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AWV Wiener Neustadt-Süd und EVN bauen Biogas-Netzeinspeisung

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Rund eine Million Kubikmeter Biogas gehen ab Herbst 2010 ins Ferngasnetz / Größte Anlage in NÖ / Verträge unterschrieben / Ausschreibung im Laufen

Ab Herbst 2010 werden jährlich rund eine Million Kubikmeter Biogas, das in einer neu zu errichtenden Anlage auf dem Gelände der Kläranlage des Abwasserverbandes Wiener Neustadt-Süd in Wiener Neustadt erzeugt wird, in das Netz der EVN eingespeist werden. Der AWV Wiener Neustadt-Süd wird das entschwefelte Bio-Rohgas liefern, die EVN sorgt für die Aufbereitung des Gases auf Erdgasqualität, dessen Transport, die Netzanbindung und die Vermarktung.

„Die Verträge sind unterschrieben und die Ausschreibung für die Anlagenerrichtung ist im Laufen. Im Frühjahr des kommenden Jahres wird bereits der Spatenstich erfolgen und im Herbst soll die Netzeinspeisung von hochwertigem Biogas aus Cofermenten beginnen“, freut sich Bgm. KommR. Franz Hubinger, der scheidende Obmann des AWV Wiener Neustadt-Süd und „Einfädler“ des größten derartigen Projektes in Niederösterreich. „Die Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner EVN war sehr erfolgreich und produktiv und nützt den Bürgern und der Umwelt in vielfältiger Weise“, so Hubinger.

„Dieses Gemeinschaftsprojekt von AWV Wiener Neustadt-Süd und EVN sieht vor, dass der AWV im kommenden Jahr eine Nass-Entschwefelungsanlage baut, die von den Projektpartnern gemeinsam genutzt wird, während die EVN gleichzeitig die Anlage zur Biomethan-Aufbereitung baut“, erläutert AWV-Geschäftsführer DI Dr. Wolfgang Scherz die Partnerschaft. „Der AWV wird dann rund 200 Kubikmeter Rohgas pro Stunde an die EVN liefern, was ca. 120 m3 Reingas entspricht oder rund einer Million Kubikmeter Reingas pro Jahr, die ins EVN-Netz eingespeist werden“.

Die neue Biogas-Aufbereitungsanlage in Wiener Neustadt wird die größte ihrer Art in Niederösterreich sein und zu den drei größten Anlagen der Biogas-Netzeinspeisung im gesamten Bundesgebiet gehören. Ausbaumöglichkeiten um bis zu 50 Prozent sind bereits vorgesehen.

„Die EVN wird auf dem Gelände des AWV nicht nur die Gasaufbereitung bauen, sondern darüber hinaus eine 2,5 Kilometer lange …mehr unter:

http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1045104

Damit Ostsee nicht „kippt“, sichern Muscheln und Algen Gleichgewicht

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Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Das scheint die Coastal Research & Management (CRM) aus Kiel in der Ostsee vorzuhaben, wenn sie übermäßiges Pflanzenwachstum mit dem Ansiedeln von Algen bekämpfen will.

„Die erhöhte Konzentration an Nährstoffen im Wasser lässt die Vegetation übermäßig gedeihen“, erläutert CRM-Mitarbeiter Dr. Peter Krost. „Wir wollen die Nährstoffe dem Meer wieder entnehmen und zwar durch Lebewesen, die sich von ihnen ernähren.“ Miesmuscheln und Braunalgen sollen es richten.
Denn würden sie geerntet, verbessere sich nicht nur die Wasserqualität, sondern sie könnten auch zu Lebensmitteln und Fischfutter weiter verarbeitet werden. „So wird die Nährstoffbelastung der Ostsee gemindert und gleichzeitig die nachhaltige Fischwirtschaft gestärkt“, freut sich Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt mit 320.000 Euro fördert.

