Frankfurt/Main (dpa) – Nach mehr als zwei Monaten ergebnisloser Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst und zahlreichen Warnstreiks ist die Schlichtung angelaufen. Das erste Treffen am Samstag in Frankfurt/Main blieb aber ohne inhaltliche Annäherung. Das Gremium sei zunächst «nicht in die Tiefen der Themen eingestiegen», sondern habe sich lediglich auf Formalien und einen Terminplan verständigt, teilten die Schlichter Lothar Späth und Herbert Schmalstieg nach dem Gespräch mit. Beide berichteten übereinstimmend von «großem Einvernehmen» und einer «guten Atmosphäre» des Treffens. Späth kündigte an, die Schlichtungskommission werde künftig an einem geheimen Ort tagen und bis zum Ende des Schlichtungsverfahrens auf öffentliche Stellungnahmen verzichten. Darauf hätten sich die Tarifparteien verständigt. «Wenn alles richtig läuft, sehen wir uns am Ende der Veranstaltung wieder», sagte Späth zu Journalisten. Die Verhandlungen über höhere Einkommen für die rund 1,3 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen waren am 7. März nach fünf Verhandlungsrunden an der Forderung der Arbeitgeber nach längeren Arbeitszeiten gescheitert. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die dbb Tarifunion verlangen acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber boten fünf Prozent, allerdings in drei Schritten für zwei Jahre und verbunden mit längeren Arbeitszeiten, die einheitlich auf 40 Wochenstunden festgesetzt werden sollen. Derzeit arbeiten die Angestellten des Bundes generell 39 Stunden, die kommunalen Angestellten im Westen in der Regel 38,5 Stunden. Im Tarifgebiet Ost der Kommunen gilt bereits die 40-Stunden- Woche. Der frühere baden-württembergische CDU-Ministerpräsident Späth war von der Arbeitgeberseite zum Vorsitzenden der Schlichtungskommission ernannt worden, der ehemalige SPD-Oberbürgermeister von Hannover, Schmalstieg, von den Gewerkschaften. Über die Empfehlungen der 24-köpfigen Schlichtungskommission soll am 29. März in Potsdam beraten werden. Für den Fall, dass die Schlichtung scheitert, haben die Gewerkschaften ihre Streikbereitschaft unterstrichen. Während der Schlichtung herrscht Friedenspflicht – reguläre Streiks wären also erst frühestens Ende März möglich.
Pressemitteilung VERDI 17.03.2008
Schlichtung im öffentlichen Dienst angelaufen – geheime Verhandlungen
Erneuerbare Energie aus Biogasanlagen
Erneuerbare Energie aus Biogasanlagen – Ein Überblick
Dr.-Ing. Jürgen Wiese
Die Erzeugung von Biogas aus tierischen Wirtschaftsdüngern (z.B. Rindergülle), organischen Reststoffen (z.B. Speiseresten) und Energiepflanzen (z.B. Mais) gewinnt seit einigen Jahren weltweit immer mehr an Bedeutung. Dieser Beitrag soll einen allgemeinen Überblick über diese komplexe Thematik geben.
Ist Biogas ein neues Thema?
• Prof. Karl Imhoff baut in den 1920er Jahren in Essen den ersten Faulturm zur anaeroben Klärschlammbehandlung → Klärgas
• Prof. Karl Imhoff entwirft im 2. Weltkrieg eine landwirtschaftlichen Biogasanlage (BGA), um die Treibstoffknappheit zu verringern.
• In den 1950er Jahren werden einige landwirtschaftliche BGA gebaut. Weite Verbreitung finden sie aber nicht (im Gegensatz zur Anaerobbehandlung in der Abwassertechnik). Mögliche Ursachen:
• Trend zur Zentralisierung der Energieversorgung („Großkraftwerke“)
• Günstige Primärenergieträger (z.B. Kohle, Öl, Uran)
• In den letzten Jahren steigt die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland (und weltweit) stark an, v.a. wegen der Förderung erneuerbarer Energien. 2006 gab es in Deutschland bereits mehr als 3.000 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von ca. 800 MW!
• Biogas ist international ein Topthema (z.B. Indien: 7 Mio. Hausbiogasanlagen!), da Kohle, Öl und Uran immer knapper und teurer werden bzw. der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden soll.
• Der Trend geht zu größeren BGA (500 kW bis 1,5 MW), da diese besonders wirtschaftlich sind. Sehr große BGA (> 2 MW) konnten sich wegen diverser Probleme (z.B. Logistik) bisher noch nicht durchsetzen.
• Wegen der hohen Energieeffizienz von Blockheizkraftwerken (BHKW) gewinnt die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung (v.a. im ländlichen Raum und Entwicklungsländern) wieder an Bedeutung: z.B. „Bioenergiedorf“ Jühne – Energieautarkes Dorf
• „Vom Landwirt zum Energiewirt“: Seit einigen Jahren schaffen sich immer mehr Landwirte ein zweites Standbein, indem sie ihre Biomasse zur Energieerzeugung nutzen, Dachflächen mit Solarzellen nachrüsten o.ä.
Was ist Biogas?
• Biogas ist ein Gemisch aus Methan (CH4: 50 – 75 Vol.-%), Kohlendioxid (CO2: 25 – 50 Vol.-%), Wasser
(H20: 2 – 7 Vol.-%), Schwefelwasserstoff (H2S: 20 – 20.000 ppm), Stickstoff (N2: < 2 Vol.-%), Wasserstoff (H2: < 1 Vol.-%) und Sauerstoff (O2: < 1 Vol.-%).
• Heizwert: Biogas (ca. 6,4 kWh/Nm3) vs. Erdgas (ca. 10 kWh/Nm3)
• Biogas entsteht
• im anaeroben Milieu (d.h. Sauerstoffmangel, Sauerstofffreiheit)
• bei Temperaturen von 30 bis 40 °C (mesophiler Bereich ) oder 50 bis 60 °C (thermophiler Bereich)
• bei langen Aufenthaltszeiten des Substrats (i.d.R. >> 30 Tage)
• in einem vierstufigen Prozess
• im pH-Wert-Bereich von 7 bis 7,7 (bei simultanem Betrieb)
Wie entsteht Biogas?

Welche Stoffe kann man vergären? z.B. Nachwachsende Rohstoffe (NAWARO)
|
• Wirtschaftsdünger von Rindern, Schweinen und Hühnern: Gülle, Mist, Trockenkot |
Welche Stoffe kann man vergären? z.B. Kofermente
![]() |
• Speisereste (z.B. aus Großküchen) • Futtermittel-, Gemüse- und Marktabfälle • Reste der Gelatineproduktion (z.B. Separatorfett) • Reste der Nahrungsmittelproduktion • Bleicherde • Altbrot und Teigabfälle • Altfrittier- und Flotatfette, Käseabfälle • Obst- und Rebentrester, Biertreber • Schlempen aus der Schnapsherstellung • Glycerin (z.B. aus Biodieselproduktion) • Teile der Schlachtabfälle |
Welche Stoffe kann man vergären? Auf die Mischung kommt es an!
Die Substrateweisen große Unterschiedebezüglich ihres Biogasertrags auf!
| Substrat | Biogasertrag (m3Gas/tSubstrat) |
| Rindergülle | 25 |
| Schweinegülle | 36 |
| Molke | 55 |
| Rübenschnitzel | 75 |
| Biertreber | 75 |
| Dickschlempe | 80 |
| Grünabfall | 110 |
| Bioabfall | 120 |
| Silomais | 200 |
| Flotatfett | 400 |
| Altfett | 800 |
Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
Was sind die Vorteile von Biogas?
• Aus Biogas gewonnene Energie schont die fossilen Rohstoffreserven und schützt das Klima durch die Verminderung von Treibhausgasen.
• Biogas fällt kontinuierlich an, sodass es auch kontinuierlich verstromt
werden kann
→Keine Lastschwankungen wie z.B. bei Wind- oder Solarenergie!
o einfacher für Netzbetreiber
o (weitgehend) autarke Strom-/Wärmeversorgung im ländlichen Raum
→ Noch erhebliches ungenutztes Potenzial in Deutschland!
• Biogas ist mit Erzeugungskosten von 8 bis 10 ct/kWh (Kofermente) bereits heute recht nahe an den Gestehungskosten von Energie aus fossilen Energieträger. Dies gilt besonders dann, wenn auch die Wärme genutzt werden kann.
Biogasgülle ist ein effektiver Wirtschaftsdünger und besitzt gegenüber normaler Gülle/Mist zahlreiche Vorteile:
| • Verminderung der pflanzenschädigenden Ätzwirkung der Gülle • Umwandlung des organischen Stickstoffs in Ammonium, das für Pflanzen leichter verfügbar ist. • Verringerung flüchtiger, geruchsintensiver Stoffe (z.B. Buttersäure) • Verbesserung der Fließeigenschaften • Volumenreduzierung • Reduzierung der Gefahr für das Grundwasser |
Biogas ist effizienter als andere Biokraftstoffe!

Wie hoch ist das Potenzial für Biogas?
Deutschland
• ca. 800 MW elektrische Leistung sind zurzeit auf Biogasanlagen in
Deutschland installiert, das Potenzial liegt jedoch bei 15.000 MWel.
