Start Blog Seite 6

Meldungen zur Abwasserreinigung

0
Meldungen 2013Meldungen 2014Meldungen 2015Meldungen 2016
Meldungen 2017Meldungen 2018Meldungen 2019Meldungen 2020
Meldungen 2021Meldungen 2022Meldungen 2023Meldungen 2024

2025


Früherkennung für Abwasserreinigungsanlagen

Eine Kombination aus biologischem und chemischem Onlinemonitoring wurde als Frühwarnsystem auf einer kommunalen Abwasserreinigungsanlage getestet. Das System ist in der Lage, Spitzenbelastungen durch Mikroverunreinigungen im gereinigten Abwasser zu erfassen und toxische Schadstoffe in Echtzeit zu erkennen. So kann es zur Verbesserung im Abwassermanagement beitragen.

Die Qualität von Oberflächengewässern steht unter vielfältigem Druck, da wir immer mehr Chemikalien verwenden, die auf unterschiedlichen Wegen in Gewässer gelangen. Umso wichtiger ist die Rolle der Abwasserreinigungsanlagen (ARA), in denen die meisten Abwasserströme vor der Einleitung in die Gewässer aufbereitet werden. Durch den Ausbau vieler ARA mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe gelang eine entscheidende Verbesserung bei der Entfernung von Mikroverunreinigungen. Dennoch muss die Qualität des Abwassers stets überprüft werden, um beispielsweise Störfälle bei Industrieeinleitungen zu erkennen und schnellstmöglich reagieren zu können.

mehr: https://www.oekotoxzentrum.ch/news-publikationen/news/frueherkennung-fuer-abwasserreinigungsanlagen

(nach oben)


Warum Mikrosiebe für kommunale Abwässer?

Viele Kläranlagen erreichen ihre maximale Reinigungs- und Klärkapazität, und es müssen Lösungen gefunden werden, um die Leistung dieser bestehenden Anlagen zu erhöhen. Ein relevanter Ansatz besteht darin, herkömmliche Vorklärbecken durch Mikrosiebe zu ersetzen, um die Zulauffracht vor der Biologie zu verringern, und dadurch bessere BSB und Nährstoff-Ablaufwerte zu erreichen. Mikrosiebe mit Maschenweite von 10 bis 500 µm sind in den letzten Jahren für die Abwasserreinigung entwickelt worden. Mikrosiebe sind sehr kompakt und können zwischen 20-65 % der Feststoffe und bis zu 40 % des BSB abtrennen und stellen somit eine wichtige Alternative zu herkömmlichen Vorklärungen dar. Es werden verschiedene Mikrosiebtechnologien entwickelt: Trommelsieb, Drehbandfilter, in Kombination oder nicht mit Koagulation/Flockung.

mehr: https://www.eawag.ch/de/abteilung/eng/projekte/abwasser/micro-sieving-of-municipal-ww/

(nach oben)

Lidering GmbH

0

Lidering GmbH
Schiessstrasse 35

40549 Düsseldorf

Telefon: 0211 – 522 890 94
Mail: vertrieb@lidering.com
Web: http://www.lidering.com/de/

Lidering bietet seit 50 Jahren hochwertige Dichtungslösungen, von Spezialdichtungen bis zu einem umfangreichen Sortiment an 100% kompatiblen Gleitringdichtungen für alle wichtigen Marken von Pumpen und Rührwerken.

Unsere Gleitringdichtungen gewährleisten in der Abwasseraufbereitung und -reinigung die Prozesseffizienz und die Einhaltung strengster Hygiene- und Gesetzesnormen.

Zudem ist Lidering auf die Reparatur von Gleitring- und Patronendichtungen spezialisiert. Dank unserer eigenen Werkstätten und unseres Engineerings können wir umfassende Serviceleistungen anbieten.

TSI Industriereinigung und Zerspanung GmbH

0

TSI Industriereinigung und Zerspanung GmbH
Fürbergerstraße 14

42857 Remscheid

Tel.: +49 172-1671396
Mail: tschreiber@tsi-tools.de
Web: http://tsi-zerspanung-norm.com/

Ziel: Leistung regenerieren, Lebensdauer verlängern, Kosten senken – ganz ohne teuren Austausch.
Dank modernster Reinigungsverfahren und langjähriger Erfahrung bringen wir Ihre Belüftungssysteme wieder in den optimalen Betriebszustand. Ob direkt vor Ort oder per Abhol- und Rücklieferservice – wir arbeiten nachweislich effizient, nachhaltig und wirtschaftlich.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Fachgerechte Demontage & Montage der Belüfterelemente
  • Reinigung mit speziell abgestimmter Verfahrenstechnik
  • Sicht- und Funktionsprüfung der Kerzen
  • Dokumentation der Ergebnisse – für Ihre Nachweise

Vertrauen Sie auf geprüfte Qualität und messbaren Erfolg – für kommunale und industrielle Kläranlagen jeder Größe.

Ihr Vorteil – wirtschaftlich & umweltbewusst
Unsere Reinigungslösungen helfen Ihnen, Betriebskosten zu senken, den CO₂-Fußabdruck zu verringern und gleichzeitig die biologische Reinigungsleistung aufrechtzuerhalten. Das überzeugt nicht nur Ihre Technik – sondern auch Auditoren und Fördergeber.

100 % Technik. 100 % Verlässlichkeit.
Unsere Verfahren sind speziell auf die Anforderungen industrieller und kommunaler Wasseraufbereitung abgestimmt.
Geprüfte Qualität – Made in Germany.

Phosphor-Rückgewinnung: Kiel wird Pilotregion

0

Ab 2029 müssen große Kläranlagen ein Verfahren für Phosphorrecyling haben. Die Zeit drängt also, zumal viele technische Fragen offen sind. Das Kieler Projekt hat jetzt ein hohe Förderung erhalten.

Die Klärschlammverordnung schreibt ab 2029 schrittweise die Phosphor-Rückgewinnung vor. Für alle Kläranlagen mit einer Anschlussgröße von mehr als 100.000 Einwohnern gilt die Verpflichtung schon ab 2029, bei mehr als 50.000 Einwohnern ist ab 2032 keine landwirtschaftliche Verwertung mehr möglich.