Die Ufer der Ostsee gehören zu den am dichtesten besiedelten und am intensivsten genutzten Küstengebieten der Erde. „In Folge dessen hat sich die Nährstoffkonzentration im Wasser deutlich erhöht“, so Krost – wissenschaftlich Eutrophierung genannt. „Die Nährstoffe gelangen hauptsächlich über die Luft und Flüsse ins Meer und stammen beispielsweise aus Industrie und Landwirtschaft“, erläutert der CRM-Mitarbeiter, „etwa durch Dünger, der von bewirtschafteten Flächen abgeschwemmt wird.“ Übermäßiges Pflanzenwachstum und Sauerstoffmangel im Meer seien das Resultat. „Im schlimmsten Fall ist das ökologische Gleichgewicht so weit gestört, dass sich am Meeresboden sauerstofffreie Zonen und giftige Stoffe bilden können“, erklärt Krost. Das Gewässer drohe also langsam zu „kippen“. Die Meeresbodenfauna könne absterben. „Als nahezu vollständig geschlossenes Randmeer ist die Ostsee für Eutrophierung sehr anfällig“, betont der Projektleiter. Aquakulturen könnten allerdings dazu beitragen, die Nährstoffkonzentration zu mindern: Indem Organismen aus Zuchtanlagen die überschüssigen Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen. Die CRM will dies nun modellhaft in der Kieler Förde testen.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Marine Aquakultur (GMA) aus Büsum sollen im Rahmen des Projekts räumlich getrennte, aber dicht beieinander liegende Kulturen von Braunalgen und Muscheln angelegt werden. In beliebig erweiterbaren Unterwasserfarmen könnten sich die Organismen auf speziellen Leinen ansiedeln. Die einheimischen Arten Miesmuscheln und Zuckertang seien für das Vorhaben besonders geeignet, da sie sich ausschließlich mit Nährstoffen aus dem Wasser versorgten und keine weiteren Futtermittel benötigten. „Zudem begünstigen sie sich gegenseitig. Vor allem die Algen profitieren von den Muscheln, da diese das Wasser filtrieren und somit für mehr Lichteinfall sorgen“, erklärt Krost. Die bis zu ein Meter langen Braunalgen könnten auf diese Weise besser wachsen.

Mit der Ernte der Pflanzen und Weichtiere würden die Nährstoffe dann dem Meer …mehr unter:

Weitere Informationen: www.dbu.de

http://www.innovations-report.de/html/berichte/umwelt_naturschutz/damit_ostsee_quot_kippt_quot_sichern_muscheln_algen_145978.html

Ist die Zukunft Nano? – Eine Technologie zwischen Begeisterung und Unbehagen

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Die aktuelle Ausgabe der Verbraucherinformation befasst sich mit dem Thema Nanotechnologie. Diese Technologie nutzt Partikel im Nanometerbereich (1 nm = 0,000001 mm). Von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen findet sie Anwendung bei Lebensmitteln, Kosmetika, Textilien und Bedarfsgegenständen. Aber welche Chancen und Risiken haben Nano-Produkte für die Verbraucher und die Umwelt?

Außerdem enthält die Rubrik „Aktuelles“ eine Reihe von Kurzinfos, Links und Tipps:
– Zentrale Veranstaltung von Neuer Verbraucherzentrale und Verbraucherschutzministerium Mecklenburg-Vorpommern zum Weltverbrauchertag 2010
– Tagung zur Ernährungspolitik in Berlin
Verbraucherinformation lesen…mehr unter:

http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/lm/index.jsp

Die Kehrseite der Sparsamkeit

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Der Wasserverbrauch der Deutschen geht seit Jahren stetig zurück. Spareinrichtungen bei Duschen und Toiletten sowie ein gestiegenes Umweltbewusstsein sind die Gründe. Obwohl die Verbraucher immer weniger Trinkwasser benötigen, bleiben die Abrechnungen der Stadtwerke gleich hoch oder steigen sogar. Die Kehrseite der Sparsamkeit: Weniger Wasser schadet den Rohren, klagen die Versorger.

