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Nachrichten von Verbänden 2016

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Oktober 2016
BDEW Entwurf des Energie- und Stromsteuergesetzes gefährdet Blockheizkraftwerke der Abwasserentsorger 
AGW WRRL – „Gewässer im Fokus“ 
August 2016
BDEW BDEW zur aktuellen Situation der Klärschlamm-Entsorgung 
BDEW Entwurf des Energie- und Stromsteuergesetzes 
VKU VKU-Innovationspreis 2017 
BDE Berichterstatterin des Europaparlaments schlägt deutliche Verschärfungen der Kommissionsvorschläge zur Kreislaufwirtschaft vor 
BDE BDE-Experten diskutierten auf der IFAT die aktuellen Herausforderungen der Wasserwirtschaft 
GDCh Grundwasser, Trinkwasser, Abwasser und mehr – Wasserchemiker tagen an der Regnitz in Bamberg 
AGW Entwurf einer Verordnung zum Schutz von Oberflächengewässern beschlossen 

Entwurf des Energie- und Stromsteuergesetzes gefährdet Blockheizkraftwerke der Abwasserentsorger

BDEW: Benchmarking-Projekte weiter ausbauen
Die vorgesehenen gravierenden Einschränkungen bei der Stromsteuerfreiheit von Blockheizkraftwerken würden hocheffiziente Blockheizkraftwerke der Abwasserentsorger in Deutschland teilweise unrentabel machen und zusätzliche CO2-Einsparungen gefährden. Darauf hat heute BDEW-Vizepräsident Jörg Simon hingewiesen: „Seit Jahrzehnten setzen die Abwasserentsorger das bei der Klärschlammaufbereitung anfallende Klärgas umweltschonend und energieeffizient in Blockheizkraftwerken ein und nutzen es zur Eigenstromversorgung. Die jetzt vorgesehenen Regelungen, die diese Woche zwischen den Bundesministerien beraten werden, würden die Wirtschaftlichkeit von Anlagen in nahezu allen großen Städten Deutschlands gefährden“, sagte Simon heute zum Auftakt der Wasserwirtschaftlichen Jahrestagung des BDEW. „Seit Jahrzehnten gibt es in Deutschland die Nutzung des Kuppelproduktes Klärgas in KWK-Anlagen. Es ist unbestritten, dass dies sowohl ökologisch als auch ökonomisch die beste Alternative darstellt. Es sei denn, das Abfackeln von Klärgas und damit Stichflammen in den Städten und Gemeinden sollen wieder die Skyline illustrieren.“

Simon betonte zudem die Bedeutung der freiwilligen Leistungsvergleiche zwischen den Unternehmen der Wasserwirtschaft. „Die in den Bundesländern laufenden freiwilligen Leistungsvergleiche in Form von Benchmarking-Projekten haben sich erfolgreich entwickelt. Die Branche ist gefordert, durch eine rege Teilnahme an den freiwilligen Benchmarking-Projekten Politik und Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass der Weg der Modernisierung und Effizienzsteigerung konsequent weitergegangen wird“, sagte Jörg Simon, BDEW-Vizepräsident Wasser/Abwasser, heute zum Auftakt der 12. Wasserwirtschaftlichen Jahrestagung des BDEW in Berlin. Benchmarking sei das Instrument der Wahl, das Transparenz und Effizienz in der Wasserwirtschaft auf einen Nenner bringt. Das Bundeskartellamt habe in seinem neuen Bericht zur Wasserwirtschaft auch klargestellt, dass die kartellrechtliche Missbrauchsaufsicht die überlegenere Aufsichtssystematik gegenüber der Regulierung darstelle.

Ein zentrales Thema, das auch die Wasserwirtschaft in verstärktem Maße beschäftige, sei die Frage, ob zukünftig genügend Fachkräfte für die Unternehmen der Wasserwirtschaft zur Verfügung stehen. Dies gilt nicht nur isoliert für die Wasserwirtschaft, sondern auch im Wettbewerb mit anderen Unternehmen in Deutschland. „Wir tun deshalb gut daran, uns intensiv mit der Personalfrage zu beschäftigen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Die Wasserwirtschaft im BDEW fördert deshalb gemeinsam mit dem DVGW das Internetportal „Berufswelten Energie und Wasser“, das das Interesse für Berufs- und Studienanfänger für die Branche wecken und Angebote für die berufliche Zukunft aufzeigen soll.“ Auch die Wasserwirtschaftliche Jahrestagung 2016 wird sich intensiv mit diesem Thema befassen.

https://www.bdew.de/internet.nsf/id/20160913-pi-simon-entwurf-des-energie-und-stromsteuergesetzes-gefaehrdet-blockheizkraftwerke-der-a

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AGW: WRRL – „Gewässer im Fokus“

Die neue „agw im Fokus“ beschäftigt sich in dieser Ausgabe mit der Umsetzung der WRRL und hat die „Gewässer im Fokus“. Für die Zusendung einer Printversion kontaktieren Sie bitte die agw Geschäftsstelle unter info@agw-nw.de .

