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Die Regelungen zur Abwasserbeseitigung im neuen Wasserhaushaltsgesetz

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Zusammenfassung
Die DWA hat mit dem Merkblatt DWA-M 114 wichtige fachliche
Grundlagen für die Abwasserwärmenutzung geschaffen. Nachdem
in einem vorangegangenen Beitrag (KA 5/2010) ein Überblick
über das Thema vermittelt worden ist, wird jetzt die Anwendung
des Merkblatts in der Praxis gezeigt und ein Erfahrungsbericht
über die Planung und den Bau einer Anlage am
Beispiel Bretten geliefert. Daraus lassen sich auch zahlreiche
Hinweise für die Praxis gewinnen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2010 ab Seite
786

Autor
Dr. Winfried Haneklaus
Ruhrverband

Wege zum beruflichen Erfolg

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Forsa-Umfrage der Deutschen Universität für Weiterbildung zeigt: Um im Beruf Erfolge zu erzielen, setzen die Deutschen auf fachliche und soziale Kompetenzen, Köpfchen und Weiterbildung.

Erfolg ist planbar: Die Mehrheit der Deutschen vertraut im Beruf auf die eigenen Kompetenzen und baut diese systematisch aus. Nur jeder dritte Deutsche verlässt sich für den beruflichen Erfolg auf Glück oder Zufall. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW). „Beruflicher Erfolg lässt sich systematisch vorbereiten. Weiterbildung spielt hierbei die Schlüsselrolle“, sagt DUW-Präsidentin Prof. Dr. Ada Pellert. Rund drei Viertel der Deutschen messen regelmäßiger Weiterbildung einen hohen Stellenwert für den Erfolg im Beruf bei.

Kompetenz-Mix und soziale Netzwerke

Laut forsa-Umfrage setzen 90 Prozent der Befragten auf ihre fachlichen Kompetenzen. Auch Intelligenz (83 Prozent) und soziale Kompetenzen (79 Prozent) sind für die Befragten wichtige Erfolgsfaktoren. „Durch Zeugnisse belegbare Qualifikationen sagen noch nichts darüber aus, ob jemand im Berufsalltag auch in ungewohnten, ergebnisoffenen Situationen Entscheidungen fällen kann und handlungsfähig ist. Dazu sind eine Vielzahl von Kompetenzen gefragt – fachliche, soziale, aber auch persönlichkeitsbezogene“, sagt Pellert. Auch sozialen Netzwerken messen 74 Prozent der Befragten einen hohen Stellenwert bei – ihre Bedeutung ist gegenüber der Vorjahres-Umfrage um 8 Prozentpunkte gestiegen. „In sozialen Netzen entwickelt man seine Persönlichkeit weiter und wird häufig zum Experten für ein bestimmtes Thema“, erklärt Pellert. „Die Personalentwicklung sollte Mitarbeitern dafür mehr Freiräume gewähren.“

Junge Generation setzt zunehmend auf fachliche Kompetenzen

Einen Zuwachs von 12 Prozent verzeichnet der Stellenwert von Fachwissen für die Befragten zwischen 25 und 34 Jahren: Gaben 2009 noch 82 Prozent an, fachliche Kompetenzen seien wichtig oder außerordentlich wichtig für den beruflichen Erfolg, waren es in diesem Jahr bereits 94 Prozent. Auch die sozialen Kompetenzen bewerten sie mit 84 Prozent überdurchschnittlich hoch. „Trotz Wirtschaftskrise und Personalabbau suchen Unternehmen händeringend nach Fachkräften“, erklärt Pellert. „Wer beruflich weiterkommen will, muss seine fachlichen und sozialen Kompetenzen regelmäßig aktualisieren. Das hat die junge Generation erkannt.“

Selbständige entdecken den Erfolgsfaktor Weiterbildung

Mit Weiterbildung lassen sich fachliche, soziale und persönlichkeitsbezogene Kompetenzen auf den aktuellen Stand bringen. Vor allem Selbstständige vertrauen vermehrt auf regelmäßige Bildungsmaßnahmen: 76 Prozent gaben an, in puncto Erfolg auf Weiterbildung zu setzen. Dies sind 16 Prozent mehr als in der Vorjahres-Umfrage. „Als Externe wird man für Projekte hinzugezogen, um neue Impulse zu geben. Aktuelle Kenntnisse und innovative Ideen sind unerlässlich. Um erfolgreich zu sein, müssen Selbstständige daher eine permanente Bereitschaft zur Weiterbildung mitbringen“, sagt Kerstin Hochmüller, Gesellschafterin der kopfstand GbR, Bielefeld und MBA-Studentin an der DUW.

