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Schadstoffe können aus Kläranlagen in Gewässer gelangen

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Die Verwendung von Produkten (wie Putzmittel, Wandfarben) sowie von Gegenständen (wie Fahrrad, Auto, Kleidung, Pfannen) in urbanen Gebieten ist mit dem Eintrag einer Vielzahl von Stoffen in das Abwasser und schließlich in Gewässer verbunden. Eine Bestandsaufnahme zeigt: viele Stoffe werden in Kläranlagen zurückgehalten, andere passieren sie oder gelangen direkt über die Kanalisation ins Gewässer.

In einem von Ländern und Bund finanzierten Projekt wurden Schadstoffe, darunter auch eine Auswahl an Bioziden, in verschiedenen urbanen Abwasserströmen untersucht. Für 30 der untersuchten Stoffe, wie einzelne Metalle, Vertreter der PFC, PAK und Biozide, konnten deutschlandweit anwendbare einheitliche Emissionsfaktoren für kommunale Kläranlagen abgeleitet werden. Die Emissionsfaktoren basieren auf mittleren Ablaufkonzentrationen. In der Anwendung erlauben sie flächendeckend eine zuverlässige Quantifizierung der mittleren Emissionssituation bezogen auf kommunale Kläranlagen. Damit ist eine erste Einschätzung der Relevanz der Einträge aus kommunalen Kläranlagen für diese Stoffe möglich.
Die untersuchten Stoffe waren unterschiedlich häufig im Ablauf der kommunalen Kläranlagen, der Regenklär- und Regenüberlaufbecken zu finden. Während einzelne Stoffe nie oder nur im Einzelfall im Ablauf der Kläranlagen oberhalb der analytischen Bestimmungsgrenze gefunden wurden (zum Beispiel Bifenox, Quinoxyfen, Brodifacoum und Diclosan), konnte eine Vielzahl an Stoffen häufig nachgewiesen werden. Dazu gehören die Metalle Nickel, Blei, Cadmium und Quecksilber, Vertreter der PFC wie PFOS, der Weichmacher DEHP, Vertreter der PAK sowie Biozide wie zum Beispiel Diuron, Terbutryn, Triclosan und DEET.

Viele Stoffe werden zu hohen Anteilen in den Kläranlagen zurückgehalten, während einige Stoffe die Kläranlage zum Teil vollständig passierten. Dazu gehörten beispielsweise verschiedene Biozide, die als Materialschutzmittel eingesetzt werden. Auch konnte im Projekt gezeigt werden, dass Einleitungen aus Regenklär- und Regenüberlaufbecken weitere wichtige Eintragspfade im urbanen Raum darstellen. Über diese Pfade können Substanzen in die Gewässer gelangen, die in Kläranlagen größtenteils eliminiert werden.
An 49 ausgewählten Kläranlagen, zwei Regenklärbecken und sechs Regenüberlaufbecken wurden über ein Jahr hinweg Langzeitmischproben der Abläufe auf insgesamt 77 Einzelstoffe aus unterschiedlichsten Anwendungsgebieten untersucht. Auf fünf Kläranlagen wurden zusätzlich der Zulauf und die Schlammströme beprobt, um Informationen zum Verhalten der Stoffe zu gewinnen.

Fazit und Ausblick
Das deutschlandweit einheitliche Untersuchungsprogramm hat einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Kenntnisse zu Emissionen von prioritären Stoffen und ausgewählten Biozid-Wirkstoffen aus kommunalen Kläranlagen geliefert. Darüber hinaus konnte die Datenbasis zu Stoffkonzentrationen in Regenklär- und Regenüberlaufbecken erweitert werden.
Die im Vorhaben erzeugte Datenbasis und die Erkenntnisse aus den Auswertungen der Daten bieten eine Reihe von Schnittstellen zu weiteren aktuellen politischen Prozessen. So könnten die Ergebnisse unter anderem in die Umsetzung der Spurenstoffstrategie des Bundes einfließen.
Zudem wurden auf einer Abschlussveranstaltung am 14. November 2019 in Leipzig die Ergebnisse des Vorhabens präsentiert und mit Vertreter*innen aus Bund und Ländern und den Kläranlagen diskutiert.
Detaillierte Informationen und die ausführlichen Ergebnisse zu diesem Vorhaben können den folgenden zwei in der Reihe UBA-Texte veröffentlichten Abschlussberichten entnommen werden:

UBA-Texte 169/2020: „Belastung der Umwelt mit Bioziden realistischer erfassen – Schwerpunkt Einträge über Kläranlagen“
UBA-Texte 173/2020: „Prioritäre Stoffe in kommunalen Kläranlagen – Ein deutschlandweit harmonisiertes Monitoring“

Das Umweltbundesamt bringt die Forschung in diesem Bereich weiter voran. So befasst sich ein weitergehendes Projekt im Rahmen des Umweltforschungsplans mit der Fragestellung der „Weiterentwicklung der deutschlandweiten Bilanzierung der Einträge von Spurenstoffen und Bewertung von Reduzierungsmaßnahmen“ (FKZ 3719 21 202 0), welches im Jahr 2019 gestartet ist. 

https://www.umweltbundesamt.de/themen/schadstoffe-koennen-aus-klaeranlagen-in-gewaesser

Abwasserabgabe – Reformvorschläge im Faktencheck!

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In die Diskussion um die Reform der Abwasserabgabe kommt Bewegung. Ein Gesetzentwurf ist noch für dieses Jahr angekündigt. Aus Sicht der kommunalen Abwasserwirtschaft ist eine deutliche Reform der Abwasserabgabe auch längst überfällig. In ihrer jetzigen Ausgestaltung greift die Abgabe an den Realitäten vorbei, stellt in vielen Fällen nur noch eine Mehrbelastung für den Gebührenzahler dar und verliert deshalb zunehmend ihre Berechtigung. Wenn aber der politische Wille zur Abschaffung der Abwasserabgabe nicht besteht, müssen die Herausforderungen der Abwasserwirtschaft wieder berücksichtigt werden. Es ist jetzt notwendig, die Abwasserabgabe wieder zu einem investitions- und umweltpolitischen Beschleuniger zu machen, ohne die Abwasserentgelte zusätzlich zu belasten.

Der VKU begleitet den Reformprozess faktenbasiert und bringt die Praxisperspektive zu den Auswirkungen der aktuell diskutierten Reformvorschläge für die Abwasserentsorger und ihre Kunden ein. Dazu haben wir unsere Mitglieder befragt und die Ergebnisse in einem „Faktencheck“ gebündelt. Konkret adressiert das Papier die Themen „optionale Messlösung“ und Verrechnung.