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BDEW: zur aktuellen Situation der Klärschlamm-Entsorgung:

In Deutschland droht Entsorgungsnotstand bei Klärschlamm
Geplantes Verbot synthetischer Polymere würde für viele Abwasserentsorger massive Kostensteigerungen bedeuten
Ohne eine Änderung bestehender Regelungen im Düngemittelrecht droht in Deutschland ab Januar 2017 ein Notstand bei der Entsorgung von Klärschlamm, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Hintergrund ist ein Passus in der Düngemittelverordnung, der den Einsatz so genannter synthetischer Polymere nur noch bis zum 31. Dezember 2016 erlaubt. Klärschlamm, der bei der Abwasserentsorgung anfällt, kann, sofern er bestimmte Qualitätskriterien erfüllt, unter anderem als Dünger in der Landwirtschaft verwendet werden. Zur Eindickung von Klärschlamm werden so genannte synthetische Polymere benötigt. Hierfür gibt es zurzeit keine adäquaten Ersatzstoffe.

„Bleiben die geplanten gesetzlichen Vorgaben zum Verbot synthetischer Polymere bestehen, würde die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung bereits ab 2017 vor dem Aus stehen – damit müssten kurzfristig 687.000 Tonnen Trockenmasse pro Jahr verbrannt werden“, sagte Jörg Simon, BDEW-Vizepräsident Wasser/Abwasser heute in Berlin. Es sei auch aufgrund fehlender geeigneter Verbrennungskapazitäten jedoch völlig unklar, was mit diesen zusätzlichen Mengen geschehen solle. „Die Entsorger wären de facto in vielen Fällen von einem Entsorgungsnotstand betroffen“, kritisierte Simon.

Das Verbot bedeute zudem immense Kostensteigerungen: „Kurz- und mittelfristig ist der Zubau zusätzlicher Verbrennungskapazitäten nicht möglich. Wird die geltende Rechtslage nicht entschärft, müssen in Zukunft zusätzliche Kapazitäten zu Verbrennung errichtet werden. Dies würde die Klärschlammentsorgungskosten bei denjenigen Abwasserentsorgern, deren Klärschlamm zum Teil landwirtschaftlich verwertet wird, um etwa 180 Prozent verteuern. Diese Kosten müssten dann zum Teil auf die von den Verbrauchern zu zahlenden Abwassergebühren umgelegt werden.“

Es sei deshalb notwendig, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium schnell eine Novellierung der Düngemittelverordnung vorlege, um eine geordnete Diskussion zur zukünftigen Verwertung von Klärschlamm in Deutschland führen zu können. „Der BDEW fordert, die Düngemittelverordnung hinsichtlich der Verwendung synthetischer Polymere anzupassen und eine Verwendung bis 2030 zuzulassen“, sagte der BDEW-Vizepräsident Wasser/Abwasser abschließend.

https://www.bdew.de/internet.nsf/id/20160719-pi-in-deutschland-droht-entsorgungsnotstand-bei-klaerschlamm-de

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BDEW: Entwurf des Energie- und Stromsteuergesetzes:

Geplante Steuerbelastung für Klärgas gefährdet effiziente Blockheizkraftwerke der Abwasserentsorger
Simon: Zwei-Megawatt-Grenze für Steuerfreiheit von Blockheizkraftwerken beibehalten / Pläne kontraproduktiv für Klimaschutzpolitik

