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Das neue Einstufungs- und Kennzeichnungssystem für Chemikalien Die CLP-Verordnung

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GHS ist die Abkürzung für „Global Harmonisiertes System“. Es handelt sich dabei um ein einheitliches System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Die Einführung dieser weltweit angepassten Einstufung und Kennzeichnung bringt für die Industrie, für den Arbeitsschutz sowie auch für die Verbraucher auf den Abwasseranlagen eine Reihe von Veränderungen mit sich. Die CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging), mitunter auch als GHS-Verordnung bezeichnet , ist nicht ganz neu, denn sie wurde vom Europäischen Parlament und vom Rat am 16. Dezember 2008 verabschiedet und im Amtsblatt der Europäischen Union am 31. Dezember 2008, Nr. L 353, veröffentlicht. Sie ist seit dem 20. Januar 2009 in Kraft. Die Verordnung stellt in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union unmittelbar geltendes Recht dar. Eine Umsetzung durch nationale Rechtsvorschriften ist nicht erforderlich.

Die Verordnung legt fest
– welche Einstufung-, Verpackungs- und Kennzeichnungs- pflichten Lieferanten vor dem Inverkehrbringen von Stoffen und Gemischen zu erfüllen haben
– nach welchen Kriterien Stoffe und Gemische einzustufen sind,
– wie Stoffe und Gemische, die die Kriterien der Einstufung erfüllen, zu verpacken und zu kennzeichnen sind und
– für welche Gemische gesonderte Kennzeichnungen vorgesehen sind.
Auffälligstes Merkmal der Verordnung sind …mehr:

Den ganzen Artikel lesen Sie in:
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2011

Autoren:
Umweltbundesämter in Dessau-Roßlau und Wien:
www.umweltbundesamt.de/chemikalien/ghs.htm
www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/chemikalien/ clp_kennzeichnung/ghs_clp
Berufsgenossenschaft Chemie: www.bgchemie.de/GHS

Sind phosphatfreie Geschirrspültabs alles Versager?

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Auswertung der Testergebnisse des Tests der Stiftung Warentest

Der Test der Stiftung Warentest zeigt, dass viele der in Deutschland angebotenen phosphatfreien Geschirrspültabs die bestehenden Testanforderungen derzeit nicht in dem Maße erfüllen können wie ihre phosphathaltigen Konkurrenten. Umso erfreulicher ist es, dass zwei phosphatfreie Geschirrspültabs das Qualitätsurteil „GUT“ erhalten haben.

Bei den Testergebnissen der vier getesteten phosphatfreien Multifunktionstabs fällt auf, dass das Testkriterium „Verhinderung von Belägen“ (d.h. milchige Gläser, Schlieren auf Besteck usw.) nur mit „ausreichend“ bewertet wurde, was in allen vier Fällen zur Abwertung im Gesamturteil geführt hat.
Da die Tests bei einer Wasserhärte von 21 Grad deutscher Härte (°dH) durchgeführt wurden, konnte jedoch auch nicht mit einem anderen Ergebnis gerechnet werden. Die Hersteller der getesteten phosphatfreien Multifunktionstabs weisen auf der Verpackung darauf hin, dass die Anwendung ohne zusätzliche Spezialsalze nur bis 13°dH bzw. bei einem Produkt bis 15°dH möglich ist. Bei härterem Wasser wird die Verbraucherin, der Verbraucher auf die notwendige Zudosierung von Spezialsalz hingewiesen. Diese Multifunktionstabs bei 21°dH ohne Zusatz von Spezialsalz zu testen, entspricht aus Sicht des Umweltbundesamtes nicht dem bestimmungsgemäßen Gebrauch.

Einer der wesentlichen Kritikpunkte der Stiftung Warentest bei der Reinigungsleistung sind die ei- und stärkehaltigen Essensreste an Geschirr und Besteck, für deren Beseitigung allerdings nicht vorrangig Phosphate, sondern Enzyme zuständig sind, die in einigen der getesteten phosphatfreien Mittel anscheinend nicht oder nicht ausreichend enthalten sind. Dies hat jedoch nichts mit dem Verzicht auf Phosphat zu tun.

