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Meldungen von der Kläranlagen 2019

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Übersicht über alle Meldungen von Kläranlagen und Zugang zum Archiv.

Meldungen 2008 
Meldungen 2009
Meldungen 2010  Meldungen 2011 
Meldungen 2012  Meldungen 2013
Meldungen 2014 Meldungen 2015
Meldungen 2016 Meldungen 2017
Meldungen 2018
 

Dezember 2019
Ems- und Wörsbachtal Erneuerung der Blockheizkraftwerke 
Niersverband Niersverband und RWE Power nehmen heute die neu gebaute Betriebsstelle Jackerath in Betrieb 
Malchin Stavenhage Klärschlamm in der Diskussion: privat oder kommunal? 
Bottrop Klärschlamm für den Klimaschutz 
Berlin Gerhard Mauer ist neuer Leiter der Berliner Abwasserentsorgung 
November 2019
Ruhrverband Vorstandswechsel beim Essener Ruhrverband  
Quakenbrück Neues Pumpwerk zur Entwässerung 
Merzen Ein echter Klotz für den Regenrückhalt 
EVS Studie belegt: Entsorgungsverband Saar einer der begehrtesten Arbeitgeber seiner Branche 
Dresden Sächsische Wasserbranche trifft sich in Dresden 
Oktober 2019
Stuttgart Tag der offenen Tür im Gruppenklärwerk Ditzingen  
Kaiserslautern 25 Jahre WVE GmbH  
Fulda Hochwasserschutzmaßnahmen im Engelhelmsbachtal sind fertiggestellt  
Dresden Stadtreinigung und Stadtentwässerung starten Info-Offensive 
September 2019
Wupperverband Kläranlage Burg – Die Bauarbeiten sind abgeschlossen 
Stuttgart Tag der offenen Tür im Gruppenklärwerk Ditzingen  
Ruhrverband Ruhrverband schließt umfassende Sanierung der Pumpwerke Bochum-Dahlhausen ab 
OOWV OOWV investiert fast zwölf Millionen Euro in Abwasserreinigung vor Ort 
Köln StEB starten mit 13 Azubis und einem dualen Studenten ins Ausbildungsjahr 2019 
Hamburg HAMBURG WASSER etabliert erstmalig Live-Karte mit Niederschlagsmengen für Hamburg  
Wupperverband Bundestagsabgeordneter absolviert Praxistag im Wupperverband 
Witten-Heven Kläranlage wird vollständig zurückgebaut 
Stuttgart Die Stadtentwässerung klärt auf! 
Schalksmühle Schalksmühle überträgt ihre Abwasserbeseitigungspflicht auf den Ruhrverband 
Saarbrücken „Pumpenkiller“: Feuchttücher legen Kläranlagen lahm 
Ruhrverband Ruhrverband optimiert Kläranlage Eslohe-Bremke betrieblich und energetisch 
Poing Große Veränderungen stehen beim kommunalen Gemeinschaftsunternehmen VE|MO mit Sitz in Poing bevor 
OOWV Start für 15 neue Auszubildende beim OOWV  
Landau Analyse zeigt, dass Maßnahmen greifen 
Landau Löschübung in der Kläranlage 
Kiel 2020 soll die Anlage klimaneutral sein  
Berlin Aber sicher doch 
Aggerverband Arbeiten an Agger und Naaf in Lohmar gehen weiter 
Juli 2019
Dresden Interaktive Kläranlage 
Dresden Wollten Sie schon immer einmal wissen, wie Ihr Abwasser gereinigt wird? 
Landau Kläranlage wird energieautark 
OOWV Kanalspülungen und optische TV-Inspektion in der Stadt Varel  
Wupperverband Bergisches Wasserlabor gehört jetzt zu Wupperverband und WSW 
Aggerverband In Ergänzung zur Pressemitteilung vom 06.05.2019 nimmt der Aggerverband nachfolgend zum Sachverhalt Stellung: 
Dinslaken Umbau der Kläranlage Emscher-Mündung abgeschlossen 
Duisburg-Kaßlerfeld Die Kläranlage im 360-Grad-Panorama erleben 
Geldern Die Abwässer aus Wetten werden jetzt in Geldern gereinigt 
Hagen Tauchereinsatz auf der Kläranlage  
Hamburg WASSERGEMEINSCHAFT STORMARN UND HAMBURG WASSER SETZEN ERFOLGREICHE ZUSAMMENARBEIT FORT 
Hamburg  MIT REKORDGEWINN UND JOB-OFFENSIVE 
Stuttgart Sandfilteranlage wird umfassend saniert 
Zeitzer Land Neue Kläranlage für Kayna 
Mai 2019
WVE Vertragsunterzeichnung mit VG-Werken Rockenhausen 
Berlin Wasserbetriebe steigern Investitionen auf eine Million Euro am Tag 
Ditzingen Tag der offenen Tür im Gruppenklärwerk am 12. Oktober 2019 
EVS Hauptsammler Habkirchen-Entsorgungsverband Saar investiert 800.000 Euro in den 3. und letzten Bauabschnitt 
Kläranlage Kohlfurth Energieautarkie wird durch neue BHKW-Module gesichert 
Köln Neuer Kanal unter dem Rhein soll Kölner Abwassersystem zukunftsfähig machen 
Köln „Überflutungsschutz und -vorsorge“ 
Langen Türöffner-Tag beim Abwasserverband – auch im Jahr 2019 
Ruhrverband Ostereiersuche mit Erfolgsgarantie: Die dicken Dinger von Duisburg-Kaßlerfeld  
April 2019
Aggerverband Aggerverband verleiht Förderpreis mit Hochschule im Rahmen des Weltwassertages  
Berlin Mit künstlicher Intelligenz unterwegs im Kanalsystem 
Dresden Zertifizierter Arbeitsschutz bei der Stadtentwässerung  
Köln StEB öffnen ihre Pforten zum Girls Day 2019 
OOWV 700 000 Euro in hohe Entsorgungssicherheit investiert Pumpwerk am Uhlhornsweg in Oldenburg saniert 
OOWV  Konzertreihe „KaskadeLive – ein musikalischer Frühaufsteher“ in OOWV-Gebäude 
Ruhrverband Ruhrverband lädt zur Besichtigung der Kläranlage Essen-Kupferdreh ein 
März 2019
Hamburg  KOMMUNALE KOOPERATION ZWISCHEN AZV SÜDHOLSTEIN, ENTSORGUNGSBETRIEBE LÜBECK UND HAMBURG WASSER VEREINBART 
Hattingen Kanalnetz – Ruhrverband bietet Hattingen 110 Millionen 
Niersverband Die Stadtwerke Kevelaer und der Niersverband bauten gemeinsam Trassen für Abwasser-, Regenwasser und Trinkwasserleitungen 
Stuttgart Informationen zum Umbau des Regenrückhaltebeckens «Im Betzengaiern» 
Februar 2019
EVS Entsorgungsverband Saar investiert 1,8 Millionen Euro in die Optimierung der Regenwasserbehandlung in Bisten (Überherrn)  
Fulda-Gläserzell Bildungsdelegation aus China besucht Kläranlage 
Sundern Photovoltaikanlage auf Kläranlage Sundern rechnet sich 
Zschaitz Bald bessere Luft  
Januar 2019
Berlin Smartes System lenkt Berliner Verkehr bei Überflutung um
Hamburg HAMBURG WASSER ÜBERNIMMT FÜR WEITERE 20 JAHRE DIE ABWASSERBESEITIGUNG
FÜR BUXTEHUDE 
Bad Cambach Erster Teil der Betonsanierung auf der Kläranlage Beuerbach 
Bad Cambach Blockheizkraftwerke der Kläranlage Niederselters 
EVS Gebührenstabilität bei der Abfallentsorgung und der Abwasserreinigung auch im
nächsten Jahr – Verband gut vorbereitet auf die Herausforderungen der Zukunft 
Hamburg NEUE ABWASSERGEBÜHREN 
Köln Köln gewinnt beim Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune 2018“  
Veolia Aus OEWA wird Veolia 
Ruhrverband Ruhrverband senkt erneut die Kosten für die Abwasserreinigung 
Veolia Veolia an der Seite des AZV Sachsen-Nord 
Wupperverband Wasserwirtschaft mit Kooperationen gestalten 
Wupperverband Laichsaison läuft: Meerforelle & Co. tummeln sich nun in Wupper und Nebenflüssen 

 


Ems- und Wörsbachtal: Erneuerung der Blockheizkraftwerke

Die beiden Blockheizkraftwerke (BHKW) der Kläranlage Beuerbach bedurften aufgrund des Betriebsalters, der hohen Anzahl an Betriebsstunden (ca. 80.000 h pro Modul) sowie der erforderlichen Betriebs- und Versorgungssicherheit zur Eigenstromversorgung der Kläranlage einer umfassenden Erneuerung. Ebenfalls waren Nebenaggregate wie Zu- und Abluftanlage, Notkühlung, Gasreinigung sowie Gasgebläse und Schaltanlage zu erneuern. Im letzten Jahr war bereits ein erhöhter Instandhaltungsaufwand festzustellen. Ein unerwarteter Ausfall aufgrund von Störungen der BHKW-Anlage führt schnell zu erheblichen Mehrkosten beim Strombezug, sodass ein planmäßiger Austausch der beiden BHKW-Module vorgenommen wurde.

Anfang September 2019 wurde das erste neue Modul montiert; im nächsten Jahr folgt das zweite Modul. Damit kann das anfallende Gas künftig wieder besser energetisch verwertet werden. Die ersten Tage des Probebetriebs lassen bereits gute Ergebnisse erwarten.

Insgesamt wird für die Erneuerung ein Betrag von rund 600.000,- € investiert.
https://www.kbv-badcamberg.de/news/2019-11-01-erneuerung-der-blockheizkraftwerke.html

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Niersverband und RWE Power nehmen heute die neu gebaute Betriebsstelle Jackerath in Betrieb

Prof. Dietmar Schitthelm, Vorstand des Niersverbandes, Michael Eyll-Vetter, Leiter der Sparte Tagebauentwicklung von RWE Power, und Jürgen Frantzen, Bürgermeister der Gemeinde Titz, nahmen heute die in großen Teilen neu gebaute Betriebsstelle Jackerath offiziell in Betrieb.

Die Betriebsstelle Jackerath und ein wesentlicher Abschnitt des bisherigen dazugehörenden Abwasserableitungssystems liegen an der Grenze des bzw. im Bereich des Braunkohlentagebaus Garzweiler. Sie wird vom Niersverband, dem für die Abwasserreinigung zuständigen Wasserverband, betrieben. Zu den technischen Herausforderungen des Tagebaus gehört, dass bestehende Ver- und Entsorgungssysteme wie im Bereich der Gemeinde Titz, vollständig überplant und neu erstellt werden müssen. „RWE Power ist sich dieser Verantwortung bewusst und hat frühzeitig mit den Partnern in Kommunen und Verband optimale Alternativlösungen abgestimmt und umgesetzt. So hatten alle Beteiligten die Planungssicherheit, die sie für ihre Arbeit brauchen“, sagt Michael Eyll-Vetter, Leiter der Tagebauentwicklung von RWE Power.

Innerhalb des letzten Jahres wurden so große Teile der Betriebsstelle Jackerath neu gebaut und an eine vorab erstellte neue Druckleitung angeschlossen.

Die Maßnahme wurde von der RWE Power AG in Auftrag gegeben, von dem Ingenieurbüro Fischer Teamplan GmbH, Erftstadt, in enger Zusammenarbeit mit dem Niersverband geplant und von der Firma A. Frauenrath Bauunternehmen GmbH, Heinsberg, errichtet.

„Wir sind froh, dass wir das Projekt aufgrund des Engagements und der guten Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zügig und termingerecht umsetzen konnten“, betonte Prof. Dietmar Schitthelm bei der offiziellen Übergabe der neuen Betriebsstelle durch die RWE Power.

„Mit dieser Betriebsstelle ist die Entsorgung des Jackerather Abwassers auf einem technisch hohen Niveau auch zukünftig gesichert“, freut sich Bürgermeister Jürgen Frantzen.

Das Schmutzwasser der Ortschaft Jackerath wurde von der bisherigen Betriebsstelle des Niersverbandes über eine Druck- und mehrere Freigefälleleitungen zur Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk geführt. Im Regenwetterfall konnte Mischwasser in einem Regenüberlaufbecken zwischengespeichert werden. Überstieg die Regenmenge die Kapazität des Regenüberlaufbeckens, wurde der so genannte nicht klärpflichtige Anteil des Mischwassers über den Beckenüberlauf des Regenüberlaufbeckens (RÜB) entlastet. Da es in der Umgebung kein Gewässer gibt, in welches die anfallenden Entlastungsmengen problemlos eingeleitet werden können, erfolgte eine Versickerung in einem angrenzenden Erdbecken.

Zukünftig fließt das Abwasser nun über eine neue Pumpstation und eine neu gebaute, ca. sieben Kilometer lange Druckrohrleitung in Richtung Holzweiler in das dort vorhandene Entwässerungssystem. Von dort wird es wie bisher über mehrere Leitungen zur Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk geführt.
Im Regenwetterfall wird das Mischwasser in dem bereits vorhandenen Regenüberlaufbecken auf der Betriebsstelle Jackerath zwischengespeichert.

Zur Versickerung des nicht klärpflichtigen Anteils des aus dem Regenüberlaufbecken entlasteten Mischwassers wurde ein neues Erdbecken erstellt. Zur weitergehenden Reinigung vor der Versickerung wird der Abfluss zuvor in einem neu erstellten Retentionsbodenfilter gereinigt.Mehr:

https://www.niersverband.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/1-oktober-2019-druckleitung-zwischen-boisheim-und-duelken-beschaedigt-1-1-1-1?fsize=2&cHash=e08d036a76a02e03c03f6f6089e732f0

 

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Malchin Stavenhage: Klärschlamm in der Diskussion: privat oder kommunal?

Sehen Sie sich dazu ein Video auf unserer Video-Ecke an. Unter:

https://www.wzv-malchin-stavenhagen.de/2019/11/klaerschlamm-in-der-diskussion-privat-oder-kommunal/

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Bottrop: Klärschlamm für den Klimaschutz

Grundsteinlegung für Trockungsanlage – Emschergenossenschaft investiert 70 Millionen Euro
Die Emscherkläranlage wird umweltfreundlicher. Eine Trocknungsanlage sorgt auf einer Fläche von 40.000 Quadratmetern dafür, dass Klärschlamm durch Sonne und Abwärme getrocknet wird. Oberbürgermeister Bernd Tischler hat jetzt gemeinsam mit Gerhard Odenkirchen vom NRW-Umweltministerium, dem Vorstandsvorsitzenden der Emschergenossenschaft Uli Paetzel, dem Technischen Vorstand Emanuel Grün und Ullrich Sierau, Ratsvorsitzender der Emschergenossenschaft, den Grundstein für die 70 Millionen Euro teure Investition gelegt.
„Die Kläranlage ist ein Beispiel für Klimaschutz und innovatives Handeln. Sie passt damit hervorragend zur InnovationCity Bottrop“, sagte Tischler während einer Talkrunde, bei der das Bauvorhaben vorgestellt wurde. Durch eine Einsparung von Energie werde die CO2-Bilanz verbessert. „Wir begrüßen jeden Schritt, den die Emschergenossenschaft unternimmt, um klimafreundlicher und ressourcenschonender zu arbeiten“, so Tischler, der den hohen technischen Standard der gesamten Kläranlage im Bottroper Süden betonte. Mehr:

https://www.bottrop.de/wohnen-umwelt-verkehr/aktuelles/trockenschlamm.php

 

 

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Berlin: Gerhard Mauer ist neuer Leiter der Berliner Abwasserentsorgung

Erfahrener Ingenieur übernimmt größten Einzelbereich des Unternehmens
Gerhard Mauer hat die Leitung des Bereichs Abwasserentsorgung der Berliner Wasserbetriebe übernommen. Der Bauingenieur mit 28 Jahren Branchen- und Managementerfahrung folgt auf Ulrike Franzke, die künftig die Strategie und Unternehmensentwicklung des Unternehmens verantwortet.

Von 1991 bis 2019 war Gerhard Mauer (53) im EWE-Konzern in verschiedenen Funktionen bis hin zur Geschäftsführung im Bereich der Abwasserentsorgung erfolgreich tätig. In seiner neuen Tätigkeit leitet er den mit rund 1.150 Beschäftigten größten Bereich der Berliner Wasserbetriebe, der mit umfangreichen Investitionsprogrammen mit einem Umfang von mehr als 3 Milliarden Euro bis 2027 vor allem in den Klärwerksausbau und die Netzsanierung vor großen Herausforderungen steht.

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Gerhard Mauer, dem ich viel Erfolg für die neue Aufgabe wünsche“, so Wasserbetriebe-Vorstandschef Jörg Simon, in dessen Ressort auch die Betriebsbereiche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung beheimatet sind.

„Berlin ist eine großartige dynamische Stadt mit dem größten deutschen Wasserunternehmen – den Berliner Wasserbetrieben“, so Gerhard Mauer. „Ich bin glücklich nun Teil dieses Unternehmens zu sein, um gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen die Geschicke der Abwasserentsorgung zukunftsfähig weiterzuentwickeln.“
Ulrike Franzke, die die Berliner Abwasserentsorgung seit mehr als neun Jahren führte, hatte bereits seit Anfang 2019 parallel die Strategie und Unternehmensentwicklung der Berliner Wasserbetriebe übernommen.

https://www.bwb.de/de/299_24229.php
 
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Ruhrverband: Vorstandswechsel beim Essener Ruhrverband

Erstmals rückt eine Frau in die Führungsspitze des Wasserwirtschaftsunternehmens
Der Vorstandsvorsitzende des Ruhrverbands in Essen, Norbert Frece, hat am 28.Oktober 2019 sein 65. Lebensjahr vollendet und scheidet mit Ablauf des Monats aus den Diensten des Essener Wasserwirtschaftsunternehmens aus. Der bisherige stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Vorstand Technik, Prof. Norbert Jardin, wird zum 1. November 2019 neuer Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands. Der promovierte Bauingenieur, Autor von mehr als 120 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Mitherausgeber des Standardwerks „Taschenbuch der Stadtentwässerung“, ist seit dem 1. März 2016 Mitglied im Vorstand des Ruhrverbands.

Die Funktion als Vorstand für Finanzen, Personal und Verwaltung des Ruhrverbands übernimmt zum 1. November 2019 Dr. Antje Mohr. Sie wird gleichzeitig zur stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt. Dr. Antje Mohr hat „Betriebliche Bildung und Management“ an der Universität Flensburg und der Syddansk Universitet (Wirtschaftsuniversität Dänemark Süd) studiert und einen Abschluss in „Internationale Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftssprachen“ erlangt. Ihre Promotion schloss sie an der Universität Flensburg ab. Sie war zuletzt als Gewerkschaftssekretärin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Schleswig-Holstein tätig. In der über 100-jährigen Geschichte des Ruhrverbands nimmt damit erstmals eine Frau eine Vorstandsposition ein.
Das scheidende Vorstandsmitglied Norbert Frece war seit 1995 Personalvorstand, seit 2004 Finanzvorstand und seit 2016 Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands. In diesen Schlüsselpositionen hat er unter anderem den konsequenten wirtschaftlichen Konsolidierungskurs des Verbandes mit verantwortet. Durch den aufgrund gesetzlicher Vorgaben notwendigen Ausbau der Kläranlagen und Niederschlagswasserbehandlungsanlagen hatte der Ruhrverband 2005 einen Schuldenberg von rund 1,1 Milliarden Euro angehäuft, der in den Folgejahren massiv abgebaut wurde und aktuell bei weniger als 500 Millionen Euro liegt.

Das oberste Aufsichtsgremium des Ruhrverbands, der Verbandsrat, würdigte Norbert Freces vielfältige Verdienste mit einem Symposium, das am 28. Oktober 2019 auf Zeche Zollverein in Essen stattfand. Zu den unterschiedlichen Aspekten rund um die Themen Digitalisierung und Arbeitswelt von morgen sprachen unter anderem Prof. Tobias Kollmann vom Lehrstuhl für E-Business und E-Entrepreneurship der Universität Duisburg-Essen, und Gabriele Schmidt, Landesbezirksleiterin der Gewerkschaft ver.di.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///vorstandswechsel-beim-essener-ruhrverband/.

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Quakenbrück: Neues Pumpwerk zur Entwässerung

Wohngebiet Hartlage bekommt umfassendes Entwässerungskonzept
Unter aktuellen ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten wurde die Entwässerung für das neue Baugebiet „Hartlage“ in Quakenbrück geplant. Vor allem der hohe Grundwasserstand erforderte während der Bauphase besondere Vorkehrungen. „Um die Rohrleitung im Bodenreich zu verlegen und den Bodenaushub durch eine ausreichende Trocknung wiederverwenden zu können, musste der Grundwasserspiegel für die Baumaßnahme durch eine Tiefendrainage abgesenkt werden. Die Absenkung wird nach Abschluss der Arbeiten wieder aufgehoben“, erläuterte Projektleiter Markus Mönsters vom Wasserverband Bersenbrück.

Baugebiet auf Erweiterung ausgelegt
Das neue Pumpwerk für „Hartlage“ dient aktuell der Überleitung des gesammelten Schmutzwassers von 55 Baugrundstücken auf 5,1 Hektar zur Kläranlage Quakenbrück. Eingeplant sind zudem 56 weitere Grundstücke für den Wohnungs- und Häuserbau. Die neu zu verlegende Druckrohrleitung fördert das Abwasser auf einer Länge von 400 Metern zum Hauptkanal in der Bremer Straße. Danach gelangt es im freien Gefälle direkt zur Reinigung in die Kläranlage. Insgesamt beträgt die zu entwässernde Fläche des Einzugsgebietes inklusive einer späteren Erweiterungsmöglichkeit gut 12,5 Hektar. Da im Erschließungsgebiet ein hoher Grundwasserstand vorliegt, wurde der Bauschacht bei der Planung und Umsetzung mit einer zusätzlichen Auftriebssicherung ausgerüstet. Um einen möglichen Auftrieb durch Grundwasser zu verhindern, ist das Pumpwerk mit einer breiteren Kante am Behälterboden versehen. Dadurch kann sich der Boden im Erdreich quasi festhaken.
Im nächsten Schritt wird für die Sammlung von Oberflächenwasser ein neues Regenrückhaltebecken errichtet. Bei Planung und Umsetzung werden sowohl die Vorsorge gegen Starkregen als auch die naturnahe Gestaltung im Sinne der Naherholung berücksichtigt.

https://www.wasserverband-bsb.de/aktuelles/aktuelle-beitraege/artikel/news/neues-pumpwerk-zur-entwaesserung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a0621f9bca932bb1932c5db05fb82dbe
 
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Merzen: Ein echter Klotz für den Regenrückhalt

Minuziöse Planung war für die Baustelle in Merzen erforderlich. Bis um sechs Uhr morgens musste das 55 Tonnen schwere Bauwerk an der vorgesehen Baustelle in Merzen angekommen sein. Tagsüber bis in die Abendstunden hinein sind solche Schwertransporte mit einem 200-Tonnen-Kran auf den Straßen nicht zugelassen.

55 Tonnen schweres Drosselbauwerk für erweitertes Regenrückhaltebecken in Merzen naturnah verbaut
Klimaextreme wie Hitze, Trockenheit und Starkregen wirken sich dauerhaft auf sämtliche Handlungsbereiche der kommunalen Wasserwirtschaft aus. Von der verfügbaren Trinkwassermenge über die Verteilung bis hin zur Entwässerung werden klimatische Bedingungen bei Planung und Umsetzung bedacht. Auch für die Wohnbebauung in Merzen wurde aus diesen Gründen das Regenrückhaltebecken erweitert und für neue Baugebiete ausgelegt. Entlastet wird dadurch das heimische Gewässer, die Voltlager-Aa. Ein neu errichtetes Drosselbauwerk sorgt für die zusätzliche Zwischenspeicherung von großen Niederschlagsmengen und ermöglicht den gleichmäßigen Abfluss des angefallenen Oberflächenwassers in das örtliche Gewässer. Bei großem Regenaufkommen wird auch das Niederschlagswasser aus dem Ortskern von Merzen im erweiterten Rückhaltebecken zwischengespeichert und über das 55 Tonnen schwere Bauwerk gedrosselt weitergeleitet. Der ehemals vorhandene Gehölzstreifen wird im Anschluss durch den Wasserverband Bersenbrück wiederhergestellt. Das Rückhaltebecken ist als Trockenbecken naturnah mit variablen Böschungensneigungen konzipiert. Die bereits vorhandenen Röhrichtbestände werden in der Bauphase zwischengelagert und danach wieder zurückgepflanzt. Um möglichst wenig in die Natur eingreifen zu müssen, werden die Baumaßnahmen außerhalb von Laich- und Brutzeiten ausgeführt.

https://www.wasserverband-bsb.de/aktuelles/pressemitteilung/pressemitteilungen-2019/22102019-ein-echter-klotz-fuer-den-regenrueckhalt/

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EVS: Studie belegt: Entsorgungsverband Saar einer der begehrtesten Arbeitgeber seiner Branche

Qualifizierte Fachkräfte zu finden und längerfristig zu binden, ist eine der ganz großen Herausforderungen für Unternehmen wie öffentliche Einrichtungen gleichermaßen und absehbar wird sich die Lage wohl auch nicht entspannen.

Umso erfreulicher ist das Ergebnis einer Studie des IMWF Institutes für Management-und Wirtschaftsforschung, die kürzlich veröffentlicht wurde. Untersucht wurden 5000 Arbeitgeber aus über 150 Branchen. Hier schneidet der EVS als einer von vier besonders begehrten Arbeitgebern in der Branche Entsorgung und Recycling ab.

Die grundsätzliche Frage, die der Erhebung zugrunde lag, lautete: Wie steht es um die „Performance“ der Unternehmen als Arbeitgeber und wie stellen sich die Arbeitgeber im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Management, Produkte, Services und Nachhaltigkeit dar? Der EVS setzt im Rahmen seiner Personalgewinnungs-Strategie insbesondere auf die Themen Arbeitsplatzsicherheit, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle, ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement und seine spannende Themenpalette als innovativer Umweltverband.

Die Studie belegt, dass der EVS in Zeiten, in denen neben finanziellen Anreizen insbesondere auch die „soften“ Aspekte des Arbeitslebens – wie z.B. das Arbeitsklima und die Arbeitsbedingungen – den Ausschlag bei der Jobwahl geben, eine gute Adresse für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist.

Umfassende Informationen zum EVS gibt es unter www.evs.de
https://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/studie-belegt-entsorgungsverband-saar-einer-der-begehrtesten-arbeitgeber-seiner-branche/

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Dresden: Sächsische Wasserbranche trifft sich in Dresden

Die Wasser-Branche besitzt weltweit großes Potenzial. Über 100 Vertreter aus Wirtschaft und Politik diskutierten Chancen im Auslandsgeschäft des Wassersektors. Um international mitzuhalten, bedarf es einer stärkeren Vernetzung.

„Die Nachholbedarfe bei Aufbau, technischer Infrastruktur sowie in der Qualifikation der Mitarbeiter im weltweiten Wassersektor sind immens“, erklärte Gunda Röstel, Kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden GmbH und Vorstandsvorsitzende des internationalen Branchenverbands German Water Partnership e.V. (GWP). Rund 100 Vertreter aus Wirtschaft und Politik trafen sich am 18.10.2019 beim 1. Sachsen-Netzwerktreffen Wasser International auf der Kläranlage Dresden-Kaditz.

Mit einer Exportquote von rund 37 Prozent spielen internationale Geschäfte für Sachsen bereits heute eine große Rolle. Das gilt auch für die Wasserbranche. Doch gerade dieser bieten sich „vor dem Hintergrund einer rapide wachsenden Weltbevölkerung und des Klimawandels noch deutlich größere Chancen, als innovative Anbieter von hochwertigen Lösungen auf dem Weltmarkt zu punkten“, betonte Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden.
Gleichzeitig könnten die Unternehmen dabei einen wichtigen globalen Beitrag in Sachen Umwelt und Entwicklung leisten. Weltweit haben geschätzt 4,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicheren sanitären Anlagen. Sachsen hat eine Vielzahl von Unternehmen, die Wissen und Produkte im Bereich Wasser und Abwasser anbieten. Gerade für den mittelständisch geprägten deutschen Wasser-Sektor brauche es aber starke Netzwerke, um weltweit erfolgreich zu sein, neue Projekte zu entwickeln und ausländischen Partnern und Kunden gegenüber mit dem nötigen Gewicht aufzutreten. Der große Zulauf des Branchen-Netzwerktreffens zeigt, wie hoch der Bedarf an Informationen, Austausch und neuen Kontakten tatsächlich ist.

„Die im Ausland so wichtigen Netzwerke aufzubauen, fängt schon in der eigenen Heimat an“, betonte Röstel. „Das ist eine Chance für Unternehmen, die sich in funktionierenden Netzwerken wie bei GWP bewegen.“
Eingeladen hatten zu der Veranstaltung German Water Partnership, die Sächsischen Industrie- und Handelskammern sowie die Stadtentwässerung Dresden.

https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/ueber-uns/meldungen/detail.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=73&cHash=289b272b3a3a69235255a5d93277fc1e

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Stuttgart: Tag der offenen Tür im Gruppenklärwerk Ditzingen

Seit 2013 wurden die mechanische und biologische Stufe des Gruppenklärwerks Ditzingen mit einem Investitionsaufwand von 23 Millionen Euro auf den neuesten technischen Stand gebracht. In den ersten Bauabschnitten hat die SES die Rechenanlage erneuert, einen neuen Sandfang erstellt, die Vorklärbecken und die Becken zur Stickstoffentfernung saniert, neue Gebläse installiert und neue Elektroschalträume gebaut. Daran anschließend folgte der Bau von zwei neuen Nitrifikationsbecken als Ersatz für fünf ältere kleinere Becken.
Zum Tag der offenen Tür sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, sich ein Bild vom Ergebnis der umfangreichen Erneuerungsmaßnahmen zu machen. Mehr:

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aktuelles/veranstaltungen-der-ses/?L=0
 
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Kaiserslautern: 25 Jahre WVE GmbH

Ein Erfolgsmodell für die Stadt und die Region Kaiserslautern
Im Beisein zahlreicher Wegbegleiter und -bereiter feierte die WVE GmbH Kaiserslautern am vergangenen Freitag ihr 25-jähriges Firmenjubiläum. Die Tochtergesellschaft der SWK GmbH, als Westpfälzische Ver- und Entsorgungsgesellschaft der früheren TWK gegründet, hat sich in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Derzeit sorgen in dem mittelständischen Unternehmen über 200 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass die WVE mit ihrem vielfältigen Aufgabenspektrum als kompetente und zuverlässige Partnerin von ihren Kundinnen und Kunden wahrgenommen wird. Dazu tragen auch weitere Tochtergesellschaften, beispielsweise die TVM Thermische Verwertung Mainz GmbH, die Wefels-Gruppe und die VK Kommunal GmbH bei der Klärschlammverwertung oder zahlreiche Solargesellschaften mit Gebietskörperschaften in der Region bei.

Unter der Moderation des Geschäftsführers Peter Nonnemacher wurde den Gästen, darunter zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Wirtschaft, von Behörden und Politik, ein Eindruck davon vermittelt, wie vielfältig die Geschäftsfelder der WVE als Dienstleiterin für Kommunen und kommunale Aufgaben sind und wie erfolgreich und nachhaltig das Unternehmen diese erfüllt. Einige Betriebsführungen für Kommunen bestehen bereits seit Jahrzehnten.

In seiner Begrüßungsrede gab WVE-Geschäftsführer Rainer Grüner, seit Anfang 1996 im Amt, einen kurzen Abriss über die 25-jährige Firmengeschichte des Betriebes. Er erinnerte an das Ende der Energiemonopole im Jahr 1989 und an die Gründungsväter der WVE, den damaligen TWK-Aufsichtsratsvorsitzenden und Bürgermeister Dr. Arne Oeckinghaus, TWK-Vorstand Wolfgang Herzog und den ersten WVE-Geschäftsführer Wolfgang Albrecht. „Auch das erste Projekt war mit dem Bau einer Wasserleitung von Kaiserslautern nach Hochspeyer im Jahr 1995 schnell gefunden“, so Grüner. Während aber andere Stadtwerke bis auf wenige Ausnahmen ihre entsprechenden Tochterunternehmen wegen des fehlenden Bedarfs durch die weiterhin hoheitliche Aufgabenwahrnehmung bei der Wasser- und Abwasserversorgung wieder aufgaben, entwickelte sich die WVE – nicht zuletzt aufgrund ihrer Eigenschaft als Gemeinschaftsbetrieb mit der Stadtentwässerung Kaiserslautern AöR – zu einem bundesweit einzigartigen Erfolgsmodell. „Heute ist unser Betrieb eine Gesellschaft mit starker unternehmerischer Präsenz in der Region Kaiserslautern und in ganz Rheinland-Pfalz“, freute sich der Geschäftsführer und verwies darauf, dass die WVE inzwischen auch in anderen Bundesländern tätig sei. „Dabei liegt unser Kerngeschäft noch immer im Betrieb von Wasser- und Abwasseranlagen, aber auch in den Bereichen der Klärschlammbehandlung und Wärmeversorgung sind wir aktiv.“ Daneben entwickelte sich die Erschließung und Vermarktung von Grundstücken zu einem der wichtigsten Geschäftsfelder.

Bürgermeisterin und WVE-Aufsichtsratsvorsitzende Beate Kimmel betonte in ihrer Ansprache die große gestalterische Kraft der WVE. Durch den ausgesprochenen Sachverstand und dem ausgeprägten Verständnis für kommunales Handeln könne die WVE stets eine auf den Einzelfall abgestimmte Unterstützung anbieten. „Im Jahr 2014 gelang es der WVE mit dem City-Solarpark Hölzengraben, eine der wichtigsten Branchenauszeichnungen in der Kategorie „Solarprojekte in Europa“, den Intersolar Award, zu gewinnen“, hob Kimmel ein weiteres Standbein der WVE, das Geschäftsfeld der Regenerativen Energien, hervor. „Mit einer Gesamtleistung von 6,4 Megawattpeak und einer CO2-Einsparung von jährlich rund 3.700 Tonnen entstand die größte Solaranlage der Region“ erläuterte die Bürgermeisterin. Generell hätte sich die WVE für die Stadt Kaiserslautern als sehr verlässlicher Partnerin mit innovativen und nachhaltigen Lösungen bei der Umsetzung des „Masterplan 100 % Klimaschutz“ erwiesen, den die Stadt als eine von 22 Masterplankommunen aktuell erstellt hat.

Wie die Bürgermeisterin richtete auch Markus Vollmer als Vorstand der SWK GmbH Kaiserslautern seinen ausdrücklichen Dank an die Geschäftsführung und besonders an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WVE, „die sich engagiert für das Unternehmen einsetzen.“ Es mache Eindruck und werde entsprechend honoriert, dass die WVE-Beschäftigten auch Sonn- und feiertags oder zu recht ungewöhnlichen Zeiten für die Kundinnen und Kunden und die Bürgerinnen und Bürger in den unterschiedlichen Versorgungsgebieten unterwegs sind. „Ihnen allen gehört heute die Anerkennung“, richtete er seine Worte an die Belegschaft. „Der gesamte Konzern der SWK Stadtwerke Kaiserslautern ist stolz auf sein Konzernmitglied WVE!“ Den bisherigen Geschäftsführern „und richtigen Leuten am Steuerruder“ dankte Vollmer für ihr unternehmerisches Geschick und das Gespür für neue potentielle Geschäftsfelder, ohne die die WVE nicht so gewachsen wäre.

Auch der anschließende Festredner Professor Franz-Josef Radermacher, Vorstand des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung Ulm, lobte die hohe Qualifizierung und das außergewöhnliche Engagement der WVE in Bezug auf den Klimaschutz. Damit nehme die WVE eine wichtige Vorreiterrolle wahr.

https://www.wve-kl.de/index.php?id=80&tx_ttnews%5Btt_news%5D=36&cHash=4edb98ec1b962d5a1101e8368ddacf0c
 
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Fulda: Hochwasserschutzmaßnahmen im Engelhelmsbachtal sind fertiggestellt

Offizielle Inbetriebnahme durch Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner und Künzells Bürgermeister Timo Zentgraf Mit der Fertigstellung des Hochwasserrückhaltebeckens in Bronnzell sind die umfangreichen Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz im Engelhelmsbachtal abgeschlossen. Bereits im Jahr 2017 waren ein Rückhaltebecken unterhalb von Pilgerzell (Grottenweg) und ein weiteres unterhalb von Engelhelms (Alte Mühle) fertiggestellt worden. Anschließend wurden in 2018 das neue nun vergrößerte Brückenbauwerk in der Mühlstraße, Engelhelms, und ein weiteres Rückhaltebecken oberhalb von Pilgerzell gebaut. Insgesamt wurde mit den 4 Staubecken ein Hochwasserrückhaltevolumen von ca. 36.000 m³ geschaffen. „Durch dieses Speichervolumen werden die Wassermassen bei extremen Starkregenereignissen gepuffert. In Verbindung mit der Gewässeraufweitung in Engelhelms werden damit die Überflutungsrisiken in den Ortsteilen erheblich gemindert. Wenngleich in Anbetracht der immer extremer werdenden Wetterlagen auch hiermit kein 100 %-iger Schutz erreicht werden kann, erhöhen wir aber das Schutzniveau“, erläuterte der Verbandsvorsitzende des Abwasserverbandes Fulda, Stadtbaurat Daniel Schreiner. Im Rahmen der Planungen wurde großer Wert auf die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes gelegt. Insbesondere galt es die ökologische Durchgängigkeit des Engelhelmsbach zu wahren und die Baumaßnahmen möglichst naturnah zu gestalten. Die Baukosten des Gesamtprojektes beliefen sich auf insgesamt 2,95 Mio. Euro, davon wurden 2,34 Mio. Euro im Rahmen der Landesförderung mitfinanziert. Bürgermeister Zentgraf und Stadtbaurat Schreiner waren sich einig: „Ohne die großzügige Förderung durch das Land Hessen wäre dieses Vorhaben nicht zu stemmen gewesen“, und richteten ihren ausdrücklichen Dank hierfür stellvertretend an den Leiter der Umweltabteilung des Regierungspräsidium Kassel in Bad Hersfeld, Winfried Hausmann. Gleichzeitig dankten sie der Umweltabteilung in Bad Hersfeld als Genehmigungs- und Überwachungsbehörde für die überaus gute Zusammenarbeit bei der Abwicklung des Projektes. Der Stadtbaurat und der Bürgermeister lobten die nun fertiggestellten Bauwerke als Vorzeigeprojekt einer gelungenen kommunalen Zusammenarbeit unter der Federführung des Abwasserverbandes Fulda und bedankten sich bei allen am Projekt Beteiligten, insbesondere den Baufirmen, den Ingenieurbüros und nicht zuletzt bei den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bürgermeister Zentgraf nutzte die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass für die Gemeinde Künzell der Hochwasserschutz in Engelhelms noch nicht abgeschlossen ist. Es ist geplant auch die Abflusssituation an den Ortsrändern in den Bereichen der Feldstraße und der Eichstraße unterhalb des Sportplatzes zu optimieren. Weiterhin soll am östlichen Ortsrand mit der Verlegung des Steinbaches und der Schaffung von Rückhalteraum die Situation verbessert werden. „Wir sind hier allerdings noch auf die Mithilfe und Zustimmung einiger Grundstückseigentümer angewiesen“, so der Bürgermeister abschließend.

https://www.abwasserverband-fulda.de/newsreader-v2/hochwasserschutzmassnahmen-im-engelhelmsbachtal-sind-fertiggestellt.html
 
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Dresden: Stadtreinigung und Stadtentwässerung starten Info-Offensive

Frank Siebert (SRD): „Seit Ende 2016 sind die Apotheken nicht mehr verpflichtet, alte Medikamente entgegenzunehmen. Das Rücknahme- und Entsorgungssystem REMEDICA für die fachgerechte Entsorgung von Altmedikamenten wurde eingestellt. Umso wichtiger ist es, die Verbraucher darüber aufzuklären, wie alte Medikamente umweltgerecht entsorgt werden sollten: Diese gehören in die Restmülltonne. Auch flüssige Arzneimittel sind in der geschlossenen Flasche über den Restmüll zu entsorgen. Auf keinen Fall dürfen alte Medikamente in die Toilette oder den Ausguss gekippt werden.“

Ein Müllfahrzeug der SRD fährt ab sofort mit dem Bild eines Rentners durch Dresden, der mit runtergelassener Hose auf einer Mülltonne sitzt. Der Spruch dazu: „Macht doch auch keiner.“ Das Foto stammt aus der vielbeachteten Kampagne der Stadtentwässerung Dresden, die seit 2017 mit deftigen Sprüchen und witzigen Plakaten zum Schmunzeln und Nachdenken einlädt. Sämtliche Motive und Informationen findet man unter www.kein-muell-ins-klo.de.
Seit diesem Sommer können Dresdner Schulen, Vereine und Festveranstalter einen kostenlosen WC-Trailer der Stadtentwässerung Dresden ausleihen, der über das Thema aufklärt. „Eine aktive Werbung, die gut ankommt“, so Gunda Röstel. „Wir hatten den Hänger u. a. beim Elbhang- und Dresdner Stadtfest im Einsatz. Die Reaktionen auf die witzige Gestaltung sind durchweg positiv. Insgesamt war das rollende WC bereits 10 Mal auf Festen unterwegs.“
Wichtige Kooperationspartner, um zielgenau zu informieren, sind dabei Ärzte und Apotheker. So findet bspw. am 11. Oktober 2019 ein zertifiziertes Fortbildungsangebot für Ärztinnen und Ärzte zum Thema „Arzneimitteleinnahme und Gewässerschutz“ auf der Kläranlage statt.

Rund 100 Dresdner Apotheken bieten ihren Kunden seit dieser Woche darüber hinaus kostenlose Papiertüten an. Sie zeigen den Weg zur richtigen Entsorgung alter Medikamente und appellieren für einen bewussten Umgang mit Arzneimitteln.
Gunda Röstel: „Wir haben in Kanalisation und Klärwerken immer häufiger mit Dingen zu kämpfen, die nicht in die Toilette gehören. Die Aufklärung darüber ist eine wesentliche Säule unserer Öffentlichkeitsarbeit. Jährlich besuchen 7.000 Gäste unser Klärwerk – darunter viele Schulklassen. Spätestens am Rechen wird das Problem für alle Besucher offensichtlich, wenn Feuchttücher und Nahrungsmittel wieder auftauchen. Doch das Problem mit Medikamenten ist komplexer.“

Weitere Aufbereitungsstufen am Ende der Kette – Stichwort 4. Reinigungsstufe – stehen ebenso in der bundesweiten Diskussion wie die Vermeidung und Verminderung von umweltschädlichen Einträgen an der Quelle. Ein auch wirtschaftlich spannendes Thema hierbei – die Forschung und Entwicklung biogener Grundstoffe für die Pharma- und Chemieindustrie. Auch deshalb beteiligt sich die Stadtentwässerung Dresden an Forschungsprojekten und dem nationalen Wasserdialog. „Die Wasserwirtschaft darf nicht zum Reparaturbetrieb unserer Gesellschaft werden“, so das Credo von Gunda Röstel.

https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/ueber-uns/meldungen/detail.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=71&cHash=a892634be1ab1fcf460d8564f7fb1087

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Wupperverband: Kläranlage Burg – Die Bauarbeiten sind abgeschlossen

90 Prozent des Strombedarfs werden aus Klärgas selbst erzeugt Der umfangreiche Umbau der Wupperverbands-Kläranlage in Solingen-Unterburg ist abgeschlossen. Seit 2014 hatte der Verband seine viertgrößte Kläranlage im laufenden Betrieb technisch auf den neuesten Stand gebracht. Die Zielsetzung war, dass die Anlage im Zuge einer umfassenden technischen Sanierung auch auf unterschiedliche Zulaufmengen aus dem Einzugsgebiet angepasst wird und noch energieeffizienter arbeitet. Daher war die Energieoptimierung ein wichtiger Aspekt der Umbauarbeiten. Im Bereich der mechanischen und biologischen Reinigungsstufen wurde die Maschinen- und Elektrotechnik sowie die elektronische Mess-, Steuer- und Regeltechnik erneuert. Neu installierte Leitwände in diversen Becken und stillgelegte Becken führen zu einer angepassten Betriebsführung an die vorherrschenden Zulaufbedingungen und Auslastung der Kläranlage. Außerdem hat der Wupperverband die Nachklärbecken und die Schlammeindickung optimiert. Seit 1980 wird auf der Kläranlage aus dem im Faulbehälter anfallenden Klärgas Strom erzeugt. Im Zuge der Sanierung hat der Wupperverband ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) installiert. Mit dem neuen BHKW werden pro Jahr rund 2,4 Mio. kWh Strom aus Klärgas erzeugt. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 600 Vier-Personen-Haushalten. Durch das gesamte Maßnahmenpaket verbraucht die Kläranlage nun jährlich rund 600.000 kWh weniger an Strom als zuvor. Rund 90 Prozent des benötigten Stroms wird nun auf der Kläranlage selbst erzeugt. So leistet der Wupperverband durch die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien einen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Die Bauarbeiten waren im Juni 2019 abgeschlossen. Die Kosten für das Projekt betragen 9,3 Mio. Euro. In der Kläranlage Burg werden pro Jahr rund 6,7 Mio. Kubikmeter Abwasser gereinigt. Angeschlossen sind Ortsteile der Kommunen Remscheid, Solingen, Wermelskirchen und Leichlingen. Die Ausbaugröße beträgt 120.000 Einwohnerwerte, d.h. angeschlossene Einwohner und Unternehmen. Die Anlage ging 1962 in Betrieb. In den Jahren 1977 bis 1980 wurde sie zu einer biologischen Kläranlage ausgebaut. Ein weiterer großer Meilenstein war der Ausbau in den Jahren 1997 bis 2002. Seitdem werden die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor noch besser aus dem Abwasser entfernt. Der Ausbau der großen Wupperverbands-Kläranlagen zur Entfernung dieser Nährstoffe bildete die Grundlage dafür, dass sich die Wasserqualität der Wupper deutlich verbessern konnte. Heute sind sogar wieder rund 30 Fischarten in der ehemals stark verschmutzten Wupper zu finden.

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_pm_ka_burg_20190820.html
 
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Stuttgart: Tag der offenen Tür im Gruppenklärwerk Ditzingen

Seit 2013 wurden die mechanische und biologische Stufe des Gruppenklärwerks Ditzingen mit einem Investitionsaufwand von 23 Millionen Euro auf den neuesten technischen Stand gebracht. In den ersten Bauabschnitten hat die SES die Rechenanlage erneuert, einen neuen Sandfang erstellt, die Vorklärbecken und die Becken zur Stickstoffentfernung saniert, neue Gebläse installiert und neue Elektroschalträume gebaut. Daran anschließend folgte der Bau von zwei neuen Nitrifikationsbecken als Ersatz für fünf ältere kleinere Becken.
Zum Tag der offenen Tür sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, sich ein Bild vom Ergebnis der umfangreichen Erneuerungsmaßnahmen zu machen.

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aktuelles/veranstaltungen-der-ses/?L=0
 
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Ruhrverband: schließt umfassende Sanierung der Pumpwerke Bochum-Dahlhausen ab

Investition von rund 750.000 Euro in die Zukunftssicherheit der Betriebsanlagen

Der Ruhrverband hat im Sommer 2019 die in mehreren Bauabschnitten vollzogene umfassende Sanierung seiner beiden Pumpwerke in Bochum-Dahlhausen abgeschlossen. Am Schmutzwasser-pumpwerk aus dem Jahr 1925 wurden zahlreiche Betonteile, die Fassade und das Dach instandgesetzt und eine Asbestsanierung vorgenommen.
Das im Jahr 1981 errichtete Regenwasserpumpwerk hat über die Erneuerungen an Fassade und Dach hinaus auch neue elektrische Schaltanlagen für die Mittel- und Niederspannungsverteilung erhalten. Die Elektro- und Maschinentechnik des älteren Schmutzwasserpumpwerks war bereits vor knapp 20 Jahren komplett erneuert worden.
Die Pumpwerke liegen inmitten eines so genannten Poldergebiets – das bedeutet, dass sowohl das Regenwasser als auch das im umliegenden Wohngebiet anfallende Abwasser nicht frei abfließen kann, sondern immer gepumpt werden muss. Aus diesem Grund musste die Sanierung im laufenden Betrieb vorgenommen werden.
Nach dem Abschluss der auf mehrere Jahre angelegten Baumaßnahme sind die Betriebsanlagen wieder auf dem aktuellen Stand der Technik und zukunftssicher. Insgesamt hat der Ruhrverband 750.000 Euro in die Sanierung investiert.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///ruhrverband-schliesst-umfassende-sanierung-der-pumpwerke-bochum-dahlhausen-ab/

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OOWV: investiert fast zwölf Millionen Euro in Abwasserreinigung vor Ort

Kläranlage Esens: Modernisierung und Ausbau für die Daseinsvorsorge in der Region Start frei für die Modernisierung der Kläranlage in Esens: Bis Oktober erneuert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) die vollständige Räumertechnik im ersten Nachklärbecken. Wegen dieser Arbeiten wird es für einen Zeitraum von etwa sechs Wochen vollständig entleert. Die Abwasserreinigung kann ohne Einschränkung fortgesetzt werden. Hierfür wird das stillgelegte zweite Nachklärbecken wieder in Betrieb genommen. Zunächst investiert der OOWV rund 910 000 Euro. Die Pläne reichen aber bereits weiter: Bis voraussichtlich zum Jahr 2024 fließen weitere elf Millionen Euro in die Abwasserreinigung in der Region. Darüber informierten am Donnerstag Harald Hinrichs (Samtgemeindebürgermeister Esens), Hermann Schmidt (Untere Wasserbehörde Landkreis Wittmund), Christoph Kraft (OOWVRegionalleiter Landkreis Wittmund), Projektingenieur Gerold Eiben und Kläranlagenleiter Jan Kowalewsky in einem Pressegespräch. „Was detailreich auf Plänen zu erkennen ist, wird jetzt konkret umgesetzt: Wir investieren kräftig in den Standort, um die Abwasserentsorgung auf Dauer zu sichern. Gleichzeitig liefern wir ein Bekenntnis zu unserer Partnerschaft mit der Samtgemeinde, die uns im Jahr 2000 die Abwasserentsorgung anvertraut hat“, sagte Christoph Kraft. Das seit über 20 Jahren stillgelegte zweite Nachklärbecken kann künftig wieder dauerhaft genutzt werden. Gerold Eiben, Jan Kowalewsky und Anlagenkoordinator Reiner Ballmann haben ein aufwändiges Reaktivierungskonzept entwickelt, um die alten Anlagenteile ins bestehende System einzubinden. So steht sie künftig beispielsweise auch bei Starkregenereignissen entlastend zur Verfügung. „Die Einbindung eines zweiten Nachklärbeckens wird eine wesentliche Erhöhung der Betriebssicherheit im Hinblick auf die Einleitgrenzen ins Gewässer haben. Dadurch zeigt der OOWV ein großes Engagement, um die Belastung der Gewässer zu reduzieren und somit die Umwelt zu schützen“, sagte hierzu Hermann Schmidt von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Wittmund. „Im ersten Nachklärbecken erneuern wir das komplette Räumertechnik mit dem gesamten Mittelbauwerk“, erläuterte Gerold Eiben die aktuelle Maßnahme. Sie ist der Auftakt für eine grundlegende Ertüchtigung der Kläranlage Esens. Bis zum Jahr 2024 wird sie umfangreich ausgebaut. Die Kapazität einer Kläranlage bemisst sich am sogenannten Einwohnerwert. In Esens bewältigt sie aktuell das Abwasser für 20.000 Einwohner. Durch den Umbau steigt die Kapazität auf 25.000 Einwohnerwerte. Hintergrund ist der Anschluss weiterer Teile der Gemeinden Dunum, Moorweg und Stedesdorf. Dafür investiert der OOWV 3,5 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Kläranlage sowie 7,5 Millionen Euro in den Leitungsbau für die Gemeindeanschlüsse. Bürgermeister Harald Hinrichs freut sich über die Entwicklung: „Durch diese Maßnahmen ist die zukünftige Abwasserreinigung gesichert. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge. Die Samtgemeinde ist dadurch für ihre weitere Entwicklung und ein weiteres Wachstum sehr gut aufgestellt.“

Mehr:
https://www.oowv.de/fileadmin/user_upload/oowv/content_pdf/presse/85-2019_Modernierung_Kl%C3%A4ranlage_Esens.pdf

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Köln: StEB starten mit 13 Azubis und einem dualen Studenten ins Ausbildungsjahr 2019

Auch in diesem Jahr bilden die StEB Köln wieder talentierte Nachwuchskräfte aus. Insgesamt 13 Auszubildende sowie ein neuer Dualer Student der Wirtschaftsinformatik haben am 01.09.2019 ihre Ausbildung bei den StEB Köln begonnen. Sie lernen in den nächsten zwei bis dreieinhalb Jahren alle wichtigen Fähigkeiten und Inhalte, die sie für ihre zukünftigen Berufe brauchen.
Vorstand Otto Schaaf begrüßt die neuen Mitarbeitenden: „Es gab selten so viele gute Gründe wie heute, auf eine erfolgreiche und zukunftsweisende Ausbildung zu setzen. Die Azubis von heute sind die qualifizierten Fachkräfte von morgen. In den Umweltjobs, die wir anbieten, kann man professionell und tagtäglich zum Umwelt- und Naturschutz beitragen.“

https://www.steb-koeln.de/Aktuelles/StEB-Köln-starten-mit-13-Azubis-und-einem-dualen-Studenten-ins-Ausbildungsjahr-2019.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp

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HAMBURG WASSER etabliert erstmalig Live-Karte mit Niederschlagsmengen für Hamburg

Hitzewellen, starke Regenereignisse und Stürme gehören zu den Folgen des Klimawandels, die mit großer Wahrscheinlichkeit vermehrt auf uns zukommen werden. Die Regenmengen sollen sich zwar auf wenige Regentage verteilen, aber an denen wird mehr Niederschlag fallen. Insbesondere Starkregenereignisse können große Schäden verursachen, wie das Unwetter am Himmelfahrtstag 2018 in Hamburgs Südosten gezeigt hat. Gegen diese Starkregenereignisse gilt es sich für die Zukunft zu wappnen. HAMBURG WASSER misst nun die Regenmengen über Hamburg in Echtzeit und berechnet daraus einen Index für Starkregen. Anhand dieser Messgröße und einer Live-Karte ordnet HAMBURG WASSER Regenmengen besser verständlich und vergleichbar ein und macht auf Präventionsmaßnahmen gegen Überflutungen aufmerksam. Für Starkregen wurde 2015 innerhalb der Wasserwirtschaft eine Skala von eins bis zwölf entwickelt, anhand der man die Intensität von Starkregen – ähnlich der Windstärke – einordnen und benennen kann. HAMBURG WASSER berechnet alle fünf Minuten aus eigenen Messdaten und Daten des Deutschen Wetterdienstes ein exaktes Abbild des Regengeschehens über Hamburg. Die Regeninformationen werden in einer Live-Stadtkarte unter www.hamburgwasser.de/starkregen veröffentlicht. Fällt Regen, färbt sich die Live-Karte im entsprechenden Stadtgebiet von hellblau (Schietwetter) bis violett (extremer Starkregen) ein. Zusätzlich zeigt die Karte die aktuelle Regenmenge und ordnet sie dem Starkregenindex zu.

Eine Archivfunktion ermöglicht darüber hinaus, die Intensität vergangener Regenfälle exakt zu benennen. Der neue Starkregenindex sowie die Live-Karte sollen nicht nur die Bevölkerung für Starkregen und die zu erwartenden Auswirkungen sensibilisieren, sondern auch eine einheitliche Einordnung etablieren. HAMBURG WASSER möchte auch an die Wohnungswirtschaft sowie Eigentümer appellieren, Präventions- und Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um ihre Immobilien vor Überflutungen durch Starkregen zu schützen. Städtebauliche Maßnahmen wie die Entsiegelung von Flächen und die Entwicklung von Hamburg zur Schwammstadt (wie z.B. mit Gründächern) sind das langfristige Ziel, das HAMBURG WASSER zusammen mit der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) im Projekt RISA (https://www.risa-hamburg.de/startseite/) verfolgt.

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/hamburg-wasser-etabliert-erstmalig-live-karte-mit-niederschlagsmengen-fuer-hamburg/
 
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Wupperverband: Bundestagsabgeordneter absolviert Praxistag im Wupperverband

Helge Lindh besuchte einen Tag lang die Arbeitsbereiche des Verbands und zeigte sich beeindruckt von den Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit.
Pressemitteilung Helge Lindh, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für Wuppertal, absolvierte am vergangenen Dienstag einen Praktikumstag beim Wupperverband. Auf dem Programm standen neben Gesprächen mit Wupperverbands-Vorstand Georg Wulf ein Rundgang auf der Kläranlage Buchenhofen, eine Besichtigung der Wupper-Talsperre sowie der renaturierten Wupper im Bereich Laaken beim Standort des Familienunternehmens Vorwerk. Angesichts anhaltender bundesweiter Diskussionen um (Grund-)Wasserbelastungen, Umwelt- und Klimaschutz und Trockenperioden ein hoch aktueller Gesprächstermin, der für beide Seiten einen intensiven Austausch beinhaltete.
Auf der ersten Station führte Martin Freund, Bereichsleiter Siedlungswasserwirtschaft, den Abgeordneten über die Kläranlage Buchenhofen. Lindh zeigte sich angesichts der Großkläranlage und der Klärschlammverbrennungsanlage an diesem Standort beeindruckt: „Dass der Wupperverband aus eigenem Antrieb an energieautarken Kläranlagen arbeitet, zeigt die Zukunftszugewandtheit unserer regionalen Wasserwirtschaft und ihre Verbundenheit zum Lebensraum Wupper.“ In Buchenhofen konnte sich Lindh zudem selbst ein Bild von den zukünftig anstehenden Arbeiten machen.
Aber auch Herausforderungen für die regionale Wasserversorgung und Ansprüche an die politischen Entscheidungsträger wurden im Praktikum nicht ausgespart.

Georg Wulf: „Die steigende Belastung des Wassers mit Medikamentenrückständen, Mikroplastik und Co. stellt die Kläranlagen zunehmend vor Herausforderungen. Hier darf man nicht nur auf das Ende der Kette, die Abwasserreinigung, blicken.“

Helge Lindh ergänzt: „Das Beispiel der Wasserwirtschaft illustriert viele der negativen Folgen der hochmodernen Industriegesellschaft. Auch die Produzenten von Schadstoffen müssen stärker in die Verantwortung genommen werden, um die Wasserqualität dauerhaft sichern zu können.“

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_hvalberamy.html
 
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Witten-Heven: Kläranlage wird vollständig zurückgebaut

Nachfolgende Nutzung des Ruhrverband-Grundstücks noch offen

Der Ruhrverband reißt nun auch die noch verbliebenden Komponenten der ehemaligen Kläranlage Witten-Heven ab. Zuletzt standen noch der 24 Meter hohe Faulbehälter sowie das Betriebsgebäude, nachdem das Gros der Bauwerke bereits nach der Stilllegung im Jahr 2001 abgebrochen worden war.
Die Kläranlage Witten-Heven an der Herbeder Straße wurde seit 1964 betrieben; ursprünglich waren rund 117.000 Einwohnerinnen und Einwohner angeschlossen. Aber bereits seit 2001 wird das in Witten anfallende Abwasser zur Kläranlage Bochum-Ölbachtal übergeleitet und dort behandelt. Zuvor hatte der Ruhrverband ein neues Pumpwerk auf dem Kläranlagengrundstück errichtet und eine Druckleitung gebaut. Ein ehemaliges Nachklärbecken wurde zusätzlich zum Regenüberlaufbecken umgebaut, ehe die meisten nicht mehr benötigten Bauwerke der Kläranlage Witten-Heven abgerissen wurden.
Lediglich der 3.600 Kubikmeter Inhalt fassende Faulbehälter und das Betriebsgebäude blieben erhalten. Ursprüngliche Planungen aus dem Jahr 2002 sahen eine Nutzung des Faulbehälters als Tauchturm vor. Mehreren potenziellen Investoren war es allerdings nicht gelungen, ein tragfähiges und finanzierbares Konzept zu erstellen. Ende 2017 wurde das Projekt daher endgültig aufgegeben.
Der jetzt noch laufende Abbruch dient der Verkehrssicherung, da die Bausubstanz zunehmend maroder wird. Erste Gespräche mit der Stadt Witten über eine mögliche Nutzung des Grundstücks haben bereits stattgefunden; wie genau die Folgenutzung aussehen könnte, ist derzeit allerdings noch nicht abschließend geklärt.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///klaeranlage-witten-heven-wird-vollstaendig-zurueckgebaut/

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Stuttgart: Die Stadtentwässerung klärt auf!

Im Zuge der Diskussionen zum Klimawandel gerät die Nutzung von Abwasserwärme seit einiger Zeit wieder verstärkt in den Blick von Öffentlichkeit und Politik. Zugleich wird diese Technologie aufgrund steigender Energiepreise einerseits und dem technologischen Fortschritt im Bereich der Wärmepumpen und Wärmetauscher andererseits zunehmend wirtschaftlich interessant.
In der Landeshauptstadt Stuttgart sind folgende Gebäude bereits mit der Technologie zur Abwasserwärmenutzung ausgestattet:
• StadtPalais
• Innenministerium Baden-Württemberg
• Württembergische Landesbibliothek
• Terrot-Areal
• Neckarpark (ab Herbst 2021)

PDF-Download: Umweltinfo der Stadtentwässerung Stuttgart/Tiefbauamt Stuttgart

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aktuelles/news/titel/die-stadtentwaesserung-stuttgart-klaert-auf/?L=0&cHash=1772f1c0e00076351e74f55b09bc8c4f
 
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Schalksmühle: überträgt ihre Abwasserbeseitigungspflicht auf den Ruhrverband

Keine Änderungen für die Bürgerinnen und Bürger – Gebührenhoheit bleibt bei der Gemeinde

Die Gemeinde Schalksmühle hat ihre Abwasserbeseitigungspflicht gemäß § 52, Abs. 2 Landeswasser-gesetz Nordrhein-Westfalen auf den Ruhrverband übertragen. Die offizielle Übergabe des Kanalnetzes durch den Schalksmühler Bürgermeister Jörg Schönenberg an Prof. Norbert Jardin, Vorstand Technik des Ruhrverbands, fand am 26. Juli 2019 in Schalksmühle im Beisein von Reinhard Voss (Kämmerer der Gemeinde Schalksmühle), Oliver Emmerichs (Leiter des Fachbereichs Bauverwaltung), Harro Feckler (Regionalbereichsleiter Süd des Ruhrverbands) und Michael Menke (Geschäftsführer der Ruhrverbands-Tochtergesellschaft RWG Ruhr-Wasserwirtschafts-Gesellschaft mbH) statt. Die Mitglieder des Schalksmühler Gemeinderates hatten zuvor einstimmig für die Entscheidung votiert. Vorbehaltlich der wasserwirtschaftlichen Prüfung durch die Bezirksregierung und der verbandsrechtlichen Genehmigung durch das NRW-Umweltministerium soll die Übertragung zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.

„Die Kanalnetzübertragung auf den Ruhrverband gewährleistet auch in Zukunft die wirtschaftliche und sichere Abwasserentsorgung, ohne dass wir die Zuständigkeit für die Gebührenfestsetzung und unsere Planungshoheit verlieren“, sagt Bürgermeister Jörg Schönenberg über die Vereinbarung. Auch aus Sicht von Ruhrverbandsvorstand Prof. Norbert Jardin gibt es zahlreiche Vorteile: „Durch die zukünftig ganzheitliche Aufgabenwahrnehmung im Bereich Abwasser wird der Ruhrverband Synergien erschließen, die allen Bürgern und Bürgerinnen zugutekommen werden.“
Der Landtag hat die NRW-Kommunen im Juli 2016 wieder in die Lage versetzt, ihre Aufgabe des Sammelns und Fortleitens von Abwasser auf den sondergesetzlichen Wasserverband zu übertragen, bei dem sie Mitglied sind. Diese so genannte „Kanalnetzoption“ war auch in vergangenen Jahren von einigen Kommunen erfolgreich praktiziert, aber 2007 gesetzlich eingeschränkt worden. Mit der Novelle des Landeswassergesetzes von 2016 haben die Kommunen diese Gestaltungsmöglichkeit zurückerhalten.

Mit der Übertragung der Aufgabe geht auch das wirtschaftliche Eigentum am Kanalnetz der Gemeinde Schalksmühle auf den Ruhrverband über. Dafür zahlt der Verband der Gemeinde einen Ausgleichsbetrag in Höhe von 23 Millionen Euro.
Für die Bürgerinnen und Bürger in Schalksmühle wird sich nichts ändern. Die Gebührenhoheit und die Ausstellung der Gebührenbescheide verbleiben nach wie vor bei der Gemeinde, die darüber hinaus auch weiterhin das Abwasserbeseitigungskonzept erstellt und damit die Planungshoheit behält. Die Kosten für den Betrieb des Kanalnetzes (Personalkosten, Materialkosten, Kapitalkosten) stellt der Ruhrverband als Sonderbeitrag in Rechnung.
Dem Ruhrverband bietet sich durch die Kanalnetzoption die Chance, seine wasserwirtschaftlichen Kernaufgaben sinnvoll abzurunden. Er verfügt mit seiner mehr als 100-jährigen Unternehmensgeschichte über umfassende Erfahrungen in der Abwasserbeseitigung sowie über spezialisiertes Fachwissen in der gesamten Siedlungsentwässerung. Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb der Kanalisation und der damit eng verknüpften Niederschlagswasserbehandlungsanlagen und Kläranlagen aus einer Hand zu erledigen, bietet große Vorteile sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht.

Als Körperschaft des öffentlichen Rechts darf der Ruhrverband keine Gewinne erzielen und unterliegt den gleichen steuerlichen Rahmenbedingungen wie die Kommunen. Der Ruhrverband steht für Gebühren-stabilität und nachhaltigen Substanzerhalt ebenso wie für eine hohe Qualität und Effizienz in der Aufgabenerledigung. Dies ist gerade in einer Zeit, in der auf die Betreiber von Abwasseranlagen durch zahlreiche Gesetze und Verordnungen neue Anforderungen im Hinblick auf die Überwachung, Zustands-erfassung und bauliche Sanierung von Kanalisationen zukommen, von besonderer Bedeutung.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///gemeinde-schalksmuehle-uebertraegt-ihre-abwasserbeseitigungspflicht-auf-den-ruhrverband/

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Saarbrücken: „Pumpenkiller“: Feuchttücher legen Kläranlagen lahm

Feuchttücher werden für Kläranlagen zum Problem. Der Entsorgungsverband Saar (EVS), er betreibt landesweit 140 Pumpen, braucht pro Jahr zwischen 300 000 und 500 000 Euro extra – für die zusätzliche Reinigung, das Ausbauen und Reparieren von Anlagenteilen und die Entsorgung. „Die kleinen Tüchlein sehen vielleicht harmlos aus, aber in der Summe sind sie extrem schädlich“, sagte EVS-Sprecherin Marianne Lehmann.
Problem der „Pumpenkiller“ oder „Pumpenwürger“: Feuchttücher bestehen meist aus langfaserigem Polyester, Viskose oder Baumwolle. Sie sind anders als Toilettenpapier extrem reiß- und vor allem wasserfest. Deshalb entwickeln …mehr:

https://www.t-online.de/nachrichten/id_86206742/-pumpenkiller-feuchttuecher-legen-klaeranlagen-lahm.html

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Ruhrverband: optimiert Kläranlage Eslohe-Bremke betrieblich und energetisch

1,7-Millionen-Euro-Projekt soll Mitte 2020 abgeschlossen sein

Ein umfangreiches Bauvorhaben hat sich der Ruhrverband auf die Fahnen geschrieben: Die Kläranlage Eslohe-Bremke soll umgebaut und aus energetischer sowie betrieblicher Sicht optimiert werden. In Bezug auf die energetischen Maßnahmen werden zwei Belebungsbecken von Oberflächen- auf Druckluftbelüftung umgestellt. Der Einsatz zweier energetisch günstigerer Gebläse soll demnach eine Einsparung von rund 260.000 Kilowattstunden pro Jahr bringen. Darüber hinaus wird die Abwärme der Gebläse zur Beheizung von Gebäuden über Wärmetauscher genutzt.
Aber auch aus betrieblicher Sicht ist der Umbau sinnvoll. Durch die Verbreiterung des Rechengerinnes wird die hydraulische Situation des Kläranlagenzuflusses verbessert. Auch die Rechenanlage wird optimiert: Ein neuer Harkenumlaufrechen mit sechs Millimetern Spaltweite löst den störanfälligeren Filterstufenrechen ab. Damit der im Prozess anfallende Stickstoff besser abgebaut werden kann, wird ein Belebungsbecken zur nachgeschalteten Denitrifikation umgebaut. Unter Denitrifikation versteht man die Umwandlung des im Nitrat gebundenen Stickstoffs zu molekularem Stickstoff und Stickoxiden durch Bakterien. Es folgt die Errichtung einer maschinellen Überschussschlamm-Eindickung sowie eines Schlammstapelbehälters zur Reduzierung der abzufahrenden Klärschlammmenge. Außerdem wird eine Mehrzweckhalle errichtet, in der unter anderem die Kapselung der Schlammentwässerung stattfinden soll.

Im September soll die Schlammbehandlung in Betrieb genommen werden und der Umbau des Belebungsbeckens beginnen. Im Dezember dieses Jahres erfolgt dann die Inbetriebnahme des dritten Belebungsbeckens (Denitrifikation), ehe zu Beginn des kommenden Jahres die weiteren Belebungsbecken umgebaut werden. Das knapp 1,7 Millionen Euro teure Umbauprojekt soll Mitte 2020 abgeschlossen sein.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///ruhrverband-optimiert-klaeranlage-eslohe-bremke-betrieblich-und-energetisch/

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POING/FINSING: Große Veränderungen stehen beim kommunalen Gemeinschaftsunternehmen VE|MO mit Sitz in Poing bevor

Ende Juli startet eine über mindestens fünf Jahre laufende Großbaustelle in Finsing auf dem Gelände der Kläranlage in die erste Phase.

Wie bereits berichtet, wachsen die drei Landkreise zu denen die 13 Trägergemeinden von VE|MO gehören derzeit stark. Diese Entwicklung ist Ursache für die notwendige Erweiterung der Kapazitäten der Kläranlage des Entsorgungsunternehmens. Von einer Kapazität von bisher 135.000 Einwohnerwerten wird die Anlage auf die Aufnahme von 200.000 Einwohnerwerten vergrößert. Mehr Menschen im Einzugsgebiet bedeuten auch eine steigende Nachfrage für die Ver- und Entsorgung.

Bereits seit Ende 2018 laufen daher die Planungen für das komplexe Bauvorhaben. Komplex ist hierbei nicht nur die Planung im Bestand auf begrenzter Fläche, sondern auch die betriebliche Integration und Abwicklung der Bauarbeiten. Thilo Kopmann, Vorstand bei VE|MO erläutert dazu: „Es werden hierzu immer wieder Provisorien erforderlich werden, die die Betriebsmöglichkeiten der Kläranlage einschränken. Die Bauabläufe müssen jedoch so geplant werden, dass wir unsere Entsorgungsaufgabe stets zuverlässig erfüllen können.“

Auf die Auswirkungen auf Gebühren und Beiträge angesprochen, räumt Kopmann ein: „Den örtlichen Gegebenheiten geschuldete massive bauliche Erweiterungen gibt es nicht zum Nulltarif.“ Er erklärt dazu, dass bereits im Vorfeld bestehende Möglichkeiten zur Kostenminimierung geprüft und umgesetzt wurden. Einsparungen ergeben sich beispielsweise aus einer Prüfung der Planung der Bauabläufe auf Effizienz und Synergien sowie aus der öffentlichen Ausschreibung der Arbeiten. „Am Ende muss jedoch beides stimmen: Qualität und Preis der Erweiterungen“ fasst der Vorstand zusammen.

Nach erfolgreicher öffentlicher Ausschreibung starten nun die Bauarbeiten in die erste von fünf Phasen. In der Zeit von Juli 2019 bis Februar 2021 wird ein neues Belebungsbecken erstellt. Teilschritte sind dabei
1. Ab Mitte Juli 2019 startet die Bauvorbereitung. Der Erdaushub-, die Spundungs- und Betonarbeiten für das Belebungsbecken dauern bis Ende 2019.

2. Bis Ende 2020 wird neben dem Neubau einer Gebläsestation für das neue Belebungsbecken die dazugehörige Infrastruktur, wie Leitungsbau, Schächte und Verteilerbauwerk den neuen Anforderungen angepasst.
3. Zeitgleich wird bis Ende 2020 ein neuer Sand- und Fettfang gebaut und die dazugehörige Infrastruktur/Leitungsbau bis Mitte 2020 erweitert.

Während der Bauarbeiten, die sowohl technisch als auch organisatorisch auf ein Mindestmaß an Störungen für die Umgebung begrenzt werden, können Lärm- und Verkehrsbeeinträchtigungen im unmittelbaren Umfeld der Baustelle in Neufinsing naturgemäß nicht gänzlich vermieden werden. Die nächsten Anlieger wurden bereits über die Abläufe informiert. Wenn es aber doch einmal Informationsbedarf, ein Anliegen oder eine Beschwerde gibt, steht bei VE|MO ein Ansprechpartner bereit: Dr. Swantje Schlederer ist unter der Rufnummer 08121-701-342 während der Geschäftszeiten erreichbar und kümmert sich um die Anliegen. Es ist geplant, regelmäßig über den Fortschritt der Bauarbeiten zu berichten.

https://gku-vemo.de/?id=5d414653
 
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OOWV: Start für 15 neue Auszubildende beim OOWV

Künftige Fachkräfte für sechs Berufe

Brake. Auftakt ins Berufsleben beim OOWV: Das Unternehmen hat am 1. August am Hauptsitz in Brake 15 Auszubildende begrüßt. Sie erlernen ihr Handwerk in sechs verschiedenen Berufen: Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik, Fachkräfte für Abwassertechnik, Rohrleitungsbauer, Industriekaufleute, Fachinformatiker und Metallbauer. Die Gesamtzahl der Auszubildenden beim OOWV ist damit auf 51 gewachsen.

„Der OOWV ist auf guten Nachwuchs angewiesen, um auch in Zukunft seine wichtige Aufgabe in der Daseinsvorsorge erfüllen zu können“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer Stefan Schwanke: „Eine zuverlässige Trinkwasserversorgung und eine funktionierende Abwasserentsorgung sind elementar bedeutsam für das Leben und die Entwicklung in einer Region.“
„Wir freuen uns, auch in diesem Jahr alle Ausbildungsplätze besetzt zu haben“, sagte Janna Speckmann, Referentin für Ausbildung und Personalmarketing. Bemerkenswert sei das hohe Interesse weiblicher Auszubildender für umwelttechnische Berufe. Den Job auf einer Kläranlage erlernen in diesem Jahrgang vier Nachwuchskräfte – darunter drei junge Frauen.

https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archiv/2019/august/1/artikel/start-fuer-15-neue-auszubildende-beim-oowv/

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LANDAU: Analyse zeigt, dass Maßnahmen greifen

Beim Thema Sauberkeit ziehen alle städtischen Stellen an einem Strang. Den Erfolg der jüngsten Maßnahmen dokumentiert eine externe Sauberkeitsanalyse, deren Ergebnis dem Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) jetzt vorliegt. „Wir gehen den richtigen Weg“, ist sich Falk Pfersdorf, 2. Vorstand des kommunalen Betriebes, sicher. Denn besonders das Gesamtergebnis erfreut: Mit einem Wert von 8,9 hat sich die Stadtsauberkeit sogar auf den Weg zu sehr guten Werten gemacht; die Schwelle liegt bei 8 Punkten abwärts. Im Vorjahr dokumentierte die Erhebung ein Niveau von 9,2 Punkten. Kommunen mit vergleichbarer Struktur wie Landau liegen etwas über diesem Wert und damit in der Praxis vor Ort etwas unter dem Sauberkeitsniveau von Landau.

Neutrale Sicht wichtig
Da Sauberkeit individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen wird, hat sich der EWL bereits vor Jahren für eine neutrale Analyse entschieden. Sie wurde in 2018 und 2019 wiederholt und soll nochmals 2020 durchgeführt werden. Die Analysen führen Experten nach einem genau definierten Schema durch: Mit Tablet-PC, App und Kamera nehmen sie nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Punkte auf z.B. Plätzen, Fußgängerzone und ausgewählten Straßenzügen ins Visier. Je Analyse gibt es zwei Durchgänge. „Die Sauberkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessert, besonders die Werte der Fußgängerzone sind sehr gut“, freut sich Falk Pfersdorf. Hier zahlen sich Investitionen in den Abfallsauger und größere Abfallbehälter, häufigeres Entleeren und die gewissenhafte Arbeit der Bauhof-Mitarbeiterschaft aus. Aber es gibt auch Handlungsbedarf, besonders im Bereich des Busbahnhofes und der Edith-Stein-Grünfläche. Auch auf den Flächen rund um die Bäume am Straßenrand und in Fahrbahnbereichen mit parkenden Autos ist die Situation verbesserungswürdig, dies sind generell, auch in anderen Kommunen, immer kritische Bereiche. Die dort dokumentierten Verunreinigungen sind auch ein klarer Hinweis auf veränderte Verzehrgewohnheiten. Denn oft finden To-go-Verpackungen leider nicht den Weg in Abfalleimer, sondern landen irgendwo im Umfeld.

Maßnahmen im Schulterschluss
Mit den Ergebnissen des Gutachtens setzt sich der etablierte Arbeitskreis Stadtbildpflege auseinander, denn in Landau arbeiten dafür viele Stellen engagiert und eng vernetzt zusammen. Koordiniert wird die Arbeit über eine Stabsstelle, die beim EWL angesiedelt ist. Ab August kümmern sich dort dann zwei Mitarbeiterinnen in Teilzeit um Fragen der Straßenreinigung und der Stadtbildpflege. Ab diesem Zeitpunkt werden dann auch die verschiedenen Zuständigkeiten für Stadtsauberkeit näher untersucht.

https://www.ew-landau.de/%C3%96ffentliche-Informationen/Aktuelles/Gute-Noten-f%C3%BCr-Sauberkeit.php?object=tx,2901.5.1&ModID=7&FID=2901.7821.1&NavID=2901.11&La=1
 
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Landau: Löschübung in der Kläranlage

Feuerwehr Landau übt Umgang mit Schaum beim EWL
Viel Schaum gab es in diesen Tagen auf dem Areal der Landauer Kläranlage. Der Anlass war zum Glück nicht ernst, denn die Feuerwehr Landau hatte dort im Rahmen ihrer Regelausbildung verschiedene Möglichkeiten im Umgang mit Schaum getestet.

Damit der Löschschaum nicht in die Umwelt gelangt, sprang der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) als Gastgeber für die Übung ein. In einem eigens freigeräumten Bereich der Kläranlage wurde das Löschmittel aufgefangen und kontrolliert in die Abwasserreinigung eingeleitet.

Sehr beeindruckend wurde deutlich, dass auch beim Umgang mit diesem Löschmittel, jeder Handgriff bei den Frauen und Männern der Feuerwehr sitzt. Denn wenn es brennt, zählt jede Minute.

https://www.ew-landau.de/%C3%96ffentliche-Informationen/Aktuelles/L%C3%B6sch%C3%BCbung-in-der-Kl%C3%A4ranlage.php?object=tx,2901.5.1&ModID=7&FID=2901.7820.1&NavID=2901.11&La=1

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Kiel:2020 soll die Anlage klimaneutral sein

Klaus Reichel, Chef des Klärwerks Kiel, ist optimistisch: Bis Ende 2020 soll die von ihm geführte Anlage in Strande klimaneutral sein. Das sei ein wesentlicher Beitrag zum Erreichen der Klimaziele der Stadt Kiel, erklärte er am Freitag vor Ort. Mehrere Schritte tragen dazu bei.

Zehn Millionen Euro werden laut Stadt insgesamt investiert, um das Klärwerk moderner aufzustellen: Das braucht jährlich etwa elf Gigawattstunden Strom, kann aber schon jetzt 8,5 davon selbst erzeugen. Jetzt geht es an den Rest: „Für viele ist ja nicht so sichtbar, was hier außerhalb der Stadt passiert“, sagte Leiter Klaus Reichel.

LED-Lampen, neue Gasspeicher und -reiniger
Und zwar werden nicht nur die Lampen auf dem Gelände derzeit komplett in LED umgerüstet, wodurch 88.000 Kilowattstunden jährlich eingespart werden können. Vielmehr wird jetzt die Eigenstromproduktion effizienter gemacht: Denn aus dem Abwasser wird Strom erzeugt, indem das entstehende Gas verbrannt wird. Durch einen neuen Niedrigdruckgasspeicher – Hochdruck, so Reichel, brauche man heute nicht mehr – mit 5000 Kubikmeter Inhalt sowie zwei Behältern zu dessen Reinigung laufe das deutlich effektiver.
Und dort, wo das Gas verbrannt wird, wird ebenfalls erneuert: So erhält das Blockheizkraftwerk Schritt für Schritt neuere und effizientere Motoren. Der höchste Energiebedarf auf dem Gelände herrscht im sogenannten Belebungsbecken, dem laut Reichel „Kernstück einer Kläranlage“, das 60 Prozent des Gesamtverbrauchs frisst und ebenfalls durch neue Leitungen effizienter gestaltet wird.

Eigenmotivation im Klärwerk
Beeindruckt von den Maßnahmen zeigte sich auch Peter Bender, Leiter des Tiefbauamtes und damit auch Vorgesetzter vom Klärwerk als Bestandteil der Stadtentwässerung: „Das sind schon echte Tüftler, echte Optimierer hier.“ Viele der Umbauten seien von den Technikern vor Ort selbst entwickelt und erdacht worden. Bundesfördergelder, wie für die neue LED-Beleuchtung, tragen ebenfalls einen Teil dazu bei.
Treibt die Stadt zur Energieeinsparung an? „Nein, das machen wir schon selber“, sagt Reichel bewusst. Das Ziel eines Klärwerks sei, 100 Prozent des eigenen Energiebedarfs selbst zu decken.
Weitere Nachrichten aus Kiel lesen Sie hier.

https://www.kn-online.de/Kiel/Klaerwerk-Kiel-Bis-Ende-2020-soll-die-Anlage-klimaneutral-sein

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BERLIN: Aber sicher doch

Wasserbetriebe haben alle schweren Lkw mit Abbiegeassistenten nachgerüstet
Die Berliner Wasserbetriebe haben alle 88 schweren Lkw des Unternehmens mit einem Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen und damit alle der oberen Unfall-Risikogruppe für Fußgänger und Radfahrer in den vergangenen Wochen mit Abbiegeassistenzsystemen nachgerüstet, 150 kleinere und leichtere Fahrzeuge zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen Gewicht folgen bis zum Jahresende.

Trotz zahlreicher Rückspiegel ist der „Tote Winkel“ bei vielen Lkw vor allem für Radfahrende ein Sicherheitsrisiko, weil die Spiegel nicht die komplette Fahrzeugseite erfassen. Elektronische Assistenten helfen, das zu ändern und erkennen Fußgänger sowie auch Radfahrer.

Um dieses Problem für ihre Lkw-Flotte zu lösen, haben die Wasserbetriebe beschlossen: Alle neuen schweren Lkw werden bereits mit entsprechenden Totwinkelassistenzsystemen ausgerüstet bestellt, Bestandsfahrzeuge werden nachgerüstet. Bei den leichteren Lastwagen wurde das Risiko anhand von Fahrzeuglänge und Aufbauten individuell ermittelt. Daraus ergab sich für 150 Fahrzeuge ein Nachrüstbedarf, der bis Weihnachten abgearbeitet wird.
Techniker der Wasserbetriebe hatten seit 2018 verschiedene Nachrüstsätze im Berliner Praxistest. Danach fiel die Entscheidung auf zwei unterschiedliche Systeme eines Herstellers, darunter eine 360 Grad-Kamera- und ein akustisches Warnsystem.

„Wir investieren rund 650.000 Euro in das Sicherheits-Plus unserer Lkw-Flotte“, so Jörg Simon, Vorstandschef der Wasserbetriebe, „legen allerdings großen Wert auf die Feststellung dass kein technisches System die Aufmerksamkeit der fahrenden Kollegen ersetzt.“ Deshalb habe es zusätzliche Schulungen gegeben.
„Die Berliner Wasserbetriebe nehmen ihre Vorbildrolle als öffentliches Unternehmen auch in diesem Bereich wahr“, erklärt Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und fordert auch private Unternehmen auf, nicht bis zur gesetzlichen Frist 2022 zu warten. Im März hatten sich die EU-Gesetzgeber vorläufig auf neue Regeln für mehr Sicherheit im Straßenverkehr geeinigt. Dazu gehört ein verpflichtender Einbau von Abbiegeassistenten in allen neuen Lkw und Bussen ab 2022. „Wir wollen den Radverkehr in Berlin als umweltfreundlichen Weg aus dem Verkehrsinfarkt deutlich ausbauen“, so Pop. „Dazu muss er sicherer werden.“

https://www.bwb.de/de/299_23978.php
 
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Aggerverband: Arbeiten an Agger und Naaf in Lohmar gehen weiter

Der Aggerverband setzt seine Arbeiten im Bereich nördlich von Lohmar-Donrath zur weiteren Renaturierung von Gewässer und Aue fort. In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden zielen die Arbeiten darauf ab, dass sich die Agger und der Naafbach durch ihre eigene Dynamik zurück in ihren natürlichen Zustand entwickeln können. Bereits seit 2011 sind einzelne Maßnahmen in insgesamt drei Bauabschnitten realisiert worden. 2011 im Bereich des linken Naafbachufers, 2013 im Bereich des linken Aggerufers und 2018 am Ellhauser Bach.
Die jetzigen Bauarbeiten umfassen im Wesentlichen den Ausbau der Ufersicherung und die Anlage von Strömungslenkern. Die Arbeiten werden jetzt im August/September durchgeführt.
Die Gesamtkosten betragen rd. 35.000 € und werden im Rahmen des Interkommunalen Ökokontos AggerSülzAue umgesetzt und durch den Einsatz sog. generierter Ökopunkte refinanziert.
Zu Beeinträchtigungen für die Bevölkerung wird es nicht kommen. Insbesondere sind keine verkehrlichen Beeinträchtigungen zu erwarten.

https://www.aggerverband.de/heute/presseaktuelles
 
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Dresden: Interaktive Kläranlage

Besuchen Sie die Kläranlage Dresden-Kaditz durch den Bildschirm. Sie können sich zwischen zwei Varianten entscheiden.
Mit der Drohne über die Kläranlage
Am Computer kann man jetzt die Kläranlage Dresden-Kaditz im Tiefflug erkunden. Im Sommer 2010 hatte eine Drohne der Geomanagement Dresden das Areal fotografiert. Interaktiv lassen sich nun unterschiedliche Standorte „anfliegen“ und zusätzliche Informationen über die Funktionen der zu sehenden Bauwerke aufrufen.
› Fliegen Sie los! Mehr:

https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/wasser-erleben/wasser-wissen/interaktive-klaeranlage.html
 
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Dresden: Wollten Sie schon immer einmal wissen, wie Ihr Abwasser gereinigt wird?

Dann sollten Sie die Kläranlage Dresden-Kaditz besuchen. Entlang historischer Erlweinbauten besichtigen Sie die verschiedenen Verfahren der Abwasserreinigung. Am Ende der Führung werden Sie staunen, wie sauber das Wasser wieder in die Elbe geleitet werden kann.
Tourdaten:
• Dauer der Führung inkl. Film: zirka 1,5 bis 2 Stunden.
• Teilnehmerzahl: 10 bis 30 Personen
• Kosten: unentgeltlich
• altersgerechte Führungen auch für jüngere Besucher (ab 6 Jahre)
• Treffpunkt: Besucher-Pavillon am Eingang der Kläranlage Dresden-Kaditz, Scharfenberger Straße 152
• Und so finden Sie uns.
Ihr Ansprechpartner
Sebastian Perkams
Telefon: 0351 822-2020
Gern können Sie das Online-Formular für eine Anfrage nach einer Führung nutzen:
• Anfrage-Formular für Gruppen
• Anmeldung zur Samstagsführung

https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/wasser-erleben/besichtigungen.html
 
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Landau: Kläranlage wird energieautark

Daseinsvorsorge: Oberbürgermeister Thomas Hirsch informiert sich über Abwasserreinigung des EWL
Die Landauer Kläranlage wird das Abwasser der rund 46.500 Einwohner der Stadt bald mit deutlich weniger Energieeinsatz reinigen – und diese dazu noch komplett selbst erzeugen. „Das ist ein wichtiger Schritt für Landau. Der EWL erreicht hier einen Meilenstein für die Nachhaltigkeit der Kommune“, erklärte Oberbürgermeister Thomas Hirsch. Er hatte anlässlich zum Tag der Daseinsvorsorge, dem 23. Juni, die Abwasserreinigungsanlage des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) in Augenschein genommen und sich bei Dr. Markus Schäfer, Leiter der EWL-Abwasserabteilung, über die nächsten Entwicklungsschritte informiert.

Fördermittel für weitere Investitionen

Im Zuge der weiteren Investitionen hat das kommunale Unternehmen einen Antrag auf Bundesfördermittel eingereicht und will auch weitere Maßnahmen fördern lassen. Denn der Bund unterstützt im Rahmen der Kommunalrichtlinie stadteigene Unternehmen der Wasserwirtschaft erstmals und ganz neu bei Aufwendungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und des Ausstoßes von klimaschädlichen Gasen. Voraussetzung ist, dass das Potenzial für eine entsprechende Effizienzsteigerung nachweislich gegeben ist. Das hat der EWL durch eine eigens in Auftrag gegebene Potenzialstudie belegen können. „Mit einer Investition von 945.000 Euro können wir den Energiebedarf der Abwasserreinigung um ca. 20 % senken, die Eigenstromproduktion um ca. 15 % erhöhen und so die Anlage sogar CO2-neutral betreiben“, berichtete Markus Schäfer. Von den Kosten sind rund 650.000 Euro förderfähig. Das heißt, der Bund kann bis zu 195.000 Euro zuschießen; das entspricht 30 %. „Als Kommune wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten“, unterstrich Thomas Hirsch und lobte das Engagement der Abwasserexperten ausdrücklich.

Chance ergreifen für mehr Klimaschutz
Der EWL hat schon bisher im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten Maßnahmen zur Erhöhung der eigenen Stromproduktion und zur Senkung des Energiebedarfs erfolgreich realisiert. Dazu zählen unter anderem der Ersatz zweier Blockheizkraftwerke, die Dämmung des Faulturms und der Austausch von Belüftern sowie die aktuell bevorstehende Installation von Photovoltaikanlagen.
Die Potenzialstudie hat aufgezeigt, wo weitere Einsparungen möglich sind: Zielführend sind vor allem, das in die Tage gekommene Zulaufhebewerk, Pumpen und die Blockheizkraftwerke zu erneuern sowie Batteriespeicher einzubauen. „Bei Pumpen und Gebläsen macht sich der technische Fortschritt besonders positiv bemerkbar“, betonte Experte Markus Schäfer, „hier liegt das größte Einsparpotenzial.“

Unterm Strich künftig Selbstversorger
Der Ausstoß an klimaschädlichem CO2 wird bei der Kläranlage Landau-Mörlheim bisher hauptsächlich durch den Strombezug verursacht. Sind die geplanten Maßnahmen alle umgesetzt, reduziert sich der Verbrauch an Strom um mehr als 300.000 Kilowattstunden pro Jahr auf ca.1.4 Mio. Kilowattstunden. Die eigene Stromproduktion aus Klärgasen und Photovoltaik erhöht sich auf über 1.4 Mio. Kilowattstunden. Damit kann der Strombedarf der Anlage bilanziell über die eigene Erzeugung elektrischer Energie gedeckt werden. „Wir begrüßen die Bundesförderung, denn mit dieser Unterstützung können wir die Investitionen stemmen, um die Kläranlage unterm Strich energieautark zu machen“, hielt Thomas Hirsch abschließend fest. Als Oberbürgermeister von Landau liegt ihm die zeitgemäße und leistungsfähige Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger besonders am Herzen. Das ist die Grundversorgung mit öffentlichen Gütern und Dienstleistungen, zu der neben der Energie- und Trinkwasserversorgung sowie dem Gesundheitswesen auch die fachgerechte Entsorgung von Abwasser und Abfall gehört. Auf die Bedeutung dieser Aufgabe macht der Tag der Daseinsvorsorge seit 2017 jährlich aufmerksam.

https://www.ew-landau.de/%C3%96ffentliche-Informationen/Aktuelles/Landauer-Kl%C3%A4ranlage-wird-energieautark.php?object=tx,2901.5.1&ModID=7&FID=2901.7809.1&NavID=2901.11&La=1
 
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OOWV: Kanalspülungen und optische TV-Inspektion in der Stadt Varel

Um Ablagerungen im Schmutzwasserkanal zu beseitigen, finden ab dem 08. Juli 2019 für die Dauer von ca. 40 Wochen Kanalspülungen in der Stadt Varel statt. Falls in den Gebäuden keine ausreichenden Entlüftungsleitungen für die Schmutzwasseranlage zur Verfügung stehen, sollte für eine zusätzliche Entlüftung am Hausanschluss (Revisonsschacht) gesorgt werden. Im Nachgang dieser Arbeiten wird der Schmutzwasserkanal per optischer TV-Inspektion überprüft. Nähere Informationen erhalten Sie bei unserer Kläranlage Varel unter der Rufnummer 04451/80595011.

https://www.oowv.de/der-oowv/presse/pressemitteilungen/news-einzelansicht/archiv/2019/juli/2/artikel/kanalspuelungen-und-optische-tv-inspektion-1/

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Wupperverband: Bergisches Wasserlabor gehört jetzt zu Wupperverband und WSW

Analytik soll besser gekoppelt und optimiert werden
Gemeinsame Pressemitteiung der WSW Energie & Wasser AG und des Wupperverbandes vom 01.07.2019
Zum 1. Juli 2019 haben der Wupperverband und die WSW Energie & Wasser AG das Bergische Wasser- und Umweltlabor (bwl) zu gleichen Anteilen übernommen. Bisher war das Labor der Bergischen Trinkwasser-Verbund GmbH (BTV) angegliedert.
Die Analytik für Trinkwasser und Talsperren sowie Laborleistungen für Wasser, Abwasser und Klärschlamm sollen so besser verzahnt und optimiert werden. Das Leistungsspektrum der neuen Bergischen Wasser- und Umweltlabor GmbH bleibt vollständig erhalten und steht weiterhin auch Privatkunden zur Verfügung.
Das vormalige Bergische Wasser- und Umweltlabor (bwl) der BTV GmbH ist aus dem Zentrallabor der Wuppertaler Stadtwerke AG hervorgegangen und bildete seit 1994 den operativen Geschäftsbereich der Bergischen Trinkwasser-Verbund GmbH (BTV). Die BTV GmbH wurde 1973 von Bergischen Stadtwerken als Gemeinschaftsunternehmen ohne Mehrheitsgesellschafter gegründet. Das bwl beschäftigt insgesamt 50 Mitarbeiter.

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_de_pm_lakbo.html

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Aggerverband: In Ergänzung zur Pressemitteilung vom 06.05.2019 nimmt der Aggerverband nachfolgend zum Sachverhalt Stellung:

Worum geht es?
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND hat in eigenen Untersuchungen unterhalb der Kläranlage Ehreshoven Rückstände von Arzneimitteln im Wasser der Agger festgestellt. Bei einer früher durchgeführten Untersuchung in diesem Abschnitt hat der Naturschutzverband multiresistente Keime in der Agger gefunden. In der Folge hat der BUND den Aggerverband aufgefordert, Schritte in die Wege zu leiten, um diesem Zustand zu begegnen – unter anderem durch weitergehende Untersuchungen in Bezug auf Arzneimittelwirkstoffe und antibiotikaresistente Keime sowie eine direkte Reinigung der Krankenhausabwässer.

War der Aggerverband bislang untätig?
Nein. Der Aggerverband als Betreiber der Kläranlagen beobachtet schon seit mehreren Jahren die Belastung von Anlagen und Gewässern mit Spurenstoffen und die sich daraus ergebenden möglichen Konsequenzen für die Abwasserreinigung. In diesem Zusammenhang ermittelt der Aggerverband bereits seit einigen Jahren Konzentrationen von Medikamentenrückständen und anderen Spurenstoffen im Verbandsgebiet. Außerdem hat sich der Verband an Forschungsprojekten zur Untersuchung und möglichen Entfernung von Spurenstoffen beteiligt. So werden im Kreiskrankenhaus Waldbröl bereits Medikamentenrückstände in einer Abwasser-Reinigungsanlage zurückgehalten. Die filternden Membranen verfügen über eine winzige Porengröße von nur 0,0004 Millimeter – rund 300-mal kleiner als ein menschliches Haar. Nach der Filterung folgt noch eine Behandlung des Abwassers mit Ozon zur Entfernung der Spurenstoffe.

Warum sind aus den Untersuchungsergebnissen keine Konsequenzen erwachsen?
Der Aggerverband hält sich nicht nur an geltende Gesetze, sondern übertrifft vielfach deren Vorschriften. Gesetzliche Anforderungen zur Beseitigung von Arzneimittelrückständen sowie von antibiotikaresistenten Keimen bestehen bisher nicht. Es existieren auch keinerlei entsprechende Grenzwerte. Insofern ist derzeit völlig unklar, wie mit diesem Fall umgegangen werden muss. Versäumnisse seitens des Verbandes liegen jedenfalls nicht vor. Dennoch werden alle Untersuchungen zur Wasserqualität im Verbandsgebiet sehr ernst genommen.

Ruht sich der Aggerverband darauf aus?
Keineswegs. Der Aggerverband arbeitet eng mit Forschern und Fachbehörden zusammen. Sollten neue Erkenntnisse zu Medikamentenrückständen und resistenten Keimen bekannt werden, können notwendige Maßnahmen kurzfristig umgesetzt werden. Der Verband verfolgt weiterhin sorgfältig den Erkenntnisgewinn bei den genannten Einträgen und beteiligt sich an Untersuchungen des Landes zu Antibiotikaresistenzen. Sollten sich neue gesetzliche Anforderungen aus den Erkenntnissen entwickeln, wird der Aggerverband diese selbstverständlich schnellstmöglich umsetzen.

Gibt es denn bislang gar keine Erkenntnisse?
Im Rahmen eines bundesweiten Forschungsprojekts konnte immerhin herausgefunden werden, dass resistente Bakterien vielfach nicht nur aus Kläranlagen, sondern auch aus Mischwassereinleitungen stammen – das sind jene Abwässer, die aus dem Kanalnetz der Kommunen bei starkem Regen vorgereinigt in die Flüsse gelangen. Im Bundesdurchschnitt liegt dieser Wert bei rund 35 Prozent. Im Gebiet des Aggerverbands sind es weniger als 10 Prozent Mischwasser, das in die Gewässer fließt. Das reduziert dieses Problem deutlich.

Welche Anstrengungen werden ergriffen, um eine Lösung zu erreichen?
Die Bundesregierung hat einen nationalen „Spurenstoffdialog“ initiiert. Zwei Jahre lang kamen bis März 2019 Interessenvertreter aus Verwaltung, Industrie, Umweltverbänden und Wasserwirtschaft zusammen. Es soll eine Übereinkunft getroffen werden, um den Eintrag von unerwünschten Spurenstoffen in die Gewässer weitergehend zu reduzieren. Greifbare Erkenntnisse zur Schädlichkeit der Arzneimittelrückstände und konkrete Umsetzungsempfehlungen sind aus diesem Dialog bisher nicht entstanden.

Ist eine konkrete Gefahr für Menschen zu befürchten?
Die im Ablauf der Kläranlage und in der Agger gefundenen Konzentrationen an Medikamentenrückstanden sind sehr gering. Niemand trinkt ohne weitere intensive Aufbereitung Wasser, das direkt aus einer Kläranlage kommt. Man müsste jedoch bei den ermittelten Konzentrationen mehr als 100 Jahre lang täglich einen Liter Wasser aus dem Kläranlagenablauf zu sich nehmen, um beispielsweise eine übliche Tagesdosis des Schmerzmittels Diclofenac zu erreichen. Bei anderen analysierten Stoffen wäre ein noch längerer Zeitraum nötig.

Ist das Trinkwasser gefährdet?
Nein, denn die Trinkwassertalsperren des Verbandes speisen sich weder aus der Agger noch gelangen belastete Abwässer hinein. Anders verhält es sich, wenn Trinkwasser etwa aus Uferfiltrat eines belasteten Flusses gewonnen wird. In solchen Fällen muss hoher Aufwand zur Aufbereitung trinkbaren Wassers geleistet werden. Das Umweltbundesamt gibt in seinem Bericht „Bedeutung von antibiotikaresistenten Bakterien und Resistenzgenen in Trinkwasser“ eine ausführliche Information zu dem Thema.

Lassen sich solche Erscheinungen überhaupt vermeiden?
Die moderne industrialisierte Gesellschaft bietet einen nie dagewesenen Lebensstandard. Die Kehrseite sind Rückstände und Folgeschäden verschiedenster Art. Schadstoffe verbreiten sich auf verschiedenen Wegen und schlagen sich nieder: in der Luft, in den Böden, im Wasser. Von daher sind auch Rückstände in Flüssen und Bächen Ergebnisse unseres Lebensstils. So bringt ebenso die heutige Medizin Begleiterscheinungen mit sich. Ob die Spuren von Arzneimitteln und resistente Keime tatsächlich eine Gefahr bedeuten, muss noch herausgefunden werden. Eine Umwelt ohne solche Stoffe wäre natürlich wünschenswert. Keime sind allerdings überall anzutreffen; sie vollständig aus dem Wasserkreislauf zu entfernen ist unmöglich.

Kann jeder Einzelne mithelfen, um das Problem zu bekämpfen?
Durchaus. Jeder kann dazu beitragen, Medikamentenrückstände im Abwasser zu vermeiden. So gibt es eine gemeinsame Initiative des Aggerverbandes mit dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV) über die umweltfreundliche Entsorgung abgelaufener oder nicht mehr benötigter Medikamente. Diese gehören in keinem Fall in den Abfluss, sondern sollen über die Restmülltonne entsorgt und der Müllverbrennungsanlage zugeführt werden.

Kann ich in der Agger schwimmen gehen?
Gesunde Menschen haben ein geringes Infektionsrisiko beim Baden in Badegewässern. Infektionen können dann ausgelöst werden, wenn im Wasser erhöhte Bakterienkonzentrationen vorliegen. Daher werden Badegewässer regelmäßig auf die Einhaltung entsprechender Grenzwerte hin untersucht. In diesem Zusammenhang weist der Aggerverband darauf hin, dass Schwimmen und Wassersport lediglich an drei offiziellen Badestellen an der Aggertalsperre erlaubt ist. Unterhalb der Sperre besteht keine Badeerlaubnis für die Agger. Weitergehende Informationen, auch über antibiotikaresistente Bakterien in Badegewässern, erhalten Sie u. a. auf der Internetseite des Umweltbundesamtes.
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Der Aggerverband nimmt alle Untersuchungen zur Wasserqualität seiner Gewässer ernst. Unsere Kläranlagen erfüllen alle gesetzlichen Anforderungen und reinigen das Abwasser weit über die Mindestanforderungen hinaus.

Gummersbach 06.05.2019. Stellungnahme zum offenen Brief des BUND zur Belastung der Agger bei Ehreshoven mit Arzneimittelrückständen

Der BUND hat mit seinen neuerlichen Untersuchungen eine Reihe von Spurenstoffen, darunter einige Arzneimittel und drei Antibiotikawirkstoffe unterhalb der Kläranlage Ehreshoven untersucht und stellt darauf aufbauend Forderungen zu weitergehenden Untersuchungen in Bezug auf Arzneimittelwirkstoffe, Antibiotikaresistente Keime und Gene auf. Antibiotikaresistente Keime wurden vom BUND aktuell nicht untersucht. In einem offenen Brief an den Vorstand des Aggerverbandes beschreibt der BUND seine Untersuchungsergebnisse in der Agger.
Der Aggerverband als Betreiber der Kläranlage beobachtet schon seit mehreren Jahren die Belastungen der Kläranlagen und Gewässer mit Spurenstoffen und die sich daraus ergebenden möglichen Konsequenzen für die Abwasserreinigung. In diesem Zusammenhang ermittelt der Aggerverband bereits seit einigen Jahren Konzentrationen von Medikamentenrückständen und anderen Spurenstoffen im Verbandsgebiet.
Die erforderlichen Reinigungsleistungen der Kläranlagen des Aggerverbandes werden durch Wassergesetze und entsprechende Auflagen der Genehmigungsbehörde geregelt. Anforderungen zur Elimination von Spurenstoffen sowie von Antibiotikaresistenten Bakterien und Keimen bestehen bisher nicht. Gleichwohl liegen die Reinigungsleistungen der Kläranlagen des Aggerverbandes weit über den Mindestanforderungen, da wir es in aller Regel mit kleinen Gewässern zu tun haben, für die besonders hohe Anforderungen gelten und die unsere Anlagen einhalten.
Von 2017 bis März 2019 fand auf Initiative der Bundesregierung ein nationaler Spurenstoffdialog statt. Der Dialog hatte die Zielsetzung, eine Übereinkunft der Interessenvertreter aus Verwaltung, Industrie, Umweltverbänden und Wasserwirtschaft zur weitergehenden Reduzierung des Eintrages von unerwünschten Spurenstoffen in die Gewässer zu treffen. Belastbare Erkenntnisse zur Schädlichkeit der Arzneimittelrückstände und konkrete Umsetzungsempfehlungen sind aus diesem Dialog bisher nicht entstanden. Aus den heutigen Erkenntnissen des Spurenstoffdialogs heraus erwarten wir für die Anlagen des Aggerverbandes keine weitergehenden Anforderungen.
Zur Erforschung der Einträge von antibiotikaresistenten Bakterien wurde das Projekt „Biologische bzw. hygienisch-medizinische Relevanz und Kontrolle antibiotikaresistenter Krankheitserreger in klinischen, landwirtschaftlichen und kommunalen Abwässern und deren Bedeutung in Rohwässern“, kurz HyReKA genannt, von Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen (u.a. Medizinern, Biologen, Ingenieuren) durchgeführt. In der Abschlussveranstaltung Anfang Mai in Berlin zeigte sich, dass Mischwassereinleitungen neben Kläranlagen eine bedeutende Quelle für resistente Bakterien und Gene in den Gewässer darstellen. Hier ist der Aggerverband sehr gut aufgestellt, da über die Mischwasserbehandlungen des Verbandes weniger als 10 % des gesammelten Abwassers in die Gewässer gelangen, während der Wert im Bundesdurchschnitt bei ca 35 % liegt. Daher dürften die Probleme in anderen Gewässern deutlich gravierender sein.

Der Aggerverband wird auch in Zukunft eng mit Wissenschaftlern und Behörden zusammenarbeiten, so dass notwendige Maßnahmen nach dem Bekanntwerden von belastbaren neuen Erkenntnissen zu Spurenstoffen und Antibiotikaresistenten Keimen kurzfristig umgesetzt werden können. Daher wird der Verband weiterhin sorgfältig den Erkenntnisgewinn bei den Spurenstoffen verfolgen und sich an den Untersuchungen des Landes zu Antibiotikaresistenzen beteiligen. Für weitergehende Forschungsarbeiten verfügt der Aggerverband nicht über personelle oder finanzielle Kapazitäten. Sollten sich neue gesetzliche Anforderungen aus den Erkenntnissen entwickeln, wird der Aggerverband diesen nachkommen.
 
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Dinslaken: Umbau der Kläranlage Emscher-Mündung abgeschlossen

Die Kläranlage Emscher-Mündung in Dinslaken wurde nun an das künftige Emscher-System ohne offene Schmutzwasserführung angepasst. Der Umbau der Anlage wurde bei laufendem Betrieb durchgeführt. Unter anderem entstand eine komplett neue Vorklärstufe (Einlaufbauwerk, Rechenanlage, Sandfang, Vorklärbecken) und es wurden im Bereich der biologischen Reinigung insgesamt 24.192 Belüfterelemente ausgetauscht.
Im Rahmen des Generationenprojekts Emscher-Umbau hat die Emschergenossenschaft in den vergangenen drei Jahrzehnten nicht nur knapp 362 km an neuen unterirdischen Abwasserkanälen gebaut und 138 km an Gewässerlandschaften renaturiert. Bereits in den 90er-Jahren entstanden in Dortmund, Bottrop, Duisburg und Dinslaken moderne Großklärwerke. Die letzte Anlage vor dem Rhein, die Kläranlage Emscher-Mündung in Dinslaken, wurde nun an das künftige Emscher-System ohne offene Schmutzwasserführung angepasst. Die Einweihung fand am 29. April 2019 im Beisein der NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser statt.
„Kläranlagen stehen meist nicht im Fokus der Öffentlichkeit. Doch wir müssen uns vor Augen führen, dass diese Anlage hier maßgeblich dazu beiträgt, dass nicht nur das Wasser in der Emscher, sondern auch im Rhein und in der Nordsee sauber ist. Kläranlagen sorgen maßgeblich für eine gute Gewässerqualität, diese wiederum ist der Garant für eine Steigerung der Artenvielfalt in den Bächen und Flüssen unseres Landes“, sagt die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

„Der Umbau dieser Kläranlage ist von immenser Bedeutung für den Emscher-Umbau insgesamt – insbesondere für die Funktion des neuen unterirdischen Abwasserkanals Emscher, der künftig den Emscher-Fluss als abwassertechnische Hauptschlagader der Region ablösen wird“, ordnet Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, die Anpassungsmaßnahmen im Gesamtkontext des Generationenprojekts Emscher-Umbau ein.

Dieses sorgt für Abwasserfreiheit in der Emscher und für eine naturnahe Umgestaltung der Gewässer. „Der Emscher-Umbau ist dabei mehr als ein abwasser-technisches Projekt, er hat auch städtebaulichen Einfluss. Wir schaffen neue grün-blaue Infrastrukturen, die es wiederum zu entdecken, zu erleben und zu erfahren gilt.“, so Paetzel weiter.
Die Kläranlage Emscher-Mündung in Dinslaken nimmt einen besonderen Stellenwert im Kläranlagen-Verbund an der Emscher ein, denn hier – knapp 6 km vor der Mündung in den Rhein – fließt aktuell noch die gesamte Emscher in die Anlage, wo sie final gereinigt wird.

Regionale Bedeutung
Die regionale Bedeutung der Kläranlage verdeutlichte auch Ullrich Sierau, Ratsvorsitzender der Emschergenossenschaft und Oberbürgermeister der Stadt Dortmund: „Der 51 km lange Abwasserkanal Emscher beginnt in Dortmund und nimmt auf seinem Weg Richtung Westen die Abwässer aller Emscher-Anrainer auf. Während er das Schmutzwasser glücklicherweise unter Tage abführt, wird die saubere Emscher als blaues Band zwischen Dortmund und Dinslaken das verbindende Element unserer Region sein“.
Der Umbau der Anlage, ein Großprojekt für sich, wurde bei laufendem Betrieb durchgeführt. Unter anderem entstand eine komplett neue Vorklärstufe (Einlaufbauwerk, Rechenanlage, Sandfang, Vorklärbecken) und es wurden im Bereich der biologischen Reinigung insgesamt 24.192 Belüfterelemente ausgetauscht.

https://www.gwf-wasser.de/aktuell/07-05-2019-umbau-der-klaeranlage-emscher-muendung-abgeschlossen/
 
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Duisburg-Kaßlerfeld: Die Kläranlage im 360-Grad-Panorama erleben

Interaktive Entdeckungsreise rund um das Thema Abwasserreinigung

Bislang konnte unsere Kläranlage Duisburg-Kaßlerfeld lediglich im Rahmen von Schulveranstaltungen, Führungen oder an Tagen der offenen Tür besichtigt werden. Ab sofort können Interessierte die einzelnen Reinigungsstufen der Kläranlage auch im Internet als interaktives 360-Grad-Panorama erkunden. Vom Zulauf über die Vorklärung bis zur Schlammbehandlung ist man mittels Fotopanoramen, Rundum-Ansichten verschiedener Kläranlagen-Komponenten, Infofeldern und Filmen ganz nah dran am Geschehen und erfährt Schritt für Schritt, wie aus schmutzigem Abwasser wieder sauberes Wasser wird.

Ob Sandfang, Belebungsbecken, Rechengebäude, Nachklärbecken oder Betriebslabor – die Click-by-Click-Expedition erlaubt viele spannende Einblicke in die Funktionsweise einer der größten Kläranlagen des Ruhrverbands. Das mit der Hilfe von zwei Drohnen und einer Spiegelreflexkamera erstellte Panorama versetzt den Betrachter in die Lage, die Kläranlage aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen. So sind beispielsweise Einblicke möglich, die bei normalen Besuchen der Kläranlage verwehrt bleiben. Wie sieht es im Inneren des Hochwasser-Pumpwerks oder der Schlammbehandlung aus und was wird eigentlich im Betriebslabor untersucht? Das interaktive Panorama liefert die Antworten auf all diese Fragen. Erkundet werden kann die Kläranlage Duisburg-Kaßlerfeld unter folgender Webadresse:

https://www.ruhrverband.de/abwasser/panoextern-kasslerfeld/

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Geldern: Die Abwässer aus Wetten werden jetzt in Geldern gereinigt

Damit wurde die 50 Jahre alte Kläranlage in Wetten stillgelegt. Die Abwässer aus dem Kevelaerer Ortsteil Wetten werden jetzt über die neu gebaute Pumpstation und eine 5,4 km lange Druckleitung zur Kläranlage Geldern gepumpt und dort gereinigt.
„Die Arbeiten sind allerdings noch nicht vollständig abgeschlossen.“ weist Lisa Plöger, zuständige Projektleiterin beim Niersverband, hin. „Aktuell arbeiten wir noch mit einem provisorischen Schaltschrank. Die Arbeiten an der Elektrotechnik erfolgen im Laufe der nächsten Monate. Sowohl bei der Bauzeit als auch bei den Kosten liegen wir jedoch genau in den Planungen,“ freut sich Plöger.
Die über 50 Jahre alte Kläranlage in Wetten war aufgrund der hohen Belastung in den letzten Jahren an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Zur Anpassung an die zukünftigen Anforderungen hätte sie saniert und ausgebaut werden müssen. Es wurden verschiedene Varianten unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten untersucht. Die nun gewählte Variante garantiert eine für die Bürgerinnen und Bürger kostengünstige Abwasserreinigung auf hohem Niveau.
Die Leitung wurde zum größten Teil grabenlos im Spülbohrverfahren hergestellt. Dadurch konnten Beeinträchtigungen für Anlieger bzw. Schädigungen an Bäumen und Straßenoberflächen so gering wie möglich gehalten werden.
Zurzeit wird an der Altanlage die alte Nachklärung zum Speicherbecken umgebaut. Bis Frühjahr 2020 soll das Betriebsgebäude ertüchtigt und die neue Elektrotechnik darin installiert werden.
Langfristig ist geplant, die Altanlage zurückzubauen. Hierzu wird noch ein Rückbaukonzept erstellt.

Daten und Fakten

Neubau eines Pumpwerks auf der Kläranlage Kevelaer-Wetten mit zwei Abwasserpumpen: Förderleistung jeweils 20 l/s
Neubau einer Abwasserdruckleitung mit einer Gesamtlänge von 5.350 Metern.
Bauzeit: Juni 2018 bis Frühjahr 2020
Gesamtkosten: 5,3 Mio. Euro

https://www.niersverband.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/28-mai-2019-die-abwaesser-aus-wetten-werden-jetzt-in-geldern-gereinigt/
 
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Hagen: Tauchereinsatz auf der Kläranlage

Faulbehälter-Reinigung ist für optimalen Betrieb der Kläranlagen notwendig

In kompletter Montur wird der Industrietaucher eines österreichischen Spezialunternehmens in den etwa 37 Meter tiefen Faulbehälter der Kläranlage Hagen abgeseilt. Dort muss er sich bei knapp 37 Grad Schlammtemperatur in völliger Dunkelheit zurechtfinden. Sein Auftrag: Sandablagerungen und Verzopfungen im Faulturm der Kläranlage entfernen, um eine ordnungsgemäße Funktionalität des Kläranlagenbetriebes zu gewährleisten.
In den Faulbehältern einer Kläranlage befindet sich der bei der Abwasserreinigung anfallende, Klärschlamm. Beim Ausfaulen entsteht Klärgas, welches in den Blockheizkraftwerken der Kläranlage Hagen zur Energiegewinnung genutzt wird. Aber im Laufe der vergangenen 20 Jahre haben Sedimentablagerungen in den zwei Faulbehältern dafür gesorgt, dass die Durchmischung des Faulschlamms empfindlich gestört wird. Dadurch leiden die Faulraumkapazität und die Gasausbeute. Verzopfungen hingegen besitzen großen Einfluss auf die Störanfälligkeit der nachfolgenden Aggregatgruppen, wie zum Beispiel Pumpen und Rohrleitungen.
Diese sogenannte „Nassräumung“ wird von insgesamt fünf Tauchspezialisten bewerkstelligt und ist eine Alternative zu einer (kosten-) aufwendigeren Komplettentleerung des Faulbehälters. Die Industrietaucher entfernen im Zeitraum von knapp drei Wochen und 5 Tauchgängen täglich die Ablagerungen, welche zunächst abgesaugt, dann über eine mobile Entwässerungszentrifuge entwässert und schließlich entsorgt werden. Maximal eine halbe Stunde bleiben die Spezialisten im Klärschlamm. Das Auftauchen dauert ebenfalls 30 Minuten und erfolgt etappenweise, denn dem Risiko einer Dekompressionskrankheit soll sich kein Taucher aussetzen müssen. Im Anschluss an die Arbeiten in Hagen werden identische Maßnahmen auf der Kläranlage Schwerte durchgeführt.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///tauchereinsatz-auf-der-klaeranlage-hagen/

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HAMBURG: WASSERGEMEINSCHAFT STORMARN UND HAMBURG WASSER SETZEN ERFOLGREICHE ZUSAMMENARBEIT FORT

Wichtiger Meilenstein für die Wassergemeinschaft Stormarn: Der Zweckverband, der die Versorgung von 131.200 Menschen im Kreis Stormarn regelt, hat den Versorgungsvertrag mit HAMBURG WASSER frühzeitig verlängert. Mit der neuen Regelung, die zum 1. April 2024 in Kraft tritt, bleibt HAMBURG WASSER bis mindestens 2039 für die Wasserversorgung beispielsweise von Ahrensburg, Großhansdorf sowie der zum Amt Siek zugehörigen Gemeinden zuständig. Allerdings verkleinert sich die Wassergemeinschaft, da sich die Städte Reinbek und Glinde sowie die Gemeinden Oststeinbek und Barsbüttel dazu entschieden haben, mit Wirkung zum 31. März 2024 aus der Wassergemeinschaft auszutreten und die Konzession für die Wasserversorgung in ihren Gemeinden eigenständig zu vergeben.

Mit der Verlängerung des Vertrags wird die seit 1934 bestehende Zusammenarbeit in wesentlichen Punkten modernisiert. Bestandteil der neuen Vereinbarung ist beispielsweise die Schaffung eines Wasserbeirats, der dem regelmäßigen Austausch über alle für die Wassergemeinschaft relevanten technischen, betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Belange dient. Darüber hinaus schafft der neue Vertrag Rechtssicherheit, was eine mögliche Übernahme der technischen Anlagen in der ferneren Zukunft angeht. Neu ist zudem die Option einer separaten Wasserpreiskalkulation für die Wassergemeinschaft, die auf Basis der spezifischen Bedingungen innerhalb des Versorgungsgebiets der Wassergemeinschaft erfolgt.

Landrat Dr. Henning Görtz, Kreis Stormarn: „Ich freue mich, dass wir mit dem neuen Vertrag eine gute Lösung gefunden haben. Welchen Stellenwert eine sichere Trinkwasserversorgung für die Bürgerinnen und Bürger hat, hat nicht zuletzt der vergangene Sommer gezeigt. Die Fortführung der Wassergemeinschaft ist der richtige Schritt, um die Versorgungssicherheit im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.“
Nathalie Leroy, Sprecherin der HAMBURG WASSER-Geschäftsführung: „Wir haben die Gemeinden der Wassergemeinschaft immer als Teil unseres Hamburger Versorgungsnetzes begriffen und gemeinsam mit unseren Partnern in den vergangenen Jahrzehnten ein erstklassiges Netz geschaffen, das ein hohes Maß an Versorgungssicherheit bietet. Wir freuen uns, die Zusammenarbeit fortzusetzen.“
Janhinnerk Voß, Bürgermeister Großhansdorf: „Die Trinkwasserversorgung ist nicht für Experimente geeignet. HAMBURG WASSER steht für eine gute Wasserqualität, eine hervorragende Versorgungssicherheit und moderate Preise. Dies zu erhalten, war das Ziel der Gemeinde Großhansdorf und mir als Bürgermeister sehr wichtig.“
Michael Sarach, Bürgermeister Ahrensburg: „Versorgungssicherheit beim wichtigsten Grundnahrungsmittel ist für alle Menschen von herausragender Bedeutung. Hamburg Wasser hat sich in den vergangenen Jahren stets als verlässlicher Partner erwiesen. Die Fortsetzung dieser Partnerschaft in den nächsten Jahren ist eine gute Botschaft, insbesondere in einer wachsenden Region. Ich bin sehr froh, dass die Verhandlungen zwischen den Beteiligten zu diesem abschließenden Ergebnis geführt haben.“

Olaf Beber, Amtsvorsteher Siek: „Wir freuen uns, dass die bewährte Zusammenarbeit fortgesetzt wird und wir gemeinsam die Versorgungssicherheit unserer Einwohner gewährleisten.“
Die Wassergemeinschaft Stormarn setzt sich seit Aufnahme der Zusammenarbeit mit den damaligen Hamburger Wasserwerken im Jahre 1934 aus der Stadt Ahrensburg sowie den Gemeinden Großhansdorf, Ammersbek, Jersbek (OT Klein-Hansdorf und Timmerhorn) und den zum Amt Siek gehörenden Gemeinden Hoisdorf, Siek, Braak, Stapelfeld und Brunsbek zusammen. Diese bilden die sogenannten „Nordgemeinden“. Hinzu kommen die Südgemeinden, also die Städte Glinde und Reinbek sowie die Gemeinden Oststeinbek und Barsbüttel. Insgesamt leben gut 131.200 in der Versorgungsgebiet der Wassergemeinschaft, davon leben 64.000 in den Nordgemeinden. In der inzwischen 85 Jahre währenden Zusammenarbeit ist das von HAMBURG WASSER betreute Netz im Gebiet der Wassergemeinschaft Stormarn auf insgesamt rund 600 Kilometer Länge angewachsen.

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/wassergemeinschaft-stormarn-und-hamburg-wasser-setzen-erfolgreiche-zusammenarbeit-fort/
 
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HAMBURG WASSER: MIT REKORDGEWINN UND JOB-OFFENSIVE

Auf seiner heutigen Jahres-Pressekonferenz hat HAMBURG WASSER eine außerordentlich gute Bilanz präsentiert. Für das vergangene Geschäftsjahr weist der städtische Versorger mit einem Gewinn von insgesamt 103,1 Millionen Euro das beste Ergebnis seit Gründung des Konzerns im Jahre 2006 aus. Auch die Umsätze erreichten mit 837,8 Millionen Euro ein Allzeithoch. Für die nächsten zehn Jahre kündigt HAMBURG WASSER Investitionen in Personal und technische Anlagen an. Mit einer Job-Offensive sollen bis zu 700 Mitarbeiter gefunden werden. Außerdem setzt HAMBURG WASSER seine Anstrengungen im Brunnenneubau fort. Damit wappnet sich das Unternehmen für steigende Verbräuche, die als Folge des anhaltenden Bevölkerungswachstums erwartet werden. Was die Versorgung mit Trinkwasser angeht, sieht sich HAMBURG WASSER grundsätzlich gut aufgestellt. Sorgen bereitet dem Unternehmen aber eine mögliche Zunahme langanhaltender Trockenphasen, da diese zu einer Konkurrenz zwischen öffentlicher Wasserversorgung und anderen Nutzungsarten führen können.

