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Eine kleine Gemeinde weiß sich zu helfen

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Erfolgreiche Trockenlegung
In Oberösterreich im Innviertel liegt unsere Gemeinde Gurten.
Bis zum Jahr 2004 betrieben wir eine Kläranlage mit
Emscherbecken, Scheibentauchkörper und Nachklärbecken.
Der Klärschlamm wurde nass in der Landwirtschaft verwertet.
Im Jahr 2005/06 planten wir einen weitgehenden Umbau
der Kläranlage für 2000 EW. Im Zuge der Ausschreibung
(Funktionalausschreibung) wurde ein Belebungsverfahren
gefordert. Für den Klärschlamm sollte eine Lagerkapazität
für einen halben Jahresanfall geschaffen werden. Dafür war
der Bau eines zusätzlichen Schlammsilos oder einer
Klärschlammlagerhalle für Pressschlamm vorgesehen.
Ebenso wurde eine Klärschlammtrocknung nicht ausgeschlossen. Die Wirtschaftlichkeit prüfte das zuständige Ingenieurbüro.
Dabei stellte sich bei der Klärschlammbehandlung die solare
Trocknung als die wirtschaftlichste Lösung heraus. Hier
kam ein Verfahren mit dem Namen „SchlammFIT“ zum Zug,
das von der ortsansässigen Firma Rothmaier GmbH & Co
KG entwickelt wurde. Es handelt sich dabei um eine
Klärschlammfiltration mit integrierter Trocknung.
Bei diesem Verfahren wird der Klärschlamm im ersten Schritt
filtriert, also über Schwerkraft entwässert, und anschließend
unter Ausnutzung der natürlichen Sonneneinstrahlung getrocknet.
Insgesamt werden dafür etwa 1,5 bis 2 kWh elektrischer
Energie pro Kubikmeter Nassschlamm verbraucht.
Das Filtratwasser läuft regelmäßig und kontrolliert in dieKläranlage zurück und führt dort zu keiner Überlastung oder anderen Betriebsproblemen.

Verfahrensablauf
Zuerst wird der Klärschlamm mit Polyelektrolyten (Polymeren)
versetzt, um eine große Schlammflocke zu erzeugen.
Dies geschieht in der Rohrleitung auf dem Weg zur
Trocknungshalle. In der solaren Trocknungshalle ist eine
Entwässerungsrinne mit einem Filtertuch eingebaut
Ähnlich einer Laborfiltration läuft der Klärschlamm
in die Rinne. Der Schlamm wird zurückgehalten, das Wasser
läuft durch das Tuch und wird wieder in den Zulauf zur
Kläranlage zurückgeführt. Der Befüllvorgang dauert ca. 2 h.
Der Klärschlamm bleibt dann bis zum nächsten Arbeitstag
in der Rinne. Am nächsten Arbeitstag wird die Rinne über
die gesamte Hallenbreite ausgekippt .Der Klärschlamm hat dann etwa 12 bis 15 % Feststoffanteil. Die
Rinne kann anschließend wieder befüllt werden. Ein- bis
zweimal pro Woche ist es erforderlich, das Filtertuch zu reinigen.
Dabei wird es mit einem Schlauch kurz abgespritzt.
Um den Zeitaufwand für das Personal zu beschreiben, ist
der gesamte Betriebsablauf zu sehen. Zu Beginn ist es erforderlich, die SchlammFIT®-Rinne zu entleeren. Dieser…mehr:

http://www.kan.at/upload/medialibrary/KA-Betriebs-Info4-2010.pdf

Autor
Walter Lengauer
Gemeinde Gurten
4942 Gurten, Österreich

Studie gibt Überblick über Multitasking und Arbeitsunterbrechungen

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Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Häufige Arbeitsunterbrechungen und Multitasking gehören zu den Merkmalen unserer modernen „beschleunigten“ Arbeitswelt. Moderne Technik macht es möglich, mehrere Aufgaben parallel zu bearbeiten. Doch Befragungen unter Erwerbstätigen zeigen, dass sich viele Beschäftigte durch Unterbrechungen oder Multitasking belastet fühlen. Mit dem jetzt veröffentlichten Bericht „Arbeitsunterbrechungen und Multitasking“ fasst die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den Stand der Forschung zusammen und präsentiert ein Modell, das die wichtigsten Einflussfaktoren auf das Erleben von Stress in Zusammenhang mit Unterbrechungen und Multitasking darstellt.
Viele Chefs freuen sich über Mitarbeiter, die die Fähigkeit haben, mehrere Aufgaben parallel zu bearbeiten oder die trotz häufiger Unterbrechungen effizient arbeiten. Doch häufige Unterbrechungen können den Menschen überfordern ebenso wie Multitasking. Sie können einen Lerneffekt haben, aber auch Stress auslösen. Bei beiden laufen ähnliche Prozesse bei der Verarbeitung ab. Über die Lebensspanne hinweg nehmen die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die Arbeitsgedächtnisleistung und die Fähigkeit zum schnellen Aufgabenwechsel ab. Diese Defizite lassen sich jedoch durch Erfahrung und einfache Hilfsmittel ausgleichen.

Der vorliegende Bericht beschreibt die Konzepte Arbeitsunterbrechungen und Multitasking im Einzelnen. Dazu bezieht er die aktuelle Forschung verschiedenster Disziplinen der Wissenschaft ein. Anschließend werden beide Konzepte gegenübergestellt und in Bezug auf das Alter diskutiert. Danach stellen die Autoren mögliche Methoden vor, mit denen sich Multitasking, Unterbrechungen und Konstrukte erheben lassen, die mit diesen Phänomenen in Beziehung stehen. Das abschließende Kapitel beleuchtet die beiden Konzepte in Bezug auf Stress. Dazu führt der Bericht in verschiedene Theorien der Stressforschung ein, um im Anschluss die Belastungsfolgen von Multitasking und Unterbrechungen zu beschreiben. Letztendlich entstand ein Modell, das einen Überblick über mögliche Wirkfaktoren auf Leistungsminderungen und das Erleben von Stress in Zusammenhang mit Unterbrechungen und Multitasking ermöglicht.

„Arbeitsunterbrechungen und Multitasking. Ein umfassender Überblick zu Theorien und Empirie unter besonderer Berücksichtigung von Altersdifferenzen“; A. Baethge, T. Rigotti; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2010; ISBN: 978-3-88261-122-9; 95 Seiten, Projektnummer F 2220, PDF -Datei
Der Bericht befindet sich zum Herunterladen unter auf der BAuA-Website http://www.baua.de in der Rubrik Publikationen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt. Sie ermöglichen Unternehmen wie auch der gesamten Volkswirtschaft einen Vorsprung im globalen Wettbewerb. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Rund 660 Beschäftigte arbeiten am Hauptsitz in Dortmund und den Standorten Berlin, Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

Jörg Feldmann Pressestelle

Weitere Informationen:
http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F2220.html Direkter Link zum Bericht „Arbeitsunterbrechungen und Multitasking“ auf der Website der BAuA

Bärtierchen – alles nur ein Witz?

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„Schüler berichten uns, sie seien im Biologie-Unterricht ausgelacht worden,
weil sie Bärtierchen erwähnt hätten.

U.S. Teenager fragen nach, wie man Bärtierchen aus Jeans vertreiben
könnte und ob Bärtierchen Hautrötungen und Juckreiz verursachen.

