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Studie vergleicht Renten-Ansprüche unterschiedlicher Jahrgänge

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Jüngere Beschäftigte sammeln immer weniger Renten-Punkte

Jüngere Beschäftigte sammeln durch späteren Berufseinstieg und Phasen von Arbeitslosigkeit im Durchschnitt zusehends weniger Renten-Entgeltpunkte. Zudem haben diese Punkte für viele Versicherte durch die Renten-Reformen der vergangenen Jahre auch noch an Wert verloren. Das Niveau der gesetzlichen Alterssicherung wird daher weiter sinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.*

Die Rentenversicherung ist auf langjährige Beitragszahlungen angelegt. Nur sie führen zu Ansprüchen, die dem Maßstab des Gesetzgebers für die Rentenberechnung nahe kommen: dem fiktiven Eckrentner, der in 45 Arbeitsjahren 45 Entgeltpunkte anhäuft. „Schon in der Vergangenheit war dieses Niveau vor allem eine theoretische Größe, inzwischen ist es für die meisten Versicherten utopisch geworden“, sagt Falko Trischler vom Internationalen Institut für Empirische Sozialökonomie (Inifes), der gemeinsam mit Prof. Dr. Ernst Kistler das Forschungsprojekt „Gute Erwerbsbiographien“ bearbeitet. In den Rentenanwartschaften spiegeln sich die Arbeitsmarktprobleme wider: Viele Erwerbstätige haben nur noch mit Unterbrechungen einen versicherungspflichtigen Job.

Trischler und Kistler berechneten, wie sich die Renten-Entgeltpunkte der Jahrgänge 1940 bis 1974 entwickelten – die maßgebliche Größe für die Ermittlung der individuellen Rente. Für fast alle Gruppen stellen die Wissenschaftler einen Rückgang fest. So hatten zwischen 1940 bis 1944 geborene westdeutsche Männer im Alter von 43 Jahren im Schnitt 23 Punkte gesammelt. 20 Jahre jüngere Männer kamen in diesem Alter bloß auf 18. Bei ostdeutschen Männern sanken die Anwartschaften noch stärker. Nur unter westdeutschen Frauen blieb ein Rückgang aus, weil ihre Erwerbsbeteiligung stieg. Dabei zeigte sich in allen Gruppen: Die Ungleichheit der Rentenauszahlungen wird zunehmen. Die Forscher identifizieren drei wesentliche Problembereiche:

Berufseinstieg.
Auch die Verlängerung der Ausbildung spielt eine Rolle: Von den 1940 bis 1944 Geborenen war rund ein Drittel bereits vor dem 18. Geburtstag versicherungspflichtig beschäftigt. Bei den Jahrgängen 1970 bis 1974 galt das nur für jeden Zehnten. In der Vergangenheit konnte die längere Ausbildung meist durch höhere Sozialbeiträge kompensiert werden. Trischler und Kistler bezweifeln, ob das weiter gelingt. Denn beim Vergleich der Erwerbsverläufe von Beschäftigten unterschiedlicher Altersgruppen sei „auch für die mittleren Erwerbsjahre zu beobachten, dass die jüngeren Kohorten dann keineswegs mehr, sondern durchschnittlich weniger Rentenansprüche erwerben und diese darüber hinaus immer ungleicher auf die Versicherten verteilt sind.“

Arbeitslosigkeit.
Die Probleme am Arbeitsmarkt schlagen sich seit den 1980er-Jahren bei den Entgeltpunkten nieder. Zeiten ohne Job summieren sich, jüngere Jahrgänge trifft das härter: Wer zwischen 1940 und 1944 geboren wurde, blickte mit 43 Jahren im Durchschnitt auf 2 Monate in Arbeitslosigkeit zurück, so die Studie. Die von 1960 bis 1964 Geborenen waren bis zu diesem Alter bereits durchschnittlich 19 Monate ohne Job.

Altersübergang.
Der Schluss des Arbeitslebens hat „durch die Rentenreformen der vergangenen Jahre eine besondere Bedeutung bekommen“, sagt Falko Trischler. Seit Einführung der Abschläge – einen Ausgleich für vorzeitigen Rentenbeginn – werden oft die Ansprüche derer reduziert, die schon bis dahin weniger Punkte hatten. 17 Prozent der Versicherten sind in den Jahren vor der Rente überwiegend arbeitslos. Nicht einmal einem Drittel der über 25 Jahre versicherungspflichtigen Beschäftigten gelingt ein glatter Übergang in den Ruhestand.

Die Veränderungen in Erwerbsbiographien und rechtlichen Ansprüchen haben sich in den vergangenen Jahren bereits signifikant auf die Altersbezüge jüngerer Ruheständler ausgewirkt, zeigen die Inifes-Forscher. So liegt seit der Jahrtausendwende der monatliche Rentenzahlbetrag, den Neu-Rentner erhalten, im Mittel deutlich unter der allgemeinen Durchschnittsrente aller im Ruhestand befindlichen Personen. Im Jahr 2009 kamen Neu-Rentner auf 686 Euro monatliches Altersgeld. Das waren gut 80 Euro weniger als beim Rentenbestand.

Abt. Öffentlichkeitsarbeit
Hans-Böckler-Stiftung

Kontakt in der Hans-Böckler-Stiftung
Dr. Claudia Bogedan
Leiterin Abteilung Forschungsförderung
Tel.: 0211-7778-108
E-Mail: Claudia-Bogedan@boeckler.de

Nach 72 Jahren: Ring-Fund in der Kanalisation

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Ein 90-jähriger Amerikaner staunte nicht schlecht, als ein fremder Mann an seiner Haustür klingelte und ihm einen Ring überreichte. Denn er hatte das Schmuckstück, das ihm im Jahr 1938 zum High-School-Abschluss überreicht wurde, vor 72 Jahren verloren. Ein Stadtarbeiter entdeckte den Ring in der Kanalisation und machte danach seinen Besitzer ausfindig.

Wie es in den Vereinigten Staaten und Kanada Brauch ist, erhielt Jesse Taylor Mattos im Alter von 18 Jahren zum High-School-Abschluss einen sogenannten „Class Ring“ – ein Fingerring, auf dem seine Initialen, die seiner Schule und das Abschlussjahr eingraviert waren. Kurz darauf verlor er das gute Stück schon wieder. Wie das geschah, daran kann sich der heute 90-Jährige nicht mehr erinnern. Fest steht: Das Malheur passierte im Jahr 1938 in seiner Heimatstadt Dunsmuir im Norden Kaliforniens. „Ich wusste, dass ich ihn verloren hatte, aber ich habe nie wirklich darüber nachgedacht“, sagte Mattos gegenüber „ABCNews.com“. Umso erstaunter war er, als ein fremder Mann an seiner Tür in seine…mehr:

http://de.nachrichten.yahoo.com/nach-72-jahren–ring-fund-in-der-kanalisation.html

Tag der Arbeitssicherheit

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Hier finden Sie die Beiträge von den Veranstaltungen in Fellbach:

2015: Der Tag der Arbeitssicherheit 2015 findet statt am 25. und 26. März 2015
•  2013
2011
2009
2007
2005
13. März bis 14. März 2013 
Eröffnung
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/01_matyssek.pdf
Bestimmung von Druck-Schmerzschwellen an der Mensch-Maschine-Schnittstelle – Aktueller Stand der Forschung
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/05_muttray.pdf
ArbmedVV – DGUV V2 – Angebot, Beratung, Untersuchung aus der Sicht des Praktikers
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/03_drath.pdf
Bestimmung von Schmerzschwellen an der Mensch-Maschine-Schnittstelle – Anforderungen, Herausforderungen und Anwendungsgrenzen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/06_umbreit.pdf
Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingten psychischen Belastungen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/04_bader.pdf
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/04_cosmar.pdf
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/04_schlosser.pdf
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/04_ludborzs.pdf
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/04_schwark.pdf
Das System – Erlaubnisscheinverfahren
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/07_sommer.pdf
GDA bis 2012 – Erfahrungen zur Praxis, Prioritäten ab 2013
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/09_jansen.pdf
Risikoradar für neue Technologien – Erkennungsmethodik
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/17_reinert.pdf
TRGS 510 – Lagerung von Gefahrstoffen in ortsveränderlichen Behältern
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/14_bender.pdf
Arbeitsprogramm – Organisation – der Orga-Check
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/10_cernavin.pdf
E-Mobilität und Arbeitsschutz – Risiken und Nebenwirkungen für die Arbeitswelt
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/18_fritz.pdf
Expositions-Risiko-Beziehungen, ein neuer Ansatz zur Bewertung der Expositionen gegenüber krebserzeugender Stoffe
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/15_bender.pdf
Verringerung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/11_kahlke.pdf
Photovoltaik – Risiken und Schutzmaßnahmen bei Brand
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/19_thorns.pdf
Biostoffe in der Metallverarbeitung
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/16_warfolobeow.pdf
Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingten psychischen Belastungen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/12_ludborzs.pdf
Windenergieanlagen – Maschinensicherheit
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/20_finkeldei.pdf
Gefährdungsbeurteilung – Psychische Belastungen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/13_ruck.pdf
Wasserstoff als Antrieb – Gefahren und Ex-Schutz
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2013/documents/21_Jahn.pdf

