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Uralte Seen und Teiche verschwinden

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Bild Nuet-Wissen-Alaska-J.jpgKanadische Forscher der US-Akademie-der-Wissenschaften beobachten seit 24 Jahren Dutzende von Seen im hohen Norden Alaskas. In den Polarregionen stellen diese Gewässer die wichtigste Wasserquelle dar, Untersuchungen haben ergeben, dass sie mehrere Jahrtausende alt sind.

Im Sommer 2006 fanden die Wissenschaftler viele der Seen ausgetrocknet oder stark reduziert vor. Diese Veränderung stelle für die Umwelt eine dramatische Entwicklung dar, da sie ein wichtiger Punkt der Artenvielfalt sind. Vögel, Insekten und andere Tiere werden bei Verlust dieser wichtigen Voraussetzung stark zurückgehen und damit das gesamte Ökosystem beeinflussen. Auch benachbarte Sümpfe die vor 30 Jahren noch einen Wasserstand von bis zu 70 cm hat sind teilweise ausgetrocknet. „In der Vergangenheit sind Forscher wie wir mit unserer Warnung vor der globalen Erwärmung häufig als Panikmacher verurteilt worden „, sagte John P. Smol von der Queens University im Kingston (Provinz Ontario). „Heute glauben wir, dass wir noch viel zu optimistisch waren. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß, in denen sich die Umwelt verändert, sind dramatischer, als wir es uns vorgestellt haben. “

Elimination von Arzneimitteln mittels Membrantechnik

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Bild Nuet-Wissen-Arzneimittel-J.jpgArzneimittelwirkstoffe tauchen zunehmend in Oberflächengewässern auf. Über kommunale Kläranlagen kommen sie aus unterschiedlichen Quellen wie Krankenhäusern, Arztpraxen aber vor allem auch aus den privaten Haushalten.

Deshalb liegt ein möglicher Ansatzpunkt für eine optimale Elimination auch bei den kommunalen Kläranlagen.

Das Land Niedersachsen fördert deshalb ein Projekt  zur Erforschung  der Wirksamkeit von unterschiedlichen Membranen. Das Projekt soll 18 Monate dauern, das Augenmerk wird besonders auf den Arzneimittelwirkstoff Carbamazepin gelegt, aber auch iodierte Röntgenkontrastmittel, Antibiotika sowie verschiede Viren werden getestet.

Getestet wird im Technikum der Kläranlage Herrenhausen durch die Wissenschaftler vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft.

Turbotreibstoff aus Zucker

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Bild Nuet-Wissen-Zucker-J.jpgIm britischen Fachjournal “ Nature“ berichtet der Wissenschaftler James Dumesic von einem amerikanischen Forschungsprojekt, bei dem ein Flüssigtreibstoff namens 2,5- Dimethylfuran (DMF) entwickelt wurde. Er hat das Potenzial Erdölprodukte zukünftig ersetzen zu können. DMF hat eine um 40 Prozent höhere Energiedichte als Ethanol, das derzeit als Bio-Kraftstoff zugesetzt wird. Bis zur Markteinführung des neuen Kraftstoffs, der wasserunlöslich ist, werden allerdings noch einige Entwicklungsschritte erforderlich sein. Man setze aber große Hoffnungen in DMF, da aus Biomasse  hergestellte Kraftstoffe im Vergleich zu Erdölprodukten weniger klimaschädlich sind da sie beim Verbrennen nur so viel Kohlendioxid abgeben, wie sie zuvor als Pflanze durch Fotossynthese aus der Erdatmosphäre entnommen haben.

