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In Forchheim startet bald Biogasaufbereitung

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In Forchheim wird voraussichtlich ab Mitte 2009 Biomethan ins Erdgasnetz des Energieversorgers Badenova eingespeist. Nach einer europaweiten Ausschreibung erhielt die Haase Energietechnik AG, Neumünster, den Zuschlag für den Bau einer Aufbereitungsanlage. Nach Angaben von Haase wird die Anlage stündlich 1.000 Kubikmeter Rohbiogas auf Erdgasqualität bringen. Jährlich können so rund 4,4 Mio. Kubikmeter Biomethan eingespeist werden, was dem Gasverbrauch von etwa 2.000 Haushalten entspricht. Die angeschlossene Biogasanlage besteht bereits seit 2006 und wird von zwei Landwirten mit nachwachsenden Rohstoffen aus der Region betrieben. Bisher wurde das Biogas in vier BHKW verstromt. Die Abwärme der Motoren entwich jedoch ungenutzt in die Luft, weil die Voraussetzungen für Fernwärmenutzung in Forchheim nicht gegeben sind.

(Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von EUWID Neue Energien.)
http://www.euwid-energie.de/single.html?&tx_ttnews[tt_news]=536&tx_ttnews[backPid]=13&cHash=12a94a818a

Auch Überwachungslabors müssen an Ringversuchen teilnehmen

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Am Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und
Abfallwirtschaft der Universität Stuttgart wurde der 21. Länderübergreifender Ringversuch Summenparameter in Abwasser durchgeführt.

Den detaillierten Bericht findet man unter:

http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/luerv21.pdf

Hier nur einige wenige Zitate:

Im Zuge der Harmonisierungsbestrebungen für die Notifizierung von Laboratorien im
gesetzlich geregelten Umweltbereich wurde dieser Ringversuch länderübergreifend
organisiert und durchgeführt.
Die Art und Weise der Durchführung und der Aus- und Bewertung wurde, nach den
Richtlinien des LAWA-Merkblatts A-31, in einer Arbeitsgruppe der LAWA festgelegt
und war damit für alle Veranstalter verbindlich.
Alle Bundesländer haben die Anerkennung der Ergebnisse dieses Ringversuchs zugesagt

Zahl der teilnehmenden Labors: 98
Zahl der abgegebenen Werte: 1178
Zahl der akzeptierten Werte: 1044 (88,62%)
Zahl der „erfolgreichen“ Labors:
gemäß LAWA-Merkblatt 53 (54,08%)
1 Labor gab keine Ergebnisse ab.

Die Zahl der „erfolgreichen“ Laboratorien ist deshalb so gering, weil viele Laboratorien nicht alle im Ringversuch angebotenen Parameter auch bestimmten. Gemäß LAWA-AQS-Merkblatt A-3 müssen wir jedoch nicht bestimmte Werte als falsch bewerten.
In der folgenden Graphik sind die Anteile akzeptabler Werte für jedes Labor aufsteigend geordnet dargestellt. Bei 21 Laboratorien lagen alle Werte innerhalb der Toleranzgrenzen.
Die Erfolgsgrenze für diesen Ringversuch lag jeweils bei 80% .

 

Bitterfeld-Wolfen: Pilotprojekt zur Abwasserbehandlung spart Kohlendioxid und erzeugt Energie

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Umweltfreundlicher Ausbau von Klärwerk

