Ihr Ansprechpartner Ralph Siegel Abteilungsleitung Kanalunterhaltung Tel.: 0761 – 15217 – 37
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Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt
Sie haben Lust auf einen sicheren und abwechslungsreichen Job in der Umweltverwaltung Sachsen-Anhalt,
Sie wollen eine individuelle und praxisorientierte Ausbildung und
Sie möchten an der Umsetzung umweltpolitischer Entscheidungen mitwirken?
Dann sind Sie bei uns genau richtig.
Wir suchen zum 01.10.2026 vorbehaltlich des Vorliegens der haushaltswirtschaftlichen Voraussetzungen Technische Oberinspektor/in-Anwärter/-innen (m/w/d) derFachrichtung Bauingenieurwesen, Schwerpunkt Wasserwirtschaft
Wir bieten Ihnen
eine Einstellung in den 84-wöchigen Vorbereitungsdienst unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf als Technischer Oberinspektor/in-Anwärter/-in (m/w/d),
die Möglichkeit des Erwerbs der Laufbahnbefähigung für den Technischen Verwaltungsdienst der Fachrichtung Bauingenieurwesen, Schwerpunkt Wasserwirtschaft der Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt,
eine praxisbezogene Ausbildung in den Behörden Sachsen-Anhalts,
Lehrgänge im Verwaltungs- und Umweltrecht,
monatliche Anwärterbezüge der Besoldungsgruppe A 10 gemäß der Anlage 7 zu § 51 Landesbesoldungsgesetz und
gemäß § 51a Landesbesoldungsgesetz LSA einen Sonderzuschlag in Höhe von 70 v.H. des Anwärtergrundbetrages,
30 Tage Urlaub pro Kalenderjahr.
Eine Übernahme nach erfolgreicher Beendigung des Vorbereitungsdienstes in den Dienst des Landes Sachsen-Anhalt ist beabsichtigt.
Ausbildungsbehörde ist das Landesverwaltungsamt in Halle/Saale.
Einstellungsvoraussetzungen
Zum Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer
die persönlichen Voraussetzungen für die Einstellung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf im Sinne des § 7 Beamtenstatusgesetz, § 8a und § 8b Landesbeamtengesetz LSA erfüllt und
bis zum 30.09.2026 ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Hochschule mit einem Bachelor- oder gleichwertigen Studiengang im Rahmen entsprechender akkreditierter Studiengänge der Ingenieur- oder Naturwissenschaften (auch interdisziplinär), insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft oder Bauingenieurwesen abgeschlossen hat (der abschließende Notenspiegel ist einzureichen, wenn das Zeugnis noch nicht vorliegt),
Rückfragen sind bei Frau Große unter der Tel.-Nr.: 0391/567 1761 oder bei Herrn Lesse-Komorous unter der Tel.-Nr.: 0391/567 3482 sowie per Mail möglich.
Schwerbehinderte Menschen und ihnen gleichgestellte Personen werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht.
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann laden Sie umweltbewusst Ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 15.05.2026 über unser Online-Bewerbungssystem: https://interamt.de/ (Stellenangebots-ID 1405763) hoch.
Nähere Informationen zur Registrierung entnehmen Sie bitte dem dort eingestellten Hinweistext. Füllen Sie dort den Bewerbungsbogen vollständig aus und laden Sie bitte folgende Anlagen ausschließlich als PDF-Dokument hoch:
unterschriebener, lückenloser, tabellarischer Lebenslauf mit Angabe der E-Mail-Adresse,
Zeugniskopie des Studienabschlusses (einschließlich Fächer- und Notenübersicht) oder letzter Notenspiegel, wenn das Zeugnis noch nicht vorliegt und
ggf. Nachweis über Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung.
Bei im Ausland erworbenen Bildungsabschlüssen sind zwingend die entsprechenden Nachweise über die Gleichwertigkeit mit einem deutschen Abschluss beizufügen. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Internetseite der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) unter www.kmk.org/zab.
Abfall aus Kläranlagen entsorgen und gleichzeitig weißen Phosphor gewinnen: Wie das funktioniert, zeigt das neue thermochemische Verfahren FlashPhos. Es ist derzeit die einzige Technologie in Europa, die es ermöglicht, diesen wichtigen Rohstoff umweltfreundlich, effizient und kostengünstig für industrielle Anwendungen herzustellen. Ein europaweites Konsortium hat unter Koordination der Universität Stuttgart die FlashPhos-Technologie erforscht und entwickelt.
Unverzichtbarer Rohstoff Weißer Phosphor (P₄) ist für die Chemie-, Pharma-, Lebensmittel- und Elektronikindustrie ein unverzichtbarer Rohstoff. „Wir wollen eine nachhaltige Versorgung mit Rohstoffen sicherstellen, die für die Wirtschaft wichtig, aber schwer zugänglich sind und nur noch begrenzt zur Verfügung stehen“, sagt Prof. Markus Reinmöller, Leiter des Instituts für Energieverfahrenstechnik und Dynamik in Energiesystemen (IED) der Universität Stuttgart. „Das gelingt aber nur, wenn wir diese kritischen Rohstoffe in einer Kreislaufwirtschaft herstellen – so wie mit dem neuen FlashPhos-Verfahren. Herkömmliche Methoden gewinnen Phosphor aus Klärschlamm zurück, um damit Düngemittel herzustellen. FlashPhos produziert mit P₄ einen Grundstoff für eine Vielzahl industrieller Anwendungen, unter anderem für die Herstellung von Autobatterien, Flammschutzmitteln, Katalysatoren und Computerchips. Die Abhängigkeit von diesem Ausgangsstoff ist hoch, da der globale P4-Bedarf aktuell von nur vier produzierenden Ländern gedeckt wird.