Mehr:
https://www.vku.de/themen/preise-und-gebuehren/abwasserabgabe-reformvorschlaege-im-faktencheck/

Download-Berichte zu Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm

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Sollten Sie weitere Links zum Thema haben so senden Sie diese an fachwissen@klaerwerk.info.

Kommunaler Klärschlamm als klimaneutraler Energieträger und Phosphor-Ressource für Mittelhessen
Bewertung konkreter Maßnahmen einer weitergehenden Phosphorrückgewinnung aus relevanten Stoffströmen sowie zum effizienten Phosphoreinsatz 
Phosphorrückgewinnung – lohnt sich das?
Phosphorrückgewinnung bei der Abwasserreinigung – Entwicklung eines Verfahrens zur Integration in kommunale Kläranlage 
Rückgewinnung eines schadstofffreien, mineralischen Kombinationsdüngers „Magnesiumammoniumphosphat – MAP“ aus Abwasser und Klärschlamm 
• Kommunaler Klärschlamm als klimaneutraler Energieträger und Phosphor-Ressource für Mittelhessen 
  – Rechtsrahmen
  – Regionales Konzept – technisch
  – Phosphorrückgewinnung und Klärschlammverwertung
  https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/theilen_wetzlar_giessen_schlitz_2folien.pdf
• Bewertung konkreter Maßnahmen einer weitergehenden Phosphorrückgewinnung aus relevanten Stoffströmen sowie zum effizienten Phosphoreinsatz  
  – Verfahren zur Phosphorrückgewinnung
  – Kosten und Energieaufwand der P-Rückgewinnungsverfahren
  – Phosphorrückgewinnung aus vorhanden Klärschlammlagern / Deponien
  http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Forschungsdatenbank/fkz_3713_26_301_phosphorrueckgewinnung_bf.pdf
• Phosphorrückgewinnung – lohnt sich das 
  – Der anthropogene P-­Kreislauf
  – Hot spots für P-­‐Rückgewinnung aus dem Abwasserpfad
  – Potential der P-Rückgewinnung
  http://www.deutsche-phosphor-plattform.de/wp-content/uploads/2016/07/Praesentation_Frank2.pdf
•  Phosphorrückgewinnung bei der Abwasserreinigung – Entwicklung eines Verfahrens zur Integration in kommunale Kläranlage 
  – Notwendigkeit einer Phosphorrückgewinnung
  – Phosphor bei der kommunalen Abwasserbehandlung
  – Möglichkeiten der Phosphorrückgewinnung in kommunalen Kläranlagen
  http://darwin.bth.rwth-aachen.de/opus3/volltexte/2008/2298/pdf/Montag_David.pdf
• Rückgewinnung eines schadstofffreien, mineralischen Kombinationsdüngers „Magnesiumammoniumphosphat – MAP“ aus Abwasser und Klärschlamm 
  – Verfahren zur Phosphorelimination und Stand der  Phosphorelimination auf deutschen Kläranlag
  – Verfahren zur Phosphorrückgewinnung aus Abwasser, Klärschlamm und Klärschlammasche
  – Fällung von Phosphor an Binnengewässer
  http://opus.kobv.de/zlb/volltexte/2007/1353/pdf/MAP.pdf

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Download-Berichte zu Gaserzeugung und BHKW

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Sollten Sie weitere Links zum Thema haben so senden Sie diese an fachwissen@klaerwerk.info.

