Start Blog Seite 51

Meldungen der DWA 2020

0
Dezember 2020
Baden-Württemberg: Wasserkosten 228 Euro je Einwohner im Jahr
Umweltbundesamt: Studie zu prioritären Stoffen in kommu­nalen Kläranlagen vorgelegt
Schadstoffe anhand ihrer Effekte auf Organismen aufspüren: Projekt TREES abgeschlossen
Neue Abwassertechnik für Schlacke-Recyclate
Klärschlammkooperation OWL schreitet voran
Entspannung der Niedrigwassersituation an Spree und Schwarzer Elster
Mängel an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
Sieger im Wettbewerb „Blauer Kompass“ ausgezeichnet
Bundesregierung beschließt Aktionsplan für klimafestes Deutschland
Rheinland-Pfalz: Thermische Entsorgung von Klärschlamm gewinnt an Bedeutung
Erstmals Humusdünger aus Trockentoiletten ausgebracht
Neue HOAI beschlossen
Hamburg Wasser: Klimaneutralität als Ziel ausgerufen
DWA-Bibliothek mit neuer Literaturdatenbank – 60 000 Hinweise auf Bücher, Artikel und Online-Ressourcen
Cyber-Sicherheit: Angriffe werden raffinierter, zielgerich­teter und häufiger
Vertragsverletzungsverfahren: Deutschland muss bei Anerkennung von Berufsqualifkationen nachbessern
November 2020
Zentren zur Klima- und Gesundheitsforschung
Wasserrahmenrichtlinie: kein Änderungsbedarf
Verbandsgemeindewerke Bad Bergzabern TSM-zertifiziert
Emschergenossenschaft baut weltweit größte Anlage zur solarthermischen Klärschlammtrocknung
Softwarewerkzeug zur Vorplanung und Nachhaltigkeitsbewertung von Abwassersystemen
Schmetterlingswiese auf Kläranlagengelände offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt
EU-Staaten gemeinsam gegen Verschmutzung der Ostsee
Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie auf Bundesebene abgeschlossen
Europäischer Rechnungshof prüft Wassernutzung durch die Landwirtschaft
Projekt zur Infektionsprävention in kritischen Infrastrukturen
Neues Projekt zum Recycling von Klärschlamm
Cybercrime in Deutschland nimmt weiter zu
Renaturiertes Rheinufer in Hessen wird Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt
EU-Kommission: Initiativen zur beruflichen Bildung angenommen
Oktober 2020
TSM macht keine Corona-Pause
Willy-Hager-Preis 2020 ausgeschrieben
Förderung für kommunale Kooperationen in Europa
Mitteldeutsche Entsorger schließen Kooperation zur Klärschlammverwertung im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen
Zehnter Bericht der EU-Kommission zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie erschienen
Förderung für kommunale Klimaschutzprojekte
Klärschlammvererdungsanlage in Kalefeld
Markterkundung zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammaschen
Klärschlamm: Demonstrations­anlage zum Ash2®Phos-Verfahren in Planung
SARS-CoV-2-Genmaterial im Abwasser nachweis-und quantifizierbar
Englischsprachige Ausgabe der KA zum Download
TU Darmstadt: Kläranlagen als Frühwarnsystem für COVID-19
Neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel
Schleswig-Holstein: Anhörung zum Abfallwirtschaftsplan für Klärschlamm gestartet
Abwassermonitoring in Ischgl
September 2020
Digitale Sanierungsstrategie für Abwasserpumpwerke als „Umweltcluster Leuchtturmprojekt“ ausgezeichnet
Starkregen-Vorsorge – neue Website informiert zu geeigneten Maßnahmen 
Gewässerbelastung durch Rattengift in der Kanalisation 
„Digitaler Zwilling“ einer Pumpstation 
Bundesumweltministerium und VCI entwickeln neue Messmethoden für 50 Chemikalien 
Großbrand in Osnabrück: Kontaminiertes Löschwasser löst Fischsterben aus 
Überarbeitung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie in Planung 
250 Millionen Euro für Klimafolgenanpassung im Ruhrgebiet  
Klimaanpassung – auch Aufgabe der Kommunen 
Beseitigung von abgelagertem Klärschlamm unterfällt dem Abfallrecht
Klärschlamm statt Kohle in Kasseler Kraftwerk 
Errichtung einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage in Hildesheim unterzeichnet 
Neue Gasaufbereitung auf dem Klärwerk Hamburg geht in Betrieb 
Intelligentes Corona-Früherkennungssystem entwickelt  
Augmented-Reality-Spielplatz zum Thema Wasser eröffnet 
August 2020
Förderung für Projekte der interkommunalen Zusammenarbeit 
25. Österreichische Umweltrechtstage  
Starkregenrekorde vor allem am Alpenrand  
Hacker erpressen Technische Werke Ludwigshafen  
Köln: persönlicher Hochwasserrisikocheck per Online-Tool  
Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungstools zur Anpassung an den Klimawandel  
Evaluierung der EU-Klärschlammrichtlinie in Vorbereitung 
Versorgungsengpässe bei Kies nehmen zu  
Aufruf zum IFWW-Förderpreis 2021  
Ruhrverband übernimmt Abwasserbeseitigung in Hattingen  
Weiter wenig Frauen in den Chefetagen kommunaler Unternehmen  
Genehmigung für Fernwärme aus Klärschlamm in Hannover 
Nachweis viraler Erbinformation im Abwasser: Projekt in Österreich 
Düsseldorf: Schulhöfe werden entsiegelt  
Förderung von Projekten zum Thema „Erzeugung von synthetischen Daten für Künstliche Intelligenz“  
Vereinigtes Königreich: Projekt zur Abschätzung der Verbreitung von Covid-19 über Abwasseruntersuchungen gestartet  
Mehr Beschäftigte im Umweltschutz  
Landkreis Osnabrück verbietet Beregnung aller Grünflächen 
BMBF unterstützt Projekt zur Phosphorrückgewinnung „AMPHORE“ mit einer Million Euro
Juli 2020
WHG-Novelle sorgt für besseren Schutz der Gewässer vor Belastungen  
Projekt zu Viren im Trink-oder Grundwasser 
Online-Tool zur klimaangepassten Stadtplanung 
Ludwig-Bölkow-Technologiepreis 2020 ausgeschrieben 
LAGA-Vollzugshinweise zur Klärschlammverordnung veröffentlicht  
DWA begrüßt Stärkung der kommunalen Finanzkraft und Zukunftspaket bei Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung 
Klimaschutz wichtigste Zukunftsaufgabe der Städte 
Förderung für innovative Lösungen zur Klimaanpassung  
EuGH setzt scharfe Kriterien für interkommunale Zusammenarbeit  
HOAI-Mindestsätze: Bundesgerichtshof schaltet Europäischen Gerichtshof ein 
EuGH: Urteil zum Verschlechterungsverbot bei Grundwasser  
Studie für Bundesumweltministerium: GreenTech macht Wirtschaft krisenfester  
SRU: Europäisch vereinbarte Gewässerschutzziele flächendeckend verfehlt 
Baubeginn des Retentionsbodenfilters an der Kläranlage Aachen-Soers  
Deutsche Wasserwirtschaft übergibt Branchenbild 2020 an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Arbeitsplatz: EU-Regeln werden aktualisiert  
Juni 2020
Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes 
Wasserwirtschaftsberufe sind wichtig – DWA ruft zu Video-Aktion auf  
Projekt zur Strömungsdynamik von Schäumen  
EU-weites Projekt zur SARS-CoV-2-Überwachung durch Abwasseruntersuchungen 
Integrales SARS-CoV-2- Abwassermonitoring 
Rheinland-Pfalz startet öffentliches Meldeportal zu Nitratmessungen  
Förderung im Rahmen des LIFE-Programms der EU ausgeschrieben  
Hessen: KLIMPRAX – Projekt zu Starkregen und Katastrophenschutz in Kommunen abgeschlossen  
Bodenbezogene Klärschlammverwertung und Polyacrylate 
IFAT 2020 fällt aus 
Elektroden für Biobrennstoffzellen auf Kläranlagen aus Grünschnitt 
Neues Softwaretool zur Bewertung des Einsatzes von mineralischen Ersatzbaustoffen  
Neue DGUV-Regeln veröffentlicht
Online-Umfrage zu „Cyberversicherungen“ 
Baden-Württemberg: Budget für Bauprogramm 2020 der Landesbetriebe Gewässer aufgestockt  
Mecklenburg-Vorpommern: „AG Dürre“ erneut zusammengerufen 
Mai 2020
DWA-Zeitschriften downloaden und online lesen  
EU-Rat: Neue Vorschriften zur Wiederverwendung von Wasser verabschiedet  
Corona-Krise: Regelmäßige Videokonferenzen in Rheinland-Pfalz 
In die Toilette gehört Toilettenpapier – und sonst nichts!  
Nordrhein-Westfalen: neue Landesdüngeverordnung  
Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ ausgeschrieben  
INVITE (Digitale Plattform Berufliche Weiterbildung) gestartet  
Baden-Württemberg: Regelungen zur Aufrechterhaltung des Betriebs von Anlagen zum Hochwasserschutz veröffentlicht  
Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Hannover im Bau 
Förderung von Projekten zum Thema „Digital Green Tech“  
Baden-Württemberg: deutlich mehr Förderzuschüsse für Wasserwirtschaft und Altlastensanierung  
Coronavirus: Beschäftigte von externen Betrieben in den betrieblichen Informationsketten berücksichtigen 
DVGW und DWA unterstreichen gute Zusammenarbeit  
Keine erhöhte Corona-Infektionsgefahr auf Kläranlagen 
Covid-19-Pandemie: Sicheres Arbeiten an Abwasserleitungen 
April 2020
Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes soll Nitratbelastung der Gewässer reduzieren 
Spurenstoffe im Abwasser und Plastik im Boden als Zukunftsprobleme 
Preis „Regenerative Energien“ – Projekte zur Energiegewinnung aus Abwasser gesucht  
Pandemiemaßnahmen in Abwasserbetrieben  
Umweltpreis „Ökoworld for Future – Wasserpreis 2020″ ausgeschrieben 
EU-Kommission: Deutschland soll Vorschriften zum Schutz von Oberflächengewässern verbessern  
Nitrat: vorläufig keine Klage der EU gegen Deutschland  
Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden ausgeschrieben  
Forschungsprojekt: Mini-Regenrückhaltbecken für durstige Bäume  
Nordrhein-Westfalen: neue Beratungsstelle für Kommunen zur Klimafolgenanpassung 
Klärschlammkooperation OWL: Kooperationsvertrag unterzeichnet 
Förderung eines Projekts zur Karbonisierung von Klärschlamm 
Empfehlungen bei IT-Angriffen auf kommunale Verwaltungen  
IFAT wird verschoben – neuer Termin im September 2020  
Neue Förderrunde für Modellprojekte im kommunalen Klimaschutz  
Bundesfinanzhof: Urteil zu Kosten der Sanierung einer privaten Abwasserleitung 
Nordrhein-Westfalen: Kabinett billigt Entwurf zur Dichtheitsprüfung  
Regenrückhaltebecken bringen Artenvielfalt in den besiedelten Raum  
Manfred Fischer 80 Jahre 
März 2020
Arbeitssicherheit in der Kreislaufwirtschaft  
Arzneimittelrückstände in Trinkwasser und Gewässern  
VBI-Leitfaden zur BIM-Anwendung in der Wasserwirtschaft  
2. BIM-Betreiberaustausch 
BMU und UBA loben „Bundespreis Umwelt & Bauen“ aus 
Berliner Wasserbetriebe ziehen positive Bilanz ihres Qualifizierungsprojekts 
Cluster „Energieeffizienz auf Kläranlagen“ in Baden-Württemberg 
Destatis: Abwasserwirtschaft investiert mehr 
Deutschlandwetter im Jahr 2019: zu trocken und zu warm 
Förderung von Forschungs-und Entwicklungsvorhaben zum Thema „Wasser-Extremereignisse“  
Goldene ÖWAV-Ehrennadel für DI Dr. Wilhelm Frey 
DWA-Grundkurs Gewässerunterhaltung in Thüringen  
Hamburg Wasser beendet größtes Sielausbauprogramm der letzten zehn Jahre 
Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Helmstedt genehmigt  
Junge DWA besucht Stadtentwässerung Frankfurt am Main  
Sieben Millionen Euro für energieproduzierende Kläranlage  
Sachsen: Fast zwei Drittel des Klärschlamms 2018 thermisch entsorgt  
Bayern: Klärschlamm überwiegend thermisch entsorgt  
Thüringen: Thermische Entsorgung des Klärschlamms gewinnt weiter an Bedeutung  
Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2020″ ausgelobt  
Vierter Ideenwettbewerb der Europäischen Klimaschutzinitiative gestartet 
Neue Förderrunde für innovative Klimaschutzprojekte 
Konzept für weltweit erstes stadtnahes „ultraeffizientes Gewerbegebiet“ entwickelt  
Europaweites Projekt zu Kunststoffen in Gewässern gestartet  
Niedersachsen: Klärschlammausbringung in der Landwirtschaft gesunken 
Anlage zur Trocknung von Klärschlamm in Ludwigslust geplant 
70 Prozent höherer Medikamentenverbrauch bis 2045 
Projekt MULTI-ReUse abgeschlossen  
„Naturstadt“: Bundesweiter Wettbewerb für Kommunen startet  
Neuer Profilschwerpunkt Wasser an der Universität Duisburg-Essen  
DWA-Publikationsverzeichnis 2020 und DWA-Veranstaltungsprogramm 2020 erschienen  
Grundstücksentwässerung – Leitfaden für den naturnahen Umgang mit Regenwasser  
Baden-Württemberg: Etwa 125 kommunale Kläranlagen kommen für vierte Reinigungsstufe in Betracht  
Umgang mit Schiffsabwässern in Häfen 
Vergaberecht: neue EU-Schwellenwerte  
25 Jahre Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart  
Neue DGUV-Branchenregel „Tiefbau“ erschienen  
EU setzt Verursacherprinzip nicht ausreichend durch  
WHO: Besserer Zugang zu Wasser auch aus gesundheitlicher Sicht nötig  
Januar 2020
Novelle des Berufsbildungsgesetzes beschlossen  
BMU führt #umwelt.werkstatt zur Erarbeitung seiner Digitalagenda durch 
Niedersachsen: Düngeregeln werden verschärft 
Optimierung von Bestands-Gullys  
KlärWert: Phosphor- und Stickstoffrückgewinnung auf dem Braunschweiger Klärwerk  
Europäisches Parlament ruft Klimanotstand aus 
Bundestag und Bundesrat beschließen Klimaschutzgesetz 
Klimawandel in Deutschland: Neuer Monitoringbericht belegt weitreichende Folgen 
Mülheim Water Award 2020 ausgelobt  
MVV plant Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm im Industriepark Gersthofen 
Nitrat: Klage gegen Landesregierungen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen 
Klärschlammverwertung OWL GmbH in Gründung  
Baden-Württemberg: Online- Petition zur 4. Reinigungsstufe in kommunalen Kläranlagen 
Bundesregierung entwickelt erste Maßnahmen gegen Spurenstoff-Belastung
Starkregenschäden von 6,7 Milliarden Euro seit 2002
Regierung sieht keine Wasserknappheit

Baden-Württemberg: Wasserkosten 228 Euro je Einwohner im Jahr

2019 betrugen die Verbraucherkosten für Wasser in Baden-Württemberg 228 Euro je Einwohner, wovon auf den Trinkwas­serbezug aus dem öffentlichen Netz 106 Euro und auf die Abwassersammlung und -reinigung 122 Euro entfielen. Wie das Statistische Landesamt Baden-Würt­temberg hierzu mitteilt, wurden in einer Modellrechnung die einzelnen Gebüh­renbestandteile einer Wasserrechnung zu einem Jahreswert vereint. Die Gebüh­renbestandteile sind: Grundgebühren, auf den Wasserverbrauch bezogene Was­ser- und Abwassergebühren sowie flä­chenbezogene Niederschlagswasserge­bühren.

Die Unterschiede in den Verbraucher­kosten für Wasser zwischen den Gemein­den sind groß. Die Kostenspanne lag 2019, und zwar auf Basis des angewand­ten Rechenmodells, zwischen 94 Euro und 442 Euro. Auch die Veränderung der Wasserkosten zwischen 2018 und 2019 war bei den Gemeinden unterschiedlich. Bei ungefähr einem Drittel der Gemein­den stiegen die Verbraucherkosten und in der Mehrzahl der Gemeinden blieben die Kosten konstant oder sanken sogar. In den Wassergebühren kommen die (unterschiedlichen) örtlichen Gegeben­heiten zum Beispiel in der Siedlungs­struktur, der Verfügbarkeit geeigneter Wasservorkommen oder im Gewässer­schutz zum Ausdruck, die den Aufwand für die Trinkwasserversorgung und Ab­wasserentsorgung beeinflussen.

Auf Basis des angewandten Rechen­modells trug die Grundgebühr gut 10 % und die verbrauchsbezogene Gebühr rund 90 % zu den Trinkwasserkosten bei. Beim Abwasser machte die Grundgebühr durchschnittlich sogar nur 0,3 % der Ver­braucherrechnung aus, rund 30 % entfie­len auf die Niederschlagswassergebühr und 70 % auf die am Trinkwasserver­brauch orientierte Abwassergebühr.

Ganz anders ist die Kostenstruktur bei den Betreibern der Wasserversor­gungs- und Abwasseranlagen. Die Kosten für die Instandhaltung der Infrastruktur sowie für Verwaltungs- und Personalkos­ten fallen dort – im beinahe umgekehr­ten Verhältnis zur Kostenstruktur bei den Verbrauchern – zu rund 80 % unabhän­gig von der Wassermenge an.

http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201020_002

(nach oben)


Umweltbundesamt: Studie zu prioritären Stoffen in kommu­nalen Kläranlagen vorgelegt

In einem von den Ländern finanzierten, koordinierten Projekt wurden deutsch­landweit 49 Kläranlagen und ausgewähl­te Regenwasserbehandlungsanlagen auf prioritäre Stoffe untersucht. Ziel war die Schaffung einer validen Datenbasis zur Beurteilung der Relevanz der urbanen Eintragspfade für Schadstoffe in die Ge­wässer. Die 77 untersuchten Stoffe wa­ren unterschiedlich häufig im Ablauf der Kläranlagen und Regenwasserbehand­lungsanlagen zu finden. Für 30 Stoffe konnten mittlere Ablaufkonzentrationen zur Quantifizierung der Stoffeinträge in die Gewässer abgeleitet werden. Die Er­gebnisse sind als Texte 173/2020 des Umweltbundesamts erschienen.

Kosten­loser Download:
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/prioritaere-stoffe-in-kommunalen-klaeranlagen

(nach oben)


Schadstoffe anhand ihrer Effekte auf Organismen aufspüren: Projekt TREES abgeschlossen

Ein neues Verfahren zur effektbasierten Bestimmung organischer Schadstoffe ha­ben Forscher der Bundesanstalt für Ge­wässerkunde und der Hebräischen Uni­versität in Jerusalem in dem vom Bun­desministerium für Bildung und For­schung (BMBF) und dem israelischen Wissenschaftsministerium (MOST) ge­förderten Projekt TREES (Tracking Ef­fects of Environmental organic micro-pollutants in the Subsurface) entwickelt. Der entscheidende Vorteil des Ansatzes im Projekt TREES besteht darin, dass sich problematische Substanzen anhand ihrer unerwünschten biologischen Effek­te bestimmen lassen. Bisher wird in Um­weltproben oft nach bekannten, in Listen festgelegten Schadstoffen gesucht („Ziel-oder Target-Analytik“), um im nächsten Schritt auf das Gefahrenpotenzial einer Belastung zu schließen. Im Projekt TREES wurde ein neues Herangehen ent­wickelt: Proben, die oft einen Cocktail bekannter und unbekannter Substanzen enthalten, werden durch Dünnschicht­chromatographie getrennt. Nach der Trennung untersucht man die Oberfläche der Dünnschichtplatte mit verschiedenen biologischen Testverfahren. Getestet wird, ob die Probe gentoxische, dioxin­ähnliche, pflanzentoxische und eine Rei­he verschiedener hormoneller Wirkun­gen hervorruft. Wenn der Test positiv verläuft, also die unerwünschten Effekte eintreten, kommen entsprechend wir­kende Chemikalien in einer Probe vor. Auf Basis der verschiedenen Tests erzeu­gen die Forscher dann Aktivitätsprofile, die entlang eines Prozesses wie zum Bei­spiel einer Abwasserreinigung oder einer Bodenpassage verglichen werden kön­nen. Ebenso lassen sich zeitliche oder räumliche Verläufe darstellen und so bei­spielsweise Schadstoffquellen zur Ent­wicklung von quellennahen Maßnahmen identifizieren. Die Aktivitätsprofile las­sen die Wissenschaftler gezielt auf die auslösende Stoffgruppe schließen – selbst wenn diese in der Umwelt zu­nächst noch gar nicht bekannt oder gelis­tet ist. Mit nachgeschalteten Analysen identifiziert man gezielt die verantwort­lichen Schadstoffe.

Dr. Georg Reifferscheid Bundesanstalt für Gewässerkunde E-Mail: reifferscheid@bafg.de

Download des Abschlussberichts:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201015_003

(nach oben)


Neue Abwassertechnik für Schlacke-Recyclate

Eine neuartige Abwasseraufbereitung ei­nes Unternehmens in Burg (Sachsen-An­halt) führt zur Einsparung von Grund­wasser und Energie sowie zur Verbesse­rung der Recyclate von Schlacken aus Müllverbrennungsanlagen. Das Bundes­umweltministerium fördert das Vorha­ben der Neumann Transporte und Sand­gruben GmbH & Co. KG mit rund 2,5 Millionen Euro aus dem Umweltinnova­tionsprogramm.

Das mittelständische Logistikunter­nehmen Neumann Transporte und Sand­gruben ist unter anderem als Dienstleis­ter in der Entsorgungs- und Recycling­wirtschaft tätig. In Reesen (Sachsen-An­halt) betreibt es derzeit eine Schlacken­aufbereitung, in der die Rückstände (Schlacke) aus Müllverbrennungsanla­gen einen innovativen Nassaufberei­tungsprozess durchlaufen. Die Schla­cken-Nassaufbereitung ist ein wasserin­tensiver Prozess, bei dem Abwässer mit großen Salzmengen entstehen. Bisher werden die prozessbedingten Abwässer per Straßentransport in eine Industrie­kläranlage befördert und entsorgt. Für den Aufbereitungsprozess der Schlacke wird Frischwasser benötigt, das aktuell dem Grundwasserreservoir entnommen wird.

Um den Transportaufwand für die Abwässer zu vermeiden und die Grund­wasserentnahme zu minimieren, plant das Unternehmen, mittels neuartiger Ab­wasseraufbereitung einen nahezu ge­schlossenen Stoffkreislauf zu schaffen. Gleichzeitig ist damit auch eine verbes­serte Qualität des Rückstands zu erwar­ten und damit eine bessere Verwertbar­keit. Das mittels Umkehrosmose entste­hende Konzentrat soll in einer mehrstufi­gen Vakuumverdampfungsanlage an ei­nem Hafenbecken in Magdeburg behan­delt werden. An diesem Standort können Synergien mit einer nahegelegenen Ab­fallverbrennungsanlage genutzt werden, wie beispielsweise die Abwärme aus der Kraft-Wärme-Kopplung.

Ziel der Innovation ist, den Einsatz von Frischwasser nahezu vollständig zu ersetzen und weitgehend auf Grundwas­serentnahmen zu verzichten. Zusätzlich sollen Lärmemissionen, Energiever­brauch und Deponievolumen reduziert werden. Mit der Umsetzung des Projekts sollen jährlich 1728 Tonnen CO2-Äquiva­lente, also etwa 86 Prozent im Vergleich zum herkömmlichen Verfahren, einge­spart werden.

http://www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte

(nach oben)


Klärschlammkooperation OWL schreitet voran

Die Gründung der Klärschlammverwer­tung OWL GmbH ist nach der letzten Ge­sellschafterversammlung und der konsti­tuierenden Sitzung des Aufsichtsrates nun mit allen formell notwendigen Schritten abgeschlossen. Nach aktuellem Stand können die Ausschreibungsunter­lagen in der Gesellschafterversammlung am 11. Dezember 2020 beschlossen und vor Weihnachten EU-weit veröffentlicht werden. Das Auftragsvolumen beläuft sich bei einer Laufzeit von 20 Jahren in dreistelliger Millionenhöhe.

In der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) werden rund 100 Kläranlagen be­trieben, die mittelbar oder unmittelbar in kommunaler Hand liegen. Die Klär­schlammverwertung OWL GmbH hat 47 Gesellschafter. Die Gesellschafter vertre­ten 78 Gemeinden, Städte, Kreise, Was­ser- und Zweckverbände, die zukünftig jährlich ca. 178 000 t Klärschlamm (rund 44 500 t Trockensubstanz) über die KSV OWL entsorgen werden.

(nach oben)


Entspannung der Niedrigwassersituation an Spree und Schwarzer Elster

Der flächendeckende Niederschlag am 13. und 14. Oktober in den Einzugsge­bieten der Spree und Schwarzen Elster führte zu einer Entspannung der Abfluss­verhältnisse. Innerhalb sieben Tagen fie­len zwischen 15 Millimeter Niederschlag in Berlin und bis über 80 Millimeter im Raum Bautzen. Aufgrund dieser Nieder­schläge war ein Anstieg der Abflüsse zum Teil deutlich über den mittleren Abflüs­sen zu verzeichnen. Das teilte das Um­weltministerium Brandenburg mit. Auf­grund der Entspannung der Niedrigwas­sersituation hat die Ad-hoc-Arbeitsgrup­pe „Extremsituation“ den brandenburgi­schen Landkreisen empfohlen, die gel­tenden Allgemeinverfügungen hinsicht­lich des Verbotes von Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern aufzuheben.

An den sächsischen Talsperren Baut­zen und Quitzdorf waren deutliche Was­serstandszunahmen zu verzeichnen. War die Talsperre Bautzen bis Anfang der 42. Kalenderwoche noch zu 40 Prozent gefüllt, lag der Füllgrad nach den Regen­tagen bei 49 Prozent. Der Betriebsraum der Talsperre Quitzdorf wurde durch den Niederschlag um knapp 10 Prozent ge­füllt. Während die Talsperre Spremberg vor dem Niederschlag zu 15 Prozent ge­füllt war, war sie am 19. Oktober zu 34,6 Prozent aufgefüllt.

(nach oben)


Mängel an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

Gut zwei Drittel der 254 152 geprüften Anlagen zum Umgang mit wassergefähr­denden Stoffen, zum Beispiel Ölheizun­gen, Tankstellen und Biogasanlagen, wa­ren im Jahr 2019 mängelfrei (171 433). Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Fast jede vierte Anlage (23 %) hatte geringfügige Mängel und fast jede zehnte (9,5 %) erhebliche Män­gel. An 0,02 % oder 58 der geprüften An­lagen wurden gefährliche Mängel festge­stellt.

Von den 82 719 Anlagen mit Mängeln wiesen knapp 61 000 (73,5 %) mindes­tens einen technischen Mangel auf. Bei knapp 21 000 dieser Anlagen wurde zu­sätzlich noch ein Ordnungsmangel fest­gestellt. Bei weiteren knapp 22 000 Anla­gen (26,5 %) wurden nur Ordnungsmän­gel festgestellt. Dazu zählen zum Beispiel fehlende oder falsch angebrachte Bedie­nungs- oder Prüfhinweise.

Weitere Informationen bietet der Ta­bellenband „Prüfpflichtige Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stof­fen 2019“:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201014_001

(nach oben)


Sieger im Wettbewerb „Blauer Kompass“ ausgezeichnet

Ein widerstandsfähiger „Klimawald“, ur­banes Grün als kühle „Oase“ inmitten ei­ner heißen Stadt, „Klimabaustoffe“ aus natürlichen Ressourcen und ein Coa­ching-Programm für Kommunen zur Kli­mawandelanpassung – das sind die Sie­ger im diesjährigen Wettbewerb „Blauer Kompass“. Die Projekte werden Anfang November im Rahmen der digitalen Kon­ferenz „Klimaresilient in die Zukunft“ vom Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt ausgezeichnet.

In der Kategorie „private oder kom­munale Unternehmen“ wurde die Hanse­Grand Klimabaustoffe (Selsingen) für ih­re „Klimabaustoffe als Reaktion auf den Klimawandel“ ausgezeichnet: Durch die Entwicklung von Klimabaustoffen sind neuartige, offenporige Wegedecken mög­lich. Die Wasser- und Luftdurchlässigkeit der Klimabaustoffe befördere ein positi­ves Mikroklima. Dies sei vor allem in ur­banen Räumen notwendig.

In der Kategorie „Vereine, Stiftungen und Verbände“ siegte die Stiftung für Ökologie und Demokratie e. V. [Tripp­stadt (Pfalz)) mit dem Projekt „Klima­wandelAnpassungsCOACH RLP“: Das Projekt berät und unterstützt ausgewähl­te Kommunen und Kreise in Rheinland- Pfalz bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie bei der Integra­tion des Themas in Verwaltungsabläufe.

Vorstellung der Preisträger:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201109_004

(nach oben)


Bundesregierung beschließt Aktionsplan für klimafestes Deutschland

Die Bundesregierung hat den aktuellen Fortschrittsbericht zur Deutschen Anpas­sungsstrategie beschlossen. Neben einer Bilanz vergangener Aktivitäten hat die Regierung die Prioritäten für die künfti­ge Arbeit gesetzt. Hierzu zählen bessere Grundlagen für die Finanzierung der Kli­maanpassung. Mit mehr als 180 weiteren Maßnahmen („Aktionsplan Anpassung III“) will die Bundesregierung Deutsch­land klimafest machen, gegen Risiken durch Hoch- und Niedrigwasser oder ge­störte Infrastrukturen, Beeinträchtigun­gen der Landwirtschaft, Gesundheitsge­fahren, Sicherheitsrisiken in der Wirt­schaft sowie Herausforderungen des Be­völkerungsschutzes. Der Fortschrittsbe­richt 2020 bilanziert die vergangenen fünf Jahre Klimaanpassung durch die Bundesregierung. Der Bericht gibt einen aktuellen Stand im Hinblick auf Wissen, Strukturen und Handlungsansätze.

Um die Anpassung an den Klimawan­del zu optimieren, sollen künftig alle Da­ten zu Schäden und Schadenskosten sys­tematisch in einem bundesweiten Klima­schadenskataster gebündelt werden. Mit dem Aufbau eines bundesweiten Klima­schadenskatasters sollen künftig Schä­den und Schadenskosten systematisch registriert werden, um die Daten zur kurz- und langfristigen Planung verfüg­bar zu machen. Parallel dazu evaluiert die Bundesregierung die bisherigen Aus­gaben für die Anpassung an den Klima­wandel und welche Mittel zukünftig be­nötigt werden.

http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201022_004

(nach oben)


Rheinland-Pfalz: Thermische Entsorgung von Klärschlamm gewinnt an Bedeutung

Die kommunalen Kläranlagen in Rhein­land-Pfalz gaben im Jahr 2019 rund 83 100 Tonnen Klärschlamm zur Entsor­gung ab (gemessen als Trockenmasse). Das waren nach Angaben des Statisti­schen Landesamtes knapp vier Prozent mehr als im Jahr 2018 (80 200 Tonnen). Im Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2018 wurden 85 500 Tonnen entsorgt. 2019 wurden 56 Prozent der entsorgten Klär­schlammmenge einer stofflichen Verwer­tung zugeführt.

Gut 43 Prozent oder 36 100 Tonnen der Klärschlammmenge wurde thermisch entsorgt. Das stellt erneut einen neuen Höchststand dar. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die thermisch entsorgte Menge um 5,5 Prozent (1900 Tonnen), seit 2009 um 73 Prozent erhöht (15 300 Ton­nen). Die Aufbringung von Klärschläm­men auf landwirtschaftliche Flächen blieb mit 42 200 Tonnen nahezu unver­ändert. Sie stellt in dem Bundesland nach wie vor den wichtigsten Entsor­gungsweg dar.

Die Verwertung des Klärschlamms stellt sich in Rheinland-Pfalz regional sehr unterschiedlich dar. Alle kreisfreien Städte mit Ausnahme von Kaiserslau­tern, Koblenz und Trier setzen allein auf die thermische Verwertung. Eine aus­schließliche Nutzung des Klärschlamms in der Landwirtschaft wurde für den Donnersbergkreis registriert. In den übri­gen Landkreisen kommen die genannten Verwertungsformen in unterschiedli­chem Umfang vor. Für Ludwigshafen und Frankenthal liegen keine Angaben vor. Hier wird das kommunale Abwasser in den Anlagen eines Industriebetriebs be­handelt.

(nach oben)


Erstmals Humusdünger aus Trockentoiletten ausgebracht

Erstmals in Deutschland wurde Humus­dünger aus Inhalten von Trockentoilet­ten für die Düngung landwirtschaftlicher Flächen ausgebracht. Diese Dünger ha­ben bislang keine Zulassung in Deutsch­land, daher findet dieser Feldversuch, der am 20. Oktober 2020 begann, zu For­schungs- und Versuchszwecken statt. Der ausgebrachte Humusdünger kommt vom Start-up-Unternehmen „Finizio – Future Sanitation“, das in Eberswalde eine nach eigenen Angaben „deutschlandweit ein­zigartige Pilotanlage zur Aufbereitung solcher Toiletteninhalte zu qualitätsgesi­cherten Humusdüngern“ betreibt. Für den Versuch stellt die Schorfheider Agrar GmbH eine sechs Hektar große Fläche zur Verfügung, um den neuartigen Hu­musdünger mit herkömmlichen Dünge­mitteln zu vergleichen. In einer soge­nannten „Streifenanlage“ wird der Acker entlang der Traktor-Fahrtrichtung in acht Versuchsstreifen unterteilt, auf denen vier Dünge-Varianten mit jeweils zwei Wiederholungen ausgebracht werden. Über drei Jahre soll die Düngewirkung und die Ertragsstruktur der Versuchsvari­anten untersucht werden und als zusätz­liche Datengrundlage für den Antrag zur Zulassung als Düngemittel genutzt wer­den. Die Entscheidung über eine dafür vorgesehene Änderung der Düngemittel­verordnung muss durch den Bundesrat verabschiedet werden.

https://finizio.de/pilotanlage

(nach oben)


Neue HOAI beschlossen

Der Bundesrat hat dem von der Bundes­regierung vorgelegten Entwurf der Ers­ten Verordnung zur Änderung der Hono­rarordnung für Architekten und Ingenieure – HOAI – zugestimmt. Die neue Verordnung sieht vor, dass die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen künftig immer frei vereinbart werden können. Die Grundsätze und Maßstäbe der HOAI können von den Vertragspar­teien zur Honorarermittlung herangezo­gen werden. Zur Frage der Höhe der Ho­norare enthält die HOAI Honorarspan­nen, die als unverbindliche Orientie­rungswerte zur Verfügung stehen. Für den Fall, dass keine wirksame Honorar­vereinbarung geschlossen wurde, gilt der sogenannte Basishonorarsatz als verein­bart, dessen Höhe dem bisherigen Min­destsatz entspricht. Die HOAI beruht auf dem Gesetz zur Regelung von Ingenieur-und Architektenleistungen, das infolge eines Urteils des Europäischen Gerichts­hofs ebenfalls angepasst werden muss. Der entsprechende Gesetzentwurf wurde ebenso abschließend im Bundesrat be­handelt. Die neue Fassung der HOAI wird zum 1. Januar 2021 in Kraft treten.

Im letzten Jahr hatte der Europäische Gerichtshof die verbindlichen Mindest-und Höchsthonorarsätze der HOAI für unvereinbar mit der Dienstleistungsricht­linie erklärt. Deshalb musste die HOAI angepasst werden.

(nach oben)


Hamburg Wasser: Klimaneutralität als Ziel ausgerufen

Null Emissionen in allen relevanten Kon­zernbereichen – das ist das Ziel, das Hamburg Wasser bei der Vorstellung sei­nes Klimaplans 2025 für seine Zukunft ausgegeben hat. Konkret plant Ham­burgs städtischer Wasserver- und -ent­sorger bis 2025 Investitionen in Höhe von 50 Millionen Euro für den Ausbau neuer regenerativer Erzeugungsanlagen sowie eine weitere Verringerung des Ei­genstrombedarfs um 3,1 Millionen Kilo­wattstunden im Vergleich zu heute. Da­durch strebt das Unternehmen an, im Zieljahr eine Quote von rund 90 Prozent bei der Eigenstromerzeugung zu errei­chen und die direkten CO2-Emissionen um mehr als 90 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Für eine absolute Kli­maneutralität kündigt Hamburg Wassser außerdem an, bis 2025 einen verbindli­chen Fahrplan zu entwickeln, mit dem das Unternehmen auch indirekte Emissionen, die etwa durch Zulieferket­ten oder die Mobilität der Mitarbeiten­den entstehen, künftig vermeiden oder kompensieren wird.

Für die Umsetzung seines Klimaplans 2025 setzt Hamburg Wasser auf zwei zentrale Bausteine: Energieeinsparung und Energieproduktion aus eigenen re­generativen Erzeugungsanlangen. Als wesentlicher Hebel bei der Energieeffizi­enz des Konzerns erweist sich dabei das Klärwerk im Hamburger Hafen. Gehörte es 1990 noch zu den größten Stromver­brauchern der Stadt, produziert es heute mehr Energie als es für seine eigenen Prozesse benötigt. Um hier weitere Po­tenziale zu nutzen, soll weiter in die Schlammbehandlung investiert werden, und es ist beabsichtigt, zusätzliche Er­zeugungsanlagen zu errichten. Geplant sind zwei neue Windenergieanlagen und drei weitere eiförmige Faulbehälter.

Positiv auf die Energiebilanz des Klär­werks wirken sich zudem zwei große Modernisierungsprojekte aus, die Ham­burg Wasser jüngst auf der Kläranlage abgeschlossen hat: Die Umstellung der Belüftung der biologischen Reinigung auf Druckbelüftung sowie der Neubau ei­nes Rechen- und Sandfanggebäudes am nördlichen Zulauf der Anlage. Weit ge­diehen seien außerdem Pläne, einzelne Wasserwerke mit Mikro-Windkraftanla­gen auszustatten. Diese können als privi­legierte Nebenanlage in Werksnähe be­trieben werden und einen direkten Ei­genstromverbrauch für die Trinkwasser­produktion ermöglichen. Die Planungen von Hamburg Wasser sehen dabei Anla­gen der 750-kW-Klasse vor, die aufgrund ihrer kompakten Abmessungen deutlich einfacher realisierbar sind, als das bei großtechnischen Anlagen der Fall ist.

(nach oben)


DWA-Bibliothek mit neuer Literaturdatenbank – 60 000 Hinweise auf Bücher, Artikel und Online-Ressourcen

Seit Anfang des Jahres verwaltet die DWA ihren wasserwirtschaftlichen Bibliotheksbestand in einem neuen Sys­tem. Koha ist eine Open-Source-Lösung, die mittlerweile von rund 15 000 Biblio­theken weltweit genutzt wird. Durch Koha wird die Handhabung des Biblio­thekskatalogs deutlich erleichtert. Eine Schnellsuche auf der Eingangsseite und eine erweiterte Suche mit mehreren Suchkriterien ermöglichen eine schnelle Trefferanzeige. Neben den bibliografi­schen Informationen wie Titel, Autor, ISBN und Quelle sind – soweit möglich – auch online verfügbare Publikationen hinterlegt oder verlinkt. Viele Printversi­onen befinden sich aber auch in den Räumen der DWA-Bibliothek in Hennef. Sie können vor Ort eingesehen oder über den Kopienversand zur Verfügung ge­stellt werden. Die Bibliothek ist dienstags bis donnerstags von 9 bis 15 sowie frei­tags von 9 bis 12 Uhr nach Terminab­sprache zugänglich. DWA-Mitgliedern steht die Literaturdatenbank über den Onlinezugang zur Verfügung:

https://dwadirekt.de

(nach oben)


Cyber-Sicherheit: Angriffe werden raffinierter, zielgerich­teter und häufiger

Cyber-Angriffe nehmen weiter zu. Dabei werden die Angriffe raffinierter und ziel­gerichteter, sind weiterverbreitet und bleiben häufig unentdeckt. In den meis­ten Fällen stecken finanzielle Absichten hinter den Attacken. Zudem ist eine Zu­nahme von Phishing, Spam und geziel­ten Angriffen in den sozialen Medien zu beobachten. Das zeigt der Jahresbericht der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) über Cyber-Be­drohungen im Zeitraum zwischen Janu­ar 2019 und April 2020, der am 20. Ok­tober 2020 veröffentlicht wurde. Der ENISA-Bericht beschäftigt sich auch mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pan­demie. Herausforderungen sind etwa die Sicherheit der Gesundheitsdienste sowie die verstärkte Nutzung von Telearbeit, Videokonferenzen und Fernunterricht. Während der Pandemie hat sich gezeigt, dass Cyberkriminelle ihre Fähigkeiten schnell an diese neue Situation ange­passt haben und effektiver auf relevante Opfergruppen abzielen.

Download des Berichts:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201020_004

(nach oben)


Vertragsverletzungsverfahren: Deutschland muss bei Anerkennung von Berufsqualifkationen nachbessern

Deutschland soll seinen Verpflichtungen zur Anerkennung von beruflichen Quali­fikationen nachzukommen. Eine entspre­chende Aufforderung kam am 30. Okto­ber 2020 von der Europäischen Kommis­sion im Rahmen eines Vertragsverlet­zungsverfahren. Die Kommission meint, Deutschland, wie auch Zypern, Malta und die Slowakei, würden die EU-Vor­schriften über die Anerkennung von Be­rufsqualifikationen nicht einhalten. Die­se Vorschriften vereinfachen die Aner­kennung von Berufsqualifikationen in den EU-Ländern, wodurch es Berufsan­gehörigen erleichtert wird, ihre Dienste in ganz Europa anzubieten. Zur Umset­zung in Deutschland hat die Kommission Bedenken, ob die regionalen Umset­zungsvorschriften der Bundesländer in Bezug auf den freien Dienstleistungsver­kehr bei Ingenieurleistungen und die An­erkennung von Ingenieuren für Nieder­lassungszwecke mit der Richtlinie über­einstimmen. Sie hat darüber hinaus fest­gestellt, dass Bestimmungen der Richtli­nie 2005/36/EG in sektorspezifische Rechtsvorschriften (Berufe in den Berei­chen Gesundheit, Handwerk und Archi­tektur) nicht ordnungsgemäß umgesetzt wurden.

Die EU-Kommission übersendete da­her eine „mit Gründen versehene Stel­lungnahme“, die zweite Stufe in Ver­tragsverletzungsverfahren. Die deut­schen Behörden haben nun zwei Monate Zeit, Stellung zu nehmen. Ergreift Deutschland binnen zwei Monaten keine angemessenen Maßnahmen, kann die Kommission beim Gerichtshof der Euro­päischen Union Klage einreichen.

(nach oben)


Zentren zur Klima- und Gesundheitsforschung

Der Deutsche Akademische Austausch­dienst (DAAD) schreibt den Aufbau von insgesamt acht fächerübergreifenden „Globalen Zentren“ zur Bewältigung weltweiter Herausforderungen aus. Vier Zentren sollen zu Klimafragen, weitere vier zu Gesundheits- und Pandemiefra­gen forschen. Das Auswärtige Amt (AA) fördert die Errichtung der Zentren bis 2025 mit rund 22 Millionen Euro. Für den Aufbau eines der acht Zentren kann sich jeweils eine deutsche Hochschule bewerben und dabei eng mit deutschen wie internationalen Partnerorganisatio­nen zusammenarbeiten. Die Zentren sol­len dabei in den Ländern des Globalen Südens eingerichtet werden.

Die vier Zentren für Klima und Um­welt sollen Forschungsfragen wie die Re­duktion klimaschädlicher Treibhausgase, die Förderung einer klimafreundlichen Wirtschaft oder die Anpassung an die Folgen des Klimawandels aus unter­schiedlicher fachlicher und transnationa­ler Perspektiven bearbeiten. Sie sollen neben der Klimaforschung auch Diszipli­nen wie Ingenieur-, Natur- und Sozial­wissenschaften einbeziehen, um sich mit klima- und umweltrelevanten Fragen auseinanderzusetzen.

Zur Auswahl der Zentren ist ein zwei­stufiges Verfahren geplant. Interessierte Hochschulen können bis Ende November 2020 zunächst eine Interessensbekun­dung mit Projektskizze einreichen.

DAAD, Benjamin Schmäling Tel. 0228/882-8717 E-Mail: schmaeling@daad.de

http://www.daad.de/go/pf57570720

(nach oben)


Wasserrahmenrichtlinie: kein Änderungsbedarf

Bei der EU-Wasserrahmenrichtlinie gibt es keinen neuen Regelungsbedarf, son­dern ein Umsetzungs- und Anwendungs­defizit. EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičiu sieht daher auch keinen Be­darf für eine Überarbeitung der Richtli­nie, wie er in einem Statement gegen­über der amerikanischen Zeitung Politico äußerte. Bereits am 12. Dezember 2019 hatte der Umweltkommissar erklärt, dass die Tatsache, dass die Ziele der Wasser­rahmenrichtlinie noch nicht vollständig erreicht wurden, weitgehend auf unzu­reichende Finanzierung, langsame Um­setzung und unzureichende Integration von Umweltzielen in die sektoralen Poli­tiken zurückzuführen ist und nicht auf Mängel in der Gesetzgebung.

(nach oben)


Verbandsgemeindewerke Bad Bergzabern TSM-zertifiziert

Die Verbandsgemeindewerke Bad Bergzabern sind von der DWA mit dem Qua­litätssiegel Technisches Sicherheitsma­nagement (TSM) in der Sparte Abwasser ausgezeichnet worden. Die Bestätigung wurde Bürgermeister Hermann Bohrer von Vera Heckeroth, Geschäftsführerin des DWA-Landesverbands Hessen/ Rheinland-Pfalz/Saarland, Mitte Juli in Bad Bergzabern überreicht. Die TSM-Be­stätigung bescheinigt dem Verband die sichere, wirtschaftliche, nachhaltige und umweltfreundliche Abwasserentsorgung. Dazu mussten sich die Verbandsgemein­dewerke Bad Bergzabern im März 2020 einer zweitägigen, freiwilligen Überprü­fung durch ein unabhängiges DWA-Ex­pertenteam stellen. Geprüft wurden die Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die organisatori­schen Strukturen des Unternehmens. Die DWA-Experten kontrollierten zudem den technischen Zustand der Anlagen, das Störungsmanagement und die Beach­tung der Sicherheitsbestimmungen.

Seit 41 Jahren ist die Verbandsge­meinde Bad Bergzabern Mitglied der DWA. Die Verbandsgemeindewerke Bad Bergzabern haben sich der Überprüfung zum ersten Mal gestellt. Im Einzugsge­biet des DWA-Landesverbands Hessen/ Rheinland-Pfalz/Saarland mit etwa 450 Unternehmensträgern (Bereich Abwas­ser) sind die Verbandsgemeindewerke Bad Bergzabern nun eines von 35 Unter­nehmen, dem diese Qualitätsbescheini­gung überreicht worden ist.

(nach oben)


Emschergenossenschaft baut weltweit größte Anlage zur solarthermischen Klärschlammtrocknung

Die vermeintlichen „Gewächshäuser“ sind von der Bundesstraße 224 im Grenz­gebiet zwischen Essen und Bottrop be­reits deutlich zu sehen: Dort entstehen jedoch keine neuen Tomaten- oder Tul­penhäuser – vielmehr baut die Emscher­genossenschaft aktuell auf dem Gelände ihrer Kläranlage auf einer Fläche von cir­ka 61 000 m² die weltweit größte solar­thermische Klärschlammtrocknung. 32 Trocknungshallen mit einer Netto-Tro­ckenfläche von 40 000 Quadratmetern entstehen aktuell bis Ende des Jahres. Die Anlage soll im kommenden Frühjahr in Betrieb genommen werden. Bislang werden dem Klärschlamm, der vor Ort thermisch verwertet wird, jährlich 20 000 Tonnen Kohle zugesetzt, um einen aus­reichenden Brennwert zu erreichen. Die­ser Schritt entfällt in Zukunft.

(nach oben)


Softwarewerkzeug zur Vorplanung und Nachhaltigkeitsbewertung von Abwassersystemen

Das neue Softwarewerkzeug SAmpSONS ermöglicht die vergleichende Vorplanung von konventionellen und innovativen Abwasserinfrastrukturen. Die frei verfüg­bare Software, die von Björnsen Beraten­de Ingenieure zusammen mit der TU Ber­lin, der Bauhaus-Universität Weimar und dem ifak Magdeburg mit Fördermitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt entwickelt wurde, dient dazu, unter­schiedliche Abwasserinfrastruktursyste­me schnell und einfach zu modellieren, in Hinblick auf Stoff- und Ressourcen­ströme (zum Beispiel N, P, organische Spurenstoffe) zu visualisieren und be­züglich der Nachhaltigkeitswirkungen in den drei Dimensionen Ökonomie, Ökolo­gie und Soziales zu bewerten. Dabei sind die in SAmpSONS integrierten Verfahren zu Abwassererfassung, -transport, -be­handlung sowie Energie- und Nähr­stoffrückgewinnung flexibel anpassbar, sodass sie für unterschiedlichste Anwen­dungsbeispiele verwendet werden kön­nen.

Damit SAmpSONS nicht auf einem einmal erreichten Status stehen bleibt und damit womöglich schnell veraltet, soll die Software kontinuierlich erweitert werden. Die Projektpartner rufen daher Anbieter von Abwasserbehandlungstech­nologien und -systemkomponenten auf, Daten zu ihren Verfahren bereitzustellen, damit sie in das Softwarewerkzeug inte­griert werden können und letztendlich der gesamten SAmpSONS-Nutzerschaft zur Verfügung stehen. Dazu ist es erfor­derlich, dass die Systemkomponentenan­bieter einen Daten-Steckbrief ausfüllen, der alle Angaben der in SAmpSONS inte­grierten Stoffströme und Indikatoren enthält. Anbieter können so auch weiter­führende Erkenntnisse, wie zum Beispiel Nachhaltigkeitswirkungen, zu ihren Technologien gewinnen. Interessierte Technologieanbieter oder SAmpSONS-Nutzer können sich wenden an:

Matthias Schulz Björnsen Beratende Ingenieure E-Mail: m.schulz@bjoernsen.de

Projekt-Homepage:
https://www.uni-weimar.de/de/bauingenieurwesen/projekte/sampsons

Download von SAmpSONS:
https://www.ifak.eu/de/produkte/sampsons

(nach oben)


Schmetterlingswiese auf Kläranlagengelände offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Das Projekt „Ehemalige Kläranlage Schleife wird zur Schmetterlingswiese“ der Stadtwerke Weißwasser GmbH (SWW, Oberlausitz, Sachsen) ist jetzt of­fizielles Projekt der UN-Dekade Biologi­sche Vielfalt. Schmetterlinge sind selten geworden, manche Arten in Sachsen be­reits ausgestorben. Auf der Fläche der ehemaligen Kläranlage Schleife haben daher die SWW im Spätherbst 2019 auf einer Fläche von 2000 m² eine Schmet­terlingswiese mit zertifiziertem Saatgut angelegt. Seit dem Frühjahr 2020 entwi­ckelte sich das Areal zu einem neuen Le­bensraum für Schmetterlinge und Insek­ten. Die Auszeichnung erfolgte am 15. September 2020 durch Landrat Bernd Lange, Schmetterlingspate Christian Hoffmann vom NABU Sachsen e. V. und Sylke Freudenthal, Beauftragte für nach­haltige Entwicklung bei Veolia Deutsch­land. Die Würdigung erhalten vorbildli­che Projekte, die sich in besonderer Wei­se für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.

Vorstellung des Projekts:
http://www.undekade-biologischevielfalt.de

http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200916_001

(nach oben)


EU-Staaten gemeinsam gegen Verschmutzung der Ostsee

Die europäischen Mitgliedstaaten im Ostseeraum haben Ende September 2020 bei einer von der EU-Kommission organisierten Konferenz vereinbart, die Umweltbelastungen der Ostsee zu ver­ringern. Die Ostsee gilt als eines der am stärksten verschmutzten Meeresbecken der EU. Davon sollen die Küstengemein­den profitieren. Das gemeinsame Enga­gement wurde in einer Ministererklä­rung festgehalten. Die Ministerinnen und Minister haben beschlossen, ihre Strate­gien aufeinander auszurichten und eine große Anzahl bestehender EU-Rechtsvor­schriften anzuwenden, durch die die Umweltbelastungen der Ostsee verrin­gert werden sollen. Die Vorschriften rei­chen von gemeinsamen Regelungen für Wasser und Nitrat in der gemeinsamen Agrarpolitik bis hin zur gemeinsamen Fi­schereipolitik. Da die Probleme der Ost­see grenzübergreifend sind, vereinbarten die Ministerinnen und Minister zudem, mit betroffenen Nicht-EU-Ländern über regionale Organisationen, die die Mee­resumwelt schützen, oder solchen, die sich mit Fischereiangelegenheiten befas­sen, zusammenzuarbeiten.

Download der Ministererklärung zur Ostseekonferenz am 28. September 2020:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200929_003

(nach oben)


Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie auf Bundesebene abgeschlossen

Der Bundesrat hat die Allgemeine Ver­waltungsvorschrift (AVV) zur Auswei­sung von mit Nitrat belasteten und eu­trophierten Gebieten verabschiedet. Die Änderung der AVV war nach der Novelle der Düngeverordnung, die seit dem 1. Mai 2020 in Kraft ist, der letzte nötige Schritt auf Bundesebene, um die EU-Nit­ratrichtlinie in Deutschland umzusetzen. Die AVV sollte Ende September 2020 in Kraft treten. Nun sind die Länder in der Verantwortung, ihre Gebietsausweisun­gen zu überprüfen und anzupassen so­wie die Landesdüngeverordnungen bis Jahresende 2020 zu überarbeiten. Mit der Umsetzung durch die Länder und der bereits vollzogenen Änderung des Was­serhaushaltsgesetzes werde das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Juni 2018 vollständig umgesetzt, so die Bun­desministerien für Umwelt und Land­wirtschaft in einer gemeinsamen Erklä­rung am 18. September 2020.

Gemäß den Vorgaben der geänderten Düngeverordnung von 2020 erhalten die Länder erweiterte fachliche Grundlagen, um die mit Nitrat belasteten und eutro­phierten Gebiete zu überarbeiten und neu auszuweisen. Mit der allgemeinen Verwaltungsvorschrift werden außerdem die Vorgaben zur einheitlichen Auswei­sung dieser Gebiete festgelegt. Es wer­den qualitative Anforderungen an die Messstellen festgeschrieben, und das Messstellennetz muss durch die Länder angepasst werden. Die Vorgehensweise bei der verbindlichen Binnendifferenzie­rung wird einheitlich festgelegt. So wird die Verursachergerechtigkeit erhöht. Fer­ner flankiert die Bundesregierung die ordnungsgemäße Umsetzung der euro­päischen Nitrat-Richtlinie mit einem bundesweiten Monitoring ab Mitte 2021.

Alle flächendeckenden Maßnahmen aus der novellierten Düngeverordnung gelten ab Inkrafttreten der neuen Verord­nung am 1. Mai 2020. Die zusätzlichen Maßnahmen in den mit Nitrat belasteten und durch Phosphor eutrophierten Ge­biete gelten ab dem 1. Januar 2021.

Download der AAV:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200918_001

(nach oben)


Europäischer Rechnungshof prüft Wassernutzung durch die Landwirtschaft

EU-Prüfer gehen der Frage nach, wie nachhaltig Wasser von der Landwirt­schaft in der EU genutzt wird. Die Prü­fung soll die Entwicklungen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) „in zweckdienlicher Weise begleiten“, so der Rechnungshof in einer Pressemitteilung. Im Zuge der Prüfung soll insbesondere ermittelt werden, ob die Maßnahmen der EU und ihrer Mitgliedstaaten im Ag­rarbereich auf geeignete und wirksame Weise dafür sorgen, dass die Grundsätze der nachhaltigen Bewirtschaftung von Süßwasser angewendet und durchge­setzt werden. Der derzeitige Ansatz der EU zur Wasserbewirtschaftung fußt auf der Wasserrahmenrichtlinie, in der unter anderem Grundsätze einer nachhaltigen Wassernutzung eingeführt wurden. Die Gemeinsame Agrarpolitik spielt bei der nachhaltigen Wassernutzung eine wichti­ge Rolle. Im Rahmen der GAP stünden einige Instrumente bereit, die zur Verrin­gerung des Drucks auf die Wasserres­sourcen beitragen können; über die GAP könnten aber beispielsweise auch Bewässerungsinfrastrukturen finanziert wer­den.

Die Prüfer werden beurteilen, ob die EU-Politiken die nachhaltige Nutzung von Wasser in der Landwirtschaft för­dern. Analysiert wird insbesondere, ob die Europäische Kommission die Grund­sätze einer nachhaltigen Wassernutzung in die GAP-Vorschriften aufgenommen hat, ob die EU-Mitgliedstaaten diese Grundsätze anwenden und Anreize für eine nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft setzen. ­

(nach oben)


Projekt zur Infektionsprävention in kritischen Infrastrukturen

Welche Möglichkeiten gibt es, um Infek­tionsrisiken in Gebäuden einzudämmen? Im Projekt SAVE entwickelt das Institut für Konstruktives Entwerfen, Industrie-und Gesundheitsbau (IKE) der Techni­schen Universität Braunschweig gemein­sam mit vier weiteren Partnern bauliche Musterlösungen, um Ausbreitungswege von Erregern in kritischen Infrastruktu­ren zu kontrollieren.

Bauliche und technische Maßnah­men, wie Schleusen oder geeignete Lüf­tungsfilter, können das Übertragungsrisi­ko von Infektionserregern in Gebäuden reduzieren und somit die Anzahl der In­fektionen und Erkrankungen senken. Hier setzt das Forschungsprojekt „SAVE – Effektive Strategien zur Kontrolle und zum Umgang mit Ausbreitungswegen von Erregern zum Schutz kritischer Inf­rastrukturen“ an. Das Mitte September 2020 gestartete Projekt wird vom Bun­desinstitut für Bau-, Stadt- und Raumfor­schung (BBSR) im Rahmen der „Zukunft Bau“-Forschungsförderung gefördert. Ein Schwerpunkt der Untersuchung sind Ein­richtungen, die zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens und zur Vermei­dung von Versorgungsengpässen not­wendig sind. Die Ergebnisse des For­schungsprojekts werden 2022 in ein „Weißbuch zur baulichen Infektionsprä­vention kritischer Infrastrukturen“ zu­sammengeführt und der Öffentlichkeit durch eine frei zugängliche Datenbank vollständig zur Verfügung gestellt. Be­reits Anfang 2021 ist zudem die Veröf­fentlichung eines ersten Berichts mit Empfehlungen zur Prävention der Ver­breitung von Infektionskrankheiten im Gebäude geplant.

Dr.-Ing. Architekt Wolfgang Sunder E-Mail: w.sunder@tu-braunschweig.de http://www.tu-braunschweig.de/iike

(nach oben)


Neues Projekt zum Recycling von Klärschlamm

Auf eine vollständige energetische und rohstoffliche Klärschlammverwertung und die Realisierung von Stoffkreisläu­fen für Magnesium, Stickstoff und insbe­sondere Phosphor zielt das neue Ver­bundprojekt „KlimaPhoNds“. Das Pro­jekt, das maßgeblich vom Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum (CUTEC) der TU Clausthal umgesetzt wird, begann im Oktober 2020 und ist auf fünf Jahre ausgelegt. Es wird vom Bundesforschungsministerium mit 4,6 Millionen Euro gefördert.

„Wir werden dazu mehrere Innovati­onen im großtechnischen Maßstab um­setzen, um die Klimaneutralität und Res­sourceneffizienz des entwickelten Kon­zeptes nachzuweisen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Michael Sievers, Leiter der Abteilung Ab­wasserverfahrenstechnik im Forschungs­zentrum CUTEC der TU Clausthal, der das Projekt koordinieren wird. Auch die CUTEC-Abteilungen Thermische Pro­zesstechnik sowie Ressourcentechnik und -systeme bringen sich in das Vorha­ben ein. Industriepartner sind die Par­force Engineering & Consulting GmbH, Lukson AG und Knoke-Industrie-Monta­ge GmbH.

Das neue klimafreundliche, rohstoff­effiziente Konzept wird am Beispiel der Kläranlage Northeim – auch die Stadt Northeim ist Projektpartner – entwickelt und umgesetzt. Voraussetzung für das Konzept ist eine vermehrte biologische Phosphorelimination bei der Abwasser­behandlung.

Das als Magnesium-Ammonium- Phosphat anfallende Fällungsprodukt wird zentral mit einer thermischen Be­handlung und Zugabe von Säure nahezu reststofffrei in die drei Wertstoffe Ammo­niakwasser, Magnesiumchlorid und Phosphorsäure veredelt. Phosphorsäure soll in hochwertiger Qualität der chemi­schen Industrie insbesondere für die Düngemittelherstellung zur Verfügung gestellt werden. Das beim Parforce-Ver­fahren anfallende Nebenprodukt Magne­siumchlorid geht zur Kläranlage Nort­heim zurück und wird anhand von Ver­gleichsversuchen mit kommerziellen Produkten bewertet. Das Ammoniakwas­ser wird auf dessen Nutzung zur Dünge­mittelherstellung oder zur Entstickung von Verbrennungsabgasen untersucht.

Dank dem erstmaligen Einsatz einer Wirbelschichtverdampfungstrocknung, das heißt einer Klärschlammtrocknung bei Überdruck und unter reiner Wasser­dampfatmosphäre, erfolgt eine beson­ders effiziente Wärmerückgewinnung und eine nahezu wärmebilanzneutrale Volltrocknung, teilt die TU Clausthal wei­ter mit. Um trotz des Zusatzaufwands für die Ressourcenschonung eine Emissions­minderung des gesamten CO2 zu errei­chen, könne der getrocknete Klär­schlamm als Brenn- und Zuschlagstoff in der Zementindustrie verwertet oder als Zusatzbrennstoff in Kraftwerken genutzt werden.

https://www.klimaphonds.de

(nach oben)


Cybercrime in Deutschland nimmt weiter zu

100 514 Fälle von Cybercrime im enge­ren Sinne registrierte die deutsche Poli­zei im Jahr 2019, was einem Anstieg von über 15 Prozent gegenüber der Vorjah­reszahl entspricht (2018: 87 106 Fälle). Wie aus dem am 30. September 2020 vom Bundeskriminalamt (BKA) veröf­fentlichten „Bundeslagebild Cybercrime 2019“ hervorgeht, erreicht die Anzahl der polizeilich bekannten Taten damit ei­nen neuen Höchststand.

Die Schäden, die durch entsprechen­de Taten entstehen, sind hoch. So schätzt der Branchenverband BITKOM, dass der Wirtschaft 2019 ein Schaden von über 100 Milliarden Euro durch Cyberangriffe entstanden ist. Neben Wirtschaftsunter­nehmen sind öffentliche Einrichtungen bevorzugte Ziele der Täter, die sich hier hohe kriminelle Gewinne erwarten.

Die größte Gefahr geht weiterhin von Angriffen mittels sogenannter Ransom­ware aus. Diese Software verschlüsselt die Daten auf dem angegriffenen Rech­ner. Für deren Entschlüsselung fordern die Täter meist einen Geldbetrag, der in der Regel in Form von Bitcoins zu ent­richten ist. Seit dem vergangenen Jahr beobachtet das BKA mit der sogenannten „Double Extortion“ einen neuen Modus Operandi, bei dem die Täter die IT-Syste­me ihrer Opfer nicht nur mittels Ransom­ware verschlüsseln, sondern im Zuge der Attacken auch sensible Daten erbeuten und damit drohen, diese zu veröffentli­chen.

Download der Berichte des BKA:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201001_002

(nach oben)


Renaturiertes Rheinufer in Hessen wird Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Der Rhein ist die Wasserstraße mit der europaweit größten Bedeutung für den Güterverkehr. Dass eine naturnahe Ge­staltung seiner Ufer gelingen kann, zeigt ein Renaturierungsprojekt im Bundes­programm „Blaues Band Deutschland“, einem gemeinsamen Programm von Bundesverkehrs- und Bundesumweltmi­nisterium. Die „Uferrenaturierung Küh­kopf-Knoblochsaue“ in Hessen wird nun offizielles Projekt der UN-Dekade Biolo­gische Vielfalt. Die entsprechende Aus­zeichnung wurde am 24. September 2020 an Vertreter der Wasserstraßen-und Schifffahrtsverwaltung des Bundes überreicht. Im Rahmen des Projekts wur­de auf 2,5 Kilometern Länge innerhalb des größten hessischen Naturschutzge­biets „Kühkopf-Knoblochsaue“ die Ufer­befestigung des Rheins entfernt und na­turnah gestaltet. So erhält der Oberrhein an dieser Stelle seine natürliche Dyna­mik zurück, und neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen können entstehen. Die Auszeichnung der UN-Dekade wird an Projekte mit Vorbildcharakter verlie­hen, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.

http://www.blaues-band.bund.de

(nach oben)


Bundeskriminalamt stärkt die Cybercrimebekämpfung

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat, be­reits zum 1. April 2020, die Abteilung „Cybercrime“ (CC) eingerichtet und da­mit einen weiteren wichtigen Schritt vollzogen, um Kompetenzen zur Be­kämpfung dieses Phänomens zu bündeln und die erforderliche Spezialisierung sei­ner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich voranzutreiben. Als eine der Aufgaben der Abteilung nennt das BKA die Unterbindung von Cyber-Angrif­fen auf Bundeseinrichtungen und kriti­sche Infrastrukturen in Deutschland. Das BKA blickt bei der Bekämpfung von Cy­berkriminalität bereits auf eine langjäh­rige Erfahrung zurück. Die neue Abtei­lung soll in den nächsten Jahren von der­zeit über 100 auf rund 280 Mitarbeite­rinnen und Mitarbeiter anwachsen.

Website der Abteilung Cybercrime:
http://www.bka.de

http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200916_002

(nach oben)


EU-Kommission: Initiativen zur beruflichen Bildung angenommen

Die EU-Kommission hat am 30. Septem­ber 2020 zwei Initiativen angenommen, die den Beitrag der allgemeinen und be­ruflichen Bildung zur Erholung der EU nach der Coronavirus-Krise stärken und die Gestaltung eines grünen, digitalen Europas unterstützen sollen. Zum einen hat die Kommission eine Vision für den europäischen Bildungsraum entworfen, die bis 2025 umgesetzt werden soll. Vor­gesehen sind neue Initiativen, umfassen­dere Investitionen und eine verstärkte Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten, damit Europäerinnen und Europäer aller Altersgruppen das reiche Bildungs- und Berufsbildungsangebot in der EU aus­schöpfen können. Zum anderen hat die Kommission einen neuen Aktionaplan für digitale Bildung angenommen. Darin zieht sie Lehren aus der Coronavirus-Kri­se und skizziert einen Plan für ein leis­tungsfähiges digitales Bildungsökosys­tem mit ausgeprägten Kompetenzen für den digitalen Wandel. Beide Initiativen werden auch in den dritten Europäischen Bildungsgipfel einfließen, den die Kom­mission am 10. Dezember 2020 online ausrichtet. Ministerinnen und Minister sowie Schlüsselakteure werden dort dar­über diskutieren, wie die allgemeine und die berufliche Bildung für das digitale Zeitalter gerüstet werden können.

Download der Dokumente der EU-Kommission:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20201001_006

(nach oben)


NRW startet Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft

Nordrhein-Westfalen hat Ende August gemeinsam mit mehreren Wasserwirt­schaftsunternehmen das Kompetenzzen­trum Digitale Wasserwirtschaft ins Leben gerufen. „Die Digitalisierung ist für die Wasserwirtschaft kein Selbstzweck. Es geht darum, sinnvolle Innovationen und konkrete Lösungen zu erkennen und in die Praxis zu bringen. Und zwar überall da, wo es passt und gebraucht wird. Um die Chancen der Digitalisierung in der Wasserwirtschaft optimal zu nutzen, ist es erforderlich, dass alle innovativen Kräfte der Branche zusammenwirken“, sagte Dr.-Ing. Emanuel Grün, Aufsichts­ratsvorsitzender des Kompetenzzent­rums. Angesiedelt ist das Kompetenzzen­trum auf dem Digitalcampus Zollverein in Essen. Geleitet wird es von Dr. Ulrike Düwel, die alle Akteurinnen und Akteure der Wasserwirtschaft zur aktiven Mitge­staltung aufruft. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Ver­braucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen ist Hauptanteilseigner des Kompetenzzentrums Digitale Wasser­wirtschaft und unterstützt dieses Projekt für zunächst drei Jahre mit jährlich 450 000 Euro. Die weiteren Gesellschaf­ter sind die Emschergenossenschaft, der Lippeverband sowie die Arbeitsgemein­schaft der Wasserwirtschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen, die Stadtentwässe­rungsbetriebe Köln AöR und die großen Wasserversorgungsunternehmen Gelsen­wasser AG und Rheinisch-Westfälisch Wasserwerksgesellschaft mbH.

(nach oben)


TSM macht keine Corona-Pause

Insbesondere in Zeiten der Corona-Pan­demie muss die Abwasserwirtschaft zu­verlässig funktionieren. Ein Garant dafür ist ein gut aufgestelltes Technisches Si­cherheitsmanagement (TSM). Ob online oder vor Ort, die DWA macht daher bei TSM-Bestätigung keine Pause. In den vergangenen Wochen konnte die DWA bei verschiedenen Unternehmen erfolg­reich die jeweiligen TSM-Systeme über­prüfen und bestätigen. Bei den Stadtwer­ken Görlitz konnte die Überprüfung da­bei erstmals online durchgeführt wer­den, die Stadtwerke hatten sich zum zweiten Mal der Prüfung des Techni­schen Sicherheitsmanagements im Be­reich Abwasser unterzogen. Direkt vor-Ort konnte die DWA bei den Verbandsge­meindewerken Höhr-Grenzhausen die Wiederholungsprüfung TSM Abwasser durchführen. Die TSM-Bestätigung be­scheinigt dem Verband die sichere, wirt­schaftliche, nachhaltige und umwelt­freundliche Abwasserentsorgung. Glei­ches gilt für die Stadtwerke Bingen. Auch hier konnte im August zum zweiten Mal das gute Technische Sicherheitsmanage­ment bestätigt werden. Zum ersten Mal überprüft wurde das Technische Sicher­heitsmanagement der Verbandsgemein­dewerke Nastätten. Ende August konnte Dipl.-Ing. Vera Heckeroth, Geschäftsfüh­rerin des DWA-Landesverbands Hessen/ Rheinland-Pfalz/Saarland, die TSM-Be­stätigung an die Verbandsgemeindewer­ke Nastätten überreichen.

(nach oben)


Willy-Hager-Preis 2020 ausgeschrieben

Im Namen und Auftrag der Willy-Hager- Stiftung, Stuttgart, schreiben die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V. und die Wasserchemische Gesellschaft, Fach­gruppe der Gesellschaft Deutscher Che­miker e. V. (GDCh), den Willy-Hager- Preis 2020 aus. Mit dem Willy-Hager- Preis werden jüngere Wissenschaftler/ -innen für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik der (industriellen) Wasser- oder Abwasser­aufbereitung ausgezeichnet. Bei den Ar­beiten soll in der Regel die verfahrens­technische Problemlösung im Vorder­grund stehen. Die Arbeiten sollten nicht länger als drei Jahre zurückliegen und an einer deutschen Hochschule durchge­führt worden sein. Der Willy-Hager-Preis ist mit 6000 € dotiert. Dieser Betrag wird je zur Hälfte zwischen dem/der Preisträger/-in und dem Hochschulinsti­tut, an dem die Arbeiten durchgeführt wurden, geteilt. Bewerbungen sind über die jeweilige Leitung des Hochschulinsti­tuts bei der DECHEMA bis zum 20. No­vember 2020 einzureichen:

http://www.dechema.de/WHP2020

(nach oben)


Förderung für kommunale Kooperationen in Europa

Bis zum 31. Oktober 2020 können Kom­munen und Landkreise sowie kreisfreie Städte Fördermittel beantragen für Vor­haben zur Kooperation zwischen Kom­munen in Europa. Ziel ist der Wissens­austausch zu relevanten und aktuellen Forschungsthemen der nachhaltigen Stadtentwicklung. Kommunen sollen so dabei unterstützt werden, Forschungser­gebnisse und innovative Ansätze der For­schung für nachhaltige Stadtentwicklung mit anderen Städten in Europa zu teilen im partnerschaftlichen Austausch die Umsetzung in die Praxis voranzutreiben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt Kommunen dafür insbesondere mit der Finanzierung von Vollzeitmitarbeitern und mit Sachmitteln in Höhe von bis zu 200 000 Euro befris­tet auf zwei Jahre.

Förderbekanntmachung des BMBF:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200907_005

(nach oben)


Mitteldeutsche Entsorger schließen Kooperation zur Klärschlammverwertung im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

Mitteldeutsche Klärschlämme werden ab dem 1. Januar 2023 in Bitterfeld ent­sorgt und thermisch weiterverwertet. Ei­ne entsprechende Zehn-Jahres-Koopera­tion schlossen am 10. September 2020 länderübergreifend die Leipziger Wasser­werke und die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH mit der KSR Klär­schlammrecycling GmbH (KSR) im Che­miepark Bitterfeld-Wolfen.

In einer gemeinsam durchgeführten europaweiten Ausschreibung vergaben die Unternehmen die Verwertung von jährlich insgesamt 66 500 Tonnen ent­wässertem Klärschlamm aus ihren kom­munalen Abwasserbehandlungsanlagen. Neben der thermischen Vorbehandlung und Verwertung ab Januar 2023 organi­siert die KSR spätestens ab 1. Januar 2029 auch die dann gesetzlich vorge­schriebene Phosphorrückgewinnung. Bisher werden die Klärschlämme der bei­den Kommunen in der Landwirtschaft verwendet oder der Mitverbrennung zu­geführt.

Seit Oktober 2019 errichtet die KSR, ein Tochterunternehmen der Chemie­park Bitterfeld-Wolfen GmbH und der Danpower GmbH, im Chemiepark Bitter­feld-Wolfen für rund 80 Millionen Euro eine der größten Klärschlamm-Verwer­tungsanlagen Deutschlands. Der Beginn der Inbetriebnahme ist für Sommer 2021 vorgesehen und der Start der regulären Produktion soll am Jahresende 2021 er­folgen. Jährlich werden dann ca. 260 000 Tonnen entwässerter Klärschlamm aus kommunalen Kläranlagen verwertet. Die angelieferten Klärschlämme werden in einem Mischbunker zwischengelagert und über verschiedene Fördersysteme zwei großen Scheibentrocknern zuge­führt. Über den selbsterzeugten Dampf wird der Klärschlamm auf ca. 40 % Was­sergehalt getrocknet und dem Wirbel­schichtofen zur Verbrennung zugeführt. Der erzeugte Dampf aus dem Kessel wird auf eine Dampfturbine geleitet. Abzüg­lich des Eigenbedarfs wird der dadurch erzeugte Strom in das öffentliche Netz gespeist.

(nach oben)


Zehnter Bericht der EU-Kommission zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie erschienen

Die Sammlung und Behandlung von Ab­wasser in den Klein- und Großstädten Europas hat sich insgesamt verbessert, jedoch in unterschiedlichem Maße in den einzelnen Mitgliedstaaten. Das geht aus dem zehnten Bericht über die Umset­zung der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser hervor, den die EU-Kommission am 10. September 2020 veröffentlicht hat. Der Bericht ist Teil der Null-Schadstoff-Bemühungen der Kommission und geht der Nachhal­tigkeitsstrategie für Chemikalien voraus, die in den kommenden Wochen ange­nommen wird.

Der Bericht zeigt, dass die Einhal­tungsquoten der EU-Vorschriften für die Sammlung und Behandlung von Abwas­ser hoch und im Vergleich zum vorange­gangenen Berichtszeitraum noch gestie­gen sind. Dies trägt dazu bei, Umweltbe­lastungen zu vermeiden. Der Trend ist zwar weiterhin positiv, die vollständige Einhaltung der Richtlinie ist allerdings noch nicht erreicht. Finanzierung und Planung sind nach wie vor die größten Herausforderungen für den Wasser­dienstleistungssektor.

Aus dem Bericht geht hervor, dass 95 % des Abwassers in der EU gesam­melt und 88 % biologisch behandelt wer­den. 1 % des kommunalen Abwassers wird noch immer nicht gesammelt, und über 6 % werden nicht ausreichend ge­reinigt, um die Anforderungen an die biologische Zweitbehandlung zu erfül­len. Mehrere Klein- und Großstädte in der EU müssen ihre Infrastruktur für die Abwassersammlung noch aufbauen oder modernisieren sowie moderne Behand­lungsanlagen einrichten.

Der Bericht deckt über 23 500 Klein-und Großstädte in der EU ab, die in den Anwendungsbereich der Richtlinie fallen und in denen Menschen und Industrie mehr als 610 Millionen Einwohnerwerte an Abwasser pro Jahr erzeugen.

Die Kommission hat eine Folgenab­schätzung eingeleitet, um verschiedene politische Optionen zur Aktualisierung der Richtlinie zu bewerten. Unter ande­rem soll nach Möglichkeiten für den Um­gang mit Kontaminanten, die Anlass zur Besorgnis geben (wie Arzneimittel und Mikroplastik), gesucht und die Frage ge­prüft werden, ob eine regelmäßige Ab­wasserüberwachung die EU bei der Be­wältigung der COVID-19-Pandemie oder der Vorsorge für ähnliche Krankheiten unterstützen kann. Diese Folgenabschät­zung wird eine beträchtliche Zahl von Konsultationen mit den einschlägigen In­teressenträgern umfassen.

Download der Originaldokumente:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200910_001

(nach oben)


Förderung für kommunale Klimaschutzprojekte

Das Bundesumweltministerium möchte wegweisende investive Modellprojekte im kommunalen Klimaschutz ermögli­chen und hat einen Förderaufruf für ent­sprechende Vorhaben veröffentlicht. Die geförderten Projekte sollen durch ihre di­rekten Treibhausgasminderungen einen wesentlichen Beitrag zur schrittweisen Erreichung der Treibhausgasneutralität von Kommunen leisten. Antragsberech­tigt sind Kommunen und Zusammen­schlüsse von Kommunen sowie Betriebe, Unternehmen und sonstige Einrichtun­gen mit mindestens 25 Prozent kommu­naler Beteiligung. Als besonders förder­würdig werden in der Ausschreibung Ab­wasserbeseitigung und Abfallentsorgung genannt.

https://www.ptj.de/klimaschutzinitiative/modellprojekte

(nach oben)


Klärschlammvererdungsanlage in Kalefeld

An der Kläranlage Kalefeld (Niedersach­sen, 6350 Einwohner) wurde am 18. September 2020 eine Klärschlammverer­dungsanlage eingeweiht. Kernstück der neuen, 1,2 Millionen Euro teuren, insge­samt 14 000 Quadratmeter großen Anla­ge sind drei Schilfbeete. Auf sie fließen künftig durch ein System von Rohrleitun­gen, Pumpen und Schiebern 14 500 Ku­bikmeter Nassschlamm pro Jahr. Nach sieben bis acht Jahren Betrieb beginnt für das erste Beet eine Ruhephase, in der der enthaltene Schlamm weiterhin stark entwässert und abgebaut wird. Nach der Räumung wird das Beet erneut mit Klär­schlamm beschickt. Um den Anlagenbe­trieb kümmert sich in den kommenden fünf Jahren der Erbauer der Anlage, die Firma Eko-Plant.

(nach oben)


Markterkundung zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammaschen

Die kommunalen Betreiber der drei Klär­schlammverbrennungsanlagen an den Standorten Karlsruhe, Stuttgart und Neu- Ulm streben zur Entwicklung eines tragfä­higen Entsorgungskonzepts ihrer Klär­schlammaschen eine Zusammenarbeit an.

Um die Durchführung der ab 2029 nach den Maßgaben der Klärschlamm­verordnung erforderlichen Phosphor- Rückgewinnung zu erleichtern bzw. die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme zu verbessern, sollen zunächst die Klärschlammaschen der beteiligten Verbren­nungsanlagen gebündelt und als gemein­sames Aschekontingent für die P-Rückge­winnung zur Verfügung gestellt werden (Ausbaustufe 1: ca. 20 000 t/a Klär­schlammasche). Durch weitere Planun­gen zum Bau neuer Verbrennungsanla­gen in Baden-Württemberg können wei­tere Aschemengen hinzukommen, sodass es zu einer Erhöhung der Aschemenge kommen kann (Ausbaustufe 2: ca. 37 000 t/a Klärschlammasche).

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entsorgungspraxis wollen die kommuna­len Partner deshalb im Rahmen eines Markterkundungsverfahrens zunächst die Möglichkeiten einer künftigen Asche­entsorgung in Form einer Dienstleistung abklären und hierzu Gespräche mit mög­lichst vielen Marktteilnehmern führen. Ziel dieser Markterkundung ist es auch, weitere Optionen der Leistungsvergabe an einen privaten Dritten, zum Beispiel in Form einer möglichen Öffentlich-Pri­vaten Partnerschaft (ÖPP), zu betrachten und bei Interesse zu erörtern.

Das Markterkundungsverfahren wur­de ab dem 21. August 2020 europaweit veröffentlicht.

Weitere Informationen:
https://ted.europa.eu
(Bekanntma­chungsnummer: 2020/S 162-393260)

(nach oben)


Klärschlamm: Demonstrations­anlage zum Ash2®Phos-Verfahren in Planung

Die Gelsenwasser AG schließt mit der EasyMining Sweden AB und ihrer Toch­ter EasyMining Germany GmbH einen Vertrag über die exklusive Verwendung des patentierten Ash2®Phos-Verfahrens zur gemeinsamen Erschließung des deut­schen Markts für Phosphor-Recycling aus Klärschlammasche. Vorrangiges Ziel ist die weltweit erstmalige großtechnische Anwendung des Verfahrens durch den Bau und Regelbetrieb einer Demonstrati­onsanlage in einem Chemiepark, in dem die für das Verfahren erforderlichen Ba­sischemikalien vorhanden sind. In Bitter­feld-Wolfen betreibt die Gelsenwasser- Tochter Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH mit dem Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen eine der größten Klär­anlagen Ostdeutschlands sowie eine Klärschlammverbrennungsanlage. Eine neue Verbrennungsanlage ist dort im Bau bereits weit fortgeschritten und wird vo­raussichtlich ab Mitte 2021 in Betrieb ge­hen. In dieser Region soll auch die De­monstrationsanlage errichtet werden.

Die Ausbaugröße der ersten Phos­phor-Recyclinganlage wird zunächst für die Behandlung von 30 000 Tonnen Klär­schlammasche pro Jahr bemessen sein. Die Erfahrungen mit dieser Anlage sollen Hinweise zur Optimierung des Prozesses geben. Eine Ausweitung des Konzepts auf andere Chemieparks in Deutschland innerhalb der nächsten zehn Jahre ist be­absichtigt. Die ersten vorbereitenden Schritte zur Realisierung der Demonstra­tionsanlage werden bereits unternom­men.

Gelsenwasser hat bereits zwei Jahre mit EasyMining, einer Tochtergesell­schaft des schwedischen Umwelt-Unter­nehmens Ragn-Sells, im Rahmen einer Pilotstudie zur Phosphor-Rückgewin­nung aus Klärschlamm zusammengear­beitet. Inzwischen ist das Forschungsvor­haben PhorMi erfolgreich abgeschlossen. Dabei konnte ein Konzept zum synerge­tischen Betrieb des Verfahrens im Umfeld eines Chemieparks entwickelt werden. Funktion und wirtschaftliche Bedingun­gen sind positiv bewertet worden.

(nach oben)


SARS-CoV-2-Genmaterial im Abwasser nachweis-und quantifizierbar

Ein Konsortium aus Frankfurter Virolo­gen, Ökotoxikologen und Evolutionsfor­schern und Aachener Wasserforschern konnte jetzt erstmals für Deutschland zeigen, dass sich SARS-CoV-2-Genmate­rial mit modernen molekularen Metho­den in Kläranlagen nachweisen lässt. Analysen ergaben in allen neun während der ersten Pandemiewelle im April 2020 beprobten Kläranlagen drei bis 20 Gen­kopien pro Milliliter Rohabwasser. Dies ist ein Konzentrationsniveau, wie es auch in Studien in den Niederlanden und den USA gemessen wurde. Erstaunt waren die Forscher, als ältere Rückstellproben aus den Jahren 2017 und 2018 vor dem Ausbruch der Pandemie ebenfalls Signa­le lieferten. Nach umfangreicher Metho­den-Validierung war klar, dass die ver­wendeten Genprimer nicht nur SARS-CoV-2, sondern fälschlicherweise auch andere nicht-krankheitsauslösende Coro­naviren im Abwasser miterfassen. Die jetzt spezifisch für SARS-CoV-2 im Ab­wasser entwickelte Methodik wurde mit Gensequenzierung bestätigt. Das Verfah­ren lässt sich nun in der so genannten Abwasser-basierten Epidemiologie ein­setzen: Die gemessene Virenfracht einer Kläranlage erlaubt Rückschlüsse auf die Anzahl der an COVID-19 infizierten Per­sonen im Einzugsgebiet. In der größten Kläranlage wurden bei einer Virenfracht von sechs Billionen Genäquivalenten pro Tag 1037 akute Fälle in Einzugsgebiet abgeschätzt, in kleineren Kläranlagen bei zwei Größenordnungen geringerer Vi­renfracht dagegen 36 Fälle. Die Sensitivi­tät ist ausreichend, um als Frühwarnsys­tem anzuzeigen, ob der Maßnahmen­wert von 50 Inzidenzen pro 100 000 Ein­wohnern überschritten wird. Frühere Hoffnungen, die Präzision würde ausrei­chen, die Dunkelziffer nicht-labordiag­nostisch erfasster Infizierter zu bestim­men, haben sich bislang nicht erfüllt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaft­ler halten aber weitere Methodenverbes­serungen für möglich. Die im Abwasser nachgewiesenen SARS-CoV-2-Fragmente haben sich in Zelltests in vitro als nicht-infektiös dargestellt. Wegen der hohen Frachten und geringem Rückhaltevermö­gen konventioneller Kläranlagen ist das Verhalten von SARS-CoV-2 im Wasser­kreislauf aber vertieft zu untersuchen. Das Forscherteam wurde in Eigeninitiati­ve vom gemeinnützigen Forschungsinsti­tut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e. V. (FiW), dem Insti­tut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen (ISA), dem Institut für Medizinische Virologie des Universitäts­klinikums Frankfurt (KGU) und der Ab­teilung Evolutionsökologie und Umwelt­toxikologie am Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe-Uni­versität Frankfurt ins Leben gerufen und von sechs Wasserverbänden in Nord­rhein-Westfalen, dem LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik (TBG) und der University of Saskatoon in Kanada unterstützt. Die detaillierten Ergebnisse wurden in der Studie „Detec­tion of SARS-CoV-2 in raw and treated wastewater in Germany – suitability for COVID-19 surveillance and potenzial transmission risks“ in der Zeitschrift Sci­ence of the Total Environment veröffent­licht:

https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2020.141750

(nach oben)


Englischsprachige Ausgabe der KA zum Download

2012 hat die Redaktion der KA anlässlich der IFAT erstmals für eine internationale Leserschaft (und Kundschaft im Anzei­genbereich) eine englischsprachige Aus­gabe der KA herausgegeben. Diese Hefte wurden auf Messen im In- und Ausland kostenlos verteilt und stehen im Internet zum kostenlosen Download auf der eng­lischsprachigen Website der DWA bereit. Diese Tradition wird auch in diesem Jahr fortgeführt: Ab Anfang September gibt es eine neue „international edition“ der KA, dieses Jahr, ohne IFAT in München, aus­schließlich zum Download:

https://en.dwa.de/en/journals.html

(nach oben)


TU Darmstadt: Kläranlagen als Frühwarnsystem für COVID-19

Forschende der TU Darmstadt weisen Coronaviren im Abwasser nach. Zusam­men mit der Stadtentwässerung Frank­furt am Main entwickeln sie ein Monito­ringsystem, das auch Infizierte erkennt, die keine erkennbaren Symptome zei­gen. Seit Anfang August steigt die Zahl der neu mit SARS-CoV-2 infizierten Per­sonen bundesweit wieder an. „Für die Stadt Frankfurt haben wir diesen Trend schon bemerkt, bevor er sich in den Zah­len der offiziell bestätigten Fälle zeigte“, sagt Professorin Susanne Lackner, Leite­rin des Fachgebiets Abwasserwirtschaft an der TU Darmstadt. Sie und ihr Team untersuchen Wasserproben aus Frankfur­ter Kläranlagen auf Coronaviren: „Im Ju­li lagen die Virenkonzentrationen im Ab­wasser noch stabil auf relativ niedrigem Niveau, dann stiegen die Werte deutlich an.“ Infizierte Personen scheiden Coro­naviren mit dem Stuhl aus. Nach aktuel­lem Kenntnisstand befinden sich im Ab­wasser zwar keine infektiösen Viren mehr, aber ihr Erbgut lässt sich mit der in der Medizin etablierten PCR-Technik nachweisen. Die Messung ist so empfind­lich, dass sie weniger als zehn bestätigte COVID-19-Fälle pro 100 000 Einwohner detektiert. „Von Vorteil ist, dass wir mit der Methode auch asymptomatisch Infi­zierte erfassen“, betont Lackner. Ziel ih­rer Forschung ist die Etablierung eines Monitoringsystems für die Stadt Frank­furt. Bei ansteigenden Virenmengen im Abwasser sollten Schutzmaßnahmen verschärft, bei einem Rückgang könnten sie wieder gelockert werden. Lackner und ihre Mitarbeitenden untersuchen zu­dem das Abwasser vom Frankfurter Flug­hafen. In diesen Proben bestimmen sie nicht nur die Virenmenge anhand ausge­wählter Genfragmente, sondern sie se­quenzieren das komplette Erbgut der Krankheitserreger, um mehr über die Herkunft und Verbreitungswege der Viren zu erfahren. Mittlerweile gibt es verschiedene regionale Varianten von SARS-CoV-2, da sich das Erbmaterial der Viren im Lauf der Zeit ändert. Erste Er­gebnisse zu den Proben vom Frankfurter Flughafen werden voraussichtlich in ei­nigen Wochen vorliegen.

(nach oben)


Neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die neue SARS-CoV- 2-Arbeitsschutzregel zur Bekanntma­chung im Gemeinsamen Ministerialblatt (GmBl) freigegeben. Sie ist im August in Kraft getreten. Die Arbeitsschutzregel konkretisiert für den Zeitraum der Coro­na-Pandemie (gemäß § 5 Infektions­schutzgesetz) die zusätzlich erforderli­chen Arbeitsschutzmaßnahmen für den betrieblichen Infektionsschutz und die im SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard bereits beschriebenen allgemeinen Maß­nahmen. Andere spezifische Vorgaben, zum Beispiel aus der Biostoffverordnung oder aus dem Bereich des Infektions­schutzes, bleiben unberührt. Die enthal­tenen Maßnahmen der Arbeitsschutzre­gel richten sich an alle Bereiche des Wirt­schaftslebens. Ziel ist es, das Infektions­risiko für Beschäftigte zu senken und Neuinfektionen im betrieblichen Alltag zu verhindern. Abstand, Hygiene und Masken bleiben dafür auch weiterhin die wichtigsten Instrumente. Betriebe, die die in der SARS-CoV-2-Regel vorgeschla­genen technischen, organisatorischen und personenbezogenen Schutzmaßnah­men umsetzen, können davon ausgehen, dass sie rechtssicher handeln. Zudem er­halten die Aufsichtsbehörden der Länder eine einheitliche Grundlage, um die Schutzmaßnahmen in den Betrieben zu beurteilen. Die Regel wurde gemeinsam von den Arbeitsschutzausschüssen beim Bundesarbeitsministerium unter Koordi­nation der Bundesanstalt für Arbeits­schutz und Arbeitsmedizin (BAuA) er­stellt.

Download:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200818_001

(nach oben)


Schleswig-Holstein: Anhörung zum Abfallwirtschaftsplan für Klärschlamm gestartet

Die Klärschlammentsorgung in Schles­wig-Holstein soll neu geordnet werden. Das Kabinett hat dazu am 1. September 2020 den Entwurf eines neuen Abfall­wirtschaftsplans für Klärschlamm verab­schiedet, der vom Ministerium für Ener­giewende, Landwirtschaft, Umwelt, Na­tur und Digitalisierung erarbeitet wor­den ist. Der Planentwurf geht nun in die öffentliche Anhörung. Bis zum 20. Okto­ber 2020 haben die Bürgerinnen und Bürger Schleswig-Holsteins Gelegenheit zur Stellungnahme. Parallel werden die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger und Abfallwirtschaftsgesellschaften, Ab­wasserverbände, die Kommunalen Lan­desverbände sowie die einschlägigen Wirtschafts- und Umweltverbände zum Abfallwirtschaftsplan angehört.

„Mit dem neuen Abfallwirtschaftsplan wollen wir die Klärschlammentsorgung im Land neu aufstellen und den aktuel­len Anforderungen anpassen. Zentrale Aufgabe ist es, im Entsorgungsprozess den wertvollen Rohstoff Phosphor zu­rückzugewinnen und dabei so umwelt­freundlich wie möglich vorzugehen“, sagte Umweltstaatssekretär Tobias Gold­schmidt. Für 2023/2024 würden bereits Monoverbrennungsanlagen in Kiel und Stapelfeld geplant, die rechnerisch den gesamten Klärschlamm im Land aufneh­men könnten. Da noch nicht feststehe, wann diese den Betrieb tatsächlich auf­nehmen, könnte die Mitverbrennung in anderen dafür geeigneten Anlagen über­gangsweise eine Option darstellen.

„Insbesondere für die Vielzahl der kleinen Kläranlagen bietet es sich an, Ko­operationen mit größeren Anlagen ein­zugehen, damit die Behandlung und Ent­sorgung des Klärschlamms stärker zentralisiert und damit effizienter wird. Die zentralen Entsorgungsoptionen sind da­bei die beiden geplanten Monoverbren­nungsanlagen, für die bereits Genehmi­gungsanträge gestellt wurden. Diese könnten durch Klärschlammerzeuger in Anspruch genommen werden, sofern kei­ne regionalen Verwertungskonzepte vor­handen sind. Die letzte Entscheidung über die Form der Entsorgung obliegt den Klärschlammerzeugern selbst“, sagte Goldschmidt.

Der vorgelegte Abfallwirtschaftsplan Klärschlamm wurde unter Berücksichti­gung der Arbeitsergebnisse des Klär­schlammbeirats Schleswig-Holstein auf­gestellt und mit diesem vorabgestimmt. Im Beirat ist unter anderem der DWA-Landesverband Nord vertreten.

(nach oben)


Abwassermonitoring in Ischgl

„In Zusammenarbeit mit der Tiroler Lan­desregierung und der Universität Inns­bruck werden laufend Abwassertests durchgeführt, die mit hoher Genauigkeit auf eine Früherkennung von möglichen Infektionen hinweisen und so eine deut­liche Verbesserung in der Prävention bringen würden.“ Das schreibt die öster­reichische Gemeinde Ischgl, die im letz­ten Winter im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in die Schlagzeilen ge­raten ist, auf ihrer Website. Das Abwas­sermonitoring sei eine der Maßnahmen des Gesundheitsmanagements, um die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter in der kommenden Wintersportsaison zu gewährleisten.

(nach oben)


Digitale Sanierungsstrategie für Abwasserpumpwerke als „Umweltcluster Leuchtturmprojekt“ ausgezeichnet

Das Projekt „Entwicklung einer digitalen Integralen-Sanierungs-Strategie (DISS) für Abwasserpumpwerke beim AmperVerband“ wurde vom Umweltcluster Bayern als „Umweltcluster Leuchtturmprojekt“ ausgezeichnet. Zur Begründung heißt es, es gebe keine digitalen, automatisierten und standardisierten Bewertungsverfahren mit Ableitung von Sanierungsstrategien für Pump- und Sonderbauwerke in der Kanalinfrastruktur. In diese Lücke stoße das Projekt DISS. Eine langfristig angelegte Sanierungsstrategie basiere dabei synergetisch auf systematischer Instandsetzung und nachhaltigem Optimierungspotenzial. Die neue Sanierungsstrategie biete grundlegende Informationen und Hinweise für Investitionsentscheidungen sowie für die vorbeugende Instandhaltung.
Zu den Anlagen der Schmutzwasserbeseitigung des AmperVerbandes gehören auch 61 Pumpwerke. Fast die Hälfte davon ist 35 Jahre oder noch älter. Um rechtzeitig Handlungsbedarf zu erkennen sowie Art und Umfang einschätzen und priorisieren zu können, hat sich der AmperVerband in Kooperation mit dem Ingenieurbüro GFM Bau- und Umweltingenieure dazu entschlossen, eine langfristig ausgelegte Sanierungsstrategie für seine Pumpwerke erstellen zu lassen. Ziel war es, anhand der von GFM entwickelten digitalen Integralen Sanierungs- Strategie (DISS), die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen hinsichtlich deren Dringlichkeit und für jedes Pumpwerk einzeln in einer, unter nachhaltigen und wirtschaftlichen Aspekten gesehenen, optimalen Reihenfolge festzulegen.

(nach oben)


Starkregen-Vorsorge – neue Website informiert zu geeigneten Maßnahmen

Kommunen und Interessierten steht eine neue Sammlung von Informationen, Werkzeugen und Praxisbeispielen zum Umgang mit der Naturgefahr Starkregen zur Verfügung. Diese Toolbox ist Ergebnis des Projekts RAINMAN. Die Toolbox enthält neben einer Sammlung von Methoden zur Abschätzung und Kartierung von Starkregenrisiken auch Orientierungshilfen für die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikominderung sowie Inspiration und Anleitung zur Risikokommunikation. Zahlreiche Steckbriefe informieren über Beispiele guter Praxis für das integrierte Management von Starkregenrisiken in den sechs beteiligten europäischen Ländern.
Damit sich Bevölkerung, Kommunen und Regionen speziell in Sachsen schon im Vorfeld auf die wachsende Gefahr durch Starkregen vorbereiten und Schäden künftig besser vermeiden können, haben das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR, Dresden), das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung gemeinsam mit einigen Pilotgemeinden in den zurückliegenden drei Jahren gute Beispiele der Vorsorge geschaffen.
Insgesamt zehn Partner und viele Kommunen und Fachbehörden aus Österreich, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Polen und Kroatien haben die Toolbox in drei Jahren Projektlaufzeit zusammengetragen. Gefördert wurde das Projekt durch das Interreg CENTRAL EUROPE-Programm der Europäischen Union.

https://rainman-toolbox.eu/de
Dr. Regine Ortlepp E-Mail: R.Ortlepp@ioer.de
Dr. Axel Sauer E-Mail: A.Sauer@ioer.de

(nach oben)


Gewässerbelastung durch Rattengift in der Kanalisation

Rattengift, das in der kommunalen Kanalisation eingesetzt wird, gelangt in Gewässer und reichert sich dann in der Leber von Fischen an. Dies zeigt ein aktuelles Forschungsprojekt im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA). Die in den Rattenködern enthaltenen Wirkstoffe werden in den Kläranlagen nicht voll ständig abgebaut und gelangen so in die Flüsse. Dabei gelten rechtsverbindliche Vorgaben, die einen Kontakt der Köder mit dem Abwasser untersagen. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts: „Städte und Kommunen müssen bei der chemischen Rattenbekämpfung die Vorgaben zum Gewässerschutz einhalten. Es gibt bereits zahlreiche innovative Lösungen, wie dies umgesetzt werden kann, beispielsweise durch spezielle Köderschutzstationen.“
In der Kanalisation werden die Köder mit einem Draht am Steigeisen befestigt und in Kanalschächte gehängt, so das Umweltbundesamt in einer Pressemitteilung. Die Studie zeigt, dass dabei insbesondere bei Starkregen- und Rückstauereignissen die in den Ködern enthaltenen Wirkstoffe in das Abwasser freigesetzt werden. Die Antikoagulanzien werden nicht vollständig bei der konventionellen Abwasserreinigung in Kläranlagen abgebaut und dadurch mit dem gereinigten Abwasser in Gewässer eingeleitet. Dies belegt die Studie anhand der Analyse von Antikoagulanzien in Leberproben von Karpfen, die für ein halbes Jahr in Teichen mit gereinigtem kommunalem Abwasser gehalten wurden. Das Forschungsprojekt, dessen Abschlussbericht nun veröffentlicht ist, wurde im Auftrag des Umweltbundesamts von der Bundesanstalt für Gewässerkunde durchgeführt. Welche Auswirkungen die Rodentizid- Rückstände auf die Fischgesundheit genau haben, wird nun in einem Folgevorhaben des UBA von der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt untersucht.