Kleinere Kläranlagen dürfen weiterhin ihren Klärschlamm landwirtschaftlich verwerten, wenn sie die Grenzwerte aus dem Düngemittelrecht und der Klärschlammverordnung einhalten. Die Kläranlage in Kiel mit 365.000 Einwohnerwerten gehört in die erste Kategorie und muss deshalb bis 2029 eine Lösung für das Phosphorrecycling etablieren.

mehr: https://www.zfk.de/wasser-abwasser/abwasser/phosphor-rueckgewinnung-kiel-wird-pilotregion

Spurensuche im Krankenhaus-Abwasser

0

Was tun gegen Medikamenten-Reste? Zusammen mit Forschenden der HAW und Fachleuten des UKE haben wir Abwasser der Uni-Klinik unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse helfen jetzt unter anderem bei der Umsetzung der EU-Abwasserrichtlinie KARL. Ein Besuch zum Projektabschluss.

Wer sich für die Rückstände von Medikamenten im Abwasser interessiert, findet wohl kaum einen interessanteren Standort in Hamburg als das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Drei Jahre haben unsere Kollegen Lukas Cordts und Dr. Thomas Werner in Kooperation mit dem Krankenhaus und Forschenden der Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) einen Teil von dessen Abwasserstrom untersucht.

Aus Sicht der Abwasserprofis sind vor allem Rückstände von Medikamenten interessant, sogenannte Spurenstoffe. Sie gelangen durch falsche Entsorgung oder Ausscheidungen ins Abwasser und so auch in die Gewässer. So war es bisher. Denn die Anfang 2025 in Kraft getretene EU-Abwasserrichtlinie KARL fordert Kläranlagen auf, Medikamentenrückstände in Zukunft mit einer vierten Reinigungsstufe zu reduzieren.

mehr: https://www.hamburgwasser.de/magazin/uke-projekt

Wie eine Kläranlage Amphibien rettet

0

In vielen Kläranlagen gibt es heute spezielle Maßnahmen zum Schutz von Amphibien wie Fröschen, Kröten und Molchen. Besonders in den warmen Monaten wandern diese Tiere auf der Suche nach Wasser in die Nähe der Anlagen. Dort geraten sie oft in Schächte oder Becken und finden keinen Ausweg mehr.

mehr: https://www.prorheno.ch/aktuelles/news
https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/umwelt-tiere/umweltschutz/zuercher-umweltpraxis-zup/2015/81/ZUP081_2015_A0041_klaerwerk.pdf
https://www.infofauna.ch/de/beratungsstellen/amphibien-karch/foerderung/nach-lebensraum/amphibienschutz-entwaesserungsanlagen#gsc.tab=0
https://wildtierarchitektur.ch/wp-content/uploads/2020/01/fa_pfuhlstein_high.pdf

Informationen aus Hamburg 2024

0

Zu den Gesetzen und Verordnungen zum Thema Abwasser aus Hamburg gehts hier:
www.klaerwerk.info/Nuetzliche-Links/Gesetze#hamburg

2022
Gemeinsames Projekt von Hamburg Wasser und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Simulation eines extremen Regenereignisses in Hamburg
2021
Weltweit erste Phosphor-Recyclinganlage fertiggestellt
2018
Zehn Millionen Euro für „Unwetterfonds Bezirke“  
Hamburg Wasser und Remondis gründen Gesellschaft zur Phosphorrückgewinnung 
2017
Klärwerk Hamburg soll „urbane Rohstoff-Mine“ werden 
2016
„Strukturplan Regenwasser 2030″ vorgelegt  
2015
Vierte Reinigungsstufe nicht notwendig 
Pilotanlage zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche in Betrieb genommen 
2013
Deutschlands erste und größte mit Klärgas betriebene Unternehmens-Fahrzeugflotte
2012
Große Anfrage zum Hochwasserschutz
Schildtaufe in Hamburg  
Projekt „RISA“ im Internet 
2011
Hamburg ist „Umwelthauptstadt Europas 2011″ 
Energieeinsatz auf den Hamburger Kläranlagen
Klimaschutz auf Dradenau – Klärwerksteil Dradenau wird auf Energie- und CO2 sparende Technologie
Umfrage: 83 Prozent für Zustimmung des Senats zur Wattenmeer-Anmeldung
Blamage Hamburgs und Deutschlands
Wer ist Schuld am niedrigen Sauerstoffgehalt der Elbe?

Gemeinsames Projekt von Hamburg Wasser und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

105 364 Arzneimittel sind in Deutschland zugelassen, gut 35 000 davon frei verkäuflich – Tendenz steigend. Eine Vielzahl davon ist biologisch nicht abbaubar und für die Umwelt als toxisch einzustufen. Über Ausscheidung oder auch unsachgemäße Entsorgung gelangen sie ins Abwasser. Da Kläranlagen solche Stoffe nicht vollständig aus dem Abwasser entfernen können, finden Medikamentenreste den Weg in Flüsse und Bäche. Mit welchen technischen Lösungen dieser Herausforderung begegnet werden kann, möchten Hamburg Wasser und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) nun herausfinden. Dazu haben beide Unternehmen Anfang September einen Forschungscontainer auf dem Klinikgelände in Betrieb genommen, in dem unterschiedliche Behandlungsoptionen für das Abwasser erprobt werden. Die Versuche, die bis Ende 2023 durchgeführt werden, können wichtige Erkenntnisse im Kampf gegen Umweltschadstoffe und Resistenzgene liefern. Der Forschungscontainer bildet die biologischen Reinigungsstufen des Klärwerks Hamburg im Miniaturformat nach. Zusätzlich enthält er Stationen für die unterschiedlichen Filtrationsmethoden Ultrafiltration und Aktivkohlefiltration. Eine dritte Behandlungsoption, bei der die Umweltschadstoffe oxidativ entfernt werden sollen, wird im Laufe des Projekts ebenfalls im Container ausprobiert. Die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen wird durch eine begleitende Analytik ermittelt, die das Institut für Hygiene und Umwelt, HU, übernimmt. Weiterer Forschungspartner ist die HAW Hamburg, die die Untersuchungen wissenschaftlich begleitet und mit Versuchen zur Nanofiltration verfahrenstechnisch ergänzt.

