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Meldungen von den Kläranlagen aus der Schweiz 2013

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Dezember 2013
Basel Paukenschlag zum Auftakt 
Aviron Einsatz von Ferrat und Ozon zur Behandlung kommunalen Abwassers im Pilotmassstab
Schönau Schaumbildung auf der Lorze
Zürich Tag der offenen Türen vom 28./29.9.2013 
Basel Kläranlage muss aufrüsten 
Windisch ARA Windisch: Biofiltrationsanlagen in sensitiver Umgebung – WABAG Schweiz 
Oktober 2013
Bern Die neue Biogasaufbereitungsanlage ist seit 21. August 2013 in Betrieb  
Herisau ARA als Pionier 
September 2013
Bern arabern präsentiert ihre neue Biogasanlage  
August 2013
Bern Terminankündigung 
Mellingen Sanfte Biotopsanierung 
Bern Inbetriebnahme Biogasaufbereitungsanlage  
Mai 2013
Zürich Abwasserreinigung Kloten – Tag der offenen Türen 
Grenchen Eine der 24 besten ARA 
ARA Neugut Trügerisch klares Wasser 

Basel: Paukenschlag zum Auftakt

Die Wogen haben sich noch nicht geglättet: Wer gedacht hatte, dass in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit BASF über die Ergänzungsvereinbarung zur Kostenanpassung der Kläranlage diskutiert werden würde, der sah sich getäuscht. Mit einem Paukenschlag in Form eines Antrages zur Geschäftsordnung gab die CDU-Fraktion die strategische Richtung vor: Man wolle runter vom Giftmüll der Kläranlage und dieses Ziel dadurch erreichen, dass BASF den Vertrag mit der Gemeinde kündigt. Anschließend blieben fünf Jahre um eine neue Lösung zu finden: Anschluss nach Basel oder…mehr:

http://www.badische-zeitung.de/grenzach-wyhlen/streiflicht-paukenschlag-zum-auftakt–77735443.html

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Aviron (Schweiz): Einsatz von Ferrat und Ozon zur Behandlung kommunalen Abwassers im Pilotmassstab

Schlussbericht zu den Pilotversuchen an der ARA Aviron in Vevey
Mehr:

http://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/SB_Ferrat-O3.pdf

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Schönau /Schweiz: Schaumbildung auf der Lorze

Unterhalb der Kläranlage Schönau in Friesencham konnte in den letzten Tagen auf der Lorze eine Schaumbildung beobachtet werden. Die Ursache liegt nach ersten Erkenntnissen bei einer Substanz, die in der Kläranlage nicht oder nur schlecht abbaubar ist. Die Kläranlage Schönau leitet ihr gereinigtes Abwasser im Bereich Hagendorn bei Cham in die Lorze ein. Dabei kam es in letzter Zeit gelegentlich zu einer Schaumbildung. Dieser Zustand war auf der Lorze gut sichtbar, verschwand jedoch nach kurzer Zeit jeweils wieder vollständig. Die Ursache konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich dabei nicht um ein kläranlageninternes Problem, sondern um ein nicht oder nur schlecht abbaubares Waschmittel. Diese Substanz wird sporadisch in grösseren Mengen von einem noch unbekannten Verursacher in die Schmutzwasserkanalisation eingeleitet. Aktuell wird mittels Laboruntersuchungen die Zusammensetzung der schaumbildenden Substanz untersucht. Aufgrund der ersten Resultate kann derzeit davon ausgegangen werden, dass die Auswirkungen auf die Umwelt minimal sind. Es liegen zudem keine Schadensmeldungen vor. Des Weitern wird im Kanalisationsnetz die Herkunft der Substanz ermittelt. In Absprache mit dem Amt für Umweltschutz bitten wir die Bevölkerung, bei Meldungen über Schaum auf der Lorze direkt mit dem Gewässerschutzverband der Region Zugersee‐Küssnachtersee‐Ägerisee (GVRZ) Kontakt aufzunehmen (Kläranlage Schönau, Tel. 041 784 11 55).

Medienmitteilung http://www.gvrz.ch/media/131127_Medienmitteilung_Schaum%20auf%20Lorze.pdf

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ZÜRICH: Tag der offenen Türen vom 28./29.9.2013

Am Samstag 28. und Sonntag 29. September feierte die Kläranlage ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem Wochenende der offenen Türen.
Über 350 Personen haben sich diesen speziellen Anlass nicht entgehen lassen.

http://www.klaeranlage.ch/?page=2&newsDetail=2422&archive=&focusElement=350&frame=1

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Basel: Kläranlage muss aufrüsten

Niederschläge treiben Abwassermenge nach oben / Mehr als 1500 Amphibien aus Anlage gerettet.

Die gereinigten Abwässer, die die von Pro-Rheno betriebene Basler Abwasserreinigungsanlage (ARA) 2012 in den Rhein eingeleitet hat, waren überwiegend von guter Qualität. Das geht aus dem vergangene Woche vorgelegten Jahresbericht des Unternehmens hervor. Gleichwohl hat die Kläranlage Handlungsbedarf, und zwar vor allem, weil Basel eine der wenigen Großkläranlagen am Rhein ist, die noch keine Reinigungsstufe zur Stickstoffreduktion hat. Mehr:

http://www.badische-zeitung.de/basel/basler-klaeranlage-muss-aufruesten–75932872.html

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ARA Windisch: Biofiltrationsanlagen in sensitiver Umgebung – WABAG Schweiz

Vor kurzem hat WABAG Schweiz zwei neue Aufträge für das Biofiltrationsverfahren BIOPUR® erhalten. Beide Projektstandorte befinden sich in einer sensitiven Umgebung – im Schweizer Windisch in einem Naturschutzgebiet und im Tourismusort Llanes in Spanien nahe einer Badebucht, in den Felsen gebaut. Die Projekte sind insgesamt sehr verschieden und zeigen die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologie.

