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Belüftung auf Abwasserreinigungsanlagen

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Einfluss der Auslegung und Abstufung der Gebläse auf die Effizienz der Belüftungseinrichtung

G. Seibert-Erling 

1. Einleitung
Vor etwa 10 Jahren konnte man überschlägig davon ausgehen, dass die jährlichen Energiekosten für ein Drehkolbengebläse im Dauerbetrieb etwa so hoch sind wie die einmaligen Anschaffungskosten. Bei einer realistisch angenommenen Lebensdauer von rd. 40.000 Bh setzen sich dann die Lebenszykluskosten vereinfacht aus 15 % Investitions- und 85 % Energiekosten zusammen. Nachdem sich die Stromkosten (in Deutschland) verdoppelt haben, liegt der Anteil der Energiekosten mittlerweile bei über 90 %.

Die Auslegung von Gebläsen und Belüftungseinrichtungen für Kläranlagen erfolgt vorrangig nach den gültigen Bemessungsregeln (DWA-A 131). Hinzu kommen die üblichen hohen Anforderungen an die Betriebssicherheit und der Wunsch nach einer möglichst einfachen Instandhaltung. Am Ende einer solchen Planung stehen dann die bekannten (schlechten) Lösungen mit gleich großen Gebläsen nach dem n+1- Prinzip, die sich durch eine sehr große Gesamtluftmenge, zu knappe Übergänge an den Schaltpunkten und eine fehlende Abdeckung kleiner Luftmengen bei schwacher Belastung auszeichnen. Obwohl das Problem der „großzügigen“ Dimensionierung in der Fachwelt seit Jahren hinlänglich bekannt ist, werden bei fälligen Modernisierungen mit dem Verweis auf die genehmigungsrechtliche Situation nicht selten die Gebläse durch modernere Aggregate, jedoch in der gleichen Anzahl, Größe und Abstufung ersetzt. Zur Behebung der bekannten betrieblichen Nachteile wird gerne eine möglichst komplexe Regelung implementiert. Im ungünstigsten Fall wird dann eine Menge Geld in neue energieeffiziente Aggregate investiert; die alten Probleme sind am Ende trotzdem nicht behoben. Vor allem tritt die erwartete Energieeinsparung nicht ein, weil die Aggregate nach wie vor in einem ungünstigen Bereich des energetischen Kennfeldes laufen.

2. Auswahl von Drucklufterzeugungsaggregaten
Drucklufterzeugungsaggregate lassen sich nach dem thermodynamischen Arbeitsprinzip einteilen in Verdrängermaschinen und Strömungsmaschinen. Für die bei der Abwasserreinigung eingesetzten Aggregate (Bild 1) ergibt sich folgende Situation:

•  Bei Verdrängermaschinen ohne innere Verdichtung (Drehkolbengebläse) wird der Druck erst in dem am Druckstutzen angeschlossenen System aufgebaut, während bei Aggregaten mit innerer Verdichtung (Schraubenverdichter) die Luft am Ausgangsstutzen schon mit dem vorgesehenen Druck bereitgestellt wird. 
Strömungsmaschinen (Turboverdichter) konventioneller Bauart werden mit fester Drehzahl betrieben. Die Verstellung der Luftmenge erfolgt durch einen Diffusor (Nachleitapparat). Mit einem verstellbaren Vorleitgitter kann der Drall auf das Laufrad in Abhängigkeit von Ansaugdruck und -temperatur angepasst werden, was eine Energieeinsparung bis zu 25 % bringt. Seit Mitte der 90er Jahre sind schnelllaufende drehzahlverstellbare Aggregate in Kompaktbau- weise am Markt verfügbar, die sich vor allem durch eine verschleißfreie Lagerung (Magnetlagerung, Luftlagerung) auszeichnen. 

Bild Akt-Aug-17-Belueftung-01.jpg
Das vielfältigere Angebot macht die Auswahl und Beschaffung neuer Aggregate allerdings nicht einfacher. Zwar kann anhand der Luftmenge und des erforderlichen Druckes für die aktuelle Marktsituation eine grobe Vorauswahl für Einzelaggregate getroffen werden (Bild 2). Auf die energetischen Kennwerte und das Betriebsverhalten der unterschiedlichen Aggregate wird später noch detailliert eingegangen.

Bild Akt-Aug-17-Belueftung-02-a.jpg 

Wenn die Energiekosten weiter in den Vordergrund rücken, dann ist insgesamt ein Paradigmenwechsel angesagt. Dann müssen nicht nur die bisherigen Kriterien für die Verfügbarkeit und die Instandhaltung auf den Prüfstand, sondern es ist auch die Einhaltung der genehmigungsrechtlichen Werte für die Luftmenge zu diskutieren. Dabei sind zwei Fälle zu unterscheiden:

Die Vorgaben aus der bestehenden Genehmigungsplanung werden in der Summe erfüllt; es ändert sich lediglich die Staffelung der Aggregate. In diesem Falle ist die Änderung als unwesentlich einzustufen.
Von den Vorgaben aus der Genehmigung wird nach unten abgewichen. Dann muss schon eine entsprechende Begründung geliefert werden. An dieser Stelle sind nicht nur die Kompetenz und Erfahrung des Planers gefragt, sondern der Betreiber muss diese Entscheidung auch mittragen und gegenüber der Aufsichtsbehörde verantworten. 

Eine geringere Gesamtluftmenge lässt sich durchaus mit einer Analyse von Betriebsdaten aus den zurückliegenden Jahren begründen. Eine absehbar geringere Einwohnerbelastung unterhalb der Ausbaugröße ist ebenfalls ein Argument. Darüber hinaus können Platzreserven oder Aufrüstungsmöglichkeiten mit der Behörde abgestimmt werden. Allerdings sollten die genannten Möglichkeiten möglichst flexibel gehalten werden. Es ist vor allem nicht mehr erforderlich, den Luftbedarf rechnerisch exakt zu bestimmen und dann die Gebläse punktgenau darauf auszulegen. Viel wichtiger ist dagegen die Ermittlung des Luftbedarfs für auftretende geringe Belastungen bezogen auf den Istzustand. Erfahrungsgemäß bereitet gerade dieser Betriebszustand immer wieder verfahrenstechnische Probleme (Denitrifikation) und kann bei falscher Gebläseauslegung nur energetisch uneffizient abgedeckt werden. Die nachfolgend beschriebene Vorgehensweise hat sich bei der Modernisierung von Kläranlagen bewährt. Damit werden die Forderungen nach hoher Verfügbarkeit, ruhigem Betriebsverhalten (Überdeckung) und flexibler Ausbaureserve erfüllt. Zugleich werden die Grundsteine für einen energieeffizienten Betrieb und gute Regelungseigenschaften gelegt.

