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Badespaß im eiskalten Klärbecken

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NIEDERKASSEL. Nun ist es endgültig geklärt: Man kann in einem Belebtschlammbecken einer Kläranlage schwimmen, obwohl das Wasser maximal mit Luftbläschen gesättigt ist. „Es hält sich ja sehr hartnäckig dieses Gerücht, dass das Wasser aufgrund des hohen Luftgehaltes nicht trage und man wie ein Stein zu Boden sinke“, bestätigte Dr. Andrea Deininger und zeigte auf drei Mitarbeiter der städtischen Abwasserwerke: Uwe Nolting, Sebastian Ludiga und Marcus Killart schwammen mit Frank Schlösser vom Ingenieurbüro Artemis im dritten belüfteten Belebtschlammbecken der…

Den Ganzen Artikel lesen Sie unter:

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1218382124208.shtml

Tarifliches Weihnachtsgeld 2008 – ein Plus in vielen Branchen

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Das tarifliche Weihnachtsgeld fällt in diesem Jahr in vielen Branchen höher aus als im vergangenen Jahr. Das Plus beträgt je nach Tarifbereich zwischen 1,6 und 11,1 Prozent. Dies entspricht bezogen auf die mittlere Vergütungsgruppe einem Zuwachs zwischen 18 und 193 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt das WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung in einer Auswertung von Tarifverträgen aus 23 Branchen. „Die Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben profitieren von den besseren Tarifabschlüssen in dieser Tarifrunde“, stellt der Leiter des WSI-Tarifarchivs Dr. Reinhard Bispinck fest.

– In der Druckindustrie bekommt ein Arbeiter in der mittleren Lohngruppe ein Weihnachtsgeld von 2.290 Euro, das sind 48 Euro oder 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

– Im Bauhauptgewerbe (West) klettert das Weihnachtsgeld in der mittleren Lohngruppe um 39 Euro (3,0 Prozent) auf 1.319 Euro.

– Im Versicherungsgewerbe erhält ein/e Angestellte/r in der mittleren Entgeltgruppe mit 1.969 Euro ein Plus von 58 Euro oder 3,0 Prozent.
Auch im Einzelhandel NRW steigt der Gehaltsbetrag um 3,0 Prozent (37 Euro) auf 1.291 Euro.

– In der Textilindustrie Westfalen und Osnabrück fällt die Steigerung in der mittleren Lohngruppe mit 64 Euro (3,6 Prozent) auf 1.844 Euro etwas stärker aus.

– Im öffentlichen Dienst (Gemeinden) steigt die Jahressonderzahlung in der mittleren Entgeltgruppe nach dem Abschluss vom Frühjahr um 107 Euro (5,4 Prozent) auf 2.074 Euro.

– In der Chemischen Industrie Nordrhein steigt das Weihnachtsgeld um 110 Euro (4,4 Prozent) auf 2.624 Euro in der mittleren Entgeltgruppe.
Bei der Deutschen Bahn AG fällt der Anstieg mit einem Plus von 193 Euro (11,1 Prozent) am stärksten aus.

– In der Metallindustrie Nordwürttemberg/Nordbaden fällt die Steigerung mit 18 Euro (1,7 Prozent) auf 1.115 Euro in der mittleren Lohngruppe relativ gering aus. Im Vorjahr stieg es aber bereits aufgrund des guten Tarifabschlusses von 2007 um 4,1 Prozent (alle Daten für die genannten Branchen in West- und Ostdeutschland in einer Tabelle in der pdf-Version dieser Pressemitteilung; Link zur pdf-Version mit Tabellen und Grafik am Fuß dieses Textes).

Die Auswertung des WSI-Tarifarchivs zeigt weiter: In den meisten Wirtschaftszweigen sehen die geltenden Tarifverträge ein Weihnachtsgeld vor. Es wird überwiegend als fester Prozentsatz vom Monatseinkommen berechnet (siehe auch die Grafik und die ausführliche Tabelle im Anhang zur pdf-Version dieser Pressemitteilung). Die in den einzelnen Tarifverträgen festgelegten Prozentsätze haben sich im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert.