Ein anderer Leser erkundigt sich besorgt: ‚Droht uns eine neue biblische Plage?“

Nochmehr Fragen unter: http://www.baertierchen.de/tardigrada.html

Das Schlammvolumen verdünnt und unverdünnt

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Beobachtungen auf dem Klärwerk Coburg

Zusammenfassung
Von Januar bis März 2005 wurde auf dem Klärwerk Coburg
(Oberfranken) ein Anstieg des Schlammvolumens (SV) von
300 ml/l auf 800 ml/l, verbunden mit einer Zunahme der
Fädigkeit, festgestellt. Das SV wurde immer unverdünnt
ermittelt. Ab Mitte März setzten wir dann das SV zum Vergleich
auch im Verhältnis 1 : 1 verdünnt an. Erstaunlicherweise
stellte sich ein deutlicher Unterschied zwischen der
unverdünnten und der verdünnten Probe heraus. Mit abnehmender
Fädigkeit glichen sich beide Proben wieder an.

Einführung
Das Klärwerk Coburg reinigt mit einer Kapazität von
150 000 EW (Auslastung 85 %) das Abwasser von 50 000 EW
(40 %) und verschiedenen Industriebetrieben (45 %). Der
Trockenwetterzufluss liegt bei ca. 12 000 m3/d, bei Regenwetter
fließen ca. 18 000 m3/d zu. Der maximale Zufluss
liegt bei ca. 30 000 m3/d. Die Nachklärbecken sind ausreichend
dimensioniert.
Laut Eigenüberwachungsverordnung (EÜV) müssen das
SV auf Anlagen > 100 000 EW täglich und das mikroskopische Bild (MB) arbeitstäglich ermittelt werden. Das SV liegt bei 250 bis 300 ml/l, die Trockensubstanz (TS) bei 3,5
bis 4,0 g/l. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten von Frühjahr
nach Sommer und von Herbst nach Winter trat regelmäßig
das Problem des höheren SV bzw. der Zunahme der Fädigkeit
auf. Doch innerhalb von nur wenigen Wochen hatte sich
dann alles wieder normalisiert.

Hauptteil
Im Herbst 2004 stieg das SV auf ca. 350 bis 400 ml/l an.
Anders als in den Jahren zuvor normalisierte sich aber der
Zustand nicht, sondern im Gegenteil, das SV verschlechterte
sich noch und stieg bis Mitte Februar 2005 sogar auf
800 ml/l an. Außerdem stellten wir eine Zunahme der
Fädigkeit fest. Die Sichttiefe lag bei 1,50 bis 2 m (im Normalfall
bis 2,50 m), und die abfiltrierbaren Stoffe (AFS) betrugen
weiterhin < 5 mg/l. Ab Mitte März wurde das SV 1 : 1
verdünnt und unverdünnt ermittelt. Um die Fadenbakterien
wirkungsvoller zu bekämpfen, wurde im März das Fällmittel
von Eisen-III-chlorid auf Aluminiumchlorid umgestellt.
Mit Abnahme der Differenz des SV unverdünnt zu
verdünnt nahm auch die Fädigkeit wieder ab.
Anhand der Abbildungen ist zu erkennen, dass bei der Verdünnung
der vorhandene Blähschlamm nicht mit erfasst
wurde:
– unverdünnt ergeben sich ein hohes SV und ein hoher
Schlammindex (ISV),
– verdünnt ergeben sich ein niedriges SV und ein niedriger
Schlammindex (ISV),
– Probleme durch Fadenbakterien werden bei der verdünnten
Probe nicht erkannt,
– das Absetzverhalten ist bei verdünntem Schlamm deutlich
besser.

Erkenntnis
Durch den Einsatz der Verdünnungsmethode wird ein
Schlammproblem (Blähschlamm, Fadenbakterien) verschleiert…mehr:
http://www.kan.at/upload/medialibrary/KA-Betriebs-Info4-2010.pdf

Autorin
Michaela Jörg
Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CEB)
Klärwerk
96450 Coburg

 

Datenschutz

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6. Unser Datenschutzbeauftragter
Bei Fragen zum Datenschutz wenden Sie sich bitte an unseren Datenschutzbeauftragten.

