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Meldungen zur Spurenstoff-Elimination 2023

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FAQ: Antibiotika und Antibiotikaresistenzen in der Umwelt

Durch behandelte Abwässer, Mischwasserüberläufe, Klärschlämme oder Gülle können Antibiotika nach der Anwendung in die Umwelt gelangen und dort Organismen schädigen sowie Resistenzen fördern. Bislang wurden 64 unterschiedliche Antibiotika wurden in Deutschland in der Umwelt nachgewiesen. Die Umwelt ist heute Reservoir und Überträger für Antibiotikaresistenzen.
• 1. Wie gelangen Antibiotika in die Umwelt?
• 2. Wie viele Antibiotika wurden bereits in der Umwelt nachgewiesen?
• 3. Welche “Nebenwirkungen“ haben Antibiotika in der Umwelt?
• 4. Was ist eine Antibiotikaresistenz?
• 5. Welche Rolle spielen Antibiotikaresistenzen in der Umwelt?
• 6. Für welche konkreten Maßnahmen plädiert das Umweltbundesamt? Was können wir alle tun?
Antibiotika gehören zu den wichtigsten Errungenschaften der Medizin, ohne sie wären viele lebensbedrohliche bakterielle Infektionskrankheiten nicht behandelbar. Sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin werden Antibiotika seit Jahrzehnten erfolgreich und in großen Mengen eingesetzt. Doch Antibiotika können längst nicht mehr alle krank machenden Bakterien wirksam bekämpfen, denn viele dieser Bakterien sind heute resistent gegenüber Antibiotikawirkstoffen.

Wie gelangen Antibiotika in die Umwelt?
Antibiotika werden zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten bei Menschen und Tieren eingesetzt. Insgesamt gibt es nur eine überschaubare Anzahl von Wirkstoffgruppen, daher werden viele Antibiotika seit Jahrzehnten gleichzeitig sowohl in der Human- alse auch in der Veterinärmedizin angewendet. Antibiotika und deren Stoffwechselprodukte gelangen durch ihre Verwendung in Human- und Tiermedizin in die Umwelt. Nach der Einnahme erreichen Antibiotika über die Ausscheidungen der Patient*innen mit dem Abwasserstrom die Kläranlagen. Hinzu kommen Produktionsabwässer und unsachgemäß über das Abwasser (Spüle oder Toilette) entsorgte Antibiotika. In herkömmlichen dreistufigen Kläranlagen werden Antibiotika nicht oder nur zu einem geringen Teil entfernt, da viele Wirkstoffe chemisch stabil und überwiegend biologisch schwer abbaubar sind. Mit dem so behandelten Abwasser gelangen Antibiotika in Oberflächengewässer (einschließlich der Meere) oder Böden (Bewässerung, Düngung mit Klärschlamm) und können so ins Grund- oder auch Trinkwasser (Uferfiltration) eingetragen werden.
Bei Anwendung von Antibiotika in der Tiermedizin gelangen die Wirkstoffe über die Ausscheidungen behandelter Tiere in die Umwelt. Durch das Ausbringen von Gülle und Mist als Wirtschaftsdünger, aber auch infolge direkter Ausscheidung durch behandelte Weidetiere, können Antibiotika auf landwirtschaftlich genutzte Böden und angrenzende Gewässer gelangen.

Wie viele Antibiotika wurden bereits in der Umwelt nachgewiesen?
In Deutschland wurden bisher 64 unterschiedliche Antibiotika in der Umwelt nachgewiesen. EU-weit gibt es für 124 und weltweit für 199 unterschiedliche Antibiotika Nachweise. Das Umweltbundesamt stellt mit der Datenbank »Arzneimittel in der Umwelt« u. a. Messwerte von Antibiotikakonzentrationen in vielen Umweltkompartimenten aus weltweiten Messungen zur Verfügung. Die Dateneinträge stammen aus öffentlich zugänglicher Literatur. In der Datenbank sind weltweite Umweltkonzentrationen (»Measured Environmental Concentrations«, [MEC]) von Human- und Tierarzneimitteln in verschiedenen Umweltmatrizes, wie Oberflächengewässer, Grundwasser, Sedimente, Gülle, Klärschlämme und Böden bis 2020 erfasst. Eine weitere Aktualisierung der Datenbank ist derzeit in Arbeit.

Welche “Nebenwirkungen“ haben Antibiotika in der Umwelt?
Es ist bekannt, dass Antibiotika und ihre Stoffwechselprodukte in der Umwelt negative Effekte hervorrufen, indem Umweltorganismen direkt geschädigt werden können. Einzelne Antibiotika verursachen z. B. bereits in Konzentrationen von wenigen Mikrogramm pro Liter im Gewässerökosystem Schäden bei niederen Wasserpflanzen wie Algen oder ⁠Cyanobakterien⁠. Dies kann das natürliche Nahrungsnetz aus dem Gleichgewicht bringen und das gesamte ⁠Ökosystem⁠ schädigen.
Antibiotika haben neben ihren schädlichen Effekten im Wasser auch negative Auswirkungen auf Bodenorganismen, die Bodenfruchtbarkeit kann bspw. beeinträchtigt werden. Auch eine Anreicherung von bestimmten Antibiotika im Boden ist bekannt. Nutzpflanzen können Wirkstoffe aufnehmen, die pflanzentoxisch sind bzw. in die Nahrungskette gelangen können.