Der BDEW kritisiert die im Entwurf für ein novelliertes Energie- und Stromsteuergesetz geplanten gravierenden Einschränkungen bei der Stromsteuerfreiheit von Blockheizkraftwerken. „Damit würden hocheffiziente Blockheizkraftwerke der Abwasserunternehmen in Deutschland teilweise unrentabel, zusätzliche CO2-Einsparungen würden aufs Spiel gesetzt. Seit Jahrzehnten setzen die Abwasserentsorger das bei der Klärschlammaufbereitung anfallende Klärgas umweltschonend und energieeffizient in Blockheizkraftwerken ein und nutzen es zur Eigenstromversorgung. Die jetzt vorgesehenen Regelungen, die diese Woche zwischen den Bundesministerien beraten werden, würden die Wirtschaftlichkeit von Anlagen in nahezu allen großen Städten Deutschlands gefährden“, sagte Jörg Simon, BDEW-Vizepräsident Wasser/Abwasser heute in Berlin. Klärgas fällt im Gesamtprozess der Abwasserbehandlung an und wurde früher abgefackelt. Heute wird es effizient und umweltfreundlich in Blockheizkraftwerken genutzt, die Strom und Wärme erzeugen.
Strom aus Klärgas ist bislang von der Stromsteuer befreit, sofern es für den Eigenverbrauch genutzt wird. Das Bundesfinanzministerium will Steuererleichterungen für Blockheizkraftwerke zukünftig nur noch für Anlagen bis zu einer Leistungsgrenze von einem Megawatt gewähren und dies über eine Mengenbegrenzung auch noch stark einschränken. Der Weg zu einer energieautarken Kläranlage, der im Rahmen der Energiewende und aus Effizienzgründen richtig sei, werde mit den Plänen verbaut, kritisierte Simon. Notwendig sei deshalb, die Grenze, ab der Blockheizkraftwerke Steuererleichterungen erhalten, wieder auf zwei Megawatt anzuheben und auch von der vorgesehenen Mengenbegrenzung abzusehen.

„Die Pläne der Politik würden auch der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung zuwider laufen: Die jetzigen Vorstellungen des Bundesfinanzministeriums bieten alle Anreize dafür, dass in deutschen Städten wieder Flammen in den Himmel lodern, um das Klärgas zu verbrennen, anstatt es sinnvoll in Blockheizkraftwerken zu nutzen. Wir fordern das Bundesfinanzministerium deshalb auf, sich den Argumenten von Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium anzuschließen und die jetzigen Vorschläge anzupassen“, so der BDEW-Vizepräsident abschließend.

https://www.bdew.de/internet.nsf/id/20160707-pi-geplante-steuerbelastung-fuer-klaergas-gefaehrdet-effiziente-blockheizkraftwerke-der-abw

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VKU-Innovationspreis 2017

Der VKU-Innovationspreis zeichnet die Innovationsfähigkeit in kommunalen Unternehmen in den Kategorien „Kommunale Energiewirtschaft“, „Kommunale Wasser-/Abwasserwirtschaft“, „Breitband/Telekommunikation“ sowie „Kommunale Abfallwirtschaft und Stadtreinigung“ aus. Bewerben können sich Mitglieder des VKU bis zum 30. Juni 2016.

Der Aufruf des VKU zum Innovationspreis wird im Folgenden wiedergegeben:

„Sie haben eine innovative und zukunftsweisende Idee erfolgreich umgesetzt und setzen damit neue Maßstäbe in Ihrer Region? Sie finden, Ihr Projekt sollte Nachahmer finden und einem breiten Fachpublikum vorgestellt werden? Dann laden wir Sie recht herzlich ein, sich für den VKU-Innovationspreis 2017 bis zum 30. Juni 2016 zu bewerben.

Eine hochkarätig besetzte Jury aus Politik und Wissenschaft sowie dem VKU-Präsidenten, den Vizepräsidenten der Sparten und der VKU-Hauptgeschäftsführerin nominiert die innovativen Projekte. Das sind die externen Juryteilnehmer: Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär Bundeswirtschaftsministerium, Karl Falkenberg, Sonderberater für nachhaltige Entwicklung, Europäisches Zentrum für politische Strategie (EPSC) der EU-Kommission, Jochen Flasbarth, Staatssekretär Bundesumweltministerium, Regine Günther, Generaldirektorin Politik und Klimaschutz WWF Deutschland, Thomas Jarzombek, Mitglied des Deutschen Bundestages, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Digitale Agenda.

Die Preisverleihung findet im festlichen Rahmen anlässlich der Abendveranstaltung der VKU-Verbandstagung am 14. März 2017 in Berlin statt. Wir erwarten erneut rund 1.000 Führungskräfte und Entscheidungsträger von kommunalen Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen sowie nationale und internationale Gäste aus Politik und Wirtschaft.

