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Abwasserverordnung: Parameter CSB bleibt vorerst parallel zu TOC erhalten

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In der Abwasserverordnung (AbwV) wird der Parameter CSB übergangsweise parallel zu dem Parameter TOC beibehalten. Der Bundesrat hat am Freitag, der Achten Verordnung zur Änderung der Abwasserverordnung (AbwV) nach Maßgabe einer entsprechenden Änderung zugestimmt. Die parallele Beibehaltung sei bis zur Novellierung des Abwasserabgabengesetztes (AbwAG) aus Gründen der Rechtssicherheit und -klarheit der Parameter CSB notwendig, um künftig eine Ermäßigung der Abwasserabgabe zu gewährleisten, begründet der Bundesrat den Beschluss.

Grundsätzlich sollte dem Beschluss des Bundesrats …mehr:
https://www.euwid-wasser.de/news/politik/einzelansicht/Artikel/abwasserverordnung-parameter-csb-bleibt-vorerst-parallel-zu-toc-erhalten.html
 

 

Plastik in Schlei: Sandfilter schafft nicht alles

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Etwa viereinhalb Monate, nachdem herauskam, dass mehr als zwei Jahre lang immer wieder kleine Plastikteile aus dem Schleswiger Klärwerk in der Schlei landeten, haben die Stadtwerke Schleswig am Mittwoch ein Gutachten zu dem Fall vorgestellt.

Wie funktioniert ein Sandfilter?
Im Schleswiger Klärwerk wird das Abwasser gleich mehrmals gefiltert. Unter anderem mit einem sogenannten Sandfilter. Dieser besteht aus insgesamt 24 Kammern.

Informationen zur Sendung
Leichte Plastikteilchen gingen durch Filter
Daraus geht unter anderem hervor, dass die fünfte und letzte Stufe der Kläranlage, der Sandfilter, nicht in der Lage ist, leichte Plastikpartikel zu filtern. Der Sandfilter habe die Kunststoffe nicht gänzlich aufhalten können, sagte Wolfgang Schoofs, Geschäftsführer der Stadtwerke Schleswig, der die Untersuchungen des Sachverständigen dem Werkausschuss für Abwasserentsorgung vorstellte. Schwerere Teilchen seien im Klärschlamm gelandet, leichtere aber durch den Filter gelaufen.
Vorgegebene Grenzwerte eingehalten
Schoofs betonte, der Sachverständige habe bescheinigt, dass die Kläranlage fach- und sachgerecht geführt werde. Vorgegebene Grenzwerte seien eingehalten worden. Mittlerweile haben die Stadtwerke Schleswig einen zusätzlichen Siebfilter eingebaut. Dieses Edelstahlgitter verhindert jetzt, dass kleine Plastikteile in die Schlei gelangen.

Jährlich mehrere Tonnen Plastik in die Schlei
Anfang März war bekannt geworden, dass Plastikteilchen aus geschredderten Speiseresten der Firma ReFood über das Klärwerk in die Schlei gelangt waren. Das Umweltministerium Schleswig-Holstein geht davon aus, dass dies schon mindestens seit 2015 geschah. Jährlich dürfte es sich um mehrere Tonnen Plastik gehandelt haben. Flächendeckend wurden die Teilchen aber erst Ende 2017 beobachtet. Wer nun die zwei Millionen Euro für die Reinigungsarbeiten an der Schlei zahlt, muss noch geklärt werden. Mehr:

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Plastik-in-Schlei-Sandfilter-schafft-nicht-alles,sandfilter100.html

Video «Schweizer Gewässer – Alles klar?»

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Das BAFU veröffentlicht ein neues Video zur Gewässerentwicklung in der Schweiz.
Tauchen Sie ein und nehmen Sie neben dem Piloten Nino G vom Planet Nuxxo Platz. Sie werden ihn auf seiner abenteuerlichen Reise durch die Schweizer Gewässerlandschaft begleiten und erfahren auf diesem Weg, weshalb es in der Vergangenheit zu grossen Gewässerkorrekturen kam, welche Auswirkungen die Wasserkraft auf die Natur hat, wie es den Gewässern geht, was Abwasserreinigungsanlagen leisten können und weshalb saubere Gewässer auch in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit sind.

