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Emscher-Umbau: Ära der Flusskläranlage beendet!

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Die Emscher fließt nun nicht mehr durch das Klärwerk Emscher-Mündung im Städtedreieck Dinslaken, Oberhausen und Duisburg

Dinslaken/Oberhausen/Duisburg. Die Emscher ist seit Jahresbeginn vollständig abwasserfrei – damit endete auch die 1974 begonnene Ära der Kläranlage Emscher-Mündung (KLEM) als Flusskläranlage! Das Klärwerk im Städtedreieck Dinslaken, Oberhausen und Duisburg wird nun komplett durch den unterirdischen Abwasserkanal Emscher (AKE) beschickt – der oberirdische Emscher-Fluss fließt nun nur noch an der Anlage vorbei.

Die Betriebsabteilung Westliche Emscher bei der Emschergenossenschaft hat Anfang Januar in enger Abstimmung mit der Bezirksregierung Düsseldorf den Zulauf zur KLEM emscherseitig abgesperrt. Um dies zu ermöglichen, wurde die Kläranlage in den vergangenen Jahren aufwändig umgebaut. Eine Teilinbetriebnahme der „neuen“ KLEM fand Ende April 2019 statt.

Der Umbau des Klärwerks, ein Großprojekt für sich, wurde seinerzeit bei laufendem Betrieb durchgeführt. Unter anderem entstand eine komplett neue Vorklärstufe (Einlaufbauwerk, Rechenanlage, Sandfang, Vorklärbecken) und es wurden im Bereich der biologischen Reinigung insgesamt 24.192 (!) Belüfterelemente ausgetauscht…

Mehr: https://www.eglv.de/medien/emscher-umbau-aera-der-flussklaeranlage-beendet/

Geschirrspülmittel – Giftstoff in vielen Produkten schädigt die Umwelt

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In Spülmaschinen-Tabs und -Pulvern steckt oft Benzotriazol. Das Gift ist schädlich für Wasserorganismen, reichert sich in Fischen an.

Es ist giftig, völlig unsichtbar und in unserem Wasser: Benzotriazol (BTA). Die Chemikalie steckt in vielen Spülmaschinen-Reinigern. Und mit jedem Spülgang setzen wir sie dann frei. In Dreiviertel aller Haushalte werden Spülmaschinen-Tabs oder Pulver benutzt. Die Industrie verdient gut daran. Allein im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei knapp 800 Millionen Euro.

Was steckt in Geschirr-Reinigern eigentlich drin?
Mit der Liste der Inhaltsstoffe auf der Verpackung können Verbraucher meist wenig anfangen – Polycarboxylate, nichtionische Tenside, Phosphate, Polycarbonate, Enzyme und Duftstoffe. Ein Inhaltsstoff aber wird nicht auf diesen Verpackungen angegeben: Manche Geschirr-Reiniger enthalten Benzotriazol …mehr:

https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/geschirrreiniger-spuelmittel-benzotriazol-100.html

 

Methanolsynthese durch Hydrierung von CO2 aus MVA Abgasen

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Seit Anfang des Jahres forscht das FiW gemeinsam mit der MVA Bonn an der CO2-Sequestrierung aus MVA-Abgasen und anschließender Synthese zu Methanol mit Elektrolysewasserstoff. Ende September hat die Auswertung der Versuchsphasen begonnen.

Die Synthese von Kraftstoffen und Plattformchemikalien aus Wasserstoff und CO2, ob aus industriellen Gasströmen oder aus der Atmosphäre sequestriert, steht derzeit stark im Fokus der Forschung. Die Nutzung von aus Abgasen thermischer Müllverwertungsanlagen abgeschiedenem CO2 bietet hierbei besonderes Potenzial:
Da nur ca. 50 % des Brennstoffs herkömmlicher Müllverbrennungsanlagen fossilen Ursprungs ist, würde die CO2-Abscheidung zur Erzielung einer Klimaneutralität solcher Anlagen deutlich geringere Abscheidequoten erfordern als bei herkömmlichen Kraftwerken. Die ökologische und insbesondere kosteneffiziente Synthese von Methanol auf Grundlage des beschriebenen Verfahrens erfordert einige, teils anlagenspezifische Untersuchungen. Diese nimmt das FiW gemeinsam mit der MVA Müllverwertungsanlage Bonn gemeinsam vor.