23. März bis 24. März 2011
•  Demographischer Wandel und längere Lebensarbeitszeit – Bedeutung für den Arbeitsschutz 
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/01_riger.pdf
GefahrtsoffV Novellierung, Anlass, Ziele 
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/02_rutscher.pdf
Betriebliches Gesundheitsmanagement – Umsetzung am Beispiel KMU 
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/07_lingenfelder.pdf
GefahrstoffV – Umsetzung aus der Sicht der UV-Träger
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/03_Graf.pdf
Betriebliche Wiedereingliederung – Instrument im betrieblichen Gesundheitsmanagement
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/08_jung.pdf
GHS-Verordnung – Neuerungen für die Praxis
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/04_Ermer.pdf
Schwerpunktaktion „Umgang mit psychischen Belastungen“
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/09_bort.pdf
Projekt „LIFE“
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/10_gros.pdf
Betrieblicher Brandschutz
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/06_koepf.pdf
•  DGUV Vorschrift 2 – Zukunftsausrichtung der Betriebsbetreuung?
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/11_strothotte.pdf
•  Aktueller Stand und Erkenntnisse aus den GDA-Arbeitsprogrammen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/20_timm.pdf
•  DGUV Vorschrift 2 – aus der Sicht des Betriebsarztes
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/12_wahl_wachendorf.pdf
•  GDA-Arbeitsprogramm „Bau- und Montagearbeiten“
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/21_edeler.pdf
•  DGUV Vorschrift 2 – aus der Sicht des Sicherheitsingenieurs
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/13_arnold.pdf
•  Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung – OStrV – Bedeutung und Regelungsbereich
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/14_schroeder.pdf
•  GDA-Arbeitsprogramm „Sicher fahren und transportieren“
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/22_loepmeier.pdf
•  Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung – OStrV – Umsetzung im Betrieb, Materialbearbeitungslaser für die Praxis
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/15_rothweiler.pdf
•  GDA-Arbeitsprogramm „Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Pflege“ – Risiko Quick Check, Vorgehensweise und Ergebnisse
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/23_weiss.pdf
Prüfung von Druckanlagen – Regelungen der Betriebssicherheitsverordnung und der TRBS
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/17_guterl.pdf
GDA-Arbeitsprogramm „Sensibilisierung zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz in Schulen“
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/24_kurz.pdf
Befähigte Personen – Voraussetzungen und Qualifikationen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/18_rutscher.pdf
Kampagne „Sehen und gesehen werden“ – Sicht beim Betrieb von Baumaschinen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/25_enzinger.pdf
Workshop 1: Umsetzung der DGUV Vorschrift 2 in den Betrieben
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/19_ws1.pdf
Workshop 2: GDA – Erfahrungen der Praxis
– aus Sicht der Betriebe
– aus Sicht der Aufsichtsdienste
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2011/documents/26_ws2.pdf
11. März bis 12. März 2009
•  Blick über die Grenzen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/riese_20090311.pdf
•  Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/wittneben_20090311.pdf
•  Gefährdungsbeurteilung in Theorie und in der Praxis
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/schmauder_20090311.pdf
•  Gemeinsame Aktivitäten der Unfallversicherungsträger und der Staatlichen Arbeitsschutzbehörde in Baden-Württemberg
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/kurz_20090311.pdf
•  Integration von AMS in bestehende Systeme
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/grimmeiss_20090311.pdf
Außerbetriebliche Institutionen der Prävention in Frankreich
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/graf_20090311.pdf 
Arbeitsmedizinische Vorsorge in der Praxis
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/bittighofer_20090311.pdf
Alpines „bauforum“ – Arbeits- und Gesundheitsschutz im deutschsprachigen Raum der alpinen Länder
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/noetel_20090311.pdf
•  Nutzen der arbeitsmedizinischen Vorsorge – Angebots- und Pflichtuntersuchungen in der arbeitsmedizinischen Praxis
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/weinsheimer_welker_20090311.pdf
•  Präventionsmaßnahmen, Kampagnen und Aktionen im Baubereich
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/monthaler_20090311.pdf
•  Integrierte Fertigungssysteme – Gesamtheitliche Gefahrenanalysen im Fokus
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/preusse_20090312.pdf
GHS – Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/martin_20090312.pdf
Aktuelle Entwicklungen bei Industrierobotern im Bereich der Mensch-Roboter-Kooperation
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/heiligensetzer_20090312.pdf
Technische Regeln für Gefahrstoffe 400, 500 und 526
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/hofmann_20090312.pdf 
STOP dem Manipulieren von Schutzeinrichtungen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/schnyder_20090312.pdf
Nanomaterialien
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/Bearbeitet_Abstract_Fellbach_Engel_2009_03_12.pdf
Aging Workforce und Gesundheit
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/woll_20090312.pdf
•  Netzmonteure
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/einhaus_20090312.pdf
•  Bonus für betriebliche Gesundheitsförderung
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/bader_zinsmeister_20090312.pdf
•  Technische Sicherheit bei Großveranstaltungen und Events
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/heinz_20090312.pdf
•  Modernes Betriebliches Gesundheitsmanagement vor dem Hintergrund des demographischen Wandels
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/oberlinner_20090312.pdf
Mit Verkehrssicherheit gut leben
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2009/documents/sabow_20090312.pdf

20. März  bis 21. März 2007
•  Ansprachen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/radek.pdf
Die BGV A 1 – Erfahrungen und Ausblick
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/strothotte.pdf
Stressbewältigung durch gesunde und aktive Lebensweise
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/lindemeier.pdf
•  Die neue Verordnung zum Schutz vor Gefährdungen durch Lärm und Vibration
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/hecker.pdf
•  Stress am Arbeitsplatz – Was bieten die BGen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/schmid.pdf
•  Expositionsszenarien nach REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisation von Chemikalien)
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/ruehl.pdf
•  Die neue Maschinenrichtlinie – Wichtige Inhalte und Änderungen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/kirchberg.pdf
Gonarthrose aus arbeitsmedizinischer Sicht
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/hartmann.pdf
Rechtssicherheit bei der Beschaffung von Maschinen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/scheuermann.pdf
Arbeitstechnische Voraussetzungen für Gonarthrose
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/ellegast.pdf
Anforderungen an befähigte Personen nach BetrSichV
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/geiger.pdf
Pandemieplanung im Betrieb
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/bittighofer.pdf
Entstehung berufsbedingter Dermatosen und deren Prävention
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/drexler.pdf
Arbeitsschutz im Internet
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/timm.pdf
Verringerung der Gefährdung durch Hautkontakt – Die neue TRGS 401
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/stroh.pdf
•  Prävention online
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/cernavin.pdf
•  Arbeitsschutz im Intranet
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/floeter.pdf
•  DAS BGW-Projekt „Haut“ – Beispiel moderner Präventionsarbeit
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/kaehler.pdf
•  Unterweisung mit Hilfe EDV-gestützter Systeme
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/hotz.pdf
Gemeinsame Präventionskampagne Haut: Deine Haut. Die wichtigsten 2 m2 deines Lebens. 
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/berg.pdf
Softwareergonomie und Web-Design – Aufgaben und Praxisbeispiele
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2007/documents/richter.pdf