Alle Informationen rund um die Teilnahme finden Sie auch unter www.vku.de/veranstaltungen/vku-innovationspreis.“

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Berichterstatterin des Europaparlaments schlägt deutliche Verschärfungen der Kommissionsvorschläge zur Kreislaufwirtschaft vor

BDE unterstützt Deponiezwischenziel bis 2025 und Stärkung der Getrenntsammlung und Verwertung biologischer Siedlungsabfälle
Anfang Juni hat die Berichterstatterin des Umweltausschusses des Europaparlaments, Simona Bonafè, ihre Berichtsentwürfe zu den Kommissionsvorschlägen der Änderung der Abfallrahmenrichtlinie, der Deponierichtlinie und der Verpackungsrichtlinie veröffentlicht.

Peter Kurth, Präsident des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V., sagte: „Frau Bonafè hat umfangreiche Änderungsvorschläge erarbeitet. Sie greift eine Reihe von Forderungen des Pietikäinen-Berichts über die Kreislaufwirtschaft vom letzten Sommer auf und verlangt deutliche Verschärfungen der Kommissionsvorschläge, insbesondere in den Bereichen Abfallvermeidung, Getrenntsammlung, Verbrennung. Wir begrüßen, dass Frau Bonafè BDE-Forderungen aufgreift, wie zum Beispiel die einer stufenweisen Deponiereduktion und bis 2030 nur noch die Deponierung von Restabfällen aus der Siedlungsabfallverwertung zuzulassen. Aber auch einige neue Ideen der Berichterstatterin bewerten wir positiv.“

So schlage Frau Bonafè vor, so Kurth weiter, dass bis 2030 65 Prozent der biologischen Siedlungsabfälle organisch recycelt, also kompostiert beziehungsweise vergärt, werden sollen. Ihren Fokus auf biologische Abfallfraktionen zu legen, sei nicht verwunderlich, schließlich stehe die Region der Berichterstatterin, Norditalien, europaweit in diesem Bereich an der Spitze.

Kurth sagte: „Andere Regionen Europas, auch Deutschland, sollten sich bei der Verwertung von Küchenabfällen stärker anstrengen. Vorreiter wie die Stadt Mailand zeigen, dass mit einfachen Mitteln noch viel erreicht werden kann.“
Kritisch bewerte der BDE, dass Bonafè sich gegen die statistische Erfassung der Recyclingmengen nach der Sortierung ausspreche. Dies mache die vollständige Erfassung unmöglich.

Kurth erklärte: „Große Mengen europäischen Altpapiers und Kunststoffabfälle decken die Rohstoffnachfrage der industriellen Zentren Asiens. In Europa kann die Recyclingmenge nur vollständig erfasst werden, wenn berücksichtigt wird, wie viel aufbereitetes und sortiertes Material die EU verlässt. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum diese Möglichkeit nicht bestehen soll. Denn ob der Ballen Altpapier beim Verlassen der Sortieranlage oder bei Ankunft an der Papierfabrik erfasst wird, ändert an der Statistik nichts.“

Kontakt
Alexander-Georg Rackow

Leiter Kommunikation, Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 30 5900335-20
E-Mail: rackow@bde.de
http://bde.de/presse/newsletter-archiv/showNL?nl=2527

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BDE-Experten diskutierten auf der IFAT die aktuellen Herausforderungen der Wasserwirtschaft

Im Rahmen der IFAT, der weltweit größten Leitmesse für Umwelttechnik, hat der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. gestern in München die Chancen und Herausforderungen der deutschen Wasserwirtschaft diskutiert. Die Experten fordern dabei eine Öffnung der Branche zum Wettbewerb. Über eine stärkere Nutzung des Know-hows der privaten Dienstleister könne die Wasserwirtschaft Effizienzsteigerungen und technische Weiterentwicklungen erreichen.