• Bis 2020 könnten jährlich aus Biogas ca. 76 Mrd. kWh Strom in
Grundlast und Spitzenlast produziert werden. D.h. 15 % des
Energiebedarfs könnten durch Biogas gedeckt werden.
Europa (EU-25)
• 75 % der derzeitigen russischen Erdgasförderung!
Quelle: Fachverband Biogas, EU
Zum Vergleich:
Die energieverbrauchsbedingten CO2- Emissionen in Deutschland betrugen 2006 ca. 800 Mio. t.
Wie funktioniert eine NAWARO-BGA?

Wie funktioniert eine Co-Fermente-BGA?

Wie wird das Biogas genutzt?
• Verbrennung in Gasmotoren → wird zur Regel!
• Verbrennung in Zündstrahlmotoren → stark rückläufig!
• Verbrennung in Gasturbinen → in Deutschland nur Einzelfälle!
• Heizkessel → z.B. in Indien/China
• Biogas-Tankstellen für Autos, Busse und Züge
→ in Schweden weit verbreitet
→ die erste Biogastankstelle in Deutschland ging 2006 in Betrieb!
• Brennstoffzellen → noch Prototypenstatus
• Biogasreinigung mit anschließender Einspeisung in Erdgasnetze
→ in Schweden üblich, aber auch erste Anlagen in Deutschland!
• Sonstiges: Stirling-Motoren, ORC-Prozess, …
Tab.: Energieflüsse bei der reinen Stromerzeugung sowie der zentralen und dezentralen Kraftwärmekopplung (Quelle: ASUE)
| Primärenergie | Umwandlungsverluste | Übertragungsverluste | Nutzung |
| 100 %; z.B.: Kohle, Öl, Uran |
Kondensationskraftwerk: 62 % |
Strom: 2 % | Strom: 36 % |
| 100 %; z.B.: Gas, Kohle, Müll |
Zentrales Heizkraftwerk: 15 % |
Strom: 1 % Fernwärme: 5 % |
Strom: 29 % Wärme: 50 % Gesamt: 79 % |
| 100 %; z.B.: Holz, Erdgas, Biogas |
Dezentrales Blockheizkraftwerk: 10 % |
Strom: 1 % Nahwärme: 2 % |
Strom: 36 % Wärme: 51 % Gesamt: 87 % |
Die Kraft-Wärme-Kopplung ist energetisch sehr effizient!
Wie wird das Biogas genutzt? – Wärmenutzung
Eigenbedarf:
• Betriebsgebäude der Biogasanlage
• ggf. thermische Hygienisierung
• Aufheizung der Fermenter und Nachgärer
Nahwärmenetze:
• Öffentliche Gebäude (z.B. Schule, Rathaus)
• Büro- und Wohngebäude
Wärmespeicher:
• Mobile Latentwärmespeicher
Gartenbaubetriebe:
• Gewächshäuser
Hofeinrichtungen:
• Ställe
• Wohngebäude
Trocknung:
• Getreide
• Holzhackschnitzel/-pellets
• Gärreste und Klärschlamm
Kälte:
• Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung
Sonstiges:
• Stirling-Motoren
• ORC-Prozess
Wie wird Biogas vergütet?
Das novellierte Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) regelt auch die Einspeisevergütungen für
Strom aus Biomasseanlagen. Dabei hängt die Vergütung von der installierten Leistung der
Anlage ab. Folgende Vergütungen sind vom EEG vorgesehen (alle Angaben in ct/kWhel):
| Anlage | Grundvergütung* | Brennstoffbonus | KWK-Bonus | Technologiebonus |
| bis 150 kW | 10,98 | 6,0 | 2,0 | 2,0 |
| bis 500 kW | 9,45 | 6,0 | 2,0 | 2,0 |
| 501 – 5.000 kW | 8,50 | 4,0 | 2,0 | 2,0 |
Den Brennstoffbonus erhalten Anlagen, wenn der Strom ausschließlich aus Pflanzen- und
Pflanzenbestandteilen im Sinne der Biomasseverordnung und/oder aus Gülle gewonnen wird.
Der Bonus für KWK-Anlagen wird gewährt, soweit es sich um Strom im Sinne des Kraft-Wärme-
Kopplungs-Gesetzes handelt. Den Technologiebonus erhalten Anlagen, die auch in Kraft-
Wärme-Kopplung betrieben werden und die Biomasse mittels innovativer Techniken umwandeln
(z.B.: Brennstoffzellen, Gasturbinen, Organic-Rankine-Anlagen).
Beispiel einer NaWaRo-Biogasanlage mit einer Leistung von 500 kWel (2007):
Grundvergütung 150/500 x 10,98 ct + 350/500 x 9,45 ct = 9,91 ct
Brennstoffbonus (NAWARO) 6,00 ct
Gesamtvergütung ohne KWK- und Technologiebonus 15,91 ct
*Für das Jahr 2007; Degression für alle folgenden Jahre von 1,5 % pro Jahr
Biogas als Spitzentechnologie
• Deutschland ist Technologie- und Weltmarktführer im Bereich „Biogasanlagen“→ große Exportchancen!
• Der Branchenumsatz 2005 betrug 450 Mio. €. Für 2020 wird für Deutschland ein Branchenumsatz von 7,5 Mrd. € prognostiziert.
• 2005 arbeiteten in Deutschland ca. 8.000 Menschen im Biogassektor, 2020 sollen es bereits 85.000 Arbeitsplätze sein.
• Das mittlere Branchenwachstum in Deutschland dürfte bis 2010 bei 40 % pro Jahr liegen.
• Biogas ist eine Mittelstandstechnologie:
• Über 270 Unternehmen sind im Fachverband Biogas organisiert.
• 2/3 des Umsatzes bleiben in der Region
Quelle: Fachverband Biogas, 2005
Praxisbeispiel: SBW Biogas Lelbach
Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Übersicht

Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Eingangsstoffe
![]() Fahrsilo für Feststoffe |
Breites Stoffspektrum, um Fruchtfolgegesetze zu beachten und Marktchancen zu nutzen: • Rindergülle (≈ 15 t/d) 1 Saisonal als Substitut für Silagen bzw. Getreideschrot |
Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Feststoffdosierer
|
Dosierer für Silagen, Trockenkot und Getreide • Automatisierte Beschickung der Biogasanlage Wasch- und Zerkleinerungsanlage für Rüben o.ä. • Semi-automatisch |
Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Fermenter/Nachgärer
|
• 1 x Tauchmotorrührwerk |
Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Pumpstation
|
• voll automatisiert |
Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Gärrestlager
|
• Im Winterhalbjahr wird der Gärrest im Gärrestlager gespeichert. • Der Gärrest wird von März bis Oktober auf die Felder ausgebracht! Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Gärrestlager • Beliebter Wirtschaftsdünger in der Region (Beispiel) • 6,68 % TS • 3,88 kg Nges/t • 1,71 kg P2O5/t • 4,40 kg K2O/t • 0,32 kg S/t |
Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Gasanalyse
|
• Gasdurchfluss EC = Elektrochemisch |
Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Energieproduktion
|
Energieerzeugung
|
Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Automation
|
• State-of-the-art Prozessleitsystem (WinCC 6.0) • Leistungsfähige Speicherprogrammierbare Steuerung (S7) • Digitaler Prozessbus (PROFIBUS-DP) • High-Level Automation • Fernwirktechnik und Störmeldekonzepte • Internetbasierte Lösungen sind möglich Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Automation Fernziel: Viele Biogasanlagen zu einem virtuellen Großkraftwerk verbinden, um Grund- und Spitzenlast zur Verfügung zu stellen! |
Beispiel: Betriebslabor
Ergebnisse von Vergleichsmessungen auf der Kofermente-BGA Leese (Wiese u. König, 2006)
|
|
Beispiel: SBW Biogas Lelbach – Betriebsergebnisse
Zusammenfassung und Fazit
• Biogas ist eine ökologisch verträgliche Form der Energieerzeugung.
• Biogas ist eine wirtschaftliche Form der Erneuerbaren Energien.
• Biogas gibt der Landwirtschaft eine Zukunftsperspektive („Vom Landwirt zum Energiewirt“) und erhöht die regionale Wertschöpfung.
• Das ungenutzte Potenzial für Biogas ist weltweit noch sehr groß!
• Der Trend geht zur mittleren bis größeren Biogasanlagen (d.h. 300 bis 1.500 kW), da diese besonders wirtschaftlich sind.
• Moderne Biogasanlagen erzielen hohe Anlagenverfügbarkeiten und Auslastungsgrade (> 90 %) und sind damit Grund- und Spitzenlastfähig.
• Die zunehmend Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung macht die Biogasnutzung immer interessanter.
• In den nächsten Jahren wird die Einspeisung von Biogas in Erdgasnetze (und ggf. auch die Nutzung von Biogas für Brennstoffzellen) stark an Bedeutung gewinnen.