Effiziente, trockene CO2-Abscheidung im Pilotmaßstab
An einer Pilotanlage wird zum einen ein Verfahren zur trockenen, Amin-basierten Abscheidung von CO2 aus den Abgasen der Müllverwertungsanlage getestet. Im Gegensatz zur Abscheidung durch Amin-Lösungen oder etablierten Druckwechselabsorption des sauren Gases können durch dieses Verfahren erhebliche Einsparungen des Energieeinsatzes der Abscheidung realisiert werden. Die Pilotanlage im halbtechnischen Maßstab, die durch das IUTA Duisburg entwickelt und konstruiert wurde, konnte von Januar bis April dieses Jahres in einer ausgiebigen Versuchsphase erprobt werden. Erste quantitative Ergebnisse der Versuchsphase werden nun gemeinsam mit der MVA Bonn und dem IUTA vorgelegt.

Labortechnische Untersuchung der Methanolsynthese durch CO2-Hydrierung
An einer zweiten, labortechnischen Anlage wird die zweite Stufe des Verfahrenskonzeptes aus CO2-Abscheidung mit direkter Weiterverwertung in Form der Hydrierung zu Methanol untersucht. Während die industrielle Synthese von Methanol auf Grundlage reformierten Erdgases auf dem Umsatz Kohlenmonoxid-reicher Eduktströme basiert, müssen hier Verfahrensparameter und Katalysatoren getestet werden, die gut mit reinem CO2 als Kohlen- und Sauerstoffquelle der Synthese funktionieren. Die Versuchsphase, welche direkt im Anschluss an die Versuchsphase der CO2-Abscheidung begann, dauert weiterhin an und verspricht relevante Entwicklungen in der Katalysatortechnik und Verfahrensführung der Methanolsynthese hervorzubringen.

https://www.fiw.rwth-aachen.de/aktuelles-veranstaltungen/aktuelles/methanolsynthese-durch-hydrierung-von-co2

Großtechnische Umsetzung von Gemüseproduktion mit Wasserwiederverwendung

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Vom Pilotprojekt in die großtechnische Realisierung: Das im Forschungsprojekt HypoWave erfolgreich entwickelte Verfahren einer landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion mit recyceltem Wasser geht erstmals im großen Maßstab in die Anwendung. Im Zuge des Nachfolgeprojekts HypoWave+ hat der Forschungsverbund mit den Vorbereitungen für die hydroponische Gemüseproduktion mit aufbereitetem Bewässerungswasser auf einem Hektar Fläche begonnen.

Die landwirtschaftliche Produktion ist weltweit immer stärker auf Bewässerung angewiesen. Doch regionale Wasserknappheiten und daraus resultierende Nutzungskonflikte nehmen zu. Ertragreiche Ernten sind auch in Deutschland aufgrund von lang anhaltender Hitze und trockenen Böden keine Selbstverständlichkeit. Gesucht werden neue, wassersparende Anbauverfahren. Mit dem Forschungsprojekt HypoWave+ unter der Leitung der Technischen Universität Braunschweig fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) deshalb die Umsetzung einer alternativen landwirtschaftlichen Anbauform in Kombination mit Wasserwiederverwendung im großtechnischen Maßstab.

HypoWave-Verfahren: Alternative für die Landwirtschaft
Das hydroponische Verfahren, bei dem Pflanzen in Gefäßen ohne Erde über eine Nährlösung unter Verwendung von recyceltem Wasser versorgt werden, war in einem Vorgängerprojekt im niedersächsischen Hattorf erfolgreich erprobt worden. „Jetzt geht es darum, die Erfahrungen mit dem wassereffizienten Verfahren auf der Basis von recyceltem Wasser in die Großproduktion zu bringen und wissenschaftlich zu begleiten“, sagt Projektleiter Thomas Dockhorn von der TU Braunschweig. Mit dem neuen HypoWave-Verfahren könne nicht nur eine Alternative zur Bewässerung mit Trink- und Grundwasser erschlossen werden. Die Anbauform bediene sich zugleich einer optimierten Nährstoffversorgung, da den Pflanzen lebenswichtige Nährstoffe wie z.B. Stickstoff und Phosphor aus dem aufbereiteten Wasser zugeführt werden.

