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Prognosewert schafft Sicherheit und hilft sparen

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Der effizienten Dosierung von externen C-Quellen in Form von leicht abbaubaren Kohlenstoffverbindungen kommt eine besonders wirtschaftliche Rolle zu.
Zum einen sind die Rohstoffpreise für Methanol, Ethanol und Essigsäure, welche am häufigsten dosiert werden stark angestiegen. Zum anderen gewinnt die eigene Stromerzeugung aus Klärgas immer mehr an Bedeutung nachdem die Strompreise in den letzten Jahren geradezu explodiert sind.
Daher ist es zumindest zu überdenken, ob die derzeitige Strategie die Aufenthaltszeit in den Vorklärbecken zu verkürzen um genügend Kohlenstoff für die Denitrifikation zu haben, gesamtwirtschaftlich die richtige Alternative ist.

Es kann durchaus sinnvoll sein die Aufenthaltszeit in den Vorklärbecken zu verlängern, mehr Kohlenstoffverbindungen zu entnehmen und in die Faulung zu geben um dadurch mehr Klärgas zu erzeugen.
Die fehlenden leicht abbaubaren Kohlenstoffverbindungen müssen dann nur durch die Zugabe von externen C-Quellen ersetzt werden.

Untenstehende Grafik zeigt den typischen Verlauf von TKN im Ablauf der Vorklärbecken über einige Tage. Deutlich sind die starken Schwankungen von Fracht und Konzentration im Tagesverlauf zu sehen.

Grafik 1: Ganglinie TKN abl. VKB
Bild FW-AWT-Stickstoff-1.JPG

Die Dosierung der externen C-Quellen findet hauptsächlich an den Wochenenden bei ungünstigen C/N-Verhältnissen statt. Das Ziel der Dosierung ist, dass die Konzentration des Summenparameters
Nanorganisch (Summe aus NO2-N, NO3-N und NH4-N) im Ablauf der Kläranlage einen bestimmten intern festgelegten Wert nicht übersteigt. Bei einer Dosierung der Kohlenstoffverbindungen in die Biologie z.B. in die Denitrifikationszone einer vorgeschalteten Denitrifiktation tritt das Problem auf, dass zwischen Dosierstelle in der Biologie und der Messstelle im Ablauf der Kläranlage eine sehr lange Aufenthaltszeit des Abwassers besteht.

Diese Aufenthaltszeit entsteht hauptsächlich durch die großen Volumen der Nachklärbecken. Eine Regelung nach dem Auslaufwert der Kläranlage hat den Nachteil, entweder nicht sicher den Zielwert im Auslauf einhalten zu können oder es sind relativ große Dosiermengen erforderlich, um ständig sehr große Sicherheitsreserven einzukalkulieren. Der Regelwert ist aufgrund der langen Aufenthaltszeit praktisch nicht konstant zu halten ist. Die Alternative, den Messwert am Ablauf der Biologie zu wählen hat den Nachteil dass schon bei relativ kurzen Spitzen dosiert wird, obwohl durch die lange Aufenthaltszeit in den Nachklärbecken die Spitzen stark geglättet werden.

Als Lösung bietet sich an, dass man auf der Grundlage des Ablaufwertes der Biologie den Auslaufwert der Kläranlage hochrechnet. Dieser errechnete Wert wird als „Prognosewert“ bezeichnet. Da die Aufenthaltszeit in den Nachklärbecken in aller Regel größer ist als in der Biologie, besteht immer noch die Möglichkeit rechtzeitig korrigierend einzugreifen. Der prognostizierte Auslaufwert der Kläranlage wird mit einer linearen Funktion berechnet. Die Funktionsgleichung sollte sich mit jeder gängigen SPS auf Kläranlagen programmieren lassen.

Formel:
Bild FW-AWT-Prognose-Formel-J.JPG

y = Prognosewert
y1 = Mittelwert Nanorg abl. Biologie der letzten Stunde
y2 = Mittelwert Nanorg abl. Biologie der letzten 15 Stunden
x1 = 1 (Durchflusszeit Nachklärbecken 1 Stunde)
x2 = 15 (Durchflusszeit Nachklärbecken 15 Stunden)
x = momentane Durchflusszeit Nachklärbecken
b = momentaner Wert Nanorg abl. Biologie

Die Durchflusszeit der Nachklärbecken errechnet sich aus Volumen der Nachklärbecken dividiert durch die Abwassermenge plus der Rücklaufschlammmenge, da Abwasser und Rücklaufschlammmenge in das Nachklärbecken fließen.

Grafik 2: Grafische Darstellung zur Berechnung des Prognosewertes

Bild FW-AWT-PrognosewertBerechnung-J.JPG

Um den Prognosewert noch zu optimieren eliminiert man die Abweichung zwischen Ergebnis Ablauf Biologie und Ergebnis Kläranlagenauslauf. Diese Abweichung ist entsteht wenn z.B. eine Denitrifikation im Nachklärbecken auftritt.
Die Berechnung des „korrigierten Prognosewertes“ ist sehr einfach. Es wird die Differenz zwischen den Mittelwerten der beiden Messwerte über eine längere Zeit z.B. 2 Tage zum ursprünglichen „Prognosewert“ addiert.

