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Vom Bund 2020

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Zu den Gesetzen und Verordnungen zum Thema Abwasser auf Bundesebene gehts hier:
www.klaerwerk.info/Nuetzliche-Links/Gesetze#Bund
Dezember 2020
Materialschutzmittel passieren Kläranlagen zum Teil ohne jegliche Elimination
Schulze: Deutschland braucht eine nationale Wasserstrategie
Nationaler Wasserdialog
September 2020
Mein „Indikatorenbericht“ mit aktuellen Umweltdaten 
Deutscher Nitratbericht 2020 veröffentlicht 
März 2020
Weiterentwicklung der biologischen Bewertungsverfahren zur EGWasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) unter besonderer Berücksichtigung der großen Flüsse 

Materialschutzmittel passieren Kläranlagen zum Teil ohne jegliche Elimination

Materialschutzmittel passieren die Kläranlagen zum Teil ohne jegliche Elimination. Sie zählen zu den Biozidwirkstoffen, die am häufigsten in den Kläranlagenabläufen gefunden werden, heißt es in der Studie „Belastung der Umwelt mit Bioziden realistischer erfassen – Schwerpunkt Einträge über Kläranlagen“, die das Umweltbundesamt (UBA)

Quelle: Euwid

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Schulze: Deutschland braucht eine nationale Wasserstrategie

Nationaler Wasserdialog entwickelt Empfehlungen für die Zukunft des Wassers in Deutschland
Das Bundesumweltministerium hat nach zwei Jahren intensiver Beratungen den Nationalen Wasserdialog abgeschlossen, der sich mit der Wasserwirtschaft der Zukunft beschäftigt. An der virtuellen Abschlussveranstaltung nehmen heute neben Bundesumweltministerin Svenja Schulze zahlreiche Fachleute aus Wasserwirtschaft, Verwaltung und Forschung teil. Ergebnis des Dialogs sind umfassende Handlungsempfehlungen zu unterschiedlichen Themenfeldern. Mehr als 200 Expertinnen und Experten erkundeten, wie Länder und Kommunen künftig besser mit klimabedingter Wasserknappheit umgehen können und wie deutschlandweit der natürliche Wasserhaushalt erhalten und geschützt werden kann. Die Empfehlungen werden nun in die nationale Wasserstrategie einfließen, die Bundesumweltministerin Schulze im nächsten Sommer vorstellen will.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Unser Land ist zum Glück noch weit von einem Wassernotstand entfernt. Ich will, dass das in Zeiten des Klimawandels auch in Zukunft so bleibt. Deutschland braucht daher eine nationale Wasserstrategie. Ein wichtiges Element ist die Festlegung von Grundsätzen für eine Priorisierung von Wassernutzung, eine Wasserhierarchie. Denn sie hilft Nutzerinnen und Nutzern, sich frühzeitig auf den möglichen Ernstfall einzustellen. Natürlich werden Entscheidungen, wer bei Knappheit Vorrang hat, letztlich immer vor Ort getroffen. Aber sie sollten sich an gemeinsamen Spielregeln orientieren – auch damit es am Ende kein Gegeneinander unterschiedlicher lokaler Interessen gibt, sondern ein möglichst großes Miteinander. Ebenso große Herausforderungen sind die Schadstoff-Belastungen der Gewässer, die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Wasserökosysteme und die Sicherung der Daseinsvorsorge. Der Nationale Wasserdialog hat die aktuellen und absehbaren Herausforderungen so gründlich wie nie zuvor analysiert. Die Ergebnisse sind eine gute Grundlage für die erste nationale Wasserstrategie, die wir im Bundesumweltministerium ab heute erarbeiten werden.“

Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes: „Die Handlungsempfehlungen des Nationalen Wasserdialog zeigen die unterschiedlichen Interessen im Umgang mit Wasser. Die damit zusammenhängenden Herausforderungen, vor denen die Wasserwirtschaft steht, erfordern tiefgreifende Veränderungsprozesse – vor allem in den Leitbildern. Ziel muss es sein, dass letztlich nur Stoffe in Gewässer gelangen oder eingeleitet werden, die kein Risiko für Mensch und Umwelt darstellen. Hierzu ist eine ganzheitliche Betrachtung der Umweltwirkungen von Schadstoffen und eine systemische Betrachtung der Eintragspfade im Rahmen einer Null-Schadstoff-Strategie erforderlich. Klimawandel und Wasser machen nicht an kommunalen Grenzen halt. Deshalb brauchen wir zügig auch Wasserdargebots- und Wasserbedarfsanalysen auf Einzugs- und Flussgebietsebene.“

Deutschland muss sich auf längere Dürreperioden einstellen. Das haben die vergangenen Sommer deutlich gezeigt. Wasserknappheit wird in mehr und mehr Regionen zu einem Problem. Gleichzeitig leiden viele Gewässer unter der hohen Belastung durch Nähr- und Schadstoffe. Zukunftsszenarien wie diese haben die Teilnehmenden des Nationalen Wasserdialogs tiefgreifend analysiert und strategische Handlungsoptionen für zentrale Bereiche der Wasserwirtschaft identifiziert.

Insgesamt liefert der Nationale Wasserdialog eine aktuelle Bestandsaufnahme, formuliert Ziele und benennt Aktionsfelder mit Vorschlägen für konkrete Maßnahmen. Die Empfehlungen des Nationalen Wasserdialogs reichen von strategischen Ansätzen und neuen Finanzierungskonzepten für die Modernisierung der wasserwirtschaftlichen Infrastrukturen über Vorschläge zur Stärkung der Organisations- und Verwaltungsstrukturen. Mit verbindlichen planerischen Instrumenten und einer Minderung von Stoffeinträgen soll der Schutz der Wasserressourcen gestärkt werden. Nicht zuletzt zeichnen die Fachleute vor, wie Wasser- und Landwirtschaft gemeinsam Standards und Konzepte für eine gewässersensible Landnutzung entwickeln können.

Der Nationale Wasserdialog war 2018 vom Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Umweltbundesamt initiiert worden. Zwei Jahre lang beteiligten sich mehr als 200 Teilnehmende aus Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, der Forschung, von Verbänden, Ländern und Kommunen an dem intensiven Fachdialog. Nach einer Auftaktkonferenz vertieften die Teilnehmenden ihre Diskussionen in mehreren Einzelforen zu „Vernetzten Infrastrukturen“, dem „Risikofaktor Stoffeinträge“, dem Verhältnis von „Landwirtschaft und Verbraucherschutz“, dem Nexus „Gewässerentwicklung und Naturschutz“ sowie zu „Wasser- und Gesellschaft“. Der Nationale Wasserdialog ist auch ein Beitrag Deutschlands zur Umsetzung der UN-Wasserdekade (2018-2028).

Alle Ergebnisse des Nationalen Wasserdialogs sowie weiterführende Informationen finden Sie unter http://www.bmu.de/wasserdialog.

Umweltbundesamt Hauptsitz
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau

https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/schulze-deutschland-braucht-eine-nationale

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Nationaler Wasserdialog

2. Nationales Wasserforum
Der zweijährige Nationale Wasserdialog wird mit dem 2. Nationalen Wasserforum am 8. Oktober 2020 abgeschlossen und der Abschlussbericht zum Nationalen Wasserdialog übergeben.

Im Dialogprozess wurden die wesentlichen zukünftigen Entwicklungen der Wasserwirtschaft und der betroffenen Sektoren auf nationaler Ebene diskutiert. Im 2. Nationale Wasserforum werden die Ergebnisse des Nationalen Wasserdialog reflektiert und die nächsten Schritte in Richtung einer Nationalen Wasserstrategie in einer Podiumsdiskussion beleuchtet.

Kernbotschaften
Die hier vorliegenden 16 Kernbotschaften fassen die wichtigsten Inhalte aus dem Nationalen Wasserdialog zusammen. Sie müssen nicht der Meinung der einzelnen Teilnehmerinnen, des Bundesumweltministeriums oder des Umweltbundesamtes entsprechen. Die Reihenfolge stellt keine Priorisierung dar. Die Kernbotschaften zeigen den Spannungsbogen von unterschiedlichen Interessenslagen und die damit zusammenhängenden Aufgaben und Herausforderungen, die künftig zu bewältigen sind. In der Kürze der Zeit konnte nicht immer Einigkeit erzielt oder fertige Lösungen erarbeitet werden. Die gute Atmosphäre und die konstruktive Zusammenarbeit im Dialogprozess sind jedoch ermutigend und ein Signal, den Dialog weiter fortzuführen. Die Kernbotschaften sollen nicht nur der Kommunikation der Ergebnisse des Nationalen Wasserdialogs im politischen Raum dienen, sondern auch den weiteren gegenseitigen Austausch fördern.