(nach oben)


Simulation eines extremen Regenereignisses in Hamburg

Um die Folgen auch von extremen Starkregenereignissen besser zu verstehen und zu einer vorausschauenden Stadtplanung im Sinne der Klimafolgenanpassung beizutragen, hat der Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken und Ge- wässer (LSBG) in Abstimmung mit der Umweltbehörde eine modellbasierte Hochwassersimulation durchgeführt. Dabei wurden die Niederschlagsdaten des extremen Regenereignisses vom Juli 2021 im Ahrtal anhand von Computermodellen beispielhaft auf die Hamburger Gewässer Alster, Kollau und Wellingsbüttler Grenzgraben übertragen.  Hamburg ist in der Vergangenheit von heftigen Niederschlagsereignissen und Binnenhochwasser mit bereichsweise auch größeren Sachschäden betroffen gewesen. Mehr als 180 Starkregenereignisse wurden in den letzten zehn Jahren in Hamburg verzeichnet. Es ist davon auszugehen, dass infolge des Klimawandels die Häufigkeit und Intensität dieser Extremwetterereignisse zunimmt.
Die Ergebnisse der Simulation bestätigen die grundsätzlichen Aussagen des Hochwasserrisikomanagements zu den Auswirkungen seltener Hochwasserereignisse in Hamburg, die in den Gefahren- und Risikokarten aus dem Jahr 2019 und den Karten der Überschwemmungsgebiete ab dem Jahr 2015 dargestellt werden. Sie zeigen aber auch, dass bei einem Extremereignis wie dem im Ahrtal
im Juli 2021 die Hochwassergefahr infolge von Abflussmengen, Strömungsgeschwindigkeiten, Überschwemmung und Überflutung höher wäre. Trotz der großen Unterschiede bei den Randbedingungen hätte ein solches extremes Regenereignis auch in Hamburg erhebliche Auswirkungen. Verglichen mit den von der Flutkatastrophe im Ahrtal am stärksten betroffenen Region wäre in Hamburg wegen der unterschiedlichen Geländebeschaffenheit bei den untersuchten Einzugsgebieten jedoch eine weniger ausgeprägte Hochwasserdynamik mit geringeren Fließgeschwindigkeiten zu erwarten. Ein direkter Vergleich mit der Schadensbilanz im gesamten Ahrtal ist anhand der beispielhaften Berechnungen in Hamburg nicht möglich.

(nach oben)


Weltweit erste Phosphor-Recyclinganlage fertiggestellt

Hamburg Wasser und Remondis haben auf dem Hamburger Klärwerk angekün­digt, ab Januar 2021 den Betrieb der neu errichteten Anlage mit einer gut dreimo­natigen Einfahrphase zu starten. Das Projekt mit Vorzeigecharakter sei bislang weltweit einzigartig: In Hamburg werde Phosphor mit dem von Remondis entwi­ckelten TetraPhos®-Verfahren erstmals wirtschaftlich effizient und im großtech­nischen Maßstab aus Abwasser zurück­gewonnen. Jährlich soll die Anlage rund 20 000 Tonnen Klärschlammasche ver­werten und daraus rund 7000 Tonnen hochreine Phosphorsäure gewinnen. Beim TetraPhos®-Verfahren werden gleich mehrere marktfähige Sekundär­rohstoffe in gleichbleibender Qualität und Verfügbarkeit zurückgewonnen, so die Betreiber: Phosphor, Eisen-und Alu­miniumsalze und Gips.

(nach oben)


Hamburg: zehn Millionen Euro für „Unwetterfonds Bezirke“

Zehn Millionen Euro stellt Hamburg für einen „Unwetterfonds Bezirke“ zur Verfügung, mit dem die schweren Schäden, die das Himmelfahrts-Unwetter im Mai 2018 auf öffentlichem Grund angerichtet hat, behoben und eine Risikovorsorge gebildet werden sollen.Einen entsprechenden Beschluss hat der Hamburger Senat (Landesregierung) am 7.August 2018 mit der Fortschreibung des Haushaltsplans 2018 gefasst.Außerdem hat der Senat einen Bericht zu den Sanierungsanstrengungen der Stadt und ihrer Behörden und Betriebe beschlossen.Der Hamburger Finanzsenator sieht einen Sanierungsstau als „das Megathema dieser Dekade“, aber nun seien Fortschritte sichtbar.

[ nach oben ]


Hamburg Wasser und Remondis gründen Gesellschaft zur Phosphorrückgewinnung

Hamburg Wasser und Remondis Aqua haben am 26. März 2018 die Hamburger Phosphorrecyclinggesellschaft mbH gegründet. Die neue Gesellschaft setzt den Bau der nach eigenen Angaben weltweit ersten großtechnischen Anlage zur Rückgewinnung von Phosphor auf dem Klärwerk Hamburg um. 2020 soll die Anlage in Betrieb gehen und aus rund 20 000 Tonnen Klärschlammasche 6500 Tonnen hochreine Phosphorsäure gewinnen.
Der Gründung der Hamburger Phosphorrecyclinggesellschaft mbH ging eine zweijährige Pilotphase voraus, die Hamburg Wasser und Remondis im Jahr 2015 initiiert haben. Der Probebetrieb bestätigte die technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Verfahrens. Damit ist das Remondis TetraPhos®-Verfahren nach Ansicht der Projektpartner das derzeit einzig bekannte am Markt, das Phosphor wirtschaftlich zurückgewinnt. Das Projekt in Hamburg wird seit Herbst 2017 durch das Bundesumweltministerium gefördert.

[ nach oben ]


Klärwerk Hamburg soll „urbane Rohstoff-Mine“ werden

Auf dem Klärwerk Hamburg soll die weltweit größte und effizienteste Phosphorrecylinganlage entstehen. Auch die Energieerzeugung soll ausgebaut werden. Das kündigte der Sprecher Geschäftsführung von Hamburg Wasser, Michael Beckereit, im Rahmen einer Pressekonferenz an. Beckereit sprach in diesem Zusammenhang von einer „urbanen Rohstoffmine“. Zwei Jahre lang wurde auf dem Klärwerk Hamburg das von der Firma Remondis entwickelte TetraPhos®- Verfahren zur Rückgewinnung getestet. Jetzt soll es im großen Maßstab realisiert werden. Der Bau der Anlage soll 2018 beginnen, die Aufnahme des Regelbetriebs startet ein Jahr später. Dann können jährlich rund 20 000 Tonnen Klärschlammasche genutzt werden, um daraus das Industrieprodukt Phosphorsäure zu gewinnen. Weiter will Hamburg Wasser eine weitere Anlage zur Klärgasaufbereitung bauen. So soll ab 2019 noch mehr überschüssiges Methan in das städtische Erdgasnetz eingespeist werden können. Im Ergebnis will das Unternehmen seine Produktion städtischen Bio-Klärgases um 70 Prozent auf dann 41 Millionen Kilowattstunden steigern.