Grafik 3: Verlauf der Stickstoffwerte von Nanorg mit Prognosewert über 2 Tage
Bild FW-AWT-Nanorg-J.JPG

In der obigen Grafik über 2 Tage sind die Verläufe der Messwerte Nanorg Ablauf Biologie und Kläranlagenauslauf sowie der Prognosewert dargestellt. Trotz der hohen Spitzen im Ablauf der Biologie brauchte nicht dosiert werden. Eine Genauigkeit von ± 1 mg/l zwischen Prognosewert und tatsächlichen Auslaufwert sind durchaus realistisch.
Es ist jedoch unabdingbar, dass die dazugehörige On-Line-Messtechnik gut gewartet wird und anhand von Laboranalysen überprüft wird. Ebenso wichtig ist es, eine Ersatzstrategie für den Ausfall eines Messgerätes zu erstellen. Die Ersatzstrategie richtet sich dabei nach den betrieblichen Rahmenbedingungen.
Mit Hilfe des Prognosewertes können zielgerichtet externe C-Quellen dosiert werden.

Prinzipiell lässt sich das alles theoretisch auf alle Messparameter an gelösten Stoffen (z.B. o-P) ausweiten, ebenso sind komplexere Funktionsgleichungen denkbar um die hydraulischen Gegebenheiten im Nachklärbecken besser zu erfassen.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel haben, dann freuen wir uns auf Ihre E-Mail an Fachwissen@klaerwerk.info

Autor: CS

Abwassergebühren im Vergleich

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Die 100 größten deutschen Städte
Bericht der IW Consult GmbH Köln

Die Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH (IW Consult) hat im Auftrag der
Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) die Abwassergebühren der nach Einwohnern
100 größten Städte in Deutschland untersucht. Für diesen Vergleich wurden die Schmutzund
Niederschlagswassergebühren erhoben, die für eine Musterfamilie in den jeweiligen
Städten jährlich anfallen.

Die Abwassergebühren wurden auf Grundlage der Bedürfnisse einer vierköpfigen
Musterfamilie erhoben. Neben den Kosten für das Schmutzwasser wurden auch die Kosten
für die Niederschlagswassergebühr ermittelt. Hinzu kommen außerdem anteilig die in vielen
Städten einmalig erhobenen Beiträge zur Deckung der Kosten für die Herstellung der
öffentlichen Entwässerungseinrichtungen. Zur Erhebung dieser beiden Kostenblöcke war es
notwendig, passend zu der Musterfamilie auch ein Musterhaus zu definieren.
Mit diesem Vergleich wird den Einwohnern die Möglichkeit gegeben, sich über ihre
Gebührenhöhe zu informieren und die eigenen Kosten denen anderer Städte gegenüber zu
stellen. Auch den kommunalen Verwaltungen und den politisch Verantwortlichen wird hiermit
ein Instrument gegeben, um ihre aktuelle Positionierung im Wettbewerb der Städte um
attraktive Standortbedingungen besser einschätzen zu können.
Die Analyse der Kosten ist interessant, da sie für Außenstehende sehr intransparent
erscheinen und der Bürger keine Auswahlmöglichkeit beim Anbieter hat. Er ist somit an das
kommunale Entsorgungsunternehmen gebunden und hat im Gegensatz zu Strom- oder
Gaslieferungen keine Wahlmöglichkeit beim Anbieter. Die Bürger können lediglich durch eine …

Den ganzen Artikel lesen Sie unter:
http://www.insm.de/Suche.html

Goldener Kanaldeckel ausgeschrieben

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Das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur hat den Goldenen Kanaldeckel 2008 ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden Mitarbeiter aus Stadtentwässerungen, Tiefbauämtern oder Stadtwerken für herausragende Leistungen beim Bau, bei der Sanierung oder dem Betrieb einer modernen Kanalisationsinfrastruktur. Verliehen werden die Preise am 28. Oktober 2008 in Gelsenkirchen. Kurzbewerbungen sind möglich bis zum 29. August 2008, Langfassungen nach Vorauswahl bis zum 30. September 2008.

www.ikt.de

Hepatitis-B-Infektion keine Berufskrankheit

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Die Infektion eines Klärfacharbeiters mit Hepatitis B kann nach einem Urteil des Landessozialgerichts Saarbrücken vom 4. Juli 2007 (Az. L 2 U 137/05) ohne Nachweis eines konkreten Infektionsereignisses nicht als Berufskrankheit anerkannt werden. Klärfacharbeiter seien bei ihrer Tätigkeit einer Infektionsgefahr hinsichtlich Hepatitis B nicht in ähnlichem Maß besonders ausgesetzt wie die im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium Tätigen, so das Gericht in den Leitsätzen des Urteils. Hepatitis-B-Viren würden bei der Darmpassage so verändert, dass sie nicht mehr infektionstüchtig seien, und sie könnten auch nicht im Abwasser überleben. Ebenso sei eine Anreicherung von Heptatitis-B-Viren im Klärschlamm nicht bekannt. Nach diesem Urteil besteht für Kanal- und Klärwerksarbeiter kein besonders erhöhtes Risiko einer Infektion durch Hepatitis-B-Viren.