Zufriedenheit statt mehr Gehalt

„Beruflicher Erfolg lässt sich nicht nur am Kontostand ablesen“, sagt Pellert, wissenschaftliche Leitung des berufsbegleitenden Masterstudiengangs General Management (MBA) an der Deutschen Universität für Weiterbildung. „Unsere MBA-Interessenten wollen nach einer internen Umfrage vor allem berufliche Aufgaben besser bewältigen und mit ihrer Arbeit zufrieden sein. Beförderung und Gehaltsverbesserung sind eher Nebensache.“ Studierende erwerben im MBA das nötige Rüstzeug, um Management- und Führungsaufgaben zu übernehmen. Sie lernen, sich sicher in Organisationen zu bewegen und entwickeln aus ihrer Berufspraxis heraus im engen Austausch mit Praktikern und Experten ihren eigenen Führungsstil.

Der berufsbegleitende Masterstudienganges General Management (MBA)

Der berufsbegleitende MBA in General Management an der DUW richtet sich an Personen ohne wirtschaftswissenschaftlichen Studienabschluss, die sich auf Aufgaben mit wirtschaftlicher und leitender Verantwortung vorbereiten möchten. Neben einem Hochschulabschluss und guten Englischkenntnissen müssen die Teilnehmer in der Regel eine zweijährige Berufserfahrung vorweisen. Interessierte können sich für den 24-monatigen Masterstudiengang „General Management“ (MBA) an der DUW ab sofort bewerben, der Studienstart ist jederzeit möglich. Weitere Informationen zu Studienprogramm und Anmeldeverfahren finden sich unter www.duw-berlin.de.

Die Deutsche Universität für Weiterbildung

Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) mit Sitz in Berlin bietet wissenschaftliche Weiterbildung für Berufstätige mit erstem Studienabschluss. Das Fernstudienangebot der staatlich anerkannten Weiterbildungsuniversität umfasst Masterstudiengänge in den Departments Wirtschaft und Management, Bildung, Gesundheit und Kommunikation sowie weiterbildende Zertifikatsprogramme. Das flexible Blended-Learning-Studiensystem und die individuelle Betreuung ermöglichen es DUW-Studierenden, das Studium mit Privatleben und Beruf zu vereinbaren. Gesellschafter der DUW sind die Freie Universität Berlin und die Stuttgarter Klett Gruppe. Als Public-Private-Partnership steht die DUW für wissenschaftliche Qualität, Arbeitsmarktnähe und Dienstleistungsorientierung.

Mehr zum Thema Erfolg sowie Interessantes rund um die DUW erfahren Sie im DUW-Erfolgsblog unter: http://blog.duw-berlin.de oder unter: http://www.duw-berlin.de

Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an:
Pressebüro der Deutschen Universität für Weiterbildung
Annika Noffke
Telefon: 030/2000 306 106
E-Mail: annika.noffke@duw-berlin.de
Webseite: http://www.duw-berlin.de/de/presse.html

Weitere Informationen:
http://www.duw-berlin.de
http://blog.duw-berlin.de
Izabela Ahmad, Pressestelle
Deutsche Universität für Weiterbildung

Beruf und Qualifikation in der Zukunft

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BIBB-IAB-Modellrechnungen zu den Entwicklungen
in Berufsfeldern und Qualifikationen bis 2025

Der Arbeitsmarkt der Zukunft verändert die Qualifikations- und Berufsanforderungen. BIBB und IAB legen auf der Grundlage von Projektionen des zukünftigen Arbeitskräftebedarfs und -angebots nach Qualifikationen und Berufshauptfeldern eine Modellrechnung der zukünftigen Entwicklungen nach Qualifikation und Berufen vor.
Gemeinsam mit der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) und dem Fraunhofer-Institut für Informationstechnologie (FIT) werden in diesem Buch sowohl die Datengrundlagen und methodischen Vorarbeiten, die Strukturen und Annahmen der insgesamt drei Projektionsmodelle als auch die Modellrechnungen einer Saldierung von Angebot und Bedarf bis 2025 unter Berücksichtigung der beruflichen Flexibilität vorgestellt. Damit sollen mögliche Engpässe und Handlungsfelder auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft sichtbar gemacht werden.
Mit den „Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen“ erweitern BIBB und IAB ihre Qualifikationsentwicklungs- und Berufsforschung auch in quantitativer Hinsicht und erhöhen damit die Transparenz der Entwicklungstrends von Qualifikationen und Berufen.
Der Band umfasst 192 Seiten.