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel fördert ein Pilotprojekt zur innovativen Abwasserbehandlung im Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt). Das Unternehmen plant die Errichtung einer Anlage zur anaeroben Abwasservorbehandlung. Dabei wird Abwasser künftig vergärt, was gegenüber dem herkömmlichen Belebungsverfahren entscheidende Vorteile hat: Die zum Belüften nötige Energie entfällt und durch freiwerdendes Biogas entsteht ein zusätzlicher Energieträger. Das aus Mitteln der Klimaschutzinitiative des BMU mit 3,7 Millionen Euro geförderte Vorhaben spart mehr als 4.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.
Gabriel: „Die Investition in diese moderne Anlage zur Abwasserbehandlung ist sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich weitsichtig. Sie ist wegweisend für andere Unternehmen, die industrielles Abwasser behandeln.“
In dem Gemeinschaftsklärwerk werden die häuslichen Abwässer von 18 Gemeinden sowie industrielles Abwasser von rund 300 Firmen und 60 produzierenden Unternehmen des Chemie-Parks Bitterfeld-Wolfen gereinigt. Jedoch hat die Expansion umliegender Unternehmen eine Zunahme organisch hoch belasteter und extrem salzhaltiger Abwässer zur Folge, was einen Ausbau des Klärwerks notwendig macht. Bislang konnten nur salzhaltige Abwässer bis zu einer Konzentration von 10 Gramm pro Liter vergärt werden. Das Pilotprojekt in Bitterfeld-Wolfen soll nun zeigen, dass das energetisch effizientere Anaerobverfahren auch für Abwässer mit einem doppelt so hohen Salzgehalt einsetzbar ist.
Durch das neue Verfahren entfällt künftig auch der hohe Energiebedarf für die Belüftung. Zusätzlich entsteht Biogas, das zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt werden kann. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem aeroben Abbau ist der geringere Klärschlammanfall.

Quelle: https://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/43276.php

Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Biogasanlagen

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Antrag der Beschwerdeführer gegen § 19 EEG vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts in Sachen „Anlagensplitting“ begrüßt. Die Richter hatten heute den Eilantrag eines großen Biogasanlagenparks zurückgewiesen, der die Regelung im Erneuerbare-Energien-Gesetz für verfassungswidrig hielt. „Sobald die Entscheidungsgründe vorliegen, werden wir diese genau prüfen“, sagte Gabriel.
Das neu am 1. Januar 2009 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat klargestellt, dass das „Anlagensplitting“ unzulässig ist – und zwar auch für bereits bestehende Anlagen. Dabei geht es um das in der Vergangenheit praktizierte Aufteilen großer Anlagenparks in mehrere Anlagen, um auf diese Weise höhere Vergütungen zu erzielen. Gegen diese Regelung wandten sich die Beschwerdeführer mit ihrem Antrag vor dem Bundesverfassungsgericht. Ihr Antrag auf Einstweilige Anordnung wurde nunmehr vom Bundesverfassungsgericht zurückgewiesen.
Nach Auffassung der Bundesregierung war das „Anlagensplitting“ bereits nach der vorherigen Fassung des EEG aus dem Jahr 2004 unzulässig. Dies hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren wiederholt öffentlich deutlich gemacht.

https://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/43213.php

NRW: kein Anspruch auf ortsnahe Niederschlagswasserbeseitigung

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In Nordrhein-Westfalen hat nach dem seit Mai 2005 geltenden Landeswassergesetz kein Grundstückseigentümer einen automatischen Anspruch auf eine ortsnahe Beseitigung des anfallenden Niederschlagswasser. Nach dem Landeswassergesetz (§ 51 a Abs. 1 Satz 1 LWG NRW) liegt die Abwasserbeseitigungspflicht für das Niederschlagswasser von privaten Grundstücken bei der Gemeinde. Zu diesem Zwecke habe der Nutzungsberechtigte des Grundstücks das anfallende Abwasser, und damit auch das Niederschlagswasser, der Gemeinde zu überlassen, urteilte am 19. November das Verwaltungsgericht Minden (Az. 11 K 671/08). Auf das Urteil machte Mitte Februar der Städte- und Gemeindebund NRW aufmerksam. Das VG Minden weist ausdrücklich daraufhin, dass der Gesetzgeber keine konkreten Voraussetzungen festgelegt hat, bei deren Vorliegen die Gemeinde den Nutzungsberechtigten von der Überlassungspflicht für das Regenwasser frei zu stellen hat. Die Entscheidung, ob Grundstücke dem Anschluss- und Benutzungszwang hinsichtlich des Niederschlagswassers unterworfen werden sollen, liege vielmehr im planerischen Ermessen der Gemeinde, so das Gericht.
(Mehr lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des EUWID Wasser und Abwasser.)

