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Wie funktioniert eigentlich die Abwasserentsorgung auf einem Luxusliner?

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Ein besonderer Nachbarschaftstag

Diese Frage stellte sich die Kläranlagen-Nachbarschaft 42
des nördlichen Emslandes und besuchte an ihrem 48. Nachbarschaftstag
die Meyer-Werft in Papenburg, die nach eigenen
Angaben „weltweit über die modernsten Anlagen im
Schiffbau“ verfügt. Bei dieser Gelegenheit war es auch möglich,
die Rohrfertigung, einschließlich der Lagerhaltung
kennenzulernen. Aber der Reihe nach:
Ich hatte also unsere Kollegen zu diesem besonderen Nachbarschaftstreffenauf der Werft eingeladen. Alles war gut vorbereitet,
als 25 Personen unserer Nachbarschaft eintrafen.
Nach der Begrüßung präsentierte Abteilungsleiter Ewald
Jürgens die Anlage mit einem Überblick über alle Aufgaben
und Leistungen der Werft. Besonders interessierte uns natürlich
der Schiffbau, mit den Einrichtungen der Ver- und
Entsorgung. Da lag es nahe, zuerst die Rohrherstellung …mehr unter:

http://www.kan.at/upload/medialibrary/KA-Betriebs-Info4-2009.pdf

Autor
Rolf Wessels
Lehrer der DWA-Kläranlagen-Nachbarschaft Emsland-Nord
Stadt Papenburg – Fachbereich B3
Kläranlage Papenburg
Industriegebiet Nord
26871 Papenburg
Tel. ++49 (0)49 61/44 17

Weiterentwicklung von Abwasserabgabe und Wasserentnahmeentgelten zu einer umfassenden Wassernutzungsabgabe

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Kurzbeschreibung:

Der Einsatz von ökonomischen Instrumenten in der Gewässerschutzpolitik hat in Gestalt der bundesrechtlichen Abwasserabgabe und der verschiedenen landesrechtlichen Wasserent¬nahme¬entgelte in Deutschland bereits eine längere Tradition. Ebenso lang ist freilich die kritische Begleitung dieser Instrumente in Wissenschaft, Praxis und Politik. Eine umfassende, neuere kritische Analyse der Erfahrungen mit den Instrumenten Abwasserabgabe und Wasserentnahmeentgelte in Deutschland steht noch aus.

Art. 9 der EG-Wasserrahmenrichtlinie, der u. a. eine Berücksichtigung des Grundsatzes der Kostendeckung für Wasserdienstleistungen, einschließlich von Umwelt- und Ressourcenkosten, verlangt, gibt Veranlassung, diese Instrumente erneut auf den Prüfstand zu stellen. Inwieweit tragen Abwasserabgabe und Wasserentnahmeentgelte zur neuen gemeinschaftsrechtlich formulierten Zielerreichung in der Gewässergütepolitik bei? Lassen sich Effektivität und Effizienz durch Ausgestaltungsänderungen verbessern, sind sie mithin Ausgangspunkt einer Modernisierung und Weiterentwicklung, gar Vorbild für eine Ausdehnung von Abgabepflichten auf weitere Wassernutzungen? Auch hier bietet die WRRL Anlass darüber nachzudenken, auf welche Inanspruchnahmen aquatischer Ökosystemdienstleistungen die Anwendung ökonomischer Steuerungsmechanismen ausgedehnt werden kann, etwa im Bereich der diffusen Verschmutzungsquellen. Dabei beschreibt die Konformität mit Art. 9 WRRL nur einen relevanten Aspekt. Bei einer Reform und Modernisierung dieser Abgaben, wie auch die Einführung von neuen Abgaben müssen die Vorgaben des Grundgesetzes beachtet werden, das zwar einen Katalog von Abgabentypen bereithält, sie aber jeweils mit unterschiedlichen Restriktionen ausstattet, die ihre Verwendungsmöglichkeiten einschränkt. Zugleich bedarf es aus ökonomisch-finanzwissenschaftlicher Sicht angesichts veränderter Rahmenbedingungen einer Rekapitulation des jeweiligen Lenkungsauftrages einzelner Abgaben sowie einer sorgfältigen Abstimmung alter und neuer Lenkungsmechanismen untereinander unter Berücksichtigung der jeweils zu erwartenden künftigen ökonomischen und ökologischen Wirkungen.

