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November 2021
Vom Abwasser zum Biogas: Stadtwerke Krefeld investieren in Biogasanlagen
Januar 2021
Bioreaktor-Anlage geht ans Netz

 


Vom Abwasser zum Biogas: Stadtwerke Krefeld investieren in Biogasanlagen

Gut sechs Millionen Euro investiert die Stadtwerke Krefeld AG (SWK) in den Bau einer neuen Faulgasaufbereitungsanlage auf dem Gelände der Entsorgungsgesellschaft Krefeld GmbH & Co. KG (EGK). Sie bildet die letzte Verfahrensstufe auf dem Weg vom Abwasser zu Biomethan, also Biogas. Zur Einspeisung des erzeugten Biomethans in die nördlich der EGK verlaufende Gashochdruckleitung tätigt die Betreiberin des Gasnetzes, die Thyssengas GmbH, Investitionen in gleicher Größenordnung. Schon bis Ende 2021 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das erste Quartal 2022 vorgesehen.

„Wir werden künftig mit unserer Anlage bei optimaler Auslastung bis zu 8 Millionen Kubikmeter Biomethan pro Jahr aufbereiten können. Dabei soll möglichst die vollständige Faulgasmenge auf Erdgasnetzqualität aufbereitet und in das Gasnetz eingespeist werden“, erklärt Prof. Dr. Hermann Josef Roos, Geschäftsführer der EGK.

Die Verwendungsmöglichkeiten seien vielfältig: Die ausgekoppelten Mengen könnten zur Wärmeversorgung in der Industrie oder in Privathaushalten eingesetzt werden. Auch im Verkehrssektor könne das Biogas zum Einsatz kommen. Erdgastankstellen könnten hiermit beliefert werden, so dass Fahrzeuge statt mit fossilem Erdgas künftig mit Biogas betankt werden könnten.

Für die Entwicklung des neuen Faulgas-Verwertungswegs wurden die notwendigen Kompetenzen….mehr:

https://gwf-wasser.de/branche/vom-abwasser-zum-biogas-stadtwerke-krefeld-investieren-in-biogasanlagen/

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Bioreaktor-Anlage geht ans Netz

Bundesforschungsministerin gibt Startschuss für Felderprobung
Startschuss für die Produktion und Einspeisung von grünem Methan aus dem neuartigen ORBIT-Bioreaktor: Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, sowie Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, haben die zusätzliche Methanisierungsstufe aus dem Verbundvorhaben ORBIT in Ibbenbüren offiziell in Betrieb genommen. Sie stellt eine Ergänzung zu der bestehenden Power-to-Gas-Anlage dar, die seit 2015 von Westenergie betrieben wird. Den Forschungsverbund ORBIT koordiniert die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH), die FAU ist mit dem Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik daran beteiligt.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Die Power-to-Gas-Anlage in Ibbenbüren ist ein Beispiel dafür, wie wir die klimaneutrale Energieversorgung der Zukunft aufbauen können: Mit Innovationen, Tatkraft und in Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Zukunftsweisende Lösungen wie diese schaffen neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze – und sorgen dafür, dass wir eine lebenswerte Welt an unsere Kinder und Enkel weitergeben können.“

Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, schließt sich an: „Wasserstoff und dessen Derivate sind Schlüsselelemente zur Vollendung der Energiewende. Dafür brauchen wir Projekte wie ORBIT, die innovative Ansätze in die Anwendung überführen. So können wir den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien Realität werden lassen und unsere ambitionierten Ziele erreichen. Der Erfolg des Projekts zeigt auch, dass wir mit unserer Unterstützung der Energieforschung einen wichtigen Beitrag leisten können.“

Nach erfolgreichem Testbetrieb auf dem gemeinsamen Campus der OTH und der Universität Regensburg wird die Methanisierungsanlage jetzt bis Ende dieses Jahres in Ibbenbüren im Feld erprobt. Hier bezieht sie grünen Wasserstoff aus einem mit erneuerbarem Strom betriebenen Elektrolyseur und Kohlenstoffdioxid aus der Bioethanolproduktion und speist das erzeugte grüne Gas ins Gasnetz des Tecklenburger Landes ein. Prof. Dr. Michael Sterner, OTH Regensburg, sagt: „Hier wird die Wasserstoffrepublik Deutschland Realität: durch die konstruktive und interdisziplinäre Zusammenarbeit konnten wir innerhalb kurzer Zeit ein funktionierendes System von der Grundlagenforschung bis in die Anwendung im Feld bekommen.“

Über das Forschungsprojekt ORBIT
ORBIT steht für ‚Optimierung eines Rieselbett-Bioreaktors für die dynamische mikrobielle Biosynthese von Methan mit Archaeen in Power-to-Gas-Anlagen‘. Das Forschungsprojekt läuft seit Juli 2017 und wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 1,14 Millionen Euro gefördert. Es hat zum Ziel, bis Ende 2020 die biologische Methanisierung als effiziente Energiespeicher- und Sektorkopplungstechnologie für die Zukunft weiterzuentwickeln. Das ist ein Prozess, in dem regenerativ erzeugter Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid von Methan-produzierenden Archaeen zu Methan umgewandelt werden. Archaeen sind Mikroorganismen und gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde, die sich vor über 3,5 Milliarden Jahren entwickelten. Methanogene Archaeen kommen in sauerstofffreien Lebensräumen wie Mooren und Sümpfen, geothermalen Quellen oder der Tiefsee aber etwa auch im Verdauungstrakt des Menschen und anderen Säugetieren vor. Das produzierte Methan kann als Ersatz für fossiles Erdgas dazu beitragen eine erneuerbare Energieversorgung der Zukunft mitzugestalten.

Projektpartner sind die Universität Regensburg mit dem Lehrstuhl für Mikrobiologie und Archaeenzentrum Regensburg, die FAU mit dem Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik sowie aus der Industrie die Firmen Electrochaea GmbH, microbEnergy GmbH (Viessmann Group) und MicroPyros GmbH. Als assoziierte Partner stellen die Westenergie AG und ihr Verteilnetzbetreiber Westnetz GmbH die Infrastruktur für die Erprobung im Feld zur Verfügung und waren Gastgeber für den heutigen Termin. Der DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs) ist mit seiner Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie als Projektbeirat beteiligt.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Jürgen Karl
Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik
Tel.: 0911/5302-9021
juergen.karl@fau.de

https://www.fau.de/2020/10/news/bioreaktor-anlage-geht-ans-netz/

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Geschäftsidee für ein Kanalnetz der Zukunft

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Dem akademischen Nachwuchs fehle es an Rückhalt bei Start-ups. Dieser Mangel wird hierzulande vor allem im internationalen Vergleich moniert. Das „EXIST-Gründerstipendium“ des Bundeswirtschaftsministeriums soll Studierende und Absolventen auf dem Weg zur eigenen Firma unterstützen. Es fördert „innovative technologieorientierte oder wissensbasierte Projekte“, die gute wirtschaftliche Erfolgsaussichten haben. Ein Duo aus Mittelhessen kann sich jetzt über den positiven Bescheid aus Berlin freuen.

Vom ersten Oktober an erhalten Pierre Büttner und Ivana Hrisova ein Jahr lang ein monatliches Stipendium von jeweils 2500 Euro und zusätzlich maximal 35.000 Euro an Sachmitteln. Beide sind nicht nur privat Partner, sondern auch eine technisch-betriebswirtschaftliche Interessengemeinschaft. Ihr Stipendium haben sie sich mit einer Geschäftsidee verdient, über die der Hessische Rundfunk im August unter der Überschrift „Das Kanalnetz der Zukunft“ berichtete.

