichen wie abgaberechtlichen Konsequenzen für den Betreiber führen.Eine frühzeitige Information und die Einbindung aller Beteiligten (Dienstvorgesetzte, Wasserbehörde etc.gemäß Alarmplan) bei relevanten Störungen kann helfen, die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Gewässer und die Konsequenzen für den Anlagenbetreiber zu minimieren.

In diesem Leitfaden werden Empfehlungen für das Betriebspersonal von Abwasserreinigungsanlagen gegeben, mit deren Hilfe auf Abwasserreinigungsanlagen ein systematisches Vorgehen zur Ermittlung und Behebung von Funktionsstörungen möglich wird.Das Vorgehen orientiert sich an den Symptomen und ermöglicht so einen raschen Einstieg in die Lösungsfindung mit dem Ziel, im Zuge der Fehlerbehebung Zeit und Kosten zu sparen.

Praxisleitfaden Funktionsstörungen auf Kläranlagen, 2. Aufl. 2017, 156 Seiten DIN A4, ISBN 978-3-88721-4-486-9 55 Euro (20 % für fördernde DWA-Mitglieder), zzgl. Versandkosten
Quelle: www.dwa-bw.de/bestellformular.html

Krankheitserreger aus dem Meer

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Bakterium nutzt spezialisierte Zellen zur Verbreitung
Im Küstenbereich der Meere lebt das Bakterium Vibrio parahaemolyticus, einer der Hauptverursacher von Magen-Darm-Infektionen beim Menschen. Ein Forscherteam um Simon Ringaard vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg untersucht, wie sich die Bakterien an die wechselnden Umweltbedingungen der Gezeitenzone anpassen. Ein spezieller Zelltyp, die „Abenteurer“-Zelle, sorgt für die Verbreitung des Erregers. Die neuen Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage, um die Erkrankung künftig eindämmen zu können.

Vibrio-Infektionen zählen in Mittel- und Nordeuropa zu den „emerging diseases“, deren Aufkommen jüngst gestiegen ist oder wahrscheinlich in naher Zukunft steigen wird. Gründe dafür sind der weltweite Handel und die durch die globalen Klimaveränderungen bedingten höheren Wassertemperaturen…mehr:

https://www.mpg.de/14044621/1021-terr-138345-bakterielle-krankheitserreger-aus-dem-meer?c=2191

Azubi-Café beim AZV Südholstein anlässlich des Welttoilettentags

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SchülerInnen und Auszubildende tauschen sich auf Augenhöhe zu Ausbildungsberufen aus
Urkundenübergabe für Kooperationsschulen

Am 19. November ist der Welttoilettentag. Diesen Anlass nutzte der Abwasser-Zweckverband Südholstein, um einen Tag zuvor 16 Schülerinnen und Schüler mit Ihren Schulleitungen zum „Azubi-Café“ im Klärwerk Hetlingen einzuladen. Unter dem Motto „Schnuppern erlaubt“ tauschten sie sich dort mit Auszubildenden über typische Berufsbilder in der Wasserwirtschaft aus. Die Jugendlichen der Klassenstufen 8 und 9 kamen von der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule Elmshorn, der Gemeinschaftsschule Rosenstadtschule Uetersen, der Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg in Moorrege, der Beruflichen Schule Pinneberg und von der Ernst Barlach Gemeinschaftsschule in Wedel. Bei dieser Gelegenheit übergab Christine Mesek, Verbandsvorsteherin des AZV Südholstein, den Schulen eine Urkunde über die weitere Kooperation.

Der Welttoilettentag am 19. November macht darauf aufmerksam, dass laut Angaben der Vereinten Nationen weltweit über 2,5 Milliarden Menschen ohne eine ausreichende und hygienisch einwandfreie Sanitärversorgung leben. Verschmutztes Wasser sowie ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen wie Cholera oder Typhus sind die Folgen. Der sicheren Sammlung von Abwasser und dessen hochwertiger Reinigung kommt also hinsichtlich Gesundheits-, Umwelt- und Ressourcenschutz große Bedeutung zu. Diese wichtige Aufgabe erfüllt die Abwasserwirtschaft mit vielseitigen und sicheren Arbeitsplätzen. Viele der typischen Berufsbilder sind in der Öffentlichkeit allerdings kaum bekannt.

Um das zu ändern, organisierte der Abwasser-Zweckverband Südholstein anlässlich des Welttoilettentags ein Azubi-Cafe´. Schülerinnen und Schüler können bei dieser Veranstaltungsform in lockerer Atmosphäre mit Auszubildenden auf Augenhöhe über deren Berufsweg und ihren Arbeitsalltag sprechen. Eingeladen waren die Schulleitungen und Jugendliche der Klassenstufen 8 und 9 von der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule (Elmshorn), der Gemeinschaftsschule Rosenstadtschule (Uetersen), der Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg (Moorrege), der Beruflichen Schule Pinneberg und der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (Wedel). Insgesamt nahmen 16 Schülerinnen und Schüler daran teil.

Berufe praxisnah kennenlernen
Für das Azubi-Café standen mehrere Themenwände bereit, an denen es jeweils um einen der Ausbildungsberufe beim AZV und seine Anforderungen ging: Fachkraft für Abwassertechnik, Elektroniker/in für Betriebstechnik, Industriemechaniker/in, Fachkraft für Lagerlogistik, Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement und Fachinformatiker/in für Systemintegration. Die Schülerinnen und Schüler besuchten reihum die Wände in Kleingruppen, um sich dort bei den Azubis und den Ausbildern über den entsprechenden Beruf zu informieren. Wie in einem Café gab es Stehtische mit Getränken.

„Es ist nicht einfach, einen Beruf zu finden, der gut zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt. Bei einem Azubi-Café können sich die Schülerinnen und Schüler auf Augenhöhe mit jungen Mitarbeitern über ihren Berufsalltag unterhalten und sich einen ersten Eindruck verschaffen“, erklärt Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim AZV. „Meine Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik ist abwechslungsreich und richtig spannend. Ich freue mich, dass ich den Schülern heute davon erzählen und ihnen das Klärwerk zeigen kann“, sagt Azubi Felix Zawada. „Ich wusste gar nicht, dass es den Beruf Fachkraft für Abwassertechnik überhaupt gibt“, ergänzt ein Schüler. „Es war interessant zu hören, wie wichtig dieser Beruf für die Umwelt ist und was da alles zu machen ist.“

Zum Programm gehörte außerdem der Besuch einiger Ausbildungsstätten auf dem Klärwerksgelände. Gemeinsam mit ihren Gastgebern machten die Teilnehmer des Azubi-Cafés einen Rundgang durch die Elektro- und die Metallwerkstätten und warfen einen Blick in die Lagerhalle mit Hochregalen voller Materialien für den Klärwerks- und Kanalnetzbetrieb.

AZV Südholstein und Schulen wollen Zusammenarbeit verstärken
Angebote dieser Art werden von den Schulen geschätzt. Das bestätigt beispielsweise Maren Schramm, Leiterin der Elmshorner Anne-Frank-Gemeinschaftsschule: „Wir sind als MINT-Schule froh über die Kooperation mit dem AZV Südholstein, da wir unseren Schülerinnen und Schülern Umweltberufe näherbringen können.“ Die Schulen und der AZV wollen daher die Zusammenarbeit weiter ausbauen: Im Rahmen des Azubi-Cafés erhielten die Schulen eine Kooperationsurkunde von der Verbandsvorsteherin Christine Mesek. „Auch in Zukunft wollen wir Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Einblick in unsere Aufgaben und Tätigkeiten ermöglichen und ihnen Gelegenheit geben, den AZV als interessanten Ausbildungsbetrieb und potenziellen Arbeitgeber kennenzulernen“, so Mesek.

Die Zusammenarbeit gilt neben der Berufsorientierung ebenso für Aktivitäten im Bereich Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung. Als gemeinsame Projekte sind unter anderem Betriebsbesichtigungen, Schülerprojekte oder Lehrerfortbildungen geplant. Der AZV Südholstein ist seit 2010 vom Land Schleswig-Holstein als außerschulische Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit zertifiziert.