Das Urteil steht im Internet zum Download bereit:
www.rechtsprechung.saarland.de dort „Landesrechtsprechung Saarland“

Quelle: http://www.dwa.de

Meldungen zu Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm 2014

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Dezember 2014
23.12.2014 Prophos
23.12.2014 Projekt PASCH  
23.12.2014 Phosphorrückgewinnung mittels Ionenaustausch und Elektrodialyse (PHOSIEDI) 
23.12.2014 „Kreislaufwirtschaft für Pflanzennährstoffe, insbesondere Phosphor“ 
21.12.2014 Studien zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlämmen veröffentlicht 
August 2014
31.08.2014 Phosphor-Recycling aus Klärschlamm lohnt sich
31.08.2014 Phosphorrückgewinnung aus Abwasser 

Prophos

Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser, Klärschlamm und Rückständen thermischer Klärschlammbehandlung
Ziel dieses gemeinsamen Forschungsprojektes der TU-Darmstadt, der Universität Hannover und der Forschergruppe Feuchtemesstechnik (SMG) der Universität Karlsruhe ist es, umfassend die Möglichkeiten einer Phosphorrückgewinnung in der kommunalen Abwasserreinigung als wichtige P-Senke zu untersuchen und zu optimieren, um wieder verwertbare Rohstoffe zu schaffen. Durch die Kooperation der Projektteilnehmer kann dabei eine Betrachtung sowohl der wässrigen Phase als auch des Klärschlamms und der Klärschlammasche erfolgen.
Das Hauptziel ist, Phosphat verfahrenstechnisch praktikabel und wirtschaftlich aus Abwasser (Teilstudie A), Klärschlamm und -asche (Teilstudie B) zurückzugewinnen und ein gut verwertbares, möglichst reines, d.h. schadstofffreies Produkt zu schaffen, das entweder direkt z.B. als Dünger verwendet oder als Rohstoff in der Düngemittel- oder P-verarbeitenden Industrie eingesetzt werden kann.

Teilstudie A.1: Rückgewinnung von Phosphor aus der wässrigen Phase
Erhöhung der P-Konzentration in der Wasserphase und MAP-Fällung
Bearbeiter: ISAH Leibniz Universität Hannover
Der heute übliche Weg der Phosphatentfernung aus kommunalen Abwässern zielt darauf ab, Phosphor biologisch durch Einbindung in die Zelle und/oder Simultan- bzw. Nachfällung in die Festphase zu überführen. Ist das Ziel die Rückgewinnung des Phosphors, so ergeben sich drei Abwasserströme in denen eine gezielte Fällung als Calcium- oder Magnesium-Ammonium-Phosphat erfolgen kann. Das ist zum einen im Ablauf der Kläranlage als Nachfällung im Hauptstrom der Kläranlage, zum zweiten im Nebenstrom der Kläranlage kombiniert mit einer gezielten Rücklösung des biologisch gebundenen Phosphors aus dem Rücklaufschlamm oder eingedickten Überschussschlamm. Als Drittes besteht die Möglichkeit Phosphor im Schlammwasser (also nach der Faulung) durch Fällung erneut zu binden und der Rückgewinnung zuzuführen. Ziele des Teilprojektes A.1 innerhalb des Gesamtverbundes ProPhos sind daher:
a) Optimierung der Rücklösung von Phosphor aus dem Rücklaufschlamm und Überschussschlamm in die Wasserphase. Die für eine Maximierung der Phosphorkonzentration im Anaerobbecken des Nebenstromverfahrens notwendigen Milieubedingungen werden hierbei zunächst in Laborversuchen bestimmt und anschließend durch großtechnische Daten verifiziert.
b) Abschätzung von Aufwand und Wirkungsgrad verschiedener Desintegrationsverfahren im Hinblick auf die Phosphorrückgewinnung durch Messungen und Auswertung vorhandener Daten auf zwei großtechnischen Anlagen mit zwei unterschiedlichen Desintegrationsverfahren (Homogenisator, Ultraschall).
c) Bestimmung optimaler Betriebspunkte der MAP-Fällung (Magnesium-Ammonium-Phosphat) als alternatives Verfahren zu dem im Teilprojekt A.2 untersuchten Kristallisationsverfahren. Die verschiedenen Einflussfaktoren werden zunächst in Laborversuchen untersucht. Im Anschluss erfolgt eine Verifizierung im halbtechnischen Versuchsbetrieb. Aus den ermittelten Daten wird die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens abgeschätzt.
d) Bewertung des maximalen Rückgewinnungspotentials aus der wässrigen Phase in Abhängigkeit der verwendeten Verfahrenstechnik und dem Ansatzpunkt im Kläranlagenverlauf auf Basis der ermittelten Daten aus Teilprojekt A.1 und A.2. Basis bildet hierbei ein im Rahmen des Projektes angepasstes durchgängiges Kläranlagenbilanzmodell.

Teilstudie A.2: Rückgewinnung von Phosphor aus der wässrigen Phase
Kristallisation im Pilotmaßstab
Bearbeiter: Forschergruppe Feuchtemesstechnik, Universität Karlsruhe
Die Forschergruppe Feuchtemesstechnik (SMG) der Universität Karlsruhe beschäftigt sich in einer Teilstudie des ProPhos-Projekts mit der Phosphor-Rückgewinnung und Phosphor-Abtrennung aus kommunalem Abwasser mittels Kristallisation, um Calciumphosphat als wieder verwertbares Produkt zu generieren. Die halbtechnischen Kristallisationsreaktoren (Rührreaktor- und Schwebebetttechnologie) werden sowohl auf kommunalen Abwasserkläranlagen im Haupt- als auch im Nebenstrom eingesetzt. Dabei stehen die verfahrenstechnische Optimierung und die Materialcharakterisierung geeigneter Kristallisationssubstrate im Vordergrund.
Weiterhin wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Siedlungswasser- und Abfalltechnik (ISAH) der Universität Hannover die Möglichkeit untersucht, das Kristallisationsverfahren zur Phosphor-Abtrennung aus den Zentraten der Schlammdesintegration anzuwenden und hierin einen Vergleich mit der MAP-Fällung zunächst im Labormaßstab zu führen.

