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INNOVATIONSFORUM WASSERWIRTSCHAFT – Information und Vorträge – Dokumentation 2015

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„Unter dem Motto „Aus der Forschung in die Praxis“ diskutierten am 17. und 18. November 2015 in Osnabrück Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Fachverwaltung und Kommunen über aktuelle Forschungsschwerpunkte und ihre Umsetzung in die Praxis. Im Mittelpunkt des gemeinsam von BMBF, DBU und DWA veranstalteten Innovationsforums Wasserwirtschaft 2015 standen u.a. die Themenbereiche „Energiewende in der Wasserwirtschaft“, „Anthropogene Spurenstoffe“, „Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie“ sowie „Wasser in der Stadt“.

Ziel der jährlichen Veranstaltungsreihe ist es, wasserwirtschaftlich relevante Forschungsergebnisse systematisch aufzubereiten und ihre Resultate in Anwendungen und Innovationen auf Unternehmensebene zu überführen. Für die Forschungsverantwortlichen bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, Anregungen für neue Forschungsaufgaben von Unternehmensseite zu erhalten. Allen Beteiligten sollen die Veranstaltungen einen Blick in die Zukunft ermöglichen.

Die federführende Organisation übernahm die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Die einzelnen Vorträge sind nachstehen aufgeführt:

Vernetzungs- und Transfervorhaben ReWaMnet 
Vortrag Alexia Krug von Nidda, Dr. Sebastian Kofalk 
•  https://www.dbu.de/media/2511150210584j3i.pdf
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PRiMaT Präventives Risikomanagement in der Trinkwasserversorgung 
Vortrag Frank Sacher & Astrid Thoma 
https://www.dbu.de/media/2511150213024j3i.pdf
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15 Jahre WRRL Innovative Ansätze zu integrierten Maßnahmenprogrammen an der Wupper
Vortrag Dr. Marlene Liebeskind
https://www.dbu.de/media/2511150213264j3i.pdf
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Die BMBF-Fördermaßnahme RiSKWa – Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf BMBF – Referat 724 Ressourcen und Nachhaltigkeit
Vortrag Dr. Thomas Track DECHEMA e.V. Wissenschaftliche Begleitung von RiSKWa 
https://www.dbu.de/media/2511150213494j3i.pdf
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BMBF-INIS: Transitionswege Wasserinfrastruktursysteme: Anpassung an neue Herausforderungen im städtischen und ländlichen Raum (TWIST++) 
Vortrag Thomas Hillenbrand Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe
https://www.dbu.de/media/2511150214524j3i.pdf
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DAS Verbundprojekt KliWäss: Konzeption, Erstellung und pilothafte Umsetzung eines Bildungsmoduls für Studierende, Meister und Techniker zum Thema „Klimaangepasste Siedlungsentwässerung“ 
Vortrag Dr.-Ing. Holger Hoppe 
https://www.dbu.de/media/2511150215354j3i.pdf
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Miltifunktionale urbane Retentionsräume- von der Idee zur Realisierung 
Vortrag Jan Benden 
https://www.dbu.de/media/2511150217214j3i.pdf
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KLAS – Starkregenvorsorge als Beitrag zur Klimaanpassung in Bremen  
Vortrag Michael Koch  Senator für Umwelt, Bau und Verkehr  Referatsleitung – Oberflächenwasserschutz, kommunale Abwasserbeseitigung, VAwS
https://www.dbu.de/media/2511150218514j3i.pdf
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Herausforderung Mikroschadstoffe Praktische Beiträge der Nachhaltigen Pharmazie 
Vortrag Prof. Dr. Klaus Kümmerer Klaus.Kuemmerer@uni.leuphana.de
https://www.dbu.de/media/2511150219544j3i.pdf
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Energetische Optimierung von Kläranlagen durch gezielte Strömungsführung im Belebtschlammbecken 
Vortrag S. Reinecke, M. Meier, U. Hampel, P. Ehrhard, M. Stachowske 
https://www.dbu.de/media/2511150220244j3i.pdf
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Möglichkeiten der Elimination anthropogener Spurenstoffe auf kommunalen Kläranlagen – neuer DWA-Themenband 
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Firk Vorstand des Wasserverbandes Eifel-Rur 
https://www.dbu.de/media/2511150220514j3i.pdf
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DBU-Förderung Wasserwirtschaft Bedeutung für KMU und Kommunen 
Ingenieurbüro Fischer Dipl.-Ing. Ralf Ostermann 
https://www.dbu.de/media/2511150221194j3i.pdf
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Fließgewässer-Renaturierungen: EG WRRL, multiple Stressoren und menschliche Wahrnehmung 
Vortrag Prof. Dr. Peter Haase 
https://www.dbu.de/media/011215034253iijq.pdf
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GreenTech made in Germany 4.0 
Vortrag Ralph Büchele 
https://www.dbu.de/media/011215034351iijq.pdf
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Energieeffizienter Betrieb des Gesamtsystems Abwasserreinigung und Klärgasfaulung am Beispiel des Hauptklärwerkes Emden  
Vortrag W. Lindenthal1*, F. Uhlenhut1, S. Steinigeweg1, A. Borchert1 
https://www.dbu.de/media/011215041957iijq.pdf
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Entwicklung eines Hochwasserinformations-, Alarm- und Vorhersagesystems für die Stadt Sofia, Bulgarien
Vortrag Joachim Wald / WALD + CORBE GmbH & Co. KG, Hügelsheim 
https://www.dbu.de/media/021215091316thqv.pdf
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„Entwicklung eines innovativen Pflanzenfilters zur Eliminierung von Arzneimittelrückständen im Ablauf kleiner Kläranlagen und dezentraler Kleinkläranlagen“  
Vortrag Ingo Dobner 
https://www.dbu.de/media/021215123952thqv.pdf
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Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft – ERWAS 
Vortrag Markus Schröder, Aachen 
https://www.dbu.de/media/031215102018enjt.pdf 

Quelle: https://www.dbu.de/innovationwasser
 

 

Belebtschlamm: Biologie und Mikroskopische Untersuchung

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Dieses Buch wird dem Betriebspersonal der Kläranlagen und den Studenten gewidmet. Die Kenntnisse
über alle Gruppen von Mikroorganismen im Belebtschlamm erlaubt die effiziente Führung der biologischen Abwasserreinigungsprozesse. Dieses Buch bietet eine unersetzbare Hilfe bei den mikroskopischen Schlammuntersuchungen und erlaubt eine zielgenaue Erkennung der Mikroorganismen im Belebtschlamm. Die Auswirkungen der Mikroorganismen auf die Kondition des Schlammes sind im Buch genau beschrieben. Die gute Kenntniss der Mikroorganismen erlaubt eine effiziente Führung der Abwasserreinigung. Das Buch beinhaltet fabelhafte Fotografien von Mikroorganismen, die deren Erkennung wesentlich erleichtern.

AUTOREN:
Edyta Fiałkowska, Janusz Fyda, Agnieszka Pajdak-Stós, Krzysztof Wiąckowski
Die Autoren sind wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts der Umweltwissenschaften bei der Jagiellonischen Universität in Krakau. Sie sind Spezialisten für Hydrobiologie und Protozoologie, mit Spezialgebiet im Bereich der Mikroorganismen im Belebtschlamm.

ÜBERSETZUNG:
Michael Winkler – Mitarbeiter der Firma Bioserve GmbH

KORREKTUR:
Kirsten Sölter – Firma Bioserve GmbH

INFORMATIONEN ÜBER DAS BUCH:
Das Buch beinhaltet 4 Teile mit folgenden Themen:
1. Biologie des Belebtschlamms
2. Mikroskopische Belebtschlammanalyse
3. Methodik der Fadenbakterienbestimmung
4. Umfassende Belebtschlammuntersuchung

1. DEUTSCHSPRACHIGE AUFLAGE:
1.000 Exemplare, Volumen ca. 256 Seiten, Format B5, Ringbuch im harten Umschlag,
Papier für Werbeanzeigen: Kreidepapier glänzend, jede Seite mit Folie überzogen.