Fraglich ist auch, ob die angewendeten Testanforderungen in Anlehnung an Methoden des Arbeitskreises Maschinengeschirrspülmittel des Industrieverbandes Körperpflege und Waschmittel (IKW) dem typischen Verbraucherverhalten entsprechen. In Familien wird im Allgemeinen das Geschirr täglich oder alle 2 Tage gespült und der Schmutz hat sicher keine Chance, so stark anzutrocknen.
Verbraucherinnen und Verbraucher sollten ruhigen Gewissens selbst testen, ob sie mit der Reinigungsleistung phosphatfreier Produkte zufrieden sind, denn was die Verhinderung von Belägen und die Materialschonung anbelangt, schneiden die meisten phosphatfreien Produkte mit „sehr gut“ bis „gut“ ab.

Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/chemikalien/waschmittel/geschirrspueltabs.htm

Thermische Mineralisierung von Klärschlamm in Kombination mit einem Biomassekraftwerk

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Das Crailsheimer Modell zur regionalen Klärschlammverwertung und CO2-neutralen Erzeugung von Strom und Wärme ist eine Idee und Initiative der Stadtwerke Crailsheim GmbH. 27 Kommunen aus Bayern und Baden-Württemberg sind als Gesellschafter an der KSV GmbH beteiligt.
In Dinkelsbühl Waldeck wird eine Kombinationsanlage bestehend aus einem Biomassekraftwerk und einer Klärschlammmineralisierungsanlage gebaut. Durch die Kombination kann nicht nur das Klärschlammproblem von 150.000 Einwohnern gelöst werden, sondern es wird auch umweltfreundlicher Strom aus Biomasse erzeugt. Die beiden Anlagen sind dabei energetisch verknüpft. So kann die Abwärme aus dem Biomassekraftwerk zur Trocknung des Klärschlamms verwendet werden. Der Klärschlamm wird anschließend verschwelt. Dabei entstehen energiereiche Gase, die zur Dampferzeugung genutzt werden und so das Kraftwerk wieder unterstützen. Diese Form der absolut umweltfreundlichen und regional organisierten Klärschlammverwertung ist in Europa ohne Beispiel.

Kontext
Kommunale Klärschlämme wurden in der Vergangenheit überwiegend in der Landwirtschaft und dem Landschaftsbau, vor allem bei Rekultivierungsmaßnahmen verwertet. Diese Entsorgungswege sind allerdings aufgrund der Schadstoffbelastung des Klärschlamms umstritten und durch die gültigen Grenzwerte nicht mehr für alle kommunalen Klärschlämme durchführbar. Tendenziell nimmt derzeit die thermische Verwertung stark zu. Die thermische Verwertung ist auch durch die Mitverbrennung in Kraftwerken und Zementwerken durchführbar. Die Kraftwerke liegen überwiegend im Norden Deutschlands und werden von den großen Energiekonzernen betreiben. Die Verwertung in diesen Kraftwerken führt daher zu einem hohen Verkehrsaufkommen und zu einer Oligopolbildung von wenigen Energiekonzernen. Die Verwertung in Zementwerken ist darüber hinaus von der Baukonjunktur abhängig.

Ziele des Vorhabens
– Schaffung einer regionaler Klärschlammverwertung in Eigenverantwortung
– Verwertung in einem ganzheitlichen Konzept
– Durch Nachhaltiges Konzept schon heute künftigen Kapazitätsproblemen der thermischen Klärschlammverwertung entgegenwirken

Umsetzung
Die Gesamtanlage besteht aus zwei parallel angeordnete Anlagenteilen, nämlich der Klärschlammbehandlungsanlage und dem Biomasseheizkraftwerk.