Was ist eine Antibiotikaresistenz?
⁠Antibiotikaresistenz⁠ ist eine Eigenschaft oder Fähigkeit eins Bakteriums, die es unempfindlich gegenüber einem oder mehreren Antibiotika macht. Im Falle einer Infektion mit diesem Bakterium zeigt das entsprechende Antibiotikum keine hinreichende Wirkung mehr und kann somit nicht mehr zur Therapie eingesetzt werden. Infektionen mit resistenten Bakterien sind schwieriger oder schlimmstenfalls gar nicht zu behandeln und können lebensbedrohlich werden.

Welche Rolle spielen Antibiotikaresistenzen in der Umwelt?
Grundsätzlich ist ⁠Antibiotikaresistenz⁠ ein natürliches Phänomen. Antibiotikaresistente Bakterien kommen überall in der Umwelt vor. Einige Umweltmikroorganismen, wie Pilze oder Bakterien, produzieren Antibiotika als natürliche Abwehrstoffe gegen konkurrierende Umweltbakterien. Im Laufe der Evolution haben die Konkurrenten ihrerseits Resistenzen gegen die Antibiotika entwickelt. Antibiotika und Antibiotikaresistenzen sind demnach Teil der natürlichen Umwelt. Mit Beginn des massenhaften Einsatzes von Antibiotika in der Medizin ab den 1940er Jahren haben Resistenzen jedoch kontinuierlich zugenommen.
Wird eine Bakteriengemeinschaft einem Antibiotikum ausgesetzt, gibt es häufig einzelne Individuen, die zufällig eine ⁠Resistenz⁠ aufweisen. Diese resistenten Bakterien können überleben und sich weiter vermehren. Diesen Vorgang nennt man Selektion. Selektion findet sowohl bei der Anwendung von Antibiotika in der Medizin bei Mensch oder Tier als auch in der Umwelt statt. Darüber hinaus sind Bakterien in der Lage, ihre Resistenzgene miteinander zu teilen oder auszutauschen. Dies nennt man horizontalen Gentransfer. Hierdurch können Bakterien auch Resistenzgene sammeln und so gegen verschiedene Antibiotika unempfindlich werden.
Durch Selektion und horizontalen Gentransfer sind Resistenzen mobil in der Umwelt. Die Entstehung und Verbreitung resistenter Bakterien sowie von Resistenzgenen in der Umwelt birgt durch das Risiko der Übertragung der Resistenz auf krankmachende Bakterien, eine Gefahr für die Gesundheit von Menschen und Tieren.

Für welche konkreten Maßnahmen plädiert das Umweltbundesamt? Was können wir alle tun?
Da jeglicher Einsatz von Antibiotika einen Selektionsdruck erzeugt, ist die Förderung des verantwortungsvollen und umsichtigen Einsatzes von Antibiotika bei der Behandlung von Menschen und Tieren der wichtigste Aspekt, um einer weiteren Resistenzentwicklungen entgegen zu wirken. Darüber hinaus muss die Weiterentwicklung von Hygienemaßnahmen an der Schnittstelle zwischen der Umwelt und der klinischen Umgebung sowie der Tierhaltung vorangetrieben werden.
Auch jede und jeder Einzelne kann etwas tun – durch Hygiene und einen gesunden Lebensstil kann z. B. Infektionen und damit Antibiotikatherapien vorgebeugt werden. Eine sachgerechte Entsorgung von Altarzneimitteln ist ebenfalls wichtig. Wie Sie alte Arzneimittel in Ihrer Region korrekt entsorgen, können Sie unter www.arzneimittelentsorgung.de in Erfahrung bringen.
All diese Maßnahmen tragen zu einer Minimierung des Eintrags von Antibiotika in die Umwelt bei. Nur so kann der Entstehung von Antibiotikaresistenzen in der Umwelt und der Übertragung auf den Menschen wirksam entgegengewirkt werden.
Darüber hinaus erfordert die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen einen ganzheitlichen und sektorübergreifenden Ansatz, der als „One Health“-Ansatz bezeichnet wird. Das Umweltbundesamt unterstützt die Umsetzung dieses Ansatzes ausdrücklich, denn Antibiotikaresistenzen betreffen Menschen, Tiere, Pflanzen und die Umwelt.
https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/arzneimittel/faq-antibiotika-antibiotikaresistenzen-in-der#6-fur-welche-konkreten-massnahmen-pladiert-das-umweltbundesamt-was-konnen-wir-alle-tun