Anlass der Aktion: Der Welttoilettentag
Der 19. November 2019 ist ein Tag für große und kleine Geschäfte, denn schließlich ist Welttoilettentag. Funktionierende Toiletten sind für uns selbstverständlich. Zusammen mit einer sicheren Abwasserentsorgung gehören sie zu den Grundvoraussetzungen für einen gesunden und hygienischen Lebensstil – ansonsten können sich Krankheitserreger leicht ausbreiten. Der Welttoilettentag macht darauf aufmerksam, dass jedoch mehr als 40 Prozent der Menschen auf der Welt über keine oder nur mangelhafte sanitäre Einrichtungen verfügen. Als erster Welttoilettentag gilt der 19. November 2001, der Gründungstag der Welttoilettenorganisation. Seit 2013 gehört der Tag zu den offiziellen Aktionstagen der Vereinten Nationen.

In Deutschland ist die sanitäre Versorgung zum Glück sehr gut: Über 96 Prozent der Haushalte sind laut Statistischem Bundesamt an die öffentliche Kanalisation angeschlossen, die restlichen Haushalte verfügen über Kleinkläranlagen oder andere dezentrale Entsorgungseinrichtungen. Aber auch hier kann jeder einen Teil dazu beitragen, dass das Abwassersystem möglichst problemlos funktioniert: Indem die Toilette nicht als Abfalleimer missbraucht wird.

AZV Südholstein
Am Heuhafen 2
25491 Hetlingen

Telefon: 04103 964-405
Internet: www.azv.sh

Wasserrahmenrichtlinie auf dem Prüfstand: IGB Policy Brief empfiehlt Festhalten an den Zielen und verbesserte Umsetzung

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Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) bietet weltweit einen der fortschrittlichsten Rechtsrahmen für das Gewässermanagement. Sollten ihre Ziele und Prinzipien in Frage gestellt werden, wäre ein wirksamer Gewässerschutz in Deutschland und der Europäischen Union (EU) ernsthaft gefährdet. Verbesserungen in der Umsetzungspraxis sind jedoch dringend notwendig.

Zu diesem Urteil kommt das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), Deutschlands größtes Forschungszentrum für Binnengewässer. Der jetzt veröffentlichte IGB Policy Brief erläutert Stärken und Schwächen der WRRL und zeigt Handlungsoptionen für Politik und Praxis auf.
Gemäß der WRRL sollen die Gewässer der EU bis spätestens 2027 in einen mindestens guten chemischen und ökologischen Zustand bzw. in ein gutes ökologisches Potenzial überführt werden. Seit Inkrafttreten vor 19 Jahren hat sich der Zustand der EU-Gewässer jedoch kaum nachweislich verbessert. Nach wie vor besteht bei 60 Prozent aller Gewässer in der EU Handlungsbedarf, in Deutschland sogar bei 93 Prozent der Fließ- und 73 Prozent der Stillgewässer.

„Die Gründe für diese schwache Bilanz liegen jedoch nicht in der Wasserrahmenrichtlinie selbst. Tatsächlich ist sie ein fachlich fundiertes und zielführendes Regelwerk. Die bisher sehr begrenzten ökologischen Verbesserungen weisen vielmehr auf nicht hinreichend austarierte Zielkonflikte zwischen Schutz und Nutzung und auf erhebliche Defizite in der praktischen Umsetzung hin“, erklärt Professor Mark Gessner, kommissarischer Direktor des IGB und Mitautor des IGB Policy Briefs.

Gewässerschutz als Querschnittsaufgabe in anderen Politikfeldern verankern:
Das IGB kommt zu der Einschätzung, dass dringend neue integrierende Ansätze auf Ebene der Politik, Verwaltung und Umsetzungspraxis notwendig sind. Renaturierungsprojekte müssen deutlich großflächiger geplant werden – und die durchgeführten Maßnahmen wirksamer sein. Administrative Prozesse müssen systematisch verbessert und Verfahren zur Lösung von Zielkonflikten entwickelt und etabliert werden. Hierfür ist es elementar, die nachhaltige Gewässerbewirtschaftung konsequent als Querschnittsaufgabe in allen relevanten Politikfeldern zu verankern. Dies gilt besonders für die Bereiche Landwirtschaft, Energie (u.a. Wasserkraft), Verkehr (Schifffahrt), Bergbau und natürlich für den Hochwasser- und Naturschutz.

Ohne eine konsequent nachhaltige Bewirtschaftung und ökologische Verbesserung der Gewässer können ihre vielfältigen Funktionen als Lebensraum und Schlüsselressource Europas nicht erhalten oder wiederhergestellt werden. Der Nutzungsdruck schreitet ebenso rasant voran wie Klima- und Umweltwandel, einschließlich Biodiversitätsverlust. „Deshalb muss auch über 2027 hinaus strikt an den Prinzipien und Zielen der WRRL festgehalten werden“, fasst Mark Gessner zusammen und betont gleichzeitig, dass „ungeachtet der hervorragenden Grundlage erhebliche Verbesserungen in der Anwendung der Richtlinie in der Praxis erreicht werden müssen“.

Über den IGB Policy Brief zur WRRL:
Das IGB hat sich 2019 im Rahmen des von der EU durchgeführten „Fitness Checks“ der WRRL an der Expertenkonsultation beteiligt. Der hier vorliegende IGB Policy Brief greift aus diesem Anlass sechs aus Sicht des IGB zentrale Punkte zu Stärken und Schwächen der WRRL auf und stellt diese Analyse für die öffentliche Diskussion zur Verfügung.

„Forschen für die Zukunft unserer Gewässer“ ist das Leitmotiv des IGB. Dazu gehört die objektive und evidenzbasierte Information und Beratung von Politik, Behörden, Verbänden, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und der Öffentlichkeit. Mit den IGB Policy Briefs macht das Institut forschungsbasiertes Wissen kostenfrei für die Öffentlichkeit zugänglich.

Lesen Sie hier den IGB Policy Brief zur WRRL: http://bit.ly/IGBPolicyBriefWRRL

Über das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB):
Das IGB ist das bundesweit größte und eines der international führenden Forschungszentren für Binnengewässer. Es verbindet Grundlagen- und Vorsorgeforschung, bildet den wissenschaftlichen Nachwuchs aus und berät Politik und Gesellschaft in Fragen des nachhaltigen Gewässermanagements. Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Langzeitentwicklung von Seen, Flüssen und Feuchtgebieten und die Auswirkungen des Klimawandels, die Renaturierung von Ökosystemen, der Erhalt der aquatischen Biodiversität sowie Technologien für eine nachhaltige Aquakultur. Die Arbeiten erfolgen in enger Kooperation mit den Universitäten und Forschungsinstitutionen der Region Berlin-Brandenburg und weltweit. Das IGB gehört zum Forschungsverbund Berlin e. V., einem Zusammenschluss von acht natur-, lebens- und umweltwissenschaftlichen Instituten in Berlin. Die vielfach ausgezeichneten Einrichtungen sind Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft. https://www.igb-berlin.de

Medieninformationen im Überblick: https://www.igb-berlin.de/newsroom
Anmeldung für den IGB-Newsletter: https://www.igb-berlin.de/newsletter
IGB bei Twitter: https://twitter.com/LeibnizIGB
IGB bei Facebook: https://www.facebook.com/IGB.Berlin/
Von Nadja Neumann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Johannes Graupner
Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)
Wissenstransfer – Politik, Wirtschaft, Verbände
+49 (0)30 64 181 703
graupner@igb-berlin.de

Originalpublikation:
IGB (2019): Stärken und Schwächen der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). IGB Policy Brief, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin. DOI: https://dx.doi.org/10.4126/FRL01-006416484
http://idw-online.de/de/news726127

Abwasserdiagnostik verrät, wie wir leben – und welchen sozialen Status wir haben

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Wer wissen möchte, wie der Gesundheitszustand und das Bevölkerungsverhalten ist oder welche Chemikalien eingenommen werden, der wende sich bitte an die Kläranlagen. Genau das untersuchten australische Wissenschaftler, indem sie an sieben aufeinander folgenden Tagen 22 Kläranlagen besuchten und die Proben mittels 42 Biomarkern…mehr:

https://www.epochtimes.de/gesundheit/abwasserdiagnostik-verraet-wie-wir-leben-und-welchen-sozialen-status-wir-haben-a3040498.html

Umweltsündern auf der Spur

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Kriminelle Machenschaften nachzuweisen, kann mitunter schwierig sein: Etwa bei Akteuren, die schädliche Abwässer heimlich in die Kanäle einleiten. Ein neues Sensorsystem von Fraunhofer-Forscherinnen und Forschern und ihren Partnern könnte die Sicherheitsbehörden künftig bei dem Nachweis unterstützen: Im Abwasserkanal positioniert, spürt es entsprechende Inhaltstoffe auf und hilft, Umweltsünder einzugrenzen und zu entlarven. 