Klärschlamm entsorgen und Kreislaufwirtschaft stärken Wirtschaftlich abbaubare Phosphatvorkommen sind global ungleich verteilt. In ganz Europa gibt es, bis auf kleinere Vorkommen in Finnland, keine aktuell abbaubaren Vorkommen. Auch bekannte Vorkommen in Norwegen sind nur schwer zu erschließen. Seit 2012 der letzte P4-produzierende Ofen geschlossen wurde, ist die Europäische Union (EU) vollkommen von Importen abhängig. Wegen seiner hohen wirtschaftlichen Bedeutung, der Abhängigkeit von Importen und der begrenzten Ressourcen, stuft die EU weißen Phosphor als kritischen Rohstoff ein. Gleichzeitig sind die phosphorhaltigen Klärschlämme, die bei der Abwasserreinigung in Kläranlagen anfallen, ein wachsendes Umwelt- und Entsorgungsproblem. Deswegen ist in Deutschland ab 2029 eine Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm verpflichtend vorgeschrieben.
FlashPhos-Anlagen sollen zukünftig eine umweltfreundliche Klärschlammentsorgung mit einer vollkommenen Nutzung der enthaltenen Stoffe ermöglichen. Neben dem weißen Phosphor liefert der Prozess nutzbare Stoffe, mit denen CO₂-intensive Rohstoffe ersetzt werden können. „Damit machen wir uns unabhängiger von Importen und stärken eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft“, erläutert Christian Schmidberger, Wissenschaftler am IED und FlashPhos-Koordinator.
Innovatives Verfahren in drei Schritten Das FlashPhos-Verfahren besteht aus drei Prozessschritten, in denen die Abtrennung des Phosphors vom Klärschlamm vorbereitet und durchgeführt wird. Als erstes wird in einem neu entwickelten Mahltrockner („Dryer-Grinder“) aus dem feuchten Klärschlamm ein feines, nahezu wasserfreies Pulver gewonnen. Dieses Pulver wird dann im „Flash-Reaktor“ in Millisekunden in ein brennbares Gas und phosphathaltige Klärschlammschlacke umgewandelt. Der Prozess findet bei Temperaturen von 1.600°C statt. Die benötigte Energie stammt aus den organischen (kohlenstoffhaltigen) Bestandteilen des Klärschlammpulvers. Die Klärschlammschlacke wird im letzten Prozessschritt, dem sogenannten „Refiner“, bei ähnlichen Temperaturen „veredelt“. Als Hauptprodukt entsteht elementarer weißer Phosphor. Weitere Produkte sind ein klimafreundlicher Zementersatz, eine Eisenlegierung und ein Schwermetallkonzentrat für die Metallindustrie. Gase und Abwärme, die während des FlashPhos-Prozesses entstehen, können in weiteren industriellen Prozessen Anwendung finden und fossile Brennstoffe ersetzen.
Skalierung für die industrielle Produktion Der vom Projektpartner Buss-SMS-Canzler GmbH (SMS) entwickelte Mahltrockner wurde am Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart erprobt und optimiert. Die Demonstratoren des Flash- und Refiner-Reaktors wurden gemeinsam von zahlreichen Projektpartnern entwickelt und beim Projektpartner Aufbereitung Recycling und Prüftechnik GmbH (ARP) im österreichischen Leoben aufgebaut. Die Pilotanlage verarbeitet bis zu 250 kg Klärschlammpulver pro Stunde.
Im nächsten Schritt soll eine erste große Produktionsanlage entwickelt und gebaut werden. 2028 wollen die an FlashPhos beteiligten Industriepartner beginnen, weißen Phosphor im industriellen Maßstab herzustellen. Eine Herausforderung ist unter anderem noch die Beschaffung des Klärschlamms. Das Aufkommen ist nur in dicht besiedelten Regionen hoch genug. „Ballungszentren wie das Ruhrgebiet, Barcelona, Madrid oder Mailand wären prädestiniert dafür“, sagt Schmidberger. Bis 2050 sollen FlashPhos-Anlagen die Hälfte des europäischen P₄-Bedarfs decken können. Das Forschungsteam denkt bereits über weitere Anwendungen nach. „Am IED ist unser langfristiges Ziel, auch weitere kritische Rohmaterialien aus Abfallströmen zu gewinnen“, sagt Reinmöller.
Zum Verbundprojekt FlashPhos Das Projekt FlashPhos (Laufzeit: Mai 2021 bis April 2026) wird im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizon 2020“ (Fördervereinbarung 958267) von der Europäischen Union mit rund 12 Millionen Euro gefördert. Unter Koordination der Universität Stuttgart beteiligen sich insgesamt 17 Partner aus Industrie und Wissenschaft aus Österreich, Deutschland, Belgien, Italien und Spanien an dem Projekt. Die Abschlusskonferenz des Projekts findet am 21.04.2026 im Communications Center Donawitz in Leoben statt, inklusive einer Führung durch die Versuchshallen.