Autor:
Dr.-Ing. Jürgen Wiese
GKU
Gesellschaft für kommunale Umwelttechnik mbH
Heinrichstraße 17/19
36037 Fulda
Tel.: 0661/12-408
Fax: 0661/12-409
URL: http://www.gku-fulda.de
E-Mail: juergen.wiese@uewag.de
Energiesparen durch druckgeregelte Heizungspumpen
Bundesweit wird der Energieverbrauch für Heizungsumwälzpumpen auf 20 GW/a angenommen. Dies entspricht ca. 3 bis 4% des gesamten Strombedarfs in Deutschland. Auf der Kläranlage werden Heizungsumwälzpumpen für die Wärmeversorgung von beheizten Faulbehältern eingesetzt. Im Winter müssen zusätzlich die Betriebsgebäude beheizt werden. Sehr oft werden dazu ungeregelte Pumpen eingesetzt. Die Pumpen werden dabei mit einer konstanten Drehzahl betrieben. Durch den Einsatz von geregelten Umwälzpumpen kann beträchtlich Strom eingespart werden. Nach dem Entwurf der Energieeinsparverordnung müssen in neuen oder umgebauten Zentralheizungen mit mehr als 25 KW geregelte Umwälzpumpen eingebaut werden.
Geregelte Pumpen passen ihre Drehzahlen dem benötigten Förderstrom an. Es wird prinzipiell zwischen Konstantdruckregelung und Proportionaldruckregelung unterschieden. Bei der Konstantdruckregelung wird versucht den Differenzdruck der Pumpe konstant zu halten. Der Differenzdruck wird entweder über je einen Drucksensor auf der Saug- und der Druckseite der Pumpe gemessen oder aus der Stromaufnahme der Pumpe mittels Kennlinienfunktion berechnet. Der einzustellende Konstantdruck muss auf das Heizungssystem abgestimmt sein. Heizungsumwälzpumpen mit integrierter Regelung haben etliche Kennlinien zum Anpassen eingebaut.
Die Proportionaldruckregelung berücksichtigt die steigenden Widerstände der Rohre und Armaturen bei höheren Durchflüssen. Die Pumpe regelt den Druck abhängig von der Durchflussmenge bis auf 50% des maximalen Drucks der jeweiligen Kennlinie. Dadurch kann bei geringeren Fördermengen zusätzlich Energie eingespart werden.
Grafiken: Leistung einer Heizungspumpe mit und ohne Druckregelung


Der Strombedarf von Heizungsumwälzpumpen ist in aller Regel zwar nicht sehr hoch, jedoch sind je nach Anlagenstruktur sehr viele Umwälzpumpen im Einsatz um die Verbraucher mit Wärme zu versorgen. Zusätzlich zum eingesparten Strom können bei Wärmerückgewinnungsanlagen aus Verbrennung, Trocknung oder Blockheizkraftwerken oft die Temperaturdifferenzen zwischen Vorlauf und Rücklauf erhöht werden. Meist wird bei diesen Anlagen mit Überströmventilen gearbeitet, um Druckdifferenzen zwischen Vorlauf und Rücklauf auszugleichen. Dies führt zu einer Temperaturanhebung im Rücklauf und zu einem schlechteren Wirkungsgrad der Wärmetauscher der Rückgewinnungsanlagen. Mit geregelten Heizungspumpen sind diese Überstromregelungen hinfällig. Die erhöhte Temperaturdifferenz steigert den Wirkungsgrad der Wärmetauscher bei gleicher Förderleistung.
Die Entscheidung ob ungeregelte Pumpen selbst, mit Frequenzumformer und Druckmessungen, umgebaut werden oder ob sich Pumpen mit integrierter Druckreglung lohnen hängt von den betrieblichen Gegebenheiten ab.
Das Einsparpotential ist bei großen Schwankungen von Fördermengen besonders groß. Die Stromersparnis beträgt je nach Pumpe und den Randbedingungen bis 30%. Der Umbau oder ein Ersatz durch geregelte Pumpen rechnet sich schon nach wenigen Jahren. Auch im privaten Haus kann es sich lohnen nachzusehen ob noch eine ungeregelte Pumpe für die Heizungsumwälzung im Einsatz ist. Für den Privatbereich wird mit Ersparnissen bis 70% geworben.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel haben, dann freuen wir uns auf Ihre E-Mail an Fachwissen@klaerwerk.info
Autor: CS
Private Entsorger provozieren Abwasserverteuerung in Höhe von 800 Mio. € pro Jahr
AöW: Bundesregierung muss BDE-Beschwerde wegen Versteuerung öffentlicher Abwasserdienstleistungen zurückweisen
Die AöW fordert die Bundesregierung auf, mit einer eindeutigen Stellungnahme zur EU-Beschwerde des Bundesverbandes der privaten Entsorgungswirtschaft (BDE) und dessen Forderung nach einer Versteuerung öffentlicher Abwasserdienstleistungen eine sinnlose Verteuerung des deutschen Abwassers zu verhindern. Untersuchungen, die auch im Auftrag der Bundesregierung durchgeführt wurden, zeigen nämlich, dass die Einführung solch einer Steuerpflicht die Kosten der Abwasserbeseitigung um voraussichtlich mehr als 10 % verteuern würden.
Dazu erklärt der Präsident der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft, Dr. Jochen Stemplewski: „Dem BDE geht es mit seiner Beschwerde im Kern um Privatisierung durch dieHintertür – nicht um Steuergerechtigkeit oder günstigere Leistungen für die Bürger! Der BDEwill lukrative private Abwassergeschäfte ermöglichen, auch um den Preis neuer zusätzlicherSteuerlasten. Und höhere Steuern zahlt bekannter Weise am Ende doch immer der Bürger! Als hoheitliche und damit nicht auf Markt- und Gewinnerzielung ausgerichtete Aufgabe kann die Abwasserbeseitigung nicht der Mehrwertsteuer unterliegen. Im Interesse einer sicheren und kostengünstigen Leistung für die Bürger muss es weiter uneingeschränkt möglich sein, dass die Gemeinden, öffentliche Zweckverbände und sondergesetzliche Wasserwirtschaftsverbände diese öffentliche Aufgabe ohne zusätzliche Steuerlasten ausüben. Deshalb sollte die Bundesregierung gegenüber der EU klar und eindeutig Stellung gegen die Beschwerde beziehen.“
Die Abwasserbeseitigung ist nach dem Recht des Bundes und der Länder eine hoheitliche Aufgabe, die grundsätzlich von Körperschaften öffentlichen Rechts wie den Kommunen als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge wahrzunehmen ist. Dies geht zurück auf das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes und auf das grundgesetzlich verbriefte Selbstverwaltungsrecht der Kommunen, die eigenen Verhältnisse zu regeln. Es ist zugleich mit der Pflicht verbunden, überall und jederzeit Garant der ordnungsgemäßen Erfüllung dieser Aufgabe im jeweiligen Einzugsgebiet zu sein
Kommunen und andere zuständige Körperschaften öffentlichen Rechts sind bei der Durchführung dieser hoheitlichen und damit nicht etwa auf Gewinnerzielung ausgerichteten Aufgabe nicht steuerpflichtig.
Der BDE will nun mit seiner Beschwerde erreichen, dass die Gemeinden und andere öffentliche Träger der Abwasserbehandlung umsatzsteuerpflichtig werden. Zur Begründung führen die privaten Entsorger an, die Nichtbesteuerung der Leistung öffentlicher Einrichtungen führe zu Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil privater Unternehmer, die auch auf dem Feld der Abwasserbeseitigung tätig werden wollten. Nach der gesetzlichen Regelung im Wasserrecht gibt es aber einen Wettbewerb nicht; denn die gesetzlichen und öffentlichen Aufgabenträger konkurrien weder untereinander noch mit Privatunternehmen.
Das trägt der Tatsache Rechnung, dass es sich dabei um ein sensiblen Infrastrukturbereich und eine Aufgabenstellung von großer öffentlicher Bedeutung handelt, was insbesondere mit den großen Gefahren beim Versagen der Systeme zusammenhängt. Zudem sind Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung jeweils auf ein Gebiet festgelegt („natürliches Monopol“). Die Bürger können schon strukturell nicht die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern, d.h. konkurrierenden Leitungssystemen, vor ihrer Haustür haben. Alles andere wäre betriebswirtschaftlich und volkswirtschaftlich unsinnig.
Daher ist es sachlich begründet und vernünftig, dass die Abwasserbeseitigungspflicht insbesondere auch den Gemeinden übertragen ist, die diese Aufgabe zum Teil selbst, durch Eigenbetriebe, Anstalten öffentlichen Rechts oder Mitwirkung in Zweckverbänden oder sondergesetzlichen Wasserwirtschaftsverbänden als juristische Person des öffentlichen Rechtes wahrnehmen. Allerdings bedienen sich die öffentlichen Körperschaften zur praktischen Durchführung dieser Aufgabe in vielen Fällen privater Unternehmen als Dienstleister. Nach aktuellen Erhebungen münden mehr als 70 % des mit der Abwasserentsorgung verbundenen Aufwandes der zuständigen öffentlichen Körperschaften in Aufträge an Privatunternehmen, etwa im Bereich der Bauleistungen, aber auch bei vielen Unterhaltungsaufgaben. Private wirken also heute schon vielfältig bei der praktischen Abwicklung der Abwasserentsorgung mit. Aus der Sicht der AÖW will der BDE deshalb mit seiner Beschwerde nicht etwa einen Lückenschluss im Steuerrecht oder im Wettbewerbsrecht erreichen. Ihm geht es vielmehr um die Übernahme von Abwasseraufgaben als neuem Geschäftsfeld für seine Unternehmen. Deshalb stören sich seine Mitglieder an kommunalen Gestaltungsspielräumen.