 

http://www.euwid-wasser.de/nachrichten_single.html?&tx_ttnews[pointer]=1&tx_ttnews[tt_news]=365&tx_ttnews[backPid]=13&cHash=2f306e27b6

Baden-Württemberg fördert Einführung von Aktivkohlefiltern in Kläranlagen

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Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) will den Trinkwasserspeicher Bodensee durch den Einbau von Aktivkohlefiltern in den Kläranlagen im Einzugsgebiet des Sees noch besser schützen. Da im Bodensee immer mehr Rückstände von Arzneimitteln und so genannten Pseudohormonen gefunden werden, sollten die Filter in den Kläranlagen eingeführt werden, teilte das Ministerium gestern mit. Über die modernen Filteranlagen könnten die Spurenschadstoffe wirksam zurückgehalten und damit eine Einleitung in die in den Bodensee einmündenden Gewässer verhindert werden. Nach den Plänen des Ministeriums sollen die Kläranlagenbetreiber beim Einbau von Aktivkohle-Flockungs-Filtrationsanlagen Fördermittel in Höhe von 50 bis 70 Prozent der Kosten erhalten.

(Mehr lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des EUWID Wasser und Abwasser.)

http://www.euwid-wasser.de/nachrichten_single.html?&tx_ttnews[tt_news]=377&tx_ttnews[backPid]=13&cHash=753f10d9b4

Marode Abwasserkanäle durch innovative Infrastrukturen ersetzten: Vom neuen Wert des Wassers

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Forschungsverbund netWORKS entwickelt unter maßgeblicher Beteiligung
des Frankfurter Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
Lösungsmöglichkeiten für eine alternative Wasserver- und
Abwasserentsorgung. Abwasser ist technisch und ökonomisch eine
Ressource, aus der Energie und Nährstoffe, wie zum Beispiel Phosphor
zurück gewonnen werden können.

Zum Tag des Wassers am 22.03.09

Frankfurt a. Main: Die gute Nachricht lautet: Die Deutschen gehören zu den
sparsamsten Wasserverbrauchern in Europa. Nur auf durchschnittlich etwa
120 Liter pro Tag bringt es hier jeder Bewohner. Die schlechte Nachricht lautet:
Ausgerechnet der sparsame Umgang mit Wasser in Verbindung mit in vielen
Regionen sinkenden Bevölkerungszahlen, Überalterung und schrumpfenden
Industrien hat zur Folge, dass vielerorts die Leitungsnetze bereits jetzt nicht mehr
ausgelastet sind und die Wasserversorgungsleitungen mit frischem Wasser
durchspült werden müssen, um die Qualität des Trinkwassers zu erhalten.

In einigen Städten und Regionen sind schon jetzt Rück- und Umbaumaßnahmen
der überwiegend zentral organisierten Netze notwendig, die an die Grenzen des
betriebswirtschaftlich Machbaren gehen. Zudem gelten etwa 100.000 Kilometer
der rund 500.000 Kilometer öffentlicher Abwasserkanäle in Deutschland kurzfristig
als sanierungsbedürftig. Daher bieten die ohnehin notwendigen Investitionen die
große Chance, durch den Einsatz neuer Technologien und Systemalternativen
wie semi- und dezentrale Lösungen sukzessive zu flexibleren und nachhaltigen
Strukturen zu kommen und außerdem Energie sowie Nährstoffe (Nitrat und
Phosphat) aus Abwasser gewinnen zu können.