Gemeinsam arbeiten sie an der Vermarktung von „Variokan“, einer neuartigen technischen Lösung, die künftig in Abwassersystemen zum Einsatz kommen soll. Pierre Büttner hat 2012 an der TH Mittelhessen den Bachelor in Bauingenieurwesen gemacht und sich anschließend mit dem Masterstudium Infrastrukturmanagement weiterqualifiziert, das die THM gemeinsam mit der Frankfurt University of Applied Sciences anbietet. Einen Studienschwerpunkt legte er auf Siedlungswasserwirtschaft und erfuhr, was er als aktuelle Bedarfssituation zusammenfasst: „Knapp 20 Prozent des deutschen Abwasser-Kanalsystems sind sanierungsbedürftig.“

Im Masterstudium kam ihm die Idee, die er bis zum heutigen Prototypen entwickelte: Ein Gummischlauch kann in bestehende Rohrfassungen eingezogen werden, so dass keine aufwändige Neuverlegung erforderlich ist. Das allein ist noch keine Innovation. Einzigartig macht Variokan das innere Gerüst der flexiblen Innenhaut, ein V-Profil, das sich situativ anpasst und imstande ist, die Fließgeschwindigkeit des Abwassers zu regulieren. Die schmale Rinne, die durch die V-Basis läuft, sorgt auch bei geringem Zustrom für einen Abfluss mit ausreichender Geschwindigkeit. Nimmt die Flüssigkeitsmenge zu, bewirkt der steigende Druck, dass sich der Durchflussraum erweitert und große Abwassermengen abgeführt werden können. Eine technische Lösung, die sowohl beim zuletzt gehäuft auftretenden „Starkregen“ als auch bei undichten Rohren gute Dienste leisten wird. Interessant ist Variokan zudem für ländliche Gemeinden mit schrumpfenden Einwohnerzahlen, deren Infrastruktur für die Abwasserentsorgung inzwischen zu groß bemessen ist. Denn Ebbe im Kanalsystem führt zu Rückständen, die einen hohen Reinigungsaufwand und Mehrkosten verursachen.

Das Konzept überzeugte beim landesweiten Hochschul-Gründungswettbewerb „Hessen-Ideen“ und brachte dem Duo dort im Herbst 2016 den ersten Platz ein. Der Ingenieur Pierre Büttner und die Betriebswirtin Ivana Hrisova, die kurz vor dem Masterabschluss an der Gießener Universität steht, werden sich mit ihrem Produkt an Städte, Kreise und Abwasserverbände wenden.

Das Geld aus dem Exist-Gründerstipendium wollen sie unter anderem zur Finanzierung einer Testanlage nutzen, wo sie Variokan in einer 25 Meter langen Rohrleitung systematisch dem Betrieb mit unterschiedlichen Wassermengen aussetzen. „Davon erwarten wir uns weitere Erkenntnisse, zum Beispiel zu den Materialstärken. Die brauchen wir, um mit möglichen Herstellern konkret über die Produkteigenschaften sprechen zu können“, erläutert Pierre Büttner. Das Gießener Team will die Gummischläuche extern in Serie fertigen lassen. Die junge Firma wird sich zunächst auf die Geschäftsfelder Vertrieb und Beratung konzentrieren.

Weitere Informationen:
http://www.variokan.de

 

 

 

Phosphor-Rezyklate belasten die Böden deutlich weniger

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Wird Klärschlamm als Dünger eingesetzt, gelangen neben Schwermetallen und organischen Schadstoffen, auch Arzneimittelrückstände wie Antibiotika auf die Felder. Das schadet Bodenorganismen und fördert die Verbreitung mehrfachresistenter Bakterien in der Umwelt. Eine UBA-Studie zeigt, dass sich Arzneimittelrückstände im Klärschlamm durch technische Phosphorrückgewinnung deutlich vermindern lassen.

Die Düngung mit Phosphor-Rezyklaten belastet im Vergleich zum Klärschlamm die Böden deutlich weniger. Das UBA begrüßt, dass ab dem Jahr 2029 grundsätzlich alle Kläranlagenbetreiber zur Phosphorrückgewinnung verpflichtet sind (AbfKlärV 2017). Jedoch ist für kleine Kläranlagen die Verwendung von Klärschlamm als Dünger weiterhin erlaubt. Aus Vorsorgegründen empfiehlt das UBA auch hier einen kompletten Ausstieg aus der bodenbezogenen Klärschlammverwertung.

Hintergrund
In kommunalen Kläranlagen in Deutschland entstehen jährlich etwa 1,7 Millionen Tonnen Klärschlamm. Knapp ein Drittel der Klärschlämme werden derzeit als Dünger auf Böden ausgebracht (Stand 2017). So gelangen neben dem erwünschten Düngemittel Phosphor auch Schadstoffe, wie Schwermetalle, organische Schadstoffe wie polychlorierte Biphenyle (PCB), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs), sowie die hier untersuchten Arzneimittelrückstände auf Böden. Arzneimittel können Bodenorganismen schädigen und über die Aufnahme in Kulturpflanzen in die Nahrungskette gelangen. Ein aktuelles Gutachten der Universität Trier im Auftrag des UBA weist auf die hohe Belastung von Klärschlämmen und Güllen mit Antibiotika-Gemischen hin. Das Ausbringen von Klärschlämmen auf landwirtschaftliche Nutzflächen kann laut Gutachten die Verbreitung von mehrfachresistenten Bakterien in der Umwelt fördern.

Die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlämmen und Klärschlammaschen ist ab dem Jahr 2029 verpflichtend (AbfKlärV). Alle Kläranlagen müssen mit entsprechender Übergangsfrist eine Phosphorrückgewinnung vorsehen, sofern ihr Klärschlamm 20 g oder mehr Phosphor pro kg Trockenmasse enthält. Jedoch ist für kleinere Kläranlagen (≤ 50.000 Einwohnerwerte, EW) wahlweise auch eine bodenbezogene Klärschlammverwertung weiterhin erlaubt.

Studienergebnisse
Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits-, und Energietechnik UMSICHT prüfte im Auftrag des UBA, ob Phosphor-Rückgewinnung den Eintrag von Arzneimitteln in Böden senken kann. Hierfür wurden verschiedene Phosphor-Rückgewinnungsverfahren aus praktischer Anwendung und Pilotverfahren, die Phosphor entweder aus Klärschlamm, Schlammwasser oder aus der Asche der verbrannten Klärschlämme zurückgewinnen, betrachtet und deren Phosphor-Rezyklate sowie die Schlämme untersucht.

Alle Klär- oder Faulschlammproben zeigten eine vergleichbare Ausgangsbelastung an Arzneimittelrückständen. Die höchsten Messwerte wurden für die Fluorchinolon-Antibiotika Ciprofloxacin und Levofloxacin mit jeweils 22.000 μg/kg und 8900 μg/kg Klärschlammasse nachgewiesen. Zudem waren die Wirkstoffe Diclofenac (max. 2100 μg/kg), sowie Carbamazepin und Metoprolol (max. 1100 μg/kg) in allen Klärschlammproben nachweisbar.

Alle Phosphor-Rezyklate zeigten deutlich geringere Arzneimittelbelastungen als die Ausgangsklärschlämme.
Für eine differenzierte Bewertung der Schadstoffminderung der einzelnen Phosphor-Rückgewinnungstechniken müssen neben Arzneimitteln noch weitere Schadstoffe wie Schwermetalle (Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Thallium und Zink) und organische Schadstoffe wie Halogenverbindungen, PCBs und PAKs untersucht werden.

Aus Vorsorgegründen empfiehlt das UBA einen kompletten Ausstieg aus der bodenbezogenen Klärschlammverwertung, bei gleichzeitiger Rückgewinnung der wertvollen Ressource Phosphor. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Phosphorrückgewinnungstechnologien das Potenzial haben, die Umweltbelastung durch Arzneimittel zu verringern.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/phosphor-rezyklate-belasten-die-boeden-deutlich

Dünger aus Klärschlamm

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Britta Widmann Kommunikation
Fraunhofer-Gesellschaft

Ab 2032 müssen große Kläranlagen Phosphate aus dem Klärschlamm, bzw. der Asche zurückgewinnen – das besagt die neue Abfall- und Klärschlammverordnung. Bisherige Technologien dazu sind jedoch chemikalien- und kostenintensiv. Eine neue Technologie bietet nun eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative. Fraunhofer-Forscherinnen und Forscher zeichnen für die Aufskalierung des Verfahrens verantwortlich.

