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2026


Kommunalabwasserrichtlinie und Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni: Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft fordert Verlässlichkeit

AöW-Präsidentin Claudia Ehrensberger: „Kommunen und öffentliche Unternehmen brauchen Planungssicherheit statt neuer Unsicherheiten“

Anlässlich der vom Europäischen Parlament am 18. Juni 2026 verabschiedeten Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie warnt die AöW vor neuen Unsicherheiten für Kommunen und öffentliche Wasserwirtschaft.

„Die Resolution ist rechtlich nicht bindend. Sie setzt aber politische Signale, die vor Ort Fragen aufwerfen und neue Unsicherheiten schaffen“, erklärte Claudia Ehrensberger, Präsidentin der AöW. „Kommunen und Abwasserbetriebe bereiten sich seit Inkrafttreten der Richtlinie auf die schrittweise Einführung der vierten Reinigungsstufe vor. Dafür sind langfristige Investitionsentscheidungen und verlässliche Rahmenbedingungen erforderlich.“

AöW-Präsidentin Ehrensberger begrüßte, dass das Europäische Parlament die Umweltziele der Kommunalabwasserrichtlinie, die Notwendigkeit der vierten Reinigungsstufe und das Verursacherprinzip grundsätzlich bestätigt hat. Kritisch seien jedoch Forderungen nach einer erneuten Folgenabschätzung und einer vorübergehenden Aussetzung zentraler Regelungen zur Herstellerverantwortung.

„Die Diskussion darf nicht dazu führen, dass notwendige Investitionen verzögert oder die Finanzierung der vierten Reinigungsstufe infrage gestellt wird. Die öffentliche Wasserwirtschaft und die Kommunen benötigen Klarheit darüber, wie die Herstellerverantwortung konkret umgesetzt wird“, so Ehrensberger.

mehr: https://aoew.de/daseinsvorsorge/wasser_in_oeffentlicher_hand/abwasser/kommunalabwasserrichtlinie-und-tag-der-daseinsvorsorge-am-23-juni-allianz-der-oeffentlichen-wasserwirtschaft-fordert-verlaesslichkeit/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_source_platform=mailpoet&utm_campaign=-rundbrief-aow-vorlage-3_18

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Neue VKU-Grafik: Wasserentnahmeentgelte der Bundesländer 2026 im Vergleich

Bayern führt den Wassercent ein, andere Länder passen ihre Sätze an: Die neue VKU-Grafik gibt einen aktuellen Überblick zu Wasserentnahmeentgelten in den Bundesländern.

mehr: https://www.vku.de/themen/preise-und-gebuehren/artikel/neue-vku-grafik-wasserentnahmeentgelte-der-bundeslaender-2026-im-vergleich/

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LAGA veröffentlicht Statusbericht zur Umsetzung der Phosphorrückgewinnung

Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) hat einen Statusbericht zur Sicherstellung der Phosphorrückgewinnung ab 2029 veröffentlicht. Darin fasst der zuständige Ad-hoc-Ausschuss den Stand der Arbeiten zu Gebührenregelungen, Ausschreibungen für die Klärschlammentsorgung und zur Langzeitlagerung von Klärschlammverbrennungsaschen zusammen. Konkrete Maßnahmen seien wegen komplexer rechtlicher und technischer Fragen bislang nur eingeschränkt entwickelt worden.

Nach Angaben des Ausschusses könnten Kosten der Phosphorrückgewinnung grundsätzlich bereits vor 2029 über Abwassergebühren umgelegt werden. Zudem sollten laufende Ausschreibungen die spätere Rückgewinnung verbindlich berücksichtigen. Die Langzeitlagerung von Aschen sei rechtlich und technisch möglich, komme laut Bericht aber nur als befristete Übergangslösung infrage. Belastbare Aussagen zu den tatsächlichen Kosten seien derzeit noch nicht möglich.

mehr: https://www.laga-online.de/Aktuelles-23.html

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Kommunalabwasserrichtlinie beim EuGH und im Europäischen Parlament

Arzneimittelhersteller aus der EU und Deutschland haben im Rechtsstreit um die EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) Rechtsmittel vor dem Europäischen Gerichtshof eingelegt. Hintergrund ist die in der Richtlinie verankerte erweiterte Herstellerverantwortung, nach der Pharma- und Kosmetikunternehmen einen Großteil der Kosten für den Ausbau kommunaler Kläranlagen um eine vierte Reinigungsstufe tragen sollen. Zuvor hatte das Gericht der Europäischen Union die Klagen der Unternehmen gegen die Regelung als unzulässig zurückgewiesen.