Bei der Klärschlammbehandlung wird der Klärschlamm in mechanisch entwässerter Form angeliefert und auf einem Bandtrockner thermisch getrocknet. Bei der Trocknung wird die Abwärme aus dem Biomassekraftwerk genutzt, um dem entwässerten Klärschlamm das Wasser weiter zu entziehen und einen Trockensubstanzgehalt von 90 % zu erreichen. Von diesem Zustand kann die Energie des Klärschlamms genutzt werden.
Der getrocknete Klärschlamm gelangt anschließend zur Klärschlammmineralisierung. Bei der Mineralisierung wird im ersten Schritt eine Pyrolyse oder Verschwelung durchgeführt. Das heißt der Klärschlamm wird unter Sauerstoffausschluss auf ca. 500 °C erwärmt. Dabei entstehen energiereiche Gase, die in einer Nachbrennkammer zur Dampferzeugung genutzt werden. Das Material wird in einem zweiten Schritt durch Sauerstoffzugabe ausgeglüht. Dabei werden vorhanden Schadstoffe mineralisch in das Granulat eingebunden. Das Granulat hat eine sandähnliche Struktur und ist auf Deponieklasse I ablagerbar, kann aber auch in der Baustoffindustrie verwertet werden. Auf diese Weise können jährlich 22.000 t entwässerter Klärschlamm verwertet werden.
Die Anlage ist mit einem Biomassekraftwerk kombiniert in dem Resthölzer aus der heimischen Forstwirtschaft zur Energieerzeugung genutzt werden. Durch die Verbrennung der Hackschnitzel wird Dampf erzeugt, der über eine Turbine zur Stromerzeugung geleitet wird. Mit der 9-Megawatt-Anlage können 18.000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Im angrenzenden Gewerbegebiet können zusätzlich benachbarte Betriebe mit Wärme oder Kälte zu günstigen Konditionen versorgt werden.
Zum Betrieb der Gesamtanlage ist bei der Unterschiedlichkeit der Klärschlämme von 27 Kommunen wichtig ein Energiebauteil zu haben, das sowohl Wärmeenergie abgeben und gewonnene Energie aufnehmen kann. Mit dem umgesetzten Biomassekraftwerk ist dies in optimaler Form gelungen.

Finanzierung und Partner
Das Gesamtinvestitionsvolumen der Anlage beträgt 34 Mio. €. Aufgrund des innovativen Charakters der Anlagenkombination wird die Anlage vom Bund mit 2,5 Mio. € gefördert und von den Ländern Bayern und Baden-Württemberg finanziell unterstützt.
27 Kommunen haben in einem kommunalen Zusammenschluss als Gesellschafter die KSV GmbH gegründet, die als eigenständiges Unternehmen die Verwertung der Klärschlämme übernimmt. Die Geschäftsführung übernimmt die Stadtwerke Crailsheim GmbH, die mit 26,5 % größter Gesellschafter ist und den Bau der Anlage initiiert hat.

Ergebnisse
Mit dem Bau der Anlage stärkt die KSV die Wirtschaftskraft der Region, denn Bau- und Serviceleistungen für die neue Anlage werden soweit wie möglich an regionale Firmen vergeben. Gleichzeitig entstehen mit der Pilot-Anlage ca. 20 neue Arbeitsplätze.
Die Kombinationsanlage leistet einen entscheidenden Beitrag zur Schonung der Umwelt und der Primärenergien. Bei der thermischen Mineralisierung gehen die im Klärschlamm enthaltenen Schadstoffe (Schwermetalle) eine wasserunlösliche mineralische Verbindung ein. Dieses Granulat kann als Zuschlagstoff für die Baustoffindustrie verwendet oder als inertes Produkt problemlos deponiert werden. Bei der Mitverbrennung in Kraftwerksanlagen oder bei der Monoverbrennung wird ein beträchtlicher Anteil an fossiler Primärenergie benötigt. In der KSV erfolgt die Mineralisierung des Klärschlamms hingegen durch die im Klärschlamm enthaltene Eigenenergie und durch Abfallenergie aus dem CO2-neutralen Biomasse-Kraftwerksprozess. Die Anlage benötigt im Regelbetrieb keine fossilen Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas.
Der CO2-Ausstoß wird darüber hinaus durch einen begrenzten LKW-Verkehr innerhalb der Region und somit der Vermeidung von Klärschlammtourismus vermindert.

