Die Präsentation von Dr. jur. Peter Queitsch
finden Sie unter:
Dr. jur. Peter Queitsch ist Hauptreferent für Umweltrecht im Städte- und Gemeindebund NRW;
Geschäftsführer der KommunalAgentur NRW GmbH
Die Präsentation von Dr. jur. Peter Queitsch
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Dr. jur. Peter Queitsch ist Hauptreferent für Umweltrecht im Städte- und Gemeindebund NRW;
Geschäftsführer der KommunalAgentur NRW GmbH
Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein Verfahren zur Aufbereitung von Schweinegülle entwickelt, mit dem sich die enthaltenen Nährstoffe separieren und in eine transportfähige und dosierbare Form überführen lassen. Auf diesem Verfahren basiert eine mit Partnern aus Forschung und Industrie errichtete Demonstrationsanlage.
Grußworte zur Einweihung sprachen der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller sowie KIT-Vizepräsident Professor Alexander Wanner. Danach hält der Leiter des Kompetenzzentrums für Materialfeuchte (CMM) des KIT, Dr. Rainer Schuhmann, einen Fachvortrag über: „Nährstoffrückgewinnung aus Gülle auf Basis des P-RoC-Verfahrens“. Eine Besichtigung der Demonstrationsanlage schließt sich an.
Die Anlage arbeitet auf der Grundlage des am CMM des KIT entwickelten Verfahrens P-RoC, kurz für „Phosphorus Recovery from waste and processwater by Crystallization“. Phosphor stellt einen essenziellen Nährstoff für alle biologischen Organismen dar; die weltweiten Vorkommen sind begrenzt. Auch andere in Gülle enthaltene Nährstoffe, wie Kalium und Magnesium, besitzen grundsätzlich eine hohe Wertigkeit und können in der Landwirtschaft Mineraldünger ressourcenschonend ersetzen. In der Regel wird Gülle vor der Ausbringung vorbehandelt, vorzugsweise in Co-Fermentations-anlagen, um auch die enthaltene Energie zu nutzen. Nach der Fermentation ist ein Substrat verfügbar, das landwirtschaftlich verwertet werden kann und den Nährstoffkreislauf schließen soll.
In Veredelungsregionen reicht allerdings häufig die Fläche nicht aus, um die in der Gülle anfallenden Nährstoffe sinnvoll und umweltgerecht zu verwerten. Dieses Problem verstärkt sich noch, wenn zusätzlich Gärreste aus Biogasanlagen zu verwerten sind. Werden die Nährstoffe vor oder während des Fermentationsprozesses auf der Basis des P-RoC-Verfahrens aus der Gülle separiert, lässt sich zum einen der Gärprozess stabilisieren, zum anderen lassen sich die Nährstoffe in eine transportfähige und dosierfähige Form überführen. So wird die regionale Absetzbarkeit des Substrats gewährleistet und zusätzlich Düngemittel gewonnen.
Im Rahmen des Projekts „Nährstoffrückgewinnung aus Schweinegülle“ entwickelten die Forscher um Dr. Rainer Schuhmann das Verfahren zur Praxisreife weiter. Das Bildungs- und Wissenszentrum für Schweinezucht Boxberg stellte die Infrastruktur bereit. Dort wird die neue Demonstrationsanlage in den Betrieb einer Co-Fermentationsanlage integriert. Das Ingenieurbüro Roth & Partner übernahm die Planung der Anlage, die Alltech Dosieranlagen GmbH den Bau. Die Universität Hohenheim bestätigte dem generierten Sekundärphosphat die Düngewirksamkeit.
Das Projekt lief über zwei Jahre und ist mit der Einweihung der Demonstrationsanlage abgeschlossen. Gefördert wurde es von der Europäischen Union mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie vom Land Baden-Württemberg mit Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Die Förderung beträgt rund 650 000 Euro.
Weitere Informationen zu EFRE:
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg,
http://www.rwb-efre.baden-wuerttemberg.de
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen echts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter knapp 6000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 000 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.
Karlsruher Institut für Technologie
Die Tätigkeiten von Arbeitnehmern in Drittbetrieben können auf verschiedenen Vertragsbeziehungen beruhen – mit unterschiedlichen Konsequenzen für die Unternehmen, was Verantwortung und Haftung anbelangt. Hier die wichtigsten Fakten.