Quelle: http://www.ufz.de/index.php?de=19085

Projektlaufzeit:
09/2009 – 08/2010

Hochwasserschutz auf der IFAT 2010: Mit Pumpen gegen Fluten

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Wachsende Gefahr von Hochwässern eröffnet Herstellern mobiler Abwasserpumpen ein zunehmend interessantes Geschäftsfeld

IFAT 2010 bietet Technologien und Lösungen aus dem technischen Hochwasserschutz

„Es geht darum, das Unbeherrschbare zu vermeiden und das Unvermeidbare zu beherrschen“ – Mit dieser Aussage bringt Prof. Hans Joachim Schellnhuber, einer der führenden Klimaforscher Deutschlands und Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, die Anforderungen des Klimawandels an die Menschheit auf den Punkt. Als unvermeidbar gelten zum Beispiel die für Deutschland und viele andere Staaten prognostizierte Zunahme von Starkniederschlägen und das damit verbundene, gehäufte Auftreten von Hochwasserereignissen.
 
Mögliche Anpassungsstrategien sind eine generell an Hochwasser adaptierte Bauweise, die Schaffung von Retentionsflächen und die Verstärkung der bestehenden Schutzanlagen. Neben Hochwassermauern, Erddeichen, Sandsäcken, Dammbalkensystemen, Fensterverschlüssen, Schutztoren und Schiebern, sind Pumpen ein wesentliches Element des technischen Hochwasserschutzes.
 
Viele Pumpenhersteller haben die Zeichen der Zeit erkannt und ihr Portfolio in den letzten Jahren auf dieses Einsatzfeld hin angepasst. Bei der Firma Wilo zum Beispiel ist Hochwasserschutz zwar kein eigenes Geschäftsfeld, gewinnt aber nach Aussage des Dortmunder Unternehmens in allen Marktsegmenten – von Kommunen über die Industrie bis hin zur Gebäudetechnik – international an Bedeutung. So hat Wilo beispielweise eine Papierfabrik in Sachsen mit zehn mobilen Abwasser-Tauchmotorpumpen ausgerüstet. Der Industriebetrieb liegt im Überschwemmungsbereich der Zwickauer Mulde und wurde bei einem Hochwasser im Jahr 2002 komplett überflutet. Die Wilo-Pumpen ergänzen das in Folge dieser Erfahrungen angeschaffte, mobile Spundwandsystem der Fabrik.
 
Ein Partner speziell der Feuerwehren und des Technischen Hilfsdienstes ist die Spechtenhauser Pumpen GmbH aus Waal. Zusammen mit den genannten Anwendern hat das Unternehmen eine Hochwasserschutzpumpe entwickelt. Spechtenhauser-Geschäftsführer Jens Becker umreißt die wesentlichen Anforderungen: „Hochwasserschutzpumpen müssen mobil sein. Das heißt ihr Design muss gewichtsoptimiert und mit einer ergonomischen Trageeinrichtung ausgestattet sein. Ein weiterer, zentraler Punkt ist die Verstopfungssicherheit. Schließlich ist das abzupumpende Wasser in der Regel mit großen Mengen an Störstoffen von Straßen und Feldern verschmutzt.“ Sein Unternehmen löst diese Aufgabe bei seiner Chiemsee-Pumpe mit einem besonders verstopfungssicheren, patentierten Pumpen-Laufrad.
 
