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Abwrackprämie bei der Erneuerung der alten Klärgas‐BHKW‐Anlagen

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Thema: Beitrag zur staatlichen Förderungen

Abwrackprämie bei der Erneuerung der alten Klärgas‐BHKW‐Anlagen; Investitionszuschuss für die Erstanschaffung eines Klärgas‐BHKWs

Kläranlagen sind häufig die größten kommunalen Stromverbraucher. Obwohl Strom teuer bleibt
verfeuern viele Kläranlagen ihr Klärgas immer noch in Kesseln, fackeln es ab oder stecken es in wenig
effiziente Alt‐ BHKWs oder Gasmotor‐ Gebläse. Die neuen Fördermöglichkeiten, gepaart mit der
Möglichkeit neue BHKWs nach dem KWK‐Gesetz anzumelden, gibt Kommunen und
Abwasserverbänden die Chance die jetzige Energiesituation auf kleineren Kläranlagen mit wenig
Kapitaleinsatz zu optimieren. Die Investition in ein Klärgas‐BHKW mit 50 kW elektrischer Leistung
rechnet sich in der Regel nach 2‐3 Jahren.

Deutschland hat sich die Erhöhung des Anteils von Strom aus Kraft‐Wärme‐Kopplungsanlagen (KWKAnlagen) mit dem Integrierten Energie‐ und Klimaprogramm der Bundesregierung vom 05.12.08 als politisches Ziel gesetzt. Der Anteil von Strom aus Kraft‐Wärme‐Kopplung an der jährlichen
Gesamtstromerzeugung in Deutschland soll bis 2020 auf etwa 25 % verdoppelt werden.

Die stetige Steigerung der KWK‐Anlagen verbindet damit den Nutzen für die Einsparung von
Primärenergie, die Vermeidung von Netzverlusten und damit für den Klimaschutz.

Hierzu bedarf es Anreize, solche Technologien zu nutzen oder bestehende Anlagen zu modernisieren.
Ein zentrales Ziel der Förderung nach den Richtlinien des Bundesumweltministeriums ist es, den
Absatz von Mini‐KWK im Leistungsbereich bis 50 KWel durch Investitionsanreize zu stärken.
Förderfähig sind die Neuerrichtung und der Anlagenaustausch von Mini‐KWK‐Anlagen (inkl. der
notwendigen Anlagenperipherie) im Leistungsbereich bis einschließlich 50 KWel.

Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen vor Antragstellung auf Förderung noch nicht begonnen
worden ist und förderungswürdig sind ausschließlich Aggregate, die Ihre Förderwürdigkeit mittels
unabhängigem Gutachten nachgewiesen haben. Vereinzelte Hersteller bieten Klärgas‐BHKWs an, die
den Förderkriterien entsprechen und deren Förderwürdigkeit somit nachgewiesen wurde.

Zur Liste der förderungswürdigen Anlagen:
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/kraft_waerme_kopplung/mini_kwk_anlagen/publikationen/liste_foerderfaehigen_mini_kwk_anlagen1.pdf

Weiterführende Links:
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/kraft_waerme_kopplung/mini_kwk_anlagen/index.html
http://www.zfk.de/zfkGips/ZFK/zfk.de/Infothek/Zum_Nachlesen/Zum_Nachlesen/zumnachlesen0509_16.pdf

Quelle:
Senergie GmbH
Gerwigstr. 8
78234 Engen

fon. +49(0) 7733 5019 -100
fax. +49(0) 7733 5019 -199

E-Mail: info@senergie.de
Internet: http://www.senergie.de

 

Flockungshilfsmittel aus Stärke – Technisch ebenbürtig, finanziell interessant

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Stärkebasierte Flockungshilfsmittel sind gegenüber herkömmlichen Mitteln technisch mindestens gleichwertig und kostenmäßig deutlich überlegen. Diese sehr erfreulichen Resultate erzielten die Universität Hamburg und das Clausthaler Umwelttechnik-Institut in einem gemeinsamen Forschungsprojekt an der Hamburger Hafenschlick-Aufarbeitungsanlage METHA III, das durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), gefördert wurde.

Fest-Flüssig-Trennprozesse spielen bei der Aufbereitung von Abwässern und Schlämmen, die bei industriellen Prozessen z.B. in der Nahrungsmittelherstellung, der Metall- und Papierindustrie oder der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie entstehen und entsorgt werden müssen, eine große Rolle. Das ist auch bei der Hafenschlick-Aufbereitungsanlage METHA III der Hamburg Port Authority der Fall, die die Wasserstraßen des Hamburger Hafens regelmäßig ausgebaggert. Dort werden Sand und Schlick bislang noch mit Flockungsmitteln aus synthetischen Polymeren entwässert.