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Zu viele Rückstände im Abwasser

Antibiotika sind für die Behandlung bakterieller Infektionen unumgänglich. Doch die Produktion schädigt die Umwelt und führt zu Resistenzen. Das zeigt eine Studie der AOK Baden-Württemberg.
Herstellung und stabile Versorgung mit Antibiotika…mehr:
https://www.badische-zeitung.de/zu-viele-rueckstaende-im-abwasser

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Dissertationen: Entfernung von organischen Mikroverunreinigungen aus Abwasser

Entfernung von organischen Mikroverunreinigungen aus Abwasser und die separate Behandlung erweist sich als spezifisch teurer, sodass keine allgemeingültige Empfehlung zur dezentralen Behandlung ausgesprochen werden kann. Zudem wurden die Energiebedarfsdaten von zehn Kläranlagen mit unterschiedlichen Verfahren (Ozonung, Adsorption an Pulveraktivkohle, Filtration über granulierte Aktivkohle) ausgewertet, die jeweiligen Einflussfaktoren erörtert und der Energiebedarf außerhalb der Kläranlage betrachtet. Der Energie bedarf auf der Kläranlage der Ozonung ist deutlich höher als der der adsorptiven Verfahren. Der ganzheitliche Energiebedarf fällt für die adsorptiven Verfahren jedoch deutlich höher aus, da hier die Herstellung der Aktivkohle mit einfließt. Auch wenn die Datenlage diesbezüglich mit Unsicherheiten behaftet ist, ist die Herstellung von Aktivkohle energieintensiv. Die Verwendung von granulierter Aktivkohle erweist sich als vorteilhaft im Vergleich zur Pulveraktivkohle, da hier auf reaktivierte Kohle zurückgegriffen werden kann.
Die Dissertation zeigt, dass die Verfahren, die auf kommunalen Kläranlagen und in Krankenhäusern zum Einsatz kommen, auch für andere Einrichtungen des Gesundheitswesens geeignet sind. Weitere Untersuchungen können helfen, diese Verfahren zu optimieren und die Entscheidungsträger bei der Entscheidung zwischen zentraler und dezentraler Behandlung zu unterstützen. Die aufgeführten Betrachtungen zum Energiebe darf erlauben eine verbesserte Planung zukünftiger Anlagen. Removal of organic micropollutants from wastewater – Treatment in selected health care facilities and energy considerations…

Dissertation von Danièle Mousel
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Johannes Pinnekamp, Prof. Dr.-Ing. Thomas Wintgens

Erschienen als Band 255 in der Reihe „Gewässer – Wasser – Abwasser“
(23 Euro, Gesellschaft zur Förderung der Siedlungswasserwirtschaft an der RWTH
Aachen e. V., Petia Chankova-Stephan,
E-Mail: schriftenreihen@isa.rwth-aachen

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ERFA Aktivkohle

Immer mehr Kläranlagen verfügen über eine zusätzliche Reinigungsstufe für die Elimination von Mikroverunreinigungen aus dem kommunalen Abwasser. Aus dem Betrieb dieser Reinigungsstufen kann viel gelernt werden. Davon können alle Kläranlagen profitieren, die in den nächsten Jahren ebenfalls ausbauen müssen. Auch über Betriebsoptimierungen und Erfahrungsaustausch kann die weitere Umsetzung der Massnahmen optimal unterstützt werden.
Um diesen Erfahrungsaustausch zu fördern, organisiert die Plattform zusammen mit Kläranlagen-Betreibern einmal jährlich ein ERFA-Treffen. Wollen Sie beim nächsten Treffen dabei sein? Haben Sie konkrete Anliegen und Themenvorschläge? Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung (Kontakt).

Checkliste von ARA-Betreibern für ARA-Betreiber:
https://micropoll.ch/verfahren/aktivkohle/erfa-aktivkohle/

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Zur rechtlichen Bewertung der situationsbedingten Knappheit von Betriebsmitteln für die Abwasserbehandlung

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Wasserhaushalts- und abwasserabgabenrechtliche Anforderungen

In der Folge des Angriffskriegs der Russischen Föderation auf die Ukraine zeichnet sich eine massive Verknappung von Betriebsmitteln für die Abwasserbehandlung (insbes. Eisensalze als Fällmittel für die Phosphor-Elimination in Kläranlagen) ab. Infolgedessen kann nicht ausgeschlossen werden, dass insbesondere die in der Abwasserverordnung festgelegten Grenzwerte für Phosphor und die Überwachungswerte nach dem Abwasserabgabengesetz teilweise erheblich überschritten werden. Das Gutachten untersucht, wie dies unter ordnungs- und abgabenrechtlichen Gesichtspunkten einzuschätzen ist und welche Handlungsoptionen die Regelungen den Behörden und den Betreibern eröffnen.
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/zur-rechtlichen-bewertung-der-situationsbedingten

Kommission begrüßt vorläufige Einigung in Bezug auf eine gründlichere und kosteneffizientere kommunale Abwasserbewirtschaftung

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Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 29.01.2024
Die Kommission begrüßt die heute zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat erzielte vorläufige politische Einigung über den Vorschlag der Kommission zur Überarbeitung der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser. Diese überarbeitete Richtlinie wird den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor schädlichen Einleitungen von kommunalem Abwasser erheblich stärken. Sie wird zudem zu saubereren Flüssen, Seen, Grundwasserkörpern und Meeren in ganz Europa führen.