Abschlussdokument
Im Abschlussdokument werden die wesentlichen zukünftigen Entwicklungen der Wasserwirtschaft und der angrenzenden Wirtschaftsbereiche auf nationaler Ebene sowie die Ergebnisse aus dem Nationalen Wasserdialog dargestellt. Die erarbeiteten Leitlinien und Ziele sowie Aktionen und Aktionsfelder sind darauf ausgerichtet, mit den sich ändernden Bedingungen umgehen zu können und damit die deutsche Wasserwirtschaft langfristig zukunftsfähig zu gestalten. Die Diskussionen fokussierten dabei auf die Zeitspanne bis 2030 für das Ergreifen von entscheidenden Maßnahmen mit einem Ziel- und Wirkhorizont bis zur Mitte des Jahrhunderts (2050

https://www.bmu.de/nationaler-wasserdialog/2-nationales-wasserforum/#c50457

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Mein „Indikatorenbericht“ mit aktuellen Umweltdaten

Luftqualität, Treibhausgasemissionen, Nitrat im Grundwasser oder Ökolandbau – die „Daten zur Umwelt“ geben einen umfassenden Überblick über den Umweltzustand, die Verursacher und Ansatzpunkte für verbessernde Maßnahmen. Mit dem neuen Indikatorenbericht kann jetzt online ein individueller Bericht aus insgesamt 50 verschiedenen Umwelt-Indikatoren zusammengestellt und als PDF heruntergeladen werden.
24.06.2020 40 mal als hilfreich bewertet
In den „Daten zur Umwelt“ finden Sie aktuelle Informationen zu Trends der Umweltbelastungen, Erreichung von Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen oder auch Vorschläge für umweltpolitische Maßnahmen. Dazu wurden für alle Umweltbereiche Indikatoren ausgewählt und soweit vorhanden mit vorliegenden politischen Zielen – beispielsweise aus der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie oder auch aus EU-Richtlinien – unterlegt.
„Mein Indikatorenbericht“ ist ein individuell zusammenstellbarer Auszug aus den „Daten zur Umwelt“. Dafür lassen sich insgesamt 50 Umwelt-Indikatoren aus verschiedenen Umweltbereichen auswählen:
• Fläche, Boden, Land-Ökosysteme
• Luft
• Wasser
• Ressourcenschonung
• Klima
• Energie
• Private Haushalte und Konsum
• Umweltgerecht Wirtschaften
• Verkehr
• Land- und Forstwirtschaft
Das Angebot ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. Verlinkungen in dem Bericht führen direkt auf die entsprechenden Internetseiten, die direkten Zugriff auf die Daten bieten.
Über die Datensuche kann außerdem das gesamte Datenangebot der UBA-Website abgerufen werden.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/mein-indikatorenbericht-aktuellen-umweltdaten

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Deutscher Nitratbericht 2020 veröffentlicht

Grundwasser ist häufig mit Nitrat belastet. Eine Ursache ist die stickstoffhaltige Düngung.

Am 9. Juli wurde der Nitratbericht 2020 veröffentlicht. Der Bericht zeigt: Die Nitratsituation des Grundwassers hat sich seit dem vorherigen Bericht aus dem Jahr 2016 nur geringfügig verbessert. Aktuell weisen 26,7 Prozent der Grundwassermessstellen des EU-Nitratmessnetzes im Mittel Konzentrationen über 50 mg/l Nitrat auf und verfehlen damit das Qualitätsziel der Nitratrichtlinie.
Im vorherigen Berichtszeitraum (2012-2015) waren es 28,2 Prozent der Messstellen. Der Anteil der unbelasteten oder nur gering belasteten Messstellen bis 25 mg/l blieb mit 49,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Berichtszeitraum mit 49,0 Prozent auf nahezu gleichem Niveau. An den Oberflächengewässern konnte das Qualitätsziel für Nitrat an allen Messstellen eingehalten werden. Allerdings ist an Flüssen und Seen die Nährstoffbelastung mit Phosphor und in Küsten- und Meeresgewässern die ökologische Belastung mit Nitrat an der Mehrzahl der Messstellen weiterhin deutlich zu hoch. Ursachen sind vielfach zu hohe Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft.

Mehr: https://www.umweltbundesamt.de/themen/deutscher-nitratbericht-2020-veroeffentlicht
https://www.umweltbundesamt.de/themen/deutscher-nitratbericht-2020-veroeffentlicht

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Weiterentwicklung der biologischen Bewertungsverfahren zur EGWasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) unter besonderer Berücksichtigung der großen Flüsse

Zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtline wurden Bewertungsverfahren entwickelt, deren Ziel es ist, die Fließgewässer in Deutschland anhand biologischer Qualitätskomponenten ökologisch zu bewerten. Im Projekt „Weiterentwicklung der biologischen Bewertungsverfahren zur EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) unter besonderer Berücksichtigung der großen Flüsse“ wurden die in den vergangenen Jahren gesammelten Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge der Anwender bearbeitet. Das Ziel bestand in der Verbesserung der Genauigkeit und Zuverlässigkeit der biologischen Bewertungsverfahren. Der Fokus des Projekts lag auf der Weiterentwicklung der biologischen Bewertungsverfahren: „Perlodes“, „PhytoFluss“ und „Phylib“. Bei letztgenanntem Verfahren „Phylib“ waren die Weiterentwicklungen auf die Teilkomponenten Diatomeen und Phytobenthos ohne Diatomeen (PoD) beschränkt.

https://www.umweltbundesamt.de/en/publikationen/weiterentwicklung-bewertungsverfahren-eg-wrrl

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Aus der EU-Schweden

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ARA-Ausbau Schweden

In Schweden sind bereits mehrere Reinigungsstufen zur Spurenstoffelimination in Betrieb: Linköping (Ozonung), Simrishamn (Ozonung + GAK-Filtration) und Degeberga (GAK-Filtration für 2’000 EW). Bald wird in Kivik eine GAK-Filtration für 7’500 EW in Betrieb genommen. Auf dieser Karte sind zudem die Spurenstoff-Projekte dargestellt, die im Bau sind (blau markiert) und für welche Vorstudien erstellt wurden (rot markiert).

https://micropoll.ch/Mediathek/newsletter-n17/

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EU-Kommission verklagt Schweden wegen unzureichender Abwasserbehandlung

Die Europäische Kommission verklagt Schweden vor dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) wegen Nichteinhaltung der europäischen Kommunalabwasser-Richtlinie. Das Land habe es versäumt, in einer Reihe von Gemeinden eine geeignete kommunale Abwasserbehandlung sicherzustellen, teilte die Brüsseler Behörde mit. Unbehandeltes Abwasser kann die menschliche Gesundheit gefährden und Seen, Flüsse, Böden sowie Küstengewässer und das Grundwasser verunreinigen.
Obwohl es Fortschritte bei der Einhaltung der Vorschriften gegeben habe, komme Schweden seinen Verpflichtungen aus dem EU-Recht weiterhin nicht nach. Vier Gemeinden (Borås, Habo, Skoghall und Töreboda), die Abwasser in empfindliche Gebiete einleiten, hätten die Vorschriften seit Dezember 1998 erfüllen müssen, betont die Kommission. Sechs weitere Gemeinden (Lycksele, Malå, Mockfjärd, Pajala, Robertsfors und Tänndalen) hätten die Bestimmungen seit Dezember 2005 einhalten müssen.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen.

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Schwedischer Gerichtshof entscheidet, ob Wasser eine Dienstleistung oder ein Produkt ist

In Schweden wird der Oberste Gerichtshof (Högsta domstolen) voraussichtlich bis zum Sommer entscheiden, ob die Wasserversorgung eine Dienstleistung oder ein Produkt ist. Das teilte der Verband der kommunalen schwedischen Wasserversorger, Svenskt Vatten, mit. Anlass sei eine Schadenersatzklage einer Bürgerinitiative, die den Wasserversorger Ronneby Miljö und Teknik AB in der südschwedischen Provinz Blekinge für die Lieferung von mit Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) verunreinigtem Trinkwasser verantwortlich machen will. Mehr:

https://www.euwid-wasser.de/news/international/einzelansicht/Artikel/schwedischer-gerichtshof-entscheidet-ob-wasser-eine-dienstleistung-oder-ein-produkt-ist.html

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EU leitet rechtliche Schritte gegen Spanien, Finnland, Schweden und Portugal ein

Die Europäische Kommission teilte im Dezember 2006 mit, dass sie gegen Spanien rechtliche Schritte wegen sechs verschiedener Verstöße gegen Vorschriften zum Schutz der Umwelt und der Volksgesundheit eingeleitet hat. Es handelt sich um fehlende Maßnahmen zur Verringerung der Verschmutzung der Küstengewässer. Weiter wegen Nichtumsetzung von Urteilen im Zusammenhang mit der Behandlung kommunaler Abwässer, der Verschmutzung von Muschelgewässern und der Umweltverträglichkeits-
prüfung. Außerdem bringt die Kommission Spanien vor Gericht, weil es eine EU-Richtlinie zur Verringerung der Verschmutzung durch die Industrie nicht in nationales Recht umgesetzt hat. Eine Mahnung erfolgte wegen mangelhafter Umsetzung der EU-Trinkwasserrichtlinie. Finnland, Schweden und Portugal werden vor den Europäischen Gerichtshof gebracht, weil eine große Anzahl von Städten keine ordnungsgemäße Behandlung von kommunalem Abwasser sicherstellen kann.