Erfahrungen und Übertragbarkeit
– Die gemeinschaftliche Lösung von Energieaufgaben hat Zukunft und kann hervorragend funktionieren.
– Mit der Selbstbestimmung in der Kommune kann dem Preisdiktat der Großkonzerne entflohen werden.
– Für jeden Stoff gibt es ein geeignetes Verfahren. Nicht die stoffliche Verknüpfung sondern die energetische Verknüpfung führt zu einer Effizienzsteigerung.
– Innovative neue Verfahren werden nicht überall begrüßt und stoßen manchmal auf Widerstand.
– Die Zusammenarbeit mit den Genehmigungsbehörden kann sehr konstruktiv ablaufen.
– Eine dezentrale Anlagentechnik bestimmt den Erfolg künftiger effizienter energetischer Lösungen.

Weitere Informationen:
KSV GmbH c/o Stadtwerke Crailsheim GmbH
Jürgen Hübner
Friedrich-Bergius-Straße 10-14
D-74564 Crailsheim
Tel: 0049-7951-305-370
Fax: 0049-7951-305-359
E-mail: juergen.huebner@stw-crailsheim.de
Web Site: www.ksvgmbh.de

 

Vorbereitungslehrgang auf die Prüfung zur „Fachkraft für Abwassertechnik“ (Externe)

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Neben der regulären dreijährigen Berufsausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik können nach § 40 (2) Berufsbildungsgesetz auch Externe zur Abschlussprüfung zugelassen werden. Damit können lange in der Praxis tätige Personen, die keine oder eine fachfremde Berufsausbildung haben, diesen Facharbeiterabschluss erlangen.

Für diese Bewerber bietet die DWA 13-wöchige Lehrgänge, die in sechs Lehrgangsabschnitte unterteilt sind:
• Kernqualifikation Grundlagen Teil 1: 2 Wochen
• Elektrotechnik in Theorie und Praxis: 3 Wochen
• Kernqualifikation Grundlagen Teil 2: 2 Wochen
• Fachqualifikation Abwassertechnik: 4 Wochen
• Labor in Theorie und Praxis: 1 Woche
• Stoffzusammenfassung: 1 Woche

Der Lehrgang schließt mit einer staatlichen Prüfung vor der jeweils zuständigen Stelle des Bundeslandes. Die zuständigen Stellen entscheiden auch über die Zulassung zur Facharbeiterprüfung und erteilen Auskünfte über die individuelle, für die Prüfungszulassung erforderliche Berufspraxis.

(Eine Liste der zurzeit zuständigen Stellen kann bei der DWA angefordert werden.)
Zielgruppe Abgeschlossene Berufsausbildung in artverwandten Berufen oder auch artfremden Berufen mit jeweils entsprechender Berufspraxis im Abwasserbereich (z. B. Kläranlage)

Information
Essen: BGSt, Rosemarie Ullmann, Tel. 02242 872-119
Lauingen: BVS, Gabriele Plewe, Tel. 09072 7117-08
Norden: KVHS, Holger Saathoff, Tel. 04931 942-615
Dresden: SBG, Sigmar Kühl, Tel. 0351 4445-755 

Link zur BVS in Lauinigen:
http://www.bvs.de/umweltundtechnik/fachkraefteindenut-berufen/fkabwassertechnik/index.html

Link zur DWA in Essen:
http://de.dwa.de/veranstaltungen.html

Link zur KHVS in Norden:
http://www.vhs-norden.net/t3/index.php?id=69

Link zur COM in Dresden:
http://chemie.sbg-dresden.de/index.php?id=626&L=0

Abwassermeister-Lehrgang in Blockform zur Prüfungsvorbereitung (DWA)

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13 wöchiger Lehrgang, der in Blockform angeboten wird, um sich auf die Prüfung vor der zuständigen Stelle vorzubereiten.

Die Gesamtdauer variiert zwischen einzelnen Standorten.

Norden   Detaillierte Informationen und Termine finden Sie unter
https://umwelttechnik.kvhs-norden.de/index.php/abwassermeister/
Essen   Detaillierte Informationen finden Sie unter
https://eva.dwa.de/details.php?id=4558&lv=1
Bayern Detaillierte Informationen und Termine finden Sie unter
https://www.bvs.de/ausbildung/umwelt-und-technik/meister-in-in-den-umwelttechnischen-berufen/gepruefte-r-abwassermeister-in/index.html
Dresden Detaillierte Informationen und Termine finden Sie unter
https://www.sbg-dresden.de/bildungsangebote/meisterkurse/abwassermeister-in-ihk

Vorbereitungskurse zur Geprüften Meisterin / zum Geprüften Meister für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

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Beschreibung:

Die Lehrgänge dienen der Vorbereitung auf die Prüfungen zur Geprüften Meisterin / zum Geprüften Meister vor der Handwerkskammer Düsseldorf.