Bioserve GmbH
Biotechnologie + Beratung für Kläranlagen
Siemensstr. 17

40789 Monheim am Rhein

Fax: 0049 2173-9996148
E-Mail: info@klaerwerk.info

Geplante Änderung des Energiesteuergesetzes benachteiligt Abwasserbeseitigung

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Bereits vor der Sommerpause hat das Kabinett den Regierungsentwurf zur Änderung des Energie- und Stromsteuergesetzes verabschiedet. Der Entwurf sieht unter anderem die Einschränkung der Steuerbefreiung für gasförmige Energieerzeugnisse (§ 28 EnergieStG) in Form eines Wegfalls der Steuerbefreiung für Klärgas vor, soweit dieses als Energieerzeugnis genutzt wird. Dies hätte für die Abwasserbeseitigungsbetriebe drastische Folgen.

Bisher galt im Rahmen des Energiesteuergesetzes eine Steuerbegünstigung für gasförmige Kohlenwasserstoffe, die aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft oder von Abfällen gewonnen werden, die bei der Lagerung von Abfällen oder bei der Abwasserreinigung anfallen oder die aus Gründen der Luftreinhaltung und aus Sicherheitsgründen bei der Lagerung und dem Verladen von Energieerzeugnissen aufgefangen werden. Zukünftig soll diese Steuerbefreiung nur noch auf gasförmige Biokraft- und Bioheizstoffe Anwendung finden. Für die Definition dieser Stoffe wird in § 1a Nr. 13 a (neu) auf die Biomasseverordnung verwiesen, die vorsieht, dass Klärgas nicht als Biogas anerkannt werden (vgl. § 3 Nr. 11 BiomasseV). Im Übrigen unterfallen die gasförmigen Kohlenwasserstoffe zukünftig daher der Steuerpflicht.

Dieser vorgesehene Wegfall der Steuerfreiheit für die gasförmigen Kohlenwasserstoffe bei der Abwasserbeseitigung wirkt sich für die Unternehmen zu deren Nachteil aus. Zwar können voraussichtlich in vielen Fällen Entlastungstatbestände wie §§ 47, 53, 54 EnergieStG in Anspruch genommen werden. Ausschlaggebend hierfür sind die konkreten Verhältnisse der Anlage. Dennoch muss die Steuer anders als bisher zunächst abgeführt werden. Dies hat zum einen Auswirkungen auf die Liquidität, als auch auf den Arbeitsaufwand der Unternehmen. Anders als bisher müssen außerdem Messinstrumente vorgehalten werden, um die Menge des erzeugten Gases zu ermitteln. Der VKU fordert daher, Klärgas ebenso wie Biogas weiterhin von der Steuer frei zu stellen. Insoweit ist kein sachlicher Grund ersichtlich, weshalb Biogas im Gegensatz zum Klärgas zukünftig besser gestellt werden sollte. Gerade die Eigennutzung von Klärgas erfolgt standortnah, trägt zur Minderung der CO2-Emissionen und damit zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung bei.
Der Gesetzentwurf zur Änderung des Energiesteuergesetzes soll Ende September im Bundesrat behandelt und anschließend in den Bundestag eingebracht werden. Im Rahmen der vorangegangenen Ressortabstimmungen hatte der VKU bereits im März dieses Jahres zum Referentenentwurf Stellung genommen und an der anschließenden Anhörung teilgenommen. Hinsichtlich des Kabinettsentwurfs wird der VKU erneut eine Stellungnahme abgeben.
Das Inkrafttreten der Regelungen ist zum 1. Januar 2011 geplant.