Bei der Auftragserledigung durch Fremdfirmen auf dem Betriebsgelände des Auftraggebers ergeben sich häufig neue oder veränderte Sicherheitsrisiken. Denn: Fremdfirmen-Mitarbeiter müssen sich sehr schnell auf eine neue Arbeitsumgebung, ungewohnte Arbeitsbedingungen und neue Arbeitsabläufe einstellen. Vielfach sind auch Anforderungen, die sich aus der vorgefundenen Produktion ergeben, nicht bekannt. Dies macht sich im Unfallgeschehen bemerkbar. Nach Ein…
mehr: http://www.dguv-aug.de/2/1793/1
Übersicht über alle Meldungen von Kläranlagen aus der Schweiz.
| Zu den Meldungen 2012 | Zu den Meldungen 2013 |
| Juli 2014 | |
| Zürich | Abwasser gibt Aufschluss über Drogenkonsum |
| Juni 2014 | |
| Neugut | Der Kläranlagen-Ausbau läuft |
| Mai 2014 | |
| Uerikon | Grosseinsatz von Blaulichtorganisationen – Kläranlage überhitzt |
| Februar 2014 | |
| Zürich | Vom Zweckverband zur interkommunalen Anstalt |
Abwasser enthält Spuren von Drogen und deren Abbauprodukten. Daraus kann auf den Konsum zurückgeschlossen werden; nicht von einzelnen Konsumenten, aber von ganzen Städten. Eine 2012 und 2013 durchgeführte Studie in 42 europäischen Städten zeigt: In Basel, Genf, St. Gallen und Zürich wird überdurchschnittlich viel Kokain konsumiert. Bern liegt im Mittelfeld. An der Spitze sind Antwerpen und Amsterdam.
Zum dritten Mal wurden 2013 in europäischen Städten Abwasserproben auf Spuren von Drogen analysiert. 42 Städte, darunter auch Basel, Bern, Genf, St. Gallen und Zürich, nahmen an der Studie teil. Während einer Woche wurde das Abwasser von rund 1,4 Millionen Personen in der Schweiz auf Kokain, Amphetamine, Chrystal Meth, und Ecstasy untersucht. Heute werden die Resultate in der Fachzeitschrift Addiction publiziert. Nebst dem Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag waren über 20 weitere Forschungsstellen und Labors beteiligt.
Hohe Kokainmengen in Zürich
In Bezug auf Kokain liegt Zürich während der untersuchten Woche hinter Antwerpen (Belgien) und Amsterdam (Niederlande) auf Rang 3. Berücksichtigt man Schätzungen bezüglich Reinheit und Metabolismus, wurden in Zürich täglich rund 1.6 Kilogramm Kokain konsumiert. Mit Ausnahme von Bern liegen auch die anderen Schweizer Städte über dem europäischen Mittel – Basel und Genf auf den Rängen 9 und 10, St. Gallen auf dem 12., Bern auf dem 15. Rang. Ob die in der Schweiz vergleichsweise hohe Reinheit des Kokains, ein höherer pro Kopf Konsum oder mehr Konsumenten als aus anderen Studien vermutet zu diesen Abwasserbefunden führten ist noch offen. Hingegen liegen die Werte für die Designer Droge Chrystal Meth in allen Schweizer Städten deutlich unter dem Mittel. Spitzenreiter sind hier die tschechischen Städte Prag und Budweis sowie Norwegens Hauptstadt Oslo (detaillierte Aufstellungen im erwähnten Fachartikel).
Ecstasy- vor allem am Wochenende
Die Abwasseranalyse erlaubt es, einen zeitlichen Verlauf des Drogenkonsums zu rekonstruieren. Erwartungsgemäss schwankt vor allem der Konsum der Freizeitdroge Ecstasy stark zwischen normalen Arbeitstagen und dem Wochenende .
Wochenprofile von Ecstasy und Kokain: Welcher Anteil der Gesamtmenge einer Woche wurde an welchem Wochentag konsumiert (schwarz =Daten aller Städte, die an der Studie teilgenommen haben; innerhalb der Box liegen 50%, innerhalb der gestrichelten Linie 95% aller Werte).
Bei Kokain ist der Unterschied zwischen Arbeitstagen und Wochenende kleiner, statistisch aber auch signifikant. Das zeigt, dass Kokain auch unter der Woche konsumiert wird -von Abhängigen teilweise auch täglich.
Leider erfüllten die Analysewerte für Cannabis in der Schweiz die strengen Anforderungen an die beteiligten Labors nicht. Da die Schweiz als Hochkonsumland bekannt ist für Cannabis, wären diese Daten besonders interessant. An der Spitze liegen hier Novi Sad (Serbien), Amsterdam und Paris.