Download des Berichts des UBA:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200803_011

(nach oben)


„Digitaler Zwilling“ einer Pumpstation

Mit der Entwicklung des „Digitalen Zwillings“ einer Pumpstation wollen Ingenieure der TU Berlin in Zeiten des Klimawandels die Abwasser-Infrastruktur von Megastädten besser verstehen und beherrschbar machen. Projektpartner sind die Siemens AG und die Berliner Wasserbetriebe. Mit Hilfe dieses digitalen Zwillings soll es künftig möglich sein, virtuell Probleme im Abwassersystem zu detektieren sowie dieses mit smarter Technik vorausschauend zu betreiben und funktionsfähig zu halten. Die Versuchsanlage einer Pumpstation steht in der Laborhalle von Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen, Leiter des Fachgebiets Fluidsystemdynamik am Institut für Strömungsmechanik und Technische Akustik der TU Berlin. Dort werden in verschiedenen Projekten digitale Möglichkeiten in Betrieb und Wartung, Datenanalysen und Vernetzung solcher Infrastrukturen erforscht.
Für die Berliner Wasserbetriebe als Forschungspartner ist ein Aspekt besonders ders interessant, den der Digitale Anlagenzwilling verspricht: „Durch die intelligente Vernetzung von vorhandenen Wasser- und Abwasserrückhalteeinrichtungen und die vorausschauende Betriebsweise von Abwasserpumpstationen werden Niederschlagsereignisse besser beherrschbar und energetische Einsparungen gegenüber dem regulären Betrieb möglich“, so Thamsen. „Das kann auch den Bau neuer Anlagen ersparen, der oft mit Millionen-Investitionen verbunden ist.“ Thamsen weiter: „Mit dem Digitalen Zwilling kann man die Gefahr [von] … Verzopfungen frühzeitig erkennen und die Pumpen rückwärts laufen lassen, um sie zu reinigen.“
Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen E-Mail: paul-uwe.thamsen@tu-berlin.de

(nach oben)


Bundesumweltministerium und VCI entwickeln neue Messmethoden für 50 Chemikalien

Im Human-Biomonitoring-Projekt ist die Auswahl von 50 Stoffen abgeschlossen worden, für die erstmals Messmethoden entwickelt werden. Diese Stoffe können über Lebensmittel, Trinkwasser, Kosmetika oder Gebrauchsgegenstände vom menschlichen Organismus aufgenommen werden. Sie wurden danach ausgewählt, dass sie die Allgemeinbevölkerung belasten könnten oder bedenkliche toxikologische Eigenschaften besitzen. Seit 2010 arbeiten das Bundesumweltministerium und der Verband der chemischen Industrie (VCI) gemeinsam daran, diese Stoffe verlässlich messen zu können. Für 26 dieser Stoffe wurden bereits neue Messmethoden entwickelt. Bis 2025 werden weitere folgen. Die neuen Analyseverfahren werden anschließend vom Umweltbundesamt (UBA) genutzt, um die Belastung der Bevölkerung mit den jeweiligen Stoffen zu messen. Auf Basis der Ergebnisse entwickelt das UBA bei Bedarf Empfehlungen für die Verbesserung des Schutzes der Bevölkerung vor unerwünschten Chemikalienbelastungen. Unter den ausgewählten Stoffen sind zum Beispiel Weichmacher für Kunststoffe, wie DINCH und DPHP, oder das Flammschutzmittel HBCDD. Auch häufig verwendete Kosmetikinhaltsstoffe wie Geraniol, Lysmeral und Climbazol, Schädlingsbekämpfungsmittel wie Fipronil oder Konservierungsmittel wie CIT/ MIT und Bronopol wurden ausgesucht.

Weitere Informationen zum Human- Biomonitoring-Projekt:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200716_002

(nach oben)


Großbrand in Osnabrück: Kontaminiertes Löschwasser löst Fischsterben aus

Durch einen Großbrand in Osnabrück auf dem Gelände eines Autohändlers am 20. Juli 2020 gelangte mit Tensiden kontaminiertes Löschwasser in die Hase. Zahlreiche Fische sind daraufhin verendet. Wie die Stadt Osnabrück mitteilt, ist die Hase vom Eintrittsort des Löschwassers auf einer Länge von mehreren Kilometern tot. Dies betrifft Mikroorganismen, Kleinstlebewesen und Fische. Die Pflanzen scheinen resistenter zu sein und weniger Schäden davon getragen zu haben, dies werde sich allerdings erst später zeigen. Der Fluss werde nach Einschätzung von Fischereiexperten zwei bis drei Jahre benötigen, um sich vollständig zu regenerieren. Die Lebewesen sind vermutlich an einer Kombination aus Vergiftung und Sauerstoffmangel gestorben. Die durch den Brand im Wasser gelösten Tenside haben möglicherweise den Sauerstoff gebunden und so zu einer Verringerung des Sauerstoffgehalts beigetragen. Am 21. Juli wurde im Bereich des Klärwerks der Hase mit einer Hochleistungspumpe Wasser aus einem Schönungsbecken zugeführt. Pro Minute gelangten so etwa acht Kubikmeter Wasser in die Hase und verdünnen diese.

Das durch Chemikalien kontaminierte Löschwasser war über die Regenwasserkanalisation in ein nahegelegenes Regenklärbecken gelangt. Dieses Löschwasser wurde zum größten Teil mit speziellen Tankwagen abgepumpt. Zuvor war das aus Beton bestehende Regenklärbecken abgesperrt worden. Offensichtlich war die Absperrung aufgrund eines technischen Defekts am Regenklärbecken jedoch nicht zu 100 % dicht, sodass ein Teil des kontaminierten Löschwassers zunächst unbemerkt in die Hase gelangen konnte.

(nach oben)


Überarbeitung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie in Planung

Die EU-Kommunalabwasserrichtlinie soll überarbeitet werden. Nach Mitteilung der EU-Kommission hat man „im Zuge einer Bewertung unlängst bestimmte Mängel und gesellschaftliche Bedürfnisse festgestellt …, die unbedingt anzugehen sind“. Als ersten Schritt hat die Kommission einen Zeitplan aufgestellt und ermöglicht bis zum 8. September 2020 Rückmeldungen hierzu. Nach den Plänen der EU soll im ersten Quartal 2021 eine öffentliche Konsultation stattfinden, im ersten Quartal 2022 soll die neue Richtlinie durch die EU-Kommission angenommen werden.

Website der EU-Kommission zur Überarbeitung der Kommunalabwasserrichtlinie:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200723_001

(nach oben)


250 Millionen Euro für Klimafolgenanpassung im Ruhrgebiet

250 Millionen Euro investieren das Land Nordrhein-Westfalen und die Wasserverbände in den kommenden zehn Jahren im Ruhrgebiet, um die Region klimafest zu machen. Das Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ der Ruhr-Konferenz umfasst jetzt das gesamte Ruhrgebiet. Als deutliches Bekenntnis zur Klimafolgenanpassung unterzeichneten Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und die Vorstandsvorsitzenden Vorstandsvorsitzenden von Emschergenossenschaft, Lippeverband und Ruhrverband – Prof. Dr. Uli Paetzel und Prof. Dr.-Ing. Norbert Jardin – am 17. Juli 2020 in Oberhausen eine symbolische Erklärung. Alle Städte der Region werden auf dieser Erklärung vertreten sein, sowohl die kreisfreien Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen als auch die Kreise Ennepe-Ruhr, Recklinghausen, Unna und Wesel. Neben der Emschergenossenschaft als federführender Wasserwirtschaftsverband sind darüber hinaus nun auch der Lippeverband, der Ruhrverband, die Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft und der Niersverband dabei.

Die Ruhr-Konferenz ist eine umfassende Initiative der Landesregierung, um das Ruhrgebiet als wirtschaftlich starke und lebenswerte Zukunftsregion für alle Menschen zu gestalten.

www.ruhr-konferenz.nrw

(nach oben)


Klimaanpassung – auch Aufgabe der Kommunen

Ob Starkregen, Hochwasser, Dürren oder vermehrte Todesfälle aufgrund von Hitze – Kommunen müssen sich verstärkt an den Klimawandel anpassen. Baden-Württemberg hat hierfür Mitte Juli das Projekt „Lokale Kompetenzentwicklung zur Klimawandelanpassung in kleinen und mittleren Kommunen und Landkreisen“ (LoKlim)“ gestartet. An dem vom Institut für Umweltsozialwissenschaften und Geographie der Universität Freiburg koordinierten Projekt sind die Städte Böblingen, Bad Krozingen und Kehl sowie der Landkreis Böblingen, der Bodenseekreis und der Enzkreis beteiligt. Darüber hinaus unterstützen sieben weitere Städte das Vorhaben als Netzwerkpartner. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wurde bei einem Planungsworkshop gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus der Praxis entwickelt. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert es im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) mit insgesamt knapp 300 000 Euro.

Weitere Informationen:
https://geographie.uni-freiburg.de/de/ forschungsschwerpunkte/forschungsschwerpunkte-glc

(nach oben)


Beseitigung von abgelagertem Klärschlamm unterfällt dem Abfallrecht

Nicht deponiefähiger Klärschlamm unterliegt den allgemeinen Vorschriften des Abfallrechts. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden (BVerwG 7 C 19.18 – 8. Juli 2020).

Die Klägerin ist der Wasserverband für das oberirdische Einzugsgebiet der Emscher (die Emschergenossenschaft). Von 1965 bis 1999 betrieb sie auf dem Gebiet der beklagten Stadt Duisburg eine Kläranlage; bis 1984 leitete sie das schlammhaltige Abwasser zum Zwecke der Entwässerung auf sogenannte Schlammplätze. Im März 2011 ordnete die Beklagte an, den in den Schlammplätzen unter einer Bodenschicht als pastöse Masse gelagerten Klärschlamm auszuheben und einer ordnungsgemäßen Entsorgung in einer Abfallentsorgungsanlage zuzuführen. Die Klage vor dem Verwaltungsgericht blieb ohne Erfolg. Das Oberverwaltungsgericht wies die Berufung zurück. Die Ordnungsverfügung habe ihre Rechtsgrundlage im Abfallrecht. Der Klärschlamm sei nicht mehr Gegenstand der Abwasserbeseitigung. Die Ablagerung des Klärschlamms verstoße gegen die Pflicht der Klägerin, Abfälle ordnungsgemäß und schadlos zu verwerten oder sie gemeinwohlverträglich zu beseitigen.

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Revision der Klägerin zurückgewiesen. Wasserrechtliche Bestimmungen sind auf den Klärschlamm nicht mehr anzuwenden, weil die Kläranlage stillgelegt worden war. Als bewegliche Sache, die nicht mit dem umgebenden Erdreich verwachsen ist, unterliegt er dem Abfallrecht. Da der Klärschlamm nicht deponiefähig ist, sind die Vorschriften über die Stilllegung einer Deponie und das Bodenschutzrecht nicht einschlägig. Die abfallrechtliche Beseitigungsverfügung ist nicht zu beanstanden.

(nach oben)


Klärschlamm statt Kohle in Kasseler Kraftwerk

Klärschlamm und Altholz sollen in einem Kraftwerk in Kassel bis 2025 Kohle als Brennstoff vollständig ersetzen. In dem Fernheizkraftwerk der Städtische Werke Energie + Wärme GmbH wurde eine Klärschlammbandtrocknung fertiggestellt, die es dem Unternehmen ermöglicht, bereits 2025 – drei Jahre früher als ursprünglich geplant – aus der Kohleverbrennung auszusteigen. Durch den neuen Bandtrockner können bereits in der kommenden Heizperiode 2020/2021 rund 8000 Tonnen fossile Braunkohle durch getrockneten, CO2-neutralen Klärschlamm ersetzt werden. Dadurch spart das Fernwärmekraftwerk rund zehn Prozent der bisherigen CO2-Emissionen im Jahr ein. In den folgenden Jahren sinken die Emissionen durch einen umfassenderen Einsatz von CO2-neutralen Brennstoffen weiter. Durch zusätzliche Mengen Klärschlamm und ab 2023 durch den Einsatz von Altholz soll der Kohleanteil weiter reduzieren werden. Klärschlamm wird in dem Kraftwerk bereits seit 2016 mitverbrannt. Aktuell werden in dem Kraftwerk 120 000 Tonnen Kohle im Jahr verbrannt. 2022 wird eine neue Turbine im Kraftwerk eingesetzt. Diese erlaubt es, dass das Kraftwerk künftig ganzjährig flexibel Strom und Wärme nach Anforderung auskoppelt. Das gebe den kommunalen Lieferanten von nassem Klärschlamm ganzjährige Entsorgungssicherheit und ermögliche es dem Kraftwerksbetreiber, zusätzlichen trockenen Klärschlamm zur Kohlesubstitution zu gewinnen.

(nach oben)


Errichtung einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage in Hildesheim unterzeichnet

Die Kommunale Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen GmbH (KNRN) hat einen weiteren Schritt für ihr Projekt Mono-Klärschlammverbrennungsanlage am Standort Hildesheim umgesetzt: Mit Wirkung vom 10. Juli 2020 hat sie einen Generalplaner beauftragt (Ingenieurbüro umwelttechnik & ingenieure GmbH, Hannover). Die KNRN ist ein Zusammenschluss von 23 kommunalen Gesellschaften. Vor dem Hintergrund eingeschränkter Ausbringungsmengen, anstehender Verbote von Flockungsmitteln und weiterer Auflagen, beabsichtigt die KNRN durch die gemeinsame Errichtung und den Betrieb einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage, die Klärschlammentsorgung nachhaltig, effizient und ressourcenschonend sicherzustellen sowie den gesetzlichen Forderungen nachzukommen.
Der Auftrag an den Generalplaner beinhaltet in einer ersten Beauftragungsstufe die Grundlagenermittlung, Vorplanung und Entwurfsplanung der Anlage. Im weiteren Projektverlauf stehen die Erarbeitung der Genehmigungsplanung der Anlage sowie die Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe der Bau-und Lieferleistungen an. Die dritte Phase wird dann die Begleitung der Realisierung der Anlage. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das Jahr 2024 geplant.

(nach oben)


Neue Gasaufbereitung auf dem Klärwerk Hamburg geht in Betrieb

Zwei neue Anlagen für Aufbereitung und Einspeisung von Biogas in das städtische Gasnetz haben Hamburg Wasser, Hamburg Energie und Gasnetz Hamburg am 22. Juli auf dem Klärwerk Hamburg in Betrieb genommen. Die bisherige Aufbereitungskapazität von Hamburg Wasser wird damit um knapp das Dreifache gesteigert. Die maximale Einspeisemenge des erneuerbaren Gases im Hamburger Gasnetz erhöht sich damit auf stündlich bis zu 1350 Kubikmeter. Der Versorger Hamburg Energie liefert das Gas direkt an die Hamburger Haushalte. Insgesamt werden durch die Anlagen 12 000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart.

Hamburg Wasser gewinnt aus den Faulbehältern des Klärwerks Hamburg mitten im Hamburger Hafen Faulgas. Das Faulgas wird nicht nur zur elektrischen Eigenversorgung des Klärwerks genutzt; der Überschuss wird für die Einspeisung ins städtische Netz aufbereitet und veredelt. Die erste Gasaufbereitungsanlage (GALA 1) hat Hamburg Wasser bereits 2011 in Betrieb genommen. Während die GALA 1 stündlich 350 Kubikmeter produziert, liefert die neue Anlage, die GALA 2, bis zu 1000 Kubikmeter pro Stunde zur Einspeisung ins städtische Netz. Gasnetz Hamburg hat dafür eine zweite und deutlich leistungsfähigere Einspeiseanlage gebaut. Die Anlage misst den Energiegehalt des eingehenden Bio-Methans und passt Druck und Brennwert an. So entsteht ein erneuerbares Gas, das in seinen Eigenschaften vollständig den von Erdgas entspricht. Insgesamt bringen die Gasaufbereitungsanlagen so viel Energie ins Netz, dass damit rechnerisch der Heizenergiebedarf von rund 5700 Haushalten klimaneutral gedeckt werden kann.

(nach oben)


Intelligentes Corona-Früherkennungssystem entwickelt

Ein Konzept, „das mittels einer intelligenten Auswertung öffentlich verfügbarer Daten und Analyseergebnissen von Abwasserproben aus dem Kanalisationsnetz Informationen zur Ausbreitung von Covid-19 ableitet“, hat der Berliner Engineering-Spezialist IAV, bislang vor allem in der Automobilindustrie tätig, nach eigenen Angaben vom 22. Juli 2020 entwickelt. Das ermöglich eine deutlich frühere Erkennung sowie genauere Lokalisation von Infektionsherden. Der nächste Schritt sei der Test-Einsatz in einem Pilotprojekt.

Das von IAV entwickelte Konzept eines Früherkennungssystems basiert auf zwei Entwicklungen: einer bereits in der Praxis erprobten, intelligenten und cloudbasierten IoT-Plattform zur Datensynthese und -auswertung und einer KI-gestützten Methode zur intelligenten Positionierung von Vorrichtungen im Kanalisationssystem, die automatisiert Proben entnehmen können.

IAV kooperiert bei diesem Projekt mit der TU Berlin (Institut für Siedlungswasserwirtschaft) und der ORI Abwassertechnik GmbH, einem Hersteller automatisierter Probenehmer mit Datenfernübertragung für Kanalsysteme. Die TU Berlin ist für die Entnahme und Analyse der Proben zuständig, während die ORI GmbH die Probenehmer und Messtechnik liefert. IAV wiederum stellt die IT-Umgebung, verantwortet die Datenanalyse und -auswertung und bildet damit die Klammer des gesamten Projekts.

Die IoT-Plattform von IAV erfasst – „unter strikter Einhaltung der gesetzlichen Datenschutzvorschriften“, so IAV – die öffentlich verfügbaren Gesundheitsdaten von Ämtern und weiterer öffentlicher Institutionen sowie die Daten der vernetzten Probenehmer, wertet diese in Echtzeit aus und bildet das Ergebnis auf einer topografischen und individuell skalierbaren Karte ab.

Um zu identifizieren, wo die Probenehmer in der Kanalisation positioniert werden sollten, untersucht und testet IAV die Nutzung einer künstlichen Intelligenz auf Basis eines Bayesschen Netzes. Mithilfe initialer Probenahmen im Klärwerk und in der Kanalisation, historischer Daten früherer Infektionsausbreitungen sowie Daten über Infektionsherde aus Humantests kann die Wahrscheinlichkeit für positive Proben an einem bestimmten Punkt im Kanalsystem berechnet werden. Ziel ist es dann, in dem mitunter von tausenden Zu- und Abflüssen gespickten Kanalsystem weitergehende Proben an jenen Knotenpunkten zu nehmen, die eine hohe Trefferquote versprechen – und damit eine besonders hohe Aussagekraft für die Lokalisierung eines Infektionsgeschehens besitzen.

(nach oben)


Augmented-Reality-Spielplatz zum Thema Wasser eröffnet

Ein europaweit einzigartiges Spielplatzkonzept, so die Stadtwerke Menden (Nordrhein-Westfalen), verbindet reales Spielen mit virtuellen Erlebnissen und digitalem Lernen zum Thema Wasser: Die Stadtwerke Menden haben einen interaktiven Erlebnis-Spielplatz, der auf Augmented-Reality (AR) beruht, eröffnet. Ziel ist es, den Kindern einen nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser zu vermitteln.

Mit der kostenlosen App ARvin können Kinder auf dem Spielplatz seit dem 4. August 2020 Abenteuer mit Willi, dem Wassertropfen, erleben. Nach dem Starten der App erscheint in der Kamerafunktion des Smartphones oder Tablets eine interaktive Spielfläche mit anklickbaren Symbolen. Die AR-Funktionen sollen die Kinder in ihrer Fantasie anregen, eigene Geschichten zu entwickeln und zu spielen. Kurze Videoclips geben ihnen einen Einblick in die Trinkwassergewinnung oder Tipps für einen nachhaltigen Umgang mit der wertvollen Ressource. Die Elemente der Spiellandschaft wurden auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse vier- bis zehnjähriger Kinder abgestimmt. Auf mehreren Ebenen laden sie zum Rutschen, Klettern, Schaukeln und Balancieren ein. Regelmäßig soll es neue Abenteuer geben, die sich mit verschiedenen Aspekten rund um die Themen Wasser und Nachhaltigkeit drehen.
Der digitale Spielplatz wurde in einem Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke Menden GmbH mit dem dänischen Spielplatzhersteller Kompan GmbH, der Dortmunder Agentur für 3D- und Bewegtbildproduktion Puppeteers GmbH sowie dem Soester Büro B. S. L. Landschaftsarchitekten realisiert und von der Stadt Menden unterstützt. Grundlage des Spielplatz-Konzeptes bildet die Bachelorarbeit der Mendenerin Julia Bach, die sie 2019 an der FH Nordhessen mit Unterstützung der Stadtwerke Menden verfasste.

Die Stadtwerke Menden gehen davon aus, dass die rund 100 Quadratmeter große, modular gestaltete Spielfläche ein echter Mehrwert für „Kinder, Kommunikation und Bewegungsspiel“ sein wird – mit Vorbildcharakter für andere Kommunen und kommunale Unternehmen. „Das Konzept ist auf andere Standorte sehr einfach übertragbar“, so die Projektleiterin Maria Geers.

Stadtwerke Menden GmbH Maria Geers Tel. 0 23 73/169-1300 E-Mail: m.geers@stadtwerke-menden.de

Projektbeschreibung:

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200806_001

(nach oben)


Förderung für Projekte der interkommunalen Zusammenarbeit

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung will Projekte mit dem Schwerpunkt „Interkommunale Zusammenarbeit zur Stärkung einer regionalen Kreislaufwirtschaft in strukturschwachen Regionen“ fördern. Die Vorhaben sollen einen oder mehrere der folgenden Bereiche bearbeiten: regionale Kreislaufwirtschaft von Stoffen und nachhaltige Wertschöpfungsketten durch interkommunale Zusammenarbeit (zum Beispiel Management biologischer Reststoffe, neue Formen der Landbewirtschaftung, regionales Nährstoffmanagement, Ressourceneffizienz, Stoffstrommanagement), Errichtung von Pilotanlagen; interkommunales Wissensmanagement zur Verbesserung der regionalen Kreislaufführung und Wertschöpfung, unter anderem durch Zusammenführung unterschiedlicher Datenbestände und Indikatorensysteme; integrierte Konzepte zur Verbindung technologischer Innovationsprozesse mit räumlichen Entwicklungszielen einer Wirtschaftsregion.Ergänzend sollten hierbei auch folgende Querschnittsaufgaben adressiert (und entsprechende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchgeführt) werden: Verwaltungsmodernisierung und Befähigung der Kommunen zum Umgang mit Transformationsprozessen durch interkommunale Zusammenarbeit und Arbeitsteilung als Grundlage für eine neue Innovationskultur; Entwicklung neuer Profile und Anforderungen für Fachkräfte in öffentlichen Einrichtungen zur Befähigung zum interkommunalen Management von Stoffströmen sowie neuer Instrumente im Bildungsbereich; Umgang mit Auswirkungen des demografischen und strukturellen Wandels.Bis zum 30.September 2020 können Projektskizzen eingereicht werden.Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist, Projektskizzen, die nach dem oben angegebenen Zeitpunkt eingehen, können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

Förderbekanntmachung des BMBF:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200623_003

(nach oben)


25. Österreichische Umweltrechtstage

Klimaschutz im Recht

Ort:
JKU, Linz

Datum:
16.-17.09.20

Leitung: Vis.-Prof. Univ.-Prof. i.R. Dr. Ferdinand Kerschner, JKU Linz
Univ.-Prof. MMag. Dr. Eva Schulev-Steindl, LL.M., Karl-Franzens-Universität Graz
Univ.-Prof. Mag. Dr. Erika M. Wagner, JKU Linz

Seminarinhalt: Klimaschutz ist mittlerweile für alle AkteurInnen im wirtschaftlichen und privaten Leben ein „Muss“ – doch es stellen sich zahlreiche Fragen, die noch einer Lösung harren: Welche Instrumente sind angebracht? Welche davon ziehen sogenannte „Rebound-Effekte“ nach sich? In welchem Ausmaß müssen wir uns wirklich einschränken, um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen? Sind Klimaklagen von Einzelnen und NGOs ein wirksames Rechtsschutzmodell? Wie kann ein Wirtschaften im Sinne eines „Green Growth“ für alle Bereiche möglich werden? Fragen über Fragen, die bei den heurigen 25. Umweltrechtstagen – eine Jubiläumsveranstaltung – auf ExpertInnenebene bearbeitet werden. Im Block „Science goes public“ ergreift der wissenschaftliche Nachwuchs die Diskussionsleitung und tritt mit SchülerInnen, StudentInnen und interessierten Teilen der Öffentlichkeit in Dialog über deren Klimaschutz-Visionen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
In Kooperation mit: Institut für Umweltrecht der JKU Linz

Kosten:
390 €
Ermäßigter Preis für Mitglieder

590 €
Normalpreis
(Preise ohne USt.)

Organisatorische Auskünfte:
Martin Waschak
Seminarmanager
Tel. +43-1-535 57 20-75

Fachliche Auskünfte:
Mag. Lisa Spazierer, LL.B.
Bereichsleiterin Recht & Wirtschaft / Qualität & Hygiene
Tel. +43-1-535 57 20-84

https://www.oewav.at/Kurse-Seminare?current=391810&mode=form

(nach oben)


Starkregenrekorde vor allem am Alpenrand

Der meiste Starkregen fällt am Alpenrand.Dies zeigt eine Auswertung des Deutschen Wetterdienstes für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft seit dem Jahr 2001.Den Rekord hält Aschau im Chiemgau mit 115 Stunden seit 2001.Dicht dahinter folgen Berchtesgaden (102,2 Stunden) und Ruhrpolding mit 101,7 Stunden.Bayern ist aufgrund seiner topographischen Lage besonders anfällig für schwere Unwetter.„Die Nordränder der Mittelgebirge und das Alpenvorland zählen grundsätzlich zu den gefährdetsten Gebieten in Deutschland“, sagt Andreas Becker, Klimaexperte beim DWD.Gleiches gelte für die Westhänge der Mittelgebirge.Trotz dieser Häufigkeit der Starkregen im Alpenvorland sind schwere Unwetter deutschlandweit gleich wahrscheinlich.Denn auch im Flachland kommt es regelmäßig zu Wolkenbrüchen.So liegt das am stärksten betroffene Postleitzahlgebiet außerhalb Bayerns in Berlin-Halensee (PLZ 10711) – mit 71 Starkregenstunden.Insgesamt gab es seit 2001 bundesweit 43 Fälle, in denen Meteorologen von Jahrhundertstarkregen sprechen.2014 traf es beispielsweise Münster in Nordrhein-Westfalen, im vergangenen Jahr das Umland von Berlin.

(nach oben)


Hacker erpressen Technische Werke Ludwigshafen

Die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) wurden, wie das Unternehmen mitteilt, Opfer eines Hackerangriffs.Die noch unbekannte Hackergruppe hat Kontakt mit TWL aufgenommen und Lösegeldforderungen in zweistelliger Millionenhöhe erhoben.Das Unternehmen lehnt Lösegeldzahlungen an Kriminelle ab.Es sei einer noch unbekannten, aber offenbar hochprofessionellen Hackergruppe gelungen, in die IT-Systeme der TWL einzudringen.Trotz unmittelbar nach Bemerken des Angriffs eingeleiteter Gegenmaßnahmen erbeuteten die Hacker Kundendaten sowie Mitarbeiter-und Geschäftsdaten.Inzwischen ist dem Unternehmen bekannt, dass der Erstzugriff der Kriminellen Mitte Februar 2020 über eine infizierte E-Mail-Anlage erfolgte, die von den technischen Abwehrsystemen nicht erkannt wurde.Eine Verschlüsselung der Systeme sowie ein Zugriff auf die Prozessleittechnik konnten erfolgreich verhindert werden.Aufgrund der Ablehnung der Lösegeldforderungen seitens TWL haben die Täter die erbeuteten Daten im „Darknet“ veröffentlicht.Zum Redaktionsschluss liefen die Ermittlungen noch.

(nach oben)


Köln: persönlicher Hochwasserrisikocheck per Online-Tool

Überflutungsvorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe.Die Sensibilisierung und die Information der Bevölkerung spielt hierbei eine wichtige Rolle, denn die Umsetzung von privaten Objektschutzmaßnahmen ist ein zentraler Baustein in der kommunalen Überflutungsvorsorge.Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln haben hierzu ein neues Online-Tool zur Risikovorsorge erstellt.Der Wasser-Risiko- Check zeigt die individuelle Gefährdungslage über einen integrierten Fragebogen.Der Fragebogen beschäftigt sich in 29 Fragen mit den Themenfeldern Oberflächenabfluss, Grundstücksentwässerung, Fließgewässer, Topographie, Flächennutzung, Bebauungsstruktur und Sickerwasser.Die daraus erfragten Informationen werden automatisch verarbeitet, sodass von den insgesamt 41 Objektschutzmaßnahmen eine Vorauswahl an Maßnahmen ausgegeben wird.Mit diesem Wissen kann der Bürger seinen privaten Objektschutz gezielter angehen und sich auf zukünftige Wetterextreme vorbereiten.

www.steb-koeln.de/wasser-risiko-check

(nach oben)


Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungstools zur Anpassung an den Klimawandel

In Deutschland ist in den vergangenen Jahren eine Zunahme an klimawandelbedingten
klimawandelbedingten Extremereignissen zu verzeichnen.Diese beinhalten sowohl überregionale Ereignisse wie zum Beispiel Hoch- und Niedrigwasser in Flüssen und Talsperren wie auch Hitzeinseln und kleinräumige Überflutungen infolge von Starkregen in Städten.Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Bekanntmachung „RegIKlim – Regionale Informationen zum Klimahandeln“ geförderte Forschungsprojekt R2K-Klim+ – Strategisches Entscheidungsunterstützungstool zur Anpassung an den Klimawandel auf regionaler und kommunaler Ebene im Rheineinzugsgebiet“ fokussiert daher zwei Betrachtungsebenen im Hinblick auf Klimawandelanpassungen: Auf der Makroebene wird das gesamte Rheineinzugsgebiet betrachtet, die Mikroebene stellt die Stadt Duisburg dar.Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungstools, das durch die Betrachtung der Auswirkungen des Klimawandels auf zwei räumlichen Einflussebenen ein ganzheitliches Klimahandeln der zuständigen Entscheidungsträger ermöglicht.Das Projekt unter Koordination des Forschungsinstituts für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e. V.(FiW) ist am 1.Juni 2020 gestartet.
www.fiw.rwth-aachen.de

(nach oben)


Evaluierung der EU-Klärschlammrichtlinie in Vorbereitung

Die Europäische Kommission möchte die Klärschlammrichtlinie (86/278 EWG)
evaluieren.Bis zum 25.August 2020 können über das Internet Kommentare zum weiteren Vorgehen (Roadmap) abgegeben werden.Eine öffentliche Konsultation ist für das dritte Quartal 2020 geplant.Diese Richtlinie bezweckt, die Verwendung von Klärschlamm in der Landwirtschaft so zu regeln, dass schädliche Auswirkungen auf Böden, Vegetation, Tiere und Menschen verhindert und zugleich eine ordnungsgemäße Verwendung von Klärschlamm gefördert werden.Die EU meint, dass inzwischen neue Herausforderungen eingetreten sind, die in der Richtlinie noch nicht berücksichtigt sind, etwa neue Schadstoffe wie Pharmarückstände und Mikroplastik.

Zugang zur Website der EU-Kommission:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200625_001

(nach oben)


Versorgungsengpässe bei Kies nehmen zu

Bei Kies, aber auch bei anderen Baurohstoffen, treten zunehmend Versorgungsengpässe auf.Das sagt eine neue Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften
und Rohstoffe (BGR).Die Situation wird sich deutschlandweit in Zukunft noch weiter verschärfen, betonen die BGR-Experten.So kann ein Großteil der Sand-, Kies- und Natursteinvorkommen Deutschlands durch konkurrierende Nutzungen infolge der Ausweisung von Wasser-, Natur- und Landschaftsschutzgebieten sowie überbauter Flächen nicht für eine Gewinnung genutzt werden.Nach aktuellen Berechnungen sind zum Beispiel in Sachsen ca.50 %, in Baden- Württemberg sogar rund 70 % der Landesfläche durch diese vorrangigen Nutzungen bereits verplant und stehen für einen potenziellen Abbau der Rohstoffe nicht zur Verfügung.Ein anderes Problem: Seit Jahren werden genehmigungsfähige Flächen für die Rohstoffgewinnung nicht in genügender Zahl und zudem nur sehr schleppend bereitgestellt.

Download der BGR-Studie „Kies – der wichtigste heimische Baurohstoff“:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200625_002

(nach oben)


Aufruf zum IFWW-Förderpreis 2021

Das Institut zur Förderung der Wassergüte- und Wassermengenwirtschaft e. V.(IFWW) lobt auch für 2021 wieder einen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus.Dabei werden Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit innovativen Methoden oder Verfahren bzw.neuen Erkenntnissen in den Bereichen Trinkwasser, Grundwasser, Gewässerschutz, Flussgebietsmanagement, Abwasser und Abfall/ Altlasten befassen.Der Förderpreis wird für zwei Kategorien ausgeschrieben:
Promotionen
Diplom- oder Masterarbeiten.

Die Bewerberinnen und Bewerber können die Arbeiten an Universitäten/Hochschulen, Fachhochschulen oder anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland angefertigt haben.Zugelassen sind auch Gemeinschaftsarbeiten.Die Arbeiten dürfen nicht älter als zwei Jahre sein und müssen abgeschlossen sein.Der Förderpreis ist mit insgesamt 4000 Euro dotiert und wird auf der 54.Essener Tagung (17.bis 19.März 2021, Aachen) verliehen.
Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 30.September 2020.Die Bewerbungsunterlagen sind über das Internet und die IFWW-Geschäftsstelle zu beziehen:

IFWW, c/o Niersverband
Am Niersverband 10, 41747 Viersen
E-Mail: wilfried.manheller@ifww-nrw.de
www.ifww-nrw.de

(nach oben)


Ruhrverband übernimmt Abwasserbeseitigung in Hattingen

Die Stadt Hattingen (56 000 Einwohner) hat zum 1.Juli 2020 ihre Abwasserbeseitigungspflicht auf den Ruhrverband übertragen.Mit der Übertragung der Aufgabe ging auch das wirtschaftliche Eigentum am Kanalnetz der Stadt Hattingen auf den Ruhrverband über.Dafür zahlt der Verband der Stadt einen Ausgleichsbetrag in Höhe von ca.110 Millionen Euro. Für die Bürgerinnen und Bürger in Hattingen wird sich nicht viel verändern.Für Fragen und sonstige Anliegen, die das Kanalnetz oder Hausanschlüsse betreffen, gibt es in Hattingen künftig einen Ansprechpartner des Ruhrverbands.Die Gebührenhoheit und die Ausstellung der Gebührenbescheide verbleiben nach wie vor bei der Stadt.Darüber hinaus verbleibt auch die Aufstellung des Abwasserbeseitigungskonzepts und damit die Planungshoheit bei der Stadt.

(nach oben)


Weiter wenig Frauen in den Chefetagen kommunaler Unternehmen

Die Spitzenpositionen öffentlicher Unternehmen bleiben wie in der Privatwirtschaft weiterhin eine Männerdomäne – Frauen bleiben dort weiter deutlich unterrepräsentiert.Das ist das Ergebnis einer deutschlandweiten Studie, die von einem Forscherteam um Prof.Dr.Ulf Papenfuß (Lehrstuhls für Public Management & Public Policy, Zepplin-Universität, Friedrichshafen) erstellt wurde.Der Durchschnittswert für alle 16 Bundesländer beträgt 19,7 Prozent.Ein Städtevergleich zeigt jedoch erhebliche Entwicklungsunterschiede.Vakante Positionen wurden zu 78 Prozent durch einen Mann neu besetzt, nur bei 22 Prozent durch eine Frau.„Das Bundeskabinett hat am 8.Juli eine ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie beschlossen, gerade für öffentliche Unternehmen ist die öffentliche Hand gehalten, durch konkrete Maßnahmen ihre gesellschaftspolitische Vorbildfunktion und ihre Einflussmöglichkeiten als Eigentümerin wahrzunehmen“, sagt Papenfuß.

Den höchsten Anteil an Frauen im Top-Management erreichten die Städte ostdeutscher Bundesländer: in Brandenburg (22,5 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (23,4 Prozent), Thüringen und Sachsen (je 24,7 Prozent).Während auch die Stadtstaaten Berlin (35,7 Prozent) und Bremen (24,7 Prozent) ihre Spitzenpositionen gegenüber der Untersuchung vom letzten Jahr beibehalten, bilden die Städte in Niedersachsen (13,0 Prozent) vor Schleswig-Holstein (10,4 Prozent) und Rheinland-Pfalz (10,3 Prozent) die Schlusslichter.Unverändert im Vergleich zum Vorjahr ist Offenbach am Main mit mehr als 50 Prozent die Stadt mit dem höchsten Anteil.

Download der Studie:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200715_002

(nach oben)


Genehmigung für Fernwärme aus Klärschlamm in Hannover

Der Energieversorger enercity hat die Baugenehmigung für eine neue Klärschlammverwertungsanlage erhalten.Die Anlage erzeugt Wärme für bis zu 15 000 Menschen.Insgesamt investiert enercity über 60 Millionen Euro in das Vorhaben.Die Landeshauptstadt Hannover hatte enercity bereits im Mai 2020 den Auftrag zur Verwertung von jährlich 56 000 Tonnen entwässertem Klärschlamm über die nächsten 25 Jahre erteilt.Insgesamt kann die Anlage rund 130 000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr verarbeiten.Standort der Monoverbrennungsanlage ist das Gelände der Deponie des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) in Hannover-Lahe.Mit dem Bau der technischen Anlagenkomponenten hat enercity die Firma sludge2energy GmbH beauftragt, ein Joint Venture der Huber SE sowie der WTE Wassertechnik GmbH.Die Bauarbeiten werden im November 2020 beginnen.Die Aufnahme des Betriebes ist im vierten Quartal 2022 geplant.

(nach oben)


Nachweis viraler Erbinformation im Abwasser: Projekt in Österreich

Dank einer neuen Methode konnte das Erbgut des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 erstmals im Zulauf österreichischer Kläranlagen nachgewiesen werden.Man hofft, so Hinweise auf die Dunkelziffer der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen zu bekommen.Zwei österreichischen Forschungsgruppen – einer Gruppe um Heribert Insam von der Universität Innsbruck und dem Team von Norbert Kreuzinger an der TU Wien – gelang es gleichzeitig, das Erbmaterial von SARS-CoV-2 im Zulauf von zwei österreichischen Kläranlagen nachzuweisen.Nun soll ein Frühwarn- bzw.Monitoringsystem aufgebaut werden, mit dessen Hilfe die Gesundheitsbehörden rasch Informationen über Auftreten und Verbreitung des Virus erhalten.

Forschungsteams der Medizinischen Universität Innsbruck, der Technischen Universität Wien und der Universität Innsbruck haben sich schon Anfang April 2020 zum „Coron-A“ Konsortium zusammengeschlossen, um gemeinsam herauszufinden, wie das Auftreten von SARS-CoV-2 in häuslichem Abwasser mit der Anzahl der Infektionen im Einzugsgebiet von Kläranlagen im Zusammenhang steht.Die Abwasserproben für das Projekt wurden von Kläranlagen aus Tirol und dem Großraum Wien genommen.

Mittels der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) wird in dem Forschungsvorhaben nicht das aktive, infektiöse Virus nachgewiesen, sondern dessen virale RNA.Der Test reagiert somit auch auf Virenbruchstücke, die nicht infektiös sind.Selbst geringste Spuren des Virenerbguts können detektiert werden, so die beteiligten Forscher.
Das Coron-A-Konsortium möchte nun einerseits weitere Untersuchungen über die Stabilität der viralen RNA in Abwasserproben durchführen, andererseits sollen in weiterer Folge österreichweit Abwasserproben in unterschiedlicher räumlicher und zeitlicher Auflösung gesammelt und analysiert werden, um die Grundlagen für ein abwasserepidemiologisches Monitoring zu schaffen.Ein regionales Wiederaufflammen der Epidemie soll sich dadurch frühzeitig erkennen lassen.

Assoz. Prof. Dr. Norbert Kreuzinger Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement Technische Universität Wien E-Mail: norbkreu@iwag.tuwien.ac.at

(nach oben)


Düsseldorf: Schulhöfe werden entsiegelt

An mehr als einem Dutzend Düsseldorfer Schulen werden versiegelte Flächen wie Beton- oder Steinböden abgetragen und gemeinsam mit den Kindern und Lehrkräften in blühende Insektenwiesen und naturnahe Flächen umgewandelt.Zunächst müssen der Beton und möglicherweise weitere Schichten abgetragen werden.Danach sind unterschiedliche Nutzungsvarianten, beispielsweise eine Insektenwiese, möglich.An den verschiedenen Schulstandorten wird stets individuell gestaltet, sodass jede entsiegelte Fläche einzigartig sein wird.Das Projekt wurde von der Bürgerstiftung Düsseldorf initiiert, die mit finanzieller Unterstützung (Traumtaler) der Deutschen Postcode Lotterie 500 000 Euro bereitstellt.Die Landeshauptstadt hat weitere 500 000 Euro aus dem städtischen Haushalt zugesagt, sodass insgesamt eine Million Euro zur Verfügung stehen – ausreichende Mittel, um einige tausend Quadratmeter entsiegeln zu können.

(nach oben)


Förderung von Projekten zum Thema „Erzeugung von synthetischen Daten für Künstliche Intelligenz“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beabsichtigt, die anwendungsorientierte Erforschung und Entwicklung von Lösungen zur Erzeugung synthetischer Daten für die Künstliche Intelligenz (KI) zu fördern (Bundesanzeiger vom 3.Juli 2020).Gefördert werden sollen Vorhaben, die die Verbesserung von Methoden und (Simulations-)Modellen oder die grundlagenorientierte Entwicklung neuer Methoden zur Erzeugung von realistischen und möglichst allgemein verwendbaren Datensätzen (synthetische Daten) für relevante Anwendungsgebiete, die für die Erzeugung und Validierung von KI-Modellen genutzt werden können, zum Ziel haben.Die Neuentwicklung und Adaption von ausschließlich innerbetrieblich genutzten Basiskomponenten ist grundsätzlich nicht Gegenstand der Förderung.Die Ergebnisse des geförderten Vorhabens dürfen nur in der Bundesrepublik Deutschland oder dem Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz genutzt werden.In der ersten Verfahrensstufe können bis zum 15. September 2020 zunächst Projektskizzen eingereicht werden.

https://www.bmbf.de/foerderungen/ bekanntmachung-3068.html

(nach oben)


Vereinigtes Königreich: Projekt zur Abschätzung der Verbreitung von Covid-19 über Abwasseruntersuchungen gestartet

Wissenschaftler im Vereinigten Königreich (UK) wollen ein landesweites System entwickeln, mit dem das Coronavirus SARS-CoV-2 in Abwasser nachgewiesen werden kann, und hoffen, so ein Frühwarnsystem für weitere Ausbrüche der Pandemie zu erhalten, das sich nicht auf das Testen großer Teile der Bevölkerung stützt.Für das Forschungsvorhaben steht eine Million britische Pfund (ca.1,1 Millionen Euro) zur Verfügung.Das Programm (National Covid-19 Wastewater Epidemiology Surveillance Programme – N-WESP) soll bis Oktober 2021 laufen und wird vom UK Centre for Ecology & Hydrology (UKCEH) geleitet.Beteiligt sind sieben Universitäten und die London School of Hygiene and Tropical Medicine sowie staatliche Stellen und Wasserunternehmen.Wie bei einem ähnlichen Projekt in Deutschland arbeiten auch im UK Abwasserentsorger mit und liefern Abwasserproben.Die Forschenden suchen in den Abwasserproben nach Ribonucleinsäuren (RNA), die die genetische Information des Coronavirus enthält.

https://nwesp.ceh.ac.uk 

(nach oben)


Mehr Beschäftigte im Umweltschutz

Umweltschutz schafft in Deutschland neue Arbeitsplätze (sogenannte Green Jobs).Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben im Jahr 2018 in Deutschland 289 280 Beschäftigte – gemessen in Vollzeitäquivalenten – Waren, Bau- und Dienstleistungen zum Schutz der Umwelt produziert.Damit stieg die Zahl der Green Jobs gegenüber dem Vorjahr um 9,6 %.Mehr als zwei Drittel (71,7 % beziehungsweise 207 470 Personen) der Beschäftigten im Umweltschutz waren im Verarbeitenden Gewerbe tätig.Knapp ein Sechstel der Beschäftigten im Umweltschutz (16,2 % beziehungsweise 46 931 Beschäftigte) war im Baugewerbe tätig, zum Beispiel beim Bau von Kanalisationssystemen.

Detaillierte Ergebnisse und methodische Hinweise:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200624_001

(nach oben)


Landkreis Osnabrück verbietet Beregnung aller Grünflächen

Aufgrund extrem niedriger Grundwasserstände ist es seit dem 30.Juni bis Ende September 2020 im Landkreis Osnabrück (Niedersachsen) verboten, in der Zeit zwischen 12 und 18 Uhr private und öffentliche Grünflächen, Sportanlagen wie Fußball-, Tennis- oder Golfplätze sowie land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen mit Wasser zu sprengen.Ein Verstoß gegen diese Anordnung kann mit einem Bußgeld von bis zu 50 000 Euro geahndet werden.Der Landkreis betont, dass diese Beschränkung für alle Wassernutzer im Landkreis Osnabrück gilt und zwar völlig unabhängig davon, ob das Wasser aus einem eigenen Brunnen gefördert, das Wasser aus dem Trinkwassernetz oder der eigenen Regentonne entnommen wird.Von dem Verbot sind nur spezialisierte Betriebe wie zum Beispiel Gartenbaubetriebe ausgenommen, die mit Mikro- und Tröpfchenbewässerung ihre Topfpflanzen auch in der Mittagshitze feucht halten müssen.Diese Ausnahme gilt auch für jeden, der mit der Gießkanne seine Balkonblumen am Nachmittag versorgt.

Hintergrund: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hat dem Landkreis Osnabrück die aktuellen Grundwasser stände für den Juni 2020 mitgeteilt.Die Auswertungen zeigen deutlich, dass die historisch niedrigen Grundwasserstände aus den Dürrejahren 2018 und 2019 an einigen Messstellen im Jahre 2020 noch einmal unterboten wurden.Diese Messergebnisse haben die Wasserbehörde des Landkreises Osnabrück dazu veranlasst, wie im vergangenen Jahr die Allgemeinverfügung zur zeitlichen Beschränkung der Beregnung zu erlassen.

www.landkreis-osnabrueck.de/bekanntmachungen
E-Mail: wasserwirtschaft@ Landkreis-Osnabrueck.de

(nach oben)


BMBF unterstützt Projekt zur Phosphorrückgewinnung „AMPHORE“ mit einer Million Euro

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) unterstützt das Demonstrationsprojekt zur Phosphorrückgewinnung „Regionales Klärschlamm- und Aschen-Management zum Phosphorrecycling für einen Ballungsraum (AMPHORE)“ mit zunächst einer Million Euro.Beteiligt ist der Großteil der Wasserwirtschaft in Nordrhein-Westfalen.Auf der Verbandsseite unter anderem Ruhrverband, Emschergenossenschaft, Lippeverband, Wupperverband und die Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft.Auf wissenschaftlicher Seite das Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen, das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), das Institut für Energie- und Umweltforschung ifeu Heidelberg, die Ingenieurgesellschaften Emscher Wassertechnik (EW) und Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft (WiW) sowie die PhosRec Phosphor-Recycling GmbH.In dem auf fünf Jahre angelegten Projekt AMPHORE sollen Entscheidungsgrundlagen für eine zukunftssichere, ökonomisch und ökologisch optimierte Klärschlammverwertung erarbeitet werden.

Aufbauend auf den vorhandenen Strukturen mit einer langfristig gesicherten Verbrennung der Klärschlämme sollen neue Möglichkeiten eines gemeinsamen Klärschlamm- und Klärschlammaschemanagements entwickeln werden.Im Rahmen des Projekts soll auf dem Gelände der Kläranlage Bottrop eine großtechnische Anlage zur nasschemischen Rückgewinnung des in den Klärschlammaschen gebundenen Phosphors entstehen und in Demonstrationsbetrieb gehen.Zur Umsetzung der Planung, der Errichtung und des Betriebs dieser Anlage haben die beteiligten Wasserverbände im März 2020 die PhosRec Phosphor-Recycling GmbH neu gegründet.Für die produzierte Phosphorsäure, aber auch die Nebenprodukte des Prozesses werden mögliche regionale Verwertungspfade (Landwirtschaft, Metallindustrie, chemische Industrie) exemplarisch umgesetzt.Auch die Entsorgung der entstehenden Abfallstoffe werden gezielt adressiert.Dafür ist eine enge Zusammenarbeit mit einschlägigen regionalen Wirtschaftsunternehmen und weiteren Stakeholdern wie Behörden und Verbänden geplant.
Das Projekt ist Teil der Fördermaßnahme „Regionales Phosphor-Recycling“ (RePhoR) im Rahmen des Förderprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA3)“.Bewilligt wurden zunächst BMBF-Mittel im Umfang von rund einer Million Euro für die erste zweijährige Projektphase zur Verdichtung von Grundlagendaten, Konzept- und Methodenentwicklung sowie die Planung und Genehmigung der großtechnischen Demonstrationsanlage.Für das Gesamtvorhaben ist ein Fördervolumen von rund sieben Millionen Euro geplant.

(nach oben)


WHG-Novelle sorgt für besseren Schutz der Gewässer vor Belastungen

Der Bundesrat hat Anfang Juni abschließend der Novellierung des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) zugestimmt.Bei der Novelle geht es um landwirtschaftlich genutzte Flächen, die eine Hangneigung von durchschnittlich mindestens fünf Prozent aufweisen.Wenn diese an ein Oberflächengewässer angrenzen, müssen sie in einem Bereich von fünf Metern dauerhaft begrünt sein.Durch diese „Pufferstreifen“ wird verhindert, dass Nährstoffe wie Nitrat oder Phosphat in naheliegende Fließgewässer oder Seen abgeschwemmt werden.Pufferstreifen sind ein wirksames Mittel gegen Erosion und die Belastung von Oberflächengewässern mit Nährstoffen.Mit der Gesetzesnovelle entsprechen die deutschen Regeln nun den europäischen Standards zum Gewässerschutz.Anlass für die Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes war das Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Union.Laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) vom Juni 2018, hat die Bundesrepublik Deutschland gegen ihre Verpflichtung zur vollständigen Umsetzung der Europäischen Nitrat-Richtlinie verstoßen.Der Verstoß liege darin, dass Deutschland im September 2014 keine weiteren „zusätzlichen Maßnahmen oder verstärkte Aktionen“ zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus der Landwirtschaft ergriffen habe, obwohl deutlich gewesen sei, dass die bis dahin ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichten.

(nach oben)


Projekt zu Viren im Trink-oder Grundwasser

Können Viren auch ins Trink- oder Grundwasser gelangen? Über die Ausscheidungen von Menschen und Tieren und den Abwasserpfad? Um Risiken einschätzen zu können und Trinkwasserversorgern mehr Entscheidungshilfen zu geben, wann ein Risikofall vorliegt, erforschen Wissenschaftler der TU Berlin gemeinsam mit Kollegen der Universität Wien sowie der Stadtwerke Düsseldorf und dem Unternehmen VisDat geodatentechnologie Gmbh im Projekt „Transport von Viren bei der Uferfiltration“ das Transportverhalten verschiedener Viren-und Bakterienarten im Grundwasser.Studien haben gezeigt, dass Kläranlagen Viren oft nur unzureichend entfernen können, sodass sie zum Beispiel im Rhein gemessen wurden.Unter günstigen Umweltbedingungen ist das Rückhaltevermögen des Untergrunds jedoch hoch genug, und in Kombination mit effektiver Trinkwasseraufbereitung ist es sehr unwahrscheinlich, dass pathogene Mengen an Viren bis in das Trinkwasser gelangen.

Die Berliner Forscher analysieren das Transportverhalten der Pathogene im Grundwasser.Basis ist das Wissen, dass die Virenanzahl im Grundwasser mit der Zeit abnimmt.Sie werden am Untergrundmaterial zurückgehalten und durch verschiedene bio- und geochemische Prozesse zerstört.Dennoch können sie über mehrere Monate, vielleicht sogar Jahre, am Untergrundmaterial anhaften und weiterhin infektiös, quasi ‚schlafend‘ verweilen.Um den Virentransport unter „Quasi-in-situ“-Bedingungen auf der natürlichen Feldskala zu untersuchen, wurden im Projekt ein Jahr lang Grundwasserproben zwischen Rhein und dem Wasserwerk Flehe, Düsseldorf, genommen und unter anderem auf Adenoviren untersucht.Ergänzende Laborexperimente untersuchten den Einfluss der Temperatur, der Redox-Bedingungen und der Sättigung auf den Virentransport unter kontrollierten Laborbedingungen.Erste Ergebnisse zeigen, dass Viren im Rhein zwar messbar sind, jedoch nur in geringen Konzentrationen, und dass das Rückhaltevermögen des Untergrunds gegen Viren dafür hoch genug ist.Aktuell wird der Transport von Viren mittels numerischer reaktiver Transportmodelle analysiert.

Projekt-Website:
http://www.tu-berlin.de/?184777

(nach oben)


Online-Tool zur klimaangepassten Stadtplanung

Bereits bei der Stadtplanung die Wirkung von Klimaanpassungsmaßnahmen prüfen – dies ermöglicht ein gemeinsam vom Landesumweltamt NRW, dem Deutschen Wetterdienst und der Stadt Bonn entwickeltes Online-Tool.Mit dem Tool wollen die Partner dem aufgrund des Klimawandels zunehmenden Hitzestresses in Ballungsgebieten begegnen.Mit dem Tool können interaktiv verschiedene Anpassungsmaßnahmen und ihre Wirkung in einem frei wählbaren Stadtquartier geprüft und so unter den jeweiligen Gegebenheiten die effektivste Anpassungsmaßnahme abgeleitet werden.Im Fokus steht hierbei die Anpassung an sommerliche Hitzeperioden durch städtebauliche Maßnahmen, wie beispielsweise die Erhöhung des Grünflächenanteils, der Dachbegrünung oder Veränderungen der Materialeigenschaften (Albedo).Zur Entwicklung des Tools wurden in der Modellstadt Bonn zunächst vom DWD klimatische Messungen durchgeführt, um für eine typische sommerliche Wetterlage die unterschiedliche Hitzebelastung in ausgewählten Stadtquartieren zu bestimmen.Die im Stadtgebiet von Bonn gemessenen Werte dienten als Eingangs-und Validierungsdaten für die nachfolgenden Modellsimulationen beim DWD.Es wurde zunächst eine Simulation für das komplette Bonner Stadtgebiet durchgeführt und der klimatische Ist-Zustand einer sommerlichen Hitzesituation berechnet.Darauf aufbauend folgten weitere Simulationen, bei welchen in einzelnen Stadtquartieren verschiedene Veränderungen (Anpassungsmaßnahmen) vorgenommen werden.Am Ende wurden die Ergebnisse auf die in Nordrhein-Westfalen vorhandenen Bebauungstypen übertragen, sodass mit dem Informationsportal Klimaanpassung in Städten (INKAS-NRW) die Wirkung verschiedener städtebaulicher Anpassungsmaßnahmen in unterschiedlich strukturierten Stadtgebieten (Bebauungstypen) visualisiert und bewertet werden kann.Das Tool steht Kommunen und Stadtplanern online zur Verfügung.

(nach oben)


Ludwig-Bölkow-Technologiepreis 2020 ausgeschrieben

Die Ausschreibung für den Ludwig-Bölkow-Technologiepreis 2020 läuft – bis zum 31.August 2020 können sich Unternehmen, Einzelpersonen und Projektgruppen von Forschungseinrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern bewerben.Ausgezeichnet werden neuartige Innovationen in Form von Produkten, Verfahren und technologischen Dienstleistungen.Seit 2003 vergeben das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes – in diesem Jahr federführend die IHK Rostock – den Preis jährlich.Schirmherr ist der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe.Für den Technologiepreis steht ein Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro zur Verfügung.

https://www.boelkowpreis.de

(nach oben)


LAGA-Vollzugshinweise zur Klärschlammverordnung veröffentlicht

Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) hat die lang erwarteten Vollzugshinweise zur Klärschlammverordnung als LAGA-Mitteilung 39 veröffentlicht.Die Vollzugshinweise dienen der Konkretisierung und Erläuterung der gesetzlichen Regelungen mit dem Ziel eines bundesweit einheitlichen Vollzugs der Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung vom 3.Oktober 2017.Die Hinweise wenden sich an die Vollzugsbehörden.Für Klärschlammerzeuger, Betreiber von Klärschlammverbrennungsanlagen, Gemischhersteller, Komposthersteller, Klärschlammnutzer, Träger der Qualitätssicherung, Qualitätszeichennehmer und Beförderer dienen die Vollzugshinweise als Erkenntnisquelle.Die Vollzugshilfe ist als Fragenkatalog mit den entsprechenden Antworten konzipiert und steht auf der LAGA-Homepage zum kostenfreien Download zur Verfügung:
https://www.laga-online.de/ Publikationen-50-Mitteilungen.html

(nach oben)


DWA begrüßt Stärkung der kommunalen Finanzkraft und Zukunftspaket bei Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung

Die Konjunktur schnell und umfassend stimulieren und gleichzeitig den Standort Deutschland mit nachhaltigen Investitionen zukunftssicher stärken – mit dem Anfang Juni verabschiedeten Corona-Konjunkturpaket hat die Bundesregierung die Weichen für den Re-Start der deutschen Wirtschaft gestellt.Die DWA begrüßt vor allem die Stärkung der Finanzkraft der Kommunen sowie das auf den Klimaschutz und die Klimaanpassung ausgerichtete Zukunftspaket.„Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels muss Deutschland jetzt die Chance nutzen, die Städte und Gemeinden zukunftssicher und lebenswert zu gestalten.Die Wasserwirtschaft kann und wird dabei eine bedeutende Rolle spielen.Dies gilt sowohl für eine sichere Abwasserentsorgung über ein leistungsfähiges Kanalisationssystem als auch für die Schaffung einer blau-grün-grauen Infrastruktur, um das Wasser in den Städten zu halten und gleichzeitig vor Überflutungen zu schützen“, betont DWA-Präsident Prof.Uli Paetzel.
Die Wasser- und Abwasserwirtschaft zählt in Deutschland zu den wichtigsten Investitionsbranchen.Die Unternehmen der Abwasserbeseitigung vergeben jährlich Leistungen im Wert von rund sechs Milliarden Euro an Dritte (DWA-Wirtschaftsdatenumfrage).Einen Großteil der Aufträge erhalten lokale und regionale Unternehmen, die Wirtschaftskraft vor Ort wird direkt gestärkt.Der Wiederbeschaffungswert der öffentlichen Kanäle beläuft sich – je nach Berechnungsweise – auf 400 bis 700 Milliarden Euro.Allein die Instandhaltung dieses Vermögens bedarf jährlicher Investitionen in Milliardenhöhe.2015 hatte die DWA ermittelt, dass in rund 20 Prozent der öffentlichen Kanalnetzhaltungen kurz- bis mittelfristiger Sanierungsbedarf besteht.Erste Ergebnisse der aktuellen Umfrage zum Zustand der Kanalisation, die noch in diesem Jahr veröffentlicht werden soll, belegen, dass diese Zahlen weiterhin Geltung haben.Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Erhaltung dieses erheblichen Vermögenswertes auch in Krisenzeiten mit Hochdruck fortgesetzt werden muss, bevor Kanäle aufgrund von Schäden neu gebaut werden müssen.Hierfür müssen die Kommunen handlungsfähig sein.
Gleiches gilt für die Anpassung der Kommunen an den Klimawandel.Langanhaltende Hitze- und Trockenperioden auf der einen Seite sowie häufigere und intensivere Starkregenereignisse auf der anderen Seite sind Kennzeichen des prognostizierten Klimawandels.Die intelligente Kombination von blauer, grüner und grauer Infrastruktur – multifunktionale Retentionsflächen, Dach- und Fassadenbegrünungen und vieles mehr – können hier Abhilfe schaffen.Auch hierfür braucht Deutschland finanziell handlungsfähige Kommunen.
Sehr positiv sieht die DWA in diesem Zusammenhang die Aufstockung der Mittel des Programms „Smart City“ um 500 Millionen Euro.Die Verknüpfung der Anforderungen der integrierten Stadtentwicklung mit den drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales mit den Chancen der Digitalisierung ist Kern des Förderprogramms.Mit der Aufstockung der Fördermittel erhalten auch die bisher nicht zum Zuge gekommenen Projekte in den Kommunen eine weitere Möglichkeit der Förderung.Im Sinne einer wassersensiblen Zukunftsstadt.

(nach oben)


Klimaschutz wichtigste Zukunftsaufgabe der Städte

Den Schutz des Klimas sowie die Anpassung an die Folgen des Klimawandels sehen die deutschen Kommunen als eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben.Das ist eines der Ergebnisse der im Januar und Februar 2020 vom Deutschen Institut für Urbanistik durchgeführten Befragung der (Ober-)Bürgermeister/innen großer deutscher Städte.Knapp zwei Drittel der Befragten nennen den Klimaschutz als wichtiges kommunales Zukunftsthema.Damit hat sich die Zahl der Bürgermeister/innen, die diesem kommunalpolitischen Handlungsfeld einen Bedeutungszuwachs zuschreiben, im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht.

(nach oben)


Förderung für innovative Lösungen zur Klimaanpassung

Das Bundesumweltministerium fördert innovative Lösungen zur Klimaanpas sung, insbesondere bezüglich Hitze und Starkregen.Die Vorhaben sollen außerdem möglichst viele gesellschaftliche Bereiche einbinden und regionale Kooperationen vertiefen.Mit einer Förderung von bis zu 300 000 Euro unterstützt das Programm „Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“ Unternehmen, Kommunen oder auch Bildungseinrichtungen und Verbände.Das Förderprogramm setzt auf Ergebnisse mit hoher Übertragbarkeit auf ähnlich betroffene Regionen und Akteure.Mit der Umsetzung des Förderprogramms hat das BMU die Zukunft- Umwelt-Gesellschaft (ZUG) beauftragt.Projektskizzen können vom 1.August 2020 bis zum 31.Oktober 2020 bei der ZUG über easy-Online eingereicht werden.Das Förderprogramm ist Teil der „Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ (DAS).Mit der DAS sollen Auswirkungen des Klimawandels in den Planungs- und Entscheidungsprozessen öffentlicher und gesellschaftlicher Akteure stärker berücksichtigt werden – insbesondere auf kommunaler und lokaler Ebene.Vergangene Förderrunden unterstützten beispielsweise Projekte zu Hochwassernetzen und zum Starkregenrisikomanagement, zur Abmilderung urbaner Hitze-Hotspots, zu strategischer Freiraumentwicklung in Städten oder zu Kooperationen in Weinbau-Landschaften.Ebenso wurden Bildungsmodule in der Landwirtschaft, im Katastrophen- oder im Gesundheitsschutz gefördert.

(nach oben)


EuGH setzt scharfe Kriterien für interkommunale Zusammenarbeit

An eine vergaberechtsfreie „Zusammenarbeit“ zwischen Kommunen sind sehr strenge Anforderungen zu stellen.Dies hat der Europäische Gerichtshof Anfang Juni in seinem Urteil im Rechtsstreit zwischen Remondis und dem Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel bekräftigt (Rechtssache C-429/19).Öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger (örE) erfüllen ihre Entsorgungsaufgaben oft arbeitsteilig, indem sie über entsprechende Zweckvereinbarungen andere örE mit der Durchführung bestimmter Teilleistungen (zum Beispiel Restabfallbehandlung) beauftragen.Ohne vorherige Durchführung eines Vergabeverfahrens kann eine Beauftragung erfolgen, wenn zwischen beiden örE eine „Zusammenarbeit“ im Sinne des § 108 Abs.6 Nr.1 GWB begründet wird.Der EuGH hat nun in dieser wichtigen Entscheidung die Anforderungen an diese Zusammenarbeit konkretisiert und die Voraussetzungen in dem entschiedenen Fall abgelehnt.Der EuGH betont in dem Urteil, dass die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen des öffentlichen Sektors „eine ihrem Wesen nach kollaborative Dimension“ haben muss.Es müssen also beide Partner gemeinsam ihren Bedarf und die Lösungen dafür definieren, heißt es in der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs.Im Gegensatz zu einem öffentlichen Auftrag beruhe eine Zusammenarbeit auf einer gemeinsamen Strategie der Partner, beide Seiten müssen sich einbringen.Handelt es sich dagegen lediglich um eine einseitige Leistungserbringung, liegt keine Zusammenarbeit vor, es handelt sich um einen öffentlichen Auftrag.

(nach oben)


HOAI-Mindestsätze: Bundesgerichtshof schaltet Europäischen Gerichtshof ein

Der Bundesgerichtshof hat am 14.Mai 2020 ein Verfahren (VII ZR 174/19) über die Vergütung eines Ingenieurs ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) mehrere Fragen zu den Folgen der vom EuGH in seinem Urteil vom 4.Juli 2019 (C-377/17) angenommenen Unionsrechtswidrigkeit der Mindestsätze in der HOAI für laufende Gerichtsverfahrens zwischen Privatpersonen vorgelegt.

Der EuGH hatte in diesem Urteil in einem von der Europäischen Kommission betriebenen Vertragsverletzungsverfahren entschieden, dass die Bundesrepublik Deutschland dadurch gegen ihre Verpflichtungen aus Art.15 Abs.1, Abs.2 Buchstabe g) und Abs.3 der Richtlinie 2006/123/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12.Dezember 2006 über Dienstleistungen im Binnenmarkt (Dienstleistungsrichtlinie) verstoßen hat, dass sie verbindliche Honorare für die Planungsleistungen von Architekten und Ingenieuren beibehalten hat.
Zugrunde liegt folgender Fall: Der Kläger, der ein Ingenieurbüro betreibt, verlangt von der Beklagten die Zahlung restlicher Vergütung aufgrund eines im Jahre 2016 abgeschlossenen Ingenieurvertrages, in dem die Parteien für die vom Kläger zu erbringenden Ingenieurleistungen bei einem Bauvorhaben der Beklagten ein Pauschalhonorar in Höhe von 55 025 Euro vereinbart hatten.Nachdem der Kläger den Ingenieurvertrag gekündigt hatte, rechnete er im Juli 2017 seine erbrachten Leistungen in einer Honorarschlussrechnung auf Grundlage der Mindestsätze der Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (HOAI) in der Fassung aus dem Jahr 2013 ab.Mit der Klage hat er eine noch offene Restforderung in Höhe von 102 934,59 Euro brutto geltend gemacht.

(nach oben)


EuGH: Urteil zum Verschlechterungsverbot bei Grundwasser

Der Europäische Gerichthof (EuGH) hat in einem Urteil vom 28.Mai 2020 (C- 535/18) zum ersten Mal den Begriff der Verschlechterung des Grundwassers (Art.4 der Wasserrahmenrichtlinie) ausgelegt.Das Verfahren betraf ein Straßenbauvorhaben in der Nähe von Bielefeld.Der EuGH befand, dass eine Verschlechterung des Grundwassers sowohl dann vorliegt, wenn mindestens eine der Qualitätsnormen der EU-Grundwasserrichtlinie (in Deutschland umgesetzt durch die Grund wasserverordnung) überschritten wird, als auch dann, wenn sich die Konzentration eines Parameters, dessen Schwellenwert bereits überschritten ist, voraussichtlich erhöhen wird.Ausreichend ist die Überschreitung an nur einer einzigen Messstelle.Außerdem bestätigte der EuGH, dass Personen oder Vereinigungen, die ein Recht zur Nutzung von Grundwasser haben, also zum Beispiel Wasserversorger oder die Eigentümer von Brunnen, gegen ein Projekt klagen können, wenn dieses zu einer Verschlechterung des Grundwassers führen kann.

(nach oben)


Studie für Bundesumweltministerium: GreenTech macht Wirtschaft krisenfester

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Umwelttechnikbranche werden deutlich geringer eingeschätzt als die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen.Das zeigt eine Unternehmensbefragung von Roland Berger für den neuen GreenTech Atlas 2021.Dazu Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die aktuelle Erhebung zeigt, dass sich Investitionen in Umwelt- und Klimainnovationen lohnen.Eine moderne Umwelt- und Klimapolitik macht Unternehmen innovativer und krisenfester.Darum ist es klug, die wirtschaftliche Erholung nach der Coronakrise mit ökologischen und sozialen Konjunkturimpulsen zu verstärken.Ein Fokus auf nachhaltig agierende Unternehmen mit robusten Geschäftsmodellen wie der Umwelttechnikbranche ist für den Standort Deutschland eine gute Strategie.“
Laut Roland Berger ist die Geschäftslage im Bereich Umwelttechnik trotz der Pandemie noch größtenteils befriedigend bis gut.Der eigene Ausblick der Unternehmen weist einen geringfügig schlechteren Trend auf.Branchenübergreifende Technologieentwicklungen, die große Systemkompetenz, standardisierte Schnittstellen und Verfahren, etwa im Bereich der Sektor-Kopplung, erweisen sich hier als das starke Rückgrat und haben eine große Bedeutung für ein weiteres Wachstum der Branche.Forschung und Entwicklung, Innovationsfähigkeit und die große Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigsten Faktoren für noch gute Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Umwelttechnikbranche.

(nach oben)


SRU: Europäisch vereinbarte Gewässerschutzziele flächendeckend verfehlt

Intakte Gewässer sind die Voraussetzung für funktionierende Ökosysteme, Artenvielfalt sowie lebendige Landschaften und spielen eine wichtige Rolle bei der Klimaanpassung.Das betont der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) in seinem Umweltgutachten „Für eine entschlossene Umweltpolitik in Deutschland und Europa“, das er im Mai vorgestellt hat.Europäisch vereinbarte Gewässerschutzziele würden flächendeckend verfehlt.Für die Renaturierung der Flüsse müssten mehr Flächen an den Gewässern bereitgestellt werden.Außerdem erfordere die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie eine verbindliche Planung sowie ausreichend Gelder und Fachpersonal.Der wirtschaftliche Neustart nach der Corona-Pandemie sollte dazu genutzt werden, die Weichen in Richtung ökologischer Transformation zu stellen, so der SRU.Die enormen Mittel, die für die konjunkturelle Wiederbelebung eingesetzt werden, müssten konsequent an den Zielen der Klimaneutralität und des Umweltschutzes ausgerichtet werden.

(nach oben)


Baubeginn des Retentionsbodenfilters an der Kläranlage Aachen-Soers

Auf der Freifläche vor dem Regenüberlaufbecken der Kläranlage Aachen-Soers wird ein Retentionsbodenfilter errichtet.Bevor der Wasserverband mit dem Bau der sechs Becken und den dafür notwendigen Erdarbeiten beginnen kann, sind vorbereitende Arbeiten notwendig, die jetzt in Angriff genommen werden.So erfolgt zunächst eine Kampfmitteluntersuchung, da hier noch mit Resten von Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg zu rechnen ist.Daran schließen sich archäologische Untersuchungen und eine gegebenenfalls notwendige Dokumentation von Funden an.Voraussichtlich Voraussichtlich im November wird zwischen dem Baugelände und den Häusern an der benachbarten Siedlung eine Spundwand in den Boden getrieben, die ein Abfließen von Grundwasser aus der Siedlung in die Baustelle und damit Setzungsbewegungen an den Häusern verhindern wird.
Nach Erstellung der Spundwand beginnen dann im Jahr 2021 die Erdarbeiten zur Errichtung der Retentionsbodenfilterbecken sowie die Betonierung der Zuleitungskanäle.Voraussichtlich im März 2022 sollen Bauarbeiten beendet sein.Der Retentionsbodenfilter hat eine Fläche von 30 000 Quadratmetern und ist damit einer der größten Retentionsbodenfilter Deutschlands.Er hat ein Fassungsvermögen von 37 000 Kubikmetern.Die Baukosten sind mit ca.22 Millionen Euro veranschlagt. Voraussichtlich im November wird zwischen dem Baugelände und den Häusern an der benachbarten Siedlung eine Spundwand in den Boden getrieben, die ein Abfließen von Grundwasser aus der Siedlung in die Baustelle und damit Setzungsbewegungen an den Häusern verhindern wird.
Nach Erstellung der Spundwand beginnen dann im Jahr 2021 die Erdarbeiten zur Errichtung der Retentionsbodenfilterbecken sowie die Betonierung der Zuleitungskanäle.Voraussichtlich im März 2022 sollen Bauarbeiten beendet sein.Der Retentionsbodenfilter hat eine Fläche von 30 000 Quadratmetern und ist damit einer der größten Retentionsbodenfilter Deutschlands.Er hat ein Fassungsvermögen von 37 000 Kubikmetern.Die Baukosten sind mit ca.22 Millionen Euro veranschlagt.

(nach oben)


Deutsche Wasserwirtschaft übergibt Branchenbild 2020 an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Trinkwasser in bester Qualität oder die zuverlässige Entsorgung der Abwässer: Das ist in Deutschland eine Selbstverständlichkeit.Insbesondere die Corona- Krise zeigte und zeigt, welche Bedeutung die zuverlässige Wasserver- und Abwasserentsorgung hat.Diese Leistungen werden alltäglich genutzt.Sie sind elementar für unsere Gesellschaft und Wirtschaft.Und sie funktionieren bestens und auf einem sehr hohen Niveau – auch im europäischen und internationalen Vergleich.Diese Leistungsfähigkeit der deutschen Wasserwirtschaft dokumentiert das Branchenbild 2020, das am 18.Juni 2020 an die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Elisabeth Winkelmeier-Becker, im Namen der führenden Verbände der Wasserwirtschaft, darunter die DWA, übergeben wurde.

Der Bericht beschreibt die Vielfalt der Aufgaben der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Deutschland sowie ihre zukünftigen Herausforderungen.Der aktuelle Überblick wurde in Abstimmung mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund erarbeitet.Zentrales Ziel der deutschen Wasserwirtschaft ist es, die hohen Qualitätsstandards zu sichern und – wo immer möglich und notwendig – zu verbessern.
„Die Versorgung mit Trinkwasser und die Entsorgung von Abwasser müssen in Deutschland verlässlich funktionieren.Wie wichtig das ist, spüren wir gerade in Krisenzeiten.Die Versorgungssicherheit wurde in der Vergangenheit und wird auch in Zukunft durch unsere Branche verlässlich sichergestellt.Vor dem Hintergrund vielfältiger Veränderungen unternehmen alle Beteiligten erhebliche Anstrengungen, um weiterhin erfolgreich zu agieren“, so die Repräsentanten der deutschen Wasserwirtschaft anlässlich der Übergabe.

Zu diesen Herausforderungen zählt der Umgang mit dem klimatischen und demografischen Wandel, verbunden mit veränderten Konsumgewohnheiten und der Digitalisierung.Hinzu kommen die zunehmende Verunreinigung der Trinkwasserressourcen durch menschengemachte Schadstoffeinträge, steigender und oft konkurrierender Wasserbedarf in der Gesellschaft, der verfeinerte Nachweis und die Minimierung des Eintrags anthropogener Spurenstoffe (zum Beispiel Pflanzenschutzmittel und deren Abbauprodukte) und weiterer Verunreinigungen.In der Folge fordern Nutzungskonflikte mit Industrie, Landwirtschaft oder den energiepolitischen Zielen die deutsche Wasserwirtschaft.

Trinkwasserversorger und Abwasserentsorger stellen sich diesen Aufgaben.Sie setzen sich vor Ort für flexible und angepasste Lösungen im gesellschaftlichen Konsens ein.Ihre unternehmerischen Entscheidungen treffen sie zunehmend im politischen Kontext.Gemeinsames Ziel von Politik und Wasserwirtschaft muss es sein, die mit dem Erhalt der Infrastruktur verbundenen Herausforderungen zu bewältigen und gleichzeitig die Anstrengungen der Branche noch stärker als bisher im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

(nach oben)


Arbeitsplatz: EU-Regeln werden aktualisiert

Um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Arbeitsplatz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen, hat die Europäische Kommission am 3.Juni 2020 die Richtlinie über biologische Arbeitsstoffe aktualisiert.Dazu wurde das Coronavirus SARS-CoV-2 in die Liste der biologischen Arbeitsstoffe aufgenommen (Amtsblatt der Europäischen Union, 4.Juni 2020, L 175/11-14).Die Liste dient der Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen und soll allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zusätzlichen Schutz bieten.

(nach oben)


Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes

Die Abschwemmung von Düngemitteln aus landwirtschaftlich genutzten Flächen mit Hangneigung in Gewässer soll zukünftig verhindert werden.Das sieht der Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes (Bundestags-Drucksache 19/18469) der Bundesregierung vor.In Ergänzung zu Änderungen an der Düngeverordnung vom Mai 2017 soll nun ein neuer § 38a in das Wasserhaushaltsgesetz aufgenommen werden.Demnach soll auf Flächen, die an Gewässer grenzen und eine Hangneigung von durchschnittlich mindestens fünf Prozent aufweisen, zur Böschungskante des Gewässers eine geschlossene, ganzjährig begrünte Pflanzendecke erhalten oder hergestellt werden.Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Juni 2018.Darin hatte der EuGH geurteilt, dass Deutschland gegen seine Pflicht zur vollständigen Umsetzung der Richtlinie zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigungen durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen (Nitrat-Richtlinie) verstoßen habe, da „zusätzliche Maßnahmen oder verstärkte Aktionen“ ausgeblieben seien, obwohl klar gewesen sei, dass die bis dahin ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichten.Durch den Gesetzentwurf entstehe ein zusätzlicher Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft in Höhe von 600 000 Euro jährlich.Durch Ertragseinbußen und Erlösrückgänge ergeben sich insgesamt weitere Kosten in Höhe von 7,4 Millionen Euro jährlich für die Wirtschaft, schreibt die Bundesregierung im Entwurf.Download der Bundestags-Drucksache.

(nach oben)


Wasserwirtschaftsberufe sind wichtig – DWA ruft zu Video-Aktion auf

Die Corona-Krise wirkt sich auf alle Arbeitsbereiche aus.Auch in der Wasserwirtschaft spürt man die Veränderungen.Die DWA nimmt dies zum Anlass für die Social-Media-Aktion #WirzeigenEinsatz.Beschäftigte der Branche werden gebeten, in kurzen Videostatements zu beschreiben, wie sie momentan arbeiten, was neu ist und welche Herausforderungen sie zu meistern haben.

Ob Ingenieurin oder Abwassermeister, Fachkraft für Abwassertechnik oder Wasserbauerin, sie alle halten die Wasserwirtschaft am Laufen.Vielen Menschen ist jedoch gar nicht bewusst, was in Kläranlagen und Kanalbetrieben, aber auch in anderen Bereichen der Branche geleistet wird.

Die DWA möchte die Corona-Krise auch als Chance verstehen und über die Video-Aktion auf die Relevanz wasserwirtschaftlicher Berufe aufmerksam machen.Neben der Bundesgeschäftsstelle stehen auch die Geschäftsstellen der DWA-Landesverbände als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung und unterstützen die Aktion.
Unter dem Hashtag #WirzeigenEinsatz werden die Videos auf Twitter, LinkedIn und der DWA-Homepage zu sehen sein.Wer mitmachen möchte, kann sich auf der Website der DWA informieren.Dort findet sich auch ein Videobeispiel.

www.dwa.de/wirzeigeneinsatz

(nach oben)


Projekt zur Strömungsdynamik von Schäumen

Messtechniken für fließende Schäume will Dr. Sascha Heitkam als Leiter einer neuen Emmy-Noether-Gruppe am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) entwickeln.Die neuen Techniken sollen Einblicke in die Strömungsdynamik von Schäumen geben und auch dabei helfen, industrielle Prozesse zu optimieren.
Eine Frage, die untersucht werden soll, ist, ob Schaumströmungen turbulent werden können.Um dies herauszufinden, sind dreidimensionale Messungen notwendig.Da Schäume undurchsichtig sind, können optische Messmethoden jedoch nur deren Oberfläche erfassen.Ein Forschungsziel der Emmy-Noether-Gruppe wird es unter anderem sein, röntgenbasierte Techniken weiter zu verfeinern und die elektrische Leitfähigkeit von Wasser zu nutzen, um den Flüssigkeitsgehalt von Schaum mittels Elektroden zu analysieren.Später sind größere Versuche in vertikalen Steigröhren geplant.Weitere Experimente sollen die Dynamik von Verwirbelungen des Schaums durch einen bewegten Zylinder oder hinter einer Düse analysieren.

Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird das Vorhaben ab Mai 2020 für die nächsten sechs Jahre mit rund 1,3 Millionen Euro gefördert.
Dr. Sascha Heitkam, Institut für Fluiddynamik am HZDR
E-Mail: s.heitkam@hzdr.de

(nach oben)


EU-weites Projekt zur SARS-CoV-2-Überwachung durch Abwasseruntersuchungen

Die Europäische Komission (unter anderem das Joint Research Centre und die EU-Generaldirektion Umwelt) unterstützen eine Gruppe von Forschungseinrichtungen aus den Niederlanden, Spanien, Griechenland und dem Vereinigten Königreich (SEWERS4Covid) und Deutschland (RWTH Aachen) dabei, ein System aufzubauen, mit dem RNA (Erbmaterial) des Coronavirus‘ SARS-CoV-2 im Abwasser nachgewiesen werden kann, um daraus Aussagen zur Zahl infizierter Personen im Einzugsgebiet der jeweils beprobten Abwasseranlage abzuleiten.In einem Projekt in den Niederlanden war es gelungen, entsprechende Korrelationen herzustellen.So können Aussagen möglich sein, wie viele Personen tatsächlich infiziert sind, ohne dass flächendeckende, zeit- und kostenintensive Einzeltests unternommen werden müssen.Weitere Forschungseinrichtungen sind eingeladen, sich an dem Vorhaben zu beteiligen, und sollten sich bei Interesse möglichst umgehend an das Joint Research Centre wenden:

E-Mail: JRC-WATERLAB@ec.europa.eu

(nach oben)


Integrales SARS-CoV-2- Abwassermonitoring

Ein Team aus Wissenschaftlern und Betreibern von Kläranlagen will aus Abwasserproben auf den SARS-CoV-2-Infektionsgrad der Bevölkerung schließen.Viele SARS-CoV-2-Infizierte werden in der Statistik nicht erfasst, weil sie entweder gar keine oder keine typischen Symptome aufweisen und deshalb nicht getestet und gemeldet werden.Wie hoch diese Dunkelziffer und damit der tatsächlich infizierte Anteil der Bevölkerung ist, ist aber ein wichtiger Schlüsselparameter für die epidemiologische Bewertung einer Pandemie sowie die Prognose dafür, wie sie sich weiterentwickeln wird.Ein Team von mehr als 20 Abwasserfachleuten, Mikrobiologen, Virologen und Modellierern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), der DWA und der TU Dresden arbeiten seit mehreren Wochen gemeinsam mit den Kläranlagenbetreibern der Städte Köln, Leipzig, Dresden, dem Wasserverband Eifel-Rur und weiteren 20 Städten daran, aus repräsentativen Abwasserproben unterschiedlich stark betroffener Bevölkerungsgruppen den Gesamtinfektionsgrad im Einzugsgebiet von Kläranlagen direkt zu erfassen.In der zweiten Maihälfte soll ein Probebetrieb mit täglicher Probenahme beginnen.

„Die aktuelle Verunsicherung über die Möglichkeiten von Lockerungsmaßnahmen liegt auch in der weiterhin unklaren Datenlage über die Dunkelziffer an Infizierten.Wir freuen uns daher, das DWA-Netzwerk in dieses sehr erfolgversprechende Projekt einbringen zu können.Unsere engen Verbindungen zu den Betreibern der Kläranlagen sowie insbesondere unser Wissen und unsere Erfahrungen mit den Besonderheiten der Probenahme für Abwasseranalysen stellen wir den Projektpartnern gerne schnell und umfassend zur Verfügung“, betont DWA-Präsident Prof.Dr.Uli Paetzel.

Die Idee des Abwassermonitorings ist nicht neu, ähnliche Untersuchungen wurden bereits im Rahmen des Drogenscreenings und im Zusammenhang mit Polio-Impfmaßnahmen erfolgreich durchgeführt.In Bezug auf das SARS-Coronavirus-2 berichteten bereits im Februar dieses Jahres niederländische Kollegen, dass sie wenige Infizierte pro 100 000 Personen anhand des Erbguts von SARS-CoV-2 in Abwässern aus sechs Kläranlagen – darunter die des Flughafens Schiphol – mit hoher Empfindlichkeit detektiert haben.

In solchen Messungen steckt großes Potenzial für die Etablierung eines räumlich differenzierten, kontinuierlichen Frühwarnsystems, etwa um die Folgen von Lockerungsmaßnahmen zu beobachten und wenn nötig nachzusteuern.Mit Probenahmen an ca.900 Kläranlagen könnten etwa 80 Prozent des gesamten Abwasserstroms und damit ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland täglich erfasst werden.Das wäre zwar eine aufwendige, jedoch keinesfalls unmögliche Aufgabe, die – gemessen an der Aussicht, Infektionsherde bundesweit früh quantitativ, örtlich differenziert und in ihrem zeitlichen Verlauf erfassen zu können – überschaubare Kosten erzeugen würde.Doch bis zu einem schnellen, kontinuierlichen, robusten und flächendeckenden Monitoring- und Frühwarnsystem sind noch einige Herausforderungen zu bewältigen.

„Die von den sächsischen Forschern und ihren Kooperationspartnern angewandte Methode, die tatsächliche Infektionsrate der Bevölkerung festzustellen, klingt sehr vielversprechend.Wenn dasAbwassermonitoring funktioniert und landesweit umsetzbar ist, steckt darin ein riesiges Potenzial für den Umgang mit der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie – und perspektivisch auch für vergleichbare zukünftige Pandemien, weil damit valide Daten zur sogenannten Durchseuchung der Bevölkerung gesammelt und aufbereitet werden können“, sagt Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow.

Partnerinstitutionen bei dem Projekt sind das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), die TU Dresden, die DWA, die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR, die Kommunalen Wasserwerke Leipzig, die Stadtentwässerung Dresden, der Wasserverband Eifel-Rur.

(nach oben)


Rheinland-Pfalz startet öffentliches Meldeportal zu Nitratmessungen

Um konkreten Hinweisen zu Nitratmessstellen eine Plattform zu geben, hat Rheinland-Pfalz ein Nitrat-Meldeportal eingerichtet.Landwirte können hier Fragen zu Messstellen in den sogenannten nitratgefährdeten Gebieten im Grundwassermessnetz stellen und Anmerkungen machen.Die Informationen werden im Online-Portal veröffentlicht und damit Standortfragen zu Messstellen transparent erläutert.Das Portal fragen-zu-nitratmessungen.rlp.de wurde mit Unterstützung des Landesamts für Umwelt und des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück errichtet und wird vom Umweltministerium betrieben.Eine Karte mit allen Messpunkten gibt die Möglichkeit, sich auf eine konkrete Messstelle im Messstellennetz zu beziehen.Alle Informationen werden auf dem Portal online zur Verfügung gestellt.Zusätzlich werden die Daten zu den Nitratgehalten der Messstellen bis zurück ins Jahr 2007 in grafischer und tabellarischer Form präsentiert.Die Daten sind für jeden öffentlich einsehbar.

www.fragen-zu-nitratmessungen.rlp.de

(nach oben)


Förderung im Rahmen des LIFE-Programms der EU ausgeschrieben

Die Europäische Kommission hat ihre Ausschreibung zur Förderung von Projekten im Rahmen des LIFE-Programms für 2020 veröffentlicht.In diesem Jahr werden mehr als 450 Millionen Euro für Naturschutz-, Umweltschutz- und Klimaschutzprojekte bereitgestellt.LIFE finanziert Projekte im Rahmen seiner Unterprogramme für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen.Die meisten LIFE-Projekte sind sogenannte traditionelle Projekte, die von jeder in der EU registrierten juristischen Person koordiniert werden können.Viele traditionelle Projekte zeigen Best Practices, führen Pilotvorhaben durch, sensibilisieren die Öffentlichkeit oder zeigen Durchbrüche bei Umweltpraktiken.Bewerbungen werden auch für größere sogenannte integrierte Projekte angenommen.Diese Projekte führen strategische EU-Pläne zu Umwelt und Klima durch und haben tendenziell eine regionale, multiregionale, nationale oder transnationale Dimension.

Details zur Bewerbung:
https://ec.europa.eu/easme/en/section/life/calls-proposals

(nach oben)


Hessen: KLIMPRAX – Projekt zu Starkregen und Katastrophenschutz in Kommunen abgeschlossen

Schäden vorzubeugen und hessischen Kommunen dabei zu helfen, sich auf Starkregenereignisse einzustellen, ist das Ziel des Projekts „KLIMPRAX Starkregen und Katastrophenschutz in Kommunen“, das das Fachzentrum Klimawandel und Anpassung im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) gemeinsam mit verschiedenen Partnern seit 2015 realisiert hat.Da die ursprünglich für den 18.März 2020 geplante Abschlussveranstaltung wegen der Corona-Beschränkungen abgesagt werden musste, wurden die Ergebnisse des Projekts Anfang Mai gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) in einer telefonischen Pressekonferenz vorgestellt.

Zu den im Projekt erarbeiteten Instrumenten gehört eine Starkregen-Hinweiskarte, die besonders gefährdete Gebiete ausweist – in dieser Form ein Novum in den deutschen Bundesländern.Sie basiert auf Niederschlagsbeobachtungen, Topographie und Versiegelungsgrad und enthält darüber hinaus auch Daten zur Vulnerabilität der betreffenden Region (kritische Infrastrukturen, Bevölkerungsdichte und Erosionsgefahr).Anhand dieser Karte können besonders gefährdete Kommunen ihre eigene Situation besser einschätzen und Vorsorge treffen.Auch bei großräumigen Planungen kann die Starkregen-Hinweiskarte von großem praktischem Nutzen sein.
Außerdem wurden Daten und Methoden zur Erstellung von kommunalen Fließpfadkarten sowie hochaufgelösten kommunalen Starkregen-Gefahrenkarten erarbeitet, um Schwerpunkte der Starkregengefährdung innerhalb einer Kommune zu identifizieren.Diese Karten sollen Abflusswege, Abflusstiefen und Wasserstände in den betroffenen Bereichen visualisieren.Stadtplaner, Straßenplaner, Grünflächenplaner, Gebäudeplaner und Grundstückseigentümer bekommen so konkrete Hinweise auf Gefahrenpunkte durch Sturzfluten.Auch für den Katastrophenschutz sind diese Informationen sehr nützlich.Mit den Pilotkommunen Schotten und Witzenhausen wurde im Rahmen des Projektes die neue Vorgehensweise zur Erstellung kommunaler Starkregen-Gefahrenkarten erprobt.

Das HLNUG plant, die abgesagte Abschlussveranstaltung im Herbst nachzuholen und drei Regionalkonferenzen in Nord-, Mittel- und Südhessen abzuhalten, auf denen die Kommunen über die Projektergebnisse sowie die konkrete Anwendung der Karten vor Ort informiert werden sollen.

https://www.hlnug.de/?id=11199

(nach oben)


Bodenbezogene Klärschlammverwertung und Polyacrylate

„Der Bundesregierung liegen bislang keine gesicherten Kenntnisse von Mengen und Art zu Einträgen von Polyacrylaten in und auf Böden durch Klärschlamme vor.Demnach sind auch keine gesicherten Aussagen zur quantitativen Entwicklung der Einträge möglich.Aufgrund der zurückgehenden bodenbezogenen Klärschlammverwertung wird die Ausbringung an mit den Klärschlämmen ausgebrachten Polymeren weiter sinken.“ Das geht aus einer Antwort der Regierung (Bundestags-Drucksache 19/18446) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.Die Bundesregie rung verweist zudem darauf, dass aktuell kein entsprechendes Messverfahren verfügbar sei, „um synthetische Polymere in Böden und im Klärschlamm verlässlich überprüfen zu können“.Ergebnisse eines Forschungsvorhabens dazu beim Umweltbundesamt werden den Angaben zufolge für Ende des Jahres erwartet.Außerdem schreibt die Regierung: „Es gibt derzeit keine Hinweise, dass die Anwendung von Polyacrylaten im Anwendungsbereich des Düngemittelrechts nicht vertretbare Auswirkungen auf terrestrische Ökosysteme hat.Aus Vorsorgegründen sollte jedoch der Eintrag von synthetischen Polymere in die Böden auf ein notwendiges Maß reduziert werden.“

(nach oben)


IFAT 2020 fällt aus

Die Messe München hat die IFAT 2020, die schon vom Mai in den September verschoben war, ganz abgesagt.Die nächste IFAT in München findet vom 30. Mai bis 3.Juni 2022 statt.Das gab die Messe als Veranstalterin am 23. April 2020 bekannt und betonte, die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit dem Executive Board des Ausstellerbeirats getroffen worden.

In Abstimmung mit dem Executive Board des Ausstellerbeirats und den ideellen Trägern der IFAT hat die Messe München unter den IFAT-Ausstellern eine Umfrage durchgeführt.Ihr zufolge spricht sich der Großteil der Aussteller gegen eine Durchführung der IFAT vom 7.bis 11.September 2020 aus.Nach diesem Branchen-Feedback wäre eine IFAT zum geplanten Zeitpunkt nicht nur für die Messe München, sondern auch für die Messeteilnehmer unzumutbar.Hinzu kommt, dass nach den jüngsten Ankündigungen Großveranstaltungen bis Ende August 2020 nicht durchgeführt werden dürfen.

Die Entscheidung gründet auf einem intensiven persönlichen Austausch mit den Industrieverbänden, Partnern und mit zahlreichen Ausstellern aus allen Segmenten der IFAT.Dazu hat eine aktuelle Umfrage das Meinungsbild bestätigt.Die Umfrage wurde in der Woche nach Ostern unter allen angemeldeten Ausstellern der IFAT online durchgeführt, teilgenommen haben 1933 internationale Ausstellervertreter.64 Prozent gaben an, dass sie die Durchführung der IFAT im September 2020 wegen der Coronakrise nicht vertretbar halten (737 Befragte) oder sie aufgrund geringer Erwartungen an den Messeerfolg gerne pausieren würden (507 Befragte).85 Prozent der Befragten rechnen frühestens ab der ersten Jahreshälfte 2021 mit einer wirtschaftlichen Erholung der Umwelttechnologiebranche.

www.ifat.de

(nach oben)


Elektroden für Biobrennstoffzellen auf Kläranlagen aus Grünschnitt

Unter dem Titel „GreenToGreen“ arbeitet ein Konsortium daran, organische Stoffströme für neue Verfahren und Produkte zu erschließen.Der Rohstoff, dem sich die Projektpartner dabei zuwenden, ist kommunaler Grünschnitt.Allein das Frankfurter Grünflächenamt entsorgt davon jährlich 9000 Tonnen.Für Abwasserentsorger interessant: Ein Team um Prof.Dr.-Ing.Dirk Holtmann (TH Mittelhessen, THM) befasst sich unter anderem mit dem Einsatz von Elektroden, die auf Basis von Grünschnitt hergestellt wurden, in Biobrennstoffzellen auf Kläranlagen.
Der Forschungsverbund hat zwei Hauptziele.Einerseits will man wissenschaftlich-technologisch nachweisen, wie sich Grünschnitt als Biomaterial, das massenhaft anfällt und nicht für die Nahrungsmittelproduktion gebraucht wird, wirtschaftlich für Fermentationen nutzen lässt.Auf einer zweiten Arbeitsebene, der Elektro-Biotechnologie, geht es darum, den Grünschnitt als Rohstoff für die Herstellung von Elektroden zu erforschen.

E-Mail: dirk.holtmann@lse.thm.de

(nach oben)


Neues Softwaretool zur Bewertung des Einsatzes von mineralischen Ersatzbaustoffen

Zur Bewertung des Einsatzes von mineralischen Ersatzbaustoffen (MEB) steht jetzt kostenlos eine anwenderfreundliche Software zur Verfügung – das Excel-basierte BEMEB-Tool (Bewertung des Einbaus mineralischer Ersatzbaustoffe).Dieses Tool wurde im Rahmen des Vorhabens „Evaluierung der Bewertungsverfahren im Kontext mit der Verwertung mineralischer Abfälle in/auf Böden, Teil II: Modellierung der Stoffmigration und Erarbeitung eines DV-gestützten Leitfadens Stofffreisetzungsverhalten mineralischer Abfälle“ entwickelt.Es bildet das seit 1998 entwickelte wissenschaftliche Fachkonzept zur Bewertung der Einsatzmöglichkeiten von MEB und Bodenmaterialien benutzerfreundlich ab.Neben einer Standardbewertung sind auch Einzelfallbetrachtungen möglich.Beim Einsatz in der Routine (festgelegte Einbauweisen in der geplanten Ersatzbaustoffverordnung) werden die materiellen Anforderungen an einen Boden- und Grundwasserschutz erfüllt.Wird das Softwaretool mit eigenen Daten gespeist, kann auch hier ein medienschutzbasierter Einsatz prognostiziert werden.

(nach oben)


Neue DGUV-Regeln veröffentlicht

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat neue Veröffentlichungen herausgebracht, die für Abwasserentsorger von Interesse sind:
Die DGUV Regel 103-602 „Branche Abwasserentsorgung“ beschreibt die Gefährdungen sowie die zu treffenden Maßnahmen, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Abwasserentsorgung zu gewährleisten.Dabei reichen die Gefährdungen in der Branche von biologischen und chemischen Gefahrstoffen sowie Explosionsgefahren.Insbesondere wird auf die Themen Arbeiten in umschlossenen Räumen sowie das Retten von Beschäftigten aus Kanälen und Schächten eingegangen.
Die DGUV Information 213-106 erklärt detailliert, wie ein Explosionsschutzdokument korrekt erstellt werden kann.Ein Explosionsschutzdokument nach Gefahrstoffverordnung ist erforderlich, wenn ohne Anwendung von Schutzmaßnahmen gefährliche explosionsfähige Gemische entstehen oder schon vorhanden sein können.

(nach oben)


Online-Umfrage zu „Cyberversicherungen“

Mit dem Bedarf kleiner und mittlerer Unternehmen an „Cyberversicherungen“ befasst sich eine Studentin der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart in ihrer Bachelorarbeit.Um an Daten auch aus der Wasserwirtschaft zu kommen, die sie im Rahmen ihrer Arbeit auswerten möchte, führt sie unter dem Titel „Unternehmensindividuelle Bedarfsermittlung einer Cyberversicherung für kleine und mittlere Unternehmen“ eine Online-Befragung durch.Dabei geht es ausschließlich um eine empirische Erhebung für Zwecke der Bachelorarbeit:

https://www.umfrageonline.com/s/ccc61d4

(nach oben)


Baden-Württemberg: Budget für Bauprogramm 2020 der Landesbetriebe Gewässer aufgestockt

Für geplante Baumaßnahmen an Gewässern erster Ordnung erhalten die Landesbetriebe Gewässer bei den vier Regierungspräsidien im Land Baden-Württemberg weitere Haushaltsmittel in Höhe von 88 Millionen Euro.Das Geld stammt aus dem Aufkommen des Wasserentnahmeentgelts und des Wassernutzungsentgelts.Es muss für wasserwirtschaftliche und gewässerökologische Belange des Landes verwendet werden.Das teilte das Landesumweltministerium am 6.Mai 2020 mit.

Für Hochwasserschutzmaßnahmen sowie gewässerökologische Maßnahmen an den Gewässern erster Ordnung hat das Land in den vergangenen Jahren die Mittel mehr als verdreifacht – von rund 25 Millionen Euro im Jahr 2011 auf derzeit etwa 88 Millionen Euro.

Die aktuell zur Verfügung gestellten Landesmittel fließen in die geplanten Baumaßnahmen des Integrierten Rheinprogramms, die Ertüchtigung der landeseigenen Dämme, mehr als 100 gewässerökologische Maßnahmen und knapp 60 Maßnahmen zur Verbesserung des technischen Hochwasserschutzes.Darüber hinaus können die Landesbetriebe Gewässer mit den Geldern in landeseigene Messstationen, Bauwerkssanierungen und Grunderwerb investieren sowie notwendige Maschinen und Geräte beschaffen.

Knapp 28 Millionen Euro der weiteren Landesmittel stehen den Landesbetrieben Gewässer im Jahr 2020 zur Verfügung.Die übrigen 60 Millionen Euro sind Verpflichtungsermächtigungen für Ausgaben in den Jahren 2021 bis 2023.

Für Hochwasserschutz- und Ökologiemaßnahmen an Gewässern zweiter Ordnung stellt das Land den Kommunen in diesem Jahr Haushaltsmittel in Höhe von knapp 50 Millionen Euro zur Verfügung.Für Maßnahmen an größeren und kleineren Gewässern zusammen stehen im Jahr 2020 damit insgesamt knapp 138 Millionen Euro bereit.

(nach oben)


Mecklenburg-Vorpommern: „AG Dürre“ erneut zusammengerufen

In Mecklenburg-Vorpommern soll die „AG Dürre“ erneut installiert werden.Das kündigte Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus am 24.April 2020 an.Die AG Dürre besteht aus Vertretern des Landesbauernverbandes sowie Mitarbeitern der Landesforschungsanstalt und des Landwirtschaftsministeriums.Grund für die Wiedereinberufung ist die Frühjahrstrockenheit, die das dritte Jahr hintereinander aufgetreten ist.Das Wasserdefizit in den Böden aus den Jahren 2018 und 2019 wurde durch die Niederschläge im Herbst 2019 und Januar/Februar 2020 nicht ausgeglichen und verstärkt daher die negativen Folgen insbesondere auf den leichteren Standorten.„Weite Landesteile werden hier für den Gesamtboden (bis 1,8 m Tiefe) und für den Oberboden (bis 25 cm Tiefe) nicht mehr als ungewöhnlich trocken, sondern als Dürre unterschiedlicher Ausprägung, bis hin zur außergewöhnlichen Dürre – im äußersten Osten – klassifiziert,“ so Backhaus.