Trotz Wasserknappheit: Regionale Lebensmittelerzeugung in Zeiten des Klimawandels
Die Wissenschaftler*innen planen gemeinsam mit niedersächsischen Landwirten auf einem Hektar Anbaufläche die Produktion von bis zu 700 Tonnen Tomaten und Paprika unter Glas. Das Gemüse soll im regionalen Lebensmitteleinzelhandel bis auf eine kurze Winterpause ganzjährig verkauft werden. „Im Zuge der wissenschaftlichen Begleitung von HypoWave+ konzentrieren wir uns auf Fragen des Qualitätsmanagements und der Marktfähigkeit des Verfahrens“, sagt Projektkoordinatorin Martina Winker vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt. Wichtig sei es, nicht nur für diesen Standort eine tragfähige Lösung zu entwickeln, sondern daraus auch Empfehlungen für andere Orte und Landwirte ableiten zu können. Der Klimawandel schreitet sichtbar voran. Der regionale wasserschonende und ganzjährig im Gewächshaus mögliche Gemüseanbau könne daher zu einer echten Option für Landwirte werden. „Dafür wollen wir die notwendigen Weichen stellen“, sagt Winker.

Das Forschungsprojekt HypoWave+
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Verbundprojekt „HypoWave+ – Implementierung eines hydroponischen Systems als nachhaltige Innovation zur ressourceneffizienten landwirtschaftlichen Wasserwiederverwendung“ zur Fördermaßnahme „Wassertechnologien: Wasserwiederverwendung“ im Rahmen des Bundesprogramms „Wasser: N“. Wasser: N ist Teil der BMBF-Strategie Forschung für Nachhaltigkeit (FONA). Die Fördersumme beträgt 2,8 Millionen Euro. Die Projektpartner im Forschungsverbund unter der Leitung der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISWW), sind das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, die Universität Hohenheim (UHOH), der Abwasserverband Braunschweig (AVB), der Wasserverband Gifhorn (WVGF), IseBauern GmbH & Co. KG, aquatune GmbH (a Xylem brand), Ankermann GmbH & Co. KG, Huber SE und INTEGAR – Institut für Technologien im Gartenbau GmbH.

https://www.fona.de/de/grosstechnische-umsetzung-von-gemueseproduktion-mit-wasserwiederverwendung

Wasserdreinull: Forschungsprojekt REC-MP: Entwicklung eines Schnelltests für die Mikroplastik-Detektion in Wässern

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Auch wenn Wissenschaftler*innen und Gesellschaft mittlerweile einiges über Mikroplastik wissen, beruht vieles davon auf nicht vergleichbaren Einzelstudien und davon abgeleiteten Vermutungen und Schätzungen.

Es werden bis heute unterschiedlichste Probennahmen und Analysemethoden eingesetzt, die einen Vergleich von Ergebnissen nahezu unmöglich machen. Das tatsächliche Ausmaß von Mikroplastik in unserer Umwelt ist derzeit nicht bekannt. Die relevanten Stakeholder können nur auf Schätzungen mit enormen Spannbreiten an Werten zurückgreifen. Dies führt dazu, dass wenig bis nichts konkret unternommen werden kann, um der unkontrollierten Verteilung von Mikroplastik in und über unseren Wasserkreislauf entgegenzuwirken. Mit dem Projekt REC-MP verfolgen wir das Ziel, die Detektion von Mikroplastik in Gewässern gegenüber herkömmlichen Verfahren deutlich einfacher, schneller und günstiger zu machen. Aufbauend auf unseren Forschungen im Bereich Abwasser soll ein Schnelltest entwickelt werden, der Mikroplastik-Belastungen reproduzierbar (R), effizient (E) und kostengünstig (C) erkennbar macht. Damit wäre erstmalig eine flächendeckende und standardisierte Datenaufnahme über den Zustand unserer Gewässer möglich – weltweit. 