Nach Angaben des Branchenverbands Pharma Deutschland soll nun gerichtlich geklärt werden, ob die Herstellerverantwortung in ihrer derzeitigen Form rechtlich anwendbar ist. Die Unternehmen verweisen demnach auf offene Rechtsfragen sowie mögliche Auswirkungen auf die Arzneimittelversorgung.

Parallel dazu wird über eine Resolution zu KARL im Europäischen Parlament beraten. Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach einer erneuten Folgenabschätzung sowie nach einer Verschiebung der Regelungen zur erweiterten Herstellerverantwortung. Eine ursprünglich für Ende Mai vorgesehene Abstimmung über eine entsprechende Resolution im Plenum wurde nach vorliegenden Informationen erneut vertagt. Gegen die Resolution haben sich 16 kommunale Verbände aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen und Schweden in einem gemeinsamen Schreiben an die Mitglieder des Europäischen Parlaments gewandt. Sie fordern, auf einen sogenannten „Stop-the-Clock“-Mechanismus für die erweiterte Herstellerverantwortung zu verzichten, die Verknüpfung zwischen Herstellerverantwortung und den Vorgaben zum Ausbau der Abwasserreinigung ausdrücklich beizubehalten sowie den Kommunen die erforderliche rechtliche und finanzielle Planungssicherheit für die Umsetzung der Richtlinie zu gewährleisten. Nach Auffassung der Verbände könne die Richtlinie ihre Ziele nur erreichen, wenn Zuständigkeiten, Pflichten und Finanzierungsmechanismen unverändert aufeinander abgestimmt bleiben.

mehr: https://www.pharmadeutschland.de/newsroom/news/europaeische-kommunalabwasserrichtlinie-deutsche-arzneimittelhersteller-gehen-vor-den-europaeischen-gerichtshof-in-berufung/

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AöW fordert Neubewertung der Phosphorrückgewinnungspflicht ab 2029

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) hält eine Neubewertung der ab 2029 geltenden Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm für erforderlich. Nach Auffassung der AöW hat sich die bei der Novellierung der Klärschlammverordnung zugrunde gelegte Annahme, bis 2029 stünden ausreichend marktreife Technologien zur Verfügung, bislang nicht erfüllt. Die Frist ist deshalb unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht einzuhalten.

Zur Begründung verweist die AöW darauf, dass sich bislang kein Verfahren im großtechnischen Maßstab durchgesetzt hat und tragfähige Absatzmärkte für rückgewonnene Phosphorprodukte noch fehlen. Zudem sind viele Forschungsarbeiten noch nicht abgeschlossen und Genehmigungszeiten weiterhin lang. Die AöW spricht sich auch gegen ein Fondsmodell für Betreiber ohne Phosphorrückgewinnung aus und fordert stattdessen den Abbau regulatorischer Hemmnisse, eine stärkere Förderung der Technologieentwicklung sowie rechtliche Klarstellungen für Investitionen. Bereits getätigte Vorleistungen dürfen bei einer Anpassung des Rechtsrahmens nicht entwertet werden.

mehr: https://aoew.de/wp-content/uploads/AoeW_Phosphorrueckgewinnung_2026-05-20_final.pdf?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_source_platform=mailpoet&utm_campaign=-rundbrief-aow-vorlage-3_18

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Erweiterte Herstellerverantwortung in der Kommunalabwasserrichtlinie umsetzen

Der VKU hat ein gemeinsames Schreiben aus einem Bündnis von 16 kommunalen Verbänden aus zehn EU-Staaten initiiert, in dem eine zügige Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie inkl. der darin verankerten erweiterten Herstellerverantwortung gefordert wird. Ein „Stop-the-Clock“-Mechanismus wird kritisiert. Die Abstimmung über eine Resolution im Europäischen Parlament ist für Mai geplant.

mehr: https://www.vku.de/themen/europa/artikel/erweiterte-herstellerverantwortung-in-der-kommunalabwasserrichtlinie-umsetzen/

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Experten sehen Wasserwirtschaft vor tiefgreifendem Wandel

Die Wasserwirtschaft in Deutschland steht nach Einschätzung von Fachleuten vor tiefgreifenden Veränderungen. Bei einem Fachgespräch des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen erklärten Vertreter aus Wissenschaft und Wasserwirtschaft, die bislang angenommene Stabilität hydrologischer Systeme gelte angesichts der Klimakrise nicht mehr.