Biofiltration ARA Windisch, Schweiz
Die heute bestehende ARA Windisch des Abwasserverbandes Kläranlage Brugg-Windisch wurde in den 60er Jahren gebaut. Damals für 30’000 Einwohnerwerte und den Abbau organischer Verbindungen konzipiert, wurde diese Ausbaugröße mit den Jahren deutlich überschritten und auch die Reinigungsleistung entspricht nicht mehr den aktuellen Standards. Insbesondere fehlt eine Stickstoffelimination. Im Rahmen einer Nutzwertanalyse wurde entschieden, den Ausbau der Kläranlage für 90’000 Einwohnerwerte mittels einer Biofiltration zu realisieren. Im folgenden Submissionsverfahren hat WABAG mit dem erprobten BIOPUR®-Verfahren den Zuschlag erhalten.
Das flexible und kompakte Biofiltrationsverfahren ist eine optimale Lösung für den Ausbau von Anlagen und gerade beim Standort in Windisch, im Schutzgebiet der Zusammenflüsse der drei großen Schweizer Flüsse Aare-Reuss-Limmat, war ein kompakter Bau von großer Wichtigkeit.
Aufgrund der geforderten Stickstoffelimination kommt das Biofiltrationsverfahren BIOPUR® in zweistufiger Ausführung mit vorgeschalteter Denitrifikation zum Einsatz. Zusätzlich ist die Anlage vorausschauend für einen sehr einfachen, späteren Ausbau zur Elimination von Mikroverunreinigungen mittels Pulveraktivkohle oder Ozon zusammen mit einer tertiären Filtrationsstufe konzipiert.
Der Lieferumfang von WABAG umfasst die gesamte elektromechanische Ausrüstung der Biofiltration mit einem Auftragswert von knapp 3,5 Mio. EUR. Die Inbetriebnahme ist für 2015 vorgesehen.

http://www.wabag.com/de/wabagmedia/wabag-schweiz-biofiltrationsanlagen-in-sensitiver-umgebung/

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BERN: Die neue Biogasaufbereitungsanlage ist seit 21. August 2013 in Betrieb

Die gesamte produzierte Biogasmenge wird mit der neuen Anlage auf Erdgasqualität (Biomethan) aufbereitet und ins Erdgasnetz von ewb eingespeist

http://www.arabern.ch/aktuelles/news/news-einzelansicht/article/die-neue-biogasaufbereitungsanlage-ist-seit-21-august-2013-in-betrieb.html

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Herisau: ARA als Pionier

Am Freitag, 16. August, wurde mit dem Bau einer neuen Reinigungsstufe in der
ARA Bachwis in Herisau begonnen. Für 4,7 Mio. Franken wird in den nächsten
anderthalb Jahren eine schweizweit pionierhafte Reinigungsstufe erstellt, die auch
Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser entfernen kann. Unter
Mikroverunreinigungen versteht man kleinste Stoffteilchen, die bei unserem
täglichen Gebrauch von Körperpflege- und Reinigungsmitteln ins Abwasser
gelangen. In Herisau führen zudem Medikamentenrückstande aus Kliniken und
Spitälern sowie chemische Verbindungen aus der Textilindustrie zu einer
zusätzlichen Belastung durch die unerwünschten Kleinststoffe. Diese lassen sich am
besten mit Pulver-Aktivkohle (PAK) aus dem Abwasser entfernen.
Nach Jahren aufwändiger Planungs- und Vorbereitungsarbeiten ist nun die
Realisierung der neuen Reinigungsstufe in Angriff genommen worden. Bis zum
Winter wird die Baugrube erstellt. Danach erfolgt der Bau der Klärbecken und der
technischen Räume. Die maschinelle und elektrotechnische Ausrüstung des
Rohbaues ist im Laufe des kommenden Jahres vorgesehen.
Als Folge davon wird künftig das Wasser der Glatt auch weniger Verfärbungen und
Schaum aufweisen, was sich ebenfalls positiv auf die Qualität der Flüsse Thur und
Rhein auswirkt. An den Gesamtkosten beteiligen sich neben der Gemeinde mit 1,75
Mio. Franken der Kanton und die Industrie. „In der Schweiz wird Pulveraktivkohle
zwar seit Jahren in der Trinkwasseraufbereitung eingesetzt, aber Herisau ist die erste
Anlage, die im Abwasserbereich realisiert wird“, sagte Gemeinderätin Regula
Ammann-Höhener an der Medienkonferenz. „Herisau ist also Pionier und
Wegbereiter.“

Kontakt: Regula Ammann-Höhener, Ressortchefin Tiefbau/Umweltschutz
Regula.Ammann@herisau.ar.ch

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BERN: arabern präsentiert ihre neue Biogasanlage

Seit diesem Sommer ist auf dem Gelände der arabern eine neue Biogasanlage in Betrieb. Am Donnerstag, 5. September, konnten interessierte Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort einen Augenschein der neuen Anlage nehmen.
Die neue Biogasanlage ist das zweite von drei Erneuerungsvorhaben, die nun abgeschlossen sind. Ebenfalls im Rohbau fertig gebaut ist die Rücklaufbehandlungsanlage. Zurzeit wird das alte Dienstgebäude rückgebaut, damit anschliessend der Neubau für die Schlammbehandlungsanlage in Angriff genommen werden kann. Der Baubeginn für dieses letzte Vorhaben der laufenden Erneuerungsetappe ist im kommenden Herbst geplant. Die Etappe dauert – inklusive Bau der Schlammbehandlungsanlage – noch bis Dezember 2014.

Stichwort «Rücklaufbhandlung»
Im Verlauf der Abwasserbehandlung fällt ammoniumhaltiges Abwasser an. In der Rücklaufbehandlung wird dieses Wasser durch biochemische Nitrifikation und Denitrifikation vom Ammonium gereinigt.