Ein im Vergleich hohes Weihnachtsgeld (100 bzw. 95 Prozent eines Monatseinkommens) erhalten unter anderem die Beschäftigten im Bankgewerbe, in der Süßwarenindustrie, in der westdeutschen Chemieindustrie sowie in der Druckindustrie. Darunter liegen unter anderem die Bereiche Versicherungen (80 Prozent), Einzelhandel (West) (62,5 Prozent) sowie Metallindustrie (West) (55 Prozent). Im öffentlichen Dienst (Gemeinden) beträgt das Weihnachtsgeld je nach Vergütungsgruppe zwischen 60 und 90 Prozent. In vielen Bereichen haben die Beschäftigten in den neuen Ländern mittlerweile gleichgezogen.

Weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen erhalten die Ost-Beschäftigten z. B. in den Bereichen Chemie (65 Prozent), öffentlicher Dienst (Gemeinden 45 – 67,5 Prozent) und Metallindustrie (50 Prozent). Kein Weihnachtsgeld erhalten unter anderem die Beschäftigten im Gebäudereinigerhandwerk und im Bauhauptgewerbe Ost.

Weitere Informationen:
http://www.boeckler.de/pdf/p_ta_2008_11_05.pdf – Die PM mit Tabellen, Grafik und Ansprechpartnern
Pressemitteilung
Rainer Jung, Abt. Öffentlichkeitsarbeit
Hans-Böckler-Stiftung
05.11.2008
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news287091

 

Jubiläumsveranstaltung zum 40-jährigen Bestehen der Kläranlagennachbarschaften

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„Kläranlagennachbarschaften sind eine Erfolgsgeschichte für die Abwasserreinigung im Land“, erklärte Ministerialdirektor Bernhard Bauer bei der Jubiläumsveranstaltung zum 40-jährigen Bestehen der Kläranlagennachbarschaften heute (13. November 2008) in Renningen (Landkreis Böblingen). Sie seien aus Sicht des Landes ein unverzichtbarer Bestandteil des Gewässerschutzes in Baden-Württemberg. Die Nachbarschaftstage würden für das Betriebspersonal und die Kläranlagenbetreiber eine gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Aus- und Fortbildung bieten. „Der jährliche Leistungsvergleich der Kläranlagen, der den Betreibern die Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit und einen Quervergleich mit anderen Anlagen ermöglicht, ist Grundlage für das hohe Qualitätsniveau, das beim Betrieb der Kläranlagen erreicht wurde“, so Bauer.

Trotz der Erfolge und des hohen Niveaus bei der Abwasserreinigung dürfe es kein Ausruhen geben, mahnte Bauer. „Um die hohe Qualität auch in Zukunft zu sichern, bedarf es weiterer Anstrengungen.“ So müsse verstärktes Augenmerk den auch nach der herkömmlichen Abwasserreinigung in Kläranlagen noch enthaltenen organischen Spurenschadstoffen wie Arzneimittelrückständen gelten. Diese Stoffe würden zwar nur in geringen Mengen vorkommen, könnten sich aber beispielsweise in der Umwelt anreichern oder toxisch beziehungsweise hormonell wirken und so zu einer Gefahr für Ökosysteme werden. „Es sind Wechselwirkungen wie Missbildungen bei Gewässerorganismen bekannt.“ Dabei könnten über neuartige Filtertechniken die Spurenschadstoffe eliminiert werden. Ministerialdirektor Bauer appellierte deshalb an die kommunalen Kläranlagenbetreiber, notwendige Sanierungen von Anlagen zu nutzen um nachträglich neue Umwelttechniken wie Aktivkohlefilter einzubauen.

Gleichzeitig müsse die Verbrennung von Klärschlämmen und damit ihre energetische Nutzung weiter forciert werden. „Es ist ökologisch nicht zu vertreten, mit viel Aufwand die Schadstoffe aus dem Abwasser zu entfernen, um sie nachher in der Landwirtschaft und der Landschaftspflege auszubringen.“ In Baden-Württemberg werde gezeigt, dass die Klärschlammdüngung auf Böden verzicht-bar sei: Der Anteil des thermisch verwerteten Klärschlamms ist von rund 30 Prozent im Jahr 2001 auf zwischenzeitlich über 80 Prozent geklettert. Neben der energetischen Nutzung der Klärschlämme würden auch häufig Faulgase auf Kläranlagen zur Wärme- und Stromgewinnung genutzt. Auch der Energieverbrauch könne optimiert werden, hier sei aber darauf zu achten, dass dadurch die Reinigungsleistung nicht beeinträchtigt werde. Einige Betreiber hätten hier schon innovative Ideen entwickelt. „Alle diese Themen wurden und werden im Rahmen der Nachbarschaften besprochen und so wertvolle Informationen unter Kollegen ausgetauscht, die dann den weiteren Fortschritt in der Abwasserreinigung im Land befördern“, erklärte der Ministerialdirektor.

Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg

Hilfe bei Blähschlamm, Schwimmschlamm oder Schaum

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Blähschlamm-Monitoring

Zum Standard moderner Kläranlagen gehört heute die weitergehende Stickstoffelimination. In Folge dieser Technologie entstanden aber auch neue biologische Situationen, immer mehr Anlagen bekamen Probleme mit grampositiven Schwachlast-Fadenbakterien wie Microthrix parvicella und Nocardioforme Actinomyceten (Nocardia). Inzwischen haben ca. 70 % aller kommunalen Kläranlagen saisonal oder ganzjährig Probleme mit Blähschlamm, Schwimmschlamm oder Schaum. Die Bekämpfung erfolgt in der Regel mit aluminiumhaltigen Fällmitteln. Die Ursachen der Probleme werden dadurch jedoch häufig nicht beseitigt.

Nicht immer sind fadenförmige Organismen allein Schuld an schlecht absetzbarem Belebtschlamm oder Schaum. In ca. 50 % der Fälle kommen ungünstige Verhältnisse der Abwasserzusammensetzung erschwerend hinzu.

Da für die meisten Anlagen die durchgeführten Maßnahmen aus unterschiedlichen Gründen einer blackbox ähneln, bietet die Firma Bioserve GmbH, Mainz einen neuen Baustein in ihrem umfangreichen Dienstleistungsangebot an.

Das Blähschlamm-Monitoring bestehend aus zielgerichteten Untersuchungen (Fadenbakterienbestimmung, Wasserchemie, Begehung vor Ort) und Diagnose und Empfehlungen zur Problemlösung durch verfahrenstechnische oder bauliche Maßnahmen. Da sich die biologischen Prozesse in der Belebung nur langsam verändern, besteht das Konzept aus regelmäßigen weiteren Untersuchungen zur Erfolgskontrolle. Dadurch wird auch der optimale Zeitpunkt für den Einsatz von Fällungs- und Flockungsmitteln oder anderen Zusatzstoffen ermittelt.

Weitere Informationen durch

Bioserve GmbH
Carl-Zeis Str. 53
D-55129 Mainz

Tel. 0 61 31-90 622-68
Fax 0 61 31-90 622-69
Info@Bioserve-GmbH.de

www.Bioserve-GmbH.de

http://www.bioserve.info/Fettablagerungen-und-Fettabscheidung/Optimierte-Fettabscheidung

Klage gegen Kapazitätserweiterung der Klärschlammverbrennungsanlage im Industriepark Höchst abgewiesen

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RP Darmstadt erläutert Zusammenhänge und Abläufe 

Der Verwaltungsgerichtshof Kassel (VGH) hat mit Urteil vom 24. September 2008 die Klage einer Anwohnerin gegen die Genehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt für die Kapazitätserweiterung der Klärschlammverbrennungsanlage (KVA) im Industriepark Frankfurt-Höchst abgewiesen. Vor dem Hintergrund dieser Entscheidung möchte das Regierungspräsidium (RP) nochmals zur Aufklärung der Öffentlichkeit auf die Zusammenhänge und Verfahrensabläufe aufmerksam machen.

Die Klärschlammverbrennungsanlage war im Jahre 1991 für einen Mengendurchsatz von 130.000 Jahrestonnen (t/a) genehmigt worden. Bei den zugelassenen gefährlichen Abfällen handelte es sich hauptsächlich um industrielle Klärschlämme. In den Folgejahren wurden Anzeige- und Änderungsgenehmigungsverfahren durchgeführt, wobei u.a. die Jahresverbrennungskapazität im Jahre 2001 auf 160.000 t/a und 2005 auf 190.000 t/a angehoben wurde.

Im Jahre 2006 beantragte die Infraserv GmbH & Co Höchst KG als Betreiberin eine Erhöhung der Verbrennungskapazität auf 225.000 t/a. Es wurde daraufhin vom Regierungspräsidium ein Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt und am 27. Juni 2007 eine Änderungsgenehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erteilt. Hiergegen richtete sich die Klage der etwa 250 m entfernt von der Anlage in Frankfurt-Sindlingen wohnenden Nachbarin.