(nach oben)


DWA-Zeitschriften downloaden und online lesen

Die DWA-Zeitschriften gibt es nicht nur gedruckt, sondern auch digital zum Download des ganzen Hefts oder einzelner Beiträge von der Website der DWA (Mitgliederbereich).Außerdem können die Verbandszeitschriften per App auf mobilen Endgeräten gelesen werden.Diese Möglichkeiten dürften besonders in Zeiten von verstärktem Arbeiten im Home Office attraktiv sein – und ein Anreiz, persönliches Mitglied zu werden.Aktuelle Nachrichten (Rubriken „Spektrum“ und „Personalien“) der Zeitschriften KA und der KW stehen ohne Zugangsbeschränkungen im Internet, hier oft mit Links auf weiterführende Informationen und Originaltexte, und können als Newsletter oder RSS-Feed abonniert werden.Ein Bonus ist, dass auf der Nachrichten-Website der DWA-Zeitschriften mehr Nachrichten stehen, als in den Heften gedruckt erscheinen können.

Website der DWA: www.dwa.de
Mitgliederbereich der DWA-Website: https://www.dwadirekt.de
Apps der DWA: https://de.dwa.de/de/apps.html
Mitglied werden: https://de.dwa.de/de/ mitglied-werden.html
Aktuelle Nachrichten: www.gfa-news.de

(nach oben)


EU-Rat: Neue Vorschriften zur Wiederverwendung von Wasser verabschiedet

Die EU leitet neue Schritte gegen das Risiko von Wasserknappheit bei der landwirtschaftlichen Bewässerung ein.Der Rat hat am 8.April 2020 im schriftlichen Verfahren eine Verordnung angenommen, die die Verwendung von behandeltem kommunalem Abwasser (aufbereitetem Wasser) für die landwirtschaftliche Bewässerung erleichtern soll.
Die Regeln sollen in Europa zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft entspricht, soll die Verfügbarkeit von Wasser verbessern und Anreize für eine effizientere Wassernutzung schaffen.Wenn sichergestellt wird, dass insbesondere bei Hitzewellen und schweren Dürren genügend Wasser für die Bewässerung von Feldern zur Verfügung steht, können Ernteausfälle und Lebensmittelknappheit vermieden werden, so die EU in einer Pressemitteilung.

Da geografische und klimatische Bedingungen in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich sind, kann ein Mitgliedstaat auch entscheiden, dass der Einsatz von aufbereitetem Wasser für die landwirtschaftliche Bewässerung in manchen Landesteilen oder im gesamten Land nicht zweckmäßig ist.
Die Verordnung muss noch vom Europäischen Parlament angenommen werden, bevor sie im Amtsblatt veröffentlicht werden kann.

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200408_001

(nach oben)


Corona-Krise: Regelmäßige Videokonferenzen in Rheinland-Pfalz

Eine regelmäßige Videokonferenz für die Bereiche Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung mit allen betroffenen Verbänden, darunter der DWA-Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, hat die Abteilung Wasserwirtschaft des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums eingerichtet. Dabei soll gemeinsam über Vorkommnisse, aktuelle Entwicklungen sowie möglicherweise erforderliche Maßnahmen gesprochen werden.Eventuelle Probleme sollen dadurch noch schneller erkannt werden, um frühzeitig reagieren zu können. So konnten bereits Informationen zum Einsatz von Schlüsselpersonal in den systemrelevanten Berufen in der Corona-Krise und zur Sicherstellung der Betriebssicherheit der wasserwirtschaftlichen Anlagen vermittelt werden.

(nach oben)


In die Toilette gehört Toilettenpapier – und sonst nichts!

„Feuchttücher, Küchenpapier, Taschentücher und andere Behelfsmittel haben in der Toilette nichts zu suchen.In die Toilette gehört Toilettenpapier – und sonst nichts! Andere Materialen führen zu Verstopfungen in der Kanalisation, die dann mit viel Personalaufwand beseitigt werden müssen, um eine sichere Abwasserentsorgung zu gewährleisten.“ Prof.Uli Paetzel, Präsident der DWA, weist vor dem Hintergrund der mit den Hamsterkäufen verbundenen Engpässe bei Toilettenpapier auf die erheblichen Probleme hin, die andere Materialen in der Kanalisation und auf den Kläranlagen verursachen.Vereinzelt melden Abwasserentsorger bereits zunehmende Probleme mit verstopften Pumpen und Kanälen.Zudem gehen bei den Entsorgungsunternehmen zahlreiche Anfragen bezüglich alternativer Hygieneartikel ein.
Feuchttücher und andere Papiere verstopfen Rohre und Kanäle und verfangen sich in den Abwasserpumpen.Viele Papiere und Tücher sind aus extra reißfestem Material, zudem lösen sich die Tücher auch nach langer Zeit im Wasser nicht auf.Die zähen Stränge belasten die Pumpen und bringen diese letztendlich zum Stillstand.Es kostet Zeit und viel Geld, die Pumpen wieder in Betrieb zu nehmen, damit das Abwasser wieder zur Kläranlage fließen kann und die sichere Abwasserentsorgung gewährleistet ist.Bundesweit entstehen den Abwasserunternehmen hierdurch jährlich Kosten in mehrstelliger Millionenhöhe.

Die durch die Hamsterkäufe verursachte „Toilettenpapierkrise“ verschärft die seit Jahren bestehende grundlegende Problematik aktuell deutlich.Die DWA-Mitgliedsunternehmen berichten verstärkt über Probleme aufgrund der Verwendung ungeeigneter Hygieneartikel und deren Entsorgung über die Toilette.
Der wissenschaftlicher Fachverband der Abwasserentsorgung ruft aus diesem Grund dazu auf, auch bei kurzfristiger Knappheit an Toilettenpapier keine anderen Stoffe über die Toiletten zu entsorgen.„Tragen Sie dazu bei, dass die Abwasserentsorgung reibungslos funktioniert.Dies gilt grundsätzlich, und insbesondere vor dem Hintergrund der aufgrund der Corona-Krise angespannten Gesamtlage“, so die klare Botschaft der DWA.

Die DWA unterstützt die Abwasserunternehmen vor Ort mit Informationsmaterial für die Öffentlichkeitsarbeit.Die Flyer „Hilfe, Feuchttücher und Co.!“ und „Vorsicht, Pumpenkiller“ schildern prägnant die Problematik und geben Tipps und Handlungsempfehlungen für den richtigen Umgang mit Hygienetüchern.Die Flyer „Weg damit! Aber richtig.“ und „Was kann in die Toilette“ (in elf Sprachen) fassen knapp zusammen, was in die Toilette gehört, und was über andere Wege entsorgt werden muss.Kernaussage: In die Toilette gehören menschliche Ausscheidungen und Toilettenpapier – und sonst nichts!

(nach oben)


Nordrhein-Westfalen: neue Landesdüngeverordnung

Statt Gießkannenprinzip definierte Gebiete, in denen zusätzliche Anforderungen zum Grundwasserschutz zielgenau umgesetzt werden können, so fasste Nordrhein-Westfalens Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) die Anpassung der Landesdüngeverordnung zusammen, die am 31.März 2020 in Kraft getreten ist.Damit wird eine stärkere Binnendifferenzierung nitratbelasteter Gebiete auf Basis neuer Messungen und Modellierungen umgesetzt, so das Umweltministerium.

Ausgangspunkt für die differenzierte Betrachtung der nitratbelasteten Gebiete waren die zwischenzeitlich vorgelegten neuen Monitoring-Ergebnisse zur Bewertung des chemischen Zustands der Grundwasserkörper.Danach ist der Anteil der nitratbelasteten sogenannten „roten“ Grundwasserkörper in Bezug auf die Fläche Nordrhein-Westfalens von knapp 42 Prozent im Monitoringzyklus der Jahre 2007-2012 auf aktuell knapp 26 Prozent im aktuellen dritten Monitoringzyklus der Jahre 2013-2018 zurückgegangen.

Auf Basis dieser Ergebnisse sowie von Modellierungen hat das Umweltministerium in Zusammenarbeit mit dem Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen (LANUV) eine Binnendifferenzierung in den belasteten und landwirtschaftlich beeinflussten Gebieten vorgenommen und darauf aufbauend eine neue Gebietskulisse skizziert.Konkret wurden Flächen identifiziert, in denen auch bei Einhaltung der aktuell geltenden Anforderungen der Düngeverordnung eine Überschreitung der Nitratgrenzwerte besteht oder zu erwarten ist und daher zusätzliche Maßnahmen notwendig sind.Die Bewertung und Differenzierung erfolgt auf Feldblockebene.Dadurch werden etwa 90 Prozent aller nitratbelasteten Messstellen abgedeckt.

(nach oben)


Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ ausgeschrieben

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ ausgeschrieben.Das Ministerium verfolgt damit das Ziel, die Daseinsvorsorge in Kommunen und Regionen durch eine nachhaltige Entwicklung zu stärken und damit zu gleichwertigen Lebensverhältnissen im ganzen Land beizutragen.Angesprochen sind vor allem Kommunen, die aufgrund struktureller Veränderungen vor besonderen Herausforderungen stehen.Ein weiteres Ziel dieser Fördermaßnahme ist die Stärkung der Kommunen in ihrer Rolle als Initiatoren, Partner und Adressaten von Forschung, Entwicklung und Innovation.Dabei wird eine Kooperation der Kommunen mit wissenschaftlichen Einrichtungen erwartet.

Förderfähige Projektvorschläge müssen daher darlegen, inwieweit sie zur Daseinsvorsorge und gleichzeitig zum Beispiel zu mehr Energie- oder Ressourceneffizienz, einer Stärkung der Kreislaufwirtschaft, einer Verbesserung des Klimaschutzes oder einer Minderung der Flächeninanspruchnahme beitragen.Antragsberechtigt sind insbesondere Kommunen (Städte bis maximal 100 000 Einwohner, Gemeinden, Landkreise), kommunale Eigenbetriebe, Zusammenschlüsse, die nur aus Kommunen gebildet werden, Betriebe, Unternehmen und sonstige Einrichtungen, die zu 100 % in kommunaler Trägerschaft stehen.

Bis zum 30. Juni 2020 können Projektskizzen vorgelegt werden.
https://www.bmbf.de/foerderungen/ bekanntmachung-2882.html

(nach oben)


INVITE (Digitale Plattform Berufliche Weiterbildung) gestartet

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Förderrichtlinie zum Innovationswettbewerb INVITE (Digitale Plattform Berufliche Weiterbildung) veröffentlicht.Der Innovationswettbewerb adressiert drei Entwicklungsfelder und ein Metavorhaben:
Entwicklungsfeld 1: Vernetzung von Weiterbildungsplattformen
Entwicklungsfeld 2: Entwicklung und Erprobung plattformbezogener Innovationen
Entwicklungsfeld 3: Entwicklung und Erprobung von KI-unterstützen Lehr- Lernangeboten
Metavorhaben: Entwicklungsorientierte Begleitforschung zu Standards eines innovativen digitalen Weiterbildungsraumes

Für alle an einer Antragstellung Interessierten wird das BMBF ein Format anbieten, das der weiteren Information, dem Austausch und der Verabredung von Kooperationen zwischen den potenziellen Antragstellenden dienen soll.Informationen zu diesem Angebot werden zeitnah auf der Website des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zu INVITE bereitgestellt.Bis zum 15.September 2020 können Projektskizzen eingereicht werden.Diejenigen, die positiv bewertet wurden, werden schließlich aufgefordert, einen förmlichen Antrag auf Projektförderung einzureichen.Die ausgewählten Projekte sollen 2021 starten können.Für die Projekte in den drei Entwicklungsfeldern beträgt die Laufzeit bis zu 36 Monate, für die Begleitforschung ist eine Laufzeit von bis zu 42 Monaten vorgesehen.Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist mit der fachlichen und administrativen Begleitung des Wettbewerbs beauftragt.

(nach oben)


Baden-Württemberg: Regelungen zur Aufrechterhaltung des Betriebs von Anlagen zum Hochwasserschutz veröffentlicht

Mit einer Handlungsempfehlung an die Wasserbehörden bei den Regierungspräsidien und den Stadt- und Landkreisen möchte das baden-württembergische Umweltministerium gewährleisten, dass die Anlagen zum Hochwasserschutz im Land auch während der Corona-Krise einsatzfähig bleiben.Von zentraler Bedeutung sei, so Landesumweltminister Franz Untersteller, dass jederzeit genügend qualifiziertes Personal für die Bedienung der Schutzanlagen zur Verfügung stehe.
Neben den allgemein bekannten Hygieneregeln und der Beachtung der infektionsschützenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus empfiehlt das Umweltministerium unter anderem Folgendes:
Die jeweiligen kommunalen Alarm-und Einsatzpläne sollten hinsichtlich möglicher Schwachstellen untersucht werden.Es muss sichergestellt werden, dass die Leitstäbe im Hochwasserfall personell besetzt werden können. Die technische Einsatzbereitschaft der Hochwasserschutzanlagen ist regelmäßig zu prüfen.Es ist sicherzustellen, dass die Anlagen zu vorgegebener Zeit in Einsatz gehen können.Darüber hinaus sollten sich die zuständigen Anlagenbetreiber auf einen möglichen Hochwassereinsatz vorbereiten und sich bereits frühzeitig durch einen ausreichenden Vorrat an Material wie Sand, Säcke und Treibstoffe absichern.

Den Betreibern von Hochwasserrückhaltebecken wird empfohlen, den Zutritt zu den Steuerzentralen für Besucherinnen und Besucher zu verbieten und Anlagen vorsorglich abzusperren.Sie sollen Notfallpläne und Notfallhandbücher erstellen, Notfallteams aufbauen und eine Vorsorgequarantäne planen.

Die Landesanstalt für Umwelt Baden- Württemberg hat organisatorische Vorkehrungen getroffen, um den Betrieb des Pegel- und Datendienstes, der Hochwasservorhersagezentrale und des Hochwasserlagezentrums sicherzustellen.

(nach oben)


Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Hannover im Bau

In Hannover-Lahe soll eine Klärschlamm- Monoverbrennungsanlage gebaut werden.Der Regelbetrieb der Anlage soll bereits zum Jahreswechsel 2022/2023 aufgenommen werden.In der Anlage sollen jährlich ca.130 000 Tonnen entwässerter kommunaler Klärschlamm (ca.30 000 Tonnen Trockenmasse) thermisch behandelt werden.Bauherr ist die enercity Contracting GmbH; diese hat die sludge2energy GmbH – ein Joint Venture der Huber SE und der WTE Wassertechnik GmbH – mit dem Bau beauftragt.Möglich sein soll die Phosphorrückgewinnung.Zudem leistet die Anlage durch die in der Prozesskette rückgewonnene Wärme einen Beitrag zur Versorgung des regionalen Fernwärmenetzes: 3500 Haushalte sollen beheizt werden.

(nach oben)


Förderung von Projekten zum Thema „Digital Green Tech“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung möchte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Thema „Digital GreenTech – Umwelttechnik trifft Digitalisierung“ fördern.Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, in denen Experten für Umwelttechnik und Experten für Informations- und Kommunikationstechnik (zum Beispiel Sensorik, Mikrotechnik, Robotik, Künstliche Intelligenz) zusammenwirken, um integrierte Lösungen zu entwickeln.Diese sollen nachweisbar zu einer nachhaltigeren Nutzung von Wasser, Energie oder Rohstoffen bzw.zur Minderung von Umweltbelastungen in den Bereichen Wasser-und Kreislaufwirtschaft, Geotechnologien und Landmanagement führen.Völlig neuartige Ansätze sind besonders erwünscht.Von den Projekten wird eine nachvollziehbare Beschreibung des Nachhaltigkeitspotenzials anhand geeigneter Indikatoren erwartet.Gefördert werden Einzel- und Verbundprojekte.In einer zusätzlichen Förderlinie können Kurzprojekte mit einer maximalen Laufzeit von sechs Monaten gefördert werden.Ziel dieser Kurzprojekte ist die Ausarbeitung eines Konzeptes und das Gewinnen von Partnern.Bis zum 30.April 2020 und dem 31.Oktober 2021 können Projektskizzen eingereicht werden.Das BMBF betont, dies seien keine Ausschlussfristen, nach dem jeweiligen Zeitpunkt eingehende Vorschläge können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

https://www.bmbf.de/foerderungen/ bekanntmachung-2879.html

(nach oben)


Baden-Württemberg: deutlich mehr Förderzuschüsse für Wasserwirtschaft und Altlastensanierung

Es ist eine Rekordsumme, die das Umweltministerium Baden-Württemberg in diesem Jahr an Zuschüssen in seinem Förderprogramm „Wasserwirtschaft und Altlasten“ an die Kommunen vergibt.Mit den bewilligten 188,9 Millionen Euro werden in Städten und Gemeinden Investitionen von rund 300 Millionen Euro ausgelöst, so das Ministerium.Mit rund 88 Millionen Euro werden dieses Jahr Maßnahmen im Abwasserbereich gefördert.Knapp 50 Millionen Euro gehen in den Bereich Hochwasserschutz und Gewässerökologie, fast 40 Millionen in die Wasserversorgung und gut 11 Millionen in die Altlastensanierung.

(nach oben)


Coronavirus: Beschäftigte von externen Betrieben in den betrieblichen Informationsketten berücksichtigen

In vielen Betrieben sind neben der Stammbelegschaft auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von externen Betrieben, zum Beispiel Handwerksbetriebe oder Zeitarbeitsfirmen tätig.Auch diese Personen müssen über die Maßnahmen informiert sein, die aktuell im Betrieb hinsichtlich des Coronavirus getroffen werden.Darauf weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im Rahmen ihrer Kampagne „kommmitmensch“ hin.Rechtsgrundlage hierfür ist § 8 des Arbeitsschutzgesetzes.Die entsprechenden Informationsketten müssen in Zusammenarbeit mit den externen Betrieben in der betrieblichen Pandemieplanung berücksichtigt sein.Konkret müssen insbesondere folgende Informationen an externe Betriebe und deren Beschäftigte kommuniziert werden, wenn sie im Betrieb tätig sind:
Gibt es Veränderungen in den Betriebsabläufen, die sich auf die Zusammenarbeit auswirken?
Gibt es im Betrieb besondere Infektionsrisiken, die zu beachten sind?
Wer ist im Betrieb zu informieren, falls ein Verdachts- oder Erkrankungsfall bei externen Beschäftigten oder Selbstständigen auftritt?
Wie wird informiert, falls in der Stammbelegschaft ein Verdachts-oder Erkrankungsfall auftritt?

Weitere Hinweise zum Umgang mit Infektionsgefahren bei der Arbeit:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200320_001
www.kommmitmensch.de

(nach oben)


DVGW und DWA unterstreichen gute Zusammenarbeit

Die technisch-wissenschaftlichen Spitzenverbände der Wasserwirtschaft arbeiten auch zukünftig eng zusammen.Eine entsprechende umfassende Kooperationsvereinbarung, die verschiedene bereits bestehende Vereinbarungen zusammenfasst, wurde im März 2020 vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) unterzeichnet.Kooperationen und gegenseitige Unterstützung seien besonders in schwierigen Zeiten wichtig und wertvoll, betonten die Repräsentanten beider Verbände vor dem Hintergrund der Corona-Krise.

DVGW und DWA sind als Regelsetzer wichtige Organisationen innerhalb der Wasserwirtschaft, ihre Aufgabengebiete ergänzen sich unmittelbar.Mit der Kooperation sollen vor allem die technisch-wissenschaftlichen und politisch-öffentlichkeitswirksamen Dienstleistungen für das Wasserfach auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene verstärkt werden.Bei politisch relevanten Themen wollen DVGW und DWA mit gleicher Zielrichtung agieren, um die Interessen der Wasserwirtschaft mit größerem Nachdruck in die öffentliche Diskussion einzubringen.

Mit der Kooperation setzen DVGW und DWA auch die Ende 2014 beschlossene Innovation Circle (WIC) fort.Im Fokus dieser Austausch- und Transferplattform stehen die Vernetzung und Einbindung aller an der Wasserforschung beteiligten Institutionen und Akteure.Ziel ist, den Forschungs- und Innovationsbedarf der Wasserwirtschaft gemeinsam zu identifizieren, an Forschungsmittelgeber wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zu adressieren und den Forschungstransfer in die Wasserwirtschaft zu intensivieren.

Im Fokus der Kooperation stehen weiterhin die Nachwuchsgewinnung und der Erhalt des Fachwissens in der Wasserwirtschaft.Gemeinsame Bildungs-und Veranstaltungsangebote sowie eine enge Zusammenarbeit bei der Politikberatung und Öffentlichkeitsarbeit sind ebenfalls Kooperationsfelder.

(nach oben)


Keine erhöhte Corona-Infektionsgefahr auf Kläranlagen

Für Mitarbeiter der Abwasserentsorgung besteht bezüglich des Coronavirus keine erhöhte Infektionsgefahr.„Abwasser ist immer mit Viren, Keimen und anderen Erregern belastet.Die Arbeitsschutzvorschriften sind daher auf das sichere Arbeiten in diesem Umfeld ausgelegt.Bei Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften und Umsetzung der Best-Practice-Empfehlungen besteht daher kein erhöhtes Infektionsrisiko für Mitarbeiter auf Kläranlagen und in der Kanalisation“, betont Wolfgang Schlesinger, Obmann des DWA-Fachausschusses BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“.
Nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung ist zudem kein besonderes Übertragungsrisiko für Corona über den Abwasserpfad gegeben.Dies hat Christian Drosten, Virologe der Berliner Charité, in seinem täglichen NDR-Podcast am 25.März umfassend erläutert.Das Coronavirus ist laut Drosten zwar im Stuhl sehr gut nachweisbar und eignet sich damit auch gut für diagnostische Informationen.Es handelt sich dabei aber um kein infektiöses Virus.Zum Nachweis hat Drostens Forschungsteam eine entsprechende Probe auf Zellkulturen gegeben, um zu prüfen, ob das Virus dort lebend anwächst.„Und das tut es nicht“, so die klare Aussage des Virologen.

Am 31.März hat die „Welt“ unter dem Titel „Forscher finden Coronaviren im Abwasser – und wittern eine Chance“ über den Nachweis von genetischem Material des Coronavirus auf der Kläranlage der niederländischen Kommune Amersfoort berichtet.Dieser Bericht hatte sowohl in der Branche als auch in der Öffentlichkeit zu einer gewissen Verunsicherung bezüglich des Infektionsrisikos über Abwasser geführt.Die DWA stellt aus diesem Grund noch einmal klar, dass sowohl aufgrund des vorhandenen und bewährten Arbeitsschutzes in der Abwasserwirtschaft als auch aufgrund des aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstandes keine erhöhte Infektionsgefahr über den Abwasserpfad besteht.

Die entsprechenden Handlungsanweisungen zur Arbeitssicherheit auf Kläranlagen hat der DWA-Fachausschuss „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ in seinen Best-Practice-Empfehlungen für die betriebliche Umsetzung der TRBA 220 (Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in abwassertechnischen Anlagen) zusammengefasst.Zu den wesentlichen Elementen des Arbeitsschutzes für die Mitarbeiter der Abwasserwirtschaft zählt neben den technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen die persönliche Schutzausrüstung, insbesondere Atemschutz, Einwegschutzanzüge und Desinfektionsmittel.Die Lieferketten für diese Ausrüstung ist aktuell aber zum Teil unterbrochen, Abwasserentsorgungsunternehmen melden verstärkt Probleme bei der Beschaffung dieser für die Arbeitssicherheit unerlässlichen Artikel.

Eine sichere Abwasserentsorgung ist systemrelevant, Kanalisation und Kläranlagen zählen zur kritischen Infrastruktur Die Betriebe vor Ort sind organisatorisch, personell und technisch gut aufgestellt und verfügen über Pandemie-Notfallpläne.Lieferengpässe im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung und bei Desinfektionsmitteln könnten die Gewährleistung der sicheren Abwasserentsorgung aber gefährden.Als wesentliches Element der kritischen Infrastruktur muss die Abwasserwirtschaft beim Bezug dieser absolut arbeitsnotwendigen Artikel und Materialien vorrangig behandelt werden, die Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort darf nicht durch Lieferengpässe gefährdet werden.

(nach oben)


Covid-19-Pandemie: Sicheres Arbeiten an Abwasserleitungen

In der letzten Zeit wurden immer neue Fragen zu einer möglichen Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2 gestellt.Verständlicherweise wurde auch gefragt, wie sicher es ist, während der Covid- 19-Pandemie Arbeiten an Abwasserleitungen durchzuführen.Die DWA, der BTGA (Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V.) und der ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima) haben dazu eine gemeinsame Verbändeempfehlung erarbeitet.
Nach aktuellem Kenntnisstand werden Coronaviren durch Tröpfcheninfektion übertragen.Inwiefern Abwasser infektiös sein kann, hängt stark von der Überlebensfähigkeit der Krankheitserreger ab.Dazu gibt es leider im Falle des Erregers SARS-CoV-2 noch nicht genügend Informationen.Allerdings ist im Abwasser generell eine Vielzahl von Keimen und Krankheitserregern enthalten.Das erfordert schon im Regelfall eine besondere Vorsicht.
Nach allen derzeit den Verbänden DWA, BTGA und ZVSHK vorliegenden Informationen besteht kein erhöhtes Infektionsrisiko mit dem neuen Coronavirus, wenn die gängigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingehalten werden: Dazu zählen das Tragen von Schutzbekleidung und häufiges Händewaschen.Außerdem sollte der Hautkontakt mit Abwasser oder das Verschlucken von Abwasser komplett vermieden werden.

Aktuelle Empfehlungen und Ausarbeitungen des DWA-Fachausschusses BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200409_004

(nach oben)


Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes soll Nitratbelastung der Gewässer reduzieren

Die Bundesregierung hat einen Entwurf zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes beschlossen. Der von Bundesumweltministerin Schulze vorgelegte Gesetzentwurf soll die Nitratbelastung der Gewässer reduzieren, so das Bundesumweltministerium am 11. März 2020 in einer Pressemitteilung. Für landwirtschaftlich genutzte Flächen, die an Gewässer angrenzen und eine Hangneigung von durchschnittlich mindestens fünf Prozent aufweisen, wird eine verpflichtende Begrünung in einem Bereich von fünf Metern an den Ufern vorgeschrieben. Dies soll verhindern, dass Düngemittel in die Gewässer geschwemmt werden. Die begrünten Flächen können anderweitig genutzt werden, etwa als Weideflächen. Das Gesetz dient zur Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 21. Juni 2018 im Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen einer unzureichenden Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie. Das Gesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrates, der am 3. April parallel zur Düngeverordnung darüber entscheiden soll. Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass die Kommission von einer Zweitklage und damit verbundenen Zwangsgeldern gegen Deutschland absehen könnte, wenn beide Vorhaben bis dahin beschlossen würden.

(nach oben)


Spurenstoffe im Abwasser und Plastik im Boden als Zukunftsprobleme

Hersteller und Händler müssten stärker in die Pflicht genommen werden bei der Reduzierung von Schadstoffen, die in Boden und Gewässer eindringen. Darin waren sich die Sachverständigen am 11. März 2020 bei einem Fachgespräch des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung einig. „Vermeiden ist günstiger als reparieren“, meinte Issa Nafo (Emschergenossenschaft/Lippeverband).

Die 10 000 Kläranlagen in Deutschland reinigten das Abwasser zwar auf einem sehr hohen Standard, sagte Nafo. Doch seien sie nicht in der Lage, alle Spurenstoffe herauszufiltern, wobei Arzneimittel, Kosmetika oder Pflanzenschutzmittel die größten Probleme verursachten. In den Kläranlagen werde 200 Substanzen nachgespürt. Der Sachverständige sagte voraus, der Trend zu einer Zunahme beim Medikamentengebrauch werde sich in den Kläranlagen niederschlagen. Er kritisierte den hohen Einsatz von Antibiotika und hob hervor, dass bei Internetrecherchen oft ein Zusammenhang von Antibiotika und Grippebekämpfung hergestellt werde, obwohl dies nicht zutreffe. Forderungen nach einer vierten Reinigungsstufe in den Kläranlagen erteilte Nafo eine Absage. Auch sie könne nicht alle Stoffe zurückhalten, sei zudem sehr teuer und verbrauche in erheblichem Umfang Energie. Der Vorschlag sei weder wirtschaftlich, noch ökologisch sinnvoll. Für die Herstellerseite müsse es Anreize geben, sich am Schutz von Böden und Gewässern zu beteiligen. Ohne Anreize gebe es keine Innovation

Jörg Rehberg vom Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft verwies auf die starke finanzielle Bedeutung beim Blick auf die Kläranlagen. Wenn sie eine vierte Reinigungsstufe einrichteten, müssten die Bürger mit einer Steigerung der Abwassergebühr um zehn Prozent rechnen. Dabei seien nicht sie in erster Linie die Verursacher, sondern die Hersteller. Rehberg schlug deshalb einen Fonds vor. In ihn sollten Hersteller und Händler einzahlen – und zwar entsprechend der Schädlichkeit der einzelnen Spurenstoffe. Er verglich dies mit dem Emissionshandel. Das Geld könne für Maßnahmen zu mehr Gewässerschutz verwendet werden.

Plastik in Böden etwa durch Reifenabrieb in Straßennähe oder durch die Verwendung von Folien in Landwirtschaft und Gartenbau benannte Prof. Berndt-Michael Wilke, Präsident des Bundesverbandes Boden, als großes Problem der Zukunft. Der Umgang mit dieser Problematik stecke noch in den Anfängen. Wilke verwies auf laufende Forschungsvorhaben. Noch fehle es an Untersuchungen, die genau über die Auswirkungen auf Menschen und Bodentiere Auskunft geben könnten.

Einen Schwerpunkt im Fachgespräch bildete die Nitrat-Problematik. Die Nitratwerte stiegen seit Jahrzehnten, sagte Rehberg. Der direkte Zusammenhang zwischen landwirtschaftlicher Intensivnutzung des Bodens und hohen Nitratwerten sei wissenschaftlich belegt. Deutschland müsse die EU-Richtlinie unverzüglich umsetzen. Er beklagte, dass die Bundesregierung an Ausnahmen denke und die Einbeziehung aller Düngemittel lückenhaft sei. Die Frage sei, wer geschützt werden solle: die Gewässer oder einzelne Betriebe. Nitrat bedeute ein Riesenproblem für die Wasserversorgung, wobei es bisher nur um die Spitze eines Eisbergs gehe. Der Wert erhöhe sich im Laufe der Jahre.

Die aktuelle Diskussion um die Platzierung von Nitrat-Messstellen helfe nicht weiter, meinte Rehberg. Die Messstellen würden seit Jahrzehnten betrieben – vermehrt dort, wo es um die Trinkwasserversorgung gehe. Selbst wenn die eine oder andere Messstelle an einem ungünstigen Ort stehe, ändere das nichts an der großen Tendenz – der Zunahme der Nitratwerte.

(nach oben)


Preis „Regenerative Energien“ – Projekte zur Energiegewinnung aus Abwasser gesucht

Projekte, bei denen Energie aus Abwasser gewonnen wird, können sich bis zum 30. Juni 2020 um den Preis „Regenerative Energien 2020″ bewerben. Eingereicht werden können bereits abgeschlossene Projekte und Projekte, die sich noch in der Leistungsphase 8 der HOAI befinden, die allesamt jünger als drei Jahre sind. Der Preis wird vom Verband kommunaler Immobilien-und Gebäudewirtschaftsunternehmen e. V. (VKIGI) ausgelobt und ist mit 3000 Euro dotiert.

Weitere Informationen:
E-Mail: rainer.korte@vkig.de

(nach oben)


Pandemiemaßnahmen in Abwasserbetrieben

In Ergänzung zu den Hinweisen zu Corona-Virus und Abwasser (KA 4/2020, S. 261) hat der DWA-Fachausschuss BIZ-4 „Arbeits-und Gesundheitsschutz“ neue Hinweise erarbeitet: „Pandemiemaßnahmen in Abwasserbetrieben“. Diese stehen auf der Website der DWA. Dipl.-Ing. Wolfgang Schlesinger, der Obmann des Fachausschusses, hat sich als Kontaktperson für die DWA zu dieser Problematik zur Verfügung gestellt:

E-Mail: arbeitsschutz@dwa.de
https://de.dwa.de/de/pandemie maßnahmen-in-abwasserbetrieben.html

Download im pdf-Format:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200318_001

(nach oben)


Umweltpreis „Ökoworld for Future – Wasserpreis 2020″ ausgeschrieben

Der „Ökoworld for Future – Wasserpreis 2020″ ist der Umweltpreis der Ökoworld AG (vormals versiko) aus Hilden, der ethisch-ökologische Projekte und Engagement auszeichnet. Im Jahr 2020 neu aufgelegt, liegt sein Ursprung im versiko-Umweltpreis, der zuletzt im Jahr 1994 vergeben wurde. Dieser Wasserpreis 2020 wertschätzt und fördert herausragende Projekte aus dem Bereich Wasser/ Abwasser. Die Bewerbungsfrist endet am 24. April 2020.
Gefördert werden beispielsweise die Implementierung innovativer Technologien, nachhaltiger Projekte oder Engagement für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit rund um das Thema Nachhaltigkeit im Bereich Wasser/Abwasser. Auch Produkte und (IT-) Dienstleistungen sind willkommen, wenn diese den Fachbereich Wasser/Abwasser tatkräftig und sinnvoll unterstützen. Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber für drei Preiskategorien und Dotierungen von 10 000 Euro bis 25 000 Euro sind Start-Ups, KMUs, Forscher/innen, Studierende, Initiativen, Gruppen, Vereine und ähnliche. Die Vergabe der Preise erfolgt am 17. September 2020 in Düsseldorf.

www.oekoworld.com/code/1505P1399

(nach oben)


EU-Kommission: Deutschland soll Vorschriften zum Schutz von Oberflächengewässern verbessern

Die EU-Kommission fordert Deutschland nachdrücklich auf, seine nationalen Rechtsvorschriften zur Umsetzung der Richtlinie über Umweltqualitätsnormen in der durch die Richtlinie 2013/39/EU geänderten Fassung zu korrigieren. Mit der Richtlinie über Umweltqualitätsnormen in der Wasserpolitik (2008/105/ EG) soll sichergestellt werden, dass die chemische Verschmutzung von Oberflächengewässern keine Gefahr für die aquatische Umwelt oder die menschliche Gesundheit darstellt. Die Kommission hat bei einer Überprüfung der Übereinstimmung der nationalen Rechtsvorschriften mit der Richtlinie in den Mitgliedstaaten festgestellt, dass Deutsch land die Richtlinie nicht ordnungsgemäß in nationales Recht umgesetzt habe. Sie richtete daher ein Aufforderungsschreiben an Deutschland. Das Land hat bis Mitte April Zeit, um Stellung zu nehmen und seine Rechtsvorschriften anzupassen. Andernfalls kann die Kommission beschließen, den deutschen Behörden eine mit Gründen versehene Stellungnahme zu übermitteln.

(nach oben)


Nitrat: vorläufig keine Klage der EU gegen Deutschland

Die Gespräche, die die Bundesministerien für Landwirtschaft und für Umwelt mit der EU-Kommission zur Änderung des Düngerechts geführt haben, sind abgeschlossen. Die EU-Kommission wird auf Grundlage der nun vorliegenden Verordnung keine Klage einleiten. Das teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium am 21. Februar 2020 mit. Der Entwurf der Bundesregierung zum Düngerecht sei fristgerecht über das Bundeskanzleramt dem Bundesrat zugeleitet worden, nachdem auch die Bundesministerien für Finanzen und für Wirtschaft ihr Einverständnis erklärt hatten.
Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium weiter mitteilt, werde es der Bundesregierung per Verwaltungsvorschrift nun möglich sein, bundeseinheitliche Kriterien in Bezug auf Gebietskulissen und Messstellen in den Bundesländern festzulegen. Das unterschiedliche Vorgehen in den Ländern hatte bei vielen Landwirten zu Protesten geführt. Durch die verpflichtende Binnendifferenzierung von belasteten Grundwasserkörpern erfolge die Ausweisung der Gebiete mit zusätzlichen Auflagen („rote Gebiete“) künftig passgenauer und am Verursacherprinzip orientiert.
Nun seien die Länder am Zug, so das Bundeslandwirtschaftsministerium. Vorgesehen ist, dass sich der Bundesrat in seiner Sitzung am 3. April 2020 mit dem Verordnungsentwurf befasst. Damit werde auch der von der EU-Kommission vorgegebene Zeitplan eingehalten. Die Kommission hätte unmissverständlich deutlich gemacht, dass sie keine weitere Verzögerung des Rechtssetzungsverfahrens akzeptiere. Falls der Bundesrat im April keinen Beschluss fasse, sei sie gezwungen, das Klageverfahren einzuleiten.

(nach oben)


Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden ausgeschrieben

Kommunen, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten eine umfassende, nachhaltige Stadtentwicklung betreiben, können sich um den 13. Deutschen Nachhaltigkeitspreis (DNP) bewerben. Der Wettbewerb für Städte und Gemeinden ist mit insgesamt 90 000 Euro dotiert. Die Teilnahmephase läuft bis zum 24. April 2020 und erhebt über einen Online-Fragebogen das Nachhaltigkeitsprofil der Kommunen. Nach Auswertung durch das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und das ICLEI Europasekretariat werden die besten Bewerber zu vertiefenden Interviews besucht. Über die Sieger des Wettbewerbs entscheidet dann eine Expertenjury.

www.nachhaltigkeitspreis.de/kommunen

(nach oben)


Forschungsprojekt: Mini-Regenrückhaltbecken für durstige Bäume

Ein Mini-Regenrückhaltebecken für dauerhaft grüne und gesunde Bäume. Mit dieser Idee beschäftigt sich Prof. Dr.-Ing. Helmut Grüning von der FH Münster, mit dem Unternehmen Humberg Baumschutz und der Gemeinde Nottuln in dem gemeinsamen Forschungsprojekt BeGrüKlim. Die Idee, ursprünglich von Franz Humberg, Geschäftsführer der Humberg GmbH: Bei Regen fließt das Wasser in ein kleines Wasserreservoir um den Wurzelballen. Das dient als entlastender Puffer für das Kanalnetz und bewässert gleichzeitig langfristig den Baum. Somit landet das Oberflächenwasser dort, wo es wirklich gebraucht wird, und das Risiko einer Überflutung wird reduziert. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesumweltministerium mit rund 220 000 Euro gefördert. Es läuft seit Anfang des Jahres für die Dauer von drei Jahren. In dieser Zeit sollen an drei Standorten in Nottuln Bäume mit dem Mini-Rückhaltebecken gepflanzt werden. Mittels eines Sensors sendet jeder Baumstandort dann Werte zum Wasserfüllstand oder der Feuchtigkeit des Wurzelballens. In Trockenphasen kann die Kommune so jeden Baum bedarfsgerecht wässern. Gleichzeitig gepflanzte Referenzbäume ohne Reservoir liefern den Direktvergleich, ob das Reservoir hilft, besser durch trockene Zeiten zu kommen. Außerdem liegt der Fokus des Forschungsprojekts unter anderem darauf, wie die Systemabmessungen optimiert werden können, in welchem Umfang es an die Entwässerungssysteme angeschlossen werden kann und wie sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis entwickeln wird.

(nach oben)


Nordrhein-Westfalen: neue Beratungsstelle für Kommunen zur Klimafolgenanpassung

Eine zentrale Anlaufstelle unterstützt nordrhein-westfälische Kommunen gezielt in Belangen der Anpassung an die Folgen des Klimawandels: Die Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW bietet Beratung zur Umsetzung und Förderung von Maßnahmen, Info-Vorträge für Stadträte und gibt laufende Informationen zum Thema Klimavorsorge. Das vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen beauftragte Beratungsteam des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) in Köln informiert telefonisch, per E-Mail und vor Ort.

www.kommunalberatung-klimaanpassung

(nach oben)


Klärschlammkooperation OWL: Kooperationsvertrag unterzeichnet

57 Kommunen, Verbände und Gesellschaften aus den Regierungsbezirken Detmold und Arnsberg sowie Niedersachsen haben im Februar in Detmold den Vertrag zur Gründung der Klärschlammkooperation Ostwestfalen-Lippe unterzeichnet. Die zukünftigen Gesellschafter der Klärschlammverwertung OWL GmbH vertreten 78 Gemeinden, Städte, Kreise, Wasser-und Zweckverbände, bei denen jährlich ca. 186 000 t Klärschlamm (rund 44 000 t Trockensubstanz) anfallen. Die Kooperation wird nun mit der europaweiten Suche nach einem strategischen Partner beginnen. Der strategische Partner muss über ein geeignetes Grundstück für die Errichtung einer Klärschlammverbrennungsanlage verfügen oder eine solche Anlage schon haben, die von der Kooperation dann genutzt werden kann. Die gemeinsame Entsorgung beginnt 2024, zu diesem Zeitpunkt werden dann ca. 156 000 t Klärschlamm über den strategischen Partner entsorgt. Ab 2029 sind alle Kooperationspartner an der Klärschlammlieferung beteiligt. Die gemeinsame Entsorgung erfolgt dann mindestens bis Ende 2043. Um für das Gemeinschaftsunternehmen und damit den Bürgerinnen und Bürgern eine angemessene Mitsprachemöglichkeit zu sichern, wird die Kooperation sich an der Gesellschaft zur Verbrennung der Klärschlämme beteiligen. Dies kann auch eine Finanzierungsverantwortung mit sich bringen, dafür ist die Kooperation entsprechend gerüstet. Initiiert und unterstützt wurde die Initiative von der Bezirksregierung Detmold.

(nach oben)


Förderung eines Projekts zur Karbonisierung von Klärschlamm

Das TerraNova®-Ultra-Verfahren zur hydrothermalen Karbonisierung von Klärschlamm soll bis 2020 um zwei weitere Komponenten ergänzt werden: Durch die Zugabe von Säure innerhalb des Prozesses kann der im Klärschlamm enthaltene Phosphor gelöst und über das abgetrennte Schlammwasser mittels Adsorption, Fällung oder Kristallisation zurückgewonnen werden. Auf dieser Basis wird von der TerraNova Energy GmbH (TNE) die wirtschaftliche Herstellung eines handelbaren Sekundärphosphor-Produkts entwickelt und in einer Demonstrationsanlage umgesetzt. Der Ruhrverband stellt für das Vorhaben einen geeigneten Standort auf der Kläranlage Duisburg-Kaßlerfeld zur Verfügung.
Das verbleibende, phosphorarme Restwasser eignet sich aufgrund des hohen Gehalts an biologisch abbaubaren organischen Bestandteilen gut zur Biogaserzeugung. Das Deutsche Biomasseforschungszentrum gGmbH (DBFZ) führt dazu über einen Zeitraum von zwölf Monaten kontinuierliche Technikumsversuche sowohl unter mesophilen als auch thermophilen Bedingungen am Standort Leipzig durch, um Umsetzungsgrade und Methanproduktion zu optimieren und die Langzeitstabilität der Biogaserzeugung nachzuweisen.

In einer abschließenden Energiebilanz wird untersucht, in welcher Höhe der Eigenenergiebedarf des Verfahrens durch das zusätzlich produzierte Faulgas und die bei der anschließenden Verstromung anfallende Abwärme gedeckt werden kann.

Diese Versuche laufen im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts CarBioPhos. Das TerraNova®-UItra-Verfahren wird bereits großtechnisch in China eingesetzt und dient bislang der Reduktion der Entsorgungsmenge um bis zu 80 %.

www.terranova-energy.com

(nach oben)


Empfehlungen bei IT-Angriffen auf kommunale Verwaltungen

Die kommunalen Spitzenverbände haben gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA) und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Empfehlungen zum Umgang mit Lösegeldforderungen bei Angriffen auf Kommunalverwaltungen mit Erpressungstrojanern herausgegeben. „Wir dürfen derartigen Lösegeldforderungen nicht nachgeben. Es muss klar sein, kommunale Verwaltungen sind nicht erpressbar. Sonst werden den Kriminellen Anreize geboten, ihre Handlungen fortzusetzen. Hier muss die Haltung unserer Verwaltungen glasklar und nicht verhandelbar sein“, so formulierten es die Präsidenten des Deutschen Städtetages, des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Städte-und Gemeindebundes. „Jeder Erpressungsversuch muss konsequent zur Anzeige gebracht und verfolgt werden. Für derartige Angriffe auf die Funktionsfähigkeit kommunaler Dienstleistungen, die Daten von Bürgerinnen und Bürgern und deren Steuergeld, muss eine Null-Toleranz-Politik gelten.“
Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA): „Betroffene Kommunen sollten niemals auf Erpressungsversuche von Cyberkriminellen eingehen. Denn damit unterstützen sie das ‚Geschäftsmodell‘ der Erpresser. Zudem zeigt sich in vielen Fällen, dass Geschädigte ihre Zahlungen umsonst leisten: Die Daten bleiben verschlüsselt, und die Täter setzen ihre Straftaten ungehindert fort. Kommunalverwaltungen können dazu beitragen, dieses Muster zu durchbrechen: Indem sie die zuständigen Behörden alarmieren und damit die Strafverfolgung ermöglichen. Und indem sie präventive Maßnahmen ergreifen, um ihre Computersysteme wirksam zu schützen.“

(nach oben)


IFAT wird verschoben – neuer Termin im September 2020

Die IFAT 2020, die für Anfang Mai geplant war, wird verschoben; sie wird nun vom 7. bis 11. September 2020 in München stattfinden. Die Messe begründet dies mit der zunehmenden Ausbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) in Europa und der Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums sowie der Bayerischen Staatsregierung. Die Entscheidung für die Verschiebung wurde von der Messe München in enger Abstimmung mit dem Executive Board des Ausstellerbeirats, mit den ideellen Trägern – darunter die DWA – und unter Berücksichtigung von zahlreichen Ausstellerrückmeldungen getroffen. Der Vorsitzende des Ausstellerbeirats, Dr. Johannes F. Kirchhoff, erklärte dazu: „Die ideellen Träger der IFAT unterstützen die Verschiebung der IFAT 2020. Auf Basis der aktuellen Lage schätzen wir die Teilnahmebereitschaft von Ausstellern und Besuchern als zunehmend sinkend ein. Viele Unternehmen haben die Reisebedingungen für ihre Mitarbeiter massiv verschärft, dazu kommt die persönliche Verunsicherung des Einzelnen sowie die Unwägbarkeit der weiteren Entwicklung. Damit ist der Erfolg der Messe im Mai grundlegend gefährdet. Zugleich ist die Bedeutung der IFAT für die gesamte Branche so groß, dass wir dieses Risiko nicht eingehen wollen.“

(nach oben)


Neue Förderrunde für Modellprojekte im kommunalen Klimaschutz

Das Bundesumweltministerium fördert Kommunen bei investiven Klimaschutzprojekten mit modellhaftem Charakter. Bis zum 30. April 2020 können im novellierten Förderaufruf Projektskizzen eingereicht werden. Gefördert werden Vorhaben, die durch ihre direkten Treibhausgasminderungen einen wesentlichen Beitrag zur schrittweisen Erreichung der Treibhausgasneutralität von Kommunen leisten und durch ihre Konzeption zur Nachahmung und Umsetzung weiterer Klimaschutzprojekte anregen. Die Förderquote beträgt bis zu 70 Prozent, für finanzschwache Kommunen bis zu 90 Prozent. Der novellierte Förderaufruf ist zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten und gilt bis zum 31. Dezember 2022. Projektskizzen können Antragsteller sowohl im Frühjahr (1. März bis 30. April) als auch im Herbst (1. September bis 31. Oktober) einreichen. Die wettbewerblichen Auswahlverfahren sind zweistufig gestaltet. In einem ersten Schritt werden die eingereichten Projektskizzen begutachtet. Für die ausgewählten Vorhaben schließt sich dann ein formelles Antragsverfahren an.

https://www.klimaschutz.de/projekte/modellprojekte

(nach oben)


Bundesfinanzhof: Urteil zu Kosten der Sanierung einer privaten Abwasserleitung

Aufwendungen für die Ersetzung, Modernisierung oder – gegebenenfalls teilweisen – Instandsetzung einer vorhandenen und funktionsfähigen Kanalisation sind – als Werbungskosten oder Betriebsausgaben – sofort steuerlich abziehbar, da sie weder zu den Anschaffungs-noch zu den Herstellungskosten eines Gebäudes zählen, sondern lediglich der Erhaltung des Grundstücks dienen. Das stellte der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 3. September 2019 (IX R 2/19) fest. Die vom Gericht zu entscheidende Streitfrage war, ob ein Vermieter Aufwendungen für die von der Gemeinde angeordnete Erneuerung eines durch Wurzeleinwuchs beschädigten Anschlusskanals für Mischwasser als Werbungskosten bei seinen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend machen kann. Die Gemeinde hatte die Sanierung des Anschlusskanals durch einen Schlauchliner auf eigene Kosten des Grundstückseigentümers gefordert. Das zuständige Finanzamt hatte die Aufwendungen (es ging um rund 10 000 Euro) im Einkommensteuerbescheid nicht anerkannt.

(nach oben)


Nordrhein-Westfalen: Kabinett billigt Entwurf zur Dichtheitsprüfung

Das nordrhein-westfälische Kabinett hat am 3. März 2020 den Entwurf für eine „Verordnung zur Änderung der Selbstüberwachungsverordnung Abwasser“ verabschiedet. Im Kern geht es dabei um die Abschaffung der turnusmäßigen Dichtheitsprüfung für Hausanschlüsse für häusliches Abwasser. „Die Abschaffung starrer Fristen führt zu einer Entlastung der Haushalte. Sie entbindet die Hausbesitzer aber nicht von ihrer Verantwortung, die Kanäle in Ordnung zu halten. Der Grundwasserschutz und der Erhalt einer funktionsfähigen Kanalisation stehen nicht in Frage“, sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser im Anschluss an die Kabinettsitzung. Der Verordnungsentwurf bedarf noch der Zustimmung des Landtags. Das Umweltministerium erwartet, dass die Verordnung noch in diesem Jahr in Kraft tritt.

(nach oben)


Regenrückhaltebecken bringen Artenvielfalt in den besiedelten Raum

Städtische Regenrückhaltebecken können bei naturnaher Gestaltung zum Erhalt der Biodiversität beitragen. Das zeigt die Dissertation von Dr. Lisa Holtmann, die mit einem Stipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zu dem Thema an der Universität Osnabrück promoviert hat. Im Rahmen der Doktorarbeit wurde die Vielfalt der Pflanzenarten an 35 Regenrückhaltebecken und 35 Kontrollgewässern in und um Münster (Westfalen) vergleichend analysiert. Die Ergebnisse dieser Untersuchung belegen, dass im Wasser lebende, salztolerante und gefährdete Pflanzen an den Regenrückhaltebecken in höheren Artenzahlen vorkamen als an den Kontrollteichen, die teilweise sogar extra zu Artenschutzzwecken angelegt worden waren. Entscheidend für eine höhere Pflanzenvielfalt sind nach Ansicht der Forscher vor allem kommunale Pflegemaßnahmen. „Wir gehen davon aus, dass das regelmäßige Management der Becken gute Bedingungen für gefährdete Pflanzenarten fördert“, erläutert Prof. Dr. Thomas Fartmann, Leiter der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück. Um optimalen Hochwasserschutz zu erreichen, werden alle paar Jahre die Sträucher und Bäume am Ufer beschnitten und die Teiche entschlammt. Die niedrige Krautschicht wird in der Regel jedes Jahr im Winter geschnitten. Dieses Eingreifen schaffe offenen Boden und lasse Licht an die dort vorhandenen Samen, die dann auskeimen und wachsen können. Bei der Anlage und Pflege von Regenrückhaltebecken sollten Belange des Biodiversitätsschutzes zukünftig verstärkt berücksichtigt werden.

(nach oben)


Manfred Fischer 80 Jahre

Am 9. April 2020 begeht mit Dipl.-Ing. (FH) Manfred Fischer, ein Urgestein der „Abwasserszene“, vor allem aus Sicht der betrieblichen Praxis in Deutschland, aber auch der benachbarten deutschsprachigen Länder, seinen 80. Geburtstag. Der in Gauting bei München lebende Manfred Fischer wurde in Ansbach (Mittelfranken) geboren. Nach seiner Ausbildung zum Maurer studierte er in München städtischen Ingenieurbau und war sodann ein Jahr lang als Bauleiter tätig. 1967 trat er seinen Dienst beim Bayerischen Landesamt für Wasserwirtschaft an, wo er 38 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung 2005 im Bereich des Gewässerschutzes tätig war. Manfred Fischer ist der DWA und ihrer Vorgängerorganisation ATV (Abwassertechnische Vereinigung) seit Jahrzehnten verbunden. Die Entwicklung der außerordentlich erfolgreichen kommunalen „Nachbarschaftshilfe“ Kläranlagen-Nachbarschaften hat er wesentlich beeinflusst. Seit der Gründung der Kläranlagen-Nachbarschaften in Bayern im Jahr 1973 war Manfred Fischer viele Jahre als Lehrer tätig. 1981 wurde er stellvertretender Leiter, von 1987 bis 2005 war er deren Leiter. 1995 wurde er zum Sprecher der heutigen DWA-Arbeitsgruppe „Kläranlagen-Nachbarschaften“ gewählt. Diese Funktion hatte er – wie die Obmannstätigkeit im DWA-Fachausschuss „Nachbarschaften“ – bis zum Eintritt in seinen beruflichen Ruhestand im Jahr 2005 inne. Dem Betriebspersonal von Abwasseranlagen immer noch verbunden, fungiert er heute als Schriftleiter der KA-Betriebs-Info. In Fachkreisen bekannt wurde er auch aufgrund seiner zahlreichen Buchveröffentlichungen, beispielsweise durch das in mehrere Sprachen übersetzte Klärwärter-Taschenbuch. Auch seine engagierte Mitarbeit bei der Erstellung von DWA-Arbeits- und -Merkblättern für die betriebliche Praxis und deren Umsetzung sowie in DIN-Ausschüssen sollen hier genannt werden. Mit humoristischen Büchern zur Abwassertechnik, etwa Wasserwirtschaft mit Humor oder Manfred Fischer’s Klärungsbedarf, hat er zudem Interpretationshilfen für schwierige Themen gegeben. Manfred Fischer erhielt 1986 die Ehrennadel der ATV und 2006 als einer der Ersten aus dem Bereich des Anlagenbetriebs die höchste Auszeichnung, die die DWA ihren Mitgliedern verleiht: die Ehrenmitgliedschaft.

(nach oben)


Arbeitssicherheit in der Kreislaufwirtschaft

Der Europäische Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst (EGÖD) hat beim Internationalen Forschungsinstitut für öffentliche Dienste (PSIRU) eine Studie über die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz in der Kreislaufwirtschaft in Auftrag gegeben. Mit dieser Umfrage sollen die Ergebnisse der Sekundärforschung ergänzt werden. Zudem soll sichergestellt werden, dass die Stimmen der Arbeitnehmer/innen in der Kreislaufwirtschaft und ihrer Gewerkschaften im Abschlussbericht berücksichtigt werden. Die Bundesfachgruppe Wasserwirtschaft bei ver.di ruft aus diesem Grund zur Teilnahme an der Umfrage auf:

https://www.epsu.org/article/survey-health-and-safety-circular-economy-waste-and-wastewater

(nach oben)


Arzneimittelrückstände in Trinkwasser und Gewässern

Human- und tiermedizinische Wirkstoffe in Trinkwasser und Gewässern und die davon ausgehenden Risiken sind Gegen¬stand einer Untersuchung, die das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) im Auftrag des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung durchge¬führt hat. Betrachtet wurden die ver¬schiedenen Eintragspfade in Oberflä¬chengewässer und ins Grundwasser so¬wie die Sicherheit des Trinkwassers. Der resultierende Bericht des TAB bietet eine Bestandsaufnahme zu Mengen, Konzent¬rationen und Trends von Arzneimittel¬reststoffen im Wasser sowie zu vorhan¬denen Hinweisen, Indizien und Eviden¬zen für negative Wirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Darüber hinaus wurde analysiert, welche Maßnahmen zur Ver¬fügung stehen, um die Einträge von Arz¬neistoffen in Gewässer zu verringern, oh¬ne das bestehende hohe Niveau des Ge¬sundheitsschutzes in Deutschland abzu¬senken. Es werden technische, informa¬torische, organisatorische und regulative Handlungsoptionen im Gesundheitssek¬tor, bei der Tierhaltung, in Landwirt¬schaft und Haushalten sowie der Wasser¬wirtschaft gesichtet und beschrieben. Dabei werden die rechtlichen Rahmen¬bedingungen in den Blick genommen so¬wie gesellschaftliche Zielkonflikte und das Vorsorgeprinzip diskutiert.
Download des Berichts (Bundestags- Drucksache 19/16430):

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200115_002 

(nach oben)


VBI-Leitfaden zur BIM-Anwendung in der Wasserwirtschaft

Building Information Modeling, kurz BIM, gewinnt auch in der Wasserwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Um die Rolle der planenden Ingenieure im digitalisierten Planungs- und Bauprozess zu stärken, hat der Verband Beratender Ingenieure (VBI) jetzt die Broschüre „BIM-Anwendung in der Wasserwirtschaft – Empfehlungen für die Planerpraxis“ vorgelegt.
Der Leitfaden zeigt, wie die Anwendung der BIM-Methode auf wasserwirtschaftliche Projekte mit ihren oft großen Flächenausdehnungen und komplexen Einzelobjekten gelingen kann und liefert darüber hinaus Hinweise zur Honorierung der BIM-Leistungen. Erstellt hat den Leitfaden der VBI-Ausschuss Wasserwirtschaft. Der Leitfaden umfasst 32 Seiten und kann für 10 Euro über den Online-Shop des VBI bezogen werden:

http://www.vbi.de/shop

(nach oben)


2. BIM-Betreiberaustausch

Building Information Modelling (BIM) ist im Hochbau seit mehreren Jahren ein großes Thema. Auch im Bereich der Wasserver- und Abwasserentsorgung wird BIM, unter anderem aufgrund der zunehmenden Digitalisierung innerhalb der Unternehmen, immer präsenter. Leider fokussieren sich die Aktivitäten in dem Themenfeld bisher fast ausschließlich auf den Bereich Planung und Bau. Um die Brücke zwischen Planung, Bau und dem nachfolgenden Betrieb der Anlagen, der zeitlich den größten Teil des Lebenszyklus ausmacht, zu schlagen, wurde auf Betreiben von Andreas Dudzik (Emschergenossenschaft und Lippeverband) und Hendrik Rösch (Harzwasserwerke GmbH) ein „BIM Betreiberaustausch“ initiiert. In diesem Austausch sollen die BIM-Themen der Auftraggeber bzw. Betreiber in den Fokus gerückt, Erfahrungen der Betreiber mit der Methode erörtert und praxisgerechte Lösungen für die Betriebsphase der Anlagen erarbeitet werden.
Am 2. BIM-Betreiberaustausch am 20. November 2019 bei der Harzwasserwerke GmbH in Hildesheim haben Vertreter von Hamburg Wasser, Hansewasser Bremen, Zweckverband Landeswasserversorgung (Stuttgart), Ruhrverband, Stadtentwässerungsbetriebe Köln, Stadtentwässerung Düsseldorf, Hessenwasser, Berliner Wasserbetriebe, Emschergenossenschaft und Lippeverband sowie den Harzwasserwerken teilgenommen.

An einer aktiven Mitarbeit interessierte Betreiber können sich gerne bei einem der Initiatoren per E-Mail melden:
Dudzik.Andreas@eglv.de
roesch@harzwasserwerke.de

(nach oben)


BMU und UBA loben „Bundespreis Umwelt & Bauen“ aus

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) schreiben den „Bundespreis Umwelt und Bauen“ aus, der 2020 erstmals vergeben wird. Damit wollen die Initiatoren Projekte mit Vorbildcharakter in puncto Nachhaltigkeit auszeichnen. Vergeben wird der Preis in den Kategorien „Wohngebäude“, „Nicht-Wohngebäude“, „Quartiere“ und „Nachhaltigkeit und Innovationen“. Besonders im Fokus der ersten beiden steht die energetische Sanierung von Bestandsbauten. Neben diesen Wettbewerbskategorien vergeben BMU und UBA noch drei Sonderpreise für besonders innovative Ansätze. Unter den Stichworten „Resilienz“ und „Suffizienz“ geht es um die Anpassung an den Klimawandel und um Strategien zur Verringerung des Ressourceneinsatzes. Auch sollen Bauvorhaben honoriert werden, die Aspekte der biologischen Vielfalt in besonderer Weise berücksichtigen und damit einen substanziellen Beitrag zum Schutz und zur Umsetzung von „Stadtnatur“ leisten. Das dritte Feld „Gebäudehülle & Bauprodukt“ ist für neuartige Lösungen mit innovativen Materialien und Baukonstruktionen gedacht. Bewerben können sich alle Akteure des Baubereichs. Teilnahmeschluss ist der 15. April 2020.

www.umweltbundesamt.de/bundespreis-umwelt-bauen-start

(nach oben)


Berliner Wasserbetriebe ziehen positive Bilanz ihres Qualifizierungsprojekts

Im fünften Jahr ziehen die Berliner Wasserbetriebe eine durchweg positive Bilanz ihres Projekts Horizonte zur Qualifizierung von Geflüchteten und Menschen mit erschwerten Bildungsbiografien: Gut zwei Drittel aller Teilnehmenden seit 2016 haben eine Ausbildung im Unternehmen begonnen. Sieben von ihnen haben diese bereits erfolgreich beendet und arbeiten nun bei den Wasserbetrieben.
Horizonte, das Projekt der Berliner Wasserbetriebe für Menschen mit Fluchthintergrund und solche, die es aus anderen Gründen schwer haben, auf normalem Weg eine Ausbildung zu finden, ist vor vier Jahren gestartet. Seitdem haben 48 junge Menschen die achtmonatige Einstiegsqualifizierung durchlaufen – 33 von ihnen haben anschließend eine Ausbildung im Unternehmen begonnen, das macht eine Erfolgsquote von gut zwei Dritteln.
Unter den 33 Auszubildenden befinden sich 15 Geflüchtete und 18 junge Menschen aus Berlin. Sie haben eine Ausbildung etwa als Anlagenmechaniker, Industriemechaniker, Fachkraft für Wasserversorgungs- oder Abwassertechnik, Mechatroniker sowie als Industriekaufmann/-frau begonnen. Diese Ausbildungsplätze stellt das Unternehmen zusätzlich zu den ohnehin jedes Jahr vorhandenen 80 Ausbildungsplätzen zur Verfügung. In einem achtmonatigen Praktikum lernen die Horizonte-Teilnehmer und Teilnehmerinnen (bislang vier Frauen) technische Grundfertigkeiten, erhalten begleitenden Sprach- und naturwissenschaftlichen Unterricht und werden von einem eigenen Ausbilder betreut.

(nach oben)


Cluster „Energieeffizienz auf Kläranlagen“ in Baden-Württemberg

Der DWA-Landesverband Baden-Württemberg startet initial mit dem Aufbau des Clusters „Energieeffizienz auf Kläranlagen“. Zielsetzung ist es, das Wissen, die Betriebserfahrungen und Instrumente zur energetischen Optimierung kommunaler Kläranlagen aller Akteure im Land zu bündeln, gezielt zu koordinieren und verfügbar zu machen sowie neue Impulse und Werkzeuge für die Behörden und Betreiber zu entwickeln. Durch den Cluster, der mit Unterstützung des Umweltministerium Baden-Württembergs konzipiert wird, soll das Bewusstsein des Betriebspersonals und der Entscheidungsträger zielgerichtete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung vor Ort durchzuführen, gefördert werden.
Die Reinigungsleistung der kommunalen Kläranlagen hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Im Hinblick auf die zusätzlichen Anforderungen insbesondere aus der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie oder durch die Spurenstoffelimination werden weitere Anstrengungen notwendig, die unter anderem auch verfahrensbedingt zusätzliche Energie benötigen. Zudem sind bereits heute die kommunalen Kläranlagen mit rund 20 % des Gesamtenergiebedarfs in den Kommunen meist die größten Energieverbraucher.
So empfiehlt auch die Abwasserverordnung eine energieeffiziente Betriebsweise, in der wirtschaftlich und technisch mögliche Potenziale genutzt werden sollen. Es ist daher ökonomisch und ökologisch geboten, die energetischen Optimierungspotenziale zu erkennen, zu bewerten und diese im Betrieb umzusetzen. Als ein unterstützendes Hilfsmittel entwickelt der Landesverband parallel für die Betreiber der Kläranlagen-Nachbarschaften in Baden-Württemberg in einem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem Land Baden-Württemberg geförderten Projekt einen vereinfachten Energiecheck als cloudbasierte Softwarelösung, durch den jeder Betreiber mit einfachen Mitteln eine umfassende jahresübergreifende Auswertung und Einschätzung für seine Anlage erhalten wird. Der jährliche Leistungsvergleich der kommunalen Kläranlagen erhält damit eine neue Wertigkeit in Form eines anlagenspezifischen Energie- und Umweltinformationsberichts.
Im Cluster werden zudem weitere Themen aufgegriffen, wie die Vorstellung von Best-Practice-Anlagen und ein Innovationspreis Energieeffizienz. Ergänzend zur Nachbarschaftsarbeit wird ein modulares zielgruppenspezifisches Schulungsangebot angeboten. Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz sind auch im Abwasserwesen wichtige Zukunftsthemen, die der Cluster Energieeffizienz im Landesverband vertiefend aufgreift.

(nach oben)


Destatis: Abwasserwirtschaft investiert mehr

Von den 8,4 Milliarden Euro, die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) in den Umweltschutz investierten, entfiel im Jahr 2017 mit 3,6 Milliarden Euro (42,7 %) der größte Anteil auf die Abwasserwirtschaft. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Investitionen in diesem Umweltbereich gegenüber 2016 um 14,1 % (443 Millionen Euro). Die Abwasserwirtschaft umfasst Anlagen, Einrichtungen und Maßnahmen zur Verminderung der Abwassermenge beziehungsweise Abwasserfracht (Verringerung oder Beseitigung von Feststoffen und gelösten Stoffen sowie zur Verringerung der Wärmemenge).
Mit 2,6 Milliarden Euro floss der größte Teil der Investitionen im Umweltbereich Abwasserwirtschaft in additive Umweltschutzmaßnahmen. Additive („End-of-Pipe“) Umweltschutzmaßnahmen sind vorwiegend separate, vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen, die entstandene Emissionen vermindern sollen, wie zum Beispiel Abwasser- und Klärschlammbehandlungsanlagen. In integrierte Umweltschutztechnologien investierten die Unternehmen im Umweltbereich Abwasserwirtschaft rund 958 Millionen Euro. Integrierte Umweltschutzmaßnahmen vermindern Umweltbelastungen direkt bei der Leistungserstellung, das heißt, sie lassen Emissionen erst gar nicht entstehen. Innerhalb des Umweltbereichs Abwasserwirtschaft gibt es Branchen, die besonders viel in den Umweltschutz investiert haben. So tätigten Unternehmen der Wirtschaftsabteilung „Abwasserentsorgung“ mit rund 2,5 Milliarden Euro erwartungsgemäß die höchsten Investitionen für den Umweltschutz (69 %). Es folgen Unternehmen der Wirtschaftsabteilung „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“ mit rund 238 Millionen Euro (6,6 %) sowie Unternehmen der Wirtschaftsabteilung „Energieversorgung“ mit rund 90 Millionen Euro (2,5 %).

Detaillierte Ergebnisse (Fachserie 19 Reihe 3.1):
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20191212_003

(nach oben)


Deutschlandwetter im Jahr 2019: zu trocken und zu warm

Wie bereits die meisten der vorangegangenen Jahre, so verlief auch 2019 in Deutschland wieder zu trocken, mit mehr Sonnenschein als üblich und vor allem deutlich zu warm. Es war sogar das drittwärmste Jahr seit dem Beginn von regelmäßigen Messungen 1881. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.
2019 begann mit einem niederschlagsreichen Januar. Der Februar zeigte sich dagegen als sonnenscheinreichster Monat seit Messbeginn und mit sehr hohen Temperaturen bereits richtig frühlingshaft. Im März fegte eine ganze Reihe von schweren Stürmen über das Land, bevor der April mit trockenem und häufig sehr warmem Wetter schon einen Vorgeschmack auf den Sommer brachte. Völlig anders der Mai: Nach 13 zu warmen Monaten hintereinander verlief er sehr kühl und nass. Doch folgte der wärmste und sonnigste Juni seit Messbeginn. Dies war der Auftakt eines weiteren erheblich zu trockenen und extrem heißen Sommers, der alle vorangegangenen noch an Hitze übertraf. Flüsse trockneten aus, und auch die Wälder litten unter der großen Trockenheit. Im September begann eine Periode mit mehr Niederschlag, die mit kurzen Unterbrechungen bis Weihnachten anhielt und die Dürre allmählich beendete.
Der Temperaturdurchschnitt lag im Jahr 2019 mit 10,2 °C um 2,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 1,3 Grad. Damit gehört 2019 neben 2018 mit 10,5 °C und 2014 mit 10,3 °C zu den drei wärmsten Jahren seit dem Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen 1881. Großen Anteil daran hatten elf zu warme Monate, sowie die extreme Hitze Ende Juli, als die Temperatur an 23 Messstellen auf 40,0 °C oder darüber kletterte.
Mit rund 730 l/m² erreichte 2019 nur 93 Prozent des Solls von 789 l/m². Der wenigste Niederschlag fiel vom Thüringer Becken bis zur Leipziger Tieflandsbucht, wo lokal nur etwa 350 l/m² zustande kamen. Den meisten Regen und Schnee erhielt das Allgäu mit bis zu 2450 l/m².
Mit etwa 1800 Stunden übertraf der Sonnenschein sein Soll von 1544 Stunden um 18 Prozent. Am längsten zeigte sich die Sonne am Hochrhein mit rund 2120 Stunden, am wenigsten im Norden und im Sauerland mit örtlich unter 1500 Stunden.

www.dwd.de/klimastatus

(nach oben)


Förderung von Forschungs-und Entwicklungsvorhaben zum Thema „Wasser-Extremereignisse“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will Forschung und Entwicklung zu „Wasser-Extremereignissen“ fördern. Angestrebt wird die Entwicklung neuer Verfahren, Konzepte und Strategien und deren pilothafte Umsetzung für ein integratives und transdisziplinäres Management von Wasser-Extremereignissen. Gefördert werden ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in folgenden Themenbereichen:
1. Digitale Instrumente für Monitoring, Analyse, Vorhersage und Kommunikation
2. Risikomanagement gegensätzlicher hydrologischer Extreme
3. Urbane extreme Wasserereignisse.

Die Verbundprojekte können sich auf eines dieser Themenfelder beziehen oder mehrere Themenfelder miteinander kombinieren. Es werden nur Verbundvorhaben gefördert, die eine erhebliche gesellschaftliche Bedeutung besitzen und innovativ sind. Um einen gezielten Transfer und eine spätere Anwendung der Forschungsergebnisse sicherzustellen, wird eine enge Kooperation mit potenziellen Anwendern (Einrichtungen des Bundes, der Länder und der Kommunen, Verbände) vorausgesetzt, die in den Projektvorschlägen auszuweisen ist. Dabei sind die dort verfügbaren einschlägigen Vorarbeiten sowie Modelle und Daten zu nutzen.
In der ersten Verfahrensstufe können bis zum 22. April 2020 Projektskizzen eingereicht werden.
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2835.html

Ressortforschungsplan 2020 des BMU veröffentlicht
Welche Schwerpunkte setzt das Bundesumweltministerium dieses Jahr in der Umweltforschung? Und welche Forschungsprojekte sollen konkret beginnen? Dies zeigt der Ressortforschungsplan 2020. Die Forschungsprojekte werden vom Umweltbundesamt an externe Forschungseinrichtungen vergeben. Die entsprechenden Ausschreibungen werden, abhängig vom geplanten Starttermin, nach und nach auf der eVergabe- Plattform veröffentlicht. Weitere Informationen zum Vergabeverfahren enthält die Website „Ressortforschungsplan“.

eVergabe-Plattform:
https://www.evergabe-online.de
Website „Ressortforschungsplan“:
https://www.umweltbundesamt.de/das-uba/was-wir-tun/forschen/ressortforschungsplan
Nachfragen zu einzelnen Vorhaben:
E-Mail: ufoplan@uba.de

(nach oben)


Goldene ÖWAV-Ehrennadel für DI Dr. Wilhelm Frey

Am 26.2.2020 überreichten ÖWAV-Präsident Roland Hohenauer und ÖWAV-GF Manfred Assmann im Rahmen des Seminars „Kapazitätserweiterung von Kläranlagen“ an der TU-Wien die Goldene ÖWAV-Ehrennadel an DI Dr. Wilhelm Frey für seine langjährigen Verdienste um die Abwasserwirtschaft und den ÖWAV.

DI Dr. Wilhelm Frey wirkte seit 1985 bei der Ausbildung von Kläranlagenbetriebspersonal mit und übernahm 1996 die Leitung des ÖWAV-Kurses „KlärwärterInnengrundkurs“. Ab 2006 war DI Dr. Frey außerdem Kursleiter des ÖWAV-Kurses „Mess-, Steuer-, Regelungstechnik und Leittechnik auf Abwasseranlagen“, der sich inzwischen „Messtechnik auf Abwasseranlagen“ nennt und in seiner neuen Form seit 2013 ebenso von DI Dr. Wilhelm Frey geleitet wird.

Darüber hinaus ist DI Dr. Wilhelm Frey in diversen ÖWAV-Ausschüssen – insbesondere im Ausschuss „Kläranlagenbetrieb“- sowie als mehrfacher Vortragender bei ÖWAV-Seminaren und der KAN-Sprechertagung langjährig aktiv.

Der ÖWAV dankt auch auf diesem Wege DI Dr. Wilhelm Frey sehr herzlich für sein großes Engagement um die KlärwärterInnenfachausbildung und den ÖWAV!
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=391173

(nach oben)


DWA-Grundkurs Gewässerunterhaltung in Thüringen

Die Gründung der Thüringer Gewässerunterhaltungsverbände zum 1. Januar 2020 wird in Abstimmung mit dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz von einem umfangreichen Schulungsprogramm begleitet. Daher bietet der DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen, insbesondere für die mit der Maßnahmenplanung betrauten Mitarbeiter der Gewässerunterhaltungsverbände und deren Planer, den Grundkurs „Grundlagen der Gewässerunterhaltung“ an.
Der Kurs vermittelt Grundkenntnisse und Fertigkeiten im Bereich der Gewässerunterhaltung. Ausgehend von der Vermittlung rechtlicher Grundlagen wird gezeigt, wie im Rahmen der Gewässerunterhaltung Gewässerpflege- und -entwicklungsmaßnahmen umzusetzen sind. Ziel ist es darzulegen, wie ein Verantwortlicher im Spannungsfeld von Nutzungsbezug einerseits und gesetzlicher Forderung nach naturnaher Gewässerentwicklung andererseits rechtssicher navigieren kann. Somit ist es auch ein wesentliches Anliegen des Kurses zu vermitteln, dass Gewässerunterhaltung vor allem in Ortslagen vorrangig der Gewährleistung eines möglichst schadenfreien Wasserabflusses dient, jedoch in der freien Landschaft der Schwerpunkt auf dem Erhalt und der Entwicklung naturnaher Strukturen in und an Flüssen und Bächen liegt. Es wird dargestellt, wie die betreffenden Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden können. Die theoretischen Grundlagen werden durch praktische Beispiele im Rahmen einer Exkursion verdeutlicht.

Fortbildungsschwerpunkte sind:
Unterhaltung von Fließgewässern – Einführung und rechtliche Grundlagen
Das Ökosystem Fließgewässer (ökologische/hydromorphologische Grundlagen, Eigendynamik, Ufergehölze)
Arbeitsgrundlagen für Gewässerunterhalter und Planer (Handbuch Gewässerunterhaltung, Praxisleitfaden Gehölzpflege)
Eigendynamische Prozesse unterstützen, steuern, stoppen – Möglichkeiten und Grenzen ingenieurbiologischer Bauweisen
Planungsinstrumente (Gewässerunterhaltungsplan)
Vorbereitung und Durchführung von Gewässerunterhaltungsarbeiten (Gewässerunterhaltungstechnik, Personal)
Verkehrssicherungspflicht und Arbeitsschutz bei Unterhaltungsarbeiten
Gewährleistung der Fischdurchgängigkeit

(nach oben)


Hamburg Wasser beendet größtes Sielausbauprogramm der letzten zehn Jahre

Hamburg Wasser hat Mitte Januar 2020 das Innenstadt-Entlastungsprogramm beendet. Das Unternehmen hat hierfür in den letzten zehn Jahren rund 85 Millionen Euro investiert. Mit dem Neubau von 6,2 Kilometer Transport- und Speichersielen entsteht 17 600 Kubikmeter zusätzliches Speichervolumen. Das Innenstadt-Entlastungsprogramm steht in der Tradition der großen Gewässerschutzprogramme, die Hamburg Wasser seit den 1990er-Jahren umgesetzt hat. Das Hamburger Sielnetz wurde dabei gezielt ausgebaut, um Alster, Elbe und Bille besser vor Überläufen aus der Kanalisation zu schützen. Insgesamt hat Hamburg Wasser 695 Millionen Euro in den Schutz der Hamburger Gewässer investiert und 215 200 m³ zusätzliches Speichervolumen geschaffen.
Der Ausbau der Siele ist nur ein kleiner Baustein beim Regenwassermanagement. Die Entwicklung von Hamburg zur Schwammstadt ist das langfristige Ziel. Erreicht werden soll dies durch den Einsatz versickerungsfähiger Materialien, Gründächer, begrünte Fassaden, Mulden und Teiche. Es wird angestrebt, einen möglichst naturnahen Wasserhaushalt zu erreichen. Dabei müssen die Grundstückseigentümer ebenfalls mitziehen.

(nach oben)


Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Helmstedt genehmigt

Die EEW Energy from Waste Helmstedt GmbH hat im Dezember 2019 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) am EEW-Standort Buschhaus erhalten. Damit hat das erste von aktuell drei KVA-Projekten der EEW-Gruppe in Deutschland eine wichtige Hürde genommen. Bereits im Oktober hatte EEW mit ersten bauvorbereitenden Maßnahmen beginnen können. Eine entsprechende Genehmigung dafür hatte das zuständige Gewerbeaufsichtsamt erteilt. Die offizielle Grundsteinlegung fand im Januar 2020 statt. Neben Helmstedt plant EEW Anlagen in Stapelfeld nahe Hamburg und im mecklenburgischen Stavenhagen. „Einen optimalen Projektverlauf vorausgesetzt, werden wir am Standort Buschhaus erstmals im vierten Quartal 2021 Klärschlamm behandeln“, kündigte Guido Lücker, Technischer Geschäftsführer von EEW Helmstedt, an.

(nach oben)


Junge DWA besucht Stadtentwässerung Frankfurt am Main

Der dritte Stammtisch der jungen DWA Frankfurt am Main traf sich am 17. Dezember 2019 auf der Kläranlage Frankfurt-Niederrad. Frank Helmling, der für den Betrieb der Kläranlage zuständig ist, übernahm die Führung und Erklärung der Anlage. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Besichtigung der nachgeschalteten Denitrifikation sowie der restaurierten historischen Kläranlage Frankfurt. Im Anschluss fand ein Austausch an Erfahrungen, Wissen, Tipps und Tricks in gemütlicher Runde statt.
Um die Stickstofffrachten am Auslauf der Kläranlage weiter zu verringern, wird auf der Kläranlage Niederrad eine nachgeschaltete Denitrifikation betrieben. Dabei wird das Wasser aus der Nachklärung mit einem Kohlenstoffträger angeimpft und in Filterbecken geleitet. Diese Becken sind mit einem Granulat gefüllt, auf dem die benötigte Biologie angesiedelt ist. Nitrat wird zu elementaren Stickstoff abgebaut und das gereinigte Wasser in den Main geleitet.
Die historische Anlage gilt als erste Kläranlage auf dem europäischen Festland und wurde zum Denkmal des Jahres 2017 in Frankfurt ausgezeichnet. Im Jahr 1887 erbaut, besticht sie durch ihre einmalige Bauweise. Zu sehen sind noch der Zulauf, die Position der Rechen und die Absetzbecken.

M. Eng. Andreas Happach

(nach oben)


Sieben Millionen Euro für energieproduzierende Kläranlage

Das Clausthaler Verbundprojekt BioBZ (bio-elektrochemische Brennstoffzelle), 2018 ausgezeichnet mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, wird mit dem Vorhaben „Demo-BioBZ“ fortgesetzt. Der Ansatz, durch den Einsatz der bio-elektrochemischen Brennstoffzelle aus dem Abwasser einer Kläranlage Energie zu gewinnen, wird weiter optimiert und in Goslar in eine Demonstrationskläranlage, die für 250 Einwohner ausgelegt ist, umgesetzt. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung über den Projektträger Karlsruhe (PTKA) in den kommenden fünf Jahren 5,9 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel aus Industrie und Wissenschaft. Das Kick-off-Meeting für das insgesamt sieben Millionen Euro umfassende Projekt fand am 23. Januar 2020 statt.
Koordiniert wird das neue Verbundprojekt von Prof. Michael Sievers vom CUTEC Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum. „Eine technische Anlage, wie sie im Projekt Demo-BioBZ zur nachhaltigen Abwasserreinigung mit vollständiger Kohlenstoff- und Stickstoff- Elimination angestrebt wird, existiert bisher weltweit noch nicht“, sagt Michael Sievers. Der Weg zu einem solchen Novum ist in drei Phasen eingeteilt: eine zweijährige (Weiter-)Entwicklungsphase, eine einjährige Planungs- und Bauphase der Kläranlage sowie eine zweijährige Betriebsphase mit Prozessoptimierung.
Dank der bio-elektrochemischen Brennstoffzelle werden die organischen Schmutzstoffe bei ihrem Abbau direkt in Strom umgewandelt. Als zusätzlicher Effekt reduziert sich der Aufwand für die Belüftung erheblich. Außerdem fällt weniger Schlamm an. Innerhalb der Zellen fungieren Mikroorganismen als Biokatalysatoren, die während des Schadstoffabbaus elektrische Energie erzeugen. Neben dem CUTEC-Forschungszentrum der TU Clausthal sind an dem Verbundprojekt sieben Partnereinrichtungen beteiligt: das Institut für Chemische und Elektrochemische Verfahrenstechnik der TU Clausthal, das Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie der TU Braunschweig, das Engler-Bunte-Institut am Karlsruher Institut für Technologie, die Eisenhuth GmbH & Co. KG (Osterode am Harz), die Common Link AG (Karlsruhe), die Eurawasser Betriebsführungsgesellschaft mbH (Goslar) sowie die Umwelttechnik und Anlagenbau GmbH Plauen.

(nach oben)


Sachsen: Fast zwei Drittel des Klärschlamms 2018 thermisch entsorgt

In 666 öffentlichen biologischen Abwasserbehandlungsanlagen in Sachsen fielen im Jahr 2018 knapp 70 000 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm an. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden da mit gegenüber 2017 rund drei Prozent weniger Klärschlamm eigenerzeugt.
Der größte Teil des Klärschlamms (97,0 Prozent bzw. 67 750 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm) wurde einer direkten Entsorgung, also der stofflichen Verwertung oder thermischen Entsorgung, zugeführt. Knapp zwei Drittel der in Sachsen eigenerzeugten Klärschlammmenge (45 061 Tonnen Trockenmasse) wurden verbrannt. Dies erfolgte zum Großteil in Kohlekraftwerken, Zementwerken oder ausgewählten Abfallverbrennungs-anlagen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre zur verstärkten thermischen Entsorgung des Klärschlamms fort.
Ein knappes Drittel der Menge des eigenerzeugten Klärschlamms (22 689 Tonnen Trockenmasse) wurde zuletzt stofflich verwertet, beispielsweise in der Landwirtschaft oder im Landschaftsbau. Dieser Anteil verringerte sich von 49,9 Prozent im Jahr 2017 auf 32,5 Prozent im Jahr 2018 spürbar.

Download des Statistischen Berichts:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200113_001

(nach oben)


Bayern: Klärschlamm überwiegend thermisch entsorgt

Gut 79 Prozent des Klärschlamms von öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen in Bayern wurden im Jahr 2018 thermisch entsorgt, knapp 21 Prozent gingen in die stoffliche Verwertung. Das teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit. Erfasst wurden von der amtlichen Statistik knapp 2400 öffentliche Abwasserbehandlungsanlagen mit biologischer Behandlungsstufe in Bayern. Insgesamt wurden im Jahr 2018 von diesen Anlagen gut 286 100 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm entsorgt. In die mit steigender Tendenz genutzte thermische Entsorgung gingen mit knapp 226 800 Tonnen 79,3 Prozent der Gesamtmenge. Die stoffliche Verwertung ist mit rund 59 000 Tonnen bzw. einem Anteil von 20,6 Prozent weiterhin rückläufig. Knapp 90 300 Tonnen des thermisch entsorgten Klärschlamms gingen in die Monoverbrennung und an die 132 900 Tonnen in die Mitverbrennung. Knapp 22 900 Tonnen wurden in der Landwirtschaft verwertet und gut 32 700 Tonnen im Landschaftsbau.

(nach oben)


Thüringen: Thermische Entsorgung des Klärschlamms gewinnt weiter an Bedeutung

Im Jahr 2018 wurden 37 928 Tonnen Klärschlamm (Trockenmasse) aus der biologischen Abwasserbehandlung von kommunalen Kläranlagen in Thüringen entsorgt. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren das 0,5 Prozent weniger als im Jahr 2017 mit 38 105 Tonnen Klärschlamm. Der größte Teil des Klärschlamms (42,8 Prozent) wurde bei landschaftsbaulichen Maßnahmen, zum Beispiel bei der Rekultivierung oder Kompostierung, verwertet. Mit 40,8 Prozent hat die thermische Entsorgung in Thüringen 2018 weiter an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2018 wurden 2149 Tonnen Klärschlamm mehr als im Vorjahr mitverbrannt. Weitere 13,3 Prozent wurden in der Landwirtschaft, beispielsweise als Dünger, verwertet. Bundesweit wurden im Jahr 2018 rund 74,1 Prozent des angelieferten Klärschlamms in Verbrennungsanlagen thermisch entsorgt.

(nach oben)


Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2020″ ausgelobt

Das Bundesumweltministerium lobt den Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2020″ aus. Auf die Gewinner wartet ein Preisgeld von je 25 000 Euro für wirkungsvolle, beispielhafte und innovative Maßnahmen und Projekte zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2020. Der vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik (DIFU) initiierte Wettbewerb findet bereits seit 2009 statt. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Der Wettbewerb wird durch die „Nationale Klimaschutzinitiative“ (NKI) des Bundesumweltministeriums finanziert. Teilnahmeberechtigt sind Städte, Gemeinden und Landkreise.
Für 2020 sind Bewerbungen in vier Kategorien möglich:
Kategorie 1: Ressourcen- und Energieeffizienz in der Kommune
Kategorie 2: Klimaanpassung in der Kommune
Kategorie 3: Kommunale Klimaaktivitäten zum Mitmachen
Sonderpreis: Kommune und Jugend gemeinsam klimaaktiv

www.klimaschutz.de/wettbewerb2020

(nach oben)


Vierter Ideenwettbewerb der Europäischen Klimaschutzinitiative gestartet

Das Bundesumweltministerium hat den vierten Ideenwettbewerb der „Europäischen Klimaschutzinitiative“ (EUKI) gestartet. Bis zum 18. Februar 2020 sind gemeinnützige Organisation aufgerufen, Projektideen einzureichen, die zum Schutz des Klimas in Europa beitragen und die europäische Zusammenarbeit stärken. Die EUKI vernetzt lokale Akteurinnen und Akteure in Europa, um den gegenseitigen Wissenstransfer zu fördern und so die Grundlage für eine gemeinsame, zukunftsfähige Klimapolitik zu legen.
Die grenzüberschreitend arbeitenden Projekte, die den Austausch guter Praxis beim Klimaschutz und den klimapolitischen Dialog in der EU intensivieren sollen, werden in einem zweistufigen Verfahren zur Finanzierung ausgewählt. Zielgruppen der EUKI-Projekte sind Regierungen, Kommunen, Bildungsinstitutionen sowie Akteure aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, vornehmlich in Mittel-, Ost- und Südeuropa.

www.euki.de

(nach oben)


Neue Förderrunde für innovative Klimaschutzprojekte

Das Bundesumweltministerium hat eine neue Förderrunde für innovative Klimaschutzprojekte gestartet. Vom 1. Januar bis zum 31. März 2020 können Projektskizzen eingereicht werden. Der novellierte Förderaufruf der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gibt neben dem bekannten Element des Ideenwettbewerbs für innovative Ansätze erstmals die Möglichkeit, bereits pilothaft erprobte Ideen bundesweit zu verbreiten.
Die Förderung innovativer Ansätze ist in zwei Modulen möglich. Im Modul 1 werden Projekte gefördert, in denen umsetzungsorientierte Maßnahmen für den Klimaschutz konzipiert und unter Einbindung relevanter Akteure erstmals pilothaft angewendet werden. Eine bundesweite Verbreitung bereits pilothaft erprobter Ansätze ist innerhalb des Moduls 2 möglich. Für eine Förderung im Modul 2 ist eine vorherige Förderung im Modul 1 keine Voraussetzung.
Der neue Förderaufruf richtet sich an nicht-investive Projekte, die durch ihre Umsetzungsorientierung substanzielle Beiträge zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung leisten und eine bundesweite Sichtbarkeit aufweisen. Antragsberechtigt sind erstmals alle juristischen Personen des öffentlichen und des privaten Rechts.

https://www.klimaschutz.de/innovative-klimaschutzprojekte

(nach oben)


Konzept für weltweit erstes stadtnahes „ultraeffizientes Gewerbegebiet“ entwickelt

Ohne Abfall, Abwasser und Abluft: Das Konzept für das weltweit erste stadtnahe „ultraeffiziente Gewerbegebiet“, so die Fraunhofer-Gesellschaft in einer Pressemitteilung, steht. Wissenschaftler der drei Fraunhofer-Institute IPA, IAO und IGB haben es gemeinsam mit der Stadt Rheinfelden (Baden) und den ansässigen Unternehmen erarbeitet und nun der Stadtverwaltung übergeben. Seit vergangenem Herbst haben die Fraunhofer-Wissenschaftler die Industriegebiete am östlichen Stadtrand und die Gewerbegebiete im Stadtteil Herten unter die Lupe genommen und überlegt, wie sich Abfall, Abwasser und Abluft möglichst ganz vermeiden lassen. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt und den ansässigen Unternehmen ist so das genannte Konzept entstanden.
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat die Konzepterstellung im Rahmen des Forschungsprojekts „Ultraeffizienzfabrik – Symbiotisch-verlustfreie Produktion im urbanen Umfeld“ mit rund 250 000 Euro gefördert. Umsetzen müssen die Stadt Rheinfelden (Baden) und die ansässigen Unternehmen das Konzept auf eigene Rechnung.

(nach oben)


Europaweites Projekt zu Kunststoffen in Gewässern gestartet

Es ist noch weitgehend unbekannt, auf welchen Wegen Mikroplastik und Kunststofffasern in die Umwelt kommen und welche Auswirkungen sie auf Süßwassersysteme haben. Am 1. November 2019 startete deswegen das Projekt LimnoPlast, in dem sich 13 europäische Projektpartner mit dem Thema befassen wollen. Das Vorhaben wird von der EU aus dem Programm Horizon 2020 für vier Jahre mit knapp 4,1 Millionen Euro gefördert. In dem Projekt werden Forschungsansätze aus den Natur- und Sozialwissenschaften mit umwelttechnischen Lösungen vereint, um die offenen Fragen ganzheitlich zu beantworten. 15 interdisziplinär denkende Doktorandinnen und Doktoranden aus den Bereichen Polymer-und Ingenieurwissenschaften, Toxikologie und Ökologie, Umwelt-, Sozial- und Rechtswissenschaften sowie Psychologie sollen in den nächsten Jahren in die Lage versetzt werden, mit ihren Forschungsarbeiten zentrale Fragen zur Herkunft, zur Verbreitung und zu den Auswirkungen von Mikroplastik in Süßwassersystemen zu beantworten. Im Rahmen von beispielhaften Fallstudien sollen die Süßwasser-Ökosysteme rund um die drei Stadtgebiete von Aarhus, Amsterdam und Paris erforscht werden. Außerdem sollen innovative Technologien, alternative Materialien und bewusstseinsbildende Maßnahmen zur Reduzierung von Mikroplastik entwickelt und angewendet werden.

http://www.limnoplast-itn.eu

(nach oben)


Niedersachsen: Klärschlammausbringung in der Landwirtschaft gesunken

In Niedersachsen wurden im Jahr 2018 im Rahmen der öffentlichen Abwasserentsorgung rund 165 000 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen direkt und ohne Zwischenlagerung entsorgt. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, gingen davon rund 88 900 Tonnen in die stoffliche Verwertung. Die Landwirtschaft war hier der größte Abnehmer und brachte rund 61 800 Tonnen als Dünger aus. 2018 setzte die Landwirtschaft damit etwa 16 % weniger Trockenmasse Klärschlamm ein als noch im Vorjahr (rund 73 400 Tonnen). Die restlichen 27 100 Tonnen wurden einerseits für Rekultivierung und Kompostierung zugunsten landschaftsbaulicher Maßnahmen (rund 17 600 Tonnen) verwendet. Andererseits diente der Klärschlamm (rund 9500 Tonnen) als Ausgangsstoff für „Klärschlammerde“.
Weitere 69 200 Tonnen des 2018 angefallenen Klärschlamms konnten thermisch entsorgt werden. Dieses durch Verbrennung entsorgte Aufkommen lag um 42 % über dem Wert des Jahres 2017 (rund 48 900 Tonnen) und entsprach annähernd der dreifachen Menge des Jahres 2010. Der Klärschlamm wurde weit überwiegend in Abfallverbrennungsanlagen und in Energieversorgungsunternehmen mitverbrannt (rund 64 100 Tonnen).
Nach den vorliegenden Daten lagen der Anteil der stofflichen Verwertung des Klärschlamms in Niedersachsen bei rund 54 % und der Verbrennungsanteil bei rund 42 %. Deutschlandweit wurde der Klärschlamm im Rahmen der öffentlichen Abwasserentsorgung im Schwerpunkt verbrannt (Anteil: gut 74 %), nur etwa 25 % des Aufkommens wurden stofflich verwertet und rund ein Prozent in sonstigen Prozessen direkt entsorgt. Die Monoverbrennung in Klärschlammverbrennungsanlagen hatte in Niedersachsen einen Anteil an der Gesamtverbrennung von knapp 7 %; bundesweit lag dieser Anteil bei gut 38 %.

(nach oben)


Anlage zur Trocknung von Klärschlamm in Ludwigslust geplant

Die ALBA TAV Betriebs GmbH plant an ihrem Standort in Ludwigslust eine Erweiterung um eine Trocknungsanlage für kommunalen Klärschlamm. Der Umweltdienstleister betreibt dort bereits eine Abfallverwertungsanlage. In der geplanten Trocknungsanlage könnte ALBA bis zu 50 000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr trocknen, was etwa einem Drittel des anfallenden Klärschlamms in Mecklenburg- Vorpommern entspricht. Der Bau der erweiterten Anlage in Ludwigslust zur Trocknung von regionalem Klärschlamm soll im vierten Quartal 2020 beginnen. Für die klimaneutrale Aufbereitung des regionalen Klärschlamms soll die Wärme, die in der benachbarten Verwertungsanlage entsteht, genutzt werden. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft wird der getrocknete Klärschlamm anschließend zur Strom- und Fernwärmeerzeugung sowie zur Rückgewinnung von Phosphor eingesetzt.

(nach oben)


70 Prozent höherer Medikamentenverbrauch bis 2045

Um bis zu 70 Prozent wird der Medikamentenverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2045 zunehmen. Ursachen hierfür sollen das zunehmende Alter der Gesellschaft und der steigende Pro-Kopf- Verbrauch an Medikamenten sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsinstitutes Civity im Auftrag des BDEW.

(nach oben)


Projekt MULTI-ReUse abgeschlossen

Das Projekt MULTI-ReUse ist abgeschlossen. Im Zentrum der Untersuchungen stand eine Pilotanlage in Niedersachsen auf der kommunalen Kläranlage in Nordenham. In dieser Küstenregion mit Wassermangel wurde mit einem modularen Aufbereitungssystem konventionell gereinigtes Abwasser unter realen Bedingungen weitergehend behandelt, um es als Betriebswasser in einem Industriebetrieb einsetzen zu können. MULTI-ReUse hat darüber hinaus noch weitere Verwendungsmöglichkeiten untersucht, die weltweit von Bedeutung sind. Dazu gehören die landwirtschaftliche Bewässerung, urbane Anwendungen und die Grundwasseranreicherung. Voraussetzungen hierfür sind hygienische Unbedenklichkeit und die Entfernung anthropogener Spurenstoffe.
In der Pilotanlage wurden die Verfahren Ultrafiltration (UF), Umkehrosmose (UO), Aktivkohlefiltration und UV-Desinfektion flexibel zu Aufbereitungsketten kombiniert sowie innovative Verfahren zur Online-Überwachung der mikrobiologischen Hygiene und zur Bestimmung von biologisch verwertbarem Kohlenstoff entwickelt. Bei der Verfahrensoptimierung unter Praxisbedingungen sollten Synergiepotenziale von UF und UO ausgeschöpft werden, um diese Technologien für die Anwendung in der Wasserwiederverwendung attraktiver zu machen. Ein Bewertungskonzept für geeignete Rohrleitungswerkstoffe war ebenfalls Untersuchungsgegenstand.

https://water-multi-reuse.org

(nach oben)


„Naturstadt“: Bundesweiter Wettbewerb für Kommunen startet

Mit rund 2,2 Millionen Euro fördert das Bundesumweltministerium den bundesweiten Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Die 40 besten Projektideen werden als Zukunftsprojekte mit je 25 000 Euro prämiert. Der Wettbewerb ist sowohl Teil des Masterplans Stadtnatur als auch des Aktionsprogramms Insektenschutz der Bundesregierung. Inhaltlich wird der Wettbewerb vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) begleitet. Der Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ wird vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e. V.“ durchgeführt. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Landkreistag. Bis zum 31. Mai 2020 können alle Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland überzeugende und wirkungsvolle Ideen für mehr naturnahe innerstädtische Flächen und zur Förderung von Insektenlebensräumen einreichen. Es muss sich dabei explizit um Projektideen handeln; bereits realisierte Projekte sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

www.wettbewerb-naturstadt.de
http://bit.ly/naturstadt
www.biologischevielfalt.bfn.de/ bundesprogramm.html

(nach oben)


Neuer Profilschwerpunkt Wasser an der Universität Duisburg-Essen

Wasser – sicher und sauber soll es sein und Milliarden von Menschen versorgen. Immer intensiver wird die Ressource genutzt, weshalb ein nachhaltiger und globaler Wasserkreislauf eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit ist. Dieser nimmt sich die Universität Duisburg-Essen (UDE) an. Schon seit vielen Jahren setzt sie einen Fokus auf „Wasser“, jetzt richtet sie einen Profilschwerpunkt dazu ein. Dreh- und Angelpunkt ist das Zentrum für Wasser-und Umweltforschung (ZWU). Hierauf baut der neue Profilschwerpunkt nun auf. „Wir forschen aus der gesellschaftlichen Verantwortung heraus und mit dem Ziel, sicheres und sauberes Trinkwasser für eine schnell wachsende Weltbevölkerung, ein nachhaltiges Wassermanagement und den Schutz vor Krankheiten und Hochwasser sicherzustellen“, so Prof. Dr. Torsten Schmidt, Sprecher des Profilschwerpunkts. Die Wasserexperten aus verschiedenen Fachrichtungen werden nun noch enger zusammenarbeiten als bisher. 90 UDE-Forschende aus 29 Lehrstühlen der Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Medizin und der Gesellschaftswissenschaften werden beteiligt sein. Ihre Expertise steuern außerdem bei: drei An-Institute der UDE, verschiedene Fachgebiete weiterer Hochschulen, darunter die Universitäten Bochum und Dortmund, regionale Wasserverbände und -versorger sowie Unternehmen. So viel geballte Kompetenz braucht ein eigenes Forschungszentrum: In Essen wird daher der FutureWaterCampus entstehen, der 2022 eröffnet werden soll. Wasserforschung ist der fünfte Profilschwerpunkt der UDE. Zu den weiteren gehören Nanowissenschaften, Biomedizinische Wissenschaften, Urbane Systeme und Wandel von Gegenwartsgesellschaften.

Dr. Michael Eisinger, ZWU Tel. 0201/183-3890 E-Mail: Michael.Eisinger@uni-due.de www.uni-due.de/zwu

(nach oben)


DWA-Publikationsverzeichnis 2020 und DWA-Veranstaltungsprogramm 2020 erschienen

Mit dem Beginn des neuen Jahres erscheinen das DWA-Publikationsverzeichnis 2020 und das DWA-Veranstaltungsprogramm 2020. Die Kombination von Regelwerk und Fort- und Weiterbildung aus einer Hand ist ein seit Jahren bewährtes Konzept, das durch den gemeinsamen Versand der gedruckten Verzeichnisse Anfang Januar an die DWA-Mitglieder und -Kunden unterstrichen wird.