[ nach oben ]


„Strukturplan Regenwasser 2030“ vorgelegt

Der Klimawandel wird Hamburg mehr Starkregen bringen. Das hat der Deutsche Wetterdienst vorhergesagt. Um möglichen Überschwemmungen und überlaufenden Sielen besser zu begegnen, soll künftig immer weniger Regenwasser in die städtische Kanalisation fließen. Stattdessen soll der Regen in Hamburg künftig vor Ort versickern oder verdunsten. Das ist eines der Ergebnisse, die das Gemeinschaftsprojekt RegenInfra- StrukturAnpassung (RISA) erarbeitet hat. Um Mischwasserabschläge in die Hamburger Bäche und Flüsse zu vermeiden, wird es konkrete Maßnahmen zur Anpassung der bisherigen Entwässerungssysteme geben. Für 2016 sind unter anderem im Ohlendorffs Park in Volksdorf sowie in der Schimmelmannallee in Wandsbek Baumaßnahmen geplant. Für diese Projekte, die beispielgebend für weitere sein sollen, stellen die Behörde für Umwelt und Energie und Hamburg Wasser rund 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Michael Beckereit, Geschäftsführer von Hamburg Wasser, meint dazu: „Hamburg war die erste Stadt auf dem europäischen Kontinent, die eine zentrale Kanalisation bekommen hat. Nun sollten wir auch die ersten sein, die ein modernes Regenwassermanagement in die Stadtentwicklung integrieren.“ Die Projekte in Wandsbek und Volksdorf sind Teil des „Strukturplans Regenwasser 2030“, den das Projekt RISA jetzt als Abschlussbericht vorgelegt hat. Dieser enthält disziplinen- und behördenübergreifende Weichenstellungen und Empfehlungen für den künftigen Umgang mit Regenwasser in Hamburg. RISA wurde 2009 als kommunales Gemeinschaftsprojekt von Hamburg Wasser und der damaligen Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt gestartet, um auf die zunehmenden Zielkonflikte zwischen Klimawandel, Verkehrsentwicklung, Wohnungsbau, Wasserwirtschaft und Stadtentwässerung zu reagieren. Mit dem Bau von bis tausenden neuen Wohnungen Wohnungen pro Jahr sowie der Erschließung von Gewerbeflächen geht eine zunehmende Verdichtung und damit Versiegelung von Flächen einher. Gleichzeitig droht infolge des Klimawandels zukünftig häufiger Starkregen. Beides belastet die bestehenden Entwässerungsinfrastrukturen. Der Strukturplan Regenwasser 2030 fasst die Ergebnisse der fünfjährigen Projektarbeit zusammen und steht zum Download zur Verfügung: www.risa-hamburg.de

[ nach oben ]


Vierte Reinigungsstufe nicht notwendig

„Eine vierte Reinigungsstufe ist weder gesetzlich gefordert noch aufgrund entsprechender Grenzwertfestlegung für bestimmte Abwasserparameter notwendig.“ Das antwortete der Hamburger Senat auf die Frage von Grünen-Abgeordneten der Bürgerschaft (Drucksache 21/1242), ob der Senat Anstrengungen unternehme, „um mittels Klärmaßnahmen mit Pflanzenfiltern (‚biologische vierte Stufe‘) Rückstände von Arzneimitteln im Hamburger Wasser zu reduzieren“.

www.gfa-news.de/gfa/

[ nach oben ]


Pilotanlage zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche in Betrieb genommen

Hamburg Wasser und Remondis haben am 6. Juli 2015 eine Pilotanlage zur Rückgewinnung von Phosphor auf dem Klärwerk Hamburg in Betrieb genommen. Weltweit erstmals könne, so Hamburg Wasser, mit diesem Verfahren der wichtige Rohstoff, der sich in der Asche der Klärschlammverbrennung konzentriert, wirtschaftlich effizient recycelt werden. Langfristig soll die in Hamburg anfallende Klärschlammasche komplett verwertet werden, um Phosphor zurückzugewinnen. Eingesetzt wird das von Remondis entwickelte TetraPhos-Verfahren. Dieses löst nicht nur Phosphorsäure aus der Asche, sondern auch weitere mineralische Salze, die ebenfalls verwertet wer-den können. Wenn die Pilotversuche er-folgreich sind, will Hamburg Wasser gemeinsam mit Remondis eine Großanlage in Hamburg errichten und betreiben. Beim TetraPhos-Verfahren wird Klärschlammasche in verdünnter Phosphorsäure gelöst. Dabei erhöht die Asche die Phosphorsäurekonzentration, sodass insgesamt mehr Phosphorsäure entsteht. In einem vierstufigen Prozess werden anschließend Inhaltsstoffe wie Calcium, Aluminium und Eisen entfernt, die sich ebenfalls weiterverwerten lassen. So kann das Aluminium direkt im Klärwerk als Fällmittel genutzt werden. Der Zukauf von Fällsalzen könne in Hamburg dadurch künftig um voraussichtlich mehr als 30 Prozent gesenkt werden. Das gelöste Calcium kann als Gips abgetrennt und als Baustoff genutzt werden.

[ nach oben ]


Hamburg Wasser: Deutschlands erste und größte mit Klärgas betriebene Unternehmens-Fahrzeugflotte

Hamburg Wasser hat am 22. Oktober 2012 auf dem Gelände des Klärwerks Köhlbrandhöft Deutschlands erste und größte Unternehmens-Fahrzeugflotte präsentiert, die mit Biogas aus dem Klärprozess betankt wird. Den Kraftstoff für die 120 PKW erzeugt das kommunale Unternehmen selbst und nutzt dabei das Hamburger Abwasser als regenerative Quelle. Ein Teil des in Hamburg anfallenden Klärgases wird zu Biogas aufbereitet und in das Hamburger Gasnetz eingespeist. Sechs Prozent davon werden für den Betrieb der 120 Fahrzeuge umfassenden Gasflotte benötigt.

[ nach oben ]


Hamburg: Große Anfrage zum Hochwasserschutz

Wer sich für die Meinung des Hamburger Senats zu den Themen Hochwasserschutz, Überflutungen, Sturmfluten interessiert, dem sei die 16 Seiten umfassende Antwort des Senats auf eine Große Anfrage der FDP-Fraktion empfohlen (Bürgerschafts-Drucksache 20/3499 vom 5. April 2012).