ERSCHEINUNGSTERMIN:
November/Dezember 2016.

UNSERE ANSPRECHPARTNERIN IN DEUTSCHLAND:
Frau Kirsten Sölter,
Vom Festnetz auf Handy: 0049 61 31/ 48 93 260
Tel.: 0049 6131-28 910-16,
Fax: 0049 6131-28 910-17
Soelter@Bioserve-GmbH.de

Konzepte zur Überwachung der Reinigungsleistung von weitergehenden Verfahren zur Spurenstoffelimination

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Neue Arbeiten der Plattform erschienen: (i) eine Zusammenstellung von Sicherheitsaspekten im Umgang mit Ozon, Sauerstoff und Aktivkohle, sowie (ii) eine Übersicht über Konzepte zur (online) Überwachung der Reinigungsleistung.

Ozon:
https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/02_Faktenblaetter/Faktenblatt_Ozon_DE_Final_09092016.pdf

Aktivkohle:
https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/02_Faktenblaetter/Faktenblatt_Aktivkohle_DE_FINAL_09092016.pdf

Sauerstoff:
https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/02_Faktenblaetter/Faktenblatt_Sauerstoff_DE_FINAL_19102016.pdf

Konzepte zur (online) Überwachung der Reinigungsleistung:
https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/02_Faktenblaetter/Konzepte_Betriebs%C3%BCberwachung_FINAL_09092016.pdf

Die vorliegende Zusammenstellung der möglichen Konzepte und Methoden zur kontinuierlichen Überwachung der Reinigungsleistung von weitergehenden Verfahren zur Spurenstoffelimination auf kommunalen Kläranlagen zeigt, dass die UV-Absorbanz-Messung bei 254nm ein geeigneter Ersatzparameter für die Spurenstoffanalytik darstellt.

Es wird daher empfohlen das UV-Absorbanz-Signal bei 254nm im Zu- und Ablauf der Spuren-stoffeliminationsstufe (ΔUV = (UVin – UVout)/UVin), ergänzend zur periodischen Messung der Spurenstoffe, für die Überwachung der Reinigungsleistung zu messen. Dazu kann eine online Messung eingesetzt werden, entsprechende Sonden sind kommerziell verfügbar. Es ist aber auch möglich, durch periodische UV-Messungen von Sammelproben im Labor Informationen über den Spurenstoffabbau zu erhalten.

Den ganzen Bericht lesen sie unter
https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/02_Faktenblaetter/Konzepte_Betriebs%C3%BCberwachung_FINAL_09092016.pdf

Redaktion
P. Wunderlin (VSA)

Fachliche Begleitung
D. Rensch (Projektleitung), Ch. Abegglen (VSA), D. Dominguez (früher AWA Bern, jetzt BAFU), Ch. Egli (AV Altenrhein), Y. LeGoaziou (früher Alpha WT jetzt BG), M. Schachtler (ARA Neugut), D. Pfund (ERZ), D. Urfer (RWB), D. Thonney (SIGE), A. Wittmer (Eawag), P. Wunderlin (VSA

 

 

 

Regen bringt Segen?

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Einladung zum Pressegespräch am 26. Oktober 2016

Ort: EUREF-Campus 1-25, InfraLabBerlin, 10829 Berlin

Das Forschungsprojekt KURAS hat an zwei Berliner Fallbeispielen untersucht, wie durch intelligent gekoppeltes Regen- und Abwassermanagement die zukünftige Abwasserentsorgung, die Gewässerqualität, das Stadtklima und die Lebensqualität einer Stadt verbessert werden können.
Die Problematik ist klar umrissen: auch in diesem Sommer konnten wir wieder gut beobachten, dass bei heftigem Regen die Mischwasserkanalisation an ihre Kapazitätsgrenzen kommen kann. Mit Regen verdünntes Schmutzwasser muss dann direkt in die Gewässer abgeleitet werden, deren Qualität darunter leidet. Hingegen führen ein niedriger Trinkwassergebrauch und seltene Regenfälle dazu, dass Kanäle ungespült bleiben. So entstehen dort Ablagerungen, Störungen in Abwasserpumpwerken und es stinkt aus Gullys und Schächten. Diese Probleme, Überlast und Unterlast, werden sich im Zuge des Klimawandels verschärfen. Gefördert vom Bundesforschungsministerium hat das Projekt KURAS mit vielen Partnern seit 2013 Wege aufgezeigt, die Abhilfe schaffen: Dezentrale Bewirtschaftung und Rückhaltung von Regenwasser im Stadtgebiet sowie die Kopplung verschiedenster Anpassungsmaßnahmen in der Abwasserinfrastruktur wie etwa eine bessere Ausnutzung vorhandener Stauräume oder neue Kanalspülkonzepte. Die daraus entwickelte „KURAS-Methode“ wurde bereits in zwei Berliner Stadtquartieren modellhaft erprobt. Sie zeigt, dass damit nicht nur die Gewässerverschmutzungen verringert, sondern auch das Stadtklima gerade in den heißen Sommermonaten deutlich verbessert werden kann.

Wir möchten Ihnen die Ergebnisse des Vorhabens in einem Pressegespräch vorstellen
am 26. Oktober 2016, 11:00 – 12:00 Uhr
Ort: EUREF-Campus 1-25, InfraLabBerlin, 10829 Berlin

Ihre Gesprächspartner sind:
• Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen, Leiter des Fachgebiets Fluidsystemdynamik der TU Berlin
• Edith Roßbach, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Wasser Berlin
• Regina Gnirss, Berliner Wasserbetriebe, Leiterin Forschung und Entwicklung
• Matthias Rehfeld-Klein, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Leiter Fachbereich Wasserwirtschaft

Wir freuen uns Ihre Teilnahme mit vorheriger Anmeldung. Bitte verwenden Sie das auf unserer Website hinterlegte Dokument.

Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, den Abschluss-Workshop des Vorhabens zu besuchen. Dieser findet in unmittelbarer Nähe statt.

Projektpartner: Forschungseinrichtungen
– Technische Universität Berlin (Projektkoordination)
– Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH (Projektkoordination)
– IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH
– Freie Universität Berlin
– Hochschule Neubrandenburg
– Leibniz Universität Hannover
– Technische Universität Kaiserslautern
– ifak – Institut für Automation und Kommunikation Magdeburg e.V.

Forschende KMU Praxispartner
– Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH
– GEO-NET Umweltconsulting GmbH

Praxispartner
– Ramboll Studio Dreiseitl GmbH
– Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH

Wasser- / Abwasserzweckverband
– Berliner Wasserbetriebe
Behörden

Umweltbundesamt
– Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Weitere Informationen:
http://www.kompetenz-wasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/presse/pressemitteilung…
http://www.kuras-projekt.de/

 

 

 

Artikel zur P-Elimination

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Viele interessante Artikel zum Themenfeld P-Elimination, Fällung, Fällmitteldosierung usw. 

