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USA: Betreiber von Abwasseranlagen zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt

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In Louisiana, USA, ist am 9. Juni 2011 der 58-jährige Jeffrey Pruett, Inhaber von zwei Unternehmen, die Abwasseranlagen betreiben, zu 21 Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 310 000 US-Dollar verurteilt worden.

Pruett und die Unternehmen, für die er verantwortlich war, die Louisiana Land & Water Company und die LWC Management Company, haben gegen geltendes Recht, den Clean Water Act, verstoßen und damit, so das Gericht, das Trinkwasser und die Gesundheit der Anwohner gefährdet. Durch schlechte Betriebsführung sei es zum Aufstau von Abwasser in Privathäusern gekommen, betriebliche Dokumentationen seien nicht ordentlich geführt, Schadstoffe gesetzwidrig beseitigt und Abwasseranlagen nicht sachgemäß betrieben und unterhalten worden. Beispielsweise sei Abwasser in Straßengräben geleitet worden.

Trinkwasser aus den Wasserhähnen sei verunreinigt gewesen. Die Verstöße wurden als schwere Straftaten eingestuft.

www.epa.gov/compliance/criminal/index.html

Konzeption der Kanalnetzbewirtschaftung der Stadt Graz

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Zielsetzungen
Laufende bauliche Sanierungen
• Verbesserung der hydraulischen Leistungsfähigkeit (Verringerung der Überstauereignisse)
• Reduktion des Schmutzfrachtaustrages über die Mischwasserentlastungen (ÖWAV Regelblatt 19)

Strategien
Verringerung des Regen- und Fremdwassereintrages in das Kanalnetz
– Entsiegelung befestigter Flächen
– Einführung eines gesplitteten Tarifsystems
– Errichtung von Regenwasserkanälen und Rückbau von Mischsystemen in Trennsysteme
– Ausleitung von Bächen und Oberflächengewässern aus dem Kanalsystem
• Hydraulische Optimierung des Kanalnetzes
– Beseitigung von Engstellen im Kanal
• Errichtung von Speicherraum
– Errichtung von Speicherkanälen und Speicherbecken

Das komplette Konzept finden Sie unter:
http://www.telegdy.at/downloads/SprungPirkner_KonzeptionKanalnetzbewirtschaftungGraz.pdf

Von Dipl.-Ing. Werner Sprung und Dipl.-Ing.(FH) Werner Pirkner

Konzeption der Kanalnetzbewirtschaftung der Stadt Graz

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Zielsetzungen
Laufende bauliche Sanierungen
• Verbesserung der hydraulischen Leistungsfähigkeit (Verringerung der Überstauereignisse)
• Reduktion des Schmutzfrachtaustrages über die Mischwasserentlastungen (ÖWAV Regelblatt 19)

Strategien
Verringerung des Regen- und Fremdwassereintrages in das Kanalnetz
– Entsiegelung befestigter Flächen
– Einführung eines gesplitteten Tarifsystems
– Errichtung von Regenwasserkanälen und Rückbau von Mischsystemen in Trennsysteme
– Ausleitung von Bächen und Oberflächengewässern aus dem Kanalsystem
• Hydraulische Optimierung des Kanalnetzes
– Beseitigung von Engstellen im Kanal
• Errichtung von Speicherraum
– Errichtung von Speicherkanälen und Speicherbecken

Das komplette Konzept finden Sie unter:
http://www.telegdy.at/downloads/SprungPirkner_KonzeptionKanalnetzbewirtschaftungGraz.pdf

Von Dipl.-Ing. Werner Sprung und Dipl.-Ing.(FH) Werner Pirkner

Forscher tüfteln an Neuerfindung der Toilette

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Rund 2,6 Milliarden Menschen haben keinen Anschluss an Abwassernetze – und werden ihn wohl auch nie bekommen. Ein neuer Wettbewerb sucht deswegen Ideen für die Toilette der Zukunft. Im Gespräch sind Mikrowellen, Brennstoffzellen – und ein Fäkalientransport per Fahrrad.

Berlin – Es ist ein höchst delikater Auftrag, mit dem sich acht Forschergruppen auf vier Kontinenten da gerade befassen. Und ein wichtiger dazu. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Toilette der Zukunft. Gefördert von der Gates-Foundation arbeiten die Teams daran, Technologien für all jene 2,6 Milliarden Menschen zu entwickeln, die bislang keinen Anschluss an Abwassernetze haben – und wohl in den allermeisten Fällen auch nie bekommen werden.