Dank den aussergewöhnlichen 360-Grad Aufnahmen werden Sie sich das Video so anschauen können, wie es für Sie gerade stimmt. Sie können das Video auf dem Tablet, Smartphone oder mit einer Virtual Reality-Brille anschauen.

Mehr:
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/dossiers/gewaesserentwicklung_alles_klar.html
 

 

Meldungen aus Österreich 2018

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Oktober 2018
Wien 12. Jour-fixe „Vergaberecht“ 
Völkermarkt, Kühnsdorf 829 Kilometer Kanal bringen die Fracht ans Ziel 
Wien Arien in Wiener Kläranlagen: Singen für den Umweltschutz 
Klagenfurt 30 Jahre Entsorgung 
September 2018
Wien Wien erhöht Gebühren für Wasser, Kanal und Müllabfuhr 
Groß St. Florian Hunderte Fische im Gleinzbach verendet 
Juli 2018
Wien 1. Get-together der „Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV“ 
Wien Neptun Wasserpreis 2019 ausgeschrieben 
Graz Neue VRV-Kursreihe erfolgreich gestartet 
Wien Jour-fixe „Umweltrecht“ widmete sich den Geruchsimmissionen 
Wien ÖWAV-Seminar „Sachverständige und JuristInnen“

12. Jour-fixe „Vergaberecht“

Der bereits 12. ÖWAV-Jour-fixe „Vergaberecht“ fand am 26. September 2018 in den Räumen des ÖWAV in Wien statt. Durch das Programm führte Dr. Stefan Mathias Ullreich (Finanzprokuratur).

Unter dem Generalthema „BVergG 2018: Bestangebotsprinzip NEU“ referierte Dr. Claudia Fuchs LL.M. (Niederhuber & Partner Rechtsanwälte GmbH) über „Wahl zwischen Bestangebots- und Billigstangebotsprinzip“, MMag. Dr. Claus Casati (Casati Rhomberg Rechtsanwälte) über „Zuschlagskriterien“ und Dr. Christian Fink (Rechtsanwalt Dr. Christian Fink) über „Kostenmodelle – Lebenszykluskosten“.
Darüber hinaus blieb ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion. Mit über 50 TeilnehmerInnen war dieser Jour fixe „Vergaberecht“ dank der tatkräftigen Unterstützung der Vortragenden und des Moderators ein großer Erfolg.
Als Veranstaltungstipp empfehlen wir Ihnen das Seminar „Vergaberecht für die Praxis“, das am 14. März 2019 in Wien stattfinden wird. Nähere Informationen erhalten Sie rechtzeitig vorab auf unserer Homepage.

https://www.oewav.at/

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Völkermarkt, Kühnsdorf/Austria: 829 Kilometer Kanal bringen die Fracht ans Ziel

Den Großteil der im Bezirk anfallenden Fäkalwässer reinigt der Abwasserverband Völkermarkt-Jaunfeld. Bis 2020 sollen alle noch offenen Projekte im Bezirk fertig sein. Mehr:

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/voelkermarkt/aktuelles_voelkermarkt/5504410/Voelkermarkt-Kuehnsdorf_829-Kilometer-Kanal-bringen-die-Fracht-ans

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Wien: Arien in Wiener Kläranlagen: Singen für den Umweltschutz

Gerald Zwittkovits ist Tenor, Techniker und Umweltschützer. Nun erscheint seine erste CD. Sie soll Menschen die Bedeutung von Wasser vermitteln.
Als Kind saß Gerald Zwittkovits gerne am Ufer der Fischa, die in seinem Heimatdorf bei Wiener Neustadt gemächlich vorbeifloss: „Eines Tages war der Fluss plötzlich orange. Erst Jahre später, beim Studium der Kultur- und Wassertechnik, hab ich begriffen was das heißt: Der Fluss war tot.“
Ein Betrieb hatte Malerfarbe einfach in den Fluss geleitet. „Alle Fische, alle Pflanzen sind verendet“, erzählt der heute 53-Jährige: „Dieses Bild habe ich heute noch vor mir.“ Mehr:

https://diepresse.com/home/leben/mensch/5499373/Arien-in-Wiener-Klaeranlagen_Singen-fuer-den-Umweltschutz?from=rss