Leitfaden zur Verminderung des Phosphoreintrags aus Kläranlagen

Phosphor, im Allgemeinen als Nährstoff bekannt, begünstigt besonders das Pflanzenwachs-tum, deshalb wirkt er im Gewässer eutrophierend – das Algenwachstum wird gesteigert, dessen Auswirkungen vielschichtig sein können. Im Extremfall kommt es zur Sauerstoffarmut im mehr…

Schwimmende Saugleitung in Fällmittelbehältern

Jeder der Salzbunker betreibt kennt das Problem der Salzansaugung. Ein schlechter Lösevorgang, sei es durch defekte Lösewasserleitungen oder falsch eingestellte Lösewassermenge, und schon ist das Malheur passiert. Starre Saugleitungen…

Prallschutz Fällmittelbehälter

Um die Lösewasserleitungen in Salzbunkern zu schützen, werden meist Steine mit einem Durchmesser von 6 bis 10 cm benutzt. Auf die am Boden des Salzbunkers befindlichen Rohre wird üblicherweise eine 30 bis 40cm hohe Steinschicht aufgetragen. Durch die saure Salzlösung und die mechanische Beanspruchung beim Einfüllen des Fällmittelsalzes, zerbröseln die Steine im Laufe der Zeit…

 

Meldungen aus Österreich 2020

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Dezember 2020
Wien Meilenstein für den Klimaschutz in Wien
Klagenfurt Forschungsprojekt Abwasser zeigt, ob Infektionen mit Corona steigen
November 2020
Bezirk St. Veit Feuerwehren trainierten Umgang mit Pumpe und Co
Oktober 2020
Wien CORONA-PANDEMIE – KLÄRANLAGE HÄLT BETRIEB AUFRECHT 
September 2020
Niederösterreich Abwasser – Winzer in der Kritik 
Kärnten Corona-Forschungsprojekt: In Kärnten werden jetzt Abwasserproben genommen 
Kapfenberg Corona-Forschungsprojekt: Auf Virussuche in der Kläranlage von Kapfenberg
Juli 2020
Wien MEILENSTEIN FÜR DEN KLIMASCHUTZ IN WIEN 
April 2020
Wien CORONA-PANDEMIE – KLÄRANLAGE HÄLT BETRIEB AUFRECHT
Wien Kommt es in Wien zu einer Kläranlagen-Katastrophe?
März 2020
Wien ENDSPURT FÜR DAS ÖKO-KRAFTWERK 
Linz Bei laufendem Betrieb riesigen Kanal erneuert

Wien: LUDWIG/SIMA: MEILENSTEIN FÜR DEN KLIMASCHUTZ IN WIEN

Schlussstein für Projekt E_OS feierlich enthüllt – Wiens Kläranlage wird zum Öko-Kraftwerk

Exakt am 50. Jahrestag der Grundsteinlegung für die Wiener Hauptkläranlage enthüllten Bürgermeister Michael Ludwig und Umweltstadträtin Ulli Sima am 4. Juni 2020 den Schlussstein des Projekts E_OS – Energie_Optimierung Schlammbehandlung in der von der ebswien betriebenen Kläranlage der Stadt Wien in Simmering. In mehr als fünfjähriger Bauzeit wurden die Becken der Vorklärung und der 1. biologischen Reinigungsstufe erneuert und die Schlammbehandlungsanlage neu errichtet. Nach der Inbetriebnahme kann Wiens Kläranlage aus „grünem Gas“ mehr Öko-Energie erzeugen, als sie zur Abwasserreinigung benötigt. „Gerade in Zeiten, wo die Corona-Pandemie das beherrschende Thema darstellt, ist es wichtig, andere wichtige Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht, nicht zu vergessen. Der Klimaschutz steht dabei ganz oben in der Rangliste. Wir haben es in der Hand, die Zukunft der nächsten Generationen zu sichern. Dafür müssen wir Wien Klima-fit machen, damit es auch künftig die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt“, erklärte Bürgermeister Ludwig. Umweltstadträtin Sima ergänzte: „Die Wiener Kläranlage leistet seit Jahrzehnten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und damit zur hohen Lebensqualität in Wien. Mit dem innovativen Projekt E_OS stellen wir sicher, dass das auch in den kommenden Jahrzehnten so bleibt und leisten damit einen entscheidenden Beitrag für die Klimamusterstadt Wien.“

Die neue Schlammbehandlungsanlage der ebswien sei ein Vorzeigebeispiel für ein Smart-City-Projekt, betonte Ludwig: „Die Stadt Wien gilt weltweit als Vorreiter in Sachen Smart City. Wir haben eine klare Strategie, bei der die Anliegen und Ideen der Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner, aber auch die Impulse aus Wirtschaft, Technologie und Forschung unter ein gemeinsames Ziel gestellt werden. Was das ganz konkret bedeutet und welchen Nutzen Wien daraus zieht, machen Projekte wie E_OS in der Wiener Hauptkläranlage deutlich. Durch den intelligenten Einsatz von modernen Technologien wird hier mehr Energie produziert als tatsächlich verbraucht.“ Sima erläuterte: „Die Abwasserreinigung, die in anderen Städten einen der größten kommunalen Energieverbraucher darstellt, erfolgt bei uns energieautark. Wir gewinnen auch noch sauberen Strom und saubere Wärme und senken damit auch den CO2-Ausstoß deutlich.“

Vorzeigeprojekt für den Klimaschutz in Wien
Kläranlagen gehören in der Regel zu den größten kommunalen Energieverbrauchern, die Wiener Kläranlage benötigt zur Reinigung der gesamten in der Stadt anfallenden Abwässer mehr als ein Prozent des vom größten Wiener Energieversorgers produzierten Stroms. „Wiens Kläranlage wird mit E_OS zum Öko-Kraftwerk. Davon profitiert die Wiener Klimabilanz erheblich: Der Ausstoß von CO2-Äquivalenten sinkt um rund 40.000 Tonnen pro Jahr“, so Sima. Das Projekt E_OS stellte eine echte logistische Herausforderung dar. Sima: „Der Bau erfolgte bei laufendem Betrieb der Kläranlage. Die Qualität der Abwasserreinigung musste dabei zu jedem Zeitpunkt garantiert sein. Diese schwierige Aufgabe hat das Team der ebswien perfekt gemeistert.“ Genauso erfreulich sei ein weiterer Aspekt, ergänzte die Stadträtin: „Die beim E_OS-Planungsbeginn vor zehn Jahren ermittelten Daten bezüglich Bauablauf und Projektkosten haben perfekt gehalten. Die ebswien hält bei E_OS sowohl Zeit- als auch Kostenplan ein.“

Innovation: Mehr Energie durch gute Ideen
„Bei Schlammfaulungsanlagen stand früher vor allem die Reduktion des Klärschlamms, der als ,Reststoff´ bei der Abwasserreinigung anfällt, im Mittelpunkt des Interesses“, erläuterte ebswien-Generaldirektor Christian Gantner, „die gewonnene Energie war dabei nur ein angenehmer Nebeneffekt. Bei E_OS war hingegen von Anfang an die größtmögliche Energieausbeute unser Ziel.“  So entwickelte die ebswien gemeinsam mit dem Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement der Technischen Universität Wien ein innovatives Verfahren. Bevor der Schlamm in die Faulbehälter gelangt, muss ihm Wasser entzogen werden. Je „dicker“ der Schlamm dabei ist, desto besser für die Energiebilanz. Der Schlamm muss für die Faulung nämlich einschließlich des enthaltenen Wassers erwärmt werden. Ein geringerer Wasseranteil spart dabei Energie. Zu „dick“ darf der Schlamm aber auch nicht werden, da er sonst nicht mehr gepumpt werden könnte. Gantner: „Umfangreiche Versuche haben unsere Annahmen eindrucksvoll bestätigt, wir können die neuen Faulbehälter mit einem doppelt so hohen Feststoffgehalt wie üblich betreiben.“ Gute Ideen bringen also nicht nur mehr Energie, sie sparten auch Baukosten: Durch das neue Verfahren kommt die ebswien mit halb so vielen Faulbehältern aus.

So funktioniert die neue Schlammbehandlungsanlage
Im Klärschlamm sind die bei der Abwasserreinigung entfernten Schmutzstoffe gebunden, pro Jahr fallen in Wien rund zwei Millionen Kubikmeter an. Das sichtbarste Zeichen der neuen Schlammbehandlungsanlage sind die sechs jeweils 30 Meter hohen Faulbehälter mit einem Gesamtvolumen von 75.000 Kubikmeter. Dorthin gelangt der „voreingedickte“ und auf 38 Grad Celsius erwärmte Schlamm. Unter Luftabschluss bauen Bakterien die organischen Inhaltsstoffe des Klärschlamms ab. Während des 25 Tage dauernden Faulungsprozesses – der „anaeroben Stabilisierung“ – entsteht Klärgas, das zu zwei Drittel aus dem energiereichen Methan (CH4) besteht. Davon fallen 20 Millionen Kubikmeter pro Jahr an! Der ausgefaulte Schlamm wird aus den Faulbehältern abgezogen und verbrannt. Das Klärgas hingegen gelangt über Filteranlagen von den Gasbehältern in Blockheizkraftwerke, wo es in Gasmotoren verbrannt wird. Dabei entsteht nicht nur mechanische Energie, die mittels Generatoren in elektrischen Strom umgewandelt wird, sondern auch Wärme, die für Heizung und Warmwasserbereitung verwendet werden kann. Dadurch bringen es die Blockheizkraftwerke auf einen hohen Gesamtwirkungsgrad von mehr als 80 Prozent.