Unternehmen schickt Projekt „Kanalnetzsteuerung“ ins Rennen / Senkung der Gewässerbelastung aus Kanalnetz um 50 Prozent
KWL bewirbt sich um den Sächsischen Umweltpreis 2008
Leipzig. Mit ihrem Projekt „Kanalnetzsteuerung – zum Wohle der Umwelt“ bewirbt sich die KWL – Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH um den Sächsischen Umweltpreis 2008. Die Kanalnetzsteuerung ermöglicht der KWL, gezielt Einfluss auf die Mischwasserströme im Kanalnetz zu nehmen und so die Schmutzbelastung der Leipziger Gewässer deutlich zu reduzieren. Über sogenannte Steuerbauwerke kann das Unternehmen große Mengen Mischwasser, also Schmutz- und Regenwasser, in der Kanalisation zwischenspeichern und dann schrittweise in Richtung Klärwerk leiten, wo es umweltgerecht gereinigt wird. Damit vermeidet die KWL, dass in Zeiten hoher Niederschläge Mischwasser ohne biologische Reinigung in die Leipziger Flüsse eingeleitet werden muss. Konkret bedeutet das eine Entlastung der Gewässer um rund 70.000 Kubikmeter Mischwasser pro Jahr.
Ökologisch und ökonomisch richtungweisend
„Wir reichen die Kanalnetzsteuerung mit großem Selbstbewusstsein beim Sächsischen Umweltpreis 2008 ein“, konstatiert Dr. Andreas Schirmer, technischer Geschäftsführer der KWL. „Das Projekt ist richtungweisend: Wir senken die Belastung der Leipziger Gewässer aus dem Kanalnetz um rund 50 Prozent und agieren dabei gleichzeitig wirtschaftlich effizient“, so der Geschäftsführer weiter. Bislang investierte die KWL rund 12 Millionen Euro in die Kanalnetzsteuerung. So errichtete das Unternehmen vier Steuerbauwerke und schaffte die nötigen baulichen Voraussetzungen im Klärwerk Rosental. Zusätzlich modernisierte die KWL zahlreiche Hauptsammler, also große, dem Klärwerk vorgelagerte Abwasserkanäle, in denen das Mischwasser zwischengespeichert werden kann. Neben den extrem positiven Effekten für die Umwelt, zahlen sich die Investitionen auch wirtschaftlich aus: Um den gleichen Effekt mit einem konventionellen Ansatz zu erzielen, hätte die KWL rund 50 Millionen Euro zusätzlich in den Bau von Regenrückhaltebecken investieren müssen.
Funktionsweise der Kanalnetzsteuerung
Unter Leipzigs Straßen liegt ein weit verzweigtes Netz von Abwasserkanälen. Es ist zu großen Teilen als Mischkanalisation angelegt. Übersteigt die anfallende Mischwassermenge in Zeiten starker Niederschläge die Kapazitäten des Klärwerks, muss der Überschuss in die Leipziger Flüsse eingeleitet werden. Aus diesem Grund gibt es bei der KWL das Projekt Kanalnetzsteuerung, das sich speziell mit der Optimierung des Zusammenspiels von Kanalnetz, Klärwerk und Gewässern beschäftigt.
Herzstück der Kanalnetzsteuerung sind die Steuerbauwerke, die sich in den Abwasserhauptsammlern befinden und den Zufluss zum Klärwerk regeln. Dabei wird die Menge des Mischwassers automatisch ermittelt. Übersteigt sie ein festgelegtes Maß, wird ein sogenannter Schieber gedrosselt und das Wasser im Hauptsammler angestaut. Später wird das Wasser dann nach und nach ins Klärwerk geleitet und umweltgerecht gereinigt. Dieses Vorgehen wird sich künftig besonders dann auszahlen, wenn es, wie häufig im Sommer, in verschiedenen Stadtgebieten unterschiedlich stark regnet. Dann kann die KWL mit der Verbundsteuerung die Kanäle aus denjenigen Gebieten als Stauraum nutzen, in denen weniger Niederschlag fällt. Damit gewährleistet das Unternehmen auch bei Starkregen die volle Reinigungsleistung für das anfallende Mischwasser aus den betroffenen Stadtgebieten.
Hintergrund Sächsischer Umweltpreis 2008
Der Sächsische Umweltpreis 2008 wird vom Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) vergeben und ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert, die unter mehreren Preisträgern aufgeteilt werden können. Mit dem Preis sollen herausragende Leistungen für den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen sowie für den Naturschutz gewürdigt werden. Folgende Kriterien werden dabei von einer Jury aus Persönlichkeiten der sächsischen Wirtschaft und Politik sowie aus Wissenschaft und Verwaltung bewertet: Umweltwirkung, Innovation, Modellcharakter, Strategie/Konzept, Synergiewirkung und Nachhaltigkeit. Auf Empfehlung der Jury entscheidet das SMUL über die Vergabe des Sächsischen Umweltpreises 2008.
Effiziente Biogaserzeugung
Messen-, Steuern- und Regeln auf Biogasanlagen
Dr.-Ing. Jürgen Wiese
Die Optimierung von landwirtschaftlichen und industriellen Biogasanlagen gewinnt in jüngster Zeit zunehmend an Bedeutung, u.a. aufgrund der steigenden Rohstoffpreise für nachwachsende Rohstoffe bzw. fallender Entsorgungserlöse für organische Reststoffe. Der Einsatz moderner Mess- und Automationstechnik ist ein wesentlicher Ansatzpunkt für die Effizienzsteigerung von Biogasanlagen.
Was ist Messen, Steuern und Regeln?
Messen
Aufgabe des Messens ist die experimentelle Bestimmung quantitativ erfassbarer Größen zur Beurteilung der Eigenschaften, Funktion, Qualität und Zuverlässigkeit bestimmter Stoffe.
| online | = Messen direkt im Prozess |
| = quasi in Echtzeit | |
| = (quasi-)kontinuierlich | |
| offline | = Messen im Labor o.ä. |
| = mit (erheblicher) Zeitverzögerung | |
| = nur (un-)regelmäßi |
Steuern und Regeln
Die gezielte Beeinflussung eines Prozesses mit dem Ziel, eine oder mehrere chemisch-physikalische und biologische Größen (z.B. pH, Temperatur) auf einen gezielten Sollwert zu bringen.
Warum Messen, Steuern und Regeln auf Biogasanlagen?
Die meisten Biogasanlagen sind intransparente Systeme!
Konsequenz: Blackbox-Systeme lassen sich nur schwer analysieren und optimieren!
• Für jeden der vier Teilschritte der Biogaserzeugung sind unterschiedliche Bakterienstämme verantwortlich.
• Der Anaerobprozess wurde von der Natur über viele Hundert Millionen Jahre optimiert. Wie viele spezialisierte Organismen reagieren auch anaerobe Bakterien oft sensibel auf Milieu-Änderungen:
- Änderung des pH-Wertes
- Änderung der Temperatur
- Zu hohe Konzentrationen bestimmter Stoffe (z.B. organische Säuren)
- Suboptimale Nährstoffverhältnisse
- Zu niedrige Konzentration bestimmter Stoffe (z.B. Spurenelemente)
- Starke Belastungsschwankungen
• Das Wachstum anaerober Mikroorganismen ist relativ langsam. D.h. im Falle einer ernsthaften biologischen Störung kann es 2 bis 3 Monate dauern, bis der Prozess wieder auf voller Leistung ist.
Beispiel: Vergleich einer 500 kW-NaWaRo-Biogasanlage mit 70 bzw. 90 % Wirkungsgrad
| Einheit | Anlage A (suboptimal) |
Anlage B (Beispiel) |
|
| Auslastungsgrad | % | 70 | 90 |
| Energieproduktion pro Jahr | kWh | 3.066.000 | 3.942.000 |
| Einnahmen (Strom) pro Jahr | EUR/a | 487.500 | 627.000 |
| Differenz = Mindererlös | EUR/a | + 139.500 |
Fehlende Prozessüberwachung kann teuer werden, besonders wenn es zum Versagensfall kommt und die Biogasanlage längere Zeit still steht!
Antriebskräfte für den Einsatz von MSR-Technik
1. Immer mehr größere Biogasanlagen werden gebaut.
2. Zunehmender Druck durch Finanzinstitute und Versicherungen
3. Zunehmender Kostendruck wegen steigender Substratkosten (NaWaRo) bzw. sinkender Entsorgungserlöse (Kofermente)
4. Probleme werden zunehmend komplex:
• Maximierung der Energieproduktion → Erhöhung Einnahmen
• Minimierung der Eingangsstoffen → Reduzierung Ausgaben
• Viele verschiedene Inputstoffe → Nutzung von Marktchancen
• Minimierung der Betriebsrisiken → Hohe Anlagenverfügbarkeit
Was kann auf Biogasanlagen zurzeit gemessen werden?