In dem abgeschlossenen Forschungsprojekt zeigten nun 4 Partner eine höchst interessante Alternative auf: Die Firma Emsland Stärke GmbH stellte verschiedene Stärkederivate bereit, die an der Universität Hamburg im Laborversuch getestet wurden. Als Versuchsmaterial lieferte die Hamburg Port Authority dazu Original-Hafenschlick und stellte Platz für vor-Ort-Versuche zur Verfügung. Die Cutec GmbH schließlich entwickelte einen Flockungsreaktor, um die Flockengrößenverteilung gezielt zu beeinflussen und zu optimieren.

Im Ergebnis stellte sich die Verwendung von kationischer Stärke in der ersten Stufe der Anlage als besonders günstig heraus, da verglichen mit dem sonst verwendeten synthetischen Polymer nur ca. die Hälfte des Materials benötigt wird. Aufgrund des starken Preisvorteils der Stärke ist deren Einsatz auch in nachfolgenden Prozessabschnitten, die einen höheren Materialeinsatz erfordern, zumindest kostenneutral. Die stärkebasierten Flockungshilfsmittel zeigten sich darüber hinaus auch hinsichtlich der Anwendungseigenschaften als den synthetischen Polymeren ebenbürtig oder sogar überlegen. Als großer Vorteil erwies sich dabei u.a. die gute Lagerfähigkeit und Stabilität der Stärkeprodukte

Die jährlich eingesetzten Flockungshilfsmittel verursachen einen Großteil der Betriebskosten der Hamburger Hafenschlick-Aufbereitungsanlage. Der Einsatz von Stärke-Flockungsmitteln eröffnet somit erhebliche Einsparpotentiale. Die viel versprechenden Ergebnisse stellen zudem eine Grundlage für Überlegungen zu weiteren Einsatzbereichen von Flockungs- und Flockungshilfsmitteln aus nachwachsenden Rohstoffen dar.

Die Abschlussberichte zu den beiden Teilprojekten (22018505, 22015605) stehen Ihnen unter www.fnr.de/Projekte zur Verfügung.
Nr. 621
Dr. Torsten Gabriel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Weitere Informationen:

http://www.fnr.de

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news312521

 

Mit Biomasse Ressourcen sparen

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Die klassische Biomasse wird knapp. Was bisher in der Land- und Forstwirtschaft als Abfall im besten Fall kompostiert wurde, kann zukünftig wertvolle Dienste leisten. Experten aus Sachsen-Anhalt und dem spanischen Valencia wollen gemeinsam erforschen, wie man Biomassereste gewinnbringend verwerten kann. Das Vorhaben wird mit 4 Mio. Euro von der EU gefördert.
In Sachsen-Anhalt sind es überwiegend Reste und Abfälle aus der Landschaftspflege. In Valencia dagegen fällt jede Menge Biomasse aus der Bewirtschaftung von Oliven- oder Orangenhainen an. Doch die Pflanzenreste bergen enormes Potenzial. Leider ist eine standardisierte und kostengünstige Verwertung dieser vielfältigen Reste für die Industrie schwierig. Natürlich lässt sich mit den ständig nachwachsenden Rohstoffen hervorragend auf umweltfreundliche Weise Energie gewinnen. Die sofortige energetische Nutzung ist sicher einträglich. Deutlich nachhaltiger ist allerdings die stoffliche Verwertung, also beispielsweise in die Verarbeitung in der Möbelindustrie.

Dafür entwickeln die Forscher am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF gemeinsam mit ihren internationalen Projektpartnern neue Prozesse und Technologien. So arbeiten die Magdeburger Wissenschaftler beispielsweise an klugen Konzepten für die Biomasselogistik. Denn: Die industrielle Nutzung verlangt Sortierung der unterschiedlichen Pflanzenreste. Sortierung setzt Identifikation voraus. Keine einfache Aufgabe, von der sich jeder Gärtner mit einem Blick auf seinen Komposthaufen überzeugen kann: Unglaublich, wie viele verschiedene Pflanzenreste dort zu finden sind. In der Zukunftsvision der Fraunhofer-Forscher könnten Resthölzer mit RFID-Bändern ausgerüstet oder bei der Landschaftspflege anfallender Grünschnitt mit luminiszenten Nanopartikeln angereichert werden. Mit der Bestimmung der genauen Biomasse ließe sich nun entscheiden, was damit geschehen soll. Äste und Zweige beispielsweise können tonnenweise zu Hackschnitzeln verarbeitet oder bei einem Möbelhersteller zu Spanplatten gepresst werden, auch der Einsatz als Dämmstoff oder als Zusatz in Betonbauteilen ist denkbar. Dementsprechend lässt sich die Logistikkette organisieren und überwachen: Von der Ernte, über die Lagerung und den Transport bis zum endgültigen Ort der Verwertung.