Download: www.gfa-news.de Webcode: 20120514_003 A

[ nach oben ]


Schildtaufe in Hamburg

Das Innenstadt-Entlastungskonzept, das seit vielen Jahren größte Sielbauprojekt von Hamburg Wasser, schreitet seit dem 29. März 2012 unterirdisch voran: Jutta Blankau, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, hat im Alten Elbpark den Startschuss für den Rohrvortrieb gegeben. Mithilfe einer Vortriebsmaschine wird dabei ein neues Siel in bis zu 30 Metern Tiefe verlegt. Das Großprojekt hat ein Investitionsvolumen von rund 42 Millionen Euro. Die Bauarbeiten erfolgen bis 2015 und gliedern sich in vier Abschnitte. Ausgehend vom zentralen Bauschacht im Alten Elbpark arbeitet sich der Rohrvortrieb in drei Himmelsrichtungen vor. Die neu zu bauenden Siele messen bis zu 2,40 Meter Durchmesser. Wie im Berg- und Tunnelbaubau üblich, wurde die Vortriebsmaschine zunächst feierlich getauft. Taufpatin ist Jutta Blankau, wodurch das Schild der Maschine den Namen „Jutta“ trägt.

[ nach oben ]


Projekt „RISA“ im Internet

Das von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und Hamburg Wasser
gemeinsam aufgelegte Projekt RegenInfraStrukturAnpassung (RISA) präsentiert
seine Arbeit jetzt im Internet:

www.risa-hamburg.de

[ nach oben ]


Hamburg ist „Umwelthauptstadt Europas 2011″

Hamburg ist seit dem 15. Dezember 2010 offiziell „Umwelthauptstadt Europas 2011″. Dr. Manfred Jäger, Staatsrat für Stadtentwicklung und Umwelt, nahm in Brüssel den Titel symbolisch in Form des „Grünen Buchs“ in Empfang. Damit hat Stockholm als „Umwelthauptstadt Europas 2010″ den Staffelstab an Hamburg übergeben. Eines der zentralen Ziele der Umwelthauptstadt 2011 ist es, Bürgerinnen und Bürger für die Notwendigkeit des Klimaschutzes zu sensibilisieren. Den Anfang dafür machte der Bürgerauftakt in Hamburg am 14. Januar 2011. Ein Infopavillon für die Umwelthauptstadt 2011 befindet sich zwischen Hauptbahnhof und Kunsthalle am Ausgang Spitalerstraße. Er ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

www.umwelthauptstadt.hamburg.de
www.facebook.com/Hauptstadt.Hamburg

[ nach oben ]


Energieeinsatz auf den Hamburger Kläranlagen

Wer sich für den Energieeinsatz auf den Hamburger Klärwerken und für deren Kohlendioxidemissionen interessiert, findet zahlreiche Daten und Hintergrundinformationen in der sechs Seiten umfassenden Drucksache 19/7877 der Hamburger Bürgerschaft, mit der der Hamburger Senat auf die schriftliche Kleine Anfrage „Weniger CO2 und Energie durch verbesserte Abwassertechnik“ eines SPD-Abgeordneten in der Bürgerschaft antwortet.

www.buergerschaft-hh.de/parldok

[ nach oben ]


Klimaschutz auf Dradenau – Klärwerksteil Dradenau wird auf Energie- und CO2 sparende Technologie

Mit einem symbolischen Knopfdruck hat Umweltstaatsrätin Dr. Herlind Gundelach heute den Startschuss für die Umrüstung der biologischen Reinigungsstufe auf dem Klärwerk Dradenau gegeben. Die 16 Belebungsbecken werden bis 2011 mit energiesparender Druckbelüftung ausgestattet. Dadurch halbiert HAMBURG WASSER den Stromverbrauch dieser Reinigungsstufe auf jährlich ca. 18.000 Megawattstunden und spart damit rund 11.000 Tonnen CO2 ein.

Staatsrätin Dr. Herlind Gundelach: „Die Umrüstung ist eine zukunftsweisende Maßnahme, die Energie und damit CO2 einspart. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Hamburger Klimaschutzkonzepts und zeigt, dass der Senat seiner Vorreiterrolle für wirksamen Klimaschutz zielgerecht nachkommt.“

„Die Umrüstung ist mit veranschlagten 26 Millionen Euro eines der größten Investitionsvorhaben für den Hamburger Klärwerksverbund Köhlbrandhöft/Dradenau und leistet einen wirkungsvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz der Hansestadt“, sagte Dr. Michael Beckereit, HAMBURG WASSER-Geschäftsführer.

Die neue Technik verbraucht nur die Hälfte des Stroms im Vergleich zur Oberflächenbelüftung. Die von einem Gebläse erzeugte Druckluft wird über Rohrleitungen zu den am Beckenboden installierten Membranbelüftern geleitet und perlt als feine Blasen ins Abwasser hinein. Dieses feinblasige Eintragen des Sauerstoffs ist wesentlich energieeffizienter als das frühere Verfahren: Es wird doppelt soviel Sauerstoff je Kilowattstunde Strom im Wasser gelöst. Die Druckbelüftung erreicht zudem eine bessere Reinigungsleistung, da gezielter auf den tatsächlichen Sauerstoffbedarf im Becken reagiert werden kann.

Hintergrundinfo

Bei der biologischen Abwasserreinigung erledigen Mikroorganismen die Arbeit und zersetzen die nach der mechanischen Vorklärung im Abwasser verbleibenden Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen. Dafür benötigen sie pro Jahr rund 44.000 Tonnen Sauerstoff, der bisher durch so genannte Oberflächenbelüfter eingetragen wurde: Riesige Kreisel mit rund drei Metern Durchmesser rühren den Sauerstoff in das Abwasser ein. Diese Reinigungsstufe verursacht den höchsten Energiebedarf eines Klärwerks. Die Belüftungskreisel werden nun ersetzt. Da die Abwasserreinigung auch während der Umbauphase jederzeit aufrechterhalten werden muss, kann immer nur eines der Becken zurzeit außer Betrieb genommen werden. Die Umbauzeit beträgt deshalb drei Jahre.