Ein immer seltener werdendes Vergnügen: Rund 30 Liter Wasser werden pro Schaumbad verbraucht.
Konstanz – Wassersparen ist für viele Bürger auch aus Gründen des Umweltschutzes selbstverständlich. Der rückläufige Wasserverbrauc sorgt allerdings nicht für sinkende Kosten. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erklärt gegenüber dieser Zeitung, dass ein weiterer Rückgang mehr Probleme als Nutzen schafft. „Das Abwasser fließt schlechter ab und die Gefahr, dass die Kanäle verrotten, wird größer“, sagt ein Sprecher des Branchenverbandes. Immer mehr Rohre müssten vorzeitig ersetzt werden, prophezeit der Verband.
Unterstützung erhält der BDEW von Bodo Weigert vom Kompetenzzentrum Wasser in Berlin, einem internationalen Zentrum für Wasserforschung. „Die Menge an Schadstoffen wie Duschgel oder Fäkalien hat sich in den vergangenen Jahren nicht verändert“, erklärt Weigert. Wenn die kilometerlangen Kanalisationsrohre nicht regelmäßig durchspült würden, seien Geruchsbelästigungen in warmen und trockenen Monaten, Beschädigungen sowie starke Ablagerungen die Folge. Fließt dagegen zu wenig und zu langsam Frischwasser durch die Leitungen, „dann steigt durch die größere Verweildauer in den Rohren die Verkeimungsgefahr“.

Allein die Stadtwerke Villingen-Schwenningen (SVS) betreuen ein insgesamt 711 Kilometer langes Trinkwassernetz. Etwa 180 Kilometer davon entfallen auf Hausanschlüsse, also die Leitungen, die von den großen Versorgungsrohren in der Straße abzweigen und in die jeweiligen Häuser führen. „Mit Blick auf die langsame, aber beständige Abnahme der Trinkwassermengen wird bei uns ein besonderes Augenmerk auf die Spülvorgänge gelegt. Hier betreiben wir einen hohen Aufwand“, sagt eine SVS-Sprecherin. Bedingt durch die zunehmende Anzahl an Spülungen von Trink- und Abwasserleitungen sowie den Unterhalt der Leistungen, verzeichnen die Wasserversorger steigende Fixkosten: Laut Branchenangaben sind dies 80 Prozent der jährlichen Aufwendungen.

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https://california18.com/saving-water-how-much-saving-makes-sense-and-how-much-is-exaggerated/6953682022/

Strom kommt aus Abwasser

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Kläranlage Niederfrohna nutzt ab 2010 seltene Technologie zur Energieversorgung

Aus dem Abwasser der Haushalte in Limbach-Oberfrohna und Niederfrohna entsteht in der Kläranlage des Zweckverbands Frohnbach ab Anfang 2010 Strom. Dafür hat der Verband rund 300.000 Euro in die Entwicklung und den Bau eines so genannten Stirling-Motors investiert. Dank der Wärmekraftmaschine – die seltene Technologie gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert – wird aus dem Biogas des anfallenden Klärschlamms elektrische Energie.

Projekt einmalig in Sachsen
Der zwei Tonnen schwere Motor, ein grüner Kasten, steht bereits auf dem Gelände der Kläranlage in Niederfrohna. Die Brennkammer, die das Biogas verbrennt, wird derzeit noch in Stuttgart getestet. Das vier Tonnen schwere Gerät soll im Januar per Kran an seinen Platz gehievt werden. „Wir hoffen, dass der Motor Ende März in Betrieb geht“, sagt Steffen Heinrich, Geschäftsführer des Zweckverbands Frohnbach. Der Verband ist für die Entsorgung der Abwässer aus Limbach-Oberfrohna und Niederfrohna zuständig.
Das sächsische Wirtschaftsministerium förderte das laut Heinrich in Sachsen einmalige Vorhaben mit 200.000 Euro. „Es ist ein Pilotprojekt. Inwieweit es sich auch für andere Verbände eignet, wird sich erst im Betrieb zeigen“, sagt Ministeriumssprecherin Isabel Siebert. Der Freistaat unterstütze den Zweckverband, weil die Nutzung erneuerbarer Energien gesteigert werden soll.
Bei einer Leistung zwischen 35 und 40 Kilowatt – ein typisches Kernkraftwerk schafft eine Million Kilowatt – soll der Stirling-Motor nach Angaben des Geschäftsführers 30 bis 40 Prozent des Stromverbrauchs der Kläranlage decken. Die Anlage benötigt im Jahr zwischen 700.000 und 800.000 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht nach Schätzungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft rund 3300 Kilowattstunden.