Die genannten Hersteller werden im kommenden Jahr auf der Umweltmesse IFAT 2010 in München ihre Produkte und Lösungen präsentieren. „Als internationale Leitmesse der Umweltbranche haben wir bei der letzten IFAT im Jahr 2008 erstmals das  wichtige Thema Küsten- und Hochwasserschutz in unsere Nomenklatur mit aufgenommen“, erläutert Eugen Egetenmeir, Mitglied der Geschäftsführung der Messe München. „Wir sind überzeugt, dass unsere Aussteller bei der IFAT 2010 viele Möglichkeiten präsentieren können, das Unvermeidbare zu beherrschen.“
 
Quelle: http://www.ifat.de/link/de/22268865#22268865  

Der Steingressling: Ein gutes Zeichen für die Vielfalt im Lech

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Eine seit 100 Jahren verloren geglaubte Fischart ist Gewässerspezialisten im Lech bei Augsburg ins Netz gegangen. Im Schongauer Land ist der Steingressling bislang unbekannt.

In Gersthofen bei Augsburg haben Spezialisten das Bayerischen Landesamts für Umwelt im Lech gleich vier erwachsene Exemplare des Steingresslings (lat. Romanogobio uranoscopus) in ihren Keschern gefunden. In Bayern gilt der Kleinfisch aus der Familie der Gründlinge als vom Aussterben bedroht, ist seit über 100 Jahren nicht mehr nachgewiesen worden. Laut Landesamt steht er auch europaweit auf der Liste schützenswerter Arten.

Den Fischern vor Ort ist der Steingressling bislang kein Begriff. „Ich höre den Namen zum ersten Mal“, sagt Alois Neumann, Vorsitzender des Peitinger Fischereivereins. Die Peitinger fischen vorwiegend im Deutensee und in der Peitnach.

Aber auch für die Angler, die am Lech aktiv sind, ist der Steingressling ein Unbekannter: „Uns ist noch keiner ins Netz gegangen“, meint Horst Nagl, Vorsitzender des Angelvereins Petri-Heil Altenstadt-Schongau. Ähnlich ist es beim Vorsitzenden des Kreisfischereivereins Schongau, Adolf Fastner: „Mir ist dieser Fisch nicht bekannt. Vermutlich ist er bei uns nicht natürlicherweise ansässig.“ Tatsächlich hat der Steingressling seine Heimat in der Donau.

Fastner kann sich allerdings vorstellen, dass das Tier auf Umwegen in den Lech gelangt ist: „Es gibt viele Möglichkeiten, wie Fischbrut vertragen wird. Beispielsweise können Enten den Laich ins Gewässer gebracht haben.“

Der Fischbestand im Lech hat sich über die Jahre gewandelt: Waren früher Eschen, Barben, Huchen und Nasen in dem Gewässer zuhause, leben dort mittlerweile vor allem Hechte, Rotaugen und Karpfen. „Der Lebensraum Stausee ist für diese Fische ideal – und die klassischen Fischarten werden immer weniger“, erklärt Fastner. Kleinfische wie der Steingressling werden im Lech nicht befischt. „Für das Biotop sind sie aber unheimlich wichtig“, sagt Fastner. „Wenn eine Art wieder auftaucht, ist das ein Zeichen, dass …mehr unter:

http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/gutes-zeichen-vielfalt-lech-537937.html

Wie können wir dem Hochwasserrisiko sinnvoll begegnen?

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Präsentation von Wolfgang Kron, Münchener Rück

Zusammenfassung
Hochwasserschäden haben zugenommen
Gründe dafür sind in erster Linie die gestiegenen Werte
in überschwemmungsgefährdeten Gebieten.
Die Klimaänderung macht sich wohl ebenfalls bereits
bemerkbar.
Technischer Hochwasserschutz ist unabdingbar,
aber er kann nicht die einzige Lösung sein.
Hochwasserschutzstrategien müssen unterscheiden zwischen
Ereignissen mit hoher, mittlerer, niedriger Frequenz.
Eine entscheidende Bedeutung kommt einer adäquaten
Landnutzung zu.
Auch in Zukunft wird es Hochwasser, Überschwemmungen
und Schäden geben.
Ein flächendeckender HW-Schutz ist
nicht möglich – nicht bezahlbar – nicht wünschenswert
Alle müssen begreifen, dass es immer ein Restrisiko geben
wird, mit dem wir leben müssen.
Strategien zur Risikominderung müssen Staat, Wissenschaft,
Betroffene, Industrie und Versicherungswirtschaft mit
einbeziehen.
Es ist das Bewußtsein zu wecken und wach zu halten
auf allen Ebenen und in allen Gruppen der Gesellschaft!