Beruf und Qualifikation in der Zukunft
BIBB-IAB-Modellrechnungen zu den Entwicklungen in Berufsfeldern und Qualifikationen bis 2025
ISBN: 978-3-7639-1137-0
Reihe: Berichte zur beruflichen Bildung
Herausgeber: Helmrich, Robert; Zika, Gerd
Verlag: W.Bertelsmann Verlag
Erschienen: 2010
Preis: 27,90 €

http://www.bibb.de/de/55228.htm

Studie zur Erwerbstätigkeit im Alter – Chancen je nach Beruf

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Wer wie lange im Alter arbeitet, hängt vom Beruf ab.

Vor allem ab dem 60. Lebensjahr unterscheiden sich die Chancen deutlich: Während Personen in manuellen Berufen wie Bauarbeiter oder Industriemechaniker diese überdurchschnittlich häufig nicht mehr ausüben (können), arbeiten Manager und Professionen wie Ärzte, Richter und Wirtschaftsprüfer meist bis 65. Wer als Rentner noch erwerbstätig ist, geht hauptsächlich einfachen Dienstleistungstätigkeiten für einen Zuverdienst nach, beispielsweise im Wachschutz oder in der Gebäudereinigung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) zur Erwerbstätigkeit im Alter.

Welche Berufe ein besonders hohes Risiko bergen, dass die dort Beschäftigten vorzeitig ausscheiden, hat der IAQ-Arbeitsmarktforscher Dr. Martin Brussig anhand von Daten des Mikrozensus 2001 bis 2007 im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung und des Forschungsnetzwerks Alterssicherung untersucht. Bei einigen besteht das Risiko schon sehr früh. Als „alarmierend“ bezeichnet Brussig, „dass es immer noch Berufsgruppen wie Werkzeugmacher, Elektriker, Mechaniker gibt, in denen die Beschäftigung schon ab 55 Jahren sehr viel häufiger beendet wird“. Überdurchschnittliche Austrittsraten zwischen 52 und 68 Jahren gibt es außerdem bei qualifizierten Dienstleistungsberufen (z.B. Polizisten, Feuerwehrleuten, Lokführern).

Vor allem körperliche und psychische Arbeitsbelastungen verhindern ein gesundes Arbeiten bis ins Rentenalter. Vorschläge, aus der Not eine Tugend zu machen und Berufsfeldwechsel in der späten Erwerbsphase zu fördern, führen kaum zum Ziel, meint der Arbeitsmarktforscher. So dürfte nahezu ausgeschlossen sein, im Alter in die Berufsklasse der Manager und erst recht der Professionsberufe einzusteigen – zwei Kategorien mit hohen Chancen auf eine lange Erwerbstätigkeit. Anders herum kommt es einem beruflichen Abstieg gleich, wenn Menschen später in einfache Dienste gegenüber der früheren Tätigkeit einsteigen. Hierbei gehen auch Erfahrungswissen und Kompetenzen verloren. „Schon um das langjährig erworbene Qualifikationspotenzial bis zur Rente in die Arbeit einbringen zu können, sind Initiativen für eine alternsgerechte Arbeitsgestaltung notwendig“, fordert Brussig. „Derartige Initiativen gibt es, doch sie haben bislang nicht den erforderlichen Rückhalt in den Betrieben gefunden.“

Weitere Informationen:
http://www.iaq.uni-due.de/auem-report/
Dr. Martin Brussig, Tel.: 0203/379-3931, martin.brussig@uni-due.de

Redaktion: Claudia Braczko, Tel.: 0170-8761608, presse-iaq@uni-due.de

Weitere Informationen:
http://www.iaq.uni-due.de/auem-report/
Ulrike Bohnsack, Pressestelle
Universität Duisburg-Essen