Demografische Entwicklung und Digitalisierung als Herausforderung
Neben möglichen Folgen des Klimawandels ist HAMBURG WASSER von den Auswirkungen eines weiteren Megatrends betroffen: Dem demografischen Wandel. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten von HAMBURG WASSER beträgt aktuell 47 Jahre. Bis 2030 verlassen rund 40 Prozent der aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter altersbedingt das Unternehmen. Mit einer Job-Offensive möchte HAMBURG WASSER dieser absehbaren personellen Veränderung frühzeitig entgegenwirken: „Wir wollen bis 2030 gut 700 neue Mitarbeiter einstellen und suchen dafür die richtigen Kollegen“, erläutert Nathalie Leroy, Sprecherin der Geschäftsführung von HAMBURG WASSER. „Die Arbeitswelt und damit die Anforderungen an unsere Mitarbeiter werden sich aufgrund der Digitalisierung stark verändern. Wir werden neue Qualifikationen und Profile suchen, aber bei uns zu arbeiten bleibt sinnstiftend, nachhaltig und zukunftsweisend.“

Die mit der digitalen Transformation einhergehende Vernetzung von Mechanik mit allzeit verfügbaren Daten birgt für HAMBURG WASSER die Chance, die eigenen Prozesse noch effizienter zu gestalten, unterstreicht der technische Geschäftsführer, Ingo Hannemann: „Beispiel Kanalinspektion: Wir setzen bereits heute schon ferngesteuerte Kamerasysteme ein. Es ist nicht abwegig, dass diese in einigen Jahren als autonome Roboter unterwegs sind.“

Attraktive Arbeitsbedingungen als Wettbewerbsvorteil
Im Werben um qualifiziertes Personal baut HAMBURG WASSER sein internes und externes Arbeitgebermarketing gezielt aus. Als kommunaler Konzern bietet das Unternehmen nicht nur sichere und sinnstiftende Arbeitsplätze, sondern eine Vielzahl spannender Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten. Daneben punktet HAMBURG WASSER mit weichen Faktoren, wie beispielsweise flexiblen Arbeitszeitmodellen und weiteren betrieblichen Angeboten, die eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Preisgekrönt ist seit kurzem das umfassende betriebliche Gesundheitsmanagement des Unternehmens. Erst vor einer Woche wurde HAMBURG WASSER von der Initiative „Gesunde Unternehmen“ mit dem Bundespreis „Aktivste Unternehmen Deutschlands“ ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden jährlich jene Unternehmen prämiert, die bundesweit die besten Gesundheitskonzepte anbieten.

Brunnenbauprogramm für die wachsende Stadt
Die Attraktivität Hamburgs sorgt weit über die Hansestadt hinaus für steigende Bevölkerungszahlen. Zwischen 2011 und 2017 sind rund 124.000 Menschen nach Hamburg gezogen – ein Plus von über sieben Prozent. Die an Hamburg angrenzenden Kreise weisen einen ähnlichen Trend auf und sind im Schnitt um fünf Prozent gewachsen. Mit unmittelbaren Folgen für die Wasserversorgung, wie Ingo Hannemann erläutert: „Nicht nur die Bevölkerungszahlen, sondern auch die Anzahl der Berufspendler wächst stetig. In Summe führt das zu Mehrverbräuchen, die wir für die Zukunft einplanen müssen. Deshalb arbeiten wir daran, unseren Brunnenbestand auszubauen. Wir setzen zurzeit ein Brunnenbauprogramm um, das den Neubau von gut 100 Brunnen innerhalb von fünf Jahren vorsieht.“

Positive Ergebnisse in allen Konzernbereichen
Das Geschäftsjahr für HAMBURG WASSER und seine Tochterunternehmen verlief witterungsbedingt wirtschaftlich äußerst erfolgreich. HAMBURG WASSER hat im vergangenen Jahr 2,2 Millionen Menschen mit 119,8 Millionen Kubikmetern Trinkwasser versorgt und 158,7 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt. Begünstigt durch das außergewöhnlich trockene Wetter insbesondere zwischen Mai und September 2018 und dem damit verbundenen erhöhten Wasserverbrauch liegen die Ergebnisse aus dem Trinkwasserverkauf mit 43,4 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahresergebnis (28,8 Millionen Euro). Der Gewinn wird an die Freie und Hansestadt Hamburg abgeführt. Auch das Ergebnis der Abwassersparte übertrifft mit 57,3 Millionen Euro den Vorjahreswert (49,1 Millionen Euro). Der Überschuss fließt in die Rücklagen des Unternehmens und dient dem Funktionserhalt von Kanalisationsnetz und Klärwerksverbund. „2018 war ein äußerst erfolgreiches Jahr, in dem wir in allen Konzernteilen die Vorjahresergebnisse steigern konnten. Gleichzeitig haben wir die langfristig angelegte Umschuldungsstrategie erfolgreich fortgesetzt und die Finanzverbindlichkeiten der für das Abwassergeschäft zuständigen Hamburger Stadtentwässerung AöR um weitere 65,8 Millionen Euro reduziert“, bilanziert Geschäftsführerin Nathalie Leroy.

HAMBURG ENERGIE mit überplanmäßigem Gewinn
So sonnig das Jahr 2018 auch war, so windstill war es im sonst so stürmischen Monat Februar. Für die Produktion von Windenergie bedeutete das ungünstige Bedingungen. Statt kalkulierter 126.028 Millionen Kilowattstunden grünem Strom konnten nur 112.049 Millionen Kilowattstunden Strom aus Windenergie gewonnen werden. Dennoch hat HAMBURG ENERGIE das Jahr wirtschaftlich äußerst positiv abgeschlossen. Mit einem Ergebnis von 1,91 Millionen Euro wurde der Planwert von 1,82 Millionen Euro um gut fünf Prozent übertroffen. Auch die Umsatzerlöse fielen mit 247 Millionen Euro höher als geplant (242 Millionen Euro). Das gute Geschäftsergebnis begründet sich maßgeblich durch weiter gestiegene Kundenzahlen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2018 hat Hamburgs städtischer Ökostromanbieter insgesamt 141.000 Kunden verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Zunahme von 6,8 Prozent. Davon sind 116.000 Stromkunden, weitere 25.000 Kunden beziehen Gas über HAMBURG ENERGIE

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/hamburg-wasser-mit-rekordgewinn-und-job-offensive/

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Stuttgart: Sandfilteranlage wird umfassend saniert

Im Klärwerk Plieningen wird die in die Jahre gekommene Sandfilteranlage auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Unter anderem ist die Erneuerung der klärtechnischen Einrichtungen, eine Betonsanierung, die Erneuerung des Filtermaterials und der Filterdüsen sowie der Austausch und die Verbesserung der gesamten Mess-, Steuer- und Regeltechnik geplant.

Das von der Stadtentwässerung Stuttgart betriebene Klärwerk Plieningen ist bereits im Jahr 1995 mit einem Sandfilter ausgerüstet worden. Zur damaligen Zeit war dies ein Novum für Klärwerke mittlerer Größe, aber es gab einen guten Grund: Nach einer zwischen den Städten Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen getroffenen Vereinbarung sollte das Klärwerk Plieningen nicht nur die Abwässer der südlichen Stadtteile von Stuttgart, von Echterdingen und von Ostfildern-Kemnat reinigen, sondern im Winter auch das Enteisungsabwasser des Stuttgarter Flughafens aufnehmen. Die zur Enteisung von Flugzeugen und Bodenflächen eingesetzten chemischen Mittel dürfen nicht unbehandelt in Gewässer eingeleitet werden. Bei der Abwasserreinigung können sie allerdings zu negativen Veränderungen in der biologischen Reinigungsstufe führen. Um die gesetzlich geforderte Reinigungsleistung sicherzustellen und die Körsch zu schützen, wurde deshalb der Bau einer Sandfilteranlage für das Klärwerk Plieningen erforderlich. Dass der Sandfilter in der Folgezeit auch zur höheren Entnahme von Phosphaten eingesetzt wurde, führte zu einer weiteren Verbesserung der Gewässerqualität der Körsch.

Die Filteranlage im Klärwerk Plieningen besteht aus insgesamt zwölf Kammern, in denen das Abwasser durch ein Sandbett fließt und dabei gereinigt wird. Nachdem die Schmutzstoffe im Filter zurückgehalten wurden, müssen die Filterkammern mit speziellen Spülprogrammen mit Luft und Wasser regeneriert werden. Frei werdende Schmutzpartikel werden zurück in die Kläranlage geführt.
Damit zusätzlich Phosphate aus dem Abwasser entnommen werden können, werden bestimmte Chemikalien (Fällmittel) in der biologischen Reinigungsstufe und im Zulauf des Sandfilters zugegeben. Im Rahmen der Sanierung ist eine verfahrenstechnische Optimierung zur gezielten Fällmittelzugabe vorgesehen. Durch die Anbindung des Sandfilters an das vorhandene Leitsystem wird eine effizientere Prozesssteuerung möglich.
Die Kosten des Projekts belaufen sich auf insgesamt sechs Millionen Euro. Die ertüchtigte Sandfilteranlage wird voraussichtlich im Sommer 2021 in Betrieb gehen.

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aktuelles/news/titel/sandfilteranlage-wird-umfassend-saniert/
 
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Zeitzer Land: Neue Kläranlage für Kayna

Wasser läuft bergab – eine Binsenweisheit und doch in Verbindung mit Fragen moderner technischer Möglichkeiten und den Notwendigkeiten langfristiger Wirtschaftlichkeit nicht immer einfach zu entscheiden.
Seit vielen Jahren besteht die Notwendigkeit in Kayna eine Kläranlage zu bauen. Dabei sind in den vergangenen fünf Jahren – auch mit Rücksicht auf die langfristige Wirtschaftlichkeit der Anlagen – Anpassungen des Abwasserbeseitigungskonzeptes vorgenommen worden. So wurde im Jahr 2015 durch das Land Sachsen-Anhalt eine erneute Überprüfung der Planungen des Abwasserzweckverbandes Zeitzer Land (AZV) gefordert, die auch den Bereich der Ortsteile Kayna, Zettweil und Würchwitz umfassten. Im Ergebnis wurden die Ortsteile Zettweil und Würchwitz von zentraler auf dezentrale Abwasserbeseitigung umgestellt.

Am 29. August 2015 erschien im Amtsblatt der Stadt Zeitz „Michaelbote“ auf Seite 15 folgende Mitteilung.
„AZV Zeitzer Land – Abwasserbeseitigungskonzept beschlossen
Die Fortschreibung des Abwasserbeseitigungskonzeptes aus dem Jahr 2007 wurde in der Verbandsversammlung am 16. 07. 2015 beschlossen. Im Rahmen der Erarbeitung des Konzeptes hatten interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Verbandsgebiet mehrfach die Möglichkeit, sich in Verbandsversammlungen zu informieren und Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.

Damit liegt nun eine aktuelle Grundlage vor, die die Frage beantwortet, ob ein Grundstück an eine zentrale Schmutzwasserbeseitigungsanlage angeschlossen wird. Anders, als noch 2007 vorgesehen, ist für die Orte Würchwitz, Wildenborn und Zettweil keine zentrale Entsorgung mehr vorgesehen. Eine weitere große Änderung ist die Planung, die Abwässer aus dem Gebiet Droßdorf/Rippicha künftig in der Zentralkläranlage Göbitz zu entsorgen. Dazu soll eine neue Verbindungsleitung errichtet werden. (Anmerkung: Diese wurde 2016 errichtet.)

Damit bleibt es bei der zentralen Entsorgung auch für Kayna. Hier stellt sich die besondere Herausforderung, dass zunächst eine Kläranlage errichtet werden muss, um dann die übrigen Kanäle in den Straßen des Ortsnetzes zu vervollständigen. Henrik Otto, Vorsitzender der Verbandsversammlung, stellt dazu klar:
„Diese Investitionen sind für die Bürger und Firmen nur tragbar, wenn das Land Sachsen-Anhalt dafür insgesamt Fördermittel bereitstellt. Mit dem neuen Konzept werden diese Mittel jetzt beim Land beantragt.“
Angesichts des bevorstehenden Zusammenschlusses mit dem Partnerverband „Weiße Elster – Hasselbach/Thierbach“ stehen die Chancen dafür nicht schlecht.

Maßgeblich für die konzeptionellen Entscheidungen war die Neuberechnung der Investitionskosten und die Sicherheit der Entsorgung.
Das Konzept wird jetzt zur Genehmigung bei der Wasserbehörde eingereicht.
Henrik Otto, Vorsitzender der Verbandsversammlung des AZV Zeitzer Land.

Mit Eintritt in den Abwasserzweckverband Weiße Elster-Hasselbach / Thierbach (AZV HET) wurden 2016 die Planungen fortgeführt und Variantenuntersuchungen bezüglich des Standortes der Abwasserkläranlage Kayna durchgeführt. Diese wurden öffentlich vorgestellt und den zuständigen Behörden zur Bewertung und Genehmigung vorgelegt.
Der Standort in Kayna auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofes erwies sich unter Berücksichtigung aller Faktoren als geeignet. Das Vorhaben ist im Innenbereich gemäß § 34 (BauGB) Baugesetzbuch zulässig. Im Flächennutzungsplan der Stadt Zeitz ist der Standort überwiegend als gemischte Baufläche, ein sehr kleiner Teil als Grünfläche dargestellt.
Die Untere Wasserbehörde beim Burgenlandkreis erteilte im Rahmen geltender Gesetze und Verordnungen die Wasserrechtliche Genehmigung und eine Genehmigung zum Bauen im Überflutungsgebiet.
Es wird eine Kläranlage für 950 bis 1.000 Einwohnergleichwerte entstehen, um den Ort Kayna anzuschließen. Die Anlage wird fast vollständig im Boden versenkt und ist nur ca. 1,50 m über dem Boden sichtbar. Sie wird vollkommen abgedeckt, wo es möglich ist begrünt und erhält zudem Geruchsfilter. Damit entspricht die Anlage dem neuesten technischen Stand und sie stellt die wirtschaftlichste Variante von der Art der Anlage und des Standortes dar. Die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsflächen zur Nachbarbebauung werden eingehalten. Die notwendigen Genehmigungen für die Anlage liegen vor.

Zitat Henrik Otto, Vorsitzender der Verbandsversammlung des AZV Zeitzer Land am 29.08.2015: „Diese Investitionen sind für die Bürger und Firmen nur tragbar, wenn das Land Sachsen-Anhalt dafür insgesamt Fördermittel bereitstellt. Mit dem neuen Konzept werden diese Mittel jetzt beim Land beantragt.“

Die Fördermittel sind vom Land Sachsen-Anhalt bewilligt und am 18. Januar 2019 übergab die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie, Prof. Dr. Claudia Dalbert, den Zuwendungsbescheid an den Abwasserzweckverband (AZV) Weiße Elster – Hasselbach/Thierbach, in der Geschäftsstelle des AZV, Dr.-Engler-Straße 16 in der Elsteraue.
Bürger können und konnten sich regelmäßig in den öffentlichen Sitzungen der Verbandsversammlung des AZV informieren und dort auch Fragen stellen. Die Sitzungen und deren Tagesordnungen werden im „Wochenspiegel“ öffentlich bekanntgemacht. Weitere Informationen findet man auf der Internetseite des AZV unter: http://azv-het.de/.
Einwohner von Kayna haben wegen der Abwasseranlage, die in Kayna gebaut werden soll, mit Unterschriften einen Protest gegen den Bau der Anlage formuliert. Die Sorgen durch Information, Gespräche und das eigene Betrachten einer ähnlichen Abwasseranlage nehmen zu können, wären gut. So können Sie sich eine ähnliche Abwasserkläranlage, die für 850 Einwohnergleichwerte vor 10 Jahren mitten im Ort gebaut worden ist und bisher ohne Probleme funktioniert selbst einmal ansehen, riechen und hören. Diese Anlage steht in der Stadt Schmölln, im Ortsteil Großstöbnitz im Sprottetal.

Ich war in diesen Tagen dort und habe einige Fotos gemacht.
In der Hoffnung ein wenig zur Versachlichung der Debatte betragen zu können verbleibe ich
Ihre Margarete Späte
http://www.azv-het.de/index.php/aktuelles/62-neue-klaeranlage-fuer-kayna-von-margarete-spaete

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WVE: Vertragsunterzeichnung mit VG-Werken Rockenhausen

Am 22. März 2019 haben die WVE und die SWK mit den Verbandsgemeindewerken Rockenhausen einen Vertrag unterzeichnet zur Übernahme der technischen Werkleitung.
Weitere Informationen erhalten Sie hier:

https://www.nachrichten-kl.de/2019/03/23/vertrag-unterzeichnet-kaiserslautern-swk-unterstuetzt-verbandsgemeindewerke-rockenhausen/?fbclid=IwAR3m8JvOnSc8NgCJZ1QMP82wKBU6h_XjNbO-hKWHhy_CG1pV4qxwLF2xDp8

https://www.wve-kl.de/index.php?id=80&tx_ttnews%5Btt_news%5D=100&cHash=9cffaea6e1f2f4b96e80090d0fc1b045

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Berlin: Wasserbetriebe steigern Investitionen auf eine Million Euro am Tag

Sichere Versorgung in Trockenzeiten, mehr Wasser und weiter stabile Tarife
An jedem Tag des Jahres 2018 haben die Berliner Wasserbetriebe aus eigener Kraft fast eine Million Euro in ihre Infrastruktur investiert und damit weit mehr als in den Vorjahren. Diese Investitionen summierten sich auf 346 Mio. Euro, 104 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. Die Absatzmengen des Hauptstadtversorgers waren nach dem nassen Jahr 2017 auch 2018 erneut deutlich vom Wetter beeinflusst. Der warme, überaus trockene Sommer ließ den Wasserverkauf ansteigen.

Wie das Unternehmen heute bilanzierte, wurden 2018 insgesamt 222,8 Mio. m³ Trinkwasser verkauft (+18,2 Mio. m³), während die Abwasserreinigung um 9,6 Mio. m³ auf 252,1 Mio. m³ zurückging. Der vergangene Sommer war der wärmste und trockenste in der Region seit gesicherte Messwerte vorliegen. Der Umsatz stieg um 52,4 Mio. Euro auf 1.152,0 Mio. Euro. Für das Land Berlin wurde ein Gewinn von 111,7 Mio. Euro erwirtschaftet.
Sichtbarer Ausdruck für die in allen Bereichen des Unternehmens stark gestiegenen Investitionen sind die 141,9 erneuerten bzw. sanierten Rohr- und Kanalkilometer, 30,6 Kilometer mehr als 2017. Allein für die Ver- und Entsorgungsadern wuchsen die Ausgaben um 65,0 auf 185,1 Mio. Euro. 79 Prozent der Abwasserkanäle wurden stadt- und umweltverträglich mit modernen grabenlosen Verfahren saniert. Das Programm zur Ausrüstung aller sechs Berliner Klärwerke mit zusätzlichen Reinigungsstufen führte auch in diesem Bereich zu einem markanten Investitionswachstum um 34,9 auf 93,5 Mio. Euro. So wurden in Waßmannsdorf der 50.000 m³-Mischwasserspeicher fertiggestellt und zwei neue Beckenlinien sowie eine Anlage zur weitergehenden Phosphorentfernung betoniert.

Infrastruktur an zunehmende Wetterextreme anpassen
„Der Rekordsommer 2018 hat unsere Systeme zwar herausgefordert, aber wir haben durchgängig eine stabile Versorgung der Hauptstadt gesichert“, sagt Vorstandsvorsitzender Jörg Simon. „Das liegt auch an der guten Verfassung unserer Infrastruktur, die wir durch steigende Investitionen zukunftsfähig halten.“ Die Strategie, mit der angesichts zunehmender Wetterextreme die Resilienz Berlins gestärkt werden solle, beruhe auf drei Säulen: Speicher – zum Beispiel der grabenlose Bau des Stauraumkanals im Mauerpark – innerhalb sowie außerhalb der Stadt und dezentrale Regenwasserbewirtschaftung, die die gemeinsam mit dem Land Berlin im Mai 2018 gegründete deutschlandweit erste Regenwasseragentur mit ihrer Arbeit vorantreibe.
„Möglichst grabenlose Bauverfahren, die Umrüstung unserer Fahrzeugflotte auf Elektroantrieb, das Aufstellen von bis dato rund 90 Trinkwasserbrunnen und die Wartung von 143 Zierbrunnen in sieben Bezirken sind sichtbare Beispiele für unsere Arbeit für eine lebenswerte Stadt“, so Simon. „Darauf sind wir ebenso stolz wie auf das gute Betriebsergebnis.“
„Diesen Stolz teile ich, die Berliner Wasserbetriebe sind ein kommunales Vorzeigeunternehmen. Mit ihren Investitionen und Innovationen leisten sie wichtige Beiträge für eine lebenswerte Stadt Berlin“, sagt Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop. „Auch das beträchtliche Auftragsvolumen von 630 Mio. Euro kommt überwiegend regionalen Unternehmen zugute. All das leisten die Wasserbetriebe aus eigener Kraft und bei weiter stabilen Tarifen. Das sind gute Nachrichten für die Berlinerinnen und Berliner und den Wirtschaftsstandort Berlin.“

In gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft umgesetzten Forschungsprojekten wurden u. a. für Abwasserkanäle ein haltungsscharfes Altersprognosemodell sowie ein automatisches Erkennungs- und Klassifizierungssystem für Schäden entwickelt. Die Wasserbetriebe haben einzig in der deutschen Branche eine eigene Forschungsabteilung sowie gemeinsam mit dem Land das Kompetenzzentrum Wasser Berlin. Im Projekt Flusshygiene werden die Wechselwirkungen von Wetterextremen und Wasserqualität untersucht und daraus Bewirtschaftungsmaßnahmen sowie Prognose- und Warnsysteme wie die 2018 vorgestellte Berliner Bade-Web-App entwickelt.

Mitarbeiterzahl steigt mit den wachsenden Aufgaben des Unternehmens
Mit 167 neuen Fachleuten haben die Wasserbetriebe 63 Menschen mehr als 2017 eingestellt. Das folgt den steigenden Investitionen, neuen Aufgaben und dem demografischen Wandel. Erstmals wuchs auch insgesamt die Zahl der Beschäftigten wieder an und zwar um 46 auf 4.382. 271 (Vor-jahr: 261) Jugendliche erlernen im Hause einen von 22 Berufen, die Ausbildungsquote liegt damit bei 6,8 Prozent.

Stadtwerke rüsten Bezirks-Bauten solar aus und stehen vor dem Bau eines neuen Windparks
Die Berliner Stadtwerke GmbH haben bisher rund 23 Mio. Euro in Anlagen zur Ökostrom-Erzeugung investiert und damit fast 30 Megawatt Wind- und Solarleistung installiert. Für die Umsetzung des 2019 zu verabschiedenden Masterplans Solarcity wurden zu fast allen Bezirken Kontakte aufgebaut und bisher Verträge über PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden im Umfang von 1,7 MW bereits abgeschlossen bzw. weitgehend verhandelt. Seit Jahresbeginn konnten Verträge über rund 2 MWp Solarstrom zur direkten Versorgung von Mietern abgeschlossen werden. Zudem sind die Pläne zum Bau eines Windparks auf einer Liegenschaft der Berliner Stadtgüter unweit von Bernau nach rund dreijähriger Projektentwicklung behördlich genehmigt worden, der Bau der neun Windräder mit einer Gesamtleistung von 30 MW beginnt im Herbst. Insgesamt sparen die Anlagen der Stadtwerke 20.000 Tonnen CO2 ein, Ende dieses Jahres werden es schon 40.000 Tonnen CO2 sein.

Weitere Materialien zur Jahrespressekonferenz finden Sie unter:
http://www.bwb.de/de/299_23418.php

 

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Ditzingen: Tag der offenen Tür im Gruppenklärwerk am 12. Oktober 2019

Seit 2013 wurden die mechanische und biologische Stufe des Gruppenklärwerks Ditzingen mit einem Investitionsaufwand von 23 Millionen Euro auf den neuesten technischen Stand gebracht. Die Fertigstellung der Erneuerungsmaßnahmen werden mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Weitere Informationen:
https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aktuelles/news/titel/tag-der-offenen-tuer-im-gruppenklaerwerk-ditzingen-am-12-oktober-2019/?L=0&cHash=5c37d694c27c844c838736b47ac99682

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EVS: Hauptsammler Habkirchen-Entsorgungsverband Saar investiert 800.000 Euro in den 3. und letzten Bauabschnitt

Im Juni 2019 beginnt der Entsorgungsverband Saar mit den Arbeiten am 3. und letzten Bauabschnitt für den Hauptsammler Habkirchen. Rund 800.000 Euro investiert der EVS in die Maßnahme, die im November dieses Jahres fertiggestellt sein soll.

Über den Hauptsammler Habkirchen wird auch dieser Ortsteil der Gemeinde Mandelbachtal an eine moderne Abwasserreinigung angeschlossen. Besonders interessant: Die Reinigung der gesamten Habkircher Abwässer erfolgt nach Fertigstellung der Baumaßnahme grenzüberschreitend in der Kläranlage Saargemünd.

Mit dem jetzt anstehenden 3. Bauabschnitt wird die Prälat-Roth-Straße und die Straßenabschnitte hinter der Kirche an den Hauptsammler angeschlossen. Konkret wird im Rahmen der Maßnahme eine vorhandene Auslaufleitung in die Blies zurückgebaut und durch eine neue größere Leitung ersetzt. Darüber hinaus wird ein Stauraumkanal mit einem Volumen von 50 Kubikmetern errichtet, dessen Ablauf an den bereits im 2. Bauabschnitt hergestellten Kanal in der Bliesaue angeschlossen wird.
Die Andienung der Baustelle erfolgt über den gemeindeeigenen Weg neben dem Anwesen „Prälat-Roth-Straße“, Nr. 33.

Der Verlauf der Baumaßnahme ist mit dem Planungskomitee eingehend abgestimmt worden, so dass es für die 1200 Jahr-Feier in Habkirchen, die vom 16. bis 17. August stattfindet, nicht zu Verkehrsbehinderungen kommen wird.

Insgesamt investiert der EVS 6,7 Millionen Euro in den Bau des Hauptsammlers Habkirchen

https://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/hauptsammler-habkirchen-entsorgungsverband-saar-investiert-800000-euro-in-den-3-und-letzten-bauab/

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Kläranlage Kohlfurth: Energieautarkie wird durch neue BHKW-Module gesichert

Gesetzlich notwendige Verbesserung bei Abgasemissionen
Der Wupperverband setzt sich seit Jahren für regenerative Energie ein und arbeitet kontinuierlich daran, Verbesserungen zu erzielen. Den Tag der erneuerbaren Energien am 27. April nimmt er zum Anlass, um über ein aktuelles Projekt zu berichten:
Der Wupperverband ersetzt zurzeit Blockheizkraftwerkmodule in der Kläranlage Kohlfurth. Das bisherige Blockheizkraftwerk (BHKW) war in die Jahre gekommen, es war bereits 20 Jahre in Betrieb.
Die alte Anlage bestand aus 3 Modulen, in 2011 wurde ein leistungsfähiges Aggregat hinzugefügt, das in Sachen Effizienz einen großen Sprung nach vorne bedeutete.

Gestiegene Anforderungen an die Abgasemission erfordern nun die Erneuerung auch der 3 alten Module. Künftig kommen Modelle mit Katalysator zum Einsatz. Auch sind die beiden Module mit Schallschutzhauben ausgestattet, so dass sie leiser sind als die vorherigen Modelle. Zudem werden künftig nur noch 2, dafür aber effizientere Module am Standort installiert. Sie erzeugen vergleichsweise mehr elektrische Energie als Wärmeenergie. Diese kann auf der Anlage flexibler eingesetzt werden. Aber auch Wärmeenergie wird auf der Anlage benötigt, denn damit werden Faulbehälter und Betriebsgebäude beheizt.

Durch die neuen Module wird gesichert, dass die Kläranlage Kohlfurth weiterhin energieautark bleibt. Es wird eine Stromerzeugung von 3,4 Mio. Kilowattstunden pro Jahr erwartet. Das entspricht in etwa dem Jahresbedarf von rund 760 Vier-Personen-Haushalten.

Die Motoren der drei alten Module wurden im März abgeschaltet. Dann erfolgten die Demontagearbeiten. Im Mai soll der Einbau der beiden neuen Module starten. Der alte Kamin wurde bereits demontiert, ein neuer Kamin wird im Juni errichtet. Dann folgen die Montage mit Verlegung von Kabeltrassen sowie der Einbau der Maschinen- und Elektrotechnik. Vor dem tatsächlichen Start werden eine Test- und Probephase sowie Emissionsmessungen durchgeführt. Die Gesamtarbeiten werden voraussichtlich Ende Juli 2019 abgeschlossen sein. Die Projektkosten liegen bei rund 1,4 Mio. Euro.

Grüner Strom als Teil des Energiemanagements
Das neue BHKW ist ein Baustein im Energiemanagementkonzept des Wupperverbandes. Der Verband erzeugt Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien. Er betreibt u.a. 7 Wasserkraftanlagen, 8 BHKW und eine Dampfturbine. Zum Betrieb seiner Anlagen, allen voran der Kläranlagen, benötigt der Wupperverband pro Jahr rund 40 Mio. Kilowattstunden Strom. Die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien in den eigenen Anlagen liegt bei rund 35 Mio. Kilowattstunden. Langfristig will der Verband rechnerisch mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, als er selbst verbraucht.

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_pm_bhkw_kohlfurth_20190425.html

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Köln: Neuer Kanal unter dem Rhein soll Kölner Abwassersystem zukunftsfähig machen

Vor etwas mehr als 90 Jahren wuchs in Köln das linksrheinische und rechtsrheinische Abwassersys-tem mit dem Bau eines Kanals unter dem Rhein, eines sogenannten Dükers, zusammen. Die Gründe für den Bau lagen in der wachsenden Bevölkerung Kölns nach dem Ersten Weltkrieg und den neuen Gewerbegebieten im Kölner Norden.
Das damals richtungsweisende Bauwerk ist nun in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den Anforderungen eines modernen Abwassersystems. Der derzeit im Einsatz befindliche Rheindüker mit insgesamt 470 Meter Betonrohrleitung stammt aus dem Jahr 1928. Die Rohrleitungen können Taucher nur sehr eingeschränkt inspizieren und auf Dichtigkeit prüfen. Von Jahr zu Jahr steigt die Gefahr von Leckage und somit von Umweltschäden bei dem alten Bauwerk.

Außerdem verfügt der alte Düker nur über zwei Rohre mit Durchmessern von 1,85 und 1,25 Meter und könnte sich mittelfristig zum Nadelöhr in der Abwasserentsorgung entwickeln. „Die Kapazitäten beruhen auf einer Planung aus dem Jahr 1927. Es ist an der Zeit, dass wir den Rheindüker erneuern“, erläutert Otto Schaaf, Vorstand der StEB Köln (Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR). „Köln wird bis 2040 voraussichtlich auf 1,15 Millionen Einwohner anwachsen und als StEB Köln ist es unsere Aufgabe, eine zukunftsfähige und zuverlässige Abwasserentsorgung sicherzustellen. Der neue Düker wird in Bezug auf Kapazitäten und Technik für ein weiteres Jahrhundert den Abwasserentsorgungs-weg zwischen dem linksrheinischen und dem rechtsrheinischen Köln garantieren“, so Schaaf.
Die StEB Köln investieren nun rund 60 Millionen Euro in den Neubau. Der neue Rheindüker wird mit modernster Pipe-Jacking Technologie 15 bis 25 Meter unterhalb des Rheinbetts gebaut. Mit Durchmessern von 2,80 und 1,80 Metern wird der Abflusskanal zukünftig bis zu 6.000 Liter pro Sekunde an Abwasser vom linksrheinischen ins rechtsrheinische Köln transportieren können.

Selbst mit einem deutlichen Anstieg der Kölner Bevölkerung auch über die aktuellen Prognosen für 2040 hinaus wären die Entsorgungskapazitäten des Dükers noch lange nicht ausgeschöpft. Dank einer hydraulischen Steuerung lassen sich die Abflussmengen zukünftig passend zu den Kapazitäten im Stammheimer Klärwerk regulieren. Ein modernes Abluftabsaugsystem wird den Austritt von Geruchsemissionen und dadurch die Geruchsbelästigung für Anwohner verhindern. Die kompletten Rohre lassen sich zukünftig durch Begehungen einfach inspizieren. So können die Dichtigkeitsprüfun-gen und auch Reinigungs- oder Sanierungsarbeiten einfach und verlässlich erfolgen.
Die StEB Köln bauen den neuen Düker parallel zum Verlauf des bisherigen Dükers, um eine optimale Anbindung an das vorhandene Kölner Abwassersystem sicherzustellen und große überirdische Umbauten zu vermeiden. Hierzu werden rechtsrheinisch ein Start- und linksrheinisch ein Zielschacht erstellt. Der Startschacht wird in Stammheim in der Nähe des Klärwerks angelegt. Der Zielschacht ist in Köln-Niehl am Niehler Damm auf Höhe des schon bestehenden Dükeroberhauptes geplant. Derzeit befinden sich die StEB Köln noch in der Planungs- und Genehmigungsphase. Starten soll das Bauprojekt voraussichtlich Mitte 2021. Der Abschluss der Rohbauarbeiten ist für 2023 angesetzt. Der neue Düker soll dann 2025 seinen Betrieb aufnehmen.

In den nächsten Monaten werden die StEB Köln Anwohnerinnen und Anwohner über die geplanten Schächte und die Baumaßnahmen informieren. Die StEB Köln bieten laufend aktualisierte Informationen zum Projekt unter: www.rheindüker.koeln

https://www.steb-koeln.de/Aktuelles/Neuer-Kanal-unter-dem-Rhein-soll-Kölner-Abwassersystem-zukunftsfähig-machen.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp
 
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Köln: „Überflutungsschutz und -vorsorge“

Wie entsteht sommerlicher Starkregen und was sind die Folgen? Welche Möglichkeiten gibt es, sich hierauf vorzubereiten und zu schützen? Was ist der Unterschied zwischen oberirdischer Überflutung und Kanalrückstau?
Fragen wie diese werden in der Wanderausstellung der Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB Köln) zum Thema Überflutungsschutz und -vorsorge beantwortet, die vom 07. Bis 31. Mai im Bezirksrathaus Nippes, Neusser Str. 450, 50733 Köln, zu sehen ist.
Darüber hinaus besteht für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger vom 7. bis 31. Mai 2019 jeweils dienstags von 16 bis 18 Uhr die Möglichkeit, im Foyer des Bezirksrathauses Nippes in den persönlichen Kontakt mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der StEB Köln zu treten und individuelle Fragen zur Überflutungsgefährdung zu stellen
Die Ausstellung kann zu den üblichen Öffnungszeiten in der Rotunde des Bezirksrathauses besichtigt werden. Zur Ausstellungseröffnung am Dienstag, 07. Mai 2019, 17 Uhr, begrüßen der Bezirksbürgermeister Bernd Schößler und der Hauptabteilungsleiter Planen und Bauen und Leiter der Hochwasserschutzzentrale der StEB Köln, Henning Werker, die Gäste.

https://www.steb-koeln.de/Aktuelles/„Überflutungsschutz-und-vorsorge“.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp
 
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Langen: Türöffner-Tag beim Abwasserverband – auch im Jahr 2019

Am 03. Oktober 2018 öffnete der Abwasserverband zum ersten Mal seine Türen im Rahmen der Veranstaltung Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus. Insgesamt 13 Kinder mit Eltern sind mit Begeisterung in das Thema Abwasserreinigung eingetaucht und dem Thema „Wie Wasser wieder sauber wird“ im Rahmen einer Führung auf dem Klärwerk Langen auf den Grund gegangen.
Im Anschluss konnten die Kinder noch mit kleinen Experimenten das Element Wasser näher kennenlernen.
Nachdem die Resonanz 2018 so positiv ausfiel nimmt der Abwasserverband auch dieses Jahr am Türöffner-Tag teil. Alle Interessierten können sich hier anmelden.

http://www.abwasserlee.de/pressemitteilungen/
 
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Ruhrverband: Ostereiersuche mit Erfolgsgarantie: Die dicken Dinger von Duisburg-Kaßlerfeld

In den eiförmigen Behältern auf der Ruhrverbandskläranlage entsteht energiereiches Faulgas
Wer am kommenden Ostersonntag in Duisburg auf Eiersuche geht, der wird an der Ruhrmündung in den Rhein auf jeden Fall fündig werden. Auf der Kläranlage Duisburg-Kaßlerfeld des Ruhrverbands gibt es nämlich gleich drei ganz schön dicke Ostereier. Mit stattlichen 39 Metern Höhe und 22 Metern Durchmesser sind die bauchigen Riesentürme kaum zu übersehen. Doch wozu sind die dicken Dinger eigentlich gut?
„Unsere Ostereier sind Faulbehälter“, erklärt Christian Lux. Er ist als Regionalbereichsleiter beim Ruhrverband zuständig für die Abwasserbehandlung im Westen des Ruhreinzugsgebietes, also im Gebiet zwischen Bochum und Duisburg. „In diesen Behältern wird der überschüssige Klärschlamm, der als Abfallprodukt bei der Abwasserreinigung anfällt, bei 37 Grad Celsius ausgefault. Dabei entsteht methanhaltiges Faulgas, das direkt auf der Kläranlage in Blockheizkraftwerken zur Strom- und Wärmeproduktion verwertet wird. Zur Erhöhung der Gasproduktion nimmt die Kläranlage auch Co-Substrate wie zum Beispiel Inhalte von Fettabscheidern sowie Küchen- und Speiseabfälle an.“
Rund 25 Tage bleibt der Schlamm zum Ausfaulen in den jeweils fast 9.000 Kubikmeter fassenden luftdichten Behältern. Das dabei entstehende Faulgas wird anschließend in zwei Gasbehälter geleitet und dort zwischengespeichert, bis es benötigt wird. Die Ausbeute der Blockheizkraftwerke, die aus dem Gas Energie erzeugen, kann sich durchaus sehen lassen: Seit der energetischen Optimierung der Anlage Kaßlerfeld vor knapp vier Jahren, bei der leistungsstärkere Aggregate mit einer höheren Stromausbeute eingebaut wurden, deckt die größte der 65 Kläranlagen des Ruhrverbands über 80 Prozent ihres Strombedarfs aus eigener Erzeugung. Bei der Heizenergie sind es sogar 100 Prozent.

Kläranlagen gehören zu den größten Energieverbrauchern der Infrastruktur, denn die Bakterien, die die organischen Bestandteile des Abwassers abbauen und deshalb für den Betrieb einer Kläranlage unverzichtbar sind, brauchen Luft zum Atmen. Diese Luft muss mit hohem Energieaufwand in die biologische Reinigungsstufe eingeblasen werden.
Die direkt an der Ruhrmündung gelegene Kläranlage Duisburg-Kaßlerfeld reinigt das Abwasser von 450.000 Einwohnern und Gewerbebetrieben der Stadt Mülheim sowie Teilen von Essen, Oberhausen und Duisburg. Der aktuelle Strombedarf liegt bei rund 9,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

https://www.ruhrverband.de/fileadmin/pdf/presse/pm_2019/PM_Ostereiersuche_mit_Erfolgsgarantie_Die_dicken_Dinger_von_Duisburg_Ka%C3%9Fle

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Aggerverband: verleiht Förderpreis mit Hochschule im Rahmen des Weltwassertages

Zum 18. Mal verleiht der Aggerverband in Zusammenarbeit mit der TH-Köln, Campus Gummersbach, seinen Förderpreis im Rahmen des Weltwassertages am 22. März. Prämiert werden in diesem Jahr zwei herausragende Abschlussarbeiten mit einem wasserwirtschaftlichen Bezug.
Die diesjährige Preisverleihung fand im Konferenzraum „Kienbaum“ in der Technischen Hochschule auf dem Steinmüllergelände statt.

Die Arbeiten stehen gleichwertig nebeneinander. So werden die einzelnen Arbeiten jeweils mit einem Preisgeld von 600 € dotiert.

Die Preisträger und die Titel ihrer Arbeiten für 2019 lauten (in alphabetischer Reihenfolge):

Bachelor of Engineering Maximilian Peter Augsdörfer
Thema: Betrachtungen zu Phosphor-Recycling-Verfahren unter
Berücksichtigung der Produktqualität
Betreuung: Prof. Dr. Christian Malek (TH Köln, Campus Gummersbach),
Prof. Dr. Michael Bongards (TH Köln, Campus Gummersbach)

Die gesetzlichen Regelungen schreiben ab dem Jahre 2029 bzw. 2032 ein Recycling von Phosphor für fast alle Klärschlämme vor. Im Moment stecken diese Techniken und Verfahrensansätze noch in den Kinderschuhen und die ersten großtechnischen Anlagen werden realisiert. Beim Aggerverband fallen im Jahr rund 24.000 t Klärschlamm an.
Auf der Basis von zwei Berichten aus Deutschland und Österreich werden insgesamt 13 Verfahren gegenübergestellt. Von den Anlagenherstellern wurden technische und wirtschaftliche Daten erhoben und mit weiteren unabhängigen Quellen verglichen. Im Vergleich der Verfahren stellt sich die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche als günstigste Lösung heraus. Sie ist günstiger als andere Verfahren, da sie nicht an bestimmte Kläranlagen gebunden ist und auch andere phosphorreiche Abfälle in den Prozess einbezogen werden können.

Herr Augsdörfer hat sein Bachelor-Studium des Wirtschaftsingenieurs mit dieser Arbeit erfolgreich abgeschlossen. Er hat sich in die für ihn unbekannte Thematik der Klärschlammverwertung eingearbeitet und die technisch-wissenschaftlichen Zusammenhänge gut aufgearbeitet und übersichtlich dokumentiert. Die Arbeit ist eine gute Grundlage für die strategische Ausrichtung der Klärschlammverwertung des Aggerverbandes in den kommenden Jahren.

Bachelor of Engineering Felix Heinz
Thema: Beschreiben und Bewerten von Hochwasserschutzmaßnahmen im
Hinblick auf Art, Funktion und Wirkung am Beispiel einer
Deichrückverlegung auf der Grundlage des
Hochwasserschutzkonzeptes des Landes NRW
Betreuung: Prof. Dr.-Ing. Christian Jokiel (TH Köln), Dipl.-Ing. Martin Schulte
(Geweke & Partner)

Das Land Nordrhein-Westfalen ist dabei, den Hochwasserschutz der Rheinanlieger zu verbessern. In diesem Zusammenhang erfolgt im Bereich Rees-Löwenburg am Niederrhein eine Deichverstärkung bei gleichzeitiger Deichrückverlegung. Dabei kommt ein Regelprofil des Landes Nordrhein-Westfalen zur Anwendung.
Herr Heinz hat auf der Basis seiner Vorarbeiten zur ausgeführten Bauweise einen alternativen Deichquerschnitt nach den maßgeblichen Vorschriften bemessen und geplant. Ziel war ein möglichst geringer Materialeinsatz. Dazu waren die maßgeblichen hydraulischen Kräfte zu ermitteln und die Nachweise zu führen, dass der Deich unter allen Belastungsannahmen sicher und dauerhaft betrieben werden kann. Herr Heinz hat seine Planungsvariante mit der Planung des Landes verglichen und darüber hinaus einen Vergleich mit einer Variante „Deichsanierung in gleicher Trasse“ untersucht. Auch hier waren die hydraulischen Kräfte zu bestimmen und alle Sicherheitsnachweise zu führen. Darüber hinaus hat er bei den Varianten auch ökologische Wirkungen und die Auswirkungen auf Bauzeit und Baukosten untersucht.

Herr Heinz hat die ihm gestellte Aufgabe umfassend bearbeitet und die Ergebnisse übersichtlich dargestellt. Dazu gehört eine systematische Gegenüberstellung seiner entwickelten Variante mit der Ausführungsvariante. Der Erläuterungsbericht ist schlüssig und logisch aufgebaut. Die Ergebnisse sind für den Aggerverband von Interesse, da an verschiedenen Stellen zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie auch Deichverlegungen geplant sind und dabei nach kostengünstigen Varianten gesucht wird.

https://www.aggerverband.de/heute/presseaktuelles

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Berlin: Mit künstlicher Intelligenz unterwegs im Kanalsystem

Innovationspreis für Simulationswerkzeug zur Kanalalterung verliehen
Die Berliner Wasserbetriebe und das Kompetenzzentrum Wasser Berlin haben ein Modellwerkzeug entwickelt, mit dem sich die Alterung von Abwasserkanälen simulieren lässt. Erstmals haben Forscher beider Häuser datenbasierte statistische Verfahren mit künstlicher Intelligenz verbunden. Mit dem Ergebnis lassen sich Investitionen deutlich genauer steuern. Dafür wurden sie nun mit dem renommierten Innovationspreis des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) ausgezeichnet.

Wenn etwas kaputt geht, was wir jeden Tag dringend brauchen, ist das ärgerlich, überraschend, mitunter sogar katastrophal. Meistens ist es aber vor allem eines: teuer. Das gilt auch für eine der unsichtbaren Lebensadern unserer Stadt: die mehr als 9.600 Kilometer lange Kanalisation. Zumal Schäden am Kanal nicht sofort sichtbar werden. Anhaltspunkte für Reparaturen oder Investitionen liefern bisher statistische Angaben zu Schäden sowie Daten aus der Kamera-Inspektion.

Neues Prognoseinstrument ermöglicht bessere Steuerung von Investitionen
Jetzt – und das ist neu für die Branche – haben Forscher des Kompetenzzentrums Wasser Berlin und der Berliner Wasserbetriebe aus der Kombination und Weiterentwicklung statistischer Modelle mit künstlicher Intelligenz und vielen echten Daten ein Prognoseinstrument für die Kanalalterung entwickelt: SEMA-Berlin. „Mit diesem neuen Tool können wir Investitionen und Instandhaltungen deutlich besser steuern und den Zustand der Kanalisation langfristig erhalten oder gar verbessern“, erklärt Wasserbetriebe-Finanzvorstand Frank Bruckmann, der sich sehr über den am 11. März verliehenen Innovationspreis des VKU freut. Der Innovationspreis zeichnet „herausragende Innovationen kommunaler Unternehmen“ aus und wird alle zwei Jahre verliehen.

SEMA – ein Kürzel aus der englischen Übersetzung von Kanalalterungsmodell für Strategien des Asset-Managements – basiert auf mehr als 140.000 echten Berliner Datensätzen. Gefüttert mit Informationen über den Kanal selbst wie Alter, Material, Gefälle, Abwasser- und Bodentyp, der Verkehrsbelastung, der Nähe zu Bäumen und noch ein paar weiteren Einflussgrößen errechnet es sehr genau, wie sich der Zustand der einzelnen Kanäle im Netz in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wird und welche Sanierungslängen erforderlich sind, damit es auch künftig ordentlich funktioniert. Damit geht es deutlich über bisherige statistische Modelle hinaus, die das Netz in seiner Gesamtheit und nicht im Detail betrachten.

Scheinbar, so könnte man aus der puren Addition der bisher bekannten Daten schlussfolgern, liegt der ideale, weil am wenigsten gealterte Kanal mindestens vier Meter tief im Spandauer Sandboden, ist gemauert, hat einen Innendurchmesser von einem Meter, führt Schmutzwasser und über ihm wachsen keine Bäume. Dieses auf Statistik fußende Klischee stimmt im Großen und Ganzen, im Detail aber eben auch oft nicht. Hier setzt SEMA-Berlin mit maschinellem Lernen auf. Bei der Vorhersage auf Haltungsebene – das ist der oft zwischen 30 und 50 Meter lange Bereich eines Kanals zwischen zwei Schächten – erreicht das Modell schon jetzt etwa 80 % der Genauigkeit einer Kamerainspektion und kann den Zustand sanierungsbedürftiger Haltungen in zwei von drei Fällen richtigrichtig prognostizieren.

AUZUKA verbessert Basis für SEMA-Berlin mit automatisierter Zustandsanalyse
Dafür wird der SEMA-Berlin-Prototyp jetzt bei den Berliner Wasserbetrieben trainiert. Dabei wird das Modell stetig klüger – auch weil es dank des Forschungsprojektes AUZUKA mit immer präziseren Daten gefüttert wird. AUZUKA schafft – wie sein Name sagt – die Voraussetzungen für eine automatische Zustandsanalyse und Klassifikation des Kanalnetzes durch virtuelle Begehung. Unter Leitung der Berliner Wasserbetrieben wurde dafür im Verbund mit neun Institutionen eine den neuen Stand der Technik definierende Technik-Kette vom Kanalinspektionsroboter bis zur automatischen Bild-Auswertesoftware entwickelt, die Kanalschäden schneller, sicherer, positionsgenauer und eben auch unermüdlich erkennt und klassifiziert. Und ebenso wie SEMA lernt auch AUZUKA mit jedem neuen Datensatz dazu.

Mehr zum Projekt sowie ein Video zum VKU-Innovationspreis für SEMA-Berlin auf http://www.bwb.de/de/23255.php
Quelle: http://www.bwb.de/de/299_23285.php
 
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Dresden: Zertifizierter Arbeitsschutz bei der Stadtentwässerung

Das ist mal sicher: Stefan Brangs, Staatssekretär im sächsischen Wirtschaftsministerium (im Bild hinten), attestiert der Stadtentwässerung Dresden eine hohe Arbeitssicherheit. Am 15. März 2019 übergab er dem technischen Geschäftsführer Ralf Strothteicher die OHRIS-Urkunde.

Der Staatssekretär im sächischen Wirtschaftsministerium Stefan Brangs sagt, „Es geht nicht ohne Arbeitsschutz: Sechs Meter unter Dresden erstreckt sich ein rund 1.800 Kilometer langes Abwassernetz. Die Arbeiten in Kanalnetz und Straßenraum, auf Abwasserbehandlungsanlagen..mehr:

https://www.stadtentwaesserung-dresden.de/infokanal/meldungen/detail/zertifizierter-arbeitsschutz-bei-der-stadtentwaesserung-dresden.html

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Köln: StEB öffnen ihre Pforten zum Girls Day 2019

 

Die StEB Köln haben ihre Pforten in der Kläranlage in Köln-Weiden geöffnet. Dort konnten sich 25 Mädchen von verschiedenen Kölner Schulen im Laufe des Vormittags zu dem Thema Abwasser und der Frage „Wie funktioniert eine Kläranlage?“ informieren lassen. Ein Blick ins Mikroskop und das Bedienen einer Kamera zur Kanalsichtung rundeten das Programm praktisch ab. Die Ausbilder der StEB Köln haben die Besucherinnen auch darüber informiert, welche Ausbildungsberufe sie bei den StEB Köln lernen können.

Ihr Ansprechpartner
Andrea Bröder
Unternehmenskommunikation – Medien und Themen
0221 221-28941, Mobil: 0163 5385107
andrea.broeder@steb-koeln.de

https://www.steb-koeln.de/Aktuelles/StEB-Köln-öffnen-ihre-Pforten-zum-Girls-Day-2019.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp

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OOWV: 700 000 Euro in hohe Entsorgungssicherheit investiert Pumpwerk am Uhlhornsweg in Oldenburg saniert

 

Die Sanierung des Pumpwerks am Uhlhornsweg in Oldenburg ist abgeschlossen. Seine
Aufgabe: Das Entwässern eines großen Bereichs in Wechloy, Bloherfelde und Haarentor. „Durch die
Maßnahme schaffen wir eine hohe Entsorgungssicherheit in diesen Stadtteilen“, sagte OOWVRegionalleiter
Jens de Boer. Die geförderte Abwassermenge in dem Areal liegt bei etwa 1,2 Millionen
Kubikmeter pro Jahr.

Die Arbeiten starteten im November vergangenen Jahres. Der Abschluss verzögerte sich etwas.
„Während der Baumaßnahme sind Schäden in den Zulaufschächten erkannt worden, die bei der Planung
noch nicht ersichtlich waren“, berichtete Jens de Boer. Außerdem seien noch drei Biofilter in die
Schächte vor dem Pumpwerk installiert und die Entlüftungsanlage des Studentenwerks überprüft
worden. Die Arbeiten in engen Räumen, Schächten und Kanälen in mehr als sechs Metern Tiefe bei zum
Teil laufendem Betrieb waren nach seinen Worten für alle Beteiligten eine Herausforderung.
Der Regionalleiter sprach den Firmen – insbesondere der Firma DMS aus Rastede – für eine „sehr gute
Bauabwicklung“ ein Lob aus. Den Anliegern dankte er für ihre Geduld. Sie seien im Vorfeld der
Maßnahme über das Projekt informiert worden.

Der OOWV hat am Standort Uhlhornsweg 700 000 Euro investiert. Die dortige Anlage gehört zu den
sieben Hauptpumpwerken des OOWV in Oldenburg. In dieser Woche werden zum Abschluss die
Außenanlagen wieder hergerichtet und Schäden beseitigt.

https://www.oowv.de/fileadmin/user_upload/oowv/content_pdf/presse/23-2019_Pumpwerk_Oldenburg.pdf

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OOWV: Konzertreihe „KaskadeLive – ein musikalischer Frühaufsteher“ in OOWV-Gebäude

Kulturerlebnisse im besonderen Rahmen: Pumpenhalle als Konzertbühne
Diekmannshausen. Die Kaskade in Diekmannshausen wird zur Konzerthalle: In der neuen Reihe „KaskadeLive – ein
musikalischer Frühaufsteher“ treten im Gebäude des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) von
April bis November an jedem ersten Sonntag im Monat von 11 bis 13 Uhr Bands aus der Region auf.
Los geht es am 7. April mit „Stufe 3″, einem deutschsprachigen Rock- und Poptrio aus Rodenkirchen. Es wird eine
kleine Verköstigung angeboten. Der Eintritt ist frei. Zur Finanzierung wird während der Veranstaltungen um
Spenden gebeten. Ein möglicher Überschuss soll am Jahresende an eine karitative Einrichtung gehen.
Ideengeber und Organisator der Reihe ist Uli Dennig. Er hat schon die Akustikbühne in der Hahnenknooper Mühle
in Stadland ins Leben gerufen und ist Mitglied des Kulturvereins Jade. Das Interesse an „KaskadeLive – ein
musikalischer Frühaufsteher“ sei groß, sagt Uli Dennig. „Im kommenden Jahr ist eine Neuauflage geplant“, kündigt
er an. Musikgruppen, die 2020 dabei sein möchten, können sich bereits jetzt per E-Mail (kaskadelive@online.de)
melden.

An den sieben weiteren Terminen bis November 2019 treten von 11 bis 13 Uhr in der Kaskade auf: am 5. Mai „EOIPSO“ aus Rodenkirchen, am 2. Juni „Ruhwarder Saitenhiebe“ aus Butjadingen und Nordenham, am 4. August „3
Engel für Jonas“ aus Jade, am 1. September „Jazzmates“ aus Schortens, am 6. Oktober „Pickin‘ Berries“ aus
Wilhelmshaven und am 3. November „The Nordic C“ aus dem Raum Nordenham.
OOWV-Standortverantwortliche Dina Leipner sieht die Konzertreihe als weitere Bereicherung für die Kaskade. „Die
Pumpenhalle mit ihrer besonderen Akustik eignet sich dafür ganz hervorragend“, betont sie. Schon mehrfach
fanden hier kulturelle Veranstaltungen statt, so eine Lesung mit dem Beststellerautor Klaus-Peter Wolf oder ein
Jazz-Konzert im Rahmen der Reihe „Brahms & Freunde – Musik und Literatur in historischen Häusern“.
Nicht nur musikalisch ist die Kaskade einen Besuch wert. Interessierte können hier in eine spannende Wissenswelt
eintauchen. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „Trinkwasserversorgung gestern – heute – morgen“. Sie richtet
den Blick sowohl auf die regionale als auf die globale Situation. Hier erfahren Interessierte auf gut 1000
Quadratmetern Ausstellungsfläche alles über die Bedeutung des Trinkwassers für die Menschen an der Küste, das
Element Wasser, den Klimawandel und den Wasserschutz. Auf sechs Ebenen ist eine lebendige Ausstellung mit
vielen Mitmach- und Medienstationen entstanden. Die Kaskade ist dank ihres neuen Aufzugs nahezu vollständig
barrierefrei.

https://www.oowv.de/fileadmin/user_upload/oowv/content_pdf/presse/24-2019_Konzertreihe_Kaskade.pdf
 
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Ruhrverband: lädt zur Besichtigung der Kläranlage Essen-Kupferdreh ein

„Ferienspatz“ auf der Spur des Abwassers
Der Ferienspatz ist zu Gast auf der Kläranlage Essen-Kupferdreh. (bitte bei Verwendung Quellenvermerk „Ruhrverband“ angeben)

Wir alle brauchen Wasser – zum Trinken, zum Kochen, zum Baden, zum Wäschewaschen und für die Toilettenspülung. Ungefähr 122 Liter kommen so jeden Tag pro Person zusammen, die zum großen Teil als Abwasser in der Kanalisation verschwinden. Doch wohin führen die Kanalisationsrohre eigentlich, und was geschieht dort mit diesem schmutzigen Wasser?

Am 17. April können interessierte Familien im Rahmen der Ferienspatz-Aktion der Stadt Essen die Kläranlage Essen-Kupferdreh an der Kampmannsbrücke 13 kostenlos besichtigen. Die Besichtigung beginnt um 10.00 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Um telefonische Anmeldung unter der Rufnummer 0201/178-1161 wird gebeten.
In Kupferdreh werden die Abwässer von fast 100.000 Einwohnern sowie Betrieben aus den Ortsteilen Kupferdreh, Byfang, Überruhr, Heisingen und den Ortschaften Velbert-Neviges und Hattingen-Winzermark im Niederbergischen Raum gereinigt. Danach hat das Wasser wieder Flusswasserqualität und fließt in die Ruhr zurück.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///ferienspatz-auf-der-spur-des-abwassers-25/

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HAMBURG WASSER: KOMMUNALE KOOPERATION ZWISCHEN AZV SÜDHOLSTEIN, ENTSORGUNGSBETRIEBE LÜBECK UND HAMBURG WASSER VEREINBART

Die Klärschlämme aus Lübeck, dem Kreis Pinneberg sowie aus Teilen der Kreise Steinburg und Segeberg gehen ab 2027 zur Weiterverwertung nach Hamburg. Darauf haben sich die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL), der AZV Südholstein und HAMBURG WASSER heute geeinigt. Der öffentlich-rechtliche Vertrag, der die kommunale Kooperation regelt, hat eine Laufzeit von 20 Jahren. HAMBURG WASSER verpflichtet sich damit, den Schleswig-Holsteinischen Partnern ausreichend Kapazität in einer dann gemeinsam genutzten Verwertungsanlage für Rückstände aus der Abwasserbehandlung zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug kann HAMBURG WASSER mit garantierten Klärschlammlieferungen aus der Metropolregion rechnen. Durch die kommunale Kooperation stellen die Entsorgungsbetriebe Lübeck und der AZV Südholstein außerdem frühzeitig sicher, künftig schärfere gesetzliche Regeln für den Umgang mit Klärschlamm zu erfüllen.

Ludger Hinsen, Lübecks Senator für Umwelt, Sicherheit und Ordnung: „Es war ein langer Weg und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Regionale Zusammenarbeit stärkt kommunale Unternehmen. Der Vertrag bietet uns eine lange Entsorgungssicherheit unter marktgerechten und wirtschaftlichen Bedingungen.“
Christine Mesek, Verbandsvorsteherin des AZV Südholstein: „Mit dieser Kooperation sind die Ziele, die wir seit einigen Jahren gemeinsam mit den EBL verfolgen, erreicht: Der Vertrag trägt nicht nur zur Gebührenstabilität, sondern auch zur Energie- und Ressourceneffizienz bei. Ökologie und Ökonomie sind im Einklang und die Zusammenarbeit der Partner erfolgt auf Augenhöhe.“

Ingo Hannemann, Technischer Geschäftsführer von HAMBURG WASSER: „Klärschlamm ist ein wichtiger Wertstoff, der allerdings auch Schadstoffe enthält. Mit unserer Verwertungsanlage VERA bieten wir unseren Partnern eine verlässliche und effiziente Entsorgung. Dabei orientieren wir uns am Kreislaufgedanken und gewinnen wir aus dem eigentlichen Abfallprodukt Klärschlamm Strom, Wärme und künftig den lebenswichtigen Rohstoff Phoshpor.“
Bei der Abwasserbeseitigung in den Anlagen des AZV Südholstein sowie der Entsorgungsbetriebe Lübeck fallen jährlich rund 17.000 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm an. Der Lübecker Klärschlamm wird zurzeit überwiegend landwirtschaftlich verwertet. Die Kapazitäten in den Schlammverbrennungsanlagen sind deutschlandweit erschöpft und vor allem in Norddeutschland müssen große Schlammlagerplätze geschaffen werden, um die Kläranlagen zu entlasten. Ursache hierfür ist, dass die neue Düngeverordnung aus 2017 deutlich weniger Raum für die landwirtschaftliche Verwertung lässt und die Nachfrage nach Verbrennungskapazitäten rasant gestiegen ist. Weil durch die Einbringung des Klärschlamms auf Ackerböden auch Schadstoffe ins Grundwasser gelangen können, hat der Gesetzgeber 2017 weiterhin beschlossen, dass große Kläranlagen ab 2029 generell keinen Klärschlamm mehr als Dünger abgeben dürfen.
Außerdem wurde die verpflichtende Regelung eingeführt, den lebenswichtigen Rohstoff Phosphor aus dem Klärschlamm zurückzugewinnen.

Die Klärschlammverwertungssanlage VERA auf dem Gelände des Klärwerks Köhlbrandhöft von HAMBURG WASSER verbrennt in drei Kesseln teilgetrockneten Klärschlamm aus der Abwasserbehandlung. Die Abgase werden in einer Rauchgasreinigung gefiltert, die gefilterten Rückstände werden zu Gips verarbeitet. Der in der Verbrennung entstehende Dampf treibt einen Stromgenerator an, um die Elektrizität zur Eigennutzung der Verwertungsanlage und des Klärwerkes zu schaffen. Ab 2020 wird HAMBURG WASSER gemeinsam mit der Firma Remondis Aqua Industrie in einer modernen Phosphorrückgewinnungsanlage hochreine Phosphorsäure aus der kontinuierlich anfallenden Asche recyceln.

Über die Entsorgungsbetriebe Lübeck
Die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) sind Umweltdienstleister in der Hansestadt Lübeck und verantwortlich für die Abfallentsorgung, für die Straßenreinigung und den Winterdienst sowie für die Abwasserbeseitigung. Die EBL haben als Ostseeanrainer eine hohe Verantwortung zur Reinhaltung der Gewässer und stehen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
Über den AZV Südholstein
Im Einzugsgebiet der Elbzuflüsse Krückau, Pinnau und Wedeler Au ist der Abwasser-Zweckverband (AZV) Südholstein für die Abwasserbeseitigung zuständig. Mit rund 245 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kümmert er sich um eine sichere Entsorgung des Abwassers von fast einer halben Million Menschen sowie von Industrie und Gewerbe. Das Verbandsgebiet umfasst den Kreis Pinneberg, Teile der Kreise Segeberg und Steinburg sowie einige der nordwestlichen Stadtteile von Hamburg. Der Abwasser-Zweckverband Südholstein besteht aus über 45 Mitgliedern. Dazu gehören Gemeinden, Städte, Ämter und weitere Zweckverbände im Einzugsgebiet, sowie die Hamburger Stadtentwässerung (HSE). Fast das gesamte hier genutzte Wasser entsorgt der AZV Südholstein: Das Abwasser wird über das Sammlernetz des Verbands abtransportiert und im Klärwerk gereinigt.

Über HAMBURG WASSER

HAMBURG WASSER ist der Gemeinschaftskonzern der Hamburger Wasserwerke GmbH und der Hamburger Stadtentwässerung AöR. Das Unternehmen versorgt rund zwei Millionen Menschen in der Hamburger Metropolregion mit bestem Trinkwasser und reinigt das Abwasser. Darüber hinaus bringt HAMBURG WASSER seine über 175-jährige Erfahrung in der Wasserwirtschaft in Projekten im In- und Ausland ein.

Quelle: https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/kommunale-kooperation-zwischen-azv-suedholstein-entsorgungsbetriebe-luebeck-und-hamburg-wasser-vere/
 
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Hattingen: Kanalnetz – Ruhrverband bietet Hattingen 110 Millionen

In der Stadt Hattingen diskutiert man über ein Abkommen mit dem Ruhrverband, das auf einen Schlag 110 Mio. Euro in die mehr als leere Stadtkasse bringen würde. In der Sitzung des Stadtrates am 27.2. wurde darüber diskutiert.
Trotz aller Bemühungen ist die Finanzlage der Stadt äußerst prekär, Kassenkredite von rund 130 Mio Euro und Investitionskredite von rund 74 Mio Eur und eine seit Jahren bestehende bilanzielle Überschuldung ließen die Stadt, so Bürgermeister Dirk Glaser, nach allen Möglichkeiten suchen aus der Schuldenfalle zu entkommen. Da trotz aller politischen Initiativen nicht mehr die Hoffnung bestünde, dass Bund und Land den notleidenden Kommunen nachhaltig finanziell helfen, wäre ein Zufluss von mehr als 110 Mio „ein Befreiungschlag“ so Dirk Glaser. „Wir sind es unseren Bürgerinnen und Bürgern schuldig, jede Möglichkeit zu prüfen um weitere Belastungen zu vermeiden!“
Die Stadtspitze als auch der Vorstand des Ruhrverbandes stellen klar, dass nicht an einen Verkauf des Kanalnetzes gedacht sei, vielmehr sehe das Konzept vor, dem Ruhrverband die Pflichten der Ableitung des gebrauchten Wassers an die Kläranlagen zu übertragen.

Kämmerer Frank Mielke: „Der Ruhrverband ist eine – unter anderem von 60 Kommunen getragene – selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts, er ist dem Allgemeinwohl verpflichtet und deshalb ist er kein profitwirtschaftlich orientiertes Unternehmen, sondern im besten Sinne ein Mitglied der kommunalen Familie.“ Die Stadt arbeite schon seit vielen Jahrzehnten vertrauensvoll mit dem Ruhrverband zusammen, der in Hattingen eine Kläranlage und viele weitere wasserwirtschaftliche Bauwerke unterhält.

Beide Seiten sprechen von einem Übereinkommen, von dem beide Partner profitieren. Die Stadt kann sich 85 Prozent ihrer Kassenkredite entledigen und wird das enorme Zinsrisiko los. Einen besonderen Vorteil, der überregional die Aufmerksamkeit der Finanzfachleute erregt, hat die Hattinger Finanzverwaltung zusätzlich entwickelt. Hattingen kann über die Zahlung der 110 Mio hinaus weiter profitieren und die Haushaltslage verbessern: Durch Besonderheiten der kommunalen Buchungssystematik, die erstmals in Hattingen genutzt werden, werden in den nächsten 20 Jahren etwa 25 Mio Euro als Haushaltsverbesserungen verbucht werden können.

Auch der Ruhrverband profitiert. Er ist durch die Änderung des Landeswassergesetzes im Jahr 2016 in der Lage, sein Geschäftsfeld auszuweiten. Durch die Übertragung der Aufgabe der Abwasserableitung von der Kommune auf den Ruhrverband können viele Synergien zum Vorteil der Bürger gehoben werden. Ruhrverbandsvorstand Norbert Jardin: „Wir sind die Spezialisten für Wasser! Wenn das System der Siedlungsentwässerung und Abwasserreinigung zukünftig in einer Hand liegen, können wir den Betrieb und die notwendigen Investitionen besser aufeinander abstimmen – zum Vorteil für unsere Gewässer und die Bürger.“ Der Ruhrverband möchte aus strategischen Gründen in seinem Kerngeschäft der Siedlungswasserwirtschaft weiter wachsen. Finanzielle Vorteile hat der Ruhrverband als Körperschaft des öffentlichen Rechts und somit als „Non-Profit“-Unternehmen durch die Kanalnetzübertragung nicht. Gebührenerhöhungen, die über das hinausgehen würden, was die Stadt ohnehin berechnen würde, sind ausgeschlossen. Auch die Zuständigkeit der Stadt für die Konzeption und Planung des Abwasserableitung in Hattingen bleibt unberührt.

Kämmerer Frank Mielke betont:“Wir haben unabhängige Wirtschaftsprüfer im Auftrag der Gemeindeprüfungsanstalt den Entwurf unserer geplanten Vereinbarung prüfen lassen und grünes Licht erhalten. Auch unsere Aufsichtsbehörde in Arnsberg wurde in Kenntnis gesetzt.“

Jetzt hofft die Hattinger Verwaltung, dass der Rat im April dem Vorhaben zustimmt. Vorher, am 18. März, soll die Bürgerschaft in einer öffentlichen Veranstaltung informiert werden und die Möglichkeit erhalten, Fragen zu stellen.

Kontakt:
Thomas Griesohn-Pflieger
Pressereferent

Stadt Hattingen
Stabsstelle 02
Presse| Internet| Ehrenamt
Postfach 800456
45504 Hattingen
Tel +49 2324 2043020
Fax +49 2324 2043049
https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///kanalnetz-ruhrverband-bietet-hattingen-110-millionen/

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Niersverband: Die Stadtwerke Kevelaer und der Niersverband bauten gemeinsam Trassen für Abwasser-, Regenwasser und Trinkwasserleitungen

Interessen bündeln und gemeinsam zu Lösungen kommen! – Dieser Grundsatz gilt auch für die Ver- und Entsorgung in Kevelaer. In einem Gemeinschaftsvorhaben haben die Stadtwerke und der Niersverband in den letzten zwei Jahren Kanal- und Leitungsarbeiten in Kevelaer durchgeführt. Durch die gemeinsame Leitungsverlegung konnten rund 30 % der Kosten gespart, die Bauzeit verringert sowie die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung reduziert werden.
In zwei Bauabschnitten (1. Bauabschnitt im Spülbohrverfahren, 2. Bauabschnitt in offener Bauweise) wurden Abwasser-, Regenwasser- und Trinkwasserleitungen neu verlegt bzw. erneuert. Hierbei sind die Stadtwerke zuständig für die Trinkwasser- und Abwasser- bzw. Regenwasserkanäle. Der Niersverband, der in Kevelaer die Kläranlage betreibt, nutzte die gemeinsame Baugrube, um eine Druckrohrleitung von seiner Pumpstation in Twisteden bis zu seiner Pumpstation in Kevelaer zu verlegen.

Das Abwasser aus Twisteden wurde bisher über eine kürzere Druckrohrleitung in die bestehende Kevelaerer Kanalisation zur Pumpstation Kevelaer und von dort zur Kläranlage geleitet. Im Rahmen der Erstellung des Generalentwässerungsplanes für die Stadt Kevelaer wurde festgestellt, dass weitere Erschließungen im Westen von Kevelaer zu hydraulischen Problempunkten im Schmutzwasserkanal des Heidewegs führen würden. Durch die Abkopplung der bestehenden Druckrohrleitung des Niersverbandes wird die Schmutzwasserkanalisation im Westen von Kevelaer stark entlastet. Das Abwasser aus Twisteden wird dann zukünftig über die neue Druckrohrleitung direkt zur Pumpstation Kevelaer geleitet.

Die technische und kaufmännische Federführung der gesamten Baumaßnahme übernahmen die Stadtwerke Kevelaer.
„Das Gemeinschaftsprojekt ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, freut sich Dr. Ulrich Otto, zuständiger Abteilungsleiter Abwasser beim Niersverband. „So konnten nicht nur Kosten eingespart werden, auch die Bürgerinnen und Bürger wurden durch die Zusammenlegung der Baumaßnahmen weniger beeinträchtigt.“
Auch Anna-Christina Walter, zuständige technische Leiterin bei den Stadtwerken, lobt die sehr gute Zusammenarbeit. „Wir würden uns freuen, auch zukünftige Projekte gemeinsam zu bearbeiten“, so Walter weiter.
Die Gesamtbaukosten für die Ver- und Entsorgungsleitungen inklusive des notwendigen Pumpwerks betrugen rund 3,4 Mio. €. Die Stadtwerke Kevelaer sind mit ca. 1,9 Mio. € beteiligt. Zusätzlich zu der Druckrohrleitung ertüchtigte der Niersverband die Betriebsstelle Twisteden und investierte insgesamt rund 1,5 Mio. € in die Abwasserüberleitung im Bereich Kevelaer.

https://www.niersverband.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/11-januar-2019-die-stadtwerke-kevelaer-und-der-niersverband-bauten-gemeinsam-trassen-fuer-abwasser-regenwasser-und-trinkwasserleitungen/?fsize=0

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Stuttgart: Informationen zum Umbau des Regenrückhaltebeckens «Im Betzengaiern»

In Stuttgart-Sonnenberg wird das bestehende Regenrückhaltebecken «Im Betzengaiern» in eine kombinierte Regenwasserbehandlungsanlage umgebaut. Das Regenüberlauf- und Regenspeicherbecken «Im Betzengaiern» ist eine Besonderheit, weil hier zwei Becken ineinandergebaut werden und beides innerhalb der bestehenden Altanlage angeordnet wird.
Die Regenwasserbehandlungsanlage setzt sich aus einem Trennbauwerk, einem Absturzschacht, mit dem das Gefälle …mehr:

https://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/aktuelles/news/titel/informationen-zum-umbau-des-regenrueckhaltebeckens-im-betzengaiern-in-stuttgart-sonnenberg/?L=0&cHash=bc8ed1c5b1a2d91ab636488140b44876

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Entsorgungsverband Saar: investiert 1,8 Millionen Euro in die Optimierung der Regenwasserbehandlung in Bisten (Überherrn)

In Kürze beginnt der Entsorgungsverband Saar in Überherrn mit den Bauarbeiten zur Optimierung der Regenwasserbehandlung entlang der Rathausstraße (Höhe Etzelstraße/ Ortseingang Bisten). Im Frühjahr 2020 soll die komplexe Baumaßnahme abgeschlossen sein. In einem ersten Schritt wird der Bewuchs auf den benötigten Baufeldflächen entfernt. Hiervon betroffen ist die Fläche zwischen dem Gewerbegebiet Im Häuserfeld und Ortseingang Bisten, die gegenüberliegende Fläche entlang der L 167 bis zum Verkehrskreisel sowie der Bereich des Auslaufgrabens bis zur Bist. Die Rodungsarbeiten werden in der Zeit der Vegetationsruhe ausgeführt und bis Ende Februar abgeschlossen sein. Sofern die Witterungsverhältnisse es zulassen, wird im Anschluss daran mit der Ausführung der eigentlichen Bauarbeiten, in die der EVS rund 1,8 Millionen Euro investiert, begonnen. Dazu wird der aus den 70er Jahren stammende Hauptsammler im betroffenen Abschnitt durch einen rund 300 Meter langen Staukanal ersetzt. Der neue Staukanal mit einem Speichervolumen von 350 Kubikmeter hat die Aufgabe, bei einem Starkregenereignis einen Rückstau im Kanalnetz zu verhindern. Der vorhandene Notüberlauf in der Etzelstraße wird im Zuge der Maßnahme durch ein modernes Regenüberlaufbauwerk ersetzt. Um Geruchsbelästigungen zu vermeiden, wird der offene Auslaufgraben bis zur Einleitstelle in die Bist verrohrt. Nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgt die Wiederherstellung der Oberflächen. Als Ausgleich für die Rodung der Gehölze zu Beginn der Maßnahme erfolgt eine Neuanpflanzung von Hochstämmen. Da Teile der Baumaßnahme in die öffentliche Verkehrsfläche hineinreichen, können zeitlich begrenzte Behinderungen nicht gänzlich vermieden werden. Der EVS bittet die Betroffenen hierfür um Verständnis und wird bemüht sein, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Hintergrund:
Das Sammlersystem im Saarland wird überwiegend im Mischsystem betrieben, das heißt, dass das häusliche Abwasser und das Regenwasser von befestigten Flächen im gleichen Kanal abgeleitet werden. Da die Sammler durch überdurchschnittlich große Wassermengen bei Regenwetter oft überlastet wären, werden im Kanalsystem sogenannte Regenwasserbehandlungsanlagen gebaut. Kommt mehr Wasser an, als vom Hauptsammler aufzunehmen ist, wird dieses zunächst im Regenrückhaltebecken gespeichert. Durch die Speicherung wird vermieden, dass der erste konzentrierte Schmutzstoß – neben dem eigentlichen Abwasser werden bei starkem Regen auch im Kanal befindliche Ablagerungen mitgeschwemmt – in den Bach gelangt. Erst nach kompletter Befüllung des Beckens erfolgt der Abschlag des dann stark verdünnten und somit unschädlichen Mischwassers in die Gewässer. Die Anlagen sind so ausgelegt, dass die geringe Schmutzstoffmenge, die letztendlich noch in den Bach eingetragen wird, über dessen Selbstreinigungsfähigkeit leicht abgebaut werden kann. Es kommt also zu keinerlei Schädigung des Gewässers – im Gegenteil: Durch die Schaffung des Speichervolumens wird das Gewässer stark entlastet. Das im Regenüberlaufbecken gespeicherte stärker verschmutzte Abwasser wiederum wird nach Abklingen des Regenereignisses mithilfe einer Abflusssteuerung dosiert über den Hauptsammler in Richtung Kläranlage Überherrn abgegeben.

https://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/entsorgungsverband-saar-investiert-18-millionen-euro-in-die-optimierung-der-regenwasserbehandlung-i/  

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Fulda-Gläserzell: Bildungsdelegation aus China besucht Kläranlage

Durch Vermittlung des Chinesisch-Deutschen Vereins e.V. hat eine Gruppe von 13
Professoren und Professorinnen der Technischen Universität Taiyuan den Abwasserverband
Fulda besucht, um sich über die Technik und Organisation der Abwasserentsorgung in
Deutschland und im Speziellen in der Stadtregion Fulda zu informieren. Taiyuan ist eine
Provinzhauptstadt im Nordosten von China mit 4,2 Mio. Einwohnern.
Nach einem Einführungsvortrag durch den Geschäftsführer des Verbandes, Joachim Adams,
führte der Betriebsleiter des Klärwerkes Gläserzell, Albert Glocker, die Delegation über die
Anlage und erläuterte die verschiedenen Verfahrensschritte der Abwasserreinigung. Von
besonderem Interesse für die Wissenschaftler aus den Bereichen der Umwelt- und
Ingenieurwissenschaften war die zentrale Leitstelle des Klärwerks, in der die
Betriebsvorgänge der Abwasserreinigung gesteuert und auch wichtige Betriebspunkte im
Kanalnetz überwacht werden. Ebenso war die sogenannte Prozesswasserbehandlung, von
denen es nur wenige Anlagen in Deutschland gibt, von größtem Interesse für die Besucher.
In dieser Verfahrensstufe wird das hochbelastete Abwasser der Klärschlammentwässerung
durch spezielle Bakterienkulturen sehr effektiv und wirtschaftlich gereinigt.
Nach der knapp 3-stündigen Visite des Klärwerks folgte noch ein Rundgang durch das
Barockviertel Fuldas.

https://www.abwasserverband-fulda.de/newsreader-v2/bildungsdelegation-aus-china-besucht-klaeranlage-fulda-glaeserzell.html
 
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Sundern: Photovoltaikanlage auf Kläranlage Sundern rechnet sich

Investitionsbetrag wurde bereits übertroffen

Die Kosten für die 2009 installierte Photovoltaikanlage auf der Kläranlage Sundern haben sich bereits nach knapp neunjähriger Betriebszeit amortisiert. Der durch die Anlage produzierte Strom wird vollständig ins Netz eingespeist. Die Einspeisevergütung wurde für 20 Jahre mit 43,01 Cent pro Kilowattstunde garantiert. Da sich die Anlage im Laufe der vergangenen Jahre als sehr robust herausgestellt hat, fielen so gut wie keine Kosten für Wartungs- und Reinigungsarbeiten an. Auch für das Personal sind keine Mehraufwände entstanden, lediglich der Stromzähler muss einmal monatlich abgelesen werden. In den vergangenen neun Jahren wurde im Jahresmittel ein spezifischer Ertrag von 874 kWh/kWp erzielt, kalkuliert indes wurde mit 783 kWh/kWp. Das damalige Investment von rund 75 Tausend Euro (brutto) wurde bereits im November 2018 mit einer erhaltenen Einspeisevergütung von 75.122 Euro egalisiert bzw. sogar übertroffen – ein Erfolgsmodell in puncto Nachhaltigkeit.
Am 21. Dezember 2009 wurde die erste Photovoltaikanlage beim Ruhrverband auf der Kläranlage Sundern in Betrieb genommen. Mit einer Leistung von 18,48 kWp (Kilowatt Peak) wurde sie auf geeigneten Dächern des Rechengebäudes, des Maschinenhauses und des Betriebsgebäudes installiert.

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///photovoltaikanlage-auf-klaeranlage-sundern-rechnet-sich/

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Zschaitz: Bald bessere Luft

Kläranlage in Zschaitz bekommt einen chemisch arbeitenden Geruchsfilter
Nach umfangreichen Untersuchungen und durchgeführten Messungen ist nun die Ursache der temporär auftretenden Geruchsbelästigung durch die Kläranlage in Zschaitz (Gemeinde Zschaitz-Ottewig) geklärt.
Der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal (AZV) hat gemeinsam mit seinem Betriebsführer, der Veolia Wasser Deutschland GmbH, die Messungen ausgewertet, wird nun Geruchsfilter einbauen und investiert in diese Maßnahme etwa 30.000 Euro.

Nach Lieferung und Einbau der Filter sollen die unangenehmen Gerüche im Umfeld der Anlage sowie an der Pumpstation an der Feuerwache über eine chemische Reaktion eliminiert werden.
„Wir hoffen, dass wir damit das Problem mit der schlechten Luft endgültig in den Griff bekommen“, sagt Jakob Reif, der Bereichsleiter Abwasser bei Veolia. Es gebe bereits Erfahrungen mit diesen chemischen Filtern, die sich auf Kläranlagen anderer Abwasserverbände, für die Veolia tätig ist, bewährt haben.
„Unabhängig von der unschönen Geruchsbelästigung läuft die Zschaitzer Kläranlage technisch einwandfrei“, berichtet Stephan Baillieu, der Geschäftsführer des AZV. Es sei lediglich Anfang Januar eine kleine Störung aufgetreten. Und zwar in der Steuerung einer Pumpe, die den Filter in der Nachklärung spült.

„Die Pumpe ist nicht komplett ausgefallen, hat allerdings nicht mehr in dem Maße gearbeitet, wie sie das hätte tun sollen“, erklärt Jakob Reif. Die von der Umweltbehörde geforderten Grenzwerte für den Ablauf des gereinigten Abwassers in den Vorfluter würden eingehalten; Mensch, Tier und Umwelt seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Das bestätigten, nach Aussage von Jakob Reif, die wöchentlichen Labor- Analysen vom 3. und 10. Januar 2019. Er betont: „Wir haben die Störung behoben und auch die Ablaufleitungen gereinigt sowie den direkten Einlauf in das Gewässer. Die Anlage läuft wieder tadellos.“

Um den reibungslosen Anlagenbetrieb noch engmaschiger im Blick zu haben, prüft der AZV, ob es Sinn ergibt, ähnlich wie bei größeren Kläranlagen, zum Beispiel im Ablauf eine Trübungsmessung zu installieren. Bisher werden die Veolia-Mitarbeiter in Bereitschaft per Sprachanruf informiert, sobald es einen Stromausfall geben oder es auf der Kläranlage zu einem Überstau kommen sollte. Mit der technischen Ergänzung könnte die Fernüberwachung erweitert werden, um eine noch höhere Sicherheit im Anlagenbetrieb zu erhalten.

Mehr Informationen unter www.azv-doebeln-jahnatal.de, service.veolia.de und veolia.de.

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Berlin: Smartes System lenkt Berliner Verkehr bei Überflutung um

Forschungsprojekt SENSARE bündelt Geo- und Wetterdaten
Auch wenn es 2018 in Berlin nicht danach aussah: Starkregen nehmen zu und damit wächst in den zunehmend versiegelten Städten auch die Gefahr überfluteter Straßen. Koordiniert von den Berliner Wasserbetrieben arbeitet ein Forschungskonsortium an einem Echtzeit-Informationssystem, das in solchen Fällen Alarm schlägt. Das schützt vor Unfällen und informiert Einsatz- und Rettungskräfte rechtzeitig über aktuelle Verkehrslagen.
Demnächst funken Berliner Busse nicht nur Daten über Position und Zeit an ihre Zentralen, sondern auch, ob sie durch Pfützen fahren und wie tief diese sind, Müllwagen werden gleiches tun. Diese Angaben werden mit Geo- und Wetterdaten kombiniert und können so im Ergebnis in Echtzeit vor Überflutungen warnen. Verkehrsströme werden dann durch verän-derte Ampeln und Infos auf Navigationssystemen so gesteuert, dass Gefahrenstellen gemieden werden. Noch ist das Zukunftsmusik, aber der Anfang ist gemacht. SENSARE – kurz für „Sensorbasierte Stadtgebietsanalyse für Starkregengefährdungen zur Warnung und Resilienz Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur“ – heißt das bis 2021 von den Berliner Wasserbetrieben koordinierte Verbundforschungsprojekt. Darin arbeiten die TU Kaiserslautern, die BVG, die BSR, die Stromnetz Berlin GmbH und die Senatsumwelt- und die Senatswirtschaftsverwaltung. Weitere Projektpartner sind der Softwareentwickler e.sigma GmbH, die Urban Software Institute GmbH und die Smart City Solutions GmbH. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND“) durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Ergebnisse nützen auch der Infrastruktur- und Stadtplanung
Die SENSARE-Partner identifizieren zunächst auf Basis einer Schwachstellenanalyse die Senken des Berliner Stadtgebiets, in denen eine erhöhte Überflutungsgefahr von Straßen und Kreuzungen besteht. Diese Geodaten sollen mit Wetterdaten kombiniert werden. Um deren Messnetz stark zu verdichten, werden u.a. Busse und Lkw mit speziellen Messsensoren ausgerüstet, die Daten zum Wetter und Wasserständen senden. Mittels Computersimulationen wird daraufhin modelliert, wie hoch das Risiko einer Überflutung ist und wie man mittels NowCasting – unmittelbaren Wettervorhersagen – die Verkehrsteilnehmer umleiten könnte. Im ersten Schritt sollen diese Daten in die Leitsysteme der Stadt fließen, später auch in die Navigationsgeräte von Autos. Neben der Warnung und Lenkung des Verkehrs erwar-ten die SENSARE-Partner auch Hinweise, wie man künftig den Faktor Regen besser in die Infrastruktur- und Stadtplanung integrieren kann.

Hintergrund: Kanalisation ist für normale Regenmengen ausgelegt, nicht für Wetterextreme. Denn der Platz unter den Straßen ist begrenzt und stärkster Regen selten. Dennoch ist angesichts des Klimawandels häufiger mit Wolkenbrüchen zu rechnen und die immer dichter versiegelten Städte können deren Folgen potenzieren. Das hat auch Berlin im Sommer 2017 mit bis zu 200 Litern Regen an nur einem Tag eindrucksvoll erlebt. Regnet es mehr als die Kanalisation fasst, dann kommt es temporär zu Überläufen in Gewässer oder auch zu Wasserstauungen auf Straßen, die mehr als Pfützen sind. Und das kann gefährlich werden.

Weitere Infos:
https://infralab.berlin/challenges/challenge-4-sensare/
www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/mfund-projekte/sensare.html?nn=326002
https://www.uni-kl.de/no_cache/pr-marketing/news/news/verkehrs-sensortechnik-soll-vor-ueberfluteten-strassen-schuetzen/
http://www.bwb.de/de/299_23163.php
 
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HAMBURG WASSER: ÜBERNIMMT FÜR WEITERE 20 JAHRE DIE ABWASSERBESEITIGUNG FÜR BUXTEHUDE

Bereits seit 2004 ist HAMBURG WASSER ein verlässlicher kommunaler Kooperationspartner für die Abwasserfortleitung und -reinigung der Hansestadt Buxtehude. Diese Zusammenarbeit wird ab dem 01. Januar 2019 für 20 Jahre weitergeführt. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Buxtehuder Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt und Nathalie Leroy, Geschäftsführerin von HAMBURG WASSER, im Dezember dieses Jahres unterzeichnet. Mit der Vertragsverlängerung stellt die Hansestadt Buxtehude wichtige Weichen für die Zukunft: HAMBURG WASSER stellt nicht nur den reibungslosen Abtransport des Abwassers sicher, sondern gewährleistet die ab 2029 gesetzlich vorgeschriebene Klärschlammverbrennung und Phosphorrückgewinnung. 

„Die Vertragsverlängerung ist für uns eine weitere Weichenstellung in die Zukunft hinsichtlich der Daseinsvorsorge der Buxtehuder Bürgerinnen und Bürger. Mit HAMBURG WASSER haben wir einen Partner an unserer Seite, mit dem wir bereits viele Jahre sehr gut zusammengearbeitet haben. Gerade in unseren schnelllebigen Zeiten ist es gut, eine so langfristige Kooperation zu pflegen“, so Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. 
Geschäftsführerin Nathalie Leroy betont, dass die Bürgerinnen und Bürger Buxtehudes weiterhin mit dem verlässlichen Service von HAMBURG WASSER rechnen können: „Wir freuen uns über die Weiterführung des partnerschaftlichen Miteinanders in unserer Metropolregion, von dem beide Seiten profitieren. Buxtehude kann weiterhin mit der gewohnten Entsorgungssicherheit auf hohem Niveau rechnen. Zusätzlich ist die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche, wie es der Gesetzgeber vorschreibt, über das Klärwerk Hamburg langfristig gesichert.“ 

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/hamburg-wasser-uebernimmt-fuer-weitere-20-jahre-die-abwasserbeseitigung-fuer-buxtehude/

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Bad Cambach: Erster Teil der Betonsanierung auf der Kläranlage Beuerbach

Die Kläranlage Beuerbach ist seit 1980 in Betrieb. Die ältesten Anlagenteile sind somit bereits annähernd 39 Jahre ununterbrochen von Abwasser durchflossen. Grund genug, die Bautechnik einer genaueren Untersuchung zu unterziehen und eine Sanierung der älteren Stahlbetonbauteile durchzuführen, um eine gravierende Substanzverschlechterung zu vermeiden. Ergebnis der umfangreichen Untersuchungen war, dass insbesondere die älteren Bauwerke saniert werden müssen. Die Maßnahmen müssen natürlich ohne Beeinträchtigung der Reinigungsleistung durchgeführt werden, so dass in den kommenden Jahren einzelne Teilschritte nacheinander saniert werden müssen.

Begonnen wurde in diesem Jahr mit den beiden Sand- und Fettfängen, die parallel betrieben werden und bautechnisch verbunden sind.

Eine der beiden Behandlungsstraßen blieb in Betrieb, während die andere saniert wurde und umgekehrt. So konnte auch während der Sanierung die Abscheidung von Sand und Fett aufrecht erhalten werden. Entsprechende Provisorien mussten eingerichtet und unterhalten werden.

Die erforderlichen Sanierungsarbeiten wurden im Sommer 2018 durchgeführt. Nach der Beckenleerung und -säuberung wurden zunächst sämtliche maschinellen und elektrotechnischen Ausrüstungsteile ausgebaut, bevor die eigentliche Sanierung beginnen konnte.

Hierbei wurde zunächst mittels Höchstdruckwasserstrahl (bis 2.000 bar) die obere, geschädigte Betonschicht abgetragen. Besondere Schadstellen mussten einzeln bearbeitet werden. Anschließend wurde die freigelegte Bewehrung behandelt, bevor wieder neuer Beton mittels Spritzverfahren aufgebracht wurde. Abschließend erfolgte noch ein zusätzlicher Schutz der Oberfläche mit einer speziellen Schutzschicht. Außerdem wurden die Fugen abgedichtet und verschlossen.
Abschließend wurde noch eine neue Räumerbrücke mit maschinentechnischer Ausrüstung (Räumschild, Pumpen usw.) montiert. Mit dieser technischen Ausrüstung werden abgesetzter Sand und das Fett aus dem Sandfang abgezogen und abtransportiert. Auch die Einbauten im Sandfang und die Lufteintragsleitungen wurden erneuert.

Insgesamt wurden rund 450.000,- Euro investiert.

https://www.kbv-badcamberg.de/news/2018-12-02-erster-teil-der-betonsanierung-klaeranlage-beuerbach.html

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Bad Camberg: Blockheizkraftwerke der Kläranlage Niederselters

Auf der Kläranlage Niederselters sind bereits seit vielen Jahren zwei BHKW-Module (Blockheizkraftwerke) zur Erzeugung von elektrischer und thermischer Energie im Einsatz. Als Brennstoff zum Betrieb der Anlage dient das im Faulbehälter der Kläranlage entstehende Faulgas. Die mittels der BHKW-Module erzeugte elektrische Energie wird direkt in das klärwerksinterne Niederspannungsnetz eingespeist und verringert somit den Strombezug aus dem Stromversorgungsnetz. Die mittels der BHKW-Modul gewonnene thermische Energie wird zur Beheizung des Faulbehälters und der Gebäude genutzt. Eine temperaturabhängige Zuheizung mit einem separten Kessel erfolgt nur in sehr kalten Wetterperioden, in den Wintern der letzten Jahre nur an wenigen Tagen. Die aktuellen Maschinen wurden 1999 errichtet und waren somit bereits seit 18 Jahren in Betrieb. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer war bereits überschritten, so dass eine Erneuerung der Anlage anstand.
Nach eingehender Planung wurden die beiden neuen BHKW-Module wieder auf eine elektrische Leistung von jeweils 50 KW ausgelegt. Die thermische Leistung beträgt jeweils 83 kW.

Die neuen Aggregate haben einen Wirkungsgrad von annähernd 90 Prozent und sind somit nochmals effizienter als die vorhandenen. Mit der Faulgasnutzung in den BHKW wird zwischen 50 und 60 Prozent der gesamten für den Betrieb der Kläranlage benötigten elektrischen Energie gedeckt. Zusätzliche thermische Energie ist so gut wie nicht mehr nötig. Dadurch wird ein sehr wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Primärenergieverbrauch und zur Reduktion von CO2-Emissionen geleistet.

Die elektrische Energie wird bevorzug selbst genutzt, allerdings kann es zeitweise auch vorkommen, dass mehr Strom durch die BHKW zur Verfügung gestellt wird als für die Kläranalge benötigt wird. In diesem Fall wird der überschüssige Strom in das Netz des Energieversorgungsunternehmens (Netzbetreibers) eingespeist und dem Abwasserverband vergütet.

Insgesamt investierte der Abwasserverband Emsbachtal rund 460.000,- Euro. Mehr:

https://www.kbv-badcamberg.de

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EVS: Gebührenstabilität bei der Abfallentsorgung und der Abwasserreinigung auch im nächsten Jahr – Verband gut vorbereitet auf die Herausforderungen der Zukunft

Einstimmig wurde am 11. Dezember der Wirtschaftsplan 2019 für die Abwasser-und die Abfallsparte des Entsorgungsverbandes Saar von den saarländischen (Ober)BürgermeisterInnen beschlossen.

Der EVS-Wirtschaftsplan für das kommende Jahr steht für zwei Zielsetzungen im Besonderen:

Zum einen wird auch in 2019 die bereits seit 2012 bestehendeGebührenstabilität aufrechterhalten. Es kommen also auf die Bürgerinnenund Bürger von Seiten des EVS im achten Jahr in Folge keine zusätzlichen Kosten für die Abfallentsorgung und die Reinigung des Abwassers zu.

Das zweite erklärte Ziel des EVS ist es, mit der Bildung von Rücklagen auchlängerfristig Gebührensprüngen vorzubeugen und schon heute für die zahlreichen Herausforderungen der Zukunft vorzusorgen. So erfordern beispielsweise die Diskussion um zusätzliche Reinigungsstufen für Kläranlagen, neue Anforderungen an die Verwertung von Klärschlamm,wegfallende Zuschüsse und steigende Aufwendungen für den Einkauf von Strom eine nachhaltige Finanzplanung für den Abwasserbereich des Verbandes. Auch in der Abfallwirtschaft können sich Konstellationen ergeben, die ein finanzielles „Polster“ erforderlich machen – so z.B. steigende Kosten im Bereich der Deponierekultivierung und der Wertstoff-Zentren oder die eventuelle Notwendigkeiteine Grüngut-Kompostieranlage zu errichten.

Mit dem Wirtschaftsplan 2019 sind wichtige Weichen gestellt, um auch für künftige Aufgaben gewappnet zu sein.

https://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/gebuehrenstabilitaet-bei-der-abfallentsorgung-und-der-abwasserreinigung-auch-im-naechsten-jahr-verban/

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HAMBURG: NEUE ABWASSERGEBÜHREN

Mit Beschluss vom 4. Dezember hat sich der Senat für eine moderate Anpassung der Abwassergebührenentschieden. Die neuen Gebühren werden in Kürze im Hamburger Amtsblatt veröffentlicht und treten zum 1. Januar 2019 in Kraft. Im Einzelnen steigen die Gebühren für die Beseitigung von Schmutzwasser um rund 0,5 % von derzeit 2,13 Euro pro Kubikmeter auf 2,14 Euro pro Kubikmeter. Die Niederschlagswassergebühr wird ebenfalls um einen Cent von derzeit 0,73 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche und an die Kanalisation angeschlossener Fläche auf 0,74 Euro pro Quadratmeter angehoben. Die Gebühr ist erforderlich, um angesichts steigender Personal- und Sachkosten Kostendeckung zu gewährleisten. Die Mehrbelastung für einen statistischen Durchschnittshaushalt liegt bei etwa 0,13 Euro pro Monat.

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/neue-abwassergebuehren/
 
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Köln: gewinnt beim Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune 2018“

Köln gehört zu den Gewinnern beim Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2018“. Die Auszeichnung wurde für das öffentliche Starkregenmanagement vergeben, bei dem die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit einen Schwerpunkt bildet. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.
Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln, nahm am heutigen Donnerstag, 6. Dezember 2018, den Preis in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Vorhaben zum Klimaschutz oder in die Anpassung an den Klimawandel zu investieren.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker:
„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und darüber, dass die Aktivitäten der Stadt Köln im Starkregenmanagement gewürdigt werden. Köln ist eine wachsende Stadt und erfreulicherweise ein hochattraktiver Wirtschafts- und Medienstandort. Das Wachstum führt dazu, dass die Bauaktivitäten im privaten wie im öffentlichen Bereich täglich zunehmen. Wichtig ist mir, dass das bauliche Wachstum nicht im Widerspruch zur Überflutungsvorsorge steht und etwa Bodenversiegelung unkontrollierten Lauf lässt. Starkregenvorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur dann gelingt, wenn alle Beteiligten in ihrem Verantwortungsbereich zum Erfolg beitragen. In den letzten Jahren stand die Sensibilisierung der Bevölkerung zu Überflutungsgefahren im Vordergrund. Das Preisgeld möchten wir dazu verwenden, Privatpersonen bei der Planung eigener Objektschutzmaßnahmen zu unterstützen.“
Hierzu plant die Stadt Köln einen Online-Fragebogen, der automatisiert Maßnahmen vorschlägt.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze gratulierte der Stadt Köln und den weiteren Preisträgern und betonte die Bedeutung des kommunalen Engagements. Schulze:
„Kommunen und Regionen sind Schrittmacher im Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel. Für einen erfolgreichen Klimaschutz gilt es, global und lokal zugleich zu handeln: In Kattowitz verhandeln wir den globalen Rahmen, vor Ort zeigen Kommunen, wie Klimaschutz in der Praxis funktioniert. Klimaschutz steht hier für Innovation, Lebensqualität und regionale Wertschöpfung.“

Gemeinsam gegen Schäden durch Starkregen vorsorgen
Köln hat das Thema Überflutungsvorsorge im Zusammenhang mit Starkregen als kommunale Gemeinschaftsaufgabe ausgemacht, bei der sowohl der öffentliche als auch der private Sektor zusammenarbeiten müssen. Bereits zwischen 2011 und 2013 hat sich die Stadt im Rahmen des Forschungsprojekts „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ mit extremen Wetterlagen und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels beschäftigt. Unter anderem im Juli 2017 war Köln von einem Starkregenereignis betroffen, bei dem es zu Schäden durch Überflutungen im Stadtgebiet kam. Das Starkregenmanagement orientiert sich eng an den Kölner Erfahrungen mit dem Rheinhochwasser. Vorhandene Schadens- und Gefährdungspotenziale werden bewertet, Risikobereiche identifiziert und Maßnahmen zur Vorsorge benannt.

Ein Katalog mit mehr als 90 Maßnahmen dient nun als Leitlinie für die Starkregenvorsorge und wird ständig fortgeschrieben. Gestaltungsmöglichkeiten bieten sich der Stadt vor allem im Neubau und auf öffentlichen Flächen. 2017 haben Stadtverwaltung und Stadtentwässerungsbetriebe (StEB Köln) daher gemeinsam einen Leitfaden für eine wassersensible Stadt- und Freiraumgestaltung in Köln erarbeitet, der auf einem Leitfaden der Stadt Bremen fußt. Hier zeigt sich, dass auch eine Vernetzung verschiedener Kommunen zielführend ist. Die Erstellung im interdisziplinären Team in Köln sensibilisierte viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Starkregen – quer durch die Fachbereiche der Stadt. Ein gutes Beispiel für die aktive Umsetzung von Überflutungsvorsorge im öffentlichen Raum ist die Umgestaltung des Eiler Schützenplatzes zu einer multifunktionalen Fläche. Die Grünfläche soll zukünftig einerseits ein attraktiver Aufenthaltsort für die Menschen vor Ort sein und andererseits bei Starkregen größere Wassermassen speichern, damit diese keine Schäden an der umliegenden Bebauung verursachen.

Bürgerinnen und Bürger informieren und unterstützen
Die Überflutungsvorsorge auf bereits bebauten Flächen liegt meist in privater Hand. Doch nur wer die Gefahr kennt, kann das Risiko minimieren. Zur Information der Kölner Bevölkerung haben die StEB Köln im Frühjahr 2017 eine Starkregengefahrenkarte veröffentlicht – online frei zugänglich und mit verständlichen Erläuterungen verknüpft. Damit steht ein Werkzeug für die Einschätzung der Gefährdung des eigenen Grundstücks bereit. Die Karte dient der Stadtplanung außerdem als Entscheidungshilfe bei der überflutungsgerechten Entwicklung des Stadtgebiets. Eine Broschüre „Wassersensibel Planen und Bauen in Köln“ liefert Haus- und Wohnungseigentümerschaften sowie Mieterinnen und Mietern außerdem konkrete Vorschläge für den Schutz gegen oberirdische Überflutung, Kanalrückstau und Sickerwasser – sowohl für den Bestand als auch den Neubau.

Dieses Informationsangebot wird durch Formate zur direkteren Ansprache der Kölner Bevölkerung ergänzt – unter anderem mit Informationsständen auf Straßenfesten, Infoabenden und einer Wanderausstellung zum Thema Starkregen. Dabei dienten Bezirksrathäuser, der Zoo oder die Volkshochschule bereits als Ausstellungsorte. Viele Menschen werden durch die Kooperation mit Bürgervereinen erreicht. Alle Vereine der Stadt erhielten das Angebot, die Mitglieder im Rahmen eines Infoabends zum Thema Starkregen und Überflutungsvorsorge einzuladen. Expertinnen und Experten der Stadtentwässerung informieren dabei zum Thema, beantworten Fragen und gehen in den persönlichen Dialog mit Interessierten.

Mit verschiedensten Kooperationen, der Entwicklung von Informationsangeboten und der Einbeziehung aller Einwohnerinnen und Einwohner in die Überflutungsvorsorge geht Köln einen großen Schritt bei der Anpassung an den Klimawandel und kann Vorbild für andere Kommunen sein.

Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“
Der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ (bis 2015 Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“) wird seit 2009 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgelobt. Im Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2018“ wurden insgesamt 81 Beiträge in vier unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Die Stadt Köln hat sich mit dem Projekt „Überflutungsvorsorge als Aufgabe der Stadtgemeinschaft“ in der Kategorie „Klimaanpassung in der Kommune“ beworben. In dieser Kategorie gab es elf Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden.

Weitere Informationen
Informationen zum Wettbewerb sowie Fotos von der Veranstaltung und vom ausgezeichneten Projekt
Preisverleihung zum Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2018“
Informationsangebot zum Thema Starkregen auf den Seiten der Stadtentwässerungsbetriebe
Starkregen und Sturzfluten

https://www.steb-koeln.de/Aktuelles/Köln-gewinnt-beim-Bundeswettbewerb-Klimaaktive-Kommune-2018.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp
 
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Veolia: Aus OEWA wird Veolia

Der 1991 gegründete und an vielen Standorten verwurzelte Wasser- und Abwasserdienstleister ändert seinen Namen – der Inhalt bleibt

Die OEWA Wasser und Abwasser GmbH firmiert ab dem 1. Januar 2019 unter neuem Namen: Veolia Wasser Deutschland GmbH.
„Veolia ist eine starke und bekannte Marke für Ressourceneffizienz und Umweltschutz. Und wir sind als OEWA schon immer Teil der Veolia-Familie. Nun wollen wir mit Veolia im Namen weiter wachsen. Wir wollen neue Märkte erschließen, neue Projekte anbahnen und die Vorteile des Veolia-Netzwerkes für unsere bestehenden kleineren und größeren Kooperationen noch intensiver nutzen“, erläutert Tina Stroisch, die Leiterin der OEWA-Unternehmenskommunikation.
Die OEWA ist im März 1991 gegründet worden und an vielen Standorten als Wasser- und Abwasserdienstleister verwurzelt. Das Unternehmen, dessen Hauptverwaltung in Leipzig ansässig ist, engagiert sich vor allem im Freistaat Sachsen, aber auch in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen.
Die Umbenennung in Veolia Wasser Deutschland GmbH bleibt für die Partnerschaften, die die OEWA mit Kommunen und Verbänden oder der Industrie eingegangen ist, ohne nennenswerte Auswirkungen. Außer dem Firmennamen und E-Mail-Adressen ändert sich nichts. Weder die Ansprechpartner für die Kunden der Städte und Gemeinden, noch Umfang oder Qualität der Dienstleistung.
Nicht zuletzt sei diese stärkere, auch namentliche Bindung an Veolia sinnvoll, weil sich die Märkte rasant wandeln. „Und wir wollen Schritt halten, nicht stehen bleiben“, betont Tina Stroisch. Als die OEWA vor fast 28 Jahren als Osteuropäische Wasser und Abwasser GmbH gegründet worden war, seien die Herausforderungen anderer Art gewesen. Als Veolia wolle man nun die Zukunft gestalten.

https://service.veolia.de/artikel/aus-oewa-wird-veolia-163/
 
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Ruhrverband senkt erneut die Kosten für die Abwasserreinigung

Prognosen zeigen: Talsperren sind auch für einen trockenen Sommer 2019 gut gerüstet

Gute Nachrichten für die 60 Städte und Gemeinden im 4.500 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet der Ruhr: Die Delegierten des Ruhrverbands haben auf der 32. Verbandsversammlung am Freitag, dem 7. Dezember 2018, erneut eine Senkung der an den Ruhrverband zu entrichtenden Abgaben für die Abwasserreinigung beschlossen. Die Beiträge in der Wassergütewirtschaft sinken im Jahr 2019 um 0,7 Prozent.
Seit 2010 sind die Beiträge, die die Mitgliedskommunen für die Leistungen des Ruhrverbands entrichten müssen, um 6,2 Prozent gesunken. Norbert Frece, Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand des Ruhrverbands, verdeutlichte auf der Verbandsversammlung, was das konkret bedeutet: „Nach unserer Wirtschafts- und Finanzplanung wird jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger im Verbandsgebiet im Jahr 2020, also am Ende der aktuellen Planungsperiode, weniger für die Leistungen des Ruhrverbands zahlen als zehn Jahre zuvor.“

Die Talsperren des Ruhrverbands mussten 2018 eine historisches Trockenjahr bewältigen und weisen deshalb den niedrigsten Füllstand für diese Jahreszeit seit 1976 auf. Dank der vorausschauenden Bewirtschaftung der Wasservorräte in den acht Talsperren konnte der Ruhrverband die Wasser-versorgung für 4,6 Millionen Menschen jederzeit sicherstellen. Nach Prognoseberechnungen des Ruhrverbands werden die Wasservorräte in den Talsperren bis weit in den Herbst des Jahres 2019 reichen, selbst wenn sich die Trockenheit des Jahres 2018 weiter fortsetzen sollte. Diese Prognose setzt voraus, dass die Absenkung der Mindestwasserführung an den Pegeln Villigst und Hattingen, die seit dem 2. November 2018 gilt, im Jahr 2019 fortgeführt wird.
Auch zur Wirtschaftlichkeit der Wassermengenwirtschaft berichtete der Vorstandsvorsitzende Erfreuliches. Die Beiträge der so genannten Wasserentnehmer unter den Ruhrverbandsmitgliedern sinken im Jahr 2019 um 0,2 Prozent.

Für zufriedene Gesichter auf der Verbandsversammlung sorgte zudem die Nachricht, dass der Ruhrverband seine Gesamtschulden um rund 57 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf knapp unter 500 Millionen Euro senken konnte. Damit hat der Ruhrverband innerhalb von zwölf Jahren seinen Schuldenstand mehr als halbiert – dieser hatte nämlich Ende 2006 aufgrund umfangreicher Investitionen in den gesetzlich vorgeschriebenen Ausbau der Kläranlagen noch bei mehr als einer Milliarde Euro gelegen. Auch hat er sein selbst gesetztes Unternehmensziel erreicht, die Verschuldung auf das Doppelte des Jahresumsatzes zu begrenzen.

In der Verbandsversammlung, dem „Wasserparlament der Ruhr“, vertreten 151 Delegierte der Städte und Gemeinden, der Wasserwerke und der gewerblichen Unternehmen die Interessen der rund 550 Mitglieder des Ruhrverbands. Die Delegierten werden für jeweils fünf Jahre in das Gremium entsandt

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///ruhrverband-senkt-erneut-die-kosten-fuer-die-abwasserreinigung/

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Veolia: an der Seite des AZV Sachsen-Nord

Verband beauftragt Dienstleister mit der technischen und kaufmännischen Betriebsführung / Langfriste Partnerschaft geschlossen
Die OEWA Wasser und Abwasser (ab 1. Januar 2019 Veolia Wasser Deutschland GmbH) kann ihre Zusammenarbeit mit dem Abwasserzweckverband (AZV) Sachsen-Nord Dommitzsch (Landkreis Nordsachsen) fortsetzen. Nach Abschluss eines öffentlichen Wettbewerbsverfahrens schließen beide Partner nun nach der Interimsbetriebsführung in den vergangenen Monaten einen langfristigen Vertrag. Dieser beinhaltet die technische und kaufmännische Betriebsführung der Abwasserentsorgung des AZV Sachen-Nord Dommitzsch.

Die Mitgliederversammlung des AZV hatte mit ihrem Beschluss vom 13. Dezember 2018 die Forstsetzung der Kooperation geebnet. Der neue Vertrag tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft. Er gilt zunächst bis Ende 2024 und kann verlängert werden. Die Veolia Wasser Deutschland GmbH übernimmt zwei Mitarbeiter der AZV.
„Wir danken dem AZV für sein Vertrauen und werden alles daran setzen, die im Sommer 2017 begonnene Zusammenarbeit weiter zu festigen. Wir konnten als Interimsbetriebsführer unter Beweis stellen, dass wir unser Handwerk verstehen, dass wir uns einbringen und als zuverlässiger Dienstleister an der Seite des Verbandes stehen. Das werden wir auch in Zukunft so praktizieren. Wir freuen uns, den Zuschlag erhalten zu haben und auf die Herausforderungen dieses neuen Projektes“, sagt Kerstin Härtel, die zuständige Niederlassungsleiterin der Veolia Wasser Deutschland GmbH.

Der Wasserdienstleister betreibt im Auftrag des AZV Sachsen-Nord unter anderem die Kläranlage in Dommitzsch mit einer gegenwärtigen Ausbaugröße von 3 000 Einwohnerwerten. Die Anlage wird derzeit saniert und erweitert und damit dem Stand der Technik angepasst. Zum technischen Betriebsführungsumfang gehören auch zwölf Abwasserpumpwerke und rund 56 Kilometer Kanalisation. Zudem gewährleistet das Unternehmen bei Störungen der öffentlichen Abwasserentsorgung eine 24-Stunden-Bereitschaft.

Im kaufmännischen Bereich obliegt dem Unternehmen neben dem gesamten Finanzwesen der Gebühreneinzug. Ebenso fällt das Anschlusswesen in die Zuständigkeit des AZV-Partners.
Der 1991 gegründete Verband zählt nach diversen Eingemeindungen heute noch zwei Mitglieder: die Stadt Dommitzsch mit den Ortsteilen Mahlitzsch, Commende, Wörblitz, Proschwitz und Greudnitz sowie die Gemeinde Trossin, zu der die Ortsteile Falkenberg, Roitzsch und Dahlenberg gehören und in der etwa 1 400 Menschen zu Hause sind. In Dommitzsch leben circa 2 800 Menschen.

Die Geschäftsstelle des AZV im Rathaus von Dommitzsch bleibt bei allen Fragen rund um das Thema Abwasser Anlaufpunkt für die Kunden und zu den bekannten Geschäftszeiten geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie am Dienstag außerdem von 14 bis 18 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 16 Uhr.

https://service.veolia.de/artikel/veolia-an-der-seite-des-azv-sachsen-nord-164/
 
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Wupperverband: Wasserwirtschaft mit Kooperationen gestalten

Wupperverband zog bei der Verbandsversammlung Bilanz
Bei der heutigen Verbandsversammlung des Wupperverbandes in Wuppertal standen wichtige Beschlüsse für das kommende Jahr sowie ein Rückblick auf 2018 auf der Agenda.

„Wir haben in diesem Jahr viel erreicht und wichtige Projekte vorangebracht“, lautete das Fazit von Claudia Fischer, Verbandsratsvorsitzende, und Georg Wulf, Vorstand. „Besonders die Kooperationen mit unseren Mitgliedern und weiteren Partnern sind für uns ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Entwicklung im Wuppergebiet.“
Dass Kooperationen in 2018 ein zentrales Thema waren, betonte Georg Wulf auch in seinem Bericht.
Die Currenta GmbH & Co. OHG und der Wupperverband setzen ihre Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Reinigung von kommunalen und industriellen Abwässern in der Gemeinschaftskläranlage Leverkusen auch über das Jahr 2021 hinaus fort. Ein Kooperationsvertrag für den Zeitraum 2022 bis 2031 wurde unterzeichnet.

Zur künftigen Klärschlammentsorgung gemeinsam mit öffentlich-rechtlichen Partnern werden derzeit die Weichen gestellt. Wenn die Gremien dieser Partner zustimmen, kann in 2019 ein Kooperationsvertrag geschlossen und eine GmbH gegründet werden. Im Anschluss daran können die nächsten Schritte zur Planung einer neuen Schlammverbrennungsanlage (SVA) am Standort Buchenhofen beginnen. Der Wupperverband wird seine vorhandene SVA bis zur Inbetriebnahme einer neuen Anlage weiter betreiben.

Die gemeinsame Betriebsführung des Kanalnetzes der Gemeinde Marienheide durch den Wupperverband und den Aggerverband startete in 2017 und hat sich inzwischen sehr gut eingespielt.

Mehr Natur für die Wupper und ihre Nebenbäche
Das gemeinsame Wupperprojekt von Wupperverband und dem Familienunternehmen Vorwerk ist ein weiteres gutes Beispiel für Kooperation und auch für das Engagement von Unternehmen für die Wupper. Im Rahmen der aktuellen Werkserweiterung des Unternehmens konnte der Fluss auf dem Betriebsgelände in Wuppertal-Laaken auf mehr als 1.000 Metern naturnah entwickelt werden und hat stellenweise mehr Raum erhalten. Davon profitieren die Lebewesen im Fluss und die Menschen.

Auch im Bereich Flugplatz Wipperfürth ist die Wupper am Wehr Wipperhof nun nicht nur natürlicher, sondern auch für Fische und Kleinlebewesen durchgängig.

Wasserwirtschaftsjahr mit Starkregen und Trockenheit
Das Jahr 2018 war geprägt von Extremen.
In der Summe lag das Wasserwirtschaftsjahr 2018 (1. November 2017 bis 31. Oktober 2018) an der Messstelle Bever-Talsperre zwar „nur“ um 177 Liter unter dem Durchschnitt von 1.297 Litern pro Quadratmeter. Doch die Verteilung war ungewöhnlich: der Winter war sehr nass, und nach drei Starkregen im Mai und Juni waren Sommer und Herbst extrem trocken. In keinem Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war bisher der Zeitraum Juli bis Oktober so trocken wie in diesem Jahr.

Dank des nassen Winters waren die Talsperren des Wupperverbandes im Frühjahr gut gefüllt und für ihre Aufgaben gerüstet.
Durch die trockenen Monate ist insbesondere der Stauinhalt der Wupper-Talsperre, die hauptsächlich in Trockenzeiten Wasser an die Wupper abgibt, stetig gesunken. Zwar ist noch kein historischer Tiefststand erreicht. Doch der Wupperverband hat vorsorglich einen Antrag bei der Aufsichtsbehörde gestellt, die Wasserabgabe aus der Talsperre an die Wupper zu reduzieren. So soll der Speicher geschont werden, für den Fall, dass die kommenden Monate nur wenig Regen bringen.

Die Wasservorräte in den Trinkwassertalsperren des Wupperverbandes liegen momentan im normalen Bereich, so dass für die angeschlossenen Wasserwerke ein ausreichender Wasservorrat für die Trinkwasseraufbereitung zur Verfügung steht.

Auch die Große Dhünn-Talsperre leistet Niedrigwasseraufhöhung in Trockenzeiten. Diese Wasserabgabe an die Dhünn möchte der Wupperverband ebenfalls vorsorglich reduzieren.

Da die Niedrigwasserabgabe aus den Talsperren Große Dhünn und Wupper auf Planfeststellungsbeschlüssen beruht, ist ein Abstimmungsprozess mit der Aufsichtsbehörde erforderlich.

Kläranlagen optimiert, Hochwasserschutz Eschbach nimmt Gestalt an
In seinen 11 Kläranlagen hat der Wupperverband in 2018 rund 119 Mio. Kubikmeter Abwasser von Einwohnern und Unternehmen im Wuppergebiet gereinigt. Neben dem laufenden Betrieb der Anlagen ist ihre technische und energetische Optimierung eine wichtige Aufgabe im Rahmen der Daseinsvorsorge.
In 2018 erfolgte die offizielle Einweihung der umgebauten Kläranlage Marienheide. In der Kläranlage Buchenhofen schreitet der Bau einer neuen Schlammentwässerung voran, die 2019 fertig gestellt wird. Die umfangreichen Baumaßnahmen in der Kläranlage Burg sind ebenfalls auf der Zielgeraden und werden im kommenden Jahr abgeschlossen.

Das Projekt Hochwasserschutz Eschbach in Solingen-Unterburg ist in 2018 ein großes Stück vorangekommen. Der Part der Stadt Solingen, die Stützwand entlang der Eschbachstraße zu sanieren, ist bereits abgeschlossen.
Der Wupperverband hat von den insgesamt 540 Metern Ufermauern auf der linken Bachseite und Vertiefung des Bachbetts um bis zu 1,60 Meter bereits 235 Meter fertiggestellt.
Nach einer Winterpause sollen die Arbeiten im Frühjahr 2019 fortgesetzt werden.

Beiträge für Abwasser erneut konstant, Beitragsbedarf für Talsperren deutlich gesenkt
Die 99 Delegierten der Wupperverbands-Mitglieder – Kommunen, Kreise, Unternehmen der Wasserversorgung und weitere Firmen im Wuppergebiet – hatten u.a. über den Wirtschaftsplan für 2019 zu beschließen. Über die Beitragsentwicklung hat der Verband mit seinen Gremien Zielvereinbarungen geschlossen, so dass die Entwicklung für die Mitglieder auf Jahre hinaus planbar ist.

Nach Jahren mit konstanten Beiträgen sah die Zielvereinbarung für den größten Geschäftsbereich Kläranlagen / Sammler und Entsorgung für 2019 eine geringe Steigerung von 0,75 Prozent vor. Aufgrund der guten Entwicklung von Kosten und Erträgen kann auf die Steigerung in 2019 verzichtet werden, die Beiträge bleiben auch im kommenden Jahr erneut konstant bei 65,3 Mio. Euro.

Für den Geschäftsbereich Talsperren und Stauanlagen sinkt der Beitragsbedarf gemäß der aktuellen Zielvereinbarung von zuvor 10 Mio. Euro auf 8,2 Mio. Euro in den Jahren 2019 bis 2023. Die Senkung des Beitragsbedarfs in diesem Geschäftsbereich ging mit einer Neuordnung der Beitragsveranlagungsregeln einher, die sich an aktuellen Nutzungen und wasserwirtschaftlichen Gegebenheiten orientiert.

Für den Geschäftsbereich Gewässerunterhaltung stand eine neue Zielvereinbarung zum Beschluss auf der Tagesordnung. Diese sieht vor, dass die Beiträge in diesem Geschäftsbereich in den Jahren 2019 bis 2021 jeweils um 5 Prozent und von 2022 bis 2030 jeweils um 4 Prozent steigen. So kann der Wupperverband die weitere Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie finanzieren, die sich in den kommenden Jahren besonders der Unteren Wupper widmen wird, sowie Infrastrukturaufgaben wie die Sanierung von Ufermauern und verrohrten Gewässern. Der Beitragsbedarf für 2019 beträgt dann 3,5 Mio. Euro. Wie zuvor bei den Talsperren standen auch hier die bisherigen Beitragsveranlagungsregeln auf dem Prüfstand und wurden angepasst und aktualisiert.

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_pm_verbandsversammlung_20181206.html

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Wupperverband: Laichsaison läuft: Meerforelle & Co. tummeln sich nun in Wupper und Nebenflüssen

Laichgruben auch wieder im Wuppertaler Stadtgebiet
Gemeinsame Pressemitteilung von Wupperverband und Fischereivereinen vom 18.12.2018
Die Laichsaison der Wanderfische ist in vollem Gange. Wenn im Herbst die Temperaturen sinken, kehren z. B. Lachse und Meerforellen über den Rhein in die Nebenflüsse zum Laichen zurück, dorthin, wo sie selbst als Jungfische groß geworden sind. Auch die Bachforellen sind wieder aktiv und laichen. Wupper und Dhünn gehören zu den Flüssen, in die die Fische wieder zurückkehren.

Bislang haben die Akteure der Fischereivereine im Stadtgebiet Wuppertal an verschiedenen Stellen, z. B. an der Kluse in Elberfeld, Laichgruben und laichende Meer- und Bachforellen gesichtet. An der Kontrollstation Auermühlenwehr an der Dhünn hat der Wupperverband bisher 14 Lachse gesichtet, ein Zeichen, dass die Rückkehr der Fische begonnen hat.
Gute Lebensbedingungen: Wasserqualität und Flussstruktur wurden in den letzten Jahren deutlich verbessert
Die Voraussetzungen für die Salmoniden sind in den letzten Jahren immer besser geworden.

In den vergangenen Jahrzehnten hat der Wupperverband in Kooperation mit seinen Mitgliedern, den Städten, Kreisen und Unternehmen, sowie den Fischereigenossenschaften und Fischereivereinen viel dafür getan, dass sich Wupper und Dhünn wieder positiv entwickeln konnten: vom Ausbau der Kläranlagen und der Verbesserung der Wasserqualität bis hin zu naturnahen Flussstrukturen und der Durchgängigkeit an Wehren.

Dadurch werden die Voraussetzungen geschaffen, dass sich die empfindlichen Fischarten wie z. B. Lachse wieder in den Flusssystemen Wupper und Dhünn heimisch fühlen.

In Wuppertal wurden z. B. bereits mehr als 9 Kilometer Stadtfluss von Stadt Wuppertal und Wupperverband naturnah entwickelt. Bis 2025 sollen es 15 Kilometer sein.

„Wir freuen uns, dass sich auch immer mehr ortsansässige Unternehmen mit viel Engagement in die Gewässerentwicklung einbringen, wie z. B. die Firma Vorwerk bei der Flussgestaltung in Laaken“, berichtet Dr. Marlene Liebeskind, Bereichsleiterin für Gewässerentwicklung beim Wupperverband. Geplant sind weitere Renaturierungen z. B. der Wupperabschnitt auf dem Werksgelände von Bayer in Wuppertal-Elberfeld.

Besatz mit Jungfischen
Die Wiederansiedlung der ehemals ausgestorbenen Fischarten in die Wupper und Dhünn erfolgt mit viel ehrenamtlichem Einsatz durch die Fischereivereine.

„Bereits seit den 1990er Jahren ziehen die ehrenamtlich tätigen Fischereivereinsmitglieder Jungfische im Bruthaus auf und setzen sie im Frühjahr in die Wupper und Nebenflüsse aus“, so Helmut Wuttke vom Bergischen Fischerei-Verein 1889 e.V. Wuppertal (BFV).

Einige Jahre wachsen die Fische in ihrem Heimatfluss heran und machen sich dann auf den langen Weg ins Meer, um 2 bis 4 Jahre später zum Laichen wieder in ihre ehemalige „Kinderstube“ zurückzukehren.