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Klagenfurt: 30 Jahre Entsorgung

Vor 30 Jahren wurden die Klagenfurter Entsorgungsbetriebe gegründet, die sich seither um den Kanal, die Kläranlage und den Müll kümmern. Die Entsorgung ist mittlerweile Klagenfurts größte Abteilung und nimmt auch am meisten Gebühren ein.
46.000 Tonnen Müll fallen in Klagenfurt pro Jahr an. Das heißt, dass jeder Einwohner jährlich eine halbe Tonne Müll produziert. In den drei Jahrzehnten wurde einiges unternommen, so zum Beispiel die Einführung der Mülltrennung

…mehr: https://kaernten.orf.at/news/stories/2935023/

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Wien erhöht Gebühren für Wasser, Kanal und Müllabfuhr

Wien erhöht ab 1. Jänner 2019 die Gebühren für Wasser und Abwasser sowie die Müllabfuhr (Umleer-System, Anm.) um 3,2 Prozent. Auch die Gebrauchsabgabe steigt im selben Ausmaß. Das hat das Büro von Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) der APA am Montag mitgeteilt. Basis für die Maßnahme ist das Wiener Valorisierungsgesetz. Mehr:

https://www.kleinezeitung.at/service/newsticker/5482735/Wien-erhoeht-Gebuehren-fuer-Wasser-Kanal-und-Muellabfuhr

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Groß St. Florian/A: Hunderte Fische im Gleinzbach verendet

Im Gleinzbach in Groß St. Florian kam es auf einer Länge von rund drei Kilometern zu einem Fischsterben. Als Ursache werden eingeleitete Abwässer vermutet. Kein schöner Anblick bot sich Ende letzter Woche auf einem Teilstück…Mehr:

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/suedsuedwest/5479735/Gross-St-Florian_Hunderte-Fische-im-Gleinzbach-verendet

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1. Get-together der „Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV“

Am 7. Juni 2018 fand das 1. Get-together der „Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV“ statt, welches mit über 60 TeilnehmerInnen restlos ausgebucht war.

Ziel des ÖWAV ist es, junge ExpertInnen aus den unterschiedlichen Bereichen der Wasserwirtschaft untereinander zu vernetzen und den ÖWAV als Plattform bekannt zu machen. Moderiert wurde das 1. Get-together von Maria Rath (Riocom) und Franz Greimel (Universität für Bodenkultur, Wien), die das überaus interessierte Publikum sehr gelungen in die Diskussion einbinden konnten.

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer des ÖWAV DI Manfred Assmann, gab Frau Dr. Veronika Koller-Kreimel (BMNT) einen Vortrag über die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Darin wurden die Entstehungsgeschichte, die Zielsetzung, aber auch das Mitwirken Österreichs bei der Erstellung der Richtlinie beleuchtet. Im Anschluss an den Vortrag standen junge ExpertInnen aus mehreren Bereichen der Wasserwirtschaft im Rahmen einer Podiumsdiskussion für Fragen und Diskussion zur Verfügung.
Aufgrund des großen Interesses ist eine Folgeveranstaltung im Herbst 2018 geplant

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=316621

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Neptun Wasserpreis 2019 ausgeschrieben

Von 5. Juni bis 12. Oktober 2018 sind wieder Einreichungen für den Neptun Wasserpreis möglich. Der österreichische Umwelt- und Innovationspreis schafft in seiner 11. Ausschreibung eine neue Kategorie für Bildungsprojekte und öffnet die Forschungskategorie auch für internationale Einreichungen. Der Preis ist heuer mit insgesamt 21.000 Euro dotiert.
Die drei Fachkategorien WasserFORSCHT, WasserKREATIV sowie die neue Kategorie WasserBILDUNG bieten eine Plattform für Projekte, die sich auf wissenschaftliche, künstlerische oder gesellschaftliche Art mit der Ressource Wasser auseinandersetzen. Jede Fachkategorie ist diesmal mit 5.000 Euro dotiert. Projekte können ab 5. Juni 2018 auf der neuen Website www.neptun-wasserpreis.at eingereicht werden!