Schwarze Schafe gibt es immer wieder – auch in der Industrie. Denn während der Großteil der Firmen ihre Abwässer ordnungsgemäß entsorgt, scheuen einige wenige die damit verbundenen Kosten und leiten das schädliche Abwasser heimlich, still und leise in die Kanäle ein. Bislang fehlen den Sicherheitsbehörden größtenteils die Möglichkeiten, einer solchen Umweltkriminalität großflächig auf die Schliche zu kommen: Dies würde die Kapazitäten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Weitem übersteigen. Die Betreiber von Kläranlagen stellen solche gesetzeswidrigen Abwässer jedoch vor große Herausforderungen – sie können sogar dazu führen, dass die Kläranlagen kippen.

Umweltschädigende Substanzen im Abwasser nachweisen
Ein neuartiges Sensorsystem könnte es den Sicherheitsbehörden künftig erleichtern, solche Delikte aufzudecken. Entwickelt haben die Technologie – gemeinsam mit Partnern – die Forscherinnen und Forscher der Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen IIS und für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM im EU-Projekt Micromole. »Das Sensorsystem soll bestimmte Substanzen im Wasser nachweisen, die in solchen Abwässern typischerweise enthalten sind«, erläutert Dr. Matthias Völker, Gruppenleiter am Fraunhofer IIS. »Es besteht aus zwei Sensorkomponenten: Physikalischen Sensoren und einem chemischen Sensor. Weitere Systeme sind: Energiemanagement, Steuerung- und Kommunikation und ein Probenentnahmesystem.« Führen solche Abwässer an Kläranlagen wiederholt zu Problemen, könnten die Sicherheitsbehörden das Abwassersystem an bestimmten Stellen überprüfen, den Übeltäter durch mehrere Messungen immer weiter eingrenzen und schließlich enttarnen.

Für solche Messungen setzt ein Roboter im Abwasserrohr drei Ringe ein. Der erste Ring wird direkt vor dem Zulauf der verdächtigen Firma positioniert, der zweite direkt dahinter. An beiden dieser Ringe befindet sich jeweils ein physikalischer Sensor, der Parameter wie die Temperatur, den pH-Wert oder auch die Leitfähigkeit des Wassers misst. Über eine Funkverbindung stehen diese beiden Ringe miteinander in Kontakt und vergleichen die von ihren Sensoren gemessenen Werte. Unterscheiden sie sich, könnte dies darauf zurückzuführen sein, dass aus dem fokussierten Gebäude schädliche Abwässer eingeleitet wurden. Auf das entsprechende Signal des zweiten Rings »erwachen« nun die Systeme am dritten Ring, der etwas weiter hinten im Abwasserkanal befestigt ist: Genauer gesagt ein chemischer Sensor und ein Probenentnahmesystem. Für den chemischen Sensor entnimmt eine Mikropumpe einige Mikroliter des Abwassers, verdünnt diese und leitet sie auf den chemischen Sensor. Auf diesem befinden sich sechs Elektroden, die jeweils mit einer speziellen Beschichtung aus Polymeren überzogen sind. Das Besondere: In diesen Polymerschichten befinden sich Lücken, in die bestimmte Schadstoffe jeweils genau hineinpassen – ähnlich wie Puzzleteilchen. Binden sie auf diese Weise an die Polymerschicht, ändert sich ihre elektrische Kapazität. Solche Kapazitätsänderungen auf den Elektroden legen also nahe, dass sich bestimmte Schadstoffe im Abwasser befinden. Vor Gericht gilt dies jedoch nicht als Beweis. Daher entnimmt das System zudem eine kleine Probe des Abwassers, das dann von Menschenhand im Labor genau überprüft werden kann. Damit der chemische Sensor für mehrere Messungen eingesetzt werden kann, spült eine Waschlösung die angebundenen Moleküle nach jeder Messung wieder heraus.

Das Sensorsystem ist in einer Kooperation mehrerer Forschungseinrichtungen und weiterer Partner entstanden. Die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IIS haben dabei die Entwicklung der Elektronik, der Signalerfassung und -auswertung des Sensormoduls sowie der Energieversorgung des Systems übernommen. Ihre Kolleginnen und Kollegen vom Fraunhofer IZM waren für das BUS-System auf dem Metallring zuständig und für den Entwurf der wasserdichten Steckkontakte zu den einzelnen Komponenten sowie der wasser- und chemikaliendichten Gehäuse. Zudem haben sie die physikalischen Sensoren miniaturisiert.

Großangelegter Testlauf geplant
Die einzelnen Komponenten wurden zunächst bei den Partnern im Labor geprüft, anschließend im Zusammenspiel in einem künstlichen Abwassersystem mit realem Abwasser. In einem dritten Schritt wurden verschiedene Komponenten in einem realen Abwasserrohr getestet. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend: »Das System konnte verdächtige Abwässer aufspüren und einen entsprechenden Alarm auslösen«, fasst Harald Pötter, Abteilungsleiter am Fraunhofer IZM, zusammen. In einem Nachfolge-Projekt wollen die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IZM nun mit Partnern in fünf europäischen Städten einen großangelegten Testlauf der physikalischen Sensoren des Systems durchführen.

https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2019/september/umweltsuendern-auf-der-spur.html

Abwasserreinigung mittels Sonnenlicht – Ozon als Reaktionspartner

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Am Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock deckten Chemiker:innen den molekularen Mechanismus eines Fotokatalysators auf, der mit Hilfe von Sonnenlicht organische Verunreinigungen im Abwasser vollständig abbaut. Weltweit gelangen z.B. immer mehr Rückstände von Arzneien, wie Entzündungshemmern, Antibiotika oder Verhütungsmitteln, in die Aufbereitungssysteme, wo sie sich nur schwer entfernen lassen. Labore arbeiten verstärkt an fotokatalytischen Lösungen, doch das Wissen über die Wirkprinzipien ist lückenhaft. Forschende um Angelika Brückner und Jabor Rabeah am LIKAT haben deshalb Fotokatalysatoren gewissermaßen live bei der Arbeit beobachtet und Grundlagen ihrer Funktionsweise aufgeklärt.

Dies eröffnet der Entwicklung von Fotokatalysatoren für die Abwasserbehandlung neue Wege, wie Prof. Dr. Brückner, Bereichsleiterin am LIKAT, sagt. Kollegen aus China waren an sie mit der Bitte um Kooperation herangetreten. In bevölkerungsreichen Regionen Asiens sind organische Verunreinigungen, etwa durch stabile Abbauprodukte von Medikamenten, ein dringliches Problem.

Die chinesischen Kolleg:innen hatten neue Katalysatoren entwickelt und brauchten die Expertise des LIKAT für spezielle Untersuchungen, um ihre Katalysatoren optimal präparieren zu können. Brückner und ihr Team sind Spezialisten auf dem Gebiet der sogenannten In-situ-Spektroskopie. Damit können sie die Funktion eines Katalysators während der chemischen Reaktion (in situ) verfolgen und seine molekulare Wirkweise dokumentieren.

Carbonitrid statt Titanoxid
Gängige Fotokatalysatoren, wie Titandioxid, mit dem z. B. selbstreinigende Fensterscheiben beschichtet werden, um Schmutzpartikel zu zersetzen, arbeiten am effektivsten mit energiereicher UV-Strahlung. Allerdings beträgt der UV-Anteil im Sonnenlicht nur 5 bis 8 Prozent. Die chinesischen Chemiker:innen nutzen deshalb eine neue Generation von Fotokatalysatoren: Carbonitrid, das im sichtbarem Licht aktiviert wird. Es entsteht durch thermische Behandlung von Melamin, das auch als Ausgangsstoff für farbenfrohes Geschirr aus Duroplast dient.

Die Kolleg:innen in China konnten ihren Katalysator erfolgreich testen, und zwar mit verschiedenen Substanzen, die beim Abbau von Medikamenten entstehen und ins Abwasser gelangen. Der pulverförmige Fotokatalysator wird dabei im Wasser verrührt und verrichtet als Schwebeteilchen seine Arbeit. Als Oxidationsmittel testeten die Kollegen Sauerstoff und Ozon. „Ozon erwies sich als außergewöhnlich effektiv“, erläutert Prof. Brückner. „Doch seine Aktivität schwankte, und das schien abhängig von den Präparationsbedingungen des Katalysators zu sein.“

Warum das so ist und welches die optimalen Bedingungen für das Präparieren des Katalysators darstellten, sollte Jiadong Xiao, ein junger Chemiker von der Universität Peking, am LIKAT in seiner Dissertation erkunden. Diese Forschungen liefen unter der Ägide von Dr. Jabor Rabeah, Themenleiter am LIKAT und Betreuer des Doktoranden.