In 2018 hat der BFV insgesamt 245.000 Junglachse in die Wupper gesetzt.
BFV-Vereinsmitglied Elmar Weber hat bereits wieder einige Fotos der Rückkehrer im Wuppertaler Stadtgebiet erstellt.
Auch der Sportangelverein SAV Bayer setzt sich mit viel Herzblut für die Wiederansiedlung der Wanderfische ein.
In den letzten Jahren hat der SAV pro Jahr 30.000 bis 40.000 Lachsbrütlinge vom Landesumweltamt, Außenstelle Albaum, in die Dhünn und den Eifgenbach ausgebracht

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_de_pm_lachslaichs_winter_2018.html

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Meldungen zur Arbeitssicherheit 2015

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Dezember 2015
Gefährliche Produkte 2015 veröffentlicht 
Überarbeitete Napo-Website ist jetzt online 
Referentenentwurf zur Verordnung über einfache Druckbehälter und zur Änderung der Druckgeräteverordnung 
Elektronisches Unterweisungssystem – eine etwas andere Form der Arbeitsschutzbelehrung  
Rettungsmaßnahmen beim Einstieg in abwassertechnische Anlagen 
Arbeitssicherheit oberste Priorität – Leserbriefe 
„Elektromagnetische Felder an Arbeitsplätzen“ Ergebnisse des BAuA-Workshops  
Oktober 2015
Rückengesundheit: Führungskräfte sind Vorbilder 
Beschäftige geben bei Führungsverhalten und Betriebsklima eine 3+ 
Im Dialog mit der digitalisierten Arbeitswelt 
Die häufigsten Risikofaktoren an Arbeitsplätzen in Europa betreffen psychosoziale Erkrankungen und Muskel- und Skeletterkrankungen – als beste Abhilfemaßnahme gilt nach wie vor die Gefährdungsbeurteilung 
Erfolgreich Registrieren 2018: Erste Schritte 
Faktenblatt: Einer von fünf Beschäftigten klagt über Knieschmerzen 
8. Workshop „Biomonitoring in der Praxis“ 
Arbeitsschutz hinkt beim Einsatz mobiler und digitaler Technologien hinterher 
Juni 2015
An die Kette legen – aber an die richtige 
Ebola: keine Maßnahmen bei der Abwasserbehandlung nötig 
DGUV Vorschrift 1 in Kraft getreten 
Mai 2015
ABGS GmbH: Neue Betriebssicherheitsverordnung 
April 2015
BAuA informierte über neue Betriebssicherheitsverordnung 
März 2015
Einsatz von Fremdfirmen in Kläranlagen (Teil2)
Wiederholungsprüfungen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel
Einsatz von Fremdfirmen in Kläranlagen (Teil 1)  
Alleinarbeit auf Kläranlagen
Februar 2015
Ausschuss für Arbeitsmedizin neu gegründet 
Januar 2015
Restrukturierung verträglich gestalten 
Workshop: Mensch und Maschine arbeiten Hand in Hand 
Arbeit mit Zeitvertrag: Weniger Stress, aber auch weniger Handlungsspielraum 
Neue BetrSichV: Inkrafttreten verschoben  
EU-OSHA veröffentlicht kostenlosen E-Leitfaden zum Management von Stress und psychosozialen Risiken bei der Arbeit  
Dein Rücken: Uni-Alltag durch kleine Bewegungspausen rückenfreundlicher machen 

Gefährliche Produkte 2015 veröffentlicht

Informationsdienst der BAuA zur Produktsicherheit

Dortmund – Die meisten gefährlichen Produkte kamen auch 2014 aus China, allerdings dicht gefolgt von Deutschland. Das berichtet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Informationsdienst „Gefährliche Produkte 2015. Informationen zur Produktsicherheit“. Im jährlich erscheinenden Bericht zur Produktsicherheit wertet die BAuA unter anderem die Meldungen des europäischen Schnellwarnsystems RAPEX statistisch aus. 27 Prozent der erfassten mangelhaften Produkte kamen dabei aus China, wobei ihr Anteil gegenüber den Vorjahren deutlich gesunken ist. Im Vergleich zum letzten Jahr ist der Anteil der aus Deutschland stammenden gefährlichen Produkte dagegen um acht Prozent gestiegen. 2014 gab die BAuA insgesamt 209 Meldungen in das RAPEX-System der Europäischen Kommission ein. Über die statistischen Auswertungen hinaus beleuchtet der gerade erschienene Informationsdienst das Unfallgeschehen mit Geräten und Maschinen.

Beinahe die Hälfte der per RAPEX gemeldeten Produkte verstieß gegen das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Die größte Produktgruppe bildeten dabei mit 89 Prozent Fahrzeuge und deren Aufbauten. Es bestand in den meisten Fällen eine mechanische Gefährdung, beispielsweise aufgrund von Festigkeitsmängeln. Der zweithäufigste Bemängelungsgrund waren Verstöße gegen das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB), wobei die Bedarfsgegenstände für Heim und Freizeit mit 51 Prozent hier die größte Produktgruppe bildeten. Gemeldet wurde besonders häufig Bekleidung, bei der Grenzwerte für Farbstoffe oder Chrom VI überschritten wurde.

Die Auswertung von nationalen Pressemeldungen sowie die Meldungen tödlicher Arbeitsunfälle vervollständigen den Bericht. Insgesamt gelangten 1044 regionale sowie überregionale Pressemeldungen über Unfälle, gefährliche Ereignisse, Verletzungen und Tod mit Beteiligung von technischen Geräten in die Auswertung. Wie bereits im vergangenen Jahr stehen Maschinen für Gewerbe und Industrie sowie Transport- und Hebemittel an der Spitze der Gefahrenstatistik. 2014 wurden der BAuA 169 tödliche Arbeitsunfälle gemeldet, die im Zusammenhang mit technischen Produkten standen. Im überwiegenden Teil der Fälle ist menschliches Fehlverhalten als Unfallursache anzunehmen. Der Bericht schließt mit Hinweisen auf die Meldeverfahren in der Europäischen Union und den amtlichen Bekanntmachungen in 2014.

„Gefährliche Produkte 2015. Informationen zur Produktsicherheit“; Isabell Bentz, Annegret Bilinski, Tobias Bleyer, Jochen Blume; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2015; ISBN 978-3-88261-153-3; 80 Seiten. Den Bericht (PDF-Format) sowie weitere Informationen zur Produktsicherheit gibt es im Internetangebot der BAuA unter www.produktsicherheitsportal.de.

Quelle: BAuA

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Überarbeitete Napo-Website ist jetzt online

Wir haben der Napo-Website ein neues Aussehen gegeben. Mit einem benutzerfreundlicheren und handlicheren Format macht die neue Website einen großartigen Eindruck und enthält zusätzliche interessante Funktionalitäten. Mit der Version für Mobilgeräte und Tablets können Sie Napo nun auch unterwegs erreichen.

Egal, ob Sie sprachfreie Napo-Filme über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit sehen, mehr über Napo für Lehrer oder über Napos Geschichte und das Napo-Konsortium erfahren möchten, Sie finden alles schnell und unkompliziert auf der überarbeiteten Website. Es gibt ebenfalls einen neuen Bereich für häufig gestellte Fragen, wo Sie Antworten auf Fragen zu Rechten und Befugnissen oder zur optimalen Nutzung von Napo finden.

Wie üblich finden Sie die Napo-Website hier: www.napofilm.net

Quelle: OSHA

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Referentenentwurf zur Verordnung über einfache Druckbehälter und zur Änderung der Druckgeräteverordnung

Am 29. März 2014 ist die neue Richtlinie 2014/29/EU über einfache Druckbehälter im Amtsblatt der EU veröffentlicht worden. Sie wird mit der Neufassung der 6. Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz (Verordnung über die Bereitstellung von einfachen Druckbehältern auf dem Markt – 6. ProdSV) in deutsches Recht umgesetzt.

Dies erfolgt in Form einer Artikelverordnung mit dem Titel „Verordnung zur Ablösung und zur Änderung von Verordnungen nach § 8 Absatz 1 des Produktsicherheitsgesetzes“, die in Artikel 1 die Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 2014/29/EU über einfache Druckbehälter und in Artikel 2 die Änderung der Druckgeräteverordnung enthält. Umsetzungsfrist ist der 19. April 2016.

Die neue Richtlinie 2014/29/EU über einfache Druckbehälter löst die bisherige Richtlinie 2009/105/EG ab. Ziel der Neufassung der bestehenden Richtlinie 2009/105/EG über einfache Druckbehälter war ihre Anpassung an den Beschluss Nr. 768/2008/EG über einen gemeinsamen Rechtsrahmen für die Vermarktung von Produkten.

Der Beschluss 768/2008/EG enthält eine Reihe von grundsätzlichen Bestimmungen und Musterartikeln, die in die Richtlinie 2014/29/EU übernommen wurden. Diese umfassen im Wesentlichen Begriffsbestimmungen, Verpflichtungen der Wirtschaftsakteure, Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit von Produkten, Bestimmungen zu harmonisierten Normen, zur Konformitätsbewertung, zur CE-Kenn-zeichnung sowie zum Ausschussverfahren. Mit der Übernahme dieser Bestimmungen in die Richtlinie über einfache Druckbehälter wird eine Vereinfachung des ordnungspolitischen Rahmens durch einheitliche Regelungen für den europäischen Binnenmarkt unter gleichzeitiger Wahrung eines hohen Sicherheitsniveaus der von der Richtlinie über einfache Druckbehälter erfassten Produkte angestrebt.

Mit Artikel 1 wird die 6. ProdSV neu gefasst und damit die Richtlinie 2014/29/EU eins zu eins in nationales Recht umgesetzt.

Mit Artikel 2 wird die 14. ProdSV vom 13. Mai 2015 geändert. Diese Änderung ist erforderlich, weil am 23. Juni 2015 eine Berichtigung der ihr zugrundliegenden Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU im Amtsblatt der EU bekanntgemacht worden ist (ABl. L 157 vom 23.6.2015, S. 112). Diese Berichtigung muss in der entsprechenden deutschen Umsetzungsvorschrift, der 14. ProdSV, nachvollzogen werden. Im Zuge dieser ohnehin notwendigen Änderung sind auch rechtsförmliche Bereinigungen vorgenommen worden.

Den Referentenentwurf sowie die umzusetzende Richtlinie 2014/29/EU finden Sie nachfolgend. Sofern Sie eine Stellungnahme abgeben möchten, erbitten wir diese bis zum 29. Dezember 2015 an IIIb5@bmas.bund.de.
Weitere Informationen

Re­fe­ren­ten­ent­wurf zur Ver­ord­nung über ein­fa­che Druck­be­häl­ter (6. ProdSV) und zur Än­de­rung der Druck­ge­rä­te­ver­ord­nung (14. ProdSV)
http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/Thema-Arbeitsschutz/referentenentwurf-verordnung-einfache-druckbehaelter.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Richt­li­nie 2014/29/EU des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes vom 26. Fe­bru­ar 2014 zur Har­mo­ni­sie­rung der Rechts­vor­schrif­ten der Mit­glied­staa­ten über die Be­reit­stel­lung ein­fa­cher Druck­be­häl­ter auf dem Markt
http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/Thema-Arbeitsschutz/richtlinie-zur-harmonisierung-der-rechtsvorschriften-der-mitgliedstaaten-ueber-die-bereitstellung-einfacher-druckbehaelter.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Quelle: BMAS

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Elektronisches Unterweisungssystem – eine etwas andere Form der Arbeitsschutzbelehrung

Die Beschäftigten von abwassertechnischen Anlagen sind während des Betriebs einer Vielzahl von Gefährdungen ausgesetzt. Auf dem Arbeitsplatz in einer Kläranlage sind daher die unterschiedlichsten Arbeitsschutzvorschriften zu beachten. Als Beispiele seien erwähnt:
• das Befahren von Behältern und engen Räumen
• der Einsatz verschiedenster Chemikalien
• der Umgang mit explosiven Stoffen sowie
• der Einsatz von Hebezeugen.
So können jährlich durchaus 50 und mehr Arbeitsschutzthemen zusammen kommen, zu denen Mitarbeiter in Kläranlagen belehrt werden müssen. Im Rahmen der bisher üblichen quartalsweisen Gruppenschulungen ist dieser Umfang kaum mehr mitarbeitergerecht abzuarbeiten. Durch Urlaub, Krankheit und Schichtbetrieb entsteht ein enormer Organisationsaufwand für die Durchführung der Schulungen. So bleibt der persönliche Dialog zwischen Belehrendem und Mitarbeiter daher leider häufig auf ein Minimum beschränkt. Ein weiteres Problem ist es, dass die Mitarbeiter eine frontale Arbeitsschutzbelehrung oft als langweilig empfinden; eine Rückkopplung zur Wirksamkeit der Belehrungen ist kaum zu erkennen. Die Durchführung der Arbeitsschutzbelehrung…

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 4-2015
unter https://klaerwerk.info/DWA-Informationen

Autor
Dipl.-Ing. Jörg Pasemann
Erfurter Entwässerungsbetrieb
Löberwallgraben 16, 99096 Erfurt, Deutschland
E-Mail: joerg.pasemann@erfurt.de

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Rettungsmaßnahmen beim Einstieg in abwassertechnische Anlagen

Hinweise des DWA-Fachausschusses BIZ-4 „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“
Nach §35 (1) DGUV-Vorschrift 22 (ehemals BGV/GUV-V C5) hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter bei einem Notfall in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen die Rettungsmaßnahmen selbst einleiten können.
Hierzu muss eine Rettungsausrüstung in unmittelbarer Nä-he der Einstiegstelle bereitgehalten werden. Zur Rettungsaus-rüstung gehört abhängig von den örtlichen Verhältnissen zum Beispiel:
• ein frei tragbares, von der Umgebungsatmosphäre unabhängig wirkendes Atemschutzgerät, das für die Fremdrettung von Personen und für Arbeitseinsätze geeignet ist,
• PSA zum Retten, zum Beispiel mit einem Höhensicherungsgerät mit Rettungshubfunktion,
• eine betriebsfertige explosionsgeschützte Handleuchte,
• ein Verbandskasten DIN 13157 „Erste-Hilfe-Material; Verbandskasten C“,
• ein Feuerlöscher,
• gegebenenfalls eine Rettungsweste nach DIN EN 399 „Rettungswesten und Schwimmhilfen; Rettungswesten 275 N“ mit einem Auftrieb von 275 Newton zum Schutz gegen Er-trinken.
Der Unternehmer hat ferner dafür zu sorgen, dass die erforderlichen Maßnahmen zur Rettung von in Not geratenen Mitarbeitern in regelmäßigen Abständen (mindestens einmal jährlich)

Verantwortlich für diesen Bericht
DWA-Fachausschusses BIZ-4 „Arbeits- und Gesundheitsschutz“
Obmann Dipl.-Ing. Wolfgang Schlesinger, Düsseldorf, Deutschland
E-Mail: wolfgang.schlesinger@stadt.duesseldorf.de
Dipl.-Ing. Klaus Herr, Düsseldorf
E-Mail: klaus.herr@duesseldorf.de BI
Quelle: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen – Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3 – 2015

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Arbeitssicherheit oberste Priorität – Leserbriefe

Zum Beitrag „Kabelschaden am Nachklärbeckenräumer“ (KA-Betriebs-Info 1/2015, S. 2315) erreichte uns ein Leserbrief, in dem unser Leser Gert Bamler von der Stadtentwässerung Dresden den Arbeitsschutz anmahnt:
Probleme mit einem Kabelschaden am Nachklärbecken haben wohl viele Betreiber schon erlebt, und das Fazit ist völlig richtig, dass die Ausführungsqualität beim Bau auch bei dem, was dann unter der Erde verschwindet, oft entscheidend ist für den späteren Betrieb.
Doch das Bild auf Seite 2315 rechts oben (Abbildung 2) gehört bitte schön auf die „Grusel-Seite“ der Zeitschrift der Berufsgenossenschaft, auf der sich Bilder mit krassen Verstößen gegen grundlegende Belange der Arbeitssicherheit befinden.

Autor: Gert Bamler von der Stadtentwässerung Dresden
Quelle: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen – Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3 – 2015

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„Elektromagnetische Felder an Arbeitsplätzen“ Ergebnisse des BAuA-Workshops

Europäische Arbeitsschutzrichtlinie „Elektromagnetische Felder“ umsetzen
Dortmund – Die Zeit läuft. Bis zum 1. Juli 2016 muss die europäische Arbeitsschutzrichtlinie 2013/35/EU über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder (EMF) auch in Deutschland in nationales Recht überführt werden. Vor diesem Hintergrund veranstaltete die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im September 2015 den Workshop „Elektromagnetische Felder an Arbeitsplätzen“ in Berlin. Die nationale Umsetzung der Richtlinie in eine Arbeitsschutzverordnung und ein zugehöriges Technisches Regelwerk werden die gegenwärtig gültige Unfallverhütungsvorschrift DGUV 15 „Elektromagnetische Felder“ ablösen. Die Veranstaltung gab einen aktuellen Überblick über Aspekte der Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten, die bei der Arbeit elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind. Nun stehen autorisierte Versionen ausgewählter Vorträge online zur Verfügung unter www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Elektromagnetische-Felder/EMF-Arbeitsplaetze-2015.html.
Zur Diskussion über die neue europäische Richtlinie und die mit ihr verbundenen Konsequenzen trafen sich in Berlin etwa 50 Teilnehmende und Referenten. Darunter waren Sicherheitsingenieure, Arbeitsmediziner, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Vertreter der Berufsgenossenschaften, Unternehmer aus unterschiedlichen Branchen, Wissenschaftler und Behördenvertreter. In vier Vorträgen setzten die Referentinnen und Referenten verschiedene thematische Schwerpunkte. Zunächst wurden die Festlegungen der EMF-Richtlinie dargestellt und mögliche Konsequenzen durch die nationale Umsetzung des im Vergleich zur DGUV Vorschrift 15 abweichenden Grenzwertkonzeptes der EU-Richtlinie aufgezeigt. Der nachfolgende Beitrag erörterte den Stand des zur Richtlinie gehörigen EU-Leitfadens. Dieser nicht verbindliche Leitfaden soll die Umsetzung der Richtlinie erleichtern und spätestens im Januar 2016 von der Europäischen Kommission bereitgestellt werden. Speziell für gepulste Felder wurden anschließend Verfahren zur Gefährdungsbeurteilung und deren Anwendbarkeit in der Praxis detailliert erläutert und intensiv diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops lag auf der Beurteilung der Sicherheit von Implantatträgern an Arbeitsplätzen mit EMF.
Weiterführende Informationen gibt es auf dem Internationalen Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin A+A am 27. Oktober 2015 in Düsseldorf. Dort erwartet die Besucher von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr ein Vortragsprogramm über elektromagnetische Felder am Arbeitsplatz.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

http://www.baua.de/de/Presse/Pressemitteilungen/2015/10/pm039-15.html;jsessionid=212EE076155E62D43957A41ACBBC5D98.1_cid333?nn=664262

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Rückengesundheit: Führungskräfte sind Vorbilder

Denk an mich. Dein Rücken: Rückenprävention im Unternehmen muss alle Hierarchieebenen einbeziehen

Führungskräfte sollten bei der Prävention von Rückenbelastungen mit gutem Beispiel voran gehen. Darauf weisen die Träger der Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ hin.

„Führungskräfte sind Vorbilder für ihre Mitarbeiter“, sagt Benjamin Heyers, Referatsleiter Personal bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. „Nehmen sie selbst an Angeboten wie Rückenschulen, Massagen oder Gesundheitstagen teil, kann dies die Akzeptanz der Belegschaft für solche Maßnahmen deutlich erhöhen.“ Zudem sollten Führungskräfte ihr Team ausdrücklich zur Teilnahme an solchen Aktionen auffordern, regelmäßig auf Rückenbelastungen bei der Arbeit ansprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. „So kann zum Beispiel eine Mitarbeiterbefragung mehr Aufschluss darüber geben, wo der Schuh drückt und welche Angebote noch fehlen.“

Auch Unternehmensführung gefragt
Damit dies gelingt, müssen die betrieblichen Rahmenbedingungen stimmen: Hier ist die Unterstützung durch die Unternehmensführung und das Personalmanagement gefragt. In regelmäßigen Führungskräftetrainings können sie etwa sicherstellen, dass das Thema Rückengesundheit bei den Vorgesetzten einen höheren Stellenwert erhält. Zudem schärfen sie ihren Blick für die Gefährdungen im Betrieb. „Vielen Führungskräften ist nicht bewusst, dass sie für die Sicherheit und Gesundheit ihres Teams bei der Arbeit mit verantwortlich sind“, erläutert Heyers.

Um die Rückengesundheit ihrer Beschäftigten zu verbessern, steht Unternehmen eine Fülle von Maßnahmen zur Verfügung. Diese leiten sich individuell aus der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung ab. So können etwa ergonomisch geformte Arbeitsmöbel oder technische Hilfsmittel für Entlastung sorgen. Auch organisatorische Maßnahmen können helfen, etwa regelmäßige Bewegungspausen bei Arbeiten in Zwangshaltungen, wie am Bildschirmarbeitsplatz. Bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und der Planung und Umsetzung von Maßnahmen erhalten Unternehmen innerbetrieblich Hilfestellung durch ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit und ihren Betriebsarzt. Gerne berät sie auch ihre Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse.

Hintergrund „Denk an mich. Dein Rücken“
In der Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Rückenbelastungen zu verringern.

Weitere Informationen unter www.deinruecken.de

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Beschäftige geben bei Führungsverhalten und Betriebsklima eine 3+

Umfrage zeigt Nachholbedarf bei Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Die Beschäftigten in Deutschland geben ihren Arbeitgebern im Durchschnitt eine 3+ für so genannte softe Faktoren bei der Arbeit wie Führungsverhalten und Betriebsklima. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Ziel der Umfrage war es, mehr über die Wichtigkeit und das Bewusstsein für Sicherheit und Gesundheit in der Arbeitswelt zu erfahren. Eines der Ergebnisse: Nicht wenige Beschäftigte arbeiten in Betrieben, in denen es an einer expliziten Strategie für die Prävention von Unfällen und Gesundheitsgefahren mangelt.

Insgesamt gaben die Beschäftigten an, dass Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in ihrem Unternehmen sehr wichtig (65 Prozent) oder eher wichtig (26 Prozent) genommen würden. Nach Einzelmerkmalen befragt, die die Arbeitsbedingungen beschreiben, verteilen die Befragten jedoch Noten, die eher einem guten Durchschnittsergebnis entsprechen. So erhält das Betriebsklima die Note 2,4 auf einer Skala von 1 bis 6, das Führungsverhalten, die Wertschätzung der Mitarbeiter und die Motivation zu sicherem und gesundem Verhalten eine 2,6, die Einbeziehung der Prävention in die Planung von Arbeitsprozessen und die Investitionen in Sicherheit und Gesundheit ebenfalls eine 2,6. Am schlechtesten schneidet die Regelmäßigkeit von Schulungen zum Arbeitsschutz ab: Hier gibt es nur eine 2,8. Tendenziell fallen die Ergebnisse besser in Kleinunternehmen mit bis zu 9 Beschäftigten und in der Produktion aus, während Beschäftigte in Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten und im öffentlichen Dienst eher schlechtere Noten vergaben. Zudem urteilten Führungskräfte auf der unteren Ebene im Schnitt schlechter als Führungskräfte der oberen Ebenen und Befragte ohne Führungsrolle.

„Viele Beschäftigte stellen ihren Arbeitgebern gute bis sehr gute Noten aus, wenn es um ein wertschätzendes, gesundes Arbeitsklima geht“, kommentiert der stv. Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) Dr. Walter Eichendorf die Ergebnisse. „Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Denn es gibt auch einen beträchtlichen Teil der Beschäftigten, die ihren Unternehmen ein schlechtes Zeugnis ausstellen.“

Dies könne auch daran liegen, dass entsprechende Maßnahmen nicht vorgesehen seien oder umgesetzt würden, so Eichendorf. So ergab die Umfrage, dass rund 31 Prozent der Befragten in Unternehmen arbeiten, die keine Unternehmensziele für Sicherheit und Gesundheit haben. 26 Prozent vermissen eine konstruktive Fehlerkultur, 30 Prozent Jahresmitarbeitergespräche und 44 Prozent Beteiligungsmöglichkeiten zu Sicherheit und Gesundheit. Besonders erstaunlich: 28 Prozent geben an, in ihrem Unternehmen gebe es keinerlei konkrete Maßnahmen, um Sicherheit und Gesundheit zu fördern. Jeweils 22 Prozent antworteten, es gebe keine Führungsleitlinien oder Regeln der Zusammenarbeit mit Bezug auf die Sicherheit und Gesundheit.

„Es wäre falsch, daraus abzuleiten, dass in diesen Betrieben tatsächlich nichts getan wird“, so Eichendorf. Immerhin handele es sich hierbei teilweise um gesetzliche Verpflichtungen. „Allerdings zeigen diese Zahlen deutlich, dass es in einem Teil der Unternehmen zumindest am Bewusstsein für sichere und gesunde Arbeit noch hapert.“ An diesem Punkt wollen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ab 2017 mit einer neuen Präventionskampagne ansetzen. „Sichere und gesunde Arbeit ist die Voraussetzung für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg“, so Eichendorf. „Dafür wollen wir auch die Unternehmen gewinnen, die noch Nachholbedarf auf diesem Feld haben.“

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Im Dialog mit der digitalisierten Arbeitswelt

Vielfältige und anspruchsvolle Anforderungen an einen zeitgemäßen Arbeitsschutz gut verstehen und klug steuern – GDA gut gerüstet auf dem Weg.
Bundesministerin Andrea Nahles spricht beim Arbeitsschutzforum vor Publikum

„Zukunft der Arbeit – Arbeitsschutz der Zukunft“ lautete das Motto des zehnten Arbeitsschutzforums der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA). Am 14. und 15. September trafen sich etwa 200 Teilnehmende in der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund. Sie informierten sich und diskutierten über die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsschutz. Das einmal im Jahr stattfindende Arbeitsschutzforum berät die Nationale Arbeitsschutzkonferenz (NAK) mit dem Ziel, die Teilhabe der Fachöffentlichkeit am Dialog über einen zeitgemäßen Arbeitsschutz zu gewährleisten.

Im Mittelpunkt des Jubiläumsforums standen Chancen und Risiken durch die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt. Mithilfe dieser neuen Technologien lassen sich sowohl die Produktivität als auch die Flexibilität in Unternehmen steigern. Allerdings können damit einhergehende Faktoren wie die Leistungsverdichtung oder die ständige Verfügbarkeit zu Belastungen der Beschäftigten führen.

Zum Auftakt wandte sich Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, an das Forum. Gute Arbeit zu sichern und die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen, sei die wichtige Aufgabe der GDA. Dabei bedankte sich die Bundesarbeitsministerin bei allen Mitstreitern für das in den vergangenen zehn Jahren Erreichte. Auch in der Industrie 4.0 bleibe es wichtig, so Nahles, Arbeit menschengerecht zu gestalten. Vor dem Hintergrund des stattfindenden Strukturwandels ging die Bundesarbeitsministerin auf drei Handlungsfelder im Bereich Arbeiten 4.0 ein. Im Bereich psychische Belastung nannte sie das Thema Arbeitszeitgestaltung. Dort wo die Grenzen zwischen Privat und Beruf verschwimmen, kann es zu Konflikten kommen. Zugleich wies Nahles auf die steigende Zahl von Frühverrentungen aufgrund psychischer Erkrankungen hin. Sie sei sich sicher, dass es keine Patentrezepte gäbe, um die psychische Belastung zu verringern, sondern viele Antworten nebeneinander. Hier würden Lösungen vor Ort gebraucht auch in Form von Flexibilitätskompromissen, die die Sozialpartner aufgrund ihrer Nähe zur Betriebspraxis vorantreiben könnten. Im Bereich der Organisation und Gestaltung der Arbeit eröffne die Digitalisierung Chancen, um Beschäftigte von monotoner Arbeit zu entlasten. Zugleich bestünde jedoch auch die Gefahr, dass der Mensch entqualifizierende Resttätigkeiten erledigen müsse. Neue Formen der Arbeitsorganisation wie Crowdworking oder globale Dienstleisterplattformen wie UBER könnten jedoch dazu führen, dass der Arbeitsschutz über solche Formen der Kleinstselbstständigkeit ausgehebelt wird. Als dritten Punkt führte die Bundesarbeitsministerin Thema Führung 4.0 an. Da den Führungskräften eine Schlüsselposition im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zukäme, müsse eine neue Führungskultur entwickelt werden. Dabei müssten auch auf die Gegebenheiten vor Ort beachtet werden.

BAuA-Präsidentin Isabel Rothe wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass die DASA bereits vor sieben Jahren Gastgeber des Arbeitsschutzforums gewesen sei. Damals stand die GDA ganz am Anfang. Zwischenzeitlich habe sich die GDA erfolgreich etabliert und stünde vor der schwierigen Aufgabe, einen tiefgreifenden Wandel der Arbeit zu begleiten. Es gelte insbesondere zu beantworten, ob unsere Schutzziele weiterhin adäquat und unsere Arbeitsschutzinstrumente anschlussfähig seien. Zudem stelle sich die Frage, wie sich die Standards guter Arbeit mit den Flexibilitätsversprechen neuer Arbeitswelten vertragen. Hier könne die BAuA als Ressortforschungseinrichtung die Ergebnisse ihrer Vorlaufforschung in die Diskussion und die pragmatische Umsetzung einbringen.

Herzstück des Forums waren vier Workshops zum Leitthema „Zukunft der Arbeit – Arbeit der Zukunft“, in denen die Teilnehmenden verschiedene Perspektiven einnahmen und ihre Ergebnisse in die Diskussion einbrachten. Im Bereich der Produktion befasste sich der Workshop mit den Herausforderungen der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Hier ist die technische Entwicklung bereits fortgeschritten und wirkt als Treiber für den Arbeitsschutz. Insbesondere im Bereich der Kommunikation ergeben sich grundsätzliche Veränderungen für die Beschäftigten. Der „Kollege“ Roboter kann auch auf emotionaler Ebene zu Akzeptanzproblemen führen. Zugleich geht soziale Unterstützung verloren. Die Arbeit mit den komplexen, dynamischen Systemen, mit denen sich geringe, fast individualisierte Losgrößen produzieren lassen, erfordert eine stärkere Qualifikation der Beschäftigten. Dies gilt ebenso für die Aufsicht, da beispielsweise die Gefährdungsbeurteilung angesichts dynamischer Veränderungen der Produktionssysteme deutlich komplexer wird.

Auch die Aufsicht muss auf die stattfindende Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort eingehen. Hier wurde für den Beginn einer grundsätzlichen Wertediskussion plädiert – was ist gesellschaftlich an staatlichem Eingriff gewollt; welche Maßstäbe setzen wir an gute Arbeit in der Arbeitswelt 4.0. Eine stärkere Kooperationen zwischen Unfallversicherungsträgern und Staat könnte zu einer intelligenteren Aufsichtsaufteilung führen. Die Zusammenarbeit in der GDA könnte hier eine Grundlage sein. Zudem sollte die Frage nach Mindestgrößen für die Aufsicht gestellt werden.

Im Mittelpunkt der Perspektive Kooperationen und Vernetzung stand das Präventionsgesetz. In der Nationalen Präventionskonferenz (NPK) sind deutlich mehr Akteure vertreten als in der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz (NAK). Im Rahmen der arbeitsweltbezogenen Prävention spielt die GDA eine wichtige Rolle. So sind die GDA-Ziele bei den nationalen Präventionszielen zu berücksichtigen. Das Präventionsgesetz eröffnet neue Möglichkeiten, den Wirkungsgrad der betrieblichen Präventionsarbeit zu erhöhen. Die Stärken der verschiedenen Systeme sollten klug genutzt und noch intensiver vernetzt werden. Zugleich ist eine Synchronisation der Gremien beider Konferenzen anzustreben.

Die Perspektive kleine und mittlere Unternehmen (KMU)/Dienstleistung befasste sich primär mit der Pflege. Hier und im Bereich des Gesundheitswesens insgesamt ist eine stärkere Automation durch moderne Medizintechnik zu erwarten. Herausforderung für die Beschäftigen ist die Ambivalenz der Technikunterstützung: So führt diese zwar zu einer Verringerung von körperlichen Belastungen. Gleichzeitig besteht die Gefahr einer möglichen Deprofessionalisierung der Pflegetätigkeit, da die Arbeit weiter weg vom Menschen rückt. Insgesamt sollte der Bereich der personenbezogenen Dienstleistungen und Interaktions-/Emotionsarbeit zukünftig sowohl vom operativen Arbeitsschutz als auch forschungsseitig noch stärker auf die Agenda genommen werden.

Abschließend resümierte Michael Koll, BMAS, das 10. Arbeitsschutzforum. Er bedankte sich für die gute Organisation und die zahlreichen Anregungen und Erkenntnisse aus Workshops und Diskussionsrunden. Es würde deutlich, sagte Koll, dass sich der Arbeitsschutz der Digitalisierung der Arbeitswelt stellen muss und kann. Die Priorisierung würde in Zeiten von Arbeiten 4.0 schwieriger und komplexer. Eine menschengerechte Arbeit sei und bleibe ein zentrales Anliegen – hier sei die GDA mit ihren drei Kernelementen gut aufgestellt, um die vielen unterschiedlichen Arbeitsformen und Arbeitsbedingungen im Arbeitsschutz zu berücksichtigten.

Eine Dokumentation des 10. Arbeitsschutzforums wird es zeitnah im Internetangebot der GDA geben unter
www.gda-portal.de/de/Arbeitsschutzforum/10-Arbeitsschutzforum.html

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Die häufigsten Risikofaktoren an Arbeitsplätzen in Europa betreffen psychosoziale Erkrankungen und Muskel- und Skeletterkrankungen – als beste Abhilfemaßnahme gilt nach wie vor die Gefährdungsbeurteilung

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) stellt dem Europäischen Parlament in Brüssel heute die wichtigsten Ergebnisse der Zweiten Europäischen Unternehmenserhebung über neue und aufkommende Risiken (ESENER-2) vor. Die Ergebnisse der Erhebung, an der nahezu 50 000 Unternehmen aus 36 Ländern – darunter alle 28 EU-Mitgliedstaaten – teilnahmen, geben im Einzelnen Aufschluss über den Umgang mit arbeitsbedingten Sicherheits- und Gesundheitsrisiken in europäischen Unternehmen. Diese Erhebung, deren Ergebnisse über ein Online-Dashboard leicht zugänglich sind, stellt eine wichtige neue Informationsquelle für Politik, Wissenschaft und Praxis dar.

Mit der Erhebung ESENER-2 soll festgestellt werden, wie in Unternehmen jeder Größe, einschließlich Keinstunternehmen mit fünf bis zehn Beschäftigten, in der Praxis mit Problemen von Gesundheitsschutz und Sicherheit – insbesondere mit neuen und aufkommenden, beispielsweise psychosozialen Risiken – umgegangen wird. Die Fragen sollten von der Person beantwortet werden, die sich in dem betreffenden Betrieb am besten mit Sicherheit und Gesundheitsschutz auskennt. Die Befragten benannten die Hauptrisikofaktoren in ihren Unternehmen und beschrieben den Umgang mit ihnen. Insbesondere gaben sie auch Auskunft über die Gründe für ihr Risikomanagement und über die wichtigsten Schwierigkeiten, die sie womöglich an der Beurteilung von Gefährdungen am Arbeitsplatz hindern.

Ole Christensen, Abgeordneter des Europäischen Parlaments und dort Berichterstatter über den strategischen Rahmen der EU für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2014-2020, führte aus: „Die Erhebung ESENER-2 liefert ein umfassendes Bild über den tatsächlichen Umgang mit Sicherheit und Gesundheitsschutz an europäischen Arbeitsstätten. Die Ergebnisse sind für politische Entscheidungsträger auf nationaler und auf EU-Ebene außerordentlich bedeutsam, denn sie belegen eindeutig, dass im Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit bei der Arbeit noch reichlich Raum für Verbesserungen besteht.“

Der Risikofaktor, der am häufigsten genannt wird, ist der Umgang mit schwierigen Kunden, Patienten, Schülern usw. (58 % der Unternehmen in der EU-28), was zum Teil auf das anhaltende Wachstum des Dienstleistungssektors zurückzuführen ist. Faktoren, die zu Muskel- und Skeletterkrankungen führen, wie anstrengende oder schmerzhafte Körperhaltungen und sich wiederholende Hand- oder Armbewegungen, werden für sämtliche Wirtschaftszweige sehr häufig angeführt.

Aus den Ergebnissen geht hervor, dass 76 % aller Unternehmen in der EU-28 regelmäßig Gefährdungsbeurteilungen vornehmen und dass 90 % dieser Unternehmen sie als nützliches Verfahren für den Umgang mit Sicherheit und Gesundheitsschutz betrachten. Welcher Anteil der Betriebe Gefährdungsbeurteilungen unternehmensintern vornimmt und welcher Anteil externe Dienstleister beauftragt, weicht auf nationaler Ebene erheblich voneinander ab. Die Werte für den Einsatz interner Mitarbeiter reichen von 76 % in Dänemark bis zu 7 % in Slowenien. Dabei spielt zwar die Größe des Unternehmens eine bedeutende Rolle, doch in einigen Ländern lassen selbst die kleinsten Betriebe Gefährdungsbeurteilungen in der Regel von internen Mitarbeitern durchführen.

Die Direktorin der EU-OSHA, Christa Sedlatschek, erklärte dazu: „Die Unternehmen, die keine regelmäßigen Gefährdungsbeurteilungen vornehmen, begründen dies in erster Linie damit, dass die Risiken und Gefahren ohnehin bereits bekannt seien (83 %) und dass es keine größeren Probleme gebe (80 %). Als besonders große Herausforderung wird der Umgang mit psychosozialen Risiken wahrgenommen. Nahezu jedes fünfte Unternehmen, das angibt, mit schwierigen Kunden oder Zeitmangel zurechtkommen zu müssen, weist auch darauf hin, dass es an Informationen oder geeigneten Werkzeugen zur wirksamen Bewältigung dieser Risiken mangelt.“

Wichtig ist auch der Befund, dass ein hohes Maß an Einbeziehung der Arbeitnehmer, ob formell oder informell, ein starker Indikator für eine hochwertige Arbeitsumgebung ist, zu der auch die Qualität des Arbeitsschutzmanagements im Allgemeinen und der Umgang mit psychosozialen Risiken im Besonderen gehören.

Der aktuelle Rechtsrahmen für diesen Bereich geht auf die Verabschiedung der europäischen Rahmenrichtlinie über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (Richtlinie 89/391/EWG) im Jahr 1989 zurück. Wie bereits bei der vorangegangenen ESENER-Erhebung wurde die Erfüllung gesetzlicher Auflagen als häufigster Grund (85 % der Unternehmen in der EU-28) für das Management von Sicherheit und Gesundheitsschutz angegeben, wobei auch die Erfüllung der Erwartungen der Beschäftigten und ihrer Vertreter (79 %) sowie die Vermeidung von Bußgeldern durch die zuständigen Aufsichtsstellen (78 %) von einem hohen Prozentsatz der Befragten angeführt wurden. ESENER-2 gibt zudem Aufschluss darüber, ob die Unternehmen die Beschäftigung mit Sicherheit und Gesundheitsschutz als Last empfinden, was für laufende Programme wie REFIT[1] von großer Bedeutung ist. Auf die Frage, ob die Komplexität der gesetzlichen Auflagen als Schwierigkeit beim Umgang mit Sicherheit und Gesundheitsschutz empfunden werde, schwankte der Anteil der bejahenden Antworten zwischen 67 % in Italien und 14 % in Litauen. Da alle EU-Mitgliedstaaten auf EU-Ebene denselben Gesetzen unterliegen, spiegeln diese Zahlen die unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten wider und veranschaulichen die Bedeutung der Gesetzgebung, der Unterstützungsstrukturen und sonstiger Ressourcen auf nationaler Ebene.

Links:
Zusammenfassung der Ergebnisse von ESENER-2 (in 25 EU-Sprachen)
Ergebnisabfragen über das Online-Dashboard

[1] REFIT ist das Programm der Europäischen Kommission zur Gewährleistung der Effizienz und Leistungsfähigkeit der Rechtsetzung. Das Unionsrecht wird vereinfacht und die Regulierungskosten werden gesenkt, um einen Rechtsrahmen zu schaffen, der durch Verständlichkeit, Stabilität und Berechenbarkeit für mehr Wachstum und Beschäftigung sorgt. Am 19. Mai 2015 veröffentlichte die Europäische Kommission ihr neues Paket für bessere Rechtsetzung, unter das auch die REFIT-Plattform fällt, und legte dar, wie sie ihr Versprechen einer besseren Rechtsetzung in den kommenden Jahren einzulösen gedenkt. Weitere Informationen unter: http://ec.europa.eu/smart-regulation/refit/index_en.htm

Anmerkungen für die Redaktion:
Daten zu Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sind durch Befragungen von Arbeitnehmern und über Berichtssysteme verfügbar, aber es ist wenig darüber bekannt, wie mit Gesundheits- und Sicherheitsrisiken in der Praxis umgegangen wird. Durch die Berichterstattung über die Bedürfnisse der Arbeitgeber hinsichtlich Unterstützung und Fachwissen sowie durch die Ermittlung der Faktoren, die eine Risikoprävention fördern bzw. behindern, trägt die Europäische Unternehmenserhebung ESENER der EU-OSHA dazu bei, diese Wissenslücke zu füllen. Die erste Ausgabe der Erhebung wurde 2009 durchgeführt.

Im Rahmen der zweiten Ausgabe wurden knapp 50 000 Unternehmen zu Aspekten von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zu Arbeitsplatzrisiken befragt. Die Schwerpunkte lagen dabei auf Arbeitnehmerbeteiligung und psychosozialen Risiken. Die Daten der Erhebung können über ein Online-Dashboard abgerufen werden.

Die Feldarbeit für die neue Ausgabe wurde im Jahr 2014 durchgeführt und umfasste Unternehmen des öffentlichen und privaten Sektors in den 28 Mitgliedstaaten der EU, Albanien, Island, Montenegro, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Serbien, der Türkei, Norwegen sowie der Schweiz. Erstmals wurden bei der Erhebung die Bereiche Landwirtschaft und Fischereiwesen sowie Kleinstunternehmen mit 5-10 Mitarbeitern berücksichtigt. Die Fragen wurden den Mitarbeitern gestellt, die am besten über das Arbeitsschutzmanagement in ihrem Unternehmen Bescheid wussten. Die Teilnehmer beantworteten Fragen zu den größten Risikofaktoren in ihrem Unternehmen und gaben an, wie und warum ein Management dieser Risiken erfolgt. Außerdem nannten sie Faktoren, die die Prävention erschweren.

Ein vollständiger Überblick über den Bericht wird im vierten Quartal 2015 in englischer Sprache zur Verfügung stehen. Gegen Ende 2015 und im Jahr 2016 wird die EU-OSHA mit der Unterstützung des Netzwerks ihrer Focal Points Seminare auf Landesebene veranstalten, um die Ergebnisse von ESENER-2 für jeden Mitgliedstaat zusammen mit weiteren nationalen statistischen Daten vorzustellen.

Die Aufgabe der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) besteht darin, dazu beizutragen, dass die Arbeitsplätze in Europa sicherer, gesünder und produktiver werden. Die Agentur untersucht, entwickelt und verbreitet verlässliche, ausgewogene und unparteiische Informationen über Sicherheit und Gesundheitsschutz und organisiert europaweite Kampagnen zur Sensibilisierung. Die Agentur wurde 1994 von der Europäischen Union gegründet und hat ihren Sitz in Bilbao, Spanien. Sie bringt nicht nur Vertreter der Europäischen Kommission, der Regierungen der Mitgliedstaaten, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, sondern auch führende Sachverständige zusammen – und dies in jedem der 28 EU-Mitgliedstaaten und darüber hinaus.

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Erfolgreich Registrieren 2018: Erste Schritte

Informationsveranstaltung für Firmen, die keine oder wenig Erfahrung mit REACH haben

Dortmund – Unter dem europäischen Chemikalienrecht REACH endet am 31. Mai 2018 die dritte große Registrierungsphase. Davon sind gerade kleine und mittlere Unternehmen besonders betroffen. Der REACH-CLP-Biozid Helpdesk bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) unterstützt deshalb verstärkt diese Unternehmen. Einen Auftakt macht die Informationsveranstaltung „Erfolgreich Registrieren 2018: Erste Schritte“, die am 12. November 2015 in Dortmund stattfindet. Sie richtet sich vor allem an Firmen, die keine oder wenig Erfahrung mit der Registrierung unter REACH haben.

In weniger als drei Jahren, bis zum 31. Mai 2018, müssen alle chemischen Stoffe, die in der Europäischen Union in Mengen ab einer Tonne pro Jahr hergestellt oder importiert werden, bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki registriert werden. Unternehmen sollten sich mit dieser Verpflichtung frühzeitig auseinandersetzen, um wirtschaftliche Nachteile und Gesetzesverstöße zu vermeiden. Die Informationsveranstaltung „Erfolgreich Registrieren 2018: Erste Schritte“ befasst sich mit grundlegenden Themen der Registrierung. So berichtet zu Beginn der Veranstaltung eine Referentin der ECHA über grundsätzliche Anforderungen an die Registrierung von Stoffen. Im Folgenden gehen die Referenten auf zentrale Themen der Stoffidentität, die Frage des Datenumfangs sowie die Ausnahmen von der Registrierungspflicht ein. REACH verpflichtet Unternehmen ein gemeinsames Registrierungsdossier einzureichen, wenn sie den gleichen Stoff herstellen oder importieren. Dadurch lassen sich Tierversuche vermeiden sowie die Kosten für die einzelne Registrierung verringern. Was das für die betroffenen Unternehmen bedeutet und was sie dabei beachten müssen, behandeln weitere Vorträge. Und nicht zuletzt stellt sich bei alldem die Frage nach den Kosten für eine Registrierung. Dies wird ein Erfahrungsbericht aus Sicht der Industrie beantworten.

Die Veranstaltung findet am 12. November 2015 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr in der BAuA in Dortmund statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 70 Euro. Das gesamte Programm gibt es unter www.baua.de/termine. Hier ist auch die Anmeldung möglich.

Weitere Informationen zu REACH unter www.reach-clp-biozid-helpdesk.de
Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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Faktenblatt: Einer von fünf Beschäftigten klagt über Knieschmerzen

Entlastung durch Arbeitsorganisation, Ergonomie und Prävention

Dortmund – Rund jeder fünfte Befragte gab in der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 an, in den vergangenen zwölf Monaten während oder nach der Arbeit unter Knieschmerzen zu leiden. Für Knieschmerzen gibt es ein breites Ursachenspektrum. Das Faktenblatt 17 „Achtung bei kniender oder hockender Körperhaltung – Knieschmerz in der Erwerbsbevölkerung“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) befasst sich schwerpunktmäßig mit der beruflichen Tätigkeit. Dazu zeigt es, wer betroffen ist, stellt Ursachen dar und mögliche Präventionsmaßnahmen vor.

Knieschmerzen können die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und die Lebensqualität mindern. Durchschnittlich 21 Prozent der befragten Erwerbstätigen klagten über Knieschmerzen. Dabei steigt die Quote mit dem Alter deutlich an. Insgesamt sind Männer etwas häufiger betroffen als Frauen. Die Ursachen der Erkrankung sind vielfältig, ein maßgeblicher Faktor sind die alltäglichen Arbeitsbedingungen. Hohe Kniebelastungen treten vor allem bei ungünstigen Körperhaltungen, wie bei der Arbeit in kniender oder hockender Stellung und dem Heben und Tragen schwerer Lasten, auf. Ungünstige klimatische Bedingungen steigern das Risiko für Knieschmerzen.

Dies verdeutlicht ein Vergleich von Berufsgruppen: In der Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung, beim Bau oder in der Forstwirtschaft ist der Anteil der Betroffenen doppelt so hoch wie bei Verwaltungsangestellten. Hier wird auch am häufigsten in ungünstigen Körperhaltungen gearbeitet. So berichten nur etwa zwei Prozent der Manager, aber 40 Prozent der Beschäftigten aus dem Agrarbereich, dass sie regelmäßig in ungünstigen Körperhaltungen arbeiten. Zusätzlich sehen sich Beschäftigte aus diesen Bereichen oft noch weiteren körperlichen Belastungen ausgesetzt wie beispielsweise schwerem Heben und Tragen. Solche Belastungen erhöhen das Risiko für Knieschmerzen zusätzlich.

Die Autoren des Faktenblatts empfehlen daher, kniebelastende Tätigkeiten nach Möglichkeit auf eine Stunde am Tag zu beschränken. Hier stehen Maßnahmen der Arbeitsorganisation oder der Ergonomie zur Verfügung. So gibt es zum Beispiel spezielle Geräte für Fußbodenverleger, mit denen der Kleber im Stehen statt im Knien aufgebracht werden kann. Wichtig sei außerdem, die Beschäftigten über eventuelle Gefährdung und Prävention aufzuklären. So hat beispielsweise jeder, der über eine Stunde täglich im Knien oder Hocken arbeitet, Anrecht auf eine Beratung und Untersuchung durch den jeweiligen Betriebsarzt. Zusätzlich sind Maßnahmen der Gesundheitsförderung sinnvoll, die auf eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige knieentlastende sportliche Betätigung abzielen.

Das Faktenblatt „Achtung bei kniender oder hockender Körperhaltung – Knieschmerz in der Erwerbsbevölkerung“ gibt es als PDF auf der Internetseite der BAuA unter www.baua.de/arbeitsbedingungen im Bereich BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012.

Direkter Link: www.baua.de/dok/6766912

Hintergrund:
Bei der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 handelt es sich um eine repräsentative Erhebung unter 20.000 Erwerbstätigen in Deutschland. Durch sie werden differenzierte Informationen über ausgeübte Tätigkeiten, berufliche Anforderungen, Arbeitsbedingungen und -belastungen, den Bildungsverlauf der Erwerbstätigen sowie über die Verwertung beruflicher Qualifikationen gewonnen.

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8. Workshop „Biomonitoring in der Praxis“

Arbeitsmedizinische Vorsorge und Schutz vor Gefahrstoffen

Berlin – Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bietet an ihrem Standort Berlin am 25. November den 8. Workshop „Biomonitoring in der Praxis“ an. Diese Veranstaltungsreihe konzentriert sich auf das Biomonitoring bei Belastungen mit Gefahrstoffen an Arbeitsplätzen.

Die Veranstaltung gibt Beispiele und Anregungen für den Einsatz des Biomonitorings im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge und der Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsplätzen. Die Vorträge haben einen starken Bezug zur Praxis, wobei die Referenten wissenschaftliche Aspekte der Planung von Untersuchungen und der Interpretation der Ergebnisse ebenso berücksichtigen wie Fragen der Recht- und Regelsetzung. Am Vortragsprogramm beteiligen sich Experten aus Österreich und der Schweiz, die einen Überblick über Biomonitoring im Arbeitsschutz ihrer Länder geben.

Der Workshop richtet sich an Arbeitsmediziner und Betriebsärzte sowie Ärzte in der Weiterbildung zum Facharzt für Arbeitsmedizin. Auch andere Akteure im Arbeitsschutz, die sich auf den aktuellen Entwicklungsstand bei Biomonitoring bringen wollen, sind herzlich willkommen. Das gesamte Programm gibt es unter www.baua.de/termine.

Die Veranstaltung ist mit sechs Punkten von der Ärztekammer Berlin für die ärztliche Fortbildung zertifiziert. Sie findet am 25. November in der BAuA Berlin, Nöldnerstraße 40/42, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 125 Euro, für Studenten und Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Arbeitsmedizin 80 Euro.

Anmeldungen nimmt Heidemarie Teubner bis zum 13. November entgegen, Fax: 030 51548-4743, E-Mail: teubner.heidemarie@baua.bund.de. Mehr Informationen unter www.baua.de/termine und www.baua.de/biomonitoring.
Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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Arbeitsschutz hinkt beim Einsatz mobiler und digitaler Technologien hinterher

Analyse in den WSI-Mitteilungen
Arbeitsschutz hinkt beim Einsatz mobiler und digitaler Technologien hinterher

Mobile und digitale Technologien verändern die Arbeitswelt. Nicht selten wird ständige Erreichbarkeit zum Stressfaktor. Geltende Arbeitsschutzgesetze hinken in wichtigen Punkten hinterher, zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Analyse.

Dank Smartphones, Tablets oder Notebooks ist Arbeit nicht mehr zwangsläufig an einen bestimmten Ort oder feste Zeiten gebunden. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten, aber auch neue Belastungen, etwa wenn der Arbeitgeber permanente Erreichbarkeit fordert. Die Regeln, die Beschäftigte schützen sollen, werden in vielen Betrieben missachtet oder gehen nicht weit genug, schreibt Dr. Tanja Carstensen in den WSI-Mitteilungen.* Die Soziologin von der TU Hamburg-Harburg forscht in dem von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten laufenden Projekt „Arbeit 2.0. Neue Anforderungen an Beschäftigte und ihre Interessenvertretungen im Umgang mit Social Media“.

„Mit dem Bearbeiten von beruflichen E-Mails von zu Hause, in der Bahn, im Bus, in Hotelzimmern, in Cafés, auf Dienstreise, nach Feierabend, am Wochenende oder im Urlaub hat sich Arbeiten ‚immer‘ und ‚überall‘ als Normalzustand etabliert“, so die Soziologin. Zwar empfinde nicht jeder dies als Belastung. Es könne sogar entlastend sein, sich gut informiert zu fühlen. Dabei bestehe jedoch die Gefahr, dass das Privatleben der Arbeit untergeordnet wird und es zu einer Verlängerung der Arbeitszeit kommt.

Dem DGB-Index Gute Arbeit 2012 zufolge müssen 27 Prozent der Beschäftigten sehr häufig oder oft nach Dienstschluss erreichbar sein (siehe auch die Infografik; Link unten). Dies kollidiere mit den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten, die grundsätzlich elf Stunden ohne Unterbrechung betragen müssen, so Carstensen. „Erreichbarkeit“ gelte zwar nicht generell als Arbeitszeit. So wie bei der Rufbereitschaft stelle jedoch jede Arbeitsaufnahme – und sei sie noch so kurz wie etwa das Lesen einer beruflichen Mail – eine Unterbrechung der Ruhezeit dar.

Die Arbeitgeber könnten kaum kontrollieren, unter welchen Bedingungen die Angestellten außerhalb der Firma arbeiten. Schließlich gelte die Arbeitsstättenverordnung nur auf dem Gelände des Betriebs. Bei mobiler Arbeit entspreche die Umgebung – zum Beispiel im Zug, Auto oder Hotelzimmer – häufig nicht den Anforderungen an einen gesunden Arbeitsplatz. Zudem seien privat angeschaffte Geräte meist nicht für längeres Arbeiten gedacht. Nach Ansicht von Carstensen besteht hier „eine massive Regelungslücke“.

Ein weiteres Problem: Die Anzahl der Kommunikationskanäle – Mails, Chats oder Soziale Netzwerke – nimmt zu, was zu Überforderung führen könne. Zumal sich die Angestellten häufig mit widersprüchlichen Anweisungen konfrontiert sähen. So stünden der allgemeinen Aufforderung, sich in Sozialen Medien zu engagieren und mitzudiskutieren, oft unterschiedliche Kulturen in einzelnen Abteilungen gegenüber, die dies als Zeitverschwendung betrachten. Diesen Widerspruch zu lösen, liege dann in der Eigenverantwortung der Beschäftigten.

Die Wissenschaftlerin sieht mehrere Handlungsansätze: Auf politischer Ebene gingen Vorstöße wie eine „Anti-Stress-Verordnung“ oder das „Recht auf Nicht-Erreichbarkeit“ in die richtige Richtung. Die Arbeitsstättenverordnung könnte auf mobile und häusliche Arbeitsplätze ausgeweitet werden. Denkbar sei auch eine Modernisierung der Bildschirmarbeitsverordnung, die regelt, dass nur solche Geräte für die berufliche Nutzung zugelassen werden, die ergonomische Mindestanforderungen erfüllen. Zudem biete das Betriebsverfassungsgesetz einige Möglichkeiten: Zum Beispiel könnten Betriebsräte die Geräteausstattung mitbestimmen und ungeeignete Geräte ausschließen.

Solche Lösungen allein reichten aber nicht aus, wenn Beschäftigte ihre Mails nach Feierabend bearbeiten müssen, weil sie die Menge anders nicht bewältigen können. Dann sei es ebenso notwendig, eine Diskussion über Arbeitszeiten, Organisation oder Kommunikationskultur in den Unternehmen zu führen. „Technik ist nie alleiniger Auslöser veränderter Arbeitsbedingungen und -belastungen“, so die Wissenschaftlerin. Die technologischen Entwicklungen dürften daher nicht isoliert von sozialen, politischen und ökonomischen Veränderungen betrachtet werden.

Kontakt in der Hans-Böckler-Stiftung

Dr. Elke Ahlers
WSI, Expertin „Qualität der Arbeit“
Tel.: 0211-7778-344
E-Mail: Elke-Ahlers@boeckler.de

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An die Kette legen – aber an die richtige

Immer wenn beim Abwasser-Zweckverband (AZV) Chiemsee schwere Lasten oder teure Geräte wie etwa Pumpen zu heben waren, hatten die Mitarbeiter ein etwas ungutes Gefühl. Es stand doch einiges auf dem Spiel, mitunter konnte es sogar gefährlich werden. Noch dazu gibt es in diesem Bereich viele Vorschriften, die Mitarbeitern oft unbekannt sind und deren Tragweite erst nach einem Schadensfall erkannt wird. Um diese unbefriedigende Situation zu klären, wollte sich der AZV genau informieren und hat sich mit dem Kettenhersteller pewag in Verbindung gesetzt.
Schon beim ersten Gespräch erkannte der AZV, wie wenig man bisher über die arbeitsschutzgerechte Verwendung der Ketten wusste. Zwar waren die gesetzlichen Grundlagen grundsätzlich bekannt, vor allem aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), § 3, 4 und 7, der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), der BGV A1 und den Unfallverhütungsvorschriften. Jedoch wurden diese in der Praxis nicht direkt …mehr:
Den ganzen Bericht lesen Sie unter Folge 2/2015

http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={6030d95a-2f34-4e6a-83ba-95589e602391} Seite 2352

Autor
Christian Freund, Abwassermeister – Betriebsleiter
Abwasser- und Umweltverband Chiemsee
Stiedering 1, 83253 Rimsting, Deutschland
Tel. +49 (0)80 51/69 01 21 E-Mail: freund@azv-chiemsee.de
Fachliche Unterstützung pewag Deutschland GmbH
Otto-Brenner-Straße 4, 59425 Unna, Deutschland
E-Mail: grh@pewag.de BI

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Ebola: keine Maßnahmen bei der Abwasserbehandlung nötig

„Abwasser, inklusive Stuhl und Urin, kann außerhalb von Sonderisolierstationen über die Toilette in das normale Abwassersystem entsorgt werden. Eine vorausgehende Desinfektion ist nicht nötig.“ Das schreibt das Robert-Koch-Institut in seinem Papier „Maßnahmen zur Desinfektion nach Kontakt mit einem begründeten Ebolafieber-Verdachtsfall in Deutschland“ (Stand 17. Oktober 2014). Sonderisolierstationen scheinen das …mehr:
http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={6030d95a-2f34-4e6a-83ba-95589e602391} Seite2342

Links auf die Originaldokumente:
www.gfa-news.de/gfa//webcode/20141023_002

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DGUV Vorschrift 1 in Kraft getreten

Hintergrund DGUV Vorschrift
Die DGUV Vorschrift 1 ist das Basiswerk unter den Unfallverhütungsvorschriften. Sie regelt die Pflichten des Unternehmers und der Versicherten sowie die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes. Entworfen wurde sie auf der Grundlage der Unfallverhütungsvorschriften BGV A1 für die gewerblichen Berufsgenossenschaften sowie GUV-V A1 für die öffentlichen Un-fallversicherungsträger.
Download der DGUV Vorschrift 1: http://etf.bgetem.de/htdocs/r30/vc_shop/bilder/firma53/ dguv_vorschrift_1_a09-2014.pdf
Download der DGUV Regel 100-001: http://etf.bgetem.de/htdocs/r30/vc_shop/bilder/firma53/ dguv_regel_100-001_a10-2014.pdf www.bgetm.de
Seit dem 1. Oktober 2014 gelten die neuen Grundsätze der Prävention (DGUV Vorschrift 1). Sie ist die neue gemeinsame Grundlage für Vorbeugungsmaßnahmen in der gewerblichen Wirtschaft und im öffentlichen Sektor. Neu geregelt ist die Pflicht zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragen.

In eigener Verantwortung
Unternehmer, die regelmäßig mehr als 20 Mitarbeiter beschäftigen, werden verpflichtet, die erforderliche Anzahl der zu bestellenden Sicherheitsbeauftragten in eigener Verantwortung festzulegen. Um zu beurteilen, wie viele Sicherheitsbeauftragte ein Betrieb braucht, müssen die Unternehmer ihre Firmen hinsichtlich der tatsächlichen Arbeitsbedingungen, …mehr:

http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={6030d95a-2f34-4e6a-83ba-95589e602391} Seite 2344

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ABGS GmbH: Neue Betriebssicherheitsverordnung

In den News vom April 2011 wurde die „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und über die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes (Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV)“ an Hand des Inhaltsverzeichnisses schwerpunktmäßig im Hinblick auf den Einsatz von Gaswarntechnik dargestellt.
Seit dem 01.01.2015 gilt nun die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln (Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV), hier Neue Betriebssicherheitsverordnung genannt.

Die neue BetrSichV ist in fünf Abschnitte aufgeteilt:
• 1. Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen
• 2. Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen
• 3. Zusätzliche Vorschriften für überwachungsbedürftige Anlagen
• 4. Vollzugsregelungen und Ausschuss für Betriebssicherheit
• 5. Ordnungswidrigkeiten und Straftaten, Schlussvorschriften

Dazu kommen 3 Anhänge:
• 1. Besondere Vorschriften für bestimmte Arbeitsmittel
• 2. Prüfvorschriften für überwachungsbedürftige Anlagen
• 3. Prüfvorschriften für bestimmte Arbeitsmittel
Grundsätzliche Ziele der Verordnung sind nach Darstellung der Bundesregierung:
• Verbesserung des Arbeitsschutzes bei der Verwendung von Arbeitsmitteln durch Beschäftigte und des Schutzes Dritter beim Betrieb von überwachungsbedürftigen Anlagen
• Die Anwendung der Arbeitsschutzregelungen bei Arbeitsmitteln soll für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erleichtert und der Arbeitsschutz verbessert werden.

Dazu wird/werden:
• Die seit 2002 geltende Betriebssicherheitsverordnung konzeptionell und strukturell neu gestaltet.
• Doppelregelungen bei bestimmten Dokumentationen und Prüfungen beseitigt und zwar sowohl innerhalb der noch geltenden Verordnung als auch zu anderen Rechtsvorschriften wie zur Gefahrstoffverordnung und zum neuen Gewässerschutzrecht des Bundes (AwSV).
• Eine konzeptionelle und strukturelle Angleichung an andere moderne Arbeitsschutzverordnungen, insbesondere die Gefahrstoffverordnung durchgeführt.
Die Verordnung wird neu strukturiert. Allgemeine, für alle Arbeitsmittel geltende Anforderungen stehen jetzt im so genannten verfügenden Teil. Spezielle Anforderungen für bestimmte Arbeitsmittel finden sich in den Anhängen.
Neu ist, dass die Anforderungen an die sichere Verwendung von Arbeitsmitteln als Schutzziele beschrieben werden. Deutlicher wird nunmehr auch die Trennung von Hersteller und Arbeitgeberpflichten indem die Schnittstelle Hersteller/Arbeitgeber beschrieben wird.
Das Thema „Gefährdungsbeurteilung“ wurde konkreter geregelt. Hier wird jetzt unter anderem bestimmt, dass die Gefährdungsbeurteilung regelmäßig überprüft werden muss und Schutzmaßnahmen ggf. angepasst werden müssen. Damit ist das immer wieder aufflammende Thema „Bestandsschutz“ vom Gesetzgeber eindeutig geregelt.
Neu ist, dass der Gesetzgeber nunmehr klarstellt, dass die „grundlegenden Sicherheitsanforderungen“ der einschlägigen Gemeinschaftsrichtlinien bei einer Eigenherstellung in jedem Fall Maßstab sind, auch wenn diese aus sich heraus formal nicht angewendet werden müssen. Neu ist auch die Bestimmung, dass bei bestimmten Änderungen von vorhandenen Arbeitsmitteln ggf. Herstellerpflichten beachtet werden müssen.
Im Rahmen der Bestimmungen des § 14 „Prüfung von Arbeitsmitteln“ wird jetzt klargestellt: „Prüfinhalte, die im Rahmen eines Konformitätsbewertungsverfahrens geprüft und dokumentiert wurden, müssen nicht erneut geprüft werden.“
Diese Festlegung findet sich auch in § 15 für überwachungsbedürftige Anlagen.

Neu ist der Anhang 3 mit seinen konkreten Prüfvorschriften für „besonders gefährliche Arbeitsmittel“:
• Krane
• Flüssiggasanlagen
• Maschinentechnische Arbeitsmittel der Veranstaltungstechnik

Quellen:
Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln (Betriebssicherheitsverordnung, BetrSichV 01/15)
Gastautor: Dipl.-Ing. Dieter Seyfert
Dieser Artikel erscheint in unserer monatlichen Fachartikel-Reihe über ausgewählte Themen der Gaswarntechnik, Gasmesstechnik, Gebäudetechnik und Sicherheitstechnik. Sie können diese Artikel über den RSS-Button abonnieren. Eine Einbindung in fremde Webseiten ist nur ungekürzt und mit Quellenangabe und Link zu diesem Artikel gestattet.

Quelle: http://abgs-gmbh.de/2015/03/02/fachartikel-neue-betriebssicherheitsverordnung/#more-3289

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BAuA informierte über neue Betriebssicherheitsverordnung

Dortmund – Die Neufassung der Betriebssicherheitsverordnung wird am 1. Juni 2015 in Kraft treten. Über Ziele und Inhalte der neu gefassten Betriebssicherheitsverordnung informierte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) auf einer Fachveranstaltung am 18. März 2015 in Dortmund.
Im Mittelpunkt der Fachveranstaltung steht die neue Betriebssicherheitsverordnung. Sie erleichtert den Arbeitgebern, die Regelungen des Arbeitsschutzes umzusetzen, wenn Beschäftigte Arbeitsmittel verwenden. Dazu geht die Verordnung stärker auf die betriebliche Wirklichkeit ein, indem sie unter anderem das tatsächliche Unfall- und Mängelgeschehen beachtet. Auch berücksichtigt die Verordnung ergonomische Aspekte und die psychische Belastung. Zudem wartet sie mit verbesserten Prüfregelungen auf. Doppelregelungen wie beispielsweise beim Explosionsschutz werden beseitigt.
Weitere Beiträge werfen Schlaglichter auf die Anforderungen an den Vollzug der neuen Verordnung und gehen auf aktuelle Fragestellungen des Arbeitsschutzes bei der Verwendung von Arbeitsmitteln und beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen ein. Darüber hinaus gibt es Informationen zu Forschungsaktivitäten der BAuA im Themenfeld innovative Arbeitsmittel und Technologien.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Arbeitgeber, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, staatliche Arbeitsschutzbehörden, Unfallversicherungsträger, Verbände, zugelassene Überwachungsstellen und Sachverständige, wissenschaftliche Einrichtungen und Arbeitnehmervertretungen.
Die Teilnahmegebühr beträgt 70 Euro. Anmeldeschluss ist der 6. März. Das gesamte Programm der Fachveranstaltung gibt es unter www.baua.de/termine. Hier ist auch eine Anmeldung möglich.
Mitglieder im Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit (VDSI) erhalten für die Teilnahme zwei Weiterbildungspunkte „Arbeitsschutz“.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 650 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

http://www.baua.de/de/Presse/Pressemitteilungen/2015/01/pm005-15.html;jsessionid=BD12030E60B07712BD2008A2CC550311.1_cid353?nn=664262

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Einsatz von Fremdfirmen in Kläranlagen (Teil 2)

1) Ablauf eines Fremdfirmen-Einsatzes – was zu beachten ist Die Beauftragung Fremdfirmen, die in der Vergangenheit in Fragen der Arbeitssicherheit negativ auffällig wurden, sind rechtlich nur mit erhöhtem Kontrollaufwand des Auftraggebers einsetzbar. Im Falle eines Unfalls trifft den Auftraggeber schnell eine Mitschuld. Deshalb Firmenbeurteilungen und Sicherheitszertifizierungen (zum Beispiel SCC oder SGU) schon bei der Ausschreibung beachten. § 5 der BGV A1 – Grundsätze der Prävention – schreibt vor, dass der Unternehmer bei der Vergabe von Aufträgen zur Planung, Herstellung, Änderung oder Instandsetzung von Einrichtungen sowie bei der Planung oder Gestaltung von Arbeitsverfahren dem Auftragnehmer schriftlich aufzugeben hat, die in § 2, Abs. 1 und 2 genannten Vorgaben für die Durchführung des Auftrages zu beachten (Beispiel dazu siehe Punkt 4.1). Schon mit der Beauftragung sollten der Fremdfirma Verhaltensvorschriften übergeben werden. (Beispiel siehe Punkt 4.2) Achtung bei Gefahrstoffen, § 15 (1) der GefStoffV besagt, dass nur Firmen mit besonderen Fachkenntnissen und Er¬fahrungen beauftragt werden dürfen. …

Den ganzen Artikel lesen Sie in: Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2015 ab Seite 2305

Autor
Dipl.-Ing. (FH) Günter Beckermann
Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG
Bereich Abwasserentsorgung
Postfach 36 28, 39011 Magdeburg, Deutschland
Tel. +49 (0)391/587-1400
E-Mail: beckermann@sw-magdeburg.de

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Wiederholungsprüfungen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel

Einführung
Damit ein gefahrloses Arbeiten an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln für die Beschäftigten eines Unternehmens ohne Gefahr für sich selbst oder andere stattfinden kann, ist die Instandhaltung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel zwingend erforderlich. Dazu gehören allgemeine Anforderungen. Diese sind die Dokumentation, Qualifikation des Personals, Prüfungen, regelmäßig wiederkehrende Prüfungen, ständige Überwachung durch fachkundiges Personal und die Anforderung an die Wartung und Instandsetzung. Gesetzliche Vorschriften Für die Sicherheit elektrischer Anlagen sorgen zwingende gesetzliche Vorschriften. Diese sind verankert Den ganzen Artikel finden Sie unter Folge 4/2014 http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={547e4cd7-39cd-44d3-8276-acbc280193f5} Ab Seite 2292

Autor
Klaus Heinl, Abwassermeister
Kommunalbetriebe Neustadt a. d. Aisch
Markgrafenstraße 24, 91413 Neustadt a. d. Aisch, Deutschland
E-Mail: heinl@kommunalbetriebe.info

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Einsatz von Fremdfirmen in Kläranlagen (Teil 1)

Einführung Der Einsatz von Fremdfirmen birgt ein mehrfach erhöhtes Unfallrisiko gegenüber Kläranlagenmitarbeitern. Trotzdem nimmt der Einsatz von Fremdfirmen in Kläranlagen stetig an Bedeutung zu, weil
• in der Abwassertechnik immer anspruchvollere Technik zum Einsatz kommt,
• der Automatisierungsgrad der Kläranlagen stetig steigt,
• die Mitarbeiterzahlen für den Betrieb wegen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sinken,
• deshalb immer mehr Wartungsarbeiten durch externe Spezialisten erledigt werden müssen,
• weil die vorhandenen Bestandsanlagen „in die Jahre kommen“ und damit der Sanierungsbedarf der Bauwerke und maschinellen Ausrüstungen steigt. Dieser Beitrag zeigt, worauf im Umgang mit Fremdfirmen zu achten ist, und gibt Praxisempfehlungen für die Organisation der Arbeitssicherheit.

Den ganzen Artikel finden Sie unter Folge 4/2014 http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={547e4cd7-39cd-44d3-8276-acbc280193f5} Ab Seite 2290

Autor
Dipl.-Ing. (FH) Günter Beckermann
Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG
Bereich Abwasserentsorgung
Postfach 3628, 39011 Magdeburg, Deutschland
Tel. +49 (0)391/587-1400
E-Mail: beckermann@sw-magdeburg.de

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Alleinarbeit auf Kläranlagen

Vorbemerkungen
Der Arbeitgeber hat entsprechend der Art der Arbeitsstätte und Tätigkeit der Beschäftigten Maßnahmen zu treffen, die zur Ersten Hilfe erforderlich sind. Ferner hat er dafür zur sorgen, dass im Notfall die erforderlichen Verbindungen zu außerbetrieblichen Stellen, insbesondere in den Bereichen der Ersten Hilfe eingerichtet sind. So schreibt es der § 10 des Arbeitsschutzgesetzes vor. Dies zeigt schon, dass wir uns mit dem Thema des Ablaufs der Ersten Hilfe für die Mitarbeiter beschäftigen müssen. Ebenso mit der Organisation zum Absetzen eines Notrufs. In der BG-Vorschrift „Unfallverhütungsvorschrift Grundsätze der Prävention“ (BGV A1) wird in § 8 „Gefährliche Arbeiten“ in Absatz 2 über die Durchführung von gefährlichen Arbeiten durch eine Person alleine Bezug genommen. Wenn eine gefährliche Arbeit von einer Person allein ausgeführt wird, so hat der Unternehmer über die allgemeinen Schutzmaßnahmen hinaus für geeignete technische oder organisatorische Maßnahmen zu sorgen. Alleinarbeit ist generell nicht verboten! So sind bei Arbeitsplätzen mit alltäglichen Gefährdungen, die dem allgemeinen Lebensrisiko entsprechen und bei denen zu erwarten ist, dass die Person im Notfall selbst handlungsfähig bleibt (zum Beispiel Büroarbeit) keine besonderen Personenschutzmaßnahmen zu treffen.

Den ganzen Artikel finden Sie unter Folge 4/2014 http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={547e4cd7-39cd-44d3-8276-acbc280193f5}

Ab Seite 2281
Autor
Christian Schweizer,
Abwassermeister, Betriebswirt (VWA)
AZV Breisgauer Bucht,
Klärwerk Forchheim
79362 Forchheim,
Deutschland
Tel. +49 (0)76 42/68 96-224
E-Mail: schweizer.ch@azv-breisgau.de  

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Ausschuss für Arbeitsmedizin neu gegründet

Am 10. Februar 2015 hat sich beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales der Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed) neu konstituiert. Der AfAMed ist paritätisch mit zwölf Mitgliedern und zwölf Stellvertretern/Stellvertreterinnen aus den Kreisen der Arbeitgeber, der Gewerkschaften, der Länder und Unfallversicherungsträger sowie der arbeitsmedizinischen Wissenschaft und Praxis besetzt. In der zweiten Berufungsperiode werden neben klassischen arbeitsbedingten Gesundheitsrisiken auch neue arbeitsmedizinische Fragestellungen zum Beispiel zur Digitalisierung der Arbeitswelt auf der Agenda des AfAMed stehen. In seiner Begrüßungsrede betonte Ministerialdirektor Hans Peter Viethen, Leiter der Abteilung Arbeitsrecht und Arbeitsschutz, die Bedeutung des AfAMed für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten und die Arbeitsschutzpolitik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Der AfAMed wird von Herrn Prof. Dr. Stephan Letzel geleitet, seine Stellvertreter sind Herr Dr. Martin Kern und Frau Dr. Gabriela Förster. Nähere Informationen zum AfAMed finden Sie auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Quelle: BMAS

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Restrukturierung verträglich gestalten

BAuA-Bericht zu Bedeutung, Auswirkungen und Gestaltung von Restrukturierungsmaßnahmen
Dortmund – Restrukturierung ist für viele Menschen ein diffuser Begriff aus der Arbeitswelt und zugleich häufig verwendetes Schlagwort in den Medien, wenn es etwa um den Abbau von Arbeitsplätzen geht. Doch was bedeutet Restrukturierung genau und welche Konsequenzen für die Mitarbeiter haben wesentliche organisationale Veränderungen? Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erläutert dies in ihrem aktuellen Bericht „Herausforderung Restrukturierung – Bedeutung, Auswirkungen, Gestaltungsoptionen“.

Allgemein bezeichnet der Begriff Restrukturierung eine Vielzahl von organisationalen Veränderungsprozessen im Arbeits- und Berufsleben. Das können Fusionen und Übernahmen oder Standortverlagerungen von Unternehmen, Outsourcing oder Personalabbau innerhalb eines Unternehmens oder auch Veränderungen am Arbeitsplatz selbst sein.

Restrukturierungen sind dabei für Wettbewerbsfähigkeit und ökonomischen Erfolg von Organisationen bedeutsam. Allerdings zeigen sich auch nicht beabsichtigte Auswirkungen auf die Motivation oder die Gesundheit von Beschäftigten. Dies steht dann letztlich dem Erfolg der betrieblichen Anpassungsbemühungen entgegen. Die bisherige Forschung sowie die Analysen verschiedener Studien können belegen, dass betriebliche Veränderungen, insbesondere die damit verbundene Unsicherheit oder Arbeitsintensivierung als bedeutsame Stressoren einzustufen sind. So zeigte sich im DGB-Index „Gute Arbeit“, dass Beschäftigte, die Umstrukturierung oder Entlassungen im Betrieb erlebten, von einer höheren Angst um ihre berufliche Zukunft berichten. Auch gesundheitliche Beeinträchtigungen wurden von den Beschäftigten angegeben. Die Betroffenen berichten insbesondere über Beeinträchtigungen psychosomatischer Art wie beispielsweise Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. In der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung zeigte sich, dass sich die Beschäftigten in restrukturierten Organisationen mit der deutlichen Zunahme von fachlichen Anforderungen, Arbeitsmenge und zugleich mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Stress oder Arbeitsdruck konfrontiert sahen.

Die Folgen von Restrukturierungen lassen sich jedoch mildern. Dazu weist der BAuA-Bericht auf Gestaltungsoptionen hin. Präventive Ansatzpunkte sind etwa Fairness und Unterstützung. Je mehr Unterstützung die Arbeitnehmer durch Kollegen und Vorgesetzte erfuhren, desto weniger negativ wirkte sich die Umstrukturierung auf die Gesundheit aus. Ebenso bedeutsame Komponenten für eine positive Reaktion sind erlebte Fairness und Vertrauen in die Organisation. Beides stärkt laut verschiedener Studien etwa die Arbeitszufriedenheit, die Bindung an die Organisation und die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten.

In die gleiche Richtung weisen die Aspekte Transparenz und Kommunikation: Eine ehrliche und zeitnahe Kommunikation während eines Veränderungsprozesses führt zu einer verminderten Unsicherheit, höherer Arbeitszufriedenheit und einer stärkeren Zustimmung zu den Veränderungen. In diesem Zusammenhang erweist sich auch eine verstärkte Mitarbeiterbeteiligung als äußerst wichtig. Zentral ist das Führungsverhalten in der Veränderungssituation. So deckten Studien einen Zusammenhang zwischen dem Verhalten von Führungskräften und der Gesundheit von Beschäftigten auf. Neben Wertschätzung und Beteiligung gehört die Schaffung von Ressourcen – etwa durch Qualifikation oder durch konkrete Unterstützungsmaßnahmen in schwierigen Situationen – zu den wichtigsten Maßnahmen, um die Beschäftigten vor den negativen Folgen einer Restrukturierung zu schützen.

„Herausforderung Restrukturierung – Bedeutung, Auswirkungen, Gestaltungsoptionen“; Thomas Rigotti, Kathleen Otto, Birgit Köper; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2014; ISBN 978-3-88261-027-7; 40 Seiten. Den Bericht gibt es im PDF-Format zum Herunterladen unter der Adresse www.baua.de/publikationen im Internetangebot der BAuA.

Quelle: BAuA

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Workshop: Mensch und Maschine arbeiten Hand in Hand

Neue Veranstaltungsreihe zu Robotik und Automation
Dortmund – Am 9. März 2015 findet in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund der erste Workshop „Mensch-Roboter-Zusammenarbeit“ statt. Ziel des ersten Workshops ist es, aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen aus dem Bereich der Mensch-Roboter-Kollaboration vorzustellen und zu diskutieren. Damit knüpft die in Zukunft jährlich stattfindende Workshop-Reihe an neueste Entwicklungen in der Forschung zu Robotik und Automation an.

„Mensch und Maschine arbeiten zukünftig Hand in Hand“ lautete ein Fazit der Fachmesse „Automatica“, die im vergangenen Jahr erneut in München stattfand. Die Aussage verweist auf die vielfältigen Perspektiven im Feld der Automation und Robotik. Die große Hoffnung: Roboter nehmen Menschen beispielsweise monotone und gesundheitsschädigende Arbeiten ab. Der kommende Workshop bündelt nun die Expertise von Wissenschaftlern der BAuA, aber auch anderer Forschungseinrichtungen sowie von Entwicklern aus der Industrie. Dabei können sich die Teilnehmer über die technologischen Chancen und die Auswirkungen auf die zukünftige Gestaltung der Arbeit austauschen.

Geplante Themen sind Mensch-Roboter-Teams, Wege und Möglichkeiten für eine menschenzentrierte Technik, Sicherheit, Akzeptanz und Produktivität, Hybride Montage sowie Rechtsfragen der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Das gesamte Programm der Veranstaltung gibt es im Internet unter www.baua.de/termine. Hier ist auch eine Anmeldung möglich. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung bis zum 2. März jedoch erforderlich. Weitere Informationen und Anmeldung per E-Mail an grauel.britta@baua.bund.de.

Quelle: BAuA

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Arbeit mit Zeitvertrag: Weniger Stress, aber auch weniger Handlungsspielraum

Factsheet zur zeitlich befristeten Beschäftigung
Dortmund – Etwa jeder elfte Beschäftigte in Deutschland arbeitete 2013 mit einem zeitlich befristeten Arbeitsvertrag. Mit dieser Befristungsquote liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld. In der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 gab etwa jeder zehnte abhängig Beschäftigte in Vollzeit an, einen befristeten Arbeitsvertrag zu haben. Das neue Factsheet „Zeitlich befristete Beschäftigung: Die Arbeitsbedingungen im Fokus“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nimmt diese Gruppe unter die Lupe. Das Faktenblatt macht unter anderem deutlich, dass befristet Beschäftigte in Vollzeit weniger Termin- und Leistungsdruck ausgesetzt sind als ihre Kollegen in Festanstellung. Andererseits können Beschäftigte mit Zeitvertrag seltener ihre Arbeit selbst einteilen oder haben einen geringeren Einfluss auf die Arbeitsmenge.

Für viele junge Erwerbstätige beginnt der Einstieg ins Berufsleben mit einem befristeten Arbeitsvertrag. Rund ein Viertel der 15- bis 29-Jährigen gab in der Erwerbstätigenbefragung an, befristet in Vollzeit zu arbeiten. Insgesamt lag die Befristungsquote bei Vollzeitbeschäftigten in der BIBB/BAuA-Befragung 2012 bei rund zehn Prozent. Befristete Vollzeitbeschäftigte gibt es am häufigsten im öffentlichen Dienst (14 Prozent) und im Dienstleistungsbereich (11 Prozent), seltener sind sie im industriellen Bereich (8 Prozent) und im Handwerk (7 Prozent) anzutreffen. Drei von vier befristet Beschäftigten in Vollzeit wünschen sich einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Bezüglich der körperlichen Arbeitsbedingungen lassen sich keine deutlichen Unterschiede zwischen den Vergleichsgruppen feststellen. Unterschiede gibt es bei einigen wenigen psychischen Arbeitsanforderungen. Dabei scheinen die unbefristet beschäftigten Arbeitnehmer in Vollzeit insbesondere bei der Arbeitsintensität häufiger und auch stärker belastet zu sein. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der wahrgenommenen Zunahme von fachlichen Arbeitsanforderungen und Arbeitsdruck in den vergangenen zwei Jahren. Demgegenüber stehen befristet Beschäftigten weniger arbeitsbezogene Ressourcen, wie Einfluss bei der Arbeit oder Entscheidungsspielraum, zur Verfügung.

Hinsichtlich des Gesundheitszustandes befinden sich beide Gruppen auf einem vergleichbaren, guten Niveau. Insgesamt zeigt die Auswertung, dass es zwischen den befristet und unbefristet Beschäftigten in Vollzeit kaum Unterschiede gibt. Der Praxis empfiehlt das Factsheet, den Handlungsspielraum der befristet Beschäftigten an deren Qualifikation und Berufserfahrung anzupassen.

Das Factsheet „Zeitlich befristete Beschäftigung: Die Arbeitsbedingungen im Fokus“ steht als PDF auf der Internetseite der BAuA unter www.baua.de/arbeitsbedingungen im Bereich BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012.

Quelle: BAuA

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Neue BetrSichV: Inkrafttreten verschoben

Das Inkrafttreten der neu gefassten Betriebssicherheitsverordnung verschiebt sich auf die Jahresmitte 2015.
BetrSichV und GefStoffV: 89 Änderungen sind vorgesehen

Weil die Bundesländer insgesamt 77 Änderungen für die neugefasste Betriebssicherheitsverordnung und insgesamt 12 Änderungen bei der Änderungsverordnung der Gefahrstoffverordnung wollen, verschiebt sich der Zeitpunkt des Inkrafttretens vom angekündigten 1. Januar 2015 auf den 1. Juni 2015. Die Umsetzung der Änderungen sei mit einem höheren Aufwand verbunden, weswegen das Inkrafttreten ein halbes Jahr nach der Bekanntmachung zulässig ist, erklärt der Bundesrat die Terminverschiebung.

Die Bundesregierung hat der Neufassung im August 2014 zugestimmt.
Die Zustimmung des Bundesrates erfolgte am 28. November 2014.

Quelle: arbeitssicherheit.de

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EU-OSHA veröffentlicht kostenlosen E-Leitfaden zum Management von Stress und psychosozialen Risiken bei der Arbeit

Im Rahmen ihrer Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – den Stress managen“ veröffentlichte die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) heute ihren E-Leitfaden zum Management von Stress und psychosozialen Risiken bei der Arbeit. Stress ist ein bedeutender Problembereich im Zusammenhang mit Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in etwa 80 % der europäischen Unternehmen und eine der Hauptursachen für Arbeitsausfalltage in Europa. Allerdings verfügen weniger als ein Drittel der europäischen Unternehmen über Verfahren zum Umgang mit arbeitsbedingtem Stress. Der E-Leitfaden ist ein praktisches Tool, das sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer – besonders in kleinen Unternehmen – dabei unterstützt, Stress und psychosoziale Risiken besser zu verstehen und zu managen.

mehr: https://osha.europa.eu/de/press/press-releases/eu-osha-launches-free-e-guide-on-managing-stress-and-psychosocial-risks-at-work

Quelle: EU-OSHA

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Denk an mich. Dein Rücken: Uni-Alltag durch kleine Bewegungspausen rückenfreundlicher machen

Bereits kleine Bewegungspausen können dabei helfen, den Uni-Alltag rückenfreundlicher und gesünder zu gestalten. Darauf weisen die Träger der Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ gemeinsam mit Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln hin. In einem kurzen Video für den Facebook-Auftritt „Deutschland bewegt Herbert“ erklärt Froböse, wie Studierende dem Bewegungsmangel entgegenwirken können. Das Video ist unter http://www.facebook.de/deutschlandbewegtherbert und auf der Website der Kampagne www.deinruecken.de frei einsehbar.

In der Vorlesung, in der Bibliothek und beim Lernen daheim – der Alltag der Studierenden in Deutschland ist geprägt von zunehmender Bewegungsarmut. „Für den Rücken ist dieses Dauersitzen eine ziemliche Belastung“, erklärt Froböse. Um Beschwerden vorzubeugen, sei regelmäßige Aktivität besonders wichtig. Rund 150 Minuten in der Woche reichen laut Weltgesundheitsorganisation bereits aus, um positive Wirkung zu erzielen. „Es muss dafür nicht immer Sport sein“, sagt der Wissenschaftler. „Man kann dieses Pensum auch in kleinen Portionen von 10 Minuten sammeln. Jeder Bewegungsreiz ist wichtig.“

Wer seinem Rücken etwas Gutes tun möchte, sollte also entsprechende Gelegenheiten nutzen: das Sitzen regelmäßig durch bewegte Pausen unterbrechen, die Treppe statt den Fahrstuhl nehmen oder mit dem Fahrrad statt mit dem Bus zur Uni fahren. Für bewegte Pausen stellt die Kampagne ein Poster mit Ausgleichsübungen bereit, das unter www.deinruecken.de, Webcode dam18506 heruntergeladen werden kann.

Hintergrund „Denk an mich. Dein Rücken“
In der Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Rückenbelastungen zu verringern.

Weitere Informationen unter www.deinruecken.de

Quelle: DGUV

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Meldungen zur Schlammbehandlung 2017

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Oktober 2017
Entwässerung von Bio-P-Schlämmen – besser als ihr Ruf 
September 2017
Zukunftsorientierte Einbindung der Faulung und Faulgasverwertung in die Verfahrenskette der Abwasserreinigung, Schlammbehandlung und -verwertung in Rheinland-Pfalz – ZEBRAS 
Auf dem linken Fuß erwischt – sofortige Faulbehälterleerung erforderlich  
ecoprog: Großer Bedarf in der Monoverbrennung von Klärschlamm 
CSB-Analytik in Schlämmen und Co-Substraten 
März 2017
Schlammtrocknung mit Filtersäcken 
Januar 2017
Explosionsschutz bei Abwasseranlagen – das sollten Betreiber wissen 
Klärschlammverwertungskonzepte für ländliche Regionen 
Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammnutzung ambitioniert fortsetzen

Entwässerung von Bio-P-Schlämmen – besser als ihr Ruf

Die bisher geläufige Meinung war, dass Klärschlämme von Kläranlagen mit erweiterter biologischer Phosphatelimination (Bio-P) schlechter entwässern und mehr polymere Flockungsmittel benötigen. Bei genauerer Betrachtung und unter neuen Gesichtspunkten kann diese Aussage jedoch korrigiert werden. Die Entwässerung …mehr:

http://www.ingenieur.de/UmweltMagazin/2017/Ausgabe-09/Wasser/Entwaesserung-von-Bio-P-Schlaemmen-besser-als-ihr-Ruf

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Zukunftsorientierte Einbindung der Faulung und Faulgasverwertung in die Verfahrenskette der Abwasserreinigung, Schlammbehandlung und -verwertung in Rheinland-Pfalz – ZEBRAS

Projektlaufzeit: 08/2014 – 07/2017
Bearbeiter:
– Dr.-Ing. Henning Knerr
– Dipl.-Ing. Timo C. Dilly
– Dipl.-Ing. Oliver Gretzschel

Veranlassung
Der Bestand an Faulungsanlagen in Rheinland-Pfalz ist überwiegend durch Altanlagen charakterisiert, die vor mehr als 30 Jahren errichtet wurden. Darüber hinaus machen die Ergebnisse des Projektes „Neubewertung von Abwasserreinigungsanlagen mit anaerober Schlammbehandlung und der abwassertechnischen Situation in Rheinland-Pfalz – NAwaS“ deutlich, dass aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen in Zukunft mit einer verstärkten Umstellung von Kläranlagen mit simultan aerober Schlammstabilisierung auf einen anaeroben Stabilisierungsprozess (Faulung) zu rechnen ist. Auch weitere Projekte im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft unterstreichen, dass der Prozessschritt der Faulung für eine nachhaltige Klärschlammbehandlung und -verwertung von entscheidender Bedeutung ist. Der Verfahrensablauf Schlammfaulung – Entwässerung – thermische Behandlung wird hierbei als der unter Berücksichtigung der zukünftigen Anforderungen sinnvollste Ablauf bewertet. Vor diesem Hintergrund ist in den nächsten Jahren sowohl von einer flächendeckenden Sanierung bzw. Erneuerung dieser Faulbehälter auszugehen, als auch mit dem Bau zusätzlicher Faulbehälter zu rechnen. Somit stellt sich hier die Frage nach dem Optimierungs- und Verbesserungspotenzials hinsichtlich einer zukunftssicheren Gestaltung dieses Potenzials mit Blick auf die optimierte Nutzung der Faulräume. Dabei wird das propagierte Ziel der energieautarken Kläranlage in Zukunft möglicherweise von anderen, übergeordneten Zielstellungen abgelöst und/oder verdrängt. Faulgas ist ein regenerativer Energieträger, der flexibel einsetzbar und speicherfähig ist. So kann dieser auch in Zukunft als Energieträger über BHKWs in die Elektrizitätsnetze technisch, betriebswirtschaftlich und volkswirtschaftlich integriert werden.

Vorgehensweise
Im Rahmen des Projektes sollen Ansätze entwickelt werden, wie und unter welchen Rahmenbedingungen der Prozessschritt „Faulung“ bei bestehenden anaeroben Stabilisierungsanlagen optimiert werden kann, und wie bei neu zu errichtenden Faulungsanlagen Auslegung und Betrieb erfolgen sollten. Dies erfolgt in mehreren aufeinander aufbauenden Arbeitspaketen. Basierend auf einer Literaturrecherche und -analyse wird zunächst ein Erfassungsbogen für eine Vor-Ort-Bestandaufnahme der Basisdaten der Faulung in Zusammenarbeit mit Betreibern und Entscheidungsträgern entwickelt und auf den Faulungsanlagen in Rheinland-Pfalz angewendet. Neben den für die Faulung relevanten Aspekten gilt es auch eine verlässliche Aussage bzgl. der tatsächlichen an die Kläranlagen angeschlossenen Einwohner sowie der anfallenden Schlammmengen zu generieren. Darauf aufbauend erfolgt eine Analyse mit dem Ziel der Ableitung optimierter Betriebsparameter sowie technischer Randbedingungen für den Prozess der Faulung. Positive Beispiele für Betrieb und Umsetzung optimierter Faulungsanlagen in Rheinland Pfalz werden in Bezug auf die für die Faulung relevanten Verfahrenskette näher betrachtet und modellhaft dargestellt. Darüber hinaus soll das mögliche Potenzial für optimierte Faulungskonzepte in Rheinland-Pfalz aufgezeigt und verdeutlicht werden. Abschließend wird anhand von zwei exemplarisch betrachteten Pilotregionen eine verstärkte Kooperation unter Kläranlagenbetreibern mit der Zielstellung einer effizienteren Faulung und Faulgasnutzung in Zukunft untersucht.

Erwartete Ergebnisse
Im Rahmen des Vorhabens werden mit dem Erstellen einer aktualisierten Bestandsanalyse der Faulungsanlagen in Rheinland Pfalz sowohl das Optimierungspotenzial der Faulungsanlagen und freie Faulraumkapazitäten, als auch Bedingungen für eine Optimierung des Faulungsbetriebs auf Kläranlagen ermittelt. Eng damit verknüpft ist der weitere Umgang mit den Produkten nach Abschluss der Faulung (stabilisierter Schlamm, Prozesswasser, Faulgas). Den Kläranlagenbetreibern mit Faulungsanlagen und Planern von Faulungsanlagen in Rheinland-Pfalz sollen so Handlungshinweise für eine optimierte Faulung gegeben werden. Die Ergebnisse dieses Projektes werden einen weiteren Baustein zur Steigerung der Ökoeffizienz in der Wasserwirtschaft bilden, der die Projekte „Steigerung der Energieeffizienz von Abwasseranlagen“, „Semizentrale Schlammbehandlungscenter (SBC)“ sowie das Projekt „NAwaS“ ergänzt.

Finanzierende Institution(en)
– Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)
Partner-Institution(en)
– Universität Luxemburg, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft und Wasserbau
– Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann + Partner mbH

Literaturliste
– Knerr, H.; Dilly, T.C.; Schmitt, T.G.; Schäfer, M.; Hansen, J.; Siekmann, T. (2017): Potenziale der Faulung und Klärgasverwertung in Rheinland-Pfalz. Wasser und Abfall, (19) Nr. 1-2 , 40-45
– Knerr, H.; Dilly, T.; Schmitt, T.G.; Hansen, J.; Hien, S. (2016): Zukunftsorientierte Einbindung der Faulung und Faulgasverwertung in die Verfahrenskette der Abwasserreinigung, Schlammbehandlung und -verwertung in Rheinland-Pfalz – ZEBRAS. Studie im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten (MULEWF) des Landes Rheinland-Pfalz, Deutschland, Sachstandsbericht, Mai 2016

http://www.bauing.uni-kl.de/siedlungswasserwirtschaft-und-abfallwirtschaft/projekte/abwasserbehandlung/zukunftsorientierte-einbindung-der-faulung-und-faulgasverwertung-in-die-verfahrenskette-der-abwasserreinigung-schlammbehandlung-und-verwertung-in-rheinland-pfalz-zebras/

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Auf dem linken Fuß erwischt – sofortige Faulbehälterleerung erforderlich

Stadtwerk Winterthur“ betreibt für die Stadt Winterthur und die Region die Müllentsorgung und die Abwasserreinigung. Sie versorgt das Gebiet mit Strom, Wasser, Wärme und Telekommunikationsinfrastruktur. Die Kläranlage Hard, Winterthur, reinigt das Abwasser von ca. 135 000 EW. Die Anlage ist auf eine Ausbaugröße von ca. 200 000 EW ausgelegt. Betrieben werden eine konventionelle Belebungsanlage mit Phosphatfällung und Filtration. Der Schlamm wird anaerob behandelt und wurde bis Mitte Juli 2015 in der eigenen Schlamm-Monoverbrennung entsorgt. Seit Juli 2015 wird der entwässerte Faulschlamm der neuen regionalen Klärschlammverbrennung der Stadt Zürich zugeführt. Die Anlage verfügt lediglich über einen einzigen Faulbehälter mit 5200 m3 Inhalt, eine Gasumwälzung sowie zwei Stapelbehälter mit je 2400 m3 Inhalt. Die Sanierung des Faulbehälters war deshalb kaum…

Den ganzen Artikel lesen sie unter: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 2-2017

Autor
Roger Müller, Betriebsleiter
Stadtwerk Winterthur, Kläranlage Hard
Untere Vogelsangstrasse 11
8400 Winterthur, Schweiz
Tel. ++41 (0)52/2 67 27-51, -50
E-Mail: roger.mueller@win.ch
www.stadtwerk.winterthur.ch

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ecoprog: Großer Bedarf in der Monoverbrennung von Klärschlamm

Die Menge des Klärschlamms zur Monoverbrennung wird in den kommenden 15 Jahren auf über 1,2 Mio. t/a ansteigen. Die aktuellen Kapazitäten können jedoch nur etwa die Hälfte dieser Menge abdecken. Dies ist das Ergebnis einer Aktualisierung des ecoprog-Mengenmodells zur Klärschlammentsorgung in Deutschland. Im Jahr 2015 ist die stoffliche Verwertung von Klärschlamm in der Landwirtschaft und im Landschaftsbau um rund 10 % auf nur noch 650.000 t/a gesunken. Das ist der stärkste Rückgang seitdem diese Statistik geführt wird. Im selben Zeitraum ist die thermische Verwertung von Klärschlamm auf rund 1,15 Mio. t/a Klärschlamm gestiegen. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind die seit 2015 geltenden Grenzwerte der novellierten Düngemittelverordnung (DüMV). Vor allem die strengeren Grenzwerte…mehr:

http://www.ingenieur.de/UmweltMagazin/Branchen-News/ecoprog-Grosser-Bedarf-in-der-Monoverbrennung-von-Klaerschlamm

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CSB-Analytik in Schlämmen und Co-Substraten

Die Messung des chemischen Sauerstoffbedarfs (CSB) hat sich an kommunalen Kläranlagen zu einem fixen Bestandteil der Prozessüberwachung etabliert. Der CSB entspricht der Menge an Sauerstoff, der bei der chemischen Oxidation (in der Regel mit Kaliumdichromat) der Probe benötigt wird. Im kommunalen Abwasser ist es im Wesentlichen die organische Substanz, die oxidiert wird. Die Bestimmung des CSB erfolgt in chemischen Analysenlabors meist titrimetrisch, indem die verbliebene Menge des Kaliumdichromats über Titration bestimmt wird (zum Beispiel DIN 38409-41). Für die regelmäßige Eigenüberwachung an Kläranlagen ist diese Methode nicht praktikabel. Dort hat sich die photometrische Bestimmung des CSB mittels Küvetten-Test durchgesetzt. In der Praxis wird die photometrische CSB-Analytik regelmäßig in Mischproben des Zu- und Ablaufs der Kläranlage durchgeführt. Die Analyse dient der Überwachung der Abwasserlinie, und um die geltenden Einleitgrenzwerte…

Den ganzen Artikel lesen sie unter: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 2-2017

Autoren
Dr. Christian Ebner, Martin Kuprian, M. Sc.
Abwasserverband Zirl und Umgebung
Meilbrunnen 5
6170 Zirl, Österreich
alpS GmbH
Grabenweg 68
6020 Innsbruck, Österreich
E-Mail: c.ebner@avzirl.at, m.kuprian@avzirl.at

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Schlammtrocknung mit Filtersäcken

Wir betreiben in Schorndorf, eine Gemeinde in der südlichen Oberpfalz, eine Tropfkörperkläranlage mit angeschlossenen 1996 EW. Die Klärschlammentsorgung erfolgte bisher ausschließlich nass in die Landwirtschaft. Die Möglichkeit, dass dieser Entsorgungsweg künftig durch den Gesetzgeber versperrt oder zumindest durch höhere gesetzliche Anforderungen stark verteuert wird, veranlassten uns, nach Alternativen zu suchen. Primäre Anforderungen dabei waren technisch und kaufmännisch überschaubares Verfahren Offenhaltung des bisherigen Entsorgungsweges
schnelle Reaktionsmöglichkeit bei Engpässen bei der landwirtschaftlichen Ausbringung (Vegetationsphase) und auf Veränderungen der rechtlichen Situation.

Ein weiterer Gesichtspunkt war aber auch der Umstand, dass unsere Gemeinde in einer landschaftlich sehr exponierten Gegend liegt und wir uns auch deshalb …
Den ganzen Artikel lesen sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2017

Autoren
Max Schmaderer
Erster Bürgermeister
Kirchplatz 1, 93489 Schorndorf, Deutschland
E-Mail: max.schmaderer@gemeinde-schorndorf.de
Adolf Schauber, Fachkraft für Abwassertechnik
Kläranlage Schorndorf
Kirchplatz 1, 93489 Schorndorf, Deutschland
E-Mail: adolf.schauber@gemeinde-schorndorf.de
Fachliche Beratung:
Wolfgang Panholzer
Panholzer GbR
Straße des Friedens 13, 06317 Seegebiet Mansfelder Land, Deutschland
E-Mail: info@panholzer-draintec.de

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Explosionsschutz bei Abwasseranlagen – das sollten Betreiber wissen

Erfahrungsgemäß sind bei der Beurteilung der Explosionsgefährdung einer abwassertechnischen Anlage neben den typischen Zündquellen ebenfalls zu berücksichtigen: elektrische Ausgleichsströme oder Blitzschutz und offene Flammen oder Funkenflug. Ohne Frage ist es sinnvoll und durchaus empfehlenswert, die einzelnen Bereiche einer abwassertechnischen Anlage durch einen externen Sachverständigen beurteilen zu lassen – zwingend erforderlich ist dies allerdings nicht. Die Serviceleistung externer Sachverständiger entbindet den Betreiber einer abwassertechnische Anlage allerdings nicht von seiner Verantwortung: die Haftung obliegt in jedem Fall dem Betreiber der Anlage.
MEHR ZUM THEMA
Diverse Regularien und Rahmenbedingungen machen den Bau und Betrieb abwassertechnischer Anlagen zu einem alles andere als trivialen Unterfangen. Mit der Wahl eines intelligenten Steuerungssystems, das Standard- wie Sonderapplikationen gleichermaßen bedient, können Planer und Betreiber ihre Aufwendungen deutlich schmälern.
Die Zusammensetzung der Fracht in abwassertechnischen Anlagen von vornherein zu bestimmen, ist nahezu unmöglich. Durch …mehr:

http://www.process.vogel.de/explosionsschutz-bei-abwasseranlagen-das-sollten-betreiber-wissen-a-556558/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Klärschlammverwertungskonzepte für ländliche Regionen

Bedingt durch die erwartete Novellierung der Klärschlammverordnung sowie verschärfte Vorgaben des Düngerechts – den Polymereinsatz und die stoffliche Qualität des Klärschlamms betreffend – sehen sich Klärschlammerzeuger weitreichenden Veränderungen gegenüber.
Dies gilt nicht nur für größere Kläranlagen, sondern auch für Kläranlagen kleiner und mittlerer Größe, die vor allem in ländlichen Gebieten angesiedelt sind.
Dieser Thematik widmete sich unser Kollege, Herr Dr. Thomas Siekmann, auf dem 17. Kölner Kanal und Kläranlagenkolloquium und auf der DWA-Landesverbandstagung in Emmelshausen. In seinen Vorträgen stellte er die Ergebnisse des von Landesseite als eines von zwei Pilotvorhaben geförderten Klärschlammverwertungskonzepts für den Rhein-Hunsrück-Kreis vor.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die thermischen Verwertungsalternativen – für den Rhein-Hunsrück-Kreis – zu vergleichbaren Verwertungskosten führen wie bei einer bodenbezogenen Verwertung.
Weitere Ergebnisse sind der Foliensammlung zu entnehmen.
Bei beiden Veranstaltungen wurde in konstruktiven Diskussionen deutlich, dass eine aktuell diskutierte Verschiebung der Bagatellgrenze (von 10.000 EW auf 50.000 bzw. 100.000 EW) nicht zu Untätigkeit führen darf.
Vielmehr sollte sich dieser komplexen Thematik ganzheitlich angenommen werden, da nicht nur eine Novellierung der Klärschlammverordnung eine bodenbezogene Verwertung künftig erschweren könnte bzw. wird.
Sollten Sie Fragen zur Thematik haben, sprechen Sie uns an!

http://www.siekmann-ingenieure.de/neuigkeiten/aktuelle-neuigkeiten/?page=5

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Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammnutzung ambitioniert fortsetzen

Monoverbrennungsanlagen zur Klärschlammverwertung zügig ausbauen, Rahmenbedingungen für ökologisches Phosphorrecycling dürfen nicht erschwert werden, Forderung der Entsorgungswirtschaft ökologisch falsches Signal
Als ökologisch und gesundheitspolitisch falsches Signal hat der Ehrenpräsident der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) e.V., Thomas Obermeier, die Forderung des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) bezeichnet, auch weiterhin mit Medikamentenrückständen, Mikroplastik und sonstigen Schadstoffen potentiell belastete Klärschlämme zur Düngung landwirtschaftlicher Produktionsflächen zuzulassen.

„Die thermische Klärschlammverwertung hingegen ermöglicht die Rückgewinnung von wertvollen Düngern und zugleich die Unterbrechung der Schadstoffkreisläufe. Die thermische Klärschlammverwertung in Monoverbrennungsanlagen mit anschließender Phosphorrückgewinnung aus der Asche ist der Königsweg der Klärschlammverwertung.“ meint zudem Prof. Dr. Martin Faulstich, Präsidiumsmitglied der DGAW und ehemaliger langjähriger Vorsitzender des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU).

„Die DGAW hat die Bundesregierung in der Verbändeanhörung eindrücklich vor der Fortsetzung der bodenbezogenen Klärschlammverwertung gewarnt und sie in ihrem Bestreben bestärkt, in die Phosphorrückgewinnung einzusteigen“, so Thomas Obermeier. Diese für das Überleben aller Lebewesen essentielle Ressource aus der Asche thermisch verwerteter Klärschlämme zurückzugewinnen, sei zudem ökologisch und ökonomisch sinnvoll.
Eine zunächst vorgesehene Sonderregelung für bestimmte Kläranlagen hatte die DGAW vor einem Jahr zwar als praktikabel angesehen. „Die jetzt nach der Kabinettsabstimmung vorgenommene Erweiterung der Sonderregelung und die Ausdehnung der Übergangsfristen sehen wir jedoch kritisch, weil der Einstieg für Investoren und der Einsatz neuer Technologien in eine nachhaltige Phosphorrückgewinnung erschwert werden“, argumentiert Obermeier. Leider sei im Verordnungsentwurf die Anregung der DGAW zu Qualitätsanforderungen für den zurückzugewinnenden Phosphor nicht aufgenommen worden. Ebenso wenig habe die Forderung nach einer Beimischungspflicht für zurückgewonnenen Phosphor in Mineraldüngern Einlass in den Verordnungstext gefunden. Der Aufbau eines Nachfragemarktes werde ohne dieses Gebot erheblich erschwert.

Klärschlamm ist unbestritten eine Schadstoffsenke. Die DGAW tritt daher dafür ein, diesen dementsprechend zu behandeln und für eine umweltgerechte Beseitigung dieser Schadstoffe Sorge zu tragen.
Wenn hingegen der BDE auf Ressourcenschutz durch die Ausbringung von Klärschlamm auf Böden verweist, so verkennt er den Vorsorgegesichtspunkt einer nachhaltigen Abfallwirtschaft „Niemand käme“, so Obermeier, „auf die Idee, saure Böden mit einem niedrigen pH-Wert mit schädlichen Filterstäuben zu behandeln, nur weil sie einen hohen pH-Wert haben.“

Dipl.-Ing. Thomas Obermeier, Ehrenvorsitzender der DGAW
Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, Präsidiumsmitglied der DGAW

Weitere Informationen:
Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW)
Nieritzweg 23
14165 Berlin
Telefon: 030-84 59 14 77
E-Mail: info@dgaw.de
Internet: www.dgaw.de

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Meldungen zu Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm 2017

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Oktober 2017
Projekt untersucht optimale Klärschlamm-Verwertung in kleinen Kläranlagen 
Phosphor im Klärschlamm 
Mai 2017
Plenarsitzung im Bundesrat zur Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung am 12.05.2017 
BAFU-Bericht zur Beurteilung von Technologien zur Phosphor-Rückgewinnung in der Schweiz erschienen 
März 2017
Vom Phosphorrezyklat zum intelligenten langzeitverfügbaren Düngemittel – Projektstart 
Rückgewinnung von Phosphor: Das P-bac Verfahren 
Phosphorrückgewinnungspflicht für Klärschlamm verursacht Umstellungsaufwand von 398 Mio. € 
Januar 2017
Abstracts Abwasser-Praxis sind online
Deutschland soll Phosphor aus Klärschlamm gewinnen

Projekt untersucht optimale Klärschlamm-Verwertung in kleinen Kläranlagen

Landshut – Klärschlamm enthält viele wertvolle Elemente, die Landwirte als Düngemittel schätzen. Vor allem Phosphat ist ein wichtiger Nährstoff für Pflanzen. Wissenschaftler des Forschungsschwerpunkts Energie der Hochschule Landshut untersuchen daher gemeinsam mit tschechischen Partnern, wie vor allem kleine Kläranlagen in ländlichen Regionen Klärschlamm optimal verwerten können. Laut Koalitionsvertrag der bundesdeutschen Regierungsparteien soll die Klärschlammdüngung eingestellt werden, um stattdessen Phosphorverbindungen zurückzugewinnen, die in Düngern eingesetzt werden. Mehr:

http://recyclingportal.eu/Archive/34029

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Phosphor im Klärschlamm

Forscher suchen Verfahren zum Phosphorrecycling aus Abwasser

Die Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser steht im Mittelpunkt des Projekts „Phos 4 You“, bei dem der Lippeverband zusammen mit elf Partnern aus sieben europäischen Ländern neue Verfahren erprobt, um den Bedarf an diesem Rohstoff so weit wie möglich ohne Importe zu decken.

Essen – Phosphor ist als Baustein der DNA unverzichtbar für alles Leben – keine Pflanze kann ohne Phosphor wachsen, kein Mensch und kein Tier kann ohne Phosphor leben. Aus eben diesem Grund ist Phosphor ein wichtiger Bestandteil von Düngemitteln. Daneben ist er in zahlreichen Nahrungsmitteln enthalten. Auf der anderen Seite existieren so gut wie keine Reserven an Phosphor-Erzen in Europa und 2015 hat die EU ihren Bedarf an Phosphatgestein zu beinahe 100 % importiert.

Einen Kreislauf von Phosphor zwischen Nahrungskette, Wasserwirtschaft und Landwirtschaft gab es so lange, wie Klärschlämme aus der Abwasserreinigung als Dünger eingesetzt wurden. Denn nach Einsatz als Düngemittel geht Phosphor über die Nahrung ins Abwasser über. Doch mittlerweile wird nicht nur in Deutschland die Düngung mit Klärschlamm wegen des damit verbundenen Eintrags von Schadstoffen immer mehr eingeschränkt, so dass der darin enthaltene Phosphor für die Landwirtschaft und die Ernährung verlorengeht.

Die Europäische Union erkannte das Problem und nahm 2014 Phosphatgestein in die Liste der kritischen Rohstoffe auf. Denn auch wenn die weltweiten Reserven schätzungsweise noch für 300 Jahre reichen – ist der Abbau auch heute schon problematisch: Neben der Umweltzerstörung durch riesige Tagebaue und Halden gibt es gesundheitliche Bedenken wegen des enthaltenen Cadmiums und Urans. Und: Die Staaten der Europäischen Union sind komplett abhängig von Importen aus teilweise geopolitisch instabilen Ländern.

Großes Potenzial für Rückgewinnung
Dabei ist das Rückgewinnungspotential erheblich: Allein in Nordwesteuropa könnten über die Wasserwirtschaft jährlich 113.000 t Phosphor durch Recycling gewonnen werden, das sind 26 % des Bedarfs. Bezieht man weitere Sektoren wie z.B. Schlachthöfe ein, könnte eine europäische Kreislaufwirtschaft ihren Phosphorbedarf sogar zu 45 % decken. Die Nutzung von sekundärem Phosphor ist entscheidend für eine zukunftssichere Versorgung der Menschen in der EU.
In Deutschland formuliert die kürzlich novellierte Klärschlammverordnung, die in diesem Jahr in Kraft tritt, daher die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm als gesetzliche Anforderung für Kläranlagen ab einer Kapazität von 50.000 Einwohnerwerten. An dieser Stelle kommt Phos 4 You ins Spiel: Bis 2020 will das Projekt Produkte und Verfahren für eine wirtschaftliche Gewinnung und Nutzung von Phosphor aus Klärschlamm entwickeln bzw. erproben. Das Gesamtbudget in Höhe von 10,8 Millionen Euro wird von der EU mit etwa 6,5 Mio. Euro aus dem Programm Interreg V B Nordwesteuropa gefördert.

Phos 4 You soll demonstrieren, dass die Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser machbar ist. Darüber hinaus soll die Düngemittelindustrie in die Lage versetzt werden, den rückgewonnenen Rohstoff auch zu nutzen. Dazu dienen als wesentliche Projektbausteine der Bau von Demonstrationsanlagen für die Rückgewinnung unter Realbedingungen, die Umsetzung innovativer Rückgewinnungstechnologien für häusliches Abwasser, die Herstellung von neuen Düngemittel-Produkten aus Phosphor-Recycling, die Erarbeitung eines EU-weiten Standards zur Qualitätsbewertung von neuen Produkten und schließlich mehr gesellschaftliche Akzeptanz von Düngemitteln aus Abwasser. Dabei spielt die Phosphor-Gewinnung aus Klärschlamm und aus Klärschlamm-Asche die Hauptrolle.

Europäische Projektpartner
Bei der international zusammengesetzten Partnerschaft hat der Lippeverband mit Sitz in Essen die Federführung. Projektpartner sind Kläranlagenbetreiber, Betreiber von Verbrennungsanlagen für Klärschlamm, Entwickler von Rückgewinnungsprozessen, Universitäten und Forschungsinstitute. Im Pilotprojekt untersucht der Lippe-verband die Frage, wie sich die aus eigenen Kläranlagen gewonnene Klärschlamm-Asche nach entsprechender Behandlung im industriellen Maßstab bei der Produktion von Dünger nutzen lässt. Das Pilotprojekt des zweiten Wasserwirtschaftsverbands aus NRW, Emschergenossenschaft, beinhaltet die Herstellung einer speziellen Asche, die nach einer zweistufigen Verbrennung direkt als Dünger verwertbar ist. Diese Asche soll in einer Pilotanlage auf dem beim Klärwerk Emschermündung in Dinslaken angesiedelten „Technikum“ der Emschergenossenschaft produziert werden.

Offizieller Auftakt des Projekts wird eine dreitägige Konferenz vom 18. bis 20. Oktober 2017 in Basel sein, die der Lippeverband gemeinsam mit der europäischen Phosphorplattform ESPP, der deutschen Phosphorplattform DPP, der Fachhochschule Nordwestschweiz und Basel Area.Swiss ausrichtet.

http://www.process.vogel.de/forscher-suchen-verfahren-zum-phosphorrecycling-aus-abwasser-a-622494/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Plenarsitzung im Bundesrat zur Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung am 12.05.2017

Unter TOP 74 (255/17( wird über die Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung im Bundesrat abgestimmt. Dann sollte der Weg für die Phosphor-Rückgewinnung in Deutschland frei sein.

Folgende Informationen stehen zum Download bereit:

E m p f e h l u n g e n der Ausschüsse zu Punkt 74 der 957. Sitzung des Bundesrates am 12. Mai 2017
Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung
http://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2017/0201-0300/255-1-17.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Erläuterung, 957. BR, 12.05.17 TOP 74:
Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung
http://www.bundesrat.de/SharedDocs/TO/957/erl/74.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Bundesrat Drucksache 255/17
29.03.17 Verordnung der Bundesregierung
Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung
http://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2017/0201-0300/255-17.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Quelle:
http://www.bundesrat.de/SharedDocs/TO/957/tagesordnung-957.html?nn=4353052

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BAFU-Bericht zur Beurteilung von Technologien zur Phosphor-Rückgewinnung in der Schweiz erschienen

Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU wurde ein Bericht mit dem Titel „Beurteilung von Technologien zur Phosphor-Rückgewinnung in der Schweiz – Gesamtheitliche Beurteilung der Nachhaltigkeit und Realisierbarkeit von P-Rückgewinnungstechnologien im Schweizer Kontext“ erstellt. Der Bericht steht im Informationsbereich als Dokument zum Download zur Verfügung.

Folgend findet sich die Zusammenfassung:
Mit dem Inkrafttreten der Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA) wird die Rückgewinnung von Phosphor (P) aus P-reichen Abfällen,d.h. Klärschlamm (KS) und Tier- und Knochenmehl, auf Verordnungsstufe mit einer 10-jährigen Übergangsfrist verbindlich vorgeschrieben. Für die P-Rückgewinnung existieren (bzw. befinden sich im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium) diverse verfahrenstechnische Ansätze, (z. B. nass- oder thermochemisch). Diese unterscheiden sich hinsichtlich des Ansatzpunktes, (Faulwasser, KS, KS-Asche) und des verfahrenstechnischen ….lesen sie weiter unter:

http://www.deutsche-phosphor-plattform.de/bafu-bericht/

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Vom Phosphorrezyklat zum intelligenten langzeitverfügbaren Düngemittel – Projektstart

Phosphatdünger aus Klärschlammasche herzustellen ist Ziel des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Forschungsprojektes PRiL. Dabei wird auf der Basis des biochemischen P-bac-Verfahrens rückgewonnene Phosphat zu einem marktfähigen Düngemittel weiterentwickelt. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Wiederverwertbarkeit der im Verfahren entstehenden Reststoffe.
Phosphor ist ein elementarer Bestandteil allen Lebens: Menschliche, tierische und pflanzliche Organismen brauchen Phosphor, um existieren zu können, er ist Bestandteil der DNA.

In der Landwirtschaft werden großflächig phosphathaltige Düngemittel eingesetzt, um die Erträge sichern und steigern zu können. Rund 90 Prozent des heute abgebauten Phosphats werden zu Düngemitteln verarbeitet und landen so auf unseren Äckern. Das ist aus mehreren Gründen problematisch: Zum einen sind 75 Prozent der Phosphatreserven in Marokko und der Westlichen Sahara konzentriert. Die geopolitische Abhängigkeit ist also groß. Zum anderen sind Phosphaterze in zunehmendem Maße mit Schwermetallen (Cadmium und Uran) belastet. Recyceltes Phosphat hingegen ist im Vergleich zum Primärrohstoff weitaus weniger mit Schadstoffen angereichert. Anstatt Phosphat abzubauen, ist es also ökologisch und ökonomisch sinnvoll, Phosphat in großem Maße rückzugewinnen und es dem Kreislauf wieder zuzuführen, zum Beispiel in Form von Düngemitteln.

Hier setzt das Forschungsprojekt PRiL »Phosphorrückgewinnung und Entwicklung intelligenter Langzeitdünger« an. Unter der Leitung der Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS entwickeln die Forscher zusammen mit den Firmen Fritzmeier Umwelttechnik GmbH und ICL Fertilizers Deutschland GmbH einen Phosphat-Recyclingdünger aus Klärschlammasche. Basis ist das von der Firma Fritzmeier entwickelte P-Bac-Verfahren, das nun in den industriellen Maßstab aufskaliert werden soll.

Bakterien als effiziente Helfer bei der Phosphorrückgewinnung
Die Besonderheit des P-Bac-Verfahrens liegt in der Nutzung von Bakterien, mit denen Phosphor aus Klärschlammasche rückgewonnen werden kann. Bei dem sogenannten Bioleaching wird die Klärschlammasche sauer ausgelaugt, sodass eine phosphathaltige Lösung entsteht. Die Mikroorganismen übernehmen hierbei die Herstellung der für die Laugung der Asche nötigen Schwefelsäure. Bakterien der Gattung Acidithiobacillus nutzen elementaren Schwefel, um daraus durch Oxidation ihre Energie zu gewinnen. Diesen auch in der Natur ablaufenden Prozess macht man sich seit Jahren bei der Gewinnung von Gold, Kupfer, Zink oder Uran zunutze. Der P-Bac-Prozess bringt das Bioleaching erstmals bei der Rückgewinnung von Phosphat zur Anwendung. Nach dem Prozess des Auslaugens kann nun in einem zweiten Schritt der in den Bakterien gespeicherte Phosphat aus der Lösung rückgewonnen werden. Durch den Einsatz der Bakterien reduziert sich die Verwendung von Chemikalien in der Recyclingphase auf ein Minimum.

Vom Rezyklat zum Düngemittel
In einem dritten Schritt wird nun mit Hilfe eines von der Firma ICL Fertilizers Deutschland GmbH optimierten physikalisch-chemischen Verfahrens aus dem Phosphorrezyklat ein für die Landwirtschaft effizientes und breit einsetzbares Düngemittel hergestellt. Die Düngewirksamkeit des Rückgewinnungsproduktes konnte bereits in vorangegangenen Untersuchungen belegt werden. Nun soll das Verfahren in den Industriemaßstab überführt werden. Dabei wird unter Beachtung des Düngemittelrechts ein besonderes Augenmerk auf die chemischen sowie physikalischen Eigenschaften des Düngemittels gelegt. Die Wiederverwendung der aus dem Prozess entstehenden Reststoffe gilt es dabei zu gewährleisten. Ziel ist, nicht nur ökologisch unbedenkliche Entsorgungsmöglichkeiten für die gelaugte Asche und die abgetrennten Schwermetalle zu finden, sondern aus den Reststoffen so weit wie möglich marktfähige Produkte zu entwickeln.

Die Projektpartner
Die Firma Fritzmeier Umwelttechnik GmbH unterstützt das Forschungsprojekt nicht nur durch das von ihnen entwickelte P-Bac-Verfahren, sondern begleitet das gesamte Vorhaben mit seiner Expertise im Bereich Bioleaching. Mit der ICL Fertilizers Deutschland GmbH ist ein führender Hersteller aus dem Bereich der Düngemittelindustrie als kompetenter Projektpartner gewonnen worden. Er verfügt über das nötige Know-how auf dem Gebiet der Düngemittelherstellung und -vermarktung. Die Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC ist neben der Projektkoordination zuständig für die Verwertung der aus den Prozessen entstehenden Reststoffe. Als assoziierter Partner ist die Münchner Stadtentwässerung beteiligt. Sie liefert die Klärschlammasche für das Forschungsprojekt.

Die Projektlaufzeit von PRiL beträgt 30 Monate. Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.

Dr. Eva Bertrand, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Projektgruppe IWKS
E-Mail: eva.bertrand@isc.fraunhofer.de
Telefon: 06023 32039-866

Weitere Informationen:
http://www.isc.fraunhofer.de
http://www.iwks.fraunhofer.de

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Rückgewinnung von Phosphor: Das P-bac Verfahren

Selektive Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammasche, Schlacken, kontaminierten Böden bietet unser patentiertes P-bac Verfahren. Fritzmeier Umwelttechnik hat zusammen mit dem Institut für Hygiene und Umweltmedizin der RWTH Aachen ein hochentwickeltes, biotechnologisches Verfahren zur Phosphorrückgewinnung entwickelt. Das P-bac Verfahren kombiniert die effiziente und selektive Phosphorrückgewinnung mit Bioleaching und ist daher besonders für schwermetallreiche Feststoffe geeignet.