Quelle: http://www.vku.de/wasser/ordnungspolitik/steuerfragen/geplante-aenderung-des-energiesteuergesetzes-benachteiligt-abwasserbeseitigung.html

Für Fachkräfte von morgen: Qualität der Ausbildung sichern, mehr Interesse für umwelttechnische Berufe wecken

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Dieses Gremium hat Gewicht:
Der Berufsbildungsausschuss muss in allen wichtigen Angelegenheiten der die Ausbildung unterrichtet und gehört werden. So sieht es das Berufsbildungsgesetz (BBiG) vor. Er beschließt zum Beispiel
Prüfungsordnungen. 14 engagierte Vertreter des Ausschusses für die
umwelttechnischen Berufe trafen sich dieses Mal in Peine. „Die
qualifizierte Ausbildung ist die Basis für unsere gut geschulten
Fachkräfte von morgen, die gilt es zu sichern“, unterstreicht Henning
Schaare, Technischer Leiter des Wasserverbandes Peine und
zugleich Sprecher dieses Ausschusses.

Qualifizierte Ausbildung für Fachkräfte von morgen
Der drohende Fachkräftemangel wird immer mehr zum Thema in
Deutschland. Das merken auch die Ausbildungsbetriebe der Wasser- und
Abwasserwirtschaft, die mehr als früher um die besten Köpfe wetteifern
müssen. Der Berufsbildungsausschuss diskutierte auf seiner jährlichen
Sitzung, die dieses Mal in Peine bei Wasserverband stattfand, angeregt
über das Thema. „Die Qualität unserer Ausbildung ist gut, die Ausbildungsbetriebe geben
sich viel Mühe“, betont Schaare. Oftmals rundeten Zusatzangebote wie Lehrgänge oder der
nachbarschaftliche Austausch die Inhalte der dualen Ausbildung ab. Die Ausschussmitglieder
berichteten über die verschiedenen Förderungen und Programme der Betriebe.
Andererseits stelle man aber auch die Tendenz fest, dass viele Bewerber den steigenden
Anforderungen dieser anspruchsvollen Berufsfelder nicht mehr ohne Zusatzunterricht
gewachsen sind. Die Ansprüche an die umwelttechnischen Azubis steigen.

Umwelttechnische Berufe – noch nicht bekannt genug
Leider seien die umwelttechnischen Berufe noch immer nicht bekannt genug. „Wir stellen
das zum Beispiel bei Berufsmessen an Schulen nach wie vor fest“, fasst Schaare die
Ergebnisse der vertretenen Unternehmen zusammen. Die Berufsbilder wie Fachkraft für
Abwassertechnik seien gar nicht auf dem „Radar“ – weder den Schülern noch den
betreuenden Lehrern. Zudem verstellten Vorurteile den Blick auf die anspruchsvollen
Berufsfelder. „Hier müssen wir noch mehr als bisher die Multiplikatoren bei der Beratung zur
Berufswahl informieren – für die Vorteile und Chancen dieser Berufe werben.“ Kooperationen,
etwa mit Dachverbänden wie der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft,
Abwasser und Abfall (DWA) oder dem Wasserverbandstag, wurden im Gremium erörtert.

Zuständige Stelle beim NLWKN – reger Austausch nicht nur zur Sitzung
Die sogenannte zuständige Stelle, die den Ausschuss errichtet, ist beim NWLKN in
Hildesheim angesiedelt. Rainer Münzer, der die Stelle dort bereits langjährig leitet, lobt das
Engagement der Ausschussmitglieder: „Wir diskutieren auch außerhalb der jährlichen
Sitzung über weitere ausbildungsrelevante Themen, interessante Ansätze oder neue Ideen
untereinander.“ Dieser regelmäßige Austausch der Ausschussmitglieder, darunter
Arbeitnehmer-, Arbeitgeber und Lehrer-Vertreter sowie Gäste der Spitzenverbände, dient der
Weiterentwicklung und Erhaltung der qualitativ hochwertigen Ausbildung in umwelttechnischen
Berufen. Er kommt den Fachkräften von morgen zugute.