Mit Einführung der neuen Maßnahmen sollen mehr Nährstoffe aus dem kommunalen Abwasser entfernt werden und neue Normen für Mikroschadstoffe gelten. Die Richtlinie wird eine größere Anzahl von Gebieten abdecken, da sie nun auch für kleinere Gemeinden ab 1 000 Einwohnern gilt.

Gemäß dem Verursacherprinzip wird mit dem neuen Gesetz sichergestellt, dass die Kosten für diesen Schutz teilweise von den verantwortlichen Wirtschaftszweigen übernommen und nicht über Wassergebühren oder den öffentlichen Haushalt finanziert werden. Darüber hinaus wird die Richtlinie den Abwassersektor bei seinen Bemühungen auf dem Weg zu Energie- und Klimaneutralität unterstützen. Zudem wird durch die Richtlinie die Bewirtschaftung des Regenwassers verbessert, die angesichts der vermehrten Starkregenereignisse aufgrund des Klimawandels zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Schließlich wir die Richtlinie dafür sorgen, dass zwei Millionen Menschen der am stärksten schutzbedürftigen und marginalisierten Bevölkerungsgruppen in der EU Zugang zur Sanitärversorgung in öffentlichen Räumen haben. Dies steht im Einklang mit den Anforderungen der kürzlich verabschiedeten überarbeiteten Trinkwasserrichtlinie, die den Zugang zu Wasser für alle vorschreibt.

Verringerung von Chemikalien und Schadstoffen in gereinigtem Wasser
Die neue Richtlinie sieht vor, dass mehr Nährstoffe und Mikroschadstoffe aus kommunalem Abwasser entfernt werden müssen, insbesondere solche, die aus toxischen Arzneimitteln und Kosmetika stammen. Sie wird eine systematische Überwachung von Mikroplastik an den Zu- und Abläufen von kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen sowie des Klärschlamms einführen. Die zusätzliche Überwachung von „ewigen Chemikalien“ wie PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) wird das vorhandene Wissen über die Verbreitung dieser Chemikalien über das kommunale Abwasser verbessern.

Mit der neuen Richtlinie wird das Verursacherprinzip in der Wasserwirtschaft erstmals konkret umgesetzt. So müssen nun die umweltschädlichsten Wirtschaftszweige, wie Pharmaunternehmen und Kosmetikhersteller mindestens [80 %] der Kosten für die Beseitigung von Mikroschadstoffen (sog. Viertbehandlung) tragen. Dadurch werden die durch die neuen Anforderungen bedingten Kosten für die Bürgerinnen und Bürger begrenzt.

Darüber hinaus müssen wichtige gesundheitsbezogene Parameter im kommunalen Abwasser regelmäßig überwacht werden, einschließlich antimikrobieller Resistenzen oder SARS-COVID-Erreger im Falle einer Pandemie.

Die neuen Maßnahmen tragen den sich wandelnden klimatischen Bedingungen Rechnung und sehen in Bezug auf einen besseren Umgang mit Starkregenereignissen klare Verpflichtungen für die Mitgliedstaaten vor. Die jüngsten Ereignisse in verschiedenen Mitgliedstaaten wie Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien haben gezeigt, dass sich die Niederschlagsverhältnisse nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter drastisch ändern und dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Anpassung des kommunalen Abwassersektors an diese neue Realität sicherzustellen. Für Großstädte müssen die Mitgliedstaaten systematisch integrierte Bewirtschaftungspläne für den Umgang mit Niederschlagswasser aus starken Regenfällen entwickeln. Für kleinere Städte müssen sie dies tun, wenn solches Niederschlagswasser ein Risiko darstellt. In diesen Plänen müssen konkrete Bewirtschaftungsmaßnahmen festgelegt werden, wobei naturbasierten Lösungen zu bevorzugen sind.

Die Richtlinie wird zur Kreislaufwirtschaft beitragen, indem sie die Qualität von Klärschlamm und behandeltem Abwasser verbessert, eine stärkere Wiederverwendung in der Landwirtschaft ermöglicht und sicherstellt, dass wertvolle Ressourcen nicht verloren gehen.

Nächste Schritte
Das Europäische Parlament und der Rat müssen die neue Richtlinie nun noch förmlich annehmen, bevor sie in Kraft treten kann. Die Richtlinie wird 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft treten. Die Mitgliedstaaten müssen dann mit der Umsetzung der Anforderungen beginnen und im Jahr 2026 erste aktualisierte nationale Umsetzungsprogramme übermitteln.

