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Bestimmung von SAK-Werten auf Kläranlagen: Neuerstellung des Merkblattes DWA-M 256-10

Die DWA plant, ein neues Merkblatt DWA- M 256-10 „Prozessmesstechnik auf Kläranlagen Teil 10: Messeinrichtungen zur Bestimmung von SAK-Werten und abgeleiteten Messgrößen“ zu erarbeiten. Der Anlass zur Erarbeitung eines neuen Merkblatts ergibt sich aus den besonderen
Eigenschaften der Messung der spektralen Lichtabsorption in der Prozessmesstechnik auf Abwasseranlagen sowie aus den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der daraus ableitbaren Messgrößen. Die optische Messung der Lichtabsorption stellt eine dem Stand der Technik entsprechende, reagenzienfreie und vergleichsweise einfach handhabbare Messmethode zur Bestimmung der organischen Belastung und weiterer Parameter im Abwasser dar. Im Unterschied zu zahlreichen anderen Verfahren liefert sie durch die Aufnahme ganzer Wellenlängenbereiche eine umfangreiche spektrale Informationsbasis, aus der mithilfe mathematischer und statistischer Verfahren unterschiedliche Messgrößen abgeleitet werden können. Diese können für die Überwachung und Automatisierung von Abwasserprozessen, zum Beispiel die 4. Reinigungsstufe, hilfreiche Ersatzgrößen sein und stellen zu Messeinrichtungen, die für rechtsverbindliche Messaufgaben eingesetzt werden dürfen, eine sinnvolle Ergänzung dar.
Die Kombination aus spektraler Messung der Lichtabsorption und datenbasierter Auswertung nimmt somit eine Sonderstellung innerhalb der Prozessmesstechnik ein, der mit einem eigenständigen Merkblatt Rechnung getragen werden soll. Das neue Merkblatt folgt thematisch und strukturell der Merkblattreihe DWA-M 256 und wird als Teil 10 in diese Reihe integriert. Dadurch entfallen die Abschnitte zur Messung des SAK-Werts und der spektralen Absorption aus dem Merkblatt DWA-M 269. Der Bearbeitungszeitraum ist von Ende 2026 bis Mitte 2028 geplant. Die Erarbeitung des Merkblatts DWA-M 256-10 „Prozessmesstechnik auf Kläranlagen Teil 10: Messeinrichtungen zur Bestimmung des SAK-Wertes und abgeleitete Messgrößen“ erfolgt in einer im DWA-Fachausschuss KA-13 „Automatisierung von Kläranlagen“

(Obmann: Prof. Dr.-Ing. Frank Obenaus) neu zu gründenden Arbeitsgruppe KA-13.6.
Zur Mitarbeit sind interessierte Fachleute aus dem Betrieb, Planungsbüros, Hersteller und Aufsichtsbehörden mit entsprechenden Kenntnissen eingeladen und werden gebeten, ihre Interessensbekundung mit einer kurzen Darstellung ihrer Person und ihrer Expertise an die DWA-Bundesgeschäftsstelle zu übersenden. Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind herzlich willkommen.
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dr.-Ing. Christian Wilhelm
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
E-Mail: wilhelm@dwa.de

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Überarbeitung des ­ Arbeitsblatts DWA-A 100 „Leitlinien der integralen Siedlungsentwässerung (ISiE)“

Die DWA plant, das Arbeitsblatt DWA-A 100 „Leitlinien der integralen Siedlungsentwässerung (ISiE)“ zu überarbeiten. Das Arbeitsblatt DWA-A 100 wurde im Dezember 2006 veröffentlicht und 2017 fachlich auf Aktualität geprüft. Die Arbeitsgruppe SR-2.1 „Systembezogene Anforderungen und Grundsätze“ hat für das Arbeitsblatt Überarbeitungsbedarf festgestellt, und der Fachausschuss SR-2 „Sys-tembezogene Planung“ hat dem Vorhaben zugestimmt.
Das Arbeitsblatt DWA-A 100 ist das übergeordnete, zentrale Arbeitsblatt des Hauptausschusses „Siedlungsentwässerung und urbanes Regenwassermanagement“ und ordnet als „Dach“ die Regelungen in diesem Bereich. Durch die in den letzten 20 Jahren verstärkte Fokussierung des Hauptausschusses auf das Regenwassermanagement in urbanen Bereichen und auf die Folgen des Klimawandels wird eine Überarbeitung des vorgenannten Arbeitsblatts notwendig. Neben der redaktionellen Überarbeitung des Arbeitsblatts, bei der die Bezüge auf neu entstandene Regeln und auf überarbeitete Regeln des Hauptausschusses neu bewertet und gesetzt und in die Struktur des Arbeitsblattes integriert werden, soll auch der Inhalt des Arbeitsblatts angepasst werden. Die inhaltliche Bearbeitung des Arbeitsblatts wird unter anderem die folgenden Themenbereiche umfassen:
› Regenwassermanagement im urbanen Raum: Dazu zählen Maßnahmen zur dezentralen Regenwasserbewirtschaftung einschließlich der Regenwassernutzung – sowohl auf Grundstücksebene als auch im öffentlichen Raum.
› Wasserbewusste Siedlungsentwicklung: Dazu zählt die Integration von Wasseraspekten in die Stadtplanung, etwa durch blau-grüne Infrastrukturen, multifunktionale Flächennutzung und gestalterische Elemente.
› Klimaanpassung und Resilienz: Die Entwicklung von Strategien zur Bewältigung von Starkregenereignissen und zur Erhöhung der Anpassungsfähigkeit urbaner Räume an den Klimawandel ist ein zentrales Anliegen.
› Systemintegration: Die Betrachtung von Entwässerungssystemen als Teil eines übergeordneten urbanen Wasserkreislaufs, der auch Aspekte wie Wasserqualität, Biodiversität und Aufenthaltsqualität berücksichtigt. Das Arbeitsblatt richtet sich an die mit der Planung der Siedlungsentwässerung und des urbanen Regenwassermanagements befassten Fachleute in Kommunen, Verbänden, Planungsbüros und Behörden. Ihnen sollen die Notwendigkeit und die Inhalte der integralen Siedlungsentwässerungsplanung mit ganzheitlicher und – je nach Erfordernis – auch überörtlicher Betrachtung verdeutlicht werden. Das Arbeitsblatt wird von der DWA-Arbeitsgruppe SR-2.1 „Systembezogene Anforderungen und Grundsätze“