Autor:
Dipl.-Ing. Henning Schaare
Technischer Leiter
Horst 6
31226 Peine
Tel. 05171 / 956 – 261
Fax 05171 / 956 – 152
E-Mail: schaare@wasserverband.de

http://www.wasserverband.de/wDeutsch/img/PDF_WVPE/PI_I_Berufsbildungsausschuss_umweltechnBerufe_Okt2010.pdf

ENTWICKLUNG EINES ANAEROBEN HOCHLEISTUNGSREAKTORS ZUR BEHANDLUNG VON KOMMUNALEM ABWASSER MIT HILFE EINER ULTRAFILTRATIONSMEMBRAN IM VAKUUMBETRIEB (BMBF)

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Die biologische Reinigung von kommunalem Abwasser erfolgt in aller Regel aerob/anoxisch mit Hilfe von Mikroorganismen und künstlicher Belüftung. Diese Technologien sind bewährt und seit Jahrzehnten erfolgreich im Einsatz. Neben einer guten Reinigungsleistung zeichnen sie sich allerdings auch durch eine hohe Produktion von Klärschlamm aus. Im Vergleich zur energieintensiven, aeroben Oxidation vorhandener Schad- und Nährstoffe im Abwasser bieten anaerobe Prozesse den Vorteil der Energierückgewinnung aus Abwasserinhaltsstoffen. Die Klärschlammproduktion ist deutlich geringer; ferner unterliegen die anorganischen Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor nicht dem biologischen Abbau. Dadurch können die Nährstoffe der Flüssigphase für die landwirtschaftliche Bewässerung genutzt werden. Allerdings benötigen die anaeroben Verfahren erhöhte Temperaturen, wodurch sich einige Vorteile relativieren, insbesondere dann, wenn nur geringe Kohlenstoffkonzentrationen im Abwasser vorliegen. Bisherige Untersuchungen zur anaeroben Abwasserbehandlung im kommunalen oder industriellen Bereich zeigen, dass die Elimination der organischen Kohlenstoffverbindungen (CSB) besonders bei Abwasser mit geringeren CSB-Konzentrationen und/oder niedrigeren Temperaturen (< 20°C) oft nur sehr ungünstige Ergebnisse hervorbringt. Ursache hierfür ist, dass es trotz funktionierendem Anaerobprozess nicht gelingt, für einen ausreichenden Austrag des Methangases aus der Flüssigphase im Reaktor selbst zu sorgen. Da der Austrag des Methangases unkontrolliert zu einem späteren Zeitpunkt z.B. im Gewässer oder bei der Aufbringung auf landwirtschaftliche Nutzfläche stattfindet, kann diese Technik dann nicht mehr das Attribut der Nachhaltigkeit für sich in Anspruch nehmen. Freigesetztes Methan (CH4) hat ein um das 21-fache höheres Treibhauspotenzial als CO2. Diesem Problem sollte mit Durchführung des beantragten Vorhabens Rechnung getragen werden. Unter Einsatz eines neu zu entwickelnden anaeroben Membranverfahrens im Vakuumbetrieb sollte ein leistungsfähiges Abwasserreinigungsverfahren ohne zusätzlichen Energieeinsatz für verschiedene Aufgabenstellungen entwickelt werden, das kurze Verweilzeiten des Abwassers, geringen Klärschlammanfall und selbst bei „dünnem Abwasser“ eine energetische Nutzung des Biogases bei entsprechender Größenordnung der Kläranlage erlaubt. Dabei orientierte sich das Verfahren an den wichtigen Aufgabenstellungen der Reduzierung des Klärschlammanfalls, Nutzung des keimreduzierten Abwassers und darin enthaltener Nährstoffe für Bewässerungszwecke, und energetische Verwertung des Treibhausgases Methan auch bei dünnerem Abwasser und niedrigen Temperaturen. Projektleitung an der TUM: Prof. Dr.-Ing. M. Wichern, Prof. Dr. rer.nat. H. Horn

Projektpartner: LS für Siedlungswasserwirtschaft (TU München), Hans Huber AG

Quelle: http://www.ruhr-uni-bochum.de/siwawi/Forschung/Forschungsvorhaben%20betreut.html

Urin als Rohstoff der Zukunft?