Stichwort «Schlammbehandlungsanlage»
Die neue Schlammbehandlungsanlage nutzt Fernwärme aus der Energiezentrale Forsthaus, um den Klär-schlamm zu trocknen. Daraus entsteht hochwertiger, CO2-neutraler Festbrennstoff, der beispielsweise in der Zementindustrie Verwendung findet.

http://www.arabern.ch/uploads/media/Arabern_Flyer_Besichtigung_Biogasanlage_05.09.2013.pdf

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BERN: Terminankündigung

Am Donnerstag, 5. September 2013 (ab 17.00h) stehen das Gelände der ara-bern und die neue Biogasaufbereitungsanlage für die interessierte Anwohnerschaft zur Besichtigung offen. Mit anschliessendem Imbiss und…mehr unter:

http://www.arabern.ch/uploads/media/Flyer_Inbetriebnahme_Biogasaufbereitungsanlage.pdf

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Mellingen/Schweiz: Sanfte Biotopsanierung

Das alte Biotop aus den 70 Jahren ist am zuwachsen. Damit neuer Lebensraum entsteht, muss teilweise das Schilf und die Ablagerungen am Boden entfernt werden. Nur so ist es möglich genügend Freiraum zu schaffen, damit Frösche, Kröten, verschiedene Molcharten und Ringelnattern sich fortpflanzen können. Mit diesem Beitrag können wir die Artenvielfalt erhalten.

http://www.ara-mellingen.ch/cms/front_content.php?idcat=8&idart=106

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BERN: Inbetriebnahme Biogasaufbereitungsanlage

Ende März wurden die Installationsarbeiten für die neue Biogasaufbe-reitungsanlage der arabern abgeschlossen. Vor der endgültigen In-betriebnahme der Anlage stehen letzte Vorbereitungsarbeiten an der Dampfleitung zur Energiezentrale Forsthaus an. Dieses sogenannte «Durchspülen» verursacht Dampfwolken und teilweise Lärm.

Stichwort «Biogasaufbereitungsanlage»
In der arabern fallen pro Jahr rund 275‘000 Tonnen Biomasse an. Die neue Biogas-aufbereitungsanlage stellt daraus CO2-neutrales Biomethan her. Jährlich wird so eine Energiemenge von 45 GWh produziert. Als Treibstoff genutzt entspricht dies 20‘000 Litern Diesel pro Tag.
Stichwort «Rücklaufbehandlung»
Im Verlauf der Abwasserbehandlung fällt ammoniumhaltiges Abwasser an. In der Rücklaufbehandlung wird dieses Wasser durch bio-chemische Nitrifikation und Denitrifikation vom Ammonium gereinigt.

Stichwort «Schlammbehandlungsanlage»
Die neue Schlammbehandlungsanlage nutzt Fernwärme aus der Energiezentrale Forsthaus, um den Klärschlamm zu trocknen. Daraus entsteht hochwertiger, CO2-neutraler Festbrennstoff, der beispielsweise in der Zementindustrie Verwendung findet.
Die Abschlussarbeiten für die Inbetriebnahme der Biogasaufbereitungsanlage finden zwischen 27. Mai und 3. Juni statt. Als letzter Schritt vor der endgültigen Inbetriebnahme wird die Dampfleitung zwischen der Energiezentrale Forsthaus und der arabern «durchgespült» (dabei wird Dampf im Gelände der arabern aus der neuen Leitung abgeblasen). Dieser Prozess verursacht Dampfwolken und ist teilweise mit Lärm verbunden. Die arabern bittet die Anwohnerschaft um Verständnis.
Mit der Inbetriebnahme der Biogasaufbereitungsanlage ist ein erster Meilenstein bei der laufenden Erneuerung der arabern-Anlagen erreicht. Bis Dezember 2013 laufen noch die Arbeiten an der Rücklaufbehandlungsanlage. Ab Sommer 2013 ist der Baubeginn der Schlammbehandlungsanlage vorgesehen. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für Dezember 2014 vorgesehen.
I
Weitere Auskünfte: Beat Ammann, Direktor der arabern (Tel. 031 300 52 52)

http://www.arabern.ch/uploads/media/Flyer_Inbetriebnahme_Biogasaufbereitungsanlage.pdf

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ZÜRICH: Abwasserreinigung Kloten – Tag der offenen Türen

Am Samstag 28. und Sonntag 29. Sepember feiert die Kläranlage ihr 50-jähriges Jubiläum.
Aus diesem Anlass ist die Bevölkerung herzlich zu einem Besuch auf der Kläranlage eingeladen.

Details zum Anlass folgen in Kürze.
Reservieren Sie sich doch schon das Datum!

Mehr:
http://www.klaeranlage.ch/?page=2&newsDetail=2422&archive=&focusElement=350&frame=1

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Grenchen: Eine der 24 besten ARA

Die Kläranlage Regio Grenchen ist unter den 800 Schweizer Kläranlagen mit der
«Wdaille d’eau» ausgezeichnet worden. Das Spezielle: Die 100-prozentige Stromeigenversorgung.
Auf dem Areal der Abwasserreinigungsanlage
Regio Grenchen riecht es teilweise
streng. Der Duft von faulem
Schlamm und Abwasser steigt einem
vor allem in den Toilettenräumen stark
in die Nase. «Das sind aber nicht immer
wir», sagt …mehr:.

http://www.vsa.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Aktuelles/Medien/20130313_BielerTagblatt.pdf

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ARA Neugut: Trügerisch klares Wasser

In den Schweizer Flüssen und Seen sieht man bis auf den Grund, so klar sind sie. Doch im klaren Wasser treiben unsichtbar – Rückstände von Hormonen, von Antibiotika oder von Flammschutzmitteln. Solche sogenannte Spurenstoffe werden für unsere Gewässer zunehmend zum Problem.
Am 16. März wurde im Wissenschaftsmagazin von SRF2 ein Beitrag zur Ozonung auf der ARA Neugut in Dübendorf ausgestrahlt. Der Beitrag kann unter dem Titel „Trügerisch klares Wasser“ abgerufen werden
Hören unter:

http://www.srf.ch/sendungen/wissenschaftsmagazin/jenseits-des-galaktischen-staubs

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Nanosilber aus Konsumprodukten landet kaum in Gewässern