Flüssig-/Festphase
| Füllstand (Behälter, Reaktionsräume) | → online möglich |
| Durchfluss (Beschickung, Reaktionsräume) | → online möglich |
| Temperatur (Reaktionsräume) | → online möglich |
| pH-Wert (Beschickung, Reaktionsräume) | → online möglich |
| LF-Wert (Beschickung, Reaktionsräume) | → online möglich |
| Redox (Reaktionsräume) | → online möglich |
| TS-Konz. (Beschickung, Reaktionsräume) | → online möglich |
| Konz. org. Säuren (Reaktionsräume) | → offline |
| NH4-N-Konz. (Reaktionsräume) | → offline |
| Säurekapazität (Reaktionsräume) | → offline |
Gasphase (Biogas)
| Zusammensetzung (CH4, CO2, O2, H2S + ggf. H2, NH3) | → online mögl. |
| Volumenstrom | → online mögl. |
| Gasfüllstand | → online mögl. |
| Gasdruck | → online mögl. |
Beschickung
| Art (Substrattyp) | → offline/online |
| Volumen / Gewicht | → offline/online |
Maschinen und Apparate
| Betriebszustand (Betriebsstatus, Wartungsintervalle) | → online mögl. |
| Energieverbrauch / Leistungsaufnahme | → online mögl. |
Was ist bei der Auswahl von Messgeräten zu beachten?
Problematische Messbedingungen
• inhomogene Vielstoffgemische → prinzipiell schwierig zu messen
• Schmutzstoffe (z.B. Fette) → ggf. kurze Reinigungsintervalle
• Zopfende und verstopfende Inhaltsstoffe → ggf. kurze Reinigungsintervalle
• Störstoffe → Querempfindlichkeiten
• Schadstoffe → z.B. H2S-Elektrodenvergiftung von pH-Sonden
• Ggf. Ex-Schutz-Problematik
Konsequenz: robuste Messtechnik auswählen!
Online- versus Offline-Messtechnik
• Welche Messintervalle benötige ich, um den Prozessverlauf adäquat nachbilden zu können?
• Welche Messgenauigkeit benötige ich, um den Prozessverlauf adäquat nachbilden zu können?
• Wie ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis zwischen online- und offline-Messtechnik (Investitions- und Betriebskosten)?
• Lassen sich online-Messgeräte (problemlos) nachrüsten?
• „Nur“ Messgerät oder Grundlage für Steuerungs- und Regelungsstrategien?
Mögliche andere Entscheidungskriterien
• Ist eine einfache Anbindung an die Automationsebene der Biogasanlage möglich?
• Sind ausreichende Reserven auf der Automationsebene vorhanden?
• Digitalisierung der Messtechnik:
• Digitale Messgeräte bieten andere Möglichkeiten bezüglich vorausschauender Wartungskonzepte, Fehleranalyse etc. als analoge Messgeräte.
• Durch digitale Messkonzepte lassen sich ggf. Investitionskostenvorteile erzielen (z.B. nur noch eine Controllerplattform)
Was ist bei der Auswahl von Messpunkten zu beachten?
Mögliche Kriterien
• Wie aufwändig ist die Wartung der Messgeräte an der entsprechenden Stelle? (z.B. Zugänglichkeit)
• Wie (finanziell und technisch) aufwändig/riskant ist der Einbau eines Messgerätes an einer bestimmten Stelle? (z.B. Spannbeton)
• Ist die Messstelle repräsentativ für den Prozess?
• Ex-Schutz-Problematik? (ggf. deutlich höhere Kosten)
• Kann ich es mir finanziell und vom Personalaufwand her leisten, in jedem Reaktionsraum zu messen oder kann ich mit einem Messgerät mehrere Reaktionsräume beproben?
• Art des Messverfahrens: in-situ, on-site, berührungslos …
Was ist auf der Automationsebene zu beachten?
• Der intensive Einsatz von Steuerungs- und Regelungstechnik setzt das Vorhandensein automatisch manipulierbarer Maschinen und Apparate voraus! (z.B. Automatikschieber)
• Beim Bau einer Biogasanlage sollten bereits Reserven auf der Automationsebene eingeplant werden, sodass Messgeräte ohne größeren Aufwand nachgerüstet bzw. Steuerungs- und Regelungskonzepte implementiert werden können!
• Nach Möglichkeit sollten auf der Automatisierungs- und Visualisierungsebene Standardschnittstellen vorhanden sein!
Wie hoch sind die Kosten für Messtechnik?
pH/Redox (≈ 1.000 €) |
![]() TS-Sensor (ab 3.000 €) |
![]() Biogasanalyse (≈ 6.000 €) |
![]() Gasfüllstand, Füllstand (je < 1.000 €) |
![]() Biogasdurchfluss (≈ 2.500 €) |
IDM (≈ 2.000 €) |
![]() Autom. Titrator (≈ 4.000 €) |
|
![]() TS-Labor (< 2.000 €) |
Leitsystem(Softw.) (< 15.000 €) |
||
Praxisbeispiel: SBW Biogas Lelbach

Beispiel: BGA Lelbach (Lageplan)
Beispiel: BGA Lelbach (Lageplan)
Beispiel: BGA Lelbach (Eingangsstoffe)
![]() Fahrsilo ![]() Lagertank für Gülle |
Die Anlage wurde konzipiert zu Verwertung verschiedener Nachwachsender Rohstoffe:
• Rindergülle (≈ 15 t/d) (1)saisonaler Ersatz für Getreide und Maissilage |
Beispiel: BGA Lelbach (Prozessleitsystem)
|
• Modernes Prozessleitsystem (WinCC 6.0) • Programmierschnittstellen (VBA, C-Script) • Standardschnittstellen (Active-X, OLE, OPC) • Datenbankschnittst. (SQL, ODBC, OLE-DB) • Leistungsfähige Speicherprogrammierbare Steuerung (S7) • Digitaler Prozessbus (PROFIBUS-DP) • Fernwirktechnik (mobil und drahtgebunden) und Störmeldekonzepte |
|
Beispiel: BGA Lelbach (Pumpstation)
|
• voll automatisiert • Messgeräte: • Durchfluss (MID) • pH-Sonde • Redox-Sonde • TS-Sonde • … „Spinne“: Durch Nutzung dieser Konstruktion kann jeder Reaktionsraum mit nur einem Satz Messgeräte mehrmals am Tag überwacht werden. |
|
Beispiel: pH, Redox und Gasdurchfluss
Beispiel: TS-Messung
Beispiel: BGA Lelbach (Feststoffdosierer 1)
|
• Container (68 m3) mit Schubboden und Auflösewalze • Vertikale und horizontale Schnecken • Erprobtes System für Maissilagen, Gras, Sudangras, Hühnertrockenkot und Getreide • Quasi-kontinuierliche bedarfsgerechte Fütterung von Fermenter und Nachgärer möglich • Messgeräte (Auswahl): • Wägezellen • Energieverbrauch • Nah-Infrarot-Spektrometer (NIRS) |
|
Beispiel: BGA Lelbach (Feststoffdosierer 1)
Beispiel: BGA Lelbach (Feststoffdosierer 2)
|
• Maschine zum Waschen/Zerkleinern (Ø < 2 cm) von größeren Feststoffen • Anwendung: Zucker-/Futterrüben, Kartoffeln o.ä. |
|
|
Beispiel: BGA Lelbach (Fermenter/Nachgärer)
|
• 1 x Tauchmotorrührwerk • 1 x Großflügelrührwerk • Messgeräte: • Füllstand (Flüssigkeit) • Füllstand (Gas) • Überfüll-/Schaumwächter • Temperaturmessungen • Energieverbrauch |
|
Beispiel: BGA Lelbach (Biogas)
|
• Durchflussmessung • Gaszusammensetzung • Methan (CH4) (IR) • Kohlenstoffdioxid (CO2) (IR) • Sauerstoff (O2) (EC) • Schwefelwasserstoff (H2S) (EC) • Überwachung der Ex-Zone im Gebäude EC = Elektrochemisch |
Beispiel: BGA Lelbach (Sonstige Messdaten)
• Zahlreiche Daten über das BHKW: Drehzahl, Gastemperatur, Temperatur in jedem einzelnen Zylinderkopf, …
• Zahlreiche Daten über die Stromerzeugung: Blindarbeit, Wirkarbeit, cos φ, …
• Zahlreiche Daten über Stromverbrauch: Rührwerke, Antriebe, Frequenzumformer, …
• Zahlreiche Temperaturdaten: Heizkreisläufe, Wärmetauscher, Fermenter, Nachgärer, Wärmemengenzähler
• Lückenlose Dokumentation: Status, Laufzeiten, Schaltzahlen etc. für Pumpen, Rührwerke, Antriebe, Schieber etc.
