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Aktuelle Firmennachrichten 2023

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Wenn Sie Produzent oder Lieferant von Produkten für Kläranlagen sind, könnte Ihre Firmennachricht hier stehen. Nehmen Sie uns (firmennachrichten@klaerwerk.info) in Ihren PR-Verteiler auf, die interessantesten Nachrichten stellen wir gerne auf diese Seite.


Weber Ing.: Schadstoffsanierung in Ettlingen

Auf Grundlage einer in 2018 durchgeführten Gebäudeschadstofferkundung plante WEBER-Ingenieure im Auftrag der Stadt Ettlingen die Schadstoffsanierung und Entsorgung der anfallenden belasteten Baustoffe. Die Bauausführung wird nach der Sommerpause beginnen. Für die Arbeiten der Schadstoffdekontamination sind besondere (Arbeits-)Schutzmaßnahmen erforderlich. WEBER-Ingenieure übernimmt in dieser Projektphase die örtliche Bauüberwachung.

http://weber-ing.de/news/

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Weber: Weiterbildung

Das Ziel der Weber-Akademie ist es, unsere Mitarbeiter intern weiterzubilden, einzelne Kompetenzen zu fördern und neue zu entdecken. Der Fokus liegt dabei auf einer gebündelten und gut strukturierten Wissensweitergabe innerhalb des eigenen Betriebs. Unsere Maßnahmen sind praxisbezogen, realistisch und umsetzbar. Das gewährleistet eine bedarfsgerechte Weiterbildung der Mitarbeiter von WI.

Unsere Weiterbildungsmaßnahmen im Überblick

Unsere Mitarbeiter sind WI – deshalb ist uns ihre fachliche und persönliche Weiterbildung nicht nur wichtig, sondern eine Selbstverständlichkeit. Unsere individuell zugeschnittenen Personal-Entwicklungsmaßnahmen und Mentorenprogramm sind nur wenige Beispiele für unser umfassendes Weiterbildungsangebot. Mehr:

http://weber-ing.de/de/news.html

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Webinar: Mikrobiologisches Abwassermonitoring

Im Rahmen des Webinars „Mikrobiologisches Abwassermonitoring“ liefern wir einen Überblick zur Funktionsweise und Ablauf eines systematischen und direkten Monitorings von einzelnen Bakterien und ganzen Bakterienpopulationen, sowie wie das mikrobiologische Abwassermonitoring zur Prävention von Funktionsstörungen und Optimierung der Abbauleistung beitragen kann.

Bevorstehende Termine:
11. Oktober | 23. November 2023
Uhrzeit:
14:00 Uhr (MEZ)
Dauer:
60 Minuten + Fragen & Antworten Session
Sprecher:
Dr. Jiri Snaidr
(vermicon AG, Experte für die Abwasser-Biozönose)

Das Ziel des Webinars ist es den Teilnehmern einen ersten Überblick über die VIT® Gensondentechnologie und ihre Anwendungsmöglichkeiten zu geben sowie die Sinnhaftigkeit des mikrobiologisches Abwassermonitoring darzustellen. Dies wird durch die folgenden drei Themenschwerpunkte ermöglicht:

VORTRAG 1: Einblicke in die mikrobielle Biozönose des Abwassers
Warum die Mikroorganismen systematisch analysieren? Warum reicht das mikroskopische Bild nicht aus? Einblicke in der Zusammensetzung und Funktionalität der Biozönose in biologischen Kläranlagen. (Dr. Jiri Snaidr)
 
VORTRAG 2: Die VIT® Gensondentechnologie: Funktionsweise, Vorteile und Einsatzmöglichkeiten
Wie funktioniert die VIT® Gensondentechnologie, welche Vorteile bietet sie und wie kann sie eingesetzt werden? (Carolin Richly)
 
VORTRAG 3: Mit VIT® zur stabilen und nachhaltigen Kläranlage
In welchen Anwendungsfeldern wird VIT® zur Kontrolle der Biologie eingesetzt? Wie hilft VIT® die Kläranlage zu optimieren? (Dr. Jiri Snaidr)

Aktuelle Praxisbeispiele aus biologischen und industriellen Kläranlagen dienen zur Veranschaulichung der Einsatzmöglichkeiten, insbesondere mit den Zielen Prävention von Funktionsstörungen, Optimierung der Abbauprozesse, Bekämpfung von Bläh- und Schwimmschlamm und Einsparung von Fällungsmitteln.

Mehr unter:

https://www.vermicon.com/de/abwasser/termine/webinar-mikrobiologisches-abwassermonitoring

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Vermicon: Warum wird die Biozönose noch nicht kontinuierlich überwacht?

Der konventionelle Nachweis von Mikroorganismen basiert heutzutage immer noch auf der Kultivierung von Mikroorganismen und ist für die Analyse komplexer Proben, zu denen das Abwasser gehört, nicht geeignet. Studien belegen, dass bis zu 99,9 % aller Bakterien im Abwasser nicht kultivierbar sind. Aber auch einfache Färbemethoden sind aufgrund ihrer mangelnden Spezifität und der Morphovariabilität bzw. Gramvariabilität der Bakterien nicht ausreichend. Um sich ein möglichst realitätsnahes Bild über die mikrobiologischen Verhältnisse in einer Abwasserreinigungsanlage zu machen, ist es notwendig, die Bakterien direkt in der Probe und ohne Umwege zu analysieren.

Das Abwasser ist komplex. Die Biozönose kann mit herkömmlichen Methoden nicht analysiert werden. Mehr:

https://www.vermicon.com/de/abwasser/biologie

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SÜLZLE KOPF: Alles aus einer Hand

Elektrotechnik ergänzt Leistungsumfang

SÜLZLE KOPF hat seine umfangreichen Leistungen um den Bereich der Elektrotechnik für gewerbliche, öffentliche und private Auftraggeber erweitert. Dazu gehören individuelle und maßgeschneiderte Elektroinstallationen zum Beispiel für Heizungssysteme und Photovoltaikanlagen sowie Elektroarbeiten für Neu- und Umbauten.

Mit Erfahrung, Expertise und Leidenschaft fürs Handwerk steht das SÜLZLE KOPF Team für sämtliche Arbeiten rund um die Gebäude-, Energietechnik und Anlagenbau sowie der Elektrotechnik zur Verfügung. Durch die stetige Weiterentwicklung technischer wie auch personeller und struktureller Art ist SÜLZLE KOPF bestens für die Zukunft aufgestellt.

https://suelzle-kopf.de/elektrotechnik-ergaenzt-leistungsumfang/

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STEBATEC: Weiterbildungskurs zum grossen AQUAbella / ARAbella Update

Aufgrund grosser Nachfrage führen wir den Kurs nochmals durch

Damit Anlagen, welche über ein Prozessleitsystem verfügen, immer optimal betrieben werden können, muss das PLS ebenfalls zukünftigen Anforderungen entsprechen. STEBATEC ist stetig für die Weiterentwicklung der Software besorgt, damit dem Kunden Sicherheit und Fortschritt gewährt werden kann.

Mit dem nächsten Update wird das Prozessleitsystem viele neue Funktionen erhalten und die Bedienung wird sich ebenfalls leicht verändern. Wir bieten Ihnen einen kostenlosen Kurs an, damit Sie mit Ihrem Leitsystem die volle Leistung entfalten können.

ARAbella online Prozessleitsystem
Cloud-Prozessleitsystem für Kläranlagen mit grossen Ansprüchen an Sicherheit, Funktion und Komfort

Einladung zum Weiterbildungskurs PLS

Lassen Sie sich über die neuen Funktionen und Merkmalen des PLS-Update informieren und besuchen Sie dazu unsere Schulung vom Mittwoch 6. September 2023 in Brügg.

https://www.stebatec.com/chde/event-weiterbildungskurs-arabella-aquabella-update/

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sima-tec-gmbh: Membranverfahren – Schulung für Betriebspersonal – nächster Termin 08./09. November 2023

In wahlweise ein oder zwei Seminartagen informieren wir Sie in theoretischen und praktischen Seminarblöcken über alles Wissenswerte zu Mikro-, Ultra- und Nanofiltration sowie zur Umkehrosmose.

Termine in 2023:
29./30. März 2023
08./09. November 2023

Wir freuen uns auf Sie!

Hier finden Sie weitere Informationen zu unseren Schulungen!
https://www.sima-tec-gmbh.de/schulung-fuer-betriebspersonal/

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Hydro-Ingenieure: Komplettlösungen für übermorgen

Ein Ziel aller siedlungswasserwirtschaftlichen Aufgabenstellungen ist heute die Nachhaltigkeit. Der integrierte Planungsansatz erfordert von uns multidisziplinäres Denken und die Nutzung modernster Planungswerkzeuge. Dabei reichen unsere Kernkompetenzen von den Bereichen Abwasserreinigung, Abwasserableitung und Regenwasserbehandlung über die Wasserwirtschaft/Gewässer bis hin zur Erschließung und Generalentwässerungsplanung.

Wählen Sie hier einfach einen Bereich aus, über den Sie mehr erfahren möchten. Mehr unter:

https://www.hydro-ingenieure.de/projekte/projekte-abwasser.html

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Chetra:Wasser & Kraftwerke

TODO: Tag für Tag fällt Abwasser in riesigen Mengen an. Es kommt aus Industrieunternehmen und privaten Haushalten und ist mit Schmutz, Feststoffen sowie Chemikalien verunreinigt. Bevor es in den natürlichen Kreislauf zurückkehren kann, muss es in Klärwerken gründlich wiederaufbereitet werden. Dabei sind Pumpen, Rührwerke, Belüfter etc. in großer Zahl im Einsatz. Sie erfüllen unterschiedlichste Aufgaben der Trennung, Filtrierung und Aufbereitung.

An vielen Stellen dieser Prozesse sind Gleitringdichtungen eingesetzt, an die speziell unter den Aspekten Korrosionsbeständigkeit und Feststofftauglichkeit hohe Anforderungen gestellt werden.

Für die Aufbereitung von industriellem Brauchwasser im geschlossenen Kreislauf sind die Anforderungen an eingesetzte GLRD ebenfalls hoch. Das Wasser ist je nach Einsatzzweck mit den unterschiedlichsten Arten von Stoffen belastet.

Höchste Anforderungen gelten für den Bereich der Trinkwasserversorgung. Im Interesse der Verbraucher müssen die entsprechenden Vorschriften eingehalten werden – bei der Erzeugung von sauberem Trinkwasser sind unterschiedlichste Pumpen beteiligt, darunter doppelt gelagerte, mehrstufige Pumpen und Vakuumpumpen, die häufig mit einzelwirkenden GLRD abgedichtet sind. Bei höherem Vakuum kommen dagegen überwiegend doppeltwirkende GLRD zum Einsatz.

Das Resultat sind innovative, z. T. maßgeschneiderte Lösungen für die besonderen Anforderungen von Wasser-, Abwasser- und Klärwerken, die auf jahrzehntelanger Branchenerfahrung basieren.

https://www.chetra.de/industrien/energie/

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Bitcontrol: KSI-Netzwerk zur Energie- und Ressourceneffizienz der kommunalen Abwasserbetriebe in der Region Mosel-Eifel-Hunsrück

In einem über die Kommunalrichtlinie geförderten Netzwerk haben sich 9 Verbandsgemeinden und Stadtwerke zusammengetan und sich über 3 Jahre hinweg in regelmäßigen Sitzungen zu technischen und formalen Themen rund um das Thema Energieeffizienz und regenerative Energie auf Pumpwerken und Kläranlagen ausgetauscht. Fachlich unterstützt wurden die Netzwerkteilnehmer dabei von den Ingenieurbüros Dr. Siekmann und Partner aus Thür, BITControl aus Nattenheim und den Kunz Rechtsanwälten aus Mainz. Ins Leben gerufen, organisiert und über den ganzen Zeitraum geleitet wurde das Netzwerk vom Ingenieurbüro HSI aus Trier.

Die Netzwerkarbeit war für die Netzwerkteilnehmer und auch die fachlichen Berater sehr fruchtbar. So wurden Energieeffizienzprojekte und der Status der Anlagen aus dem Netzwerk vorgestellt und diskutiert. Die Netzwerkteilnehmer betreiben ingesamt über 90 Kläranlagen von wenigen 100 bis zu 50.000 Einwohnerwerten. Es ging zwangsläufig viel um die Belange des Anlagenbetriebes und der Modernisierungskonzepte im ländlichen Raum.

Die technischen und insbesondere formalen Aspekte der Potenziale regenerativer Energien auf Kläranlagen und Pumpwerken, deren Auslegung und Integration in den Anlagenbetrieb nahmen einen großen Raum ein. Hier wurde auch mithilfe der rechtlichen Beratung nach Wegen der Vermarktung von Überschussstrom gesucht. Der Bilanzkreis erweist sich einerseits als ein sehr interessantes Mittel, Überschussstrom innerhalb einer Betreiberorganisation dezentral zu erzeugen und zu verbrauchen. Die formalen Hürden sind hier aber leider noch sehr hoch. Das gemeinschaftliche Herangehen an diese Thematik ist für alle sehr hilfreich. Verschiedene Bilanzkreisverfahren sind nun in der Entwicklung.

Die neun teinehmenden Kommunalen Abwasserbetriebe haben Ihre eigene CO2-Bilanz aufgestellt, danach ihre Energie-Einsparpotenziale ermittelt und in der Folge den erforderlichen Umfang an Zubau von PV-Anlagen ermittelt um den Strombedarf auf eine CO2-Neutralität umzustellen. Im Durchschnitt müsste jeder der neun Abwasserbetriebe PV-Anlagen von etwas über einem Hektar Fläche errichten um dieses Ziel zu erreichen.

Im Netzwerk wurden viele Potenzialanalysen und Machbarkeitsstudien erstellt. Die dort erarbeiteten Maßnahmen sind bereits bei mehreren Teilnehmern in der Umsetzung.

https://www.bitcontrol.info/294-dwa-ksi-netzwerk.html

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Bitcontrol: Modernisierung und Optimierung der Kläranlage Ober-Bessingen

Verfahrensumstellung der biologischen Stufe
Auf der Kläranlage Ober-Bessingen haben wir die Maschinen-, Verfahrens- und Elektrotechnik modernisiert. Die Verbesserung der Reinigungsleistung ist unmittelbar nachvollziehbar.
Die Energieeffizienz werden wir mit PROVI ENERGY analysieren. Das ist jetzt im Aufbau.
Dann bringen wir Erzeuger und Verbraucher in Einklang, um den Energiebezug zu minimieren. Besonders interessant sind in Ober-Bessingen die vielen Tracker. Das gibt nochmal ein besonders interessantes Lastprofil.

BITControl hat ein ganz besonderes interdiszipläres Team. Mit dem Kunden erarbeiten unsere Verfahrenstechniker für den Bestand das beste Reinigungsverfahren hinsichtlich Reinigungs- und Energieeffizienz. Die Maschinenbauer planen modernste Anlagentechnik und die Elektrotechniker bringen neben der elektrotechnischen Grundausstattung mit den Verfahrenstechnikern die Intelligenz in die Automatisierung. Unsere Programmierer haben leistungsfähige Werkzeuge zur Analyse des Anlagenbetriebes entwickelt und bereiten die Daten anschaulich für die Betrieb auf.

So erhält der Kunde nicht nur eine moderne Anlage, die den aktuellen Anforderungen entspricht, sondern auch die Werkzeuge, um diese Anlage dauerhaft effizient und wirtschaftlich zu betreiben.

https://www.bitcontrol.info/292-modernisierung-maschinen-und-emsr-technik-auf-der-kl%C3%A4ranlage-ober-bessingen.html

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Bitcontrol: Landesverbandstagung 2023 H/RP/S

Besuchen Sie uns auf der DWA Landesverbandstagung in Mainz
Wir sind Aussteller auf der Landesverbandstagung 2023 H/RP/S am 26. und 27. September 2023 in der Halle 45 in Mainz und präsentieren dort unsere Leistungen und Software-Produkte. Schwerpunkt sind das Energiemanagement-System PROVI ENERGY und die Planungssoftware AQUA DESIGNER.

Weitere Infos (DWA-Webseite)

https://www.bitcontrol.info/290-landesverbandstagung-2023-h-rp-s.html

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Erfolgreiche Projekte für nachhaltige Städte

Das Werksviertel München: Entdecken Sie, welche spannenden Projekte oder Quartiere der nachhaltigen Stadtentwicklung wir in Bayern realisieren.

Bayernwerk-Natur: Ein Partner – viele Vorteile

Für eine ganzheitliche Stadtentwicklung bieten wir integrierte, nachhaltige Konzepte, Systeme und Lösungen aus einer Hand – und helfen Städten dabei

ihren Energieverbrauch zu senken
Ressourcen effizienter einzusetzen
zukunftsfähige Lösungen für ihr Quartier zu finden
anspruchsvolle Ziele für den Klimaschutz umzusetzen
EnergieMonitor

Lokale Energie visualisieren, verstehen und optimieren

Dezentrale und regenerative Energieerzeugung ist bereits heute Realität in vielen Kommunen.

Doch wieviel Strom wird tatsächlich vor Ort erzeugt?
Wieviel des kommunalen Energiebedarfes dadurch gedeckt?
Und wie gestalten wir den kommunalen Energiemarkt der Zukunft?
Ein Blick auf den EnergieMonitor genügt! Mit einer Visualisierung der örtlichen Energiesituation schafft das Bayernwerk für Kommunen und Landkreise Transparenz und Orientierung.

In einer online einsehbaren Übersicht, dem digitalen Dashboard, werden Energieerzeugung und -verbrauch grafisch aufbereitet. Alle Erzeugungsanlagen sind nach Art der Erzeugung gruppiert.

Der Verbrauch wird für Privathaushalte, öffentliche Gebäude sowie Gewerbe und Industrie aufgezeigt. Daraus ergibt sich ein individueller, rechnerisch ermittelter Grad der Eigenversorgung.

Mit dem EnergieMonitor stärken Sie das Energiebewusstsein für gezielte Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende.

Unter dem nachfolgenden Link zeigen wir Ihnen, wie der EnergieMonitor auch für Sie ausssehen kann!

https://www.bayernwerk-natur.de/de/kundensegmente/kommunenquatiere.html

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Wohin mit dem Klärschlamm?

Seit 1. April 2021 ist Stefan Silberhorn Leiter kommunale Biomasse bei der Bayernwerk Natur GmbH, ein Tochterunternehmen der Bayernwerk AG – und hat zum Amtsantritt gleich ein wohldurchdachtes Paket an intelligenten Lösungen für die kommunale Klärschlammverwertung geschnürt. Mehr zu den regionalen, nachhaltigen und für Kommunen lukrativen Lösungen im Interview.  

Herr Silberhorn, bei der Klärschlammverwertung haben sich seit 2017 die gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert. Welche Auswirkungen hat das auf die kommunale Klärschlammverwertung?

Ja, mit der sogenannten Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung (AbfKlärV) vom 3.10.2017 hat sich tatsächlich einiges geändert. Zum einen sind die Anforderungen und die Schadstoffgrenzwerte für die landwirtschaftliche Nutzung von Klärschlamm noch einmal deutlich verschärft worden. Zum anderen – und das ist der zweitwichtigste Punkt der neuen Verordnung: Bis Ende 2023 müssen Kläranlagenbetreiber ein Konzept zur Phosphorrückgewinnung vorlegen. In diesem Zusammenhang taucht auch immer wieder die Zahl von Anlagen ab 50.000 Einwohnergleichwerten auf – die irreführend ist. Denn viele kleinere Kommunen lehnen sich zurück und sagen: „Betrifft uns nicht.“ Tatsache ist aber: Jeder, der zukünftig seinen Klärschlamm thermisch verwerten will, ist verpflichtet, ein Konzept zur Phosphorrückgewinnung vorzulegen – und zwar unabhängig von diesem Grenzwert.

Das Thema Phosphorrückgewinnung wird also für alle Kommunen, die nachhaltig und gesetzeskonform handeln, wichtig. Und genau deswegen haben wir frühzeitig und proaktiv intelligente Lösungen für kommunale Anlagenbetreiber aufgesetzt.

Aber was ist mit den aktuellen Lösungen, die Kommunen umsetzen? Wo liegt das Problem?

Noch greifen die gesetzlichen Vorgaben ja nicht. Trotzdem: Wir denken voraus und bieten langfristige Lösungen genau für die Bereiche an, wo der „kommunale Schuh“ erfahrungsgemäß am meisten drückt. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen geht es hier vor allem um die Themen Entsorgungssicherheit, Kostenstabilität und Nachhaltigkeit bei der Verwertung. Denn die thermische Verwertung von Klärschlämmen substituiert nicht nur fossile Brennstoffe, sondern bewirkt gleichzeitig eine Reduktion des CO2-Ausstoßes.

Was Planungssicherheit und Zuverlässigkeit betrifft, haben wir verstanden: Kommunalvertreter und Entscheider haben die Klärschlammverwertung als eines von vielen Themen auf dem Tisch. Deswegen ist es auch so wichtig, dass Abholung und Verwertung reibungslos und absolut zuverlässig funktionieren – und eben keine Kosten durch Zwischenlagerung entstehen. Daneben schaffen wir mit langfristigen Verträgen Planungssicherheit für kommunale Haushalte.

Zum Thema Nachhaltigkeit ist zu sagen: In Deutschland gibt es noch immer einen veritablen „Klärschlammtourismus“. Klärschlamm wird oftmals über viele Hunderte von Kilometern mit hohem CO2-Ausstoß durch Deutschland transportiert, um in diversen Kraftwerken oder auf großen, landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht zu werden. Gemeinsam mit unserem kommunalen Partner der Stadt Straubing bieten wir daher mit der geplanten Monoverbrennungsanlage am Standort Straubing ab 2024 eine regionale,
nachhaltige und standortstärkende Lösung an.

Okay, aber warum sollten sich Kommunen jetzt schon Gedanken machen über ein Problem, das erst in 2023 beziehungsweise 2024 relevant wird?

Das beste Argument ist hier: Wer vorsorgt, hat später nicht das Nachsehen. Die Phosphorrückgewinnung wird über kurz oder lang Pflicht. Deswegen vergeben wir aktuell bereits die Kapazitäten unserer Straubinger Monoverbrennungsanlage – und übernehmen bis zur Inbetriebnahme in 2024 die Verwertung des Klärschlamms in unserer eigenen Trocknungsanlage sowie in der Trocknungs- und Mitverbrennungsanlage unserer Partner.

Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb übernimmt die Bayernwerk Natur GmbH Verantwortung über die gesamte Prozesskette für alle Kommunen und bietet das gesamte Leistungsportfolio aus einer Hand:
Entwässerung – Transport/Logistik – Klärschlammtrocknung – thermische Verwertung

Wir kommen gerne persönlich zu Ihnen und erstellen gemeinsam mit
den verantwortlichen Gremien in den Rathäusern ein ökologisches, sicheres und nachhaltiges Entsorgungskonzept der Klärschlämme Ihrer Kommune.

Schreiben Sie meinem Team und mir einfach an kommunalebiomasse@bayernwerk.de oder rufen Sie uns unter 0941-201 3118 an.

https://www.bayernwerk.de/de/fuer-kommunen/kommunal-info/4-2021/wohin-mit-dem-klaerschlamm.html

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Veolia: Schwebebett-Biofilmreaktoren Veolia liefert weltweit größtes MBBR-System für unterirdische Kläranlage

Anox Kaldnes, eine Tochtergesellschaft von Veolia Water Technologies, unterstützt mit seiner MBBR-Technologie die Modernisierung und den nachhaltigen Ausbau der Käppala-Kläranlage in Lidingö, Schweden. Die Anlage behandelt das Abwasser von mehr als einer halben Million Menschen und soll die größte MBBR-Lösung der Welt sein.

Die Käppala-Kläranlage in Lidingö, Schweden, liegt unterirdisch im Berggestein.

In Schweden entsteht ein großes Kommunalprojekt mit besonderer Weitsicht. Die Kläranlage von Käppala muss für die zukünftigen Herausforderungen…mehr:

Quelle: Veolia Water Technologies

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Envirochemie: Schlamm schlau reduzieren

Schlamm ist ein Kostenfaktor. Wie viel Schlamm Unternehmen am Ende entsorgen müssen, können sie selbst beeinflussen. Aber nicht immer sind ihnen die Stellschrauben bewusst, an denen anzusetzen wäre. Und einige Maßnahmen erzeugen sogar zusätzlich Schlamm.

Mit Abwasser entsteht auch Schlamm. „Das lässt sich nicht vermeiden“, sagt Jörg Gierschewski. Wer Abwasser reinigt, hat am Ende einen Anteil an Schmutz, an festen Substanzen, der entsorgt werden muss. „Die Menge an Schlamm wird aber immer mehr zu einem wirtschaftlichen Faktor, den viele Unternehmen unterschätzen“, gibt Gierschewski zu bedenken. Wie viel Schlamm am Ende entsteht, entscheidet sich während des vorigen Prozesses: „Teilweise wird Schlamm sogar erst zusätzlich erzeugt, durch die Art und Weise wie das Abwasser behandelt wird. Und darauf lässt sich immens Einfluss nehmen.“

Gierschewski ist Abteilungsleiter Wasserbehandlungsprodukte bei EnviroChemie. Er kennt die Details. Seit mehr als einem Jahrzehnt beschäftigt sich der Chemieingenieur mit den konkreten Abläufen in der Abwasseraufbereitung. Er hat zum Beispiel festgestellt, dass in vielen Fällen Unternehmen in der Abwasserbehandlung noch sehr klassisch mit Eisen‐III‐Chlorid und Kalkmilch oder Natronlauge unterwegs sind. „Das ist der Standard von vor 20 Jahren“, sagt Gierschewski. „Der funktioniert auch – aber es entsteht damit zusätzlicher Schlamm.“ Vereinfacht gesagt fällt beim Einsatz von Eisenchlorid unter anderem der pH‐Wert des Wassers und muss anschließend mit dem Einsatz zusätzlicher Mittel wieder gehoben werden. „Wenn ich von vorneherein einen alkalischen Koagulanten einsetze, erziele ich mehrere positive Effekte auf einmal“, sagt Gierschewski: „Ich benötige weniger Wasserchemikalien, reduziere dadurch die Schlammmenge und spare doppelt.“

Schlammmenge senken
Gerade für Unternehmen mit öl‐/ fetthaltigen Abwasser ist die Koagulation und Emulsionsspaltung entscheidend. Denn Fette und Öle stören die Prozesse der biologischen Abwasserbehandlung, müssen also vorher entfernt werden. „Je feiner die Partikel sind, desto länger dauert es, bis sie sich im Reinigungsprozess absetzen“, sagt Gierschewski. Die Partikel stoßen sich beim Aufeinandertreffen gegenseitig ab und bleiben dadurch in Bewegung. Sinnvolles Gegenmittel ist deswegen, die Moleküle zu beruhigen, indem man ihre elektrischen Ladungen neutralisiert. Zum Beispiel durch die Zugabe von Eisen oder Aluminium. Entscheidend ist hier, das Produkt zu finden, das sowohl seinen Zweck erfüllt, aber die Schlammmenge dabei nicht steigert. Hierfür hat EnviroChemie spezielle Produkte entwickelt, um bei niedrigen Einsatzmengen maximale Reinigung zu erzeugen

„In all diesen Schritten steckt sehr viel Wissen und die langjährige Erfahrung von EnviroChemie“, unterstreicht Gierschewski. Rund 200 verschiedene Wasserchemikalien hat das Unternehmen für unterschiedlichste industrielle Anwendungen getestet. Je nach Anforderung können diese an der richtigen Stelle eingesetzt werden, um ihre ideale Wirkung zu entfalten. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob mit dem Einsatz bestimmter Mittel mehr Schlamm erzeugt wird – genauso relevant ist, wie viel Wasser dieser Schlamm am Ende noch enthält. „Wenn ich am Anfang des Prozesses mit Mitteln arbeite, die den Schlamm wässrig und klebrig machen, bekomme ich ihn am Ende nicht mehr trocken“, weiß Gierschewski. Und das bedeutet schlicht: Mehr Volumen – und Mehrkosten, denn bei der Entsorgung wird pro Tonne bezahlt.

Richtige Entwässerung, ideale Flockung
Die Antworten darauf finden sich in der richtigen Entwässerung und in der möglichst idealen Flockung. „Flockungsmittel machen aus kleinen Schmutzteilchen große Moleküle, an denen dann die vielen Partikel im Wasser ansetzen können“, beschreibt Gierschewski. Je stabiler die daraus entstandene große Flocke ist, desto besser lässt sich anschließend auch entwässern. „Auch dazu braucht es sehr viel Know‐how“, fügt der Experte für Wasserchemie hinzu: „Es gilt, das richtige Mischungsverhältnis zu finden, aus Flockungsmittel, der besten Schlammmischung und dem Ausschleuse‐Schlamm. Mit den richtigen Flockungsmitteln kann ein beachtlicher Anteil an Geld gespart werden“, weiß der Fachmann.

Von Vorteil sei dabei nicht nur der möglichst trockene Schlamm – häufig lässt sich das dadurch gewonnene Wasser wiederum nützlich in Prozesse zurückführen, zum Beispiel als Speisewasser für Kühltürme. Tatsächlich wird das Thema Wiederverwertung und Recycling immer wichtiger, nicht nur in Bezug auf Wasser. Denn es ist mittlerweile möglich, bestimmte Stoffe gezielt aus dem Abwasser auszufällen, um sie anschließend in einen Arbeitskreislauf zurückzuführen. „Das klassische Beispiel ist…mehr:

www.envirochemie.com

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ACO: Up to date in der Regenwasserbewirtschaftung – mit dem ACO ProjectManager

Starkregenereignisse und Dürreperioden nehmen Jahr für Jahr zu. Beide Extreme stellen Stadtplaner vor besondere Herausforderungen. ACO unterstützt sie dabei mit innovativen Produkten, vernetzter Kompetenz – sowie mit einem smarten Online-Tool, das die Planung deutlich vereinfacht: dem ACO ProjectManager. Er ist rund um die Uhr erreichbar, leicht bedienbar und immer auf dem neuesten Stand, so dass Planer jederzeit die Sicherheit haben, dass ihr Projekt normkonform an den Start gehen kann.

Der ProjectManager schnürt in kürzester Zeit ein umfassendes Planungspaket: Als Planer ist man sofort im Bild, wie das Regenwasser behandelt, versickert oder zurückgehalten werden soll, hat Zugriff auf Produkte, die innerhalb des Projektes aufeinander abgestimmt sind, und bekommt alle relevanten Informationen – inklusive Ausschreibungstexten und passenden Produktempfehlungen mit sämtlichen Daten und Preisen. Das spart eine Menge Zeit. Denn anstatt loszulaufen und sich die Systembausteine bei verschiedenen Anbietern zusammenzusuchen, bekommen die Planer den ACO WaterCycle ausgespielt. Das bedeutet, sie erhalten ein konkretes Bild der auszuwählenden Produkte – von der Reinigung bis zur Rückhaltung und Abgabe – und sehen sofort, in welchem Preisrahmen sic…mehr:

https://www.aco.de/wissen/blog/interview-mit-normann-schadock-zum-projectmanager

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WEBER-Ingenieure: Hochwasserrückhalteraum Kulturwehr Breisach – Schutzbrunnen der Grundwasserhaltung werden erstellt

Projektbeschreibung
Der Hochwasserrückhalteraum Kulturwehr Breisach ist mit 9,3 Mio. m3 Rückhaltevolumen ein wichtiges Element des Integrierten Rheinprogramms (IRP). Im Rahmen eines VOF-Verfahrens mit starker Konkurrenz konnte UNGER-ingenieure, mittlerweile WEBER-Ingenieure, mit wasserbaulicher Expertise und Leistungsfähigkeit überzeugen und wurde mit den Ingenieurleistungen für die Errichtung von zwei Grundwasserhaltungsanlagen mit insgesamt 35 Schutzbrunnen vom Regierungspräsidium Freiburg beauftragt. Diese sollen beim Betrieb des Rückhalteraumes Grundwasseranstiege in Breisach und im Ortsteil Hochstetten begrenzen.

Zurzeit werden die projektierten Vertikalfilterbrunnen der Grundwasserhaltung im Breisacher Ortsteil Hochstetten erstellt. Unter sehr beengten innerörtlichen Verhältnissen werden mit einem Seilbagger Brunnenbohrungen der Durchmesser DN 1500 bis DN 2000 abgeteuft. Parallel dazu werden die ca. 35 t schweren Brunnenvorschächte als Fertigteil geliefert und zentimetergenau auf die bereits hergestellten Brunnen gesetzt. Zudem werden sechs Trafostationen zur Inbetriebnahme des Stromnetzes erstellt und ausgerüstet.

Die Brunnen sind ca. 20 bis 30 m tief und müssen bei Bedarf bis zu 156 l/s fördern. Bereits 2014 erfolgte der Bau der ersten sieben Brunnen, ab 2016 dann die Herstellung der rund 5 km umfassenden Ableitungsstrukturen mit Druckleitungen und eigenem, überregional angebundenem Stromversorgungsnetz.

Die Fertigstellung der Grundwasserhaltungen ist für Anfang 2022 geplant.

http://weber-ing.de/portfolio/hochwasserrueckhalteraum-kulturwehr-breisach/

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VEGA investiert in die Produktion der Zukunft

Messtechnikhersteller stellt Studenten Roboter zur Verfügung

Roman und David Pfister unterstützen Tom-Felix Kraus vom Cleff bei seiner Masterarbeit. Sie programmieren einen Roboter so, dass er eine VEGA-Messzelle bestückt. Dominik Fehrenbach, Abteilungsleiter bei VEGA, und Thomas Wendt, Leiter des Work-Life Robotics Institutes, begleiten das Projekt.

Viele Arbeitsschritte sind nötig, bis die keramischen Druckmesszelle CERTEC©  von VEGA in der Druckmesstechnik eingesetzt werden kann. Dazu gehört auch das händische Bestücken in mühevoller Handarbeit – noch. Denn aktuell läuft ein Forschungsprojekt zur Automatisierung dieses Arbeitsschritts.

Worum geht es genau?
Tom-Felix Kraus vom Cleff studiert an der Hochschule Offenburg und arbeitet aktuell an seiner Masterarbeit. Für diese untersucht er, wie sich das Bestücken der keramischen Druckmesszelle automatisieren lässt. VEGA stellt dem Masteranden, der bei dem Projekt von zwei Mitstudenten unterstützt wird, dafür einen mehr als 20.000 Euro teuren Industrieroboter zur Verfügung. Die Studenten arbeiten intensiv an der Programmierung des Roboters, sodass dieser die Lötscheiben und Kontaktstifte künftig selbständig greift und auf der Messzelle positioniert. Die Saugspitzen des Greifers konstruieren sie selbst und fertigen diese im 3D-Drucker der Hochschule.

Was sind die Beweggründe für das Projekt?
VEGA möchte die industrielle Produktion der Zukunft vorantreiben und mitgestalten – und unterstützt deshalb die Hochschule Offenburg und das dort angesiedelte Work-Life Robotics Institute (WLRI). Dort wird unter anderem im Bereich Kobotik geforscht und gelehrt. Kobotik steht für kollaborative Robotik und beschreibt die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Sie wird in der modernen Industrie immer wichtiger. „Dabei geht es nicht darum, den Menschen durch Roboter zu ersetzen – es geht darum, den Menschen zu entlasten“, erklärt Dominik Fehrenbach, Leiter der Abteilung Production and Test Technology, bei dem bei VEGA die Fäden für das Projekt zusammenlaufen. „Uns ist es wichtig, dass schon Studierende mit den neuesten Technologien Erfahrungen sammeln – und ihr Wissen später dann als Fachkräfte einbringen können“, sagt er.

Wie läuft die Zusammenarbeit ab?
Das Studententeam befindet sich im regen Austausch mit ihren Ansprechpartnern bei VEGA. Die drei Studenten waren zudem mehrfach in Schiltach vor Ort, um einen Einblick in die Produktionsabläufe zu bekommen. Außerdem gibt es regelmäßige Update-Runden, in denen das Team den VEGA-Verantwortlichen seine Fortschritte vorstellt.

Was sagt der Institutsleiter?
Thomas Wendt ist Leiter des WLRI. Er begleitet das Projekt interessiert und ist „superstolz“ auf die bisherigen Erfolge seiner Studenten. Er rechnet mit einem erfolgreichen Verlauf.

Und wie lange läuft das Projekt?
Seit mehreren Monaten ist Tom-Felix Kraus vom Cleff mit dem Projekt beschäftigt. Die Masterarbeit muss bis Ende August 2023 fertig sein – und der Roboter bestückt die CERTEC©-Messzelle bis dahin bestenfalls innerhalb einer Minute. Der Masterand ist optimistisch, dass das klappt. Und auch die Verantwortlichen bei VEGA sehen dem Projektende äußerst positiv entgegen.

https://www.vega.com/de-de/unternehmen/news-und-events/news/2023/robotics-institute

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UNITECHNICS wird Ansprechpartner Nummer 1 bei Geruch und anderen Herausforderungen im Abwasserbereich

So lautet unsere Vision und gemeinsam mit unseren Kund*innen entwickeln wir mit jahrzehntelanger Erfahrung  Lösungen für Bürgerzufriedenheit, Gebührenstabilität, Betriebssicherheit und zur Betriebsoptimierung.

Ihr Anliegen
Anwohner beschweren sich über Geruchsprobleme? Sie kennen jedoch nicht einmal die Ursache. Kommen Sie mit Ihrem Anliegen direkt zu uns.

Kanalnetz berechnen
Um die Ursache zu finden ist es sinnvoll eine Berechnung Ihres Kanalnetzes durchzuführen. Wir planen und führen dies professionell mit Ihnen gemeinsam durch.

Wartungsservice
Auf alle unsere installierten Produkte erhalten Sie einen Wartungsservice. Auch im Falle eines Notfalls, sind wir stets für Sie erreichbar.

Zufriedene Kunden
Wir verstehen uns als Partner, der Ihnen wirklich hilft und auch die Bürger sind zufrieden.

https://www.unitechnics.de/de/

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sima-tec: Membranverfahren – Schulung für Betriebspersonal – nächster Termin 08./09. November 2023

In wahlweise ein oder zwei Seminartagen informieren wir Sie in theoretischen und praktischen Seminarblöcken über alles Wissenswerte zu Mikro-, Ultra- und Nanofiltration sowie zur Umkehrosmose.

Termin in 2023:
08./09. November 2023

Wir freuen uns auf Sie!

Hier finden Sie weitere Informationen zu unseren Schulungen!

https://www.sima-tec-gmbh.de/schulung-fuer-betriebspersonal/

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Schaefer Kalk GmbH: Phosphatfällung Neu denken

SCHAEFER PRECAphos®
Bei der Entwicklung von SCHAEFER PRECAphos® haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Phosphatfällung effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten.

Anstelle schädlicher Säuren oder Laugen, wie sie in herkömmlichen flüssigen Fällungsmitteln vorkommen, nutzen wir hochreine Calciumverbindungen in Kombination mit speziellen Eisensalzen.

Damit ist SCHAEFER PRECAphos® ein völlig neues Phosphatfällungsmittel, das zugleich die biologische Abwassereinigung optimiert.

Es ist ein Pulver und kein Gefahrgut und somit einfach zu transportieren. Auf kleinen Kläranlagen kann es als Sackware direkt vor Ort dosiert werden und wenn größere Mengen zum Einsatz kommen sollen, bieten wir Ihnen passende Leihsilo-Anlagen und die Anlieferung von SCHAEFER PRECAphos® lose im Silo-Lkw an.

https://www.schaeferkalk.de/de/phossi

Für unser innovatives Produkt SCHAEFER PRECAphos® wurden wir mit dem Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2022 in der Kategorie „Sonderpreis Industrie“ ausgezeichnet. Den Laudationsfilm finden Sie hier.

https://innovationspreis.rlp.de/de/innovationspreis-2011-2023/innovationspreis-2022/sonderpreis-industrie/

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ProMinent ist Preisträger des iF DESIGN AWARD 2023 Gold

Der Dosiertechnik-Hersteller ProMinent hat die höchste Auszeichnung – den iF DESIGN AWARD 2023 Gold – gewonnen und gehört damit zu den Top-Gewinnern des weltweit renommierten Designlabels.

Das Gewinnerprodukt: Sensor-Bypassarmatur Modular BAMa

Bypassarmatur für Sensoren in der Wasseraufbereitung

ProMinent ist Preisträger des iF DESIGN AWARD 2023 Gold
Klare Formensprache und einfache Handhabung

Heidelberg, 22. Mai 2023 – Der Dosiertechnik-Hersteller ProMinent hat die höchste Auszeichnung – den iF DESIGN AWARD 2023 Gold – gewonnen und gehört damit zu den Top-Gewinnern des weltweit renommierten Designlabels. Bei einer glamourösen Verleihung in Berlin wurde der Award jetzt an die Preisträger übergeben (siehe „Bild-Informationen“!). Aus fast 11.000 Einreichungen aus 56 Ländern wurden nur die 75 herausragendsten Designleistungen mit Gold geehrt. Noch nie war diese Auszeichnung so exklusiv und wertvoll wie in diesem Jahr!

Die neue modulare Bypassarmatur für Sensoren in der Wasseraufbereitung BAMa von ProMinent überzeugte die 133-köpfige Jury, die sich aus unabhängigen Experten aus aller Welt zusammensetzte, mit ihrem innovativen Design, ihrer einfachen Handhabung ohne Werkzeug und ihrer Fähigkeit, den Wasserverbrauch zu minimieren. Das Gewinnerprodukt BAMa wurde mit dem iF DESIGN AWARD 2023 Gold in der Disziplin „Produkt“, in der Kategorie „Industrie / Werkzeuge“ ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Entscheidung, BAMa die Gold-Auszeichnung zu verleihen, wie folgt:

„Die Sensor-Bypassarmatur von ProMinent ist verblüffend einfach und effektiv. Sie bietet Platz für eine Reihe von Sensoren für die Wasseraufbereitung, die Designsprache bietet klare Wegweiser zu den verschiedenen Sensorfunktionen und ermöglicht einen flexiblen modularen Einsatz.“

Die älteste unabhängige Designorganisation der Welt, die iF International Forum Design GmbH mit Sitz in Hannover, zeichnet jedes Jahr die besten Einreichungen mit dem iF DESIGN AWARD aus.

Weitere Informationen zur BAMa finden Sie in der Rubrik „ALLE Gewinner“ auf iF Design – ProMinent GmbH .

ProMinent entwickelte die Bypassarmatur gemeinsam mit dem Designbüro Squareone.

Über ProMinent
Die ProMinent Unternehmensgruppe ist Hersteller von Komponenten und Systemen für die Dosiertechnik sowie zuverlässiger Lösungspartner für die Wasseraufbereitung und digitales Fluidmanagement. Hauptsitz der Unternehmensgruppe ist Heidelberg. Über 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in rund 50 eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften sowie 11 Produktionsstätten arbeiten täglich daran, ProMinent Kunden individuelle Lösungen und den gewohnt kompetenten Service anzubieten.

Über den iF DESIGN AWARD
Seit 1954 ist der iF DESIGN AWARD ein anerkanntes Qualitätssiegel für außergewöhnliches Design. Das iF Label ist weltweit für herausragende Designleistungen bekannt und der iF DESIGN AWARD ist einer der wichtigsten Designpreise der Welt. Die Einreichungen werden in den folgenden Disziplinen ausgezeichnet: Produkt-, Verpackungs-, Kommunikations- und Service-Design, Architektur und Innenarchitektur, Professionelle Konzepte, User Experience (UX) sowie User Interface (UI).

https://www.prominent.de/de/Unternehmen/Unternehmen/Presse/prominent-ist-preistraeger-des-if-design-award-2023-gold-sensor-bypassarmatur-bama.html

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2. HACH Papierabwassersymposium 11./12.09.2023 in Irsee/Allgäu

Wissens- und Erfahrungsaustausch:
Sicherung des Anlagenbetriebs durch Automatisierungs- und Optimierungsmöglichkeiten auf Kläranlagen im Bereich Pulp&Paper

Termin
11.-12. September 2023

Themen
moderne Verfahrenstechnik für die Behandlung von Abwässern der Papierindustrie
Betriebssicherheit durch Mess- und Regeltechnik
Automatisierung im Umgang mit Laboranalytik
Erfahrungsberichte von und für Betreiber von Abwasserreinigungsanlagen (ARA) aus der Papierindustrie
Besichtigung der ARA der Hans Kolb Papierfabrik GmbH & Co. KG in Kaufbeuren
Änderungen vorbehalten

Teilnehmerbeitrag
595 € pro Person (zzgl. MwSt.), inkl.