Prinzip
Die selektive Phosphorrückgewinnung mittels P-bac Verfahren wird in zwei Phasen realisiert: Der erste Schritt basiert auf dem „Bioleaching-Prinzip“, welches weltweit für die Gewinnung von Metallen (z. B. Kupfer, Zink, Uran, usw.) im Bergbau angewendet wird. Durch die mikrobielle Bildung von Schwefelsäure erfolgt innerhalb weniger Stunden die Herauslösung der meisten Phosphorderivate und Schwermetalle. Der übrig gebliebene Feststoff wird abschließend von der Flüssigphase abgetrennt und kann zu reduzierten Kosten entsorgt werden.
In einem zweiten Schritt erfolgt die selektive Trennung des Phosphates von den Schwermetallen. Die phosphatangereicherte Biomasse wird abschließend von der Flüssigphase getrennt und kann verarbeitet werden. Bis zu 90 Prozent des ursprünglichen Phosphats können so mit dem P-bac Verfahren zurück gewonnen werden.
Vorteile
• Phosphatlaugung und Phosphatrückgewinnung in einem Verfahrensschritt
• Laugung mit niedrigen Temperaturen und atmosphärischem Druck
• Mikrobielle Produktion von Schwefelsäure und CO2-Fixierung
• Schwermetallarmes Endprodukt, phosphatangereichertes Endprodukt
• mögliche Reduzierung der Deponieklasse des Ausgangsstoffes
• Bioakkumulation von Phosphat aus Abfallstoffen
• Schwermetallabscheidung aus Abfallstoffen

Quelle: http://fritzmeier-umwelttechnik.com/inocre-p-bac/

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Phosphorrückgewinnungspflicht für Klärschlamm verursacht Umstellungsaufwand von 398 Mio. €

Die vom Bundeskabinett beschlossene Phosphorrückgewinnungspflicht für Klärschlämme hat einen einmaligen Umstellungsaufwand von 398 Mio. Euro zur Folge. Dieser resultiert fast ausschließlich aus den Investitionskosten für die Errichtung der Phosphorrückgewinnungstechniken und der Anlagen zur thermischen Vorbehandlung des Klärschlamms. Das schreibt die Bundesregierung im Vorblatt zur Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung, die sie Mitte Januar verabschiedet und dem Deutschen Bundestag zugeleitet hat (Drucksache 18/10884).
Der jährliche Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft entstehe aus 16 Vorgaben und 41 Informationspflichten und belaufe sich auf ca. 93,6 Mio. Euro. Davon entfallen rund 1,5 Mio. Euro auf Bürokratiekosten. Die restlichen Sachkosten in Höhe von 92,3 Mio. Euro sind

http://www.euwid-wasser.de/news/politik/einzelansicht/Artikel/kuenftige-phosphorrueckgewinnungspflicht-fuer-klaerschlamm-verursacht-umstellungsaufwand-von-398-mio.html

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Abstracts Abwasser-Praxis sind online

Die Referenten-Abstracts der ABWASSER.PRAXIS stehen zum Download bereit.
Beim Kongress 2 am 25. Januar ist Schwerpunkt das Thema Rückgewinnung von Phosphor.

http://www.abwasserpraxis.de/de/abstracts

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Deutschland soll Phosphor aus Klärschlamm gewinnen

Neue Verordnung verpflichtet zur Rückgewinnung von Phosphor

Die Bundesregierung verstärkt das Recycling von Wertstoffen aus kommunalen Abwässern und Klärschlämmen. Dabei soll vor allem Phosphor zurückgewonnen werden, der für Düngemittel verwendet werden kann. Auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat das Bundeskabinett heute eine entsprechende Änderung der Klärschlammverordnung beschlossen. Auf dieser Grundlage können Abwasserbehandlungsanlagen umgerüstet werden, um sie auf das Phosphorrecycling vorzubereiten – ein technisch aufwendiger Prozess, der mehrere Jahre dauern kann.

Bundesumweltministerin Hendricks: „Die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm wird künftig zur Pflicht. Damit leiten wir einen Paradigmenwechsel ein, hin zu einer ökologisch sinnvollen Nutzung wertvoller Bestandteile des Klärschlammes. Das stärkt die Kreislaufwirtschaft und trägt langfristig zur Versorgungssicherheit mit dem Rohstoff Phosphor bei.“

Gegenwärtig werden fast zwei Drittel der kommunalen Klärschlämme verbrannt, ohne den darin enthaltenen Phosphor wiederzugewinnen. Nur noch etwa ein Drittel der Klärschlämme werden derzeit unmittelbar zur Düngung in der Landwirtschaft und im Landschaftsbau eingesetzt. Der Phosphor kann zur Düngung von Pflanzen genutzt werden. Knapp werdende Rohphosphate lassen sich durch das Phosphorrecycling ersetzen. Deutschland ist – wie fast alle anderen EU- Staaten – bei der Versorgung mit Mineraldüngerphosphat vollständig von Importen abhängig. Diese stammen zum größten Teil aus politisch instabilen Regionen. Bei der Abwasserreinigung fallen jährlich rund 1,8 Millionen Tonnen Klärschlamm an.

Wie Phosphor aus Klärschlämmen zurückgewonnen und Schadstoffe gleichzeitig reduziert werden können, regelt der heute vom Bundeskabinett verabschiedete Entwurf der Klärschlammverordnung (AbfKlärV). Die Neufassung der Verordnung sieht vor, dass nach Ablauf angemessener Übergangsfristen bei größeren Kläranlagen Phosphor aus dem Klärschlamm oder aus Klärschlammverbrennungsaschen zurückgewonnen werden muss.

Nennenswerte Mengen an Phosphor werden heute noch nicht zurückgewonnen. Die Verfahrensentwicklung und die Dauer der Genehmigungsverfahren machen daher lange Übergangsfristen sinnvoll. Die Pflicht zur Rückgewinnung von Phosphor greift gemäß dem Regierungsentwurf daher erst 12 Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung für Abwasserbehandlungsanlagen mit einer Ausbaugröße ab 100.000 Einwohnerwerten und 15 Jahre nach Inkrafttreten für Anlagen mit einer Größe ab 50.000 Einwohnerwerten. Dabei gibt die Verordnung keine bestimmte Technologie zur Phosphorrückgewinnung vor, sondern lässt genügend Spielraum für Einsatz oder Entwicklung innovativer Verfahren. Es wird damit möglich sein, Phosphor aus Klärschlammaschen, direkt aus dem anfallenden Schlamm oder dem Abwasser zurück zu gewinnen. Ausnahmen bestehen für Klärschlämme mit besonders niedrigen Phosphorgehalten.

Für kleinere Abwasserbehandlungsanlagen, die für weniger als 50.000 Einwohner ausgelegt sind, besteht weiterhin die Möglichkeit, kommunale Klärschlämme unmittelbar zu Düngezwecken einzusetzen. Dies trägt den Besonderheiten ländlich geprägter Regionen Rechnung. Für Klärschlamm, der in Zukunft noch bodenbezogen verwertet wird, werden zudem Regelungen für eine Qualitätssicherung geschaffen, die die behördliche Überwachung flankiert. Der Regierungsentwurf bedarf noch der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat.

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Meldungen zur Maschinentechnik 2017

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2017
September 2017
Diagnose: Lagerschaden wegen Verzopfungen durch Feuchttücher  
April 2017
Abwasserpumpen fördern immer nach unten 
Januar 2017
Dosierung schwieriger Schüttgüter 

Diagnose: Lagerschaden wegen Verzopfungen durch Feuchttücher

Der Abwasserbetrieb Warendorf in Nordrhein-Westfalen betreibt auf seiner Kläranlage Warendorf ein Mischwasserpumpwerk, um bei Regenereignissen das anfallende Mischwasser in ein Regenüberlaufbecken zu fördern. Das Pumpwerk besteht aus drei Propellerpumpen mit einer Leistung von je 6500 m³/h, bei einer Förderhöhe von etwa 7 m und einer elektrischen Leistung von 200 kW. Die Pumpen haben einen Rohrdurchmesser von 700 mm und werden mit einer festen Drehzahl von 710 U/ min betrieben. Vor den Pumpen ist ein Rechen für den Trockenwetteranfall mit 30 mm Stababstand und parallel dazu ein Grobrechen mit 60 mm Stababstand für den Regenwetteranfall. Während die Pumpen in Betrieb sind, um in das Becken fördern, werden beide Rechen durchströmt. Nach einer Komplettüberholung der Pumpen im Werk sind zwei der drei Pumpen kurz nacheinander Den ganzen Artikel lesen sie unter:

https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos Betriebsinfo
Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 2-2017

Autor
Bernhard Venherm, Abwassermeister
Abwasserbetrieb Warendorf
Freckenhorster Straße 43, 48231 Warendorf, Deutschland
Tel. ++49 (0)25 81/54 17 42
E-Mail: bernhard.venherm@aw-waf.de

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Abwasserpumpen fördern immer nach unten

Mit dieser etwas provokanten Feststellung möchte ich eine Problematik der Pumpenaggregate ansprechen. Abwassergerinne sammeln das kommunale Abwasser und leiten es dem tiefsten Punkt zu. Hier wartet die Kläranlage mit ihren mechanischen und biologischen Reinigungsprozessen. Doch das Abwassergerinne verläuft nicht selten über Hochpunkte, die mit Pumpenkraft überwunden werden müssen. Hier wird Energie benötigt. Der Ingenieur sollte aber damit nicht zufrieden sein. Energie aufzuwenden, wenn erst hoch gepumpt wird und es anschließend wieder nach unten geht – das ist unbefriedigend. Im Durchschnitt geht’s immer zum tiefsten Punkt hin. Der Winkelheber als elegante hydraulische Maschine übernimmt den Wassertransport selbständig sobald die gesamte Leitung über den Hochpunkt hinaus abwärts gefüllt ist und der erste Wassertropfen unterhalb des Sumpfniveaus der Abwasserpumpen angekommen ist. Selbsttätig. Ohne Pumpen-Energie. Das ist es.

Der Winkelheber zieht das Abwasser durch die Abwasserpumpe, und das ist sehr schädlich. Der Unterdruck erzeugt…
Den ganzen Artikel lesen sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2017

Autor Dipl.-Ing.(FH) Otto Pickl Am Steinach 3, 90518 Altdorf, Deutschland E-Mail: otto.pickl@gmx.de

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Dosierung schwieriger Schüttgüter

Aktivkohle exakt dosieren in der Abwasserbehandlung und Weinproduktion
Sollen unerwünschte Stoffen aus flüssigen und gasförmigen Gemischen entfernt werden, ist Aktivkohle oft das Mittel der Wahl. Dabei ist eine genaue Dosierung der Aktivkohle unerlässlich – sowohl um den Reinigungsprozess kontrolliert zu regeln, als auch um den teuren Rohstoff Aktivkohle kosteneffizient einzusetzen. Lesen Sie hier zwei Anwendungen.
Mit steigenden Anforderungen in der Umweltgesetzgebung sind Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen gefordert neben den etablierten Abwasser-Behandlungsverfahren zusätzliche Reinigungsstufen vorzusehen. Mehr:

http://www.process.vogel.de/aktivkohle-exakt-dosieren-in-der-abwasserbehandlung-und-weinproduktion-a-561248/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Meldungen zu Gaserzeugung und BHKW 2017

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Biogas 2008 Biogas 2009  
Biogas 2010  
Biogas 2011  
Biogas 2012
Biogas 2013
Biogas 2014
Biogas 2015
Biogas 2016

September 2017
Stromerzeugung aus Klärgas um gut 4 % gestiegen 
April 2017
Whitepaper: Messtechnische Erfassung Biogas 
Januar 2017
Gase sicher analysiert

 


Stromerzeugung aus Klärgas um gut 4 % gestiegen

Kläranlagen verbrauchten erzeugten Strom überwiegend selbst
Im Jahr 2016 nutzten 274 der knapp 1 000 Kläranlagen in Baden Württemberg den bei der Abwasserreinigung anfallenden Klärschlamm zur Gewinnung von Klärgas. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden damit 2016 im Land 123,8 Millionen Kubikmeter Klärgas (Rohgas) gewonnen. Dies waren 4,7 % mehr als im Vorjahr. Das gewonnene Klärgas wurde in 265 Klärwerken für die Energieerzeugung eingesetzt. Die Zahl der Kläranlagen, die das Klärgas verstromen, nimmt dabei kontinuierlich zu. Allein in den letzten fünf Jahren ist die Anzahl in Baden Württemberg von 220 auf 231 Kläranlagen gestiegen. Die Zahl der Kläranlagen, die Klärgas nur zur Wärmeerzeugung einsetzen ist in den letzen Jahren hingegen entsprechend zurückgegangen. Im Jahr 2016 wurde in 34 Klärwerken ausschließlich Wärme erzeugt, 2011 waren es noch 49.

Insgesamt wurden fast drei Viertel des gewonnen Klärgases von den Anlagenbetreibern zur Stromerzeugung genutzt. Daneben wurde das Klärgas zu reinen Heiz- und/oder Antriebszwecken eingesetzt. Hierauf entfielen 10,8 % des Klärgases. Die erzeugte Wärme bzw. die Abwärme der Stromerzeugung wurde vor allem für die Faulanlage sowie für die Beheizung der Büro- und Betriebsgebäude verwendet. Außerdem gaben einige Kläranlagen im Land das Klärgas an Elektrizitätsversorger und sonstige Endabnehmer ab (9,3 % des Klärgases).

In den Stromerzeugungsanlagen der baden württembergischen Klärwerke wurden im Jahr 2016 insgesamt 178,3 Millionen Kilowattstunden (Mill. kWh) erzeugt. Dies waren 4,2 % mehr als im Vorjahr und 21,5 % mehr als vor fünf Jahren. Aufgrund des hohen Strombedarfs wurden nahezu 95 % des erzeugten Stroms in den Kläranlagen selbst verbraucht. Der Rest wurde in das Elektrizitätsnetz der allgemeinen Versorgung eingespeist oder an sonstige Abnehmer abgegeben. Die meisten Kläranlagen mit Klärgasgewinnung und Stromerzeugung befinden sich im Ortenaukreis. Jede der 17 Anlagen verfügt über eine Stromerzeugungsanlage. Sie produzierten zusammen 12,1 Mill. kWh Strom. Dies entsprach 6,8 % der aus Klärgas erzeugten Strommenge in den Kläranlagen Baden Württembergs. Im Vergleich dazu lag der Anteil der 6 Anlagen im Rhein Neckar-Kreis an der aus Klärgas erzeugten Strommenge des Landes bei 5,3 %. Es kann demnach nicht von der Anzahl der Anlagen auf die erzeugte Strommenge geschlossen werden, da diese von verschiedenen Faktoren wie der anfallenden Menge Klärgas oder dem Wirkungsgrad der Stromerzeugungsanlage abhängig ist

Kontakt
Pressestelle Statistisches Landesamt
Tel.: +49 711 641-2451
E-Mail: pressestelle@stala.bwl.de
Inga Autzen
Tel.: +49 711 641-2137
E-Mail: Inga.Autzen@stala.bwl.de
Thomas Kröhnert
Tel.: +49 711 641-2987
E-Mail: Thomas.Kroehnert@stala.bwl.de

http://www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2017218
 
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Whitepaper: Messtechnische Erfassung Biogas

Biogas in der Abfall- und Abwasserindustrie
Die messtechnische Erfassung von Biogas stellt Anwender vor große Herausforderungen. Das Whitepaper zeigt auf, welche Lösungen es gibt, Biogas mit all seinen Schwierigkeiten messtechnisch zu erfassen….

http://www.process.vogel.de/biogas-in-der-abfall-und-abwasserindustrie-v-35456-2791//?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Gase sicher analysiert

Energieinhalt von Faulgasen sicher nutzen

Im Rahmen der Energiewende erlangen Faulgase aus Kläranlagen und Abfallverwertungsanlagen steigende Bedeutung. Bei der entsprechenden Anlagentechnik spielt die Gasanalyse sowohl für die Prozessüberwachung als auch bei der Sicherung der mit dem Faulgas betriebenen Anlagenteile eine wichtige Rolle. Der Gasanalysator Inca bietet eine darauf abgestimmte Gerätetechnik.

Faulgas, eigentlich ein eher negativ beladener Begriff, ist in Deutschland zu einer wichtigen Komponente der alternativen Energiegewinnung geworden. Gleiches ist für andere Länder zu erwarten angesichts der Vorgaben durch die europäische Deponie-Richtlinie 1999/31/EG, welche die Ablagerung von Abfällen auf …mehr:

http://www.process.vogel.de/energieinhalt-von-faulgasen-sicher-nutzen-a-554742/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Meldungen der DWA 2017

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Dezember 2017
Wasserbetriebe und Amsterdam Waternet beschließen Kooperation  
EU-Kommission fordert stringentere Umsetzung der Pestizid-Richtlinie 
Raumordnungsbericht vorgelegt: auch an dezentrale Lösungen denken  
Verringerung der Schadstoffeinleitung nicht alleiniges Kriterium 
Förderung zu Wasserressourcen und Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ausgeschrieben  
Baden-Württemberg: fast flächendeckende Gebühr für entsorgtes Niederschlagswasser  
BMBF legt umfassendes Forschungsprogramm zu Plastik in der Umwelt auf  
Baden-Württemberg: Umweltpreis für Unternehmen 2018 ausgeschrieben  
Auslegungshilfe des BMUB zur Klärschlammverordnung veröffentlicht  
Sachsen: Abwasserentsorgung zu 98 Prozent nach dem Stand der Technik  
Wasserwirtschaft bedarf weltweit Investitionen von 255 Milliarden Euro 
Schleswig-Holstein: Kampagne zur Risikovorsorge gegen Elementargefahren gestartet  
Plastik in Binnengewässern: Verbundprojekt „PLASTRAT“ gestartet 
Daten zu den SDG-Indikatoren für Deutschland  
Pilotprojekt zur Phosphor- Rückgewinnung aus Klärschlamm in Hamburg  
Richtfest der Ozonungsanlage auf der Kläranlage Soers 
Sächsischer Umweltpreis für hydrograv  
November 2017
Weltweit anwendbare Bemessungsansätze für Kläranlagen als Ergänzung des DWA-Regelwerks  
Praxisleitfaden „Qualitätsabhängige Kanalnetzsteuerung“  
Willy-Hager-Preis ausgeschrieben  
TSM Abwasser für Stadtentwässerung Kaiserslautern AöR  
Ressourcenschonende Infrastruktur – Ergebnisse eines Forschungsprojekts 
Projekt zu Fehleinleitungen in die Kanalisation  
FENASAN und IFAT schließen Partnerschaft  
EU: über 222 Millionen Euro für Umwelt, Naturschutz und Klima  
Aussteller für IFAT-Mediendialog 2018 gesucht 
Änderung der Klärschlammverordnung veröffentlicht 
BMBF-Förderrichtlinie „Internationales Katastrophen- und Risikomanagement – IKARIM“ veröffentlicht  
Bayern: neues Sonderförderprogramm für Kommunen gegen Sturzfluten aufgelegt  
Durchlässige Bodenbeläge haben größte Akzeptanz  
Entwurf zur Novellierung des Thüringer Wasserrechts vorgelegt  
Oktober 2017
Wasserqualität in Sachsen-Anhalt  
Umsätze in der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft 2015 um 3,8 % gesunken 
Spurenstoffe: beschleunigte Elektronen sollen bei der Abwasserreinigung helfen 
Kaulquappen als Indikator für hormonaktive Substanzen 
Innovative Niederschlagsmodelle für den Überflutungsschutz 
Infektionsrisiken in Überschwemmungsgebieten in Deutschland: Risiko meist überschätzt  
Umwelt- und Technikrecht: Michael-Kloepfer-Preis ausgeschrieben  
BMWi: Förderung für Digitalisierung der Wasserwirtschaft  
Ballastwasserübereinkommen in Kraft  
Baden-Württemberg: Landesweit PFC-Einträge durch Kompost und Klärschlamm untersucht  
2016: 52 % weniger wassergefährdende Stoffe bei Unfällen freigesetzt als 2015  
Vierte Reinigungsstufen im Hessischen Ried 
Klimawandel verschiebt Zeitpunkt der Hochwässer  
UBA: Wasserwiederverwendung birgt Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit  
September 2017
Wirtschaftsfaktor Umweltschutz – 66 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2015 
Verwertung von Klärschlamm auf kleinen Kläranlagen  
Trockenheit in Deutschland – keine negative Entwicklung  
GreenTec Awards: Bewerbungsphase läuft  
Optimierte Prozesse und verbessertes Schnittstellenmanagement  
Hochwasserschutzgesetz II veröffentlicht  
Novellierung der Umweltverträglichkeitsprüfung 
Niedersachsen: 18,5 Millionen Euro für Klimaschutz bei öffentlichen Abwasseranlagen  
Neue Wasserstrategie des BMZ in Kraft gesetzt  
Neue AwSV in Kraft getreten  
Legionellen: Verordnung über Verdunstungskühlanlagen veröffentlicht  
IFWW-Förderpreis 2018 ausgeschrieben
Bestimmung des Wasserfußabdrucks von Unternehmen  
Gutachten: Folgen für Umwelt durch Versenkung von Salzabwässern aus Kaliindustrie derzeit nicht berechenbar
Design biologisch abbaubarer Medikamente  
Anbieter klimarelevanter Technologien gesucht  
Branchenstandard „IT Sicherheit Wasser/Abwasser“ offiziell anerkannt 
1450 Gigawattstunden Strom aus Klärgas im Jahr 2016 erzeugt  
„Klärschlamm“ zum Geburtstagskaffee  
Eine Institution geht in Pension  
Licht am Horizont? 
August 2017
DVWK-Merkblatt zur Wasserwirtschaft Heft 215/1990 „Dichtungselemente im Wasserbau“ und DVWK-Merkblatt zur Wasserwirtschaft Heft 225/1992 „Anwendung von Kunststoffdichtungsbahnen im Wasserbau und für den Grundwasserschutz“ (Teil Wasserbau) zurückgezogen  
26. Magdeburger Abwassertag  
Zustand deutscher Wasserkörper  
Wassernutzung in Deutschland  
Vergleich von Kosten der Abwasserentsorgung schwierig  
Unterirdischer Vortrieb des Abwasserkanals Emscher fertig gestellt  
Stadtentwässerung Hildesheim erhält TSM Abwasser 
„Promotionspreis auf dem Gebiet der Wasserchemie“ ausgeschrieben  
Kommunaler Klimaschutz: Kommunalrichtlinie öffnet neues Antragsfenster  
Ludwig-Bölkow-Technologiepreis 2017 ausgelobt  
Lippeverband: Pilotprojekt für Phosphorrecycling aus Abwasser  
„Leuchtturm 2018″ des Umweltcluster Bayern ausgeschrieben  
Empfehlungen des Stakeholder- Dialogs „Spurenstoffstrategie des Bundes“ übergeben 
WHO/UNICEF: 2,1 Milliarden Menschen ohne Trinkwasser, 4,5 Milliarden ohne Abwasserentsorgung  
Konsultation der EU-Kommission zu Mikroplastik  
Erste thermische Klärschlammverwertungsanlage Mecklenburg- Vorpommerns auf Rügen in Betrieb genommen
Einweihung der ExtraPhos®- Pilotanlage zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm 
Eignungsfeststellung des Branchenstandards IT-Sicherheit Wasser/Abwasser liegt vor  
EU-Bank stellt weiteren Kredit für Emscher-Umbau bereit  
Korrekturen im Arbeitsblatt DWA-A 161 „Statische Berechnung von Vortriebsrohren“  
Abwasserkanal der Stadt Aachen wird Wärmequelle für Wohnhäuser  
Bundestag beschließt Hochwasserschutzgesetz II  
Bundesregierung beschließt ersten Stickstoffbericht  
Brandenburg unterstützt Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen auf Deponien  
Bewertung der Wirkung von Glyphosat
Baden-Württemberg: 13 Millionen Euro Förderung für Phosphorrückgewinnung 
Baden in der Ruhr nach 46 Jahren wieder möglich  
Karl-Imhoff-Preis 2018 ausgeschrieben  
Eingriffsregelung und Kompensation bei der Umsetzung von EG-WRRL-Maßnahmen  
Norddeutsches Netzwerk Klärschlamm jetzt auch in Schleswig-Holstein!  
Einladung zur 70. DWA-Mitgliederversammlung  
Baden-Württemberg 7. Stuttgarter Runde 2017 – regional stark  
Juli 2017
Nachhaltiger Umgang mit Klärschlamm in der Ostseeregion  
Neue Studie: Kläranlagen scheiden Mikrofasern ab 
Nitrat: UBA warnt vor deutlich steigenden Trinkwasserpreisen  
Joseph-von-Fraunhofer-Preis für Membranverfahren zur Abwasserreinigung 
Schweiz stimmt für freiwillige Maßnahmen gegen Mikroverunreinigungen 
Stockholm Water Prize ausgeschrieben  
Umfrage zum Thema Ökosystemleistungen
Juni 2017
Bundesrat verabschiedet Neuordnung der Klärschlammverwertung 
Bundestag beschließt Mantelverordnung  
Klärwerk Hamburg soll „urbane Rohstoff-Mine“ werden  
Neuerscheinung: Arbeitsblatt DWA-A 131 „Bemessung von einstufigen Belebungsanlagen“ 
Umgang mit wassergefährdenden Stoffen: neue AwSV veröffentlicht  
DWA: Entwurf der Stoffstrombilanzverordnung ist keine Verbesserung des Status quo 
Export deutscher Wassertechnik knapp unter einer Milliarde Euro  
Mehr Klagerechte für Umweltverbände  
Neue Geringfügigkeitsschwellenwerte für das Grundwasser  
Niedersachsen: Kabinett beschließt Gesetzentwürfe zur Änderung des Wasser und Naturschutzrechts  
Investitionen in die Abwasserentsorgung 2015 stark rückläufig 
Rückstausicherung für Hausbesitzer – neuer Kurzfilm des Erftverbands  
TSM Abwasser für Mittelmärkische Wasser- und Abwasser GmbH  
Junge Wasserprofis gehen bei WorldSkills in Abu Dhabi an den Start  
Norddeutsches Netzwerk Klärschlamm jetzt auch in Schleswig-Holstein!  
Eingriffsregelung und Kompensation bei der Umsetzung von EG-WRRL-Maßnahmen 
Mai 2017
UVP-Gesetz wird novelliert  
Bund regelt Umgang mit Dünger und wassergefährdenden Stoffen neu  
Sächsischer Umweltpreis 2017 ausgeschrieben  
Achter Weltwasserbericht: Abwasser als Ressource  
Bundestags-Umweltausschuss: Debatte über den Hochwasserschutz  
Karl-Imhoff-Preis 2018 ausgeschrieben  
Klärwerk Waßmannsdorf: 275 Millionen Euro für Ausbau  
Zertifizierung nach ISO 27001 als Nachweis gemäß § 8a (3) BSI-KritisV nicht ausreichend  
Als „Kackhaufen“ verkleidete Demonstranten in der Dresdner Innenstadt  
Baden-Württemberg: 121 Millionen Euro für Förderprogramm Wasserwirtschaft und Altlasten  
Bundesregierung verabschiedet Legionellenverordnung  
Wasserverband Eifel-Rur erhält TSM Abwasser  
BMUB-Exportinitiative Umwelttechnologien geht in die nächste Runde  
Geprüfte Kläranlagen-Fachkraft“ – ein erstes Fazit  
April 2017
Neuerscheinung DWA-Themen 3/2017 – Behandlung von Haushaltsabfällen: mechanisch-biologische (Rest)-Abfallbehandlung  
Neu erschienen DWA-Themen 2/2017: Niederschlagserfassung durch Radar und Anwendung in der Wasserwirtschaft  
TH Köln: zwei Wasserprojekte gefördert 
Verringerung von Röntgenkontrastmitteln im Wasser 
Kläranlage Bottrop auf dem Weg in die Energieautarkie 
Bau einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage in Saerbeck beantragt 
Deutscher Nachhaltigkeitspreis Forschung für Wasser-Projekte ausgeschrieben 
Neue Adsorptionsmaterialien zur Entfernung von Mikroschadstoffen aus Abwasser 
Fracking: Deutlich mehr Leckagen als bisher angenommen 
Glyphosat: nicht krebserregend, aber giftig für das Wasser-Ökosystem 
Mehr Hochwasserschutz am Niederrhein 
Neue BMBF-Fördermaßnahme zur Wasserwiederverwendung 
Neue Klärschlammverordnung vom Bundestag beschlossen 
Stiftungspreis „Jugend baut Europa“ ausgeschrieben 
Wasserrahmenrichtlinie: effektbasierte Methoden statt Einzelstoffprüfung 
Zwei neue Faulbehälter für Kläranlage in Oldenburg 
März 2017
NRW sieht Programm „Reine Ruhr“ auf gutem Weg 
Bundeskabinett beschließt Novelle der Klärschlammverordnung  
Bundesregierung: Reform der Düngeverordnung beschlossen 
Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zum Energierecht – wichtige Steuerbefreiungen bleiben erhalten  
Deutscher Innovationspreis für Klima und Umwelt 2017 ausgeschrieben 
Nitrat: regional stark steigende Wasserpreise?  
Düngemittelverordnung: Klärschlammentwässerung mithilfe von Stärke und Chitin zulässig?  
DWA und Welthungerhilfe vereinbaren Fortsetzung ihrer Kooperation  
EU-Kommission: Deutschland soll Nitratrichtlinie „tiefgreifender“ umsetzen 
Europäisches Parlament stimmt CETA zu  
„Exportinitiative Umwelttechnologien“ wird fortgesetzt  
Neuer Entwurf des Hochwasserschutzgesetzes II vom Bundeskabinett verabschiedet 
Nordrhein-Westfalen: Förderwettbewerb „Innovative ressourceneffiziente Investitionen“ gestartet  
Novelle des Raumordnungsgesetzes – mehr Kompetenzen des Bundes beim Hochwasserschutz?  
Schleswig-Holstein: Umweltministerium startet Informationskampagne zur Entsorgung von Arzneimitteln  
Mehrkosten für Abwasserentsorger und Bürger, wenn Stromsteuerbefreiung gestrichen wird  
Brandenburg hat Vorsitz der Umweltministerkonferenz übernommen 
Eckpunkte für neue Düngeverordnung stehen 
Technisches Referendariat als dringend benötigte Qualifizierung  
Bundeskartellamt startet Sektoruntersuchung Haushaltsabfälle  
DFG-Forschergruppe zu extremen Hochwässern 
Förderrichtlinie für Klimaschutz mit Kälte- und Klimaanlagen erneuert und ausgeweitet  
Nordrhein-Westfalen: Kabinett hat Starkregenkonzept beschlossen  
Bundesregierung: Schäden durch Feuchttücher nicht bezifferbar  
Mehr Wissen über die Oberflächengewässer der Erde: neue interaktive Anwendung  
64 Prozent des Klärschlamms wurden 2015 verbrannt  
Bundeskabinett: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016 beschlossen  
Extremwetter: Neuer Leitfaden Wassersensible Stadt- und Freiraumplanung veröffentlicht  
Nitratbericht 2016: Keine Entwarnung bei Gewässerbelastung  
Verlängerung des Moratoriums der Niederlande für die Gewinnung von Schiefergas 
Weniger Mikroplastik in Kosmetika  
Januar 2017
Förderprogramm zum Technologietransfer im technologischen Ressourcenschutz ausgeschrieben  
IKSO: 20 Jahre Kooperation im Einzugsgebiet Oder  
CUTEC-Institut wird in die TU Clausthal überführt  
Rheinland-Pfalz: Thermische Verwertung von Klärschlamm gewinnt an Bedeutung  
Geodaten: Handlungsempfehlung hilft Ver- und Entsorgungsunternehmen bei Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie
Kabel im Kanal: DigiNetzG verkündet – Telekommunikationsgesetz geändert  
Rheinland-Pfalz: Land stützt Kommunen bei 600 wasserwirtschaftlichen Projekten 
Umweltministerkonferenz beschließt gemeinsames Vorgehen gegen PFC  
Cyber-Sicherheitsstrategie 2016 vorgelegt  
Baden-Württemberg: 5. Umwelttechnikpreis ausgeschrieben  
EU-Kommission verklagt Italien erneut vor Gericht und schlägt ein Zwangsgeld vor  
Bayern fördert DWA-Hochwasseraudit mit 75 Prozent  
Bayern: Abwasser-Innovationspreis für wegweisende kommunale Projekte verliehen 
Graduiertenkolleg zu Seeökosystemen und der Wirksamkeit von Renaturierungsmaßnahmen  
NEW AG erhält TSM Abwasser  
Niedersachsen novelliert Wassergesetz  
Spanien wegen Verletzung der Abwasserrichtlinie erneut vor dem EuGH  
Rheinland-Pfalz: Umweltministerium und Wetterdienst erstellen Starkregen-Karten
Weser-Stadion gegen Hochwasser geschützt

Wasserbetriebe und Amsterdam Waternet beschließen Kooperation

Die Berliner Wasserbetriebe und der Amsterdamer Wasserversorger Waternet wollen auf den Gebieten Regenwasserbewirtschaftung, Spurenstoffentfernung und Forschungsförderung künftig enger zusammenarbeiten.Dies haben beide Unternehmen am Rande der Amsterdam International Water Week Anfang November 2017 bekannt gegeben.Beide Unternehmen sind als integrierte Wasserver- und Abwasserentsorger die jeweils größten ihres Landes, Waternet das einzige Unternehmen dieser Art in den Niederlanden.

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EU-Kommission fordert stringentere Umsetzung der Pestizid-Richtlinie

Die EU-Kommission kritisiert die Umsetzung der Pestizid-Richtlinie in den meisten Mitgliedstaaten.Die Richtlinie biete zwar das Potenzial, die mit dem Pestizideinsatz verbundenen Risiken deutlich zu reduzieren.Die Umsetzung der Richtlinie sei aber nach wie vor überwiegend lückenhaft, die erzielten Erfolge der Pestizidreduzierung sind daher nur begrenzt und reichen nicht aus, um die mit der Richtlinie verfolgten Ziele für Umwelt und Gesundheit zu erreichen.Dies betont die EU-Kommission in einem Mitte Oktober verabschiedeten Bericht zur Umsetzung der Richtlinie zum nachhaltigen Pestizideinsatz.Der Bericht umfasst eine breite Palette von Themen, wie Spritzen oder Sprühen mit Luftfahrzeugen, Information der Öffentlichkeit und Schulung von Fachkräften.

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Raumordnungsbericht vorgelegt: auch an dezentrale Lösungen denken

„In ländlichen Räumen, im Außenbereich und bei Einzelgehöften sollen auch dezentrale Lösungen in Betracht gezogen werden.“ So heißt es zum Thema Abwasserentsorgung im neuen Raumordnungsbericht des Bundesinstituts für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR), den das Bundeskabinett verabschiedet hat.Der Bericht befasst sich mit der Frage, wie die Daseinsvorsorge in Stadt und Land gesichert werden kann.Hierfür werten die Autoren zahlreiche Daten aus, geben aber auch Handlungsempfehlungen.
Zwischen 2005 und 2015 sind 1,4 Millionen Menschen in die Großstädte gekommen, während die Einwohnerzahl vor allem in Kleinstädten und Landge¬meinden zurückgeht.„Bund, Länder und Kommunen müssen insbesondere das Thema Mobilität und Daseinsfürsorge genauer in den Fokus nehmen, um bei Abwanderungstendenzen frühzeitig ge-genzusteuern und Mindestversorgungen zu sichern“, sagt BBSR-Präsidentin Petra Wesseler.

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Verringerung der Schadstoffeinleitung nicht alleiniges Kriterium

In einem wasserrechtlichen Erlaubnisverfahren darf bei der Prüfung, ob die Verbesserung eines Gewässers durch eine Benutzung gefährdet wird, nicht allein auf eine Verringerung der Schadstoffeinleitung abgestellt werden.Dies hat das Bundesverwaltungsgericht Anfang November bezüglich der wasserrechtlichen Erlaubnis für das Kraftwerk Staudinger entschieden (BVerwG 7 C 25.15 – Urteil vom 2.November 2017).Eine anerkannte Umweltvereinigung, hatte gegen die wasserrechtliche Erlaubnis für Steinkohle- und Erdgaskraftwerks Staudinger bei Hanau geklagt, da durch diese die Ent-nahme von Kühl- und Spülwasser aus dem Main sowie die Einleitung von Abwasser in den Main zugelassen wird.Nach Ablauf einer bis Ende 2012 erteilten bestandskräftigen Erlaubnis war eine Interimserlaubnis bis Ende 2015 und daran anschließend eine weitere Erlaubnis bis Ende 2028 erteilt worden.Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hatte die Klage in erster Instanz abgewiesen.Einer Umweltverträglichkeitsprüfung und einer Öffentlichkeitsbeteiligung habe es wegen des immissionsschutzrechtlich bestandskräftig genehmigten Betriebs des Kraftwerks nicht bedurft, hatte der Ver-waltungsgerichtshof entschieden.Für die wasserrechtlichen Erlaubnisse selbst bestehe keine UVP-Pflicht.Menge und Schädlichkeit des Abwassers, insbesondere im Hinblick auf die Quecksilberbelastung, seien in den Erlaubnissen so ge-ring gehalten worden, wie dies nach dem Stand der Technik möglich und nach den einschlägigen Vorschriften erforderlich sei.Durch Nebenbestimmungen werde hinreichend sichergestellt, dass es weder zu einer Verschlechterung des Gewässerzustandes komme noch eine Verbesserung verhindert werde, hatten die Verwaltungsrichter weiter ausgeführt.Das Bundesverwaltungsgericht hat auf die Revision des Klägers das Verfahren gegen die bis 2028 geltende Erlaubnis an den Verwaltungsgerichtshof zurückverwiesen.Zwar bedarf es auch laut dem BVerwG für die isolierte Neuerteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis im Anschluss an eine zuvor abgelaufene Erlaubnis für eine immissionsschutzrechtlich bestandskräftig genehmigte und unverändert betriebene Anlage keiner erneuten Umweltverträglichkeitsprüfung und auch keiner zusätzlichen Öffentlichkeitsbeteiligung.Auch hat der Verwal-tungsgerichtshof eine Verschlechterung des Gewässerzustandes mit zutreffender Begründung verneint.Bei der Prüfung, ob durch die erlaubte Gewässerbenutzung die anzustrebende Verbesserung des Gewässerzustandes gefährdet wird, kann nach Ansicht des BVerwG aber nicht allein auf die Reduzierung der Einleitungen abgestellt werden.Es muss vielmehr von der tatsächlichen Schadstoffbelastung ausgegangen werden, zu der es weiterer Feststellungen durch den Verwaltungsgerichtshof bedarf.

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Förderung zu Wasserressourcen und Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ausgeschrieben

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat eine Richtlinie zur Förderung von transnationalen Forschungsvorhaben innerhalb der Joint Programming Initiative „Water Challenges for a Changing World“ (JPI Water) auf dem Gebiet „Wasserressourcen-Management zur Un¬terstützung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen“ veröffentlicht (Bundesanzeiger vom 9.November 2017).
Im Rahmen der vorliegenden Bekanntmachung werden transnationale Verbundvorhaben im Bereich der angewandten Forschung gefördert, die ein hohes Maß an gesellschaftlicher Relevanz, transnationaler Arbeitsteilung, Innovation und wissenschaftlich-technischem und wirtschaftlichem Risiko aufweisen.Gefördert werden ausgewählte Verbundvorhaben in den folgenden zwei Themenfeldern:
a) Multipler Nutzungsdruck auf Ökosysteme und Ökosystemleistungen sowie effektive Minderungsinsbesonmaßnahmen – Anpassungs- und Bewertungsinstrumente zur Implementierung der wasserbezogenen Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen,
b) Entwicklung anwendbarer Lösungen zum Wasserqualitätsmanag#ment, um das SDG 6 sowie damit verknüpfte Nachhaltigkeitsziele zu adressieren.
Vorlagefrist für Projektskizzen beim Call Sekretariat (Übertragung ins elektronische Antragssystem) ist der 11. Dezember 2017, 17 Uhr MEZ.In einer zweiten Verfahrensstufe werden die Verbundkoordinatoren von positiv bewerteten Projektskizzen vom Call Sekretariat zur Erstellung von Vollanträgen („Full proposals“) in Abstimmung mit den Verbundpartnern aufgefordert.
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1458.html

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Baden-Württemberg: fast flächendeckende Gebühr für entsorgtes Niederschlagswasser

Zu den aktuellen Wasser- und Abwassergebühren stehen im Internetangebot des Statistischen Landesamts Baden-Würt-temberg interaktive Gemeindekarten zum Abruf bereit.Die Karten zur Trink¬wassergebühr, Schmutz- und Nieder-schlagswassergebühr sowie zur Grundgebühr zeigen auf einen Blick die deutlichen Unterschiede in der Gebührenhöhe zwischen den Gemeinden auf.Die Trinkwassergebühr schließt die Mehrwertsteuer auf die öffentliche Wasserversorgung mit ein; ausgewiesen sind die jeweiligen Tarife für die Haushaltskunden.

Nach Mitteilung des Statistischen Landesamts weisen die Karten zur Abwassergebühr darüber hinaus auch auf Unterschiede in der Gebührenstruktur hin (Schmutzwassergebühr, Niederschlagswassergebühr).Während die Abwassergebühr in aktuell 29 von den 1101 Gemeinden des Landes als Einheitsgebühr allein auf Grundlage des Trinkwasserverbrauchs ermittelt wird, kommt es in den übrigen 1072 Gemeinden zur Trennung in eine Schmutz- und eine Ni-derschlagswassergebühr.

Aus der Karte zur Grundgebühr für Wasser und Abwasser wird deutlich, dass im Land zusätzlich zur verbrauchs- und flächenabhängigen Gebühr in fast allen Gemeinden eine monatliche oder jährliche Grundgebühr erhoben wird.In 1078 Gemeinden fällt eine Grundgebühr für die Trinkwasserversorgung an, die in 55 Gemeinden mit einer Grundgebühr für die Abwasserentsorgung ergänzt wird.

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BMBF legt umfassendes Forschungsprogramm zu Plastik in der Umwelt auf

Welches Ausmaß hat gegenwärtig die weltweite Plastikverschmutzung, was sind ihre Ursachen und Wirkungen? Diesen Fragen geht der neue Forschungsschwerpunkt Plastik in der Umwelt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) nach.18 Verbundprojekte mit rund 100 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbände, Kommunen und Praxis wollen ein Gesamtbild zeichnen, wie Kunststoffe produziert, eingesetzt, genutzt, gehandelt und entsorgt werden.Insgesamt stellt das BMBF 35 Millionen Euro zur Verfügung, eines der weltweit größten Forschungsprogramme zum Thema Plastik bisher.

Insbesondere in Gewässern ist Plastik ein großes Umweltproblem.So beschäftigt sich etwa das von der Technischen Universität Berlin koordinierte Vorhaben „Reifenabrieb in der Umwelt“ damit, den Eintrag von Mikroplastik aus Reifenabrieb im Abflusswasser der Straßen mengenmäßig zu erfassen.Allein in Deutschland fallen pro Jahr schätzungsweise 60 000 bis 100 000 Tonnen Abrieb an.

Ein weiteres Vorhaben zielt darauf ab, die Belastung durch Mikroplastikpartikel zu reduzieren, die Textilien aus Synthesefasern bei der Haushaltswäsche freisetzen.Projektpartner sind acht Organisationen aus Industrie, Forschung und Umweltschutz, darunter der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e. V.
als Koordinator, die Hochschule Niederrhein und der WWF Deutschland.

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Baden-Württemberg: Umweltpreis für Unternehmen 2018 ausgeschrieben

Unternehmen und Selbständige aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung mit einem Unternehmensstandort in Baden-Württemberg können sich für den baden-württembergischen Umweltpreis bewerben.Die Bewerbungsfrist endet am 31.Januar 2018.Der Preis wird in den Kategorien „Handel und Dienstleistung“, „Handwerk“, „Industrie- Unternehmen bis 250 Mitarbeiter“ sowie „Industrie-Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern“ vergeben.Zusätzlich wird der Jurypreis „Förderung und Erhalt der biologischen Vielfalt“ ausgelobt.Darüber hinaus vergibt das Land zum zweiten Mal ein Preisgeld für Organisationen aus dem Non-Profit-Bereich, die unternehmensähnliche Strukturen auf-weisen.Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von jeweils 10 000 Euro, das für Maßnahmen im Umweltschutz einzusetzen ist.Die Preisverleihung wird am 4.Dezember 2018 in Stuttgart stattfinden.

www.umweltpreis.baden-wuerttemberg.de

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Auslegungshilfe des BMUB zur Klärschlammverordnung veröffentlicht

Das Bundesumweltministerium hat eine Auslegungshilfe zu § 15 Abs. 4 der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) veröf-fentlicht.Diese Passage der Verordnung sieht ein Verwertungsverbot von Klärschlämmen, Klärschlammgemischen und Klärschlammkomposten auf oder in landwirtschaftlich genutzten Böden vor, sofern der Klärschlamm bei der Behand-lung von Abwasser aus der industriellen Kartoffelverarbeitung anfällt.Hintergrund der Regelung ist es, die Verbreitung von Pflanzenkrankheiten – insbesondere von Kartoffelkrebs und Kartoffelzystennematoden – einzudämmen bzw.diesen vorzubeugen.Mit der Auslegungshilfe soll ein Überblick über den Hintergrund, den Inhalt und den Anwendungsbereich des Verwertungsverbots nach § 15 Abs. 4 AbfKlärV aus Sicht des Bundesumweltministeriums gegeben werden.Die Auslegungshilfe greift die praxisrelevanten Fragen auf.Sie ist mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft abgestimmt.

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Sachsen: Abwasserentsorgung zu 98 Prozent nach dem Stand der Technik

Ende 2016 wurde das Abwasser von fast 98 Prozent der Einwohner Sachsens nach dem Stand der Technik gereinigt.Diese Zahl nannte Landesumweltminister Tho¬mas Schmidt bei der jährlichen Landes¬konferenz „Kommunale Abwasserbeseiti¬gung“ am 8.November 2017 in der Dresdner Dreikönigskirche.Der Minister verwies auf die beeindruckende Entwicklung bei der Abwasserentsorgung.„Sieben Milliarden Euro an Investitionen waren in den vergangenen 27 Jahren dafür notwendig.Der Freistaat Sachsen hat sie mit mehr als vier Milliarden Euro unterstützt.Bau bzw.Umrüstung von rund 79 000 Kleinkläranlagen wurden mit 140 Millionen Euro gefördert.“
Für die verbleibenden 2,4 Prozent der Einwohner, deren Abwasserentsorgung noch nicht dem Stand der Technik ent-spricht, ist der ordnungsgemäße Zustand noch über den Anschluss an öffentliche Anlagen bzw.über die Nachrüstung, den Neubau von Kleinkläranlagen oder deren Umrüstung zu abflusslosen Gruben herzustellen.Neben etwa 14 000 Kleinkläranlagen oder abflusslosen Gruben ohne Stand der Technik, die noch durch öffentliche Erschließung abgelöst werden, gibt es noch weitere circa 20 000 Kleinkläranlagen oder abflusslose Gruben, die nicht dem Stand der Technik entsprechen und dauerhaft als dezentraler Bestand bestehen bleiben werden.Hier seine die privaten Betreiber in der Pflicht, die erforderlichen Umrüstungen vorzunehmen.

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Wasserwirtschaft bedarf weltweit Investitionen von 255 Milliarden Euro

In die globale Wasserwirtschaft müssen in den nächsten Jahren erhebliche Mittel investiert werden.Der Weltwasserrat (World Water Council, WWC) schätzt die notwendigen Investitionen bis 2030 auf 255 Milliarden Euro.100 Milliarden Euro entfallen dabei auf die Modernisierung und den Ausbau der Wasserinfrastruktur, 155 Milliarden Euro sind für die Anpassung an den Klimawandel und die Eindämmung der globalen Erwärmung notwendig.Grundsätzlich fordert der Weltwasserrat Regierungen, Investmentbanken und Fonds auf, weltweit der Finanzierung für die Anpassung der Was-serinfrastruktur Vorrang zu geben, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu erhöhen.Der WWC umfasst über 300 Mitgliedsorganisationen weltweit, die gemeinsam den globalen Dialog und die internationale Zusammenarbeit führen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wassersicherheit einzudämmen.Der Rat konzentriert sich auf die politischen Dimensionen der Wassersicherheit, Anpassung und Nachhaltigkeit und arbeitet daran, Wasser an die Spitze der globalen politischen Agenden zu bringen.Der WWC mit Hauptsitz in Marseille, Frankreich, wurde 1996 gegründet.

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Schleswig-Holstein: Kampagne zur Risikovorsorge gegen Elementargefahren gestartet

Damit Hauseigentümer künftig besser vor den Folgen von Extremwettern geschützt sind, haben der Umweltminister Robert Habeck und Verbraucherschutzministerin Sabine Sütterlin-Waack aus Schleswig Anfang November 2017 die Initiative „Naturgefahren – Der echte Norden sorgt vor!“ gestartet.Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Schleswig- Holstein, den Industrie- und Handelskammern (IHK) Flensburg und Kiel, dem Bauernverband Schleswig-Holstein, Haus und Grund Schleswig-Holstein sowie dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wollen die Ministerien für Umwelt und Verbraucherschutz im Rahmen dieser Kampagne die Schleswig-Holsteiner über die Risiken für Hauseigentümer, Wohnungsbesitzer und Unternehmen durch Naturgefahren aufklären und zur Vorsorge raten.
Video zur Elementarschadenkampagne von Schleswig-Holstein:

https://youtu.be/uBvHtG_j_8w

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Plastik in Binnengewässern: Verbundprojekt „PLASTRAT“ gestartet

Mikroplastik in Binnengewässern steht im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts unter Koordination der Universität der Bundeswehr München.Während Plastikmüll und Mikroplastik in den Meeren schon seit längerer Zeit er-forscht werden, ist über die Funde in Binnengewässern noch wenig bekannt.Wie erfolgt der Eintrag von Mikroplastik in die Gewässer und welche Bedeutung hat dabei die Siedlungswasserwirtschaft? Welchen Einfluss können Mikroplastikpartikel auf Mensch und Umwelt haben? Welchen Einfluss haben Hersteller und Verbraucher und wie kann freigesetztes Mikroplastik wieder sicher, effektiv und effizient entfernt werden? Auf diese Fragen wollen die Beteiligten des Verbundprojekts „PLASTRAT“ Antworten finden.Das dreijährige Vorhaben läuft seit September 2017 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund drei Millionen Euro im Forschungsschwerpunkt „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze“ gefördert.
Am Projekt PLASTRAT (Lösungsstrategien zur Verminderung von Einträgen von urbanem Plastik in limnische Systeme) sind zehn Partner aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen beteiligt.Zusätzlich unterstützt wird es von zwölf assoziierten Partnern und Unterauftragnehmern, vor allem Betreibern von Abwasserbehandlungsanlagen, Her-stellern und Vertreibern von Kunststoffen sowie Fachverbänden.Mehrere Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten arbeiten bei der Forschung interdisziplinär zusammen.Ziel ist es, ein gemeinsames Bewertungssystem zur Umweltverträglichkeit von unterschiedlichen Kunststofftypen zu erarbeiten.Darauf aufbauend wollen die Forscher ein Gütesiegel für die Praxis schaffen, dass es ermöglicht, Kunststoffe bzw.Produkte anhand des individuellen Risikos – etwa Toxizität, Verbreitung oder Eliminationsmöglichkeiten – zu bewerten.

www.plastrat.de

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Daten zu den SDG-Indikatoren für Deutschland

Das Statistische Bundesamt hat eine aktualisierte und um eine Vielzahl an Zeitreihen erweiterte Publikation zu den In-dikatoren der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, den SDGs, herausgegeben.Deutschland gehört damit zu den Vorreitern hinsichtlich der Publikation von statistischen Daten zu den vielfältigen SDG-Themen wie beispielsweise Armut (SDG 1), Klima-und Umweltschutz (unter anderem SDG 6, 7, 12, 13, 14, 15) sowie Wirtschaftswachstum (SDG 8).

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Pilotprojekt zur Phosphor- Rückgewinnung aus Klärschlamm in Hamburg

Mit einem Pilotprojekt der Hamburger VERA Klärschlammverbrennung GmbH zur Rückgewinnung von Phosphor aus der Klärschlammverbrennung sollen jedes Jahr ca.1600 Tonnen Phosphor aus Klärschlammasche zurückgewonnen werden.Das Bundesumweltministerium fördert dieses Projekt mit mehr als drei Millionen Euro aus seinem Umweltinno-vationsprogramm.In der Verbrennungsanlage des Unternehmens werden etwa 125 000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr verbrannt.Mit Hilfe des TetraPhos®- Verfahrens wird der Phosphor bei VERA zukünftig in mehreren Prozessschritten durch Zugabe von Säure aus der Verbrennungsasche herausgelöst.Gleichzeitig werden die Störstoffe abgetrennt.Als Abnehmer des rückgewonnenen Phosphors kommen neben der Düngemittel¬industrie auch Unternehmen der Automobil-, Galvanik- und Baustoffbranche in Betracht.Die im Volumen deutlich reduzierte Rest-Asche wird auf Deponien abgelagert.

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Richtfest der Ozonungsanlage auf der Kläranlage Soers

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) baut auf der Kläranlage Aachen-Soers (Nordrhein-Westfalen) eine zusätzliche Reinigungsstufe, um Spurenstoffe aus dem Abwasser zu eliminieren.Dazu wird eine Ozonungsanlage in die bestehende Abwasserreinigung eingefügt werden.Am 23.Oktober 2017 fand zur Fertigstellung des Rohbaus das Richtfest statt.
Der WVER wird zukünftig im Rahmen seines vom Land Nordrhein-Westfalen hoch geförderten Projekts „DemO3AC“ (Demonstrationsvorhaben Ozonung des Abwassers auf der Kläranlage Aachen-Soers) den kompletten Abwasserstrom der Großkläranlage einer Behandlung in einer großtechnischen Ozonungsanlage unterziehen.Sie wird die größte ihrer Art in der Europäischen Union sein.Dabei will der Verband untersuchen, ob eine Reduzierung der anthropogenen Gewässerbelastung sich positiv auf das aquatische Leben, die Biozönose, auswirkt, und ob sich die Gewässerqualität messbar verbessert.Die Kläranlage Soers bietet sich für die Errichtung einer Ozonungsanlage an, weil ihr Ablauf einen hohen Anteil der Wasserführung der Wurm ausmacht, bei Trockenwetter bis zu 70 Prozent.Zur Evaluierung möglicher Effekte wird der durch den Eintrag aus der Kläranlage belastete Fluss in multidisziplinärer Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen sowohl bereits geraume Zeit vor als auch nach Inbetriebnahme der Ozonung überwacht.Neben der Messung von Spurenstoffen und Standardparametern zur Feststellung der Gewässerbeschaffenheit wurden und werden umfassende biologische Testverfahren an ein- und mehrzelligen Lebewesen durchgeführt, um mögliche Wirkungen zu erkennen.Ein weiteres Ziel des Großversuchs ist es, zusammen mit den Erkenntnissen aus einer bisher bereits beim Verband eingesetzten, kleineren Versuchsanlagen die Errichtung von Ozonungsanlagen auf kommunalen Kläran¬lagen optimal bemessen zu können, sollte dieses Verfahren letztendlich zum Einsatz kommen. Die Ozonungsanlage wird in der Regel den Trockenwetterabfluss von bis zu 1200 l/s behandeln.Damit sind 95 Prozent aller tatsächlichen Zuflüsse abgedeckt.Die maximal mögliche Wassermenge, die in der Anlage behandelt werden kann, liegt bei einem Zufluss von ca.3000 l/s, was der maximal möglichen Aufnahmekapazität der Kläranlage etwa bei Niederschlagsereignissen entspricht.Pro Jahr werden in der Ozonungsanlage ca.25 Millionen Kubikmeter Abwasser behandelt.

Zur Bereitstellung des notwendigen Ozons erzeugen drei Ozongeneratoren maximal 34 kg Ozon in der Stunde.Das Abwasser strömt in zwei Becken mit einem Volumen von je 1080 m³ und einer Breite von 10 m, einer Länge von 20 m und einer Höhe von 6 m.Das Ozon wird von unten über jeweils 55 tellerförmige Keramik-Belüfter mit dem Abwasser in Kontakt gebracht.Zur Anlage gehört auch eine Restozonvernichtung.Ebenso wird der Ablauf der Ozonungsanlage fortlaufend überwacht, um sicherzustellen, dass kein gelöstes Ozon mehr im ablaufenden Abwasserstrom verbleibt.
Zur Gewinnung des Ozons steht ein Sauerstofftank mit 50 t reinem Sauerstoff zur Verfügung, der dann unter Zu-hilfenahme von elektrischer Energie in Ozon umgewandelt wird.

Der Bau der Anlage begann im März 2017.Bis zum Beginn des Probebetriebs im Dezember 2017 werden die weiteren technischen Installationen vorgenom¬men.Der Beginn des Regelbetriebs der Anlage ist für März 2018 vorgesehen.
Die gesamten Baukosten belaufen sich auf ca.zwölf Millionen Euro; davon werden 70 Prozent durch die NRW-Bank über das Land Nordrhein-Westfalen als Förderzuschuss getragen.

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Sächsischer Umweltpreis für hydrograv

Die hydrograv GmbH (Dresden) wurde für ihr Projekt „Systematische, simulati¬onsgestützte Effizienzsteigerung abwas-sertechnischer Anlagen durch Computational Fluid Dynamics (CFD) – von Bits und Bytes über die Unterstützung von Planern bis zur nachhaltig wirkenden Technologie“ mit dem Sächsischen Umweltpreis ausgezeichnet.Der mit 9000 Euro dotierte Preis wurde hydrograv am 28.Oktober 2017 in der Kategorie I „Umweltfreundliche Technologien und Pro-duktionsverfahren“ verliehen.Zur Begründung schreibt das sächsische Umweltministerium: „Die hydrograv GmbH simuliert die Strömungsoptimierung in Abwasseranlagen mit einem computergestützten Verfahren.Damit kann eine 20-prozentige Steigerung der Leistung erreicht werden.Klärbecken mit einem geringeren Durchmesser und damit ein-hergehend einem geringeren Energie-und Wasserverbrauch erhöhen die Effizienz der Anlagen entscheidend.Dadurch werden auch Investitionen für weitere Nachklärbecken und für neue Filteranlagen gespart.Der Praxistest ist bereits be-standen: Sechs Nachklärbecken der Kläranlage Dresden-Kaditz sind mit strömungsoptimierten höhenvariablen Ei-laufbauwerken ‚hydrograv adapt‘ ausgerüstet worden.Diese reagieren flexibel auf Lastschwankungen der Abwassermenge und -verschmutzung.Dadurch wird die Elbe unterhalb von Dresden künftig pro Jahr um 6,5 Tonnen Phosphor entlastet, was der Umwelt zu Gute kommt.“ hydrograv ist besonders bekannt für die Entwicklung von höhenvariablen Einlaufbauwerken zur Verbesserung der Ablaufwerte und somit Effizienzsteigerung von Nachklärbecken.

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Weltweit anwendbare Bemessungsansätze für Kläranlagen als Ergänzung des DWA-Regelwerks

Wegen abweichender Abwassertemperaturen, erhöhten Salzgehalten oder anderen Ablaufanforderungen sind die im DWA-Regelwerk dokumentierten deutschen Bemessungsregeln für Abwasser-und Schlammbehandlungsanlagen im Ausland oftmals nicht direkt anwendbar oder können zu unwirtschaftlichen Ergebnissen führen. Als Ergänzung zum DWA-Regelwerk werden daher mit dem Themenband T4/2016 „Bemessung von Kläranlagen in warmen und kalten Klimazonen“ neue Bemessungsansätze für weltweite Anwendungsfälle zur Verfügung gestellt. Dessen Erarbeitung erfolgte maßgeblich über das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Expoval-Verbundprojekt. Der Themenband deckt die im Ausland gängigen Verfahren der kommunalen Abwasserreinigung ab, wie Belebungs-, Tropfkörper-, Anaerobverfahren (UASB) und Abwasserteiche. Daneben werden Auslegungshinweise zu Belüftungssystemen, zur Schlammfaulung, zur solaren Schlammtrocknung sowie zur Entfernung von Helmintheneiern gegeben. Zu allen Verfahren werden praxisnahe Berechnungsbeispiele dargestellt. Die rund 300 Seiten starke deutsche Fassung des Themenbandes wird aufgrund einer BMBF-Förderung derzeit kostenfrei vertrieben. Eine englische Übersetzung ist seitens der DWA für Anfang 2018 in Vorbereitung.

Am 21./22. November 2017 werden die neuen Bemessungsansätze bei einem DWA-Anwenderseminar in Duisburg von den Autoren vorgestellt und anhand von Beispielberechnungen erläutert.

Kostenfreier Bezug des Themenbandes T4/2016 über den Expoval-Koordinator Emscher Wassertechnik GmbH, Essen:
E-Mail: info@ewlw.de, PDF-Fassung über www.expoval.de/dwa-themenband

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Praxisleitfaden „Qualitätsabhängige Kanalnetzsteuerung“

Das Forschungsprojekt SAMUWA „Die Stadt als hydrologisches System im Wandel.Schritte zu einem anpassungsfähi-gen Management des urbanen Wasserhaushalts“ hat als ein Ergebnis den Praxisleitfaden „Qualitätsabhängige Kanal-netzsteuerung“ vorgestellt.Der Leitfaden fasst die Ergebnisse des Teilprojekts zur Entwicklung einer qualitätsabhängigen Verbundsteuerung in Wuppertal zusammen.Basierend auf einer umfangreichen Literaturrecherche ist der Stand des Wissens zum Thema „Online-Qualitätsmessungen in Kanalnetzen“ beschrieben.Das Forschungsprojekt SA¬MUWA wurde als Verbundforschungsvorhaben innerhalb der BMBF-Fördermaßnahme „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“ (BMBF-INIS) durchgeführt.Der Fokus dieses Projekts lag in der Flexibilisierung und Überarbeitung von bestehenden Systemen.Der zukünftige Wandel der städtischen Wasserinfrastruktur wird, bedingt durch allgemeine Entwicklungen wie den demo-grafischen und klimatischen Wandel, von stadtspezifischen Entwicklungen wie zum Beispiel der Veränderung der Stadtstrukturen sowie sozio-ökonomischen und sozio-kulturellen Entwicklungen überlagert.Das Teilprojekt B1 „Qua-litätsabhängige Steuerung“ legte den Arbeitsschwerpunkt auf die Verbesserung des Bestandes durch technische Maß-nahmen und wurde von der WSW Energie und Wasser AG sowie der Dr.Pecher AG (Erkrath) bearbeitet.Anspruch war es hierbei, das System intensiv zu analysieren und Verbesserungen hinsichtlich der Steuerung abzuleiten, die mit geringen Ertüchtigungsmaßnahmen möglich sind.Messkampagnen haben dabei gezeigt, dass Abflussverschmutzungen vielfach eine hohe zeitliche und räumliche Variabilität aufweisen (zum Beispiel Spülstöße) und selten eine Korrelation mit hydraulischen Daten besteht.Kanalnetzsteuerungen, die nur auf Wasserstands- und Abflussmessungen beruhen, können diese Effekte daher nicht berücksichtigen.Nur Online-Messungen der Verschmutzung können heute die dynamischen Prozesse abbilden und stellen damit eine sichere Steuerungsgrundlage dar.Der Leitfaden steht auf der Projekthomepage zur Verfügung:

www.samuwa.de

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Willy-Hager-Preis ausgeschrieben

Im Namen und Auftrag der Willy-Hager- Stiftung mit Sitz in Stuttgart schreiben die DECHEMA Gesellschaft für Chemi-sche Technik und Biotechnologie und die Fachgruppe „Wasserchemische Gesellschaft“ der Gesellschaft Deutscher Che-miker (GDCh) zum 25.Mal den Willy- Hager-Preis aus.
Mit dem Willy-Hager-Preis werden jüngere Wissenschaftler/-innen für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik der (industriellen) Wasser- oder Abwasseraufbereitung ausgezeichnet.Bei den Arbeiten soll in der Regel die verfahrenstechnische Problemlösung im Vordergrund stehen.Es können auch Gemeinschaftsarbeiten mehrerer Wissenschaftler/-innen eingereicht werden.Die Arbeiten sollten nicht länger als drei Jahre zurückliegen und an einer deutschen Hochschule durchgeführt worden sein.Der Willy-Hager-Preis ist mit 6000 € dotiert.Dieser Betrag wird je zur Hälfte zwischen dem/der Preisträger/-in und dem Hochschulinstitut, an dem die Arbeiten durchgeführt wurden, geteilt.Bewerbungen sind bis zum 20.November 2017 über die jeweilige Leitung des Hochschulinstitutes bei der DECHEMA einzureichen.

http://dechema.de/ehrungen.html

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TSM Abwasser für Stadtentwässerung Kaiserslautern AöR

Die Stadtentwässerung Kaiserslautern AöR verfügt über ein sehr gutes technisches Sicherheitsmanagement.Dies be-stätigte Ende August der DWA-Landesverbandsvorsitzende Peter Lubenau bei der Übergabe des TSM Abwasser an die Stadtentwässerung.Die Stadtentwässerung sieht die Auszeichnung durch die DWA auch als Beleg dafür, dass die Um-wandlung des Eigenbetriebes zur Anstalt des öffentlichen Rechts vor über zwei Jahren sehr gut umgesetzt worden ist.Genau dieser Einschnitt sei auch der Anlass für die Stadtentwässerung gewesen, sich der TSM-Prüfung zu unterziehen, meinte Jörg Zimmermann, stellvertretender Vorstand der Stadtentwässerung.Unter seiner Federführung hatte sich die Stadtentwässerung den Herausforderungen gestellt, die die Überprüfung der Bereiche Planung, Bau und Betrieb der abwassertechnischen Anlagen sowie die ordnungsgemäße Organisation und Einhaltung aller sicherheitsrelevanten Vorschriften und der entsprechenden Abläufe umfasste.Dazu wurden an zwei Tagen stichprobenartig nahezu 300 Aufgaben-und Themengebiete abgeprüft und die ordnungsgemäße Umsetzung auch vor Ort auf einzelnen Pumpstationen, dem Labor, unseren Werkstätten und der Kläranlage begutachtet.Ein Schwerpunkt lag hierbei darauf, inwieweit die organisatorischen Regelungen und eingeführten Maßnahmen auch geeignet sind, die Si-cherheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gewährleisten und die vorhandenen Gefährdungen zu minimieren.
Das technische Sicherheitsmanagement, kurz TSM, ist ein Verfahren zur Selbstüberprüfung von Unternehmen hinsichtlich der Qualifikation und Organisation des technischen Bereiches.Es hilft, Organisationsdefizite zu erkennen und Schwachstellen zu beseitigen, damit Haftungsfolgen von vornherein vermieden werden.

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Ressourcenschonende Infrastruktur – Ergebnisse eines Forschungsprojekts

In einem Forschungsprojekt wurde untersucht, wie technische Infrastrukturen möglichst zukunftsfähig und nachhaltig gestaltet werden können.Im Abschlussbericht „Ressourcenleichte zukunftsfähige Infrastrukturen – umweltschonend, robust, demografiefest“ sind die Ergebnisse dieses Projekts detailliert dargestellt.Zusätzlich hat das Umweltbundesamt die Broschüre „Ressourcenleichte Infrastrukturen in Stadt und Region“ erstellt.Sie richtet sich vor allem an die kommunalen und regionalen Akteure der Planung und Gestaltung von Infrastrukturen.Sie enthält Handlungsempfehlungen für eine ressourcenleichte Gestaltung von technischen Infrastrukturen sowie geeignete Maßnahmen und Instrumente zur Umsetzung der Empfehlungen.

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Projekt zu Fehleinleitungen in die Kanalisation

An einer Methodik, wie man in der Kanalisation Fehleinleitungen entdeckt – genauer gesagt, wo Schmutzwasser in das Netz für Regenwasser fließt – arbeitet das Team um Prof.Dr.Helmut Grüning an der FH Münster im Rahmen des Pro-jekts DETEK-T.Dazu sollen Glasfaserkabel eingesetzt werden.DETEK-T ist die Kurzbezeichnung für „Detektion von Fehleinleitungen in Trennsystemen und Reduktion der resultierenden Gewässerbelastung“.

Ausgenutzt wird dabei die Tatsache, dass die Umgebungsluft im Kanal und das Regenwasser zumeist kühler als Schmutzwasser sind.Die Glasfaserkabel sollen bei gemessenen Temperaturunterschieden im Kanal das eingebrachte Laserlicht in veränderter Wellenlänge an das Auswertegerät zurückstrahlen.Theoretisch lasse sich so genau analysieren, an welchen Stellen es wärmer ist im Regenwasserkanal – wo also Schmutzwasser hinzukommt und wo womöglich eine Abwasserleitung eines Haushalts falsch angeschlossen ist.

Bevor es in großen Kanälen der Projektstädte Warendorf und Wuppertal losgeht mit den Messungen, muss das Team noch das optimale Kabel finden.Außerdem wird eine Methode entwickelt, wie man Glasfaserkabel praktisch verlegen kann.Aktuell wird untersucht, wie man das Kabel in 200 bis 500 Meter lange Stücke unterteilen und verlegen kann.Außerdem laufen die ersten Umgebungsanalysen in den Projektstädten und eine NRW-weite Umfrage bei den Kommunen.Mit im Boot bei DETEK-T ist außerdem die Dr.Pecher AG.Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen (MULNV) fördert das Projekt, das bis Mitte 2019 läuft.

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FENASAN und IFAT schließen Partnerschaft

Die IFAT, Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, baut ihr internationales Netzwerk weiter aus.Ab 2018 wird sie strategischer Partner der FENASAN in São Paulo, Brasiliens größter Fachmesse für Wassertechnologien, die jährlich im Herbst im Expo Center Norte stattfindet.Fachliche Beratung bildet den Schwerpunkt der Vereinbarung.So wird die IFAT, zusammen mit ihren zahlreichen Partnerverbänden, unter anderem eine Podiumsdiskussion auf der FENASAN 2018 organisieren und bei der inhaltlichen Gestaltung des parallel stattfindenden Kongresses unterstützen.Auch die Internationalisierung der Veranstaltung ist Ziel der Kooperation.Mit fünf Tochterveranstaltungen ist die IFAT bereits in China, Indien, Südafrika und der Türkei vertreten und bildet das weltweit größte Netzwerk für Umwelttechnologien.Die Kooperation mit der FENASAN ist für die IFAT der erste Schritt in den südamerikanischen Markt.

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EU: über 222 Millionen Euro für Umwelt, Naturschutz und Klima

Die Europäische Kommission hat grünes Licht für ein Investitionspaket in Höhe von 222 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt gegeben, mit dem im Rahmen des LIFE-Programms für Umwelt und Klimapolitik der Weg Europas in eine nachhaltigere Zukunft mit weniger CO2-Emis¬sionen unterstützt wird.Die EU-Mittel sollen zusätzliche Investitionen anstoßen, sodass nach Angaben der EU-Kom-mission insgesamt 379 Millionen Euro in 139 neue Projekte in 20 Mitgliedstaaten fließen werden.

181,9 Millionen Euro fließen in Projekte für Umwelt und Ressourceneffizienz, Natur und Biodiversität sowie Verwaltungspraxis und Information im Um¬weltbereich.Im Einklang mit dem Paket zur Kreislaufwirtschaft der Kommission werden die Projekte die Mitgliedstaaten beim Übergang zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft unterstützen.Unter den Projekten befinden sich die Herstellung biobasierter Produkte aus Klärschlamm in den Niederlanden sowie die Anwendung einer neuen biologischen Wasserbehandlung zur Entfernung von Pestiziden und Nitraten im Süden Spaniens.

In Bezug auf die Klimapolitik investiert die EU 40,2 Millionen Euro für Projekte, die die Anpassung an den Klimawandel, den Klimaschutz sowie Verwaltungspraxis und Information im Klimabereich betreffen.
59 LIFE-Projekte für Umwelt und Ressourceneffizienz sollen 134,6 Millionen Euro mobilisieren, wovon die EU 73,0 Millionen Euro beisteuern wird.Diese Projekte betreffen Maßnahmen in den fünf Themenbereichen Luft, Umwelt und Gesundheit, Ressourceneffizienz, Abfall sowie Wasser.

Zwölf LIFE-Projekte für die Anpassung an den Klimawandel sollen 42,6 Millionen Euro mobilisieren, wovon die EU 20,6 Millionen Euro beisteuern wird.Diese maßnahmenbezogenen Finanzhilfen fließen in Projekte in den sechs Themenbereichen ökosystembasierte Anpassung, Gesundheit und Wohlbefinden, Anpassung an den Klimawandel in Berggebieten und Inselregionen mit Schwerpunkt auf dem Agrarsektor, Anpassung/ Planung in Stadtgebieten, Vulnerabilitätsbewertungen/Anpassungsstrategien sowie Wasser (einschließlich Hochwassermanagement, Küstengebiete und Wüstenbildung).

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Aussteller für IFAT-Mediendialog 2018 gesucht

Aussteller auf der IFAT 2018 in München, die sich und ihre Produkte und Dienstleistungen bereits vorab der Fachpresse präsentieren wollen, können sich bis zum 20.Dezember 2017 zum IFAT-Mediendialog anmelden.Der IFAT-Mediendialog findet am 23.und 24.Januar 2018 in München statt.Die Messe München hat hierzu ca.100 Fachjournalisten aus über 35 Ländern eingeladen, die sich im Rahmen von „Tischgesprächen“ über Unternehmen und Produktneuheiten informieren.Das Networking zwischen Fachpresse und Unternehmen kann im Rahmen eines Abend- Events vertieft werden.Diese „Messe vor der Messe“ wird seit 2014 sehr erfolgreich durchgeführt.

www.ifat.de/presse/events/mediendialog/ index.html

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Änderung der Klärschlammverordnung veröffentlicht

Die Novellierung der Klärschlammverordnung ist abgeschlossen: Am 2.Oktober 2017 wurde die „Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung“, die auch die Klärschlammverordnung ändert, veröffentlicht (BGBl. I, Nr.65, 3465-3512).Teile der Verordnung sind unverzüglich in Kraft getreten, für weitere Artikel werden Termine für das Inkrafttreten von 2023 bis 2032 genannt.Die wichtigsten Änderungen für die landwirtschaftliche Verwertung, die ohne Übergangsfrist gelten, sind:
Jede reguläre Klärschlammuntersuchung muss nun die Parameter Arsen, Thallium, Eisen und Chrom(VI) umfassen.Die Untersuchung muss je angefangene 250 t TR Klärschlamm erfolgen (sofern keine Ausnahme für qualitätsgesicherten Klärschlamm genehmigt wurde), mindestens jedoch alle drei Monate und maximal monatlich (§ 5 Abs.1).
Der Grenzwert für AOX beträgt 400 mg/kg TM (§ 8 in Verbindung mit Anlage 1).
Die Untersuchungsergebnisse des Klärschlamms müssen bei der zuständigen Behörde innerhalb von vier Wo-chen eingereicht werden (§ 5 Abs.4).
Klärschlamm darf nicht mehr in Wasserschutzgebieten (alle Zonen I-III) aufgebracht werden (§ 15 Abs.6).
Die Ausbringung von Klärschlämmen aus Kläranlagen, die Abwässer aus industrieller Kartoffelverarbeitung mit¬behandeln, ist verboten (§ 15 Abs.4).
Der Klärschlamm darf längstens eine Woche vor der Aufbringung am Feldrand bereitgestellt werden (§ 13).
Bei den Bodenuntersuchungen muss nun auch die Bodenart bestimmt werden (§ 4 Abs.1).
Nach dem 3.April 2018 müssen die Bodenanalysen auch die Parameter PCB und Benzo[a]pyren enthalten (§ 4 Abs.2).
Die Anzeige der beabsichtigten Klärschlamm-, Klärschlammkompost oder -gemischaufbringung hat nun mindestens drei Wochen vorher bei den Behörden zu erfolgen (§ 16).
Das Lieferscheinverfahren gem.§§ 17 und 18 ist einzuhalten, die Lieferscheine nach Anlage 3 sind zu ver-wenden.

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BMBF-Förderrichtlinie „Internationales Katastrophen- und Risikomanagement – IKARIM“ veröffentlicht

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat am 6.Oktober 2017 die Förderrichtlinie „Internationales Katastrophen- und Risikomanagement – IKARIM“ im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ veröffentlicht.Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit ausgewählten Partnerländern in Afrika und Asien.Die Vorhaben sollen konkrete Herausforderungen aufgreifen und gemeinschaftlich eng am Bedarf orientierte, innovative Lösungsansätze in der Katastrophenprävention und -bewältigung entwickeln und implementieren.Ziel ist die Stärkung der Resilienz der Partnerländer gegenüber Naturrisiken und technischen Katastrophen.

Im Sinne einer erfolgreichen Implementierung müssen die geförderten Vorhaben über relevante Schnittstellen zu umsetzungsorientierten Akteuren und Anwendern in den jeweiligen Partnerländern verfügen und lokale Rahmenbedin-gungen berücksichtigen.Zur Vorbereitung und Anbahnung der FuE-Vorhaben vor Ort besteht die Möglichkeit, im Vorfeld Definitionsprojekte durchzuführen.Sie sollen Handlungsbedarfe verdeutlichen und die konkreten Forschungsakti-vitäten festlegen.Definitionsprojekte können bis zum 15.Dezember 2017, Projektskizzen für FuE-Vorhaben bis zum 15.Dezember 2018 eingereicht werden.

Bewerben können sich Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftsein-richtungen, Behörden und deren Forschungseinrichtungen sowie vergleichbare Institutionen.

https://www.bmbf.de/foerderungen/ bekanntmachung-1416.html

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Bayern: neues Sonderförderprogramm für Kommunen gegen Sturzfluten aufgelegt

Mit einem neuen Sonderförderprogramm unterstützt das bayerische Umweltministerium zukünftig die Kommu¬nen in Bayern bei der lokalen Vorsorge gegen Sturzfluten.Drei Millionen Euro sind für das Risikomanagement vor Ort aktuell vorgesehen.Mit dem neuen Sonderförderprogramm soll es den Kommunen ermöglicht werden, individuelle Konzepte zu erstellen, um sich gegen die Gefahren von Sturzfluten zu wappnen.Das Sonderförderprogramm richtet sich insbesondere an kleinere Kommunen, für die Sturzfluten eine existenzielle Bedrohung sein können.Ziel des Sonderförderprogrammes ist es, die Hochwassergefahren nicht nur von kleinen Gewässern, sondern auch von wild abfließendem Wasser in einer Kommune zu erkennen.Darauf aufbauend werden individuelle Handlungsmöglichkeiten und Schutzmaßnahmen für die Kommunen sowie für die Betroffenen vor Ort aufgezeigt.Nicht nur die klassischen Möglichkeiten des technischen Hochwasserschutzes, sondern auch Elemente wie die Hochwasservorsorge bei der Flächennutzung oder Bauleitplanung werden dabei beleuchtet.

Der Fördersatz für das jeweils entwickelte kommunale Konzept beträgt 75 Prozent.Die maximale Zuwendung beträgt 150 000 Euro pro Kommune.Das neue Sonderprogramm ergänzt das bestehende Förderangebot zur ökologischen Gewässerbewirtschaftung und zum Hochwasserschutz an den Gewässern dritter Ordnung.

www.stmuv.bayern.de/themen/ wasserwirtschaft/foerderung/index.htm

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Durchlässige Bodenbeläge haben größte Akzeptanz

Durchlässige Bodenbeläge sind bei der Regenwasserbewirtschaftung am be kanntesten und werden bei der Bevölkerung am positivsten eingeschätzt.Auch Gründächer werden im Allgemeinen als sehr positiv bewertet, insbesondere aus ökologischen und ästhetischen Gründen.Private Versickerungsmaßnahmen finden dagegen nur sehr wenig Zustimmung in der Bevölkerung.Zu diesen Ergebnissen kommen Wissenschaftler der Universität Freiburg auf Basis einer breit angelegten Umfrage in den Städten Münster, Freiburg und Hannover im Rahmen des ReWaM-Projektes WaSiG (Wasserhaushalt siedlungsgeprägter Gewässer).Die Wissenschaftler fragten dabei auch nach der Motivation für die Errichtung von Regenwasseranlagen.Sowohl ökologische als auch finanzielle Aspekte stehen diesbezüglich klar im Vordergrund.Deutlich wurde bei der Umfrage auch ein erhebliches Informationsdefizit.So sprachen sich drei Viertel der Befragten für eine Erläuterung der Funktion von Versickerungsanlagen auf Hinweisschildern aus.

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Entwurf zur Novellierung des Thüringer Wasserrechts vorgelegt

Die Thüringer Landesregierung hat am 26.September 2017 die Novelle des Thüringer Wassergesetzes beraten.Der Entwurf steckt den gesetzlichen Rahmen neu ab für saubere Gewässer, flächendeckende Abwasserreinigung und besseren Hochwasserschutz.Das Thüringer Wasserrecht wird damit das erste Mal seit 1994 grundlegend reformiert.Dem ersten Kabinettsdurchgang folgt jetzt die Verbändeanhörung.Die Änderungen im Einzelnen:
An allen oberirdischen Gewässern wird ein zehn Meter breiter Schutzstreifen eingeführt.In Ortslagen soll der Randstreifen fünf Meter breit sein.Bun¬desweit einmalig ist das neue Optionsmodell, das Gewässerschutz und land-wirtschaftliche Nutzung kombiniert.Der Landwirt kann auch wählen, ob er den gesamten Zehn-Meter-Streifen als Ackerland nutzt und künftig auf jeglichen Chemie-Einsatz verzichtet.Oder ob er die ersten fünf Meter dauerhaft begrünt und dafür die anderen fünf Meter ohne Einschränkung bewirtschaftet.

Zukünftig soll die Pflege der Gewässer bei 13 neuen Gewässer-Unterhaltungsverbänden liegen.Alle Thüringer Gemeinden werden entsprechend ihrem Anteil am Flusseinzugsgebiet Mitglied im jeweiligen Verband.Hier werden Fach-planer und Flussarbeiter die kleinen und mittleren Gewässer für starken Hochwasser- und Gewässerschutz pflegen.Damit hört der Hochwasserschutz nicht mehr an der Gemeindegrenze auf.Das Land finanziert den Aufbau der Verbände über das kommunale Investitionspaket in den Jahren 2018 und 2019 mit zehn Millionen Euro.Zudem werden zukünftig Schlüsselzuweisungen von mehr als sieben Millionen Euro jährlich direkt an die Verbände gehen.
Eine neue Lösung plant das Umweltministerium bei der Abwasserbehandlung im ländlichen Raum.Zukünftig sol¬len die Abwasserzweckverbände mit Ein¬verständnis des Eigentümers öffentliche Kleinkläranlagen auf Privatgrund bauen und betreiben.Dies betrifft vor allem Ortschaften und Ortsteile im ländlichen Raum, wo Kleinkläranlagen per Abwas-serbeseitigungskonzept vorgesehen sind.Optional kann der Grundstückseigentümer weiter auf seine private Kleinkläranlage setzen.

Wichtig für den Schutz des Grundwassers ist, auch beim Thema Fracking Klarheit zu schaffen: Fracking wird es in Thüringen nicht geben. Dazu enthält der Gesetzentwurf Regelungen, die deutlich über die Bestimmungen im Bundesrecht hinausgehen. Sie verhindern die dort vorgesehenen Erprobungsbohrungen auf Thüringer Boden. Neu geregelt wird auch der Umgang mit den 59 sogenannten herrenlosen Speichern in Thüringen.Diese kleinen Talsperren sind vor 1990 entstanden und dienen überwiegend dem Bewässern von Ackerflächen.Der bauliche Zustand vieler Speicher ist mangelhaft.Hinzu kommen Sicherheitsrisiken, wenn die Wasserreservoirs große Mengen an Starkregen aufnehmen müssen. Zukünftig wird die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) die Sanierung oder den Abbruch der Speicher übernehmen.Dabei be¬kennt sich das Land klar zum Erhalt der Speicher, an denen Landesinteresse besteht.Zudem wird es faire Übernahmeangebote an Kommunen oder Dritte wie Landwirte oder Anglerverbände geben.Die übrigen Speicher werden durch die TFW Schritt für Schritt zurückgebaut.

Der jetzt vorgelegte Thüringer Gesetzentwurf berücksichtigt schon jetzt die Regelungen des neuen Hochwasser-schutzgesetzes II des Bundes, das am 5.Januar 2018 in Kraft tritt.Er enthält die dann notwendigen Anpassungen, um den Hochwasserschutz in Thüringen weiter zu verbessern. Im Fokus steht ein besserer Schutz der Überschwemmungsgebiete, unter anderem durch ein grundsätzliches Verbot für Heizölanlagen im Überschwemmungsgebiet sowie Nachrüstungsfristen für bestehende Anlagen.

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Wasserqualität in Sachsen-Anhalt

Fünf Fließgewässer-Wasserkörper und elf Seen in Sachsen-Anhalt befinden sich gegenwärtig in einem guten ökologischen Zustand im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Einen sehr guten Zustand erreicht kein Wasserkörper in dem Bundesland. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 18/13168) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. 71 Fließgewässer-Wasserkörper und sechs Seen sind demnach in einem mäßigen, 142 Fließgewässer-Wasserkörper und drei Seen in einem unbefriedigenden sowie 82 Fließgewässer-Wasserkörper und fünf Seen in einem schlechten ökologischen Zustand. Vier Fließgewässer- Wasserkörper und sechs Seen wurden nicht bewertet.

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Umsätze in der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft 2015 um 3,8 % gesunken

Im Jahr 2015 haben die Unternehmen der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft in Deutschland mit 20 und mehr Beschäftigten einen Umsatz von 565,6 Milliarden Euro erzielt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war das ein Minus von nominal 3,8 % gegenüber 2014. Damit ist der Umsatz das dritte Jahr in Folge gesunken. Allerdings lag der Umsatz 2015 immer noch um 11,3 % höher als 2011. Die Entwicklung in den einzelnen Branchen dieses Wirtschaftsabschnitts verlief sehr unterschiedlich. So sanken die Umsätze in der Elektrizitätsversorgung, in der 2015 über 80 % der Gesamtumsätze in der Energie-, Wasserund Entsorgungswirtschaft erzielt wurden, um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. In der Gasversorgung, die mit einem Anteil von rund 9 % am Gesamtumsatz die zweitstärkste Branche darstellt, sanken die Umsätze um 1,7 %. Den höchsten Umsatzrückgang mit einem Minus von 8,2 % gab es im Bereich Sammlung von Abfällen. Starke Umsatzzuwächse verzeichneten hingegen die Branchen Abfallbehandlung und -beseitigung ( 14,8 %) und Beseitigung von Umweltverschmutzungen und sonstiger Entsorgung ( 14,1 %). Zusammen haben beide Branchen einen Anteil von unter 2 % am Gesamtumsatz, sodass diese Zuwächse die allgemeine Umsatzentwicklung nur geringfügig beeinflussten. Die Zahl der Beschäftigten in der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft ist im Jahr 2015 mit rund 427 000 nahezu konstant geblieben: Gegenüber 2014 sank der Wert lediglich um 0,1 %. Fast jeder zweite Beschäftigte war im Jahr 2015 in der Elektrizitätsversorgung tätig (46 %). In der Gasversorgung arbeiteten 3 % der Beschäftigten. Auf den Bereich Sammlung von Abfällen entfielen 15 % der beschäftigten Personen. Jeder zehnte Beschäftigte war in der Abfallbehandlung und -beseitigung tätig (11 %).

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Spurenstoffe: beschleunigte Elektronen sollen bei der Abwasserreinigung helfen

Niederenergetische Elektronen möchten Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP (Dresden) zur Abtötung von Keimen sowie zum Abbau von Hormon- und Pharmarückständen im Abwasser einsetzen. Sie arbeiten dabei mit dem Institut IPEN aus Brasilien zusammen. Frank-Holm Rögner, Leiter der Abteilung Elektronenstrahlprozesse am Fraunhofer FEP, meint, die Verfahren seien „nicht nur wirtschaftlich, sondern in Bezug auf ihren Energie- und Ressourceneinsatz anderen Verfahren meist deutlich überlegen.“ Die Forscher vom Fraunhofer FEP haben bereits Erfahrungen auf dem Gebiet der effektiven Befen handlung von kleinen Flüssigkeitsmengen im Labormaßstab und wollen nun das Verfahren für größere Abwassermengen optimieren. Sie konzentrieren sich zunächst auf kompakte Lösungen für die Behandlung kleiner Flüssigkeitsmengen nah am Verursacher der Kontamination. Zum Entwicklungskonzept gehört auch die Erarbeitung neuer, kompakter Elektronenbeschleuniger im Mittelenergie- Bereich bis 600 Kiloelektronenvolt. Das brasilianische Partnerinstitut IPEN hat bereits gute Erfahrungen in der Abwasserbehandlung mit Hochenergie sammeln können (10 MeV). Am 6. und 7. November 2017 veranstalten beide Institute dazu gemeinsam den Workshop „AcEL – Accelerated Electrons for Life“ in São Paulo.

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Kaulquappen als Indikator für hormonaktive Substanzen

Die Schweizer Stadt Lausanne setzt auf genetisch veränderte Kaulquappen, um hormonaktive Substanzen im Gewässer frühzeitig zu erkennen. Eingesetzt wird das Verfahren sowohl im Wasserwerk der Stadt als auch im Ablauf der Kläranlage. Die gentechnisch veränderten Kaulquappen fluoreszieren in Abhängigkeit von der Hormonkonzentration mehr oder weniger stark. Entwickelt hat das System das französische Start-up-Unternehmen WatchFrog S. A., das Biomonitoring-Tool wird unter dem Namen Frogbox vertrieben.

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Innovative Niederschlagsmodelle für den Überflutungsschutz

Wie muss ein Kanalisationsnetz ausgelegt sein? In welchen Regionen ist mit welchen Niederschlagsszenarien zu rechnen? Das BMBF-geförderte Verbundvorhaben SYNOPSE II unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Uwe Haberlandt (Institut für Hydrologie und Wasserwirtschaft der Universität Hannover) entwickelt Modelle zur optimalen Planung und zum Betrieb von Stadtentwässerungssystemen. Ziel ist es, aussagekräftige Niederschlagsmodelle für ganz Deutschland zu entwickeln – als Basis für die Planung und den Betrieb von Kanalisationssystemen. Das am 1. Juli 2017 gestartete Verbundvorhaben „Synthetische Niederschlagsreihen für die optimale Planung und den Betrieb von Stadtentwässerungssystemen (SYNOPSE II)“ folgt auf das Projekt SYNOPSE I (2013 bis 2016). Im Vorgängerprojekt wurden als erster Schritt in Richtung einer bundesweit übertragbaren Datengenerierungsmethode die Bundesländer Niedersachsen und Baden-Württemberg sowie die Städte Hamburg, Braunschweig und Freiburg i. Br. als Modellgebiete betrachtet. Für diese Regionen wurden erste Modelle entwickelt. Nun sollen diese so weiterentwickelt werden, dass mit einer Software Niederschläge für jeden beliebigen Standort in Deutschland mit beliebiger Zeitreihenlänge berechnet werden können. Neben dem Institut für Hydrologie und Wasserwirtschaft der Leibniz Universität Hannover sind an SYNOPSE II die Universität Stuttgart (Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung), das Institut für technisch-wissenschaftliche Hydrologie Hannover GmbH, Dr.-Ing. Pecher und Partner Ingenieurgesellschaft mbH sowie Hamburg Wasser beteiligt.

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Infektionsrisiken in Überschwemmungsgebieten in Deutschland: Risiko meist überschätzt

Das Risiko von Ausbrüchen von Infektionskrankheiten durch Überschwemmungen wird in der Öffentlichkeit meist überschätzt, gerade bei Überschwemmungen in Industrieländern. Das stellt das Robert-Koch-Institut (RKI), das nach eigener Beschreibung „nationale Public- Health-Institut für Deutschland“, fest. Grundsätzlich könnten aber über fäkal kontaminiertes Wasser (zum Beispiel Überflutung von Abwassersystemen) bestimmte mit dem Stuhl ausgeschiedene Erreger übertragen werden und zu Magen- Darm-Erkrankungen oder Hepatitis A führen. In der Vergangenheit habe es bei Überschwemmungen in Deutschland keine Hinweise auf außergewöhnliche Infektionsgeschehen gegeben. In der Stadt Halle wurden allerdings im August 2013 insgesamt 24 Fälle von Kryptosporidiose, einem sich im menschlichen Darm ansiedelnden Parasit, gemeldet. Generell empfiehlt das RKI in von Überschwemmungen betroffenen Gebieten bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Infektionsrisiken. Nach den Erfahrungen bei früheren massiven Hochwasser-Ereignissen in Deutschland und anderen europäischen Ländern sei eine allgemeine Impfung der Betroffenen gegen Hepatitis A in der Regel nicht erforderlich. Für Kanalisations- und Klärwerksarbeiter gibt es unabhängig von Überschwemmungsgeschehen eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut für eine Hepatitis A-Impfung. Eine solche Impfung kann auch für die Einsatzhelfer sinnvoll sein. In überschwemmten Gebieten sind auch Leptospirose-Infektionen (Ansteckung zum Beispiel über kleine Hautwunden in direktem Kontakt mit dem Wasser) denkbar, jedoch sind diese Erkrankungen in Deutschland selten, und der Verdünnungseffekt reduziert das Infektionsrisiko. Hygienische Probleme ergeben sich vor allem nach dem Ende der Überschwemmung, wenn die Bewohner bei Aufräumarbeiten in ihren Häusern, Kellern und Gärten intensiven Kontakt zu möglicherweise mit Fäkalien kontaminiertem Wasser haben. Gegen die fäkaloral übertragbaren Krankheiten schützt man sich am besten durch strikte Händehygiene und den Verzehr von ausschließlich hygienisch unbedenklichen Lebensmitteln, vor allem von sauberem Trinkwasser.

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Umwelt- und Technikrecht: Michael-Kloepfer-Preis ausgeschrieben

Das Institut für Umwelt- und Technikrecht der Universität Trier (IUTR) hat für das Jahr 2018 den Michael-Kloepfer- Preis ausgeschrieben. Mit diesem Preis werden deutschsprachige rechtswissenschaftliche Monographien, die das Umwelt- und Technikrecht wegweisend fortentwickeln, ausgezeichnet. Zugleich soll die Auszeichnung der Förderung fachübergreifender Zusammenarbeit dienen. Das Preisgeld beträgt 4000 €. Die Verleihung erfolgt im Rahmen des 33. Trierer Kolloquiums zum Umwelt- und Technikrecht im September 2018. Für den Preis können deutschsprachige Monographien vorgeschlagen werden, die sich aus nationaler, europäischer oder internationaler Perspektive mit Problemen des Umwelt- und Technikrechts auseinandersetzen und von herausragender wissenschaftlicher Qualität sind. Es werden nur solche Monographien in das Auswahlverfahren einbezogen, die zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2017 publiziert wurden. Vorschläge, die sich auf selbst verfasste Arbeiten beziehen, bleiben unberücksichtigt. Vorschlagsberechtigt sind alle auf dem Gebiet des Umwelt- und Technikrechts tätigen Juristinnen und Juristen.

Vorschläge können bis zum 31. März 2018 eingereicht werden:
Institut für Umwelt- und Technikrecht der Universität Trier,
Campus II
54286 Trier,
www.iutr.de

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BMWi: Förderung für Digitalisierung der Wasserwirtschaft

Wie stark die kommunale Wasserwirtschaft in Deutschland bereits digitalisiert ist, soll das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderte Projekt „Kommunal 4.0“ untersuchen. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsminister Dirk Wiese sagte beim offiziellen Start der Studie bei der HST Systemtechnik in Meschede: „Stark schwankende Wetterlagen und Niederschlagsmengen stellen die Betriebe der kommunalen Wasserwirtschaft vor große Herausforderungen. … Dabei ist es wichtig, dass benachbarte Wasserbetriebe koordiniert vorgehen. Digitale Lösungen, die das in Echtzeit ermöglichen würden, werden aber noch zu selten angewendet. Zwar erfassen die einzelnen Betriebe viele Daten, diese sind aber häufig nur intern verfügbar.“ „Kommunal 4.0“ soll die Wasserwirtschaft dabei unterstützen, die Potenziale der Digitalisierung besser zu nutzen und sich übergreifend zu vernetzen. Wasser- und Abwasseranlagen sollen so zukünftig vorausschauender und kostengünstiger betrieben und geplant werden. Die Folgen von Unwettern sollen so gemildert werden. Im Rahmen des Projekts „Kommunal 4.0“ wird eine branchenspezifische digitale Daten- und Service-Plattform entwickelt. Auf ihr sollen die vielmals vorhan- Stofdenen Datenbestände einzelner Wasserbetriebe verknüpft und übergreifend zugänglich gemacht werden. Im Rahmen der jetzt gestarteten Studie werden zunächst die Anforderungen der Wasserund Abwasserbetriebe an die neue Plattform erfasst. Außerdem wird untersucht, wie stark die Betriebe schon heute digitalisiert sind. Das Projekt „Kommunal 4.0“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen mit rund drei Millionen Euro gefördert. Neben der HST Systemtechnik arbeiten die Pegasys GmbH (Meschede), Südwasser GmbH (Erlangen) sowie die drei Wissenschaftspartner ifak e. V. (Magdeburg), GECOC der Technischen Hochschule Köln sowie die IEEM gGmbH (Witten-Herdecke) an dem Projekt mit. Eine Erprobung der Plattform ist unter anderem in den Städten und Kommunen Siegen, Schwäbisch- Gmünd, Ingolstadt, Öhringen und Heeseberg geplant.

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Ballastwasserübereinkommen in Kraft

Am 8. September 2017 ist das Internationale Übereinkommen von 2004 zur Kontrolle und Behandlung von Ballastwasser und Sedimenten von Schiffen, das sogenannte Ballastwasser-Übereinkommen, in Kraft getreten. Schiffe sind verpflichtet, künftig an Bord Anlagen zur Behandlung von Ballastwasser zu installieren, die die weltweite Verschleppung invasiver Tier- und Pflanzenarten verhindern. Ballastwasser wird in Seeschiffen mitgeführt, um ihnen die notwendige Stabilität zu verleihen. Bei der Aufnahme von Ballastwasser kommen regelmäßig Organismen, zum Beispiel kleine Fische, Benthos- und Planktonorganismen oder auch pathogene Keime, mit an Bord. Diese werden wieder freigesetzt, wenn das Ballastwasser an anderer Stelle abgelassen wird, um stattdessen Ladung aufzunehmen. Durch den zunehmenden und immer schneller werdenden Schiffsverkehr wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Organismen die Passage im Ballastwasser überleben. Einige von ihnen können invasive Arten sein, die die Ökosysteme in ihrer neuen Umgebung empfindlich beeinflussen können. Das Ballastwasser an Bord von Schiffen muss vor der Abgabe in die Meeresumwelt so behandelt werden, dass ein in dem Übereinkommen vorgeschriebener Standard (Norm D-2) erreicht wird. Für eine Übergangszeit erlaubt das Übereinkommen unter bestimmten Voraussetzungen den Austausch von Ballastwasser (sogenannte Norm D-1), langfristig wird aber der strengere D-2-Standard gelten, der Qualitätsanforderungen an das abzugebende Ballastwasser stellt. Neubauten müssen den strengeren Standard sofort erfüllen. In Deutschland ist das Ballastwasser- Übereinkommen mit dem Ballastwasser- Gesetz und der See-Umweltverhaltensverordnung umgesetzt worden.

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Baden-Württemberg: Landesweit PFC-Einträge durch Kompost und Klärschlamm untersucht

Die seit 2013 bekannten PFC-Belastungen von Äckern in den Gebieten Rastatt, Baden-Baden und Mannheim wurden vermutlich durch Komposte verursacht, denen Papierschlämme zugesetzt worden waren. Um einen landesweiten Überblick über die mögliche Belastungssituation auf kompostbeaufschlagten Flächen zu erhalten, hat die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) in den Jahren 2015 und 2016 landesweit Stichproben entsprechend gedüngter Böden entnommen und auf Belastungen mit 20 verschiedenen per- und polyfluorierten Verbindungen (PFC) untersucht. PFC-Belastungen wie in Mittel- und Nordbaden wurden an keiner anderen Stelle im Land gefunden, erklärte Burkhard Schneider, stellvertretender Präsident der LUBW anlässlich der Veröffentlichung des Ergebnisberichts am 28. August 2017. Ergänzend hat die LUBW Ackerflächen im Land auf PFC untersucht, auf denen in der Vergangenheit Klärschlamm ausgebracht wurde. Darunter waren gezielt auch solche Flächen, die nach den Ergebnissen des landesweiten PFC-Untersuchungsprogramms von 2007 und 2008 mit überdurchschnittlich PFC-belasteten Klärschlämmen beaufschlagt wurden. Auch diese Flächen zeigten in der aktuellen Untersuchung keine Auffälligkeiten bei den PFC-Werten. Die LUBW sieht diese Ergebnisse als ein weiteres Indiz dafür, dass die Ausbringung von Klärschlämmen nicht die maßgebliche Ursache der PFC-Schadensfälle in Mittel- und Nordbaden ist. In allen untersuchten Böden wurden sehr geringe Hintergrundkonzentrationen von PFC gefunden. Die PFC-Gehalte in den untersuchten wässrigen Eluaten lagen bei allen Bodenproben in der gleichen Größenordnung und zeigten ein ähnliches Verteilungsmuster. Dies gilt unabhängig von der Region, von den aufgebrachten Kompostmengen sowie vom liefernden Kompostwerk und auch unabhängig davon, ob das Kompostwerk vorwiegend Biogut (aus der Biotonne) oder Grüngut (von Grüngutsammelplätzen) verarbeitet hat. Die Ergebnisse weisen daher auf einen sehr geringen flächigen, wahrscheinlich depositionsbedingten Hintergrundgehalt an PFC in Böden hin.

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2016: 52 % weniger wassergefährdende Stoffe bei Unfällen freigesetzt als 2015

Im Jahr 2016 wurden 2721 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen registriert, 121 mehr als 2015. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, traten dabei fast 7,5 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe unkontrolliert in die Umwelt aus. Das waren 8,0 Millionen Liter oder knapp 52 % weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2015 waren vier große Unfälle registriert worden, bei denen zusammen allein 8,4 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe freigesetzt wurden. Dabei hatte es sich insbesondere um Jauche, Gülle und Silagesickersaft sowie vergleichbare in der Landwirtschaft anfallende Stoffe (JGS) gehandelt. Die Unfälle im Jahr 2016 ereigneten sich beim Transport sowie in Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen (LAU-Anlagen) oder zum Herstellen, Behandeln und Verwenden (HBV-Anlagen) und bei der innerbetrieblichen Beförderung von wassergefährdenden Stoffen. Von den insgesamt freigesetzten Schadstoffen konnten rund 3,7 Millionen Liter (49 %) nicht wiedergewonnen werden. Rund 3,8 Millionen Liter wurden zum Beispiel durch Umpumpen oder Umladen in andere Behälter zum Schutz der Umwelt zurückgewonnen. Bei der nicht wiedergewonnenen Menge handelte es sich zu 71 % (rund 2,6 Millionen Liter) um JGS, die nach der seit August 2017 geltenden Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwsV) als „allgemein wassergefährdend“ eingestuft werden. 856 Unfälle gab es in Anlagen beim Umgang mit wassergefährdenden Stofdenen Befen. Hier traten 6,7 Millionen Liter aus. Fast die Hälfte der Menge (3,2 Millionen Liter) wurde bei Unfällen in Biogasanlagen freigesetzt. Knapp 56 % dieser betroffenen Anlagen unterliegen keiner wiederkehrenden Prüfpflicht. Die Hauptursache der Unfälle ist auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Beim Transport wassergefährdender Stoffe kam es zu 1865 Unfällen. 95 % dieser Unfälle (1770) ereigneten sich mit Straßenfahrzeugen. Insgesamt wurden beim Transport rund 723 000 Liter wassergefährdende Stoffe freigesetzt, darunter knapp 175 000 Liter JGS. Fast die Hälfte aller ausgetretenen Schadstoffe (352 000 Liter) konnte wiedergewonnen werden und stand einer anschließenden Nutzung zur Verfügung oder wurde einer geordneten Entsorgung zugeführt.

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Vierte Reinigungsstufen im Hessischen Ried

Der Abwasserverband Bickenbach-Seeheim- Jugenheim bekommt vom Land Hessen über 2,7 Millionen Euro zum Bau einer vierten Reinigungsstufe auf der Verbandskläranlage Bickenbach. Damit finanziert das Land Hessen 55 Prozent der förderfähigen Kosten. Mit diesem Pilotprojekt wird „erstmals in Hessen ein innovatives Reinigungsverfahren zur vorsorglichen Beseitigung von Spurenstoffen aus dem Abwasser begonnen“, wie Landesumweltministerin Priska Hinz sagte. Neben Bickenbach wird auch in Büttelborn der Bau einer vierten Reinigungsstufe auf Kläranlagen im Hessischen Ried gefördert. Das Hessische Ried ist besonders sensibel, da die Oberflächengewässer bis zu 80 bis 100 Prozent durch Kläranlageneinleitungen gespeist und 50 bis 60 Prozent des Trinkwassers für den Ballungsraum Rhein-Main hier gewonnen werden. Gleichzeitig gelangen im Hessischen Ried aufgrund der geologischen Bedingungen die Oberflächengewässer in Teilbereichen durch Infiltration in das Grundwasser. Die Hessische Landesregierung lässt derzeit eine Spurenstoffstrategie für das Hessische Ried bis Ende 2017 entwickeln. Die Strategie soll sich an die „Empfehlungen des Stakeholder-Dialogs zu einer Spurenstoffstrategie des Bundes“ anlehnen, mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen zur Vermeidung und zur Verminderung der Einträge von relevanten Spurenstoffen in die Oberflächengewässer und das Grundwasser im Ried vorzulegen. Hierbei sollen neben der teuren nachgeschalteten Abwasserbehandlung vor allem auch Maßnahmen an der Quelle und der Anwendung der relevanten Stoffe betrachtet werden.

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Klimawandel verschiebt Zeitpunkt der Hochwässer

Der Zeitpunkt der Hochwässer verschiebt sich dramatisch. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Technischen Universität Wien nach der Auswertung von Datensätzen aus 50 Jahren von über 4000 hydrometrischen Stationen aus 38 europäischen Ländern. Erkennen lässt sich das am besten daran, dass sich das Auftreten der Hochwässer über die Jahre zeitlich verschiebt. Je nach Ursache der Hochwasserereignisse treten Hochwässer in manchen Regionen immer früher auf, in anderen immer später. Grundsätzlich sind die Zeiten mit ausgeprägter Hochwassergefahr sehr unterschiedlich. So treten etwa in England und im Mittelmeerraum Hochwässer eher im Winter auf, weil dann die Verdunstung gering ist und die Niederschläge intensiv sind. In Österreich hingegen sind Hochwässer im Sommer häufig, nach heftigem Starkregen. In Nordosteuropa wiederum ist zur Zeit der Schneeschmelze im Frühling die Hochwassergefahr am höchsten. Der Zeitpunkt, an dem das Hochwasser auftritt, hat mit dem Klima viel unmittelbarer zu tun als die absolute Höhe des Hochwasserereignisses. Die Wissenschaftler haben vor diesem Hintergrund Hochwasserdaten aus ganz Europa aufbereitet und mit Hilfe von Modellrechnungen analysiert. Dabei zeigte sich, dass sich die Hochwässer in Europa in den letzten 50 Jahren zeitlich ganz deutlich verschoben haben. Im Nordosten Europas, in Schweden, Finnland und im Baltikum kommen die Hochwässer heute um einen Monat früher als in den 60er und 70er Jahren. Damals traten sie durchschnittlich im April auf, heute im März. Das liegt daran, dass der Schnee heute bereits früher schmilzt als damals. In England und Norddeutschland hingegen kommt das Hochwasser heute um etwa zwei Wochen später als damals. Der Klimawandel ändert den Luftdruckgradienten, das führt dort zu später auftretenden Winterstürmen. An den Atlantikküsten Westeuropas führt der Klimawandel dazu, dass früher im Jahr das Maximum an Bodenfeuchte erreicht ist, und in Teilen der Mittelmeerküste führt die Erwärmung des Mittelmeers dazu, dass die Hochwasserereignisse immer später auftreten. Publiziert haben die Wissenschaftler die Studie „Changing climate shifts timing of European floods“ in der Fachzeitschrift „Science“ (DOI: 10.1126/ science.aan2506).

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UBA: Wasserwiederverwendung birgt Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit

Die Europäische Kommission plant, die Verwendung von behandeltem Kommunalabwasser zu fördern. Im Aktionsplan des Europäischen Kreislaufwirtschaftspakets formuliert sie dazu konkrete Aktivitäten. Allerdings geht nach Ansicht des deutschen Umweltbundesamts (UBA) die Wasserwiederverwendung mit möglichen Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit einher. Das betreffe auch Produkte aus dem EU-Ausland, die dort mit behandeltem Abwasser erzeugt wurden. Die Europäische Kommission strebt EU-weite Mindestanforderungen zur Wasserwiederverwendung für die landwirtschaftliche Bewässerung und Grundwasseranreicherung an. Bis Ende 2017 legt sie dazu voraussichtlich einen Legislativvorschlag vor. Die bisher berücksichtigten Anforderungen reichen aus Sicht des UBA jedoch nicht, um Gesundheit und Umwelt ausreichend zu schützen. Die Gemeinsame Forschungsstelle der EU (JRC, Joint Research Centre) wurde von der EU-Kommission mit der Erstellung eines technischen Berichts zur Wasserwiederverwendung beauftragt. Auf dieser Grundlage soll ein Regelungsvorschlag für EU-Mindestanforderungen erstellt werden. Die bisher in dem Bericht des JRC vorgelegten Anforderungen (letzte Entwurfsversion 3.2, Dezember 2016), so das UBA, gehen kaum über die geltende EU-Gesetzgebung hinaus und bleiben meist zu unkonkret, um ein harmonisiertes Vorgehen und ein einheitliches Risikoniveau innerhalb der EU zu etablieren. Qualitätsanforderungen sollten auf einem vorsorgenden, systematischen und umfassenden Risikomanagementsystem aufbauen. Neben Krankheitserregern, Nährstoffen, anorganischen und organischen Schadstoffen seien explizit auch Mikroverunreinigungen, Antibiotikaresistenzen und Desinfektionsnebenprodukte zu berücksichtigten. Viele dieser Stoffe würden in der kon ventionellen Abwasserbehandlung nicht effizient entfernt. Für eine sichere Nutzung von behandeltem Abwasser bedürfe es daher weitergehender Aufbereitungsschritte. Dies sollte in den geplanten EU-Mindestanforderungen deutlich zum Ausdruck gebracht werden. Als Instrument für die Festschreibung von Qualitätsanforderungen für die Wasserwiederverwendung empfiehlt das UBA eine unverbindliche Leitlinie (Guidance) anstelle der von der EUKommission favorisierten Verordnung. Zu einer kritischen Einschätzung des Entwurfs Version 3.2. des JRC gelangten auch die Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA und des Scientific Committee on Health, Environmental and Emerging Risks SCHEER, deren Berichte ebenso wie UBA-Empfehlungen zur Wasserwiederverwendung im Internet veröffentlicht wurden.

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Wirtschaftsfaktor Umweltschutz – 66 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2015

Die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2015 66,0 Milliarden Umsatz mit Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Die höchsten Umsätze wurden mit 37,9 Milliarden Euro im Bereich Klimaschutz erzielt. Zu den wichtigsten wirtschaftlichen Säulen zählten dabei Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Einsparung von Energie (19,8 Milliarden Euro) sowie Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien (16,5 Milliarden Euro). Die Umweltschutzwirtschaft in Deutschland ist überwiegend auf den Inlandsmarkt ausgerichtet. So wurden im Jahr 2015 mit 41,4 Milliarden Euro fast zwei Drittel der Umsätze für den Umweltschutz (62,7 %) im Inland erwirtschaftet. Lediglich 24,6 Milliarden Euro entfielen auf den Export von Waren, Bauund Dienstleistungen für den Umweltschutz. Nur wenige Maßnahmen für den Umweltschutz wiesen einen höheren Anteil der Umsätze mit Exporten auf. Dazu zählten beispielsweise Güter und Leistungen für Wasserkraft und Meeresenergie: 87,5 % der Umsätze machten hier Exporte aus. Die Produktion von Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz generiert auch Beschäftigungseffekte und ist damit ein wichtiger Faktor für den Arbeitsmarkt. So waren im Jahr 2015 in Deutschland knapp 260 000 Beschäftigte in der Umweltschutzwirtschaft tätig. Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten für den Umweltschutz (174 000) arbeiteten in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes. Im Baugewerbe waren gut 45 000, im Dienstleistungssektor rund 37 000 Beschäftigte für den Umweltschutz tätig, in den übrigen Wirtschaftsbereichen waren es 2000.

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Verwertung von Klärschlamm auf kleinen Kläranlagen

Wissenschaftler des Forschungsschwerpunkts Energie der Hochschule Landshut untersuchen gemeinsam mit tschechischen Partnern, wie vor allem kleine Kläranlagen in ländlichen Regionen Klärschlamm optimal verwerten können. Das Projekt läuft bis Ende 2019 und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Die Forscher fokussieren sich auf den Landkreis Tirschenreuth im Osten Bayerns und die benachbarte Region Tachau/Cheb in Tschedels chien. Geprüft wird unter anderem, wie sich Phosphor, Stickstoff und Spurenelemente wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll aus Abwasser und Klärschlamm zurückgewinnen lassen. Die tschechischen Partner unterstützen bei den chemischen Analysen. Sie messen nicht nur den Phosphorgehalt, sondern auch seine Qualität als Dünger. Getestet werden soll auch, ob und welche Kläranlagen Solarenergie zur Trocknung einsetzen könnten und ob es für die Anlagenbetreiber Sinn macht, Schlamm aus verschiedenen Kommunen in zentralen Anlagen gemeinsam zu trocknen. Zum Ende des Projekts sollen Handlungsempfehlungen stehen, wie die teilnehmenden Gemeinden in Deutschland und Tschechien grenzübergreifend gemeinsam Klärschlamm ökologisch und ökonomisch sinnvoll nutzen.

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Trockenheit in Deutschland – keine negative Entwicklung

Bei der Mengenentwicklung der Grundwasser ist nach Darstellung der Bundesregierung keine „negative Entwicklung“ festzustellen. Die Bundesregierung beruft sich dabei auf einen Vergleich der ersten und zweiten Bewirtschaftungspläne nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Weitere Informationen zu lokalen Grundwasserständen lägen ihr nicht vor, schreibt die Bundesregierung in einer Antwort (Bundestags-Drucksache 18/13055) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur „Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands“.

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GreenTec Awards: Bewerbungsphase läuft

Bis zum 10. Oktober 2017 läuft die Bewerbungsphase für die GreenTec Awards 2018. Bewerben kann sich jeder mit einer innovativen Idee: ob Großkonzern oder Start-up, Privatperson oder Institution, ob national oder international. Im Anschluss an die Bewerbungsphase entscheiden die Kategorie-Paten über die Top 10. Im Dezember startet anschließend das öffentliche Online-Voting, bei dem das breite Publikum einen der Top 3 bestimmen darf, die anderen beiden werden durch die interdisziplinäre Jury der GreenTec Awards bestimmt. Für den Wettbewerb 2018 kann man sich unter anderem in den Kategorien Energie, Ressourcen & Recycling, Sustainable Development, Start-Up sowie Wasser & Abwasser bewerben. In der Kategorie Wasser & Abwasser ist die DWA der Pate. Ausgezeichnet werden die Gewinner am 13. Mai 2018 in München im Rahmen der Eröffnung der IFAT, der Weltleitmesse für Umwelttechnologie. www.greentec-awards.com  

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Optimierte Prozesse und verbessertes Schnittstellenmanagement

Die Optimierung der Prozesse, Vernetzung der Daten und ein verbessertes Schnittstellenmanagement, dies sind laut einer aktuellen Umfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) die wesentlichen Chancen, die die Digitalisierung für die Wasserwirtschaft bietet. Aber auch die Kundenkommunikation sowie die Erweiterung der Geschäftsmodelle und des Leistungsportfolios zählen laut der Umfrage zu den erwarteten positiven Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung. Diesen Chancen stehen aber auch Herausforderungen für die Unternehmen und die Branche entgegen. Insbesondere in den Bereichen IT-Sicherheit und Datenschutz sehen die Umfrageteilnehmer wesentliche Herausforderungen. Und auch die Qualifikation der Mitarbeiter für die neuen Herausforderungen steht hoch auf der Agenda. Mehr zu der Umfrage sowie weitere Informationen rund um das Thema Digitalisierung stellt der VKU im Internet zur Verfügung:

www.vku.de/Digital

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Hochwasserschutzgesetz II veröffentlicht

Das „Gesetz zur weiteren Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur Vereinfachung von Verfahren des Hochwasserschutzes (Hochwasserschutzgesetz II)“ wurde veröffentlicht: Bundesgesetzblatt I, Nr. 44, 5. Juli 2017, Seite 2193–2198).

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Novellierung der Umweltverträglichkeitsprüfung

Bundestag und Bundesrat haben das Gesetz zur Modernisierung des Rechts der Umweltverträglichkeitsprüfung verabschiedet. Das Gesetz dient der Anpassung des Bundesrechts an die Vorgaben der Richtlinie 2014/52/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 zur Änderung der Richtlinie 2011/92/EU über die Umweltverträglichkeitsprüfung bei bestimmten öffentlichen und privaten Projekten. Die Änderungen betreffen unter anderem die Bestimmungen über die Durchführung der UVP-Vorprüfung und der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), insbesondere im Hinblick auf die Berücksichtigung des Flächenschutzes, des Klimaschutzes und der Klimaanpassung, der Energieeffizienz und von Unfall- und Katastrophenrisiken. Neue und detailliertere Vorgaben, die der Umsetzung in das deutsche Recht bedürfen, enthält die UVP-Änderungsrichtlinie ferner für die Erstellung des UVP-Berichts Klimawanund für die Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung. Zur Information der Öffentlichkeit sollen zukünftig verstärkt elektronische Instrumente eingesetzt und zentrale Internetportale eingerichtet werden. Die Änderungen, die zur Umsetzung der Richtlinie 2014/52/EU im Baugesetzbuch erforderlich sind, erfolgen in einem gesonderten Gesetz. Die europarechtlich bedingte Novelle hat die Bundesregierung zum Anlass genommen, die Regelungen zur Umweltverträglichkeitsprüfung insgesamt zu harmonisieren. Dies gilt insbesondere für die Vorschriften, nach denen sich bestimmt, ob für ein Vorhaben eine UVPPflicht besteht. Diese bislang sehr offen gefassten Bestimmungen sollen unter Einbeziehung der aktuellen UVP-Rechtsprechung klarere Konturen erhalten. Damit kommt der Gesetzentwurf einem dringenden Bedürfnis der Praxis nach, so die Bundesregierung.

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Niedersachsen: 18,5 Millionen Euro für Klimaschutz bei öffentlichen Abwasseranlagen

Energieeffizienzmaßnahmen bei öffentlichen Abwasseranlagen werden in Niedersachsen im Jahr 2017 mit etwa 18,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Das teilte das niedersächsische Umweltministerium mit. Gegenstand der Förderung sind zum Beispiel energetische Optimierungsmaßnahmen, wie die Umstellung auf energieeffizientere Aggregate, oder die Umrüstung auf Schlammfaulung. Bauliche Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Verbesserung der Energieeffizienz bei öffentlichen Abwasseranlagen werden in den Landkreisen Harburg, Cuxhaven, Stade, Rotenburg (Wümme), Osterholz, Uelzen, Cloppenburg, Aurich, Osnabrück, Nienburg/Weser, Leer, Schaumburg, Hildesheim, Diepholz, Emsland, Northeim, in den Städten Wilhelmshaven, Hildesheim und Barsinghausen sowie in der Region Hannover gefördert. Für eine Förderung kommen nur Maßnahmen in Betracht, die dem eigentlichen Zweck der Abwasserreinigung – dem Gewässerschutz – nicht entgegenstehen.

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Neue Wasserstrategie des BMZ in Kraft gesetzt

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat eine neue Wasserstrategie in Kraft gesetzt. Diese Strategie leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 sowie des Klimaabkommens. Sie dient als verbindliche Grundlage für Maßnahmen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit und definiert Lösungsbeiträge für alle diese Ziele. Sie enthält klare Anforderungen für Vorhaben im Wasserbereich für die Umsetzung der Menschenrechte auf Zugang zu sicherem Wasser und nachhaltiger Sanitärversorgung. Auch die Bezüge im Bereich Wasser zur Minderung und Anpassung an den Klimawandel sowie die Themenbereiche Frieden und Flucht sind Teil der Strategie. Auch die Entwicklungszusammenarbeit in anderen Sektoren muss, wenn sie Wasserfragen berührt, im Einklang mit dieser Sektorstrategie stehen. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen (Sustainable Development Goals, SDG) kann nur dann umgesetzt werden, wenn auch Querbezüge ausreichend beachtet werden. In diesem Kontext steht auch die besondere Betonung der Prinzipien des Integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM) und des Nexus Wasser – Energie – Ernährungssicherheit in der Strategie.

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Neue AwSV in Kraft getreten

Am 1. August 2017 ist die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) in Kraft getreten (Bundesgesetzblatt I, Nr. 22, 21. April 2017, Seite 905–955). Die Verordnung dient dem Schutz der Gewässer vor nachteiligen Veränderungen. Damit werden die bisher geltenden entsprechenden Verordnungen der Länder (VAwS) abgelöst. Die AwSV enthält eine Reihe von neuen rechtlichen Anforderungen im Hinblick auf die Einstufung wassergefährdender Stoffe und Gemische, die Überwachung und Dokumentation sowie technischen Voraussetzungen an den Umgang mit solchen Stoffen und Gemischen. Die Verordnung regelt alle Anlagen, in denen mit wassergefährden den Stoffen umgegangen wird: vom privaten Heizölbehälter über Tankstellen, Raffinerien, Galvanikanlagen bis zu Biogasanlagen. Informationen über die wesentlichen Eckpunkte und bestimmte ausgewählte einzelne Aspekte der AwSV gibt es im Internet.

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Legionellen: Verordnung über Verdunstungskühlanlagen veröffentlicht

Die Verordnung über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider (42. Bundes-Immissionsschutzverordnung) ist am 19. Juli 2017 veröffentlicht worden (Bundesgesetzblatt I, Nr. 47, 2379–2390) und wird am 19. August 2017 in Kraft treten. Die Anzeigepflichten (§ 13 der 42. BImSchV) werden zwölf Monate nach Verkündung in Kraft treten. Verdunstungskühlanlagen sind in den vergangenen Jahren mehr und mehr als Legionellenreservoirs in den Fokus gerückt und spielten auch im Zusammenhang mit Legionellenfunden in Abwasseranlagen eine Rolle.

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IFWW-Förderpreis 2018 ausgeschrieben

Das Institut zur Förderung der Wassergüte- und Wassermengenwirtschaft e. V. (IFWW) lobt auch für 2018 wieder einen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus. Es werden Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit innovativen Methoden oder Verfahren bzw. neu en Erkenntnissen in den Bereichen Trinkwasser, Grundwasser, Gewässerschutz, Flussgebietsmanagement, Abwasser und Abfall/Altlasten befassen. Der Förderpreis wird für zwei Kategorien ausgeschrieben: Promotionen sowie Diplomoder Masterarbeiten. Die Bewerberinnen und Bewerber können die Arbeiten an Universitäten/Hochschulen, Fachhochschulen oder anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland angefertigt haben. Zugelassen sind auch Gemeinschaftsarbeiten. Die Arbeiten dürfen nicht älter als zwei Jahre sein und müssen abgeschlossen sein. Der Förderpreis ist mit insgesamt 4000 € dotiert und wird auf der 51. Essener Tagung für Wasser- und Abfallwirtschaft im März 2018 verliehen. Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 30. November 2017.