Der Belastungszustand (Luftmenge) wird anhand der Betriebsdaten aus den zurückliegenden Jahren analysiert unter der Voraussetzung, dass die erzielte Reinigungsleistung und der Energieverbrauch in einem üblichen Rahmen liegen. 
Es ist dann zu prüfen, ob sich die ermittelten Auslegungsdaten durch weitere Optimierungen (Austausch von Belüftern, Veränderung von Sollwerten, neue Gebläse/Verdichter, geänderte Belastung, etc.) verschieben.
Die Dimensionierung erfolgt dann so, dass die mit der größten Häufigkeit auftretenden Belastungswerte mit einem einzigen möglichst energieeffizienten Aggregat abgedeckt werden („Rennpferd“). 
Für die seltener auftretenden Betriebszustände wird die Aggregategruppe so ergänzt, dass alle sonstigen Forderungen erfüllt werden. Jedoch nicht zwingend mit (teuren) effizienten Aggregaten, sondern mit einer Kombination, wel- che den Forderungen nach Verfügbarkeit, ausreichender Überdeckung an den Umschaltpunkten und robustem Betrieb gerecht wird („ Arbeitspferde“). 

Das kann durchaus dazu führen, dass Aggregate unterschiedlicher Baugrößen, Typen und sogar von unterschiedlichen Herstellern kombiniert werden. Die sich daraus ergebenden zusätzlichen Anforderungen an die Regelung, die Bedienung und den Betrieb von Nebenaggregaten muss man akzeptieren. Die Umsetzung der veränderten Anforderungen sollte bei der Verwendung neuer elektrotechnischer Bauteile und bei einer strukturierten Programmierung kein Problem sein. Außerdem ist absehbar, dass sich diese „Baustelle“ mittelfristig aufgrund der erkennbaren technischen Entwicklung auflöst. Der Trend bei Drucklufterzeugungsaggregaten geht zu Kompaktgeräten mit integrierter elektrotechnischer Ausrüstung (Schaltgeräte, Frequenzumrichter, Modulsteuerung, etc.). Dieser Trend zur Mechatronik ist bei Schieberantrieben, Pumpen, BHKWs und anderen typischen maschinentechnischen Ausrüstungsteilen von Kläranlagen ebenfalls zu beobachten. Bei den neuartigen schnelllaufenden Turboverdichtern ist diese technische Integration zwingend, weil ein solches Aggregat ohne zugehörige komplexe Steuerung und Regelung nicht betriebsfähig wäre. Eine früher übliche getrennte Aufstellung von Maschine und Steuerung aufgrund der Wärme- und Geräuschentwicklung ist heute beherrschbar; gleichwohl gibt es hier zwischen den einzelnen Fabrikaten noch markante Unterschiede.

3. Kennwerte für die energetische Effizienz
Energetische Kennwerte von Drucklufterzeugungsaggregaten sind in technischen Regelwerken festgelegt, nach denen Abnahmen und Leistungsversuche durchgeführt werden. Unterschieden wird zwischen der Bestimmung des Leistungsbedarfs durch thermodynamische Bilanzierung (DIN 1945, ISO 5389) und der Bestimmung der mechanischen Leistungsaufnahme unter definierten Betriebsbedingungen bei geforderten Werten für Luftmenge und Druck (ISO 1217). Die Hersteller verfügen in ihren Werken über entsprechend zertifizierte Prüfstände mit geeichten Messgeräten (Bild 3). Weil die Vorhaltung und der Betrieb der Prüfstände sehr kostenaufwändig sind, werden bei der Werksprüfung nicht unbedingt die vorgegebenen Betriebszustände eingestellt, sondern die Prüfbedingungen werden so eingestellt, dass die Messwerte in einem geeichten Bereich liegen. Die gemessenen Werte werden dann auf die geforderten Prüfbedingungen umgerechnet. Diese Prüfmethoden sind üblich und zulässig, sie entsprechen der angegebenen Normung. 

Der Aufbau eines Prüfstandes unterscheidet sich signifikant von den Einsatzbedingungen eines Aggregates auf einer Kläranlage (Bild 4). Abgesehen von der Anordnung der Messgeräte und den Ansprüchen an die Genauigkeit der Messwerte ist schon die saug- und druckseitige Einbindung nicht vergleichbar. Vor allem aber ist es unter laufenden Betriebsbedingungen nur sehr schwierig oder gar nicht möglich, vorgegebene konstante Betriebsbedingungen (Druck, Luftmenge) einzustellen. 

Bild Akt-Aug-17-Belueftung-03.jpg

Bild Akt-Aug-17-Belueftung-04.jpg

Die Verwendung energetischer Kennwerte von Drucklufterzeugungsaggregaten für die Auslegung kompletter Stationen oder für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erfordert daher entsprechende Fachkenntnisse. Vergleichende Betrachtungen für Aggregate unterschiedlicher Hersteller sind bei der Verwendung einheitlicher Prüfverfahren zulässig. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die Prüfbedingungen (Ansaugtemperatur, Enddruck, etc.) und die Systemgrenzen (mit/ohne Rückschlagklappe, etc.) gleich sind.

Eine Reproduktion der Prüfergebnisse einer Werksabnahme nach der Inbetriebnahme eines Aggregates im laufenden Betrieb bleibt nach derzeitigem Kenntnisstand trotz vielfältiger Bemühungen noch Wunschdenken. An Lösungen oder Anordnungen, die für Hersteller und Betreiber zu akzeptablen Werten und Ergebnissen führen, wird gleichwohl an mehreren Stellen gearbeitet.