Langfristig: Genaueres Monitoring
Für den Erstautoren der Studie, den Ingenieur Christoph Ort vom Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag, steht weniger die «Rangliste» der Städte im Zentrum. Vielmehr hebt er das Ziel hervor, mit Abwasseranalysen wesentlich schneller und häufiger zu vergleichbaren Daten zu kommen als heute mit den nationalen Drogenmonitoring Programmen. Aufgrund der geringen Fallzahlen kann aus diesen Programmen z.B. nur unzureichend darauf geschlossen werden, wie viele Menschen in einer bestimmten Region innerhalb eines Jahres eine Droge konsumierten. Zusammen mit den Daten aus anderen Studien und Statistiken (z.B. Befragungen an Parties, Suchtmonitoring Schweiz, Global Drug Survey) liessen sich dagegen aus den Abwasserdaten Trends rascher erkennen und überprüfen. So stimmt der in der Abwasserstudie gefundene Anstieg der Ecstasy- und Kokainmengen von 2012 zu 2013 gut mit Substanzanalysedaten von Saferparty.ch, der Stadtzürcher Jugendberatung Streetwork, überein. Zurückgeführt wird der Anstieg auf ein zunehmende Reinheit des Kokains und auf höher dosierte Ecstasypillen. «Abwasseranalysen bieten Potential für eine verbesserte Quantifizierung des Substanzkonsums innerhalb einer geographisch definierten Region», bestätigt Alexander Bücheli von Safer Nightlife Schweiz, «Rückschlüsse auf die tatsächliche Anzahl von Konsumierenden sind allerdings noch sehr unsicher, da eine Reihe von Annahmen getroffen werden müssen.» Diese Lücke soll in zukünftigen, transdisziplinären Projekten geschlossen werden.
Originalartikel
Spatial differences and temporal changes in illicit drug use in Europe quantified by wastewater analysis. Christoph Ort (Eawag), Alexander L.N. van Nuijs (Universität Antwerpen) et al. doi:10.1111/add.12570; pdf Download
Weitere Auskünfte
Dr. Christoph Ort (Eawag, Abt. Siedlungswasserwirtschaft); +41 58 765 5277; christoph.ort@eawag.ch
100 von über 700 Schweizer Kläranlagen können nach dem Ja der eidgenössischen Räte für die Elimination von Mikroverunreinigungen aufgerüstet werden. Die Eawag steckt im Grossprojekt mittendrin. Zusammen mit der ARA Dübendorf leistet sie Pionierarbeit und zusammen mit dem VSA stellt sie den kontinuierlichen Informationsaustausch sicher.
Mikroverunreinigungen sind organische Spurenstoffe, wie Arzneimittel, Körperpflegeprodukte, Pflanzen-und Materialschutzmittel, und kommen in der Umwelt in sehr geringen Konzentrationen vor. Ein Grossteil dieser Mikroverunreinigungen gelangt über das Abwasser in die Oberflächengewässer. Untersuchungen (Projekt Strategie Micropoll) haben gezeigt, dass durch eine zusätzliche Behandlung des gereinigten Abwassers in den Kläranlagen mit Ozon oder Pulveraktivkohle (PAK) die Spurenstoffeinträge in die Gewässer zu mindestens 80% gesenkt werden können.
Änderung des Gewässerschutzgesetzes durch National- und Ständerat
Für die Aufrüstung von 100 der rund 700 Schweizer Kläranlagen wird mit Investitionskosten von etwa 1.2 Milliarden Schweizer Franken (CHF) gerechnet. Nach dem Ständerat (39:1) hat am 3. März 2014 auch der Nationalrat (137:55) einer Änderung des Gewässerschutzgesetzes (Text Schlussabstimmung vom 21.3.2014; pdf) zugestimmt, welche für diese Finanzierung eine verursachergerechte gesamtschweizerische Abwasserabgabe vorsieht. Die Abgabe ist bis 2040 befristet und beträgt maximal 9 CHF pro Person und Jahr. Sie soll 75% der Investitionskosten abgelten.
Die erste volltechnische Ozonung geht in Betrieb
Aktuell wird auf der ARA Neugut (Dübendorf) die erste volltechnische Ozonung in Betrieb genommen. Die offizielle Eröffnung folgt am 6. September 2014 im Rahmen eines «Tages der offenen ARA». In den kommenden Monaten wird der Betrieb durch die Eawag wissenschaftlich begleitet. Im Rahmen eines VSA-PEAK-Kurses (7./14. November 2014) werden diese Resultate sowie die ersten Betriebserfahrungen vorgestellt.