Digitale Tagungsmappe
Pausengetränke und Mittagessen
Abendveranstaltung inkl. Verpflegung
Übernachtungspauschale für eine Nacht
Early Bird Ticket 495 € bei Anmeldung bis zum 31.05.2023 (zzgl. MwSt.)
Die Berechnung der Seminargebühr erfolgt nach der Veranstaltung.

Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Teilnehmer beschränkt.
Es gilt das Prinzip „first come, first served“.

Tagungsort
Kloster Irsee
Klosterring 4
87660 Irsee/Allgäu

Leitung/Koordination
Hach Lange GmbH
Stanislaw Bechthold

https://de.hach.com/Papierabwassersymposium

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Hach: Osnabrücker Abwassersymposium 2023

Ein voller Erfolg – so lässt sich das 7. Osnabrücker Abwassersymposium im April 2023 zusammenfassen.

Zu einem gelungenen Programm unter dem Titel „Energieeffizienz und Klimaschutz –Herausforderungen für Kläranlagenbetreiber?“ trafen sich Ende April Kläranlagenbetreiber, Ingenieurbüros, Ausrüster und weitere Interessierte in Osnabrück-Melle. Es wurde Wissen weitergegeben, Bekannte begrüßt, Erfahrungen ausgetauscht, Schnittchen gegessen, Kaffee getrunken und neue Kontakte geknüpft.

Praxisberichte zu Energieautonomie, Energieeffizienz und Energieautarkie von der Kläranlage Ahrensburg und dem OOWV wechselten sich ab mit dem Konzept Dynamischer Energieanalysen und den Herausforderungen, die durch neue rechtliche Anforderungen an die Kläranlagen gestellt werden.

Die Frage, ob der Klimawandel vielleicht eine ganz andere Resilienz der Kläranlagen erfordert, wurde ergänzt durch den Praxisbericht über Klimabilanzierung und Klimaneutralität im EGLV.

In tollen Räumlichkeiten wollten die angeregten Fachgespräche und thematischen Diskussionen kaum enden und werden in den nächsten Wochen sicher ihre Fortsetzung finden.

Für Ihre Kalenderplanung 2024 können Sie sich heute schon das Datum markieren – das 8. Osnabrücker Abwassersymposium findet statt am 16. April 2024 im Van der Valk-Hotel Melle.

https://de.hach.com/Abwassersymposium

Das Programm 2023 im Detail nachlesen können Sie hier.

Der lange Weg zur energieautonomen Kläranlage – Ergebnisse aus der Praxis
Olaf Grönwald,
Stadtbetriebe Ahrensburg

Energieeinsparbemühungen auf Kläranlagen vor dem Hintergrund neuer Anforderungen
Kai-Uwe Utecht,
Ruhrverband

Die resiliente Kläranlage – nachhaltige Wege der Optimierung
Matthias Springer,
Hach Lange GmbH

OOWV: Gemeinsam zu mehr Energieeffizienz und Autarkie
Martin Flörke, Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband

Von der Klimabilanz zur Klimaneutralität
Peter Jagemann,
Emschergenossenschaft-Lippeverband

Dynamisierung von Energieanalysen auf Kläranlagen als Werkzeug einer kontinuierlichen Optimierung des energetischen Zustandes
Dr.-Ing. Henry Riße,
Forschungsinstitut f. Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RWTH Aachen e.V.

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Flottweg weiht feierlich zweites Werk in Vilsbiburg ein

Es ist die größte Einzelinvestition in der fast 100-jährigen Geschichte Flottwegs. Rund 55 Millionen Euro wurden in den Bau des Werks 2 in Vilsbiburg investiert. Flottweg schreibt mit diesem Bau ein weiteres Kapitel seiner überaus erfolgreichen Geschichte. Eine Geschichte, die mit Bauteilen von Flugzeugmotoren begann, mit der Produktion von Fahrrädern mit Hilfsmotoren weiterging und schließlich im Bau von Zentrifugen und weiteren Produkten gipfelte. Mittelfristig wird durch das Werk 2 die Produktionskapazität des Trenntechnik-Spezialisten verdoppelt und somit der Grundstein für weiteres Wachstum gelegt.

„Bei Flottweg entsteht etwas großes Neues; jetzt sehen wir in welchen Dimensionen. Es ist eine Investition, die ganz Niederbayern stolz macht. Eine Investition in die Zukunft des Standorts“, so beschrieb Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf, im Rahmen des Richtfestes, den Bau des neuen Flottweg Werks. Und in der Tat entstand mit dem Flottweg Werk 2 etwas Großes. Auf einer Produktionsfläche von 18.000 Quadratmetern ist das neue Flottweg Werk annähernd so groß wie der ursprüngliche Standort an der Industriestraße.

Im Mai 2018 hielten viele Corona noch für eine mexikanische Bierspezialität und das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland war wenige Wochen entfernt. In Vilsbiburg begannen zu diesem Zeitpunkt die Erdarbeiten und damit der erste Schritt hin zum neuen Werk. Die Bauarbeiten schritten rasch voran und bereits nach einigen Monaten ragten die ersten Betonsockel in den Vilsbiburger Himmel. Mehr:

https://www.flottweg.com/de/newsroom/news/detail/flottweg-weiht-feierlich-zweites-werk-in-vilsbiburg-ein/

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EnviroChemie: DynaWater 4.0 – Digitalisierung im Abwassermanagement

Im Verbundprojekt DynaWater 4.0 geht es um die Potenziale der Digitalisierung im industriellen Abwassermanagement. Das Ziel von DynaWater 4.0 ist die digitale Verknüpfung von industrieller Produktionsanlage und der Abwasserbehandlungsanlage, um auf dieser Grundlage eine modellgestützte, bedarfsabhängige und dynamische Fahrweise der Abwasserbehandlungsanlagen zu realisieren. 

EnviroChemie baut eine Bestandsanlage des Typs Split-O-Mat® zur vollständig integrierten 4.0-Demonstrationsanlage aus. Diese wird in Echtzeit Daten der Produktionsanlage erhalten, aus welchen gemeinsam mit Online-Messdaten in einem digitalen Zwilling die optimale Fahrweise der Abwasserbehandlungsanlage ermittelt wird. Deren Effizienz wird im Live-Betrieb des Projekts DynaWater 4.0 demonstriert.Mehr.

https://www.envirochemie.com/de/innovation/dynawater-40-%E2%80%93-digitalisierung-im-abwassermanagement-1/

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EnviroChemie: Bioresine reinigt Pharmaabwässer energieeffizient

Neue Anlagenerweiterung spart Betriebskosten

Für Bioresine, einen marokkanischen Hersteller von aktiven pharmazeutischen Wirkstoffen, Orangenextrakten und ätherischen Ölen, ist Wasser ein wichtiger Rohstoff. Nach der Erweiterung seiner Produktionskapazität beauftragte Bioresine EnviroChemie mit der Erweiterung der bestehenden Abwasserbehandlungsanlage. Der deutsche Wasseraufbereitungsspezialist installierte eine zweite Behandlungsanlage mit einer Kapazität von bis zu 470 m³ Abwasser pro Tag für die Direkteinleitung.

Besonders herausfordernd für die Anlagentechnik sind die hohen Konzentrationen an organischen Substanzen und die hohe Salzfracht des Abwassers. EnviroChemie setzt deshalb Anlagenkomponenten ein, die für eine langfristige Nutzung beständig sind. Eine weitere Herausforderung war der knappe verfügbare Platz für die neue Anlage.

Um den Erfolg der Anlage zu gewährleisten, hat EnviroChemie einen effizienten Prozess entwickelt, der individuell auf die spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen des Pharmakunden konzipiert wurde. In einem Biomar aeroben Reaktor werden die organischen Inhaltsstoffe biologisch abgebaut. Die Anlage ist mit energieeffizienten Anlagenkomponenten ausgestattet, die eine Energieeinsparung von etwa 30 % ermöglichen. Die automatisierte Anlage kann mit dem Asic® System von EnviroChemie fernüberwacht werden. So kann die komplette Anlage effizient und zuverlässig betrieben werden, was zu deutlichen wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen führt.

Mit der neuen Anlagenlösung ist Bioresine in der Lage, die Vorgaben für die Direkteinleitung in den Fluss sicher einzuhalten. Der entwässerte Schlamm kann als Dünger für die Landwirtschaft verwendet werden.

„Einer der größten Vorteile, die wir mit der EnviroChemie-Abwasserbehandlungsanlage erreichen, ist eine erhebliche Kostenreduzierung im Vergleich zur bestehenden ersten Anlage. Außerdem profitieren wir davon, dass die technischen Mitarbeiter von EnviroChemie in Echtzeit zur Verfügung stehen, wann immer wir ihre Unterstützung brauchen. Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Abwasserbehandlung und des Abwassermanagements.“ 

Mustafa Ouahdi, CEO von Bioresine.

https://www.envirochemie.com/de/news-events/news/bioresine-reinigt-pharmaabwaesser-energieeffizient/

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EnviroChemie: WaterSmart – Beschleunigung des nachhaltigen Wassereinsatzes in Küstennähe

Die EnviroChemie GmbH ist Teil des Verbundforschungsprojekts „B-WaterSmart: Accelerating Water-Smartness in Coastal Europe“ und hierbei verantwortlich für den Bau, Betrieb und die Optimierung einer Pilotanlage zur Wasseraufbereitung von Brüden auf eine Trinkwasser entsprechende Wasserqualität.

Während einer 3-jährigen Betriebszeit an einem Molkereistandort in Norddeutschland werden unterschiedliche Aufbereitungstechnologien wie Membrantechnologien und verschiedene biologische Verfahren für Wasser und Abwasser untersucht.

Das Projekt ist Teil von HORIZON 2020, dem größten jemals veröffentlichten EU-Forschungs- und Innovationsprogramm.

Website des Forschungsprojekts: www.b-watersmart.eu

https://www.envirochemie.com/de/innovation/b-watersmart-beschleunigung-des-nachhaltigen-wassereinsatzes-in-kuestennaehe/

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Chetra: Wasser & Kraftwerke

TODO: Tag für Tag fällt Abwasser in riesigen Mengen an. Es kommt aus Industrieunternehmen und privaten Haushalten und ist mit Schmutz, Feststoffen sowie Chemikalien verunreinigt. Bevor es in den natürlichen Kreislauf zurückkehren kann, muss es in Klärwerken gründlich wiederaufbereitet werden. Dabei sind Pumpen, Rührwerke, Belüfter etc. in großer Zahl im Einsatz. Sie erfüllen unterschiedlichste Aufgaben der Trennung, Filtrierung und Aufbereitung.

An vielen Stellen dieser Prozesse sind Gleitringdichtungen eingesetzt, an die speziell unter den Aspekten Korrosionsbeständigkeit und Feststofftauglichkeit hohe Anforderungen gestellt werden.

Für die Aufbereitung von industriellem Brauchwasser im geschlossenen Kreislauf sind die Anforderungen an eingesetzte GLRD ebenfalls hoch. Das Wasser ist je nach Einsatzzweck mit den unterschiedlichsten Arten von Stoffen belastet.

Höchste Anforderungen gelten für den Bereich der Trinkwasserversorgung. Im Interesse der Verbraucher müssen die entsprechenden Vorschriften eingehalten werden – bei der Erzeugung von sauberem Trinkwasser sind unterschiedlichste Pumpen beteiligt, darunter doppelt gelagerte, mehrstufige Pumpen und Vakuumpumpen, die häufig mit einzelwirkenden GLRD abgedichtet sind. Bei höherem Vakuum kommen dagegen überwiegend doppeltwirkende GLRD zum Einsatz.

Das Resultat sind innovative, z. T. maßgeschneiderte Lösungen für die besonderen Anforderungen von Wasser-, Abwasser- und Klärwerken, die auf jahrzehntelanger Branchenerfahrung basieren.

https://www.chetra.de/industrien/energie/

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BITControl: Lastmanagement auf der Kläranlage Asselbrunn

BITControl hat die verfahrenstechnische und energetische Modernisierung und Optimierung der Kläranlage Asselbrunn im Odenwald planerisch begleitet.

Kernpunkte waren: …
Optimierung der Verfahrenstechnik und des Lastmanagement unter dem Aspekt der Energieeffizienz
Installation von EMSR-Technik zur Erfassung, Visualisierung und Überwachung der Bertriebsweise von Maschinen, Verfahrensstufen und der Gesamtanlage
Einbindung einer PV-Anlage 250 kW in die Anlagenversorgung
Einrichtung eines Lastmanagements und Modernisierung BHKW 50kW und BHKW 108 kW mit dem Ziel einer Minimierung des Strombezuges
Einbindung einer Gasleitung zur Versorgung eines BHKW
Projektbeschreibung Lastmanagement KA Asselbrunn

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Bioserve: Unabhängige Blähschlammmberatung und Fadenbakterienanalysen

Problemstellung
Nachdem inzwischen fast alle Kläranlagen (kommunal und industriell) auf weitergehende Stickstoffelimination mit Denitrifikation umgerüstet wurden, haben immer mehr Anlagen Probleme mit grampositiven Schwachlast-Fadenbakterien wie Microthrix parvicella und Nocardioforme Actinomyceten (Nocardia). Inzwischen haben ca. 70 % aller kommunalen Kläranlagen saisonal oder ganzjährig Probleme mit Blähschlamm, Schwimmschlamm oder Schaum. Die Hauptnahrung der genannten Fadenbakterien sind langkettige Fette. Deren Bekämpfung erfolgt in der Regel mit aluminiumhaltigen Fällmitteln und ist mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden. Die Ursache der Probleme, d.h. der Fetteintrag in die Belebungsstufe wird jedoch nicht beseitigt.

Nicht in jedem Fall sind fadenförmige Organismen allein Schuld an schlecht absetzbarem Belebtschlamm oder Schaum. In ca. 50 % der Fälle kommen ungünstige Verhältnisse bezüglich der Abwasserzusammensetzung erschwerend hinzu. Häufig sind die Säurekapazität und/oder der Calciumgehalt des Abwassers zu gering. Ungünstig sind auch vermehrter Streusalzeinsatz im Einzugsgebiet der Kläranlage oder andere Einleitungen, die v.a. Natrium enthalten.

Blähschlamm-Monitoring
Um Probleme mit Blähschlamm, Schwimmschlamm und Schaum in den Griff zu bekommen, ist folgendes Vorgehen zu empfehlen:
Mikroskopische Untersuchung des Belebtschlammes und Diagnose der vorhandenen Probleme (Fadenbakterienbestimmung, Wasserchemie, Begehung vor Ort) incl. schriftlicher Bericht und von jeglichen Verkaufsinteressen unabhängige Empfehlungen zur Problemlösung (bauliche und verfahrenstechnische Maßnahmen, Fällungs- und Flockungsmittel, andere Zusatzstoffe).
Regelmäßige i.d.R monatliche, weitere mikroskopische Untersuchungen (ggf. Probenversand per Post) zur Ermittlung des optimalen Zeitpunktes für den Einsatz von Flockungsmitteln bzw. zur Erfolgskontrolle der baulichen und verfahrenstechnischen Maßnahmen.
Telefonische Besprechung des weiteren Vorgehens mit dem Betriebsleiter nach jeder mikroskopischen Untersuchung.
https://bioserve.info/dienstleistungen_produkte/unabhaengige-blaehschlammmberatung-und-fadenbakterienanalysen/

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AERZEN: Energieeffiziente Gebläsetechnik rechnet sich bereits nach einem Jahr

Individuelle ROI-Berechnungen von AERZEN
Das Energieeinsparpotenzial von Kläranlagen wird häufig unterschätzt. Mit individuellen ROI­Berechnungen (Return on Investment) veranschaulicht AERZEN die beachtlichen Kostenvorteile hocheffizienter Gebläsetechnik in der biologischen Reinigungsstufe und zeigt, welche kurzen Amortisationszeiten erreicht werden können.

Kläranlagen haben einen hohen Energiebedarf. 60 bis 80 % der gesamten verbrauchten elektrischen Energie entfallen dabei auf die Belüftung des Belebungsbeckens. Ein Umstieg auf hochmoderne Gebläsetechnologien mit größtmöglicher Energieeffizienz sowie smarte, bedarfsgerechte Steuerungs- und Regeltechnik bietet daher einen großen Hebel zur Senkung der Gesamtbetriebskosten. Gleichzeitig leisten Kläranlagenbetreiber mit einer Investition in ressourcenschonende Technik einen aktiven Beitrag zu mehr Umweltschutz und zur signifikanten Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Doch wie groß ist das Einsparpotenzial wirklich und wann rechnen sich die Mehrkosten der Investition?

Hohe Einsparungen, kurze Amortisationszeiten
Noch immer achten viele Kläranlagenbetreiber vor allem auf die Anschaffungskosten der Gebläse. Doch der Kaufpreis macht lediglich 5 % der Gesamtkosten bei einem Betrieb über zehn Jahre aus. Viel mehr ins Gewicht fallen die Kosten für Energie, Service und Wartung. Vor allem eine Betrachtung des Energieverbrauchs ist lohnenswert, denn mit 90 % ist dieser der Hauptkostenfaktor. Mit individuellen ROI-Berechnungen gibt AERZEN Aufschluss über die beachtlichen Kostenvorteile hocheffizienter Gebläsetechnik und zeigt, welche kurzen Amortisationszeiten erreicht werden können. So lassen sich durch den Wechsel von einem herkömmlichen Drehkolbengebläse Delta Blower GM 35S mit einer Motorleistung von 55 kW auf einen innovativen Drehkolbenverdichter Delta Hybrid D 30S mit einer Motorleistung von 37 kW rund 25 % Energie sparen (Volumenstrom: 24 m3/min, Druckdifferenz: 800 mbar). Bei einem Strompreis von 0,30 Euro/kWh rechnet sich die Investition bereits nach einem Jahr.

Viele Kläranlagen binden Ressourcen aufgrund von veralteten oder überdimensionierten Maschinentechnologien zur Belüftung der Belebungsbecken. Eine ROI-Berechnung macht die Kostenvorteile ressourceneffizienter Konzepte transparent und unterstützt Kläranlagenbetreiber so auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Abwasseraufbereitung.

https://www.aerzen.com/de/aktuelles/kundenzeitung/2023/ausgabe-0123/article/energieeffiziente-geblaesetechnik-rechnet-sich-bereits-nach-einem-jahr.html

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Flow-Concept: Bei detaillierten und komplexen Fragestellungen erfolgt eine Analyse auf Basis von Strömungssimulationen (CFD)

Dabei setzen wir ganz auf das Programm Fluent® aus dem Hause ANSYS®, den Marktführer in Sachen Simulation. Diese leistungsstarke Software haben wir um wichtige Anwendungen erweitert. So erhalten wir Einblick in die sonst unsichtbaren Bereiche Ihrer Anlagen und Sie dadurch Zugriff auf unzugängliche, aber wesentliche Informationen.

Auf der Grundlage Ihrer geometrischen Daten entwickeln wir ein virtuelles Modell, mit dem wir die Prozesse innerhalb Ihrer Anlage transparent machen. Anhand dieses Modells untersuchen wir das Verhalten der zu transportierenden Medien. Gesichtspunkte können z.B. die Wasserverteilung, die Verteilung und Orientierung der Strömungsgeschwindigkeiten, der Transport und die Verteilung von Inhaltsstoffen, die Druckverteilung in ruhenden und sich bewegenden Flüssigkeiten oder die auf Behälterwände wirkenden Kräfte sein. Das Ergebnis dieser Berechnungen wird von uns visualisiert und gibt einen Blick auf das Innere Ihrer Anlage frei, so dass Optimierungspotenziale aufgezeigt werden können.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit konnten wir unsere Kunden bereits in unterschiedlichsten Einsatzgebieten bei der Optimierung Ihrer Systeme unterstützen.

Die Anwendungen erstrecken sich u.a. auf die folgenden Bereiche:
Denitrifikationsbecken
Durchflussmess-stellenkalibrierung
Faulbehälter

https://www.flow-concept.de/leistungen/cfd-simulation/

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WANGEN: Kaiserslautern – Alles geklärt – WANGEN KL65RÜ ist wichtiger Bestandteil in energieneutraler Kläranlage

Die Stadtentwässerung Kaiserslautern pumpt wertvollen Klärschlamm mit hohem Trockensubstanzgehalt zuverlässig mit der Hochleistungsrachenpumpe KL-RÜ von WANGEN PUMPEN. Die Exzenterschneckenpumpe überzeugt in Kaiserslautern sowohl aus energetischen Gesichtspunkten als auch in Bezug auf die Verfügbarkeit und der wartungsfreundlichen Ausführung.

„Die KL-RÜ Hochleistungsrachenpumpe erfüllt diese Anforderung nicht nur, sondern verkürzt sogar die Stillstandszeit durch die verbaute Schnellwechseleinheit (Stator/Rotor).“ sagt Christian Forgheim, Betriebsleiter der Kläranlage. Mehr:

https://www.wangen.com/de/news/2023/WANGEN_PUMPEN_Klaeranlage_Kaisserslautern_DE.php

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Vogelsang schließt Geschäftsjahr mit deutlicher Umsatzsteigerung ab

Die Vogelsang GmbH & Co. KG (Vogelsang Deutschland und Tochtergesellschaften) hat ihren Umsatz 2022 mit 173 Millionen um knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Damit gelang es dem Maschinenbauunternehmen trotz erschwerter Bedingungen infolge des Ukrainekriegs und anhaltender Verzögerungen in den Lieferketten, den Umsatz im In- und Ausland zu erhöhen. Starke Umsatztreiber waren vor allem die Geschäftsbereiche Agrartechnik, Biogas (Einbringtechnik) und Pumpen (Industrie). Auch bei Ersatzteilen konnte das Unternehmen eine klare Umsatzsteigerung verzeichnen.

https://www.vogelsang.info/de/news/presse/artikel/article/vogelsang-schliesst-geschaeftsjahr-mit-deutlicher-umsatzsteigerung-ab/

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Veolia beweist Nachhaltigkeitsleistungen und wird erneut mit dem Platin Rating von EcoVadis ausgezeichnet

Veolia Umweltservice Gruppe erneut mit EcoVadis Sustainability Platin Rating ausgezeichnet

Die Veolia Umweltservice Gruppe wurde zum zweiten Mal in Folge mit dem Platin Rating des EcoVadis Sustainability Ratings ausgezeichnet. Bereits seit 2018 unterstreicht der Konzern so seine erbrachten Nachhaltigkeitsleistungen in den Kategorien Umwelt, Ethik, Arbeits- und Menschenrechte sowie nachhaltige Beschaffung. Mit der erneuten Höchstbewertung gehört Veolia auch in diesem Jahr zu den besten ein Prozent der weltweit von EcoVadis bewerteten Unternehmen.

In der Entsorgungsbranche ist Veolia mit diesem Ergebnis nach wie vor führend. Zudem hat sich der Konzern mit einer Punktzahl von 78/100 im Vergleich zum Vorjahresergebnis auch noch gesteigert. “Das konsequente Ausrichten unseres Handelns an Nachhaltigkeitsanforderungen sowie die Anerkennung der erbrachten Leistung durch EcoVadis zeigen, dass wir den Anspruch, einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Transformation zu leisten, sehr ernst nehmen.”, erklärt Jens Heinig, CEO der Veolia Umweltservice GmbH. Auch zukünftig werde Veolia konsequent an der Umsetzung des Ziels arbeiten, um so nachhaltig die Kreislaufwirtschaft und damit den Ressourcenschutz voranzutreiben.

Was ist EcoVadis?
EcoVadis ist die führende Plattform für die Bewertung von Unternehmensleistungen hinsichtlich ihrer nachhaltigen Entwicklung und überwacht Nachhaltigkeitspraktiken entlang globaler Lieferketten. Mehr als 100.000 Unternehmen weltweit aus 200 Geschäftsfeldern und über 175 Ländern nutzen das EcoVadis Rating jährlich.

Für Veolia ist diese Auszeichnung besonders relevant, da wir uns und unsere Kunden auf diese Weise davon überzeugen, dass unsere Betriebe sowie Lieferanten nach hohen ethischen und ökologischen Standards arbeiten.

Wie funktioniert die Bewertung?
Die Beurteilung durch EcoVadis erfolgt in vier übergeordneten Themenbereichen, die anhand von 21 Kriterien bewertet werden. Dabei werden auf einer Skala von 0-100 besondere Stärken sowie Optimierungspotenziale aufgezeigt. Die Informationen basieren auf Angaben der Unternehmen sowie eigenen Recherchen seitens der Analysten von EcoVadis. Die Ergebnisse aus den Themen Umwelt, nachhaltiger Einkauf, Ethik sowie Arbeits- und Menschenrechte werden wiederum in einer Gesamt-Scorecard ausgewiesen. Veolia schnitt bei allen Themenbereichen auch 2023 wieder überdurchschnittlich ab.

https://newsroom.veolia.de/pressreleases/veolia-umweltservice-gruppe-erneut-mit-ecovadis-sustainability-platin-rating-ausgezeichnet-3241604

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UNITECHNICS: Besondere Drohneninspektion abwassertechnischer Anlagen

Für die Inspektion von abwassertechnischen Anlagen gibt es eine Reihe unterschiedlicher Techniken wie etwa TV Inspektionsroboter. Diese herkömmlichen bewährten Methoden stoßen aber dann an ihre Grenzen, wenn Ihr Einsatz mit enormem Aufwand verbunden ist oder sie erst gar nicht angewendet werden können. Das gilt zum Beispiel für gefährliche, wasserführende oder schwer zugängliche Stellen in Abwassernetzen.

Eine solche Situation war bei einem besonderen Projekt gegeben, das wir für einen Auftraggeber betreut haben: Durch einen Unfall kam es zu Beschädigungen eines Kanals. Zu allererst war es notwendig, den baulichen Zustand des Kanals mit den konkreten Schäden zu erfassen. Erst mit diesem Wissen war es möglich, konkrete Reparaturen in die Wege zu leiten. Dieses Projekt war alles andere als ein klassischer Einsatz für eine Industriedrohne – das war schon etwas Besonderes. Zunächst wurde der Wasserstand des Kanals durch das Schott, das im Baustellenbereich verbaut war und durch Pumpen auf ca. 1/2 Meter gesenkt. Jetzt konnte die Drohne in den Kanal einfliegen und eine Fülle aussagefähiger Daten liefern, so dass ein detailliertes Modell des Bauwerks erstellt werden konnte. Mit den gewonnenen Informationen zum Schadensbild konnte eine zielführende Reparatur in die Wege geleitet werden.

UNITECHNICS Ingenieur B. Sc. Daniel Jehring gibt Ihnen zu dieser Thematik gern weitere Auskünfte oder bespricht mit Ihnen einen konkreten Anwendungsfall und beantwortet gerne Ihre Fragen.

Fachbeitrag „Ready for Take-Off“: LINK

UNI-Possible-Video „Licht ins Dunkel bringen“: LINK

https://www.unitechnics.de/de/component/sppagebuilder/279-projekt-2023-07.html

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UNITECHNICS: Dem Grundwasser auf der Spur

Ein Abwasserzweckverband hatte Probleme mit dem Phosphatgehalt auf der Kläranlage. Ca. 70 Prozent des zufließenden Wassers war Fremdwasser. Es sollte reduziert werden, wobei nicht klar war, ob es sich dabei um Oberflächenwasser oder um Grundwasser handelt. Offen war ebenfalls, wo – in welchen Gemeinden/Orten oder Überleitungen – wie viel Fremdwasser eintrat.

UNITECHNICS führte eine Nachtmessung durch, wobei 37 Messstellen für relevante Knotenpunkte ausgewählt wurden: vor einem Ort, bzw. nach einer Überleitung, nach einem Ort, bzw. vor einer Überleitung und in einem Ort bei größeren Zuläufen davor und dahinter. Mit diesem Prinzip konnten für jeden Ort und für jede Überleitung die spezifischen Fremdwasseranteile, also die Grundwassermenge des Mischwassersystems ermittelt werden.

Die Überleitungen und Orte wurden hinsichtlich ihres Grundwassereintrags priorisiert. Innerhalb dieser deutlich kleineren Teileinzugsgebiete kann nun über weitere, dichtere Messungen oder Inspektionen zielgerichteter nach Grundwassereintritten gesucht werden. Da Inspektionen bzw. weitere Messungen Zeit und Geld bedeuten, können diese jetzt so priorisiert werden, dass zuerst die Gebiete untersucht werden, die im Fall des Abstellens des Grundwassereintritts die größte Fremdwasserreduzierung versprechen. Das bedeutet: 80 Prozent Nutzen mit 20 Prozent Aufwand und nicht andersherum.

https://www.unitechnics.de/de/component/sppagebuilder/281-projekt-2023-08.html

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STEBATEC: Neue Messstationen ermöglichen gerechte Abrechnung der Abwassermengen

Kläranlage Court modernisiert
Das Abwasser der Gemeinden Champoz, Valbirse, Sorvilier und Court wird zur Kläranlage Court geleitet. Bis anhin wurde den vier Gemeinden die Abwassergebühren durch einen definierten Schlüssel verrechnet. Mit den neuen, durch STEBATEC installierten Messstellen, kann das Abwasser nun verursachergerecht den tatsächlichen Mengen entsprechend abgerechnet werden.

Die vier neuen Messtellen
Messstelle Champoz 

Die erste Messstelle befindet sich in Champoz. Im hierfür neu erbauten Schacht wurde eine vollgefüllte stationäre Durchflussmessung mittels MID eingesetzt. In der neuen Steuerkabine befinden sich das Elektrotableau, der Messumformer und einen Mobilfunkrouter mit SIM-Karte für die Datenkommunikation mit dem Leitsystem der Kläranlage Court.

Messstelle Valbirse 
In der zweiten neu errichteten Messstelle, nahe der Gemeinde Valbirse, wurde eine teilgefüllte stationäre Durchflussmessung der Nennweite 600 eingebaut. Da hier kein Stromanschluss in der Nähe war, musste ein 300 Meter langes Kabelschutzrohr für das Zuleitungskabel erstellt und über zwei Brücken der Birs geführt werden.

Messstelle Sorvilier 
Die dritte Messtelle nach Sorvilier wurde ebenfalls mit einer teilgefüllten stationären Durchflussmessung, diesmal der Nennweite 300 ausgestattet. Zusätzlich wurde eine pneumatische Regelklappe verbaut. Dies ermöglicht, Durchflussmengen so zu regulieren, dass bei grossen Wassermengen zuerst das bereits vorhandene Regenbecken befüllt wird, anstatt die STEP Court zu überlasten. Somit können Entlastungen vermieden werden und es wird zum Schutz der Gewässer beigetragen.

Messstelle Kläranlage Court 
Die vierte Messtation ist die Zulaufmessung der Kläranlage  Court. Eine TF stationäre Durchflussmessung der Nennweite 700 im offenen Kanal.
Alle Messtationen wurden mit STEBAnet Mobilfunk ausgestattet, ein System zur Datenübertragung, welches im TF-Messumformer integriert erhältlich ist. Sie funktionieren mit SIM-Karten, da es an den jeweiligen Stationen keine DSL-Verbindungen gibt. So sind die Stationen immer mit der STEP Court verbunden.
Die Mengen-Abrechnungen werden direkt im Prozessleitsystem gemacht. Der administrative Aufwand kann so dadurch klein gehalten werden.

https://www.stebatec.com/chde/referenzen/neue-messstationen-ermoeglichen-gerechte-abrechnung-der-abwassermengen/

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Höntzsch: Kontinuierlicher Betrieb in der Kläranlage

Die Menge des Klärgases, die im Faulturm entsteht, variiert. Deshalb wird das Gas in einem Speicher zwischengelagert (gepuffert), um von dort dem Blockheizkraftwerk (BHKW) zugeführt werden zu können.

Das entstehende Klärgas wird einerseits direkt nach dem Faulturm (Quelle) gemessen, zum anderen auch vor dem BHKW, um die Stromerzeugung regeln zu können. In einigen Anlagen wird zudem der Volumenstrom zur Fackel erfasst.

Manche Betreiber mischen dem Biogas Erdgas bei, um eine kontinuierliche Stromerzeugung sicherzustellen. Auch hierfür hat Höntzsch die passende Messtechnik.

https://www.hoentzsch.com/de/applikationen-und-branchen/klaergas-biogasmengenmessung-in-der-abwasserreinigung

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Gelsenwasser: Ergebnis leicht unter Plan

„Durch die Turbulenzen an den Energiemärkten, verstärkt seit dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine, stehen wir wie alle anderen Energie-Versorgungsunternehmen vor großen Herausforderungen. Die enormen Preissprünge am Energiemarkt sowie die Vorsorgemaßnahmen zur Vermeidung einer Mangellage hatten deutliche Konsequenzen. Zusätzlich bedeuten die gesellschaftlich wünschenswerten Entlastungen für die Energiekund*innen einen sehr hohen Zusatzaufwand in unseren Vertriebs- und Abrechnungsprozessen“, so der Gelsenwasser-Vorstandvorsitzende Henning R. Deters. „Wir haben zusammen viele richtige und gute Entscheidungen getroffen und sind gemeinsam und dadurch gestärkt durch diese Zeit gegangen. Danke an das ganze Team blau-grün!“

Der Konzernjahresüberschuss lag 2022 mit 82,1 Mio. Euro deutlich unter dem Jahresüberschuss 2021 (114,4 Mio. Euro) und auch unter Plan (-7,4 %). Die Gründe hierfür sind zum einen einmalige Sondereffekte im Jahresabschluss 2021 (z. B. Anteilseinbringung Erdgasversorgung Schwalmtal GmbH & Co. KG und Windpark Hünxer Heide GmbH) sowie ein deutlicher Zinsanstieg 2022, aufgrund dessen Wertminderungen auf Beteiligungen vorgenommen werden mussten. Wesentlich waren außerdem die Folgen der schwierigen Energiemarktlage, dazu Deters: „Unsere GELSENWASSER Energienetze GmbH hat durch rückläufige Mengen im Gasnetz aufgrund der auch von uns gewünschten Einsparbemühungen der Kund*innen eine Ergebnisminderung um 18 Mio. Euro zu verzeichnen. Ein weiteres Beispiel sind die drastisch gestiegenenen Betriebskosten im Wasserwerk Haltern aufgrund erhöhter Strompreise. Sehr erfreulich sind erneut die Erfolge unserer Konzernunternehmen in ihren Märkten, wodurch sich das Beteiligungsergebnis um 13 Mio. Euro auf 55,2 Mio. Euro verbessert hat“, so Deters.

Der Kern des Unternehmens, der Wasserbereich, zeigte sich beim Absatz fast konstant: Die Wasserabgabe blieb mit 227,8 Mio. Kubikmeter um rd. 1,7 Mio. Kubikmeter unter dem Wert des Vorjahres.
Gelsenwasser investiert weiter in die Qualitätssicherung und die Klimaresilienz der Wasserversorgung: Die Umsetzung der erweiterten Trinkwasser-Aufbereitung mit Investitionen von über 200 Mio. Euro in den Ruhr-Wasserwerken ist fast abgeschlossen. Der Bau einer neuen Trinkwasser-Transportleitung zwischen Beckum und Oelde (OWL-Leitung) und im Anschluss zweier weiterer Leitungen Richtung Rheda-Wiedenbrück und Varensell wird weiter vorangebracht. „In den trockenen Vorjahren wurden die Kapazitätsgrenzen der Wasserförderung in der Region bereits erreicht. Wir wollen dort die nachhaltige Versorgung mit Trinkwasser durch Wasser aus den Wasserwerken an der Ruhr langfristig sichern. Die OWL-Leitung soll das Gelsenwasser-Rohrnetz mit dem Netz unseres Tochterunternehmens Vereinigte Gas- und Wasserversorgung GmbH (VGW) verbinden“, erläutert Gelsenwasser-Vorstand Dr. Dirk Waider.

Der steigende Trend der Vorjahre beim Gasabsatz kehrte sich 2022 krisenbedingt um – er war mit 78,9 TWh um rd. 16 TWh niedriger als 2021.
Die stark gestiegenen Gaspreise an den Großhandelsmärkten führten parallel zu einem ausgeprägten Preiseffekt, der verantwortlich dafür war, dass sich das Umsatzvolumen (13.366,5 Mio. Euro zu 6.300,7 Mio. Euro 2021) des Gelsenwasser-Konzerns im Vergleich zum Vorjahr stark erhöhten.

Beim Stromabsatz verzeichnete Gelsenwasser demgegenüber erneut einen Anstieg – er betrug 22,7 % auf 12,5 TWh (2021: +18,9 % auf 10,2 TWh). Dieser Anstieg entfällt größtenteils auf die Zentrale Strombeschaffung der GELSENWASSER AG für Kunden außerhalb des Konzerns.
Die Tochtergesellschaft Erenja AG & Co. KG konnte dagegen aufgrund der schwierigen Energiemarktlage 2022 über mehrere Monate keine Kundenakquise durchführen. Die Kundenzahlen beim Gas und Strom entwickelten sich rückläufig von 49.700 auf 42.300 im Strom und von 81.160 auf 77.290 im Gas (jeweils Stand 31.12.22).

Die kommunalen Partnerschaften hat Gelsenwasser 2022 weiter vertieft. Die Gemeinde Altenberge schloss nach einem Vergabeverfahren mit dem Unternehmen einen neuen Konzessionsvertrag mit 20 Jahren Laufzeit für die Trinkwasserversorgung ab.
Mit der Stadt Horstmar und der Gemeinde Laer konnte die GELSENWASSER Energienetze GmbH (GWN) für die nächsten 20 Jahre Gas-Konzessionsverträge abschließen. Gemeinsam mit der Stadtwerke Voerde Gasnetz GmbH & Co. KG konnte die Gaskonzession in der Stadt Voerde gewonnen werden.
Zum Jahresbeginn 2022 starteten die mit der Stadt Schermbeck am Niederrhein gegründeten Gemeindewerke Schermbeck GmbH & Co. KG, ebenso konnte der Gas-Konzessionsvertrag mit der Kommune unterzeichnet werden. GWN ist Fachpartnerin und hält 49 % der Geschäftsanteile der Gemeindewerke.
GWN brachte auch mit acht Münsterlandkommunen in Verbindung über die gemeinsame MN Münsterland Netzgesellschaft mbH & Co. KG die dortige Stromnetzübernahme zum Abschluss. Zum Jahresbeginn 2023 übernahm GWN den operativen Stromnetzbetrieb in Ascheberg, Senden, Lüdinghausen, Havixbeck, Billerbeck, Rosendahl, Nordkirchen und Olfen.

Das Beteiligungsportfolio hat Gelsenwasser weiter optimiert. Mit der Gründung der H&G Energie GmbH & Co. KG im November 2022 zusammen mit dem Unternehmer Hartwig Heinrich aus Recklinghausen (50/50) ist Gelsenwasser nun im Geschäftsfeld Photovoltaik neben der Projektierung auch bei der Installation von PV-Anlagen aktiv. Die seit 1995 bestehenden Beteiligungen an drei tschechischen Unternehmen in den Städten Cheb und Kraslice verkaufte Gelsenwasser Ende 2022 an die Accolade-Gruppe mit Hauptsitz in Prag. Zum Jahresbeginn 2023 hat Gelsenwasser ihre Beteiligung an der GELSEN-NET Kommunikationsgesellschaft mbH auf 51 % erhöhen können und ist nun mit den Stadtwerken Gelsenkirchen zu annähernd gleichen Teilen an dem Kommunikations- und IT-Dienstleister beteiligt. GELSEN-NET stellt Komplettlösungen für IT und Telekommunikation für Telefonie, Internet, Standortvernetzungen, Fernsehen und Cloud-Dienste bereit.

Seit ihrer Gründung 2016 hat die Gelsenwasser-Stiftung rd. 7 Mio. Euro in nachhaltige Förderprojekte mit den Schwerpunkten Bildung, Kultur und internationale Wasserprojekte investiert. Auch Unterstützung in akuten Notlagen gehört zur Stiftungsarbeit, so nach Ausbruch der Corona-Pandemie, nach der Flutkatastrophe im Ahrtal, nach Beginn des Angriffskriegs Russlands in der Ukraine und den Erdbeben in der Türkei und Syrien. „Wir stehen als Team blau-grün gemeinsam auch in schwierigen Zeiten verlässlich an der Seite unserer Förderpartner“, so Deters.

https://www.gelsenwasser.de/gelsenwasser-bilanz-2022-ergebnis-leicht-unter-plan

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Feralco:Trink- und Abwasser

Kommunale und städtische Betriebe wie Abwasseraufbereitungsanlagen und Trinkwasseraufbereitungswerke sowie Betreiber von industriellen Prozesswasseraufbereitungsanlagen sind einerseits immer mehr dem allgemeinen Kostendruck ausgesetzt, andererseits werden immer höhere Anforderungen an Leistungsfähigkeit und Reinheit der Produkte gestellt. Die Feralco Deutschland GmbH wird diesem Anspruch durch hochentwickelte, effiziente Produkte gerecht, welche durch moderne Produktionsmethoden hergestellt werden und Ihren strengen Reinheitsanforderungen entsprechen.

Auch für Ihre individuelle Anwendung haben wir das passende leistungsfähige Produkt. Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten oder nehmen Sie Kontakt zu unseren Vertriebsmitarbeitern auf. Mehr:

https://feralco.de/de/Anwendungen/Trink–und-Abwasser

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EssDe GmbH: Erfolgreiche Essener Tagung 2023

Wir haben uns über viele interessierte Besucher an unserem Stand auf der Essener Tagung 2023 gefreut.
Zum Thema aerobe granulare Schlämme (AGS) konnten wir mit unseren zahlreichen Beispielen aus über 7 Jahren zeigen, dass bestehende Kläranlagen, gleich welcher Bauart, mit unserem S::Select®–Verfahren sehr leicht auf granularen Schlamm umgestellt werden können. In unserem gut besuchten Vortrag im Rahmen des Technologie-Forums konnten wir vielfältige Beispiele präsentieren, danke an die Interessierten.
Besonders für die Kapazitätserweiterung ohne wesentliche bauliche Maßnahmen und für die Stabilisierung der Nachklärung gegenüber hydraulischen Stößen konnten beeindruckende Beispiele überzeugen.
Auch unser EssDe®-Verfahren zur einstufigen, kontinuierlichen Deammonifikation hat zahlreiche Besucher interessiert.
Jetzt freuen wir uns auf die nächsten Tagungen und den regen Austausch mit unseren Besuchern.

https://www.essde.com/de/news?2774

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Bohne: ABWASSER UNTERWEGS

Die Abwassertechnik wird verstärkt durch unkalkulierbare Feststoffe vor neue Heraus­forder­ungen gestellt. Verlässliche Lösungen bei

Abwasser und Abwasser­transport sind deshalb entscheidend. Bohne bietet höchste Effizienz, Produkt- und Service­qualität mit KSB-Produkten. Mehr:

https://bohne-pumpen.de/abwassertechnik-uebersicht/

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AERZEN: EFFIZIENTE LÖSUNGEN FÜR KOMMUNALE UND INDUSTRIELLE KLÄRANLAGEN

Die Aerzener Maschinenfabrik ist ein international führender Anbieter auf dem Gebiet der Abwasserbehandlung und -aufbereitung. Seit über 150 Jahren begleiten wir Betreiber von Kläranlagen und Industriepartner mit innovativen Lösungen und können zu Recht behaupten: Wir kennen uns aus.

Wie können Energiekosten bei der Abwasseraufbereitung eingespart werden? Welche Möglichkeiten gibt es bei der Konzeption neuer Anlagen? Wie können Lastgänge ermittelt und optimal bedient werden? AERZEN gibt mit seinen vielfältigen und flexiblen Lösungen sowie der Erfahrung aus unzähligen umgesetzten Projekten die richtigen Antworten.

https://www.aerzen.com/de/anwendungen/wasser-und-abwasseraufbereitung.html

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VTA gründet einen richtungsweisenden Forschungscampus der Alma Mater Europaea

Das bestehende Areal von VTA wird in nur einem Jahr um einen Campus für Wissenschaftler und Forscher erweitert werden, welcher mit zukunftsweisender Technik ausgestattet wird. Mehr:

https://vta.cc/de/news/vta-gruendet-einen-richtungsweisenden-forschungscampus-der-alma-mater-europaea

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Vermicon: Warum ist die Biozönose des Abwassers so wichtig?

Die biologische Abwasserreinigung wäre ohne Mikroorganismen, die winzigen aber wichtigsten Helfer des Klärwerkes, nicht möglich. Kläranlagen sind gigantische mikrobiologische Kraftwerke, in denen die Mikroorganismen für die Umsetzung der chemischen Verbindungen und den Abbau der Schadstoffe verantwortlich sind. Eine Störung der Anlage fußt meist auf einer Störung der mikrobiellen Abläufe. Daher ist es essenziell, die Biozönose der Anlage zu kennen und so die Kontrolle über die Vorgänge zu behalten.

