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Vom Regen zum Hochwasser

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Helmholtz-Forschungszentren starten Messkampagne zu hydrologischen Extremen
Extreme Wetterereignisse wie Gewitter oder starke Regenfälle und darauffolgende Überflutungen beeinflussen Erd- und Umweltsysteme langfristig. Um die Auswirkungen hydrologischer Extreme übergreifend – vom Niederschlag über den Wassereintrag in den Boden und den Abfluss bis hin zum Eintrag ins Meer – zu untersuchen, startet im Mai innerhalb der Helmholtz-Initiative MOSES eine Messkampagne im Müglitztal in Sachsen. Koordiniert wird die Messkampagne vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Ein einzelnes Starkregenereignis kann schwerwiegende Folgen für ein ganzes Flusssystem haben – von Landveränderungen durch Überflutung über Nährstoff- und Schadstofftransporte bis hin zu Veränderungen im Ökosystem. Die aktuelle Messkampagne der Helmholtz-Initiative MOSES untersucht hydrologische Extremereignisse übergreifend von der Quelle in der Atmosphäre bis hin zur Reaktion von Biosystemen. Sie läuft von Mitte Mai bis Mitte Juli 2019 im Müglitztal/Sachsen. In diesem Gebiet im Osterzgebirge kommt es bei bestimmten Wetterlagen zu extremen Niederschlägen und Überschwemmungen, wie bei der Flutkatastrophe 2002. Ausgelöst werden solche Extremereignisse entweder durch Tiefdruckgebiete, die verstärkt durch Staueffekte an Gebirgen kräftigen Niederschlag erzeugen, oder durch kleinräumige konvektive Niederschlagsereignisse, also Gewitter, die Hochwasser in einem begrenzten Gebiet wie einem Gebirgstal mit sich bringen können.

Koordiniert wird die aktuelle Messkampagne in Sachsen vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Ebenso beteiligt sind das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) aus Leipzig, das Forschungszentrum Jülich (FZJ) sowie das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.
Das KIT setzt sein mobiles Observatorium KITcube ein. Dieses liefert Informationen über Entstehung und Entwicklung von Starkniederschlägen, Niederschlagsverteilung und Verdunstung. Zum Einsatz kommen unter anderem ein Radar zur Erfassung des Niederschlags in einem Radius von 100 Kilometern, ein Mikrowellenradiometer zur Bestimmung des atmosphärischen Temperatur- und Feuchteprofils sowie ein Lidar-System zur Erfassung des Windprofils mithilfe von Lasern. Radiosonden liefern Informationen über den Zustand der Atmosphäre bis zu einer Höhe von 18 Kilometern. Ein Netz aus Distrometern (spezielle Messgeräte) überwacht kontinuierlich die Niederschlagsintensität und Größe der Regentropfen.

Im Fokus der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des UFZ steht die Bodenfeuchte. Sie ist eine zentrale Steuergröße für den Abfluss des Regenwassers: Ist der Boden sehr feucht oder extrem trocken, fließt das Regenwasser über die Landoberfläche ab und es kommt schneller zu Überflutungen. Um die Entwicklung der Bodenfeuchte optimal überwachen zu können, installiert das UFZ während der Messkampagne ein mobiles, drahtloses Sensornetzwerk, das Bodenfeuchte und Bodentemperatur in verschiedenen Tiefen misst. Gegenüber klassischen Systemen zeichnet sich das Sensornetzwerk dadurch aus, dass sich die Positionierung und Verteilung der Sensoren sowie die Abtastraten genau auf die lokalen Messbedingungen abstimmen lassen. Zusätzlich zu dem fest installierten Sensornetzwerk kommt der mobile Cosmic Ray Rover mit speziell entwickelten Neutronensensoren zum Einsatz. Durch sie können die Forscher die Variation der Bodenfeuchte im Einzugsgebiet der Müglitz auch großräumig beobachten.

Die Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich lassen Ballonsonden bis in 35 Kilometer Höhe steigen, um unter anderem zu ermitteln, wie sich Gewitter langfristig auf das Klima auswirken. Mit Wasserdampf, Ozon und Wolkeninstrumenten untersuchen sie den Spurengastransport durch das Gewitter in die obere Troposphäre – die unterste Schicht der Erdatmosphäre – oder sogar in die darüber liegende Stratosphäre.
Die Forscher des GFZ ermitteln mit mobilen Messeinheiten den Einfluss des gespeicherten Wassers auf den Verlauf eines Hochwassers. Neben Cosmic Ray Sensoren zur Messung des Wassers im Oberboden und Sensoren zur Messung des oberflächennahen Grundwassers verwenden sie dabei auch sogenannte Gravimeter. Diese Geräte detektieren die Änderungen der Schwerkraft der Erde infolge sich ändernder Wassermassen im Untergrund, auch in größeren Tiefen.
MOSES steht für „Modular Observation Solutions for Earth Systems“. In dieser Initiative bauen neun Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam mobile und modular einsatzfähige Beobachtungssysteme auf, um die Auswirkungen zeitlich und räumlich begrenzter dynamischer Ereignisse, wie extremer Niederschlags- und Abflussereignisse, auf die langfristige Entwicklung von Erd- und Umweltsystemen zu untersuchen.