Teilstudie B: Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm und Klärschlammaschen
Bearbeiter: Institut WAR Wasserversorgung und Grundwasserschutz, Abwassertechnik, Abfalltechnik, Industrielle Stoffkreisläufe, Umwelt- und Raumplanung, Technische Universität Darmstadt
Ziel des Teilprojektes B ist Phosphat wirtschaftlich aus Klärschlamm und -asche zurückzugewinnen. In diesem Teil des Vorhabens wird Phosphor aus den Klärschlämmen und Rückständen einer thermischen Klärschlammbehandlung über chemische Extraktions- bzw. Löseverfahren abgetrennt und aus der wässrigen Phase über verschiedene Technologien, wie z.B. Membranfiltration, Ionenaustauscher aber auch Fällungen/Kristallisationsprozesse, wiedergewonnen.
Dabei sollen im Einzelnen die Umlagerungsprozesse des Phosphors während der Schlammbehandlung, insbesondere während unterschiedlicher Stabilisierungsverfahren, sowie während der thermischen Behandlung von Klärschlamm untersucht werden. Zurückliegende Forschungsvorhaben haben gezeigt, dass die Bindungsart des Phosphors und der Metalle im Klärschlamm und in Klärschlammaschen vor allem von den eingesetzten Verfahren der Phosphorelimination und der Stabilisierung abhängen. Die unterschiedlichen Bindungsformen beeinflussen die Möglichkeiten den Phosphor aus Klärschlamm und Klärschlammaschen bei verschiedenen pH Bereichen zu eluieren.
Daneben soll untersucht werden, ob es möglich ist, die Bindungsformen des Phosphors im Klärschlamm und in Klärschlammaschen durch Zuschlagsstoffe gezielt zu beeinflussen sowie eine wirtschaftliche Abtrennung und Rückgewinnung zu ermöglichen.

http://www.phosphorrecycling.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=11&Itemid=25&lang=de

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Projekt PASCH

PASCH – Rückgewinnung von Pflanzennährstoffen, insbesondere Phosphor aus der Asche von Klärschlamm
Ziel des interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojektes ist es, ein Verfahren zur Nährstoffrückgewinnung aus der Verbrennungsasche von Klärschlamm und ggf. von weiteren phosphorhaltigen Aschen zu entwickeln. Insbesondere gilt es, den Phosphor als Pflanzennährstoff zurück zu gewinnen.

In einem ersten Schritt werden für die Aschen aufbereitungstechnische Maßnahmen untersucht, um eine weitere Aufkonzentrierung des Wertstoffes Phosphor zu erzielen. Die phosphorangereicherten Aschen werden anschließend chemisch und/ oder biologisch aufgeschlossen und so der Phosphor in Lösung gebracht. Gegebenenfalls mitgelöste Metalle und Schwermetalle werden aus der Aufschlusslösung abgetrennt und der Phosphor als pflanzenverfügbares Produkt ausgefällt.

Umfangreiche Produktanalysen zur Pflanzenverfügbarkeit des eingebundenen Phosphors sowie zur Unbedenklichkeit des produzierten mineralischen Düngemittels sind im Projekt enthalten.

Mittels einer ökobilanziellen Betrachtung werden die verschiedenen Entsorgungsoptionen für Klärschlamm und Klärschlammaschen beleuchtet. Durch einen ingenieurtechnischen Vorentwurf einer nach dem entwickelten Verfahrenskonzept betriebenen großtechnischen Anlage ist eine Aussage zu den erwarteten Verfahrens- respektive Rückgewinnungskosten möglich.

Der Schlussbericht steht Ihnen hier zur Verfügung:
http://www.phosphorrecycling.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=9&Itemid=23&lang=de

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Phosphorrückgewinnung mittels Ionenaustausch und Elektrodialyse (PHOSIEDI)

Ziel des Vorhabens ist es, eine in diesem Zusammenhang neue und erfolgversprechende Verfahrenskombination zur Phosphatrückgewinnung zu untersuchen und im Labormaßstab zu realisieren. Das Konzept beinhaltet einerseits den Einsatz eines phosphatselektiven Ionenaustauschers und andererseits die anschließende Rückgewinnung des Phosphats mittels der bislang in diesem Sektor nicht untersuchten elektrochemischen Verfahrenstechnik der Elektrodialyse respektive der Elektrodeionisation.
Das Vorhaben untergliedert sich in die beiden Teilschritte Quantifizierung der Effektivität des Ionenaustauschers und Realisierung der Regeneration des Ionenaustauschers sowie der Phosphorrückgewinnung unter Einsatz der Elektrodialyse.
Das Arbeitsprogramm umfasst im Wesentlichen folgende Schritte:
Untersuchungen zur Effektivität des Ionenaustauschers
• Aufnahme von Isothermen
• Optimierung der Beladung
• Regeneration des Ionenaustauschers.
Elektrodialyse und Phosphatrückgewinnung
• Realisierung der elektrochemischen Regeneration des Ionenaustauschers
• Optimierung der elektrochemischen Randbedingungen
• Untersuchung verfügbarer Membranen zur Stoffstromtrennung und Wasserspaltung im Hinblick auf Effizienz und Lebensdauer
• Übertragung der Ergebnisse auf Dauerstrombetrieb.
Untersuchung der Qualität der Phosphorsäure
• Produktqualität und Produktakzeptanz
• Verfahrenstechnische Bilanzierung
• Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
• Vergleichende Bewertung mit konkurrierenden Technologien zur P-Rückgewinnung.
Als Abwasser für die geplanten Untersuchungen sollen einerseits Prozesswässer aus der Schlammbehandlung kommunaler Kläranlagen und andererseits phosphatreiche Industrieabwässer (Daimler/Wörth) verwendet werden.

http://www.phosphorrecycling.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=39&Itemid=63&lang=de