HAMBURG WASSER Pressemitteilung vom 30. Januar 2008

Ihr Anprechpartner
Carsten Roth
Pressesprecher
Billhorner Deich 2, 20539 Hamburg
Telefon 040 / 78 88 – 23 88

[ nach oben ]


Umfrage: 83 Prozent für Zustimmung des Senats zur Wattenmeer-Anmeldung

Hamburg – Eine überwältigende Mehrheit der Hamburger Bürgerinnen und Bürger will, dass der Senat dem Welterbe-Antrag für das Wattenmeer zustimmt. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts IPSOS im Auftrag des WWF. Am Dienstag entscheidet die Landesregierung über ihre Haltung zum Welterbe-Antrag, der bereits von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und den Niederlanden unterstützt wird. Ein Nein Hamburgs würde bedeuten, dass das Wattenmeer für lange Zeit – vermutlich sogar für immer – seine Chance auf den Welterbe-Titel einbüßt.
„Auch die Bürger wollen das Welterbe Wattenmeer. Die Bedenkenträger stehen allein auf weiter Flur“, erklärte WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes. „Wir erwarten, dass der Senat dem Antrag zustimmt. Alles andere wäre eine umweltpolitische Bankrotterklärung.“ Das Umfrageergebnis zeige, wie hoch das Ansehen des Welterbe-Titels in der Hamburger Bevölkerung sei. 83,3 Prozent der Teilnehmer hatten auf die Frage „Sollte der Hamburger Senat, Ihrer Meinung nach, den Weltnaturerbe-Antrag für das Wattenmeer unterstützen?“ mit Ja geantwortet. Per Telefon wurden vom 10. bis 12. Januar 508 volljährige Hamburger Bürgerinnen und Bürger interviewt.
Die Befürchtung der Hamburger Wirtschaftsbehörde, der Welterbe-Titel für das Wattenmeer ändere die Bedingungen für eine Genehmigung der Elbvertiefung, ist nach Ansicht des WWF unbegründet. Erstens sei die Planung eines Ausbaus der Elbe ausführlich im Welterbe-Antrag erwähnt. Zweitens lägen weder der Hamburger Hafen noch die Unterelbe im Welterbe-Gebiet. Drittens gelte für die Elbvertiefung das deutsche und europäische Naturschutzrecht – das Welterbe setze keine neuen rechtlichen Maßstäbe.
Hintergrund zur Meinungsumfrage: Folgende Frage wurde vom IPSOS-Telefonstudio trend-test gestellt: „Kurz zum Hintergrund: Das Wattenmeer an der Nordseeküste gilt mit seinen großen Wattflächen, den Seehunden und den vielen Seevögeln als ein besonders wertvolles Naturgebiet – ähnlich wie der Grand Canyon oder die Galapagosinseln. Aus diesem Grund soll es eventuell den Titel „Weltnaturerbe“ bekommen. Die Niederlande und Deutschland haben dafür seit langem einen gemeinsamen Antrag bei der UNESCO vorbereitet. Hierbei ist auch Hamburg mit seinem Nationalpark zwischen Cuxhaven und der Insel Neuwerk beteiligt. Kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist überlegt Hamburg, seine Unterstützung für den Welterbe-Antrag zurückzuziehen. Dann wäre aber ein Welterbe-Titel auch für das übrige Wattenmeer kaum noch erreichbar. Grund ist die Befürchtung des Hamburger Senats, dass der Welterbe-Titel eine Genehmigung der Elbvertiefung erschweren könnte. Die Befürworter des Welterbe-Antrags in den anderen Ländern sagen dagegen, dass der Welterbe-Titel keinen Einfluss auf die Genehmigung der Elbvertiefung hätte. Sollte der Hamburger Senat, Ihrer Meinung nach, den Weltnaturerbe-Antrag für das Wattenmeer unterstützen?
Antworten: 83,3 % Ja / 9,8 % Nein / 6,9 % Keine Angabe/Weiß nicht

[ nach oben ]


Blamage Hamburgs und Deutschlands

Hamburg: Zur heute bekannt gewordenen Weigerung des Hamburger Senats, den Weltnaturerbe-Antrag Deutschlands und der Niederlande für das Wattenmeer zu unterstützen, erklärte WWF-Wattenmeerexperte Dr. Hans-Ulrich Rösner: „Der Hamburger Senat blamiert sich und Deutschland bis auf die Knochen. Das ist ein umweltpolitischer Offenbarungseid. Nach 16 Jahren Debatte so ein Projekt kurz vor der Unterschriftsreife zu stoppen, ist dreist. Hamburg hätte alle Zeit der Welt gehabt, seine unnötigen Bedenken aus dem Weg zu räumen. Wir bitten Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie die Bundesregierung und die Niederlande, doch noch einen Weg zu finden, das Wattenmeer auch ohne Hamburg als UNESCO-Weltnaturerbe anzumelden. Ein so wertvolles Projekt darf nicht der Kurzsichtigkeit eines Bundeslandes geopfert werden – zumal das Hamburger Wattenmeer nur einen kleinen Teil des Gesamtgebietes ausmacht. Der Weltnaturerbe-Titel wäre nicht nur eine Auszeichnung für ein weltweit einmaliges Naturgebiet und eine internationale Annerkennung von mehreren Jahrzehnten erfolgreicher Naturschutzarbeit. Es würde auch das Wattenmeer noch attraktiver für Touristen machen und so neue Arbeitsplätze schaffen.“ Nach einer heute veröffentlichten IPSOS-Umfrage im Auftrag des WWF sprechen sich 83 Prozent der Hamburger Bürgerinnen und Bürger für das Welterbe Wattenmeer aus.
WWF-Pressemitteilung

Ralph Kampwirth
WWF-Pressestelle
Tel. 040-530200118
Mobil 0162-2914473

[ nach oben ]


Wer ist Schuld am niedrigen Sauerstoffgehalt der Elbe?

Einträge aus Landwirtschaft und gereinigtes Abwasser sind die Ursache für den niedrigen Sauerstoffgehalt, der zu massivem Algenwachstum im Ober- und Mittellauf der Elbe geführt hat, sagte Hamburgs Umweltsenator Gadaschko Mitte Juni nach einem Messflug der ARGE Elbe. Er hatte sich dabei einen Überblick über den ökologischen Zustand verschafft.

Der Sauerstoffgehalt sei mit Werten zwischen 3,7 und 1,5 Milligramm pro Liter sehr niedrig. Weder die letzte Elbvertiefung noch die Zuschüttung des Mühlenberger Lochs seien für den niedrigen Sauerstoffgehalt verantwortlich. “ Die Sauerstoff Problematik ist saisonal begrenzt, im Frühjahr, Herbst und Winter sind die Werte für die Fischfauna unkritisch “ sagte der Senator.