VSA-Plattform Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen
In der Anhörung zur Änderung der Gewässerschutzverordnung wurde unter anderem die Schaffung einer nationalen Plattform gefordert. Die Stelle soll Informationen zur Verfügung stellen über die Verfahren zur Entfernung von Mikroverunreinigungen auf Kläranlagen, sowie offene Fragen bearbeiten. Dazu wurde die Arbeitsgruppe «Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen» gegründet, und dem Kompetenzzentrum Abwasserreinigung (CC ARA) des Verbands der Schweizerischen Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) angegliedert.
Die Koordination dieser Plattform wird ab April von Christian Abegglen an Pascal Wunderlin übergehen. Pascal Wunderlin hat an der Eawag in der Abteilung Verfahrenstechnik (bei Hansruedi Siegrist und Adriano Joss) eine Dissertation zum Thema Lachgas (N2O) Emissionen in der biologischen Abwasserreinigung geschrieben. Neben seiner Tätigkeit als Plattformkoordinator wird er im Rahmen eines Post-Docs weiterhin in Forschungsprojekten der Abteilung Verfahrenstechnik involviert sein.
Weiterführende Informationen
• BAFU:
http://www.bafu.admin.ch/gewaesserschutz/03716/index.html?lang=de
• VSA-Plattform Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen
http://www.micropoll.ch/
http://www.eawag.ch/medien/bulletin/20140404/index
(nach oben)
Eine überhitzte Kläranlage hat am Dienstag in Uerikon einen Grosseinsatz von Feuerwehr, Sanität und Polizei ausgelöst. Verletzt wurde niemand, und für Umwelt und Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden, teilte die Kantonspolizei Zürich mit. Die Feuerwehr habe eine grössere Menge einer erhitzten chemischen Flüssigkeit umgepumpt. Der Klärwart alarmierte die Polizei, weil er die Fehlfunktion …mehr:
http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/klaeranlage-in-uerikon-ueberhitzt-1.18250924
Die interkommunale Anstalt als Organisationsform hat sich für die Kläranlage Kloten Opfikon in den drei Jahren seit der Umwandlung bestens bewährt. Wieso sie als Zweckverband den betrieblichen Anforderungen des Kläranlagenverbandes nicht mehr gerecht wurde, ist nachfolgend beschrieben. Auch werden die Vorteile dieser «AG im öffentlichen Recht», die sich nach drei Jahren durchwegs bestätigt haben, aufgezeigt.
AUSGANGSLAGE
Die politischen Gemeinden Kloten und Opfikon bildeten, bis zur Bildung einer interkommunalen Anstalt im Jahr 2010, unter dem Namen Kläranlageverband Kloten/Opfikon einen Zweckverband mit eigener Rechtspersönlichkeit und Sitz in Opfikon. Mit der Flughafen Zürich AG (nachfolgend «Flughafen ») als zusätzlichem Partner wurde für die Behandlung der Flughafenabwässer ein separater Anschlussvertrag abgeschlossen. Der Kläranlageverband erfüllte als Zweckverband im Wesentlichen den Bau und den Betrieb einer gemeinsamen Kläranlage. Die Verbandsstruktur …mehr:
Den ganzen Bericht unter
http://www.klaeranlage.ch/documents/admis/2006968584/FA_Kasper_low_2014123113146.pdf
Autor:
Michael Kasper*, Abwasserreinigung Kloten Opfikon
Unser Wettbewerb geht bald in eine neue Runde und auf dieser Seite finden Sie dazu ein paar Informationen:
Wer kann teilnehmen?
Zielgruppe des Wettbewerbs sind Kommunen, Verbände, Vereine, Zusammenschlüsse und Initiativen in Niedersachsen.
Womit können Sie teilnehmen?
Wettbewerbsbeiträge sind Maßnahmen, Projekte, Aktionen und Initiativen zur Entwicklung niedersächsischer Fließgewässer im besiedelten und unbesiedelten Bereich, die seit dem Jahr 2004 umgesetzt wurden oder zurzeit umgesetzt werden.
Der Schwerpunkt des Wettbewerbs liegt auf Maßnahmen, die die Lebensraumsituation an kleineren Fließgewässern verbessern.