Platz für den Klimaschutz 
Seit 1980 standen sie im Dauerbetrieb: Die Becken der Vorklärung und der 1. biologischen Reinigungsstufe hatten das Ende ihres Lebenszyklus erreicht. Die nötige Reinvestition in diese „Ur“-Anlage bringt auch in diesem Teil der Hautkläranlage mehr Energieeffizienz, steigert die Ausfallssicherheit und senkt die Instandhaltungskosten. Das Volumen der Becken im zehn Hektar großen Baufeld wurde im Rahmen von E_OS um 50 Prozent vergrößert. Da die Belebungs- und Zwischenklärbecken aber nun deutlich höher sind, kommen sie mit einer wesentlich kleineren Grundfläche aus. Der dadurch freiwerdende Platz konnte für die neue Schlammbehandlungsanlage – und damit für den Klimaschutz – genutzt werden.

Wir klären alles – mit Ökostrom aus eigener Produktion
Seit 1980 reinigt die Hauptkläranlage in Simmering das gesamte Abwasser der Wienerinnen und Wiener, mehr als 6.000 Liter Abwasser gelangen pro Sekunde in die Anlage. In 20 Stunden durchläuft das Abwasser eine mechanische und zwei biologische Reinigungsstufen, in denen sich die 169 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ebswien die Natur zum Vorbild nehmen. Mehr als 100.000 Kilogramm Schmutzstoffe werden dem Abwasser Tag für Tag entzogen. Über den Donaukanal fließt das gereinigte Abwasser in die Donau, ohne deren Wasserqualität zu beeinträchtigen. Wir klären also alles und sorgen dafür, dass die Donau blau bleibt. Mit E_OS zur Gänze mit Ökostrom aus eigener Produktion.

https://www.ebswien.at/hauptklaeranlage/news/detail/article/ludwigsima-meilenstein-fuer-den-klimaschutz-in-wien/

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Klagenfurt: Forschungsprojekt Abwasser zeigt, ob Infektionen mit Corona steigen

Seit dieser Woche werden Proben der Klagenfurter Kläranlage von der Uni Innsbruck untersucht. Ziel: Aufschluss über das Infektionsgeschehen und eine Vorschau auf Krankenzahlen zu erhalten.

Proben werden in der Kläranlage Klagenfurt im Zuge der Eigenüberwachung immer genommen. Seit dieser Woche werden aber auch

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/5900089/Forschungsprojekt_Abwasser-zeigt-ob-Infektionen-mit-Corona-steigen?from=rss

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Bezirk St. Veit/A: Feuerwehren trainierten Umgang mit Pumpe und Co

Am Landesfeiertag starteten 51 St. Veiter Feuerwehrmänner und drei Frauen den Grundkurs im Maschinistenlehrgang. Sie kamen von 20 Feuerwehren des Bezirks. Theorie wurde im Kulturhaus Althofen vermittelt; auf dem Gelände der Kläranlage Mölbling wurde…mehr:

https://www.krone.at/2252226

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Wien: CORONA-PANDEMIE – KLÄRANLAGE HÄLT BETRIEB AUFRECHT

Pandemie-Notfallplan in Kraft – Abwasserreinigung für Wien weiterhin gesichert

Die Wiener Kläranlage zählt zur kritischen Infrastruktur, die Abwasserreinigung muss auch in Krisensituationen funktionieren. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die ebswien hauptkläranlage ihre entsprechenden Notfallpläne in Kraft gesetzt. Die Mannschaftsstärke vor Ort wurde zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus auf das absolut notwendige Minimum reduziert. Der Hauptprozess – die Reinigung sämtlicher Wiener Abwässer – kann von den Mitarbeitenden vor Ort in enger Abstimmung mit Kolleginnen und Kollegen in Teleworking aufrechterhalten werden. Die Anlage ist weiterhin 24 Stunden täglich in Betrieb.

https://www.ebswien.at/hauptklaeranlage/news/detail/article/corona-pandemie-klaeranlage-haelt-betrieb-aufrecht/

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Niederösterreichisch: Abwasser – Winzer in der Kritik

Betriebe würden zu wenig für Entsorgung in den Kläranlagen zahlen, so der Vorwurf.
„Privathaushalte werden überproportional belastet“, schreibt der Rechnungshof in seinem aktuellen Bericht, der die Abwasserverbände niederösterreichischer Gemeinden unter …mehr:

https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/abwasser-winzer-in-der-kritik/400987022

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Corona-Forschungsprojekt: In Kärnten werden jetzt Abwasserproben genommen

Die Kläranlagen Klagenfurt, Villach und Feldkirchen werden beprobt, um mehr zuverlässige Informationen über das Virus zu bekommen. Mehr:
Forscher wollen herausgefunden haben, dass es etwa in Spanien oder Italien Coronavirus-Spuren im Abwasser bereits…

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/5841241/CoronaForschungsprojekt_In-Kaernten-werden-jetzt-Abwasserproben

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Corona-Forschungsprojekt: Auf Virussuche in der Kläranlage von Kapfenberg

Als Teil eines bundesweiten Forschungsprojekts zur Früherkennung wird das Abwasser der Kläranlage Kapfenberg auf das Coronavirus getestet. Mehr:

https://www.kleinezeitung.at/international/corona/5847398/CoronaForschungsprojekt_Auf-Virussuche-in-der-Klaeranlage-von

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Wien: MEILENSTEIN FÜR DEN KLIMASCHUTZ IN WIEN

Schlussstein für Projekt E_OS feierlich enthüllt – Wiens Kläranlage wird zum Öko-Kraftwerk

Exakt am 50. Jahrestag der Grundsteinlegung für die Wiener Hauptkläranlage enthüllten Bürgermeister Michael Ludwig und Umweltstadträtin Ulli Sima am 4. Juni 2020 den Schlussstein des Projekts E_OS – Energie_Optimierung Schlammbehandlung in der von der ebswien betriebenen Kläranlage der Stadt Wien in Simmering. In mehr als fünfjähriger Bauzeit wurden die Becken der Vorklärung und der 1. biologischen Reinigungsstufe erneuert und die Schlammbehandlungsanlage neu errichtet. Nach der Inbetriebnahme kann Wiens Kläranlage aus „grünem Gas“ mehr Öko-Energie erzeugen, als sie zur Abwasserreinigung benötigt. „Gerade in Zeiten, wo die Corona-Pandemie das beherrschende Thema darstellt, ist es wichtig, andere wichtige Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht, nicht zu vergessen. Der Klimaschutz steht dabei ganz oben in der Rangliste. Wir haben es in der Hand, die Zukunft der nächsten Generationen zu sichern. Dafür müssen wir Wien Klima-fit machen, damit es auch künftig die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt“, erklärte Bürgermeister Ludwig. Umweltstadträtin Sima ergänzte: „Die Wiener Kläranlage leistet seit Jahrzehnten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und damit zur hohen Lebensqualität in Wien. Mit dem innovativen Projekt E_OS stellen wir sicher, dass das auch in den kommenden Jahrzehnten so bleibt und leisten damit einen entscheidenden Beitrag für die Klimamusterstadt Wien.“
Die neue Schlammbehandlungsanlage der ebswien sei ein Vorzeigebeispiel für ein Smart-City-Projekt, betonte Ludwig: „Die Stadt Wien gilt weltweit als Vorreiter in Sachen Smart City. Wir haben eine klare Strategie, bei der die Anliegen und Ideen der Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner, aber auch die Impulse aus Wirtschaft, Technologie und Forschung unter ein gemeinsames Ziel gestellt werden. Was das ganz konkret bedeutet und welchen Nutzen Wien daraus zieht, machen Projekte wie E_OS in der Wiener Hauptkläranlage deutlich. Durch den intelligenten Einsatz von modernen Technologien wird hier mehr Energie produziert als tatsächlich verbraucht.“ Sima erläuterte: „Die Abwasserreinigung, die in anderen Städten einen der größten kommunalen Energieverbraucher darstellt, erfolgt bei uns energieautark. Wir gewinnen auch noch sauberen Strom und saubere Wärme und senken damit auch den CO2-Ausstoß deutlich.“