Hobbygärtner dürften es kennen: Ohne Düngemittel gedeihen Blumen, Kohlrabi, Tomaten und Co. nur mäßig. Landwirte setzen beim Düngen vor allem auf phosphathaltige Präparate, schließlich ist Phosphor ein elementarer Bestandteil allen Lebens und wird auch von Pflanzen dringend benötigt. Was die Lieferkette von Phosphor angeht, existiert jedoch ein Nadelöhr – 75 Prozent der Phosphatlagerstätten liegen in Marokko und der westlichen Sahara. Wie kritisch das werden kann, zeigte sich in den Jahren 2008 und 2009: Durch Lieferengpässe und Spekulationen an den Rohstoffmärkten stieg der Phosphorpreis um 800 Prozent. Die Europäische Kommission nahm Phosphor daher in die Liste der 20 kritischen Rohstoffe auf. Auch die Bundesregierung reagierte: Ab 2023 müssen Betreiber großer Kläranlagen ein Konzept vorlegen, wie der Phosphor zurückzugewinnen ist. Zwar kann die Klärschlammasche auch direkt auf die Felder ausgebracht werden, allerdings können die Pflanzen den darin enthaltenen Phosphor nicht in nennenswertem Maße verwerten. Dazu kommt: Die Asche enthält auch Schadstoffe wie Schwermetalle, die nicht auf den Acker gelangen sollten. Zwar gibt es bereits erste Ansätze, den Phosphor über nasschemische Verfahren aus der Klärschlammasche zurückzugewinnen. Jedoch sind hierfür große Mengen an Chemikalien nötig.

Phosphor rückgewinnen: Kostengünstig, pflanzenverfügbar und umweltschonend
Einen alternativen Ansatz verfolgt die P-bac Technologie, die Experten der Firma Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG entwickelt und im Projekt »Phosphorrecycling – vom Rezyklat zum intelligenten langzeitverfügbaren Düngemittel – PRil« gemeinsam mit der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Alzenau,und der ICL Fertilizers Deutschland GmbH vom Labormaßstab in den Technikumsmaßstab übertragen haben. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.

»Wir haben die Aufskalierung des Verfahrens im Bereich der Prozesswasserrezyklierung sowie der Reststoffverwertung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Analytik begleitet«, erläutert Dr. Lars Zeggel, Projektleiter am Fraunhofer IWKS. »Der Phosphor, den wir über das neuartige Verfahren aus der Asche zurückgewinnen, hat eine Pflanzenverfügbarkeit von 50 Prozent, bezogen auf einen wasserlöslichen Phosphatdünger. Zum Vergleich: Das Phosphat in der reinen Klärschlammasche ist nahezu gar nicht pflanzenverfügbar.« Zudem ist das enthaltene Substrat weitgehend schadstofffrei, die relevanten Schadstoffe können um mehr als 90 Prozent reduziert werden. Auch was die Kosten angeht, kann sich das Düngemittel aus recyceltem Klärschlamm sehen lassen, wie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Fraunhofer IWKS ergab: Etwa zwei Euro pro Kilogramm kostet das so hergestellte Phosphat, während der Preis bei der Herstellung über nasschemische Verfahren bei mindestens vier bis sechs Euro pro Kilogramm liegt. Zwar ist der Phosphor aus recycelten Quellen bislang noch teurer als der primäre Phosphor aus Marokko, der bei 70 Cent pro Kilogramm P2O5 liegt. Doch enthält der primäre Phosphor im Gegensatz zum recycelten zunehmend Schadstoffe wie Cadmium und Uran.

Bakterien machen es möglich
Das Verfahren, mit dem der Phosphor aus dem Klärschlamm zurückgewonnen wird, hat die Firma Fritzmeier entwickelt. Der Clou: Statt Chemikalien wie Schwefelsäure zur Klärschlammasche zu geben, überlassen die Experten Bakterien das Feld. Diese nehmen Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf – schaffen somit also einen weiteren Vorteil – und stellen unter Zugabe von elementarem Schwefel selbst Schwefelsäure her, mit dem sie den Phosphor aus der Asche lösen. Andere Bakterien nehmen den Phosphor unter geschickt gewählten Lebensbedingungen auf, reichern ihn an und geben ihn unter anderen Lebensbedingungen wieder ab: Es fällt festes Eisenphosphat aus, das von der Laugungslösung abgetrennt werden kann.

Die Forscher des Fraunhofer IWKS widmeten sich unter anderem dem Prozesswasser. »Um ein Liter Klärschlammasche zu rezyklieren, sind etwa zehn Liter Prozesswasser nötig«, sagt Zeggel. Nach der Abtrennung des Phosphats lässt es sich direkt für die erneute Vermehrung der Bakterien verwenden, und muss erst nach einigen Zyklen entsalzt werden. »Wir haben die Membranfiltration soweit anpassen können, dass wir 98 Prozent des eingesetzten Sulfats – also den Schwefel – aus dem Wasser entfernen und letztendlich 75 Prozent des Prozesswassers im Kreis führen können«, fasst Zeggel zusammen. Damit reduziert sich die Menge des zu entsorgenden Prozesswassers erheblich und führt zu hohen Einsparungen an Energie. Das Verfahren ist somit nicht nur sehr umweltschonend, sondern es fällt auch ein großer Kostenfaktor weg. Denn die Energie, die zum Verdampfen des Wassers aufgewendet werden müsste, ist einer der größten Kostentreiber. Mit der Membranfiltration konnte das Forscherteam die Betriebskosten erheblich senken. Das Gesamtverfahren ist bereits im Hundert-Liter-Maßstab einsatzbereit.

Weitere Informationen:
https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2020/januar/duenger-aus-…

Quelle:
https://idw-online.de/de/news729478

Rückstausicherung

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Viele Kommunen schreiben in ihren Satzungen pauschal: „Gegen Rückstau aus den öffentlichen Abwasseranlagen hat sich jeder Anschlussnehmer nach den anerkannten Regeln der Technik zu schützen“. Nur welche Maßnahmen entsprechen der Technik? Rückstauklappen oder Hebeanlagen?

Wir erläutern es Ihnen auf unserer neuen Microsite www.rueckstausicherung.net anschaulich in Form von Animationen und Erläuterungen. Oder werfen Sie einen Blick in unseren Erklärfilm (https://www.youtube.com/watch?v=2WVKKnBQvGM&index=4&list=PLuitQqbPcsZASkq0jClLeqopR_XEbZunL), der Sie in knapp 3 Minuten über alles Wesentliche und Wissenswerte aufklärt.

Die Webseite kann gern von Kommunen, Abwasserzweckverbänden und Anlagenbauern verlinkt werden. Ebenso die Animationen und Videos, die wir Ihnen bei Interesse gerne zur Verfügung stellen. Eine E-Mail an jung.communication@pentair.com genügt.
 

 

Download-Berichte zu Maschinentechnik

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Sollten Sie weitere Links zum Thema haben so senden Sie diese an fachwissen@klaerwerk.info.