Beide Verzeichnisse stehen auch als PDF-Datei unter www.dwa.de zum Download zur Verfügung. Zusätzliche Print-Exemplare können das ganze Jahr über kostenlos angefordert werden bei der:
DWA-Bundesgeschäftsstelle Theodor-Heuss-Allee 17 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-333 Fax 0 22 42/872-100 E-Mail: info@dwa.de

(nach oben)


Grundstücksentwässerung – Leitfaden für den naturnahen Umgang mit Regenwasser

Mit dem Heft „Naturnaher Umgang mit Regenwasser – Leitfaden für Eigenheimbesitzer und Bauherren“ hat das Brandenburger Umweltministerium eine neue, aktualisierte Aufgabe des erstmals 2015 erschienenen, vielfach nachgefragten Ratgebers vorgelegt. Die Broschüre kann von Website des Ministeriums heruntergeladen werden oder als Heft kostenfrei bestellt werden.

E-Mail:
bestellung@mluk.brandenburg.de

Download:
https://mluk.brandenburg.de

(nach oben)


Baden-Württemberg: Etwa 125 kommunale Kläranlagen kommen für vierte Reinigungsstufe in Betracht

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller hat Mitte Januar 2020 den Ministerrat darüber informiert, dass im Land etwa 125 kommunale Kläranlagen für eine vierte Reinigungsstufe in Frage kommen. Aktuell sind in Baden-Württemberg im Rahmen der Spurenstoffstrategie bereits 16 kommunale Kläranlagen mit der vierten Reinigungsstufe ausgerüstet. Bei weiteren 16 Kläranlagen wird eine solche Reinigungsstufe gerade gebaut oder geplant. Das Umweltministerium hat die seit 2010 mit der vierten Reinigungsstufe betriebenen Anlagen bisher mit etwa 32 Millionen Euro gefördert. Zusätzlich fördert die Landesregierung das Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg, das Kläranlagenbetreiber, Behörden und Planer bei der Einführung der neuen Technologien unterstützt und berät.
Als erstes Flächenland in Deutschland geht Baden-Württemberg zudem mit einem landesweit einheitlichen Vorgehen neue Wege: Mit dem „Arbeitspapier Spurenstoffelimination auf kommunalen Kläranlagen“ steuert das Land die Ausbauaktivitäten und stellt Priorisierungskonzepte auf. Der Ausbau soll vor allem an besonders sensiblen Gewässern wie dem Bodensee und an Bächen und Flüssen intensiviert werden, die einen hohen Anteil an Kläranlagenablauf aufweisen.

(nach oben)


Umgang mit Schiffsabwässern in Häfen

Eine „Technische Handreichung für die Behandlung von Schiffsabwässern in Häfen im Abwassersondergebiet Ostsee nach MARPOL Anlage IV“ steht auf der Seite der zwischenstaatlichen Kommission zum Schutz der Meeresumwelt im Ostseeraum HELCOM zur Verfügung. Die von HELCOM herausgegebene „Technical Guidance“ wurde im Auftrag des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vom Prüf-und Entwicklungsinstitut für Abwassertechnik an der RWTH Aachen e. V. (PIA) erstellt. Die neuen Vorschriften sehen vor, dass Fahrgastschiffe, die mehr als zwölf Passagiere befördern, Abwässer in Hafenauffangeinrichtungen abgeben müssen. Wenn der Anteil an Stickstoff um 70 Prozent und an Phosphor um 80 Prozent durch eine Behandlung an Bord reduziert wird, darf in die See eingeleitet werden. Die technische Handreichung richtet sich an Hafenbetreiber, lokale Verwaltungen, sowie kommunale Abwasserunternehmen und Reeder, um entsprechend den IMO-Vorschriften die Abnahme von Schiffsabwässern in Hafenauffangeinrichtungen im Ostseeraum zu unterstützen.

Download des Dokuments:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200204_004

(nach oben)


Vergaberecht: neue EU-Schwellenwerte

Seit dem 1. Januar 2020 gelten neue EU-Schwellenwerte für die Vergabe öffentlicher Aufträge. Die neuen Zahlen wurden am 31. Oktober 2019 im Amtsblatt der Europäischen Union (L 279) veröffentlicht: 5 350 000 Euro für Bauaufträge (bislang 5 548 000 Euro), 5 350 000 Euro für Konzessionen (bislang 5 548 000 Euro), 214 000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge sonstiger öffentlicher Auftraggeber (bislang 221 000 Euro), 139 000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge oberer und oberster Bundesbehörden (bislang 144 000 Euro), 428 000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge von Sektorenauftraggebern (bislang 443 000 Euro), 428 000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich (bislang 443 000 Euro).

Download des Amtsblatts der Europäischen Union, L 279:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20191216_003

(nach oben)


25 Jahre Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

Über eine Milliarde Euro hat der städtische Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart (SES) in den vergangenen 25 Jahren – seit seiner Gründung am 26. Januar 1995 – in Gewässer-, Umwelt-, und Gesundheitsschutz investiert. Die Investitionen flossen in die Erhaltung und den Neubau von Kanälen und Regenbecken, in die Anlagen zur Abwasserreinigung und Klärschlammverwertung in den vier Stuttgarter Klärwerken sowie in Maßnahmen zur Gewinnung von Energie. Für die nächsten 15 Jahre ist eine weitere Milliarde Euro veranschlagt, um den Herausforderungen der Zukunft wie Klimawandel, Digitalisierung und Umwelt zu begegnen.
Anlass der Gründung des Eigenbetriebs waren damals die notwendigen umfangreichen Investitionen, die sich im Haushaltsrahmen der Stadt nicht realisieren ließen. So wurde entschieden, einen Eigenbetrieb zu gründen, der sich unmittelbar aus den Abwassergebühren finanziert. Dies erweist sich bis heute als ein Erfolgsmodell und liegt im Gebührenvergleich der Großstädte bundesweit unter den günstigen Anbietern.
Um mit den sich stetig verschärfenden Vorgaben bei der Abwasserreinigung und Klärschlammbeseitigung Schritt halten zu können, sind in den nächsten Jahren umfangreiche Investitionen in die vier Stuttgarter Klärwerke notwendig. Schwerpunkte sind dabei die Spurenstoffelimination, die Erneuerung der Klärschlammverbrennung und die Anlagenerhaltung. Mit einer verbesserten Eigenenergieproduktion durch Verstromung von Klärgas und optimaler Abwärmenutzung werden die Klärwerke zu „grünen Kraftwerken“, die einen Großteil der benötigten Energie zur Abwasserreinigung selbst erzeugen.
Der Digitalisierungsgrad erhöht sich, wie in allen Bereichen, auch im Abwasserwesen und verlangt nach besonderen Sicherheitsanforderungen. Die dafür ausgebildeten IT-Experten sorgen für diesen Schutz und stehen in regelmäßigem Kontakt mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Starkregenereignisse und vermehrte Überflutungsschäden sind Folgen des Klimawandels. Die SES versucht die negativen Auswirkungen durch Informationen an Grundstückseigentümer und durch kommunale Flächenvorhaltung zu reduzieren und damit Gefahren für die Menschen zu verringern.
Der Begriff des Gemeinwohls wird oft gebraucht – dementsprechend unterschiedlich wird er definiert. Die SES hat eine klare Vorstellung, was sie unter Gemeinwohl-Zielen versteht. Diese wurden und werden nach ethischen Werten und ökologischen Maßnahmen definiert und entwickelt, um nachweisbar einen Beitrag zu einer lebenswerten Welt zu leisten. Und damit das Grundbedürfnis der Bevölkerung nach Wohlbefinden, Gesundheit und Hygiene zu erfüllen und dafür zu sorgen, dass auch nachfolgende Generationen gute Lebensgrundlagen vorfinden.

www.stadtentwaesserung-stuttgart.de

(nach oben)


Neue DGUV-Branchenregel „Tiefbau“ erschienen

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV hat die neue „Branchenregel 101-604 Tiefbau“ veröffentlicht. Diese zeigt wesentliche Gefährdungen auf und fasst rechtliche Bestimmungen und Normen sowie die wichtigsten Präventionsmaßnahmen übersichtlich zusammen. Zugleich enthält sie praktische Tipps und Hinweise für einen erfolgreichen Arbeitsschutz auf Baustellen. Denn bei der Arbeit im Tiefbau gibt es viele Unfallrisiken: LKW rangieren rückwärts, Radlader fahren oft mit hohem Tempo hin und her und Bagger drehen sich schnell und schwenken aus. Gleichzeitig bewegen sich auf den Baustellen Beschäftigte zu Fuß. Immer wieder kommt es vor, dass sie von Maschinenführern und LKW-Fahrern nicht wahrgenommen und dann angefahren oder überfahren werden. Die sichere Benutzung von Baumaschinen und die Qualifizierung der Maschinenführer werden in der Branchenregel behandelt, ebenso Absturzsicherungen, Verkehrswege, aber auch persönliche Schutzausrüstungen. Weitere Kapitel befassen sich mit einzelnen Arbeitsbereichen im Tiefbau wie dem Straßenbau oder Arbeiten in und an Baugruben und Gräben. Ebenso werden Spezialtiefbauarbeiten, Bauarbeiten unter Tage, Wasserbau oder die Arbeit auf schwimmenden Geräten – etwa bei der Sanierung von Hafenanlagen – wie auch die Kampfmittelräumung in dem Dokument betrachtet.

Kostenloser Download:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20200116_006

(nach oben)


EU setzt Verursacherprinzip nicht ausreichend durch

Beim Schutz der Gewässer vor Mikroverunreinigungen setzt die EU bestehende Rechtsvorgaben nicht ausreichend um. Insbesondere das Verursacherprinzip wird nicht durchgesetzt. Diese klare Aussage trifft eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte über die Verantwortung der Hersteller, das Eindringen von Mikroverunreinigungen in die Umwelt zu verhindern. Die Herstellerverantwortung bezieht sich dabei auf den vollständigen Lebenszyklus und nicht nur auf die Produktion der einzelnen Stoffe. Auftraggeber für die Studie war der Europäische Wasserverband EurEau. Nach Ansicht von Deloitte bietet das Europarecht durch die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) klare Möglichkeiten zur Umsetzung des Verursacherprinzips. Deloitte verweist vor allem auf Artikel 191 Absatz 2 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV), der neben den Grundsätzen der Vorsorge und der Vorbeugung vor allem das Verursacherprinzip betont. Des Weiteren heißt es in Artikel 191 Abs. 2 explizit, dass Umweltbeeinträchtigungen mit Vorrang an der Quelle zu bekämpfen sind.

(nach oben)


WHO: Besserer Zugang zu Wasser auch aus gesundheitlicher Sicht nötig

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste dringender, globaler Herausforderungen für den Gesundheitssektor für die nächste Dekade veröffentlicht, darunter auch einige mit Bezug zu Wasser: Nach Ansicht der WHO müssen gesundheitliche Aspekte in der Klimadiskussion mehr beachtet werden, denn der Klimawandel fördere extremere Wetterereignisse und begünstige die Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Malaria. Zur Zunahme von Multiresistenzen gegen Antibiotika trügen zwar viele Faktoren bei, die WHO nennt in diesem Zusammenhang aber ausdrücklich mangelnden Zugang zu reinem Wasser und unzureichende hygienisch einwandfreie Sanitärentsorgung. Rund ein Viertel aller Gesundheitseinrichtungen weltweit hätten keine grundlegenden Wassereinrichtungen. Die WHO fordert daher, bis 2030 sollten alle Gesundheitseinrichtungen in dieser Hinsicht ausgestattet sein.
Bebilderte Liste der WHO zu Herausforderungen für den Gesundheitssektor:
Seit dem 1. Januar 2020 gelten neue EU-Schwellenwerte für die Vergabe öffentlicher Aufträge. Die neuen Zahlen wurden am 31. Oktober 2019 im Amtsblatt der Europäischen Union (L 279) veröffentlicht: 5 350 000 Euro für Bauaufträge (bislang 5 548 000 Euro), 5 350 000 Euro für Konzessionen (bislang 5 548 000 Euro), 214 000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge sonstiger öffentlicher Auftraggeber (bislang 221 000 Euro), 139 000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge oberer und oberster Bundesbehörden (bislang 144 000 Euro), 428 000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge von Sektorenauftraggebern (bislang 443 000 Euro), 428 000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich (bislang 443 000 Euro).

Download des Amtsblatts der Europäischen Union, L 279:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20191216_003

(nach oben)


Novelle des Berufsbildungsgesetzes beschlossen

Der Bundesrat hat Ende November der Novelle des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) zugestimmt. Die Modernisierung hat unter anderem folgende Ziele: eine Mindestvergütung für Auszubildende gewährleisten; die Ausbildung in Teilzeit erleichtern; die höher qualifizierende Berufsausbildung stärken; mehr Durchlässigkeit zwischen aufeinander aufbauenden Ausbildungsberufen ermöglichen; das Prüfungswesen flexibilisieren; das Ehrenamt stärken; erwachsene Auszubildende bei der Freistellung für den Schulbesuch mit jugendlichen Auszubildenden gleichstellen und Bürokratie abbauen. Die Novelle ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hofft, mit dem neuen Berufsbildungsgesetz die berufliche Bildung in Deutschland attraktiver zu machen und das duale System zu stärken. Das Gesetz verbessere auch die Karrierechancen von Beschäftigten, die schon länger im Beruf sind und sich weitergebildet haben. In Deutschland gebe es zwei gleichwertige Qualifizierungswege, nämlich höherqualifizierende Berufsbildung und Studium.

Das Berufsbildungsgesetz gilt als das „Grundgesetz“ der beruflichen Bildung in Deutschland. Am 1. September 1969 trat es in Kraft. Es regelt die Rechte und Pflichten der Auszubildenden und der Betriebe. Auf seiner Grundlage werden duale Ausbildungsberufe bundeseinheitlich geregelt. Auch die berufliche Fortbildung ist im BBiG geregelt. Das BBiG wurde im Jahr 2005 zuletzt umfassend überarbeitet.

(nach oben)


BMU führt #umwelt.werkstatt zur Erarbeitung seiner Digitalagenda durch

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat Ende November ein neues, zehntägiges Arbeitsformat des Bundesumweltministerium (BMU) eröffnet: die #umwelt. werkstatt. Dort arbeiten erstmals Mitarbeiter/innen des BMU, aller nachgeordneten Behörden und Fachexpert/innen von außen gemeinsam in zehn Sitzungen an der umweltpolitischen Digitalagenda des BMU, die im März 2020 vorgestellt werden wird. Das BMU will das Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit zudem zu einem Schwerpunkt im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 machen.

https://www.bmu.de/themen/ nachhaltigkeit-internationales-digitalisierung/digitalisierung-und-umwelt

(nach oben)


Niedersachsen: Düngeregeln werden verschärft

Die niedersächsische Landesregierung hat am 18. November 2019 die Niedersächsische Verordnung über düngerechtliche Anforderungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat oder Phosphat (NDüngGewNPVO) beschlossen. Mithilfe dieser Länderverordnung sollen die Nährstoffeinträge in belastete Wasserkörper durch die Landwirtschaft verringert und damit die Umweltziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie erreicht werden. Weiteren Verfahren der EU-Kommission wegen Nichtumsetzung der EG-Nitratrichtlinie soll so wirksam entgegengewirkt, Strafzahlungen sollen verhindert werden.

Die Gebietskulisse Grundwasser („Nitrat-Kulisse“) umfasst rund 39 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche – also rund eine Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Die Gebietskulisse Oberflächengewässer („Phosphat-Kulisse“) umfasst etwa ein Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Das entspricht etwa 35 000 Hektar. In der Gebietskulisse Oberflächengewässer (phosphatsensible Gebiete) werden folgende Auflagen verhängt:
Verpflichtende Wirtschaftsdüngeranalysen vor Aufbringung auf die Flächen, um den genauen Nährstoffgehalt zu kennen und so die Düngung noch präziser zu gestalten.

Erhöhung der Mindestlagerkapazität für flüssige Wirtschaftsdünger und Gärreste von sechs auf sieben Monate.
Auf hoch und sehr hoch versorgten Böden ist nur eine reduzierte Phosphat-Düngung möglich, um eine P-Abreicherung im Boden zu erzielen.

Zur Umsetzung zweier Maßnahmen (Erhöhung der Lagerkapazität und reduzierte Phosphat-Düngung) sind Übergangsfristen bis ins Jahr 2021 vorgesehen. Ergänzende Hinweise zur Umsetzung der NDüngGewNPVO werden aktuell erstellt.

Karte der Gebietskulissen:
https://sla.niedersachsen.de/ landentwicklung/LEA

(nach oben)


Optimierung von Bestands-Gullys

In einem Modellprojekt in Hannover werden auch Bestands-Gullys so aufgerüstet, dass sie mehr Schadstoffe zurückhalten. Im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts lag der Schwerpunkt auf einer Einordnung der aktuellen Reinigungsleistung und Verbesserung eines einzigen Bauteils – des Tauchbogens. Ergebnis: 90 Prozent der Straßenabläufe können bleiben. Dadurch können erforderliche Maßnahmen und Mittel auf die restlichen zehn Prozent konzentriert werden. Zusammen mit dem Unternehmen MeierGuss Limburg GmbH wurde der vorhandene Tauchbogen weiterentwickelt und am Fachgebiet für Siedlungswasserwirtschaft der TU Berlin im Teststand erprobt. Der Straßenablauf „Modell Hannover“ ist in der Landeshauptstadt über 52 000-mal eingebaut. Koordiniert wird das Projekt vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Universität Hannover (Dr.- Ing. Maike Beier).

(nach oben)


KlärWert: Phosphor- und Stickstoffrückgewinnung auf dem Braunschweiger Klärwerk

Auf dem Klärwerk Steinhof, das von der Stadtentwässerung Braunschweig GmbH betrieben wird, ist ein Projekt zur Phosphor- und Stickstoffrückgewinnung gestartet. Grund für das Projekt KlärWert war die Überlastung der Kläranlage mit Stickstoff und Phosphor. Veolia, das Mutterunternehmen der Stadtentwässerung Braunschweig, hat eine zweistufige Prozesswasserbehandlung zur Entlastung der Kläranlage und gleichzeitigem Rückgewinn der Nährstoffe Phosphor und Stickstoff entwickelt. Phosphor und Stickstoff werden anschließend in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt. Zum anderen wurde ein neues Klärschlammbehandlungsverfahren, die Thermodruckhydrolyse, zur Verringerung der Klärschlammmengen und Erhöhung der Klärgasmengen installiert. Diese funktioniert wie eine Art Schnellkochtopf, in dem der Klärschlamm für 30 Minuten bei 160 °C aufgekocht wird. In der nachfolgenden Faulungsstufe wird der aufgekochte Schlamm biologisch abgebaut und zusätzliches Klärgas erzeugt. gestartet. Grund für das Projekt KlärWert war die Überlastung der Kläranlage mit Stickstoff und Phosphor. Veolia, das Mutterunternehmen der Stadtentwässerung Braunschweig, hat eine zweistufige Prozesswasserbehandlung zur Entlastung der Kläranlage und gleichzeitigem Rückgewinn der Nährstoffe Phosphor und Stickstoff entwickelt. Phosphor und Stickstoff werden anschließend in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt. Zum anderen wurde ein neues Klärschlammbehandlungsverfahren, die Thermodruckhydrolyse, zur Verringerung der Klärschlammmengen und Erhöhung der Klärgasmengen installiert. Diese funktioniert wie eine Art Schnellkochtopf, in dem der Klärschlamm für 30 Minuten bei 160 °C aufgekocht wird. In der nachfolgenden Faulungsstufe wird der aufgekochte Schlamm biologisch abgebaut und zusätzliches Klärgas erzeugt.

(nach oben)


Europäisches Parlament ruft Klimanotstand aus

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid im Dezember 2019 hat das europäische Parlament eine Resolution verabschiedet, mit der es den Klima-und Umweltnotstand ausruft. Es fordert die Kommission zudem auf, dafür zu sorgen, dass alle relevanten Gesetzes- und Haushaltsvorschläge vollständig mit dem Ziel übereinstimmen, die Erderwärmung auf unter 1,5 °C zu begrenzen.

In einer getrennten Entschließung fordert das Parlament die EU nachdrücklich auf, ihre Strategie zur Klimaneutralität im Rahmen des Übereinkommens der Vereinten Nationen über den Klimawandel vorzulegen, die aufzeigen soll, wie die EU Klimaneutralität so bald wie möglich, spätestens aber bis 2050, erreichen will. Die Abgeordneten fordern die neue Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, auf, in den von ihr angekündigten „Green Deal für Europa“ eine Vorgabe von 55 % Emissionsreduzierung bis 2030 aufzunehmen.

Verabschiedeter Text:
https://www.europarl.europa.eu/ plenary/de/texts-adopted.html

(nach oben)


Bundestag und Bundesrat beschließen Klimaschutzgesetz

Der Bundestag hat am 15. November 2019 das Klimaschutzgesetz beschlossen. Es sieht gesetzlich verbindliche Klimaschutzziele für jedes Jahr und jeden einzelnen Bereich vor. Damit ist Deutschland das erste Land, das sich einen derart verbindlichen Fahrplan in Richtung Treibhausgasneutralität gibt, so das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Sollte ein Bereich vom Kurs abkommen, greift ein verbindlicher Nachsteuerungsmechanismus als Sicherheitsnetz. Auch das Ziel der Treibhausgasneutralität 2050 wird damit erstmals gesetzlich verankert. Der Bundesrat hat am 29. November 2019 zugestimmt. Das Gesetz soll am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

Das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 für Deutschland wird erstmals gesetzlich verankert. Bislang lag das 2050-Ziel der Bundesregierung noch bei 80 bis 95 Prozent CO2-Reduktion. Das neue Ziel ist damit das klare Signal an alle Branchen, sich rechtzeitig auf eine Wirtschaftsweise ohne fossile Energien vorzubereiten. Vereinbart wird auch, dass die Bundesregierung im Jahr 2025 jährlich absinkende Emissionsmengen für die Zeit nach 2030 festlegen muss, die dann den Pfad in Richtung Treibhausgasneutralität 2050 genauer beschreiben werden.

Für den CO2-Ausstoß in jedem einzelnen Bereich gelten jetzt klar bezifferte und überprüfbare Sektorziele für jedes Jahr zwischen 2020 und 2030. Zugleich wird jedes Jahr das Umweltbundesamt und ein unabhängiger Expertenrat überwachen, ob ein Bereich zu viel CO2 ausstößt. In dem Fall, dass ein Bereich vom Reduktionspfad abweicht, verpflichtet das Gesetz die verantwortlichen Ministerien zu sofortigen Maßnahmen. So sorgt das Klimaschutzgesetz dafür, dass das übergreifende Klimaziel für 2030 (- 55 % CO2 im Vergleich zu 1990) verlässlich erreicht wird.
Aufgehalten wurde vom Bundesrat allerdings der steuerrechtliche Teil des Klimapakets: Die Länder überwiesen ihn einstimmig zur grundlegende Überarbeitung in den Vermittlungsausschuss.

Fragen und Antworten sowie Grafiken zum Klimaschutzgesetz:
https://www.bmu.de/mehrklimaschutz

Klimaschutzgesetz:
www.bmu.de/GE838

Klimaschutzprogramm 2030:
http://www.bmu.de/DL2356

(nach oben)


Klimawandel in Deutschland: Neuer Monitoringbericht belegt weitreichende Folgen

Die Folgen der globalen Erderwärmung werden in Deutschland spürbarer und lassen sich immer besser belegen. Das zeigt der zweite Monitoringbericht der Bundesregierung, der vom Bundesumweltministerium (BMU) und dem Umweltbundesamt (UBA) in Berlin vorgelegt wurde. Demnach hat sich die mittlere Lufttemperatur in Deutschland von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad erhöht. Allein in den letzten fünf Jahren stieg diese um 0,3 Grad an. Dadurch kommt es unter anderem zu mehr Gesundheitsrisiken durch die Hitzebelastung, einem Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur der Nordsee sowie zu stärkeren Ertragsschwankungen in der Landwirtschaft. Der aktuelle Bericht wurde vom „Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung“ (KomPass) im UBA zusammen mit fast 200 Personen aus 30 Bundes- und Länderbehörden, mehreren Universitäten und Fachverbänden erarbeitet.

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/monitoringbericht-2019 

(nach oben)


Mülheim Water Award 2020 ausgelobt

Der Wasserversorger RWW Rheinisch- Westfälische Wasserwerksgesellschaft und die Gerstel GmbH & Co. KG, Produzent von automatisierten Systemen für die instrumentelle chemische Analytik, haben gemeinsam den Mülheim Water Award ausgelobt. Die mit 10 000 € dotierte Auszeichnung zeichnet Projekte zur praxisorientierten Forschung und Entwicklung sowie zur Implementierung innovativer Konzepte im Bereich der Trinkwasserversorgung und Wasseranalytik aus. Das Thema der aktuellen Ausschreibung lautet „Innovationen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft und sichere Trinkwasserversorgung“. Das Bewerbungs- und Auswahlverfahren wird vom IWW Zentrum Wasser koordiniert. Bewerben können sich natürliche oder juristische Personen, Personengruppen oder auch Institutionen aus ganz Europa. Gesucht werden innovative, praxisrelevante Konzepte sowie anwendungsreife Lösungen zur Begegnung zukünftiger Herausforderungen in Wassersystemen und in der Wasseranalytik. Der Bewerbungszeitraum endet am 29. Februar 2020.

www.muelheim-water-award.com

(nach oben)


MVV plant Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm im Industriepark Gersthofen

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG plant derzeit, im Industriepark Gersthofen eine Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm zu errichten. Mehr als 30 Millionen Euro will der Energieversorger in den kommenden Jahren an seinem schwäbischen Standort dafür investieren. Den Anlagenbetrieb soll die MVV Industriepark Gersthofen GmbH übernehmen, die bereits jetzt für die Standortinfrastruktur und die Energieversorgung der zehn Unternehmen auf dem Gelände verantwortlich ist. Die MVV Industriepark Gersthofen GmbH ist ein Tochterunternehmen der MVV-Gruppe.

Das Genehmigungsverfahren wurde mit einer ersten Vorstellung des Projekts bei der zuständigen Behörde, der Regierung von Schwaben, Anfang Oktober begonnen. Die endgültige Entscheidung zur Realisierung des Projekts soll im Sommer 2020 fallen, bei Zustimmung aller Gremien der MVV könnte die Anlage Anfang 2023 ihren Betrieb aufnehmen.
In der Monoverbrennungsanlage können künftig pro Jahr etwa 85 000 Tonnen Klärschlamm behandelt werden – dieser kommt zum größten Teil von kommunalen Kläranlagen aus der Region. Die neue Anlage soll neben dem bestehenden EBS (Ersatzbrennstoff)-Kraftwerk errichtet werden, um vielfältige Synergien (zum Beispiel vorhandene Infrastruktur, die moderne Leitwarte oder das erfahrene Personal) nutzen zu können. Die bei der thermischen Verwertung anfallende Überschussenergie wird in das Wärmenetz des Industrieparks eingespeist.

www.mvv-igs.de/kva

(nach oben)


Nitrat: Klage gegen Landesregierungen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am 20. November 2019 Klage beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg gegen das Land Niedersachsen und das Land Nordrhein-Westfalen auf Grundlage der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) eingereicht. Die DUH will damit die Aufstellung eines Nationalen Maßnahmenprogramms für die Flussgebietseinheit Ems zur Reduzierung der Nitratbelastung des Grundwassers erreichen. Aus Sicht der Klägerin haben die zuständigen Behörden über Jahre dabei versagt, Grund- und Oberflächengewässer ausreichend vor zu hohen Nitrat-Belastungen zu schützen, die Landwirtschaft mit einer Agrarwende neu auszurichten und gesetzliche Vorgaben umzusetzen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützt das Vorhaben der DUH.
Die WRRL gibt vor, dass sich alle Gewässer in der EU in einem guten ökologischen und chemischen Zustand befinden müssen. Doch der zulässige Nitrat- Grenzwert von 50 mg/l im Grundwasser wird an vielen Messstellen in der Region überschritten. 21 der insgesamt 40 Grundwasserkörper, beziehungsweise zwei Drittel der Gesamtfläche der Flussgebietseinheit Ems auf deutschem Gebiet befinden sich nach Angabe der DUH in einem schlechten chemischen Zustand. Hauptgrund dafür sei die Überdüngung, die zu hohe Stickstoffeinträge zur Folge hat. In der Weser-Ems-Region liegt das Zentrum der niedersächsischen Fleischproduktion. Hier werden die meisten der fast 65 Millionen Masthühner und neun Millionen Schweine gehalten. Gleichzeitig werden in Niedersachsen rund 85 Prozent des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen.

Das Land Nordrhein-Westfalen hält die Klage für nicht zielführend und kontraproduktiv und hat die Sorge, dass ein Klageverfahren in der aktuellen Phase die Umsetzung zahlreicher Maßnahmen zur Senkung der Nitratwerte im Grundwasser ausbremsen könnte. „Die Klage der Deutschen Umwelthilfe stößt bei mir auf absolutes Unverständnis. Es besteht kein Zweifel daran, dass die in einigen Regionen bestehenden Grundwasserbelastungen zurückzuführen sind. Aber wir arbeiten seit Monaten mit dem Bund und der Europäischen Kommission an Maßnahmen, die zu einer Einhaltung der Nitratwerte in den besonders belasteten roten Gebieten führen. Uns ist der Ernst der Lage bewusst. Dafür benötigen wir keine zusätzliche Klage“, sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

(nach oben)


Klärschlammverwertung OWL GmbH in Gründung

In Ostwestfalen-Lippe (OWL) soll ein Gemeinschaftsunternehmen „Klärschlammverwertung OWL GmbH“ gegründet werden. Der Beitritt zu dem Unternehmen muss noch, wenn es voraussichtlich im Februar 2020 soweit ist, durch die Unterschriften des Kooperationsvertrags aller sich beteiligenden Abwasserbeseitigungspflichtigen, derzeit 80, besiegelt werden.

Die Gründung der Gesellschaft erfolgt nur, wenn der Kooperation so viele Partner beigetreten sind, dass mindestens eine Gesamtmenge von 15 000 Tonnen Trockensubstanz pro Jahr – das entspricht einer Menge von 60 000 Tonnen Klärschlamm – gemeinschaftlich entsorgt wird. „Dieser Wert wurde nun mit den jüngsten Beschlüssen der Städte Bielefeld, Lübbecke und Minden sowie der Wasserverbände Wittlage und Bersenbrück erreicht und sogar bei weitem überschritten“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Initiatoren einer kommunalen Lösung für die künftige Entsorgung des Klärschlammes in Ostwestfalen-Lippe. Das sind der Abfallwirtschaftsverband Lippe, die Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen im Kreis Gütersloh mbH, die Herforder Abwasser GmbH, der Abfallentsorgungsbetrieb des Kreises Minden-Lübbecke, der Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld und die Stadt Gütersloh. Der Beginn der gemeinsamen Entsorgung des Klärschlamms in OWL (Klärschlammverbrennung in einer Monoverbrennungsanlage) ist ab 2024 vorgesehen. Ursprünglich war mit der WWE (Westfalen Weser Energie) ein weiteres Unternehmen im Rennen, das sich ebenfalls der Klärschlamm-Verbrennung als neues Geschäftsfeld annehmen wollte. WWE hat sich jedoch, nachdem viele Kommunen in OWL signalisiert hatten, sich der OWL-Kooperation anzuschließen, im Oktober 2019 zurückgezogen.

(nach oben)


Baden-Württemberg: Online- Petition zur 4. Reinigungsstufe in kommunalen Kläranlagen

In Baden-Württemberg gab es eine Online-Petition zur 4. Reinigungsstufe in kommunalen Kläranlagen. Mehr als 48 000 Menschen haben unterschrieben. Initiatorin Christina Bosch aus Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) überreichte die Unterschriften am 2. Dezember 2019 an Landesumweltminister Franz Untersteller. In der Petition wird gefordert, dass die 4. Reinigungsstufe verbindlich in Deutschland eingeführt werden sollte, um Spurenstoffe wie zum Beispiel Rückstände von Arzneimittelwirkstoffen aus dem Abwasser herauszufiltern. „Ich finde es gut, dass so vielen Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg eine gute Wasserqualität und ein lebendiges Ökosystem am Herzen liegt“, kommentierte der Umweltminister. Aktuell sind in Baden-Württemberg bereits 15 kommunale Kläranlagen mit der 4. Reinigungsstufe ausgerüstet, bei weiteren 17 Kläranlagen wird eine solche Reinigungsstufe gerade gebaut oder geplant. Damit kann Abwasser von bis zu 2,2 Millionen Menschen von Spurenstoffen gereinigt werden. Untersteller sagte allerdings auch: „Mir ist wichtig zu betonen, dass der in der Abwasserverordnung verankerte Stand der Technik von den meisten der etwa 900 kommunalen Kläranlagen in Baden-Württemberg sogar übertroffen wird.“ Deshalb bestehe keine Notwendigkeit, die 4. Reinigungsstufe flächendeckend einzuführen.

(nach oben)


Bundesregierung entwickelt erste Maßnahmen gegen Spurenstoff-Belastung

Die Bundesregierung bereitet erste Maßnahmen vor, um Flüsse und Seen in Deutschland besser vor Spurenstoffen zu schützen. Anfang Dezember fand im Bundesumweltministerium die erste Sitzung des neuen ExpertInnengremiums statt, das künftig regelmäßig begutachten wird, wie gefährlich einzelne Spurenstoffe sind. Außerdem sollen Hersteller und gesellschaftliche Gruppen bei mehreren Runden Tischen zusammenkommen. Die Einrichtung des Expertengremiums basiert auf den Ergebnissen des Stakeholder-Dialogs zur Erarbeitung einer Spurenstoff-Strategie. Die dabei beteiligten Verbände haben sich auf einen breiten Maßnahmenkatalog geeinigt, um die Umweltbelastung mit Spurenstoffen zu verringern. Dazu gehört auch die Einrichtung eines unabhängigen ExpertInnengremiums zur Bewertung von Spurenstoffen. Diese erfolgt anhand der im Stakeholder-Dialog erarbeiteten Bewertungskriterien. Dem Gremium gehören 15 Experten und Expertinnen aus Bundesbehörden, Bundesländern, Industrie, Umwelt- und Wasserverbänden an. Für ausgewählte, als relevant bewertete Spurenstoffe sollen Minderungsmaßnahmen erarbeitet werden, die an den jeweiligen Quellen ansetzen. Dies passiert an Runden Tischen, die die Hersteller der Produkte verantworten, welche die Spurenstoffe verursachen. Als Erstes wird es um die Gruppe der Röntgenkontrastmittel gehen. Alle beim Stakeholder-Dialog vereinbarten Maßnahmen werden in einer Pilotphase getestet und anschließend unabhängig evaluiert werden. Zur Organisation, fachlichen Begleitung und Evaluierung der Pilotphase sind das Fraunhofer ISI, die IKU GmbH und das Umweltbundesamt einbezogen.

(nach oben)


Starkregenschäden von 6,7 Milliarden Euro seit 2002

Starkregenschäden können jeden jederzeit treffen, die Schäden sind dabei zum Teil immens. Allein in Deutschland gab es seit 2001 11 000 Starkregenereignisse, im Zeitraum 2002 bis 2017 entstanden dabei Schäden allein an Wohngebäuden mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Milliarden Euro. Diese Zahlen nennt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Basis ist ein gemeinsames Forschungsvorhaben zu Starkregenschäden des GDV mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD). Die Gesamtsumme verteilt sich dabei auf 1,3 Millionen Schäden (gerechnet auf eine Versicherungsdichte von 100 Prozent), der durchschnittliche Schaden betrug 5300 €.
Besonders schadensintensiv sind dabei Niederschläge von bis zu neun Stunden Dauer, insbesondere Ereignisse von bis zu drei Stunden Dauer. Dauerregen von zwölf Stunden oder mehr zerstören hingegen vergleichsweise wenig. Es sei denn, die lösen große Flusshochwasser aus. Aufgrund dieser Relation von wahrscheinlichem Schaden und Starkregendauer kann auch eine regionale Gewichtung der Schadenswahrscheinlichkeit vorgenommen werden. Denn langanhaltende Dauerregen von mehr als zwölf Stunden treten zwar vor allem in Gebirgsregionen auf. Kurze schadenträchtige Starkregen sind hingegen überall gleich wahrscheinlich.

Detaillierte Informationen zum Forschungsprojekt Starkregen:
https://www.gdv.de/de/themen/news/ forschungsprojekt-starkregen-52886

(nach oben)


Regierung sieht keine Wasserknappheit

Die Bundesregierung teilt die Sorgen der Fraktion Die Linke bezüglich einer möglichen Wasserknappheit in Deutschland nicht. In einer Antwort (Bundestags- Drucksache 19/14261) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion schreibt sie, dass es zwar Gebiete gebe, die aufgrund ihrer hydromorphologischen und geologischen Voraussetzungen wenig Grundwasser oder für die Trinkwassergewinnung geeignetes Rohwasser aufweisen würden. „Dort wird jedoch eine alternative und ausreichende Versorgung zum Beispiel über Wasserfernleitungen und Verbundleitungen sichergestellt. Dies ist auch keine neue Entwicklung, sondern wird in einigen Regionen seit Jahrzehnten so gehandhabt“, heißt es in der Antwort.

Die von der Links-Fraktion angeführte Wasserknappheit in den beiden Sommern 2018 und 2019 ist aus Sicht der Bundesregierung „ganz überwiegend auf infrastrukturelle oder technische Beschränkungen zurückzuführen“. „Nach Auffassung der Bundesregierung stellen sich die Wasserversorger diesen Herausforderungen und investieren in ihre Infrastruktur.“

Zudem sieht die Bundesregierung keinen Bedarf, ein Recht auf Wasser im Grundgesetz zu verankern. „Das aus Artikel 1 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 20 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG) abgeleitete Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums garantiert die Mittel, die zur Aufrechterhaltung eines menschenwürdigen Daseins unbedingt erforderlich sind. Das umfasst auch, dass jede Person finanziell in der Lage sein muss, sich ausreichend mit Trinkwasser zu versorgen“, führt die Bundesregierung dazu unter anderem aus.

(nach oben)

Download-Berichte zur Schlammbehandlung

0

Sollten Sie weitere Links zum Thema haben so senden Sie diese an fachwissen@klaerwerk.info.

Thermische Verwertung von Klärschlamm 
Klärschlammbehandlungskonzepte 
Schlammfaulung mit erhöhtem Feststoffgehalt –  Chancen, Grenzen, Herausforderungen 
Klärschlammbehandlung der Zukunft
Abschlussbericht zum Projekt „Schadstoff-Screening in Klärschlamm“
Praxisbeispiel eines erfolgreichen DBU – Förderprojekte :
„verbesserte Klärschlammentwässerung durch neuartige Polymeraufbereitung“ 
Klärschlammentsorgung in der Bundesrepublik Deutschland
Klimaschutz durch regionales Klärschlammmanagement  
Machbarkeitsstudie inklusive der technischen Vorplanung zur Klärschlammtrocknung und nachhaltigen Klärschlammentsorgung im Verbandsgebiet des ZVO 
Betriebliche Probleme durch Inkrustation nehmen zu – Gründe und Abhilfemöglichkeiten 
Klärschlammentwässerung
Entwicklungstendenzen der Klärschlammbehandlung und -verwertung 
Auswirkungen der thermischen Klärschlammhydrolyse und der prozessintegrierten Nährstoffrückgewinnung auf die Stoffstrom- und Energiebilanzen auf Kläranlagen
Klärschlammentsorgung in der BRD 
Einsatz von Ultraschall zur Schaumbekämpfung im Faulbehälter 
Co-Vergärung in kommunalen Faulbehältern 
Möglichkeiten und Grenzen der Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm 
Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm und Klärschlammaschen 
Thermische, chemische und biochemische Desintegrationsverfahren
Klärschlammstatistik Luxemburg 
Parameter zur Bewertung von Betriebsproblemen bei Faulbehältern
Räumung eines Faulbehälters  
Rückbelastung aus der Schlammbehandlung – Verfahren zur Schlammwasserbehandlung 
Optionen der landwirtschaftlichen Verwertung von P aus der Abwasserreinigung
Experimentelle Untersuchungen an einer zweistufigen fuzzy-geregelten anaeroben Abwasserreinigungsanlage mit neuartigem Festbettmaterial 
Phosphordüngewirkung von Klärschlämmen aus Klärwerken mit Phosphateliminierung durch Eisensalze 
Beitrag zur Konditionierung kommunaler Klärschlämme 
Rückgewinnung eines schadstofffreien, mineralischen Kombinationsdüngers „Magnesiumammoniumphosphat – MAP“ aus Abwasser und Klärschlamm 
Anaerober Abbau mechanisch aufgeschlossener Klärschlämme 
Verbesserte Entwässerung kommunaler Klärschlämme mit einem neuen hydraulischen Press-System  
Verbesserte Srickstoffelimination auf dem Gruppenklärwerk Kohlfurth durch den Einsatz einer Membranbiologie zur Schlammwasserbehandlung 
„Thermische Klärschlammentsorgung in Deutschland sowie Verfahren zur Phosphorrückgewinnung aus Asche“  
Schlammvorbehandlung durchthermische Druckhydrolyse…  
Stand der Phosphat-Reserven weltweit  
Verfahren zur Optimierung der anaeroben Schlammbehandlung bei Anwendung der biologischen Phosphorelimination
Grundbegriffe und Techniken der Klärschlammbehandlung und der Klärschlammverwertung/-entsorgung  
SOLAR-SCHLAMMTROCKNER ZUR BEHANDLUNG FLIEßFÄHIGER SCHLÄMME  
Optionen der landwirtschaftlichen Verwertung von P aus der Abwasserreinigung 
Ökonomische Klärschlamm-Trocknung
Energie-Optimierungsmöglichkeiten bei der Klärschlammentsorgung
Technik und Wirtschaftlichkeit kleiner dezentraler thermischer Klärschlammverwertungsanlagen
Aktueller Stand Der Novelle Der Klärschlammverordnung 
Mikrobiologische Untersuchungen zum verbesserten Abbau von Schlamm  aus Abwasserreinigungsanlagen durch Aufschluss
Thermische Verwertung von Klärschlamm 
– Klärschlammfaulung
– Klärschlammverwertung -aktuelle Entwicklungen
– Semizentrale thermische Verwertung
http://www.siekmann-ingenieure.de/files/16-04-18_praesentation_thermische_kl__rschlammverwertung_1.pdf
Klärschlammbehandlungskonzepte 
– Aerobe Stabilisierung oder Faulung
– 2-stufiger Kompaktfaulbehälter
– Thermische Klärschlammbehandlung
http://www.siekmann-ingenieure.de/files/15-06-10_praesentation-apsel-seminar_luxembourg.pdf
Schlammfaulung mit erhöhtem Feststoffgehalt –  Chancen, Grenzen, Herausforderungen 
– OPTIMIERUNGSPOTENTIAL DURCH SCHLAMMFAULUNG
– GRUNDLAGEN FÜR DIE BEMESSUNG EINER FAULUNG
– MASCHINELLE SCHLAMMEINDICKUNG: BETRIEBSERGEBNISSE
http://www.ub.tuwien.ac.at/diss/AC12178337.pdf
Klärschlammbehandlung der Zukunft 
– Ressource Phosphor
– Strombedarf und-erzeugung auf Kläranlagen
– Faulung als Energiespeicher: Verbundprojekt ESiTI
http://www.wwt-online.de/sites/default/files/fachartikel/wwt-1014-08-11.indd_.pdf
Abschlussbericht zum Projekt „Schadstoff-Screening in Klärschlamm“
– Gelöster organischer Kohlenstoff (DOC
– GC/MS-Screening
– Non-target-Screening
http://um.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-um/intern/Dateien/Dokumente/2_Presse_und_Service/Publikationen/Umwelt/Bericht_KS_Screening_ZAG_Uni_Tuebingen_05_2014.pdf
Praxisbeispiel eines erfolgreichen DBU – Förderprojekte :
„verbesserte Klärschlammentwässerung durch neuartige Polymeraufbereitung“ 
– Projektergebnisse
– Optimierungen nach Projektabschluss
– Nachgewiesene Umwelteffekte
http://www.bmbf.innovationsforum-wasserwirtschaft.de/downloads/20131126_1100_Zahm.pdf
Klärschlammentsorgung in der Bundesrepublik Deutschland
– Thermische Klärschlammbehandlung
– Landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm
– Phosphorrückgewinnung
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4280.pdf
Klimaschutz durch regionales Klärschlammmanagement  
– Ausbau der Klärschlammbehandlung / Co-Substratannahme
– Energieautarkie der Kläranlage
– Umweltschutz contra Wirtschaftlichkeit ?
http://www.biukat.de/fileadmin/user_upload/tagungsbaende/UTF3/Pop_TB.pdf
Machbarkeitsstudie inklusive der technischen Vorplanung zur Klärschlammtrocknung und nachhaltigen Klärschlammentsorgung im Verbandsgebiet des ZVO  
– Aktuelle Entwicklung der Klärschlammverwertung
– Auswahl des Trocknungsverfahrens
– Energie- und Umweltbilanz
http://www.ar-wf.de/download/Machbarkeitsstudie%20ZVO.pdf
Betriebliche Probleme durch Inkrustation nehmen zu – Gründe und Abhilfemöglichkeiten
– Die Bedingungen für Kristallisationen
– Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP)- Kristallisation
– Kalk-Ablagerungen
http://www.pcs-consult.de/Kristallisationen.pdf
Klärschlammentwässerung
– Verfahren
– Kenndaten
– Konditionierung
http://www.vsa.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Veranstaltungen/SchulungKWP/W17/05_Klaerschlammentwaesserung.pdf
Entwicklungstendenzen der Klärschlammbehandlung und -verwertung
– Strompreisentwicklung
– Verfahrensschema
– Nutzung der im Abwasser enthaltenenen Energie
http://www.siekmann-ingenieure.de/files/10-10-26_emmelshausen-101020.pdf
Auswirkungen der thermischen Klärschlammhydrolyse und der prozessintegrierten Nährstoffrückgewinnung auf die Stoffstrom- und Energiebilanzen auf Kläranlagen
– Stickstoffabtrennung und -rückgewinnung
– Auswirkungen des Verfahrenskonzeptes auf den Kläranlagenbetrieb
– Kosten der Phosphor-Rückgewinnung
http://www.cutec.de/downloads/projektberichte/AB-24507-23.pdf
Klärschlammentsorgung in der BRD
– Klärschlammanfall, Entsorgung und Verwertung
– Kosten der Klärschlammentsorgung
– Relevante Rechtsvorschriften für die Klärschlammentsorgung
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4280.pdf
Einsatz von Ultraschall zur Schaumbekämpfung im Faulbehälter 
– Kläranlge Meldorf
– Zielsetzungen der Ultraschalldesintegration
– Ergebnisse des Tests zum Einsatz der Ultraschalldesintegration
http://www.ultrawaves.de/downloads/fallstudie-meldorf-de.pdf 
Co-Vergärung in kommunalen Faulbehältern
– Bemessungansätze von Faulbehältern
– Schwierigkeiten bei der Anwendung auf Co-Substrate
– CSB basieter Ansatz
http://www.ewlw.de/pdf/Co-Vergaerung%20in%20kommunalen%20Faulbehaeltern.pdf 
Möglichkeiten und Grenzen der Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm
– Phosphorpotentiale im Kläranlagenvergleich
– Verfahrenstechniken der Phosphorrückgewinnung
– Substitutionspotentiale
http://www.evs.de/fileadmin/evs_web/images/Infomaterial/tagungsunterlagen_vortraege/abwasserforum_2005/Praesentation-Montag.pdf 
Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm und Klärschlammaschen 
– Phosphorbilanz
– Rückgewinnungspotential
– Verfahren zur Rückgewinnung des Phosphors aus dem Klärschlamm
http://www-proxy2.fzk.de/fzk/groups/itc-wgt/documents/internetdokument/id_036507.pdf 
Thermische, chemische und biochemische Desintegrationsverfahren
– Enzymatische/Biochemische Desintegration
– Thermische Desintegrationsverfahren
– Chemische Hydrolyseverfahren
http://www.klaerschlammdesintegration.de/Bericht3.pdf 
Klärschlammstatistik Luxemburg 
– KLÄRSCHLAMMMENGEN
– KLÄRSCHLAMMVERBLEIB
– VERTRÄGE ZUR KLÄRSCHLAMMVERWERTUNG/-ENTSORGUNG
http://www.environnement.public.lu/dechets/statistiques_indicateurs/boues_d_epuration_2003.pdf 
Parameter zur Bewertung von Betriebsproblemen bei Faulbehältern 
– Grundlagen der anaeroben Abbauprozesse
– Der anaerobe Abbauprozess
– Bilanzierung Faulbehälter
http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={72c41389-fac9-4ea1-98c4-64a408f982d8}
Räumung eines Faulbehälters 
– Gesetzliche Grundlagen, Vorschriften und Normen
– Meldungen beim Arbeitsinspektorat, Druckkammer, Taucharzt
– Daten und Bilder des Faulturms
http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={88c9dd52-acb1-4514-971a-b7112a9ed124} 
Rückbelastung aus der Schlammbehandlung – Verfahren zur Schlammwasserbehandlung 
– Struvitfällung (Magnesium-Ammonium-Phosphat)
– Schlammwasseranfall und -beschaffenheit
– Hinweise zum Betrieb von Anlagen zur separaten Schlammwasserbehandlung
http://www.araconsult.at/download/literature/atv_jardin_wurrzburg.pdf 
Optionen der landwirtschaftlichen Verwertung von P aus der Abwasserreinigung 
– Einsatzmöglichkeiten der P-Rückgewinnung in der Abwasserreinigung
– Charakterisierung der Einsatzstellen zur P-Rückgewinnung
– Vorstellung ausgewählter Verfahrensansätze zur P-Rückgewinnung
http://www.jki.bund.de/fileadmin/dam_uploads/_koordinierend/bs_naehrstofftage/phosphor_landwirtschaft/9_Adam.pdf 
Experimentelle Untersuchungen an einer zweistufigen fuzzy-geregelten anaeroben Abwasserreinigungsanlage mit neuartigem Festbettmaterial
– Einflussparameter auf den anaeroben Abbau organischer Substanzen
– Verschiedene Fermentertypen zum anaeroben Abbau organischer Substanzen
– Ergebnisse aus dem Betrieb der Versuchsanlage mit Fuzzy- Control
http://mediatum2.ub.tum.de/doc/603360/603360.pdf 
Phosphordüngewirkung von Klärschlämmen aus Klärwerken mit Phosphateliminierung durch Eisensalze 
– Mehrjährige Experimente zur P- Aufnahme von Kulturpflanzen und zur P- Verfügbarkeit in Böden nach Applikation von zwei Klärschlämmen bzw. CaHPO4
– Maisanbau bei niedrigem und mäßigem P- Gehalt der Böden bzw. Substrate
– Ergebnisse: Sprossmassebildung und P- Entzüge
http://webdoc.sub.gwdg.de/diss/2003/abd_el-samie/abd_el-samie.pdf 
Beitrag zur Konditionierung kommunaler Klärschlämme 
– Flockungsmechanismus
– Einfluss des Energieeintrags
– Bestimmung des ζ-Potentials
http://www.gbv.de/dms/clausthal/E_DISS/2009/db109404.pdf 
Rückgewinnung eines schadstofffreien, mineralischen Kombinationsdüngers „Magnesiumammoniumphosphat – MAP“ aus Abwasser und Klärschlamm 
– Erfordernis zur Phosphorelimination und Rahmenbedingungen zur Phosphorrückgewinnung
– Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser, Klärschlamm und Klärschlammasche
– Thermische Hydrolyse (KREPRO-Prozess bzw. KEMICONDVerfahren)
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3256.pdf 
Anaerober Abbau mechanisch aufgeschlossener Klärschlämme
– Material und Methoden
– Klärschlammaufschluss
– Anaerober Abbau aufgeschlossener Klärschlämme
http://www.jomueller.de/Veroeffe/ZAF997ss.pdf 
Verbesserte Entwässerung kommunaler Klärschlämme mit einem neuen hydraulischen Press-System
– Das Bucher HP-System
– Einsatz einer technischen Anlage auf der Kläranlage Schwelm
– Leistungsvergleich und Verfahrenskosten
http://www.wiwmbh.de/WIW/wiwwys7.nsf/files/051006_DWAFriedrichshafenBucher.pdf/$FILE/051006_DWAFriedrichshafenBucher.pdf 
Verbesserte Srickstoffelimination auf dem Gruppenklärwerk Kohlfurth durch den Einsatz einer Membranbiologie zur Schlammwasserbehandlung
– Konzept der Teilstrombehandlung
– Technische Umsetzung auf der Kläranlage Kohlfurt
– Prozesswasserbehandlung KLäranlage Kohlfurt
http://www.wiwmbh.de/WIW/wiwwys7.nsf/files/050721_ivtAachen_Teilstrombehandlung.pdf/$FILE/050721_ivtAachen_Teilstrombehandlung.pdf 
„Thermische Klärschlammentsorgung in Deutschland sowie Verfahren zur Phosphorrückgewinnung aus Asche“ 
– Stand der thermischen Klärschlammentsorgung in Deutschland sowie Szenarien zur Phosphorrückgewinnung
– Verfahren zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche
– Ökologische Aspekte einer Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche
http://www.lanuv.nrw.de/wasser/abwasser/forschung/pdf/Abschlussbericht%20Teil%20B_Phosphor.pdf 
Schlammvorbehandlung durchthermische Druckhydrolyse… 
– Erläuterungen zur Hydrolyse
– die thermische Druckhydrolyse insbesondere
– der Prozess (System CAMBI)
http://www.pcs-consult.de/Hydrolyse_in_der_Schlammbehandlung.pdf 
Stand der Phosphat-Reserven weltweit 
– Phosphat: Regionale Veränderungen2000 -2006 West
– Phosphat: Ressourcen, Reserven und Krusteninhaltnachgewiesennicht
– Phosphat: Statische Lebensdauer 1990 – 2007
http://www.pcs-consult.de/Phosphat-Reserven.pdf 
Verfahren zur Optimierung der anaeroben Schlammbehandlung bei Anwendung der biologischen Phosphorelimination
– Generelle Möglichkeiten der Optimierung sowie der Phosphorrückgewinnung auf Kläranlagen
– Vorstellung des Airprex-Verfahrens
– Möglichkeiten zur Nutzung des gewonnenen Magnesiumammoniumphosphates
http://www.pcs-consult.de/Optimierung_anaerober_Schlammbehandlung.pdf 
Grundbegriffe und Techniken der Klärschlammbehandlung und der Klärschlammverwertung/-entsorgung 
– Das Medium Klärschlamm
– Klärschlammbehandlung
– Klärschlammverwertung/-entsorgung
http://www.pumpenfachingenieur.com/doc/AbwasserC.pdf 
SOLAR-SCHLAMMTROCKNER ZUR BEHANDLUNG FLIEßFÄHIGER SCHLÄMME 
– Entwässerungsversuche und mathematischer Modellierung
– Solar-Schlammtrockner Typ „A“ (Nördlinger Hütte)
– Solar-Schlammtrockner Typ „B“ (Leutkircher Hütte)
http://www.unibw.de/ifw/swa/Forschungsvorhaben/reststoffbehandlung/Solar-Schlammtrockner.pdf 
Ökonomische Klärschlamm-Trocknung 
– Trocknen mit Aussenluft und Umluft
– Merkmale der Niedertemperatur-Bandtrocknung
– Auch die ARA Altenrhein trocknet Schlamm mit Abwasserwärme
http://www.bfe.admin.ch/php/modules/publikationen/stream.php?extlang=de&name=de_837572736.pdf&endung=%D6konomische%20Kl%E4rschlamm-Trocknung
Energie-Optimierungsmöglichkeiten bei der Klärschlammentsorgung 
– Gesamtenergieinhalt des Klärschlamms
– Energiebilanz Prozessschritte
– Energieoptimierung durch Innovationen
http://dwa-nord.de/portale/nord1/nord1.nsf/home?readform&objectid=D756D6B54A8F2FF1C12574CC00307C59
Technik und Wirtschaftlichkeit kleiner dezentraler thermischer Klärschlammverwertungsanlagen
– Verfahren zur dezentralen thermischen Verwertung
– Energiebilanzen thermischen Verfahren
– Wirtschaftlichkeit
http://dwa-nord.de/portale/nord1/nord1.nsf/home?readform&objectid=2AD4FCA436F2366FC12574CC00340440
AKTUELLER STAND DER NOVELLE DER KLÄRSCHLAMMVERORDNUNG
– Landwirtschaftliche Klärschlammverwertung im Überblick
– Neufassung der Klärschlammverordnung
– Kosten-/Gebührenaspekte; Klärschlammentschädigungsfonds
http://dwa-nord.de/portale/nord1/nord1.nsf/home?readform&objectid=C07E45EE041C4230C12574CC0030B6C9 
Mikrobiologische Untersuchungen zum verbesserten Abbau von Schlamm  aus Abwasserreinigungsanlagen durch Aufschluss
– Mikrobiologische Grundlagen der Schlammbehandlung
– Mechanische Desintegration von Klärschlämmen
– Thermische Desintegration von Klärschlämmen
www.biblio.tu-bs.de/ediss/data/20001215a/20001215a.pdf

Für Sie gelesen 2020

0
Dezember 2020
Individuelle Verantwortung und kollektive Antworten: ein Zwischenfazit zur Corona-Krise
Wasserrechtliche Rahmenbedingungen der Wasserwiederverwendung in Deutschland
Kernbotschaften des Nationalen Wasserdialogs veröffentlicht
Kennwerte zur Beurteilung der Produktqualität von biologisch stabilisierten Klärschlämmen
Zustand der Kanalisation in Deutschland
Umgang der Abwasserbetriebe mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie
November 2020
32. Leistungsnachweis kommunaler Kläranlagen
Ozonanlage Aachen-Soers: Spurenstoffelimination zur Verringe­rung der Einträge ins Gewässer
Langzeiterfahrungen zum Einsatz von GAK-Filtern bei der Spurenstoffelimination
Neue Erkenntnisse zur 4. Reinigungsstufe für Kläranlagen der Größenklasse 1 bis 3
Europäische Wasserpolitik und Erfahrungen aus der Corona-Pandemie
Zielgerechte Erhebung von Messdaten zur Spurenstoffbilanzierung größerer Gewässersysteme
Oktober 2020
Siedlungswasserwirtschaft mit Weitblick
Statusbericht „Spurenstoffentfernung auf kommunalen Kläranlagen in Deutschland“
Retentionsbodenfilter zur Entfernung von Mikroschadstoffen aus Mischwasserabschlägen und Kläranlagenablauf *)
Online-Expertenforum „Phosphorelimination – Optimierung auf Kläranlagen“
Membranbioreaktoren mit simultaner Pulveraktivkohledosierung zur Elimination organischer Spurenstoffe und antibiotikaresistenter Bakterien
Rückblick: Stammtisch der Jungen DWA
Analytik und Betriebsdokumentation bei Verfahren zur gezielten Spurenstoffentfernung – Empfehlungen für einen systematisierten Verfahrensvergleich bezüglich Spurenstoffentfernung, Nebenprodukten und Desinfektion
Zwischenstand im Digitalisierungsprojekt „Reifegradmodell Abwasserentsorgung 4.0“
September 2020
Einsatz von Schrägklärern bei der zentralen Regenwasserbehandlung im Trennsystem 
Internationale Betreiberpartnerschaften zwischen kommunalen Wasserunternehmen 
Mineralölpipelines – sicher und umweltfreundlich 
Wie es bei der Klärschlammentsorgung weitergeht  
Digitales Jahrestreffen der Stammtischleiter der Jungen DWA 
Abwasserwärmenutzung als Komponente regenerativer Wärmeversorgungskonzepte 
Bemessung der Kaskadendenitrifikation mit dem Arbeitsblatt DWA-A 131 und Überprüfung der Bemessung mithilfe der dynamischen Simulation 
August 2020
Spurenstoffelimination aus gereinigtem Abwasser in einem photokatalytisch wirksamen Rotationstauchkörper 
Messen und Verbessern: Warum die kontinuierliche Überwachung von Regenüberlaufbecken so wichtig ist  
Fachgerechte Ausführung sichert Qualität: Qualitätssicherung in der Praxis, Teil 3  
Anforderungen an Phosphorrezyklate aus der Aufbereitung von Klärschlamm aus Sicht eines Düngemittelherstellers
QUMS + EnMS = IMS
Umgang mit der Corona-Pandemie 
Abwasser aus biotechnologischen Produktionsverfahren 
DWA-Dialog Berlin 2020 online 
Renovierung von in geringer Tiefe verlegten Abwasserkanälen in offener Bauweise 
Juli 2020
Regenbecken-Expert: neue DWA-Software für den praxisorientierten Betrieb von Regenbecken  
Umsetzung der Phosphorrückgewinnung nach Klärschlammverordnung 
Erkenntnisse aus dem EU-Projekt Phos4You zur Phosphorrückgewinnung  
LAGA-Merkblatt 39: Vollzugshinweise zur Umsetzung der Klärschlammverordnung  
Weiterentwicklung einer industriellen Kläranlage und Klärschlammverbrennungsanlage mittels Industrie 4.0 und Höherautomatisierungswerkzeugen 
Solarthermische Klärschlammtrocknung am Standort der Kläranlage Bottrop 
Thermische Behandlung von Klärschlamm  
Bundesrat stimmt Düngeverordnung zu – mit einer Änderung 
Juni 2020
Aus der Praxis für die Praxis 
Schätzung steuerpflichtiger Klärgasverwendung 
Gerade oder geneigte Trennelementfläche – was zählt bei der Auslegung von Rechen? 
Wasserwirtschaft im Krisenmodus fordert pragmatische Unterstützung von Politik und Verwaltung 
Klimamodelle in der Wasserwirtschaft 
Thermische Behandlung von Klärschlamm 
Schutzmaßnahmen gegen die Gefährdung durch Coronavirus SARS-CoV-2/COVID-19 bei Arbeiten in abwassertechnischen Anlagen 
Abwasser aus biotechnologischen Produktionsverfahren  
Der Branchenspezifische Sicherheitsstandard Wasser/Abwasser (B3S WA) in der Version 2  
Mai 2020
Erste Web-Konferenz „Corona-Spezial“ des DWA-Landesverbands Baden-Württemberg 
Rattenbekämpfung im Kanal  
Pandemiemaßnahmen in Abwasserbetrieben 
Bildung bringt’s: Weniger Medikamente im Abwasser 
DWA-Position zur Evaluation der Europäischen Kommunalabwasserrichtlinie  
Thermische Behandlung von Klärschlamm  
Stammtisch der Jungen DWA Essen in Bochum  
April 2020
WEFTEC 2019 in Chicago  
Gefährdung durch Coronavirus SARS-CoV-2/COVID-19 bei Arbeiten in abwassertechnischen Anlagen 
Digitalisierungsprojekt „Reifegradmodell Abwasserentsorgung 4.0″ 
Infrastruktur und Entwicklung der Wasserwirtschaft in Kuba Teil 2: Entwicklungsphasen von 2000 bis 2020  
Hinweise und Empfehlung für die Nachweise der nächsten Nachweisrunde der KRITIS-Betreiber gemäß § 8a Abs. 3 BSI-Gesetz
Thermische Behandlung von Klärschlamm Teil 1: Rechtliche Vorschriften, Eigenschaften und Trocknung von Klärschlamm
Kombinationsprodukte zur Fällung und Flockung bei der kommunalen Abwasserbehandlung
Kanalzustandserfassung: Perspektiven mit neuartigen 3D-Bilddaten und mit KI in der 2D- und 3D-Bildauswertung am Beispiel des BMBF-Projekts AUZUKA 
Stellungnahme aus dem DWA-Hauptausschuss KEK zum Artikel „Ökologischer Fußabdruck von Klärschlamm-Karbonisat und von Klärschlamm-Asche im Vergleich“  
März 2020
Beim Phosphor-Recycling wird die Zeit knapp 
Die photokatalytische Oxidation als ein Verfahren der weitergehenden Abwasserreinigung 
Infrastruktur und Entwicklung der Wasserwirtschaft in Kuba 
Ökologischer Fußabdruck von Klärschlamm-Karbonisat und von Klärschlamm-Asche im Vergleich 
Frauen in der Wasserwirtschaft  
Die wasserwirtschaftliche Planung im 3. Bewirtschaftungszyklus 
Empfehlungen der Verbände zur Anpassung der Ausbildung in der Umwelttechnik  
Februar 2020
37. Bochumer Workshop „Mikroplastik – Herausforderungen und Lösungen für die Siedlungswasserwirtschaft“
Pilotscreening nach Mikroplastik am Zentralklärwerk Lübeck  
Herausforderungen bei Probenahme, -aufbereitung und Analyse von Mikroplastik in der kommunalen Abwasserbehandlung
Industrieller Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt 
Kunststoffemissionen im Wasserkreislauf  
Wasser und Klima: Schwerpunkte der DWA auf der IFAT 
Januar 2020
Ganzheitliche Abflussmessprogramme für urbane Netze
Abfiltrierbare Stoffe als Begleitparameter  
Blended Learning im DWA-Grundkurs „Der Gewässerschutzbeauftragte“ 
Thermische Klärschlammbehandlung
Integriertes Niederschlagsmanagement in der Praxis
Einsatz von Kunststoffdichtungsbahnen im Tunnelbau

Individuelle Verantwortung und kollektive Antworten: ein Zwischenfazit zur Corona-Krise

Deutschland steht vor einer zweiten Co­rona-Welle oder befindet sich schon mittendrin. Der Kampf gegen das Virus ist jetzt nicht mehr eine gemeinsame Sache, kein solidarisches Projekt, da zunehmend Gewinner und Verlierer der Krise sichtbar werden. Die kritische In­frastruktur, besonders in der Wasser­wirtschaft, läuft dank guter Vorberei­tung und dem Willen und Einsatz aller Beteiligten auch in der Pandemie ohne Unterbrechung. Zum Ende des Jahres können schon erste Lehren gezogen werden. Im Mittelpunkt stehen die Fra­gen, in welchem Verhältnis unser Wirt­schaftssystem und das Corona-Virus zu­einanderstehen und welche gesamtge­sellschaftlichen Ursachen die Pandemie hat.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2020 ab Seite 926

Autor
Prof. Dr. Uli Paetzel
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen

(nach oben)


Wasserrechtliche Rahmenbedingungen der Wasserwiederverwendung in Deutschland

Teil 1: Rechtliche Grundlagen

Zusammenfassung
Die Auswirkungen des Klimawandels resultieren bereits heute in Einschränkungen der quantitativen und qualitativen Wasserver­fügbarkeit in einigen Regionen Deutschlands. Angesichts dieser Entwicklung und insbesondere aufgrund flächendeckend fallen­der Grundwasserstände muss über den Verbrauch von Wasser und insbesondere von Grundwasser neu nachgedacht werden. Um diesen Trends entgegenzuwirken bietet sich eventuell auch eine Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser an. Die EU hat mit der Verabschiedung einer neuen Verordnung über Min­destanforderungen an die Wasserwiederwendung kürzlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für diese Art der Wassernut­zung geschaffen. Dieser mehrteilige Beitrag befasst sich unter Berücksichtigung der Randbedingungen in Deutschland mit den wasserrechtlichen Anforderungen an die Wasserwiederverwen­dung. Neben der grundsätzlichen Bewertung der Wasserwieder­verwendung (unter Berücksichtigung der neuen Verordnung der EU) und der Betrachtung der Erforderlichkeit und Vorausset­zungen von Genehmigungen wird zu den Anforderungen Stel­lung genommen, um schädliche Gewässerveränderungen des Grundwassers zu vermeiden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2020 ab Seite 970

Autoren
RA Dr. Martin Spieler, RA Lukas Muffler avr – Andrea Versteyl Rechtsanwälte PartGmbB Galileiplatz 1, 81679 München

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg E. Drewes Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft Technische Universität München Am Coulombwall 3, 85748 Garching

(nach oben)


Kernbotschaften des Nationalen Wasserdialogs veröffentlicht

Herausforderungen und Handlungsoptionen für die deutsche Wasserwirtschaft

Am 8. Oktober 2020 wurde der zwei­jährige Nationale Wasserdialog mit dem 2. Nationalen Wasserforum abge­schlossen. Nach intensiver Diskussion zwischen dem Bundesumweltministeri­um, dem Umweltbundesamt und den wesentlichen Akteurinnen und Akteu­ren aus der Wasserwirtschaft wurde dann auch der Abschlussbericht zum Nationalen Wasserdialog veröffentlicht. Er enthält 16 Kernbotschaften.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2020 ab Seite 932

Download der Dokumente:
https://www.bmu.de/wasserdialog

(nach oben)


Kennwerte zur Beurteilung der Produktqualität von biologisch stabilisierten Klärschlämmen

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-2.1 „Stabilisierung und Entseuchung“ *)

Zusammenfassung
Die biologische Stabilisierung ist das zentrale Verfahren der Klärschlammbehandlung. Ihre Wirksamkeit ist entscheidend für die stoffliche Verwertbarkeit und die Emission von Treibhausga­sen. Es gibt diverse Kennwerte für die Bemessung, Prozesssteue­rung und die Qualität des Endprodukts. Es gibt aber keinen Kennwert, der für alle drei Zwecke gleichermaßen geeignet ist. Im vorliegenden Arbeitsbericht werden Kennwerte der biologi­schen Klärschlammstabilisierung auf ihre Eignung für die drei oben genannten Zwecke bewertet. Zur Beurteilung der Pro­duktqualität werden die Kennwerte Restgaspotenzial, das heißt die bei Faulversuchen auf die organische Feststoffmasse bezoge­ne noch erzeugbare Faulgasmenge, sowie das BSB5/CSB-Ver­hältnis als aussagekräftig und praxistauglich bewertet. Diese beiden Kennwerte können ineinander umgerechnet werden, sind also kongruent.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2020 ab Seite 962

(nach oben)


Zustand der Kanalisation in Deutschland

Ergebnisse der DWA-Umfrage 2020

Zusammenfassung
Die Ergebnisse der achten DWA-Umfrage zum Zustand der Ka­nalisation in Deutschland werden vorgestellt. Die Erhebung ba­siert auf Daten aus dem Jahr 2018. Die Ergebnisse zeigen, dass weniger als ein Fünftel der Kanalhaltungen im öffentlichen Be­reich Schäden aufweist, die kurz bzw. mittelfristig sanierungs­bedürftig sind. 13,5 % der öffentlichen Kanalisation wurden noch nicht erfasst. Der häufigste Grund dafür ist die Unzugäng­lichkeit der Kanäle. Der Anteil der Erneuerung sowie der Repa­raturverfahren an den Sanierungsverfahren nimmt ab, wäh­rend der Anteil der Renovierungsverfahren mit einem Zuwachs von 6,3 Prozentpunkten am stärksten angestiegen ist. Jährlich werden rund 1 % des öffentlichen Kanalnetzes in Deutschland saniert. Um den Zustand des Kanalnetzes in Deutschland lang­fristig zu verbessern, muss eine Erhöhung des Aufwands zur Ka­nalsanierung stattfinden. 60 % der Befragten sind sich über die­sen Umstand bewusst und halten daher eine finanzielle Auf­wandserhöhung für erforderlich. Beton und Steinzeug sind wei­terhin die am häufigsten eingesetzten Materialien im öffentlichen Kanalnetz, der Anteil der Kunststoffrohre nimmt weiter zu. Das durchschnittliche Alter des öffentlichen Kanalnetzes beträgt auf Deutschland hochgerechnet 39,6 Jahre, und der spezifische Stromverbrauch im Kanalnetz liegt im Median bei 4,45 kWh/ (EW · a). Zudem treten bei circa zwei Dritteln des Kanalnetzes Probleme mit angeschlossenen Dränagen auf; nur bei 13,4 % der Kommunen ist ein Anschluss der Dränageleitungen in der aktuellen Satzung genehmigungsfähig.

Fazit
In der aktuellen Umfrage wurden die Antworten von 423 Ka­nalnetzbetreibern ausgewertet, die 28,6 Millionen Einwohner*innen Deutschlands und 126 161 km der Gesamt­kanalnetzlänge Deutschlands repräsentieren. Dies entspricht einem Anteil von 34,7 % der Gesamtbevölkerung und circa 21 % der Gesamtlänge der öffentlichen Kanalisation. Die Er­gebnisse zeigen, dass in Deutschland sehr umfangreiche Kennt­nisse über den Zustand der öffentlichen Kanalisation vorliegen. Weniger als ein Fünftel aller Kanalhaltungen weisen Schäden auf, die kurz- bis mittelfristig saniert werden müssen. Im Ver­gleich zur letzten Umfrage aus dem Jahr 2015 hat keine signi­fikante Veränderung des Kanalnetzzustandes stattgefunden. Um den Zustand des Kanalnetzes in Deutschland langfristig zu verbessern, muss eine Erhöhung des Aufwands zur Kanalsanie­rung stattfinden. Fazit

In der aktuellen Umfrage wurden die Antworten von 423 Ka­nalnetzbetreibern ausgewertet, die 28,6 Millionen Einwohner*innen Deutschlands und 126 161 km der Gesamt­kanalnetzlänge Deutschlands repräsentieren. Dies entspricht einem Anteil von 34,7 % der Gesamtbevölkerung und circa 21 % der Gesamtlänge der öffentlichen Kanalisation. Die Er­gebnisse zeigen, dass in Deutschland sehr umfangreiche Kennt­nisse über den Zustand der öffentlichen Kanalisation vorliegen. Weniger als ein Fünftel aller Kanalhaltungen weisen Schäden auf, die kurz- bis mittelfristig saniert werden müssen. Im Ver­gleich zur letzten Umfrage aus dem Jahr 2015 hat keine signi­fikante Veränderung des Kanalnetzzustandes stattgefunden. Um den Zustand des Kanalnetzes in Deutschland langfristig zu verbessern, muss eine Erhöhung des Aufwands zur Kanalsanie­rung stattfinden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2020 ab Seite 939

Autoren
Dr. Friedrich Hetzel, Dipl.-Ing. Christian Berger, M. Sc. Jonas Schmitt DWA-Bundesgeschäftsstelle Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
E-Mail: schmitt@dwa.de

Dr.-Ing. Christian Falk Stadt Dortmund Stadtentwässerung Sunderweg 86, 44147 Dortmund

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Johannes Pinnekamp, Dr.-Ing. Jan Ruppelt*), M. Sc. Peter Schleiffer Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen Mies-van-der-Rohe-Straße 1, 52074 Aachen *) neue Adresse: Ruhrverband Kronprinzenstraße 37, 45128 Essen

(nach oben)


Umgang der Abwasserbetriebe mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie

Eine Zwischenbilanz
DWA-Fachausschuss BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“

Von ersten seltsamen Krankheitsfällen in China zur globalen Herausforderung historischen Ausmaßes: Binnen weniger Monate haben sich weltweit Millionen Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 angesteckt. Seit einem Jahr hält das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 die Welt nun in Atem. Zeit, die Ereignis­se aus der Perspektive des Arbeits- und Gesundheitsschutzes einmal zu rekapi­tulieren.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2020 ab Seite 929

(nach oben)


32. Leistungsnachweis kommunaler Kläranlagen

DWA-Arbeitsgruppe BIZ-1.1 „Kläranlagen-Nachbarschaften“

Klärschlammanfall

Zusammenfassung

Ein repräsentatives Bild der Leistung der Abwasserreinigungsan­lagen in Deutschland zeigt der DWA-Leistungsnachweis kommu­naler Kläranlagen. Zum Vergleich werden die Daten aus Öster­reich und Südtirol mit dargestellt. Insgesamt konnten im Jahr 2019 die Anforderungen der EU-Kommunalabwasserrichtlinie im bundesweiten Mittel erfüllt bzw. deutlich übertroffen werden. Während es bei den Abbaugraden für den chemischen Sauer­stoffbedarf und Gesamtstickstoff keine größeren Unterschiede in den verschiedenen Größenklassen gibt, schneiden die Kläranla­gen mit einer Ausbaugröße von weniger als 10 000 Einwohner­werten bei der Phosphorelimination deutlich schlechter ab. Der spezifische Stromverbrauch ergibt sich zu 32,6 kWh/(E · a). Der spezifische Klärschlammanfall auf den verschiedenen Kläranla­gen unterliegt einem relativ großen Schwankungsbereich und spiegelt die große Bandbreite der eingesetzten Verfahrenstechni­ken zur Abwasser- und Schlammbehandlung wider. Die Median­werte des spezifischen Schlammanfalles liegen abhängig von der Größenklasse und dem Einsatz einer Schlammfaulung trotzdem relativ eng beieinander zwischen 14 und 16 kg/(E · a). Ein ge­nereller weiterer Handlungsbedarf auf den Kläranlagen könnte in den kommenden Jahren durch gesetzliche Auflagen zum Bau einer vierten Reinigungsstufe für die Entfernung von Spurenstof­fen aus dem Abwasser ausgelöst werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2020 ab Seite 876

Dank

Die DWA-Arbeitsgruppe BIZ-1.1 „Kläranlagen-Nachbarschaf­ten“ dankt allen Teilnehmer*innen, Lehrer*innen und Obleu­ten der Kläranlagen-Nachbarschaften für die Unterstützung bei der Erhebung und Auswertung der Daten, ohne die dieser bun­desweite Leistungsnachweis nicht möglich wäre.

Download

Der 32. Leistungsnachweis – basierend auf den Daten für das Jahr 2019 – ist auch auf der DWA-Homepage (http://www.dwa.de) unter den Menüpunkten „Veranstaltungen – Nachbarschaften – Weitere Informationen“ kostenfrei abrufbar.

(nach oben)


Ozonanlage Aachen-Soers: Spurenstoffelimination zur Verringe­rung der Einträge ins Gewässer

Ergebnisse des Forschungsprojekts DemO3AC

Zusammenfassung

Im Rahmen des Forschungsprojekts DemO3AC wurden Planung, Inbetriebnahme und Betrieb einer Ozonanlage zur weitergehen­den Abwasserreinigung begleitet. Durch einen Vergleich des Zu­stands der Kläranlage und des Gewässers vor und nach Inbe­triebnahme der Ozonanlage wird eine Bewertung der Auswir­kungen des Verfahrens vorgenommen (erstes Hauptziel). Diese Bewertung erfolgt mithilfe eines integrierten Projektansatzes, der chemische Analytik mit Untersuchungen von Keimen und Antibiotikaresistenzen, ökotoxikologischen Testsystemen und der Untersuchung von Lebensgemeinschaften im Gewässer kom­biniert. Außerdem soll die Ozonanlage verfahrenstechnisch op­timiert werden (zweites Hauptziel). Erste Ergebnisse der Spu­renstoffanalytik zeigen, dass ausgewählte Leitsubstanzen bei ei­ner spezifischen Ozondosis von > 0,5 mg O3/mg DOC sicher zu über 80 % eliminiert wurden. Außerdem konnten eine Reduzie­rung der Spurenstofffracht im Ablauf der Kläranlage durch die Ozonanlage und eine Verringerung der Spurenstoffkonzentrati­on im Gewässer gezeigt werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2020 ab Seite 845

Autoren

M. Sc. Vera Kohlgrüber, M. Sc. Regina Dolny, Prof. Dr.-Ing. Johannes Pinnekamp
Institut für Siedlungswasserwirtschaft
RWTH Aachen University
Mies-van-der-Rohe-Straße 1, 52074 Aachen
E-Mail: kohlgrueber@isa.rwth-aachen.de

M. Sc. Ira Brückner, Dr.-Ing. Joachim Reichert
Wasserverband Eifel-Rur
Eisenbahnstraße 5, 52353 Düren

Dr. Sabrina Schiwy, Prof. Dr. Henner Hollert
Institut für Ökologie, Evolution und Diversität
Abteilung Evolutionäre Ökologie und Umwelttoxikologie
Goethe-Universität Frankfurt
Max-von-Laue Straße 13, 60438 Frankfurt am Main

M. Sc. Kristina Kirchner, Prof. Dr.-Ing. Lars M. Blank
Institut für Angewandte Mikrobiologie
RWTH Aachen University
Worringerweg 1, 52074 Aachen

Dipl.-Biol. Silke Claßen, Dr. Monika Hammers-Wirtz
Gaiac Forschungsinstitut für Ökosystemanalyse und -bewertung e. V.
Kackertstraße 10, 52072 Aachen

(nach oben)


Langzeiterfahrungen zum Einsatz von GAK-Filtern bei der Spurenstoffelimination

Zusammenfassung

Zwei Filter der Flockungsfiltration in Wuppertal-Buchenhofen wurden über einen Zeitraum von etwa sechs Jahren mit granu­lierter Aktivkohle (GAK) betrieben, und zwar beide mit dynami­schen Filtergeschwindigkeiten analog zu den konventionellen Sand/Anthrazit-Filterkammern. Einer der GAK-Filter wurde über ein Pumpwerk mit Filtrat der Flockungsfiltration beschickt, um den Einfluss einer Vorfiltration zu untersuchen. Es wurden jeweils etwa 70 000 Bettvolumina behandelt und über den ge­samten Zeitraum mindestens monatlich DOC/CSB und neun unterschiedliche Spurenstoffe analysiert. Die Langzeituntersu­chung liefert Durchbruchskurven im technischen Maßstab sowie Betriebserfahrungen zum Filterverhalten. Für die Übertragung der Ergebnisse der Einzelfilter auf einen theoretischen Parallel­betrieb mehrerer Filter wurde ein zeitgewichteter fortlaufender Mittelwert berechnet. Zusätzlich wurde über Massenbilanzen die stoffspezifische Beladung der Aktivkohle bestimmt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2020 ab Seite 858

Autoren

Dr.-Ing. Gerd Kolisch, Dipl.-Ing. Yannick Taudien Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft mbH
Untere Lichtenplatzer Straße 100, 42289 Wuppertal
E-Mail: ytn@wupperverband.de

Dipl.-Biol. Catrin Bornemann
Wupperverband
Untere Lichtenplatzer Straße 100, 42289 Wuppertal

Dr.-Ing. Andreas Nahrstedt
IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH
Moritzstraße 26, 45476 Mülheim an der Ruhr

(nach oben)


Neue Erkenntnisse zur 4. Reinigungsstufe für Kläranlagen der Größenklasse 1 bis 3

Stammtisch Rhein-Neckar der Jungen DWA

Am 27. August 2020 fand der Stamm­tisch Rhein-Neckar der Jungen DWA zum Thema „Bodenfilter als 4. Reini­gungsstufe im ländlichen Raum“ statt. Tina Vollerthun vom Entsorgungsver­band Saar stellte dabei die bisherigen Ergebnisse aus dem grenzüberschreiten­den Kooperationsprojekt EmiSûre „Ge­meinsam Mikroschadstoffe in Gewäs­sern reduzieren“ vor.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2020 ab Seite 841

Zwischenzeitlich wurde ein Förderantrag für ein weiteres INTERREG V A „Großregion“-Projekt gestellt, bei dem unter anderem eine mobile Demonstrati­onsanlage mit mehreren technischen und naturnahen Eliminationsverfahren sowie Kombinationen davon (darunter der in „EmiSûre“ entwickelte Bodenfil­ter) zu Test- und Vorführungszwecken geplant ist sowie der Aufbau einer um­fassenden Internetplattform zum Thema Spurenstoffe für die Großregion. Es bleibt spannend.

Weitere Informationen:
https://www.emisure.lu

(nach oben)


Europäische Wasserpolitik und Erfahrungen aus der Corona-Pandemie

DWA-Dialog Berlin 2020 online

Rund 200 ihrer Mitglieder begrüßte die DWA am 28. September 2020 zu ihrem Jahrestreffen DWA-Dialog Berlin. Die Veranstaltung mit einem attraktiven Konferenzprogramm sowie die Mitglie­derversammlung fanden in diesem Jahr erstmals online statt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2020 ab Seite 836

Das vollständige Protokoll der DWA-Mitgliederversammlung sowie weitere Unterlagen stehen zum Download im Mitgliederbereich der DWA-Website be­reit:
https://www.dwadirekt.de

Nächster DWA-Dialog Berlin
Der nächste DWA-Dialog Berlin soll am 20./21. September 2021 in Berlin statt­finden. In diesem Rahmen ist auch die nächste Mitgliederversammlung geplant.

https://de.dwa.de/de/dialog-berlin-2020.html

(nach oben)


Zielgerechte Erhebung von Messdaten zur Spurenstoffbilanzierung größerer Gewässersysteme

Zusammenfassung

Im Rahmen des Projekts „Stoffflusssimulation der Gesamtemis­sionen an Spurenstoffen im Einzugsgebiet der Blies und Übertra­gung der Ergebnisse auf das Saarland“ wurde die Spurenstoff­belastung eines Flusseinzugsgebietes modellgestützt untersucht, um eine Strategie zum Umgang mit abwasserbürtigen Spuren­stoffen im Saarland zu entwickeln. Der vorliegende Artikel be­schreibt die systematische Vorgehensweise zur Ermittlung ge­bietsspezifischer Emissionsfaktoren und Immissionskennwerte als Eingangsdaten für die Bilanzierung der Spurenstoffbelas­tung. Mithilfe mehrstufig durchgeführter Datenauswertungen und Messkampagnen wurde zunächst eruiert, welche Substan­zen für das betrachtete Gebiet relevant und gleichzeitig bilan­zierbar sind. Aber auch der Fragestellung nach erforderlichen Bestimmungsgrenzen an den verschiedenen Messstellen wurde in den ersten beiden Untersuchungsschritten nachgegangen, sodass die abschließende einjährige Messkampagne an Kläran­lagen und in Gewässern möglichst effizient gestaltet werden konnte.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2020 ab Seite 868

Autoren

Dipl.-Biol. Birgit Valerius, Dr.-Ing. Henning Knerr, Prof. Dr.-Ing. Heidrun Steinmetz, Prof. Dr.-Ing. Theo G. Schmitt
Technische Universität Kaiserslautern
Institut Wasser Infrastruktur Ressourcen (WIR)
Paul-Ehrlich-Straße 14, 67663 Kaiserslautern
E-Mail: birgit.valerius@bauing.uni-kl.de

Dipl.-Ing. Yannick Taudien, Dr.-Ing. Gerd Kolisch
Wupperverbandsgesellschaft für Integrale Wasserwirtschaft mbH (WiW)
Untere Lichtenplatzer Straße 100, 42289 Wuppertal

Dr.-Ing. Ralf Hasselbach, Dipl.-Ing. Tina Vollerthun
Entsorgungsverband Saar (EVS)
Mainzer Straße 261, 66121 Saarbrücken

(nach oben)


Siedlungswasserwirtschaft mit Weitblick

32. Karlsruher Flockungstage 2019

Am 26. und 27. November 2019 fanden die 32. Karlsruher Flockungstage statt. Mit rund 190 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und neun ausstellenden Fachfirmen war die traditionelle Fort­bildungsveranstaltung des Fachbereichs Siedlungswasserwirtschaft und Wasser­gütewirtschaft am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wieder sehr gut besucht.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2020 ab Seite 745

Tagungsband
Die Beiträge der 32. Karlsruher Flo­ckungstage sind im Band 155 der Schrif­tenreihe SWW, ISBN 978-3-945049-08-2 veröffentlicht.

Autoren

Dr.-Ing. Julia Hiller, Dr.-Ing. Tobias Morck, PD Dr.-Ing. Stephan Fuchs
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Wasser und Gewässerentwicklung (IWG)
Fachbereich Siedlungswasserwirtschaft und Wassergütewirtschaft
Gotthard-Franz-Straße 3, Geb. 50.31
76131 Karlsruhe
E-Mail: julia.hiller@kit.edu

E-Mail: julia.hiller@kit.edu

(nach oben)


Statusbericht „Spurenstoffentfernung auf kommunalen Kläranlagen in Deutschland“

Zusammenfassung

Es wird ein Überblick gegeben über den Stand der Spurenstoffentfernung aus Abwasser auf kommunalen Kläranlagen in Deutschland. Es besteht Konsens, dass eine Vielfalt an Maßnah­men zur nachhaltigen Reduktion der Spurenstoffe in der Um­welt notwendig ist. Nachdem mittlerweile Empfehlungen und Regelwerksdokumente zur Auslegung entsprechender Verfah­rensstufen vorliegen, besteht ein wesentliches Umsetzungs­hemmnis in der ungeklärten Finanzierung bei Erweiterung der kommunalen Kläranlagen. Neben nachgeschalteten Maßnah­men wird jedoch ein effektiverer Gewässerschutz bezüglich der vielfältigen Spurenstoffe nur bei weiteren quellen- und anwen­dungsorientierten Maßnahmen durch entsprechende Stakehol­der (Hersteller und Anwender) erzielt werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2020 ab Seite 769

Autoren

Dr.-Ing. Steffen Metzger Weber-Ingenieure GmbH Bauschlotter Straße 62, 75177 Pforzheim
E-Mail: Steffen.Metzger@weber-ing.de

Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der TU Berlin Gustav-Meyer-Allee 25, 13355 Berlin

Prof. Dr.-Ing. Silvio Beier Professur Technologien urbaner Stoffstromnutzungen der Bauhaus Universität Weimar Wielandstraße 2, 99423 Weimar

Dr.-Ing. Ulf Miehe Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH Cicerostraße 24, 10709 Berlin

Dr.-Ing. Issa Nafo Emschergenossenschaft/Lippeverband Kronprinzenstraße 24, 45128 Ess

(nach oben)


Retentionsbodenfilter zur Entfernung von Mikroschadstoffen aus Mischwasserabschlägen und Kläranlagenablauf *)

Zusammenfassung

Retentionsbodenfilter werden seit vielen Jahren erfolgreich zur Reinigung von Entlastungswassermengen aus Misch- und Trenn­kanalisationen eingesetzt. Untersuchungen an Retentionsboden­filtern des Erftverbands haben gezeigt, dass Retentionsbodenfil­ter neben abfiltrierbaren Stoffen und Nährstoffen auch Schwer­metalle, Keime und sogar organische Spurenstoffe in einem ho­hen Maß zurückhalten können. In halbtechnischen Versuchen konnten langfristig gezeigt werden, dass unter Verwendung von Aktiv- und Pflanzenkohle als Zuschlagstoffe zum Filtersand und unter unterschiedlichen Beschickungsregimes hohe Eliminati­onsraten für viele Spurenstoffe möglich sind. Seit 2019 ist auf der Kläranlage in Rheinbach (27 000 Einwohnerwerte) eine großtechnische Pilotanlage (RBFplus) mit einer Filterfläche von rund 5000 Quadratmeter in Betrieb. Das Verfahren kann so prinzipiell eine kostengünstige und naturnahe Alternative zu anderen Verfahren der Mikroschadstoffentfernung darstellen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2020 ab Seite 780

Autoren

Andrea Brunsch (vormals Erftverband), andrea.brunsch@web.de

Luk Beyerle, luk.beyerle@erftverband.de

Katharina Knorz, katharina.knorz@erftverband.de

Christoph Brepols, christoph.brepols@erftverband.de

Heinrich Dahmen (IBC-Ingenieure vormals Erftverband), heinrich.dahmen@ibc-ingenieure.com

Dr. Ekkehard Christoffels (IBC-Ingenieure vormals Erftverband), ekkehard.christoffels@ibc-ingenieure.com

Prof. Heinrich Schäfer, heinrich.schaefer@erftverband.de
Erftverband
Am Erftverband 6, 50126 Bergheim/Erft

(nach oben)


Online-Expertenforum „Phosphorelimination – Optimierung auf Kläranlagen“

Wie man Phosphor aus dem Abwasser bekommt

Auf vielen Kläranlagen in Baden-Würt­temberg gehört es bereits zum Alltag, Phosphor aus dem Abwasser zu elimi­nieren. Doch nach wie vor gelangen noch immer zu große Mengen dieses Pflanzennährstoffs in die Gewässer, so­dass dort Überdüngung droht. Daher verschärfen sich die Anforderungen nun auch für mittlere und kleinere Anlagen, die Gewässergüte durch einen verrin­gerten Phosphoreintrag zu verbessern. Im DWA-Expertenforum Phosphoreli­mination am 22. Juli 2020, das wegen der Coronakrise online durchgeführt wurde, ging es um die Möglichkeiten, wie sich dieses Ziel am besten erreichen lässt. Das Interesse war groß, wie sich auch an den ausführlichen Diskussio­nen über die Vorträge zeigte.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2020 ab Seite 748

(nach oben)


Membranbioreaktoren mit simultaner Pulveraktivkohledosierung zur Elimination organischer Spurenstoffe und antibiotikaresistenter Bakterien

Großtechnische Untersuchungen auf dem Gruppenklärwerk Nordkanal des Erftverbands

Zusammenfassung

Das Membranbelebungsverfahren hat sich in den vergangenen 20 Jahren als betriebsstabiles Verfahren erwiesen, mit dem auch eine weitgehende Eliminationen von Kohlenstoffverbindungen und Nährstoffen gewährleistet werden. Mikroplastik wird in Membrananlagen quasi vollständig zurückgehalten. Viren und (antibiotikaresistente) Bakterien werden weitestgehend zurück­gehalten, selbst nach 15-jährigem Betrieb der Membranmodule. Eine weitergehende Elimination von Spurenstoffen erfordert auch in Membrananlagen den Einsatz von zum Beispiel Aktiv­kohle, die einfach in den Prozess integriert werden kann. Die ak­tuellen Untersuchungen auf dem Gruppenklärwerk Nordkanal, der größten kommunalen Membrankläranlage der Bundesrepu­blik Deutschland, zeigen zudem, dass der Einsatz von Pulverak­tivkohle noch weitere positive Auswirkungen auf die Membran­filtration und die Schlammbehandlung haben kann.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2020 ab Seite 789

Autoren

Prof. Dipl.-Ing. Heinrich Schäfer, Dr.-Ing. Kinga Drensla, Dipl.-Ing. Christoph Brepols, Dr. Michael Trimborn, Alexander Ahring
Erftverband
Am Erftverband 6, 50126 Bergheim

Dipl.-Ing. Daniel Bastian, Dr.-Ing. David Montag, Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas Wintgens
Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen
Mies-van-der-Rohe Straße 1
52074 Aachen

Dr.-Ing. Christoph Thiemig, Dr.-Ing. Sven Baumgarten
Suez WTS Germany GmbH
Daniel-Goldbach-Straße 17–19, 40880 Ratingen
E-Mail: bastian@isa.rwth-aachen.de

(nach oben)


Rückblick: Stammtisch der Jungen DWA

Es ist wieder der erste Donnerstag im Monat, gleich 19 Uhr, ich klappe noch schnell meinen Laptop auf, zücke mei­nen Block und einen Stift und bin ge­spannt, welche Jungen DWAler heute am digitalen Stammtisch teilnehmen werden. Vielleicht kann ja der ein oder andere neue interessante Kontakt ge­knüpft werden. Doch noch viel mehr in­teressiert mich inzwischen die Frage, wie kann ich mich, als bisher passives Mitglied der Jungen DWA, zukünftig auch aktiv bei der DWA einbringen?

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2020 ab Seite 743

Und wer nun noch mehr zur Tätigkeit der Jungen DWA wissen möchte, kann einfach am nächsten digitalen Stamm­tisch teilnehmen: immer der erste Don­nerstag im Monat, abends um 19 Uhr. Ich bin dabei.

Julia Schrade

(nach oben)


Analytik und Betriebsdokumentation bei Verfahren zur gezielten Spurenstoffentfernung – Empfehlungen für einen systematisierten Verfahrensvergleich bezüglich Spurenstoffentfernung, Nebenprodukten und Desinfektion

Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses KA-8*)

Zusammenfassung

Der DWA-Fachausschuss KA-8 „Verfahren zur weitergehenden Abwasserreinigung nach biologischer Behandlung“ gibt Empfeh­lungen wie vorgegangen werden kann, um die Reinigungsleis­tung bzw. -wirkung von Verfahren zur Spurenstoffentfernung bezüglich Spurenstoffentfernung, Nebenprodukten und Desin­fektion zu bestimmen und betrieblich zu dokumentieren.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2020 ab Seite 754

(nach oben)


Zwischenstand im Digitalisierungsprojekt „Reifegradmodell Abwasserentsorgung 4.0“

Nach dem erfolgreichen Pendant auf der Trinkwasserseite wurde Anfang September 2019 das Projekt „Reife­gradmodell Abwasserentsorgung 4.0“ gestartet. Das Projektteam, bestehend aus IWW Zentrum Wasser, Forschungs­institut für Wasser- und Abfallwirt­schaft an der RWTH Aachen (FiW) e. V. und MOcons GmbH & Co. KG, unter­sucht dabei mit 17 Abwasserentsorgern/-verbänden als Praxispartner den digitalen Entwicklungsstand der Ab­wasserentsorgung.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2020 ab Seite 742

Ansprechpartner
IWW Zentrum Wasser, Mülheim Martin Offermann
E-Mail: m.offermann@iww-online.de
Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e. V., Aachen Daniel Löwen
E-Mail: loewen@fiw.rwth-aachen.de
MOcons GmbH & Co. KG, Mülheim Christoph Czichy
E-Mail: christoph.czichy@mocons.de

(nach oben)


Einsatz von Schrägklärern bei der zentralen Regenwasserbehandlung im Trennsystem

Zusammenfassung
Eine Reihe neuerer technischer Regeln propagieren für die zentrale Regenwasserbehandlung in traditionellen Trennsystemen künftig die Anwendung von Schrägklärern oder Lamellenabscheidern anstelle klassischer Regenklärbecken, entweder mit oder vorzugsweise ohne Dauerstau. Der Beitrag geht auf die Funktionsweise und die bisherige und künftige Bemessung dieser innovativen Sedimentationsanlagen ein. Als gebräuchliche Bauarten werden Gegenstromklärer und Kreuzstromklärer mit Gestaltungsvorschlägen vorgestellt und die Besonderheiten bei der Bemessung und der konstruktiven Durchbildung der entsprechenden Bauwerke aus praktischer Sicht diskutiert.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2020 ab Seite 670

Autor
Dr.-Ing. Gebhard Weiß
Umwelt- und Fluid-Technik Dr. H. Brombach GmbH
Steinstraße 7, 97980 Bad Mergentheim, Deutschland
E-Mail: G.Weiss@uft.eu

(nach oben)


Internationale Betreiberpartnerschaften zwischen kommunalen Wasserunternehmen

Hintergrund, Erfahrungen und Perspektiven
Zusammenfassung

Wasserver- und Abwasserentsorger sind wichtige Akteure für eine nachhaltige Entwicklung von Städten und Gemeinden weltweit und tragen damit zentral zur Erreichung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN, United Nations) bei. Betreiberpartnerschaften werden unter der Bezeichnung WOP (Water Operators‘ Partnership) schon seit Jahren erfolgreich umgesetzt und unter anderem durch das Sekretariat der Global Water Operators‘ Partnerships Alliance (GWOPA) von UN Habitat weltweit gefördert. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat nun das Pilotvorhaben „Betreiberplattform zur Stärkung von Partnerschaften kommunaler Unternehmen weltweit“ gestartet, um im Rahmen einer dreijährigen Projektlaufzeit vier Pilot-Partnerschaften zwischen kommunalen deutschen Betreibern und internationalen Betreibern durchzuführen. Ziel der Partnerschaften ist es, Betreiber vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern dabei zu unterstützen, ihre Städte und Gemeinden vor Ort kompetent, nachhaltig selbstständig und sicher versorgen zu können. Die Pilotphase soll drei Jahre laufen. Die Erfahrungen daraus sollen die Basis zur Entwicklung eines dauerhaften Programms des BMZ für die Durchführung von Betreiberpartnerschaften sein. Damit sollen langfristige Kooperationen von kommunalen Betreibern aus Deutschland mit ihren „Pendants“ im Süden etabliert werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2020 ab Seite 700

Autoren
Dr.-Ing. Claudia Wendland, Dipl.-Ing. Christian Günner, M Sc. Lucatina Ercolano, Dipl.-Geol. Leonardo van Straaten Hamburg Wasser Billhorner Deich 2, 20539 Hamburg
E-Mail: claudia.wendland@hamburgwasser.de
Dipl.-Soz.-Wiss. Ann-Ulrike Henning Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit im Auftrag des BMZ als EZ-Scout bei German Water Partnership German Water Partnership e. V. Reinhardtstraße 32, 10117 Berlin

(nach oben)


Mineralölpipelines – sicher und umweltfreundlich

Erdöl ist mit einem Anteil von 35 Prozent am Primärenergieverbrauch im Jahr 2019 in Deutschland weiterhin ein wichtiger Energieträger. Das Rohöl wird mit Schiffen und Pipelines (Rohrfernleitungen) aus weit entlegenen Fördergebieten nach Deutschland gebracht. Innerhalb Deutschlands werden die Endprodukte wie Benzin, Heizöl und Kerosin, überwiegend mit Pipelines von den Raffinerien zu Tanklagern und Chemiefirmen (Verbraucher) transportiert. Für den Bau und Betrieb dieser Pipelines sind umfangreiche Genehmigungsverfahren durchzuführen. Die Umweltfreundlichkeit und Sicherheit überwiegt eindeutig gegenüber anderen Transportmedien.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2020 ab Seite 688

Autor
Baudirektor a. D. Walter Reinhard ehemals Regierungspräsidium Darmstadt Mannheim
E-Mail: w.reinhard49@hotmail.com

(nach oben)


Wie es bei der Klärschlammentsorgung weitergeht

Landesforum für Betreiber zur Klärschlammentsorgung in Baden-Württemberg
Ab 2029 muss der im Klärschlamm enthaltene Phosphor wieder zurückgewonnen werden. Um einen Überblick über den Status quo zu erhalten, hat die Plattform P-Rück eine Umfrage unter den baden-württembergischen Kläranlagenbetreibern durchgeführt. Außerdem wurde ein erstes Strukturkonzept für die Zukunft entwickelt. Die Ergebnisse dieses Projekts wurden auf dem „Landesforum für Betreiber zur Klärschlammentsorgung“ vorgestellt, das wegen der Coronakrise als Web-Konferenz durchgeführt wurde.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2020 ab Seite 660

Fortsetzung folgt
Der nächste P-Rück-Kongress findet am 25./26. November 2020 wieder in Stuttgart-Bad Cannstatt statt. Weitere

Informationen zum P-Rück Kongress sowie der Plattform P-Rück:
https://prueck-bw.de

Der Abschlussbericht „Status quo und Strukturkonzept der Klärschlammentsorgung und Phosphorrückgewinnung in Baden-Württemberg“ steht im Internet zum Download bereit:
https://pretix.eu/dwa-bw.de/ PRueckForum20

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Peter Baumann Hochschule für Technik Stuttgart Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft Postfach 10 14 52 70013 Stuttgart
Vanessa Bolivar, M. Sc., Dipl.-Vww. (FH)/Bw (VWA) André Hildebrand DWA-Landesverband Baden-Württemberg Rennstraße 8 70499 Stuttgart
E-Mail: andre.hildebrand@dwa-bw.de

(nach oben)


Digitales Jahrestreffen der Stammtischleiter der Jungen DWA

Wie so viele in diesem Jahr, hat auch die Junge DWA weitere Schritte ins digitale Zeitalter gemacht. So hatte zum Jahrestreffen der Stammtischleiter der Jungen DWA am 26. Juni 2020 jeder Teilnehmer unzählige Kameraausschnitte auf seinem Bildschirm. Ein bisschen wie im Kontrollraum einer Videoüberwachung, allerdings bunter, jünger und interessanter. Auf der Tagesordnung standen der Austausch zu den regelmäßig deutschlandweit stattfindenden Stammtischen, der Arbeit in den Circeln der Jungen DWA sowie eine Fragerunde mit DWA-Präsident Uli Paetzel

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2020 ab Seite 666

netzwerk@junge-dwa.de
Tillmann Vorhoff und Larissa von Marschall

(nach oben)


Abwasserwärmenutzung als Komponente regenerativer Wärmeversorgungskonzepte

Ungenutzte Potenziale mit neuen Chancen in der städtischen Quartiersversorgung?
Zusammenfassung
Durch neue Förderinstrumente spielt die Abwasserwärmenutzung eine zunehmende Rolle bei der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Dabei bestehen neben den technischen und betriebswirtschaftlichen Herausforderungen einer neuen Technologie nicht unerhebliche rechtliche Risiken, die durch eine sorgfältige strategische Planung und Gestaltung des Projekts mit einer Umsetzung durch vertragliche Regelungen der maßgeblichen Leistungsbeziehungen beherrscht werden können. Abwärmenutzungs- oder -konzessionsverträge, spezifische Ausschreibungsunterlagen, private oder öffentlicher Nutzungszwang, Wärmebereitstellungs- und Lieferverträge und eine Wirtschaftlichkeits-und Entgeltermittlung nach Anbieter- oder Nachfragegesichtspunkten sind dabei die Grundlage für den Projekterfolg. Mit praxisbewährten Musterdokumenten, standardisierten Prozessen und Berechnungsinstrumenten sollte dabei eine rechtssichere und kosteneffiziente Umsetzung von Abwasserwärmeprojekten sichergestellt werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2020 ab Seite 695

Autor
Rechtsanwalt Joachim Held, Mag. rer. publ. Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Äußere Sulzbacher Straße 100, 90491 Nürnberg
E-Mail: joachim.held@roedl.com

(nach oben)


Bemessung der Kaskadendenitrifikation mit dem Arbeitsblatt DWA-A 131 und Überprüfung der Bemessung mithilfe der dynamischen Simulation

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2020 ab Seite 678

Zusammenfassung
Unterschiedliche Ausführungsvarianten der Kaskadendenitrifikation wurden mit dem Arbeitsblatt DWA-A 131 bemessen und mithilfe der dynamischen Modellierung hinsichtlich ihrer Nitrifikations- und Denitrifikationsleistung überprüft. Es zeigt sich, dass insbesondere bei Spitzenbelastungen sowohl die Beckenvolumenverteilung als auch die Zulaufverteilung auf die einzelnen Kassetten einen entscheidenden Einfluss auf die Nitrifikation haben. Weiterhin zeigt sich, dass zur Optimierung der Denitrifikation zumindest für die erste Kassette einer Kaskadendenitrifikation eine interne Rezirkulation vorzusehen ist. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse wird empfohlen, zusätzliche Hinweise zur Bemessung der Kaskadendenitrifikation in das Arbeitsblatt DWA-A 131 aufzunehmen.