Energieeffizienter Betrieb des Gesamtsystems Klär-/ Biogasanlage  
Leitfaden Biogas – Von der Gewinnung zur Nutzung  
Gewinnung und Abgabe von Klärgas 2011 Rheinland-Pfalz
Klärgasgewinnung und Energieerzeugung aus Klärgas  
Festgestellte Mängel bei der Prüfung von Biogasanlagen
Energieeffiziete Faulgasnutzung
Stand und Trends bei der Faulgasverwertung auf Kläranlagen  
Systemanalyse und Betriebsführung eines Brennstoffzellen-BHKW
Energie- und Stoffumsetzung in Biogasanlagen  
Optimierung der Stromproduktion in kommunalen Klärwerken am Beispiel der Brennstoffzelle
Erfahrungsbericht zum Betrieb und der Wartung an Gasmotoren auf der Kläranlage Sinsheim
Erfahrungsbericht zur Faulgasreinigung und -verwertung 
Arten der energetischen Faugasnutzung 
Deutz Power Systems
Alternative Energiequellen auf Kläranlagen
Einsatz einer Mikrogasturbine zur Klärgasnutzung auf der Zentralkläranlage Warendorf 
Siloxan im Faulgas 
Analyse und Bewertung der Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse
Klimaschutz durch Erzeugung und Nutzung von Faulgas 
Kläranlage Cottbus: Das Biogas-Projekt 
Bundesländerspezifische Potenziale von Blockheizkraftwerken und Brennstoffzellen auf Kläranlagen in Deutschland 
Müll und Abwasser als Energielieferanten – Video über Biogasanlagen
Neue Techniken der Faulgasverwertung 
Organic Rankine Cycle (ORC) 
Co-Vergärung von Klärschlamm und Bioabfällen aus Sicht eines Kläranlagenbetreibers
Rechtliche Rahmenbedingungen für die Co- Vergärung
Pilotvorhaben Biogasbetriebene Mikrogasturbine 
Mikrogasturbinen – Eine Alternative zur Nutzung von Biogas 
Wirtschaftlichkeit vom BHKW Betrieb im Klärwerk Heilbronn
Betriebserfahrung mit dem Stirlingmotor ( BHKW), Klärwerke Stadt Rosenfeld
Betriebserfahrungen mit Gas-Otto-Motoren beim Zweckverband Kläranlage Böblingen-Sindelfingen 
Betriebserfahrung mit Gas-Otto-Motoren bei der Stadtentwässerung Stuttgart
Mikrogasturbine – Alternative zum herkömmlichen BHKW? Technik und zukünftige Chancen
Biogaserzeugung aus Energiepflanzen
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• Energieeffizienter Betrieb des Gesamtsystems Klär-/ Biogasanlage 
– Bestandserfassung HKW Emden
– Energiebilanz HKW Emden
– Simulation des HKW Emden
http://www.bmbf.innovationsforum-wasserwirtschaft.de/downloads/20131126_1330_Lindenthal.pdf
• Leitfaden Biogas – Von der Gewinnung zur Nutzung 
– Entstehung von Biogas
– Betrieb von Biogasanlagen
– Gasaufbereitung und Verwertungsmöglichkeiten
http://www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/download/pdf_208-leitfaden_biogas_2010.pdf
• Gewinnung und Abgabe von Klärgas 2011 Rheinland-Pfalz 
– Gewinnung, Verwendung und Abgabe von Klärgas 2007-2011
– Klärgasgewinnung 1978–2011
http://www.statistik.rlp.de/fileadmin/dokumente/berichte/E4113_201100_1j_L.pdf
• Klärgasgewinnung und Energieerzeugung aus Klärgas 
– Kläranlagen mit Klärgasgewinnung und Stromerzeugung in Baden-Württemberg 1996 bis 2006
– Klärgas wird in Kläranlagen zunehmend energetisch genutzt
– Klärgasgewinnung im Ortenaukreis am häufigsten zu finden
http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Veroeffentl/Monatshefte/PDF/Beitrag08_03_11.pdf
• Festgestellte Mängel bei der Prüfung von Biogasanlagen
– Rechtliche Grundlagen
– Beurteilung von Explosionsgefährdungen
– Situation in der Praxis
http://www.u-t-b.de/de/pdf/vortrag_ibbk.pdf
• Energieeffiziete Faulgasnutzung 
– Wo beginnt eine effiziente Faulgasnuutzung?
– Technische Lösungen zur Faulgasnutzung
– Durchführung von Abnahmemessungen
http://www.aabfrey.com/wp-content/uploads/2011/05/Linz_Faulgas_2011_k.pdf
• Stand und Trends bei der Faulgasverwertung auf Kläranlagen
– Faulgaszusammensetzung und Faulgasanfall
– Faulgasaufbereitung
– Methoden der Faulgasverwertung
http://www.aabfrey.com/wp-content/uploads/2012/03/TU_Sem_2012_Text.pdf
• Systemanalyse und Betriebsführung eines Brennstoffzellen-BHKW 
– Aufbau und Funktion von Brennstoffzellen
– Systemanalyse einer BZ-HEV
– PEM-Brennstoffzelle
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=995093113&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=995093113.pdf 
• Energie- und Stoffumsetzung in Biogasanlagen 
– Grundlagen der Biogaserzeugung
– Energetische Betrachtung
– Wirkungs-/Nutzungsgrad und Zündölanteil der Blockheizkraftwerke
http://hss.ulb.uni-bonn.de/2006/0720/0720.pdf 
• Optimierung der Stromproduktion in kommunalen Klärwerken am Beispiel der Brennstoffzelle 
– Energetische Optimierung von Kläranlagen
– Ansatzpunkte zur Optimierung der Stromproduktion
– Die Brennstoffzelle der Kläranlage Stuttgart-Möhringen
http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/Downloads/FA10_Steinmetz-Klein.pdf 
• Faulgasreinigung vor der Gasverwertung in Blockheizkraftwerken 
– Rückstand in einem Gasmotor
– Typisches Chromatogramm von Klärgas
– Schätzung der Ablagerungen im Motor
http://www.dwa-bw.de/nachbar/klaeranlagen/dl/2008_bhkw/filderstadt.pdf 
• Erfahrungsbericht zum Betrieb und der Wartung an Gasmotoren auf der Kläranlage Sinsheim
– Der Wärmespeicher
– Siloxanablagerungen
– Betriebsverfügbarkeit
http://www.dwa-bw.de/nachbar/klaeranlagen/dl/2008_bhkw/bhkw.pdf 
• Erfahrungsbericht zur Faulgasreinigung und -verwertung 
– Auswirkung bei Überschreitung der Motorengrenzwerte
– Möglichkeiten der „praktischen“ Abhilfe
– Nachgerüstete Anlage zur Silizumreduktion
http://www.dwa-bw.de/nachbar/klaeranlagen/dl/2008_bhkw/duelli.pdf 
• Arten der energetischen Faugasnutzung
– Biogas – wieviel und welche Zusammensetzung?
– Bigas- Siloxane
– Biogas – Anlagenkonzept BHKW
http://www.dwa-bw.de/nachbar/klaeranlagen/dl/betriebserfahrung_1.pdf 
• Deutz Power Systems
– Zahlen, Daten, Fakten
– Gasmotoren Palette von 323 bis 4.000 kW
– Silizium-Verbindungen
http://www.dwa-bw.de/nachbar/klaeranlagen/dl/2008_bhkw/betreiberworkshop_energieoptimierung.pdf
• Alternative Energiequellen auf Kläranlagen 
– Elektrolytische Wasserstoff und Sauerstoffnutzung
– Wasserstoffproduktion aus Faul- und Biogas
– Anforderungen an die Qualität von aufbereitetem Faulgas als Kraftstoff
http://www.wwt-online.de/_fachinfo/artikel/pdf/prozesstechnische_ansaetze_nutzen_wwt_111207.pdf 
• Einsatz einer Mikrogasturbine zur Klärgasnutzung auf der Zentralkläranlage Warendorf 
– Planungsgrundlagen für die Bemessung von Gaskraftmaschinen
– Faulgaszusammensetzung
– Schädliche Stoffe im Faulgas
http://www.entsorgungsbetriebe-warendorf.de/download/Wirtschaftlichkeitsbetrachtung-Klaergasnutzung-MGT.pdf 
• Siloxan im Faulgas
– Was ist Siloxan?
– Wie gelangen Siloxane in die Kläranlage?
– Schadenpotential in der Kläranlage
http://www.kuster-hager.ch/pictures/dokumente/Lab19Siloxan.pdf 
• Analyse und Bewertung der Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse
– Gaserzeugung durch thermochemische Vergasung
– Aufbereitungsverfahren und Möglichkeiten der Gasspeicherung
– Kosten der Biogaserzeugung und Aufbereitung
http://www.biogaseinspeisung.de/download/Endbericht-Band3_FhG-IUSE.pdf 
• Klimaschutz durch Erzeugung und Nutzung von Faulgas 
– Energetische Potentiale bei der Abwasserreinigung und Klärschlammstabilisierung
– Faulgasproduktion und -nutzung Optimierungspotentiale
– Wann lohnt sich eine Klärschlammfaulung ?
http://dwa-nord.de/portale/nord1/nord1.nsf/home?readform&objectid=684A1282C7919028C12574CC002F38CA 
• Kläranlage Cottbus: Das Biogas-Projekt
– Methodische und apparative Lösung
– Gegenwärtige Konfiguration am Kläranlagenstadtort
– Weitere Forschung
http://abwasserbilanz.de/downloads/2007/071210_profbusch_referat.pdf 
• Bundesländerspezifische Potenziale von Blockheizkraftwerken und Brennstoffzellen auf Kläranlagen in Deutschland 
– Klärgasnutzung und Stromerzeugung in Deutschland
– Kennzahlen klärgasproduzierender Kläranlagen
– Technische Optimierungsmöglichkeiten auf Kläranlagen mit bestehenden BHKW
www.statistik-portal.de/veroeffentl/Monatshefte/PDF/Beitrag08_03_12.pdf 
• Müll und Abwasser als Energielieferanten – Video über Biogasanlagen 
http://de.youtube.com/watch?v=5SaEktlXBRM 
• Neue Techniken der Faulgasverwertung 
–  Effizienzsteigerung Gasmotoren
–  Mikrogasturbine
–  Brennstoffzelle
www.umweltbundesamt.de/wasser-und-gewaesserschutz/dokumente/Faulgasverwertung.pdf 
• Organic Rankine Cycle (ORC) 
– Elektrischer Wirkungsgrad
– Die Komponenteneiner ORC Anlage
– ORC Anlagen in Bau oder in Betrieb
www.carmen-ev.de/dt/portrait/sonstiges/gaderer.pdf
• Co-Vergärung von Klärschlamm und Bioabfällen aus Sicht eines Kläranlagenbetreibers
– Erfahrungen auf kommunalen Kläranlagen
– Vorteile der Co-Vergärung auf Kläranlagen
– Ziele aus Sicht eines Kläranlagenbetreibers
www.umweltbundesamt.de/wasser-und-gewaesserschutz/dokumente/Co-Vergaerung.pdf 
• Rechtliche Rahmenbedingungen für die Co- Vergärung 
– Abfallrecht
– Hygienerecht
– Überkapazitäten bei den Faultürmen
www.umweltbundesamt.de/wasser-und-gewaesserschutz/dokumente/Recht-Co-Vergaerung.pdf
• Pilotvorhaben Biogasbetriebene Mikrogasturbine
– Was sind Mikrogasturbinen
– Verschleiß und Wartung im Vergleich
– Biogasanlagen in Hessen
http://www.mikrogasturbine.de/diplomarbeiten/Mikrogasturbine_warum_kr.pps
• Mikrogasturbinen – Eine Alternative zur Nutzung von Biogas
– Merkmale von Mikrogasturbinen
– Vorteile der Mikrogasturbine
– Anforderungen an das Brenngas
http://www.mikrogasturbine.de/diplomarbeiten/VDI.ppt
• Wirtschaftlichkeit vom BHKW Betrieb im Klärwerk Heilbronn
– Betriebsaufwand
– Wartungs- und Instandhaltungskosten
– Gründe für Eigenwartung und Optimierungsmaßnahmen
http://www.dwa-bw.de/nachbar/klaeranlagen/dl/betriebserfahrung_3.pdf
• Betriebserfahrung mit dem Stirlingmotor ( BHKW), Klärwerke Stadt Rosenfeld
– Funktion eines Stirlingmotors
– Wirtschaftlichkeit
– Entscheidung für Stirling – Solo
http://www.dwa-bw.de/nachbar/klaeranlagen/dl/betriebserfahrung_4.pdf
• Betriebserfahrungen mit Gas-Otto-Motoren beim Zweckverband Kläranlage Böblingen-Sindelfingen
– Überschlägige Wirtschaftlichkeitsberechnung
– Einspeisung nach EEG oder Eigenstromversorgung
– Ganglinien Stromverbräuche und Eigenstromerzeugung
http://www.dwa-bw.de/nachbar/klaeranlagen/dl/betriebserfahrung_6.pdf
• Betriebserfahrung mit Gas-Otto-Motoren bei der Stadtentwässerung Stuttgart
– Leistungsdaten, Anlagenaufstellung, Einbindung und Betriebsarten
– Wartungskosten BHKW´s
– Bilanzierung, Angebote,Virtuelle Einspeisung, Einsparpotenzial
http://www.dwa-bw.de/nachbar/klaeranlagen/dl/betriebserfahrung_5.pdf
• Mikrogasturbine – Alternative zum herkömmlichen BHKW? Technik und zukünftige Chancen
– Grundlagen: Biogas
– Biogasbetriebene Mikrogasturbinen im Einsatz
– Pilotprojekt Biogasbetriebene Mikrogasturbine auf dem Gut Eichhof
http://www.mikrogasturbine.de/diplomarbeiten/2005Bioenta.pdf 
• Biogaserzeugung aus Energiepflanzen
– Prinzip der nachhaltigen Biogaserzeugung und Potentiale
– Wirkung der Biogaserzeugung im ländlichen Raum
– Biogaserzeugung aus Getreide und Mais
http://www.laendlicher-raum.at/filemanager/download/15971/ 