Aus betrieblicher Sicht ist ein Vergleich mit den Ergebnissen einer Werksabnahme zunächst nur von akademischem Interesse. Maßgebend ist das Verhalten an der realen Anlage. Von großem Interesse ist hingegen das Verhalten unterschiedlicher Aggregate unter gleichen Betriebsbedingungen. Hier interessiert zudem weniger die absolute Genauigkeit sondern der relative Unterschied. Das gilt vor allem für die energetische Effizienz. Sofern die für eine energetische Bewertung bestimmenden Größen Leistungsaufnahme, Druck in der Sammelleitung und die Luftmenge erfasst werden, können die vorhandenen Aggregate einzeln nacheinander unter sonst gleichen Bedingungen (Sauerstoffregelung auf Handbetrieb stellen, Schieber öffnen, etc.) überprüft werden. Als möglichst einfach zu ermittelnder betrieblicher Kennwert hat sich die spezifische Leistungsaufnahme bewährt:

Pspez = Pel/(Q p)
mit:
P spez – spezifischer Leistungsbedarf in W/(Nm³/h bar)
P el – elektrische Wirkleistungsaufnahme des Aggregates (NS-Abgang)
Q – Luftmenge, vorzugsweise gemessen auf der Druckseite in Nm³/h
p – Druck in der Drucksammelleitung

Zu kritisieren ist an dieser Formel, dass keine SI-Einheiten verwendet werden, dass eine Division durch den Druck wegen der bekannten Nichtlinearität eigentlich unzulässig ist und dass sie eigentlich nichts anderes als den reziproken Wert des Wirkungsgrades darstellt. Dennoch hat die neue Definition durchaus ihre Berechtigung, weil sie in der Praxis einfach handhabbar ist vor allem den relativen Vergleich unterschiedlicher Aggregate am Einsatzort ermöglicht.

Im Vergleich zu einer Werksabnahme sind das Antriebsaggregat einschließlich eines Frequenzumrichters zur Drehzahlverstellung und eine Rückschlagklappe vor der Sammelleitung in der Betrachtung enthalten. Im Handbetrieb kann durch Vorgabe der Leistung oder Luftmenge dann die Kennlinie punktweise aufgenommen werden (Bild 5).

Und weil die beschriebenen Probleme mit der Vergleichbarkeit von Energiekennwerten nicht nur auf Kläranlagen auftreten, sondern generell bei der Drucklufterzeugung, wird von der Herstellern neuerdings das „Wire to Air“-Prinzip propagiert, welches letztendlich keinen anderen als den beschriebenen Zusammenhang wiederspiegelt. 

Bild Akt-Aug-17-Belueftung-05.jpg

4. (Ungünstige) Staffelung von Aggregaten

Die zuvor dargestellte Kennlinie basiert auf Leistungsmessungen im Rahmen einer Energieanalyse. Zur Überprüfung der Gebläseauslegung wurden weiterhin die Messwerte der Luftmengen über ein volles Betriebsjahr analysiert. Die sich ergebende Häufigkeitsverteilung ist im Bild 6 dargestellt. Der Betriebspunkt mit der größten Häufigkeit liegt bei ca. 3.000 Nm³/h. Die Kennlinie des eingesetzten und überprüften Gebläses erreicht jedoch gerade hier nur eine schlechte Effizienz. Durch die Wahl fünf gleich großer Gebläse liegt außerdem der Umschaltpunkt genau in dem am häufigsten auftretenden Betriebspunkt (unteres Bild), was zu einer großen Schalthäufigkeit führt. 

Bild Akt-Aug-17-Belueftung-06.jpg
Bild Akt-Aug-17-Belueftung-07.jpg

5. Praxisbeispiel Großklärwerk Köln-Stammheim
Das Großklärwerk Köln-Stammheim hat eine Ausbaugröße von 1,57 Mio. EW. Die Druckluftversorgung der einzelnen Verfahrensstufen (AB-Verfahren mit Hochlast- und Schwachlastbelebung) erfolgt mit mehreren Verdichterstationen. Die größte Station VG02 dient zur Versorgung der Becken 7-14 der Schwachlastbelebung. Die erzeugte Luftmenge beträgt insgesamt ca. 100.000 Nm³/h. Ausgelöst durch einen nicht vorhersehbaren Ausfall in 2012 war eine zügige Ersatz- beschaffung erforderlich. Allerdings sollte geprüft werden, ob ein 1:1-Ersatz erfolgen sollte oder ob in diesem Zuge eine Modernisierung der gesamten Station sinnvoller war. Aufgrund einer Analyse der Betriebsdaten ergab sich, dass die bisherige Staffelung mit vier baugleichen Turboverdichtern ungünstig war (Bild 7). Einerseits waren ständig bis zu drei Maschinen in Betrieb und andererseits kam es aufgrund der bei gleich großen Aggregaten geringen Überdeckung an den Umschaltpunkten zu häufigen Schaltungen mit ungünstigen Auswirkungen auf das Regelverhalten der insgesamt 40 Regelstrecken der Luftverteilung der Belebungsbecken. 

Bild Akt-Aug-17-Belueftung-08.jpg

Bild 7:

Es wurde entschieden, zwei Aggregate durch gleichartige, jedoch mit der nächsthöheren Baugröße zu ersetzen
(Bild 8). Dadurch werden mehrere erkannte Probleme in einem Zug behoben:

Die Staffelung der Aggregate wird deutlich verbessert. Zwar waren unmittelbar nach der getroffenen Entscheidung die Auslegungsdaten noch nicht exakt bekannt. Die Erwartung, dass zukünftig mit der Kombination 1 großer + 1 kleiner bzw. 2 große Verdichter in ca. 80% der Zeit der Bedarf gedeckt wird, hat sich weitgehend bestätigt (Bild 9, oben) 
Die Schalthäufigkeit hat sich drastisch verringert. Der hohe Überdeckungsgrad erlaubt es im Normalbetrieb sogar, Stufen auszublenden, bei denen mehr als 1 Verdichter geschaltet werden muss. Wegen der bei dieser Leistungsklasse (950 kW) auftretenden An- und Abfahrvorgänge wirkt sich das wiederum günstig auf das Regelverhalten der gesamten Belebung aus (Bild 9, unten) 
Die Druckregelung wurde neu konzipiert und nach weitgehend problemloser Inbetriebnahme optimiert. Die Regelabweichung, die mit der alten Regelung im Bereich von +/- 20 mbar lag, hat sich auf weniger als 3 mbar reduziert. Das ruhige Verhalten der Regelung hat eine unmittelbare Auswirkung auf den Energieverbrauch, weil sich dadurch die interne Vorleitgitterreglung des Verdichters überhaupt erst stabilisieren kann. Bei den „kleinen“ Turboverdichtern mit einer Leistung von 650 kW führt eine nicht funktionierende VLG-Regelung nachweislich zu einer um 170 kW höheren Leistungsaufnahme. 