Entsprechend der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Meister / Geprüfte Meisterin für Rohr-, Kanal- und Industrieservice gliedert sich die Qualifikation in 3 Prüfbereiche. Die Inhalte der Fortbildungslehrgänge umfassen diese Themenbereiche:

1. Fachübergreifende Basisqualifikation

2. Handlungsspezifische Qualifikation

3. Berufs- und arbeitpädagogische Qualifikation

Im Vorbereitungslehrgang Fachübergreifende Basisqualifikation werden allgemeine fachliche Grundlagen vermittelt , die zur Erarbeitung der späteren handlungsspezifischen Qualifikationen notwendig sind. Ziel dieses Teils des Vorbereitungslehrgangs ist es, den Teilnehmern das Rüstzeug zu geben, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und Lösungen zu finden.

Im zweiten Vorbereitungsteil, der Handlungsspezifischen Qualifikation, erlangen die Teilnehmer neben der Erweiterung fachlicher Inhalte Fähigkeiten und Fertigkeiten, schriftliche und mündliche Situationsaufgaben zu lösen. Dazu gehört u.a. die Kundenansprache und -betreuung, das Planen und Organisieren betrieblicher Aufgabenstellungen, die Durchführung von Aufgaben des Rohr- und Kanal- und Industrieservice und das Einsetzen, Führen und Fördern von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Mehr Informationen unter:
http://www.deula.de/bundesverband-deula/lehrgaenge/einzelansicht-lehrgang.html?courseuid=666&cHash=a240275287c418011dc19cf1b0887629

Kooperatives Studium -Fachrichtung Ökologie und Umweltschutz-

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In 4,5 Jahren zum Bachelor of Science Studiengang Ökologie und Umweltschutz mit integrierter Berufsausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik

Voraussetzung für ein kooperatives Studium ist die allgemeine Hochschulreife und ein Ausbildungsvertrag mit einem sächsischen klein- und mittelständischen Ausbildungsbetrieb.

Das kooperative Studium findet im Ausbildungsbetrieb und an der Hochschule Zittau/Görlitz statt. Ergänzt wird die betriebliche Ausbildung durch Kurse an der SBG.

Abschlüsse:
Fachkraft für Abwassertechnik (IHK-Abschluss)
Bachelor of Science (BSc)

Arbeitgeber können beispielsweise sein:
* private Ver- und Entsorgungsunternehmen, Abwasserzweckverbände
* Industrieunternehmen
* Ingenieur- und Planungsbüros, Unternehmensberatungen
* Forschungsinstitute
* Behörden und Verwaltungen des Bundes, der Länder und der Kommunen
* Dienstleistungsunternehmen der Wirtschaft, des Handels oder der Bildung
* Versicherungen und Gutachterpraxen
* Marktforschungseinrichtungen
* Technische Überwachungsvereine

Karriereaussichten:
Fach- und Führungskraft in sächsischen klein- und mittelständischen Unternehmen.Ausbildungsinhalte:

Grundstudium (Dauer 6 Semester)
– naturwissenschaftliche und berufsfeldbezogene Grundlagen
– berufstheoretische und berufspraktische Ausbildung im „Shuttle-Prinzip“ (Lernortwechsel zwischen Hochschule, Betrieb und überbetrieblicher Bildungsstätte)
– Kammerprüfung und Erlangung des Berufsabschlusses Fachkraft für Abwassertechnik

Hauptstudium (Dauer 3 Semester)
– Studienrichtungsspezifisches Fachwissen
– Praxissemester (Europakompetenz, Zusatzqualifikationen, betriebliche Projektarbeit zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit)
– Bachelorarbeit und Erwerb des Titels Bachelor of Science (BSc)

Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik

Kernqualifikationen (Auswahl)
* Umweltschutz
* Betriebswirtschaftliche Prozesse, Arbeitsorganisation
* Information und Dokumentation, qualitätssichernde Maßnahmen
* Umweltschutztechnik, ökologische Kreisläufe und Hygiene
* grundlagen der Maschinen- und Verfahrenstechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik
* Umgang mit elektrischen Gefahren
* Anwenden naturwissenschaftlicher Grundlagen
* Umgang mit Werk-, Hilfs- und Gefahrstoffen, gefährlichen Arbeitsstoffen
* Werkstoffbearbeitung
* Lagerhaltung, Arbeitsgeräte und Einrichtungen

Fachqualifikationen (Auswahl)
* Kundenorientiertes Handeln
* Betrieb und Unterhaltung von Entwässerungssystemen
* Indirekteinleiterüberwachung
* Betrieb und Unterhaltung von Abwasserbehandlungsanlagen
* Klärschlammbehandlung und Verwertung von Abfällen aus Abwasseranlagen
* Probenahme und Untersuchung von Abwasser und Schlamm
* Dokumentation, Qualitäts- und Umweltmanagement
* Elektrische Anlagen in der Abwassertechnik

Studiengang Ökologie und Umweltschutz
Naturwissenschaftliche Grundlagen
* Physik, Chemie, Biologie
* Ökologie, Geowissenschaften

Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen
* Verfahrenstechnik
* Umweltrecht
* Umweltschutz
* Informatik
* Geoinformationssysteme

ökologisch-biotische und geoökologische Themen
* Bio-top- und Artenschutz
* Naturschutz
* Pflanzenphysiologie
* klimatologie
* Bodenkunde
* Landschafts- und Raumplanung

technischer Umweltschutz
* Recyclings- und Deponietechnik
* end-of-pipe-Technologien
* Naturschutz
* Landschaftsplanung
* Gewässerschutz
* Abfallwirtschaft

integrierte Managementsysteme
* Umwelt-, Qualitäts- und Arbeitsschutzmanagement

aktuelle umweltpolitische Themen
* Globaler Klimawandel
* Energieeffizienz
* Erneuerbare Energien
* Wasser- und Ernährungsprobleme

allgemeine Grundlagenfächer
* Informatik
* BWL
* Recht

Außerdem:
* achtwöchiges Auslandspraktikum -obligatorisch
* unternehmensspezifische Zusatzqualifikationen
* Sprachausbildung
* Unternehmensführung, Mitarbeiterführung, Teamarbeit
* Projektarbeit
* Grundwissen EU-Recht und -Normen

Anfragen zu Bewerbungen und zur Weiterleitung an ausbildende Unternehmen richten Sie bitte an:

Frau Susanne Borm
Tel.: 0351 4445-728
s.borm@sbgdd.de

siehe auch: https://logintipss.com/fachrichtung-studium/

Abwasseraufbereitung in Handwerksdörfern in Vietnam

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In Vietnam haben Handwerksdörfer eine lange Tradition, die darauf zurückgeht, dass in den Zeiten zwischen den Reisernten in den Dörfern handwerkliche Tätigkeiten ausgeübt wurden, um diese dann auf regionalen Märkten zum Kauf anzubieten. Zu den Produkten zählten Nahrungsmittel wie Nudeln oder Tofu, aber auch Kunsthandwerk, wie Seide oder Töpfereiprodukte.

Seit Einführung der Erneuerungspolitik „Doi Moi“ im Jahre 1986 kann in Vietnam ein stabiles Wirtschaftswachstum und damit eine zunehmende Industrialisierung verzeichnet werden. Viele der ehemals traditionell arbeitenden Handwerksdörfer passten ihre Produktion den neuen Bedürfnissen an und wandelten sich zu regelrechten kleinen Industriezonen in denen jedoch jede Art von Umwelt- und Arbeitsschutz eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Die Gründe hierfür sind zum Teil in der mangelhaften Ausbildung der Betriebsverantwortlichen und Mitarbeiter zu suchen, aber auch in den unzureichenden verwendeten Technologien, als auch in den fehlenden rechtlichen Vorgaben.