Skeptisch sehen die Experten die Bestrebungen einiger kommunaler Betreiber zur Verstaatlichung der Wasserwirtschaft, die dem Trend in anderen Ländern entgegenläuft. Die wettbewerblichen Strukturen werden in Deutschland aktuell zurückgedrängt, obwohl die Erfahrungen aus vielen Kooperationsprojekten auch auf kommunaler Seite sehr positiv sind. Der Vorsitzende des BDE-Fachbereichs, Marten Eger, sagte dazu: „Das enorme Interesse für die auf der IFAT gezeigten Technologien und Innovationen verdeutlicht die Bedeutung der Branche. Der Rückgriff auf das Know-how ermöglicht es Kommunen und Industrie, die an sie gestellten Aufgaben vor Ort effektiv und wirtschaftlich zu erfüllen. Die Öffnung der kommunalen Betreiberstrukturen für den Wettbewerb würde Effizienzgewinne bringen und die Entwicklung technischer Lösungen beschleunigen.“

Neben den wettbewerblichen Fragestellungen diskutierten die Experten vor allem die Reform der Klärschlammverwertung und die Weiterentwicklung der Phosphorrückgewinnung. Außerdem diskutierten die Experten über die Belastungen von Böden und Gewässern durch Stickstoffeinträge sowie durch Mikroplastik und Nanopartikel.

Kontakt
Alexander-Georg Rackow

Leiter Kommunikation, Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 30 5900335-20
E-Mail: rackow@bde.de
http://bde.de/presse/newsletter-archiv/showNL?nl=2525

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Grundwasser, Trinkwasser, Abwasser und mehr – Wasserchemiker tagen an der Regnitz in Bamberg

Dr. Renate Hoer Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Im 90. Jahr ihres Bestehens lädt die Wasserchemische Gesellschaft, eine Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), zu ihrer Jahrestagung nach Bamberg ein. Zur „Wasser 2016″, die vom 2. bis 4. Mai stattfindet, werden rund 250 Teilnehmer erwartet – natürlich Wasserchemiker, aber auch viele andere im Wasserfach tätige Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neben den für die Jahrestagung charakteristischen Themenblöcken, zu denen beispielsweise Spurenstoffe und Abwasser, Gewässer und Grundwasser oder Trinkwasser und Hygiene gehören, beschäftigt sich das diesjährige Spezialthema mit dem regionalen Aspekt der Nutzung von Wasserressourcen in Süddeutschland.

Im 90. Jahr ihres Bestehens lädt die Wasserchemische Gesellschaft, eine Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), zum zweiten Mal nach 1966 zu ihrer Jahrestagung nach Bamberg ein. Zur „Wasser 2016″, die vom 2. bis 4. Mai stattfindet, werden rund 250 Teilnehmer erwartet – natürlich Wasserchemiker, aber auch viele andere im Wasserfach tätige Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neben den für die Jahrestagung charakteristischen Themenblöcken, zu denen beispielsweise Spurenstoffe und Abwasser, Gewässer und Grundwasser oder Trinkwasser und Hygiene gehören, beschäftigt sich das diesjährige Spezialthema mit dem regionalen Aspekt der Nutzung von Wasserressourcen in Süddeutschland.

In Bamberg, auch Hauptstadt des Bieres genannt, erwartet die Tagungsteilnehmer unter anderem der Vortrag „Mythos Brauwasser“. Dr.-Ing. Karl Glas, Leiter der Abteilung Wassertechnologie der Technischen Universität München in Weihenstephan, wird die besonderen Anforderungen an das Wasser für den Bierbrauprozess darlegen. Über Trockenheit, Niedrigwasser und die Auswirkungen auf die bayerischen Gewässer berichtet Dr. Michael Altmayer vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in seinem Vortrag „Trockenheit 2015 – das kommt jetzt öfter, was können wir tun?“ Und Thomas Keller, Behördenleiter des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach, wird in seinem Vortrag „Wasser für Franken – die Überleitung Donau-Main“ verdeutlichen, warum der wasserwirtschaftliche Ausgleich zwischen Donau- und Maingebiet erforderlich ist, um wasserbedingte Hemmnisse in Franken abzubauen.

Ein weiterer bayernbezogener Vortrag findet sich im Themenblock „Gewässer und Grundwasser“: „Wasserwirtschaftliche Auswirkungen des zunehmenden Maisanbaus in Bayern“. Hier geht es um erhöhte Konzentrationen an Pflanzenschutzmitteln und Nitrat vor allem in kleinen Fließgewässern und im Grundwasser in Gebieten mit intensivem Maisanbau. Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig befasst man sich mit einer ähnlichen Thematik und stellt in Bamberg den „Einfluss von Hydrologie und Landnutzung auf die molekulare Zusammensetzung von gelöstem organischen Kohlenstoff“ vor, der in der Wasseraufbereitung durch Flockung entfernt werden muss.