Ein kräftiger Zuschuss aus dem jüngst verabschiedeten Investitionsschwerpunkt
Infrastruktur des Konjunkturpakets II könnte helfen, Pilotanlagen für neuartigen
Wasserver- und -entsorgungssysteme zu installieren.
„Es ist uns völlig unverständlich, dass die Förderung von Innovationen in der
Wasserwirtschaft bisher nicht vorgesehen ist“, sagt Thomas Kluge vom ISOE.
„Durch die Verbesserung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur können
kurzfristig Aufträge für die Wirtschaft generiert werden und mit neuartiger Technik
kann schonender Ressourcengebrauch unterstützt werden. Das haben
Modellprojekte in kleineren Siedlungen bereits bewiesen.“
Im Forschungsverbund netWORKS wird untersucht, welche Möglichkeiten
bestehen, die vorhandenen Wasserinfrastruktursysteme in größerem Maßstab
umzubauen. Gemeinsam mit sechs Kommunen in Deutschland entwickelt
NetWORKS im Rahmen des Projekts „Transformationsmanagement für eine
nachhaltige Wasserwirtschaft“, das vom Bundesministeriums für Bildung und
Forschung (BMBF) gefördert wird, langfristig tragfähige Alternativkonzepte und
praxistaugliche Umwandlungsmöglichkeiten der stadttechnischen Systeme.
„Intelligente, in kommunaler Hand vorangetriebene Systemalternativen können
beispielgebend auch für andere Länder sein, denn die ungenügende Wasser-
qualität und der mangelnde Zugang zu Trinkwasser ist in vielen Regionen ein
enormes Problem“, erläutert Thomas Kluge vom ISOE.
In Deutschland haben in den letzten Jahren eine Vielzahl innovativer Technologien
für die Wasserbewirtschaftung die erforderliche Funktions- und Marktreife erlangt.
Davon kann auch die Exportwirtschaft profitieren, denn diese Technologien werden
erhebliche Ausstrahlungskraft auch auf Länder in anderen Erdteilen zur Lösung
der Weltwasserkrise besitzen.

Weitere Informationen: http://www.isoe.de/projekte/wassertrans.htm

Kontakt:
PD Dr. Thomas Kluge (Koordination)
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
Hamburger Allee 45
60486 Frankfurt
Tel.: 069/7076919-18
E-Mail: kluge@isoe.de

Pressekontakt:
Birgit Kullmann
Tel.: 069 – 707 69 19 – 30
Fax: 069 – 707 69 19 -11
E-Mail: kullmann@isoe.de

Zum Thema Wasser arbeitet das ISOE außerdem in den Projekten:

Wasser 2050 – Chancen für die deutsche Wasserwirtschaft
http://www.isoe.de/projekte/wasservis.htm
Cuve Waters – Integriertes Wasserressourcen-Management im nördlichen Namibia
http://www.isoe.de/projekte/cuvewaters.htm
Start1 – Strategien zum Umgang mit Arzneimittelwirkstoffen im Trinkwasser
http://www.isoe.de/projekte/start.htm

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news305867

CHARLOTTENTHAL: Sau tot, Wildschwein verstopft Klärwerk

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Eurawasser-Mann Reinhold Breuer war dabei, als das Wildschwein in den Trichter des Klärbeckens geriet. Rettung unmöglich. Frank Pubantz

Kurioser Todesfall auf dem Gelände des Charlottenthaler Klärwerks: Ein Wildschwein springt in ein 300-Kubikmeter-Becken mit Abwasser. Ein Trichter saugt das Tier an, wo es stecken bleibt, ertrinkt – und damit die Anlage außer Gefecht setzt.

„Das gab es noch nie.“ Erfahrungen mit Wildschweinen an Kläranlagen – das schon, sagt Ilona Holtz, Gebietsdirektorin der Firma Eurawasser im Raum Güstrow. Hin und wieder wühle sich ein Borstentier unter einem Zaun durch. Dieses Mal haben es die Eurawasser-Leute mit einem sportlichen Schwein zu tun. Das Tier sei durch den Drahtzaun geschossen, mehr unter:

http://www.nnn.de/lokales/guestrow/artikeldetails/article/214/sau-tot-wildschwein-verstopft-klaerwerk.html

Azubis aufgepasst!

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Auf einer Kläranlage mit einer Zulaufmenge von Q = 356 l/s wird dem Abwasser täglich 520 Liter Methanol
( ρ(Methanol) = 0,787 g/cm3) zur Verbesserung der Denitrifikation hinzugefügt.
Um welche Konzentration (in mg/l) erhöht sich der CSB-Wert durch die Dosierung dieser Kohlenstoffverbindung?

2CH3OH + 3O2 → 2CO2 + 4H2O

Eine Aufgabe aus der Abschlussprüfung Fachkraft für Abwasser Sommer 2007, bei der sehr unterschiedliche Ergebnisse ermittelt wurden.

Haben Sie die Lösung?

Schicken Sie Ihre Lösung an fachwissen@klaerwerk.info. Wir lösen die Aufgabe dann auf.