Meldungen zu Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm 2020

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Mai 2020
Neues mikrobiologisches Verfahren ermöglicht Phosphorrecycling aus Klärschlammasche  
März 2020
Nature-Publikation: Aquakultur verknappt Phosphor und gefährdet Nahrungssicherheit 
Bewertung der Stickstoff- und Phosphorrückgewinnung im Gesamtsystem aus Abwasserreinigung und Landwirtschaft

Neues mikrobiologisches Verfahren ermöglicht Phosphorrecycling aus Klärschlammasche

Fritzmeier Umwelttechnik hat zusammen mit Partnern ein umweltfreundliches Verfahren zum Phosphorrecycling entwickelt und zur Technikumsreife gebracht. Dies ist wegen der Verpflichtung…mehr:

https://www.process.vogel.de/neues-mikrobiologisches-verfahren-ermoeglicht-phosphorrecycling-aus-klaerschlammasche-a-902022/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F6540

(nach oben)


Nature-Publikation: Aquakultur verknappt Phosphor und gefährdet Nahrungssicherheit

Augsburg – Die zunehmende Bedeutung von Aquakulturen in der Fischgewinnung trägt zur Verknappung des Rohstoffes Phosphor bei und gefährdet dadurch langfristig die Nahrungssicherheit falls nicht gegengesteuert wird. Dies zeigt eine in Nature Communications veröffentlichte Studie. Zu dem von Dr. Yuanyuan Huang (CSIRO, Melbourne) geleiteten Autorenteam zählt auch Dr. Daniel Goll vom Institut für Geographie der Universität Augsburg.
Phosphor ist ein wesentliches Element für alle Lebensformen auf der Erde. Der rapide Anstieg der menschlichen Nachfrage nach Nahrungsmitteln hat den Phosphoreintrag in Form von Düngemitteln in die Biosphäre seit der vorindustriellen Zeit vervierfacht. Aufgrund der raschen Ausbeutung der endlichen Phosphorquellen und der ineffizienten Verwendung von Phosphor ist die künftige Ernährungssicherheit gefährdet. Infolgedessen hat die Europäische Union im Jahr 2014 Phosphor in die Liste der 20 kritischen Rohstoffe aufgenommen, deren Versorgungssicherheit gefährdet ist und deren wirtschaftliche Bedeutung hoch ist. Die Einführung von Vorschriften für die Verwendung von Phosphordüngemitteln haben zu einer erhöhten Effizienz in der landwirtschaftlichen Produktion geführt, bislang hat der Einsatz von Phosphor in der Fischgewinnung jedoch wenig Beachtung gefunden.