Die Bewerbungsunterlagen sind über das Internet und die IFWW-Geschäftsstelle zu beziehen:
IFWW,
c/o Niersverband
Am Niersverband 10,
41747 Viersen
E-Mail: wilfried.manheller@ifww-nrw.de
www.ifww-nrw.de

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Bestimmung des Wasserfußabdrucks von Unternehmen

Den gesamten Wasserfußabdrucks eines Unternehmens zu bestimmen und Maßnahmen zur Reduzierung der Wasserknappheit an lokalen Hotspots in globalen Wertschöpfungsketten einzuleiten, das ist das Ziel des Verbundprojekts „Wasserfußabdruck für Unternehmen – lokale Maßnahmen in globalen Wertschöpfungsketten (WELLE)“. Bislang messen und managen Unternehmen ihren Wasserverbrauch in der Regel an ihren Produktionsstandorten – obwohl der relevantere Wasserverbrauch oftmals bei Zulieferern sowie in Energie- und Materialvorketten, zum Großteil im Ausland, liegt. Das Forschungsvorhaben WELLE wurde von Prof. Dr. Matthias Finkbeiner, Fachgebiet Sustainable Engineering der TU Berlin, auf den Weg gebracht. Es hat zunächst das Ziel, eine Methode zur Bestimmung des Wasserfußabdrucks von Unternehmen zu entwickeln, welche die lokalen Umweltauswirkungen innerhalb der globalen Wertschöpfungsketten erkennbar macht. Im zweiten Teil des Projekts werden an Hotspots in den Lieferketten der Industriepartner Water Stewardship Prozesse eingeleitet. Diese bestehen aus gezielten Maßnahmen zur Reduzierung der lokalen Wasserknappheit, die in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie unter anderem Zulieferern, lokaler Verwaltung, Nichtregierungsorganisationen sowie anderen Unternehmen vor Ort erarbeitet werden. Mitglieder des Projektverbunds WELLE sind das Deutsche Kupferinstitut e. V., Evonik Nutrition and Care GmbH, Neoperl GmbH, Thinkstep AG und Volkswagen AG. Das Verbundprojekt „Wasserfußabdruck für Unternehmen – lokale Maßnahmen in globalen Wertschöpfungsketten (WELLE)“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Globale Ressource Wasser“ (GROW) von 2017 bis 2020 gefördert.

Dr. Markus Berger,
TU Berlin
Fachgebiet Sustainable Engineering
E-Mail: markus.berger@tu-berlin.de
Tel. 030/314-25084

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Gutachten: Folgen für Umwelt durch Versenkung von Salzabwässern aus Kaliindustrie derzeit nicht berechenbar

Das Thüringer Umweltministerium hat ein Gutachten zum 3-D-Grundwassermodell von K+S zu Auswirkungen der Versenkung aus dem Kaliabbau erstellen lassen. Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund informierte über dessen Ergebnis: „Das Gutachten hat bestätigt, dass mit dem von K+S in 2016 fortentwickelten 3-D-Grundwassermodell nach wie vor die Ausbreitung des versenkten Salzabwassers im Untergrund nicht hinreichend prognostiziert und nachvollzogen werden kann. Das Risiko der Schädigung weiterer Grundwasserschichten und insbesondere eine Gefährdung des Trinkwassers kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse bestätigen unsere Sicht, dass eine weitere Genehmigung zur Versenkung nicht hätte erteilt werden dürfen. Zum Schutz der Menschen und der Umwelt müssen kurzfristig weitere Alternativen zur Versenkung geprüft und im gemeinsamen Gespräch ernsthaft und offen diskutiert werden, damit deutlich weniger Salzabwasser versenkt werden. Aktuelle Zeitpläne stehen für mich jetzt einmal mehr zur Diskussion.“ Ministerin Siegesmund bezieht sich dabei auf die im vergangenen Dezember durch das Regierungspräsidium Kassel erteilte Versenkerlaubnis bis Ende 2021. Aus Thüringer Sicht wurden mögliche verhältnismäßige Alternativen zur Fortführung der Versenkung bisher unzureichend betrachtet. Auch enthielte der maßgeblich unter Federführung Thüringens erstellte Masterplan Salz der Flussgebietsgemeinschaft Werra/Weser klare Maßgaben.

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Design biologisch abbaubarer Medikamente

Das Institut für nachhaltige Chemie und Umweltchemie der Leuphana Universität forscht an einer Methode, die es möglich macht, dass Antibiotika und andere Pharmawirkstoffe von Bakterien in der Umwelt abgebaut werden, nachdem sie den Körper des Patienten verlassen haben. Auf diese Weise erschließt das Verfahren neue Wege, um beispielsweise Antibiotikaresistenzen einzudämmen. Mithilfe von 3D-Modellen und computergestützten Verfahren erstellen die Wissenschaftler passende Molekülvarianten, die anschließend hergestellt und getestet werden. Die Leuphana Universität Lüneburg ist dafür im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2017“ erneut unter mehr als 1000 Bewerbern als einer von 100 Preisträgern ausgewählt worden. Leiter des Projekts „Nachhaltiges Medikamentendesign“ in Lüneburg ist Prof. Dr. Klaus Kümmerer. Kümmerer ist für seine Forschungen in der Vergangenheit schon mehrfach ausgezeichnet worden. Unter anderem erhielt er 2015 den Wasser-Ressourcenpreis der Kurt-Rüdiger-Bode Stiftung.

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Anbieter klimarelevanter Technologien gesucht

Die Nationale Kontaktstelle (National Designated Entity – NDE) für Klima- und Umwelttechnologietransfer sucht Unternehmen und andere Einrichtungen, die sich für Angebote im Bereich klimarelevante Technologien registrieren wollen. Die deutsche Kontaktstelle, verankert im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, ist Teil des Technologiemechanismus der Klimarahmenkonvention und soll die Arbeit des Climate Technology Centre & Network (CTCN) der Vereinten Nationen auf nationaler Ebene unterstützen. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für alle Anfragen aus dem CTCN bzw. anderer nationaler Kontaktstellen nach klimarelevanten Technologien, Programmen der Bundesregierung, Dienstleistungen oder möglichen Forschungskooperationen im Zusammenhang mit dem Technologiemechanismus, für Anfragen nach Technologiekooperationen mit deut deutschen Unternehmen, Forschungsstellen und öffentlichen Stellen, für Anfragen deutscher Unternehmen und Investoren. Zu den klimarelevanten Technologien zählen Technologien zur Minderung von Treibhausgasemissionen, zur Beobachtung der Auswirkungen des Klimawanund Tschedels sowie zur Anpassung an den Klimawandel. Je nach Bedarf werden Angebote aus Deutschland (Forschungsvorhaben, Technologieangebote etc.) koordiniert und an das CTCN weitergegeben bzw. Anfragen des CTCN und aus Entwicklungs- und Schwellenländern gebündelt und weitergeleitet.

https://www.nde-germany.de
E-Mail: info@nde-germany.de  

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Branchenstandard „IT Sicherheit Wasser/Abwasser“ offiziell anerkannt

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat erstmals einen Eignungsbescheid für den Branchenstandard einer kritischen Infrastruktur im Sinne des § 8a (2) BSI-Gesetz erteilt. Wasserver- und Abwasserentsorgungsunternehmen haben damit die Möglichkeit, die neuen gesetzlichen Verpflichtungen durch die Implementierung des Branchenstandards, genannt B3S, zu erfüllen. Am 31. Juli 2017 nahmen der Vorstandsvorsitzende des DVGW, Prof. Dr. Gerald Linke, und der Präsident der DWA, Otto Schaaf, das Zertifikat in Bonn entgegen. „Die Finalisierung des Branchenstandards IT-Sicherheit Wasser/Abwasser ist ein großer Schritt nach vorne. Denn Unternehmen der Branche bekommen damit ein hilfreiches Instrument an die Hand, um ihre IT-Infrastruktur gesetzeskonform zu schützen. Angesichts steigender Hackeraktivitäten wird es zukünftig immer wichtiger, das Risiko eines Ausfalls durch Cyber-Angriffe zu minimieren. Der DVGW unterstützt die Branche, ihre Infrastruktur innovativ aufzustellen“, sagte Linke. BSI-Präsident Arne Schönbohm erklärte hierzu: „Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde treiben wir die Umsetzung des IT-Sicherheitsgesetzes erfolgreich voran. Der branchenspezifische Sicherheitsstandard Wasser/Abwasser ist die Grundlage für mehr Cyber- Sicherheit in diesem für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft lebenswichtigen Versorgungsbereich. Wie wichtig das notwendige Maß an IT-Sicherheit in der Digitalisierung ist, haben Cyber-Angriffe wie WannaCry oder Petya/NotPetya gezeigt, bei denen auch Unternehmen in Deutschland erhebliche Schäden erlitten haben.“ Schaaf unterstrich die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Verbänden und dem BSI sowie dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK. „Dass eine technische Regel von einer Behörde vor Veröffentlichung anerkannt werden muss, war für die regelsetzenden Verbände ein Novum. Umso wichtiger war die enge Einbindung der beiden Bundesbehörden BSI und BBK bei der Erarbeitung des Branchenstandards. Die reibungslose Zusammenarbeit hat dazu geführt, dass der Wassersektor die erste Branche ist, die die Eignungsfeststellung bescheinigt bekommt.“ Der Branchenstandard besteht aus dem Merkblatt DVGW W 1060 bzw. DWA-M 1060 „IT-Sicherheit – Branchenstandard Wasser/Abwasser“ und einer Web-Applikation, dem „IT-Sicherheitsleitfaden“. Mit dessen Hilfe können Wasserver- und Abwasserentsorgungsunternehmen ermitteln, welche Sicherheitsmaßnahmen einzuführen sind, um ihre IT-Infrastruktur gemäß dem Stand der Technik zu schützen. Dabei wurde der Branchenstandard so konzipiert, dass er einerseits die Grundlage vorgibt, damit die betroffenen Unternehmen die Anforderungen des BSI-Gesetzes erfüllen können und andererseits kleinen und mittleren Unternehmen eine einfache Möglichkeit bietet, die sicherheits-technischen Schwachstellen ihrer IT-Infrastruktur zu identifizieren und geeignete Schutzmaßnahmen gegen Hacker-Aktivitäten zu ergreifen. Zudem wird zurzeit an dem Nachweisverfahren für den Branchenstandard gearbeitet, mit dem die Unternehmen dem BSI gegenüber belegen können, dass die implementierten Schutzmaßnahmen den gesetzlichen Anforderungen gemäß § 8a (1) BSI-Gesetz entsprechen.

Das Merkblatt und der IT-Sicherheitsleitfaden können ab Ende August 2017 entweder bei der DWA,
Tel. 0 22 42/872- 333,
E-Mail: info@dwa.de,
oder der Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH,
Tel. 02 28/91 91-40,
EMail: info@wvgw.de,
bezogen werden.

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1450 Gigawattstunden Strom aus Klärgas im Jahr 2016 erzeugt

Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 1450 Gigawattstunden Strom aus Klärgas in Kläranlagen erzeugt. Gegenüber 2015 war das ein Plus von 3,9 %. Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Das Klärgas hatte im Jahr 2016 einen Anteil von rund 1 % an der gesamten Strombereitstellung aus erneuerbaren Energien. Mit dieser Strommenge könnte bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Stromverbrauch von rund 1900 Kilowattstunden eine Großstadt wie Frankfurt am Main ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. In den Kläranlagen wurden 92 % des erzeugten Stroms selbst verbraucht und 8 % in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist. Insgesamt wurden im Jahr 2016 in Kläranlagen rund 6093 Gigawattstunden Klärgas gewonnen und damit 1,7 % mehr als 2015. Der überwiegende Teil des gewonnenen Klärgases (90 %) wurde in den Kläranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. In Deutschland gab es über 10 000 Kläranlagen, in 1258 Kläranlagen wurde im Rahmen der Klärschlammfaulung Klärgas gewonnen.

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„Klärschlamm“ zum Geburtstagskaffee

Jede Berufsbranche hat ihre eigenen Tätigkeitsmerkmale, die auch die Beschäftigten entsprechend prägen. Besonders bei Jubiläen oder ähnlichen Anlässen ist das zu beobachten. Wo fröhlich gefeiert und manche Anekdote erzählt wird, können Außenstehende oft gar nicht lachen. Natürlich ist es kaum verwunderlich, dass dies besonders auf die „Abwasserbranche“ zutrifft. Zu meiner beruflichen Tätigkeit gehört, dass ich jährlich die in meiner Zuständigkeit liegenden Kläranlagen besuche und den ordnungsgemäßen Betrieb überprüfe. Auch die Schlammbehandlung und -entwässerung gehört zum Prüfumfang. Gelegentlich nehme ich dabei auch einen wenig entwässerten Klärschlamm in die Hand und halte…

Den ganzen Artikel lesen sie unter: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2017

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Eine Institution geht in Pension

25 Jahre Bereichsleiter Abwasserwirtschaft im ÖWAV
Die österreichischen Leserinnen und Leser wissen sicher gleich, von wem die Rede ist. Ja – es ist Magister Franz Lehner, der Ende Mai 2017 den Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband in Richtung wohlverdienten Ruhestand verlassen hat. Nach seinem Studium der Chemie an der Universität Wien wurde er 1992 als Referent Abwassertechnik und Gewässerschutz im ÖWAV eingestellt. Arbeitsschwerpunkte waren von Anfang an die Betreuung der fachbezogenen Ausschüsse. Auch die Entstehung, den Aufbau und die Betreuung der Kläranlagen- Nachbarschaften und später auch der Kanal-Nachbarschaften…

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Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2017

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Licht am Horizont?

Eine neue Faser für Feuchttücher
Kläranlagen auf der ganzen Welt kämpfen mit massiven (Verstopfungs-) Problemen aufgrund fälschlich via Toilette entsorgter Materialien. Ein großes Problem dabei sind Feuchttücher, die sich wachsender Beliebtheit beim Verbraucher erfreuen. Dass sie auf diesem Weg in die Kanalisation gelangen, ist oft auf eine unklare Klassifizierung der verschiedenen Tücher zurückzuführen: So ist auf den Verpackungen der Hinweis zur richtigen Entsorgung häufig sehr klein und auf der Rückseite angebracht. Dabei gibt es auf der Herstellerseite längst Bemühungen, der veränderten Situation gerecht zu werden. Tatsächlich beschäftigen sich die europäischen und amerikanischen…

Den ganzen Artikel lesen sie unter: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2017

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Horst Wörner
Kelheim Fibres GmbH
Regensburger Straße 109, 93309 Kelheim, Deutschland
E-Mail: horst.woerner@kelheim-fibres.com

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DVWK-Merkblatt zur Wasserwirtschaft Heft 215/1990 „Dichtungselemente im Wasserbau“ und DVWK-Merkblatt zur Wasserwirtschaft Heft 225/1992 „Anwendung von Kunststoffdichtungsbahnen im Wasserbau und für den Grundwasserschutz“ (Teil Wasserbau) zurückgezogen

Die DWA hat das DVWK-Merkblatt zur Wasserwirtschaft Heft 215/1990 „Dichtungselemente im Wasserbau“ und das DVWK-Merkblatt zur Wasserwirtschaft Heft 225/1992 „Anwendung von Kunststoffdichtungsbahnen im Wasserbau und für den Grundwasserschutz“ (Teil Wasserbau) zurückgezogen. Dichtungen haben im Bereich des Wasserbaus eine zentrale Bedeutung. Ihre Hauptaufgaben bestehen darin, Wasserverluste beispielsweise aus Speicherbecken oder Kanälen zu verhindern bzw. zu begrenzen und die Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit von Wasserbauwerken zu gewäDabei ist zu beachten, dass die Wirksamkeit einer Dichtung nicht nur vom Dichtungsmaterial selbst, sondern entscheidend auch durch die Ausbildung der Anschlüsse, Fugen und Nähte sowie Überlappungen bestimmt wird. Eine qualifizierte Planung und Bauausführung von Dichtungen im Wasserbau sowie eine sorgfältige Bauüberwachung (Qualitätssicherung) sind von entscheidender Bedeutung. Durch die technische Weiter- und Neuentwicklung von Bauprodukten und Bauweisen war eine Überarbeitung der oben genannten DVWK-Merkblätter erforderlich. Hierzu wurde im Juli 2002 der Fachausschuss/Arbeitskreis „Dichtungssysteme im Wasserbau“ unter kooperativer Obmannschaft als Fachausschuss WW-7 in der DWA bzw. als Arbeitskreis AK-5.4 in der DGGT (Deutsche Gesellschaft für Geotechnik) mit paralleler Anbindung an die Arbeitsgremien der HTG (Hafentechnische Gesellschaft e. V.) gegründet. Hierdurch wurde den sich bei diesem Thema überschneidenden Arbeitsfeldern von DWA, DGGT und HTG Rechnung getragen. Die DVWK-Merkblätter Heft 215/1990 und Heft 225/1992 werden durch das Merkblatt DWA-M 512-2 „Dichtungssysteme im Wasserbau – Teil 2: Flächenhafte Dichtungen an Massivbauwerken“ (Dezember 2016) ersetzt.

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26. Magdeburger Abwassertag

Die traditionsreiche Veranstaltungsreihe der „Magdeburger Abwassertage“ wird durch den DWA-Landesverband Nord- Ost fortgeführt. Im September 2014 veranstaltete Hach Lange GmbH die 25. Magdeburger Abwassertage. Seitdem ruht diese Veranstaltungsreihe. Der Landesverband Nord-Ost lädt nun zum 26. Magdeburger Abwassertag am 13. September 2017 in das  Hotel Magdeburg ein. Die Umweltministerin von Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Claudia Dalbert, wird ein Grußwort an die Teilnehmer richten. Neben dem fachlichen Austausch werden Themen aus der wasserrechtlichen und der betrieblichen Praxis wie zum Beispiel Klärschlammverordnung, Phosphorrecycling, anaerobe Stabilisierung, Sielhautuntersuchungen und Genauigkeit von Online- Messungen präsentiert. Das Seminar ist für Mitarbeiter von Aufgabenträgern und Betreibern, Behörden und Hochschulen sowie Ingenieurbüros und Laboren konzipiert.

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Zustand deutscher Wasserkörper

Die Wasserkörper in Deutschland verfehlen überwiegend die Zielvorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Nur 765 von 9804 Wasserkörpern befinden sich in dem geforderten guten beziehungsweise sehr guten ökologischen Zustand. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 18/12692) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Demnach befinden sich 3528 in einem mäßigen, 3309 in einem unbefriedigenden und 1886 Wasserkörper in einem schlechten ökologischen Zustand. 314 Wasserkörper wurden nicht bewertet.

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Wassernutzung in Deutschland

Im Jahr 2013 sind in Deutschland 13,3 Prozent der erneuerbaren Wasserressourcen entnommen worden. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 18/12915) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Demnach steht in Deutschland im Mittel ein potenzielles Wasserdargebot von 188 Milliarden Kubikmeter zur Verfügung. 2013 wurden davon 25,1 Milliarden Kubikmeter entnommen. Laut Bundesregierung entfielen 13,6 Milliarden Kubikmeter der Wasserentnahme auf die Energieversorger, knapp fünf Milliarden Kubikmeter auf die öffentliche Wasserversorgung. Auf Bergbau und verarbeitendes Gewerbe entfielen 6,1 Milliarden und auf landwirtschaftliche Beregnung 0,3 Milliarden Kubikmeter.

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Vergleich von Kosten der Abwasserentsorgung schwierig

„Auch größere Unterschiede bei den Abwasserentgelten in Deutschland werden sich nicht völlig vermeiden lassen. Wichtig ist vor allem, dass die Abwasserentgelte der Abwasserentsorgung zugutekommen.“ So kommentierte DWA-Präsident Otto Schaaf das „Abwassergebührenranking 2017“, in dem die IW Consult GmbH im Auftrag von Haus & Grund Deutschland die Abwassergebühren der 100 größten deutschen Städte untereinander verglichen hat. Jedes Jahr zur Sommerzeit wird über das Thema Abwasser und Kosten der Abwasserentsorgung berichtet. Dann häufen sich Berichte und Studien über die sehr unterschiedliche Höhe der Abwasserentgelte, und der Bürger wundert oder ärgert sich, dass sein Nachbar oder Arbeitskollege, nur wenige Kilometer weiter, deutlich weniger für die Entsorgung seines Abwassers bezahlen muss. Dabei haben sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen Einfluss auf die Gebührenhöhe, sodass einfache Rankings wenig aussagekräftig sind. Eine große Rolle spielen die hohen Vorhaltekosten für die wasserwirtschaftliche Infrastruktur, die auch anfallen, wenn wenig Abwasser durch die Kanäle fließt und in den Kläranlagen gereinigt wird. Die kalkulatorischen Kosten, wie Abschreibungen und Zinsen, machen etwa die Hälfte der Gesamtkosten aus, manchmal auch deutlich mehr. Hier kommen 16 unterschiedliche Kommunalabgabengesetze der Bundesländer ins Spiel, die den gesetzlichen Rahmen für die ansatzfähigen Kosten unterschiedlich vorgeben. Die Abwasserentgelte in Deutschland werden nach dem Kostendeckungsprinzip erhoben, sodass alle ansatzfähigen Kosten über die Gebühren, gegebenenfalls auch über einmalige – in manchen Bundesländern wiederkehrende – Beiträge auf die Nutzer der Anlagen umgelegt werden. Nach welchem Maßstab dies geschieht, ist in den Kommunen wiederum unterschiedlich. Zunehmend wird eine getrennte Gebühr für Schmutz- und Regenwasser erhoben, selten mit einer Grundgebühr, häufiger werden daneben Beiträge verlangt. Ein Vergleich von Abwasserentgelten hat kaum Aussagekraft, wenn nicht alle Bestandteile mitbetrachtet werden. Häufig wird bei Rankings von Abwassergebühren ein Musterhaushalt zugrunde gelegt. Dies ist statistisch gesehen probat, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dabei immer Gewinner und Verlierer gibt und die Aussagekraft begrenzt ist. Bei der Erhebung nach Musterhaushalt gehören Regionen mit einem sehr geringen durchschnittlichen Wasserverbrauch zu den Verlierern, denn die hohen Vorhaltekosten werden dort in der Praxis auf geringere Abwassermengen umgelegt, was zu einem höheren Entgelt pro Kubikmeter Abwasser führt. Legt man dann einen Musterver brauch zu Grunde, der deutlich höher ist, schneidet diese Kommune besonders teuer ab. In den östlichen Bundesländern liegen die Wasserverbräuche zum Beispiel durchschnittlich deutlich unter dem für Gesamtdeutschland ermittelten Durchschnittsverbrauch von 122 Litern pro Tag, manchmal bei nur 85 Litern durchschnittlich. Es gibt darüber hinaus zahlreiche weitere Faktoren, die Vergleiche von Abwassergebühren schwierig machen. Dazu zählen unter anderem die Bevölkerungsdichte und die Dichte der Bebauung in den Entsorgungsgebieten im Hinblick auf die Leitungslängen, die Topografie in Bezug auf zum Beispiel die Anzahl der benötigten Pumpen oder das Alter der Abwasseranlagen. Betrachtet man die Entwicklung der Abwasserentgelte in den letzten 15 Jahren, liegt die Steigerung der durchschnittlichen Entgelte regelmäßig unterhalb der Inflationsrate. Der Bürger muss für die Abwasserentsorgung täglich nicht mehr ausgeben als für ein Brötchen. Die Fachleute gehen davon aus, dass in vielen Betrieben erhebliche Re-Investitionen in die langlebigen Anlagen anstehen. Dies ist notwendig, um die wertvolle, oft unterirdisch verborgene Infrastruktur zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Infrastruktur und die Leistungen, die mit ihr im Interesse der Allgemeinheit erbracht werden, dürfen nicht allein am Preis gemessen werden. Beiträge zum Umweltschutz oder auch zu dem in Zeiten des Klimawandels wichtiger werdenden Hochwasser- bzw. Überflutungsschutz sollten nicht durch eine oft einseitige Entgeltbetrachtung erschwert werden. Dabei muss ein möglichst hohes Maß an Transparenz für die Nutzer erreicht werden, und es ist sicherzustellen, dass die Abwasserentgelte vollständig der Abwasserentsorgung zugutekommen.

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Unterirdischer Vortrieb des Abwasserkanals Emscher fertig gestellt

Es ist einer der wichtigsten Momente in der Geschichte des Emscher-Umbaus: Mit dem Durchstich der beiden Tunnelbohrmaschinen in ihre finale Zielgrube hat die Emschergenossenschaft am 12. Juni 2017 die unterirdischen Vortriebsarbeiten für den Abwasserkanal Emscher (AKE) für beendet erklärt. Gestartet war der Kanalbau für die künftige abwassertechnische Hauptschlagader des Reviers im September 2012 in Dortmund-Mengede. Die Ankunft im Zielschacht erfolgte nun in Oberhausen in rund 40 Metern Tiefe – drei Meter unterhalb des Meeresspiegels. Der Abwasserkanal Emscher ist insgesamt 51 Kilometer lang und reicht von Dortmund bis Dinslaken. Aktuell wurden bis heute knapp 47 Kilometer verlegt – die Restdistanz bis zum Klärwerk Emschermündung wird in offener Bauweise und relativ oberflächennah gebaut. Der Abwasserkanal Emscher hat ein Gefälle von 1,5 Promille. Wäre er von Dortmund aus komplett durchgelaufen, würde er in Dinslaken in rund 80 Metern Tiefe ankommen – zu tief, um das Abwasser direkt in das benachbarte Klärwerk einleiten zu können. Also muss es auf der Strecke gen Westen mehrfach gehoben werden. Diese Funktion erfüllen drei Pumpwerke der Emschergenossenschaft: Die Anlagen in Gelsenkirchen und Bottrop sind bereits im Bau und werden beide in diesem Herbst fertig gestellt.

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Stadtentwässerung Hildesheim erhält TSM Abwasser

Der Stadtentwässerung Hildesheim AöR (SEHi) ist Mitte Juni von der DWA das Qualitätssiegel Technisches Sicherheitsmanagement (TSM) in der Sparte Abwasser überreicht worden. Jürgen Wahlich, TSM-Verantwortlicher bei SEHi, betonte bei der Übergabe: „Es war ein anstrengender und langer, aber erfolgreicher Weg hin zu diesem Qualitätssiegel. Insbesondere kam es, nach der Neuausrichtung der SEHi zu einer Anstalt des öffentlichen Rechtes, zu einer intensiven Berücksichtigung von neuen strukturellen und wirtschaftlichen Erfordernissen.“ Die TSM-Bestätigung bescheinigt der SEHi die sichere, wirtschaftliche, nachhaltige und umweltfreundliche Abwasserentsorgung. Dazu musste sich das Unternehmen im August 2016 einer zweitägigen, freiwilligen Überprüfung durch ein unabhängiges DWA-Expertenteam stellen. Geprüft wurden die Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die organisatorischen Strukturen des Unternehmens. Die DWAExperten kontrollierten zudem den technischen Zustand der Anlagen, das Störungsmanagement und die Beachtung der Sicherheitsbestimmungen. Grundlage für die Überprüfung des technischen Sicherheitsmanagements ist das Arbeitsblatt DWA-M 1000 Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation von Betreibern von Abwasseranlagen. Die SEHi stellte sich der Überprüfung zum ersten Mal.

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„Promotionspreis auf dem Gebiet der Wasserchemie“ ausgeschrieben

Die Wasserchemische Gesellschaft, eine Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker, schreibt wieder den mit 1500 Euro dotierten Promotionspreis auf dem Gebiet der Wasserchemie aus, der auf der kommenden Jahrestagung „Wasser 2018“ im Mai 2018 in Papenburg verliehen wird. Der Promotionspreis auf dem Gebiet der Wasserchemie – gefördert von der Walter-Kölle-Stiftung – wird für herausragende Dissertationen auf den in der Fachgruppe vertretenen wissenschaftlichen Gebieten verliehen, die eine besondere Leistung für die Weiterentwicklung des Fachgebiets darstellen. Vorschläge für die Verleihung können bis zum 30. November 2017 (in der Regel durch den Betreuer der Arbeit) an den Vorstandsvorsitzenden der Wasserchemischen Gesellschaft gerichtet werden. Voraussetzungen:
●● Die Arbeit muss mindestens mit der Gesamtnote sehr gut bewertet worden sein.
●● Das Promotionsverfahren muss abgeschlossen sein und die Prüfung darf nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen.
●● Ausdrücklich ausgeschlossen sind Eigenbewerbungen.

www.wasserchemische-gesellschaft.de/de/die-walter-koelle-stiftung  

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Kommunaler Klimaschutz: Kommunalrichtlinie öffnet neues Antragsfenster

Vom 1. Juli bis 30. September 2017 können Kommunen, kommunale Unternehmen, Sportvereine und andere lokale Akteure über die Kommunalrichtlinie Anträge zur Förderung von Vorhaben im Bereich Klimaschutz stellen. Förderfähig sind Klimaschutzinvestitionen, Projekte, Energiesparmodelle und das kommunale Klimaschutzmanagement. Unterstützt werden unter anderem:
●● Einstiegsberatungen und Energiesparmodelle
●● Erstellung von Klimaschutzkonzepten und Klimaschutzteilkonzepten
●● Umsetzung der Konzepte durch ein Klimaschutzmanagement sowie
●● die Förderung kommunaler Klimaschutzinvestitionen, wie zum Beispiel die Sanierung von Beleuchtungs- und Belüftungsanlagen sowie Mobilität und Green-IT. Anträge können beim Projektträger Jülich gestellt werden. Auskunft und telefonische Beratung:

Service- und Kompetenzzentrum
„Kommunaler Klimaschutz“
Zimmerstraße 13-15, 10969 Berlin
Tel. 030/3 90 01-170
E-Mail: skkk@klimaschutz.de
www.klimaschutz.de/kommunen
www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie

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Ludwig-Bölkow-Technologiepreis 2017 ausgelobt

Bis zum 15. September 2017 sind Bewerbungen für den Ludwig-Bölkow- Technologiepreis 2017 möglich. Mit dem Preis gewürdigt werden Unternehmen und wissenschaftlich ausgebildete Einzelpersonen oder auch Personengruppen von Forschungseinrichtungen, die sich um die erfolgreiche Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen aus Mecklenburg-Vorpommern in ein konkretes wirtschaftliches Produkt, ein Verfahren oder eine technologische Dienstleistung besonders verdient gemacht haben. Ausgelobt wird der Preis vom Wirtschaftsministerium und den drei Industrie- und Handelskammern des Landes Mecklenburg- Vorpommern. Für den „Ludwig-Bölkow- Technologiepreis MV 2017“ stehen insgesamt 10 000 Euro Preisgeld zur Verfügung.

www.boelkowpreis.de  

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Lippeverband: Pilotprojekt für Phosphorrecycling aus Abwasser

Die Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser steht im Mittelpunkt des Projekts „Phos4You“, bei dem der Lippeverband (Essen) zusammen mit elf Partnern aus sieben europäischen Ländern innovative Verfahren erprobt, um den Bedarf an diesem wichtigen Rohstoff so weit wie möglich ohne Importe zu decken. Das Gesamtbudget in Höhe von 10,8 Millionen Euro des bis 2020 geplanten Projekts wird von der EU mit etwa 6,5 Millionen Euro aus dem Programm INTERREG V B Nordwesteuropa gefördert. Phos4You soll demonstrieren, dass die Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser machbar ist. Darüber hinaus soll die Düngemittelindustrie in die Lage versetzt werden, den rückgewonnenen Rohstoff auch zu nutzen. Dazu dienen als wesentliche Projektbausteine der Bau von Demonstrationsanlagen für die Rückgewinnung unter Realbedingungen, die Umsetzung innovativer Rückgewinnungstechnologien für häusliches Abwasser, die Herstellung von neuen Düngemittel-Produkten aus Phosphorrecycling, die Erarbeitung eines EU-weiten Standards zur Qualitätsbewertung von neuen Produkten und schließlich mehr gesellschaftliche Akzeptanz von Düngemitteln aus Abwasser. Dabei spielt die Phosphor-Gewinnung aus Klärschlamm und aus Klärschlamm-Asche die Hauptrolle. Im Pilotprojekt untersucht der Lippeverband die Frage, wie sich die aus eigenen Kläranlagen gewonnene Klärschlamm- Asche nach entsprechender Behandlung im industriellen Maßstab bei der Produktion von Dünger nutzen lässt. Die Emschergenossenschaft befasst sich in einem Pilotprojekt mit der Herstellung einer speziellen Asche, die nach einer zweistufigen Verbrennung direkt als Dünger verwertbar ist. Diese Asche soll in einer Pilotanlage auf dem beim Klärwerk Emschermündung in Dinslaken angesiedelten Technikum der Emschergenossenschaft produziert werden. Offizieller Auftakt des Projekts wird eine dreitägige Konferenz vom 18. bis 20. Oktober 2017 in Basel sein, die der Lippeverband gemeinsam mit der europäischen Phosphorplattform ESPP, der deutschen Phosphorplattform DPP, der Fachhochschule Nordwestschweiz und BaselArea.swiss ausrichtet.

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„Leuchtturm 2018“ des Umweltcluster Bayern ausgeschrieben

Der Umweltcluster Bayern sucht wieder Projekte mit Visionen, innovativen neuen Ideen und Produkte mit Potenzial, die einen vorbildlichen Beitrag zur Entwicklung der Umwelttechnologie leisten. Bis zum 30. September 2017 können sich bayerische Umwelttechnologie-Projekte mit Signalwirkung beim Cluster für den „Leuchtturm 2018“ bewerben. Die ausgezeichneten Projekte profitieren vom Marketing durch den Cluster (zum Beispiel auf Messen und Veranstaltungen)und werden durch eigens erstellte Werbematerialien und Veröffentlichungen in Fach- und Printmedien bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Gesucht werden Bewerbungen aus den Bereichen: Wasser und Abwasser, Abfall und Recycling, Alternative Energiegewinnung aus Reststoffen oder Abwasser, Luftreinhaltung, Ressourceneffizienz und Stoffstrommanagement sowie Boden- und Gewässersanierung.

www.umweltcluster.net/leuchtturm

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Empfehlungen des Stakeholder- Dialogs „Spurenstoffstrategie des Bundes“ übergeben

Staatssekretär Jochen Flasbarth (Bundesumweltministerium) hat am 27. Juni 2017 Empfehlungen zur Reduzierung von Spurenstoffen in Gewässern entgegengenommen. Diese Empfehlungen wurden im Rahmen eines Dialogs des Bundesumweltministeriums mit den betroffenen Stakeholdern erarbeitet. Eine Schlüsselstellung nimmt der Vorschlag der Strategie ein, eine branchenbezogene Liste gewässerrelevanter Spurenstoffe zu erarbeiten. Wichtig ist auch eine Kennzeichnungspflicht für Produkte, wie sie in der Strategie empfohlen wird. Die Strategie stellt zudem klar heraus, dass die vierte Reinigungsstufe bei Kläranlagen Spurenstoffe nur verringert, sie jedoch nie ganz vermeidet oder gar entfernt. Deswegen sollten Bund und Länder die Empfehlung umsetzen, zur weitergehenden Abwasserbehandlung einen bundesweit einheitlichen Orientierungsrahmen vorzulegen. Wenn es im Einzelfall trotzdem notwendig wird, eine End-of-Pipe-Lösung (Abwasserbehandlung im Klärwerk) zu finden, dann müssen die Verursacher an den Kosten für die Abwasserbehandlung angemessen beteiligt werden, so die Empfehlung des Stakeholder- Dialogs.

www.bmub.bund.de/N54267

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WHO/UNICEF: 2,1 Milliarden Menschen ohne Trinkwasser, 4,5 Milliarden ohne Abwasserentsorgung

Nach einem neuen Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Kinderhilfswerks UNICEF haben drei von zehn Menschen, 2,1 Milliarden, keinen Zugang zu einer sicheren Versorgung mit Trinkwasser, und bei sechs von zehn, 4,5 Milliarden, fehlt eine geordnete, sichere Sanitärentsorgung. Seit dem Jahr 2000 hätten zwar Milliarden Menschen Zugang zu einfachen Trinkwasserversorgungen und Abwasserentsorgungen bekommen, aber diese seien nicht notwendigerweise sicher und zuverlässig. Vielen Häusern, Gesundheitseinrichtungen und Schulen mangele es außerdem an Seife und Wasser zum Händewaschen. Als Folge würden jährlich 361 000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfall sterben.

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Konsultation der EU-Kommission zu Mikroplastik

Die europäische Kommission hat eine bis zum 16. Oktober 2017 laufende Konsultation gestartet, bei der es um Möglichkeiten zur Reduzierung der Emission von Mikroplastik in die Umwelt geht. Voraussichtlich Ende 2017 will die Kommission als Ergebnis dieser Konsultation einen Bericht zum Thema veröffentlichen, der auch Empfehlungen enthält.

www.eumicroplastics.com

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Erste thermische Klärschlammverwertungsanlage Mecklenburg- Vorpommerns auf Rügen in Betrieb genommen

Die erste thermische Klärschlammverwertungsanlage Mecklenburg-Vorpommerns hat am 14. Juni 2017 ihren Betrieb aufgenommen. Die Anlage wird vom Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR) betrieben. Sie wurde für einen Klärschlammanfall von rund 2500 t TR/a konzipiert und in knapp zweijähriger Bauzeit nahe der Kläranlage Bergen (92 000 EW) in Generalunternehmerschaft der Dr. Born und Dr. Ermel Ingenieure aus Achim errichtet. Die kombinierte Schlammbehandlungsanlage besteht aus vorgeschalteter Schlammfaulung (Faulturm mit einem Volumen von 3000 m3) mit Gasspeicher (1500 m3 Fassungsvermögen), der Schlammentwässerung und -trocknung, der Verbrennung im zweistufigen Wirbelschichtverfahren und der Abgasreinigung. Das Faulgas wird in einem BHKW in Strom (330 kWel., ca. 2900 MWh/a) und Wärme (360 kWth., ca. 2900 MWh/a), zur Nutzung für die Anlage selbst sowie für die Kläranlage, umgewandelt. Mithin splittet sich die Energiebilanz in 39 % Strom, 43 % Nutzwärme und 18 % Abgas/Abwärme. Durch den Einsatz der bei der thermischen Behandlung entstehenden Wärme zur Trocknung des Klärschlamms wird die Verbrennung zum autothermen Prozess. Die Reststoffe aus der Abgasreinigung werden extern entsorgt, die Asche steht für ein mögliches späteres Phosphor-Recycling zur Verfügung. In der Anlage werden die Klärschlämme aller 38 Kläranlagen des Zweckverbands verwertet. Darüber hinaus beinhaltet die Anlagengenehmigung die Mitverbrennung von bis zu 7 % Biomasse aus Strandgut. Damit erhalten die Ostseebäder im Verbandsgebiet erstmals die Option einer inselbezogenen und umweltgerechten Entsorgung der für den Tourismus problematischen Strandanspülungen. Die Anlage soll rund um die Uhr ca. elf Monate im Jahr laufen; hierzu sind vier Mitarbeiter vorgesehen. Nicht nur die Bauzeit, auch die Baukosten blieben mit 12,15 Millionen Euro (netto) nach Mitteilung des ZWAR im vorgesehenen Rahmen.

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Einweihung der ExtraPhos®- Pilotanlage zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm

Nach knapp eineinhalbjähriger Bau- und gut dreijähriger Planungsphase wurde am 13. Juni 2017 die ExtraPhos®- Pilotanlage auf dem Gelände des Wirtschaftsbetriebs Mainz-Mombach eingeweiht. Im ExtraPhos®-Verfahren löst sich der Phosphor von den Klärschlammpartikeln über die Zugabe von Kohlenstoffdioxid und die dadurch bedingte Absenkung des pH-Werts. Das Verfahren funktioniert ohne zusätzliche Chemikalien oder den Einsatz thermischer Energie. Das kurzfristig hinzugefügte Kohlenstoffdioxid kann rückgeführt werden und bleibt dem Prozesskreislauf erhalten. Der mobilisierte Phosphor wird in diesem Verfahren mit Kalkmilch ausgefällt. Kläranlagen gewinnen so ein bioverfügbares Dicalciumphosphat, das in der Landwirtschaft als Düngemittel Einsatz findet. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat den Bau der Pilotanlage mit rund 175 000 Euro gefördert.

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Eignungsfeststellung des Branchenstandards IT-Sicherheit Wasser/Abwasser liegt vor

Die Eignungsfeststellung des Branchenstandards IT-Sicherheit Wasser/Abwasser liegt vor. Der in gemeinsamer Gremienarbeit durch die DWA und den DVGW erstellte Branchenspezifische Sicherheitsstandard (B3S) wird damit vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) anerkannt, sodass Wasserver- und Abwasserentsorgungsunternehmen die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 8a (1) BSI-Gesetz erfüllen, wenn diese den B3S umsetzen. Beide Regelsetzer haben gehofft, schon sehr viel früher die Anerkennung des Branchenspezifischen Sicherheitsstandards zu erhalten, denn von Beginn an wurden die nachgeordneten Behörden des Innenministeriums, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), intensiv in die Erarbeitung miteingebunden. Dennoch gab es bis ins zweite Quartal dieses Jahres hinein immer wieder Klärungsbedarf und Änderungswünsche, die erhebliche Zeitverzögerungen nach sich zogen. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen und der Branchenstandard IT-Sicherheit Wasser/Abwasser kann veröffentlicht werden. Nachdem die eingereichten Entwürfe vom BSI zur Eignung festgestellt worden sind, wird das Merkblatt DWAM 1060 (IT-Sicherheit – Branchenstandard Wasser/Abwasser), inhaltsgleich mit dem DVGW Hinweis 1060, zur Drucklegung vorbereitet. Der IT-Sicherheitsleitfaden, das Kernstück des Branchenspezifischen Standards, ist ein webbasiertes Tool und kann nun fertig programmiert werden. Es wird dann zusammen mit dem Merkblatt vertrieben. Das Web-Tool wird in einem auf den Internetseiten der Vereinigungen zur Verfügung gestellten Handbuch dokumentiert und erläutert. Die Wasserver- und Abwasserentsorgung sind vom Gesetzgeber als kritische Infrastrukturen eingestuft worden. Aufgrund dessen wurde der Branchenstandard IT-Sicherheit Wasser/Abwasser von den ehrenamtlichen Experten und Expertinnen so geschrieben, dass sowohl große als auch kleine Betreiber diesen anwenden können. Damit können die Betreiber durch seine Umsetzung eine Sicherung ihrer IT-Infrastruktur erreichen, die dem Stand der Technik entspricht, unabhängig davon ob sie unter die BSIKritis Verordnung fallen oder nicht. Denn, so die Überzeugung der Expert/innen, jeder sollte seine IT-Sicherheit prüfen und das Risiko vor Angriffen minimieren.

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EU-Bank stellt weiteren Kredit für Emscher-Umbau bereit

Eines der größten Umweltprojekte Europas erhält erneut Unterstützung der Europäischen Investitionsbank (EIB). Die EU-Bank stellt der Emschergenossenschaft einen weiteren Darlehensrahmen in Höhe von 450 Millionen Euro für die umfangreiche Renaturierung des Flusssystems zur Verfügung. Mit dem neuen Kredit ko-finanziert die EIB das Investitionsprogramm der Emschergenossenschaft für die Jahre 2017 bis 2019. Das Darlehen weist neben dem hohen Volumen attraktive Kreditkonditionen auf: Es hat eine Laufzeit von bis zu 45 Jahren und kann trotz des langen Zeitraums festverzinst werden. Dies bietet die Möglichkeit, das aktuell niedrige Zinsniveau langfristig festzuschreiben. Das Darlehen ist nach 2011 und 2013 die dritte Finanzierung von Seiten der EU-Bank für das umfassende Entwicklungsvorhaben. Das gesamte Finanzierungsvolumen der EUBank an die Emschergenossenschaft erreicht damit über 1,3 Milliarden Euro.

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Korrekturen im Arbeitsblatt DWA-A 161 „Statische Berechnung von Vortriebsrohren“

Arbeitsblatt DWA-A 161 „Statische Berechnung von Vortriebsrohren“ bedarf einiger Korrekturen. Die nötigen Änderungen sind im Folgenden jeweils eingekreist.

Mehr: Tabelle inKorrespondenz Abwasser, Abfall · 2017 (64) · Nr. 6 Seite 538

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Abwasserkanal der Stadt Aachen wird Wärmequelle für Wohnhäuser

Die Wohnungsgesellschaft gewoge AG und die STAWAG Energie GmbH, eine Tochter der Aachener Stadtwerke wollen Wärme aus der Kanalisation zum Heizen nutzen: Mit Förderung des Umweltinnovationsprogramms rüsteten sie fünf Wohngebäude um und ersetzten die Gasetagenheizungen durch eine zentrale Wärme- und Warmwasserversorgung mittels Abwärme aus Abwasser und Abluft. Hierzu wurden vier dezentrale Abluftwärmepumpen installiert sowie zwei zentrale Abwasserwärmepumpen, die dem Hauptsammler des Abwasserkanals der Stadt Aachen Wärme entziehen und damit das Wasser für die Wohnblöcke erwärmen. Das Messprogramm zur Erfolgskontrolle ist nun abgeschlossen. Bis auf wenige Ausnahmen wurden die erforderlichen Temperaturen kontinuierlich in Sommer- wie in Wintermonaten erreicht. In Spitzenlastzeiten können zwei bereits vorhandene Niedertemperaturgaskessel unterstützend zugeschaltet werden. Aufgrund der Abwärmenutzung können jährlich Treibhausgase mit einer Klimawirkung von fast 200 Tonnen CO2 eingespart werden. Die Projektergebnisse sind vor allem für Kommunen und Wohnungsbaugenossenschaften mit großen Wohneinheiten interessant. Allerdings müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein, die im Abschlussbericht zum Projekt näher beschrieben sind.

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Bundestag beschließt Hochwasserschutzgesetz II

Der Deutsche Bundestag hat am 18. Mai 2017 den Entwurf eines zweiten Hochwasserschutzgesetzes (HWG II) beschlossen. Planungen für Hochwasserschutzanlagen sollen dadurch genauso vereinfacht werden wie deren Genehmigung und Bau. Klageverfahren gegen solche Anlagen sollen beschleunigt und neue Heizölanlagen in Hochwasser-Risikogebieten verboten werden. Das Gesetz muss noch den Bundesrat passieren, bedarf aber nicht der Zustimmung durch die Länderkammer. Das Gesetz schreibt vor, die Hochwasservorsorge in sogenannten Hochwasser- Risikogebieten zu verstärken. Hochwasser- Risikogebiete umfassen auch solche Flächen, die im Fall eines Deichbruchs überflutet werden können. Dass es auch hinter Schutzbauten keine absolute Sicherheit vor Hochwasser geben kann, zeigen die Extremhochwasser der vergangenen Jahre: Die meisten Schäden traten bei den Hochwasser-Ereignissen 2013, 2006 und 2002 in Hochwasser-Risikogebieten auf. In den Risikogebieten sollen daher die Kommunen Anforderungen zum hochwasserangepassten Bauen im Bebauungsplan festlegen können, um künftige Schäden zu vermeiden. Hierzu wurden die rechtlichen Möglichkeiten der Kommunen im Baugesetzbuch erweitert. In Gebieten ohne Bebauungsplan soll der Bauherr die allgemein anerkannten Regeln der Technik unter Beachtung des Hochwasserrisikos und der Lage seines Grundstücks beim hochwasserangepassten Bauen beachten. Hochwasserangepasstes Bauen kann je nach Lage sehr unterschiedliche Maßnahmen umfassen (zum Beispiel höhere Türschwellen, Sicherung von technischen Einrichtungen usw.) Anders als im sog. Überschwemmungsgebiet, das statistisch einmal in einhundert Jahren eintritt und daher dringend als Rückhalteraum für den Fluss benötigt wird, gelten in Risikogebieten aber keine Bau- und Planungsbeschränkungen. Da sich fast Dreiviertel der Sachschäden an Gebäuden auf ausgetretenes Heizöl zurückführen lassen, sieht das Gesetz in Überschwemmungsgebieten und anderen hochwassergefährdeten Gebieten auch ein Verbot von neuen Ölheizungsanlagen und die Nachrüstung bestehender Anlagen innerhalb angemessener Fristen (in Überschwemmungsgebieten fünf Jahre, in anderen Risikogebieten 15 Jahre). Wo ein Ersatz nicht möglich ist, müssen die Öltanks hochwasserfest gemacht werden.

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Bundesregierung beschließt ersten Stickstoffbericht

Einen Bericht zum Stickstoffeintrag in die Umwelt hat das Bundeskabinett am 31. Mai 2017 beschlossen. Ziel der Bundesregierung ist es, durch einen sektorenübergreifenden Ansatz Stickstoff auf ein umwelt- und gesundheitsverträgliches Maß zu reduzieren. In ihrem Bericht kündigt die Bundesregierung die Entwicklung eines Aktionsprogramms zur konkreten Stickstoffminderung an. Das Programm soll dazu beitragen, Synergien zwischen den diversen Programmen der Bundesregierung besser zu identifizieren und zu stärken. Zudem soll die Anwendung des Verursacherprinzips präzisiert und überprüft werden, ob es rechtliche oder finanzielle Rahmenbedingungen gibt, die einer Minderung von Stickstoffeinträgen entgegenstehen. Derzeit werden nach Angabe der Regierung jährlich noch ca. 1,6 Millionen Tonnen reaktiver Stickstoffverbindungen in die Umwelt eingetragen. Die Hauptverursacherbereiche für Stickstoff-Emissionen sind der Verkehr (13 %), die Industrie-/ Energiewirtschaft (15 %), Abwasserbehandlung und Oberflächenablauf (9 %) sowie die Landwirtschaft (63 %).

Der Stickstoff-Bericht steht zum Download bereit: www.bmub.bund.de/N54185

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Brandenburg unterstützt Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen auf Deponien

Brandenburg wird künftig die Reduzierung von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen auf Deponien unterstützen. Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger hat eine entsprechende Richtlinie unterzeichnet. Demnach können bei der Investitionsbank des Landes (ILB) Zuwendungen für Maßnahmen beantragt werden, die zu weniger Treibhausgasen auf Deponien und zur Vorbereitung von Deponieoberflächen für die Energiegewinnung dienen. Grundlage für die nun verabschiedete Richtlinie ist das Operationelle Programm des Landes Brandenburg für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2014 bis 2020. Das Programm sieht die Förderung von Maßnahmen zur Verringerung von CO2-Emissionen in allen Branchen der Wirtschaft vor. Für die jetzt vom Minister in Kraft gesetzte Richtlinie stehen 20 Millionen Euro aus dem EFRE zur Verfügung. Gefördert werden kann die Neueinrichtung, Nachrüstung oder Ertüchtigung von Anlagen zur Erfassung und Entsorgung von Deponiegas, einschließlich erforderlicher Oberflächenabdichtungssysteme Oberflächenabdichtungssysteme. Förderfähig sind auch die Errichtung von Anlagen zur Methanoxidation sowie Maßnahmen zur Ausgestaltung einer Deponieoberfläche als technische Funktionsschicht für die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Zuwendungsempfänger können Kommunen, Zweckverbände oder Unternehmen der öffentlichen Hand sein. Das Umweltministerium führt heute in Potsdam eine Informationsveranstaltung für Fachleute zur neuen Förderrichtlinie durch. Anträge auf Förderung können ab Juli online über das Kundenportal der ILB gestellt werden.

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Bewertung der Wirkung von Glyphosat

Internationale und nationale Organisationen teilen anders als die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) nicht die Annahme einer krebserregenden Wirkung von Glyphosat. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (Bundestags- Drucksache 18/12489) auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke hervor. Danach kämen die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die Europäische Chemikalien Agentur (ECHA), der gemeinsame Ausschuss für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welternährungsorganisation (FAO) sowie die Fachbehörden der USA, Japans, Neuseelands, Australiens und Kanadas zu dem Ergebnis, dass es keine Anhaltspunkte für eine krebserregende Wirkung von Glyphosat gebe. Glyphosat ist nach Darstellung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Unkrautbekämpfungsmitteln, der zur Verhinderung von unerwünschtem Pflanzenwuchs im Kulturpflanzenbau verwendet wird.

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Baden-Württemberg: 13 Millionen Euro Förderung für Phosphorrückgewinnung

Die dritte Runde im Förderprogramm zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen und Klärschlammasche in Baden-Württemberg hat begonnen. Bis zum 13. Oktober 2017 können sich privat-gewerbliche Unternehmen, Gebietskörperschaften einschließlich deren Eigenbetriebe und öffentlich-rechtliche Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften wieder um Fördermittel für die Entwicklung und den Bau von Versuchsanlagen und großtechnische Pilotanlares gen zur Phosphorrückgewinnung bewerben. Der Förderaufruf richtet sich gleichermaßen an kommunale Unternehmen in privater Rechtsform mit einem kommunalen Anteil von mehr als 50 Prozent. Im Rahmen des dritten Förderaufrufs sind Kläranlagen ab einer Ausbaugröße von 50 000 Einwohnerwerten oder dem entsprechenden Klärschlammanfall antragsberechtigt. Erstmals wird auch die Erstellung von Projektskizzen kommunaler Einrichtungen gefördert. Insgesamt stehen in dem Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) acht Millionen Euro zur Verfügung. Das Land Baden-Württemberg ergänzt diese Mittel durch bis zu 4,8 Millionen Euro.

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Baden in der Ruhr nach 46 Jahren wieder möglich

In der Ruhr kann wieder gebadet werden. Nach 46 Jahren wurde am 23. Mai 2017 die erste Badestelle am Seaside Beach Baldeney in Essen eröffnet. Die Ruhr steht exemplarisch für die Entwicklung der Stadt Essen. Von einem Fluss, an dem nur wenige Mühlen und Handwerksbetriebe siedelten, wurde das Fließgewässer zu einem Transportweg für Kohle und Entsorgungsort für Industrieabwässer. Durch Investitionen in Millionenhöhe in die Abwasserbeseitigung seit den 1980er-Jahren hat sich die Ruhr zu einem blauen und sauberen Gewässer entwickelt. Unter dem Projektnamen „Sichere Ruhr“ wurden 2012 die Rahmenbedingungen für ein siche- Pilotanlares und rechtskonformes Baden und ein Frühwarnsystem erarbeitet, das die innerhalb der EU geltenden hygienischen Standards für Badegewässer berücksichtigt. Dieses System sagt Schwankungen der Wasserqualität voraus. Nur nach Starkregenereignissen, in deren Folge eine Entlastung der Regenbecken erfolgen muss, wird eine Sperrung des Badebereiches notwendig. Die Badestelle am Seaside Beach Baldeney erstreckt sich über eine Uferlänge von 50 Metern und reicht 15 Meter in den See hinein. Ob und wann weitere Badestellen umgesetzt werden, wird nach Angaben der Stadt Essen vor allem davon abhängen, wie die Pilotbadestelle und das Frühwarnsystem am Seaside Beach Baldeney angenommen werden.

www.essen.de/badeninderruhr

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Karl-Imhoff-Preis 2018 ausgeschrieben

Die DWA hat den Karl-Imhoff-Preis 2018, ihren Umweltpreis, ausgeschrieben. Der Karl-Imhoff-Preis dient der Förderung wissenschaftlicher Arbeiten auf den Arbeitsgebieten der Vereinigung und wird für hervorragende Forschungsarbeiten, Dissertationen oder sehr gute Prüfungsarbeiten vergeben. Er wurde gestiftet in Würdigung der großen Verdienste, die sich Dr.-Ing. Karl Imhoff (1876–1965), ein deutscher Pionier der Abwassertechnik, um die deutsche und internationale Wasser- und Abwasserwirtschaft erworben hat, und zur bleibenden Erinnerung an sein Wirken. Der Karl-Imhoff-Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Außerdem können Belobigungen ausgesprochen werden.

Der Preis wird aufgrund von Bewerbungen verliehen. Die Bewerbungen müssen spätestens bis zum 31. Oktober 2017 bei der Bundesgeschäftsstelle der DWA eingegangen sein. Beizufügen sind in sechsfacher Ausfertigung:
●● Angaben über Name, Geburtsdatum, Ausbildungsgang
●● (Lebenslauf) und Anschrift des Bewerbers,
●● die der Bewerbung zugrunde liegende Arbeit,
●● bei Prüfungsarbeiten die Note,
●● eine Versicherung an Eides Statt, dass die eingereichte Arbeit
●● von dem Bewerber selbst angefertigt ist,
●● Kurzfassung/Zusammenfassung. Die Preisverleihung soll auf der DWABundestagung 2018 erfolgen.

Vollständige Bewerbungsunterlagen an: Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. Anne Maria Schumacher Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. 0 22 42/872-111 Fax 0 22 42/872-8250 E-Mail: schumacher@dwa.de

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Eingriffsregelung und Kompensation bei der Umsetzung von EG-WRRL-Maßnahmen

Hintergrund
Naturschutz und Wasserwirtschaft haben beide Aufgabenbereiche von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Das sind in der Wasserwirtschaft beispielsweise Wasserversorgung, Gewässerausbau und -unterhaltung sowie Hochwasserschutz und im Naturschutz die Erhaltung der Biologischen Vielfalt, Landschaftspflege, Gewässerschutz und Erholung in der Natur. Berührungspunkte zwischen beiden Bereichen gab es schon immer. Zu nennen wären hier der Gewässer- und Auenschutz, die Wassergüte oder die Gewässerstrukturgüte. Bei der Wassergüte ist in den letzten Jahrzehnten eine erhebliche Verbesserung erreicht worden. In Bezug auf die Struktur, den Nährstoffeintrag und die Biologische Vielfalt bleibt jedoch noch einiges zu tun. Seit Inkrafttreten der EG-WRRL und der daraus folgenden Änderung der deutschen Wassergesetzgebung haben die Berührungspunkte zwischen den Aufgabenbereichen deutlich zugenommen. Der gute ökologische Zustand der Gewässer ist seither ein neues Bewirtschaftungsziel in der Wasserwirtschaft. Als einer der wesentlichen Gradmesser dafür wird die Besiedlung der Gewässer mit heimischen Pflanzen und Tieren herangezogen. Sie hat sich zudem über den Gewässerschlauch hinaus stärker an Einzugsgebieten zu orientieren. Damit ist die Tätigkeit der Wasserwirtschaft stärker als zuvor von ökologischen Zusammenhängen bestimmt und ihr Einfluss auf den dem Naturschutz zufallenden Arten- und Biotopschutz im Gewässerund Auenbereich nimmt zu. Der gute mengenmäßige Zustand des Grundwassers als Ziel der WRRL und der davon abhängige Zustand von naturschutzrelevanten Landökosystemen gibt ebenfalls Anlass zu gemeinsamem Handeln. In Natura 2000-Gebieten ist die Wasserwirtschaft nun mitverantwortlich für den Zustand der Gebiete, soweit es dabei um die Wassermenge und -dynamik und die Verbindung zum Grundwasser geht. Natürlich bleiben auch potenzielle Konfliktfelder weiter bestehen, so beim Umgang mit dem Gewässerausbau und dem technischen Hochwasserschutz. Ein Gewässerausbau ist regelmäßig als Eingriff im Sinne des § 14 Abs. 1 BNatSchG einzustufen. Der Tatbestand einer Veränderung der Gestalt einer Grundfläche ist regelmäßig gegeben, die auch erhebliche beeinträchtigende Wirkungen mindestens während der Bauphase nach sich ziehen kann. Daher bedarf es bei Maßnahmen des Gewässerausbaus….

Aufruf
Zu dem Expertengespräch „Eingriffsregelung und Kompensation bei Umsetzung EG-WRRL-Maßnahmen“ sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Das Expertengespräch ist geplant für: Dienstag, den 19. September 2017, 10.30 bis ca. 15.30 Uhr, in Wiesbaden. Angesprochen sind insbesondere Vertreter aus Wasserwirtschaft und Naturschutz von Maßnahmenträgern, Betreibern wasserwirtschaftlicher Anlagen, Behörden, Ingenieur- und Beratungsbüros, Verbänden und einschlägigen wissenschaftlichen Institutionen.

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Norddeutsches Netzwerk Klärschlamm jetzt auch in Schleswig-Holstein!

In Schleswig-Holstein werden derzeit ca. 65 % der anfallenden Klärschlämme landwirtschaftlich verwertet. Mit Inkraftreten der neuen Klärschlammverordnung (derzeit noch als Entwurf vorliegend), die je nach Anlagengröße ab 2030 ein Verbot der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung vorsieht, wird dieser Anteil deutlich zurückgehen. Bereits jetzt ist die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung in vielen Regionen in Norddeutschland erschwert. Kurzfristig wird dieser Entsorgungsweg, bedingt durch Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Konkurrenz durch andere Stoffströme, weiter abnehmen. Viele Betreiber von Kläranlagen stehen daher schon heute unter einem hohen Handlungsdruck, zukunftsfähige Lösungen für die sichere Klärschlammentsorgung zu finden. Neue Klärschlammentsorgungskonzepte, die langfristig belastbar sind, müssen erstellt und notwendige Investitionen angeschoben werden. Kooperationen von Anlagenbetreibern wird dabei eine zentrale Rolle zukommen.

Fragestellungen, die im Rahmen des Norddeutschen Netzwerkes Klärschlamm behandelt werden:
●● Wie werden sich in den einzelnen Regionen Schleswig-Holsteins die zu erwartenden Änderungen der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die Klärschlammentsorgung auswirken?
●● Welche Entsorgungswege wird es – abhängig von der regionalen Struktur und der Größe der Kläranlagen – in Zukunft für Klärschlamm geben?
●● Welche geeigneten technischen Verfahren stehen zur Verfügung?
●● Welche Kapazitäten werden die unterschiedlichen Entsorgungswege haben?
●● Welche Änderungen sind dadurch bei der Vorbehandlung von Klärschlamm erforderlich?
●● Was ändert sich bezüglich erforderlicher Lagerkapazitäten? Wie werden sich die zukünftigen Rahmenbedingungen auf die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Entsorgungskonzepte auswirken?
●● Wie können durch Nutzung regional vorhandener Infrastrukturen Behandlungs-, Lagerungs- und Transportaufwand minimiert werden?
●● Welche Kooperationsmöglichkeiten von Kläranlagenbetreibern bestehen bzw. können aufgebaut werden?

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Einladung zur 70. DWA-Mitgliederversammlung

An alle Mitglieder der DWA
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, hiermit lade ich Sie herzlich zur 70. Mitgliederversammlung der DWA am Dienstag, 26. September 2017, um 14:00 Uhr ein. Die Versammlung findet im Rahmen der diesjährigen Bundestagung in Berlin statt. Für den Einlass ist die Vorlage des DWA-Mitgliedsausweises oder einer schriftlichen Vollmacht erforderlich.

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Baden-Württemberg 7. Stuttgarter Runde 2017 – regional stark

Das Thema Kanalinstandhaltung bleibt aktuell.
Anlässlich der 7. Stuttgarter Runde am 6. April 2017 trafen sich 130 Teilnehmer und 25 Aussteller im Kursaal Stuttgart Bad-Cannstatt, um sich zu informieren, zu diskutieren und Fachkolleginnen und -kollegen zu treffen. Der traditionelle Vorabendtreff der Aussteller, Teilnehmer und Referenten fand am 5. April im historischen Restaurant Ackerbürger statt, wo man in gemütlicher Runde bis in die späten Abendstunden fachsimpelte. Das Vortragsprogramm am 6. April war wie immer ein Mix aus Neuem und Bewährtem, um die Fragen und den Informationsbedarf rund um die stetige Weiterentwicklung der Kanalsanierungsbranche zu erläutern und zu diskutieren. Der Eingangsvortrag informierte über die unterschiedlichen Themen im Umweltministerium, die mit der Kanalsanierung zusammenhängen. Ein weiterer widmete sich der Frage, ob heutzutage ein Bauen ohne Anwälte möglich ist. Anschließend erfuhren die Zuhörer vieles zu den besonderen Anforderungen bei industriellen Grundstücksentwässerungsanlagen und wurden anschaulich über die speziellen Lösungen zu zwei sehr anspruchsvollen Sanierungsbaustellen informiert. Die anderen Themenblöcke lieferten Informationen zum Regelwerk bezüglich der Umweltrelevanz des baulichen Zustands oder zeigten in Beispielen aus der Sanierungspraxis einige Mängel bei der Abnahme auf – mit Lösungsansätzen. Das sinnvolle Vorgehen bei der Auswertung von Inspektionen (Vier-Augen-Prinzip) wurde in einem weiteren Beitrag ausführlich diskutiert. Im Marktplatz der Aussteller hatten sechs Firmen die Gelegenheit, ihr Unternehmen, Produkte oder Projekte in Kurzvorträgen vorzustellen und dies mit interessierten Teilnehmern in der anschließenden Pause zu vertiefen.

Die 8. Stuttgarter Runde findet statt am 21. März 2018 im Kursaal Stuttgart Bad-Cannstatt. Ausgerichtet wird die Stuttgarter Runde gemeinschaftlich vom DWA-Landesverband Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und dem Ingenieurbüro Dörschel.

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Nachhaltiger Umgang mit Klärschlamm in der Ostseeregion

Im März 2017 trat die „Recommendation on sewage sludge handling“ im Rahmen des Helsinki-Übereinkommens zum Schutz der Ostsee in Kraft. Sie stellt Grundsätze für den nachhaltigen Umgang mit Klärschlamm in der Ostseeregion auf. Die „Recommendation 38/1 on sewage sludge handling“ wurde seit 2012 von Deutschland und Schweden federführend erarbeitet, unter Beteiligung des Umweltbundesamts. Im März 2017 stimmten alle Vertragsstaaten des Helsinki- Übereinkommens auf dem jährlichen Treffen der Kommission der Ostsee- Anrainerstaaten für den Schutz der Meeresumwelt im Ostseeraum (HELCOM) zu. Hauptziele der Empfehlung sind: das gezielte Recycling der im Klärschlamm enthaltenen Nährstoffe, insbesondere Phosphor, die nachhaltige landwirtschaftliche und energetische Klärschlammnutzung und die Reduktion von Einträgen umweltgefährdender und pathogener Stoffe aus Klärschlamm in die Umwelt. Neben Maßnahmen zur Klärschlammbehandlung und -nutzung werden Ausbringungsbeschränkungen für den Klärschlammeinsatz zu Düngezwecken dargelegt sowie die Weiterentwicklung kosteneffizienter Lösungen und der Wissensaustausch in der Region angeregt. Die Vertragsstaaten des Übereinkommens müssen im Zuge der Empfehlungen künftig egelmäßig zum Umgang mit Klärschlamm, zu dessen Qualität und zur Phosphorrückgewinnung berichten.

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Neue Studie: Kläranlagen scheiden Mikrofasern ab

Kläranlagen scheinen Mikrofasern, die über Waschmaschinen ins Abwasser gelangen, fast vollständig aus dem Abwasser zu entfernen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) in Auftrag gegeben hat. Experten des Instituts für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück untersuchten den Eintrag von Mikrofasern aus dem Waschen von Textilien ins Haushaltsabwasser. Betrachtet wurden unter anderem gebrauchte und neuwertige Sportbekleidung, Fleece-Jacken, Mützen Schals und Decken aus den synthetischen Materialien Polyester, Polyamid und Polyacrylnitril. Hintergrund ist der Schutz der Tierund Pflanzenwelt in Flüssen und Meeren. In der Studie wurden im Abwasser von Waschmaschinen erhebliche Mengen an Mikrofasern festgestellt. Der Eintrag von Polyamid und Polyester aus Sportbekleidung mit glatter Oberfläche lag im Durchschnitt bei 18 mg pro kg Wäsche, während Rückstandsmengen von Polyester oder Polyacrylnitril aus Textilien mit rauer Oberfläche (Fleece-Jacken, Wohn- Decken, Schals, Mützen, Strickjacken) im Durchschnitt 89 mg pro kg Wäsche betrugen. Die ausgewaschenen Mengen waren so groß, dass die Fasern nicht mehr gezählt, sondern nur gewogen werden konnten. Hochrechnungen der Daten ergeben, dass bei einem durchschnittlichen Waschverhalten der tägliche Eintrag bei etwa 85 000 synthetischen Mikrofasern pro Person liegt und der tägliche Gesamteintrag einer Stadt von 100 000 Einwohnern bei 1,71 kg. Auf der Kläranlage in Osnabrück konnte allerdings gezeigt werden, dass diese Mikrofasern in der Abwasserreinigung fast gänzlich (98 Prozent) zurückgehalten werden. Geklärt werden muss nun der Verbleib der Fasern im Klärschlamm und ob diese über den Umweg der landwirtschaftlichen Nutzung doch noch in die Umwelt gelangen.
Universität Osnabrück Institut für Umweltsystemforschung
Jörg Klasmeier
E-Mail: jklasmei@uni-osnabrueck.de

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Nitrat: UBA warnt vor deutlich steigenden Trinkwasserpreisen

Das Umweltbundesamt warnt im Zusammenhang mit der Nitratproblematik vor deutlich höheren Trinkwasserpreisen. Über 27 Prozent der Grundwasserkörper überschreiten derzeit den Grenzwert von 50 mg/l. Wenn die Nitrateinträge dort nicht bald sinken, müssen betroffene Wasserversorger zu teuren Aufbereitungsmethoden greifen, um das Rohwasser von Nitrat zu reinigen. Einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge kann dies die Trinkwasserkosten um 55 bis 76 Cent pro Kubikmeter erhöhen. Das entspricht einer Preissteigerung von 32 bis 45 Prozent. Eine vierköpfige Familie müsste dann bis zu 134 € im Jahr mehr bezahlen. Gerade in Gebieten mit landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen ist das Grundwasser häufig durch zu viel Stickstoff belastet. Grund sind die auf den Feldern aufgebrachten Gülle und Mist aus der intensiven Tierhaltung oder Mineraldünger für beispielsweise Obst- und Gemüseanbau. Wasserversorger versuchen bereits heute, das Wasser mit unterschiedlichen Maßnahmen zu schützen, indem sie die darüber liegenden Flächen selbst pachten, Brunnen verlagern oder belastetes mit unbelastetem Wasser mischen. Auch diese Kosten fließen bereits heute in den Trinkwasserpreis mit ein. Doch derartige Maßnahmen werden nach Einschätzung des UBA in Zukunft in hochbelasteten Regionen nicht ausreichen, um den Nitratwert im Trinkwasser niedrig zu halten. Die UBA-Studie hat dies mit Daten von und in Kooperation mit drei großen Wasserversorgern untersucht: OOWV (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband), Rheinenergie und RWW (Rheinisch- Westfälische Wasserwerksgesellschaft). Ergebnis: In einigen Gebieten könnte bald der Fall eintreten, dass das Wasser zusätzlich gereinigt werden muss. Dazu gibt es unterschiedliche Verfahren: Elektrodialyse, Umkehrosmose, biologische Denitrifikation oder das CARIX- Verfahren. Welches Verfahren zur Anwendung kommen kann, wird durch lokale Faktoren wie der Wasserhärte oder der notwendigen Vor- oder Nachbehandlung des Wassers bestimmt. Die Gesamtkosten für die Reinigung hängen neben der Art des Verfahrens auch noch ab von der konkreten Belastungssituation vor Ort, dem zu erreichenden Nitratwert, bis zu dem die Verunreinigungen gemindert werden sollen (Zielwert), und der Menge des aufzubereitenden Wassers. In jedem Falle bedeuten die Verfahren mögliche berechnete Mehrkosten von bis zu 76 Cent pro Kubikmeter für die Wasserkunden: diese müssen also für die Überdüngung in ihrer Region bezahlen. Die Studie rechnet zudem aus, wieviel die Reinigung von mit Nitrat belastetem Grundwasser in Deutschland insgesamt kosten kann: zwischen 580 und 767 Millionen Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Maßnahmen der novellierten Düngeverordnung kosten laut Bundeslandwirtschaftsministerium die Landwirtschaft bis zu 111,7 Millionen Euro pro Jahr, also nur einen Bruchteil dessen, den die betroffenen Trinkwasserkunden zu bezahlen hätten. Dies zeigt erneut: Vorsorge ist billiger als Reparatur. Diese Maßnahmen helfen nicht nur, Nitrateinträge zu reduzieren und die Kosten für die Aufbereitung zu senken. Daneben haben sie sogar noch viele weitere positive Auswirkungen auf die Umwelt, wie den Erhalt der Artenvielfalt.

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Joseph-von-Fraunhofer-Preis für Membranverfahren zur Abwasserreinigung

Forscher vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Hermsdorf konnten die Trenngrenze keramischer Membranen deutlich herabsetzen und erstmals auch gelöste organische Moleküle mit einer Molaren Masse von nur 200 Dalton zuverlässig abfiltrieren. So lassen sich selbst Industrie- Abwässer effizient reinigen. Bislang konnten nur Moleküle mit einer Größe ab 450 Dalton abgetrennt werden. Für die Entwicklung der keramischen Nanofiltrationsmembran erhalten Dr. Ingolf Voigt, Dr.-Ing. Hannes Richter und Dipl.- Chem. Petra Puhlfürß den diesjährigen Joseph-von-Fraunhofer-Preis. Die Jury begründet die Preisvergabe unter anderem mit „der erstmaligen Umsetzung für Filtrationsanwendungen im Rahmen dieser Materialklasse“. Im Auftrag von Shell wurde von der Firma Andreas Junghans – Anlagenbau und Edelstahlbearbeitung GmbH & Co. KG (Frankenberg) eine im kanadischen Alberta eine Pilotanlage gebaut. Diese reinigt seit 2016 erfolgreich Abwasser, das bei der Förderung von Öl aus Ölsand verwendet wird. Derzeit planen die Forscher eine erste Produktionsanlage mit einer Membranfläche von mehr als 5000 Quadratmetern.

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Schweiz stimmt für freiwillige Maßnahmen gegen Mikroverunreinigungen

Der Schweizer Bundesrat hat sich Mitte Juni für weiterführende freiwillige Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzes der Gewässer vor Mikroverunreinigungen ausgesprochen. Der Beschluss basiert auf dem Bericht „Maßnahmen an der Quelle zur Reduktion von Mikroverunreinigungen in den Gewässern“ des Ständerates Claude Hêche. Der Bericht zeigt, welche Verbesserungen bereits erzielt worden sind und stellt Möglichkeiten für zusätzliche Schritte vor. Vor allem sollen die heute bestehenden Regelungen konsequenter umgesetzt werden. Zudem soll die umweltschonende Anwendung und Entsorgung von Produkten wie z. B. Arzneimittel oder Pestizide im bestehenden Rahmen weiter gefördert werden. Ebenso begrüßt der Bundesrat Bestrebungen der Privatwirtschaft und der Verbände zur Weiterentwicklung umweltrelevanter Informationen zu Produkten. Der Gewässerschutz soll dabei auch bei branchen- und verbandsinternen Aus- und Weiterbildungen von Fachpersonal stärker berücksichtigt werden. Das Wissen zu Stoffeinträgen aus Gesundheitsbetrieben sowie Industrie und Gewerbe soll verbessert und allfällige Maßnahmen sollen geprüft werden. Dazu sollen insbesondere laufende Aktivitäten der Fachverbände genutzt werden. Der Bundesrat hat die betroffenen Departemente damit beauftragt, die entsprechenden Anstrengungen im Rahmen der bestehenden Mittel zu verstärken.

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Stockholm Water Prize ausgeschrieben

Bis zum 29. September 2017 können Nominierungen für den Stockholm Water Prize 2018 abgegeben werden. www.siwi.org/prizes

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Umfrage zum Thema Ökosystemleistungen

Das Projekt RESI führt eine Umfrage zum Thema Ökosystemleistungen durch. Ziel ist es, abzufragen, ob das Konzept der Ökosystemleistungen in Behörden und der wasserwirtschaftlichen Praxis bereits angewandt wird und wie ein mögliches Instrument zur Darstellung und zum Vergleich verschiedener Ökosystemleistungen ausgestaltet sein müsste. Hintergrund sind die vielfältigen Interessenskonflikte, wenn es um die Nutzung von Flüssen und ihre Auen geht. In dieser Situation stehen Behörden und andere Akteure vor der Herausforderung, zwischen den diversen gesellschaftlichen Nutzungsansprüchen abzuwägen, um gesetzliche Vorgaben oder nachhaltige Nutzungskonzepte umzusetzen. Szenarien auf Basis der Ökosystemleistungen könnten helfen die Gestaltung und Bewirtschaftung von Flusslandschaften transparenter darzustellen als bisher. Das Verbundforschungsprojekt „River Ecosystem Service Index“ (RESI) ist eines von 15 Verbundprojekten des BMBF-Förderprogramms „Regionales Wasserressourcen- Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM).

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Bundesrat verabschiedet Neuordnung der Klärschlammverwertung

Der Bundesrat hat am 12. Mai 2017 die Neuordnung der Klärschlammverwertung unter Maßgabe der Umsetzung der Ausschussempfehlungen beschlossen. Die Verordnung dürfte hiermit die entscheidende Hürde im Gesetzgebungsverfahren genommen haben. Die vom Bundesrat empfohlenen Änderungen sind noch durch das Kabinett und den Bundestag zu bestätigen. Es wird erwartet, dass die neue Verordnung bis August in Kraft treten kann. Nach fast zwei Jahrzehnte währenden Diskussionen wird damit die bisherige Verordnung aus dem Jahre 1992 abgelöst, und die Vorgaben für den Umgang mit Klärschlämmen werden grundlegend geändert. Die neue Verordnung regelt insbesondere den Einstieg in ein umfassendes Phosphorrecycling und beendet langfristig die bodenbezogene Verwertung von Schlämmen aus großen Kläranlagen. So werden die Betreiber von Kläranlagen und auch von Verbrennungsanlagen ab 2029 grundsätzlich verpflichtet, Maßnahmen für ein weitgehendes P-Recycling umzusetzen. Gleichzeitig wird die bodenbezogene Verwertung ab 2029 für Schlämme aus Kläranlagen über 100 000 EW untersagt. Ab 2032 wird diese Grenze auf 50 000 EW herabgesetzt. Die Übergangsfristen sollen den Betreibern den notwendigen zeitlichen Vorlauf zur Planung und Umsetzung der erforderlichen umfassenden Änderungen ihrer Entsorgungskonzepte geben und Planung und Bau neuer Anlagentechnik ermöglichen. Die Verwertung von Klärschlämmen in der Landwirtschaft und im Landschaftsbau bleibt für kleine Kläranlagen (50 000 EW) unbefristet möglich. Durch eine weitgehende Harmonisierung mit der Düngemittelverordnung werden für die bodenbezogene Verwertung im Wesentlichen die bisher bestehenden Grenzwerte fortgeführt. Als neues Element definiert die Verordnung Anforderungen an freiwillige Qualitätssicherungssysteme. Im Zuge der Bundesratsbefassung wurden „in letzter Minute“ noch zahlreiche Detailregelungen des Regierungsentwurfs geändert, die auch in der Praxis spürbare Auswirkungen haben werden. Unter anderem wurden für die bodenbezogene Verwertung die Untersuchungspflichten der Bodenproben um die Parameter PCB oder Benzo[a]pyren erweitert, die zulässige Dauer einer Feldrandlagerung von zwei auf eine Woche verkürzt und das Ausbringungsverbot in Wasserschutzgebieten auch auf Zone 3 ausgedehnt. Diese Anforderungen gelten sofort nach Inkrafttreten der Verordnung. Für P-Rückgewinnungsverfahren aus Klärschlämmen wurden die Vorgaben abgemildert. Für solche Verfahren genügt es, einen Gehalt unter 20 g P/kg TM im Schlamm oder eine Reduzierung des PGehalts um 50 % zu erreichen (zuvor mussten beiden Kriterien erfüllt werden). Bei der Mitverbrennung von Klärschlamm wurde die Anforderung fallen gelassen, dass nur aschearme Kohlen eingesetzt werden dürfen. Es besteht aber weiterhin ab 2029 die Pflicht, den in der Asche enthaltenen Phosphor zu recyceln. Für Rückgewinnungsverfahren aus Aschen ist dabei ein Wirkungsgrad von 80 % einzuhalten. Die neue Klärschlammverordnung wird erhebliche Veränderungen bringen. Hiervon sind zum Beispiel Kläranlagen betroffen, die Abwasser aus industrieller Kartoffelverarbeitung mitbehandeln. Dieser Klärschlamm darf mit Inkrafttreten der Verordnung nicht mehr landwirtschaftlich verwertet werden. Es wird insgesamt eine deutliche Reduzierung der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung und eine weitere Zunahme der thermischen Behandlung erwartet. Da die P-Rückgewinnung aus den Aschen der Monoverbrennung als besonders effizient eingeschätzt wird, wird voraussichtlich die thermische Vorbehandlung in Monoverbrennungsanlagen an Bedeutung gewinnen. Zu all diesen Entwicklungen bietet die DWA aktuelle Informationen auf den 10. DWA-Klärschlammtagen, die vom 20. bis 22. Juni 2017 in Würzburg stattfinden. Interessenten können sich anmelden bei: DWA-Bundesgeschäftsstelle Barbara Sundermeyer-Kirstein E-Mail: sundermeyer-kirstein@dwa.de

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Bundestag beschließt Mantelverordnung

Das Bundeskabinett hat Anfang Mai den Entwurf der Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz beschlossen. Das von Bundesumweltministerium vorgeschlagene Verordnungspaket schafft erstmals bundeseinheitliche und rechtsverbindliche Grundlagen für das Recycling mineralischer Abfälle und deren Einsatz in technischen Bauwerken. Außerdem werden die Umweltstandards für die Verfüllung von Abgrabungen und Tagebauen bundesweit geregelt. Kernstück der Mantelverordnung ist zum einen die neu geschaffene Ersatzbaustoffverordnung. Sie regelt die Herstellung von mineralischen Ersatzbaustoffen aus Bau- und Abbruchabfällen, Schlacken aus der Metallerzeugung und Aschen aus thermischen Prozessen über ein System der Güteüberwachung. Der Einbau dieser Materialien in technische Bauwerke vor allem im Tiefbau richtet sich nach spezifischen Anforderungen, die die Belange des Boden- und Grundwasserschutzes wahren. Zum anderen wird mit der Mantelverordnung die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung erstmals umfassend novelliert. Sie wird künftig auch regeln, welche Materialien zur Verfüllung von Abgrabungen und Tagebauen genutzt werden dürfen und für welche Materialien andere Verwertungsund Entsorgungswege gefunden werden müssen. Außerdem gibt es weitere Verbesserungen im vorsorgenden Bodenschutz, z. B. durch die Möglichkeit der Anordnung einer bodenkundlichen Baubegleitung bei größeren Vorhaben. Die Mantelverordnung bedarf noch der Zustimmung des Bundestages und des Bundesrates.

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Klärwerk Hamburg soll „urbane Rohstoff-Mine“ werden

Auf dem Klärwerk Hamburg soll die weltweit größte und effizienteste Phosphorrecylinganlage entstehen. Auch die Energieerzeugung soll ausgebaut werden. Das kündigte der Sprecher Geschäftsführung von Hamburg Wasser, Michael Beckereit, im Rahmen einer Pressekonferenz an. Beckereit sprach in diesem Zusammenhang von einer „urbanen Rohstoffmine“. Zwei Jahre lang wurde auf dem Klärwerk Hamburg das von der Firma Remondis entwickelte TetraPhos®- Verfahren zur Rückgewinnung getestet. Jetzt soll es im großen Maßstab realisiert werden. Der Bau der Anlage soll 2018 beginnen, die Aufnahme des Regelbetriebs startet ein Jahr später. Dann können jährlich rund 20 000 Tonnen Klärschlammasche genutzt werden, um daraus das Industrieprodukt Phosphorsäure zu gewinnen. Weiter will Hamburg Wasser eine weitere Anlage zur Klärgasaufbereitung bauen. So soll ab 2019 noch mehr überschüssiges Methan in das städtische Erdgasnetz eingespeist werden können. Im Ergebnis will das Unternehmen seine Produktion städtischen Bio-Klärgases um 70 Prozent auf dann 41 Millionen Kilowattstunden steigern.

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Neuerscheinung: Arbeitsblatt DWA-A 131 „Bemessung von einstufigen Belebungsanlagen“

Mit den in dem neuen Arbeitsblatt DWA-A 131 „Bemessung von einstufigen Belebungsanlagen“ empfohlenen Bemessungswerten lassen sich für kommunales Abwasser mit einstufigen Belebungsanlagen die Mindestanforderungen auf nationaler Ebene einhalten bzw. unterschreiten. Im Gegensatz zu früheren Ausgaben, in denen der Bemessungsgang für nitrifizierende und denitrifizierende Belebungsanlagen auf der gemessenen BSB5-Fracht aufbaute, wird nun die Bemessung ausschließlich auf den CSB aufgebaut. Das Arbeitsblatt befasst sich mit
• der Beschreibung des Verfahrens,
• dem Ablauf der Bemessung und den Bemessungsgrundlagen,
• der Berechnung der Schlammmasse und
• der Bemessung der Nachklärung und Belebung. Zusätzlich wird auf planerische und betriebliche Aspekte eingegangen, und die Möglichkeiten der Simulation

Den ganzen Artikel lesen sie unter: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 2-2017 Seite 2604

Herausgeber und Vertrieb Arbeitsblatt DWA-A 131 „Bemessung von einstufigen Belebungsanlagen“, Juni 2016, 68 Seiten, ISBN 978-3-88721-331-2, Ladenpreis: 81,50 Euro, fördernde DWA-Mitglieder: 65,20 Euro DWA-Bundesgeschäftsstelle, Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef; Tel. 0 22 42/872-333, Fax 0 22 42/872-100, E-Mail: info@dwa.de, DWA-Shop: www.dwa.de/shop Das Arbeitsblatt DWA-A 131 ist Teil der zeitgleich neu erschienenen Version Belebungs-Expert 3.0. Ausführliche Informationen, neue Preise, Download der Demoversion sowie anschauliche Screenshots gibt es im Internet: www.dwa.de/software  

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Umgang mit wassergefährdenden Stoffen: neue AwSV veröffentlicht

Die neue „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)“ vom 18. April 2017 wurde veröffentlicht: Bundesgesetzblatt I, Nr. 22, 21. April 2017, Seite 905–955.

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DWA: Entwurf der Stoffstrombilanzverordnung ist keine Verbesserung des Status quo

Keine Verbesserung des Status quo sieht die DWA in dem Entwurf der Verordnung über den Umgang mit Nährstoffen im Betrieb (Stoffstrombilanzverordnung), den das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) im April 2017 vorgelegt hat. Zwar wird eine „Stoffstrombilanz“ eingeführt, die in ihrer Berechnungsmethodik auf der bisher als „Hoftorbilanz“ bezeichneten Bilanzierungsform basiert. Doch legen die Regelungen des Entwurfs überwiegend Vorgehensweisen fest, die ähnlich bereits praktiziert werden und sich fachlich nicht bewährt haben. Stattdessen sollte der Stickstoffüberschuss als betriebliche Gesamtbilanz einschließlich der gasförmigen Verluste ausgewiesen und bewertet werden. Nach Meinung der DWA fehlen Anreize für landwirtschaftliche Betriebe, gasförmige Verluste zu reduzieren. Gasförmige Verluste schlagen sich aber an anderer Stelle, in der Regel sogar in unmittelbarer Nähe des Emittenten, nieder und führen zu einem entsprechenden Eintrag auf der Fläche und damit auch zu einer Stickstoffbelastung der Gewässer. Weiter kritisiert die DWA die zu hohe Toleranz, die den Betrieben zugestanden wird: Laut dem Entwurf können 20 Prozent des abgegebenen Stickstoffs als „Messungenauigkeit“ auf den Kontrollwert aufgeschlagen werden. In Summe lehnt die DWA den Referentenentwurf in der vorliegenden Fassung ab und erwartet vom BMEL eine zeitnahe deutliche Überarbeitung im Interesse des Gewässerschutzes. Bei der Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie in Deutschland sollte es nicht wieder zu Verzögerungen kommen. Mit der Verordnung soll die gute fachliche Praxis des Umgangs mit Nährstoffen im Betrieb im Zusammenhang mit der Novellierung des Düngerechts konkretisiert werden. Landwirtschaftliche Betriebe sollen so zur Ermittlung der zugeführten und abgegebenen Nährstoffe (Wirtschaftsdünger und pflanzliche Erzeugnisse), zur Bilanzierung und der anschließenden Bewertung verpflichtet werden. Hintergrund ist unter anderem, dass die Europäische Union, aber auch Fachkreise, etwa die Wasserwirtschaft, seit längerem kritisieren, dass Deutsch- Wasserrahmenrichtliland zu wenig gegen Einträge von Nitrat in die Umwelt unternimmt. Die EU-Kommission hat deshalb ein Verfahren gegen Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof angestrengt. Die Stellungnahme, die das DWA am 5. Mai 2017 an das BMEL gesandt hat, und der Entwurf der Verordnung stehen im Internet zum Download bereit: www.gfa-news.de/gfa/

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Export deutscher Wassertechnik knapp unter einer Milliarde Euro

Der Export deutscher Wassertechnik – Komponenten und Systemen zur Wasseraufbereitung, Abwasser- und Schlammbehandlung – blieb 2016 nahezu konstant. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Exporterlöse minimal um 0,1 Prozent von 977,2 Millionen Euro auf 967,7 Millionen Euro. Diese Zahlen gab der VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Ende April auf seiner 14. Wasser- und Abwassertagung bekannt. Positiv entwickelten sich 2016 besonders der Absatzmarkt innerhalb der EU sowie der russische Markt. Wichtigster einzelner Absatzmarkt bleibt aber nach wie vor China, trotz eines Absatzrückgangs um 10,7 Prozent auf nun 88,5 Millionen Euro. Dicht dahinter folgt jetzt aber bereits Russland mit einem Absatzvolumen von 69,4 Millionen Euro (plus 63 Prozent). Russland hat damit Frankreich (61,9 Millionen Euro, plus 0,7 Prozent) und die USA (54,5 Millionen Euro, minus 18,1 Prozent) von den Spitzenplätzen verdrängt. Insgesamt bleibt aber der EURaum von herausragender Bedeutung für die deutschen Wassertechnikunternehmen. Die Exporte in die EU-28-Staaten legten 2016 um 3,5 Millionen Euro auf 412 Millionen Euro zu, der Anteil der Exporte in EU-Staaten beläuft sich damit derzeit auf 42,5 Prozent. Es folgt der asiatische Markt (201,9 Millionen Euro, minus 5,2 Prozent) sowie die Nicht-EU- 28-Staaten in Europa (141,6 Millionen Euro, plus 12,2 Prozent). Einen deutlichen Rückgang musste die Branche in den ehemaligen Boom-Staaten im Nahen und Mittleren Osten verzeichnen, hier reduzierten sich die Exporterlöse für Wassertechnik um 29,2 Prozent auf 45,7 Millionen Euro. Aufgrund eines deutlichen Zuwachses von 16,6 Prozent liegt der afrikanische Kontinent mit 45 Millionen Euro jetzt fast gleichauf.

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Mehr Klagerechte für Umweltverbände

Der Deutsche Bundestag hat Ende April die Novelle des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes und weiterer Vorschriften verabschiedet. Das Gesetzespaket setzt Vorgaben des Europa- und Völkerrechts im Bereich des umweltrechtlichen Rechtsschutzes um. Mit der Novelle stehen Umweltverbänden mehr Klagerechte zur Verfügung. Behörden, Vorhabenund Planungsträger, Bürgerinnen und Bürger sowie anerkannte Umweltvereinigungen erhalten durch das Gesetz Rechtssicherheit, welche staatlichen Entscheidungen in welcher Form und in welcher Frist gerichtlich überprüfbar sind. Durch die Erweiterung des Anwendungsbereichs der Umweltverbandsklage können Umweltvereinigungen künftig bei mehr Entscheidungen als bisher die Verletzung umweltbezogener Vorschriften geltend machen. Außerdem entfällt bei Rechtsbehelfen gegen Zulassungsentscheidungen für UVP-pflichtige Vorhaben und bestimmte Industrieanlagen die „materielle Präklusion“. Einwendungen vor Gericht, die nicht schon im Genehmigungsverfahren vorgebracht worden waren, dürfen nicht mehr ausgeschlossen werden. Möglich bleibt ein Ausschluss von Einwendungen aber dann, wenn deren erstmalige Geltendmachung im Gerichtsverfahren missbräuchlich oder unredlich ist. Das Gesetz bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates.

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Neue Geringfügigkeitsschwellenwerte für das Grundwasser

Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) hat eine gegenüber dem Stand 2004 aktualisierte Fassung des Berichts „Ableitung von Geringfügigkeitsschwellenwerten für das Grundwasser“ herausgegeben. Rechtliche Änderungen durch EU und Bund sowie neue fachliche Erkenntnisse hatten eine Überprüfung und Aktualisierung der Werte erforderlich gemacht. Insbesondere die europäischen Umweltqualitätsnormen für prioritäre Stoffe mussten einbezogen werden. Die nunmehr für 91 Stoffe beziehungsweise Stoffgruppen vorliegenden Geringfügigkeitsschwellenwerte (GFSWerte) sind nach einheitlicher Systematik abgeleitet und sind sowohl öko- als auch humantoxikologisch – insbesondere gemäß den Anforderungen der Trinkwasserverordnung – begründet. Dadurch kommt es bei 15 Stoffen zur Absenk GFS-Werte, in anderen acht Fällen kommt es zu einer fachlich begründeten Anhebung. Vier Stoffe wurden neu aufgenommen. Die Geringfügigkeitsschwellenwerte bilden die nachvollziehbaren und einheitlichen Bewertungskriterien zur bundeseinheitlichen Bewertung von Veränderungen der Grundwasserbeschaffenheit, erläuterte der Vorsitzende der LAWA, Peter Fuhrmann vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Die Geringfügigkeitsschwelle (GFS) wird definiert als Konzentration, bei der trotz Erhöhung der Stoffgehalte gegenüber regionalen Hintergrundwerten keine relevanten ökotoxikologischen Wirkungen auftreten können und die Anforderungen der Trinkwasserverordnung oder entsprechend abgeleiteter Werte eingehalten werden. Ziel für das Grundwasser ist der Erhalt der Nutzbarkeit als Trinkwasser und der Erhalt des Lebensraumes sowie der im Zusammenhang stehenden Oberflächengewässer und Landökosysteme. Der gesamte Bericht einschließlich der ausführlichen Datenblätter ist als kostenpflichtige Veröffentlichung beim Kulturbuchverlag zu beziehen: kbvinfo@kulturbuch-verlag.de

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Niedersachsen: Kabinett beschließt Gesetzentwürfe zur Änderung des Wasser und Naturschutzrechts

Die niedersächsische Landesregierung hat in am 9. Mai 2017 beschlossen, die Entwürfe eines Gesetzes zur Änderung des Niedersächsischen Wassergesetzes, zur Änderung des Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG) und zur Änderung und Aufhebung anderer Gesetze und Verordnungen in den Landtag einzubringen. Ziel der Gesetzentwürfe ist die Verbesserung der Wasserqualität von Grundwasser und Oberflächengewässern und der Erhalt der Artenvielfalt. Die beiden Novellen bilden Bausteine für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtliland Instnie und der Naturschutzstrategie des Landes. An allen Gewässern soll es künftig einen Gewässerschutzstreifen in einer Breite von fünf Metern geben. Für Nährstoffe soll künftig allein das kürzlich auf Bundesebene novellierte Fachrecht gelten. Hier sind vier Meter Abstand vorgeschrieben, auf hängigem Gelände fünf Meter. Bei Verwendung von Geräten, die über eine Grenzstreueinrichtung verfügen, können die Abstände reduziert werden. Auf mindestens einem Meter Abstand zum Gewässer soll ein Grünstreifen vorgehalten werden, der in jedem Fall unbehandelt bleibt. Auf den ursprünglich verfolgten Ansatz, die Ausbringung von Nährstoffen auf dem Schutzstreifen generell zu verbieten wurde zugunsten der Anwendung des neuen Fachrechts verzichtet. Die Wasserbehörde kann im Gewässerrandstreifen zusätzliche Maßnahmen zum Erhalt oder zur Verminderung von Stoffeinträgen anordnen oder Ausnahmen zulassen. Für den Grundwasserschutz sollen die wasserrechtlichen Instrumentarien verbessert werden. Die Einnahmen aus der Wasserentnahmegebühr sollen zielgerichteter eingesetzt werden, um die Trinkwasserquellen nachhaltiger schützen zu können. Die Anforderungen an die Zwischenlagerung von Silage und Mist auf landwirtschaftlichen Flächen sollen zukünftig per Verordnung festgeschrieben werden. Die Möglichkeiten zur Verbesserung der Gewässerstruktur werden ebenfalls verbessert. Durch Änderungen des Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG) werden die Vorschriften zur Umsetzung des Bundesnaturschutzgesetzes gestärkt. Als Beitrag zur Verbesserung des Naturschutzes sei namentlich die Stärkung der Eingriffsregelung hervorzuheben, sagte Minister Stefan Wenzel. Für die Verwaltungspraxis der Wasserbehörden sind eine Reihe von Erleichterungen vorgesehen. Kontrollen erfolgen im Rahmen der Gewässerschauen oder im Rahmen der Aufgaben zum Schutz von Überschwemmungsgebieten. Zudem ist zur Überprüfung eine stichprobenartige Nutzung von Geoinformationssystemen vorgesehen. Die Auflagen zum Dünge- und Pflanzenschutzrecht werden durch die neu strukturierte Düngebehörde kontrolliert. Verstöße können nach dem neuen Fachrecht zudem deutlich teurer werden als bislang. Betriebskontrollen in Gebieten mit hohen Nitratwerten werden fortgesetzt. Auf Anpassungen an das geplante neue Hochwasserrecht des Bundes wurde verzichtet, weil die Novellierung noch nicht abgeschlossen ist. Unklar bleibt, ob mit dem neuen Düngerecht das laufende Vertragsverletzungsverfahren abgewendet werden kann. Gegebenenfalls müssen weitere gesetzliche Maßnahmen vorgesehen werden.

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Investitionen in die Abwasserentsorgung 2015 stark rückläufig

Deutlich rückläufige Investitionen in die Abwasserentsorgung meldet das Statistische Bundesamt für das Jahr 2015. Gegenüber 2014 reduzierten sich die Investitionen der Branche um 17,3 Prozent auf 1,798 Milliarden Euro. Und auch in der Wasserversorgung gingen die Investitionen laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes deutlich zurück, um 4,6 Prozent auf 1,353 Milliarden Euro. Damit zusammenhängend reduzierte sich auch der Anteil der Wasserwirtschaft an den Investitionen des vom Statistischen Bundesamt zusammengefassten Sektors „Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft“. Zusammen kamen Abwasserent- und Wasserversorgung 2015 auf einen Anteil an den Gesamtinvestitionen des Sektors von 20,7 Prozent (Abwasserentsorgung 11,8 Prozent, Wasserversorgung 8,9 Prozent). Wasser und Abwasser entwickelten sich 2015 damit deutlich schlechter als der Gesamtsektor. Vor allem aufgrund stark gestiegener Investitionen der Elektrizitätsversorgung – plus 9,6 Prozent auf 9,392 Milliarden Euro – legte der Gesamtsektor um 2,6 Prozent auf 15,244 Milliarden Euro zu.

Atlas zur kommunalen Wasserwirtschaft in Europa
Die Europäische Kommission hat eine umfassende Übersicht über die Wasserbewirtschaftung in Städten, den „Atlas zur kommunalen Wasserwirtschaft in Europa“ vorgelegt. In diesem Atlas – dem ersten seiner Art – wird dargestellt, wie die verschiedenen Methoden der Wasserbewirtschaftung sowie andere Faktoren wie Abfallbewirtschaftung, Klimawandel und sogar Nahrungsmittelpräferenzen die langfristige Nachhaltigkeit der Wassernutzung in Städten beeinflussen. In detaillierten Informationsblättern stellt der Atlas den Stand der Wasserbewirtschaftung in mehr als 40 europäischen Städten und Regionen vor und liefert zudem eine Reihe von überseeischen Beispielen. Der Atlas enthält zwei Online-Tools, die von den Städten genutzt werden können, um eine nachhaltigere Wasserbewirtschaftung zu gewährleisten. City Blueprint ist ein interaktives Instrument, mit dem die strategische Entscheidungsfindung unterstützt wird. Mit dem Instnierument City Amberprint werden die Fortschritte, die die Städte im Hinblick auf eine intelligente und nachhaltige Wasserbewirtschaftung erzielen, gemessen.

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Rückstausicherung für Hausbesitzer – neuer Kurzfilm des Erftverbands

Wie Hausbesitzer ihr Eigentum wirksam gegen Starkregen schützen können, zeigt ein neuer, knapp zehnminütiger Kurzfilm zum Thema „Rückstausicherung und Überflutungsschutz“ auf der Website des Erftverbands.

http://www.erftverband.de/rueckstausicherung-und-ueberflutungsschutzfilm/

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TSM Abwasser für Mittelmärkische Wasser- und Abwasser GmbH

Die Mittelmärkische Wasser- und Abwasser GmbH (MWA) hat eine Überprüfung und Bestätigung des technischen Sicherheitsmanagements in den Bereichen Wasser und Abwasser erfolgreich gemeistert. Nach der Erstüberprüfung im Jahr 2006 und der Wiederholungsprüfung 2011 war nun im vergangenen Jahr eine erneute, im Abstand von fünf Jahren vorgesehene Überprüfung erforderlich. Die MWA konnte dabei gegenüber den Experten der DWA (Bereich Abwasser) und des DVGW (Bereich Trinkwasser) die Einhaltungen der Anforderungen des Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) nachweisen. Ein geringfügiger Anpassungsbedarf aufgrund rechtlicher und technischer Vorschriften und Regelwerke sowie weiterentwickelter interner Organisation und Prozesse wurde dabei im Rahmen der Überprüfung vorgenommen.

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Junge Wasserprofis gehen bei WorldSkills in Abu Dhabi an den Start

Der Wassersektor wird auch bei den diesjährigen WorldSkills vom 14. bis 19. Oktober 2017 in Abu Dhabi mit einem Präsentationswettbewerb vertreten sein. Erstmals hatten sich die Ausbildungsberufe „Fachkraft für Wasserversorgungstechnik“ und „Fachkraft für Abwassertechnik“ bei der Weltmeisterschaft der Berufe 2013 in Deutschland dem Publikum vorgestellt. Während in Leipzig jedoch nur deutsche Teams aus dem Wasserfach am Start waren, werden dieses Mal Trink- und Abwasserbetriebe aus fünf Ländern die besten Nachwuchskräfte der Branche zum Demo-Wettwettbewerb in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate schicken. Zwölf teilnehmende Länder sind nötig, damit der Wassersektor als offizielle Wettkampf- Disziplin „Water Technology“ anerkannt wird. Während des viertägigen Wettbewerbs werden die Auszubildenden und Nachwuchskräfte für Wassertechnik den Wettbewerbsbesuchern ihre Tätigkeitsbereiche vorführen. Dazu gehören virtuelle Kontrollrundgänge über eine Kläranlage, Laborarbeiten, die Wartung einer Rohrleitung, die Reparatur einer Pumpe sowie der Aufbau und die Inbetriebnahme von regelungstechnischen Versuchsanlagen. Für die Wasserbranche wird Patrick Gundert (19) aus Rheinland-Pfalz in Abu Dhabi antreten. Der Auszubildende der Servicebetriebe Neuwied ist einer von insgesamt 42 Fachkräften des deutschen Teams, das sich aus verschiedenen Berufen aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung zusammensetzt. Gundert hatte sich im vergangenen Jahr beim Vorentscheid für die Weltmeisterschaft der Berufe auf der Münchener Industriemesse IFAT qualifiziert und in einem anschließenden Auswahlverfahren, an dem alle drei Gewinnerteams der „Offenen Deutschen Meisterschaft in der Abwassertechnik“ teilgenommen hatten, als Bester durchgesetzt. Die erste Etablierung des Skills Water Technology bei WorldSkills International und die Teilnahme in Abu Dhabi wurde durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der DWA, Festo Didactic und WorldSkills Germany ermöglicht. Die DWA übernimmt die Patenschaft für den deutschen Vertreter und seinen fachlichen Begleiter.

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Norddeutsches Netzwerk Klärschlamm jetzt auch in Schleswig-Holstein!

In Schleswig-Holstein werden derzeit ca. 65 % der anfallenden Klärschlämme landwirtschaftlich verwertet. Mit Inkraftreten der neuen Klärschlammverordnung (derzeit noch als Entwurf vorliegend), die je nach Anlagengröße ab 2030 ein Verbot der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung vorsieht, wird dieser Anteil deutlich zurückgehen. Bereits jetzt ist die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung in vielen Regionen in Norddeutschland erschwert. Kurzfristig wird dieser Entsorgungsweg, bedingt durch Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Konkurrenz durch andere Stoffströme, weiter abnehmen. Viele Betreiber von Kläranlagen stehen daher schon heute unter einem hohen Handlungsdruck, zukunftsfähige Lösungen für die sichere Klärschlammentsorgung zu finden. Neue Klärschlammentsorgungskonzepte, die langfristig belastbar sind, müssen erstellt und notwendige Investitionen angeschoben werden. Kooperationen von Anlagenbetreibern wird dabei eine zentrale Rolle zukommen. Fragestellungen, die im Rahmen des Norddeutschen Netzwerkes Klärschlamm behandelt werden:
●● Wie werden sich in den einzelnen Regionen Schleswig-Holsteins die zu erwartenden Änderungen der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die Klärschlammentsorgung auswirken?
●● Welche Entsorgungswege wird es – abhängig von der regionalen Struktur und der Größe der Kläranlagen – in Zukunft für Klärschlamm geben?
●● Welche geeigneten technischen Verfahren stehen zur Verfügung?
●● Welche Kapazitäten werden die unterschiedlichen Entsorgungswege haben?
●● Welche Änderungen sind dadurch bei der Vorbehandlung von Klärschlamm erforderlich?
●● Was ändert sich bezüglich erforderlicher Lagerkapazitäten? Wie werden sich die zukünftigen Rahmenbedingungen auf die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Entsorgungskonzepte auswirken?
●● Wie können durch Nutzung regional vorhandener Infrastrukturen Behandlungs-, Lagerungs- und Transportaufwand minimiert werden?
●● Welche Kooperationsmöglichkeiten von Kläranlagenbetreibern bestehen bzw. können aufgebaut werden?

Informationsveranstaltung „Norddeutsches Netzwerk Klärschlamm“ für Betreiber von Abwasseranlagen
Am 28. Juni 2017 findet in Rendsburg eine Informationsveranstaltung „Norddeutsches Netzwerk Klärschlamm“ für Betreiber von Abwasseranlagen statt. In dieser Veranstaltung wird über die Organisation und Durchführung des Netzwerkes in Schleswig-Holstein sowie von den Erfahrungen aus dem Bundesland Niedersachsen berichtet. Schwerpunkt ist die Zielsetzung und Themenfindung für das Netzwerk Klärschlamm in Schleswig-Holstein durch die Teilnehmer.

Informationen
DWA-Landesverband Nord
Am Flugplatz 16, 31137 Hildesheim
Tel. 0 51 21/50 98 05
E-Mail: vonderheide@dwa-nord.de

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Eingriffsregelung und Kompensation bei der Umsetzung von EG-WRRL-Maßnahmen

Hintergrund
Naturschutz und Wasserwirtschaft haben beide Aufgabenbereiche von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Das sind in der Wasserwirtschaft beispielsweise Wasserversorgung, Gewässerausbau und -unterhaltung sowie Hochwasserschutz und im Naturschutz die Erhaltung der Biologischen Vielfalt, Landschaftspflege, Gewässerschutz und Erholung in der Natur. Berührungspunkte zwischen beiden Bereichen gab es schon immer. Zu nennen wären hier der Gewässer- und Auenschutz, die Wassergüte oder die Gewässerstrukturgüte. Bei der Wassergüte ist in den letzten Jahrzehnten eine erhebliche Verbesserung erreicht worden. In Bezug auf die Struktur, den Nährstoffeintrag und die Biologische Vielfalt bleibt jedoch noch einiges zu tun. Seit Inkrafttreten der EG-WRRL und der daraus folgenden Änderung der deutschen Wassergesetzgebung haben die Berührungspunkte zwischen den Aufgabenbereichen deutlich zugenommen. Der gute ökologische Zustand der Gewässer ist seither ein neues Bewirtschaftungsziel in der Wasserwirtschaft. Als einer der wesentlichen Gradmesser dafür wird die Besiedlung der Gewässer mit heimischen Pflanzen und Tieren herangezogen. Sie hat sich zudem über den Gewässerschlauch hinaus stärker an Einzugsgebieten zu orientieren. Damit ist die Tätigkeit der Wasserwirtschaft stärker als zuvor von ökologischen Zusammenhängen bestimmt und ihr Einfluss auf den dem Naturschutz zufallenden Arten- und Biotopschutz im Gewässerund Auenbereich nimmt zu. Der gute mengenmäßige Zustand des Grundwassers als Ziel der WRRL und der davon abhängige Zustand von naturschutzrelevanten Landökosystemen gibt ebenfalls Anlass zu gemeinsamem Handeln. In Natura 2000-Gebieten ist die Wasserwirtschaft nun mitverantwortlich für den Zustand der Gebiete, soweit es dabei um die Wassermenge und -dynamik und die Verbindung zum Grundwasser geht. Natürlich bleiben auch potenzielle Konfliktfelder weiter bestehen, so beim Umgang mit dem Gewässerausbau und dem technischen Hochwasserschutz. Ein Gewässerausbau ist regelmäßig als Eingriff im Sinne des § 14 Abs. 1 BNatSchG einzustufen. Der Tatbestand einer Veränderung der Gestalt einer Grundfläche ist regelmäßig gegeben, die auch erhebliche beeinträchtigende Wirkungen mindestens während der Bauphase nach sich ziehen kann. Daher bedarf es bei Maßnahmen des Gewässerausbaus….

Aufruf
Zu dem Expertengespräch „Eingriffsregelung und Kompensation bei Umsetzung EG-WRRL-Maßnahmen“ sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Das Expertengespräch ist geplant für: Dienstag, den 19. September 2017, 10.30 bis ca. 15.30 Uhr, in Wiesbaden. Angesprochen sind insbesondere Vertreter aus Wasserwirtschaft und Naturschutz von Maßnahmenträgern, Betreibern wasserwirtschaftlicher Anlagen, Behörden, Ingenieur- und Beratungsbüros, Verbänden und einschlägigen wissenschaftlichen Institutionen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 542

Das genaue Programm wird zwei Wochen vor dem Expertengespräch per EMail oder Post versendet. Vorgesehen sind u. a. Impulsreferate zur Einordnung des Themas aus Sicht des Bundesamtes für Naturschutz, zu den Anforderungen und methodischen sowie verfahrensrechtlichen Aspekten, Darlegung aus Sicht der Wasserwirtschaftsverwaltung, Beispiele. Interessenten werden gebeten, sich unter untenstehender Adresse (gerne per E-Mail) bis spätestens 15. August 2017 anzumelden. Hier werden auch nähere Auskünfte gegeben. Eine Teilnahmegebühr für den Workshop wird nicht erhoben.

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Geogr. Georg J. A. Schrenk
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 02242/872-210
Fax 02242/872-184
E-Mail: schrenk@dwa.de
www.dwa.de

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UVP-Gesetz wird novelliert

Das Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) soll umfassend novelliert werden. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 18/11499) sieht vor, die gesetzliche Grundlage an europäische Vorgaben anzupassen. Darüber hinaus soll die Novelle zum Anlass genommen werden, das Bundesrecht „zu vereinfachen, zu harmonisieren und anwenderfreundlicher auszugestalten“, schreibt die Bundesregierung in der Begründung. Europarechtlicher Anpassungsbedarf besteht, da die UVP-Änderungsrichtlinie (2014/52/EU, 16. April 2014) in nationales Recht umgesetzt werden muss. Die Richtlinie sieht vor, den Bereich der Schutzgüter, wozu auch Wasser zählt, zu erweitern. Künftig sollen im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beispielsweise auch der Fläc Klimaschutz, Energieeffizienz sowie Unfall- und Katastrophenrisiken betrachtet werden. Die Öffentlichkeit der UVP soll durch ein zentrales Internetportal gestärkt werden. Wesentlicher Anpassungsbedarf im UVPG ergibt sich aus der Richtlinie laut Begründung bei der Ausgestaltung der Verfahrensschritte einer UVP. Ein weiterer Regelungsschwerpunkt sind laut Bundesregierung die Vorschriften zur Feststellung der UVP-Pflicht. Hier bestehe Anpassungsbedarf aus „praktischen Bedürfnissen“. Vorgesehen ist etwa, dass der Vorhabenträger künftig eine freiwillige UVP beantragen kann. Die verwaltungsseitige Vorprüfung, ob eine UVP-Pflicht besteht, soll mit dem Entwurf klarer und detaillierter geregelt werden. Ergebnis und Begründung der Vorprüfungen sollen zudem künftig öffentlich gemacht werden. In Umsetzung des „Irland-Urteils“ des Europäischen Gerichtshofs (C-392/96) und eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts diesbezüglich soll außerdem sichergestellt werden, dass die „Umweltverträglichkeitsprüfung bei Projekten mit voraussichtlich erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt nicht durch eine Aufsplitterung der Vorhaben umgangen wird“, schreibt die Bundesregierung.

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Bund regelt Umgang mit Dünger und wassergefährdenden Stoffen neu

Der Bundesrat hat am 31. März 2017 der Novelle der Düngeverordnung und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen zugestimmt. Die Verordnungen enthalten wichtige umweltpolitische Weiterentwicklungen der guten fachlichen Praxis beim Düngen sowie der Anforderungen an die Sicherheit der Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Die vom Bundesrat beschlossenen Maßgaben müssen nun von der Bundesregierung bestätigt werden. Mit der neuen Düngeverordnung sollen die Sperrzeiten, in denen keine Düngemittel ausgebracht werden dürfen, verlängert, die Abstände für die Düngung in der Nähe von Gewässern ausgeweitet werden. Zusätzlich sollen Gärreste aus Biogasanlagen in die Berechnung der Stickstoffobergrenze (170 kg/ha) einbezogen werden. Darüber hinaus werden die Länder zum Erlass von zusätzlichen Maßnahmen in Gebieten mit hohen Nitratwerten verpflichtet. Dies gilt auch für Regionen, in denen stehende oder langsam fließende oberirdische Gewässer insbesondere durch Phosphor zu stark belastet sind. Auch der Novelle der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) gingen langwierige und intensive Verhandlungen voraus. Hauptstreitpunkt waren bis zuletzt die Regelungen zu den Gülle- und Dunglagerbehältern.

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Sächsischer Umweltpreis 2017 ausgeschrieben

Bis zum 22. Mai 2017 können sich Träger von innovativen Umweltschutzprojekten aus ganz Sachsen um den mit insgesamt 50 000 Euro dotierten Sächsischen Umweltpreis bewerben. Angesprochen sind Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Dienstleistungsgewerbe und der Landund Forstwirtschaft, aber auch Organisationen, Verbände, Vereine und private Personen. Möglich sind Eigenbewerbungen oder Vorschläge durch Dritte. Gesucht werden Preisträger in den Kategorien „umweltfreundliche Produkte“, „umweltfreundliche Technologien“, „innovative Leistungen im Umwelt- und Naturschutz“ und „kooperative Lösungen in der Umweltbildung“. Die Preisverleihung findet am 28. Oktober 2017 im Rahmen einer Festveranstaltung in Dresden statt.

www.smul.sachsen.de/umweltpreis

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Achter Weltwasserbericht: Abwasser als Ressource

Der Weltwasserbericht 2017, den die UNESCO am 22. März 2017 vorgestellt hat, spricht sich für einen Paradigmenwechsel aus: Statt Abwasser aus Privathaushalten, Landwirtschaft und Industrie als Problem zu betrachten, sollte es als Quelle von Rohstoffen genutzt werden. Der Bericht „Abwasser – die ungenutzte Ressource“ zeigt, wie Abwasser angesichts der steigenden Wassernachfrage als alternative Quelle der Wasser-, Energie- und Rohstoffversorgung an Bedeutung gewinnt. Zwei Drittel der Weltbevölkerung leben in Gebieten, die mindestens einen Monat pro Jahr von Wasserknappheit betroffen sind. Die Nachfrage nach Wasser wächst weltweit und damit auch die Menge und Schadstoffbelastung von Abwasser. Wird Abwasser ohne angemessene Behandlung in die Umwelt abgeleitet, schädigt dies die Gesundheit, die Wirtschaftskraft, die Qualität der natürlichen Süßwasservorkommen und die Ökosysteme, so die UNESCO. Im weltweiten Schnitt werden Schätzungen zufolge weniger als 20 Prozent des Abwassers in irgendeiner Form behandelt. In Ländern mit geringem Einkommen sind es nur acht Prozent, in Ländern mit Einkommen im unteren Durchschnittsbereich 28 Prozent, in solchen mit Einkommen im oberen Durchschnittsbereich 38 Prozent. Lediglich Länder mit hohem Pro-Kopf-Einkommen behandeln im Schnitt etwa 70 Prozent ihres kommunalen und industriellen Abwassers. Die zu behandelnden Abwassermengen werden in Zukunft deutlich zunehmen, insbesondere in schnell wachsenden urbanen Räumen in Entwicklungsländern. Noch haben 2,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu angemessenen Sanitäranlagen. Wasser kann mehrfach genutzt werden, in der Industrie beispielsweise zum Kühlen oder Wärmen. Bis 2020 wird der Markt für industrielle Abwassernutzung Schätzungen zufolge um 50 Prozent wachsen. Behandeltes Wasser kann auch zur Versorgung mit Trinkwasser dienen. Die Stadt Windhoek in Namibia behandelt beispielsweise bis zu 35 Prozent des Abwassers für eine Wiederverwendung als Trinkwasser. Oft ist dazu Aufklärung der Öffentlichkeit über die Unbedenklichkeit nötig. Astronauten der Internationalen Raumstation ISS nutzen beispielsweise seit 16 Jahren dasselbe, immer wieder aufbereitete Wasser. Abwasser kann auch als Quelle von Rohstoffen genutzt werden. Beispielsweise kann in Schmutzwasser und Klärschlamm enthaltenes Phosphat und Nitrat in Düngemittel verwandelt werden. Etwa 22 Prozent des derzeit weltweit benötigten Phosphors – eine endliche Ressource – könnten aus menschlichem Urin und Exkrementen gewonnen werden. Der Weltwasserbericht der Vereinten Nationen wird jährlich für UN-Water durch die UNESCO und deren World Water Assessment Programme (WWAP) erstellt. Dazu arbeiten 31 UN-Organisationen mit der UNESCO zusammen. Von 2003 bis 2012 erschien der Bericht alle drei Jahre. Seit 2014 wird er jährlich mit einem Themenschwerpunkt herausgegeben.

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Bundestags-Umweltausschuss: Debatte über den Hochwasserschutz

Die Einführung neuer Gebietskategorien im Bereich des Hochwasserschutzes stößt bei Experten auf ein geteiltes Echo. Dies wurde am 20. März 2017 bei einer Sachverständigen-Anhörung des Umweltausschusses des Deutschen Bundestags deutlich. Die Gebietskategorien „Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten“ sowie „Hochwasserentstehungsgebiete“ sind Teil eines Gesetzentwurfs der Bundesregierung zur „Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur Vereinfachung von Verfahren des Hochwasserschutzes“ (Bundestags- Drucksache 18/10879). In „Risikogebieten“ sollen unter anderem Neuregelungen für ein „hochwasserangepasstes Bauen“ sowie ein Verbot neuer Heizölverbrauchsanlagen gelten. Für Hochwasserentstehungsgebiete legt der Entwurf neue Genehmigungsauflagen für Bauvorhaben fest. Die Gesetzesnovelle zielt darauf ab, die Planung, Genehmigung und Durchführung von Hochwasserschutzmaßnahmen zu erleichtern und zu beschleunigen. So soll etwa für Grundstücke, die für bestimmte Hochwasserschutzmaßnahmen benötigt werden, ein Vorkaufsrecht für die Länder eingeführt werden. Zudem sollen Gerichtsverfahren gegen genehmigte Hochwasserschutzmaßnahmen beschleunigt werden, indem die erste Instanz der Verwaltungsgerichte wegfällt. Gerhard Spilok vom baden-württembergischen Umweltministerium kritisierte, dass der Entwurf sogenannte „Abwägungsbelange“ außerhalb der Risikogebiete vorsehe. Dadurch könnten in einem Genehmigungsverfahren gefährdungsrelevante Punkte wie etwa nachteilige Auswirkungen auf Oberlieger und Unterlieger „weggewogen“ werden. Zudem bemängelte Spilok eine Bevorzugung von Infrastrukturprojekten gegenüber privaten Bauvorhaben. Während beim Häuserbau ein Ausgleich für die verbaute Fläche garantiert werden müsse (Retentionsausgleich), sei dies für Straßen und Bahndämme nicht vorgesehen. Die Juristin Miriam Vollmer warf die Frage auf, „ob sich die grundsätzlich wünschenswerten Änderungen negativ auf den Städtebau auswirken“. Das Risikogebiet sei nicht hinreichend abgegrenzt, sagte sie und verwies auf die Restriktionen für Bauleitplanung und Bauweise in dieser Gebietskategorie. Sie forderte, zwischen Gebieten mit hohem und geringem Hochwasserrisiko zu differenzieren, um Kosten für Bauvorhaben zu reduzieren. Problematisch sei auch, dass die Gebietskategorie „Hochwasserentstehungsgebiet“ von den Ländern definiert würde. Eine „Rechtszersplitterung“ und Rechtsunsicherheit sei zu befürchten, sagte Vollmer. Sinnvoller als die geplanten Hochwasserentstehungsgebiete seien gezielte Regenwasserrückhaltemaßnahmen in den Kommunen, kritisierte Steffen Pingen vom Deutschen Bauernverband. Er betonte, dass die Auflagen für Risikogebiete für bereits bestehende landwirtschaftliche Anlagen kaum umsetzbar seien. „Sie wären nur durch eine Umdeichung der Betriebe oder Warften möglich“, sagte er. Ein Vorkaufsrecht der Länder für Grundstücke in Überschwemmungsgebieten lehnte er ab. Er forderte, dass Landwirte stärker einbezogen und auch in Überschwemmungsgebieten weiterhin Bewirtschaftungsmöglichkeiten haben. Die Geographin Mareile Evers (Universität Bonn) empfahl, Hochwasserrückhaltemaßnahmen stärker in den Blick zu nehmen. Ziel der Novelle sei es, den Flüssen mehr Raum zu geben. Letztendlich ziele sie aber vor allem auf Hochwassersschutzanlagen ab, sagte Evers. Zudem seien Starkregen und urbane Sturzfluten nicht hinreichend beachtet. Da die Abflusswege der Gewässer bekannt seien, könnten Starkregenkarten zur Risikominderung beitragen. Evers begrüßte die vorgesehenen Bauvorschriften für Risikogebiete. Im Hinblick auf die Schäden, die Heizölanlagen in Ökosystemen und Gebäuden verursachen können, sei ein Verbot beziehungsweise eine Nachrüstpflicht sinnvoll. „Es gibt keinen absoluten Hochwasserschutz“, betonte Ulrich Kraus vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Die Einführung von Risikogebieten und Hochwasserentstehungsgebiete in der sächsischen Gesetzgebung hätten sich aber bewährt. Der Jurist Kurt Faßbender (Universität Leipzig) sagte, dass baurechtliche Vorgaben in Hochwassergebieten in der Praxis häufig nicht beachtet würden. Er hoffe, dass die Novelle dieses Vollzugsdefizit beende. Otto Huter vom Deutschen Städtetag sagte, dass die Gesetzesnovelle den Vorsorgegedanken im Bereich des Hochwasserschutzes stärke. Zudem erlaube sie den Kommunen, langfristige Lösungen umzusetzen.

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Karl-Imhoff-Preis 2018 ausgeschrieben

Die DWA hat den Karl-Imhoff-Preis 2018, ihren Umweltpreis, ausgeschrieben. Der Karl-Imhoff-Preis dient der Förderung wissenschaftlicher Arbeiten auf den Arbeitsgebieten der Vereinigung und wird für hervorragende Forschungsarbeiten, Dissertationen oder sehr gute Prüfungsarbeiten vergeben. Er wurde gestiftet in Würdigung der großen Verdienste, die sich Dr.-Ing. Karl Imhoff (1876–1965), ein deutscher Pionier der Abwassertechnik, um die deutsche und internationale Wasser- und Abwasserwirtschaft erworben hat, und zur bleibenden Erinnerung an sein Wirken. Der Karl-Imhoff-Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Außerdem können Belobigungen ausgesprochen werden. Der Preis wird aufgrund von Bewerbungen verliehen. Die Bewerbungen müssen spätestens bis zum 31. Oktober 2017 bei der Bundesgeschäftsstelle der DWA eingegangen sein. Beizufügen sind in sechsfacher Ausfertigung:
●● Angaben über Name, Geburtsdatum, Ausbildungsgang
●● (Lebenslauf) und Anschrift des Bewerbers,
●● die der Bewerbung zugrunde liegende Arbeit,
●● bei Prüfungsarbeiten die Note,
●● eine Versicherung an Eides Statt, dass die eingereichte Arbeit
●● von dem Bewerber selbst angefertigt ist,
●● Kurzfassung/Zusammenfassung.

