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Meldungen aus der Schweiz 2021

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Oktober 2021
Windisch Wo das Abwasser im preisgekrönten Bau gereinigt wird
September 2021
St. Gallen Kläranlagen filtern Mikro-Verunreinigungen aus dem Wasser
Aargau Pioniere im Phosphor-Recycling – Abwasser soll Schweizer Landwirtschaft helfen
Juli 2021
St. Gallen Innovationspreise für vorbildliche Energienutzung 2020/2021
April 2021
Dürrenroth Der Klärwärter mit dem richtigen Riecher
Februar 2021
Zürich Kampf gegen die Pandemie – Erfolgreiche Virenjagd im Zürcher Abwasser
Januar 2021
Egg-Oetwil Grosstechnische Umsetzungen
Davos Solarfaltdach erhöht Stromproduktion
Aarburg Der grösste Kredit in der Geschichte der ARA

 


Windisch: Wo das Abwasser im preisgekrönten Bau gereinigt wird

Beim Neubau der Kläranlage in Windisch wurde besonders auf die Architektur geachtet. Ist das für einen Zweckbau nötig?

Die Kläranlage Wasserschloss am aargauischen Windisch hat kürzlich den «Best Architects Award» erhalten, einen der renommiertesten Architekturpreise im deutschsprachigen Raum. «Die Kläranlage bildet…mehr:

https://www.srf.ch/news/schweiz/ausgezeichnete-architektur-wo-das-abwasser-im-preisgekroenten-bau-gereinigt-wird

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St. Gallen: Kläranlagen filtern Mikro-Verunreinigungen aus dem Wasser

-Die beiden Kläranlagen St. Gallen-Hofen und Steinach-Morgental haben am Mittwoch eine zusätzliche Reinigungsstufe in Betrieb genommen. Neu werden auch kleinste Spuren von Medikamenten, Chemikalien, Waschmitteln, Kosmetika und Farben aus dem Wasser gefiltert. Mehr…

https://www.volksblatt.li/nachrichten/Schweiz/Politik/sda/6353647/klaranlagen-filtern-mikro-verunreinigungen-aus-dem-wasser

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Aargau: Pioniere im Phosphor-Recycling – Abwasser soll Schweizer Landwirtschaft helfen

Eine Aargauer Kläranlage macht beim vom Bund vorgeschriebenen Phosphor-Recycling vorwärts, denn die Zeit drängt.

Phosphor, das Element mit der Nummer 15 im Periodensystem, ist für das Leben auf der Erde unverzichtbar, betont Kaarina Schenk, Dozentin für Umweltchemie an der Fachhochschule Nordwestschweiz: «Phosphor ist für alle Lebewesen essenziell und kann nicht durch andere Elemente ersetzt…mehr:

https://www.srf.ch/news/schweiz/pioniere-im-phosphor-recycling-abwasser-soll-schweizer-landwirtschaft-helfen

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St. Gallen: Innovationspreise für vorbildliche Energienutzung 2020/2021

InfraWatt-Innovationspreise gehen an Basler Energieversorgerin IWB und Kläranlage in St. Gallen
Yverdon – Kehrichtverwertungsanlagen und Abwasserreinigungsanlagen entsorgen nicht nur Abfall und Abwasser, sie produzieren auch Strom und Wärme. Um die Umsetzung vorbildlicher Energiesysteme weiter zu verbreiten, vergibt InfraWatt jährlich einen Innovationspreis. Für den Bereich Abfall ging die Auszeichnung diesmal an IWB für die zusätzliche Gewinnung von Abwärme für Fernwärme mittels neuartiger Rauchgaskondensation. Für den Bereich Abwasser erging der Preis an die Kläranlage Hofen der Stadt St. Gallen für die erfolgreiche Realisierung der weitsichtigen Energiestrategie mit einem umfassenden Massnahmenpaket

Der Verein InfraWatt setzt sich für die Energienutzung aus Abwasser, Abfall, Abwärme und Trinkwasser ein. In diesem Jahr konnte Präsident Filippo Lombardi anlässlich der InfraWatt-Generalversammlung in Bern gleich zwei Innovations-Preise übergeben.

Innovationspreis 2020, Bereich Abfall
„Rauchgaskondensation zur Gewinnung von CO2-neutraler Fernwärme“

Das Projekt der zweistufigen Rauchgaskondensation der Industriellen Werke Basel IWB ist bisher einmalig in der Schweiz und wurde zusammen mit der Firma Ramboll AG geplant und realisiert.

IWB betreibt in Basel ein rund 118 Kilometer langes Fernwärmenetz, das als schweizweit grösste „städtische Zentralheizung“ gilt. Bei der Kehrichtverwertungsanlage KVA und den beiden Holzheizkraftwerken konnte die Abwärmenutzung dank der neuartigen Rauchgaskondensation bedeutsam gesteigert werden: warme Rauchgase werden in sogenannten Kondensationswäschern abgekühlt und die freiwerdende Kondensationswärme wird zum einen durch Direktkondensation, zum anderen mittels Absorptionswärmepumpe für die Vorwärmung des Fernwärmewassers genutzt. Total wurden rund CHF 13 Mio. investiert. Mit dem System wird die Abwärmenutzung um 60 Millionen kWh/a erhöht, womit vergleichsweise zusätzlich rund 4’000 Einfamilienhäuser à 4 Personen1 mit CO2-neutraler Fernwärme versorgt werden können.  

Den Ausschlag für die Wahl des Innovationspreises gab die Neuartigkeit, die grosse Wirkung und dass dieses System bei vielen der rund 30 KVA in der Schweiz angewendet und damit etwa 350 Mio. kWh/a Wärme gewonnen werden könnten.

Neben IWB stachen zwei weitere innovative Projekte hervor: Die KVA der Region Zofingen ERZO, welche ein Hallenbad mittels Latentwärmespeicher beheizt sowie das 25-Tonnen-Elektrofahrzeug der Firma designwerk für die Abfallsammlung in der Stadt Thun.

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ARA Dürrenroth: Der Klärwärter mit dem richtigen Riecher

Markus Flükiger betreute die Kläranlage Dürrenroth vom Anfang bis zum Schluss. Vieles hat er den Kanal hinabfliessen sehen. Und er erkannte am Geruch, wenn etwas nicht stimmte. Mehr:

https://www.bernerzeitung.ch/der-klaerwaerter-mit-dem-richtigen-riecher-906589420655

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Zürich: Kampf gegen die Pandemie – Erfolgreiche Virenjagd im Zürcher Abwasser

Seit einem Jahr sucht die EAWAG in Kläranlägen nach Corona-Viren. Die Zahlen sind zuverlässig, bald folgt ein Ausbau.

Seit Februar 2020 untersuchen Forscherteams der eidgenössischen Wasserforschungs-Anstalt EAWAG und der ETH Lausanne in zwei Kläranlagen Abwasser auf Corona-Viren. Mit Erfolg. Aus den Ausscheidungen von etwa 700’000 Menschen können die Forscher zuverlässig…mehr:

https://www.srf.ch/news/schweiz/kampf-gegen-die-pandemie-erfolgreiche-virenjagd-im-zuercher-abwasser

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Egg-Oetwil/CH:  Grosstechnische Umsetzungen

Inbetriebnahme PAK-Dosierung ARA Egg-Oetwil
Im vergangenen Sommer konnte die MV-Stufe der ARA Egg-Oetwil am See in Betrieb genommen werden auf Basis einer Verfah-rensführung «PAK vor Sandfilter» (2-Schicht-Filter, mit Rückführung des Schlammwassers in die Biologie.

Die Filtration und auch ein Reaktionsbecken – ursprünglich angedacht für eine Ozonung – wurden schon einige Jahre vorher erstellt. Das aktuelle Projekt umfasste dementsprechend im Wesentlichen die Ausrüstung für die PAK-Lagerung und Dosierung, für das Reaktions-becken und kleinere Anpassungen an der Filtration.

https://micropoll.ch/Mediathek/newsletter-n17/

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ARA Davos: Solarfaltdach erhöht Stromproduktion

Die «Energiestadt» Davos setzt auf die Kraft der Davoser Sonne und nimmt einen weiteren Schritt in Richtung Energieautarkie. So ist über der ARA Davos die erste alpine Solarfaltdach-Anlage auf über 1’500 m ü. M. realisiert worden.