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NPSH – Was ist zu beachten?
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Pumpen als Turbinen
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Der Druckstoss 
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https://www.ksb.com/blob/52870/bbb5aed662bfc14fb4cbde62066495a7/band-1-de-druckstoss-know-how-data.pdf
NPSH – Was ist zu beachten? 
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Praktikum Strömungsmaschinen Messung der Kennlinien einer Kreiselpumpe
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– Diffusion und Blasenwachstum
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Erprobung und Validierung von Kavitationsmodellen zur Berechnung der erosiven Agressivität kavitierender Strömungen in Kreiselpumpen radialer Bauart
– Ursachen und Erscheinungsform der Kavitation
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– Auswahl der Systemvarianten für die Gebiete
– Gebietstypen und ihre Einordnung in den theoretischen Hintergrund
– Gebiete und ihre Systemvarianten
http://www.networks-group.de/sites/default/files/docs/news-2014-11-07_transformation.pdf
Zulassungsverfahren für dezentrale Behandlungsanlagen für Niederschlagsabflüsse 
– stoffliche Belastungen in Niederschlagsabflüssen
– Anforderungen und Zielgrößen
– Zulassungsverfahren und Prüfmethodiken (DIBt, LFU Bayern, NRW)
http://www.bmbf.innovationsforum-wasserwirtschaft.de/downloads/20131127_0900_Welker.pdf
HAMBURG WATER Cycle® auf Gut Karlshöhe  
– Technische Komponenten des HAMBURG WATER Cycle in Karlshöhe
– Einsatz der Sanitärtechnik als Demonstrationsobjekt in der Dauerausstellung
– Einsatz der Sanitärtechnik als Lernobjekt
http://www.bmbf.innovationsforum-wasserwirtschaft.de/downloads/20131126_1530_Bertram.pdf
Auswirkungen des Klimawandels auf das Überstauverhalten der Dresdner Kanalisation
– Kanalnetz und -modell der Stadtentwässerung Dresden
– Strategien zur Verminderung der Überstauhäufigkeit
– Stategien einer gezielten oberirdischen Ableitung nach Überstau
http://www.regklam.de/fileadmin/Daten_Redaktion/Publikationen/Ergebnisberichte/P3.2.4a__Ueberstau_Kanalisation_TUD_EB.pdf
Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen-Selbstüberwachungsverordnung Abwasser-SüwVO Abw
– Zustand- und Funktionsprüfung in NRW
– Entschließung
– Anforderungen an die Dokumentation
http://www.dwa-nrw.de/tl_files/_media/content/PDFs/LV_Nordrhein-Westfalen/landestagung/landestagung2013/mertsch.pdf
Nutzung von Satellitendaten für Aufgaben der Stadtentwässerung
– Pilotanwendung: Generalentwässerungsplan für einen Stadtteil von Lindau
– Anforderung an die Fernerkundungsdaten
– Entwickeltes Verfahren zur Bestimmung der Oberflächenparameter aus Satellitendaten
http://www.biukat.de/fileadmin/user_upload/tagungsbaende/UTF3/Bach_Wuerzberg_TB.pdf 
Deutschlands Abwassernetz – Der verborgene Schatz im Untergrund
– Abwasserkanäle – das größte Anlagenvermögen der Kommunen
– Intakte Abwasserkanäle als „Arbeitsmarkt Lokomotive“
– Zukunftstechnologie Schlauchlining
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/print/2012/Stemplewski.pdf
Netzsanierung am Beispiel der Stadtentwässerung Dresden GmbH 
– Kanalnetzdaten
– Altersverteilung Kanalisation
– Sanierung 1992 bis 2020
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/print/2010/hansen.pdf
Abwasserkanäle der „vergrabene Schatz“
– Gesamtwert Kanalnetz
– Niederschlagswasser
– Anforderungen des Klimawandels
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/print/2010/winkler.pdf
„Identifizierung von Fremdwasserquellen in Kooperation mit Kommunen im Wupperverbandsgebiet“
– Vorgehensweise zur Identifizierung des Fremdwassers
– Vergleich des spez. Abwasseranfalles in den Kläranlageneinzugsgebieten des WV
– Einzugsgebietsübersichten KA Marienheide und Leverkusen
http://www.wupperverband.de/internet/wupperverbandwys.nsf/0/4B1313C68231936CC125724A0051EB78/$FILE/060511_12-geurts-leuchs_2.pdf
Kommunale Überflutungsvorsorge „Starkregen“ 
– Klimawandel alsDenkanstoß zur „Risikobetrachtung“
– Kommunale Gemeinschaftsaufgabe „Überflutungsvorsorge“
– Ansätze zur Risikomanagement „kommunale Überflutungsvorsorge“
http://www.hydro-ingenieure.de/img/pdf_HI30/121022_schmitt.pdf
Kö-Bogen, Wehrhahnlinie – Großprojekte mit Konfliktpotential aus Sicht der Stadtentwässerung
– Brennpunkte für das Kanalnetz
– Tunnelrampe
– Aufschwimmendes Fett im Rückstau
http://www.hydro-ingenieure.de/img/pdf_HI30/121022_rolfs.pdf
Von der Idee bis zum Standardprodukt – Schlauchlining von damals bis heute
– Eric Wood
– Schlauchliner
– E-Modul
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2012/11_12/hoppe.pdf
Vergaberechtskonforme Einbeziehung von Qualitätsanforderungen bei der Ausschreibung von Sanierungsleistungen 
– Definition der Qualität
– Möglichkeit der Einbeziehung der Qualität in das Vergabeverfahren
– Hinweise für das Aufstellen von Leistungsbeschreibungen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2012/11_12/schmidt.pdf
Auftraggeber und Planer als Partner: Von der Auswahl der Planer bis zur Erfolgskontrolle
– Aufgabenverteilung zwischen Auftraggeber und Planer
– Erforderlicher Prozeß von der Planung bis zur Erfolgskontrolle am Ende der Maßnahmenrealisierung
– Auswirkungen von Planungsmängeln und Haftungsfragen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2012/11_12/vogel.pdf
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung – Bedeutung für die Anwender von Sanierungsverfahren
– Rechtliche Aspekte
– Zulassungsverfahren – Antragstellung und prüftechnische Nachweisführung
– Bestimmungen in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2012/11_12/kersten.pdf
Abwasserbeseitigung in Hürth 
– Abwasserbeseitigungskonzept (ABK)
– Baumaßnahmen 2012 – 2013
– Baumaßnahmen 2012 – 2013 Schwerpunkt Alt-Hürth und Kendenich
http://www.stadtwerke-huerth.de/fileadmin/user_upload/Aktuelle%20Pressemitteilungen/Vortrag_Entw_051012.pdf
Herausforderung historische Innenstadt
– Vorhandene Infrastruktur
– Bodenmechanische Eigenschaften
– Längs- und Querkreuzungen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2012/08_12/listemann.pdf
Grundstücksbearbeitungsstrategien – Beispiel Göttingen 
– Dichtheitsprüfungen von Abwasserleitungen
– Abwassersatzung Göttingen – Besonderheiten
– Das Göttinger Modell auf Privatgrundstücken
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2012/08_12/eisener.pdf
Grundstücksentwässerung – Vorgehensweise Lünen
– Diffuser Schmutzwasserabfluss als Gesundheitsrisiko
– Kosten für die Fremdwasserbeseitigung
– Argumente in Bürgerveranstaltungen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2012/08_12/externbrink.pdf
Reduzierung des Frachteintrags aus Mischwasserentlastungen 
– Mischwasserproblematik in urbanen Räumen
– Tuchfilter
– Theoretische Frachtenreduzierung der unteren Panke durch Behandlung der Mischwasserüberläufe
http://www.siwawi.tu-berlin.de/fileadmin/fg118/120326Abschlussbericht_Frachteintrag_downl.pdf
Mischwassersanierungskonzept für Berlin bis 2020 und danach – Versuche eines Ausblicks 
– Sanierung des Mischwassersystems bis 2020
– Zukunftsfragen
– Erwartungen an das Projekt MIA-CSO
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/Wasserwerkstatt/WW28_Rehfeld-Klein_Mischwasser-2011.pdf 
Entlastung des Mischwassersystems in Berlin – Vorstellung von neuen Projekten zur Erschließung von neuem Stauraum 
– Prinzipien der Regenbewirtschaftung
– Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen im Mischsystem
– Regenwasserbehandlungsmaßnahmen im Mischsystem (Stand 2010)