Die Preisverleihung soll auf der DWABundestagung 2018 erfolgen. Vollständige Bewerbungsunterlagen an:

Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft,
Abwasser und Abfall e. V.
Anne Maria Schumacher
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-111
Fax 0 22 42/872-8250
E-Mail: schumacher@dwa.de

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Klärwerk Waßmannsdorf: 275 Millionen Euro für Ausbau

Die Berliner Wasserbetriebe starten den Ausbau ihrer Klärwerke um eine vierte Reinigungsstufe. Die erste, eine Flockungsfiltration zur weitergehenden Phosphorreduzierung, erhält das Klärwerk Waßmannsdorf. Um die steigenden Abwassermengen der wachsenden Region aufzufangen, entstehen zwei zusätzliche Reinigungslinien und ein Mischwasserspeicher. Insgesamt werden für all das an der südlichen Landesgrenze Berlins bis 2024 rund 275 Millionen Euro investiert. Der symbolische erste Spatenstich fand Ende März 2017 statt. Nach den Worten von Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, sollen alle Klärwerke des Unternehmens bis 2027 mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe ausgerüstet würden. In Waßmannsdorf wird das Abwasser von rund 1,2 Millionen Berlinern und 120 000 Brandenburgern gereinigt.

www.bwb.de/wassmannsdorf  

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Zertifizierung nach ISO 27001 als Nachweis gemäß § 8a (3) BSI-KritisV nicht ausreichend

Die am 3. Mai 2016 in Kraft getretene BSI-Kritisverordnung (BSI-KritisV) legt fest, welche Abwasserentsorger als Betreiber Kritischer Infrastruktur im Sinne des BSI-Gesetzes (BSIG) gelten und gemäß § 8a (1) BSIG organisatorische und technische Vorkehrungen zur Vermeidung von Störungen der Verfügbarkeit, Integrität, Authentizität und Vertraulichkeit der informationstechnischen Systeme, Komponenten oder Prozesse treffen müssen. Die Branchen haben die Möglichkeit, gemäß § 8a (2) einen Branchenstandard zu definieren, bei dessen Einführung der Betreiber Kritischer Infrastruktur die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Für den Bereich Wasser und Abwasser haben DVGW und DWA den Branchenspezifischen Standard entwickelt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) waren von Beginn an in die Erarbeitung eingebunden. Nach einer umfänglichen Vorabprüfung des BSI im vergangenen Jahr wurde der Branchenspezifische Standard Anfang März 2017 beim BSI zwecks Eignungsprüfung gemäß § 8a (2) eingereicht. Die offizielle Anerkennung wird, laut Aussage des BSI, in Kürze erwartet. Das BSI weist in der Orientierungshilfe zu Nachweisen gemäß § 8a (3) BSIG darauf hin, dass eine Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 nicht ausreicht, um den geforderten Nachweis zu erbringen. Ergänzend zu einer ISO/IEC-27001-Zertifizierung muss nachgewiesen werden, dass Scope und Maßnahmen geeignet sind, die kritischen Dienstleistungen ausreichend zu schützen. Im Unterschied zur ISO/IEC 27001 berücksichtigt der Branchenstandard IT-Sicherheit Wasser/ Abwasser diese Vorgaben. Fazit: Einen sicheren Nachweis im Sinne des § 8a (3) BSIG erbringen Wasserversorger und Abwasserentsorger über den von DVGW und DWA entwickelten Branchenstandard.

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Als „Kackhaufen“ verkleidete Demonstranten in der Dresdner Innenstadt

Flashmob in der Dresdner Innenstadt: Als „Kackhaufen“ verkleidete Demonstranten protestierten am 21. März 2017 auf der Prager Straße in Dresden lautstark gegen Müll in Toiletten. Mit dieser Aktion machte die Stadtentwässerung Dresden (SEDD) auf die immer größere Müllmenge im Dresdner Abwasser aufmerksam, die nicht nur zu erhöhten Entsorgungs- und Betriebskosten führt, sondern auch die Umwelt belastet. Die Kackhaufen riefen den verdutzten Passanten Losungen zu, die forderten, das Klo nicht als Mülleimer zu missbrau chen. Die Sprüche waren eine Auswahl der besten Reime des „Reimscheißer- Wettbewerbs“, zu dem die Stadtentwässerung Dresden Ende Januar 2017 aufgerufen hatte. Fast 400 Sprüche gingen bis zum 17. März ein. SEDD-Geschäftsführerin Gunda Röstel: „Wir sind mit unserer frechen Kampagne sehr zufrieden. Sie war ein wunderbarer Türöffner bei den Medien, die dadurch häufig über dieses eigentlich sehr ernste Problem berichteten. Unter den immerhin 400 Reimen waren sowohl sehr kräftige als auch poetische Verse.“

www.kein-muell-ins-klo.de

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Baden-Württemberg: 121 Millionen Euro für Förderprogramm Wasserwirtschaft und Altlasten

Das Umweltministerium von Baden- Württemberg stellt den Städten und Gemeinden des Landes mit dem Förderprogramm „Wasserwirtschaft und Altlasten“ dieses Jahr rund 121 Millionen Euro bereit. Die Mittel stünden unter anderem für die Abwasserbeseitigung, die Trinkwasserversorgung und den Hochwasserschutz zur Verfügung, teilte das Ministerium Ende März mit. Einen Schwerpunkt des Programmes stellt dieses Jahr die Abwasserbeseitigung dar. Fast 50 Millionen Euro stehen bereit, damit Kommunen ihr Abwasser künftig moderner und umweltschonender beseitigen können. Maßnahmen der Kommunen im Bereich Wasserbau und Gewässerökologie unterstützt das Land mit 40 Millionen Euro, 23 Millionen Euro stehen für den Bereich Trinkwasser zur Verfügung. Für die Sanierung kommunaler Altlasten sind Fördermittel in Höhe von fast acht Millionen Euro eingeplant. Welche größeren Maßnahmen gefördert werden sollen, wird von einem Verteilungsausschuss Mitte des Jahres bewertet und entschieden.

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Bundesregierung verabschiedet Legionellenverordnung

Das Bundeskabinett hat am 22. März 2017 einer neuen Verordnung zugestimmt, die eine bessere Kontrolle von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern vorsieht. Mit der Verordnung schreibt die Bundesregierung einen hygienisch einwandfreien Betrieb dieser Anlagen vor und konkretisiert diesen. Dadurch sollen Gesundheitsrisiken durch Legionellen vermieden werden. Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider wurden mehrfach als Quelle größerer Legionellen- Ausbrüche identifiziert. In deren Folge kam es zu mindestens zehn Todesfällen. Das Ziel der neuen Verordnung ist es, die Bildung hoher Legionellen-Konzentrationen in diesen Anlagen zu verhindern und gesundheitliche Risiken in deren Umgebung zu vermeiden. Dazu wird eine Anzeigepflicht für neue und bestehende Anlagen eingeführt. Diese ermöglicht es den lokalen Behörden im Fall eines Legionellen-Ausbruchs schneller und effektiver zu handeln und mögliche Austragungsorte ausfindig zu machen. Zudem müssen die Betreiber dieser Anlagen den Anstieg der Legionellen im Rahmen der Überwachung melden. Das verschafft allen Beteiligten zusätzliche Reaktionszeit, bevor es zu einem Ausbruchsgeschehen kommt. Die Verordnung sieht keine automatische Einstellung des Anlagenbetriebs vor, jedoch haben die Behörden im Einzelfall die Möglichkeit, eine mindestens vorübergehende Betriebseinstellung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz anzuordnen. Die Verordnung bedarf der Zustimmung des Bundesrats und soll noch dieses Jahr in Kraft treten.

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Wasserverband Eifel-Rur erhält TSM Abwasser

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) ist Ende März 2017 von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) erstmals mit dem Qualitätssiegel Technisches Sicherheitsmanagement (TSM) in der Sparte Abwasser ausgezeichnet worden. Die Bestätigung wurde dem scheidenden Vorstand Professor Dr. Wolfgang Firk und dem Technischen Leiter des Verbands Thomas Rolfs von DWA-Präsident Otto Schaaf und DWA-Bundesgeschäftsführer Johannes Lohaus während der Wasserwirtschaftsmesse Wasser Berlin International überreicht. Der WVER hatte sich Ende letzten Jahres der TSM-Prüfung Abwasser unterzogen. Für die Sparten Stauanlagen und Gewässer erhielt er bereits 2012 die TSM-Bestätigung. Schaaf sagte: „Die Belegschaft, aber auch die Kunden können sich freuen, denn die TSM-Bestätigung belegt, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Job verstehen. Die gesetzlichen und technischen Vorgaben werden eingehalten. Ein Höchstmaß an Sicherheit und Wirtschaftlichkeit ist damit gewährleistet.“ Die TSM-Bestätigung bescheinigt dem WVER eine sichere und wirtschaftliche, aber auch eine nachhaltige und umweltfreundliche Abwasserentsorgung. Dazu musste sich der Verband einer zweitägigen Überprüfung durch unabhängige DWA-Gutachter stellen. Geprüft wurden die Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die organisatorischen Strukturen des Unternehmens. Die DWA-Experten kontrollierten zudem den technischen Zustand der Anlagen, das Störungsmanagement und die Beachtung der Sicherheitsbestimmungen. Grundlage für die Überprüfung des technischen Sicherheitsmanagements ist das Arbeitsblatt DWA-M 1000 Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation von Betreibern von Abwasseranlagen. Die TSM-Bestätigung gilt für fünf Jahre.

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BMUB-Exportinitiative Umwelttechnologien geht in die nächste Runde

Das Bundesumweltministerium (BMUB) führt seine 2016 ins Leben gerufene „Exportinitiative Umwelttechnologien“ auch in den nächsten Jahren fort. Deutsche Unternehmen und Institutionen können bis zum 15. Mai 2017 ihre Projektideen zur Verbreitung von Umweltwissen, Umweltbewusstsein und technischem Knowhow in anderen Ländern einreichen. Die geförderten Projekte sollen darauf abzielen, in Ländern mit Unterstützungsbedarf die notwendigen Rahmenbedingun- gen und Strukturen für Umwelttechnologien zu entwickeln. Dies geschieht durch Know-how-Transfer, Qualifizierung, Beratung und Konzeptentwicklung oder die Sensibilisierung für Umweltprobleme. Die Unternehmen erhalten so die Chance, Umwelttechnologien einzuführen und ausländische Märkte zu erschließen. Gefördert werden können Projekte in den Kompetenzfeldern des BMUB, beispielsweise im Bereich Wasser- und Abwasserversorgung, Kreislauf-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, Ressourceneffizienz, nachhaltiges Bauen, Stadtentwicklung und umweltfreundliche Mobilität. Fördervoraussetzungen sind der tatsächliche Unterstützungsbedarf im Zielland, die Einbindung von Partnern vor Ort sowie ein vorhandenes Exportpotenzial der Produkte. Förderbekanntmachung:
www.bmub.bund.de/N54121  

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Geprüfte Kläranlagen-Fachkraft“ – ein erstes Fazit

Unter der Leitung von Dipl.-Phys. Norbert Lucke (Dresden, Deutschland), dem erfahrenen Lehrer der Kläranlagen-Nachbarschaft Görlitz, startete die Modulkursreihe „Geprüfte Kläranlagen- Fachkraft“. Die ersten Teilnehmer erhielten nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung am 4. November 2016 das Zertifikat dieser Zusatzqualifikation.
Die Kursreihe gliedert sich in die Module:
Kurs 1 – Aufbaukurs: Phosphor- und Stickstoffelimination
Kurs 2/3 – Laborkurs: Umsetzung der Eigenkontrollverordnung
Kurs 4 – Aufbaukurs: Klärschlammbehandlung
Kurs 5 – Aufbaukurs: Funktionsstörungen und Betriebsführung
Kurs 6 – Aufbaukurs: Automatisierung und Energieoptimierung

Von besonderem Interesse für im Kläranlagenbetrieb beschäftigtes Kläranlagenpersonal ist der Laborkurs zur Umsetzung der Eigenkontrollverordnung. Auf der Grundlage des neu überarbeiteten Arbeitsblattes DWA-A 704 (veröffentlicht im April 2016) wird die Durchführung der Betriebsanalytik …

Informationen
DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen
Peggy Philipp-Wohs
Tel. ++49 (0)3 51/3 3 94 80 86
E-Mail: wohs@dwa-st.de
www.dwa-st/kurse.html

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Neuerscheinung DWA-Themen 3/2017 – Behandlung von Haushaltsabfällen: mechanisch-biologische (Rest)-Abfallbehandlung

Die DWA hat den Themenband „Stoffspezifische Behandlung von Haushaltsabfällen in der Praxis – Status Quo und Entwicklungstendenzen der Mechanisch- Biologischen-(Rest)-Abfallbehandlung (MBA)“ veröffentlicht. Der DWA-Fachausschuss KEK-14 „Behandlung biogener Abfälle“ hat mit seinen zugeordneten Arbeitsgruppen in den zurückliegenden Jahren mehrere technische Regelwerke zu den relevanten Verfahren der biologischen und mechanischbiologischen Abfallbehandlung herausgegeben. Darin werden spezifisch insbesondere die Verfahren zur Co-Vergärung (DWA-M 380), Trockenvergärung (DWAM 389) und mechanisch-biologischen Behandlung von biogenen Abfällen und Restabfällen (DWA-M 388) betrachtet. Mit diesen Merkblättern sind die biologisch ausgerichteten Verfahrenstechniken umfassend beschrieben. Mit dem nun von der Arbeitsgruppe KEK-14.3 „Mechanisch-biologische und stoffspezifische Restabfallbehandlung“ vorgelegten Themenband wird die Einbindung dieser Techniken in die Gesamtverfahrensketten der Abfallbehandlung beschrieben. Der neue Themenband stellt hierzu die Techniken der Abfallbehandlung zur Wertstoffgewinnung aus Haushaltsabfällen dar. Er gibt einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen, Strategien und Technologien der stoffspezifischen Abfallbehandlung, Wertstoff- sowie Ersatzbrennstoffgewinnung durch mechanischbiologische Abfallbehandlung (MBA), mechanisch-biologische Stabilisierung (MBS) und mechanisch- physikalische Stabilisierung (MPS). Es werden die relevanten Stoffströme, die Wege der Abfalltrennung und verfügbare Abfallaufbereitungstechniken beschrieben. Anhand ausgewählter Anlagen werden mögliche Wege und Techniken der Wertstoffgenerierung exemplarisch dargestellt sowie Trends beschrieben, mit denen sich Anlagen mit MBA-Technologie auch zukünftig am Markt behaupten können. Der Themenband richtet sich insbesondere an Planer und Betreiber die Überlegungen über bestimmte Behandlungsziele und verfügbare Technologien anstellen. Praxiserfahrungen und Standortbeispiele zeigen die Bandbreite der Möglichkeiten auf und sollen helfen, eigene Bewertungen anzustellen.

DWA-Themen 3/2017 „Stoffspezifische Behandlung von Haushaltsabfällen in der Praxis – Status Quo und Entwicklungstendenzen der Mechanisch-Biologischen-( Rest)-Abfallbehandlung  (MBA)“,
März 2017
ISBN (Print) 978-3-88721-439-5
ISBN (E-Book) 978-3-88721-465-4
43 Seiten, Ladenpreis 66 Euro
fördernde DWA-Mitglieder 52,80 Euro

Zu beziehen bei:
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-333
Fax 0 22 42/872-100
E-Mail: info@dwa.de
DWA-Shop: www.dwa.de/shop

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Neu erschienen DWA-Themen 2/2017: Niederschlagserfassung durch Radar und Anwendung in der Wasserwirtschaft

Die DWA hat den Themenband 2/2017 „Niederschlagserfassung durch Radar und Anwendung in der Wasserwirtschaft“ veröffentlicht. Für die Bearbeitung von wasserwirtschaftlichen Fragestellungen sind zuverlässige Niederschlagsdaten von zentraler Bedeutung. Nur wenn das Regengeschehen zeitlich und räumlich detailliert über längere Zeiträume erfasst wird, können Niederschlagsbelastungen beispielsweise für die hydrologische, hydraulische oder siedlungswasserwirtschaftliche Modelltechnik bereitgestellt werden. Dies stellt eine Grundvoraussetzung in der wasserwirtschaftlichen Bemessungspraxis dar. Die Messung des Niederschlags ist eine der ältesten meteorologischen Messungen, die bereits seit über 2300 Jahren betrieben wird. Das Messprinzip ist über diesen langen Zeitraum praktisch durchgängig gleich geblieben. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind neue Techniken, insbesondere Fernerkundungsverfahren, in der Meteorologie hinzugekommen. Seit den 1990er-Jahren hat insbesondere das Angebot an Radarniederschlagsprodukten stetig zugenommen. Dazu haben nicht nur die technischen Entwicklungen, sondern auch die zunehmenden Anforderungen der Nutzer beigetragen. In zahlreichen Projekten wurden bis heute gute Grundlagen für Vorsorgemaßnahmen und Handlungsoptionen für die Stadt- und Raumplanung, den Bevölkerungsschutz, die Wasserwirtschaft, die Energiewirtschaft und die Landwirtschaft entwickelt, um durch Starkregen besonders gefährdete Gebiete zu identifizieren und Grundlagen für deren Entwicklung bereitzustellen. Damit stellen Radarniederschlagsprodukte einen wesentlichen Baustein zur gesellschaftlichen Daseinsvorsorge dar. Im vorliegenden Band der DWA-Themen wird der aktuelle Stand der Radarprodukte des Deutschen Wetterdienstes für die Niederschlagserfassung umfassend vorgestellt. Dabei werden die Möglichkeiten und Grenzen von mit Radar erfassten Niederschlagsinformationen bewertet und erläutert. Eine aktuelle Übersicht der Anwendungen dieser Produkte in der Wasserwirtschaft rundet das Heft ab. Der Themenband wurde von der DWA-Arbeitsgruppe HW-1.1 „Niederschlag“ (Sprecherin: Dipl.-Geogr. Angela Pfister) im DWA-Fachausschuss HW-1 „Hydrologie“ erstellt.

DWA Themen 2/2017 „Niederschlagserfassung durch Radar und Anwendung in der Wasserwirtschaft“,
März 2017
ISBN Print 978-3-88721-478-4
ISBN E-Book 978-3-88721-447-0
99 Seiten, Ladenpreis 99,50 Euro
fördernde DWA-Mitglieder 79,60 Euro

Herausgeber und Vertrieb
DWA
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-333
Fax 0 22 42/872-100
E-Mail: info@dwa.de
DWA-Shop: www.dwa.de/shop

Zum Thema „Abflussmessungen an Gewässern“finden am 25./26. April 2017 ein DWA-Seminar in Hennef sowie am
27./28. Juni 2017 die 16. Regenwasser-Tage in Bad Kissingen statt.

Informationen und Anmeldung:
Angelika Schiffbauer
Tel. 0 22 42/872-156
E-Mail: schiffbauer@dwa.de

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TH Köln: zwei Wasserprojekte gefördert

Um Wassermanagement in Afrika und um Trinkwassersicherheit geht in es drei Projekten der TH Köln, die ab Mitte 2017 durch das Programm „FH Zeit für Forschung“ des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert werden.
Im Projekt „WaterSec“ entwickelt Prof. Dr. Lars Ribbe, Leiter des Instituts für Technologie- und Ressourcenmana-gement in den Tropen und Subtropen (ITT), Vorhersagemodelle für besonders von Wasserknappheit betroffene Länder unter Einbeziehung von Fernerkun dungsdaten. In zwei Pilotregionen in Afrika – dem Nileinzugsgebiet und der Sahelzone – werden zusammen mit Forschungspartnern, lokalen Anwendern und Unternehmen Informationssysteme zur Erhebung und Auswertung von Daten zu Wasserverfügbarkeit, -bedarf und -nutzung erstellt. Die daraus resultieren-den Wasserbilanzen, Szenarien und Prognosen sollen den Regierungen vor Ort bessere Entscheidungen im Hinblick auf die Wasserressourcensicherheit ermöglichen.
Prof. Dr. Thomas Bartz-Beielstein von der Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften am Campus Gummersbach entwickelt im Projekt „OWOS“ (OpenWater – OpenSource) neue Anwendungen zur Überwachung, Analyse und Optimierung von Trinkwassernetzen. OWOS basiert auf dem Verständnis von Open Innovation und soll mit einer Sammlung von Tools unter anderem Antworten geben auf die Fragen: Wie kann bei der Zunahme von Extremwetterlagen die Trinkwasserhygiene sichergestellt werden? Wie können Trinkwasserversorger ihre Prozesse energie- und ressourceneffizient steuern? Wie können Verbraucher vor den Auswirkungen von Umweltkatastrophen oder Terroranschlägen geschützt werden?
Die geförderten Forschungsprojekte werden über drei Jahre mit jeweils mehr als 300 000 Euro unterstützt. Die TH Köln mit rund 25 000 Studenten wurde 1971 als Fachhochschule Köln gegründet.

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Verringerung von Röntgenkontrastmitteln im Wasser

Die Verringerung von Röntgenkontrast-mitteln im Wasserkreislauf, dies ist das Ziel des Anfang März gestarteten Modell-projektes „MERK´MAL“. Im Fokus stehen dabei Patienten, die bei radiologischen Untersuchungen Röntgenkontrastmittel einnehmen. Sie sollen in einer Testphase von Juli bis Oktober nach der Untersuchung Urinbeutel verwenden, in denen ein spezielles Mittel den Urin verfestigt . Die Beutel können anschließend im normalen Hausmüll entsorgt werden – die Kontrastmittel gelangen dann nicht mehr ins Abwasser. Die DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt fachlich sowie finanziell mit knapp 299 000 Euro. Röntgenkontrastmittel sind ein ubiquitäres Problem in der aquatischen Umwel . Bis zu 500 Tonnen Röntgenkontrastmittel werden pro Jahr bei radiolo-gischen Untersuchungen in Deutschland eingesetzt. Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft haben Röntgenkontrastmittel zwar keine schädliche Wirkung auf Mensch oder Umwelt. Sie sind weder toxisch noch konnte ausreichend nachgewiesen werden, dass sie sich in Lebewesen dauerhaft anreichern. Allerdings werden Röntgenkontrastmittel durch Wasser gut transportiert. Sie sind ein Beispiel für menschengemachte Chemikalien, die im Wasser auch aufgrund ihrer Langlebigkeit nahezu überall gefunden werden. In Spuren sogar im Trinkwasser, worüber sie auch in Nahrungsmittel gelangen können. Besonders hier sind sie unerwünscht und stören die Wasserversorger, die Verbraucher und die Öffentlichkeit. Hinter dem Projekt MERK´MAL stehen das Mülheimer IWW Zentrum Wasser sowie der regionale Wasserversorger RWW. Als medizinische Partner nehmen zwei Krankenhäuser sowie eine radiologische Gemeinschaftspraxis in Mülheim teil. Dort erhalten die Patienten bei der Untersuchung alle erforderlichen Informationen und bekommen auch die Urinbeutel ausgehändigt.

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Kläranlage Bottrop auf dem Weg in die Energieautarkie

Bereits seit langem erzeugt die Kläranlage Bottrop der Emschergenossenschaft den Großteil der benötigten Energie selbst, rund 80 Prozent der auf der Anlage benötigten elektrischen Energie erzeugt die Emschergenossenschaft bereits vor Or . Nun geht der Wasserwirtschaftsverband einen weiteren Schritt in Richtung Energieautarkie. Ende Februar hat der Verband auf der Kläranlage vier neue Blockheizkraftwerk-Module sowie eine Photovoltaikanlage offiziell in Betrieb genommen. Rund fünf Millionen Euro investierte die Emschergenossenschaft dafür. Die Kläranlage Bottrop ist mit einer Ausbaugröße von 1,34 Millionen Einwohnerwerten eine der größten Kläranlagen deutschlandweit. Die Anlage verbraucht jährlich rund 32 Millionen Kilowattstunden elektrischer Energie, die zukünftig vollständig auf dem Gelände der Kläranlage selbst erzeugt werden sollen. Dafür werden in Bottrop fünf erneuerba-e Energieträger an einem Standort zu einem Hybridkraftwerk kombiniert. Eine Windenergieanlage mit 3,1 MW Leistung (seit April 2016 in Betrieb), vier neue
BHKW Module mit jeweils etwa 1,2 MW Leistung (aktuell in Betrieb genommen), eine Photovoltaikanlage auf einer Dachfläche von ca. 500 m² (ebenfalls aktuell in Betrieb genommen), eine Wasserkraftschnecke im Ablauf der Kläranlage mit ca. 80 kW Leistung (in Planung) sowie eine neue Dampfturbine mit mindestens 4 MW Leistung als Teil der ansässigen Klärschlammverbrennung (in Planung). Abgerundet werden soll das Projekt durch den Bau einer thermosolaren Klärschlammtrocknung und somit den Verzicht auf die Zugabe von Kohle zur Klärschlammkonditionierung sowie die Nutzung der Niedertemperaturwärme aus der Klärschlammverbrennung. Damit wäre das Hybridkraftwerk Emscher ab 2018 in der Lage, eine bilanzielle 100%ige Deckung durch Eigenstromerzeugung zu erreichen.

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Bau einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage in Saerbeck beantragt

In Saerbeck, einer Gemeinde mit 7200 Einwohnern im nördlichen Münsterland
(Nordrhein-Westfalen), soll eine Mono-Klärschlammverbrennungsanlage gebaut werden. Eine entsprechende Genehmigung hat die Firma MaXXcon Saerbeck GmbH & Co. KG beim Regierungspräsidium Münster beantrag . Die Gesamtfeuerungswärmeleistung der Anlage soll 6,8 Megawatt thermisch betragen. Der Dampferzeuger ist für eine Dauerleistung von 6,4 t/h Heißdampf ausgelegt. In dem nachgeschaltetem Turbosatz wird die thermische Energie des Heißdampfes in elektrische Energie umgewandelt, bei einer elektrischen Leistung des Generators von etwa 0,5 Megawatt. In der Verbrennungsanlage sollen ausschließlich Schlämme aus der Behandlung von kommunalem Abwasser eingesetzt werden.

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Deutscher Nachhaltigkeitspreis Forschung für Wasser-Projekte ausgeschrieben

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) lobt den 6. Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung für Projekte zum Thema Wasser aus. Gesucht werden anwendungsnahe Forschungsprojekte für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser. Bis zum 5. Mai 2017 können sich Forscherinnen und Forscher aus deutschen Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen bewerben. Die Auszeichnung soll für die praktische Umsetzung der Ideen werben. Der Preis wird am 8 . Dezember 2017 anlässlich des 10. Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf verliehen.

Bis zum 28 . April 2017 können Unternehmen sich um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis bewerben. In drei Größenklassen werden Unternehmen prämiert, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen besonders erfolgreich ökologische und soziale Herausforderungen annehmen und Nachhaltigkeit als wirtschaftliche Chance nutzen. Gesucht sind herausragende Leistungen, die den Wandel hin zu nachhaltigem Leben und Wirtschaften in Deutschland in besonderer Weise voranbringen. Sonderpreise zeichnen Unternehmen für besondere Ressourceneffizienz und nachhaltige Markenführung aus.
www.nachhaltigkeitspreis.de

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Neue Adsorptionsmaterialien zur Entfernung von Mikroschadstoffen aus Abwasser

Adsorptionsmaterialien aus nachwachsenden Ausgangsstoffen, etwa Kokos-nussschalen, die ortsnah regeneriert werden und in kommunalen und industriel-len Kläranlagen implementiert werden können, will Fraunhofer UMSICHT im Verbundprojekt „ZeroTrace“ entwickeln. Das Projekt steht unter Leitung des Wupperverbands und ist am 27. Februar 2017 offiziell mit einem Auftakttreffen der sieben Projektpartner an der Kläranlage Wuppertal-Buchenhofen gestartet. Gefördert wird das auf drei Jahre angelegte Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Projektträger Jülich.
Der Lösungsweg umfasst entlang der kompletten Wertschöpfungskette zunächst die Entwicklung von Aktivkohle als Komposit, das von der Bundesanstalt für Materialprüfung und -forschung modifiziert und von Evers Wassertechnik und Anthrazitveredlung für die spätere Anwendung konfektioniert wird. Gemeinsam mit EnviroChemie wird Fraunhofer UMSICHT ein Verfahren auf Basis der „Electric Field Swing Adsorption“ (EFSA) entwickeln, mit dem sich Aktivkohlen vor Ort regenerieren lassen. Das neue Verfahren soll die Wärme zum Ausbrennen der Aktivkohle elektrisch erzeugen, weshalb den Aktivkohlen elektrisch leitende Materialien wie Graphit zugegeben werden. Der gesamte Prozess soll schließlich von EnviroChemie anlagentechnisch umgesetzt und auf zwei Kläranlagen des Wupperverbands unter rea-len Bedingungen demonstriert werden. Zudem betrachtet inter3 erstmalig die Entwicklung neuer Aktivkohlematerialien und -verfahren im Rahmen einer Multi-Kriterien-Analyse.

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Fracking: Deutlich mehr Leckagen als bisher angenommen

Fracking verursacht in den USA deutlich mehr Umweltschäden als bisher angenommen. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Forschern der Duke University, North Carolina (USA). Für ihre Studie werteten sie alle in den letzten zehn Jahren gemeldeten Austritte der 30 000 Fracking-Standorte in den vier US-Bundesstaaten Colorado, North Dakota, Pennsylvania und New Mexico aus. Das Ergebnis: Mehr als 6600 Leckagen und Austritte unterschiedlicher Größe wurden allein in diesen vier Bundesstaaten gemeldet. Zwischen zwei und 16 Prozent der Fracking-Anlagen haben den Meldedaten zufolge mindestens einmal potenziell umweltschädliche Flüssigkeiten in die Umwelt freigesetzt. Und diese Berichtszahl dürfte die Zahl der realen Austritte noch deutlich unterschreiten. Die Vorschriften, ab welcher Größe ein Leck gemeldet werden muss, unterscheiden sich zwischen den einzelnen Bundesstaaten deutlich. In North Carolina sind bereits 42 in die Umwelt freigesetzte Gallonen (159 Liter) meldepflichtig, in New Mexi-co dagegen erst Austritte von mehr als 120 Gallonen (454 Liter) Flüssigkeit. Kleinere Lecks fallen in einigen Bundesstaaten schlicht durch das Raster . Die Zahl der Fracking-Leckagen ist damit deutlich höher als es die US-Umweltbehörde EPA bisher kalkulierte. Diese ging nur von 457 Lecks in sechs Jahren aus. Der Grund dafür: Die EPA berücksichtigt nur die Lecks beim Fracken selbst, nicht aber den gesamten Ablauf der unkonventionellen Öl- und Gasförderung. Tatsächlich ergaben die Auswertungen, dass die meisten Austritte nicht bei der Gas- und Ölförderung selbst, sondern durch undichte Speichertanks oder Lecks in Leitungen verursacht wurden. Längst nicht immer war daran das Material oder die Geräte schuld: Bei immerhin rund 700 Fällen handelte es sich um menschliches Versagen. Bei rund 4000 weiteren Fällen allerdings ist die genaue Ursache bis heute ungeklärt. Unter den freigesetzten Substanzen waren neben Wasser vor allem Fracking-Flüssigkeit, Erdöl und eine Mischung aus Öl und Salzwasser, wie die Auswertung erga . Aber auch verschiedene Chemikalien sowie Diesel und Öle, die zum Betreiben der Pumpen und Maschinen benötigt wurden, traten bei den Leckagen häufig aus. In vielen Fällen kam es dabei zur Verunreinigung von Gewässern oder dem Grundwasser. Die wesentlichen Ergebnisse hat die Wissenschaftsseite www.scinexx.de vorgestellt, die Forscher haben die Studie im Fach-magazin Environmental Science & Techno-logy veröffentlicht (DOI: 10.1021/acs.est.05749).

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Glyphosat: nicht krebserregend, aber giftig für das Wasser-Ökosystem

Glyphosat ist nicht krebserregend, aber giftig für das Wasserökosystem. Zu dieser Bewertung kommt die Europäische Chemikalienagentur (ECHA), Helsinki, in einem neuen Gutachten über das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Die Bewertung seitens ECHA war mit Spannung erwartet worden, da die weitere Zulassung der Chemikalie durch die EU auf dem Gutachten basieren soll. Laut ECHA erfüllt das Unkrautvernichtungsmittel nicht die Kriterien, als „Karzinogen, Mutagen oder schädlich für die Fortpflanzung“ eingestuft zu werden. Unstrittig sind aber nach wie vor massive negative Einflüsse der Chemikalie auf die Artenvielfalt. Glyphosat ruft laut ECHA schwere Augenschädigungen hervor und ist giftig für das Wasser-Ökosystem „mit lang anhaltenden Folgen“. Für die Beurteilung hat ECHA keine eigenen Untersuchungen durchgeführt. Die Beurteilung basiert auf einer Auswertung vorliegender Studien.

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Mehr Hochwasserschutz am Niederrhein

Das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund bauen den Hochwasserschutz am Niederrhein weiter aus. Durch eine Deichrückverlegung in Duisburg-Mündelheim am Niederrhein sollen bei Hochwasser 600 000 Menschen besser vor Hochwasser geschützt sein, teilten das Bundesumweltministerium und das nordrhein-westfälische Umweltministerium Ende Februar mit. Die sogenannte Verbundmaßnahme Monheim-Mündel-heim-Orsoy nahe der Stadt Duisburg ist Teil des Nationalen Hochwasserschutzprogramms. Das letzte Teilprojekt „Mündelheim“ wird im Rahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms finanziert. Im Fall eines Rhein-Hochwassers stehen durch die Verbundmaßnahme dann insgesamt 480 Hektar an zusätzlicher Überflutungsfläche zur Verfügung. Das Ende der Hauptbauarbeiten ist für 2021 geplant. Baubeginn war Mai 2015. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 70 Millionen Euro trägt der Bund etwa 42 Millionen Euro über den Sonderrahmenplan. Die genannten Deichrückverlegungen sind Teil des nordrhein-westfälischen Hochwasserschutzkonzepts.

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Neue BMBF-Fördermaßnahme zur Wasserwiederverwendung

Bei WavE, einer neuen Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), stellen sich Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis in 13 Verbundprojekten der Herausforderung, neue Lösungen für eine nachhaltige Wasserversorgung von Haushalten, Industrie und Landwirtschaft zu entwickeln: Innovative Verfahren und Konzepte sollen die Verwertung von kommunalen Abwässern und optimierte industrielle Wasserkreisläufe möglich machen – bei nutzungsgerechter Wasserqualität und ausreichender Verfügbarkeit.
Die BMBF-Fördermaßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wasserwiederverwendung und Entsalzung“ (WavE) hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung von Regionen im In- und Ausland zu leisten . Die Ent wicklung innovativer Technologien und Konzepte soll die Position deutscher Unternehmen am nationalen und internati-onalen Markt stärken.
Die für drei Jahre geförderten Verbundprojekte sind verschiedenen Themenfeldern zugeordnet: „Wasserwieder-verwendung durch Nutzung von behan-deltem kommunalem Abwasser“, „Kreislaufführung von industriell genutztem Wasser“ und „Aufbereitung von salzhaltigem Grund- und Oberflächenwasser“.
Die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V. unterstützt mit dem wissenschaftlichen Begleitvorhaben TransWavE die BMBF-Fördermaßnahme. Die Aufgabe von TransWavE ist es, den Austausch zwischen den beteiligten Verbundprojekten zu fördern. Die Ergebnisse von WavE werden gebündelt und den Anwendern zur Verfügung gestellt. Ziel der Förderung ist, deutsche Unternehmen und Dienstleister am internationalen Wasser-technikmarkt zu stärken. Auch das wis-senschaftliche Begleitvorhaben Trans-WavE wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

www.bmbf-wave.de

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Neue Klärschlammverordnung vom Bundestag beschlossen

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Verknappung der weltweiten Phosphor-Vorräte hat der Deutsche Bundestag am 9 . März 2017 eine neue Klärschlammverordnung beschlossen. Sie verpflichtet dazu, mehr als bisher den in Klärschlämmen enthaltenen Phosphoranteil zurück-zugewinnen. Außerdem werden die Anforderungen an die Klärschlämme, die in geringem Umfang noch für Düngezwecke verwendet werden können, weiter verschärft.
Die Pflicht zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm leitet einen Paradigmenwechsel hin zu einer hochwertigen Verwertung ein, der langfristig zur Versorgungssicherheit mit Phosphor und der Schonung natürlicher Rohstoffreserven beitragen soll.
Künftig werden nur noch Klärschlämme mit sehr geringen Schadstoffanteilen auf dem Acker genutzt werden können . Diese Regelungen haben insgesamt zur Folge, dass mittelfristig die meisten Klärschlämme nicht mehr als Düngemittel verwendet werden dürfen. Auch die bisherige Lücke der Verordnung für die Verwertung von Klärschlämmen im Land-schaftsbau wird geschlossen.
Die Neufassung der Verordnung sieht vor, dass je nach Kläranlagengröße nach einer Übergangsfrist von 12 bis 15 Jahren Phosphor aus dem Klärschlamm, dem Abwasser oder aus Klärschlammverbrennungsaschen zurückgewonnen werden muss. Der vom Bundestag beschlossene Verordnungsentwurf bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats.

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Stiftungspreis „Jugend baut Europa“ ausgeschrieben

Bis zum 31 . Dezember 2017 läuft die Bewerbungsfrist für den Preis „Jugend baut Europa“ der Stiftung Prof. Joachim Lenz. Ausgezeichnet werden soll ein herausragendes Projekt für innereuropäische und ingenieurtechnische Zusammenarbeit. Zum Wettbewerb zugelassen sind Projekte, die mit den Ressourcen Energie und/ oder Wasser bzw. Abwasser verbunden sind, eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und mindestens einem Nachbarland beinhalten, klaren Praxisbezug haben oder bereits praktisch bewährt sind bzw. von herausragendem theoretischem Ansatz sind. Formale Voraussetzung einer Bewerbung ist eine Antragsstellung in deutscher oder englischer Sprache. Die Preisverleihung ist für Herbst 2018 in Bratislava geplant. Das Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro soll in das ausgezeichnete Projekt fließen.

www.stiftung-proflenz.de  

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Wasserrahmenrichtlinie: effektbasierte Methoden statt Einzelstoffprüfung

Unter Federführung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) hat ein internationales Forscherteam (Forschungsnetzwerk NORMAN) Empfehlungen für die Überwachung, Bewertung und das Management von Schadstoffen entwickelt. Hintergrund ist die geplante Überarbeitung der EG-Wasserrahmenrichtlinie bis 2019. Die Forscher haben dafür im Projekt SOLUTIONS die aktuel-len Schwächen unter die Lupe genommen. Eines der Kernprobleme: 45 Schadstoffe sind derzeit in der Wasserrahmenrichtlinie als prioritäre Schadstoffe gelistet, demgegenüber stehen allerdings mehr als 100 000 verschiedene chemische Substanzen, die wir täglich benutzen und die in unsere Umwelt und Ge-wässer gelangen. Die Forscher kommen daher zu dem Schluss, dass das auf einzelne Schadstoffe orientierte Monitoring zu teuer ist und den größten Teil der Schadstoffe ignoriert. Zudem läuft es den eigentlichen Problemen hinterher, da die meisten Schadstoffe längst vom Markt und durch andere sehr ähnlich wirkende Substanzen ersetzt worden sind. Neue Stoffe auf die Liste zu bekommen, ist aber ein langwieriger politischer Prozess. Außerdem beschränkt sich die Wasserrahmenrichtlinie bislang nur auf die Prüfung von Einzelstoffen. Schadstoffe wirken in der Umwelt aber nicht einzeln, sondern zusammen und können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. „Nicht das Vorkommen eines Schadstoffes ist ausschlaggebend, sondern seine Wirkung im Gewässer“, heißt es dazu von den Forschern. Die Wissenschaftler plädieren daher für den Einsatz effektbasierter Methoden wie etwa biologische Wirkungstests. So würden alle Stoffe mit derselben Wirkung erfasst, auch Stoffgemische. Und teure chemische Analytik wäre nur noch erforderlich, falls bestimmte Wirkschwellen überschritten werden.
Überarbeitungsbedarf sehen die Forscher auch bei der Bewertung der Gewässerqualität. Bislang ist immer die schlechteste Teilkomponente maßgeblich dafür, ob ein Gewässer in einen guten chemischen oder ökologischen Zustand eingestuft wird – selbst wenn diese wie im Falle von Schadstoffen aus Verbrennungsprozessen durch das Gewässermanagement kaum zu beeinflussen ist. Das führt dazu, dass viele Gewässer auch bei signifikanten Verbesserungen wesentlicher Komponenten die Bewirtschaftungsziele nicht erreichen können. Das Forscherteam schlägt hingegen vor, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität künftig durch eine differenziertere Bewertung belohnt werden. Das schließt auch die Schaffung von Anreizen für gutes Monitoring ein. Denn derzeit scheitern viele Mitgliedsländer bereits daran, Schadstoffe regelmäßig zu messen und zu analysieren, deren Überwachung eigentlich vorgeschrieben ist. Und sie werden dafür noch belohnt, denn je weniger sie messen, je seltener sie messen, je schlechter die Analytik ist, desto geringer ist das abgeleitete Risiko und damit der Handlungsbedarf für Reduzierungsmaßnahmen. Die Wissenschaftler schlagen für die neue Wasserrahmenrichtlinie deshalb eine umgekehrte Beweisführung vor: Dort, wo durch unzureichendes Monitoring keine Daten erhoben werden, könnten für die Gewässerbewertung Modellwerte herangezogen werden. So müssten die „Säumigen“ dann mit Messungen nachweisen, dass der tatsächliche Gewässerzustand besser ist als der Vorhergesagte.
Grundsätzlich plädiert das Forscherteam für ein stärker lösungsorientiertes Gewässermanagement, bei dem Überwa-chung, Bewertung und mögliche Maßnahmen von Anfang an viel enger miteinander verzahnt sein sollten, als dies heute der Fall ist. Ein Ansatzpunkt hierfür stellen Kläranlagen dar. Bei Kläranlagenabläufen handelt es sich um eine wichtige und vergleichsweise vorhersagbare Quelle von Belastungen, die zur Überschreitung von Wirkschwellen führen können. Die Forscher schlagen daher vor, in einem ersten Schritt zu prüfen, inwieweit eine gefundene Schadwirkung des Flusswassers dem entspricht, was aufgrund des Abwasseranteils und des Reinigungsgrades zu erwarten ist. Dann ist eine verbesserte Abwasserbehandlung in der Kläranlage das Mittel der Wahl, um Qualitätsziele zu erreiche . Die Untersuchungen im EU-Projekt SOLUTIONS zeigen weiter, dass die Verbesserung der Wasserqualität in manchen Fällen auch eine Harmonisierung der vielen Regelwerke zur Umweltqualität und Chemikaliensicherheit auf europäischer und nationaler Ebene mit der Wasserrahmenrichtlinie erfordert.
Das EU-Projekt SOLUTIONS vereinigt 39 Partner aus weltweit 17 Ländern. Es wird bis zum Jahr 2018 mit insgesamt zwölf Millionen Euro von der Europäi-schen Union gefördert. Ziel ist es, Werkzeuge und Modelle zu entwickeln, um den Chemikaliencocktail in Gewässern hinsichtlich seines Risikos zu bewerten.
Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in der Studie „Towards the review of the European Union Water Framework Directive: Recommendations for more efficient assessment and management of chemical contamination in European surface water resources“ in der Zeitschrift „Science of the Total Environment“
(doi .org/10 .1016/j.scitotenv.2016.10.104).

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Zwei neue Faulbehälter für Kläranlage in Oldenburg

Die Oldenburger Kläranlage bekommt zwei neue Faulbehälter. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) investiert in dieses Vorhaben auf der größten Kläranlage in seinem Verbandsgebiet 14 Millionen Euro. Der symbolische erste Spatenstich fand am 7. März 2017 statt. Für das Vorhaben erhält der OOWV Fördermittel aus dem Euro-päischen Fonds für regionale Entwick-lung (EFRE) in Höhe von einer Million Euro. In den vergangenen 15 Jahren hat der OOWV mehr als 115 Millionen Euro in die Ertüchtigung der Kläranlage und in das Kanalnetz in Oldenburg (Oldb.) investiert. Ende 2018 sollen die neuen Faulbehälter in Betrieb genommen wer-den. Danach erfolgt die Sanierung der beiden vorhandenen Behälter.
Die neuen Faulbehälter werden 23 Meter hoch sein. Ihr Durchmesser beträgt 18,5 Meter, das Fassungsvermögen je 5000 Kubikmeter. 158 Betonpfähle wurden bereits zwölf Meter tief in den Untergrund getrieben, um für die nötige Standsicherheit zu sorgen. Aktuell beträgt das Faulraumvolumen auf der Kläranlage in Oldenburg rund 9300 Kubik-meter. Nach der Erweiterung steigt das Volumen auf 16 300 Kubikmeter. In den Faulbehältern wird die Schlammmenge innerhalb von rund 20 Tagen um 30 Pro-zent abgebaut. Das entstehende Klärgas wird in einem BHKW zu Strom und Wärme verwertet und deckt zu 80 Prozent den Strombedarf und zu 95 Prozent den Wärmebedarf der Kläranlage.

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NRW sieht Programm „Reine Ruhr“ auf gutem Weg

Das Programm „Reine Ruhr“ befindet sich nach Einschätzung des Umweltministeriums von Nordrhein-Westfalen auf einem guten Weg. Rund 150 Millionen Euro von insgesamt veranschlagten 300 Millionen Euro haben die Wasserversorger in der Region bereits investiert. Das Land hatte das Programm 2008 ins Leben gerufen. „Reine Ruhr“ beinhaltet sowohl Maßnahmen zur Vermeidung von Mikroschadstoffen und zur Verminderung von Einträgen an der Quelle der Industrieeinleitung als auch die Ertüchtigung kommunaler Kläranlagen. Obwohl die Vermeidung von Schadstoffeinträgen an der Quelle vorrangiges Ziel des Programms ist, müssen in einer dichtbesiedelten Region wie dem Ruhrgebiet aber auch immer wieder Restbelastungen behandelt werden. Daher ist bei dem Programm die Ertüchtigung der Wasseraufbereitungsanlagen in den Wasserwerken an der Ruhr ebenfalls von großer Bedeutung. Zurzeit werden zwölf Wasserwerke an der Ruhr mit weitergehender Aufbereitungstechnik betrieben – sie erfüllen bereits die Anforderungen an eine nachhaltige und langfristig zuverlässige Wasserversorgung. Bei sieben verbleibenden, noch zu ertüchtigenden Wasserwerken wird die vorsorglich geforderte Aufbereitungstechnik voraussichtlich bis spätestens Ende 2020 in Betrieb gehen. Durch effizienzsteigernde Maßnahmen und das Ausnutzen von Synergieeffekten wurden zudem weitere sieben Wasserwerke, für die sich eine Ertüchtigung aus wirtschaftlichen Gründen nicht gerechnet hätte, stillgelegt. So kann entlang der Ruhr auch langfristig eine sichere und gleichzeitig bezahlbare Trinkwasserversorgungssituation geschaffen werden.

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Bundeskabinett beschließt Novelle der Klärschlammverordnung

Das Bundeskabinett hat am 18. Januar 2017 den Entwurf der neuen Klärschlammverordnung (AbfKlärV) beschlossen. Dieser regelt, wie Phosphor aus Klärschlämmen zurückgewonnen und Schadstoffe gleichzeitig reduziert werden können. Die Neufassung der Verordnung sieht vor, dass nach Ablauf angemessener Übergangsfristen bei größeren Kläranlagen Phosphor aus dem Klärschlamm oder aus Klärschlammverbrennungsaschen zurückgewonnen werden muss. Nennenswerte Mengen an Phosphor werden heute noch nicht zurückgewonnen. Die Verfahrensentwicklung und die Dauer der Genehmigungsverfahren machen daher lange Übergangsfristen sinnvoll. Die Pflicht zur Rückgewinnung von Phosphor greift gemäß dem Regierungsentwurf daher erst zwölf Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung für Abwasserbehandlungsanlagen mit einer Ausbaugröße ab 100 000 Einwohnerwerten und 15 Jahre nach Inkrafttreten für Anlagen mit einer Größe ab 50 000 Einwohnerwerten. Dabei gibt die Verordnung keine bestimmte Technologie zur Phosphorrückgewinnung vor, sondern lässt genügend Spielraum für Einsatz oder Entwicklung innovativer Verfahren. Es wird damit möglich sein, Phosphor aus Klärschlammaschen, direkt aus dem anfallenden Schlamm oder dem Abwasser zurückzugewinnen. Ausnahmen bestehen für Klärschlämme mit besonders niedrigen Phosphorgehalten. Für kleinere Abwasserbehandlungsanlagen, die für weniger als 50 000 Einwohner ausgelegt sind, besteht weiterhin die Möglichkeit, kommunale Klärschlämme unmittelbar zu Düngezwecken einzusetzen. Dies trägt den Besonderheiten ländlich geprägter Regionen Rechnung. Für Klärschlamm, der in Zukunft noch bodenbezogen verwertet wird, werden zudem Regelungen für eine Qualitätssicherung geschaffen, die die behördliche Überwachung flankiert. Der Regierungsentwurf bedarf noch der Zustimmung von Bundestag (Bundestags- Drucksache 18/10884) und Bundesrat.

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Bundesregierung: Reform der Düngeverordnung beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 15. Februar 2017 eine Reform der Düngeverordnung beschlossen. Damit soll die Überdüngung drastisch reduziert und die Nitrat-Belastung des Grundwassers begrenzt werden. Mit der neuen Düngeverordnung sollen die Sperrzeiten, in denen keine Düngemittel ausgebracht werden dürfen, verlängert, die Abstände für die Düngung in der Nähe von Gewässern ausgeweitet werden. Zusätzlich sollen Gärreste aus Biogasanlagen in die Berechnung der Stickstoffobergrenze (170 Kilogramm pro Hektar) einbezogen werden. Darüber hinaus werden die Länder zum Erlass von zusätzlichen Maßnahmen in Gebieten mit hohen Nitratwerten verpflichtet. Dies gilt auch für Regionen, in denen stehende oder langsam fließende oberirdische Gewässer insbesondere durch Phosphat zu stark belastet sind. Zum Regelungspaket unter Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums gehört auch ein novelliertes Düngegesetz, das der Bundestag am 16. Februar 2017 verabschiedet hat (Bundestags- Drucksache 18/7557). Es stellt einen umweltbewussten und sparsamen Umgang mit Nährstoffen in der Landwirtschaft sicher. Kern der Novelle des Düngegesetzes ist eine Stoffstrombilanz, die auf Betreiben des Bundesumweltministeriums neu eingeführt werden soll. Auf diese Weise bilanzieren die Landwirtschaftsbetriebe den Einsatz ihrer Nähr stoffmengen. Die Dünger und Tierfuttermengen werden dabei mit den erzeugten landwirtschaftlichen Produkten des Hofes verrechnet. Dadurch lässt sich die Stickstoffbelastung der Böden durch einen Betrieb besser bestimmen. Zum Redaktionsschluss hieß es seitens der Bundesregierung, das Düngegesetz solle am 10. März 2017 im Bundesrat, die darauffolgende Novelle der Düngeverordnung am 31. März 2017 im Bundesrat verabschiedet werden.

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Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zum Energierecht – wichtige Steuerbefreiungen bleiben erhalten

Das Bundeskabinett hat am 15. Februar 2017 den Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Energiesteuer- und des Stromsteuergesetzes beschlossen. Die für die Abwasserbetriebe wichtigen Stromsteuerbefreiungen in § 9 Abs. 1 (Nr. 1 grüner Strom aus grünen Netzen und Nr. 3 dezentrale Stromversorgung mit Anlagen bis zu 2 MW elektrisch) werden demnach nicht geändert. Die EUKommission nimmt aber eine Prüfung wegen der Vereinbarkeit mit dem europäischen Beihilferecht vor. Besonders zu beachten und zu prüfen ist § 28 des Entwurfs (Seite 10, kein steuerfreies Verheizen von Faulgas mehr – Verwendung in Stromerzeugungsanlagen bleibt steuerfrei).

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Deutscher Innovationspreis für Klima und Umwelt 2017 ausgeschrieben

Die Bewerbungsphase für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) läuft. Bis zum 31. Mai 2017 können sich deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit herausragenden Innovationen im Bereich Klima- und Umweltschutz um den bereits zum sechsten Mal ausgeschriebenen Preis bewerben. Mit insgesamt 125 000 Euro werden innovative Prozesse, Produkte und Dienstleistungen prämiert sowie klimaund umweltfreundliche Technologietransferlösungen für Schwellen- und Entwicklungsländer. Das Bundesumweltministerium (BMUB) und der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI) vergeben den Innovationspreis für Klima und Umwelt gemeinsam. Auf Grundlage einer wissenschaftlichen Bewertung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung wählt eine hochrangige Jury in fünf Kategorien die innovativsten Projekte des Landes aus. Die Gewinner werden im Rahmen einer Preisverleihung im Februar 2018 geehrt. Der IKU wird mit Mitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.

www.iku-innovationspreis.de

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Nitrat: regional stark steigende Wasserpreise?

Wenn sich die gängige Düngepraxis jetzt nicht ändert, könnten nach Berechnungen eines Gutachtens, das der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Auftrag gegeben hat, erhebliche Mehrkosten auf die Verbraucher zukommen. Wenn die bisherigen Maßnahmen der Wasserversorger nicht mehr ausreichen, wird laut Gutachten in belasteten Regionen der Einsatz einer Denitrifikationsanlage erforderlich. Die Berechnungen der Gutachter zeigen: Diese Nitratentfernung könnte die Jahreswasserrechnung um bis zu 62 Prozent erhöhen. Bei den betrachteten Wasserversorgern würde die durchschnittliche Jahresrechnung eines 3-Personen-Haus halts (6-Familienhaus) von aktuell 217 Euro auf 352 Euro steigen. Als Ausweg fordert der BDEW, Düngegesetz und die Düngeverordnung so zu verschärfen, dass die Nitratbelastung aus der Landwirtschaft nachhaltig reduziert wird. Das Gutachten zeigt am Beispiel von Dänemark, wie die konsequente Umsetzung der europäischen Nitrat-Richtlinie zu einer nachhaltigen Entlastung von Böden und Grundwasser führen kann: Unter anderem durch die Einführung umfassender Meldepflichten und Kontrollen für die Düngung konnten die Stickstoffüberschüsse von landwirtschaftlich genutzten Flächen um 43 Prozent reduziert werden. Bei Phosphor wurde ein Rückgang um 80 Prozent erreicht.

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Düngemittelverordnung: Klärschlammentwässerung mithilfe von Stärke und Chitin zulässig?

Eventuell können künftig Stärken und Chitin bei der Entwässerung von Klärschlamm eingesetzt werden, ohne dass die so behandelten Klärschlämme durch die Düngemittelverordnung von einer Verwertung in der Landwirtschaft ausgeschlossen werden: Dies sieht der aktuell vorliegende Entwurf der Zweiten Verordnung zur Änderung der Düngemittelverordnung (Bundesrats-Drucksache 128/17) vor – neben einer Neuregelung der Verwendung von herkömmlichen synthetischen Polymeren. Der Verordnungsentwurf wurde dem Bundesrat zur Beschlussfassung vorgelegt und dort zunächst den Ausschüssen für Landwirtschaft und Umwelt zugewiesen.

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DWA und Welthungerhilfe vereinbaren Fortsetzung ihrer Kooperation

Die DWA und die Welthungerhilfe haben die Fortsetzung ihrer im Jahr 2010 begonnenen Partnerschaft besiegelt. Kernthemen der um drei Jahre verlängerten Kooperation sind die Bereiche nachhaltige Wasserwirtschaft und sanitäre Grundversorgung in der Entwicklungszusammenarbeit. Gemeinsames Ziel ist die Bekämpfung von Hunger und Armut, insbesondere durch die Unterstützung von Menschen in Not durch eine verbesserte Versorgung mit Wasser und Sanitäranlagen. Die Kooperation beruht auf zwei Säulen: Spendenpartnerschaft und fachliche Vernetzung. Die DWA will die Welthungerhilfe weiterhin mit ihrer umfassenden Kompetenz im Wassersektor unterstützen und ihre Mitglieder um Spenden für die Umsetzung der Projekte der Welthungerhilfe bitten. Die Spenden aus dem Bereich der DWA fließen in die Wasserinitiative der Welthungerhilfe, die Projekte aus allen Bereichen des WASH-Sektors unterstützt. Im WASH-Netzwerk haben sich 20 deutsche Nichtregierungsorganisationen aus der humanitären Not- und Übergangshilfe und der internationalen Entwicklungszusammenarbeit zusammengeschlossen. WASH steht für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene. Im Rahmen der fachlichen Vernetzung ist geplant, Erfahrungen und Wissen im Wasser- und Sanitärbereich in der Entwicklungszusammenarbeit auszutauschen. Beide Organisationen wollen sich insbesondere bei der fachlichen Netzwerkarbeit unterstützen. Eine sichere Wasserversorgung und geordnete Entsorgung ist eines der größten Probleme des 21. Jahrhunderts: Nach wie vor müssen etwa 750 Millionen Menschen weltweit ohne Zugang zu sicherem Wasser und 2,4 Milliarden, darunter viele Kinder, ohne sanitäre Grundversorgung auskommen. Dieser Zustand ist unannehmbar.

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EU-Kommission: Deutschland soll Nitratrichtlinie „tiefgreifender“ umsetzen

Deutschland soll effektivere Maßnahmen im Kampf gegen diffuse Verschmutzung aus der Landwirtschaft ergreifen sowie die Nitratrichtlinie „tiefgreifender“ umsetzen. Das sind zwei Empfehlungen im „Bericht zur Umsetzung der Umweltpolitik – Deutschland“, den die EU-Kommission veröffentlicht hat. Über die Situation bezüglich Wasserqualität und Wasserbewirtschaftung in Deutschland heißt es in dem Bericht zuvor: „Die größte Belastung für die deutschen Gewässer entsteht durch Flussregulierung und morphologische Veränderungen, wovon 79 % der Oberflächengewässer betroffen sind, gefolgt von diffusen Verschmutzungsquellen. … Die Wasserverschmutzung durch Nitrat … gibt Anlass zur Besorgnis.“ Die Richtlinie für eine weitergehende Abwasserbehandlung hingegen werde in Deutschland „vollständig erfüllt“. Generell stellt die EU-Kommission in ihrer Überprüfung der Umsetzung der Umweltpolitik, die sie am 6. Februar 2017 angenommen hat, fest, dass im Bereich der Wasserqualität und -bewirtschaftung die meisten Mitgliedstaaten der EU Schwierigkeiten damit hätten, bei der Sammlung und Behandlung kommunaler Abwässer die EU-Vorschriften in vollem Umfang einzuhalten. 13 Mitgliedstaaten müssten deswegen mit rechtlichen Schritten der EU rechnen. In fast allen Mitgliedstaaten bereiten die Nitratkonzentration und die Eutrophierung weiterhin große Probleme. Hierfür gibt es eine Reihe von Ursachen, die mehrere Mitgliedstaaten gemeinsam haben: ineffiziente Koordinierung zwischen den Verwaltungsebenen, unzureichende Kapazitäten sowie fehlende Kenntnisse und Daten. Mit diesem neuen Instrument zur Verbesserung der Umsetzung der europäischen Umweltpolitik und gemeinsam vereinbarter Vorschriften will die Kommission gemeinsam mit den Mitgliedstaaten die Ursachen der Umsetzungsde fizite angehen und Lösungen finden, bevor sich die Probleme verschärfen. Im Anschluss an die Überprüfung der Umsetzung der Umweltpolitik werden mit jedem Mitgliedstaat Gespräche geführt, außerdem wird ein Peer-to-Peer Instrument bereitgestellt, mit dem die Mitgliedstaaten einander durch Fachwissen unterstützen können, ferner werden im Rat „Umwelt“ politische Diskussionen zu diesem Thema stattfinden.

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Europäisches Parlament stimmt CETA zu

Das Europäische Parlament hat am 15. Februar 2017 dem Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen der EU und Kanada zugestimmt. Damit kann der Ratifizierungsprozess in den Mitgliedstaaten beginnen. Nach der Zustimmung durch das Europäische Parlament erfolgt im nächsten Schritt die gegenseitige Notifzierung. In Deutschland steht zudem noch eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht aus. Die Anträge in zwei Eilverfahren gegen CETA waren vom Bundesverfassungsgericht zurückgewiesen worden. Teile des Freihandelsabkommens – die, die in den Zuständigkeitsbereich der EU fallen – treten bereits im April 2017 vorläufig in Kraft. Die EU-Kommission erklärte dazu, die Mitgliedstaaten würden weiterhin die Möglichkeit haben, öffentliche Dienstleistungen nach eigenem Ermessen zu organisieren. Diese und andere Fragen seien in einer Gemeinsamen Auslegungserklärung näher ausgeführt worden. Diese Erklärung werde Rechtskraft haben und klar und unmissverständlich darlegen, worauf sich Kanada und die Europäische Union bei bestimmten CETA- Artikeln geeinigt hätten. In Deutschland könne die Ratifikation von CETA durch den Bundespräsidenten erst nach Inkrafttreten des erforderlichen Vertragsgesetzes erfolgen, berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (Bundestags-Drucksache 18/11068) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke. Wie es weiter heißt, ist die Prüfung, ob es sich bei dem Vertragsgesetz um ein Zustimmungs- oder Einspruchsgesetz handelt, noch nicht abgeschlossen.

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„Exportinitiative Umwelttechnologien“ wird fortgesetzt

Der Export deutscher Umweltschutztechnik durch das Bundesumweltministerium (BMUB) soll dauerhaft fortgesetzt werden. Das sagte Staatssekretär Gunther Adler aus dem BMUB am 3. Februar 2017 zur Eröffnung einer Fachkonferenz mit Vertretern und Experten der Umwelttechnik-Branche. Auf der Konferenz ging es um die Auswertung der einjährigen Pilotphase und künftige Schwerpunkte der „Exportinitiative Umwelttechnologien“. Die „Exportinitiative Umwelttechnologien“ fördert Projekte deutscher Unternehmen und Institutionen mit dem Ziel, Umweltwissen, Umweltbewusstsein und technisches Knowhow in anderen Ländern zu verbreiten. Die Initiative soll außerdem dazu beitragen, die Vermittlung und Anwendung global einheitlicher Umweltstandards zu befördern. Im Fokus steht nicht der Produktverkauf, sondern sondern es geht darum, in Ländern mit Unterstützungsbedarf die notwendigen Rahmenbedingungen und Strukturen für Umwelttechnologien zu schaffen. In der Pilotphase wurde deutlich, dass es insbesondere in Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge wie der Wasser- und Abwasserversorgung oder der Abfallwirtschaft international Handlungsbedarf gibt. Die neue Förderbekanntmachung für 2017 wird auf der Internetseite des BMUB veröffentlicht.

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Neuer Entwurf des Hochwasserschutzgesetzes II vom Bundeskabinett verabschiedet

Die Bundesregierung hat den neuen Entwurf eines Gesetzes zur weiteren Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur Vereinfachung von Verfahren des Hochwasserschutzes (Hochwasserschutzgesetz II) verabschiedet (Bundestags-Drucksache 18/10879). Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu erleichtern und zu beschleunigen. Der Schwerpunkt der Änderungen betrifft das Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Weitere Änderungen sind im Baugesetzbuch, im Bundesnaturschutzgesetz und in der Verwaltungsgerichtsordnung vorgesehen. Der Entwurf wurde dem Bundestag zur Beschlussfassung vorgelegt. Im WHG sieht der Gesetzentwurf Änderungen vor, die unter anderem die Berücksichtigung von hochwasserschutzbezogenen Aspekten in bauleitplanerischen Abwägungen stärken sollen. Zudem wird die Kategorie des „Hochwasserentstehungsgebietes“ eingeführt. Dadurch soll es möglich sein, in diesen Gebieten Wasserversickerungs- und Wasserrückhaltemöglichkeiten zu verbessern. Um die Errichtung von Hochwasserschutzanlagen zu erleichtern, sollen im WHG zudem ein Vorkaufsrecht der Länder für bestimmte hochwasserschutzrelevante Grundstücke eingeführt werden. Auch Regelungen zur Enteignung und vorzeitigen Besitzeinweisung sieht der Entwurf vor. Zudem soll nach Willen der Bundesregierung der Gerichtsweg durch eine Ergänzung der Verwaltungsgerichtsordnung verkürzt werden. Gegen geplante und genehmigte Hochwasserschutzmaßnahmen soll nur ein zweistufiges Rechtsschutzverfahren gelten. In seiner Stellungnahme machte der Bundesrat zahlreiche Änderungsvorschläge im Detail. So schlägt die Länderkammer unter anderem vor, die Regelung zu „Hochwasserentstehungsgebieten“ zu streichen. Dieses Instrument sei ungeeignet und führe zu „enormen Vollzugsaufwand bei den Behörden sowie Aufwand und Kosten bei Planungsträgern und Bürgern“, schreibt der Bundesrat zur Begründung. In ihrer Gegenäußerung lehnt die Bundesregierung eine Streichung indes ab, schlägt aber eine Modifizierung vor.

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Nordrhein-Westfalen: Förderwettbewerb „Innovative ressourceneffiziente Investitionen“ gestartet

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium fordert kleine und mittlere produzierende Unternehmen auf, sich um Fördermittel zu bewerben, wenn sie mit innovativen Maßnahmen im Ressourcenschutz Vorreiter sein wollen. Im Rahmen des Aufrufs „Innovative ressourceneffiziente Investitionen“ können neue Ideen in diesem Themenfeld mithilfe von EU-Fördermitteln bei der praktischen Umsetzung unterstützt werden. Die Höhe der möglichen Fördersätze hängt von der Größe des antragstellenden Unternehmens und der Art des zur Förderung beantragten Vorhabens ab und beträgt zwischen 40 und 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Fragen zur fördertechnischen Seite des Aufrufs: www.lanuv.nrw.de E-Mail: ressource.nrw@lanuv.nrw.de

Fachliche Fragen: ressource@efanrw.de Tel. 02 03 / 3 78 79-35
Informationen zum EFRE-Programm: www.efre.nrw.de
Informationen und Unterlagen zum Aufruf Ressource.NRW: www.ressourceneffizienz.de

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Novelle des Raumordnungsgesetzes – mehr Kompetenzen des Bundes beim Hochwasserschutz?

Die Bundesregierung will das Raumordnungsgesetz novellieren. Der dazu vorgelegte Gesetzentwurf (Bundestags- Drucksache 18/10883) sieht unter anderem vor, die Regelungen über das Raumordnungsverfahren um eine obligatorische Öffentlichkeitsbeteiligung und um eine Alternativenprüfung zu erweitern. Außerdem soll dem Bund durch die Neuregelung die Kompetenz eingeräumt werden, einen Raumordnungsplan für den länderübergreifenden Hochwasserschutz aufzustellen, sofern dies unter nationalen oder europäischen Gesichtspunkten erforderlich ist. Mit dem Gesetzentwurf soll nach Angaben der Regierung auch die EU-Richtlinie „zur Schaffung eines Rahmens für die maritime Raumplanung“ (MRO-Richtlinie) umgesetzt werden. Das im Koalitionsvertrag aufgeführte Ziel, die Umwelt und im konkreten Fall den Hochwasserschutz zu verbessern, könne durch die Neureglung ebenfalls erreicht werden, urteilt die Bundesregierung. Die Raumordnung könne dazu beitragen, dem Klimawandel und anderen aktuellen Herausforderungen von nationaler oder europäischer Dimension besser begegnen zu können. Daher solle dem Bund die Kompetenz eingeräumt werden, bei Bedarf einen Raumordnungsplan für den länderübergreifenden Hochwasserschutz aufzustellen, heißt es in der Vorlage. Erreicht werden soll durch die Novelle auch mehr Rechtsklarheit im Hinblick auf die „Beachtlichkeit von raumordnerischen Festlegungen im Rahmen von bergrechtlichen Zulassungen“. Mit dem Gesetz werde klarstellend geregelt, dass in Raumordnungsplänen festgelegte Ziele der Raumordnung auch bei bergrechtlichen Vorhaben beachtet werden müssen, heißt es. Dies stehe zugleich im Einklang mit dem Ziel der Bundesregierung, den Gewässerschutz unter anderem dadurch zu verbessern, dass die Grundlagen für eine unterirdische Raumplanung geschaffen werden. Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme mehrere Änderungen an dem Gesetzentwurf gefordert, die die Bundesregierung ausweislich ihrer Gegenäußerung überwiegend ablehnt. So hatte die Länderkammer unter anderem moniert, dass für die vorgesehene neue Zuständigkeit des Bundes für die Aufstellung länderübergreifender Raumordnungspläne für den Hochwasserschutz keine Erforderlichkeit bestehe, sie sogar eher kontraproduktiv sei. In ihrer Gegenäußerung schreibt die Bundesregierung, da ein Flussgebiet nicht an den Landesgrenzen haltmache, sei ein länderübergreifend geltender Raumordnungsplan des Bundes ein geeignetes Mittel.

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Schleswig-Holstein: Umweltministerium startet Informationskampagne zur Entsorgung von Arzneimitteln

Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hat gemeinsam mit der Ärzte-, Tierärzte- und Apothekerkammer eine Informationskampagne zur richtigen Entsorgung von Arzneimitteln gestartet. „Medikamente gehören nicht in die Toilette und nicht in die Spüle, sondern in den Abfall. Sonst landen die Stoffe über das Abwasser in den Gewässern und schaden Tieren und Pflanzen“, sagte Habeck am 15. Februar 2017 in Kiel, wo er gemeinsam mit den Kammern einen Informationsflyer sowie Poster vorstellte. Nicht mehr benötigte Medika mente sollten in den Flaschen oder Blistern bleiben und dann über den im Flyer angegebenen Weg entsorgt werden. Die rund 110 000 Flyer und rund 4400 Poster sollen in den kommenden Wochen bei Ärzten, Tierärzten und in Apotheken aufgehängt und ausgelegt werden. Zudem wird das Land exemplarisch Kläranlagen untersuchen, um zu prüfen wie die Reinigungsleistung der Kläranlagen in Schleswig Holstein ist und welche Arzneistoffe in welchem Umfang bereits aus dem Wasser entfernt werden können. Basierend auf den Untersuchungen soll eine Strategie entwickelt werden, ob und wie Kläranlagen optimiert werden können.

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Mehrkosten für Abwasserentsorger und Bürger, wenn Stromsteuerbefreiung gestrichen wird

Mitte Dezember 2016 hat der Bundestag Änderungen des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) sowie Eigenversorgungsregelungen des Erneuerbare- Energien-Gesetzes 2017 (EEG) beschlossen. Die Änderungen (Bundesgesetzblatt I, 2016, Nr. 65 vom 28. Dezember 2016, Seite 3106–3146) sind am 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Zwar gibt es Verbesserungen gegenüber den Ausgangsentwürfen, insgesamt bedeuten die Änderungen aber Mehrbelastungen für die Abwasserbetriebe mit Eigenversorgungskonzepten. Der Hauptausschuss Wirtschaft der DWA hatte dies intensiv diskutiert und dabei auch die Pläne zur Abschaffung von Steuerbefreiungen im Energie- und Stromsteuergesetz mit betrachtet. Würden auch diese weiterverfolgt, bedeutete dies erhebliche Nachteile für die Unternehmen der Wasserwirtschaft. Die Bundesregierung und hier federführend das Bundesfinanzministerium hat seit April 2016 keinen neuen Entwurf vorgelegt. Am Ende der Legislaturperiode könnte das Verfahren jedoch kurzfristig fortgesetzt werden. Dies sollte nach Ansicht der DWA unbedingt verhindert werden. Die DWA hat hierzu ein einseitiges Statement mit Argumenten und Forderungen entwickelt. Darin heißt es: „Nach den bekannten Überlegungen des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) soll die Stromsteuerbefreiung weitgehend gestrichen werden. Dies gilt nach den Vorschlägen des Referentenentwurfs für Stromerzeugungsanlagen ab 1 MW elektrisch unter anderem, weil Faulgas und Klärschlamm entgegen der bisherigen Gesetzeslage und entgegen der EU-Energiesteuerrichtlinie nicht mehr als erneuerbare Energieträger im Sinne des Stromsteuergesetzes anerkannt werden sollen. Künftig wäre demnach dann je kWh 2,05 ct Steuer zu bezahlen. Für eine Großstadt bedeutet dies hohe sechsstellige Summen pro Jahr an Steuerlast zusätzlich. Hinzu kommen die finanziellen Auswirkungen durch die geplante EEG-Umlage auf selbsterzeugten Strom. Die dadurch von den Betrieben zu schulternden finanziellen Lasten müssen ganz überwiegend über die Gebühren auf die Bürger und angeschlossenen Gewerbe umgelegt werden und stellen somit versteckte Steuererhöhungen dar. Durch diese Überlegungen und rechtlichen Vorschläge werden die Klimaschutzbemühungen der Kommunen und Verbände, durch die effiziente Nutzung des ohnehin anfallenden Klärgases auf erneuerbarer Grundlage einen sinnvollen ökonomischen und ökologischen Beitrag zu leisten, konterkariert. Der bisherige Stromsteuerbefreiungstatbestand (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. § 2 Nr. 7 StromStG) sollte nicht geändert werden, sondern unverändert fortgelten. Die Regelung war Grundlage für Investitionsentscheidungen, ihre Abschaffung (insbesondere ohne Übergangsfrist) läuft einem sachgerechten Vertrauensschutz zuwider. Durch Verweis auf den Biomassebegriff der Energiesteuerrichtlinie sollte klargestellt werden, dass Klärschlamm Biomasse ist (dies entspricht der finanzgerichtlichen Rechtsprechung). Insbesondere müssen Klärgas und Deponiegas per Definition stromsteuerrechtlich weiterhin erneuerbare Energieträger sein.“

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Brandenburg hat Vorsitz der Umweltministerkonferenz übernommen

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat mit Beginn des Jahres 2017 den Vorsitz der Umweltministerkonferenz (UMK) übernommen. Vogelsänger wird dazu die Chefs der Umweltressorts der Länder und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vom 3. bis 5. Mai nach Bad Saarow und vom 15. bis 17. November 2017 nach Potsdam einladen. Auf der Tagesordnung des Brandenburger UMK-Vorsitzes steht außerdem ein Treffen mit den Vertretern der Umweltverbände und der kommuna len Spitzenverbände am 5. Juli 2017 in Potsdam. Schwerpunkthemen der UMK im laufenden Jahr sollen sein die Energieeinsparung bei der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens, die Abfallvermeidung und die bessere Abfallverwertung als Basis einer nachhaltigen Abfallpolitik sowie die Umsetzung des Artenschutzes. Den Vorsitz der UMK hatte im Jahr 2016 Berlin. Nach Brandenburg folgt 2018 Bremen.

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Eckpunkte für neue Düngeverordnung stehen

Der Gesetzgeber scheint Mitte Januar 2017 auf dem Weg zu einer neuen Düngeverordnung einen großen und wichtigen Schritt weitergekommen zu sein. Die Regierungskoalition sowie Bund und Länder scheinen sich auf wesentliche Punkte verständige zu haben. Nach Ansicht des Bundesumweltministeriums stellt das vereinbarte Regelungspaket einen umweltbewussten und sparsamen Umgang mit Nährstoffen in der Landwirtschaft sicher. Nach der Vereinbarung sollen die Sperrzeiten, in denen keine Düngemittel ausgebracht werden dürfen, verlängert und die Abstände für die Düngung in der Nähe von Gewässern ausgeweitet werden. Zusätzlich sollen Gärreste aus Biogasanlagen in die Berechnung der Stickstoffobergrenze (170 kg/ha) einbezogen werden. Darüber hinaus werden die Länder zum Erlass von zusätzlichen Maßnahmen in Gebieten mit hohen Nitratwerten verpflichtet. Dies gilt auch für Regionen, in denen stehende oder langsam fließende oberirdische Gewässern zu stark belastet sind. Kern der Novelle des Düngegesetzes ist eine Stoffstrombilanz, die auf Betreiben des Bundesumweltministeriums neu eingeführt werden soll. Auf diese Weise bilanzieren die Landwirtschaftsbetriebe den Einsatz ihrer Nährstoffmengen. Die Dünger oder Tierfuttervermengen werden dabei mit den erzeugten landwirtschaftlichen Produkten des Hofes verrechnet. Dadurch lässt sich die Stickstoffbelastung der Böden durch einen Betrieb besser bestimmen. Für den Stickstoffüberschuss muss künftig ein Grenzwert eingehalten werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium will jetzt unter Beteiligung des Bundesumweltministeriums zeitnah einen überarbeiteten Entwurf der Düngeverordnung vorlegen. Das Düngegesetz soll noch im Januar abschließend im Bundestag beraten und verabschiedet werden, sodass der Bundesrat Ende März 2017 das Gesamtpaket mit Gesetz und Verordnung beschließen kann.

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Technisches Referendariat als dringend benötigte Qualifizierung

Das technische Referendariat ist in der Verwaltung wie auch in der Wirtschaft eine dringend benötigte Qualifizierung, die in der Projektführung durch interdisziplinäre Führungskompetenzen Qualität sichert. Daran erinnert das Oberprüfungsamt im Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur. Der Titel „Assessor“ ergänzt inhaltlich sinnvoll einen Masterabschluss in dreizehn technischen Fachrichtungen: Architektur, Bahnwesen, Geodäsie und Geoinformation, Landespflege, Luftfahrttechnik, Stadtbauwesen, Maschinen- und Elektrotechnik in der Verwaltung, Maschinen- und Elektrotechnik der Wasserstraßen, Städtebau, Straßenwesen, Umwelttechnik, Wasserwesen und Wehrtechnik. Das technische Referendariat ist in der letzten Zeit eingehend reformiert worden. Seine Bedeutung zeigt auch eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik (DIfU).

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Bundeskartellamt startet Sektoruntersuchung Haushaltsabfälle

Das Bundeskartellamt hat mit den Ermittlungen im Rahmen der Sektoruntersuchung Haushaltsabfälle begonnen. Gegenstand der Untersuchung sind die Wettbewerbsverhältnisse auf den regionalen Märkten für die Sammlung und den Transport von Haushaltsabfällen. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts: „Wir beobachten seit einiger Zeit eine wachsende Konzentration auf den Entsorgungsmärkten und in vielen Regionen eine rückläufige Beteiligung an den Ausschreibungen für Entsorgungsaufträge. Gerade mittelständische Betriebe scheinen hier immer zurückhaltender zu sein. Mit der Sektoruntersuchung werden wir insbesondere den Wettbewerb bei Ausschreibungen der dualen Systeme und der Kommunen untersuchen und Anhaltspunkten für mögliche Wettbewerbsbeschränkungen nachgehen.“ Die Untersuchungsergebnisse werden nach Abschluss in einem Bericht veröffentlicht. Das Bundeskartellamt kann eine Sektoruntersuchung durchführen, wenn besondere Umstände vermuten lassen, dass der Wettbewerb möglicherweise eingeschränkt oder verfälscht ist. Es handelt sich dabei um eine Branchenuntersuchung, ausdrücklich aber nicht um ein Verfahren gegen bestimmte Unternehmen.

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DFG-Forschergruppe zu extremen Hochwässern

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet sieben neue Forschergruppen ein, eine davon zu extremen Hochwässern. Die Forschergruppe „Space- Time Dynamics of Extreme Floods ( SPATE)“ befasst sich mit der Frage „Wie entsteht extremes Hochwasser in Flüssen und wie entwickelt es sich räumlich und zeitlich?“ Dazu werden erstmals systematisch die hydrologischen und meteorologischen Datenbestände von sechs großen Flussgebieten in Deutschland und Österreich analysiert. Die Forscherinnen und Forscher untersuchen dabei die vier Themenfelder Ereignisverlauf, räumliche und zeitliche Schwankungen sowie die resultierende Vorhersagbarkeit von extremem Hochwasser. Sprecher ist Prof. Dr. Andreas H. Schumann, Lehrstuhl für Hydrologie, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik der Ruhr-Universität Bochum. Die maximale Förderdauer von Forschergruppen beträgt zweimal drei Jahre.

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Förderrichtlinie für Klimaschutz mit Kälte- und Klimaanlagen erneuert und ausgeweitet

Die Bundesregierung aktualisiert die Förderrichtlinie für Maßnahmen an Kälteund Klimaanlagen und weitet die Förderbereiche aus. Mit Beginn des neuen Jahres wird die Förderung für Klimaschutzprojekte an Kälte- und Klimaanlagen auf eine Festbetragsförderung umgestellt, deren Höhe von der Kälteleistung und der Anlagenart abhängt. Die Leistungsbereiche für förderfähige Kompressionsanlagen werden teilweise auf das Doppelte heraufgesetzt. Neu ist, dass auch kleine Kompressionsanlagen im Bereich zwei bis fünf Kilowatt elektrischer Leistungsaufnahme bezuschusst werden, wie sie zur Wärmeabfuhr elektrischer Schaltschränke zum Einsatz kommen. Im Rahmen der Basisförderung kann die Neuerrichtung von Anlagen, die Vollsanierung sowie erstmalig auch die Teilsanierung von Anlagen gefördert werden. Die Anforderungen an die eingesetzten Kältemittel werden dabei erhöht. Soll darüber hinaus die energetische Effizienz des Gesamtsystems verbessert werden, kann zusätzlich eine Bonusförderung in Anspruch genommen werden. Dies gilt beispielsweise für den Einsatz von Kälte- und Wärmespeichern, Wärmepumpen und Freikühlern. Förderanträge nach der novellierten Richtlinie nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) seit dem 1. Januar 2017 entgegen. Die Antragstellung erfolgt mit dem elektronischen Antragsverfahren.

Informationen zur Richtlinie: www.klimaschutz.de

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Nordrhein-Westfalen: Kabinett hat Starkregenkonzept beschlossen

Das Kabinett des Landes Nordrhein- Westfalen hat im Dezember 2016 ein „Konzept Starkregen“ verabschiedet. In dem neuen Konzept werden alle Angebote des Landes Nordrhein-Westfalen zur Bekämpfung von Starkregenereignissen gebündelt. Es soll unter anderem Regionen und Kommunen helfen, einen Überblick über die rechtlichen Instrumente, Handlungsfelder und Fördermöglichkeiten zu bekommen, um sich gezielt mit dem Thema Klimawandel und Starkregen auseinanderzusetzen und präventive Maßnahmen ergreifen zu können. So sollen Kommunen widerstandfähiger gegen Extremwetterereignisse werden. Aktuell betreibt das Land gemeinsam mit der Verbraucherzentrale und der Versicherungswirtschaft eine Kampagne, um Bevölkerung, Unternehmen und Landwirtinnen und Landwirte für das Thema Versicherung gegen Elementarschäden Elementarschäden zu sensibilisieren und zu informieren. Laut Auswertungen des LANUV im Rahmen des Klimafolgenmonitorings haben sich die Jahresdurchschnittstemperaturen seit 1881 in Nordrhein-Westfalen bereits um 1,4 °C erhöht – besonders stark in den letzten 60 Jahren. Die jährliche Niederschlagsmenge ist im gleichen Zeitraum um fast 14 % gestiegen, mit einer deutlichen saisonalen Ausprägung im Winter. In den vergangenen zehn Jahren haben größere Starkregenereignisse, wie etwa während des Orkans Kyrill im Januar 2007 oder im Zuge des Tiefdruckgebiets Ela im Juni 2014, Menschenleben gekostet und Schäden in Höhe mehrerer hundert Millionen Euro allein in Nordrhein-Westfalen verursacht.

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Bundesregierung: Schäden durch Feuchttücher nicht bezifferbar

Die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Entsorgung von Feuchttüchern über Toiletten sind laut Bundesregierung nicht schätzbar. Es fehle an Informationen zu den „bundesweiten Kosten oder den durchschnittlichen Kostensteigerungen, die bei der Abwasserbeseitigung entstehen können, wenn Feuchttücher über die Toilette entsorgt werden“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (Bundestags- Drucksache 18/10761) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag. Die unsachgemäße Entsorgung von Feuchttüchern über die Toilette könne im Betrieb der Abwasseranlagen zu Problemen führen. Grundsätzlich sollen Verbraucher mit Öffentlichkeitsarbeit für die Problematik sensibilisiert werden. Rechtliche Maßnahmen oder ein Verbot bestimmter Feuchttucharten sieht die Bundesregierung nicht vor. Von den Linken ebenfalls erfragte Auswirkungen auf die Umwelt durch die Inhaltsstoffe der Feuchttücher sieht die Bundesregierung hingegen weniger kritisch. Diese Stoffe seien biologisch abbaubar. „Es kann davon ausgegangen werden, dass sie bei der Abwasserbehandlung abgebaut werden“, heißt es in der Antwort.

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Mehr Wissen über die Oberflächengewässer der Erde: neue interaktive Anwendung

Die Europäische Kommission hat an der Entwicklung einer neuen interaktiven Anwendung mitgewirkt, die aus drei Millionen Satellitenaufnahmen aus den letzten 32 Jahren besteht. Entstanden ist der Global Surface Water Explorer als allgemein zugängliche neue Online-Anwendung mit interaktiven Karten, durch die europäische und internationale Strategien, etwa zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Wasserwirtschaft, verbessert werden sollen. Auf den von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Kommission und Google Earth Engine entwickelten Karten können Veränderungen der Oberflächengewässer der Erde in den letzten 32 Jahren abgelesen werden. Die Karten zeigen, dass die Oberflächenwasserressourcen in einigen Regionen Asiens erheblich zurückgegangen sind, obwohl sie weltweit insgesamt zugenommen haben. Aus den Karten geht auch hervor, dass viele dieser Veränderungen mit menschlichen Tätigkeiten wie der Errichtung von Staudämmen, Flussbettverlagerungen und einer unregulierten Wassernutzung in Zusammenhang stehen. Andere Veränderungen sind durch Auswirkungen des Klimawandels wie Dürren oder das beschleunigte Schmelzen von Schnee und Gletschern durch gestiegene Temperaturen und stärkere Niederschläge bedingt. Die in den Karten enthaltenen Informationen werden politischen Entscheidungsträgern dabei helfen, bessere Maßnahmen zur Verhinderung und Eindämmung von Überschwemmungen, Wasserknappheit und Dürren, die in einigen Teilen der EU immer häufiger auftreten, zu entwickeln und zu überwachen. Sie können darüber hinaus auch Teil des Beitrags der EU zu multilateralen Umwelt- abkommen wie dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen sein oder zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung beitragen. 2018 will die EU-Kommission die Entwicklung eines öffentlich zugänglichen weltweiten Meeresdaten-Netzwerkes vorschlagen, bei dem die vorhandenen soliden EU-Netzwerke als Grundlage dienen werden.

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64 Prozent des Klärschlamms wurden 2015 verbrannt

Im Jahr 2015 wurde deutschlandweit mit mehr als 1,1 Millionen Tonnen Klärschlamm (Trockenmasse) der überwiegende Teil des Klärschlamms von öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen verbrannt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) im Dezember 2016 weiter mitteilt, entspricht dies einer Steigerung um 6 % im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden damit gut 64 % der Gesamtmenge des direkt entsorgten Klärschlamms von rund 1,8 Millionen Tonnen thermisch entsorgt. Von der thermisch entsorgten Klärschlammmenge gingen gut 432 500 Tonnen (38 %) in die Monoverbrennung und knapp 446 900 Tonnen (39 %) in die Mitverbrennung. Für die übrigen knapp 269 300 Tonnen (23 %) liegen keine Informationen über die Art der Verbrennung vor. Über die vergangenen Jahre zeigte sich ein Trend hin zur thermischen Entsorgung von Klärschlamm. Der entsprechende Anteil stieg von 2012 (55 %) bis 2015 um 9 Prozentpunkte. Der Anteil des in der Landwirtschaft, beim Landschaftsbau sowie bei sonstiger stofflicher Verwertung verwerteten Klärschlamms verringerte sich von 40 % im Jahr 2014 auf 36 % im Jahr 2015. So wurden noch rund 24 % des Klärschlamms in der Landwirtschaft (428 000 Tonnen) und gut 11 % im Landschaftsbau (190 000 Tonnen) eingesetzt. Die übrigen Mengen wurden einer sonstigen stofflichen Verwertung zugeführt.

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Bundeskabinett: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016 beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 11. Januar 2017 die ressortübergreifende „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016“ beschlossen. Die Nachhaltigkeitsstrategie steht im Zeichen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) für nachhaltige Entwicklung. Für die Neuauflage wurden alle 17 globalen UN-Ziele (Sustainable Development Goals, SDGs) konkretisiert. Die Strategie umfasst ein ambitioniertes Bündel an messbaren politischen Maßnahmen. Die Nachhaltigkeitsstrategie 2016 legt fest, mit welchen Maßnahmen die Bundesregierung den Nachhaltigkeitszielen der 2030-Agenda gerecht wird. Bei der Neuauflage der gemeinsamen Ressortstrategie konnten wichtige umweltund stadtentwicklungspolitische Ziele verankert werden. In den kommenden 15 Jahren soll unter anderem die Qualität von Fließ- und Küstengewässern verbessert, Luftbelastungen vermindert oder auch das Angebot von nachhaltigen Produkten gesteigert werden. Die Strategie verfestigt zudem die Nachhaltigkeitspolitik innerhalb der Bundesregierung und die Zusammenarbeit mit den relevanten Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft.

www.deutsche-nachhaltigkeitsstrategie.de

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Extremwetter: Neuer Leitfaden Wassersensible Stadt- und Freiraumplanung veröffentlicht

Mit Abschluss des INIS-Projekts SAMUWA im Dezember 2016 wurde der Leitfaden „Wassersensible Stadt- und Freiraumplanung Handlungsstrategien und Maßnahmenkonzepte zur Anpassung an Klimatrends und Extremwetter“ veröffentlicht. Der Leitfaden ist das Produkt des Teilprojekts C.1 „Freiraumplanerische Gestaltungsstrategien“ des BMBF-Forschungsprojekts „Die Stadt als hydrologisches System im Wandel – Schritte zu einem anpassungsfähigen Management des urbanen Wasserhaushalts“ (SAMUWA). Er soll einen Prozess zur Erstellung eines „Wasserplans“ als Leitbild einer wasserbezogenen Stadtentwicklung aufzeigen, der die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen ermöglicht. Dabei wird je nach Fragestellung das siedlungswasserwirtschaftliche Simulationstool WABILA (Fokus auf eine ausgeglichene Wasserbilanz) oder DYNA/GeoCPM (Fokus Überflutungsvorsorge) für die Entwicklung integrierter Strategien und konkreter Maßnahmenkonzepte genutzt. Diese wurden für verschiedene Fokusgebiete in den Städten Gelsenkirchen und Wuppertal erarbeitet und im Leitfaden beschrieben. Konkrete Hinweise zu stadtgebietsweiten Überflutungsberechnungen und Modellen werden derzeit in dem DBUProjekt KLAS II in Bremen erarbeitet. Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist in diesem Projekt für Sommer 2017 vorgesehen.

Download des Leitfadens: www.samuwa.de/publikationen
Projekt KLAS II: www.klas-bremen.de

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Nitratbericht 2016: Keine Entwarnung bei Gewässerbelastung

Düngemittel in der Landwirtschaft beeinträchtigen nach wie vor die Gewässerqualität in Deutschland. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen Nitratberichts, der Anfang 2017 vorgelegt wurde und vorwiegend Messdaten aus landwirtschaftlich genutzten Flächen erfasst. Hauptproblem bleibt der übermäßige Einsatz von Stickstoffdüngern. Nitrat belastet vor allem das Grundwasser. Die Bundesregierung legt den Bericht alle vier Jahre der Europäischen Kommission vor. Fast ein Drittel der Messstellen für die Grundwasserqualität wiesen zwischen 2012 und 2014 zu hohe Nitratwerte auf. Auch an den Küsten der Nord- und Ostsee gibt es kaum Anzeichen für eine Verbesserung. Die zu hohen Phosphor- und Stickstoffeinträge führen hier zu übermäßigem Algenwachstum. Bei Seen und Flüssen gehen die Einträge leicht zurück. Der Grundwasserzustand hat sich in den vergangenen Jahren nicht wesentlich verbessert. Gegenüber den Messungen von 2008 bis 2011 ist der Anteil der unbelasteten oder nur gering belasteten Grundwassermessstellen zwischen 2012 bis 2014 kaum gestiegen – prognostiziert worden war hingegen eine deutliche Verbesserung. 28 Prozent der Messstellen weisen zudem Konzentrationen auf, die den Zielwert von 50 Milligramm pro Liter überschreiten. An Flüssen und Seen wird dieser Wert flächendeckend unterschritten. Der Nitratbericht wertet erstmals auch die Einträge von Phosphor in Seen, Flüsse und Küstengewässer aus, der ebenfalls durch Düngemaßnahmen in die Umwelt gelangt. Wie Nitrat löst auch Phosphor in Gewässern ein übermäßiges, schädliches Pflanzenwachstum aus, das die Ökologie der Gewässer verändert und sie auch verlanden lassen kann. Die Phosphoreinträge sind zwischen 2012 und 2014 deutlicher zurückgegangen. Der angestrebte Zielwert – hier existieren je nach Gewässertyp unterschiedliche Vorgaben – wird jedoch an circa 65 Prozent der Messstellen an Oberflächengewässern überschritten. Dies wirkt sich vor allem auf die deutschen Nordseeund Ostseeküsten aus. In den Küstengewässern kommt es aufgrund der hohen Nährstoffeinträge aus den Flüssen zu einem vermehrten Algenwachstum.

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Verlängerung des Moratoriums der Niederlande für die Gewinnung von Schiefergas

Die niederländische Regierung hat beschlossen, bis 2023 keine Erkundung und Gewinnung von Schiefergas vorzunehmen und dies in ihrem aktuelle Entwurf der sogenannten Strukturvision Untergrund hervorgehoben. Der tiefe Untergrund wird auch in den Niederlanden immer intensiver genutzt, beispielsweise zur Grundwassergewinnung, Öl- und Gasgewinnung oder zur Gewinnung von Erdwärme. Der Entwurf für das Strukturleitbild für den Untergrund der niederländischen Regierung beschreibt die Möglichkeiten für Aktivitäten im tiefen Untergrund. Der Entwurf dieses Leitbildes legt die Abwägung des Staates zwischen den nationalen Interessen der Trinkwasserversorgung und der Energieversorgung dar und beschreibt, wie dabei anderen Interessen Rechnung getragen wird. Überdies wird darin aufgeführt, wo Unternehmen Genehmigungen für Aktivitäten im Untergrund beantragen können und wo nicht. Außerdem gibt das Strukturleitbild Überlegungen für standortspezifische Abwägungen mit auf den Weg. Die niederländischen Minister werden die Stellungnahmen interessierter Bürgerinnen und Bürger in das endgültige Strukturleitbild für den Untergrund einbeziehen. Das endgültige Strukturleitbild wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2017 fertiggestellt sein. Ihm wird ein Antwortpapier beigefügt, in dem auf alle eingereichten Stellungnahmen eingegangen wird.

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Weniger Mikroplastik in Kosmetika

Die Menge fester Kunststoffpartikel in abzuspülenden kosmetischen Produkten ist zwischen 2012 und 2015 laut Herstellern um 70 Prozent gesunken. Zahnpasta ist frei von Mikroplastik. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 18/10740) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag hervor. Die Bundesregierung bezieht sich dabei auf eine Auskunft des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel, die auf einer Umfrage unter Herstellern durch den Verband CosmeticsEurope beruht.

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Förderprogramm zum Technologietransfer im technologischen Ressourcenschutz ausgeschrieben

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat ein Programm zur Förderung innovativer Projekte zum Technologietransfer im technologischen Ressourcenschutz ausgeschrieben. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in diesem Forschungsbereich noch schneller in wirtschaftliche Wertschöpfung zu übertragen und bislang ungenutzte Innovationspotenziale im Mittelstand zu erschließen, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Für das Förderprogramm stehen insgesamt Mittel in Höhe von maximal 500 000 Euro bis zum 31. Dezember 2017 zur Verfügung. Antragsberechtigt sind gemeinnützige, außeruniversitäre wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen und Hochschulen mit Sitz in Baden-Württemberg. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen verfügten häufig nicht über die Möglichkeiten, systematisch aktuelle Entwicklungen in der Forschung zu verfolgen und deren Ergebnisse zu bewerten. Dem soll das Programm abhelfen.

https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/ausschreibungen  

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IKSO: 20 Jahre Kooperation im Einzugsgebiet Oder

Das Bundesumweltministerium hat Ende November die mittlerweile 20-jährige Kooperation zwischen Deutschland, Polen und Tschechien im Einzugsgebiet der Oder gewürdigt. Für den guten Zustand der Gewässer seien unter anderem zahlreiche Kläranlagen und Fischpässe gebaut worden. Das wichtigste Forum der Zusammenarbeit bilde die Internationale Kommission zum Schutz der Oder gegen Verunreinigung (IKSO), so das BMUB. Diese wurde 1996 gegründet. Die Hochwasserkatastrophe im Jahre 1997 führte dazu, dass auch der Hochwasserschutz ein gemeinsames Thema wurde. Mittlerweile dient die IKSO auch als Plattform für die internationale Koordinierung der Umsetzung flussgebietsbezogener EURichtlinien, zum Beispiel der Wasserrahmenrichtlinie, mit dem Ziel eines guten Zustandes der Gewässer im Oder-Einzugsgebiet. Ein gemeinsames Anliegen: die Oder und ihre Nebenflüsse sollen wieder durchgängig für Wanderfische werden. Zur Vermeidung grenzüberschreitender Auswirkungen bei Unfällen hat die IKSO einen gemeinsamen Warnund Alarmplan für die Oder vereinbart, der regelmäßig auf seine Funktionsfähigkeit getestet wird. Im nächsten Jahr wird eine grenzüberschreitende Übung stattfinden, um die Zusammenarbeit im Katastrophenfall zu trainieren. Beim Festakt zum Jubiläum im polnischen Wrocław hat Deutschland nach der dreijährigen deutschen Präsidentschaft der IKSO den Staffelstab an Polen weitergereicht.

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CUTEC-Institut wird in die TU Clausthal überführt

Das Clausthaler Umwelttechnik-Institut (CUTEC) wird als eigenständiges Forschungszentrum in die TU Clausthal überführt. Diese Entscheidung hat die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić, am 18. November 2016 in Clausthal-Zellerfeld als Konsequenz aus dem Bericht der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen zur Evaluation des CUTEC und des Energieforschungszentrums Niedersachsen (EFZN) in Clausthal-Zellerfeld bekannt gegeben. „Die Region Clausthal/Goslar hat in der Energieforschung und Umwelttechnik ein erhebliches Potenzial, das wir durch eine gemeinsame Weiterentwicklich lung der vorhandenen Forschungskompetenzen am Standort deutlich steigern wollen. Die strukturelle und personelle Zusammenführung der Forschungskompetenzen birgt die große Chance, wissenschaftliche Synergien freizusetzen“, sagte die Ministerin. Die Kommission hatte das CUTEC für sich alleine betrachtet kritisch bewertet: Für eine wissenschaftlich und wirtschaftlich erfolgreiche Einrichtung würden zu wenig Drittmittel eingeworben. Der kleine Anteil an promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wird als wesentliche Ursache für die geringe wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und Sichtbarkeit des CUTEC-Instituts gesehen. Der Start des neuen CUTEC-Institutes ist im Sommer 2017 vorgesehen. Der Geschäftsführer des CUTEC-Instituts, Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, plant, das Institut im neuen Jahr zu verlassen, um in Hamburg eine neue Fraunhofer-Einrichtung aufzubauen.

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Rheinland-Pfalz: Thermische Verwertung von Klärschlamm gewinnt an Bedeutung

Bei der Abwasserreinigung in kommunalen Kläranlagen in Rheinland-Pfalz fielen im Jahr 2015 rund 90 400 Tonnen Klärschlamm an (gemessen als Trockenmasse). Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes rund zwei Prozent mehr als im Jahr 2014 (88 600 Tonnen). Rund 29 Prozent oder 26 200 Tonnen der gesamten Klärschlammmenge wurde thermisch entsorgt. Eine größere Menge, die thermisch entsorgt wurde, war bisher noch nicht registriert worden. Der wichtigste Entsorgungsweg ist nach wie vor die Aufbringung auf landwirtschaftliche Flächen. Gut zwei Drittel des angefallenen Klärschlamms (rund 60 000 Tonnen) wurde landwirtschaftlich verwertet. Die übrige Menge wurde zum Beispiel im Landschaftsbau oder in Vererdungsanlagen genutzt. Bundesweit wurden im Jahr 2014 – das Bundesergebnis für 2015 liegt noch nicht vor – rund 60 Prozent des angefallenen Klärschlamms verbrannt und 26 Prozent in der Landwirtschaft verwendet.

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Geodaten: Handlungsempfehlung hilft Ver- und Entsorgungsunternehmen bei Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie

BDEW, DVGW, DWA und VDE|FNN haben mit Vertretern von BMI, GDI-DE, BBK unter Leitung der Geschäftsstelle der GIW-Kommission eine Handlungsempfehlung zur Bereitstellung von Metadaten im Rahmen der Umsetzung der INSPIRE- Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft veröffentlicht. Die Handlungsempfehlung richtet sich an Versorgungsnetzbetreiber und beschreibt das Verfahren zur Bereitstellung von Metadaten zu INSPIRE-relevanten Geodatenbeständen von Ver- und Entsorgungsunternehmen. Damit sollen einheitliche Vorgehensweisen bei der INSPIRE-Umsetzung erreicht werden. Für die betroffenen Unternehmen wird der erforderliche Aufwand damit auf das notwendige Maß beschränkt. Die Ver- und Entsorgungsunternehmen verfügen zum Teil über Geodaten mit sensiblem Charakter, insbesondere dann, wenn es sich um Teile der Kritischen Infrastrukturen handelt. Die Transparenzziele und -auflagen der INSPIRERichtlinie dürfen daher nicht in Widerspruch zu den Zielen und Maßnahmen zum Schutz Kritischer Infrastrukturen stehen. Die zu berücksichtigenden Sicherheitsaspekte sind in der Handlungs empfehlung thematisiert. Fragen zur Bewertung der Sensibilität und Kritikalität oder Bereitstellung der von der INSPIRERichtlinie betroffenen Geodaten Kritischer Infrastrukturen über Darstellungsund Downloaddienste sind im weiteren Prozess mit den Verbänden und Behörden zu behandeln. Länderübergreifend tätigen Netzbetreibern der Infrastrukturen Energie (Strom, Gas, Fernwärme) und Wasser (Wasser, Abwasser) sowie Akteuren der Abfallwirtschaft ermöglicht die Handlungsempfehlung die Bereitstellung der Metadaten auf einer einheitlichen Basis. Sie erläutert wie Metadaten von Versorgungsstrukturen im Rahmen der Metadatenkataloge der nationalen Geodateninfrastruktur (GDI-DE) zu erfassen sind und definiert einheitliche Angaben zu Versorgungsunternehmen. Damit wird Klarheit geschaffen hinsichtlich eines einheitlichen Verfahrens, um die wirtschaftliche und rechtskonforme Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie durch Verund Entsorgungsunternehmen sicherzustellen. INSPIRE (INnfrastructure for SPatial InfoRmation in Europe) steht für eine Initiative der Europäischen Kommission mit dem Ziel, Geodienste und -daten einheitlich in ganz Europa online über das Internet bereitzustellen. INSPIRE zielt ausschließlich auf digitale Datenbestände ab, die entweder bereits vorhanden sind oder aber aus anderen Gründen neu erstellt werden. Die Richtlinie übt keinen Zwang zur Digitalisierung aus.

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Kabel im Kanal: DigiNetzG verkündet – Telekommunikationsgesetz geändert

Das „Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze“ (DigiNetzG) ist veröffentlicht worden und direkt in Kraft getreten: Bundesgesetzblatt I, Nr. 52 vom 9. November 2016, Seiten 2473–2487. Das DigiNetzG ist ein Artikelgesetz das unter anderem das Telekommunikationsgesetz (TKG) so ändert, dass Abwasserinfrastrukturen künftig einfacher für Zwecke der Betreiber von Telekommunikationsnetzen genutzt werden können. „Physische Infrastrukturen zur Abwasserbehandlung und -entsorgung sowie die Kanalisationssysteme“ zählen jetzt zu den „öffentlichen Versorgungsnetzen“ (§ 3 TKG, Nummer 16b). „Fernleitungen, Leer- und Leitungsrohre, Kabelkanäle, Kontrollkammern, Einstiegsschächte, Verteilerkästen …“ gelten nun als „passive Netzinfrastrukturen“ (§ 3 TKG, Nummer 17b). Die Mitnutzung öffentlicher Versorgungsnetze, die Ablehnung der Mitnutzung und weitere Details sind in den §§ 77 ff. TKG geregelt. Außerdem ist der Bund befugt, auch öffentliche Gewässer „für die öffentlichen Zwecken dienenden Telekommunikationslinien unentgeltlich zu benutzen“ (§ 68 TKG). In § 74 TKG heißt es immerhin „Die Telekommunikationslinien sind so auszuführen, dass sie vorhandene besondere Anlagen (… Kanalisations-, Wasser-, Gasleitungen …) nicht störend beeinflussen.“

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Rheinland-Pfalz: Land stützt Kommunen bei 600 wasserwirtschaftlichen Projekten

Das Umweltministerium Rheinland-Pfalz unterstützt die Kommunen im Land in diesem Jahr bei rund 600 wasserwirtschaftlichen Projekten. Mit 115 Millionen werden die Projekte gefördert. Das Geld fließt unter anderem in die Sanierung von Kanälen, in neue Verbundleitungen der Wasserversorgung, Maßnahmen zum Hochwasserschutz oder Projekte zur Gewässerrenaturierung im Rahmen der „Aktion Blau Plus“. Anspruchsvolle und wichtige Ziele setzt auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie. In Rheinland- Pfalz sind deren Ziele nach den Worten von Umweltministerin Ulrike Höfken erst bei 30 Prozent der Bäche, Flüsse und Seen erreicht.

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Umweltministerkonferenz beschließt gemeinsames Vorgehen gegen PFC

Die Landesumweltminister wollen künftig gemeinsam mit dem Bund daran arbeiten, die Belastung von Böden und Wasser durch per- und polyfluorierte Verbindungen (PFC) zu erforschen und zu minimieren. Auf Initiative Baden- Württembergs und Bayerns fasste die Umweltministerkonferenz Anfang Dezember 2016 einen entsprechenden Beschluss. Mit dem Beschluss fordert der Umweltminister den Bund auf, bei der nächsten Umweltministerkonferenz über die Dimension der Umweltbelastung durch PFC zu berichten und Lösungswege aufzuzeigen, wie der Eintrag von PFC in die Umwelt minimiert werden kann. Gemeinsam sollen Bund und Länder dann einheitliche Vorgaben für die Bewertung und Sanierung von Boden- und Gewässerverunreinigungen sowie für die Entsorgung PFC-haltiger Materialien erarbeiten.

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Cyber-Sicherheitsstrategie 2016 vorgelegt

Die „Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland 2016“ ist Gegenstand einer Unterrichtung durch die Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 18/10395). Wie daraus hervorgeht, schreibt die Cyber- Sicherheitsstrategie 2016 die von der Bundesregierung im Februar 2011 beschlossene Cyber-Sicherheitsstrategie fort und „bildet den ressortübergreifenden strategischen Rahmen für die Aktivitäten der Bundesregierung mit Bezügen zur Cyber-Sicherheit“. Die strategischen Ansätze und Ziele der Cyber-Sicherheitsstrategie 2011 hätten im Wesentlichen auch heute noch Bestand, heißt es in der Vorlage. Die sich stetig ändernden Rahmenbedingungen machten es aber erforderlich, sie zu ergänzen und in einer neuen, ressortübergreifenden Strategie zu bündeln, „die der Relevanz und Querschnittlichkeit des Themas Cyber-Sicherheit angemessen Rechnung trägt und dieses ganzheitlich erfasst“. Wie die Regierung feststellt, gilt den Betreibern kritischer Infrastrukturen besonderes Augenmerk. Dem Schutz der IT kritischer Infrastrukturen komme besondere Bedeutung zu. Betont werden kooperative Ansätze zwischen Staat und Wirtschaft „unter anderem im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft des UP KRITIS“.

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Baden-Württemberg: 5. Umwelttechnikpreis ausgeschrieben

Das Umweltministerium von Baden- Württemberg hat den 5. Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg ausgeschrieben. Mit dem Preis unterstützt die Landesregierung Unternehmen dabei, neuartige Technologien bekannter zu machen, die bei der Herstellung und Anwendung das Klima und die Umwelt schonen. Der Preis ist in vier Kategorien gegliedert: „Energieeffizienz“, „Materialeffizienz“ sowie „Emissionsminderung, Aufbereitung und Abtrennung“, „Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Industrie 4.0“. Darüber hinaus wird an ein Produkt innerhalb dieser Kategorien der Sonderpreis der Jury vergeben. Der Preis ist mit insgesamt 100 000 Euro dotiert. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Februar 2017. Ausschreibungsunterlagen:

www.umwelttechnikpreis.de

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EU-Kommission verklagt Italien erneut vor Gericht und schlägt ein Zwangsgeld vor

Die Europäische Kommission bringt Italien erneut vor den Gerichtshof der Europäischen Union, da das Land ihrer Auffassung nach dem Urteil des Gerichtshofs von 2012 bisher nur zum Teil nachgekommen ist. Die italienischen Behörden müssten in immer noch landesweit 80 Ballungsräumen (von den 109 des ersten Urteils) sicherstellen, dass kommunale Abwässer sachgemäß gesammelt und behandelt werden. Der Gerichtshof der Europäischen Union hatte in seinem Urteil vom 19. Juli 2012 (Rechtssache C-565/10) entschieden, dass Italien wegen unsachgemäßer Sammlung und Behandlung der kommunalen Abwässer von 109 Kommunen (Klein- und Großstädte, Siedlungen) gegen das EU-Recht verstößt. Auch nach vier Jahren ist das Problem in 80 Ballungsräumen, in denen über sechs Millionen Menschen leben, noch nicht gelöst. Betroffen sind Ballungsräume folgender sieben Regionen Italiens: Abruzzen (1), Kalabrien (13), Kampanien (7), Friaul-Julisch-Venezien (2), Ligurien (3), Apulien (3) und Sizilien (51). Die Kommission beantragt beim EU- Gerichtshof die Verhängung eines Pauschalbetrags in Höhe von 62 699 421,40 Euro. Des Weiteren schlägt die Kommission ein tägliches Zwangsgeld in Höhe von 346 922,40 Euro vor, wenn bis zum Erlass des Urteils noch keine vollständige Einhaltung erreicht ist. Die endgültige Entscheidung über die Verhängung des Zwangsgelds trifft der Gerichtshof der Europäischen Union.

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Bayern fördert DWA-Hochwasseraudit mit 75 Prozent

Bayerische Kommunen können ihre Hochwasservorsorge seit Anfang November äußerst günstig optimieren. Das bayerische Umweltministerium fördert Kommunen, die zur Verbesserung der Hochwasservorsorge das DWA-Audit Hochwasser „Überflutungen und Starkregen“ nutzen, mit einem Fördersatz von 75 Prozent. Bayern plant, das DWA-Audit zur Hochwasservorsorge zu einem Kernelement des Hochwasserrisikomanagements zu machen.

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Bayern: Abwasser-Innovationspreis für wegweisende kommunale Projekte verliehen

Das bayerische Umweltministerium hat die Abwasser-Innovationspreise 2016 verliehen. Mit der Preisverleihung ist eine Zusage für eine finanzielle Förderung der Projekte mit insgesamt zwei Millionen Euro durch das Ministerium verbunden. Die Fördersummen orientieren sich prozentual an den geschätzten Investitionskosten. In diesem Jahr wurden vier Projekte ausgezeichnet. Die Gemeinde Theres und die Stadt Neuburg a. d. Donau teilen sich den 1. Preis. 1. Preis: Die Gemeinde Theres plant den Bau eines zweistufigen Rohabwasserfilters mit integrierter Mischwasserbehandlung und setzt damit erstmals ein neuartiges naturnahes Verfahren großtechnisch um. Für das kostengünstige Projekt mit Pilotcharakter für den ländlichen Raum stellt der Freistaat rund 370 000 Euro zur Verfügung. 1. Preis: Die Stadt Neuburg a. d. Donau plant den Bau einer Kristallisationsanlage für die Phosphorrückgewinnung aus Zentratwasser. Dieses Verfahren wird erstmalig großtechnisch umgesetzt und verbraucht wenig Energie und Chemikalien. Diese innovative Idee wird mit 530 000 Euro unterstützt. 3. Preis: Der AVZ Obere Schwabach erhält 450 000 Euro Fördermittel für den Bau eines modernen Durchlaufbeckens. Durch die Verwendung von vorgefertigten Komponenten können Bauzeit und Baukosten gespart werden. 4. Preis: Die Stadt Creußen baut ein Mischsystem zu einem Trennsystem durch ein neuartiges Rohr-in-Rohr-System um. Dieses innovative Konzept fördert der Freistaat mit 630 000 Euro. Prämien in Höhe von jeweils 10 000 Euro bekommen zudem die Stadt Hersbruck für eine neuartige Prozesswasserbehandlung sowie die Stadt Neumarkt St. Veit für den Bau einer Hochlastbelebung in der Kläranlage. Die Ergebnisse der Projekte werden anderen bayerischen Kommunen als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe bei Investitionen in die Abwasserentsorgung zur Verfügung gestellt.

www.wasser.bayern.de

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Graduiertenkolleg zu Seeökosystemen und der Wirksamkeit von Renaturierungsmaßnahmen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Graduiertenkolleg „R3 – Reaktionen auf biotische und abiotische Veränderungen, Resilienz und Reversibilität von Seeökosystemen“ eingerichtet. Das Graduiertenkolleg will am Beispiel des Bodensees die Reaktionen von Seeökosystemen auf Umweltveränderungen besser verstehen wie auch deren Resilienz (die Widerstandsfähigkeit eines Ökosystems gegenüber Störungen) und ihre Reversibilität, also die Fähigkeit, nach einer Störung zum Ausgangszustand zurückzukehren. Sprecherhochschule ist die Universität Konstanz, Sprecher: Prof. Dr. Frank Peeters. Das Kolleg wird 2017 seine Arbeit aufnehmen. Die Einrichtung wird zunächst viereinhalb Jahre lang gefördert. Insgesamt fördert die DFG zurzeit 206 Graduiertenkollegs, darunter 41 Internationale Graduiertenkollegs.

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NEW AG erhält TSM Abwasser

Auch nach der vollständigen Umstrukturierung setzt das Mönchengladbacher Ver- und Entsorgungsunternehmen NEW AG auf die Qualitätskontrolle der DWA. Im Juni 2016 hat sich das Unternehmen der Prüfung des Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) im Bereich Abwasser unterzogen. Dabei konnte NEW sowohl in Bezug auf die Qualität der technischen Ausstattung als auch in Bezug auf die Qualifikation der Mita Anforderungen erfüllen. Die umfangreiche Prüfung habe ergeben, dass NEW in den Bereichen Gewässerschutz, Planung, Bau und Betrieb von Abwasseranlagen technisch, personell und organisatorisch sehr gut aufgestellt sei, betonte NEWVorstand Armin Marx Ende November bei der Überreichung des TSM-Zertifikats durch die DWA. NEW setzt damit die Tradition ihres Vorgängerunternehmens NVV Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG fort, auch die NVV AG hatte ihre Abwassersparte von der DWA nach dem TSM Abwasser zertifizieren lassen.

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Niedersachsen novelliert Wassergesetz

Niedersachsen will die Systemdienstleistungen der Natur besser schützen und für nachfolgende Generationen bewahren. Aus diesem Grund will das Land das Naturschutzrecht und das Wassergesetz entsprechend ändern. Der Schwerpunkt der geplanten Novelle des Niedersächsischen Wassergesetzes liegt auf Änderungen der Regelungen zur Reinhaltung und Entwicklung der Gewässer. So sollen die Rahmenbedingungen für eine eigendynamische Entwicklung der Gewässer verbessert und auch an kleineren Gewässern künftig die Gewässerrandstreifen besser geschützt werden. Die Anforderungen an die Gewässerunterhaltung sollen künftig stärker ökologisch ausgerichtet werden. Außerdem soll der Grundwasserschutz verbessert werden. Schließlich werden das Niedersächsische Wassergesetz sowie weitere Gesetze und Verordnungen an Änderungen im Bundesrecht angepasst. Die Entwürfe für die Novellierungen hat das federführende niedersächsische Umweltministerium Ende November 2016 zur Verbandsbeteiligung freigegeben.

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Spanien wegen Verletzung der Abwasserrichtlinie erneut vor dem EuGH

Spanien drohen wegen Verletzung der Kommunalabwasserrichtlinie Strafzahlungen in Millionenhöhe. Konkret geht es um die Verzögerung geeigneter Maßnahmen in 17 städtischen Ballungsräumen. Der Europäische Gerichtshof (Eu- GH) hatte bereits in seinem Urteil vom 14. April 2011 (Rechtssache C-343/10) entschieden, dass Spanien wegen unsachgemäßer Sammlung und Behandlung des kommunalen Abwassers von 37 Ballungsräumen (Klein- und Großstädte, Siedlungen) gegen das EU-Recht verstößt. Fünf Jahre später bleibt diese Angelegenheit in 17 Ballungsräumen weiterhin ungelöst. Darüber hinaus sind mehr als 15 Jahre nach Ablauf der Frist des 31. Dezember 2000 für die Umsetzung der geltenden EU-Vorschriften (Richtlinie 91/271/EWG des Rates) die Aussichten auf eine vollständige Einhaltung in allen diesen Ballungsräumen nach wie vor unklar. Die Kommission hat daher beim EuGH die Verhängung eines Pauschalbetrags in Höhe von 46,5 Millionen Euro für die Richtlinienverletzung in der Vergangenheit beantragt. Des Weiteren schlägt die Kommission ein tägliches Zwangsgeld in Höhe von 171 217 € vor, wenn zum Zeitpunkt des zweiten Gerichtsurteils noch keine vollständige Einhaltung erreicht sein sollte. Die endgültige Entscheidung über die Verhängung des Zwangsgelds trifft der Gerichtshof der Europäischen Union.

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Rheinland-Pfalz: Umweltministerium und Wetterdienst erstellen Starkregen-Karten

Das Umweltministerium von Rheinland- Pfalz und der Deutsche Wetterdienst wollen Starkregen-Karten mit besonders gefährdeten Gebieten in Rheinland-Pfalz erstellen. Das ist eine der Konsequenzen aus den Starkregenereignissen im Frühsommer des Jahres 2016. Umweltministerin Ulrike Höfken und der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes Paul Becker unterzeichneten dazu am 22. November 2016 in Mainz eine Kooperationsvereinbarung. Die Ergebnisse der Kooperation sollen eine gezieltere Vorbereitung ermöglichen. Um Niederschläge und auch Starkregen gezielt zu erfassen, betreibt der Deutsche Wetterdienst ein Messnetz aus 17 Radargeräten, die das Wettergeschehen in Deutschland flächendeckend aufzeichnen. Die Daten werden für den Zeitraum von 2001 bis heute aufbereitet und ausgewertet. Hinzu kommen die Werte aus dem Bodenmessnetz des Deutschen Wetterdienstes. Rheinland-Pfalz unterstützt diese Arbeit durch die Bereitstellung von Niederschlagsdaten aus den Messnetzen des Landes. Diese Daten bilden die Grundlage für die Starkregenkarten. Dazu werden hydrologische Analysen des Landes hinzugezogen, also Untersuchungen der Auswirkungen von Niederschlägen zum Beispiel auf den Wasserstand in Flüssen oder die Aufnahmefähigkeit des Bodens. So wird es mög Weiterentwicklich, Regionen in Rheinland-Pfalz zu erfassen, die als gefährdet angesehen werden.

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Weser-Stadion gegen Hochwasser geschützt

Der technische Hochwasserschutz für das Weser-Stadion und das Stadionbad ist fertiggestellt. Die mobilen Hochwasserschutzwände wurden am 8. Dezember 2016 von Bremens Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Martin Günthner, das erste Mal hochgefahren. Im vergangenen halben Jahr wurden um das Stadion herum Spundwände errichtet und der Sommerdeich an der Weser auf eine durchgehende Höhe von 6,50 Meter über Normalnull ertüchtigt. Sämtliche vorgesehene Brunnen zur Regulierung des Grundwassers bei Sturmflut wurden errichtet, mit Hochleistungspumpen versehen und mit einem Rohrleitungsnetz verbunden, das das Grundwasser ab einem festgelegten Gefahrenstand in die Weser ableitet. Im Gefahrenfall wird der Aufbau der mobilen Hochwasserschutzwand von der Geschäftsführung der Bremer Weser-Stadion GmbH (BWS) veranlasst. Die Kosten für den technischen Hochwasserschutz einschließlich der Kosten für die Verlegung der Tennisplätze liegen bei 5,645 Millionen Euro. Diese werden von der BWS finanziert.