Weitere aktuelle Themen sind, um einige Beispiele herauszugreifen, die Transformationswege von Diclofenac in der biologischen Abwasserbehandlung, die Untersuchung von Krankenhausabwasser auf östrogene und androgene Effekte und deren Elimination mittels Ozon sowie die Charakterisierung von Mikroplastik-Partikeln aus Umweltproben. Ferner tragen der diesjährige Willy-Hager-Preisträger, Dr.-Ing. Timo Pittmann, Stuttgart, und der Empfänger des diesjährigen Promotionspreises, Dr. Thorsten Hüffer, Wien, über ihre Arbeiten vor: „Herstellung von Biokunststoffen aus Stoffströmen einer kommunalen Kläranlage“ bzw. „Sorption organischer Verbindungen an kohlenstoff-basierten Nanomaterialien – Systematische Charakterisierung, Modelliierung und Anwendung“. Die Ehrennadel der Fachgruppe wird in diesem Jahr an Professor Dr. Heinz-Jürgen Brauch für sein langjähriges Engagement in der Wasserchemischen Gesellschaft vergeben. Brauch ist seit 1984 Mitglied der Fachgruppe und hat als Beisitzer des Vorstands, als Mitglied des Programmausschusses und als Beirat im Normenausschuss Wasserwesen (NAW) über viele Jahre die Arbeit der Wasserchemischen Gesellschaft sehr maßgeblich unterstützt.

Als öffentlichen Abendvortrag bietet die Wasserchemische Gesellschaft in Kooperation mit dem Verlag Wiley-VCH im Rahmen der ChiuZ-Roadshow am 2. Mai um 19 Uhr das Thema „H2O – abgezapft und original verkorkst“ an. Der für seine kurzweiligen Vorträge bekannte Berliner Chemieprofessor Klaus Roth wird die bunte und manchmal auch schrille Welt des Wassers diesseits und jenseits der Grenze exakter Naturwissenschaften mit Wohlwollen, kritischer Distanz und einer großen Portion Galgenhumor beleuchten. Im Anschluss an den Abendvortrag im Welcome Kongresshotel Bamberg lädt Wiley-VCH zum Sektempfang, um den 50. Geburtstag der Zeitschrift Chemie in unserer Zeit, die Roth zu ihren wichtigsten Autoren zählt, zu feiern.

Weitere Informationen unter www.gdch.de/wasser2016.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Wasserchemische Gesellschaft, 1926 als „Fachgruppe für Wasserchemie“ im Verein Deutscher Chemiker gegründet. 1948 erfolgte die Neugründung als „Fachgruppe Wasserchemie“ in der GDCh, seit 2000 heißt sie „Wasserchemische Gesellschaft – Fachgruppe in der GDCh“. Ihre rund 950 Mitglieder sind tätig für den wirksamen Schutz, die sinnvolle Nutzung, die zweckmäßige Aufbereitung und Reinigung sowie die sachgemäße Untersuchung und Beurteilung des Wassers.

Weitere Informationen:
http://www.gdch.de

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AGW: Entwurf einer Verordnung zum Schutz von Oberflächengewässern beschlossen

Das Bundeskabinett hat den Entwurf einer Verordnung zum Schutze der Oberflächengewässer beschlossen. Durch die Verordnung sollen neue EU-rechtliche Bestimmungen in Deutschland umgesetzt werden. Es sind dies insbesondere die novellierte Richtlinie 2008/105/EG über Umweltqualitätsnormen im Bereich der Wasserpolitik, die zuletzt durch die Richtlinie 2013/39/EU geändert worden ist.
Der Bundesrat hat am 18. März 2016 seine Zustimmung gegeben, allerdings eine Reihe von Änderungsvorschlägen und einen Entschließungsantrag in das weitere Verfahren formuliert. Insbesondere argumentiert der Bundesrat mit Blick auf einseitige Maßnahmen für die Reduktion von Spurenstoffen wie folgt:
„Fachlich ist darüber hinaus nicht nachvollziehbar, warum explizit die Einträge über den Abwasserpfad hervorgehoben werden, obwohl sich bundesweit gezeigt hat, dass der überwiegende Teil der UQN-Überschreitungen prioritärer Stoffe aus diffusen Einträgen, z.B. über den Luftpfad (Quecksilber), und nicht aus Abwassereinleitungen resultiert.“
Die agw hatte sich in die Beratungen zum Referentenentwurf vom 29.04.2015 mit einer Stellungnahme eingebracht und die beabsichtigte 1:1-Umsetzung der EU-Vorgaben ausdrücklich begrüßt.