(nach oben)


Spurenstoffelimination aus gereinigtem Abwasser in einem photokatalytisch wirksamen Rotationstauchkörper

Zusammenfassung
Anthropogene Spurenstoffe wie Arzneistoffe, Zusätze aus Körperpflegeprodukten oder Industriechemikalien und Pflanzenschutzmittel stellen die kommunale Abwasserbehandlung vor neue Herausforderungen. Oxidative Verfahren zu deren Reduktion, wie beispielsweise die Ozonierung, stehen im Verdacht, eine große Anzahl ungenügend einzuschätzender Transformationsprodukte zu erzeugen. Adsorptive Verfahren wie die Aktivkohleadsorption können bestimmte Verbindungsklassen nur unzureichend zurückhalten. Erweiterte oxidative Verfahren (Advanced Oxidation Processes, AOP), die Hydroxylradikale als starkes Oxidationsmittel nutzen, sind bei den richtigen Bedingungen in der Lage, eine vollständige Mineralisation der organischen Mikroschadstoffe zu bewirken. Bei den im Beitrag dargestellten Untersuchungen wurde die photokatalytische Oxidation zur Entfernung von Arzneistoffen aus kommunalem Abwasser genutzt. Reinigungsleistung und Energieverbrauch wurden bewertet. Dabei kam ein photokatalytisch wirkender Rotationstauchkörper zum Einsatz.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2020 ab Seite 598

Autoren
Dr.-Ing. Tobias Schnabel*), Dipl.-Chem. Katrin Krause Materialforschungs- und -prüfanstalt an der Bauhaus-Universität Weimar Coudraystraße 9, 99423 Weimar
Prof. Dr.-Ing. Christian Springer*), Stefanie Hörnlein, M. Sc., Prof. Dr.-Ing. Jörg Londong Bauhaus-Universität Weimar Professur Siedlungswasserwirtschaft Coudraystraße 7, 99423 Weimar
E-Mail: joerg.londong@uni-weimar.de
*) Neue Adresse: Fachhochschule Erfurt Professur Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik Altonaer Straße 25, 99085 Erfurt

(nach oben)


Messen und Verbessern: Warum die kontinuierliche Überwachung von Regenüberlaufbecken so wichtig ist

5. Expertenforum Regenüberlaufbecken Baden-Württemberg
Anlagen zur Behandlung von Regen-und Mischwasser leisten einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz. Wie sich der Betrieb dieser Einrichtungen noch weiter optimieren lässt, war das Thema des 5. Expertenforums RÜB Baden-Württemberg Ende Februar in Stuttgart.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2020 ab Seite 586

Fazit: Es lohnt sich für die Umwelt
„Wir sind dabei, das Thema Regenwasserbehandlung rund zu denken“, beschrieb der Landesverbandsvorsitzende Dipl.-Ing.Boris Diehm das Ziel der baden-württembergischen DWA.Rund bedeutet vor allem, dass die Aspekte Kläranlage, Regenwasser und Gewässer im Sinne eines Gesamtbildes zusammenwirken müssen.Dies geht aber nur, wenn die RÜB und andere Anlagen zur Regenwasserbehandlung weiter optimiert werden.An oberster Stelle steht dabei – das wurde auf der Tagung wiederholt deutlich – die Erfassung der tatsächlichen Gegebenheiten mit Hilfe von guten, plausiblen Messdaten.Darauf aufbauend lässt sich dann auch mit Hilfe von Modellrechnungen der Betrieb der Anlagen sicherer und effektiver machen – was für die Gewässer eine deutliche ökologische Verbesserung mit sich bringt.

Über RÜB-BW
RÜB-BW ist eine Gemeinschaftsinitiative des DWA-Landesverbands und Umweltministeriums Baden-Württemberg mit dem Ziel, alle wissenschaftlichen Akteure bei der Optimierung der Regenwasserbehandlung zu unterstützen.Die Plattform mit ihrem Netzwerk aus Planern, Betreibern, Behörden und Hochschulen dient der Bewusstseinsbildung, Wissensvermittlung und Erarbeitung von praxisnahen Hilfestellungen für die Optimierung des Betriebs von Regenbecken.Dem Nachbarschaftsmodell, mit seinem in der Praxis geprüftem Wissen und dem Sichtbarmachen von „Best-Practice“-Beispielen, kommt eine besondere Bedeutung zu.

Weitere Informationen:
www.rueb-bw.de

Autoren
Dipl.-Vww. (FH) Bw. (VWA) André Hildebrand (Geschäftsführer), Asuka Brodbeck (Projektleiterin RÜB-BW) DWA-Landesverband Baden-Württemberg Rennstraße 8 70499 Stuttgart
E-Mail: asuka.brodbeck@dwa-bw.de

(nach oben)


Fachgerechte Ausführung sichert Qualität Qualitätssicherung in der Praxis, Teil 3

Ein wichtiger Bestandteil der RAL-Gütesicherung Kanalbau ist die Überprüfung der Ausführungsqualität der Gütezeichen-inhaber durch die beauftragten Prüfingenieure. Die rund 30 In-genieure verfügen über langjährige Baustellenerfahrung und führen auf dieser Grundlage derzeit etwa 4.000 Baustellen-besuche pro Jahr bei ausführenden Unternehmen mit Gütezei-chen durch. Der Prüfingenieur macht sich ein Bild davon, ob die Bauausführung den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht. Daneben werden die personelle und ma-schinentechnische Ausstattung und die Eigenüberwachungs-unterlagen geprüft. Nachdem sich die ersten beiden Beiträge der Reihe „Qualitätssicherung in der Praxis

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2020 ab Seite 591

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau Postfach 1369, 53583 Bad Honnef Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84 E-Mail: info@kanalbau.com www.kanalbau.com

(nach oben)


Anforderungen an Phosphorrezyklate aus der Aufbereitung von Klärschlamm aus Sicht eines Düngemittelherstellers

Zusammenfassung
Durch die Neufassung der Klärschlammverordnung mit Pflicht, Phosphor zurückzugewinnen, werden neue phosphorhaltige Produkte auf den Markt kommen. Der Düngemittelmarkt dürfte hierbei vorerst im Fokus sein. Welche Anforderungen an Phosphorrezyklate aus der Aufbereitung von Klärschlamm zu stellen sind, wird aus Sicht eines Düngemittelherstellers geschildert. Vertieft eingegangen wird auf die Vermarktung der Produkte und die Logistik sowie auf wirtschaftliche Aspekte. Trotz geringer Mengen ist derzeit Struvit noch immer das einzige Phosphorrezyklat auf dem Markt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2020 ab Seite 608

Literatur
Autoren

Dr. Joachim Clemens, Martin Teloo SF-Soepenberg GmbH Emil-Fischer-Straße 14, 46569, Hünxe
E-Mail: j.clemens@soepenberg.com

(nach oben)


QUMS + EnMS = IMS

Integration eines Energiemanagementsystems (EnMS) in ein Qualitäts- und Umweltmanagementsystem (QUMS)
Zusammenfassung

Der Erftverband, eine sondergesetzliche Körperschaft des öffentlichen Rechts in Nordrhein-Westfalen, hat schon 2006 ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 und 14001 eingeführt. Es werden die Besonderheiten dargestellt, die sich aus der Novellierung der Normen für die vierte Rezertifizierung 2018 ergeben. Die Vorteile eines Integrierten Managementsystems werden aufgeführt. Die Vorgehensweise zur Einbindung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 in das vorhandene Managementsystem wird beschrieben. Die Vorteile hinsichtlich Energieeffizienz, die sich durch das integrierte

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2020 ab Seite 618
Autor
Prof. Dr.-Ing. Henning Heidermann Erftverband Am Erftverband 6, 50126 Bergheim
E-Mail: hheidermann@gmx.de

(nach oben)


Umgang mit der Corona-Pandemie

Die DWA-Arbeitsgruppe ES-7.3 „Betrieb und Unterhalt von Kanalnetzen“ (Sprecher: Dipl.-Ing. Frank Männig, Stadtentwässerung Dresden) hat bei Abwasserbetrieben eine Umfrage durchgeführt, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den Kanalbetrieb

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2020 ab Seite 580

(nach oben)


Abwasser aus biotechnologischen Produktionsverfahren

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe IG-2.35 „Abwasser aus biotechnologischen Produktionsverfahren“ – Teil 2 *)
Zusammenfassung

Die Vielfalt biotechnologischer Produktionsverfahren ist sehr hoch, weshalb auch die Zusammensetzung der anfallenden Produktionsabwässer und Abfälle stark unterschiedlich sein kann. Ein Arbeitsbericht der DWA gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik der Behandlung von Abwasser aus biotechnologischen Produktionsanlagen sowie eine Einschätzung zu erwartender künftiger Entwicklungen. Dabei wird auf neuere biotechnologische Prozesse und Verfahren eingegangen. Klassische Prozesse der Nahrungsmittelindustrie (zum Beispiel Herstellen von Wein und Bier und Milchprodukten) und der nicht biologischen Verfahren der chemischen Industrie werden dabei bewusst nicht betrachtet.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2020 ab Seite 613

(nach oben)


DWA-Dialog Berlin 2020 online

Europäische Wasserpolitik und Erfahrungen aus der Corona-Epidemie im Fokus des wasserwirtschaftlichen Jahrestreffens
Der DWA-Dialog Berlin, das Jahrestreffen der DWA, findet in diesem Jahr erstmals online statt. Am 28. September begrüßt die DWA ihre Mitglieder virtuell zu einem attraktiven Konferenzprogramm sowie zur Mitgliederversammlung.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2020 ab Seite 584

Rahmendaten
Der DWA-Dialog Berlin 2020 online beginnt am 28.September um 13.30 Uhr und endet mit der 73.Mitgliederversammlung der DWA um 17.30 Uhr.Parallel zur Tagung präsentieren ausgewählte Firmen online ihre Produkte und Dienstleistungen für die Branche.
Die Teilnahme am DWA-Dialog Berlin kostet 144 Euro, DWA-Mitglieder zahlen 120 Euro, Pensionäre 60 Euro sowie Mitglieder bis 35 Jahre 60 Euro.Für studierende und in Ausbildung befindliche Mitglieder ist die Teilnahme kostenfrei, studierende und in Ausbildung befindliche Nichtmitglieder zahlen 20 Euro.

www.dwa.de/dialog-berlin

(nach oben)


Renovierung von in geringer Tiefe verlegten Abwasserkanälen in offener Bauweise

Erfahrungen aus Charkow/Ukraine
Zusammenfassung

Ein wesentlicher Teil der Kanalnetze in ukrainischen Städten besteht aus Stahlbetonsammlern mit einem Durchmesser von 500 bis 1500 mm, die in geringer Tiefe verlegt sind. Meistens transportieren diese Sammler das Abwasser zu Kläranlagen durch Gebiete, die frei von Auto- und Fußgängerverkehr sind. Dies ermöglicht die Erneuerung in offener Bauweise. Korrosionsprozesse treten im oberhalb des Abwasserspiegels im Kanal auf mit Zerstörung des Gewölbeteils. Der Rinnenenteil des Kanals ist mit Abwasser gefüllt und bleibt unzerstört. Der unzerstörte Rinnenteil des Kanals kann als feste Schalung und statische Auflagerung für den neuen Kanal verwendet werden. Beim Wiederaufbau des Gewölbeteils ist es zweckmäßig, als Material Hartbrandstein oder Polymerbeton zu verwenden. Dies führt zu einem erheblichen Vorteil im Vergleich zur Verwendung von Polyethylen- oder aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2020 ab Seite 593

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Dr. habil. Dmitrij Gontscharenko Nationale Universität für Bauwesen und Architektur Charkow Majakowskogo Straße 14, 61002 Charkow, Ukraine
E-Mail: gonch@kstuca.kharkov.ua

Doz. Dr.-Ing. Alexander Ratschkowskij Nationale Universität für Bauwesen und Architektur Charkow Ochakovskaya Straße 82, W. 55, 61045 Charkow, Ukraine
E-Mail: rachkovskiyalex@gmail.com

Magister Roman Gudilin, Magister Ewgenij Degtjar Nationale Universität für Bauwesen und Architektur Charkow Sumskaja Straße 40, 61002 Charkow, Ukraine
E-Mail: alexde@rambler.ru

(nach oben)


Regenbecken-Expert: neue DWA-Software für den praxisorientierten Betrieb von Regenbecken

Das reale Verhalten eines Entwässerungssystems wird allein durch die dauerhaft verfügbaren, zeitlich hochaufgelösten Messdaten repräsentiert. Jegliche, aus ungeprüften Rohdaten zusammengefasste Monats- und Jahreswerte sind vollkommen unzureichend und führen zu Fehlinterpretationen und Bemessungsfehlern. Der Regenbecken-Expert eröffnet Ihnen den leichten Einstieg in ein zeitgemäßes Messdatenmanagementsystem speziell für kleine und mittlere Kommunen. So können Sie die zeitlich hochaufgelösten Messdaten Ihrer Regenbecken sammeln, plausibilisieren und validieren, über prägnante Darstellungen das reale Verhalten Ihrer Regenbecken kennenlernen und auf Knopfdruck Berichte geprüfter und belastbarer Daten generieren.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2020 ab Seite 495

Autor
Dipl.-Ing. Gerd Langstädtler
aqua_plan Ingenieurgesellschaft für Problemlösungen in Hydrologie und Umweltschutz mbH
Amyastraße 126 52066 Aachen
E-Mail: gl@aquaplan.de

(nach oben)


Umsetzung der Phosphorrückgewinnung nach Klärschlammverordnung

Erhalt der strategischen Handlungsfähigkeit mit der PARFORCE-Technologie
Zusammenfassung

Bei der Umsetzung der ab 2029 geltenden Verpflichtung zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm sind nur wenige Ansätze, die einen gewissen Reifegrad erreicht haben, in der aktuellen Diskussion. Die an der TU Bergakademie Freiberg entwickelte und hochskalierte PARFORCE-Technologie zeigt aufgrund der Flexibilität des Verfahrens individuelle Lösungsmöglichkeiten zur Erfüllung der Klärschlammverordnung auf. Das Verfahren erzeugt sowohl aus unterschiedlichsten Klärschlammaschen als auch aus Struvit und Calciumphosphaten universell verwendbare Phosphorsäure und ermöglicht somit verschiedene Ansätze auf oder nach der Kläranlage, die Pflicht der Phosphorrückgewinnung zu erfüllen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2020 ab Seite 535

Autoren
Dr.-Ing. Reinhard Lohmeier, Dr. Gunther Martin, Dr. Peter Fröhlich, Dipl.-Kfm. Jürgen Eschment PARFORCE Engineering & Consulting GmbH Am St.-Niclas-Schacht 13, 09599 Freiberg
E-Mail: info@parforce-technologie.de

(nach oben)


Erkenntnisse aus dem EU-Projekt Phos4You zur Phosphorrückgewinnung

Zusammenfassung
Die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband bereiten sich auf die Pflicht zur P-Rückgewinnung aus der Abwasserreinigung vor. Im Rahmen des Projekts Phos4You (INTERREG NWE) werden konkrete Fallstudien aufgestellt. Neben unter anderem der Standortfrage für eine Anlage wird die Logistik für den Transport von geschätzt bis zu 400 000 Mg pro Jahr an Gütern untersucht. Entsprechend der aktuellen thermischen Entsorgung von ca. 325 000 Mg entwässerter Klärschlamm pro Jahr wird die nasschemische P-Rückgewinnung aus Verbrennungsasche durchleuchtet. Die nahezu vollständige Verwertung der Asche in Düngeprodukten wird durch das alternative Verbrennungsverfahren EuPhoRe ebenfalls betrachtet. Weitere Praxiserfahrungen werden durch die Pilotierung von anderen Phosphorrückgewinnungsverfahren der EU-Projektpartner erworben, wobei die Qualitätssicherung bei den sehr unterschiedlichen Phosphor-Rezyklaten als Schlüssel zur erfolgreichen Markteinführung gilt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2020 ab Seite 502

Autoren
Dipl.-Ing. Marie-Edith Ploteau, Dr.-Ing. Dennis Blöhse, Dipl.-Ing. Dirk Bogaczyk, B. Eng. Levent Pamuk, Dr.-Ing. Daniel Klein, Prof. Dr.-Ing. Karl-Georg Schmelz, Dr.-Ing. Issa Nafo Emschergenossenschaft/Lippeverband Kronprinzenstrasse 24, 45128 Essen

E-Mail: ploteau.marie-edith@eglv.de

(nach oben)


LAGA-Merkblatt 39: Vollzugshinweise zur Umsetzung der Klärschlammverordnung

Die neue Klärschlammverordnung führt die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen ein und schränkt die bisher praktizierte bodenbezogene Verwertung des Abfallstoffs deutlich ein. Zur Konkretisierung und Erläuterung der gesetzlichen Regelungen im Rahmen von Vollzugshinweisen hat die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) das Merkblatt 39 „Vollzugshinweise zur Umsetzung der Klärschlammverordnung“ veröffentlicht.
Die neue Klärschlammverordnung führt die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen ein und schränkt die bisher praktizierte bodenbezogene Verwertung des Abfallstoffs deutlich ein. Zur Konkretisierung und Erläuterung der gesetzlichen Regelungen im Rahmen von Vollzugshinweisen hat die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) das Merkblatt 39 „Vollzugshinweise zur Umsetzung der Klärschlammverordnung“ veröffentlicht.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2020 ab Seite 490

Autor
Dipl.-Ing. Hans-Walter Schneichel Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz Kaiser-Friedrich-Straße 1 55116 Mainz
E-Mail: Hans-Walter.Schneichel@mueef.rlp.de

(nach oben)


Weiterentwicklung einer industriellen Kläranlage und Klärschlammverbrennungsanlage mittels Industrie 4.0 und Höherautomatisierungswerkzeugen

Zusammenfassung
Die BASF SE betreibt am Standort in Ludwigshafen eine Kläranlage sowie eine Klärschlammverbrennungsanlage. Neben verfahrens- als auch prozesstechnischen Verbesserungen wird hier nun auch eine Vielzahl von Digitalisierungs- und Automatisierungswerkzeugen eingesetzt, die den Abwasserreinigungs- und den Schlammbehandlungsprozess optimieren. Die Anwendung dieser digitalen Werkzeuge führt zu signifikanten ökonomischen und ökologischen Verbesserungen der Anlagenperformance.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2020 ab Seite 520

Autoren
Dr.-Ing. Peter Schmittel, Achim Böhm, Marcus Zimmer BASF SE ESI/AK, Z561 Carl-Bosch-Straße 38, 67056 Ludwigshafen am Rhein
E-Mail: peter.schmittel@basf.com

(nach oben)


Solarthermische Klärschlammtrocknung am Standort der Kläranlage Bottrop

Zusammenfassung
Die Emschergenossenschaft baut aktuell am Standort der zentralen Schlammbehandlung in Bottrop auf einer Fläche von ca. 61 000 m² die weltweit größte solarthermische Klärschlammtrocknung. Zukünftig können bis zu 220 000 Mg entwässerte Klärschlämme von Emschergenossenschaft und Lippeverband am Standort getrocknet werden. Als Wendetechnik werden autonome Wenderoboter eingesetzt. Die Abluft wird über ein System aus sauren Wäschern und Biofiltern gereinigt. Durch den Verzicht von fossiler Kohle zur Klärschlammkonditionierung und Heizwertanreicherung können zukünftig ca. 60 000 Mg Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden. Die Inbetriebsetzung der Anlage ist, trotz der aktuell schwierigen Situation, nach weniger als zwei Jahren Bauzeit noch für Ende 2020 geplant.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2020 ab Seite 515

Autoren
Alexander Knake, Dr.-Ing. Lars Günther, Peter Reese, Dr.-Ing. Emanuel Grün, Prof. Dr.-Ing. Torsten Frehmann Emschergenossenschaft/Lippeverband Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen
E-Mail: knake.alexander@eglv.de
Christian Essing Emscher Wassertechnik GmbH Brunnenstraße 37, 45128 Essen

(nach oben)


Thermische Behandlung von Klärschlamm

Teil 4: Emissionen und Dauerbetrieb von Zusammenfassung
Beim Betrieb von Monoverbrennungsanlagen für Klärschlamm müssen viele Randbedingungen hinsichtlich der Schlammeigenschaften, der Schlammlagerung, der Fremdstoffe, der Trocknung und der Verbrennung berücksichtigt werden. Bei an die Klärschlammeigenschaften angepasster Konstruktion und Einhaltung gleichmäßiger Temperatur- und Gasverteilung im Wirbelschichtofen und einer angepassten Auslegung der Abgasbehandlungseinrichtungen kann die Wirbelschichtverbrennung einen Beitrag zur umweltgerechten Verwertung von Klärschlamm leisten. Dies ist auch unter dem Gesichtspunkt einer Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche zu bewerten. Im vierten und letzten Teil dieser ausführlichen Übersicht geht es um die Emissionen und den Dauerbetrieb von Wirbelschichtverbrennungsanlagen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2020 ab Seite 526

Autoren
Dr.-Ing. Albert Heindl Huber SE Technologiezentrum Industriepark Erasbach A1, 92334 Berching
E-Mail: Albert.Heindl@huber.de
Dr. Thomas Gröbl, Ing. Michael Görlich, Dipl.-Ing. Manfred Graf EVN EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich

(nach oben)


Bundesrat stimmt Düngeverordnung zu – mit einer Änderung

Am 27. März 2020 hat der Bundesrat der neuen Düngeverordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zugestimmt – unter der Bedingung, dass die Länder bis Ende des Jahres Zeit zur Ausweisung von besonders belasteten Gebieten erhalten. Setzt das Bundesministerium diese Änderungsmaßgabe um, kann es die Verordnung im Bundesgesetzblatt verkünden und wie geplant am Tag darauf in Kraft treten lassen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2020 ab Seite 492

(nach oben)


Aus der Praxis für die Praxis

DWA-Webinar-Reihe zur Abwasserwirtschaft in der Corona-Krise erfolgreich gestartet
Die DWA hat Mitte April ihre neue Webinar-Reihe zur Abwasserwirtschaft in der Corona-Krise erfolgreich gestartet.Praktische Informationen zur Organisation des Arbeitsablaufs und zur Aufrechterhaltung der sicheren Abwasserentsorgung unter den aktuell äußerst schwierigen Rahmenbedingungen standen im Vordergrund des ersten Webinars „Corona- Krise in Abwasserbetrieben – Erfahrungen teilen“.„Als eines der größten technisch-wissenschaftlichen Netzwerke der Wasserwirtschaft in Europa bündelt die DWA das Wissen …mehr:
https://de.dwa.de/de/webinare.html

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2020 ab Seite 418

(nach oben)


Schätzung steuerpflichtiger Klärgasverwendung

Der DWA-Fachausschuss WI-2 „Organisation, Kosten und Finanzierung“ gibt auf Grundlage von Abstimmungen mit der Finanzverwaltung Hinweise zur Mengenermittlung und Abgrenzung von steuerpflichtigen und steuerfreien Klärgasmengen beim Verheizen von Klärgas.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2020 ab Seite 420

(nach oben)


Gerade oder geneigte Trennelementfläche – was zählt bei der Auslegung von Rechen?

Zusammenfassung
Neben der maximal möglichen Belegung des Trennelements von Feinrechen ist dessen hydraulische Beaufschlagung limitierend für den Betrieb dieser Aggregate. Dabei ist die Frage von Bedeutung, in welcher Weise der durchflossene Gerinnequerschnitt oder die Neigung des Trennelements den Betrieb der Feinrechen beeinflussen. Neben diesen Faktoren sind aber auch weitere Randbedingungen im Rechengerinne von Bedeutung. Diese Randbedingungen, wie beispielsweise Fließgeschwindigkeit oder Anströmung des Feinrechens, können maßgeblich durch die bauliche Gestaltung des Rechengerinnes beeinflusst werden. Auf der Basis von Daten von bis zu 118 Feinrechengerinnen auf Kläranlagen aus Deutschland, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und Italien wird der Einfluss des Installationswinkels auf die Rechengutelimination näher untersucht

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2020 ab Seite 439

Autor
Dr.-Ing. Thomas Uckschies
Entsorgungsverband Saar
Postfach 10 01 22, 66001 Saarbrücken
E-Mail: thomas.uckschies@evs.de
Dr. Uckschies CONSULT
Zur Rentrischer Kirche 54, 66386 St. Ingbert
E-Mail: thomas.uckschies@web.de

(nach oben)


Wasserwirtschaft im Krisenmodus fordert pragmatische Unterstützung von Politik und Verwaltung

DWA-Politikmemorandum auf Herbst verschoben
„Im aktuellen Krisenmodus brauchen Wasser- und Abfallwirtschaft die Unterstützung durch die Politik und den behördlichen Vollzug. Pragmatische Lösungen für eine sichere Ver- und Entsorgung sind vor dem Hintergrund der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie absolut notwendig“, fordert DWA-Präsident Prof. Dr. Uli Paetzel. Traditionell wendet sich die DWA im Frühjahr mit ihrem Politikmemorandum an die Bundespolitik. Im aktuellen Krisenfall, so Paetzel, müsse die Aufmerksamkeit aber voll auf der Bekämpfung der Corona-Pandemie liegen. Die DWA verschiebe aus diesem Grund die Veröffentlichung des Politikmemorandums auf den Herbst.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2020 ab Seite 421

(nach oben)


Klimamodelle in der Wasserwirtschaft

Kristian Förster (Hannover)

Zusammenfassung
Dieser Artikel fasst den aktuellen Wissenstand zu (regionalen) Klimamodellen in der Wasserwirtschaft zusammen und setzt dabei einen Fokus auf die Modellierbarkeit der Größe Niederschlag auf verschiedenen Skalen. Neben den physikalischen Grundlagen werden aktuelle Entwicklungen in der Wissenschaft beschrieben und eine Beispielanwendung vorgestellt. In diesem Beispiel werden auf Basis frei verfügbarer Daten und einer Open- Source-Software Änderungen in Starkniederschlagsintensitäten seit dem Ende der kleinen Eiszeit modelliert. In der Zusammenschau wird herausgearbeitet, dass Klimamodelle wichtige Werkzeuge für zahlreiche wasserwirtschaftliche Fragestellungen sind und insbesondere der wissenschaftliche Fortschritt der vergangenen Jahre methodisch neue Perspektiven eröffnet.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2020 ab Seite 428

Autor
Kristian Förster
Juniorprofessor für Urbane Hydrologie
Institut für Hydrologie und Wasserwirtschaft
Leibniz Universität Hannover
Appelstraße 9A
30167 Hannover
E-Mail: foerster@iww.uni-hannover.de

(nach oben)


Thermische Behandlung von Klärschlamm

Teil 3: Praxis der Wirbelschichtverbrennung
Zusammenfassung

Beim Betrieb von Monoverbrennungsanlagen für Klärschlamm müssen viele Randbedingungen hinsichtlich der Schlammeigenschaften, der Schlammlagerung, der Fremdstoffe, der Trocknung und der Verbrennung berücksichtigt werden. Bei an die Klärschlammeigenschaften angepasster Konstruktion und Einhaltung gleichmäßiger Temperatur- und Gasverteilung im Wirbelschichtofen und einer angepassten Auslegung der Abgasbehandlungseinrichtungen kann die Wirbelschichtverbrennung einen Beitrag zur umweltgerechten Verwertung von Klärschlamm leisten. Dies ist auch unter dem Gesichtspunkt einer Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche zu bewerten. Im dritten Teil dieser ausführlichen Übersicht geht es um die Praxis der Wirbelschichtverbrennung.
Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2020 ab Seite 443

Autoren
Dr.-Ing. Albert Heindl
Huber SE
Technologiezentrum
Industriepark Erasbach A1, 92334 Berching
E-Mail: Albert.Heindl@huber.de
Dr. Thomas Gröbl, Ing. Michael Görlich, Dipl.-Ing. Manfred Graf
EVN
EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich

(nach oben)


Schutzmaßnahmen gegen die Gefährdung durch Coronavirus SARS-CoV-2/COVID-19 bei Arbeiten in abwassertechnischen Anlagen

Information des DWA-Fachausschusses BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“
Zusammenfassung

Welche Schutzmaßnahmen sind bei Arbeiten in abwassertechnischen Anlagen mit Blick auf SARS-CoV-2 zu beachten? Der DWA-Fachausschuss BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ hat hierzu auf der Grundlage der Biostoffverordnung entsprechende Schutzmaßnahmen zusammengestellt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2020 ab Seite 424

(nach oben)


Abwasser aus biotechnologischen Produktionsverfahren

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe IG-2.35 „Abwasser aus biotechnologischen Produktionsverfahren“ *) – Teil 1
Zusammenfassung

Die Vielfalt biotechnologischer Produktionsverfahren ist sehr hoch, weshalb auch die Zusammensetzung der anfallenden Produktionsabwässer und Abfälle stark unterschiedlich sein kann. Ein Arbeitsbericht der DWA gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik der Behandlung von Abwasser aus biotechnologischen Produktionsanlagen sowie eine Einschätzung zu erwartender künftiger Entwicklungen. Dabei wird auf neuere biotechnologische Prozesse und Verfahren eingegangen. Klassische Prozesse der Nahrungsmittelindustrie (zum Beispiel Herstellen von Wein und Bier und Milchprodukten) und der nicht biologischen Verfahren der chemischen Industrie werden dabei bewusst nicht betrachtet.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2020 ab Seite 451

(nach oben)


Der Branchenspezifische Sicherheitsstandard Wasser/Abwasser (B3S WA) in der Version 2

Was sich geändert hat: eine Übersicht
Alle zwei Jahre ist der Branchenspezifische Sicherheitsstandard Wasser/Abwasser B3S WA dem aktuellen Stand der Technik anzupassen. Die erste Revision des B3S WA (Version 2) stand nunmehr an und wurde mit der Eignungsfeststellung durch Mitteilung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik am 10. Februar 2020 bestätigt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2020 ab Seite 416

Autor
Dr. Ludger TerhartVorstandsbereich Wassermanagement & Technische ServicesAbteilungsleiter Digitale TransformationEmschergenossenschaft/LippeverbandKronprinzenstraße 24, 45128 Essen
E-Mail: terhart.ludger@eglv.de

(nach oben)


Erste Web-Konferenz „Corona-Spezial“ des DWA-Landesverbands Baden-Württemberg

Wie garantiert man, dass der Kläranlagenbetrieb aufrecht erhalten bleibt? Und was soll man mit dem Klärschlamm tun, wenn er nicht mehr entsorgt werden kann? Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt der ersten „Web-Konferenz Corona-Spezial“, zu welcher der baden-württembergische DWA-Landesverband anlässlich der sich zuspitzenden Lage Ende März eingeladen hatte. Der Erfolg war beeindruckend.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2020 ab Seite 348

Autorin:
Christina Cott (Stuttgart)

(nach oben)


Rattenbekämpfung im Kanal

Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage zur kommunalen Rattenbekämpfung in der Kanalisation im Jahr 2017
Zusammenfassung

Fast 80 % der 322 Kommunen, die an einer bundesweiten Umfrage teilgenommen haben, führten im Jahr 2017 eine Rattenbekämpfung in der Kanalisation durch. Dazu wurden überwiegend Formköder mit Antikoagulanzien der zweiten Generation am Draht in den Kanalschacht gehängt. Die Bekämpfung erfolgte häufig nach Meldung eines Rattenbefalls aus der Bevölkerung, aufgrund von Eigenüberwachung oder präventiv in (halb)jährlichem Turnus. Lediglich 31,4 % der Ratten bekämpfenden Kommunen führten eine vorherige Befallserhebung durch. Insgesamt wurden bei den teilnehmenden Kommunen 44 t Köder bzw. 5,4 kg Wirkstoff im Jahr 2017 zur Kanalbeköderung eingesetzt. Hochgerechnet auf das gesamte Bundesgebiet ergibt das somit rund 225 t Köder bzw. 32 kg Wirkstoff. Verglichen mit Daten aus einer Umfrage von 2008 reduzierten sich die Einsatzmengen deutlich. Dies wird auf die im Jahr 2012 erstmals rechtsverbindlich festgelegten Anwendungsbestimmungen und Risikominderungsmaßnahmen für antikoagulante Rodentizide zurückgeführt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2020 ab Seite 352

Autoren
Dr. Julia Regnery Bundesanstalt für Gewässerkunde Referat Biochemie, Ökotoxikologie Am Mainzer Tor 1, 56068 Koblenz
E-Mail: regnery@bafg.de
Anton Friesen Umweltbundesamt Fachgebiet IV1.2 – Biozide Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau
E-Mail: anton.friesen@uba.de
Dipl.-Ing. Gabriele Krüger IAB – Institut für angewandte Bauforschung Weimar gemeinnützige GmbH Über der Nonnenwiese 1, 99428 Weimar
E-Mail: g.krueger@iab-weimar.de

(nach oben)


Pandemiemaßnahmen in Abwasserbetrieben

Information des DWA-Fachausschusses BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ *)

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2020 ab Seite 352

Zusammenfassung
Welche Pandemiemaßnahmen können Betreiber abwassertechnischer Anlagen ergreifen, um sowohl die Gesundheit der Beschäftigten bestmöglich zu schützen als auch die Funktionsfähigkeit der Abwasseranlagen sicherzustellen?
Hierzu hat der DWA-Fachausschuss BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ eine Mustervorlage für einen Pandemieplan erstellt, der von Betreibern abwassertechnischer Anlagen unterschiedlicher Größenordnung auf die eigenen Verhältnisse angepasst werden kann.
Kern der Empfehlungen ist die Bildung eines Pandemiestabs, der ständig erreichbar ist, Entscheidungsgrundlagen für die Geschäftsleitung erarbeitet und relevante Maßnahmen koordiniert.

(nach oben)


Bildung bringt’s: Weniger Medikamente im Abwasser

Aktiver Gewässerschutz durch gezielte Bildungsmaßnahmen
Zusammenfassung

Eine Umweltanwaltschaft in der Gesellschaft zu etablieren, die darauf zielt, dass die Menschen sich langfristig aktiv für den Schutz der Gewässer engagieren, setzt transformative Lern- und Veränderungsprozesse voraus. Diese lassen sich durch Maßnahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung/Nachhaltigkeitsbildung initiieren. Zentrale Komponenten sind dabei die Vermittlung von Wissen rund um das Thema, die Einbindung von relevanten Partnern und Zielgruppen in die Planung von Bildungsmaßnahmen, eine Auseinandersetzung mit dem Thema in Form einer kritischen Reflexion von Einstellungen und Werten sowie die Transformation von Rahmenbedingungen wie beispielsweise Lehr- und Bildungsplänen. Wie solch eine transformative Bildungsarbeit erfolgreich den Gewässerschutz unterstützen kann, zeigt beispielhaft die Initiative „Essen macht’s klar“.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2020 ab Seite 367
Autor*innen

Dipl.-Geogr., MEnvEd Kerstin Stuhr Bildungsreferentin, Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung
Dipl.-Ing. Andrea Holte Projektleiterin Entwicklung und Management von Förderprojekten
Dr.-Ing. Issa Nafo Abteilungsleiter Entwicklung und Management von Förderprojekten Emschergenossenschaft Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen

(nach oben)


DWA-Position zur Evaluation der Europäischen Kommunalabwasserrichtlinie

Die Europäische Kommunalabwasserrichtlinie wird von der Europäischen Kommission evaluiert („Fitness-Check“). Im Rahmen dieses Prozesses bringt die DWA Forderungen für eine Weiterentwicklung der Richtlinie in Richtung eines sachgerechten und zukunftsweisenden Gewässerschutzes in die Diskussion ein und formuliert diese in Form eines Positionspapiers, dessen Text im Folgenden wiedergegeben wird. Download des Positionspapiers:

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2020 ab Seite 342

https://de.dwa.de/de/ politikinformationen.htm

(nach oben)


Thermische Behandlung von Klärschlamm

Teil 2: Kondensataufbereitung und Grundlagen der Wirbelschichtverbrennung
Zusammenfassung

Beim Betrieb von Monoverbrennungsanlagen für Klärschlamm müssen viele Randbedingungen hinsichtlich der Schlammeigenschaften, der Schlammlagerung, der Fremdstoffe, der Trocknung und der Verbrennung berücksichtigt werden. Bei an die Klärschlammeigenschaften angepasster Konstruktion und Einhaltung gleichmäßiger Temperatur- und Gasverteilung im Wirbelschichtofen und einer angepassten Auslegung der Abgasbehandlungseinrichtungen kann die Wirbelschichtverbrennung einen Beitrag zur umweltgerechten Verwertung von Klärschlamm leisten. Dies ist auch unter dem Gesichtspunkt einer Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche zu bewerten. Im zweiten Teil dieser ausführlichen Übersicht geht es um Kondensataufbereitung bei Kondensationstrocknern und die Grundlagen der Wirbelschichtverbrennung
Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2020 ab Seite 375

Autoren
Dr.-Ing. Albert Heindl Huber SE Technologiezentrum Industriepark Erasbach A1, 92334 Berching
E-Mail: Albert.Heindl@huber.de
Dr. Thomas Gröbl, Ing. Michael Görlich, Dipl.-Ing. Manfred Graf EVN EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich

(nach oben)


Stammtisch der Jungen DWA Essen in Bochum

Am 13.Februar 2020 fand der erste Stammtisch der Jungen DWA Essen im neuen Jahr 2020 statt.Im Rahmen dieses Treffens an der Ruhr-Universität Bochum wurden die DWA-Fachgremienarbeit und die Verstärkung der Gremien durch junge Mitglieder als Schwerpunkt thematisiert.Neben 20 jungen Wasserinteressierten haben Prof.Dr.-Ing.Marc Wichern (Ruhr-Universität Bochum) und Prof.Dr.-Ing.Karl-Georg Schmelz (Emschergenossenschaft/Lippeverband) an diesem Treffen teilgenommen.

Nach einer Begrüßung und Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse bei der Jungen DWA durch die Stammtischleitung stellte Professor Wichern den Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik vor.Im Anschluss erläuterte Professor Schmelz die Struktur der Hauptausschüsse sowie der entsprechenden Fachgremien und rief dazu auf, sich bei Interesse an einer Gastteilnahme an die entsprechenden Arbeitsgruppensprecher zu wenden.
Beide Referenten füllten ihre Vorträge jeweils mit interessanten, teilweise humorvollen persönlichen Erfahrungen aus ihrer langjährigen Tätigkeit für die Siedlungswasserwirtschaft und DWA und motivierten somit die Anwesenden, sich ebenfalls in die ehrenamtliche Gremienarbeit einzubringen.

Im Anschluss berichteten noch Mitglieder der Jungen DWA, die bereits Mitglied oder Gast in DWA-Arbeitsgruppen sind, von ihren bisherigen Erfahrungen, bevor die offene Diskussion bei Pizza und Getränken eingeleitet wurde.
Der Stammtisch Essen lädt alle Interessierten herzlich ein, am nächsten Treffen der Jungen DWA Essen teilzunehmen.Weitere Informationen sind über die Homepage der DWA erhältlich oder können per E-Mail angefragt werden: essen@junge-dwa.de.

Im Rahmen des Stammtisches der Jungen DWA werden neben den Treffen in geselliger Atmosphäre auch Exkursionen organisiert, bei denen Unternehmen besichtigt und vorgestellt werden können.Wer in diesem Rahmen sein Unternehmen präsentieren möchte, kann uns mit seinem/ihrem Vorschlag kontaktieren.
Birte Boysen, Daniel Herzer, Inga Hölscher

(nach oben)


WEFTEC 2019 in Chicago

Ein Reisebericht
Nachdem mir im Herbst 2018 der Karl- Imhoff-Preis für meine Dissertation zuerkannt worden war, ermöglichte mir die DWA zusätzlich die Reise zur WEFTEC, die Ende September 2019 in den USA stattfand. Die WEFTEC gilt mit einer Besucherzahl von ca. 25 000 als größtes „Water Quality Event“ Nordamerikas und ist damit wohl eine der wichtigsten Zusammenkünfte der Wasserbranche weltweit. Sie wird von der Water Environment Federation (WEF), dem US-amerikanischen Pendant der DWA, organisiert und findet jährlich statt, immer abwechselnd zwischen New Orleans (Louisiana) und Chicago (Illinois). 2019 fand die WEFTEC in Chicago statt. Angeregt durch die DWA lud mich die WEF zu einem wissenschaftlichen Vortrag über meine Dissertation und die darauffolgenden Forschungsarbeiten ein. Dank Ich bedanke mich ganz herzlich bei der DWA für die finanzielle Ermöglichung meiner Reise und die Auszeichnung mit dem Karl-Imhoff-Preis 2018. Der Water Environment Foundation (WEF) möchte ich meinen Dank aussprechen für die Einladung zur WEFTEC und die Möglichkeit, dort meine Forschungsarbeiten vorstellen zu können.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2020 ab Seite 252

Autor
Dr.-Ing. Frederik Zietzschmann TU Delft, Niederlande
Aktuelle Adresse: Berliner Wasserbetriebe Neue Jüdenstraße 1 10179 Berlin
E-Mail: frederik.zietzschmann@bwb.de

(nach oben)


Gefährdung durch Coronavirus SARS-CoV-2/COVID-19 bei Arbeiten in abwassertechnischen Anlagen

Information des DWA-Fachausschusses BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“

Zusammenfassung
Der DWA-Fachausschuss BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ hat mit Stand 5. März 2020 mit Blick auf mögliche Gefährdungen durch Coronavirus SARS-CoV-2/COVID-19 Hinweise für Arbeiten in abwassertechnischen Anlagen zusammengestellt.
Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2020 ab Seite 261

Quellen

Robert Koch-Institut (www.rki.de)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (www.infektionsschutz.de)
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (www.baua.de)
Beschluss 609 des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS): Arbeitsschutz beim Auftreten einer nicht ausreichend impfpräventablen humanen Influenza
Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen – BioStoffV
TRBA-220 „Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in abwassertechnischen Anlagen“
Best-Practice-Empfehlungen des DWA-Fachausschuss BIZ-4 „Arbeits-und Gesundheitsschutz“ für die betriebliche Umsetzung der TRBA 220
DGUV Vorschrift 22 „Abwassertechnische Anlagen“
DGUV Regel 103-004 Regel „Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen“
DGUV Information 203-063 „Gefährdungskatalog Abwasserentsorgung“

(nach oben)


Digitalisierungsprojekt „Reifegradmodell Abwasserentsorgung 4.0″

In einem neuen Projekt wird ein standardisiertes Reifegradmodell entwickelt, das eine Bewertung des digitalen Entwicklungsstandes eines Abwasserentsorgers ermöglicht.
Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2020 ab Seite 246

Ansprechpartner
IWW Zentrum Wasser, Mülheim, Martin Offermann,
E-Mail: m.offermann@iww-online.de
Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e. V. (FiW), Aachen, Daniel Löwen, M. Sc.
E-Mail: loewen@fiw.rwth-aachen.de
MOcons GmbH & Co. KG, Mülheim, Christoph Czichy,
E-Mail: christoph.czichy@mocons.de

(nach oben)


Infrastruktur und Entwicklung der Wasserwirtschaft in Kuba Teil 2: Entwicklungsphasen von 2000 bis 2020

Zusammenfassung
Die Geografie der größten Antilleninsel in der Karibik, Kuba, prägen die Merkmale eines überwiegend flachen, länglichen und schmalen Reliefs häufig verkarsteter Struktur. Größere, schiffbare Flüsse existieren nicht, und der oberirdische Teil des hydrologischen Kreislaufs wird schnell geschlossen. Die potenziell nutzbaren Wasserressourcen betragen jährlich 38,1 km3, wovon 6,4 km3 unterirdische Vorräte in 165 hydrogeologischen Arealen sind und der oberirdische Anteil von 31,7 km3 in 632 hydrographischen Becken enthalten ist. Die Veröffentlichung dokumentiert und analysiert die Historie der Entwicklung besonders des Wasserbaus unter infrastrukturellem und organisatorischem Aspekt und stellt wichtige nationale wasserwirtschaftliche Bauwerke detailliert vor. Das Jahrhundertprojekt, der kanalisierte hydraulische Ost-West-Transfer zur Versorgungsstabilisierung, wird beschrieben, wobei auf seine Hauptkomponenten (Staudämme, Kanäle, Kleinwasserkraftwerke, Kanalbrücken, Wasserwerken etc.) eingegangen wird. Abschließend wird die Zusammenarbeit zwischen der Universität Holguin (Kuba) und mehreren deutschen Institutionen, wie der Hochschule Magdeburg- Stendal, durch mehrere vom Deutschen Akademischen Austauschdienst finanzierte Projekte, der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg und die Zusammenarbeit mit der DWA kurz dargestellt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2020 ab Seite 295

Autoren
Raymundo Carlo Rodríguez Tejeda, M. Sc., Prof. Dipl.-Ing. Burkhard Kuhn
Hochschule Magdeburg-Stendal
Postfach 36 55, 39011 Magdeburg
E-Mail: raymondo.rodriguez-tejeda@hs-magdeburg.de burkhard.kuhn@t-online.de

(nach oben)


Hinweise und Empfehlung für die Nachweise der nächsten Nachweisrunde der KRITIS-Betreiber gemäß § 8a Abs. 3 BSI-Gesetz

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zieht nach dem Abschluss der ersten Nachweisrunde gemäß dem BSI-Gesetz ein positives Fazit. Mit Hinblick auf die noch in diesem Jahr anstehende nächste Nachweisrunde möchte es den Betreibern Kritischer Infrastrukturen (KRITIS-Betreiber) in dem Beitrag Hinweise und Empfehlungen geben, mit denen sich der Nachweisprozess in Zukunft noch reibungsloser gestalten lässt. Zentraler Bestandteil des Textes ist unter anderem die Festlegung des Geltungsbereichs, die am Beispiel einer (fiktiven) Kläranlage nachvollzogen wird.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2020 ab Seite 248

Autorin
Dipl.-Wirtsch.-Inform. Christine Hofer
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Referat WG 12 „KRITIS-Sektoren Energie und Wasser sowie kerntechnische Anlagen“
Godesberger Allee 185-189
53175 Bonn
E-Mail: christine.hofer@bsi.bund.de
Frank Peterhänsel
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Referat WG 12 „KRITIS-Sektoren Energie und Wasser sowie kerntechnische Anlagen“
Godesberger Allee 185-189
53175 Bonn
Tel. 02 28/999582-6768
Fax 02 28/99109582-6768
E-Mail: frank.peterhaensel@bsi.bund.de

(nach oben)


Thermische Behandlung von Klärschlamm Teil 1: Rechtliche Vorschriften, Eigenschaften und Trocknung von Klärschlamm

Zusammenfassung
Beim Betrieb von Monoverbrennungsanlagen für Klärschlamm müssen viele Randbedingungen hinsichtlich der Schlammeigenschaften, der Schlammlagerung, der Fremdstoffe, der Trocknung und der Verbrennung berücksichtigt werden. Bei an die Klärschlammeigenschaften angepasster Konstruktion und Einhaltung gleichmäßiger Temperatur- und Gasverteilung im Wirbelschichtofen und einer angepassten Auslegung der Abgasbehandlungseinrichtungen kann die Wirbelschichtverbrennung einen Beitrag zur umweltgerechten Verwertung von Klärschlamm leisten. Dies ist auch unter dem Gesichtspunkt einer Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche zu bewerten. Im ersten Teil dieser ausführlichen Übersicht geht es um rechtliche Vorschriften sowie Eigenschaften und Trocknung von Klärschlamm.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2020 ab Seite 286

Autoren
Dr.-Ing. Albert Heindl Huber SE Technologiezentrum Industriepark Erasbach A1, 92334 Berching
E-Mail: Albert.Heindl@huber.de
Dr. Thomas Gröbl, Ing. Michael Görlich, Dipl.-Ing. Manfred Graf EVN EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich

(nach oben)


Kombinationsprodukte zur Fällung und Flockung bei der kommunalen Abwasserbehandlung

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-8.2 „Abwasserreinigung durch Fällung und Flockung“ *)

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2020 ab Seite 278

Zusammenfassung
Es wird erstmals eine umfassende Übersicht zu den verschiedenen flüssigen und festen Kombinationsprodukten zur Fällung und Flockung gegeben und deren Anwendungsmöglichkeiten für die kommunale Abwasserbehandlung dargestellt. Weitere Informationen zur Auswahl sowie zur Dosierung, Handhabung, Haltbarkeit, Chemie und Wirkungsweise der Kombinationsprodukte bei der Reinigung von kommunalen Abwässern werden ebenfalls gegeben. Darüber hinaus wird auf erforderliche Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Kombinationsprodukten hingewiesen.

(nach oben)


Kanalzustandserfassung: Perspektiven mit neuartigen 3D-Bilddaten und mit KI in der 2D- und 3D-Bildauswertung am Beispiel des BMBF-Projekts AUZUKA

Zusammenfassung
Im Rahmen des BMBF-Forschungsvorhabens AUZUKA wird durch die Entwicklung einer modernen Sensor- und Bildverarbeitungstechnologie eine automatisierte und einheitlichere Zustandserfassung von Kanalnetzen ermöglicht. Die Technologie basiert auf der Erfassung von Kanalschäden mittels Künstlicher Intelligenz (KI) sowohl für die herkömmliche Fisheye-Technik (2D) als auch für die hier entwickelte neuartige 3D-Bilderfassungstechnik. Durch Kopplung der KI mit bestehenden Bildauswertealgorithmen sowie mit den hier entwickelten Heuristiken wurden bislang Ergebnisse in der Erkennungsrate von im Mittel über 80 Prozent erzielt. Die entwickelte Software assistiert bei der Zustandserfassung der Kanalisation mit der effizienten Feststellung von Schäden und Bestandsinformationen einschließlich deren Charakterisierung und der Ermittlung der entsprechenden Ausmaße. Die Software wie auch die 3D-Sensorik können als Komplettlösung oder auch als Teilprodukte dafür genutzt werden, den prioritären Handlungsbedarf der Kanalsanierung rasch zu ermitteln und somit Investitionen optimiert zu steuern. Durch die automatisierte Detektion der Schäden und die Vermessung der Schadensausmaße durch ein Assistenzsystem wird der bislang hohe Grad an Subjektivität deutlich gemindert.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2020 ab Seite 267

Autoren
Dipl.-Ing. Jan Waschnewski,
Dipl.-Ing Ralf Hilpert,
Dipl.-Ing. Daniel Sauter
Berliner Wasserbetriebe Cicerostraße 24,
10864 Berlin
E-Mail: jan.waschnewski@bwb.de

Dipl.-Ing. René Döhring
e.sigma Technology GmbH
Langewiesener Straße 16,
98693 Ilmenau

Prof. Peter Eisert,
M. Sc. Johannes Künzel
Humboldt-Universität zu Berlin Visual Computing
Unter den Linden 6,
10099 Berlin

Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Jöckel
JT-elektronik GmbH
Robert-Bosch-Straße 26,

88131 Lindau
Dr.-Ing. habil. Karl-Heinz Franke,
Dipl.-Ing. Daniel Kapusi
Zentrum für Bild- und Signalverarbeitung (ZBS) e. V.
Werner-von-Siemens-Straße 10,
98693 Ilmenau

Dipl.-Phys. Klemens Kresin
Kappa optronics GmbH
Kleines Feld 6,
37130 Gleichen

Dipl.-Ing. Klaus-Jochen Sympher,
Dipl.-Ing. Birgit Schalter
Dr.-Ing. Pecher und Partner Ingenieurgesellschaft mbH
Sachsendamm 93 – Aufgang B,
10829 Berlin

Dr.-Ing. Philipp Woock
Fraunhofer IOSB, Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung
Fraunhoferstraße 1,
76131 Karlsruhe

Dr. Florian Zimmermann
Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS)
Schloss Birlinghoven,
53757 Sankt Augustin

(nach oben)


Stellungnahme aus dem DWA-Hauptausschuss KEK zum Artikel „Ökologischer Fußabdruck von Klärschlamm-Karbonisat und von Klärschlamm-Asche im Vergleich“

In der Korrespondenz Abwasser Abfall 3/2020, S. 185 ff., wurde der von Dr.-Ing. Steffen Heinrich und weiteren Autoren verfasste Beitrag „Ökologischer Fußabdruck von Klärschlamm-Karbonisat und von Klärschlammasche im Vergleich“ veröffentlicht. Dieser Beitrag löste eine angeregte Diskussion aus. Fachleute im DWA-Hauptausschuss „Kreislaufwirtschaft, Energie, Klärschlamm“ (KEK) nehmen den Autorenbeitrag zum Anlass, um wesentliche Aspekte einer kritischen und gleichzeitig erweiterten Betrachtung zu unterziehen. Schwerpunkte bilden dabei Klarstellungen zu den Bilanzgrenzen, die Grundlage der CO2-Bilanzierung …

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2020 ab Seite 256

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Norbert Dichtl (Mitglied DWA-Hauptausschuss KEK)
Dipl.-Ing. agr. Rainer Könemann (Vorsitzender DWA-Hauptausschuss KEK)
Dipl.-Ing. Falko Lehrmann (Obmann DWA-Fachausschuss KEK-3)
Dipl.-Ing. Arnold Schäfer (Stellvertretender Vorsitzender DWA-Hauptausschuss KEK)
Prof. Dr.-Ing. Karl-Georg Schmelz (Obmann DWA-Fachausschuss KEK-1)
Dr. rer. nat. Jörg Six (Mitglied DWA-Fachausschuss KEK-3)
Dr.-Ing. Dieter Thöle (Obmann DWA-Fachausschuss KEK-7)
Dr.-Ing. Erwin Voss (Stellvertretender Vorsitzender DWA-Landesverband Nord)

(nach oben)


Beim Phosphor-Recycling wird die Zeit knapp

5. Kongress „Phosphor – Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft“
Die 2017 novellierte Klärschlammverordnung des Bundes schreibt vor, dass der im Klärschlamm enthaltene Phosphor ab 2029 wieder zurückgewonnen werden muss. Damit sind in den kommenden Jahren grundlegende Veränderungen in der Entsorgung von Klärschlamm erforderlich. Was dies konkret für die Betreiber der Klärwerke im Land bedeutet und wie sie künftig ihren Schlamm behandeln und entsorgen können, das wurde auf dem 5. P-Rück- Kongress im November 2019 in Stuttgart intensiv diskutiert. Dabei wurde klar, dass jetzt gehandelt werden muss.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2020 ab Seite 162
Fortsetzung folgt

Der nächste Kongress „Phosphor – Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft“ findet am 25. und 26. November 2020 in Stuttgart statt.

Autoren:
Vanessa Bolivar und André Hildebrand
DWA-Landesverband Baden-Württemberg
Rennstraße 8
70499 Stuttgart
Marc Zürn
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Kernerplatz 9
70182 Stuttgart

(nach oben)


Die photokatalytische Oxidation als ein Verfahren der weitergehenden Abwasserreinigung

Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit wird die photokatalytische Oxidation untersucht, die zur Gruppe der Advanced Oxidation Processes gehört. Aus den Ergebnissen einer halbtechnischen Versuchsanlage werden Auslegungs- und Betriebsparameter abgeleitet. Die photokatalytische Oxidation ist in der Lage, alle untersuchten organischen Spurenstoffe vollständig zu entfernen. Darüber hinaus kann der DOC erheblich reduziert werden, was auf eine weitgehende Mineralisierung hindeutet. Innerhalb einer praxistauglicheren Verweilzeit von 35 Minuten können Bezafibrat, Carbamazepin und Diclofenac bis unter die Nachweisgrenze reduziert werden. Für Iopromid und Metoprolol sind Abbauraten von 75 % beziehungsweise von 40 % möglich. Dabei variiert der zuzuführende Energieeintrag zwischen 12 kWh/m³ und 21 kWh/m³. Die Parameter DOC und ΔSAK254 korrelieren in geeigneter Weise mit dem Spurenstoffabbau.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2020 ab Seite 176

Autoren
Michael Bickendorff, M. Sc., Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Londong
Bauhaus-Universität Weimar
Professur Siedlungswasserwirtschaft
Coudraystraße 7, 99421 Weimar
E-Mail: mbickendorff@gmail.com
Tobias Schnabel, M. Sc.
Materialforschungs- und Prüfanstalt an der Bauhaus-Universität Weimar
Coudraystraße 9, 99423 Weimar

(nach oben)


Infrastruktur und Entwicklung der Wasserwirtschaft in Kuba

Teil 1: Entwicklungsphasen von 1492 bis 1999
Zusammenfassung

Die Geografie der größten Antilleninsel, Kuba, in der Karibik prägen die Merkmale eines überwiegend flachen, länglichen und schmalen Reliefs häufig verkarsteter Struktur. Größere, schiffbare Flüsse existieren nicht, und der oberirdische Teil des hydrologischen Kreislaufs wird schnell geschlossen. Die potenziell nutzbaren Wasserressourcen betragen jährlich 38,1 km3, wovon 6,4 km3 unterirdische Vorräte in 165 hydrogeologischen Arealen sind und der oberirdische Anteil von 31,7 km3 in 632 hydrographischen Becken enthalten ist. Die Veröffentlichung dokumentiert und analysiert die Historie der Entwicklung besonders des Wasserbaus unter infrastrukturellem und organisatorischem Aspekt und stellt wichtige nationale wasserwirtschaftliche Bauwerke detailliert vor. Das Jahrhundertprojekt, der kanalisierte hydraulische Ost-West-Transfer zur Versorgungsstabilisierung, wird beschrieben, wobei auf seine Hauptkomponenten (Staudämme, Kanäle, Kleinwasserkraftwerke, Kanalbrücken, Wasserwerken etc.) eingegangen wird. Abschließend wird die Zusammenarbeit zwischen der Universität Holguin (Kuba) und mehreren deutschen Institutionen, wie der Hochschule Magdeburg- Stendal, durch mehrere vom Deutschen Akademischen Austauschdienst finanzierte Projekte, der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg und die Zusammenarbeit mit der DWA kurz dargestellt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2020 ab Seite 200

Autoren
Raymundo Carlo Rodríguez Tejeda, M. Sc. Prof. i.R. Dipl.-Ing. Burkhard Kuhn
Hochschule Magdeburg-Stendal
Postfach 36 55, 39011 Magdeburg
E-Mail: raymondo.rodriguez-tejeda@hs-magdeburg.de burkhard.kuhn@t-online.

(nach oben)


Ökologischer Fußabdruck von Klärschlamm-Karbonisat und von Klärschlamm-Asche im Vergleich

Zusammenfassung
Der Vergleich der ökologischen Fußabdrücke von Klärschlamm- Karbonisat mit Klärschlamm-Asche zeigt, dass die Pyrolysetechnologie gegenüber der Monoverbrennung in Größenordnungen überlegen ist. Anstatt bei der Monoverbrennung 243 kg CO2/t Klärschlamm freizusetzen, findet sich mehr als die Hälfte des im Klärschlamm enthaltenen Kohlenstoffs als black carbon im Karbonisat wieder. In den Boden gebracht wird der pyrogene Kohlenstoff nicht als CO2 emittiert, sondern bleibt über viele Jahrhunderte dort. Das entspricht einer effektiven CO2-Bilanz von minus 45 kg CO2/t Klärschlamm. Zusätzlich wirkt Klärschlamm-Karbonisat als Bodenverbesserungsmittel und grundwasserschonender Phosphatspender. Außerdem ist die Pyrolysetechnologie dezentral anwendbar und an die auf jedem Klärwerk ab einer Reinigungskapazität von 10 000 EW anfallenden Schlammengen individuell anpassbar. Somit wird die Schließung regionaler Stoff- und Energiekreisläufe möglich. Damit alle Vorteile wirken können, ist die Zulassung von Klärschlamm- Karbonisat als Düngemittel unerlässlich.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2020 ab Seite 185

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Karin Heinrich Beuth Hochschule für Technik Berlin Luxemburger Straße 10, 13353 Berlin
Dipl.-Ing. Elisabeth Lorenz AZV „GKA Großenhain“ Skassaer Straße 50, 01558 Großenhain
Dipl. Wirtsch.-Ing. Philipp Hagemann Ingenieurbüro Hagemann Gartenhöhe 3, 19053 Schwerin
M. Sc. Raymond Kick INFRAPLAN Ingenieure GmbH Neugasse 5-9, 09217 Burgstädt
Dr.-Ing. Steffen Heinrich Zweckverband Frohnbach Limbacher Straße 23, 09243 Niederfrohna

(nach oben)


Frauen in der Wasserwirtschaft

Seit Januar verstärken zwei weitere Frauen den 30-köpfigen DWA-Vorstand. Mit Silke Wieprecht und Birgit Esser sind nun sechs Frauen im DWA-Leitungsgremium vertreten, das die langfristigen Ziele der DWA festlegt, sie strategisch ausrichtet und die dazu notwendigen Beschlüsse fasst.
Die Zahl sechs zunächst klingt gering. Wenn man aber nur ein paar Jahre zurückschaut, ins Jahr 2013, das letzte Jahr, in dem die DWA-Geschicke noch ausschließlich von Männern bestimmt wurden, sind 20 Prozent bereits ein vorzeigbarer Erfolg.
Hier möchten wir Ihnen die sechs Vorstands-Frauen vorstellen. Wir haben mit ihnen gesprochen. Über ihre Beweggründe, sich in der DWA zu engagieren, vor allem aber darüber, wie sie die Stellung der Frauen in der Wasserwirtschaft beurteilen

DWA-Präsident Professor Dr. Uli Paetzel:
„Es ist unsere Aufgabe, die DWA jünger, bunter und weiblicher zu machen. Diversität ist die Grundlage für Offenheit, für Neues, für Kreativität und Lernfähigkeit. Neue Fachkräfte findet man nur, wenn man Diversity zulässt, aktiv fördert und bereit ist, in neue Richtungen zu denken.“

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2020 ab Seite 172

(nach oben)


Die wasserwirtschaftliche Planung im 3. Bewirtschaftungszyklus

Beteiligungsnotwendigkeit der Abwasserbeseitigungspflichtigen
Zusammenfassung

Die Wasserrahmenrichtlinie hat sich den guten ökologischen und chemischen Zustand der Gewässer zum Ziel gesetzt. Der vorgegebene Zeitplan hat sich jedoch zunehmend als zu ambitioniert erwiesen. Durch die Neuerung des Umweltrechtsbehelfsgesetzes wurde Umweltverbänden die Möglichkeit gegeben, Maßnahmenprogramme gerichtlich anzufechten. Die Rechtsprechung könnte vergleichbar zu den Luftreinhalteplänen weitere Schritte von den Planungsgebern verlangen, um den guten Zustand noch bis 2027 zu erreichen. Davon könnten insbesondere auch Abwasserbeseitigungspflichtige betroffen sein.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2020 ab Seite 194

Autoren
Dr. Till Elgeti, Anika Lehnen Wolter Hoppenberg Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Münsterstraße 1-3, 59065 Hamm
E-Mail: elgeti@wolter-hoppenberg.de

(nach oben)


Empfehlungen der Verbände zur Anpassung der Ausbildung in der Umwelttechnik

Informationstag zu den Umweltberufen
Die Verbände BDE, bvse, DVGW, DWA, VDRK und VKU hatten am 14. Oktober 2019 zu einem Informationstag zu den vier umwelttechnischen Berufen in Frankfurt am Main eingeladen. Zur Berufsfamilie der Umweltberufe gehören die Fachkraft für Wasserversorgungstechnik, die Fachkraft für Abwassertechnik, die Fachkraft für Rohr-, Kanal-und Industrieservice sowie die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Zusammen mit Vertretern des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), der Unternehmen, Gewerkschaften und Berufsschulen wurden die Anpassung der Ausbildung in der Umwelttechnik an eine digitale Arbeitswelt erörtert und Empfehlungen erarbeitet. Gleichzeitig initiierten die beteiligten Akteure eine Modernisierung der Umwelttechnik-Berufe durch die Sozialpartner.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2020 ab Seite 168

Ansprechpartner bei den Umweltberufen:
Bundesinstitut für Berufsbildung
Verena Schneider
E-Mail: verena.schneider@bibb.de

Berufsschulen
Judith Hauptführer
Hans-Viessmann-Schule, Frankenberg
Tobias Bunk
Kerschensteinerschule, Stuttgart
Dr. Andreas Pohlschmidt
Hans-Schwier-Berufskolleg, Gelsenkirchen

ver.di
Clivia Conrad
E-Mail: clivia.conrad@verdi.de

DVGW
Axel Fassnacht
E-Mail: axel.fassnacht@umweltberufe.de
Dr. Stefan Herb
E-Mail: stefan.herb@lfu.bayern.de

Anne Bieler-Brockmann
E-Mail: bieler-brockmann@dvgw.de
DWA
Rüdiger Heidebrecht
E-Mail: heidebrecht@dwa.de

Dr. Andreas Lenz (E-Mail: lenz@bvs.de)
VDRK
Ralph Sluke
E-Mail: sluke@vdrk.de
VKU
Janett Auricht
E-Mail: auricht@vku.de

(nach oben)


37. Bochumer Workshop „Mikroplastik – Herausforderungen und Lösungen für die Siedlungswasserwirtschaft“

Kunststoffe sind aus unserem modernen Lebensstil kaum noch wegzudenken. Die Jahresproduktion hat sich daher in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt und liegt heute bei über 300 Millionen Tonnen weltweit, Tendenz weiter steigend. Zentrale und aktuelle Fragen befassen sich daher mit der Analyse und dem Rückhalt von Mikroplastik (MP) in siedlungswasserwirtschaftlichen Bauwerken, sowie mit Akkumulation und Auswirkung von MP in aquatischen Ökosystemen. Der 37. Bochumer Workshop des Lehrstuhls für Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik der Ruhr-Universität Bochum beschäftigte sich Anfang September des letzten Jahres mit dieser Fragestellung. Mehr als 100 Teilnehmer aus Industrie, Kommunen, Abwasserverbänden und Politik diskutierten in vier Blöcken Herausforderungen und Lösungen rund um das Thema Mikroplastik.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2020 ab Seite 95

Fazit
Das positive Feedback der Teilnehmer zeichnete den 37. Bochumer Workshop als gelungene und erfolgreiche Veranstaltung aus. Neben den hochkarätigen Vorträgen, konnten durch den regen Austausch aller Beteiligten wertvolle Impulse für den Umgang mit Mikroplastik in siedlungswasserwirtschaftlichen Systemen und der Umwelt gegeben werden. Der Tagungsband ist zum Preis von 30 € über siwawi@rub.de erhältlich.

Autoren
Dr. Edith Nettman M.Sc. Lothar Klauke M.Sc. Max Stricker
Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik
Geb. IC 4/63
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

(nach oben)


Pilotscreening nach Mikroplastik am Zentralklärwerk Lübeck

Aufkommen und Verteilung von Mikroplastik in einer kommunalen Kläranlage
Zusammenfassung

In einem Pilotscreening wurden die Output-Stoffströme am Zentralklärwerk Lübeck auf Mikroplastik untersucht. Auf Basis der ermittelten Konzentrationen werden jährlich 2,3 ± 1,3 Milliarden Mikroplastik-Partikel einer Größe zwischen 0,4 und 5 mm in die Kläranlage eingetragen. Von dieser Jahresfracht scheiden sich 99,88 % in den Klärschlamm ab, weitere 0,04 % werden über den Kläranlagenablauf in die Vorflut ausgetragen. Der Schwerpunkt bei der Ermittlung des Mikroplastik-Aufkommens kleiner 1 mm liegt in der Adaption eines Probenvorbereitungsverfahrens zur Purifikation und Extraktion des Analyten aus komplexen Abwassermatrices in Abstimmung auf die Ausstattung und das betriebliche Instrumentarium der Entsorgungsbetriebe Lübeck.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2020 ab Seite 105

Autoren
Henrik Siegel, B. Sc., Dipl.-Biol. Enno Thyen
Entsorgungsbetriebe Lübeck
Zentralklärwerk
Warthestraße 5, 23554 Lübeck
E-Mail: henrik.siegel@stud.th-luebeck.de enno.thyen@ebhl.de

(nach oben)


Herausforderungen bei Probenahme, -aufbereitung und Analyse von Mikroplastik in der kommunalen Abwasserbehandlung

Zusammenfassung
Seit in den 1950er-Jahren die Produktion und der Einsatz von Kunststoffen stetig zugenommen haben, ist auch die Belastung der Umwelt durch Mikroplastikpartikel gestiegen. Zu einem wichtigen Eintragspfad der Partikel in limnische Systeme zählen Kläranlagen. Zum einen können Partikel durch unzureichenden Rückhalt in Gewässer gelangen, zum anderen stellt Klärschlamm eine Senke für diese Partikel dar. Um den Eintrag bzw. Rückhalt von Mikroplastik durch Kläranlagen quantifizieren zu können, sind entsprechende Probenahme- und Analysestrategien zu entwickeln. Hierbei sind diverse Herausforderungen zu überwinden, um die Anforderungen an eine repräsentative Probenahme einzuhalten.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2020 ab Seite 118

Autoren
Natalie Wick, M. Sc., Prof. Dr.-Ing. habil. Steffen Krause, Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Schaum
Universität der Bundeswehr München
Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik
Werner-Heisenberg-Weg 39, 85577 Neubiberg
E-Mail: natalie.wick@unibw.de

Dr. Franziska Fischer, Dr. Dieter Fischer
Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V.
Hohe Straße 6, 01069 Dresden
E-Mail: fischer-franziska@ipfdd.de

Franziska Klaeger, M. Sc., PD Dr. Matthias Labrenz
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Seestraße 15, 18119 Rostock
E-Mail: franziska.klaeger@io-warnemuende.de

(nach oben)


Industrieller Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt

Erste Erkenntnisse aus dem Projekt EmiStop
Zusammenfassung

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt EmiStop hat zum Ziel, die Eintragspfade von Mikroplastik in die Umwelt entlang der Wertschöpfungskette von Kunststoffprodukten zu identifizieren und die Emissionen zu quantifizieren. Dazu werden Begehungen und Probenahmen bei Industriebetrieben durchgeführt sowie technische Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen in die Umwelt entwickelt und bewertet. Erste, ausgewählte Ergebnisse des Projekts werden jetzt vorgestellt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2020 ab Seite 112

Autoren
Luisa Barkmann, M. Eng., Prof. Dr.-Ing. Markus Engelhart
TU Darmstadt
Institut IWAR – Fachgebiet Abwassertechnik
Franziska-Braun-Straße 7, 64287 Darmstadt

Dr.-Ing. Eva Bitter
EnviroChemie GmbH
In den Leppsteinswiesen 9, 64380 Roßdorf

Dipl.-Ing. Hajo Bitter, Prof. Dr. Susanne Lackner
TU Darmstadt
Institut IWAR – Fachgebiet Abwasserwirtschaft
Franziska-Braun-Straße 7, 64287 Darmstadt

Sebastian Wolff, M. Eng. (FH), Felix Weber, Prof. Dr.-Ing. Jutta Kerpen
Hochschule RheinMain
Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik
Am Brückweg 26, 65428 Rüsselsheim

(nach oben)


Kunststoffemissionen im Wasserkreislauf

Zusammenfassung
„Mikroplastik“ bezeichnet Partikel und Fasern aus Kunststoffen, die durch menschliches Handeln in die Umwelt gelangen. Die Transfer-Raten in die Meere lassen sich äußerst schwer abschätzen. Der Anteil des Abwassers, das der Siedlungswasserwirtschaft zugeführt, aber nicht in Kläranlagen behandelt wird, beträgt ca. 20 Prozent. Mit mehr als 50 Prozent sind die Emissionen von Reifen die größte Quelle für Mikroplastik. Im Projekt TyreWearMapping werden Hotspot-Karten für Reifenabrieb entwickelt. Bisher lässt sich das Ausmaß der Wirkung von Mikroplastik auf Organismen, Menschen und Ökosysteme noch nicht abschätzen, aber allein die hohe Persistenz der Kunststoffe rechtfertigt vorbeugende Maßnahmen. Denn letztendlich sind Kunststoffeinträge in der Umwelt nur selten rückholbar und müssen als generationenübergreifendes Problem verstanden und gelöst werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2020 ab Seite 99

Autoren
Dr.-Ing. Ilka Gehrke, Dipl.-Ing. (FH) Ralf Bertling
Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits-und Energietechnik UMSICHT
Osterfelder Straße 3, 46047 Oberhausen
E-Mail: Ilka.gehrke@umsicht.fraunhofer.de

(nach oben)


Wasser und Klima: Schwerpunkte der DWA auf der IFAT

Die Themen Wasser und Klima bilden einen Schwerpunkt der DWA-Messepräsenz auf der IFAT vom 4. bis 8. Mai 2020 in München. Fünf Foren beschäf¬tigen sich damit, was die Wasserwirtschaft zur Anpassung an den Klimawandel beitragen kann.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2020 ab Seite 92

Autorin:
Alexandra Bartschat

(nach oben)


Ganzheitliche Abflussmessprogramme für urbane Netze

Input für Wasserwirtschaft 4.0
Zusammenfassung

Die Notwendigkeit der Aufstellung und regelmäßigen Aktualisierung von Generalentwässerungsplänen nach ganzheitlichem integralem Ansatz sowie die betriebliche Dokumentation insbesondere an den Sonderbauwerken sind mittlerweile unbestritten. Die differenzierte Erfassung von Messdaten zur Kalibrierung des hydrodynamischen Kanalnetzmodells, zur Kalibrierung des Grundwassermodells, für die Dokumentation und Optimierung der Messtechnik in Sonderbauwerken, zur Ermittlung von Fremdwasserschwerpunktgebieten und für die Erfüllung der Selbstüberwachungsverordnung gelingt nur bei einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten. Voraussetzungen für brauchbare Ergebnisse sind eine sorgfältige Klärung der Aufgabenstellung sowie eine umfassende Konzeptentwicklung und -umsetzung in allen Projektphasen. Im Einzugsgebiet Hamm-Vorheider Bach (Nordrhein-Westfalen) wurde ein Messkonzept unter Einbeziehung und Ertüchtigung vorhandener stationärer Messeinrichtungen in Sonderbauwerken sowie mittels ergänzender mobiler temporärer Messungen im Kanalnetz umgesetzt. Auf diese Weise konnte ein vollständiges Messdatenkontinuum im 1-Minuten- Datenintervall für einen 16-monatigen Messzeitraum und 24 Teileinzugsgebiete geschaffen werden. Neben der Ermittlung von Grundlagendaten für die Modellierung wurden Erkenntnisse über das Betriebs- und Entlastungsverhalten des Kanalnetzes gewonnen, Fremdwasserschwerpunkte lokalisiert und gebietsspezifische Abflusskenngrößen ermittelt…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2020 ab Seite 19

Autoren
Dr.-Ing. Erik Ristenpart, Martin Schütte
ifs Ingenieurgesellschaft für Stadthydrologie mbH
Stiftsstraße 12, 30159 Hannover
Jörg Libuda
Lippeverband
Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen
Jörg Kögel, Christoph Langweg
Stadtentwässerung Hamm
Gustav-Heinemann-Straße 10, 59065 Hamm

(nach oben)


Abfiltrierbare Stoffe als Begleitparameter

Ist die Vergleichbarkeit von Messergebnissen gegeben?
Zusammenfassung

Begleitparameter gewinnen im Rahmen der Gehaltsbestimmung und -bilanzierung von Mikroplastik im Abwasser zunehmend an Bedeutung. Dabei stehen die abfiltrierbaren Stoffe (AFS) im Fokus. Aufgrund der Unterschiede in der Erfassung des Begleitparameters AFS wurde eine Vergleichsmessung verschiedener Messmethoden zur AFS-Ermittlung durchgeführt. Das Ziel der durchgeführten Versuche war der Vergleich von Glasfaser-, Papier- und Membranfiltern unter Berücksichtigung der Probenahmestelle sowie des filtrierten Volumens, um Rückschlüsse auf Plausibilität und Vergleichbarkeit der Messergebnisse zu ziehen. Im Rahmen dieser Vergleichsmessungen konnte gezeigt werden, dass sich die drei untersuchten Filterarten grundsätzlich zur AFS-Bestimmung eignen. Die Verfahren weisen jedoch je nach Höhe des AFS-Gehalts im untersuchten Abwasserstrom und filtrierten Probenvolumen unterschiedlich große Abweichungen im AFS-Gehalt auf. Empfehlenswert sind die Vorgehensweisen, bei denen ein Glasfaserfilter zur Filtration eingesetzt wurde. Zudem ist es von Vorteil, das Probenvolumen abhängig von dem zu erwartenden Konzentrationsbereich der abfiltrierbaren Stoffe anzupassen. Aufgrund der zunehmenden Relevanz der AFS als Begleitparameter im Rahmen der Mikroplastikforschung wird empfohlen, das Analysenverfahren klarer zu vereinheitlichen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2020 ab Seite 28

Autoren
Lisa Broß, M. Sc. M.Sc.
Sophia C. Badenberg, M. Sc.
Prof. Dr.-Ing. habil. Steffen Krause
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Schaum
Universität der Bundeswehr München
Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik
Werner-Heisenberg-Weg 39, 85577 Neubiberg

(nach oben)


Blended Learning im DWA-Grundkurs „Der Gewässerschutzbeauftragte“

Seit 1998 bietet die DWA den Grundkurs „Der Gewässerschutzbeauftragte“ an. Zielgruppe dieses Angebotes sind sämtliche Fachkräfte aus Industrie, Kommunen und Ingenieurbüros, in deren Aufgabenbereich der Gewässerschutz fällt. Betreiber von Abwasseranlagen, die täglich mehr als 750 m³ Abwasser in Gewässer einleiten oder mit wassergefährdenden Stoffen umgehen, sind vom Gesetzgeber verpflichtet, qualifizierte Betriebsbeauftragte für den Gewässerschutz zu bestellen. Diesen Bedarf deckt der DWA-Grundkurs ab. Hier wurde im Jahr 2018 der insgesamt 1000. Kursteilnehmer begrüßt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2020 ab Seite 15

Weitere Informationen zum DWA-Grundkurs:
Zvonko Gocev Tel. 0 22 42/872-217 E-Mail: gocev@dwa.de

Konkrete Anfragen zu den Inhalten des Kurses:

Dipl.-Ing. Rüdiger Heidebrecht Tel. 0 22 42/872-103 E-Mail: heidebrecht@dwa.de

Fragen zur Kurskonzeption:
Prof. Dr.-Ing. Heribert Nacken Tel. 02 41/80-2 52 73 E-Mail: nacken@lfi.rwth-aachen.de

(nach oben)


Thermische Klärschlammbehandlung

Bestehende Kapazitäten, künftiger Bedarf, Entwicklung der Verbrennungskapazitäten
Zusammenfassung
Weniger die Vorgaben der Klärschlammverordnung als das novellierte Düngerecht haben Impulse zum Rückgang der bodenbezogenen Klärschlammverwertung und zur verstärkten thermischen Klärschlammbehandlung gegeben. Momentan werden jährlich knapp 500 000 Tonnen Trockenmasse in Klärschlamm- Verbrennungsanlagen thermisch behandelt, in Mitverbrennungsanlagen werden aktuell etwa 580 000 Tonnen Trockenmasse mitverbrannt. Diese Tendenz sink infolge von Artikel 5 der Klärschlammverordnung und dem Ausstieg aus der Kohleverbrennung. Zur Deckung des aktuellen und künftigen Kapazitätsbedarfs sind Neubau-, Erweiterungs- und Ersatzplanungen von Klärschlamm-Verbrennungsanlagen in fast allen Bundesländern zu erkennen. Würden die aktuell bekannten Anlagenplanungen mit einer mittleren bis großen Wahrscheinlichkeit umgesetzt, stünde eine zusätzliche thermische Klärschlamm-Behandlungskapazität von über 800 000 Tonnen Trockenmasse zur Verfügung.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2020 ab Seite 37

Autoren
Dipl.-Ing. Falko Lehrmann
Innovatherm Gesellschaft zur innovativen Nutzung von Brennstoffen mbH
Frydagstraße 47, 44536 Lünen
E-Mail: lehrmann@innovatherm-gmbh.de

Dr. Jörg Six
Dr. Six Unternehmensberatung UG
Husterstraße 18b, 58093 Hagen
Patric Heidecke
Umweltbundesamt Postfach 14 06, 06813 Dessau-Roßlau

(nach oben)


Integriertes Niederschlagsmanagement in der Praxis

1. Rostocker Wassercampus
Am 11. September 2019 fand der 1. Rostocker Wassercampus zum Thema „Integriertes Niederschlagsmanagement in der Praxis“ an der Universität Rostock statt, veranstaltet von der Professur für Wasserwirtschaft, dem Warnow Wasser- und Abwasserverband (WWAV), der Nordwasser GmbH und dem Rostocker Umweltamt.
Fazit
Der Aufruf zum Workshop wurde sehr gut angenommen und zeigt das große Interesse an der Thematik. Leider musste im Vorfeld einigen Interessenten abgesagt werden, da die Raumkapazität knapp über 30 Personen begrenzt war und des Weiteren der Workshop-Charakter bei zu vielen Teilnehmern verloren gegangen wäre. Aufgrund des positiven Feedbacks soll der Wassercampus mit wechselnden Themen als Diskussions-und Weiterbildungsveranstaltung mit einem jährlichen Turnus etabliert werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2020 ab Seite Seite 13

Autoren
Boris Richter, M. Sc., Prof. Dr.-Ing. habil. Jens Tränckner
Universität Rostock
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät
Satower Straße 48
18059 Rostock
E-Mail: boris.richter@uni-rostock.de

Tobias Schulze
Warnow Wasser- und Abwasserverband
Carl-Hopp-Straße 1
18069 Rostock

Henri Hoche, Nils Goldammer, Martin Rinas
Nordwasser GmbH
Carl-Hopp-Straße 1
18069 Rostock

Dieter Vollert
Amt für Umweltschutz
der Hansestadt Rostock
Holbeinplatz 14

(nach oben)


Einsatz von Kunststoffdichtungsbahnen im Tunnelbau

Zusammenfassung
Bei der Abdichtung von Tunnelwänden werden Folien eingesetzt, die je nach Situation ständig durch Gebirgs-/Grundwasser umspült werden. Im Sinne der ökologischen Produktverträglichkeit erhebt sich die Frage, ob Schadstoffe dabei freigesetzt werden können. Es werden verschiedene Folien näher betrachtet und einem Bewertungssystem unterworfen. Dabei ergibt sich, dass insbesondere Kunststoffdichtungsbahnen mit besonders besorgniserregenden Eigenschaften, wie Phthalate, aus Vorsorgegründen generell von der Umwelt fernzuhalten sind, auch wenn einige Phthalat-Weichmacher noch nicht durch die EU bewertet sind. Sie haben die Eigenschaft, dass sie aus den Folien in erheblicher Größenordnung freigesetzt werden…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2020 ab Seite 43

Autor
Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Lühr HPL-Umwelt-Consult Edelhofdamm 33, 13465 Berlin

(nach oben)

Meldungen zu Energie- und E-Technik 2020

0
Mai 2020
Kläranlagen: Mehr Effizenz im Gebläse  
Elektroden für Biobrennstoffzellen auf Kläranlagen aus Grünschnitt 
März 2020
Sieben Millionen Euro für energieproduzierende Kläranlage

Kläranlagen: Mehr Effizenz im Gebläse

Das auf Kompressoren und Drucklufttechnik spezialisierte Unternehmen Atlas Copco hat ein kostenfreies Whitepaper zur Planung von Gebläseluftversorgung für Industriebetriebe und Kläranlagen erstellt.
Viele industrielle Anwendungen und Prozesse erfordern Druckluft mit einem vergleichsweise niedrigen Betriebsüberdruck von etwa 0,3 bis 4 bar. Diese Druckluft wird etwa für pneumatische Förderprozesse, zum Mischen, Kühlen, Reinigen oder Trocknen eingesetzt, aber auch für die Belüftung von Klärbecken oder die Rauchgasentschwefelung.
Mittels verschiedener Technologien kann Gebläseluft …mehr:

https://www.zfk.de/entsorgung/abwasser/artikel/7f065f11e945f36a3c67788d986223ca/klaeranlagen-mehr-effizenz-im-geblaese-2020-04-17/

(nach oben)


Elektroden für Biobrennstoffzellen auf Kläranlagen aus Grünschnitt

Unter dem Titel „GreenToGreen“ arbeitet ein Konsortium daran, organische Stoffströme für neue Verfahren und Produkte zu erschließen. Der Rohstoff, dem sich die Projektpartner dabei zuwenden, ist kommunaler Grünschnitt. Allein das Frankfurter Grünflächenamt entsorgt davon jährlich 9000 Tonnen. Für Abwasserentsorger interessant: Ein Team um Prof. Dr.-Ing. Dirk Holtmann (TH Mittelhessen, THM) befasst unter anderem mit dem Einsatz von Elektroden, die auf Basis von Grünschnitt hergestellt wurden, in Biobrennstoffzellen auf Kläranlagen. Der Forschungsverbund hat zwei Hauptziele. Einerseits will man wissenschaftlich-technologisch nachweisen, wie sich Grünschnitt als Biomaterial, das massenhaft anfällt und nicht für die Nahrungsmittelproduktion gebraucht wird, wirtschaftlich für Fermentationen nutzen lässt. Auf einer zweiten Arbeitsebene, der Elektro-Biotechnologie, geht es darum, den Grünschnitt als Rohstoff für die Herstellung von Elektroden zu erforschen. Koordinator des Verbundes ist Prof. Dr.-Ing. Dirk Holtmann vom Fachbereich Life Science Engineering der THM. Projektpartner sind die TU Kaiserslautern und die ifn Forschungs- und Technologiezentrum GmbH in Elsteraue. Das auf drei Jahre angelegte Teilvorhaben der THM wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 280 000 Euro gefördert.

http://www.gfa-news.de/webcode.html?wc=20200423_002

(nach oben)


Sieben Millionen Euro für energieproduzierende Kläranlage

Das Clausthaler Verbundprojekt BioBZ (bio-elektrochemische Brennstoffzelle), 2018 ausgezeichnet mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, wird mit dem Vorhaben „Demo-BioBZ“ fortgesetzt. Der Ansatz, durch den Einsatz der bio-elektrochemischen Brennstoffzelle aus dem Abwasser einer Kläranlage Energie zu gewinnen, wird weiter optimiert und in Goslar in eine Demonstrationskläranlage, die für 250 Einwohner ausgelegt ist, umgesetzt. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung über den Projektträger Karlsruhe (PTKA) in den kommenden fünf Jahren 5,9 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel aus Industrie und Wissenschaft. Das Kick-off-Meeting für das insgesamt sieben Millionen Euro umfassende Projekt findet am 23. Januar 2020 statt. Koordiniert wird das neue Verbundprojekt von Professor Michael Sievers vom CUTEC Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum. „Eine technische Anlage, wie sie im Projekt Demo-BioBZ zur nachhaltigen Abwasserreinigung mit vollständiger Kohlenstoff- und Stickstoff-Elimination angestrebt wird, existiert bisher weltweit noch nicht“, sagt Michael Sievers. Der Weg zu einem solchen Novum ist in drei Phasen eingeteilt: eine zweijährige (Weiter-)Entwicklungsphase, eine einjährige Planungs- und Bauphase der Kläranlage sowie eine zweijährige Betriebsphase mit Prozessoptimierung. Dank der bio-elektrochemischen Brennstoffzelle werden die organischen Schmutzstoffe bei ihrem Abbau direkt in Strom umgewandelt. Als zusätzlicher Effekt reduziert sich der Aufwand für die Belüftung erheblich. Außerdem fällt weniger Schlamm an. Innerhalb der Zellen fungieren Mikroorganismen als Biokatalysatoren, die während des Schadstoffabbaus elektrische Energie erzeugen. Neben dem CUTEC-Forschungszentrum der TU Clausthal sind an dem Verbundprojekt sieben Partnereinrichtungen beteiligt: das Institut für Chemische und Elektrochemische Verfahrenstechnik der TU Clausthal, das Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie der TU Braunschweig, das Engler-Bunte-Institut am Karlsruher Institut für Technologie, die Eisenhuth GmbH & Co. KG (Osterode am Harz), die Common Link AG (Karlsruhe), die Eurawasser Betriebsführungsgesellschaft mbH (Goslar) sowie die Umwelttechnik und Anlagenbau GmbH Plauen.

Webcode: 20200115_004

(nach oben)

Alltech Dosieranlagen GmbH

0
Rudolf-Diesel-Str. 2
D-76356 Weingarten

Telefon: 07244-70260
Telefax: 07244-702650

E-Mail: info@alltech-dosieranlagen.de
Web: https://www.alltech-dosieranlagen.de

Seit 25 Jahren erfolgreich im Bereich der Dosiertechnik!
Zu unserem Produktprogramm gehören:
Löseanlagen für Polymer, Polymerkonzentrat flüssig, Kalkmilch, Eisensalz oder Aluminiumsulfat, Aktivkohle, Harnsäure usw., Pulverbeschickung mit Big Bag, Dosierstationen, Dosierpumpen, Lagerbehälter für Chemikalien.

 

Neues von den Tarifparteien und zu Arbeitsrecht 2018

0
Juni 2018
Mitgliederbefragung: 80,52 Prozent für die Annahme der Tarifeinigung mit Bund und VKA  
April 2018
Tarifeinigung: Kommunen verständigen sich auf Reformwerk 
Durchbruch im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen – Bsirske: „Bestes Tarifergebnis seit vielen Jahren“ 
März 2018
Zeitplan für die Tarifrunde 2018 
Am 12. März wurden die Verhandlungen der TVöD-Tarifvertragsparteien fortgesetzt. 
Erste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis. ver.di kündigt Warnstreiks an
Auftaktrunde der Tarifverhandlungen: vorerst ergebnisoffen

Mitgliederbefragung: 80,52 Prozent für die Annahme  der Tarifeinigung mit Bund und VKA

In guter demokratischer Tradition hatten die ver.di-Mitglieder beim Bund und den kommunalen Arbeitgebern in den letzten Wochen die Möglichkeit, über das in der dritten Verhandlungs – runde am 17. April 2018 erreichte Ergebnis in der Tarif- und Besoldungsrunde zu ent – scheiden. 80,52 Prozent sagten JA zum Verhandlungs­ ergebnis! Die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst folgte dem Votum der Mitglieder und nahm am 11. Juni 2018 die Tarifeinigung bei einer Gegenstimme endgültig an. Damit kann die Tarifrunde offiziell beendet wer – den. Es folgen noch die Redaktionsverhandlungen mit den Arbeit gebern, bei denen die Tarif einigung in konkrete Tarif – vertragstexte umgesetzt wird.

https://wir-sind-es-wert.verdi.de/++file++5b1ecd86f1b4cd2737291adc/download/Flugblatt%20Tarifrunde%20Bund%20VKA%202018%20endg%20Annahme.pdf 

Wie geht es nun weiter?
Mit der Annahme der Tarifeinigung ist die Tarifrunde mit Bund und Kommen zwar offiziell beendet – vor der Umsetzung stehen jedoch noch die „Redaktionsverhandlungen“ an. In diesen Gesprächen wird das Ergebnis in den Tarifvertrag redaktionell eingearbeitet. Falls erforderlich werden noch offene Fragen geklärt. An den Grundzügen der Tarifeinigung wird jedoch nicht mehr gerüttelt!

Die Entgelterhöhung wird voraussichtlich im August bzw. September auf Deiner Gehaltsabrechnung erscheinen. Dafür kommt’s dann aber „geballt“ in Form einer Nachzahlung, denn der Tarifabschluss gilt rückwirkend ab dem 1. März 2018!

(nach oben)


Tarifeinigung: Kommunen verständigen sich auf Reformwerk

Potsdam. Die Tarifvertragsparteien im öffentlichen Dienst haben in der dritten Verhandlungsrunde eine Einigung erzielt. Beide Seiten haben sich auf eine grundlegende Änderung der Tabellenstruktur verständigt, die die Attraktivität kommunaler Arbeitsplätze steigert und die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere bei den Fach- und Führungskräften verbessert.

Das Ergebnis sieht für die mehr als zwei Millionen kommunalen Beschäftigten Gehaltserhöhungen in drei Stufen vor. Ab März 2018 steigen die Einkommen im Durchschnitt um 3,19 Prozent, ab April 2019 nochmals um 3,09 Prozent und ab März 2020 um weitere 1,06 Prozent. Das bedeutet in Gänze ein Kostenvolumen von rund 7,4 Milliarden Euro. Die Laufzeit beträgt 30 Monate. Damit besteht für die Arbeitgeber hohe Planungssicherheit.

Die Verhandlungspartner haben in den unteren Einkommen eine Mindesterhöhung vereinbart. Mit Wirkung vom März 2018 gibt es eine Einmalzahlung von 250 Euro.

„Die Verhandlungen in diesem Jahr kann mal als außerordentlich intensiv bezeichnen. Wir sind froh, eine Einigung gefunden zu haben. Insgesamt ist der vereinbarte Kompromiss für uns akzeptabel“, so VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle. „Wir haben gesagt, dass wir den öffentlichen Dienst zukunftsfähig machen wollen, indem wir die Arbeit der Beschäftigten angemessen honorieren und zugleich die Bezahlung der Fach- und Führungskräfte verbessern. Das ist uns mit diesem Ergebnis gelungen. Es profitieren beide Seiten davon.“

Über die Einkommenserhöhung hinaus wurden weitere Regelungen ausgehandelt. Dazu gehört unter anderem die mehrstufige Angleichung der Jahressonderzahlung Ost an das Westniveau. Das Ausbildungsentgelt erhöht sich in den Jahren 2018 und 2019 um jeweils 50 Euro. Der Urlaubsanspruch der Auszubildenden steigt auf 30 Arbeitstage. Die beschlossene prozentuale Entgeltsteigerung wird auf die ebenfalls von den Verhandlungen betroffenen Tarifverträge für Versorgungsbetriebe (TV-V) und Nahverkehrsbetriebe (TV-N) übertragen.

Abschlussheft zur Tarifrunde 2018
http://www.vka.de/media/exe/17/998390934bcd06280c9c908ad33eda37/vka_abschlussheft_tarifrunde_2018.pdf

Die Gesamtfassung aus Verhandlungsniederschrift und Einigungspapier zum Download
http://www.vka.de/media/exe/17/fa36a0ea27ecb64263ad9be30eda4d56/einigungspapier_gesamtfassung.pdf

(nach oben)


Durchbruch im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen – Bsirske: „Bestes Tarifergebnis seit vielen Jahren“

Bei den Tarifverhandlungen für die 2,3 Millionen Beschäftigten im öf-fentlichen Dienst von Bund und Kommunen wurde eine Einigung erzielt. Der neue Tarifvertrag soll am 1. März 2018 in Kraft treten.

7,5 Prozent Lohnerhöhung bei 30 Monaten Laufzeit, darauf haben sich die Tarifvertragsparteien des öffentlichen Dienstes in Potsdam verständigt. Der Verhandlungsführer der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Frank Bsirske sprach vom „besten Ergebnis seit vielen Jahren“. Besonders hohe Zuwächse habe man in den Bereichen vereinbaren können, in denen der öffentliche Dienst die größten Personalgewinnungsprobleme auf dem Arbeitsmarkt hat: Bei Fach- und Führungskräften, Technikern, Ingenieuren, IT-Fachleuten und bei den sozialen Berufen, betonte Bsirske.

Der ver.di-Vorsitzende hob hervor, dass es zugleich gelungen sei, auch für Beschäftigte in den unteren und mittleren Entgeltgruppen einen deutlichen Sprung nach oben zu sichern. Bsirske: „100 Euro mehr an Ausbildungsvergütung und eine Anhebung der Löhne um durchschnittlich 10 Prozent bei Beschäftigungsbeginn. Dies erhöht die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber. Das ist wichtig, weil alle Bürgerinnen und Bürger auf einen funktionsfähigen öffentlichen Dienst angewiesen sind.“

Die Warnstreiks von 220.000 Beschäftigten in den letzten Tagen hätten dazu beigetragen, dass jetzt ein Durchbruch erzielt werden konnte, unterstrich der ver.di-Vorsitzende. Er begrüßte zugleich, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer in den Verhandlungen die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten zugesagt habe.

Nach einer intensiven Diskussion hat die Bundestarifkommission den ver.di-Mitgliedern für die anstehende Mitgliederbefragung die Annahme des Ergebnisses empfohlen.

(nach oben)


Zeitplan für die Tarifrunde 2018

Am 15. / 16. April 2018 findet die dritte und letzte Verhandlungsrunde statt.

(nach oben)


Am 12. März wurden die Verhandlungen der TVöD-Tarifvertragsparteien fortgesetzt.

Die Arbeitgeber berufen sich auf eine erste Annäherung, während die Gewerkschaften von einer „systematischen Hinhaltetaktik“ sprechen. Hier der aktuelle Stand zur Tarifrunde 2018.

Die Tarifverhandlungen zur TVöD-Tarifrunde 2018 haben am 26. Februar begonnen und wurden am 12. März fortgesetzt. Konkret beziehen sich die Verhandlungen auf den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) und den Tarifvertrag für die Versorgungsbetriebe (TV-V). Für die Arbeitgeber verhandeln das Bundesinnenministerium und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Für die Arbeitnehmer verhandeln die Gewerkschaften ver.di und dbb beamtenbund und tarifunion. Von den insgesamt feststehenden drei Verhandlungsrunden sind die ersten beiden bisher ohne Ergebnis geblieben.

TVöD-Tarifverhandlungen 2018: Forderungen der Gewerkschaften

Die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst, der dbb beamtenbund und tarifunion, die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben am 8. Februar 2018 die Forderungen für die bevorstehende Tarif- und Besoldungsrunde 2018 für die Beschäftigten von Bund und Kommunen aufgestellt.