Warum wird die Biozönose noch nicht kontinuierlich überwacht?
Der konventionelle Nachweis von Mikroorganismen basiert heutzutage immer noch auf der Kultivierung von Mikroorganismen und ist für die Analyse komplexer Proben, zu denen das Abwasser gehört, nicht geeignet. Studien belegen, dass bis zu 99,9 % aller Bakterien im Abwasser nicht kultivierbar sind. Aber auch einfache Färbemethoden sind aufgrund ihrer mangelnden Spezifität und der Morphovariabilität bzw. Gramvariabilität der Bakterien nicht ausreichend. Um sich ein möglichst realitätsnahes Bild über die mikrobiologischen Verhältnisse in einer Abwasserreinigungsanlage zu machen, ist es notwendig, die Bakterien direkt in der Probe und ohne Umwege zu analysieren. Mehr:

https://www.vermicon.com/de/abwasser/biologie

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UNITECHNICS: Wahl des richtigen Dosiermittels muss nicht zur Qual werden

Bei einem Projekt für einen Auftraggeber ging es um folgende Fragen: Woraus resultieren H2S-Belastungen auf der Kläranlage, die zu Geruchsbelästigungen führen? Welches Dosiermittel ist – an welcher Stelle und in welcher Konzentration – das Richtige und welche Auswirkungen hat es auf den Kläranlagenprozess?

Um diese und weitere Fragen beantworten zu können, wurden wir mit der Durchführung einer Testdosierung zur Untersuchung der Geruchsproblematik in einem Hauptsammler und auf der Kläranlage beauftragt. Zur Lösung gehörten schließlich eine oberirdische und eine unterirdische Komponente: Die Aufstellung der Dosiertechnik und der Tanks für die Lagerung von Dosiermitteln über der Erde und unter der Erde die Dosierung in Abhängigkeit des Durchflusses und der Abwasserinhaltsstoffe mit Hilfe von Durchflussmessungen über den Füllstand und Online-Spektralsonden. Diese wurden an speziell für diesen Einsatz entwickelten Messbooten installiert, welche in den Hauptsammlern an der Dosierstelle und vor der Kläranlage eingesetzt wurden. Somit stand eine ausgefeilte Steuerungstechnik zur Verfügung. Mithilfe von zusätzlichen H2S-Messungen im gesamten Betrachtungsgebiet konnte die Wirksamkeit von Calciumnitrat und Eisenfällmitteln untersucht und bewertet werden, um die offenen Fragen zu beantworten.

UNITECHNICS Ingenieur M. Eng. Tobias Langkau gibt Ihnen zu dieser Thematik gern weitere Auskünfte oder bespricht mit Ihnen einen konkreten Anwendungsfall Ihres Entwässerungssystems.

Besuchen Sie zum Thema Dosierung und Abluftanlagen gern unsere Website.
Informationen zum Anlagenbau finden Sie auch in unserem Online-Shop.

https://www.unitechnics.de/de/component/sppagebuilder/278-projekt-2023-06.html

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Dr.-Ing. Steinle Ingenieure: Beratung bei Betriebsproblemen, Energieanalysen und Messprogrammen von Kläranlagen

Unsere Beratungskompetenz haben wir uns hart erarbeitet. Langjährige Erfahrung bei der Konzeption und Realisierung von kommunalen und industriellen Kläranlagen gepaart mit solider wissenschaftlicher Aus- und Weiterbildung ist die Basis unseres Beratungsangebots.

Für alle Fragen der Abwasser- und Schlammbehandlung bieten wir Ihnen Unterstützung an. In welcher Rolle wir Sie unterstützen sollen, bestimmen Sie und Ihre Anforderungen. Lösungen von der Stange sind nicht unsere Sache. Gemeinsam mit unseren Auftraggebern und Partnern suchen wir nach der jeweils passenden und günstigsten Lösung.

Drei Säulen tragen unseren lösungsorientierten Ansatz:

(i) Der Reinigungsprozess steht im Mittelpunkt.
(ii) Wir bevorzugen kein Verfahren um seiner selbst willen.
(iii) Komplexe Fragestellungen bearbeiten wir in interdisziplinären Teams von Spezialisten.
http://www.dr-steinle.de/beratung.html

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Stebatec: Prozessleitsystem für Kläranlage und Kanalnetz

Das browserbasierte Prozessleitsystem ARAbella online ist gegen eine Lizenzgebühr als Webdienst weltweit nutzbar. Dabei sparen Sie die Kosten für eine eigene Serverinfrastruktur und arbeiten immer mit der neuesten Systemversion. Wasserstände werden in der Software animiert dargestellt und Betriebszustände der Anlagen situativ automatisch ausgewertet und in Statistiken eingearbeitet. Weiterhin sind folgende Bausteine modular erhältlich:

Kundenspezifische Sonderprogrammierungen
Live-Reports zur tabellarischen Darstellung der Ereignisse
Wartungsplan
Kamera-Bildüberwachung STEBAcam
Automatische Erstellung von Reports
Integrale Kanalnetzsteuerung INKA
https://www.stebatec.com/chde/angebote/arabella-online/

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Pipelife: SYSTEM.iX einfach zu verlegen

Quartiererschließung in St. Johan i. T. mit der neuen Steinzeugrohr-Generation

Nachdem die Marktgemeinde St. Johann in Tirol 2020 im Rahmen eines Initialprojektes das neue Rohrsystem SYSTEM.iX am Neubau ihrem städtischen Bauhof eingesetzt hatte, fiel die Entscheidung nicht schwer, weitere Ausbaumaßnahmen des städtischen Kanalnetzes ebenfalls mit der verlegefreundlichen Lösung zu planen. Denn die Erfahrungen mit der neuen Steinzeuglösung waren sehr positiv. Als im Frühjahr 2021 die Quartierserschließung im Ortsteil Oberhofen anstand, griffen die Beteiligten auf die bereits bewährte Systemlösung zurück, die sich in entscheidenden Punkten als sehr vorteilshaft herausgestellt hatte. 

Konkret wurden Steinzeugrohre der Nennweite DN 250 verlegt: 120 Meter im Rahmen einer Kanalumlegung nach Oberhofen. Dort war ein Neubaugebiet errichtet worden, und im Zuge dieser Baumaßnahme wurde die Abwasserinfrastruktur vollständig modernisiert. Dabei übernahm die Gemeinde St. Johann den Anschluss an die Hauptleitung…mehr:

https://www.pipelife.de/news-und-referenzen/system-ix-einfach-zu-verlegen.html

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NWT: Optimierungen in einem Galvanikbetrieb in Österreich

NWT hat den Auftrag, für einen Betrieb der galvanische Industrie in Westösterreich die Kosten für die Abwasserbehandlung und Schlammentsorgung zu senken. Dieser Industriebetrieb ist aufgrund einer Direkteinleiterverordnung verpflichtet, extrem strenge Abwasser- und Umweltstandards einzuhalten, welche enorme Kosten auf der OPEX-Seite für Chemikalien mit sich bringen. Während der Betrieb bereits sehr hohe Standards in den Verarbeitungslinien mit chromfreien Prozessen und geschlossenen Kreisläufen einhält, werden in einem dreistufigen Projekt, Massenbilanzen der bestehenden Linien, Überprüfung des Potenzials und Umsetzung der Maßnahmen , Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz der Abwasserbehandlung ausgearbeitet. Es wird erwartet, dass das Projekt im Jahr 2023 abgeschlossen werden kann.

https://www.nwtechnology.at/de/blog/2023/03/03/optimierungen-in-der-galvanikindustrie-in-oesterreich/

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Mall: Ratgeber Rückstauschutz jetzt in aktualisierter 3. Auflage

Überflutungs- und Rückstauschutz – aktuell wie nie
Der Ratgeber Rückstauschutz von Mall ist in einer 3. aktualisierten Auflage erschienen.

Drei Jahre nach der letzten Veröffentlichung ist jetzt die 3. aktualisierte Auflage des Ratgebers Überflutungs- und Rückstauschutz von Mall erschienen. Alle Beiträge wurden überarbeitet und inhaltlich aktualisiert. Der Ratgeber richtet sich an Planungsbüros, Kommunen, Handwerksbetriebe und die Wohnungswirtschaft, aber auch an Eigentümer von potentiell gefährdeten Grundstücken und Gebäuden.
Starkregenereignisse treten zwar immer räumlich begrenzt, dafür aber häufiger und intensiver auf. Für Immobilien bedeutet das eine doppelte Gefährdung – durch Überflutung und durch einen möglichen Rückstau aus überlasteten Kanalisationen. Nach einer Einordnung des Starkregen-Themas in die aktuelle Diskussion zum Klimawandel beschreiben die Autorinnen und Autoren mögliche städtebauliche Ansätze und Maßnahmen zur Verringerung des Starkregenrisikos, die technischen Optionen für konkrete bauliche Maßnahmen sowie Aspekte des Versicherungsschutzes. Ein Beitrag, der die zu ergreifenden Maßnahmen von den einschlägigen Normen ableitet sowie typische Anwendungsbeispiele aus unterschiedlichen Branchen runden den Ratgeber inhaltlich ab. Die in der Fachbuchreihe „Ökologie aktuell“ erscheinende Broschüre kann unter www.mall.info/infomaterial zum Preis von 15 Euro inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten bestellt werden (ISBN 978-3-00-060966-4).

https://www.mall.info/presse/pressemitteilungen/news-detail/ratgeber-rueckstauschutz-jetzt-in-aktualisierter-3-auflage/

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KROHNE: Wasser- und Abwasserindustrie

Von Auschreibungsdokumenten bis zur Fernüberwachung von Messstellen
Zuverlässige Trinkwasserversorgung und nachhaltige Abwasserbehandlung sind entscheidend für die Entwicklung ganzer Regionen. Deren Betreiber müssen bei größtmöglicher Effizienz auch Prozesssicherheit und -Verfügbarkeit sicherstellen. Dabei unterstützt sie unsere Industry Division mit der Essenz aus über 50 Jahren Erfahrung und Applikations-Know-How in der Wasser- und Abwasserbranche

KROHNE liefert markt- und kundenorientierte Messgeräte zu wettbewerbsfähigen Preisen, maßgeschneiderte komplette Messlösungen bis hin zur Integration in ein Leitsystem. Unser Team besteht aus Beratern und Spezialisten, die Sie von der frühen Planungsphase bis zur Inbetriebnahme unterstützen.

KROHNE hat ein umfangreiches und industriespezifisches Produktportfolio für die Wasser- und Abwasserindustrie aufgebaut, mit Zulassungen für Trinkwasser bis hin zu Ex. Unsere (batteriebetriebenen) magnetisch-induktiven Wasserzähler bis DN3000/120″ besitzen erweiterte Funktionen wie beispielsweise zusätzliche Parameter oder solche, die für die Leckageerkennung genutzt werden können. Das Produktspektrum umfasst branchenspezifische Füllstandmessgeräte, Durchflussmessgeräte für teilgefüllte Rohre und Biogas, analytische Sensoren und Systeme für die Prozess- und Qualitätsüberwachung. Mehr:

https://krohne.com/de/industrien/wasser-und-abwasser-industrie

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Analytik-Jena: Abwasseranalyse für chemische Parameter

Überwachung kommunaler Kläranlagen
Prüfung der gesetzlichen Grenzwerte in industriellen Prozessabwässern
Kontrolle von Deponiesickerwasser
Wir helfen Ihnen, schnelle Messergebnisse in Übereinstimmung mit Umweltgesetzen zu erzielen. Steigern Sie die Effizienz Ihrer Laborarbeit auch bei Abwasserproben mit hohem Partikelgehalt.

Steigern Sie Ihre Analysequalität

Höchste Partikelgängigkeit (TOC und AOX)
Spezielle Hardware für Proben mit hoher Trübung (UV/Vis)
Exakte Elementquantifizierung bei hoher Matrixtoleranz
Beschleunigen Sie Ihren Prozess

Sofort messbereite Geräte (TOC und AOX)
Schneller Geräteumbau für verschiedene Anwendungen
Höchste Automatisierung für Probenvorbereitung und -messung
Direkte Sicherheitsüberwachung (Self-Check-System)
Schnelle und zuverlässige Analyse anspruchsvoller Proben
Umfassender Service und Support
Analysieren Sie mit uns

Gesamtorganischen Kohlenstoff und gesamtgebundenen Stickstoff 
TOC/TNb
Adsorbierbare organische Halogene, Gesamthalogene und extrahierbare organische Halogene 
AOX
Toxische Elemente, z. B. Chrom, Cadmium, Quecksilber und Blei
AAS, ICP-OES, ICP-MS 
SAK-Wert, Trübung, Ammonium, Phosphat, Nitrat, chemischer Sauerstoffbedarf und vieles mehr
UV/Vis
Unsere Analyselösungen für kommunales Abwasser, Industrieabwasser und Deponiesickerwasser reduzieren den Aufwand für Probenvorbereitung sowie Partikelverarbeitung erheblich und verkürzen gleichzeitig die Messzeiten für komplexe Proben. Mit konformen Messmethoden und robusten Analysegeräten helfen wir Ihnen, gesetzliche Standards einzuhalten.

https://www.analytik-jena.de/industrien-loesungen/industrien/umwelt/abwasseranalytik/

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Finger Baustoffe GmbH: Regenrückhaltebecken für Logistikzentrum

Im rheinland-pfälzischen Zweibrücken stellt der Landmaschinenhersteller John Deere Mähdrescher sowie selbstfahrende Feldhäcksler für den weltweiten Markt her.Unmittelbar neben seinem Werk er­richtete das Unternehmen nun ein etwa 22 000 Quadratmeter großes Logistik­zentrum.Für ein geordnetes Regenwas­sermanagement auf dem rund 3,6 Hektar großen Gelände sorgt unter anderem ein groß dimensioniertes Regenrückhal­tebecken, das die anfallenden Nieder­schläge nur gedrosselt weitergibt.Bei diesem Bauwerk entschieden sich die Planer für eine Bauweise mit rechtecki­gen Rahmenprofilen aus Stahlbeton.

Die Produktion von Mähdreschern und Feldhäckslern ist sehr teileintensiv – von der kleinsten Schraube bis zum kom­pletten Motor müssen alle Komponenten „just in time“ am Montageband angelie­fert werden.Bisher stand für das Zwei­brücker John Deere Werk hierfür eine Vielzahl interner und externer Lager zur Verfügung.Das Hauptlager befand sich im 140 km entfernten Hockenheim.Da­neben verfügte man über sechs weitere Lagerstandorte.Mit dem Neubau des Lo­gistikzentrums sollen künftig sieben La­ger ersetzt und damit der Logistikauf­wand deutlich reduziert werden.Da­durch könnten jährlich 1200 Anlieferun­gen aus dem Hauptlager Hockenheim, das aufgelöst wird, entfallen.

Die Entwässerung der Niederschläge auf der gut 30 000 m² großen versiegel­ten Fläche erfolgt über ein Regenrück­haltebecken.Bernd Hoffmann, Bauleiter der BMS Baumaschinen Mietservice und Abbruch GmbH, die im Auftrag der Gold­beck International GmbH die Maßnahme umgesetzt haben, erläutert die Maßnah­me: „Der rechteckige unterirdische Stau­raumbehälter besteht aus 33 Stahlbeton­fertigteilen.Rund 6700 m³ Erdaushub waren erforderlich, um die Fertigteile zu vergraben.Die einzelnen Bauteile haben ein Maß von 7 × 3 ×2,6 m.Daraus er­gibt sich für das Regenrückhaltebecken ein Speichervolumen von insgesamt 1750 m³. Über den Zulauf gelangen ma­ximal 150 Liter Regenwasser pro Sekun­de in das Becken.Das unterste Element verfügt über eine schwimmergesteuerte Drossel, die konstant 13 Liter Regenwas­ser pro Sekunde mittels einer separaten Sammelleitung dem angrenzenden Schwarzbach zuführt.Oberhalb der Drossel befindet sich ein DN 800er Stahl­betonrohr als Notüberlauf.“

Geliefert wurden die Bauteile von der Finger-Beton Unternehmensgruppe aus dem Werk in Stockstadt.Die Montage er­folgte in nur drei Tagen mit einem eige­nen Montageteam aus dem Hause Fin­ger.Hierzu Projektleiter Dipl.-Ing.Holger Rohrmann: „Um das geforderte Rückhal­tevolumen und den gedrosselten Ablauf zu gewährleisten, wird jeder Rückhalte­behälter von uns individuell geplant und angefertigt.Dazu werden die Behälter werkseitig nach der geforderten Drossel­abflussleistung konzipiert, mit der opti­malen Drosseleinrichtung ausgestattet und zur späteren Baustellenmontage vorbereitet.Geliefert werden die Rah­menbehälterkonstruktionen von Finger- Beton als Einzelelemente per Sattelzug.Nach dem Versetzten der ca.44 Tonnen schweren Elemente durch einen Kran er­folgt die Montage.Dank eines speziell entwickelten, unkomplizierten Zwei- Punkte-Spannsystems benötigen wir ins­gesamt pro Element nur etwa 20 Minu­ten.Eine spezielle Anordnung der Teile trägt dazu bei, dass die dauerelastischen Verbindungen schnell hergestellt sind.Weil das Schraubsystem außen liegt, bleibt es vor Korrosion geschützt.Ein zu­sätzliches Vermörteln der Fugen ist daher nicht erforderlich.Unmittelbar nach der Montage ist das fertige Rahmenbauwerk hermetisch verschlossen, sofort dicht und könnte im Grunde direkt mit Wasser befüllt werden.“

Finger Baustoffe GmbH
https://www.finger-beton.de

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eawag: Wasser dezentral aufbereiten: von der Motivation zur Umsetzung

Themen:
Trinkwasser
Abwasser
Wasser & Entwicklung
Gesellschaft
Dezentrale Wasseraufbereitungstechnologien in die Praxis zu überführen, ist nicht immer einfach. Oft braucht es viele kleine Schritte, um Menschen zu motivieren, diese Technologien zu nutzen. In einem kürzlich erschienenen Artikel fassen zwei Umwelt-Gesundheitspsychologinnen der Eawag in einem «Modell der Wirkungspfade» das bisherige Wissen darüber zusammen, welche psychologischen Faktoren die Nutzung dezentraler Wasseraufbereitungstechnologien beeinflussen und welche Massnahmen deren Einführung fördern könnten. 

Die Vereinten Nationen haben sich 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt. Das Ziel 6 fordert, die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle zu gewährleisten. Doch davon ist die Welt noch weit entfernt. Rund ein Fünftel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, und etwa ein Drittel keinen Zugang zu einer sicheren Sanitärversorgung.

Manchmal würden die technologischen Mittel für die Aufbereitung von Wasser durchaus bereitstehen. Insbesondere dezentrale Technologien ermöglichen es heute, Wasser kostengünstig und direkt vor Ort aufzubereiten. Dennoch werden sie mancherorts nicht genutzt. Nadja Contzen, Leiterin der Eawag-Forschungsgruppe Umwelt-Gesundheitspsychologie, und Josianne Kollmann, Postdoktorandin in der Gruppe, haben in einem «Modell der Wirkungspfade» das aktuelle psychologische Wissen darüber zusammengetragen, warum dezentrale Wasseraufbereitungstechnologien manchmal abgelehnt werden und mit welchen Massnahmen ihre Nutzung gefördert werden könnte. Das Modell haben sie heute im Journal «Nature Water» publiziert. Es fokussiert auf zwei Typen dezentraler Wasseraufbereitungstechnologien, Technologien zur Reinigung von Trinkwasser und Technologien zur Reinigung und Wiederverwendung von Abwasser. Die wichtigsten Aspekte und Erkenntnisse stellen sie hier im Interview vor.

Gerade in Ländern mit mittlerem oder niedrigem Einkommen könnten dezentrale Wasseraufbereitungstechnologien dazu beitragen, Trinkwasser sicher aufzubereiten. Trotzdem stossen die technologischen Entwicklungen manchmal auf Ablehnung. Woran liegt das?
Josianne Kollmann: Da gibt es viele Faktoren. Die Menschen müssen sich erstmal bewusst sein, dass ungereinigtes Trinkwasser krankmachen kann. Aber selbst wenn dieses Wissen vorhanden ist, halten manche aus reiner Gewohnheit am Status quo fest: «Bisher haben wir das Wasser auch getrunken. Warum sollten wir das jetzt ändern?».

Nadja Contzen: Manche fühlen sich auch einfach überfordert von dezentralen Technologien. Sie glauben nicht, die Technik wirklich anwenden zu können und probieren es erst gar nicht. Besonders relevant ist dieser Aspekt der «fehlenden Selbstwirksamkeit», wenn die Einführung von Technologien verlangt, dass Menschen ihr gewohntes Verhalten verändern müssen. Nehmen wir die Chlorierung von Trinkwasser im Haushalt als Beispiel. Die Menschen müssen eine neue Routine entwickeln. Sie müssen das Chlor kaufen, die richtige Menge des Mittels abmessen und ins Wasser geben, das gechlorte Wasser umrühren und dann für mindestens eine halbe Stunde, am besten zugedeckt, ruhen lassen. Man muss also vorausschauend planen. Wenn man erst an die Chlorierung denkt, wenn man Durst hat, ist es eigentlich schon zu spät.

JK: Ein wichtiger Faktor sind auch lokale Normen: Wie normal oder verbreitet ist die Technologie bereits im bekannten Umfeld? Wenn in der Nachbarschaft die Technologie noch nicht genutzt wird, wollen viele nicht die ersten sein. Sie wollen sich nicht von ihrer Gemeinschaft unterscheiden und eine Sonderrolle einnehmen.
 

https://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/wasser-dezentral-aufbereiten-von-der-motivation-zur-umsetzung/

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EnviroChemie übernimmt Schweizer ProWaTech und Hauser+Walz

Die EnviroChemie AG übernimmt die Wassertechnikspezialisten für die Galvano-, Medizin-, Uhren- und Elektronikindustrie.

Zum 1. April 2023 übernimmt die EnviroChemie AG 100 Prozent der Gesellschaftsanteile der
ProWaTech AG und Hauser + Walz GmbH Beratende Ingenieure GmbH. Die neuen Mitglieder werden als eigenständige Unternehmen weiteragieren.

Die ProWaTech AG ist im Jahr 2004 gegründet worden. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Prozesswasser-, Recycling- und Abwassertechnik für die Galvano-, Medizin-, Uhren- und Elektronikindustrie. Das Liefer- und Leistungsspektrum der ProWaTech AG umfasst die fachkompetente Beratung und die Lieferung von Anlagen zur Prozesswasseraufbereitung und Abwasserbehandlung. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Ionenaustauscher-Kreislaufanlagen sowie Wertstoff-Rückgewinnungsanlagen an. Mit diesen Produkten und Dienstleistungen trägt die ProWaTech AG zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und zum Schutz der Umwelt bei. Die dazugehörige Tochterfirma Hauser + Walzer – Beratende Ingenieure GmbH ergänzt das Portfolio mit den Geschäftsfeldern Expertisen und chemische Produkte. Die ProWaTech AG verfügt über ein hochqualifiziertes Team von Mitarbeitern, die auf eine langjährige Praxiserfahrung in der verfahrenstechnischen Auslegung, Konstruktion, Montage und Service zurückblicken können.

Nico Siegenthaler, Geschäftsführer der EnviroChemie AG, ist überaus erfreut über die neuen Mitglieder: „Es ist mir eine große Freude, unsere neuen Partnerunternehmen in unserem Unternehmen begrüßen zu dürfen. Diese Akquisitionen stellen einen bedeutenden Meilenstein in unserer Unternehmensstrategie dar und stärken unsere Position im Markt. Die beiden Unternehmen verfügen über ein hervorragendes Know-how und Expertise, welche uns ermöglichen, unser Portfolio zu erweitern und neue Kunden zu gewinnen. Durch die Zusammenarbeit mit ProWaTech AG und Hauser + Walz GmbH ergänzen wir unsere Leistungen und nutzen Synergien, um die industrielle Wassernutzung für unsere Kunden nachhaltig zu gestalten. Wir freuen uns darauf, dass ProWaTech AG und Hauser + Walz GmbH unsere Kompetenzen erweitern und insbesondere den Bereich der Oberflächentechnik ergänzen werden. Wir begrüßen Herbert Hauser und Rainer Walz sowie das gesamte Team sehr herzlich und freuen uns auf die exzellente Zusammenarbeit. “ Beide bleiben auch nach der Firmenübernahme durch die EnviroChemie AG in Eschenbach SG als Geschäftsführer operativ tätig.

Um frühzeitig in die Zukunft planen zu können, haben sich Diplom Ing. (TU) Rainer Walz und Diplom Ing. (FH) Herbert Hauser entschieden, Ihre Firmenanteile der ProWaTech AG sowie der Hauser + Walz GmbH an die EnviroChemie AG in Eschenbach SG zu übergeben. Dadurch wird sichergestellt, dass die jeweils über 35-jährige Erfahrung der Firmengründer in den nächsten Jahren an Ihre Nachfolger nahtlos übergeben werden können. Die Geschäftsführung bleibt unverändert, sämtliche Verträge und Verpflichtungen der ProWaTech AG sowie Hauser + Walz GmbH bleiben bestehen.

„Die ProWaTech AG hat als Systemlieferant von industriellen Wasseraufbereitungsanlagen vergleichbare Strukturen wie die EnviroChemie AG, ist jedoch in anderen Märkten tätig, wie die ProWaTech AG mit ihrem Schwerpunkt Oberflächenbehandlung. Daher werden wir uns optimal ergänzen“, so Herbert Hauser.

„Die Betriebe mit Sitz in Flaach ZH und Eschenbach SG werden weiterhin parallel betrieben und mögliche Synergien genutzt», betont Rainer Walz.

https://www.envirochemie.com/de/news-events/news/envirochemie-uebernimmt-schweizer-prowatech-und-hauserwalz/

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Born+Ermel: Generalplanung für die Errichtung einer  4. Reinigungsstufe auf der Betriebskläranlage Merck KGaA – Standort Darmstadt

Die Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid des Regierungsbezirks Darmstadt hat kürzlich die Baustelle besucht. Mehr dazu finden Sie hier!

Aktuelle Infos zum Baufortschritt finden Sie hier.

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, plant die Erweiterung seiner zentralen Abwasserbehandlungsanlage am Standort Darmstadt (s. Abbildung 1) um eine sogenannte vierte Reinigungsstufe. Mit Hilfe von Aktivkohlefiltern soll die derzeitige Reinigungsleistung der Anlage von bis zu 98 Prozent zukünftig nochmals erhöht werden. Die Bauarbeiten werden im Jahr 2021 beginnen; die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2023 geplant.

Die vierte Reinigungsstufe dient der Elimination von anthropogenen Spurenstoffen. Sie wird aus einem Zwischenpumpwerk und einer Filtrationsstufe mit granulierter Aktivkohle (GAK) bestehen. Oberhalb des Zwischenpumpwerks ist zudem eine Tuchfiltrationsstufe als zukünftige Erweiterungsoption vorgesehen.

Mit dem Zwischenpumpwerk wird das Abwasser einmalig angehoben, um anschließend die vierte Reinigungsstufe im freien Gefälle zu durchlaufen. Die optionale Tuchfiltrationsstufe ist in drei Kammern unterteilt, in denen für eine vorgeschaltete Feststoffabscheidung jeweils ein Polstoff-Scheibenfilter installiert werden kann.

Das Herzstück der 4. Reinigungsstufe ist die Aktivkohlestufe. Hierbei handelt es sich um einen diskontinuierlich gespülten Raumfilter, der als Betonbauwerk ausgeführt wird. Die sechs Filterkammern des Raumfilters werden mit insgesamt rund 300 m³ bzw. 150 t granulierter Aktivkohle befüllt. Mit Inbetriebnahme der 4. Reinigungsstufe wird das gesamte Abwasser der Merck KGaA durch dieses Filterbett geleitet. Beim Durchströmen des Filtermaterials adsorbiert ein Großteil der Spurenstoffe an die Aktivkohle und wird somit aus dem Abwasser entfernt. Das von Spurenstoffen weitestgehend befreite Abwasser wird in einen Filtratspeicher und anschließend in den Vorfluter geleitet.

Die Rückspülung des Raumfilters wird in einem geschlossenen Kreislauf mit bereits aufgereinigtem Filtrat erfolgen. So wird gewährleistet, dass der Betrieb der vierten Reinigungsstufe keinen zusätzlichen Trinkwasserverbrauch bzw. Abwasseranfall generiert. Das Spülabwasser wird in einem Speicherbecken vorgehalten und durchläuft anschließend die Werkskläranlage von Neuem. Der Filtrat- und Spülabwasserspeicher werden unterhalb der Filterkammern angeordnet, wodurch der Flächenbedarf der Gesamtanlage auf das Nötigste minimiert wird.

Die Dr. Born – Dr. Ermel GmbH als Generalplaner des Bauvorhabens hat die Aktivkohlestufe zur Spurenstoffelimination anhand zahlreicher Publikationen der praxisrelevanten Forschung der letzten zehn Jahre sowie regional veröffentlichen Planungshilfen verfahrenstechnisch dimensioniert. Die hierbei gewählten Bemessungsgrundlagen wurden durch den im Oktober 2020 von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) veröffentlichen Entwurf für das Merkblatt DWA-M 285-2 vollumfänglich bestätigt.

Die hydraulische Bemessung der 4. Reinigungsstufe wurde mit der Software HYDKA 3S durchgeführt. In die hydraulische Dimensionierung sind zudem die Ergebnisse einer CFD-Strömungssimulation (CFD = Computational Fluid Dynamics) der FlowConcept GmbH eingeflossen.

Die Ingenieurbauwerke sowie die Maschinen- und Elektrotechnik der 4. Reinigungsstufe wurden mittels Building Information Modelling (BIM) komplett in 3D entworfen. Die Kammern der optionalen Tuchfiltration konnten somit passgenau auf die technische Ausrüstung abgestimmt und konstruiert werden. Zudem war es möglich, die komplexe Rohrleitungsführung des Rückspülsystems der Aktivkohlestufe zu entwickeln, darzustellen und zu überprüfen. Anhand der 3D-Modelle wurden die Planungsfortschritte in regelmäßigen Zeitabständen dokumentiert und mit der zuständigen Fachabteilung der Merck KGaA und technischen Ausrüstern konstruktiv diskutiert.

Das Bauvorhaben der Merck KGaA wurde von politischen Akteuren im Bundesland Hessen durchweg positiv aufgenommen. „Mit der Erweiterung seiner Kläranlage übernimmt das Unternehmen Verantwortung im Sinne der Umweltvorsorge für die Region“, erklärt die hessische Umweltministerin Priska Hinz. Der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch fügt hinzu, dass das Unternehmen mit dem Bau der 4. Reinigungsstufe einen wichtigen Beitrag zu mehr Umwelt- und Naturschutz leiste. Merck zeige einmal mehr, „dass es sich seiner Verantwortung in Sachen Nachhaltigkeit bewusst ist“. 

https://born-ermel.eu/projekte-details/merck-kgaa-standort-darmstadt-teaser.html

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Atd: Exkursion zum Retentionsbodenfilter Aachen Soers

Am 09.03.2023 fand im Rahmen der diesjährigen Essener Tagung eine Exkursion zum Retentionsbodenfilter (RBF) Aachen-Soers statt. Mit einer Größe von etwa 2 Fußballfeldern stellt er den wohl größten seiner Art in Deutschland dar. Der von ATD für den Wasserverband Eifel Rur gebaute Filter soll die Aachener Wurm (sic!) zukünftig um mehr als 60.000 kg Feststoffe pro Jahr erleichtern.

Der RBF Soers und weitere halbtechnische RBFs am Standort fungieren zudem als Demonstrator im EU Projekt „StopUP“, das sich mit der Speicherung, Reinigung und Versickerung von Starkniederschlägen im urbanen Raum im Sinne einer „Schwammstadt“ beschäftigt.

Für alle, die nicht bei der Exkursion dabei sein konnten, gibt es hier ein Drohnenvideo des RBFs mit den wesentlichen technischen Spezifikationen aus der Bauphase.

Bei Fragen melden Sie sich gerne bei uns (Dr. Frank Benstöm: 0241-16989-275 oder benstoem@atdgmbh.de / Thomas Kerpen 0241-16989-15 oder kerpen@atdgmbh.de)!

https://www.atdgmbh.de/exkursion-zum-retentionsbodenfilter-aachen-soers/

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Finger Baustoffe GmbH: Regenrückhaltebecken für Logistikzentrum

Im rheinland-pfälzischen Zweibrücken stellt der Landmaschinenhersteller John Deere Mähdrescher sowie selbstfahrende Feldhäcksler für den weltweiten Markt her.Unmittelbar neben seinem Werk er­richtete das Unternehmen nun ein etwa 22 000 Quadratmeter großes Logistik­zentrum.Für ein geordnetes Regenwas­sermanagement auf dem rund 3,6 Hektar großen Gelände sorgt unter anderem ein groß dimensioniertes Regenrückhal­tebecken, das die anfallenden Nieder­schläge nur gedrosselt weitergibt.Bei diesem Bauwerk entschieden sich die Planer für eine Bauweise mit rechtecki­gen Rahmenprofilen aus Stahlbeton.

Die Produktion von Mähdreschern und Feldhäckslern ist sehr teileintensiv – von der kleinsten Schraube bis zum kom­pletten Motor müssen alle Komponenten „just in time“ am Montageband angelie­fert werden.Bisher stand für das Zwei­brücker John Deere Werk hierfür eine Vielzahl interner und externer Lager zur Verfügung.Das Hauptlager befand sich im 140 km entfernten Hockenheim.Da­neben verfügte man über sechs weitere Lagerstandorte.Mit dem Neubau des Lo­gistikzentrums sollen künftig sieben La­ger ersetzt und damit der Logistikauf­wand deutlich reduziert werden.Da­durch könnten jährlich 1200 Anlieferun­gen aus dem Hauptlager Hockenheim, das aufgelöst wird, entfallen.

Die Entwässerung der Niederschläge auf der gut 30 000 m² großen versiegel­ten Fläche erfolgt über ein Regenrück­haltebecken.Bernd Hoffmann, Bauleiter der BMS Baumaschinen Mietservice und Abbruch GmbH, die im Auftrag der Gold­beck International GmbH die Maßnahme umgesetzt haben, erläutert die Maßnah­me: „Der rechteckige unterirdische Stau­raumbehälter besteht aus 33 Stahlbeton­fertigteilen.Rund 6700 m³ Erdaushub waren erforderlich, um die Fertigteile zu vergraben.Die einzelnen Bauteile haben ein Maß von 7 × 3 ×2,6 m.Daraus er­gibt sich für das Regenrückhaltebecken ein Speichervolumen von insgesamt 1750 m³. Über den Zulauf gelangen ma­ximal 150 Liter Regenwasser pro Sekun­de in das Becken.Das unterste Element verfügt über eine schwimmergesteuerte Drossel, die konstant 13 Liter Regenwas­ser pro Sekunde mittels einer separaten Sammelleitung dem angrenzenden Schwarzbach zuführt.Oberhalb der Drossel befindet sich ein DN 800er Stahl­betonrohr als Notüberlauf.“

Geliefert wurden die Bauteile von der Finger-Beton Unternehmensgruppe aus dem Werk in Stockstadt.Die Montage er­folgte in nur drei Tagen mit einem eige­nen Montageteam aus dem Hause Fin­ger.Hierzu Projektleiter Dipl.-Ing.Holger Rohrmann: „Um das geforderte Rückhal­tevolumen und den gedrosselten Ablauf zu gewährleisten, wird jeder Rückhalte­behälter von uns individuell geplant und angefertigt.Dazu werden die Behälter werkseitig nach der geforderten Drossel­abflussleistung konzipiert, mit der opti­malen Drosseleinrichtung ausgestattet und zur späteren Baustellenmontage vorbereitet.Geliefert werden die Rah­menbehälterkonstruktionen von Finger- Beton als Einzelelemente per Sattelzug.Nach dem Versetzten der ca.44 Tonnen schweren Elemente durch einen Kran er­folgt die Montage.Dank eines speziell entwickelten, unkomplizierten Zwei- Punkte-Spannsystems benötigen wir ins­gesamt pro Element nur etwa 20 Minu­ten.Eine spezielle Anordnung der Teile trägt dazu bei, dass die dauerelastischen Verbindungen schnell hergestellt sind.Weil das Schraubsystem außen liegt, bleibt es vor Korrosion geschützt.Ein zu­sätzliches Vermörteln der Fugen ist daher nicht erforderlich.Unmittelbar nach der Montage ist das fertige Rahmenbauwerk hermetisch verschlossen, sofort dicht und könnte im Grunde direkt mit Wasser befüllt werden.“

Finger Baustoffe GmbH
https://www.finger-beton.de

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Wasser dezentral aufbereiten: von der Motivation zur Umsetzung

 Dezentrale Wasseraufbereitungstechnologien in die Praxis zu überführen, ist nicht immer einfach. Oft braucht es viele kleine Schritte, um Menschen zu motivieren, diese Technologien zu nutzen. In einem kürzlich erschienenen Artikel fassen zwei Umwelt-Gesundheitspsychologinnen der Eawag in einem «Modell der Wirkungspfade» das bisherige Wissen darüber zusammen, welche psychologischen Faktoren die Nutzung dezentraler Wasseraufbereitungstechnologien beeinflussen und welche Massnahmen deren Einführung fördern könnten. 

Die Vereinten Nationen haben sich 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt. Das Ziel 6 fordert, die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle zu gewährleisten. Doch davon ist die Welt noch weit entfernt. Rund ein Fünftel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, und etwa ein Drittel keinen Zugang zu einer sicheren Sanitärversorgung.

Manchmal würden die technologischen Mittel für die Aufbereitung von Wasser durchaus bereitstehen. Insbesondere dezentrale Technologien ermöglichen es heute, Wasser kostengünstig und direkt vor Ort aufzubereiten. Dennoch werden sie mancherorts nicht genutzt. Nadja Contzen, Leiterin der Eawag-Forschungsgruppe Umwelt-Gesundheitspsychologie, und Josianne Kollmann, Postdoktorandin in der Gruppe, haben in einem «Modell der Wirkungspfade» das aktuelle psychologische Wissen darüber zusammengetragen, warum dezentrale Wasseraufbereitungstechnologien manchmal abgelehnt werden und mit welchen Massnahmen ihre Nutzung gefördert werden könnte. Das Modell haben sie heute im Journal «Nature Water» publiziert. Es fokussiert auf zwei Typen dezentraler Wasseraufbereitungstechnologien, Technologien zur Reinigung von Trinkwasser und Technologien zur Reinigung und Wiederverwendung von Abwasser. Die wichtigsten Aspekte und Erkenntnisse stellen sie hier im Interview vor.

Gerade in Ländern mit mittlerem oder niedrigem Einkommen könnten dezentrale Wasseraufbereitungstechnologien dazu beitragen, Trinkwasser sicher aufzubereiten. Trotzdem stossen die technologischen Entwicklungen manchmal auf Ablehnung. Woran liegt das?
Josianne Kollmann: Da gibt es viele Faktoren. Die Menschen müssen sich erstmal bewusst sein, dass ungereinigtes Trinkwasser krankmachen kann. Aber selbst wenn dieses Wissen vorhanden ist, halten manche aus reiner Gewohnheit am Status quo fest: «Bisher haben wir das Wasser auch getrunken. Warum sollten wir das jetzt ändern?».

Nadja Contzen: Manche fühlen sich auch einfach überfordert von dezentralen Technologien. Sie glauben nicht, die Technik wirklich anwenden zu können und probieren es erst gar nicht. Besonders relevant ist dieser Aspekt der «fehlenden Selbstwirksamkeit», wenn die Einführung von Technologien verlangt, dass Menschen ihr gewohntes Verhalten verändern müssen. Nehmen wir die Chlorierung von Trinkwasser im Haushalt als Beispiel. Die Menschen müssen eine neue Routine entwickeln. Sie müssen das Chlor kaufen, die richtige Menge des Mittels abmessen und ins Wasser geben, das gechlorte Wasser umrühren und dann für mindestens eine halbe Stunde, am besten zugedeckt, ruhen lassen. Man muss also vorausschauend planen. Wenn man erst an die Chlorierung denkt, wenn man Durst hat, ist es eigentlich schon zu spät.

JK: Ein wichtiger Faktor sind auch lokale Normen: Wie normal oder verbreitet ist die Technologie bereits im bekannten Umfeld? Wenn in der Nachbarschaft die Technologie noch nicht genutzt wird, wollen viele nicht die ersten sein. Sie wollen sich nicht von ihrer Gemeinschaft unterscheiden und eine Sonderrolle einnehmen.

https://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/wasser-dezentral-aufbereiten-von-der-motivation-zur-umsetzung/

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Krohne: Seminarreihe „Dekarbonisierung und Effizienzsteigerung in der Industrie, Wärme- und Wasserversorgung“

Vom 25. April bis zum 22. Juni 2023 veranstalten DANFOSS, TÜV NORD, PHOENIX CONTACT, ENCOURA und KROHNE eine gemeinschaftliche Seminarreihe
Große Bandbreite an Fachvorträgen zu CO2-Einsparung, Energie- und Treibhausgasmonitoring in der Industrie, Nachhaltigkeitsmanagement mit Managementsystemen, oder Förderungsprogrammen für Energie- & Ressourceneffizienz

Vom 25. April bis zum 22. Juni 2023 veranstalten DANFOSS, TÜV NORD, PHOENIX CONTACT, ENCOURA und KROHNE eine fachübergreifende Seminarreihe zum Thema „Dekarbonisierung und Effizienzsteigerung in der Industrie, Wärme- und Wasserversorgung“. Die Reihe findet im Rahmen der KROHNE Academy statt und richtet sich gleichermaßen an Planer, Instandhalter und Betreiber von Industrieanlagen sowie von Anlagen zur Wärme- und Wasserversorgung.

in Duisburg, Frankenthal und Leipzig informieren die Veranstalter zu Themen wie z.B. CO2-Einsparung, Energie- und Treibhausgasmonitoring in der Industrie, im Bereich Wasser und in Wärmenetzen anhand der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Ergänzend werden Themen wie „Ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement mit Managementsystemen“ oder Förderungsprogramme für Energie- & Ressourceneffizienz vorgestellt.

Die Teilnahme an der Seminarreihe ist kostenfrei; die vollständige Übersicht der Themen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte unter krohne.link/academy-energie-de

Über KROHNE:
KROHNE ist ein globaler Hersteller und Anbieter für Prozessmesstechnik, messtechnische Lösungen und Services in zahlreichen Industrien. Das 1921 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Duisburg, Deutschland bietet mit über 4.000 Mitarbeitern umfangreiches Anwendungswissen und lokale Ansprechpartner für Instrumentierungsprojekte in über 100 Ländern. KROHNE steht für Innovation und höchste Produktqualität und gehört zu den Marktführern in der Prozessindustrie.

Herausgegeben für die KROHNE Gruppe von:
KROHNE Messtechnik GmbH
Ludwig-Krohne-Str. 5
47058 Duisburg

www.krohne.com

https://de.krohne.com/de/unternehmen/nachrichten/seminarreihe-dekarbonisierung-und-effizienzsteigerung-in-der-industrie-waerme-und-wasserversorgung

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Alltech: Was nicht passt, wird passend gemacht

Die Polymeraufbereitungsanlage CONTINUFLOC passt sich an bestehende Platzverhältnisse der Kläranlage Stuttgart Möhringen an.

Im Prozess der Abwasserreinigung der Kläranlage Möhringen wird eine CONTINUFLOC Aufbereitungs- und Dosieranlage für Polymerpulver zur Verbesserung der maschinellen Überschußschlammentwässerung eingesetzt.

Der Überschussschlamm wird mit der aufbereiteten Polymerlösung vermischt, einer Zentrifuge zugeführt und dort entwässert, um danach der Schlammfaulung und -trocknung zugeführt zu werden.

Startklar für die Polymeraufbereitung
Das Polyelektrolytpulver, das zur Entwässerung des Überschussschlammes eingesetzt wird, wird in Big Bags angeliefert, mittels Krans an der Entleerstation aufgehängt. Aus dem Aufgabetrichter wird das Polymerpulver mit Hilfe des Fördergerätes AIRLIFT pneumatisch in den Vorratstrichter der vollautomatischen Zweikammer-Pendelanlage CONTINUFLOC gefördert. Die Löse- und Dosierstation wird betriebsfertig verkabelt, verrohrt und elektrisch und hydraulisch werksseitig geprüft geliefert. Die Verrohrung der Anlage wurde auf Kundenwunsch aus Brandschutzgründen komplett in PP ausgeführt.