Mögliche Wettbewerbsbeiträge sind beispielsweise:
• Umgestaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen am Gewässerlauf und im Gewässerumfeld, die einen wirksamen Beitrag z. B. zur Verbesserung der Struktur, der Durchgängigkeit oder der Gewässergüte – und damit zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie – leisten
Die möglichen Wettbewerbsbeiträge können zusätzlich beinhalten:
• Maßnahmen der Gewässerunterhaltung, die zur Verbesserung des Gewässerzustands beitragen
• Maßnahmen zur Förderung der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildungsmaßnahmen mit Bezug zu Fließgewässern
• Maßnahmen, die die Erlebbarkeit und Wahrnehmung von Fließgewässern und ihren Auenlandschaften fördern
• Maßnahmen einer naturverträglichen und nachhaltigen Erholungsnutzung an Fließgewässern
• Maßnahmen mit Bezug zu Fließgewässern, die sich durch besondere Kooperationen auszeichnen
Warum sollten Sie teilnehmen?
Vorab ausgewählte Beiträge werden von einer landesweiten Expertenjury bereist und öffentlichkeitswirksam vorgestellt. Neben der Auszeichnung der besten Beiträge und der Vergabe der „Niedersächsischen Bachperle 2014″ werden zur Anerkennung Preisgelder vergeben. Gelungene Beiträge werden in einer Broschüre veröffentlicht (siehe Broschüren zum Wettbewerb von 2010 und 2012).
Die Unterlagen können ab sofort angefordert werden!
Per Mail unter: nicolaus@uan.de
oder Telefon: 0511 – 302 85 52
In Kooperation von der TAH und dem VSB – Verband Zertifizierter Sanierungsberater für Entwässerungssysteme e.V.
Zertifikats-Lehrgang 2/2014 ab März 2014 in Hannover
Präsenzwoche 1: 17. – 22. März 2014 Präsenzwoche 2: 12. – 17. Mai 2014
Präsenzwoche 3: 23. – 27. Juni 2014 Präsenzwoche 4: 14. – 19. Juli 2014
Zertifikats-Lehrgang 3/2014 ab September 2014 in Heidelberg
Präsenzwoche 1: 15. – 20. September 2014 Präsenzwoche 2: 13. – 18. Oktober 2014
Präsenzwoche 3: 10. – 15. November 2014 Präsenzwoche 4: 08. – 13. Dezember 2014
Zertifikats-Lehrgang 4/2014 ab Oktober 2014 in Weimar
Präsenzwoche 1: 13. – 18. Oktober 2014 Präsenzwoche 2: 03. – 08. November 2014
Präsenzwoche 3: 01. – 06. Dezember 2014 Präsenzwoche 4: 12. – 17. Januar 2015
Studium 2014
Zertifikats-Studium: ‚Instandhaltungsmanagement von Entwässerungssystemen‘ ab Oktober in Weimar
Präsenzwoche 1: 13. – 18. Oktober 2014 Präsenzwoche 2: 03. – 08. November 2014
Präsenzwoche 3: 01. – 06. Dezember 2014 Präsenzwoche 4: 12. – 17. Januar 2015
Prüfungstermin: 21. Februar 2015
Informationen unter: http://www.ta-hannover.de/seminare/zkb/beschreibung_ZKB.html
Einführung
Die neuesten Untersuchungen der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) haben ergeben, dass rund 20% der öffentlichen Kanalisation (~ 500.000 km) kurz- bzw. mittelfristig und weitere 21,5% langfristig sanierungsbedürftig sind. Das entsprechende wirtschaftliche Potential wird von der DWA für die gesamte BRD auf 50 Mrd. Euro in den kommenden 12 Jahren beziffert. Die privaten Entwässerungsleitungen mit einer geschätzten Gesamtlänge von 1,5 Mio. km sind hierbei noch völlig unberücksichtigt. Um dieses Geld auch zielgerichtet und verantwortungsvoll zu investieren und um dem Sanierungsbedarf erfolgreich nachkommen zu können gilt es daher, Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Kommunen mit den Herausforderungen vertraut zu machen und weiterzubilden. Hierzu bieten wir als erfahrener und richtungsweisender Veranstalter von Fortbildungen im Bereich der Kanalsanierung gemeinsam mit dem VSB – Verband Zertifizierter Sanierungsberater e.V. den Lehrgang „Zertifizierter Kanalsanierungs-Berater“ an.