Quelle: http://ec.europa.eu/community_law/eulaw/index_en.htm

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Meldungen zu Gaserzeugung und BHKW

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November 2021
Vom Abwasser zum Biogas: Stadtwerke Krefeld investieren in Biogasanlagen
Januar 2021
Bioreaktor-Anlage geht ans Netz

 


Vom Abwasser zum Biogas: Stadtwerke Krefeld investieren in Biogasanlagen

Gut sechs Millionen Euro investiert die Stadtwerke Krefeld AG (SWK) in den Bau einer neuen Faulgasaufbereitungsanlage auf dem Gelände der Entsorgungsgesellschaft Krefeld GmbH & Co. KG (EGK). Sie bildet die letzte Verfahrensstufe auf dem Weg vom Abwasser zu Biomethan, also Biogas. Zur Einspeisung des erzeugten Biomethans in die nördlich der EGK verlaufende Gashochdruckleitung tätigt die Betreiberin des Gasnetzes, die Thyssengas GmbH, Investitionen in gleicher Größenordnung. Schon bis Ende 2021 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das erste Quartal 2022 vorgesehen.

„Wir werden künftig mit unserer Anlage bei optimaler Auslastung bis zu 8 Millionen Kubikmeter Biomethan pro Jahr aufbereiten können. Dabei soll möglichst die vollständige Faulgasmenge auf Erdgasnetzqualität aufbereitet und in das Gasnetz eingespeist werden“, erklärt Prof. Dr. Hermann Josef Roos, Geschäftsführer der EGK.

Die Verwendungsmöglichkeiten seien vielfältig: Die ausgekoppelten Mengen könnten zur Wärmeversorgung in der Industrie oder in Privathaushalten eingesetzt werden. Auch im Verkehrssektor könne das Biogas zum Einsatz kommen. Erdgastankstellen könnten hiermit beliefert werden, so dass Fahrzeuge statt mit fossilem Erdgas künftig mit Biogas betankt werden könnten.

Für die Entwicklung des neuen Faulgas-Verwertungswegs wurden die notwendigen Kompetenzen….mehr:

https://gwf-wasser.de/branche/vom-abwasser-zum-biogas-stadtwerke-krefeld-investieren-in-biogasanlagen/

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Bioreaktor-Anlage geht ans Netz

Bundesforschungsministerin gibt Startschuss für Felderprobung
Startschuss für die Produktion und Einspeisung von grünem Methan aus dem neuartigen ORBIT-Bioreaktor: Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, sowie Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, haben die zusätzliche Methanisierungsstufe aus dem Verbundvorhaben ORBIT in Ibbenbüren offiziell in Betrieb genommen. Sie stellt eine Ergänzung zu der bestehenden Power-to-Gas-Anlage dar, die seit 2015 von Westenergie betrieben wird. Den Forschungsverbund ORBIT koordiniert die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH), die FAU ist mit dem Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik daran beteiligt.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Die Power-to-Gas-Anlage in Ibbenbüren ist ein Beispiel dafür, wie wir die klimaneutrale Energieversorgung der Zukunft aufbauen können: Mit Innovationen, Tatkraft und in Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Zukunftsweisende Lösungen wie diese schaffen neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze – und sorgen dafür, dass wir eine lebenswerte Welt an unsere Kinder und Enkel weitergeben können.“

Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, schließt sich an: „Wasserstoff und dessen Derivate sind Schlüsselelemente zur Vollendung der Energiewende. Dafür brauchen wir Projekte wie ORBIT, die innovative Ansätze in die Anwendung überführen. So können wir den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien Realität werden lassen und unsere ambitionierten Ziele erreichen. Der Erfolg des Projekts zeigt auch, dass wir mit unserer Unterstützung der Energieforschung einen wichtigen Beitrag leisten können.“

Nach erfolgreichem Testbetrieb auf dem gemeinsamen Campus der OTH und der Universität Regensburg wird die Methanisierungsanlage jetzt bis Ende dieses Jahres in Ibbenbüren im Feld erprobt. Hier bezieht sie grünen Wasserstoff aus einem mit erneuerbarem Strom betriebenen Elektrolyseur und Kohlenstoffdioxid aus der Bioethanolproduktion und speist das erzeugte grüne Gas ins Gasnetz des Tecklenburger Landes ein. Prof. Dr. Michael Sterner, OTH Regensburg, sagt: „Hier wird die Wasserstoffrepublik Deutschland Realität: durch die konstruktive und interdisziplinäre Zusammenarbeit konnten wir innerhalb kurzer Zeit ein funktionierendes System von der Grundlagenforschung bis in die Anwendung im Feld bekommen.“

Über das Forschungsprojekt ORBIT
ORBIT steht für ‚Optimierung eines Rieselbett-Bioreaktors für die dynamische mikrobielle Biosynthese von Methan mit Archaeen in Power-to-Gas-Anlagen‘. Das Forschungsprojekt läuft seit Juli 2017 und wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 1,14 Millionen Euro gefördert. Es hat zum Ziel, bis Ende 2020 die biologische Methanisierung als effiziente Energiespeicher- und Sektorkopplungstechnologie für die Zukunft weiterzuentwickeln. Das ist ein Prozess, in dem regenerativ erzeugter Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid von Methan-produzierenden Archaeen zu Methan umgewandelt werden. Archaeen sind Mikroorganismen und gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde, die sich vor über 3,5 Milliarden Jahren entwickelten. Methanogene Archaeen kommen in sauerstofffreien Lebensräumen wie Mooren und Sümpfen, geothermalen Quellen oder der Tiefsee aber etwa auch im Verdauungstrakt des Menschen und anderen Säugetieren vor. Das produzierte Methan kann als Ersatz für fossiles Erdgas dazu beitragen eine erneuerbare Energieversorgung der Zukunft mitzugestalten.

Projektpartner sind die Universität Regensburg mit dem Lehrstuhl für Mikrobiologie und Archaeenzentrum Regensburg, die FAU mit dem Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik sowie aus der Industrie die Firmen Electrochaea GmbH, microbEnergy GmbH (Viessmann Group) und MicroPyros GmbH. Als assoziierte Partner stellen die Westenergie AG und ihr Verteilnetzbetreiber Westnetz GmbH die Infrastruktur für die Erprobung im Feld zur Verfügung und waren Gastgeber für den heutigen Termin. Der DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs) ist mit seiner Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie als Projektbeirat beteiligt.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Jürgen Karl
Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik
Tel.: 0911/5302-9021
juergen.karl@fau.de

https://www.fau.de/2020/10/news/bioreaktor-anlage-geht-ans-netz/

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Geschäftsidee für ein Kanalnetz der Zukunft

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Dem akademischen Nachwuchs fehle es an Rückhalt bei Start-ups. Dieser Mangel wird hierzulande vor allem im internationalen Vergleich moniert. Das „EXIST-Gründerstipendium“ des Bundeswirtschaftsministeriums soll Studierende und Absolventen auf dem Weg zur eigenen Firma unterstützen. Es fördert „innovative technologieorientierte oder wissensbasierte Projekte“, die gute wirtschaftliche Erfolgsaussichten haben. Ein Duo aus Mittelhessen kann sich jetzt über den positiven Bescheid aus Berlin freuen.

Vom ersten Oktober an erhalten Pierre Büttner und Ivana Hrisova ein Jahr lang ein monatliches Stipendium von jeweils 2500 Euro und zusätzlich maximal 35.000 Euro an Sachmitteln. Beide sind nicht nur privat Partner, sondern auch eine technisch-betriebswirtschaftliche Interessengemeinschaft. Ihr Stipendium haben sie sich mit einer Geschäftsidee verdient, über die der Hessische Rundfunk im August unter der Überschrift „Das Kanalnetz der Zukunft“ berichtete.