Wissenschaftliche Ansprechpartner: Christian Schmidberger, Universität Stuttgart, Institut für Energieverfahrenstechnik und Dynamik in Energiesystemen, Tel: +49 711 685-67762, christian.schmidberger@ied.uni-stuttgart.de
Prof. Markus Reinmöller, Universität Stuttgart, Institut für Energieverfahrenstechnik und Dynamik in Energiesystemen, Tel: +49 711 685-63488, E-Mail: markus.reinmoeller@ied.uni-stuttgart.de
Wie der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. berichtet, untersucht eine Studie von Ramboll Civity Management Consulting, unter welchen ökologischen und wirtschaftlichen Bedingungen Phosphor aus Klärschlamm erfolgreich recycelt werden kann. Phosphor gilt als strategischer und nicht ersetzbarer Rohstoff für Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Industrie. Da Deutschland vollständig von Importen abhängig ist und globale Lieferketten als risikobehaftet gelten, rückt die Nutzung heimischer Ressourcen stärker in den Fokus.
Eine bislang kaum genutzte Ressource liegt laut Studie im Klärschlamm. Durch Recycling aus Klärschlamm oder dessen Aschen könnte ein erheblicher Teil des nationalen Phosphorbedarfs gedeckt werden. Vor dem Hintergrund der ab 2029 geltenden Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm untersucht die Studie daher, wie eine funktionierende Kreislaufwirtschaft aufgebaut und zugleich eine wirtschaftlich tragfähige Nutzung von recyceltem Phosphor erreicht werden kann.
Zu den zentralen Ergebnissen zählt, dass nur hochreine und schadstoffarme Phosphorrezyklate ökologisch vertretbar und breit einsetzbar sind. Die DPP teilt nicht die Annahme, dass nur hochreine Rezyklate relevant sind. Auch andere qualifizierte Recyclingformen leisten einen Beitrag zum Phosphorkreislauf, und jede praktikable und gesetzeskonforme Umsetzung von P-Recycling ist ein Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft.
Zudem empfiehlt die Studie eine gesetzlich verankerte Rezyklatquote im Phosphathandel, um die Rückgewinnung wirtschaftlich zu machen und einen stabilen Markt für Recyclingphosphor zu schaffen. Darüber hinaus könne Phosphorrecycling einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten und die Resilienz der Phosphorversorgung in Deutschland und Europa stärken.
Kläranlagen stoßen mehr Emissionen aus als gemeldet: Bis zu 150 Millionen Tonnen CO₂ fehlen jährlich in Klimabilanzen Kläranlagen gehören zur unsichtbaren Infrastruktur unseres Alltags. Sie reinigen Abwasser zuverlässig und sorgen dafür, dass Flüsse und Grundwasser sauber bleiben. Damit sind sie ein wichtiger Bestandteil unseres Gesundheits- und Umweltschutzes. Gleichzeitig sind ihre Emissionen deutlich höher, als bislang angegeben wird. Für das Klima spielt die Abwasserreinigung deshalb eine größere Rolle, als bisher in den offiziellen Zahlen sichtbar wird.
Eine neue Untersuchung der Princeton University, Engineering School zeigt: Viele Länder unterschätzen die Treibhausgase aus ihrem Abwassersektor um 19 bis 27 Prozent. Weltweit fehlen dadurch jedes Jahr zwischen 94 und 150 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente in den offiziellen Klimabilanzen. Das entspricht ungefähr den Emissionen des internationalen Luftverkehrs.
BDEW und VKU fordern zügige Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßen die Entscheidung des Gerichts der Europäischen Union (EuG), die Klagen der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie gegen zentrale Elemente der novellierten Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) als unzulässig abzuweisen. Insgesamt 16 Verfahren, die in drei Hauptverfahren zusammengefasst wurden – unter Beteiligung von Branchenverbänden und Unternehmen aus der Pharma- und Kosmetikindustrie – zielten darauf ab, die in der Kommunalabwasserrichtlinie festgelegte Herstellerverantwortung aufzuheben.
Die Gerichtsentscheidung entspricht der Rechtsauffassung von BDEW und VKU, wonach die Klagen vor dem europäischen Gericht keinen Bestand haben konnten. Vor diesem Hintergrund hatten die beiden Verbände den Streitbeitritt vor dem Europäischen Gericht gegen die Klagen der Pharma- und Kosmetikindustrie beantragt.
Die Entscheidung des Gerichts bestätigt die Bedeutung der Novelle der Kommunalabwasserrichtlinie als umweltökonomischen Meilenstein für den Gewässer- und Gesundheitsschutz in Europa. Jetzt kommt es darauf an, die Vorgaben zügig und ohne nationale Sonderwege in deutsches Recht umzusetzen. Ein zentraler Fortschritt bleibt die Erweiterte Herstellerverantwortung: Sie setzt das Verursacherprinzip konsequent um und beteiligt Hersteller erstmals systematisch an den Kosten der vierten Reinigungsstufe.
Neuer Benchmark in der tertiären Abwasserfiltration: iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter
Mit dem iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter stellt INVENT eine weitere innovative Lösung für die effiziente und leistungsstarke Abwasserfiltration vor. Das neu entwickelte System kombiniert die Vorteile der Cross-Flow-Filtration mit einer getauchten Rautenfilterkonstruktion, somit werden außergewöhnlich hohe Durchsatzleistungen bei gleichzeitig geringem Druckverlust ermöglicht.