Unter der Anwesenheit von Landammann Tarzisius Caviezel und Gemeindevertretern konnte ARA Betriebsleiter Markus Wendler die Inbetriebnahme im November 2020 offiziell starten. Damit steht in Graubünden – nach Chur – nun die zweite Solarfaltdach-Anlage im Kanton. Das Davoser Solarfaltdach hat 252 kWp installierte PV-Leistung und wird – nach den nun folgenden Testphasen – im Schnitt jährlich 255’000 kWh Strom produzieren. Davon wird die ARA Davos rund 93 Prozent selber verbrauchen.

Lösung gegen die Winterstrom-Lücke
«Die Gemeinde Davos prüft laufend den Einsatz von lokalen erneuerbaren Energiequellen», sagt Landammann Tarzisius Caviezel. «Da Photovoltaik gerade in alpinen Berggebieten besonders effizient ist, fördern wir deren Ausbau in Davos.» Bedingt durch die Höhenlage auf 1’560 m ü. M. und durch die generell tiefen Temperaturen produzieren Solaranlagen hier besonders effizient. Weil Schnee das Sonnenlicht reflektiert, sind die Voraussetzungen für Photovoltaik-Anlagen im Landwassertal ideal.

Effiziente Stromproduktion auch nach Schneefall
Während konventionelle PV-Anlagen nach Schneefall vom Schnee bedeckt bleiben und keinen Strom produzieren, punktet das Solarfaltdach mit seinem Faltmechanismus. Betriebsleiter Markus Wendler erklärt: «Durch einen Meteo-Algorithmus wird das Solarfaltdach bei Schneefall, Sturm und Hagel vollautomatisch eingefahren. So werden die Module geschützt und bleiben schneefrei. Zusätzlich reduziert der Schatten der Anlage die Algenbildung in den Klärbecken und steigert den Komfort der Mitarbeiter bei der Wartung im Sommer».

https://www.aquaetgas.ch/wasser/abwasser/20201203_solarfaltdach-%C3%BCber-der-ara-davos-erh%C3%B6ht-die-winterstrom-produktion/

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Aarburg: Der grösste Kredit in der Geschichte der ARA

Aarburg: Der grösste Kredit in der Geschichte der ARA
In der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Aarburg wird das Abwasser aus sieben Gemeinden in drei Kantonen gereinigt.
Die Abgeordneten befinden am 15. September über den Kredit für die Erweiterung der biologischen Reinigungsstufe.
 
Becken reiht sich an Becken. In ihnen blubbert Wasser, …mehr:

https://zofingertagblatt.ch/?id=288684&Der+gr%C3%B6sste+Kredit+in+der+Geschichte+der+ARA+Aarburg

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Neue Bücher 2023

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Abwasserreinigung
Schlammbehandlung und Klärschlamm
Labor 
Biogas, Energie und Klima
Kanalisation und zur Entwässerung
Arbeitssicherheit und Gesundheit
DWA
Wasserwirtschaft
Aus- und Weiterbildung
Instanthaltung
Recht
 