Bild Akt-Aug-17-Belueftung-09.jpg
Bild Akt-Aug-17-Belueftung-10.jpg

6. Zusammenfassung und Ausblick
Bei der Auswahl von Drucklufterzeugungsaggregaten ist die energetische Effizienz aufgrund der drastisch gestiegenen Strompreise heute das wesentliche Auslegungskriterium. Die Forderungen nach Betriebssicherheit und Verfügbarkeit einer gesamten Gebläsestation lassen sich durch die Kombination unterschiedlicher Aggregate mit einer auf die Lastfälle abgestimmten Staffelung erfüllen. Für die Auslegung einer Station oder Aggregategruppe sollte die Belastung im Istzustand ausschlaggebend sein, um die in der Vergangenheit oft aufgetretene Überdimensionierung zu vermeiden. Stattdessen sollte der Ausbau durch Vorhaltung von Platz- oder Leistungsreserven flexibilisiert werden. Vorrangiges Ziel muss dabei die Abdeckung des Betriebsbereiches mit der größten auftretenden Häufigkeit durch ein in diesem Bereich möglichst energieeffizientes Drucklufterzeugungsaggregat sein.

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Nachweis von Mikroplastik im Wasser: Fraunhofer CSP entwickelte smarte Filteranlagen

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Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS
Mikroplastikpartikel im Wasser sind ein zunehmendes Problem für die Umwelt. Ein neues Filtersystem, mit dem sich die Belastung von Gewässern schneller und einfacher messen lässt, entwickelt das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP gemeinsam mit Partnern. Das Forschungsprojekt unter Federführung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) will eine Datenbasis schaffen, um die Belastung von Gewässern analysieren und anschließend verringern zu können.

Der Eintrag von Mikroplastikpartikeln – also Plastikteilchen mit einer Größe von weniger als 1 Millimeter – in unser Ökosystem wird zunehmend problematischer. Doch wie gelangt Mikroplastik in Gewässer und Abwässer? Und wie kann es dort untersucht und nachgewiesen werden? Momentan fehlt eine verlässliche, wissenschaftliche Datenbasis über die Quellen, das Vorkommen sowie die Auswirkungen von Mikroplastikpartikeln auf die Umwelt.

Das Forschungsprojekt »Repräsentative Untersuchungsstrategien für ein integratives Systemverständnis von spezifischen Einträgen von Kunststoffen in die Umwelt (RUSEKU)«, das von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ins Leben gerufen wurde, will bis zum Jahr 2021 ein Untersuchungsverfahren entwickeln, mit dem sich der Partikeleintrag in Gewässer einheitlich und schneller messen lässt. Dadurch soll sich auch feststellen lassen, an welchen Orten eine besonders hohe Belastung von Gewässern durch Mikroplastik vorliegt.

Das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP entwickelt im Rahmen des Verbundforschungsprojektes gemeinsam mit der SmartMembranes GmbH ein spezielles Filtersystem als wichtigen Baustein für ein einheitliches und unkompliziertes Verfahren zur Entnahme von Proben. Die Kaskaden-Filtrationsanlage soll spezielle Siliziumfilter mit definierten Lochdichten und -größen einsetzen, in denen die Plastikpartikel hängen bleiben.

»Wesentlich für tragfähige Aussagen über die Mengen von Mikroplastik im Grund-, Trink- sowie Schmutzwasser oder in Oberflächengewässern ist die Methodik für die Probenentnahme. Geplant ist eine Art Probenentnahme-Set, das dazu einen entscheidenden Beitrag leisten soll«, sagt Dr. Christian Hagendorf, der auf Seiten des Fraunhofer CSP für das Forschungsprojekt verantwortlich ist. »Mithilfe von Laser- und chemischen Ätzprozessen werden wir auf dem Siliziumträger passende Lochgrößen schaffen, in denen die Partikel zurückgehalten werden. Bei der späteren Analyse im Labor machen wir uns die chemische Zusammensetzung von Silizium zunutze, das in einem breiten Wellenlängenbereich des Infrarotlichtes im Transmissionsverfahren durchsichtig ist und darauf liegende Mikroplastikteilchen für die spektroskopische Messtechnik sichtbar macht«, sagt Hagendorf weiter.

Eine weitere wichtige Kenngröße für die Qualität der Filter ist die mechanische Festigkeit. Denn Lastzustände, die durch Wasserströmungen während der Probenentnahme verursacht werden, dürfen nicht zum Bruch der Filter führen. Außerdem müssen die Filter eine »smarte«, optimierte Lochgeometrie und Oberflächenbeschaffenheit besitzen. Ein weiteres Arbeitsziel ist es, zusammen mit den Partnern einen vorgeschriebenen Arbeitsablauf von der Probenahme über die Aufreinigung bis zur Analyse der Mikroplastikpartikel zu definieren. Durch »Smart Sampling« wird der Nachweis von Mikroplastik von der Probenahme bis zur Schnellanalytik perfekt abgestimmt.

Das damit ermöglichte Verfahren zur effizienten und zuverlässigen Mikroplastik-Probenentnahme bietet eine Grundlage für Strategien und Regelungen, die helfen, Mikroplastik im Wasserkreislauf zu verringern. Das Verbundforschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und findet im Rahmen des Forschungsschwerpunktes »Plastik in der Umwelt« statt. Beteiligt sind neben dem Fraunhofer CSP sechs weitere wissenschaftliche Einrichtungen sowie drei mittelständische Unternehmen.