Radikale einfangen und identifizieren
Die Messungen ergaben, dass für die eigentliche Abbaureaktion eine Spezies von Radikalen verantwortlich ist. Angelika Brückner: „Das sind äußerst reaktionsfreudige Moleküle, die die Schadstoffe im Wasser sofort angreifen und abbauen. Und das Zusammenspiel von Sonnenlicht, Fotokatalysator und Ozon befördert diese Bildung von Radikalen.“ Tatsächlich waren die Radikale so kurzlebig, dass es zunächst selbst mit der modernen Analysentechnik am LIKAT nicht gelang, sie zu identifizieren.

Für solche Fälle nutzen die Chemiker einen Trick, den sie Spin-Trap nennen: Die Radikale werden mit einem neutralen Molekül eingefangen, das dadurch selbst zum Radikal wird, allerdings zu einem, dass kaum reaktiv ist und deshalb lange genug „lebt“, um analysiert zu werden. So war es möglich, die hocheffektiven Teilchen als Hydroxyl-Radikale zu identifizieren, Moleküle, die aus einem Wasserstoff- und einem Sauerstoff-Atom bestehen. Die hohe Wirksamkeit der Kombination Fotokatalysator – Sonnenlicht – Ozon bei der Abwasserreinigung ließ sich durch die extrem rasche Bildung enorm vieler reaktionsfreudiger Radikale erklären.

Ergebnis der Forschungsarbeiten ist „ein neues mechanistisches Konzept“ für diese Art von Reaktionen, wie Angelika Brückner sagt. Die Forscher:innen gehen davon aus, dass die Methode mit diesem Hintergrundwissen bald ihren Weg in die Praxis findet. 3

Originalveröffentlichung:
J. Xiao, Y. Xie, J. Rabeah, A. Brückner, H. Cao, Acc. Chem. Res. 2020, 53, 1024-1033.
oi.org/10.1021/acs.accounts.9b00624

Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Angelika Brückner (Angelika.Brückner@catalysis.de)

Quelle: https://www.catalysis.de/home/

Meldungen der ÖWAV 2020

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November 2020
ÖWAV-Webinar „Wildholzmanagement an Fließgewässern“
KAN-Sprechertagung 2020
Coronavirus-Update: Informationen für die Betreiber von Abwasseranlagen
Informationsfolder „ÖWAV-Abwasser-Benchmarking 2020“ veröffentlicht
Webinar „Aktuelles im Umweltrecht“
Neues ÖWAV-ExpertInnenpapier „Klimawandelanpassung Wasserwirtschaft“
Juli 2020
EWA-Wassermanifest 2020 fordert Umsetzung von Maßnahmen 
ÖWAV-Webinar „Vergaberecht für die Praxis“ 
ÖWAV fordert Konjunkturpaket Siedlungswasserwirtschaft 
Recyclingziele 2025/2030 – neue Veröffentlichung der Jungen Abfallwirtschaft im ÖWAV 
ÖWAV ab September wieder mit Präsenzveranstaltungen zurück 
Juni 2020
200 Mio. Euro Förderungen für Gewässerökologie in Österreich 
Mai 2020
Abwasserentsorgung trotz Corona-Pandemie gesichert 
Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt  
Seminar „Kapizitätserweiterungen von Kläranlagen“ 
Coronavirus: Informationen für die Betreiber von Abwasseranlagen 
März 2020
Goldene ÖWAV-Ehrennadel für DI Dr. Wilhelm Frey 
Seminar „Kapizitätserweiterungen von Kläranlagen“ 

ÖWAV-Webinar „Wildholzmanagement an Fließgewässern“

Der ÖWAV veranstaltete am 3. November 2020 unter der Leitung von Priv.Doz. DI Dr. Hans Peter Rauch ein Online-Seminar zur inhaltlichen Vorstellung des ÖWAV-AB 63 „Wildholzmanagement an Fließgewässern – eine technisch-ökologische Herausforderung“, das mit rd. 70 TeilnehmerInnen per Video gut besucht war.

Das Seminar gliederte sich in 3 Vortragsblöcke, wobei im ersten Block Entstehung, Eintrag, Transport und Ablagerung, die ökologischen Funktionen und die rechtlichen Aspekte von Wildholz im Mittelpunkt standen. In den Blöcken 2 und 3 wurden von den ReferentInnen Handlungsmöglichkeiten für ein Wildholzmanagement aufgezeigt. Neben den waldbaulichen und gewässerbegleitenden Maßnahmen wurden praktische Beispiele für ingenieurbiologische, gewässerökologische und technische Maßnahmen präsentiert. Holz in Gewässern ist für die ökologische Funktionsfähigkeit eine Schlüsselkomponente, es kann aber auch auf Grund von Verklausungen zu einer Erhöhung des Gefahrenpotentials für Siedlungsräume und Infrastruktur kommen.

Der ÖWAV-AB 63 – der im Gegensatz zum ÖWAV-RB 305 „Verwendung und Verwertung von Sedimenten aus Wildbacheinzugsgebieten“ (2019) – den Umgang mit Holz über die gesamte Fließstrecke behandelt, wird voraussichtlich Anfang 2021 veröffentlicht.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=405007

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KAN-Sprechertagung 2020

Die 29. Sprechertagung der ÖWAV-Kläranlagen-Nachbarschaften, zugleich die 19. Sprechertagung der ÖWAV-Kanal-Nachbarschaften wurde am 9. und 10. September 2020 unter der Leitung von Dr. Stefan Wildt vom Amt der Tiroler Landesregierung in St. Pölten abgehalten.

Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der COVID-19 Pandemie, wofür ein eigener Block „Erfahrungsaustausch COVID-19 Maßnahmen“ in das Programm mit aufgenommen wurde. Darin berichteten die vortragenden Betreiber nicht nur von den großen Herausforderungen, sondern auch von den positiven Auswirkungen des Lockdowns. So konnte etwa aufgrund der geringeren Auslastung vor allem in Tourismusgebieten, die Zeit für wichtige Reinhaltungs- und Instandhaltungsarbeiten genutzt werden.

Dr. Wildt präsentierte zudem den Tätigkeitsbericht über das letzte Arbeitsjahr mit den vergangenen, wie auch den aktuellen Herausforderungen rund um COVID-19. Das Kläranlagenportal schien dabei von Corona jedoch unbeeinflusst zu sein. Er führte aus, dass derzeit 976 Kläranlagen und 350 Kanalbetriebe an den Nachbarschaften des ÖWAV teilnehmen. Diese sind in 55 Kläranlagen- und 18 Kanal-Nachbarschaften organisiert. Wildt sprach die gewünschte weitere Verbesserung des Leistungsnachweises, im Sinne von variablen Themen und einer grafischen Aufbereitung an.

Dr. Stefan Lindtner präsentierte, wie bereits in den vergangenen Jahren, den Leistungsnachweis der ÖWAV-Kläranlagen-Nachbarschaften zum Betriebsjahr 2019. Dieses Jahr haben 828 kommunale Abwasserreinigungsanlagen mit 22,2 Mio. EW und 17 gewerbliche oder industrielle Anlagen mit 2,9 Mio. EW am Leistungsnachweis teilgenommen. Davon befinden sich 29 Anlagen mit 2,1 Mio. EW in Südtirol. Wie im Vorjahr wurden 99 % der Daten bereits über das Kläranlagenportal geliefert.

Wie üblich war die Veranstaltung auch heuer wieder mit ausgezeichneten Beiträgen ausgefüllt und durch regen Erfahrungsaustausch gekennzeichnet. Wie jedes Jahr wurden am Abend des ersten Tages verdiente Mitarbeiter der Nachbarschaften geehrt und verabschiedet, sowie neuen Betreuer und Sprecher vorgestellt. Der ÖWAV bedankt sich auch an diese Stelle ganz herzlich für das große Engagement! Zudem wurde Dr. Stefan Wildt im Rahmen der Sprechertagung die Goldene Ehrennadel des ÖWAV verliehen .