Abwasserreinigung 
Ukrainische Ausgabe des Klärwärter-Taschenbuchs erschienen
CIT Sonderband: Neue Entwicklungen in der Membrantechnik 
2. Auflage: Phosphorelimination – Optimierung auf Kläranlagen 
Phosphorelimination und -rückgewinnung – weltweite Entwicklungen  
Hartinger Handbuch Abwasser-und Recyclingtechnik  
Neuauflage des Imhoff-Taschenbuchs: ein äußerst nützliches Nachschlagewerk 
Abwasserrecycling: Technologien und Prozesswassermanagement  
Mengen und Trockenrückstand von Rechengut kommunaler Kläranlagen  
Grundlagenwerke der Abwassertechnik für das Betriebspersonal  
Betrieb von Kläranlagen-Grundkurs  
Sandfang-Leitfaden  
Ermittlung einer vollständigen Kohlenstoffbilanz hinsichtlich des energieautarken Betriebes des Klärwerkes Wuppertal-Buchenhofen : Interdisziplinärer Ansatz unter Berücksichtigung rechtswissenschaftlicher und nachhaltiger Aspekte 
Dissertationen Stickstoffelimination aus Schlammwasser
Standardbuch über Ozonung von Wässern  
Das neue Standard-Fachbuch zur Adsorption  
Normgerechte Abscheideranlagen für Leichtflüssigkeiten 
Verhalten von Fetten im Abwasser und Abfall  
Abwasserreinigung: Umweltrechtliche und verfahrenstechnische Betrachtungen  
Dichte Flocken: Mikrosand für eine intensive Abwasserklärung auf kleinstem Raum 
Simulation biochemischer Prozesse in der Siedlungswasserwirtschaft 
Grundlagen für den Betrieb von Belebungsanlagen mit gezielter Stickstoff- und Phosphorelimination 3. Auflage 
VEOLIA Handbuch Wasser 
Mathematische Simulation biochemischer Prozesse in der Siedlungswasserwirtschaft
Biologie der Abwasserreinigung 
Das Klärwärter-Taschenbuch in der 16. Auflage 
Ozonisierung in der Wasser- und Abwasserbehandlung 
Industrieabwasserbehandlung 
Klärwärter-Taschenbuch 
Kommunale Kläranlagen- Bemessung Erweiterung, Optimierung, Betrieb und Kosten 
DIN-Taschenbuch 152
DIN Fachbericht CEN/TR 12566-5 – Januar 2009
Umweltschutztechnik
Praxisleitfaden: Funktionsstörungen auf Kläranlagen
Behandlung von Industrie- und Gewerbeabwasser
Bewertung von Verfahrensstufen zur Abwasseraufbereitung für die Wiederverwendung  
Unternehmensbenchmarking als Bestandteil der Modernisierungsstrategie – Kennzahlen und Auswertungsgrundsätze  
Bewertung von Verfahrensstufen zur Abwasseraufbereitung für die Wiederverwendung
Rechengutbehandlung an Gewässern  
Perfluorierte Tenside in Abwasser und Abfällen
Betriebstagebuch für Kläranlagen
Fortschrittliche Abwasser- und Schlammbehandlungsanlagen verbessern das Betriebsergebnis
Betriebsstörungen auf Kläranlagen
Contracting im Prozesswassermanagement
Industrieabwasserbehandlung
„Neue Maschinen- und verfahrenstechnische Möglichkeiten zur Einsparung von Betriebskosten bei der Abwasserbehandlung“
Technische, ökologische und soziale Aspekte moderner Abwasserbehandlung
Neu: Der Imhoff
Blähschlamm, Schwimmschlamm, biologische Zusatzstoffe
Betriebsoptimierung von Belebungsanlagen
Der Tagungsband Karlsruher Flockungstage 2006
Schlammbehandlung und Klärschlamm
DWA-Themen T 1/2015: Schlammfaulung oder gemeinsame aerobe Stabilisierung bei Kläranlagen kleiner und mittlerer Größe
Xylem: „Handbuch der Schlammförderung“
Konstruktionsmethodische Entwicklung und Prozessoptimierung eines Roboters zur Biomasse- und Klärschlammbehandlung
Organische Schadstoffe in Klärschlämmen und anderen Düngemitteln
Report Klärschlamm  
Maßnahmen zur Minderung des Schäumens in Faulbehältern unter besonderer Berücksichtigung der Klärschlammdesintegration
Schlammbehandlung, -verwertung und -beseitigung
Anlage zum Betriebstagebuch für Kläranlagen mit Faulbehälter
Fortschrittliche Abwasser- und Schlammbehandlungsanlagen verbessern das Betriebsergebnis
Tagungsband der 5. DWA-Klärschlammtage
Untersuchungen zur Rückgewinnung von Phosphat aus Überschussschlamm von Kläranlagen mit vermehrter biologische Phosphat Elimination
„Beeinflussung der Grundwasserqualität durch problematische Stoffe im Klärschlamm, Kompost und Gülle– Grundlagen“
Perspektiven der Klärschlammverwertung – Ziele und Inhalte der Novelle der Klärschlammverordnung
Labor 
Die Probenahme von Wasser 
Handbuch zur Betriebsanalytik auf Kläranlagen 
Blick durchs Mikroskop
Biogas, Energie und Klima
Wärmerückgewinnung aus Abwassersystemen  
Energetische Nutzung von Regenwasser  
Neu erschienen: erweiterte Neuauflage des Praxisleitfadens „Senkung des Stromverbrauchs“
MBA Vergärung und Biogaserzeugung auf europäischer Ebene 
Kompendium Abwasserwärmenutzung Nachschlagewerk
Stromgewinnung mit Klärgas  
Nachhaltige Immobilienwirtschaft am Beispiel der Abwasserwärmenutzung
Kompendium Abwasserwärmenutzung  
Abwasserentsorgung und Energierecht 
Energiepotenziale in der deutschen Wasserwirtschaft – Schwerpunkt Abwasser 
Energieeffizienz auf Kläranlagen – Potenziale und Handlungsfelder 
Wege zur energieautarken Kläranlage 
Strom und Wärme vor Ort erzeugen
Senkung des Stromverbrauchs auf Kläranlagen
Umweltgutachten 2008 des Sachverständigenrates für Umweltfragen im Erich Schmidt Verlag erschienen 
Senkung des Stromverbrauches auf Kläranlagen  
Abwasserentsorgung und Energierecht
Biogas: Effizienter durch Messen, Steuern und Regeln  
Fachbibliothek Umwelt des Umweltbundesamtes
Studie „Klimawandel in Bayern“ zeigt Anpassungsstrategien auf und legt Wissensdefizite offen
Broschüre erklärt Klimawandel
„Erneuerbare Energien in Kommunen optimal nutzen“ / Ratgeber und Tagung
Veranstaltungs- Band von Biomasse-Tagung
Kanalisation und zur Entwässerung
Neuerscheinung: Handlungsempfehlung „Messeinrichtungen für Regenüberlaufbecken“ Baden-Württemberg
Neuer Themenband „Abflusssteuerung in Kanalnetzen – Anwendungsbeispiel“  
Neuer Leitfaden: Regenbecken im Mischsystem – Messen, Bewerten und Optimieren  
DIN-Taschenbuch Abwassertechnik 4 
DIN-Taschenbuch Abwassertechnik 5 
DIN-Taschenbuch 171: Rohre aus Reaktionsharzformstoffen 
Neuauflage Broschüre „Private Abwasserleitungen“ 
Abwasserrecycling und Regenwassernutzung 
Bücher Entscheidungssammlung Wasserversorgung/ Kanalisation 
Schächte für Abwasserleitungen und -kanäle  
Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke – Instandhaltung  
Grundstücksentwässerung auf einen Blick
Rohrleitungserneuerung mit Berstverfahren 2. Auflage mit CD
Leitfaden für die Zustandserfassung, -beurteilung und Sanierung von Grundstücksentwässe­rungsanlagen  
Die bestehende Kanalisation als Wissensgrundlage für die Sanierung von Entwässerungssystemen inklusive der statischen Grundlagen 
GSTT Information Nr. 24: Offensive für alternative Bauverfahren im Leitungsbau 
6. Auflage Fachbuch „Grundlagen für den Betrieb von Kanalisationen“ 
Auflage Fachbuch „Grundlagen für den Betrieb von Kanalisationen“
Leitfaden zu Anforderungen bei der Einbindung privater Dienstleister in der Abwasserbeseitigung und zur Kontrolle der Leistungserfüllung 
ZKS-Fachbuch 
DIN-Taschenbuch 13/2 
Abwasserableitung 
Prozesse des Rückhaltes und Umsatzes von Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen in Retentionsbodenfiltern zur Mischwasserbehandlung 
Wertermittlung von Abwassernetzen 
Gebäude- und Grundstücksentwässerung – Entwässerungsgegenstände 
Leitfaden für die Zustandserfassung, -beurteilung und Sanierung von Grundstücksentwässerungsanlagen 
Sulfid-Praxishandbuch der Abwassertechnik
IKT-Handbuch SCHACHT 2007
Die Geschichte der Stadtentwässerung Dresden
Instandhaltung von Kanälen
Fremdwasser
Kommentar zum Merkblatt DWA-M 115, Teile 1 bis 3
Kanalinstandhaltung – ein neues Buch
„Undichte Kanäle – (k)ein Risiko?“
Arbeitssicherheit und Gesundheit
BAuA informiert über Arbeitsstättenverordnung 
Bildschirmarbeit in Leitwarten 
BAuA-Handlungshilfe: Sicherheit bei der Arbeit mit Chemikalien 
Arbeitsmedizinische Vorsorge in sechs Ländern der Europäischen Union
Arbeitswelt im Wandel: Zahlen – Daten – Fakten
Mit Sicherheit mehr Gewinn – Wirtschaftlichkeit von Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit
Gefahrstoffe richtig lagern
Neue Broschüre: Arbeitsschutzkonzept für abwassertechnische Anlagen
„Arbeitsschutzkonzept für Abwassertechnische Anlagen“
DWA
DWA-Themenband „Auswirkungen von landwirtschaft­lichen Maßnahmen auf die Beschaffenheit des Sicker- und Grundwassers“
DWA-Themenband zu Folgewirkungen des Klimawandels für den Zustand der Fließgewässer veröffentlicht
DWA-Themenband „Methodi­sche Grundlagen zur standört­lichen Evaluierung des Fisch­schutzes und Fischabstiegs“
DWA-Themenband „Technische Maßnahmen zur Behandlung von erhöhten Mischwasserabflüssen in der Kläranlage“  
Broschüre „Kläranlagen- und Kanal-Nachbarschaften Baden-Württemberg 2016″  
Arbeitsblatt DWA-A 143-1: Sanierung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden – Teil 1: Planung und Überwachung von Sanierungsmaßnahmen  
Gemeinschaftspublikation DIN EN 14654-2 / DWA-A 143-1: Management und Überwachung von betrieblichen Maßnahmen in Abwasserleitungen und -kanälen – Teil 2: Sanierung/Sanierung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden – Teil 1: Planung und Überwachung von Sanierungsmaßnahmen  
Broschüre Kläranlagen- und Kanal-Nachbarschaften Baden-Württemberg 2011 
Aktuelle Kläranlagennachbarschaftsbücher erschienen !  
Tagungsband IFAT 2008
Tagungsband der 5. DWA-Klärschlammtage
Neues DWA- Fachwörterbuch
DWA veröffentlicht Jahrbuch
Wasserwirtschaft
Klimawandel aktueller denn je
Fließende Grenzen – Abwasserwirtschaft zwischen Demokratie und Diktatur
DWA-Themenband „Erfolgsbewertung von Maßnahmen zur Erreichung eines guten Gewässerzustands“
Handbuch „Wasserinfrastrukturen für die zukunftsfähige Stadt – Beiträge aus der INIS-Forschung“ erschienen 
Taschenbuch der Wasserwirtschaft 
Wörterbuch der Hydrologie  
DWA-Themenband T2/2013 „Wechselwirkungen zwischen Grund- und Oberflächenwasser“ 
Entwicklung eines Regelungskonzeptes für ein Ressourcenschutzrecht des Bundes
Kommentar WHG Wasserhaushaltsgesetz
Wirkung und Folgen möglicher Klimaänderungen auf den Grundwasserhaushalt 
Wasserlexikon: „Unser Wasser von A bis Z“ 
„Mathematische Simulation biochemischer Prozesse in der Siedlungswasserwirtschaft“
„Klimawandel – Herausforderungen und Lösungsansätze für die deutsche Wasserwirtschaft“ 
Eine multikriterielle Analyse der Vulnerabilität der deutschen Regenwasserwirtschaft 
Siedlungswasserwirtschaft im ländlichen Raum – Teil Abwasserentsorgung 
Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung Heft 27.10 
Der Wasseratlas  
Begriffsnormen für das Wasserwesen
Regionalisierung von Niedrigwasserkenngrößen 
Modelle zur operationellen Hochwasservorhersage 
Wasserversorgung im Umbruch. Der Bevölkerungsrückgang und seine Folgen für die öffentliche Wasserwirtschaft 
Naturnahe Sohlengleiten
Aktive Beteiligung fördern! Ein Handbuch für die bürgernahe Kommune zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie
Erschließung und Einbeziehung historischer Informationen für die Ermittlung extremer Hochwasserabflüsse – Fallbeispiele und Empfehlungen
Umweltdaten Deutschlands online verfügbar  
Wasserrecht im Umbruch
Wasser – Gewinnung, Nutzung und Entsorgung
Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung Heft 22/2007
Der Neckar – das Land und seinen Fluss
Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung Heft 21/2007 Verdunstung
„Die besten Ideen rund ums Wasser“
Wasser-Wirtschafts-Kurse M/3
Grundwasserfauna in Deutschland
Handbuch des deutschen Wasserrechts
Flussgebietsmanagment für die Werra
„Wasserhaushaltsgesetz zwischen Hochwasserschutz, strategischer Umweltprüfung und Förderalismusreform“ 
„Gewässer-Nachbarschaften 2007“
Anwendung von Ölaufnahmegeräten auf Binnen- und Küstengewässern
Tagungsband „Wasserwirtschaft – Demographischer Wandel -Auswirkungen auf die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur“
„Beeinflussung der Grundwasserqualität durch problematische Stoffe im Klärschlamm, Kompost undGülle- Grundlagen“
Aus- und Weiterbildung
Neuauflage: Formelsammlung Umwelttechnik Baden-Württemberg  
Handbuch für Umwelttechnische Berufe – Band 3: Fachkraft für Abwassertechnik 
Was Fachleute wissen sollten und Auszubildende wissen müssen!  
Übung führt zum Erfolg: Aufgabensammlung Chemie für Studium und Beruf 
Handbuch für Umwelttechnische Berufe – Band 3: Abwassertechnik 
„Formelsammlung für umwelttechnische Berufe“ 
Wissenschaftliche Untersuchung aktueller Anforderungen an Auszubildende und geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung der Schlüsselkompetenzen  
Technisch und wirtschaftliche Berechnungsverfahren im Bereich des häuslichen Schmutzwassers
Mitvertrieb: Arbeitsheft für umwelttechnische Berufe
Instanthaltung  
Praktische Erfahrungen bei der Modernisierung von Pumpwerken und Rechenanlagen 
Instandhaltung von Kläranlagen 
Recht 
Wasserhaushaltsgesetz  
Phasing-Out-Verpflichtung im Anlagengenehmigungsrecht 
Kommunales Haftungsrecht
Kalkulation von Gebühren und Beiträgen der Abwasserbeseitigung
VOB Gesamtausgabe 2012 