Die Fachkategorie WasserFORSCHT bietet eine Plattform für Projekte aus den Bereichen Forschung und Entwicklung in Wirtschaft und Wissenschaft, die sich mit dem Schutz der Ressource Wasser auseinandersetzen. „Erstmals suchen wir heuer in dieser Kategorie auch internationale Projekte und Innovationen im Bereich der Wasserwirtschaft.“, hebt Roland Hohenauer, Präsident des Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverbandes (ÖWAV), die Neuerung in der Forschungskategorie hervor.

Ökologisch nachhaltige Wassernutzung bzw. Wasserschonung sind zentrale Anliegen in dieser Kategorie. Innovative Lösungen sind gefragt, wenn es um die Wiederherstellung und Erhaltung von Gewässern als intakte Lebensräume für Pflanzen und Tiere, um die Artenvielfalt und das ökologische Gleichgewicht geht. Technologien, Verfahren und Projekte zur Abwasserbehandlung und zur Wasserreinhaltung sind ebenso Thema, wie nachhaltiger und integrierter Hochwasserschutz. Die Fachkategorie ist mit 5.000 Euro dotiert.

Wir laden Sie ein, kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekte, Dissertationen sowie Diplom- oder Masterarbeiten im Bereich Wasser beim Neptun Wasserpreis 2019 einzureichen und einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen!
Mit der neuen Kategorie WasserBILDUNG zeichnet der Neptun Wasserpreis zudem Initiativen, Projekte und Aktionen aus, die mit (Bewusstseins-) Bildung und Wissensvermittlung zum Schutz und zum nachhaltigen Umgang mit Wasser beitragen. Dazu zählen Projekte der Öffentlichkeitsbeteiligung in der Wasserwirtschaft ebenso wie Schulaktionen zur Sensibilisierung im Umgang mit der Ressource Wasser oder kreative Ideen, um Wasser erlebbar zu machen.
Bei der Preisverleihung im Frühjahr 2019 wird aus allen nominierten Fachprojekten der Hauptpreis per Live-Abstimmung ermittelt – das Siegerprojekt erhält zusätzlich 3.000 Euro Preisgeld.

Mehr Informationen und die Formulare zur Einreichung finden Sie online auf www.neptun-wasserpreis.at.
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=315186

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Neue VRV-Kursreihe erfolgreich gestartet

Am 3. Mai 2018 fand unter der Leitung von GF Mag. Maria Bogensberger (QUANTUM – Institut für betriebswirtschaftliche Beratung GmbH) der 1. ÖWAV-Kurs „VRV 2015 für Abwasser-, Abfallverbände und Gemeinden (UA 851, 852)“ in Graz in den Räumlichkeiten des Gemeindebundes Steiermark statt. Die knapp 30 TeilnehmerInnen wurden neben der Kursleiterin von MMag. Dr. Hans-Jörg Hörmann (Amt der Stmk. Landesregierung) und Christian Schleritzko, MSc (Österreichischer Gemeindebund), die beide bei der Entwicklung und Novellierung der VRV mitgearbeitet haben, informiert.
Der ÖWAV unterstützt mit dieser Schulungsmaßnahme die Abwasser- und Abfallverbände sowie die Gemeinden bei der Einführung in das neue Voranschlags- und Rechnungswesensystem, bei der Ersterfassung und Bewertung der Aktiva und Passiva für die Vermögensrechnung, bei der erstmaligen Erstellung des Voranschlages 2020 sowie bei der Erstellung der Eröffnungsbilanz 2020 und bei der Befüllung der diversen Anlagen gemäß VRV 2015.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=315294