(Sprecher: Prof. Dr.-Ing. Ulrich Dittmer) im Fachausschuss SR-2 (Obmann: Prof. Dr.-Ing. Helmut Grüning) überarbeitet.
Hinweise für die Bearbeitung nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle gerne entgegen. Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind ausdrücklich herzlich willkommen. Interessierte melden sich bitte mit einer themenbezogenen Beschreibung ihres beruflichen Werdegangs/einem Kurzlebenslauf bei:
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Christian Berger
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-126
E-Mail: Team-SR@dwa.de
www.dwahub.de

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Erarbeitung eines Arbeitsberichts in der Arbeitsgruppe KA-6.1 „Mikrobiologie der Abwasserreinigung“

Vorhabensbeschreibung
Hennef, 2. Januar 2026. Die DWA beabsichtigt, in der Arbeitsgruppe KA-6.1 „Mikrobiologie der Abwasserreinigung“ einen mehrteiligen Arbeitsbericht zum grundsätzlichen Verständnis der Stickstoffkreisläufe im Belebtschlamm von Kläranlagen sowie die zugrundeliegenden mikrobiellen Prozesse zu erarbeiten.

Der DWA-Fachausschuss KA-6 „Aerobe biologische Abwasserreinigungsverfahren“ (Obmann Prof. Dr.-Ing. Tobias Morck) sieht sich veranlasst, aufgrund der steigenden Anforderungen durch die neue EU-Kommunalabwasserrichtlinie und die anstehende Überarbeitung des DWA-A 131, sich in der bestehenden Arbeitsgruppe KA-6.1 „Mikrobiologie in der Abwasserreinigung“ (Sprecherin Dr. Marina Ettl) mit den Grundlagen mikrobieller Stickstoffströme in Kläranlagen zu befassen. Die biologische Stickstoffentfernung in Kläranlagen rückt stärker in den Fokus, sodass ein grundsätzliches Verständnis der Stickstoffkreisläufe im Belebtschlamm von Kläranlagen sowie die zugrundeliegenden mikrobiellen Prozesse eine höhere Wichtigkeit erlangen.

In einem mehrteiligen Arbeitsbericht werden folgende Zusammenhänge unter biologischen und verfahrenstechnischen Gesichtspunkten anwenderfreundlich erläutert:
•    grundsätzliche mikrobielle Mechanismen und Stoffwechselwege
•    Umsatz- und Wachstumsraten
•    externe Einflüsse und erforderliche Milieubedingungen
•    Nitrit- und Lachgasbildung
•    spezielle verfahrenstechnische Ansätze (zum Beispiel Anammox, Schlammalter-entkoppelte Aufwuchssysteme, …)

Durch Praxisbeispiele sollen Erfahrungen aufgegriffen werden:
•    aus dem Anwenderbereich (zum Beispiel Aufwuchsbiologie der Kläranlage Aachen Soers)
•    der Produkthersteller (zum Beispiel Kaldnes/Veolia)
•    der Betrachtung verschiedener Materialien und Verfahren (zum Beispiel S-select, Nereda/verschiedene Aufwuchskörper etc.)

Spezifische mikrobielle Stoffströme durch Biofilme und mikrobiologische Voraussetzungen für die jeweiligen Prozesse werden betrachtet.