Die nächste Sprechertagung wird am 8. und 9. September 2021 in Hagenberg stattfinden. Das Programm und die Einladungen werden den TeilnehmerInnen im Laufe des 2. Quartals 2021 zugesendet.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=402182

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Coronavirus-Update: Informationen für die Betreiber von Abwasseranlagen

Informationen für Betreiber von Abwasseranlagen zum COVID-19 Virus (SARS-CoV-2)

Sehr geehrte Anlagenbetreiber und ÖWAV-Mitglieder!
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um das COVID-19 Virus ist der ÖWAV auch in bundesweite ExpertInnengruppen eingebunden. Der ÖWAV hat für alle Betreiber von Abwasseranlagen die folgenden Informationen zusammengestellt. Es wird ersucht, die angeführten Empfehlungen jedenfalls kritisch zu prüfen und – soweit zutreffend – im eigenen Bereich anzuwenden.

Gegebenenfalls sollten zusätzliche Schritte im Sinne dieser Empfehlungen gesetzt werden, angepasst an die konkreten Randbedingungen für den Betrieb der eigenen Anlage.

Die folgenden Informationen und Empfehlungen basieren auf Recherchen sowie ExpertInnengesprächen seitens des ÖWAV (siehe auch die unten angeführten Links und die neu etablierte ÖWAV-Arbeitsgruppe zum Thema COVID19 und Abwasser).

Kommen infektiöse SARS-CoV-2 Viren im Abwasser vor? Laut derzeitigem Stand des Wissens werden infektiöse Partikel über den Stuhl infizierter Personen nicht oder nur in sehr geringen Konzentrationen in das Abwasser ausgeschieden. Der Hauptübertragungsweg ist die aerogene Übertragung von Mensch zu Mensch (Aerosole, Tröpfchen, Spritzer). Auf Basis von Informationen zu verwandten Corona-Viren ist anzunehmen, dass selbst wenn infektiöse SARS-CoV-2 Viren ins Wasser gelangen, diese im Wasser oder im Abwasser deutlich kürzer infektiös bleiben als andere bekannte abwasserbürtige virale Krankheitserreger (z.B. Rotaviren, Adenoviren, Noroviren, Hepatitis-A-Viren).

Das Risiko einer Übertragung durch Fäkalien wird von der WHO aufgrund derzeitiger Information daher als gering bewertet (Stand 23.4.2020). Ungeachtet dessen, sind die einschlägigen arbeitshygienischen und arbeitsmedizinischen Richtlinien für Abwasseranlagen so ausgelegt, dass sie alle mikrobiologischen Gefährdungen, einschließlich solcher durch Viren, beinhalten und dass deren Maßnahmen zur Reduktion der Infektionsrisiken effektiv und optimal ausgelegt sind. Das Einhalten der allgemeinen Arbeitsschutzregeln und betrieblichen Hygienemaßnahmen sind daher auch gegen SARS-CoV-2 als ausreichend anzusehen.

Nach den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung der Krankheit über Fäkalien nach wie vor gering, bis heute ist kein einziger Fall bekannt. Nach einer Information der WHO ist auch nicht bekannt, dass das Betriebspersonal von Wasser- oder Abwasseranlagen eine besonders gefährdete Berufsgruppe ist, oder dass sich eine gehäufte Anzahl an Erkrankungen unter dieser Personengruppe befindet.

Mittlerweile wurden von verschiedenen Forschungsgruppen Teile des SARS-CoV-2 Virus (RNA, Ribonukleinsäure) im Abwasserstrom nachgewiesen (mittels molekularbiologischer Testungen). Dabei handelt es sich um genetisches Material im Zufluss von Kläranlagen, von welchem keine Ansteckungsgefahr ausgeht.

Der ÖWAV ist bestrebt, zum Thema „Corona im Abwasser“ aktuelle Informationen zu sammeln und seinen Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. Seit Anfang Juni existiert eine hierfür eingerichtete ÖWAV-Arbeitsgruppe zum Thema COVID Pandemie und Abwasser, die in alle diesbezüglichen Fragestellungen eingebunden ist und auch eine laufende Evaluierung zum Stand des Wissens und der Pandemiesituation vornimmt (> ÖWAV-Arbeitsgruppe).

Empfehlungen – folgende Punkte sind möglichst zu beachten:
• Strikte Einhaltung der allgemeinen Arbeitsschutzregeln und betrieblichen Hygienemaßnahmen (gemäß Evaluierung, Maßnahmenplanung und ÖWAV-Regelblatt 405)
• Ressourcenplanung in Bezug auf PSA und Desinfektionsmittel beachten (Lieferengpässe!)
• Nicht unbedingt notwendige Tätigkeiten auf einen späteren Zeitpunkt verschieben
• Vorausplanung Notbetrieb: Es kann zu personellen Engpässen (und damit zu Einschränkungen des Normalbetriebs) kommen:
> Welche Aufgaben sind auch im Notbetrieb zu leisten?
> Wer steht zur Verfügung?
> Welche Funktionen können über die Fernwartung gesichert werden?
> Welche Kommunikationswege stehen bei eingeschränkter Mobilität zur Verfügung?
• Entsprechende Planung von Schicht- bzw. Bereitschaftsdiensten (z.B. wechselweiser Dienst zur Kontaktvermeidung, fernmündliche Dienstübergaben, Reinigung bzw. Desinfektion von Arbeitsplätzen, keine gemeinsamen Pausen)
• Abstimmung in der Kanal- und Kläranlagen-Nachbarschaft bzgl. Vertreterregelungen
• Kontakte im Betrieb (und auch im Privaten) auf ein notwendiges Maß reduzieren und die allgemeinen Verhaltensregeln einhalten (siehe Links unten)
• Ausstellen einer Bestätigung mit Firmenstempel, die die Mitarbeiter als Arbeitskraft in der Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge ausweist (zum Mitführen mit dem Ausweis im Falle von Ausgangsbeschränkungen)

Hinweis: Aktuell gibt es zu den oben angeführten Punkten keine gesetzlichen Vorgaben. Die Umsetzung bzw. Prüfung der angeführten Maßnahmen muss kritisch und in Bezug auf den eigenen Betrieb erfolgen.

Der ÖWAV ist bemüht die aktuelle Situation ständig zu beobachten und aktuelle Informationen an die Anlagenbetreiber weiterzugeben.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=391804

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Informationsfolder „ÖWAV-Abwasser-Benchmarking 2020“ veröffentlicht

Im Rahmen des ÖWAV-Abwasser-Benchmarkings werden auf Basis der individuellen Kosten sowie technischer Leistungsdaten der Anlagen individuelle Kennzahlen errechnet. Diese werden anonymisiert ausgewertet, um sogenannte „Benchmarks“ (Bestwerte) zu gewinnen. Durch die Gegenüberstellung der eigenen Kennzahlen mit den ermittelten Benchmarks werden Kostensenkungspotenziale ausfindig gemacht.

Mit Ende 2020 wird das bereits 16. Jahr des ÖWAV-Abwasser-Benchmarkings mit der Erstellung der Endberichte und der Durchführung von Workshops erfolgreich abgeschlossen, und das mit einer neuen Rekordzahl an teilnehmenden Kläranlagen. Das Benchmarking wird allerdings nicht nur für Kläranlagen, sondern auch für Kanalanlagen angeboten. Zudem ist beim Benchmarking eine individuelle Kosten- und Leistungsrechnung inkludiert und das Leistungspaket „Kosten- und Leistungsrechnung“ kann auch gesondert genutzt werden.

Aktuell freuen wir uns, Ihnen unseren neu gestalteten Informationsfolder vorstellen zu dürfen, welcher unter anderem das neue Tarifmodell (gültig ab 1.1.2021) enthält. Die gedruckten Exemplare des Folders liegen beim ÖWAV auf und sind ab sofort verfügbar.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=404399

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Webinar „Aktuelles im Umweltrecht“

Am 16. September 2020 veranstaltete der ÖWAV erstmalig das Webinar „Aktuelles im Umweltrecht“. Die als „Trostpflaster“ – anstatt der verschobenen 25. Umweltrechtstage 2020 – konzipierte Veranstaltung fand erfreulicherweise Anklang in der Community und so fanden sich über 80 interessierte TeilnehmerInnen online zusammen, um sich über alle umweltrechtlichen Neuigkeiten aus Gesetzgebung und Judikatur sowie aktuelle Entwicklungen ausgewählter Umweltrechtsbereiche zu informieren.