Petra Wernicke, Sachsen-Anhalts Ministerin für Landwirtschaft und Umwelt ist von dem Vorhaben begeistert: „Bedenkt man die Mengen an ungenutzter Biomasse in Parkanlagen, auf Feldern und in Wäldern, wartet hier enormes Potenzial auf uns. Diese Chancen müssen wir nutzen. So lassen sich einerseits Ressourcen einsparen und andererseits die Umwelt schonen. Die Zukunft liegt in der systematischen Nutzung der regenerativen Energien.“
Anna-Kristina Wassilew, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

Weitere Informationen:
http://www.iff.fraunhofer.de/ Homepage des Instituts

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news312405

 

 

 

 

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Kanalisation in Nürnberg

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Die Kanalisation in Nürnberg

Die Kanalisierung des Stadtgebiets Seit dem Mittelalter gab es in Nürnberg, so wie in den meisten anderen Städten, einfache und wirksame Einrichtungen zur Stadtentwässerung:
• Das Niederschlagswasser wurde in Entwässerungsrinnen oder Dolen zum nächsten Gewässer geleitet. Die Dolen waren rechteckige, mit Steinen oder Holzbohlen ausgekleidete Rinnen im Verlauf der Straße.
• Das wenige Abwasser, das in den Häusern anfiel, gelangte auf die Straße und floss zusammen mit dem Niederschlagswasser ab. Abwasserleitungen innerhalb von Gebäuden waren damals noch nicht bekannt.
• Für die doch recht häufigen Aborte gab es Sickergruben, die von Zeit zu Zeit geleert wurden. 

mehr unter: http://www.nuernberg.de/imperia/md/content/internet/eigenbetriebe/sun/kanalisation.pdf

Der Sturmauslass am Nördlichen Hauptsammler in Nürnberg 

Dort, wo der Süßheimweg von der Pegnitzaue aus nach Norden zur Schnieglinger Straße hin aufsteigt, befindet sich etwas östlich davon im Pegnitzhang ein vergittertes, etwa 2,15 Meter hohes und 2 Meter breites Portal. Im Beton über diesem Portal sind die eingegossenen Jahreszahlen 1908 – 1910 zu erkennen. Wir werden sehen, dass das erste Jahr den Baubeginn des Nördlichen Hauptsammlers markiert, die zweite Zahl die Inbetriebnahme seines ersten Teilabschnittes. An das Portal schließt 

mehr unter: http://www.nuernberg.de/imperia/md/content/internet/eigenbetriebe/sun/sturmauslass.pdf

Das Regenüberlaufbecken am Südlichen Entlastungssammler in Nürnberg 

Bei Regenwetter steigen die in der Kanalisation abfließenden Wassermengen erheblich an. Das Kanalnetz und die Klärwerke können jedoch nicht zur Aufnahme dieser großen Wassermengen ausgelegt werden. Kanäle und Kläranlagen würden dadurch viel zu groß und viel zu teuer werden. Darüber hinaus würden bei Trockenwetter erhebliche Probleme mit dieser Überdimensionierung auftreten. Seit der Anfangszeit des Kanalbaus im 19. Jahrhundert war es deshalb üblich, das bei Regenwetter im Kanalnetz nicht mehr aufnehmbare Abwasser in die nächstliegenden Gewässer zu leiten. Dies bedeutet jedoch eine nicht zu unterschätzende Belastung der Flüsse mit Schmutzstoffen. 

mehr unter: http://www.nuernberg.de/imperia/md/content/internet/eigenbetriebe/sun/rueb_ses.pdf