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Nanosilber im Abwasser kann stark umweltschädlich wirken, wenn es in metallischer Form vorliegt. Eine im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms „Chancen und Risiken der Nanomaterialien“ (NFP 64) der Schweiz durchgeführte Studie zeigt nun erstmals, dass Nanosilber auf dem Weg zur Kläranlage rasch in weniger problematische Formen (Silbersulfid) umgewandelt wird. Zudem wird es effizient (95 %) im Klärschlamm zurückgehalten. Was mit dem Nanosilber im Klärschlamm weiter passiert, war nicht Teil der Studie. In der Schweiz ist die Ausbringung des Klärschlamms auf landwirtschaftlich genutzte Flächen nicht erlaubt. Zum Einsatz kommen die Nanosilber-Partikel zum Beispiel in Kosmetika, Lebensmittelverpackungen und Desinfektions- und Reinigungsmitteln. Verbreitet sind auch antibakterielle Socken und Funktionskleidung, in deren Textilien Nanosilber eingearbeitet ist. Der weltweite Verbrauch von Nanosilber wird auf über 300 Tonnen pro Jahr geschätzt – ein beträchtlicher Teil davon gelangt über das Abwasser in den Wasserkreislauf.

Die Studie ist als pdf-Datei beim Schweizerischen Nationalfonds erhältlich:
com@snf.ch

Veröffentlichung in Water Research:
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0043135413001826

Quelle:
http://www.gfa-news.de/gfa/webcode/20130419_002/Nanosilber%20aus%20Konsumprodukten%20landet%20kaum%20in%20Gew%C3%A4ssern

Machen Kläranlagen glücklich?

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Erkenntnisse aus 10 Jahren grenzüberschreitender Infrastrukturfors

Wie sehen Infrastrukturen aus, die aus dem demografischen Wandel, dem Wirtschaftsstrukturwandel und dem Klimawandel das Optimum für die Zukunft herausholen? Das neu erschienene Buch „Machen Kläranlagen glücklich“ des inter 3 Instituts für Ressourcenmanagement trägt zu diesen Problemstellungen in Deutschland und dem Mittleren Osten Lösungskonzepte aus 10 Jahren grenzüberschreitender Infrastrukturforschung zusammen.
Die Herausgeber stellen Erfahrungen und Erkenntnisse aus über 50 inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten zur Diskussion, die an der Schnittstelle zwischen Technik und Gesellschaft, Unternehmen und Wirtschaft, Personalstrategien und Ressourcenströmen gewonnen wurden.

Sektorübergreifende Infrastrukturen und neue Wertschöpfungsketten

Grenzüberschreitende Infrastrukturforschung im Bereich Unternehmen und Wirtschaft bedeutet, unternehmerisch zu denken und trotzdem das Gemeinwohl nicht zu vergessen, unterschiedliche Branchen und Sektoren zusammenzubringen, das Potenzial von Sekundärressourcen zu erkennen und auch Produkt- und Verfahrensdesigns zu überdenken. Die Rollen von Produzenten, Prosumenten und Konsumenten in Wirtschaftsprozessen werden analysiert und neu entwickelt, in der Personalentwicklung wird (kulturelle) Diversität angestrebt. Strukturen zur staatlichen Regulierung und privaten Steuerung werden hinterfragt.

Integrative Technikentwicklungsprozesse und Innovation

Klimawandel, Wirtschaftsstrukturwandel sowie die Endlichkeit fossiler Rohstoff- und Energiequellen stellen Gesellschaften verschiedener Regionen vor ernstzunehmende technologische Herausforderungen. Grenzüberschreitende Infrastrukturforschung befähigt dazu, für diese Herausforderungen passgenaue Technologieentwicklungen zu erkennen und zu implementieren. Sie evaluiert vor dem Hintergrund sich wandelnder Rahmenbedingungen aber auch die Zweckmäßigkeit des technologischen Status Quo immer wieder aufs Neue, um ihn den veränderten Anforderungen anzupassen. Ihr Anspruch ist es, Technikentwickler und Techniknutzer gemeinsam in den Entwicklungsprozess zu integrieren und bei Modularisierung und Flexibilisierung der Technik deren Einpassung in übergeordnete Systeme nicht zu vernachlässigen.

Infrastrukturen in gesellschaftspolitischen Spannungsverhältnissen

Das spannungsreiche Verhältnis von Politik und Gesellschaft bei der Einführung, Bereitstellung und Erhaltung spezifischer Infrastrukturen erfordert, die Vorstellungen von einem guten Leben immer wieder neu zu justieren und Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zur zielorientierten Auseinandersetzung zu verhelfen. Grenzüberschreitende Infrastrukturforschung bildet Konflikte im Akzeptanz-Radar und mittels Konstellationsanalysen ab. Dabei bezieht sie eine Vielzahl von Ideen, Perspektiven und Interessen im Rahmen einer zielorientierten Auseinandersetzung in den Lösungsprozess mit ein – ohne reale Machtverhältnisse dabei aus den Augen zu verlieren.

Das Buch kann zum Preis von 16,80 Euro unter buch@inter3.de bestellt werden.

Literaturhinweis
Susanne Schön, Shahrooz Mohajeri, Meinolf Dierkes (Hg.)(2013):
Machen Kläranlagen glücklich? Ein Panorama grenzüberschreitender Infrastrukturforschung.
128 Seiten. 16,80 EUR.
ISBN: 978-3-00-041528-9. 1. Auflage.
Berlin: inter 3 Institut für Ressourcenmanagement 2013

 

 

Kläranlage Peißenberg: Verbesserungen – es hat sich gelohnt

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Die zum Teil sehr strengen Winter in unserer Gegend führten dazu, dass die Räumer des Sandfangs oder des Nachklärbeckens öfters ausfielen. Gegenmaßnahmen wie Enteisungsmittel, Quarzsand, Heißluftgebläse vor dem Antriebsrad oder mitlaufende Besen brachten keinen dauerhaften Erfolg. Es war ein ständiger Kampf, das Ausfallen der Räumer zu verhindern, bis wir vor einigen Jahren auf die Technik mit dem Zahnstangenantrieb stießen. Die robuste Ausführung der Zahnräder machte auf uns einen sehr zuverlässigen Eindruck. Mit diesem Antrieb erhofften wir uns, das Winterproblem in den Griff zu bekommen (Funktionsprinzip einer Zahnradbahn, und die fährt ja auch im Winter). Seit dem Einbau der Zahnstangenantriebe bei der Räumerbrücke des Sandfangs und des Nachklärbeckens sind nunmehr rund sechs Jahre vergangen, sodass wir über gesicherte Betriebserfahrungen berichten können.