15. März  bis 16.März 2005
•  Überzeugen durch Handeln – Die Prävention der Berufsgenossenschaften im Wandel
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/Eichendorf.pdf
AMS-Modellvergleiche in Europa
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/merdian.pdf
Chromatarme Zement in Europa – Die neue EU-Beschränkungsrichtlinie
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/kluger.pdf
AMS – Basis für die Umsetzung von Arbeitsschutzvorschriften
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/biernaht.pdf
Epoxidharze – Moderne Werkstoffe als Auslöser schwerer und kostenintensiver Erkrankungen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/goergens.pdf
AMS – Die Einführung bei der Lafarge Dachsysteme GmbH
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/ueffink.pdf
Staubminderungsmaßnahmen am Bau – Verwendung staubarmer Maschinen und Geräte
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/kraus.pdf
Umsetzung der neuen EU-Richtlinie „Lärm“
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/hecker.pdf
Einfluss auf den Arbeitsschutz von Fremdfirmen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/muehlrath.pdf
Umsetzung der EU-Richtlinie „Vibration“
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/muehlrath.pdf
Erfolgreich durch Sicherheit
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/schubert.pdf
Umsetzung der EU-Richtlinie „Elektromagnetische Strahlung“
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/boerner.pdf
Neues BG-Konzept für die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung kleiner Unternehmen
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/strothotte.pdf
Nichtraucherschutz und Tabakentwöhnung im Betrieb
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/poetschke.pdf
Die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit – Rüstzeug zur Bewältigung künftiger Aufgaben im Arbeitsschutz
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/schmauder.pdf
Psychische Fehlbelastung
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/windemuth.pdf
Wesentliche Inhalte des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (GPSG)
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/reitz.pdf
Integration von Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung am Beispiel der Audi AG
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/mann.pdf
Neuordnung des berufsgenossenschaftlichen Vorschriften- und Regelwerks
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/jansen.pdf
Risikogruppe ältere Arbeitnehmer in der Bauwirtschaft
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/zschenderlein.pdf
Betriebssicherheitsverordnung – Praxis im KMU-Betrieb
  http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/veranstaltung/tda/2005/documents/janssen.pdf

 

RFID: Wikipedia erklärts und wie man davon im Labor profitiert

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Das Akronym RFID basiert auf dem englischen Begriff „radio-frequency identification“ [ˈɹeɪdɪəʊ ˈfɹiːkwənsi aɪˌdɛntɪfɪˈkeɪʃn̩]. Dies lässt sich ins Deutsche übersetzen mit „Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen“. RFID ermöglicht die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Lebewesen und erleichtert damit erheblich die Erfassung von Daten (umgangssprachlich auch Funketiketten genannt).

Ein RFID-System besteht aus einem Transponder, der sich am oder im Gegenstand bzw. Lebewesen befindet und einen kennzeichnenden Code enthält, sowie einem Lesegerät zum Auslesen dieser Kennung.
RFID-Transponder können so klein wie ein Reiskorn sein und implantiert werden, etwa bei Menschen oder Haustieren. Mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/RFID

Hach-Lange: Spektralphotometer DR 3900
Das Spektralphotometer mit RFID bringt maximale Sicherheit in jeden einzelnen Schritt Ihrer Wasseranalytik.
– Sichere Probenidentifikation und Rückführbarkeit durch Funktechnologie (RFID)
– Eindeutige Probenzuweisung im Labor durch Funktechnologie (RFID)
– Neuer 2D-Barcode auf der Küvette dokumentiert Haltbarkeitsdatum der Reagenzien
– Chargenspezifische Informationen sind direkt auf der Küvetten-Packung verfügbar und können unmittelbar ausgedruckt werden
– Abgleich von Labor- und Prozessanalytik direkt im Photometer durch LINK2SC

Einfacher und zuverlässiger Datenaustausch über Ethernet oder USB-Stick
Mehr: http://www.hach-lange.de/shop/action_q/highlights/highlight_id/1625/lkz/DE/spkz/de/TOKEN/foWlz7oulbLJWVZXUR-wbl5Txv4/M/2a4WhA

Phosphor: Chemiker warnen vor Krise in der Weltnahrungsmittelproduktion

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Die globale Produktion von Phosphordünger könnte in diesem Jahrhundert ihr Maximum erreichen und dann absinken. Das würde die Weltnahrungsmittelproduktion gefährden und zu Engpässen und Preissteigerungen führen. Davor warnten am 27. März 2011 fünf bedeutende wissenschaftliche Gesellschaften anlässlich der Vorstellung des Berichts „Chemie für eine nachhaltige globale Gesellschaft in Anaheim (Kalifornien). Sie erwarten die Krise dann, wenn die Weltbevölkerung auf über neun Milliarden Menschen ansteigt.

Reis, Mais, Weizen und andere wichtige Nahrungspflanzen benötigen Phosphor. Er ist neben Stickstoff und Kalium einer der drei Hauptbestandteile der Düngemittel, welche die Versorgung der Welt mit Nahrungsmitteln sicherstellen. Vorhersagen der Vereinten Nationen zufolge wird die Weltbevölkerung von 6,1 Milliarden im Jahr 2000 auf 8,9 Milliarden bis zum Jahr 2050 ansteigen. Das ist ein Zuwachs von 47 Prozent.

Der Bericht Chemie für eine nachhaltige globale Gesellschaft warnt nicht nur vor dem „globalen Phosphorfördermaximum“ – analog zu den bekannteren Warnungen vor dem „globalen Ölfördermaximum“ -, sondern weist auch auf die Lage bei anderen natürlichen Ressourcen hin. Bei ihnen könnten Monopole oder politische Instabilität zu Lieferunterbrechungen oder Preissteigerungen führen. Zu diesen Ressourcen gehören Seltene Erden und wertvolle Metalle wie Lithium, Platin und Palladium, die erforderlich sind zur Herstellung von
Computern, Mobiltelefonen, wiederaufladbaren Akkus, Solarzellen, Brennstoffzellen, Medikamenten, Katalysatoren für Autos und anderen wichtigen Erzeugnissen.

„Für viele Länder berührt es die nationale Sicherheit, wenn eine kleine Gruppe von Ländern die Restbestände zahlreicher wertvoller, lebenswichtiger Ressourcen kontrolliert“, erklärt der Bericht. „Politisch motivierte nationale Strategien der Exportbeschränkung für bestimmte Mineralien werden bereits in die Praxis umgesetzt. Die begrenzte Verfügbarkeit und die hohen Preise knapper Bodenschätze werden bald Industriezweige quer durch viele verschiedene Sektoren beeinträchtigen.“

Der Bericht resümiert die Ergebnisse eines viertägigen Treffens …mehr:

www.gdch.de

Ein neues Verfahren zur optischen Erfassung und Bewertung von Flockungseigenschaften in Klärprozessen (Prozess- und Laboranwendung)

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Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-01.jpgDie Prozesse zur Klärung von Abwässern werden kontinuierlich optimiert, eine Aufgabe für den verantwortlichen Klärwerksleiter und seine Mannschaft. Neue Meß- und Regelungstechniken und eine kontinuierlich gewachsene Prozesserfahrung haben zur Klärprozessverbesserung beigetragen.

 

 

 

 

 

Die Ausgangssituation:
Ein System zur online-Bewertung von geflockten Partikelsystemen (Flocken) stand in der hier vorgestellten Technologie und Messschärfe bislang nicht zur Verfügung. Eine Überwachung und Steuerung zur Optimierung von Entwässerungsprozessen war daher nicht bzw. nur schwer realisierbar. Andererseits kann aber die Entwässerbarkeit eines geflockten Systems qualitativ nur anhand des Flockenbildes bewertet werden. Zur Beurteilung der Flockengüte sind hauptsächlich interessant: 

•  Die Flockengrößenverteilung und deren zeitliche Änderung
Die Scherstabilität der Flocken

Die Flockengüte (Flockenausprägung) wirkt auf:

Die Effektivität (Menge und Qualität) von Flockungshilfsmitteln (Einfluss
auf die Flockenbildung)
Die Entwässerbarkeit der konditionierten Schlämme (Erhöhung der
Trockensubstanz TS und der Entwässerungsgeschwindigkeit)
Die Trennqualität der nachgeschalteten Entwässerungsstufe (zur
Minimierung der Restschwebstoffe im Trennwasser)

 

Ergebnis: Mit Kenntnis der Flockengüte im Prozess ist eine höhere
Entwässerungsleistung bei reduziertem Polymereinsatz sicher möglich.