Hintergrund
Die Kommission hat ihren Vorschlag für eine überarbeitete Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser am 26. Oktober 2022 angenommen. Die Richtlinie ist ein wesentliches Element des europäischen Grünen Deals und des Null-Schadstoff-Aktionsplans.

Insgesamt wurde die Richtlinie aus dem Jahr 1991 von allen Mitgliedstaaten ordnungsgemäß umgesetzt. Nach mehr als 30 Jahren ihres Bestehens musste die Richtlinie jedoch einer allgemeinen Überarbeitung unterzogen werden, um neuen kommunalen Verschmutzungsquellen Rechnung zu tragen, die inzwischen an Bedeutung gewonnen haben (z. B. kleinere Städte, dezentrale Anlagen oder Niederschlagswasser aus starken Regenfällen). Außerdem müssen neue Schadstoffe, darunter Mikroplastik oder Mikroschadstoffe (z. B. aus Arzneimitteln oder Kosmetika), berücksichtigt werden.

Darüber hinaus sollte der kommunale Abwassersektor sein Potenzial zur Erreichung von Energieneutralität ausschöpfen und damit zu den allgemeinen Zielen des europäischen Grünen Deals beitragen.

Weitere Informationen
Vorschlag der Kommission für eine überarbeitete Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser (26. Oktober 2022)

Eawag: Verfolgung von SARS-CoV-2 im Abwasser

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Folgende Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Nachweis von SARS-CoV-2 im kommunalen Abwasser wurden gemeinsam zusammengestellt von den Eawag Abteilungen für Siedlungswasserwirtschaft und Umweltmikrobiologie sowie vom Labor für Umweltchemie an der EPFL.
Projektseite und aktuelle Daten
https://www.eawag.ch/de/forschung/menschen/abwasser/sars-cov-2/

iMes Solutions GmbH

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Elisabethstr. 8
84489 Burghausen

Tel: +49 8677 9618-0
info@imes-solutions.com
www.imes-solutions.com

Unsere prozessleitsystemunabhängigen Software-Lösungen:

  • SHIFTGURU – Digitales Schichtbuch (auch verfügbar als PCS 7 AddOn)
  • Plant Historian 5 AM – Alarmmanagement
  • Plant Historian 5 PDA – Prozessdatenerfassung
  • PLSDOC – Digitale Anlagendokumentation (PCS7 AddOn)

Aus der EU-England

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Warum Fäkalien Großbritanniens Küste verpesten

Kaum ein Land in Europa hat so viel Küste wie das Vereinigte Königreich. Doch die „Great British Seaside“ wird zunehmend von Abwasser verschmutzt. Die Gründe dafür sind haarsträubend.
London – Die britische Königin Victoria (1819-1901) liebte das Meer. Ihre „Bathing Machine“, eine rollende Strandkabine die sie vor neugierigen Blicken schützte, ist noch heute am Privatstrand ihres Landsitzes Osborne House auf der Isle of Wight zu besichtigen. Doch wer heutzutage ganz in der Nähe ein Bad im Meer nehmen will, könnte eine unverhoffte Begegnung mit etwas machen, von dem er sich mit Betätigen der Klospülung vermeintlich für immer verabschiedet hatte
Die nahe „Queen Vickys“ Domizil gelegene Cowes Beach ist der am stärksten von ungeklärtem Abwasser verschmutzte Strand des ganzen Landes, wie eine Analyse offizieller…mehr:
https://www.az-online.de/welt/warum-faekalien-grossbritanniens-kueste-verpesten-zr-93078653.html

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Fäkalien-Krise: Wie Abwasser Englands Flüsse verpestet

Die Verschmutzung von Flüssen und Küstengewässern in Großbritannien mit menschlichen Fäkalien macht immer wieder Schlagzeilen. Inzwischen ist sogar ein weltbekanntes Sportereignis betroffen.
Fäkalien, Feuchttücher und Hygieneartikel: Ungeklärte Abwässer verschmutzen zunehmend Gewässer in England. Wie die britische Umweltbehörde…mehr:
https://www.badische-zeitung.de/faekalien-krise-wie-abwasser-englands-fluesse-verpestet

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Start-Up aus Karlsruhe fischt Mikroplastik aus dem Abwasser