Prinzip
Beim Längsräumer werden auf den Beckenkronen zwei Laufschienen (ähnlich Eisenbahnschienen) und zwei Zahnschienen montiert. Die Räumerbrücke liegt auf der einen Seite…den ganzen Artikel finden Sie unter:

http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={42c2b8f2-f058-483f-a8e1-4ca29c31774d}

Autor
Stefan Sedlmeir,
Abwassermeister Gemeindewerke Peißenberg
Hauptstraße 77,
82380 Peißenberg,
Deutschland
Tel. +49 (0)88 03/29 97
E-Mail: Stefan.Sedlmeir@peissenberg.de  

 

Schad- und Spurenstoffe aus Abwasser entfernen

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Das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB hat gemeinsam mit europäischen Partnern Verfahren entwickelt, um schwer abbaubare Schadstoffe im Abwasser effizient abzubauen. Diese Verfahren erzeugen reaktive Spezies, mit denen sich selbst hoch belastetes Deponiesickerwasser reinigen lässt. Polymere Adsorberpartikel wiederum können selektiv auch solche Schadstoffe entfernen, die in nur geringer Konzentration vorliegen. Die Verfahren zeigt das Fraunhofer IGB vom 23. bis 26. April 2013 auf der Messe Wasser Berlin.

Medikamente im Abwasser von Krankenhäusern werden ebenso wie halogenierte Verbindungen oder Cyanide aus Industrieabwässern kaum in den biologischen Stufen der Kläranlagen abgebaut. So haben sich Antibiotika und hormonell wirksame Verbindungen, beispielsweise Bisphenol A aus der Kunststoffherstellung, bereits in der Umwelt angereichert und sind im Grundwasser und selbst in Trinkwasserproben nachweisbar. Um solch persistente Schadstoffe aus Abwasser zu entfernen, müssen spezielle Reinigungsverfahren eingesetzt werden. Oxidative Prozesse, die Wasserstoffperoxid oder Ozon als Oxidationsmittel nutzen, haben sich in der Praxis bewährt.

Damit die verschiedenen Inhaltsstoffe industrieller Abwässer effektiv und effizient abgebaut werden, müssen die Verfahren in der Regel angepasst oder kombiniert werden. Für diese Aufgabe steht am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart eine Versuchsanlage zur Verfügung, mit der alle gängigen Verfahren einzeln und in beliebiger Kombination erprobt werden können. Ergänzt werden die bisherigen Verfahren durch zwei neue Verfahren, die reaktive Spezies, allen voran Hydroxyl-Radikale, effizient erzeugen. Diese oxidieren die Schadstoffe zu kleineren, abbaubaren organischen Molekülen oder mineralisieren sie vollständig zu CO2. Bei einem Verfahren werden die reaktiven Moleküle elektrochemisch in einem Anoden-Kathoden-Prozess erzeugt, bei dem anderen mit einem Atmosphärendruckplasma. Beide Verfahren kommen ohne den Zusatz von Hilfsstoffen aus.

Deponiesickerwasser oxidativ-elektrochemisch behandeln
Ein oxidatives Verfahren, welches ohne den Zusatz von Hilfsstoffen auskommt und aufgrund seines elektrochemischen Funktionsprinzips auch für sehr trübe Abwässer geeignet ist, hat das Fraunhofer IGB in dem von der EU geförderten Projekt CleanLeachate (Förderkennzeichen 262335, www.cleanleachate.eu) entwickelt. Das Konsortium mit sechs Partnern aus fünf europäischen Ländern behandelt hoch belastetes Sickerwasser, das auf Mülldeponien entsteht, mit einem gekoppelten Anoden-Kathoden-Prozess. Eine durch eine Membran geteilte Elektrolysezelle bildet dabei zwei getrennte chemische Reaktionsräume. Ein Schwerpunkt des Projekts war die Auswahl geeigneter Elektrodenmaterialien, vor allem der Anode, an der bei Anlegen einer Spannung Hydroxyl-Radikale als reaktive Spezies entstehen. Das verunreinigte Wasser passiert zunächst die Anode, wo es oxidiert wird, und wird danach zur Kathode gepumpt, wo die Inhaltsstoffe reduziert werden.

Das Verfahren wird derzeit in Tschechien auf einer Mülldeponie im Dauerbetrieb getestet. Der Prozess konnte bereits so optimiert werden, dass der chemische Sauerstoffbedarf und die Gesamtstickstoffkonzentrationen unter die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte gesenkt und die Anforderungen der Abwasserverordnung erfüllt werden. Um das Verfahren zur Marktreife zu bringen, wurde eine automatisierte und transportable Prototypanlage gebaut, mit der die Behandlung weiterer Abwässer getestet und Erfahrungen und verlässliche Daten für die weitere Optimierung gesammelt werden sollen.

Mit offenem Plasma Wasser reinigen
Ein weiterer neuer Ansatz ist die Anwendung eines Atmosphärendruckplasmas. Ein Plasma ist ein ionisiertes Gas, das neben Ionen und Elektronen auch chemische Radikale und elektronisch angeregte Teilchen sowie kurzwellige Strahlung enthält. Ein solches Plasma lässt sich durch ein elektromagnetisches Feld, beispielsweise durch Anlegen einer Hochspannung, zünden. Charakteristisch ist das Plasmaleuchten, welches in Leuchtstoffröhren zur Leuchtreklame genutzt wird. Technisch werden Plasmaverfahren seit langem zur gezielten Modifizierung und Reinigung von Oberflächen eingesetzt.