[ nach oben ]


Meldungen der VSA

0
Meldungen der VSA 2021Meldungen der VSA 2022Meldungen der VSA 2023

2024


Drei wichtige Wasserakteure werden Blue Community

Der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute VSA, die Eawag und die Hunziker Betatech AG HBT anerkennen Wasser als öffentliches Gut und als Menschenrecht, bekennen sich zu Leitungswasser und werden Blue Community. Gleichzeitig spannen Blue Community Schweiz mit dem Netzwerk Solidarit’eau Suisse zusammen und nutzen Synergien. Neu führt der VSA zusammen mit Partnern die Geschäftsstelle der Blue Community Schweiz.
Wasser als öffentliches Gut, Wasser als Menschenrecht, Leitungswasser trinken statt aus der Flasche sowie internationale Solidarität und ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser: So lassen sich die Kernanliegen der Blue Communities zusammenfassen. Heute gehören rund 40 Städte, Universitäten, Kirchgemeinden, Gewerkschaften und NGO zum Netzwerk der Blue Community Schweiz. Mit dem Branchenverband VSA, dem Wasserforschungsinstitut Eawag und der Hunziker Betatech AG HBT kommen drei wichtige Schweizer Wasserakteure mit Strahlkraft für die gesamte Wasserbranche hinzu.
Für Stefan Hasler, Direktor des VSA, ist das Engagement als Blue Community eine Herzenssache: «Der VSA setzt sich seit vielen Jahrzehnten für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser ein. Die vier Grundsätze von Blue Community decken sich vollständig mit unserem Engagement. Deshalb wollen wir diese starke Marke weiterentwickeln und uns dafür einsetzen, dass es in der Schweiz in wenigen Jahren 400 statt nur 40 Blue Communities gibt.»
Benjamin Lüthi, Mitglied der Geschäftsführung der Hunziker Betatech AG HBT erläutert das Engagement von HBT mit folgenden Worten: «Wasser ist spannend, begeisternd und manchmal komplex – auch mit einem Erfahrungsschatz von über sechs Jahrzenten, den wir im Bereich Abwasser und Gewässerschutz in der Firma haben. Wir fühlen uns mitverantwortlich, der wertvollen Ressource Wasser eine Stimme zu geben. Zusammen mit den anderen Mitgliedern der Blue Community möchten wir Sorge tragen, dass dieses Ziel erreicht wird.»
Für Christian Stamm, den stellvertretenden Eawag-Direktor, ist die Aufnahme der Eawag in die Blue Community «fast zwingend nötig». Schliesslich, so Stamm, habe die Eawag den Gewässerschutz in der Schweiz seit den 1930er Jahren massgeblich mitgeprägt. «Vor allem, haben wir uns immer dafür eingesetzt, den Lebensraum und die Ressource Wasser umfassend zu verstehen, Probleme frühzeitig aufzuzeigen und gemeinsam mit der Praxis und den Behörden breit akzeptierte Lösungen zu entwickeln», sagt Stamm.

Blue Community Schweiz und Solidarit’eau Suisse ergänzen sich
Der VSA führt bereits seit 1. Januar 2021 zusammen mit dem Service de l’eau Lausanne das Sekretariat von Solidarit’eau Suisse. Ziel dieser Initiative ist es, Schweizer Gemeinden zu ermöglichen, ihre Solidarität mit Ländern des Globalen Südens zu zeigen, indem sie Projekte für den Bau von Brunnen, Leitungen und sanitären Anlagen sowie Aufklärungskampagnen im Bereich Hygiene fördern. Solidarit’eau Suisse ist für Blue Communities, welche nicht über eigene Fachleute zur Evaluation/Pflege einer internationalen Partnerschaft verfügen, das ideale Werkzeug zur Umsetzung des Grundsatzes Nr. 4 «Förderung internationaler Partnerschaften im Trink- oder Abwassersektor». Daher spannen Blue Community und Solidarit’eau Suisse zusammen. Innerhalb des Sekretariats der Blue Community Schweiz übernimmt der VSA eine tragende Rolle und betreut weiterhin die Projektplattform Solidarit’eau Suisse.
https://www.eawag.ch/de/info/portal/aktuelles/news/drei-wichtige-wasserakteure-werden-blue-community/

(nach oben)


Emmetten: VSA-PEAK-Wassertage

5. Juni 2024 – 26. Juni 2024, 9:00 Uhr – 17:00 Uhr
Die «NettoNull-Kläranlage»
«Die Schweiz soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden», so kommentiert das BAFU das vom Volk angenommene Klimaschutzgesetz (Abstimmung vom 18.06.2023). Dies betrifft auch Kläranlagen. Zentrale Punkte der Planung der «NettoNull-Kläranlage» werden erläutert, relevante verfahrenstechnische Optionen erklärt sowie der Betrieb und die Berichterstattung diskutiert. Die Tagung richtet sich primär an Planer, Entscheidungsverantwortliche und Betreiber von Kläranlagen. Die zwei Tage mit Übernachtung am bewährten Standort Emmetten dienen zudem als Austauschplattform der Branche.
Leitung: Dr. Adriano Joss, Roman Bieri (Abwasserverband Region Lenzburg), Edith Durisch (AWEL), Fabrice Bachmann (GVRZ)
Kurssprache: Deutsch

(nach oben)


VSA-Fachtagung Unsere Gewässer schützen: Erkenntnisse und Entwicklungen rund um Industrieabwasser

Mikroverunreinigungen im industriellen und gewerblichen Abwasser sind in den letzten Jahren in den Fokus geraten. Diese Fachtagung gibt einen Überblick über aktuelle Themen in diesem Bereich, über interessante Möglichkeiten, um betriebliches Abwasser zu charakterisieren, sowie Beispiele von betrieblichen Abwasserbehandlungen. Wir schauen zudem, was sich im Ausland in dieser Thematik tut. Mehr:
https://www.eawag.ch/de/info/agenda/detail/?tx_sfpevents_sfpevents%5Bcontroller%5D=Events&tx_sfpevents_sfpevents%5Bevent%5D=2471&cHash=3c0971a1fa16077d1599f85d574312d6

(nach oben)


Bern: Das Abc des GSchG – Teil Abwasserrecht

Gewässerschutzfachleute gewinnen Einblick in die wichtigsten Bestimmungen der eidg. Gewässerschutzgesetzgebung (GSchG und GSchV) und die VSA-Richtlinien und -Empfehlungen. Praxisbeispiele illustrieren, wie die Gewässerschutzgesetzgebung konkret umgesetzt wird. Mehr:
https://vsa.ch/