Mehr:
http://www.agw-nrw.de/home/

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Meldungen zu Labor 2016

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Oktober 2016
AQS Jahrestagung 2016 
Wasser-Analyse: hohe Temperatur statt toxischer Chemikalien 
Die CSB-Betriebsmethode weiterhin gesichert 
August 2016
CSB Messung ohne Chemikalien 
DWA-A 704: Neuauflage mit erweiterten Funktionen 
Arbeitsblatt DWA-A 704 „Betriebsanalytik für Abwasseranlagen“ erschienen  
Fortschritte in der Non‐Target‐Analytik 
Nachweis von Spurenstoffen imBerliner Wasserkreislauf 

AQS Jahrestagung 2016

Die AQS Baden-Württemberg veranstaltet einmal jährlich – in der Regel im März – eine Jahrestagung und Fortbildungsveranstaltung für alle AQS-Teilnehmer und sonstige Interessenten.
Das Programm wird im Herbst des jeweiligen Vorjahres im AQS-Forum abgesprochen.
In den Vorträgen auf der AQS-Jahrestagung werden folgende Themen behandelt:

Neue Anforderungen an die Qualitätssicherung im gesetzlich geregelten Bereich
Bericht über die Wasser-Ringversuche des Vorjahres
Planung der Wasser-Ringversuche des kommenden Jahres
Neue Entwicklungen beim Grundwasserbeschaffenheitsmessnetz
Fachthemen zu Analytik und Qualitätssicherung

Neben den Vorträgen ist reichlich Zeit für Diskussionen zwischen den Teilnehmern und den ausführenden Stellen der AQS Baden-Württemberg.
Die AQS-Jahrestagung findet im Institut für Sieldungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft, Bandtäle 2, in Stuttgart-Büsnau statt.

Die nächste Jahrestagung wird voraussichtlich im März 2017 stattfinden
http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/jt/index.html

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Wasser-Analyse: hohe Temperatur statt toxischer Chemikalien

Das Verbundprojekt LATECOD entwickelt ein Laborgerät weiter, das den Chemischen Sauerstoffbedarf wässriger Proben mithilfe thermischer Methoden ermittelt.
Beim Abbau organischer Substanzen wird immer Sauerstoff verbraucht. Analog ist der Sauerstoffbedarf beim Abbau ein Hinweis auf den Grad der Verschmutzung von Wasser mit organischen Substanzen. In der Wasseranalytik ist daher der sogenannte Chemische Sauerstoffbedarf (CSB; englisch: Chemical Oxygen Demand, COD) ein wichtiger Parameter: Bei der standardisierten nass-chemischen Methode (nach DIN 38409-41) sowie bei Schnelltests (nach DIN 38409-1) gibt der CSB die Menge Sauerstoff an, die benötigt würde, wenn bei der chemischen Oxidation aller im Wasser enthaltenen oxidierbaren Verbindungen nur Sauerstoff als Oxidationsmittel dienen würde. Bislang ist diese Bestimmung aber nicht unproblematisch: Zum einen stellen die verwendeten Stoffe Dichromat und Quecksilber eine Gefahr für die Umwelt dar. Zum anderen ist der Einsatz kochender Schwefelsäure eine Gefahr für Labor-Mitarbeiter. Es besteht daher Bedarf für ein verbessertes chemikalienfreies und damit umwelt- und anwenderfreundliches Verfahren.

Diesem Ziel widmet sich nun das neue Verbundprojekt „Test und Bewertung eines Laborgerätes zur Bestimmung des Chemischen Sauerstoffbedarfs ohne Kaliumdichromat mittels Hochtemperatur-Methode (LATECOD)“. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Verbundpartner sind die Berliner Wasserbetriebe (BWB) – die Berlin mit Trinkwasser versorgen – und der Messgeräte-Hersteller LAR Process Analysers AG. LATECOD entwickelt ein chemikalienfreies Hochtemperatur-Verfahren weiter, das auf der thermischen Oxidation der Probe bei 1.200°C mit anschließender Detektion des Sauerstoffverbrauchs basiert. Von großem Vorteil ist dabei, dass in derselben Probe zusätzlich eine simultane oder zeitnahe Messung des Gehalts an Gesamtem Organischen Kohlenstoff (englisch: Total Organic Carbon, TOC) möglich ist.