Hauptkritikpunkte der Klägerin waren die angeblich mangelnde Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung und die befürchtete Zunahme von Schadstoff- und Lärmbelastungen. Das RP hatte die Genehmigung erteilt, da nach dem Ergebnis der Prüfung im Genehmigungsverfahren die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt waren, insbesondere keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt zu besorgen waren.

Die RP-Genehmigung erlaubt innerhalb der erhöhten Gesamtkapazität auch die Mitverbrennung von bis zu 45.000 t/a anderer fester Abfälle als Klärschlämmen und maximal 20.000 t/a flüssiger Abfälle. Eine solche Mitverbrennung hatte schon die ursprüngliche Anlagengenehmigung der KVA bei entsprechender Zustimmung der Behörde nicht ausgeschlossen. Seit 2004 war die Menge dieser Zusatzstoffe auf bis zu 30.000 t/a fester und 5.000 t/a flüssiger Abfälle festgelegt. Der Einsatz dieser Abfälle – vor allem Kunststoffe und Lösemittel wie Methanol – dient zur Verbesserung der Verbrennungsbedingungen und zum Ersatz des dafür bisher verwendeten Erdgases.

Der VGH hat die Nachbarklage nun in vollem Umfang abgewiesen und eine Revision nicht zugelassen. Eine schriftliche Urteilsbegründung liegt noch nicht vor, so das RP abschließend.

25.09.2008 – Pressemitteilung

Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecher: Gerhard Müller
Telefon: 06151-125412E-Mail: pressestelle@rpda.hessen.de

 

UT-Ausbildertreffen Fachkraft für Abwassertechnik

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am 22. Oktober 2008 in der Stadthalle Korntal, Martin-Luther-Str. 32, 70825 Korntal (bei Stuttgart)

Inhalte:
Das diesjährige „Große Ausbildertreffen“ des DWA-Landesverbandes Baden-Württemberg steht im Fokus der elektrotechnischen Ausbildung von UT-Fachkräfte und Beurteilung von Auszubildenden. Eingangs widmen sich die Ausbilder neben den Erfahrungsberichten der zuständigen Stelle und Berufsschule den Schnittstellen – zur weiteren Optimierung der dualen Ausbildung – zwischen betrieblichen Ausbildungsplan und schulischen Lernfeldern.

Innerhalb der elektrotechnischen Aspekte werden die Inhalte der Elektroausbildung und die betrieblichen Anforderungen für die elektrotechnischen Arbeiten von UT-Fachkräften sowie deren Umsetzung im Betrieb vorgestellt und erörtert.

Der Workshop-Teil widmet sich gezielt der Beurteilung von Auszubildenden. Hierzu werden die Teilnehmer in einzelne Arbeitsgruppen aufgeteilt und gemeinsam mit einem Mentor die Kernpunkte eines Beurteilungssystems sowie die Beurteilungskriterien für UT-Fachkräfte für Abwassertechnik erarbeiten.

Zum Abschluss der Veranstaltung werden den Ausbildungsleitern Einblicke und Hinweise in die Prüfungen und Bewertungsschlüssel gegeben.

Zielgruppe:
Ausbildungsleiter und Betriebsleiter von abwassertechnischen Anlagen, Mitglieder des Prüfungsausschusses, IHK und Ausbildungsverantwortliche der Regierungspräsidien in Baden-Württemberg.
http://www.dwa.de/news/news-ref.asp?ID=4181

Bei Chemikalien sind Handschuhe Pflicht!

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Präventionskampagne Haut gibt Tipps zur Wahl des richtigen Schutzhandschuhs

Handschuhe schützen die Haut am besten vor Chemikalien. In vielen Berufen sind sie daher Pflicht. Die Auswahl an Schutzhandschuhen ist jedoch groß. Optimaler Schutz ist dann gewährleistet, wenn der Handschuh auf die Tätigkeit und die Chemikalien am Arbeitsplatz speziell abgestimmt ist. Aktuellen Erkenntnissen aus der Arbeitsschutzforschung zufolge sollten Schutzhandschuhe zudem deutlich häufiger gewechselt werden, als nach Herstellerangaben notwendig. Darauf weisen die gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung im Rahmen ihrer Präventionskampagne Haut hin.