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„Kreislaufwirtschaft für Pflanzennährstoffe, insbesondere Phosphor“

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Förderinitiative steht die Rückgewinnung von Phosphor (Phosphat) aus Abfallstoffen – insbesondere aus kommunalen Abwässern und Klärschlämmen sowie anderen geeigneten Sekundärrohstoffen. Da viele der in Frage kommenden Ausgangsmaterialien neben Phosphor auch andere Pflanzennährstoffe wie z. B. Stickstoff, Kalium, Magnesium sowie Spurennährstoffe enthalten, werden Projekte, die auf ein Recycling auch dieser Nährstoffe abzielen, bevorzugt.
Als Beispiele für Ausgangsmaterialien, die Phosphat und andere Pflanzennährstoffe in erheblichen Konzentrationen enthalten, sind zu nennen:
• Kommunales Abwasser und Klärschlamm sowie Aschen der Klärschlammverbrennung
• Tiermehl, Knochenmehl, Fleischbrei sowie Schlachthofabfälle
• Überschussgülle, Hühnerkot und Stallmist
• Lebensmittelabfälle sowie Abfälle der Lebensmittelindustrie
Die erzeugten Ausgangstoffe für die Düngemittelindustrie müssen folgenden Bedingungen genügen:
• Die enthaltenen Pflanzennährstoffe, insbesondere Phosphat, müssen ausreichend löslich sein, um über die Pflanzenwurzeln aufgenommen werden zu können.
• Der Gehalt an Schadstoffen wie z. B. an Schwermetallen und (persistenten) organischen Schadstoffen soll die gesetzlichen Vorgaben für Düngemittel möglichst deutlich unterschreiten und bei sachgerechter Anwendung nicht zu einer Schadstoffanreicherung im Boden führen.
Die erzielten Materialien sollen entweder ohne weitere verfahrenstechnische Behandlungsschritte allein oder in Form von Gemischen als Düngemittel einsetzbar oder als Zwischenprodukt für die Düngemittel herstellende Industrie geeignet sein.

http://www.phosphorrecycling.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=14&Itemid=37&lang=de

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Studien zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlämmen veröffentlicht

Als Land ohne eigene Phosphorvorkommen kann Baden-Württemberg seine Phosphorversorgung langfristig ökologisch und wirtschaftlich nur sichern, wenn es zunehmend gelingt, Phosphor aus Abfällen zurückzugewinnen. Vor diesem Hintergrund investiert Baden-Württemberg bereits seit Jahren in die Forschung und Entwicklung von Rückgewinnungstechnologien.

Zwei wichtige Studien wurden jetzt veröffentlicht. Eine Machbarkeitsstudie zur großtechnischen Phosphorrückgewinnung in der Kläranlage in Göppingen sowie eine Untersuchung zur Rückgewinnung aus Klärschlammaschen in den Verbrennungsanlagen in Stuttgart, Karlsruhe und Ulm/Neu-Ulm wurden zu 50 Prozent mit insgesamt rund 45.000 Euro vom Umweltministerium finanziert.

Umweltminister Franz Untersteller: „Der Rohstoff Phosphor ist lebensnotwendig, er wird aber knapper und teurer. Da er durch keinen anderen Stoff zu ersetzen ist, wird die Rückgewinnung insbesondere aus Abwasser und Klärschlamm zu einer Zukunftsfrage für Baden-Württemberg. Im Klärschlamm steckt ein so großes Potenzial, dass wir damit etwa die Hälfte unserer aktuellen Phosphorimporte ersetzen könnten!“

Bundesweit spiele Baden-Württemberg auf dem Gebiet der Phosphorrückgewinnung eine führende Rolle, sagte Untersteller. In Offenburg stehe bereits eine viel beachtete und erfolgreiche Pilotanlage zur Rückgewinnung aus Klärschlämmen, die jetzt vorgelegten Studien ließen weitere Pilotanlagen zur Erforschung von Rückgewinnungstechnologien in Stuttgart und Göppingen sinnvoll erscheinen. Solche Anlagen würden vom Land finanziell gefördert: „Wir brauchen weitere praktische Erfahrungen und Entwicklungen, um Rückgewinnung lohnend betreiben zu können. Zwar gibt es schon Verfahren, mit denen bis zu 90 Prozent des Phosphors aus Klärschlammasche wiedergewonnen werden können, aber diese Verfahren müssen zur großtechnischen Anwendungsreife gebracht und wirtschaftlich optimiert werden.“

Untersteller kündigte an, dass die Untersuchung, Weiterentwicklung sowie großtechnische Umsetzung unterschiedlicher Phosphor-Rückgewinnungsverfahren in Pilotanlagen auch mit Mitteln der Europäischen Union in Höhe von acht Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014 – 2020 unterstützt würden. Diese Summe würde durch Landesmittel in einer Größenordnung von etwa sechs Millionen Euro ergänzt.