Strömungmechanisch optimiertes Design Das Design des iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter basiert auf grundlegenden strömungs- und strukturmechanischen Überlegungen. Der innovative Ansatz, die Cross-Flow-Filtration mit im Betrieb teilweise eingetauchten, rautenförmigen Filterrädern zu kombinieren, sorgt für eine signifikant verbesserte hydraulische Leistungsfähigkeit. Das Abwasser wird über einen Zulaufbereich direkt in den Rotor geführt und durchströmt die diamantförmigen Filterräder von innen nach außen. Diese sind mit einem hochwertigen Edelstahl-Tressen-Gewebe bespannt. Im Betrieb sind bis zu 60% der Filterfläche eingetaucht – ein entscheidender Faktor für hohe Durchsatzleistungen und für eine optimale Ausnutzung der Filterfläche.
Durchdachte Konstruktion Der iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter überzeugt durch eine robuste Bauweise. Die Maschine ist vollständig aus hochwertigem Edelstahl gefertigt und kommt ohne Kunststoffe in tragenden oder funktionalen Hauptkomponenten aus. Der Tank ist in drei Bereiche unterteilt: Zulauf, Filtratwanne und Ablauf. Eine einfache Lippendichtung ermöglicht einen Einstau der Filterräder von bis zu 60%. Das gereinigte Abwasser sammelt sich in der Filtratwanne und wird über ein strömungsoptimiertes Ablaufwehr abgeführt, das für minimale Druckverluste sorgt. Je nach projektspezifischen Anforderungen und für maximale Flexibilität in der Planung kann der Tank als Edelstahlbehälter geliefert oder bei einer Gestellversion durch ein bauseitiges Betonbecken ersetzt werden.
Leistungsdaten für anspruchsvolle Anwendungen Der iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter ist für hohe hydraulische Belastungen ausgelegt: – Bis zu 10 Filterräder pro Maschine – Durchsatzleistungen von bis zu 1.600 m³/h pro Maschine – Geringer Druckverlust dank CFD-optimierter Konstruktion – Bis zu 60% eingetauchte Filterfläche – Hochwertiger Zahnriemenantrieb mit langer Lebensdauer Dank der strömungsmechanischen Optimierung mit Hilfe von THINK Fluid Dynamix® werden hydraulische Verluste minimiert und die Gesamtleistung maximiert.
Übersicht der Vorteile Der iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter bietet den Betreibern einer Abwasserreinigungsanlage zahlreiche Vorteile: – Verbesserte hydraulische Leistungsfähigkeit durch Cross-Flow-Prinzip – Geringer Druckverlust – Herausragende Abscheideleistung – Geringe Spülwassermengen – Hohe Robustheit und Langlebigkeit – Nahezu wartungsfreies System – Kompakte und flexible Bauweise
Zukunftssichere Lösung für moderne Kläranlagen Mit dem iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter erweitert INVENT sein Portfolio leistungsstarker Lösungen für die kommunale und industrielle Wasser- und Abwasserbehandlung. Die Kombination aus innovativer Hydraulik, robuster Edelstahlkonstruktion und hoher Durchsatzleistung macht das System zu einer zukunftssicheren Lösung für steigende Anforderungen an Effizienz, Nachhaltigkeit und Betriebssicherheit im Bereich der tertiären Abwasserreinigung. Zu sehen ist der iFILT-S DYNAMIX®-Rautenfilter auf der IFAT 2026. Besuchen Sie uns in Halle A2, Stand 327.
NVENT Umwelt- und Verfahrenstechnik AG Am Pestalozziring 21 D-91058 Erlangen www.invent-uv.de
Die IFAT 2026 beginnt am 4. Mai in München, feiert ihr 60-jähriges Bestehen und tritt zugleich in einer verdichteten Form auf, denn die Messe dauert künftig nur noch von Montag bis Donnerstag.
Sie nennt sich heute präziser denn je „Solutions for Water, Recycling and Circularity“ und macht damit schon im Titel sichtbar, was die Branche längst beschäftigt: Wasser, Abwasser, Stoffkreisläufe, Ressourcen und Energie lassen sich nicht mehr getrennt betrachten. Für 2026 werden mehr als 3.200 Aussteller aus über 60 Ländern erwartet. 2024 kamen bereits 142.000 Besucher aus 170 Ländern, die Messe belegte 300.000 Quadratmeter, und allein im Bereich Wasser und Abwasser standen zehn Hallen plus Freigelände im Fokus.
Die IFAT als strategische Plattform Auch das ist bemerkenswert: 80 Prozent des Fachpublikums waren auf Entscheidungsebene, und das Fachprogramm umfasste 418 Einzelveranstaltungen. Diese Zahlen sind nicht bloß Kulisse. Sie zeigen, dass die IFAT längst nicht mehr nur Produktschau ist, sondern ein Ort, an dem sich strategische Richtungsentscheidungen einer ganzen Infrastrukturbranche verdichten.
CVS engineering auf der Umweltmesse IFAT in München
Innovative Vakuumlösungen und Kompressoren für mobile Anwendungen – zur Abwasserbehandlung in der kommunalen Entsorgungs-und Reinigungswirtschaft Die CVS engineering GmbH aus Rheinfelden zeigt ihr innovatives Portfolio auf der diesjährigen IFAT vom 04. bis 07. Mai in München – in Halle C4, Stand 217. Die maßgeschneiderten Vakuumpumpen und Kompressoren des Spezialisten sind für mobile Anwendungen konzipiert. Mit den leichten, kompakten Produkten wird den Betreibern kommunaler Fahrzeuge in der Entsorgungs-und Reinigungswirtschaft ein effizientes, sicheres Handling kontaminierter Stoffe ermöglicht.