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Bill & Melinda Gates Foundation unterstützt Schweizer Wasserforschung für Südafrika

Die separate Sammlung von Urin erlaubt innovative Lösungen für Verbesserungen der Siedlungshygiene und das Recycling der Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium. Insbesondere an Orten, wo eine Schwemmkanalisation nach westeuropäischem Muster keine nachhaltige Lösung bietet, ist die Urinseparierung eine grosse Chance. Jetzt unterstützt die Stiftung von Bill und Melinda Gates mit drei Millionen Franken ein gemeinsames Projekt des Schweizer Wasserforschungsinstituts Eawag und der Wasserversorgung eThekwini in Südafrika, das diesen Ansatz praxisnah weiterentwickelt.

Das auf vier Jahre ausgelegte Vorhaben umfasst die Weiterentwicklung von technischen Lösungen zum Nährstoffrecycling aus Urin. Ausserdem untersuchen die Beteiligten zusammen mit Experten der Universität KwaZulu-Natal sowie der ETH Zürich logistische Lösungen für die Sammlung und den Transport von Urin von den Toiletten zu den Behandlungsanlagen. Schliesslich gehen die Schweizer Wasserforscher mit ihren Partnern in Südafrika der Frage nach, wie mit der Gewinnung und dem Verkauf eines Düngers aus Urin die Siedlungshygiene wirtschaftlich gefördert werden kann, so dass ein günstiges, effizientes und breit akzeptiertes Sanitärsystem etabliert werden kann.

Alternativen sind dringend nötig
Hinter dem Projekt steht die Erkenntnis, dass alternative Konzepte zur Kette von WC, Schwemmkanalisation und zentraler Abwasserreinigung nötig sind – allein schon darum, weil dafür vielerorts gar nicht genügend Wasser verfügbar ist. Dringend nötig ist dies vor allem, wenn die Zahl der Menschen ohne Zugang zu elementaren sanitären Einrichtungen und sicherem Trinkwasser zurückgehen soll, wie in den Millenniumszielen der Uno gefordert. Denn neben der Gesundheit der Bevölkerung gefährdet eine ungenügende Entsorgung von Fäkalschlämmen an vielen Orten auch die Trinkwasserversorgung und belastet die Gewässerökosysteme massiv. Und nicht zuletzt ist der Bedarf an Dünger weltweit so gross, dass das Interesse an lokalen Nährstoffquellen wächst.

Erfolgreiche Vorarbeit in Nepal
Die Eawag hat langjährige Erfahrung in der Erforschung der Urinseparierung, auch als NoMix-Technologie bezeichnet. 2007 wurde dazu das disziplinenübergreifende Projekt Novaquatis abgeschlossen. Seither hat die Eawag unter anderem in einem Projekt in Siddhipur bei Kathmandu (Nepal) gezeigt, dass die Urinverarbeitung zum Phosphordünger Struvit regionale Nährstoffkreisläufe schliessen und das Bewusstsein für den Wert der Nährstoffe im Urin fördern kann. Die beteiligten Bauern profitieren mit, denn sie müssen weniger Kunstdünger aus Import zukaufen. Die Akzeptanz für die einfachen Trockentoiletten mit Urinseparierung wurde in Nepal zusätzlich begünstigt, weil die gut 100 Testfamilien von einem lokalen «Hygienekomitee» unterstützt wurden. www.eawag.ch/stun. «Die Erfahrung der Eawag mit der NoMix-Technologie und die Zusammenarbeit mit einer sehr fortschrittlichen Verwaltung haben sicher dazu beigetragen, dass unser Vorhaben nun mit insgesamt drei Millionen Franken gefördert wird», sagt Verfahrenstechniker Kai Udert, der das Projekt an der Eawag leitet.