Die gesamte Powerpointpräsentation finden Sie unter:

http://www.wwa-ro.bayern.de/aktuelles/doc/hochwasserforum/kron_12_11_2008).pdf

Tanken an der Kläranlage

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NRW-Wirtschaftsministerium fördert innovatives Wasserstoffprojekt der EMSCHERGENOSSENSCHAFT

Bottrop. Zum Tanken fährt der Mensch sein Fahrzeug heute noch an die übliche Tankstelle. In nicht allzu ferner Zukunft wird er vielleicht Station an der Kläranlage der EMSCHERGENOSSENSCHAFT machen. Dort wird aus Faulgas Wasserstoff erzeugt. Der Bau einer Wasserstofftankstelle sowie die Grundlagenerforschung wird vom nordrhein-westfälischen Energie- und Wirtschaftsministerium mit rund 950.000 Euro gefördert. Ministerin Christa Thoben übergab den Förderbescheid am Mittwoch an Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandschef der EMSCHERGENOSSENSCHAFT.
Die Landesförderung ermöglicht konkret zwei Dinge: Zum einen kann die EMSCHERGENOSSENSCHAFT intensiv Grundlagenforschung betreiben und die bereits bestehende Anlage zum Gewinnen von Erdgas und Wasserstoff aus Faulgas weiter optimieren. Der Schwerpunkt der Optimierung liegt dabei auf der Gasvorreinigung und der Untersuchung von Faulgasinhaltsstoffen.

Insbesondere die möglichen Reinheitsgrade von Wasserstoff, der unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten aus Faulgas gewonnen wird, soll erforscht werden. „Weil dies eine neue Technologie ist, können wir hier nicht auf Referenzen und Erfahrungen Dritter zurückgreifen. Hier betreten wir Neuland“, erklärt Dr. Jochen Stemplewski.

Darüber hinaus wird die EMSCHERGENOSSENSCHAFT den mobilen Einsatz von Wasserstoff testen – also die Betankung von Fahrzeugen mit Wasserstoff. Das ist der konsequente nächste Schritt, nachdem der Wasserstoff-Betrieb im stationären Einsatz erfolgreich war: Für die Strom- und Wärmeerzeugung im Schulzentrum Welheimer Mark hat die EMSCHERGENOSSENSCHAFT im vergangenen Jahr eine 900 Meter lange Leitung gebaut, mit der der Wasserstoff in das Schulzentrum befördert wird. „Dort haben wir ein Blockheizkraftwerk installiert, was seit nunmehr einem Jahr vor Ort den Wasserstoff zuverlässig in Strom und Wärme für die Schule und das angrenzende Schwimmbad umwandelt. Und das emissionsfrei, sauber und klimaneutral“, erläutert Dr. Jochen Stemplewski.

Zum Hintergrund
Die Kläranlage Bottrop ist eine der größten deutschen Kläranlagen, hier wird das Abwasser von 1,3 Millionen Einwohnerwerten behandelt. Die moderne Abwasserbehandlung ist energieintensiv. Kläranlagen sind aber zugleich auch ein Ort der Energieerzeugung. Bei der Faulung des Klärschlammes in den vier großen Faulbehältern, den Wahrzeichen der Kläranlage, entsteht Faulgas – mehrere Millionen Kubikmeter im Jahr, das die EMSCHERGENOSSENSCHAFT in ihre Blockheizkraftwerke verstromt. Dadurch können rund 30 Prozent des Energiebedarfs durch selbst produzierten Strom in Bottrop gedeckt werden. „Und einen Teil des Faulgases, nämlich rund 500.000 Kubikmeter pro Jahr, zweigen wir als Rohstoff für die Erdgas- und Wasserstoffproduktion ab“, sagt Dr. Jochen Stemplewski.