Die beschriebenen Aufgaben werden in der Arbeitsgruppe KA-6.1 bearbeitet. Hinweise zur Erarbeitung können an die DWA-Bundesgeschäftsstelle gerichtet werden:

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dr.-Ing. Christian Wilhelm
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
E-Mail: wilhelm@dwa.de

mehr: https://de.dwa.de/de/regelwerk-news-volltext/erarbeitung-eines-arbeitsberichts-in-der-arbeitsgruppe-ka-6-1-mikrobiologie-der-abwasserreinigung.html

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Überarbeitung von Arbeitsblatt DWA-A 139 „Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen“

Vorhabensbeschreibung
Hennef, 1. Januar 2026. Die DWA plant, das Arbeitsblatt DWA-A 139 „Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen“ zu überarbeiten.

Die DIN EN 1610 ist über zehn Jahre alt. Das Arbeitsblatt DWA-A 139 „Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen“ wurde 2019 veröffentlicht, und der überarbeitete Entwurf wird aufgrund der zu erwartenden mehrjährigen Aktualisierungsdauer dann ebenfalls über zehn Jahre alt sein. Die Berücksichtigung der zwischenzeitlich gesammelten Erfahrungen und neuer Erkenntnisse sowie erschienener Regeln erscheint daher geboten.

Das Arbeitsblatt DWA-A 139 ist als nationale Ergänzung der DIN EN 1610 „Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen“ zu verstehen, denn im Arbeitsblatt DWA-A 139 werden die für notwendig erachteten, in DIN EN 1610 ausdrücklich vorgesehenen, ergänzenden Hinweise und weitergehenden Ausführungen zur DIN EN 1610 beschrieben. Daher werden DWA-A 139 und DIN EN 1610 gemeinsam publiziert. Zu den Anlagen der Abwasserleitungen und -kanäle gehören derzeit sowohl die strangmäßigen Bauwerke als auch die Regelschächte. Sonderbauwerke werden in DWA-A 157 beschrieben.

Die bestehenden Regelungen im Arbeitsblatt DWA-A 139 sollen hinsichtlich Vollständigkeit und Anwendbarkeit überprüft sowie an neue Regelungen angepasst werden. Unter anderem sollen in dem überarbeiteten Arbeitsblatt DWA-A 139 folgende Themen mit aufgenommen bzw. überarbeitet werden:
•    Anpassung der Anforderung bei der Baugrubenverfüllung und der Bodenverdichtung an aktuelle Erfahrungen
•    planerische und bauliche Umsetzung der Anforderungen für Anlagen einer wasserbewussten Siedlungsentwicklung, zum Beispiel Regenwasserrückhaltekanäle, Rigolen oder Versickerungsleitungen, Regenwassernutzung, unterirdische Baumbewässerung
•    Themen der Nachhaltigkeit, insbesondere Anwendungshilfe zur CO2e-Bilanzierung bei Planung und Bauausführung von Leitungen und Kanälen
•    Anforderungen an Leitungen für Brauchwasser und Dränagen
•    Anforderungen an den Übergang Oberflächenentwässerung und Kanäle
•    Anforderungen an den Wurzelschutz bei Bauarbeiten und zum Leitungs- bzw. Kanalschutz bei nahen Baumstandorten
•    neu: ergänzende Regelungen für den Einbau von Bauwerken nach DWA-A 157 und von Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung nach DWA-A 166.

Teilweise sind Anforderungen bereits in anderen DWA-Regelwerken beschrieben, auf die dann verwiesen werden soll und die bei Bedarf ergänzt werden sollen.

Zudem sollen die überarbeiteten Regelungen des DWA-A 139 in die CEN-Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der DIN EN 1610 als nationaler Änderungswunsch eingebracht werden. Erforderlichenfalls könnte eine Anpassung des Anwendungsbereichs diskutiert werden, um in Abstimmung mit dem DWA-A 157 „Bauwerke der Kanalisation“ für alle Arten an Entwässerungsanlagen die Anforderungen an Planung und Bau zu beschreiben.

Das Arbeitsblatt wird von der neu aufzustellenden DWA-Arbeitsgruppe SR-5.1 „Allgemeine Richtlinien für den Bau von Entwässerungsanlagen“ (Sprecherin: Dipl.-Ing. Iris Carstensen) im Fachausschuss SR-5 „Bau“ (Obmann: Dr.-Ing. Ulrich Bohle) überarbeitet.

Hinweise für die Bearbeitung nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle Mitarbeit – insbesondere im Bereich der Planung von Versickerungsanlagen – gerne entgegen. Bewerbungen von jungen Berufskolleg*innen sind ausdrücklich herzlich willkommen. Interessenten melden sich bitte mit einer themenbezogenen Beschreibung ihres beruflichen Werdegangs/einem Kurzlebenslauf bei:

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Christian Berger
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
Tel. 02242/872-126
E-Mail: Team-SR@dwa.de

mehr: https://de.dwa.de/de/regelwerk-news-volltext/ueberarbeitung-von-arbeitsblatt-dwa-a-139-einbau-und-pruefung-von-abwasserleitungen-und-kanaelen.html

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