Dieses Prinzip nutzen die Partner des von der EU geförderten Projekts Wasserplasma, bei dem ein Plasma für die oxidative Reinigung von Wasser eingesetzt wird (»Water decontamination technology for the removal of recalcitrant xenobiotic compounds based on atmospheric plasma technology«, Förderkennzeichen 262033, www.waterplasma.eu). Ergebnis des Projekts ist ein Plasmareaktor, bei dem die im Plasma gebildeten reaktiven Spezies direkt in das mit Schadstoffen belastete Wasser übertreten können. Hierzu ist das Plasma »offen«: Es steht in direktem Kontakt zum Wasserfilm. Der Plasmareaktor ist so aufgebaut, dass zwischen einer geerdeten Elektrode in Form eines Edelstahlrohres im Inneren des Reaktors und einem Kupfernetz, welches die Funktion der Hochspannungselektrode übernimmt, durch Anlegen einer Hochspannung ein Plasma gezündet und aufrechterhalten wird. Das Kupfernetz ist auf einem Glaszylinder angebracht, der als dielektrische Barriere fungiert und gleichzeitig den Reaktor nach außen abschirmt. Im Innern des Edelstahlrohrs, dem Zentrum des Plasmareaktors, wird verunreinigtes Wasser nach oben gepumpt. Wenn das Wasser auf der Außenseite des Edelstahlrohrs herunterläuft, passiert es die Plasmazone zwischen Edelstahlrohr und Kupfernetz, in welcher die Schadstoffe oxidiert werden.

In Laborversuchen konnten die Fraunhofer-Forscher zeigen, dass eine Lösung des Farbstoffs Methylenblau innerhalb nur weniger Minuten vollständig entfärbt wird. Auch Cyanid wurde innerhalb von nur 2 Minuten um 90 Prozent effektiv abgebaut. Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse wird das Verfahren momentan in einem größeren Maßstab erprobt. Bei einem Projektpartner steht ein Demonstrator, der für die Reinigung von 240 Liter kontaminiertem Wasser pro Stunde ausgelegt ist. Aufgrund dieser Ergebnisse sollen das Reaktordesign und die Prozessführung dann weiter optimiert werden, um das Verfahren mit weiteren Partnern aus der Industrie zur Marktreife bringen zu können. Das Potenzial ist groß, denn bei diesem offenen Plasmaverfahren gibt es keine Barriere zwischen dem Ort, wo die oxidativen Radikale entstehen (Plasma) und dem zu reinigenden Wasser.

Entfernung von Spurenstoffen mit selektiven Adsorberpartikeln
Schadstoffe können auch effektiv mit selektiven Adsorbern aus Abwasser entfernt werden. Eine solche Adsorptionsstufe eignet sich vor allem dann, wenn Schadstoffe stark verdünnt bzw. nur gering konzentriert oder sehr spezifisch vorliegen. Sinnvoll ist ihr Einsatz auch, wenn ein Abwasserinhaltsstoff in biologischen Klärstufen zu toxischen Metaboliten abgebaut wird. Hier kann es sich lohnen, das Abwasser vorzubehandeln und den fraglichen Stoff vor der Einleitung in die Kläranlage selektiv zu entfernen.

Hierzu hat das Fraunhofer IGB ein einstufiges und kosteneffizientes Verfahren für die Herstellung polymerer Adsorberpartikel entwickelt. In dem patentierten NANOCYTES®-Prozess werden funktionelle Monomere mit einem Vernetzer zu nanoskopisch kleinen Polymerkügelchen, sogenannten selektiven polymeren Adsorberpartikeln, umgesetzt. Die Selektivität der Adsorberpartikel kann noch erhöht werden, wenn dem Gemisch zusätzlich diejenigen Zielmoleküle zugefügt werden, die es aus dem Wasser zu entfernen gilt. Der Trick: Nach der Polymerisation der Monomere werden die Zielmoleküle wieder aus den Adsorberpartikeln entfernt. Dabei hinterlassen sie einen »Abdruck«, der die entsprechenden Schadstoffe adsorbiert.

Die Fraunhofer-Forscher konnten so bereits Bisphenol A und Penicillin G selektiv aus Abwasser entfernen. Die Adsorberpartikel sind chemisch und thermisch stabil und können äußerst vielfältig eingesetzt werden, ob als Schicht in einer Kompositmembran oder als Matrix auf Füllkörpern. Eine Adsorptionskolonne steht am Fraunhofer IGB für Testzwecke zur Verfügung. Nach der Adsorption der Schadstoffe können die Adsorberpartikel regeneriert und wiederverwendet werden.

Präsentation auf der Wasser Berlin – Halle 2.2, Stand 417
Die neuen Wasserbehandlungsverfahren stellt das Fraunhofer IGB vom 23. bis 26. April 2013 auf der Messe Wasser Berlin in Halle 2.2, Stand 417 vor. Die Forscher präsentieren zudem weitere Verfahren zur Wasseraufbereitung, zur Rückgewinnung von Abwasserinhaltsstoffen in Form von Energie und Düngesalzen und ein System zur semidezentralen Reinigung von häuslichem Abwasser.

http://www.igb.fraunhofer.de/de/presse-medien/presseinformationen/2013/schad–und-spurenstoffe-aus-abwasser-entfernen.html

 

 

Kläranlagen: kleine Kunststoffkugeln können Keime künftig „knacken“

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DBU fördert Untersuchungen zur biologischen Abwasserbehandlung in Osnabrück mit 126.000 Euro

Osnabrück. Sauberes Wasser ist wertvoll. Moderne Kläranlagen befreien Abwässer biologisch und mit speziellen Membranen von Bakterien und Viren. Damit diese feinen Filter nicht verstopfen, müssen sie regelmäßig chemisch gereinigt werden. Der Hochschule Osnabrück und der Wiesbadener Firma Microdyn-Nadir ist es mithilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gelungen, ein umweltfreundliches Reinigungsverfahren an der Kläranlage Eversburg der Stadtwerke Osnabrück zu entwickeln. „In einem Testlauf der ersten Projektphase haben wir Verbesserungspotenziale erkannt und die Anlage umgebaut. Um die Verbesserungen marktreif zu machen, müssen sie nun erneut in der Praxis geprüft werden“, sagte Dr. Ulrich Meyer-Blumenroth, Geschäftsführer von Microdyn-Nadir. Für die neuen Untersuchungen übergab DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde heute Prof. Frank Peter Helmus und Prof. Sandra Rosenberger von der Hochschule Osnabrück sowie Meyer-Blumenroth das Förderschreiben über 126.000 Euro.