Suche nach Virenmutation im Abwasser

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In der Schweiz ist die Virusvariante B.1.1.7 bereits im Dezember über Proben aus dem Abwasser nachgewiesen worden. Diese Methode wird jetzt in Österreich auch mit Proben aus Kärntner Kläranlagen angewendet. Für verlässliches Monitoring brauche es aber mehr Geld.

Die Abwasserstudie wird von Heribert Insam von der Universität Klagenfurt begleitet. Mehr:

https://kaernten.orf.at/stories/3084855/

Förderung von afrikanisch-deutschen Kooperationen zum Thema Wassersicherheit

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert afrikanisch-deutsche Kooperationen zum Thema „Wassersicherheit in Afrika – WASA“.

Da­mit soll zu einer nachhaltigen Verbesse­rung der Wasserversorgung und Abwas­serentsorgung in Afrika beigetragen wer­den. Schwerpunkt in der jetzigen Initial­phase der Fördermaßnahme ist das süd­liche Afrika. Angestrebt wird die Ent­wicklung neuer Verfahren, Produkte und Dienstleistungen in den Themenfeldern nachhaltiges Wasserressourcenmanage­ment, Wasserinfrastruktur und Wasser­technologie, hydrologische Vorhersagen und Projektionen. In der ersten Verfah­rensstufe sind bis spätestens 31. März 2021 zunächst Projektskizzen in elektro­nischer Form vorzulegen.

Download der Förderbekanntma­chung:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3307.html

Vom Bund 2020

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Zu den Gesetzen und Verordnungen zum Thema Abwasser auf Bundesebene gehts hier:
www.klaerwerk.info/Nuetzliche-Links/Gesetze#Bund
Dezember 2020
Materialschutzmittel passieren Kläranlagen zum Teil ohne jegliche Elimination
Schulze: Deutschland braucht eine nationale Wasserstrategie
Nationaler Wasserdialog
September 2020
Mein „Indikatorenbericht“ mit aktuellen Umweltdaten 
Deutscher Nitratbericht 2020 veröffentlicht 
März 2020
Weiterentwicklung der biologischen Bewertungsverfahren zur EGWasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) unter besonderer Berücksichtigung der großen Flüsse 

Materialschutzmittel passieren Kläranlagen zum Teil ohne jegliche Elimination

Materialschutzmittel passieren die Kläranlagen zum Teil ohne jegliche Elimination. Sie zählen zu den Biozidwirkstoffen, die am häufigsten in den Kläranlagenabläufen gefunden werden, heißt es in der Studie „Belastung der Umwelt mit Bioziden realistischer erfassen – Schwerpunkt Einträge über Kläranlagen“, die das Umweltbundesamt (UBA)

Quelle: Euwid

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Schulze: Deutschland braucht eine nationale Wasserstrategie

Nationaler Wasserdialog entwickelt Empfehlungen für die Zukunft des Wassers in Deutschland
Das Bundesumweltministerium hat nach zwei Jahren intensiver Beratungen den Nationalen Wasserdialog abgeschlossen, der sich mit der Wasserwirtschaft der Zukunft beschäftigt. An der virtuellen Abschlussveranstaltung nehmen heute neben Bundesumweltministerin Svenja Schulze zahlreiche Fachleute aus Wasserwirtschaft, Verwaltung und Forschung teil. Ergebnis des Dialogs sind umfassende Handlungsempfehlungen zu unterschiedlichen Themenfeldern. Mehr als 200 Expertinnen und Experten erkundeten, wie Länder und Kommunen künftig besser mit klimabedingter Wasserknappheit umgehen können und wie deutschlandweit der natürliche Wasserhaushalt erhalten und geschützt werden kann. Die Empfehlungen werden nun in die nationale Wasserstrategie einfließen, die Bundesumweltministerin Schulze im nächsten Sommer vorstellen will.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Unser Land ist zum Glück noch weit von einem Wassernotstand entfernt. Ich will, dass das in Zeiten des Klimawandels auch in Zukunft so bleibt. Deutschland braucht daher eine nationale Wasserstrategie. Ein wichtiges Element ist die Festlegung von Grundsätzen für eine Priorisierung von Wassernutzung, eine Wasserhierarchie. Denn sie hilft Nutzerinnen und Nutzern, sich frühzeitig auf den möglichen Ernstfall einzustellen. Natürlich werden Entscheidungen, wer bei Knappheit Vorrang hat, letztlich immer vor Ort getroffen. Aber sie sollten sich an gemeinsamen Spielregeln orientieren – auch damit es am Ende kein Gegeneinander unterschiedlicher lokaler Interessen gibt, sondern ein möglichst großes Miteinander. Ebenso große Herausforderungen sind die Schadstoff-Belastungen der Gewässer, die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Wasserökosysteme und die Sicherung der Daseinsvorsorge. Der Nationale Wasserdialog hat die aktuellen und absehbaren Herausforderungen so gründlich wie nie zuvor analysiert. Die Ergebnisse sind eine gute Grundlage für die erste nationale Wasserstrategie, die wir im Bundesumweltministerium ab heute erarbeiten werden.“

Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes: „Die Handlungsempfehlungen des Nationalen Wasserdialog zeigen die unterschiedlichen Interessen im Umgang mit Wasser. Die damit zusammenhängenden Herausforderungen, vor denen die Wasserwirtschaft steht, erfordern tiefgreifende Veränderungsprozesse – vor allem in den Leitbildern. Ziel muss es sein, dass letztlich nur Stoffe in Gewässer gelangen oder eingeleitet werden, die kein Risiko für Mensch und Umwelt darstellen. Hierzu ist eine ganzheitliche Betrachtung der Umweltwirkungen von Schadstoffen und eine systemische Betrachtung der Eintragspfade im Rahmen einer Null-Schadstoff-Strategie erforderlich. Klimawandel und Wasser machen nicht an kommunalen Grenzen halt. Deshalb brauchen wir zügig auch Wasserdargebots- und Wasserbedarfsanalysen auf Einzugs- und Flussgebietsebene.“

Deutschland muss sich auf längere Dürreperioden einstellen. Das haben die vergangenen Sommer deutlich gezeigt. Wasserknappheit wird in mehr und mehr Regionen zu einem Problem. Gleichzeitig leiden viele Gewässer unter der hohen Belastung durch Nähr- und Schadstoffe. Zukunftsszenarien wie diese haben die Teilnehmenden des Nationalen Wasserdialogs tiefgreifend analysiert und strategische Handlungsoptionen für zentrale Bereiche der Wasserwirtschaft identifiziert.

Insgesamt liefert der Nationale Wasserdialog eine aktuelle Bestandsaufnahme, formuliert Ziele und benennt Aktionsfelder mit Vorschlägen für konkrete Maßnahmen. Die Empfehlungen des Nationalen Wasserdialogs reichen von strategischen Ansätzen und neuen Finanzierungskonzepten für die Modernisierung der wasserwirtschaftlichen Infrastrukturen über Vorschläge zur Stärkung der Organisations- und Verwaltungsstrukturen. Mit verbindlichen planerischen Instrumenten und einer Minderung von Stoffeinträgen soll der Schutz der Wasserressourcen gestärkt werden. Nicht zuletzt zeichnen die Fachleute vor, wie Wasser- und Landwirtschaft gemeinsam Standards und Konzepte für eine gewässersensible Landnutzung entwickeln können.