Eine neue Studie zeigt nun, dass in der globalen Fischgewinnung erhebliche Mengen an Phosphor mit einem nur sehr geringen Wirkungsgrad verbraucht werden: Nur etwa ein Viertel des Phosphors, der zur Aufzucht von Fischen verwendet wird, wird mit dem Fisch geerntet, während der im Wasser verbleibende Phosphor potentiellen benachbarten Ökosystemen schadet und z. B. zum Verlust biologischer Vielfalt oder Algenblüten führen kann.

„Der Phosphor, der in Flüsse und Ozeane gelangt, kann als verloren angesehen werden, da es äußerst schwierig ist ihn wiederzugewinnen. Solche Verluste sollten weitmöglichst vermieden werden, um sicherzustellen, dass auch für zukünftige Generationen genügend Phosphor verfügbar ist“, erklärt Daniel Goll.

Nachhaltige Phosphorproduktion notwendig
Fisch, Krustentiere und Weichtiere (im Folgenden als Fisch verallgemeinert) gewinnen als Proteinquelle in der menschlichen Ernährung immer mehr an Bedeutung: Im Jahr 2013 stammten 17 Prozent des gesamten tierischen Proteins, das Menschen verzehrten aus Fischerei und Aquakultur. Während gefischte Fische ihren Phosphorbedarf aus natürlich vorkommenden Nahrungsquellen, z. B. anderen Fischen oder Plankton, decken, ist Aquakultur auf die Zugabe von Phosphor in Form von Fischfutter oder Dünger angewiesen, um für pflanzenfressende Fische das Pflanzenwachstum zu fördern.

Der Anteil der aus Aquakultur stammenden Fische für den menschlichen Verzehr ist von unter fünf Prozent in den 1950er-Jahren auf etwa 50 Prozent in den 2010er-Jahren gestiegen. Der frühere Phosphorfluss in Richtung Land durch die Fischerei hat sich darum in einen Verlust von Phosphor vom Land in Form von Dünge- und Futtermitteln gewandelt.

Durchschnittlich werden nur etwa 20 Prozent des zugesetzten Phosphors in Aquakulturen geerntet, was ein erhebliches Nachhaltigkeitsproblem darstellt. In dieser Studie wurde abgeschätzt, dass sich der Anteil an zugesetztem Phosphor, der in der Aquakultur in Form von Fischen geerntet wird, bis zum Jahr 2050 mehr als verdoppeln muss, um eine nachhaltige Phosphorproduktion zu ermöglichen.

„Phosphor ist ein nicht erneuerbarer, begrenzter und lebenswichtiger Nährstoff für Nutzpflanzen und -tiere. Wir sollten uns überlegen, wie wir Phosphor in der Fischwirtschaft recyceln und wiederverwenden können, um damit mehr Feldfrüchte anzubauen. Gleichzeitig sollten wir den Phosphor, den wir in der Aquakultur ins Wasser geben auf ein Minimum reduzieren „, sagt Dr. Yuanyuan Huang, die Leiterin der Studie.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Daniel Goll
Physische Geographie mit Schwerpunkt Klimaforschung
Telefon: +49 821 598 2279
E-Mail: dsgoll123@gmail.com
Corina Härning Presse – Öffentlichkeitsarbeit – Information
Universität Augsburg

(nach oben)


Bewertung der Stickstoff- und Phosphorrückgewinnung im Gesamtsystem aus Abwasserreinigung und Landwirtschaft

Zusammenfassung
Der Ansatz, Abwasser und seine Inhaltsstoffe als Ressource zu betrachten, hat mittlerweile eine weite Verbreitung gefunden. Zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen und somit zur Sicherung der Lebensgrundlage der Weltbevölkerung steht global betrachtet sicherlich das Wasser selbst im Fokus des Interesses. Gleichwohl sind auch die Inhaltstoffe Stickstoff und Phosphor essentielle Nährstoffe für die Landwirtschaft, deren Rückgewinnung aus Ressourcenschutzgründen grundsätzlich als sinnvoll anzusehen bzw. im Falle des endlichen Rohstoffes Phosphor mittelfristig zwingend notwendig ist. Da beide Stoffe bei der Abwasserreinigung mit großem technischen und finanziellem Aufwand entfernt werden müssen, sind die Ausgangsbedingungen für eine Nährstoffrückgewinnung – und somit eine Inwertsetzung der Schmutzstoffe – insgesamt günstig. Es ist insofern etwas überraschend, dass die Nährstoffrückgewinnung noch keine großtechnische Verbreitung gefunden hat.

In der vorliegenden Arbeit konnte im Rahmen einer eingehenden Literaturanalyse gezeigt werden, dass die geringe Verbreitung auf Defizite in Konzeption und Bewertung der Rückgewinnungsverfahren zurückzuführen ist, die sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit (und somit den wesentlichen Faktor einer Verfahrensumsetzung) auswirken. Hierunter sind insbesondere die fehlende gesamtsystemische Betrachtung und Bewertung sowie die fehlende Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Belange zu nennen. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde die Hypothese aufgestellt, dass ein Beheben der Defizite zu einer wirtschaftlichen Verfahrensumsetzung führen kann.
Zur Untersuchung der Hypothese wurde eine MAP-Fällung zu P-Rückgewinnung sowie eine Ammoniakstrippung zur Stickstoffrückgewinnung für den Zentratwasserstrom einer kommunale Kläranlage der Größenklasse 5 konzipiert. Beide Verfahren wurden im Sinne einer gesamtsystemischen Betrachtungsweise explizit auch als Reinigungsverfahren angesprochen und bewertet. Die Rückgewinnungsprodukte Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP) und Diammoniumsulfat (DAS) sind zum direkten Einsatz als Düngemittel geeignet.

Zur Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Belange wurde der Düngemittelbedarf feldfrucht- und zeitspezifisch erfasst und mit dem MAP- und DAS-Angebot der Kläranlage abgeglichen. Für das untersuchte Fallbeispiel konnte hierdurch ein Großteil der bisher eingesetzten Stickstoff- und Phosphordünger durch kläranlagenbürtige Sekundärrohstoffdünger substituiert werden. Für die Substitutionskonzepte konnte ferner der Wert der Sekundärrohstoffdünger ermittelt und letztlich ein Preis festgelegt werden, der für beide beteiligten Akteure von Vorteil ist.