75 Jahre Hauptzuführungskanal zum Klärwerk 1 1928 – 2003 

Zur Anfangszeit der neuzeitlichen Stadtentwässerung wurde – wie in anderen Städten auch – das Nürnberger Abwasser ohne vorherige Reinigung in die Pegnitz geleitet. Man war zu jener Zeit allgemein der Auffassung, dass die Gewässer auf Grund ihrer Selbstreinigungskraft diese Belastungen verkraften könnten. In diesem Zusammenhang darf nicht vergessen werden, dass damals die möglichst schnelle Ableitung des Abwassers aus der Stadt im Vordergrund stand – zur zuverlässigen Vermeidung von Krankheiten und Epidemien. Die Verschmutzung der Pegnitz durch die Einleitung des Abwassers aus 

mehr unter: http://www.nuernberg.de/imperia/md/content/internet/eigenbetriebe/sun/hzfkan_75jahre.pdf

Neckarsulm: Kläranlage wird Vorreiter für innovative Technik zur Abwasserreinigung

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In Neckarsulm ist der Startschuss für ein zukunftsweisendes neues Verfahren der Abwasserreinigung gefallen. Auf dem Gelände der Verbandskläranlage Neckarsulm, die vom Abwasserzweckverband „Unteres Sulmtal“ betrieben wird, entstehen in etwa zweieinhalb Jahren Bauzeit drei Bioreaktoren, mit deren Hilfe die Reinigungsleistung der Kläranlage um 60.000 auf 200.000 Einwohnerwerte erhöht wird. Der Vorsitzende des Abwasserzweckverbandes, Oberbürgermeister Joachim Scholz, signalisierte mit dem symbolischen ersten Baggerbiss den offiziellen Beginn der Bauarbeiten. Errichtet werden drei SBR-Reaktoren mit einem Volumen von jeweils 2400 Kubikmetern und ein gleichgroßer Vorlagebehälter. Die von den Mitgliedskommunen des Zweckverbandes anteilig zu tragenden Baukosten betragen
18 Millionen Euro.

Die neuen Bioreaktoren bilden das Herzstück der im Jahr 2005 konzipierten Modernisierung und Erweiterung der bis zur Kapazitätsgrenze ausgelasteten Verbandskläranlage. Um die Abwässer der angeschlossenen Verbandskommunen und der Industrie auch künftig sicher entsorgen zu können, ist eine höhere Reinigungsleistung erforderlich. Mit den neuen Reaktoren wird die Kläranlage nicht nur leistungsmäßig erweitert, sondern sie kann auch effizienter und mit weniger chemischen Zusatzstoffen betrieben werden. Dies ermöglicht das neue Verfahren der Sequentiellen Biologischen Reinigung (SBR). In den Reaktoren kommen Bakterien und andere Mikroorganismen zum Einsatz, die sich von den Schmutzpartikeln im Abwasser ernähren. Diese biologischen Abbauprozesse können durch unterschiedliche Beschickung und Belüftung der Reaktoren gezielt gesteuert werden. Damit erfüllen die Bioreaktoren die gleiche Funktion wie herkömmliche Klärbecken, nehmen aber durch ihre kompakte Bauweise wesentlich weniger Fläche ein und sind zudem flexibel nutzbar. Auch speziell geeignete Industrieabwässer können so gezielt mitgereinigt werden. Entwickelt wurde diese Kombinationstechnik von Diplom-Ingenieur Gunter Lorenz, dessen Ingenieurbüro für Wasserwirtschaft in diesem Bereich verschiedene Patente hält. Derartige Reaktoren sind in Baden-Württemberg bislang nur an zwei Standorten im Rhein-Neckar-Kreis in Betrieb. Im Unterland ist der Abwasserzweckverband „Unteres Sulmtal“ der erste, der auf die neue Verfahrenstechnik setzt.               
„Wir steigen in einen neuen hochtechnischen Bereich ein“, erklärte OB Scholz. „Dies ist ein Meilenstein in der weiteren Entwicklung des Zweckverbandes.“ Die Millioneninvestition sichere nicht nur den Standort der Wohnräume, sondern auch der Industrie. Solche Kooperationen würden zukünftig für die Sicherung der Arbeitsplätze immer wichtiger, hob der Verbandsvorsitzende hervor. Er kündigte einen Tag der offenen Tür an, sobald die Erweiterung der Kläranlage abgeschlossen ist. „Damit die Bevölkerung auch einmal zu sehen bekommt, was in die weniger publikumswirksamen Bereiche investiert wird, die gleichwohl für unsere Lebensqualität unentbehrlich sind.“ Die Erweiterung der Verbandskläranlage verursacht Gesamtkosten von 28 Millionen Euro. Bereits fertiggestellt ist die Sanierung und Erweiterung der Eingangsgruppe. Sie bildet die erste mechanische Klärstufe. Zudem wurde ein neues Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Im Bau befindet sich derzeit noch die thermogestützte solare Klärschlammtrocknung.
Mitteilung von:

Quelle:

Stadt Neckarsulm
Marktstraße 18
74172 Neckarsulm
Andreas Bracht (Pressestelle)
Telefondurchwahl (07132)35-404
Telefaxdurchwahl (07132)35-364 
Email andreas.bracht@neckarsulm.de
www.neckarsulm.de

 

Pilotprojekt zur Abwasserbehandlung spart Kohlendioxid und erzeugt Energie

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Umweltfreundlicher Ausbau von Klärwerk

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel fördert ein Pilotprojekt zur innovativen Abwasserbehandlung im Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt). Das Unternehmen plant die Errichtung einer Anlage zur anaeroben Abwasservorbehandlung. Dabei wird Abwasser künftig vergärt, was gegenüber dem herkömmlichen Belebungsverfahren entscheidende Vorteile hat: Die zum Belüften nötige Energie entfällt und durch freiwerdendes Biogas entsteht ein zusätzlicher Energieträger. Das aus Mitteln der Klimaschutzinitiative des BMU mit 3,7 Millionen Euro geförderte Vorhaben spart mehr als 4.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Gabriel: „Die Investition in diese moderne Anlage zur Abwasserbehandlung ist sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich weitsichtig. Sie ist wegweisend für andere Unternehmen, die industrielles Abwasser behandeln.“

In dem Gemeinschaftsklärwerk werden die häuslichen Abwässer von 18 Gemeinden sowie industrielles Abwasser von rund 300 Firmen und 60 produzierenden Unternehmen des Chemie-Parks Bitterfeld-Wolfen gereinigt. Jedoch hat die Expansion umliegender Unternehmen eine Zunahme organisch hoch belasteter und extrem salzhaltiger Abwässer zur Folge, was einen Ausbau des Klärwerks notwendig macht. Bislang konnten nur salzhaltige Abwässer bis zu einer Konzentration von 10 Gramm pro Liter vergärt werden. Das Pilotprojekt in Bitterfeld-Wolfen soll nun zeigen, dass das energetisch effizientere Anaerobverfahren auch für Abwässer mit einem doppelt so hohen Salzgehalt einsetzbar ist.

Durch das neue Verfahren entfällt künftig auch der hohe Energiebedarf für die Belüftung. Zusätzlich entsteht Biogas, das zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt werden kann. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem aeroben Abbau ist der geringere Klärschlammanfall.

Quelle: https://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/43276.php

Niersverband : Bester Azubi seiner Innung geehrt

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Sebastian Rabe wurde heute als bester Metallbau-Azubi seiner Innung
vom Vorstand des Niersverbandes, Prof. Dietmar Schitthelm, im Rahmen
einer kleinen Feier geehrt.
Am 1. August 2005 begann Sebastian Rabe seine Ausbildung als Metallbauer,
Fachrichtung Konstruktionstechnik, auf dem Betriebshof des
Niersverbandes in Kevelaer. Mit seiner Lossprechung Ende Januar 2009
beendete er diese mit den besten Prüfungsergebnissen seiner Innung.
Herr Prof. Schitthelm gratulierte ihm heute für diese hervorragende Leistung
und wünschte ihm weiterhin viel Spaß und Engagement für seine
zukünftige Tätigkeit beim Niersverband.
Sebastian Rabe arbeitet seit Beendigung seiner Ausbildung als Metallbauer
auf dem Klärwerk in Geldern. Dort werden seit vielen Jahren die
hohen Anforderungen an die Abwasserreinigung umgesetzt. Deutliche
Verbesserungen der Reinigungsleistung, insbesondere der Stickstoffelimination,
in den letzten Jahren tragen wesentlich zur positiven Entwicklung
der Wasserqualität der Niers bei. Hierfür ist gut qualifiziertes und
motiviertes Personal notwendig. Für den Niersverband umso erfreulicher
und wichtiger, dass mit Sebastian Rabe ein guter Mitarbeiter aus eigener
Schule weiter erhalten bleibt.