Entnahme, Transport und Entsorgung kontaminierter Stoffe „Wir werden den IFAT-Besuchern eine breite Produktpalette präsentieren“, sagt Fabio Geiger, der Area Sales und Marketing Manager bei der CVS engineering GmbH. „Unsere Vakuumpumpen und Kompressoren werden in Saug- und Spülfahrzeugen eingebaut. „Dort dienen sie der Reinigung von Kanälen, Abwasserleitungen, Schächten und Entwässerungssystemen, etwa zum Lösen, Absaugen und Abtransportieren von Ablagerungen „, konkretisiert Fabio Geiger die Anforderungen. Dabei werden die abgesaugten Stoffe in hermetisch verschlossenen Edelstahl- oder Aluminiumbehältern transportiert. „Je nach Anwendung lassen sich die Tanks unter Vakuum oder Druck betreiben, um einen sicheren Umgang mit gefährlichen und empfindlichen Flüssigkeiten zu gewährleisten“, betont Fabio Geiger.
Kombination von Vakuum- und Kompressor-Technologie Bestimmte Saug- und Spülfahrzeuge vereinen die Vakuum- mit der Kompressor-Technologien: So bieten etwa kombinierte Saug- und Spülfahrzeuge multifunktionale Lösungen durch die Integration von Vakuumtechnik mit der Hochdrucktechnik an. Die speziellen Applikationen sorgen für eine gründliche Reinigung und effektive Beseitigung von Verstopfungen in Rohren, Tanks oder Abwassersystemen. Vorteile bestehen im simultanen oder abwechselnden Einsatz, wobei die Doppelfunktionalität des kombinierten Saugens und Strahlens für mehr Flexibilität sorgt. Für die Anwender bedeutet dies niedrigere Betriebskosten, einen kleineren Fuhrpark und weniger Personalaufwand.
Kosteneffizientes Retrofit für Denitrifikationsbecken im laufenden Betrieb bei der Kläranlage Hagen-Boele
Nach der Insolvenz der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH übernahm der Ruhrverband die Werkskläranlage der Papierfabrik am Standort Hagen-Boele, Nordrhein-Westfalen. Die Anlage war ursprünglich für Abwasser der Papierindustrie und kommunales Abwasser ausgelegt und musste kurzfristig auf den Betrieb mit ausschließlich kommunalem Abwasser umgestellt werden. Somit entstand die Notwendigkeit, in bestehenden Belebungsbecken unbelüftete Zonen für die Denitrifikation einzurichten, ohne den Anlagenbetrieb länger zu unterbrechen oder umfangreiche bauliche Umbauten vorzunehmen.
Von Regen- bis Trinkwasser: Mall auf der IFAT 2026 Auf der IFAT 2026 präsentiert Mall neben seinen Lösungen für Regenwasser, Abwasser und den Umgang mit wassergefährdenden Flüssigkeiten erstmals auch Produkte für den Einsatz im Trinkwasser-Bereich. Während das Unternehmen im Umfeld von Niederschlagswasser und Abwasser unterschiedlicher Herkunft seit Jahrzehnten fest etabliert ist, sind Anlagen, die im besonders sensiblen Umgang mit Trinkwasser zum Einsatz kommen, ab diesem Jahr neu im Programm: Dazu gehört der Mengenmessschacht VodaCheck zur präzisen Durchflussmessung, den Mall erstmals auf seinem Messestand zeigt. Im Produktbereich Regenwasser liegt der Schwerpunkt auf neuen und gemäß den Anforderungen der aktuellen DWA- Arbeitsblätter A 138 und A 102 weiterentwickelten Lösungen zur Behandlung und Versickerung, wie z.B. der Kombinationsanlage ViaPro zur Behandlung vor einer Versickerung. Ebenfalls zur IFAT stellt Mall die 11. Auflage des von Klaus W. König herausgegebenen Ratgebers Regenwasser mit den neuesten Fachthemen der Siedlungswasserwirtschaft vor. Zu sehen sind außerdem Komponenten für die Umsetzung des Schwammstadt-Konzepts wie die ebenfalls neue Sickerbox CaviTop und die Baumrigole Via-Tree, aber auch Lösungen für den anlagenbezogenen Gewässerschutz.
Mall GmbH Hüfinger Str. 39-45 78166 Donaueschingen
ETW Energietechnik erhält Zuschlag für Biomethananlage von Berliner Stadtreinigung (BSR)
Aufbereitung bis zu 700 Nm3/h Deponiegas in Biomethan Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) setzen auf Technologie aus dem Rheinland und freuen sich, mit der Biomethananlage der ETW Energietechnik GmbH aus Moers einen entscheidenden Schritt in Richtung Umweltschutz und Klimaneutralität zu machen. Die Komplettanbieter von Biomethananlagen und Blockheizkraftwerken (BHKW) erhalten den Zuschlag für eine Anlage, die künftig bis zu 700 Nm³/h Deponiegas in Biomethan aufbereiten wird.
Entwickelt und geplant wurde das Anlagenkonzept von der BSR in enger Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Rytec GmbH. Das Büro Rytec bringt dafür eine umfangreiche Expertise zur Biogaserzeugung, der biologischen und thermischen Abfallbehandlung, der Energietechnik sowie der Abfall- und Deponietechnik mit.