Für das dargestellte Konzept wurde eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durchgeführt, in der die Erlöse aus der Düngemittelvermarktung als Gutschrift angerechnet wurden. Im Sinne einer gesamtsystemischen Betrachtungsweise wurde die Reinigungswirkung der Rückgewinnungsverfahren ebenfalls als Erlös angerechnet, da die hierdurch entfernten N- und P-Frachten nicht mehr als Rückbelastung wirksam werden und demgemäß keine Kosten (mehr) in der konventionellen Reinigung verursachen. Im Hinblick auf die Kosten der Rückgewinnungsverfahren sind insbesondere die Betriebskosten – und hierunter vor allem die Kosten der Betriebsmittel – zu nennen, die die Kapitalkosten deutlich übersteigen.

In Summe ergeben sich Jahreskosten von rund 1,19 Mio. € und Erlöse von etwa 1,03 Mio. €. Diese sind zu etwa 85% auf die Anrechnung der Reinigungswirkung und somit die gesamtsystemische Betrachtungsweise zurückzuführen. Mit rund 15% bzw. etwa 150.000 €/a sind die Erlöse aus der landwirtschaftlichen Düngemittelvermarktung im Vergleich deutlich geringer; da diese jedoch in der gleichen Größenordnung wie die verbleibenden Netto-Kosten von 160.000 €/a liegen, sind diese ebenso wie die Anrechnung der Reinigungswirkung von zentraler Bedeutung für die Verfahrenskonzeption und -bewertung.

Aufgrund der resultierenden Netto-Kosten konnte die aufgestellte Hypothese für das untersuchte Fallbeispiel und die gegebenen Rahmenbedingungen jedoch nicht vollständig bestätigt werden. Im Rahmen von Break-Even-Analysen konnte jedoch gezeigt werden, dass Stellgrößen wie der Betriebsmitteleinsatz so optimiert werden können, dass eine wirtschaftliche Verfahrensumsetzung möglich sein kann. Auch vom Fallbeispiel abweichende, günstigere Rahmenbedingen wie bspw. geänderte Nährstofffrachten können im jeweiligen Einzelfall zu einer wirtschaftlichen Verfahrensumsetzung führen.

Über die Ökonomie hinausgehend, sollten auch nicht-monetäre Aspekte in die Verfahrensbewertung mit einfließen, die deutlich für den Einsatz der Rückgewinnungsverfahren sprechen. Hierunter sind insbesondere der Ressourcenschutz, betriebliche Vorteile und Flexibilität auf der Kläranlage sowie die lokale, vom Weltmarkt unabhängige Bereitstellung von Düngemitteln zu nennen.

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit konnte somit gezeigt werden, dass eine MAP-Fällung sowie eine NH3-Strippung zur Behandlung des Zentratwassers – verbunden mit der landwirtschaftlichen Verwertung der Rückgewinnungsprodukte – grundsätzlich in Erwägung gezogen werden sollten.

https://www.tu-braunschweig.de/isww/schriftenreihe/heft85

(nach oben)

Alles Gute im neuen Jahr!

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Alles Gute im neuen Jahr wünscht allen Lesern das Team von klärwerk.info.

Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.
Antoine de Saint-Exupéry 

Nicht jeder lässt sich testen. Aber alle gehen auf die Toilette: Wie Forscher die Ausbreitung der Pandemie im Abwasser mitverfolgen

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Mit den Ausscheidungen von Covid-19-Patienten gelangen Bruchstücke des neuen Coronavirus ins Abwasser. Das lässt sich nutzen, um ein realistisches Bild des Infektionsgeschehens zu zeichnen.

Die zweite Welle der Covid-19-Pandemie hat viele Länder mit voller Wucht erfasst. Das spiegelt sich nicht nur in den veröffentlichten Fallzahlen, sondern auch im Abwasser…mehr:

https://www.nzz.ch/wissenschaft/nicht-jeder-laesst-sich-testen-aber-alle-muessen-aufs-klo-ld.1592437?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Frohe Weihnachten

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Weihnachten steht vor der Tür und das Jahr 2020 ist schon in Sichtweite. Das Team von klärwerk.info wünscht allen Lesern eine Frohe Weichnachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr. Für das neue Jahr wünschen wir Ihnen Gesundheit, Glück und Erfolg.

Denen, die zu diesen Fest- und Feiertagen im Schichtdienst auf den Anlagen arbeiten oder Rufbereitschaft haben, wünschen wir entspanntes Arbeiten und wenig Einsätze.

Das Team von klärwerk.info

 

Weihnachten – die schönste Zeit,
wo im Schimmer vieler Kerzen
wir vergessen sollen Stress und Streit –
dann zieht Friede ein in unsre Herzen!

Verfasser unbekannt

Meldungen der ÖWAV 2022

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Juni 2023
Seminar „Wasserrecht für die Praxis“
ÖWAV: Seminar Kanalmanagement
Abwassertechnik-Ausbildungsordnung kundgemacht
März 2023
Seminar „Bundes-Abfallwirtschaftsplan“
Seminar „Klimawandel – Folgen für Siedlungswasserwirtschaft“
Seminar „Koordination im Hochwasserrisikomanagement“

 


Seminar „Wasserrecht für die Praxis“

Am 3. Mai 2023 veranstaltete der ÖWAV gemeinsam mit der Haslinger/Nagele Rechtsanwälte GmbH das Seminar „Wasserrecht in der Praxis“ – das jährliche Update für alle, die mit dem Wasserrecht zu tun haben. ÖWAV-GF DI Dr. Daniel Resch und Dr. Wolfgang Berger (Haslinger/Nagele Rechtsanwälte GmbH) begrüßten das interessierte Auditorium im Roomz Hotel Wien Prater zur …mehr:

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=477786

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ÖWAV: Seminar Kanalmanagement

Am 13. April veranstaltete der ÖWAV auch heuer wieder das Seminar Kanalmanagement. Univ.-Prof. DI Dr. Thomas Ertl und ÖWAV-Präsident Roland Hohenauer begrüßten das Auditorium an der Boku Wien zur Veranstaltung, die aufgrund der Störungen im öffentlichen Verkehrsnetz kurzfristig auch im Livestream mitverfolgt werden konnte. Zum Auftakt des Seminars durfte…mehr:

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=476585

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Abwassertechnik-Ausbildungsordnung kundgemacht

Die Verordnung des Bundesministers für Arbeit und Wirtschaft über die Berufsausbildung im Lehrberuf Abwassertechnik (Abwassertechnik-Ausbildungsordnung), BGBl. II Nr. 113/2023, wurde am 24. April 2023 kundgemacht.