Steuerung der Anlage über die S7-1200
Über das robuste, hochauflösende Farb-Touchpanel kann der Betreiber der Kläranlage Möhringen zahlreiche Informationen, wie zum Beispiel die Anzahl der Betriebsstunden, die Anlagenzustände oder die Alarmhistorie, anzeigen lassen und erhält so jederzeit einen Überblick über den Zustand der Anlage. Auch die Pulverdosierung wird über das Touchpanel angesteuert und die Ansetzkonzentration kann direkt an der Anlage festgelegt werden. Die Kommunikation zwischen Anlage und Leitwarte erfolgt über eine in der Anlage verbaute Profinet-Schnittstelle. Die Position des Schaltschranks wurde an die speziellen Platzverhältnisse im Maschinengebäude der Kläranlage angepasst.

Begehbarkeitspaket erleichtert den Zugang
Mit dem Begehbarkeitspaket, das aus einem Gitterrost als Standfläche auf der Anlage besteht, Geländer mit Sicherheitstür zum Treppenaufgang und Treppe mit zwei Handläufen, hat das Kläranlagenpersonal jederzeit sicheren Zugang zu allen Anlagenteilen. Dies ist für die sichere Ausführung von Wartungs- und Kontrollarbeiten wichtig.

Dosierstation für die aufbereitete Polymerlösung
Die aufbereitete Polymerlösung wird über eine Dosierstation mit integrierter Nachverdünnung, mit Exzenterschneckenpumpen zur Impfstelle in die Schlammleitung gefördert.

https://www.alltech-dosieranlagen.de/branchen/referenzen/wasser-abwasserbehandlung.html

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Seepex: Zeit und Kosten sparen mit Seepex

In ihrem Webinar zur ersten automatisierten Exzenterschneckenpumpe zeigen die Experten des Pumpenherstellers aus Bottrop wie sich mit SCT AutoAdjust ein geringer Energie- und Ressourcenverbrauch, eine erhöhte Betriebssicherheit und Prozesseffizienz sowie signifikante Kosteneinsparung im Bereich Personal, Workflow und Wartung erzielen lassen.

Webinar: SCT AutoAdjust – Alles eine Sache der Einstellung
Dienstag, 18.04.2023, 10:00 – 11:00 Uhr

Für konstante Förderleistung und hohe Produktivität: Die Statorklemmung der SCT AutoAdjust ist automatisiert, hydraulisch und hochpräzise auf Knopfdruck verstellbar – direkt aus der Leitwarte heraus, lokal vor Ort über den Seepex Pump Monitor oder per Bluetooth via App. Das macht SCT AutoAdjust besonders wertvoll für kritische Anwendungen, die maximale Leistung und Zuverlässigkeit bei absoluter Betriebssicherheit fordern. SCT AutoAdjust ist universell einsetzbar – in nahezu jeder Branche, Anwendung und für alle Fördermedien.

In den Markt gebracht hatten die Bottroper die Pumpe Ende 2020, nun zeigt Product Manager Tobias Blumenhofer wie sich mit dem intelligenten Konzept der Pumpe Betriebskosten einsparen lassen.

Jetzt registrieren:
https://dg.irco.com/SEP_GER_ALL_de_2304_XXX_Seepex_SCT_AA_DE_inv_LP?utm_campaign=11323&utm_content=90000&l=de&utm_source=pr

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Stebatec: Einladung zum Markteinführungs-Event „Smart-Autark“

Der Frühling steht vor der Tür und steht bei STEBATEC wie in der Natur im Zeichen des Aufbruchs. Wir haben gleich mehrere neue Attraktionen, die wir mit Ihnen teilen möchten.

Mit der Lancierung der Produktlinie Smart-Autark führen wir neue Produkte und Dienstleistungen ein, die vollständig netzunabhängig arbeiten und trotzdem über Mobilfunk mit dem Prozessleitsystem verbunden sind und uneingeschränkt überwacht werden können. Diese Kombination ermöglicht dem Betreiber eine ganz neue Flexibilität bei der Ausrüstung von Bauwerken. Das senkt Betriebs- und Investitionskosten massiv und eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten. Zum Beispiel mit der autarken Clamp-on Durchflussmessung oder dem Autark-Siebrechen.

Überzeugen Sie sich am 15. Juni 2023 in Brügg, an unserem Markteinführungsevent des Autark-Siebrechens mit Wasserrad-Antrieb von den Vorteilen und Mehrwerten von Smart-Autark.

Weiter bieten wir einen kostenlosen Weiterbildungskurs für das anstehende grosse AQUAbella / ARAbella Prozessleitsystem Update an und dürfen stolz verkünden, dass unsere Expertise & Qualität nach ISO 9001 für Managementsysteme und ISO 14001 für das Umweltmanagement von SQS zertifiziert worden sind.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei der STEBATEC AG in Brügg und wünschen Ihnen in der Zwischenzeit ein schönes Osterfest.

Wir sind jederzeit gerne für Sie da.

https://www.stebatec.com/chde/

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AöW-Jahresveranstaltung | 27. April 2023 in Freiburg i. Br.

Die Sicherung und der nachhaltige Umgang mit Wasser sind eines der drängendsten Fragen, die sektorenübergreifend betrachtet und lokal vor Ort umgesetzt werden müssen. Die Herausforderungen durch den Klimawandel sind bekannt. Nun müssen die Erfolgskonzepte durch breite Unterstützung der Gesellschaft in die Fläche getragen werden.

Wir freuen uns auf spannenden und aufschlussreichen Input und Diskussionen von und mit Referent:innen aus Wissenschaft und Praxis. An Thementischen haben Sie die Möglichkeit sich über das erfolgreiche Zusammenspiel von Gesellschaft, Kommune und Wasserwirtschaft auszutauschen.

Mehr erfahren …

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THE PAULY GROUP GmbH & Co. KG: Renaissance der landwirtschaftlichen Verwertung

Verbrennen oder landwirtschaftlich verwerten, dass sind die beiden Hauptwege der Klärschlammentsorgung. Zwar überwiegt die Verbrennung deutlich, doch aktuell wird Klärschlamm wieder verstärkt als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Gründe liegen in veränderten Marktbedingungen für Düngemittel und der zukünftig vorgeschriebenen Phosphor-Rückgewinnung. Betreiber von Klärschlammvererdungsanlagen profitieren in besonderem Maße von dieser Entwicklung.

Verbrennen oder landwirtschaftlich verwerten, dass sind die beiden Hauptwege der Klärschlammentsorgung. Der Anteil der Verbrennung steigt seit vielen Jahren stetig und lag 2021 bundesweit bei 79 Prozent . Doch der Trend zur Verbrennung schwächt sich ab und Klärschlamm wird wieder verstärkt als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Gründe liegen in veränderten Marktbedingungen für Düngemittel und der zukünftig vorgeschriebenen Phosphor-Rückgewinnung.

Es fehlt an bezahlbaren Düngemitteln
Im letzten Jahr haben die stark gestiegenen Energiekosten und die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöste Verknappung die Preise für mineralischen Dünger in die Höhe getrieben. 50 bis 70 Prozent mehr mussten Landwirte 2022 dafür bezahlen. Gleichzeitig sinkt seit Jahren die Menge an organischem Dünger, denn der stammt in Deutschland überwiegend aus der Schweinehaltung und deren Tierbestand geht kontinuierlich zurück. War in der Vergangenheit ein Überschuss die Regel, mit problematischen Folgen für die Nitrat-Belastung des Trinkwassers, ist mittlerweile der Nährstoffbedarf der landwirtschaftlichen Flächen größer als das Angebot.

Fazit: Höhere Preise und verringerte Mengen, den Landwirten fehlt es an bezahlbaren Düngemitteln.

Phosphorrecycling – unzureichende Kapazitäten
Ab 2029 ist die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm gesetzlich vorgeschrieben. Schon Ende 2023 muss jede Kläranlage ein Konzept vorlegen, wie sie das Phosphorrecycling künftig umsetzen will. Eine Herausforderung, denn bisher fehlt es an geeigneten Rück­gewinnungs­verfahren. Auch bei der Verbrennung sieht es nicht gut aus. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) rechnet damit, dass 2029 nur rund 40 Prozent der Monoverbrennungsanlagen fähig sein werden, Phosphor aus der Asche zurückzugewinnen.

Kläranlagen, die ihren Klärschlamm landwirtschaftlich verwerten können, müssen sich hingegen keine Sorgen machen, denn sie erfüllen so alle Auflagen der Phosphor-Rückgewinnung.

Der Trend kehrt sich um
Der Mangel an bezahlbaren Düngemitteln führt zu einer verstärkten Nachfrage nach Klärschlamm und das wiederum lässt die Entsorgungskosten sinken. Das drückt auch die Preise für die Verbrennung und hat Konsequenzen für die Wirtschaftlichkeit und den weiteren Neubau von Monoverbrennungsanlagen. So werden bereits geplante Projekte auf Eis gelegt oder wieder zurückgenommen. Die landwirtschaftliche Verwertung hingegen erlebt eine Renaissance. Und es ist damit zu rechnen, dass die veränderten Rahmen­bedingungen des Entsorgungsmarktes anhalten werden.

Klärschlammerde – wertvoller Dünger inklusive Phosphorrückgewinnung
Beim ökotechnischen Verfahren der Klärschlammvererdung wird der Klärschlamm nicht nur energiesparend entwässert, sondern in stark humushaltige Klärschlammerde umgewandelt. Klärschlammerde ist hervorragend zur Humusdüngung und nachhaltigen Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit geeignet und enthält einen hohen Anteil pflanzenverfügbaren Phosphats. Durch Zusatz von Kalk wird sogar ein Dünger hergestellt, der keine wesentlichen Gehalte an Stickstoff enthält und deshalb auch während der Sperrfristen für stickstoffhaltige Düngemittel verwendet werden darf. Beide Düngerarten werden unter den Markennamen EKO-Terra und EKO-Terra Ca+ angeboten. Die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlammerde ist ökologisch besonders sinnvoll, denn so werden Nährstoffkreisläufe direkt geschlossen und die zukünftig vorgeschriebene Phosphor-Rückgewinnung unmittelbar umgesetzt.

Vorteile die schon lange überzeugen. Gegen den allgemeinen Trend verzeichnen die aus Klärschlammerde erzeugten Dünger schon seit Jahren steigenden Absatz. Von 2019 bis 2022 hat sich deren Menge von fast 18.000 Tonnen auf über 30.000 Tonnen beinahe verdoppelt. 2022 wurden so rund 1.092 Tonnen Humus, 456 Tonnen Phosphat und 172 Tonnen Stickstoff in den Nährstoffkreislauf zurückgeführt.

Langfristige Entsorgungssicherheit bei stabilen Kosten
Ein stark veränderter Düngemittelmarkt setzt sowohl Landwirte wie Betreiber von Mono­verbrennungsanlagen unter Druck. Die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm ist dadurch deutlich attraktiver geworden und erfüllt zudem ohne zusätzlichen Aufwand die Anforderungen der Phosphor-Rückgewinnung. Betreiber von Klärschlamm­ver­erdungs­anlagen profitieren in besonderem Maße, denn sie produzieren einen wertvollen Dünger, der immer stärker nachgefragt wird. Mit der Klärschlammvererdung gewinnen sie langfristige Entsorgungssicherheit bei stabilen Kosten.

Weitere Infos:
Erfolgreiche Verwertung 2022
Flyer EKO-Terra
Flyer EKO-Terra Ca+

https://www.thepaulygroup.de/aktuelles/pressemitteilung/renaissance-der-landwirtschaftlichen-verwertung

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WEBER-Ingenieure an neuem Standort in Augsburg

Die Weber-Ingenieure GmbH mit Haupt­sitz in Pforzheim hat sich zum 1. Januar 2023 mit dem neuen Standort in Augs­burg auf insgesamt 19 Standorte deutschlandweit erweitert. Der damit zweite Sitz in Bayern des familiengeführ­ten Ingenieurunternehmens wird zu­nächst vorrangig Projekte aus den Berei­chen der Trinkwasserversorgung und der Abwasserbehandlung planen und umset­zen. Das vereinte Ingenieur-Know-how aller WEBER-Standorte deckt fast voll­ständig die Bereiche der Wasserwirt­schaft, Umwelttechnik und Infrastruktur ab und steht somit künftig auch in Augs­burg zur Verfügung.

Mit dem neuen Standort im Südwes­ten Bayerns, setzt die Weber-Ingenieure GmbH, die bereits auf eine jahrzehnte­lange Geschichte zurückblicken kann, weiter auf die Nähe zu den Kunden und Projekten vor Ort. Die Stadt Augsburg ist ein Pionier der Wasserwirtschaft und so­mit eine passende Wahl für WEBER-Inge­nieure und ihre Partner in der Zukunft.

www.weber-ing.de  

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RBS wave: Nächtliche Messungen in Lindau

In der Nacht vom 6. – 7. Dezember war ein Team der RBS wave zu Messungen in Lindau unterwegs. Im Gepäck: die eigenen Drucklogger.

Das ist einzigartig auf dem Markt: Die RBS wave besitzt 250 eigene Drucklogger, die sie für Druck- und Durchflussmessungen zur Verfügung stellt. Es werden ca. dreimal so viele Drucklogger verwendet wie der DVGW vorgibt. So lassen sich Reibungsverluste und Netzfehler auch auf kleine Netzbereiche eingrenzen und Optimierungen gezielt vornehmen.

Über die Messungen in Lindau berichtet die schwäbische am 09. Dezember 2022.
https://www.rbs-wave.de/2022/belastung_lindau/

Mehr zum Thema Rohrnetzanalyse und Rohrnetzberechnung finden Sie hier:
https://www.rbs-wave.de/leistungen/infrastruktur/rohrnetzberechnung-und-analyse-netzrehabilitation/

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Hach erreicht Gold-Status im Nachhaltigkeitsrating von EcoVadis

Wir freuen uns, bekannt geben zu dürfen, dass Hach® zum zweiten Mal in Folge den Gold-Status im Nachhaltigkeitsranking von EcoVadis – der führenden Bewertungsplattform für ökologische, soziale und ethische Leistung für globale Lieferketten – erreicht hat. Im Rahmen des komplexen Bewertungsprozesses wird eine Reihe von CSR-Initiativen (Corporate Social Responsibility, soziale Unternehmensverantwortung) beurteilt. Dies gelingt nur durch die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmensbereiche, darunter Personal, Beschaffung, Vertrieb, Betrieb und Finanzen.

Laut EcoVadis zählt Hach mit dem Gold-Status zu den Top 5 % der nachhaltig agierenden Unternehmen der Branche. EcoVadis bewertet 75.000 Unternehmen in 200 Branchen in 160 Ländern. Im Rahmen des komplexen Rating-Prozesses werden die CSR-Initiativen bewertet, um die Wirksamkeit des Nachhaltigkeitsprogramms eines Unternehmens zu beurteilen. Dies erstreckt sich unter anderem auf die Bereiche Umweltbelastung, Arbeits- und Menschenrechte, nachhaltige Beschaffung und Unternehmens-Ethik. Beispiele für Nachweise, die EcoVadis vorgelegt wurden, sind die neue Richtlinie zur nachhaltigen Lieferkette, Programme für Vielfalt und Inklusion sowie die Ergebnisse zur Verbesserung der Umweltauswirkungen von Hach.

„Das Aufrechterhalten und die Suche nach Möglichkeiten zur kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeitsaktivitäten in unseren Geschäftspraktiken ist für die Erfüllung unserer Mission entscheidend: die Wasserqualität für Menschen auf der ganzen Welt zu gewährleisten“, so Todd Barrett, Präsident von Hach. „Die externe Bewertung und Verifizierung sind wichtig, um die Effektivität unserer Prozesse und Ergebnisse zu beurteilen“.

Hach erreichte 2021 und 2022 den Gold-Status in seinen ersten beiden Nachhaltigkeitsbewertungen durch EcoVadis. Dies unterstreicht Hachs führende Rolle und das weitreichende Engagement im Bereich Nachhaltigkeit.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass Hach das zweite Jahr in Folge den Gold-Status für Nachhaltigkeit von EcoVadis erreicht hat“, so Stephen Giles, Senior Director of EHS, Facilities & Sustainability bei Hach. „Die EcoVadis Bewertung zeigt unser großes Engagement für Nachhaltigkeit, und bietet unseren Kunden eine unabhängige Bewertung von Hach als nachhaltigen Partner“.

Die globale Präsenz von Hach umfasst Aktivitäten an 43 Standorten in mehr als einem Dutzend Ländern. Das Nachhaltigkeitsteam von Hach arbeitet standort- und funktionsübergreifend mit dem Ziel, ein außergewöhnliches Maß an unternehmerischer Verantwortung und Nachhaltigkeit zu erreichen.

https://info.hach.com/2304_Hach_DWN_c-mult_EcoVadis-EU_Masterde-DE_Landing-Page.html?utm_source=marketo&utm_medium=email&utm_content=side-c2a-btn&utm_campaign=2304_hach_c-mult_ecovadis-eu_de-de

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HOLINGER: Übernahme der iat-Ingenieurberatung GmbH, Stuttgart durch die HOLINGER AG

Wir möchten Sie gerne informieren, dass die Geschäftsanteile der iat-Ingenieurberatung GmbH per 1. Januar 2023 von der HOLINGER AG übernommen wurden. Dies eröffnet nicht nur hervorragende Perspektiven für die iat-Ingenieurberatung GmbH, sondern bietet neue Markt- und Entwicklungschancen.

https://de.holinger.com/news/details?tx_ttnews%5Bday%5D=17&tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4059&tx_ttnews%5Byear%5D=2023&cHash=147394ecd35e6e4a36eab673faed3483

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HOLINGER: Verstärkung in der Führung

HOLINGER ist in den letzten Jahren national wie international markant auf derzeit rund 650 Mitarbeitende gewachsen. Die Organisation konnte in einigen Bereichen nicht schritthalten und musste daher dringend vorangebracht werden, zumal auch altersbedingte Wechsel angestanden sind. An den meisten Standorten sind langfristig Fachkräfte sowie Kompetenzen und Fähigkeiten dringend gesucht. HOLINGER braucht solide Strukturen und eine vorausschauende, leistungsfähige Organisation, um geschäftlich einen nachhaltigen Mehrwert erzielen und die Chancen von Innovation und digitaler Transformation nutzen zu können. Eine Organisation zu entwickeln ist nie ein einfacher Prozess. Wir sind glücklich, dass der Prozess, neben unseren zahlreichen anderen Aufgaben und Projekten, gemeistert wurde und jetzt umgesetzt wird.

Andreas Borer wird CEO und Gruppenchef der HOLINGER Gruppe
Markus Flory wird CEO und Geschäftsführer der HOLINGER Schweiz
Rolf Gartmann wird Regionalleiter für die Nordwestschweiz mit den Standorten in Liestal und Basel

https://de.holinger.com/news/details?tx_ttnews%5Bday%5D=16&tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4061&tx_ttnews%5Byear%5D=2023&cHash=8e4f174a48a1ff08dbbfc9cf3095325e

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RBS wave GmbH auf der CareerContacts 2022 der Hochschule Karlsruhe

Auch in diesem Jahr war die RBS wave GmbH auf dem Campus der Hochschule Karlsruhe bei der Karrieremesse „CareerContacts“ vertreten, um den Studierenden die Möglichkeit zu geben, die RBS als Arbeitgeber kennenzulernen. Einen bunten Strauß an Möglichkeiten konnte man den Studierenden der Fakultäten Architektur und Bauwesen sowie Informationsmanagement und Medien präsentieren:  vom Praktikum, über die Tätigkeit als Werkstudent*in bis hin zur Abschlussarbeit und den anschließenden Berufseinstieg, sind neue Kollegen*innen gern gesehen.

Das dargebotene Portfolio wurde sodann auch ausgiebig angenommen – Ein erfolgreicher Tag für beide Seiten.

Sie haben selbst Lust bei der RBS wave GmbH als Werkstudent*in oder Praktikant*in erste Erfahrungen in der Praxis zu sammeln – gerne. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

https://www.rbs-wave.de/2022/careercontacts-hochschule-ka/

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WTE Wassertechnik GmbH übernimmt den 50 %-igen Anteil an der sludge2energy GmbH der HUBER SE

WTE Wassertechnik GmbH und Huber SE beabsichtigen auch in Zukunft in der Abwicklung von Projekten erfolgreich zusammenzuarbeiten.

WTE Wassertechnik GmbH, der Dienstleister für die Planung und den Bau von Anlagen zur Trinkwasserversorgung, zur Abwasserentsorgung sowie zur thermischen Abfallverwertung übernimmt den 50%-igen Anteil an der sludge2energy GmbH von HUBER SE. 

Die sludge2energy GmbH wurde 2012 gemeinsam durch WTE Wassertechnik GmbH und HUBER SE gegründet. Wesentlicher Geschäftsgegenstand der Gesellschaft ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb von thermischen Klärschlammverwertungsanlagen zur Erzeugung von Wärme und Energie, die einen wichtigen Beitrag zur Entsorgungssicherheit und zum Umweltschutz leisten.

WTE Wassertechnik GmbH wickelt Großklärschlammverwertungsprojekte sowohl in Deutschland als auch international ab und will ihre Marktposition weiter ausbauen. Die bisher in der sludge2energy GmbH gewonnene Erfahrung und das aktuelle Projektportfolio bilden dafür eine gute Ergänzung.

Mit dem Verkauf des 50%-igen Anteils an der sludge2energy GmbH will sich die HUBER SE aus dem Geschäft als Anlagenbauer für Monoklärschlammverwertungsanlagen zurückziehen, um seine erfolgreiche strategische Marktposition im Schlammtrocknungsbereich weiter ausbauen und fokussieren zu können. WTE Wassertechnik GmbH und Huber SE beabsichtigen auch in Zukunft in der Abwicklung von Projekten erfolgreich zusammenzuarbeiten.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen.

https://www.wte.de/WTE/Aktuell/WTE-ubernimmt-den-50-igen-Anteil-an-der-sludge2ene?ru=%2FWTE%2FAktuell.aspx

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PFI nimmt Schlammfaulungsanlage auf der Kläranlage Perleberg in Betrieb

Nach einer Bauzeit von rd. 1,5 Jahren wurde die neue Schlammfaulung inkl. Gasverwertung in Betrieb genommen.

Der Westprignitzer Trinkwasser- und Abwasserzweckverband betreibt u.a. die Kläranlage Perleberg mit einer Ausbaugröße von 80.000 EW.

Ziel des Projektes war der zukunftsorientierte Ausbau der Kläranlage auf die anaerobe Schlammbehandlung unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der damit verbundenen Umstellung auf die thermische Klärschlammentsorgung.

Die neu konzipierte Schlammfaulungsanlage besteht aus zwei zylindrischen Faulbehältern á 865 m³, einem Maschinengebäude für Faulschlammumwälzung, Gasreinigung und Gasverwertung (BHKW) sowie einem Niederdruck Gasspeicher und einer Gasfackel.

Da der Überschussschlamm bislang maschinell entwässert wurde, wurde eine neue Überschussschlammeindickung mittels Bandeindicker errichtet. Zusätzlich wurde für den kommunalen Anteil des Schmutzwassers ein Vorklärbecken mit Primärschlammpumpwerk errichtet.

Dabei zeichnen wir für alle Leistungsbilder (Ingenieurbauwerke, Technische Ausrüstung und Tragwerksplanung) und Leistungsphasen inkl. Sonderaufgaben (Baugrund, Vermessung, E/A-Planung, Risikobeurteilung, CE-Konformität, SiGeKo uvm.) sowie der Inbetriebnahme und des Schlammmanagements verantwortlich.

Die Gesamtanlage konnte innerhalb einer kurzen Bauzeit von rd. 1,5 Jahren fertiggestellt und mit Impfschlamm angefahren werden. Eine besondere Bedeutung bei der Leistungssteigerung hatte das Schlammmanagement der drei Schlammströme (Primärschlamm, Überschussschlamm und Flotatschlamm), welche unter laufender Beobachtung von Schlammtrockensubstanz, Gasertrag und organischen Säuren in der Schlammfaulung zuvor gemischt und dann den Behältern zugegeben wurden.

Trotz der sehr kurzen Bauzeit bedingt durch eine Förderung mit EU-Mitteln und den Pandemiebedingungen konnte das Projekt mit 102% bezogen auf die Auftragsvergabe bzw. 96% bezogen auf den Kostenanschlag erfolgreich abgeschlossen werden.

Besonderer Dank geht an die Verantwortlichen des WTAZV, mit denen wir in sehr guter Zusammenarbeit dieses Projekt umsetzen durften.

Dieses Projekt wurde aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.

https://www.pfi.de/aktuelles/pfi-nimmt-schlammfaulungsanlage-auf-der-klaeranlage-perleberg-in-berieb/

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REHAU: Adapter zum Verschweißen von Abwasserrohren

REHAU bietet mit AWADUKT PP FUSION ein Komplettsystem aus Polypropylen, das eine besonders sichere Verbindung beim Verschweißen einzelnen Kompo­nenten aus Kunststoff ermöglicht. Der neue Schweißadapter ermöglicht sogar die Verarbeitung von Standardformtei­len, die stets auf Lager sind. Dies bringt einen großen Zeitvorteil mit sich.

Geologische Bedingungen wie große Gefälle oder setzungsempfindliche Bö­den stellen regelmäßig eine große Herausforderung für Abwasserinstallatio­nen dar. Teils schwer vorhersehbare Be­wegungen im Erdreich belasten die Rohr­verbindungen stark und können im Ernstfall dazu führen, dass Abwasser austritt und den Boden kontaminiert. Verschweißbare Kanalrohrsysteme beu­gen diesem Risiko vor.

Die Montage erfolgt analog einer Ver­bindung mit Standard-Elektroschweiß­muffen. Nach entsprechenden mechani­schen Vorarbeiten werden das Rohr und das Formteil an den Adapter angeschlos­sen und fixiert. Die Verschweißung kann dann entweder nacheinander oder gleichzeitig mit Einsatz eines separaten Verbindungskabels ausgeführt werden. Nach der Schweißdauer von zwei Minu­ten und einer anschließenden Abkühlzeit von 20 Minuten kann der sicher ge­schweißte Rohrverbund im Boden ver­schwinden. Der AWADUKT PP FUSION Schweißadapter ist in den Abmessungen DN 110, DN 160 und DN 200 erhältlich.

Das Abwasser-Komplettsystem AWA­DUKT PP FUSION besteht aus hochwer­tigem Polypropylen und beinhaltet Roh­re, Schächte, Verbindungen, Anschlüsse sowie eine Vielzahl an Formteilen in SN10 und SN 16. Alle Bausteine können miteinander verschweißt werden. Abgerundet wird diese durch die passenden Elektro­schweißmuffen, Schweißadapter, Anschweißsattel sowie Auf­spann- und Anbohrwerkzeuge.

AWADUKT PP FUSION erfüllt höchste Sicherheitsansprüche an zugfeste Verbindungen und kann auch für thermisch und chemisch belastete Industrieabwässer eingesetzt werden. Ebenso kann das Rohrsystem in Wasserschutzzonen II und II in Verbindung mit einer nachgewiesenen Dichtheit von 2,5 bar Anwendung finden. Auch ist die Verlegung in Flüssigböden oh­ne weiteres möglich.

www.rehau.de/fusion

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Flottweg : Leistung für die Großen: Die X7E als Hochleistungszentrifuge für Großkläranlagen

Für Kläranlagen bietet die Klärschlammentwässerung ein enormes Einsparpotential, denn oft machen der Transport und die Entsorgung des entwässerten Klärschlamms 80% der Betriebskosten bei der maschinellen Entwässerung aus. Leistungsfähige und insbesondere effiziente Entwässerungsaggregate sind daher besonders für die Wirtschaftlichkeit einer Kläranlage von Bedeutung. Je nach Kapazität der Anlage kann bereits ein einziges Prozent mehr Trockensubstanz im entwässerten Schlamm Einsparungen im fünf- bis sechsstelligen Bereich pro Jahr erzielen.

2018 entwickelte Flottweg speziell für die Hochentwässerung die Xelletor-Baureihe, die neue Maßstäbe in Bezug auf Durchsatz, Trockensubstanz sowie Polymer- und Energieverbrauch setzt. Die X7E ist die größte Dekanterzentrifuge der X-Baureihe und daher vor allem für die Verwendung in Großkläranlagen, mit einem Einwohnergleichwert ab 200.000 EWG und einer damit verbundenen größtmöglichen Durchsatzleistung von 60 – 140 m³/h vorgesehen. Tests bei Kunden zeigen außerdem, dass sich die X7E nicht nur hinsichtlich einer großen Durchsatzleistung hervortut, sondern als leistungsgesteigerte Maschine auch im Thema Energieeffizienz rundum überzeugt.

„Je größer die Kläranlage, desto mehr lässt sich schlussendlich einsparen. Daher sind Parameter wie Trockensubstanz, Stromverbrauch oder Polymerverbrauch für Großkläranlagen von immenser Bedeutung“, erklärt Tobias Meßmer, Produktmanager für Dekanter. „In diesem Kontext bietet die X7E die optimale Lösung. Denn die Xelletor-Baureihe setzt immer wieder neue Maßstäbe in Bezug auf Durchsatz, Trockensubstanz sowie Polymer- und Energieverbrauch.“

Die X7E im Einsatz: 12 Maschinen im Einsatz bei Wien Energie
Seit Oktober 2021 stehen der Wien Energie, Österreichs größten regionalen Energieanbieter, nun zwölf neue X7E Dekanterzentrifugen von Flottweg für die tägliche Schlammentwässerung zur Verfügung. Neben der Lieferung und Montage der zwölf Dekanterzentrifugen wurde in den einzelnen Bauphasen die dazugehörige elektro- und leittechnische Ein- und Anbindung zur Bestandsanlage hergestellt. Die neue Anlage zur Klärschlammentwässerung fügt sich damit vollends in die innovative Zukunftsausrichtung von Wien Energie ein und schafft eine wertvolle Grundlage für die Zukunft.

https://www.flottweg.com/de/newsroom/news/detail/news-x7e//

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sima-tec: Membranverfahren – Schulung für Betriebspersonal – nächster Termin 29./30. März 2023

In wahlweise ein oder zwei Seminartagen informieren wir Sie in theoretischen und praktischen Seminarblöcken über alles Wissenswerte zu Mikro-, Ultra- und Nanofiltration sowie zur Umkehrosmose.

Termine in 2023:
29./30. März 2023
08./09. November 2023

Wir freuen uns auf Sie!

Hier finden Sie weitere Informationen zu unseren Schulungen!

https://www.sima-tec-gmbh.de/schulung-fuer-betriebspersonal/

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Aerzen: EFFIZIENTE LÖSUNGEN FÜR KOMMUNALE UND INDUSTRIELLE KLÄRANLAGEN

Die Aerzener Maschinenfabrik ist ein international führender Anbieter auf dem Gebiet der Abwasserbehandlung und -aufbereitung. Seit über 150 Jahren begleiten wir Betreiber von Kläranlagen und Industriepartner mit innovativen Lösungen und können zu Recht behaupten: Wir kennen uns aus.

Wie können Energiekosten bei der Abwasseraufbereitung eingespart werden? Welche Möglichkeiten gibt es bei der Konzeption neuer Anlagen? Wie können Lastgänge ermittelt und optimal bedient werden? AERZEN gibt mit seinen vielfältigen und flexiblen Lösungen sowie der Erfahrung aus unzähligen umgesetzten Projekten die richtigen Antworten.

Fragen Sie uns, wir teilen unsere Erfahrung gerne – LET’S TALK!

https://www.aerzen.com/de/anwendungen/wasser-und-abwasseraufbereitung.html

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Hydro-Ingenieure: Lieferengpässe Fällmittel zur Phosphorelimination

Seit August 2022 gibt es erste Anzeichen, dass es im Herbst und vermutlich auch im Winter 2022 zu Lieferengpässen von Fällmitteln kommen kann.

Dies betrifft insbesondere eisenhaltige Fällmittelprodukte, für die die Vorratszeit auf deutschen Kläranlagen üblicherweise wenige Tage bis mehrere Wochen betragen kann. Alternativen, wie ein möglicher Produktwechsel bis hin zur Verwendung von aluminiumhaltigen Fällmitteln oder die verfahrenstechnische Optimierung der Phosphorelimination letztendlich auch im Hinblick auf einen höchst effizienten Fällmitteleinsatz, machen weitergehende Überlegungen deutlich.

Die Hydro-Ingenieure GmbH berät insbesondere auf mittleren bis großen Kläranlagen wie die Phosphorelimination, abhängig von den vorgegebenen Überwachungswerte, möglichst optimal und wirtschaftlich eingehalten werden kann.

Ein Infoblatt mit Hintergrundinformationen und Empfehlungen steht derzeit auf der VSA Website zur Verfügung und wird kontinuierlich aktualisiert.

Bei Fragen stehen Ihnen unser Herr M. Sc. Pascal John unter der Telefonnummer +49 (211) 44991-32 und unser Herr Dipl.-Ing. Klaus Alt unter der Telefonnummer +49 (211) 44991-55 gerne zur Verfügung.

https://www.hydro-ingenieure.de/lieferengpaesse-faellmittel-zur-phosphorelimination.html/

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BEW: Ein Großteil der Beschäftigten in der Ver- und Entsorgungsbranche fühlt sich für die aktuellen und zukünftigen Arbeitsaufgaben nicht ausreichend qualifiziert

Ergebnisse einer aktuellen ver.di Umfrage
Eine durch ver.di im Frühjahr 2022 bei 14.570 Beschäftigten in der Ver- und Entsorgungswirtschaft hat aufgezeigt, dass ein großer Anteil der Beschäftigten angab, nicht ausreichend für die aktuellen Arbeitsaufgaben qualifiziert zu sein. Ein noch größerer Anteil fühlt sich vor allem für zukünftige berufliche Anforderungen nicht ausreichend gerüstet. Dies betrifft alle Branchen, Sparten und Betriebsgrößen.

Auch hat nur ein Teil der Beschäftigten den Eindruck, dass die Qualifizierung in Ihren Betrieben gefördert werden.

Das BEW bietet in diesem Zusammenhung ein breit angelegtes Aus- und Weiterbildungsangebot im Bereich der Ver- und Entsorgungswirtschaft.

In den umwelttechnischen Berufen unterstützen wir Betriebe und Auszubildende im Rahmen der Überbetrieblichen Ausbildung bei der erfolgreichen Absolvierung der Ausbildung.

Außerdem bieten wir ein großes Weiterbildungsangebot mit Grundlagen- und Expertenwissen für Neueinstieger und erfahrere Praktiker an – im Präsenz- und Online-Format!

Gern bilden wir Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen weiter und stehen Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung.

Ihr BEW-Team

https://www.bew.de/aktuelles.html

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Chetra: Wasser & Kraftwerke

TODO: Tag für Tag fällt Abwasser in riesigen Mengen an. Es kommt aus Industrieunternehmen und privaten Haushalten und ist mit Schmutz, Feststoffen sowie Chemikalien verunreinigt. Bevor es in den natürlichen Kreislauf zurückkehren kann, muss es in Klärwerken gründlich wiederaufbereitet werden. Dabei sind Pumpen, Rührwerke, Belüfter etc. in großer Zahl im Einsatz. Sie erfüllen unterschiedlichste Aufgaben der Trennung, Filtrierung und Aufbereitung.

An vielen Stellen dieser Prozesse sind Gleitringdichtungen eingesetzt, an die speziell unter den Aspekten Korrosionsbeständigkeit und Feststofftauglichkeit hohe Anforderungen gestellt werden.

Für die Aufbereitung von industriellem Brauchwasser im geschlossenen Kreislauf sind die Anforderungen an eingesetzte GLRD ebenfalls hoch. Das Wasser ist je nach Einsatzzweck mit den unterschiedlichsten Arten von Stoffen belastet.

Höchste Anforderungen gelten für den Bereich der Trinkwasserversorgung. Im Interesse der Verbraucher müssen die entsprechenden Vorschriften eingehalten werden – bei der Erzeugung von sauberem Trinkwasser sind unterschiedlichste Pumpen beteiligt, darunter doppelt gelagerte, mehrstufige Pumpen und Vakuumpumpen, die häufig mit einzelwirkenden GLRD abgedichtet sind. Bei höherem Vakuum kommen dagegen überwiegend doppeltwirkende GLRD zum Einsatz.

Das Resultat sind innovative, z. T. maßgeschneiderte Lösungen für die besonderen Anforderungen von Wasser-, Abwasser- und Klärwerken, die auf jahrzehntelanger Branchenerfahrung basieren.

https://www.chetra.de/industrien/energie/

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INVENT in den Niederlanden

Hyperboloid-Rührwerke in Dordrecht
Die Kläranlage Dordrecht in den Niederlanden vertraut auf die Hyperboloid-Rührtechnik von INVENT. Bereits im Jahr 2005 wurden auf der kommunalen Kläranlage 22 HYPERCLASSIC® -Rührwerke installiert. Nach 16 Jahren erfolgreichem Betrieb wurden diese 2021 durch noch energieeffizientere Rührwerke der siebten Generation ersetzt.

Dies ist kein Einzelfall: Eine Vielzahl von Kläranlagen, die INVENT in der Mitte der 1990er Jahre ausgerüstet hat, folgen dem Beispiel der Kläranlage Dordrecht und setzen weiterhin auf die Hyperboloid-Rührwerke.
Aufgrund des niedrigen Energieverbrauchs und der hohen Zuverlässigkeit machten die HYPERCLASSIC® -Rührwerke schon vor 25 Jahren in den niederländischen Wasserverbänden von sich reden. Seitdem lieferte INVENT mehr als 700 der einzigartigen Hyperboloid-Rührwerke für kommunale Abwässer in die Niederlande. Das HYPERCLASSIC® -Rührwerk behauptet sich dort als das am meisten verbreitete Vertikalrührwerk.

https://invent-uv.de/blog/2022/10/21/invent-in-den-niederlanden/

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Flottweg: C8E – Schlammentwässerung und Schlammeindickung in großen Dimensionen

Für Klärwerke spielt die Schlammbehandlung eine bedeutende Rolle: Denn ein Schlüsselprozess der Trink- und Abwasserbehandlung ist die effiziente Abtrennung und möglichst weitgehende mechanische Entwässerung von feinkörnigen Schlämmen. Insbesondere Großkläranlagen mit Einwohnerwerten ab 200.000 EWG müssen für den Entwässerungs- sowie Eindickprozess die optimale und vor allem wirtschaftlichste Lösung finden. Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, hohe Wirtschaftlichkeit und minimaler Wartungsaufwand sind dabei von großer Bedeutung für die Kläranlagen.

Basierend auf den Erfahrungen und dem Knowhow aus 50 Jahren bietet Flottwegs C-Serie leistungsstarke und wirkungsvolle Trennaggregate für die Schlammeindickung und Schlammentwässerung. Dabei wurde die C-Baureihe eigens für Trennaufgaben im Klärschlammbereich und bei der Trinkwasseraufbereitung entwickelt. Während die HTS (=Höchster Trockenstoffgehalt) Dekanter helfen ein geringes Schlammvolumen zu ermöglichen, sind die OSE (= Optimale Schlammeindickung) Dekanter prädestiniert für die Eindickung von Überschussschlamm.

Der C8E ist für die Verarbeitung großer Durchsätze konzipiert und vereint dabei dennoch Energieeffizienz und Hochleistung.

Die C8E liefert als größter Dekanter der C-Serie die entsprechende Leistung für große Durchsatzmengen: 100 – 200 m³/h erreicht die Zentrifuge bei der Eindickung, Leistungen von 80 – 160 m³/h bei der Entwässerung. Merkmale wie ein energieeffizienter und leistungsfähiger Antrieb, Energierückgewinnung mit dem Flottweg Recuvane® System, minimaler Personalaufwand aufgrund hoher Automatisierung sowie eine einfache und schnelle Wartung zeichnen die C8E aus.

„Wirtschaftlich, effizient und bewährt – drei Worte, die unsere C-Serie sehr gut beschrieben. Die Qualität und Zuverlässigkeit der C8E überzeugt nicht nur uns bei Flottweg, sondern insbesondere auch unsere Kunden“, erklärt Tobias Meßmer, Produktmanager bei Flottweg. Für den Produktmanager ist jeder Klärschlamm anders: „Klärschlamm ist nicht gleich Klärschlamm – jeder Schlamm hat seine Eigenheiten, wodurch besondere Rahmenbedingungen entstehen. Die C8E lässt sich individuell auf die Qualität und Besonderheiten des jeweiligen Klärschlamms vor Ort auslegen. Ein Attribut der C-Reihe, welches unseren Kunden einen wesentlichen Mehrwert bringt.“

https://www.flottweg.com/de/newsroom/news/detail/c8e-news//

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Siekmann-Ingenieure: Multiplikatoren-Schulung Hochwasser/Starkregen

Die Erfahrungen und Erkenntnisse unserer Mitarbeiter bei der Multiplikations-Schulung Hochwasser/Starkregen durch die Akademie Hochwasserschutz

Unsere zwei Fachberater Hochwasser (Ina Röder und Markus Lukes) konnten im Rahmen einer mehrtägigen Schulung in Geisenheim am Rhein, welche die Akademie Hochwasserschutz durchführte, ihre Kenntnisse auffrischen, zu aktuellen Themen auf dem Sektor Starkregen vertiefen und viele neue Erkenntnisse u. a. im Austausch mit anderen Fachleuten gewinnen. Die Schulung war als sogenannte „Multiplikatoren-Schulung“ angelegt, sie wurde mit Schwerpunkt für Einsatzkräfte im Katastrophenschutz, die Feuerwehren, die Hilfsorganisationen, das THW, die Verantwortlichen in Kommunen, Landkreisen und der Verwaltung auf allen Ebenen entwickelt.

Die Schulung bestand aus einem theoretischen Teil (vormittags) und einem praktischen Teil (nachmittags). Im theoretischen Teil wurden zunächst die Grundlagen rund um das Thema Hochwasser und Starkregen (hydraulische Grundlagen, Klimadaten und Klimawandel, etc.) wiederholt und ergänzt. In Vorträgen mit den Schwerpunkten Hochwasser- und Starkregenvorhersagen und Risikomanagement wurden neben den gesetzlichen Grundlagen auch Starkregengefahrenkarten und daraus entwickelte Konzepte vorgestellt und erörtert. Außerdem wurden anhand von Bildmaterial Gefahrenstellen analysiert und Lösungsvorschläge erarbeitet. Dazu wurden auch Vermeidungsmaßnahmen wie natürliche Rückhalteräume und Treibgutfänger aber auch Erosionsschutzstreifen und erosionsvermeidende Bewirtschaftungsformen in der Landwirtschaft vorgestellt.

Ein wichtiges Thema war natürlich auch der Ernstfall. So wurden Warnsysteme betrachtet, vergangene Ereignisse einschließlich Wetterlage analysiert (z. B. Ahr 2021) und mögliche Einsatzszenarien besprochen (z. B. ‚Sandsack in Zahlen ‘, Menschenkette, etc.). Dazu kam die Vorstellung von Schutzsystemen wie mobile Anlagen (z. B. Quickdamm) für den Katastrophenfall aber auch feste Systeme zum Objektschutz. Ebenso Vorstellung und Vermeidung von Gefahren für die Einsatzkräfte. In einem Gastvortrag von Endress + Hauser wurde das Frühwarnsystem Netilion Flood Monitoring vorgestellt.

Im praktischen Teil ging es dann an das Sandsäcke befüllen, teils klassisch mit Leiter, Pylone und Schippe aber auch mit einem speziellen Gerät aus dem Katastrophenschutz. Daneben wurden dann auch nochmals mobile Systeme vorgestellt und deren Anwendung konnte getestet werden. Am zweiten Tag wurden die zuvor befüllten Sandsäcke und die Schulungsteilnehmer mittels Einsatzfahrzeuge in einen Weinberg bei Rüdesheim gebracht. Dort wurde im unwegsamen Gelände (bis auf den fehlenden Regen Realbedingungen) der Einsatz geübt: Das Bilden einer Menschenkette zum Sandsack-Transport, Errichten einer Qualmkade (punktuell hinter Deich austretendes Wasser eindämmen), aufkaden eines vorhandenen Dammes (hier Mauer eines Rückhaltebeckens) und Errichten eines Schutzdammes aus einem mobilen Dammsystem.

Insgesamt eine lehreiche, eindrucksvolle und erfolgreiche Schulung.

Der Fachberater Hochwasser ist für den Ernstfall ausgebildet, um als Koordinator und Entscheidungsträger die Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen.