“ Reinvent the Toilet“, erfinde die Toilette neu, heißt der kürzlich gestartete Wettbewerb um die besten Konzepte. Der Stiftung ist die Angelegenheit in einer ersten Projektphase schon einmal drei Millionen Dollar wert – später sollen es noch deutlich mehr werden. „Keine Innovation in den vergangenen 200 Jahren hat mehr für Lebensrettung und Verbesserung der gesundheitlichen Lage getan als die sanitäre Revolution, die von der Erfindung der Toilette ausgelöst wurde“, sagt Stiftungsvertreterin Sylvia Mathews Burwell.
Doch klar ist bereits jetzt: Das klassische Modell mit Wasserspülung kann und wird nicht das Ende der weltweiten Sanitär-Evolution sein. Das Prinzip ist schlicht zu aufwendig. Die benötigten Wassermengen sind zu groß, der Aufbau von Kanalsystemen und zentralen Kläranlagen zu kompliziert und teuer.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,780162,00.html

Forscher tüfteln an Neuerfindung der Toilette

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Rund 2,6 Milliarden Menschen haben keinen Anschluss an Abwassernetze – und werden ihn wohl auch nie bekommen. Ein neuer Wettbewerb sucht deswegen Ideen für die Toilette der Zukunft. Im Gespräch sind Mikrowellen, Brennstoffzellen – und ein Fäkalientransport per Fahrrad.

Berlin – Es ist ein höchst delikater Auftrag, mit dem sich acht Forschergruppen auf vier Kontinenten da gerade befassen. Und ein wichtiger dazu. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Toilette der Zukunft. Gefördert von der Gates-Foundation arbeiten die Teams daran, Technologien für all jene 2,6 Milliarden Menschen zu entwickeln, die bislang keinen Anschluss an Abwassernetze haben – und wohl in den allermeisten Fällen auch nie bekommen werden.

“ Reinvent the Toilet“, erfinde die Toilette neu, heißt der kürzlich gestartete Wettbewerb um die besten Konzepte. Der Stiftung ist die Angelegenheit in einer ersten Projektphase schon einmal drei Millionen Dollar wert – später sollen es noch deutlich mehr werden. „Keine Innovation in den vergangenen 200 Jahren hat mehr für Lebensrettung und Verbesserung der gesundheitlichen Lage getan als die sanitäre Revolution, die von der Erfindung der Toilette ausgelöst wurde“, sagt Stiftungsvertreterin Sylvia Mathews Burwell.
Doch klar ist bereits jetzt: Das klassische Modell mit Wasserspülung kann und wird nicht das Ende der weltweiten Sanitär-Evolution sein. Das Prinzip ist schlicht zu aufwendig. Die benötigten Wassermengen sind zu groß, der Aufbau von Kanalsystemen und zentralen Kläranlagen zu kompliziert und teuer.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,780162,00.html

TOC und TNb in Abwässern der Papierindustrie

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Sind die neuen Anforderungen einhaltbar?

Der Anhang 28 der Abwasserverordung befindet sich seit geraumer Zeit in Überarbeitung, so sollen die Parameter CSB und Ngesamt durch TOC und TNb ersetzt werden. Ziel ist nicht die Fortschreibung der Anforderung, sondern die Umstellung auf einheitliche Parameter in der EU.
Da die Datenlage zu den neuen Parametern unzureichend war, hat die Papiertechnische Stiftung (PTS) 24 Papierfabriken im Rahmen eines Forschungsprogramms untersucht und ausgewertet.

Den ganzen Artikel, insbesondere das Resümee finden Sie unter
http://www.ptspaper.de/fileadmin/PTS/Dokumente/Forschung/Veroeffentlichungen/2010_WfP_TOC.pdf

Die Toilette soll auch Wasserwerk sein

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Die Toilette neu erfinden – kein geringeres Ziel hat sich ein interdisziplinäres Team unter Leitung der Eawag gesetzt. Produkt des Projektes soll eine Toilette sein, die Urin und Fäkalien für die weitere Behandlung separat sammelt und gleichzeitig Brauchwasser lokal recycelt. Das ehrgeizige Vorhaben wird nun von der Bill und Melinda Gates Foundation mit rund 400’000 US$ unterstützt.