Die Probleme, die mit der Produktion in den Handwerksdörfern einhergehen, sind seit geraumer Zeit in das Visier der vietnamesischen Öffentlichkeit und Regierung geraten und es wird zunehmend nach angepassten Lösungen gesucht. Das Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten der TU Dresden arbeitet seit 2003 eng mit vietnamesischen Forschungseinrichtungen und Umweltbehörden zusammen. Diese bildet die Grundlage für das binationale vom BMBF geförderte Verbundvorhaben mit dem Titel: INHAND – Integriertes Wasserwirtschaftskonzept für Handwerksdörfer am Beispiel eines Dorfes in Vietnam, das im Januar 2011 angelaufen ist. Bei dem Dorf handelt es sich um ein reis- und maniokverarbeitendes Dorf, dessen Abwässer unbehandelt in die umliegenden Reisfelder fließen. Das in der Gegend natürlich vorkommende und im Sediment gebundene Arsen (V) wird dadurch gelöst und als Arsen (III) freigesetzt, welches für Mensch und Tier giftig ist – das oberflächennahe Grundwasser wird so stark verunreinigt. Die anfallenden organischen Abfälle bilden ein weiteres Problem, für das nach Lösungen gesucht wird.

Die Basis des Vorhabens bildet die Entwicklung einer dreistufigen Pilotanlage. Zur Abwasserbehandlung ist eine aerobe Durchflussanlage vorgesehen, die organischen Abfälle werden einer Biogasanlage zugeführt und so energetisch genutzt. Die Gärreste sollen in einer Niederenergiegärresteaufbereitungsanlage behandelt werden. Großen Wert wird zudem auf die Aus- und Weiterbildung von Technikern und Betriebsverantwortlichen gelegt. Hierzu werden während der gesamten Projektlaufzeit von dreieinhalb Jahren Trainingsmodule durchgeführt.

Die TU ist Koordinator des Verbundvorhabens, übernimmt aber Forschungsaufgaben im Bereich der Wasser- und Landnutzung und der Überwachung des Grundwassers. Das Institut für Siedlungswasserwirtschaft der Leibniz-Universität Hannover erarbeitet das Stoff- und Energiestrom-Management, die Berliner Firmen Herbst Umwelttechnik GmbH und VIS International GmbH entwickeln die Anlage.

Aus Urin und Fäkalien und Kompost wird „Erde der Indios“ Pilotprojekt zur Herstellung von Schwarzerde im Botanischen Garten Berlin

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Was bisher im Botanischen Garten Berlin auf dem Kompost landete oder teuer entsorgt wurde, soll künftig in einem innovativen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu nährstoffreicher Schwarzerde werden. Das Geheimnis der zukünftigen „Berliner Schwarzerde“ ist die Anwendung der alten Terra-Preta-Technologie, die von Indios im Amazonasgebiet vor Jahrhunderten genutzt wurde. Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben verfolgt den Null-Emissions-Ansatz und das damit verbundene Konzept einer fast vollständigen Kreislaufwirtschaft.

Projektpartner sind die Freie Universität Berlin (Fachbereich Geowissenschaften sowie der Botanische Garten und das Botanische Museum Berlin-Dahlem), Palaterra GmbH & Co. KG (Terra-Preta-Technologie), Rüdersdorf und die HATI GmbH (Nachhaltige Sanitärsysteme), Berlin. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird seit September 2010 für drei Jahre im Rahmen des Umweltentlastungsprogramms (UEP II) der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz unter Nutzung von Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Nährstoffreiche organische Abfälle
Im Botanischen Garten Berlin fallen jährlich etwa 750 Kubikmeter Grünschnitt, 350 Kubikmeter Gehölzschnitt, 230 Kubikmeter Langgrasschnitt und 150 Kubikmeter Stammholz an. Ein Großteil dieser Mengen wird bisher energie- und kostenintensiv entsorgt, genauso wie die Fäkalien der Angestellten und der pro Jahr über 300.000 Besucher der Einrichtung. Demgegenüber steht ein Bedarf an ca. 350 Kubikmeter Kompost, Zuschlagstoffen und Fertigerden, der bisher zugekauft werden muss.