Kunststoffkugeln befreien Membranen von Schmutz
„Die nebeneinander angeordneten Membranen übernehmen im gesamten Prozess der Abwasserbehandlung eine wichtige Aufgabe. Damit die Filter nicht verschmutzen, haben wir in unserer Versuchsanlage auf dem Gelände der Kläranlage Eversburg der Stadtwerke Osnabrück eine Technik entwickelt, die mit weniger Chemikalien funktioniert: Wir setzen kleine Kunststoffkugeln ein, die unter Luftzufuhr gegen die Membranen gewirbelt werden und sie so von Schmutz befreien“, sagte Helmus. In ersten Untersuchungen sei nachgewiesen worden, dass das neue Verfahren zu einer wirkungsvollen Reinigung der Filter führe. Es seien aber auch einige Verbesserungspotenziale ausgemacht worden.

Wirksames Betriebskonzept für kommerziellen Einsatz
Die Anlage sei daraufhin entsprechend umgebaut und optimiert worden, sagte Meyer-Blumenroth. Um den ständigen Anforderungen gerecht zu werden, seien neue Membranen entwickelt worden. Bevor die Verbesserungen aber in den Markt eingeführt werden können, sollen sie noch einmal in der Kläranlage Eversburg getestet werden. Untersucht werde nun unter anderem die Lebensdauer der Membranen, um einen langfristigen Einsatz gewährleisten zu können. Parallel zu den Untersuchungen solle ein wirksames Betriebskonzept für den kommerziellen Einsatz erstellt werden. Brickwedde: „Das Optimieren und Testen dieses vielversprechenden, umweltfreundlichen Reinigungsverfahrens ist ein wichtiger Schritt, um es bei der Abwasserbehandlung noch erfolgreicher ganzjährig anwenden zu können.“

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 27171/02):
Prof. Dr.-Ing. Frank Peter Helmus,
Hochschule Osnabrück,
Telefon: 0541/9693936,
Telefax: 0541/96912957.

http://www.dbu.de/123artikel34121_335.html

 

 

Kitzbüheler Wasserpreis 2013

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VTA leistet einen Beitrag zur Förderung junger Wissenschaftler und lobt zu diesem Zweck bereits zum dritten Mal den „Kitzbüheler Wasserpreis“ aus. Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert.

Teilnahmebedingungen

Ausschreibungsbereich: Der Kitzbüheler Wasserpreis wird europaweit ausgeschrieben.

Teilnahmeberechtigung: Teilnahmeberechtigt sind Verfasser von Studienarbeiten (Doktor-, Diplom-, Masterarbeiten), die sich mit den Themenschwerpunkten Abwasser, Klärschlamm und/oder Energie beschäftigen.

Nähere Definition der Themenbereiche: Abwasserbehandlung, Optimierung der Energieeffizienz in Abwasserentsorgungsanlagen, Entwicklung innovativer Steuerungssysteme für die Abwasserbehandlung, Optimierung des Schlammfaulungsprozesses, Steigerung der Energieausbeute, Optimierung der Schlammentwässerung, Zentratwasserbehandlung.
Die Bewertung der Studienarbeiten erfolgt anhand von Kriterien, die u. a. den Fortschritt für Wissenschaft und Technik, die praktische Relevanz bzw. Umsetzbarkeit, den Innovationsgrad, den Beitrag für Umwelt und Gesellschaft sowie technische Vorteile betreffen.

Zeitrahmen: Zugelassen für den 2013 zu vergebenden Kitzbüheler Wasserpreis sind Studienarbeiten, die im Zeitraum von März 2012 bis März 2013 fertiggestellt wurden.

Zusätzliche Informationen sind der allgemeinen „Satzung zur Stiftung des Kitzbüheler Wasserpreises“ zu entnehmen. (http://www.vta.cc/userupload/editorupload/files/files/Satzung_Wasserpreis_Stand_2013-03_neu.pdf)
Bewerber erkennen die Teilnahmebedingungen sowie die Bestimmungen der Satzung vollinhaltlich an.

Bewerbungen sind bis 15. Mai 2013 möglich. Mehr:
http://www.vta.cc/de/wasserpreis2013.html

 

 

Benzotriazole als Silberschutz in Geschirrspülreinigern können die Kläranlagen nur ungenügend entfernen

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VSR-Gewässerschutz fordert ein Verbot für diese Stoffe in Spülmaschinentabs

Spülmaschinentabs sind dafür ausgelegt, dass man möglichst alles Geschirr und Besteck in der Geschirrspülmaschine reinigen lassen kann. Um auch bei Silberbesteck ein gutes Spülergebnis zu erhalten werden den Spülmitteln Benzotriazole als Silberanlaufschutz zugesetzt. Diese sind nicht nur in den Multitabs enthalten, sondern auch in Tabs bei denen noch Salz und Glarspüler zugesetzt werden muss. „Die meisten Haushalte benutzen im Alltag kein Silber. Daher ist es völlig unnötig, wenn gängige Geschirrspülreiniger Benzotriazole enthalten.“ so die Dipl.-Oecotrophologin Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

In allen Flüssen in Deutschland sind diese Korrosionsschutzmittel inzwischen zu finden. Dazu tragen industrielle und kommunale Einleitungen bei. In kommunalen Kläranlagen stammen diese hauptsächlich vom Silberanlaufschutz aus Spülmaschinenreinigern. Bei der Abwasserreinigung können die Stoffe bisher nur ungenügend entfernt werden und gelangen so in die Flüsse. Benzotriazole sind als wassergefährdend, fischgiftig und langfristig schädlich für Wasserorganismen eingestuft. Schwer abbaubare Stoffe wie Benzotriazol erschweren im Unterlauf des Rheins die Produktion von Trinkwasser aus Rheinwasser.“ so die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR), in der Vertreter des Verkehrsministerium und des Umweltministerium mitarbeiten. Wenn es erst mal in den Wasserkreislauf gelangt ist, kann es nur sehr kostenaufwendig aus dem Trinkwasser entfernt werden. Die gängige Trinkwasserreinigung reicht für solche Mikroverunreinigungen nicht mehr aus.