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Preisgekröntes Verfahren
Ein Karlsruher Start-Up-Unternehmen hat ein einfaches Verfahren entwickelt, um Mikroplastik aus dem Abwasser zu entfernen. Dafür gab es im vergangenen Jahr den Landesinnovationspreis.
Mikroplastik wird zunehmend ein Problem für unsere Umwelt. Die mikroskopisch kleinen Partikel gelangen zum Beispiel durch Kosmetik oder beim Waschen von synthetischer Kleidung ins Abwasser. Kläranlagen können die Abwässer nicht komplett säubern, auch nicht nach drei oder vier Reinigungsstufen.
Das gemeinnützige Karlsruher Start-Up-Unternehmen „WASSER 3.0“ will diese Mikropartikel einfangen. Denn pro Kläranlage kann jedes Jahr bis zu einer Tonne Mikroplastik unsichtbar entweichen, sagt Katrin Schuhen, die Gründerin, die das Verfahren entwickelt hat. Sie will mit dem neuen Verfahren 95 Prozent und mehr der Partikel erwischen.
„100 Prozent wird man nie erwischen. Aber 80 Prozent bei kommunalen Kläranlagen und 95 Prozent bei industriellen Kläranlagen ist unser Ziel.“

So funktioniert das Prinzip
In einem Tank wird das Wasser aufgewirbelt, so dass ein Strudel entsteht. Durch das Zugeben von Hybrid-Kiesel-Gel, einer ungiftigen Paste, verbinden sich bereits nach wenigen Sekunden die Kunststoff-Partikel zu Klumpen. Mehr:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/karlsruher-filtertechnik-fuer-mikroplastik-100.html

Mehr Internationalität: englische EXI-Webseite verfügbar

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Im März wurde die englische Webseite der Exportinitiative Umweltschutz freigeschaltet. Damit konnte ein wichtiger Baustein für mehr Internationalität in der EXI-Kommunikation umgesetzt werden.

Die Exportinitiative Umweltschutz richtet sich an Unternehmen und Organisationen mit Sitz in Deutschland, die geförderten Projekte werden aber weltweit umgesetzt. Vor diesem Hintergrund wird es zunehmend wichtig, Informationen auch auf Englisch bereitzustellen. Seit der Liveschaltung der englischen EXI-Webseite stehen Informationen zur Verfügung, die insbesondere für internationale Besuchende interessant sind.
Zu finden sind jetzt neben ausgewählten Meldungen, Videos und Publikationen umfassende Informationen zum Förderprogramm, den regionalen EXI-Aktivitäten und den Partnerorganisationen.
Einer der zentralen Bestandteile ist der Überblick über abgeschlossene und laufende Projekte. Hierfür wurde die Projektdatenbank der deutschen Webseite angepasst und es wurden 86 Projektbeschreibungen übersetzt. Damit können nicht-deutschsprachige Besuchende der Webseite einen umfassenden Eindruck der globalen Aktivitäten der EXI-Projekte gewinnen und Projekte nach spezifischen Kriterien filtern.
https://www.exportinitiative-umweltschutz.de/aktuelles/news/artikel/mehr-internationalitaet-englische-exi-webseite-verfuegbar/
https://www.exportinitiative-umweltschutz.de/en/

Antibiotikaresistenzen entlang der gesamten Donau: Wissenschaftsteam identifiziert Biofilm im Fluss als mögliches Reservoir für Resistenzen

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Neue Erkenntnisse zu Antibiotikaresistenzen (ABR) und fäkaler Verschmutzung im gesamten Flusslauf der Donau publiziert. Forschende der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften und dem ICC Water & Health* federführend.

Zwei neue, wissenschaftliche Studien zum Verständnis der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen (ABR, Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika) entlang der Donau lassen mit wichtigen Kernaussagen aufhorchen: Für den Eintrag von antibiotikaresistenten Bakterien aus klinischen Einrichtungen und Abwässern könnten die im Fluss vorhandenen Biofilme bessere Indikatoren sein als das Wasser selbst. Weiters wurde durch ein neues Konzept an Untersuchungen – die Kombination molekulargenetischer Methoden zur Bestimmung der ABR mit moderner Diagnostik für fäkale Verunreinigung und wichtigen Umwelt- und chemischen Parametern – gezeigt, dass die humane fäkale Verschmutzung über den gesamten Flusslauf der Donau die Hauptquelle für ABR ist. Mit dem neuen Konzept können die raumzeitlichen Dynamiken von ABR in Flüssen erfasst, Hotspots identifiziert und die Haupttreiber der ABR bestimmt werden.

Jedes Jahr sterben in Europa Tausende von Menschen an den Folgen einer Infektion mit antibiotikaresistenten Bakterien. Dies sind alarmierende Zahlen, die unter anderem auf die Entwicklung von Resistenzen durch den übermäßigen Einsatz von Antibiotika in der Medizin und Landwirtschaft zurückzuführen sind. Weltweit gilt das „klinische Umfeld“ (z.B. Krankenhäuser) als Haupt-Hotspot für die Verbreitung und Entwicklung von ABR, da hier antibiotikaresistente Bakterien oder deren Gene zwischen Patientinnen und Patienten ausgetauscht werden. Klinische Abwässer gelangen über Kläranlagen in natürliche aquatische Ökosysteme, wodurch ABR Bakterien in Flüsse und Seen kommen. Dort finden sie sich nicht nur im Wasser selbst, sondern auch in Biofilmen – Gemeinschaften von Mikroorganismen, die an festen Oberflächen im Gewässer wie Steinen, Pflanzen oder Sedimenten haften, eine gemeinsame Schleimschicht (extrazelluläre Matrix) produzieren und so einen stabilen „Film“ bilden.