Das Tanken an der Emscher – und insbesondere an der Kläranlage – ist keine reine Zukunftsvision. Denn bereits heute stellt die EMSCHERGENOSSENSCHAFT an ihrer Erdgas-Tankstelle für  die hauseigene Fahrzeugflotte Bio-Erdgas bereit, das durch die Veredelung des Faulgases gewonnen wird. Nach erfolgreichem Probebetrieb im vergangenen Jahr werden im laufenden regulären Betrieb aktuell sechs Fahrzeuge der Betriebs- und Instandhaltungseinheit, die auf der Kläranlage ihren Sitz hat und von hier aus mit ihren Autos in die Fläche ausschwärmt, betankt. Zukünftig sollen bis zu 20 Fahrzeuge mit grünem Erdgas gespeist werden.

Für das Projekt zur Veredelung von Faulgas zu Bio-Erdgas und in einem weiteren Schritt hin zu Wasserstoff hat die EMSCHERGENOSSENSCHAFT im vergangenen Jahr den Innovations-Award von der International Water Association (IWA) verliehen bekommen.

PRESSESPRECHER:
Ilias Abawi
Telefon (0201) 104-2586
Telefax (0201) 104-2826
Mobil     0177 – 4311831
E-Mail  abawi.ilias@eglv.de

Modernstes Abwassermanagement :Hauptstadt-Flughafen BBI

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Je nach Belastung wird versickert, vor Ort oder auch im Klärwerk gereinigt

Zwei Jahre vor der Eröffnung des neuen Hauptstadt-Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld ist die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur des Geländes nach modernsten Umweltstandards weitgehend fertig gestellt. „An Planung, Bau und späterem Betrieb dieser Anlagen haben die Berlinwasser-Unternehmen p2m Berlin GmbH und Berlinwasser Regional GmbH wesentliche Anteile“, sagt Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, in deren Klärwerk Waßmannsdorf auch das Abwasser vom BBI behandelt wird. „Insbesondere diese im Wettbewerb errungenen Aufträge bestätigen unser Know-how.“

Der Hightech-Airport BBI stellt diesen Anspruch auch an die Entsorgung seiner Abwässer. Ein ausgefeiltes Management sichert, dass jedes Abwasser die dem jeweiligen Verschmutzungsgrad gemäße Behandlung erfährt. „Damit ist ein wesentlicher Meilenstein unseres modernen Entwässerungskonzeptes erreicht worden“, sagt Manfred Körtgen, Geschäftsführer Technik/BBI der Berliner Flughäfen. „Mit den Berliner Wasserbetrieben haben wir einen starken und zuverlässigen Partner für die Reinigung von Schmutz- und belastetem Niederschlagswasser an unserer Seite und stellen so gemeinsam die ökologische Entwässerung des BBI sicher.“

Während das Schmutzwasser des BBI – vom Abfluss der Waschbecken bis zu dem aus Flugzeugtoiletten – durch den nach dem Territorialprinzip zuständigen Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband in das Klärwerk Waßmannsdorf der Berliner Wasserbetriebe geleitet wird, erfährt das Regenwasser eine differenzierte Behandlung. In der frostfreien Zeit wird dieses Wasser von Dächern, Straßen und Rollbahnen wenn es sauber ist entweder direkt vor Ort versickert oder in modernen Retentionsbodenfiltern auf dem Flughafen gesäubert. Dann fließt es in den Glasowbach bzw. den Selchower Flutgraben und bleibt so der Region erhalten. Sollte die Reinigungswirkung des Bodenfilters nicht ausreichend sein – dies wird durch automatische Messstationen überwacht -, dann wird es zum Klärwerk nach Waßmannsdorf gepumpt. Für diese Überleitungen ist jetzt ein ca. vier Kilometer langes Rohrleitungssystem fertig gestellt worden.
Die Ingenieurgesellschaft p2m berlin GmbH aus der Berlinwasser Gruppe ist auf der BBI-Baustelle mit der Planung von 50 km Wasser- und Abwasserleitungen, von vier Pumpwerken sowie von Trassen für Fernwärme und -kälte betraut. Der Berlinwasser Regional GmbH wurde vorerst bis 2011 der Betrieb der Anlagen zur Ableitung und Reinigung des Regenwassers – Kanäle, Druckrohre, Pumpwerke und Bodenfilter – übertragen.