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Jour-fixe „Umweltrecht“ widmete sich den Geruchsimmissionen

Der bereits 12. ÖWAV-Jour-Fixe „Umweltrecht“ fand am 16. Mai 2018 unter der Leitung von Mag. Martin Niederhuber (Niederhuber & Partner Rechtsanwälte) und Dr. Wilhelm Bergthaler (Haslinger/Nagele & Partner) in den Räumen des ÖWAV in Wien statt.
Unter dem Generalthema „Die neue Richtlinie zur Beurteilung von Geruchsimmissionen“ referierte Dr. Dieter Altenburger, MSc (Jarolim Partner Rechtsanwälte GmbH) über „Rechtliche Grundlagen der Beurteilung von Geruchsimmissionen“, OA Assoz.-Prof. PD DI Dr. med. Hans-Peter Hutter (Medizinische Universität Wien) über „Beurteilung von Geruchsimmissionen aus umweltmedizinischer Sicht: quo vadis?“ und DI Norbert Mundl, MSc (TÜV AUSTRIA) über „Ausbreitungsrechnung für Geruchsemissionen in der Praxis“.
Darüber hinaus blieb ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion. Mit über 60 TeilnehmerInnen war dieser Jour fixe „Umweltrecht“ dank der tatkräftigen Unterstützung der Veranstaltungsleiter und Vortragenden ein großer Erfolg.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=315658

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ÖWAV-Seminar „Sachverständige und JuristInnen“

„Sachverständige und JuristInnen – Partnerschaft oder Zwangsehe?“ unter diesem Titel veranstaltete der ÖWAV am 6. Juni 2018 in Wien ein Seminar in Kooperation mit Onz, Onz, Kraemmer, Hüttler Rechtsanwälte GmbH. ÖWAV-GF DI Manfred Assmann und ÖWAV-Vorstandsmitglied HR DI Ludwig Lutz (Amt der NÖ Landesregierung) konnten knapp 80 interessierte TeilnehmerInnen begrüßen.
Sachverständige haben überragende Bedeutung in verwaltungsbehördlichen und verwaltungsgerichtlichen Verfahren. Was sind die Anforderungen an ein Gutachten, was ist zu beachten? Wie arbeiten Behörde und Sachverständige bestmöglich zusammen? Welchen Beitrag kann eine professionelle Vorbereitung durch die Projektanten zu einem reibungslosen Verfahren leisten? Nach einem besonderen Fokus auf Großprojekte in den vergangenen Jahren wurde diesmal das Schwergewicht auf alltägliche Herausforderungen gelegt, die sich in Verwaltungsverfahren aller Art stellen. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Block zur zivil- und strafrechtlichen Haftung von Sachverständigen. Bei allen Themenkomplexen wurde die Möglichkeit für Fragen und Diskussion ausgiebig genutzt.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=316551

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Erdgas aus der Kläranlage

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Pilotanlage produziert synthetisches Erdgas aus Windstrom und Kohlendioxid
Puffer im Energiesystem: In Spanien erzeugt eine Pilotanlage künftig Erdgas aus Windstrom, Wasser und Klärschlamm. Damit dient sie einerseits als Speicher für überschüssige Windenergie und nimmt andererseits klimaschädliches CO2 aus der Kläranlage auf. Möglich wird dies durch eine besonders kompakte Anlage, die das synthetische Erdgas mittels Power-to-Gas-Verfahren produziert. Mehr:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22925-2018-07-10.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+scinexx+%28scinexx+%7C+Das+Wissensmagazin%29

Kläranlagen als kostbares Reservoir

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In den Abwasseranlagen enthaltenes Ammonium und Phosphate können wiedergewonnen werden. Das vulkanische Zeolithgestein wird als Bindemittel eingesetzt.