ETW Verfahren bereitet Deponiegas zu Biomethan auf „Mit dem speziell für Deponiegas entwickelten ETW Aufbereitungsverfahren mit nachgeschalteter Nitrogen Reduction Unit (NRU) kann Deponiegas mit Stickstoffgehalten von über 22 Prozent zu einspeisefähigem Biomethan aufbereitet werden. Nach den durchweg positiven Betriebserfahrungen unserer ersten Referenzanlage im italienischen Taranto, die bereits seit über einem Jahr erfolgreich läuft, bestätigt dieser erneute Zuschlag das Marktvertrauen in unsere Ingenieurskunst und Anlagentechnik“, erläutert der verantwortliche Vertriebsleiter Alexander Szabo von ETW Energietechnik.
Schwankungen der Gaszusammensetzung und -menge Deponiegas ist ein besonderes Gas zur Aufbereitung. Auf der einen Seite gibt es eine sehr hohe Schadstoffkonzentration an Spurenstoffen (VOC: flüchtige organische Verbindungen, englisch volatile organic compounds) und Siloxanen. Auf der anderen Seite ist die Gasqualität nicht konstant. Dadurch entstehen Schwankungen in der Gaszusammensetzung und Gasmenge. Je länger eine Deponie in Betrieb ist, desto mehr Methan wird durch Sauerstoff und Stickstoff ersetzt. Überdies ist die Gasmenge rückläufig.
Hohe Anforderungen an Gasaufbereitung Somit werden sehr hohe Anforderungen an eine Biomethananlage zur Gasaufbereitung gestellt. Die Methankonzentration liegt zwischen 35 bis 60 Prozent, die Stickstoff- und Sauerstoffkonzentration beträgt bis zu 23 Prozent und der Betriebsbereich – also die Teillastfähigkeit der Anlage – beträgt zwischen 40 bis 100 Prozent Kapazität.
Zusätzliches BHKW deckt Eigenstrombedarf Um den externen Strombedarf der Biomethananlage zu minimieren, liefert ETW zusätzlich ein BHKW zur Eigenstromversorgung, das auch mit dem Off-Gas der Aufbereitungsanlage betrieben wird. Dadurch steigt die Methanausbeute der Gesamtanlage auf über 95 Prozent.
ETW Energietechnik GmbH Ferdinand-Zeppelin-Straße 19 D – 47445 Moers
Wir freuen uns, Sie zu unserem kommenden Webinar „VIT® ABM in der Kläranlagenpraxis: Aktive Biomasse verstehen, belastbar bewerten, gezielt verbessern“ am 05. Februar 2026 um 14:00 Uhr MEZ einzuladen.
VIT® ABM (Aktive Biomasse Monitoring) quantifiziert die stoffwechselaktive Biomasse der Belebungsbiologie und erlaubt Rückschlüsse auf deren physiologischen Zustand und Stressbelastung. Auf Basis der 2nd Generation ATP® Technologie stehen Messparameter zur Verfügung, die eine direkte Bewertung der biologischen Leistungsfähigkeit und Stabilität im laufenden Betrieb ermöglichen.
Das Webinar zeigt kompakt und praxisnah, wie diese Messwerte erhoben, ausgewertet und im Betrieb genutzt werden können. Anwendungsbeispiele verdeutlichen, wie Störungen früher erkannt, Fehlsteuerungen vermieden und betriebliche Eingriffe gezielter umgesetzt werden. Dadurch lassen sich Energie- und Betriebsmittel effizienter einsetzen und die Wirksamkeit von Maßnahmen nachvollziehbar belegen.
Easy Maintenance Mazerator – das messerscharfe Maximum
SEEPEX präsentiert seine neue Generation von Zerkleinerern Seit Jahrzehnten optimiert SEEPEX die Leistungsfähigkeit seiner weltweit gefragten Exzenterschneckenpumpen durch den vorgeschalteten Einsatz messerscharfer Mazeratoren, die Feststoffe und faserige Materialien zuverlässig in kleinste Partikel zerkleinern. Auf diese Weise werden Verstopfungen in Rohrleitungen verhindert und nachgeschaltete Anlagenkomponenten zuverlässig geschützt. Mit einer vollständig neuen Mazeratoren-Generation entwickelt SEEPEX seine Zerkleinerungstechnologie nun weiter. Der neue „Easy Maintenance Mazerator“ steht für maximale Wartungsfreundlichkeit, eine optimierte Schneidleistung und eine gesteigerte Anlagenverfügbarkeit. Mit dem 1. Januar 2026 hat das Unternehmen damit eine neue Phase seiner Easy-Maintenance-Strategie eingeläutet. „Unsere neue Mazerator-Generation eröffnet unseren anspruchsvollen Kunden eine Reihe von Vorteilen hinsichtlich der Handhabung, der Wartung und der Wirtschaftlichkeit, denn sie profitieren von einem reduzierten Verschleiß und einer deutlich längeren Lebensdauer. SEEPEX wiederum kann mit dieser neuen Lösung seine Marktposition stärken“, fasst Guntram Schulz, Global Market and Product Manager bei SEEPEX, zusammen.
Erneuerung von Wasseraufbereitungsanlagen mit Hyperboloid-Flockungsrührwerken
Die Flockung ist ein entscheidender Schritt in der Wasseraufbereitung, bei dem sich kolloidale suspendierte Partikel zu größeren, absetzbaren Flocken zusammenlagern, die anschließend entfernt werden können. Eine effektive Flockung erfordert eine optimale Einstellung von Chemikalienzugabe, Mischenergie und geringe Scherraten, um stabile Flocken zu bilden. Angesichts steigender regulatorischer und finanzieller Herausforderungen setzen immer mehr Betreiber auf die Umrüstung bestehender Anlagen, um die Aufbereitungseffizienz bei geringeren Kosten zu verbessern.