Gemeinsam arbeiten sie an der Vermarktung von „Variokan“, einer neuartigen technischen Lösung, die künftig in Abwassersystemen zum Einsatz kommen soll. Pierre Büttner hat 2012 an der TH Mittelhessen den Bachelor in Bauingenieurwesen gemacht und sich anschließend mit dem Masterstudium Infrastrukturmanagement weiterqualifiziert, das die THM gemeinsam mit der Frankfurt University of Applied Sciences anbietet. Einen Studienschwerpunkt legte er auf Siedlungswasserwirtschaft und erfuhr, was er als aktuelle Bedarfssituation zusammenfasst: „Knapp 20 Prozent des deutschen Abwasser-Kanalsystems sind sanierungsbedürftig.“

Im Masterstudium kam ihm die Idee, die er bis zum heutigen Prototypen entwickelte: Ein Gummischlauch kann in bestehende Rohrfassungen eingezogen werden, so dass keine aufwändige Neuverlegung erforderlich ist. Das allein ist noch keine Innovation. Einzigartig macht Variokan das innere Gerüst der flexiblen Innenhaut, ein V-Profil, das sich situativ anpasst und imstande ist, die Fließgeschwindigkeit des Abwassers zu regulieren. Die schmale Rinne, die durch die V-Basis läuft, sorgt auch bei geringem Zustrom für einen Abfluss mit ausreichender Geschwindigkeit. Nimmt die Flüssigkeitsmenge zu, bewirkt der steigende Druck, dass sich der Durchflussraum erweitert und große Abwassermengen abgeführt werden können. Eine technische Lösung, die sowohl beim zuletzt gehäuft auftretenden „Starkregen“ als auch bei undichten Rohren gute Dienste leisten wird. Interessant ist Variokan zudem für ländliche Gemeinden mit schrumpfenden Einwohnerzahlen, deren Infrastruktur für die Abwasserentsorgung inzwischen zu groß bemessen ist. Denn Ebbe im Kanalsystem führt zu Rückständen, die einen hohen Reinigungsaufwand und Mehrkosten verursachen.

Das Konzept überzeugte beim landesweiten Hochschul-Gründungswettbewerb „Hessen-Ideen“ und brachte dem Duo dort im Herbst 2016 den ersten Platz ein. Der Ingenieur Pierre Büttner und die Betriebswirtin Ivana Hrisova, die kurz vor dem Masterabschluss an der Gießener Universität steht, werden sich mit ihrem Produkt an Städte, Kreise und Abwasserverbände wenden.

Das Geld aus dem Exist-Gründerstipendium wollen sie unter anderem zur Finanzierung einer Testanlage nutzen, wo sie Variokan in einer 25 Meter langen Rohrleitung systematisch dem Betrieb mit unterschiedlichen Wassermengen aussetzen. „Davon erwarten wir uns weitere Erkenntnisse, zum Beispiel zu den Materialstärken. Die brauchen wir, um mit möglichen Herstellern konkret über die Produkteigenschaften sprechen zu können“, erläutert Pierre Büttner. Das Gießener Team will die Gummischläuche extern in Serie fertigen lassen. Die junge Firma wird sich zunächst auf die Geschäftsfelder Vertrieb und Beratung konzentrieren.

Weitere Informationen:
http://www.variokan.de

 

 

 

Phosphor-Rezyklate belasten die Böden deutlich weniger

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Wird Klärschlamm als Dünger eingesetzt, gelangen neben Schwermetallen und organischen Schadstoffen, auch Arzneimittelrückstände wie Antibiotika auf die Felder. Das schadet Bodenorganismen und fördert die Verbreitung mehrfachresistenter Bakterien in der Umwelt. Eine UBA-Studie zeigt, dass sich Arzneimittelrückstände im Klärschlamm durch technische Phosphorrückgewinnung deutlich vermindern lassen.

Die Düngung mit Phosphor-Rezyklaten belastet im Vergleich zum Klärschlamm die Böden deutlich weniger. Das UBA begrüßt, dass ab dem Jahr 2029 grundsätzlich alle Kläranlagenbetreiber zur Phosphorrückgewinnung verpflichtet sind (AbfKlärV 2017). Jedoch ist für kleine Kläranlagen die Verwendung von Klärschlamm als Dünger weiterhin erlaubt. Aus Vorsorgegründen empfiehlt das UBA auch hier einen kompletten Ausstieg aus der bodenbezogenen Klärschlammverwertung.

Hintergrund
In kommunalen Kläranlagen in Deutschland entstehen jährlich etwa 1,7 Millionen Tonnen Klärschlamm. Knapp ein Drittel der Klärschlämme werden derzeit als Dünger auf Böden ausgebracht (Stand 2017). So gelangen neben dem erwünschten Düngemittel Phosphor auch Schadstoffe, wie Schwermetalle, organische Schadstoffe wie polychlorierte Biphenyle (PCB), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs), sowie die hier untersuchten Arzneimittelrückstände auf Böden. Arzneimittel können Bodenorganismen schädigen und über die Aufnahme in Kulturpflanzen in die Nahrungskette gelangen. Ein aktuelles Gutachten der Universität Trier im Auftrag des UBA weist auf die hohe Belastung von Klärschlämmen und Güllen mit Antibiotika-Gemischen hin. Das Ausbringen von Klärschlämmen auf landwirtschaftliche Nutzflächen kann laut Gutachten die Verbreitung von mehrfachresistenten Bakterien in der Umwelt fördern.

Die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlämmen und Klärschlammaschen ist ab dem Jahr 2029 verpflichtend (AbfKlärV). Alle Kläranlagen müssen mit entsprechender Übergangsfrist eine Phosphorrückgewinnung vorsehen, sofern ihr Klärschlamm 20 g oder mehr Phosphor pro kg Trockenmasse enthält. Jedoch ist für kleinere Kläranlagen (≤ 50.000 Einwohnerwerte, EW) wahlweise auch eine bodenbezogene Klärschlammverwertung weiterhin erlaubt.

Studienergebnisse
Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits-, und Energietechnik UMSICHT prüfte im Auftrag des UBA, ob Phosphor-Rückgewinnung den Eintrag von Arzneimitteln in Böden senken kann. Hierfür wurden verschiedene Phosphor-Rückgewinnungsverfahren aus praktischer Anwendung und Pilotverfahren, die Phosphor entweder aus Klärschlamm, Schlammwasser oder aus der Asche der verbrannten Klärschlämme zurückgewinnen, betrachtet und deren Phosphor-Rezyklate sowie die Schlämme untersucht.

Alle Klär- oder Faulschlammproben zeigten eine vergleichbare Ausgangsbelastung an Arzneimittelrückständen. Die höchsten Messwerte wurden für die Fluorchinolon-Antibiotika Ciprofloxacin und Levofloxacin mit jeweils 22.000 μg/kg und 8900 μg/kg Klärschlammasse nachgewiesen. Zudem waren die Wirkstoffe Diclofenac (max. 2100 μg/kg), sowie Carbamazepin und Metoprolol (max. 1100 μg/kg) in allen Klärschlammproben nachweisbar.

Alle Phosphor-Rezyklate zeigten deutlich geringere Arzneimittelbelastungen als die Ausgangsklärschlämme.
Für eine differenzierte Bewertung der Schadstoffminderung der einzelnen Phosphor-Rückgewinnungstechniken müssen neben Arzneimitteln noch weitere Schadstoffe wie Schwermetalle (Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Thallium und Zink) und organische Schadstoffe wie Halogenverbindungen, PCBs und PAKs untersucht werden.

Aus Vorsorgegründen empfiehlt das UBA einen kompletten Ausstieg aus der bodenbezogenen Klärschlammverwertung, bei gleichzeitiger Rückgewinnung der wertvollen Ressource Phosphor. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Phosphorrückgewinnungstechnologien das Potenzial haben, die Umweltbelastung durch Arzneimittel zu verringern.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/phosphor-rezyklate-belasten-die-boeden-deutlich

Dünger aus Klärschlamm

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Britta Widmann Kommunikation
Fraunhofer-Gesellschaft

Ab 2032 müssen große Kläranlagen Phosphate aus dem Klärschlamm, bzw. der Asche zurückgewinnen – das besagt die neue Abfall- und Klärschlammverordnung. Bisherige Technologien dazu sind jedoch chemikalien- und kostenintensiv. Eine neue Technologie bietet nun eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative. Fraunhofer-Forscherinnen und Forscher zeichnen für die Aufskalierung des Verfahrens verantwortlich.