Vorzeigeprojekt für den Klimaschutz in Wien
Kläranlagen gehören in der Regel zu den größten kommunalen Energieverbrauchern, die Wiener Kläranlage benötigt zur Reinigung der gesamten in der Stadt anfallenden Abwässer mehr als ein Prozent des vom größten Wiener Energieversorgers produzierten Stroms. „Wiens Kläranlage wird mit E_OS zum Öko-Kraftwerk. Davon profitiert die Wiener Klimabilanz erheblich: Der Ausstoß von CO2-Äquivalenten sinkt um rund 40.000 Tonnen pro Jahr“, so Sima. Das Projekt E_OS stellte eine echte logistische Herausforderung dar. Sima: „Der Bau erfolgte bei laufendem Betrieb der Kläranlage. Die Qualität der Abwasserreinigung musste dabei zu jedem Zeitpunkt garantiert sein. Diese schwierige Aufgabe hat das Team der ebswien perfekt gemeistert.“ Genauso erfreulich sei ein weiterer Aspekt, ergänzte die Stadträtin: „Die beim E_OS-Planungsbeginn vor zehn Jahren ermittelten Daten bezüglich Bauablauf und Projektkosten haben perfekt gehalten. Die ebswien hält bei E_OS sowohl Zeit- als auch Kostenplan ein.“
Ab dem ersten vollen Betriebsjahr 2021 stellt sich die Energiebilanz der ebswien wie folgt dar:
Verbrauch Erzeugung von Öko-Energie
Strom 63 GWh/a 78 GWh/a
Wärme 40 GWh/a 82 GWh/a

Innovation: Mehr Energie durch gute Ideen
„Bei Schlammfaulungsanlagen stand früher vor allem die Reduktion des Klärschlamms, der als ,Reststoff´ bei der Abwasserreinigung anfällt, im Mittelpunkt des Interesses“, erläuterte ebswien-Generaldirektor Christian Gantner, „die gewonnene Energie war dabei nur ein angenehmer Nebeneffekt. Bei E_OS war hingegen von Anfang an die größtmögliche Energieausbeute unser Ziel.“ So entwickelte die ebswien gemeinsam mit dem Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement der Technischen Universität Wien ein innovatives Verfahren. Bevor der Schlamm in die Faulbehälter gelangt, muss ihm Wasser entzogen werden. Je „dicker“ der Schlamm dabei ist, desto besser für die Energiebilanz. Der Schlamm muss für die Faulung nämlich einschließlich des enthaltenen Wassers erwärmt werden. Ein geringerer Wasseranteil spart dabei Energie. Zu „dick“ darf der Schlamm aber auch nicht werden, da er sonst nicht mehr gepumpt werden könnte. Gantner: „Umfangreiche Versuche haben unsere Annahmen eindrucksvoll bestätigt, wir können die neuen Faulbehälter mit einem doppelt so hohen Feststoffgehalt wie üblich betreiben.“ Gute Ideen bringen also nicht nur mehr Energie, sie sparten auch Baukosten: Durch das neue Verfahren kommt die ebswien mit halb so vielen Faulbehältern aus.

So funktioniert die neue Schlammbehandlungsanlage
Im Klärschlamm sind die bei der Abwasserreinigung entfernten Schmutzstoffe gebunden, pro Jahr fallen in Wien rund zwei Millionen Kubikmeter an. Das sichtbarste Zeichen der neuen Schlammbehandlungsanlage sind die sechs jeweils 30 Meter hohen Faulbehälter mit einem Gesamtvolumen von 75.000 Kubikmeter. Dorthin gelangt der „voreingedickte“ und auf 38 Grad Celsius erwärmte Schlamm. Unter Luftabschluss bauen Bakterien die organischen Inhaltsstoffe des Klärschlamms ab. Während des 25 Tage dauernden Faulungsprozesses – der „anaeroben Stabilisierung“ – entsteht Klärgas, das zu zwei Drittel aus dem energiereichen Methan (CH4) besteht. Davon fallen 20 Millionen Kubikmeter pro Jahr an! Der ausgefaulte Schlamm wird aus den Faulbehältern abgezogen und verbrannt. Das Klärgas hingegen gelangt über Filteranlagen von den Gasbehältern in Blockheizkraftwerke, wo es in Gasmotoren verbrannt wird. Dabei entsteht nicht nur mechanische Energie, die mittels Generatoren in elektrischen Strom umgewandelt wird, sondern auch Wärme, die für Heizung und Warmwasserbereitung verwendet werden kann. Dadurch bringen es die Blockheizkraftwerke auf einen hohen Gesamtwirkungsgrad von mehr als 80 Prozent.

Platz für den Klimaschutz
Seit 1980 standen sie im Dauerbetrieb: Die Becken der Vorklärung und der 1. biologischen Reinigungsstufe hatten das Ende ihres Lebenszyklus erreicht. Die nötige Reinvestition in diese „Ur“-Anlage bringt auch in diesem Teil der Hautkläranlage mehr Energieeffizienz, steigert die Ausfallssicherheit und senkt die Instandhaltungskosten. Das Volumen der Becken im zehn Hektar großen Baufeld wurde im Rahmen von E_OS um 50 Prozent vergrößert. Da die Belebungs- und Zwischenklärbecken aber nun deutlich höher sind, kommen sie mit einer wesentlich kleineren Grundfläche aus. Der dadurch freiwerdende Platz konnte für die neue Schlammbehandlungsanlage – und damit für den Klimaschutz – genutzt werden.
In fünfjähriger Bauzeit wandelte sich das Erscheinungsbild der Wiener Kläranlage entscheidend. Ein Überblick über die Baumassen bietet einen Einblick in die Dimension des Projekts E_OS (Stand: Mai 2020):

Erdaushub 80.000 m3
Betonabbruch 38.000 m3
Abbruch Rohrmaterial 5 km
Verbauter Beton 120.000 m3
Verbauter Bewehrungsstahl 13.000 t
Verlegte Rohrleitungen 40 km
Verlegte Kabel 510 km
Hinterfüllung/Schüttung 125.000 m3
Asphalt 28.000 m2
Grünflächen hergestellt 20.000 m2

Projektverlauf E_OS
2010 Auftrag an die ebswien zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie
2011 ebswien legt positive Machbarkeitsstudie vor
2012 Umsetzung des Projekts E_OS wird einstimmig im Wiener Gemeinderat beschlossen
2013 Inbetriebnahme Versuchsanlage, Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
2014 positiver UVP-Bescheid; europaweite Ausschreibungsverfahren
2015 Grundsteinlegung (13. April) & Baubeginn
2016 Inbetriebnahme Vorklärung West
2017 Inbetriebnahme 1. biologische Reinigungsstufe Süd
2018 Vorklärung zur Gänze in Betrieb, Inbetriebnahme Belebung 1. biologische Reinigungsstufe Nord
2019 Fertigstellung 1. biologische Reinigungsstufe Nord (Zwischenklärung)
2020 Maschinentechnische Ausrüstung Schlammbehandlung; Inbetriebnahme Schlammbehandlung