Weitere Informationen
Das Land finanziert bisher eine großtechnische Anlage zur Rückgewinnung von Phosphor in Offenburg. Die nach dem so genannten „Stuttgarter Verfahren“ arbeitende Anlage läuft seit November 2011. Mit der Pilotanlage wird ein etwa 5.000 Einwohnerwerten entsprechender Teilstrom des Klärschlamms behandelt und Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP) produziert. Die Ergebnisse dieser Anlage sind erfolgversprechend. An dieser Anlage wird derzeit die Aufbereitung des gewonnenen Phosphors weiter verbessert und an einem Verwertungskonzept gearbeitet.
Die Göppinger Studie „Rückgewinnung aus Klärschlamm“ wurde von iat – Ingenieurberatung GmbH in Zusammenarbeit mit dem Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart erstellt.
Die Studie „Interkommunales Pilotprojekt zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammaschen in Baden-Württemberg“ ist eine Arbeit des ISWA.

http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/studien-zur-phosphorrueckgewinnung-aus-klaerschlaemmen-veroeffentlicht/

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Phosphor-Recycling aus Klärschlamm lohnt sich

Knapp 13 Prozent der Phosphormenge, die in Deutschland jährlich für mineralische Dünger benötigt wird, könnte schon heute aus Aschen zurückgewonnen werden, die bei der separaten Verbrennung von Klärschlamm (Monoverbrennung) anfallen. Das zeigt eine Studie im Auftrag des UBA.
Die Studie analysierte erstmals, wie hoch der Gehalt an Phosphor, Metallen und seltenen Erden bei den rund 300.000 Tonnen Klärschlammasche ist, die in Deutschland pro Jahr bei der Monoverbrennung entstehen. Das Potenzial für die Rückgewinnung von Phosphor ist groß, das anderer Rohstoffe dagegen eher gering. Das Interesse am Phosphor-Recycling ist hoch, da die Vorkommen an phosphathaltigem Gestein, die sich derzeit wirtschaftlich abbauen lassen, zukünftig knapper werden.

http://www.umweltbundesamt.de/themen/phosphor-recycling-aus-klaerschlamm-lohnt-sich

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Phosphorrückgewinnung aus Abwasser

Insbesondere nach dem im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Paradigmenwechsel der Bundesregierung bei der Klärschlammverwertung stehen Technologien zur Phosphorrückgewinnung bei der Klärschlammverbrennung verstärkt im Fokus. Dipl.-Ing. Tobias Reinhardt von der Universität Stuttgart stellte diesbezüglich die Ergebnisse des interkommunalen Pilotprojektes der Kläranlagen Stuttgart, Karlsruhe und Neu-Ulm vor. Bei dem Projekt wurden verschiedene Rückgewinnungsverfahren – nasschemische Verfahren wie PASCH und ähnliche, thermische Verfahren wie Ash Dec – verglichen und bewertet. Erste Erkenntnis: Die nasschemischen Verfahren können eine bessere Schwermetallentfrachtung leisten, auch die Pflanzenverfügbarkeit des Phosphors ist hier besser. Auf der anderen Seite liegen bei den nasschemischen Verfahren die Kosten pro kg elementarem Phosphor höher als bei den thermischen Verfahren. Außerdem fallen bei den thermischen Verfahren geringere Mengen an zu entsorgenden Stoffen an. Das Pilotprojekt hat aber auch die Potenziale der Phosphorrückgewinnung aufgezeigt. So lassen sich laut Reinhardt bei einer Rückgewinnung von annähernd 100 Prozent des Phosphors aus der Klärschlammasche über 13 Prozent des als Düngemittel eingesetzten Phosphors substituieren. Durch die Erweiterung der Monoverbrennungsanlagen könne das Substitutionspotenzial noch weiter gesteigert werden, so Reinhardt.

Quelle: http://www.dwa-bw.de/landesverbandstagungen.html

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Nanofiltrationstechnik – Pilotanlage mit Keramikmembranmodulen in Rheinland-Pfalz

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„Gegenüber dem bereits im März 2006 genehmigten Neubau einer konventionellen Kläranlage Petersberg soll nun eine innovative Technik zur Reinigung des Abwassers eingesetzt werden“, erläuterte SGD-Vizepräsident Ralf Neumann. Ursprünglich geplant und genehmigt war eine Belebtschlammanlage mit klassischem Nachklärbecken wie sie in der heutigen Zeit vielerorts üblich sind. In Abstimmung mit den zuständigen Wasserbehörden hat sich die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen nun zum Bau einer Kläranlage mit Keramikmembranmodulen auf Basis der Nanofiltrationstechnik entschieden.

Der Unterschied zur klassischen Nachklärung liegt darin, dass die Trennung der Schlammflocke vom gereinigten Abwasser nicht durch Absetzen in einem großen Becken erfolgt, sondern mittels eingetauchter Membranmodule im Belebungsbecken. Diese Filtermembrane haben Porenöffnungen im Nanometerbereich. Das heißt, die Poren sind so klein (2000 mal dünner als ein Haar), dass die Membrane – neben der deutlich verbesserten Elimination der Kohlen- und Nährstoffe – auch Mikroorganismen wie coliforme Bakterien und Streptokokken in sehr hohem Maße zurückhalten. Zudem soll auf der Kläranlage Petersberg untersucht werden, inwieweit diese innovative Technik auch in der Lage ist, Mikroschadstoffe, wie zum Beispiel Arzneimittelreststoffe und Pflanzenschutzmittel abzubauen.

Das Reinigungsverfahren der Membranfiltration hat sich bereits seit Jahren bewährt. Bisher sind jedoch ausschließlich Polymermembrane zum Einsatz gekommen, die aufgrund ihrer kurzen Standzeiten hohe Wartungs- und Betriebskosten verursachen. In Petersberg sollen nun neu entwickelte Keramikmembrane zum Einsatz kommen.

„Das Pilotprojekt wird vom Land Rheinland-Pfalz gesondert gefördert und von der Universität  Kaiserslautern über einen Zeitraum von 18 Monaten wissenschaftlich begleitet“, so Ralf Neumann abschließend.

Die Gesamtkosten für die Kläranlage Petersberg sind mit 2,57 Millionen Euro veranschlagt.