Das Tabellenentgelt soll um 6 Prozent, aber mindestens 200 Euro pro Monat als soziale Komponente erhöht werden.
Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat erhöht werden.
Die Laufzeit der Entgelterhöhung soll 12 Monate betragen.
Der Nachtarbeitszuschlag im Besonderen Teil Krankenhäuser soll auf 20 Prozent angehoben werden.
Die Zahl der Zusatzurlaubstage für Schichtarbeiter soll von 4 auf 6 Tage steigen.
Die Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost soll an den Bemessungssatz des Tarifbegiets West angeglichen werden.
Pausen im Krankenhaus- und Pflegebereich bei Wechselschicht sollen in die Arbeitszeit eingerechnet werden.
Der Zuschlag für Samstagsarbeit soll auf 20 Prozent angehoben werden.
Die Ausbildungsbedingungen der bisher nicht tariflich geregelten Ausbildungs- und Praktikumsverhältnisse sollen in Anlehnung an den TVAöD bzw. TVPöD tarifiert werden.
Die Regelung, dass Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung übernommen werden, soll wieder in Kraft gesetzt werden.
Der Urlaub für Azubis und Praktikanten soll auf 30 Arbeitstage angehoben werden.
Auf regionaler Ebene soll über ein kostenloses landesweites Nahverkehrsticket verhandelt werden.

Aus Sicht der Gewerkschaften sind deutliche Lohnsteigerungen im öffentlichen Dienst gerechtfertigt. Seit dem Jahr 2014 würden Bund, Länder und Kommunen insgesamt mehr einnehmen als sie ausgeben. Im Jahr 2017 sei ein Rekordüberschuss von 38,4 Milliarden Euro erzielt worden, der nach aktuellen Prognosen auch in den kommenden Jahren steigen solle.

Forderungsbeschluss der ver.di-Bundestarifkommission im Wortlaut
https://wir-sind-es-wert.verdi.de/++co++a1ee9cdc-0ce6-11e8-949f-525400940f89

VKA: Arbeitgeber können Forderungen der Gewerkschaften unmöglich erfüllen

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) weist darauf hin, dass die von den Gewerkschaften geforderten hohen Tarifsteigerungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst nicht zu erfüllen sind und auf einer falschen Idee von den Möglichkeiten der kommunalen Betriebe beruhen.

„Die Forderungen würden für die kommunalen Arbeitgeber ein Kostenvolumen von über 6,5 Milliarden Euro pro Jahr bedeuten. Durch die geforderte soziale Komponente von mindestens 200 Euro wären wir in den unteren Entgeltgruppen (bis EG 4) bei einer Steigerung von rund 9 Prozent. Die höchste Steigerungsrate läge hier sogar bei 11,42 Prozent. Dies passt nicht zur Realität in den Kommunen und kommunalen Betrieben. Die Kommunen sind mit 141 Milliarden Euro verschuldet. Außerdem herrscht ein Investitionsrückstand von rund 126 Milliarden Euro. Wir können nur Lösungen anbieten, die sich alle Kommunen leisten können und müssen die wachsende Kluft zwischen ärmeren und reicheren Kommunen berücksichtigen“, so VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle.

Weitere Informationen zur Verhandlungsposition der VKA in der Tarifrunde 2018
http://www.vka.de/site/home/vka/startseite/

Quelle: Ver.di

(nach oben)


Erste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis. ver.di kündigt Warnstreiks an

Die erste Verhandlungsrunde für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen ist am Montag (26. Februar 2018) ohne Ergebnis zu Ende gegangen. „Wir wollen kräftige Lohnerhöhungen durchsetzen: Die Wirtschaft spricht von „goldenen Zeiten“ und die öffentlichen Kassen erleben sprudelnde Steuereinnahmen. Daran müssen auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teilhaben, und nicht nur die Aktionäre“, forderte Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Für März kündigte die Gewerkschaft Warnstreiks an. Die Friedenspflicht endet am 28. Februar 2018.

Angesichts einer starken Konkurrenz um Fachkräfte müsse mehr getan werden für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes, so Bsirske. „Gute Arbeit muss gut entlohnt werden, wenn der öffentliche Dienst bei der Werbung um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Wirtschaft mithalten will. Das wird nicht gelingen, wenn der öffentliche Dienst bei der Tariflohnentwicklung hinter andere Branchen zurückfällt.“ Der ver.di-Verhandlungsführer wies darauf hin, dass sich die Tarifparteien in der ersten Runde ausgetauscht, aber nicht angenähert hätten. „Bund und Kommunen profitieren stark vom Konjunkturboom, die Steuereinnahmen sprudeln, es ist also reichlich Geld vorhanden, um die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes angemessen für ihre gute Arbeit zu bezahlen“, so Bsirske.

ver.di fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.

Quelle: Ver.di

(nach oben)


Auftaktrunde der Tarifverhandlungen: vorerst ergebnisoffen

Potsdam. Die erste Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ist von den Tarifvertragsparteien dazu genutzt worden, die wechselseitigen Positionen vertiefend zu erörtern. Momentan liegen beide Parteien noch weit auseinander.

„Wir werden die weiteren Gespräche ergebnisorientiert und konstruktiv führen. Wenn es nach uns geht, werden die Verhandlungen nach der dritten Runde erfolgreich abgeschlossen sein“, sagt VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle. „Die kommunalen Arbeitgeber plädieren für angemessene Entgelterhöhungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Aber wir betonen erneut: das Volumen der Forderungen in Höhe von über 6,5 Milliarden Euro im Jahr ist für uns aufgrund der prekären Haushaltslage vieler Kommunen und aufgrund der angespannten Lage in den Sparten, vor allem bei Krankenhäusern und Sparkassen, schlichtweg nicht zu stemmen.“

Den ebenfalls geforderten Mindestbetrag von 200 Euro lehnen die Arbeitgeber ab. „Zum einen würde dieser Mindestbetrag über alle Entgeltgruppen und Stufen gerechnet eine Gewerkschaftsforderung von insgesamt 7 statt nur 6 Prozent bedeuten“, führt Böhle weiter aus. „Zum anderen ist diese sogenannte soziale Komponente im Grunde alles andere als sozial. Sie sorgt dafür, dass Einkommen in den unteren Entgeltgruppen (bis EG 4) erneut überproportional steigen. Dies hat zur Folge, dass er vor allem die Einkommensgruppen verteuert, bei denen der öffentliche Dienst schon jetzt kaum noch wettbewerbsfähig ist – ganze Aufgabenfelder werden aus dem Tarifbereich ausgegliedert. Unser Ziel ist es, alle Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst zu halten. Das muss auch im Sinne der Gewerkschaften sein.“

Ein weiterer Effekt des Mindestbetrages wäre, dass sich der Unterschied zwischen den Gehältern von geringer und höher qualifizierten Beschäftigten weiter verringerte. Der öffentliche Dienst benötigt dringend gut qualifiziertes Personal. Vor allem Fachkräfte, etwa im IT-Bereich, werden gesucht. „Gerade ihnen müssen kommunale Arbeitgeber attraktive Angebote machen. Sonst orientieren sie sich in Richtung Privatwirtschaft. Was wir mit den Gewerkschaften dringend auf den Weg bringen müssen, ist die Besserstellung von Fach- und Führungskräften im öffentlichen Dienst“, so Dr. Thomas Böhle.“

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 12./13. März 2018, wieder in Potsdam, statt.

Quelle: VKA

(nach oben)

Meldungen von der Kläranlagen 2020

0
Dezember 2020
Aggerverband Aggerverband gewinnt den renommierten Corporate Health Award 2020
OOWV-Kläranlage Bassum OOWV-Kläranlage Bassum: Arbeiten am Schönungsteich abgeschlossen
Berlin Fertig: Am Mauerpark fällt die letzte Mauer…
Dresden Hochwasser-Themen im 3D-Stadtmodell
Fulda Niederschlagswassergebühren künftig durch Abwasserverband
AZV Südholstein Verbandsversammlung – Schmutzwassergebühr in Glückstadt sinkt. Auch 2021 werden Abwasserkanäle saniert
Köln StEB  – halten Abwassergebühren konstant
Ruhrverband Wehranlage Lenhausen: „Lennesee“ wird ab dieser Woche erneut abgesenkt
Stuttgart Jahresbericht 2019
Stuttgart Verabschiedung Dienststellenleiter Kanalbetrieb der Stadtentwässerung Stuttgart
November 2020
Berlin Schwammstadt-Dienstleistungs-Finder
Fulda Richtfest auf der Kläranlage
Hamburg HAMBURG WASSER stellt Klimaplan 2025 vor und gibt echte Klimaneutralität für den gesamten Konzern als Ziel aus
OOWV OOWV und DMK beteiligen sich an EU-Forschungsprojekt Optimaler Wassereinsatz
Stuttgart Aufnahmeteam für den SWR Beitrag „Die Öko-Checker“ im Hauptklärwerk
Stuttgart Rauchgasröhren der Klärschlammverbrennungsanlage im Hauptklärwerk Stuttgart‐Mühlhausen werden saniert
Oktober 2020
Hamburg HAMBURG WASSER und der NABU Hamburg haben eine Kooperation ihrer Bildungsangebote für Schulen rund um die Themen Gewässer- und Trinkwasserschutz ins Leben gerufen  
Hamburg HAMBURG WASSER: Arbeitskreis Naturschutz Tostedt und HAMBURG WASSER stellen Studienergebnisse und Aktionsplan zur Sicherung des Heidemoors vor
Niederbrechen Sanierung und Erweiterung der Kläranlage  
Niersverband Niersverband bekommt neue Führungsspitze 
Ruhrverband Auswirkungen des Klimawandels im Einzugsgebiet der Ruhr sind deutlich zu spüren 
Aggerverband Aggerverband stellt Regenrückhaltebecken in Engelskirchen-Schnellenbach fertig 
Bassum Klärwerk rüstet sich für die Zukunft: „Feuchttücher bereiten uns viel Ärger“ 
Dresden Neues Abwasserpumpwerk für Industrieansiedlungen im Dresdner Norden
EVS Virtuelle Inspektion von Abwasseranlagen spart künftig CO2 und Wartungszeit
EVS Sanierung des Mischwasserpumpwerkes Großrosseln – EVS stellte interessierten Bürger*innen das Projekt vor 
EVS Spektakulärer Tauchereinsatz auf der Kläranlage Völklingen: Leerung der Faultürme und Optimierung der Gasproduktion 
Köln StEB Köln starten mit acht neuen Azubis 
Köln Erfolgreiche Premiere der virtuellen Bürgerinformationsveranstaltung zum Bau des Rheindükers 
OOWV Familienfest Pommes McSelf unter besonderen Bedingungen 
Poppenhausen Neubau der Kläranlage im Zeitplan
Stavenhagen Gerüche getestet 
September 2020
Wupperverband Wupperverband reinigt seit vielen Jahrzehnten Ihr Abwasser 
Stuttgart Erster Betriebsleiter besichtigt das sanierte Pumpwerk Wilhelmsplatz 
Hamburg HAMBURG WASSER: Mehr Bio-Methan aus Abwasser: Städtische Unternehmen steigern erneuerbare Energien im Gasnetz 
EVS Klimafreundliche Wärme für die Saar – STEAG und Entsorgungsverband Saar erschließen Potenzial der AVA Velsen für die regionale Fernwärmeversorgung 
Barsinghausen Barsinghausen: Klärwerk produziert künftig seine gesamte Energie selbst
Aggerverband Aggerverband rüstet bis Ende August zehn LKW seiner Flotte mit Abbiegeassistenten nach 
Juli 2020
Stuttgart 18 Millionen Liter in drei Minuten!  
Ruhrverband Ruhrverband ist ab dem 1. Juli 2020 in Hattingen abwasserbeseitigungspflichtig 
OOWV Millionen-Investitionen des OOWV ein Bekenntnis zur Region 
Köln StEB machen Anlagen zukunftstauglich  
Bersenbrück Regionale Wasserversorger arbeiten gemeinsam für kostengünstige und nachhaltige Klärschlammverwertung
Aggerverband Neues Branchenbild der Wasserwirtschaft an Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übergeben
Aggerverband Aggerverband rüstet bis Ende August zehn LKW seiner Flotte mit Abbiegeassistenten nach 
Juni 2020
Wupperverband Wupperverband prämiert 5 Studienabschlussarbeiten  
Wupperverband Wollige Rasenmäher an der Wupper-Talsperre 
Ruhrverband Seltener Flussregenpfeifer brütet erfolgreich auf Kläranlagengelände in Hagen 
Hannover Neue Klärschlammmonoverbrennungsanlage in Hannover-Lahe 
Bersenbrück Umfassende Kanalbauarbeiten dauern zwei Jahre  
Berlin Resilienz im Zentrum des Handelns 
Mai 2020
Selters Energetische Sanierung / Optimierungsmaßnahmen der Kläranlage Selters Kommunaler Klimaschutz 
Ruhrverband Kanalabkommen wurde unterzeichnet 
Ruhrverband Ruhrverband gewährleistet Ver- und Entsorgungssicherheit auch in der Coronakrise 
Wupperverband Abgesaugtes Teichwasser wird schrittweise in der Kläranlage behandelt
Wupperverband Abwassereinleitung in den Murbach 
Wupperverband 27,3 Mio. Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien 
Wupperverband Thomas Klein ist seit April für zahlreiche Wupperverbandsanlagen verantwortlich 
April 2020
Köln Corona-Krise: Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz sind sichergestellt 
OOWV Werke und Anlagen des OOWV kommen bislang gut durch die Corona-Krise  
Ruhrverband Ruhrverband lässt „Wetters schönstes Graffiti“ in neuem Glanz erstrahlen 
Stuttgart Überarbeitete Fassung Dienstanweisung und Erlaubnisschein für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen 
Erftverband Nacht der Technik 
Wupperverband Wasserwirtschaft zukunftsfähig gestalten 
März 2020
Witten Verstopfte Pumpen ade – Pumpwerk Witten erhält Zerkleinerer 
Wangerland Getrennte Entgelte für Schmutz- und Niederschlagswasser in Wangerland 
Löningen Klärschlamm-Menge schrumpft drastisch 
Hamburg Hamburg Wasser stellt neue Abwasserautobahn fertig und schliesst Gewässerschutzprogramme ab 
Hamburg „Siegerbettchen“ für Triathlon-Fans: HAMBURG WASSER startet Online-Plattform 
Fulda Die letzten Rohre in der Frankfurter Straße in Fulda sind jetzt fort  
Bremen HanseWasser: Alles im Blick!  
Berlin Mit Horizonte geht‘s weiter 
Saarbrücken Abwasserentsorgung  
Januar 2020
Wupperverband Kompetenzen bündeln: Neue Kooperationen in 2019 besiegelt
Treuchtlingen Stadtverwaltung und Kläranlage mit Elektroautos unterwegs 
Stuttgart Öffnungszeiten SES-Kanalinformationszentrum und Termine für große Kanalführungen 2020 
Hamburg HAMBURG WASSER sucht neue Mitglieder für Kundenbeirat
Hannover Stadtentwässerung stellt umfangreiche Zukunftsstrategie vor

Aggerverband: gewinnt den renommierten Corporate Health Award 2020

Das Jahr 2020 stand ganz unter dem Einfluss der Corona-Pandemie und stellte alle Unternehmen in Deutschland vor immense wirtschaftliche und personelle Herausforderungen. Der Erhalt und die Förderung der Gesundheit von Mitarbeiter*innen verzeichnete somit erneut einen enorm gesteigerten Stellenwert. Die Arbeitgeber mit den vorbildlichsten Konzepten wurden am 09.12.2020 mit Deutschlands führender Auszeichnung geehrt – Corona-bedingt per Post. Die Zahl der Bewerber um den Award, die sich in einem anspruchsvollen, wissenschaftlichen Auswahlprozess dem Branchenvergleich gestellt haben, hat sich in diesem Jahr auf 352 Organisationen weiter erhöht.

Der Aggerverband erhielt den 1. Platz des Corporate Health Award in der Branche Öffentliche Verwaltung, Mittelstand,  nach dem Jahr 2017 nun zum zweiten Mal.

Der von der EUPD Research GmbH und der Handelsblatt Media Group im Jahr 2009 initiierte Corporate Health Award wird jährlich an jene Arbeitgeber verliehen, die sich nachweislich überdurchschnittlich für die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter*innen engagieren und eine vorausschauende, nachhaltige Personalstrategie verfolgen. So setzt auch der diesjährige Gewinner ein wichtiges Zeichen für die gesamte Verwaltungs-Branche: „Zusammen mit starken Kooperationspartnern fokussiert der Aggerverband unter anderem eine präventive Gesundheitsförderung, Angebote im Bereich e-Health, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ein IT-gestütztes Demografiemanagement, welche das exzellente Corporate Health Management abrunden. Wir gratulieren dem Aggerverband herzlich zu der Auszeichnung“, so Steffen Klink, Director Corporate Health Award.

Mario Bungart, Abteilungsleiter Personal und Soziales sieht den Gewinn des Awards gerade in der derzeitigen Corona-Situation als eine große Ehre und Bestätigung. Es sei ein großer Vorteil, dass durch das Team des betrieblichen Gesundheitsmanagements u.a. die digitalen Lösungen stark ausgeweitet wurden. Prof. Dr. Lothar Scheuer, Vorstand des Aggerverbandes, freut sich: „Die Preisverleihung zeigt uns, das wir einen guten Weg eingeschlagen haben, den Aggerverband als attraktiven Arbeitsgeber in der Region zu positionieren. Es wird dem demografischen Wandel zum Beispiel aktiv begegnet, indem in diesem Jahr viele gut qualifizierte Auszubildende eingestellt wurden sowie interne Weiterbildungen angeboten werden.“

Wissenschaftliche Expertise und Evaluationsprozess
Der Award ist die renommierteste Auszeichnung in Deutschland für exzellentes Corporate Health Management. Ziel des vorausgehenden, umfangreichen Evaluations- und Auditierungsprozesses ist es, vor allem in den Führungspositionen der deutschen Wirtschaft die Einsicht in die Notwendigkeit von Investitionen in betriebliche Gesundheitssysteme zu stärken und vor dem Hintergrund des demographischen Wandels die Wettbewerbsfähigkeit durch gezieltes Corporate Health Management sicherzustellen. Eines wurde im diesjährigen Auswahlprozess deutlich: Viele Unternehmen haben erkannt, dass es für die Positionierung im Markt immer wichtiger wird, soziale Nachhaltigkeit als strategisches Ziel zu fokussieren. Die Zahl der Bewerber um den Award, die sich in einem anspruchsvollen, wissenschaftlichen Auswahlprozess dem Branchenvergleich gestellt haben, hat sich auch in diesem Jahr auf 352 Organisationen weiter erhöht. Bei den Auswertungen der Studiendaten zeigte sich deutlich: Eine operative Gesundheitsförderung stellt zwar ein etabliertes Instrument dar, der Fokus der Arbeitgeber wird jedoch mehr und mehr auf Corporate Health „Strategien“ und „Strukturen“ gelegt. Ebenfalls erkennen die Unternehmen vor dem Hintergrund der Herausforderungen des heutigen Arbeitsmarktes die Bedeutung einer entsprechenden Unternehmenskultur für die Zukunftsfähigkeit ihrer Organisation auf höchster Management-Ebene an.

Über den Corporate Health Award
Der Corporate Health Award ist die renommierteste Auszeichnung in Deutschland für exzellentes Corporate Health Management. In 2020 zählten 352 Arbeitgeber aus 15 Branchen zu den Bewerbern um die begehrten Awards, die sich einem anspruchsvollen wissenschaftlichen Auswahlverfahren gestellt haben.

Mehr Informationen: http://www.corporate-health-award.de

Weitere Infos zum Award und zur Corporate Health Initiative
Die Corporate Health Initiative evaluiert, begleitet und zertifiziert Arbeitgeber auf Basis von über 20 Jahren Erfahrung. Anhand des zugrundeliegenden Corporate Health Evaluation Standards wurden bereits mehr als 4.800 Organisationen analysiert und auf Ihrer eigenen Road to Excellence begleitet. Das Mitgliedernetzwerk der Corporate Health Initiative richtet sich an Arbeitgeber, die erkannt haben, dass die Gesundheit der eigenen Mitarbeitenden ihr wertvollstes Potential ist. Entsprechend fielen die Studienergebnisse aus der Befragung der Bewerber des Corporate Health Awards aus, welche Bedeutung ein Corporate Health Management für das gesamte Unternehmen einnimmt:

Mehr Informationen unter http://www.ch-initiative.de

https://www.aggerverband.de/service/presse/artikel/aggerverband-gewinnt-den-renommierten-corporate-health-award-2020

(nach oben)


OOWV-Kläranlage Bassum: Arbeiten am Schönungsteich abgeschlossen

Bassum. Es geht Schlag auf Schlag auf dem Gelände der Kläranlage des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) in Bassum. Kaum stehen die Arbeiten am Belebungsbecken 1 vor ihrem Abschluss, wurde bereits das nächste Projekt angegangen. Die Rohrleitungen des Schönungsteichs 3 mussten altersbedingt erneuert werden.

„Armaturen und Rohrleitungen waren marode“, erklärt Anlagenkoordinator Gerd Lehmkuhl die ca. 17.000 Euro kostende Maßnahme.

Mitarbeiter der OOWV-eigenen Stadt.Land.Grün GmbH haben den Teich sachgerecht gereinigt sowie ihn anschließend soweit wie möglich und nötig entleert. Dann wurden die Arbeiten an einem neuen Aufbaukasten begonnen.

Die gesamte aus drei Teilen bestehende Teichanlage wurde Mitte der 80er Jahre als belüftete Simultanteichanlage erstellt. Ursprünglich wurde hier das Abwasser der Ortsteile Groß Henstedt, Dimhausen, Stühren und Nordwohlde gereinigt.

„Das Abwasser durchfloss die drei Teiche nacheinander. In den ersten beiden wurde das Wasser dauerhaft belüftet. Der dritte war von Beginn an ein Schönungsteich, berichtet Gerd Lehmkuhl. „Nach der Inbetriebnahme der Kläranlage Bassum im Jahr 1995 wurden alle Teiche geleert, entschlammt und vorhandene Belüftung demontiert.“ Seither werden alle Teiche als Schönungsteiche betrieben.

In einem Schönungsteich erfährt das geklärte Abwasser eine weitere Säuberung. Schwebeteilchen setzen sich ab, Bakterien unter anderem von Kleinsttieren abgebaut, etwaige Nährstoffe werden durch Pflanzen entzogen und der Sauerstoffgehalt des Wassers wird auf natürlichem Weg über biologische Prozesse erhöht. Von hier aus fließt das Wasser schlussendlich in den Vorfluter.

Die Arbeiten wurden heute abgeschlossen. Nun wird der Schönungsteich 3 der Kläranlage Bassum zukunftssicher wieder das tun, wofür er im Rahmen der Daseinsvorsorge gebaut wurde: Wasser klären.

https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archiv/2020/dezember/11/artikel/oowv-klaeranlage-bassum-1/

(nach oben)


Berlin: Fertig: Am Mauerpark fällt die letzte Mauer…

…und öffnet den Stauraumkanal, den großen Abwasserparkplatz

Der Stauraumkanal im Mauerpark ist fertig. Heute fiel in der Gleimstraße die Trennmauer zur Kanalisation. Auf der anderen Park‐Seite an der Bernauer Straße haben wir einen Schieber geöffnet. Wenn es künftig im Prenzlauer Berg stark regnet, füllt sich also die Riesenröhre von beiden Seiten aus mit 7.611 Kubikmetern Abwasser und vermeidet so Überläufe in die Panke.

„Wir haben hier mitten in der Stadt unter den Augen Abertausender Parkbesucher und Anwohner im Umfeld ein beeindruckendes Bauwerk errichtet, das ab jetzt einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres fragilen Gewässersystems leistet“, erklärt Wasserbetriebe‐Vorstandschef Jörg Simon. „Es ist das bislang größte Projekt unseres Stauraumprogramms, in dessen Rahmen wir in der Innenstadt mehr als 300.000 Kubikmeter solcher Stauräume schaffen.“ Dieses Programm steht kurz vor seiner Vollendung. Mehr als 260.000 Kubikmeter sind in Dutzenden Einzelvorhaben bereits verwirklicht, aktuell wird an weiteren Baustellen in Wedding und Prenzlauer Berg gearbeitet und Anfang 2021 an der Chausseestraße in Mitte der Bau eines 17.000 Kubikmeter‐Beckens begonnen. „Diese Abwasser‐Parkplätze entlasten die innerstädtischen Gewässer bei Starkregen spürbar und flankieren den schwammstadtgerechten, grünen Umbau der Stadt zugunsten dezentraler Regenwassernutzung“, erklärt Simon. Der beste Regentropfen sei der, der gar nicht erst in einen Kanal fließt.

Tunnelbohrer schufen flutbare Riesenröhre
Am 25. Juni 2018 hatte sich die gigantische Tunnelbohrmaschine „Kerstin“ – nach dem Vornamen unserer Personalvorständin – zwölf Meter unter dem Pflaster der Schwedter Straße auf den Weg gemacht und aus 218 Betonrohren eine 654 Meter lange flutbare Röhre mit einem Innendurchmesser von 3,85 Metern geformt. Seit Ende 2018 war der so entstandene Rohbau mit einem Pumpwerk sowie mit Sensorik und Armaturen ausgestattet worden. Die Gesamtinvestition betrug rund 20 Millionen Euro.

Fotos vom Bau des Stauraumkanals stehen zum Download auf unserer Flickr‐Seite
https://www.flickr.com/photos/berlinerwasserbetriebe/albums/72157696678067351 bereit.

Ein Video vom Test der Spülklappen im Stauraumkanal finden Sie auf unseren Facebook‐ und Twitter‐Seiten. Und: Die aktuelle Luftbild‐Ansicht auf Google Maps spiegelt noch die Vortriebsphase des Stauraumkanals 2018 mit der Startbaugrube an der Bernauer Straße und der Zielbaugrube an der Gleimstraße.

https://www.bwb.de/de/299_25163.php

(nach oben)


Dresden: Hochwasser-Themen im 3D-Stadtmodell

Mit dem Ziel, hochwasserbedingte nachteilige Folgen zu verringern, bietet die Landeshauptstadt Dresden ihren Bürgern an dieser Stelle umfangreiche Informationsmöglichkeiten rund um das Thema Hochwasser an. Neben den vielfältigen Online-Angeboten zu Hochwassergefahren im Allgemeinen werden auf Anfrage auch grundstücksbezogene Auskünfte zu potenziellen Hochwassergefahren erteilt. Des Weiteren wird über Maßnahmen der öffentlichen Hochwasservorsorge im Stadtgebiet berichtet.

https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/hochwasser.php?shortcut=hochwasser

(nach oben)


Fulda: Niederschlagswassergebühren künftig durch Abwasserverband

Der Abwasserverband Fulda (AVF) weist auf eine anstehende Änderung bei der Erhebung der Niederschlagswassergebühren im Bereich der Stadt Fulda hin. Die Änderung gilt ab dem 1. Januar 2021. Für die Gebührenzahler der AVF-Mitgliedsgemeinden Künzell und Petersberg hingegen wird es keine Änderungen geben.

Bislang wurde die Niederschlagswassergebühr für die versiegelten und an die öffentliche Kanalisation angeschlossenen Flächen eines Grundstücks zusammen mit weiteren Grundstücksabgaben in Fulda durch den Magistrat der Stadt Fulda im Auftrag des Abwasserverbandes Fulda erhoben. Diese Aufgabe wird im Zuge von Optimierungsmaßnahmen ab dem 1. Januar 2021 vom Abwasserverband Fulda direkt wahrgenommen. Für die organisatorische Aufgabenerledigung wurde die RhönEnergie Fulda GmbH gewonnen, die das Inkassowesen dieser Dienstleistung dann im Auftrag des Abwasserverbandes Fulda durchführt. Besonders betont der Abwasserverband Fulda, dass mit dieser Änderung keine Änderung des gültigen Gebührensatzes verbunden ist.

In den nächsten Tagen erhalten alle betroffenen Grundstückseigentümer ein Informationsschreiben. Mit dieser Änderung verlieren zum 31. Dezember 2020 sowohl das bisher verwendete Kassenzeichen als auch ein eventuell bereits erteiltes Sepa-Lastschriftmandat für die Abbuchung der Niederschlagswassergebühr durch den Magistrat der Stadt Fulda ihre Gültigkeit. Leider kann auch ein der RhönEnergie Fulda GmbH bereits erteiltes Sepa-Lastschriftmandat für Abbuchungen der Niederschlagswassergebühren nicht genutzt werden. Daher wäre es für den Abwasserverband Fulda und die RhönEnergie Fulda GmbH eine große Erleichterung, wenn die Gebührenzahler für die Gebührenerhebung ein (erneutes) Sepa-Lastschriftmandat erteilen. Hierzu wird den Informationsschreiben ein portofreier Rücksendeumschlag für die Rücksendung des vorbereiteten Sepa-Lastschriftmandats beigefügt.

Wie bisher schon praktiziert, wird die Niederschlagswassergebühr per Dauerbescheid festgesetzt und der Gesamtbetrag in vier jährlichen Teilbeträgen zu den Terminen 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November eines jeden Jahres fällig. Lediglich bei einer Änderung der Versiegelungsflächen, der Änderung des Niederschlagswassergebührensatzes oder bei einer Änderung der Eigentumsverhältnisse werden zukünftig neue Gebührenbescheide an die betroffenen Grundstückseigentümer verschickt. Für Rückfragen stehen die Mitarbeiter des Abwasserverbandes Fulda telefonisch unter 0661/8397-4980 beziehungsweise per Mail an abwassergebuehr@fulda.de sehr gerne zur Verfügung.

https://www.osthessen-zeitung.de/einzelansicht/news/2020/november/niederschlagswassergebuehren-kuenftig-durch-abwasserverband.html

(nach oben)


AZV Südholstein: Verbandsversammlung – Schmutzwassergebühr in Glückstadt sinkt. Auch 2021 werden Abwasserkanäle saniert

Im Poppenhuus in der Engelbrechtschen Wildnis tagte gestern die Verbandsversammlung der Stadtentwässerung Glückstadt (SEG) unter strengen Vorkehrungen zur Corona-Prävention. Auf der Tagesordnung standen unter anderem der Wirtschaftsplan und die Abwassergebühren für 2021.

Für die Stadt Glückstadt kann die Abwassergebühr für Schmutzwasser um 14 Cent auf 2,53 Euro pro Kubikmeter gesenkt werden. Die Niederschlagswassergebühr bleibt konstant bei 76 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Die Gebühren für Kleinkläranlagen und Sammelgruben müssen erhöht werden, um die Kosten decken zu können.

Das mehrjährige Kanalsanierungsprogramm für Glückstadt läuft auch 2021 weiter. Die größten Sanierungs- und Erneuerungsvorhaben betreffen Kanäle in der Friedrich-Ebert-Straße (geplante Investition von rund 1,3 Millionen Euro), Namenlose Straße und Dovenfleth (950.000 Euro), mehrere Stellen in der Nordmarksiedlung (750.000 Euro), in der Großen Kremper Straße (730.000 Euro) und in der Flensburger Straße (440.000 Euro). Geplant sind außerdem unter anderem Arbeiten an Hausanschlüssen im Zuge der Asphaltsanierung der B431 und eine Sanierung des Regenrückhaltebeckens Tegelgrund.

Insgesamt sind für das Kanalnetz Investitionen in Höhe von knapp 5,9 Millionen Euro vorgesehen. Davon werden 352.000 Euro für das Konzept zur Optimierung und Sanierung der Transportleitung und der dazugehörigen Pumpwerke verwendet, die das Abwasser aus den Gemeinden Blomesche Wildnis, Engelbrechtsche Wildnis, Herzhorn und Kollmar zur Kläranlage Glückstadt bringt.

Für die Kläranlage Glückstadt sind für das kommende Jahr Investitionen in Höhe von 22.700 Euro eingeplant. Das ist vergleichsweise wenig. Im aktuellen Jahr 2020 ist die Kläranlage jedoch mit einem neuen Zwischenspeicher mit einem Nutzvolumen von 5.000 Kubikmeter ausgestattet worden.

https://www.azv.sh/aktuelles/pressebereich/news/verbandsversammlung-schmutzwassergebhringlckstadtsinkt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3731821a32ccb1103ef2d5964afac1ad

(nach oben)


Köln:  StEB  – halten Abwassergebühren konstant

Die StEB Köln halten die Abwassergebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser für das Jahr 2021 konstant. Trotz gestiegener Kosten für Klärschlammabfuhr, höheren Abschreibungen für neue moderne Abwasseranlagen und steigender Personalkosten bleiben die Gebühren im fünften Jahr in Folge unverändert.

Wie ist diese günstige Entwicklung möglich?
Die StEB Köln konnten seit 2008 Jahren kontinuierlich 304,1 Mio. € Schulden abbauen und profitieren ebenfalls deutlich von sehr niedrigen Zinssätzen. „Dieses nachhaltige Wirtschaften zahlt positiv auf die Generationengerechtigkeit ein und zeigt wie zukunftssicher die StEB Köln aufgestellt sind.“, sagt Otto Schaaf, Vorstand der StEB Köln.

Ein Vier-Personen-Haushalt in Köln muss auch im nächsten Jahr durchschnittlich 330,28 Euro an Abwassergebühren zahlen – insgesamt 1,3 Prozent weniger als noch Mitte der 1990er-Jahre. Der Gebührensatz für Schmutzwasser (1,54 €/m³) und für Niederschlagswasser (1,27 €/m²) ist schon seit fünf Jahren (2017) konstant: Pro Tag zahlt jeder Einwohnende von Köln 23 Cent.

Was passiert mit den Abwassergebühren?
Die Abwassergebühren werden auf Grundlage des Kommunalabgaberechts festgelegt und zu 100 Prozent für Aufgaben des Abwasserbereichs eingesetzt. Dadurch kommen sie wieder dem Gebührenzahler zugute.
Weitere Informationen können Sie auf der Seite Abwassergebühren nachlesen.

Sauberes Wasser – Was kann ich dafür tun
Viele Dinge, die der ein oder andere in die Toilette wirft, können der Umwelt schaden. Was an Grob- und Schadstoffen in der Toilette oder im Waschbecken entsorgt wird, kommt ins Abwasser und damit in den Wasserkreislauf. Mit hohem zusätzlichem Aufwand müssen die Stoffe wieder herausgeholt und gewissenhaft entsorgt werden. Diese zusätzliche Belastung spiegelt sich auch in der Höhe der Abwassergebühren wider. Ohne diesen Aufwand könnten rund 1,2 Mio. EUR für die Rechengutentsorgung eingespart werden. Das entspricht einer Menge von rund 6.300 Tonnen jährlich. Weitere Informationen zu den Aufgaben der StEB Köln, zu den Kölner Abwassergebühren und den Flyer „Das gehört nicht in die Toilette!“ erhalten Sie auf der Seite Der Weg des Abwassers

Ihr Ansprechpartner
Andrea Bröder
Unternehmenskommunikation – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
0221 221-28941, Mobil: 0163 5385107
andrea.broeder@steb-koeln.de

https://www.steb-koeln.de/Aktuelles/StEB-K%C3%B6ln-halten-Abwassergeb%C3%BChren-konstant.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp

(nach oben)


Ruhrverband: Wehranlage Lenhausen: „Lennesee“ wird ab dieser Woche erneut abgesenkt

Ruhrverband lässt die mobilen Schlauchwehre vor dem Start der Hochwassersaison abbauen

Der Ruhrverband beginnt am morgigen Dienstag, dem 15. Dezember, mit einer erneuten Absenkung des „Lennesees“ bei Finnentrop. Dies ist notwendig, um die für die Sanierung der denkmalgeschützten Wehranlage Lenhausen verlegten mobilen Schlauchwehre vor Beginn der winterlichen Hochwassersaison aus dem Fluss zu holen.

Seit gut eineinhalb Jahren wird die Wehranlage Lenhausen umfassend saniert; unter anderem wurden die beiden jeweils 22 Meter langen Wehrwalzen aus genietetem Stahl mit riesigen Kränen herausgehoben und zur Aufarbeitung durch eine spezialisierte Stahlbaufirma abtransportiert. Die mobilen Schlauchwehre dienen dazu, die Wehranlage trockenzulegen, damit alle sanierungsbedürftigen Teile gut zugänglich sind.

Bis zum nächsten Frühjahr kann die Lenne nun frei durch die Wehranlage fließen. Für das kommende Jahr ist unter anderem der Wiedereinbau der generalüberholten Wehrwalzen geplant. Dann werden auch die markanten orangefarbenen Kunststoffschläuche wieder zum Einsatz kommen und der „Lennesee“ wird wieder auf seinen üblichen Füllstand aufgestaut.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///wehranlage-lenhausen-lennesee-wird-ab-dieser-woche-erneut-abgesenkt/

(nach oben)


Stuttgart: Jahresbericht 2019

Liebe Leserinnen und Leser, ab heute können Sie unseren Jahresbericht für das vergangene Jahr 2019 anschauen. Neben den kaufmännischen Zahlen und den Leistungsdaten der vier Stuttgarter Klärwerke berichten wir über ausgewählte Themen aus 2019.

Welche Herausforderungen kommen auf die Stadtentwässerung Stuttgart zu?
Mit welchen Investitionen können wir die Zukunft meistern und unsere funktionierende Infrastruktur erhalten?
Wie können wir neue Mitarbeiter begeistern und gewinnen?
Wo stehen wir und wohin steuern wir?
Was konkret bedeutet Digitalisierung für die SES?
Dies sind nur einige der aktuellen Fragestellungen. Über die Antworten wollen wir Sie im vorliegenden Bericht informieren.

Wir wünschen Ihnen Freude beim Lesen! Über eine Rückmeldung zum Bericht würden wir uns sehr freuen.

Neben dem Jahresbericht im DIN-A4-Format bieten wir zusätzlich eine PDF-Version für mobile Endgräte wie Handys und Tablet-PC an. Darüber hinaus gibt es eine Version im EPUP-Format für eBook-Reader und Handys oder Tablet-PC mit Reader-Software.

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/der-ses-jahresbericht-2019-ist-erschienen/

(nach oben)


Stuttgart: Verabschiedung Dienststellenleiter Kanalbetrieb der Stadtentwässerung Stuttgart

Im Jahr 1977 begann der berufliche Werdegang von Herrn Hertler beim Tiefbauamt der Landeshauptstadt Stuttgart. In den ersten Jahren hat Herr Hertler als Bauleiter der Bauabteilung Filder, Bezirksstelle 2 und später als Leiter der Bauabteilung Mitte des Baubezirks 3 und später 4 viele Bauprojekte umgesetzt. Darunter zählen bekannte Bauwerke wie das ehemalige Parkhaus „Rote Wand“ oder die Fußgängerbrücke „Lodzer Steg“ beim Löwentor.

Nach 17 Jahren in verschiedenen Bauabteilungen des TBA wollte sich Herr Hertler neuen Herausforderungen stellen und wurde Ende 1994 neuer Dienststellenleiter des Kanalbetriebs der Stadtentwässerung Stuttgart. In den kommenden 26 Jahren hat Herr Hertler den Kanalbetrieb so wie wir ihn heute kennen, stark geprägt. Er hat an der Entwicklung des Kanalbetriebs zu einem modernen, effizienten und dienstleistungsorientierten Betrieb maßgeblich gestaltet. Dabei lagen ihm seine Mitarbeiter stets am Herzen und er zeigte viel Engagement in Bereichen wie Ausbildung und vor allem auch Arbeitssicherheit.

Als engagiertes DWA-Mitglied ist er nicht nur Lehrer in der Kanalnachbarschaft und Referent, sondern auch Mitglied in diversen Fachausschüssen. Seine gesellige und offene Art hat dazu beigetragen, dass er über die Jahre ein umfassendes Netzwerk an Kontakten aufgebaut hat und inzwischen weit über die Grenzen von Stuttgart bekannt und beliebt ist.

Abschließend möchte sich die Stadtentwässerung Stuttgart nochmals für die engagierte Arbeit bei Herrn Hertler bedanken und wünscht alles Gute für seinen Ruhestand.

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/verabschiedung-dienststellenleiter-des-kanalbetriebs-der-stadtentwaesserung-stuttgart-herr-hertler/

(nach oben)


Berlin: Schwammstadt-Dienstleistungs-Finder

Die Berliner Regenwasseragentur verkürzt Wege zwischen Bauenden, Planenden, Investierenden sowie Schwammstadt-Dienstleistenden jetzt mit einer Anbietersuche.

Die Berliner Regenwasseragentur verkürzt Wege zwischen Bauenden, Planenden, Investierenden sowie Schwammstadt-Dienstleistenden. Dafür ist http://www.regenwasseragentur.berlin jetzt mit einer Anbietersuche ergänzt worden.

Die Berliner Regenwasseragentur weitet ihr Informations- und Serviceangebot um eine Anbietersuche im Internet aus. Mit dem neuen interaktiven Tool können Grundstücks- und Gebäudebesitzende in Berlin schnell und einfach Profis für Planung, Bau und Betrieb von Maßnahmen dezentraler Regenwasserbewirtschaftung finden. Schon bisher hat die Berliner Anlaufstelle für dezentrale Regenwasserbewirtschaftung auf ihrer Website und – vor Corona auch auf vielen Veranstaltungen – zu Umsetzungsbeispielen, rechtlichen Grundlagen, Planungshilfen, Förderprogrammen, Weiterbildungsmöglichkeiten und vielem mehr informiert und beraten.

Die neue Anbietersuche umfasst Firmen und andere Dienstleister, die u. a. Dach- und Fassadenbegrünung, Versickerungsanlagen, Betriebswassernutzung oder Überflutungsvorsorge für einzelne Maßnahmen, aber auch ganze Quartiere planen, herstellen, ausführen oder auch betreiben. Anbieter, die derartige Leistungen in Berlin erbringen, können sich kostenlos in die Liste eintragen. Der Eintrag stellt einen Beitrag zur Markttransparenz, aber keine Empfehlung der Regenwasseragentur für die Firmen dar.

Regenwassermanagement für ein gutes Stadtklima
“Regenwasser ist viel zu kostbar, um in die Kanalisation zu fließen. Regen, der vor Ort versickert und verdunstet macht die Stadt kühler, grüner und lebenswerter und schützt zugleich die Gewässer. Nachhaltiges Regenwassermanagement ist zentral für die Zukunftsfähigkeit der Stadt und ein wichtiger Beitrag zur Klimafolgenanpassung. Deshalb bauen wir die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung aus, bei der Gestaltung von Neubauquartieren ebenso wie mit dem Förderprogramm für Gründächer auf bestehenden Gebäuden“, sagt Regine Günther, Berlins Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. „Mit der erleichterten Anbietersuche im Internet trägt die Regenwasseragentur nun zur schnelleren Umsetzung guter Beispiele dezentraler Regenwasserbewirtschaftung in der Stadt bei.“

Die Berliner Regenwasseragentur ist eine Initiative des Landes Berlin und der Berliner Wasserbetriebe. Unser Credo:
Ob verdunsten, versickern, speichern oder nutzen: Wer Regenwasser vor Ort bewirtschaftet, sorgt für ein besseres Stadtklima, gesündere Gewässer, geringere Überflutungsrisiken und mehr Grün. Die Berliner Regenwasseragentur unterstützt das Land Berlin dabei, einen neuen Umgang mit Regenwasser voranzutreiben – für ein lebenswertes und klimaangepasstes Berlin. www.regenwasseragentur.berlin

Anbietersuche: http://www.regenwasseragentur.berlin/anbietersuche/  

Quelle: https://www.bwb.de/de/299_25051.php

(nach oben)


Fulda: Richtfest auf der Kläranlage

1,2 Millionen-Euro-Projekt zur Aufstockung und Modernisierung
Nachdem der Abwasserverband Fulda zur technischen Erneuerung des 1974 errichteten Großklärwerkes in Gläserzell bisher überwiegend in die klärtechnische Infrastruktur investiert hat, laufen derzeit die Arbeiten zur Aufstockung und Modernisierung des Betriebsgebäudes…..

https://www.abwasserverband-fulda.de/newsreader-v2/Richtfest.html

(nach oben)


HAMBURG WASSER stellt Klimaplan 2025 vor und gibt echte Klimaneutralität für den gesamten Konzern als Ziel aus

Null Emissionen in allen relevanten Konzernbereichen – das ist das Ziel, das HAMBURG WASSER bei der heutigen Vorstellung des HAMBURG WASSER Klimaplans 2025 im Beisein von Umweltsenator Jens Kerstan für seine Zukunft ausgegeben hat. Konkret plant Hamburgs städtischer Wasserversorger bis 2025 Investitionen in Höhe von 50 Mio. Euro für den Ausbau neuer regenerativer Erzeugungsanlagen sowie eine weitere Verringerung des Eigenstrombedarfs um 3,1 Mio. Kilowattstunden im Vergleich zu heute. Dadurch strebt das Unternehmen an, im Zieljahr eine Quote von rund 90 Prozent bei der Eigenstromerzeugung zu erreichen und die direkten CO2-Emissionen um mehr als 90 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Für eine absolute Klimaneutralität kündigt HAMBURG WASSER außerdem an, bis 2025 einen verbindlichen Fahrplan zu entwickeln, mit dem das Unternehmen auch indirekte Emissionen, die etwa durch Zulieferketten oder die Mobilität der Mitarbeitenden entstehen, künftig vermeiden oder kompensieren wird.

Nathalie Leroy, Sprecherin der Geschäftsführung von HAMBURG WASSER: „Wenn wir nur die Energiebilanz von HAMBURG WASSER betrachten, weisen wir bereits seit acht Jahren eine CO2-negative Bilanz aus. Verbrauchten wir 1990 noch 108.000 t CO2, so liegen wir heute bei lediglich rund 4.000 Tonnen CO2 jährlich, die wir durch die Einspeiseleistung unserer regenerativen Erzeugungsanlagen spielend ausgleichen. Wir möchten uns darauf aber nicht ausruhen, sondern streben einen echten Null-Emissionsbetrieb an. Dafür werden wir künftig verstärkt die sogenannten Scope 3-Emissionen in den Blick nehmen. Diese indirekten Emissionen, die dem eigentlichen Kerngeschäft vor- oder nachgelagert sind, bleiben bei Klimabilanzen häufig außen vor. Hier möchten wir Vorreiter sein und in den nächsten fünf Jahren einen Plan entwickeln, mit wir auch diese Emissionen systematisch erfassen und auf ein klimaverträgliches Maß bringen können.“

Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Wir haben uns mit dem Hamburger Klimaschutzgesetz im bundesweiten Vergleich der Großstädte äußerst ehrgeizige Klimaziele gesteckt. Dass nun mit HAMBURG WASSER ein kommunales Unternehmen vorangeht und sich sehr ehrgeizige und umfassende Ziele steckt, seine Emissionen zu senken, freut mich besonders. Es belegt, dass öffentliche Unternehmen den Menschen unserer Stadt über die zuverlässige Versorgung hinaus echte Mehrwerte liefern.“

Kraftwerk Klärwerk: Mit neuen Verfahren und neuen Erzeugern zu mehr Effizienz
Für die Umsetzung seines Klimaplans 2025 setzt HAMBURG WASSER auf zwei zentrale Bausteine: Energieeinsparung und Energieproduktion aus eigenen regenerativen Erzeugungsanlangen. Als wesentlicher Hebel bei der Energieeffizienz des Konzerns erweist sich dabei das Klärwerk im Hamburger Hafen. Gehörte es 1990 noch zu den größten Stromverbrauchern der Stadt, produziert es heute mehr Energie als es für seine eigenen Prozesse benötigt. „Obwohl wir auf unserer Kläranlage schon heute Energieüberschüsse erzielen, sehen wir an diesem Standort weitere Potenziale“, erläutert der technische Geschäftsführer Ingo Hannemann. „Um diese zu nutzen, werden wir weiter in die Schlammbehandlung investieren und beabsichtigen zusätzliche Erzeugungsanlagen zu errichten. Geplant sind zwei neue Windenergieanlagen und drei weitere eiförmige Faulbehälter. Insgesamt können wir damit allein die Stromproduktion auf unserer Anlage von derzeit 122,8 Mio. kWh jährlich auf dann 147,7 Mio. kWh jährlich steigern. Hinzu kommen erkleckliche Mengen thermischer Energie, die wir beispielsweise der Stadt zur Verfügung stellen können.“

Positiv auf die Energiebilanz des Klärwerks wirken sich zudem zwei große Modernisierungsprojekte aus, die HAMBURG WASSER jüngst auf der Kläranlage abgeschlossen hat: Die Umstellung der Belüftung der biologischen Reinigung auf Druckbelüftung sowie der Neubau eines Rechen- und Sandfanggebäudes am nördlichen Zulauf der Anlage. „Der Rechen und Sandfang als mechanische Stufe sowie die nachgelagerte biologische Behandlung des Abwassers sind für die Abwasserreinigung unersetzlich“, sagt Ingo Hannemann. „Mit zusammen knapp 14,5 Mio. Kilowattstunden haben sie aber bislang den Löwenanteil des Strombedarfs im Klärwerk ausgemacht. Durch die jetzt erfolgten Verfahrensoptimierungen senken wir diese Bedarfe ab sofort um knapp 50 Prozent.“

Trotz geringerem Strombedarf ist der neue Rechen und Sandfang leistungsfähiger als sein Vorgänger. Statt sieben Kubikmeter Abwasser pro Sekunde kann er neun Kubikmeter pro Sekunde verarbeiten – ein Plus von 28,5 Prozent. Die neue Anlage leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimafolgenmanagement Hamburgs, da sie die großen Mengen Wasser, die bei Starkregenereignissen die Kläranlage in kurzer Zeit erreichen, besser verarbeiten kann.

Das energieautarke Klärwerk als Blaupause für den gesamten Konzern
Um das Ziel zu erreichen, die Eigenerzeugungsquote bei der Energieversorgung bis 2025 auf gut 90 Prozent zu steigern, sind Maßnahmen an allen Unternehmensstandorten von HAMBURG WASSER geplant. Neben dem Klärwerk Hamburg betrifft das die 16 Wasserwerke des Unternehmens, die Standorte des Netzbetriebs sowie die Verwaltung in Rothenburgsort. „Wir haben eine Maßnahmen-Mix ausgearbeitet, der beispielsweise von CO2-neutralen Heizungsanlagen in einzelnen Gebäuden bis zu kleinen Photovoltaikparks an verschiedenen Standorten reicht“, führt Nathalie Leroy aus. „Weit gediehen sind außerdem Pläne, einzelne Wasserwerke mit Mikro-Windkraftanlagen auszustatten. Diese können als privilegierte Nebenanlage in Werksnähe betrieben werden und einen direkten Eigenstromverbrauch für die Trinkwasserproduktion ermöglichen.“ Die Planungen von HAMBURG WASSER sehen dabei Anlagen der 750 kW-Klasse vor, die aufgrund ihrer kompakten Abmessungen deutlich einfacher realisierbar sind als das bei großtechnischen Anlagen der Fall ist.

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/hamburg-wasser-stellt-klimaplan-2025-vor-und-gibt-echte-klimaneutralitaet-fuer-den-gesamten-konzern/

(nach oben)


OOWV und DMK beteiligen sich an EU-Forschungsprojekt Optimaler Wassereinsatz

Brake/Edewecht. Viel vorgenommen haben sich der OOWV und die DMK Group: Die beiden Partner suchen gemeinsam nach einer Möglichkeit der Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs. Ihre Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen von „B-WaterSmart“, einem Forschungsprojekts der Europäischen Union (EU).

Zusammen mit der EnviroChemie GmbH soll hierfür eine Pilot-Anlage entwickelt und am Werk der DMK Group in Edewecht betrieben werden. Wasser, das bei bestimmten Verarbeitungsprozessen aus der Milch extrahiert wird, soll hier zu Wasser in Trinkwasserqualität aufbereitet und anschließend wiederverwendet werden. Geleitet wird das Projekt vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wasserforschung gGmbH.

https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archiv/2020/november/4/artikel/oowv-und-dmk-beteiligen-sich-an-eu-forschungsprojekt/

(nach oben)


Stuttgart: Aufnahmeteam für den SWR Beitrag „Die Öko-Checker“ im Hauptklärwerk

Anfang August war ein Aufnahmeteam im Auftrag des SWR gemeinsam mit Tobias Koch im Hauptklärwerk um für den Beitrag „Die Öko-Checker“ des SWR, bei einer Führung mit unserer Betriebsingenieurin Maximiliane Kühl, mehr über die Funktion des Hauptklärwerks in Stuttgart-Mühlhausen zu erfahren.

Teile dieser Aufnahmen sind bei Youtube und Instagram sowie in der Mediathek der ARD „Die Öko-Checker“ zum Thema Wäsche waschen erschienen. Mehr:

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aufnahmeteam-fuer-die-oeko-checker-des-swr-mit-tobias-koch-im-hauptklaerwerk/

(nach oben)


Stuttgart: Rauchgasröhren der Klärschlammverbrennungsanlage im Hauptklärwerk Stuttgart‐Mühlhausen werden saniert

Die zwei Rauchgasröhren der Wirbelschichtverbrennungsanlage im Hauptklärwerk Stuttgart‐Mühlhausen sind inzwischen fast 40 Jahre alt. Da beide Rauchgasröhren schadhaft sind und eine Sanierung unwirtschaftlich ist, werden diese momentan unter Einsatz eines 130 Meter hohen Krans ausgetauscht.

Die gesamte Demontage der alten Röhren sowie die Montage der neuen Röhren wird voraussichtlich drei Wochen in Anspruch nehmen.

Neben dem Tausch der Rauchgasröhren werden auch die Betonhülle des Kamins saniert, sowie die Beleuchtung erneuert. Das Gesamtvolumen der Maßnahme beträgt rund zwei Millionen Euro und wird Ende November abgeschlossen sein. Mehr:

https://www.stuttgart.de/pressemitteilungen/2020/oktober/rauchgasroehren-der-klaerschlammverbrennungsanlage-im-hauptklaerwerk-stuttgart-muehlhausen-werden-saniert.php

(nach oben)


HAMBURG WASSER und der NABU Hamburg haben eine Kooperation ihrer Bildungsangebote für Schulen rund um die Themen Gewässer- und Trinkwasserschutz ins Leben gerufen

Das Projekt „ElbForscher meets Lab in a Drop“ gibt Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, den Weg des Wassers vom Badezimmer bis ins Meer unter die Lupe zu nehmen. HAMBURG WASSER und der NABU haben das nachhaltige Projekt heute erstmals in der Gyula Trebitsch Schule in Tonndorf vorgestellt. „ElbForscher meets Lab in a Drop“ richtet sich an alle Schulklassen von der fünften bis zur dreizehnten Jahrgangsstufe. Die Buchung ist ab sofort möglich auf den Internetseiten der Kooperationspartner: www.hamburgwasser.de oder www.NABU-Hamburg.de.

Das gemeinsame Programm verbindet die Bildungsangebote „Die ElbForscher“ vom NABU und „Lab in a Drop“ von HAMBURG WASSER. Die einander ergänzenden Module behandeln die menschlichen Einflüsse auf den gesamten Wasserkreislauf. HAMBURG WASSER bietet mit „Lab in a Drop“ Experimente in einem einzelnen Wassertropfen an, um Eigenschaften des Trinkwassers wie die Oberflächenspannung und wichtige chemische Parameter der Trinkwasserverordnung zu untersuchen. Schulklassen lernen außerdem in der Abwasserausstellung die Arbeitsweise des Klärwerks kennen und setzen sich mit Problemstoffen wie Medikamentenrückständen im Abwasser auseinander. Mit dem NABU beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Lebensraum Elbe und den Einflüssen der Menschen auf Gewässer. Je nach Alter untersuchen sie Plank-tonorganismen und Wassereigenschaften an der Elbe, versetzen sich in einem Planspiel in die Lage von Wirtschaftsunternehmen oder forschen zu Mikroplastik. Gefördert wird „Die ElbForscher“ von der Stiftung Lebensraum Elbe. Im Rahmen der Kooperation unterstützt HAMBURG WASSER den NABU in den nächsten vier Jahren mit 10.000 Euro für die Umweltbildung.

Schulen können Module von „ElbForscher meets Lab in a Drop“ kombinieren, z.B. für Projektwochen oder einzeln nutzen. Die Angebote von HAMBURG WASSER sind kostenfrei. Für die Module des NABU fallen drei bis fünf Euro pro Person an. Für KESS 1- und KESS 2-Schulen können die Kostenbeiträge um die Hälfte reduziert werden. Solange Schulfahrten und Exkursionen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht erlaubt sind, finden die Projekttage in der Schule statt…

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/hamburg-wasser-und-nabu-starten-kooperation-fuer-umweltbildung/

(nach oben)


HAMBURG WASSER: Arbeitskreis Naturschutz Tostedt und HAMBURG WASSER stellen Studienergebnisse und Aktionsplan zur Sicherung des Heidemoors vor

URSACHEN FÜR AUSTROCKNUNG UNTERSUCHT
Mit gezielten Maßnahmen möchten der Arbeitskreis Naturschutz Tostedt, AKN, und HAMBURG WASSER der zunehmenden Austrocknung des Heidemoores bei Ottermoor begegnen. Moore verdienen als besondere Biotope und als effektive Speicher für CO2 heutzutage besondere Aufmerksamkeit. Das erklärten beide Akteure bei einer heutigen Ortsbegehung. Anlässlich des Termins wurden außerdem die zentralen Ergebnisse einer Studie vorgestellt, bei der das Ingenieurbüro Geries die Ursachen und Möglichkeiten, die zunehmende Austrocknung des Moores zu verhindern, untersucht hat. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass diese der zunehmenden Trockenheit in der Vegetationsphase infolge des Klimawandels und dem Bau von Entwässerungsgräben geschuldet ist, die im Zuge der sogenannten „Moorkultivierung“ vor Jahrzehnten angelegt worden sind. Ein ebenfalls untersuchter möglicher Zusammenhang zur Grundwasserförderung von HAMBURG WASSER konnte nicht festgestellt werden.

Das besondere Augenmerk der Voruntersuchung von HAMBURG WASSER im Heidemoor galt der Dynamik von Oberflächenwasser und oberflächennahem Grundwasser. In der Vergangenheit wurden auch Befürchtungen geäußert, dass die Trinkwasserentnahme durch HAMBURG WASSER die Wasserstände des Heidemoors beeinflussen könnte. Durch die gezielte Untersuchung der hydrogeologischen Verhältnisse zwischen der Este und Wümme konnten diese Sorgen entkräftet werden. Das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hat die Untersuchungsergebnisse bewertet und im Ergebnis bestätigt.

Um den Zustand des Moores zu verbessern haben der AKN und HAMBURG WASSER angekündigt, die Wasserwege in und um das Moor herum weiter umzugestalten. Dafür sollen weitere der künstlich geschaffenen Gräben verfüllt und vom AKN angelegte Dämme ergänzt werden. Ein Messstellennetz soll zudem helfen, die Auswirkungen der Maßnahmen auf die Wasserstände zu bewerten. HAMBURG WASSER unterstützt die durchgeführten Voruntersuchungen und die geplanten Maßnahmen finanziell, der AKN wird die Umsetzung mit seiner umfangreichen Kenntnis des Moores beratend begleiten.

Dass die Entwässerungsgräben ein Hindernis für die Wiedervernässung des Moores darstellen, hat der AKN schon länger vermutet. Zwischen 2007 und 2016 haben die Umweltschützer deshalb punktuell Gräben verfüllt und einzelne Bäume gefällt, da diese dem Moor Wasser entziehen. Allerdings musste auch ein Graben umgeleitet werden, um ein Zufließen von nährstoffreichem Wasser aus den östlich des Moores gelegenen Flächen zu verhindern. Der Grund dafür ist die intensive landwirtschaftliche Nutzung dieser Flächen. Dadurch besteht das Risiko, dass mit dem natürlichen Wasserzufluss auch Nährstoffe wie Stickstoff oder Phosphor, die durch Düngemittel in das Wasser gelangen, dem Moor zufließen und die empfindliche Moorvegetation verdrängt wird. Damit fehlt das Wasser aus dem östlich angrenzenden Einzugsgebiet dem Moor. Wie eine Extensivierung der Nutzung dieser Flächen erreicht werden kann damit dieses Wasser wieder den Wasserhaushalt des Moores stabilisieren kann, soll im Rahmen des Projekts mit allen Akteuren im Gebiet diskutiert werden.

Bei der Umsetzung der nun beschlossenen Maßnahnahmen wird der AKN beratend und überwachend mitwirken, ebenso bei der Erfolgskontrolle. Denn ob das Ziel, die Wasserstände auch in trockenen Phasen zu stabilisieren, erreicht worden ist, kann erst im Verlauf der nächsten Jahre beurteilt werden. Möglicherweise muss der Rückbau von Drainagegräben auch noch auf die westlich an das Moor angrenzenden Flächen ausgedehnt werden.

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/arbeitskreis-naturschutz-tostedt-und-hamburg-wasser-stellen-studienergebnisse-und-aktionsplan-zur-si/

(nach oben)


Niederbrechen: Sanierung und Erweiterung der Kläranlage

Die Kläranlage in Niederbrechen steht vor der größten Umbaumaßnahme seit ihrem Bau vor annähernd 40 Jahren. Künftig müssen höhere Anforderungen an die Reinigungsleistung für den Parameter Phosphat erfüllt werden, die Kapazität der Kläranlage wird erweitert und vorhandene Betonbauwerke müssen saniert sowie die maschinellen und elektrotechnischen Ausrüstungen ebenfalls erneuert werden. Selbstverständlich werden Abwasserreinigung und Schlammbehandlung während der gesamten Bauphase aufrechterhalten; die Reinigungsanforderungen gelten auch in der Zeit des Umbaus.

Die jetzt anstehenden Arbeiten wurden über mehrere Jahre intensiv planerisch vorbereitet, verschiedene europaweite und nationale Ausschreibungen wurden durchgeführt, weitere Ausschreibungen sind in der Vorbereitung. Im ersten Bauabschnitt werden die Bauwerke Zulaufpumpwerk, Sandfang und Eindicker saniert und mit neuer Maschinentechnik ausgerüstet. Außerdem werden die Rechenanlage und die Schlammentwässerung vollständig neu gebaut. Die zugehörigen Elektro- und Schaltanlagen werden ebenfalls komplett erneuert. Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt wurden bereits im Mai begonnen. Diese Arbeiten werden mehrere Monate, bis ins Frühjahr 2021, andauern. Da die Funktionen dieser Behandlungsschritte auch während der Sanierung unbedingt aufrechterhalten werden müssen, wurden zunächst aufwendige Provisorien eingerichtet. Ein oberirdisches Pumpwerk mit Umgehungsleitung sowie eine Einrichtung zum Grobstoffrückhalt, beides mit provisorischer Stromversorgung, sind bereits in Betrieb. Auch diese provisorischen Anlagen sind in die Rufbereitschaft integriert und werden rund um die Uhr überwacht, so dass auch Störungen außerhalb der normalen Dienstzeit behoben werden können.
Erst nachdem das provisorische Pumpwerk einschließlich Umgehungsleitung in einem gesicherten Betrieb lief, konnten die Abrissarbeiten an Rechen und Gerinnen beginnen. Anschließend erfolgen die vorbereitenden Arbeiten zur Errichtung des neuen Rechengebäudes.

Ebenso begonnen wurden die Sanierung des Sandfangs, der Eindicker und des Pumpwerks sowie der Neubau der Schlammentwässerung. Die Arbeiten wurden an mehreren Stellen gleichzeitig begonnen, um einerseits den Betriebsablauf der Kläranlage möglichst gut einzubeziehen und andererseits zügig voranzukommen.

Für Bau-, Maschinen- und Elektrotechnik des ersten Bauabschnittes wurden Aufträge von insgesamt rund 5,7 Mio. € (einschl. 19 % Umsatzsteuer, ohne Baunebenkosten) vergeben.
Die Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt werden in Kürze beauftragt und sollen noch in 2020 beginnen. In diesem zweiten Abschnitt wird die komplette biologische Reinigungsstufe mit Belebungsbecken und Nachklärbecken neu gebaut. Hierfür wird auch der Wirtschaftsweg entlang der Kläranlage weiter in Richtung Osten verlegt, um ausreichend Platz für die neuen Bauwerke zu schaffen. Außerdem wird ein komplett neuer Verfahrensschritt – die so genannte Klärschlamm-Faulung – errichtet. Hierbei wird der entstehende Klärschlamm so behandelt, dass Faulgas gewonnen wird, das in einem so genannten Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme umgewandelt wird. Ziel ist es, aus dem Faulgas mindestens 70 % des gesamten Ener-giebedarfs der Kläranlage zu gewinnen.
Alleine für diese Bauarbeiten des zweiten Bauabschnittes werden rund 10 Mio. € Investitionskosten veranschlagt. Die zugehörige Maschinen- und Elektrotechnik folgt nach und nach. Für das Gesamtprojekt wird der Abwasserverband Goldener Grund nach heutigem Stand voraussichtlich rund 27 Mio. € investieren. Das Land Hessen gewährt einen Zuschuss in Höhe von rund 2,1 Mio. € für die Phosphatelimination. Der Bund beteiligt sich mit weiteren 500.000,- € an der Verfahrensumstellung auf die Faulung, weil dadurch der Primärenergiebedarf und damit auch die Treibhausgasemissionen der Kläranlage ganz erheblich verringert werden. Außerdem erhält der Abwasserverband einen Zuschuss von weiteren knapp 260.000,- € vom Bund für den Einsatz besonders energiesparender Maschinentechnik. Die gesamte Baumaßnahme wird rund vier Jahre andauern.

https://www.niederbrechen.de/news/2020-09-09-sanierung-und-erweiterung-der-klaeranlage.html

(nach oben)


Niersverband bekommt neue Führungsspitze

Der Verbandsrat des Niersverbandes hat in seiner Sitzung am 10. September 2020 Sabine Brinkmann als Nachfolgerin des derzeitigen Vorstandes des Niersverbandes, Prof. Dietmar Schitthelm, gewählt. Prof. Schitthelm wird Ende April 2021, mit Erreichen der Altersgrenze nach Niersverbandsgesetz, in den Ruhestand verabschiedet.
Damit ist Sabine Brinkmann die erste Alleinvorständin eines sondergesetzlichen Wasserverbandes in NRW. „Wir freuen uns, mit Sabine Brinkmann eine kompetente und fachlich versierte Nachfolgerin für Herrn Professor Schitthelm gefunden zu haben“, gratulierte Rolf Königs Vorsitzender des Verbandsrates nach der Wahl. „Ich bin sicher, dass wir mit ihr den eingeschlagenen Kurs des Niersverbandes zu einer zukunftsfähigen und ganzheitlichen Gewässerbewirtschaftung weiterentwickeln und erfolgreich fortsetzen können.“

Sabine Brinkmann wechselt zum 1. März 2021 vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zum Niersverband. Derzeit leitet sie dort das Referat für Flussgebietsmanagement, Gewässerökologie und Hochwasserschutz. Zuvor hat sie weitreichende fachliche Expertise als Leiterin des Ingenieuramtes bei der Stadt Gladbeck und als Projektleiterin für den Emscherumbau bei Emschergenossenschaft / Lippeverband erworben.
Der Verbandsrat des Niersverbandes wählte die Vorständin für die Dauer von fünf Jahren. Ab 1. Mai ist Frau Brinkmann gesetzliche Vertreterin des Verbandes und verantwortlich für die laufenden Geschäfte der Verwaltung.

https://www.niersverband.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/17-september-2020-der-niersverband-bekommt-neue-fuehrungsspitze?fsize=592&cHash=4b7adda51445910b33762016a465ac67

(nach oben)


Ruhrverband: Auswirkungen des Klimawandels im Einzugsgebiet der Ruhr sind deutlich zu spüren

Ruhrverband und AWWR stellen 47. Ausgabe des Ruhrgüteberichts vor

Der Ruhrverband und die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) haben am 18. September 2020 in Essen den aktuellen Ruhrgütebericht vorgestellt. Anlässlich der Veröffentlichung der mehr als 230 Seiten starken 47. Ausgabe des Berichts zeigte sich Prof. Norbert Jardin, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands, besorgt über die Auswirkungen des Klimawandels im Einzugsgebiet der Ruhr: „2020 ist das zwölfte zu trockene Jahr in Folge und die zehn wärmsten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn gab es in den letzten 20 Jahren. Positiv zu vermerken ist, dass die Talsperren des Ruhrverbands das Ruhrgebiet trotz der bereits im dritten Jahr anhaltenden extremen Dürre vor Engpässen bei der Trinkwasserversorgung bewahrthaben.“

Die Wasserabgaben aus den Talsperren haben im Jahr 2020 ein neues Rekordniveau erreicht. Bisher waren in diesem Jahr Wasserzuschüsse aus den Talsperren an 137 Tagen erforderlich, um den Mindestabfluss an der Ruhr bei Schwerte zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund genehmigte das NRW-Umweltministerium die temporäre Reduzierung der Mindestabflüsse am Pegel in Villigst. Die Absenkphase wurde durch ein umfassendes Monitoringprogramm der Ruhr begleitet, um Hinweise auf mögliche Veränderungen der Gewässerbeschaffenheit zu erhalten. Die Untersuchungen belegen, dass negative Auswirkungen auf die Gewässergüte der Ruhr infolge niedriger Abflusswerte nicht erkennbar sind. Dies ist nicht zuletzt den hervorragenden Reinigungsergebnissen der Kläranlagen des Ruhrverbands zu verdanken. Die Mindestanforderung an die Sauerstoffkonzentration wurde mit Ausnahme von Einzelmessungen im gesamten Ruhrverlauf eingehalten. Die Konzentrationen von BSB5 und TOC hielten ebenso wie die der Kenngrößen Chlorid, Sulfat, Nitrat-Stickstoff, Ammonium-Stickstoff und ortho-Phosphat-Phosphor durchgehend die Anforderungen ein. Für Ammonium-Stickstoff wird auf den ersten 80 Ruhrkilometern sogar ein sehr guter Zustand erreicht. Derzeit wird zwischen dem Umweltministerium, der Bezirksregierung Arnsberg, der AWWR und dem Ruhrverband über einen größeren Handlungsspielraum bei der Bewirtschaftung der Ruhrabflüsse und der Talsperren diskutiert.

Baden in der Ruhr – erste offizielle Bewertung bestätigt gute Wasserqualität
An der Badestelle Seaside Beach wurden in der Badesaison 2020 die Grenzwerte für E. coli und für die intestinalen Enterokokken nur an zwei Tagen überschritten, so dass die gute hygienische Wasserqualität das Baden an 69 Tagen ermöglichte. Die erstmalige Bewertung der Wasserqualität im diesjährigen Badegewässerbericht des Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) bescheinigt der seit 2017 in Betrieb befindlichen Badestelle „Seaside Beach“ am Baldeneysee eine „gute Wasserqualität“. Dies ist die zweitbeste Bewertung für ein Badegewässer.

Talsperren Güteentwicklung und Freizeitnutzung
Seit 40 Jahren hat sich die Trophie, also die Intensität der Algenproduktion, in den Talsperren des Ruhrverbands deutlich verbessert. In den 1980er, aber auch noch in den 1990er Jahren kamen nähstoffreiche (eutrophe) Verhältnisse immer wieder vor. Inzwischen sind die Talsperren sicher als mesotroph (begrenztes Nähstoffangebot) und die Sorpe sogar als nährstoffarm (oligotroph) einzustufen. Dies zeigt sich in der erfreulichen Entwicklung der ökologischen Verhältnisse, wie die Präsenz großer Wasserflöhe, das klare Wasser und dem Lebensraum für Eisvögel.

Die Verbesserung des ökologischen Zustands ist auf gezielte Maßnahmen in den Einzugsgebieten der Talsperren zurückzuführen. Beispielsweise wurden Randkanalisationen (Bigge- und Sorpetalsperre) gebaut und in die Talsperren einleitende Kläranlagen an größere, unterliegende Anlagen angeschlossen. In anderen Bereichen wurden die Kläranlagen erweitert, um Phosphate und Stickstoff gezielt aus dem Abwasser entfernen zu können. Mit der Landwirtschaft wurden Kooperationen zur Optimierung des Einsatzes von Dünge- und Pflanzenbehandlungsmitteln eingegangen und über die fischereiliche Bewirtschaftung erfolgte eine gezielte Verbesserung der Artenzusammensetzung in den Talsperren.
Die Attraktivität der Talsperren als Naherholungsziel ist für das Sauerland zu einem wichtigen Tourismusfaktor geworden. Aufgrund ihres klaren Wassers sind sie als Bade-, Sport- und Freizeitseen sehr beliebt, was im „Coronasommer 2020″ an einigen Stellen auch zu chaotischen Zuständen bei der Anreise und an den Ufern geführt hat.

Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr
Die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von 18 Wasserversorgungsunternehmen an der Ruhr von ihrer Quelle in Winterberg bis zur Mündung in den Rhein. Ihre Mitgliedsunternehmen versorgen insgesamt rund 4,5 Millionen Menschen, Gewerbe und Industrie im Ruhreinzugsgebiet mit Trinkwasser bester Güte.

Die AWWR steht als Interessensvertretung für eine mengenmäßig stets ausreichende sowie qualitativ einwandfreie Trinkwassererzeugung im Ruhreinzugsgebiet und kümmert sich von daher vorrangig um den vorsorgenden Gewässerschutz, u. a. durch ein eigenes umfängliches Spurenstoff-Monitoring.

Niedrigwassersituation in Zeiten des Klimawandels
Die Niedrigwassersituation in Verbindung mit dem hohen Trinkwasserbedarf hat in 2019 erneut große Anforderungen an die Wasserversorgungsunternehmen gestellt. Die Wasserabgabe im Jahr 2019 ist im Vergleich zu 2018 um weitere 6 Mio. m³ auf 244 Mio. m³ gestiegen. „Die Rekord-Förderzahlen in 2017 und 2018 wurden somit noch übertroffen und der Trinkwasserbedarf ist weiterhin angestiegen“, resümiert der stellvertretende Vorsitzende der AWWR, Robert Dietrich, die aktuelle Situation. „Angesichts dieser Entwicklung müssen wir uns die Frage stellen, wie wir uns diesen Herausforderungen in Zukunft am besten stellen“, so Dietrich weiter.

Weder in den letzten drei Rekordjahren noch im laufenden Jahr ist es im AWWR-Gebiet im Gegensatz zu einigen anderen Regionen Deutschlands zu Engpässen in der Trinkwasserversorgung gekommen. Das ist sowohl dem hohen Engagement der Wasserversorgungsunternehmen, als auch maßgeblich dem Niedrigwassermanagement des Ruhrverbands zur Schonung der Stauinhalte der Talsperren zu verdanken. Insbesondere während der längeren Trocken- und Hitzeperioden ist es wichtig, dass die Talsperren die Ruhr speisen, da diese sonst trockenfallen und kein Rohwasser für die Trinkwasserproduktion mehr führen würde.

Aber auch den Kapazitäten der Talsperren sind Grenzen gesetzt und die festgeschriebenen Mindestabflüsse der Ruhr an den Pegeln Schwerte-Villigst und Hattingen sind angesichts der klimatischen Veränderungen und den damit einhergehenden Trinkwasser-Höchstfördermengen nicht mehr zeitgemäß und zu unflexibel. „Um klimaresilient aufgestellt zu sein, benötigt der Ruhrverband einen größeren Handlungsspielraum zur schonenden Bewirtschaftung der Talsperren als es das Ruhrverbandsgesetz momentan hergibt“, legt Dietrich eines der Hauptanliegen der AWWR und ihrer Mitgliedsunternehmen dar. (s. a. Kapitel 17, Auswirkungen von Trockenperioden auf die Wasserversorgung, Ruhrgütebericht 2019)

Vorrang der öffentlichen Trinkwasserversorgung
Der aus der Niedrigwassersituation der letzten Jahre und den Auswirkungen des Klimawandels resultierende Handlungsbedarf ist auch in der Politik angekommen. Ein Ergebnis des „Nationalen Wasserdialogs“ des Bundesumweltministeriums, an dem auch Expertinnen und Experten aus den Reihen der AWWR-Mitgliedsunternehmen beteiligt waren, ist, dass angesichts der Konkurrenz mit Landwirtschaft und Industrie bei den Wasserentnahmen in Dürrezeiten die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung absolute Priorität haben sollte.

Auf Landesebene ist man schon weiter: Im Entwurf des neuen Landeswassergesetzes NRW ist der Vorrang der öffentlichen Trinkwasserversorgung, der bislang nur für das Grundwasser bestand, auch auf das Oberflächenwasser ausgedehnt worden. „Das ist aus Sicht der Trinkwasserversorger nach den Erfahrungen der letzten Jahre mit Niedrigwasser der absolut notwendige Schritt in die richtige Richtung“, befürwortet Dietrich diese Entwicklung nachdrücklich.

Wasserwende / Vorteile von Wasser aus dem Hahn
Auch in die richtige Richtung gehen Endverbraucher und Initiativen, die den wahren Wert des kühlen Nass aus dem Hahn als Trinkwasser erkannt haben. Denn de facto ist dieses Trinkwasser in Deutschland das bestkontrollierte Lebensmittel, an das durch die Trinkwasserverordnung die strengsten Anforderungen gestellt werden. Von daher ist die hohe Qualität garantiert. Aber es gibt noch eine Menge anderer Vorteile, mit denen das Trinkwasser aus dem Hahn punktet:

Zuerst einmal ist es gesund und kalorienarm im Gegensatz zu vielen anderen Getränken. Dann besticht es natürlich durch seinen Preis. Hier erwirbt der Verbraucher 1 m³ (1.000 l) zum ungefähren Preis eines Kastens Wasser aus dem Supermarkt. Weiterhin bekommt er es jederzeit frei Haus geliefert. Er muss lediglich den Wasserhahn aufdrehen, sonst nichts! Aber auch die umwelt- und klimafreundlichen Aspekte wie die Vermeidung von Plastikmüll sowie die Einsparung von CO2 überzeugen mittlerweile viele Verbraucher.

Preis und Umweltschutzfaktoren nehmen auch einige Organisationen schon länger zum Anlass, in Projekten zur sogenannten „Wasserwende“ auf die Vorteile von Trinkwasser hinzuweisen, wie beispielsweise die vom Bundesumweltministerium unterstütze Stiftung „a tip: tap e.V.“, die auch von AWWR-Mitgliedsunternehmen mitgetragen wird. (s. a. Kapitel 18, Wasserwende, RGB 2019)

Einfluss von Grubenwässern für die Ruhr
Ende 2018 wurde der aktive Steinkohlenbergbau im Ruhrrevier endgültig eingestellt. Dies ist der Beginn der sogenannten Nachbergbauzeit, einer Wende, in der die Ruhrkohle AG die Grubenwasserhebung aus den tiefen Schächten der ehemaligen Bergwerke umstellt. Die Wasserhaltung im Schachtbergbau wird von der Menge her reduziert und auf wenige Standorte konzentriert. Sie wird für die Ewigkeit von Nöten sein. Als Konsequenz wird das Grubenwasser bis auf festgelegte Tiefen unter Gelände ansteigen.

Die AWWR ist als Betroffene direkt in das wasserrechtliche Zulassungsverfahren und in den im Januar 2020 begonnenen Monitoring-Prozess eingebunden. Die bisherige Grubenwassereinleitung aus den Schächten in die Ruhr soll von 25 Mio. m³/a nunmehr auf 40 Mio. m³/a erhöht werden. Das würde für die Ruhr in jedem Fall eine Verschlechterung des Rohwassers bedeuten. „Wir werden uns die Planung und die daraus resultierende Folgen noch genauer ansehen, warnen aber jetzt schon vor möglichen negativen Folgen für die Ruhrwasserqualität“, erklärt Ulrich Peterwitz, Geschäftsführer der AWWR, das weitere Vorgehen.

Ob die zukünftige Wasserhaltung der RAG sich auch indirekt auf die Erbstollenwässer auswirken wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschließend bewertbar. „Wie wir wissen, hängt unter Tage alles mit allem zusammen. Angesichts der anstehenden Wende stellt sich für die AWWR somit auch die Frage: Wird sich die Einleitung aus den Erbstollen unter den neuen Randbedingungen in Zukunft verändern“, so Peterwitz weiter.

Die aktuellen AWWR-Untersuchungen zu den Erbstollen liefern Ergebnisse, anhand derer mögliche zukünftige Auswirkungen der RAG-Aktivitäten für die Ruhr erkennbar wären. Untersucht wurden die Einleitmengen und Wasserinhaltsstoffe an sechs Erbstollen an vier über ein gesamtes Jahr verteilten Probenahmetagen. Die Ergebnisse enthielten erfreulicherweise keine negativen Überraschungen. Erhöhte Werte treten alleinig auf bei harmlosen Stoffen und Parametern wie Eisen, Mangan, Sulfat, Leitfähigkeit und pH-Wert. Die Messwerte belegen somit, dass von den Erbstollen keine Beeinträchtigung oder gar Gefährdung des Trinkwassers ausgeht. Daran soll sich – so der Wunsch der AWWR – auch in Zukunft nichts ändern.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///auswirkungen-des-klimawandels-im-einzugsgebiet-der-ruhr-sind-deutlich-zu-spueren/

Link zum Herunterladen des Ruhrgüteberichts 2019:
https://www.ruhrverband.de/fileadmin/pdf/presse/wissen/Ruhrguetebericht_2019.pdf

(nach oben)


Aggerverband stellt Regenrückhaltebecken in Engelskirchen-Schnellenbach fertig

Gummersbach. Der Aggerverband betreibt in seinem Verbandsgebiet insgesamt 88 Regenrückhaltebecken, deren primäre Aufgabe es ist, das kontrollierte Abfließen von großen, temporär gestauten Wassermengen zu gewährleisten. Im vergangenen Monat wurde nun das Regenrückhaltebecken Schnellenbach in Betrieb genommen.
Nach dem Abbruch der aus dem Jahr 1968 stammenden und seit 1996 stillgelegten Kläranlage Engelskirchen-Schnellenbach im Herbst letzten Jahres, errichtete der Aggerverband an gleicher Stelle ein Regenrückhaltebecken. Der im April dieses Jahres begonnene Bau konnte im vergangenen Monat in Betrieb genommen werden.
Das neue Regenrückhaltebecken mit einem Volumen von 2100 m³ wurde in Gabionenbauweise hergestellt und ist dem dortigen Regenüberlaufbecken aus dem Jahr 1992 nachgeschaltet.
Bei starken Niederschlagsereignissen erfolgt nach der Rückhaltung eine auf 170 l/s gedrosselte Ableitung des Wassers in den Schnellenbach. Die maximale Überfallmenge, die über den Notüberlauf des RRB eingeleitet wird, beträgt bei einem 27-jährlichen Ereignis QÜ,n = 0,04 = 1935 l/s.
Durch die kontrollierte Einleitung des Wassers in den Schnellenbach wird eine Reduzierung der hydraulischen Belastung für das aufnehmende Gewässer (Schnellenbach) unterhalb der Einleitungsstelle erreicht.
Die Baukosten für das Projekt belaufen sich auf 500.000 € (netto).

https://www.aggerverband.de/service/presse/artikel/aggerverband-stellt-regenrueckhaltebecken-in-engelskirchen-schnellenbach-fertig

(nach oben)


Bassum: Klärwerk rüstet sich für die Zukunft: „Feuchttücher bereiten uns viel Ärger“

Neue Rechenanlage bereits in Betrieb

Wenn sie nicht funktioniert, hat ganz Bassum ein Problem. Ein ziemlich unappetitliches Problem. Die Kläranlage versieht seit 25  Jahren…mehr:

https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/bassum-ort51127/feuchttuecher-bereiten-uns-viel-aerger-90033487.html

(nach oben)


Dresden: Neues Abwasserpumpwerk für Industrieansiedlungen im Dresdner Norden

Die Stadtentwässerung hatte im vergangenen Jahr eine 330 Meter lange Abwasserleitung im Gewerbegebiet Rähnitz verlegen lassen, um das Boschwerk anzuschließen. Die Abwasser-Anschlüsse sind fertig. Parallel dazu hatte auch der Bau eines neuen, leistungsfähigen Abwasserpumpwerkes direkt neben dem alten an der Radeburger Straße begonnen. Mit rund einer Million Kubikmetern fällt dort künftig jährlich die zehnfache Abwassermenge als bisher an.
„Der Bau liegt voll im Plan“, sagt Projektleiter Rainer Aurin von der Stadtentwässerung. Der Rohbau im Untergrund steht. Das „Untergeschoss“ in der Tiefe ist acht Meter hoch. Installiert werden in der Maschinenhalle später vier elektrische Pumpen mit einer Leistung von jeweils 55 Kilowatt. So ist das Pumpwerk künftig in der Lage, 140 Liter Abwasser je Sekunde vom Gewerbegebiet mit dem Boschwerk über Steigungen weiter ins zentrale Kanalnetz in Richtung Klärwerk Kaditz zu befördern. Die alte Anlage kann nur 60 Liter Abwasser je Sekunde pumpen.
Jetzt werden dort erste Ausrüstungsteile eingebaut. Dazu zählen unter anderem Metalltreppen und Podeste, die künftig als Zugang zu den Armaturen nötig sind. Ende Juni werden auch die Abwasserpumpen geliefert, die dann eingebaut werden. Das ist die künftige Maschinenhalle des Abwasserpumpwerks, die acht Meter …mehr:

https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/journal-1/detail/neues-abwasserpumpwerk-fuer-industrieansiedlungen-im-dresdner-norden/

(nach oben)


EVS: Virtuelle Inspektion von Abwasseranlagen spart künftig CO2 und Wartungszeit

Praxisorientiertes Pilotprojekt zur Inspektion von Abwasseranlagen wird vom August-Wilhelm Scheer Institut in Zusammenarbeit mit dem Entsorgungsverband Saar (EVS) umgesetzt.

Das August-Wilhelm Scheer Institut und der Entsorgungsverband Saar arbeiten an einer neuartigen technologischen Lösung für schnellere und wirtschaftlichere Inspektionen von Abwasseranlagen. Zum Einsatz kommt ein digitales Abbild der Anlage und Virtual Reality. Dadurch kann die bisher noch aufwändige Wartung und Kontrolle kostengünstig, schnell und CO2-reduzierend durchgeführt werden. Das Pilotprojekt an einer Anlage des EVS für das Recycling von Klärschlamm zeigt vielversprechende Potentiale virtueller Inspektionen.

Die saarländische Infrastruktur zur Abwasserentsorgung und -aufbereitung besteht aus rund 140 Kläranlagen. Die stark verzweigte Struktur muss für einen ordnungsgemäßen Betrieb regelmäßig inspiziert und gewartet werden. Aktuell sind MitarbeiterInnen des Betriebes für die Kontrolle der Kanäle, Pumpwerke, Regenwasserbehandlungsanlagen etc. oft stundenlang unterwegs. Einfacher wird die Inspektion mit Hilfe eines digitalen Abbilds der realen Anlage – dem sogenannten „Digitalen Zwilling“. Dabei übermitteln Sensoren und Kameras in der Anlage über eine Cloud Informationen online an das digitale Abbild. Auf diese Weise entsteht der Digitale Zwilling, der alle nötigen Informationen für den Wartungstechniker visualisiert. Der Betriebszustand der Anlage kann damit ortsunabhängig und zu jeder Zeit überwacht und der Wartungsbedarf ermittelt werden.

Im Pilotprojekt ist zu diesem Zweck in einer Klärschlamm-Mineralisierungsanlage auf der Kläranlage des EVS in Homburg eine 360°-Kamera vom August-Wilhelm Scheer Institut installiert worden. Eine Verknüpfung mit den Betriebsdaten der Anlage ermöglicht künftig eine einfache und komfortable Zustandsanzeige und -beurteilung. Sobald Informationen der Anlage von einem EVS-Mitarbeiter angefordert werden, sendet die Kamera einen hochauflösenden Videostream der realen Anlage. Über eine Virtual Reality-Brille kann der Mitarbeiter in einem 360°-Livebild eine Darstellung der Anlage und deren Betriebsdaten sowie weitere Informationen wie Stammdaten, technische Zeichnungen oder Bedienungs- und Wartungshinweise betrachten. „Mit der VR-Brille hat man das Gefühl direkt vor Ort zu sein. Um den Zustand der Maschine beurteilen zu können, muss man somit nicht extra zu den unterschiedlichen Anlagen fahren, die häufig sehr weit auseinanderliegen“, so EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann „Das ist nicht nur wirtschaftlich günstig und spart enorm Zeit, sondern es reduziert auch CO2.“, so das Fazit von EVS-Geschäftsführer Michael Philippi.

Bisher war das Konzept des „Digitalen Zwillings“ vor allem für Großunternehmen interessant. Dieses Leuchtturmprojekt zeigt welch großes Potential ein Digitaler Zwilling auch für kleine und mittlere Unternehmen haben kann. Geschäftsführer des Forschungsinstituts Dr. Dirk Werth sieht darin große Chancen: „Die im Pilotprojekt entwickelte Lösung wird zukünftig dem Mittelstand zur Verfügung stehen. Digitale Zwillinge und Virtual Reality werden zusammen ein mächtiges Werkzeug, um das Potential eigener Anlagedaten zu heben, Inspektionen substanziell zu vereinfachen und einen Beitrag zu einem nachhaltigeren Wirtschaften zu leisten.“

Über das August-Wilhelm Scheer Institut
Das August-Wilhelm Scheer Institut bringt Forschung, Innovation und Unternehmergeist zusammen. Das Digitalisierungsinstitut arbeitet an dem Unternehmen der Zukunft und entwickelt dafür moderne digitale Technologien und innovative Geschäftsmodelle. Das Konzept: Forschung und wirtschaftliche Praxis eng miteinander verzahnen, um durch zukunftsorientierte Lösungen den Weg in die digitale Transformation zu begleiten. Das interdisziplinäre und internationale Team setzt alles daran gemeinsam neue Maßstäbe für die digitale Zukunft zu schaffen.

Über den Entsorgungsverband Saar
Der Entsorgungsverband Saar (EVS) ist als kommunaler Umweltverband für das Saarland in der Abfall- und Abwasserwirtschaft tätig. Als Ressourcenmanager ist er verantwortlich für die Einsammlung und Verwertung von Abfällen und Wertstoffen im Saarland. Mit rund 140 modernen Kläranlagen steht seine Arbeit für gelebten Gewässerschutz.
Da der EVS seine Arbeit über Gebühren finanziert, werden in vielfältiger Weise Potenziale zur Kostenreduzierung und Betriebsoptimierung erschlossen.

August-Wilhelm-Scheer Institut Ansprechpartner für die Presse:
Lisa Christl
Communication Professional
Uni-Campus Nord | 66123 Saarbrücken | Germany
Mail: lisa.christl@aws-institut.de
Tel.: +49 681 96777294 | Mobil: +49 162 2677745
www.aws-institut.de

EVS Ansprechpartnerin für die Presse:
Marianne Lehmann
Leiterin Stabsstelle Kommunikation
Untertürkheimer Str. 21 | 66117 Saarbrücken
Mail: Marianne.lehmann@evs.de
Tel: +49 681 5000-666
www.evs.de

Weitere Infos und einen Film zum Thema finden Sie in unserem Blog
Virtuelle Inspektion von Abwasseranlagen (externer Link)

https://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/virtuelle-inspektion-von-abwasseranlagen-spart-kuenftig-co2-und-wartungszeit/

(nach oben)


EVS: Sanierung des Mischwasserpumpwerkes Großrosseln – EVS stellte interessierten Bürger*innen das Projekt vor

Seit Oktober 2019 laufen die Sanierungsarbeiten des Entsorgungsverbandes Saar am Pumpwerk Großrosseln, das sich in der Straße „Am Mühlenbach“ befindet. Der EVS erneuert am aus den 70er Jahren stammenden Pumpwerk insbesondere die Maschinentechnik und die Elektronik.

Insgesamt investiert der Verband in das Projekt, das Mitte 2021 abgeschlossen sein soll, rund 3,1 Millionen Euro.

Projektvorstellung
Am 2. September stellte der EVS interessierten Bürger*innen das komplexe Bauprojekt vor. „Wir wissen, dass wir den betroffenen Bürger*innen mit der Baumaßnahme einiges an Geduld abverlangen durch die zusätzliche Verkehrsbelastung“, so EVS-Geschäftsführer Michael Philippi im Rahmen der Veranstaltung. Umso wichtiger sei es, transparent zu erläutern, wie sinnvoll und wichtig die Maßnahme für den Gewässerschutz ist.

Das Pumpwerk Großrosseln, dass das Mischwasser (Schmutz- und Regenwasser) in Richtung der auf französischer Seite gelegenen Kläranlage Forbach-Marienau fördert, hat eine zentrale Bedeutung für die Abwasser-Infrastruktur der Gemeinde. Das über drei Stockwerke gehende Pumpwerksgebäude ist mittlerweile innen komplett entkernt. D.h. die Maschinentechnik mit ihren jeweils drei alten Regenwetter- und Trockenwetterpumpen mit einer Förderleistung von je 640 l/s bzw. 90 l/s sowie die zur Steuerung notwendige Elektrotechnik wurden entfernt. Das sichtbare Obergeschoss wurde betontechnologisch saniert und mit einer neuen Spritzbetonschicht auf die neue Fassadenbeschichtung vorbereitet.

Nach den Umbauarbeiten im Inneren werden die drei neuen Regenwetterpumpen mit je 800 l/s Förderleistung und zwei neue Trockenwetterpumpen mit je 90 l/s sowie die dazugehörigen Leitungen und Formstücke installiert.

Nach Abschluss der Umbauarbeiten am Gebäude selbst erfolgt die Neugestaltung des Außengeländes mit Anlegung eines Hochwasserschutzdammes und einer neuen Zaunanlage.

Kontakt
Ansprechpartner für die Maßnahme ist EVS-Projektleiter Christoph Wahlen-Krupp, Tel. 0681 5000-287.

https://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/sanierung-des-mischwasserpumpwerkes-grossrosseln-evs-stellte-interessierten-buergerinnen-das-projek/

(nach oben)


EVS: Spektakulärer Tauchereinsatz auf der Kläranlage Völklingen: Leerung der Faultürme und Optimierung der Gasproduktion

Seit Anfang August ist auf der EVS-Kläranlage in Völklingen ein Taucherteam aus Wien im Einsatz, um die beiden 21 Meter hohen Faultürme zu leeren. Ein digitales dreidimensionales Messsystem ermöglichte es im Vorfeld, sich einen genauen Überblick über die vorhandenen Ablagerungen im Faulturm zu verschaffen.

Die erfahrenen Berufstaucher räumen die Faultürme in einem neuartigen Verfahren, bei dem der Betrieb nicht unterbrochen werden muss und die Bausubstanz gegenüber klassischen Räumverfahren geschont wird.

Eingesetzt werden Saugschläuche und so genannte Mammutpumpen, die von den Tauchern individuell geführt werden, um optimal auf die Gegebenheiten vor Ort eingehen zu können. So wird nur verdichtetes Material abgesaugt und die im wertvollen biologischen Flüssigschlamm enthaltenen Mikroorganismen, die zur Gasproduktion benötigt werden, geschont.

15 Jahre sind die Faultürme der Kläranlage Völklingen bereits in Betrieb, eine Räumung daher unvermeidbar. Besonders kritisch und störend beim Absaugen des Materials aus den Faultürmen sind – wie bei der Abwasserreinigung auch – die über die Toilette „entsorgten“ Hygieneartikel wie Feuchttücher, Ohrenstäbchen etc.. Diese führen zu Verzopfungen, die sich deutlich schwerer absaugen lassen als die eigentlichen Klärschlammanteile und die gesondert entsorgt werden müssen.

Im Anschluss an die Räumung der Faultürme werden diese mit einem patentierten energiesparenden Umwälzsystem ausgestattet. Eine gute Durchmischung des Faulschlammes ist nötig, um diesen stabilisieren und zugleich eine optimale Menge an wertvollem Methangas gewinnen zu können. Das Gas wird in Blockheizkraftwerken verstromt und für den Betrieb von Pumpen und Gebläsen direkt auf der Kläranlage Völklingen genutzt.

Lesen Sie hierzu auch unseren Blog-Beitrag:
Kläranlagen-Taucher gehen den Faultürmen in Völklingen auf den Grund

https://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/spektakulaerer-tauchereinsatz-auf-der-klaeranlage-voelklingen-leerung-der-faultuerme-und-optimierung-de/

(nach oben)


StEB Köln starten mit acht neuen Azubis

Am 1. September 2020 haben acht neue Azubis ihre Ausbildung bei den StEB Köln begonnen. Sie lernen in den nächsten Jahren alle wichtigen Fähigkeiten und Inhalte, die sie für ihre zukünftigen Berufe brauchen.
Otto Schaaf, Vorstand der StEB Köln sagt: „Wir brauchen den Nachwuchs! Die Azubis von heute sind die qualifizierten Fachkräfte von morgen. Mit unserer Ausbildung bieten wir jungen Menschen eine sichere Zukunftsperspektive in interessanten Jobs. Gerade die Umweltberufe sind herausfordernd, spannend und sinnvoll: Tagtäglich kann man so ganz professionell seinen Beitrag zum Umwelt- und Gewässerschutz leisten.“

Die Ausbildung beginnen:
2 Industriekaufleute
3 Fachkräfte für Abwassertechnik
1 Industriemechaniker
2 Elektroniker für Betriebstechnik

Wir suchen aktuell noch zwei Auszubildende als Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice.

Infos
https://www.steb-koeln.de/Aktuelles/StEB-Köln-starten-mit-acht-neuen-Azubis.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp

(nach oben)


Köln: Erfolgreiche Premiere der virtuellen Bürgerinformationsveranstaltung zum Bau des Rheindükers

Gestern Abend veranstalteten die StEB Köln ihre erste rein virtuelle Bürgerinformationsveranstaltung. Dazu geladen waren die Anwohnerinnen und Anwohner von Alt-Niehl, um sich über das geplante Verkehrskonzept rund um den Neubau des Rheindükers ab Sommer 2021 zu informieren. Nach einem 20-minütigen Vortrag des zuständigen Projektleiters Christian Heinze, entwickelte sich eine rege Diskussion der knapp 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Telefon, Video und per Chat. Die einstündige Fragenrunde konnte dabei nicht nur Fragen zum Verkehrskonzept klären, sondern auch wichtige Anliegen der Bürgerinnen und Bürger rund um den geplanten Bau aufgreifen.
Christian Heinze informierte über die Teilsperrung des Niehler Damms vom Frühjahr 2021 bis Sommer 2021 und die Vollsperrung danach von Sommer 2021 bis 2023. Er erläuterte, dass Radfahrer weiterhin den Fahrradweg am Niehler Damm nutzen können, stellte die Umleitung der Buslinie 147 und die Umleitungen des Individualverkehres aus Richtung Süden von der Amsterdamer Straße, aus Norden vom Niehler Damm und aus Süden über die Sebastianstraße vor.
Während Anwohnerinnen und Anwohner ihre Fragen jeweils von zuhause stellten, beantworten Otto Schaaf, Vorstand der StEB Köln, Thomas Weil, Abteilungsleiter Baustellenmanagement bei der Stadt Köln und natürlich Christian Heinze die vielen Fragen gemeinsam aus dem Konferenzraum der StEB Köln in der Ostmerheimer Straße.
„Aus unserer Sicht war der Abend ein voller Erfolg“, bewertete Otto Schaaf die erste virtuelle Bürgerinformationsveranstaltung der StEB Köln. „Diese Pilotveranstaltung hat uns gezeigt, dass trotz COVID-19-Pandemie Bürgerbeteiligung funktioniert. „Wir empfanden die Fragenrunde und Diskussion konstruktiv und anregend.“ Auch aus der Runde der Teilnehmer gab es positive Rückmeldungen. So schrieb beispielweise eine Bürgerin im Chat: „Vielen Dank für das Angebot der digitalen Veranstaltung. Von mir aus könnten solche Veranstaltungen auch zukünftig immer online stattfinden.“

„Dieses Format werden wir sicher wiederholen“, erläutert Otto Schaaf. „Wenn es die Lage zulässt, wollen wir aber auch wieder Live-Veranstaltungen anbieten.“
Im Frühjahr 2021, zirka zwei Monate vor Baubeginn, informieren die StEB Köln noch einmal ausführlich über die Baumaßnahmen, die Verkehrsführung und alle weiteren Fragen.
Die Präsentation zum Verkehrsgutachten finden Sie unter www.rheindueker.koeln

Ihr Ansprechpartner
Andrea Bröder
Unternehmenskommunikation – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
0221 221-28941, Mobil: 0163 5385107
andrea.broeder@steb-koeln.de

https://www.steb-koeln.de/Aktuelles/Erfolgreiche-Premiere-der-virtuellen-Bürgerinformationsveranstaltung-zum-Bau-des-Rheindükers.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp

(nach oben)


OOWV: Familienfest Pommes McSelf unter besonderen Bedingungen

Die kleinsten Kinder haben die größten Kartoffeln

Großenkneten. Bereits zum 19. Mal stieg am 6. September das beliebte Familienfest „Pommes McSelf“ des OOWV auf dem Biohof Bakenhus in Großenkneten – zum ersten Mal allerdings unter besonderen Bedingungen. Die weltweite Corona-Pandemie machte auch vor den Planungen für diese Veranstaltung nicht halt. Trotzdem rannten auch in diesem Jahr wieder viele Kinder über den Hof, buddelten auf dem Kartoffelacker wie die Weltmeister und freuten sich über jede gefundene Kartoffel. Das alles natürlich unter Einhaltung eines speziellen Hygienekonzepts. Zum Beispiel mussten sich die Teilnehmer in diesem Jahr im Vorfeld für einen von drei festgelegten Zeitrahmen anmelden. Auch auf die ansonsten heiß begehrten selbstgemachten Pommes Frites sowie die vielen Spiele musste infektionsschutzbedingt verzichtet werden. Doch auch in dieser speziellen Form lockte Pommes McSelf viele Menschen auf den Biohof Bakenhus.Mehr:

https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archiv/2020/september/7/artikel/oowv-familienfest-pommes-mcself-unter-besonderen-bedingungen/

(nach oben)


Poppenhausen: Neubau der Kläranlage im Zeitplan

Becken der ersten Reinigungsstraße fertiggestellt
Die Bauarbeiten für die Sanierung und den Neubau der zentralen Kläranlage Poppenhausen sind in vollem Gange.
Die jetzige, in Teilbetrieb noch eingesetzte alte Kläranlage ist etwa 47 Jahre alt und hatte eine Ausbaugröße für 2.800 Einwohnergleichwerte (EW).