Flocken bilden sich durch die Neutralisierung negativ geladener Partikel durch Koagulation, gefolgt von einer Flockungsstufe mit scherkraftarmer Durchmischung zur Förderung von Partikelkollision. Der Erfolg der Flockenbildung hängt von der Mischintensität ab, die anhand des Geschwindigkeitsgradienten (G) gemessen wird, sowie von der Minimierung der Scherkräfte, die Flocken auseinanderbrechen lassen können. Über den G-Wert hinaus ist es für die Leistungsoptimierung unerlässlich, den Energieeintrag und die Strömungsdynamik innerhalb der Becken zu verstehen. Die numerische Strömungsmechanik (CFD) hat sich hier zu einem wertvollen Werkzeug entwickelt, um die Beckenhydraulik zu bewerten, Kurzschlüsse zu identifizieren und die Leistung verschiedener Flockungstechnologien zu beurteilen. Übliche Flockulatoren sind hydraulische Leitbleche, Schaufelrad oder Schreitbalken Flockulatoren, Schaufelrührer und Hyperboloid Rührwerke. Bewertet werden diese unter anderem anhand von Kriterien wie Wartungsaufwand, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Energieeffizienz, Redundanz, Energieübertragung, Scherkräfte und Flockungsqualität. Das Hyperboloid-Flockungsrührwerk nutzt strömungsmechanische Prinzipien, um eine gleichmäßige Durchmischung mit minimaler Scherbelastung zu gewährleisten. Durch die hyperboloide Form des Rührkörpers beschleunigt es die Flocken sanft entlang seiner Transportrippen. Hyperboloid-Rührwerke werden bodennah installiert und erzeugen eine radial nach außen gerichtete Sohlströmung, die den Beckenboden reinigt, Sedimentablagerungen verhindert und Flocken in der Schwebe hält. Durch Betrieb am Frequenzumrichter können Betreiber die Mischintensität einfach anpassen und auf Veränderungen in der Wasserqualität reagieren. Der Einsatz des Hyperboloid-Flockungsrührwerks sichert demnach geringeren Wartungsaufwand, optimierten Chemikalieneinsatz, ablagerungsfreien Betrieb und eine verbesserte Flockenbildung.
Schweizer Weltpremiere: grösstes Solarfaltdach der Welt auf der ARA Thunersee feierlich eingeweiht
Innovative Energielösung liefert 3 GWh Solarstrom pro Jahr und setzt ein starkes Zeichen für die Energiewende Auf der Abwasserreinigungsanlage ARA Thunersee wurde das grösste Solarfaltdach der Welt offiziell eingeweiht. Bundesrat Albert Rösti nahm die feierliche Eröffnung im Rahmen eines Besuchs vor Ort persönlich vor. Die Anlage wird künftig rund 3 Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr produzieren und ist ein bedeutender Schritt für die erneuerbare Energieversorgung in der Schweiz. Entwickelt und realisiert wurde das Projekt vom Schweizer Cleantech-Unternehmen dhp Technology AG aus Zizers (GR).
Das innovative Solarfaltdach überspannt mehrere Klärbecken und nutzt bestehende Infrastrukturflächen doppelt – für die Abwasserreinigung am Boden und die Solarstromproduktion darüber. Basierend auf bewährter Schweizer Seilbahntechnik kann sich das Dach bei extremen Wetterbedingungen wie Sturm, Schnee oder Hagel automatisch zusammenfalten. Dadurch werden Betriebssicherheit und Energieproduktion vereint – ohne Eingriff in die laufenden Prozesse der Anlage.
„Dieses Projekt zeigt, wie wir die Energiewende pragmatisch und wirkungsvoll voranbringen können“, sagte Ingo Schoppe, Geschäftsführer der ARA Thunersee, anlässlich der Einweihung. „Wir nutzen bestehende Flächen intelligent und leisten damit einen aktiven Beitrag zu Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz. Das Solarfaltdach stärkt unsere energetische Unabhängigkeit und dient als Vorbild für andere Infrastrukturanlagen.“
Mit einer installierten Leistung von 3.6 Megawatt Peak liefert die Anlage jährlich rund 3 Gigawattstunden erneuerbaren Strom. Das entspricht dem Verbrauch von etwa 700 Haushalten. Ein grosser Teil des erzeugten Stroms wird direkt vor Ort genutzt – ein wichtiger Schritt in Richtung Eigenversorgung und nachhaltiger Anlagenbetrieb.
„Die ARA Thunersee beweist, dass Infrastruktur Teil der Energiezukunft ist“, sagte Gian Andri Diem, CEO von dhp Technology. „Das grösste Solarfaltdach der Welt steht in der Schweiz – entwickelt mit Schweizer Ingenieurskunst und Innovationsgeist. Dieses Projekt zeigt das grosse Potenzial von Energieproduktion auf bestehenden Flächen. So schaffen wir Fortschritt, ohne zusätzlichen Raum zu beanspruchen.“
Gleich zu Jahresbeginn trifft sich die Infrastrukturbranche bei der InfraTech in Essen. Wahrscheinlich steht der Termin bei Ihnen schon fest im Kalender und wir freuen uns, wenn Sie auch den Mall-Messestand auf Ihrer Liste haben. Denn: Der erste Messetag steht bei uns ganz im Zeichen der Fachpresse.