Pressemitteilung von : http://www.sgdsued.rlp.de

Links zu Verbänden

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Deutscher Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft e. V. (DBVW)
Als deutschlandweit agierender Spitzenverband bündeln wir Landesverbände der Wasserwirtschaft, um gemeinsame Interessen und Kompetenzen auf Bundes- und Europaebene zu vertreten, zu sichern und zu stärken.
Die dahinter stehenden Wasserwirtschaftsverbände sind z. B. für die Unterhaltung der Gewässer für die Erhaltung der Küstendeiche und den Hochwasserschutz im Binnenland verantwortlich. Des Weiteren gehören der Ausbau, insbesondere die Renaturierung der Gewässer, die Landschaftspflege sowie die Regelung des Bodenwasserhaushaltes in Abhängigkeit von der jeweiligen Nutzung (Beregnung und Dränage) zu den Aufgaben. Eine wichtige Säule ist zudem die verbandliche Trinkwasserversorgung sowie die Entsorgung des Abwassers.
 
Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw) 
Die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw) hat sich am 25. Januar 2006 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss aus Aggerverband, Bergisch-Rheinischem Wasserverband, Emschergenossenschaft, Erftverband, Linksniederrheinische Entwässerungsgenossenschaft (LINEG), Lippeverband, Niersverband, Ruhrverband, Wasserverband Eifel-Rur und Wupperverband. Der Sitz der Arbeitsgemeinschaft ist Bergheim.Ziel des Zusammenschlusses ist es, wasserpolitische Themen bürgernah zu kommunizieren und der breiten Öffentlichkeit die Bedeutung der Wasserwirtschaft deutlich zu machen. So sind die Wasserwirtschaftsverbände in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen für die Reinigung von Abwasser und die Bewirtschaftung von Grund- und oberirdischen Gewässern zuständig. Sie sind gemeinwohlorientiert und arbeiten ohne Gewinnerzielungsabsicht.Die Verbände der AGW decken etwa zwei Drittel der Fläche des Landes NRW ab und betreiben 323 Kläranlagen mit rund 17,7 Mio. Einwohnerwerten. Sie betreiben 29 Talsperren und sind für die Betreuung von rund 17.500 km Fließgewässer verantwortlich.
http://www.agw-nrw.de/index.php?id=5
Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) e.V. 
Die AöW ist die Interessenvertretung der öffentlichen Wasserwirtschaft in Deutschland. Gegründet im Jahr 2007 kommen unsere Mitglieder mittlerweile aus allen Bundesländern. Die AöW ist ein Zusammenschluss von öffentlich- rechtlichen Einrichtungen und Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, der Wasser- und Bodenverbände sowie des Flussgebietsmanagements, die ihre Leistungen ausschließlich selbst oder durch verselbständigte Einrichtungen in öffentlichrechtlichen Organisationsformen erbringen.Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder mit einer Hauptstadtvertretung in Berlin. Von hier aus treten wir mit Regierungsvertretern, Abgeordneten, Fachleuten und auch mit Journalisten in Kontakt, um für unsere Ziele zu werben. Wir sind auf Messen präsent, informieren mit Publikationen und machen durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf die Probleme und Forderungen der öffentlichen Wasserwirtschaft aufmerksam.
http://www.allianz-wasserwirtschaft.de/
Verband zertifizierter Sanierungs-Berater für Entwässerungssysteme e. V. (VSB) 
Der VSB ist der Zusammenschluss zertifizierter Fachleute für das Erhaltungsmanagement von Entwässerungssystemen. VSB-Mitglieder stehen als neutral beratende Fachleute Netzbetreibern zur Verfügung.Der VSB ist unabhängig, seine Inhalte und Aufgaben werden durch die Mitgliederversammlung vorgegeben und kontrolliert.Die Zusammensetzung der Mitglieder in % (Stand 30. 09. 2009
* planende und beratende Ingenieure 61%
* ausführende und herstellende Unternehmen 22%
* öffentliche Betreiber 17%
https://sanierungs-berater.de/index.html
Kunststoffrohrverband e.V. (KRV) 
Der Kunststoffrohrverband e.V. (KRV), im Juli 1957 gegründet, ist der Fachverband der Kunststoffrohr-Industrie mit Sitz in Bonn. Zu seinen Mitgliedern zählen weltweit bedeutende Rohstoffhersteller und nahezu alle wichtigen Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken in Deutschland.Der KRV versteht sich als Koordinierungs- und Informationszentrale für seine Mitglieder und kompetenter Ansprechpartner für die Fachwelt. Er ist Mittler zwischen Hersteller – Planer – Verleger – Anwender. Seine Zielsetzung und die seiner Mitglieder ist es, Produkte von höchster Qualität anzubieten, die das in sie gesetzte Vertrauen verdienen!
http://www.krv.de
Rohrleitungssanierungsverband e.V. 
Der RSV – Rohrleitungssanierungsverband setzt Standards für Gas, Wasser und Abwasser.Die Qualitätssicherung und die Förderung des Einsatzes von modernen und ausgereiften Sanierungsverfahren ist das Hauptziel des Verbandes. Dies schafft er unter anderem durch die Definition von Qualitätsstandards. In speziell eingerichteten Arbeitsgruppen beschäftigen sich Experten mit der Festlegung und Beschreibung von Qualitätskriterien bei der Rohrsanierung.
http://www.rsv-ev.de/index.cfm
VKU Verband kommunaler Unternehmen e. V. 
Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt die Interessen der kommunalen Wirtschaft in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung und Umweltschutz. Bundesweit sind 1.355 Mitgliedsunternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund 71 Mrd. und über 233.000 Beschäftigte im VKU organisiert.
http://www.vku.de/
Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau – (BWK) e.V. 
Der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) ist ein wissenschaftlich/technischer Verband von Fachleuten im Umweltschutz.
Der BWK will das berufliche Fortkommen seiner Mitglieder fördern und das Sprachrohr für klare Positionen und Standpunkte seiner Mitglieder sein. Die Positionsbestimmung bezieht sich nicht allein auf Themen aus dem gesamten Fachgebiet, sondern auch auf das gesellschaftliche politische Umfeld seiner Mitglieder.
http://www.bwk-bund.de/
Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. 
Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. (BDE) mit Sitz in Berlin ist mit seinen 750 Mitgliedsunternehmen die größte Vereinigung der Recycling-, Entsorgungs- und Wasserwirtschaftsbranche in Deutschland und Europa. Die unter dem Dach des BDE organisierten Unternehmen in privater Rechtsform leisten einen enormen Beitrag zum Klimaschutz und haben großen Anteil daran, dass Deutschland heute Recycling-Weltmeister ist.
http://www.bde-berlin.org/
Der Fachverband Biogas e.V. 
Der Fachverband Biogas e.V. vereint bundesweit Betreiber, Hersteller und Planer von Biogasanlagen, Vertreter aus Wissenschaft und Forschung sowie Interessierte.
Seit seiner Gründung im Jahr 1992 hat sich der Verband mit fast 3.000 Mitgliedern zu Europas stärkster Organisation im Bereich Biogas entwickelt.
Der Fachverband Biogas e.V. setzt sich durch intensive politische Interessenvertretung auf Bundes- und Länderebene für die verstärkte Nutzung der Biogastechnologie ein. Darüber hinaus fördert der Verband Erfahrungs- und Informationsaustausch im Biogasbereich.
http://www.biogas.org/
BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V 
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, vertritt rund 1 800 Unternehmen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von lokalen und kommunalen über regionale bis hin zu überregionalen Unternehmen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und 60 Prozent der Abwasser-Entsorgung in Deutschland.
http://www.bdew.de/bdew.nsf/ID/DE_Home