Der Entwässerungsprozess
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-03.jpgIn der Abwasserbehandlung sind polymer-initiierte Eindick- und Entwässerungsprozesse seit langer Zeit ein zentraler Bestandteil der Verfahrensführung. In jüngerer Zeit werden Flockungsprozesse auch zunehmend in anderen Bereichen genutzt, um aus einem Medium bestimmte Inhaltsstoffe abtrennen zu können, so zum Beispiel in der Papierindustrie. Geschichtlich bedingt lag das bisherige Augenmerk primär auf den Separationsmaschinen selbst. Im Regelfall wenig Beachtung fand jedoch die Erzeugung der optimalen Flocke für den Separationsprozess. Mit dem neuen Augenmerk auf eine Optimierung der Trennstufe als letzten Prozessschritt hat sich das nun gravierend geändert. Damit rückt die Flockenbildung als ein zentraler Prozessbestandteil in das Blickfeld. Eine optimale und reproduzierbare Flockenstruktur ist aber ohne messtechnische Erfassung nur sehr schwer realisierbar.

Der Flockungssensor
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-14.jpgDer photooptische Flockungssensor ist ein online-Messgerät, das zur Größen- und Strukturcharakterisierung von dispergierten und nichtdispergierten Feststoffsystemen dient. Der Sensor arbeitet in situ, er kann sowohl direkt in eine bestehende Förderleitung bzw. Förderung eingebaut als auch im Bypass betrieben werden. Der Flockungssensor arbeitet als Reflexionsmessgerät, wobei die Messfläche durch ein Auflichtverfahren beleuchtet wird. Das zu untersuchende Gut wird durch ein Sichtfenster aufgenommen und analysiert. Eine CCD-Zeilenkamera misst aufrecht und quer zur Strömungsrichtung das Partikelsystem.

 

 

 

 

Der Messbereich erstreckt sich von 50 μm bis 2,9 cm. Die Auswertung ist eindimensional
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-15.jpgund sehnenlängenorientiert, daher robust und wenig störanfällig. Die Berechnung von spezifischen Merkmalen basiert auf Sehnenlängenanzahldichte und -summenverteilungen. Diese werden durch das Messsystem sehr schnell in hoher Zahl berechnet, so dass außerordentlich zeitnah statistisch abgesicherte Partikel- bzw. Strukturmerkmale vorliegen.

 

 

 

 

 

Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-16.jpgDas Bild zeigt die Ausgabe eines Messergebnisses, abgeleitet aus der optischen Begutachtung der Flocken. Aus den Rohdaten des Sensors werden in einer nachgeschalteten Recheneinheit die relevanten Prozessgrößen berechnet und optisch dargestellt. Normierte Werte können an Steuerungs- und Regelungssysteme übergeben werden. Für den Leser ist es sicher hilfreich ein Beispiel zu betrachten.

 

Abbildung von typ.Flockenhaufen aus der täglichen Klärwerkspraxis:
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-17.jpg
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-18.jpg
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-19.jpg
FlocSens Abbildung Optik                                           FlocSens Abbildung Optik
(Zeilen-CCD, aneinandergesetzte Abtastungen)

Die linke Grafik zeigt die hohe Anzahl von Kleinstflocken und Schwebstoffen
(Peak bei sehr kleinen Flockenlängen), die rechte eine gut erkennbar „grobe“
Pelettierung der Flocken, Voraussetzung für leicht entwässerbaren
Klärschlamm. Die Abbildung spiegelt sich in den Meßkurven (rot und blau)
wider. Links ein hoher Anteil (Peak) von Kleinstflocken, rechts fehlt dieser Anteil
vollständig. Die Kleinstflockenanzahl kann (als ein Beispiel von mehreren
wählbaren Ausgabeparametern) als Meßgröße zur Steuerung eines Polymermixers
genutzt werden.

Die Software der Bildauswertung ist modular und skalierbar aufgebaut, so
dass die Auswertungsroutinen an verschiedenste Stoffsysteme angepasst
werden können. Die errechneten Werte sind prozessspezifisch und können für
den speziellen Anwendungsfall kalibriert werden.

Neben einer Messwerterfassung, z.B. zur Qualitätskontrolle der Flockung, ist
eine Prozessregelung durch den Flockungssensor möglich. Durch den Sensor
werden verschiedene spezifische Flockenmerkmale wie Flockengröße und
Strukturmerkmale getrennt erfasst. Eine Regelung von einzelnen Aktoren eines
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-20.jpg
struktur- bzw. formgebenden Systems kann somit realisiert werden. Anhand von Installationen konnte nachgewiesen werden, dass der Flockungssensor die Güte der Konditionierung hinsichtlich der Entwässerungsfähigkeit des behandelten Schlamms ermitteln kann. Die Korrelation der Sensorberechnung- en zu den tatsächlich erreichten Entwässerungskennwerten liegt bei > 0,95, eine hohe Vorhersagekraft. Das Messsystem ist sowohl für die stationäre Anwendung im Prozess wie auch als Laborapplikation verfügbar.

Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-21.jpgDer mechanische Aufbau (Prozessanwendung)
Im stationären Einbau arbeitet der Sensor
in situ, er kann sowohl direkt in eine
bestehende Förderleitung bzw. Förderung
eingebaut als auch im Bypass betrieben
werden. Für diesen Einsatzfall sind
Betriebsdrücke bis max. 65 bar zulässig. In
der Laboranwendung können z.B. die
Flockengrößenverteilungen oder die
Scherstabilität in Abhängigkeit von den
eingesetzten Flockungshilfsmitteln analysiert
werden. Somit kann ein
reproduzierbares Polymerscreening
durchgeführt werden. Die Ergebnisse sind
sehr gut auf den großtechnischen Einsatz übertragbar.

 

 

 

 

 

 

 

Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-22.jpg
Laboranwendung (Beispiel)
Als Beispiel für eine typische Laboranwendung wird das Flockungsverhalten von zwei unterschiedlichen Polymertypen A und B in einem Klärschlamm durch Flockengröße und Flockenstabilität charakterisiert. Hierzu analysiert der Flockensensor den Inhalt eines gerührten Becherglases. Zu Anfang wird der noch unbehandelte Klärschlamm gerührt. Dann erfolgt die erste Zugabe einer bestimmten Polymermenge (Zeit-Markierung 1 im Diagramm, oben). Die Partikelgrößenverteilungen ändern sich nach der Zugabe. In Diagramm mit Polymer A sinkt die Anzahl kleiner Strukturen (rote Graphen) sofort signifikant ab.

Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-23.jpg

Im Diagramm mit Polymer B fällt die Anzahl der kleinen Strukturen erst nach weiterer Polymerzugabe (Markierungen 2-4) deutlich ab. Reziprok steigen die Fraktionsgrößen der großen Strukturen (blau) an. Unter weiterem Rühren werden noch weitere (Markierungen 5-7) Polymerdosierungen vorgenommen. Am horizontalen Verlauf der Graphen kann die Stabiliät der erzeugten Flocken abgeschätzt werden. Zum Zeitpunkt der Markierungen 8 und 9 wird die Drehzahl des Rührers definiert gesteigert und somit die eingebrachten Scherkräfte erhöht. Das Verhalten der Flocken unter den erhöhten Scherkraftbedingungen lässt Rückschlüsse auf die Langzeitstabilität der gebildeten Flocken zu. Das Ergebnis des Polymervergleiches ist, dass Polymer A aufgrund der schnell Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-24.jpgentstehenden großen Flocken gut für eine primäre Filtration geeignet ist. Polymer B ist aufgrund seiner relativ kleinen und stabilen Flocken für eine Entwässerung im Zentrifugalfeld geeignet.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Anwendungen sind überall dort denkbar, wo geflockt wird.

Beispielhaft sei hier aufgeführt, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit:
– Papierindustrie,
– Fruchtsaftherstellung,
– Abwasserbehandlungen,
– Schlammaufbereitungen (bspw.Bohrschlämme) und
– Eindickungen.

Lassen Sie sich beraten, für Ihre Anwendung. 

Quelle:
aquen aqua-engineering GmbH
Lange Straße 53
D-38685 Langelsheim

www.aquen.de

 

Energie aus der Biotonne: Biogasforschung an der Uni Ulm

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Im Keller der Universität Ulm entsteht aus Küchenabfällen Energie. Hier betreibt Professor Marian Kazda vom Institut für Systematische Botanik und Ökologie eine Biogasanlage mit vier Fermentern. Gefördert von der Baden-Württemberg-Stiftung, untersuchen Kazda und seine Mitarbeiter im Projekt „Nutzung von beimpftem Pflanzenoberflächen zur Effizienzsteigerung der Biogasproduktion“, wie sich Altbrot und weitere Speisereste möglichst wirkungsvoll in Energie umwandeln lassen.
„Die meisten deutschen Biogasanalagen werden mit Mais betrieben. Diese Energiepflanzen müssen extra angebaut werden, Speisereste hingegen gibt es in jeder Kantine. Die Biotonne hat noch viel Potential als Energielieferant“, erklärt Kazda.