Hobbygärtner dürften es kennen: Ohne Düngemittel gedeihen Blumen, Kohlrabi, Tomaten und Co. nur mäßig. Landwirte setzen beim Düngen vor allem auf phosphathaltige Präparate, schließlich ist Phosphor ein elementarer Bestandteil allen Lebens und wird auch von Pflanzen dringend benötigt. Was die Lieferkette von Phosphor angeht, existiert jedoch ein Nadelöhr – 75 Prozent der Phosphatlagerstätten liegen in Marokko und der westlichen Sahara. Wie kritisch das werden kann, zeigte sich in den Jahren 2008 und 2009: Durch Lieferengpässe und Spekulationen an den Rohstoffmärkten stieg der Phosphorpreis um 800 Prozent. Die Europäische Kommission nahm Phosphor daher in die Liste der 20 kritischen Rohstoffe auf. Auch die Bundesregierung reagierte: Ab 2023 müssen Betreiber großer Kläranlagen ein Konzept vorlegen, wie der Phosphor zurückzugewinnen ist. Zwar kann die Klärschlammasche auch direkt auf die Felder ausgebracht werden, allerdings können die Pflanzen den darin enthaltenen Phosphor nicht in nennenswertem Maße verwerten. Dazu kommt: Die Asche enthält auch Schadstoffe wie Schwermetalle, die nicht auf den Acker gelangen sollten. Zwar gibt es bereits erste Ansätze, den Phosphor über nasschemische Verfahren aus der Klärschlammasche zurückzugewinnen. Jedoch sind hierfür große Mengen an Chemikalien nötig.

Phosphor rückgewinnen: Kostengünstig, pflanzenverfügbar und umweltschonend
Einen alternativen Ansatz verfolgt die P-bac Technologie, die Experten der Firma Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG entwickelt und im Projekt »Phosphorrecycling – vom Rezyklat zum intelligenten langzeitverfügbaren Düngemittel – PRil« gemeinsam mit der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Alzenau,und der ICL Fertilizers Deutschland GmbH vom Labormaßstab in den Technikumsmaßstab übertragen haben. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.

»Wir haben die Aufskalierung des Verfahrens im Bereich der Prozesswasserrezyklierung sowie der Reststoffverwertung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Analytik begleitet«, erläutert Dr. Lars Zeggel, Projektleiter am Fraunhofer IWKS. »Der Phosphor, den wir über das neuartige Verfahren aus der Asche zurückgewinnen, hat eine Pflanzenverfügbarkeit von 50 Prozent, bezogen auf einen wasserlöslichen Phosphatdünger. Zum Vergleich: Das Phosphat in der reinen Klärschlammasche ist nahezu gar nicht pflanzenverfügbar.« Zudem ist das enthaltene Substrat weitgehend schadstofffrei, die relevanten Schadstoffe können um mehr als 90 Prozent reduziert werden. Auch was die Kosten angeht, kann sich das Düngemittel aus recyceltem Klärschlamm sehen lassen, wie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Fraunhofer IWKS ergab: Etwa zwei Euro pro Kilogramm kostet das so hergestellte Phosphat, während der Preis bei der Herstellung über nasschemische Verfahren bei mindestens vier bis sechs Euro pro Kilogramm liegt. Zwar ist der Phosphor aus recycelten Quellen bislang noch teurer als der primäre Phosphor aus Marokko, der bei 70 Cent pro Kilogramm P2O5 liegt. Doch enthält der primäre Phosphor im Gegensatz zum recycelten zunehmend Schadstoffe wie Cadmium und Uran.

Bakterien machen es möglich
Das Verfahren, mit dem der Phosphor aus dem Klärschlamm zurückgewonnen wird, hat die Firma Fritzmeier entwickelt. Der Clou: Statt Chemikalien wie Schwefelsäure zur Klärschlammasche zu geben, überlassen die Experten Bakterien das Feld. Diese nehmen Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf – schaffen somit also einen weiteren Vorteil – und stellen unter Zugabe von elementarem Schwefel selbst Schwefelsäure her, mit dem sie den Phosphor aus der Asche lösen. Andere Bakterien nehmen den Phosphor unter geschickt gewählten Lebensbedingungen auf, reichern ihn an und geben ihn unter anderen Lebensbedingungen wieder ab: Es fällt festes Eisenphosphat aus, das von der Laugungslösung abgetrennt werden kann.

Die Forscher des Fraunhofer IWKS widmeten sich unter anderem dem Prozesswasser. »Um ein Liter Klärschlammasche zu rezyklieren, sind etwa zehn Liter Prozesswasser nötig«, sagt Zeggel. Nach der Abtrennung des Phosphats lässt es sich direkt für die erneute Vermehrung der Bakterien verwenden, und muss erst nach einigen Zyklen entsalzt werden. »Wir haben die Membranfiltration soweit anpassen können, dass wir 98 Prozent des eingesetzten Sulfats – also den Schwefel – aus dem Wasser entfernen und letztendlich 75 Prozent des Prozesswassers im Kreis führen können«, fasst Zeggel zusammen. Damit reduziert sich die Menge des zu entsorgenden Prozesswassers erheblich und führt zu hohen Einsparungen an Energie. Das Verfahren ist somit nicht nur sehr umweltschonend, sondern es fällt auch ein großer Kostenfaktor weg. Denn die Energie, die zum Verdampfen des Wassers aufgewendet werden müsste, ist einer der größten Kostentreiber. Mit der Membranfiltration konnte das Forscherteam die Betriebskosten erheblich senken. Das Gesamtverfahren ist bereits im Hundert-Liter-Maßstab einsatzbereit.

Weitere Informationen:
https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2020/januar/duenger-aus-…

Quelle:
https://idw-online.de/de/news729478

Rückstausicherung

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Viele Kommunen schreiben in ihren Satzungen pauschal: „Gegen Rückstau aus den öffentlichen Abwasseranlagen hat sich jeder Anschlussnehmer nach den anerkannten Regeln der Technik zu schützen“. Nur welche Maßnahmen entsprechen der Technik? Rückstauklappen oder Hebeanlagen?

Wir erläutern es Ihnen auf unserer neuen Microsite www.rueckstausicherung.net anschaulich in Form von Animationen und Erläuterungen. Oder werfen Sie einen Blick in unseren Erklärfilm (https://www.youtube.com/watch?v=2WVKKnBQvGM&index=4&list=PLuitQqbPcsZASkq0jClLeqopR_XEbZunL), der Sie in knapp 3 Minuten über alles Wesentliche und Wissenswerte aufklärt.

Die Webseite kann gern von Kommunen, Abwasserzweckverbänden und Anlagenbauern verlinkt werden. Ebenso die Animationen und Videos, die wir Ihnen bei Interesse gerne zur Verfügung stellen. Eine E-Mail an jung.communication@pentair.com genügt.
 

 

Download-Berichte zu Maschinentechnik

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Der Druckstoss 
NPSH – Was ist zu beachten?
Pumpen im Parallelbetrieb
Pumpen als Turbinen
Praktikum Strömungsmaschinen Messung der Kennlinien einer Kreiselpumpe 
Seminar Pumpen 
Erprobung und Validierung von Kavitationsmodellen zur Berechnung der erosiven Agressivität kavitierender Strömungen in Kreiselpumpen radialer Bauart
Der Druckstoss 
– Elastizität von Flüssigkeit und Rohrwand
– Resonanz
– Der Joukowsky-Stoß
https://www.ksb.com/blob/52870/bbb5aed662bfc14fb4cbde62066495a7/band-1-de-druckstoss-know-how-data.pdf
NPSH – Was ist zu beachten? 
– Absenkung des Drucks
– Beginnende Kavitation NPSH
– NPSH-Wert einer Pumpe
https://www.ksb.com/Kreiselpumpenlexikon_de/npsh/186924/
Pumpen im Parallelbetrieb
– Die Wahl des Betriebspunktes
– Die Kennlinienform
– Nullpunktförderhöhen
https://www.ksb.com/Kreiselpumpenlexikon_de/parallelbetrieb/186920/
Pumpen als Turbinen 
– Unbeabsichtigte Strömungsumkehr
– Nutzung unterirdischer Karstfließgewässer
– Abschätzung der „Wasserausbeute“
https://www.ksb.com/blob/52176/0a900c00f0c898029d26eb58a41e307c/pumpe-als-turbine-data.pdf
Praktikum Strömungsmaschinen Messung der Kennlinien einer Kreiselpumpe
– Theoretische Grundlagen
– Der Kreiselpumpenprüfstand
– Versuchsdurchführung und -auswertung
https://www.uni-due.de/sm/Downloads/Praktika/Kreiselpumpe.pdf
Hydrodynamische Effekte unter besonderer Berücksichtigung der Wasserqualität und ihre Messverfahren
– Diffusion und Blasenwachstum
– Methoden zur Bestimmung des Keim- und Gasgehaltes
– Zugspannung in Flüssigkeiten
http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/1474/1141215758714-7391.pdf
Erprobung und Validierung von Kavitationsmodellen zur Berechnung der erosiven Agressivität kavitierender Strömungen in Kreiselpumpen radialer Bauart
– Ursachen und Erscheinungsform der Kavitation
– Messmethoden für die Kavitation und ihre Wirkungen
– Untersuchungen an der radialen Versuchspumpe
http://www.fst.tu-darmstadt.de/media/fachgebiet_fst/dokumente/forschung_1/kavitation/report_162203_AiF_17842_Kavitierende_Stroemungen_IV_Veroeffentlichung.pdf