Der Lehrberuf Abwassertechnik ersetzt den alten Lehrberuf Entsorgungs- und Recyclingfachmann/frau – Abwasser. Das neue Berufsbild weist die folgenden Kompetenzbereiche auf:

Fachliche Kompetenzbereiche:
Ökologie und Wasserwirtschaft (Ökologie; Rechtliche Grundlagen der Wasserwirtschaft),
Abwasserbehandlung (Grundlagen der Abwasserbehandlung; Bedienen und Überwachen von Abwasserbehandlungsanlagen; Automatisierung von Abwasserbehandlungsanlagen; Abfall, Abluft und Lärmschutz in Abwasserbehandlungsanlagen; Lagerung in Abwasserbehandlungsanlagen; Betriebsaufzeichnungen),
Abwasseranalytik (Labortechnische Grundlagen; Analytik),
Instandhaltung von Abwasserbehandlungsanlagen (Werkzeuge, Maschinen, Geräte und Einrichtungen; Instandhaltung).

Fachübergreifende Kompetenzbereiche:
Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation (Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation; Leistungsspektrum und Eckdaten des Lehrbetriebs; Branche des Lehrbetriebs; Ziel und Inhalte der Ausbildung sowie Weiterbildungsmöglichkeiten; Rechte, Pflichten und Arbeitsverhalten; Selbstorganisierte, lösungsorientierte und situationsgerechte Aufgabenbearbeitung; Zielgruppengerechte Kommunikation und zielgruppengerechtes Agieren; Kundenorientiertes Agieren),
Qualitätsorientiertes, sicheres und nachhaltiges Arbeiten (Betriebliches Qualitätsmanagement; Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz; Hygiene),
Digitales Arbeiten (Datensicherheit und Datenschutz; Software und weitere digitale Anwendungen; Digitale Kommunikation; Datei- und Ablageorganisation; Informationssuche und -beschaffung; Bewertung und Auswahl von Daten und Informationen).
Die Verordnung tritt – mit Ausnahme der §§ 4 bis 13 – mit 1. Mai 2023 in Kraft, die §§ 4 bis 13 am 1. Jänner 2025. 

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Seminar „Bundes-Abfallwirtschaftsplan“

Einen Tag nach Veröffentlichung des Bundes-Abfallwirtschaftsplans fand am 17.1.2023 das gleichnamige ÖWAV-Seminar in Wien statt. Univ.-Prof. DI Dr. Roland Pomberger (Montanuniversität Leoben / ÖWAV-Vizepräsident) und SC DI Christian Holzer (BMK / Mitglied des ÖWAV-Präsidiums) begrüßten die Seminarteilnehmer:innen im Festsaal des Bundesamtsgebäudes zur Veranstaltung.

Im Rahmen des Seminars wurde nicht nur der neue BAWP 2023 vorgestellt und diskutiert, sondern auch auf die Vorarbeiten, Datengrundlagen, Bedeutung und Einordnung des BAWP in der abfallwirtschaftlichen Praxis eingegangen. 

>>www.bundesabfallwirtschaftsplan.at<<

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=468071

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Seminar „Klimawandel – Folgen für Siedlungswasserwirtschaft“

Am 7. Februar 2023 veranstaltete der ÖWAV das Seminar „Klimawandel – Folgen für die Siedlungswasserwirtschaft“ an der Universität Innsbruck. Seminarleiter Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Rauch (Uni Innsbruck), DI Markus Federspiel (Amt der Tiroler Landesregierung) und ÖWAV-GF DI Dr. Daniel Resch begrüßten das Auditorium zur Veranstaltung. In vier Veranstaltungsteilen beleuchteten die Vortragenden die „Randbedingungen“, „Planungsgrundlagen“, „Anpassungsmaßnahmen“ und das „Stadtklima“.

Der generelle Temperaturanstieg durch den Klimawandel hat signifikante Auswirkungen auf unser Wettergeschehen. Die Häufigkeit und Intensität von Starkniederschlägen aber auch Länge und Intensität von Trocken- und Hitzeperioden steigen massiv. Diese Effekte wurden in den letzten Jahren bereits sichtbar, werden sich aber in Zukunft unweigerlich verstärken. Für die Siedlungswasserwirtschaft hat dies unmittelbare und teilweise dramatische Folgen, primär Überschwemmungen und Wassermangel. Seit geraumer Zeit werden daher Anpassungsstrategien entwickelt, um den Folgen der Klimaänderung zu begegnen. Diese Strategien umfassen sowohl traditionelle technische Lösungen als auch naturnahe (blau-grüne) Infrastruktur. Beides ist aufwendig und kostenintensiv. Im Seminar wurde der gesamte Themenkomplex praxisnah und mit einem Fokus auf den alpinen Bereich diskutiert.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=471037

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Seminar „Koordination im Hochwasserrisikomanagement“

Der ÖWAV veranstaltete am 07. Dezember 2022 im Plenarsaal der Wirtschaftskammer in Salzburg das Seminar „Koordination im Hochwasserrisikomanagement – Wasserkraft, Landwirtschaft, Raumplanung“ unter der Leitung von Ass.-Prof. DI Dr. Walter Seher von der BOKU. Die rund 80 Teilnehmenden erhielten einen Überblick über die Ergebnisse und Schlussfolgerungen des Forschungsprojekts PoCO-FLOOD, das von der Akademie der Wissenschaften gefördert und von der BOKU durchgeführt wurde. Nach Betrachtung der 3 im Projekt untersuchten Einflussbereiche auf das Hochwasserrisikomanagement wurden die damit einhergehenden Fragestellungen in Form einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion gemeinsam mit dem Publikum vertieft.

https://www.oewav.at/Page.aspx?target=464353

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NEWtrient® – Center-Standorte einer neuen Lebensmittelproduktion

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Immer mehr Menschen zieht es in die Städte – die Versorgung der wachsenden Bevölkerung mit Agrarprodukten ist eine große Herausforderung. Besonders in urbanen Räumen ist es schwierig, dem Trend zu nachhaltigen, lokalen und qualitativ hochwertigen Produkten nachzukommen. Daher sind neuartige Agrarsysteme notwendig. Im BMBF-Verbundprojekt SUSKULT geht das Fraunhofer UMSICHT gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Praxis einen auf den ersten Blick ungewöhnlichen Weg, der sich bei genauerem Hinsehen allerdings als geniale Idee entpuppt.

Die Auftaktveranstaltung zu SUSKULT fand mit 35 Teilnehmenden des Projektverbunds und des Projektbeirats in Oberhausen statt.