Über das Fraunhofer-Center für Siliziumphotovoltaik CSP
Das Fraunhofer CSP betreibt angewandte Forschung in den Themengebieten der Siliziumkristallisation, Waferfertigung, Solarzellencharakterisierung und der Modultechnologie. Es entwickelt dabei neue Technologien, Herstellungsprozesse und Produktkonzepte entlang der gesamten photovoltaischen Wertschöpfungskette.

Schwerpunkte sind die Zuverlässigkeitsbewertung von Solarzellen und Modulen unter Labor- und Einsatzbedingungen sowie die elektrische, optische, mechanische und mikrostrukturelle Material- und Bauteilcharakterisierung. Basierend auf dem Verständnis von Ausfallmechanismen werden dadurch Messmethoden, Geräte und Fertigungsprozesse für Komponenten und Materialien mit erhöhter Zuverlässigkeit entwickelt.

Ergänzt wird das Portfolio der Photovoltaik durch Forschungen im Bereich der regenerativen Wasserstofferzeugung, -Speicherung und -Nutzung, hierbei insbesondere der Entwicklung, Charakterisierung und Testung neuer Materialien für Brennstoffzellen und Elektrolyseure sowie der Simulationen und der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen von dezentralen Photovoltaik-Elektrolysesystemen.

Das Fraunhofer CSP ist eine gemeinsame Einrichtung des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

Über die SmartMembranes GmbH
SmartMembranes, im Jahr 2009 von Dr. Petra Göring und Monika Lelonek in Halle (Saale) gegründet, ist der weltweit führende Hersteller von porösen hochgeordneten Materialien aus Aluminiumoxid und Silizium mit definiert einstellbaren Membraneigenschaften und Strukturparametern für eine Vielzahl von innovativen Anwendungen. Ein weiteres wichtiges Standbein neben der Produktion der Membrane nach Kundenwunsch ist die Entwicklung neuer Prozesse und Produkte rund um das Kerngeschäft.

Die SmartMembranes GmbH ist ein Spin-Off des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle. Die am Standort – dem Technologie- und Gründerzentrum Halle – vorhandene Infrastruktur mit einer Vielzahl an F&E-Einrichtungen wie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dem Max-Plack-Institut für Mikrostrukturphysik und dem Fraunhofer IMWS ermöglichen eine enge Zusammenarbeit, Kooperation und Vernetzung.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Christian Hagendorf, Telefon +49 345 5589-5100, christian.hagendorf@csp.fraunhofer.de

Weitere Informationen:
https://www.imws.fraunhofer.de/de/presse/pressemitteilungen/filteranlage-mikropl…

„Waste – Water – Women“

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Vorurteile abbauen, Kultur verändern, Potenziale fördern
Rund 60 Frauen und einige wenige Männer haben Mitte Mai während der IFAT in München den Weg in die Session Area Future zum Zukunftsforum „Waste – Water – Women“ gefunden, das sich rund vier Stunden lang mit der Situation der Frauen in der Wasser-und Abfallwirtschaft befasst und Wünsche für Veränderungen formuliert hat. „Ich habe in den letzten Jahren immer wieder mitbekommen, dass sich Frauen in der Wasserwirtschaft besonders beweisen müssen“, sagt Anett Baum, Fachreferentin bei der DWA und eine der Initiatorinnen der Veranstaltung. Eine Erfahrung, die viele Frauen teilen.

Zurzeit bereitet die DWA eine Umfrage vor, an der sich alle, die sich für das Thema „Frauen in der Wasserwirtschaft“ interessieren, beteiligen können: www. dwa.de/frauen.Die Antworten sollen darüber Aufschluss geben, welche Inhalte und Aktivitäten Frauen besonders beschäftigen und welchen Beitrag die DWA zur Förderung von Gerechtigkeit und Vielfalt leisten kann.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2018 ab Seite 675

Autorin:
Alexandra Bartschat

Antidepressiva in Gewässern: Vögel vergeht die Lust

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Medikamentenrückstände in der Umwelt können gravierende Folgen für Tiere haben. Antidepressiva verändern schon in geringen Dosierungen etwa das Balzverhalten von Staren. Das berichten britische Wissenschaftler.

Starenmännchen zeigten demnach ein deutlich aggressiveres Verhalten gegenüber Weibchen, denen geringe Dosen des weitverbreiteten Antidepressivums Prozac verabreicht worden waren. Auch sangen die männlichen Stare weniger. Die Drei-Jahres-Studie…mehr:

https://www.blick.ch/news/ausland/umwelt-antidepressiva-veraendern-balzverhalten-von-voegeln-id8701678.html

 

Abwasserverordnung: Parameter CSB bleibt vorerst parallel zu TOC erhalten

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In der Abwasserverordnung (AbwV) wird der Parameter CSB übergangsweise parallel zu dem Parameter TOC beibehalten. Der Bundesrat hat am Freitag, der Achten Verordnung zur Änderung der Abwasserverordnung (AbwV) nach Maßgabe einer entsprechenden Änderung zugestimmt. Die parallele Beibehaltung sei bis zur Novellierung des Abwasserabgabengesetztes (AbwAG) aus Gründen der Rechtssicherheit und -klarheit der Parameter CSB notwendig, um künftig eine Ermäßigung der Abwasserabgabe zu gewährleisten, begründet der Bundesrat den Beschluss.

Grundsätzlich sollte dem Beschluss des Bundesrats …mehr:
https://www.euwid-wasser.de/news/politik/einzelansicht/Artikel/abwasserverordnung-parameter-csb-bleibt-vorerst-parallel-zu-toc-erhalten.html
 

 

Plastik in Schlei: Sandfilter schafft nicht alles

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Etwa viereinhalb Monate, nachdem herauskam, dass mehr als zwei Jahre lang immer wieder kleine Plastikteile aus dem Schleswiger Klärwerk in der Schlei landeten, haben die Stadtwerke Schleswig am Mittwoch ein Gutachten zu dem Fall vorgestellt.

Wie funktioniert ein Sandfilter?
Im Schleswiger Klärwerk wird das Abwasser gleich mehrmals gefiltert. Unter anderem mit einem sogenannten Sandfilter. Dieser besteht aus insgesamt 24 Kammern.