http://www.bwb.de/content/language1/html/299_6664.php

Integriertes Abwasserkonzept für Industriezonen am Beispiel der Industriezone Tra Noc, Vietnam

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Zielstellung des Verbundvorhabens

In Vietnam gibt es über 200 registrierte Industriezonen (IZ) für die keine nachhaltig funktionierenden Abwasserkonzepte existieren, mit gravierenden Folgen für die Umwelt. Am Beispiel der IZ Tra Noc in der Stadt Can Tho
im Mekong-Delta soll daher im Rahmen des mit 7,1 Mio. EUR geförderten BMBF-Verbund- vorhabens ein „Leuchtturmprojekt“ entwickelt werden: in Ergänzung zu einem KfW-finan- zierten Zentralklärwerk wird ein Integriertes Abwasserkonzept für Industriezonen (AKIZ) erarbeitet, welches das effiziente Funktionieren des Gesamtsystems mit allen Komponenten ökonomisch und ökologisch nachhaltig sicher- stellt. Wesentlicher Bestandteil des integrativen Ansatzes ist dabei neben der Verbindung von zentralen und dezentralen technologischen Ansätzen auch die direkte Verknüpfung der technischen Planung mit der Finanzplanung unter Einbeziehung ver- ursachergerechter und steuerungswirksamer Kostenumlage- bzw. Gebührenmodelle.

Technologische Lösungen und Begleituntersuchungen

Der Einsatz bewährter und effizienter HighTech-Lösungen für die Industrieabwasser- behandlung, wie sie aus Deutschland und anderen Industrieländern bekannt sind…mehr unter:

http://www.uni-wh-utm.de/html/de/forschung/akiz.html

22. Länderübergreifender Ringversuch – Elemente in Abwasser

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Akkreditierte Labore nehmen regelmäßig an Ringversuchen teil.
Beim vorliegenden Ringversuch (vorgelegt im Oktober 2009) wurden die Parameter Aluminium, Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Eisen, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Zink analysiert. Gemäß LAWA-Merkblatt haben 76 von 92 Laboren „bestanden.
Erfolgsquote: 82,61%

Auszug aus dem Bericht:

Bewertung nach LAWA-Kriterien
Für eine erfolgreiche Teilnahme mussten mindestens 80% der zu bestimmenden
Werte (hier 24 von 30) eines Labors innerhalb der Toleranzgrenzen liegen und mindestens
80% der Parameter (hier 8 von 10) erfolgreich bestimmt sein. Ein Parameter
galt als erfolgreich bestimmt, wenn mindestens 50% (hier 2 von 3) der zugehörigen
Konzentrationsniveaus erfolgreich analysiert wurden.
Als nicht erfolgreich analysiert galten:
1) Nicht bestimmte Werte,
2) Werte, die mit „kleiner (<) untere Grenze des Arbeitsbereichs" angegeben
wurden,
3) Werte, die aus Untervergaben an ein Fremdlabor resultierten
4) Werte, die mit einem von den vorgegebenen Analysenverfahren abweichenden
Verfahren ermittelt wurden und
5) Werte, die nicht innerhalb der festgesetzten Frist beim Veranstalter eintrafen.