Gerade sechs Meter lang und 2,5 Meter breit: Der Container, in dem man im Inneren auf den ersten Blick Rohre, Rohranschlüsse, Messgeräte und einige Behälter sieht, ist eine im Testbetrieb befindliche Versuchsstation. Hier vollzieht sich, wie der Umwelttechniker Markus Ellersdorfer erläutert, ein Ionenaustauschprozess. Die Bezeichnung des hier laufenden Forschungsprojekts gibt schon über den angepeilten Endzweck Auskunft: „ReNOx“ bzw. Renewable NOx, also Gewinnung von erneuerbarem Stickstoff aus Abwasser. Mehr:

https://diepresse.com/home/science/5456162/Klaeranlagen-als-kostbares-Reservoir

Energieeffizienz/Modellprojekt zur Abwasserbeseitigung auf der zentralen Kläranlage in Niederfrohna: „Errichtung einer Pyrolyse zur Klärschlammverwertung“

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Auszug:
Läßt sich eine in bedarfsgerecht erweiterbarer Container-Modulbauweise konzipierte dezentrale Karbonisierungsanlage für phosphorreichen Klärschlamm platzsparend in eine übliche kommunale Kläranlage einbinden, mit dem Klärwerkspersonal im Dauerbetrieb technisch beherrschen sowie grundsätzlich energieauthark, umweltschonend und wirtschaftlich betreiben?

Lesen sie mehr unter:
http://www.zvfrohnbach.de/files/pdf/Klaerschlammveredlung_fuer_Internetseite.pdf

Kohle am Limit? Quo vadis Spurenstoffelimination mittels Aktivkohlen

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Vierte Reinigungsstufe in der Abwasserreinigung
Aktivkohle gilt in der Abwasserreinigung als vielversprechendes Adsorptionsmaterial für eine vierte Reinigungsstufe. Teil 1 unserer Artikelserie lieferte eine Übersicht über den Stand der Technik. Teil 2 befasst sich nun damit, was Aktivkohle im Abwasserreinigungsprozess nicht leisten kann.

Anthropogene Spurenstoffe wie Medikamenten- und Pflanzenschutzmittelrückstände oder aber Mikrokunststoffe stellen Kläranlagen vor große He¬rausforderungen. Ein vierstufiges Reinigungsverfahren ist derzeit ein viel diskutiertes Thema und soll unser Trinkwasser sauberer machen. Doch welche Filtermaterialien und -verfahren sind wirklich geeignet, um möglichst alle potenziell schädlichen Stoffe, vollumfänglich aus dem Abwasser zu entfernen? Aktivkohle gilt als vielversprechendes Adsorptionsmaterial für eine vierte Reinigungsstufe. Doch stößt auch sie irgendwo an ihre Grenzen? Eindeutig ja, wie …mehr:

https://www.laborpraxis.vogel.de/kohle-am-limit-quo-vadis-spurenstoffelimination-mittels-aktivkohlen-a-720974/?cmp=nl-297&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

 

 

Innovatives Verfahren zur Gülleaufbereitung kommt auf den Markt

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Das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) hat mit BioEcoSim ein neuartiges Verfahren zur Aufbereitung von Gülle entwickelt, dass jetzt marktreif ist. „Wir haben verschiedene Aufbereitungsstufen zu einem Gesamtprozess kombiniert und in einer modular aufgebauten Anlage integriert“, erläutert der Nährstoff-Experte Dr. Iosif Mariakakis vom Fraunhofer IGB. Damit können die wertvollen Nährstoffe als leicht transportierbare und exakt dosierbare Phosphor- und Ammoniumdüngesalze zurückgewonnen werden. Auch die festen organischen Bestandteile werden verwertet und mit einem energieeffizienten Verfahren getrocknet und konditioniert. Sie stehen dann als humusbildende Bodenverbesserer zur Verfügung. Gülle soll so nahezu vollständig verwertet und die recycelten Bestandteile dem Boden zugeführt werden.