Ein herzliches Dankeschön an die Vector Stiftung, die dieses Projekt großzügig unterstützt.
Das Projekt startete am 1. Oktober 2021.

https://wasserdreinull.de/projekte/rec-mp/

Greenpeace findet erneut Mikroplastik im Rhein

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Digital StillCamera

Der Rhein ist nach Angaben von Greenpeace nach wie vor mit Mikroplastik verschmutzt. Nach einer Untersuchung des Rheins auf Mikroplastik im Herbst 2020 hat Greenpeace den Fluss im August 2021 ein weiteres Mal stichprobenartig untersucht, teilte die Umweltorganisation bei der Vorstellung ihrer Studie „Nicht sauber, sondern Rhein  – Teil 2“ mit. Das Umweltministerium in Nordrhein-Westfalen müsse endlich feststellen, woher die Mikroplastikpartikel im Rhein stammen, und die Verschmutzung beenden.

Die Untersuchungen belegten eine Konzentration von durchschnittlich 0,63 primären Mikroplastikpartikeln pro Kubikmeter Flusswasser. Offensichtlich seien bisherige Maßnahmen zum Schutz des Rheins vor Mikro-Plastikeintrag völlig unzureichend.

Wie 2020 wurde die höchste Konzentration stromabwärts …mehr:

https://www.euwid-wasser.de/news/politik/einzelansicht/Artikel/greenpeace-findet-erneut-mikroplastik-im-rhein.html

Murcia: Austern als Rettung für das Mar Menor

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Jede Muschel ist eine Kläranlage
Austern sollen das verschmutzte Mar Menor vor dem Tod retten. Jede dieser Muscheln ist eine Kläranlage und kann bis zu 240 Liter Wasser pro Tag filtern. Wissenschaftler versuchen, die Auster in Spaniens einzigartiger Lagune wieder anzusiedeln.

Cartagena – Sie gelten als natürliche Superkläranlagen und sollen helfen, das Mar Menor an der Küste von Murcia vor dem Tod durch Verschmutzung zu bewahren. Es geht um Austern. Jede einzelne soll in der Lage sein, bis zu 240 Liter Wasser pro Tag zu filtern und Phosphate und Nitrate zu eliminieren. Bei einer geschätzten Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren kommt dabei eine gewaltige Menge Wasser zusammen. Austern sorgen für klares Wasser in Flüssen und Meeren, genau das …

https://www.extratipp.com/welt/mar-menor-austern-murcia-verschmutzung-rettung-muschel-klaeranlage-wissenschaftler-zyx-zr-91169138.html?cmp=defrss

Rap in der Kanalisation – Hamburger Künstler für Berufe im Untergrund

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„Mit Untergrund4Life setzen wir ein Zeichen der Wertschätzung für alle, die mit und für uns unten sind und unsere Welt am Laufen halten. Jeden Tag arbeiten im Verborgenen Menschen in der Wasser- und Abwasserwirtschaft, der Ver- und Entsorgung, am Bau und Erhalt der unterirdischen Infrastruktur. Ehrliche Arbeit ohne große Bühne – das verdient Beachtung und Respekt“.


„Untergrund“-Rap: Michael, Marey Burns, DJ Suro und B-Low (v. l. n. r.) im Video zu ihrem Track
Zum Video: Untergrund4Life (Official)

„Wenn Ihr mit uns unten seid, schreit: Untergrund4Life!“ so lautet die Aufforderung, mit der Deutschlands erster Rap aus der Kanalisation Ende November Premiere gefeiert hat. Eine eingängige Melodie, Texte mit Wortwitz und Zweideutigkeiten machen den Song zum Ohrwurm – die Macher werben damit für die Berufsbilder der Branche. Durch fantasievolle  Kostüme und eine beeindruckende Kulisse wird das Musikvideo zu einem echten Hingucker. Die Dreharbeiten bedeuteten in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung.