Quelle:
Niersverband T: 02162/3704-105
Margit Heinz F: 02162/3704-103
Am Niersverband 10 M: presse@niersverband.de
41747 Viersen H: www.niersverband.de

„Energiereserven aus Abwassersystem für Klimaschutz nutzen“ – Beispielhaftes Projekt in Speyer

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Ein Projekt mit Demonstrationscharakter für Energieeffizienz und Klimaschutz wird heute am Speyrer Yachthafen auf den Weg gebracht: In den dort entstehenden Gebäuden wird Abwärme aus Abwasser gewonnen und für Heizzwecke genutzt. Umweltministerin Margit Conrad stellte anlässlich des ersten Spatenstich fest: „Dieses Vorhaben steht für ein Energiekonzept, das Energieeinsparpotentiale konsequent erschließt und vorhandene Ressourcen und regenerative Energien miteinander verbindet. Es stellt ein Highlight in der Vielfalt örtlicher Energiekonzepte dar. Da mehr als 99 Prozent der Einwohner von Rheinland-Pfalz an öffentliche Kläranlagen angeschlossen sind, besitzt die Nutzung der im Abwasser gespeicherten Wärmeenergie großes Potenzial zur Verminderung unserer Energieimporte. Die Kommunen können damit einen großen Beitrag zu Klimaschutz und Technologieentwicklung leisten.“

Die Firma Steber Partner Wohnbau GmbH und die Stadtwerke Speyer als Contractor haben für 5 Hafenvillen mit einer Gesamtwohnfläche von ca. 5.700 Quadratmeter ein innovatives Konzept entwickelt: durch eine aufeinander abgestimmte Kombination von energiesparender Gebäudeausführung, Nutzwärmeerzeugung durch Wärmepumpen, Solarthermie und individuell angepasster Heizungstechnik werden Energieeinsparpotenziale konsequent erschlossen. Für die Wärmeversorgung kommt jeweils eine Wärmepumpe mit je 40 kW zum Einsatz. Diese beziehen ihre Nutzwärme aus einem nahe gelegenen Abwasserkanal der Entsorgungsbetriebe Speyer. Dabei wird über einen Wärmetauscher dem Abwasser Wärme entzogen und zu Heizzwecken nutzbar gemacht. Die Warmwasserbereitung und die Wohnraumbeheizung werden zusätzlich durch solarthermische Anlagen auf den Dächern der Häuser unterstützt.

Unter Zugrundelegung des derzeitigen deutschen Strommixes kann die Nutzung von Abwärme aus dem kommunalen Abwassernetz durch Wärmepumpen in Kombination mit einer solaren Wärmeunterstützung zu einer Absenkung der CO2- Emission um 40 Prozent im Vergleich zu konventionellen Heizungsanlagen führen.

Im gesamten Abwassersystem gebe es noch große ungenutzte Energiereserven, sei es in der Industrie, im Gewerbe oder bei den Kommunen, so die Umweltministerin. Conrad: „In dem Maße wie wir uns auf diese und andere heimische Ressourcen stützen, vermeiden wir Energieimporte und schützen uns vor Preissteigerungen in der Zukunft.“

e-mail: presse@mufv.rlp.de

Schäden an Membranen zur Belüftung von Belebungsbecken

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Feinblasige Belüftungselemente werden in vielen Kläranlagen zur energieeffizienten Sauerstoffversorgung von Belebungsbecken genutzt. Bis zum Ende der 60er Jahre wurden dazu überwiegend keramische Belüftungselemente in Form von Domen oder Rohren genutzt. Neue Impulse erhielt die feinblasige Druckluftbelüftung durch die Entwicklung der perforierten Belüftungsmembranen aus Gummi oder Kunststoff in den 80er Jahren.

In den Bereichen zur Nitrifikation/Denitrifikation werden heute in Druckluftsystemen überwiegen Rohr-, Teller und Plattenbelüfter aus Edelstahl und PEHD mit Membranen aus EPDM, PUR und Silikon eingesetzt. Gegenüber porösen Filtermaterial aus Keramik oder Kunststoff haben sie die Vorteile einer geringeren Verstopfungsanfälligkeit sowie der Möglichkeit eines intermittierenden Belüftungsbetriebes.

An einigen Kläranlagen traten an EPDM-Membranen stark erhöhte Druckverluste auf, die zu betrieblichen Problemen beim Sauerstoffeintrag führten. Das Schadensbild trat gehäuft bei schwach mit Luft beaufschlagten Schlauchbelüftern auf. Die Schlammbelastung dieser Kläranlagen war niedrig. Platten- und Tellerbelüfter waren seltener als Rohrbelüfter von der Schädigung betroffen.

Die Analyse der Schadensursachen lässt bei einigen Schadensfällen auf chemisch…mehr unter:
http://www.tuttahs-meyer.de/tum_de/arbeitsgebiete/frameset_arbeitsgebiete.html