Wir klären alles – mit Ökostrom aus eigener Produktion
Seit 1980 reinigt die Hauptkläranlage in Simmering das gesamte Abwasser der Wienerinnen und Wiener, mehr als 6.000 Liter Abwasser gelangen pro Sekunde in die Anlage. In 20 Stunden durchläuft das Abwasser eine mechanische und zwei biologische Reinigungsstufen, in denen sich die 169 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ebswien die Natur zum Vorbild nehmen. Mehr als 100.000 Kilogramm Schmutzstoffe werden dem Abwasser Tag für Tag entzogen. Über den Donaukanal fließt das gereinigte Abwasser in die Donau, ohne deren Wasserqualität zu beeinträchtigen. Wir klären also alles und sorgen dafür, dass die Donau blau bleibt. Mit E_OS zur Gänze mit Ökostrom aus eigener Produktion.

https://www.ebswien.at/hauptklaeranlage/news/detail/article/ludwigsima-meilenstein-fuer-den-klimaschutz-in-wien/

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Wien: CORONA-PANDEMIE – KLÄRANLAGE HÄLT BETRIEB AUFRECHT

Pandemie-Notfallplan in Kraft – Abwasserreinigung für Wien weiterhin gesichert
Die Wiener Kläranlage zählt zur kritischen Infrastruktur, die Abwasserreinigung muss auch in Krisensituationen funktionieren. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die ebswien hauptkläranlage ihre entsprechenden Notfallpläne in Kraft gesetzt. Die Mannschaftsstärke vor Ort wurde zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus auf das absolut notwendige Minimum reduziert. Der Hauptprozess – die Reinigung sämtlicher Wiener Abwässer – kann von den Mitarbeitenden vor Ort in enger Abstimmung mit Kolleginnen und Kollegen in Teleworking aufrechterhalten werden. Die Anlage ist weiterhin 24 Stunden täglich in Betrieb.Mehr:

https://www.ebswien.at/hauptklaeranlage/news/detail/article/corona-pandemie-klaeranlage-haelt-betrieb-aufrecht/

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Wien: Kommt es in Wien zu einer Kläranlagen-Katastrophe?

Aus mehreren US-Städten wird vermeldet, dass die Kläranlagen aktuell stark zu leiden hätten. Weil das WC-Papier knapp ist, greifen die Menschen zu Alternativen. Droht ein ähnliches Fiasko…mehr:

https://www.heute.at/s/klaranlage-in-wien-noch-intakt-47630504

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WIEN: ENDSPURT FÜR DAS ÖKO-KRAFTWERK

E_OS als Smart-City-Vorzeigebeispiel: Neue Schlammbehandlungsanlage der ebswien hauptkläranlage liefert ab 2020 saubere Energie.

Seit April 2015 wird gebaut, nun nähert sich das Projekt „E_OS – Energie_Optimierung Schlammbehandlung“ der ebswien hauptkläranlage der Fertigstellung: Nach Reinvestition in die Becken der Vorklärung und der 1. biologischen Reinigungsstufe und der Neuerrichtung einer Schlammbehandlungsanlage wird Wiens Kläranlage ab 2020 aus Klärgas mehr Öko-Energie erzeugen als sie zur Abwasserreinigung benötigt. Bürgermeister Michael Ludwig und Umweltstadträtin Ulli Sima überzeugten sich am 16. September 2019 in Simmering vom Baufortschritt. „Wien gilt weltweit als Vorreiter in Sachen Smart City. Dabei verfolgen wir eine klare Strategie, bei der die Anliegen und Ideen der Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner, aber auch die Impulse aus Wirtschaft, Technologie und Forschung unter ein gemeinsames Ziel gestellt werden“, erklärte Bürgermeister Ludwig: „Was das ganz konkret bedeutet und welchen Nutzen wir daraus ziehen, machen Projekte wie E_OS in der Wiener Hauptkläranlage deutlich. Durch den intelligenten Einsatz von modernen Technologien wird hier schon in wenigen Monaten mehr Energie produziert als tatsächlich verbraucht. Die Abwasserreinigung, die in anderen Städten einen der größten kommunalen Energieverbraucher darstellt, erfolgt bei uns zukünftig energieautark. Wir gewinnen auch noch sauberen Strom und Wärme und senken damit auch deutlich den CO2-Ausstoß.“

Kläranlagen gehören in der Regel zu den größten kommunalen Energieverbrauchern, die Wiener Hauptkläranlage benötigt zur Reinigung der gesamten in der Stadt anfallenden Abwässer knapp ein Prozent des Wiener Gesamtstromverbrauchs. Die zuständige Stadträtin Ulli Sima: „Die Hauptkläranlage wird mit E_OS zum Öko-Kraftwerk. Davon profitiert die Wiener Klimabilanz erheblich: Der Ausstoß von CO2-Äquivalenten sinkt um rund 40.000 Tonnen pro Jahr.“ Das Projekt E_OS stellt eine logistische Herausforderung dar, so Sima: „Der Bau erfolgt bei laufendem Betrieb der Kläranlage. Die Qualität der Abwasserreinigung muss dabei zu jedem Zeitpunkt garantiert sein. Diese schwierige Aufgabe hat das Team der ebswien bisher perfekt gemeistert.“ Genauso erfreulich sei ein weiterer Aspekt, ergänzte die Stadträtin: „Die Schlammbehandlungsanlage wird Mitte 2020 ihren Betrieb aufnehmen, die ebswien hält bei E_OS damit sowohl Zeit- als auch Kostenplan ein.“

Ab dem ersten vollen Betriebsjahr 2021 stellt sich die Energiebilanz der ebswien hauptkläranlage wie folgt dar:
Verbrauch Erzeugung
Strom 63 GWh/a 78 GWh/a
Wärme 40 GWh/a 82 GWh/a

Innovation: Mehr Energie durch gute Ideen
„Bei Schlammfaulungsanlagen stand früher vor allem die Reduktion des Klärschlamms, der als >Reststoff< bei der Abwasserreinigung anfällt, im Mittelpunkt des Interesses“, erläuterte ebswien-Generaldirektor Christian Gantner, „die gewonnene Energie war dabei nur ein angenehmer Nebeneffekt. Bei E_OS war hingegen von Anfang die größtmögliche Energieausbeute unser Ziel.“ So entwickelte die ebswien hauptkläranlage gemeinsam mit dem Institut für Gewässergüte der Technischen Universität Wien ein innovatives Verfahren. Bevor der Schlamm in die Faulbehälter gelangt, muss ihm Wasser entzogen werden. Je „dicker“ der Schlamm dabei ist, desto besser für die Energiebilanz. Der Schlamm muss für die Faulung nämlich einschließlich des enthaltenen Wassers erwärmt werden. Ein geringerer Wasseranteil spart dabei Energie. Zu „dick“ darf der Schlamm aber auch nicht werden, da er sonst nicht mehr gepumpt werden könnte. Gantner: „Umfangreiche Versuche haben unsere Annahmen eindrucksvoll bestätigt, wir können die neuen Faulbehälter mit einem doppelt so hohen Feststoffgehalt wie üblich betreiben.“ Gute Ideen bringen also nicht nur mehr Energie, sie sparen auch (Bau-)Kosten: Durch das neue Verfahren kommt die ebswien mit halb so vielen Faulbehältern aus.

So funktioniert die neue Schlammbehandlungsanlage
Im Klärschlamm sind die bei der Abwasserreinigung entfernten Schmutzstoffe gebunden, pro Jahr fallen in Wien rund zwei Millionen Kubikmeter davon an. Das sichtbarste Zeichen der neuen Schlammbehandlungsanlage sind die sechs jeweils 30 Meter hohen Faulbehälter mit einem Gesamtvolumen von 75.000 Kubikmeter. Dorthin gelangt der „voreingedickte“ und auf 38 Grad Celsius erwärmte Schlamm. Unter Luftabschluss bauen Bakterien die organischen Inhaltsstoffe des Klärschlamms ab. Während des 25 Tage dauernden Faulungsprozesses – der „anaeroben Stabilisierung“ – entsteht Klärgas, das zu zwei Drittel aus dem energiereichen Methan (CH4) besteht. Davon fallen 20 Millionen Kubikmeter pro Jahr an! Der ausgefaulte Schlamm wird aus den Faulbehältern abgezogen und verbrannt. Das Klärgas hingegen gelangt über Filteranlagen von den Gasbehältern in Blockheizkraftwerke, wo es in Gasmotoren verbrannt wird. Dabei entsteht nicht nur mechanische Energie, die mittels Generatoren in elektrischen Strom umgewandelt wird, sondern auch Wärme, die für Heizung und Warmwasserbereitung verwendet werden kann. Dadurch bringen es die Blockheizkraftwerke auf einen hohen Gesamtwirkungsgrad von mehr als 80 Prozent.

