Donnerstag, September 23, 2021
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Für Fachkräfte von morgen: Qualität der Ausbildung sichern, mehr Interesse für umwelttechnische Berufe wecken

Dieses Gremium hat Gewicht:
Der Berufsbildungsausschuss muss in allen wichtigen Angelegenheiten der die Ausbildung unterrichtet und gehört werden. So sieht es das Berufsbildungsgesetz (BBiG) vor. Er beschließt zum Beispiel
Prüfungsordnungen. 14 engagierte Vertreter des Ausschusses für die
umwelttechnischen Berufe trafen sich dieses Mal in Peine. „Die
qualifizierte Ausbildung ist die Basis für unsere gut geschulten
Fachkräfte von morgen, die gilt es zu sichern“, unterstreicht Henning
Schaare, Technischer Leiter des Wasserverbandes Peine und
zugleich Sprecher dieses Ausschusses.

Qualifizierte Ausbildung für Fachkräfte von morgen
Der drohende Fachkräftemangel wird immer mehr zum Thema in
Deutschland. Das merken auch die Ausbildungsbetriebe der Wasser- und
Abwasserwirtschaft, die mehr als früher um die besten Köpfe wetteifern
müssen. Der Berufsbildungsausschuss diskutierte auf seiner jährlichen
Sitzung, die dieses Mal in Peine bei Wasserverband stattfand, angeregt
über das Thema. „Die Qualität unserer Ausbildung ist gut, die Ausbildungsbetriebe geben
sich viel Mühe“, betont Schaare. Oftmals rundeten Zusatzangebote wie Lehrgänge oder der
nachbarschaftliche Austausch die Inhalte der dualen Ausbildung ab. Die Ausschussmitglieder
berichteten über die verschiedenen Förderungen und Programme der Betriebe.
Andererseits stelle man aber auch die Tendenz fest, dass viele Bewerber den steigenden
Anforderungen dieser anspruchsvollen Berufsfelder nicht mehr ohne Zusatzunterricht
gewachsen sind. Die Ansprüche an die umwelttechnischen Azubis steigen.

Umwelttechnische Berufe – noch nicht bekannt genug
Leider seien die umwelttechnischen Berufe noch immer nicht bekannt genug. „Wir stellen
das zum Beispiel bei Berufsmessen an Schulen nach wie vor fest“, fasst Schaare die
Ergebnisse der vertretenen Unternehmen zusammen. Die Berufsbilder wie Fachkraft für
Abwassertechnik seien gar nicht auf dem „Radar“ – weder den Schülern noch den
betreuenden Lehrern. Zudem verstellten Vorurteile den Blick auf die anspruchsvollen
Berufsfelder. „Hier müssen wir noch mehr als bisher die Multiplikatoren bei der Beratung zur
Berufswahl informieren – für die Vorteile und Chancen dieser Berufe werben.“ Kooperationen,
etwa mit Dachverbänden wie der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft,
Abwasser und Abfall (DWA) oder dem Wasserverbandstag, wurden im Gremium erörtert.

Zuständige Stelle beim NLWKN – reger Austausch nicht nur zur Sitzung
Die sogenannte zuständige Stelle, die den Ausschuss errichtet, ist beim NWLKN in
Hildesheim angesiedelt. Rainer Münzer, der die Stelle dort bereits langjährig leitet, lobt das
Engagement der Ausschussmitglieder: „Wir diskutieren auch außerhalb der jährlichen
Sitzung über weitere ausbildungsrelevante Themen, interessante Ansätze oder neue Ideen
untereinander.“ Dieser regelmäßige Austausch der Ausschussmitglieder, darunter
Arbeitnehmer-, Arbeitgeber und Lehrer-Vertreter sowie Gäste der Spitzenverbände, dient der
Weiterentwicklung und Erhaltung der qualitativ hochwertigen Ausbildung in umwelttechnischen
Berufen. Er kommt den Fachkräften von morgen zugute.

Autor:
Dipl.-Ing. Henning Schaare
Technischer Leiter
Horst 6
31226 Peine
Tel. 05171 / 956 – 261
Fax 05171 / 956 – 152
E-Mail: schaare@wasserverband.de

http://www.wasserverband.de/wDeutsch/img/PDF_WVPE/PI_I_Berufsbildungsausschuss_umweltechnBerufe_Okt2010.pdf