Neues Merkblatt für Planer und Betreiber vor Fertigstellung

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Es gibt rund 10 Millionen Schachtbauwerke in Deutschland. Sie sind damit ein wesentlicher
Bestandteil bei der Errichtung und der Nutzung von Abwasserleitungen und -kanälen. Schon
die Vielfalt an Funktionen von der Abwasserableitung über die Richtungsänderung bis hin zur
Sicherstellung der Zugänglichkeit für Inspektion, Reinigung und Zustandserfassung machen
die Bedeutung der Bauwerke deutlich. Auch die gesetzlichen Grundlagen – so das Wasserhaushaltsgesetz

(WHG) und das Landeshaushaltsgesetz (LWG) – beziehen die „Tore zur Unterwelt“
konkret mit ein. Doch die Praxis zeigt: Entgegen ihrer Bedeutung werden Schachtbauwerke
bei Sanierungsarbeiten an den Kanalnetzen eher stiefmütterlich behandelt. Zur Zeit
erfolgt die Sanierung von Schächten mit vorgefertigten Kurzrohren, örtlich hergestellten und
erhärtenden Auskleidungen, montierten Einzelelementen, integrierten Verankerungen, GfKoder
PE-Segmenten, Ortslaminaten, mineralischen Beschichtungen, organischen Beschichtungen
und anderen Verfahren. Diese Verfahren sind hinlänglich bekannt, werden sie aber
auch richtig eingesetzt? Mit einem neuen Merkblatt „6.2 Schachtsanierung“ will der RSV –
Rohrleitungssanierungsverband e.V. eine Orientierungshilfe für Planer und Betreiber schaffen.
In dem Merkblatt sollen Anforderungen an die Verfahren, Gütesicherung und Prüfungen
beschrieben werden, die als Grundlage für eine Bewertung des Bauwerkes und der Schadensbilder
sowie für die Wahl des richtigen Sanierungsverfahrens geeignet sind.

Bild FW-Kanal-September-10-Schachtsanierung-1.JPG
Bild1: gemauerter Schacht (Foto: Sturm)

Ganzheitliche Betrachtungsweise
Vor einem Jahr wurde der Arbeitskreis „Schachtsanierung“ ins Leben gerufen. Bei der Arbeit
der 29 Teilnehmer – hierunter Hersteller, Anwender, Netzbetreiber, Sachverständige und Mitarbeiter
aus Ingenieurbüros sowie Forschung und Lehre – steht in erster Linie die Betrachtung
des Gesamtbauwerks im Mittelpunkt. In neun Untergruppen werden die Themen Zustandserfassung,
Statik, Schachtkopf, Werkstoff GFK, Werkstoff PE, Organische Werkstoffe, Mineralische
Werkstoffe, Einbauten/Steighilfen und Prüfungen im eingebauten Zustand bearbeitet.
Ende 2010 soll der Entwurf für ein neues RSV-Merkblatt vorgestellt werden, das sich „rund
um den Schacht“ mit allen Aspekten von der Statik bis zu den geeigneten Sanierungsverfahren
beschäftigt. Die Arbeiten hieran schreiten zügig voran und der Inhalt nimmt konkrete
Formen an. Zurzeit gliedert sich die „Abfolge der statischen Nachweisführung einer Schachtsanierung“
wie folgt:

1. Einordnung Altschacht in den Altschachtzustand durch Inspektion; gegebenenfalls ist
eine Standsicherheitsbetrachtung des Altschachtes erforderlich

2. Wahl des geeigneten Sanierungsverfahrens
a. Verfahren ohne statische Wirkung
– dichtendes Verfahren für Altschachtzustand I
– dichtendes Verfahren mit Rissüberbrückung für Altschachtzustand II
oder
b. Verfahren mit statischer Wirkung
– dichtendes Verfahren mit Rissüberbrückung und statischer Wirkung
für Altschachtzustand III

3. Nachweise für den Betriebszustand in Abhängig von
a. Beanspruchung
Für die Ermittlung der Beanspruchungen ist sinngemäß A 127 anzuwenden.
Besonderheiten für die Nachweisführung der Schächte ergeben sich:
– aus der direkten Belastung der Schächte durch Verkehrslasten
– Schwächungen in der Tragstruktur (Einbindungen)
– der i.d.R. geometrisch ungleichmäßigen Ausbildung des Schachtbodens
(Berme; Gerinne)
b. Altschachtzustand
Die Besonderheiten der Berechnung, die in A 127 nicht enthalten sind, enthält
M 127-2 für ausgewählte Lining- und Montageverfahren:
– Imperfektionen bei der Bettung im Altschacht
– Langzeit-Spannungsnachweis für den langzeitig wirkenden äußeren
Wasserdruck
– Kontaktdruckprobleme
– nichtlineare Berechnung (Theorie II. Ordnung)
Die Bemessungsregeln gelten für Bau- und Betriebszustand; es wird von standsicheren
Altschacht-Bodensystem ausgegangen.
Für andere Verfahren sowie über die in M 127-2 hinausgehenden Randbedingungen
sind gesonderte Überlegungen erforderlich.
c. Verfahren
Abhängig vom Verfahren sind zusätzliche Nachweise für den Bauzustand erforderlich,
beispielsweise
– Einbau / Einziehen
– Verfüllen Ringraum
1. Dämmerdruck
2. Temperatur Aushärtung 