Gebühren sollen stabil bleiben
Dank der neuen Technologie spart der Zweckverband Frohnbach laut Heinrich pro Jahr etwa 100.000 Euro ein. „Damit können wir auch die Gebühren …mehr unter:

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/CHEMNITZ/1647099.php

Saugbagger „Sediturtle“ hat die Schildkröte nicht gestört

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Berliner Umwelttechnik für See in Hanoi

Der berühmte Hoan-Kiem-See in Hanoi wird mit deutscher Technologie gereinigt. Vietnamesische Behörden zeigten sich mit einem Test zufrieden und kauften jetzt den in Deutschland entwickelten Saugbagger „Sediturtle“, sagte Biologie-Professor Ha Dinh Duc in Hanoi.
Der See ist mit Schlamm und Algen verseucht. Die Reinigung ist kompliziert, weil dort eine Riesenweichschildkröte lebt, die eine der letzten ihrer Art „Rafetus swinhoei“ sein dürfte. Mehrere frühere Säuberungsversuche waren aus Sorge um das Tier gescheitert. „An der gereinigten Stelle ist der See jetzt tiefer und sauberer, und die Aktion hat die Schildkröte nicht gestört“, sagte Duc. Die Arbeiten sollen im Januar stattfinden. Der 13 Hektar große See ist wegen der Schildkröte eine Art Nationalheiligtum. Das Säuberungskonzept hat Peter Werner von der Fakultät für Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften an der TU Dresden entwickelt. Den Unterwassersaugbagger „Sediturtle“ …mehr unter:

http://www.morgenpost.de/printarchiv/wissen/article1229353/Berliner-Umwelttechnik-fuer-See-in-Hanoi.html

Regen messen mit Mobilfunkantennen

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Weil Regen das Mobilfunknetz stört, können Eawag-Forscher aufgrund von Daten des
Telekomunternehmens Orange Regenfälle messen. Die neue Methode ist räumlich deutlich
exakter als die traditionelle Regenmessung mit einzelnen Regensammlern. Kombiniert mit
intelligenten Steuerungen im Kanalisationssystem soll sie künftig den Gewässerschutz in
Siedlungsgebieten verbessern.

Unerwartete Regenfälle überlasten vor allem in dicht besiedelten Gebieten häufig die Kanalisationen:
Das Regenwasser mischt sich in den Abflusskanälen mit dem Siedlungsabwasser. Die
Wassermassen werden zu gross für die Rückhaltebecken. Die braune Brühe überläuft in angrenzende
Gewässer. Abwasser, darunter auch Chemikalien – zum Beispiel aus Arznei-, Putzmitteln und
Pestiziden – gelangen so verdünnt, aber ungefiltert in Bäche, Flüsse und Seen. Über das ganze Jahr
gesehen sind das zwar keine grossen Mengen; je nach Schadstoff gelangen nur rund 2-5% der
Gesamtmenge via Regenentlastung ins Gewässer. Doch die kurzzeitig hohen Belastungsspitzen
können Algen oder Fische schädigen. Weil mit der Klimaerwärmung in Mitteleuropa starke Regenfälle
zunähmen, werde sich das Problem zudem zuspitzen, ist Projektleiter Jörg Rieckermann von der
Abteilung Siedlungswasserwirtschaft der Eawag überzeugt. „Können Regenfälle lokal genauer erfasst
werden,“ so der Umweltingenieur, „würde das eine Steuerung der Kanalisationssysteme erlauben, die
Schmutzwasserüberläufe soweit als möglich verhindert.“ Der Eawag-Forscher entwickelt deshalb ein
Computermodell, das mit Hilfe von Daten aus dem Mobilfunknetz Regenereignisse räumlich und
zeitlich wesentlich genauer rekonstruiert als mit traditionellen Methoden.