Der Nationale Wasserdialog war 2018 vom Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Umweltbundesamt initiiert worden. Zwei Jahre lang beteiligten sich mehr als 200 Teilnehmende aus Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, der Forschung, von Verbänden, Ländern und Kommunen an dem intensiven Fachdialog. Nach einer Auftaktkonferenz vertieften die Teilnehmenden ihre Diskussionen in mehreren Einzelforen zu „Vernetzten Infrastrukturen“, dem „Risikofaktor Stoffeinträge“, dem Verhältnis von „Landwirtschaft und Verbraucherschutz“, dem Nexus „Gewässerentwicklung und Naturschutz“ sowie zu „Wasser- und Gesellschaft“. Der Nationale Wasserdialog ist auch ein Beitrag Deutschlands zur Umsetzung der UN-Wasserdekade (2018-2028).

Alle Ergebnisse des Nationalen Wasserdialogs sowie weiterführende Informationen finden Sie unter http://www.bmu.de/wasserdialog.

Umweltbundesamt Hauptsitz
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau

https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/schulze-deutschland-braucht-eine-nationale

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Nationaler Wasserdialog

2. Nationales Wasserforum
Der zweijährige Nationale Wasserdialog wird mit dem 2. Nationalen Wasserforum am 8. Oktober 2020 abgeschlossen und der Abschlussbericht zum Nationalen Wasserdialog übergeben.

Im Dialogprozess wurden die wesentlichen zukünftigen Entwicklungen der Wasserwirtschaft und der betroffenen Sektoren auf nationaler Ebene diskutiert. Im 2. Nationale Wasserforum werden die Ergebnisse des Nationalen Wasserdialog reflektiert und die nächsten Schritte in Richtung einer Nationalen Wasserstrategie in einer Podiumsdiskussion beleuchtet.

Kernbotschaften
Die hier vorliegenden 16 Kernbotschaften fassen die wichtigsten Inhalte aus dem Nationalen Wasserdialog zusammen. Sie müssen nicht der Meinung der einzelnen Teilnehmerinnen, des Bundesumweltministeriums oder des Umweltbundesamtes entsprechen. Die Reihenfolge stellt keine Priorisierung dar. Die Kernbotschaften zeigen den Spannungsbogen von unterschiedlichen Interessenslagen und die damit zusammenhängenden Aufgaben und Herausforderungen, die künftig zu bewältigen sind. In der Kürze der Zeit konnte nicht immer Einigkeit erzielt oder fertige Lösungen erarbeitet werden. Die gute Atmosphäre und die konstruktive Zusammenarbeit im Dialogprozess sind jedoch ermutigend und ein Signal, den Dialog weiter fortzuführen. Die Kernbotschaften sollen nicht nur der Kommunikation der Ergebnisse des Nationalen Wasserdialogs im politischen Raum dienen, sondern auch den weiteren gegenseitigen Austausch fördern.

Abschlussdokument
Im Abschlussdokument werden die wesentlichen zukünftigen Entwicklungen der Wasserwirtschaft und der angrenzenden Wirtschaftsbereiche auf nationaler Ebene sowie die Ergebnisse aus dem Nationalen Wasserdialog dargestellt. Die erarbeiteten Leitlinien und Ziele sowie Aktionen und Aktionsfelder sind darauf ausgerichtet, mit den sich ändernden Bedingungen umgehen zu können und damit die deutsche Wasserwirtschaft langfristig zukunftsfähig zu gestalten. Die Diskussionen fokussierten dabei auf die Zeitspanne bis 2030 für das Ergreifen von entscheidenden Maßnahmen mit einem Ziel- und Wirkhorizont bis zur Mitte des Jahrhunderts (2050

https://www.bmu.de/nationaler-wasserdialog/2-nationales-wasserforum/#c50457

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Mein „Indikatorenbericht“ mit aktuellen Umweltdaten

Luftqualität, Treibhausgasemissionen, Nitrat im Grundwasser oder Ökolandbau – die „Daten zur Umwelt“ geben einen umfassenden Überblick über den Umweltzustand, die Verursacher und Ansatzpunkte für verbessernde Maßnahmen. Mit dem neuen Indikatorenbericht kann jetzt online ein individueller Bericht aus insgesamt 50 verschiedenen Umwelt-Indikatoren zusammengestellt und als PDF heruntergeladen werden.
24.06.2020 40 mal als hilfreich bewertet
In den „Daten zur Umwelt“ finden Sie aktuelle Informationen zu Trends der Umweltbelastungen, Erreichung von Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen oder auch Vorschläge für umweltpolitische Maßnahmen. Dazu wurden für alle Umweltbereiche Indikatoren ausgewählt und soweit vorhanden mit vorliegenden politischen Zielen – beispielsweise aus der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie oder auch aus EU-Richtlinien – unterlegt.
„Mein Indikatorenbericht“ ist ein individuell zusammenstellbarer Auszug aus den „Daten zur Umwelt“. Dafür lassen sich insgesamt 50 Umwelt-Indikatoren aus verschiedenen Umweltbereichen auswählen:
• Fläche, Boden, Land-Ökosysteme
• Luft
• Wasser
• Ressourcenschonung
• Klima
• Energie
• Private Haushalte und Konsum
• Umweltgerecht Wirtschaften
• Verkehr
• Land- und Forstwirtschaft
Das Angebot ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. Verlinkungen in dem Bericht führen direkt auf die entsprechenden Internetseiten, die direkten Zugriff auf die Daten bieten.
Über die Datensuche kann außerdem das gesamte Datenangebot der UBA-Website abgerufen werden.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/mein-indikatorenbericht-aktuellen-umweltdaten

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Deutscher Nitratbericht 2020 veröffentlicht

Grundwasser ist häufig mit Nitrat belastet. Eine Ursache ist die stickstoffhaltige Düngung.

Am 9. Juli wurde der Nitratbericht 2020 veröffentlicht. Der Bericht zeigt: Die Nitratsituation des Grundwassers hat sich seit dem vorherigen Bericht aus dem Jahr 2016 nur geringfügig verbessert. Aktuell weisen 26,7 Prozent der Grundwassermessstellen des EU-Nitratmessnetzes im Mittel Konzentrationen über 50 mg/l Nitrat auf und verfehlen damit das Qualitätsziel der Nitratrichtlinie.
Im vorherigen Berichtszeitraum (2012-2015) waren es 28,2 Prozent der Messstellen. Der Anteil der unbelasteten oder nur gering belasteten Messstellen bis 25 mg/l blieb mit 49,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Berichtszeitraum mit 49,0 Prozent auf nahezu gleichem Niveau. An den Oberflächengewässern konnte das Qualitätsziel für Nitrat an allen Messstellen eingehalten werden. Allerdings ist an Flüssen und Seen die Nährstoffbelastung mit Phosphor und in Küsten- und Meeresgewässern die ökologische Belastung mit Nitrat an der Mehrzahl der Messstellen weiterhin deutlich zu hoch. Ursachen sind vielfach zu hohe Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft.

Mehr: https://www.umweltbundesamt.de/themen/deutscher-nitratbericht-2020-veroeffentlicht
https://www.umweltbundesamt.de/themen/deutscher-nitratbericht-2020-veroeffentlicht

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Weiterentwicklung der biologischen Bewertungsverfahren zur EGWasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) unter besonderer Berücksichtigung der großen Flüsse

Zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtline wurden Bewertungsverfahren entwickelt, deren Ziel es ist, die Fließgewässer in Deutschland anhand biologischer Qualitätskomponenten ökologisch zu bewerten. Im Projekt „Weiterentwicklung der biologischen Bewertungsverfahren zur EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) unter besonderer Berücksichtigung der großen Flüsse“ wurden die in den vergangenen Jahren gesammelten Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge der Anwender bearbeitet. Das Ziel bestand in der Verbesserung der Genauigkeit und Zuverlässigkeit der biologischen Bewertungsverfahren. Der Fokus des Projekts lag auf der Weiterentwicklung der biologischen Bewertungsverfahren: „Perlodes“, „PhytoFluss“ und „Phylib“. Bei letztgenanntem Verfahren „Phylib“ waren die Weiterentwicklungen auf die Teilkomponenten Diatomeen und Phytobenthos ohne Diatomeen (PoD) beschränkt.

https://www.umweltbundesamt.de/en/publikationen/weiterentwicklung-bewertungsverfahren-eg-wrrl