Bild FW-Kanal-September-10-Schachtsanierung-2.JPG      Bild FW-Kanal-September-10-Schachtsanierung-3.JPG
Bild 2: Vorgesehene Sanierung mit GfK-Auskleidung
Bild 3: Maschinelle Beschichtung mit Mörtel (Fotos: Sturm)

„Die Bedeutung, Funktion und Erhaltung von Schächten ist genauso wichtig wie die des Kanals“
macht der geschäftsführende RSV-Vorstandsvorsitzende Dipl.-Volkswirt Horst Zech
deutlich. „Vielmehr noch sind Schächte weitaus stärkeren Beanspruchungen ausgesetzt, als
der im Erdreich liegende Kanal, denn über die Schachtabdeckung werden direkt Kräfte in den
Schacht eingeleitet.“ Kein Verständnis hat Zech deshalb für unsachgemäßes Vorgehen, etwa
wenn Fachleute aus anderen Gewerken – zum Beispiel Straßenbauer – an den Schächten arbeiten.

Mängel in der Praxis
Um eine sinnvolle Schachtsanierung durchführen zu können muss der Zustand des Schachtes
zuerst erfasst werden. Die Erfahrungen zeigen, dass die ersten Konflikte hier schon vorprogrammiert
sind. Der Schacht wird mit Wasserhochdruck gereinigt und dann inspiziert. Bei
einer solchen Vorgehensweise können kleine Undichtigkeiten nicht mehr festgestellt werden.
Hinzu kommt: Während bei der Kanalsanierung die statische Berechnung und Prüfung der
eingebauten Materialen wesentliche Bestandteile einer erfolgreichen Renovierung sind, werden
Schächte sträflich vernachlässigt. Auch bei der Sanierungsmaßnahme kommt es immer
wieder zu unsachgemäßen Vorgehensweisen. So sind die Anforderungen an das Schachtsanierungssystem
teilweise höher als sie das alte System erfüllen kann. Oft wundern sich nachher
die Beteiligten, dass der zuvor dichte Schacht nach der Kanalsanierung plötzlich starken
Grundwassereintrag zeigt.

Enormer Handlungsbedarf
Diese Beispiele belegen den enormen Handlungsbedarf. Bei der Abnahme, aber auch innerhalb
der Gewährleistungsfrist kommt es bei Schächten immer wieder zu Beanstandungen und
Mängelrügen. Die Mängelliste ist lang: Sie reicht von fehlerhafter Dimensionierung, falscher
Ausbildung von Gerinnen und Auftritten, falschem Steigmaß oder fehlerhafter Montage der
Schachtabdeckung bis hin zu Undichtigkeiten und vielem mehr. „Dem wollen wir mit dem
neuen RSV-Merkblatt 6.2 Schachtsanierung vorbeugen“, so Zech. 

(Quelle: RSV – Rohrleitungssanierungsverband e.V.)

Probenannahme- und Analyseverfahren zur kostengünstigen Überwachung von Arzneimittelwirkstoffen im Abwasser