BioEcoSim: So funktioniert es


• Um Gülle vollständig aufzubereiten, sind verschiedene Verfahrensschritte notwendig. In einem ersten Schritt wird die wässrige Gülle vorbehandelt, damit der Phosphor vollständig in Lösung geht. Über eine zweistufige Filtration wird sie in eine feste und eine flüssige Phase getrennt.
• Die entwässerte feste Phase wird mit einem ebenfalls am Fraunhofer IGB entwickelten energieeffizienten Verfahren getrocknet, das mit überhitztem Wasserdampf in einem geschlossenen System und daher energieeffizient arbeiten soll.
• Die getrockneten organischen Bestandteile können optional weiter bei 450 °C über einen Pyrolyse-Schritt – wie im Trocknungsschritt in einer Atmosphäre aus überhitztem Wasserdampf – zu organischer Biokohle umgesetzt werden.

• Die flüssige Güllefraktion enthält die gelösten anorganischen Nährstoffe. In einem Fällungsreaktor wird zunächst Phosphor zurückgewonnen und als Calciumphosphat, Magnesiumphosphat oder Magnesiumammoniumphosphat gefällt und abfiltriert.
• Stickstoff wird in einem zweiten Schritt zurückgewonnen. Hierzu wird die wässrige Fraktion über eine Membranadsorption als Ammoniumsulfat abgetrennt und kristallisiert.
• Übrig bleibt ein Wasser, das nur noch Spuren von Phosphor und Stickstoff enthält, aber reich an Kalium ist – und optimal zur Bewässerung eingesetzt werden kann.

In umfangreichen Untersuchungen und Feldstudien haben die Fraunhofer-Forscher gezeigt, dass die aus Gülle aufbereiteten mineralischen Düngemittel und organischen Bodenverbesserer direkt als gut verfügbare Dünger und humusbildende Substrate in der Landwirtschaft eingesetzt werden können.



Großtechnische Umsetzung und Betreibermodell


Mit der Suez Deutschland GmbH hat das Fraunhofer IGB nun einen Lizenznehmer für die patentierte Technologie gewonnen. Das global agierende Entsorgungs- und Verwertungsunternehmen wird als Betreiber in Aufbereitungsanlagen investieren. „Nach und nach sollen flächendeckend großtechnische Anlagen entstehen, die Landwirten, Zucht- und Mastbetrieben überschüssige Gülle abnehmen. Bei der Auswahl der Anlagenstandorte werden vor allem die logistischen Aspekte der Anlieferung berücksichtigt“, beschreibt Kai Bastuck, Leiter Geschäftsfeldentwicklung Recycling und Recovery der Suez Deutschland GmbH.


Eine erste Aufbereitungsanlage mit einem Durchsatz von einem Kubikmeter pro Stunde wird aktuell als „Lebendes Technikum“ am Suez-Standort Zorbau in Sachsen-Anhalt errichtet. Die flexibel ausgelegte Anlage soll Rinder- und Schweinegülle, aber auch Gärreste aus Biogasanlagen verarbeiten und damit als Blaupause für weitere großtechnische Anlagen dienen.
„Eine durchschnittliche großtechnische Anlage produziert dann stündlich aus zehn Kubikmetern Rohgülle etwa 100 Kilogramm Phosphatdünger, 100 Kilogramm Stickstoffdünger und 900 Kilogramm organische, nährstoffarme Feststoffe“, führt Siegfried Egner, Abteilungsleiter am Fraunhofer IGB, aus. Das Einsparpotenzial an synthetischen Düngern sei enorm: Mit der Kapazität von einer Million Kubikmetern Gülle pro Jahr, was in etwa der Menge aus ca. hundert Schweinemastbetrieben entspricht, könnten laut IGB 10.000 Tonnen Ammoniumdünger und 10.000 Tonnen Phosphordünger hergestellt werden. Dies entspräche fast dem jährlichen Bedarf in ganz Deutschland.


Topagrar.com – Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Energie-Energienews-Innovatives-Verfahren-zur-Guelleaufbereitung-kommt-auf-den-Markt-9174735.html

Behandlung von Gleisabwasser – Neuartige Pilotanlage

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Zur Behandlung von verschmutztem Gleisabwasser wurde ein neues Anlagenkonzept entworfen und gebaut sowie dessen Leistungsfähigkeit ermittelt. Das entwickelte Adsorbermaterial zeichnet sich durch einen hohen Stoffrückhalt aus, der in Labortests sowie im Feld bestätigt wurde.