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Für Sie gelesen 2017

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Dezember 2017
IWA Publishing und DWA verabreden intensivere Zusammenarbeit 
Vergleichende Untersuchungen zur Direktdosierung und nachgeschalteten Dosierung von Pulveraktivkohle 
Treffpunkt der Wasserwirtschaft  
Tiefliegende Abwassertunnel in der Stadt Charkow 
Neuartige Sanitärsysteme (NASS) 
Mitbehandlung von Co-Substraten auf kommunalen Kläranlagen – Technische und wirtschaftliche Aspekte  
DWA-Mitgliederversammlung in Berlin 
November 2017
Hydraulische Leistungsfähigkeit von Muldenüberläufen 
E-Learning – find‘ ich gut!  
Realisierung einer Abwasserwärmenutzungsanlage zur innovativen zentralen Wärmeversorgung einer bestehenden Wohnbebauung durch Energienutzung aus Abwasser*)  
Deutscher Wetterdienst veröffentlicht Revision des KOSTRA-DWD-2010-Datensatzes  
Diffuse biogene Emissionen aus Kläranlagen  
Wasserwirtschaft im Klimawandel  
Multikriterielle Bewertung von Wasserinfrastruktursystemen am Beispiel des TWIST-Modellgebietes Lünen  
Schöne neue Welt?
Zentraler Betrieb dezentraler Anlagen: z*dez  
Oktober 2017
IT-Sicherheit in der Prozessleit und Fernwirktechnik des Abwasserund Umweltverbands Chiemsee  
Priorisierung, Vermeidung und Eliminierung  
Großtechnischer Einsatz von Aktivkohle zur Spurenstoffentfernung in einer Oberflächenwasseraufbereitungsanlage  
Eignung von UV/VIS-Sonden zur Überwachung der Spurenstoffelimination 
29. Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen  
Wir planen mit Gütesicherung Kanalbau RAL-GZ  
DWA zeichnet verdiente Wasserwirtschaftler aus  
Jubiläumsveranstaltung „Fünf Jahre Kompetenzzentren Spurenstoffe“ 
Rückstände von Humanarzneimitteln in Gewässern  
QR-Codes auf Kläranlagen 
(Technologische) Kompetenz Spurenstoffe  
September 2017
Ressource Klärschlamm: Ansätze für zukunftsfähige Nutzungsstrategien  
Zweites Expertenforum Regenüberlaufbecken „Genauer hinsehen – besser werden“  
Wasserwirtschaft online – Expertenwissen aus einem Guss  
Energieverbrauch von Teilprozessen auf kommunalen Kläranlagen  
Mikroschadstoffelimination mittels granulierter Aktivkohle im Ablauf der Kläranlage Gütersloh-Putzhagen 
Grundlagenwissen bei Ausschreibung und Bauüberwachung  
60 Jahre Regelwerk – die DWA-Gewinnerfotos und ihre Geschichte(n)  
Treibhausgasemissionen bei der Abwasserreinigung  
Der Lippeverband als Partner der Stadt Hamm 
Druckprüfungen in Betrieb befindlicher Entwässerungssysteme mit Wasser oder Luft 
Die junge DWA startet durch – Sei dabei -Komm zu unseren Stammtischen!  
August 2017
Wasser erleben – mit Wasser leben 
Phosphor – ein kritischer Rohstoff mit Zukunft  
Rahmenbedingungen für die Sektorkopplung von Abwasserreinigung und Klärschlammbehandlung mit der Energiewirtschaft Hemmnisse, Treiber und Chancen 
Kontrolle der Lastannahmen: Rohrstatik – Rohreinbau, Teil 2 Voraussetzung für langlebige Rohre und Kanäle 
Hinweise für die Bemessung von Belebungsanlagen im Ausland auf Basis des Arbeitsblatts DWA-A 131  
Rohrvortrieb nach DWA-A 125 Teil 2: Rohre 
Anforderungen an Kälteanlagen gemäß neuer AwSV
Branchenspezifischer Sicherheitsstandard Wasser/Abwasser gemäß IT- Sicherheitsgesetz anerkannt  
Einfluss der Regenwasserbehandlung und vorgeschalteter Grobreinigungsverfahren auf das Betriebsergebnis von Feinrechen  
Juli 2017
Steuerlich relevante Fragen für juristische Personen des öffentlichen Rechts, insbesondere für Betriebe der Abwasserbeseitigung – Teil 2: Umsatzsteuer  
Neue Konzepte zur Umweltrisikobewertung von Humanarzneimitteln  
Langzeitüberwachung der Raum-Zeit- Dynamik in Entwässerungssystemen mittels Niedrigenergiefunk  
Kontrolle der Lastannahmen: Rohrstatik – Rohreinbau, Teil 1  
Die neue Klärschlammverordnung und aktuelle Änderungen des Düngerechts 
Dezentrale Anlagen zur Niederschlagswasserbehandlung: Dialog der DWA mit Herstellern und Anbietern*)  
Pilotprojekt „Vierte Reinigungsstufe“ in Weißenburg  
IE expo China 2017 mit Rekordergebnissen 
IFAT Eurasia 2017 als führende Umwelttechnologiemesse in Eurasien  
Zerreißfeste Faserstoffe und Feuchtreinigungstücher zunehmend problematisch bei der Abwasserentsorgung
„Die weiblichen Talente werden gebraucht“ 
Juni 2017
Nachhaltigkeitsziele in Handeln umsetzen  
Weiterentwicklung einer qualitätsabhängigen Kanalnetzsteuerung in Wuppertal  
Neues DWA-Politikmemorandum vorgestellt  
Wasserwirtschaft 4.0 erobert den Chemiepark Bitterfeld-Wolfen  
Wasserwirtschaft 4.0 – das neue Infrastrukturnetzwerk bei Emschergenossenschaft und Lippeverband  
Wasser Berlin International 2017 zog positive Bilanz  
KanalbetriebsTage – ein neues Forum für alle Themen rund um das Betriebsmanagement von Entwässerungssystemen 
Konzepte von Industrie 4.0 für die Abwasserwirtschaft  
Simulationsgestützter Entwurf, Analyse und virtuelle Inbetriebnahme von Ammoniumregelungen für Belebungsanlagen 
Prüfen, informieren, Qualität sichern 
Digitalisierung als Modernisierungsimpuls für Anlagenerneuerung und – betrieb in der Wasserwirtschaft  
Neues DWA-Politikmemorandum vorgestellt  
Mai 2017
Technische Erprobung des Aktivkohleeinsatzes zur Elimination von Spurenstoffen in Verbindung mit vorhandenen Filteranlagen – Filter AK+ 
Gütesicherung während der Baumaßnahme 
Abwasser als Ressource  
Forschungsförderung zur Erneuerung der kommunalen Wasserinfrastruktur in Deutschland und USA BMBF-INIS und NSF-ReNUWIt  
Steuerlich relevante Fragen für juristische Personen des öffentlichen Rechts, insbesondere für Betriebe der Abwasserbeseitigung
Bewertung von Abwasserreinigungsverfahren zur Elimination von Mikroverunreinigungen und Transformationsprodukten
Rohrvortrieb nach DWA-A 125 Teil 1: Planung von Rohrvortrieben  
Spurenstoffe im Regenwasserabfluss Berlins
Vernetzung und Zusammenarbeit befördern wassersensitive Stadtentwicklung 
April 2017
Nachhaltige Gebührenmodelle in der Abwasserentsorgung Teil 1: Konzeptionelle Grundlagen für Grundgebühren in der Schmutzwasserentsorgung 
Einfluss von Ozonung oder Aktivkohleadsorption zur weitergehenden Entfernung organischer Spurenstoffe auf den Energieaufwand und CO2-Fußabdruck einer Kläranlage 
Innovationen und internationale Geschäfte: zwei Leitthemen der Pollutec 2016 
Umgang mit Sedimenten und Baggergut bei Gewässerunterhaltung und -ausbau 
Profis für die Kanalsanierung  
Gute Werte für die DWA Mitgliederbefragung 2016 bestätigt Kurs der Vereinigung 
Wasserwirtschaft 4.0: Ökonomische Effizienz und neue Möglichkeiten für den Gewässerschutz  
Ortsbezogene Regenhöhen im Starkregenindexkonzept SRI12 zur Risikokommunikation in der kommunalen Überflutungsvorsorge  
7. KomS-Technologieforum Spurenstoffe  
Technische Erprobung des Aktivkohleeinsatzes zur Elimination von Spurenstoffen in Verbindung mit vorhandenen Filteranlagen – Filter AK  
Grundlage für Effizienz und Umweltschutz  
März 2017
Gütesicherung fordern, Verantwortung übernehmen 
Mikroschadstoffe in Gewässern  
Das XML-Datenaustauschformat nach Merkblatt DWA-M 150  
Wasser Berlin International 2017 
Verwendung gebrauchter Aktivkohlen aus der Trinkwasseraufbereitung zur Spurenstoffentfernung bei der Abwasserreinigung  
Dezentrale thermische Klärschlammbehandlung am Beispiel Rügen 
Bemessungsansätze für Versickerungsanlagen im internationalen Vergleich Teil 2: Diskussion 
Bemessung von Kläranlagen in warmen und kalten Klimazonen 
KLAS II – Erfahrungsaustausch in Bremen zur Veröffentlichung von Informationen zu Starkregengefahren 
Stand der Prüfungen zum Explosionsschutz auf kommunalen Kläranlagen – nicht immer werden die Prüfpflichten erfüllt 
DWA aktiv auf der Wasser Berlin  
Arzneimittel und Mikroschadstoffe in Gewässern  
Compliance Management Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses WI-1 „Grundsatzfragen/ Neue Entwicklungen“*) 
Februar 2017
Zur Frage der Nutzungsdauer von Kanälen und Leitungen 
Zukunftsorientierte Diskussion zum Werterhalt der Abwasserinfrastruktur notwendig – Kommunalpolitik muss Fachleuten der Abwassertechnik vertrauen  
Regelwerkssammlung für Mitglieder geht online  
Messung, Bewertung und Modellierung von Lachgasemissionen  
Risiken bei der Umsetzung der sogenannten „EU-Breitbandrichtlinie“ durch das DigiNetz-Gesetz für Ver- und Entsorgungsunternehmen
Gewässerschutz im europäischen Bauproduktenrecht  
Der Bauabschnitt 40 des Abwasserkanals Emscher 20 Kilometer Tübbingvortrieb für einen Abwasserkanal
Umbau eines Mischwassersammlers zu einem Stauraum mit obenliegender Entlastung  
Investitionsstau in der Abwasserentsorgung  
Bedarfsgerechte Energiebereitstellung durch Kläranlagen als Baustein der Energiewende  
Phosphorrückgewinnung in der Praxis – so funktioniert es in den Niederlanden 
Januar 2017
Spurenstoffstrategie muss über vierte Reinigungsstufe weit hinausgehen – ganzheitlicher Ansatz  
Neuordnung für die Bodenklassen – Konsequenzen für Ausschreibung und Durchführung von Kanalbaumaßnahmen  
Schon wieder eine neue VOB/A !  
Kenntnisse auffrischen mit der Gütegemeinschaft Kanalbau 
Die Entwicklung einer Spurenstoffstrategie zum Schutz der Gewässer  
Bemessungsansätze für Versickerungsanlagen im internationalen Vergleich  
Systemoptimierung versus Neubau von Beckenvolumen auf der Zentralkläranlage Lemgo 
Besser geht immer, immer besser geht’s mit Lean  
„Sommer-/Winter-Schlamm“ – Einflüsse auf die Klärschlammentwässerung

IWA Publishing und DWA verabreden intensivere Zusammenarbeit

In einem ersten Kooperationsgespräch am 19. September 2017 mit dem Managing Director von IWA Publishing, Rod Cookson, wurde vereinbart, dass die DWA verstärkt über Neuerscheinungen der IWA in Deutschland informiert und im Gegenzug die IWA über englischsprachige Neuerscheinungen der DWA weltweit informiert. Im DWA-Pu-blikationsverzeichnis 2018 und in der DWA-International 2018/2019 wird nun je eine Seite diesen IWA-Informationen gewidmet. Die DWA wird ihre Angebote entsprechend im IWA-Publikationsverzeichnis 2018 darstellen. Weiterhin soll über die Zusammenarbeit auch in der englischen KA 2018 sowie im IWA-Magazin The Source berichtet werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2017 ab Seite 1059

Autor:
Rüdiger Heidebrecht (Hennef

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Vergleichende Untersuchungen zur Direktdosierung und nachgeschalteten Dosierung von Pulveraktivkohle

Zusammenfassung
In einem Forschungsvorhaben, das die Emschergenossenschaft in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik der Ruhr-Universität Bochum durchführt, liegt der Schwerpunkt auf dem direkten Vergleich der Dosierung von Pulveraktivkohle (PAK) in die Belebung mit einer nachgeschalteten PAK-Stufe zur Elimination von anthropogenen Spurenstoffen. Die Untersuchungen werden auf dem Technikum der Emschergenossenschaft durchgeführt, wo eine zweistraßige Belebungsanlage sowie eine PAK-Stufe zur Verfügung stehen. Die Belebung wurde mit einem konstanten Zufluss von 2,3 L ∙ s-1 pro Straße beschickt und mit einem Schlammalter zwischen 10,2 und 12,6 d (12 °C) betrieben. Die Auswirkungen der Dosierung von 5 und 10 mg PAK ∙ L-1 auf die Reduktion von elf Arzneimittelwirkstoffen werden hier vorgestellt. Durch die Zugabe von 5 mg PAK ∙ L-1 in die PAK-Stufe wurden die Spurenstoffe im Mittel zu insgesamt 73 % reduziert. Bei der Verdoppelung der PAK-Dosis auf 10 mg PAK ∙ L-1 betrug die Elimination über alle betrachteten Stoffe knapp 80 %. Bei der Direktdosierung konnten 56 % der Arzneimittel bei einer Dosierung von 5 mg PAK ∙ L-1 und 66 % bei der Zugabe von 10 mg PAK ∙ L-1 entfernt werden. Damit liegt die Eliminationsleistung bei der Direktdosierung ge¬genüber der nachgeschalteten PAK-Stufe um etwa 15-20 % niedriger.
Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2017 ab Seite 1067

Autoren
Mareike Evers, M. Sc. Prof. Dr.-Ing. Marc Wichern Dr. Eva Heinz Dr.-Ing. Manfred Lübken
Ruhr-Universität Bochum
Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik
Universitätsstraße 150 44801 Bochum
E-Mail: mareike.evers@rub.de
Dr.-Ing. Ruben-Laurids Lange Dipl.-Ing. Peter Jagemann Prof. Dr.-Ing. Burkhard Teichgräber
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Kronprinzenstraße 24 45128 Essen

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Treffpunkt der Wasserwirtschaft

DWA-Bundestagung in Berlin
„Treffpunkt der Wasserwirtschaft“ war die DWA-Bundestagung überschrieben, die am 25. und 26. September 2017 in Berlin stattfand. Einen Höhepunkt gab es gleich zur Eröffnung: die Auszeichnung des früheren Bundespräsidenten Horst Köhler mit dem William-Lindley- Ring der DWA und den Festvortrag des bekannten und streitbaren Wissenschaftlers Mojib Latif.
Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2017 ab Seite 1054

Nächste Bundestagung
Die nächste DWA-Bundestagung findet am 8./9.Oktober 2018 in Berlin statt.
http://de.dwa.de/bundestagung.html

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Tiefliegende Abwassertunnel in der Stadt Charkow

Zusammenfassung
Untersuchungen zeigen, dass die Abwassertunnel der Stadt Charkow (Ukraine) stark beschädigt sind. Die Mehrzahl der Schäden ist auf Korrosion innerhalb der Tunnel zurückzuführen. Vorgestellt wird ein Bauverfahren für den Wiederaufbau einer Tunnelstrecke, die durch Korrosion zerstört wurde.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2017 ab Seite 1062

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Dr. habil. Dmitrij Gontscharenko
Nationale Universität für Bauwesen und Architektur Charkow
Majakowskogo Straße 14, W. 207, 61002 Charkow, Ukraine
E-Mail: gonch@kstuca.kharkov.ua
Doz. Dr.-Ing. Dmitrij Bondarenko
Nationale Universität für Bauwesen und Architektur Charkow
Maschinostroitelnaja Straße 42, 61002 Charkow, Ukraine
E-Mail: dm_bondarenko@ekit.org.ua
Doz. Dr.-Ing. Alexander Ratschkowskij
Nationale Universität für Bauwesen und Architektur Charkow
Otschakowskaja Straße 82, W. 55, 61045 Charkow, Ukraine
E-Mail: alexde@rambler.ru

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Neuartige Sanitärsysteme (NASS)

Eine Bilanzierung von Nährstoffen, Energieverbrauch und CO2-Emission*)
Zusammenfassung

Auf der Basis einer Bilanzierung von Kennzahlen zur Ressourceneffizienz werden drei verschiedene neuartige Sanitärsysteme (NASS) und die konventionelle Abwasserreinigung verglichen. Grundlage der Bilanzierung ist der Betrieb der NASS als zentrale Anlage für 50 000 EW. Durch eine einfache Bilanzierung der Systeme werden signifikante Unterschiede aufgezeigt. Anhand von Variationsrechnungen können die Randbedingungen wie zum Beispiel Transportentfernungen festgelegt werden. Neben geringeren Nährstoffemissionen in die Gewässer weisen NASS höhere Nährstoffnutzungsmöglichkeiten und geringere Energieverbräuche und CO2-Emissionen auf. Letztere werden wesentlich durch die Substitution von Wirtschaftsdüngern verursacht. Sensitivitätsanalysen ausgewählter Parameter zeigen eine hohe Stabilität der Ergebnisse bei Veränderung von Randbedingungen. Somit können Entscheidungsprozesse unterstützt und eine Grundlage für weitere Untersuchungen hinsichtlich der Vorteil¬haftigkeit verschiedener Sanitärsysteme geschaffen werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2017 ab Seite 1074

Die Arbeit entstand in der DWA-Arbeitsgruppe KA-1.6 „Bemessungshinweise“ des Fachausschusses KA-1 „Neuartige Sanitärsysteme“.Zusätzliche Ergebnisse, Grafiken, Grundlagen und Berechnungen können auch folgender Homepage entnommen werden: http://de.dwa.de/fa-ka1-nass.html

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Mitbehandlung von Co-Substraten auf kommunalen Kläranlagen – Technische und wirtschaftliche Aspekte

Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses KEK-2 und dessen Arbeitsgruppe KEK-2.1*)

Zusammenfassung
Im Vorgriff auf das Erscheinen des in Überarbeitung befindlichen Merkblatts DWA-M 380 „Co-Vergärung in kommunalen Klärschlammfaulbehältern, Abfallvergärungsanlagen und landwirtschaftlichen Biogasanlagen“ werden für den Teilbereich „Co- Vergärung in Klärschlammfaulungsanlagen“ Problemstellungen aufgezeigt, die zu berücksichtigen sind. Eine breite Palette an technischen Aspekten wird dargelegt, die bei einer erfolgreichen Co-Vergärung standortbezogen beachtet werden sollten. Es werden Hinweise zur Ermittlung „freier Faulraumkapazitäten“, zur Eignung unterschiedlicher Co-Substrate und zur optimalen Energieerzeugung bzw. -nutzung gegeben. Auf die wichtigsten Komponenten einer wirtschaftlichen Bewertung wird hingewiesen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2017 ab Seite 1083

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DWA-Mitgliederversammlung in Berlin

Die Satzung der DWA wird in einigen Punkten geändert. Das hat die Mitgliederversammlung am 25. September 2017 in Berlin beschlossen. Damit sollen mögliche haftungs- und steuerrechtliche Risiken minimiert werden. Neben der üblichen Berichterstattung standen darüber hinaus die Wahl und Bestätigung von Vorstandsmitgliedern sowie Ehrungen und Auszeichnungen auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung, darunter die Vergabe des Ernst- Kuntze-Preises für ein innovatives Projekt der Informationsübermittlung an Auszubildende und andere Technikinteressierte. Alle Beschlüsse wurden von der Mitgliederversammlung wie vorbereitet gefasst. Wesentliche Punkte wer¬den im Folgenden vorgestellt.
Die 71.DWA-Mitgliederversammlung findet im Rahmen der Bundestagung am 9.Oktober 2018 in Berlin statt.
Das vollständige Protokoll der Mitgliederversammlung sowie die Unterlagen zur Versammlung stehen im Mitglie-derbereich der DWA-Website zum Download bereit:

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 12-2017 ab Seite 1057

www.dwa.de/dwadirekt

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Hydraulische Leistungsfähigkeit von Muldenüberläufen

Zusammenfassung
Für die Bemessung von Muldenüberläufen in Mulden-Rigolen- Systemen wurde die hydraulische Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Bauarten mittels Laborversuchen ermittelt. Offene Schluckbrunnen, kiesgefüllte Überläufe und eine Auswahl handelsüblicher Systemlösungen mit unterschiedlichen Einbauten und Abdeckungen wurden untersucht. Die Leistungsfähigkeit der untersuchten Bauarten ist sehr unterschiedlich und hängt von der Überfallhöhe über der Überlaufkante, dem Innendurchmesser des Rohrs und den Einbauten ab. Für die Planung von Mulden-Rigolen-Systemen wird daher ein Nachweis der hydraulischen Leistungsfähigkeit empfohlen. Geeignete Berechnungsansätze hierfür werden gegeben.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2017 ab Seite 969

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Frank Schneider, Prof. Dr.-Ing. Stefan Heimann, M. Eng. Michael Heuer, B. Eng. Sebastian Vietzke
Beuth-Hochschule für Technik Berlin
Fachbereich III – Bauingenieur- und Geoinformationswesen
Luxemburger Straße 10 13353 Berlin
E-Mail: frank.schneider@beuth-hochschule.de

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E-Learning – find’ ich gut!

Mitglieder nutzen die Wissensplattform des Güteschutz Kanalbau
Seit Juli 2016 ist die Informations- und Wissensplattform „Aka-demie Kanalbau“ mit dem darin enthaltenen E-Learning-Modul „Einbau von Abwasserleitungen und -kanälen in offener Bau-weise“ online. Gütezeicheninhaber der Beurteilungsgruppen „Kanalbau in offener Bauweise“ (AK) – hierzu zählen die Grup-pen AK3, AK2, AK1 – sowie Gütezeicheninhaber der Beurtei-lungsgruppe „Ausschreibung und Bauüberwachung Kanalbau-maßnahmen in offener Bauweise“ (ABAK) haben Zugangsda-ten von der Gütegemeinschaft

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2017 ab Seite 967 RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau Postfach 1369, 53583 Bad Honnef Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84 E-Mail: info@kanalbau.com www.kanalbau.com

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Realisierung einer Abwasserwärmenutzungsanlage zur innovativen zentralen Wärmeversorgung einer bestehenden Wohnbebauung durch Energienutzung aus Abwasser*)

Zusammenfassung
Die Hauptader des städtischen Abwasserkanals in Aachen ver¬fügt ganzjährig über ein Temperaturniveau von mindestens 12 °C, weshalb die Nutzung dieser Energie mittels leistungsstar¬ker Wärmepumpen ein durchaus effizientes Versorgungssystem darstellt. Ein großflächiger Wärmetauscher im Kanal versorgt zwei zentrale Abwasserwärmepumpen, die in ein Nahwärme¬netz speisen, das fünf angrenzende Liegenschaften versorgt. Zu¬sätzlich wird das System von vier dezentralen Abluftwärmepum¬pen in den Unterzentralen der Wohnbebauung unterstützt, die wiederum die häusliche Abluft aus den sanierten Bädern als Wärmequelle verwenden. Ganzheitlich betrachtet, liegt hier ein funktionierendes und innovatives System vor.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2017 ab Seite 994

Autoren
Dipl.-Ing. (FH) Jan Brinkmann
Christoph Sappa, M. Sc.
STAWAG Energie GmbH
Projektentwicklung dezentrale Erzeugung
Lombardenstraße 12-22, 52070 Aachen

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Deutscher Wetterdienst veröffentlicht Revision des KOSTRA-DWD-2010-Datensatzes

Offiziell zum 1. November 2017 hat der Deutsche Wetterdienst eine Revision des im vergangenen Jahr erschienenen KOSTRA-DWD-2010-Datensatzes veröffentlicht.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2017 ab Seite 966

Autoren
Dr. Thomas Deutschländer
Deutscher Wetterdienst
Abteilung Klima und Umwelt
Postfach 10 04 65
63004 Offenbach
Dipl.-Geogr. Angela Pfister
DWA-Arbeitsgruppe HW-1.1 „Niederschlag“
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Geschäftsbereich Technische Services
Kronprinzenstraße 24
45128 Essen
E-Mail: pfister.angela@eglv.de

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Diffuse biogene Emissionen aus Kläranlagen

Zusammenfassung
Aus kommunalen Kläranlagen werden klimarelevante Gase wie Methan und Lachgas diffus freigesetzt. Durch den Einsatz optischer Fernmessverfahren nach dem FTIR-Prinzip zur Konzentrationsbestimmung und mithilfe der Massenbilanzmethode lassen sich die Emissionen quantifizieren. Der Beitrag beschreibt Methodik und Vorgehensweise bei der Ermittlung diffuser Methan-, Lachgas- und Ammoniakemissionen an verschiedenen Verfahrensstufen von Kläranlagen der Größenklassen 4 und 5, wie Nitrifikation, Denitrifikation, Primärschlammeindicker, Sekun-därschlammeindicker, Faulbehälter, Faulschlammeindicker und Faulschlammstapelbehälter. Die stichprobenhaften Messungen haben gezeigt, dass Methan im Wesentlichen aus den Faulschlammbehandlungsstufen emittiert, während Lachgas überwiegend aus den biologischen Verfahrensstufen freigesetzt wird. Die Berechnung als CO2-Äquivalente lässt erste Aussagen zur Klimarelevanz von Lachgas und Methan auf Kläranlagen zu.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2017 ab Seite 985

Autoren
Dr. Andrea Gärtner
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV)
Fachbereich 46 – Emissionsuntersuchungen, Analytik von Feststoffen
Leibnizstraße 10, 45659 Recklinghausen
Dienstort:
Wallneyerstraße 6, 45133 Essen
E-Mail: andrea.gaertner@lanuv.nrw.de
Dr. Rainer Hirschberger
Ingenieurgesellschaft Niemann & Partner GbR
Technologiezentrum Ruhr
Universitätsstraße 142 44799 Bochum
Dipl.-Ing. Anne Becker
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Geschäftsbereich Technische Services
Abteilung Abwasser
Kronprinzenstraße 24 45128 Essen
Dr. Detlef Düputell
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Vorstandbereich Personal und Nachhaltigkeit
Kooperationslabor

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Wasserwirtschaft im Klimawandel

DWA-Landesverbandstagung Nord-Ost in Rostock-Warnemünde
Am 15. und 16. Juni 2017 fand in Rostock-Warnemünde die DWA-Landesverbandstagung Nord-Ost mit Industrie-ausstellung statt. Unter dem Motto „Wasserwirtschaft im Klimawandel“ wurden den über 180 Teilnehmern und 33 Ausstellern 18 Vorträge und eine Reihe von Kurzpräsentationen von Hochschulen und Instituten von Projekten zum Klimawandel geboten. Exkursionen führten zu Anlagen des Sturmflutschutzes in Warnemünde und auf die größte Kläranlage der Region nach Rostock. Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2017 ab Seite 985 Tagungsband

Der Tagungsband kann für 15,49 Euro beim DWA-Landesverband Nord-Ost bezogen werden: www.dwa-no.de/lv-publikationen.html.Die nächste Landesverbandstagung findet am 31.Mai und 1.Juni 2018 in Berlin statt.

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Multikriterielle Bewertung von Wasserinfrastruktursystemen am Beispiel des TWIST-Modellgebietes Lünen

Zusammenfassung

Im Projekt TWIST wurde eine Methode zur umfassenden, multikriteriellen Bewertung von Wasser- und Abwasserinfrastrukturen entwickelt, die den Vergleich neuartiger Infrastruktursysteme untereinander und mit konventionellen Ansätzen erlaubt. Dabei werden nicht nur gängige Kriterien wie Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und gesundheitliche Unbedenklichkeit in der Bewertung berücksichtigt, sondern auch Aspekte wie die Akzeptanz bei den Anwendern, die Anpassungsfähigkeit gegenüber sich verändernden Rahmenbedingungen und die Sicherheit im Störfall. Die Anwendung der Bewertungsmethode erfolgt beispielhaft für die Umsetzung einer dezentralen Regen-und Grauwasseraufbereitung im städtischen Umfeld in Lünen. Es zeigt sich, dass die alternative Infrastruktur der konventionellen in fast allen Belangen überlegen ist.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2017 ab Seite 999

Autoren
Dr. Dr. Christian Sartorius
Dr. Eve Menger-Krug
Dr. Jutta Niederste-Hollenberg
Dr. Thomas Hillenbrand
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Breslauer Straße 48, 76139 Karlsruhe
E-Mail: Christian.Sartorius@isi.fraunhofer.de
Dipl.-Kfm. Peter Lévai
IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH
Moritzstraße 26, 45476 Mülheim an der Ruhr
Dr. Christian Sorge
IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser gGmbH
Justus-von-Liebig-Straße 10, 64584 Biebesheim am Rhein
Dipl.-Ing. Ilka Nyga
Professur Betriebswirtschaftslehre im Bauwesen
Bauhaus-Universität Weimar
Marienstraße 7A, 99421 Weimar

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Schöne neue Welt?

Die (digitale) Vernetzung in der Wasserwirtschaft DWA-Landesverbandstagung NRW in Recklinghausen Die Zukunft der Wasserwirtschaft, insbesondere bezüglich der allumfassenden Digitalisierung, stand im Fokus der Jahrestagung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der DWA am 4. Juli in Recklinghausen. Die Chancen und Risiken der digitalen Vernetzung zogen sich wie ein roter Faden durch die Vorträge. Unabhängig davon ob strategische Ausrichtung, Planung oder täglicher Betrieb – die Chancen der technischen Entwicklung müssen genutzt, die Risiken bewältigt und der Mensch mitgenommen werden, so der allgemeingültige Tenor der Veranstaltung.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2017 ab Seite 962

Die Präsentationen der Fachvorträge stehen im Internet zum Download bereit: www.dwa-nrw.de/Landestagung.html

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Zentraler Betrieb dezentraler Anlagen: z*dez

Erfahrungen aus drei Jahren Betrieb
Zusammenfassung

Dezentrale Abwasserreinigung mithilfe von Kleinkläranlagen ist insbesondere vor dem Hintergrund der Notwendigkeit höherer Flexibilität bzw. wenn ein Anschluss an die zentrale Kläranlage wirtschaftlich nicht verhältnismäßig ist, mindestens technisch und rechtlich eine Alternative zum Anschluss an zentrale Klär¬anlagen. Um auch die Prozessstabilität im laufenden Betrieb langfristig zu gewährleisten, können dezentrale Anlagen webbasiert zentral überwacht und gesteuert werden. Durch zentra¬le Anschaffung und parallelen Einbau mehrerer Anlagen sowie ihren zentralen Betrieb können Mengenrabatte generiert und Betriebskosten gesenkt werden. Ein als „Rundum-Sorglos-Paket“ gestalteter Betrieb gewährleistet für den Nutzer einen dem zen¬tralen Anschluss ähnlichen Komfort. Im Landkreis Ravensburg wurde mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg ein Pilotpro¬jekt zum zentralen Betrieb dezentraler Anlage umgesetzt. Der Artikel beschreibt die Erfahrungen und Ergebnisse des Projekts nach drei Jahren Betrieb.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 11-2017 ab Seite 977

AutorInnen
Dr. Jutta Niederste-Hollenberg, Dr. Thomas Hillenbrand Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI Breslauer Straße 48 76139 Karlsruhe E-Mail: jutta.niederste-hollenberg@isi.fraunhofer.de
Dr. Andrea Ungermann
Regierungspräsidium Tübingen
Konrad-Adenauer-Straße 20 72072 Tübingen

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IT-Sicherheit in der Prozessleit und Fernwirktechnik des Abwasser und Umweltverbands Chiemsee

Seit 18 Jahren nutzt der Abwasser- und Umweltverband Chiemsee (AUV Chiemsee) das Prozessleitsystem und die Fernwirktechnik der Schraml GmbH für die Überwachung und Steuerung seiner Kläranlage und seines Kanalnetzes. Die Anbindung von über 30 Fernwirkstationen via analoger Wählleitung wurde jetzt modernisiert und auf Mobilfunk umgestellt. In diesem Zuge wurde die gesamte Datenkommunikation für das Prozessleitsystem in der Kläranlagenzentrale und für die Fernwirktechnik in der Ringkanalisation mit neuester Technologie vor Angriffen durch Hacker abgesichert. Erreicht wurde das mit anlagenspezifischen, digitalen Zertifikaten für alle Systemkomponenten und mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des gesamten Datenverkehrs. Der AUV Chiemsee ist damit einer der bundesweit ersten Abwasserverbände, der der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung und damit dem wachsenden Risiko vor digitalen Angriffen mit entsprechenden IT-Sicherheitsmaßnahmen Begegnen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2017 ab Seite 910

Auroren:
Vera Schuh,
Schraml GmbH (Vagen)

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Priorisierung, Vermeidung und Eliminierung

BUND legt Mikroschadstoffstrategie vor
Priorisierung, Vermeidung und wenn notwendig Abbau in den Kläranlagen – dies sind die Kernforderungen des BUND Bundes für Umwelt und Naturschutz in seiner aktuell vorgelegten Mikroschadstoffstrategie. In dem siebenseitigen Standpunkt legt der BUND dar, warum eine signifikante Reduzierung des Eintrags von Mikroverunreinigungen in die aquatische Umwelt erforderlich ist, stellt einen Katalog von Stoffgruppen vor, deren Eintrag in die aquatische Umwelt vorrangig begrenzt werden sollte und listet Maßnahmen auf, mit denen der Eintrag von Mikroverunreinigungen bevorzugt limitiert werden könnte.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2017 ab Seite 870

Der „BUND-Standpunkt zur Mikroschadstoffstrategie“ kann von der BUND-Homepage unter
https://www.bund.net/service/ publikationen/detail/publication/mikroschadstoff-strategie/
kostenfrei heruntergeladen werden.“
Stefan Bröker

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Großtechnischer Einsatz von Aktivkohle zur Spurenstoffentfernung in einer Oberflächenwasseraufbereitungsanlage

Zusammenfassung
Die Oberflächenwasseraufbereitungsanlage (OWA) Tegel reinigt behandeltes Abwasser und Oberflächenwasser mittels Fällung/ Flockung. Um anthropogene Spurenstoffe zu entfernen, wurde die Integration einer Adsorptionsstufe in diese Anlage großtechnisch untersucht. Es wurden sowohl die Dosierung von Pulveraktivkohle in die Sedimentation und vor die Filtration als auch der Einsatz von Kornaktivkohle als obere Filterschicht getestet. Die Ergebnisse von vorangegangenen Pilotuntersuchungen bezüglich erzielbarer Eliminationsgrade für ausgewählte Spurenstoffe wurden dabei bestätigt. Die Standzeiten von Filtern mit Kornaktivkohleschicht bis zum Durchbruch der Spurenstoffe sind eher gering, begründet durch den hohen DOC und die für die Feststoffabtrennung gewählte grobe Korngröße. Die erzielten Standzeiten sind aber durchaus vergleichbar mit Untersuchungen an anderen Standorten. Eine Pulveraktivkohledosierung von 10 mg/L ist in der OWA Tegel nicht ausreichend, um eine weitgehende Entfernung gut adsorbierbarer Stoffe zu gewährleisten.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2017 ab Seite 889

Autoren
Dr.-Ing. Alexander Sperlich
Dr.-Ing. Johannes Altmann
B. Eng. Julia Pohl
Dipl.-Ing. Thomas Schmitt
Dipl.-Ing. Regina Gnirss
Berliner Wasserbetriebe
Neue Jüdenstraße 1
10179 Berlin
E-Mail: alexander.sperlich@bwb.de

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Eignung von UV/VIS-Sonden zur Überwachung der Spurenstoffelimination

Zusammenfassung
Für organische Spurenstoffe wird in der schweizerischen Gesetzgebung seit Januar 2016 ein Reinigungseffekt von 80 % gegenüber Rohabwasser vorgeschrieben. Dies betrifft eine Auswahl von rund 100 Kläranlagen. Der Reinigungseffekt wird anhand von zwölf Spurenstoffen überprüft, die in einer Verordnung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation festgelegt wurden. Für die tägliche Überwachung des Betriebs ist diese aufwendige und kostenintensive Analytik jedoch weniger gut geeignet. Eine optimale Ergänzung für die Betriebsüberwachung sind die mit UV/VIS-Sonden online gemessenen spektralen Absorptionskoeffizienten (SAK). Auf der Kläranlage Neugut konnte gezeigt werden, dass mit dem ΔSAK254 neben der Betriebsüberwachung eine Vorhersage des Reinigungseffekts der Anlage für organische Spurenstoffe bis auf 2 % genau möglich ist. Voraussetzung dafür sind entsprechend genaue und stabile Signale der UV-Sonden und eine optimale Steuerung der Ozonung.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2017 ab Seite 899

Autoren
Nathalie Hubaux, Max Schachtler
Interkommunale Anstalt (IKA) Neugut
Otto-Jaag-Strasse 15
8600 Dübendorf, Schweiz
E-Mail: max.schachtler@neugut.ch
nathalie.hubaux@neugut.ch
Dr. Christian Götz
ENVILAB AG
Mühlethalstrasse 25
4800 Zofingen, Schweiz
E-Mail: christian.goetz@envilab.ch

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29. Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen

DWA-Arbeitsgruppe BIZ-1.1 „Kläranlagen-Nachbarschaften“
Zusammenfassung

Ein repräsentatives Bild der Reinigungsleistung der Kläranlagen in Deutschland zeigt der bundesweite DWA-Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen. Insgesamt konnten im Berichtsjahr 2016 die Anforderungen der EU-Kommunalabwasserrichtlinie im bundesweiten Mittel erfüllt bzw. deutlich übertroffen werden. Während es bei den CSB- und GesN-Abbaugraden keine größeren Unterschiede in den verschiedenen Größenklassen gibt, schneiden die Kläranlagen mit einer Ausbaugröße von weniger als 10 000 E bei der Phosphorelimination deutlich schlechter ab. In Baden-Württemberg mit vorwiegender Abwasserableitung im Mischsystem zeigt sich, dass in der Praxis die meisten Kläranlagen mit Mischwasserzuflüssen beaufschlagt werden, die zum Teil weit über den Empfehlungen der DWA liegen. Ein genereller weiterer Handlungsbedarf auf den Kläranlagen könnte in den kommenden Jahren durch gesetzliche Auflagen zum Bau einer vierten Reinigungsstufe für die Entfernung von Spurenstoffen aus dem Abwasser ausgelöst werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2017 ab Seite 874

Dank
Die DWA-Arbeitsgruppe BIZ-1.1 „Kläranlagen-Nachbarschaften“ dankt allen TeilnehmerInnen, LehrerInnen und Obleuten der Kläranlagen-Nachbarschaften für die Unterstützung bei der Erhebung und Auswertung der Daten, ohne die dieser bundesweite Leistungsvergleich, unter Einbeziehung auch der Daten aus den ÖWAV-Kläranlagen-Nachbarschaften, nicht möglich wäre. Der 29. Leistungsvergleich – basierend auf den Daten für das Jahr 2016 – ist auch von der DWA-Homepage (www.dwa. de) unter den Menüpunkten „Veranstaltungen – Nachbarschaften – Weitere Informationen“ kostenfrei abrufbar.

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Wir planen mit Gütesicherung Kanalbau RAL-GZ

Qualifikation bei Ausschreibung und Bauüberwachung
Die Qualitätssicherung von Kanalbaumaßnahmen hat einen besonderen Stellenwert, denn Entwässerungssysteme sind Einrichtungen mit hohen Investitionskosten und langen Nutzungsdauern, die der Daseinsvorsorge und dem Schutz der Umwelt dienen. Neben der Ausführung der Maßnahmen tragen die zugehörigen Ingenieurleistungen wie Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung maßgeblich zum Ergebnis bei. Deshalb liegt es im Interesse aller Beteiligten, auch für diese Phasen des Projektes geeignete Rahmenbedingungen an die Qualifikation der Verantwortlichen zu definieren…mehr:

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2017 ab Seite

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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DWA zeichnet verdiente Wasserwirtschaftler aus

Die DWA vergibt in diesem Jahr eine Reihe von Ehrungen und Auszeichnungen: Der William-Lindley-Ring wird Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Horst Köhler (Berlin/Chiemgau) verliehen. Mit der Ehrennadel ausgezeichnet werden: Dipl.-Ing. Hubertus Brückner (Gewässerverband Kleine Elster – Pulsnitz, Sonnewalde), Prof. Dr.-Ing. Norbert Dichtl (TU Braunschweig), Dipl.-Ing. Erich Englmann (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, München), Prof. Dr.-Ing. Georg Heerten (früher Naue GmbH & Co. KG, Espelkamp), Dipl.-Ing. Volker Jansen (Abwasserbetrieb Troisdorf, AöR), Dr. Dieter Krause (Wasserwirtschaftsamt Ansbach), Dipl.-Ing. Hans-Dieter Meißner (früher Landesamt für Flurneuordnung Baden-Württemberg, Kornwestheim), Dipl.-Ing. Wolfgang Schlesinger (früher Landeshauptstadt Düsseldorf). Der Ernst-Kuntze-Preis wird Abwassermeister Achim Höcherl (Bundesstadt Bonn) und M. Sc. Sven Theus (früher Bundesstadt Bonn, jetzt DAR – Ingenieurbüro für Umweltfragen, Wiesbaden) verliehen. Die Ehrungen wurden am 25. und 26. September 2017 im Rahmen der DWA-Bundestagung in Berlin vorgenommen. Erich Englmann wird die Ehrennadel während der DWA-Landesverbandstagung Bayern am 18. Oktober 2017 in Hof überreicht. Hans- Dieter Meißner nimmt die Ehrennadel auf der DWA-Landesverbandstagung Baden-Württemberg am 12. Oktober 2017 in Fellbach entgegen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2017 ab Seite 858

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Jubiläumsveranstaltung „Fünf Jahre Kompetenzzentren Spurenstoffe“

Technische Möglichkeiten und praktische Umsetzung der Spurenstoffelimination
24 Klärwerke gibt es derzeit in Baden- Württemberg, Nordrhein-Westfalen und in der Schweiz, die mit Verfahrenstechniken zur gezielten Spurenstoffelimination ausgestattet sind; weitere Anlagen sind im Bau oder in Planung. Diese Anzahl von Anlagen zur Elimination von Spurenstoffen würde es sicher nicht geben ohne die Arbeit der drei im Jahr 2012 gegründeten Kompetenzzentren für Spurenstoffe. Das sind namentlich das Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg, das Kompetenzzentrum Mikroschadstoffe.NRW und die Schweizer VSA-Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2017 ab Seite 865

Autorin
Susanne Hartwein
Marshallstraße 150
89231 Neu-Ulm

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Rückstände von Humanarzneimitteln in Gewässern

Zusammenfassung
Seit 1995 ist für die Arzneimittel-Zulassung eine Umweltrisikobewertung mit einzureichen. Seit 2006 muss diese nach EU-weit einheitlichen Kriterien für die Zulassung aller neuen Arzneimittel und bei Erweiterungen der Arzneimittelzulassungen auf weitere Patientengruppen erfolgen, die einen höheren Verbrauch verursachen könnten. Die seither gewonnenen Erfahrungen legen nahe, dass nur etwa 10 % der Arzneistoffe umweltrelevant sind. In einem „Eco-Pharmaco-Stewardship“-Konzept erarbeiten die europäischen Pharmaverbände gemeinsam Wege, um die Umweltauswirkungen von Arzneistoffen zu vermindern und gleichzeitig den Zugang zu den jeweils am besten geeigneten Arzneimitteln für die Patienten zu gewährleisten. Dieses Konzept adressiert bereits viele Punkte, die gerade im Strategiekonzept der Europäischen Kommission als Schlüsselfaktoren für die Verringerung des Umweltrisikos durch Arzneistoffe ausgemacht wurden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2017 ab Seite 905

Autoren
Dr. Gesine Bejeuhr, Benedikt Fabian
Verband der Forschenden Arzneimittelhersteller (vfa)
Hausvogteiplatz 13, 10117 Berlin
E-Mail: g.bejeuhr@vfa.de

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QR-Codes auf Kläranlagen

Smartphones auf Kläranlagen – Lernen 4.0 mit allen Sinnen – DBU-Machbarkeitsstudie erfolgreich abgeschlossen
Abwassermeister Achim Höcherl, Leiter „Abwasserbehandlung/technische Leitungen“ im Tiefbauamt der Stadt Bonn, und Sven Theus M. Sc., früher ein Kollege von Höcherl in Bonn, seit März 2017 bei DAR in Wiesbaden, wurden in diesem Jahr zu gleichen Teilen mit dem Ernst-Kuntze-Preis der DWA ausgezeichnet. Mit dem Ernst-Kuntze-Preis, benannt nach einem ihrer früheren Präsidenten, zeichnet die DWA Arbei- ten und Erfindungen aus, die zu praktischen Verbesserungen auf den Arbeitsgebieten der Vereinigung führen. Achim Höcherl und Sven Theus haben eine neue Art, Informationen in der Abwassertechnik bereitzustellen, besonders für junge Auszubildende, entwickelt. Zu den gängigsten Verfahrensstufen der Abwasser- und Schlammbehandlung haben sie die nötigen Informationen über QR-Codes hinterlegt, die auf Tafeln aufgedruckt sind und am jeweiligen Ort auf der Abwasseranlage aufgestellt werden. Durch Aufrufen dieser QR-Codes mit einem Smartphone sind vor Ort ohne Zeitverluste zielgerichtete Informationen verfügbar.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2017 ab Seite 862

Autoren
Dipl.-Ing. Rüdiger Heidebrecht
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
E-Mail: heidebrecht@dwa.de
Abwassermeister Achim Höcherl
Bundesstadt Bonn
Amt 66.3 – Stadtentwässerung
Salierweg 7, 53117 Bonn
E-Mail: achim.hoecherl@bonn.de

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(Technologische) Kompetenz Spurenstoffe

Zehn Jahre Untersuchungen bei Emschergenossenschaft und Lippeverband
Zusammenfassung

Die gesellschaftlichen Anforderungen an die Abwasserreinigung und die technologischen Möglichkeiten haben sich, durchaus in gegenseitiger Abhängigkeit, in mehreren Entwicklungszyklen stetig weiterentwickelt. Emschergenossenschaft und Lippeverband als leistungsfähige und nachhaltig agierende Akteure der Wasserwirtschaft haben es dabei stets als ihre Aufgabe gesehen, sowohl den Prozess der Meinungs- und Erkenntnisbildung aktiv zu begleiten, als sich auch frühzeitig mit den Verfahrenstechniken für einen möglichen Anlagenausbau auseinanderzusetzen. Nachdem der flächendeckende Ausbau der Kläranlagen mit der dritten Reinigungsstufe zur Stickstoff- und Phosphorelimination bis zum Jahr 2000 weitgehend abgeschlossen war, rückte zumindest in Nordrhein-Westfalen das Thema der als gefährliche (prioritäre) Stoffe, anthropogene organische Spurenstoffe oder auch Mikroschadstoffe bezeichneten Einzelstoffe in den Vordergrund. So wurde vom Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen bereits ab 2002 ein Verbundforschungsvorhaben zum Thema „Gefährliche Stoffe“ initiiert, in dem unter anderem auch mögliche Behandlungsverfahren untersucht wurden. Die Emschergenossenschaft hat sich nicht nur mit drei Teilprojekten an dem Vorhaben beteiligt, sondern 2005 unter dem Titel „Gefährliche Stoffe, neue Parameter – Einfluss auf die Wasserwirtschaft der Zukunft“ auch eine eigene Fachtagung mit ca. 200 Teilnehmern ausgerichtet. In den anschließenden gut zehn Jahren haben Emschergenossenschaft und Lippeverband die Linie der aktiven Mitgestaltung auch dieses Themas konsequent fortgeführt. In diesem Zeitraum wurden nicht nur mehr als zehn geförderte Forschungsvorhaben federführend oder als Praxispartner durchgeführt, sondern auch fünf großtechnische Pilotanlagen in Betrieb genommen. Im Rahmen dieses Beitrags wird, im Hinblick auf das Thema der Spurenstoffe im Wasserkreislauf, das Spannungsfeld des Handelns aus Vorsorgegründen dargestellt, in die bisherigen Aktivitäten von Emschergenossenschaft/Lippeverband zu möglichen Handlungsoptionen eingeführt sowie daraus ein Fazit für künftige Entscheidungen gezogen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 10-2017 ab Seite 880

Autoren
Dipl.-Ing. Peter Jagemann
Dr.-Ing. Issa Nafo
Prof. Dr.-Ing. Burkhard Teichgräber
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen

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Ressource Klärschlamm: Ansätze für zukunftsfähige Nutzungsstrategien

Vortragsveranstaltung mit Fachausstellung in Ottobrunn/München
Im Rahmen der Vortragsveranstaltung „Ressource Klärschlamm: Ansätze für zukunftsfähige Nutzungsstrategien“ im April 2017 in Ottobrunn bei München wurden in verschiedenen Themenblöcken unter anderem die Motivation für die Weiterentwicklung der Klärschlammbehandlung, die aktuelle Situation der Klärschlammverwertung in Bayern sowie der aktuelle Stand der Novellierung der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) präsentiert. Außerdem wurde die Sichtweise von Kläranlagenbetreibern diskutiert – vor allem hinsichtlich der Planungssicherheit und Umsetzung der Novellierung der Abf- KlärV. Ein Schwerpunkt lag auf dem Thema Phosphor, der einerseits als endliche Ressource, andererseits als Problemfaktor für den Kläranlagenbetrieb gesehen werden kann. Zudem setzten sich die Teilnehmer im Themenblock „thermische Klärschlammbehandlung“ mit der Fragestellung auseinander, ob Monoverbrennungsanlagen den aktuell zukunftsträchtigsten Weg der Klärschlammentsorgung darstellen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2017 Seite 756

Autoren
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Schaum
PD Dr.-Ing. habil. Steffen Krause
Dipl.-Ing. Marcel Hagen
Verena Demmelbauer, M. Sc.
Universität der Bundeswehr München
Fakultät für Bauingenieurwesen und
Umweltwissenschaften
Professur für Siedlungswasserwirtschaft
und Abfalltechnik
Werner-Heisenberg-Weg 39
85577 Neubiberg
E-Mail: swa@unibw.de

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Zweites Expertenforum Regenüberlaufbecken „Genauer hinsehen – besser werden“

Bei der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist man in Deutschland mit verschiedenen Maßnahmen auf einem guten Weg – etwa der Funktion der Kläranlagen. Viele Lücken sind aber noch zu schließen, bis der „gute Zustand“ der Gewässer erreicht ist. Eine wichtige Rolle spielen hier die Regenwasserbehandlungsanlagen. Der DWA Landesverband Baden-Württemberg hat das brisante Thema im Februar 2017 zum zweiten Mal in einem Expertenforum aufgegriffen: Vertreter von Behörden der Wasserwirtschaft, Betreiber, Wissenschaftler, Planer und Ausrüster diskutierten den Sachstand und ihre Erfahrungen anhand erfolgter Maßnahmen, durch die Regenüberlaufbecken (RÜB) zu einer kalkulierbaren Größe im Gewässerschutz werden. Mit 360 Teilnehmern, darunter Gästen aus dem Ausland, und 29 Ausstellern ist die Zahl der interessierten Experten gegenüber dem Vorjahr gestiegen und die RÜB-Veranstaltungsreihe damit auf Erfolgskurs.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2017 Seite 764

Autorin
Dipl.-Ing. agr. Susanne Hartwein
Marshallstraße 150
89231 Neu-Ulm

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Wasserwirtschaft online – Expertenwissen aus einem Guss

Unentbehrliches Fachwissen zum Thema Wasser enthalten die Normen und das Regelwerk von DIN bzw. DWA. Die wichtigsten Standards der Wasserwirtschaft sind im Online-Dienst Wasserwirtschaft online enthalten. Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2017 Seite 762 Seit 2016 bietet der Beuth Verlag in Kooperation mit der DWA den Online- Dienst an. Seitdem wurde er mehrfach erweitert. Angeboten werden derzeit vier separat buchbare Pakete. Sie enthalten Normen aus den Fachgebieten „Anlagenbezogener Gewässerschutz“, „Gebäudeund Grundstücksentwässerung“, „Trinkwasser“ sowie „Wasserbau“.

Ein besonderes Merkmal des Online-Dienstes… Weitere Informationen, Registrierung und Preise des Online-Dienstes: www.wasser-wirtschaft.de  

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Energieverbrauch von Teilprozessen auf kommunalen Kläranlagen

Zusammenfassung
In dem Projekt „Energiepotenzialstudie für die kommunalen Kläranlagen in Baden-Württemberg“ wurde der Energieeinsatz bei der Abwasserreinigung und Schlammbehandlung anhand ausgeführter Energieanalysen detailliert ausgewertet. Ein wesentliches Ergebnis des Projekts sind spezifische Verbrauchswerte für einzelne Verfahrensgruppen und -schritte. Auf Basis der abgeleiteten energiebezogenen Kennzahlen wurde in einem zweiten Schritt ein neues Bewertungskonzept zur Energieeffizienz von kommunalen Kläranlagen erarbeitet. In Ergänzung zum Energiecheck nach dem Arbeitsblatt DWA-A 216 ermöglichen beide Teilschritte den Betreibern eine detailliertere Einordnung der eigenen Kläranlage.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2017 Seite 802

Autoren
Dr.-Ing. Juliane Gasse
Dipl.-Ing. Tobias Reinhardt
Dipl.-Ing. Carsten Meyer
Universität Stuttgart, Institut für Siedlungswasserbau,
Wassergüte- und Abfallwirtschaft
Bandtäle 2, 70569 Stuttgart
Dr.-Ing. Gerd Kolisch
Dipl.-Ing. Yannick Taudien
Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft mbH
Untere Lichtenplatzer Straße 100
42289 Wuppertal
Prof. Dr.-Ing. Heidrun Steinmetz
TU Kaiserslautern
Fachgebiet Ressourceneffiziente Abwasserbehandlung
Paul-Ehrlich-Straße 14, 67663 Kaiserslautern
Dr.-Ing. Tobias Morck
Weber-Ingenieure GmbH
Bauschlotter Straße 62, 75177 Pforzheim
Prof. Dr.-Ing. Peter Baumann
Hochschule für Technik Stuttgart
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Schellingstraße 24, 70174 Stuttgart
Dr.-Ing. Werner Maier
Dr. rer. nat. Birgit Poppe
iat-Ingenieurberatung GmbH
Friolzheimer Straße 3a, 70499

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Mikroschadstoffelimination mittels granulierter Aktivkohle im Ablauf der Kläranlage Gütersloh-Putzhagen

Zusammenfassung
Auf der Kläranlage Putzhagen der Stadt Gütersloh wurden großtechnische Untersuchungen zur Elimination von Spurenstoffen mittels granulierter Aktivkohle (GAK) als vierte Reinigungsstufe durchgeführt. Nachdem sich das Verfahren in einer ersten Projektphase von zwölf Monaten als ein effizientes und für den Praxisbetrieb geeignetes Eliminationsverfahren erwiesen hatte, wurde eine zweite Phase angeschlossen mit dem Ziel, durch verfahrenstechnische Optimierung eine hohe Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Zwei von insgesamt neun vorhandenen Flockungsfiltern wurden zu Großadsorbern mit granulierter Aktivkohle umgebaut. In Projektphase 2 wurde ein Adsorber mit frischer Aktivkohle gefüllt, der zweite mit dem gleichen Produkt, das zuvor bereits in Projektphase 1 im Einsatz war und nach Erschöpfung reaktiviert wurde. Im Parallelbetrieb konnte so die Auswirkung der Reaktivierung auf die Reinigungsleistung untersuchet werden. Nach einem weiteren 12-monatigen Betrieb ohne eine einzige Betriebsstörung erzielten die Großadsorber ein Filtratvolumen von 12 700 Bettvolumina. Selbst nach dieser langen Standzeit fand für eine Reihe an Spurenstoffen immer noch eine Elimination von zum Teil deutlich über 80 Prozent statt. Für alle Mikroverunreinigungen ergab das Reaktivat die gleiche Adsorptionsleistung wie die Frischkohle. Insbesondere für den Stoff Diclofenac wurden Bettvolumina ermittelt, die höher liegen als bei bisherigen Erfahrungen mit einer GAK-Anlage. Da die Reaktivierung der GAK mit keinerlei Leistungseinbußen verbunden war, kann durch die Verwendung von Reaktivat ein deutlicher Kostenvorteil im Vergleich zur Verwendung frischer GAK erzielt werden. Ein optimal gewählter zeitversetzter Betrieb von mehreren GAK-Filtern führt zu einer längeren Standzeit der Adsorber und somit zu einer weiteren Kostenreduzierung. Je nach Anzahl der Filter und den gewählten Grenzkriterien für die Reaktivierung der GAK liegen die Betriebskosten zwischen 0,031 und 0,043 €/m³ Abwasser. Auch die der Adsorptionsstufe vorangestellte Flockungsfiltration hat zur Leistungssteigerung der GAK beigetragen, da die Spülzyklen für die GAK-Filter erheblich ausgedehnt werden konnten. Außerdem kann mit dieser Verfahrenskombination der geforderte Grenzwert für Phosphat von 0,7 mg/l im Kläranlagenablauf sicher eingehalten werden. Das Potenzial hinsichtlich einer sehr weitgehenden Phosphorelimination dürfte für Kläranlagenbetreiber auch vor dem Hintergrund der möglichen Verschärfung zukünftiger Phosphat-Anforderungen besonders interessant sein.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2017 Seite790

Autoren
Dr.-Ing. Andreas Nahrstedt, Dipl.-Ing. Anja Rohn
IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für
Wasserforschung gGmbH
Moritzstraße 26, 45476 Mülheim an der Ruhr
E-Mail: a.nahrstedt@iww-online.de
Dipl.-Ing. Klaus Alt, Dr.-Ing. Xin Wu
Hydro-Ingenieure Planungsgesellschaft für
Siedlungswasserwirtschaft mbH
Stockkampstraße 10, 40477 Düsseldorf
E-Mail: klaus.alt@hydro-ingenieure.de
Dipl.-Ing. Frank Schlösser
ATEMIS GmbH
Dennewartstraße 25-27, 52068 Aachen
E-Mail: schloesser@atemis.net
Dipl.-Ing. Karl-Heinz Schröder
Stadt Gütersloh – FB Tiefbau
Berliner Straße 70, 33330 Gütersloh
E-Mail: karl-heinz.schroeder@ka-putzhagen.de

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Grundlagenwissen bei Ausschreibung und Bauüberwachung

Handbuch ABAK kostenfrei für Mitglieder
Über die RAL-Gütegemeinschaft Kanalbau verfolgen Auftraggeber, Ingenieurbüros und Unternehmen das gemeinsame Ziel, die Qualität im Kanalbau zu verbessern. Der Erfolg einer Maßnahme kann dann eingeplant werden, wenn fachlich geeignete Unternehmen auf Grundlage einer qualifizierten Ausschreibung tätig werden und zusätzlich eine qualifizierte Bauüberwachung beigestellt wird. Aber wie geht man grundsätzlich an eine Sanierungsmaßnahme oder einen Neubau heran? Was ist bei Ausschreibung und Vergabe und während der Bauüberwachung zu beachten? Was bei der Abnahme…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2017 Seite 768

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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60 Jahre Regelwerk – die DWA-Gewinnerfotos und ihre Geschichte(n)

Seit 60 Jahren erarbeitet die DWA das Regelwerk für die deutsche Wasser- und Abwasserwirtschaft. Und dass diese Regelwerksarbeit nicht nur über eine lange Tradition verfügt, sondern auch aktuell äußerst umfassend Anwendung findet, haben die Einsendungen des DWA-Fotowettbewerbs zum Regelwerksjubiläum im vergangenen Jahr eindrucksvoll dokumentiert. Dabei zeigen die Fotos nicht nur die Regelwerksanwendung und Regelwerksumsetzung. Hinter jedem Foto steckt auch eine eigene spezielle Geschichte.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2017 Seite 760

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Treibhausgasemissionen bei der Abwasserreinigung

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-6.7 „Treibhausgasemissionen bei der Abwasserbehandlung“*) Zusammenfassung
Die Einordnung von durch die Abwasserreinigung verursachten Treibhausgasemissionen („direkte“ über die Bildung und Emission von Lachgas und/oder Methan oder „indirekte“ über die Errichtung/ Rückbau von Bauwerken, Transport, Betriebsmittelund Energieverbräuche) bekommt für Betreiber von Kläranlagen sowohl in konzeptioneller Hinsicht – Verfahrensauswahl – als auch im Hinblick auf die Prozessoptimierung eine zunehmende Bedeutung. Kenntnisse über die theoretischen Hintergründe der Treibhausgasbildung, Analytik und Messmethodik sowie zur Berechnung von CO2-Äquivalenten sind notwendig, um entscheidungsrelevante Kennzahlen zu ermitteln. Der vorliegende Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KA-6.7 „Treibhausgasemissionen bei der Abwasserbehandlung“ gibt einen ersten Einblick in die Thematik.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2017 Seite 779

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Der Lippeverband als Partner der Stadt Hamm

Zehn Jahre Erfahrung mit dem neu organisierten Kanalnetzbetrieb Zusammenfassung Im Jahr 2003 hat der Rat der Stadt Hamm (Nordrhein-Westfalen) entschieden, die bis dahin als Regiebetrieb im Tiefbauamt geführte Stadtentwässerung neu zu organisieren. Ziel war neben der technischen Optimierung durch erhöhte Investitionen nach dem Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt eine Konsolidierung des kommunalen Haushalts. Synergieeffekte durch den gemeinsamen Betrieb der Abwasseranlagen sollten zur effizienten Verwendung der Abwassergebühren beitragen. Jetzt wird über Erfahrungen mit dem öffentlich-rechtlichen Verbandsmodell, das der Lippeverband in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Stadt Hamm vor zehn Jahren umgesetzt hat, berichtet.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2017 Seite 810

Autoren
Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Thomas Höffelmann
Lippeverband
Betriebsmanager Stadtentwässerung Hamm
Gustav-Heinemann-Straße 10
59065 Hamm
E-Mail: hoeffelmann.thomas@eglv.de
Dipl.-Ing. Rita Schulze Böing
Erste Beigeordnete und Stadtbaurätin
Stadt Hamm
Gustav-Heinemann-Straße 10
59065 Hamm

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Druckprüfungen in Betrieb befindlicher Entwässerungssysteme mit Wasser oder Luft

Erläuterungen zum Merkblatt DWA-M 149-6
Zusammenfassung

Mit dem im August 2016 erschienen Merkblatt DWA-M 149 Teil 6 „Zustandserfassung und -beurteilung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäude – Teil 6: Druckprüfungen in Betrieb befindlicher Entwässerungssysteme mit Wasser oder Luft“ wird die Prüfung von in Betrieb befindlichen Abwasserleitungen, -kanälen und Schächten neu geregelt. Es löst das Merkblatt ATVM 143-6 ab und unterscheidet sich von diesem in wesentlichen Punkten. Bisher war das Ergebnis einer Dichtheitsprüfung entweder „dicht“ oder „undicht“. Im Falle des Ergebnisses „undicht“ war das untersuchte Objekt zu sanieren. Mit der Einführung zusätzlicher Grenzwerte ist nun das Ergebnis weitergehend differenziert. Nur wesentliche, umweltrelevante Schadstellen lösen jetzt einen kurzfristigen Handlungsbedarf aus. Weiterhin werden im neuen Merkblatt unterschiedliche Varianten für die Durchführung und Auswertung von Dichtheitsprüfungen vorgestellt, die geeignet sind, die Kosten für die Untersuchung der Dichtheit zu reduzieren. Die Reinhaltung von Grundwasser und Boden trägt grundlegend zum Erhalt der Umwelt bei und ist eine wesentliche gesetzliche Forderung. Das neue DWA-M 149 Teil 6 hilft den Betreibern von Abwasseranlagen, dieser Forderung auch unter ökonomischen Maßgaben nachzukommen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2017 Seite770

Autoren
Dr.-Ing. Joachim Beyert
RWTH Aachen
Lehrstuhl und Institut für Baubetrieb und
Projektmanagement – ibp
Mies-van-der-Rohe-Straße 1, 52074 Aachen
E-Mail: beyert@ibp.rwth-aachen.de
Dr.-Ing. Marco Künster
Güteschutz Kanalbau
Gütegemeinschaft Herstellung und Instandhaltung von
Abwasserleitungen und -kanälen e. V.
Linzer Straße 21, 53604 Bad Honnef

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Die junge DWA startet durch – Sei dabei –Komm zu unseren Stammtischen!

Du bist jung (das heißt unter 36 Jahren) und weißt noch nichts so recht mit der DWA anzufangen, würdest die DWA aber gern kennenlernen? Du bist gerade in der Ausbildung und weißt noch nicht, was Du danach machen sollst? Oder willst Du Dich einfach nur mit gleichgesinnten in Deinem Alter austauschen und Dich vernetzen? Dann bist Du bei einem unserer Stammtische genau richtig! Da junge Leute meist wenig mobil sind, kommt die DWA zu Euch. Im Rahmen des Junge-DWA-Regionalgruppenkonzepts entstehen gerade überall in Deutschland regionale Gruppen, die regelmäßig eine Plattform für DWA-Mitglieder und (Noch-) Nicht-Mitglieder anbieten. Tauscht Euch aus

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 9-2017 Seite 763

Wir freuen uns auf Dich! Und nicht vergessen, am 25./26. September 2017 findet die DWA-Bundestagung in Berlin mit einem tollen zusätzlichen Programm für uns „Junge“ statt.

Nicole Stenzel,
Ruhrverband,
Plettenberg
E-Mail: nse@ruhrverband.de

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Wasser erleben – mit Wasser leben

DWA-Landesverbandstagung Sachsen/Thüringen in Weimar
Am 17. Mai 2017 fand in Weimar die DWA-Landesverbandstagung Sachsen/ Thüringen mit Industrieausstellung und Innovationsforum statt. Unter dem Motto „Wasser erleben – mit Wasser leben“ wurden den über 350 Teilnehmern und fast 90 Ausstellern ein Festvortrag, das Innovationsforum, Vorträge zu Wasserbau/Oberflächengewässer, Abwasser und Abfall sowie speziellen Herausforderungen der Wasserwirtschaft geboten. In der Mitgliederversammlung wurde der Landesverbandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke einstimmig bis 2021 wiedergewählt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2017 Seite 666

Tagungsband
Der Tagungsband kann beim DWA-Landesverband
Sachsen/Thüringen bezogen
werden: www.dwa-st.de/tb.html. Die
nächste Landesverbandstagung findet
am 19. Juni 2019 in Leipzig statt.
Autor: Frank Bringewski

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Phosphor – ein kritischer Rohstoff mit Zukunft

Zweiter Kongress zur Phosphorrückgewinnung in Stuttgart
Am 26. und 27. Oktober 2016 fand im Kursaal Cannstatt in Stuttgart unter der Schirmherrschaft des Umweltministeriums Baden-Württemberg der 2. Kongress „Phosphor – Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft“ statt. Anknüpfend an die erfolgreiche Auftaktveranstaltung 2015 tauschten sich in Stuttgart zwei Tage lang mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem europäischen Ausland zur Phosphor- Rückgewinnung aus Abwasserströmen und Klärschlamm aus. Neben vielversprechenden technischen Fortschritten wurden auch die notwendigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen diskutiert.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2017 Seite 668

Autoren
Bw (HWK) Luigina Drechsler-Galiano
Dipl.-Vww. André Hildebrand
DWA-Landesverband Baden-Württemberg
Rennstraße 8, 70499 Stuttgart
MR Martin Kneisel
Dr.-Ing. Daniel Laux
Ministerium für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Kernerplatz 9, 70182 Stuttgart

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Rahmenbedingungen für die Sektorkopplung von Abwasserreinigung und Klärschlammbehandlung mit der Energiewirtschaft Hemmnisse, Treiber und Chancen

Zusammenfassung
Eine gezielte Steuerung von Kläranlagen ermöglicht die Flexibilisierung von Stromverbrauch und -produktion zum Zweck von Kostenersparnissen und Zusatzeinnahmen an Energiemärkten. Die engere Kopplung von Abwasser- und Energiesektor wird jedoch durch verschiedene Hemmnisse gebremst, wie zum Beispiel einen unvorteilhaften Rechtsrahmen, geringe politische Priorisierung intersektoralen Handelns sowie fehlende Erfahrung. Dennoch wächst die Bereitschaft zur Sektorkopplung mit Aussicht auf eine zukünftige Verbesserung der Rahmenbedingungen. Die Integration umfangreicher sozialwissenschaftlicher Analysen aus zwei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekten zu diesem thesenbasierten Diskurs soll praxisrelevante Anregungen für Akteure und Entscheidungsträger geben.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2017 Seite 697

Autoren
Dipl.-Pol. Axel Dierich, Dr. Till Ansmann
inter 3 Institut für Ressourcenmanagement
Otto-Suhr-Allee 59, 10585 Berlin
E-Mail: dierich@inter3.de
Dr. Frank Hüesker, Dipl.-Ing. Oliver Gretzschel
TU Kaiserslautern
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Paul-Ehrlich-Straße 14, 67663 Kaiserslautern

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Kontrolle der Lastannahmen: Rohrstatik – Rohreinbau, Teil 2 Voraussetzung für langlebige Rohre und Kanäle

Während und nach dem Rohreinbau muss das Tragwerksystem Rohr/Boden vorhandene und zukünftige Belastungen mit ausreichender Sicherheit aufnehmen können. Dieses Tragwerksystem ist durch den Planer vorzugeben. Die Randbedingungen der Maßnahme, die Einfluss auf das Tragwerksystem haben, sind im sogenannten Objektfragebogen zu definieren. Auf Basis dieser Vorgaben wird vom Rohrhersteller die Rohrstatik erstellt. Der vorliegende Beitrag behandelt das Zusammenwirken von Bettung, Bauteil und Verfüllung als Grundlage für die Stand- und Betriebssicherheit von Rohrleitungen. Nachdem in Teil 1 des Beitrages der Einfluss aus Bodenart, Verkehrslast, Überschüttung und Rohrwerkstoff beschrieben wurde, werden in Teil 2 Überschüttungs- und Einbaubedingungen definiert sowie der Einfluss des Grabenverbaus beschrieben. Sicherstellung der Planungsentscheidungen Häufig wird in der Praxis dem Unternehmer einerseits ein bestimmtes Rohr vorgegeben und andererseits freigestellt, welchen Baugrubenverbau er einsetzt. Da die Rohrbelastung durch die Art des Baugrubenverbaus maßgeblich beeinflusst wird, ist die berechnete Rohrstatik unter Umständen hinfällig. Daher sieht das Regelwerk vor, dass der Verbau vom Planer vorzugeben ist (VOB Teil C: DIN 18303:2016-09). Neben dem Grabenverbau sind folgende Faktoren für die Rohrbelastung bedeutsam:
• Grabenbreite und -tiefe (ggf. zu beachten: Differenz zwischen Planung und Ausführung)
• Grabenform • Art der Entfernung des Grabenverbaus
• Verdichtungsgrad in Leitungszone und Hauptverfüllung
• Rohrbettung und Grabensohle • Baustellenverkehr und zeitweise Belastung
• Bodenart, Bodenkennwerte und Beschaffenheit
• Grundwasserstand
• weitere Rohrleitungen im Graben Zum Nachweis des Tragwerksystems ist folgende Vorgehensweise vorgesehen (DWA A-139, Abschnitt 4.2):
• Der Auftraggeber/Planer gibt das Tragwerksystem vor.
• Die Lastannahmen müssen bekannt sein. Hierzu gehören u. a. Art und Weise der Baugrubenausbildung, des Verbaues, der Bettungsschichten, der Seitenverfüllung, der Abdeckung, der Bauzustände. Diese müssen in einen Objekt-Fragebogen, z. B. nach Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 127, eingetragen werden.
• Die Grabenbreite muss mindestens entsprechend der Tabellen 1 bzw. 2 der DIN EN 1610 festgelegt und der statische Nachweis nach Arbeitsblatt

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2017 Seite 674

Fazit
Die Bedeutung der im Vorfeld getroffenen Annahmen für die Rohrstatik wird in der Praxis häufig unterschätzt. Nur wenn sichergestellt ist, dass die Eingangsgrößen der Rohrstatik den Gegebenheiten in der Praxis entsprechen oder auf der sicheren Seite liegen, ist die Rohrstatik für die konkrete Maßnahme relevant. Die Übereinstimmung der Annahmen in der Statik mit den tatsächlichen Einbaubedingungen ist daher zu prüfen. In DWAA 139, Abschnitt 4.2 heißt es: Die statischen Nachweise der Rohre nach Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 127 und der Sicherung der Baugrube (siehe DIN 4124) müssen vorliegen und auf der Baustelle inhaltlich bekannt sein. Im Rahmen der Eigenüberwachung der Unternehmen mit Gütezeichen Kanalbau RAL-GZ 961 werden Arbeitshilfen zur Verfügung gestellt, mit denen systematisch die Übermittlung der Sollwerte auf die Baustelle, die Dokumentation der Istwerte sowie der Abgleich von Soll/Ist erfolgen kann. Die Durchführung der Eigenüberwachung und insbesondere die Kontrolle der Lastannahmen werden durch die Prüfingenieure bei den Baustellenbesuchen innerhalb der RAL-Gütesicherung geprüft.

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Hinweise für die Bemessung von Belebungsanlagen im Ausland auf Basis des Arbeitsblatts DWA-A 131

Zusammenfassung
Im Rahmen des Projekts „Exportorientierte Forschung und Entwicklung im Abwassersektor, Validierung von Bemessungs- und Betriebshinweisen für Belebungsanlagen – EXPOVAL“, gefördert im Rahmen des FONA-Programms vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wurden anhand von Daten großtechnischer Kläranlagen, Laborversuchen und mathematischer Simulation Hinweise erarbeitet, wie Belebungsanlagen für andere Klimazonen auf Basis des Arbeitsblatts DWA-A 131 (2016) bemessen werden können. Davon wird in Auszügen berichtet und auf die Bemessung des aeroben Schlammalters und die Höhe des nötigen Prozessfaktors eingegangen. Es werden Empfehlungen gegeben, wie für das Ausland damit umzugehen ist, wenn der Bemessung nicht wie in Deutschland die qualifizierte Stichprobe zugrunde liegt. Darüber hinaus werden Hinweise zur Dimensionierung der simultanen aeroben Schlammstabilisierung, der zu erwartenden Überschusschlamproduktion und zur Denitrifikation gegeben. Die Ergebnisse des gesamten Verbundprojekts EXPOVAL, das neben Belebungsanlagen auch zahlreiche andere Verfahren der Abwasserreinigung und Schlammbehandlung beleuchtet hat, sind im DWA-Themenband T4/2016 veröffentlicht worden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2017 Seite 683

Autoren
Dipl.-Ing. Daniel Herzer, Dr.-Ing. Manfred Lübken
Prof. Dr.-Ing. habil. Marc Wichern
Ruhr-Universität Bochum
Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik
Universitätsstraße 150, 44801 Bochum
E-Mail: marc.wichern@rub.de
Dipl.-Ing. Peter Wulf
Prof. Dr.-Ing. habil. Holger Scheer
Emscher Wassertechnik GmbH
Brunnenstraße 37
45128 Essen
E-Mail: wulf@ewlw.de
Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Rosenwinkel
Dr.-Ing. Maike Beier
Leibniz Universität Hannover
Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik
Welfengarten 1
30167 Hannover
E-Mail: beier@isah.uni-hannover.de

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Rohrvortrieb nach DWA-A 125 Teil 2: Rohre

Zusammenfassung
Das Arbeitsblatt DWA-A 125 ist seit mittlerweile sieben Jahren ein bewährtes und anerkanntes Regelwerk für die Planung und Ausführung von Rohrvortrieben. Es beschreibt detaillierte Anforderungen an Planung, Bauteile und Ausführung und gibt klare Anwendungsgrenzen von Vortriebsverfahren. Technische Entwicklungen bei den Vortriebsverfahren und eine Überarbeitung des europäischen Rahmenwerks EN 12889, vielmehr jedoch grundlegende Veränderungen in der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (VOB/C) durch die Einführung von Homogenbereichen machen eine Überarbeitung des Regelwerks erforderlich. Aus diesem Grund wurde im Dezember 2016 eine Vorhabensbeschreibung der DWA zur Überarbeitung des DWA-A 125 veröffentlicht.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2017 Seite 676

Autor
Dr.-Ing. Ulrich Bohle
Steinzeug-Keramo GmbH
Alfred-Nobel-Straße 17, 50226 Frechen
E-Mail: U.Bohle@steinzeug-keramo.com

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Anforderungen an Kälteanlagen gemäß neuer AwSV

Zusammenfassung
Mit der Veröffentlichung der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) im Bundesgesetzblatt im April 2017 liegt nun eine bundeseinheitliche Regelung für den anlagenbezogenen Umgang mit wassergefährdenden Stoffen vor. Die neue AwSV schafft unter anderem für den Bereich der Kälteanlagen Klarheit, was technisch zu realisieren ist. Die Behörden werden in einem gewissen Maß von Bürokratie entlastet. Dafür haben sich die Betreiberpflichten vergrößert, wobei offen bleibt, wie die überwacht werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2017 Seite 707

Autor
Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Lühr
AwSV-Sachverständiger der Sachverständigenorganisation für
Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (SwS)
Edelhofdamm 33, 13465 Berlin
E-Mail: hp.luehr@protonmail.com

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Branchenspezifischer Sicherheitsstandard Wasser/Abwasser gemäß IT- Sicherheitsgesetz anerkannt

Rechtssicherheit für die Betreiber Kritischer Infrastrukturen im Sektor Wasser/Abwasser Das durch das IT-Sicherheitsgesetz erweiterte BSI-Gesetz (BSIG) definiert die Anforderungen an die IT-Sicherheit für die Betreiber Kritischer Infrastrukturen, zu denen auch der Sektor Wasser mit den Branchen Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung zählt. Das Gesetz bietet den betroffenen Branchen die Möglichkeit, einen „Branchenspezifischen Sicherheitsstandard“ (kurz: B3S) zu entwickeln, durch den der laut Gesetz geforderte „Stand der Technik“ in Bezug auf die Kritischen Infrastrukturen der Branche definiert wird. Mit den Merkblättern DVGW W 1060 und DWA-M 1060 „IT-Sicherheit – Branchenstandard Wasser/Abwasser“ in Verbindung mit dem dazugehörigen ITSicherheitsleitfaden ist es den Branchen Wasser/Abwasser gelungen, den ersten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) anerkannten B3S zu erarbeiten. Bei der Erstellung spielten vor allem das Wissen der Experten beider Branchen, die Nutzung bestehender Standards, Flexibilität in Bezug auf individuelle Gegebenheiten, eine strukturierte Umsetzung und eine regelwerkskonforme Ausgestaltung eine entscheidende Rolle.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2017 Seite 664

Autoren
Dr. Ludger Terhart
Sprecherder DWA-Arbeitsgruppe WI-5.4 „Cyber-Sicherheit“
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Geschäftsbereich Technische Services
Kronprinzenstraße 2445128 Essen
E-Mail: Terhart.Ludger@eglv.de

Dipl.-Ing. Uwe Marquardt
Obmann des DVGW W-GTK-2-8 IT-Sicherheit
Gelsenwasser AG
ASM – Asset Management
Technische Koordination
Willy-Brandt-Allee 26
45891 Gelsenkirchen
E-Mail: Uwe.Marquardt@gelsenwasser.de

Kontakt bei den Verbänden
Dr. Friedrich Hetzel
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft,
Abwasser und Abfall e. V.
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
E-Mail: hetzel@dwa.de
Kirsten Wagner
DVGW Deutscher Verein des Gas- und
Wasserfaches e. V.
Technisch-wissenschaftlicher Verein
Josef-Wirmer-Straße 1-3
53123 Bonn
E-Mail: wagner@dvgw.de

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Einfluss der Regenwasserbehandlung und vorgeschalteter Grobreinigungsverfahren auf das Betriebsergebnis von Feinrechen

Zusammenfassung
Das Betriebsergebnis von Feinrechenanlagen wird durch viele Faktoren bestimmt. Naheliegend ist die Betrachtung der auf der Kläranlage herrschenden Bedingungen im Rechengerinne, wie zum Beispiel Fließgeschwindigkeit oder Anströmung der Feinrechenanlage. Darüber hinaus beeinflussen aber auch die Gegebenheiten im jeweiligen Einzugsgebiet einer Kläranlage oder vorgeschaltete Verfahrensstufen die betriebliche Leistung einer jeden Feinrechenanlage. Zu diesen Einflussfaktoren zählen bei Kanalnetzen im Mischsystem zum Beispiel die Bauwerke der Regenwasserbehandlung, insbesondere die den Kläranlagen direkt vorgeschalteten Stauräume. Weiterhin von Bedeutung sind Geröllfänge im Zulauf zur Kläranlage oder den Feinrechen vorgeschaltete Grobrechenanlagen. Auf der Basis der Daten von 218 Kläranlagen aus Deutschland, Luxembourg, Österreich, der Schweiz und Italien wird der Einfluss der genannten Bauwerke auf das Betriebsverhalten von Feinrechenanlagen untersucht und dargestellt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 8-2017 Seite 691

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Joachim Hansen
Siedlungswasserwirtschaft und Wasserbau
Universität Luxemburg – Campus Kirchberg
6, rue R. Coudenhove-Kalergi
1359 Luxemburg-Kirchberg, Luxemburg
Prof. Dr.-Ing. Manfred Greger
Process Engineering
Universität Luxemburg – Campus Kirchberg
6, rue R. Coudenhove-Kalergi
1359 Luxemburg-Kirchberg, Luxemburg
Prof. Dr.-Ing. Klaus Kimmerle
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Institut für Physikalische
Prozesstechnik
Goebenstraße 40, 66117 Saarbrücken
Dr.-Ing. Thomas Uckschies
Entsorgungsverband Saar
Postfach 10 01 22, 66001 Saarbrücken
E-Mail: Thomas.Uckschies@evs.de

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Steuerlich relevante Fragen für juristische Personen des öffentlichen Rechts, insbesondere für Betriebe der Abwasserbeseitigung – Teil 2: Umsatzsteuer

Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses WI-2 „Organisation, Kosten und Finanzierung“*)
Zusammenfassung

Der DWA-Fachausschuss WI-2 fasst in einem Arbeitsbericht den Sachstand zu aktuellen Steuerfragen der Abwasserbeseitigung zusammen. Im ersten Teil geht es um die Steuerpflicht der öffentlichen Hand im Rahmen von Ertragssteuern. Nach Begriffsbestimmungen werden vertieft Abgrenzungsfragen erörtert. Im zweiten Teil steht die Umsatzsteuer im Mittelpunkt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2017 Seite 621

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Neue Konzepte zur Umweltrisikobewertung von Humanarzneimitteln

Zusammenfassung
Ein Konzept wird vorgestellt, das die Firmen, die in den europäischen Pharmaverbänden der forschenden Unternehmen, der Generikahersteller und der Hersteller freiverkäuflicher Medikamente zusammengeschlossenen sind, unter dem Begriff des „Eco- Pharmaco-Stewardship“ entwickelt haben, um Fragen zu Umweltrisiken zu beantworten und zeitgemäße Instrumente der Umweltrisikobewertung zu entwickeln. Das Eco-Pharmaco-Stewardship- Konzept umfasst verschiedene Bereiche der Produktion und Anwendung von Humanarzneimitteln.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2017 Seite616

Autor
Dr. Reinhard Länge
Bayer AG
Müllerstraße 178, 13533 Berlin
E-Mail: reinhard.laenge@bayer.com

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Langzeitüberwachung der Raum-Zeit- Dynamik in Entwässerungssystemen mittels Niedrigenergiefunk

Ein Feldexperiment im Großmaßstab Zusammenfassung Obgleich gegenwärtig mittels Regenradar und hochauflösender Fernerkundung immer effizienter Daten zu Niederschlag, Topographie und Landnutzung erhoben werden, ist es nach wie vor schwierig, eine hydrologische Überwachung für Entwässerungssysteme mit hinreichender Informationsdichte und -konsistenz zu realisieren. Ob und inwieweit die Technologie des Niedrigenergiefunks (LPWAN) – als Kommunikations-Backbone des Internet der Dinge (IoT) bekannt – das Potenzial hat, diese Lücke zu schließen, diskutieren wir in diesem Beitrag. Grundlage dafür sind unsere Erfahrungen beim Aufbau und dem bis dato einjährigen Betrieb eines Drahtlossensornetzwerks in einem mittelgroßen Schweizer Siedlungsentwässerungsnetz mit einer Sensordichte von über einem Sensor pro Hektar und einer Überwachungsfrequenz von fünf Minuten. Im Einzelnen erörtern wir i) das zugrundeliegende Monitoringkonzept, ii) die technische Spezifikation der Sensorik und der Datenübertragungstechnologie LoRaWANTM und iii) die bisherigen Erfahrungen zur Systemperformance, illustriert durch ein Anwendungsbeispiel.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2017 Seite594

Autoren
Dr.-Ing. Frank Blumensaat
Prof. Dr. Max Maurer
Institut für Umweltingenieurwissenschaften
Professuren für Siedlungswasserwirtschaft
ETH Zürich
Stefano-Franscini-Platz 5, 8093 Zürich, Schweiz
und
Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung
und Gewässerschutz (Eawag)
Überlandstrasse 133, 8600 Dübendorf, Schweiz
Dipl.-Ing. (FH) Christian Ebi
B. Sc. (FH) Simon Dicht
Dr.-Ing. Jörg Rieckermann
Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung
und Gewässerschutz (Eawag)
Überlandstrasse 133, 8600 Dübendorf, Schweiz
E-Mail: frank.blumensaat@eawag.ch

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Kontrolle der Lastannahmen: Rohrstatik – Rohreinbau, Teil 1

Voraussetzung für langlebige Leitungen und Kanäle

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2017 Seite 592

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Die neue Klärschlammverordnung und aktuelle Änderungen des Düngerechts

Was Kläranlagenbetreiber bereits heute berücksichtigen sollten Der Entwurf der Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung wurde am 12. Mai 2017 vom Bundesrat mit Änderungsempfehlungen beschlossen. Am 24. Mai hat das Kabinett den Änderungen zugestimmt. Es steht noch die Bestätigung durch den Bundestag aus, die nach aller Voraussicht Ende Juni erfolgen wird. Es ist daher davon auszugehen, dass die neue Klärschlammverordnung (AbfKlärV) im Laufe des August im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, am darauf folgenden Tag in Kraft treten und damit die bisherige Klärschlammverordnung ersetzen wird.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2017 Seite

Diese Information, die aktuelle Fassung der AbfKlärV oder – nach Fertigstellung – der oben genanngte Arbeitsbericht stehen auch im Mitgliederbereich der DWA-Homepage zur Verfügung:
www.dwa.de,
–> DWAdirekt
–> Fachinformationen Info
–> Novelle AbfKlärV

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Dezentrale Anlagen zur Niederschlagswasserbehandlung: Dialog der DWA mit Herstellern und Anbietern*)

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe ES-3.7 „Dezentrale Anlagen zur Niederschlagswasserbehandlung“ Zusammenfassung
Im Rahmen der IFAT 2016 hat sich die DWA-Arbeitsgruppe ES- 3.7 in München zu einer zweitägigen Sitzung mit dem Schwerpunkt „Herstellerdialog“ getroffen. Am ersten Tag wurden nach einem Aufruf zur Mitwirkung mit insgesamt 13 Herstellern bzw. Anbietern dezentraler Anlagen Einzelgespräche geführt. Ziel war es, die bei den Herstellern/Anbietern vorliegenden Erfahrungen und offenen Fragen in die Bearbeitung des Merkblatts DWA-M 179 „Dezentrale Anlagen zur Niederschlagswasserbehandlung“ einzubinden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2017 Seite604

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Pilotprojekt „Vierte Reinigungsstufe“ in Weißenburg

Erfahrungen bei der Planung und wissenschaftlichen Begleitung Zusammenfassung Im Pilotprojekt auf der Kläranlage Weißenburg wurden neben der Grundlagenermittlung und Bestandsanalyse ein Spurenstoffscreening, ein Testverfahren zur Ozonierbarkeit des Weißenburger Abwassers, eine Strömungssimulation für den Ozonungsreaktor sowie eine Energieprognose für die vierte Reinigungsstufe durchgeführt. Ausgehend von diesen Erfahrungen und der wissenschaftlich gestützten Vorgehensweise in Weißenburg bildeten die ausführlichen Untersuchungen und Erhebungen aller notwendigen Basisdaten und bemessungs- sowie projektrelevanten Informationen die Grundlage für eine wirtschaftliche Entscheidung im Planungsverlauf und haben dazu beigetragen, den Planungsprozess zu optimieren und den Wissensgewinn zu erhöhen. Die Inbetriebnahme der vierten Reinigungsstufe, die als Ozonung mit zweistraßiger Nachbehandlung, bestehend aus baugleichen, kontinuierlich betriebenen Filtern mit unterschiedlichem Filtermaterial (granulierte Aktivkohle und Sand), ausgeführt wird, soll noch im Sommer 2017 erfolgen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2017 Seite 606

Autoren
Univ.-Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Schaum
Dipl.-Ing. Sascha Rödel (Korrespondenzautor)
Universität der Bundeswehr München
Institut für Wasserwesen
Werner-Heisenberg-Weg 39, 85577 Neubiberg
E-Mail: sascha.roedel@unibw.de
Dr.-Ing. Verena Rehbein
Dr.-Ing. Steinle Ingenieurgesellschaft für Abwassertechnik mbH
Ziegelstraße 2, 83629 Weyarn
Dipl.-Ing. Regine Schatz
Dr.-Ing. Tosca Zech
Ingenieurbüro Dr. Resch + Partner
Holzgasse 28, 91781 Weißenburg
Dr. Manfred Sengl
Marc Eßlinger
Marco Fioretti
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Referat 75: Spezielle Analytik für Umweltüberwachung
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
PD Dr.-Ing. habil. Michaela Hunze
FlowConcept GmbH
Warmbüchenstraße 15, 30159 Hannover

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IE expo China 2017 mit Rekordergebnissen

55 000 Besucher ( 28 %), 1637 Aussteller ( 26 %), 100 000 Quadratmeter Fläche ( 39 %) – vom 4. bis 6. Mai 2017 hat die IE expo China ihren Leitcharakter für den asiatischen Raum erneut unter Beweis gestellt. Die diesjährige Ausgabe von Asiens führender Fachmesse für Umwelttechnologien hat in allen Bereichen neue Bestmarken erreicht: bei Besuchern, Ausstellern sowie Fläche. Drei Tage lang konnte das Fachpublikum auf dem Gelände des Shanghai New International Expo Centre (SNIEC) Innovationen und Lösungen für die Bereiche Wasser, Abfall, Luft und Boden entdecken.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2017 Seite 590

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IFAT Eurasia 2017 als führende Umwelttechnologiemesse in Eurasien

Erfolgreicher Umzug nach Istanbul
Von 16. bis 18. Februar hat die IFAT Eurasia 2017 bewiesen, dass die Türkei nach wie vor Dreh- und Angelpunkt der eurasischen Umweltbranche ist. Die Ausstellungsfläche im Istanbul Expo Centre (IFM) konnte auf über 17 000 Quadratmeter gesteigert werden. 230 Aussteller aus 18 Ländern nahmen an der zweiten Ausgabe von Eurasiens führender Umwelttechnologiemesse teil und vertraten dabei 413 Unternehmen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2017 Seite 586

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Zerreißfeste Faserstoffe und Feuchtreinigungstücher zunehmend problematisch bei der Abwasserentsorgung

DWA-Expertengespräch „Zerreißfeste Faserstoffe und Feuchtreinigungstücher“ Die zunehmende Verwendung von zerreißfesten Faserstoffen und Feuchtreinigungstüchern führt seit einiger Zeit verstärkt zu betrieblichen Problemen bei der Abwasserentsorgung. Verstopfte Entwässerungssysteme und lahmgelegte Pumpen in Pump- und Klärwerken sind immer häufiger die Folge. Um gemeinsam Lösungswege aus dieser Problematik zu entwickeln, hatte die DWA Mitte März Fachleute aus Industrie, Wissenschaft und Abwasserwirtschaft zum Expertengespräch „Zerreißfeste Faserstoffe und Feuchtreinigungstücher“ nach Hennef geladen. Verschiedene Handlungsoptionen wurden dabei aufgezeigt und sollen in einer neuen DWAArbeitsgruppe genauer analysiert und weiter entwickelt werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2017 Seite 582

Autoren
Dipl.-Ing. Roland Kammerer
Stadtentwässerung Frankfurt am Main
Goldsteinstraße 160
60528 Frankfurt am Main
Dipl.-Ing. Christian Berger
Dipl.-Volksw. Stefan Bröker
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
E-Mail: berger@dwa.de

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„Die weiblichen Talente werden gebraucht“

Frauen in der Wasserwirtschaft machen sich auf den Weg
Ein knappes Drittel aller leitenden Angestellten in der Privatwirtschaft in Deutschland sind Frauen, 24 Prozent aller Erstsemester in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen weiblich. Zu diesem Ergebnis kommen der „Führungskräfte- Monitor 2015“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 7-2017 Seite 588

Autor:
Alexandra Bartschat (Hennef)

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Nachhaltigkeitsziele in Handeln umsetzen

DWA-Bundestagung in Berlin stellt Klimaschutz in den Fokus
Die Rolle der Wasserwirtschaft beim Klimaschutz und für eine ressourcenschonende wirtschaftliche Entwicklung sind die zentralen Themen der Bundestagung der DWA, die am 25. und 26. September 2017 in Berlin stattfindet.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 476

Netzwerk, Fachausstellung, Anmeldung
Die Bundestagung gilt als wichtiger Treffpunkt der deutschen Wasserwirtschaft. Sie endet am Dienstagnachmittag mit der Mitgliederversammlung der DWA. Parallel zur Veranstaltung präsentieren ausgewählte Firmen ihre Produkte und Dienstleistungen für die Branche. Veranstaltungsort ist das Maritim proArte Hotel Berlin. Die Teilnahme an der Bundestagung kostet 390 Euro, DWA-Mitglieder zahlen 320 Euro, Pensionäre 100 Euro sowie Studenten und Auszubildende 50 Euro. Das Tagungsprogramm sowie weiterführende Informationen können im Internet abgerufen werden:

www.dwa.de/bundestagung
Kontakt und Anmeldung:
Barbara Sundermeyer-Kirstein
Tel. 0 22 42/872-181
E-Mail: bundestagung@dwa.de

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Weiterentwicklung einer qualitätsabhängigen Kanalnetzsteuerung in Wuppertal

Der Weg von der lokalen Steuerung einzelner Bauwerke zur Verbundsteuerung
Zusammenfassung

Kanalnetzsteuerungen bieten eine flexible und resiliente Möglichkeit, auf veränderliche Rahmenbedingungen – zum Beispiel den demographischen und klimatischen Wandel – des urbanen Entwässerungssystems reagieren zu können. Im BMBF-Forschungsprojekt SAMUWA wurde die, seit zehn Jahren etablierte, lokale qualitätsabhängige Steuerung an acht Bauwerken in Wuppertal analysiert. Zur Potenzialanalyse einer Verbundsteuerung wurde des Weiteren auch das einzige Entlastungbauwerk des zentralen Entlastungssammlers (rund 50 000 m³) messtechnisch überwacht. Die Analyse hoch aufgelöster Qualitäts- und Hydraulikdaten bestätigte sowohl die Effektivität der bisherigen lokalen Steuerungsregeln als auch das Potenzial einer Verbundsteuerung. Es konnte gezeigt werden, dass nur eine messtechnische Erfassung der dynamischen Prozesse eine effektive Behandlung sicherstellt. Eine Anpassung der Drosselabflüsse an den einzelnen Bauwerken ermöglicht eine zuverlässige Behandlung stark verschmutzter Abflüsse. Durch die Verbundsteuerungsregeln können die Gesamtemissionen reduziert werden, da geringer verschmutzte Zuläufe dem Retentionsraum nicht weiter zugeführt werden. Die neu entwickelten Steuerungsstrategien konnten bereits pilothaft an einem Bauwerk umgesetzt werden. Aus dem Praxisbeispiel Wuppertal, verknüpft mit Beispielen aus der Literatur, ist innerhalb des Forschungsprojekts ein Leitfaden zur „Qualitätsabhängigen Kanalnetzsteuerung“ entstanden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 507

Autoren
Dipl.-Ing. Katja Ines Fricke
Dr. Pecher AG
Klinkerweg 5
40699 Erkrath
und
Technische Universität Graz
Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau
Stremayrgasse 10/I, 8010 Graz, Österreich
Dr.-Ing. Holger Hoppe
Dipl.-Ing. Stefan Kutsch
Dr. Pecher AG
Klinkerweg 5
40699 Erkrath
Dipl.-Ing. Christian Massing
Dipl.-Ing. (FH) Jens Ante
Dipl.-Ing. Thorsten Gigl
WSW Energie & Wasser AG
Bromberger Straße 39-41
42281 Wuppertal
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Muschalla
Technische Universität Graz
Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau
Stremayrgasse 10/I
8010 Graz, Österreich
E-Mail: katja.fricke@pecher.de

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Neues DWA-Politikmemorandum vorgestellt

DWA-Dialog zum Gewässerschutz in Berlin
Die DWA hat im Vorfeld der Wahlen des Deutschen Bundestags ihre Positionen zur Umweltpolitik in einem Politikmemorandum zusammengefasst. Das Memorandum wurde dem Bundesumweltministerium und Mitgliedern des Umweltausschusses des Deutschen Bundestags am 27. März 2017 im Rahmen des DWA-Dialogs zum Gewässerschutz im Hauptstadtbüro der Vereinigung übergeben. „Mit dem Politikmemorandum 2017 bezieht die DWA rechtzeitig zur Bundestagswahl im September 2017 zu wichtigen deutschen und europäischen Themen aus den Bereichen Wasser- und Abfallwirtschaft sowie Bodenschutz Stellung. Da sich in der DWA rund 14 000 Mitglieder aus allen fachlich relevanten Bereichen engagieren, hat dies besonderes Gewicht in der Umweltpolitik und angrenzenden Politikfeldern“, so DWA-Präsident Otto Schaaf. Wie in den Jahren zuvor waren die wasserpolitischen Sprecher aller im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien und Fachleute aus dem Bundesumweltministerium erschienen und gaben Statements zur aktuellen Umweltpolitik ab.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 470

Download des DWA-Politikmemorandums: http://de.dwa.de/politikinformationen.html  

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Wasserwirtschaft 4.0 erobert den Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

Zusammenfassung
Die Digitalisierung in der Wasserwirtschaft ist ein derzeit viel diskutiertes Thema, das sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie Konzepte und Strategien des Themenfeldes Industrie 4.0 für die Wasserwirtschaft nutzbar gemacht werden können und welche Vorteile sich daraus ergeben. Der vorliegende Beitrag greift diese Fragestellung für das Abwassermanagement des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen auf. Es wird gezeigt, wie auf Basis der heutigen Informations- und Kommunikationstechnologien ein modernes Abwassermanagement aufgebaut werden kann, das durch Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsabläufen den Anforderungen einer Wasserwirtschaft 4.0 gerecht wird. Für den Betreiber, dessen Aufgaben es sind, die ansässigen Firmen mit Nutzwasser zu versorgen, das Abwasser auflagenkonform abzuleiten und zu reinigen sowie verursachergerechte Gebühren zu erheben, ergeben sich erhebliche Vorteile hinsichtlich Prozesseffizienz, Ressourceneinsparung und Ergebnisqualität.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 526

Autoren
Dr. Achim Gahr
Endress+Hauser Conducta GmbH  Co. KG
Dieselstraße 24
70839 Gerlingen
Peter Wazinski
Endress+Hauser Process Solutions GmbH
Heinrich-von-Stephan-Straße 8
79100 Freiburg im Breisgau
Nils Andreas
Endress+Hauser Conducta GmbH  Co. KG
Siemensstraße 2
64823 Groß-Umstadt

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Wasserwirtschaft 4.0 – das neue Infrastrukturnetzwerk bei Emschergenossenschaft und Lippeverband

Ideen, Piloten und Ausblick Zusammenfassung Emschergenossenschaft und Lippeverband beschäftigen sich intensiv mit den Möglichkeiten, die die Wasserwirtschaft 4.0 heute und in Zukunft bieten wird. Dazu wurde ein klar strukturierter Prozess definiert und das Core-Team sowie die Treibergruppe gegründet, die zentral für die Verbände das Thema steuern, begleiten, bewerten und vorantreiben. Mit Pilotvorhaben werden vielversprechende Ideen in kurzen Zeiträumen getestet und bewertet. Mit diesem Vorgehen entsteht somit die Chance, verlässliche neue Techniken risikominimiert schnell unternehmensweit einzuführen. Neben der bereits gelösten wichtigen Voraussetzung eines sicheren Infrastrukturnetzwerks beschäftigen sich andere Pilotvorhaben derzeit mit der Virtualisierung von Prozessleitsystemen, die zukünftig dann das Engineering sowie die Wartung und Instandhaltung der zahlreichen Anlagen vereinfachen wird.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 502

Autoren
Dipl.-Ing. Heiko Althoff
Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt. Ing. Eberhard Holtmeier
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

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Wasser Berlin International 2017 zog positive Bilanz

450 Aussteller aus 26 Ländern, 19 273 Besucher aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, das war in knappen Eckdaten die Wasser Berlin International, die Ende März 2017 stattfand, aus Sicht des Veranstalters Messe Berlin. Die Messe betonte mehrfach die hohe Internationalität auf Aussteller- und Besucherseite sowie eine exzellente Beteiligung beim Rahmenprogramm. Nächster Termin Wasser Berlin International 2019 findet vom 26. bis 29. März 2019 statt. www.wasser-berlin.de http://de.dwa.de/wasser-berlin-international.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 472

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KanalbetriebsTage – ein neues Forum für alle Themen rund um das Betriebsmanagement von Entwässerungssystemen

Am 20. und 21. März 2017 fanden in Nürnberg die ersten DWA-KanalbetriebsTage statt. Den Schwerpunkt dieser neuen Veranstaltungsreihe bilden die Themen des Managements von Betriebs- und Instandhaltungsprozessen kommunaler Entwässerungssysteme. Die KanalbetriebsTage sollen ein Forum werden, in dem diese Managementaufgaben zusammenhängend und mit wechselnden, aktuellen Schwerpunkten behandelt werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 478

Autor
Dipl.-Ing. Roland Kammerer
Stadtentwässerung Frankfurt am Main
Abteilung 68.3 „Abwasserableitung und
Gewässer, Betrieb, Planung und Bau“
Goldsteinstraße 160
60528 Frankfurt am Main

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Konzepte von Industrie 4.0 für die Abwasserwirtschaft

Ein Strukturierungsansatz für die Identifizierung zentraler Handlungsfelder Zusammenfassung Ein vielschichtiges Thema wie die Nutzung von Konzepten der Industrie 4.0 in der Abwasserwirtschaft bedarf eines Ordnungsprinzips. Dies gilt für die zielgerichtete Arbeit in einschlägigen Fachgremien ebenso wie für die Sammlung und Einordnung von Praxisbeispielen. Hierzu werden im Beitrag vier Unternehmensdimensionen und fünf Funktionsbereiche in ihrem Zuschnitt auf die Abwasserwirtschaft erläutert. Die vorgeschlagene Strukturierung soll helfen, zentrale Handlungsfelder und Maßnahmen herauszuarbeiten. Eine positive Ausstrahlung zeitnah realisierter Beispielprojekte ist ebenso bedeutsam wie das Vermeiden von Individuallösungen, deren Bestand und Pflege nicht mit den dynamischen Entwicklungen im IT-Bereich vereinbar sind.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 484

Autoren
Dipl.-Ing. Uta Pachaly
Berliner Wasserbetriebe
Cicerostraße 24
10709 Berlin
E-Mail: uta.pachaly@bwb.de
Prof. Dr. Ulrich Jumar
ifak e. V.
Werner-Heisenberg-Straße 1
39106 Magdeburg
E-Mail: ulrich.jumar@ifak.eu

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Simulationsgestützter Entwurf, Analyse und virtuelle Inbetriebnahme von Ammoniumregelungen für Belebungsanlagen

Zusammenfassung
Beim Aufgreifen der Konzepte von Industrie 4.0 für die Abwasserwirtschaft kommt der Vernetzung eine besondere Bedeutung zu. Diese Vernetzung umfasst neben der Technik ebenso Aspekte der Organisation. Der systematische Entwurf von Regelungen ist ein Beispiel dafür, wie wichtig ein Gewerke übergreifender Entwurfsprozess für vollumfänglich funktionierende Automatisierungslösungen ist. Es bedarf der Vernetzung von regelungstechnischer, verfahrenstechnischer, Informatik- und Betriebsexpertise. Die Nutzung einer Simulation für den automatisierungstechnischen Entwurf fällt in den Funktionsbereich der Assistenzsysteme von Wasserwirtschaft 4.0. Die Simulation als Teil einer virtuellen Inbetriebnahme lässt erhebliche Effizienzsteigerungen im Engineering-Prozess erwarten. Der Aufbau von Bausteinbibliotheken mit typischen Regelungsfunktionen für Kläranlagen zählt zu den für Industrie 4.0 typischen Standardisierungsbemühungen, die einen großen Nutzen versprechen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 515

Autoren
Dr. Jens Alex
ifak – Institut für Automation und Kommunikation e. V.
Magdeburg
Werner-Heisenberg-Straße 1, 39106 Magdeburg
Dr. Tobias Morck
Weber-Ingenieure GmbH
Bauschlotter Straße 62, 75177 Pforzheim
Dipl.-Ing. Barbara Cybulski
Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim (ESP)
Hohwiesenweg 45, 75175 Pforzheim
E-Mail: jens.alex@ifak.eu

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Prüfen, informieren, Qualität sichern

Prüfingenieure der Gütegemeinschaft Kanalbau auf der Baustelle Ein wichtiger Bestandteil der Gütesicherung ist die Überprüfung der Gütezeicheninhaber durch einen der vom Güteausschuss des Güteschutz Kanalbau beauftragten Prüfingenieure. Für Baustellenbesuche bei Gütezeicheninhabern gilt: 2 Besuche pro Jahr in den Beurteilungsgruppen der offenen Bauweise bzw. Vortrieb sowie 1 Besuch pro Jahr in den Beurteilungsgruppen zur Sanierung, Inspektion, Reinigung und Dichtheitsprüfung. Die 30 Prüfingenieure führen im Rahmen der kontinuierlichen Prüfung der Gütezeicheninhaber derzeit etwa 3.700 unangemeldete Baustellenbesuche pro Jahr…mehr:

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 482

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Digitalisierung als Modernisierungsimpuls für Anlagenerneuerung und – betrieb in der Wasserwirtschaft

Zusammenfassung
Die Digitalisierung bietet der Wasserwirtschaft Chancen für die nachhaltige Anlagenmodernisierung und Leistungssteigerung, birgt aber auch aufgrund der denkbaren Veränderungstiefe Herausforderungen, die sich nicht nur auf Fragen der IT-Sicherheit reduzieren lassen. Die Handlungsoptionen erstrecken sich über den erweiterten Einsatz von Modellen im Anlagenbetrieb bis zum Einsatz von Maschinenlernverfahren zur Echtzeitverarbeitung von Betriebsdaten mit dem Ziel einer verbesserten Prozessdiagnose. Erfolgsfaktoren bestehen – neben einer hohen inhaltlichen Kompetenz – aus der erforderlichen Standardisierungstiefe und einer Unternehmenskultur, die – unterstützt durch eine aktive Kommunikation – Offenheit für Veränderungen, aber auch eine gelebte Fehlerkultur beinhalten muss. In Kombination sämtlicher Faktoren kann sich ein großer Nutzen nicht nur im Hinblick auf die Erhöhung der Effizienz des Anlagenbetriebs, sondern auch hinsichtlich des Schutzes von Umwelt und Ressourcen ergeben.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 496

Autor
Dr.-Ing. Frank Obenaus
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

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Neues DWA-Politikmemorandum vorgestellt

DWA-Dialog zum Gewässerschutz in Berlin
Die DWA hat im Vorfeld der Wahlen des Deutschen Bundestags ihre Positionen zur Umweltpolitik in einem Politikmemorandum zusammengefasst. Das Memorandum wurde dem Bundesumweltministerium und Mitgliedern des Umweltausschusses des Deutschen Bundestags am 27. März 2017 im Rahmen des DWA-Dialogs zum Gewässerschutz im Hauptstadtbüro der Vereinigung übergeben. „Mit dem Politikmemorandum 2017 bezieht die DWA rechtzeitig zur Bundestagswahl im September 2017 zu wichtigen deutschen und europäischen Themen aus den Bereichen Wasser- und Abfallwirtschaft sowie Bodenschutz Stellung. Da sich in der DWA rund 14 000 Mitglieder aus allen fachlich relevanten Bereichen engagieren, hat dies besonderes Gewicht in der Umweltpolitik und angrenzenden Politikfeldern“, so DWA-Präsident Otto Schaaf. Wie in den Jahren zuvor waren die wasserpolitischen Sprecher aller im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien und Fachleute aus dem Bundesumweltministerium erschienen und gaben Statements zur aktuellen Umweltpolitik ab.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 6-2017 Seite 470

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Technische Erprobung des Aktivkohleeinsatzes zur Elimination von Spurenstoffen in Verbindung mit vorhandenen Filteranlagen – Filter AK+

Teil 2: Kostenvergleich Zusammenfassung Im Projekt FilterAK wurde die Spurenstoffelimination über Aktivkohle in vorhandenen Flockungsfiltern untersucht und bestätigt. Je nach Verfahren wurden unterschiedliche Vor- und Nachteile identifiziert. So erreicht ein nachgeschalteter GAK-Filter (GAK: granulierte Aktivkohle) eine längere Standzeit, wodurch die Betriebskosten durch Materialaustausch sinken. Der Ansatz erfordert jedoch zusätzliche Investitionen sowie erhöhte Pumpkosten mit einem erhöhten Energieverbrauch. Die Dosierung von Pulverkohle hat Vorteile bei der Prozessregelung, da kontinuierlich Frischkohle in dem erforderlichen Umfang zugegeben werden kann. In einem detaillierten Kostenvergleich wurden die erforderlichen Investitionen, die Betriebskosten und die spezifischen Behandlungskosten der drei Verfahrensansätze ermittelt. Der Einfluss der Energie- und Verbrauchskosten sowie der Filteranzahl und der geforderten Elimination auf die Verfahrenskosten wurde über eine Sensitivitätsanalyse bewertet.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2017 Seite 405

Autoren
Dr.-Ing. Gerd Kolisch, Dipl.-Ing. Yannick Taudien
Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft mbH
Untere Lichtenplatzer Straße 100, 42289 Wuppertal
Dipl.-Ing. Klaus Alt, Dipl.-Ing. Frank Böhm
Hydro-Ingenieure, Planungsgesellschaft für Siedlungswasserwirtschaft mbH
Stockkampstraße 10, 40477 Düsseldorf
E-Mail: kol@wupperverband.de

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Gütesicherung während der Baumaßnahme

Kanalbau in offener Bauweise – Verdichtungsprüfungen der Gütesicherung RAL-GZ 961 sind Mindestanforderungen zur Fachkunde, technischen Leistungsfähigkeit und technischen Zuverlässigkeit definiert.
Im Einzelnen betrifft dies Anforderungen
• an Erfahrung und Zuverlässigkeit des Unternehmens bzw.
Personals,
• an die Qualifikation des Personals und dessen regelmäßige
Schulung,
• an Betriebseinrichtungen und Geräte,
• an Nachunternehmer
• und die Dokumentation der Eigenüberwachung.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2017 Seite 386

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel.: 02224 9384-0, Fax: 02224 9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Abwasser als Ressource

Entwicklungen in der Wasserwiederverwendung Der internationale Weltwassertag wurde von den Vereinten Nationen als ein Ergebnis der Weltkonferenz „Umwelt und Entwicklung“ in Rio de Janeiro (1992) ins Leben gerufen und wird seit 1993 jedes Jahr am 22. März begangen. UN-Water veröffentlichte am diesjährigen Weltwassertag, der unter dem Motto „Abwasser“ stand, in Durban den Weltwasserentwicklungsbericht „Wastewater – The Untapped Resource“ („Abwasser – die unerschlossene Ressource“). Darin wird vor dem Hintergrund von globalem Klimawandel, weltweit steigendem Wasserbedarf und zunehmender Ressourcenverknappung die Bedeutung eines Paradigmenwechsels vom „Abwasser als Belastung“ zum „Abwasser als Ressource“ hervorgehoben. Die DWA-Arbeitsgruppe BIZ-11.4 „Wasserwiederverwendung“ und der DWAFachausschuss KA-1 „Neuartige Sanitärsysteme“ nehmen dies zum Anlass für einen kurzen Überblick zu Entwicklungen und Aktivitäten im Bereich der Wiederverwendung von Grauwasser, Regenwasser und Abwasser im deutschen und internationalen Kontext.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2017 Seite 384

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Jens Haberkamp
Sprecher der DWA-Arbeitsgruppe
BIZ-11.4 „Wasserwiederverwendung“
Stellvertretend für die Mitglieder der
Arbeitsgruppe
Fachhochschule Münster
Fachbereich Bauingenieurwesen
Institut für Wasser · Ressourcen · Umwelt
(IWARU)
Corrensstraße 25, 48149 Münster
Prof. Dr.-Ing. Heidrun Steinmetz
Obfrau des DWA-Fachausschusses KA-1
„Neuartige Sanitärsysteme“
Stellvertretend für die Mitglieder
des Fachausschusses
Fachgebiet Ressourceneffiziente Abwasserbehandlung
der TU Kaiserslautern
Paul-Ehrlich-Straße 14
67663 Kaiserslautern
Dr.-Ing. Christian Wilhelm
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Fachreferent für
kommunale Abwasserbehandlung
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
E-Mail: wilhelm@dwa.de

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Forschungsförderung zur Erneuerung der kommunalen Wasserinfrastruktur in Deutschland und USA BMBF-INIS und NSF-ReNUWIt

Zusammenfassung
Mit Blick auf das Alter, den baulichen Zustand und den umfangreichen Sanierungs- und Investitionsbedarf bestehender Systeme sowie auf die großen Zukunftsherausforderungen wird der grundlegende Erneuerungsbedarf der kommunalen Wasserinfrastruktur in vielen, auch internationalen Fachveröffentlichungen betont. Die Entwicklung, Erprobung und Verwirklichung geeigneter Konzepte und Maßnahmen zur Anpassung und langfristigen Transformation der bisher sehr stark zentral ausgerichteten Ver- und Entsorgungssysteme bedingen einen erheblichen Forschungsbedarf. Vor diesem Hintergrund wurden in den zurückliegenden Jahren national und international umfangreiche Forschungsprogramme aufgelegt. Der vorliegende Beitrag skizziert beispielhaft ausgewählte Forschungsprogramme in Deutschland, USA, Australien und in der Schweiz. Die Fördermaßnahme INIS des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und das amerikanische Forschungszentrum ReNUWIt werden in ihren Zielen, ihrer Strukturierung und ihren methodischen Ansätzen näher beleuchtet.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2017 Seite 412

Autor
Prof. Dr.-Ing. Theo G. Schmitt
TU Kaiserslautern
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Paul-Ehrlich-Straße 14
67663 Kaiserslautern
E-Mail: theo.schmitt@bauing.uni-kl.de

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Steuerlich relevante Fragen für juristische Personen des öffentlichen Rechts, insbesondere für Betriebe der Abwasserbeseitigung

Teil 1: Ertragsteuern Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses WI-2 „Organisation, Kosten und Finanzierung“*) Zusammenfassung Der DWA-Fachausschuss WI-2 fasst in einem Arbeitsbericht den Sachstand zu aktuellen Steuerfragen der Abwasserbeseitigung zusammen. Im ersten Teil geht es um die Steuerpflicht der öffentlichen Hand im Rahmen von Ertragssteuern. Nach Begriffsbestimmungen werden vertieft Abgrenzungsfragen erörtert. Im zweiten Teil wird die Umsatzsteuer im Mittelpunkt stehen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2017 Seite 423

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Bewertung von Abwasserreinigungsverfahren zur Elimination von Mikroverunreinigungen und Transformationsprodukten

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2017 Seite 382

Die Qualität unserer Wasserressourcen ist durch die große Anzahl an Chemikalien und krankheitsverursachenden Mikroorganismen gefährdet, die aus Punktquellen wie Kläranlagen oder diffusen Quellen wie der Landwirtschaft in die aquatische Umwelt eingetragen werden. Der Nachweis sogenannter Mikroverunreinigungen wie Pharmazeutika, Körperpflegemittel und Pestizide sowie von Krankheitserregern in gereinigtem Abwasser zeigt, dass konventionelle Abwasserreinigungsverfahren nicht immer ausreichen, um Mikroverunreinigungen und Mikroorganismen vollständig aus dem Abwasser zu eliminieren. Über den Effekt zusätzlicher physikalisch- chemischer Nachbehandlungsstufen auf die Elimination und Transformation (Umwandlung) organischer Mikroverunreinigungen und die Entfernung von Mikroorganismen ist jedoch wenig bekannt. Neue Erkenntnisse und Bewertungsmethoden zur Bestimmung der Effizienz von zusätzlichen Behandlungsstufen in der Abwasserreinigung lieferte ein BMBF-Projekt, dessen Ergebnisse in einem aktuell erschienen DWA-Themenband veröffentlicht wurden.

Autorin
Dipl.-Biol. Sabine Thaler
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Stabstelle „Forschung und Innovation“
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
E-Mail: thaler@dwa.de

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Rohrvortrieb nach DWA-A 125 Teil 1: Planung von Rohrvortrieben

Zusammenfassung
Das Arbeitsblatt DWA-A 125 ist seit mittlerweile sieben Jahren ein bewährtes und anerkanntes Regelwerk für die Planung und Ausführung von Rohrvortrieben. Es beschreibt detaillierte Anforderungen an Planung, Bauteile und Ausführung und gibt klare Anwendungsgrenzen von Vortriebsverfahren. Technische Entwicklungen bei den Vortriebsverfahren und eine Überarbeitung des europäischen Rahmenwerks EN 12889, vielmehr jedoch grundlegende Veränderungen in der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (VOB/C) durch die Einführung von Homogenbereichen machen eine Überarbeitung des Regelwerks erforderlich. Aus diesem Grund wurde im Dezember 2016 eine Vorhabensbeschreibung der DWA zur Überarbeitung des DWA-A 125 veröffentlicht.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2017 Seite 388

Autor
Dr.-Ing. Ulrich Bohle
Steinzeug-Keramo GmbH
Alfred-Nobel-Straße 17, 50226 Frechen
E-Mail: U.Bohle@steinzeug-keramo.com

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Spurenstoffe im Regenwasserabfluss Berlins

Zusammenfassung
Im Rahmen einer etwa zweijährigen Studie wurde für Berlin erstmals das Ausmaß der Belastung von Regenabfluss mit Spurenstoffen durch ein einjähriges Monitoringprogramm in Einzugsgebieten unterschiedlicher Stadtstrukturtypen (Altbau, Neubau, Gewerbe, Einfamilienhäuser, Straßen) untersucht. Insgesamt wurden etwa 90 volumenproportionale Mischproben auf über 100 Spurenstoffe analysiert (zum Beispiel Phthalate, Pestizide/ Biozide, Flammschutzmittel, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle), von denen ein Großteil (über 70) detektiert wurde. Die höchsten Konzentrationen an organischen Spurenstoffen wurden für Phthalate gefunden (DIDP  DINP: durchschnittlich über 12 μg/L), während Schwermetalle von Zink dominiert wurden (durchschnittlich 950 μg/L). Für die Mehrzahl der Stoffe gab es dabei signifikante Unterschiede zwischen den Stadtstrukturen. Für einige Substanzen (zum Beispiel DEHP, Carbendazim, einige polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) wurden im Regenwasserabfluss Umweltqualitätsnormen (UQN) für Gewässer überschritten. Zusätzlich bei Regenwetter in einem Fließgewässer genommene Proben zeigen, dass es auch im Gewässer zur Überschreitung von zulässigen Höchstkonzentrationen (ZHK-UQN) bei Regen kommen kann. Eine Hochrechnung der über das Regenwasser in die Gewässer gelangenden Spurenstofffrachten für Gesamt-Berlin hat ergeben, dass etwa 1,5 Tonnen an organischen Spurenstoffen über Regenabfluss jährlich in die Berliner Gewässer gelangen. Ein Vergleich mit modellierten Frachten abwasserbürtiger Spurenstoffe, die über Kläranlagenablauf in die Berliner Gewässer gelangen, zeigt, dass Frachten regenwasserbürtiger Spurenstoffe in der gleichen Größenordnung wie schmutzwasserbürtige Spurenstoffe liegen können.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2017 Seite 394

Autoren
Dr.-Ing. Daniel Wicke
Dr. Andreas Matzinger
Hauke Sonnenberg
Nicolas Caradot
Rabea-Luisa Schubert
Dr.-Ing. Pascale Rouault
Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH
Cicerostraße 24, 10709 Berlin
E-Mail: Daniel.Wicke@kompetenz-wasser.de
Dr.-Ing. Bernd Heinzmann
Dr. Uwe Dünnbier
Berliner Wasserbetriebe
Neue Jüdenstraße 1, 10179 Berlin
Dörthe von Seggern
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Brückenstraße 6, 10179 Berlin

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Vernetzung und Zusammenarbeit befördern wassersensitive Stadtentwicklung

Integrales Handeln steht im Fokus der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ Über kommunale Grenzen hinweg fach- und hierarchieübergreifend Planungsprozesse zu initiieren, die Projekte der wassersensiblen Stadt- und Regionalentwicklung anstoßen: So lautet ein wesentliches Ziel der von den Emscherkommunen, dem Land Nordrhein- Westfalen und der Emschergenossenschaft ins Leben gerufenen Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“. Innovative Formate der Vernetzung und Zusammenarbeit wie das Experten-Forum oder die Experten- Netzwerke schaffen dabei Freiräume für Selbststeuerung und -beauftragung – und lassen eine Menge neuer Ideen entstehen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2017 Seite 378

Autoren
Dipl.-Ing. Michael Becker
Abteilungsleiter Wasserwirtschaft
Dipl.-Ing. Ralf Schumacher
Stabsstellenleiter
Nachhaltige Entwicklung
Emschergenossenschaft
Kronprinzenstraße 24
45128 Essen
E-Mail: becker.michael@eglv.de
Dr.-Ing. Christian Falk
Technischer Betriebsleiter
Stadtentwässerung Dortmund
Untere Brinkstraße 81-83
44141 Dortmund
Dr.-Ing. Marko Siekmann
Abteilungsleiter Entwässerung und
Gewässer
Tiefbauamt Bochum
Technisches Rathaus Bochum
Hans-Böckler-Straße 19
44777 Bochum

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Nachhaltige Gebührenmodelle in der Abwasserentsorgung Teil 1: Konzeptionelle Grundlagen für Grundgebühren in der Schmutzwasserentsorgung

Zusammenfassung
Zukunftsfeste Entgelte der Wasserwirtschaft müssen ökologisch, finanziell, ökonomisch und sozial nachhaltig sein. Diese Eigenschaften weisen einstufige, rein mengenabhängige Schmutzwassergebühren bei hohen Fixkosten durch Infrastruktur-Vorhaltung nur partiell auf. Zwar ist ein solches Gebührenmodell einfach, akzeptiert und bietet maximale Anreize zum (Schmutz-) Wassersparen, jedoch werden andere wichtige Nachhaltigkeitsdimensionen untergewichtet. Nachhaltige Gebühren führen einen angemessenen Ausgleich zwischen den Ziel-Dimensionen der Gebührengestaltung herbei. Dazu sollte das Missverhältnis zwischen Erlös- und Kostenstruktur durch die Einführung einer Grundgebühr reduziert werden. Ein solch zweistufiges Gebührenmodell verringert die Wahrscheinlichkeit einer Kostenunterdeckung (finanzielle Nachhaltigkeit), fördert effizientes Nutzungs- und Investitionsverhalten bei einer verursachungsgerechten Refinanzierung der Infrastruktur (ökonomische Nachhaltigkeit) und reduziert soziale Verwerfungen durch Gebührenerhöhungen (soziale Nachhaltigkeit). Während der vorliegende Beitrag die Sinnhaftigkeit von Grundgebühren konzeptionell diskutiert, wird sich Teil 2 mit der Ausgestaltung von Grundgebühren für die Schmutzwasserentsorgung auseinandersetzen. Teil 3 wird sich der nachhaltigen Ausgestaltung von Niederschlagswassergebühren widmen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2017 Seite 328

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Einfluss von Ozonung oder Aktivkohleadsorption zur weitergehenden Entfernung organischer Spurenstoffe auf den Energieaufwand und CO2-Fußabdruck einer Kläranlage

Ökobilanzielle Bewertung von verschiedenen Varianten der Spurenstoffentfernung in einem Gesamtkonzept zur weitergehenden Abwasserreinigung für ein Modellklärwerk

Zusammenfassung
Momentan wird die Forderung nach einer Erweiterung von Kläranlagen um eine Stufe zur weitergehenden Elimination organischer Spurenstoffe in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Als effiziente Verfahren werden hierfür die Oxidation durch Ozonung und die Adsorption an Aktivkohle betrachtet. Neben der Verbesserung des Gewässer- und Ressourcenschutzes bedarf die Einführung dieser Verfahren zusätzlicher Energie und erzeugt weitere damit verbundene negative Umweltauswirkungen (zum Beispiel Ausstoß von Treibhausgasen). Bei der hier durchgeführten Ökobilanz werden diese möglichen negativen Umweltauswirkungen der Verfahren zur Spurenstoffeliminierung genauer quantifiziert. Dabei werden weitere Ziele einer weitergehenden Abwasserreinigung (weitestgehende Entfernung von Phosphor mit Flockungsfiltration und saisonale UVDesinfektion) bei allen Varianten mit einbezogen, um auch den Anteil der Spurenstoffelimination an den gesamten Auswirkungen einer zukünftigen weitergehenden Abwasserreinigung zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Ozonung oder der Einsatz von Pulveraktivkohle bzw. Kornaktivkohleadsorbern je nach geforderter Effizienz der Spurenstoffentfernung einen hohen zusätzlichen Primärenergieaufwand ( 10–103 %) und auch ein hohes zusätzliches Treibhauspotenzial ( 8–100 %) im Vergleich zu einer Modellkläranlage der Größenklasse 5 erzeugt. Entscheidend für den zusätzlichen Aufwand sind neben der Qualität des zu behandelnden Klärwerksablaufs (organische Stoffe als DOC) auch die Reinigungsziele für die Spurenstoffelimination und damit die notwendige Dosierung von Ozon oder Aktivkohle. Dieser Aspekt sollte zukünftig in derDiskussion über die Qualitätsziele der weitergehenden Abwasserreinigung berücksichtigt werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2017

Autoren
Daniel Mutz, M. Sc.
Dr.-Ing. Christian Remy
Dr.-Ing. Ulf Miehe
Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH
Cicerostraße 24, 10709 Berlin
Dr.-Ing. Alexander Sperlich
Berliner Wasserbetriebe AöR
Neue Jüdenstraße 1, 10179 Berlin
E-Mail: christian.remy@kompetenz-wasser

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Innovationen und internationale Geschäfte: zwei Leitthemen der Pollutec 2016

2206 Aussteller, davon 613 aus 33 Ländern weltweit, 60 834 Besucher, darunter 8669 internationale Besucher – das war in Zahlen die Pollutec 2016, die vom 29. November bis 2. Dezember 2016 in Lyon, Frankreich, stattfand.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2017

www.pollutec.com

Autor:
Frank Bringewski

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Umgang mit Sedimenten und Baggergut bei Gewässerunterhaltung und -ausbau

DWA-Fachausschuss WW-9 „Umgang mit Sedimenten und Baggergut bei der Gewässerunterhaltung“*) Zusammenfassung Mit nachfolgender Expertise zum Umgang mit Sedimenten und Baggergut bei Gewässerunterhaltung und Gewässerausbau (ohne Bundeswasserstraßen) möchte der DWA-Fachausschuss WW- 9 „Umgang mit Sedimenten und Baggergut bei der Gewässerunterhaltung (in einem gemeinsamen Fachartikel mit ATT und HTG)“ darstellen, welcher gesetzliche und untergesetzliche Handlungsrahmen zum Umgang mit Sedimenten und Baggergut besteht sowie teilweise bestehende Unsicherheiten in der Verwaltungspraxis aufzeigen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2017 Seite 321

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Profis für die Kanalsanierung

Was leistet RAL-Gütesicherung Kanalbau? Die Sanierung von Abwasserleitungen und -kanälen erfordert qualifiziertes Fachwissen von Ingenieurbüros und Auftragnehmern. Qualifikation ist die Voraussetzung für Qualität. Ende der 1980er Jahre wurde deshalb die Gütesicherung Kanalbau RAL-GZ 961 geschaffen, auch um den Aufwand für die Prüfung der Fachkunde im Vergabeverfahren zu reduzieren. Grundlage sind die Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 961, in denen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern abgestimmte Anforderungen an Fachkunde, technische Leistungsfähigkeit…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2017 Seite 292

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel.: 02224 9384-0, Fax: 02224 9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Gute Werte für die DWA Mitgliederbefragung 2016 bestätigt Kurs der Vereinigung

Welche Angebote der DWA werden von den Mitgliedern genutzt und wie zufrieden sind diese damit? Das wollte die DWA wissen und hat sechs Wochen lang zwischen Anfang September und Mitte Oktober vergangenen Jahres ihre Mitglieder befragt. Die Ergebnisse liegen nun vor.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2017 ab Seite 290

Alexandra Bartschat und Rainer Berg (Hennef)

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Wasserwirtschaft 4.0: Ökonomische Effizienz und neue Möglichkeiten für den Gewässerschutz

DWA-Expertenworkshop zeigt Status Quo, Tendenzen und Handlungsbedarf auf Wasserwirtschaft 4.0, also in erster Linie die Implementierung der Digitalisierung in die Wasserwirtschaft in Anlehnung an Industrie 4.0, wird kommen. Moderne Kommunikationstechnik und die weitere Vernetzung und Automatisierung wird die Wasserwirtschaft in den nächsten Jahren immer tiefer durchdringen. Um diese Technologien optimal im Sinne der Wasserwirtschaft zu nutzen, muss die Branche aktiv die Rahmenbedingungen setzen und gestalten. Dann kann Wasserwirtschaft 4.0 nicht nur den Einsatz modernster Mess-, Steuer- und Regeltechnik zur Erzielung einer ökonomischen Effizienz bedeuten, sondern auch gänzlich neue Möglichkeiten für den Umwelt- und Ressourcenschutz bieten. Wesentlicher Treiber von Wasserwirtschaft 4.0 ist das Innovationstempo der IT-Branche. Gebremst wird der mögliche Einsatz dieser Technologien vor allem durch den Faktor Mensch, einer noch nicht ausreichenden Standardisierung von Daten sowie dem Risikofaktor Cybersicherheit. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse des Expertenworkshops Wasserwirtschaft 4.0, den die DWA Mitte Januar in Hennef durchgeführt hat. Knapp 40 Experten aus den verschiedensten Bereichen der Wasserwirtschaft haben dort Entwicklungstendenzen, Chancen und Risiken von Wasserwirtschaft 4.0 intensiv diskutiert.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2017 ab Seite 284

Autor:
Stefan Bröker

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Ortsbezogene Regenhöhen im Starkregenindexkonzept SRI12 zur Risikokommunikation in der kommunalen Überflutungsvorsorge

Zusammenfassung
Die Charakterisierung und Kategorisierung von Starkregen mittels Starkregenindex wird im neuen Merkblatt DWA-M 119 als geeignetes Hilfsmittel zur Risikokommunikation in der kommunalen Überflutungsvorsorge mit der Empfehlung ausgewiesen, der Zuordnung möglichst ortsbezogene Regenhöhen zugrunde zu legen. Nach Skizzierung unterschiedlicher Ansätze der Starkregenkategorisierung wird ein methodisch fundierter Ansatz beschrieben, wie im Starkregenindexkonzept SRI12 den Starkregenindices von 1 bis 12 ortsbezogene Regenhöhen zugeordnet werden können. Dabei wird der Starkregenindex 7 für Dauerstufen bis 6 Stunden durchgängig mit Regenhöhen der Wiederkehrzeit 100 Jahre verknüpft. Die Starkregenindices 1 bis 6 sind abgestuft kürzeren Wiederkehrzeiten zugeordnet. Für Starkregenindex 8 bis 12 werden aus der Auswertung Praxisrelevanter Extremwerte des Niederschlags (PEN) Extrapolationsfaktoren abgeleitet. Sie erlauben die differenzierte Zuordnung ortsbezogener Wertebereiche von Starkregenhöhen mit Referenz auf die Regenhöhen der Wiederkehrzeit 100 a und Starkregenindex 7 als Ankerwerte.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2017 Seite 294

Autor
Prof. Dr.-Ing. Theo G. Schmitt
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
TU Kaiserslautern
Postfach 3049
67653 Kaiserslautern

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7. KomS-Technologieforum Spurenstoffe

Am 6. Oktober 2016 fand im Eventhaus Vetter in Lahr das 7. KomS-Technologieforum Spurenstoffe statt, veranstaltet vom Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg (KomS). Die insgesamt 132 Teilnehmer konnten sich bei der Veranstaltung einen Überblick über den Stand zum Thema „Spurenstoffelimination in Baden-Württemberg“ verschaffen. Die zwölf Aussteller rundeten das Informationsangebot ab. Im Anschluss an das Tagungsprogramm konnte das Klärwerk Lahr besichtigt werden, das als weltweit erstes Klärwerk ein Verfahren zur Spurenstoffelimination mit nachgeschaltetem Tuchfilter betreibt

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2017 ab Seite 280

Autorin
Dipl.-Ing. Sophie Zawadski
Universität Stuttgart
Kompetenzzentrum Spurenstoffe BW
Bandtäle 2, 70569 Stuttgart

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Technische Erprobung des Aktivkohleeinsatzes zur Elimination von Spurenstoffen in Verbindung mit vorhandenen Filteranlagen – Filter AK

Zusammenfassung
Für die Elimination von Spurenstoffen aus kommunalem Abwasser sind als technische Verfahren die Adsorption über Aktivkohle und die Oxidation über Ozon etabliert. Beide Verfahren benötigen eine nachgeschaltete Filtration zum Rückhalt von Kohlepartikeln bzw. zum Abbau von Transformationsprodukten. Im Projekt FilterAK wurde eine direkte Spurenstoffelimination über Aktivkohle in Flockungsfiltern untersucht und bestätigt. Der Verfahrensansatz vermeidet den Bau zusätzlicher Reaktions- und Abscheideeinheiten für den Einsatz der Aktivkohle. Er eignet sich daher besonders für Kläranlagen mit geringer Ausbaufläche oder fehlender hydraulischer Reserve. Der Aufwand für die Umrüstung bereits bestehender Filteranlagen zur Spurenstoffelimination mit der Technik ist geringer als bei anderen Verfahren mit Aktivkohleeinsatz.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2017 Seite 303

Autoren
Dr.-Ing. Gerd Kolisch
Dipl.-Ing. Yannick Taudien
Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft mbH
Untere Lichtenplatzer Straße 100, 42289 Wuppertal
Dipl.-Biol. Catrin Bornemann
Dipl.-Ing. Miriam Hachenberg
Wupperverband
Untere Lichtenplatzer Straße 100, 42289 Wuppertal
Dipl.-Ing. Klaus Alt
Dipl.-Ing. Frank Böhm
Hydro-Ingenieure
Planungsgesellschaft für Siedlungswasserwirtschaft mbH
Stockkampstraße 10, 40477 Düsseldorf
Dr.-Ing. Andreas Nahrstedt
IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für
Wasser Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH
Moritzstraße 26, 45476 Mülheim an der Ruhr
E-Mail: kol@wupperverband.de

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Grundlage für Effizienz und Umweltschutz

DWA-Regelwerk wird 60 Jahre Vor 60 Jahren erschien das erste Arbeitsblatt der DWA, die damals noch Abwassertechnische Vereinigung (ATV) hieß und auch noch nicht mit dem wasserwirtschaftlich ausgerichteten Deutschen Verband für Wasserwirtschaft und Kulturbau (DVWK) vereinigt war. Die Fusion von ATV und DVWK zur DWA erfolgte erst viel später, zum 1. Januar 2000, und war auch ein Resultat der Bestimmungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die ein – auch organisatorisch manifestiertes – gemeinsames Angehen der Aufgaben von Abwassertechnik und Wasserwirtschaft sinnvoll erscheinen ließ. Seitdem beschreibt die DWA integrierte Lösungsansätze, die abwassertechnische und wasserwirtschaftliche Aspekte vereinen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 4-2017 ab Seite 288

Autor:
Alexandra Bartschat (Hennef )

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Gütesicherung fordern, Verantwortung übernehmen

30. Mitgliederversammlung der RAL-Gütegemeinschaft Kanalbau In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart findet am 28. April die Mitgliederversammlung der RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau statt. Die in den Hotelkomplex des Maritim integrierte „Alte Stuttgarter Reithalle“ bildet dabei den Rahmen für das 30. Treffen der Mitglieder, das am Vortag mit dem Gesellschaftsabend beginnt. Der festliche Auftakt hat ebenso Tradition, wie das Programm…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 200

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Mikroschadstoffe in Gewässern

Zusammenfassung eines Berichts der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser
Zusammenfassung

Das Thema „Mikroschadstoffe“ steht immer wieder auf der Tagesordnung der Umweltminister der Länder. Im Jahr 2013 haben die Umweltminister die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) um eine bundesweite Einschätzung der Bedeutung von Mikroschadstoffen gebeten. Im Ergebnis wurde den Umweltministern 2016 der Bericht „Mikroschadstoffe in Gewässern“ vorgelegt, der in diesem Beitrag zusammengefasst wird.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 218

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Das XML-Datenaustauschformat nach Merkblatt DWA-M 150

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe ES-1.6 „Kanalinformationssysteme“*)
Zusammenfassung

Wegen der Aktualisierung der DIN EN 13508-2 (August 2011) und des Merkblatts DWA-M 149-2 „Kodiersystem für die optische Inspektion“ (Dezember 2013) und der Neuerscheinung des Merkblatts DWA-M 149-7 „Beurteilung der Umweltrelevanz des baulichen/betrieblichen Zustandes“ (Januar 2016) werden mit diesem Arbeitsbericht seitens der DWA-Arbeitsgruppe ES-1.6 „Kanalinformationssysteme“ Klarstellungen und Empfehlungen zur einheitlichen Handhabung des Datenaustauschformats nach DWA-M 150 „Datenaustauschformat für die Zustandserfassung von Entwässerungssystemen“ (April 2010) gegeben. Schlagwörter: Entwässerungssysteme, Zustand, Erfassung,

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017

Fazit
Durch Anwendung dieser vorgeschlagenen Ergänzungen zum Merkblatt DWA-M 150 ist ein geregelter Datenkreislauf für die Inspektion und Beurteilung von Zustandserfassungen außerhalb von Gebäuden gewährleistet. Das Datenaustauschformat wird derzeit von der DWA-Arbeitsgruppe ES-1.6 „Kanalinformationssysteme“ überarbeitet und in die Merkblattreihe DWAM 149 „Kanalinformationssysteme“ überführt.