Höhere Treffsicherheit im Regentropfen-Lotto
Und so funktionierts: Was die Mobilfunkbetreiber ärgert – dass nämlich die Regentropfen die
Richtfunkverbindung zwischen zwei Antennen und damit die Datenübertragung stören – machen sich
Rieckermann und sein Team zunutze. Aus den Daten über die Abschwächung der Signalstärke
berechnen die Forscher die Intensität der Regenfälle entlang der Verbindungslinie zwischen zwei
Antennen. Dank des engmaschigen Mobilfunknetzes sind die Eawag-Regendaten räumlich und
zeitlich besser aufgelöst als die Werte von Regenmessern oder Wetterradar. Statt von einem einzigen
Punkt aus zu messen, stammen die Mobilfunkdaten von einem Netz vieler sich überschneidender
Richtfunkverbindungen. Ein kleinräumiges Gewitter kann noch so heftig sein – ist der Regenmesser
auch nur hundert Meter entfernt, verpasst er dieses komplett. „Das ist oft ein bisschen wie Lotto
spielen“, sagt Rieckermann. Ein Wetterradar kann zwar eine ganze Zone erfassen, es hat aber den
Nachteil, dass die Radarstrahlen bei intensiven Regenfällen stark abgeschwächt werden. Zudem löst
das Gelände störende Echos aus – in der Schweiz voller Hügel und Berge ein grosses Problem.

Erstmals Daten aus der Schweiz
Regenmessungen via Mobilfunknetz sind nicht ganz neu, fanden aber bis jetzt keine praktische
Anwendung. Mit den umfangreichen Daten, welche der Mobilfunkanbieter Orange der Eawag zur
Verfügung stellte, ist es jetzt zum ersten Mal möglich, dieses System für den Gewässerschutz
einzusetzen. Um die Methode auf ein rund 150 Quadratkilometer grosses Gebiet in der Region Zürich
2/2 Eawag: Das Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs
mit weit verzweigtem Kanalisationsnetz zu übertragen, analysierten die Eawag-Forscher die Daten
von 23 Richtfunkverbindungen in dieser Region (effektiv nutzbar wären gegen hundert). Diese
verglichen sie für einen Zeitraum von zwei Monaten mit den Messwerten von 13 Regenmessern, zwei
Tropfenspektrometern und dem Wetterradar von MeteoSchweiz auf dem Albis. So konnten sie das
Modell eichen, und können nun Niederschläge aus den Funksignalen rekonstruieren. Noch mehr
Genauigkeit erhofft sich Rieckermann, wenn künftig auch die Tropfengrösse in die Berechnungen mit
einbezogen wird: Wenige grosse Tropfen streuen und schwächen das Funksignal nämlich ähnlich wie
viele kleine, bringen aber meistens weniger Regen. Daher entwickeln zur Zeit Projektpartner an der
ETH Lausanne Methoden, welche diese Muster berücksichtigen.

Umsetzung in Gemeinden geplant
Sein Vorhersagemodell wird Rieckermann demnächst mit zwei interessierten Gemeinden auf die
Praxistauglichkeit testen. Die Steuerung der Regenrückhaltebecken soll mit den kleinräumigen
Prognosen der Stärke und Richtung von Regenfällen gekoppelt werden. In gefährdeten Gebieten
sollen die Rückhaltebecken dann vor und während Regenereignissen so reguliert werden, dass
vorsorglich Kapazitäten für die erwarteten Wassermassen vorhanden sind und auf diese Weise
möglichst wenig Schmutzwasser überläuft. „Vor dem Hintergrund des Klimawandels kann das
entscheidend sein. So kann man noch vorhandene Reserven aktivieren, ohne das
Kanalisationssystem neu bauen zu müssen“, sagt Rieckermann und fordert: „Die Schweiz, einst
Pionier in der Abwasserreinigung, muss wieder eine Vorreiterrolle einnehmen. Nicht zuletzt weil
hierzulande auch in entlegenen Gebieten ein sehr dichtes Mobilfunknetz, mithin also genaue
Regendaten zur Verfügung stehen.“
Weitere Auskünfte:

http://www.eawag.ch/medien/bulletin/20100126/regenmessung-mobilfunk-eawag.pdf

Wie Algen Metalle recyceln können

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TU-Wissenschaftler entwickeln umweltfreundliche Methode zur Reinigung von kontaminiertem Wasser
So ein Algenteppich kann einem im Sommer die Lust am Baden verderben. Für Dr. Gerald Bunke vom Institut für Biotechnologie an der Technischen Universität Berlin sind Algen jedoch spannende Forschungsobjekte. So untersucht er die Fähigkeit verschiedener Mikro- und Makroalgen, Metalle zu binden. Damit können Algenkügelchen das durch Gifte und Schwermetalle kontaminierte Wasser säubern.