Zu den neuesten Entwicklungen in den unterschiedlichen Rechtsbereichen gab es einiges Spannendes zu berichten. Neben Green Deal und EU-Klimagesetz, fand auch Covid-19 seinen Einzug in die europarechtlichen Neuigkeiten. So auch im Rahmen des heimischen öffentlichen Rechts. Dennoch kamen dabei viele weitere Themen, wie der aktuelle Stand der Aarhus-Umsetzung oder die Änderung des Umweltförderungsgesetzes nicht zu kurz.

Nach dem traditionellen Einblick in das Umweltprivatrecht, folgten die ebenso gewohnten Berichte zu den neuesten Entwicklungen aus dem Wasser- und Abfallrecht, sowohl aus unionsrechtlicher als auch aus nationaler Sicht.

Die nächsten Umweltrechtstage können nächstes Jahr hoffentlich wieder in gewohnter Weise an der JKU stattfinden. Der Termin wurde jedenfalls bereits für den 22.-23. September 2021 fixiert.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=402546

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Neues ÖWAV-ExpertInnenpapier „Klimawandelanpassung Wasserwirtschaft“

Im Rahmen der Arbeiten des ÖWAV-Forums „Klimawandel“ wurde vereinbart, die Folgen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft in Österreich sowie die daraus abzuleitenden Anpassungsmaßnahmen in ExpertInnen-Workshops vertiefend zu bearbeiten. Die Ergebnisse dieser Workshops sollen als ExpertInnenpapiere Interessierten und betroffenen Akteuren zugänglich gemacht werden.

Als erstes Thema wurde der Themenbereich „Pluviales Hochwasser“ behandelt und dazu aktuelle Befunde zu den Bereichen Meteorologische Auslöser und Auswirkungen des Klimawandels, Hydrologie/Hydraulik und Hochwasser-Risikomanagement erstellt sowie präventive und bauliche Maßnahmen aufgezeigt.

Das ExpertInnenpapier „Klimawandelanpassung Wasserwirtschaft – Pluviales Hochwasser/Oberflächenabfluss“ steht unter zum Gratisdownload zur Verfügung.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=196960&mode=form&app=134598&edit=0&current=400788&view=205658&predefQuery=-1

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EWA-Wassermanifest 2020 fordert Umsetzung von Maßnahmen

Mit ihrem neuen Wassermanifest macht die Europäische Wasservereinigung (EWA) auf die aktuellen Herausforderungen für das Wassermanagement in Europa aufmerksam und unterbreitet dafür Vorschläge für nachhaltige Lösungen. Die EWA fordert die Zivilgesellschaft und alle relevanten Interessengruppen auf, zur Umsetzung solcher Lösungen beizutragen. Zudem fördert sie den ständigen Dialog zwischen den EntscheidungsträgerInnen und den nationalen und regionalen Behörden.

Das EWA-Wassermanifest 2020 konzentriert sich auf die folgenden vier Themen:
1. Naturbasierte Lösungen als Reaktion auf den Klimawandel
2. Finanzierung von Investitionen in Wasserdienstleistungen
3. Asset Management und Digitalisierung der Wasserinfrastruktur
4. Steigerung des Wasserbedarfsmanagements
In Zeiten der Herausforderungen, die durch den COVID-19-Ausbruch verursacht wurden, ist es wichtig, die Herausforderungen der Umwelt, insbesondere des sauberen Wassers und der Bedeutung des EU-Green Deals nicht zu vergessen. In ihrem neuen Wassermanifest fordert die Europäische Wasservereinigung (EWA) Maßnahmen, um genau dies zu gewährleisten.

Verantwortlich für die Entwicklung des EWA-Wassermanifests 2020 ist das EWA European Policy Committee, dem ExpertInnen aus zahlreichen europäischen Ländern angehören. Vorsitzende des EWA European Policy Committee ist Wendy Francken von VLARIO in Belgien. „Klimawandel und menschliche Gesundheit sind voneinander abhängig, und deshalb ist der EU-Green Deal wichtiger denn je“, erklärt Francken. „Die Europäische Wasservereinigung möchte mit dem neuen Wassermanifest sicherstellen, dass wir alle und nicht zuletzt die Politiker dem verpflichtet bleiben.“
Es ist Tradition, dass die EWA ihre Positionspapiere auf ihrer Jahreskonferenz in Brüssel der EU-Kommission und anderen relevanten Personen übergibt. Aufgrund der Herausforderungen durch COVID-19 wird das EWA-Wassermanifest in diesem Jahr elektronisch präsentiert, und die jährliche EWA-Brüsseler Konferenz wird online als eine Reihe von vier Webinaren stattfinden, die sich alle mit Themen befassen, die sich im Zusammenhang mit dem EU-Green Deal entwickeln:
• 27. Oktober 2020: Webinar 1: Der europäische Green Deal und die blauen Herausforderungen
• 10. November 2020: Webinar 2: Forschung und Entwicklung für die Wasserumwelt
• 24. November 2020: Webinar 3: Wasserrahmenrichtlinie nach 2027
• 8. Dezember 2020: Webinar 4: Zukünftige Herausforderungen der Wasserrahmenrichtlinie

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=397120

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ÖWAV-Webinar „Vergaberecht für die Praxis“

Am 1. Juli 2020 fand das ÖWAV-Webinar „Vergaberecht für die Praxis – Sicher durch das Vergabeverfahren“ statt. MMag. Dr. Claus Casati führte rund 50 TeilnehmerInnen durch die digitale Veranstaltung.

In bewährter Weise wurden im Zuge des Webinars „Vergaberecht für die Praxis“ Fragestellungen, die für die Vergabepraxis in der Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft von Relevanz sind von zehn Vortragenden, darunter sowohl TechnikerInnen als auch JuristInnen, beantwortet. Dabei wurde der thematische Bogen von der Vorbereitung von Vergabeverfahren über die Verfahrensabwicklung bis zum Abschluss von Vergabeverfahren und deren mögliche Konsequenzen gespannt.

Am Ende des Veranstaltungstages konnten die TeilnehmerInnen aus den Vorträgen nicht nur Inputs für die Vergabepraxis mitnehmen, sondern auch unterschiedliche Positionen in einem Beschaffungsprozess (noch besser) verstehen. Abschließend bestand die Möglichkeit für die TeilnehmerInnen noch Fragen via Chatfunktion zu stellen. Dieses Angebot wurde erfreulicherweise sehr gerne und intensiv genutzt, wodurch bis zum Schluss ein reger Austausch stattfand.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=397903

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ÖWAV fordert Konjunkturpaket Siedlungswasserwirtschaft

Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und zur Unterstützung der Gemeinden und Verbände fordert ÖWAV-Präsident Hohenauer ein Konjunkturpaket für die Siedlungswasserwirtschaft.
Um die nachhaltige Sicherung der Bundesförderung für die österreichische Trink- und Abwasserwirtschaft einzufordern und auf die Herausforderungen bei der Wert- und Funktionserhaltung der siedlungswasserwirtschaftlichen Infrastruktur hinzuweisen, hat der ÖWAV gemeinsam mit den Verantwortlichen und Partnern „Forderungen zur nachhaltigen Sicherung der Bundesförderung für die österreichische Trink- und Abwasserwirtschaft“ erstellt.

Gerade in der Corona-Krise zeigte sich, dass eine widerstandsfähige Siedlungswasserwirtschaft unverzichtbare Basis einer funktionierenden Volkswirtschaft ist. Nur aufgrund der bisher in Österreich getätigten Investitionen in die Anlagen und der sehr guten Ausbildung des Betriebspersonals konnte diese essenzielle Dienstleistung während der Pandemie aufrechterhalten werden. Allerdings werden viele Anlagen mit der gerade noch vertretbaren Mindestanzahl an Personal betrieben, was eine Krisenbewältigung erschwert. Erhalt und Wartung der Anlagen erfordern künftig höhere Investitionen.

Der ÖWAV fordert daher von der Bundesregierung die Erhöhung des Zusagerahmens für die UFG-Förderungen ab 2022 auf jährlich 150 Mio. € bei unveränderter Förderungsintensität. Zusätzlich wird zum Abbau des aktuellen Förderrückstaus (137 Mio. € für rund 1.700 offene Förderanträge) eine Sondertranche eingefordert.
Die Förderung ist hier nicht nur als Finanzierungsbestandteil zu sehen, sondern vor allem auch als Lenkungs- und Anreizsystem für Investitionen. In dieser Funktion kann sie durch nichts ersetzt werden, selbst wenn man das Gebührenniveau für die Dienstleistung Siedlungswasserwirtschaft erhöhen würde.