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Wasser Berlin International 2017

Innovativer – informativer – internationaler Vom 28. bis 31. März 2017 findet die Wasser Berlin International – Fachmesse und Kongress für die Wasserwirtschaft – statt. Erwartet werden über 140 nationale und internationale Erstaussteller. Ganz oben auf der Agenda von Ausstellern und Fachbesuchern steht neben der Präsentation neuester Technologien der fachliche Austausch zwischen weltweiten Vertretern aus Wirtschaft, Industrie und Politik.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 190

www.wasser-berlin.de
Ausstellungs-Highlights:
www.wasser-berlin.de/Presse/Innovationen
DWA auf der Wasser Berlin:
www.dwa.de/wbi

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Verwendung gebrauchter Aktivkohlen aus der Trinkwasseraufbereitung zur Spurenstoffentfernung bei der Abwasserreinigung

Zusammenfassung
Gebrauchte Aktivkohle aus Wasserwerksfiltern eignet sich gut für den weiteren Einsatz als Pulveraktivkohle in der Abwasserreinigung zur Elimination organischer Spurenstoffe. Sie kann unter Anwendung eines Nassmahlverfahrens ohne einen zwischengeschalteten Trocknungsprozess mit relativ geringem Energieeinsatz aufbereitet werden. Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit dieses erweiterten Nutzungsweges von Aktivkohle sind ausreichende Mengen für den Aufbau eines kontinuierlichen Mahlprozesses. Ein erheblicher wirtschaftlicher und ökologischer Vorteil ergäbe sich dann, wenn nur granulierte Aktivkohle eingesetzt würde, die in Wasserwerken nicht mehr benötigt und daher nicht durch Frischkohle ersetzt werden muss.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 212

Autoren
Dipl.-Ing. Anja Rohn
Dr.-Ing. Andreas Nahrstedt
IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser
Moritzstraße 26
45476 Mülheim an der Ruhr
E-Mail: a.rohn@iww-online.de

Fazit
Gebrauchte AK aus Wasserwerksfiltern eignet sich gut für den weiteren Einsatz als PAK in der Abwasserreinigung zur Elimination organischer Spurenstoffe. Sie kann unter Anwendung eines Nassmahlverfahrens ohne einen zwischengeschalteten Trocknungsprozess mit relativ geringem Energieeinsatz aufbereitet werden. Die erforderliche Mahldauer der AK zur Erreichung der gewünschten Feinheit ist allerdings materialabhängig und sollte bei Verwendung anderer AK-Sorten (zum Beispiel auf Basis von Kokosnussschalen oder Braunkohle) jeweils neu bestimmt werden. Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit dieses erweiterten Nutzungsweges von Aktivkohle sind ausreichende Mengen für den Aufbau eines kontinuierlichen Mahlprozesses. In den Wasserwerken an der Ruhr steht theoretisch eine GAK-Menge von 2500 t/a (Abschätzung RWW, 2010) für eine Weiterverwendung auf Kläranlagen zur Verfügung. Damit könnten bei einer Dosiermenge von 10 mg/l PAK und einer Abwassermenge von 150 l pro Einwohner und Tag Kläranlagen mit einer Anschlussgröße von 4,6 Millionen Einwohnern versorgt werden (entspricht überschlägig neun Großkläranlagen für 500 000 Einwohner). Ein erheblicher wirtschaftlicher und ökologischer Vorteil ergäbe sich dann, wenn nur GAK eingesetzt würde, die in Wasserwerken nicht mehr benötigt und daher nicht durch Frischkohle ersetzt werden muss.

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Dezentrale thermische Klärschlammbehandlung am Beispiel Rügen

Die noch laufende Novellierung der Klärschlammverordnung lässt erwarten, dass nach einer Übergangsfrist die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung beendet wird. Dies erfordert einen erheblichen Zubau an thermischen Behandlungskapazitäten für eine gesicherte kommunale Klärschlammentsorgung. Darüber hinaus ist damit zu rechnen, dass Kapazitäten der Mitverbrennung in den kommenden Jahren deutlich reduziert werden, da zum Beispiel fossile Kraftwerke aufgrund der Energiewende vom Markt genommen werden. Für die thermische Klärschlammbehandlung hat sich in den letzten Jahrzehnten das Verfahren der stationären Wirbelschichtverbrennung in großtechnischen Einheiten als technisch und wirtschaftlich erfolgreich erwiesen. Für kleinere Mengen an lokal erzeugten Klärschlammmengen mangelt es aber bisher an thermischen Entsorgungskonzepten. Der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR), in einer touristisch geprägten Region gelegen, hat sich frühzeitig mit dem Thema der alternativen Entsorgung des kommunalen Klärschlamms befasst.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 237

Autoren
Dipl.-Ing. Jörn Franck, Dipl.-Ing Heiko Peters
Dr. Born – Dr. Ermel GmbH
Finienweg 7
28832 Achim

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Bemessungsansätze für Versickerungsanlagen im internationalen Vergleich Teil 2: Diskussion

Zusammenfassung
Für die Überarbeitung des Arbeitsblattes DWA-A 138 wurden Ansätze aus verschiedenen Industrieländern (Großbritannien, USA, Australien und Schweiz) für die Bemessung von Versickerungsanlagen verglichen. Dabei konnten teilweise große Unterschiede insbesondere in der Vorgehensweise bezüglich Bemessungshäufigkeit, Bemessungsregen, Sicherheitsfaktoren und Berechnung der Abflussbildung festgestellt werden. Außer beim deutschen Regelwerk gibt es zudem überall eine Festlegung, mit welcher Methode die Infiltrationsrate bestimmt werden muss. Dies könnte auch zukünftig im überarbeiteten DWA-A 138 Einzug finden, verbunden mit einem vorgeschlagenen Korrekturfaktor, der vorwiegend durch die Bestimmungsmethode, die Variabilität der Bodenverhältnisse und den Betrieb bestimmt wird. Somit könnte der Ansatz der Bemessungen mit der Halbierung des Durchlässigkeitsbeiwertes (kf/2) zukünftig aufgegeben werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 202

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Frank Schneider
M. Eng. Tom Gehlhar
Beuth-Hochschule für Technik Berlin
Fachbereich III – Bauingenieur- und Geoinformationswesen
Luxemburger Straße 10
13353 Berlin
E-Mail: frank.schneider@beuth-hochschule.de
Prof. Dr. rer. nat. habil. Brigitte Helmreich
Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Technische Universität München
Am Coulombwall 3
85748 Garching
E-Mail: b.helmreich@tum.de

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Bemessung von Kläranlagen in warmen und kalten Klimazonen

Abschlussveranstaltung zum BMBF-Verbundprojekt „EXPOVAL“ mit Vorstellung des neuen DWA-Themenbandes T4/2016 in Essen
Abweichende Abwassertemperaturen und Salzgehalte oder spezifische Ablaufanforderungen in anderen Ländern stellen exportorientierte Anbieter von Abwassertechnik und Ingenieur-Knowhow regelmäßig vor große Herausforderungen. Die Bemessung von Abwasser- und Schlammbehandlungsanlagen unter den besonderen Verhältnissen in anderen Ländern erforderte daher eine Ergänzung des bestehenden DWA-Regelwerks. Hierzu wurden in dem vom BMBF geförderten, fünfjährigen Forschungsprojekt „EXPOVAL“ international einsetzbare Bemessungsansätze entwickelt und auf der Abschlussveranstaltung am 5./6. Oktober 2016 in Essen vorgestellt. Die Bemessungsansätze sind in den neuen DWA-Themenband T4/2016 eingeflossen, der auf der Veranstaltung erstmals vorgestellt wurde.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 194

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Holger Scheer
Dr.-Ing. Tim Fuhrmann
Dipl.-Ing. Peter Wulf
Emscher Wassertechnik GmbH
Brunnenstraße 37
45128 Essen

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KLAS II – Erfahrungsaustausch in Bremen zur Veröffentlichung von Informationen zu Starkregengefahren

Starkregenkarten können die Überflutungsvorsorge bei kommunalen Planungs- und Entscheidungsprozessen deutlich vorantreiben und die Eigenvorsorge der Grundstückseigentümer forcieren. Begleitet werden muss die Veröffentlichung der Starkregenkarten durch eine Kommunikationskampagne und individuelle Beratungsangebote. Dies war eindeutiger Tenor auf dem Workshop innerhalb des Kooperationsprojekts „Starkregenvorsorge als Beitrag zur Klimaanpassung (KLAS)“ Mitte November in Bremen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 198

Autoren
Katrin Behnken, M. Sc.
Dipl.-Ing. Michael Koch
Freie Hansestadt Bremen
Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Referat 33
Hanseatenhof 5, 28195 Bremen
Michael Jeskulke, M. Sc.
Dr.-Ing. Holger Hoppe
Dr. Pecher AG
Klinkerweg 5
40699 Erkrath

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Stand der Prüfungen zum Explosionsschutz auf kommunalen Kläranlagen – nicht immer werden die Prüfpflichten erfüllt

Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe KEK-8.1 „Sicherheitstechnik Biogas“*)
Zusammenfassung

Auf Kläranlagen besteht vielfach noch Handlungsbedarf bei der Umsetzung der Prüfpflichten zum Explosionsschutz gemäß Betriebssicherheitsverordnung. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage der DWA-Arbeitsgruppe KEK-8.1 „Sicherheitstechnik Biogas“, mit der der derzeitige Stand der Umsetzung der Prüfungen zum Explosionsschutz auf kommunalen Kläranlagen in Zusammenhang mit der Erzeugung und Verwertung von Faulgas untersucht wurde. Die Ergebnisse der Umfrage werden in dem vorliegenden Arbeitsbericht dargestellt und bewertet.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 225

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DWA aktiv auf der Wasser Berlin

Junge DWA bestimmt ihren Vorsitz
Mit einer Reihe von Angeboten ist die DWA vom 28. bis 31. März 2017 auf der Wasser Berlin International vertreten. Erstmals wird es einen Forschungsund einen Europatag geben. Außerdem beteiligt sich die DWA mit mehreren Veranstaltungen am Kongressprogramm.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 219

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Arzneimittel und Mikroschadstoffe in Gewässern

Fachtagung des Kompetenzzentrums Mikroschadstoffe.NRW
Im Auftrag des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Naturund Verbraucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen (MKULNV) und in Kooperation mit den Landesverbänden Nordrhein-Westfalen der DWA und des BWK wurde am 19./20. September 2016 in Düsseldorf eine Fachtagung des Kompetenzzentrums Mikroschadstoffe. NRW durchgeführt. Die große Anzahl von 560 gemeldeten Teilnehmern aus Politik, Verwaltung, Wasserverbänden, Umweltverbänden, Planungs- und Ingenieurbüros, Kläranlagenbauern aus Nordrhein-Westfalen, anderen Bundesländern und europäischen Nachbarländern verdeutlichte das große fachübergreifende Interesse am Thema. Im Vergleich zu der Fachtagung des Kompetenzzentrums im Vorjahr konnte die Teilnehmerzahl nochmals deutlich gesteigert werden. Zusätzlich nutzten 19 Aussteller (Hersteller, Planungs-/Ingenieurbüros, Behörden, Verbände) die Fachtagung zur Darstellung und Diskussion ihrer Produkte und Leistungen. Im Fokus der Fachtagung standen Handlungsstrategien (international und national), Analytik und Bewertung von Mikroschadstoffen, (groß-)technische Möglichkeiten der Behandlung, Finanzierungsund Umsetzungsmöglichkeiten sowie technische Verfahrensinnovationen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 184

Autoren
Dipl.-Ing. Marcus Bloser
Dr. Tim aus der Beek
Dr. Jochen Türk
Dr. Demet Antakyali
ARGE Kompetenzzentrum
Mikroschadstoffe.NRW GbR
Graeffstraße 5, 50823 Köln
E-Mail: info@kompetenzzentrummikroschadstoffe

Fazit
Dr. Thomas Delschen, Präsident des LANUV NRW, hob in seinem Fazit die hervorragende Resonanz auf die Veranstaltung hervor. Dies sei ein Zeichen für die steigende Bedeutung des Themas und die hohe Qualität der Vorträge. Aus seiner Sicht könne man sagen, dass hier nicht mehr das Ob des Ausbaus von Kläranlagen, sondern mittlerweile das Wie im Vordergrund der Diskussionen stehe. Dies sei bei den zurückliegenden Veranstaltungen des Kompetenzzentrums Mikroschadstoffe. NRW noch anders gewesen. Auch die Entscheidung der Veranstalter, das Programm auf zwei Tage auszulegen und den Stand der Technikentwicklung mit aufzunehmen – in der Praxis auf Kläranlagen erprobt und über Einblicke in die Forschung und Entwicklung – sei eine kluge Entscheidung. Der Veranstaltungsort mit direktem Blick auf den Rhein sei passend gewählt. Er freue sich schon jetzt auf die Veranstaltung im nächsten Jahr an gleicher Stelle und bedankt sich bei den Veranstaltern für die hervorragende Arbeit. Eine vollständige Programmübersicht mit Tagungsbeiträgen (soweit verfügbar) und viele weitere relevante Informationen zum Thema findet man unter: www.kompetenzzentrum-mikroschadstoffe.de

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Compliance Management Arbeitsbericht des DWA-Fachausschusses WI-1 „Grundsatzfragen/ Neue Entwicklungen“*)

Zusammenfassung
Compliance ist ein Begriff, der in jüngerer Zeit häufig Verwendung findet. Was steckt dahinter? Handelt es sich um eine Verpflichtung, die erfüllt werden muss, oder ist dies ein Geschäftsfeld für Unternehmensberater und Rechtsanwälte oder beides? Der DWA-Fachausschuss WI-1 „Grundsatzfragen/Neue Entwicklungen“ gibt mit einem Arbeitsbericht einen Überblick über das Thema Compliance und versucht zugleich, die Anwendbarkeit entsprechender Regelungen zu strukturieren. Die Einrichtung eines „Compliance-Management-Systems“ ist aus Sicht des Fachausschusses WI-1 nicht zwingend erforderlich. Sehr wohl können sich weitergehende Compliance-Maßnahmen in das bestehende Geflecht aus Organisationsstrukturen und Maßnahmen einfügen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2017 Seite 232

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Zur Frage der Nutzungsdauer von Kanälen und Leitungen

Einleitung
Viele Netzbetreiber stehen vor der Frage: Welche Nutzungsdauer für Kanäle und Leitungen ist anzusetzen, damit technische und kaufmännische Anforderungen erfüllt werden? Wie können auch langfristige strategische Fragen der Stadtentwicklung, Generationengerechtigkeit und „Smart City“ dabei ausreichend berücksichtigt werden? Wie kann ein Netzbetreiber die richtige Entscheidung treffen? Offensichtlich gehören hierzu Übersicht und Durchsetzungskraft. Übersicht, um die Zusammenhänge zwischen den vielfältigen Anforderungen zu überblicken, die notwendigen Informationen zu erheben, Netzentwicklung zu betreiben, Nutzungsdauern abzuschätzen und damit Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und Flexibilität des Netzes abzuleiten. Durchsetzungskraft, um die Handlungsalternativen mit Blick …
Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2017 Seite 125

Autor
Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler, Bankkfm (IHK)
IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH
Exterbruch 1
45886 Gelsenkirchen

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Zukunftsorientierte Diskussion zum Werterhalt der Abwasserinfrastruktur notwendig – Kommunalpolitik muss Fachleuten der Abwassertechnik vertrauen

KA-Interview mit Dipl.-Ing. Karl-Heinz Flick, Fachverband Steinzeugindustrie e. V. Redaktion KA:
Herr Flick, beginnen wir mit der Marktsituation. Wie sehen Sie die Marktentwicklung in den letzten Jahren, was erwarten Sie für die nächsten Jahre? Karl-Heinz Flick: Unsere Rohre, Formstücke, Schächte und die darauf abgestimmten Dichtungen werden überwiegend in der öffentlichen Kanalisation in Deutschland eingesetzt. Deutschland war, ist und bleibt so für die Steinzeugindustrie ein ganz wichtiger Markt. Wesentliche Ansatzpunkte hierfür liegen im Interesse der Betreiber an der Werterhaltung ihrer baulichen Anlagen, der Notwendigkeit zur Instandhaltung und der sich weiter reduzierenden Abwassermenge infolge…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2017 Seite 104

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Regelwerkssammlung für Mitglieder geht online

Sonderaktion der Gütegemeinschaft Kanalbau
Die Gütegemeinschaft Kanalbau hat zusammen mit Beuth-Verlag und DWA drei verschiedene Regelwerkssammlungen erarbeitet. Diese enthalten in jeweils zwei Bänden die notwendigen Normen, Arbeits- und Merkblätter für die offene Bauweise, für die geschlossene Sanierung bzw. für Inspektion, Reinigung und Dichtheitsprüfung. Im Rahmen ihrer Mitgliedschaft in der Gütegemeinschaft Kanalbau…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2017 Seite 107

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Messung, Bewertung und Modellierung von Lachgasemissionen

„N2O Expert Meeting and Workshop“ ermöglicht intensiven Austausch europäischer Forschergruppen
Mit dem Ziel, den wissenschaftlichen Austausch zum Thema „Lachgasemissionen aus Kläranlagen“ zu fördern, lud das Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Leibniz Universität Hannover (ISAH) am 21./22. September 2016 zum „N2O Expert Meeting and Workshop“. 32 eingeladene Wissenschaftler – stellvertretend für 18 Arbeitsgruppen – aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Österreich, Polen und der Schweiz – trafen sich an der Ruhr-Universität Bochum, um sich in Kurzvorträgen, Diskussionsrunden und Workshops den Themen rund um die Messung, Bewertung und Modellierung von N2O-Emissionen zu widmen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2017 Seite 98

Autoren
Dr. Maike Beier
Dr. Yvonne Schneider
Benjamin Vogel
Institut für Siedlungswasserwirtschaft
und Abfalltechnik
Leibniz Universität Hannover
Welfengarten 1
30167 Hannover

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Risiken bei der Umsetzung der sogenannten „EU-Breitbandrichtlinie“ durch das DigiNetz-Gesetz für Ver- und Entsorgungsunternehmen

Zusammenfassung
Die Technik für die Verlegung von Kabeln in Leitungen steht zur Verfügung, doch haben diese Verfahren bislang keinen Durchbruch im großen Stil erreicht. Durch die sogenannte Breitbandrichtlinie der EU und das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG) müssen Infrastrukturnetzbetreiber jetzt Breitbandkabelanbietern ihre Infrastrukturleitungen zur Verfügung stellen, wenn nicht innerhalb von zwei Monaten durch triftige Gründe widersprochen wird. Verstreicht diese Frist ungenutzt, wird ein entsprechender Vertrag von der Bundesnetzagentur vorgegeben. Wegen der guten Zugänglichkeit und des Vorhandenseins der Kanäle, vorwiegend im städtischen Bereich, richten sich der Fokus und die Begehrlichkeit auf Kabel im Abwasserkanal.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2017 Seite 119

Autor
Dr.-Ing. Klaus Beyer
GSTT – German Society for Trenchless Technology e. V.
Messedamm 22
14055 Berlin
E-Mail: beyer@gstt.de

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Gewässerschutz im europäischen Bauproduktenrecht

Zusammenfassung
Im Bereich des Wasserrechts sind europarechtliche Unzulänglichkeiten, die durch die europäische Bauproduktenverordnung (EU-BauPVO) vermittelt werden, durch geplante Neuregelungen im Begriff, abgestellt zu werden. Aufgrund der Anlagenbezogenheit der formulierten Anforderungen kommen ein erhöhter Planungsaufwand sowie ein damit einhergehendes Haftungsrisiko auf Architekten und Ingenieure zu. Diese müssen die produktbezogenen Anforderungen aus den vorgeschriebenen Anforderungen an die Anlage selbst ermitteln, prüfen und nachweisen. Außerhalb der Produktgruppen mit wasserrechtlichem Bezug sind nicht alle geplanten Neuregelungen mit den europarechtlichen Vorgaben vereinbar. Wann es letztendlich zu einem Inkrafttreten der Neuregelungen kommt bleibt deshalb infolge der bestehenden Diskussionen noch abzuwarten.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2017 Seite 139

Autoren
Dr. Jens Nusser, LL. M., Marthe-Louise Fehse
Sozietät Kopp-Assenmacher & Nusser Rechtsanwälte
Friedrichstraße 186
10117 Berlin

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Der Bauabschnitt 40 des Abwasserkanals Emscher 20 Kilometer Tübbingvortrieb für einen Abwasserkanal

Zusammenfassung
Zwischen den Kläranlagen Dortmund-Deusen und dem Klärwerk Emschermündung in Dinslaken wird im Rahmen des Umbaus des Emschersystems der 51 Kilometer lange, unterirdische Abwasserkanal Emscher gebaut. Im Bauabschnitt 40 werden zwei Kanalstränge parallel verlegt. Zum Einsatz kommt hier die Tübbingbauweise; zwei Tübbing-Vortriebsmaschinen arbeiten versetzt. Die beiden Maschinen stellen diejenige mit dem kleinsten Durchmesser für diese Technologie dar. Besonderer Wert wird auf den Schutz des Kanals gegen Korrosion gelegt. In diesem Rahmen wurde ein Beton entwickelt, der einen besonders hohen Widerstand gegen chemischen Angriff aufweist.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2017 Seite 110

Autoren
Dipl.-Ing. Reinhard Ketteler
Dr.-Ing. Emanuel Grün
Dipl.-Ing. Norbert Stratemeier
Emschergenossenschaft
Kronprinzenstraße 24, 45128 Essen

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Umbau eines Mischwassersammlers zu einem Stauraum mit obenliegender Entlastung

Zusammenfassung
In Stuttgart wurde ein alter Mischwassersammler zu einem Stauraum mit obenliegender Entlastung umgebaut. Mit der Inbetriebnahme des Stauraumkanals wurde erreicht, dass sich die Belastung des Gewässers „Feuerbach“ deutlich reduzierte. Durch eine intensive Einbindung der Anlieger wurden Einschränkungen von den Betroffenen problemlos hingenommen. Alle Anlieger unterstützten das Angebot, ihre Grundstücksentwässerung zu untersuchen und sorgten auf ihrem Gelände für dichte Leitungen.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2017 Seite 114

Autoren
Dipl.-Ing. (FH) Wilfried Gaugele
Dipl.-Ing. Ekkehardt Schäfer
Tiefbauamt Stuttgart
Eigenbetrieb Stadtentwässerung
Rotebühlstraße 121
70178 Stuttgart

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Investitionsstau in der Abwasserentsorgung

Ausgewählte Lösungsansätze aus ökonomischer und ingenieurwissenschaftlicher Perspektive
Zusammenfassung

Kommunale Investitionsschwäche stellt auch eine Herausforderung für die Abwasserentsorgung dar. Die aktuelle Datenlage bietet Anhaltspunkte für eine Investitionslücke, deren Begrenzung bereits heute die Formulierung von Lösungsansätzen erfordert. Vier Handlungsfelder können identifiziert werden. Erstens, Alterungsmodelle und darauf aufbauende optimale Sanierungsstrategien bieten Entscheidungsunterstützung, wenn Investitionsdefizite aufgrund mangelnder Informationen nicht erkannt werden. Zweitens, Abschreibungswagniskonten begrenzen Risiken bei der Prognose der Nutzungsdauer von Anlagen und garantieren eine vollständige Gebührenfinanzierung der Infrastruktur. Drittens, das Bilden von Substanzerhaltungsrücklagen verhindert eine Zweckentfremdung kalkulatorischer Abschreibungsgegenwerte. Viertens, Gebührenmodelle mit Grundgebühr stabilisieren das Gebührenaufkommen und fördern periodengerechte Finanzierung

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2017 Seite 131

Autoren
Prof. Dr. Mark Oelmann
Benedikt Roters, M. Sc.
Hochschule Ruhr West
Wirtschaftsinstitut
Duisburger Straße 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
E-Mail. mark.oelmann@hs-ruhrwest.de
benedikt.roters@hs-ruhrwest.des
Prof. Dr. Andreas Hoffjan
Universität Dortmund
Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und Controlling
Vogelpothsweg 87, 44227 Dortmund
E-Mail: andreas.Hoffjan@tu-dortmund.de

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Bedarfsgerechte Energiebereitstellung durch Kläranlagen als Baustein der Energiewende

44. Abwassertechnisches Seminar der TU München
Am 14. Juli 2016 folgten über 70 Teilnehmer aus Forschung und Praxis der Einladung des Lehrstuhls für Siedlungswasserwirtschaft der Technischen Universität München zum 44. Abwassertechnischen Seminar (ATS). Im Bürgersaal der Stadt Ismaning stand mit dem Thema „Bedarfsgerechte Energiebereitstellung durch Kläranlagen als Baustein der Energiewende“ bereits zum vierten Mal innerhalb der letzten acht Jahre das Thema Energie auf Kläranlagen im Fokus. Die Abkehr von den fossilen Energieträgern hin zu einer nachhaltigen Energiebereitstellung auf Basis erneuerbarer Energie ist nicht erst seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima eines der wichtigsten langfristigen Ziele vieler Länder. Bei der Frage, ob der Energiebedarf eines Landes überhaupt komplett aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann, ergeben sich neue Herausforderungen. Im diesjährigen ATS wurde insbesondere der Beitrag, den Kläranlagen bei der oft zitierten Energiewende leisten können, thematisiert.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2017 Seite 102

Autoren
Dr.-Ing. Konrad Koch
Prof. Dr. rer. nat. habil. Brigitte Helmreich
Prof. Dr.-Ing. Jörg E. Drewes
Technische Universität München
Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt
Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Am Coulombwall 3
85748 Garching

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Phosphorrückgewinnung in der Praxis – so funktioniert es in den Niederlanden

Im Rahmen der EIP Water Action Group ARREAU fand am 16. Juni 2016 auf der Kläranlage Amersfoort (NL) das Kick-off der „Struvite Recovery & Recycling Learning Alliance“ statt, welche durch das Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH initiiert und organisiert wurde. Der Ort Amersfoort wurde gezielt gewählt, da hier die weltweit erste Kombination der Verfahren WASSTRIP, LYSOTHERM und PEARL in diesem Jahr im Großmaßstab in Betrieb ging.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 2-2017 Seite 96

Autoren
Fabian Kraus, M. Sc.
Dr. Christian Kabbe
Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH
Cicerostraße 24
10709 Berlin
E-Mail:
fabian.kraus@kompetenz-wasser.de
christian.kabbe@kompetenz-wasser.de

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Spurenstoffstrategie muss über vierte Reinigungsstufe weit hinausgehen – ganzheitlicher Ansatz

Mittels einer vierten Reinigungsstufe können zwar Spurenstoffe in Kläranlagen zurückgehalten werden, eine Spurenstoffstrategie muss aber über den Abbau in Kläranlagen weit hinausgehen. Notwendig ist ein ganzheitlicher Ansatz von der Vermeidung seitens des Verbrauchers über die Substitution in der Industrie bis besonderen Maßnahmen im Gesundheitswesen. Dies war der eindeutige Tenor der Teilnehmer auf dem 2. Kongress „Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt“, den der DWALandesverband Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg am 13. und 14. Juni 2016 durchgeführt hat. Rund 220 Fachleute sowie zehn Firmen in der begleitenden Fachausstellung kamen zur Veranstaltung in das Stadthaus Ulm.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2017 Seite 12

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Neuordnung für die Bodenklassen – Konsequenzen für Ausschreibung und Durchführung von Kanalbaumaßnahmen

Die Neuordnung beziehungsweise die Abschaffung der Bodenklassen und die damit verbundene Einführung von Homogenbereichen in der DIN 18300 betrifft nicht nur die Bauwirtschaft, sondern auch die Siedlungswasserwirtschaft. Dies gilt insbesondere für die Ausschreibung und Durchführung von Kanalbaumaßnahmen. Dipl.-Ing. Hans- Willi Bienentreu vom Güteschutz Kanalbau nutzte das gut besuchte 17. Kölner Kanal und Kläranlagen Kolloquium Mitte September für eine detaillierte Beschreibung der Neuordnung und für eine aktuelle Einschätzung der Situation.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2017 Seite 19

Autor:
Stefan Bröker

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Schon wieder eine neue VOB/A !

Gerade ist eine Neufassung von Teil A der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A) zum 18. April 2016 zusammen mit der Novellierung des sonstigen Vergaberechts in Kraft getreten und schon wartet der Deutsche Vergabeund Vertragsausschuss für Bauleistungen (DVA) mit einer neuen Fassung des 1. Abschnitts der VOB/A auf. Im Zuge der Vergaberechtsmodernisierung war auch der Abschnitt 1 der VOB/A, der nur die Aufträge unterhalb der EU-Schwellenwerte betrifft, neu strukturiert und angepasst worden. Im Nachgang hierzu wurde er erneut geändert. Dabei verfolgte der DVA das Ziel, kurzfristig in zentralen Punkten „einen möglichst weitgehenden Gleichlauf der Regelungen für die Vergabe von Bauleistungen im Unterund Oberschwellenbereich herzustellen“.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2017 Seite 17

Autor
Rechtsanwalt
Dr. Christian Scherer-Leydecker
Fachanwalt für Verwaltungsrecht
CMS Hasche Sigle
Im Zollhafen 18, 50678 Köln

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Kenntnisse auffrischen mit der Gütegemeinschaft Kanalbau

Firmenseminare 2017
Die Qualifikation des Personals trägt zur Sicherheit auf den Baustellen bei und führt zur geforderten Ausführungsqualität. Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben wollen, benötigen daher gut ausgebildete Mitarbeiter/-innen, die ihre Qualifikation kontinuierlich aktualisieren. Unternehmen mit Gütezeichen Kanalbau tragen dem Rechnung und belegen dies gegenüber dem Auftraggeber durch das Gütezeichen Kanalbau. Der Güteausschuss der Gütegemeinschaft prüft in diesem Zusammenhang, dass Unternehmen mit Gütezeichen über Schulungsnachweise…mehr:

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2017

RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau
Postfach 1369, 53583 Bad Honnef
Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/9384-84
E-Mail: info@kanalbau.com
www.kanalbau.com

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Die Entwicklung einer Spurenstoffstrategie zum Schutz der Gewässer

Zusammenfassung
Spurenstoffe sind Stoffe, die im Alltag vielfältig verwendet werden – die aber zugleich die Gewässer verunreinigen können. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamt möchten die maßgeblichen Akteure in Deutschland zusammenbringen, um etwas gegen die Gefahren dieser Stoffe für das Wasser zu unternehmen. Deshalb haben sie einen „Stakeholder“-Dialog vorbereitet, der zu Handlungsempfehlungen für die Politik führen soll.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2017 ab Seite 56

Autor
MDgt Dr. Jörg Wagner
Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
E-Mail: Joerg.Wagner@bmub.bund.de

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Bemessungsansätze für Versickerungsanlagen im internationalen Vergleich

Teil 1: Bemessungsansätze in unterschiedlichen Ländern
Zusammenfassung

Für die Überarbeitung des Arbeitsblattes DWA-A 138 wurden Ansätze aus verschiedenen Industrieländern (Großbritannien, USA, Australien und Schweiz) für die Bemessung von Versickerungsanlagen verglichen. Dabei konnten teilweise große Unterschiede insbesondere in der Vorgehensweise bezüglich Bemessungshäufigkeit, Bemessungsregen, Sicherheitsfaktoren und Berechnung der Abflussbildung festgestellt werden. Außer beim deutschen Regelwerk gibt es zudem überall eine Festlegung, mit welcher Methode die Infiltrationsrate bestimmt werden muss. Dies könnte auch zukünftig im überarbeiteten DWA-A 138 Einzug finden, verbunden mit einem vorgeschlagenen Korrekturfaktor, der vorwiegend durch die Bestimmungsmethode, die Variabilität der Bodenverhältnisse und dem Betrieb bestimmt wird. Somit könnte der Ansatz der Bemessungen mit der Halbierung des Durchlässigkeitsbeiwertes (kf/2) zukünftig aufgegeben werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2017 Seite 22

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Frank Schneider, M. Eng. Tom Gehlhar
Beuth-Hochschule für Technik Berlin
Fachbereich III – Bauingenieur- und Geoinformationswesen
Luxemburger Straße 10, 13353 Berlin
E-Mail: frank.schneider@beuth-hochschule.de
Prof. Dr. rer. nat. habil Brigitte Helmreich
Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Technische Universität München
Am Coulombwall 3, 85748 Garching
E-Mail: b.helmreich@tum.de

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Systemoptimierung versus Neubau von Beckenvolumen auf der Zentralkläranlage Lemgo

Zusammenfassung
Im Zuge der geplanten Erneuerung der biologischen Reinigungsstufe der Zentralkläranlage Lemgo zeigt sich für das vorhandene System das Erfordernis eines dritten Nachklärbeckens. Mithilfe von integrierten Betrachtungen und modelltechnischen Untersuchungen können alternative Optimierungsansätze für das Gesamtsystem entwickelt werden, mit denen der Neubau verzichtbar wird. Einerseits werden Maßnahmen entwickelt, durch die das Speichervolumen im Kanalnetz und im Zulaufbereich der Zentralkläranlage optimal genutzt wird. Mit diesen werden der maximale Mischwasserzufluss reduziert und parallel die CSB-Entlastungsfracht ins Gewässer signifikant verringert. Andererseits wird für die verbleibenden Fälle mit einer Überschreitung der zulässigen Belastung (ca. acht Mal pro Jahr) eine Steuerung zur Reduktion des maximalen Mischwasserzuflusses zur Zentralkläranlage mittels einer Steuerung konzeptioniert. Dieser minimale Sollwert für den Mischwasserzufluss liegt weiterhin oberhalb des Maximalwerts gemäß Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 198. Die Jahresentlastungsfracht aus dem Kanalnetz wird mit den Maßnahmen gegenüber dem Ist-Zustand insgesamt verringert. Die zuständige Genehmigungsbehörde, die Bezirksregierung Detmold, fordert im Vorfeld der abschließenden Genehmigung ergänzend zu den bisherigen theoretischen Betrachtungen einen 18-monatigen Testbetrieb. Ist dieser erfolgreich, können Investitionen in einer Größenordnung von vier Millionen Euro eingespart werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2017 Seite 33

Autoren
Dr.-Ing. Katja Seggelke
Institut für technisch-wissenschaftliche Hydrologie GmbH (itwh)
Niederlassung Dresden
Am Waldschlößchen 4
01099 Dresden
E-Mail: k.seggelke@itwh.de
Dr.-Ing. Lothar Fuchs
Institut für technisch-wissenschaftliche Hydrologie GmbH (itwh)
Engelbosteler Damm 22
30167 Hannover
Dipl.-Ing. Jürgen Hennigs
Abwasserbeseitigungsgesellschaft Lemgo GmbH
Heustraße 36-38
32657 Lemgo
Dipl.-Ing. Klaus Alt, Dr.-Ing. Xin Wu
Hydro Ingenieure GmbH
Planungsgesellschaft für Siedlungswasserwirtschaft mbH
Stockkampstraße 10
40477 Düsseldorf

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Besser geht immer, immer besser geht’s mit Lean

Ressourcen schonen – Nachhaltig wirtschaften – der Verschwendung auf der Spur Zusammenfassung Am Beispiel der Stadtentwässerungsbetriebe Köln wird erörtert, wie sich Begriffe des Lean Management auf öffentliche Unternehmen übertragen lassen. Es wird über Erfahrungen, die bei den Stadtentwässerungsbetrieben Köln gemacht wurden, berichtet. Nachdem in Betriebsbereichen und Verwaltungsbereichen das visuelle Management in Form von Shop-Floor-Boards und Office-Floor-Boards Einzug gehalten hat, sollen diese Ansätze ausprobiert und weitergetragen werden. Zugleich finden Erfahrungsaustausche mit privatwirtschaftlichen Unternehmen und stadtnahen Konzernunternehmen aus Deutschland statt. So sollen weiterhin bereichsübergreifende und am Prozess orientierte Lean-Projekte angepackt und erfolgreich umgesetzt werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2017 Seite 49

Autoren
Dipl.-Volksw. Jürgen Becker
Bauass. Dipl.-Ing. Otto Schaaf
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR
Ostmerheimer Straße 555, 51109 Köln
E-Mail: juergen.becker@steb-koeln.de

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„Sommer-/Winter-Schlamm“ – Einflüsse auf die Klärschlammentwässerung

Zusammenfassung
Seit einigen Jahren wird immer wieder von Kläranlagenbetreibern, Maschinen- und Flockungsmittellieferanten von ungleichförmigen Leistungen der Klärschlammentwässerungsmaschinen im Jahresgang zwischen Sommer und Winter berichtet. Es ist davon auszugehen, dass verschiedene Einflussfaktoren die Sommer- Winter-Schlammproblematik verursachen. Hierzu werden die wichtigsten Einflussfaktoren wie Abwasserzusammensetzung, Verfahrenstechnik und Betrieb der Belebungsstufe, Aluminiumdosierung zur Fadenbakterienbekämpfung, chemische und biologische Phosphor-Elimination, Eiweißabbau in der Faulung sowie Temperaturdifferenzen betrachtet und mögliche Strategien zur Verminderung der Einflüsse auf die Klärschlammentwässerung dargestellt.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2017 Seite 40

Autoren
Dr.-Ing. Ralf Denkert
Dipl.-Ing. Yvonne Reza-Tehrani
Ingenieurbüro Dr.-Ing. Ralf Denkert
Auf der Heide 8a, 44803 Bochum
E-Mail: buero@drdenkert.de

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Meldungen zu Energie- und E-Technik 2017

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Juni 2017
Suisse Public: Schlusspräsentation Projekt Regelpooling, Bern 
April 2017
HOLINGER: Energie und Geld auf ARA sparen 
März 2017
Fotovoltaik zur Stromkosteneinsparung auf Kläranlagen 
Januar 2017
Wie ein herstelleroffenes Leitsystem komplexe Anforderungen in der Wasserwirtschaft meistert 
Pirmases: Förderprogramm für energieeffiziente Abwasseranlagen zieht Bilanz
Energieeffizienz, Energieerzeugung und Nährstoffrecycling – (neue) Handlungsfelder für Kläranlagenbetreiber

Suisse Public: Schlusspräsentation Projekt Regelpooling, Bern

Mittwoch 14. Juni 2017, BernExpo Gelände in Bern, Halle 5.1, Raum Take out
Infrastrukturanlagen verfügen über bedeutende Potentiale zur zeitlichen Lastverschiebung. Mit einem Demonstrationsprojekt von InfraWatt, Ryser Ingenieure AG und Alpiq AG sollen Massnahmen zur Lastverschiebung an konkreten Wasserversorgungen und Abwasserreinigungsanlagen sowie ein Pooling von diesen Regelleistungen entwickelt und umgesetzt werden. Dieses Projekt wird vom Bundesamt für Energie im Rahmen seines Leuchtturmprogrammes unterstützt.

Schlusspräsentation zum Leuchtturmprojekt „Regelpooling – Lastverschiebung mit Wasserversorgungen und Abwasserreinigungsanlagen“.

Projektinformationen: http://regelpooling.ch/
Informationen zur Suisse Public: www.suissepublic.ch

http://www.infrawatt.ch/de/node/1167

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HOLINGER: Energie und Geld auf ARA sparen

Sieben der grossen Schweizer ARAs verbrauchen zusammen 35 GWh Strom pro Jahr. Mit ihrer Stromrechnung bezahlen sie auch Netzzuschläge für die Förderung erneuerbarer Energien. HOLINGER hat deshalb den Energieverbrauch der ARAs erfasst, Sparmassnahmen erarbeitet und einen Umsetzungsplan vereinbart. Die ARAs investieren jetzt insgesamt 3,6 Mio. Franken und sparen 6,5 GWh Energie und entsprechend Stromkosten. In Berichten für das Bundesamt für Energie dokumentiert jede ARA die Massnahmen und Einsparungen systematisch und kann so die Netzzuschläge zurückverlangen.

http://de.holinger.com/news/details/?L=0&tx_ttnews%5Byear%5D=2017&tx_ttnews%5Bmonth%5D=03&tx_ttnews%5Bday%5D=06&tx_ttnews%5Btt_news%5D=3006&cHash=8dc7e94d6fb2fca3bd76707560450827

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Fotovoltaik zur Stromkosteneinsparung auf Kläranlagen

Seit Dezember 2012 lässt der Trink- und Abwasserzweckver- band Vorharz die Sonne für sich arbeiten und erzeugt einen Teil des am Kläranlagenstandort Blankenburg benötigten Stroms selbst. Unser Verband reagierte damit auf den zuneh- menden Anstieg der Betriebskosten bei der Abwasserreinigung. Hauptursache dafür waren die ständig steigenden Energiepreise. Um diese Entwicklung einzudämmen, fiel die Entscheidung für eine dezentrale Eigenstromerzeugung mittels Fotovoltaik. Ziel des Projekts war es, einen Teil des Strombedarfs auf dem Gelände der Kläranlage Blankenburg selbst zu erzeugen und damit die Kosten der Reinigung und die Gebührenbelastung für die Einwohner langfristig stabil zu halten. Die standortbedingten und wirtschaftlichen Faktoren sowie der Stand der Technik führten dazu, dass sich …

Den ganzen Artikel lesen sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2017

Autor
Jürgen Klink, Technischer Leiter Kläranlage Blankenburg
Trink- und Abwasserzweckverband Vorharz
Westerhäuser Landstraße 13
38889 Blankenburg, Deutschland
Tel. + 49 (0)39 44/90 11-16
E-Mail: info@tazv-vorharz.de

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Wie ein herstelleroffenes Leitsystem komplexe Anforderungen in der Wasserwirtschaft meistert

MEHR ZUM THEMA
Die moderne Automatisierungs- und Leittechnik macht auch die Wasseraufbereitung viel präziser und effizienter. Angestoßen durch die Kompetenzplattform Aqua Automation stellen Phoenix Contact und Videc hierfür das herstelleroffene Leitsystem Waterworx zur Verfügung. Intelligente Geräte und Systeme können so einfach in das Automatisierungsnetzwerk integriert werden.

Der Zweckverband für Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Geiseltal (ZWAG) war im Rahmen der Modernisierung der Zentralkläranlage Braunsbedra auf der Suche nach einer herstellerunabhängigen Lösung. Die Kläranlage der rund 25 Kilometer südlich von Halle (Saale) und etwa 35 Kilometer westlich von Leipzig befindlichen Stadt hat eine Aufbereitungsleistung von 23.000 EW (Einwohnerwerte). Sie verfügt über mehrere dezentrale Außenbauwerke…mehr:

http://www.process.vogel.de/wie-ein-herstelleroffenes-leitsystem-komplexe-anforderungen-in-der-wasserwirtschaft-meistert-a-556547/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654
Autor / Redakteur: Joel Stratemann / Dr. Jörg Kempf

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Pirmases: Förderprogramm für energieeffiziente Abwasseranlagen zieht Bilanz

Die Kläranlage Blümeltal in Pirmasens hat mit Hilfe des UIP ihren Energieverbrauch gesenkt.
Der Energieverbrauch der biologischen Stufe konnte mit der Förderung des Umweltinnovationsprogramms (UIP) auf unter 10 Kilowattstunden pro Einwohner und Jahr reduziert werden.
Quelle: Andrea Roskosch / UBA

Im Jahr 2010 wurde im Umweltinnovationsprogramm (UIP) der Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Abwasseranlagen“ gestartet. Gefördert wurden Projekte, die mit innovativen Techniken und Verfahrenskombinationen die Abwasserbehandlung energie- und ressourceneffizient gestalten. Nun trafen sich Fördernehmer und Fachwelt zu einem Abschlussworkshop, um die Projekte vorzustellen.

Am 3. und 4. November 2016 luden Umweltbundesamt (UBA), KfW-Bank und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Bundespresseamt in Berlin zum Abschlussworkshop „Energieeffiziente Abwasseranlagen (EAA)“ ein.

Der Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Abwasseranlagen (EAA)“ des Umweltinnovationsprogramms
Hintergrund der Initiierung des Förderschwerpunkts EAA war, den hohen Energiebedarf der Abwasserbehandlung deutlich zu reduzieren und den größten Energieverbraucher einer Kommune bestenfalls in einen Energielieferanten umzuwandeln. Alle Abwasserbehandlungsanlagen in Deutschland verbrauchen etwa 4.200 Gigawattstunden pro Jahr und sind damit für durchschnittlich 20 Prozent des Gesamtstrombedarfs einer Kommune verantwortlich.
Relevanz hat der Förderschwerpunkt auch für den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung (Minderung der Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent bis zum Jahr 2050 im Vergleich zum Jahr 1990) und für das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 der Bundesregierung (Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad Celsius). Hier werden die Potenziale der Wasserentsorgungswirtschaft hinsichtlich Effizienzsteigerung und Klärgasgewinnung auf Kläranlagen explizit angesprochen.

Der Förderschwerpunkt im UIP wurde ausgeschrieben, um gezielt innovative Techniken und Verfahrenskombinationen zu fördern, die zur Reduzierung des Energiebedarfs von Kläranlagen und/oder zur Energiegewinnung bei der Abwasserbehandlung beitragen können. Die Vorhaben sollten Potenziale aufzeigen und demonstrative Ideen in die großtechnische Praxis bringen. Vom Förderschwerpunkt EAA wurde erwartet, dass dieser ein hohes Demonstrations- und Multiplikationspotenzial liefert und Erfolgreiches auch auf andere Anlagen übertragen wird. Aus über 20 Bewerbungen konnten 11 Projekte ausgewählt und umgesetzt werden.

Der Abschlussworkshop
Die meisten der geförderten Vorhaben sind abgeschlossen oder befinden sich in einem einjährigen Messprogramm, das der Erfolgskontrolle dient. Somit konnten die Vorhaben auf dem Workshop abschließend präsentiert und den über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur Diskussion gestellt werden.

Die Projekte umfassen vielfältige Maßnahmen. Gefördert wurden zum Beispiel die interaktive energetische Optimierung der Steuerungs- und Betriebsführung von Kläranlagen, die energetische Optimierung einer Membrankläranlage, die Installation von Adsorptions-Belebungs- und Demonstrationsverfahren, der Bau einer Hochlastfaulung mit Nachvergärung, der Bau einer thermischen Hydrolyse, die Umrüstung auf eine ressourceneffiziente Klärschlammbehandlung einschließlich der Phosphorrückgewinnung mittels Magnesium-Ammonium-Phosphat-Fällung sowie die Nutzung von Abwasserwärme im Kanalnetz.

Des Weiteren wurden auf dem Workshop Ideen zur Kläranlage der Zukunft sowie die aktuellen Entwicklungen im Energierecht diskutiert. Diese Themen stehen im engen Zusammenhang mit der Energieeffizienz und -gewinnung bei der Abwasserbehandlung, denn die Regelungen des Energierechtes, zum Beispiel das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG), haben großen Einfluss auf die Planung von Baumaßnahmen und die Betriebsweise von Kläranlagen.
Abrundend wurde eine Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Bereich der Wasserforschung vorgestellt: „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft – ERWAS“. Aus den Forschungsprojekten im Rahmen von ERWAS könnten sich neue Demonstrationsprojekte im Rahmen des UIP ergeben.

Der Workshop hat dem Förderschwerpunkt EAA insgesamt einen runden Abschluss gegeben, wobei auch klar wurde, dass es bei der Abwasserbehandlung in punkto Energieeffizienz und -gewinnung weitergehen muss. Die Veranstalter – UBA, BMUB und KfW-Bank – müssen nun überlegen, wie weitere Impulse gegeben werden können. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, inwieweit der Modellcharakter der Vorhaben übertragbar ist, ob die Innovationen auch anderswo umgesetzt werden konnten und ob die Senkung des Energiebedarfs von Kläranlagen zu Emissionsminderungen und damit zum Erreichen von Deutschlands Klimazielen beitragen kann.

Die Förderung geht weiter
Unabhängig vom Förderschwerpunkt EAA steht das Umweltinnovationsprogramm des BMUB weiterhin offen für Innovationsprojekte. Anträge auch im Bereich der energie- und ressourceneffizienten Kläranlagen können jederzeit gestellt werden.

http://www.umweltbundesamt.de/themen/foerderprogramm-fuer-energieeffiziente

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Energieeffizienz, Energieerzeugung und Nährstoffrecycling – (neue) Handlungsfelder für Kläranlagenbetreiber

Im Rahmen der 7. Internationalen Kreislaufwirtschaftskonferenz auf dem Umweltcampus Birkenfeld am 26.10.2016 referierte unser Kollege, Herr Dr. Thomas Siekmann, zu dieser Thematik.
Am Beispiel der Kläranlage Linz-Unkel stellte er die „Kläranlage der Zukunft“ bzw. Lösungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Klärschlammbehandlung und -faulung vor.
Bei konstruktiven Diskussionen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland wurde die Bedeutung eines ressourcenschonenden Wirtschaftens auch in der Siedlungswasserwirtschaft hervorgehoben und die Übertragbarkeit auf andere Regionen und Klimazonen thematisiert.
Sollten Sie Fragen zur Thematik haben, sprechen Sie uns gerne an.
• Foliensammlung zum Vortrag3 MB

http://www.siekmann-ingenieure.de/files/5000_kreislaufwirtschaftskonferenz-birkenfeld-plot.pdf

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Meldungen zur Spurenstoff-Elimination 2017

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November 2017
Elimination von Spurenstoffen durch mikrogranulierte Aktivkohle (μGAK oder GAK im Wirbelbett): Pilotversuche auf der STEP de Penthaz 
Oktober 2017
Neun Franken für saubere Gewässer 
OZON – Neuer Zeitschriftenbeitrag von Carvajal et al. 2017 
Abwasserverband Glarnerland: Pilotierung der granulierten Aktivkohle Filtration sowie der Ozonung in Kombination mit GAK
Kompetenzzentrum Mikroschadstoffe.NRW, Nordrhein-Westfalen  
Elimination von Spurenstoffen durch GAK-Filtration: Grosstechnische Untersuchungen auf der ARA Bülach-Furt
Überwachung der Abwasserzusammensetzung bei ARA mit Ozonung  
Aktifilt-Projekt abgeschlossen  
September 2017
Granulierte Aktivkohle zur Elimination organischer Spurenstoffe aus kommunalem Abwasser  
Mikroverunreinigungen/CH: Bundesrat für weiterführende freiwillige Massnahmen  
Mikroverunreinigungen verursachen ökologischen Stress 
Juni 2017
Ozonung: Auf die Art der Dosierung kommt es an 
Ist Bromat bei der Ozonung von Abwasser ein Problem? 
Mai 2017
Elimination von Spurenstoffen durch granulierte Aktivkohle (GAK)  
April 2017
Elimination von Mikroverunreinigungen 
Biotests bewerten Ozonung und Nachbehandlung von Abwasser 
Mikroschadstoffe aus einem Regenwasserkanal 
März 2017
Machbarkeitsstudie zur Verminderung des Eintrags von Spurenstoffen aus dem Abwassersystem in die Körsch – Darstellung einer bisher weltweit einmaligen Untersuchung 
Studie zur Reduktion von Mikroverunreinigungen in Gewässern: Umweltminister Jost überreicht rund 222.500 Euro an EVS
Studie: Abwasserabgabe  
Böblingen-Sindelfingen: Spurenstoffelimination auf der Kläranlage Darmsheim 
Januar 2017
Mit Ozonung und Ultrafiltration gegen Antibiotikaresistenzen
Spurenstoffstrategie des Bundes gestartet  

Elimination von Spurenstoffen durch mikrogranulierte Aktivkohle (μGAK oder GAK im Wirbelbett): Pilotversuche auf der STEP de Penthaz

ZUSAMMENFASSUNG
Die erste Versuchsreihe der Pilotierung auf der STEP de Penthaz hat gezeigt, dass ein aufwärts durchströmtes μGAK-Wirbelbett die geforderte Elimination von Mikroverunreinigungen gemäss den Anforderungen der revidierten Gewässerschutzverordnung, bei vergleichbarem Einsatz von Aktivkohle wie in PAK- oder statischen GAK-Systemen, erbringen kann. Dies gelang unter den folgenden Betriebsbedingungen:
• Aufwärts durchströmtes μGAK-Wirbelbett (Körnung von 200 bis 900 μm, Aktivkohlekonzentration im expandierten Wirbelbett: etwa 270 g/L)
• Fliessgeschwindigkeit des Abwasser durch das μGAK-Wirbelbett: 7 bis 20 m/h
• Tägliche Aktivkohledosierung von 15 mg/L, Entnahme der beladenen Kohle ein bis zwei Mal pro Woche

Neben der Gewährleistung einer genügenden MV-Elimination (>80% der 12 Leitsubstanzen) konnten folgende Ergebnisse gesichert werden:
• Der Betrieb des μGAK-Pilotreaktors war einfach und stellte keine nennenswerte Mehrbelastung des Betriebspersonals dar.
• Der Verlust an sedimentierbarer Aktivkohle im Ablauf des Reaktors war gering (0.25% der eingesetzten μGAK).
• Die Messung des SAK 254 in Zu- und Ablauf der Pilotanlage ermöglichte eine Überwachung der MV-Eliminationsleistung in Echtzeit.

Den ganzen Bericht finden sie unter:
https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Anlagen/171010__GAK_Penthaz_Zwischenbericht_finale_Version.pdf

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Neun Franken für saubere Gewässer

Während hierzulande noch kontrovers diskutiert wird, setzt die Schweiz bereits im großen Maßstab auf die Vierte Reinigungs¬stufe. Ihr gezielter Einsatz ist seit 2016 Teil der Gesetzgebung. Bei der VSA-Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigun¬gen“ hat Dr. Pascal Wunderlin eine zentrale Position an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis inne. Wir sprachen mit ihm über Sinn und Nutzen, Kosten und Verfahren.
Die Schweiz und die Vierte Reinigungsstufe: Wie sind die gesetz¬lichen Grundlagen, wie ist der Stand der Umsetzung?
Zum 1. Januar 2016 wurde die Gewässerschutzgesetzgebung revidiert und mit Maßnahmen zur Reduktion des Eintrags von Mikroverunreinigungen aus dem kommunalen Abwasser er¬gänzt. Dazu gehört ein gezielter Ausbau ausgewählter kommu¬naler Kläranlagen um eine zusätzliche Reinigungsstufe.
Wie viele kommunale Kläranlagen sollen erweitert werden – und bis wann?
Es werden nicht alle kommunalen Anlagen erweitert. Der Aus¬bau erfolgt zielorientiert, das heißt dort, wo er am dringendsten ist und dem Gewässerschutz am meisten nützt. Gemäß den in der Gewässerschutzverordnung festgeschriebenen Kriterien sind alle Kläranlagen mit mehr als 80 000 angeschlossenen Ein¬wohnern zum Ausbau verpflichtet, außerdem alle mit mehr als 24 000 angeschlossenen Einwohnern im Einzugsgebiet von Seen sowie mit mehr als 8 000 angeschlossenen Einwohnern

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/02_Technische_Verfahren/01_Allgemein/08_WA_09_2017_Interview.pdf

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OZON – Neuer Zeitschriftenbeitrag von Carvajal et al. 2017

Robust evaluation of performance monitoring options for ozone disinfection in water recycling using Bayesian analysis

Ozonation of wastewater has gained popularity because of its effectiveness in removing colour, UV absorbance, trace organic chemicals, and pathogens. Due to the rapid reaction of ozone with organic compounds, dissolved ozone is often not measurable and therefore, the common disinfection controlling parameter, concentration integrated over contact time (CT) cannot be obtained. In such cases, alternative parameters have been shown to be useful as surrogate measures for microbial removal including change in UV254 absorbance..mehr:

http://www.sww.bgu.tum.de/news-single-view/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=374&cHash=4b40d45b472db77652e5fcefb410a442

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Abwasserverband Glarnerland: Pilotierung der granulierten Aktivkohle Filtration sowie der Ozonung in Kombination mit GAK

Die Kläranlage des Abwasserverbandes Glarnerland (AVG, www.avglarnerland.ch) in Bilten reinigt 7 bis 8 Mio m3 Abwasser pro Jahr (maximal anfallende Abwassermenge 800 L/s), was rund 70‘000 Einwohnergleichwerten (EWG) entspricht. Das Ausbauziel für das Jahr 2040 liegt bei 105‘000 EWG. Die Optimierung der biologischen Reinigungsstufe ist aktuell in Planung; es wird möglicherweise ein neuartiges Trägermaterial zum Einsatz kommen. Ebenfalls werden gegenwärtig verschiedene Verfahren zur Elimination der Mikroverunreinigungen evaluiert. In diesem Zusammenhang müssen folgende relevanten Randbedingungen hervorgehoben werden:
• Eine Rückführung der Pulveraktivkohle wird aufgrund fehlender Erfahrung im Zusammenhang mit dem biologischen Reinigungsverfahren (neuartiges Träger-material) als kritisch erachtet. Aus diesem Grund wird ein Verfahren mit Pulveraktivkohlestufe nicht weiter verfolgt.
• An die Kläranlage sind einige industrielle Betriebe angeschlossen (Papierindustrie, Seidendruckerei, Produktion von Gebäude-hüllen, Arzneimittelproduktion), wodurch der DOC im Ablauf der ARA relativ stark schwankt und zum Teil hohe Werte erreichen kann (5-20 mg/L, durchschnittlich 10 mg/L). Ebenfalls ist das Abwasser periodisch verfärbt und es treten regelmässig Nitritspitzen auf.

In einer umfangreichen Pilotierung – unter der Leitung der Eawag und in enger Zusammenarbeit mit dem Abwasserverband Glarnerland, dem Kanton Glarus und Hunziker Betatech AG – sollen daher folgende Aspekte untersucht werden:
• Stellt eine alleinige GAK-Filtration ein geeignetes, alternatives und wirt-schaftliches Verfahren zur MV-Elimination an diesem Standort dar? Ergebnisse aus grosstechnischen GAK-Untersuchungen auf der ARA Bülach-Furt sind vielversprechend. Allerdings ist der DOC beim AV Glarnerland rund doppelt so hoch und das Abwasser enthält einen signifikanten Anteil an Industrieabwasser. Mehr:

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_10_DE_Finale.pdf

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Kompetenzzentrum Mikroschadstoffe.NRW, Nordrhein-Westfalen

Im Projekt DEMO3 wird auf der Kläranlage Aachen Soers eine Demonstrationsanlage zur geplanten Vollstromozonung betrieben. Das Delta SAK254-Signal dient als Regelgrösse. Zudem wird die Bromatbildung untersucht.
Auf der Kläranlage Detmold wird die Verfahrenskombination Ozonung und GAK-Filter („biologisch wirksame Aktivkohle“) pilotiert.

Im November 2016 erfolgte auf der Kläranlage Warburg die Inbetriebnahme einer Ozonanlage mit Wirbelbettreaktor als Nachbehandlung.
Seit Mai 2017 ist die neue Richtlinie „Ressourceneffiziente Abwasserbeseitigung NRW II“ in Kraft (Laufzeit bis Ende 2022), nach welcher Anlagen zur Mikroschadstoff-elimination auf Kläranlagen mit bis zu 70% gefördert werden können. Ab Antragsjahr 2020 ist noch eine Förderung von bis zu 50% möglich
Weitere Informationen und Berichte sind auf folgender Webseite enthalten:
www.masterplan-wasser.nrw.de

Kompetenzzentrum Spurenstoffe (KomS), Baden-Württemberg
In Baden-Würtemberg sind aktuell 13 Kläranlagen mit gezielter Spurenstoff-elimination in Betrieb. Die Kläranlage Westerheim ist die erste grosstechnische Anlage in Baden-Würtemberg, auf der die Spurenstoffe mit Hilfe von GAK eliminert werden. Auf der Kläranlage Mannheim können derzeit Wassermenge von bis zu 1.500 L/s in einem „Ulmer Verfahren“ behandelt werden. Für den Lastfall von Zuflüssen von über 1.500 L/s wird derzeit die Möglichkeit der Spurenstoff-elimination mittels GAK-Filtern im halbtechnischen Massstab untersucht.
Im Rahmen einer im Sommer 2016 durch-geführten Messkampagne auf 10 Kläranlagen wurde untersucht, wieviel Pulveraktivkohle dosiert werden muss, um die „Schweizer Anforderung zur Eliminationsleistung“ mit dem „Ulmer Verfahren“ einhalten zu können.
Weitere Informationen sind auf folgender Webseite enthalten:
www.koms-bw.de

Projekt Bellecombe-SIPIBEL, Frankreich
Auf der kommunale Kläranlage Bellecombe (F) wurde das Projekt SIPIBEL zwischen 2011 und 2015 durchgeführt. Eine Strasse wurde mit kommunalem Abwasser beschickt (mittlerer Durchfluss 60 L/s) und eine andere mit Spitalabwasser (mittlerer Durchfluss 1.6 L/s). Über 100 Parameter, davon 15 Medikamente, wurden untersucht. Es zeigte sich, dass die Elimination im Spitalabwasser höher ist, was auf eine längere Aufenthaltszeit (10 Tage versus 1.5 Tage fürs kommunale Abwasser) zurückgeführt wird. In einer zweiten Phase wurde das kommunale Abwasser mit dem Spitalabwasser gemischt, wobei keine Änderung der Reinigungsleistung erfolgte. Schlussendlich wurde auch eine Ozonung als zusätzliche Reinigungsstufe getestet: mit 4-5 mg O3/L wurde eine mittlere Elimination von 92% erreicht.
Weitere Informationen und Berichte sind auf der folgenden Webseite erhalten: Projekt Bellecombe-SIPIBEL, Frankreich
Auf der kommunale Kläranlage Bellecombe (F) wurde das Projekt SIPIBEL zwischen 2011 und 2015 durchgeführt. Eine Strasse wurde mit kommunalem Abwasser beschickt (mittlerer Durchfluss 60 L/s) und eine andere mit Spitalabwasser (mittlerer Durchfluss 1.6 L/s). Über 100 Parameter, davon 15 Medikamente, wurden untersucht. Es zeigte sich, dass die Elimination im Spitalabwasser höher ist, was auf eine längere Aufenthaltszeit (10 Tage versus 1.5 Tage fürs kommunale Abwasser) zurückgeführt wird. In einer zweiten Phase wurde das kommunale Abwasser mit dem Spitalabwasser gemischt, wobei keine Änderung der Reinigungsleistung erfolgte. Schlussendlich wurde auch eine Ozonung als zusätzliche Reinigungsstufe getestet: mit 4-5 mg O3/L wurde eine mittlere Elimination von 92% erreicht.

Weitere Informationen und Berichte sind auf der folgenden Webseite erhalten: www.graie.org/Sipibel

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Elimination von Spurenstoffen durch GAK-Filtration: Grosstechnische Untersuchungen auf der ARA Bülach-Furt

Auf der ARA Bülach-Furt wird seit Ende 2014 die GAK-Filtration im grosstechnischen Massstab untersucht. Dazu wurde das Filtermaterial von zwei bestehenden Sandfilterzellen durch GAK ersetzt. Das Ziel der Untersuchung ist, die Effizienz der Spurenstoffelimination mittels GAK-Filtration zu eruieren, um so Aussagen zur Reinigungsleistung und zur Wirtschaftlichkeit des Verfahrens machen zu können. Im Weiteren sollen Erfahrungen im gross-technischen Betrieb der GAK-Filtration gesammelt werden. Dabei geht es um Aspekte wie Rückspülverhalten, Feststoffrückhalt oder optimale Filtergeschwindigkeit. Im Newsletter Nr. 7 wurde bereits darüber berichtet.

Mittlere Elimination der 12 Leitsubstanzen
Der Sandfilter (Referenzfilter) hat die 12 Leitsubstanzen im Mittel zu rund 14% eliminiert (hauptsächlich Benzotriazol und Methylbenzotriazol), was mit einer biologischen Aktivität erklärt wird. Die Elimination in den beiden GAK-Filtern war zu Beginn, als die Aktivkohle noch frisch war, sehr hoch. Mit zunehmender behandelter Abwassermenge hat die Eliminationsleistung kontinuierlich ab-genommen, jedoch stärker bei dem GAK-Filter mit einer kürzeren Kontaktzeit (im Mittel bei 13 Minuten bei Trockenwetter). Der GAK-Filter, mit einer hohen Kontaktzeit (im Bereich von 21 Minuten) hat nur langsam an Eliminations-leistung verloren.

Einfluss der Kontaktzeit
Es hat sich gezeigt, dass die Kontaktzeit (EBCT) einen entscheidenden Faktor…den ganzen Artikel lesen sie unter:

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_10_DE_Finale.pdf

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Überwachung der Abwasserzusammensetzung bei ARA mit Ozonung

Es ist bekannt, dass sich gewisse Abwässer nicht für eine Behandlung mit Ozon eignen, insbesondere bei bedeutenden Industrie- oder Gewerbeabwassereinleitern. Dies ist frühzeitig abzuklären (siehe VSA-Empfehlung „Abklä-rungen Verfahrenseignung Ozonung“; Die künftige Entwicklung und Veränderung im Einzugsgebiet (z.B. eine sich ändernde industrielle Aktivität) können zum Zeitpunkt der Verfahrenswahl nur schwer abgeschätzt werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass auch nach der Realisierung einer Ozonung ein guter Betrieb (d.h. langfristige Verbesserung der Abwasserqualität durch die Ozonung) aufrecht erhalten wird. Dies wird sichergestellt, indem einerseits eine proaktive Kom-munikation zwischen den relevanten Akteuren im Einzugsgebiet gepflegt wird. Andererseits ist der Betrieb der Ozonung mit geeigneten Parametern zu überwachen, um eine allfällige Abweichung vom Normalbetrieb rechtzeitig feststellen zu können. Die VSA-Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“ ist gegenwärtig daran, zusammen mit einer Begleitgruppe einen Leitfaden zu erarbeiten.

Aktueller Stand der Verfahren und künftige Entwicklungen
Im Rahmen des Projekts „Strategie Micropoll“ wurden verschiedene Verfahren zur Spurenstoffelimination aus dem kommunalen Abwasser getestet, wobei insbesondere die Ozonung und die Anwendung von Pulveraktivkohle (PAK) im Vordergrund standen. Es hat sich gezeigt, dass beide Verfahrensvarianten wirtschaftlich sind, sich gut in die bestehende ARA integrieren lassen und eine grosse Bandbreite an organischen Spurenstoffen….den ganzen Artikel lesen sie unter:

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_10_DE_Finale.pdf

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Aktifilt-Projekt abgeschlossen

Im Aktifilt-Projekt wurde die Elimination von Mikroverunreinigungen mittels PAK-Dosierung in den Zulauf zur Raumfiltration erfolgreich getestet. Das Projekt ist nun abgeschlossen und der Schlussbericht ist hier verfügbar. Über das Projekt wurde bereits verschiedentlich berichtet (Newsletter Nr. 3, 6, 7 und Artikel Aqua&Gas). Es hat sich gezeigt, dass diese Verfahrensführung eine gute und kosten-günstige Alternative – z.B. bei knappen Platz-verhältnissen, bei bestehenden Filtern, aber auch für neue Anlagen – zum etablierten „Ulmer“-Verfahren (Kontaktreaktor, Sedi-mentation, Filtration) darstellt.

Quelle: https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_10_DE_Finale.pdf

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Granulierte Aktivkohle zur Elimination organischer Spurenstoffe aus kommunalem Abwasser

Dissertation
Kommunale Kläranlagen (KA) stellen einen wesentlichen Eintragspfad für organische Spurenstoffe anthropogenen Ursprungs in den Wasserkreislauf dar. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden labor-, halb- und großtechnische Filter mit unterschiedlichen KA-Abläufen und granulierten Aktivkohlen (GAK) betrieben, um die Elimination von Spurenstoffen (Carbamazepin, Diclofenac und Sulfamethoxazol) zu untersuchen. Zur Untersuchung der generellen Eignung von KA-Abläufen für das Verfahren der Adsorption wurde der DOC von drei KA mittels LC-OCD (liquid chromatography – organic carbon detection, Flüssigchromatographie, gekoppelt mit einem kohlenstoffsensitiven Detektor) und Adsorptionsanalyse nach Sontheimer aufgeschlüsselt. Schnellfiltertests (RSSCTs: rapid small scale column tests) wurden durchgeführt, um die Eignung konventioneller Kennzahlen (Iodzahl, Methylenblautiter, BET-Oberfläche) zur Auswahl von GAK zu prüfen. Zudem wurde die Prognostizierbarkeit von Durchbruchskurven aus halbtechnischen Untersuchungen mittels RSSCTs untersucht. In halbtechnischen Untersuchungen wurde die Abrasion verschiedener GAK durch Luftspülung quantifiziert. In halb- und großtechnischen Versuchen wurde der Einfluss der Feststoffkonzentration im Zulauf (AFS), der Kontaktzeit (EBCT: empty bed contact time) und der Parallelschaltung von sechs Filtern auf die erzielbaren Bettvolumina ermittelt. Mittels LC-OCD und Adsorptionsanalyse konnte gezeigt werden, dass die prozentuale Verteilung der Fraktionen des DOC in unterschiedlichen KA-Abläufen näherungsweise konstant ist. Da die gut adsorbierbaren Fraktionen des DOC maßgebend für die konkurrierende Adsorption mit Spurenstoffen sind, ist damit bei KAAbläufen mit hohen DOC Konzentrationen von schnellerer Erschöpfung der GAK auszugehen. Konventionelle GAK-Kennzahlen erwiesen sich in Schnellfiltertests zur Beschreibung der Adsorptionskapazität als ungeeignet; die Dichte hingegen konnte als ein möglicher Qualitätsparameter identifiziert werden. Mittels RSSCTs konnte gezeigt werden, dass die prognostizierten Durchbruchskurven ihrer Form und ihrer Reihenfolge nach die Durchbruchskurven der halbtechnischen GAK-Filter qualitativ abbilden konnten. Nach wie vielen Bettvolumina definierte Grenzwerte im Ablauf der halbtechnischen Anlage erreicht werden (z. B. c/c0  0,2), konnte hingegen nicht hinreichend gut prognostiziert werden. Weiterhin wirkte sich eine deutlich erhöhte EBCT umso vorteilhafter auf die Elimination des DOC aus, je geringer die Adsorptionsleistung der betrachteten GAK war. Bei praxistypischen Luftspülungen von 2 min/d (100 m/h) ergaben sich in halbtechnischen Filterversuchen für sechs unterschiedliche GAK Abrasionsverluste zwischen 0,1 und 1,5 Massen- %/a. Diese sind im Vergleich zum typischen Massenverlust von 10 % je Reaktivierung als vernachlässigbar gering zu bewerten. Für den DOC und die untersuchten Spurenstoffe Carbamazepin und Diclofenac konnte kein maßgebender Einfluss der Feststoffkonzentration im Filterzulauf auf die erzielten Eliminationen festgestellt werden. Bei den untersuchten Spurenstoffen führte eine Verdopplung der EBCT (~ 15 auf 30 min) zu einer Laufzeitverlängerung zwischen 57 % und 114 %. Die Parallelschaltung von sechs GAK-Filtern führte zu einer mittleren Laufzeitverlängerung von 82 % im Vergleich zum Einzelfilter. Es konnte gezeigt werden, dass sich die Elimination organischer Spurenstoffe aus Abläufen kommunaler KA mit GAK in parallelgeschalteten Filtern mit hinreichender EBCT als vorteilhaft erweist. Während sich der Filterbetrieb in der Regel als einfach, der GAK-Verlust durch Abrasion bei der Spülung als vernachlässigbar und die Reduktion der Adsorptionsleistung durch hohe Feststoffkonzentrationen sich hier als nicht maßgeblich erwiesen hat, stellt die Auswahl und Qualitätssicherung von Aktivkohle auch weiterhin eine Herausforderung dar.

Granulierte Aktivkohle zur Elimination organischer Spurenstoffe aus kommunalem Abwasser
Dissertation von Frank Benstöm
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Johannes Pinnekamp, Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen,
veröffentlicht als Band 246 der Reihe „Gewässerschutz – Wasser – Abwasser“
(Gesellschaft zur Förderung der Siedlungswasserwirtschaft an der RWTH Aachen e. V., E-Mail: schriftenreihen@ isa.rwth-aachen.de, 23 Euro)

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Mikroverunreinigungen/CH: Bundesrat für weiterführende freiwillige Massnahmen

Mikroverunreinigungen sind heute eine der grössten Herausforderungen für den Gewässerschutz. Bereits tiefe Konzentrationen können Wasserlebewesen schädigen. Bundesrat und Parlament haben dagegen bereits verschiedene Massnahmen ergriffen. Der Bundesrat hat am 16. Juni 2017 in Erfüllung eines Postulats von Ständerat Claude Hêche den Bericht «Massnahmen an der Quelle zur Reduktion von Mikroverunreinigungen in den Gewässern» verabschiedet. Der Bericht zeigt, welche Verbesserungen bereits erzielt worden sind und stellt Möglichkeiten für zusätzliche Schritte vor.

Mikroverunreinigungen sind Stoffe, die in sehr tiefen Konzentrationen in den Gewässern vorkommen. Es handelt sich dabei um Chemikalien, Schwermetalle und um andere problematische Substanzen, die schädliche Effekte auf Mensch, Tier und Umwelt haben können. Die Mikroverunreinigungen gelangen unter anderem durch die Kanalisation und durch Versickerung ins Wasser. So stellen Landwirtschaft, Privathaushalte, Industrie und Gewerbe die wichtigsten Quellen dar. Bundesrat und Parlament haben bereits folgende Massnahmen ergriffen:
– Ausbau von Abwassereinigungen zur Beseitigung der Mikroverunreinigungen
– Erarbeitung eines nationalen Aktionsplans zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
– Behandlung des Abwassers von Verkehrswegen
– Sanierung von Altlasten
Diese Massnahmen leisten wichtige Beiträge zur Reduktion der Gewässerbelastung.

Bundesrat macht Empfehlungen
In Erfüllung des Postulats Hêche (12.3090) hat der Bundesrat am 16. Juni 2017 den Bericht «Massnahmen an der Quelle zur Reduktion von Mikroverunreinigungen in den Gewässern» verabschiedet. Er zeigt darin auf, wie – in Zusammenarbeit mit Kantonen, Fachverbänden, Forschung und Privatwirtschaft – die Massnahmen an der Quelle gegen Mikroverunreinigungen verstärkt werden können. Vor allem müssen die heute bestehenden Regelungen konsequenter umgesetzt werden. Zudem muss die umweltschonende Anwendung und Entsorgung von Produkten wie z.B. Arzneimittel oder Pestizide im bestehenden Rahmen weiter gefördert werden. Ebenso begrüsst der Bundesrat Bestrebungen der Privatwirtschaft und der Verbände zur Weiterentwicklung umweltrelevanter Informationen zu Produkten. Der Gewässerschutz soll dabei auch bei branchen- und verbandsinternen Aus- und Weiterbildungen von Fachpersonal stärker berücksichtigt werden. Das Wissen zu Stoffeinträgen aus Gesundheitsbetrieben sowie Industrie und Gewerbe soll verbessert und allfällige Massnahmen sollen geprüft werden. Dazu sollen insbesondere laufende Aktivitäten der Fachverbände genutzt werden. Der Bundesrat hat die betroffenen Departemente damit beauftragt, die entsprechenden Anstrengungen im Rahmen der bestehenden Mittel zu verstärken.

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/mitteilungen.msg-id-67060.html

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Mikroverunreinigungen verursachen ökologischen Stress

Über das gereinigte Abwasser gelangen Mikroverunreinigungen aus den Kläranlagen in Bäche und Flüsse. Sie scheinen nicht nur einzelne Arten zu beeinträchtigen, sondern die Funktion der Wasserökosysteme, etwa den Laubabbau, zu verändern. Das zeigt ein Forschungsprojekt, das die Eawag im Rahmen des Ausbaus ausgewählter Schweizer ARA zur Reduktion der Belastung lanciert hat. Die technische Aufrüstung der ersten Kläranlagen zeigt bereits Wirkung.
Sei es in Medikamenten, Kosmetika, Reinigungsmitteln oder Industriechemikalien – in unzähligen Produkten kommen hierzulande täglich über 30’000 chemische Wirkstoffe zum Einsatz. Viele gelangen via Kläranlagen in die Gewässer und können die Lebewesen und das Trinkwasser beeinträchtigen. Um solche Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser zu entfernen, rüstet die Schweiz in den kommenden Jahren gezielt rund hundert Kläranlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe aus.

Forschende der Eawag und des Oekotoxzentrums Eawag-EPFL begleiten den Ausbau wissenschaftlich. «Wir haben die einmalige Gelegenheit, quasi in Echtzeit zu erforschen, wie sich die Reduktion der Mikroverunreinigungen auf die aquatischen Ökosysteme auswirkt», erklärt Projektleiter Christian Stamm. In einer ersten Phase haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun den chemischen und biologischen Ist-Zustand vor der Aufrüstung der Kläranlagen erfasst. «Wir wollten zudem herausfinden, wie sich die Mikroverunreinigungen aus gereinigtem Abwasser auf die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaften und die Funktion von Flussökosystemen auswirkt», erklärt Stamm. «Hier bestehen noch erhebliche Wissenslücken.»

Viele Mikroverunreinigungen im Abwasser
Zwischen 2013 und 2014 nahmen Stamm und sein Team an 24 ARA-Standorten jeweils oberhalb und unterhalb der Abwassereinleitungen regelmässig Wasserproben und bestimmten die auftretenden Stoffe. Die Messungen belegen, dass mit dem gereinigten Abwasser viele Mikroverunreinigungen in die Flüsse gelangen. «Besonders ausgeprägt war der Anstieg bei Arzneimitteln und Haushaltchemikalien», sagt Stamm. So lagen die Konzentrationen bei den Medikamenten unterhalb der Kläranlagen im Mittel über 30-mal höher als oberhalb. Eine erste ökotoxikologische Risikoabschätzung deutete darauf hin, dass das Schmerzmittel Diclofenac und die Pestizide Diazinon und Diuron weit verbreitet in biologisch wirksamen Konzentrationen auftreten. Bei weiteren Substanzen ist dies regional der Fall.

Die Lebewesen unterhalb der Kläranlagen zeigten verschiedene Stresssymptome, die auf eine Belastung mit Mikroverunreinigungen hindeuten. So waren bei Bachforellen Gene aktiviert, die bei der zellulären Entgiftung eine Rolle spielen. Bei den Bachflohkrebs-Populationen stellten die Forschenden einen Mangel an jungen Individuen fest, was auf eine beeinträchtigte Fortpflanzung oder eine erhöhte Sterblichkeit von Jungtieren hinweist. Die Vielfalt von wirbellosen Arten, die empfindlich auf Pestizide reagieren, war unterhalb der Abwassereinleitung geringer. Mit dem Abwasser gelangen auch Antibiotika und resistente Bakterien in die Gewässer, was zur Verbreitung entsprechender Resistenzen beitragen kann.

Anpassungen verschwanden nach dem ARA-Ausbau
Auch Algen und Bakterien, die als Biofilme den Gewässergrund besiedeln und eine wichtige Rolle im Nahrungsnetz spielen, reagieren auf das Abwasser. Die unterhalb der Kläranlagen lebenden Biofilme waren gegenüber Mikroverunreinigungen deutlich toleranter als jene oberhalb. «Je grösser die chemische Belastung, umso grösser war die Toleranz», sagt Stamm. «Das deutet auf einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Exposition und biologischen Effekten hin.»

Bei den Biofilmen konnten die Forschenden erste Auswirkungen des Kläranlagenausbaus nachweisen. So haben die Algen in der Glatt ihre erhöhte Toleranz gegenüber Mikroverunreinigungen relativ rasch wieder verloren, nachdem die ARA Herisau ihre zusätzliche Reinigungsstufe in Betrieb genommen hatte. Auch die erhöhte Aktivität der Entgiftungsgene von den unterhalb lebenden Bachforellen verschwand.

Die Wirkungen der Mikroverunreinigungen sind im Feld oft nicht direkt messbar, weil sie durch Effekte anderer Abwasserkomponenten überlagert werden. Um die verschiedenen Einflüsse auseinanderzuhalten, führten die Forschenden deshalb zusätzlich Versuche in einem Rinnensystem durch. Mithilfe dieser Durchflussrinnen konnten sie zum Beispiel nachweisen, dass Mikroverunreinigungen den Abbau von organischem Material hemmen, während die Zufuhr von Nährstoffen diesen fördert. «Das stützt unsere Befunde aus dem Feld, bei denen die Abbauraten bei Laubblättern je nach Nährstoffsituation unterhalb der Kläranlagen um rund zwei Drittel tiefer lagen als oberhalb», sagt Stamm. Die statistische Auswertung deutet darauf hin, dass unter anderem Insektizide die laubabbauenden Bachflohkrebse dezimieren.

Quelle: http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/mikroverunreinigungen-verursachen-oekologischen-stress/

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Ozonung: Auf die Art der Dosierung kommt es an

Enthält Trink- oder Abwasser Bromid, entsteht bei der Behandlung mit Ozon zur Elimination von Mikroverunreinigungen potenziell krebserregendes Bromat. Forscher der Eawag haben nun ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich die Bromatbildung während der Ozonung stark reduzieren lässt. Der Trick: das Ozon wird dem Wasser über eine Teflonmembran in kleinen Dosen zugeben.

Um Mikroverunreinigungen aus dem Trink- oder Abwasser zu entfernen, ist die Ozonung oft das Verfahren der Wahl, denn die Behandlung mit Ozon baut ein sehr breites Spektrum an Spurenstoffen ab (siehe Kasten). Die Schweiz rüstet in den nächsten 25 Jahren rund hundert Kläranlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe, um Spurenstoffe aus dem Abwasser zu entfernen. Ozon ist hier eine gute Möglichkeit und eine Ozonungsanlage lässt sich meist gut in einen bestehenden Klärbetrieb integrieren.

Ist das Wasser allerdings mit Bromid verschmutzt, entsteht bei der Ozonung potenziell krebserregendes Bromat, das ins Trinkwasser oder mit dem geklärten Abwasser in Flüsse und Seen gelangt. Der Toleranzwert für Trinkwasser liegt in der Schweiz bei zehn Mikrogramm pro Liter. Im hiesigen Trinkwasser ist der Bromidgehalt oft tief, im Abwasser können dagegen erhebliche Bromidkonzentrationen auftreten, wenn sich im Einzugsgebiet Chemiebetriebe oder Kehrrichtverbrennungsanlagen befinden.

Das Ozon dosieren
Basierend auf dem sogenannten Peroxone-Prozess haben Wissenschaftler der Eawag nun ein Ozonungsverfahren entwickelt, bei dem nur noch wenig Bromat entsteht. «Hält man die Ozonkonzentration im Wasser tief, kann man die Bromatbildung reduzieren», sagt Urs von Gunten von der Abteilung Wasserressourcen und Trinkwasser, der das Projekt leitet. Dies wird laut von Gunten erreicht, indem…

mehr: http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/ozonung-auf-die-art-der-dosierung-kommt-es-an/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a28b49a9c97c244e6677c26f01fe14a2 

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Ist Bromat bei der Ozonung von Abwasser ein Problem?

Um Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser zu entfernen, stattet die Schweiz in den kommenden Jahren rund hundert Kläranlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe aus. Das Verfahren der Wahl ist oft die Behandlung mit Ozon. Ist das Abwasser stark mit Bromid verschmutzt, entsteht bei der Ozonung aber potenziell krebserregendes Bromat, das mit dem geklärten Abwasser in Flüsse und Seen gelangt. Betroffen sind vor allem Kläranlagen, in deren Einzugsgebiet sich Chemiebetriebe und Kehrrichtverbrennungsanlagen befinden. Heute weisen die Schweizer Gewässer normalerweise Bromatkonzentrationen unter der Nachweisgrenze von 0,25 Mikrogramm pro Liter (μg/l) auf. Der Toleranzwert der Fremd- und Inhaltsstoffverordnung für Trinkwasser liegt bei 10 μg/l. Mit Modellrechnungen haben Wissenschaftler der Eawag nun gezeigt, dass die Konzentrationen in den grossen Flüssen nach dem ARA-Ausbau selbst im schlimmsten Fall nur wenig ansteigen. Für den Rhein bei Basel ermittelten sie eine Belastungszunahme von 0,35 μg/l, für die Rhone bei Genf 0,27 μg/l. Bei kleineren Gewässern kann es dagegen zu Belastungen kommen, die eine Trinkwassernutzung erschweren. In jedem Fall gelte es, so die Forscher, die Bromatbildung sorgfältig abzuklären und wenn nötig statt auf eine Ozonung auf eine Elimination mit Aktivkohle zu setzen.

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/ist-bromat-bei-der-ozonung-von-abwasser-ein-problem/

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Elimination von Spurenstoffen durch granulierte Aktivkohle (GAK)

Filtration: Grosstechnische Untersuchungen auf der ARA Bülach-Furt
Zwischenbericht, Kurzfassung

Auf der ARA Bülach-Furt laufen grosstechnische Untersuchungen zur GAK-Filtration. Der Zwischenbericht ist hier verfügbar:

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/02_Technische_Verfahren/03_Aktivkohle/GAK_Bu%CC%88lach_Zwischenbericht_27032017_Final.pdf

Quelle: https://www.micropoll.ch/aktuell/

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Elimination von Mikroverunreinigungen

Der Zwischenbericht des Versuchs auf der ARA Penthaz mit dem Verfahren CarboPlus ist erschienen (Französisch inkl. Zusammenfassung in Deutsch).
Die erzielten Ergebnisse der ersten Versuchsphase sind im vorliegenden Bericht dargestellt und kommentiert. Der Abschlussbericht zu den Versuchen wird im Laufe des Jahres 2017 auf der VSA-Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“ (www.micropoll.ch) veröffentlicht.

Zusammenfassung
Die ARA Penthaz des interkommunalen Zusammenschlusses zur Abwasserreinigung (Association Intercommunale pour l’Epuration des Eaux usées, AIEE) von Cossonay-Penthalaz-Penthaz-Daillens-Bettens gehört zu den 16 ARA des Kantons Waadt, die gemäss der provisorischen Planung der Ge-neraldirektion für Umwelt (DGE) im Hinblick auf die jüngste Revision des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG) und der entsprechenden Gewässerschutzve-rordnung (GSchV), eine zusätzliche Reinigungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen (MV-Stufe) bauen müssen.

Die ARA Penthaz wurde zwischen 2012 und 2015 unter der Leitung der Triform AG erweitert und mo-dernisiert. Unter anderem wurden eine Nitrifikation und eine Teil-Denitrifikation eingeführt – zu diesem Zeitpunkt war noch keine Vorschrift für die Elimination von Mikroverunreinigungen bekannt. Aufgrund der Anforderungen für eine Finanzierung der MV-Stufe durch den Bund hat die Triform AG eine Machbarkeitsstudie durchgeführt und anschliessend die Organisation, den Ablauf und die Nachberei-tung von Pilotversuchen mit dem Verfahren CarboPlus® vorgeschlagen. Dieses Verfahren wurde vom Unternehmen SAUR (Frankreich) und seiner Tochtergesellschaft Stereau entwickelt und patentiert. Es handelt sich um einen aufwärts durchströmten Reaktor mit einem mikrogranulierten Aktivkohlewir-belbett (μGAK mit einer Körnung von 200 bis 900 µm). Das Verfahren hat eine Reihe technisch und wirtschaftlich interessanter Eigenschaften. Unter anderem ist keine zusätzliche Filtrationsstufe nötig (die Abtrennung der Kohle erfolgt im Reaktor durch Gravitation), die beladenen Kohle kann reaktiviert werden, die Handhabung und Wartung ist verhältnismässig einfach und es braucht keine ATEX-Zone (insbesondere für die Lagerung der μGAK).
Die Pilotversuche laufen seit Februar 2016 und sollen die Dimensionierung und die erwartete Leistung der Anlage überprüfen. Unter der Leitung…mehr unter:

Die erzielten Ergebnisse der ersten Versuchsphase sind im vorliegenden Bericht dargestellt und kommentiert. Der Abschlussbericht zu den Versuchen wird im Laufe des Jahres 2017 auf der VSA-Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“ (www.micropoll.ch) veröffentlicht. https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Anlagen/108066.620_R14a_Rapport_micropolluants_essai_n_1_Version_A_13.02.2017.pdf

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Biotests bewerten Ozonung und Nachbehandlung von Abwasser

Die Ozonung ist ein etabliertes Behandlungsverfahren, um Mikroverunreinigungen aus Abwasser zu entfernen. Da bei der Ozonung jedoch labile toxische Reaktionsprodukte entstehen können, ist eine biologische Nachbehandlung notwendig. Mithilfe von Biotests hat das Oekotoxzentrum verglichen, wie gut die Ozonung in Kombination mit verschiedenen Nachbehandlungsverfahren ökotoxikologische Effekte verringern kann.
Über das Abwasser werden Flüsse und Seen mit zahlreichen Mikroverunreinigungen belastet, die unter anderem aus Pflegeprodukten und Arzneimitteln stammen. Das neue Gewässerschutzgesetz, das seit Anfang 2016 in Kraft ist, strebt daher den zielorientierten Ausbau der Schweizer Abwasserreinigungsanlagen (ARA) um eine zusätzliche Reinigungsstufe an. In Pilotversuchen haben sich besonders zwei Verfahren zur Entfernung der Spurenstoffe bewährt: Die Ozonung und die Behandlung mit Aktivkohle. Auch bei Abwässern, welche für eine Behandlung mit Ozon geeignet sind, können bei der Ozonung unerwünschte labile Reaktionsprodukte entstehen, die möglicherweise toxisch sind. Um diese Stoffe wieder aus dem Abwasser zu entfernen, ist eine Nachbehandlung mit biologischer Aktivität nötig, wozu verschiedene Verfahren eingesetzt werden können. Um deren Effizienz zu beurteilen, haben die Eawag und das Oekotoxzentrum auf der ARA Neugut verschiedene Nachbehandlungsmethoden der Ozonung verglichen. Finanziert wurde das Projekt vom Bundesamt für Umwelt.

Komplexe Biotestbatterie
Frühere Projekte hatten gezeigt, dass Biotests eine gute Ergänzung zu chemischen Analysen sind, um die Toxizität von ARA-Abwasser zu messen: Biotests erfassen nämlich gesamthaft die Wirkung komplexer Stoffgemische. Daher prüften Wissenschaftler des Oekotoxzentrums mit Biotests, ob die Ozonung schädliche Stoffe entfernt und ob es Unterschiede in der Effizienz der Nachbehandlungen gibt, labile Reaktionsprodukte zu entfernen. Dazu setzten sie einerseits Zellkulturen oder einfache Organismen wie Bakterien, Algen oder Wasserflöhe im Labor ein. Andererseits untersuchten sie Regenbogenforellen und Glanzwürmer in Durchflusssystemen direkt auf der ARA (siehe Tabelle). „Im Fish Early Life Stage Toxicity Test mit Forellen haben wir neben der Sterblichkeit auch zahlreiche subletale Endpunkte untersucht, die besonders empfindlich sind. Das waren allgemeine Entwicklungsparameter wie Schlupf, Aufschwimmen und Länge, aber auch Gewebeveränderungen und die Expression von schadstoffsensitiven Genen als Biomarker“, erklärt Cornelia Kienle vom Oekotoxzentrum.

Durchgeführt wurden die Versuche auf der ARA Neugut in Dübendorf, die 2014 als erste Schweizer ARA mit einer grosstechnischen Ozonung ausgerüstet worden war. Als mögliche Alternative zum bestehenden Sandfilter zur biologischen Nachbehandlung untersuchten die Forschenden einen Wirbelbett- und einen Festbettreaktor, in denen wie beim Sandfilter Bakterien in Biofilmen Stoffe biologisch umsetzen. Ausserdem wurden Filter mit granulierter Aktivkohle (GAK) betrachtet, und zwar sowohl mit unbeladener GAK als auch mit GAK, welche schon länger in Betrieb und daher mit organischen Stoffen beladen war. In GAK-Filtern werden organische Mikroverunreinigungen einerseits an die Kohle adsorbiert und andererseits durch den Biofilm auf der GAK abgebaut. Die Wissenschaftler verglichen die Wirkung des Abwassers auf die Biotest-Organismen nach der biologischen Reinigung, der Ozonung und den verschiedenen Nachbehandlungen.

Positive Effekte der Ozonung bestätigt
Die Testverfahren im Labor zeigten, dass die Ozonung effizient die Toxizität des Abwassers reduzierte: Die toxische Wirkung auf Leuchtbakterien wurde um 66% verringert im Vergleich zur biologischen Reinigung. Die Fotosynthesehemmung im Grünalgentest verminderte sich ebenfalls um 80% und die Wachstumshemmung um 73%. Die Fortpflanzung von Glanzwürmern auf der ARA wurde durch keine der untersuchten Abwasserproben signifikant beeinträchtigt. Auch die Entwicklung von frühen Lebensstadien von Regenbogenforellen im Durchfluss auf der ARA zeigte keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Proben.

Die Resttoxizität des Abwassers nach Ozonung war sehr gering, das heisst die Behandlung mit Ozon bewirkte eine signifikante Verbesserung. Nur vereinzelt konnte eine geringe mutagene Wirkung nachgewiesen werden. Diese negativen Effekte konnten aber durch die verschiedenen Nachbehandlungsverfahren wieder effizient verringert oder eliminiert werden. Die geringe Resttoxizität nach der Ozonung machte es schwierig, zusätzliche Effekte der Nachbehandlungen in den Biotests zu bewerten. Die Ergebnisse für die Nachbehandlungen Sandfilter, Wirbelbett und Festbett waren nicht konsistent und erlauben daher keine Aussage. Nach dem unbeladenen GAK-Filter verringerten sich die Effekte im Leuchtbakterien-Test um weitere 31% und im Fotosynthese-Hemmtest um 66%. Dies ist vermutlich auf eine zusätzliche Entfernung von Mikroverunreinigungen durch den GAK-Filter zurückzuführen. Auch der beladene GAK-Filter brachte eine leichte Verbesserung.

Neue empfindliche Methoden
Eine Gewebeanalyse der Regenbogenforellen, die von Christina Thiemann an der Universität Tübingen durchgeführt wurde, zeigte, dass nach der Ozonung der Gewebezustand der Forellenleber immer noch schlechter als bei Kontrolltieren war. Die Behandlung mit unbeladener GAK verbesserte den Gewebezustand, während die anderen Nachbehandlungen nicht zu einer nachweisbaren Verbesserung führten. In den Forellen untersuchte Stephan Fischer von der Eawag auch Biomarker auf Genexpressionsebene. Diese zeigen an, ob und in welchem Mass die Organismen auf verschiedene Schadstoffgruppen reagieren. Die untersuchten Biomarker sind an Reaktionen wie der allgemeinen Stressantwort, oxidativem Stress, Umwandlung von Fremdstoffen, Regulierung des Immunsystems, hormoneller Wirkung und Reaktionen mit Schwermetallen beteiligt. Die meisten Biomarker waren nach dem biologisch gereinigten Abwasser erhöht. Die Ozonung verringerte dieses Signal. Die verschiedenen Nachbehandlungen erreichten weitere Veränderungen der Biomarkermuster, so dass sie denen der Kontrolltiere ähnlicher wurden, allerdings unterschieden sich diese weniger deutlich voneinander. Am deutlichsten war eine Verbesserung nach dem relativ frischen GAK-Filter oder dem Festbett zu erkennen.

Die verwendeten Biotests bestätigten, dass die Ozonung die Schadstoffbelastung des Abwassers und damit ökotoxikologische Effekte auf der ARA Neugut deutlich verringert. Da das Abwasser nach der Ozonung nur noch sehr wenig toxisch war, konnten kaum Unterschiede in der Effizienz der verschiedenen Nachbehandlungen aufgezeigt werden. Wenn man die Ergebnisse der Biotests zusammenfasst, erbrachte einzig der unbeladene GAK-Filter eine deutliche zusätzliche Reinigungsleistung zur Ozonung, die wohl durch eine zusätzliche Entfernung von Mikroverunreinigungen durch Sorption an den Filter zustande kommt. Bei den weiteren Nachbehandlungen konnte mit den meisten verwendeten Methoden keine konsistente Verbesserung nachgewiesen werden. Vereinzelt auftretende mutagene Effekte wurden jedoch durch alle Nachbehandlungsmethoden verringert, was auf ihre Effizienz bei der Entfernung von labilen Reaktionsprodukten hinweist.

http://www.oekotoxzentrum.ch/news-publikationen/news/biotests-bewerten-ozonung-und-nachbehandlung-von-abwasser/

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Mikroschadstoffe aus einem Regenwasserkanal

In KW Korrespondenz Wasserwirtschaft 3/2017 erscheint der Beitrag „Mikroschadstoffe im eingeleiteten Wasser aus einem Regenwasserkanal im Einzugsgebiet der Swist“ von Franz Michael Mertens, Andrea Franziska Brunsch, Jens Wunderlich-Pfeiffer, Ekkehard Christoffels (Bergheim), Thomas Kistemann und Christiane Schreiber (Bonn). In der Studie wurde die Einleitung aus einem Regenwasserkanal der Stadt Meckenheim bei Bonn intensiv auf Mikroverunreinigungen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das in einem Trennsystem gesammelte Regenwasser mit Spurenstoffen belastet ist. Neben Pflanzenschutz- und Arzneimitteln wurden Industriechemikalien und Flammschutzmittel nachgewiesen. Die Berechnungen ergaben je nach Spurenstoff eine Einleitfracht im Median von 4 bis 198 μg/s. Mikrobiologische Verunreinigungen wurden in allen Proben des eingeleiteten Wassers gefunden. Die durchschnittliche Konzentration für den Fäkalindikator Escherichia coli lag bei 2,4  104 MPN/100 mL (MPN Most Probable Number). Die Ergebnisse zeigen zudem, dass auch bei Einleitungen von Regenwasser aus Trennsystemen Handlungsbedarf bestehen kann, um Belastungen der Fließgewässer mit Mikroverunreinigungen zu reduzieren. Der Beitrag steht zum freien Download im Internet bereit.

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Machbarkeitsstudie zur Verminderung des Eintrags von Spurenstoffen aus dem Abwassersystem in die Körsch – Darstellung einer bisher weltweit einmaligen Untersuchung

Durch die Einleitung von gereinigtem Abwasser der Klärwerke Möhringen und Plieningen sowie durch Mischwasserentlastungen der zahlreichen Regenüberläufe (RÜ) und Regenüberlaufbecken (RÜB) im Einzugsgebiet wird die Gewässerqualität der Körsch beeinflusst. Neben den „klassischen“ Abwasserinhaltsstoffen, die in den Klärwerken bereits jetzt gezielt eliminiert werden, kommt den Emissionen an Spurenstoffen eine zunehmende Bedeutung zu. Wegen des ungünstigen Verhältnisses von natürlichem Basisabfluss und Einleitungen aus Siedlungsgebieten treten in der Körsch vergleichsweise hohe Konzentrationen dieser Stoffe auf.

Vor diesem Hintergrund förderte das Regierungspräsidium Stuttgart die Erstellung einer „Machbarkeitsstudie zur Verminderung des Eintrags von Spurenstoffen aus dem Abwassersystem in die Körsch“ durch die Stadtentwässerung Stuttgart (SES). Die Projektbearbeitung erfolgte am Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart. Ebenfalls beteiligt waren das Zentrallabor der SES (Spurenstoffanalytik) sowie die Firmen Iat-Ingenieurberatung GmbH und InfraConsult GmbH (Modellierung).

Ziel dieser Studie war es, technische Maßnahmen aufzuzeigen und zu bewerten, durch die Emissionen an Spurenstoffen aus den Abwassersystemen im Einzugsgebiet der oberen Körsch effektiv reduziert werden können.
Dabei wurde das Gesamtsystem aus Kanalnetz (mit den Mischwasserentlastungsanlagen) und der Klärwerke (Möhringen bzw. Plieningen) betrachtet. In die Bewertung der Maßnahmen wurden auch die erwarteten Auswirkungen auf die Emissionen anderer Stoffe (z.B. Nährstoffe) einbezogen. Maßnahmen zur Reduzierung der Spurenstoffemissionen sollten nicht zu einer Verschlechterung im Bereich anderer Stoffemissionen führen.

Vorgehensweise
Als konkrete Ergebnisse der Studie wurden Vorschläge zu effektiven und wirtschaftlichen Lösungskonzepten, sowohl betrieblicher als auch investiver Natur, zur Verminderung von Stoffemissionen in die Körsch gegeben.
Um zielorientierte, technische Lösungen vorschlagen zu können, wurde folgende Vorgehensweise verwendet:
• Feststellung der Frachtströme im Ist-Zustand durch Messungen und Beprobungen bei Trocken- und Regenwetter,
• Ermittlung der Eingangsdaten für die Modellierung aus den Messdaten,
• Gekoppelte Simulation von verschiedenen Szenarien der Stoffminderung (Kanalnetz und Klärwerk).
In einem ersten Schritt wurde mittels Messungen und Beprobungen untersucht, wie hoch die Stoffausträge des Abwassersystems in die Körsch sind. Bei den Auswertungen wurde hinsichtlich der Stoffe selbst, aber auch hinsichtlich der räumlichen und zeitlichen Auflösung der Emissionen differenziert: Welche Stoffe werden in welchen Mengen und in welchen Zeiträumen an welchen Stellen in die Körsch eingetragen?
In einem zweiten Schritt wurde eine detaillierte Datenauswertung aus den Messungen durchgeführt, um die Eingangsparameter für die Modellierung zu ermitteln.
In einem dritten Schritt wurden verschiedene technische Varianten (Szenarien mit einzelnen Maßnahmen oder Maßnahmenkombinationen) zur Reduzierung von Stoffemissionen in die Körsch modelliert und bewertet. Ziel der gekoppelten Simulation beider Systeme war die Ermittlung derjenigen Maßnahmen oder Maßnahmenkombinationen, die unter Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsaspekten die größte Wirksamkeit hinsichtlich der Reduzierung von Stoffemissionen aus dem Abwassersystem (Kanalnetz und Klärwerk) ergeben. Dabei durfte eine Optimierung hinsichtlich der Reduzierung von Spurenstoffemissionen nicht zu einer unvertretbaren Erhöhung anderer Emissionskenngrößen führen.

Die oben beschriebene Methodik wurde im Einzugsgebiet des Klärwerks Möhringen entwickelt und anschließend im Einzugsgebiet des Klärwerks Plieningen angewandt.

Ergebnisse
Um zielorientierte technische Lösungen vorschlagen zu können, wurde in einem ersten Schritt untersucht, wie hoch die Stoffausträge des Abwassersystems der Einzugsgebiete Möhringen und Plieningen sind. 69 Substanzen wurden ausgewählt, die zum einen repräsentativ für verschiedene chemische und physikalische Eigenschaften sind und zum anderen für unterschiedliche Eintragspfade (Schmutzwasser, Regenwasser und Oberflächenabfluss) stehen. Die Untersuchung eines derart breiten Substanzspektrums (69 Stoffe) unter Berücksichtigung aller drei genannten Eintragspfade ist bislang weltweit einmalig. Acht Substanzen wurden in beiden Einzugsgebieten nicht nachgewiesen, darunter alle sechs untersuchten PCBs, sowie Dichlorprop und Methyltriclosan.

Die Ergebnisse der nachgewiesenen Substanzen haben gezeigt, dass sich unterschiedliche Spurenstoffe im System Abwasser/Gewässer abhängig von ihrer Herkunft im Auftreten und im Verhalten sehr stark unterscheiden. Eine weitere Erkenntnis ist, dass Messungen nur bei Trockenwetter, wie dies bisher üblich war, die ins Gewässer eingeleitete Fracht der oberflächenbürtigen Substanzen massiv unterschätzen.

Die Bilanzierung der emittierten Spurenstoffströme vom Klärwerk Möhringen und der Mischwasserentlastungen für das Jahr 2014 hat gezeigt, dass die Einträge für 20 Spurenstoffe durch Mischwasserentlastungen höher waren als durch das Klärwerk, obwohl die Entlastungsmenge aller Bauwerke nur 11,2% der gesamten in die Körsch eingeleiteten Abwassermenge betrug. Zehn dieser Stoffe sind gesetzlich geregelt.

Die Ergebnisse der Messkampagne im stark urban geprägten Gewässer Körsch haben gezeigt, dass für Diclofenac, Triclosan, Terbutryn, Mecoprop, Fluoranthen und Benzo[a]pyren, die JD-UQN Werte überschritten wurden und dass für die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe Benzo[b]fluoranthen, Benzo[k]fluoranthen und Benzo[ghi]perylen, an allen Messstellen deutliche Überschreitungen der ZHK-UQN auftraten. Folglich sind Maßnahmen zur Reduzierung der Spurenstoffeinträge in das Gewässer erforderlich.

Um einen guten chemischen Zustand zu erreichen, ist eine Reduzierung der Spurenstoffeinträge ins Gewässer durch zusätzliche Maßnahmen im Klärwerk nicht ausreichend. Nur durch eine Kombination von Maßnahmen an Kanalnetz und Klärwerk kann eine deutliche Reduzierung von Spurenstoffeinträgen stattfinden.

Die höchsten Gesamtfrachtreduzierungen wurden für mehrere Szenarien mit unterschiedlichen Verfahren der weitergehenden Abwasserreinigung bei konstanter Erhöhung der Mischwasserbeschickung mit Abflusssteuerung ermittelt, was aber der teuersten technischen Variante entspricht.

Die Vorschläge für weitere Investitionen in die Abwasserbehandlung und Abwasserableitung basieren auf den Erkenntnissen, die im Rahmen dieser Studie gewonnen wurden. Diese sind entsprechend der gesetzlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte sowie im Hinblick auf die örtlichen Randbedingungen zu prüfen. Die Kostenschätzungen können lediglich einen groben Anhaltspunkt darstellen und sind gegebenenfalls durch entsprechende Planungen zu belegen.

Bezüglich der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe wird eine Einhaltung der UQN-Werte allerdings auch mit kombinierten Maßnahmen im Abwassersystem nicht erreichbar sein. Die erforderliche PAK-Reduzierung der Gewässerbelastung kann allenfalls durch Maßnahmen an der Quelle (Verbrennungsmotoren, Reifenabrieb etc.) erreicht werden.

http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/de/unternehmen/umweltschutz/machbarkeitsstudie-spurenstoffe-koersch/

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Studie zur Reduktion von Mikroverunreinigungen in Gewässern: Umweltminister Jost überreicht rund 222.500 Euro an EVS

Umweltminister Reinhold Jost hat dem Geschäftsführer des Entsorgungsverbandes Saar (EVS), Michael Philippi, rund 222.500 Euro für eine Studie übergeben, die herausfinden soll, ob durch eine vierte Reinigungsstufe in kommunalen Kläranlagen im Saarland Mikroverunreinigungen in Gewässern reduziert werden können.
Durchgeführt wird diese Studie von „tectraa“, dem Zentrum für Innovative AbWassertechnologien an der Technischen Universität Kaiserslautern. Die Projektdauer beträgt voraussichtlich zwei Jahre.

Umweltminister Jost: „Von Menschen künstlich hergestellte, chemische Verbindungen finden sich heutzutage in allen Lebensbereichen einer modernen Industriegesellschaft. Unser Ziel ist die Vermeidung des Eintrags dieser Spurenstoffe in den Wasserkreislauf. Mit der Studie wollen wir herausfinden, in welchem Umfang unsere saarländischen Kläranlagen dazu beitragen können.“

Kommunales Abwasser enthält neben Feststoffen und Nährstoffen eine große Anzahl an organischen Mikroschadstoffen. Sogenannte anthropogene Spurenstoffe. Sie werden ver-stärkt als Mikroverunreinigungen in Kläranlagen und Fließgewässern nachgewiesen. Mikroverunreinigungen können jedoch bereits in niedriger Konzentration negative Auswirkungen auf das Ökosystem und die Gewinnung von Trinkwasser haben. Moderne Kläranlagen haben in der Regel ein dreistufiges Reinigungsverfahren. Zur Abwasserreinigung laufen nacheinander mechanische, biologische und chemische Verfahren ab. Eine vierte Reinigungsstufe könnte zur weiteren Reinigung des Abwassers dienen, indem in diesem Verfahrensschritt Mikroschadstoffe eliminiert werden.

„Rechtliche Auflagen für Kläranlagen, anthropogene Spurenstoffe zu eliminieren, gibt es der-zeit noch nicht“, so EVS-Geschäftsführer Michael Philippi. Der EVS stellt sich jedoch frühzeitig der Diskussion um die Sinnhaftigkeit bzw. Notwenigkeit dieser erweiterten Reinigungsleistung. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Kosten für eine Aufrüstung von Kläranlagen mit einer 4. Reinigungsstufe am Ende wohl alleine vom Bürger zu tragen wären, muss zunächst eine intensive Kosten/Nutzen-Abwägung erfolgen. Durch die von uns initiierte und konzipierte, vom Saarländischen Umweltministerium geförderte Studie stellen wir die ersten Weichen.“

Die vorgesehene Stoffflussmodellierung der Gesamtemissionen an Spurenstoffen soll zunächst in einem Teileinzugsgebiet der Blies von der Quelle bis zur Mündung des Schwarzbaches durchgeführt werden. Die Auswahl fiel auf den Teil der Blies, da sowohl ländliche als auch industriell geprägte Bereiche entlang des Gewässers sowie Kläranlagen der Größenklasse eins bis vier vorzufinden sind. Die Studie umfasst ein Messprogramm zu anthropogenen Spurenstoffen in der Blies und an Ausläufen ausgewählter Kläranlagen sowie eine Modellierung verschiedener Varianten zum Bau von vierten Reinigungsstufen in dem Teileinzugsgebiet des Gewässers. Die Ergebnisse aus dem Messprogramm und der Stoffflussmodellierung werden in einem zweiten Schritt auf das gesamte Saarland übertragen.

Die Zuwendung stammt aus Mitteln des Landes zur Verbesserung der Gewässergüte, der Landeszuschuss beträgt 65 Prozent der Gesamtkosten.

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Sabine Schorr
Pressesprecherin
Tel.: 0681 501 – 4710
E-Mail: s.schorr@umwelt.saarland.de

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Studie: Abwasserabgabe

Vierte Abwasser-Reinigungsstufe auch über Abwasserabgabe finanzierbar?

Viele Mikroschadstoffe gelangen vor allem über das kommunale Abwassersystem in die Gewässer.

Mikroverunreinigungen – etwa Arzneimittel – sind immer noch ein großes Problem der Abwasseraufbereitung. Wie eine aktuelle Studie zeigt, könnte die Abwasserabgabe als Instrument genutzt werden, den Ausbau großer Kläranlagen mit einer so genannten vierten Reinigungsstufe zu finanzieren.
Leipzig – Die Abwasserabgabe könnte einen sinnvollen Beitrag zur Finanzierung des Ausbaus großer Kläranlagen mit einer so genannten vierten Reinigungsstufe leisten. Mit diesen Anlagen lassen sich Mikroverunreinigungen in Gewässern – etwa Arzneimittel – reduzieren, ergab eine neue Studie. Dieses Ergebnis reiht sich gut in ein umfassendes Konzept zur Reduzierung der Gewässerbelastung ein, an dem das (Umweltbundesamt) UBA derzeit arbeitet. Eine mögliche Maßnahme in diesem Konzept ist der weitere Ausbau von Kläranlagen.
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http://www.process.vogel.de/vierte-abwasser-reinigungsstufe-auch-ueber-abwasserabgabe-finanzierbar-a-483323/&cmp=nl-254

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Böblingen-Sindelfingen: Spurenstoffelimination auf der Kläranlage Darmsheim

In der Verbandsversammlung des Zweckverbands Kläranlage Böblingen-Sindelfingen wurde die Realisierung einer Stufe zur gezielten Spurenstoffelimination auf der Kläranlage Darmsheim beschlossen. Es ist ein Verfahren mit Einsatz von granulierter Aktivkohle vorgesehen.

http://www.koms-bw.de/

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Mit Ozonung und Ultrafiltration gegen Antibiotikaresistenzen

Obwohl die Schweizer Human- und Veterinärmedizin vergleichsweise wenig Antibiotika verwendet, nimmt die Häufigkeit resistenter Bakterien zu. Diese gelangen über die Kläranlagen auch in den Wasserkreislauf. Forscherinnen und Forscher der Eawag haben untersucht, ob sich durch die Behandlung des Abwassers mit Ozon oder mit Membranfiltern mehr Antibiotikaresistenzen entfernen lassen als durch die konventionelle biologische Reinigungsstufe. Denn Ozon ist ein sehr gutes Desinfektionsmittel und zerstört durch seine hohe Reaktivität mit DNA nicht nur resistente Bakterien, sondern auch Resistenzgene in den Zellen. Eine in der ARA Neugut durchgeführte Studie bestätigt diese Befunde teilweise: Die Ozonung eliminiert deutlich mehr resistente Bakterien, jedoch nicht die Resistenzgene. In einer Pilotanlage einer anderen Schweizer Kläranlage hingegen werden durch Ultrafiltration…mehr:

http://www.eawag.ch/de/news-agenda/news-plattform/news/news/mit-ozonung-und-ultrafiltration-gegen-antibiotikaresistenzen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5cad16bbdb616dbf92201211e6df0642

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Spurenstoffstrategie des Bundes gestartet

Mit einer Auftaktveranstaltung am 07.11.2016 begann ein Stakeholder-Dialog des Bundesumweltministeriums zur Spurenstoffstrategie. Zusammen mit unterschiedlichen Akteuren sollen im Rahmen von drei Fach-Workshops und mit fachlicher Unterstützung durch das Frauenhofer-ISI und das IKU praktikable und finanzierbare Handlungsoptionen zur Minderung des Eintrages von Spurenstoffen in die Gewässer erarbeitet werden. Strategien und Maßnahmen sollen sowohl an den Quellen, als auch bei nachgeschalteten Maßnahmen ansetzen und als Policy Paper im Frühjahr 2017 verabschiedet werden.

Quellen und weitere Informationen:
AöW-Positionspapier zur vierten Reinigungsstufe zur Elimination von anthropogenen Spurenstoffen aus dem Abwasser
http://www.aoew.de/media/Publikationen/Positionspapiere/AoeW_Vierte_Reinigungsstufe_aktualisiert_April_20 13.pdf Bundesumweltministerium, Pressemitteilung
Spurenstoffstrategie des Bundes, Gewässerschutz geht nur gemeinsam,
http://www.bmub.bund.de/presse/pressemitteilungen/pm/artikel/spurenstoffstrategie- des-bundes/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=627

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