Informationen zur Sendung
Leichte Plastikteilchen gingen durch Filter
Daraus geht unter anderem hervor, dass die fünfte und letzte Stufe der Kläranlage, der Sandfilter, nicht in der Lage ist, leichte Plastikpartikel zu filtern. Der Sandfilter habe die Kunststoffe nicht gänzlich aufhalten können, sagte Wolfgang Schoofs, Geschäftsführer der Stadtwerke Schleswig, der die Untersuchungen des Sachverständigen dem Werkausschuss für Abwasserentsorgung vorstellte. Schwerere Teilchen seien im Klärschlamm gelandet, leichtere aber durch den Filter gelaufen.
Vorgegebene Grenzwerte eingehalten
Schoofs betonte, der Sachverständige habe bescheinigt, dass die Kläranlage fach- und sachgerecht geführt werde. Vorgegebene Grenzwerte seien eingehalten worden. Mittlerweile haben die Stadtwerke Schleswig einen zusätzlichen Siebfilter eingebaut. Dieses Edelstahlgitter verhindert jetzt, dass kleine Plastikteile in die Schlei gelangen.

Jährlich mehrere Tonnen Plastik in die Schlei
Anfang März war bekannt geworden, dass Plastikteilchen aus geschredderten Speiseresten der Firma ReFood über das Klärwerk in die Schlei gelangt waren. Das Umweltministerium Schleswig-Holstein geht davon aus, dass dies schon mindestens seit 2015 geschah. Jährlich dürfte es sich um mehrere Tonnen Plastik gehandelt haben. Flächendeckend wurden die Teilchen aber erst Ende 2017 beobachtet. Wer nun die zwei Millionen Euro für die Reinigungsarbeiten an der Schlei zahlt, muss noch geklärt werden. Mehr:

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Plastik-in-Schlei-Sandfilter-schafft-nicht-alles,sandfilter100.html

Video «Schweizer Gewässer – Alles klar?»

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Das BAFU veröffentlicht ein neues Video zur Gewässerentwicklung in der Schweiz.
Tauchen Sie ein und nehmen Sie neben dem Piloten Nino G vom Planet Nuxxo Platz. Sie werden ihn auf seiner abenteuerlichen Reise durch die Schweizer Gewässerlandschaft begleiten und erfahren auf diesem Weg, weshalb es in der Vergangenheit zu grossen Gewässerkorrekturen kam, welche Auswirkungen die Wasserkraft auf die Natur hat, wie es den Gewässern geht, was Abwasserreinigungsanlagen leisten können und weshalb saubere Gewässer auch in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit sind.

Dank den aussergewöhnlichen 360-Grad Aufnahmen werden Sie sich das Video so anschauen können, wie es für Sie gerade stimmt. Sie können das Video auf dem Tablet, Smartphone oder mit einer Virtual Reality-Brille anschauen.

Mehr:
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/dossiers/gewaesserentwicklung_alles_klar.html
 

 

Meldungen aus Österreich 2018

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Oktober 2018
Wien 12. Jour-fixe „Vergaberecht“ 
Völkermarkt, Kühnsdorf 829 Kilometer Kanal bringen die Fracht ans Ziel 
Wien Arien in Wiener Kläranlagen: Singen für den Umweltschutz 
Klagenfurt 30 Jahre Entsorgung 
September 2018
Wien Wien erhöht Gebühren für Wasser, Kanal und Müllabfuhr 
Groß St. Florian Hunderte Fische im Gleinzbach verendet 
Juli 2018
Wien 1. Get-together der „Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV“ 
Wien Neptun Wasserpreis 2019 ausgeschrieben 
Graz Neue VRV-Kursreihe erfolgreich gestartet 
Wien Jour-fixe „Umweltrecht“ widmete sich den Geruchsimmissionen 
Wien ÖWAV-Seminar „Sachverständige und JuristInnen“

12. Jour-fixe „Vergaberecht“

Der bereits 12. ÖWAV-Jour-fixe „Vergaberecht“ fand am 26. September 2018 in den Räumen des ÖWAV in Wien statt. Durch das Programm führte Dr. Stefan Mathias Ullreich (Finanzprokuratur).

Unter dem Generalthema „BVergG 2018: Bestangebotsprinzip NEU“ referierte Dr. Claudia Fuchs LL.M. (Niederhuber & Partner Rechtsanwälte GmbH) über „Wahl zwischen Bestangebots- und Billigstangebotsprinzip“, MMag. Dr. Claus Casati (Casati Rhomberg Rechtsanwälte) über „Zuschlagskriterien“ und Dr. Christian Fink (Rechtsanwalt Dr. Christian Fink) über „Kostenmodelle – Lebenszykluskosten“.
Darüber hinaus blieb ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion. Mit über 50 TeilnehmerInnen war dieser Jour fixe „Vergaberecht“ dank der tatkräftigen Unterstützung der Vortragenden und des Moderators ein großer Erfolg.
Als Veranstaltungstipp empfehlen wir Ihnen das Seminar „Vergaberecht für die Praxis“, das am 14. März 2019 in Wien stattfinden wird. Nähere Informationen erhalten Sie rechtzeitig vorab auf unserer Homepage.

https://www.oewav.at/

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Völkermarkt, Kühnsdorf/Austria: 829 Kilometer Kanal bringen die Fracht ans Ziel

Den Großteil der im Bezirk anfallenden Fäkalwässer reinigt der Abwasserverband Völkermarkt-Jaunfeld. Bis 2020 sollen alle noch offenen Projekte im Bezirk fertig sein. Mehr:

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/voelkermarkt/aktuelles_voelkermarkt/5504410/Voelkermarkt-Kuehnsdorf_829-Kilometer-Kanal-bringen-die-Fracht-ans

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Wien: Arien in Wiener Kläranlagen: Singen für den Umweltschutz

Gerald Zwittkovits ist Tenor, Techniker und Umweltschützer. Nun erscheint seine erste CD. Sie soll Menschen die Bedeutung von Wasser vermitteln.
Als Kind saß Gerald Zwittkovits gerne am Ufer der Fischa, die in seinem Heimatdorf bei Wiener Neustadt gemächlich vorbeifloss: „Eines Tages war der Fluss plötzlich orange. Erst Jahre später, beim Studium der Kultur- und Wassertechnik, hab ich begriffen was das heißt: Der Fluss war tot.“
Ein Betrieb hatte Malerfarbe einfach in den Fluss geleitet. „Alle Fische, alle Pflanzen sind verendet“, erzählt der heute 53-Jährige: „Dieses Bild habe ich heute noch vor mir.“ Mehr:

https://diepresse.com/home/leben/mensch/5499373/Arien-in-Wiener-Klaeranlagen_Singen-fuer-den-Umweltschutz?from=rss