Abstieg in Hamburgs Kanalisation
Für die Künstler – darunter namhafte Vertreter der Hamburger Rap-Szene – bedeutete die Hommage an den Untergrund einen echten Abstieg. Denn für das Video ging es hinunter in die Kanalisation der Hansestadt. Dank der Unterstützung von Hamburg Wasser konnten die Dreharbeiten für das Musikvideo in einem echten Siel erfolgen. Bis kurz vor Dreh, war das aber gar nicht sicher. Denn Regen und steigende Wasserlinie waren ein Risiko, das es abzuwägen galt. Geklappt hat es unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften letztlich doch – zur Freude aller Beteiligten. Mit der ungewöhnlichen Marketingidee wollen die Künstler und Künstlerinnen gemeinsam mit den fünf ”Untergründern” der Wasser- und Abwasserwirtschaft vor allem eins erreichen: ”Mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung für das, was unter uns läuft und für eine spannende, aber weitgehend verborgene Berufswelt”, so lautet die Botschaft der Initiatoren DWA, RSV, ZDB, HDB und Güteschutz Kanalbau. Auf der flankierenden Internetseite www.untergrund4.life werden Berufe und Job-Initiativen der Verbände vorgestellt. Außerdem gibt’s weitere Videos, Infos zu den Künstlern und ein ”Making of”.


Arbeitssicherheit geht vor: der Sielmeister prüft den Sitz der „Selbstretter“

Schwierige Situation trotz wichtiger Botschaft
”Wir feiern Regen – Wasser ist Leben” – so lautet der Refrain des Raps. ”Kurz nachdem der Song produziert war, haben Starkregenereignisse mit schlimmen Folgen wie im Ahrtal uns alle erschüttert. Ob die Zeile hinsichtlich der dramatischen Ereignisse drin bleiben kann, hat auch bei uns für Diskussion gesorgt”, erklärt Jantje Selle, die das Künstlerprojekt verantwortet und den Song mit Kolleginnen und Kollegen produziert hat.” Auf was es uns mit dieser Botschaft aber vor allem ankommt, ist die Wertschätzung der lebenswichtigen Ressource Wasser und der für die Infrastruktur verantwortlichen Branche. Also darauf, dass wir auch in Zukunft Menschen brauchen, die für den sicheren Transport und Abtransport sorgen – bei all den wachsenden Herausforderungen auch im Hinblick auf den Klimawandel”, sagt Selle – oder Marey Burns, wie sie sich als Musikerin nennt.

Schulterschluss echter Branchen-Profis
Mit ihrer Marketingagentur arbeitet sie seit Jahren für Kunden aus der Wasserver- und entsorgung. „Ich finde immer wieder beeindruckend, welche Leistung hier im Verborgenen stattfindet und freue mich, dass wir dem Ganzen gemeinsam nun ein musikalisches Denkmal setzen durften“, erzählt sie begeistert. Entstanden ist der Rap maßgeblich mit Unterstützung der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), dem Rohrleitungssanierungsverband (RSV), dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und dem Güteschutz Kanalbau. Das Projekt bildet den Abschluss der Fördergemeinschaft für die Sanierung von Entwässerungssystemen (ZKS-Fördergemeinschaft), die sich im August vergangenen Jahres aufgelöst hat und als Beirat fortgeführt wird.

Weitere Aktionen geplant
Dass mit dem Video nicht Schluss ist, lassen die Beteiligten durchblicken und werden auf der von den Verbänden unterstützten Webseite www.untergrund4.life und den begleitenden Social Media-Kanälen auch zukünftig laut und ungewöhnlich über das Rapvideo hinaus die Branche positiv beleuchten und den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die verdiente Anerkennung entgegenbringen. So wird auf Berufe aufmerksam gemacht, die vielleicht im Untergrund stattfinden, aber für uns als Gesellschaft über die Maßen wichtig sind. Eines der wichtigsten Ziele ist es, junge Menschen für Berufsbilder in der Wasserwirtschaft zu begeistern. Denn bei allem Spaß, den die Produktion des Songs und des Videos gemacht haben, soll es vor allem auf die Wichtigkeit des „Untergrunds“ hinweisen – und dort liegen vor allem beruflich noch viele verborgene Potentiale für junge Menschen.