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Die Überwachung von Arzneimittelwirkstoffen und anderen Spurenkomponenten gewinnt nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Vollzuges der EU-Wasserrahmenrichtlinie und des Grundwasserschutzes eine immer größere Bedeutung. Im Rahmen eines vom BMWi geförderten F+E-Projektes wurden von der GBA Gesellschaft für Bioanalytik Hamburg mbH (Standort Pinneberg/ Bereich Umweltanalytik) daher Probenahme- und Analyseverfahren entwickelt und erprobt, die es im Abwassernetz ermöglichen, Arzneimittelwirkstoffe, Röntgenkontrastmittel sowie Moschusverbindungen effizient nachzuweisen und durch die Abbildung des Abflussgeschehens einem Eintragspfad zuzuordnen. Ein entscheidender Vorteil des erprobten Verfahrens ist dabei der im Vergleich zu „klassischen“ Abwasseruntersuchungen deutlich geringere Aufwand für die Probenahme. In einer norddeutschen Großstadt wurde das Verfahren, das auf der Ausbildung von Biofilmen an speziellen Aufwuchskörpern basiert, bereits erfolgreich im full-scale Maßstab eingesetzt. Dabei waren u. a. Erythromycin, Carbamazepin und Ibuprofen in z.T. deutlichen Konzentrationen nachweisbar. Für das Röntgenkontrastmittel Iopamidol konnte neben dem quantitativen Nachweis sogar ein klarer Wochengang gezeigt werden. Sowohl die Anreicherungstechnik als auch die mittlerweile marktfähigen Analysemethoden werden nun als kostengünstige Dienstleistung z.B. für die behördliche Überwachung oder für Entwässerungsbetriebe angeboten. Eine Ausweitung des Analysespektrums auf weitere Substanzen ist dabei möglich.

Kontakt:
GBA Gesellschaft für Bioanalytik Hamburg mbH,
Bereich Umweltanalytik,
Standort Pinneberg,
Flensburger Straße 15,
25421 Pinneberg

oder Messe IFAT/ Entsorga 2010, 13.09. – 17.09.2010
Neue Messe München, Halle A3, Stand 527

Betriebsbeauftragte

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Betriebe müssen je nach Tätigkeit verschiedene Beauftragte benennen. Wer welche Beauftragte benennen muss ist in den jeweiligen Rechtsgebieten festgelegt.

Die unten stehende pdf-Datei stellt Ihnen die wichtigsten Informationen zu den verschiedenen Beauftragten zusammen und beantwortet folgende Fragen:
• Welche Beauftragten gibt es?
• Wo ist die Benennung von Beauftragten geregelt?
• Wer muss welche Beauftragten benennen?
• Welche Aufgaben hat der Beauftragte?
• Welche Qualifikation muss der Beauftragte besitzen?
Sie finden Informationen zu folgenden Beauftragten:
• Abfallbeauftragte
• Immissionsschutzbeauftragte
• Gewässerschutzbeauftragte
• Gefahrgutbeauftragte
• Störfallbeauftragte
• Strahlenschutzbeauftragte
• Umweltmanagementbeauftragte
• wichtigste Beauftragte für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Weiterführende Informationen
Dokumente zum Download/Bestellen:

http://www.izu.bayern.de/praxis/detail_praxis.php?pid=0213010100196&utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=nl1062

Anlage zur Algenzucht in Betrieb genommen

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Forschungsprojekt von Vattenfall und GMB soll Wachstum von Mikroalgen mit Braunkohlerauchgas untersuchen
Seit heute filtern Mikroalgen klimaschädliches Kohlendioxid CO2 aus dem Rauchgas des Heizkraftwerks Senftenberg im Süden Brandenburgs. Ziel des Forschungsprojekts ist es, zu ermitteln, welche Algenarten sich für die Zucht mit CO2 aus der Verbrennung von Braunkohlestaub am besten eignen – und wie sich Energieverbrauch und Klimanutzen darstellen. Zunächst kommt ein einzelner Anlagentyp zum Einsatz, später soll das Verfahren mit einem weiteren direkt verglichen werden. Das Vorhaben ist ein Forschungsprojekt von Vattenfall und dem zum Konzern gehörenden Ingenieur- und Servicedienstleister GMB. „Die Mikroalgen nutzen das klimaschädliche CO2, um daraus wertvolle, vielfältig einsetzbare Biomasse aufzubauen. Damit ist die neue Anlage ein wichtiger Baustein für die Entwicklung neuer Perspektiven zur Nutzung von CO2. Darüber hinaus bringt die neue Technik wertvolles Know-how in die Lausitz und stärkt den Standort als wichtige deutsche Energieregion“, bewertet der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe Mining & Generation, Dr. Hartmuth Zeiß, das Vorhaben.