Lehrgangsbeschreibung
Ein erfahrenes Dozententeam, bestehend aus 20 Fachpersonen, vermittelt in 4 Präsenzwochen alle erforderlichen Themen der Kanalsanierung und zeigt dabei auch praktische Beispiele auf. Der umfangreiche Lehrplan unseres Intensivlehrgangs beinhaltet insgesamt ca. 200 Unterrichtseinheiten. Der Lehrgang ist anerkannt für die Förderung durch die Ingenieurkammer Bau NRW sowie für Einzelmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit. Für die Kommunen wird bei der Suche nach geeigneten Beratern eine zentrale „Beraterliste“ auf unserer Homepage zur Verfügung stehen, die stets um die neuen Absolventen aktualisiert wird.
Ziel des Lehrgangs
Ausgehend von einem Einzelfall soll aufgezeigt werden, wie zwischen der Vielfalt möglicher Schadensfälle und der verfügbaren Sanierungsverfahren ein optimales Sanierungsprogramm aufzustellen ist. Darüber hinaus wird dargestellt, wie mit langfristigen Sanierungskonzepten der Erhalt der Funktionalität und die Wiederherstellung der Dichtheit der Entwässerungssysteme unter Zwängen der Ökonomie und Ökologie gesichert werden kann. Die Absolventen sollen in der Lage sein, Kanalsanierung in der ganzen Komplexität zu erkennen und zu bearbeiten. Sie werden nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung und ausreichender Berufserfahrung als kompetente Fachberater langfristige, technisch wie wirtschaftlich optimale Sanierungskonzepte entwerfen.
Erlangen des Zertifikats
Nach erfolgreicher Teilnahme an den schriftlichen Kontrollprüfungen und einer abschließenden mündlichen Prüfung mit Darstellung einer thematischen Präsentation erhalten die Teilnehmer ihr Zertifikat als „Zertifizierter Kanalsanierungs-Berater“.
Zielgruppe
Das Lehrgangskonzept ist auf Mitarbeiter in der Planung und Bauausführung sowohl von Städten und Kommunen als auch von Ingenieurbüros und Kanalsanierungsfirmen ausgerichtet. Pro Lehrgang werden ca. 25 Teilnehmer/innen zugelassen.
Zulassungsvoraussetzung
• Diplomingenieur/-in, Dipl.-Ing. (FH), B.Eng. und M.Eng. der Fachrichtung Bauingenieurwesen
• Diplomingenieur/-in, Dipl.-Ing. (FH), B.Eng. und M.Eng. einer anderen Fachrichtung mit mindestens 2-jähriger Berufserfahrung im Bereich Planung, Bau, Betrieb und Unterhalt von Entwässerungssystemen
• Straßenbaumeister/-in, Abwassermeister/-in, Bautechniker/-in mit mindestens 3-jähriger Berufserfahrung im Bereich Planung, Bau, Betrieb und Unterhalt von Entwässerungssystemen
Die Berufserfahrung ist vor Kursbeginn schriftlich nachzuweisen. In begründeten Fällen können Ausnahmen zugelassen werden, z.B. für Interessenten, die nicht die geforderte Ausbildung, aber nachweislich berufliche Erfahrungen und Praxis in der Planung oder Ausführung von Kanalsanierungsmaßnahmen besitzen.
Weitere Vorteile
• Umfang: Aufteilung in 4 Präsenzwochen
• ZTV-Empfehlungen als ergänzende Lehrgangsunterlagen*: Sie erhalten alle ZTV-Empfehlungen (1-9 und 11-15) in der Printversion
• VSB: 1 Jahr kostenfreie Mitgliedschaft
• Preisnachlass: 2 Jahre lang 20% auf alle Veranstaltungen der TAH
• Förderung: Der Lehrgang ist von der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen als Weiterbildungsveranstaltung anerkannt und wird durch das Land Nordrhein-Westfalen mit einem Bildungsscheck von EUR 500,- gefördert. Der Lehrgang wird in Einzelfällen von der Bundesagentur für Arbeit als Einzelmaßnahme gefördert.
Kosten
Teilnahmegebühr (Lehrgang): EUR 3.850,- (MwSt. frei / inkl. Prüfungsgebühr)
Teilnahmegebühr (Studium): EUR 4.250,- (MwSt. frei / inkl. Prüfungsgebühr)
Die Lehrgangsgebühr versteht sich inklusive der Pausengetränke, der Mittagessen und der Lehrgangsunterlagen.