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Aus der EU-Schweden

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ARA-Ausbau Schweden

In Schweden sind bereits mehrere Reinigungsstufen zur Spurenstoffelimination in Betrieb: Linköping (Ozonung), Simrishamn (Ozonung + GAK-Filtration) und Degeberga (GAK-Filtration für 2’000 EW). Bald wird in Kivik eine GAK-Filtration für 7’500 EW in Betrieb genommen. Auf dieser Karte sind zudem die Spurenstoff-Projekte dargestellt, die im Bau sind (blau markiert) und für welche Vorstudien erstellt wurden (rot markiert).

https://micropoll.ch/Mediathek/newsletter-n17/

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EU-Kommission verklagt Schweden wegen unzureichender Abwasserbehandlung

Die Europäische Kommission verklagt Schweden vor dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) wegen Nichteinhaltung der europäischen Kommunalabwasser-Richtlinie. Das Land habe es versäumt, in einer Reihe von Gemeinden eine geeignete kommunale Abwasserbehandlung sicherzustellen, teilte die Brüsseler Behörde mit. Unbehandeltes Abwasser kann die menschliche Gesundheit gefährden und Seen, Flüsse, Böden sowie Küstengewässer und das Grundwasser verunreinigen.
Obwohl es Fortschritte bei der Einhaltung der Vorschriften gegeben habe, komme Schweden seinen Verpflichtungen aus dem EU-Recht weiterhin nicht nach. Vier Gemeinden (Borås, Habo, Skoghall und Töreboda), die Abwasser in empfindliche Gebiete einleiten, hätten die Vorschriften seit Dezember 1998 erfüllen müssen, betont die Kommission. Sechs weitere Gemeinden (Lycksele, Malå, Mockfjärd, Pajala, Robertsfors und Tänndalen) hätten die Bestimmungen seit Dezember 2005 einhalten müssen.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen.

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Schwedischer Gerichtshof entscheidet, ob Wasser eine Dienstleistung oder ein Produkt ist

In Schweden wird der Oberste Gerichtshof (Högsta domstolen) voraussichtlich bis zum Sommer entscheiden, ob die Wasserversorgung eine Dienstleistung oder ein Produkt ist. Das teilte der Verband der kommunalen schwedischen Wasserversorger, Svenskt Vatten, mit. Anlass sei eine Schadenersatzklage einer Bürgerinitiative, die den Wasserversorger Ronneby Miljö und Teknik AB in der südschwedischen Provinz Blekinge für die Lieferung von mit Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) verunreinigtem Trinkwasser verantwortlich machen will. Mehr:

https://www.euwid-wasser.de/news/international/einzelansicht/Artikel/schwedischer-gerichtshof-entscheidet-ob-wasser-eine-dienstleistung-oder-ein-produkt-ist.html

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EU leitet rechtliche Schritte gegen Spanien, Finnland, Schweden und Portugal ein

Die Europäische Kommission teilte im Dezember 2006 mit, dass sie gegen Spanien rechtliche Schritte wegen sechs verschiedener Verstöße gegen Vorschriften zum Schutz der Umwelt und der Volksgesundheit eingeleitet hat. Es handelt sich um fehlende Maßnahmen zur Verringerung der Verschmutzung der Küstengewässer. Weiter wegen Nichtumsetzung von Urteilen im Zusammenhang mit der Behandlung kommunaler Abwässer, der Verschmutzung von Muschelgewässern und der Umweltverträglichkeits-
prüfung. Außerdem bringt die Kommission Spanien vor Gericht, weil es eine EU-Richtlinie zur Verringerung der Verschmutzung durch die Industrie nicht in nationales Recht umgesetzt hat. Eine Mahnung erfolgte wegen mangelhafter Umsetzung der EU-Trinkwasserrichtlinie. Finnland, Schweden und Portugal werden vor den Europäischen Gerichtshof gebracht, weil eine große Anzahl von Städten keine ordnungsgemäße Behandlung von kommunalem Abwasser sicherstellen kann.

Quelle: http://ec.europa.eu/community_law/eulaw/index_en.htm

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Meldungen zu Gaserzeugung und BHKW

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Meldungen 2008 Meldungen 2009 Meldungen 2010 Meldungen 2011
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Meldungen 2020      
November 2021
Vom Abwasser zum Biogas: Stadtwerke Krefeld investieren in Biogasanlagen
Januar 2021
Bioreaktor-Anlage geht ans Netz

 


Vom Abwasser zum Biogas: Stadtwerke Krefeld investieren in Biogasanlagen

Gut sechs Millionen Euro investiert die Stadtwerke Krefeld AG (SWK) in den Bau einer neuen Faulgasaufbereitungsanlage auf dem Gelände der Entsorgungsgesellschaft Krefeld GmbH & Co. KG (EGK). Sie bildet die letzte Verfahrensstufe auf dem Weg vom Abwasser zu Biomethan, also Biogas. Zur Einspeisung des erzeugten Biomethans in die nördlich der EGK verlaufende Gashochdruckleitung tätigt die Betreiberin des Gasnetzes, die Thyssengas GmbH, Investitionen in gleicher Größenordnung. Schon bis Ende 2021 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das erste Quartal 2022 vorgesehen.

„Wir werden künftig mit unserer Anlage bei optimaler Auslastung bis zu 8 Millionen Kubikmeter Biomethan pro Jahr aufbereiten können. Dabei soll möglichst die vollständige Faulgasmenge auf Erdgasnetzqualität aufbereitet und in das Gasnetz eingespeist werden“, erklärt Prof. Dr. Hermann Josef Roos, Geschäftsführer der EGK.

Die Verwendungsmöglichkeiten seien vielfältig: Die ausgekoppelten Mengen könnten zur Wärmeversorgung in der Industrie oder in Privathaushalten eingesetzt werden. Auch im Verkehrssektor könne das Biogas zum Einsatz kommen. Erdgastankstellen könnten hiermit beliefert werden, so dass Fahrzeuge statt mit fossilem Erdgas künftig mit Biogas betankt werden könnten.

Für die Entwicklung des neuen Faulgas-Verwertungswegs wurden die notwendigen Kompetenzen….mehr:

https://gwf-wasser.de/branche/vom-abwasser-zum-biogas-stadtwerke-krefeld-investieren-in-biogasanlagen/

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Bioreaktor-Anlage geht ans Netz

Bundesforschungsministerin gibt Startschuss für Felderprobung
Startschuss für die Produktion und Einspeisung von grünem Methan aus dem neuartigen ORBIT-Bioreaktor: Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, sowie Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, haben die zusätzliche Methanisierungsstufe aus dem Verbundvorhaben ORBIT in Ibbenbüren offiziell in Betrieb genommen. Sie stellt eine Ergänzung zu der bestehenden Power-to-Gas-Anlage dar, die seit 2015 von Westenergie betrieben wird. Den Forschungsverbund ORBIT koordiniert die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH), die FAU ist mit dem Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik daran beteiligt.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Die Power-to-Gas-Anlage in Ibbenbüren ist ein Beispiel dafür, wie wir die klimaneutrale Energieversorgung der Zukunft aufbauen können: Mit Innovationen, Tatkraft und in Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Zukunftsweisende Lösungen wie diese schaffen neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze – und sorgen dafür, dass wir eine lebenswerte Welt an unsere Kinder und Enkel weitergeben können.“

Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, schließt sich an: „Wasserstoff und dessen Derivate sind Schlüsselelemente zur Vollendung der Energiewende. Dafür brauchen wir Projekte wie ORBIT, die innovative Ansätze in die Anwendung überführen. So können wir den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien Realität werden lassen und unsere ambitionierten Ziele erreichen. Der Erfolg des Projekts zeigt auch, dass wir mit unserer Unterstützung der Energieforschung einen wichtigen Beitrag leisten können.“

Nach erfolgreichem Testbetrieb auf dem gemeinsamen Campus der OTH und der Universität Regensburg wird die Methanisierungsanlage jetzt bis Ende dieses Jahres in Ibbenbüren im Feld erprobt. Hier bezieht sie grünen Wasserstoff aus einem mit erneuerbarem Strom betriebenen Elektrolyseur und Kohlenstoffdioxid aus der Bioethanolproduktion und speist das erzeugte grüne Gas ins Gasnetz des Tecklenburger Landes ein. Prof. Dr. Michael Sterner, OTH Regensburg, sagt: „Hier wird die Wasserstoffrepublik Deutschland Realität: durch die konstruktive und interdisziplinäre Zusammenarbeit konnten wir innerhalb kurzer Zeit ein funktionierendes System von der Grundlagenforschung bis in die Anwendung im Feld bekommen.“

Über das Forschungsprojekt ORBIT
ORBIT steht für ‚Optimierung eines Rieselbett-Bioreaktors für die dynamische mikrobielle Biosynthese von Methan mit Archaeen in Power-to-Gas-Anlagen‘. Das Forschungsprojekt läuft seit Juli 2017 und wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 1,14 Millionen Euro gefördert. Es hat zum Ziel, bis Ende 2020 die biologische Methanisierung als effiziente Energiespeicher- und Sektorkopplungstechnologie für die Zukunft weiterzuentwickeln. Das ist ein Prozess, in dem regenerativ erzeugter Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid von Methan-produzierenden Archaeen zu Methan umgewandelt werden. Archaeen sind Mikroorganismen und gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde, die sich vor über 3,5 Milliarden Jahren entwickelten. Methanogene Archaeen kommen in sauerstofffreien Lebensräumen wie Mooren und Sümpfen, geothermalen Quellen oder der Tiefsee aber etwa auch im Verdauungstrakt des Menschen und anderen Säugetieren vor. Das produzierte Methan kann als Ersatz für fossiles Erdgas dazu beitragen eine erneuerbare Energieversorgung der Zukunft mitzugestalten.