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/Wasserwerkstatt/WW28_Joswig_Entlastung_Mischwassersystem.pdf
Entscheidungsgrundlagen für die Zukunft – Vorstellung eines Berliner Vorhabens zur Modellierung und Bewertung von Mischwasserentlastungen 
– Auswertung von Mischwasserüberläufen im Gewässer
– Kanalseitige Simulation von MW-Überläufen
– Gewässerseitige Simulation
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/Wasserwerkstatt/WW28_Matzinger_MIA.CSO.pdf
Integriertes Monitoring von Mischwassereinleitungen in die Berliner Stadtspree 
– Auswirkungen von Mischwassereinleitungen im Gewässer
– Mischwassereinleitungen in Berlin
– Monitoring Stallstraße
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/MIA-CSO_Kick-off/20100420_MIA-CSO_KWB_fin.pdf
Herausforderung Mischwasser – Forschungsaktivitäten der Berliner Wasserbetriebe  
– Wasserwirtschaftliche Situation
– Der Wasserkreislauf in Berlin
– Bewegliches Wehr in der Seestraße
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/MIA-CSO_Kick-off/20100420_MIA-CSO_BWB_fin.pdf 
Bedeutung von Mischwassereinleitungen für die Gewässerbewirtschaftung in Berlin 
– Urbane Gewässer Einwirkungen Auswirkungen
– Gewässerschutz in Berlin – Handlungsfelder und Programme
– Maßnahmenprogramm zur Minimierung der stoffliche Belastung durch Mischwasserüberläufe
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/MIA-CSO_Kick-off/20100420_MIA-CSO-SenVUV_fin.pdf 
Statische Berechnung von Schlauchlinern
– Weitergehende Anwendungsmöglichkeiten durch Schlauchlining
– Altrohrzustände
– Anwendungsgrenzen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/11_11/doll.pdf 
Kostenvergleichsrechnung bei der Kanalsanierung  
– Kosten-Nutzen-Betrachtung
– Lebensdauer
– Gegenüberstellung Neubau – Rennovation
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/11_11/winkler.pdf 
Möglichkeiten und Grenzen von Schwallspülungen bei Anlagen zur Mischwasserbewirtschaftung
– Kanalsedimente
– Hydraulik von Spülwelle
– Mischwassersammler
http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={ea0746da-89da-4802-bdf5-068db3161e6b} 
Moderne Verfahren der Kanalnetzberechnung, -bewirschaftung und -optimierung 
– Studie zur Erhebung der Randbedingungen für die hydraulische Berechnung des Kanalisationssystems Innsbruck
– Bestimmung der Beziehung zwischen Wasserstand und Entlastungsvolumina in Mischwasserüberläufen
– Konzeption eines Messprogramms für Feststoffe im Kanalisationssystems Innsbruck
http://www.uibk.ac.at/umwelttechnik/research/iut/ibk.pdf 
Geruchsbelästigungen – die biogene Schwefelsäurebildung in Kanälen Ursachen und Maßnahmen 
– Geruchsstoffe und deren Entstehung
– Strategien zum Konfliktmanagement
– Verfahren der Geruchs- und Korrosionsverminderung
http://abwasserbilanz.de/downloads/2007/071210_profbarjenbruch_referat.pdf 
Mess- und Regeltechnik in der Siedlungswirtschaft
– Integrierte Mikrosysteme der Versorgung
– Geruch und Korrosion im Kanalnetz
– Messstellen im Regenüberlaufbecken
http://www.kompetenz-wasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/Wasserwerkstatt/WW16_Mikrosystemtechnik_Barjenbruch.pdf 
Fremdwassereintrag und Exfiltration aus Kanalisationssystemen
– Definition: Fremdwasser
– Fremdwasserkomponenten
– Positive Aspekte Fremdwasser
http://www.berliner-sanierungstage.de/downloads/vortraege_20110324/Barjenbruch%20FremdwasseruExfiltrationBj_IST.pdf 
Niederschlagswasserentsorgung – Möglichkeiten zur Regenwasserversickerung
– Versickerung unter stadtbaulichen Aspekte
– Bewertung des Niederschlagsabflusses
– Einsatzbereiche der Elemente zur naturnahen Regenwasserbewirtschaftung
http://www.siwawi.tu-berlin.de/uploads/media/Versickerung.pdf 
Abwasserableitung 
– Planungsziele
– Anforderungen an Kanalisationen
– Zentrale oder dezentrale Entsorgung
http://www.siwawi.tu-berlin.de/uploads/media/Abwasserableitung.pdf 
Chemische und biologische Gefährdung für Boden und Grundwasser durch undichte Abwasserkanäle 
– Chemische, biologische und physikalische Prozesse in Boden und Grundwasser
– Tracherversucheund hydraulische Charakteristik in den gesättigten und ungesättigten Sandsäulen
– Schüttelversuche zur Adsorption der Schwermetalle
http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/documents/248029 
Nachhaltigkeit urbaner Regenwasserbewirtschaftungsmethoden
– Ansprüche und Instrumente einer nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung
– Zusammenstellung von Untersuchungsergebnissen zur dezentralen Regenwas-serbewirtschaftung aus der Fachliteratur
– Bodenverhältnisse und Verschmutzungsempfindlichkeit des Grundwassers
http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2003/376/pdf/gantner_kathrin.pdf 
Transport- und Umsatzprozesse bei der Abwasserversickerung aus undichten Kanälen
– Undichte Kanäle im Boden
– Exfiltration von Abwasser aus undichten Kanälen Im Untergrund
– Die Keimzahlreduktion bei der Abwasserversickerung
http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/documents/2599 
Quellenermittlung von Schadstoffen in kommunalen Abwässern und Sedimenten
– Schadstoffe in Sielhäuten
– Dioxine und Furane in Sielhäuten
– Unsicherheitsfaktoren in der Quellenermittlung von Umweltschadstoffen
http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2003/389/pdf/koch_matthias.pdf
Potenziale von Regenwasserversickerung, Speicherung, Urinseparation und Pumpwerkssteuerung für den Gewässerschutz 
– Niederschlag-Abfluss und Schmutzfrachtmodell
– Szenarien zur Optimierung der Speicherauslastung (Speicherauslastungsszenarien)
– Szenarien zur Verminderung des Frachtstoßeffektes (Überholspurszenarien)
http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2007/1559/pdf/peters_christian.pdf
Erfahrungen mit der Kanalsanierung – aus Sicht der Politik in Schwanau
– Einbindung von Verwaltung und Politik
– Erfahrungen: Politischer Raum –  Gremien
– Einbindung der Bürger/Eigentümer
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/05_11/brucker.pdf 
Erfolgreiche Kommunikationvon Sanierungs- und Investitionsvorhaben
– Das Dresdner PPP-Modell
– Investitionen in die Kanalisation
– Altstädter Abfangkanal – Einziehgrube
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/05_11/roestel.pdf 
Die Sanierungsstrategie der Stadt Peine
– Sanierungsleistung – Wie viel ist jährlich notwendig?
– Abwasserdruckrohrleitungen – Eine besondere Herausforderung
– Zustanduntersuchung der Druckrohrleitungen – unverzichtbar!
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/05_11/tatge.pdf 
Erfahrungsbericht Grundstücksentwässerung – Organisation und Qualitätssicherung – 
– Warum Qualitätssicherung?
– Gesetzliche und ortsrechtliche Rahmenbedingungen
– Definition Grundstücksentwässerungsanlage
http://kbaumv-new.hs-wismar.de/uploads/media/Erfahrungsbericht_Grundstuecksentwaesserung_Figge.pdf 
Beeinflussung der Sanierungsplanung durch die Ergebnisse der Grundstücksbearbeitung 
– Untersuchungen durch die Stadtentwässerung im Rahmen von Kanalsanierungsprojekten
– Bürgerinformationsfilm
– Aufklärung des Entwässerungssystems
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/02_11/fiedler.pdf 
Kanalsanierungsplanung – Grundlagen 
– Bauliche Zustandserfassung – optische Inspektion
– Bauliche Zustandsbewertung
– Bauliche Sanierungskonzeption
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/02_11/pirling.pdf 
Wirtschaftlichkeitsberechnungen bei der Kanalsanierung 
– Modellphilosophie Wirtschaftlichkeitsberechnungen
– Festlegung der Nutzungsdauer
– Grenzkostenbestimmung Schlauchlining
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/02_11/winkler.pdf 
Auswahl der richtigen Sanierungsstrategie 
– Stand der Technik