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Klagenfurt: 30 Jahre Entsorgung

Vor 30 Jahren wurden die Klagenfurter Entsorgungsbetriebe gegründet, die sich seither um den Kanal, die Kläranlage und den Müll kümmern. Die Entsorgung ist mittlerweile Klagenfurts größte Abteilung und nimmt auch am meisten Gebühren ein.
46.000 Tonnen Müll fallen in Klagenfurt pro Jahr an. Das heißt, dass jeder Einwohner jährlich eine halbe Tonne Müll produziert. In den drei Jahrzehnten wurde einiges unternommen, so zum Beispiel die Einführung der Mülltrennung

…mehr: https://kaernten.orf.at/news/stories/2935023/

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Wien erhöht Gebühren für Wasser, Kanal und Müllabfuhr

Wien erhöht ab 1. Jänner 2019 die Gebühren für Wasser und Abwasser sowie die Müllabfuhr (Umleer-System, Anm.) um 3,2 Prozent. Auch die Gebrauchsabgabe steigt im selben Ausmaß. Das hat das Büro von Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) der APA am Montag mitgeteilt. Basis für die Maßnahme ist das Wiener Valorisierungsgesetz. Mehr:

https://www.kleinezeitung.at/service/newsticker/5482735/Wien-erhoeht-Gebuehren-fuer-Wasser-Kanal-und-Muellabfuhr

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Groß St. Florian/A: Hunderte Fische im Gleinzbach verendet

Im Gleinzbach in Groß St. Florian kam es auf einer Länge von rund drei Kilometern zu einem Fischsterben. Als Ursache werden eingeleitete Abwässer vermutet. Kein schöner Anblick bot sich Ende letzter Woche auf einem Teilstück…Mehr:

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/suedsuedwest/5479735/Gross-St-Florian_Hunderte-Fische-im-Gleinzbach-verendet

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1. Get-together der „Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV“

Am 7. Juni 2018 fand das 1. Get-together der „Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV“ statt, welches mit über 60 TeilnehmerInnen restlos ausgebucht war.

Ziel des ÖWAV ist es, junge ExpertInnen aus den unterschiedlichen Bereichen der Wasserwirtschaft untereinander zu vernetzen und den ÖWAV als Plattform bekannt zu machen. Moderiert wurde das 1. Get-together von Maria Rath (Riocom) und Franz Greimel (Universität für Bodenkultur, Wien), die das überaus interessierte Publikum sehr gelungen in die Diskussion einbinden konnten.

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer des ÖWAV DI Manfred Assmann, gab Frau Dr. Veronika Koller-Kreimel (BMNT) einen Vortrag über die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Darin wurden die Entstehungsgeschichte, die Zielsetzung, aber auch das Mitwirken Österreichs bei der Erstellung der Richtlinie beleuchtet. Im Anschluss an den Vortrag standen junge ExpertInnen aus mehreren Bereichen der Wasserwirtschaft im Rahmen einer Podiumsdiskussion für Fragen und Diskussion zur Verfügung.
Aufgrund des großen Interesses ist eine Folgeveranstaltung im Herbst 2018 geplant

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=316621

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Neptun Wasserpreis 2019 ausgeschrieben

Von 5. Juni bis 12. Oktober 2018 sind wieder Einreichungen für den Neptun Wasserpreis möglich. Der österreichische Umwelt- und Innovationspreis schafft in seiner 11. Ausschreibung eine neue Kategorie für Bildungsprojekte und öffnet die Forschungskategorie auch für internationale Einreichungen. Der Preis ist heuer mit insgesamt 21.000 Euro dotiert.
Die drei Fachkategorien WasserFORSCHT, WasserKREATIV sowie die neue Kategorie WasserBILDUNG bieten eine Plattform für Projekte, die sich auf wissenschaftliche, künstlerische oder gesellschaftliche Art mit der Ressource Wasser auseinandersetzen. Jede Fachkategorie ist diesmal mit 5.000 Euro dotiert. Projekte können ab 5. Juni 2018 auf der neuen Website www.neptun-wasserpreis.at eingereicht werden!

Die Fachkategorie WasserFORSCHT bietet eine Plattform für Projekte aus den Bereichen Forschung und Entwicklung in Wirtschaft und Wissenschaft, die sich mit dem Schutz der Ressource Wasser auseinandersetzen. „Erstmals suchen wir heuer in dieser Kategorie auch internationale Projekte und Innovationen im Bereich der Wasserwirtschaft.“, hebt Roland Hohenauer, Präsident des Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverbandes (ÖWAV), die Neuerung in der Forschungskategorie hervor.

Ökologisch nachhaltige Wassernutzung bzw. Wasserschonung sind zentrale Anliegen in dieser Kategorie. Innovative Lösungen sind gefragt, wenn es um die Wiederherstellung und Erhaltung von Gewässern als intakte Lebensräume für Pflanzen und Tiere, um die Artenvielfalt und das ökologische Gleichgewicht geht. Technologien, Verfahren und Projekte zur Abwasserbehandlung und zur Wasserreinhaltung sind ebenso Thema, wie nachhaltiger und integrierter Hochwasserschutz. Die Fachkategorie ist mit 5.000 Euro dotiert.

Wir laden Sie ein, kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekte, Dissertationen sowie Diplom- oder Masterarbeiten im Bereich Wasser beim Neptun Wasserpreis 2019 einzureichen und einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen!
Mit der neuen Kategorie WasserBILDUNG zeichnet der Neptun Wasserpreis zudem Initiativen, Projekte und Aktionen aus, die mit (Bewusstseins-) Bildung und Wissensvermittlung zum Schutz und zum nachhaltigen Umgang mit Wasser beitragen. Dazu zählen Projekte der Öffentlichkeitsbeteiligung in der Wasserwirtschaft ebenso wie Schulaktionen zur Sensibilisierung im Umgang mit der Ressource Wasser oder kreative Ideen, um Wasser erlebbar zu machen.
Bei der Preisverleihung im Frühjahr 2019 wird aus allen nominierten Fachprojekten der Hauptpreis per Live-Abstimmung ermittelt – das Siegerprojekt erhält zusätzlich 3.000 Euro Preisgeld.