*Ergänzende Lehrgangsunterlagen:
(In den Lehrgangsgebühren bereits enthalten!) Neben weitgehend fehlenden DIN-Normen für die einzelnen Sanierungstechniken beklagen die ausschreibenden Kanalnetzbetreiber und Ingenieurbüros auch das Fehlen notwendiger Vertragsbedingungen im Sinne gewerksspezifischer „Allgemeiner Technischer Vertragsbedingungen“ (VOB/C) für Sanierungsleistungen. Die nun verfügbaren VSB-Empfehlungen sind als „Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen“ (ZTV) konzipiert und werden für die ausschreibenden Stellen diese Lücke schließen.
ZTV Titel EUR
Nr. 1 Roboterverfahren 75,00
Nr. 2 Kurzliner 75,00
Nr. 3 Zulaufanbindung (einschl. Hutprofilen verklebt oder verschweißt) 75,00
Nr. 4 Injektionsverfahren mit Isocyanat-Harzen 75,00
Nr. 5 Schlauchlining in Kanälen 75,00
Nr. 6 Einzelrohrlining 75,00
Nr. 7 Schlauchlining in Leitungen 75,00
Nr. 8 Schachtsanierung 120,00
Nr. 9 Flutungsverfahren 35,00
Nr. 11 Berstlining 35,00
Nr. 12 Rohrstranglining 35,00
Nr. 13 Close-fit-Lining 35,00
Nr. 14 Optische Inspektion (einschl. HD-Reinigung) 120,00
Nr. 15 Manschetten 35,00
Gesamtsumme 940,00
Ihre Ersparnis: 940,- Euro!
Neben der regulären dreijährigen Berufsausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik
können nach § 40 (2) Berufsbildungsgesetz auch Externe
zur Abschlussprüfung zugelassen werden. Damit können lange in der
Praxis tätige Personen, die keine oder eine fachfremde Berufsausbildung
haben, diesen Facharbeiterabschluss erlangen.
Für diese Bewerber bietet die DWA 13-wöchige Lehrgänge, die in sechs
Lehrgangsabschnitte unterteilt sind:
• Kernqualifi kation Grundlagen Teil 1: 2 Wochen = 537 €/591
• Elektrotechnik in Theorie und Praxis: 3 Wochen = 805 €/885
• Kernqualifi kation Grundlagen Teil 2: 2 Wochen = 537 €/591
• Fachqualifi kation Abwassertechnik: 4 Wochen = 1074 €/1181
• Labor in Theorie und Praxis: 1 Woche = 537 €/591
• Stoffzusammenfassung: 1 Woche = 268 €/298
Der Lehrgang schließt mit einer staatlichen Prüfung vor der jeweils zuständigen Stelle des
Bundeslandes. Die zuständigen Stellen entscheiden auch über die Zulassung zur Facharbeiterprüfung
und erteilen Auskünfte über die individuelle, für die Prüfungszulassung erforderliche
Berufspraxis. (Eine Liste der zurzeit zuständigen Stellen kann bei der DWA angefordert werden.)
Alle Module sind einzeln buchbar.
Zielgruppe
Abgeschlossene Berufsausbildung in artverwandten Berufen oder auch
artfremden Berufen mit jeweils entsprechender Berufspraxis im Abwasserbereich
(z. B. Kläranlage)
Termin/Preis
13.01.-31.10.2014 Essen 3.758,00 €/4.137,00 €
Ab 02.06.2014 Norden 3.758,00 €/4.137,00 €
ab 30.06.2014 Lauingen a. A.
inkl. Lernmittel zzgl. Prüfungsgebühr, Unterkunft und Tagesverpflegung
Information
Essen: BGSt, Rosemarie Ullmann, +49 (02242) 872-119
Lauingen: BVS – BZ Lauingen, Gabriele Plewe, +49 (09072) 71-1708
Norden: KVHS, Holger Saathoff, +49 (04931) 942-615
Um den immer höher werdenden Anforderungen an das Betriebspersonal im Kanalbereich gerecht zu werden, hat die DWA Inhalte verschiedener Veranstaltungen zu einem 15tägigen Kurs zusammengefasst und aufeinander abgestimmt. Die Kursmodule können auch einzeln besucht werden.
DWA-Kurse oder gleichwertige Fortbildungen in dem Bereich Kanal (nicht älter als drei Jahre), können angerechnet werden.
Teilnahmevoraussetzungen:
Einjährige Berufserfahrung bei Facharbeitern aus artverwandten Berufen (z. B. Schlosser, Elektriker) oder zweijährige Berufserfahrung bei Personen aus artfremden Berufen.