– Modellierung des derzeitigen und zukünfigen Netzzustandes
– Prognosen zur Bestandsentwicklung in einer westdeutschen Mittelstadt
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/02_11/rohlfing.pdf 
Renovierung auf hohem Niveau aus Sicht und den zeitlichen Möglichkeiten einer kleinen Kommune 
– Kanalsanierung
– Übersichtsplan und Auszug aus dem Kanalkataster
– Zusätzliche technische Vetragsbedingungen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/01_11/meier.pdf 
Schlauchlining vor der hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden
– Kanalrenovation durch Schlauchlining
– Die Herausforderung: SAnierung im Heilquellenschutzgebiet
– Thermalwasser im Boden und Kanal
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/01_11/fischer_pirling.pdf 
Kanalsanierug des Industriestandortes Volkswagen AG – Werk Braunschweig
– Kanalsystem VW-Werk Braunschweig
– Darstellung nach Übernahme Vermessung und TV-Befahrung
– Erstellung eines Havarieplanes für die VW Werksfeuerwehr – Hauptwerk
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/01_11/papesch.pdf 
Schlauchlining in der Grundstücksentwässerung
– Der Bürger allein auf weiter Flur?
– Dichtheitsprüfung und Technik
– Was tun nach der Inspektion?
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/11_10/brenner.pdf 
Staus quo der Regelwerke in Deutschland
– VOB
– DWA-M 144-3
– ZTV Materialprüfung
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/11_10/buchner.pdf 
Grundstückentwässerung und ihre Bedeutung 
– Rückstausicherungen nach DIN 12050
– Vorgehensweise der Untersuchung von Grundstücksentwässerungsanlage
– Kosten der Instandhaltungsmaßnahme
http://www.stadtentwaesserung-lindau.de/pdf/Vortrag_SEL_2010.pdf 
Defekte Abwasserkanäle – ein Risiko für  Boden und Grundwasser ?
– Untersuchungen zur Quantifizierung und qualitativen Bewertung der Abwasserefiltration
– Vergleichbarkeit mit Hausanschluss
– Beeinträchtigung der Grundwasserqualität durch defekte Abwasserkanäle
http://www.ikt.de/gew2010/klinger.pdf 
Grundstücksentwässerungsanlagen: Vorgehensweise und Erfahrungen aus Bayern
– Zustand der öffentlichen Kanalisation
– Zuständigkeitsgrenzen öffentlich – privat
– Vorgehensweise bei der Instandhaltung von GEA
http://www.ikt.de/gew2010/guenthert.pdf 
Umsetzung der DIN 1986 Teil 30 in Schleswig Holstein
– Initiierung eines Pilotprojekts zur Umsetzung der DIN 1986 Teil 30 bei Gewerbebetrieben
– Handlungsempfehlung zur Umsetzung der DIN 1986 Teil 30
– Stand der Umsetzng in Schleswig Holstein
http://www.ikt.de/gew2010/kohlhase.pdf 
Beschichtung mit Reaktionsharzmörteln
– GFK Auskleidung
– PE Auskleidung
– Keramik Auskleidung
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/05_10/beck.pdf 
Sanierung von Bauwerken und Schächten der Ortsentwässerung
– Anforderungen an die Schächte
– Anfordrungen an die Reparatur- und die Renovierungssysteme
– Beschichten von Schächten
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/05_10/sturm.pdf 
Sanierung von Zulaufeinbindungen
– Verpress-Systeme
– Injektions-Systeme
– Zulaufkragen-Systeme
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/05_10/hahn.pdf
Kanalsanierung mit Reparaturverfahren
– Kanalsanierung mit Robotertechnik
– Typische Kanalschäden
– Innovationen im Bereich der Robotertechnik
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/04_10/palaske.pdf 
Renovierungsverfahren: TIP Verfahrenund Kaliber-Bersten
– Unterschiede
– Risiken/Grenzen der Verfahren
– Sanierung in geschlossener Bauweise
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/04_10/bezela.pdf 
Sanierung schadhafter Abwasserkanäle mit verdämmten Kunststoffrohren, statische Aspekte 
– Renovierungsverfahren mit Ringraumverfüllung (Darstellung der Verfahren)
– Besonderheiten der statischen Berechnung bei verdämmten Verfahren
– Tragwirkung der Ringraumverfüllung
http://www.rsv-ev.de/doks/pdf/Fachbericht-Heinz-Doll-22-03-2010.pdf 
Sanierungsverfahren im Abwasserbereich 
– Verformungsverfahren mit Anwendung von HDPE-Materialien
– Rohrrelining
– Zementmörtelauskleidung
http://www.rsv-ev.de/doks/pdf/Fachbeitrag-08-03-2010-Sanierungsverfahren-Abwasserbereich.pdf 
Kanalinspektion zur Erfassung der öffentlichen Kanalnetze als wichtige Voraussetzungfür die Sanierungsplanung
– Möglichkeiten der Inspektion
– Die Zustands/Schadensdatenbearbeitung
– Kanalmanagementsystem (GIS)
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/01_10/benstem.pdf 
Kanalsanierungsstrategien unter dem Einfluß der Netzalterung
– Erfassung des Bauzustandes
– Programmgestützte Ermittlung von Sanierungsstrategien
– Tiefenklassen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/01_10/rohlfing.pdf 
Fremdwasser erkennen, quantifizieren und beseitigen
– Viele Ursachen für Fremdwasser
– Fremdwassermanagement
– Erfahrungen des Kanalbetriebes
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/01_10/fiedler.pdf 
Kanalsanierung im ländlichen Raum
– Rechliche Situation
– Öffentliche Abwasserentsorgung
– Technische  Bedingungen
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/PRINT/2008/hommel.pdf 
Erfahrungen mit der Kanalsanierung in der Stadt Bremen anhand von Beispielen aus der Praxis
– Baustelleinrichtung
– Vorflutsicherung
– Relingarbeiten
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/PRINT/2008/messer.pdf 
Lebenserwartung von Schlauchlinern
– Materialproben aus den 80er Jahren
– Materialkennwerte und Erfahrungen
– Warum sind 50 Jahre Nutzungsdauer richtig?
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/PRINT/2008/hoppe.pdf
Schlauchliner als ganzheitliche Lösung für Abwasserkanäle und Hausanschlüsse
– Qualitätsvorgaben der Entsorgungsbetriebe Solingen
– Fremdwasserproblematik
– Strategie der Entsorgungsbetriebe Solingen
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/PRINT/2008/mueller.pdf 
Kreativer Umgang mit der VOB 
– Vergabe von Bauleistungen
– Abrechnung Kanalbau
– Bestandteile der Ausschreibungsunterlagen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2009/07_09/schneider.pdf 
Neue Aspekte bei der Sanierung privater Entwässerungsanlagen 
– Historie der Göttinger Grundstücksbearbeitung
– Wesentliche Änderungen der Abwassersatzung
– Stand der Grundstücksbearbeitung
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2009/07_09/guse.pdf 
Lösungen zur zeitnahen Bewältigung der Datenflut bei der Kanalsanierung
– KAPLAN = KAnalPLAnung
– Wirtschaftsplan + Wirtschaftsplanfortschreibung
– Mehrspartenstrategie
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2009/07_09/burger.pdf 
Die Kanalisation der Metropole Paris 
– Entwicklung des Trink- und Abwassersystems von Paris
– Die letzte Epoche (1914-1977)
– Bau neuer Anlagen
http://www.math.uni-hamburg.de/spag/ign/exk/pdf/p-kanal.pdf 
Kanalsanierungsplanung – Grundlagen
– Definition Sanierung gemäß DIN EN 752-5
– Auswertug der Bestandsdaten
– Auswertung der DAten – GIS – Systeme
www.ta-hannover.de/newsletter/2009/01_09/schulz.pdf
Kanalzustandsbewertung als Instrument von Sanierungsstrategien
– Modellcharakter der Bewertungsmodelle
– Zustandsbewertung nach KAPRI
– Zustandsbewertung nach DWA M-149-3
www.ta-hannover.de/newsletter/2009/01_09/moellers.pdf 
Optische Zustandserfassung und geophysikalische Messverfahren
– Konzept der bedarfsorientierten Instanthaltung
– bauliche Zustandserfassung
– Mögliche Inspektionsstrategien
www.ta-hannover.de/newsletter/2009/01_09/mueller.pdf 
Geschwindigkeits-Radar-Durchflußsensoren im Abwasserkanal
– Füllstandsmessung und Durchflußermittlung
– Genauigkeitsbetrachtungen
– Messung in Sonderprofilen
www.gwu-group.com/cms/index.php?option=com_docman1&task=doc_view&gid=3&Itemid=169 