Von den Schweizerischen Bundesbahnen SBB, wie auch von allen anderen Eisenbahninfrastrukturbetreibern, wird das Herbizid Glyphosat für den Gleisunterhalt eingesetzt. Mit abfliessendem Niederschlagswasser können Glyphosat sowie Stoffemissionen aus dem Bahnbetrieb über die Gleisentwässerung in Boden oder Oberflächengewässer gelangen. Eine Behandlung des Gleisabwassers ist in der Schweiz von der Belastungsklasse, dem Gewässerschutzbereich und Verdünnungsverhältnis abhängig. Für die Behandlung von Gleisabwasser stellen künstliche Adsorbermaterialien eine gute Alternative zu flächenintensiven Bodenfiltern dar.

Im Rahmen eines Projekts wurde ein Anlagenkonzept mit Adsorbersubstrat entwickelt und unter realen Feldbedingungen in Gelterkinden erprobt. Zunächst wurden Säulenversuche durchgeführt und anschliessend eine Pilotanlage gebaut sowie im Betrieb die Leistungsfähigkeit erfasst. Die Säulen wurden mit einer Testlösung (Kupfer, Zink, Mecoprop, Diuron, Glyphosat) bei drei Filtergeschwindigkeiten beschickt. Das modulare Anlagenkonzept bestand aus Gitterboxen mit neuartigen Filtertaschen und befüllt mit 40 cm Mischsubstrat. Im Zu- und Ablauf waren automatische Probenehmer installiert. Die Konzentrationen, Stofffrachten und der Wirkungsgrad wurden für Glyphosat, AMPA, Kupfer, Zink und GUS erfasst.

Das neu entwickelte Mischsubstrat hielt in den Laborversuchen > 90% Glyphosat zurück und erfüllt damit die für solche Adsorbermaterialien definierte VSA-Anforderung «erhöht». Hervorzuheben ist, dass selbst bei der höchsten Filtergeschwindigkeit rund 93% Glyphosat sowie bei geringer Zulaufkonzentration (0,05 mg/l) und pH 8 noch immer > 90% zurückgehalten wurden.

In der Pilotanlage nahmen die Zulaufkonzentrationen von 2,7 µg/l Glyphosat im ersten Abflussereignis innerhalb von drei Monaten ab. Die Konzentrationen vom Abbauprodukt AMPA stiegen dagegen zunächst und waren in der letzten Probe ebenfalls nicht mehr nachweisbar. Der Glyphosat-Rückhalt erreichte > 90% und bei AMPA vergleichbar hohe Rückhalte.

Die Konzentrationen von Kupfer und Zink waren im Zulauf gering, dass die Ablaufkonzentrationen ohne spezifische Verfahrensoptimierung nahe der numerischen Anforderungswerte für Gewässer lagen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Kupfer und Zink als Abriebprodukt in Partikelform oder bei pH 8 im Gleisabwasser ungelöst vorlagen und vom Substrat mit dem GUS entfernt wurden.

Die hohen Zulaufkonzentrationen von 100 bis 500 mg/l GUS traten bei Regen- und Trockenwetter auf. Die Ablaufkonzentrationen deuten darauf hin, dass das Substrat zwar GUS zurückhielt, der Feinanteil aber das grobkörnige Mischsubstrat passierte.

Das neue Anlagenkonzept mit > 90% Glyphosat-Rückhalt sowie hohem Rückhalt für Schwermetalle zeigt, dass es für andere Standorte der Gleisentwässerung, an denen eine Behandlung verlangt wird, sehr gut anwendbar ist. Um die Standzeit zu verlängern, bietet sich bei GUS-Konzentrationen wie in Gelterkinden eine Vorabscheidung an.
Der Artikel erscheint in der Aprilausgabe von Aqua & Gas.

https://www.aquaetgas.ch/wasser/abwasser/20180329_ag4_gewässer_behandlung-von-gleisabwasser/