RESISTENZMUSTER VON E. COLI IN PROBEN VON MENSCH UND FLUSS
In einer der aktuellen Studien analysierte das Forschungsteam mit Partnerinnen und Partnern des Universitätsklinikums St. Pölten (Prim. Dr. Barbara Ströbele, Dr. Ildiko Pap), Lehr- und Forschungsstandort der KL Krems, und der Medizinischen Universität Graz (Doz. Dr. Gernot Zarfel) die Resistenzmuster des Bakteriums Escherichia coli in menschlichen Isolaten und von Umweltproben aus der Donau (Wasser und Biofilm). Prof. Andreas Farnleitner, Leiter des ICC Water and Health* an der KL Krems und der TU Wien, erklärt: „E. coli ist dafür ein sehr gut geeigneter Modellorganismus: Er ist als Haupterreger von Harnwegsinfekten weit verbreitet, besiedelt oft auch undichte Harnkatheter von Klinikpatientinnen und -patienten, wird in Gewässern als Indikator für ABR verwendet und von der WHO als Anzeiger für Antibiotikaresistenz empfohlen. Insgesamt haben wir 697 Patienten-, 489 Wasser- und 440 Biofilm-Isolate auf ihre Empfindlichkeit gegenüber 20 Antibiotika untersucht und haben so Resistenzmuster erhalten.“ In Summe wiesen die Ergebnisse auf eine eher moderate Resistenzsituation in Österreich hin: Trotz signifikant höherer Resistenzniveaus der humanen Isolate im Vergleich zu den Proben aus dem Fluss wurden nur wenige Resistenzen gegen gängige Reserveantibiotika wie Meropenem und Tigecyclin – Medikamente, die erst zum Einsatz kommen, wenn die Erstlinientherapie wirkungslos ist – gefunden. Obwohl es keine großen Unterschiede in der Resistenz zwischen Wasser- und Biofilmproben gab, wurden im Biofilm doch einige Bakterienisolate gefunden, die gegen bestimmte kritische Antibiotika resistent waren und sogar ESBL-Gene trugen. ESBL steht dabei für „Extended-Spectrum Beta-Lactamase“ und bedeutet, dass diese Bakterien Enzyme produzieren, die gegen viele Beta-Lactam-Antibiotika resistent sind, was die Behandlung von Infektionen erschwert. Somit ist möglicherweise der Biofilm ein besserer Indikator für den Einfluss klinischer Umgebungen auf die ABR in Flüssen als das Wasser selbst.

UMFASSENDES VERSTÄNDNIS DER ABR AUF 2.300 KM DONAULÄNGE
Für die globale Verbreitung von ABR in der Umwelt sind große Flüsse besonders kritische Ökosysteme, weil sie stark von Abwasserbelastungen betroffen sein können und gleichzeitig Lebensadern darstellen, die verschiedene menschliche Bedürfnisse erfüllen. Ein umfassendes Verständnis für das Vorkommen, die Verbreitung und die Haupttreiber von ABR entlang ganzer Flussläufe fehlte bisher aber weitgehend – ein Umstand, dem sich die Forschenden in der anderen Studie für die Donau annahmen. Dafür wählten sie einen ganzheitlichen Ansatz, indem raumzeitliche Muster und Hotspots antibiotikaresistenter Gene (ARGs) entlang von 2.311 km des schiffbaren Donauflusses untersucht und eine longitudinale und zeitliche Überwachungskampagne kombiniert wurden. Prof. Alexander Kirschner, Forscher an der MedUni Wien, der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems sowie stellvertretender Leiter des ICC dazu: „Das so gewonnene umfassende Verständnis bildet die Grundlage für ein gezieltes Management zur Reduzierung der Verbreitung von ABR in Flussgebieten. Wir präsentieren den ersten umfassenden ARG-Datensatz entlang der Donau, der dazu beitragen wird, zukünftige Trends zu bewerten.“ Um das Verständnis für die Verbreitung und Dynamik von ABR zu verbessern, sollten ABR auch in anderen Umweltkompartimenten – wie zum Beispiel in Flussbiofilmen oder Sedimenten – untersucht werden, da diese als langfristige Reservoire dienen könnten.