In ihrer Biogasanlage analysieren die Wissenschaftler den Gärprozess des Nahrungsbreis und die daraus resultierende Gasbildung. Schließlich hat die energiereiche Masse ihre Tücken: Wird zu viel auf einmal in die Fermenter „gefüttert“, kann die Biogasproduktion zum Erliegen kommen. Im Gegensatz zum Mais befinden sich in dem Nahrungsbrei nämlich nur wenige stabile Oberflächen. Auf diesen Oberflächen wachsen Mikroorganismen, die organische Stoffe abbauen und dabei Biogas produzieren. „Bei unseren Untersuchungen sind wir auf die Idee gekommen, dem Nahrungsbrei gehäckselte Rohrkolbenblätter oder Weizenstroh beizumengen. So können wir den Gärprozess stabilisieren“, weiß Professor Kazda.

Inzwischen produzieren die Forscher im Labor der Uni Ulm in jedem der vier Versuchsfermenter rund einen Liter Biogas pro Stunde. In der Biogasanlage eines Aulendorfer Landwirts haben sie ihre Erkenntnisse bereits umgesetzt und die Gasproduktion merklich gesteigert. „Das Forschungsvorhaben läuft im Juni aus. Bei einem neuen Biogas-Projekt wollen wir Zuckerrüben als Hilfsstoff für die Vergärung von Reststoffen aus der Landschaftspflege untersuchen“, betont Kazda. In Deutschland werden etwa 6000 Biogasanlagen betrieben, rund 750 davon verwerten Reststoffe.

Weitere Informationen: Professor Marian Kazda, Tel.: 0731 50-23300

Biogas-Kongress: Experten sehen noch ungenutztes Potenzial

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Von sauberem Strom bis Nahwärme: technischer Fortschritt eröffnet neue Möglichkeiten
Strom aus Biogas – dank neuer Verfahren wird diese Option auch für kleinere Anlagen zunehmend realistisch. Clever vernetzt mit Stadtwerken und mittelständischer Industrie hat Biogas auch noch Ausbaupotenzial als Gas- und Wärmelieferant. Durch konsequenten Einsatz moderner verfahrenstechnischer Lösungen wie effizienter Aufbereitungs- und Mischtechnik, Einsatz von Hilfsstoffen und der Nutzung neuer Online-Messverfahren, kann Biogas in Deutschland und auch weltweit zunehmend an Bedeutung gewinnen, so einige Ergebnisse des internationalen Kongresses „Progress in Biogas II“ vom 30. März bis zum 1. April an der Universität Hohenheim. International habe vor allem Osteuropa ein hohes Ausbaupotenzial. Dank starker Flexibilität könnten Kleinanlagen in Entwicklungsländern hohe Versorgungssicherheit gewährleisten. „Deutschland darf sich nicht auf seiner EU-Vorreiterposition im Biogasbereich ausruhen, sondern muss weiterhin zum Thema Biogas Forschungsarbeit leisten“, so das Credo der Fachwissenschaftler.

Biogas wird bisher hauptsächlich in Blockheizkraftwerken direkt an der Biogasanlage zu Strom und Wärme umgewandelt, die dezentral und hocheffizient genutzt werden. Um Biogas ins Erdgasnetz einzuspeisen muss es von CO2-Anteilen reingewaschen werden, so dass reines Methan übrig bleibt – bisher ein relativ aufwendiges Verfahren. Doch neue Methoden machen mehr Biogas im Erdgasnetz in Zukunft einfacher und wirtschaftlicher – und damit erstmals auch für kleinere Anlagen möglich. Deutschlandweit produzieren bisher nur rund 50 Biogasanlagen reines Methan für das Erdgasnetz, da sich der Prozess bis jetzt nur für größere Biogasanlagen von mehr als 2000 kW elektrischer Leistung lohnte. Beim Kongress wurden neue Verfahren vorgestellt, bei denen sich bereits ab einer Leistung von 600 kW ein Einsatz rechnet.

Nutzung moderner technischer Lösungen
Durch den Einsatz neuer Verfahren zur Aufbereitung faserhaltiger Rohsubstrate und Optimierungen im Bereich der Rühr- und Verfahrenstechnik kann der Eigenstromverbrauch von Biogasfermentern deutlich unter 5 % gesenkt werden. Die derzeit in der Forschung befindlichen Arbeiten zur cleveren Prozessgestaltung beispielsweise durch mehrphasige Prozessführung, Einsatz von Spurennährstoffen und vielleicht zukünftig auch von Mikroorganismenkulturen können zu weiterer Optimierung des Biogasverfahrens führen, so einige Forscher, die bei der Tagung ihre neuesten Ergebnisse präsentierten. Auch durch die Entwicklung neuer Messverfahren wird die Biogastechnologie weiter entwickelt und das Betriebsrisiko minimiert.

Vernetzung mit mittelständischer Industrie
Ausbaupotenzial sahen die Experten auch darin, Biogasanlagen lokal eng zu vernetzten: Stadtwerke könnten Biogas vom landwirtschaftlichen Produzenten abnehmen, reinigen und ins Erdgasnetz einspeisen. Mittelständische Industriebetriebe könnten von Biogasproduzenten in der direkten Umgebung profitieren. Die Abwärme einer Biogasanlage könnte einen Teil des Heiz- und Kühlbedarf eines Zementwerks oder ähnlicher energieintensiver Betriebe decken, so ein erfolgreiches Beispiel der Tagung.
„Solche Schnittstellen wurden bisher zu wenig erforscht. Sie werden aber als Alternative zu fossilen Energien und zur Atomkraft im zukünftigen Energiemix immer wichtiger“, so Dr. Hans Oechsner von der Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie der Universität Hohenheim, der Gastgeber der internationalen Tagung war.

Biogas aus Gülle und Mist
Bei der Biogasproduktion besitzt Deutschland noch ein Potenzial, das es bisher kaum ausreizte: Abfälle und landwirtschaftliche Reststoffe. Bislang werden Gülle und Mist nur zu 15% genutzt, während die Verwendung von Energiepflanzen in Biogasanlagen in Deutschland besonders weit fortgeschritten ist. Dieses Potenzial gilt es nun mit kleinen dezentralen Anlagen ohne große Energieeinsätze und Transportbewegungen weiter zu erschließen, fordert das Internationale Biogas und Bioenergie Kompetenzzentrum (IBBK), Mitveranstalter der Tagung.

Biogas international: Potenzial in Osteuropa ist riesig
Auch innerhalb Europas gibt es noch Ausbau-Möglichkeiten für Biogas: Mit seinen großen Agrarflächen und guten Anbaubedingungen bietet vor allem Osteuropa ein enormes Potenzial für den Anbau nachwachsender Rohstoffe als Biogaslieferanten, so der Konsens der Biogas-Forscher: „Die Vorträge der Kollegen aus Osteuropa zeigten aber, dass es bisher an gesetzlichen Regelungen und Rahmenbedingungen fehl, die Potenziale auszunutzen. Seine lokalen Gegebenheiten machen Osteuropa dank guter Anbaubedingungen und gleichzeitig vieler freien Flächen zum idealen Standort für Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen.“
Biogas in Entwicklungsländern ausbauen
Völlig andere Bedingungen herrschen in Entwicklungsländern: auf Grund weniger guter Anbaubedingungen, knapper Anbaufläche und der dichten Bevölkerung greifen Biogasproduzenten aus Uganda, Nepal, Indien oder Thailand auf landwirtschaftliche Abfallprodukte, Bioabfälle und Nebenprodukte der Lebensmittelerzeugung zurück. In Hohenheim zeigten sie beispielsweise, wie Abfälle aus der Bananenproduktion zur Biogaserzeugung genutzt werden, wobei gewonnener Strom und Wärme im Verbund mit einer Bananenverarbeitungs-Fabrik vor Ort verwendet werden können. Auch einzelne Haushalte profitieren vom Biogas. Aus den Abfällen eines Haushalts lassen sich über eine kleine Biogasanlage Gaskocher und -lampe betreiben. In China sind mehr als 40 Millionen dieser Kleinstanlagen erfolgreich in Betrieb. Solche Konzepte zur dezentralen Energieversorgung wie in China sind gerade für Entwicklungsländer von besonderer Bedeutung, da sie die Versorgung mit kostengünstiger Energie sicherstellen können und zudem positive Umweltwirkungen haben, so die Experten auf der internationalen Tagung.