Projektpartner sind die Universität Regensburg mit dem Lehrstuhl für Mikrobiologie und Archaeenzentrum Regensburg, die FAU mit dem Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik sowie aus der Industrie die Firmen Electrochaea GmbH, microbEnergy GmbH (Viessmann Group) und MicroPyros GmbH. Als assoziierte Partner stellen die Westenergie AG und ihr Verteilnetzbetreiber Westnetz GmbH die Infrastruktur für die Erprobung im Feld zur Verfügung und waren Gastgeber für den heutigen Termin. Der DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs) ist mit seiner Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie als Projektbeirat beteiligt.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Jürgen Karl
Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik
Tel.: 0911/5302-9021
juergen.karl@fau.de

https://www.fau.de/2020/10/news/bioreaktor-anlage-geht-ans-netz/

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Geschäftsidee für ein Kanalnetz der Zukunft

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Dem akademischen Nachwuchs fehle es an Rückhalt bei Start-ups. Dieser Mangel wird hierzulande vor allem im internationalen Vergleich moniert. Das „EXIST-Gründerstipendium“ des Bundeswirtschaftsministeriums soll Studierende und Absolventen auf dem Weg zur eigenen Firma unterstützen. Es fördert „innovative technologieorientierte oder wissensbasierte Projekte“, die gute wirtschaftliche Erfolgsaussichten haben. Ein Duo aus Mittelhessen kann sich jetzt über den positiven Bescheid aus Berlin freuen.

Vom ersten Oktober an erhalten Pierre Büttner und Ivana Hrisova ein Jahr lang ein monatliches Stipendium von jeweils 2500 Euro und zusätzlich maximal 35.000 Euro an Sachmitteln. Beide sind nicht nur privat Partner, sondern auch eine technisch-betriebswirtschaftliche Interessengemeinschaft. Ihr Stipendium haben sie sich mit einer Geschäftsidee verdient, über die der Hessische Rundfunk im August unter der Überschrift „Das Kanalnetz der Zukunft“ berichtete.

Gemeinsam arbeiten sie an der Vermarktung von „Variokan“, einer neuartigen technischen Lösung, die künftig in Abwassersystemen zum Einsatz kommen soll. Pierre Büttner hat 2012 an der TH Mittelhessen den Bachelor in Bauingenieurwesen gemacht und sich anschließend mit dem Masterstudium Infrastrukturmanagement weiterqualifiziert, das die THM gemeinsam mit der Frankfurt University of Applied Sciences anbietet. Einen Studienschwerpunkt legte er auf Siedlungswasserwirtschaft und erfuhr, was er als aktuelle Bedarfssituation zusammenfasst: „Knapp 20 Prozent des deutschen Abwasser-Kanalsystems sind sanierungsbedürftig.“

Im Masterstudium kam ihm die Idee, die er bis zum heutigen Prototypen entwickelte: Ein Gummischlauch kann in bestehende Rohrfassungen eingezogen werden, so dass keine aufwändige Neuverlegung erforderlich ist. Das allein ist noch keine Innovation. Einzigartig macht Variokan das innere Gerüst der flexiblen Innenhaut, ein V-Profil, das sich situativ anpasst und imstande ist, die Fließgeschwindigkeit des Abwassers zu regulieren. Die schmale Rinne, die durch die V-Basis läuft, sorgt auch bei geringem Zustrom für einen Abfluss mit ausreichender Geschwindigkeit. Nimmt die Flüssigkeitsmenge zu, bewirkt der steigende Druck, dass sich der Durchflussraum erweitert und große Abwassermengen abgeführt werden können. Eine technische Lösung, die sowohl beim zuletzt gehäuft auftretenden „Starkregen“ als auch bei undichten Rohren gute Dienste leisten wird. Interessant ist Variokan zudem für ländliche Gemeinden mit schrumpfenden Einwohnerzahlen, deren Infrastruktur für die Abwasserentsorgung inzwischen zu groß bemessen ist. Denn Ebbe im Kanalsystem führt zu Rückständen, die einen hohen Reinigungsaufwand und Mehrkosten verursachen.

Das Konzept überzeugte beim landesweiten Hochschul-Gründungswettbewerb „Hessen-Ideen“ und brachte dem Duo dort im Herbst 2016 den ersten Platz ein. Der Ingenieur Pierre Büttner und die Betriebswirtin Ivana Hrisova, die kurz vor dem Masterabschluss an der Gießener Universität steht, werden sich mit ihrem Produkt an Städte, Kreise und Abwasserverbände wenden.

Das Geld aus dem Exist-Gründerstipendium wollen sie unter anderem zur Finanzierung einer Testanlage nutzen, wo sie Variokan in einer 25 Meter langen Rohrleitung systematisch dem Betrieb mit unterschiedlichen Wassermengen aussetzen. „Davon erwarten wir uns weitere Erkenntnisse, zum Beispiel zu den Materialstärken. Die brauchen wir, um mit möglichen Herstellern konkret über die Produkteigenschaften sprechen zu können“, erläutert Pierre Büttner. Das Gießener Team will die Gummischläuche extern in Serie fertigen lassen. Die junge Firma wird sich zunächst auf die Geschäftsfelder Vertrieb und Beratung konzentrieren.

Weitere Informationen:
http://www.variokan.de

 

 

 

Phosphor-Rezyklate belasten die Böden deutlich weniger

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Wird Klärschlamm als Dünger eingesetzt, gelangen neben Schwermetallen und organischen Schadstoffen, auch Arzneimittelrückstände wie Antibiotika auf die Felder. Das schadet Bodenorganismen und fördert die Verbreitung mehrfachresistenter Bakterien in der Umwelt. Eine UBA-Studie zeigt, dass sich Arzneimittelrückstände im Klärschlamm durch technische Phosphorrückgewinnung deutlich vermindern lassen.

Die Düngung mit Phosphor-Rezyklaten belastet im Vergleich zum Klärschlamm die Böden deutlich weniger. Das UBA begrüßt, dass ab dem Jahr 2029 grundsätzlich alle Kläranlagenbetreiber zur Phosphorrückgewinnung verpflichtet sind (AbfKlärV 2017). Jedoch ist für kleine Kläranlagen die Verwendung von Klärschlamm als Dünger weiterhin erlaubt. Aus Vorsorgegründen empfiehlt das UBA auch hier einen kompletten Ausstieg aus der bodenbezogenen Klärschlammverwertung.

Hintergrund
In kommunalen Kläranlagen in Deutschland entstehen jährlich etwa 1,7 Millionen Tonnen Klärschlamm. Knapp ein Drittel der Klärschlämme werden derzeit als Dünger auf Böden ausgebracht (Stand 2017). So gelangen neben dem erwünschten Düngemittel Phosphor auch Schadstoffe, wie Schwermetalle, organische Schadstoffe wie polychlorierte Biphenyle (PCB), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs), sowie die hier untersuchten Arzneimittelrückstände auf Böden. Arzneimittel können Bodenorganismen schädigen und über die Aufnahme in Kulturpflanzen in die Nahrungskette gelangen. Ein aktuelles Gutachten der Universität Trier im Auftrag des UBA weist auf die hohe Belastung von Klärschlämmen und Güllen mit Antibiotika-Gemischen hin. Das Ausbringen von Klärschlämmen auf landwirtschaftliche Nutzflächen kann laut Gutachten die Verbreitung von mehrfachresistenten Bakterien in der Umwelt fördern.