(nach oben)


Stellungnahme zur Abfallverordnung: Vorsorglicher Ressourcenschutz nicht verhandelbar

Für eine sichere und nachhaltige Trinkwasserversorgung sind wir auf saubere Grundwasservorkommen zwingend angewiesen, die uns auch in der Zukunft zur Verfügung stehen. Die vorliegende Änderung der Abfallverordnung schwächt nach Auffassung des Verbandes Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute VSA die Ziele des vorsorglichen Ressourcenschutzes und würde die Resilienz der künftigen Wasserversorgung schwächen. Grundwasserschutz garantieren Eine bedingte Ausdehnung […]

https://vsa.ch/medienmitteilungen/

(nach oben)


Fachtagung Mikroverunreinigungen auf ARA

Fachtagung «Mikroverunreinigungen auf ARA: Erfahrungen und Ausblick»

Der ARA-Ausbau schreitet voran und es ist Zeit für eine Zwischenbilanz. Wir schauen zurück und lernen aus den bisherigen Erfahrungen: Welche Verfahren haben sich bewährt und setzen sich durch? Was gilt es zu beachten bei deren Betrieb? Wie kann die Reinigungsleistung überwacht werden? Wie wirkt sich der Ausbau auf die Gewässer aus?
Wir blicken auch in die Zukunft mit der aktuell in Diskussion stehenden zweiten Ausbauetappe gemäss der Motion Mikroverunreinigungen. Denn die Politik fordert eine Anpassung der Ausbaukriterien, so dass durch die Einleitungen von ARA keine stoffspezifischen Grenzwerte (z.B. Diclofenac) in den Gewässern überschritten werden. Wir informieren über den aktuellen Stand dieses Prozesses.
Die Tagung bietet viele Gelegenheiten für den Austausch mit Fachleuten und Interessierten.

• Program Conference Micropollutants
• Registration form
• Die gleiche Fachtagung wird ebenfalls in Lausanne am 26. März 2024 stattfinden.
• Kläranlagen-Betreibende und -Verbände, Behörden, Planende, Ausrüstende, Forschung, internationales Fachpublikum.
• Tagungsinhalte:
• Der ARA-Ausbau schreitet voran und es ist Zeit für eine Zwischenbilanz. Wir schauen zurück und lernen aus den bisherigen Erfahrungen. Wir schauen aber auch, was die Motion zu den Mikroverunreinigungen mit sich bringt und was international in dieser Thematik läuft.

(nach oben)


Fachtagung Unsere Gewässer schützen: Erkenntnisse und Entwicklungen rund um Industrieabwasser

Diese Fachveranstaltung widmet sich den aktuellen Themen rund um Industrieabwasser in der Schweiz. Fachleute präsentieren Neuigkeiten aus dem Vollzug, interessante Möglichkeiten, um betriebliches Abwasser zu charakterisieren und Beispiele von betrieblichen Abwasserbehandlungen. Wir schauen zudem, was sich im Ausland in dieser Thematik tut.
Diese Fachtagung bietet viele Gelegenheiten für den Austausch zwischen Fachleuten und Interessierten.
Anmeldeschluss: 23. April 2024

https://vsa.ch/Veranstaltungen/fachtagung-unsere-gewaesser-schuetzen-erkenntnisse-und-entwicklungen-rund-um-industrieabwasser/?event_thema=fachtagungen-und-andere

(nach oben)

Abwasser-Surveilliance: Neues Dashboard der EU zur Verfolgung von Infektionskrankheiten

0

Das neue European Wastewater Surveilliance Dashboard bietet nahezu Echtzeit-Einblicke in die Ausbreitung von Krankheitserregern, so die EU-Kommission und das Joint Research Centre (JRC) in einer Mitteilung Ende Januar 2025. Das Dashboard zeigt Daten aus der gesamten EU an, indem bestehende nationale und forschungsbasierte Dashboards zusammengeführt werden. So sollen die Gesundheitsbehörden bei ihren Bemühungen unterstützt werden, Krankheitsausbrüche zu verfolgen, vorherzusagen und umgehend darauf zu reagieren.

Das Dashboard wurde vom EU Wastewater Observatory for Public Health des JRC in Zusammenarbeit mit der europäischen Health Emergency Prepardness and Response Authority (HERA) entwickelt. Gemäß der überarbeiteten EU-Kommunalabwasserrichtlinie müssen die Mitgliedstaaten künftig nationale Systeme für die Überwachung des kommunalen Abwassers zur Überwachung der Parameter der öffentlichen Gesundheit einrichten, um im Fall einer Notlage im Bereich der öffentlichen Gesundheit eine rasche Entscheidungsfindung zu unterstützen. Durch die Verfolgung der Verbreitung von Krankheitserregern kann die abwasserbasierte Überwachung den Gesundheitsbehörden einen Vorsprung bei der Identifizierung potenzieller Krankheitswellen verschaffen und bekannte Virusvarianten erkennen, bevor sie in klinischen Umgebungen auftreten.

mehr: https://www.gfa-news.de/news/abwasser-surveilliance-neues-dashboard-der-eu-zur-verfolgung-von-infektionskrankheiten
https://wastewater-observatory.jrc.ec.europa.eu/

Aus Russland

0

Zurück zur Übersicht Aus der EU und aller Welt


Russlands verfallende Städte und Dörfer

Keller, die seit Jahren unter Wasser stehen. Kläranlagen, die nicht funktionieren. Fernwärmeleitungen, die regelmäßig platzen. Russlands kommunale Infrastruktur ist in einem beklagenswerten Zustand
„Wir Russen sind sehr duldsam, wir erdulden und erdulden“, sagt die 65-jährige Olga Jeremina dem STANDARD und deutet auf die marode Kläranlage ihres Dorfes. Die Rohre sind durchgerostet, ein großer Teil des Abwassers fließt ungeklärt in den Wald. „Die Eltern hier sollten ihre Kinder nicht in die Schule bringen, die Toiletten sind außer Betrieb. Und das passiert sehr häufig“, sagt Olga. Doch sie erduldet das nicht, will sich damit nicht abfinden. Schreibt Eingaben, telefoniert mit Verantwortlichen. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen.

mehr: https://www.derstandard.at/story/3000000269905/russlands-verfallende-staedte-und-doerfer?ref=rss

(zurück)