Beispiel: BGA Lelbach – Betriebsergebnisse
Tabelle: Betriebsdaten der BGA Lelbach (Vergleichswerte nach FNR, 2005 bzw. Hessen, 2006)
(M = Medianwert, MW = Mittelwert, B = Bandbreite)
| Betriebskenngröße | Einheit | Lelbach | Vergleichswert |
| Stromproduktion zu Eingangsstoffen | kWh/tinput | 251 | M: 150 |
| Eigenenergieverbrauch (Biogasanlage) | % | 7,7 | B: 3-14 r, MW: 8 |
| Stromproduktion pro m3 Biogas | kWh/m3Biogas | 2,08 | B: 1,4-2,4 |
| Methanproduktion zu Reaktorvolumen | m3CH4/(m3R×d) | 1,21 | B: 0,3-1,1; MW: 0,74 |
| Motor-Auslastungsgrad (bezogen auf 530 kW) | % | 95,1 | MW: 62,0 |
| Abbaugrad der Eingangsstoffe | % | 76,9 | MW: 61,5 |
Anmerkungen: Berechnungen und Vergleichsdaten analog den Studien „Ergebnisse des Biogas-Messprogramms“ (FNR-Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, 2005) bzw. „Biogas in Hessen“ (HMUlRV, 2006)
Beispiel: Photometrische Schnelltests
Messplatz Investkosten: < 10.000 € |
Eingabe der offline-Messwerte als Führungsgröße für Leitsystem möglich! |
Beispiel: Automatische Titratoren
Autom. Titrator(ca. 4.000 €) |
Eingabe des offline-Messwertes als Führungsgröße für Leitsystem möglich! |
MSR-Anwendungen
• Bilanzen für Energie (Strom, Wärme) und feste, flüssige und gasförmige Stoffe sind möglich.
• Automatisierung und Anlagensteuerung sind auf einem sehr hohen Niveau möglich.
• Lückenlose Dokumentation des Anlagenbetriebs (inkl. der Störungen).
• (Quasi-)kontinuierliche Überwachung wichtiger Betriebs- und Prozessparameter.
• Andere wichtige Betriebsparameter (z.B. hydraulische Verweilzeit) können automatisch kalkuliert werden.
(Zukünftige) MSR-Anwendungen
• Zahlreiche wichtige Daten für
• ein technisches, ökonomisches und ökologisches Controlling and Benchmarking,
• Entscheidungsunterstützende Systeme,
• (anlagenweite) Echtzeitsteuerung/-regelung,
• Künstliche Intelligenz-Anwendungen und
• (anlagenweite) Computermodellierung.
• „Virtuelle Kraftwerke“: virtuelle Kombination von Biogasanlagen und ggf. anderen Erneuerbaren Energien (z.B. Wind) ® Bündelung von Energieproduktionskapazitäten
Zusammenfassung und Fazit
• Der Einsatz umfangreicher Messtechnik macht aus dem „Black-Box-System“ Biogasanlage ein „Gray-Box-System“.
• Ziel: die Anlagenverfügbarkeit und den Auslastungsgrad auf einem möglichst hohen Niveau zu halten.
• Der Stand der Mess- und Prozessleittechnik erlaubt bereits heute eine high-level Automation. Es sind technisch nahezu beliebig komplexe MSR-Konzepte realisierbar.
• Messgeräte müssen gewartet und kontrolliert werden!
• Eine Analytische Qualitätssicherung der online-/offline- Messgeräte ist wichtig, besonders wenn die Messtechnik die Grundlage für Steuerungen und Regelungen ist.
• Die Betreiber von Biogasanlagen müssen entsprechend geschult bzw. für mögliche Probleme sensibilisiert werden!
Autor:
Dr.-Ing. Jürgen Wiese
GKU
Gesellschaft für kommunale Umwelttechnik mbH
Heinrichstraße 17/19
36037 Fulda
Tel.: 0661/12-408
Fax: 0661/12-409
URL: http://www.gku-fulda.de
E-Mail: juergen.wiese@uewag.de
Warum wir immer länger jung bleiben
Sozialwissenschaftler der Universität Osnabrück starten Langzeitstudie über die Generation 50plus – 200.000 Befragungen im Internet – Mitwirkung der Bevölkerung erwünscht
Dr. Utz Lederbogen, Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Osnabrück
Seit Jahrzehnten liefern die Shell-Jugendstudien eine aktuelle Sicht auf die junge Generation. Nun wendet sich Prof. Dr. Dieter Otten und sein Team von der Universität Osnabrück mit einer vergleichbaren Studie den Mitbürgern über 50 zu. Ob Lifestyle, Fitness, Aussehen, Partnerschaft, Konsum oder Freizeit: die Generation der über 50-Jährigen fühlt und gibt sich vital wie nie. Otten: „Alle versuchen, sie als Zielgruppe zu vermarkten. Wir erforschen, was sie wirklich will“. „Die 50+ Studie“ ist bundesweit die größte universitäre Online-Untersuchung dieser Generation. 200.000 Männer und Frauen werden angeschrieben und online befragt. In den kommenden Jahren wird die Studie regelmäßig wiederholt, um so Trends aufdecken zu können. Die Befragung läuft im Internet unter der Adresse: http://www.die50plusstudie.de. Otten: „Wir laden alle Menschen über 50 herzlich ein, sich auch direkt an der Studie zu beteiligen.“
Die demografischen Fakten sind unbestritten für jedermann erkennbar: Die Altersstruktur der Gesellschaft verändert sich in den meisten Industrienationen dramatisch. Die Experten sehen darin sogar einen globalen Wandel. Sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartung führen zu völlig neuen Strukturen in der Bevölkerung. Diese Statistiken sind seit vielen Jahren bekannt. Doch wie gehen die Menschen selbst damit um, wie passen sich die sozialen Systeme dem Wandel an? Wie sehen die gesellschaftspolitischen Herausforderungen aus?
Ziel der Osnabrücker Soziologen ist es, Mythen und Fakten zu trennen und durch Langzeituntersuchungen die Entwicklungen in der Generation 50+ zukünftig besser und genauer erkennen zu können. „Das Osnabrücker 50+ Panel ist so angelegt, dass es zum Standard der empirischen 50+ Forschung wird“, so der Sozialwissenschaftler. Dazu trägt auch bei, dass die Soziologen einen langfristigen Forschungspartner gewonnen haben, die KarstadtQuelle Versicherungs AG.
Der Forschungsbericht wird im Herbst im Internet (www.uni-osnabrueck.de/50+) veröffentlicht. Zur Frankfurter Buchmesse erscheint unter dem Titel „Die 50+ Studie“ das Buch zur Studie (Rowohlt-Verlag). Otten wird in diesem populären Sachbuch einen spannenden Überblick die wissenschaftliche Debatte über das Älterwerden geben und Schlussfolgerungen ziehen, die aus den Ergebnissen der Studie resultieren.
Alle Teilnehmer an der Studie haben überdies die Möglichkeit, Mitglied im „Das 50+ Netzwerk“ im Internet zu werden. „Dort können sie sich ein Profil anlegen, alte und neue Freunde finden und gemeinsam auch konkrete politische oder soziale Projekte planen“, berichten Nina Melsheimer und Wassja Weiß, die als Mitarbeiter von Prof. Otten die Studie durchführen. Die empirischen Arbeiten betreut Prof. Dr. Reiner Niketta, Lehrstuhl für empirische Sozialforschung und Statistik am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück.