Die neue Kläranlage erhält eine Ausbaugröße für 4.000 EW. „Dabei werden die jetzige Einwohnerzahl von ca. 2.700 Einwohnern mit angenommenem leichten Zuwachs, die Stoßzeiten der Tourismuswirtschaft (Beherbergung und Gastronomie) sowie die gewerbliche Abwasserbelastung berücksichtigt“, berichtet Bürgermeister Manfred Helfrich.
Bei der Auswahl der Abwassertechnik fiel die Entscheidung auf das vierphasigen BIOCOS-Verfahren, ein kontinuierliches Durchflussverfahren mit SBR – Technik in einer zweistraßigen Kläranlage.

Der Bau der ersten Reinigungsstraße ist inzwischen fortgeschritten, der Betonbau kann in den nächsten Tagen abgeschlossen werden. Danach folgt die Montage der Metallstege für die Begehbarkeit sowie der Einbau der umfangreichen Technik, insbesondere der Belüftungsanlagen, der Pump- und Schaltanlagen.
„Im Spätherbst soll diese Reinigungsstraße funktionsfähig in Betrieb gehen“, so Hans-Ulrich Schott, Inhaber vom Planungsbüro für Tief- und Wasserbau in Hünfeld, der die Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe) fachlich begleitet.
Die Gesamtbaukosten werden laut Planungsbüro mit etwas über 3,0 Mio. Euro für die Abwasserbehandlungsanlage veranschlagt, die damit neben dem im Frühjahr fertiggestellten RhönKinder-Haus das seit Jahren größte Bauvorhabens der Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe) ist. Da der Neubau bei laufendem Betrieb realisiert werden muss, wird mit einer Fertigstellung zum Ende des Jahres 2023 gerechnet.+++(M.H.)

https://www.poppenhausen-wasserkuppe.de/de/news/beitrag/neubau-der-klaeranlage-poppenhausen-im-zeitplan.html

(nach oben)


Stavenhagen – Gerüche getestet

Unsere Kunden waren den Gerüchen auf unserer Kläranlage Stavenhagen auf der Spur. Was sie gerochen haben, lesen Sie im Nordkurier vom 04.09.2020.

https://www.wzv-malchin-stavenhagen.de/2020/09/nordkurier-vom-02-09-2020-gerueche-getestet/  

(nach oben)


Wupperverband reinigt seit vielen Jahrzehnten Ihr Abwasser

„Stinkefrei“ – das gab es tatsächlich vor vielen Jahrzehnten an Leichlinger Schulen. Das Wasser der Wupper stank aufgrund von Abwässern so sehr, dass die Schulkinder frei bekamen. Dies gehört längst der Vergangenheit an. Der Wupperverband sichert heute mit 11 Kläranlagen die Abwasserreinigung im Wuppergebiet. Dies ist ein wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge: Vor allem hygienische Bedingungen sowie die Gewässerqualität verbesserten sich deutlich.

Pro Jahr reinigt der Wupperverband rund 120 Mio. Kubikmeter Abwasser der Bevölkerung und der Unternehmen.
1943 gingen die damals bestehenden Kläranlagen an den Wupperverband über, zum Beispiel die Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal-Sonnborn. Der Verband wurde 1930 gegründet und sollte verschiedenste wasserwirtschaftliche Aufgaben kommunenübergreifend bündeln und zu einer guten Lösung führen.

Forschung und Weiterentwicklung ist eine Zukunftsaufgabe
Die Kläranlagen wurden über die Jahrzehnte immer wieder an gesellschaftliche Erfordernisse und den Stand der Technik angepasst. So werden seit Ende der 90er bzw. Anfang der 2000er Jahre in den großen Kläranlagen Stickstoff und Phosphor entfernt; dies war ein Meilenstein für die Wasserqualität der Wupper und auch von Rhein und Nordsee. Die Wupper ist heute wieder so sauber, dass selbst empfindliche Fischarten, z. B. der Lachs, sich wohl fühlen.
Auch heutigen Fragen muss sich die Wasserwirtschaft stellen: Themen wie Spurenstoffe, Mikroplastik sowie multiresistente Keime stellen neue Herausforderungen dar. Vieles ist noch in der Forschung, an der sich auch der Wupperverband beteiligt. Der Verband plädiert dafür, dass man nicht nur am Ende der Kette – bei der Abwasserreinigung – ansetzen darf. Es ist wichtig, auch am Anfang der Kette nach Lösungen zu suchen und z. B. diese Einträge in den Wasserkreislauf gleich zu Beginn zu vermeiden bzw. zu reduzieren.
Stinkefrei gehört also längst der Vergangenheit an, aber auch die Zukunft muss im Blick bleiben.

90 Jahre Wupperverband
Der Wupperverband wurde am 8. Januar 1930 gegründet. In diesem Jahr feiert er runden Geburtstag. Zielsetzung war und ist, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt.
Der Wupperverband betreibt 14 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.000 Kilometer Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet.

Eine Chronik wurde zu diesem Jubiläum aktualisiert und mit Filmen etc. ergänzt:
https://www.wupperverband.de/ueber-uns/allgemeines/chronik
https://www.wupperverband.de/meldung/pressemitteilungen/2020/07/wo-das-wasser-wieder-sauber-wird

(nach oben)


Stuttgart: Erster Betriebsleiter besichtigt das sanierte Pumpwerk Wilhelmsplatz

Unter dem Wilhelmsplatz – für viele Augen verborgen – befindet sich ein Pumpwerk, das die Aufgabe hat, das Regenwasser des Tunnels in die Kanalisation zu heben. Vor allem bei Starkregen ist der Einsatz des Pumpwerks wichtig.
Anlässlich einer abgeschlossenen Sanierung, bei der die über 40 Jahre alten Aggregate und die Elektrotechnik erneuert wurden, besuchte Herr Mutz, unser erster Betriebsleiter und gleichzeitig Leiter des Tiefbauamts, das Pumpwerk um sich vor Ort die Sanierungsergebnisse erläutern zu lassen.
Die Sanierung wurde notwendig, da eine Bestandsaufnahme im Jahr 2011 aufgezeigt hat, dass das Pumpwerk in einem schlechten Zustand war. Um die Verkehrssicherheit auf der B14 gewährleisten zu können, musste dieses Pumpwerk erneuert und dem Stand der Technik angepasst werden.
Das Pumpwerk „Österreichischer Platz“ an der B14 wird als nächstes saniert.

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aktuelles/news/titel/erster-betriebsleiter-besichtigt-das-sanierte-pumpwerk-wilhelmsplatz/

(nach oben)


HAMBURG WASSER: Mehr Bio-Methan aus Abwasser: Städtische Unternehmen steigern erneuerbare Energien im Gasnetz

HAMBURG WASSER, HAMBURG ENERGIE und Gasnetz Hamburg haben heute auf dem Klärwerk Hamburg zwei neue Anlagen für Aufbereitung und Einspeisung von Biogas in Betrieb genommen. Die bisherige Aufbereitungskapazität von HAMBURG WASSER wird damit um knapp das Dreifache gesteigert. Die maximale Einspeisemenge des erneuerbaren Gases im Hamburger Gasnetz erhöht sich damit auf stündlich bis zu 1.350 Kubikmeter. Davon profitiert die Kundschaft von HAMBURG ENERGIE. Der Versorger liefert das CO2-neutrale Gas direkt an die Hamburger Haushalte. Die städtischen Unternehmen leisten mit dem Ausbau einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz. Insgesamt werden durch die Anlagen 12.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart.
Energie aus dem Abwasser der Stadt – das funktioniert in Hamburg seit 60 Jahren. HAMBURG WASSER gewinnt aus den Faultürmen des Klärwerks Hamburg mitten im Hamburger Hafen Faulgas. Der Abwasserentsorger setzt dabei ein deutschlandweit einmaliges Konzept um. Das Faulgas wird nicht nur zur elektrischen Eigenversorgung des Klärwerks genutzt; der Überschuss wird für die Einspeisung ins städtische Netz aufbereitet und veredelt. Die erste Gasaufbereitungsanlage (GALA 1) hat HAMBURG WASSER bereits 2011 in Betrieb genommen. Während die GALA 1 stündlich 350 Kubikmeter produziert, liefert die neue Anlage, die GALA 2, bis zu 1.000 Kubikmeter pro Stunde zur Einspeisung ins städtische Netz. Gasnetz Hamburg hat dafür eine zweite und deutlich leistungsfähigere Einspeiseanlage gebaut. Die Anlage misst den Energiegehalt des eingehenden Bio-Methans und passt Druck und Brennwert an. So entsteht ein erneuerbares Gas, das in seinen Eigenschaften vollständig den von Erdgas entspricht. Insgesamt bringen die Gasaufbereitungsanlagen so viel Energie ins Netz, dass damit rechnerisch der Heizenergiebedarf von rund 5.700 Haushalten klimaneutral gedeckt werden kann.
„Mithilfe des Hamburger Abwassers produzieren wir auf dem Klärwerk Hamburg mehr Energie, als wir benötigen. Mit der GALA 2 nutzen wir das Potential nun noch effektiver aus. Wir steigern die Biogasaufbereitung und leisten so einen Beitrag für die CO2-neutrale Energieversorgung in Hamburg. Ganz nebenbei schließen wir gemeinsam mit unserer Tochter HAMBURG ENERGIE und Gasnetz Hamburg den Stoffkreislauf. Er beginnt mit dem Abwasser in den Hamburger Haushalten und endet dort mit der Wärmeversorgung“, sagt Ingo Hannemann, technischer Geschäftsführer von HAMBURG WASSER.

Michael Prinz, Geschäftsführer von HAMBURG ENERGIE, ergänzt: „In einer Metropole wie Hamburg müssen wir verantwortungsvoll mit unseren knappen Ressourcen umgehen. Damit die Energiewende gelingen kann, braucht es innovative Ideen und deren Umsetzung. Wie das funktioniert zeigt der Ausbau der Gasaufbereitung auf dem Klärwerk: Ein Abfallprodukt wird zum Energielieferanten. Das zahlt direkt auf die Umweltbilanz unserer Gaskundschaft ein. Durch den Anteil des CO2-neutralen Biogases heizen und kochen sie klimafreundlicher.“
„Gemeinsam mit HAMBURG WASSER und HAMBURG ENERGIE haben wir für Hamburgs Haushalte bereits 2011 eine besonders klimafreundliche Alternative zum Erdgas geschaffen“, sagt Udo Bottlaender, technischer Geschäftsführer bei Gasnetz Hamburg. „Der Erfolg des Bio-Methans freut uns sehr – nun steht eine deutlich höhere Menge bereit, die den CO2-Fußabdruck weiter verkleinert

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/mehr-bio-methan-aus-abwasser-staedtische-unternehmen-steigern-erneuerbare-energien-im-gasnetz/

(nach oben)


EVS: Klimafreundliche Wärme für die Saar – STEAG und Entsorgungsverband Saar erschließen Potenzial der AVA Velsen für die regionale Fernwärmeversorgung

Die Saarbrücker STEAG New Energies GmbH und die Fernwärme Verbund Saar GmbH (FVS) erweitern gemeinsam mit dem Entsorgungsverband Saar (EVS) die Abfallverwertungsanlage (AVA) Velsen um eine Wärmeauskopplung. Künftig werden pro Jahr rund 170.000 Megawattstunden (MWh) Wärme über eine sechs Kilometer lange Anschlussleitung in die Fernwärmeschiene Saar eingespeist.

Mit dem Projekt sichern die Partner langfristig die klimafreundliche Fernwärmeversorgung im Saarland. Die Notwendigkeit dazu ergibt sich unter anderem wegen des erst vor wenigen Wochen verabschiedeten Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes (KVBG). Für die dadurch in einigen Jahren nicht mehr zur Verfügung stehenden Wärmemengen aus dem STEAG-Kraftwerk in Völklingen-Fenne musste mittelfristig ein Ersatz gefunden werden.

STEAG steht für Versorgungssicherheit
„Wir haben uns frühzeitig um technische Alternativen zur Sicherstellung der Fernwärmeversorgung bemüht“, sagt Thomas Billotet, Vorsitzender der Geschäftsführung von STEAG New Energies, einem Tochterunternehmen des Essener Energieunternehmens STEAG GmbH. Neben dem geplanten Bau zweier neuer Heizwerke geschehe dies nun durch die Kooperation mit dem EVS als Eigentümer der AVA Velsen. „Mit der Erschließung der klimafreundlichen Wärme profitieren auch die Kunden der Fernwärmeschiene Saar. Ihre Wärmeversorgung wird in Zukunft noch ressourcenschonender.“ Zugleich löse STEAG mit diesem Projekt das Versprechen ein, das zum Motto allen unternehmerischen Handelns des Konzerns geworden ist: „Wir sorgen für sichere Energie. Jetzt und in Zukunft.“

Der EVS: Vom Entsorger zum Ressourcenmanager
Für den EVS wird mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags ein lang verfolgtes, aus unterschiedlichen Gründen jedoch bislang nicht realisierbares Leuchtturmprojekt realisiert. „Als öffentlicher Zweckverband handeln wir von Hause aus kostenbewusst, denn das sind wir den Gebührenzahlerinnen und -zahlern schuldig“, sagt Georg Jungmann, Geschäftsführer des EVS. Die Nutzung der in der AVA Velsen durch die dortige Abfallverwertung anfallenden Wärme sei aber nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern bringe auch erhebliche Vorteile für Klima und Umwelt. „Das zeigt, dass auch die Entsorgungsbranche einen wichtigen Beitrag leisten kann, wenn es um die nachhaltige Umgestaltung unserer Energieversorgung geht“, so EVS-Geschäftsführer Michael Philippi.

Wertvoller Beitrag zum Klimaschutz
Bereits heute stammen 99 Prozent der Heizwärme und des warmen Wassers, mit der die Fernwärmeschiene Saar (FVS) ihre mehr als 13.500 Kunden entlang des 660 Kilometer langen Leitungsnetzes versorgt, aus klimafreundlicher Abwärmenutzung oder aus Energieerzeugung nach dem ressourcenschonenden Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

„Bislang lagen die CO2-Emissionen der Fernwärme bei etwa 135 Gramm je Kilowattstunde. Das ist bereits deutlich weniger als bei einer Gasheizung, die auf etwas mehr als 200 Gramm kommt, oder einer Ölheizung mit über 260 Gramm“, erläutert Florian Eder, der das Projekt bei STEAG New Energies betreut. Dank des regenerativen Anteils der Wärme der AVA Velsen werde sich dieser Wert zukünftig noch einmal verbessern, was auch für die Wärmekunden einen erheblichen Mehrwert darstellt.

Für den Ausbau der Abfallverwertungsanlage Velsen zu einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage und den Bau einer Anschlussleitung an das bestehende Fernwärmenetz des FVS investieren die Partner nun bis zu 20 Millionen Euro. Wie hoch eine mögliche öffentliche Förderung ausfallen könnte, steht noch nicht fest. Sicher ist hingegen, dass mit den jährlich ausgekoppelten 170.000 MWh Wärme die Klimabilanz der Fernwärmeversorgung an der Saar sich noch einmal verbessern wird.

Fertigstellung
Der Baubeginn des Projekts ist für das erste Quartal 2021 vorgesehen. Die Fertigstellung soll dann bis zur Heizperiode 2022/23 erfolgen.

Über STEAG
Seit über 80 Jahren steht STEAG national und international für effiziente und sichere Energie-erzeugung. Insbesondere über die Tochtergesellschaft STEAG New Energies GmbH ist der Konzern Partner von Kommunen und Industrie. Die Saarbrücker Energie-Experten sind darauf spezialisiert, maßgeschneiderte, dezentrale Energielösungen zu entwickeln – effizient und nachhaltig. Neben konventionell erzeugter Energie reicht das Portfolio von der Wind- und Bioenergie- über Grubengas- bis hin zur Geothermienutzung und Fernwärmeversorgung.

Über die Fernwärme-Verbund Saar GmbH
Die FVS GmbH betreibt die Fernwärmeschiene im Saarland, die im Zuge der Energiekrise 1973 konzipiert wurde, um die Energieversorgung durch regionale Strukturen zu sichern. Die Vision war, Primärenergie – die immer teurer wird – einzusparen und durch die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung und industrieller Abwärme zu ersetzen. Diese Vision wurde wahr. Heute ist die Fernwärmeschiene Saar auf einer Länge von 19 Kilometern von Saarlouis bis Völklingen durchgehend ausgebaut und damit eines der größten regionalen Fernwärmeverbundsysteme in Deutschland.

Über den Entsorgungsverband Saar
Der EVS ist als kommunaler Umweltverband für das Saarland in der Abfall- und Abwasserwirtschaft tätig. Als Ressourcenmanager ist er verantwortlich für die Einsammlung und Verwertung von Abfällen und Wertstoffen. Die EVS eigene Abfallverwertungsanlage in Velsen spielt für die Entsorgungssicherheit der Saarländer*innen eine zentrale Rolle, denn hier wird insbesondere der gesamte saarländische Restabfall thermisch verwertet. Der dabei gewonnene Strom wird schon lange für den Betrieb der Anlage genutzt, überschüssige Mengen – ausreichend für rund 35.000 Haushalte mittlerer Größe – werden ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Durch das aktuelle Fernwärme-Projekt wird die anfallende regenerative Wärme nun ebenfalls genutzt. Mit rund 140 Kläranlagen steht die Arbeit des EVS darüber hinaus für gelebten Gewässerschutz.

Kontakt EVS
Marianne Lehmann
Leiterin Stabsstelle Kommunikation
Telefon +49 681 5000-666
Telefax +49 681 5000-660
marianne.lehmann@evs.de
www.evs.de

(nach oben)


Barsinghausen: Klärwerk produziert künftig seine gesamte Energie selbst

Am städtischen Gruppenklärwerk Nordgoltern startet der Bau der neuen Anlage zur Klärschlammbehandlung. Nach deren Fertigstellung wird sich die Kläranlage komplett selbst mit Strom und Wärme versorgen können. Derweil soll es keine steigenden Abwasserkosten …mehr:

https://www.haz.de/Umland/Barsinghausen/Nordgoltern-Klaerwerk-Barsinghausen-produziert-gesamte-Energie-selbst

(nach oben)


Aggerverband rüstet bis Ende August zehn LKW seiner Flotte mit Abbiegeassistenten nach

Gummersbach. Der Aggerverband deckt in seinem 1.100 km² großen Verbandsgebiet mit rund 400 Beschäftigten alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der wasserwirtschaftlichen Belange ab. Neben der Versorgung mit frischem Trinkwasser werden außerdem in 30 Kläranlagen täglich die Abwässer von knapp 400.000 Menschen sowie aus den gewerblichen Betrieben der Region gereinigt.
Ein entsprechend großer Fuhrpark zum reibungslosen Geschäftsablauf ist für den Aggerverband somit unerlässlich. Ein Mitarbeiter im Rahmen des betrieblichen Vorschlagwesens regte an, die LKW-Flotte des Verbandes mit den neuen Abbiegeassistenzsystemen auszurüsten. So wird zum einen der Arbeitsschutz verbessert, zum anderen erhöht dies die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.
Die Nachrüstung von zehn LKW mit Abbiegeassistenzsystemen hat nun begonnen.
Die freiwillige Umsetzung, die sicherheitsfördernden Systeme zu nutzen, wird belohnt. Die Umrüstung eines Fahrzeuges kostet rd. 2.000 €. Das Bundesamt für Güterverkehr fördert den nachträglichen Einbau mit jeweils 1.500 €.
Auch die übrigen LKW der anderen Geschäftsbereiche, Gewässerunterhaltung und Trinkwasseraufbereitung, werden jetzt zeitnah umgerüstet.
„Abbiegeassistenzsysteme machen Fußgänger oder Radfahrer im toten Winkel sichtbar und warnen den Fahrzeugführer unserer LKW akustisch und optisch, um bei Bedarf eine Notfallbremsung einzuleiten“, erklärt Prof. Lothar Scheuer, Vorstand des Verbandes, anlässlich einer Vorführung eines bereits nachgerüsteten LKW und macht nachdrücklich auf die Relevanz von Abbiegeassistenzsysteme aufmerksam. „So können bestenfalls schwere oder gar tödliche Unfällen vermieden werden.“
Der tote Winkel bei einem LKW oder Bus ist der Bereich auf der rechten Seite des Fahrzeugs, der über die Spiegel nicht eingesehen werden kann. Über eine Kamera oder ein Radarsystem wird dieser Bereich erkannt und dem Fahrzeugführer sichtbar gemacht. So werden beim Rechtsabbiegen Fußgänger oder Radfahrer erkannt und Unfälle können vermieden werden. Erweiterte Systeme greifen sogar in die Fahrzeugsysteme selbst ein und leiten bei Bedarf eine Notfallbremsung ein. Aktiviert wird der Assistent über das Setzen des rechten Blinkers oder das Unterschreiten einer voreingestellten Geschwindigkeit.
Einen europaweit verpflichtenden Einbau von Abbiegeassistenzsystemen in LKW und Busse gibt es aktuell noch nicht. Damit ist der Aggerverband einer der Vorreiter bei der geplanten schrittweisen Einführung von Abbiegeassistenten, die erst ab Juli 2022 für neue Fahrzeugtypen und ab Juli 2024 für neue Fahrzeuge verpflichtend vorgesehen ist.

https://www.aggerverband.de/service/presse/artikel/aggerverband-ruestet-flotte-mit-abbiegeassistenten-aus

(nach oben)


Stuttgart: 18 Millionen Liter in drei Minuten!

18 Millionen Liter in drei Minuten – größtes Regenüberlaufbecken der Stadt entlastet das Klärwerk Mühlhausen.
Im Regenüberlaufbecken am Schwanenplatz, das sich direkt unter dem Berger Tunnel befindet, können bis zu
18 000 Kubikmeter beziehungsweise 18 Millionen Liter Wasser aufgefangen werden. „Wenn es richtig regnet, läuft das Becken innerhalb von weniger als fünf Minuten voll. Der Rekord liegt bei unter drei Minuten“, sagt Jürgen Sprich, beim Eigenbetrieb Stadtentwässerung (SES) der zuständige Sachgebietsleiter für Becken und Pumpwerke.
Sobald die Kapazitätsgrenze erreicht ist, wird das stark verdünnte Abwasser in den Neckar abgeleitet.
Bericht der Cannstatter-Zeitung (PDF)

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aktuelles/news/titel/18-millionen-liter-in-drei-minuten/

(nach oben)


Ruhrverband ist ab dem 1. Juli 2020 in Hattingen abwasserbeseitigungspflichtig

Für die Bürgerinnen und Bürger ergeben sich kaum Änderungen
Die Stadt Hattingen überträgt ihre Abwasserbeseitigungspflicht gemäß § 52, Abs. 2 Landeswassergesetz Nordrhein-Westfalen zum 1. Juli 2020 auf den Ruhrverband. Nachdem die Dokumentation zur Übertragung am 8. April 2020 unterschrieben sowie alle wasserwirtschaftlichen Prüfungen durch die Bezirksregierung vollzogen worden waren und die verbandsrechtliche Genehmigung durch das NRW-Umweltministerium ebenfalls vorliegt, steht der Staffelübergabe nun nichts mehr im Wege.

Mit der Übertragung der Aufgabe geht auch das wirtschaftliche Eigentum am Kanalnetz der Stadt Hattingen auf den Ruhrverband über. Dafür zahlt der Verband der Stadt einen Ausgleichsbetrag in Höhe von ca. 110 Millionen Euro. „Ich bin froh über den finanziellen Befreiungsschlag, den uns die Übertragung des Kanalnetzes beschert“, sagt Bürgermeister Dirk Glaser. Bevor das Geld an die Stadt fließen kann bzw. Altschulden getilgt werden können, muss zunächst zum 30. Juni 2020 die Anlageninventur aktualisiert werden. „Wir gehen davon aus, dass diese Formalie bis November 2020 erledigt ist“, erläutert Kämmerer Frank Mielke das weitere Vorgehen.
Das Kanalnetz wird ab dem 1. Juli vom Betriebsschwerpunkt Hattingen des Ruhrverbands betrieben. Zum Betriebsschwerpunkt Hattingen gehören neben dem Kanalnetz die Kläranlagen Essen-Burgaltendorf und Hattingen sowie alle abwassertechnischen Bauwerke in den Einzugsgebieten dieser Kläranlagen. Der Betriebsschwerpunkt ist auf der Kläranlage in Hattingen, Weg zum Wasserwerk 15-17, angesiedelt. Das Betriebsteam hat 19 Beschäftigte, die über alle erforderlichen Qualifikationen (z.B. Fachkräfte für Abwassertechnik, MetallhandwerkerInnen, ElektrikerInnen) verfügen.

Die planerischen und verwaltungstechnischen Arbeiten werden von spezialisierten Teams (z.B. Projektmanagement, Betriebsmanagement, Genehmigung & Konformität, Arbeitssicherheit, Verwaltung & Controlling) des Regionalbereichs West am Zentralstandort des Ruhrverbands in Essen wahrgenommen.
Von der Stadt Hattingen werden auf eigenen Wunsch ein Ingenieur, eine Zeichnerin und ein gewerblicher Mitarbeiter zum Ruhrverband wechseln.

Für die Bürgerinnen und Bürger in Hattingen wird sich nicht viel verändern. Für Fragen und sonstige Anliegen, die das Kanalnetz oder Hausanschlüsse betreffen, gibt es in Hattingen künftig einen Ansprechpartner des Ruhrverbands. Über den Ort und die Öffnungszeiten des Bürgerbüros wird in Kürze auf den Internetseiten der Stadt und des Ruhrverbands detailliert informiert. Darüber hinaus ist die telefonische Erreichbarkeit in Notfällen auch nach Dienstschluss über die Rufnummer 0201/178-0 sichergestellt.

„Mit seinem Betriebsschwerpunkt Hattingen ist der Ruhrverband nun für die gesamte Siedlungsentwässerung der Stadt Hattingen zuständig. Damit werden wir die Aufgaben der Abwasserbeseitigung ganzheitlich und effizient erledigen können. Die örtliche Nähe stellt sicher, dass wir nahe bei den Bürgerinnen und Bürger der Stadt sind und uns schnell und unbürokratisch um Probleme kümmern können“, sagt Prof. Norbert Jardin, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands.

Die Gebührenhoheit und die Ausstellung der Gebührenbescheide verbleiben nach wie vor bei der Stadt. Fragen zum Gebührenbescheid werden daher weiterhin von ihr beantwortet. Darüber hinaus verbleibt auch die Aufstellung des Abwasserbeseitigungskonzepts und damit die Planungshoheit bei der Stadt.
Als Körperschaft des öffentlichen Rechts darf der Ruhrverband keine Gewinne erzielen und unterliegt den gleichen steuerlichen Rahmenbedingungen wie die Kommunen. „Wir stehen für Gebührenstabilität und nachhaltigen Substanzerhalt ebenso wie für eine hohe Qualität und Effizienz in der Aufgabenerledigung“, sagt Dr. Antje Mohr, Finanzvorstand des Ruhrverbands. „Dies ist gerade in einer Zeit, in der auf die Betreiber von Abwasseranlagen durch zahlreiche Gesetze und Verordnungen neue Anforderungen im Hinblick auf die Überwachung, Zustandserfassung und bauliche Sanierung von Kanalisationen zukommen, von besonderer Bedeutung.“

Dem Ruhrverband bietet sich durch die Kanalnetzoption die Chance, seine wasserwirtschaftlichen Kernaufgaben sinnvoll abzurunden. Er verfügt mit seiner mehr als 100-jährigen Unternehmensgeschichte über umfassende Erfahrungen in der Abwasserbeseitigung sowie über spezialisiertes Fachwissen in der gesamten Siedlungsentwässerung. Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb der Kanalisation und der damit eng verknüpften Niederschlagswasserbehandlungsanlagen und Kläranlagen aus einer Hand zu erledigen, bietet große Vorteile sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht.

https://www.ruhrverband.de/fileadmin/pdf/presse/pm_2020/2020_06_25_PM_Ruhrverband_ist_ab_dem_1_Juli_2020_in_Hattingen_abwasserbeseitigungspflichtig.pdf

(nach oben)


OOWV: Millionen-Investitionen des OOWV ein Bekenntnis zur Region

Neues Betriebsgebäude auf der Kläranlage Varel fertiggestellt – nun folgt Bau neuer Faulungsanlage

Varel. Nach mehr als 50 Jahren war es an der Zeit: Leiter Fred Richter und seine vier Mitarbeiter der Kläranlage Varel des OOWV ziehen in ein neues Betriebsgebäude. Dieses ist in den vergangenen zwölf Monaten am Moorhausener Weg entstanden.
Dazu gratulierten Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Verbandsvorsteher und Frieslands Landrat Sven Ambrosy, Geschäftsführer Karsten Specht, Christoph Kraft (Regionalleiter des OOWV in den Landkreisen Friesland und Wittmund) und Bauingenieur Dennis Fricke, in dessen Händen die Projektleitung seitens des OOWV lag.

https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archiv/2020/juni/27/artikel/millionen-investitionen-des-oowv-ein-bekenntnis-zur-region/

(nach oben)


Köln: StEB machen Anlagen zukunftstauglich

Das gute Geschäftsergebnis in 2019 ermöglicht es den Stadtentwässerungsbetrieben Köln, viele Zukunftsinvestitionen zu tätigen: von Kanalsanierungen über Phosphorrückgewinnung bis zu Personalmaßnahmen.
Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) konnten in 2019 gegenüber dem Planergebnis von 18,2 Mio. Euro einen wesentlich verbesserten Jahresüberschuss von 25,6 Mio. Euro (Vorjahr 19,1 Mio. Euro) erzielen. Dadurch ist es dem Unternehmen auch 2020 möglich, seine Investitionen in den Erhalt und die Weiterentwicklung der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur fortzusetzen.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden rund 83 Kilometer des Kanalnetzes saniert. Außerdem wurde das Programm zur Sanierung der Pumpwerke fortgeführt. In dem Großklärwerk Köln-Stammheim hat StEB Köln eine mehrjährige Investitionsmaßnahme gestartet, die mit der Verstärkung der Nachklärung und der zweiten biologischen Stufe für eine höhere Prozessstabilität und eine Steigerung der Stickstoffelimination sorgen soll.

Modernisierung der Anlagentechnik
Auch 2020 und darüber hinaus ist aufgrund des Alters der Kanalnetze eine konsequente Fortsetzung der Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Die StEB Köln setzen hier auf innovative Techniken, um beispielsweise durch unterirdische Verfahren die Anlieger und den Verkehr so wenig wie möglich zu belasten. Zur Erhöhung der Systemsicherheit ist ein neuer Rheindüker geplant.
Parallel dazu werden derzeit alle Klärwerke und Pumpanlagen der StEB Köln modernisiert. Dies erfolgt mit dem Ziel, die Maschinen- und Elektrotechnik zu erneuern und auf diese Weise sowohl Gewässerbelastungen zu vermindern als auch einen noch wirtschaftlicheren und nachhaltigeren Betrieb der Anlagen zu gewährleisten.

Reduzierung des Energieverbrauchs
Außerdem sollen die Reststoffe aus den Klärprozessen verstärkt als Ressourcen genutzt werden. So ist beispielsweise eine Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche in der konzeptionellen Vorbereitung. Dies erfordert eine vorgeschaltete Monoverbrennung der Klärschlämme. Um ein solches Konzept wirtschaftlich umsetzen zu können, kooperieren die StEB Köln mit Wasserverbänden und Kommunen in der Region.
Mit Blick auf ihre Klima- und Ressourcenschutzziele haben die StEB Köln ihren Energieverbrauch bezogen auf das Jahr 2009 bereits um 15 Prozent reduziert und die Eigenenergieerzeugung um 30 Prozent gesteigert. Über die Erschließung zusätzlicher Energiequellen hinaus liegt nun die langfristige Zielsetzung in einer CO2-Neutralität. Dies setzt neben der Energieerzeugung aus dem Faulgas die Nutzung der Co-Fermentation und weiterer erneuerbarer Energien wie z.B. Photovoltaik und/oder Windkraft voraus. Sollte es in den nächsten Jahren gesetzlich notwendig werden, alle oder einige Kläranlagen mit einer weiteren Reinigungsstufe zur Elimination von Spurenstoffen auszurüsten, wird die Erreichung dieses Ziels allerdings durch den hohen Energieverbrauch solcher Reinigungsstufen gefährdet bzw. unmöglich.

Lösungen finden
Durch Forschungsprojekte und weitere Aktivitäten werden die StEB Köln zur Erarbeitung von sachgerechten Lösungen beitragen. Dabei dürften die erforderlichen Maßnahmen nicht auf die Kläranlagen (end of pipe) reduziert werden, sondern müssten möglichst direkt an der Quelle greifen und die Verbraucher durch Information in die Vermeidungsstrategie einbinden, heißt es bei den StEB Köln. Eine weitere Herausforderung liege in der Identifikation und Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung des Eintrags von Mikroplastik in die Gewässer.
Die erfolgreiche Erfüllung der Aufgaben der StEB Köln hänge heute und in der Zukunft entscheidend davon ab, ob das hierfür notwendige Personal zur Verfügung stehe, stellt das Unternehmen fest. Deshalb wurden zahlreiche Maßnahmen zur Personalfindung, -bindung und -qualifizierung umgesetzt, die auch in den nächsten Jahren fortgeführt und weiterentwickelt werden. Parallel dazu werden die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt, um den Personalbedarf perspektivisch zu begrenzen und die Prozessqualität zu steigern. (hp)

https://www.zfk.de/entsorgung/abwasser/artikel/922d9a461d8ee1e54b878af840bb53ae/steb-koeln-machen-anlagen-zukunftstauglich-2020-07-07/

(nach oben)


Bersenbrück: Regionale Wasserversorger arbeiten gemeinsam für kostengünstige und nachhaltige Klärschlammverwertung

Wasserverbände Bersenbrück und Wittlage beteiligen sich an der neuen Klärschlammverwertung OWL GmbH
Umwelt und Kostenentwicklung ist eine zukunftsweisende Klärschlammentsorgung wichtig. Damit die interkommunale Arbeit zügig weitergehen kann, haben 47 Gesellschafter in Bielefeld die Klärschlammverwertung OWL GmbH gegründet. Die Wahl des Aufsichtsrates wird nach den Sommerferien erfolgen. Foto: KSV-OWL GmbH
Bersenbrück/Bad Essen. Die Klärschlammentsorgung ist in den vergangenen Jahren zur Herausforderung geworden. Zum einen können Klärschlämme kaum noch wie in der Vergangenheit als Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden. Diese Möglichkeit schränkt die Klärschlammverordnung (AbfKlärV) zunehmend ein, da Klärschlamm neben wertvollen Pflanzennährstoffen umwelt- und gesundheitsgefährdende Schadstoffe enthält. Zum anderen begrenzt die novellierte Düngeverordnung das Aufbringen von Phosphor und Stickstoff auf Äckern. Weil Phosphor aber ein wertvoller Wertstoff ist, sieht der Gesetzgeber eine Rückgewinnung dafür vor.
Um diesen Kraftakt gemeinsam zu meistern, haben sich die Wasserverbände Bersenbrück und Wittlage der Klärschlammverwertung OWL GmbH angeschlossen. In der vergangenen Woche haben die beiden Versorger neben weiteren 45 Gesellschaftern die Gründungsversammlung in Bielefeld erfolgreich abgeschlossen. Die Gesellschafter vertreten 78 Gemeinden, Städte, Kreise, Wasser- und Zweckverbände, bei denen jährlich ca. 186.000 t Klärschlamm (rund 44.000 t Trockensubstanz) anfallen „Eine derartige große Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden zur Bewältigung der Klärschlammentsorgung ist deutschlandweit einmalig und wird sich im Hinblick auf Nachhaltigkeit und auf die Gebührenentwicklung für alle Bürgerinnen und Bürger in der Region auszahlen,“ sind sich die beiden Geschäftsführer der Wasserverbände Bersenbrück und Wittlage Ralph-Erik Schaffert und Uwe Bühning einig. „Die neue Klärschlammverordnung sowie die Düngeverordnung erfordern ein Umdenken und neue Lösungen bei der Klärschlammentsorgung. Für den Klimaschutz und die CO2 Diskussion sind vorausschauende Maßnahmen notwendig. Zudem ist das Preisniveau sowohl für die landwirtschaftliche als auch für die thermische Klärschlamm-Entsorgung seit 2017 sprunghaft gestiegen. Im Sinne der Bürgerinnen und Bürger brauchen wir deshalb eine zukunftsorientierte und ordnungsgemäße Entsorgung“, so Bühning und Schaffert.

Suche nach einem Partner
Nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages Mitte Februar 2020 durch Kommunen, Verbände und Gesellschaften aus den Regierungsbezirken Detmold und Arnsberg sowie Niedersachsen, erfolgte nun die Gründung der Klärschlammverwertung OWL GmbH. Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen, haben die Kooperationspartner in den letzten Monaten die Vorbereitungen für die Suche nach einem strategischen Partner zur Klärschlammverwertung fortgeführt. Um eine sichere Datenbasis zu haben, wurden Klärschlämme beteiligter Kommunen und Verbände bereits untersucht und analysiert. Die Kooperation plant nun europaweit die Suche nach dem geeigneten Partner. Voraussetzung ist, dass ein möglicher strategischer Partner über ein passendes Grundstück für die Errichtung einer Klärschlammverbrennungsanlage verfügt. Denkbar ist auch, dass er bereits eine Verbrennungsanlage betreibt, die von der Kooperation mitgenutzt werden kann. Die gemeinsame Entsorgung beginnt 2024. Dann müssen rund 156.000 t Klärschlamm vom zukünftigen Partner ordnungsgemäß behandelt werden. Um die Entsorgung des Klärschlamms ab diesem Zeitpunkt sicherzustellen, aber auch um die Planung und den Bau einer neuen Klärschlammverbrennungsanlage zu ermöglichen, wird die Kooperation auch Zwischenlösungen des Partners bis zur Inbetriebnahme der Anlage unterstützen. Dadurch wird der Wettbewerb um eine nachhaltige und wirtschaftliche Lösung vorangetrieben.

Entsorgung mindestens bis 2043 sicherstellen
Ab 2029 liefern alle Gesellschafter ihren Klärschlamm an. Die gemeinsame Entsorgung erfolgt mindestens bis Ende 2043. Um für das Gemeinschaftsunternehmen und damit auch für die Bürgerinnen und Bürger eine angemessene Mitsprachemöglichkeit zu sichern, ist die Kooperation Initiatorin und Beteiligte eines gemeinsamen, mit dem zukünftigen strategischen Partner zu gründenden Tochterunternehmens. An diesem neuen Tochterunternehmen, das die Verbrennungsanlage betreibt, hält die Klärschlammverwertung OWL GmbH dann mindestens 25,1 Prozent der Anteile.

https://www.wasserverband-bsb.de/aktuelles/pressemitteilung/pressemitteilungen-2020/30062020-regionale-wasserversorger-arbeiten-gemeinsam-fuer-kostenguenstige-und-nachhaltige-klaerschlammverwertung/

(nach oben)


Aggerverband: Neues Branchenbild der Wasserwirtschaft an Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übergeben

Gummersbach. Zum vierten Mal hat der Verbund zwischen ATT, bdew, DBVW, DVGW DWA und VKU, das sogenannte Branchenbild der Wasserwirtschaft erstellt und der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Frau Elisabeth Winkelmeier, MdB, überreicht.

Mit diesem Branchenbild werden die technische und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Wasserwirtschaft sowohl im Bereich Trinkwasserversorgung als auch im Bereich Abwasserentsorgung dargestellt.
Der Vorstand des Aggerverbandes, Prof. Lothar Scheuer, ist seit 2002 auch Vorsitzender der ATT. Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass im Juni 2005 eine entsprechende Verbändevereinbarung unterzeichnet wurde. In den Jahren 2008, 2011 und 2015 wurden dann Branchenbilder erstellt. Nunmehr wurde die vierte Ausgabe veröffentlicht.
Die teilweise heftigen Regenfälle am gestrigen Abend ergaben an der Aggertalsperre 7,9 mm Regen und an Genkel- und Wiehltalsperre jeweils rd. 9,5 mm. Die Aggertalsperre ist derzeit zu rd. 65 %, entspricht 11,6 Mio cbm, die Genkeltalsperre zu rd. 78 %, entspricht 6,24 Mio cbm und die Wiehltalsperre zu 78,3 %, entspricht 25,06 Mio cbm gefüllt.

Bis 31.05.2020 hat der Aggerverband in 2020 rd. 9,5 Mio cbm Trinkwasser an seine Kunden im Versorgungsgebiet verkauft. Rd. 300.000 cbm mehr als im langjährigen Mittel …

https://www.aggerverband.de/service/presse/artikel/neues-branchenbild-der-wasserwirtschaft-an-staatssekretaerin-im-bundesministerium-fuer-wirtschaft-und-energie-uebergeben

(nach oben)


Aggerverband rüstet bis Ende August zehn LKW seiner Flotte mit Abbiegeassistenten nach

Gummersbach. Der Aggerverband deckt in seinem 1.100 km² großen Verbandsgebiet mit rund 400 Beschäftigten alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der wasserwirtschaftlichen Belange ab. Neben der Versorgung mit frischem Trinkwasser werden außerdem in 30 Kläranlagen täglich die Abwässer von knapp 400.000 Menschen sowie aus den gewerblichen Betrieben der Region gereinigt.
Ein entsprechend großer Fuhrpark zum reibungslosen Geschäftsablauf ist für den Aggerverband somit unerlässlich. Ein Mitarbeiter im Rahmen des betrieblichen Vorschlagwesens regte an, die LKW-Flotte des Verbandes mit den neuen Abbiegeassistenzsystemen auszurüsten. So wird zum einen der Arbeitsschutz verbessert, zum anderen erhöht dies die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.

Die Nachrüstung von zehn LKW mit Abbiegeassistenzsystemen hat nun begonnen.
Die freiwillige Umsetzung, die sicherheitsfördernden Systeme zu nutzen, wird belohnt. Die Umrüstung eines Fahrzeuges kostet rd. 2.000 €. Das Bundesamt für Güterverkehr fördert den nachträglichen Einbau mit jeweils
1.500 €.
Auch die übrigen LKW der anderen Geschäftsbereiche, Gewässerunterhaltung und Trinkwasseraufbereitung, werden jetzt zeitnah umgerüstet.
„Abbiegeassistenzsysteme machen Fußgänger oder Radfahrer im toten Winkel sichtbar und warnen den Fahrzeugführer unserer LKW akustisch und optisch, um bei Bedarf eine Notfallbremsung einzuleiten“, erklärt Prof. Lothar Scheuer, Vorstand des Verbandes, anlässlich einer Vorführung eines bereits nachgerüsteten LKW und macht nachdrücklich auf die Relevanz von Abbiegeassistenzsysteme aufmerksam. „So können bestenfalls schwere oder gar tödliche Unfällen vermieden werden.“

Der tote Winkel bei einem LKW oder Bus ist der Bereich auf der rechten Seite des Fahrzeugs, der über die Spiegel nicht eingesehen werden kann. Über eine Kamera oder ein Radarsystem wird dieser Bereich erkannt und dem Fahrzeugführer sichtbar gemacht. So werden beim Rechtsabbiegen Fußgänger oder Radfahrer erkannt und Unfälle können vermieden werden. Erweiterte Systeme greifen sogar in die Fahrzeugsysteme selbst ein und leiten bei Bedarf eine Notfallbremsung ein. Aktiviert wird der Assistent über das Setzen des rechten Blinkers oder das Unterschreiten einer voreingestellten Geschwindigkeit.

Einen europaweit verpflichtenden Einbau von Abbiegeassistenzsystemen in LKW und Busse gibt es aktuell noch nicht. Damit ist der Aggerverband einer der Vorreiter bei der geplanten schrittweisen Einführung von Abbiegeassistenten, die erst ab Juli 2022 für neue Fahrzeugtypen und ab Juli 2024 für neue Fahrzeuge verpflichtend vorgesehen ist.

https://www.aggerverband.de/service/presse/artikel/aggerverband-ruestet-flotte-mit-abbiegeassistenten-aus

(nach oben)


Wupperverband prämiert 5 Studienabschlussarbeiten

Arbeiten werden für ihren Praxisbezug ausgezeichnet
Studienabschlussarbeiten

Der Wupperverband verleiht jedes Jahr 3 Preise für Studienabschlussarbeiten mit einem Bezug zur Wasserwirtschaft im Wuppergebiet. In diesem Jahr waren 10 Arbeiten eingereicht worden.

Der 1. Preis in Höhe von 1.000 Euro geht an Jens Meis aus Hagen für seine Masterarbeit an der Ruhr-Universität Bochum. Das Thema der Arbeit war „Optimierung eines Energiesystems zur Eigenversorgung einer Kläranlage“. Mit dem von Jens Meis erstellten Rechenmodell für die Kläranlage Burg des Wupperverbandes können praktische Maßnahmen zur Verbesserung der Eigenstromnutzung geprüft werden. Der Modellansatz und das Vorgehen sind zukünftig leicht auf andere Kläranlagen übertragbar. Durch die Arbeit besteht für den Wupperverband daher eine gute Wissensgrundlage für die zukünftig wichtigen Themen Energiespeicherung und Lastmanagement.

Der 2. Preis in Höhe von 800 Euro wird in diesem Jahr gleich dreimal vergeben, da drei Abschlussarbeiten die gleiche Punktzahl erreichten.

Die Masterarbeit von Anna Herdt aus Wuppertal an der Bergischen Universität Wuppertal behandelte das Thema „Bewertung des Hochwasserrisikos und der Starkregenvorsorge für ein Teileinzugsgebiet der Gemeinde Marienheide“. Durch die Kombination aus theoretischen und praktischen Ergebnissen konnten Problemstellen identifiziert und mögliche Lösungsansätze aufgezeigt werden.

Sophie Helsper aus Wuppertal bearbeitete in ihrer Bachelor-Arbeit an der Hochschule Osnabrück das Thema „Handlungskonzept zum Umgang mit invasiven Neophyten im Rahmen von Renaturierungsmaßnahmen an der Wupper bei Solingen und Leichlingen (NRW)“. Je nach örtlicher Situation und künftiger Entwicklung und Nutzung des Uferstreifens hat die Absolventin Maßnahmenpakete vorgeschlagen und Empfehlungen für die Pflege der Uferbereiche entwickelt.

Die Bachelorarbeit von Stefan Barttels aus Bochum an der Hochschule Bochum widmete sich dem Thema „Einsatz und Optimierung einer diskontinuierlichen Wassermengenerfassung“. Sie veranschaulicht praxisorientiert die Digitalisierung von Messtechnik und stellt damit deren Weiterentwicklung für zukünftige Projekte an den Talsperren des Wupperverbandes dar.

Der 3. Preis, der mit 500 Euro dotiert ist, geht an Eva Wiesel aus Wuppertal für ihre Bachelorarbeit an der Bergischen Universität Wuppertal mit dem Thema „ Betrachtung der Stadtstrecke der Wupper mit Hinblick auf die Eignung als Laichgewässer für Salmoniden“. In der Arbeit wurde analysiert, welche Voraussetzungen der Gewässerstruktur für ein erfolgreiches Laichen von Salmoniden, z. B. Lachsen, gegeben sein müssen.
„Ich möchte unseren 5 Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich gratulieren“, sagt Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes. „Leider kann ich in diesem Jahr aufgrund von Corona die Preise nicht persönlich und – wie gewohnt – bei unserem Symposium Flussgebietsmanagement überreichen. Daher möchte ich auf diesem Wege danke sagen, für die Impulse, die Sie uns mit Ihren Abschlussarbeiten gegeben haben“.

Symposium Flussgebietsmanagement: digitale Vorträge
Die für den 27. und 28. Mai 2020 geplante Veranstaltung Symposium Flussgebietsmanagement in Wuppertal musste aufgrund von Corona in diesem Jahr abgesagt werden. Die jährliche Fachveranstaltung zum Thema Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und Flussgebietsmanagement im Wuppergebiet wird im kommenden Jahr voraussichtlich im Juni stattfinden. Aktuell hat der Wupperverband drei Videobeiträge erstellt, die auf der Homepage zu finden sind:
https://www.wupperverband.de/service/vortraege-und-fachveroeffentlichungen/vortraege-symposium-flussgebietsmanagement/23-symposium-flussgebietsmanagement-2020

Abschlussarbeiten für 2021 einreichen
Im kommenden Jahr wird der Verband erneut Studienabschlussarbeiten prämieren. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Arbeiten einen Bezug zum Aufgabenspektrum des Wupperverbandes haben und bereits benotet sind.
Informationen zur Prämierung von Studienabschlussarbeiten sind unter www.wupperverband.de in der Rubrik Über uns / Personal/ Studierende und Absolventen zu finden.

https://www.wupperverband.de/meldung/pressemitteilungen/2020/05/wupperverband-praemiert-5-studienabschlussarbeiten

(nach oben)


Wupperverband: Wollige Rasenmäher an der Wupper-Talsperre

Schafe fördern Artenreichtum der Wiesen
Am 5. Juni ist Tag der Umwelt. Der Wupperverband setzt sich seit vielen Jahren gemeinsam in einer Kooperation mit den Biologischen Stationen im Verbandsgebiet für Artenschutzprojekte ein. Eines dieser Projekte ist an der Wupper-Talsperre angesiedelt.

Dort hat sich in den vergangenen sechs Jahren einiges verändert. Noch 2014 waren viele Flächen am Ufer der Talsperre dicht von Drüsigem Springkraut und Adlerfarn bewachsen. Auch hatten Brombeer- und Himbeergebüsche die Wiesenflächen überwachsen.

Inzwischen sieht es dort ganz anders aus. Doch was ist der Grund dafür?
Die Biologischen Stationen Oberberg und Mittlere Wupper wurden vom Wupperverband im Rahmen des Kooperationsprojektes beauftragt, diese Flächen zu begutachten und Pflegemaßnahmen vorzuschlagen. Viele dieser Flächen liegen u. a. im Naturschutzgebiet „Ufer und Talhänge der Wupper-Talsperre“ im Oberbergischen Kreis. Es handelt sich bei diesen Flächen um Ausgleichsflächen, die beim Bau der Talsperre ausgewiesen wurden und für die eine bestimmte Nutzung vorgeschrieben wurde. In den meisten Fällen sollten diese Flächen als Ausgleich für die gefluteten Grünlandflächen dienen und deshalb auch in der Folge wie Wiesen oder Weiden bewirtschaftet werden. In Teilbereichen wurden Obstbäume gepflanzt, um artenreiche Streuobstwiesen zu entwickeln.

Zweimal im Jahr „kürzen“ 400 Schafe den Bewuchs
Es war Zeit, die Bewirtschaftung der Flächen nochmal anzugehen, um die Verbreitung von Drüsigem Springkraut etc. einzudämmen. Aus diesem Grund empfahlen die Biologischen Stationen, in diesen offenen Bereichen eine Beweidung durch Schafe aufzunehmen.
Seit 2016 grasen nun etwa 400 Schafe an den Hängen der Wupper-Talsperre und halten die Vegetation kurz. Die Schafherde zieht dabei zunächst im Frühjahr und ein zweites Mal im Spätsommer rund um die Talsperre. In ganz hartnäckigen Fällen wird auch per Hand nachgemäht, z. B. dort, wo der Adlerfarn vom Rand in die Flächen drängt oder eine zu starke Verbuschung herrscht.

Der Erfolg dieser Maßnahme ist inzwischen sehr gut sichtbar: Typische Grünland-Arten, wie die Gras-Sternmiere oder die Sumpf-Schafgarbe, verbreiten sich gut und das Drüsige Springkraut kommt nur noch am Rande zur Blüte.
Auf einigen der Flächen wurden direkt nach dem Bau der Talsperre ein Dutzend kleine Tümpel angelegt. Diese waren jedoch inzwischen so von Gehölzen zugewachsen, dass kein Licht mehr auf die Wasserfläche kam. Hier war das Team der Gewässerunterhaltung des Wupperverbandes gefragt. Durch die Freistellung der Tümpel werden sie wieder durch typische Amphibien- und Libellenarten wie z. B. den „Vierfleck“ besiedelt.

Hintergrundinformationen zur Kooperation Wupperverband / Biostationen
Seit 2013 setzen sich die Biologischen Stationen Ennepe-Ruhr-Kreis, Mittlere Wupper, Oberberg, Rhein-Berg, die NABU Naturschutzstation Leverkusen-Köln und der Wupperverband im Rahmen eines gemeinsamen Umweltnetzwerks für den Biotop- und Artenschutz ein. Ziel der Kooperation ist es, mit praktischen Projekten im Wupperverbandsgebiet den Artenschutz zu fördern und die biologische Vielfalt zu erhalten und zu entwickeln. 2018 trat auch das Naturschutzzentrum Märkischer Kreis dem Umweltnetzwerk bei.
Im Oktober 2019 wurde die Kooperation der Biologischen Stationen und des Wupperverbandes als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Informationen zum Netzwerk gibt es auf der Homepage unter:
https://www.wupperverband.de/projekte/kooperationen/gemeinsam-fuer-artenschutz-und-biologische-vielfalt-biostationen-und-wupperverband

(nach oben)


Ruhrverband: Seltener Flussregenpfeifer brütet erfolgreich auf Kläranlagengelände in Hagen

Gute Nachricht zum Tag der Umwelt – NABU-Stadtverband spricht von „vollem Erfolg“

Im Februar hat der Ruhrverband auf Initiative des NABU-Stadtverbandes Hagen und der Biologischen Station Umweltzentrum Hagen eine rund 400 Quadratmeter große Fläche auf seiner Kläranlage Hagen-Fley als Brutquartier für den Flussregenpfeifer hergerichtet. Pünktlich zum „Tag der Umwelt“ am 5. Juni, den die Vereinten Nationen in Erinnerung an die Eröffnung der Stockholmer Konferenz zum Schutz der Umwelt im Jahr 1972 ausgerufen haben, gibt es nun erfreuliche Nachrichten von der Hagener Brutfläche: Die Vogelexperten vom NABU-Stadtverband haben bei ihren wöchentlichen Kontrollbegehungen nicht nur ein gut getarntes Gelege mit vier Eiern entdeckt, sondern wenig später auch den erfolgreichen Schlupf der Küken festgestellt. „Das Projekt kann man als vollen Erfolg bezeichnen“, freut sich Andreas Welzel vom NABU-Stadtverband. Nun geht es darum, dass die jungen Küken wohlbehalten die schwierigen ersten Wochen überstehen, bis sie flügge sind und selbstständig auf Nahrungssuche entlang der Lenne gehen können.

Der Flussregenpfeifer steht in Nordrhein-Westfalen auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten. Obwohl er nur etwa 15 Zentimeter groß wird, legt er auf seinen Reisen bis zu den Winterquartieren in Nordafrika Distanzen von mehreren 1000 Kilometern zurück. Als Brutplätze bevorzugt der kleine Zugvogel unbewachsene Flächen mit kiesigem oder sandigem Untergrund. Vor der Begradigung der meisten Flussläufe in Mitteleuropa waren solche Flächen an zahlreichen Gewässern zu finden, doch mittlerweile weicht der Flussregenpfeifer zunehmend in Kiesgruben oder auf Baustellen aus. Im unteren Lennetal werden jedoch aufgrund der abnehmenden Bautätigkeit auch diese Ausweichhabitate immer seltener. Das umzäunte Kläranlagengelände des Ruhrverbands hat sich daher als gute Alternative erwiesen, denn anders als auf öffentlichen Flächen gibt es hier keine Störungen durch Freizeitaktivitäten wie Spazierengehen, Joggen oder Hundeausführen, auf die der Flussregenpfeifer empfindlich reagiert.

Der Untergrund des nicht mehr genutzten Notschlammplatzes der Kläranlage war mit relativ überschaubarem Aufwand in ein geeignetes Habitat verwandelt worden; die Kosten für diese Maßnahme hatte der Ruhrverband übernommen. Die paarungswilligen Flussregenpfeifer waren im April aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt und hatten dann mit der Balz begonnen.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///seltener-flussregenpfeifer-bruetet-erfolgreich-auf-klaeranlagengelaende-in-hagen/

(nach oben)


WTE: Neue Klärschlammmonoverbrennungsanlage in Hannover-Lahe

Umweltfreundlich erzeugte Wärme wird ab Ende 2022 für ca. 3.500 Haushalte in Hannover zur Verfügung stehen.
Der Bauherr enercity Contracting GmbH hat die sludge2energy GmbH – ein Joint Venture der Huber SE sowie der WTE Wassertechnik GmbH – mit dem Bau einer Klärschlammmonoverbrennungsanlage in Hannover-Lahe beauftragt. Bereits zum Jahreswechsel 2022/2023 soll der Regelbetrieb der Anlage aufgenommen werden, in der jährlich ca. 130.000 Tonnen entwässerter, kommunaler Klärschlamm (ca. 30.000 Tonnen Trockenmasse) thermisch behandelt werden sollen.

Die sludge2energy GmbH ist als Generalunternehmer für das Los Verfahrenstechnik verantwortlich. Bereits beim Engineering bzw. der Errichtung der Anlage wird höchste Priorität auf die energetische Gesamteffizienz der Anlage gelegt, mit der der Kunde enercity einen zukunftssicheren Entsorgungsweg für Klärschlamm mit der Möglichkeit der gesetzlich vorgeschriebenen Phosphorrückgewinnung aufzeigt. Zudem leistet die Anlage durch die in der Prozesskette rückgewonnene Wärme einen Beitrag zur Versorgung des regionalen Fernwärmenetzes.

Verfahrenstechnische Hauptbestandteile der Anlage sind – neben einer Rauchgasreinigungsanlage zur gesicherten Einhaltung der zulässigen Emissionsgrenzwerte – zwei RotaDry® Scheibentrockner sowie der S2E-Fluidizer, ein stationärer Wirbelschichtofen mit einer Brennstoffwärmeleistung von ca. 10,5MW.

http://www.wte.de/WTE/Aktuell/Neue-Klarschlammmonoverbrennungsanlage-in-Hannover.aspx?ru=%2fWTE%2fAktuell.aspx

(nach oben)


Bersenbrück: Umfassende Kanalbauarbeiten dauern zwei Jahre

Wasserverband Bersenbrück startet im Juli mit Tiefbauarbeiten
Bei einem Ortstermin an der Bippener Straße in Schwagstorf besprachen Projektleiter Matthias Lohbeck, Ralph-Erik Schaffert, Geschäftsführer des Wasserverbandes Bersenbrück und Verbandsvorsteher Dirk Imke gemeinsam mit Volker Westerhaus und Alica Grundmann vom Ingenieurbüro (v.l.n.r.) den ersten Abschnitt der Kanalbauarbeiten, die im Juli beginnen.

Schwagstorf. Nach umfangreicher Vorbereitung und Bauplanung können im Juli die Tiefbauarbeiten zur Entlastung des Regenkanalnetzes und zur Erweiterung des Regenrückhaltebeckens in Schwagstorf beginnen. Insgesamt wird die Dauer der gesamten Maßnahme, die in zwei zeitlich getrennten Arbeitsschritten erfolgt, rund zwei Jahre in Anspruch nehmen. Der geplante Baubeginn für den Kanalneubau an der Voltlager Straße startet im Juli, im Anschluss ist der Kanalbau in der Bippener Straße und im Zwister Weg geplant. Ab Frühjahr 2021 ist der Baubeginn für Umbau und Erweiterung der Regenrückhalteeinrichtungen an der Voltlager Straße vorgesehen.

Vor Überflutung bei Starkregen schützen
Grund für das umfassende Bauprojekt ist die Überlastung des vorhandenen Regenwasserkanalnetzes. In der jüngsten Vergangenheit war es in Teilen von Schwagstorf immer wieder zu Überflutungen während Starkregenphasen gekommen. Starkregenereignisse sind in der Regel lokal begrenzte intensive Niederschläge, für die Ort und Zeitpunkt nur schwer vorherzusagen sind. Sie können zu Sturzfluten führen und erhebliche Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachen. Um diese Überflutungsgefahr zu beheben und Bewohnerinnen und Bewohner sowie die vorhandene Bebauung zu schützen, wird die Leistungsfähigkeit des Kanalnetzes für Schwagstorf nun umfangreich erhöht.

Weitreichende Eingriffe in die Unterwelt erforderlich
So wird das vorhandene Kanalnetz durch einen zusätzlichen neuen Regenwasserkanal erweitert und entlastet. Den westlichen Teil von Schwagstorf entwässert zukünftig zu einem Großteil eine neue Bypass-Leitung, die den auf der Südseite der Bundesstraße vorhandenen Kanal westlich des Kreisverkehrs entlastet. Kurz vor dem Kreisverkehr wird ein neuer Regenwasserkanal zunächst durch eine private Straße Richtung Süden und weiter im nordwestlichen Seitenraum parallel zur Landesstraße 102 „Voltlager Straße“ verlaufen. Danach kreuzt der Regenkanal die Landesstraße L 102 und leitet das Regenwasser südlich über einen bestehenden Kanal in das vorhandene Regenrückhaltebecken ein.
Für den östlichen Teil des Ortes wird zum einen der offene Graben auf der Südseite der Voltlager Straße verrohrt und über eine zweite, neu verlegte Rohrverbindung zum bestehenden Rückhaltebecken geführt. Zusätzlich sind eine Vergrößerung und der Austausch der Kanäle im Bereich Zwister Weg/Bippener Straße unumgänglich.

Ausführung erfolgt in Etappen
Nach Abschluss der Maßnahmen in der Voltlager Straße werden in der Bippener Straße die im Bürgersteig vorhandenen, aber zu kleinen Regenwasserkanäle durch einen großen Regenwasserkanal in der westlichen Fahrspur ersetzt. Danach folgt mit Querung der Bippener Straße im vorderen Bereich des Zwister Weges eine Vergrößerung der vorhandenen Regenwasserkanäle. Im weiteren Bereich, ab dem Parkplatz Pfarrheim, werden neue Regenwasserkanäle verlegt, um die allgemeine Abflusssituation zur Bippener Straße hin zu verbessern.
Zusätzlich werden zwischen den Rohrsystemen Verbindungen geschaffen oder ausgebaut, um für noch mehr Möglichkeiten bei der Ableitung der anfallenden Regenwassermengen zu sorgen.

Behinderungen im Straßenverkehr
Je nach Bauabschnitt wird es zu Vollsperrungen der Landesstraßen und Gemeindewege kommen. Die Bundesstraße 214 und der Kreisverkehr bleiben im Straßenbereich von der Baumaßnahme unberührt.

Zwei Jahre für die Verbesserung der Infrastruktur
Nach den Kanalbauarbeiten in diesem Jahr steht für 2021 die bauliche Erweiterung des bestehenden Regenrückhaltebeckens an. Dessen vorhandenes Volumen von rund 2.000 Kubikmetern ist nach aktuellen Berechnungen nicht mehr ausreichend. Es wird ein Volumen von mehr als 5.100 Kubikmeter benötigt, so dass zu dem vorhandenen Becken an der Voltlager Straße ein weiteres Becken im rückwärtigen Bereich der ehemaligen Kläranlage errichtet wird. Die beiden Becken werden in Absprache mit Wasser- und Naturschutzbehörden durch eine Erweiterung des dortigen offenen Grabens verbunden, damit der vorhandene Wald bestehen bleibt.

Vorbereitungen im vergangenen Jahr gestartet
Die Planung der Gesamtmaßnahme ist bereits im vergangenen Jahr gestartet und hat aufgrund des Bauumfanges viele Vorbereitungen notwendig gemacht. Im Vorfeld wurden Vermessungsarbeiten, Gespräche und Verhandlungen mit betroffenen Grundstückseigentümern sowie mit der Straßenbaubehörde geführt. Wichtige Schritte, da unter anderem für die Erneuerung der Kanäle auch die Landes- und Bundesstraße genutzt werden.
Am gesamten Verfahren sind auch die Untere Wasserbehörde sowie die Naturschutzbehörde des Landkreises Osnabrück beteiligt.

https://www.wasserverband-bsb.de/aktuelles/pressemitteilung/pressemitteilungen-2020/13052020-umfassende-kanalbauarbeiten-dauern-zwei-jahre/

(nach oben)


Berlin: Resilienz im Zentrum des Handelns

Wasserbetriebe steigern Investitionen, Tarife bleiben stabil
Auch in der aktuellen Krise sichern die Berliner Wasserbetriebe die Ver- und Entsorgung der Hauptstadt ohne Abstriche. Die Investitionen lagen im Jahr 2019 bei 384 Mio. Euro, 38 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Für das Land Berlin wurde ein Gewinn von 113 Mio. Euro erwirtschaftet. Mit einem Anteil von 36 % seit 2016 können die Berliner Stadtwerke ihre Stellung als führender Solaranlagenentwickler der Hauptstadt festigen.

Wie die Wasserbetriebe heute bilanzierten, haben sie 2019 insgesamt 220 Mio. m³ Trinkwasser verkauft), während die Abwasserreinigung auf 255,2 Mio. m³ stieg. Der Umsatz stieg um 23,3 Mio. Euro auf 1.175,1 Mio. Euro. „Die Resilienz unserer Systeme zur Ver- und Entsorgung ist angesichts des Klimawandels noch stärker ins Zentrum unseres Handelns gerückt“, sagt Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe. „Damit schaffen wir ein robustes System und verbessern die Lebensqualität in der Stadt.“ Durch die vom Land Berlin und dem Unternehmen vorangetriebene dezentrale Regenwasserbehandlung würden viele neue begrünte Flächen entstehen. Auch die Verfügbarkeit von Trinkwasser zähle dazu. 132 Trinkbrunnen gibt es derzeit in Berlin, in diesem Jahr sollen weitere 60 dazukommen.

Berlin kann sich in der Krise auf die Wasserbetriebe verlassen
Auch während der Corona-Krise sichern die Wasserbetriebe ohne Abstriche die Ver- und Entsorgungsleistungen sowie den größten Teil aller aktuellen und künftigen Investitionen. Mit großem Einsatz sowie mit hervorragender IT-Unterstützung arbeiten viele Kolleginnen und Kollegen von zuhause aus bzw. halten sich dort „gesund in Reserve“. Ausgesetzt wurden nur wenige Dienstleistungen wie etwa die Arbeit in den Kundenservice-Punkten sowie das Inkasso. In der laufenden Beauftragung von Bau- und anderen Dienstleistern sowie der zügigen Begleichung von Rechnungen sehen die Wasserbetriebe eine gesellschaftliche Verantwortung.

Investitionen und Voraussicht sichern Versorgung langfristig
Ein Großteil der Investitionen flossen in das Programm zur Ausrüstung aller Berliner Klärwerke mit zusätzlichen Reinigungsstufen. Hier lag der Wert mit 111,9 Mio. Euro um 17,2 Mio. Euro über dem Vorjahresbetrag. „Wichtig für unsere Stadt ist, dass wir dieses hohe Investitionsniveau mit dem Unternehmensvertrag auch weiterhin gesichert haben. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für eine langfristige und nachhaltige Sicherung von Qualität, Leistungsfähigkeit und Effizienz der Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung“, erklärt Wirtschaftssenatorin und Aufsichtsratschefin Ramona Pop, die auf die bis 2031 vereinbarten Investitionen von insgesamt 5,9 Mrd. Euro verweist. Dies werde bei Tarifen verwirklicht, die bis Ende 2023 stabil blieben und sich danach im günstigsten Drittel der 30 größten deutschen Städte bewegen sollen.
In die Leitungsnetze wurden im vergangenen Jahr insgesamt 192,7 Mio. Euro investiert. Den größten Zuwachs dabei verzeichnete die Erneuerung der großen Abwasserdruckleitungen, für die die Ausgaben um mehr als die Hälfte auf 34,1 Mio. Euro wuchsen.

Flexibilität des Systems für künftige Trockenheiten erhöht
Auch wenn der Wasserverkauf 2019 etwas gesunken ist, war der vergangene Sommer erneut zu trocken, eine bis heute ungebrochene Tendenz. Die Investitionen in die Wasser- und Zwischenpumpwerke stiegen im vergangenen Jahr um 50 Prozent auf 36 Mio. Euro. Ein zentrales Projekt war dabei der Neubau der Reinwasserbehälter im Zwischenpumpwerk Lindenberg. Zusammen mit dem Land Berlin arbeitet das Unternehmen an einem Masterplan Wasser, der die Versorgung der Stadt in den kommenden Jahrzehnten unter Klimawandel- und Wachstumsszenarien betrachtet.

Mehr Stadt, mehr Arbeit, mehr Mitarbeitende
Mit 295 neuen Fachleuten, davon 211 externe Einstellungen und 84 übernommene Auszubildenden, haben die Wasserbetriebe 128 Menschen mehr als 2018 eingestellt. Das folgt den steigenden Investitionen für die wachsende Stadt, neuen Aufgaben wie zum Beispiel der deutlich gewachsenen Verantwortung im Land Berlin mit Zier- und Trinkbrunnen sowie dem demografischen Wandel. Zum zweiten Mal in Folge wuchs auch die Zahl der Beschäftigten und zwar um 103 auf 4.511. 253 Jugendliche erlernen im Hause einen von 21 Berufen, die Ausbildungsquote liegt damit bei 6,5 Prozent.

Innovationen für die smarte Stadt
Mit anwendungsbasierter Forschung optimieren die Wasserbetriebe ihre Arbeit. Zwei Beispiele: So wurde gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin das Modellwerkzeug SEMA Berlin entwickelt, das datenbasierte Statistik mit künstlicher Intelligenz verbindet und so die Alterung von Abwasserkanälen simuliert. Mit dem Ergebnis lassen sich Investitionen deutlich genauer steuern. Mit dem Projekt SENSARE sollen Echtzeitdaten aus dem Verkehr helfen, bei starkregenbedingten Überflutungen das Kanalnetz zu entlasten und den Verkehr flüssig zu halten.
Stadtwerke rüsten Bezirks-Bauten solar aus und stehen vor dem Bau eines neuen Windparks
Die Berliner Stadtwerke haben 2019 ihren Platz als Berlins führender Errichter von Solaranlagen ausgebaut. Rund 36 Prozent aller seit 2016 auf Berlins Dächern installierten PV-Anlagen sind von der Wasserbetriebe-Tochter konzipiert worden. Und mit bislang 4,3 Megawatt in Mieterstromprojekten installierter Leistung liegt ihr Anteil bundesweit bei 22 Prozent. Die bislang von den Stadtwerken umgesetzten Ökostrom- und Energiespar-Projekte vermeiden mehr als 30.000 Tonnen CO2-Emissionen. 2020 werden die Stadtwerke mit der Errichtung des neun Anlagen umfassenden Windparks Albertshof bei Bernau ihre Erzeugungskapazität um 31 Megawatt ausweiten. Die Arbeiten an den Fundamenten für dieses aktuell größte Windparkprojekt in Brandenburg laufen.

Mieterstromprojekte mit hohen Zuwächsen
2019 sind bei Mieterstromprojekten hohe Zuwächse erzielt worden. Mit der berlinovo haben die Stadtwerke die „Mietersonne Kaulsdorf“ mit bislang zwei Megawatt auf hundert Dächer gebracht. Um weitere 2,3 Megawatt soll die Mietersonne Kaulsdorf in Zukunft noch wachsen, was das Projekt zum größten im Bereich Mieterstrom in Deutschland macht. Auch die energetische von Landesimmobilien, insbesondere in Kooperation mit der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, hat sich stark entwickelt, mehrere Dutzend Schulen, Feuerwachen, Ämter und Gefängnisse produzieren heute große Teile ihres Stroms selbst.
Für Energie-Innovationen steht das Niedertemperatur-Klima-Netz für die Urban Tec Republic und das Schumacher-Quartier in Tegel, das die Stadtwerke zusammen mit E.on verwirklichen, und in das die Mieter auf dem Gelände auch selbst Überschüsse einspeisen können. Auch die Versorgung des Quartiers Rollbergstraße in Neukölln zählt dazu, wo die Stadtwerke Wärme, Kälte und Lüftung mit einer neuen Kombination aus Solaranlagen, Wärmepumpen, Speichern und Blockheizkraftwerk sichern.
Die Kundenzahl stieg um knapp 70 Prozent auf rund 16.000.

https://www.bwb.de/de/299_24642.php

(nach oben)


Selters: Energetische Sanierung / Optimierungsmaßnahmen der Kläranlage Selters Kommunaler Klimaschutz

Auch für kommunale Einrichtungen sind die nationalen Klimaschutzziele von Bedeutung. Es gilt langfristig den weltweiten Temperaturanstieg durch die Minderung von Treibhausgasen einzuschränken. Gerade im Bereich der Abwasserbeseitigung bestehen Potentiale, um Klimaschutz aktiv umzusetzen. Die Kläranlage Selters wurde unter diesem Aspekt beleuchtet und Optimierungsmaßnahmen herausgearbeitet.Mehr:

https://www.selters-ww.de/rathaus/wasser-und-abwasser/die-eigenbetriebe-der-vg/energetische-sanierung-optimierungsmassnahmen-der-klaeranlage-selters/

(nach oben)


Ruhrverband: Kanalabkommen wurde unterzeichnet

Stadt Hattingen überträgt Abwasserbeseitigungspflichten an den Ruhrverband

Hattingen/Ruhr. Am Mittwoch, 8. April 2020, wurde die Dokumentation zur Übertragung der Abwasserbeseitigungspflichten für den Betrieb des städtischen Kanalnetzes auf den Ruhrverband unterzeichnet. Aufgrund der Coronakrise unterschrieben die Beteiligten des Ruhrverbands und der Stadt Hattingen getrennt voneinander. Prof. Dr.-Ing. Norbert Jardin, Vorstandsvorsitzender, und Dr. Antje Mohr, Finanzvorstand des Ruhrverbands, unterzeichneten die Dokumentation zur Übertragung am Vormittag in Essen. Per Bote wurden die Unterlagen im Anschluss nach Hattingen gebracht und dort von Bürgermeister Dirk Glaser und Kämmerer Frank Mielke unterzeichnet. „In Zeiten von Corona laufen die Dinge anders als gewohnt, aber ich bin froh über den finanziellen Befreiungsschlag, den diese Unterzeichnung für die Stadt Hattingen mit sich bringt“, sagt Bürgermeister Dirk Glaser. „Der Ruhrverband ist dabei ein zuverlässiger Partner, mit dem die Stadt schon seit vielen Jahrzehnten vertrauensvoll zusammenarbeitet“, betont der Bürgermeister. „Dieses Abkommen mit dem Ruhrverband bringt auf einen Schlag 110 Millionen Euro für die Schuldentilgung in die Stadtkasse“, erklärt Kämmerer Frank Mielke.

Anfang April kam die Bestätigung der Finanzbehörden, dass die Stadt Hattingen die Übertragung auf den Ruhrverband umsatzsteuerfrei verwirklichen kann. Dies war eine grundlegende Voraussetzung für die Aufgabenübertragung. Seit mehr als drei Jahren hat die Stadt Hattingen die Maßnahme vorbereitet. Mit der Unterzeichnung wird dem Ruhrverband zum 1. Juli 2020 die Pflicht zum Sammeln und Fortleiten des in der Stadt anfallenden Abwassers übertragen.
Beide Seiten profitieren von dem Übereinkommen. Die Stadt kann sich von 85 Prozent ihrer Kassenkredite entledigen und damit neue finanzielle Freiheiten für die Stadt erschließen. Einen besonderen Vorteil hat die Hattinger Finanzverwaltung zusätzlich entwickelt. Hattingen kann über die Zahlung der 110 Millionen Euro hinaus weiter profitieren und die Haushaltslage verbessern: Durch Besonderheiten der kommunalen Buchungssystematik, die erstmals in Hattingen genutzt werden, können in den nächsten 20 Jahren mehrere Millionen Euro als Haushaltsverbesserungen verbucht werden.

Auch der Ruhrverband profitiert. Er ist durch die Änderung des Landeswassergesetzes im Jahr 2016 in der Lage, sein Geschäftsfeld auszuweiten. „Durch die Übertragung der Aufgabe der Abwasserableitung von der Kommune auf den Ruhrverband können wir viele Synergien zum Vorteil der Bürgerinnen und Bürger heben“, betont Prof. Norbert Jardin, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands. Der Ruhrverband ergänzt damit seine gesetzliche Zuständigkeit für die Abwasser- und Niederschlagswasserbehandlung um die Ableitung und kann damit das gesamte Abwassermanagement optimal organisieren. Ein solch integraler Ansatz dient dem Gewässerschutz und ermöglicht eine wirtschaftliche Aufgabenerledigung. Finanzielle Vorteile hat der Ruhrverband als Körperschaft des öffentlichen Rechts und somit als „Non-Profit“-Unternehmen durch die Kanalnetzübertragung nicht. „Gebührenerhöhungen, die über das hinausgehen würden, was die Stadt ohnehin berechnen müsste, sind ausgeschlossen,“ erklärt Dr. Antje Mohr, Finanzchefin des Ruhrverbands. Die Zuständigkeiten der Stadt für die Gebühren- und Satzungshoheit sowie Konzeption und Planung der Abwasserableitung verbleiben bei der Stadt Hattingen.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///kanalabkommen-wurde-unterzeichnet/

(nach oben)


Ruhrverband gewährleistet Ver- und Entsorgungssicherheit auch in der Coronakrise

Beschäftigte stellen den Anlagenbetrieb auf Basis eines mehrstufigen Pandemieplans sicher

Auch während der Coronakrise reinigen die Beschäftigten des Ruhrverbands jederzeit die Abwässer aus Haushalt, Industrie und Gewerbe. Die Talsperren des Ruhrverbands sichern die kontinuierliche Versorgung mit Trinkwasser. (Bei Verwendung bitte Quellenvermerk „Fotografin: Silvia Steinbach“ angeben)
Mit seinen insgesamt über 800 wasserwirtschaftlichen Anlagen, darunter Kläranlagen und Pumpwerke zur Abwasserbehandlung und Talsperren zur Sicherung der Wasserversorgung, gehört der Ruhrverband zu den Einrichtungen der so genannten kritischen Infrastruktur, deren Funktionieren auch in der gegenwärtigen Coronakrise gewährleistet bleiben muss. Schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt wurde daher ein hausinterner Krisenstab gebildet, der auf Basis der tagesaktuellen Entwicklungen entscheidet, welche Maßnahmen des mehrstufigen Pandemieplans in Kraft gesetzt werden müssen, damit der Ruhrverband seine gesetzlichen Aufgaben im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge auch in den kommenden Wochen und Monaten erfüllen kann.

„Menschen, deren Arbeit für unser aller Wohlergehen von immenser Bedeutung ist“
Den mehr als 1.000 Beschäftigten des Ruhrverbands kommt dabei eine besondere Rolle zu, betont der Vorstandsvorsitzende Prof. Norbert Jardin. „In dieser außergewöhnlichen Krisensituation gibt es viele Menschen, deren Arbeit für unser aller Wohlergehen und für den Erhalt der gesellschaftlichen und sozialen Ordnung von immenser Bedeutung ist. Unsere Kolleginnen und Kollegen gehören dazu!“

Um Infektionsketten so gut wie möglich zu unterbinden, arbeiten die Teams auf den Betriebsanlagen im rollierenden Zweischichtbetrieb. Viele Beschäftigte in der Verwaltung erledigen unterdessen ihre Aufgaben vom Homeoffice aus, um die direkten Kontakte untereinander auf das absolut notwendige Mindestmaß zu reduzieren. So wird sichergestellt, dass der Ruhrverband seine gesetzlichen Kernaufgaben auch weiterhin erfüllen kann.
Bis auf Weiteres keine Führungen auf den technischen Anlagen

Bereits vor dem Inkrafttreten entsprechender behördlicher Anweisungen hatte der Ruhrverband alle geplanten Veranstaltungen abgesagt und Führungen auf seinen technischen Anlagen bis auf Weiteres ausgesetzt. Auch die Historische Sammlung der Ruhrwasserwirtschaft im Essener St. Annental und der Infopoint zum Fischliftsystem am Baldeneysee können derzeit nicht besichtigt werden. Für die Freizeitnutzung an den Talsperren und Stauseen gibt es keine besonderen Regelungen. Der Ruhrverband weist jedoch ausdrücklich auf die von der nordrhein-westfälischen Landesregierung erlassenen Beschränkungen hin und schließt sich als Unternehmen der kritischen Infrastruktur dem
allgemeinen Aufruf an:

Bleiben Sie zuhause, um die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen und
gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen!

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///ruhrverband-gewaehrleistet-ver-und-entsorgungssicherheit-auch-in-der-coronakrise/

(nach oben)


Wupperverband: Abgesaugtes Teichwasser wird schrittweise in der Kläranlage behandelt

Unbekannte Substanz war am 18. April in den Hückeswagener Stadtparkteich gelangt

Am vergangenen Samstag hatte eine unbekannte Substanz im Hückeswagener Stadtparkteich für einen Einsatz gesorgt. Die Bereitschaft des Wupperverbandes hatte die Feuerwehr, die Untere Wasserbehörde und weitere Ordnungsbehörden bei dem Einsatz unterstützt. Die Rufbereitschaft des Verbandes hat in dem betroffenen Bereich das verunreinigte Teichwasser mit dem eigenen Saugwagen aufgenommen. Das Teichwasser wurde zunächst im Saugwagen gelagert.

Das Abwasserlabor des Wupperverbandes hat in dieser Woche zwei Proben untersucht. Zielsetzung war zu klären, ob das im Saugwagen gelagerte Teichwasser in der Kläranlage Hückeswagen zusammen mit dem kommunalen Abwasser behandelt werden kann, ohne dass es zu Beeinträchtigungen der Verbandskläranlage kommt.
Das Labor hat zusätzlich zu den kläranlagenrelevanten chemischen Parametern (Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor und verschiedene Metalle) auch biologische Hemmtests durchgeführt. Toxische Einleitungen haben eine hemmende Wirkung auf die in einer Kläranlage benötigten Kleinstlebewesen. Dies kann zu kurzfristigen Ausfällen bis hin zum kompletten Austausch der Biomasse führen.

Das Untersuchungsergebnis liegt nun vor: Keiner der untersuchten Werte war auffällig.
Der Wupperverband kann daher das verunreinigte Teichwasser schrittweise in den Kläranlagenzulauf einleiten und mit dem Abwasser reinigen.
Um welche Substanz es sich handelte und wie sie in den Teich gelangt ist, kann durch die Analyse des Verbandes leider nicht geklärt werden

https://www.wupperverband.de/meldung/pressemitteilungen/2020/04/abgesaugtes-teichwasser-wird-schrittweise-in-der-klaeranlage-behandelt

(nach oben)


Wupperverband: Abwassereinleitung in den Murbach

Fehler im Bauablauf bei Sanierung des Murbachsammlers führte zu kurzzeitigem Abwasseraustritt

Am Mittwoch, den 8. April, kam es gegen 17.00 Uhr in der Nähe der Diepentalsperre oberhalb der Ortslage Wietsche zu einer Einleitung von unbehandeltem Abwasser in den Murbach. Die Ursache für die Einleitung ist ein Fehler im Bauablauf bei der Sanierung des Murbachsammlers. Die Einleitung dauerte ca. 30 Minuten an. In diesem Zeitraum gelangten etwa 20 bis 30 Liter Abwasser pro Sekunde in den Murbach.

Die Einleitung schädigte die Ökologie des Gewässers, da durch das eingeleitete Abwasser eine starke Sauerstoffzehrung entstand. Dadurch sind im Bach unterhalb der Einleitungsstelle einige Fische und Kleinlebewesen verendet. An der Einleitungsstelle selbst waren zunächst keine Gewässerschäden erkennbar. Im Ortsteil Wietsche wurden jedoch von Anwohnern einige tote Fische gefunden.

Die vom Wupperverband mit der Sanierungsmaßnahme beauftragte Baufirma hatte eine so genannte Absperrblase, die in den Sammler eingesetzt wurde, um den zu sanierenden Abschnitt trocken zu halten, zu spät gezogen. Das Abwasser staute sich dadurch im Sammler, trat aus einem Schacht aus und floss von dort in den Murbach.
Der genaue Schadenshergang muss noch geklärt werden. Die zuständigen Wasserbehörden und die Feuerwehr wurden zeitnah informiert.

Der Wupperverband wird im Laufe der kommenden Woche den Umfang der Schädigung der Gewässerökologie näher untersuchen und den Sachstand entsprechend aktualisieren.

Information vom 21.04.2020
Gewässeruntersuchung: Bach kann sich erholen – Kleinstlebewesen als Nahrungsgrundlage für Fische vorhanden
Das limnologische Labor des Wupperverbandes hat den Murbach am 16. April untersucht. Die Fachleute des Labors haben unterhalb der Einleitungsstelle an vier Stellen Proben untersucht sowie oberhalb an einer Stelle als Vergleich.
Die Untersuchung konzentrierte sich auf die wirbellosen Kleintiere, die am Gewässergrund leben. Dazu gehören zum Beispiel Larven von Eintagsfliegen und Köcherfliegen sowie Kleinkrebse, Schnecken, Muscheln, Würmer und Egel. Sie sind wichtiger Bestandteil des Ökosystems Bach und Nahrung für Fische. Außerdem kann man durch die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaft dieser Kleintiere den Zustand von Bächen beurteilen. Defizite und Schädigungen des Ökosystems sind anhand dieser Kleintiere bei schwerwiegenden Störeinleitungen noch über Wochen oder sogar viele Monate nach einem Ereignis feststellbar.
Die Beprobung des Murbachs zeigte glücklicherweise ein ermutigendes Ergebnis: Unterhalb der Einleitungsstelle wurden keine toten Kleintiere gefunden. Die Kleintiere waren lebendig und es wurden alle Arten gefunden, die auch oberhalb der Einleitungsstelle vorhanden sind.

Die Kleintiere zeigen nur eine geringe Abweichung gegenüber der Vergleichs-Probestelle oberhalb der Einleitung an: Sie waren nicht ganz so zahlreich vorhanden.
Das Fazit der Fachleute ist, dass die Abwassereinleitung in den Murbach dazu führte, dass einige Bachforellen verendet sind. Die im Murbach unterhalb der Einleitungsstelle gefundenen Kleintiere weichen allerdings nur geringfügig von der Lebensgemeinschaft der Kleintiere oberhalb der Einleitungsstelle ab. Somit sind die Voraussetzungen dafür gegeben, dass sich der Bach wieder vollständig erholen kann und die Fische diesen Abschnitt des Murbachs wieder besiedeln können.

https://www.wupperverband.de/meldung/news/2020/04/abwassereinleitung-in-den-murbach

(nach oben)


Wupperverband: 27,3 Mio. Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien

Tag der erneuerbaren Energien am 25. April – Wupperverband setzt seit Jahren Energiemanagement um
Der 25. April 2020 ist der Tag der erneuerbaren Energien. Rund um diesen Tag finden normalerweise in ganz Deutschland Veranstaltungen statt, und Unternehmen informieren auf vielfältige Weise über erneuerbare Energien. Bedingt durch die Corona-Pandemie werden in diesem Jahr allerdings zahlreiche Aktionen verschoben oder abgesagt.
Beim Wupperverband sind erneuerbare Energien seit vielen Jahren ein zentrales Thema.
Durch den Betrieb seiner Anlagen stehen dem Verband erneuerbare Energien zur Verfügung, durch die er Strom und Wärme erzeugt.

Im gesamten Wupperverband lag die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in 2019 bei 27,3 Mio. Kilowattstunden. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 7.800 Vier-Personen-Haushalten.
Dadurch wurden CO2-Emissonen von 11.500 Tonnen eingespart. In Deutschland emittiert eine Person ca. 11 Tonnen CO2 pro Jahr. Der Wupperverband spart mit seiner umweltfreundlichen Energieerzeugung somit CO2-Emissionen von 1.045 Personen ein.

Kläranlage Kohlfurth, Blockheizkraftwerk
Strom aus Wasserkraft, Klärgas und Dampf

Der Wupperverband betreibt 7 Wasserkraftanlagen, davon eine an der Wupper auf seiner Kläranlage in Buchenhofen und 6 an Talsperren. In 2019 wurden mit der Kraft des Wassers 6,6 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugt. Der Strom wird ins Netz eingespeist. Die Wasserkraftanlage an der Ronsdorfer Talsperre in Wuppertal ist eine sehr kleine Anlage, die vor allem als Anschauungsobjekt dient.

Die größten Energielieferanten in Sachen umweltfreundlicher Strom- und Wärmeerzeugung sind die Kläranlagen. Mit dem Klärgas aus Faulbehältern werden auf 8 von 11 Kläranlagen des Wupperverbandes Strom und Wärme erzeugt. Durch die Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien kann der Wupperverband im Bereich Abwasserreinigung einen großen Teil seines Bedarfs decken.

Der Gesamtstrombedarf der Wupperverbands-Kläranlagen lag 2019 bei ca. 27 Mio. Kilowattstunden, davon wurden 18,2 Mio. Kilowattstunden selbst erzeugt. 8,8Mio. Kilowattstunden wurden extern zugekauft.
Mit der Dampfturbine in der Schlammverbrennungsanlage Buchenhofen erzeugt der Wupperverband pro Jahr rund 4 Mio. Kilowattstunden Strom.

Energiemanagement: Anlagen energetisch optimieren
Neben der Erzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien spielt die Energieeffizienz eine zentrale Rolle. Im Rahmen des Energiemanagements setzt der Wupperverband daher Maßnahmen zur Energieeinsparung und Betriebsoptimierungen um.

In 2019 hat der Verband auf der Kläranlage in Solingen-Burg ein großes Projekt abgeschlossen. Ein Baustein in dem Projekt war die Energieoptimierung.
Durch das gesamte Maßnahmenpaket verbraucht die Kläranlage nun jährlich rund 600.000 kWh weniger an Strom als zuvor.

Rund 90 Prozent des benötigten Stroms wird nun auf der Kläranlage selbst erzeugt.
In der Kläranlage Kohlfurth beispielsweise hat der Wupperverband im letzten Jahr die vorhandenen BHKW-Module gegen modernere Aggregate ausgetauscht. Die neuen Module erzeugen mehr elektrische Energie als die Vorgängermodelle. Sie verfügen außerdem über Schallschutz und Katalysatoren. Durch die neuen Module wird sichergestellt, dass die Kläranlage Kohlfurth weiterhin energieautark bleibt.
Seit 2015 ist das Energiemanagement nach DIN ISO 50001 zertifiziert.

https://www.wupperverband.de/meldung/pressemitteilungen/2020/04/273-mio-kilowattstunden-strom-aus-erneuerbaren-energien

(nach oben)


Wupperverband: Thomas Klein ist seit April für zahlreiche Wupperverbandsanlagen verantwortlich

Thomas Klein ist seit dem 1. April neuer Leiter des Geschäftsbereichs Technik und Flussgebietsmanagement beim Wupperverband. Er übernimmt damit die Leitung des größten Geschäftsbereichs im Verband. Der Geschäftsbereich umfasst die Aufgaben Planung, Bau und Betrieb der 11 Kläranlagen, der Abwasserableitung sowie der Mischwasserbehandlung, der Klärschlammverbrennungsanlage, der 14 Talsperren inklusive Forst, der Unterhaltung und Renaturierung von 2.300 Kilometern Flussläufe sowie die Betreuung weiterer Anlagen und Betriebseinheiten, z. B. dem Bereich wasserwirtschaftliche Grundlagen.

Nach seinem Studium im Bereich Bauingenieurwesen mit den Schwerpunktthemen Siedlungswasserwirtschaft, Wasserwirtschaft und Hydrologie an der Ruhr-Universität Bochum war Thomas Klein in einem Planungsbüro und in Baufirmen tätig.

Von 2004 bis März 2020 war er bei den Stadtentwässerungsbetrieben Köln in den verschiedenen Positionen auf dem Großklärwerk Köln-Stammheim tätig. Seit 2011 war er als Abteilungsleiter verantwortlich für den gesamten Betrieb des Großklärwerkes mit 110 Mitarbeitern.

https://www.wupperverband.de/meldung/pressemitteilungen/2020/04/neue-leitung-des-geschaeftsbereichs-technik-1

(nach oben)


Köln: Corona-Krise: Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz sind sichergestellt

Mit ihren Aufgaben im Bereich der Abwasserentsorgung gehören die StEB Köln zu den kommunalen Unternehmen, die für die sogenannte kritische Infrastruktur zuständig sind. Gerade in Krisenzeiten hat es oberste Priorität, die öffentliche Daseinsvorsorge aufrechtzuerhalten.

Die Abwasserbeseitigung und auch der Hochwasserschutz sind sichergestellt: „Wir bleiben auch in Krisenzeiten handlungsfähig. Der Betrieb in unseren Kanalnetzen, Pumpwerken und Kläranlagen läuft zurzeit ohne Einschränkungen. Auch die Maßnahmen zum Hochwasserschutz sind gewährleistet“, sagt Otto Schaaf, Vorstand der StEB Köln.
Längst gibt es bei den StEB Köln einen Krisenstab, der regelmäßig tagt, Pandemie- und Notfallpläne sind vorhanden. Das Unternehmen handelt vorausschauend und möchte dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen.

Deswegen haben die StEB Köln für ihre Beschäftigten, Kunden und damit letztlich für alle Kölnerinnen und Kölner Maßnahmen zum Schutz getroffen: Viele Mitarbeitende arbeiten im Homeoffice, ein persönlicher Kundenkontakt findet nicht statt. Im Bereich des technischen Betriebs (Kanalnetze, Pump- und Klärwerke) werden feste Teams in wechselnden Schichten eingesetzt. „Nur durch diese vorsorglichen Maßnahmen können wir sicherstellen, dass wir genügend Personalreserven haben und unsere Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge auch im Notbetrieb aufrechterhalten können“, so Otto Schaaf.
Die StEB Köln sind weiterhin über das Bürgertelefon 0221 221-26868 und über E-Mail steb@steb-koeln.de erreichbar.

Ihr Ansprechpartner

Birgit Konopatzki
Leiterin Unternehmenskommunikation – Pressesprecherin
0221 221-34787, Mobil: 0163 5385106
birgit.konopatzki@steb-koeln.de

(nach oben)


OOWV: Werke und Anlagen des OOWV kommen bislang gut durch die Corona-Krise

Einschränkungen lassen Wasserverbrauch auf Inseln drastisch sinken

Im Nordwesten. Die Werke und Anlagen des OOWV kommen bislang gut durch die Corona-Krise. Und das ist die wohl gute Nachricht in Zeiten vieler Hiobsbotschaften: Die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung sind gesichert. Gleichwohl machen sich die Folgen der Pandemie bemerkbar: Auf den Ostfriesischen Inseln Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog und Baltrum hat sich der Wasserverbrauch seit der Schließung des Tourismusbetriebs halbiert. Im übrigen Versorgungsgebiet des OOWV steigt der Bedarf dagegen leicht.

https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archiv/2020/m%C3%A4rz/27/artikel/werke-und-anlagen-des-oowv-kommen-bislang-gut-durch-die-corona-krise/

(nach oben)


Ruhrverband: lässt „Wetters schönstes Graffiti“ in neuem Glanz erstrahlen

Seit 2003 zierte ein professionelles Kunstwerk das Pegelhäuschen – jetzt griff derselbe Künstler erneut zur Spraydose

Mit Vandalismus und wilden Spray-Attacken an Fassaden sieht sich der Ruhrverband nahezu täglich konfrontiert. Vor allem Pegelhäuschen an häufig genutzten Rad- und Spazierwegen oder in unmittelbarer Nähe beliebter Treffpunkte werden regelmäßig Ziel von Übergriffen.

Am Pegel Wetter, dem amtlichen Hochwasserwarnpegel für die untere Ruhr, der zudem sowohl für den Betrieb von Harkort- und Hengsteysee als auch für die Steuerung der Ruhrverbandstalsperren wichtige Daten liefert, griff das Wasserwirtschaftsunternehmen daher im Jahr 2003 zum Konzept „Graffiti gegen Graffiti“ und beauftragte den Künstler Sascha Webering mit der Aufgabe, das direkt am Ruhrtalradweg gelegene Pegelhäuschen professionell zu gestalten.
Der Ruhrverband hoffte damals, dass sich andere Sprayer an den „Ehrenkodex“ der Szene halten würden, nach dem das Werk eines anderen Sprayers nicht übersprüht werden darf. Das Konzept bewährte sich, denn das Kunstwerk am Pegelhaus blieb lange Zeit unberührt. Nach nunmehr 16 Jahren hatten allerdings Wind, Wetter und Vandalismus doch ihre Spuren hinterlassen, so dass Sascha Webering erneut mit der Fassadengestaltung beauftragt wurde.
Neben der evangelisch-reformierten Kirche Wetter-Freiheit in Alt-Wetter schmücken nun seltene Tierarten des Ruhrtals die Fassade des Pegelhauses. Zudem wurde das bisher in hellen Blautönen gehaltene Kunstwerk noch moderner und farbenfroher. Der Ruhrverband hofft auch für die Neuauflage von „Wetters schönstem Graffiti“ darauf, dass der Ehrenkodex-Effekt der Sprayerszene lange anhalten wird.

Im Zuge der Neugestaltung wurden auch die Informationstafeln am Pegelhäuschen erneuert. Sie informieren die Bedeutung der Pegel für die Talsperrensteuerung des Ruhrverbands und die Funktionsweise der installierten Messeinrichtungen.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///ruhrverband-laesst-wetters-schoenstes-graffiti-in-neuem-glanz-erstrahlen/

(nach oben)


Stuttgart: Überarbeitete Fassung Dienstanweisung und Erlaubnisschein für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen

Nach mehr als zehn Jahren wurde die Dienstanweisung für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen überarbeitet. Neben der Aktualisierung der geltenden Vorschriften und Regeln wurden auch die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilungen für den Einstieg eingearbeitet. Ebenso wie die Vorgängerversion gilt die Dienstanweisung für alle im Abwasserbereich der Stadt Stuttgart arbeitenden Firmen und städtischen Mitarbeiter. Außerdem wurde in diesem Zuge auch der Erlaubnisschein für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen überarbeitet.
Beide Dokumente können fortan unter Informationsmaterial auf der Homepage der Stadtentwässerung Stuttgart heruntergeladen werden.

zur Seite Informationsmaterial
https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aktuelles/news/titel/ueberarbeitete-fassung-dienstanweisung-und-erlaubnisschein-fuer-arbeiten-in-umschlossenen-raeumen-von-a/?L=0&cHash=62ac87ade169ef0ce4d85043c37e7511

(nach oben)


Erftverband: Nacht der Technik

Unternehmen
Als Körperschaft des öffentlichen Rechts sorgt der Erftverband umwelt- und gemeinwohlorientiert sowie nachhaltig für den wasserwirtschaftlichen Interessenausgleich im rheinischen Braunkohlenrevier. Der Erftverband unterhält und renaturiert die Erft und ihre Nebenflüsse, stellt den Hochwasserschutz sowie die Wasserversorgung sicher und reinigt mit seinen 35 Kläranlagen das Abwasser von rund 1,2 Mio. Menschen.

Programm
Das Gruppenklärwerk Bergheim-Kenten ist die zweitgrößte Kläranlage des Erftverbandes. Sie reinigt das Abwasser von rund 120.000 Menschen. Folgen Sie dem Weg des Wassers aus der Kanalisation bis zum Ablauf des gereinigten Wassers in die Erft. Es werden verschiedene Standorte angelaufen, an denen Präsentationen oder Mitmachaktionen vorbereitet sind. Erster Halt ist der Sandfang. Dort lernen Sie die verschiedenen Stufen der Abwasserreinigung kennen. Es geht weiter zu den Belebungsbecken. Hier stehen die kleinsten Mitarbeiter des Erftverbandes im Fokus. An der Filtration und dem Ablauf können Sie dann selbst das Wasser untersuchen, z. B. den pH-Wert messen oder die Leitfähigkeit und den Sauerstoffgehalt bestimmen. An der vierten Station werden technische Geräte wie Pumpen und Gebläse präsentiert.

https://rhein-erft.nacht-der-technik.de/erftverband/

(nach oben)


Wasserwirtschaft zukunftsfähig gestalten

Wupperverband stellte Ausblick auf Themen und Projekte in 2020 vor
Das Jahresauftakt-Pressegespräch des Wupperverbandes stand im Zeichen der Aufgaben und Herausforderungen für das Jahr 2020. Zu den zentralen Themen für den Verband gehören dabei die Kooperationen mit Mitgliedern und Partnern und die Klimaveränderungen und ihre Auswirkungen auf die Wasserwirtschaft.
Der Wupperverband wurde vor 90 Jahren gegründet als eine Organisation, die die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im gesamten Flussgebiet der Wupper für seine Mitglieder bearbeitet. „Mit diesem Modell des über kommunale Grenzen hinweg reichenden Flussgebietsmanagements sind wir zukunftsfähig und gut gerüstet für die gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen“, betonten Verbandsratsvorsitzende Claudia Fischer und Vorstand Georg Wulf.
Die geschlossenen Kooperationen und Partnerschaften werden in 2020 weiter entwickelt.
Die in 2019 gegründete Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH wird in diesem Jahr die Entwurfsplanung und Wirtschaftlichkeitsstudie für eine Klärschlammverbrennungsanlage (SVA) erarbeiten. Das Ziel der GmbH ist, ab 2028 gemeinsam ihre Klärschlämme in einer neuen SVA zu verwerten, die die über 40 Jahre alte SVA des Wupperverbandes am Standort Buchenhofen ersetzen soll.
Ein weiteres Zukunftsthema ist das Recycling des für die Nahrungsmittelproduktion unverzichtbaren Stoffes Phosphor, dessen natürliche Vorräte endlich sind. 10 Projektpartner, darunter der Wupperverband, werden gemeinsam einen Antrag für ein Forschungsprojekt „Regionales Klärschlamm- und Aschen- Management zum Phosphorrecycling für einen Ballungsraum“ beim Bundesumweltministerium einreichen.