Präsenz im Internet:
die begleitende Internetseite zur Aktion www.untergrund4.life

 

Plastik-Popcorn: Wie Mikroplastik aus Abwasser gefischt werden kann

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Ein Greentech-Start-up lässt Mikroplastik-Partikel in Kläranlagen mit wenigen Millilitern einer Spezialflüssigkeit verklumpen – und fischt sie einfach ab.

Mikroplastik ist überall. Im Wasser, in der Erde, in der Luft. Wie schädlich es ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Einigkeit herrscht jedoch darin, dass Mikroplastik wieder aus der Umwelt heraus muss. Eine Möglichkeit, an Mikroplastik heranzukommen, bevor es in die Umwelt gelangt, sind Kläranlagen.

Wie ein Klebstoff für Plastikpartikel
Ein gemeinnütziges Greentech-Start-up aus Karlsruhe namens Wasser 3.0 hat Hybridkieselgele entwickelt, die über einen physikochemischen Prozess Mikroplastik-Partikel an ihre Oberfläche binden. Sie bilden dabei fluffige Agglomerate, die wie Popcorn aussehen. Das Hybridkieselgel wirkt wie ein Klebstoff auf die Plastikpartikel. Dieses Mikroplastik-Popcorn schwimmt …

https://www.heise.de/hintergrund/Plastik-Popcorn-Wie-Mikroplastik-aus-Abwasser-gefischt-werden-kann-6271096.html?wt_mc=rss.red.tr.tr.atom.beitrag.beitrag

Einsatz von Datenbrillen auf Kläranlagen

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Digitale Wasserwirtschaft – Augmented Reality auf der Kläranlage. Gemeinsam mit Partnern aus Praxis und Forschung hat die DWA eine spezielle Datenbrille für Kläranlagen entwickelt – für die Fort- und Weiterbildung, aber auch für den praktischen Einsatz im Betrieb auf Kläranlagen.

Die Brille stellt über Augmented Reality zahlreiche Informationen zur Verfügung und ermöglicht die direkte Kommunikation mit weiteren Experten oder Ausbildern. Diese können die konkrete Situation vor Ort direkt sehen und über die Brille passgenaue Hilfestellungen bieten. „Die handlichen Brillen kommen ohne externen Computer aus, sind einfach zu bedienen, komfortabel zu tragen und ermöglichen freie Hände für die zu verrichtenden Arbeitsprozesse”, führt Sabine Thaler, Leiterin der DWA-Stabsstelle Forschung und Innovation, weitere Vorteile der Innovation an. Die Entwicklung der Datenbrille für Kläranlagen hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Projekt „Digitale Wasser- und Abwasserwirtschaft” (DiWA) gefördert. Entwicklungspartner waren neben der Sächsischen Bildungsgesellschaft (SBG), Dresden, die Kläranlagen Bonn und Hennef. Gemeinsam wurden Anwendungsszenarien erarbeitet und in der Praxis erprobt. Im Fokus standen vor allem Szenarien aus dem Betriebsalltag von Kläranlagen, für die eine Echtzeit-Anleitung aus der Ferne einen realen Mehrwert darstellt. Wenn beispielsweise ein Auszubildender eine außerhalb des Kläranlagengeländes angeordnete Pumpenanlage warten soll und dabei mit unerwarteten Problemen konfrontiert wird, kann er über die Datenbrillen direkt seinen Vorgesetzten über sein Smartphone oder Tablet live dazu schalten. Auf seinem mobilen Endgerät erfasst der Vorgesetzte die Situation aus dem Blickwinkel des Mitarbeiters. Mithilfe einfacher Hologramme im Sichtfeld des Nutzers kann er seine verbalen Erläuterungen visuell unterstützen und dem Mitarbeiter vor Ort Hilfestellung geben, ohne selbst zugegen zu sein. Damit auch andere Mitarbeiter aus einem gegebenen Problemfall lernen können, lassen sich die Situationen mithilfe der Datenbrille aus der Perspektive des Mitarbeiters filmen, wodurch nützliche Lehrfilme zur Vermittlung von technischem Handlungswissen entstehen, die im Rahmen der Ausbildung einsetzbar sind.

https://www.gfa-news.de/webcode.html?wc=20211201_007
https://de.dwa.de/de/DiWA.html