Stoffkreisläufe schließen und Kohlendioxid speichern
In den kommenden drei Jahren sollen im Rahmen eines integrierten Abfall- und Humusmanagements die betriebsinternen Stoffflüsse durch eine Kaskadennutzung weitgehend geschlossen werden. Wissenschaftlich geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Konstantin Terytze, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Organische Umweltgeochemie an der Freien Universität Berlin, und von Prof. Dr. Albert-Dieter Stevens vom Botanischen Garten und Botanischen Museum (BGBM) Berlin-Dahlem. Entsprechen die Qualitäten der Inputmaterialien, die im Botanischen Garten Berlin anfallen, den Erfordernissen für die Herstellung von sogenannten Terra-Preta-Substraten, kann der Stoffkreislauf innerhalb des BGBM geschlossen werden. Betrachtet man allein die anfallenden Mengen an pflanzlicher Biomasse, kann im Botanischen Garten jährlich eine Gesamteinsparung von etwa 350 bis 420 Tonnen Kohlendioxid (CO2) erzielt werden. Im jetzigen Kompostier- und Mulchverfahren werden nur etwa 50 Tonnen CO2 gespeichert.

Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens soll prototypisch ein an Ressourcen orientiertes Sanitärsystem installiert werden, in dem Urin und Fäkalien gesammelt und aufbereitet werden. Die darin enthaltenden Pflanzennährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie Kohlenstoffverbindungen zur Verbesserung der organischen Bodensubstanz können im Idealfall als Düngerersatz direkt im Botanischen Garten verwendet werden. Ein Teil der Toilettenanlagen im Botanischen Garten sollen künftig auf wassersparende WCs umgerüstet werden. Die Fäkalien werden über einen Siebfilter aufgefangen, entwässert und den botanischen Wertstoffen zur Fermentierung beigemischt.

Die Terra-Preta-Technologie ist die zentrale, innovative Systemkomponente zur Herstellung von anthropogenen Schwarzerden als Pflanzsubstrate für den Botanischen Garten in diesem Forschungs- und Entwicklungsvorhabens. Die Technologie unterscheidet sich deutlich von der der Kompostierung und basiert auf Milchsäurefermentation unter Nutzung von Holzkohle.
Die Holzkohle wird aus der Verkohlung (Pyrolyse) von holzartigen Pflanzenabfällen gewonnen. Sie zählt aufgrund ihrer hohen Abbaustabilität zu einem wichtigen Element für den Aufbau von dauerhaften Nährstoff- und Wasserspeichern für die Pflanzen. Zusammen mit den anfallenden Rest- und Abfallstoffen entsteht unter anderem mittels einer Milchsäurefermentation und eines anschließenden Vererdungsprozesses ein wertvoller Dauerhumus. Gegenüber der Kompostierung hat die Milchsäure-Fermentierung den Vorteil, dass wesentlich weniger Kohlenstoffverluste bei der Substrat-Herstellung entstehen. Der Kohlenstoff wird in Böden gespeichert und belastet nicht zusätzlich die Atmosphäre.

Projektpartner:
1. Freie Universität Berlin, Fachbereich Geowissenschaften
2. Freie Universität Berlin, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem
3. Palaterra GmbH & Co. KG (Terra-Preta-Technologie), Rüdersdorf
4. HATI GmbH (Nachhaltige Sanitärsysteme), Berlin

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Prof. Dr. mult. Dr. h. c. Konstantin Terytze, Fachbereich Geowissenschaften der Freien Universität Berlin,
Telefon: 030 / 838-70481 oder -70435, E-Mail: terytze@zedat.fu-berlin.de

Kloosuchmaschine: Fragen, die die Welt bewegen

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Hier findet man über 28000 öffentliche Toiletten – bundesweit.

An jedem Ort der Welt eine saubere und kostengünstige Toilette zu finden, ist die Idee von lootogo. Das Team von lootogo arbeitet tagtäglich daran, dieser Vision ein Stückchen näher zu kommen.

Unsere Redakteure berichten über die aktuelle Toilettenlage auf Großveranstaltungen. So ist es Ihnen vorher schon möglich zu erfahren, wo öffentliche WCs aufzufinden sind. Durch intensive Nutzeranalysen unserer Entwickler verbessern wir wöchentlich unser Angebot.

All diese Herausforderungen wären ohne unser heutiges Team nie möglich gewesen. Jedes negative und positive Feedback spornen uns an lootogo weiterzuentwickeln, zu verbessern und zu erweitern.

http://www.lootogo.de/