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Zulassungsverfahren für dezentrale Behandlungsanlagen für Niederschlagsabflüsse 
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HAMBURG WATER Cycle® auf Gut Karlshöhe  
– Technische Komponenten des HAMBURG WATER Cycle in Karlshöhe
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Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen-Selbstüberwachungsverordnung Abwasser-SüwVO Abw
– Zustand- und Funktionsprüfung in NRW
– Entschließung
– Anforderungen an die Dokumentation
http://www.dwa-nrw.de/tl_files/_media/content/PDFs/LV_Nordrhein-Westfalen/landestagung/landestagung2013/mertsch.pdf
Nutzung von Satellitendaten für Aufgaben der Stadtentwässerung
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– Anforderung an die Fernerkundungsdaten
– Entwickeltes Verfahren zur Bestimmung der Oberflächenparameter aus Satellitendaten
http://www.biukat.de/fileadmin/user_upload/tagungsbaende/UTF3/Bach_Wuerzberg_TB.pdf 
Deutschlands Abwassernetz – Der verborgene Schatz im Untergrund
– Abwasserkanäle – das größte Anlagenvermögen der Kommunen
– Intakte Abwasserkanäle als „Arbeitsmarkt Lokomotive“
– Zukunftstechnologie Schlauchlining
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/print/2012/Stemplewski.pdf
Netzsanierung am Beispiel der Stadtentwässerung Dresden GmbH 
– Kanalnetzdaten
– Altersverteilung Kanalisation
– Sanierung 1992 bis 2020
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/print/2010/hansen.pdf
Abwasserkanäle der „vergrabene Schatz“
– Gesamtwert Kanalnetz
– Niederschlagswasser
– Anforderungen des Klimawandels
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/print/2010/winkler.pdf
„Identifizierung von Fremdwasserquellen in Kooperation mit Kommunen im Wupperverbandsgebiet“
– Vorgehensweise zur Identifizierung des Fremdwassers
– Vergleich des spez. Abwasseranfalles in den Kläranlageneinzugsgebieten des WV
– Einzugsgebietsübersichten KA Marienheide und Leverkusen
http://www.wupperverband.de/internet/wupperverbandwys.nsf/0/4B1313C68231936CC125724A0051EB78/$FILE/060511_12-geurts-leuchs_2.pdf
Kommunale Überflutungsvorsorge „Starkregen“ 
– Klimawandel alsDenkanstoß zur „Risikobetrachtung“
– Kommunale Gemeinschaftsaufgabe „Überflutungsvorsorge“
– Ansätze zur Risikomanagement „kommunale Überflutungsvorsorge“
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Kö-Bogen, Wehrhahnlinie – Großprojekte mit Konfliktpotential aus Sicht der Stadtentwässerung
– Brennpunkte für das Kanalnetz
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http://www.hydro-ingenieure.de/img/pdf_HI30/121022_rolfs.pdf
Von der Idee bis zum Standardprodukt – Schlauchlining von damals bis heute
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Vergaberechtskonforme Einbeziehung von Qualitätsanforderungen bei der Ausschreibung von Sanierungsleistungen 
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Auftraggeber und Planer als Partner: Von der Auswahl der Planer bis zur Erfolgskontrolle
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– Baumaßnahmen 2012 – 2013 Schwerpunkt Alt-Hürth und Kendenich
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Grundstücksbearbeitungsstrategien – Beispiel Göttingen 
– Dichtheitsprüfungen von Abwasserleitungen
– Abwassersatzung Göttingen – Besonderheiten
– Das Göttinger Modell auf Privatgrundstücken
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Grundstücksentwässerung – Vorgehensweise Lünen
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http://www.ta-hannover.de/newsletter/2012/08_12/externbrink.pdf
Reduzierung des Frachteintrags aus Mischwasserentlastungen 
– Mischwasserproblematik in urbanen Räumen
– Tuchfilter
– Theoretische Frachtenreduzierung der unteren Panke durch Behandlung der Mischwasserüberläufe
http://www.siwawi.tu-berlin.de/fileadmin/fg118/120326Abschlussbericht_Frachteintrag_downl.pdf
Mischwassersanierungskonzept für Berlin bis 2020 und danach – Versuche eines Ausblicks 
– Sanierung des Mischwassersystems bis 2020
– Zukunftsfragen
– Erwartungen an das Projekt MIA-CSO
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/Wasserwerkstatt/WW28_Rehfeld-Klein_Mischwasser-2011.pdf 
Entlastung des Mischwassersystems in Berlin – Vorstellung von neuen Projekten zur Erschließung von neuem Stauraum 
– Prinzipien der Regenbewirtschaftung
– Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen im Mischsystem
– Regenwasserbehandlungsmaßnahmen im Mischsystem (Stand 2010)
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/Wasserwerkstatt/WW28_Joswig_Entlastung_Mischwassersystem.pdf
Entscheidungsgrundlagen für die Zukunft – Vorstellung eines Berliner Vorhabens zur Modellierung und Bewertung von Mischwasserentlastungen 
– Auswertung von Mischwasserüberläufen im Gewässer
– Kanalseitige Simulation von MW-Überläufen
– Gewässerseitige Simulation
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/Wasserwerkstatt/WW28_Matzinger_MIA.CSO.pdf
Integriertes Monitoring von Mischwassereinleitungen in die Berliner Stadtspree 
– Auswirkungen von Mischwassereinleitungen im Gewässer
– Mischwassereinleitungen in Berlin
– Monitoring Stallstraße
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/MIA-CSO_Kick-off/20100420_MIA-CSO_KWB_fin.pdf
Herausforderung Mischwasser – Forschungsaktivitäten der Berliner Wasserbetriebe  
– Wasserwirtschaftliche Situation
– Der Wasserkreislauf in Berlin
– Bewegliches Wehr in der Seestraße
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/MIA-CSO_Kick-off/20100420_MIA-CSO_BWB_fin.pdf 
Bedeutung von Mischwassereinleitungen für die Gewässerbewirtschaftung in Berlin 
– Urbane Gewässer Einwirkungen Auswirkungen
– Gewässerschutz in Berlin – Handlungsfelder und Programme
– Maßnahmenprogramm zur Minimierung der stoffliche Belastung durch Mischwasserüberläufe
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/MIA-CSO_Kick-off/20100420_MIA-CSO-SenVUV_fin.pdf 
Statische Berechnung von Schlauchlinern
– Weitergehende Anwendungsmöglichkeiten durch Schlauchlining
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Kostenvergleichsrechnung bei der Kanalsanierung  
– Kosten-Nutzen-Betrachtung
– Lebensdauer
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Möglichkeiten und Grenzen von Schwallspülungen bei Anlagen zur Mischwasserbewirtschaftung
– Kanalsedimente
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Moderne Verfahren der Kanalnetzberechnung, -bewirschaftung und -optimierung 
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– Konzeption eines Messprogramms für Feststoffe im Kanalisationssystems Innsbruck
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Geruchsbelästigungen – die biogene Schwefelsäurebildung in Kanälen Ursachen und Maßnahmen 
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http://abwasserbilanz.de/downloads/2007/071210_profbarjenbruch_referat.pdf 
Mess- und Regeltechnik in der Siedlungswirtschaft
– Integrierte Mikrosysteme der Versorgung
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http://www.kompetenz-wasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/Wasserwerkstatt/WW16_Mikrosystemtechnik_Barjenbruch.pdf 
Fremdwassereintrag und Exfiltration aus Kanalisationssystemen
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Transport- und Umsatzprozesse bei der Abwasserversickerung aus undichten Kanälen
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Quellenermittlung von Schadstoffen in kommunalen Abwässern und Sedimenten
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– Untersuchungen durch die Stadtentwässerung im Rahmen von Kanalsanierungsprojekten
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Kanalsanierungsplanung – Grundlagen 
– Bauliche Zustandserfassung – optische Inspektion
– Bauliche Zustandsbewertung
– Bauliche Sanierungskonzeption
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– Modellphilosophie Wirtschaftlichkeitsberechnungen