Durch die Sensibilisierung für die Ursachen von Sturzfluten bei Starkregen, kann bereits im Planungsprozess das Schadenspotenzial minimiert werden.

https://www.siekmann-ingenieure.de/aktuelles/news/multiplikatoren-schulung-hochwasser-starkregen-189/

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Jung Pumpen: Neuer Webauftritt

Vereinfachte Struktur, zeitgemäßes Design und verbesserter Service
Pentair Jung Pumpen präsentiert eine von Grund auf neu konzipierte und gestaltete Webseite. Nutzer aus den Bereichen SHK-Fachhandwerk, Architektur und Planung finden fundierte Produktinformationen und zahlreiche Serviceangebote in einer klaren Struktur und neuem Design. Auch Privatleute mit Fragen zur Entwässerung ihres Bauvorhabens werden hier fündig. Die neue Webseite ist modern und benutzerfreundlich gestaltet, mit hohem Informationsgehalt und auf dem neuesten Stand der Technik.

Intuitiv, mehrsprachig und für alle Endgeräte
Bei der Entwicklung der neuen Webseite wurde großer Wert darauf gelegt, die benötigten Informationen schnell auffindbar zu machen. Die Inhalte werden durch eine intuitive Menüführung plattformübergreifend und damit „responsive“ für die Darstellung auf allen Endgeräten angeboten. Die Webseite steht in insgesamt acht Sprachen zur Verfügung.

Direkte Links zu häufig gesuchten Inhalten
Auf der Startseite sowie auf allen Unterseiten finden sich über die „Schnellhilfe“ direkte Links zu den am häufigsten gesuchten und nachgefragten Informationen. Dies kann zum Beispiel die Suche nach einem Ersatzteil, die Hilfe und Beratung bei der Pumpenauslegung oder die Meldung einer Störung sein.

Optimale Unterstützung der Marktpartner
Insgesamt neun Menüpunkte fassen die wichtigsten Themen inhaltlich zusammen und bieten einen schnellen Überblick. Im neu geschaffenen Bereich „Ansprechpartner“ lassen sich schnell die richtigen Kontaktpersonen im Innen- und Außendienst finden.  „Wir setzen auch im Internet auf direkten Kundenkontakt und einen professionellen Markenauftritt. Somit haben wir uns für den Relaunch unserer Website entschieden und unseren Service weiter ausgebaut sowie digitalisiert, um unsere Kunden und Kundinnen optimal zu unterstützen“, erklärt Gunnar Wippersteg, Marketingleiter bei Pentair Jung Pumpen.

Schnelle Produktsuche über Filter für Profis
Pumpenprofis können im Bereich „Produkte“ mit wenigen Klicks über vielfältige Produktfilter die passende Entwässerungslösung finden. Dabei stehen umfängliche Produktinformationen in Form von technischen Daten, 3D-Ansichten, Videos, Ausschreibungstexten sowie dazu passendes Zubehör zur Verfügung.

Produktsuche über Anwendungsbereich
Personen mit weniger Erfahrung im Bereich Pumpen und Hebeanlagen finden über den Punkt „Anwendungen“ die passenden Produkte. Diese sind nach Anwendungsbereichen gegliedert. Gewählt werden kann zwischen Gebäude- und Grundstücksentwässerung, Oberflächenentwässerung oder kommunaler Abwasserentsorgung. Zusätzlich finden sich hier auch Direktlinks zu den Frischwasserpumpen von Pentair Sta-Rite sowie dem Gesamtportfolio von Pentair Europe.

Informationen für Endkunden
Mit Hilfe der „Installateursuche“ finden Endkunden den passenden Sanitär-Handwerksbetrieb, der beim Bezug und fachgerechten Einbau der Pumpen und Hebeanlagen behilflich sein kann. Mittlerweile umfasst die Datenbank mehr als 2.200 Fachbetriebe in ganz Deutschland. In der Rubrik „Pumpenwissen“ stehen umfängliche Informationen zu Themen wie Rückstausicherung, Druckentwässerung sowie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen (FAQ) und weiterführende Informationen und Videos rund um die Entwässerungstechnik zur Verfügung.

https://www.jung-pumpen.de/aktuelles/news/detail/neuer-webauftritt-der-jung-pumpen-gmbh

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Cybersecurity: KROHNE erhält IEC 62443-Zertifizierung

KROHNE Messtechnik GmbH ist nach IEC 62443-4-1 zertifiziert. Das erfolgreiche Audit durch den TÜV Rheinland belegt, dass am Hauptentwicklungsstandort der KROHNE Gruppe Cybersecurity-Managementprozesse für Feldgeräte etabliert sind. Dies gilt insbesondere für die Entwicklung von Geräten mit drahtlosen Technologien wie Bluetooth sowie für Internetprotokoll-basierte Schnittstellen (integrierte Webserver, MQTT, OPC UA), die diese vor Datendiebstahl oder Hackerangriffen schützen.

„Hohe Anlagenverfügbarkeit und Prozesssicherheit haben für KROHNE höchste Priorität. Cybersecurity leistet dazu einen entscheidenden Beitrag, und mit der Zertifizierung nach IEC 62443 legt KROHNE einen weiteren Grundstein für die Entwicklung sicherer Produkte“, sagt Christoph Spiegel, Strategischer Produktmanager bei KROHNE. „Letztlich kann Cybersicherheit nur durch eine ganzheitliche Betrachtung des Systems gewährleistet werden. Als unser Kunde können Sie von unserem Know-how profitieren. Gemeinsam mit unseren langjährigen Partnern beraten wir Sie gerne.“

Die Zertifizierung unterstreicht den kontinuierlichen Fokus von KROHNE auf die Erfüllung der Kriterien für sichere und zuverlässige Messgeräte und erweitert die Zertifizierungslandschaft für Managementsysteme (z.B. ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001), die für die weltweiten Entwicklungs- und Produktionsstandorte gilt.

Mehr Informationen zu diesem Thema:

• KROHNE Sicherheitslösungen, einschließlich Cybersecurity: https://krohne.com/de/trends/safety/cybersecurity

• KROHNE Seiten zu Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (QHSE): https://krohne.com/de/unternehmen/gruppe/qualitat-gesundheit-sicherheit-und-umweltschutz

• KROHNE QHSE-Handbuch 2021: https://dam.krohne.com/image/upload/v1637828436/do-other/krohne-group-qhse-manual-2021.pdf

• KROHNE IEC 62443-Zertifikat: https://cdn.krohne.com/pick2/tagged_docs/AP_IEC62443_KMT_968CSM1080022_en_220610.pdf

KROHNE Messtechnik GmbH
Ludwig-Krohne-Str. 5
47058 Duisburg
Germany

https://krohne.com/de/unternehmen/nachrichten/cybersecurity-krohne-erhaelt-iec-62443-zertifizierung

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Mall liefert Lösungen für die Gewässerbewirtschaftung

Neue Umwelt-Info zu DWA-M 102-4 und DIN 1989-100
Die gerade erschienene zehnte Ausgabe der Umwelt-Info-Reihe von Mall zeigt die veränderte Betrachtungsweise der Entwässerung von Grundstücken und öffentlichen Flächen, wie sie seit März 2022 auch im Merkblatt DWA-M 102-4 sowie in der Restnorm DIN 1989-100 festgeschrieben ist. Standen vor einigen Jahren noch die stofflichen Einträge in die Gewässer im Vordergrund, geht es jetzt vor allem darum, die auf Versickerung, Verdunstung und Abfluss entfallenden Anteile auch nach einer Bebauung im gleichen Verhältnis aufrecht zu erhalten. Das ist vor allem in Städten eine Herausforderung, wo die Siedlungswasserwirtschaft versucht, die Natur in Bezug auf den Umgang mit Regenwasser so nachzubilden, dass das nach der Bebauung entstehende System möglichst nahe an die Verhältnisse vor der Bebauung heranreicht. Die aktuelle Umwelt-Info zeigt, wie die Mall-Lösungen zur Nutzung, Versickerung und Verdunstung gerade in Städten ihren Beitrag zu einer klimaoptimierten Grundstücksentwässerung leisten. Großanlagen zur Regenwassernutzung liefert Mall in mehrteiliger Bauweise bis zu einer Größe von 1.000 m3, was einer anschließbaren Dachfläche von 10.000 m2 entspricht. Die Umwelt-Info kann unter www.mall.info/unternehmen/umwelt-info/ kostenlos heruntergeladen werden.

https://www.mall.info/presse/pressemitteilungen/news-detail/neue-umwelt-info-zu-dwa-m-102-4-und-din-1989-100/

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Roland Mall-Familienstiftung fördert Studierende

Umweltpreis für den Regenwasser-Nachwuchs
Mit Abschlussarbeiten aus den Bereichen Regenwasserbewirtschaftung und blau-grün-graue Infrastrukturen können sich Studierende für den Umweltpreis Wasser der Roland Mall-Familienstiftung bewerben.

Die Roland Mall-Familienstiftung verleiht ab sofort einmal jährlich den Mall-Umweltpreis für ideenreiche und innovative Abschlussarbeiten aus den Bereichen Regenwasserbewirtschaftung und blau-grün-graue Infrastrukturen. Der ausgelobte Preis hat einen Gesamtumfang von maximal 30.000 Euro, die sich auf die Kategorien Bachelor-, Master-arbeiten und Dissertationen verteilen.
Einer der Schwerpunkte der 2014 gegründeten Familienstiftung ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, sowohl im Unternehmen selbst durch Stipendien für Mitarbeiterkinder als auch durch Stipendien für Studierende der Siedlungswasserwirtschaft. Diesen Bereich möchte Michael Mall, der Stiftungsvorstandsvorsitzende, weiter ausbauen: „Zukunftsweisende Konzepte zum Umgang mit Regenwasser sind nicht nur wichtig für unser Unternehmen, sondern auch für uns alle und unseren künftigen Umgang mit den klimatischen Veränderungen. Deshalb möchten wir Forschende in diesem Bereich honorieren.“ Der Preis richtet sich an Studierende an Hochschulen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz, Bewerbungsschluss ist der 31. März 2023. Unter www.mall.info/umweltpreis gibt es alle Informationen rund um die Bewerbung, die Zusammensetzung der Jury und den weiteren Ablauf.

https://www.mall.info/presse/pressemitteilungen/news-detail/roland-mall-familienstiftung-foerdert-studierende/

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Nivus: Einfache und genaue Durchflussmessung nach ISO 748:2021

Wasser- und Umweltbehörden sowie beauftragte Ingenieurbüros führen Durchflussmessungen und die Berechnung des Durchflusses in Oberflächengewässer in der Regel gemäß ISO 748 durch. In der Auflage von 2021 ist das von NIVUS patentierte Messprinzip auf Basis der Ultraschall-Kreuzkorrelation unter „Geschwindigkeitsmessung mittels Korrelation akustischer Echos“ genannt.

NivuFlow Stick arbeitet mit der genannten Echo-Korrelation und entspricht der in der Norm vorgeschlagenen Methode. Darüber hinaus ermöglicht es auch dem ungeübten Anwender eine einfache und schnelle Handhabung.

Das Messgerät erstellt ein detailliertes Fließprofil. Bei der Messung werden die lokalen Fließgeschwindigkeiten vom Grund bis zur Wasseroberfläche pro Sektion in einem einzigen Vorgang erfasst. Der Anwender kann die Messung des Flusses oder Kanals damit sehr schnell durchführen, da die Messung in den einzelnen Höhen nicht manuell durchgeführt werden muss. Zusätzlich wird die Messgenauigkeit erhöht, weil die Messungen in der Höhe zeitgleich erfolgen.

Die simultane Erfassung von bis zu 32 Einzelgeschwindigkeiten pro vertikaler Sektion bietet dem Nutzer eine akkurate Fließprofilkurve und damit eine genaue Erläuterung, wie die mittlere Fließgeschwindigkeit des gesamten Querschnitts ermittelt wird. Die genannten Einzelgeschwindigkeiten je Vertikale und die Fließprofilkurve der gesamten Messung werden direkt im Display des mobilen Endgeräts angezeigt. Das mobile Messsystem erfasst auch bei jeder vertikalen Messung über hydrostatischen Druck die jeweilige Wassertiefe. Damit wird über alle vertikalen Messungen das Flussbettprofil automatisch ermittelt und direkt im Bildschirm angezeigt.

Nach der Erfassung aller Messabschnitte ermittelt NivuFlow Stick direkt den Gesamtdurchfluss sowohl nach Mean-Section als auch nach der Mid-Section Methode. Direkt nach der letzten Messung kann der Nutzer sich einen kompletten Messbericht als PDF-Dokument erzeugen lassen. Der Bericht enthält unter anderem Informationen über die Abflüsse in jeder Sektion, die mittlere Fließgeschwindigkeit des gesamten Querschnitts, die gemessenen Wassertiefen in jeder Sektion sowie eine grafische Darstellung des gemessenen Fließprofils.

https://www.nivus.de/de/unternehmen/aktuelles-presse/presse/einfache-und-genaue-durchflussmessung-nach-iso-7482021

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Pipelife: Regenwassermanagementsysteme im Einsatz

Über 6.000 „Stormboxen“ halten die Airbus-Halle in Manching trocken

Das Military Air Spare Center in Manching bei Ingolstadt ist ein ganz besonderes Gelände. Hier entsteht derzeit eine frei stehende Halle im Logistikzentrum, die für den Betreiber Airbus errichtet wird: hochmoderne Technik und computergesteuerte Logistik unterstützen hier demnächst den Bau von Airbus-Militärflugzeugen. 

Die Aufgabe von Pipelife: die Planung und Lieferung eines Regenwassermanagementsystems, das den Neubau vor eindringendem Regenwasser schützt und es kontrolliert versickern lässt. Bei derartig großen Flächen können Starkregenereignisse zu Überflutungen führen, die mit einem System aus dem Hause Pipelife vermieden werden.

Der Auftrag wurde von einem Bauunternehmen an Pipelife herangetragen, weil ein bestehendes Konzept überplant werden musste – eine anspruchsvolle Aufgabe. Die persönliche und ausführliche Beratung inklusive aller objektspezifischen Berechnungen für die Versickerungs- und Sedimentationsanlagen überzeugte den Auftraggeber von der vorgestellten geschlossenen Systemlösung von Pipelife und dem Sedimentationsanlagen-Hersteller SABUG. Pipelife setzte sich daher im Ausschreibungsverfahren durch und erhielt den Auftrag. Innerhalb von sechs Monaten wurden von da an insgesamt sechs Anlagen errichtet, die auf mehr als 37.000 Quadratmetern die Ableitung, Reinigung und Versickerung von Regenwasser zur Aufgabe hatten – drei davon für die Dach- und drei für die Verkehrsflächen.

Das System muss 40-Tonner aushalten können
Die Rückhaltung von Regenwasser ist vor allem deshalb notwendig, damit auch bei lang-andauerndem oder starkem Regen das Wasser kontrolliert ablaufen kann, ohne dass das Grundstück überschwemmt wird oder sogar Regenwasser in die Hallen eindringt. Auch die öffentliche Kanalisation muss in solchen Fällen vor Überlastung und dem Eintrag von Schadstoffen geschützt werden, sodass in der Regel die Betreiber in der Pflicht sind, überschüssiges Wasser auf dem eigenen Grundstück versickern zu lassen. Im Fall Airbus kam hinzu, dass das Gelände durchgehend von LkW befahrbar bleiben muss: Bis zu 40 Tonnen wiegen die beladenen Lastkraftwagen, die hier verkehren. Darauf ist das System ausgerichtet.

Für die Installation von Regenwassermanagementsystemen ist es wichtig, dass der vor Ort vorhandene Boden, der Grundwasserstand und selbstverständlich die Größe der versiegelten Fläche berücksichtigt werden. Für die Versickerungsfähigkeit des Bodens ziehen die Ingenieure den Kf-Wert heran: Liegt er zwischen 10-3 und 10-6m/s, dann ist die Versickerung ideal. Erst ab einem Wert von ≥10-6 m/s wird es kritisch – dies war hier nicht der Fall. Der Regen kann somit in den vorhandenen Boden versickern. Auch ein zu hoher Grundwasserstand war nicht zu befürchten: 3,60 Meter befindet sich die wasserführende Schicht unterhalb der Unterkante der Boxen. Der Minimalabstand liegt bei einem Meter.

Kraftstoffe dürfen nicht in das Grundwasser gelangen
Ein Regenwassermanagementsystem bildet in der Regel vier Funktionen ab: Sammlung, Ableitung, Reinigung und Versickerung. Für die Behandlung des Regenwassers werden Sedimentationsanlagen der Firma SABUG eingesetzt, die speziell für diese Anforderung ausgelegt und berechnet wurden. In den Sedimentationsanlagen werden absetzbare Stoffe zurückgehalten und abgeschieden. Wie üblich erfordern diese Anlagen darüber hinaus eine Möglichkeit, um Leichtflüssigkeiten abzuscheiden.

Insbesondere in Industriegebieten wie dem Airbus-Gelände kann man nicht ausschließen, dass Otto- und Dieselkraftstoffe über die Straßeneinläufe in das Regenwassersystem gelangen. Diese Stoffe können das Grundwasser schwer belasten und müssen von den Behandlungsanlagen sicher zurückgehalten werden.

Das Funktionsprinzip der SABUG Sedimentationsanlagen folgt den Stokesschen Gesetzen, wonach schwerere Bestandteile im Wasser absinken, leichtere aufsteigen. Nach einer festgelegten Absetzstrecke kann das ausreichend saubere Regenwasser definiert abgezogen werden. Mit den ermittelten Sink- und Steigraten lässt sich so eine entsprechende Berechnungsgrundlage schaffen, die eine genaue Aussage über die Größe und die Reinigungsleistungen der Behandlungsanlagen erlauben.

Die Firma SABUG ist hierfür Spezialist und hat in diesem Falle die Reinigungsleistung der Anlagen projektspezifisch bestimmt. Die erforderliche Reinigungsleistung „D“ basiert wie vorgeschrieben auf dem DWA-M 153. Die dort geforderten Behandlungsvolumenströme spiegeln allerdings nur einen Bruchteil der effektiven Regenmengen wider, die bei Starkregenereignissen auftreten können. Wird dies nicht berücksichtigt, wird die Sedimentationsanlage beim nächsten Gewitterregen überlastet und die bis dahin gesammelten Schmutzfrachten mit Sicherheit ausgeschwemmt. Damit dies nicht passiert, erfolgte die Auslegung der Anlagen mit einer integrierten Bypass-Leitung inkl. Drosselsystem. So arbeitet das gesamte System dauerhaft und zuverlässig.

Dimensionierung der Anlagen: Wirtschaftlichkeit und Sicherheit zählen
Die nachfolgende Speicherung und Versickerungsleistung übernimmt die Rigolenanlage. Sie befindet sich hinter der Sedimentationsanlage und besteht aus Stormboxen, die in ein spezielles Vlies eingeschlagen werden. Genau 6.098 Boxen wurden in Manching in den Boden eingebaut. 19 Schächte sorgen für den ungehinderten Zugang für regelmäßige Kontrollen und die Befahrbarkeit mit Inspektionskameras. Die Schächte weisen einen Durchmesser zwischen DN 400 und DN 1000 auf. Die Boxen wurden je nach Anforderung auf Höhen von 30 bis 120 Zentimeter gestapelt, um eine kontinuierliche Versickerung zu gewährleisten.

In der Rigolenanlage sind regelmäßige Kamerafahrten notwendig, um jederzeit den Zustand überwachen zu können. In regelmäßigen Abständen, vor allem aber, wenn sich nach starken Regenfällen zu viele Sedimente innerhalb der Sedimentationsanlage absetzen, muss gespült werden. Die Grundlagen sind im Arbeitsblatt DWA-A138 (Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser) und dem Merkblatt DWA-M153 (Handlungsempfehlung zum Umgang mit Regenwasser) festgehalten.

Die Berechnung anhand realer Daten war Trumpf
Auftraggeber, Planer und Bauunternehmen sind vor allem davon begeistert, dass Pipelife und der Partner für Sedimentationsanlagen SABUG die gesamten Anlagen anhand der real vorliegenden Bedingungen durchgerechnet hatten und sie bei der Vorlage im Detail erklären konnten. Dafür war es notwendig gewesen, mit eigenem Personal vor Ort zu sein und die Daten entsprechend aufzunehmen.

Auch mit der Bauausführung durch Pipelife und SABUG zeigen sich die ausführenden Fachfirmen sehr zufrieden. Sie sagen übereinstimmend aus, dass die über die ganze Bauphase begleitende Baustellenbetreuung für einen sicheren Ablauf sorge. „Wir legen großen Wert darauf, dass in jeder Bauphase unsere Kompetenz direkt vor Ort abrufbar bleibt“, so Andreas Schleich, Pipelife-Gebietsleiter und Spezialist für Regenwassermanagement. „So können wir jederzeit hinzugezogen werden, wenn der Baufortschritt in Gefahr ist. Oft finden sich im Dialog mit den Beteiligten schnell Lösungen.“

https://www.pipelife.de/news-und-referenzen/regenwassermanagementsysteme-im-einsatz.html

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SÜLZLE KOPF: PAK-Anlage für Karlsruher Klärwerk

4. Reinigungsstufe verbessert den Schutz der Umwelt
Das zweitgrößte Klärwerk in Baden-Württemberg ist jetzt um eine zusätzliche 4. Reinigungsstufe, der Aktivkohleadsorption zur Elimination von Mikroschadstoffen, erweitert worden. Mit deren Hilfe werden sogenannte Mikroschadstoffe und Spurenstoffe aus dem Abwasser entfernt. Dazu zählen Medikamentenreste, Hormone, Röntgenkontrastmittel und ähnliche Stoffe. Das Klärwerk Karlsruhe leitet das gereinigte Abwasser von rund 850.000 Einwohnerwerten (Schmutzfracht-Summe bezeichnend) in den Rhein. Pro Jahr werden ca. 35 Mio. m³ Abwasser behandelt. SÜLZLE KOPF hat einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Reinigungsleistung des Klärwerks Karlsruhe geleistet. Unser Auftrag umfasste die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von zwei baugleichen Pulveraktivkohle (PAK)- Lager- und Dosiersystemen (AK-DOS©). Weitere Komponenten sind die Druckerhöhungsstation und die Drucklufterzeugung.

Die AK-DOS©-Anlage besteht im Wesentlichen aus:
2 PAK-Silos, 19 m hoch, 125 m³ Nutzinhalt, integriert ins Gebäude
2 PAK-Austragssysteme
4 gravimetrische PAK-Dosiersysteme
4 Systeme zur Erzeugung der PAK-Suspension (Gemisch aus Pulveraktivkohle und Wasser) und ein zentrales System zur Aufteilung der Suspension auf die Dosierstellen
Die PAK-Anlage wurde elektrotechnisch für einen vollautomatischen Betrieb ausgerüstet. Der Probebetrieb und die Inbetriebnahme sind im Juli 2022 erfolgt. Die Fertigstellung der 4. Reinigungsstufe ist ein wesentlicher Schritt, dass auch zukünftig eine sichere Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte möglich ist. Die 4. Reinigungsstufe bedeutet auch in den nachgelagerten Flüssen eine große Entlastung für die Pflanzen- als auch für die Tierwelt.

https://suelzle-kopf.de/brennstoffzellentechnologie-fuer-unabhaengigkeit/

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UNITECHNICS: Inflationsrabatt

Steigende Preise durch hohe Energiekosten und lange Wartezeiten aufgrund von anhaltenden Problemen bei Lieferketten sind aktuell große Herausforderungen für uns alle!

Mit unserem Inflationsrabatt möchten wir Ihnen helfen: 
Mit dem Rabattcode „unideflation“ erhalten Sie bis zum Jahresende 10 Prozent Rabatt – zusätzlich auf schon bestehende Rabatt-Staffelungen bei Bestellungen in unserem Online-Shop! Bitte beachten Sie auch, dass wir unsere Lagerbestände erhöht haben, damit unsere Standardartikel in der Regellaufzeit lieferbar sind. 

So können Sie schnell und planungssicher auf die Herausforderungen reagieren!

https://www.unitechnics.de/de//

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VEGA vermittelt Wissen praxisnah

Anmeldungen für die Workshops 2023 möglich

So viel Theorie wie nötig, so viel Praxis wie möglich. Dieses Erfolgskonzept setzt VEGA 2023 fort und bietet Anwendern wieder unterschiedliche Seminare und Workshops an.

Von beispielsweise Wasser über Lebensmittel, Chemie und – neu – Wasserstoff greift das Schulungsprogramm die Themen auf, die für die Verantwortlichen in den verschiedenen Branchen wichtig sind. Allgemeine Anwenderseminare für Verantwortliche im Bereich der Mess- und Regeltechnik sowie Betriebselektrik in sicherheitsrelevanten Anlagen runden das Seminarangebot ab. 

VEGA bietet auch bei den Workshops die gewohnte Flexibilität. So gibt es neben reinen Präsenz- auch Kombiworkshops, in denen sich die Teilnehmenden die theoretischen Grundlagen in kurzen Lernsequenzen vorab bequem online erarbeiten.

„Beide Workshop-Formen sind hervorragend angelaufen, sodass wir in diesem Bereich genau auf das abzielen, was die Kunden wollen“, erklärt Schulungsreferent Manuel Schwendemann.

Die vielfältigen Anwendungsmodelle schaffen bei den Teilnehmenden ein vertiefendes Verständnis und vermitteln Wissen praxisnah und zielorientiert. Das sieht auch Manuel Schwendemann so: „Das Konzept mit unseren Schulungstanks hat sich sehr bewährt.“

Zur Seminarübersicht 2023

https://www.vega.com/de-de/unternehmen/news-und-events/news/2022/de-de-news-seminare-2023

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Veolia präsentiert auf der FLORIAN Messe in Dresden Löschwasserzisternen, um Kommunen bei dem komplexen Thema der Löschwasserversorgung zu unterstützen

Maßgeschneiderte Alternativen
Dieser Sommer hat es erneut gezeigt: Die klimatischen Veränderungen stellen die ganze Welt vor immense Herausforderungen, natürlich auch die Städte und Gemeinden. Hitze und Trockenheit erhöhen die Brandgefahr spürbar, Schwachstellen bei der Löschwasserversorgung werden offensichtlich. Es besteht punktuell dringender Handlungsbedarf. Allerdings geraten Kommunen, die von Gesetzes wegen für die Löschwasserversorgung verantwortlich sind, immer häufiger an ihre Grenzen, sofern sie bei diesem Thema auf sich allein gestellt sind.

„Als Dienstleister von Verbänden und Kommunen und mit einer über 160-jährigen Unternehmensgeschichte verfügen wir über die Expertise und Erfahrung beim Betrieb von Trinkwassernetzen und sind damit auch auf dem Gebiet der Löschwasserversorgung ein wichtiger Partner der Städte und Gemeinden, die wir bei diesem komplexen Thema unterstützen“, erklärt Dr. Matthias Staub, Leiter Kommunalentwicklung bei der Veolia Wasser Deutschland GmbH.

Das Trinkwassernetz, betont Dr. Matthias Staub, könne immer nur einen Baustein in kommunalen Löschwasser-Konzepten darstellen. Primär müsse darüber die Versorgung mit Trinkwasser gesichert sein. Deshalb brauchen Kommunen in der Löschwasserversorgung Alternativen. Veolia präsentiert auf der FLORIAN Fachmesse für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz in Dresden mögliche Alternativen und stellt das Prinzip der Löschwasserzisternen vor.

„In ländlich geprägten, dünn besiedelten Gebieten oder auch in Randlagen von Städten sind unsere Löschwasserzisternen eine ideale Ergänzung, weil sie im Brandfall Leben retten können“, weiß Kai Steigert Löschwasserzisternen-Experte bei Veolia.

Es gibt die Zisternen maßgeschneidert, in verschiedenen Größen – mit einem Fassungsvermögen von 10 bis 200 Kubikmeter oder auch als Sonderanfertigung. Damit können sie dem Bedarf entsprechend eingesetzt werden. Es ist eine kostengünstige Lösung, sodass die städtischen Haushalte nicht übermäßig belastet werden. Die Zisternen sind sicher, weil es sich um ein geschlossenes System handelt, sodass niemand hineinfallen kann. Eine große Gefahr, die man mit Löschwasserteichen in Verbindung bringt. Außerdem sind die Zisternen wetterfest, auch bei Frost nutzbar und unkompliziert zu installieren.

Kai Steigert: „Löschwasser ist für Kommunen ein Thema von höchster Priorität und äußerst sensibel, weil es nicht eine Lösung für alle gibt, sondern standortbezogene und damit individuelle Optionen braucht.“ Mit den Zisternen kann Veolia den Städten und Gemeinden und ihren Feuerwehren eine sinnvolle Alternative bieten, sich auf dem Gebiet der Löschwasserversorgung bestmöglich zu positionieren.

Veolia auf der FLORIAN Fachmesse für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz vom 13. bis 15. Oktober in Dresden: Halle 2, Stand B 9, Messe Dresden, Messering 6, 01067 Dresden

https://newsroom.veolia.de/pressreleases/massgeschneiderte-alternativen-3208686

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VTA: Keine Kompromisse bei Gesundheit und Sicherheit

VTA Hydroprompt® FORTE eliminiert beim Reinhalteverband Mittlere Antiesen potenzielle Krankheitskeime zuverlässig und nachhaltig aus dem Abwasser.

SARS-CoV-2 bestimmt derzeit weltweit das Geschehen – doch das Corona-Virus ist längst nicht der einzige Erreger, von dem eine potenziell Gefahr ausgeht. Allein in Österreich sterben jährlich mehr als 2500 Menschen an einer Infektion durch multiresistente Keime; weltweit sind es fast 700.000. Krankmachende Bakterien, Viren und andere pathogene Mikroorganismen finden sich – oft unerkannt – auch im Abwasser.

Kläranlagen spielen daher neben ihrer ökologischen Bedeutung auch eine wichtige Rolle für die allgemeine Gesundheitsvorsorge. Mit VTA Hydroprompt® FORTE, der jüngsten Entwicklung aus den VTA-Laboren, steht ihnen für diese Aufgabe nun ein innovatives, multifunktionales Systemprodukt zur Verfügung – mit durchschlagender Wirkung, wie neben zahlreichen anderen Praxisanwendern auch die Kläranlage des RHV Mittlere Antiesen in Ort im Innkreis (Oberösterreich) beweist.

Einfache Anwendung, große Wirkung
„Ich bin angenehm überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass man relativ einfach noch so viel aus dem Abwasser rausbekommt“, sagt Betriebsleiter Josef Deschberger. Tatsächlich zeigen zahlreiche eigene Analysen sowie Untersuchungen renommierter Forschungseinrichtungen, dass VTA Hydroprompt® FORTE die Belastung mit pathogenen Keimen in der Nachklärung – und somit im Ablauf der Kläranlage um bis zu 99 Prozent reduziert. Einzelne Keimarten, die die Weltgesundheitsorganisation WHO wegen ihrer Antibiotikaresistenz als höchst kritisch einstuft, werden sogar zu mehr als 98 Prozent eliminiert. Für diesen starken Effekt sind nur sehr geringe Produktmengen nötig, die unkompliziert in den Zulauf der Nachklärung dosiert werden.

„Generell und vor allem in Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass wir auf die Gesundheit achten und darauf schauen, die Umwelt nicht zusätzlich zu belasten“, betont Verbandsobmann Karl Ehwallner. Dazu gehört auch, multiresistente Keime nicht aus der Kläranlage in den natürlichen Wasserkreislauf zu bringen, der Natur also nur unbelastetes Wasser zurückzugeben. Gleichzeitig ist es auch eine soziale Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit, gerade in Pandemiezeiten.

Schutz für die Mitarbeiter
Soziale Verantwortung betrifft auch die Mitarbeiter auf den Kläranlagen, die bei ihrer Tätigkeit mit potenziell keimbelastetem Abwasser in Kontakt kommen. Der Einsatz von VTA Hydroprompt® FORTE ist deshalb auch ein wesentlicher Beitrag zum Schutz der Arbeitnehmer und ihrer Familien. „Alle Keime, die an mir oder an meiner Kleidung haften, gelangen mit nach Hause und können dort auf die Familie übertragen werden. Und die Familienmitglieder daheim sind empfindlicher als wir Klärwärter“, erklärt Josef Deschberger.

Die weitgehende Elimination der Keime schafft VTA Hydroprompt® FORTE, ohne die mikrobiologischen Abbauprozesse in der Kläranlage selbst zu beeinträchtigen. Im Gegenteil: Die biologischen Prozesse der Abwasserreinigung werden sogar angeregt. Chemische Parameter wie CSB, Phosphat und Nitrat im Ablauf werden weiter reduziert, Absetzverhalten der Feststoffe (Schlammpartikel) und Sichttiefe verbessern sich. Diese Effekte sind auch auf der 25.000-EW-Anlage in Ort festzustellen.

Top-Service rund um die Uhr
Ebenso begeistert wie vom neuen Systemprodukt VTA Hydroprompt® FORTE ist Betriebsleiter Deschberger auch vom Service bei VTA, den er schon seit vielen Jahren schätzt: „Wenn irgendein Problem anfällt, genügt ein Anruf bei VTA, und es werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass wieder alles funktioniert.“ Und Obmann Ehwallner ergänzt: „Die VTA-Ansprechpartner sind immer verfügbar und kümmern sich rund um die Uhr. Das ist meiner Meinung nach das Um und Auf. Ich kann nur sagen: Danke an die Firma VTA!“

https://vta.cc/de/news/keine-kompromisse-bei-gesundheit-und-sicherheit

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WEBER-Ingenieure: Optimierung

WEBER-Ingenieure wurde von der Stadt Rheinau zur Optimierung der verfahrenstechnischen Ausrüstung auf seiner Kläranlage beauftragt. Mit 13.500 Einwohnerwerten ist die Kläranlage seit Baujahr 1978 mehrmals erweitert und modernisiert worden. Derzeit wird die Schlammbehandlung umfassend saniert. Mit einem neuen Auftrag sollen von Zulaufhebewerk bis Hochwasserpumpwerk die Wasserschiene modernisiert werden. Wesentlicher Teil hierbei ist die Belüftung inklusive Gebläse und Belüfterelemente, die gegen Energieeffiziente Aggregate und Armaturen erneuert werden.

http://weber-ing.de/news/

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WEBER-Ingenieure: Vorstellung der Ergebnisse der Energieanalyse

WEBER-Ingenieure hat auf der Kläranlage Schlierbach (7.000 Einwohnerwerte) eine Energieanalyse inklusive Leistungs- und Zustandsbewertung durchgeführt. Dabei wurde wesentliches Einsparpotential bei der Belüftung der Belebungsbecken und des Sandfanges erkannt. Zudem wurden Sanierungsmaßnahmen im Umfang von rund 2 Mio. € brutto inkl. Nebenkosten empfohlen.

http://weber-ing.de/news/

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Flottweg: Aus Alt mach Neu – Altspeiseölverwertung bei Abwasserverband Fritzens mithilfe eines Flottwegs Tricanters®

Der Abwasserverband Hall in Tirol – Fritzens wurde 1985 gegründet und befindet sich circa 15 Kilometer von Innsbruck entfernt. Täglich verarbeitet die Kläranlage mehr als 16 Millionen Liter Abwasser, das von 16 Gemeinden eingespeist wird. Doch neben der Verarbeitung des Schmutzwassers, widmet sich der Abwasserverband noch einer weiteren Aufgabe: Mit Hilfe eines eigenen Sammelsystems verwertet das Klärwerk das Altspeisefett der Region. Und schlägt so mit Hilfe der Flottweg Trenntechnologie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, indem das Abwasser fettfrei bleibt und der Rohstoff „Altspeisefett“ recycelt und für die Biodieselindustrie wiederverwendet wird.

Der Abwasserverband Fritzens hat 1999 ein Sammelsystem für Altspeiseöl eingeführt, um die Kläranlage zu entlasten.

Altfett als Problemverursacher
Gemeinsam mit der Abfallwirtschaft Tirol Mitte startete der Abwasserverband 1999 das ÖLI-Projekt, ein Sammelsystem für Speisefettreste. Ziel ist es, das alte Speiseöl der Region zu sammeln und entsprechend zu verwerten. Auf diese Weise möchte die Abfallwirtschaft verhindern, dass das Speisefett über das Abwasser entsorgt wird und so zu verstopften Rohre oder kaputte Pumpen führt. Für den Abwasserverband waren dadurch entstandene Störungen und unerwarteter Wartungsaufwand immer wieder Teil des Tagesgeschäfts. Aber auch für die Gemeinden bedeutet die Entsorgung der fettigen Rückstände eine große finanzielle Belastung, wobei das ÖLI-Sammelsystem hier wesentliche Abhilfe schuf.

Die ÖLI-Aktion startete zunächst regional mit knapp 100 Tiroler Gemeinden und erfuhr dann eine immer größere Beliebtheit: „Wir wollten die Bevölkerung und die Gastronomie gleichermaßen in das Sammelsystem einbinden“, erklärt Christian Callegari, Geschäftsführer des Abwasserverbands. „Das hat erfolgreich geklappt, denn mittlerweile verwerten wir die Speisefette von einer Millionen Menschen, was gesamt rund 2,5 Millionen kg Altspeisefett pro Jahr sind. Denn immer mehr Kommunen und Unternehmen haben den ökologischen und ökonomischen Sinn des ÖLI-Eimers verstanden.“ Aufgrund des wachsenden Erfolgs der letzten Jahre wurde 2020 auf dem Gelände des Abwasserverbands eine neue Aufbereitungshalle für die Speisefettverwertung gebaut. Hier wird nun der gesamte Prozess von der Anlieferung, Leerung und Säuberung der ÖLI-Eimer über die Altspeiseölaufbereitung bis hin zum Abtransport des recycelten Wertstoffs abgewickelt.

Altspeisefett als Rohstoff für Biodiesel
Doch neben den Vorteilen, die sich aufgrund der fehlenden Speiseölreste im Abwasser ergeben, kann das aufbereitete Speiseöl außerdem wiederverwendet werden und dient als Vorprodukt zur Herstellung von Biodiesel. „Für uns ist es wichtig, dass wir das Altspeisefett sammeln und zu einem Werkstoff aufbereiten“, erklärt Geschäftsführer Callegari. Aufgrund dieses Recyclingprozesses wird das Speiseöl nicht entsorgt, sondern stattdessen als Energielieferant nachhaltig und effizient genutzt. Damit greift der Abwasserverband die Nachhaltigkeitsbestreben auf, die sich bereits in den Prozessen der Kläranlage wiederfinden. „Nachhaltigkeit ist wichtiger Teil der Philosophie des Abwasserverbands – sowohl in der Kläranlage als auch bei der Altspeiseölverwertung. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass Straßenverkehr mit dem Biodiesel nachhaltiger wird“, macht Callegari deutlich. Denn aufgrund der Wiederaufarbeitung des Altspeisefetts hat Biodiesel eine um 90% bessere CO2-Anrechnung als vergleichsweise herkömmlicher Diesel.

Der Flottweg Tricanter® als Herzstück der Altspeiseölverarbeitung
Die Verwertung des alten Speisefetts teilt sich im Abwasserverband in zwei große Prozessschritte auf: Zuerst wird eine Grob- und Feinsiebung des Speisefetts vorgenommen, um Speisereste und unerwünschte Fremdkörper herauszufiltern. Im Anschluss folgt die Trennung des Altspeiseöls mithilfe eines Dreiphasen-Dekanters in Wasser, Restsedimente und Öl. Für Callegari steht dabei Qualität und der Ertrag im Fokus: „Ziel des gesamten Prozesses ist es, dass eine möglichst hohe Speiseölausbeute für die Biodieselindustrie erfolgt und in das Abwasser möglichst wenig Speisefette eingetragen werden.“

Seit April 2021 setzt der Abwasserverband für die Altspeisefettverwertung einen Tricanter® von Flottweg für die benötige Dreiphasentrennung ein. Die Flottweg Zentrifuge trennt in einem Schritt das Altspeisefett in die drei Bestandteile Wasser, Öl und Feststoffpartikel auf und ermöglicht dadurch einen kontinuierlichen Prozess ohne zusätzliche Trennstufen.

Zu Beginn nutzte der Abwasserverband für die Verwertung des Altlspeiseöls eine statische Dekantierung, allerdings verblieben dadurch immer noch zu viele fettige Reste im Abwasser und gelangten in die Kläranlage. Aus diesem Grund entschied sich der Abwasserverband schließlich dazu nach einer alternativen Lösung für den Prozess zu suchen. Aus Callegaris Sicht war Flottwegs Tricanter® die zielführendste Lösung und fügte sich verfahrenstechnisch am besten ein: „Nach einigen Tests waren wir von Flottwegs Trennlösung überzeugt und haben uns dann dazu entschieden einen Tricanter® anzuschaffen.“ Den Flottweg Tricanter® bezeichnet Callegari dabei als „Herzstück der Aufbereitung“, der als entscheidender Faktor die Qualität des verarbeiteten Speiseöls ausmacht. Denn für die Weiterverarbeitung des Speisefetts für den Biodiesel werden entsprechende Qualitätsansprüche gestellt, da ansonsten eine Verwendung des wiedergewonnenen Rohstoffs nicht möglich ist.

Überzeugende Zusammenarbeit mit Flottweg
Doch nicht nur der Tricanter® überzeugt Geschäftsführer Callegari, sondern auch die Zusammenarbeit und der Service von Flottweg: „Die Zusammenarbeit mit Flottweg hat sich insofern ausgezeichnet, dass es sowohl bei der Inbetriebnahme als auch nachher bei der Betriebsführung durch unser Personal immer ein intensiver Datenaustausch gegeben war.“ Aber auch bei Schwierigkeiten hat Flottweg den Abwasserverband stets zielgerichtet und lösungsorientiert geholfen: „Sobald es irgendwelche Probleme gab, haben wir immer gemeinsam eine Lösung gefunden. Dadurch läuft der Prozess aktuell absolut stabil, sodass wir mit unseren Abnehmern keine Probleme haben, das aufbereitete Altspeiseöl am Premiumsegment platzieren zu können.“

Der ÖLI – Eine gute Entscheidung für den Abwasserverband und die Umwelt
Rückblickend betrachtet, ist die Einführung des ÖLI-Sammelsystems für den Abwasserverband die richtige Entscheidung gewesen: „Die zunehmende Teilnahme von Kommunen und Gastronomie und der damit verbundene Erfolg zeigt uns deutlich, dass wir vor über 20 Jahren genau den richtigen Schritt gegangen sind“, erinnert sich der Geschäftsführer. „So haben wir nicht nur Abhilfe für die Abwasserbehandlung geschaffen, sondern tun mit dem Recycling des Altspeiseöls auch etwas Gutes für die Umwelt“.

Autorin:
Julia Deliano, PR & Content Managerin, Flottweg SE

https://www.flottweg.com/de/newsroom/fallbeispiele/detail/fritzens-tricanter/

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Universität der Bundeswehr München: Der Blick nach 2023….

Der Blick nach 2023…
28. März 2023: Um 18:00 Uhr wird Herr Walter Rau (iat-Ingenieurberatung GmbH, Stuttgart) im Rahmen des BAU-Kolloquiums einen Vortrag zum Thema „Aktuelle Erfahrungen aus Planung und Bau einer weitergehenden Abwasserbehandlung zur Spurenstoffelimination am Beispiel der Kläranlage Bickenbach“ halten. Weitere Informationen erhalten Sie hier. Die Umsetzung der 4. Reinigungsstufe auf der Verbandskläranlage Bickenbach und Seeheim-Jugenheim, mit dem Spatenstich im April 2022, wird von unserer Professur wissenschaftlich begleitet.

18. und 19. Oktober 2023: Vortragsveranstaltung zum Thema „Beiträge zur Resilienz der Siedlungswasserwirtschaft: Vom Wasser zum Klärschlamm“. Schwerpunkt des ersten Tages bildet die Trinkwasserversorgung in Krisenzeiten. Im Rahmen einer Abendveranstaltung wollen wir mit Ihnen feierlich unsere neuen Versuchseinrichtungen im Labor und Technikum einweihen. Der zweite Tag steht unter dem Fokus einer zukunftsfähigen, flexiblen Klärschlammbehandlung. Beide Tage sollten begleitet werden durch eine Fachausstellung. Das Programm einschließlich der Möglichkeit zur Anmeldung steht ab Frühjahr 2023 bereit. Falls wir Ihr Interesse bereits geweckt haben, können Sie sich auch schon direkt unter swa@unibw.de melden.

Wir würden uns sehr freuen, Sie auf einer unserer Veranstaltungen zu begrüßen.

und zurück in das vergangene Jahr – Forschungsarbeiten im Bereich von Risiko, Wasser und Energie.

In RISK.twin erfolgte der Aufbau von verschiedenen Versuchseinrichtungen im Labor und Technikum, mit der Erwartung der Inbetriebnahme in 2023. Erste Forschungsimpulse wurden bereits publiziert (hier).