Mehr Informationen unter www.oewav.at/forderungspapier2019 sowie www.oewav.at/branchenbild2020
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=397626

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Recyclingziele 2025/2030″ – neue Veröffentlichung der Jungen Abfallwirtschaft im ÖWAV

Die „Junge Abfallwirtschaft im ÖWAV“ freut sich über ihre 3. Publikation. Der Fokus richtet sich dabei auf Maßnahmen für die österreichische Recycling- und Abfallwirtschaft zur Erreichung der geplanten „Recyclingziele 2025/2030″ für Siedlungs- und Verpackungsabfälle.
Im Hinblick auf die damit verbunden Herausforderungen fanden sich 25 Teilnehmer*innen bei einem ÖWAV-Workshop im Dezember 2019 zusammen. An 4 unterschiedlichen Thementischen wurden für die Abfallfraktionen „Restmüll/Sperrmüll“ (hinsichtlich Siedlungsabfallquote), „Bioabfall“ (hinsichtlich Siedlungsabfallquote), „Kunststoffverpackungen“ und „Sonstige Verpackungen“ (Aluminium, Holz, Papier) vielversprechende Maßnahmen zur Erreichung der geplanten Recyclingziele 2025/2030 identifiziert.

Die Publikation steht zum Gratisdownload zur Verfügung.Mehr:
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=397650

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ÖWAV ab September wieder mit Präsenzveranstaltungen zurück

Mit jeder Woche werden die Maßnahmen zum Schutz vor Covid-19 gelockert und Schritt für Schritt führt unser Weg zurück in eine „neue“ Normalität. Somit können ab September ÖWAV-Kurse und -Seminare wieder als Präsenzveranstaltungen stattfinden. Bereits ab Juli 2020 können auch Ausschusssitzungen mit beschränkter TeilnehmerInnenzahl wieder in den Räumlichkeiten des ÖWAV abgehalten werden.
Die Vorbereitungen für die kommenden Veranstaltungen sind bereits in vollem Gange – einen genauen Überblick über unsere Seminare und Kurse finden Sie auf unserer Veranstaltungsseite!
Trotz der erlaubten Lockerungen gilt es jedoch weiterhin vorsichtig zu sein und die vorgeschriebenen Sicherheitsbestimmungen einzuhalten und verantwortungsvoll zu handeln. Die für die Durchführung notwendigen COVID 19 – Sicherheitsmaßnahmen werden vom ÖWAV erarbeitet und selbstverständlich laufend entsprechend angepasst (> Sicherheitskonzept)!

Den Lockdown und die damit verbundene Zwangspause haben wir im ÖWAV genutzt, um unser digitales Angebot zu erweitern. Zahlreiche Sitzungen und Meetings wurden somit online abgehalten und etliche Seminare und Kurse konnten und können in Form von Webinaren und Webkursen erfolgreich durchgeführt werden. Derzeit arbeiten wir mit viel Elan daran, diese Angebote noch weiter zu verbessern, sodass wir Ihnen diese auch in Zukunft weiter anbieten können.
Wir freuen uns, Sie bald wieder bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen!

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=397299

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200 Mio. Euro Förderungen für Gewässerökologie in Österreich

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus hat vor kurzem eine Presseaussendung zur Förderung gewässerökologischer Maßnahmen veröffentlicht. Der ÖWAV begrüßt die Förderung und sieht diese als einen Erfolg des Forderungspapiers „Positionen und Forderungen der Wasserwirtschaft in Österreich 2020″, das im Februar 2020 veröffentlicht und an die zuständigen Stellen weitergeleitet wurde.

Mit 200 Millionen Euro will Österreich in den kommenden Jahren die Gewässerökologie im Land fördern. Das gaben Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Sonntag bekannt. Mit dem Paket sollen unter anderem die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie bis 2027 erfüllt werden. Die ersten Förderungen sollen noch heuer bereitgestellt werden.

Die Regierung erhofft sich durch die Investition auch einen Wirtschaftsimpuls vor allem in ländlichen Regionen. Die Subventionen sollen wiederum Investitionen in der Höhe von rund 540 Millionen Euro auslösen und etwa 8.500 Arbeitsplätze in ortsansässigen Planungsbüros und Baufirmen geschaffen oder gesichert werden.
„Unsere Flüsse brauchen ausreichend Raum, Ufer naturnah und die Flussläufe möglichst frei von Hindernissen sein. Dafür sorgen wir mit diesen Investitionen von 200 Millionen Euro“, sagte die für Wasserschutz zuständige Ministerin Köstinger. Gewessler ergänzte: „Laut EU-Umweltagentur sind 60 Prozent der heimischen Gewässer sanierungsbedürftig! Es freut mich daher sehr, dass wir nun die dringend benötigte Finanzierung für den ökologischen Gewässerschutz bereitstellen.“

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=395271

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Abwasserentsorgung trotz Corona-Pandemie gesichert

Abwasserentsorgung trotz Corona-Pandemie gesichert
Österreichische Abwasserwirtschaft gerade in Krisenzeiten gefordert
Die aktuelle Entwicklung rund um die Corona-Pandemie stellt die öffentlichen Dienstleistungen insgesamt vor große Herausforderungen. Neben der Trinkwasserversorgung ist auch die Abwasserentsorgung systemrelevant und Teil der kritischen Infrastruktur. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Gemeinden und Abwasserverbände sorgen mit großem persönlichem Einsatz auch in diesen schwierigen Zeiten auf den Kanal- und Kläranlagen für ein reibungsloses Funktionieren der Abwasserentsorgung auf dem gewohnt hohen Niveau. Mehr:

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=393415

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Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt

Mikroplastik – Antibiotikaresistenz – organische Spurenstoffe

Ort:
Wirtschaftskammer, Wien

Datum:
23.06.2020

https://www.oewav.at/Kurse-Seminare?current=392195&mode=form

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Seminar „Kapizitätserweiterungen von Kläranlagen“

Am 26. und 27. Februar 2020 fand das sehr gut besuchte Seminar „Kapizitätserweiterungen von Kläranlagen“ unter der Leitung von Univ.-Prof. DI Dr.-Ing. Jörg Krampe und Ass.-Prof. DI Dr. Karl Svardal statt. ÖWAV-Präsident Roland Hohenauer und Prof. Jörg Krampe konnten rund 270 TeilnehmerInnen in der TU Wien begrüßen. Im Anschluss an Präsident Hohenauers Eröffnungsworte wurde noch eine gemeinsame Schweigeminute für o.Univ.-Prof. i.R. DDr.-Ing. Wilhelm von der Emde abgehalten, der am 19. Februar 2020 im 98. Lebensjahr verstorben ist (> zum Nachruf).
Das diesjährige Seminar betrachtete die Kapazitätserweiterung von Kläranlagen unter sehr verschiedenen Gesichtspunkten. Aufbauend auf Beiträgen zur Datengrundlage und Datenanalyse für die erforderlichen Behandlungskapazitäten wurde das Potenzial zur Kapazitätsausweitung in der mechanischen Vorbehandlung, der biologischen Stufe und der Faulung beleuchtet. Dazu wurden insbesondere Optimierungspotenziale betrachtet, die bei Kläranlagen im Bestand aktiviert werden können. Abgerundet wurde das Programm durch Aspekte, die zusätzlich bei der Planung berücksichtigt werden sollten, sowie Fragestellungen zu Bewertungsmethoden und zur Kläranlage der Zukunft.

Die einzelnen Blöcke waren wieder mit hochkarätigen ExpertInnen aus Österreich, Deutschland und Ungarn besetzt. Im Anschluss blieb ausreichend Zeit für vertiefende Diskussionen und persönliche Gespräche.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde darüber hinaus die Goldene Ehrennadel des ÖWAV an Wilhelm Frey überreicht. > Lesen Sie mehr

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=391171

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Coronavirus: Informationen für die Betreiber von Abwasseranlagen

Informationen für Betreiber von Abwasseranlagen zum COVID-19 Virus (SARS-CoV-2)

Sehr geehrte Anlagenbetreiber und ÖWAV-Mitglieder!
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um das COVID-19 Virus ist der ÖWAV auch in bundesweite Expertengruppen eingebunden. Der ÖWAV hat für alle Betreiber von Abwasseranlagen die folgenden Informationen zusammengestellt. Es wird ersucht, die angeführten Empfehlungen jedenfalls kritisch zu prüfen und – soweit zutreffend – im eigenen Bereich anzuwenden.