– Festlegung der Nutzungsdauer
– Grenzkostenbestimmung Schlauchlining
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/02_11/winkler.pdf 
Auswahl der richtigen Sanierungsstrategie 
– Stand der Technik
– Modellierung des derzeitigen und zukünfigen Netzzustandes
– Prognosen zur Bestandsentwicklung in einer westdeutschen Mittelstadt
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/02_11/rohlfing.pdf 
Renovierung auf hohem Niveau aus Sicht und den zeitlichen Möglichkeiten einer kleinen Kommune 
– Kanalsanierung
– Übersichtsplan und Auszug aus dem Kanalkataster
– Zusätzliche technische Vetragsbedingungen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/01_11/meier.pdf 
Schlauchlining vor der hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden
– Kanalrenovation durch Schlauchlining
– Die Herausforderung: SAnierung im Heilquellenschutzgebiet
– Thermalwasser im Boden und Kanal
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/01_11/fischer_pirling.pdf 
Kanalsanierug des Industriestandortes Volkswagen AG – Werk Braunschweig
– Kanalsystem VW-Werk Braunschweig
– Darstellung nach Übernahme Vermessung und TV-Befahrung
– Erstellung eines Havarieplanes für die VW Werksfeuerwehr – Hauptwerk
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2011/01_11/papesch.pdf 
Schlauchlining in der Grundstücksentwässerung
– Der Bürger allein auf weiter Flur?
– Dichtheitsprüfung und Technik
– Was tun nach der Inspektion?
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/11_10/brenner.pdf 
Staus quo der Regelwerke in Deutschland
– VOB
– DWA-M 144-3
– ZTV Materialprüfung
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/11_10/buchner.pdf 
Grundstückentwässerung und ihre Bedeutung 
– Rückstausicherungen nach DIN 12050
– Vorgehensweise der Untersuchung von Grundstücksentwässerungsanlage
– Kosten der Instandhaltungsmaßnahme
http://www.stadtentwaesserung-lindau.de/pdf/Vortrag_SEL_2010.pdf 
Defekte Abwasserkanäle – ein Risiko für  Boden und Grundwasser ?
– Untersuchungen zur Quantifizierung und qualitativen Bewertung der Abwasserefiltration
– Vergleichbarkeit mit Hausanschluss
– Beeinträchtigung der Grundwasserqualität durch defekte Abwasserkanäle
http://www.ikt.de/gew2010/klinger.pdf 
Grundstücksentwässerungsanlagen: Vorgehensweise und Erfahrungen aus Bayern
– Zustand der öffentlichen Kanalisation
– Zuständigkeitsgrenzen öffentlich – privat
– Vorgehensweise bei der Instandhaltung von GEA
http://www.ikt.de/gew2010/guenthert.pdf 
Umsetzung der DIN 1986 Teil 30 in Schleswig Holstein
– Initiierung eines Pilotprojekts zur Umsetzung der DIN 1986 Teil 30 bei Gewerbebetrieben
– Handlungsempfehlung zur Umsetzung der DIN 1986 Teil 30
– Stand der Umsetzng in Schleswig Holstein
http://www.ikt.de/gew2010/kohlhase.pdf 
Beschichtung mit Reaktionsharzmörteln
– GFK Auskleidung
– PE Auskleidung
– Keramik Auskleidung
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/05_10/beck.pdf 
Sanierung von Bauwerken und Schächten der Ortsentwässerung
– Anforderungen an die Schächte
– Anfordrungen an die Reparatur- und die Renovierungssysteme
– Beschichten von Schächten
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/05_10/sturm.pdf 
Sanierung von Zulaufeinbindungen
– Verpress-Systeme
– Injektions-Systeme
– Zulaufkragen-Systeme
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/05_10/hahn.pdf
Kanalsanierung mit Reparaturverfahren
– Kanalsanierung mit Robotertechnik
– Typische Kanalschäden
– Innovationen im Bereich der Robotertechnik
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/04_10/palaske.pdf 
Renovierungsverfahren: TIP Verfahrenund Kaliber-Bersten
– Unterschiede
– Risiken/Grenzen der Verfahren
– Sanierung in geschlossener Bauweise
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/04_10/bezela.pdf 
Sanierung schadhafter Abwasserkanäle mit verdämmten Kunststoffrohren, statische Aspekte 
– Renovierungsverfahren mit Ringraumverfüllung (Darstellung der Verfahren)
– Besonderheiten der statischen Berechnung bei verdämmten Verfahren
– Tragwirkung der Ringraumverfüllung
http://www.rsv-ev.de/doks/pdf/Fachbericht-Heinz-Doll-22-03-2010.pdf 
Sanierungsverfahren im Abwasserbereich 
– Verformungsverfahren mit Anwendung von HDPE-Materialien
– Rohrrelining
– Zementmörtelauskleidung
http://www.rsv-ev.de/doks/pdf/Fachbeitrag-08-03-2010-Sanierungsverfahren-Abwasserbereich.pdf 
Kanalinspektion zur Erfassung der öffentlichen Kanalnetze als wichtige Voraussetzungfür die Sanierungsplanung
– Möglichkeiten der Inspektion
– Die Zustands/Schadensdatenbearbeitung
– Kanalmanagementsystem (GIS)
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/01_10/benstem.pdf 
Kanalsanierungsstrategien unter dem Einfluß der Netzalterung
– Erfassung des Bauzustandes
– Programmgestützte Ermittlung von Sanierungsstrategien
– Tiefenklassen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/01_10/rohlfing.pdf 
Fremdwasser erkennen, quantifizieren und beseitigen
– Viele Ursachen für Fremdwasser
– Fremdwassermanagement
– Erfahrungen des Kanalbetriebes
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2010/01_10/fiedler.pdf 
Kanalsanierung im ländlichen Raum
– Rechliche Situation
– Öffentliche Abwasserentsorgung
– Technische  Bedingungen
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/PRINT/2008/hommel.pdf 
Erfahrungen mit der Kanalsanierung in der Stadt Bremen anhand von Beispielen aus der Praxis
– Baustelleinrichtung
– Vorflutsicherung
– Relingarbeiten
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/PRINT/2008/messer.pdf 
Lebenserwartung von Schlauchlinern
– Materialproben aus den 80er Jahren
– Materialkennwerte und Erfahrungen
– Warum sind 50 Jahre Nutzungsdauer richtig?
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/PRINT/2008/hoppe.pdf
Schlauchliner als ganzheitliche Lösung für Abwasserkanäle und Hausanschlüsse
– Qualitätsvorgaben der Entsorgungsbetriebe Solingen
– Fremdwasserproblematik
– Strategie der Entsorgungsbetriebe Solingen
http://www.deutscher-schlauchlinertag.de/PRINT/2008/mueller.pdf 
Kreativer Umgang mit der VOB 
– Vergabe von Bauleistungen
– Abrechnung Kanalbau
– Bestandteile der Ausschreibungsunterlagen
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2009/07_09/schneider.pdf 
Neue Aspekte bei der Sanierung privater Entwässerungsanlagen 
– Historie der Göttinger Grundstücksbearbeitung
– Wesentliche Änderungen der Abwassersatzung
– Stand der Grundstücksbearbeitung
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2009/07_09/guse.pdf 
Lösungen zur zeitnahen Bewältigung der Datenflut bei der Kanalsanierung
– KAPLAN = KAnalPLAnung
– Wirtschaftsplan + Wirtschaftsplanfortschreibung
– Mehrspartenstrategie
http://www.ta-hannover.de/newsletter/2009/07_09/burger.pdf 
Die Kanalisation der Metropole Paris 
– Entwicklung des Trink- und Abwassersystems von Paris
– Die letzte Epoche (1914-1977)
– Bau neuer Anlagen
http://www.math.uni-hamburg.de/spag/ign/exk/pdf/p-kanal.pdf 
Kanalsanierungsplanung – Grundlagen
– Definition Sanierung gemäß DIN EN 752-5
– Auswertug der Bestandsdaten
– Auswertung der DAten – GIS – Systeme
www.ta-hannover.de/newsletter/2009/01_09/schulz.pdf
Kanalzustandsbewertung als Instrument von Sanierungsstrategien
– Modellcharakter der Bewertungsmodelle
– Zustandsbewertung nach KAPRI
– Zustandsbewertung nach DWA M-149-3
www.ta-hannover.de/newsletter/2009/01_09/moellers.pdf 
Optische Zustandserfassung und geophysikalische Messverfahren
– Konzept der bedarfsorientierten Instanthaltung
– bauliche Zustandserfassung
– Mögliche Inspektionsstrategien
www.ta-hannover.de/newsletter/2009/01_09/mueller.pdf 
Geschwindigkeits-Radar-Durchflußsensoren im Abwasserkanal
– Füllstandsmessung und Durchflußermittlung
– Genauigkeitsbetrachtungen
– Messung in Sonderprofilen
www.gwu-group.com/cms/index.php?option=com_docman1&task=doc_view&gid=3&Itemid=169 