Mehr Informationen und die Formulare zur Einreichung finden Sie online auf www.neptun-wasserpreis.at.
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=315186

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Neue VRV-Kursreihe erfolgreich gestartet

Am 3. Mai 2018 fand unter der Leitung von GF Mag. Maria Bogensberger (QUANTUM – Institut für betriebswirtschaftliche Beratung GmbH) der 1. ÖWAV-Kurs „VRV 2015 für Abwasser-, Abfallverbände und Gemeinden (UA 851, 852)“ in Graz in den Räumlichkeiten des Gemeindebundes Steiermark statt. Die knapp 30 TeilnehmerInnen wurden neben der Kursleiterin von MMag. Dr. Hans-Jörg Hörmann (Amt der Stmk. Landesregierung) und Christian Schleritzko, MSc (Österreichischer Gemeindebund), die beide bei der Entwicklung und Novellierung der VRV mitgearbeitet haben, informiert.
Der ÖWAV unterstützt mit dieser Schulungsmaßnahme die Abwasser- und Abfallverbände sowie die Gemeinden bei der Einführung in das neue Voranschlags- und Rechnungswesensystem, bei der Ersterfassung und Bewertung der Aktiva und Passiva für die Vermögensrechnung, bei der erstmaligen Erstellung des Voranschlages 2020 sowie bei der Erstellung der Eröffnungsbilanz 2020 und bei der Befüllung der diversen Anlagen gemäß VRV 2015.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=315294

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Jour-fixe „Umweltrecht“ widmete sich den Geruchsimmissionen

Der bereits 12. ÖWAV-Jour-Fixe „Umweltrecht“ fand am 16. Mai 2018 unter der Leitung von Mag. Martin Niederhuber (Niederhuber & Partner Rechtsanwälte) und Dr. Wilhelm Bergthaler (Haslinger/Nagele & Partner) in den Räumen des ÖWAV in Wien statt.
Unter dem Generalthema „Die neue Richtlinie zur Beurteilung von Geruchsimmissionen“ referierte Dr. Dieter Altenburger, MSc (Jarolim Partner Rechtsanwälte GmbH) über „Rechtliche Grundlagen der Beurteilung von Geruchsimmissionen“, OA Assoz.-Prof. PD DI Dr. med. Hans-Peter Hutter (Medizinische Universität Wien) über „Beurteilung von Geruchsimmissionen aus umweltmedizinischer Sicht: quo vadis?“ und DI Norbert Mundl, MSc (TÜV AUSTRIA) über „Ausbreitungsrechnung für Geruchsemissionen in der Praxis“.
Darüber hinaus blieb ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion. Mit über 60 TeilnehmerInnen war dieser Jour fixe „Umweltrecht“ dank der tatkräftigen Unterstützung der Veranstaltungsleiter und Vortragenden ein großer Erfolg.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=315658

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ÖWAV-Seminar „Sachverständige und JuristInnen“

„Sachverständige und JuristInnen – Partnerschaft oder Zwangsehe?“ unter diesem Titel veranstaltete der ÖWAV am 6. Juni 2018 in Wien ein Seminar in Kooperation mit Onz, Onz, Kraemmer, Hüttler Rechtsanwälte GmbH. ÖWAV-GF DI Manfred Assmann und ÖWAV-Vorstandsmitglied HR DI Ludwig Lutz (Amt der NÖ Landesregierung) konnten knapp 80 interessierte TeilnehmerInnen begrüßen.
Sachverständige haben überragende Bedeutung in verwaltungsbehördlichen und verwaltungsgerichtlichen Verfahren. Was sind die Anforderungen an ein Gutachten, was ist zu beachten? Wie arbeiten Behörde und Sachverständige bestmöglich zusammen? Welchen Beitrag kann eine professionelle Vorbereitung durch die Projektanten zu einem reibungslosen Verfahren leisten? Nach einem besonderen Fokus auf Großprojekte in den vergangenen Jahren wurde diesmal das Schwergewicht auf alltägliche Herausforderungen gelegt, die sich in Verwaltungsverfahren aller Art stellen. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Block zur zivil- und strafrechtlichen Haftung von Sachverständigen. Bei allen Themenkomplexen wurde die Möglichkeit für Fragen und Diskussion ausgiebig genutzt.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=316551

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Erdgas aus der Kläranlage

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Pilotanlage produziert synthetisches Erdgas aus Windstrom und Kohlendioxid
Puffer im Energiesystem: In Spanien erzeugt eine Pilotanlage künftig Erdgas aus Windstrom, Wasser und Klärschlamm. Damit dient sie einerseits als Speicher für überschüssige Windenergie und nimmt andererseits klimaschädliches CO2 aus der Kläranlage auf. Möglich wird dies durch eine besonders kompakte Anlage, die das synthetische Erdgas mittels Power-to-Gas-Verfahren produziert. Mehr:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22925-2018-07-10.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+scinexx+%28scinexx+%7C+Das+Wissensmagazin%29

Kläranlagen als kostbares Reservoir

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In den Abwasseranlagen enthaltenes Ammonium und Phosphate können wiedergewonnen werden. Das vulkanische Zeolithgestein wird als Bindemittel eingesetzt.

Gerade sechs Meter lang und 2,5 Meter breit: Der Container, in dem man im Inneren auf den ersten Blick Rohre, Rohranschlüsse, Messgeräte und einige Behälter sieht, ist eine im Testbetrieb befindliche Versuchsstation. Hier vollzieht sich, wie der Umwelttechniker Markus Ellersdorfer erläutert, ein Ionenaustauschprozess. Die Bezeichnung des hier laufenden Forschungsprojekts gibt schon über den angepeilten Endzweck Auskunft: „ReNOx“ bzw. Renewable NOx, also Gewinnung von erneuerbarem Stickstoff aus Abwasser. Mehr:

https://diepresse.com/home/science/5456162/Klaeranlagen-als-kostbares-Reservoir