Gegebenenfalls sollten zusätzliche Schritte im Sinne dieser Empfehlungen gesetzt werden, angepasst an die konkreten Randbedingungen für den Betrieb der eigenen Anlage.
Die folgenden Informationen und Empfehlungen basieren auf Expertengesprächen sowie Recherchen seitens des ÖWAV (siehe auch die unten angeführten Links).

Überlebt das Virus im Wasser?
Laut WHO gibt es derzeit (Stand 3. März 2020) keine Anzeichen, dass das Virus im Wasser oder Abwasser überlebt. Das Risiko einer Übertragung durch Fäkalien wird als gering bewertet. Das Betriebspersonal von Abwasseranlagen ist somit vermutlich keinem zusätzlichen Risiko ausgesetzt, das Einhalten der allgemeinen Arbeitsschutzregeln und betrieblichen Hygienemaßnahmen wird als ausreichend angesehen (Aerosole siehe unten).

Empfehlungen – folgende Punkte sind möglichst zu beachten:
• Strikte Einhaltung der allgemeinen Arbeitsschutzregeln und betrieblichen Hygienemaßnahmen (gemäß Evaluierung und Maßnahmenplanung)
• Ressourcenplanung in Bezug auf PSA und Desinfektionsmittel beachten (Lieferengpässe!)
• Nicht unbedingt notwendige Tätigkeiten auf einen späteren Zeitpunkt verschieben
• Arbeiten mit Aerosolbildung (z.B. Reinigungsarbeiten) vermeiden
• Vorausplanung Notbetrieb: Es kann zu personellen Engpässen (und damit zu Einschränkungen des Normalbetriebs) kommen:
– Welche Aufgaben sind auch im Notbetrieb zu leisten?
– Wer steht zur Verfügung?
– Welche Funktionen können über die Fernwartung gesichert werden?
– Welche Kommunikationswege stehen bei eingeschränkter Mobilität zur Verfügung?
• Entsprechende Planung von Schicht- bzw. Bereitschaftsdiensten (z.B. wechselweiser Dienst zur Kontaktvermeidung, fernmündliche Dienstübergaben, Reinigung bzw. Desinfektion von Arbeitsplätzen, keine gemeinsamen Pausen)
• Abstimmung in der Kanal- und Kläranlagen-Nachbarschaft bzgl. Vertreterregelungen
• Kontakte im Betrieb (und auch im Privaten) auf ein notwendiges Maß reduzieren und die allgemeinen Verhaltensregeln einhalten (siehe Links unten)
• Ausstellen einer Bestätigung mit Firmenstempel, die die Mitarbeiter als Arbeitskraft in der Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge ausweist (zum Mitführen mit dem Ausweis im Falle von Ausgangsbeschränkungen)

Hinweis: Aktuell gibt es zu den oben angeführten Punkten keine gesetzlichen Vorgaben. Die Umsetzung bzw. Prüfung der angeführten Maßnahmen muss kritisch und in Bezug auf den eigenen Betrieb erfolgen.

Der ÖWAV ist bemüht die aktuelle Situation ständig zu beobachten und aktuelle Informationen an die Anlagenbetreiber weiterzugeben.

Hier erhalten Sie weiterführende Informationen:
Information zum Thema Abwasser
DWA: Gefährdung durch Coronavirus
DWA: Pandemiemaßnahmen in Abwasserbetrieben
WHO
SVGW: Pandemiehandbuch
Informationen der Länder bzgl. Corona in der Wasserwirtschaft
Niederösterreich: https://www.noe.gv.at/noe/Wasser/Wasserversorgung__Abwasserbeseitigung___Praeventionsmassn.html
Oberösterreich: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/232034.htm
Steiermark: https://www.wasserwirtschaft.steiermark.at/cms/beitrag/12774990/156916635/
Tirol: https://www.tirol.gv.at/umwelt/wasser/wasserinfo/
Vorarlberg (allgemeine Information, die Anlagenbetreiber werden vom Amt der Vorarlberger Landesregierung direkt kontaktiert): https://vorarlberg.at/web/land-vorarlberg/contentdetailseite/-/asset_publisher/qA6AJ38txu0k/content/informationen-zum-coronavirus?article_id=554628
ÖWAV-Regelwerk in Bezug auf Hygiene
ÖWAV-Regelblatt 405 „Arbeitshygienische und arbeitsmedizinische Richtlinien für Abwasseranlagen“ (aus dem Jahr 2016, welches im Rahmen der Kanal- und Kläranlagen-Nachbarschaften an alle teilnehmenden Anlagen verteilt wurde)
ÖWAV-Hygiene-Merkblatt für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen
Allgemeiner Umgang
Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Österreichische Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin – Infektionsprävention
Robert-Koch-Institut
WHO
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=391804

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Goldene ÖWAV-Ehrennadel für DI Dr. Wilhelm Frey

Am 26.2.2020 überreichten ÖWAV-Präsident Roland Hohenauer und ÖWAV-GF Manfred Assmann im Rahmen des Seminars „Kapazitätserweiterung von Kläranlagen“ an der TU-Wien die Goldene ÖWAV-Ehrennadel an DI Dr. Wilhelm Frey für seine langjährigen Verdienste um die Abwasserwirtschaft und den ÖWAV.

DI Dr. Wilhelm Frey wirkte seit 1985 bei der Ausbildung von Kläranlagenbetriebspersonal mit und übernahm 1996 die Leitung des ÖWAV-Kurses „KlärwärterInnengrundkurs“. Ab 2006 war DI Dr. Frey außerdem Kursleiter des ÖWAV-Kurses „Mess-, Steuer-, Regelungstechnik und Leittechnik auf Abwasseranlagen“, der sich inzwischen „Messtechnik auf Abwasseranlagen“ nennt und in seiner neuen Form seit 2013 ebenso von DI Dr. Wilhelm Frey geleitet wird.

Darüber hinaus ist DI Dr. Wilhelm Frey in diversen ÖWAV-Ausschüssen – insbesondere im Ausschuss „Kläranlagenbetrieb“- sowie als mehrfacher Vortragender bei ÖWAV-Seminaren und der KAN-Sprechertagung langjährig aktiv.

Der ÖWAV dankt auch auf diesem Wege DI Dr. Wilhelm Frey sehr herzlich für sein großes Engagement um die KlärwärterInnenfachausbildung und den ÖWAV!

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=391173

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Seminar „Kapizitätserweiterungen von Kläranlagen“

Am 26. und 27. Februar 2020 fand das sehr gut besuchte Seminar „Kapizitätserweiterungen von Kläranlagen“ unter der Leitung von Univ.-Prof. DI Dr.-Ing. Jörg Krampe und Ass.-Prof. DI Dr. Karl Svardal statt. ÖWAV-Präsident Roland Hohenauer und Prof. Jörg Krampe konnten rund 270 TeilnehmerInnen in der TU Wien begrüßen. Im Anschluss an Präsident Hohenauers Eröffnungsworte wurde noch eine gemeinsame Schweigeminute für o.Univ.-Prof. i.R. DDr.-Ing. Wilhelm von der Emde abgehalten, der am 19. Februar 2020 im 98. Lebensjahr verstorben ist (Nachruf folgt).
Das diesjährige Seminar betrachtete die Kapazitätserweiterung von Kläranlagen unter sehr verschiedenen Gesichtspunkten. Aufbauend auf Beiträgen zur Datengrundlage und Datenanalyse für die erforderlichen Behandlungskapazitäten wurde das Potenzial zur Kapazitätsausweitung in der mechanischen Vorbehandlung, der biologischen Stufe und der Faulung beleuchtet. Dazu wurden insbesondere Optimierungspotenziale betrachtet, die bei Kläranlagen im Bestand aktiviert werden können. Abgerundet wurde das Programm durch Aspekte, die zusätzlich bei der Planung berücksichtigt werden sollten, sowie Fragestellungen zu Bewertungsmethoden und zur Kläranlage der Zukunft.
Die einzelnen Blöcke waren wieder mit hochkarätigen ExpertInnen aus Österreich, Deutschland und Ungarn besetzt. Im Anschluss blieb ausreichend Zeit für vertiefende Diskussionen und persönliche Gespräche.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde darüber hinaus die Goldene Ehrennadel des ÖWAV an Wilhelm Frey überreicht.

Lesen Sie mehr
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=391171

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