Im vergangenen Jahr erkrankten 10.305 Menschen an einer beruflich bedingten Hauterkrankung. Mit einem Anteil von 42 Prozent sind diese die häufigste bestätigte Berufskrankheit. Nicht selten werden Hauterkrankungen von Chemikalien ausgelöst, zum Beispiel von Konservierungs- und Desinfektionsmitteln, Kühlschmierstoffen, Reinigungs- oder Lösemitteln. „Schutz vor Chemikalien ist nicht nur ein Thema für das Chemielabor“, sagt Dr. Peter Paszkiewicz, Experte am Institut für Arbeitsschutz (BGIA) in Sankt Augustin. „Chemikalien finden sich heute in nahezu allen Berufen wieder – vom Bausektor über das Metall- oder Druckgewerbe bis hin zum Gesundheitswesen.“ Viele chemische Substanzen seien aggressiv und schädigten bei Hautkontakt die natürliche Schutzbarriere des Menschen. Krankheitserreger könnten so eindringen und schmerzhafte Entzündungen hervorrufen. „Manche Stoffe können die Haut passieren und sogar Krebs verursachen“, sagt der Experte der Präventionskampagne Haut.

„Der beste Schutz ist natürlich, wenn die Chemikalie mit der Haut gar nicht erst in Berührung kommen kann“, sagt Paszkiewicz. Da dies jedoch nicht immer möglich ist, gehören Schutzhandschuhe in vielen Berufen zur Tagesordnung. Zwar bietet der Markt eine große Auswahl, doch nicht jeder Handschuh ist für jede Tätigkeit tauglich. „Entscheidend ist, mit welchen Stoffen der Arbeitnehmer in Berührung kommt. Jede Chemikalie reagiert anders. Material und Beschaffenheit des Handschuhs müssen darauf abgestimmt sein“, sagt Paszkiewicz. Bei der Wahl des richtigen Schutzhandschuhs helfe bereits ein Blick auf das Sicherheitsdatenblatt der Chemikalie oder Online-Datenbanken wie Wingis, Gisbau oder Gestis. Aber auch die Präventions-Experten der Berufsgenossenschaft oder der Unfallkasse stehen Arbeitgebern und Beschäftigten beratend zur Seite.

Angabe der Tragedauer häufig falsch
Alte Schutzhandschuhe sollten regelmäßig gegen neue ausgetauscht werden: „Kein Handschuh hält ewig“, sagt Dr. Paszkiewicz. „Chemikalien fressen sich fast immer durch das Material hindurch. Nach einer gewissen Zeit bietet der Handschuh dann keinen ausreichenden Schutz mehr.“ Jeder Hersteller sei daher verpflichtet, anzugeben, wie lange der Handschuh getragen werden dürfe. Messungen im Institut für Arbeitsschutz (BGIA) haben jedoch ergeben, dass häufig eine zu lange Tragedauer angegeben wird. „Die meisten Hersteller messen die Materialien bei Zimmertemperatur. Die wenigsten beachten jedoch dabei, dass sich die Handschuhe bei Handtemperatur erwärmen. Die Durchbruchzeiten verkürzen sich in vielen Fällen um mehr als die Hälfte der angegebenen Zeit. Es ist daher grundsätzlich empfehlenswert, dass Handschuhe häufig gewechselt werden – lange bevor eine sichtbare Schädigung des Materials eintritt“, sagt der Experte.

Die Präventionskampagne Haut
Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. Insgesamt werben rund 100 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger unter dem Motto „Deine Haut. Die wichtigsten 2m² Deines Lebens.“ dafür, das größte Organ des Menschen zu schützen. Das Ziel der Kampagne lautet: „Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!“

Weitere Informationen zur Präventionskampagne: www.2m2-haut.de

Wie finde ich den geeigneten Chemikalien-Schutzhandschuh? Das BGIA erarbeitet derzeit eine Anleitung zur Selbsthilfe. Weitere Informationen unter www.dguv.de/bgia

(Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV))

Heizwärme aus dem Abwasserkanal

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Cristina Pop, Dr. Oliver Christ, Dr. Ralf Mitsdoerffer

Wie die Stadt Straubing ihre Bürger vor ausufernden Nebenkosten bewahrt

Einleitung
Im Gegensatz zur gängigen Anschauung ist Abwasser für das Tiefbauamt der
Stadt Straubing kein lästiger Reststoff, sondern ein willkommener Energie- und
Nährstofflieferant.