Brandenburgs Aktivitäten im Klimaschutz ausbauen
Das Projekt mit dem Titel „green MiSSiON“ (Microalgae Supported CO2 Sequestration in Organic Chemicals and New Energy) hat ein Volumen von rund zwei Millionen Euro, wovon Vattenfall rund eine Million Euro finanziert. Eine weitere Million Euro stammt aus Fördermitteln des Landes Brandenburg und der Europäischen Union. „Mit der Unterstützung des Projekts fördert die Landesregierung Brandenburg die Entwicklung neuer Technologien zur Minderung der CO2-Emissionen. Entsprechend den Zielstellungen aus der Energiestrategie 2020 des Landes Brandenburg kann das Verfahren im Mix mit anderen Maßnahmen zu mehr Klimaschutz beitragen. Unsere Ambition ist, den Standort Brandenburg weiter zu stärken“, sagt der Staatssekretär im Brandenburger Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Henning Heidemanns.

Umweltnutzen der Algenzucht mit Rauchgas ermitteln
Im ersten, heute in Betrieb genommenen Projektabschnitt kommen so genannte Flachplatten-Airlift-Reaktoren der Subitec GmbH, einer Ausgründung des Stuttgarter Fraunhofer Instituts, zum Einsatz. Hierbei vermehren sich die Algen in insgesamt zwölf mit Nährlösung gefüllten flachen Tanks aus lichtdurchlässigem Kunststoff. Für den zweiten Schritt ist mit „hanging gardens“ der österreichischen ecoduna OG die Installation eines weiteren Anlagentyps geplant. Diese „Hängenden Gärten“ lassen sich mit der Sonne drehen und erlauben eine kontinuierliche Ernte der Biomasse. „Wir als GMB freuen uns, für Vattenfall die komplette Vorbereitung, Projektierung, Ausführung und Auswertung des Forschungsvorhabens zu übernehmen. Als Ingenieurdienstleister in der Vattenfall-Gruppe und als Betreiber des Heizkraftwerks Senftenberg, aus dem das Rauchgas kommt, sind wir hierfür bestens gerüstet. Gut für uns und die Region: Wertvolles Know-how für die Algenzucht haben wir mit einer aus der Region stammenden, jungen Biotechnologin ins Haus geholt, die das Projekt für uns betreut“, beschreibt der Geschäftsführer der GMB GmbH, Werner Fahle, das Vorhaben.

Zahlreiche Anwendungen für die Algenbiomasse denkbar
Das Senftenberger Forschungsprojekt läuft bis Ende Oktober 2011. So lange stehen praktische Erkenntnisse über die Erzeugung der Algen im Vordergrund. Eine Herausforderung für die weitere Forschung ist der Einsatz von Biomasse aus Mikroalgen über die bekannten Nutzungsmöglichkeiten hinaus. Die Verwendung der in der Senftenberger Anlage produzierten Biomasse ist abhängig von ihren Eigenschaften. Im Vordergrund steht eine stoffliche Verwertung von feuchter Biomasse. Hierzu zählen die Hydrothermale Carbonisierung zur Herstellung von Biodiesel, der Einsatz in einer Biogasanlage oder die Nutzung als proteinreicher Zusatz im Fischfutter.

http://www.vattenfall.de/www/vf/vf_de/225583xberx/232127press/232157press/232443press/index.jsp?pmid=191665

Saarbrücker Chemiker bescheren Seehunden sauberes Wasser

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Die Seehunde sind eine der Hauptattraktionen im Saarbrücker Zoo. Oft ist allerdings das Wasser so trüb, dass die eleganten Tiere unter Wasser überhaupt nicht zu sehen sind. Nun entsteht ein neues, dreimal größeres Seehundbecken. Chemiker der Saar-Uni um den emeritierten Professor Horst Chmiel und Professor Wilhelm Maier entwerfen dafür ein neuartiges Filtersystem, das für klares Wasser und einen niedrigeren Energieverbrauch sorgen soll. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützt das Vorhaben mit knapp 85.000 Euro. Das Geld fließt in Mitarbeiterstellen, die in das Projekt eingebunden werden.
 
Die neuen Membranfilter sind ähnlich aufgebaut wie ein Katalysator im Automobilbau. Membranen aus Keramik werden zu Modulen zusammengefasst. Mit diesen neuartigen Trennschichten wird das verunreinigte Wasser des Seehundbeckens gereinigt. Die Verschmutzung des Wassers wird vor und hinter den Membranen gemessen. So kann entschieden werden, ob das Beckenwasser weiter hindurchfließen kann oder ob sie gespült werden müssen. Die Messreihen, auf deren Grundlage die routinemäßige Steuerung der Reinigungsanlage durch den Zoo eingerichtet werden soll, werden in den kommenden zwei Jahren vervollständigt. Erste Proben aus dem alten Becken liegen bereits vor.
 