Mehr Informationen zur Messkampagne:
https://blogs.helmholtz.de/moses/de/2019/05/13/wo-bleibt-der-regen/

Als Filter in Klärwerken – Wissenschaftler setzen auf Quallen gegen Mikroplastik

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Rötungen, Quaddeln, Schmerzen: Mit Quallen verbinden Urlauber an Ost- und Nordsee oft getrübte Badefreuden. Wissenschaftler aber sehen Chancen, Quallen als Dünger, Futter, Nahrungsmittel, für Kosmetik und als Biofilter für Mikroplastik einzusetzen.

Mit Quallen ist es wie mit Mücken: Sie werden von vielen Menschen nur als lästig und schmerzhaft empfunden. Dabei könnten die seit rund 500 Millionen Jahren in den Weltmeeren existierenden Nesseltiere eine neue Bedeutung…mehr:

https://www.stern.de/panorama/wissen/als-filter-in-klaerwerken-wissenschaftler-setzen-auf-quallen-gegen-mikroplastik-8787480.html?utm_campaign=alle-nachrichten&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard

Der Einfluss der Abwesenden

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Wenn Tiere in ein Ökosystem wandern, verwandelt sich dieses kurzzeitig in ein Schlaraffenland für Raubtiere. Aber auch im Ökosystem, aus dem die Tiere ausgewandert sind, verändern sie durch ihre Abwesenheit die Nahrungsnetze. Das zeigt erstmals eine neue Studie über lokale Fischwanderungen in Nordeuropa.

Am liebsten fressen Hechte in seichten dänischen und schwedischen Seen Rotaugen. Sieben von zehn Fischen, die Forschende in den Mägen der Hechte fanden, waren Rotaugen – im Winter eher noch mehr. Allerdings waren die Rotaugen, welche die Hechte in Seen mit Zu- oder Abflüssen gefressen hatten, im Winter kleiner, und die Hechte wurden im Laufe des Winters etwas magerer. Anders ihre Artgenossen in isolierten Seen: Ihre Kondition blieb das ganze Jahr über etwa gleich.

Das hat ein internationales Forschungsteam um Jakob Brodersen von der Eawag an je vier seichten Seen mit und ohne Verbindung zu Fliessgewässern untersucht. Die Resultate entsprechen den Erwartungen der Forschenden. Denn in den „offenen“ Seen wandert jeweils ein Teil der Rotaugen im Winter in die Zu- oder Abflüsse aus – vor allem die grössten Tiere aus Schwärmen, die im offenen Wasser leben. Während der Abwesenheit dieser grossen Rotaugen fangen die Hechte ufernahe Beute, also besonders kleinere Rotaugen. „In diesen Seen ändern sich die Wege, auf denen Nahrung und Energie durch das Seeökosystem fliessen – von den Algen bis zu den Hechten“, stellt Brodersen fest. Kehren die grossen Rotaugen im Frühling aus den Flüssen zurück, beginnt für die Hechte ein „Fest“: Sie legen schnell wieder Gewicht zu und werden bald sogar noch dicker als ihre Artgenossen in den isolierten Seen.

Abwanderungs-Effekte
Mit der Teilwanderung können sich die grössten und fittesten Rotaugen…mehr:

https://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/der-einfluss-der-abwesenden/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=13e85648ff13523f3b6284dfd02c2691

«Wir sollten keine Angst vor Bakterien haben»

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In einem Duschschlauch befinden sich oft mehr Bakterien als im gesamten Trinkwasserleitungssystem eines Hauses. Frederik Hammes und sein Team befassen sich seit vier Jahren intensiv mit diesem Thema. Für Ihre neueste Forschungsarbeit haben sie 78 Duschschläuche aus 11 Ländern unter die Lupe genommen. In 21 Schläuchen fanden sie Legionellen, einen potenziellen Krankheitserreger. Warum dies dennoch kein Grund zu grosser Sorge ist, erklärt Hammes im Interview.

Warum sind Duschschläuche für Sie ein derart interessantes Thema?
Da muss ich etwas ausholen: Die Forschung hat sich in den letzten Jahren verstärkt der Trinkwasserqualität in Gebäuden zugewandt. Dies aus gutem Grund: Über 80 Prozent der Gesamtlänge des Trinkwassernetzes befinden sich heute innerhalb von Gebäuden. Die Schweiz gehört zu den Ländern, die über eine Trinkwasserversorgung von hoher Qualität verfügen, aber sobald das Wasser ins Haus gelangt, wird die Wasserqualität nur noch unregelmässig bis gar nicht kontrolliert.

Es macht sicherlich Sinn, mehr über die Mikrobiologie des Wassers in Gebäuden in Erfahrung zu bringen. Die Eawag hat dabei eine führende Rolle übernommen. Mittlerweile wissen wir beispielsweise, dass sich in einem Duschschlauch mengenmässig oft mehr Bakterien befinden, als im ganzen restlichen Leitungssystem des Hauses. 99 Prozent davon im Biofilm..mehr:

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/wir-sollten-keine-angst-vor-bakterien-haben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=71c9a1492896dbf36a6a6cfd95debfa0

Kreuzfahrtschiffe und ihr Abwasser: Weg mit der Brühe

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Kreuzfahrtschiffe stehen vor allem wegen ihrer schädlichen Abgase in der Kritik.