Platz für den Klimaschutz
Seit 1980 standen sie im Dauerbetrieb: Die Becken der Vorklärung und der 1. biologischen Reinigungsstufe hatten das Ende ihres Lebenszyklus erreicht. Die nötige Reinvestition in diese „Ur“-Anlage bringt auch in diesem Teil der Hautkläranlage mehr Energieeffizienz, steigert die Ausfallssicherheit und senkt die Instandhaltungskosten. Das Volumen der Becken im zehn Hektar großen Baufeld wurde im Rahmen von E_OS um 50 Prozent vergrößert. Da die Belebungs- und Zwischenklärbecken aber nun deutlich höher sind, kommen sie mit einer wesentlich kleineren Grundfläche aus. Der dadurch freiwerdende Platz konnte für die neue Schlammbehandlungsanlage – und damit für den Klimaschutz – genutzt werden.

Projektverlauf E_OS
2010 Auftrag an die ebswien hauptkläranlage zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie
2011 ebswien legt positive Machbarkeitsstudie vor
2012 Umsetzung des Projekts E_OS wird einstimmig im Wiener Gemeinderat beschlossen
2013 Inbetriebnahme Versuchsanlage, Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
2014 positiver UVP-Bescheid; europaweite Ausschreibungsverfahren
2015 Grundsteinlegung & Baubeginn
2016 Inbetriebnahme Vorklärung West
2017 Inbetriebnahme 1. biologische Reinigungsstufe Süd
2018 Vorklärung zur Gänze in Betrieb, Inbetriebnahme Belebung 1. biologische Reinigungsstufe Nord
2019 Fertigstellung 1. biologische Reinigungsstufe Nord (Zwischenklärung)
2020 Maschinentechnische Ausrüstung Schlammbehandlung
2020 Inbetriebnahme Schlammbehandlung

Weiterführende Informationen zum Projekt E_OS unter: www.ebswien.at/e_os
https://www.ebswien.at/hauptklaeranlage/news/detail/article/ludwigsima-endspurt-fuer-das-oeko-kraftwerk/

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Linz: Bei laufendem Betrieb riesigen Kanal erneuert

ASTEN, Zuleitung zur Kläranlage hat Durchmesser von drei Metern und fasst Abwasser der Stadt Linz und 43 weiterer Orte. Mehr:

https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/bei-laufendem-betrieb-riesigen-kanal-erneuert;art66,3209690#ref=rss

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„Die energieneutrale Kläranlage“ ein Bericht der Kläranlage Biberach/Baden

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Diesen Bericht zum Thema Energieefiizienz hat uns Hr. Mattes von der Verbandskläranlage Biberach/Baden zugeschickt.
Gerne stellen wir auch Berichte von Ihrer abwasseretechnischen Anlage auf klärwerk.info ein. Nehmen Sie einfach per Mail  (kontakt@klaerwerk.info) Kontakt mit uns auf.

Vorstellung Kläranlage
Die Verbandskläranlage (46.100 EW) ist eine kommunale, mechanisch-biologische Kläranlage mit anaerober Schlammstabilisierung zur Reinigung des häuslichen und gewerblichen Abwassers aus dem gesamten Verbandsgebiet. Die Inbetriebnahme war 1983. In den Jahren 2000-2003 wurde die Kläranlage zur gezielten Stickstoffelimination erweitert. Anschließend wurde, bei der in die Jahre gekommene Kläranlage der Bestand saniert und verschiedene Modifizie-rungsarbeiten durchgeführt. Seit 2009 ist die Kläranlage wieder in einem stabilen Betrieb.

Einleitung
Der Abwasserzweckverband Kinzig- und Harmersbachtal (AZV) befindet sich in Baden-Württemberg im mittleren Schwarzwald. Er betreibt und unterhält die Verbandskläranlage in Biberach/Baden.
Im vorliegenden Beitrag werden Potentiale und Möglichkeiten vorgestellt, mit denen man unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit eine energieneutrale Kläranlage schaffen kann.
Oberstes Ziel und Aufgabe einer Kläranlage ist und bleibt die Abwasserreinigung. Die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen hat höchste Priorität. In Betracht der derzeit geführten Diskussionen über Maßnahmen zur Energieeinsparung auf Kläranlagen, könnte man meinen, dass die Abwasserreinigung etwas in den Hintergrund geraten ist.
Die Abwasserreinigung funktioniert nun mal nicht ohne Energie, um das Abwasser zu reinigen, das 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr anfällt. Die Kläranlagen sind mit einem Anteil von 20 Prozent in der Regel die größten Stromverbraucher im kommunalen Bereich.
Nach Angaben des Umwelt-Bundesamtes erreichen Kläranlagen mit Faulgasverstromung im Bundesdurchschnitt einen Eigenversorgungsgrad von etwa 33 % des Strombedarfes. Nach Angaben der DWA beträgt der Eigenversorgungsgrad in Baden-Württemberg 35 %.
Durch Zugabe von Co-Substraten liegt der rechnerische Eigenversorgungsgrad der Kläranlage Biberach bei über 100%.
Bei Kläranlagen der Größenklasse 4, zu der auch die Kläranlage Biberach gehört, beträgt der Stromverbrauch im Bundesdurchschnitt 35 kWh/(EWxa) (Kilowattstunden pro Einwohner im Jahr) und in Baden Württemberg 33,9 kWh/(EWxa). Durch verschiedene Maßnahmen zur Stei-gerung der Energieeffizienz konnte die Kläranlage Biberach im letzten Jahr den Stromver-brauch auf 24,3 kWh/(EWxa) reduzieren. Zu erwähnen ist, dass sich gleichzeitig die Reini-gungsleistung in den letzten Jahren sogar verbessert hat. Die gesetzlichen Vorgaben wurden gesichert eingehalten.
Eine energieautarke Kläranlage, wie manchmal behauptet wird, ist mit der heutigen Technik nicht möglich. Ein Anschluss an das öffentliche Stromnetz ist für einen sicheren Betrieb unver-zichtbar…

Zum kompletten Bericht:
Energieeffizienzkonzept „Die Energieneutrale Kläranlage“

Kokain in den Augen der Fische

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Dank eines neuen bildgebenden Verfahrens hat eine Studie der Eawag und der Universität Zürich Überraschendes zu Tage gefördert: Kokain reichert sich in den Augen von Zebrafischen an. Die Befunde zeigen, dass Schadstoffe – insbesondere psychoaktive Substanzen – im Wasser ganz anders beurteilt werden müssen als zum Beispiel bei Tests von pharmazeutischen Wirkstoffen an Mäusen. Vor allem können die Mechanismen der Aufnahme und der Wirkung von Kokain nicht einfach von Fischen auf Säugetiere oder den Menschen übertragen werden.

Wenige Tage alte Zebrafische werden in vielen Toxikologie-Tests eingesetzt, um Versuche mit Säugetieren zu vermeiden. So auch, um die Wirkung von Drogen auf das Verhalten zu untersuchen. Forschende der Eawag haben nun zusammen mit Forschenden der Universität Zürich am Beispiel von Kokain gezeigt, dass Aufnahme, Verteilung und Wirkung von Kokain bei Zebrafischen in vielen Punkten nach anderen Mustern abläuft als bei Säugern. Erstmals wurde dafür ein komplexes, bildgebendes Verfahren (Maldi MSI ) eingesetzt, das es erlaubt…

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/kokain-in-den-augen-der-fische/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=edbca99bcbf8d4f2bb7977234a770929
 

 

Forschungsprojekt HypoWave: neuer Ansatz für Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft

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Regionale Konkurrenzen um die Ressource Wasser sind keine Seltenheit. Durch Klimawandel, Urbanisierung und Verschmutzung der Wasserressourcen könnten sich Nutzungskonflikte in den nächsten Jahrzehnten noch verschärfen. Deshalb sind neue Verfahren für die Wasseraufbereitung und Wasserwiederverwendung sinnvoll. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt „HypoWave“ wird jetzt ein wassersparendes Konzept für die Landwirtschaft unter-sucht: die hydroponische Pflanzenproduktion unter Verwendung von aufbereitetem Abwasser.