Laut dem Co-Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, Jörg Drewes, nehmen Extremwetterereignisse mit Phasen von Trockenheit und Starkregen zu. Daraus ergäben sich neue Risiken für Versorgung, Infrastruktur und Wasserqualität. Erforderlich seien anpassungsfähige Systeme, mehr Wasserrückhalt in Städten sowie eine konsequente Vermeidung von Schadstoffeinträgen.

Der Präsident der DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall), Uli Paetzel, erklärte, Wasser werde künftig ein zentrales Thema bei Infrastruktur- und Industrieansiedlungen sein. Zugleich verwies er auf das Konzept der „Schwammstadt“, dessen Wirksamkeit bekannt sei, dessen Umsetzung jedoch häufig an unklaren Zuständigkeiten und mangelnder Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren scheitere. Die Anpassung an die Folgen der Klimakrise müsse daher als Gemeinschaftsaufgabe verstanden und durch neue Formen verbindlicher Zusammenarbeit mit klarer Verantwortung organisiert werden.

mehr: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1165692

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Neue UBA-Empfehlung zu PFAS-Abweichungen – VKU informiert am 11.02.2026

Das Umweltbundesamt (UBA) hat seine Empfehlung zum Umgang mit Abweichungen in Bezug auf die Parameter Summe PFAS-20 und Summe PFAS-4 – Vollzug der §§ 62 bis 68 TrinkwV nach Anhörung der Trinkwasserkommission veröffentlicht. Mit der Empfehlung möchte das UBA ein einheitliches und nachvollziehbares Vorgehen für den Umgang mit PFAS-Abweichungen etablieren. Sie enthält jedoch umfassende und teils komplizierte Vorgaben zu: zeitliche Begrenzung, Kombination aus Summenparametern und Einzelsubstanz-Grenzen, Minimierungsgebot sowie Nutzungseinschränkungen bei hohen Belastungen. Damit sollen Gesundheitsämter und Wasserversorger in die Lage versetzt werden, PFAS-Kontaminationen kontrolliert zu bewältigen und die Trinkwasserqualität langfristig zu sichern.

Gemeinsam mit dem UBA informiert der VKU seine Mitglieder am Mittwoch, 11. Februar 2026, von 08:30 bis 09:30 Uhr via Microsoft Teams in einer digitalen Veranstaltung über das Konzept, die Anwendung des Excel-Tools und die sich daraus ergebenden Auswirkungen. Die Teilnahme ist kostenlos. Ihre Anmeldung können Sie über den Link: Digitale Stunde zu PFAS | UBA Empfehlung und Vorstellung Excel Tool – VKU e.V. : Veranstaltungen vornehmen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Website.

Quelle: VKU

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Einladung zur digitalen Infoveranstaltung „Spendenplattform Ukraine“ am 12. Januar 2026

Der VKU hat gemeinsam mit den anderen Verbänden der Wasserwirtschaft im Dezember 2025 einen erneuten Spendenaufruf gestartet, um dringend benötigte technische Hilfsgüter für die Wasser- und Energieversorgung in der Ukraine bereitzustellen. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der kritischen Infrastruktur zu stärken und die Versorgung der Bevölkerung insbesondere während der Wintermonate zu sichern.
Falls Sie eine Spende in Erwägung ziehen, kommen sicherlich einige praktische Fragen auf. Vor diesem Hintergrund laden wir Sie herzlich zu unserer digitalen Infoveranstaltung „Spendenplattform Ukraine“ ein.
Diese findet am Montag, den 12. Januar 2026 von 12:00–13:00 Uhr via MS Teams statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Agenda und den Einwahllink finden Sie hier *Infoveranstaltung: Spendenplattform Ukraine am 12. Januar 2026 | VKU

mehr: https://www.vku.de/themen/infrastruktur-und-dienstleistungen/artikel/wasserwirtschaft-hilft-ukraine/infoveranstaltung-spendenplattform-ukraine-am-12-januar-2026-1/

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