Qualität und Nachhaltigkeit der Ernährung stehen vermehrt im Fokus. Was in landwirtschaftlich geprägten Regionen noch relativ einfach umzusetzen ist, gestaltet sich in den Städten jedoch weitaus schwieriger. Darüber hinaus besteht eine zentrale Zukunftsfrage, wie Ertragssteigerungen in der Agrarwirtschaft bei endlichen Phosphatressourcen, hohem Energieaufwand bei der Düngemittelproduktion und der Verschmutzung von Gewässern und Böden durch Phosphor und Stickstoff künftig möglich sein werden. Ein Team unter Koordination des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT will dieses Problem nun lösen und entwickelt im Rahmen des im April gestarteten BMBF-Verbundprojekts SUSKULT ein neuartiges Agrarsystem. »Das Besondere dabei ist der Standort: Wir docken das Agrarsystem an städtische Kläranlagen an«, erklärt Volkmar Keuter, Leiter der Abteilung Photonik und Umwelt beim Fraunhofer UMSICHT und Koordinator von SUSKULT. Am 10. Mai fand die Auftaktveranstaltung mit 35 Teilnehmern des Projektverbunds und des Projektbeirats in Oberhausen statt.

Doch warum gerade Kläranlagen? Hierzu lohnt sich ein Blick auf die Komponenten, die für eine Pflanzenkultivierung benötigt werden: Für den geschlossenen Anbau von gartenbaulichen Produkten, z. B. in Gewächshäusern, sind das im wesentlichen Nährstoffe (Dünger), CO2, Wärme und Wasser. »All diese Ressourcen sind auf Kläranlagen zu finden«, so Keuter. Hinzu komme der Standortvorteil. Zunächst am Stadtrand gebaut, sind Kläranlagen mittlerweile – bedingt durch das Wachstum der Städte und Metropolregionen – häufig zentrumsnah verortet.

Die Agrarwirtschaft in die Stadt bringen
Die Idee, Ressourcen aus Kläranlagen im Sinne der Kreislaufführung zu nutzen, ist nicht neu. So gibt es bereits Verfahren, die Phosphor aus Schlamm und Asche in Kläranlagen – teils unter erhöhtem Energieeinsatz – rückgewinnen, um ihn in Form von Dünger oder Futterzusatz in die Agrarwirtschaft zu bringen. »Allerdings wird Phosphor dabei aus der Stadt in agrarwirtschaftlich geprägte Regionen transportiert, von wo aus später dann Obst und Gemüse wieder zurückgebracht werden«, erklärt Keuter.
Um eine agrarwirtschaftliche Produktion direkt an Kläranlagen andocken zu können, entwickelt ein interdisziplinäres Konsortium im Rahmen von SUSKULT ein entsprechendes Bausteinsystem. Das Ergebnis soll regional angebautes, qualitativ hochwertiges Gemüse sein.

NEWtrient®-Center
Insgesamt 15 Partner arbeiten bei SUSKULT in vier Teilprojekten an dem Vorhaben. Die Arbeitspakete beinhalten neben der Weiterentwicklung der Kläranlagen zu sogenannten NEWtrient®-Centern und der Entwicklung einer Aufbereitungstechnik eine angepasste Nahrungsmittelproduktion in geschlossenen Kultursystemen und die dazugehörige Umfeld- und Systemanalyse. Um möglichen Schwankungen in Menge und Konzentrationen im Abwassersystem möglichst frühzeitig begegnen zu können, sind auch eine intelligente Prozesssteuerung und entsprechende Vorhersagemodelle im Projektplan verankert. Keuter wagt einen Ausblick: »Wir haben die Vision, dass 2050 keine Kläranlagen mehr im Sinne einer Entsorgungsanlage existieren, sondern NEWtrient®-Center. Ressourcenströme, die sämtliche Nährstoffe in Städten umfassen, können hier gehandelt werden.«
Auf dem Weg zum Agrarsystem der Zukunft nach der SUSKULT-Vision ab dem Jahr 2050 gibt es eine Vielzahl an Herausforderungen. Nicht nur die technischen Ziele stehen im Fokus, bereits jetzt müssen die normativen Grundlagen erarbeitet und möglichst viele Stakeholder in den Entwicklungsprozess eingebunden werden. Direkt am Projekt beteiligt sind auch die Partner Metro AG und REWE Markt GmbH, hinzu kommen zahlreiche Interessensvertreter im Projektbeirat. Weite Teile der Zivilgesellschaft sind im Rahmen von Dialogprozessen involviert. Gemeinsam betrachten sie auch den zukünftigen Weg der Produkte zu den Kunden: »Ich kann mir z. B. ganz neue Standorte von Wochenmärkten vorstellen«, schildert Keuter eine weitere Vision von SUSKULT.

40 t Gemüse pro Jahr
In den ersten drei Jahren legen die Forschenden den Grundstock für das neue Agrarsystem. Im Anschluss soll dann eine Demonstrationsanlage auf dem Gelände des Klärwerks Emschermündung an der Stadtgrenze zwischen Dinslaken, Oberhausen und Duisburg aufgebaut werden. Das Ziel ist ehrgeizig: »Nach einer Phase der Optimierung der einzelnen Komponenten möchten wir vor Ort pro Jahr mehrere Tonnen Gemüse produzieren«, so Keuter. Wenn alles optimal funktioniert, könnte man damit beispielsweise den jährlichen Bedarf an Blattsalaten der Gemeinde Anröchte[1] im Kreis Soest decken (durchschnittlicher jährlicher Verbrauch in Deutschland: etwa 3 kg Blattsalat/Kopf[2]).

SUSKULT: die Partner
Unter der Koordination vom Fraunhofer UMSICHT arbeiten 15 Partner in den vier Teilprojekten »TP1 NEWtrient®-Center«, »TP2 NEWtrient®-Aufbereitungssystem«, »TP3 Nahrungsmittelproduktion« und »TP4 Umfeld- und Systemanalyse« zusammen:
• Fraunhofer UMSICHT (Verbundkoordinator)
• A3 water solutions GmbH
• Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz GmbH – DFKI
• Emschergenossenschaft K. ö. R
• Helmholtz Zentrum für Umwelt-forschung GmbH – UFZ
• Hochschule Osnabrück
• ILS-Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung
• Justus-Liebig-Universität Gießen
• Metro AG
• Montanuniversität Leoben
• PACELUM GmbH
• Rewe Markt GmbH
• Ruhrverband
• TU Kaiserslautern
• Yara GmbH & Co. KG

Förderhinweis
Das Projekt »SUSKULT – Entwicklung eines nachhaltigen Kultivierungssystems für Nahrungsmittel resilienter Metropolregionen« (FKZ 031B0728) wird im Rahmen der Fördermaßnahme »Agrarsysteme der Zukunft« im Rahmen der »Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030« der Bundesregierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert…mehr:

https://www.umsicht.fraunhofer.de/de/presse-medien/pressemitteilungen/2019/suskult.html