Die Art der Toilette bestimmt sehr weitgehend, wie mit Urin, Fäkalien und Abwasser umgegangen wird und welche Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen. Die in den Industriestaaten etablierte Version des Wasser Closets zum Beispiel erfordert nicht nur grosse Mengen an Spülwasser, sondern auch eine aufwändige Kanalisation und eine zentrale Abwasserreinigung. Bei allen Vorteilen für die Siedlungshygiene und die Gesundheit der Menschen hat das WC daher auch grosse Nachteile. Sie sind derart gewichtig, dass das System mit WC, Schwemmkanalisation und zentralen Kläranlagen für viele Orte der Welt keine nachhaltige Lösung ist. Umgekehrt führen die verbreiteten Plumps-Klos mit Fäkaliengruben sowie deren unsachgemässe Leerung vor allem in südlichen Ländern zu mangelhaften hygienischen Zuständen. Das System belastet auch die Ökosysteme und die oft sowieso schon knappen Trinkwasserressourcen.

Comeback der Latrine
Eine Lösung sind Grubenlatrinen mit separater Urinableitung wie sie mit Hilfe verschiedenere Organisationen für Entwicklungszusammenarbeit zum Beispiel in Nepal mehr und mehr erstellt werden. Wird der Urin auch noch aufbereitet statt bloss versickert, können damit neben dem Gewinn für Gesundheit und Umwelt auch noch wertvolle Rohstoffe (zum Beispiel Phosphor, Stickstoff, Kalium) als Dünger in den regionalen Kreislauf zurückgeführt werden. Ein Projekt der Eawag untersucht zur Zeit mit lokalen Partnern in Durban (Südafrika) die Bedingungen, damit ein solches System verfahrenstechnisch und sozioökonomisch nachhaltig funktioniert.

Ein wenig Wasser braucht’s
Ein Nachteil, den die Trockentoiletten mit Urinseparierung noch haben, ist, dass weder für die Reinigung der Toilette noch für die Hygiene ihrer Benutzerinnen und Benutzer Wasser zur Verfügung steht. Gerade das Händewaschen nach dem «Geschäft» zählt jedoch zu den absolut grundlegenden Voraussetzungen im Kampf gegen Infektionskrankheiten. Nun will ein interdisziplinäres Team von Verfahrensingenieuren, Designern von EOOS (Wien) und Fachleuten für Siedlungshygiene in Entwicklungsländern unter Leitung der Eawag dafür eine Lösung entwickeln. Die neue Toilette soll nicht nur Urin und Fäkalien getrennt abführen, sondern soll vor Ort auch gerade das Brauch- und Reinigungswasser recyceln, so dass mit minimaler Frischwasserzufuhr dennoch der Komfort zur Verfügung steht für die Körperhygiene und zur Reinigung der Toilette. Die Wasseraufbereitung mit einer Membranfiltration soll dabei ohne Strom auskommen. Die Pumpe, welche das Wasser in den über der Toilette angebrachten Speicher befördert, soll einzig mit dem Gewicht der Toilettenbenutzer betrieben werden.

Transport, Aufbereitung und soziale Aspekte mit untersuchen
Das Projekt umfasst nicht nur die Entwicklung der neuen Toilette, sondern befasst sich auch mit den Fragen rund um einen möglichst nachhaltigen Abtransport und Behandlung der Fäkalien und des Urins. Auch die Frage, ob private, von einigen Familien geteilte oder ganz öffentliche Anlagen die beste Lösung bieten, wollen die Forschenden klären. So werden die öffentlichen Toiletten etwa an vielen Orten von Frauen gemieden, weil sie dort von Männern angesprochen und belästigt werden.

Weitere Auskünfte:
• Dr. Tove Larsen, Projektleitung, +41 58 765 5039; tove.larsen@eawag.ch
• Prof. Eberhard Morgenroth, +41 58 765 5539; eberhard.morgenroth@eawag.ch

Quelle: http://www.eawag.ch/medien/bulletin/20110719/index

Die Toilette soll auch Wasserwerk sein

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Die Toilette neu erfinden – kein geringeres Ziel hat sich ein interdisziplinäres Team unter Leitung der Eawag gesetzt. Produkt des Projektes soll eine Toilette sein, die Urin und Fäkalien für die weitere Behandlung separat sammelt und gleichzeitig Brauchwasser lokal recycelt. Das ehrgeizige Vorhaben wird nun von der Bill und Melinda Gates Foundation mit rund 400’000 US$ unterstützt.