Die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlämmen und Klärschlammaschen ist ab dem Jahr 2029 verpflichtend (AbfKlärV). Alle Kläranlagen müssen mit entsprechender Übergangsfrist eine Phosphorrückgewinnung vorsehen, sofern ihr Klärschlamm 20 g oder mehr Phosphor pro kg Trockenmasse enthält. Jedoch ist für kleinere Kläranlagen (≤ 50.000 Einwohnerwerte, EW) wahlweise auch eine bodenbezogene Klärschlammverwertung weiterhin erlaubt.

Studienergebnisse
Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits-, und Energietechnik UMSICHT prüfte im Auftrag des UBA, ob Phosphor-Rückgewinnung den Eintrag von Arzneimitteln in Böden senken kann. Hierfür wurden verschiedene Phosphor-Rückgewinnungsverfahren aus praktischer Anwendung und Pilotverfahren, die Phosphor entweder aus Klärschlamm, Schlammwasser oder aus der Asche der verbrannten Klärschlämme zurückgewinnen, betrachtet und deren Phosphor-Rezyklate sowie die Schlämme untersucht.

Alle Klär- oder Faulschlammproben zeigten eine vergleichbare Ausgangsbelastung an Arzneimittelrückständen. Die höchsten Messwerte wurden für die Fluorchinolon-Antibiotika Ciprofloxacin und Levofloxacin mit jeweils 22.000 μg/kg und 8900 μg/kg Klärschlammasse nachgewiesen. Zudem waren die Wirkstoffe Diclofenac (max. 2100 μg/kg), sowie Carbamazepin und Metoprolol (max. 1100 μg/kg) in allen Klärschlammproben nachweisbar.

Alle Phosphor-Rezyklate zeigten deutlich geringere Arzneimittelbelastungen als die Ausgangsklärschlämme.
Für eine differenzierte Bewertung der Schadstoffminderung der einzelnen Phosphor-Rückgewinnungstechniken müssen neben Arzneimitteln noch weitere Schadstoffe wie Schwermetalle (Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Thallium und Zink) und organische Schadstoffe wie Halogenverbindungen, PCBs und PAKs untersucht werden.

Aus Vorsorgegründen empfiehlt das UBA einen kompletten Ausstieg aus der bodenbezogenen Klärschlammverwertung, bei gleichzeitiger Rückgewinnung der wertvollen Ressource Phosphor. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Phosphorrückgewinnungstechnologien das Potenzial haben, die Umweltbelastung durch Arzneimittel zu verringern.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/phosphor-rezyklate-belasten-die-boeden-deutlich

Dünger aus Klärschlamm

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Britta Widmann Kommunikation
Fraunhofer-Gesellschaft

Ab 2032 müssen große Kläranlagen Phosphate aus dem Klärschlamm, bzw. der Asche zurückgewinnen – das besagt die neue Abfall- und Klärschlammverordnung. Bisherige Technologien dazu sind jedoch chemikalien- und kostenintensiv. Eine neue Technologie bietet nun eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative. Fraunhofer-Forscherinnen und Forscher zeichnen für die Aufskalierung des Verfahrens verantwortlich.

Hobbygärtner dürften es kennen: Ohne Düngemittel gedeihen Blumen, Kohlrabi, Tomaten und Co. nur mäßig. Landwirte setzen beim Düngen vor allem auf phosphathaltige Präparate, schließlich ist Phosphor ein elementarer Bestandteil allen Lebens und wird auch von Pflanzen dringend benötigt. Was die Lieferkette von Phosphor angeht, existiert jedoch ein Nadelöhr – 75 Prozent der Phosphatlagerstätten liegen in Marokko und der westlichen Sahara. Wie kritisch das werden kann, zeigte sich in den Jahren 2008 und 2009: Durch Lieferengpässe und Spekulationen an den Rohstoffmärkten stieg der Phosphorpreis um 800 Prozent. Die Europäische Kommission nahm Phosphor daher in die Liste der 20 kritischen Rohstoffe auf. Auch die Bundesregierung reagierte: Ab 2023 müssen Betreiber großer Kläranlagen ein Konzept vorlegen, wie der Phosphor zurückzugewinnen ist. Zwar kann die Klärschlammasche auch direkt auf die Felder ausgebracht werden, allerdings können die Pflanzen den darin enthaltenen Phosphor nicht in nennenswertem Maße verwerten. Dazu kommt: Die Asche enthält auch Schadstoffe wie Schwermetalle, die nicht auf den Acker gelangen sollten. Zwar gibt es bereits erste Ansätze, den Phosphor über nasschemische Verfahren aus der Klärschlammasche zurückzugewinnen. Jedoch sind hierfür große Mengen an Chemikalien nötig.

Phosphor rückgewinnen: Kostengünstig, pflanzenverfügbar und umweltschonend
Einen alternativen Ansatz verfolgt die P-bac Technologie, die Experten der Firma Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG entwickelt und im Projekt »Phosphorrecycling – vom Rezyklat zum intelligenten langzeitverfügbaren Düngemittel – PRil« gemeinsam mit der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Alzenau,und der ICL Fertilizers Deutschland GmbH vom Labormaßstab in den Technikumsmaßstab übertragen haben. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.

»Wir haben die Aufskalierung des Verfahrens im Bereich der Prozesswasserrezyklierung sowie der Reststoffverwertung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Analytik begleitet«, erläutert Dr. Lars Zeggel, Projektleiter am Fraunhofer IWKS. »Der Phosphor, den wir über das neuartige Verfahren aus der Asche zurückgewinnen, hat eine Pflanzenverfügbarkeit von 50 Prozent, bezogen auf einen wasserlöslichen Phosphatdünger. Zum Vergleich: Das Phosphat in der reinen Klärschlammasche ist nahezu gar nicht pflanzenverfügbar.« Zudem ist das enthaltene Substrat weitgehend schadstofffrei, die relevanten Schadstoffe können um mehr als 90 Prozent reduziert werden. Auch was die Kosten angeht, kann sich das Düngemittel aus recyceltem Klärschlamm sehen lassen, wie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Fraunhofer IWKS ergab: Etwa zwei Euro pro Kilogramm kostet das so hergestellte Phosphat, während der Preis bei der Herstellung über nasschemische Verfahren bei mindestens vier bis sechs Euro pro Kilogramm liegt. Zwar ist der Phosphor aus recycelten Quellen bislang noch teurer als der primäre Phosphor aus Marokko, der bei 70 Cent pro Kilogramm P2O5 liegt. Doch enthält der primäre Phosphor im Gegensatz zum recycelten zunehmend Schadstoffe wie Cadmium und Uran.

Bakterien machen es möglich
Das Verfahren, mit dem der Phosphor aus dem Klärschlamm zurückgewonnen wird, hat die Firma Fritzmeier entwickelt. Der Clou: Statt Chemikalien wie Schwefelsäure zur Klärschlammasche zu geben, überlassen die Experten Bakterien das Feld. Diese nehmen Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf – schaffen somit also einen weiteren Vorteil – und stellen unter Zugabe von elementarem Schwefel selbst Schwefelsäure her, mit dem sie den Phosphor aus der Asche lösen. Andere Bakterien nehmen den Phosphor unter geschickt gewählten Lebensbedingungen auf, reichern ihn an und geben ihn unter anderen Lebensbedingungen wieder ab: Es fällt festes Eisenphosphat aus, das von der Laugungslösung abgetrennt werden kann.

Die Forscher des Fraunhofer IWKS widmeten sich unter anderem dem Prozesswasser. »Um ein Liter Klärschlammasche zu rezyklieren, sind etwa zehn Liter Prozesswasser nötig«, sagt Zeggel. Nach der Abtrennung des Phosphats lässt es sich direkt für die erneute Vermehrung der Bakterien verwenden, und muss erst nach einigen Zyklen entsalzt werden. »Wir haben die Membranfiltration soweit anpassen können, dass wir 98 Prozent des eingesetzten Sulfats – also den Schwefel – aus dem Wasser entfernen und letztendlich 75 Prozent des Prozesswassers im Kreis führen können«, fasst Zeggel zusammen. Damit reduziert sich die Menge des zu entsorgenden Prozesswassers erheblich und führt zu hohen Einsparungen an Energie. Das Verfahren ist somit nicht nur sehr umweltschonend, sondern es fällt auch ein großer Kostenfaktor weg. Denn die Energie, die zum Verdampfen des Wassers aufgewendet werden müsste, ist einer der größten Kostentreiber. Mit der Membranfiltration konnte das Forscherteam die Betriebskosten erheblich senken. Das Gesamtverfahren ist bereits im Hundert-Liter-Maßstab einsatzbereit.

Weitere Informationen:
https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2020/januar/duenger-aus-…

Quelle:
https://idw-online.de/de/news729478