Der VSR-Gewässerschutz fordert, dass Benzotriazole in den Spülmaschinentabs verboten werden. Anstatt dessen sollen sie im Bedarfsfall, wenn wirklich größere Mengen an Silber gespült werden müssen, extra zudosiert werden können. Bei kleineren Mengen rät Susanne Bareiß-Gülzow das Silberbesteck von Hand zu spülen. Die meisten anderen Bestecke brauchen kein Korrosionsschutzmittel, da sie aus Edelstahl bestehen. Die Korrosionsbeständigkeit des Edelstahls wird dadurch erreicht, dass sich auf seiner Oberfläche eine sehr dünne Schicht Chromoxid bildet, die nicht mit dem Auge erkennbar ist.

Der VSR-Gewässerschutz kritisiert, dass der Verbraucher bei vielen Spülmaschinentabs noch nicht mal erkennen kann, dass Benzotriazole zugesetzt werden. Viele Anbieter, die ihr Produkt mit Silberschutz ausweisen, geben die verwendeten Stoffe nicht bei den Inhaltsstoffen an. Die Politik ist gefordert Gefahren für die Umwelt, die der Verbraucher nicht erkennen kann abzuwenden.

Quelle: www.VSR-Gewässerschutz.de

 

 

Benzotriazole als Silberschutz in Geschirrspülreinigern können die Kläranlagen nur ungenügend entfernen

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VSR-Gewässerschutz fordert ein Verbot für diese Stoffe in Spülmaschinentabs

Spülmaschinentabs sind dafür ausgelegt, dass man möglichst alles Geschirr und Besteck in der Geschirrspülmaschine reinigen lassen kann. Um auch bei Silberbesteck ein gutes Spülergebnis zu erhalten werden den Spülmitteln Benzotriazole als Silberanlaufschutz zugesetzt. Diese sind nicht nur in den Multitabs enthalten, sondern auch in Tabs bei denen noch Salz und Glarspüler zugesetzt werden muss. „Die meisten Haushalte benutzen im Alltag kein Silber. Daher ist es völlig unnötig, wenn gängige Geschirrspülreiniger Benzotriazole enthalten.“ so die Dipl.-Oecotrophologin Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

In allen Flüssen in Deutschland sind diese Korrosionsschutzmittel inzwischen zu finden. Dazu tragen industrielle und kommunale Einleitungen bei. In kommunalen Kläranlagen stammen diese hauptsächlich vom Silberanlaufschutz aus Spülmaschinenreinigern. Bei der Abwasserreinigung können die Stoffe bisher nur ungenügend entfernt werden und gelangen so in die Flüsse. Benzotriazole sind als wassergefährdend, fischgiftig und langfristig schädlich für Wasserorganismen eingestuft. Schwer abbaubare Stoffe wie Benzotriazol erschweren im Unterlauf des Rheins die Produktion von Trinkwasser aus Rheinwasser.“ so die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR), in der Vertreter des Verkehrsministerium und des Umweltministerium mitarbeiten. Wenn es erst mal in den Wasserkreislauf gelangt ist, kann es nur sehr kostenaufwendig aus dem Trinkwasser entfernt werden. Die gängige Trinkwasserreinigung reicht für solche Mikroverunreinigungen nicht mehr aus.

Der VSR-Gewässerschutz fordert, dass Benzotriazole in den Spülmaschinentabs verboten werden. Anstatt dessen sollen sie im Bedarfsfall, wenn wirklich größere Mengen an Silber gespült werden müssen, extra zudosiert werden können. Bei kleineren Mengen rät Susanne Bareiß-Gülzow das Silberbesteck von Hand zu spülen. Die meisten anderen Bestecke brauchen kein Korrosionsschutzmittel, da sie aus Edelstahl bestehen. Die Korrosionsbeständigkeit des Edelstahls wird dadurch erreicht, dass sich auf seiner Oberfläche eine sehr dünne Schicht Chromoxid bildet, die nicht mit dem Auge erkennbar ist.

Der VSR-Gewässerschutz kritisiert, dass der Verbraucher bei vielen Spülmaschinentabs noch nicht mal erkennen kann, dass Benzotriazole zugesetzt werden. Viele Anbieter, die ihr Produkt mit Silberschutz ausweisen, geben die verwendeten Stoffe nicht bei den Inhaltsstoffen an. Die Politik ist gefordert Gefahren für die Umwelt, die der Verbraucher nicht erkennen kann abzuwenden.

Quelle: www.VSR-Gewässerschutz.de

 

 

Forscher suchen Drogen im Abwasser

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Ein Mal zur kollektiven Urinprobe bitte: Ein neues EU-Projekt will das Abwasser in bestimmten Regionen Europas auf Drogen untersuchen. Mit dabei ist auch ein Wissenschaftler der Homburger Uniklinik.

Bei Verdacht auf Drogenkonsum, ab zum Urintest: So sieht es in der Praxis bisher aus. Der behördliche Klogang muss natürlich aus einem bestimmten Grund angeordnet werden. Außerdem ist die Person, die „Wasser lässt“, identifizierbar. ebenso wie die Rückstände von Abbauprodukten bestimmter Drogen. Die Europäische Union arbeitet nun aber an einem Projekt mit anonymen Tests, von denen die „Spender“ gar nichts merken. Sie wollen im Abwasser bestimmter europäischer Regionen nach Drogenrückständen fischen. Am Projekt beteiligen sich auch Wissenschaftler der Universitätsklinik Homburg…mehr:

http://www.sr-online.de/sronline/wissen/Drogen_suchen_Abwasser100.html