Die Art der Toilette bestimmt sehr weitgehend, wie mit Urin, Fäkalien und Abwasser umgegangen wird und welche Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen. Die in den Industriestaaten etablierte Version des Wasser Closets zum Beispiel erfordert nicht nur grosse Mengen an Spülwasser, sondern auch eine aufwändige Kanalisation und eine zentrale Abwasserreinigung. Bei allen Vorteilen für die Siedlungshygiene und die Gesundheit der Menschen hat das WC daher auch grosse Nachteile. Sie sind derart gewichtig, dass das System mit WC, Schwemmkanalisation und zentralen Kläranlagen für viele Orte der Welt keine nachhaltige Lösung ist. Umgekehrt führen die verbreiteten Plumps-Klos mit Fäkaliengruben sowie deren unsachgemässe Leerung vor allem in südlichen Ländern zu mangelhaften hygienischen Zuständen. Das System belastet auch die Ökosysteme und die oft sowieso schon knappen Trinkwasserressourcen.

Comeback der Latrine
Eine Lösung sind Grubenlatrinen mit separater Urinableitung wie sie mit Hilfe verschiedenere Organisationen für Entwicklungszusammenarbeit zum Beispiel in Nepal mehr und mehr erstellt werden. Wird der Urin auch noch aufbereitet statt bloss versickert, können damit neben dem Gewinn für Gesundheit und Umwelt auch noch wertvolle Rohstoffe (zum Beispiel Phosphor, Stickstoff, Kalium) als Dünger in den regionalen Kreislauf zurückgeführt werden. Ein Projekt der Eawag untersucht zur Zeit mit lokalen Partnern in Durban (Südafrika) die Bedingungen, damit ein solches System verfahrenstechnisch und sozioökonomisch nachhaltig funktioniert.

Ein wenig Wasser braucht’s
Ein Nachteil, den die Trockentoiletten mit Urinseparierung noch haben, ist, dass weder für die Reinigung der Toilette noch für die Hygiene ihrer Benutzerinnen und Benutzer Wasser zur Verfügung steht. Gerade das Händewaschen nach dem «Geschäft» zählt jedoch zu den absolut grundlegenden Voraussetzungen im Kampf gegen Infektionskrankheiten. Nun will ein interdisziplinäres Team von Verfahrensingenieuren, Designern von EOOS (Wien) und Fachleuten für Siedlungshygiene in Entwicklungsländern unter Leitung der Eawag dafür eine Lösung entwickeln. Die neue Toilette soll nicht nur Urin und Fäkalien getrennt abführen, sondern soll vor Ort auch gerade das Brauch- und Reinigungswasser recyceln, so dass mit minimaler Frischwasserzufuhr dennoch der Komfort zur Verfügung steht für die Körperhygiene und zur Reinigung der Toilette. Die Wasseraufbereitung mit einer Membranfiltration soll dabei ohne Strom auskommen. Die Pumpe, welche das Wasser in den über der Toilette angebrachten Speicher befördert, soll einzig mit dem Gewicht der Toilettenbenutzer betrieben werden.

Transport, Aufbereitung und soziale Aspekte mit untersuchen
Das Projekt umfasst nicht nur die Entwicklung der neuen Toilette, sondern befasst sich auch mit den Fragen rund um einen möglichst nachhaltigen Abtransport und Behandlung der Fäkalien und des Urins. Auch die Frage, ob private, von einigen Familien geteilte oder ganz öffentliche Anlagen die beste Lösung bieten, wollen die Forschenden klären. So werden die öffentlichen Toiletten etwa an vielen Orten von Frauen gemieden, weil sie dort von Männern angesprochen und belästigt werden.

Weitere Auskünfte:
• Dr. Tove Larsen, Projektleitung, +41 58 765 5039; tove.larsen@eawag.ch
• Prof. Eberhard Morgenroth, +41 58 765 5539; eberhard.morgenroth@eawag.ch

Quelle: http://www.eawag.ch/medien/bulletin/20110719/index

Überschritten oder nicht? „Ist 51 denn wirklich signifikant mehr als 50?“ Fragen aus dem Labor

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Messunsicherheit – Grenzwertbeurteilung

Einführung
Messwerte in der Nähe von Grenzwerten müssen von Laboratorien, die nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert sind, mit einer Messunsicherheitsangabe versehen werden.
Dies hat zur Folge, dass diejenigen, die die Einhaltung solcher Grenzwerte überwachen müssen, in zunehmendem Maße mit diesen Messunsicherheitsangaben konfrontiert werden. Dies mündet dann häufig in Fragen wie:

„Ist 51 denn wirklich signifikant mehr als 50?“
Diese oder ähnliche Fragen werden dann den Analytikern gestellt. Die Antwort auf diese Frage hängt selbstverständlich von der Höhe der Messunsicherheit ab. Wie sähe denn die Antwort aus, wenn wir davon ausgehen, dass der Messunsicherheitsbereich den Grenzwert einschließt?
Gehen wir, der Einfachheit halber, davon aus, dass die Messwerte normal verteilt sind. Dann ermöglicht die Abschätzung der Messunsicherheit die Abschätzung, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Grenzwert über- oder unterschritten ist. Dann könnten wir z.B. folgende Situation haben:

Wenn wir eine naturwissenschaftlich korrekte Antwort geben wollen, kommen wir zu folgendem Schluss:
„Die Wahrscheinlichkeit, dass der wahre Wert der Konzentration des Analyten im Untersuchungsobjekt den Grenzwert unterschreitet, wird zu 68% eingeschätzt, die Wahrscheinlichkeit, dass er ihn überschreitet, zu 32%.“

Diese Aussage kann aber normalerweise den Fragenden nicht befriedigen.
Wir müssen also eine klare Vorgehensweise haben, wie mit der Messunsicherheit bei der Grenzwertbeurteilung …den ganzen Artikel lesen Sie unter:

http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/mu/mu_gw.html

Bio-Kläranlage versorgt sich selbst mit Energie

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Eine neue biologische Kläranlage von Siemens erzeugt die zu ihrem Betrieb notwendige Energie in Form von Methangas gleich selbst. Außerdem produziert sie deutlich weniger Klärschlamm als herkömmliche Verfahren. Die Pilotanlage steht auf dem Gelände der Wasserwerke Singapurs. Seit Juni 2010 arbeitet sie energieneutral. Derzeit entsteht in Singapur eine 300-mal größere Pilotanlage. Sie könnte dann das Abwasser von etwa 1.000 Einwohnern reinigen.

Eine typische städtische Kläranlage ist für 10.000 bis 100.000 Einwohner ausgelegt. Heute wird das Abwasser aufbereitet, indem Bakterien dessen Verunreinigungen verdauen und in neue Bakteriensubstanz umsetzen. Der gesamte Prozess läuft an der Luft ab, also aerob. Dabei entstehen Bakterienflocken mit eingelagerten Verunreinigungen. Dieses Gemisch bildet den Klärschlamm, der abgetrennt und deponiert oder verbrannt wird. Doch die organischen Verunreinigungen, die dabei mit entsorgt werden, enthalten zehnmal mehr Energie, als für die Aufbereitung des Wassers verbraucht wird. Man könnte sie nutzen, indem man daraus Methan gewinnt. Das Gas könnte dann in Gasturbinen oder Blockheizkraftwerken verbrannt werden und Energie liefern. Allerdings sind die Schmutzkonzentrationen in kommunalen Abwässern zu niedrig, um daraus wirtschaftlich Strom zu gewinnen.

Die Entwickler von Siemens Water Technologies greifen deshalb zu einem Trick: Sie beladen die Bakterienflocken unter Luftzufuhr nur kurze Zeit mit den organischen Verunreinigungen, sodass sich die Bakterien kaum vermehren. Nach Abtrennung der größeren Menge des Wassers vergären die Bakterien die Verunreinigungen anaerob, also ohne Luftzufuhr, zu Methan. Insgesamt wird in zwei aeroben und einer anaeroben Stufe der Schmutz so abgebaut, dass möglichst wenig Schlamm und möglichst viel Methan entsteht, wie die aktuelle Ausgabe der Forschungszeitschrift Pictures of the Future berichtet.

Die Pilotanlage reinigt etwa einen halben Kubikmeter Abwasser am Tag. Dafür benötigt eine herkömmliche Kläranlage etwas weniger als 0,25 Kilowattstunden Energie. Die Pilotanlage erzeugt mit Methan genau diese Menge. Eine große Anlage könne demnach völlig energieneutral betrieben werden. Die Markteinführung der Technologie ist für 2012 geplant.

Dr. Norbert Aschenbrenner

Corporate Communications,
Corporate Technology
Siemens AG