Hintergrund: Biogas-Forschung an der Universität Hohenheim
An der Universität Hohenheim wird bereits seit den 1970er Jahren intensive Forschung zum Thema Biogas betrieben. Das Forschungsspektrum reicht von Auswahl, Zucht und Anbau neuer Energiepflanzen über die Entwicklung und Prüfung neuer Verfahren bis zu internationalen und ökonomischen Aspekten. Unter anderem verfügt die Universität über ein exzellent ausgestattetes Biogas-Labor.
Eine Forschungsbiogasanlage mit insgesamt 3 Fermentern und umfangreichen Untersuchungsmöglichkeiten wurde 2008 in Betrieb genommen und setzt neue Maßstäbe für die Biogas-Forschung. An dieser Anlage wurden die Forschungsaktivitäten des Landes Baden-Württemberg zum Thema Biogas in der Bioenergie-Forschungsplattform gebündelt.

Florian Klebs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hohenheim

Flocken im Klärprozess, der Schlüssel zur Effizienzsteigerung um bis zu 30%

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Technik, Expertise und Amortisation 

Einleitung:
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-01.jpgDie Prozesse zur Klärung von Abwässern (Wasser- und Feststofftrennung) werden kontinuierlich optimiert, eine Aufgabe für den verantwortlichen Leiter und seine Mannschaft. Neue Meß- und Regelungstechniken und eine kontinuierlich gewachsene Prozesserfahrung haben zur Klärprozessverbesserung beigetragen. Die Betrachtung der in den produzierenden Prozessindustrien wichtigen Prozessgröße OEE (Overall Equipment Effectiveness) gewinnt als Kenngröße mehr und mehr an Bedeutung. Der Druck auf den Anlagenbetreiber, getrieben durch das Klärmaterial und dessen Inhaltsstoffe, aber auch durch eine veränderte gesellschaftliche und gesetzgeberische Landschaft, nimmt kontinuierlich zu. Die landwirtschaftliche Ausbringung der Klärschlämme wird zunehmend schwieriger, die kostenintensivere Verbrennung wird zunehmen. Die Kosten für die Flockungshilfsmittel, die Transportkosten und die Abnahmekosten für den Klärschlamm werden daher stetig steigen. An diesen drei Kostenblöcken anzusetzen führt nach einer Prozessanalyse der Spezialisten der TU Clausthal zu kurzfristig einfahrbaren Reduzierungen im zweistelligen Prozentbereich, mit Amortisationszeiten von deutlich weniger als einem Jahr. Einfach erreichbar durch die Integration eines überschaubaren Anlagenblocks zur Vorbehandlung des Klärschlammes. Mit einer neuartigen Konditionierungstechnik für polymer-initiierte Flockungsvorgänge kann durch das zweistufige Verfahren mit vier Freiheitsgraden für jeden Trennprozess die Flockenstruktur optimiert werden. Anwendung findet die Technologie bisher in der Abwassertechnik (Klär- und Biogaswerke), zur Schlammbehandlung (bspw.Bohrwasseraufreinigung) und in der Deponiesickerwasserreinigung. In Kombination mit marktüblichen Trennaggregaten kommt es neben der Erhöhung der Separationsleistung zu einer signifikanten Reduzierung des Polymerverbrauchs.
Kurz: Eine höhere Entwässerungsleistung ist durch gezieltere Flockung mit dem FlocFormer möglich, bspw.von 22% auf ca.27%TS, von 28% auf ca.32%, etc.

Prozess/Verfahren:
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-02.jpgIn der Abwasser und Schlammbehandlung sind polymer – initiierte Eindick- und Entwässerungsprozesse seit langer Zeit ein zentraler Bestandteil der Verfahrensführung. In jüngerer Zeit werden Flockungsprozesse auch zunehmend in anderen Bereichen genutzt, um aus einem Medium bestimmte Inhaltsstoffe abtrennen zu können, so zum Beispiel in der Papierindustrie. Geschichtlich bedingt lag das bisherige Augenmerk primär auf den Separationsmaschinen selbst. Im Regelfall wenig Beachtung fand und findet jedoch die Erzeugung der richtigen Flocke für den Separationsprozess. Einstufige oder statische Mischer sind in Hinsicht auf die Flockenausprägung nur begrenzt zu regeln; daher ist eine reproduzierbare Flockenstruktur nur sehr schwer realisierbar. Schwächen in der Flockenerzeugung werden durch Überdosierung des Flockungshilfsmittels kompensiert, dies wiederum verursacht höhere Kosten, optimiert aber nicht den Trennprozess.
Für die Effizienz von Separationsprozessen, wie Filtrationen oder Trennungen im Schwerefeld, hat neben der eigentlichen eingesetzten Trenntechnik die Konditionierung des Mediums einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis. Unter Konditionierung wird hierbei die Vorbereitung des Mediums für den Trennprozess verstanden. Für die Konditionierung finden in Abwasseranwendungen sehr häufig organische Flockungshilfsmittel Anwendung. Die Zugabe dieser organischen Polymere bewirkt eine Flockung der kolloidalen Bestandteile der Medien. Dabei werden die erzielten Flockenstrukturen sehr stark davon beeinflusst, wie die Einbringung des Konditionierungshilfsmittels in den Schlamm erfolgt. Um diese bisherigen Nachteile und Schwächen aufzuheben und eine regelbare und reproduzierbare Flockenstruktur erzeugen zu können, wurde in Zusammenarbeit mit der TU Clausthal ein neuartiger zweistufiger Flockungsreaktor entwickelt. Neben den prozessspezifischen Zielvorgaben musste die Integrierbarkeit in bestehende Prozesse durch eine hybride, kompakte Bauweise gestützt werden.

Hohe Trennleistung durch ´gute´ Flocken
Voraussetzung für eine hohe Trennleistung ist die Konzentration und das möglichst vollständige Zusammenfügen der abzutrennenden kolloidalen
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-03.jpgInhaltsstoffe in mechanisch belastbare und somit filtrierbare Flockenstrukturen. Hierbei muß besonderes Augenmerk auf das Einbinden von Feinstpartikeln in die Flockenstruktur gelegt werden, sie sollen mit gebunden werden und nicht im Wasser abgehen. „Das Restwasser muss klar sein.“
Konventionelle Konditionierungstechnik ist selten in der Lage, dieser Anforderung zu genügen. Die Einmischung des Polymers in einstufige Inline- Mischer oder statische Mischapparaturen ist aufgrund der geringen Zahl an Stellgliedern wenig effektiv. Beim Inline-Mischer lässt sich lediglich die Umdrehungsgeschwindigkeit des Rührwerks regeln. Die Bildung einer Flockenstruktur, die eine bestimmte Größe und gleichzeitig eine bestimmte Stabilität bedarf, ist hiermit nicht möglich. Die Durchmischungsintensität im statischen Mischer ist direkt abhängig vom fließenden Volumenstrom. Eine Änderung der Mischcharakteristik lässt sich bei festgelegtem Volumenstrom also nicht realisieren.
Durch ´Flocculation Engineering´ können die bestimmenden Faktoren der Konditionierung, wie beispielsweise Verweilzeit, Energieeintrag in den Teilschritten des Prozesses sowie der Verbrauch des Flockungshilfsmittels, gezielt gesteuert werden. Mit dem neuartigen zweistufigen Flockungsverfahren besteht nun die Möglichkeit, die Teilprozesse Flockenentstehung und Flockenausprägung separat zu beeinflussen.

Der Flockungsreaktor im Prozess, Wirkungsweise
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-04.jpg
Der Flockungsvorgang wird in einem zweistufigen Reaktor mit vier Freiheitsgraden durchgeführt. Zunächst wird in einem Mischer das Flockungshilfsmittel homogen unter turbulenten Bedingungen in das Medium eingebracht. Es findet eine Totalflockung statt. Anschließend werden die zu diesem Zeitpunkt großvolumigen und scherinstabilen Flocken in einem Flockenformungsreaktor gezielt erodiert, kompaktiert und für die Separation optimiert ausgeprägt.

Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-05.jpgFlocFormer 3L für 18 m³ Medium/h

Als Flockenformungsreaktor dient ein modifizierter Kegelrührer. Ein innerer Kegel rotiert koaxial in einer äußeren Kegelschale. Die Strömungsverhältnisse im Kegelspalt sind nicht konstant, sondern ändern sich mit der axialen Position im Kegel. An der Kegelbasis treten aufgrund des größeren Durchmessers höhere Umfangsgeschwindigkeiten auf als in der Nähe der Kegelspitze. Diese spezifischen Strömungsverhältnisse ermöglichen die Koexistenz von laminaren und laminar-zellularen Strömungszuständen FlocFormer 3L für
18 m3Medium/h in einem Apparat.
Der Umschlagpunkt von der laminaren in die laminar-zellulare Strömung wird beim Kegelrührer vornehmlich von der auftretenden Rotationsgeschwindigkeit sowie von den Radienverhältnissen im Kegelspalt bestimmt. Zusätzlich zur Änderung der Rotationsgeschwindigkeit kann der innere Kegel im äußeren Kegel axial verschoben werden. Auf diese Weise wird Einfluss auf die Radienverhältnisse im Kegelrührer genommen. Der Betriebspunkt des Rührers kann durch Änderungen der Rotationsgeschwindigkeit und der Spaltweite bewusst beispielsweise an höhere Volumenströme oder Massenströme angepasst werden. Ein optimiertes Strömungsregime wird somit sichergestellt. 

Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-06.jpg

Fließschema der zweistufigen Konditionierung 

Als zusätzliche, weiterreichende Einflussgröße wird neben der perikinetischen und der orthokinetischen Flockung der Effekt der mechanischen Synerese im Flockenformungsreaktor genutzt, um eine Pelletierungsflockung zu realisieren. Durch das Abrollen der Flocken auf den Flächen der Kegel werden lokale, ungleichmäßige, äußere mechanische Kräfte auf die Flocken aufgebracht, die somit verdichtet werden. Die Endprodukte der zweistufigen Konditionierung sind Flockenpellets. Diese Pellets lassen sich sehr gut entwässern oder separieren. Durch die vier verschiedenen Freiheitsgrade können spezifische Flocken für die unterschiedlichsten Separationsmaschinen und Medien erzeugt werden. Die gewünschte Flockenstruktur ändert sich von Maschinentyp zu Maschinentyp und von Medium zu Medium. Optional kann ein Flockungssensor zur Charakterisierung der Flockenstruktur eingesetzt werden. Der photooptische Sensor berechnet aus einer Flockengrößenverteilung spezifische Parameter, die Rückschlüsse auf die Separationseigenschaften des geflockten Mediums ermöglichen.

Die Ergebnisse
Aufgrund der gezielten zweistufigen Konditionierung wird die Abtrennleistung auf filtrierenden Maschinen wie Bandfilter, Trommelsiebe, Kammerfilterpressen, Schneckenpressen etc. signifikant erhöht. Durch die bereitgestellte kompakte Flockenstruktur findet die primäre Filtration sehr viel schneller statt, und durch die robuste Struktur der Flocken kann während der Filtration oder des Pressens lange Zeit aus dem Filterkuchen Hohlraumwasser abgegeben werden. Als zusätzlicher Effekt ist eine Reduzierung der eingesetzten Polymermenge möglich, da im vorgestellten Konditionierungsreaktor das Polymer besser mit dem Medium vermengt wird, in Kontakt gebracht wird. Das Polymer kann seine Wirkung voll entfalten, eine Überdosierung ist nicht mehr nötig, damit entfallen Polymerkosten. 

Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-07.jpgDas Bild zeigt deutlich die Flockenausprägung ohne (links) und mit (rechts) FlocFormer. Links ist die Flockengröße, trotz erfolgter Polymerzuführung, noch sehr fein ausgeprägt. Rechts ist eine ausgeprägte Pellettierung (wir benutzen hier mal sinnigerweise den Begriff „ähnlich Kaviar“) sichtbar. Das ist eine sehr gute Voraussetzung für die nachfolgende Entwässerungseinheit (Dekanter, Filter, etc.), um bei gleichem oder schnellerem Durchfluß mehr Wasser abzutrennen. Gut sichtbar ist die Bindung selbst feinster Schwebstoffe (die das Zwischenwasser im linken Bild erkennbar noch trüben) nach erfolgter Pellettierung durch den FlocFormer (Bild rechts) in der Flocke. Das Restwasser aus dem Dekanter oder Filter geht schwebstofffreier (klarer) ab.

Am Beispiel von Bandfilterpressen lässt sich der vorteilhafte Filtrationseffekt gut veranschaulichen:
Die Bandfilterpresse unterteilt sich in die Bereiche Schwerkraftfiltration (Vorentwässerung), und gegebenenfalls mehrere Druckpresszonen. Die gebildeten Flocken werden im Zulauf der Schwerkraftfiltration aufgegeben. Hier seihert die flüssige Phase sehr schnell und sehr weitreichend ab. Dies hat zur Folge, dass die Bandgeschwindigkeit der Filterpresse reduziert werden kann. Dadurch wird eine längere Verweilzeit in der Presse realisiert, was zu einem höheren Entwässerungsergebnis führt. Unterstützt wird dies durch eine erzeugte scherstabile Flockenstruktur. 

Optischer Vergleich der Klärschlammkonsistenz nach dem Trennprozess
(Beispiel für einen Ausgangswert von 20% TS):
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-08.jpg

Das Ergebnis:
In Abhängigkeit vom Anwendungsfall ist eine Erhöhung der Separationsleistung bzw. Entwässerungsleistung zwischen 10 bis 30 % und eine Reduzierung der Polymermenge um bis zu 25 % erreichbar. Da die Entsorgungskosten nach den Energiekosten ein wesentliches Kostenpaket für den Betreiber sind ist mit dem Einsatz des Flockenkonditionierers FlocFormer eine Verbesserung der OEE (Overall Equipment Effectiveness) im zweistelligen %- Bereich möglich. 

Expertisen der Entsorgungsexperten

Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-09.jpg Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-10.jpg
„Der Einsatz des FlocFormers hat unsere
Klärschlammentwässerung im Dekanter
optimiert. Das Verfahren ist klasse und
spart Betriebskosten.“

Jörg Hinke
Betriebsleiter
EURAWASSER
Betriebsführungsgesellschaft mbH
Niederlassung Goslar

„Die FlocFormer-Technologie hilft uns
die Kosten der Aktivkohlestufe deut-
lich zu reduzieren. Die Anlage läuft seit
2,5 Jahren stabil.“

Martin Sieloff
Abteilungsleiter und Deponieleiter
Landkreis Osterode am Harz
Kreismülldeponie Hattorf

Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-11.jpg
Auch die Separationsleistung von Zentrifugen lässt sich durch die externe, vorgeschaltete Konditionierung steigern. Voraussetzung hierfür ist, dass die gebildeten Flocken über eine hohe Stabilität verfügen. Das wird durch das Verfahren unterstützt.
Die neuartige Konditionierungstechnik hat sich bis heute in mehr als 40 Betriebsversuchen bewährt. Der Schwerpunkt der bisherigen Anwendungen lag in der Abwassertechnik. Im kommunalen Klärschlammbereich konnten die Entwässerungsleistungen von Kammerfilterpressen, Trommelsieben, Schneckenpressen, Bandfilterpressen, Bucherpressen und Dekantern verbessert werden. Neben der Erhöhung der Entwässerungsleistung kann im Regelfall der Polymerverbrauch signifikant reduziert werden.

Die Zusatznutzen für die Umwelt:

Die Klärschlämme kommen trockener in die Verbrennungsanlage, die Energieausbeute steigt signifikant an, der Vortrocknungsaufwand sinkt 
Die i.a. auf der Straße bewegte Trockenschlammtonnage nimmt (s.Bsp.) um 19%, also um ca.1/5, ab (mit ca.3 Mio to Klärschlammaufkommen /anno in Deutschland also ein Transportmasse-Reduzierungspotential von bis zu 600 Tsd to/anno, das sind ca.30 Tsd eingesparte LKW-Fahrten, weg von der Straße) 
ein rechenbarer Gesamtnutzen für die Umwelt ist damit eindeutig nachweisbar 

Zur Abtrennung von im Wasser vohandenen organischen und oxydierbaren Stoffen (Maßzahl ist der CSB-Wert (Chemischer Sauerstoffbedarf) wird das zweistufige Flockungsverfahren ökonomisch in der Deponiesickerwasserbehandlung eingesetzt.