Talsperren flexibler bewirtschaften

In den letzten Jahren waren die Auswirkungen von Klimaveränderungen im Wuppergebiet bereits deutlich spürbar. Extreme Starkregen, Stürme und längere Trockenperioden treten häufiger auf und die Niederschlagsverteilung im Jahresverlauf verändert sich. Um sich auf diese veränderten Randbedingungen einzustellen, steht beim Wupperverband unter anderem die Anpassung des Talsperrenmanagements im Fokus. Talsperren flexibler zu bewirtschaften ist hier das Ziel des Verbandes. So sollen die Verbundmöglichkeiten der Wupperverbandstalsperren stärker genutzt werden. Die Bewirtschaftung von Wupper- und Bever- Talsperre als große Brauchwassertalsperren am Oberlauf der Wupper wird beispielsweise enger verzahnt.
An der Großen Dhünn-Talsperre wurde der Wasservorrat dieser Trinkwassertalsperre in 2019 durch eine maßvoll reduzierte Wasserabgabe an den Flusslauf Dhünn geschont. Langfristig will der Wupperverband eine flexiblere und an die sehr dynamischen klimatischen Gegebenheiten angepasste Steuerung dieser Talsperre erreichen. Hierzu wird er in diesem Jahr einen Antrag bei der Aufsichtsbehörde stellen, die derzeit sehr starren Steuerungsregeln aus der Planfeststellung der Talsperre herauszulösen und in Betriebspläne mit neuen Regelungen zu fassen. Dies eröffnet die Möglichkeit, auf Klimaveränderungen kurzfristig und flexibel zu reagieren.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind sehr massiv auch im Forst des Wupperverbandes spürbar. Die Aufarbeitung der Schäden durch Trockenheit und Borkenkäferplage ist eine Mammutaufgabe, die den Forstbetrieb noch über Jahre beschäftigen wird. Die Entwicklung eines an Klimaveränderungen möglichst optimal angepassten Waldbestandes ist hier die Zukunftsaufgabe.

Projekte in 2020
In 2020 stehen für den Wupperverband viele Projekte an, von der Gewässerentwicklung über Hochwasservorsorge bis hin zur Siedlungswasserwirtschaft.
Das Ziel, natürlichere Strukturen an der Wupper und ihren Nebenbächen zu schaffen, verfolgt der Wupperverband mit weiteren Projekten. Für 2020 werden u.a. die Wupper-Abschnitte Döppersberg und Werksgelände Bayer in Kooperation mit der Stadt Wuppertal geplant.
Die Arbeiten für den Hochwasserschutz am Eschbach in Solingen-Unterburg sollen im späten Frühjahr 2020 zum Abschluss kommen. Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten zur Neuverrohrung der Schwelme starten, um den Hochwasserschutz im Bereich der ehemaligen Schwelmer Eisenwerke zu verbessern. Für ein kombiniertes Hochwasser- und Regenrückhaltebecken am Hotspot Mirker Bach in Wuppertal soll in diesem Jahr eine mit allen Beteiligten abgestimmte, genehmigungsreife Planung erarbeitet werden.
Im Bereich Siedlungswasserwirtschaft stehen u.a. Inspektionen und eine Sanierungsplanung an diversen Sammlern auf der Agenda, z. B. Murbach- oder Wuppersammler.
Auf der Klärschlammlagerfläche in Kohlfurth wird der Wupperverband mit Sicherungsmaßnahmen beginnen. Über einen Zeitraum von 8-10 Jahren wird die Lagerfläche schrittweise mit Erdmaterial abgedeckt.
Die Gemeinschaftskläranlage Leverkusen wird von Currenta und Wupperverband seit vielen Jahren gemeinsam betrieben. Der in 2018 geschlossene Vertrag setzt die bewährte Zusammenarbeit bis 2031 fort. Die Gremien haben den Wupperverband beauftragt, frühzeitig in 2022 eine Entscheidung über die Weiterführung der Kooperation oder die Variante einer separaten Abwasserbehandlung herbeizuführen. Als Grundlage für diese Entscheidung wird der Wupperverband daher die Alternativoption Neubau einer separaten kommunalen Kläranlage prüfen.

https://www.wupperverband.de/meldung/pressemitteilungen/2020/01/wasserwirtschaft-zukunftsfaehig-gestalten

(nach oben)


Witten: Verstopfte Pumpen ade – Pumpwerk Witten erhält Zerkleinerer

Die mächtigen Rotoren des XRippers am Pumpwerk Witten sollen die Pumpen vor Verstopfungen retten.
Das Pumpwerk Witten des Ruhrverbands an der Herbeder Straße erhält einen Zerkleinerer, der reißfeste Haushalts-, Kosmetik- und Hygienetücher so klein schneidet, dass sie die Pumpen nicht länger verstopfen. Vier Pumpen mit einer maximalen Förderleistung von maximal 800 Litern pro Sekunde sorgen dafür, dass das Abwasser aus mehreren Stadtteilen im Wittener Süden über eine Druckleitung vom Pumpwerk Witten zur ca. vier Kilometer entfernten Kläranlage Bochum-Ölbachtal gelangt, wo es nach dem aktuellen Stand der Technik gereinigt wird.
Das Problem, mit dem der Ruhrverband sowie viele Wasserversorger zu kämpfen haben: Immer mehr reißfeste, im Haushalt gebräuchliche Tücher werden nicht korrekt über den Hausmüll, sondern über die Toilette entsorgt und gelangen dadurch in die Kanalisation, wo sie sich – oft entgegen der Versprechen der Hersteller – nicht vollständig auflösen. Durch Turbulenzen im Abwasser verbinden sich die Tücher zu langen Zöpfen. Diese wickeln sich um das Laufrad der Pumpe, welches immer schwerer gegen den Widerstand arbeiten muss. Dabei wird mehr Energie verbraucht, das Laufrad verschleißt schneller, bis dass es dann irgendwann ganz stehen bleibt. Kolleginnen und Kollegen von den Ruhrverbands-Kläranlagen müssen die Pumpen dann oft aufwendig und kostenintensiv von Hand zerlegen und reinigen.

Eine technische Lösung zur Minimierung dieser Verstopfungen stellt der Einbau eines Zerkleinerers in den Zulaufkanal des Pumpwerks dar. In Witten findet der XRipper der Firma Vogelsang Verwendung, der Feuchttücher und Co. mittels Rotoren auf eine unproblematische Größe zerkleinert. Für Service und Wartung müssen lediglich ein paar Schrauben am Gehäuse gelöst werden. Danach kann die Funktionseinheit, bestehend aus Antriebsmotor, One-Piece-Ripper-Rotoren und Gegenlagerung, nach oben entnommen werden. Verstopfte Pumpen gehören so hoffentlich bald der Vergangenheit an.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///verstopfte-pumpen-ade-pumpwerk-witten-erhaelt-zerkleinerer/

(nach oben)


Getrennte Entgelte für Schmutz- und Niederschlagswasser in Wangerland

Drei Bürgertermine im Rathaus
Wangerland. Ab dem 1. Januar 2021 erhebt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband
(OOWV) in der Gemeinde Wangerland getrennte Entgelte für Schmutz- und
Niederschlagswasser. Für die konkrete Berechnung werden aktuelle Angaben über bebaute und
befestigte Flächen (m²) auf Grundstücken, die in die Niederschlagswasserbeseitigungsanlage
einleiten, benötigt. Wer hierzu Fragen hat oder Hilfe beim Ausfüllen der Erhebungsbögen
benötigt, kann sich während dreier Bürgertermine beraten lassen. Diese finden statt am 4.
März, am 11. März und am 18. März, jeweils von 13 bis 16 Uhr im Ausschusszimmer (1. Etage,
Raumnummer 214) des Rathauses der Gemeinde Wangerland (Helmsteder Str. 1, 26434
Wangerland) statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Bis zum 31. März 2020 können die ausgefüllten Erhebungsbögen an den OOWV gesandt
werden. Zusätzlich können die Wangerländer sich natürlich auch an den OOWV-Kundenservice
wenden – telefonisch (0800-180 120 1) oder per Mail (kundenservice@oowv.de).
„Mit der Einführung des Entgeltsplittings bezweckt der OOWV eine langfristige Refinanzierung
der Aufwendungen für die Niederschlagswasserbeseitigung und Deckung der im Rahmen seiner
Aufgabenerfüllung entstehenden Kosten. In Zukunft wird das Entgelt für die
Abwasserbeseitigung nach dem Verursacherprinzip gerechter ermittelt“, erläutert Christoph
Kraft, Regionalleiter für die Landkreise Friesland und Wittmund beim OOWV.
„Die Anforderungen an die Beseitigung von Niederschlagswasser werden immer höher“,
berichtet Christoph Kraft. Beispielhaft nennt er immer häufiger auftretende
Starkregenereignisse. „Der OOWV wird einen Generalentwässerungsplan mit der Gemeinde
Wangerland entwickeln und daraus resultierende Maßnahmen zur Niederschlags- und
Oberflächenentwässerung durchführen“, erklärt der Regionalleiter. Das ist ein wichtiger
Baustein für die weitere gemeindliche Entwicklung. Mehr:

https://www.oowv.de/fileadmin/user_upload/oowv/content_pdf/presse/32-2020_B%C3%BCrgersprechstunden_Entgeltmodell_Schmutzwasser_Niederschlagswasser_Wangerland.pdf

(nach oben)


Löningen: Klärschlamm-Menge schrumpft drastisch

Auf dem besten Weg zu einem Quantensprung sowohl bei der Menge des anfallenden und teuer zu entsorgenden Klärschlamms als auch bei den Energiekosten befindet sich die Stadt Löningen durch die geplanten Investitionen in die weitere Modernisierung und den Ausbau der kommunalen Kläranlage.

„Nach Abschluss der Modernisierung wandelt sie sich vom bisher größten kommunalen Verbraucher mit 1,2 Millionen Kilowattstunden zum wahrscheinlich autarken Energieproduzenten“, freut sich Bürgermeister Marcus Willen. Eine Kilowattstunde kostet 23 Cent, ein Einfamilienhaushalt verbraucht rund 4000 Kilowattstunden.

Wurden in 2019 bereits 700000 Euro insgesamt in eine neue Klärschlammpresse und die Modernisierung der Steuerung und Nebenanlagen investiert, so fließen bis 2022 mehr als fünf Millionen Euro in den Entsorgungskomplex in den Werwer Fuhren.

Da die Verwaltung sorgfältig auch mit Hilfe eines Fachbüros darauf achte, alle sich bietenden Zuschussmöglichkeiten zu nutzen, sei es gelungen, wegen der großen CO2-Einsparung eine Million Euro von der N-Bank als Zuschuss zu erhalten, so Willen.

Die bis 2022 geplanten Millionen-Investitionen seien sowohl ökonomisch auch ökologisch gut investiertes Geld, betonten auf einer Pressekonferenz der Bürgermeister, der Kläranlagenleiter Ralf Bohmann und der Fachbereichsleiter Hochbau, Jens Flerlage.

Welche Dimensionen die Klärschlamm-Reduzierung haben wird, machen drei Zahlen deutlich: 100 Tonnen, 15 Tonnen und vier Tonnen: Die neue, wirtschaftlich mit nur einer Umdrehung pro Minute laufende Presse reduziert 100 Tonnen Klärschlamm auf 15 Tonnen. Die in diesem und im kommenden Jahr für 1,1 Millionen Euro geplante neue Trocknungsanlage lässt die 15 Tonnen noch einmal auf vier Tonnen schrumpfen.

Damit gelingt es den Löningern, die immens steigenden Kosten der Entsorgung auf ein normales Maß zu begrenzen. Denn Klärschlamm darf nicht mehr als Dünger auf Äckern ausgebracht werden, sondern muss thermisch verwertet werden. Wird in der ersten Stufe, der Klärschlammpresse, die bisher flüssige Menge von 19000 Tonnen (730 Lastwagenladungen) im Jahr auf jetzt 2000 Tonnen geschrumpft, so müssen ab Ende 2021 nur noch 650 Tonnen nach der Trocknung zur Verbrennung gefahren werden.

Auch die Abnahme ist gesichert. Die Stadt habe als neues Mitglied des OOWV einen Vertrag mit dem Wasserverband abgeschlossen, der in Bremen mit Partnern eine Monoklärschlamm-Verbrennungsanlage bauen wird. Der kommunalen Löninger Anlage werden dabei die gleichen Konditionen eingeräumt wie denen verbandseigenen OOWV-Kläranlagen.

Um die Trocknungsanlage wirtschaftlich betreiben zu können, wird einer Machbarkeitsstudie von Experten der Branche folgend voraussichtlich bis 2022 für rund vier Millionen Euro ein Faulturm gebaut, der wie eine Biogasanlage funktioniert.

Das dort gewonnene dem Erdgas entsprechende schmutzige Methan wird in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme verwandelt, die zum einen für den Strom der Kläranlage und zum anderen für die Trocknung des Schlamms liefert. Neben den sinkenden Kosten würden allein 600 Tonnen CO2 durch die Gasgewinnung aus dem Klärschlamm und 100 Tonnen jährlich durch gesunkenen Transporte eingespart, erläutert Ralf Bohmann die ökologische Bilanz.

Ob und wie die Investitionen Auswirkungen auf die Höhe der Gebühren haben werden, lasse sich noch nicht vorhersagen, betonte Willen. In der Verwaltung sei eine eigene Stelle geschaffen worden, in der nur die bestehende Abgabenstruktur in allen Bereichen neu berechnet werde.

Vorgeschrieben sei, dass Investitionen wie zum Beispiel in die Abwasser-Entsorgung sich über Gebühren und Beiträge selbst tragen müssten und nicht steuerfinanziert sein dürften.

Den Millionen-Investitionen stünden aber erhebliche Einsparungen durch deutlich reduzierte Energieausgaben und Transportkosten gegenüber. Die Löninger Kläranlage hat eine Größe von 190000 Einwohnergleichwerten. Für die Abwässer der rund 14000 Einwohner wären aber nur 77000 Gleichwerte nötig. Der Rest entfällt auf die Unternehmens-Kapazitäten.

Die Gebühren sind in Löningen seit Jahrzehnten stabil. Mit 1,64 Euro pro Kubikmeter verbrauchten Frischwassers hat die Stadt eine der niedrigsten Gebührensätze in der gesamten Region.

https://www.loeningen.de/die-stadt/aktuelles/neuigkeiten.php?show=1835&mod=15

(nach oben)


HAMBURG WASSER: stellt neue Abwasserautobahn fertig und schliesst Gewässerschutzprogramme ab

Starke Regenereignisse und Stürme gehören zu den Folgen des Klimawandels. Für große Städte wie Hamburg ist es deshalb eine wesentliche Aufgabe, die Infrastrukturen auf diese Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Erschwert wird die Aufgabe dadurch, dass Hamburg wächst: Grünflächen werden zunehmend bebaut und befestigt. Dadurch kann das Regenwasser nicht mehr versickern, sondern fließt in die Kanalisation. Fällt zu viel Regen in kurzer Zeit, gelangt diese an ihre Grenzen. Überläufe aus dem städtischen Sielnetz in die Kanäle und Flüsse der Stadt können dann die Folge sein. Zum Schutz der Gewässer hat HAMBURG WASSER das städtische Sielnetz deshalb gezielt ausgebaut. Mit dem heutigen Abschluss des Innenstadt-Entlastungsprogramms beendet HAMBURG WASSER seine Gewässerschutzprogramme und verbessert den Schutz des Isbekekkanals erheblich. Allein für das Innenstadt-Entlastungsprogramm hat HAMBURG WASSER in den letzten zehn Jahren rund 85 Millionen Euro investiert. Mit dem Neubau von 6,2 Kilometer Transport- und Speichersielen entsteht 17.600 Kubikmeter zusätzliches Speichervolumen.
Das Innenstadt-Entlastungsprogramme steht in der Tradition der großen Gewässerschutzprogramme, die HAMBURG WASSER seit den 1990er Jahren umgesetzt hat. Das Hamburger Sielnetz wurde dabei gezielt ausgebaut, um Alster, Elbe und Bille besser vor Überläufen aus der Kanalisation zu schützen. Mit dem Innenstadt-Entlastungsprogramm schließt HAMBURG WASSER diese Gewässerschutzprogramme nun ab. Insgesamt hat HAMBURG WASSER 695 Millionen Euro in den Schutz der Hamburger Gewässer investiert und 215.200 m³ zusätzliches Speichervolumen geschaffen.

Der Ausbau der Siele ist nur ein kleiner Baustein beim Regenwassermanagement. Die Entwicklung von Hamburg zur Schwammstadt ist das langfristige Ziel. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, den Regen möglichst gar nicht erst in die Siele zu leiten. Regenwasser soll gespeichert und langsam wieder abgegeben werden. Erreicht werden soll dies durch den Einsatz versickerungsfähiger Materialien, Gründächer, begrünte Fassaden, Mulden und Teiche. Es wird angestrebt, einen möglichst naturnahen Wasserhaushalt zu erreichen. Dabei müssen die Grundstückseigentümer ebenfalls mitziehen.

Senator für Umwelt und Energie, Jens Kerstan: „Der Ausbau unserer Sielnetze bedeutet Gewässerschutz und Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor überlaufenden Kellern und Straßen. Die Anpassung an den Klimawandel in einer Großstadt ist hier, ähnlich wie beim Hochwasserschutz, zu besichtigen. Die Klima-Prognosen unterstreichen, dass wir unsere Stadt klug und weitsichtig an die Veränderungen anpassen müssen. Bei diesem Projekt ist das erfolgreich geschehen. Dazu gratuliere ich HAMBURG WASSER sehr herzlich.“
HAMBURG WASSER Geschäftsführerin, Nathalie Leroy: „Mit dem Abschluss des Innenstadt-Entlastungprogramms haben wir unseren Teil geleistet, um Hamburg mit seiner wachsenden Bevölkerung an den Klimawandel anzupassen. Die Erweiterung und der Werterhalt unseres Sielnetzes sind wesentliche Maß-nahmen, um für Überflutungsschutz und saubere Gewässer zu sorgen. Sie allein reichen aber nicht mehr. Künftig möchten wir gemeinsam mit der Stadt erreichen, dass der Regen erst gar nicht in das Sielnetz gelangt, sondern naturnah versickern und verdunsten kann. Städtebauliche Maßnahmen wie die Entsiegelung von Flächen und die Entwicklung von Hamburg zur Schwammstadt (wie z.B. mit Gründächern) sind das langfristige Ziel.“

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/hamburg-wasser-stellt-neue-abwasserautobahn-fertig-und-schliesst-gewaesserschutzprogramme-ab/

(nach oben)


Hamburg: „Siegerbettchen“ für Triathlon-Fans: HAMBURG WASSER startet Online-Plattform

HAMBURG WASSER bietet in diesem Jahr erstmals einen neuen Service für die ca. 10.000 Teilnehmerdes HAMBURG WASSER World Triathlon an. Ab sofort können Interessierte auf der Online-Plattformwww.siegerbettchen.de für das Triathlon-Wochenende am 11. und 12. Juli eine kostenlose Unterkunft finden, ein Gesuch aufgeben oder selbst einen Schlafplatz anbieten.

„Der HAMBURG WASSER World Triathlon ist einer der größten Triathlon-Wettkämpfe weltweit. Bei dieser Großveranstaltung eine Unterkunft zu finden, kann eine Herausforderung sein“, so Nathalie Leroy, Geschäftsführerin von HAMBURG WASSER. „Unter dem Motto ‚Hamburg gibt Triathleten ein Zuhause‘ haben wir daher das ‚Siegerbettchen‘ ins Leben gerufen. Damit wollen wir unter Sportbegeisterten aus Hamburg und aller Welt die Vernetzung und den sportlichen Austausch fördern.“

Und wie funktioniert die „Siegerbettchen“-Plattform? Nach erstmaliger Anmeldung können Gastgeber einen oder mehrere Schlafplätze auf der Pinnwand der Website zur Verfügung stellen. Interessierte können per Nachricht oder Kommentar direkt auf das Angebot reagieren oder ein öffentliches Gesuch aufgeben. Über die Nachrichtenfunktion der Website können die Nutzer Details des Aufenthalts wie An- und Abreise klären. Als Betreiber der Plattform tritt HAMBURG WASSER nicht selbst als Gastgeber auf. Eine kommerzielle Nutzung der Website ist nicht gestattet.

Hintergrund
HAMBURG WASSER fördert den Hamburger Triathlon seit knapp 20 Jahren. Seit 2016 ist der Konzern Titelsponsor des HAMBURG WASSER World Triathlon. Die Veranstaltung macht eine Kernleistung des Konzerns, den Gewässerschutz, sichtbar. Seit den 1990er Jahren verfolgt HAMBURG WASSER den konsequenten Ausbau der Kanalisation für den Schutz von Elbe, Alster, Bille und den übrigen Gewässern der Hansestadt. Die Wasserqualität der Alster entspricht höchsten Hygienestandards und eignet sich daher bestens als Schwimmstrecke für den Triathlon.

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/siegerbettchen-fuer-triathlon-fans-hamburg-wasser-startet-online-plattform/

(nach oben)


Fulda: Die letzten Rohre in der Frankfurter Straße in Fulda sind jetzt fort

Es war eine der anspruchsvollsten Baumaßnahmen des Abwasserverbandes Fulda in den vergangenen Jahren: Die Kanalsanierung in der Frankfurter Straße ist erfolgreich abgeschlossen worden. Diese Woche sind auch die letzten Rohre verschwunden, die noch am Straßenrand gelegen hatten.
Die Kanalsanierung in dem Abschnitt zwischen Mainstraße und Bronnzeller Kreisel war eine der größten und wohl die öffentlichkeitswirksamste Baumaßnahme des Abwasserverbandes.
Denn auf diesem Teil der Frankfurter Straße sind täglich rund 20.000 Fahrzeuge unterwegs. Über Monate konnten die Fahrer beobachten, wie die Baustelle voranging – und welche innovative Technik dort
…mehr:

https://www.fuldaerzeitung.de/regional/fulda/die-letzten-rohre-in-der-frankfurter-strae-in-fulda-sind-jetzt-fort-IL9397587  

(nach oben)


HanseWasser: Alles im Blick!

Die gesamte hanseWasser LKW-Flotte fährt mit Abbiegeassistenten

Null Vorfälle, null Unfälle, so lautet das Sicherheitsmotto von hanseWasser. Das Ziel ist klar: die größtmögliche Sicherheit für die Mitarbeiter*innen bei der Ausführung ihrer Arbeit zu gewährleisten und somit Gesundheitsschäden auszuschließen. Ein Ziel, das den Schutz der Öffentlichkeit selbstverständlich einschließt. Hierzu gehört auch die gerade abgeschlossene Nachrüstung der hanseWasser LKW-Flotte mit Abbiegeassistenten.
Im Januar 2019 startete hanseWasser den ersten Abbiegeassistenten-Test mit einer Kombination aus Kamera-Monitor-System (KMS) und Sensoren. Das KMS erweitert den Sichtbereich des LKW-Fahrers und die Sensoren erkennen insbesondere die so genannten schwachen Verkehrsteilnehmer*innen wie Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Nähert sich ein*e Verkehrsteilnehmer*in dem Gefahrenbereich des LKW, ertönt sofort ein akustisches Warnsignal und der Fahrer hat über den Monitor alles genau im Blick. Auch die Gewöhnung an das Fahren mit dem neuen Sicherheitssystem lief problemlos. Die Fahrer waren durchweg positiv überrascht und sahen in dem Abbiegeassistenten ein klares Plus an Sicherheit. Nach den erfolgreichen Tests startete hanseWasser umgehend mit der sukzessiven Nachrüstung der gesamten LKW-Flotte, die nun erfolgreich abgeschlossen ist. Seit dieser Woche sind alle 22 LKW mit Abbiegeassistenten auf den Straßen im Einsatz.

https://www.hansewasser.de/fileadmin/user_upload/Pressemitteilungen_2020/Pressemitteilung_Abbiegeassistent.pdf

(nach oben)


Berlin: Mit Horizonte geht‘s weiter

Erfolgsquote 70%: Wasserbetriebe ziehen positive Bilanz des Qualifizierungsprojektes
Im fünften Jahr ziehen die Berliner Wasserbetriebe eine durchweg positive Bilanz ihres Projektes Horizonte zur Qualifizierung von Geflüchteten und Menschen mit erschwerten Bildungsbiografien: Gut zwei Drittel aller Teilnehmenden seit 2016 haben eine Ausbildung im Unternehmen begonnen. Sieben von ihnen haben diese bereits erfolgreich beendet und arbeiten nun bei den Wasserbetrieben.

Horizonte, das Projekt der Berliner Wasserbetriebe für Menschen mit Fluchthintergrund und solche, die es aus anderen Gründen schwer haben, auf normalem Weg eine Ausbildung zu finden, ist vor vier Jahren gestartet. Seitdem haben 48 junge Menschen die achtmonatige Einstiegsqualifizierung durchlaufen – 33 von ihnen haben anschließend eine Ausbildung im Unternehmen begonnen, das macht eine Erfolgsquote von gut zwei Dritteln.
„Damit zeigen wir, dass Integration durch Arbeit funktioniert – und zwar für beide Seiten“, sagt die Vorständin für Personal und Soziales Kerstin Oster. „Mit Horizonte haben wir als erstes Landesunternehmen geflüchteten Menschen die Möglichkeit gegeben, sich für eine Ausbildung zu qualifizieren. Und zwar gemeinsam mit jungen Menschen aus Berlin, die es aus anderen Gründen schwer haben, auf normalem Weg eine Ausbildung zu finden.“
Unter den 33 Auszubildenden befinden sich 15 Geflüchtete und 18 junge Menschen aus Berlin. Sie haben eine Ausbildung etwa als Anlagenmechaniker, Industriemechaniker, Fachkraft für Wasserversorgungs- oder Abwassertechnik, Mechatroniker sowie als Industriekaufmann/-frau begonnen. Diese Ausbildungsplätze stellt das Unternehmen zusätzlich zu den ohnehin jedes Jahr vorhandenen 80 Ausbildungsplätzen zur Verfügung. In einem achtmonatigen Praktikum lernen die Horizonte-Teilnehmer und Teilnehmerinnen (bislang vier Frauen) technische Grundfertigkeiten, erhalten begleitenden Sprach- und naturwissenschaftlichen Unterricht und werden von einem eigenen Ausbilder betreut.

https://www.bwb.de/de/299_24362.php

(nach oben)


Saarbrücken: Abwasserentsorgung

Zur Abwasserbeseitigung in Saarbrücken gehören rund 1.000 Kilometer öffentlichem Kanal.
Der ZKE betreut täglich rund 1.000 Kilometer öffentliche Kanäle in Saarbrücken. Weitere Infos gibt es hier: http://www.zke-sb.de/abwasser

Für die Betreuung von 1.000 Kilometer öffentlichem Kanal sowie etlicher Sonderbauwerke sind rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Einer der Beratungsschwerpunkte der ZKE-Mitarbeiter ist die Grundstücks-Entwässerung, also alles was mit der Entsorgung des Abwassers von privaten Grundstücken zusammenhängt.

Erfahren Sie mehr: https://www.zke-sb.de/abwasser

(nach oben)


Wupperverband: Kompetenzen bündeln: Neue Kooperationen in 2019 besiegelt

Jährliche Mitgliederversammlung des Wupperverbandes

Bei der Verbandsversammlung des Wupperverbandes am 12. Dezember in Wuppertal standen neben dem Rückblick auf das Jahr 2019 wichtige Beschlüsse für das kommende Jahr auf der Tagesordnung.
„Mit der Gründung der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH und der gemeinsamen Laborgesellschaft haben wir in diesem Jahr zwei bedeutende Kooperationen geschlossen“, lautete das Fazit von Claudia Fischer, Verbandsratsvorsitzende, und Georg Wulf, Vorstand. „Damit setzen wir unseren Weg, Kompetenzen zu bündeln, konsequent fort.“

Im Juli 2019 hatten die Entwässerungsbetriebe der Städte Düsseldorf und Münster sowie der Aggerverband, der Bergisch-Rheinische Wasserverband und der Wupperverband den Gesellschaftsvertrag für die Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH unterzeichnet. Die fünf Partner wollen künftig ihre Klärschlämme gemeinsam in einer neuen Mono-Klärschlammverbrennungsanlage (SVA) am Wuppertaler Standort Buchenhofen entsorgen. Diese soll die dort bereits vorhandene SVA des Wupperverbandes aus dem Jahr 1977 ersetzen.
Ende 2020 soll für die neue SVA die Entwurfsplanung einschließlich Wirtschaftlichkeitsprüfung vorliegen. Nach diesem ersten Meilenstein kann die GmbH dann das weitere Vorgehen beschließen.
Zum 1. Juli 2019 haben der Wupperverband und die WSW Energie & Wasser AG das Bergische Wasser- und Umweltlabor (bwl) zu gleichen Anteilen übernommen. Das Leistungsspektrum der neuen Bergischen Wasser- und Umweltlabor GmbH bleibt auch im neuen Umfeld vollständig erhalten. Das Labor des Wupperverbandes und das bwl sollen nun noch stärker kooperieren. Um die Kompetenzen optimal zu bündeln, soll am Labor-Standort Buchenhofen ein neues Gebäude für Labor-Beschäftigte von Verband und bwl entstehen.

Kläranlagen optimieren
Die Abwasseranlagen des Wupperverbandes – 11 Kläranlagen, die Schlammverbrennungsanlage, Becken und Sammler – werden kontinuierlich optimiert.
In 2019 wurde ein großes Projekt in der Kläranlage Burg in Solingen abgeschlossen. Neben der technischen Sanierung standen die Anpassung auf unterschiedliche Zulaufmengen aus dem Einzugsgebiet und die Energieeffizienz im Fokus. Durch das gesamte Maßnahmenpaket verbraucht die Kläranlage nun jährlich rund 600.000 kWh weniger an Strom als zuvor und erzeugt etwa 90 Prozent des benötigten Stroms selbst.
Die neue Schlammentwässerung in der Kläranlage Buchenhofen ist fertiggestellt und soll nach der Phase des Einfahrens Anfang 2020 in den Regelbetrieb gehen.

Trockener Sommer: Talsperren flexibler bewirtschaften
Die Talsperren des Wupperverbandes haben ihre Aufgaben auch in der lang anhaltenden Trockenphase von April bis September 2019 gemeistert. Die Brauchwassertalsperren…mehr:

https://www.wupperverband.de/meldung/pressemitteilungen/2019/12/kompetenzen-buendeln-neue-kooperationen-in-2019-besiegelt

(nach oben)


Treuchtlingen: Stadtverwaltung und Kläranlage mit Elektroautos unterwegs

Gut einen Monat sind die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Kläranlage nun mit den beiden neu beschafften Elektroautos unterwegs. Zwei geräumige Renault Kangoos haben den 13 Jahre alten Opel Combo des Stadtbauamtes und den 19 Jahre alten VW Golf der Kläranlage ersetzt. Laut Hersteller kann bei voller Batterieladung eine Reichweite von bis zu 270 km erreicht werden. Was für die meist innerstädtischen Fahrten der Mitarbeiter völlig ausreichen ist.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Fahrt mit dem geräuschlosen Auto allerdings schon, sind sich die Mitarbeiter im Rathaus einig. Und der Ein oder Andere muss sich auch erst an die Automatikschaltung gewöhnen. Genug Stauraum bietet das Fahrzeug aber alle mal.

Die Beschaffung der Elektrofahrzeuge wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität gefördert. Das Förderprogramm greift bei einer Beschaffung von mindestens zwei E-Autos. Gefördert werden 75 Prozent der Mehrkosten zwischen einem Vergleichsmodell mit Verbrennungsmotor zum E-Mobil. Für die Stadt Treuchtlingen sprang so ein Zuschuss von fast 23.000 Euro raus.
Ziel der Stadt Treuchtlingen ist es, durch nachhaltige Entscheidungen eine Vermeidung beziehungsweise Verminderung von CO2-Emissionen zu erreichen. Umweltschutz geht uns alle an. Deshalb ist es für die Stadt Treuchtlingen selbstverständlich, hier mit gutem Beispiel voran zu gehen. Eine öffentliche Ladestation für E-Autos gibt es übrigens in der Fischergasse.

Bereits letztes Jahr wurde dem städtischen Fuhrpark ein E-Fahrrad hinzugefügt, das vor allem im Sommer rege genutzt wird. Gerade für Kurzstrecken im Stadtgebiet ist dies das ideale Transportmittel.
Stadtwerke und Altmühltherme setzen schon seit vielen Jahren auf alternative Kraftstoffe. Fast alle Dienstfahrzeuge fahren dort mit Erdgas.

https://www.treuchtlingen.de/Bekanntmachungen-Pressemitteilungen.267.0.html

(nach oben)


Stuttgart: Öffnungszeiten SES-Kanalinformationszentrum und Termine für große Kanalführungen 2020

Das Kanalinformationszentrum Stadtentwässerung in der Unterführung der Stadtbahnhaltestelle Neckartor ist auch im Jahr 2020 12-mal geöffnet.

An jedem ersten Mittwoch in den Monaten Januar, Februar, April, Mai, Juli, August, September und November können Interessierte das Informationszentrum in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr besuchen. Bei schönem Wetter ist auch ein Kurzeinstieg in den Hauptsammler Nesenbach möglich.

In den Monaten März, Juni, Oktober und Dezember finden in der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr „Große Kanalführungen“ statt. Mehr:

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aktuelles/news/titel/oeffnungszeiten-ses-kanalinformationszentrum-und-termine-fuer-grosse-kanalfuehrungen-2020/

(nach oben)


HAMBURG WASSER sucht neue Mitglieder für Kundenbeirat

Beraten, Ideen geben, konstruktive Kritik üben, Verbesserungen anstoßen – stets aus der Perspektive der Kundinnen und Kunden. Dies sind die Hauptaufgaben des HAMBURG WASSER-Kundenbeirats. Für das 2017 gegründete Gremium sucht Hamburgs städtischer Wasserversorger jetzt neue Mitglieder. Interessierte können sich noch bis 9. Januar 2020 direkt auf der Internetseite des Unternehmens (www.hamburgwasser.de) bewerben. Aus allen eingesendeten Bewerbungen erfolgt Mitte Januar 2020 eine repräsentative Auslosung der Bewerbenden nach Alter, Geschlecht und Kundenbeziehung, damit der Kundenbeirat stellvertretend für alle HAMBURG WASSER-Kundinnen und -Kunden sprechen kann.

Eine Beiratsperiode des HAMBURG WASSER-Kundenbeirats beträgt jeweils drei Jahre. Die Mitglieder treffen sich zweimal pro Jahr, um über kundenrelevante Themen zu diskutieren und ihre Perspektive einzubringen. In jedem Treffen wird ein Schwerpunktthema bearbeitet. Die Themen sind dabei breit gefächert und reichen von der Gestaltung des Wasserpreises über das Beschwerdemanagement bis hin zu Fragen des Employer Brandings.

„Durch den Kundenbeirat bekommen wir ein ehrliches Feedback zu unserer Arbeit. Das ist uns sehr wichtig, denn wir stehen als Versorgungsunternehmen vor großen Herausforderungen. Hamburg wächst rasant und muss sich gleichzeitig an die Klimafolgen anpassen. HAMBURG WASSER ist davon unmittelbar betroffen. Damit wir den notwendigen Wandel aktiv und erfolgreich gestalten, benötigen wir die Ideen und Impulse der Bürgerinnen und Bürger – und natürlich auch mal deren Kritik“, ordnet HAMBURG WASSER-Geschäftsführerin Nathalie Leroy die Arbeit des Kundenbeirats ein.

Die Mitglieder des Kundenbeirats vertreten für drei Jahre die Kunden von HAMBURG WASSER. Für einen repräsentativen Querschnitt der Kunden setzen sich die 20 Mitglieder des Kundenbeirats je zur Hälfte aus Großkunden und Haushaltskunden zusammen. Für die Gruppe der Haushaltskunden sucht HAMBURG WASSER Teilnehmer, die sich zwei Mal im Jahr gemeinsam zu bestimmten Themen austauschen und gegenüber dem Konzern ihre Meinung vertreten. Die Beiratsmitglieder aus dem Bereich der Haushaltskunden werden per Losverfahren ermittelt. Dazu wird ein Verfahren mit mehreren Lostöpfen gebildet und alle Bewerbungen nach Kundengruppe, Geschlecht und Alter unterteilt. Die ausgelosten Bewerber werden noch im Januar schriftlich benachrichtigt. Das erste Zusammentreffen des Kundenbeirats wird Donnerstag, den 20.02.2020 sein. Die Sitzungen des Kundenbeirats werden zweimal jährlich stattfinden.

KONTAKT
Pressestelle
Ole Braukmann
Konzernkommunikation
Billhorner Deich 2
20539 Hamburg

Tel: 040 78 88 88 222
Fax: 040 78 88 88 999
presse@hamburgwasser.de

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/hamburg-wasser-sucht-neue-mitglieder-fuer-kundenbeirat/

(nach oben)


Hannover: Stadtentwässerung stellt umfangreiche Zukunftsstrategie vor

Angesichts komplexer Zukunftsherausforderungen hat die Stadtentwässerung Hannover eine Strategie entwickelt, die eine nachhaltige Weiterentwicklung des städtischen Eigenbetriebs vorsieht. Neben Investitionen in die Infrastruktur will sich der größte Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Hannover im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Innovationen sowie Nachhaltigkeit in den kommenden Jahren eine führende Rolle erarbeiten und einer der modernsten Stadtentwässerungsbetriebe in Deutschland werden. Die am 2. Dezember dem Betriebsausschuss Stadtentwässerung vorgestellte Strategie beinhaltet, bis zum Jahr 2035 geschätzt knapp zwei Milliarden Euro in die Betriebsanlagen zu investieren.

Neben dem Start des umfangreichen Investitionsprogramms stehen bis zum Jahr 2025 folgende Hauptziele im Mittelpunkt: Einführung moderner IT-Systeme und Digitalisierung, Wandel zu energieneutralen Klärwerken der Zukunft, Erhöhung der Abwasserqualität sowie Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber. „Als Landeshauptstadt Hannover setzen wir auf Nachhaltigkeit bei der Bewältigung unserer Zukunftsaufgaben und machen diese Zielsetzung zur Grundlage unseres Handelns. Vor diesem Hintergrund wurde die ambitionierte Zukunftsperspektive für die kommenden Jahre erarbeitet, denn moderne Großstädte entwickeln sich weiter und benötigen Akzente beim Klima- und Ressourcenschutz“, unterstreicht Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette.

Ausbau der Infrastruktur und ökologische Nachhaltigkeit
Ein wesentlicher Ausgangspunkt für die neue strategische Ausrichtung ist der notwendige Erhalt und Ausbau der Infrastruktur. So ist für Teile der Entwässerungsanlagen die technisch mögliche Nutzungsdauer ausgeschöpft. In den vergangenen Jahren ist es gelungen, den Anlagenbestand durch Unterhaltungsmaßnahmen zum Teil über die gewöhnliche Betriebsdauer hinaus einzusetzen. Zum Beispiel müssen die Großklärwerke in Gümmerwald und Herrenhausen sowie das Kanalnetz modernisiert, die Maschinentechnik und die Pumpwerke erneuert, die Prozessleittechnik ausgebaut und die Digitalisierung vorangetrieben werden.
Weitere Gründe für die umfangreiche Neuausrichtung sind Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit: Die Reinigung von kommunalem Abwasser in konventionellen Kläranlagen verbraucht erhebliche Mengen an Energie, hauptsächlich für den elektrischen Antrieb von Gebläsen für die großen Belüfter, die Mikroorganismen mit Sauerstoff versorgen. Damit sind die Kläranlagen mit mehr als 20 Prozent des Gesamtverbrauchs einer städtischen Kommune der größte einzelne Stromverbraucher. Dabei ist unbehandeltes Abwasser ein wertvoller Energieträger. Die enthaltenen organischen Stoffe haben so viel chemische Energie, dass sich damit die in der Abwasserbehandlung benötigte Energiemenge komplett kompensieren und sogar noch ein Energieüberschuss erzeugen lässt.

„Als eines der größten Entwässerungsunternehmen in Deutschland sehen wir die Abwasserwirtschaft vor einem grundlegenden Wandel. Vom größten kommunalen Energieverbraucher wollen wir uns zu einem Unternehmen weiterentwickeln, das seine benötigte Energiemenge selbst und sogar noch einen Energieüberschuss erzeugt. Mit überschüssiger Energie könnte zukünftig beispielsweise grüner Wasserstoff produziert und als Kraftstoff für die Mobilität einer Stadt verwendet werden, erklärt Matthias Görn, Leiter der Stadtentwässerung, das Zukunftsprogramm.“

Attraktivität als Arbeitgeber*in stärken
Zu den selbst gesetzten Zielen gehört auch, dass die Betriebsleitung die Attraktivität als Arbeitgeber stärken, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und durch modernes Management den Gesamtbetrieb wertschätzend führen möchte. Dazu soll die Sichtbarkeit der Arbeit, die vielfach im Verborgenen stattfindet, erhöht und in die Belegschaft investiert werden. „Ferner gehört auch die Stärkung der Serviceorientierung zu den Zielsetzungen. Die Möglichkeiten der Digitalisierung sollen konsequent dort genutzt werden, wo sie helfen, die Aufgaben noch besser erledigen zu können. So sollen die Instandhaltung und das Störungsmanagement in einem modernen Betriebsführungssystem vollständig digitalisiert werden“, betont Görn.
„Als städtisches Unternehmen der öffentlichen Daseinsvorsorge möchte die Stadtentwässerung ihre Leistungen mit einer guten Qualität und einem hohen Kostenbewusstsein erbringen. Dafür sind Investitionen und strategische Weichenstellungen notwendig, um dauerhaft die Aufgaben leisten zu können“, verdeutlicht Tegtmeyer-Dette. „Als größtes niedersächsisches Entwässerungsunternehmen und einer der größten deutschen Betriebe seiner Art richtet die Stadtentwässerung den Blick mutig in die Zukunft und greift Themen auf, welche die Branche in den nächsten Jahren beschäftigen werden. Die Stadtentwässerung Hannover steht für gesundes und umweltbewusstes Leben und will mit ihrer Strategie einer der modernsten Stadtentwässerungsbetriebe in Deutschland werden“, fasst die Dezernentin zusammen.

Stadtentwässerung in Zahlen
Seit mehr als 120 Jahren sorgt die Stadtentwässerung Hannover auf hohem Niveau für Wasserqualität für derzeit rund 750.000 Menschen im Stadtgebiet der Landeshauptstadt Hannover und den Umlandgemeinden. Nach Hamburg und Berlin verfügt Hannover mit 2.538 Kilometern Länge über das drittlängste Kanalnetz in Deutschland sowie zwei Großklärwerke mit einer Ausbaugröße von 1.250.000 Einwohnergleichwerten (EW), in denen jedes Jahr rund 65 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt werden. Mit einem Anlagenwert von 795 Millionen Euro sind die Entwässerungsanlagen einer der größten Vermögenspositionen der Landeshauptstadt Hannover.

https://www.hannover.de/Service/Presse-Medien/Landeshauptstadt-Hannover/Aktuelle-Meldungen-und-Veranstaltungen/Stadtentwässerung-stellt-umfangreiche-Zukunftsstrategie-vor

(nach oben)

Klärschlammentsorgung – Quo Vadis?

0

Umfrage zur Klärschlammentsorgung und Co-Vergärung

Die Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Universität der Bundeswehr München arbeitet im Rahmen von Forschungsprojekten an neuen Konzepten für eine zukunftsfähige Klärschlammbehandlung. Im Fokus stehen dabei vor allem die Themen Phosphorrückgewinnung und Energie.

Mit dieser Umfrage wollen wir aktuelle und belastbare Daten zur Situation der Klärschlammbehandlung erfassen. Ziel ist zum einen die Darstellung der aktuellen Struktur der Klärschlammbehandlung und zum anderen die Nutzung der Daten als Grundlage für die Entwicklung von neuen Konzepten.

Die zukünftige Klärschlammbehandlung steht vor großen Herausforderungen. Mit dem Fragebogen wollen wir hierzu einen Beitrag leisten. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen.

Zur Umfrage:
https://survey.unibw.de/klaerschlamm/

Alle erhobenen Daten werden selbstverständlich vertraulich und anonymisiert behandelt und ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke genutzt.

Ganz herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Schaum

https://www.unibw.de/wasserwesen/swa/aktuelle-nachrichten/umfrage

Einsatzgebiete von Prozess-TOC-Systemen

0

Wasser spielt in industriellen Prozessen eine enorm wichtige Rolle. Die Qualität muss deshalb an vielen Stellen überwacht werden. Für die Überwachung und Kontrolle von Wasserströmen eignet sich vor allem der Summenparameter TOC, ein vielseitiger Überwachungsparameter in Wasser- und Abwasseraufbereitung.

Entscheider-Facts
• Der TOC ist ein hervorragender Überwachungsparameter, um Veränderungen in Wasserströmen schnell zu erfassen.
• Heute werden autarke und wartungsarme Prozessanalysensysteme zur TOC-Messung genutzt.
• Selbstüberprüfung, Selbstkalibrierung oder eine automatische Verdünnungsfunktion sorgen für lange Standzeiten.
• Der Summenparameter TOC (Total Organic Carbon = gesamter organischer Kohlenstoff) beschreibt in nur einem Analysenwert die gesamte Verunreinigung durch organische Komponenten in seiner Matrix. Er lässt sich nicht nur im Labor analysieren, sondern auch im Prozess „online“ bestimmen. Das macht den TOC zu einem vielseitigen und universellen Überwachungsparameter.
• Um den TOC zu bestimmen, stehen verschiedene Bestimmungsmethoden zur Wahl – die meistgenutzte Bestimmungsweise ist die sogenannte NPOC-Methode. Das Kürzel steht für Non Purgeable Organic Carbon und meint nicht ausblasbaren organischen Kohlenstoff. Dabei wird die Wasserprobe zunächst mit einer Mineralsäure versetzt, um die anorganischen Kohlenstoffverbindungen wie Carbonate und Hydrogencarbonate zu entfernen. Diese setzen sich nach der Säurezugabe zu Kohlenstoffdioxid um und werden durch einen Luftstrom aus der Probe getrieben.

Der Summenparameter TOC (Total Organic Carbon = gesamter organischer Kohlenstoff) beschreibt in nur einem Analysenwert die gesamte Verunreinigung durch organische Komponenten in seiner Matrix. Er lässt sich nicht nur im Labor analysieren, sondern auch im Prozess „online“ bestimmen. Das macht den TOC zu einem vielseitigen und universellen Überwachungsparameter.

Um den TOC zu bestimmen, stehen verschiedene Bestimmungsmethoden zur Wahl – die meistgenutzte Bestimmungsweise ist die sogenannte NPOC-Methode. Das Kürzel steht für Non Purgeable Organic Carbon und meint nicht ausblasbaren organischen Kohlenstoff. Dabei wird die Wasserprobe zunächst mit einer Mineralsäure versetzt, um die anorganischen Kohlenstoffverbindungen wie…

https://www.chemietechnik.de/einsatzgebiete-von-prozess-toc-systemen/

Für Sie gelesen 2023

0

Aktuelles Querschnittsthema: Wirtschaft und Wasser

Im Rahmen des Jubiläums „75 Jahre DWA“ (im Mai 1948 wurde die Abwassertechnische Vereinigung e. V., ATV, gegründet) wird über das Jahr 2023 verteilt die Arbeit der DWA vorgestellt. Im Folgenden schildert der Vorsitzende des DWA-Hauptausschusses Wirtschaft die Schwerpunkte in diesem Themenfeld.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 6- 2023 ab Seite 418

(nach oben)


Die Nationale Wasserstrategie Flächennutzung – nachhaltige Gewässernutzung: Strategische Themen 2 und 3

Zusammenfassung
Die Herausforderungen für die Wasserwirtschaft sind vielfältig. Entsprechend komplex und miteinander verzahnt sind die Lösungsansätze und Handlungsoptionen für die Transformation zu einer zukunftssicheren Wasserwirtschaft. In der Nationalen Wasserstrategie werden die Herausforderungen in zehn strategische Themen gegliedert. Im Beitrag werden jeweils die Herausforderung, die Vision für das Jahr 2050 sowie wesentliche Schritte zur Verwirklichung dieser Vision dargelegt. Die strategischen Themen – in diesem Beitrag geht es um die strategischen Themen 2 und 3 (Flächennutzung und nachhaltige Gewässernutzung) – sind bewusst so gesetzt, dass sie Herausforderungen und Lösungsansätze sektor- bzw. handlungsfeldübergreifend adressieren.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 6- 2023 ab Seite 457

Autor:
Umweltjournalist, Dipl.-Forstwissenschaftler Franz August Emde
Koordinierung Nationale Wasserstrategie, nationale Umsetzung UN-Wasserdekade
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
Referat W I 1 „Grundsatzangelegenheiten und internationale Angelegenheiten der Wasserwirtschaft“
Robert-Schuman-Platz 3, 53175 Bonn
E-Mail: FranzAugust.Emde@bmuv.bund.de

(nach oben)


Stammtisch der Junge DWA Gießen

Nach einem ersten Auftakt im Mai mit einem Treffen an der Technischen Hochschule Mittelhessen und anschließendem Ausklang in Pits Pinte durfte der Stammtisch der Jungen DWA Gießen die Kläranlage in Butzbach besuchen.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 6- 2023 ab Seite 421

Autoren:
Alex Hallenberger und Marc Franke

(nach oben)


Empfehlungen zur Dimensionierung von GAK-Filtern in Bezug auf deren Feststoffbeladung

Ergebnisse des Forschungsprojekts SOLIDUS

Zusammenfassung
Granulierte Aktivkohlefilter (GAK-Filter) stellten sich in den letzten Jahren als wirtschaftliche Technologie zur Spurenstoffentfernung aus kommunalem Abwasser heraus und werden aufgrund ihrer betriebsfreundlichen Anwendung immer häufiger auf Kläranlagen von kleinen bis zu großen Ausbaugrößen der konventionellen Abwasserreinigung nachgeschaltet. Aktivkohlefilter werden für die adsorptive Entfernung von Spurenstoffen dimensioniert. Da jedoch gleichzeitig ein Feststoffrückhalt in den Filtern stattfindet, muss auch die hydraulische Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden. Hierzu fehlten bislang großtechnische Erkenntnisse aus dem Realbetrieb. Im Rahmen des Projekts „SOLIDUS – Dimensionierung großtechnischer GAK-Filter durch Ermittlung der erzielbaren Feststoffbeladung und Spülintervalle“ wurden insgesamt vier großtechnisch betriebene GAK-Filter auf vier überwiegend kommunal geprägten Kläranlagen in Nordrhein-Westfalen hinsichtlich ihrer hydraulischen Leistungsfähigkeit untersucht. Daraus resultierend wurde ein erster Orientierungswert zur Einhaltung der hydraulischen Leistungsfähigkeit entwickelt.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 6- 2023 ab Seite 443

Autor*innen
Swetlana Schölzel, M. Sc.
Schölzel Consulting
Quartiersweg 8, 10829 Berlin
E-Mail: swetlana@schoelzelconsulting.de
Ben Reiser, M. Sc.
Ministère de l’Énergie et de l’Aménagement du territoire
Département de l’énergie
4, place de l’Europe, 2918 Luxembourg
E-Mail: ben.Reiser@energie.etat.lu
Dipl.-Ing. Klaus Alt, Dipl.-Ing. Soufiane Frindi
Hydro-Ingenieure Planungsgesellschaft für
Siedlungswasserwirtschaft mbH
Stockkampstraße 10, 40477 Düsseldorf
E-Mail: klaus.alt@hydro-ingenieure.de
Dr.-Ing. Frank Benstöm
atd GmbH
Krefelder Straße 147, 57070 Aachen
E-Mail: benstoem@atdgmbh.de

Dr.-Ing. Laurence Palmowski,
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas Wintgens
Institut für Siedlungswasserwirtschaft
RWTH Aachen University
Mies-van-der-Rohe-Straße 1, 52074 Aachen
E-Mail: palmowski@isa.rwth-aachen.de

(nach oben)


Einflüsse auf die Kalibrierbarkeit urbanhydrologischer Modelle

Teil 2: Ergebnisse und Diskussion

Zusammenfassung
Die Simulation des Niederschlag-Abfluss-Geschehens mit urbanhydrologischen Modellen unterliegt Unsicherheitseinflüssen, die durch Kalibrierung verringert werden können. In der hier vorgestellten Studie wurden unterschiedliche Methoden und Vorgehensweisen für die Datenerhebung, den Modellaufbau und die Modellkalibrierung vergleichend untersucht. Das Ziel war es, die Einflüsse auf den Erfolg der Kalibrierung zu bewerten. Als Datengrundlage standen Abflusszeitreihen aus drei benachbarten Einzugsgebieten und lokale Niederschlagszeitreihen über sechs Monate zur Verfügung. Für die untersuchten Gebiete zeigte sich, dass die Kalibrierbarkeit und erreichbare Modellgüte maßgeblich durch die Modellstruktur und Genauigkeit der Flächenerhebung beeinflusst werden. Mit der Niederschlag-Abfluss-Bilanzierung konnte die Flächenerhebung validiert und der Kalibriererfolg verbessert werden. Sie ist für die manuelle Kalibrierung unverzichtbar. Alle untersuchten Aspekte zeigten, dass die räumliche Übertragbarkeit kalibrierter Modellparameterwerte nicht gesichert möglich ist. Einzugsgebiete sollten daher nach Möglichkeit räumlich abgegrenzt und einzeln betrachtet werden. In Teil 2 des Artikels werden die Ergebnisse dargestellt und diskutiert, die mit der Methodik der Studie erzeugt wurden, die in Teil 1 beschrieben ist. In der Diskussion und den Schlussfolgerungen werden die in Teil 1 erläuterten Unsicherheitseinflüsse einbezogen.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 6- 2023 ab Seite 424

Dank
Die Autoren danken dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden Württemberg für die Förderung der Arbeit im Rahmen des Forschungsprojekts „Nutzung der gmessenen Entlastungsaktivität von Regenüberlaufbecken zur Erfolgskontrolle und zur verbesserten Systemplanung“ (2016 bis 2022) und Prof. Dr. Ing. Malte Henrichs für die Unterstüzung mit der Forschungssoftware KALIMOD. Außerdem danken die Autoren auch den Studierenden Christian Koschuchow und Florian Wilhelm für die Unterstützung bei der Flächenermittlung sowie Daniel Giebler, Michael Geyer und Lennart Haas für ihre Untersuchungen zu den Themen Radar Nieder schlags Daten, Bauwerksdetaillierung und Messdatenverwedung für die urbanhydrologische Modellierung.

Autoren
Karim Sedki, M. Sc., Jonas Neumann, M. Sc.,
Dipl.-Ing. Christian Klippstein, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Dittmer
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
RPTU – Rheinland-Pfälzische Technische Universität
Kaiserslautern-Landau
Paul-Ehrlich-Straße 14, 67663 Kaiserslautern

(nach oben)


Nomenklatur für Feststoffkennwerte – Wie ist es eindeutig?

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-2.3 und des Fachausschusses KEK-2*)

Zusammenfassung
Die Arbeit an verschiedenen DWA-Merkblättern zur Klärschlammbehandlung hat wiederholt gezeigt, dass für die Beschreibung von Feststoffen sowohl verschiedene Bezeichnungen als auch verschiedene Messmethoden verwendet werden. Darüber hinaus differieren teilweise Bezeichnungen zwischen der Abwasserreinigung und der Klärschlammbehandlung. Vor diesem Hintergrund legen die DWA Arbeitsgruppe KEK-2.3 „Konditionierung und Entwässerungskennwerte“ und der DWA-Fachausschuss KEK-2 „Mechanische und biologische Klärschlammbehandlung“ mit diesem Arbeitsbericht einen Vorschlag für eine erweiterte und vereinheitlichte Nomenklatur für wichtige Feststoffkennwerte vor. Für den Bereich der Klärschlammbehandlung werden verschiedene Feststoffkennwerte und Messmethoden benannt und exemplarisch an einer Feststoffbilanz für die Schlammströme einer Kläranlage mit einer Ausbaugröße von 100 000 Einwohnerwerten dargestellt. Ziel ist es, die hier für den Bereich der Klärschlammbehandlung vorgestellte Nomenklatur künftig einheitlich im DWA-Regelwerk zu verwenden und diese auch auf Ebene der nationalen und internationalen Normung einzubringen.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 6- 2023 ab Seite 449

(nach oben)


Herausforderungen und Potenziale der Deammonifikation im Hauptstrom

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-6.6 „Deammonifikation im Hauptstrom kommunaler Kläranlagen“*)

Zusammenfassung
Die DWA-Arbeitsgruppe KA-6.6 fasst die Herausforderungen, Potenziale, Nachweismethoden sowie die verfahrenstechnischen Voraussetzungen zur Implementierung einer Deammonifikation im Hauptstrom kommunaler Kläranlagen unter den in Deutschland üblichen Bedingungen zusammen. Dabei werden die theoretischen Potenziale des Verfahrens im Vergleich zur konventionellen Nitrifikation/Denitrifikation erläutert und eingeordnet. Zum Abschluss dieses Berichts werden verschiedene Maßnahmen zum Nachweis einer anaeroben Ammoniumoxidation im laufenden Betrieb vorgestellt.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 6- 2023 ab Seite 435

(nach oben)


Wenn es die DWA nicht gäbe, müsste man sie erfinden

75 Jahre DWA – Baumpflanzaktion am Gründungsstandort Düsseldorf

Bäume statt Blumen – unter diesem inoffiziellen Motto stand die Feier und Baumpflanzaktion zu 75 Jahren DWA. Am 10. Mai 1948 wurde die ATV Abwassertechnische Vereinigung, die Vorgängerorganisation unserer heutigen DWA, in Düsseldorf gegründet. Dies haben wir jetzt mit einer großen Baumpflanzaktion in Düsseldorf begangen. 75 Jahre Gewässerschutz, 75 Jahre engagierte Arbeit für die Umwelt – 75 Bäume für den Klimaschutz und die Klimaanpassung. Die letzten Bäume wurden am 10. Mai gemeinsam von DWA, den Sponsoren der Bäume und Spitzenvertretern aus Umweltpolitik und Umweltverwaltung eingepflanzt…

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 6- 2023 ab Seite  412

(nach oben)


Einführung der Mantelverordnung – Möglichkeiten des Umgangs mit Bodenmaterial und Baggergut

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe ES-5.2 „Umgang mit Bodenaushub im Siedlungsraum“*

Zusammenfassung
Am 1. August 2023 tritt die Mantelverordnung in Kraft. Sie führt die Ersatzbaustoffverordnung ein und novelliert die Bundes Bodenschutz- und Altlastenverordnung sowie die Deponieverordnung und Gewerbeabfallverordnung. Die DWA-Arbeitsgruppe ES-5.2 „Umgang mit Bodenaushub im Siedlungsraum“ listet die Vorgaben der Mantelverordnung für den Anwendungsfall einer Baumaßnahme sowie die spezifischen Anforderungen für den Umgang mit Bodenmaterial nach der neuen Bundes Bodenschutzverordnung und die spezifischen Anforderungen für den Umgang mit Bodenmaterial/Baggergut nach der Ersatzbaustoffverordnung auf.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 6- 2023 ab Seite  433

(nach oben)


Innovationen im nachhaltigen Abwassermanagement

„Fachtagung für Innovationen im nachhaltigen Abwassermanagement mit aktuellen Themen aus der Praxis“, so ist das Kitzbüheler Wassersymposium überschrieben, das im September 2022 zum zehnten Mal von der VTA Unternehmensgruppe ausgerichtet wurde, einem international tätigen, doch mittelständischen Unternehmen aus Oberösterreich, das – in eigenen Worten „dabei hilft, das Abwasser von mehr als 250 Millionen Menschen täglich zu reinigen.“ Die Veranstaltung bot mit 13 Vorträgen und zwei Podiumsdiskussionen wie gewohnt eine Plattform für internationalen Austausch zu aktuellen und relevanten Umweltthemen mit Schwerpunkt Abwasserreinigung.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 6- 2023 ab Seite 415

Fazit
Auch das 10. Kitzbühler Abwasser symposium war eine rundum gelungene Veranstaltung in hervorragendem Abiente. Kitzbühel als Tagungsort hat seinen besonderen Reiz auch im Sommer. Die Qualität der Referenten spricht für sich. Die Auswahl der Vorträge orientierte sich wie üblich an den aktuellen Thmen von Wissenschaft und betrieblicher Praxis. Nächste Veranstaltung Das nächste Kitzbüheler Wassersympsium findet am 8./9. November 2023 statt (www.vta.cc).

(nach oben)


Zulassungsverfahren

Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses Recht 3 „Vollzugsfragen des Wasserrechts“ *) – Teil 1: Gesetzliche Lösungsansätze

Zusammenfassung
Die Beschleunigung von Zulassungsverfahren ist Thema eines Arbeitsberichts des DWA-Fachausschusses RE-3 „Vollzugsfragen im Wasserrecht“. Zunächst werden die gesetzlichen Lösungsansätze beschrieben. Im zweiten Teil des Arbeitsberichts werden Handlungsoptionen der Vorhabenträger sowie der Behörden er- läutert und schließlich zusammenfassende Vorschläge gemacht und Forderungen formuliert.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4- 2023 ab Seite 282

(nach oben)


Nachhaltige Nutzung von Phosphor-Rezyklaten

Zusammenfassung
Ab 2029 greifen die Anforderungen der Klärschlammverordnung an die Rückgewinnung bzw. das Recycling von Phosphor.
Mit dem vorliegenden Impulspapier wollen die Autor*innen dieses Beitrags verschiedene Möglichkeiten aufgreifen, wie gewonnene Phosphor-Rezyklate auch tatsächlich als Nährstoffe genutzt werden können und welche administrativen Notwendigkeiten bestehen, das Management der Nährstoffe zukunftsfähig zu machen.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4- 2023 ab Seite 275

Autorinnen und Autoren
Dipl. Geoök. Anke Ehbrecht
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Funktionelle Grenzflächen (IFG)
Kaiserstraße 12, 76131 Karlsruhe
E-Mail: anke.ehbrecht@kit.edu
Dr. Daniel Frank
DECHEMA e.V.
Wassermanagement
Theodor-Heuss-Allee 25, D-60486 Frankfurt a. M.
E-Mail: daniel.frank@dechema.de
Dr. Christian Kabbe
EMG EasyMining Germany GmbH
Am Goldmannpark 12, 12587 Berlin
E-Mail: christian.kabbe@easymining.se
Dr. Andrea Roskosch
Umweltbundesamt
Corrensplatz 1, D-10145 Berlin
E-Mail: andrea.roskosch@uba.de
Dr. Rainer Schuhmann
ehemals Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
aktuelle Anschrift:
ISU mbH Karlsruhe
Gablonzer Straße 10, 76187 Karlsruhe
E-Mail: rainer.schuhmann@isu-karlsruhe.com

(nach oben)


Recht als Gestaltungsaufgabe

Im Rahmen des Jubiläums „75 Jahre DWA“ (im Mai 1948 wurde die Abwassertechnische Vereinigung e. V., ATV, gegründet) wird über das Jahr 2023 verteilt die Arbeit der DWA vorgestellt. Im Folgenden schildert der Vorsitzende des DWA-Hauptausschusses Recht die Schwerpunkte in diesem Themenfeld.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4- 2023 ab Seite 255

Autor
Stefan Kopp-Assenmacher
Vorsitzender des
DWA-Hauptausschusses Recht
E-Mail: stefan.kopp-assenmacher@oklp.de

(nach oben)


8. Kongress „Phosphor – Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft“

Am 23. und 24. November 2022 richteten das Umweltministerium Baden-Württemberg und der DWA-Landesverband Baden-Württemberg die Hybrid-Veranstaltung 8. Kongress „Phosphor – Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft“ aus.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4- 2023 ab Seite 244

Klaus Zintz (Stuttgart)

Am 22. und 23. November 2023 findet in Stuttgart der 9. Phosphor-Kongress statt:
https://prueck-bw.de
Kontakt
Julia Keller, M. Sc.
DWA-Landesverband Baden-Württemberg
Rennstraße 8, 70499 Stuttgart
E-Mail: Julia.Keller@dwa-bw.de

(nach oben)


Einflüsse auf die Kalibrierbarkeit urbanhydrologischer Modelle

Teil 1: Unsicherheitseinflüsse und Kalibriermethoden

Zusammenfassung
Die Simulation des Niederschlag-Abfluss-Geschehens mit urbanhydrologischen Modellen unterliegt Unsicherheitseinflüssen, die durch Kalibrierung verringert werden können. In der hier vorgestellten Studie wurden unterschiedliche Methoden und Vorgehensweisen für die Datenerhebung, den Modellaufbau und die Modellkalibrierung vergleichend untersucht. Das Ziel war es, die Einflüsse auf den Erfolg der Kalibrierung zu bewerten. Als Daten grundlage standen Abflusszeitreihen aus drei benachbarten Einzugsgebieten und lokale Niederschlagszeitreihen über sechs Monate zur Verfügung. Für die untersuchten Gebiete zeigte sich, dass die Kalibrierbarkeit und erreichbare Modellgüte maßgeblich durch die Modellstruktur und Genauigkeit der Flächenerhebung beeinflusst werden. Mit der Niederschlag-Abfluss-Bilanzierung konnte die Flächenerhebung validiert und der Kalibriererfolg verbessert werden. Sie ist für die manuelle Kalibrierung unverzichtbar. Alle untersuchten Aspekte zeigten, dass die räumliche Übertragbarkeit kalibrierter Modellparameterwerte nicht gesichert möglich ist. Einzugsgebiete sollten daher nach Möglichkeit räumlich abgegrenzt und einzeln betrachtet werden. In Teil 1 des Artikels werden die Unsicherheitseinflüsse urbanhydrologischer Modellierung beleuchtet und die Methodik der Studie beschrieben.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4- 2023 ab Seite 258

Dank
Die Autoren danken dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg für die Förderung der Arbeit im Rahmen des Forschungsprojekts „Nutzung der gemessenen Entlastungsaktivität von Regenüberlaufbecken zur Erfolgskontrolle und zur verbesserten Systemplanung“ (2016 bis 2022) und Prof. Dr.-Ing. Malte Henrichs für die Unterstützung mit der Forschungssoftware KALIMOD. Außerdem danken die Autoren auch den Studierenden Christian Koschuchow und Florian Wilhelm für die Unterstützung bei der Flächenermittlung sowie Daniel Giebler, Michael Geyer und Lennart Haas für ihre Untersuchungen zu den Themen Radar Niederschlags-Daten, Bauwerksdetaillierung und Messdatenverwendung für die urbanhydrologische Modellierung.

Autoren
Karim Sedki, M. Sc., Jonas Neumann, M. Sc.,
Dipl.-Ing. Christian Klippstein, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Dittmer
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
RPTU – Rheinland-Pfälzische Technische Universität
Kaiserslautern-Landau
Paul-Ehrlich-Straße 14, 67663 Kaiserslautern
Korrespondenz: karim.sedki@rptu.de

(nach oben)


8. Thematischer Stammtisch der Jungen DWA

Der letzte Thematische Stammtisch des Jahres 2022 fand am 17. November 2022 statt. Die bereits 18. Durchführung des abendlichen Online-Stammtischs widmete sich dem Thema „Regenwasserbewirtschaftung nach Schwammstadtprinzipien“. Gäste und Teilnehmende diskutierten intensiv und detailliert verschiedenste Facetten des Themas und hinterfragten, ob es sich dabei um die kommende Generationenaufgabe junger Fachkräfte handeln würde. Neben den beiden Gästen des Abends, Prof. Dr.-Ing. Heiko Sieker und Thies Brunken (Dipl. Arch. ETH) fanden sich, angelockt vom Thema, 34 Teilnehmende zum digitalen Stammtisch ein – unter ihnen junge Fachleute aus allen drei D-A-CH-Ländern…

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4- 2023 ab Seite 256

Der 18. Thematische Stammtisch endete – erneut mit Überlänge – nach zwei Stunden. Die Reihe der Thematischen Stammtische wird fortgesetzt. Die Themen des ersten Halbjahres 2023 können bereits auf der Website abgerufen werden:
https://de.dwa.de/de/stammtische.html
Philipp Beutler, Cara Möginger

(nach oben)


EU-Kommunalabwasserrichtlinie: Verursacher in die Pflicht nehmen

DWA begrüßt erweiterte Herstellerverantwortung der Kommunalabwasserrichtlinie

Die EU arbeitet an der Novellierung der Kommunalabwasserrichtlinie. Die DWA hat zu dem vorliegenden Entwurf der EU-Kommission Stellung genommen.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4- 2023 ab Seite 240

Download der Stellungnahme der DWA zur Novellierung der Kommunalabwasserrichtlinie:
www.dwa.de/stellungnahmen

(nach oben)


30 Jahre – Bundesweiter Erfahrungsaustausch für Gewässerschutzbeauftragte

54 Teilnehmer aus fast allen Bundesländern trafen sich zum 16. Mal in Würzburg zum Erfahrungsaustausch für Gewässerschutzbeauftragte am 29./30. November 2022.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4- 2023 ab Seite 240

Der Abschluss der Veranstaltung wurde mit Blick auf den nächsten Erfahrungsaustausch der Gewässerschutzbeauftragten im Jahr 2024 zur Themenfindung genutzt. Der bundesweite Erfahrungsaustausch ist eine Veranstaltung zur Vertiefung und Aktualisierung der Fachkunde im Sinne von § 66 WHG.
Dipl.-Ing. Hans Helmut Moll (Köln)

(nach oben)


Abwasserfiltration nach biologischer Behandlung

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-8.3 „Abwasserfiltration“ *)
Teil 1: Einsatzgebiete und Anforderungen im Kontext der weitergehenden Abwasserbehandlung und der Wasserwiederverwendung

Zusammenfassung
Die ersten Abwasserfilter wurden mit dem Ziel errichtet, empfindliche Gewässer vor Rest-Schlammpartikeln und den darin enthaltenen gewässerbelastenden Stoffen, die im Nachklärbeckenablauf noch vorhanden sein können, zu schützen. Unter der Überschrift der „weitergehenden Abwasserbehandlung“ werden seit geraumer Zeit zusätzlich zu den in der Abwasserverordnung geregelten Parametern auch Zielsetzungen an neue Parameter beschrieben, etwa zur gezielten Entfernung von anthropogenen Spurenstoffen, zur weitergehenden Elimination von pathogenen Keimen, zum weitergehenden Rückhalt von Mikroplastik. Zur Erreichung dieser Zielsetzungen ist der Betrieb einer Filtration notwendig. Die DWA-Arbeitsgruppe KA-8.3 „Abwasserfiltration“ betrachtet in einem Arbeitsbericht Einsatzgebiete und Anforderungen der Abwasserfiltration im Kontext der weitergehenden Abwasserbehandlung und der Wasserwiederverwendung.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 4- 2023 ab Seite 266

Hinweis auf den 2. Teil des Arbeitsberichtes
Im zweiten Teil des Arbeitsberichtes werden im Wesentlichen folgende Themen behandelt:
– Technische Merkmale der Polstofffiltration und Mikrosiebung
– Leistungsfähigkeit der Filtrationsverfahren
– Möglichkeiten und Grenzen zum Einsatz von GAK als Medium für die Raumfiltration
– Auswirkungen der Filtration auf den Kläranlagenbetrieb

(nach oben)


7. JSWA/EWA/WEF-Fachkonferenz „Resilienz in den Wasserdienstleistungen“

Zum siebten Mal fand vom 15. bis 17. November 2022 die gemeinsame Konferenz, periodisch organisiert, von Japan Sewage Works Association (JSWA), U. S. Water Environment Federation (WEF) und der European Water Association (EWA) statt. Im Kern der Konferenz in Sendai, Japan, stand die Resilienz des gesamten Wassersektors. Sendai wurde durch das Tōhoku-Erdbeben vor elf Jahren schwer beschädigt, und die Konferenz bot die Gelegenheit, dieser Katastrophe zu gedenken. Die Konferenz ermöglichte wieder einen unverzichtbaren Austausch zwischen den drei Vereinigungen, da hier praxisorientierte Problemstellungen aus unterschiedlichen Ländern mit breit gefächerten Perspektiven und entsprechenden Lösungsmöglichkeiten vorgestellt und diskutiert werden konnten. Von der EWA haben in Präsenz der Präsident der EWA Raymond Erpelding (ALUSEAU, Luxemburg), Fabio Tatàno (Universität Urbino „Carlo Bo“, Italien), Harsha Ratnaweera (Norwegische Universität für Naturwissenschaften, Norwegen) sowie André Niemann (Universität Duisburg-Essen), Torsten Frehmann (Emschergenossenschaft/Lippeverband) und Nora Pankow (Universität der Bundeswehr München) als Vortragende an der Konferenz teilgenommen.
Darüber hinaus trugen Karoly Kovacs (Ungarischer Wasserverband, Ungarn) und Bjørn Kaare Jensen (Geologischer Dienst von Dänemark und Grönland, Dänemark) mit Videopräsentationen zur Konferenz bei.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2023 ab Seite 167

(nach oben)


Optimierung des Stromverbrauchs in der Kläranlage Kaufbeuren durch Einsatz neuronaler Netze

Zusammenfassung
In der Kläranlage Kaufbeuren erfolgt die Nitrifikation getrennt von der Belebungsstufe in neun Meter hohen Tropfkörpern, die einem Zwischenklärbecken nachgeschaltet sind. Dies spart zwar Energieaufwand bei der mechanischen Belüftung, verursacht aber hohen Strombedarf für das Tropfkörperpumpwerk. Einsparungen können sich ergeben, wenn das Rezirkulationsverhältnis jeweils dem aktuellen Bedarf angepasst wird. Zur Optimierung wurde ein künstliches neuronales Netz eingerichtet, das nach der Anlernphase die Steuerung übernahm. Bei Steuerung des Rezirkulationsverhältnisses durch das künstliche neuronale Netzwerk waren eine Verringerung des Rezirkulationsstroms von knapp 20 % und Einsparungen beim Stromverbrauch von 11 bis 12 Prozent möglich, ohne dass die Stabilität des Anlagenbetriebs eingeschränkt wurde. Damit wird die Optimierung durch das künstliche neuronale Netz als erfolgreich angesehen.

Autoren
Dipl.-Chem. Hermann Nordsieck, Dr. Karsten Wambach
bifa Umweltinstitut GmbH, Am Mittleren Moos 46, Augsburg

Christoph Mayer
Kläranlage Kaufbeuren, Buronstraße 84, 87600 Kaufbeuren
E-Mail: Christoph.Mayer@Kaufbeuren.de

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2023 ab Seite 195

(nach oben)


Anaerober Membran-Bioreaktor mit Zeolith-Stufe

Weniger Kohlendioxid-Emissionen und mehr Kreislaufwirtschaft bei der Abwasserreinigung

Zusammenfassung
Die Kombination aus einem anaeroben Membran-Bioreaktor (AnMBR), einer Zeolith-Stufe und einer Phosphatfällung bietet im Vergleich zur konventionellen Abwasserreinigung die Einsparung von Belüftungsenergie, mehr Methannutzung, weniger Klärschlammanfall und direkte Verwertung von Ammonium und Phosphor. Die ersten beiden dieser Prozessstufen zur Nutzung der organischen Wasserinhaltsstoffe und des Ammoniums wurden im Projekt „Weniger CO2 aus Kläranlagen“ an der Hochschule Bremerhaven untersucht. Es konnte ein stabiler Betrieb des Bioreaktors über mehrere Monate erreicht werden. Dabei wurden bei Reaktortemperaturen zwischen 25 und 12 °C Ablaufwerte von im Mittel um 25 mg/L DOC sowie kleiner 1 mg/L N erreicht.

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Dieter Lompe, Ulf-Daniel Kück, Jan Römer
Hochschule Bremerhaven
An der Karlstadt 8, 27568 Bremerhaven
E-Mail: dlompe@hs-bremerhaven.de

Den ganzen Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2023 ab Seite 203

(nach oben)


Würdiger Auftakt bei der Jungen DWA ins Jubiläumsjahr

Mit 65 Teilnehmenden startete die Junge DWA am 19. Januar 2023 in das neue Jahr. 65 Teilnehmende – ein Sinnbild für das Engagement, das in den vergangenen Jahren sichtbar wurde und an das auch in diesem Jahr angeknüpft werden soll

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2023 ab Seite 172

Wer sich bei der Organisation des Jahrestreffens einbringen möchte, darf sich gerne bei Alina Kosmützky melden (kosmuetzky@junge-dwa.de). Auch der Circle Betriebspersonal sucht nach Aktiven, die Lust auf Stammtische für das Betriebspersonal haben. In diesem Sinn wünscht die Leitungsgruppe der Jungen DWA allen DWA-Mitgliedern ein frohes und gesundes neues Jahr und freut sich auf viele digitale und persönliche Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten.

(nach oben)


Perspektivthemen der Wasserwirtschaft aus Sicht des DWA-Hauptausschusses Kommunale Abwasserreinigung

Im Rahmen des Jubiläums „75 Jahre DWA“ (im Mai 1948 wurde die Abwassertechnische Vereinigung e. V., ATV, gegründet) wird über das Jahr 2023 verteilt die Arbeit der DWA vorgestellt. Im Folgenden schildern der Vorsitzende des DWA-Hauptausschusses „Kommunale Abwasserbehandlung“ und sein Stellvertreter die Schwerpunkte in diesem Themenfeld

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2023 ab Seite 164

Ausblick
Die Arbeit im Hauptausschuss „Kommunale Abwasserbehandlung“ und den zugehörigen Fachausschüssen und Arbeit gruppen hat in den letzten Jahren bereits deutliche Veränderungen erfahren. Die Fokussierung auf die großen Themen unserer Zeit wie den Klimawandel oder die Digitalisierung muss jedoch zunehmen. Als Leitsatz über der Siedlungswasserwirtschaft könnte stehen, dass von ihr keine Auswirkungen auf die Umwelt ausgehen sollen. Am Ende der abzusehenden Entwicklungen kann ein ganz anderes Anlagendesign als heute stehen. Weder in die Gewässer, den Boden noch in die Luft (Geruch, Schall, Klimagase) dürfen nennenswerte Emissionen ausgehen. Anlagen werden wesentlich kompakter und vollständig gekapselt errichtet werden können, auch in direkter Nachbarschaft zu sensiblen Nutzungen. Das bedeutet, dass heutige Planungen viel stärker als bisher Technologiesprünge ermöglichen müssen, zum Beispiel durch schneller abzuschreibende Komponenten. Es gilt aber auch, nachhaltigere Baustoffe und ihre jeweiligen Vor- aber Nachteile in angepassten Planungen zu berücksichtigen. Aus Gründen des Ressourcenschutzes müssen tragfähige Konzepte zur Modernisierung bzw. Digitalisierung im Anlagenbestand sowie auch zur vollständigen Nutzung des Abwasserenergiepotenzials sowie zur weitgehenden Schließung des Siedlungswasserkreislaufs (lokal oder regional) entwickelt werden. Die ehrenamtlichen Expertinnen und Experten in den Gremien des Hauptausschusses „Kommunale Abwasserreinigung“ werden sich auch in Zukunft mit Leidenschaft der Bearbeitung dieser Themen widmen.

Autoren
Dr.-Ing. Frank Obenaus,
Prof. Dr.-Ing. Burkhard Teichgräber
Vorsitzender und Stellvertretender
Vorsitzender des DWA-Hauptausschusses
„Kommunale Abwasserbehandlung
Emschergenossenschaft
Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen
E-Mail: Obenaus.Frank@eglv.de

(nach oben)


Entwässerungsplanung für die Stadt Nürnberg

Aufstellung und Kalibrierung des Kanalnetzmodellsmit hydrodynamischer Berechnung

Zusammenfassung
Für die Generalentwässerungsplanung hat die Stadt Nürnberg ein neues Berechnungsmodell aufstellen und anhand von umfangreichen Niederschlag-Abfluss-Messungen kalibrieren lassen. Dabei wurde auch die vom Prozessleitsystem vorgenommene Steuerung des Netzes abgebildet. Für insgesamt 55 Teileinzugsgebiete der Durchflussmessstellen wurden die aus digitalen Flächendaten und Luftbildern vorab ermittelten Anschluss- und Befestigungsgrade der Wirklichkeit angepasst. Die Qualität der Kalibrierung wurde anhand eindeutiger hydrologischer Prüfgrößen beurteilt. Mit dem kalibrierten Modell wurden die hydrodynamischen Berechnungen zur Leistungsfähigkeit des Kanalnetzes mit Modellregengruppen und einer Starkregenserie auf der Basis langjähriger Niederschlagsaufzeichnungen durch- geführt. Mit demselben Datensatz wird später auch die hydrodynamische Schmutzfrachtberechnung vorgenommen.

Autoren
Dipl.-Ing. (FH) Thomas Schacherl
Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (SUN)
Adolf-Braun-Straße 33, 90429 Nürnberg
E-Mail: thomas.schacherl@stadt.nuernberg.de

Dipl.-Ing. Stefan Wenzel
Dorsch International Consultants GmbH
Landsberger Straße 368, 80687 München
E-Mail: stefan.wenzel@dorsch.de

Dipl.-Ing. Frank Henschel
Sweco GmbH
Graeffstraße 5, 50823 Köln
E-Mail: frank.henschel@sweco-gmbh.de

Prof. Dipl.-Ing. Dieter Sitzmann
ehemals Hochschule Coburg
Wissenschaftliche Beratung für Wasser und Umwelt (BWU)
Zentstraße 18, 96486 Lautertal
E-Mail: bwu@sitzmann-coburg.de

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2023 ab Seite 176

(nach oben)


Klassifikation und Merkmale städtischer Entwässerungssysteme

Abwassersammelsysteme in China und Analyse der damit verbundenen Herausforderungen

Zusammenfassung
Die typischen Arten und repräsentativen Merkmale der Mischkanalisation in verschiedenen Städten in China werden zusammengefasst und dargestellt. Dies basiert auf langfristigen Betrachtungen und Analysen der Problematik von Mischsystemen in chinesischen Städten und den Erfahrungen bei der Umsetzung bzw. von Nachuntersuchungen von zahlreichen Projekten des Umbaus von Mischsystemen hinsichtlich der Kontrolle von Mischwasserüberläufen (CSO-Control, Combined Sewer Overflow Control).

Autoren
Zheng Yang, Yang Zhao, Can Chen
Beijing Yuren Raineco Technology Co., Ltd.
No. 4 Huanghuamen St., Dongcheng District
100010 Beijing, China
E-Mail: c.chen@dup-china.com

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 3- 2023 ab Seite 190

(nach oben)


DWA: Nationale Wasserstrategie stellt richtige und wichtige Weichen

Die geplante Nationale Wasserstrategie stärkt das gesamtgesellschaftliche Bewusstsein für die kostbare Ressource Wasser, forciert ein integriertes Wasserressourcenmanagement und nimmt die Verursacher von Verschmutzungen in die Pflicht. Die DWA unterstützt den Entwurf des Bundesumweltministeriums in allen wichtigen Punkten, insbesondere bei der erweiterten Herstellerverantwortung. „Der Entwurf darf bei der anstehenden Verbändeabstimmung auf keinen Fall verwässert werden. Die Strategie muss von der Bundesregierung zügig verabschiedet werden, die Wasserwirtschaft ist dann gerne Teil der Lösung und will tatkräftig an der Umsetzung der Strategie mitwirken“, betont DWA-Präsident Prof. Uli Paetzel anlässlich der Veröffentlichung der DWA-Stellungnahme zur Nationalen Wasserstrategie.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2023 ab Seite 84

DWA-Stellungnahme zur Nationalen Wasserstrategie:
www.dwa.de/stellungnahmen
Nationale Wasserstrategie:
https://www.bmuv.de/download/bmuv-entwurf-nationale-wasserstrategie

(nach oben)


Vorbereitung des Betriebs von Abwasseranlagen für den Fall rollierender Stromabschaltungen

Auf den Kläranlagen in Deutschland konnte bisher von einer sehr stabilen Stromversorgung ausgegangen werden, somit wurde eine flächendeckende Ausstattung der Kläranlagen mit Netzersatzanlagen weder als notwendig noch wirtschaftlich sinnvoll erachtet. Als Auswirkung der Energiekrise sind aktuell jedoch mögliche temporäre Stromabschaltungen in der Diskussion, die auch Anlagen der Abwasser- und Niederschlagswasserbehandlung sowie Pumpwerke im Kanalnetz betreffen. Vorrangiges Ziel muss bei allen Maßnahmen der Betreiber immer die Vermeidung von unkontrollierten Entlastungen von Abwasser in Ortslagen wie auch direkt in die Gewässer bei gleichzeitiger Minderung des chemischen Sauerstoffbedarfs und der Ammonium-Fracht sein. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass allen Kläranlagenbetreibern in Deutschland eine rollierende Stromabschaltung aktuell wie auch in den nächsten Wintermonaten erspart bleibt.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2023 ab Seite 99

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Peter Baumann
Hochschule für Technik Stuttgart
Schellingstraße 24, 70174 Stuttgart
E-Mail: peter.baumann@hft-stuttgart.de

Dipl.-Ing. Rainer Hauff
ZV Gruppenklärwerk Wendlingen am Neckar
Vorstadtstraße 101, 73240 Wendlingen am Neckar
E-Mail: rainer.hauff@gkw-wendlingen.de

Dr.-Ing. Werner Maier
Umweltberatung-wm
Max-Eyth-Straße 20, 70839 Gerlingen
E-Mail: info@umweltberatung-wm.de

(nach oben)


Der Ruhrverband auf dem Weg zur Klimaneutralität

Herausforderungen und Lösungsansätze

Zusammenfassung
Unternehmen und Organisationen in Deutschland und der Euro päischen Union sind aufgefordert, Verantwortung für ihre Emissionen an Treibhausgasen zu übernehmen und diese in den nächsten Jahrzehnten zu reduzieren. Ein großes wasserwirtschaftliches Unternehmen wie der Ruhrverband ist in seiner Aufgabenwahrnehmung von den Auswirkungen des Klimawandels, beim Ruhrverband unter anderem durch die inzwischen langanhaltende Trockenheit im Ruhr-Einzugsgebiet, betroffen. Wie der Weg des Ruhrverbands zur Klimaneutralität aussieht und welche Maßnahmen dahin führen sollen, wird im Beitrag berichtet.
Grundsätzlich steht dabei die Ableitung von Maßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung im Vordergrund. Eine zertifizierbare Klimaneutralität ist nur mit freiwilligen Kompensationsmaßnahmen erreichbar, die an anspruchsvolle Kriterien geknüpft sind. Insgesamt soll das Thema Klimaschutz durch verschiedene schon aus dem Energiemanagement bekannte Instrumente [Mitarbeiterschulung, PDCA-Zyklus (Plan – Do – Check– Act), Planungsvorgaben, Zielvereinbarungen etc.] im Unternehmen zukünftig stärker verankert werden

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2023 ab Seite 90

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Norbert Jardin, Dr.-Ing. Dieter Thöle,
Dr.-Ing. Max Weißbach
Ruhrverband
Kronprinzenstraße 37, 45128, Essen

(nach oben)


Lachgas und Methan trüben die Klimabilanz von Kläranlagen

Zusammenfassung
Bei den biologischen Prozessen der Abwasserreinigung und Schlammbehandlung werden die Treibhausgase (THG) Methan und Lachgas als direkte Emissionen freigesetzt. Für das Jahr 2020 wurde die Menge dieser Emissionen in Deutschland auf knapp eine Million Tonnen CO2-Äquivalente geschätzt. Einige der dort zur Berechnung verwendeten Emissionsfaktoren entsprechen nicht dem neuesten Stand der Forschung. Der Weltklimarat [Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)] hat den für die Abschätzung von Lachgasemissionen empfohlenen Emissionsfaktor deutlich nach oben korrigiert. Erfolgt eine Neuberechnung der Lachgasemissionen von kommunalen Kläranlagen mit dem höheren Emissionsfaktor, so resultiert dies in einem starken Anstieg der Gesamt-THG-Emissionen auf rund vier Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Im Hinblick auf die ehrgeizigen Emissionsminderungsziele zur Verlangsamung und bestenfalls Eindämmung des Klimawandels stellt sich die Frage, welchen Beitrag die kommunale Abwasserbehandlung bei der Bewältigung dieser Generationenaufgabe leisten muss. Hierzu ist es erforderlich, die Treibhausgasemissionen der kommunalen Abwasserbehandlung differenziert zu betrachten und auf der Grundlage aktualisierter Emissionsfaktoren neu zu bewerten.

Autoren
Iris Beuter, M. Sc.
Sweco GmbH
Friolzheimer Straße 3, 70499 Stuttgart

Regierungsbaumeister Dipl.-Ing. Carsten Meyer
Universität Stuttgart
Institut für Siedlungswasserwirtschaft,
Wassergüte und Abfallwirtschaft
Bandtäle 2, 70569 Stuttgart

Dipl.-Ing. Jürgen Schmidtke
Umwelttechnik BW GmbH
Friedrichstraße 45, 70174 Stuttgart
E-Mail: Juergen.Schmidtke@umwelttechnik-bw.de

(nach oben)


Der Entwurf der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie*)

Was kann, was wird sich ändern?

Zusammenfassung
Die EU-Kommission legte am 26. Oktober 2022 den Entwurf für eine überarbeitete Kommunalabwasserrichtlinie vor. Der Entwurf geht mit seinen Regelungen über die Inhalte der bestehenden Richtlinie von 1991 hinaus. Er passt damit die Vorgaben für die Abwasserbeseitigung an neue technische Entwicklungen bzw. Erkenntnisse an und reagiert auf neue Herausforderungen, wie der Gesundheitsvorsorge und der Klimakrise. Mit neuen Instrumenten und Verschärfungen der bestehenden Regelungen, etwa zur Entfernung von Mikroschadstoffen, verfolgt der Entwurf das Ziel, die Emissionen des gereinigten Abwassers weiter zu verringern und damit die Qualität der Gewässer zu verbessern.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2023 ab Seite 121

Autoren
Dr. Till Elgeti, Dr. Corinna Durinke, Christoph Plate
Wolter Hoppenberg
Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
Münsterstraße 1–3, 59065 Hamm

(nach oben)


Junge DWA

Am 7. Dezember 2022 wurde der Essener Stammtisch der Jungen DWA wiederbelebt, nachdem er während Corona lage Zeit ausgefallen war. In den Räumlichkeiten des Anlagenbauers und Umweltdienstleisters WTE Wassertechnik GmbH in Essen fand das regionale Vernetzungsevent statt. Um sich kennenzulernen und um den Neuen in der Runde die Junge DWA näherzubringen, stellte Stammtisch Essen der Jungen DWA…

Daniel Mertens

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2023 ab Seite 86

(nach oben)


Potenzial der Abwasserwärmenutzung aus dem Auslauf von Kläranlage

Lokalisierung von Standorten in Baden-Württemberg

Zusammenfassung
Mit der Novelle des Klimaschutzgesetzes hat sich das Land Baden-Württemberg zum Ziel gesetzt, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Durch die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans bis Ende 2023 soll in den Stadtkreisen und großen Kreisstädten Baden-Württembergs ein strategischer Planungsprozess etabliert werden, der lokale Maßnahmen zum Erreichen einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040 beinhaltet. Zusätzlich zur Biomasse, Geothermie, Solarthermie und Wärmegewinnung aus der Umgebungsluft kommen auch Abwasser und Faulgas als erneuerbare Energieträger für den Wärmesektor in Frage. In Baden Württemberg fehlte bisher eine flächendeckende Untersuchung der Potenziale zur Abwasserwärmenutzung sowie die Sensibilisierung aller betroffener Akteure. Infolgedessen hat der DWA-Landesverband Baden-Württemberg mit Unterstützung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu, Heidelberg) und der IBS Ingenieurgesellschaft mbH (Bietigheim-Bissingen) im Rahmen einer Studie verschiedene Kernpunkte zum Thema „Abwasserwärmenutzung aus dem Auslauf von Kläranlagen in Baden-Württemberg“ bearbeitet.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 2- 2023 ab Seite 106

Autoren
Sebastian Blömer, M. Sc.
ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung gGmbH
Wilckensstraße 3, 69120 Heidelberg
E-Mail: sebastian.bloemer@ifeu.de

Benjamin Schoor, M. Sc.
IBS Ingenieurgesellschaft mbH
Flößerstraße 60/3, 74321 Bietigheim-Bissingen
E-Mail: b.schoor@ibs-ing.com

Prof. Dr.-Ing Peter Baumann
Hochschule für Technik Stuttgart
Schellingstraße 24, 70174 Stuttgart
E-Mail: peter.baumann@hft-stuttgart.de

Julia Keller, M. Sc., Dipl.-Ing. Kathrin Münch,
Dr.-Ing. Tobias Reinhardt
DWA-Landesverband Baden-Württemberg

(nach oben)


Anschwemmtechnologie als vierte Reinigungsstufe

Erprobung einer neuen Technologie

Zusammenfassung
Anschwemmfilter werden als kompakte Technologie in unter­schiedlichsten Bereichen der Verfahrenstechnik zur Filtration feststoffhaltiger Suspensionen verwendet. Die kommunale Ab­wasserreinigung ist jedoch ein neues Einsatzfeld, um mecha­nisch-biologisch behandeltes Abwasser zusätzlich von kleinsten Partikeln bis in den nm-Bereich und von gelösten Spurenstoffen zu befreien. Als Anschwemmmaterial für die Filtration wird da­zu neben Cellulose auch Pulveraktivkohle zur Adsorption ge­nutzt. Aktuell wird die Technologie für den Einsatz auf kommu­nalen Kläranlagen erprobt. Erste Untersuchungsergebnisse zei­gen unter Anpassung der betrieblichen Randbedingungen viel­versprechende Adsorptions- und Filtrationsleistungen. Einer überschlägigen Wirtschaftlichkeitsabschätzung zufolge lägen die spezifischen Behandlungskosten im Bereich etablierter Techno­logien zur vierten Reinigungsstufe mit vergleichbarem Behand­lungsziel.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2023 ab Seite 45

Autoren
Dipl.-Ing. Helmut Geers Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH Hauerstraße 2–4, 38268 Lengede
E-Mail: Helmut.Geers@hoffmann-filter.de

Dr.-Ing. Katrin Bauerfeld, Sybille Karwat, M. Sc. Technische Universität Braunschweig Institut für Siedlungswasserwirtschaft Pockelsstraße 2a, 38106 Braunschweig
E-Mail: k.bauerfeld@tu-braunschweig.de

(nach oben)


Innovative Verfahren, Prozesse, Technologien bei Zustandserfassung, Planung, Bau, Betrieb und Sanierung von Entwässerungssystemen

Arbeitsbericht des DWA-Hauptausschusses Entwässerungssysteme anlässlich des 75-jährigen Bestehens der DWA*)

Zusammenfassung
Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der DWA gibt der Haupt­ausschuss Entwässerungssysteme einen Überblick über seine ak­tuellen Arbeiten und die der Zukunft. Kanalsysteme, wie wir sie heute kennen, werden in Deutschland seit 180 Jahren gebaut und dienten anfangs maßgeblich der Sammlung und schnellen Ableitung aller Schmutzwässer. Im Laufe der folgenden Jahr­zehnte wurden deutschlandweit Regenbecken gebaut, um Spit­zenabflüssen aufgrund starker Niederschläge entgegenzuwirken. In den letzten Jahrzehnten wirdzunehmend Niederschlagswas­ser direkt am Enstehungsort versickert oder wiederverwendet. Heute nehmen digitale Prozesse einen großen Anteil an der Kon­zeption und Planung sowie der Bewirtschaftung und dem Moni­toring der Kanalsysteme ein. Aktuelle Themenfelder sind unter anderem durch den zunehmenden Klimawandel, der sowohl Trockenperioden als auch lokale Starkregenereignisse mit sich bringt, hinzugekommen.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2023 ab Seite 22

(nach oben)


Zehn Jahre Kompetenzzentren Spuren­stoffe KomS BW und VSA-Plattform

Jubiläumsveranstaltung in Friedrichshafen
Auch in geringen Konzentrationen kön­nen viele Chemikalien eine uner­wünschte Wirkung in unseren Gewäs­sern entfalten. Deshalb werden sie in immer mehr Kläranlagen aus dem Ab­wasser entfernt. Doch damit dies in möglichst großem Umfang gelingt, ist ein fundiertes Know-how unerlässlich. Dies wird in Baden-Württemberg seit zehn Jahren vom Kompetenzzentrum Spurenstoffe, KomS BW, zusammenge­tragen und an die Kläranlagenbetreiber vermittelt. Gefeiert wurde dieser Ge­burtstag im Oktober 2022 mit einer Ju­biläumsveranstaltung in Friedrichsha­fen – zusammen mit der Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreini­gungen“ des Verbandes Schweizer Ab­wasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA), die ebenfalls ihr zehnjähriges Jubiläum feierte.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2023 ab Seite 13

Die Umwelt reagiert positiv
Einen generellen Blick auf den Erfolg der Spurenstoffelimination in den schweize­rischen Gewässern warf Dr.Irene Wittmer von der VSA-Plattform.Und ja, man kön­ne feststellen, dass es besser wird: So nehmen Frachten, Konzentrationen und Überschreitungen von gesetzlichen Grenzwerten deutlich ab.Die Forschung zeige auch, dass es den Fischen nach ei­nem Kläranlagenausbau besser gehe – wobei allerdings ein einfacher Nachweis schwierig sei, dass es aufgrund des Aus­baus der Biologie besser gehe.Deshalb empfehle der VSA den Kläranlagenbe­treibern, keine biologischen, sondern chemische Untersuchungen im Gewässer.Irene Wittmer betonte aber auch, dass die einheimischen Gewässerorganismen derzeit unter vielen Erschwernissen lei­den – von Wanderhindernissen und den durch den Klimawandel bedingten höhe­ren Temperaturen über invasive Arten bis zu einem Übermaß an Spuren- und Nährstoffen.Allerdings lautete ihre Bot­schaft auch, dass die Natur schnell zu­rückkommt, wenn die richtigen Bedin­gungen geschaffen, also die Maßnahmen in den verschiedenen Baustellen für eine verbesserte Umwelt konsequent umge­setzt werden.

Dr. Klaus Zintz

(nach oben)


Messung des Spektralen Absorptionskoeffizienten (SAK) in Abwasseranlagen

Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses KA-13 „Automatisierung von Kläranlagen“*)

Zusammenfassung
Die Nutzung der UV-Absorption bei unterschiedlichen Wellen­längen als Summenparameter für die Belastung eines Gewässers durch gelöste organische Substanzen wurde erstmals 1936 und in den 1960er-Jahren international vereinzelt, in den 1970er- Jahren dann häufiger publiziert. Mitte der 1990er-Jahre wurde die Messung des Spektralen Absorptionskoeffizienten (SAK) bei einer Wellenlänge von 254 nm als SAK254 in Deutschland als kontinuierliche Messung mit einer Prozesssonde offensiv als „UV-CSB“ für die Überwachung von Abwasseranlagen angebo­ten und damit einem breiteren Fachpublikum zugänglich ge­macht. Damit etablierte sich das Messverfahren in der Abwas­serbehandlung als bedingt einsetzbare Alternative zur kontinu­ierlichen Erfassung des CSB oder TOC und wird punktuell, aber durchaus erfolgreich in Abwasseranlagen zur Überwachung und bei der Spurenstoffelimination auch zur Automatisierung von Teilprozessen eingesetzt. Der DWA-Fachausschuss KA-13 „Auto­matisierung von Kläranlagen“ beschreibt in einem Arbeitsbe­richt Messprinzip und Anwendungen auf Kläranlagen wie im Kanalnetz und stellt Anwendungsbeispiele vor.

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2023 ab Seite 36

(nach oben)


17. Thematischer Stammtisch – DWA-Fachausschüsse ES-7 und KA

Den ganzen  Artikel lesen sie in der Korrespondenz Abwasser Heft 1- 2023 ab Seite 12

Am 20. Oktober 2022 fand der 17. The­matische Stammtisch der Jungen DWA statt. Ganz im ursprünglichen Geiste der Online-Reihe stand dieses Mal wie­der die Fachgremienarbeit im Vorder­grund mit einem Fokus auf den Betrieb von Kläranlagen und Entwässerungs­systemen. Eingeladen wurden Vertreter*innen aus den beiden DWA-Fachaus­schüssen KA-12 „Betrieb von Kläranla­gen“ und ES-7 „Betrieb und Unterhalt“ (von Entwässerungssystemen).

Bei Interesse können die Ansprech­personen der Jungen DWA und auch die Gäste des Stammtisches direkt kontak­tiert werden.Selbstverständlich können wir Euch bei der Kontaktaufnahme und weiteren Fragen behilflich sein:

stammtisch@junge-dwa.de oder fachgremien@junge-dwa.de

Cara Möginger (Circle Stammtische), Philipp Beutler (Circle Fachgremien)

(nach oben)