Im Rahmen von NOWATER konnten wir neue Module des Demonstrators zur Aufbereitung und Einspeisung von Ersatz- bzw. Notwasser im Falle eines Ausfalls der leitungsgebundenen Wasserversorgung in Betrieb nehmen. Ein Videoclip (hier) zeigt das Zusammenspiel der verschiedenen Module. Der Abschlussbericht von NOWAIII (hier) beschreibt die Anforderungen an Nottrinkwasser und Maßnahmen zur Verwendung für sensible Abnehmer und sensible technische Systeme in Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Ein wichtiger Fokus von FLXsynErgy war die gemeinsame Diskussion für eine flexible und vollenergetische Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe in Faulungen und Biogasanlagen. Ergebnisse eines Workshops wurden hierzu publiziert (hier). Das Projekt FAFODI zur Optimierung der Fettabscheidernutzung zur Gewinnung von Ressourcen und Reduzierung negativer Umweltauswirkungen konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

Mit INSIDE – Integrative modelling oft the spread of Serious Infectious Diseases, startete ein neues Projekt im Bereich der Kanalnetzmodellierung als ein Modul für ein Frühwarnsystem von Infektionsausbrüchen. Gleichzeitig konnten wir das Projekt SYSTEM – Synergy of integrated Sensors and Technologies for urban secured environment erfolgreich abschließen, in dem ebenfalls die Kanalnetzmodellierung den Kern unseres Arbeitspaketes bildete.

Zum Ende des Jahres konnten wir dann noch ein neues Projekt zur Untersuchung des Beitrags bayerischer Kläranlagen zu Treibhausgasemissionen starten.

Nach vielen Monaten ohne Tagungen und Veranstaltungen in Präsenzform, haben wir uns gefreut, wieder unterwegs zu sein. Das Team der Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik war neben nationalen Tagungen auch auf Konferenzen in Dänemark, Japan, Norwegen, Österreich und USA unterwegs.

Wir möchten uns für die gute Zusammenarbeit bei unseren zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Praxis ganz herzlichen bedanken und freuen uns auf eine Fortsetzung in 2023.

Ein besonderer Dank gilt unseren Forschungsmittelgebern (in alphabetischer Reihenfolge):

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
dtec.bw – Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr
Europäische Union – Horizon 2020 und INTERREG Österreich-Bayern

https://www.unibw.de/wasserwesen/swa/aktuelle-nachrichten/der-blick-nach-2023

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Fällmittelhersteller begrüßen EU-Vorschlag für niedrigeren Grenzwert für Phosphoremissionen

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Die Mitglieder des europäischen Herstellerverbands für Flockungsmittel [European Inorganic Coagulants Producers Association (INCOPA)] befürworten die von der Europäischen Kommission am 26. Oktober 2022 vorgeschlagene überarbeitete Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser, insbesondere im Hinblick auf den neuen vorgeschlagenen Grenzwert für Phosphoremissionen und das Erreichen der Energieneutralität. „Wir unterstützen den Vorschlag, einen einzigen neuen Grenzwert für Phosphor aus kommunalem Abwasser von 0,5 mg P/Liter einzuführen. Dennoch glauben wir, dass die Kommission sowohl in Bezug auf die festgelegten Grenzwerte als auch auf die Fristen noch ambitionierter hätte sein können”, kommentierte Jean-Christophe Ades, Vorsitzender des INCOPA-Ausschusses für Strategie und Kommunikation. Tatsächlich werden nach Angaben von INCOPA in Finnland, Schweden und Dänemark in Kläranlagen bereits heute Werte von 0,2-0,3 mg P/Liter erreicht, indem die etablierten chemischen und biologischen Verfahren zur Phosphorentfernung so effizient wie möglich kombiniert werden. INCOPA ist der Ansicht, dass der Zeitplan für die Umsetzung der vorgeschlagenen neuen Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf die dritte Reinigungsstufe (31. Dezember 2035 für alle Kläranlagen über 100 000 EW und 31. Dezember 2040 für alle Kläranlagen zwischen 10 000 EW und 100 000 EW, die in neu ausgewiesene sensible Gebiete einleiten), ambitionierter sein könnte. Bereits im Juni hat INCOPA ein Positionspapier zur Phosphorentfernung aus Abwasser vorgelegt sowie Überlegungen zur Ökobilanz von Prozessen zur Abwasserbehandlung vorgelegt:

Weiterführende Links
INCOPA zur Ökobilanz der Abwasserreinigung
INCOPA-Positionspapier

 

Informationen aus Mecklenburg-Vorpommern 2022

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Zu den Gesetzen und Verordnungen zum Thema Abwasser aus Mecklenburg-Vorpommern gehts hier:
www.klaerwerk.info/Nuetzliche-Links/Gesetze#meck

2022
WWF begrüßt geplantes Entgelt für Grundwassernutzung
2020
Abschlussbericht der Universität Rostock 
Weniger Phosphoreinträge in die Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns 
Für gesunde Gewässer: Filterleistung von Kläranlagen verbessert 
„AG Dürre“ erneut zusammengerufen
2019
Bau und Betrieb von Mecklenburg-Vorpommerns erster Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage beantragt
Fachkongress beschäftigt sich mit Qualität des Abwassers 
Mecklenburg-Vorpommern übernimmt Vorsitz bei der Zusammenarbeit zum Meeresschutz  
2018
Landesweite Nährstoffströme aus Wirtschaftsdüngern offen gelegt  
Phosphoreinträge aus Kläranlagen vermindern 
Forscher aus Mecklenburg-Vorpommern entwickeln effiziente Biogasanlagen 
Öffentlichkeitsbeteiligung zum Meeresschutz gestartet  
2017
Erste thermische Klärschlammverwertungsanlage Mecklenburg- Vorpommerns auf Rügen in Betrieb genommen
Kaum Gewässerbelastung durch Kläranlagen 
2016
RedeFluss – Fünf Fragen an: Dr. Ricarda Börner, StALU MM  
Ministerium und Uni Rostock forschen für weniger Phosphor in Kläranlagenabläufen 
Studie zu Phosphor in Kläranlagenabläufen 
2015
Abschluss des Hochwasserprogramms Elbe 
2014
Studie zum künftigen Umgang mit Klärschlamm vorgelegt  
Mecklenburg-Vorpommern fördert „Phosphorcampus“ 
Klärschlammstudie veröffentlicht
2013
Nur wenige Kläranlagen nutzen Klärgas für die Energieerzeugung
Mecklenburg-Vorpommern will Nährstoffeintrag in die Ostsee weiter reduzieren
Studien bereiten Landes-Strategie für Klärschlammentsorgung vor 
Ratgeber „Kompostierung von Gartenabfällen und Fäkalien in Kleingärten“  
2012
Mecklenburg-Vorpommern wirbt für naturnahen Umgang mit Niederschlagswasser
Neu: Verein für Wasser- und Abwasser  
DWA-Landesverband Nord-Ost befürchtet Personalnot in der Wasserwirtschaft 
Verein Kooperationsgemeinschaft Wasser und Abwasser Mecklenburg-Vorpommern (KOWA M-V) gegründet 
Mecklenburg-Vorpommern: Konzept zur Minderung diffuser Nährstoffeinträge in Oberflächengewässer und das Grundwasser  
Mecklenburg-Vorpommern/ Niedersachsen: Erklärung zum gemeinsamen Vorgehen beim Hochwasserschutz an der Elbe
Klärschlamm zu 89 Prozent in die Landwirtschaft 
2011
Zur Abwasserbehandlung in Kleingärten gibt es keine Alternative – Suche nach sozialverträglichen und kostengünstigen Lösungen
Mecklenburg-Vorpommern: doppelte Förderhöhe für Kleinkläranlagen läuft aus 
Landwirtschaftliche Klärschlammverwertung nicht verzichtbar 
2010
Fördermittel für Kleinkläranlagen stehen ausreichend bereit 
Kleinkläranlagen in Mecklenburg-Vorpommern 
Ämterzusammenlegungen in Mecklenburg-Vorpommern 
Altanschließer siegten vor dem Oberverwaltungsgericht Greifswald 
Biogas boomt: Minister Backhaus beim Richtfest der Stadtwerke Grevesmühlen
Regionale Ströme braucht das Land: Bioenergie-Regionen aus MV machen sich fit für bundesweiten Vergleich
Richtlinie zur Förderung von Abwasseranlagen in Mecklenburg-Vorpommern in Kraft getreten
Hinweise und Empfehlungen zum Erheben von Anschlussbeiträgen in Mecklenburg-Vorpommern
Schadstoffbelastung höher als angenommen
Richtlinie zur Förderung von Abwasseranlagen in Mecklenburg-Vorpommern in Kraft getreten
Mecklenburg-Vorpommern ist beliebte Zuwandererregion – Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft
Benchmarking- Projekt im Mecklenburg Vorpommern
Umweltkarten Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg Vorpommern fördert weiter biologische Kleinkläranlage

WWF begrüßt geplantes Entgelt für Grundwassernutzung

Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßt das geplante Entgelt für die Wasserentnahme für landwirtschaftliche Zwecke in Mecklenburg-Vorpommern. „Das ist nur konsequent, denn durch die bisherige Ausnahmeregelung wird die Landwirtschaft gegenüber anderen Wassernutzern ungerechtfertigt bessergestellt und de facto subventioniert“, sagte der WWF-Experte für Gewässerschutz, Tobias Schäfer, am Freitag. Wer für die Bewässerung seines Ackers Grundwasser entnimmt, soll dafür nach den Plänen von Agrarminister Till Backhaus (SPD) künftig zur Kasse gebeten werden.

Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßt das geplante Entgelt für die Wasserentnahme für landwirtschaftliche Zwecke in Mecklenburg-Vorpommern. „Das ist nur konsequent, denn durch die bisherige Ausnahmeregelung wird die Landwirtschaft gegenüber anderen Wassernutzern ungerechtfertigt bessergestellt und de facto subventioniert“, sagte der WWF-Experte für Gewässerschutz, Tobias Schäfer, am Freitag. Wer für die Bewässerung seines Ackers Grundwasser entnimmt, soll dafür nach den Plänen von Agrarminister Till Backhaus (SPD) künftig zur Kasse gebeten werden.

Einem Bericht des Senders NDR…mehr:

https://www.stern.de/gesellschaft/regional/mecklenburg-vorpommern/umwelt–wwf-begruesst-geplantes-entgelt-fuer-grundwassernutzung-32816840.html 

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Abschlussbericht der Universität Rostock

https://www.regierung-mv.de/serviceassistent/download?id=1575088

https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Umwelt/Wasser/Abwasserbeseitigung/?id=11605&processor=veroeff

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Weniger Phosphoreinträge in die Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns

Im August 2018, haben Minister Dr. Backhaus und die Vorsitzenden der BDEW-Wasserwirtschaft M-V und KOWA M-V die Gemeinsame Erklärung zur Verminderung der Phosphoreinträge aus öffentlichen Kläranlagen der Größenklassen 1 bis 3 in die Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns unterzeichnet.

Ziel dieser Gemeinsamen Erklärung ist es, bei den Kläranlagen mit Reinigungskapazitäten bis zu 10.000 Einwohnerwerten (GK 1 – 3), für die bisher keine bundeseinheitlichen Anforderungen an die Phosphorelimination gestellt werden, die Reinigungs-leistung beim Parameter Phosphor durch Optimierungs- oder investive Maßnahmen weiter zu verbessern. Etwa 40 Kläranlagen dieser Größenordnung mussten zu diesem Zeitpunkt unter Berücksichtigung der konkreten Gewässersituation bereits erhöhte Anforderungen einhalten.
„Auch wenn aufgrund des seit 1991 realisierten enormen Investitionsvolumens von 2,5 Milliarden Euro die kommunalen Kläranlagen in M-V nur noch zu etwa 18 Prozent zu den Phosphoreinträgen in die Gewässer beitragen, bringen die Interessenvertretungen der Mecklenburg-Vorpommerschen Abwasserentsorger und das Umweltministerium mit der Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung ihr gemeinsames Streben zur weiteren Verbesserung des Gewässerzustandes in Mecklenburg-Vorpommern eindrucksvoll zum Ausdruck“, so Minister Dr. Backhaus während der damaligen Unterzeichnung.

Obwohl die Kläranlagen der Größenklassen 1 – 3 nur 16 % der gesamten Ausbaugröße der kommunalen Kläranlagen im Land ausmachen, emittieren sie doch rund 60 % der gesamten Phosphorfracht aller Kläranlagen.
Eine erste Auswertung, welche Aktivitäten unter dem Dach der Gemeinsamen Erklärung seit August 2018 begonnen oder zum Abschluss gebracht werden konnten, zeigt bereits positive Ergebnisse:
In den Jahren 2018/2019 wurde auf 8 Kläranlagen eine Phosphorelimination in Betrieb genommen. Außerdem wurden 4 Kläranlagen stillgelegt und das Abwasser wird nun zu Kläranlagen mit einer Phosphor-Elimination übergeleitet.

In 2020 wurden bereits fertiggestellt bzw. sind in Planung oder Bau:
– Nachrüstung von 13 Anlagen zur Phosphorelimination,
– Verbesserung der vorhandenen Phosphorelimination bei 2 Kläranlagen,
– Außerbetriebnahme von 4 Kläranlagen und Überleitung zu Kläranlagen mit Phosphorelimination
Zusätzlich laufen vorbereitende Gespräche der unteren Wasserbehörden mit den Kläranlagenbetreibern zur Verbesserung der Reinigungsleistung für 19 Anlagen.

Die konkreten Frachtreduzierungen werden sich in den nächsten Jahresberichten der Kläranlagen auch zahlenmäßig niederschlagen.
Zur fachlichen Unterstützung dieses Verbesserungs-prozesses hat der DWA Landesverband Nord-Ost das Thema „Phosphorelimination in Kläranlagen“ im Fortbildungsprogramm des Betriebspersonals im Rahmen der DWA-Kläranlagen-Nachbarschaften fest verankert und behandelt dieses Thema auch regelmäßig während seiner Fachveranstaltungen.
Und auch die Professur Wasserwirtschaft der Universität Rostock hat wie zugesagt den bisherigen Prozess fachlich unterstützt.

Seit 2018 wurden rund 300.000 € Fördermittel zur Verbesserung der Phosphorelimination durch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt zur Verfügung gestellt. Weitere 2 beantragte Vorhaben sind für eine Förderung in Höhe von rd. 388.000 Euro für die Jahre 2020 und 2021 vorgesehen.
„Da es bei den Maßnahmen, die im Rahmen der ‚Gemeinsamen Erklärung‘ realisiert werden, nicht um die Einhaltung gesetzlich schon vorgeschriebener Anforderungen geht, sondern um ein freiwilliges Mehr an Gewässerschutz, hat diese Initiative Vorbildfunktion auch für andere Bereiche, die maßgeblichen Einfluss auf die Gewässerqualität haben.“, so Minister Dr. Backhaus.

https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Service/Presse/Aktuelle-Pressemitteilungen?id=163277&processor=processor.sa.pressemitteilung&sa.pressemitteilung.sperrfrist=alle

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Für gesunde Gewässer: Filterleistung von Kläranlagen verbessert

Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute die Baustelle der Zusatzfiltration für das Klärwerk Bergen des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasser-behandlung Rügen (ZWAR) besichtigt. Die Errichtung der Zusatzfiltration ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen Nord Stream 2 den Eingriff in die küsten-nahen Ostseegewässer zu kompensieren hat. Durch den zusätzlichen Sandfilter soll sich der Stickstoffeintrag in den Kleinen Jasmunder Bodden um rund 16 Tonnen pro Jahr verringern.

„Es ist eines der vordringlichsten Umweltziele unseres Landes, die Nährstoffeinträge in unsere Gewässer und insbesondere in die Ostsee erheblich zu senken. Mecklenburg-Vorpommern ist wie kaum ein anderes Bundesland für seinen Wasserreichtum bekannt. Diesen Naturschatz gilt es zu bewahren, denn Wasser ist die kostbarste Ressource, die wir auf der Erde haben – ohne Wasser gibt es kein Leben“, betonte Backhaus.

Neben der Zusatzfilteranlage in Bergen hat Nord Stream 2 auch die Aufrüstung der Klärwerke in Göhren, Stralsund und Greifswald finanziert. Dabei sind Gesamtkosten in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro entstanden. „Von den Zusatzfilteranlagen erwarten wir, dass sich der jährliche Eintrag in die Rügenschen Boddengewässer um rund 70 Tonnen Stickstoff und drei Tonnen Phosphor verringert“, sagte der Minister weiter.
Intakte Gewässer und sauberes Wasser aus der Leitung seien keine Selbstverständlichkeit, so der Minister. Dafür sei in den vergangenen 30 Jahren viel investiert worden. Allein in die kommunale Abwasserbeseitigung seien in diesem Zeitraum 2,5 Milliarden Euro geflossen. In die naturnahe Gewässerentwicklung seien seit der Wende mehr als 200 Millionen Euro gelenkt worden.

Dennoch bestehe weiterhin akuter Handlungsbedarf, sagte Backhaus. Die im Zuge der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie durchgeführten Bestandsaufnahmen bestätigen dies. So seien lediglich 18 Prozent der Seen, 3 Prozent der Fließgewässer und kein einziges Küstengewässer in einem guten ökologischen Zustand. Noch immer würden jährlich durch alle Anrainerstaaten rund 830.000 Tonnen Stickstoff und rund 33.000 Tonnen Phosphor in die Ostsee eingetragen. Deutschland habe daran einen Anteil von fast sieben Prozent beim Stickstoff und rund fünf Prozent beim Phosphor.

Im Rahmen der Helsinki Kommission (HELCOM) arbeiten alle Ostseeanrainerstaaten gemeinsam mit der EU am Ziel, bis 2021 einen guten ökologischen Zustand der Ostsee zu erreichen. Entsprechend den von der HELCOM ermittelten frachtgewichteten Reduktionszielen muss M-V seine Einträge insgesamt um 5.000 Tonnen Stickstoff und 57 Tonnen Phosphor pro Jahr reduzieren.

Backhaus verwies in diesem Zusammenhang auf die im vergangenen Jahr abgeschlossene Vereinbarung zur Phosphorminimierung in kleinen Kläranlagen. Darin habe er mit der Wasserwirtschaft des Landes vereinbart, die Phosphoreinträge aus öffentlichen Kläranlagen der Größenklassen 1 bis 3 auf freiwilliger Basis weiter zu senken.
„Ich würde mir wünschen, dass diese Initiative noch mehr Fahrt aufnimmt und damit Beispielcharakter für andere Eintragspfade erhält. Denn eines ist auch klar: Die Kläranlagen sind nur ein Baustein. Es wird weiterhin entscheidend darauf ankommen, dass wir die diffusen Nährstoffeinträge, beispielsweise aus der Landwirtschaft, maßgeblich reduzieren.“

Hintergrund:
Geplante Verminderung des Nährstoffeintrags pro Jahr:
KlärwerkGöhren: 3 t Nitrat, 0,2 t Phosphor
Klärwerk Bergen: 16 t Nitrat, 0,4 t Phosphor
KlärwerkGreifswald: 21 t Nitrat, 0,6 t Phosphor
Klärwerk Stralsund: 31 t Nitrat, 1,8 t Phosphor

https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Aktuell/?id=151633&processor=processor.sa.pressemitteilung

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„AG Dürre“ erneut zusammengerufen

In Mecklenburg-Vorpommern soll die „AG Dürre“ erneut installiert werden.Das kündigte Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus am 24.April 2020 an.Die AG Dürre besteht aus Vertretern des Landesbauernverbandes sowie Mitarbeitern der Landesforschungsanstalt und des Landwirtschaftsministeriums.Grund für die Wiedereinberufung ist die Frühjahrstrockenheit, die das dritte Jahr hintereinander aufgetreten ist.Das Wasserdefizit in den Böden aus den Jahren 2018 und 2019 wurde durch die Niederschläge im Herbst 2019 und Januar/Februar 2020 nicht ausgeglichen und verstärkt daher die negativen Folgen insbesondere auf den leichteren Standorten.„Weite Landesteile werden hier für den Gesamtboden (bis 1,8 m Tiefe) und für den Oberboden (bis 25 cm Tiefe) nicht mehr als ungewöhnlich trocken, sondern als Dürre unterschiedlicher Ausprägung, bis hin zur außergewöhnlichen Dürre – im äußersten Osten – klassifiziert,“ so Backhaus.

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Bau und Betrieb von Mecklenburg-Vorpommerns erster Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage beantragt

EEW Energy from Waste Stavenhagen (EEW) hat im Oktober 2019 den Genehmigungsantrag für den Bau und den Betrieb einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) am EEW-Kraftwerksstandort Stavenhagen beim zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte eingereicht. Dem vorausgegangen war ein knapp zehnmonatiger Prozess, in dem alle mit der Genehmigungsbehörde, den beteiligten Umwelt- und Naturschutzverbänden und der Standortgemeinde vereinbarten Gutachten erstellt wurden. Die Inbetriebnahme der auf eine Kapazität von ca. 160 000 Tonnen entwässerten Klärschlamm ausgelegten Anlage ist für 2022 geplant. Der Klärschlamm wird dann so verwertet, dass aus der entstehenden Asche Phosphor zurückgewonnen werden kann.

EEW, mit Unternehmenszentrale in Helmstedt, sieht sich als Deutschlands führendes Unternehmen in der Erzeugung umweltschonender Energie aus der thermischen Abfallverwertung. In den derzeit 18 Anlagen der Unternehmensgruppe in Deutschland und im benachbarten Ausland können jährlich rund fünf Millionen Tonnen Abfall energetisch verwertet werden.

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Fachkongress beschäftigt sich mit Qualität des Abwassers

Die Qualität des Abwassers vor allem aus den vielen kleineren Kläranlagen ist das Hauptthema der 12. Rostocker Abwassertagung am Dienstag (09.00 Uhr) in Rostock. Zwar habe sich die Qualität der Oberflächengewässer deutlich verbessert. Aber eine weitere Belastungsreduzierung sei notwendig, um den angestrebten guten ökologischen Zustand in allen Gewässern zu erreichen, hieß es.
Einen zentralen Ansatzpunkt zur Verbesserung der Gewässerqualität sieht die Wissenschaft

https://www.gmx.net/magazine/regio/mecklenburg-vorpommern/fachkongress-beschaeftigt-qualitaet-abwassers-34003906

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Mecklenburg-Vorpommern übernimmt Vorsitz bei der Zusammenarbeit zum Meeresschutz

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat am 1. April 2019 für zwei Jahre den Vorsitz in der Arbeitsgemeinschaft des Bundes und der Küstenländer zum Schutz der Nord-und Ostsee (BLANO) übernommen. Während der Vorsitzzeit Mecklenburg-Vorpommerns soll das gemeinsame deutsche Programm des Bundes und der Küstenländer zur Umwelt-Überwachung von Nord-und Ostsee aktualisiert und der EU-Kommission gemeldet werden. Darüber hinaus soll das Maßnahmenprogramm aus der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) überarbeitet werden.

https://www.meeresschutz.info/ blano.html 

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Landesweite Nährstoffströme aus Wirtschaftsdüngern offen gelegt

Das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern legt erstmals einen Nährstoffbericht vor. In ihm werden auf Grundlage der Datenlage für 2016 die Ströme und der Verbleib der Nährstoffe Stickstoff und Phosphor aus Wirtschaftsdüngern, Klärschlammen und Bioabfällen in der Landwirtschaft innerhalb des Landes dargestellt.
In Mecklenburg-Vorpommern sind von 53 Grundwasserkörpern elf aufgrund erhöhter Nitratwerte in einem chemisch schlechten Zustand. Die diffusen Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft wurden als Hauptursache ausgemacht. Die seit 2016 geltende Landesverordnung über Aufzeichnungs- und Meldepflichten für Wirtschaftsdünger hat nun die Grundlage geschaffen, diese Stickstoff- und Phosphorbewegungen im Land nachvollziehen zu können. Darin eingeschlossen sind über die Landesgrenzen hinausgehende Aus- und Einfuhren von Nährstoffen.
Die Auswertung dieser Daten im Nährstoffbericht zeigt, dass der Nährstoffeinsatz aus Wirtschaftsdünger, Klärschlamm und Bioabfall im Durchschnitt des Landes weniger als ein Viertel der zulässigen Mengen ausmacht. Der mittlere Nährstoffbedarf in Mecklenburg-Vorpommern kann je nach Kultur bis zu einem Drittel mit organischen Düngern aus dem Land selber abgesichert werden.
2016 gaben in Mecklenburg-Vorpommern 688 Unternehmen Wirtschaftsdünger an andere Betriebe ab und 1093 Betriebe kauften Wirtschaftsdünger an. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Gärreste aus Biogasanlagen.

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Phosphoreinträge aus Kläranlagen vermindern

Der mecklenburg-vorpommersche Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und Vertreter der Wasser- und Abwasserwirtschaft des Landes haben am 14. August eine gemeinsame Erklärung zur weiteren Verminderung der Phosphoreinträge aus öffentlichen Kläranlagen in die Gewässer unterzeichnet.
„Damit bringen wir unser gemeinsames Streben zur Verbesserung des Gewässerzustandes in Mecklenburg-Vorpommern zum Ausdruck“, sagte der Minister. Die Maßnahmen zur Verringerung der Phosphoreinträge reihen sich ein in die Umsetzung der EU-Wasserrahmen-richtlinie, die das Ziel hat, bis 2027 die Gewässer wieder in einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu bringen.
Für die Abwasserbehandlung sind in Mecklenburg-Vorpommern die Gemeinden zuständig…mehr:

https://www.gwf-wasser.de/aktuell/nachhaltigkeit-umweltschutz/16-08-2018-erklaerung-zur-freiwilligen-verminderung-der-phosphoreintraege-aus-oeffentlichen-klaeranlagen/

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Forscher aus Mecklenburg-Vorpommern entwickeln effiziente Biogasanlagen

Durch eine innovatives Technologie, die Ultraschall- und Plasmaverfahren vereint, soll der Aufschluss organischer Verbindungen deutlich verbessert und somit die Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen erhöht werden.
Mecklenburg-Vorpommern ist Spitzenreiter bei der Umsetzung der Energiewende. Der Nordosten deckt seinen Primärenergiebedarf bereits zu mehr als einem Drittel aus regenerativen Quellen. Damit diese Entwicklung weiter vorangetrieben wird, muss die Effizienz der Energieerzeugung gesteigert werden, da es immer weniger Ausbaukapazitäten gibt. Während neue Generationen von Windkraftanlagen bereits installiert werden, gewinnt auch die Nachrüstung von Biogasanlagen, mit denen 17 Prozent des Stroms in MV erzeugt werden, eine größere Bedeutung. Mit diesen technischen Fragen beschäftigt sich ein Projekt des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie (INP), der Universität Rostock und des Unternehmens PRE Power Recycling Energyservice aus Neubrandenburg. Das auf zwei Jahren angelegte Verbundvorhaben wird vom Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit mit einer Million Euro gefördert.

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Aufbereitung der Einsatzstoffe – pflanzliche Abfälle, Gülle, Klärschlämme und Bioabfälle – in den Vergärungsprozessen zu verbessern. Bislang werden in herkömmlichen Anlagen nur rund 65 Prozent der schwer abbaubaren organischen Anteile von den Bakterien aufgeschlossen und hauptsächlich zu Methan umgewandelt. Der Rest bleibt ungenutzt. Mittels Ultraschall kann schon ein Teil der zuvor nicht verfügbaren Organik verwertet und zur Energieerzeugung genutzt werden, wie die „Wave-Box“ (s. Abb.) des Forschungspartners PRE bewiesen hat. Diese Erfahrungen bilden die Grundlage des innovativen Geräts „Kombi-Max“, welches Ultraschall- und Plasmaverfahren vereint.

Aus der Synergie beider Technologien erwarten die Projektbeteiligten einen Quantensprung in der Effizienzsteigerung bei der Auflösung organischer Verbindungen. Einen Schwerpunkt bildet die Untersuchung geeigneter Plasmaquellen, die in Verbindung mit Ultraschall zur Prozessoptimierung eingesetzt werden können. Im Fokus der Forscher stehen insbesondere schwer aufzubrechende biomolekulare Verbindungen wie Lignin, aber auch unerwünschte Chemikalien. Gleichzeitig wollen die Wissenschaftler mit dem neuen Verfahren eine Verringerung der Stickstoffemissionen erreichen.

„Wir haben die berechtigte Hoffnung, dass durch den Einsatz beider Technologien der Wirkungsgrad und somit die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen spürbar erhöht werden kann“, sagt Volker Brüser, Abteilungsleiter für Plasmaprozesstechnik im INP und zugleich Verantwortlicher für ein Teilprojekt von „Kombi-Max“. Dies sei für die Zukunft dieser Energietechnologie von großer Bedeutung. Norbert Rossow, Geschäftsführer von PRE, betont: „Mit unserem Hochleistungs-Ultraschallgerät, der Wave Box, haben wir in der Biomasse-Aufbereitung für Biogasanlagen eine sehr gute Effizienzsteigerung von bis zu 20 Prozent erreicht. Die Kombination beider Aufschluss-Systeme im neuen Gerätetyp wird, wie aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen ersichtlich, die Effizienzsteigerung multiplizieren. Hierbei erwarten wir eine deutliche Minderung der eingesetzten Energie, Verdoppelung des Aufschlussgrades und deutliche Verkleinerung der Gerätegröße.“ Aus der Zusammenarbeit des INP mit der PRE Neubrandenburg und den ersten konstruktiven Schritten zu dem neuen Gerät sei bereits ein neues internationales Patent beider Partner entstanden. Im Jahr 2020 sind industrienahe Tests der Demonstrationsanlage geplant.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Volker Brüser
Abteilungsleiter Plasmaprozesstechnik
Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP)
Tel. +49 3834 5543808
E-Mail: brueser@inp-greifswald.de

Norbert Rossow
Geschäftsführer
PRE Power Recycling Energyservice
Tel. +49 395 7074709
E-Mail: nr@pre-mv.de

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Mecklenburg-Vorpommern: Öffentlichkeitsbeteiligung zum Meeresschutz gestartet

Bis zum 31. August 2018 sind die Be¬richtsentwürfe zum aktuellen Umweltzu¬stand der deutschen Nord- und Ostseege-wässer öffentlich einsehbar. Bis dahin kann jeder zu den von Bund und Küsten¬ländern gemeinsam vorbereiteten und veröffentlichten Entwürfen Stellung neh¬men. Das Umweltministerium Mecklen¬burg-Vorpommern veröffentlicht die bei-den Berichtsentwürfe zum Zustand der deutschen Ostseegewässer 2018 und zum Zustand der deutschen Nordseege-wässer 2018. Die Berichte sind im Zuge der Umsetzung der Europäischen Mee¬resstrategie-Rahmenrichtlinie (EG MS¬RL) anzufertigen.

www.meeresschutz.info

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Erste thermische Klärschlammverwertungsanlage Mecklenburg- Vorpommerns auf Rügen in Betrieb genommen

Die erste thermische Klärschlammverwertungsanlage Mecklenburg-Vorpommerns hat am 14. Juni 2017 ihren Betrieb aufgenommen. Die Anlage wird vom Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR) betrieben. Sie wurde für einen Klärschlammanfall von rund 2500 t TR/a konzipiert und in knapp zweijähriger Bauzeit nahe der Kläranlage Bergen (92 000 EW) in Generalunternehmerschaft der Dr. Born und Dr. Ermel Ingenieure aus Achim errichtet. Die kombinierte Schlammbehandlungsanlage besteht aus vorgeschalteter Schlammfaulung (Faulturm mit einem Volumen von 3000 m3) mit Gasspeicher (1500 m3 Fassungsvermögen), der Schlammentwässerung und -trocknung, der Verbrennung im zweistufigen Wirbelschichtverfahren und der Abgasreinigung. Das Faulgas wird in einem BHKW in Strom (330 kWel., ca. 2900 MWh/a) und Wärme (360 kWth., ca. 2900 MWh/a), zur Nutzung für die Anlage selbst sowie für die Kläranlage, umgewandelt. Mithin splittet sich die Energiebilanz in 39 % Strom, 43 % Nutzwärme und 18 % Abgas/Abwärme. Durch den Einsatz der bei der thermischen Behandlung entstehenden Wärme zur Trocknung des Klärschlamms wird die Verbrennung zum autothermen Prozess. Die Reststoffe aus der Abgasreinigung werden extern entsorgt, die Asche steht für ein mögliches späteres Phosphor-Recycling zur Verfügung. In der Anlage werden die Klärschlämme aller 38 Kläranlagen des Zweckverbands verwertet. Darüber hinaus beinhaltet die Anlagengenehmigung die Mitverbrennung von bis zu 7 % Biomasse aus Strandgut. Damit erhalten die Ostseebäder im Verbandsgebiet erstmals die Option einer inselbezogenen und umweltgerechten Entsorgung der für den Tourismus problematischen Strandanspülungen. Die Anlage soll rund um die Uhr ca. elf Monate im Jahr laufen; hierzu sind vier Mitarbeiter vorgesehen. Nicht nur die Bauzeit, auch die Baukosten blieben mit 12,15 Millionen Euro (netto) nach Mitteilung des ZWAR im vorgesehenen Rahmen.

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Kaum Gewässerbelastung durch Kläranlagen

Die Einleitungen aus Kläranlagen tragen in Mecklenburg-Vorpommern kaum noch zur Gewässerbelastung bei.
Die Einleitungen aus Kläranlagen tragen in Mecklenburg-Vorpommern kaum noch zur Gewässerbelastung bei. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht über die kommunale Abwasserbeseitigung im Land hervor, der gestern vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie veröffentlicht wurde. Um die Gewässerqualität weiter zu verbessern, müssten jetzt vor allem die Nährstoffeinträge aus diffusen Quellen wie der Landwirtschaft reduziert werden, heißt es darin. Am „Big Jump“, dem Europäischen Flussbadetag am 9. Juli, sollen europaweit Aktionen auf Erfolge und Probleme beim Schutz der Gewässer hinweisen, teilte das Umweltministerium mit. Mehr:

http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/MV-aktuell/Kaum-Gewaesserbelastung-durch-Klaeranlagen

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RedeFluss – Fünf Fragen an: Dr. Ricarda Börner, StALU MM

In der Serie „RedeFluss“ veröffentlicht ReWaMnet Kurzinterviews mit Beteiligten der BMBF-Fördermaßnahme ReWaM und fragt nach Motivation und Erwartungen. Zu Wort kommen Wissenschaftler, Praktiker und Unternehmer, die in ReWaM eng zusammenarbeiten.
In der siebten Ausgabe von RedeFluss sprach ReWaMnet mit Dr. Ricarda Börner vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM). Börner promovierte an der Universität Rostock im Fachbereich Biologie und war danach bei der Staatlichen Umweltinspektion in der Umweltüberwachung und der Wasserwirtschaftsdirektion Küste im Bereich Fließgewässerforschung tätig. Seit 25 Jahren ist sie als Dezernentin in der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (MV) unter anderem für die Gewässerüberwachung in Menge und Güte und die Bewirtschaftungsplanung der Fließgewässer im Amtsbereich des StALU MM sowie die Vorbereitung und fachliche Begleitung der Umsetzung umfangreicher Renaturierungsmaßnahmen zuständig.

Als Dünger knapp, in Fließgewässern und der Ostsee im Überschuss vorhanden: Trotz intensiver Bemühungen, zum Beispiel bei der Optimierung von Kläranlagen, gelangt weiterhin zu viel Phosphor in die Umwelt. Was sind Ihrer Meinung nach die vielversprechendsten Stellschrauben für einen nachhaltigeren Umgang mit dem Nährstoff?
Die hauptsächlichen Quelle für Phosphor in MV sind Punktquellen, das Grundwasser und die Erosion. Dies sind natürlich auch die Stellschrauben an denen gedreht werden muss. Während bei den großen Kläranlagen Milliardeninvestitionen für eine deutlich Senkung der Belastungen geführt haben, trifft dies auf die Mehrzahl der kleinen Kläranlagen nicht zu. Hier wäre eine Anpassung der kommunalen Abwasserverwaltungsvorschrift an den Stand der Technik und die neuen Anforderungen des Gewässerschutzes hilfreich. Fortschritte in der Wiedergewinnung und Vermarktung von Phosphor aus dem Abwasser könnten kostensenkend bei der Aus- und Nachrüstung von kleinen Kläranlagen mit einer Phosphorelimination wirken. Die flächendeckende Einrichtung von Schutzkorridoren vor Direkteinträgen würde nicht nur die Folgen der Erosion mildern sondern auch die Bemühungen um naturnahe Gewässer mit einem hohen Selbstreinigungsvermögen befördern.

Mit KOGGE und PhosWaM engagieren Sie sich in zwei ReWaM-Projekten mit sehr unterschiedlichen Fragestellungen. Was motiviert Sie und das StALU MM sich an ReWaM zu beteiligen?
Die beiden Projekte sind gar nicht so unterschiedlich. Beide beschäftigen sich mit der Verringerung von Belastung an und in Gewässern, KOGGE in der Hansestadt Rostock und PhosWaM im Warnow Einzugsgebiet mit direktem Bezug zur Trinkwasserversorgung der Stadt. Beide sind außerdem verbunden durch die Unterwarnow, ein zentrales Gewässer im Amtsbereich des StALU MM. Die Ergebnisse beider Projekte sollen bei der Umsetzung der Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) helfen und dabei können wir jede Hilfe brauchen.
Als Praktiker ist es nicht ganz fair, die Wissenschaft erst „laufen zu lassen“ und dann festzustellen, so ganz passt es nicht. Da ist es schon besser, gleich Einfluss zu nehmen. Was wir bei PhosWaM sogar mit einem eigenen Teilprojekt versuchen.

Das StALU MM ist die zuständige Wasserbehörde für die Unterwarnow, in die nahezu alle im Projekt KOGGE untersuchten Fließgewässer münden. Weiterhin ist das StALU MM für die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie bei den berichtspflichtigen Fließgewässern im Amtsbereich zuständig. Welche konkreten Maßnahmen sind auf Basis der Ergebnisse aus PhosWaM und KOGGE geplant?
Ich erhoffe mir für die 3. Bewirtschaftungsplanung 2021 ganz konkrete Hinweise auf Belastungsquellen und daraus abgeleitet möglichst effektive Maßnahmen zur Minderung der Einträge in die untersuchten Wasserkörper insbesondere die stark eutrophierte Unterwarnow sowie übertragbare Lösungen für andere Gewässer. Die Ergebnisse der Projekte werden direkt in die neue Maßnahmen¬planung nach WRRL einfließen. Jedenfalls haben wir dies vor und werden in den Projekten auch auf entsprechen¬de Ergebnisse dringen.

Welche Anforderungen stellt das StALU MM als untere Landebehörde an die Wissenschaft? Was muss geschehen, damit Erkenntnisse und Lösungen aus der Forschung noch besser in die Praxis übertragen und dort auch angewandt werden können?
Mit einem eigenen Teilprojekt zur Praxisübertragung der Ergebnisse von PhosWaM und als assoziierter Partner bei Kogge haben wir es eigentlich selbst in der Hand, für zweckdienliche Ergebnisse und deren entsprechende Übertragung zu sorgen. Ich hoffe das funktioniert auch.

Allgemein sollte in der Forschung im Umweltbereich mehr auf die Bedürfnisse der Praxis geachtet und auf den vorhandene Sach- und Fachverstand zurückgegriffen werden. Gewässer sind Individuen deren Eigenschaften und Eigenheiten man kennen muss, um Daten richtig zu interpretieren. Insbesondere gilt dies für die Auswahl von Messnetzen und Messprogrammen oder die Ableitung von Maßnahmen. Daher sollten eigentlich immer Praxispartner von Beginn an beteiligt sein.

Wie wäre das Thema „regionales Wasserressourcen-Management“ ohne die BMBF-Fördermaßnahme ReWaM in Ihrer täglichen Arbeit präsent? Was müsste nach ReWaM kommen, um die Ergebnisse zu verstetigen?
Da in meinem Dezernat die Grundlagendaten für das Management der Ressource Wasser zumindest für den Amtsbereich des StALU MM ermittelt werden, sind wir fachliche an allen relevanten wasserwirtschaftlichen Vorhaben beteiligt. Wir liefern die Daten für die Planungen von Entnahmen und Einleitungen bis hin zum „Neubau“ von Gewässern. Hinzu kommt die fachliche Bewertung und Begleitung von wasserwirtschaftlichen Projekten. Auch die Umsetzung der WRRL ist unser tägliches Brot. Da sind wir für die Unterstützung durch die Projekte sehr dankbar.

Was nach ReWaM kommt hängt sicher von den Ergebnissen der Projekte ab. Können mit den gewählten Forschungsstrategien und den vorhanden Ressourcen, die ja beschränkt sind, nicht alle Fragestellungen beantwortet werden, müssen neue Projekt anschließen. Gleiches gilt wenn neue wissenschaftliche Fragestellungen auftauchen, was eigentlich sehr wahrscheinlich ist.

Vielen Dank für das Gespräch.
Die Fragen stellte ReWaMnet

https://bmbf.nawam-rewam.de/redefluss_ricarda-boerner/

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Ministerium und Uni Rostock forschen für weniger Phosphor in Kläranlagenabläufen

Für Kläranlagen der Größenklassen 1 – 3 mit einer Behandlungskapazität von bis zu 10.000 Einwohnerwerten existieren keine verbindlichen Vorgaben zum Stand der Technik für die Eliminierung von Phosphor. Im Rahmen einer vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V beauftragten Studie wurden daher nun von der Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock technische Möglichkeiten identifiziert und zusammengetragen, mit denen sich bei kleinen, kommunalen Kläranlagen die Phosphor-Einträge in die Oberflächengewässer praxisgerecht, nachhaltig und zugleich kosteneffizient vermindern lassen.
„In einem dünnbesiedelten Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern sind es gerade die kleinen Kläranlagen, die in abflussschwache und gefällearme Fließgewässer einleiten und damit neben weiteren diffusen Einleitungen das Erreichen der Zielvorgaben erschweren“, erklärt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus. Ziel der Studie war daher, zu eruieren, inwieweit moderne Verfahrenstechnologien zur Phosphor-Elimination aus größeren Anlagen auch in kleineren Kläranlagen kosteneffizient integriert werden können und welche Anpassungen hierzu notwendig wären. In die Studie einbezogen wurden die Erfahrungen aus ca. 40 kleinen Kläranlagen, in denen bereits Anlagen zur Phosphor-Elimination installiert wurden. Betrachtet wurde insbesondere, ob die Effekte im Gewässer den finanziellen und betrieblichen Mehraufwand rechtfertigen.
Auch schlägt der Abschlussbericht der Studie ein einfaches Verfahren vor, um Kläranlagen ausfindig zu machen, bei denen Umrüstungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität kosteneffizient durchgeführt werden können. Hierzu wird ein Bewertungssystem unter Berücksichtigung folgender Kriterien vorgeschlagen:
• Abweichung der Phosphorkonzentration im Einleitgewässer von länderübergreifenden Orientierungswerten (LAWA-RAKON, 2007)
• Kosten der Phosphor-Elimination in Bezug zur erreichbaren Reduktion im Gewässer
• Einwohnerspezifische Kosten bezogen auf die absolute Phosphor-Reduzierung im Ablauf der Kläranlage.
Damit stellt diese Studie eine gute Entscheidungshilfe für zukünftige Maßnahmen auf kleinen Kläranlagen zur Verbesserung der Gewässergüte im Sinne der EG-Wasserrahmenrichtlinie dar.
„Durch den Ausbau der Kläranlagen und Kanalnetze konnten die Gewässerbelastungen in Mecklenburg-Vorpommern bereits wesentlich reduziert werden. Alleine mit finanzieller Unterstützung des Umweltressorts wurden etwa 2.300 Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 2,5 Milliarden Euro realisiert“, bilanziert der Minister. So belegt eine vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V (LUNG) beauftragte Modellierung, dass die Phosphor-Einträge über kommunale Kläranlagen nur noch einen Anteil von 18 % an den Gesamteinträgen von Phosphor in die Oberflächengewässer und das Grundwasser ausmachen.
Den vollständigen Bericht zur Phosphor-Elimination in Kläranlagen bis 10.000 Einwohnerwerte in M-V finden Sie hier.

http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Aktuell/?id=115864&processor=processor.sa.pressemitteilung

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Studie zu Phosphor in Kläranlagenabläufen

Im Rahmen einer vom Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern beauftragten Studie wurden von der Agrarund Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock technische Möglichkeiten identifiziert und zusammengetragen, mit denen sich bei kleinen, kommunalen Kläranlagen (Größenklassen 1–3 mit einer Behandlungskapazität von bis zu 10 000 Einwohnerwerten) die Phosphoreinträge in die Oberflächengewässer praxisgerecht, nachhaltig und zugleich kosteneffizient vermindern lassen. Ziel der Studie war zu eruieren, inwieweit moderne Verfahrenstechnologien zur Phosphorelimination aus größeren Anlagen auch in kleineren Kläranlagen kosteneffizient integriert werden können und welche Anpassungen hierzu notwendig wären. In die Studie einbezogen wurden die Erfahrungen aus ca. 40 kleinen Kläranlagen, in denen bereits Anlagen zur Phosphorelimination installiert wurden. Betrachtet wurde insbesondere, ob die Effekte im Gewässer den finanziellen und betrieblichen Mehraufwand rechtfertigen. Auch schlägt der Abschlussbericht der Studie ein einfaches Verfahren vor, um Kläranlagen ausfindig zu machen, bei denen Umrüstungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität kosteneffizient durchgeführt werden können. Damit stellt diese Studie eine gute Entscheidungshilfe für zukünftige Maßnahmen auf kleinen Kläranlagen zur Verbesserung der Gewässergüte im Sinne der EUWasserrahmenrichtlinie dar. Eine vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg- Vorpommern beauftragte Modellierung belegt, dass die Phosphoreinträge über kommunale Kläranlagen nur noch einen Anteil von 18 % an den Gesamteinträgen von Phosphor in die Oberflächengewässer und das Grundwasser ausmachen.