So arbeitet beispielsweise die Kläranlage völlig strom- und wärmeautark. Dies
gelingt durch die effiziente Verwertung der Schmutzstoffe im Abwasser sowie
den Rückständen einer Geflügelverarbeitung in einer Biogasanlage auf dem
Klärwerk. Durch den derzeitigen Bau einer thermischen Klärschlammverwertungsanlage
kann der Schlamm zum einen umweltfreundlich entsorgt werden
und zum anderen wird zusätzlich Strom aus diesem vermeintlichen Abfallprodukt
erzeugt.

Das neueste Projekt der Stadt Straubing zielt nun darauf ab, die Wohngebäude
mit der im Abwasser enthaltenen Wärme zu beheizen. Jeder Bürger verschenkte
bisher das für Duschen, Badewannen, Wasch- und Spülmaschinen
erwärmte Wasser, indem er es mit hoher Temperatur in den Abwasserkanal
ableitet. Diese Wärme im Abwasserstrom kann aber über Wärmetauscher und
Wärmepumpen auf das notwendige Heizenergieniveau befördert werden, so
dass die Wohnungen über eine Fußbodenheizung angenehm und komfortabel
temperiert werden können. So gelingt es, die Energieeffizienz von Gebäuden
wesentlich zu erhöhen.

Mit diesen und weiteren Projekten geht die Stadt Straubing einen Weg, der
nicht nur umweltfreundlich und nachhaltig ist, sondern im hohen Maße auch
wirtschaftlich und sozial, so dass die Bürger und Gebührenzahler insgesamt
davon profitieren.

Projektbeschreibung
Die städtische Wohnungsbaugesellschaft beabsichtigt den Mietwohnungskomplex
in der Sudetendeutschen Straße einer energetischen Sanierung zu unterziehen,
die zum einen aus einer Wärmedämmung der Fassade besteht. Zum
anderen sollen die bestehenden Ölbrenner in den einzelnen Wohnungen durch
eine moderne Zentralheizung ersetzt werden.

Da es sich hier um den Komplettaustausch der Heizung handelt, können Systeme
mit niedrigen Heizungs-Vorlauftemperaturen wie der Fußbodenheizung
eingesetzt werden, so dass Wärmepumpensysteme besonders effizient arbeiten.

Darüber hinaus verläuft in unmittelbarer Nähe zu den Gebäuden einer der
Hauptsammler des Abwasserkanalsystems mit einem Trockenwetterabfluss
zwischen 360 und mehr als 720 m3/h. Aus dieser Abwassermenge lässt sich
bei einer Temperaturabsenkung von 1 °C zwischen 420 und 840 kWh Heizenergie
gewinnen, was den Jahresheizwärmebedarf von 1.000 MWh deutlich
übersteigt.

Diese Randbedingungen legen die Nutzung der Wärme des Abwassers zur
Beheizung der Wohngebäude über Wärmepumpen nahe, so dass die technisch-
wirtschaftliche Umsetzbarkeit im Rahmen einer Machbarkeitsstudie mit
finanzieller Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur,
Verkehr und Technologie überprüft wurde.

Als Ergebnis dieser Machbarkeitsstudie konnte ermittelt werden, dass der Einsatz
von einem neuartigen Bypass-Wärmetauschersystem mit integrierter Abwassersiebung
in Kombination mit einer Elektrowärmepumpe und eines Spitzenlast-
Brennwertkessels die technisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung
darstellt.

Das Wärmetauschersystem entnimmt dem Hauptsammelkanal das Abwasser,
das durch eine Siebanlage geleitet wird bevor der Wärmeaustausch über Plattenwärmetauscher
erfolgt. Die Siebung ist notwendig, da sich der Wärmetauscher
sonst durch die im Abwasser enthaltenen Feststoffe zusetzen würde.

Nach dem Wärmetauscher gelangt das gesiebte Abwasser gemeinsam mit
dem zuvor entnommenen Siebgut wieder in den Kanal zurück und wird wie bisher
in die Kläranlage geleitet – nur die Abwassertemperatur ist dann um 1 °C
niedriger.

Der über den Wärmetauscher erwärmte Wasserstrom wird dann über die Elektrowärmepumpe
auf die erforderliche Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung
angehoben, so dass die Wohnungen komfortabel beheizt sind.