Auswertung
Zahl der teilnehmenden Labors: 92
Zahl der abgegebenen Werte: 2634
Zahl der akzeptierten Werte: 2400 (91,12%)
Zahl der „erfolgreichen“ Labors:
gemäß LAWA-Merkblatt 76 (82,61%)
1 Labor gab keine Ergebnisse ab.

Den ganzen Bericht lesen Sie unter:

Quelle: http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/pdf/luerv22.pdf

Phosphorrückgewinnung an einer kommunalen Kläranlage durch eine neuartige Kombination von Thermodruckhydrolyse und MAP-Fällung

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Zur Phosphatrückgewinnung soll dabei eine neuartige Kombination aus „saurer“ Thermodruckhydrolyse und MAP-Fällung (Magnesiumammoniumphosphatfällung) eingesetzt werden. Durch die saure Thermodruckhydrolyse wird ein Maximum an Phosphor aus dem Belebtschlamm in Lösung gebracht. Bei niedrigen pH-Werten gehen die in der chemischen Phosphoreliminierung der Kläranlage ausgefällten Aluminium- und Eisensalze wieder in Lösung, und durch die hohen Temperaturen und Drücke wird außerdem der in der Biomasse gebundene Phosphor weitgehend freigesetzt.
Der so aufbereitete Schlamm wird dann zur Erzeugung von Biogas in den Faulturm gepumpt, dass wiederum bei der Verstromung die nötige Wärme liefert, um das Thermoöl der TDH aufzuheizen. Durch die saure Thermodruckhydrolyse sollten auch die Biogasausbeute und der Methangehalt im Biogas steigen, was zu einer höheren Strom- und Wärmeproduktion führt.
Der „ausgefaulte“ Schlamm wird anschließend entwässert und das Phosphat aus dem Schlammwasser mit Magnesiumsalzen als MAP ausgefällt. Im Gegensatz zur MAP-Fällung im Schlamm ergibt sich bei dieser Prozessführung ein weitgehend trockenes Produkt von hoher Reinheit, das sich sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Industrie besser vermarkten lässt als ein phosphorreicher Schlamm. Das an Phosphor abgereicherte (Filtrat-) Wasser wird in die Kläranlage zurückgeführt, womit sich die Rückbelastung an Phosphor deutlich verringert. Der vor der MAP-Fällung abgetrennte Klärschlamm soll weiterhin der landwirtschaftlichen Verwertung zugeführt werden.
Die Zusammenarbeit der Stadt Pirmasens und des Prüf- und Forschungsinstituts Pirmasens hat sich schon in einem laufenden Projekt bewährt, in dem eine Pilotanlage zur Thermodruckhydrolyse und ein zugehöriges Labor auf der Kläranlage Blümeltal errichtet wurden.
Im Zuge der wissenschaftlichen Begleitung soll der Phosphorstoffstrom erhoben und das erhaltene MAP charakterisiert werden. Weiterhin werden die Auswirkungen der Phosphorrückgewinnung auf den Kläranlagenbetrieb und die Verwertbarkeit des Klärschlammes in der Landwirtschaft untersucht.
Eine besondere Beachtung soll auch der möglichen Belastung der beiden Produkte – MAP und Klärschlamm – mit Schwermetallen gewidmet werden.
 
Ausblick
Im Abschlußbericht der 1. Projektphase wird aufgrund der gewonnen Untersuchungs-ergebnisse eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vorgenommen um zu ermitteln, ob in einer 2. Projektphase an der Kläranlage Blümeltal eine Demonstrationsanlage zur Phosphor-rückgewinnung mit der Unterstützung des Bundesumweltministeriums aufgebaut und betrieben werden kann.
Das Bundesumweltministerium koordiniert seit einigen Jahren eine länderübergreifende Arbeitsgruppe „Phosphorrecycling aus Klärschlamm“ . Mehr unter:
 
Quelle: http://www.pirmasens.de
 
Michael Maas
(Dipl.-Ing.)