Wenn Mineralwasser schlecht schmeckt

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Lässt man Mineralwasserflaschen in der Sonne stehen, entwickelt das Wasser oft einen unangenehmen Geschmack. Woher dieser kommt, war bislang unbekannt. Nun gibt es Hinweise, worauf das Fehlaroma zurückzuführen ist und wie sich seine Entstehung verhindern lässt.
Jeder Deutsche hat im Jahr 2007 im Schnitt 172,4 Liter Mineralwasser getrunken. Der Verbraucher erwartet, dass es sowohl erfrischend als auch durstlöschend ist und keinen auffälligen Eigengeschmack hat. Um alle riechenden Flaschen auszusortieren, setzt die Industrie automatische „Mehrweg-Sniffer“ in den Abfüllanlagen ein. Trotzdem zeigten Verkostungen durch die Stiftung Warentest, dass immer wieder störende Aromen im Mineralwasser auftreten können. Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising haben dies bestätigt: 43 Prozent der getesteten Proben weisen einen „kunststoffartigen“ Geruch auf, Fachleute sprechen von „Sonnenlichtaroma“, bei fünf Prozent waren ein „muffiger, modrig, schimmeliger Geschmack“ und bei 14 Prozent eine „fruchtige Geschmacksnote“ festzustellen.

Andrea Strube vom IVV hat nun die Stoffe identifiziert, die das „Sonnenlichtaroma“ verursachen. „Seine Entstehung wird durch direkte Sonnenbestrahlung beschleunigt“, so die Chemikerin. „Jeder kennt das: Lässt man eine Plastikflasche länger in der Sonne liegen, schmeckt das Getränk anschließend unangenehm nach Kunststoff.“ Bisher nahm man an, dass dafür das Gleitmittel verantwortlich ist: Es wird auf die Flaschenverschlüsse gegeben, damit man sie mit normalem Kraftaufwand öffnen kann. Strube analysierte den Geruch, indem sie die flüchtigen Substanzen in ihre Einzelkomponenten aufspaltete. Beim Test dieser Komponenten durch die menschliche Nase zeigte sich, dass die störenden Bestandteile gleich auf mehrere chemische Verbindungen zurückzuführen sind – der Kunststoffgeruch kommt nicht allein vom Gleitmittel. Strube vermutet, dass Verunreinigungen des Gleitmittels oder andere Verpackungs-Additive ihn auslösen.

Auch muffige Komponenten zu vermeiden, ist nicht einfach. Diese bilden sich meist, nachdem Verbraucher in den PET-Mehrwegflaschen Fruchtsäfte oder andere Getränke aufbewahrt haben. Bleiben Reste in der Flasche zurück, können diese Schimmel ansetzen. Die dabei entstehenden Geruchsstoffe dringen in die Flaschenwand ein und werden später an das Mineralwasser abgegeben. Die Mehrweg-Sniffer in den Abfüllanlagen können diese Flaschen nicht erkennen, weil die Konzentration der Aromen in der Luft dafür viel zu niedrig ist. Allein die menschlichen Sinne können sie wahrnehmen. Strube konnte die verantwortlichen Substanzen identifizieren und sucht jetzt nach den Mikroorganismen, die sie produzieren. „Wir hoffen so eine Möglichkeit zu finden, schlecht riechende Flaschen automatisch zu erkennen.“

Ansprechpartner:
Andrea Strube
Telefon: +49 8161 491-0
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung
IVV
Giggenhauser Straße 35
85354 Freising
www.ivv.fraunhofer.de

Fraunhofer-Gesellschaft, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Gesellschaft

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news272865