____________________________________________________________________
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Dieter Otten, Nina Melsheimer
Fachbereich Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4042
Fax: +49 541 969 4600
Email: dotten@uni-osnabrueck.de
Weitere Informationen:
http://www.die50plusstudie.de
Gemeinschaftsklärwerk Verl-Sende
Vorstellung des Gemeinschaftsklärwerks Verl-Sende
|
![]() |
Organisation: |
|
| Werkleitung: | Frau Koch (kaufmännisch) |
| Herr Meißner (technisch) | |
| Betrieb: | Herr Hötte |
| Kläranlage: | Abwassermeister Herr Kaiser |
| Elektriker / Ver- und Entsorger Herr Prasse | |
| Schlosser Herr Vormbrock | |
| Ver- und Entsorger Herr Hülshorst | |
| Telefon: | 05246/8557 |
| E-Mail: | ka-verl-sende@freenet.de |
Einzugsgebiet: |
|
| Stadt Oerlinghausen: | süd-westliches Stadtgebiet |
| Stadt Bielefeld: | Ortsteile Dalbke und Heideblümchen |
| Stadt Schloß Holte-Stukenbrock: | nord-westliches Stadtgebiet |
| Gemeinde Verl: | Ortsteil Sende |
Entwicklung: |
|||
| 1966 – 1968: | Bau des Gemeinschaftsklärwerkes und Anschluss der Ortsteile der vier Kommunen über eine Sammelkanalisation | ||
| Ausbaugröße (nach Stand 1966): | 25.000 EW | ||
| Ausbaugröße (nach Stand 1986): | 10.000 EW | ||
| Aufbau der Anlage: | |||
| Abwasserbehandlung: | Bogenrechen | ||
| Rundsandfang | |||
| Zulaufpumpwerk mit 2 Schnecken | |||
| Vorklärbecken | |||
| Belebungsbecken mit 3 Kreiselbelüftern | |||
| Nachklärbecken | |||
| Ablauf | |||
| Schlammbehandlung: | Voreindicker | ||
| Faulbehälter | |||
| Nacheindicker | |||
| Schlammtrockenbeete | |||
| Gasfackel | |||
| 1986 – 1992: | Umbau und Erweiterung des Gemeinschaftsklärwerkes | ||
| Ausbaugröße (nach Stand 1992): | 30.000 EW | ||
| Ausbaugröße (nach heutigem Stand): | 30.000 EW für Parameter CSB und P |
||
| 21.500 EW für Parameter N | |||
| Aufbau der Anlage | |||
| Abwasserbehandlung: | Feinrechen mit Rechengutwäsche und -presse | ||
| belüfteter Langsandfang mit Sandklassierer | |||
| Venturimengenmessung | |||
| Zulaufpumpwerk mit 3 Schnecken | |||
| Vorklärbecken | |||
| vorgeschaltetes Denitrifikationsbecken | |||
| 2 Kombibecken / Belebungsbecken mit innenliegenden Nachklärungen | |||
| Rücklaufschlamm- und Rezirkulationspumpwerk mit jeweils 2 Schnecken | |||
| Mischbecken für Phosphatfällung | |||
| Absetzbecken | |||
| Schönungsteich | |||
| Ablaufmengenmessung | |||
| Schlammbehandlung: | 2 Voreindicker | ||
| 2 Faulbehälter | |||
| 2 Nacheindicker | |||
| Entwässerung mit Kammerfilterpresse | |||
| Schlammlagerplatz | |||
| Gasspeicher | |||
| 2 Blockheizkraftwerke | |||
| Gasfackel | |||
Daten des Betriebsjahres 2004 |
|||
| Anschlusssituation: | angeschlossene Einwohnerwerte: | 22.000 EW | |
| davon Einwohner | 16.000 E | ||
| bzw. Industrie | 6.000 EGW | ||
| Reinigungsleistung: | Abwassermenge: | 1.000.000 m³ | |
| Parameter: | Ablaufwerte gemäß Erlaubnisbescheid | erklärte Ablaufwerte gemäß §4 Abs. 5 AbwAG | erreichte Ablaufmittelwerte im Betriebsjahr 2004 |
| CSB | 45 mg/l | 32 mg/l | 24 mg/l |
| P | 1,2 mg/l | 1,2 mg/l | 0,72 mg/l |
| N | 18 mg/l | 7 mg/l | 4,9 mg/l |
| JSM | 1.289.000 m³ | 1.289.000 m³ | 1.231.732 m³ |
| Rest- bzw. Abfallstoffe: | Rechengut: | 59 t |
| Sandfanggut: | 56 t | |
| Klärschlamm: | 1.089 t | |
| Energiemengen: | Strombezug: | 430.000 kWh |
| Leistungsbezug: | 132 KW | |
| Erdgasbezug: | 339.000 kWh | |
| Faulgas: | 1.006.000 kWh | |
| BHKW (Strom): | 300.000 kWh | |
| (Wärme): | keine Messungen | |
| Hilfsstoffe: | Flockungsmittel: | 625 kg |
| Fällmittel: | 72 t Polyaluminiumsalz | |
| 96 t Eisen-III-chlorid | ||
| 162 t Kalk |
Maschinelle Ausrüstung Abwasserbehandlung |
|
| Mechanische Stufe: | |
|
1 Filterstufenrechen, Stababstand 6 mm Fa. MEWA, Baujahr 2002 |
|
1 Rechengutwäsche und -presse Fa. MEWA, Baujahr 2004 |
| 1 belüfteter Langsandfang mit Räumer Volumen 43 m³ Räumer Fa. Steinmann & Ittig, Baujahr 1992 | |
| 1 Sandklassierer Fa. Steinmann & Ittig, Baujahr 1992 | |
| Venturimengenmessung Fa. Endress & Hauser, Baujahr 1992 | |
| Zulaufpumpwerk mit 3 Schneckenpumpen • Schneckenpumpe 1, 100 l/s (Fa. Spaans, Baujahr 1968) • Schneckenpumpe 2, 160 l/s (Fa. Spaans, Baujahr 1968) • Schneckenpumpe 3, 160 l/s (Fa. Spaans, Baujahr 1992) |
|
| 1 Vorklärbecken mit Räumer Beckenvolumen 690 m³ Räumer Fa. Steinmann & Ittig, Baujahr 1992 |
|
| Biologische Stufe mit Nitrifikation / Denitrifikation: | |
| 1 Denitrifikationsbecken mit Rührwerken Beckenvolumen 900 m³ 3 Rührwerke Fa. Flygt, Baujahr 1992 |
|
| 2 Kombibecken mit Räumer
Belebung: Nachklärung: |
|
| Gebläsestation: 3 polumschaltbare Gebläse mit jeweils 50 KW Fa. RKR, Baujahr 1992 |
|
| Rücklauf- und Rezirkulationspumpwerk • Schneckenpumpe 1, 100 l/s (Fa. Spaans, Baujahr 1992) • Schneckenpumpe 2, 100 l/s (Fa. Spaans, Baujahr 1992) • Schneckenpumpe 3, 100 l/s (Fa. Spaans, Baujahr 1992) • Schneckenpumpe 4, 100 l/s (Fa. Spaans, Baujahr 1992) |
|
| Chemische Stufe für die Phosphatfällung : | |
| 1 Misch- und Flockungsbecken mit Rührwerk Beckenvolumen 175 m³ 1 Rührwerk Fa. Flygt, Baujahr 1992 |
|
| 1 Absetzbecken mit Räumer Beckenvolumen 900 m³ Räumer Fa. Steinmann & Ittig, Baujahr 1992 |
|
|
Fällmitteldosierstation 2 Lagertanks, Volumen 20 m³, Baujahr 1992 2 Dosierpumpen, Fa. Grundfos Baujahr 2000 |
| Schlammpumpwerk mit Excenterschneckenpumpen 2 Schneckenpumpen Fa. Allweiler, Baujahr 1992 |
|
| Ablauf | |
| Schönungsteich mit Rechen Teichvolumen 6.000 m³, Baujahr 1992 Rechen Fa. , Baujahr 1992 |
|
| Ablaufmengenmessung 2 MID Fa. Krohne, Baujahr 1992 / 1999 |
|
Maschinelle Ausrüstung Schlammbehandlung |
|
| Primärschlammpumpwerk 2 Excenterschneckenpumpen, Fa. Allweiler, Baujahr 1992 |
|
| Voreindickung 1 Voreindicker Volumen 57 m³, Baujahr 1968 1 Voreindicker Volumen 134 m³, Baujahr 1992 |
|
|
Faulung 1 Faulbehälter Volumen 1.000 m³, Baujahr 1968 1 Faulbehälter Volumen 600 m³, Baujahr 1992 |
| Eindickung 1 Nacheindicker Volumen 293 m³, Baujahr 1992 1 Nacheindicker Volumen 382 m³, Baujahr 1992 |
|
| Entwässerung Kammerfilterpresse, Fa. Passavant, Baujahr 1992 86 Platten á 120cm x120 cm 1 Konditionierungsbecken, Volumen 30 m³ 1 Filtratspeicherbecken, Volumen 80 m³ 1 Kalksilo, Volumen m³ 2 Lagertanks für Fe³-CL, Volumen 20 m³ |
|
| Schlammlagerplatz Lagerkapazität 700 t, Baujahr 1992 |
|
Maschinelle Ausrüstung Faulgasbehandlung |
|
|
Niederdruckgasspeicher Fa. Schreiber, Volumen 400 m³, Baujahr 1992 |
|
BHKW-Anlage Fa. Kuntschar & Schlüter 2 BHKW-Module, Baujahr 2004 Leistung jeweils 55 kW elektrisch Leistung jeweils 108 kW thermisch |
| Heizungsanlage Fa. Buderus, thermische Leistung 100 kW Baujahr 1992 |
|
|
Gasfackel Fa. Schreiber, Baujahr 1992 |
Bereitstellung der Daten und Bilder durch Hr. Harry Kaiser.
Am 1. April öffnet die Analytica und Analytica Conference – Nano- und Bioanalytik herausragend vertreten
Zur weltgrößten Fachmesse für Analytik und Labortechnik in der Chemie, Biochemie, Lebensmittelchemie, Klinischen Chemie und den Life Sciences wird in diesem Jahr in München mit 30.000 Fachbesuchern gerechnet. Die Messegäste erwartet jedoch nicht nur eine interessante Firmenausstellung mit den neuesten Entwicklungen für analytische Labors, sondern auch der bedeutendste Analytiker-Kongress Europas, die Analytica Conference, die an den ersten drei Messetagen vom 1. bis 3. April stattfindet. Von der Analytik in der Materialforschung, beispielsweise für moderne Brennstoffzellen oder Batterien, über neue Sensoren bis zur Aufklärung zellbiologischer Vorgänge reicht das Spektrum der Themen. Drei wissenschaftliche Gesellschaften, die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und die Deutsche Vereinte Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL), zeichnen für das Programm verantwortlich.
Highlights der Konferenz sind die sechs Plenarvorträge, zwei davon werden von den Preisträgern des neu geschaffenen Analytica Forschungspreises gehalten, der von der Firma Roche gestiftet und von der GBM verliehen wird. Die Preisträger werden zur Analytica bekannt gegeben.