Besonders in wasserarmen Regionen beansprucht die landwirtschaftliche Produktion nicht selten den Großteil des vorhandenen Wassers. Große Mengen der knappen Ressource verdunsten dabei oder versickern in der Erde. Der Vorteil einer hydroponischen Pflanzenproduktion, wie man sie entfernt auch von Hydrokulturen bei Zimmerpflanzen kennt, liegt zunächst im geringen Wasserverbrauch. Die Pflanzen werden über eine Nährlösung in Pflanzgefäßen ohne Erde versorgt. Dabei versickert kein Wasser und es verdunstet nur wenig.

Im jetzt gestarteten Verbundprojekt „Einsatz hydroponischer Systeme zur ressourceneffizienten landwirtschaftlichen Wasserwiederverwendung (HypoWave)“ untersucht ein interdisziplinäres Team, wie die Effizienz dieser hydroponischen Pflanzenproduktion durch die Nutzung von kommunalem Abwasser für die Bewässerung noch erhöht werden kann. „Die abwassertechnische Innovation besteht darin, die Aufbereitung des Bewässerungswassers gezielt auf eine optimale Nährstoffverwertung der Pflanzen auszurichten“, sagt Projektleiter Thomas Dockhorn vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft der Technischen Universität Braunschweig. Gleichzeitig garantiere die angepasste Abwasseraufbereitung eine hohe Produktqualität, die weitgehend frei ist von Schwermetallen, organischen Spurenstoffen oder pathogenen Keimen.

Pilotanlage in Wolfsburg: Marktfähige landwirtschaftliche Produktion der Zukunft?
Dazu wird zunächst eine Pilotanlage zur Wiederverwendung des gezielt aufbereiteten kommunalen Abwassers in einem hydroponischen Gewächshaussystem auf der Kläranlage Hattorf in der Nähe von Wolfsburg errichtet. Neben dem erstmaligen Einsatz einer biologisch abbaubaren Folie zur Verringerung der Wasserverdunstung oberhalb des Wurzelraumes der Pflanzen sollen außerdem die technischen Abläufe, die Pflanzenproduktion, die Wirtschaftlichkeit der Anlage sowie die Qualität der erzeugten Produkte untersucht werden. „Wichtig ist dabei auch, zu ermitteln, wie die konkrete Vernetzung zwischen Siedlungswasserwirtschaft und Landwirtschaft gelingen kann, damit das Konzept tragfähig wird“, sagt Martina Winker vom Projektpartner ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt.

In einem zweiten wichtigen Schritt wird das Potenzial und die Marktfähigkeit eines solchen Konzeptes mithilfe von Fallstudien im Inland (u. a. Hessisches Ried) und in der Grenzregion zwischen Belgien und Deutschland sowie im portugiesischen Évora untersucht. Im Zuge der Forschungsarbeiten werden auch die möglichen Akteure solcher Systeme über einen Stakeholderdialog in das Forschungsprojekt eingebunden. Daraus ergeben sich Hinweise auf die Marktpotenziale für die hydroponische Landwirtschaft unter Verwendung von aufbereitetem Abwasser. „Die Lösungen müssen ökologisch und ökonomisch tragfähig sein“, fasst Projektleiter Dockhorn zusammen, „denn Ziel ist, dass diese Form der Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft dazu beitragen kann, langfristig das lokal knapper werdende Angebot der Ressource Wasser zu erhöhen.“

Das Forschungsprojekt HypoWave
Das Verbundprojekt „Einsatz hydroponischer Systeme zur ressourceneffizienten landwirtschaftlichen Wasserwiederverwendung (HypoWave)“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Projektpartner im Forschungsverbund unter der Leitung der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISWW), sind das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, die Universität Hohenheim (UHOH), der Abwasserverband Braunschweig (AVB), WEB – Wolfsburger Entwässerungsbetriebe, ACS-Umwelttechnik GMBH & Co. KG, aquadrat ingenieure (a2i), aquatectura – studios for regenerative landscapes, aquatune – Dr. Gebhardt & Co. GmbH, BIOTEC Biologische Naturverpackungen GmbH und Co. KG sowie Xylem Services GmbH (Xylem). Die dreijährige Laufzeit von HypoWave endet am 31. August 2019.

Projektleitung
Technische Universität Braunschweig, Institut für Siedlungswasserwirtschaft
Prof. Dr.-Ing. Thomas Dockhorn
Pockelsstr. 2a
38106 Braunschweig
Tel. + 49 531 391-7937
t.dockhorn@tu-braunschweig.de
www.tu-braunschweig.de/isww

 

 

„Wasserinfrastruktur in der Stadt – die unsichtbare Herausforderung“

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Gemeinsam luden die NUA, der DWA Landesverband NRW und das Projekt TWIST++ nach Lünen ein, um sich intensiv mit zukünftigen Lösungsansätzen der Wasserinfrastruktur zu beschäftigen.

Einen kurzen Bericht über die erfolgreiche Veranstaltung sowie die gezeigten Vorträge finden Sie unter: http://www.twistplusplus.de/twist-de/aktuelles/meldungen/2016-06-01-Abschlussveranstaltung_Luenen.php

Wasserinfrastrukturen für die Städte der Zukunft – Motivation und Inhalte des TWIST++ Projektes
http://www.twistplusplus.de/twist-wAssets/docs/1_Hiessl_WIS_fuer_die_Staedte_der_Zukunft-1.pdf
Dr. Harald Hiessl, Projektleitung Fraunhofer ISI Karlsruhe

Transitionswege für den urbanen Raum am Beispiel Lünen I
http://www.twistplusplus.de/twist-wAssets/docs/2_Hillenbrand_Transitionswege_urbaner_Raum-2.pdf
Dr. Thomas Hillenbrand, Fraunhofer ISI Karlsruhe

Transitionswege für den urbanen Raum am Beispiel Lünen II
http://www.twistplusplus.de/twist-wAssets/docs/3_Schratz_Transitionswege.pdf
Udo Schratz, Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen

Beispiel Lünen – Konzept aus abwassertechnischer Sicht
http://www.twistplusplus.de/twist-wAssets/docs/4_Steinmetz_Transitionswege_Teil3.pdf
Prof. Heidrun Steinmetz, TU Kaiserslautern

Transitionswege im ländlichen Raum am Beispiel Wohlsborn-Rohrbach – Kandidat der IBA Thüringen
http://www.twistplusplus.de/twist-wAssets/docs/5_Londong_Maier_Transitionswege_im_laendlichen_Raum.pdf
Prof. Jörg Londong, Bauhaus-Universität Weimar
Kirsten Maier, Abwasserzweckverband Nordkreis Weimar

Aus Alt mach Neu – Konversionsflächen für Wohnen und Gewerbe im Modellgebiet „Neue Zeche Westerholt“
http://www.twistplusplus.de/twist-wAssets/docs/6_Sorge_Troldner_Westerholt.pdf
Dr. Christian Sorge, IWW Mülheim adR
Kim Troldner, RAG MI GmbH

Der Rahmen für die Umsetzung: Hemmnisse, Anpassungsbedarf und Akzeptanz
http://www.twistplusplus.de/twist-wAssets/docs/7_Wilhelm_Rahmen_fuer_die_Umsetzung_2.pdf
Dr. Christian Wilhelm, DWA Hennef

TWIST++: Was bleibt? Wie geht es weiter?
http://www.twistplusplus.de/twist-wAssets/docs/8_Hillenbrand_Was_bleibt.pdf
Dr. Thomas Hillenbrand, Fraunhofer ISI Karlsruhe