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Abschluss des Hochwasserprogramms Elbe

Seit 1983 wurde an einem systematischen Hochwasserschutz an der Elbe gearbeitet, der 1993 mit dem ersten Hochwasserschutzprogramm des Landes weiter angepasst wurde. Mit der Abnahme der Sanierungsmaßnahme am Randkanal Polder Horst durch Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus, ist dieser Prozess nun abgeschlossen. Insgesamt unterhält das Land an der Elbe rund 155 km Deiche, elf Schöpfwerke sowie 56 Wehre und Siele. Nunmehr sind alle Anlagen an der Elbe an das Bemessungshochwasser von 1983 angepasst. „Dafür wurden seit 1990 rund 96 Millionen Euro ausgegeben. Mit der Sanierung des Deiches am Randkanal Pol-der Horst ist mit einer Investition von 3,3 Millionen Euro der Deich auf 10,61 m er-höht und der Deichkörper mit der Berme und Deichverteidigungswegen verstärkt worden. Damit haben wir das letzte Puzzlestück des Programmes eingefügt“, erklärte der Minister am 1. April 2015. Hochwasserschutz bleibe aber eine Daueraufgabe.

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Mecklenburg-Vorpommern: Studie zum künftigen Umgang mit Klärschlamm vorgelegt

Mecklenburg-Vorpommern hat die Studie „Zukunftsfähige Behandlung und Entsorgung von Klärschlamm in Mecklenburg- Vorpommern“ veröffentlicht. Auf den kommunalen Kläranlagen in Mecklenburg- Vorpommern fallen jährlich rund 40 000 t Trockenmasse Klärschlamm an. Mehr als 75 Prozent dieser Menge wird bisher landwirtschaftlich verwertet oder im Landschaftsbau eingesetzt. Nur ein geringer Anteil wird derzeit thermisch entsorgt. Die bundesweite Verschärfung einiger mit der Düngemittelverordnung geregelter Grenzwerte führt nach Angaben des Umweltministeriums dazu, dass, nach Ablauf einer Übergangsfrist ab dem Jahr 2015, etwa 30 Prozent des Klärschlammaufkommens in Mecklenburg- Vorpommern bei der gegenwärtigen Qualität nicht mehr landwirtschaftlich verwertet werden kann. Mit dieser Studie verfügt Mecklenburg-Vorpommern nun über eine gute Datenbasis für zukünftige strategische Entscheidungen bei der Klärschlammbehandlung und -verwertung. Die Ergebnisse der Studie werden daher bei der Erstellung des Abfallwirtschaftsplanes für Mecklenburg-Vorpommern Berücksichtigung finden.

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Mecklenburg-Vorpommern fördert „Phosphorcampus“

Das Landwirtschafts- und das Bildungsministerium von Mecklenburg-Vorpommern unterstützen den Aufbau eines Wissenschaftscampus zum Thema „Phosphorforschung“. Drei Institute der Leibniz-Gemeinschaft und die Universität Rostock wollen gemeinsam Strategien entwickeln, wie der lebensnotwendige und immer knapper werdende Rohstoff „Phosphor“ besser genutzt und gewonnen werden kann. Das Ministerium für Landwirtschaft Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz wird für die Dauer von vier Jahren eine Anschubfinanzierung in Höhe von jährlich 80 000 Euro leisten. Mit den Finanzmitteln sollen Koordinierungsaufgaben und die Geschäftsstelle des Campus finanziert werden. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur wird vom Jahr 2018 an und bis zum Abschluss des Campus ebenfalls jährlich 80 000 Euro bereitstellen. Eine Förderung ist höchstens bis zum Jahr 2020 vorgesehen. Am Wissenschaftscampus „Phosphorforschung“ beteiligen sich das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT), das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Rostock.

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Klärschlammstudie veröffentlicht

Nr. 022/14-30.01.2014-LU-Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
Ab heute ist die Studie zur „Zukunftsfähigen Behandlung und Entsorgung von Klärschlamm in Mecklenburg-Vorpommern“ verfügbar. Herausgeber sind die für Abwasser beziehungsweise Abfall zuständigen Ministerien für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz sowie für Wirtschaft, Bau und Tourismus. „Mit dieser Studie können sich die Land-, Abwasser- und Abfallwirtschaft auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen bei der Behandlung und Verwertung von Klärschlämmen nun besser einstellen“, so Minister Dr. Till Backhaus.
Auf den kommunalen Kläranlagen in Mecklenburg-Vorpommern fallen jährlich rund 40.000 t Trockenmasse Klärschlamm an. Mehr als 75 Prozent dieser Menge wird bisher landwirtschaftlich verwertet oder im Landschaftsbau eingesetzt. Nur ein geringer Anteil wird derzeit thermisch entsorgt. Die bundesweite Verschärfung einiger mit der Düngemittelverordnung geregelter Grenzwerte führt dazu, dass, nach Ablauf einer Übergangsfrist ab dem Jahr 2015, etwa 30 Prozent des Klärschlammaufkommens in Mecklenburg-Vorpommern bei der gegenwärtigen Qualität nicht mehr landwirtschaftlich verwertet werden kann. „In dem Bewusstsein, dass Klärschlamm nicht nur Nährstoffreservoir, sondern auch Energieträger ist, müssen Lösungen gefunden werden. So kann Klärgas verstärkt zur Eigenstromproduktion auf Kläranlagen genutzt werden. Beispiele hierfür gibt es in unserem Land bereits. Daher stellt sich die Frage, wie man mit diesem Potenzial landesweit effektiv und umweltschonend umgehen kann“, erklärte der Minister.
Mit dieser Studie verfügt Mecklenburg-Vorpommern nun über eine gute Datenbasis für zukünftige strategische Entscheidungen bei der Klärschlammbehandlung und -verwertung. Die Ergebnisse der Studie werden daher bei der Erstellung des Abfallwirtschaftsplanes für Mecklenburg-Vorpommern Berücksichtigung finden. „Gleichzeitig sollen sie aber auch den Klärschlammproduzenten eine Hilfestellung bei der Überprüfung ihrer derzeitigen betrieblichen Klärschlammbehandlungs- und -entsorgungstrategien geben“, sagte Dr. Backhaus.

Die Studie ist auf der Internetseite des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz unter Rubrik „Publikationen“ veröffentlicht (www.lu.mv-regierung.de).

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Mecklenburg-Vorpommern: nur wenige Kläranlagen nutzen Klärgas für die Energieerzeugung

Das bei der Behandlung des Klärschlamms entstehende Methangasgemisch wird erst in wenigen Kläranlagen Mecklenburg-Vorpommerns energetisch genutzt. Wie das Statistische Amt mitteilt, summierte sich die Stromerzeugung aus Klärgas im Jahr 2012 aber bereits auf 26,3 Millionen Kilowattstunden, 8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das entspricht ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch von 11 000 Privathaushalten im Land. 77 Prozent der erzeugten Strommenge wurden im eigenen Betrieb zur Deckung des Strombedarfs der Kläranlage eingesetzt. Im Jahr 2012 wurden in 15 kommunalen und industriellen Abwasserbehandlungsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern bei der Klärschlammbehandlung zusammen 13,4 Millionen Kubikmeter Klärgas (Rohgas) gewonnen. Davon wurden 96 Prozent im eigenen Betrieb zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt, 4 Prozent gingen ohne Nutzung verloren.

www.gfa-news.de Webcode: 20130625_005

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Mecklenburg-Vorpommern will Nährstoffeintrag in die Ostsee weiter reduzieren

Bei der Reduktion der Nährstoffeinträge in die Ostsee will Mecklenburg-Vorpommern zukünftig vor allem bei den diffusen Quellen ansetzen. Dies betonte Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) Ende Januar 2013 im Schweriner Landtag. Mecklenburg-Vorpommern hat seit Anfang der 1990er-Jahre vor allem aufgrund des Ausbaus der Kläranlagen 95 Prozent der Phosphoreinträge und rund 90 Prozent der Stickstoffeinträge aus Abwässern reduziert. Bei der Betrachtung aller Quellen reduziert sich die Minderung allerdings bei Phosphor auf 70 Prozent und bei Stickstoff auf lediglich 25 Prozent. Dies liegt insbesondere beim Stickstoff an diffusen Einträgen aus der Fläche. Ziel müsse es daher sein, die diffusen Nährstoffeinträge in die Gewässer deutlich zu senken, so Backhaus. Die Fraktionen der Regierungsparteien CDU und SPD haben die Landesregierung in einem gemeinsamen Antrag aufgefordert, den Prozess der Ermittlung von Nährstoffreduktionszielen im Rahmen ihres Ostseeberichtes 2012 –2013 umfassend darzustellen.

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Studien bereiten Landes-Strategie für Klärschlammentsorgung vor

LU – Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
In Mecklenburg-Vorpommern stellten das Land, der Bund und die EU von 1991 bis 2011 insgesamt rund 872 Millionen Euro an Zuwendungen für die Abwasserbeseitigung zur Verfügung und förderten damit insgesamt ca. 2,3 Milliarden Euro an Investitionen in diesem Bereich. Von den ausgereichten Fördermitteln fließen seit 1996 zwischen 80 und 90 Prozent in Kanalbaumaßnahmen. In diesem Jahr sollen die zentrale und die dezentrale Abwasserbeseitigung auf einen den Regeln der Technik entsprechenden Stand gebracht werden
„Aber auch danach bleiben anspruchsvolle Aufgaben zur Wasserver- und Abwasserentsorgung für die Kommunen und Zweckverbände zu bewältigen“, betonte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus am Mittwoch in einem Gespräch mit Vertretern der Kooperationsgemeinschaft Wasser und Abwasser MV. „Dazu gehören in beiden Bereichen gleichermaßen die Anpassung der Anlagen an den demografischen Wandel und Klimaveränderungen sowie ständige Energie- und Betriebsoptimierungen.“
In das Trinkwassernetz, dessen Ausbau bereits seit Jahren abgeschlossen ist, wurden insgesamt rund 280 Millionen Euro, davon 100 Millionen Euro Fördermittel investiert. Der Minister forderte die Versorgungsunternehmen auf, nun an der Überarbeitung des Generalplanes Trinkwasserversorgung mitzuarbeiten. Falls noch nicht erfolgt, sollten die Unternehmen auch einen Abwasserkataster aufbauen.
In Sachen Abwasserbeseitigung werden in MV die Anforderungen aus der Kommunalabwasserrichtlinie der EU erfüllt. „Dies heißt aber nicht, dass sich im Einzelfall nicht doch punktuelle Einleitungen aus Abwasseranlagen negativ auf die Gewässergüte auswirken und demzufolge in der Zukunft anzupassen sind“, erklärte Dr. Till Backhaus.
Ein Augenmerk legte er auf die zunehmende Umsetzung von Maßnahmen der Niederschlagswasserbewirtschaftung mit dem Ziel, kleinräumige Wasserkreisläufe zu schließen, um damit den natürlichen Verhältnissen näher zu kommen.
Bei der Sicherung einer zukunftsfähigen Klärschlammentsorgung trotz sich verschärfender Umweltanforderungen will das Ministerium die Unternehmen unterstützen. Das Landwirtschafts- und Umweltministerium hat eine Studie in Auftrag gegeben, die sich gezielt mit den Fragen einer zukunftsfähigen Klärschlammbehandlung in M-V auseinandersetzen wird. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Untersuchungen soll eine Studie des Wirtschaftsministeriums zur Klärschlammentsorgung in M-V folgen. „Mit beiden Studien ist der Weg für eine landesweite und langfristig ausgerichtete Klärschlammentsorgungsstrategie für Mecklenburg-Vorpommern bereitet“, erläuterte der Umweltminister. „Da Klärschlamm auch ein Energieträger ist, gilt es für die Anlagenbetreiber dieses Energiepotential zukünftig stärker zu nutzen. Als den in der Regel größten kommunalen Stromverbrauchern und damit gleichzeitig größten kommunalen Einzelproduzenten an klimawirksamen CO2 kommt den Kläranlagen eine gesellschaftliche Vorbildverantwortung zu.“
Bundesweite Themen, die auf die Abwasserbeseitigung ausstrahlen werden und bereits jetzt zunehmend Raum in der wissenschaftlichen Diskussion einnehmen, sind z. B. die anthropogenen Spurenstoffe und die Folgen der Verwendung von Nanopartikeln.

http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/lm/_Service/Presse/Aktuelle_Pressemitteilungen/index.jsp?&pid=42762

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Mecklenburg-Vorpommern: Ratgeber „Kompostierung von Gartenabfällen und Fäkalien in Kleingärten“

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat die Universität Rostock mit der Erstellung eines umfänglichen Informationspapiers zur Kompostierung von Gartenabfällen und Fäkalien in Kleingärten beauftragt. Dieses steht jetzt im Internet zum Download bereit. Vor dem Hintergrund einer bis Ende 2013 umzusetzenden, flächendeckend ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung in Mecklenburg-Vorpommern.

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Mecklenburg-Vorpommern wirbt für naturnahen Umgang mit Niederschlagswasser

Mecklenburg-Vorpommern setzt verstärkt auf den naturnahen Umgang mit Niederschlagswasser. Mit der aktuell veröffentlichten Broschüre „Niederschlagswasser ableiten, oder…?“ will das Umweltministerium des Landes Entscheidungsträger bei Zweckverbänden, Straßenbaulastträgern, Gemeinden und Behörden sowie auch private Haus- und Grundstücksbesitzer für einen naturnahmen Umgang mit Niederschlagswasser gewinnen. Hintergrund ist unter anderem der Sommer 2011 mit zahlreichen Starkniederschlägen. Diese haben laut Landesumweltminister Till Backhaus gezeigt, welche Bedeutung einer ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung zukommt. Eine Kanalisation könne aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht so ausgelegt werden, dass sie bei allen Stark regenereignissen einen absoluten Schutz vor Überflutung und Vernässung gewährleiste, betonte Backhaus bei der Vorstellung der neuen Broschüre. Auch könnten Kanalisation und Regenrückhaltebecken nur in dem Maße das Niederschlagswasser ableiten, wie die angrenzenden Gewässer in der Lage seien, dieses aufzunehmen. Der Minimierung des abzuleitenden Niederschlagwassers durch verschiedenste Maßnahmen komme daher eine wichtige Rolle zu, so der Umweltminister weiter.

www.gfa-news.de
Webcode: 20120920_003

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Mecklenburg-Vorpommern: Neu: Verein für Wasser- und Abwasser

„Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss…“, so heißt es in der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Um auch künftig die Wasserver- und Abwasserentsorgung effizient zu sichern, wurde kürzlich in Bad Doberan aus der bisherigen Kooperationsgemeinschaft der Verein „Kooperationsgemeinschaft Wasser und Abwasser Mecklenburg-Vorpommern“ gegründet. Der Verein besteht aus 15 Wasser- und Abwasserzweckverbänden des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Ziel ist insbesondere die Stärkung der öffentlich…mehr:
http://www.nnn.de/nachrichten/lokales/buetzow/artikeldetails/article/111/neu-verein-fuer-wasser-und-abwasser.html

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Mecklenburg: DWA-Landesverband Nord-Ost befürchtet Personalnot in der Wasserwirtschaft

Wasserwirtschaftsexperten aus Mecklenburg- Vorpommern fürchten qualitative Einbußen in der Wasserwirtschaft ihres Bundeslandes. Man betrachte mit Sorge, dass sich durch den fortschreitenden Personalabbau in der Wasserwirtschaftsverwaltung Engpässe einstellen, die mittelbis langfristig zu schwerwiegenden Qualitätseinbußen führen würden. Der Landesverband Nord-Ost der DWA hat sich daher im März 2012 per Brief an den Ministerpräsidenten des Landes, Erwin Sellering (SPD), gewandt und die Situation sowie die Befürchtungen bezüglich der Auswirkungen in der Zukunft geschildert. Die DWA appelliert an den Ministerpräsidenten, die Wasserwirtschaftsverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern personell zu stärken und nicht dem weiteren Personalabbau preiszugeben. Die Aufgaben der Wasserwirtschaftsverwaltung erstrecken sich über ein sehr weites Themenfeld von der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung als Daseinsvorsorge bis zur Bewirtschaftung der Gewässer und dem Management von Hochwasserrisiken. Die Setzung von wasserwirtschaftlichen Zielen ist eine staatliche Aufgabe von höchster Bedeutung. Dies gilt besonders, da das Land Mecklenburg-Vorpommern in weiten Bereichen von seinen Küsten- und Binnengewässern lebt und hiervon abhängig ist. Bei der derzeitigen Personalsituation bleibt aber keine Zeit für fachlich-konzeptionelle Überlegungen. Zudem werden wegen der Personaleinsparungen kaum noch qualifizierte Fachkräfte neu eingestellt. Der alternden Wasserwirtschaftsverwaltung gehen zunehmend die Erfahrungsträger verloren, ohne dass dies durch auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft ausgebildete neue Fachkräfte kompensiert wird. Daher müsse jetzt gehandelt werden, denn wenn die Folgen der aktuellen Entwicklung sich in einigen Jahren in der wasserwirtschaftlichen Praxis deutlich manifestieren, ist es für eine kurzfristige Korrektur zu spät.

Peter Mauer Vorsitzender Landesverband Nord-Ost
Tel. 03 32 00/52 90 40
Ralf Schüler, Geschäftsführer Landesverband Nord-Ost
Tel. 03 91/7 34 88 16

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Verein Kooperationsgemeinschaft Wasser und Abwasser Mecklenburg-Vorpommern (KOWA M-V) gegründet

In Mecklenburg-Vorpommern wurde der Verein „Kooperationsgemeinschaft Wasser und Abwasser“ gegründet. Darin sind 15 Wasser- und Abwasserzweckverbände des Landes vertreten. Die Gründung erfolgte, um die Zusammenarbeit effizienter zu gestalten. Die Mitglieder haben sich dabei zum Ziel gesetzt, die öffentlich rechtlichen Strukturen in der Wasserwirtschaft zu stärken. Gleichzeitig wollen sie die Vorteile kommunaler Trägerschaft in Solidargemeinschaften ohne Gewinnerzielungsabsicht kommunizieren. Durch die Mitgliedsunternehmen werden 450.000 Einwohner mit Trinkwasser versorgt sowie für 420 000 Einwohner das Abwasser entsorgt. Ansprechpartner der KOWA M-V ist der Vorsitzende Klaus Rhode, Geschäftsführer des Zweckverbandes KÜHLUNG in Bad Doberan.

Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. | Reinhardtstraße 18a | 10117 Berlin
Tel.: 0 30/39 74 36 06 | Fax: 0 30/39 74 36 83 | E-Mail: info@aoew.de | Web: www.aoew.de

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Mecklenburg-Vorpommern: Konzept zur Minderung diffuser Nährstoffeinträge in Oberflächengewässer und das Grundwasser

Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium hat am 19. Dezember 2011 ein „Konzept zur Minderung diffuser Nährstoffbelastungen aus der Landwirtschaft in die Oberflächengewässer und das Grundwasser“ veröffentlicht. Schwerpunkte sind die Ermittlung von Grundlagen zum Wasser- und Nährstoffhaushalt sowie landwirtschaftliche Forschung, Demonstrationsvorhaben und Landwirtschaftsberatung zur Minderung der Stoffeinträge in die Oberflächengewässer und das Grundwasser. Für die Umsetzung des Konzeptes sind bis 2014 rund 1,5 Millionen Euro eingeplant. Davon fallen rund 900 000 Euro auf die Grundlagen- und angewandte Forschung mit Praxisüberleitung in landwirtschaftliche Betriebe sowie rund 600 000 Euro auf die Ableitung kosteneffizienter Maßnahmen und Landwirtschaftsberatung.
Diffuse Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft belasten die Oberflächengewässer und das Grundwasser sowie auch die Meeresumwelt. Daher sieht Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus (SPD) die Minderung dieser Stoffeinträge als ein wesentliches Ziel seiner Umweltpolitik an. Große Algenteppiche, die sich im Sommer im Bereich der Ostseeküste entwickeln, deuten noch immer auf zu hohe Nährstoffeinträge hin. Seen sind ebenfalls Sammelbecken für Phosphat- und Stickstoffeinträge. Auch hier kann es im warmen Sommer zu starker Algen- und unangenehmer Geruchsentwicklung kommen.
„Allein mit wasserwirtschaftlichen Maßnahmen, wie einer ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung und Erfüllung der bestehenden Verpflichtungen aus der Dünge-Verordnung und Klärschlammverordnung sowie der Einhaltung der Vorschriften der Cross Compliance-Richtlinie, werden wir die Nährstoffeinträge in die Gewässer und das Grundwasser nicht hinreichend verbessern können. Daher bedarf es ergänzender kostenwirksamer Maßnahmen, die auf eine hohe Akzeptanz und Kooperation der Landwirtschafsbetriebe stoßen“, so der Minister bei der Vorstellung des Konzepts in Schwerin.
http://service.mvnet.de/_php/download. php?datei_id47632

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Mecklenburg-Vorpommern/ Niedersachsen: Erklärung zum gemeinsamen Vorgehen beim Hochwasserschutz an der Elbe

Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen wollen gemeinsame Anstrengungen beim Hochwasserschutz an der Elbe unternehmen. Dr. Till Backhaus, Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, und Hans-Heinrich Sander, Niedersachsens Minister für Umwelt und Klimaschutz, haben daher am 4. Januar 2012 gemeinsam aktuelle und zukünftige Hochwasserschutzprojekte an der Elbe besichtigt. Anschließend unterzeichneten die beiden Minister im Schloss in Bleckede eine Erklärung zum gemeinsamen Vorgehen beider Länder beim Hochwasserschutz an der Elbe. Es handelt sich um die erste Vereinbarung dieser Art zwischen Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Ein abgestimmtes Vorgehen beider Länder ist notwendig, weil sich seit nunmehr zwei Jahrzehnten entlang der Elbeufer bis hin zu den Deichen auf beiden Seiten des Flusses der Bewuchs ausbreitet und in der Folge die Wasserstände im Bereich der unteren Mittelelbe zwischen Dömitz und Boizenburg bei den Hochwasserereignissen in den Jahren 2002, 2003, 2006 und 2011 ständig angestiegen sind.
In der Erklärung zum gemeinsamen Vorgehen beim Hochwasserschutz an der Elbe werden als Ziele verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung des Abflussverhaltens bei Hochwasser genannt: die Reduzierung des Bewuchses, die Abgrabung von Sedimenten sowie die Anlage von Flutrinnen. Ein abgestimmtes Vorgehen beider Länder ist unter anderem auch unter dem Gesichtspunkt der Verträglichkeit erforderlicher Maßnahmen mit den Erhaltungszielen der Natura-2000-Gebiete an der Mittelelbe geboten.
http://service.mvnet.de/_php/download. php?datei_id48163

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Klärschlamm zu 89 Prozent in die Landwirtschaft

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2010 nach Angaben des Statistischen Amts des Landes vom 4. Oktober 2011 rund 36 300 Tonnen Klärschlamm aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen entsorgt. Die Angabe bezieht sich auf die Trockenmasse, also ohne den Wasseranteil. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, wurde der größte Teil des Klärschlamms, 89 Prozent, als Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht, acht Prozent wurden bei der Kompostierung oder im Landschaftsbau bei der Rekultivierung von Flächen eingesetzt oder auf andere Art und Weise stofflich verwertet. Nur zwei Prozent des entsorgten Klärschlamms mussten auf-grund zu hoher Schadstoffbelastung verbrannt werden. Damit unterscheidet sich die Klärschlammentsorgung in Mecklenburg- Vorpommern teilweise erheblich von den Entsorgungswegen in den anderen Ländern, wo ein weitaus größerer Teil der Klärschlämme verbrannt wird. Nach den für Deutschland insgesamt vorliegenden Angaben für 2009 wurden im Bundesdurchschnitt 30 Prozent der entsorgten Klärschlammmenge in der Landwirtschaft verwertet und 17 Prozent bei der Kompostierung, im Landschaftsbau oder anderweitig eingesetzt. Mehr als die Hälfte der Klärschlämme wurden verbrannt (53 Prozent).

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Zur Abwasserbehandlung in Kleingärten gibt es keine Alternative – Suche nach sozialverträglichen und kostengünstigen Lösungen

Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus wird morgen auf der außerordentlichen Delegiertenversammlung des Landesverbandes der Gartenfreunde in Schwerin erneut zur Abwasserproblematik Stellung beziehen. „Es geht dabei nicht um die Grundsatzdiskussion, ob Abwasser behandelt werden muss. Wir müssen endlich über das Wie reden, wie wir tragfähige, allgemein akzeptierte und sozial verträgliche Lösungen schaffen können“, so der Minister.
Die gesetzliche Pflicht der Kleingärtner zur Abwasserbehandlung ist sowohl im Wasserhaushaltsgesetz des Bundes und im Landeswassergesetz des Landes nachzulesen. Informationen dazu hat das Ministerium in einem Faltblatt bereits im Herbst 2010 zusammengestellt und allen Kreisverbänden übermittelt.
„Das Ziel des Wasserrechts ist schlicht und im weitesten Sinne die Reinhaltung unserer Gewässer“, betont der Minister. Er habe im Frühjahr dieses Jahres 14 Kleingartenanlagen in Stralsund, Rostock, Wismar und Neubrandenburg besucht und persönlich mit den Kleingärtnern gesprochen. Er habe dadurch ein sehr differenziertes Bild von der aktuellen Situation gewonnen und durchaus auch Zustimmung und Verständnis erfahren.
„Machen wir uns noch einmal bewusst, worum es eigentlich geht. Es geht darum, dort wo Abwasser in Kleingärten anfällt- und das ist insbesondere dann gegeben, wenn die Lauben mit einem WC und/oder einer Dusche ausgestattet sind -das anfallende Abwasser ordnungsgemäß zu entsorgen. Um nicht mehr. Es geht beispielsweise nicht um die Sammlung einer täglichen Schüssel Handwaschwassers an Stelle deren Entleerung über den Komposthaufen oder im Staudenbeet. Mit anderen Worten, eigentlich geht es um eine Selbstverständlichkeit im Umgang mit der Natur“, so der Minister.
Die Forderungen der Kleingärtner in zahlreichen Protestresolutionen und Unterschriftensammlungen könne man auf einen Nenner bringen:“ Man stellt Forderungen an die Landesregierung, etwas zu dulden, was sowohl gesetzlich verboten ist als auch mit den selbst gesetzten Regeln – Rahmengartenordnung, Laubenordnung – nicht in Einklang zu bringen ist. Kleingärten sind keine rechtsfreien Räume“, so der Minister.
Das Wasserhaushaltsgesetz, das Landeswassergesetz
und die dazu erlassenen Rechtsvorschriften und das Bundeskleingartengesetz selbst verpflichten zur Berücksichtigung der Belange des Umweltschutzes, des Naturschutzes und der Landschaftspflege.
Wer also in den Rechtsvorschriften oder den Gartenordnungen genau liest, wird feststellen, dass von den Umweltbehörden nichts gefordert wird, was sich die Kleingärtner nicht schon selbst als Handlungsgrundlage vorgegeben haben.
Hinsichtlich des Bestandsschutzes, wie ihn das das Bundeskleingartengesetz vorsieht, erklärt der Minister. „Dieser Bestandsschutz trifft lediglich für bauliche Anlagen, nicht aber für Gewässerbenutzungen durch das Versickern oder sonstige Verbringen von Abwasser zu. Insofern sind zwar die am 3. Oktober 1990 rechtmäßig vorhandenen sanitären Einrichtungen in den Gartenlauben vom Bestandsschutz mit umfasst, nicht aber die Gewässerbenutzungen durch Sickergruben.“
Der von Kleingärtnern heran gezogene Vergleich zur Landwirtschaft und dem Ausbringen von Gülle weist der Minister zurück. „Häusliches Abwasser ist nicht mit tierischen Ausscheidungen gleichzusetzen, die, sofern sie sachgerecht und zu den gesetzlich vorgeschriebenen Zeiten mit technisch einwandfreien Geräten ausgebracht werden, im Gegensatz zu Abwasser als Dünger genutzt werden dürfen und anderen gesetzlichen Bestimmungen unterliegen.
Auch die Forderung der Kleingärtner, die Landesregierung müsse konkrete Umweltverschmutzung nachweisen, weist der Minister zurück:“ Die Pflicht zur ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung ist nicht davon abhängig, ob Abwasser ständig oder in größeren Mengen anfällt oder zunächst Gewässerbelastungen festgestellt werden. Daher habe ich auch bisher ganz bewusst davon abgeraten, einzelne Untersuchungen vorzunehmen. Wenn nämlich unzulässige Gewässerbelastungen konkret festgestellt werden, wird es nicht mehr darum gehen, Lösungen und Zeitspannen gemeinsam vor Ort abzustimmen. Dann geht es um die sofortige Einstellung der Ursachen, die Sanierung des belasteten Gewässers oder des Grundwassers oder des Bodens – und selbstverständlich um die Frage des Verschuldens und der Kostentragung“, so Backhaus. Zudem liegen bereits Gutachten in einzelnen Regionen vor, die bestätigen, dass sich die Gewässergüte im Bereich der Kleingärten insbesondere in den Sommermonaten verschlechtert.
Zusammenfassend formuliert der Minister fünf Grundsätze der Abwasserbehandlung in Kleingärten:
Erstens: Die Landesregierung tritt weiter dafür ein, dass die zu findenden Lösungen sozialverträglich sein müssen. Zweitens: Die Landesregierung unterstützt Aktivitäten der Vereine zusammen mit den öffentlichen Entsorgern und den unteren Wasserbehörden nach praktikablen Lösungen zu suchen und diese schrittweise umzusetzen sowie hierfür abgestimmte Konzeptionen zu erarbeiten.
Drittens: Die Landesregierung wird Übergangsfristen über das Jahr 2013 zulassen, sofern die örtlichen Besonderheiten einer fristgemäßen Umsetzung der Konzeption entgegenstehen und die Kleingartenvereine in Abstimmung mit der Wasserbehörde einen Zeitplan zur Umsetzung beschließen.
Viertens: Die Landesregierung unterstützt die baurecht-liche Zulassung von Abwasseranlagen, die speziell auf einen geringen und sporadischen Abwasseranfall ausgelegt sind.
Fünftens: Die Landesregierung wird die Errichtung von Gemeinschaftseinrichtungen der Abwasserentsorgung auch in den Haushaltsjahren 2012/2013 fördern.
Allein für 2011 sind Fördermittel in Höhe von 132.481 Euro beantragt worden, von denen 3 Anträge in Höhe von 18.553 Euro für Maßnahmen zur direkten Abwasserbeseitigung gestellt worden sind.
Der Minister verweist auch auf die kontinuierliche Unterstützung des Kleingartenwesens durch die Landesregierung. So wurden:
• im Dezember 2001 die Schätzungsrichtlinie in Kraft gesetzt,
• die Gemeinnützigkeitsrichtlinie überarbeitet und fortgeführt,
• Kleingartenanlagen die nach dem Bundeskleingartengesetz als kleingärtnerisch gemeinnützig anerkannt sind von der Zweitwohnsitzsteuer befreit,
• die Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit im Kleingartenwesen vorgenommen,
• stabile Pachtpreise für Kleingärten gesichert – seit 1998 gibt es keine wesentlichen Steigerungen der Pachtpreise
• seit 1999 fast eine Million Euro Fördermittel (950.236 Euro) für verschiedene Projekte an Kleingartenvereine des Landes ausgezahlt.

Kontakt:
http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/lm/index.jsp?&pid=28593

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Mecklenburg-Vorpommern: doppelte Förderhöhe für Kleinkläranlagen läuft aus

Das im Jahr 2009 für Mecklenburg-Vorpommern aufgelegte Programm zur Verdoppelung der Förderhöhe bei Kleinkläranlagen (KKA) befindet sich kurz vor dem Abschluss. Alle 2009 beantragten KKA müssen in diesem Jahr fertiggestellt werden, wenn die erhöhte Förderung in Anspruch genommen werden soll. Gegenwärtig sind von den rund 14 000 im Jahr 2009 gestellten Anträgen fast alle bewilligt. Für über 8000 Kleinkläranlagen konnten bis zum Mai 2011 die Zahlungen erfolgen, das heißt, diese Anlagen sind fertiggestellt. Somit sind in dem Bundesland in der zweiten Jahreshälfte noch rund 6000 KKA zu errichten.
Derzeit existieren im Land etwa 67 200 Kleinkläranlagen für Wohngebäude, darunter rund 30 800 mit der vorgeschriebenen gezielten biologischen Behandlung. Dazu kommen etwa 11 200 abflusslose Abwassersammelgruben. Gemessen an der Anzahl der langfristig verbleibenden Kleinkläranlagen (61 300) verfügt damit rund die Hälfte der Anlagen noch nicht über die erforderliche Abwasserreinigung. Berücksichtigt man den derzeitigen Bestandsschutz von normgerechten Untergrundverrieselungsanlagen während der Geltungsdauer der wasserrechtlichen Erlaubnis, besteht gegenwärtig ein unmittelbarer Handlungsbedarf bei immerhin noch ca. 19 400 Grundstücken. Weitere 11 000 kommen dann nach Angaben des Umweltministeriums im Laufe der Jahre, nach Auslaufen der Erlaubnisse, hinzu. Noch bis 2013 stehen hierfür, wenn auch nicht mehr in doppelter Höhe, Fördermittel bereit.
Quelle:dwa

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Mecklenburg-Vorpommern: Landwirtschaftliche Klärschlammverwertung nicht verzichtbar

„Bis zur Entwicklung geeigneter Recyclingverfahren kann auf die regionale landwirtschaftliche Verwertung schadstoffarmer und nährstoffreicher Klärschlämme nicht verzichtet werden.“ Dies antwortete die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern auf die Kleine Anfrage eines Landtagsabgeordneten mit dem Titel „Errichtung einer Monoklärschlammentsorgungseinrichtung auf Rügen“ (Landtags-Drucksache 5/4078). Außerdem erinnert die Landesregierung daran, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium durch die Fraunhofer-Gesellschaft eine Expertise zur Umweltrelevanz von Polymeren, die bei der Klärschlammentwässerung eingesetzt werden, in Auftrag gegeben hat. Diese werde im März 2011 dem wissenschaftlichen Beirat für Düngungsfragen zur Verfügung gestellt, und danach werde über die weitere Verfahrensweise mit den Polymeren im Düngerecht entschieden. Zur Absicht des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR), auf Rügen eine Monoklärschlammverbrennungsanlage zu errichten, in der auch Strandgut mitverbrannt werden soll, äußert sich die Landesregierung zurückhaltend. Ihre Kritik gründet die Regierung auf die ihrer Meinung nach ungünstige energetische Bewertung der Monoverbrennung, das Vorliegen von Schwermetallen und Chlorid in Strandgut (was zu Dioxinen führen kann) und meint, auch aus klimarelevanten Gesichtspunkten sei die Verbrennung von Strandgut kritisch zu hinterfragen.

www.landtag-mv.de/dokumentenarchiv/drucksachen/5_Wahlperiode/D05-4000/Drs05-4078.pdf

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Fördermittel für Kleinkläranlagen stehen ausreichend bereit

Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus tritt Befürchtungen von Bürgern entgegen, wonach die finanziellen Mittel nicht ausreichen könnten, die vom Ministerium für die verdoppelte Förderung des Neubaus von Kleinkläranlagen zur Verfügung gestellt wurden.
„Für die Bewilligungsbehörden bei den Landkreisen und kreisfreien Städten stehen genügend Mittel bereit, um Zuwendungen an die Antragsteller auszureichen. Ich appelliere an die Bauherren, mögliche Verzögerungen bei der Bauausführung rechtzeitig bei den Bewilligungsbehörden anzuzeigen, damit gegebenenfalls Fördermittel in das nächste Jahr übertragen werden können und die zur Anlagenfertigstellung benötigte Zeitspanne verlängert werden kann“, so Minister Backhaus. Nur so sei das Ministerium in der Lage, die Haushaltsplanung am tatsächlichen Mittelbedarf auszurichten und es nicht zu Engpässen kommen zu lassen.
„Ich gehe nach wie vor davon aus, dass alle Antragsteller von 2009, die ihre Kleinkläranlagen in diesem oder im kommenden Jahr erneuern, die versprochene Förderung erhalten werden“, bekräftige Umweltminister Backhaus.
Hintergrund:
Der Förderzeitraum in Zuwendungsbescheiden ist begrenzt. Wird er überschritten, wird grundsätzlich kein Geld ausgezahlt. Um dies vermeiden zu können, soll die Bewilligungsbehörde über auftretende Verzögerungen informiert werden. Aktuell sind die Baufirmen durch die hohe Anzahl von Anträgen wegen der Verdoppelung der Förderung des Neubaus von Kleinkläranlagen so ausgelastet, dass es bei der Bauausführung zu Verzögerungen kommen kann.
Die verdoppelte Förderung gilt für Anträge, die im Jahr 2009 gestellt wurden.

Kontakt:
http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/lm/index.jsp?&pid=22208

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Kleinkläranlagen in Mecklenburg-Vorpommern

Auskunft über die eingeleiteten Maßnahmen und den aktuellen Stand der Abwasserbeseitigung gibt der „Bericht zur Anpassung der Kleinkläranlagen und abflusslosen Sammelgruben an die allgemein anerkannten Regeln der Technik in Mecklenburg-Vorpommern“ der Landesregierung (Landtags-Drucksache 5/3448 vom 4. Mai 2010). Danach existieren in dem Land 68 100 Kleinkläranlagen und 10 800 abflusslose Sammelgruben. In dem Bericht heißt es „Zusammenfassend entsprachen … ca. 37 000 Kleinkläranlagen … in keiner Weise den geltenden Anforderungen. Das Abwasser von rund 111 000 Einwohnern wurde somit unzureichend gereinigt in den Wasserkreislauf zurückgegeben.“

www.landtag-mv.de/dokumentenarchiv

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Ämterzusammenlegungen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern wurden zum 1. Juli 2010 die bislang sechs Ämter für Landwirtschaft und die fünf Staatlichen Ämter für Umwelt und Natur zu insgesamt vier Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt zusammengelegt. Einer entsprechenden Verordnung hat das Kabinett des Landes am 1. Juni 2010 zugestimmt. Die Zusammenlegung führt nach Angaben des Umweltministeriums zu einem Effizienzgewinn von 21 Personalstellen. Diese Stellen würden aber nicht abgebaut, sondern zur Qualitätssteigerung in den Ämtern eingesetzt. Die Amtssitze der Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt waren zum Redaktionsschluss noch nicht endgültig festgelegt. Die Ämter heißen seit der Zusammenlegung wie folgt: Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte, Mittleres Mecklenburg, Vorpommern, Westmecklenburg.

Quelle:http://www.dwa.de/

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Altanschließer siegten vor dem Oberverwaltungsgericht Greifswald

Zweckverband muß Beitragsbescheide bei 220 VDGN-Mitgliedern aus Teterow und Umgebung zurücknehmen
220 Grundstückseigentümer aus Teterow und Umgebung siegten jetzt vor dem für Mecklenburg-Vorpommern zuständigen Oberverwaltungsgericht (OVG) Greifswald in einem Prozeß um Herstellungsbeiträge für Anschlüsse an die Kanalisation, die schon zu DDR-Zeiten geschaffen worden sind. Die Greifswalder Richter wiesen mit einer Entscheidung vom 27. August die Zulassung einer Berufung ab, die der zuständige Zweckverband Wasser/Abwasser Mecklenburgische Schweiz beantragt hatte. Damit sind die Beitragsbescheide, die den 220 Mitgliedern des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) Ende des Jahres 2004 für ihre Altanschlüsse zugestellt worden waren, rechtswidrig und müssen aufgehoben werden.
Vier Jahre lang hatten die betroffenen Altanschließer mit Unterstützung des VDGN gegen die Beitragsbescheide gekämpft. Der jetzigen Greifswalder Entscheidung waren zwei Musterverfahren vor dem Verwaltungsgericht Schwerin vorausgegangen, in denen der Zweckverband unterlag und seine Satzung für nichtig erklärt wurde.
VDGN-Präsident Eckhart Beleites erklärt zum Ausgang dieses Prozesses:
„Dieser Erfolg vor dem OVG Greifswald ist ein wichtiger Markstein im Kampf gegen Altanschließerbeiträge. Wir werten ihn als Signal, im Kampf gegen Altanschließer- und horrende Wasser-/Abwasserbeiträge nicht nachzulassen. Das gilt für Mecklenburg-Vorpommern wie für Brandenburg.
Es zeigt sich hier, daß es sich auch bei Beiträgen für Altanschlüsse lohnt, die Satzungen und Verfahrensweisen der Zweckverbände und anderen auf diesem Gebiet tätigen Körperschaften juristsich überprüfen zu lassen. Mit dem Zusammenschluß der Betroffenen in einer Klägergemeinschaft, die sich auf die Kompetenz und jahrelange Erfahrung des VDGN in verwaltungsrechtlichen Auseinandersetzungen stützen kann, haben wir den richtigen Weg beschritten. Das mindert das Kostenrisiko für den Einzelnen erheblich, und es stärkt die Solidarität. Denn bei ungerechtfertigten Forderungen der Wasser- und Abwasserzweckverbände heißt es: Gemeinsam gegenhalten!“
Die Grundstückseigentümer aus Teterow und Umgebung wurden in dem Verfahren von VDGN-Vertaruensanwalt Dr. Volker Hennig (Berlin) vertreten.
Quelle: http://www.vdgnev.de/menue/info/presse/presse020908.html
Pressemitteilung vom 2. September 2008 Verband deutscher Grundstücknutzer

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Biogas boomt: Minister Backhaus beim Richtfest der Stadtwerke Grevesmühlen

Nachdem der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz erst am vergangenen Montag bei der Eröffnung des Bundeswettbewerbs „Bioenergie-Regionen“ klar Position für die erneuerbaren Energien auf biologischer Basis bezogen hatte, konnte Dr. Till Backhaus heute ganz praktisch mit Hand anlegen bei einer weiteren Investition in diesem Bereich. Die Stadtwerke Grevesmühlen begingen heute das Richtfest für ihre neue Biogasanlage, die bereits Ende Mai in Betrieb gehen soll.
„Chancen der Energiebereitstellung aus Biomasse sehe ich insbesondere im Bereich Biogas, aber auch in der konsequenten Umsetzung von Systemen zur Kraft-Wärme-Kopplung sowie in der mit dem Bundeswettbewerb angestrebten Integration in regionale Stoff- und Energiekreisläufe“, bekräftigte der Minister seine vor zwei Tagen dargelegte Schwerpunktsetzung.
Insofern lägen die Grevesmühlener Stadtwerke voll im Trend, weil diese Biogasanlage der Stromproduktion und der Wärmeeinspeisung dienen solle. Von der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz erwarte Dr. Backhaus im Übrigen positive Neuerungen auch für den Biogasbereich: „Verbesserte Bonus-Regelung für nachwachsende Rohstoffe, Möglichkeit der Mitvergärung rein pflanzlicher Nebenprodukte und bessere Vergütung bei der Wärmenutzung – davon würden auch Sie in Grevesmühlen profitieren!“
Der Minister begrüßte den Beitrag der Stadtwerke als einen von vielen in der Region, wodurch die energie-, umwelt- und klimapolitischen Zielstellungen des Landes, des Bundes und der EU nach und nach erfüllt würden. „Nicht zuletzt sehe ich dies als Minister für den ländlichen Raum auch aus einem agrarpolitischen Blickwinkel, denn wir müssen in den nächsten Jahren noch mehr aus der Biomasse herausholen, dabei aber auch die Balance wahren zwischen den Potenzialen für Nahrungs- und Futtermitteln und denen für erneuerbare Energien“, so Dr. Backhaus.
Im Einzelfall komme es immer auch auf die tragfähigen Konzepte in der Region an, beginnend bei der Substratlieferung und endend beim gemeinsamen Vorteil für Bürger und Unternehmen. „Die Biogasanlage hier wird eine von demnächst 190 Einzelanlagen sein, die zusammen fast 200 000 Haushalte mit Strom beliefern werden. Würden an allen Standorten zudem Wärmenutzungskonzepte wie hier in Grevesmühlen greifen, könnte man zusätzlich rund 35 000 Haushalte mit Wärme versorgen“, rechnet der Minister vor und weist damit auf landesweite Reserven hin, die sich des Weiteren in den Bereichen Effizienzsteigerung, Gasspeicherung und Netzeinspeisung auftäten.
In Mecklenburg-Vorpommern seien weitere rund 100 Biogasanlagen in Planung, schössen regelrecht wie Pilze aus dem Boden, so Minister Dr. Backhaus: „Ich sehe Mecklenburg-Vorpommern als Vorreiter in Deutschland und der EU hinsichtlich Nachhaltig-keit und Emissionsschutz, aber auch der angestrebten Dezentralisierung im Energiesektor.“

Fakten zur Biogasanlage der Stadtwerke Grevesmühlen
Technische Daten:
Blockheizkraftwerk: Deutz Motor (716 kW el./ 750 kW therm.),
Silo: 6.000 Tonnen Vorratsmenge,
Größe Mischbehälter: 140 m³,
Größe Fermenter: 3.000 m³,
Größe Gärrestlager: 5.000 m³,
Einsatzstoffe: Mais ca. 30 Tonnen/Tag, Getreide ca. 2 Tonnen/Tag,
Jahresbedarf: 10.000 Tonnen Mais, 600 Tonnen Getreide
Leistungen:
300 m3 Biogas/Stunde,
5,4 Mio. kWh/Jahr Strom, damit können 1.550 Drei-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden,
mit der ins städtische Wärmenetz eingespeisten Wärmemenge können ca. 300 Drei-Personen-Haushalte mit Wärme versorgt werden,
eingespartes CO2: ca. 3.000 Tonnen/Jahr

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Regionale Ströme braucht das Land: Bioenergie-Regionen aus MV machen sich fit für bundesweiten Vergleich

Kürzlich hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz den Wettbewerb „Bioenergie-Regionen“ ausgerufen, in dem es um die Förderung und weitere Entwicklung der Bioenergie als Chancenträger für eine klimafreundliche Energieversorgung und Wertschöpfung insbesondere im ländlichen Raum geht.

Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus, begrüßt diese Initiative ausdrücklich und ruft dazu auf, sich zahlreich am Wettbewerb zu beteiligen. „Ich würde mich freuen, wenn man in vielen Regionen dem Aufruf folgt und zeigt, dass es auch in unserem Land viele sehr gute Beispiele regenerativer Energieversorgung und nachhaltiger Wirtschaftsweise gibt. Auch Neueinsteiger mit tollen Ideen sind gefragt“, so der Minister, der auf die Relevanz besonders für die ländlichen Regionen hinweist. „Die Nutzung von Bioenergie und die regionale Kreislaufwirtschaft sind wesentliche Beiträge zum Klima- und Ressourcenschutz.“

Zugleich möchte Dr. Backhaus solche regionalen Initiativen auch bei der Beteiligung am Wettbewerb aktiv unterstützen. Daher lädt das Ministerium gemeinsam mit der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e. V. aus Gülzow, dem Städte- und Gemeindetag sowie der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock zu einer Auftakt- und Informationsveranstaltung ein. Es sollen detaillierte Informationen rund um den Wettbewerb gegeben werden; außerdem stellen sich bereits erfolgreich etablierte Bioenergie-Regionen aus dem Land vor.

Termin:

7. April 2008, 9.30 Uhr,

Hörsaal im Komplexgebäude der Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock, Justus von Liebig- Weg 6, 18051 Rostock.

Weitere Informationen zum Bundeswettbewerb finden Sie unter www.bioenergie-regionen.de.

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Richtlinie zur Förderung von Abwasseranlagen in Mecklenburg-Vorpommern in Kraft getreten

Am 1. November 2007 ist die Richtlinie zur Förderung von Abwasseranlagen – FöRi-AW – in Kraft getreten, womit nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz nunmehr eine einheitliche Förderrichtlinie zur Förderung von zentralen und dezentralen Anlagen eingeführt wurde. ­Unter Federführung des Ministeriums war der Richtlinie ein umfangreicher Abstimmungsprozess mit Bewilligungsbehörden, anderen Ressorts, kommunalen Spitzenverbänden und dem Landesrechnungshof vorausgegangen. Die Richtlinie ist eine Zusammenfassung der früher in der Richt­linie zur Förderung was­serwirtschaft­licher Maßnahmen (FöRi-Was) eingebetteten Förderung von Abwasseranlagen und der nach gesonderter Richtlinie (FöRi-KKA) durchgeführten Förderung von Kleinkläranlagen.

www.lu.mv-regierung.de

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Hinweise und Empfehlungen zum Erheben von Anschlussbeiträgen in Mecklenburg-Vorpommern

Der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier , hat im Oktober 2007 an die kommunalen Aufgabenträger für Abwasserentsorgung und Wasserversorgung einen Runderlass mit Empfehlungen und Hinweisen zur Beitragserhebung versandt. Dies hatte er in der Landtagsdebatte über das Kommunalabgabengesetz (KAG M-V) im September 2007 angekündigt. An der grundsätzlichen Notwendigkeit, zur teilweisen Finanzierung der nach der Wende geschaffenen öffentlichen Einrichtungen zur Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung von allen Eigentümern angeschlossener oder anschließbarer Grundstücke Beiträge zu erheben, ändert der Erlass nichts. Der Minister hofft, dass mit dem Runderlass auch das Verständnis für die geltenden landesgesetzlichen Forderungen bei allen Betroffenen, den kommunalpolitisch Verantwortlichen in den Gemeinden und Zweckverbänden und den Bürgern, verbessert wird.

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Schadstoffbelastung höher als angenommen
WWF-Studie zum Ostsee-Kohlekraftwerk:

Schwerin/Hamburg – Das geplante Steinkohlekraftwerk im Seebad Lubmin bei Greifswald wird deutlich mehr Schadstoffe ausstoßen, als vom dänischen Energiekonzern DONG angegeben. Allein die Quecksilber-Einträge Deutschlands in die Ostsee würden mit dem Bau der Anlage um das 17fache zunehmen. Dies geht aus einem am Donnerstag in Schwerin vorgestellten WWF-Gutachten hervor. Auch die Belastung mit Schwermetallen, Stickstoff sowie Dioxin und anderen krebserzeugenden Chemikalien liegt laut dem WWF-Report deutlich über den von DONG angegeben Werten. „Das Kohlekraftwerk stellt eine Gefahr für Mensch und Natur dar. Mit dem Bau dieser Giftschleuder würde Deutschland mehrere internationale Umweltabkommen verletzen“, so WWF-Ostsee-Expertin Cathrin Münster. Das Kohlekraftwerk sei nicht genehmigungsfähig.
„Das Kraftwerk entspricht in wesentlichen Punkten nicht dem Stand der Technik„, resümiert Gutachter Christian Tebert vom Institut für Ökologie und Politik (ÖKOPOL). So ließen sich mit einer modernen Anlage die Staubemissionen von 750 auf 375 Tonnen im Jahr halbieren. Da DONG nicht die besten Filter einsetzen wolle und sich zudem nicht verpflichte, nur besonders hochwertige Kohle zur Stromgewinnung einzusetzen, würden die Quecksilberemissionen bis zu 1.100 Kilogramm im Jahr betragen.
Etwa 550 Kilogramm des Umweltgiftes würden direkt die Ostsee belasten. Ohne das Kraftwerk leitet Deutschland heute 30 Kilogramm Quecksilber über die Luft in das Meer ein. „Die Bundesregierung hat sich erst vor kurzem im Rahmen des Ostseeabkommens HELCOM verpflichtet, den Quecksilber-Ausstoß zu verringern. Wenn Deutschland in Zukunft ein Vielfaches des Umweltgiftes in die Ostsee einleitet, wäre das ein handfester Skandal“, so WWF-Sprecherin Münster. Weiterhin würde durch das Steinkohlekraftwerk fünf Mal mehr Cadmium und doppelt soviel Dioxin in die Ostsee gelangen.
Die Stickstoffbelastung durch das Kohlekraftwerk könnte laut der WWF-Studie viermal höher liegen als von DONG angegeben. Dies gefährde die stark belasteten Wälder und Graslandschaften der Region. Die Konzentration von krebserzeugenden polizyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) könnte sich verdoppeln. Die Luft in Lubmin würde dann nicht mehr den Ansprüchen eines Seebades genügen. Weiter heißt es, der Konzern habe es versäumt, die Folgen der Schadstoffbelastung für den Greifswalder Bodden zu untersuchen. „Auf Dauer werden sich Quecksilber und andere Umweltgifte über den Fisch in der Nahrungskette anreichern. Dann sind die Menschen unmittelbar betroffen“, kritisiert Münster.
Der WWF fordert Behörden und Politik auf, das Kraftwerk zu stoppen. „Deutschland muss seine internationalen Verpflichtungen zum Ostseeschutz erfüllen. Der Bau dieser Gift- und CO2-Schleuder in einer so empfindlichen Ökoregion wäre unverantwortlich“, so die WWF-Sprecherin. Die Umweltstiftung lehnt den Bau neuer Kohlekraftwerke ab, weil Deutschland damit seine Klimaschutzziele nicht erreichen könne. Ein Mix aus Stromeinsparungen, Ausbau erneuerbarer Energien und Kraft-Wärme-Koppelung könne die zukünftige Energieversorgung auch ohne Kohlekraftwerke sichern.

Kontakt

Ralph Kampwirth
Pressestelle
Tel. 0162 29144-73

Cathrin Münster
Ostsee-Expertin
Tel. 0162 29144-74

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Richtlinie zur Förderung von Abwasseranlagen in Mecklenburg-Vorpommern in Kraft getreten

Am 1. November 2007 ist die Richtlinie zur Förderung von Abwasseranlagen – FöRi-AW – in Kraft getreten, womit nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz nunmehr eine einheitliche Förderrichtlinie zur Förderung von zentralen und dezentralen Anlagen eingeführt wurde. Unter Federführung des Ministeriums war der Richtlinie ein umfangreicher Abstimmungsprozess mit Bewilligungsbehörden, anderen Ressorts, kommunalen Spitzenverbänden und dem Landesrechnungshof vorausgegangen. Die Richtlinie ist eine Zusammenfassung der früher in der Richtlinie zur Förderung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen (FöRi-Was) eingebetteten Förderung von Abwasseranlagen und der nach gesonderter Richtlinie (FöRi-KKA) durchgeführten Förderung von Kleinkläranlagen.

www.lu.mv-regierung.de

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Mecklenburg-Vorpommern ist beliebte Zuwandererregion – Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft

Dr. Heinrich Cuypers, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BioCon Valley Initiative
15.10.2007

Mecklenburg-Vorpommern sollte stärker um attraktive Zielgruppe der Generation 55+ werben

Der Nordosten ist eine interessante Wohn- und Lebensregion für die Generation der über 55-jährigen. Nach privaten Gründen werden bereits an zweiter Stelle gesundheitliche Aspekte für einen Wohnortwechsel nach Mecklenburg-Vorpommern angegeben. Zwischen 1995 und 2005 zogen 41.262 Personen über 55 Jahre nach dem aktiven Arbeitsleben in den Nordosten. Dabei kommen die Zuwanderer hauptsächlich aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachen, Brandenburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Drei Viertel von ihnen sind bereit, regelmäßig in zusätzliche gesundheitliche Leistungen zu investieren. Das sind Ergebnisse der aktuellen Zuwandererstudie des Landes unter Leitung des Greifswalder Universitätsprofessors Wolfgang Hoffmann im Rahmen des TransferNetzwerks Community Medicine, ein Projekt des Universitätsklinikums Greifswald und des BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern e. V. Hintergrund der repräsentativen Untersuchung ist der Trend einer stabilen Zuwanderung von Bürgern der Generation 55+.
Im Gegensatz zu den anhaltenden Abwanderungszahlen bei Jüngeren ist seit 1995 ein positives Wanderungssaldo bei den über 55-Jährigen zu verzeichnen. Insbesondere die 60- bis 65-Jährigen zieht es in den Norden. Beliebtestes Ziel für Rückkehrer und Zuwanderer ist der Landkreis Ostvorpommern mit der Sonneninsel Usedom. Weitere Zuzugsschwerpunkte sind die Landkreise Nordwestmecklenburg, Rostock, Ludwigslust und Bad Doberan. In erste Linie sind zwar private Motive ausschlaggebend für den Umzug, aber auch das angenehme und reizarme Klima ist häufig ein gewichtiger Beweggrund. Mehr als ein Drittel der Zuwanderer erwirbt in der neuen Wahlheimat ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung, 43 % wohnen zur Miete, ein kleinerer Teil lebt in Seniorenwohnanlagen oder Einrichtungen für betreutes Wohnen. Nach eigener Einschätzung fühlt sich die „Silver Generation“ recht fit und schätzt ihren allgemeinen Gesundheitszustand überwiegend als gut ein. „Die Erhaltung der Gesundheit wird als wichtig erachtet; die Zuwanderer legen großen Wert auf die eigene Fitness“, so Projektleiter Prof. Wolfgang Hoffmann. „Dafür sind die Befragten auch bereit, sich finanziell zu beteiligen.“

Bei der Nutzung verschiedener Gesundheitsangebote wurde vor allem die medizinische Vorsorge beim Haus- und Facharzt angegeben. Komplementärmedizinische Angebote sind ebenfalls gefragt, gegenwärtig aber noch wenig präsent. Sportliche Betätigung ist erwünscht, wobei Aquasport, Gymnastik, Tanzen, Walking und Radfahren besonders im Trend liegen. Bei Wellness und regionaltypischen Angeboten liegen Massagen, Sauna, Fango- und Moor-Packungen ganz vorn in der Gunst der Umfrageteilnehmer. Hier müsste nach Ansicht der Zuwanderer das Angebot noch deutlich erweitert werden. Erstaunlicherweise sind Thalasso- und Heilkreide-Anwendungen dagegen kaum bekannt. Kritisiert wurden vor allem der Fachärztemangel und zu lange Wartezeiten bei den Ärzten. Vermisst werden weitere Angebote in den Bereichen Rückenschule, Aquasport, Schwimmen und Herz-Kreislauf-Training.

„Mecklenburg-Vorpommern sollte seine Kapazitäten nutzen und gezielt um die aktive Generation 55+ werben“, zog Hoffmann ein erstes Resümee. „Das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Ein Land, in dem sich die Eltern wohl fühlen, ist auch für die Jüngeren und Kinder attraktiv.“ Nach Ansicht des Wissenschaftlers komme es vor allem darauf an, mit einer zielgruppenorientierten Offensive die einzigartigen Vorzüge des Landes besser zu vermarkten und maßgeschneiderte Offerten für Zuwanderer zu unterbreiten. Hierfür biete die aktuelle Studie eine hervorragende Datenbasis.

Eckwerte zur Zuwandererstudie

Aus über 10.000 durch alle Einwohnermeldeämter Mecklenburg-Vorpommerns gemeldeten Zuwanderern bzw. Rückkehrern im Zeitraum von 2002 und 2005 wurden per Zufallsziehung 3.200 Personen ausgewählt und um die Beantwortung eines Fragebogens gebeten. Über 45 Prozent der angeschriebenen Zuwanderer (1.337) haben den standardisierten Umfragebogen, der Aufschluss über die Beweggründe für die Wahl des neuen Wohnsitzes sowie die Vorstellungen über die künftigen Lebensjahre geben sollte, beantwortet. Die Versendung der Fragebögen startete am 16. Mai 2007 und wurde Ende September abgeschlossen.

Zuwanderer und Rückkehrer sind Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft, die aus einem anderen Bundesland neu nach Mecklenburg-Vorpommern zugezogen sind und Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft, die früher einmal in Mecklenburg-Vorpommern gewohnt haben, zwischenzeitlich ihren Hauptwohnsitz in ein anderes Bundesland verlegt hatten und nun wieder zurückgekehrt sind.

Ziel des TransferNetzwerks Community Medicine ist die Organisation und Stärkung des Austausches von Kompetenzen, Ressourcen, Ergebnissen und Erfahrungen aus dem wissenschaftlichen Bereich der bevölkerungsbezogenen Gesundheitsforschung in die Gesundheitswirtschaft, um die Entwicklung qualitätsgesicherter, zielgruppenorientierter und marktfähiger Produkte und Dienstleistungen im Bereich Gesundheit und Prävention zu unterstützen und voranzutreiben.

BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Projektmanagerin „TransferNetzwerk Community Medicine“
Dipl.-Psych. Janina Krafczyk
Institut für Community Medicine/Universität Greifswald
Ellernholzstraße 1 – 2, 17487 Greifswald
T +49 3834 86-77 89
F +49 3834 86-77 52
M +49 151-167 52 789
E-Mail: jk@bcv.org
http://www.bcv.org/

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news230281

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Benchmarking- Projekt im Mecklenburg Vorpommern

Ab Oktober wird zum 4. Mal ein Kennzahlenvergleich für Wasser und Abwasser durchgeführt. Die Landesgruppe Nord des Bundesverbandes der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft und die Unternehmensberatung Confideon, Berlin stellen in diesem Jahr die Wirtschaftlichkeit vor dem Hintergrund der Unternehmensgröße in den Mittelpunkt. Das  Projekt, das seit 2003 läuft , wurde im Land gut angenommen, da die Erhebung sich jedes Jahr einem wichtigen Thema widmet. Im vergangenen Jahr stand die Technische Substanzerhaltung im Mittelpunkt des Vergleichs.

Weitere Informationen unter www.confideon.de

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Umweltkarten Mecklenburg-Vorpommern

Wer Informationen zu Naturschutz, zur Wasserwirtschaft und zur Geologie in Mecklenburg Vorpommern sucht, kann das im neuen “ Internet-Karteren-Portal Umwelt“ einfach finden. Darüber hinaus gibt es noch Informationen über die Landestopographie und- verwaltung.

Zu finden unter www.umweltkarten.mv-regierung.de

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Mecklenburg Vorpommern fördert weiter biologische Kleinkläranlagen

„Die Entscheidung, ob die Abwasserbeseitigung langfristig über zentrale Anlagen oder über Kleinkläranlagen erfolgen soll, ist auf Grundlage objektiver Variantenvergleiche zu treffen „, sagte der Umweltminister des Landes Mecklenburg – Vorpommern beim Kleinkläranlagentag am 6. Juli 2007. In dem nördlichen Bundesland sind etwa 85 Prozent der Bevölkerung an öffentliche Abwasseranlagen angeschlossen, etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung wird auf Grund der niedrigen Einwohnerdichte das Abwasser über grundstücksgebundene Kleinkläranlagen reinigen müssen. “ Trotz der gesetzlich bestehenden Pflicht zur Abwasserreinigung hält die Landesregierung daran fest, den Bau einer biologischen Kleinkläranlage bei bestehenden Wohnhäusern auch zukünftig zu fördern und damit einen finanziellen Anreiz zu geben “ so der Minister. Als Beispiel nannte er als Förderbetrag für eine Vier-Personen-Anlage  einen Festbetrag von 750€.

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TU Berlin: Entwicklung einer innovativen und kostensparenden Abwasser-Klärtechnik für die MENA-Region

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Sauberes Wasser mit weniger Energie
Innovative und kostensparende Abwasser-Klärtechnik als Beitrag zur internationalen Energieproblematik

Klimawandel, Wasserknappheit und steigende Energiepreise sind weltweit eine große Herausforderung. Insbesondere bei der Reinigung von Wasser und Abwasser ist der Energiebedarf im Wassersektor sehr hoch. Ein neues Verbundvorhaben, „ANAJO“, entwickelt eine besonders energieeffiziente Klärtechnik, die auf einer Abwasservorbehandlung ohne Sauerstoff basiert. Diese soll zunächst in der MENA-Region (Mittlerer Osten/Nordafrika) in Jordanien implementiert und etabliert werden. Das Projekt wird vom Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der TU Berlin koordiniert und gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie umgesetzt. Es wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMVU) im Rahmen des Förderprogramms „Exportinitiative Umweltschutz“ gefördert.

Der Energiebedarf für Wasser und Abwasser in Jordanien entspricht etwa 16 Prozent des gesamten Energiebedarfs aller Sektoren. Rund 33 der jordanischen Kläranlagen werden mit dem sogenannten Belebtschlamm-Verfahren betrieben, ein Verfahren zur biologischen Reinigung, das zu 50 bis 70 Prozent für den besonders hohen Energieverbrauch verantwortlich ist. Durch die Integration einer anaeroben Behandlungseinheit in die bestehenden Abwasserkläranlagen, also einer Technologie, mit der Abbauprozesse ohne Vorhandensein von Sauerstoff ablaufen, kann das Potenzial zur Energieeinsparung bis zu 50 Prozent betragen. Hier setzt das Projekt ANAJO „Kläranlagen in der MENA-Region: Anaerobvorbehandlung zur Steigerung der Energieeffizienz und Leistungsfähigkeit“ an. Konkret könnte die innovative, klimafreundliche Anaerob-Technologie eine Energieeinsparung von rund 1,5 bis 2,0 Millionen Kilowattstunden jährlich erreichen. Mit der Integration der Anaerob-Technik wird auch die Schlammentsorgung potenziell ökonomischer, ökologischer und nachhaltiger, Betriebskosten werden reduziert.

Die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen im Blick
Insgesamt zielt das Projekt „ANAJO“ darauf, den Energiebedarf der kommunalen Abwasserkläranlagen in Jordanien zu reduzieren und Potenziale aufzeigen, wie aus mit einem vorgeschalteten anaeroben Behandlungsverfahren aus Abwasser und Klärschlamm Energie gewonnen werden kann. Darüber hinaus wird aus der anaeroben Behandlungsstufe Biogas gewonnen, aus dem wiederum Energie erzeugt werden kann. Das gesamte Projekt bezieht sich auf drei der 17 Nachhaltigkeitsziele, der Sustainable Development Goals (SGD) 6.3 und 7.a sowie 6.a der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

Installation einer Pilotanlage und Tests in Kläranlagen in Jordanien
Das Projekt hat folgende Ziele:
• Senkung des Energieverbrauchs verbunden mit einer Senkung der Betriebskosten kommunaler Kläranlagen
• Energieerzeugung durch Nutzung des entstehenden Biogases
• Reduzierung der Gesamtmenge des Überschussschlamms
• Verringerung der Treibhausgasemissionen

Zur Demonstration des Potenzials einer anaeroben Vorbehandlung in die bestehenden Systeme mit hohem Sauerstoff- und Energieverbrauch in Jordanien installiert die TU Berlin gemeinsam mit ihren Projekt- und Kooperationspartnern eine anaerob-aerobe Pilotanlage und testet diese in zwei verschiedenen Kläranlagen.

Internationale Verbundpartner aus Wissenschaft und Industrie
Verbundpartner sind die Ingenieurgesellschaft p2m berlin GmbH, die TIA Technologien zur Industrie-Abwasser-Behandlung GmbH sowie in Kooperation in Jordanien das Ministerium für Wasser und Bewässerung des Haschemitischen Königreichs Jordanien, die jordanische Wasserbehörde sowie die Universität von Jordanien in Amman und die Balqa‘ Applied University in As-Salt.

Das Förderprogramm „Exportinitiative Umweltschutz“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz finden Sie hier:
www.exportinitiative-umweltschutz.de

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Prof. Dr. Matthias Barjenbruch
TU Berlin
Fakultät VI Planen Bauen Umwelt
Institut für Bauingenieurwesen, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Tel.: +49 / (0) 30 / 314 72246
E-Mail: matthias.barjenbruch@tu-berlin.de

Iyad Al-Zreiqat M.Sc.
TU Berlin
Fakultät VI Planen Bauen Umwelt
Institut für Bauingenieurwesen, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Tel. +49 30 314 72251
E-Mail: i.al-zreiqat@tu-berlin.de

https://idw-online.de/de/news805000

Virenfahndung in der Kanalisation

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Mit am Max Delbrück Center entwickelten Algorithmen lassen sich nicht nur neue Varianten des Coronavirus im Abwasser rasch aufspüren. Das Verfahren, das ein Team um Altuna Akalin in „Science of the Total Environment“ vorstellt, kommt auch anderen Krankheitserregern leicht auf die Schliche.

Nicht nur das Coronavirus verändert permanent sein Gesicht, um sich den Angriffen des menschlichen Immunsystems möglichst zu entziehen. Auch andere Erreger nutzen diese Strategie: Durch winzige Veränderungen in ihrem Erbgut, den Mutationen, bringen sie immer wieder neue Varianten hervor, denen die Körperabwehr oft weniger entgegenzusetzen hat als den Erregern, die sie schon durch eine Infektion oder Impfung kennt.

Alle Infizierten hinterlassen ihre Spuren
„Daher ist es so wichtig, neu entstehende Virusvarianten möglichst rasch aufzuspüren“, erklärt Dr. Altuna Akalin, Leiter der „Bioinformatics and Omics Data Science Platform“ am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie des Max Delbrück Centers (MDC-BIMSB). Gemeinsam mit vielen weiteren Forschenden des Max Delbrück Centers, den Berliner Wasserbetrieben und dem Laborunternehmen amedes hat der Bioinformatiker Akalin ein Verfahren entwickelt, um diese Varianten im Abwasser nachzuweisen. Denn dort hinterlässt sie jeder Mensch, der sich mit den Viren infiziert hat – unabhängig davon, ob oder welche Symptome er entwickelt und ob er getestet ist oder nicht.

Beteiligt waren an dem Projekt die Arbeitsgruppen „RNA-Biologie und Posttranscriptionale Regulation“ von Professor Markus Landthaler und „Systembiologie von Gen-regulatorischen Elementen“ von Professor Nikolaus Rajewsky sowie die Technologieplattform „Genomik“, die Dr. Janine Altmüller leitet. Landthaler und Rajewsky sind gemeinsam mit Akalin Letztautoren der aktuellen Publikation. Erstmals vorgestellt hatte das Team um Akalin das computergestützte Werkzeug namens „PiGx SARS-CoV-2“ im Dezember 2021 auf der Preprint-Platform „medRxiv“. Erstautor*innen waren damals wie jetzt Vic-Fabienne Schumann und Dr. Rafael Cuadrat aus Akalins Arbeitsgruppe sowie Dr. Emanuel Wyler aus Landthalers Team.

Schneller als mit Proben von Patient*innen
Die Grundidee der Datenanalyse-Pipeline hat sich seither nicht verändert. „Um sie zu nutzen, muss das Erbgut der Viren im Abwasser zunächst sequenziert, also entschlüsselt werden“, erklärt Akalin. Die gewonnen Daten werden dann gemeinsam mit ein paar zusätzlichen Informationen, zum Beispiel zur verwendeten Sequenziermethode, in die Pipeline eingespeist. Heraus kommen grafische Darstellungen, an denen nicht nur Expert*innen, sondern auch Laien die Infektionsdynamik und die zirkulierenden Virusvarianten zeitgleich an verschiedenen Standorten ablesen können.

„Auch neu auftretende Varianten lassen sich auf diese Weise aufspüren – in den meisten Fällen sogar ein paar Tage früher, als es durch kontinuierliche Tests und die Sequenzierung von Patient*innenproben möglich wäre“, sagt Akalin. „Dank unserer Kooperationen konnten wir zudem zeigen, dass ein solches Abwasser-Frühwarnsystem sowohl in einem wissenschaftlichen Umfeld als auch auf industrieller Ebene erfolgreich ist.“ Routineuntersuchungen führe das Max Delbrück Center aber nicht durch, man stelle das Verfahren lediglich zur Verfügung, ergänzt Akalin.

Die Pipeline funktioniert weltweit
Mithilfe zusätzlicher Tools, die in die Pipeline integriert werden, lassen sich sogar die Auswirkungen der gefundenen Mutation vorhersagen.

Das jetzt im Fachblatt „Science of the Total Environment“ beschriebene Tool hat sich in den vergangenen Monaten weiterentwickelt. „Die von uns erstellten Algorithmen sind robuster geworden“, sagt Akalin. „Wir haben etwa den Beweis erbracht, unter anderem am Beispiel von New York, dass die Pipeline Daten aus ganz unterschiedlichen Teilen der Welt zuverlässig analysieren kann – auch unabhängig davon, nach welchem Protokoll diese Daten erstellt wurden.“

Mit ihrer Methode haben Akalin und seine Kolleg*innen bereits die Delta- und die Omikron-Variante des Coronavirus entdeckt, bevor diese zu den jeweils dominierenden Varianten in der Bevölkerung wurden. „Unsere Software kann neu auftretende Mutationen sowohl räumlich als auch zeitlich verfolgen“, erklärt Akalin. „Finden sich an bestimmten Orten im Abwasser immer mehr Mutationen, werden diese markiert, um auf die Möglichkeit einer neuen Virusvariante hinzuweisen.“

„Mithilfe zusätzlicher Tools, die in die Pipeline integriert werden, lassen sich sogar die Auswirkungen der gefundenen Mutation vorhersagen“, ergänzt Akalin. Man könne so künftig beispielsweise abschätzen, inwieweit sich die neuen Virusvarianten dem menschlichen Immunsystem entziehen – und ob sie dadurch ansteckender als die alten Varianten sein werden oder schwerere Krankheitsverläufe hervorrufen.

Auch Grippeviren lassen sich aufspüren
„Eines der wichtigsten Merkmale unseres Ansatzes besteht jedoch darin, dass wir ein sehr robustes System mit einem hohen Automatisierungsgrad entwickelt haben, so dass es sich ohne Weiteres bei groß angelegten Abwasserüberwachungen einsetzen lässt“, sagt Akalin. Allerdings wolle sein Team nun noch weiter erforschen, wie das optimale Verfahren aussehe, um die Abwasserproben zu entnehmen. „Wo und wann man eine Probe nimmt, scheint die Daten durchaus zu beeinflussen“, räumt der Wissenschaftler ein.

Ziel aller beteiligten Teams am MDC-BIMSB ist es jedenfalls, den Ansatz nun auf andere Erreger als das Coronavirus auszuweiten und ein Frühwarnsystem zum Beispiel für kommende Grippe- oder Noroviren zu etablieren – also für Erreger, die sich ebenfalls stark auf die menschliche Gesundheit und damit auch auf die wirtschaftliche Produktivität auswirken.

„In den USA gibt es aufstrebende Unternehmen, die solche Dienstleistungen bereits anbieten“, sagt Akalin. Es sei daher absehbar, dass diese Art von Überwachungsstrategie künftig regelmäßig auch in anderen Teilen der Welt und, so hoffe er, auch für andere Krankheitserreger eingesetzt werde. Auch Impfstoffhersteller könnten von der Frühwarnung profitieren und ihre Impfstoffe in Zukunft womöglich leichter als bisher an neu auftretende Varianten anpassen.

Eawag: Hochwasserinfos via Social Media

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Dank einer automatischen Bildbearbeitungsmethode, die von der Eawag zusammen mit der photrack AG und der ETH Zürich entwickelt wurde, lassen sich im Internet gepostete Handyvideos als wichtige Datenquelle bei einem Hochwasser nutzen. Rettungskräfte können dadurch noch gezielter Schutzmassnahmen ergreifen oder die Bevölkerung frühzeitig warnen.

«Unwetter wütet in Lausanne», «Rekordregen setzen Vororte von Sydney unter Wasser», «Die Sintflut von Münster» – was heute schon regelmässig Schlagzeilen macht, dürfte mit dem Klimawandel weiter zunehmen. Starke Niederschläge werden in Zukunft wahrscheinlich häufiger und intensiver auftreten als bisher, was auch vermehrt zu Überschwemmungen führen wird. Städte sind davon besonders betroffen. Da die Wassermassen auf den asphaltierten Strassen und Plätzen schlecht versickern, suchen sie sich ihren Weg durch die Häuserzeilen; Strassen werden zu reissenden Bächen, Keller überflutet, und innert kürzester Zeit entstehen nicht nur riesige Schäden, auch Menschenleben sind gefährdet.

Da es oft lokale Unwetter sind, die solch heftige Niederschläge hervorrufen, ist es schwierig vorherzusagen, wann und wo Sturzfluten auftreten. Entsprechend schlecht können sich Städte darauf vorbereiten. Erschwerend kommt hinzu, dass im Stadtgebiet aus Kostengründen kaum Sensoren installiert sind, die bei Überschwemmung Fliessgeschwindigkeit oder Pegelstände des Wassers messen – Daten, die jedoch notwendig wären, um zukünftige Hochwasser auf dem Computer zu simulieren und die Gefahr zu berechnen.

Experimente in Übungsanlage der Armee
Ein Team um den Umweltingenieur João P. Leitão hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, diese Datenlücke bei den Wasserabflüssen zu schliessen. Dabei geht der Forscher neue Wege: «Wenn irgendwo etwas passiert, dauert es in der Regel nicht lange, bis in den sozialen Medien Handyvideos auftauchen – so auch bei Hochwasser. Wir wollten herausfinden, ob sich solche Filmchen als Datenquellen eignen.» In einem ersten Schritt fluteten die Forschenden Strassen und Keller einer Hochwasserübungsanlage, in der sonst Armee und Feuerwehr den Ernstfall proben. Während der kontrollierten Versuche erfasste ein Radargerät, wie hoch und schnell die Fluten waren. Gleichzeitig filmten die Forschenden das Hochwasser mit herkömmlichen Überwachungskameras und werteten die Bilder mit einem eigens entwickelten Algorithmus aus. Dieser berechnete anhand…mehr:

https://www.eawag.ch/de/lehre/weiterbildung/infotag/2022/hochwasserinfos-via-social-media

Klärwerk auf Nano-Ebene – Humboldt-Stipendiat in Technischer Chemie

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Wasser wird auf unserem Planeten immer knapper. Und das vorhandene ist oft verschmutzt. Dr. Libing Zheng möchte das Reinigen optimieren. Er ist derzeit Stipendiat bei Professor Mathias Ulbricht an der Fakultät für Chemie der Universität Duisburg-Essen (UDE). Finanziert wird sein Aufenthalt durch ein Forschungsstipendium für Postdocs der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Wasseraufbereitung ist in vielen Ländern inzwischen Standard. „In der Industrie könnten wir auch Meerwasser verwenden“, so Libing Zheng von der Chinese Academy of Sciences. Wenn es vorher gesäubert wird, sei das kein Problem. Möglich macht das etwa die Membrandestillation (MD). Anders als beim bisherigen Destillieren werden die einzelnen Moleküle über durchlässige Schichten (Membranen) auf Nanoebene voneinander getrennt. „MD eignet sich sehr gut dafür, Abwässer mit hohem Salzgehalt aufzubereiten, also Brackwasser, Meerwasser oder Industrieabwasser“, sagt der Stipendiat. Er wurde über das Thema an der Chinese Academy promoviert.

Ist das Schmutz-Problem mit der MD aus der Welt? „Leider nein. Die Salze, organischen Stoffe und Mikroben, die aus der Flüssigkeit herausgefiltert werden, setzen sich auf den Membranen ab, verschmutzen sie und verringern nach und nach ihre Leistung“, sagt Zheng. Gegen dieses Fouling möchte er mit magnetischen Nanopartikeln angehen. Sie sollen die Membran sauber halten: „Diese Teilchen können die Porengröße der Membran regulieren und die Ablagerung des Schmutzes kontrollieren. Sie fangen unterm magnetischen Wechselfeld an zu vibrieren, werden quasi zu ‚Nanomixern‘ und verzögern so Ablagerungen auf der Membran“, erklärt der 33-Jährige. Wenn die Frequenz des Wechselfeldes hoch ist, würden die Teilchen zudem wärmer. „Sie werden im Wechselfeld zur ‚Nano-Heizung‘ und garantieren in Kombination mit dem Mixer eine hocheffiziente Wasseraufbereitung.“

An der UDE möchte Grundlagenforscher Zheng die magnetischen Partikel bis 2024 nicht nur gegen das Fouling einsetzen. „Wir müssen unbedingt herausfinden, wie der Mechanismus im magnetischen Wechselfeld funktioniert. Damit ergründen wir auch ein wenig die Magie des Magnetismus für die Verbesserung von Membranprozessen.“

Weitere Informationen:
Fakultät für Chemie, Technische Chemie II:
Dr. Libing Zheng, lbzheng@rcees.ac.cn
Prof. Dr. Mathias Ulbricht, Tel. 0201/183 3151, mathias.ulbricht@uni-due.de

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/37 9-1487, alexandra.niessen@uni-due.de

Alexandra Nießen Ressort Presse – Stabsstelle des Rektorats
Universität Duisburg-Essen

EC POWER GmbH

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EC POWER ist Marktführer für Blockheizkraftwerke im Leistungsspektrum 3 – 80 kWel und bietet mit dem XRGI®15 BIOGENIC ein BHKW, dass das bei der Abwasseraufbereitung anfallende Klärgas zur Strom- und Wärmeerzeugung nutzt.

Unsere Niederlassung in Deutschland hat seit 2008 ihren Sitz in Berlin. Mit einem bundesweiten EC POWER-Partnernetzwerk sorgen wir dafür, dass Ihnen überall und jederzeit ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht.

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ADIRO Automatisierungstechnik GmbH

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Mit den Projektbaukästen EduKit PA gelingt der Einstieg in die Prozess- und Regelungstechnik einfach und gefahrlos.
Die Projektbaukästen sind modular, flexibel erweiterbar und daher ideal für spannenden und praxisnahen Technikunterricht geeignet. Vergleiche mit industrieller Projektarbeit, Füllstandsregelung, Durchflussregelung und Druckregelung können hierbei gezogen werden.

Das didaktische Konzept von EduKit PA unterstützt sowohl das experimentelle Lernen als auch die strukturierte Vorgehensweise dank der umfangreichen optionalen Teachware mit Projektaufgaben und zahlreichen zusätzlichen Dokumentationen auf CD-ROM. EduKit PA ist daher sowohl für den berufsorientierten Unterricht als auch für den Einsatz im Hochschulbereich der preiswerte Einstieg in die Prozess- und Regelungstechnik.

EDS® Water Management für Festo Didactic
Das EDS® Water Management ist ein modulares Trainingssystem, das die Kernprozesse einer Wasser- und Abwasserbehandlungsanlage in Form eines Wasserkreislaufes von der Quelle bis zur Kläranlage und zurück darstellt.

EDS® Water Management Station Abwasserbehandlung
Die Station bildet die physikalischen Funktionen einer Abwasseraufbereitung nach dem Belebtschlammverfahren ab und enthält ein Belebungsbecken sowie ein Nachklärbecken.

EDS® Water Management Station Abwassertransport
Die Station Abwassertransport ­vermittelt die ­Steuerungstechnik der Abwasserbeseitigung und den damit verbundenen Prozessen.

EDS® Water Management Station Mechanische Reinigung
Die mechanische Reinigung oder auch Rechenanlage genannt, bildet die erste Reinigungsstufe bei:
– der Abwasserreinigung
– der Wasserentnahme aus Fließgewässern
– Stauwehren vor Wasserturbinen
In allen 3 Fällen geht es darum, den Wasserlauf zu erhalten und maschinell von angeschwemmten Grobstoffen, z.B. Hölzern, Hygieneartikel und vielem mehr, zu befreien. Außerdem sollen nachfolgende Aggregate vor Verstopfung oder Beschädigung geschützt werden. Im Umgang mit dem Praxismodell werden dem Wasserfluss Verunreinigungen manuell zugegeben. Die Rechenanlage sammelt die Feststoffe und das elektro-pneumatisch angetriebene Rechenwerk leitet sie in einen Behälter ein. Pegelsensoren am Zulauf und Ablauf dienen zur Differenzmessung.
Die Station ist komplett montiert, verdrahtet und getestet.

EDS® Water Management Station Sandfiltration
Die Station widmet sich dem ­häufig in der Trink- und ­Abwassertechnik eingesetzten Filtrationsverfahren zur Feststoffabtrennung. Wie in der Natur werden die Sandschichten ­dazu verwendet, die im Wasser ­ungelöst schwebenden Störstoffe beim Versickern durch eine sogenannte Tiefenfiltration zurückzuhalten. Die Störstoffe setzten sich in der Sandschicht fest und bauen sich als sogenannter Filterkuchen auf. Mit der Zeit verringert sich die Durchlässigkeit, der Wasserspiegel über der Sandschicht steigt an und wird per Sensorabfrage erfasst. Das Sensorsignal bewirkt die Absperrung des Zulaufs und die Einleitung des Rückspülprozesses.

EDS® Water Management Station Membranfiltration
Die Membranfiltration ist in der ­modernen Wasseraufbereitung hochaktuell. Je nach Porengröße findet das Prinzip Einsatz bei der Wasseraufbereitung.
Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Trinkwasser- und Abwasseraufbereitung in Form der Mikro- und Ultrafiltration. Ziel beider Methoden ist z.B. Krankheitserreger zurückzuhalten. Behandelt werden die Unterschiede der Betriebsarten Cross-Flow- und Dead-End-Filtration.
Die Station Membranfiltration stellt beide ­Verfahren dar. Im Cross-Flow-­Betrieb wird für eine ­optimale ­Filterleistung der Transmembrandruck eingestellt. Die Zu- und Abflüsse zum Membranfilter sind messbar und somit wird die Leistungsfähigkeit der Membran ­bestimmt.
Der Rückspülprozess findet bei ­unzureichender Filterleistung ­automatisiert statt. Die Rückspülung erfolgt mit dem vorher erzeugten Filtrat der Anlage. Der Druckhaltetest überprüft die Funktionalität der Membran.
Die Station ist komplett montiert, verdrahtet und getestet.

EDS® Water Management Station Adsorption
Die Station bildet den Adsorptionsprozess mit Aktivkohle als Mittel zur Trinkwasserfiltration und zur Abwasseraufbereitung ab.
Adsorptionsverfahren sind häufig im Einsatz, insbesondere bei Industrieabwässern aus Lebensmittel-, Textil-, Pharma- und Erdölraffinerien u.v.m.
Die Station ist komplett montiert, verdrahtet und getestet.

Berthold Technologies GmbH & Co. KG

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Calmbacher Str. 22
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Web: https://www.berthold.com/de/prozessmesstechnik/industrien/wasseraufbereitung-recycling-messloesungen/
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Messlösungen für die Abwasseraufbereitung
Konzentrationsmessung an Primärschlamm:
Eine Kläranlage besteht üblicherweise aus einer mechanischen, biologischen und chemischen Reinigungsstufe. Bei diesen drei Prozessen entstehen Schlämme unterschiedlicher Art, die eine spezielle Behandlung benötigen. Um eine optimale Reinigung durchführen zu können, ist es unerlässlich den Anteil an Trockensubstanz zu kennen. Dies ermöglicht einerseits Schlammfrachten zu berechnen und andererseits Polymere bzw. Flockungsmittel gezielt einzusetzen und optimal zu dosieren.   
Konzentrationsmessung am Rück- und Überschussschlamm
Um eine Kläranlage optimal zu betreiben, sind der Wassergehalt bzw. die Schlammkonzentration wichtige zu kontrollierende Parameter. Sie ermöglichen zum einen die Berechnung der Schlammfrachten und zum anderen die optimale Dosierung von Polymeren oder Flockungsmitteln, die dadurch gezielt eingesetzt werden können. Einige wichtige Messpunkte sind nach dem Vorklärbecken, vor einer Zentrifuge, nach der Eindickung bzw. Dekantieren und nach der Faulung.
Konzentrationsmessung bei der Schlammeindickung
Bei diesem Prozessschritt wird der Primärschlamm der Vorklärung sowie der Überschussschlamm des Nachklärbeckens gesammelt und auf eine, für die anaerobe Gärung geeignete Trockensubstanz von 4 – 8 Gew.-% TS aufkonzentriert. Dies kann entweder durch die Nutzung von Dekantern bzw. Zentrifugen oder allein durch die Schwerkraft im Eindickerbecken erzielt werden.
Konzentrationsmessung bei der anaeroben Gärung
Nachdem der Schlamm eingedickt wurde, ist er biologisch noch aktiv. Durch den anaeroben Faulungsprozess wird mit Hilfe von Mikroorganismen Faulgas erzeugt. Nach ca. 20 Tagen im Faulturm ist der Schlamm stabilisiert und wird zur weiteren Behandlung aus dem Prozess entfernt.
Konzentrationsmessung bei der Schlammentwässerung
Der biologisch stabilisierte Schlamm muss zur weiteren Behandlung oder Entsorgung auf eine höhere Trockenkonzentration entwässert werden. Um optimale Entwässerungsgrade zu erhalten, werden Hochleistungs- bzw. Dekanterzentrifugen verwendet.