Doch auch beim Abwasser gibt es ökologische Bedenken. Bisher durften sie einfach so in die Ostsee geleitet werden. Damit ist ab 2021 Schluss. Mehr:

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kreuzfahrtschiffe-und-ihr-abwasser-weg-mit-der-bruehe.ce524810-79f3-4d6a-b008-38f519a175cd.html?reduced=true

Multiresistente Keime in Frankfurter Gewässern

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Händewaschen empfohlen
Mit einem neuen Verfahren hat Frankfurt alle Fließgewässer im Stadtgebiet testen lassen – und dabei auch Erreger gefunden, bei denen Antibiotika nichts mehr ausrichten können. Auslöser war ein Mann, der betrunken in einen Bach stürzte.
Im April hatte ein Patient im Frankfurter Uni-Klinikum Mitpatienten mit einem lebensbedrohlichen Keim angesteckt. Die Intensivstation war zeitweise …mehr:

https://www.op-online.de/region/frankfurt/multiresistente-keime-frankfurter-gewaessern-9442610.html

Abwasser marsch!

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In der Ostsee gelten künftig strengere Grenzwerte / Schiffe müssen Wasser klären oder im Hafen abgeben
Rostock

Kreuzfahrtschiffe gleichen riesigen Wohnblocks, ja Kleinstädten. Und ihre Bewohner – tausende Passagiere plus Besatzung – produzieren jede Menge Abwasser:
bis zu 220 Liter pro Tag und Kopf. Abwasser aus Toiletten, Duschen und Pools, das bislang oft – mehr oder weniger geklärt – einfach so im Ozean landet. Bedingungen: mindestens vier Knoten Geschwindigkeit und zwölf Meilen Abstand von der Küste.
Für das „Sondergebiet“ Ostsee gibt es schon heute strengere Bestimmungen, die 2019 bzw. 2021 nochmals verschärft werden: Dann gelten für alle Kreuzfahrtschiffe und Passagierfähren Abwasser- Grenzwerte (u. a. für Phosphate und Nitrate), …mehr:

http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Wirtschaft/Seewirtschaft/Abwasser-marsch

Bis zu 100.000 Bakterien – auf einem einzelnen Sandkorn

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Auf einem einzelnen Sandkorn leben bis zu 100.000 Mikroorganismen. Das haben Forscher vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen in einer aktuellen Studie herausgefunden. Doch nicht nur die Anzahl, auch die Vielfalt der Bakterien ist beeindruckend. Die sandliebenden Bakterien spielen dabei eine bedeutende Rolle für das Ökosystem Meer und die weltweiten Stoffkreisläufe.

Bremen – Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einem sonnigen Strand und lassen sich genüsslich den warmen Sand durch die Finger rinnen. Millionen von Sandkörnern. Was Sie sich dabei vermutlich nicht vorstellen: Gleichzeitig rieseln auch Zig Milliarden Bakterien zwischen Ihren Fingern hindurch. Denn einer Untersuchung von ForscherInnen des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen zufolge leben zwischen 10.000 und 100.000 Mikroorganismen auf jedem dieser Körnchen. Das bedeutet, dass ein einzelnes Sandkorn so viele Einwohner haben kann wie Flensburg oder Kaiserslautern!

https://www.laborpraxis.vogel.de/bis-zu-100000-bakterien-auf-einem-einzelnen-sandkorn-a-668902/?cmp=nl-297&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

Nie wieder Mikroplaste im Wasser? Neues Startup „Wasser 3.0“ mit erfolgreichen Pilotanlagen

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Ein Karlsruher Startup hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Mikroplaste aus dem Wasser gefischt werden kann. Bisher haben Kläranlagen diese Schadstoffe nicht filtern können. Katrin Schuhen, Geschäftsführerin von „Wasser 3.0″, gab Sputnik einen exklusiven Einblick in die Funktionsweise und Nachhaltigkeit des Produkts.

Aus einer Forschungsgruppe der Universität Koblenz-Landau heraus entstand ein Projekt, das sich die Sauberkeit des Wassers zum Ziel nahm. „Wasser 3.0″ ist ein Startup aus Karlsruhe, geführt von Katrin Schuhen. In einer speziellen Versuchsreihe haben sie ihr neuestes Produkt getestet: Wasser 3.0 PE-X. Dieses ist ein sogenanntes Hybridkieselgel, welches dafür sorgen kann, Mikroplaste aus den unterschiedlichsten Gewässern zu filtern.
Das Kieselgel bringe…mehr:

https://de.sputniknews.com/wissen/20190906325704883-nie-wieder-mikroplaste-im-wasser/

https://wasserdreinull.de/

Auslegung und Abstufung von Drucklufterzeugern zur Energieoptimierung

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Präsentation beim 5. Infotag IWAR Abwassertechnik am 26.11.2015 in Darmstadt 

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