Pressetag – Schwammstadt trifft Innovation
1. Individuelle Gespräche 2. Marktsituation: Aktuelle Situation und Ausblick 3. Mall-Lösungen als Baustein einer blau-grün-grauen Infrastruktur im Rahmen des Schwammstadt-Konzepts 4. Redaktionelle Berichte mit aktuellen Themen und Projekten
Bitte geben Sie uns kurz Bescheid, ob Sie kommen. Antworten Sie dazu einfach auf diese E-Mail – vielen Dank.
Die Stuttgarter Kläranlagen reinigen jedes Jahr 85 Millionen Kubikmeter Abwasser. Dabei setzen die Kläranlagen auch Treibhausgase in Form von Kohlenstoffdioxid, Methan und Lachgas frei. In Stuttgart sollen nun innovative Maßnahmen entwickelt werden, um Treibhausgasemissionen aus Kläranlagen zu senken.
Das ist die erste „Stuttgart Challenge“: Gewässer‐ und Klimaschutz zugleich. Erstmals können sich Unternehmen, Start‐ups und Forschungseinrichtungen aus ganz Europa für die „Stuttgart Challenge“ bewerben. Gesucht sind Innovationen, die die Stuttgarter Klärwerke klimafreundlicher machen. Die geförderten Projekte sollen möglichst schnell die Klimabilanz verbessern und auf andere Klärwerke übertragbar sein. Sie unterstützt der Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds mit bis zu 500.000 Euro.
Das Besondere: Die besten Innovationen können im größten Klärwerk Baden‐Württembergs in Stuttgart‐Mühlhausen umgesetzt werden und sich dort in der Praxis beweisen. Das Klärwerk betreibt die Stadtentwässerung Stuttgart (SES), die in diesem Jahr Partner der „Stuttgart Challenge“ ist. „Wir sind gespannt auf innovative Lösungen, die einen positiven Effekt auf unsere Klimabilanz haben“, sagt Boris Diehm, Leiter der Abteilung Klärwerke und Kanalbetrieb der SES. „Unsere Mitarbeitenden unterstützen gerne die geförderten Projekte mit ihrer Fachkompetenz. Wir stellen unsere Anlagen zur Verfügung, damit aus den kreativen Ideen emissionsmindernde Erfolgsprojekte werden, die im Anschluss auf andere Kläranlagen ausgeweitet werden können.“
Repräsentative Befragung unter 1.000 Menschen ab 18 Jahren in Hamburg – Feuchttücher beliebt, werden aber in der Kanalisation zum Problem. Denn das Klo ist kein Mülleimer: Vieles, was in der Toilette landet, gehört dort nicht hinein.
Das sind die Ergebnisse Fast ein Drittel der Befragten (31 Prozent) greift gern zu feuchtem Toilettenpapier. Besonders beliebt ist es bei 18- bis 39-Jährigen (37 %). Am wenigsten beliebt ist es bei den über 60-Jährigen, hier gibt ein Fünftel an, es zu benutzen. Etwa 5 % gibt der Befragten gibt außerdem an, regelmäßig auch Baby- oder Abschmink-Feuchttücher über die Toilette zu entsorgen. In einer Stadt mit fast zwei Millionen Einwohnern kommt dabei eine erhebliche Menge zusammen. Das Problem: Verzopfung und Verstopfung
Mit Blick auf eine reibungslose und zuverlässige Abwasserentsorgung stellt die Entsorgung feuchten Toilettenpapiers und von Feuchttüchern über die Toilette ein Problem dar. Im Gegensatz zu trockenem Toilettenpapier, das aus Zellulose besteht, sind sie meist aus Vlies gefertigt.
Diese robusten Textilfasern verbinden sich in den Abwasserleitungen miteinander und bilden zusammen mit anderen Dingen wie Haaren, Zahnseide oder Kondomen sogenannte Verzopfungen. Diese verfangen sich in den Abwasserpumpen und verstopfen sie, was die reibungslose Abwasserentsorgung beeinträchtigt und zu Beseitigungs- und Reparatureinsätzen führt.
Zehn Jahre Fristaufschub bei P-Rückgewinnung gefährdet Planungssicherheit, Investitionen und Ressourcensicherung. BMUKN soll am Zeitplan festhalten.
Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e. V. spricht sich entschieden gegen den Vorschlag der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) aus, die gesetzlichen Fristen zur Phosphorrückgewinnung um zehn Jahre zu verschieben. Der BDE fordert, den seit der Novelle 2017 bekannten Zeitplan einzuhalten, um Ressourcensicherung, Planungssicherheit und notwendige Marktimpulse nicht zu gefährden.
Die von der DWA geforderte Verschiebung des Umsetzungszeitpunkts von 2029 auf 2039 bewertet der BDE als fatales Signal für Umwelt- und Ressourcenschutz sowie für den Investitionsstandort Deutschland. Eine Umsetzung ab 2029 sei anspruchsvoll – eine Aushöhlung oder Verschleppung der Pflichten würde jedoch insbesondere jene Marktteilnehmer benachteiligen, die frühzeitig in neue Verwertungswege und in Anlagen sowie Rückgewinnungstechnologien investiert haben. Die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammaschen kann zudem dazu beitragen, Importe des kritischen Rohstoffs zu reduzieren und Abhängigkeiten vom Ausland zu verringern.