Niedrigster Wasserstand seit 81 Jahren

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Bild Nuet-Welt-Wasserstand-J.jpgDer Lake Superior ist der größte der fünf Großen Seen zwischen den USA und Kanada. Die Zeitung “ USA Today “ berichtet, dass der Wasserspiegel derzeit 50 cm unter dem Durchschnitt und 30 cm unter dem Tiefstand vom vergangenen einen Jahr liegt. Wissenschaftler der Universität von Minnesota untersuchen, ob der Wasserverlust mit der Erderwärmung zusammen hängt. So sei beispielsweise die Durchschnittstemperatur des Wassers seit 1979 um ungefähr zwei Grad gestiegen. Der See und ist flächenmäßig der größte  Süßwassersee der Welt. Die Auswirkungen sind ganz unterschiedlich, so ist beispielsweise das Wasser an einigen Uferstellen um mehr als 15 m zurückgegangen, Schiffe fahren mit geringerer Ladung, Boote haben Schwierigkeiten, einen Ankerplatz zu finden. Auch die Elektrizitätswerke müssen ihre Kapazitäten deutlich drosseln.

Körperflüssigkeiten für NASA Astronauten

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Bild Nuet-Welt-Nasa-J.jpg Der Wassertransport per Raumschiff oder mit unbemannten Versorgungsraumfahrzeugen kostet derzeit etwa  11.000 $ pro Liter, deshalb plant die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA, dass die Astronauten künftig ihren Flüssigkeitsbedarf durch eigene Körperflüssigkeiten decken. Es ist geplant, dass die Astronauten auf der ISS ihren Urin und Schweiß zum Trinken und Waschen verwenden. Die Flüssigkeiten sollen zusammen mit anderem Abwasser zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser aufbereitet werden, um den Bedarf von etwa 4,4 l pro Tag und Raumfahrer zu decken.

Wassersucher auf dem Mars

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Bild NUET-Welt-Mars-J.jpgDer Nordpol des in Mars ist das Ziel eines Roboters, den die NASA im August ins All geschickt hat. Er ist mit einem 2,3 m langen Roboterarm ausgestattet, mit dem er den Perma-Forst-Boden anbohren kann. Eine weitere seiner Aufgaben ist es, herauszubekommen ob während des Marsommers das Eis in schmilzt. Die Wissenschaftler wollen herausbekommen ob Mikroben auf dem Nordpol  leben können. Deshalb wird er auch eine chemische Analyse vom Eis durchführen und das Wetter beobachten. Die NASA erhoffte sich auch Hinweise darauf, warum aus dem ehemals feuchten und warmen Mars ein kalter und trockener Planet wurde.

Autorennen – und dann Öl auf der Fahrbahn

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Bild NUET-Welt-Autorennen-J.jpgNichts ist so gefährlich wie Öl auf dem Belag, deshalb sind an der Strecke immer Mitarbeiter die für das sogenannte Abstreuen zuständig. Das ist eine aufwändige und umständliche Arbeit, die seit neuestem ORCA übernimmt. Orca ist eine Abkürzung für Oil Removal Concept for Areas (Ölbeseitigungskonzept für Flächen). In einem Mercedes-Sprinter ist die gesamte Technik untergebracht. Sie reinigt mit heißem Wasser, das unter Hochdruck über rotierende Düsenbalken mit Flachstrahl aufgebracht wird. Anschließend wird die Wasserflotte mit den darin gelösten Verunreinigungen im selben Arbeitsschritt über eine Absaugung am Fahrzeugheck wieder aufgenommen. Das beschriebene Verfahren eignet sich natürlich nicht nur für Rennstrecken, sondern auch für alle anderen ölverschmutzten Verkehrsstraßen.

Weitere Informationen unter www.metras.de

TBC – Erreger vor 115 Jahren entdeckt

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Bild Nuet-Wissen-TBC-F.JPGSchon als junger Landarzt richtet Robert Koch in seiner Wohnung ein Labor ein, in dem er seine freien Abende verbringt. Hier entdeckte er 1876 die Spuren des Milzbrands. Möglicherweise, so seine Idee, bereitet sich die gefährliche Tuberkulose, an der jährlich 80.000 Deutsche sterben, ähnlich aus. Koch wechselt ins Labor des kaiserlichen Gesundheitsamtes in Berlin. Im Herbst 1881 macht er sich auf die Suche nach dem Erreger. Proben bekommt er aus der nahen Charite-Uniklinik. Koch infiziert zwei Meerschweinchen, um zu untersuchen, wie diese ihre Artgenossen anstecken. Gleichzeitig sucht er nach einem Färbemittel, das den Erreger unter dem Mikroskop sichtbar macht. Nach vielen Fehlversuchen glückt ihm das mit Hilfe von  Methylenblau. Unter dem Mikroskop sieht er plötzlich blaue Stäbchen- es ist der tödliche Tuberkelbazillus, wie Koch es nennt. Am Abend des 24. März 1882 hält der 38-jährige im Bibliothekszimmer des Hygienischen Instituts einen Vortrag.