Auf diese Weise gelingt es, rund 65 % der erforderlichen Heizenergie aus dem
Abwasser zu generieren. 25 % der Energie müssen in Form von preiswertem
Wärmepumpenstrom zum Betrieb der Wärmepumpe eingesetzt werden. Lediglich
10 % der Heizwärme sind zur Spitzenlastabdeckung für besonders kalte
Tage konventionell über Erdgas abzudecken.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Da die vorgestellte Technik deutlich höhere Investitionen erfordert als ein konventioneller
Brennwertkessel, wurde eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt.
Deren Ergebnis hat gezeigt, dass bereits bei jährlichen Gaspreissteigerungsraten
von 5 % die Anlage an dem Standort in Straubing wirtschaftlich
betrieben werden kann. Da in den letzten 4 Jahren die Preise von Erdgas für
Haushalte um jährlich mehr als 11 % gestiegen sind und eine gegenläufige
Entwicklung auch nicht erwartet werden kann, stellt sich die Technik der Abwasserwärmenutzung
zudem als äußerst kostensparend dar.

Die dargestellten Maßnahmen sind aber nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht interessant.
Vielmehr sind sie vor allem sozial, nachhaltig und umweltgerecht
durch:

● deutliche Nebenkostenentlastungen für die Bürger
● signifikante Einsparung an Primärenergie
● Steigerung der Energieeffizienz
● Klimaschutz durch eine 75 %ige Reduzierung der CO2-Emissonen
● Wertschöpfung durch den Bau und Betrieb der Anlagen im Inland
● Exportfähigkeit von Energie sparenden Technologien, die dazu
aber auch im eigenen Land angewandt werden müssen
● Verringerung der Abhängigkeiten von politisch oft instabilen Ölund
Gas-Exportländern und der volatilen spekulativen Energiemärkte.

Die Stadt Straubing hat früh erkannt, dass die Zeiten billiger Energie vorüber
sind und handelt rechtzeitig, so dass sich auch noch nachfolgende Generationen
unseren Lebensstil leisten können.

Danksagung
Die Stadt Straubing und GFM Beratende Ingenieure GmbH bedanken sich für
die freundliche finanzielle Unterstützung des Projektes durch das Bayerische
Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

Kontakt
Stadt Straubing, Tiefbauamt
Frau Dipl.-Ing. Cristina Pop
Seminargasse 8
94315 Straubing
tiefbau@straubing.de
www.straubing.de

GFM Beratende Ingenieure GmbH
Dr.-Ing. Oliver Christ
Dr.-Ing. Ralf Mitsdoerffer
Akademiestraße 7
80799 München
Tel.: 089/38017823
Fax: 089/38017830
christ@gfm.com
www.gfm.com

Heizwärme aus dem Abwasserkanal

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….als Ergebnis einer Machbarkeitsstudie konnte ermittelt werden, dass der Einsatz
von einem neuartigen Bypass-Wärmetauschersystem mit integrierter Abwassersiebung in Kombination mit einer Elektrowärmepumpe und eines Spitzenlast- Brennwertkessels die technisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung darstellt.

Das Wärmetauschersystem entnimmt dem Hauptsammelkanal das Abwasser, das durch eine Siebanlage geleitet und von Feststoffen befreit wird bevor der Wärmeaustausch über Plattenwärmetauscher erfolgt. Nach dem Wärmetauscher gelangt das Abwasser wieder zusammen mit den zuvor entnommenen Feststoffen in den Kanal zurück und wird wie bisher in die Kläranlage geleitet – nur die Abwassertemperatur ist dann geringfügig niedriger.

Auf diese Weise gelingt es, rund 65 % der erforderlichen Heizenergie aus dem Abwasser zu generieren.

Den ganzen Artikel lesen Sie unter:
www.klaerwerk.info/Energie–und-E-Technik/Heizwaerme aus dem Abwasserkanal

Was tut sich denn bei den Kollegen?

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Über die Vorhaben der Anlagen aus der Nachbarschaft ist man meist gut informiert, aber passiert im Rest der Republik?

Wer hat etwas Besonderes ausprobiert, eingebaut oder Erfahrungen gemacht?

Zum Beispiel:

– Neues Modellprojekt zur thermischen Klärschlammverwertung im Zollernalbkreis
– Ausbau der Kläranlage und Umbau der Abwasseranlage Großlehna im Zeitplan
– Kläranlage mit High-Tech-Filter sorgt für sauberes Wasser in der Ilz
– Intensive-Kurzzeit-Schlammbelüftung von Frischschlamm 
– Betriebsstörung führte zu Fällmittelauslauf

In der Rubrik Kläranlagen findet man noch viel mehr aktuelle Meldungen….