Bei Besuch einzelner Kursmodule erhalten die Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung. Nach Besuch aller drei Kursmodule und erfolgreicher Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „DWA-Geprüfte Kanalfachkraft.
Kursmodul 1:
• Anforderungen an die Abwasserbehandlung nach WHG
• Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden: Normenreihe DIN EN 752
• Eigenkontrollverordnungen der Länder, Zustand der Kanalisationen in Deutschland
• Biogene Korrosion/Geruchsemissionen aus Entwässerungssystemen
• Grundlagen der Inspektion: Befahrung und Begehung von Schächten
• Praktische Vorführung einer Inspektion
Kursmodul 2:
• Aufbau und Funktion einer modernen Kläranlage
• Arbeitssicherheit/Gesundheitsschutz/Unfallverhütung im Kanalbetrieb
• GUV-R 145, Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen in abwassertechnischen Anlagen
• Praktische Übungen zur Unfallverhütung
• Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (RSA)
• Rohrabsperr- und Prüfgeräte, Arten und Ausführungen: Rohrabsperrblasen, Rohrabsperrkissen, Absperrscheiben, Rohrprüfgeräte
• Kontrolle von Indirekteinleitern, Abscheider für Fette und Leichtflüssigkeiten
Kursmodul 3:
• Betriebsaufwand für die Kanalisation
• Entsorgung von Rückständen aus dem Kanalunterhalt
• Kanal- und Abwasserkataster: Entwässerungspläne
• Aufspüren von Fehleinleitungen
• Dienstanweisung Kanalbetrieb
• Dokumentation von Betriebsabläufen
• Maßnahmen bei Störungen am Kanalnetz
• Überwachung von Fremdfi rmen
• Anforderungen an Betrieb und Unterhalt von Grundstücksentwässerungen
• Reinigung von Abwasserkanälen: Möglichkeiten und Verfahren
Zielgruppe
Betriebspersonal, Facharbeiter, Meister, Neueinsteiger
Information
BGSt, Petra Heinrichs, +49 (02242) 872-215
Ulm – Sechs Tote, 53 Kranke, das ist die Bilanz des Legionellenausbruchs von Ulm zum Jahreswechsel 2009/2010 gewesen. Nun, exakt drei Jahre später, hat die zuständige Staatsanwaltschaft ihr Ermittlungsverfahren eingestellt. Es gebe keine weiteren Erfolg versprechenden Ermittlungsansätze mehr, …
Kläranlagen auch für Äthiopien
Der ganze Aufgabenbereich um Wasser und Abwasser ist in einem heißen und armen Land wie Äthiopien eine besondere Chance für jeden Europäer. Denn hier kann man nachhaltig am Verbessern der Infrastruktur und der Lebensverhältnisse der Menschen mitarbeiten. Was kann für einen Wasserwirtschaftler eine größere Herausforderung sein! So nimmt zum Beispiel der Awash, einer der größten Flüsse des Landes, im Oberlauf auch die teilgereinigten Abwässer der über fünf Millionen Einwohner von Addis Abeba auf . Ich bin deshalb dankbar, dass ich im Rahmen einer Beratung im Februar 2013 für drei Wochen nach Addis Abeba fahren konnte. Aufgabe dabei war es, gemeinsam mit der staatlichen äthiopischen Baugesellschaft CDSC an einem Klärwerksprojekt für die Universität Mekelle mitzuarbeiten und zusammen mit den dortigen Ingenieur/innen und Techniker/innen das Vorhaben ein Stück vorzubringen.
Arbeitsumfeld
Drei Wochen Mitarbeit sind bei einem Abwasserprojekt für etwa 30 000 Studenten in drei verschiedenen Stadtteilen nicht lange . Deshalb war es…mehr:
Folge 3/2013 (http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={bc36124d-d33c-4dfe-8b22-695fd5546871})
Dank
Ich darf mich für die Möglichkeit der Mitarbeit und der Vorbereitung des Betriebs an diesem Projekt bedanken bei der Baugesellschaft CDSC und beim Senior Experten Service SES für die Organisation und die Finanzierung, der Städtischen Fachschule für Bautechnik München für die Freistellung vom Unterricht für Wasserbau, der GIZ, der DWA und der Münchner Stadtentwässerung für die fachliche Unterstützung.
Autor
Dipl.-Ing. Josef Heuberger
Senior Experten Service (SES)
Projekt ET-PEACDSEW
Buschstraße 2, 53113 Bonn
E-Mail: heuberger@freenet.de