“ Über Tuberkulose “ heißt der Vortrag. Im Publikum sitzen die bekanntesten Ärzte der Stadt. Koch ist kein begnadeter Redner, nur zögernd kommen ihm die Worte über die Lippen. Bescheiden berichtet er zunächst über die Versuche anderer. Erst dann zeigt er seine eigenen Fotografien und Ergebnisse. “ In Zukunft wird man es im Kampf gegen diese schreckliche Plage nicht mehr mit einem unbestimmten Etwas, sondern mit einem fassbaren Parasiten zu tun haben „, kündigt er an. Besiegt ist der Erreger auch 115 Jahre später nicht: jedes Jahr sterben 1,7 Millionen Menschen weltweit an Tuberkulose.

PFT fast täglich in den Nachrichten

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Bild Akt-PFT.jpg Die Länder Bayern und Baden-Württemberg habe Anfang August eine Information über ihre PFT– Untersuchungen veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass im Klärschlamm bei 5 von 17 Kläranlagen in Bayern und 47 von 157 Kläranlagen  in Baden Württemberg überhöhte Konzentrationen gefunden wurden. Die Anlagen wurden aufgefordert ihren Klärschlamm zur Verbrennung zu geben, die baden württembergische Umweltministerin appellierte an den Bund, einheitliche Grenzwerte für PFT festzulegen. „Notwendig wäre außerdem eine umfassende toxikogische Bewertung der Stoffgruppe “ so die Ministerin.

In Nordrhein Westfalen gilt ein Grenzwert von 100 Mikrogramm pro Kilogramm Trockensubstanz. Diesem Wert wollen sich die beiden Süd-Länder zunächst anschließen. In ganz Europa gibt es keinen entsprechenden Grenzwert für PFT. Inzwischen wurden auch die Verursacher der hohen PFT- Konzentrationen im Klärschlamm der Kläranlage Peterzell/ BaWü gefunden. Mit analysierten 5136 Mikrogramm pro Kilogramm Klärschlamm ist die Anlage damit Landesspitzenreiter.Als Verursacher wurden zwei Galvaniken ausgemacht, die zur Oberflächenbehandlung PFT-haltige Waschmittel einsetzen. Der Klärschlamm wurde erfreulicherweise nicht landwirtschaftlich verwertet, sondern verbrannt.

Meeresgeruch aus dem Labor

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Bild Nuet-Welt-Meerwasser-J.JPGForscher haben herausgefunden, wie Bakterien den typischen Meeresgeruch produzieren.

Ein britischer Forscher berichtet, er habe in einem Meereskeim das Enzym entdeckt, mit dem dieser das Gas Dimethylsulfid (DMS) produziert .Dieses steigt wiederum dem Strandgänger in die Nase.

Das Bakterium hatte er im Schlamm an der Küste gefunden. Es gelang ihm sogar im Labor künstlichen Meeresgeruch zu erzeugen, indem er auf Darmbakterien das entsprechende Gen übertrug und diese dadurch zur Gasproduktion zwang.

Das Gas erinnert nicht nur an Strand und Wellen, sondern ist eines der wichtigsten Gase im Klimahaushalt. In der Atmosphäre bildet es Kondensationskeime, an denen feine Wassertröpfchen und schließlich Wolken entstehen. Diese wiederum reflektieren das Sonnenlicht ins All zurück und tragen damit zur Kühlung der Erde bei. Auch einige Seevögel orientieren sich bei der Nahrungssuche an DMS.