Einsatzmöglichkeiten
Weitere Anwendungen sind überall dort denkbar, wo durch Polymere geflockt wird. Der FlocFormer führt i.a.R.aber auch bei nicht-polymergebundenen Flocken zu einer signifikanten Verbesserung der Separationsleistung. Beispielhaft sei hier aufgeführt, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit: 

Kläranlagen, 
Deponiesickerwasseraufbereitung, 
Biogaserzeugung, 
Papierindustrie, 
Fruchtsaftherstellung, 
Lebensmittelindustrie, 
Abwasserbehandlungen,
Schlammaufbereitungen (bspw.Bohrschlämme) und 
Eindickungen aller Art. 

Eine Amortisationsrechnung „Prozessgewinn durch FlocFormer“
Das Kostenreduzierungspotential „Reduzierung der Klärschlammmasse“ und „Reduzierung des Polymereinsatzes“ nachfolgend an einem realen Einsatz (Kläranlage Goslar) mit einem TS-Ausgangswert von 22% aufgezeigt. Mit FlocFormer wurden 27% TS erreicht. Selbst bei Ausgangswerten von 30% TS werden signifikante Potentiale eingefahren.

Das Ergebnis:
Bei einer angenommenen minimalen Nutzungsdauer des FlocFormer von acht Jahren ergibt sich eine durchschnittliche jährliche Verzinsung des eingesetzten Kapitals von 102 % (95.778 Euro x 100/93.500 Euro) für die restliche Nutzungsdauer von 7 Jahren.

Der Kapitalwert der Investition von 93.500 Euro beträgt bei einem 10 %-igen Diskontierungssatz und gleichbleibenden jährlichen Einnahmenüberschüssen von 95.778 Euro 417.284 Euro.

Zusammengefasst: Die Rentabilität der Investition (vor Abzug der Zinsen), beträgt 102 % per anno! 

Der Nutzen (grafisch)
Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-12.jpg

Bild FW-Schlamm-Aquen-Flocken-Bild-13.jpg

Die Rechnung
(hier für eine realisierte Zusatzentwässerungsleistung von 22% auf 27% TS berechnet. Auch bei installierten Anlagen mit besten Ausgangswerten von ca.30% TS werden noch signifikante Verbesserungspotentiale eingefahren.) 

Bezeichnung  Wert  Dim. 
Maximaler Volumenstrom 36 m3/h
Trockensubstanz Zulauf 1,92 %
Trockensubstanz Masse 0,69 t/h
Derzeitige Entwässerung
22,0
%
Derzeit zu entsorgende Masse 2,56 t/h
Entwässerung FlocFormer
27,0
%
Künftig zu entsorgende Masse 2,56 t/h 
Massenreduzierung
0,59
t/h
Betriebsdauer pro Jahr 1.768 h/a
Jahresmassenreduzierung Entsorgung  1.047 t/a
Entsorgungsaufwendungen 90,00  Euro/t 
Reduzierung Entsorgungsaufw.
94.290 Euro/a
Polymereinsparung
1,00
kg/t
Jahresmasse TR Schlamm 1.222 t/a
Polymermasse 1.222 kg/a
Aufwand Polymer 4,00 Euro/kg
Reduzierung Polymeraufwendungen
4.888 Euro/a
Reduzierung Entsorgung u. Polyme
99.178 Euro/a 
Betriebskosten, Wartung, etc. FlocFormer 3.400,00 Euro/a 
Netto-Aufwandsreduzierung
95.778 Euro/a 
     
Netto-Investitionssumme 85.000 Euro
Aufwendungen Anschluss FlocFormer 8.500 Euro
Gesamt-Investitionssumme
93.500 Euro
Kalkulationszinsfuß 6,00 %
Kapitalrückflussdauer
0,98
Jahre

Gerne rechnen wir mit Ihren Daten/Ausgangswerten.

Weitere Zusatznutzen auf einen Blick 

Die Klärschlämme kommen trockener in die Verbrennungsanlage, die Energieausbeute steigt 
Die auf der Straße bewegte Trockenschlammtonnage nimmt um ca.20% ab. (bei ca.10.000 Kläranlagen in D ein enormes Transportmengenreduzierungspotential) 
die zugeführte Polymermenge wird reduziert 
ein Gesamtnutzen für die Umwelt ist eindeutig nachweisbar 

Quelle:
aquen aqua-engineering GmbH
Lange Straße 53
D-38685 Langelsheim

www.aquen.de

Beurteilung eines möglichen Krebsrisikos von Nanomaterialien und von aus Produkten freigesetzten Nanopartikeln

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Nanomaterialien werden verstärkt in Industrie- und Verbraucherprodukten eingesetzt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Umweltbundesamt (UBA) wurden vom Bundesministerium für Umwelt und Reaktorsicherheit gebeten, den Stand der Erkenntnis zum krebsauslösenden Potenzial verschiedener Nanomaterialien darzulegen.

BfR und UBA kommen zu dem Schluss, dass es in verschiedenen Studien mit Versuchstieren Hinweise auf eine möglicherweise krebsauslösende Wirkung einiger Nanomaterialien wie Kohlenstoff-Nanoröhren (CNTs) oder Titandioxid (TiO2) nach der Aufnahme über die Atem-luft (Inhalation) gibt. Jedoch reichen die derzeit vorliegenden Daten nicht aus, um diese Materialien als „potenziell krebserzeugend für den Menschen“ mit hinreichender Sicherheit einzustufen. Die Unsicherheit besteht vor allem darin, inwieweit sich die im Tierversuch gewonnenen Erkenntnisse auf den Menschen übertragen lassen und ob es sich hierbei um Effekte handelt, die spezifisch auf die Nanodimension zurückzuführen sind oder ob weitere stoffinhärente Eigenschaften wirksam sind.

Zur Freisetzung von Nanomaterialien aus Produkten und zur Exposition sind derzeit ebenfalls keine zuverlässigen Aussagen möglich. Informationen darüber, in welchen Produkten und Zubereitungen Nanomaterialien in welchem Umfang verwendet werden, sind nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Es gibt zudem nur wenige Untersuchungen zur Freisetzung dieser Materialien aus Produkten. Zugleich ist eine verlässliche Messtechnik zum Nachweis von Nanomaterialien in verschiedenen Medien noch nicht verfügbar bzw. erst in der Entwicklung. Das gesundheitliche Risiko dieser Materialien für den Menschen lässt sich daher noch nicht mit genügender Sicherheit abschätzen.

BfR und UBA sind der Ansicht, dass trotz der noch bestehenden Unsicherheiten die Befunde zum krebsauslösenden Potenzial einiger Nanomaterialien ernst zu nehmen sind. Es sollte abgeschätzt werden, inwieweit Menschen heute im Alltag mit Nanomaterialien in Kontakt kommen können. Parallel sind aussagekräftige Methoden zur Prüfung der toxikologischen Eigenschaften nanostrukturierter Materialien zu entwickeln, die alle in Frage kommenden Expositionspfade (inhalativ, dermal, oral) berücksichtigen. Generell gilt in der derzeitigen Situation: Das krebsauslösende Gefährdungspotenzial kann nur stoffbezogen und im Einzelfall beurteilt werden. Eine differenzierte, materialspezifische Betrachtung ist daher auch für die Bewertung möglicher, von Nanomaterialien ausgehenden Gesundheitsgefahren zu be-rücksichtigen.

1 Zusammenfassung
Das karzinogene Gefährdungspotential durch Nanomaterialien kann nach kritischer Sichtung der verfügbaren Daten gegenwärtig nur stoffbezogen und im Einzelfall beurteilt werden. Für verschiedene Formen von Carbon Nanotubes (CNTs) und nanoskalierten TiO2-Partikeln (na-no-TiO2) liegen Hinweise vor, wonach diese Materialien bei Aufnahme über die Atemluft (In-halation) Tumoren in sensitiven Tiermodellen induzieren …mehr:

http://www.bfr.bund.de/cm/252/beurteilung_eines_moeglichen_krebsrisikos_von_nanomaterialien_und_von_aus_produkten_freigesetzten_nanopartikeln.pdf