Bei der Abwasserentsorgung erfüllen deutsche Städte europäische Umweltvorgaben vorbildlich. Das zeigt der neueste Bericht der EU-Kommission. Größere Städte in der EU müssen gemäß der EU-Abwasserrichtlinie ihr kommunales Abwasser sammeln und behandeln. Die deutschen Gemeinden erfüllen die meisten Bestimmungen der Abwasserrichtlinie zu 100 Prozent. Inzwischen werden in der EU 93 Prozent der kommunalen Abwässer gesammelt. Mehr als 98 Prozent des Abwassers, das die 300 größten Städte Europas verursachen, wird aufgefangen. Zudem enthalten die europäischen Abwasserregeln einen für die Mitgliedstaaten bindenden Zeitplan für die Ausstattung der Gemeinden mit kommunalen Abwassersammel- und -behandlungsanlagen. So müssen seit Dezember 1998 alle Gemeinden mit über 10 000 Einwohnern, deren Abwässer in empfindliche Gebiete abgeleitet werden, über eine Kanalisation und ein System für eine gründliche Behandlung verfügen.
Der sogenannte Einwohnerwert „EW“ ist Maßeinheit für die organisch-biologisch abbaubare Verunreinigung, die der durchschnittlichen Verschmutzungsbelastung je Einwohner und Tag entspricht. 2000 und 2005 erfolgten weitere Fristen für die Behandlung kommunaler Abwässer.
Unbehandeltes kommunales Abwasser kann mit gefährlichen Bakterien und Viren verseucht sein und hierdurch die öffentliche Gesundheit gefährden. Außerdem enthält es Nährstoffe wie Stickstoff oder Phosphor, die das Süßwasser oder die Meeresumwelt schädigen können, indem sie übermäßiges Algenwachstum begünstigen und dadurch andere Wasserpflanzen ersticken (Eutrophierung).
Den vollständigen Bericht finden Sie auf der Seite.
http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/8666_de.htm