Meldungen zu Kanal und Entwässerung 2020

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Mai 2020
HRB Vicht  
März 2020
Klimawandel beeinflusst städtische Entwässerungssysteme 
Wie sich Wärme aus Abwasser sinnvoll nutzen lässt

HRB Vicht

Modellversuche des HRB Vicht am KIT Karlsruhe erfolgreich. Seit Anfang des Jahres werden vom WVER in Zusammenarbeit mit dem KIT Modellversuche zur Optimierung der Hochwasserrückhaltebecken Vicht durchgeführt, um u. a. nachfolgende Fragestellungen zu untersuchen und zu optimieren:
• Optimierung der Strömungsverhältnisse im Einlaufbereich des Auslassbauwerkes zur Vermeidung/Reduzierung einer möglichen Wirbelbildung
• Variation der Abmessungen/Tiefenlage der Tosbeckenkonstruktion
• Standort des Messpegels zur Steuerung der Abflussorgane
Die Entwurfsplanung der beiden HRB Standorte ist in Zusammenarbeit mit dem Büro Wald&Corbe, Hügelsheim und hydrotec, Aachen in Bearbeitung und wird die Ergebnisse der Modellversuche am Karlsruher Institut für Technologie in die Objektplanung integrieren, um zu einem nachhaltigen wie auch betriebssicheren Projektergebnis zu gelangen.
Bei Fragen steht Ihnen unser Herr Dipl.-Ing. Klaus Alt unter der Telefonnummer +49 (211) 44991-55 gerne zur Verfügung.

http://www.hydro-ingenieure.de/hrb-vicht

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Klimawandel beeinflusst städtische Entwässerungssysteme

Niederschläge treten räumlich und zeitlich sehr variabel auf. Mit dem Klimawandel nimmt diese Variabilität zu. Dies hat Auswirkungen auf die städtischen Entwässerungssysteme – auch in der Schweiz. Wie genau sich die Leistung verändern könnte, untersuchte die Eawag-Forscherin Lauren Cook im Rahmen ihrer Dissertation an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania (USA).
Städtische Entwässerungssysteme beinhalten unzählige Kilometer unterirdischer Rohre, die Wasser möglichst schnell und vollständig aus dem urbanen Raum abführen. Dieses Kanalnetz nennt man graue Infrastruktur. Als Ergänzung dazu gibt es die sogenannte blau-grüne Infrastruktur, zu der zum Beispiel eine entwässerte Grünfläche gehört. Auf dieser versickert das Wasser, wodurch der Abfluss, der in die Kanalisation fliesst, verlangsamt und reduziert wird. Blau-grüne Infrastruktur ist eine Möglichkeit, um dem natürlichen Wasserkreislauf näher zu kommen und Überschwemmungen bei extremen Niederschlägen zu verringern. Künftig wird dies umso notwendiger sein, da der Klimawandel Niederschlagsmuster verändert und das urbane Entwässerungssystem vor grosse Herausforderungen stellt: Klimamodelle zeigen, dass Niederschläge generell variabler und Extremereignisse in vielen Regionen der Welt häufiger und intensiver werden. «Um sicherzustellen, dass sich die Systeme auch bei veränderten Bedingungen so verhalten wie wir es möchten, müssen wir sie also genau im Auge behalten», sagt Lauren Cook.

Regenmessungen als Schüsselgrösse
Lauren Cook hat eine Methode entwickelt, mit der sich die Leistung von Versickerungsbecken – dem häufigsten Typ blau-grüner Infrastruktur in den USA – überwachen lässt und man zudem abschätzen kann, wie sich diese mit dem Klimawandel verändert. Hierzu definierte sie vier Leistungsparameter: Die vom Versickerungsbecken aufgenommene Wassermenge, die in die Kanalisation fliessende Wassermenge, wie oft Regenwasser in die Kanalisation floss und die maximale Wasseraufenthaltszeit im Becken. Diese Parameter korrelierte sie mit öffentlich verfügbaren Niederschlagsmesswerten. So zeigte die Analyse für die Stadt Memphis, dass eine höhere Anzahl Regentage mit über 50 Millimetern Niederschlag zu einer kleineren Aufnahmefähigkeit führte. Wenn man nun weiss, wie sich dieser bestimmte Niederschlagsparameter im Zuge des Klimawandels ändert, kann abgeschätzt werden, wie der damit korrelierte Leistungsparameter reagiert. Die Resultate zeigen, dass sich die Richtung der Veränderung anhand der Niederschlagsdaten voraussagen lässt. Schwieriger sei jedoch, eine Aussage über die Stärke der Veränderung zu machen, sagt Cook. «Wir können voraussagen, dass sich die Leistung verschlechtert, um wieviel genau, wissen wir aber nicht». Zudem unterschieden sich die Abhängigkeiten bei allen der 17 untersuchten Städte, und jedes Einzugsgebiet verhielt sich etwas anders. In den einzelnen Fällen war die Methode jedoch in der Lage aufzuzeigen, wann es an der Zeit ist zu handeln, sprich Anpassungen an der Gestaltung wie etwa Vergrösserungen der Becken vorzunehmen.

Mehr blau-grüne Infrastruktur für die Schweiz
Wie die urbanen Entwässerungssysteme an veränderte Niederschlagsmuster angepasst werden müssen, sei auch in der Schweiz ein grosses Thema, sagt Max Maurer, Leiter der Abteilung Siedlungswasserwirtschaft an der Eawag und Professor an der ETH Zürich. In seiner eigenen Forschung hat er die Auswirkungen des Klimawandels auf das Schweizer Kanalnetz untersucht. Ein deutliches Klimasignal zeigt sich jedoch nicht. Dies hängt insbesondere mit der zu geringen zeitlichen und räumlichen Auflösung der Klimamodelle zusammen – einzelne kurze und heftige Niederschläge können diese nämlich nicht abbilden. Ob der Ansatz von Cook weitere Hinweise geben könnte, sei schwierig zu sagen, sagt Maurer. «Aufgrund der starken Höhenunterschiede in der Schweiz reicht das hiesige Niederschlagsmessnetz nicht aus, um die Regenvariabilität abzubilden». Zudem seien die Dimensionen der Einzugsgebiete des schweizerischen Kanalnetzes und der in Amerika untersuchten Versickerungsbecken unterschiedlich. Zukünftig könnte die Methode jedoch interessant werden, denn um dem Klimawandel zu begegnen, wolle man in der Schweiz auf blau-grüne Infrastruktur setzen, so der Experte. «Das ist viel effizienter, als einfach eine Leitung zu vergrössern». Darüber hinaus bringen Technologien wie Versickerungsbecken, Gründächer oder grüne Fassaden einen Mehrfachnutzen: Sie reduzieren nicht nur Überschwemmungen, sondern machen eine Stadt auch attraktiver, kühler und fördern die Biodiversität. Dass Cooks Ansatz in diesem Zusammenhang Potenzial hat, bestätigt auch Peter Bach, der an der Eawag zum Thema grüne Infrastruktur in der Schweiz forscht. «Diese Art von Methoden sind sehr wertvoll, da sie schnell eine grobe Abschätzung erlauben und anzeigen, wo detailliertere Analysen nötig sind», sagt Bach.

Originalpublikation
Using rainfall measures to evaluate hydrologic performance of green infrastructure systems under climate change
As climate change alters precipitation patterns, stakeholders will need to understand how performance of green stormwater infrastructure (GSI) could change in response. As an alternative to using on-site monitoring, which may not always feasible, we propose that changes in performance could be tracked using annual rainfall measures (e.g., maximum daily rainfall per year). We estimated performance of GSI in 17 U.S. cities using rainfall measures by establishing linear relationships with specific performance metrics (e.g., frequency of discharge). Prediction accuracy was evaluated in 2 cities for the period 2020 to 2060 by comparing performance predicted from rainfall trends from regional climate models (RCMs) with simulated performance in SWMM using the same RCMs as input. Findings suggest that tracking rainfall measures can provide insight into the hydrologic performance of green infrastructure by predicting the direction of change, as well as, the magnitude within 25% to 50% percent change.
See DOI
See Institutional Repository

Cook, L. M.; VanBriesen, J. M.; Samaras, C. (2019) Using rainfall measures to evaluate hydrologic performance of green infrastructure systems under climate change, Sustainable and Resilient Infrastructure, doi:10.1080/23789689.2019.1681819, Institutional Repository

https://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/klimawandel-beeinflusst-staedtische-entwaesserungssysteme/

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Wie sich Wärme aus Abwasser sinnvoll nutzen lässt

Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) arbeiten derzeit mit ihren Partnern an Lösungen zur Nutzung von Wärme aus Abwasser. Sie wollen die Effizienz der konventionellen Abwasserwärmenutzung erheblich steigern und bisher ungenutzte Abwärme aus …mehr:

https://www.process.vogel.de/wie-sich-waerme-aus-abwasser-sinnvoll-nutzen-laesst-a-887549/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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