Meldungen zu Kanal und Entwässerung 2020

0
Mai 2020
HRB Vicht  
März 2020
Klimawandel beeinflusst städtische Entwässerungssysteme 
Wie sich Wärme aus Abwasser sinnvoll nutzen lässt

HRB Vicht

Modellversuche des HRB Vicht am KIT Karlsruhe erfolgreich. Seit Anfang des Jahres werden vom WVER in Zusammenarbeit mit dem KIT Modellversuche zur Optimierung der Hochwasserrückhaltebecken Vicht durchgeführt, um u. a. nachfolgende Fragestellungen zu untersuchen und zu optimieren:
• Optimierung der Strömungsverhältnisse im Einlaufbereich des Auslassbauwerkes zur Vermeidung/Reduzierung einer möglichen Wirbelbildung
• Variation der Abmessungen/Tiefenlage der Tosbeckenkonstruktion
• Standort des Messpegels zur Steuerung der Abflussorgane
Die Entwurfsplanung der beiden HRB Standorte ist in Zusammenarbeit mit dem Büro Wald&Corbe, Hügelsheim und hydrotec, Aachen in Bearbeitung und wird die Ergebnisse der Modellversuche am Karlsruher Institut für Technologie in die Objektplanung integrieren, um zu einem nachhaltigen wie auch betriebssicheren Projektergebnis zu gelangen.
Bei Fragen steht Ihnen unser Herr Dipl.-Ing. Klaus Alt unter der Telefonnummer +49 (211) 44991-55 gerne zur Verfügung.

http://www.hydro-ingenieure.de/hrb-vicht

(nach oben)


Klimawandel beeinflusst städtische Entwässerungssysteme

Niederschläge treten räumlich und zeitlich sehr variabel auf. Mit dem Klimawandel nimmt diese Variabilität zu. Dies hat Auswirkungen auf die städtischen Entwässerungssysteme – auch in der Schweiz. Wie genau sich die Leistung verändern könnte, untersuchte die Eawag-Forscherin Lauren Cook im Rahmen ihrer Dissertation an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania (USA).
Städtische Entwässerungssysteme beinhalten unzählige Kilometer unterirdischer Rohre, die Wasser möglichst schnell und vollständig aus dem urbanen Raum abführen. Dieses Kanalnetz nennt man graue Infrastruktur. Als Ergänzung dazu gibt es die sogenannte blau-grüne Infrastruktur, zu der zum Beispiel eine entwässerte Grünfläche gehört. Auf dieser versickert das Wasser, wodurch der Abfluss, der in die Kanalisation fliesst, verlangsamt und reduziert wird. Blau-grüne Infrastruktur ist eine Möglichkeit, um dem natürlichen Wasserkreislauf näher zu kommen und Überschwemmungen bei extremen Niederschlägen zu verringern. Künftig wird dies umso notwendiger sein, da der Klimawandel Niederschlagsmuster verändert und das urbane Entwässerungssystem vor grosse Herausforderungen stellt: Klimamodelle zeigen, dass Niederschläge generell variabler und Extremereignisse in vielen Regionen der Welt häufiger und intensiver werden. «Um sicherzustellen, dass sich die Systeme auch bei veränderten Bedingungen so verhalten wie wir es möchten, müssen wir sie also genau im Auge behalten», sagt Lauren Cook.

Regenmessungen als Schüsselgrösse
Lauren Cook hat eine Methode entwickelt, mit der sich die Leistung von Versickerungsbecken – dem häufigsten Typ blau-grüner Infrastruktur in den USA – überwachen lässt und man zudem abschätzen kann, wie sich diese mit dem Klimawandel verändert. Hierzu definierte sie vier Leistungsparameter: Die vom Versickerungsbecken aufgenommene Wassermenge, die in die Kanalisation fliessende Wassermenge, wie oft Regenwasser in die Kanalisation floss und die maximale Wasseraufenthaltszeit im Becken. Diese Parameter korrelierte sie mit öffentlich verfügbaren Niederschlagsmesswerten. So zeigte die Analyse für die Stadt Memphis, dass eine höhere Anzahl Regentage mit über 50 Millimetern Niederschlag zu einer kleineren Aufnahmefähigkeit führte. Wenn man nun weiss, wie sich dieser bestimmte Niederschlagsparameter im Zuge des Klimawandels ändert, kann abgeschätzt werden, wie der damit korrelierte Leistungsparameter reagiert. Die Resultate zeigen, dass sich die Richtung der Veränderung anhand der Niederschlagsdaten voraussagen lässt. Schwieriger sei jedoch, eine Aussage über die Stärke der Veränderung zu machen, sagt Cook. «Wir können voraussagen, dass sich die Leistung verschlechtert, um wieviel genau, wissen wir aber nicht». Zudem unterschieden sich die Abhängigkeiten bei allen der 17 untersuchten Städte, und jedes Einzugsgebiet verhielt sich etwas anders. In den einzelnen Fällen war die Methode jedoch in der Lage aufzuzeigen, wann es an der Zeit ist zu handeln, sprich Anpassungen an der Gestaltung wie etwa Vergrösserungen der Becken vorzunehmen.

Mehr blau-grüne Infrastruktur für die Schweiz
Wie die urbanen Entwässerungssysteme an veränderte Niederschlagsmuster angepasst werden müssen, sei auch in der Schweiz ein grosses Thema, sagt Max Maurer, Leiter der Abteilung Siedlungswasserwirtschaft an der Eawag und Professor an der ETH Zürich. In seiner eigenen Forschung hat er die Auswirkungen des Klimawandels auf das Schweizer Kanalnetz untersucht. Ein deutliches Klimasignal zeigt sich jedoch nicht. Dies hängt insbesondere mit der zu geringen zeitlichen und räumlichen Auflösung der Klimamodelle zusammen – einzelne kurze und heftige Niederschläge können diese nämlich nicht abbilden. Ob der Ansatz von Cook weitere Hinweise geben könnte, sei schwierig zu sagen, sagt Maurer. «Aufgrund der starken Höhenunterschiede in der Schweiz reicht das hiesige Niederschlagsmessnetz nicht aus, um die Regenvariabilität abzubilden». Zudem seien die Dimensionen der Einzugsgebiete des schweizerischen Kanalnetzes und der in Amerika untersuchten Versickerungsbecken unterschiedlich. Zukünftig könnte die Methode jedoch interessant werden, denn um dem Klimawandel zu begegnen, wolle man in der Schweiz auf blau-grüne Infrastruktur setzen, so der Experte. «Das ist viel effizienter, als einfach eine Leitung zu vergrössern». Darüber hinaus bringen Technologien wie Versickerungsbecken, Gründächer oder grüne Fassaden einen Mehrfachnutzen: Sie reduzieren nicht nur Überschwemmungen, sondern machen eine Stadt auch attraktiver, kühler und fördern die Biodiversität. Dass Cooks Ansatz in diesem Zusammenhang Potenzial hat, bestätigt auch Peter Bach, der an der Eawag zum Thema grüne Infrastruktur in der Schweiz forscht. «Diese Art von Methoden sind sehr wertvoll, da sie schnell eine grobe Abschätzung erlauben und anzeigen, wo detailliertere Analysen nötig sind», sagt Bach.