Originalpublikationen: A comparative study on antibiotic resistant Escherichia coli isolates from Austrian patients and wastewater-influenced Danube River water and biofilms. International Journal of Hygiene and Environmental Health 258 (2024) 114361. Melanie Leopold, Angelika Kabicher, Ildiko-Julia Pap, Barbara Ströbele, Gernot Zarfel, Andreas H. Farnleitner, Alexander K.T. Kirschner. https://kris.kl.ac.at/de/publications/a-comparative-study-on-antibiotic-resistant-escherichia-coli-isol

Linking antibiotic resistance gene patterns with advanced faecal pollution assessment and environmental key parameters along 2300 km of the Danube River. Water Research 252 (2024) 121244. Iris Schachner-Groehs, Michael Koller, Melanie Leopold, Claudia Kolm, Rita B Link, Stefan Jakwerth, Stoimir Kolarevi, Margareta Kracun-Kolarevic, Wolfgang Kandler, Michael Sulyok, Julia Vierheilig, Marwene Toumi, Rozsa Farkas, Erika Toth, Clemens Kittinger, Gernot Zarfel, Andreas H Farnleitner, A.K.T. Kirschner. https://kris.kl.ac.at/de/publications/linking-antibiotic-resistance-gene-patterns-with-advanced-faecal-

Beitrag zur PhD Ausbildung: Im Zuge dieser Studien- und Forschungskooperation zwischen der KL Krems, der TU Wien und der MedUni Wien werden Melanie Leopold und Iris Schachner-Groehs ihre Phd-Abschlüsse erlangen.

Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (Stand 05/2024)
Die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL Krems) ist eine europaweit anerkannte Bildungs- und Forschungseinrichtung am Campus Krems. Die KL Krems bietet eine moderne, bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildung in der Medizin und Psychologie sowie ein PhD-Programm im Bereich Mental Health and Neuroscience an. Das flexible Bildungsangebot ist auf die Bedürfnisse der Studierenden, die Anforderungen des Arbeitsmarkts sowie auf die Herausforderungen der Wissenschaft abgestimmt. Die drei Universitätskliniken in Krems, St. Pölten und Tulln sowie das Ionentherapie- und Forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt gewährleisten eine klinische Lehre und Forschung auf höchstem Qualitätsniveau. In der Forschung konzentriert sich die KL auf interdisziplinäre Felder mit hoher gesundheitspolitischer Relevanz – u.a. der Biomechanik, der molekularen Onkologie, der mentalen Gesundheit und den Neurowissenschaften sowie dem Thema Wasserqualität und den damit verbundenen gesundheitlichen Aspekten. Die KL wurde 2013 gegründet und von der Österreichischen Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung (AQ Austria) akkreditiert. www.kl.ac.at

*Das ICC Water & Health (Deutsch: Interuniversitäre Kooperationszentrum Wasser und Gesundheit) ist eine Kooperation der Technischen Universität Wien, der Medizinischen Universität Wien und der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (www.waterandhealth.at). Das ICC W&H versteht sich als international sichtbar agierende wissenschaftliche Plattform und kompetenter Partner in Fragen der Wasserqualität und deren Auswirkung auf die menschliche Gesundheit. Das ICC W&H widmet sich der Entwicklung innovativer Konzepte zur Beurteilung der Wasserqualität, neuer mikrobiologischer und molekularbiologischer Methoden, der Wirksamkeitsprüfung physikalischer und chemischer Aufbereitungsmethoden sowie numerischer Modelle zur Abschätzung des Infektions- und Krankheitsrisikos bei der Wassernutzung. Die gewonnenen Erkenntnisse werden zur Ableitung effektiver und nachhaltiger Managementmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit verwendet. Das ICC wurde dank kompetitiver Forschungsförderungsmittel durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) nachhaltig etabliert. Im Jahr 2017 wurde das ICC Water & Health um die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL) erweitert.

Wissenschaftlicher Kontakt
Prof. Andreas Farnleitner
Prof. Alexander Kirschner
Fachbereich Wasserqualität und Gesundheit
Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems an der Donau / Österreich
T +43 664 605 88 22 44
+43 2732 72090 394
E andreas.farnleitner@kl.ac.at,
alexander.kirschner@kl.ac.at
W www.kl.ac.at/, www.waterandhealth.at

Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
Eva-Maria Gruber
Kommunikation, PR & Marketing
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems / Österreich
T +43 2732 72090 231
M +43 664 5056211
E evamaria.gruber@kl.ac.at
W www.kl.ac.at/

„Wir brauchen mehr Kontrolle“ CSU will Cannabis-Konsum im Abwasser messen

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Wie viel wird in Deutschland gekifft? Diese Frage möchte die CSU nach der Cannabis-Legalisierung mit einem bundesweiten Monitoring des Abwassers beantworten. Gleichzeitig will die Partei auch noch auf verschiedenen Wegen gegen das Gesetz vorgehen.
Die CSU fordert ein bundesweites Abwassermonitoring, um das Cannabis-Konsumverhalten nach der geplanten Legalisierung zu überwachen. „Wir brauchen mehr Kontrolle, damit Deutschland nicht zur Kiffer-Nation Europas wird“, sagte der Fraktionschef der CSU im bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). In der Vergangenheit sei über das Abwasser schon ein erhöhter Drogenkonsum in europäischen Städten nachgewiesen worden. Auch in Deutschland sei das Instrument des Abwassermonitorings sehr gut ausgebaut…mehr:
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