„Insgesamt haben wir 48 verschiedene Algenspezies und Cyanobakterien dahingehend überprüft, welche Halb- oder Schwermetalle sie an ihre Zelloberfläche binden können“, berichtet der Wissenschaftler. So haben er und sein Team zum Beispiel herausgefunden, dass Cyanobakterien eine besondere Affinität zu Blei haben. Die Mikroorganismen, erläutert Bunke weiter, tragen auf ihrer Zelloberfläche sogenannte funktionelle Gruppen, an die sich die Schwermetalle unter bestimmten Bedingungen, die etwa abhängig vom pH-Wert sind, anlagern. „Löst man eine definierte Menge Metall in doppelt destilliertem Wasser und gibt getrocknete und pulverisierte Algenbiomasse hinzu, so kann man bereits am nächsten Tag messen, dass die Metallkonzentration in der Flüssigkeit geringer geworden ist“, sagt der Forscher.
Um das im Labor erprobte Verfahren auch in industriellem Maßstab wirtschaftlich einsetzen zu können, muss die Algenbiomasse in definierter Form und Größe vorliegen. Nur dann können die Algen in sogenannten Sorptionskolonnen, in röhrenförmigen Reaktoren, eingesetzt werden. „Dafür müssen wir sie zunächst immobilisieren. Sie werden im Labor gewaschen, zerkleinert und anschließend in einem Stoffgemisch aus Flüssigkeit und fein verteilten Feststoffen über dünne Kapillaren in ein Ionenbad getropft“, erläutert der Forscher. So entstehen konstant kleine, robuste, hohle oder auch gefüllte Algenkügelchen, die einen Durchmesser von 0,5 bis 3,2 Millimeter haben. An diese Kügelchen können sich dann die Schwermetalle perfekt andocken. Die so beladenen grünen Kugeln lassen sich in einem nächsten Schritt sehr leicht wieder aus der wässrigen Lösung abtrennen.
In einem weiteren Projektteil erforschen die Wissenschaftler, wie über die Änderung des pH-Wertes die Metalle wieder von der Oberfläche der Kügelchen gelöst und so recycelt werden könnten. Das wäre zum Beispiel für die Rückgewinnung von Edelmetallen wie Gold oder Titan, das vor allem im medizinischen Bereich eingesetzt wird, besonders interessant. „Spirulina Algen“ scheinen für die Bindung von Titan besonders geeignet zu sein, so die Erkenntnis der Wissenschaftler. „Potentielle Anwendungsgebiete für unsere Forschungsergebnisse finden sich in der metallverarbeitenden Industrie, bei der Farbstoff- und Kunststoffherstellung und in der Elektroindustrie“, sagt Bunke.
Das Forschungsprojekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt. Kooperationspartner sind unter anderem das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH (HZB), BESSY GmbH, oder die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin. Auch die Universität in Miskolc, Ungarn, ist mit einbezogen. Jüngste wissenschaftliche Kontakte reichen sogar bis nach Australien.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Dr. Gerald Bunke
TU Berlin
Institut für Biotechnologie
Fachgebiet Bioverfahrenstechnik
Tel.: 030-314/72412
Fax: 030-314/72950

Hängende Räumschilder

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Wer kennt das nicht:

Die Antriebsräder der Räumer drehen bei Eisglätte durch.
Die Rollen der Schilder müssen ständig kontrolliert werden.

Bild FW-Tipps-Jan-10-Raeumer.JPG Wer es an seinem Räumer einrichten kann, sollte überlegen, ob nicht die Schilder unter den Räumerbrücken so befestigt werden können, das sie einige mm über den Boden schweben.
 

Das hat den mehrere Vorteile.

1. Die Zugkräfte werden stark verringert, dadurch wird Energie gespart.

2. Die Antriebsräder drehen bei Glatteis nicht mehr durch.

3. Kein Verschleiß mehr an den Rädern und den Räumschildern.

Die Maßnahme sollte jedoch mit dem Hersteller der Räumerbrücke abgesprochen werden.