„Dadurch wird die Lebensdauer der Filtermembranen deutlich erhöht. Außerdem kann Energie und Wasser gespart werden“, erklärt Wilhelm Maier, Professor für Technische Chemie an der Saar-Uni. In der alten Seehundanlage musste das Wasser viel häufiger komplett ausgetauscht werden. Mit der neuen Filtertechnik, die in zwei Jahren so weit erprobt sein soll, dass sie ganzjährig einen günstigen Betrieb zulässt, ist ein kompletter Wasserwechsel deutlich seltener nötig.
 
Weitere Informationen:
 
Wilhelm Maier, Professor für Technische Chemie
Tel.: (0681) 3022422
E-Mail: w.f.maier@mx.uni-saarland.de
 
http://www.uni-saarland.de/nc/aktuelles/presse/news-lesen/datum/2010/07/19/saarbruecker-chemiker-bescheren-seehunden-sauberes-wasser.html

Bauwirtschaft kritisiert zu geringe Dimensionierung des Kanalnetzes

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Viele Überschwemmungsschäden wären vermeidbar gewesen

Stuttgart. Die starken Regenfälle der letzten Tage haben in Baden-Württemberg zu teils heftigen lokalen Überschwemmungen geführt. Die Folge waren Schäden in Millionenhöhe für Hausbesitzer und Gemeinden. Dabei wären nach Auffassung der Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg zahlreiche Überschwemmungsschäden vermeidbar gewesen, wenn das Kanalnetz ausreichend dimensioniert wäre. „Das Abwassersystem vieler Kommunen hat oft nur eine beschränkte Leistungskapazität. Dadurch können die gewaltigen Wassermassen nicht immer gefasst und sicher abgeleitet werden“, kritisiert der Geschäftsführer der Landesvereinigung Dieter Diener. „Wir fordern deshalb von den Gemeinden eine umgehende Überprüfung ihrer Kanalnetze, um festzustellen, ob die Leistungskapazitäten noch den heutigen Erfordernissen entsprechen.“
Das Kanalnetz hierzulande ist historisch gewachsen und teilweise bereits über 80 Jahre alt. Neben dem oft maroden Zustand der Rohre, 17 % der Kanäle in Baden-Württemberg sind als schadhaft ausgewiesen, wird vor allem das zu geringe Fassungsvermögen des Abwassersystems zum immer größeren Problem. Grund hierfür sind zum einen die zahlreichen Neubaugebiete, die ab Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in den Gemeinden entstanden sind und die man vielfach einfach nur an das bestehende Kanalnetz angeschlossen hat, ohne es zu erweitern. Hinzu kommt die allgemeine Klimaveränderung. Klimaforscher gehen davon aus, dass die häufigen Starkregenfälle der letzten Jahre in Zukunft sogar noch zunehmen werden. Mit dieser Entwicklung aber hält der Ausbau der Entwässerungssysteme im Land schon lange nicht mehr Schritt.
Die Landesvereinigung Bauwirtschaft appelliert daher an alle Kommunen in Baden-Württemberg, ihre Kanalpläne auf die aktuellen Notwendigkeiten hin zu überprüfen und den Investitionsbedarf für die nächsten Jahre festzulegen. Zu klären sei insbesondere, ob die Auslegung der Kanäle den zu erwartenden Niederschlagsmengen entspricht und ob es mögliche Schwachstellen im Falle eines so genannten Katastrophenregens gibt. Überprüft werden müssten aber auch andere Maßnahmen wie z.B. die ausreichende Dimensionierung von Regenrückhaltebecken und Talsperren oder die Leistungskapazität von natürlichen Gewässern, die große Wassermengen aufnehmen sollen.
Dieter Diener sieht die Kommunen zudem noch aus einem anderen Grund in der Pflicht: „Seit einigen Jahren erheben Gemeinden eine spezielle Niederschlagswassergebühr mit der Begründung, dass auch dieses Wasser abgeführt werden muss und die Kanalisation zusätzlich belastet. Wenn also schon dafür Gebühren erhoben werden, dann ist die Kommune auch in der Pflicht…mehr:

http://www.landesvereinigung-bauwirtschaft.de/presse/p_index.html