Ein weiterer Plenarvortrag befasst sich mit einem Schwerpunktthema der Konferenz, mit der Nanoanalytik. Professor Dr. Harald Fuchs, Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Münster, Mitbegründer sowie wissenschaftlicher Leiter des Center of Nanotechnology (CeNTech) in Münster sowie Mitglied des Instituts für Nanotechnologie (INT) am Forschungszentrum Karlsruhe, gilt als einer der führenden Nanowissenschaftler Europas. Der mehrfach Ausgezeichnete erhielt bereits 1994 den hochdotierten Philip-Morris-Forschungspreis für seine Arbeiten zur Nanotechnologie. Über 300 wissenschaftliche Beiträge haben Fuchs und seine Mitarbeiter bereits veröffentlicht und ihre Arbeiten in rund 500 Vorträgen auf Tagungen vorgestellt. Die anwendungsrelevanten Arbeiten wurden durch über 30 Patentanmeldungen geschützt. Auf der Analytica Conference wird er über seine Materialuntersuchungen auf atomarer Ebene sprechen, die er u.a. mit der Rasterkraft- und der Rasterelektronenmikroskopie durchführt. Er untersucht vor allem dünne organische Schichten und biologische Materialien. Aus diesen Untersuchungen ergeben sich entscheidende Informationen über die Struktur-Eigenschaftsbeziehungen organisch/anorganischer Grenzflächen, die für die Praxis von großer Bedeutung sind, um beispielsweise die Haftungseigenschaften unterschiedlicher Materialien oder die Stabilität von molekularen Schichten auf Oberflächen besser zu verstehen. Darüber hinaus wird die Analytik weiter entwickelt beispielsweise auch für neue optimierte nanoanalytische Messmethoden für die Nanomedizin, in der die Nanotechnologie neue Therapie- und Diagnoseverfahren ermöglichen soll.
Mit der der Kopplung von modernen, hochselektiven massenspektrometrischen Analyseverfahren und der Nutzung für die Systembiologie und Medizin befasst sich Professor Dr. Jan van der Greef in seinem Plenarvortrag auf der Analytica Conference. Den Chemiker van der Greef, Professor für Analytische Biowissenschaften an der Universität Leiden und Direktor der Abteilung Systembiologie, TNO Pharma, Zeist, Niederlande, fasziniert der Rhythmus des Lebens von der zellulären Ebene bis hin zum gesamten Organismus. Sein wichtigstes Forschungsthema ist daher, den komplexen und dynamischen Ablauf der Lebensvorgänge mit analytischen Methoden (Massenspektrometrie) und mit Hilfe der Bioinformatik zu untersuchen. Man nennt diese wissenschaftliche Disziplin Systembiologie. Seine Forschungsergebnisse sind für die Medizin und Biopharmazie von großem Nutzen, kann er doch auf der Ebene der Gene, Proteine und Stoffwechselprodukte Unterschiede bei gesunden und kranken Menschen erkennen. Umgesetzt werden seine Forschungsergebnisse beispielsweise in den Startup-Unternehmen SU BioMedicine, BG Medicine und Kiadis, deren Mitbegründer er war. Van der Greef wurde wegen seiner richtungsweisenden Arbeiten, über die er in über 300 wissenschaftlichen Publikationen und in mehr als 200 Vorträgen berichtet hat, mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Ehrendoktorwürde der Universität Ghent, mit einer Honorarprofessur von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und mit dem Scheele-Preis der Schwedischen Akademie für Pharmazeutische Wissenschaften.
Professor Dr. Ryszard Lobinski, der sich an der Technischen Universität Warschau habilitierte, wurde nach Stationen am Institut für Spektroskopie und Angewandte Spektrometrie (ISAS) in Dortmund und an der Universität Antwerpen Forscher beim Centre National de la Recherche Scientifique. Am CNRS in Pau leitet er als Forschungsdirektor die Gruppe für Bioanorganische Analytische Chemie. Außerdem lehrt er Analytische Chemie an der TU Warschau, ist Co-Direktor der UltraTrace Analyses Aquitaine, ein Startup-Unternehmen an der Universität Pau, und Vorsitzender der IUPAC-Kommission für Mikro- und Spurenanalyse. Mit seinem Plenarvortrag über seine Arbeiten zur Spurenelementanalyse und zur chemischen Bindungsform (Spezies) dieser Elemente in den Life-Sciences stellt er in München die neuesten Fortschritte bei der Kopplung von chromatographischen und elektrophoretischen Trennverfahren mit der Element- und Molekularmassenspektrometrie vor und spricht über die neuesten Entwicklungen auf den Gebieten der Metalloproteomics, Metallometabolomics und Metallomics – so nennt man die wissenschaftlichen Disziplinen, die der Bestimmung von Metallionenenkonzentrationen und Metallspezies in Proteinen, Stoffwechselprodukten und in der Zelle zu Grunde liegen.
Der von der DGKL eingeladene Plenarvortragende ist Professor Dr. Carl Borrebaeck, Vorsitzender der Abteilung Immuntechnologie der Universität Lund in Schweden. Er ist nicht nur Mitglied der Königlichen Akademie der Ingenieurwissenschaften sowie verschiedener wissenschaftlicher Gremien, sondern auch Mitbegründer der BioInvent International AB und der Alligator Bioscience AB. Sein wissenschaftliches Interesse gilt hauptsächlich der Immuntherapie von Krebserkrankungen. Seine über 250 Beiträge in internationalen Zeitschriften befassen sich vorwiegend mit humanen rekombinanten Antikörpern sowie mit der Funktion von B-Lymphozyten im normalen und erkrankten Immunsystem. Borrebaeck faszinierte schon früh, dass Leben durch leblose Moleküle ermöglicht wird. Und so begann er mit Studien über die molekularen Mechanismen des Immunsystems. Sein Wissen versucht er nun für die Biomedizin zu nutzen – für neue Medikamente und in der Krankheitsvorsorge. In seinem Plenarvortrag „Affinitäts-basierte Protein Chips: diagnostische Anwendungen in der Onkologie“ wird er sich auf diagnostische Einsatzmöglichkeiten dieser neuen Technologie konzentrieren.
Aktuelles Programm zur Analytica Conference unter www.gdch.de/analytica2008 .
Pressemitteilung
Dr. Renate Hoer, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
04.03.2008
Ansprechpartner für die Presse:
Analytica Conference
Dr. Renater Hoer
Gesellschaft Deutscher Chemiker
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 069/7917-493
E-Mail: r.hoer@gdch.de
Analytica
Ellen Richter-Maierhofer
Pressereferat analytica
Tel.: 089/949-20650
E-Mail: ellen.richter-maierhofer@messe-muenchen.de
12. Internationaler Papierschiff Wettbewerb
Universität Rostock sucht wieder Schiffe aus Papier
Neun Gummibärchen tragen mehr als 19 Pakete Butter?
Zum 12. Mal veranstaltet die Universität Rostock den Internationalen Papierschiff Wettbewerb. Es werden wieder Schiffe gesucht, die nur aus Papier gebaut sind und möglichst viele Bleikugeln tragen können. „Wir sind gespannt, ob dieses Jahr der bestehende Weltrekord mit einer Zuladung von über 4750 Gramm bei einem Eigengewicht des Schiffchens von nur zehn Gramm überboten werden kann“, so Prof. Robert Bronsart, der Initiator des Wettbewerbes, „diese Zuladung entspricht beinahe fünf Literpackungen Milch oder mehr als 19 Paketen Butter, getragen von einem Schiff, das selbst nur so viel wiegt wie neun Gummibärchen!“
Die Teilnahmebedingungen sind wieder ganz einfach, jeder kann mitmachen und sein Schiffchen bis zum 4. April an die Veranstalter schicken. Der Wettbewerb findet wieder im Rahmen der „Langen Nacht der Wissenschaften“ der Universität Rostock am 24. April in der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik in der Albert-Einstein-Straße statt. Bereits ab 16:00 Uhr sind alle Konstrukteure und Interessierte herzlich eingeladen um mitzuerleben, wie viel das eigene Schiffchen und die der anderen Teilnehmer tragen kann bevor es versenkt wird. Papierschiffe und Wissenschaft, wie passt das zusammen mag man sich fragen, Prof. Bronsart: „Wenn man sieht, mit wie viel Einsatz sich gerade die vielen teilnehmenden Schüler mit dem Thema beschäftigen, kann man durchaus von Wissenschaft sprechen“ und ergänzt schmunzelnd: „der Beitrag aus der Sendung mit der Maus über den Wettbewerb ist hervorragend geeignet, unseren Studierenden das Problem mit dem Schwimmen und dem Untergehen zu erklären“.
Zunächst gilt es aber wieder, sich eine raffinierte Konstruktion auszudenken und diese unter Beachtung der sehr einfachen Teilnahmebedingungen zu bauen.
Viele Unternehmen der Schiffbauindustrie, die händeringend qualifizierte Schiff-bauingenieure suchen, unterstützen diesen Wettbewerb um damit bei den Teilneh-mern das Interesse an der faszinierenden Schiffstechnik zu befördern. Damit wird es wieder möglich sein, in mehreren Kategorien Preise gewinnen zu können. Der Gewinner erhält mindestens 500 €, wenn ein neuer Weltrekord aufgestellt wird, gibt es zusätzlich noch einmal 500 €!
Wer mehr wissen möchte, findet alles weitere und dazu noch interessante Informa-tionen zu den Wettbewerben der letzten Jahre unter: www.paperboat.de. Fragen können gerne an paperboat@uni-rostock.de gerichtet werden.
Ansprechpartner:
Kersten Ziesemer
Tel.: 0381 498 9276
FAX: 0381 498 9272
kersten.ziesemer@uni-rostock.de
Pressemitteilung
Ingrid Rieck, Presse- und Kommunikationsstelle
Universität Rostock


















Autom. Titrator(ca. 4.000 €)