Originalpublikation
Using rainfall measures to evaluate hydrologic performance of green infrastructure systems under climate change
As climate change alters precipitation patterns, stakeholders will need to understand how performance of green stormwater infrastructure (GSI) could change in response. As an alternative to using on-site monitoring, which may not always feasible, we propose that changes in performance could be tracked using annual rainfall measures (e.g., maximum daily rainfall per year). We estimated performance of GSI in 17 U.S. cities using rainfall measures by establishing linear relationships with specific performance metrics (e.g., frequency of discharge). Prediction accuracy was evaluated in 2 cities for the period 2020 to 2060 by comparing performance predicted from rainfall trends from regional climate models (RCMs) with simulated performance in SWMM using the same RCMs as input. Findings suggest that tracking rainfall measures can provide insight into the hydrologic performance of green infrastructure by predicting the direction of change, as well as, the magnitude within 25% to 50% percent change.
See DOI
See Institutional Repository

Cook, L. M.; VanBriesen, J. M.; Samaras, C. (2019) Using rainfall measures to evaluate hydrologic performance of green infrastructure systems under climate change, Sustainable and Resilient Infrastructure, doi:10.1080/23789689.2019.1681819, Institutional Repository

https://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/klimawandel-beeinflusst-staedtische-entwaesserungssysteme/

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Wie sich Wärme aus Abwasser sinnvoll nutzen lässt

Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) arbeiten derzeit mit ihren Partnern an Lösungen zur Nutzung von Wärme aus Abwasser. Sie wollen die Effizienz der konventionellen Abwasserwärmenutzung erheblich steigern und bisher ungenutzte Abwärme aus …mehr:

https://www.process.vogel.de/wie-sich-waerme-aus-abwasser-sinnvoll-nutzen-laesst-a-887549/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Meldungen zu Gaserzeugung und BHKW 2020

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Mai 2020
Neuer Methanrechner zur Optimierung von Biogasanlagen jetzt online verfügbar

Neuer Methanrechner zur Optimierung von Biogasanlagen jetzt online verfügbar

Im Projekt Opti-Methan (Förderung: BMEL/FNR) hat das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie einen Online-Rechner entwickelt, der eine genauere Berechnung der Methanbildung in bestehenden Biogasanlagen ermöglicht. Anlagenbetreiber können erstmals anstelle der üblichen Standardwerte auch die Daten der betriebseigenen Gasproduktion nutzen, um das Potential ihrer Anlage zu kalkulieren und noch besser auszuschöpfen.
Üblicherweise werden zur Planung neuer Biogasanlagen oder auch zur Bewertung bestehender Anlagen Standardwerte herangezogen, die zum Beispiel auf Gärtests mit bestimmten Substraten beruhen. Wichtig für die spezifische Abbauleistung sind unter anderem die Raumbelastung, also wie viel organische Trockensubstanz dem Fermenter pro Raum- und Zeiteinheit zugeführt wird, und die hydraulische Verweilzeit, also die Zeitdauer, die ein Substrat für den Abbau im Fermenter verbleibt. Die betriebsspezifischen Parameter blieben bislang unberücksichtigt.

„Unser neues Berechnungs-Tool erlaubt, auch Daten der eigenen Anlagenstruktur und Prozessgestaltung in das Modell zu integrieren“, erläutert Projektleiterin Dr. Christiane Herrmann. „So lassen sich die spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Anlage berücksichtigen. Insbesondere die Verweilzeit ist ein entscheidender Faktor, der sich auf die Methanbildung entlang der gesamten Prozesskette auswirkt.“

„Mit Hilfe des Tools können wir die Umsetzung des Substrats besser bewerten, Schwachstellen in der Prozessführung erkennen und Maßnahmen definieren, die zu höherer Methanbildung oder Substratausnutzung in der Biogasanlage führen“, beschreibt Dr. Christiane Herrmann die Vorteile des Tools. Auf Basis der Berechnungsergebnisse kann dann beispielsweise die Beschickung der Biogasanlage optimiert und dadurch die Methanausbeute im Fermenter erhöht werden. „Letztlich erreichen wir dadurch auch, dass der gelagerte Gärrest dann weniger klimaschädliches Methan emittiert“, ergänzt die ATB-Wissenschaftlerin.

Der neue Methanrechner steht online kostenfrei zur Verfügung unter: http://www2.atb-potsdam.de/opti-methan/Rechner.html

An zehn landwirtschaftlichen Biogasanlagen an Standorten in fünf Bundesländern wurde das Berechnungsmodell im Projekt erfolgreich angewendet. Das Online-Tool ist derzeit nutzbar für mesophil betriebene Biogasanlagen mit Rührkesselreaktoren, die Mischungen aus nachwachsenden Rohstoffen und Wirtschaftsdüngern verwerten. Die Ergebnisse der Optimierungsberechnung können als PDF-Datei ausgegeben oder für die Weiternutzung zu einem späteren Zeitpunkt lokal gespeichert werden.
In den kommenden Monaten soll die Auswahl von Substraten noch erweitert werden und noch fehlende Elemente des Tools zur Planung neuer Anlagen (Punkt 2) ergänzt werden.

Das 2019 abgeschlossene Projekt „Optimierung der Methanausbeute in landwirtschaftlichen Biogasanlagen – Opti-Methan“ (FKZ: 22404715) wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziell gefördert und vom Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) unterstützt.

Die Forschung des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) an der Schnittstelle von biologischen und technischen Systemen hat das Ziel, Grundlagen für nachhaltige bioökonomische Produktionssysteme zu schaffen. Dazu entwickelt und integriert das ATB neue Technologien und Managementstrategien für eine wissensbasierte, standortspezifische Produktion von Biomasse und deren Nutzung für die Ernährung, als biobasierte Produkte und Energieträger – von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Christiane Herrmann – Projektleiterin Opti-Methan
E-Mail: cherrmann@atb-potsdam.de; Tel.: +49 331 5699-231

Originalpublikation:
Der Abschlussbericht des Projekts „Optimierung der Methanausbeute in landwirtschaftlichen Biogasanlagen (Opti-Methan)“ steht als PDF auf dem Server der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe bereit: https://www.fnr.de/index.php?id=11150&fkz=22404715
Von Dipl.-Ing. agr. Helene Foltan Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB)

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Meldungen zur Arbeitssicherheit 2020

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Mai 2020
Überarbeitete Fassung Dienstanweisung und Erlaubnisschein für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen

Überarbeitete Fassung Dienstanweisung und Erlaubnisschein für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen

Nach mehr als zehn Jahren wurde die Dienstanweisung für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen überarbeitet. Neben der Aktualisierung der geltenden Vorschriften und Regeln wurden auch die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilungen für den Einstieg eingearbeitet. Ebenso wie die Vorgängerversion gilt die Dienstanweisung für alle im Abwasserbereich der Stadt Stuttgart arbeitenden Firmen und städtischen Mitarbeiter. Außerdem wurde in diesem Zuge auch der Erlaubnisschein für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen überarbeitet.
Beide Dokumente können fortan unter Informationsmaterial auf der Homepage der Stadtentwässerung Stuttgart heruntergeladen werden.

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aktuelles/news/titel/ueberarbeitete-fassung-dienstanweisung-und-erlaubnisschein-fuer-arbeiten-in-umschlossenen-raeumen-von-a/?L=0&cHash=62ac87ade169ef0ce4d85043c37e7511

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