Zusammenarbeit mit innovativer Wasserbehörde
Tatsächlich können sich die Schweizer Wasserforscher in der südafrikanischen Region eThekwini rund um Durban auf eine innovative Verwaltung stützen, die im Bereich der Siedlungshygiene schon wesentliche Pionierarbeit geleistet hat. Unter anderem propagieren die Wasserverantwortlichen seit 2002 eine Reihe verschiedener…

http://www.eawag.ch/medien/bulletin/20101014/index

Erfolgreiches Wasser-Volksbegehren in Berlin Etappensieg im Kampf gegen PPP

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• Wasser-Volksbegehren in Berlin von bundesweiter Bedeutung
• Etappensieg beim Kampf gegen PPP-Geheimverträge

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac begrüßt den Erfolg des Berliner Wasser-Volksbegehrens als einen wichtigen Etappensieg im bundesweiten Kampf gegen Public Private Partnerships (PPP) und die mit ihnen einhergehenden Geheimverträge. „Eine erzwungene Offenlegung des Teilprivatisierungsvertrags der Berliner Wasserbetriebe wäre ein Präzedenzfall gegen die Geheimhaltung alle PPP-Verträge hier zu Lande und ein Meilenstein im Kampf gegen PPP weltweit“, sagte Dorothea Härlin von der Attac-Kampagne PPP-Irrweg.

Die organisierte Geheimhaltung der Verträge zwischen der öffentlichen Hand und den privaten Investoren sei eine zentrale Voraussetzung für das Zustandekommen und die hohen Gewinnmargen bei den meisten PPP-Projekten – nicht nur in Berlin, sondern für alle der bundesweit mehr als 200 PPP-Projekte, die zusammen auf ein Volumen von schätzungsweise 27 Milliarden Euro kommen. Selbst die Abgeordneten, die über die Projekte entscheiden, würden die Verträge in der Regel nicht kennen. Die für die öffentliche Hand meist ungünstigen Vereinbarungen würden so erst gar nicht bekannt.

Claus Kittsteiner, ebenfalls aktiv in der Kampagne PPP-Irrweg, betonte:
„Ohne Geheimhaltung könnten PPP-Verträge mit Kommunen, Bundesländern oder dem Bund für die privaten Investoren gar nicht zu einem solch lukrativen Geschäft werden, weil die darin ersichtlichen Gewinnmargen auf massiven öffentlichen Widerstand stoßen würden.“ Sollte es in Berlin gelingen, die Offenlegung der Verträge in dem nun folgenden Volksentscheid zu erzwingen, hätte dies nach Einschätzung von Attac positive Auswirkungen auf den Widerstand gegen PPP-Projekte im ganzen Land.

Das Volksbegehren über die Offenlegung der Teilprivatisierungsverträge bei den Berliner Wasserbetrieben endet am heutigen Mittwoch mit einem großen Erfolg für die Initiatoren, den Berliner Wassertisch, dem auch Attac Berlin angehört: Mehr als 230.000 Berlinerinnen und Berliner haben dem Volksbegehren zugestimmt; die Unterschriften werden heute der Berliner Landeswahlleiterin übergeben. Notwendig für einen Erfolg des Volksbegehrens wären 172.000 Unterschriften gewesen. Damit kommt es nun zum Volksentscheid in Berlin – es sei denn, das Berliner Abgeordnetenhaus führt das vom Wassertisch vorgelegte Gesetz vorher selbst ein.

Für Rückfragen:
* Claus Kittsteiner, Attac Berlin / Kampagne PPP-Irrweg, Tel. (0152) 29216648
* Dorothea Härlin, Attac-Rat / Kampagne PPP-Irrweg, Tel. (0162) 894 1584

Im Internet:
http://ppp-irrweg.de/
http://berliner-wassertisch.net/

Link zur Pressemitteilung:
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