Zu Projektbeginn wurde ein Messgerät der Firma LAR Process Analysers AG im Labor der Berliner Wasserbetriebe installiert. Erste Untersuchungen an Proben aus Berliner Kläranlagen haben begonnen: Das Projekt prüft das Verfahren in verschiedenen Anwendungen und führt Vergleichsanalysen und Kontrollmessungen durch. Zur Validierung der neuen Methode und der Ergebnisse werden Ringversuche in das Arbeitsprogramm integriert. Um einen umfassenden Überblick über die Leistungsfähigkeit des Verfahrens zu bekommen, sollen die Proben mit verschiedenen Standardverbindungen beaufschlagt werden.

Erste überschlägige Berechnungen zeigen, dass sich das Verfahren für die Anwender auch ökonomisch lohnt: Bei rund zwei Proben am Tag amortisieren sich die vergleichsweise hohen Investitionskosten bereits nach etwa zwei Jahren. Genauere Berechnungen werden im Rahmen des Projekts anhand verschiedener Szenarien durchgeführt. Auch die Einbindung des neuentwickelten Gerätes in die Routinemessungen der Wasserwirtschaft soll entwickelt werden, berücksichtigt werden insbesondere die „Gute Laborpraxis“ (GLP) und die Dokumentation. Langfristiges Ziel des Projektes ist es, das LAR-Messgerät in allen Einsatzgebieten zu etablieren, in denen der CSB bislang nass-chemisch bestimmt werden muss – also z. B. in Kläranlagen und bei den Untersuchungen der Qualität von Fließgewässern und Seen.

Quelle: https://www.fona.de/de/wasser-analyse-hohe-temperatur-statt-toxischer-chemikalien-21458.html
Ansprechpartner: Vertrieb@lar.com

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Die CSB-Betriebsmethode weiterhin gesichert

In unserem Beitrag in der Folge 3/2014 „Die CSB-Messung vor dem Aus?“ berichteten wir von einem Verbot der Verwendung von Kaliumdichromat, was einem Verbot der CSB-Messung mit der Küvetten-Methode gleichkäme.
Hintergrund ist die REACH-Verordnung der Europäischen Union, in der im Anhang XIV Kaliumdichromat als ein beson¬ders besorgniserregender Stoff geführt wird. Als Ausnahme dieses Verbots wird in der Verordnung die nachgeschaltete Ver¬wendung für wissenschaftliche Forschung und Entwicklung nach Art. 3(23) genannt. Bisher wurde diese Formulierung so interpretiert, dass die Herstellung des Küvettentests nicht von der Ausnahme abgedeckt ist.

Mit der Veröffentlichung von Q&A 1030 http://echa.europa.eu/support/qas-support/qas ist diese Interpretation geändert worden. Nun fallen auch die vorgelagerten Schritte in der Herstellung eines Produkts…

Den ganzen Artikel lesen sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2016

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CSB Messung ohne Chemikalien

Das Online CSB-Messgerät QuickCODultra der LAR Process Analysers AG ist für die Bestimmung des chemischen Sauerstoffbedarfs (CSB) in Wasser ausgelegt. Die Wasserprobe wird über eine robotergeführte, horizontal und vertikal bewegliche Injektionsnadel vom Probevorlagegefäß zum Ofen transportiert. Unter Verwendung einer robusten Nadel können selbst Proben mit einem hohen Partikelgehalt einfach in den Ofen injiziert werden. So entfällt für den Betreiber die Probenvorbereitung wie z.B. eine Filtration und die Probe wird in ihrer Gesamtheit analysiert. Das CSB-Messgerät arbeitet nach der Hochtemperatur Verbrennungsmethode bei 1.200 °C. Bei dieser Temperatur ist der vollständige Aufschluss aller Bestandteile der Probe garantiert. Durch das hohe Oxidationspotential wird auf teure, oxidationsfördernde Katalysatoren und umweltschädliche Chemikalien verzichtet. Die Betriebskosten werden dadurch minimiert. Zusätzlich sind die Messergebnisse frei von Chlorid-Störungen. Der für die Oxidation verbrauchte Sauerstoff wird über einen O2-Detektor detektiert und anschließend der CSB-Wert bestimmt. Die Messung des chemischen Sauerstoffbedarfs erfolgt in unter 2 Minuten.
Mit der optionalen Messung von 6 Strömen in einem Gerät eignet sich der CSB-Analysator QuickCODultra der LAR AG optimal für die Ermittlung von Produktionsverlusten in der chemischen Industrie und Lebensmittelindustrie sowie zur optimalen Steuerung von Kläranlagen

http://www.lar.com/de/news-events/news-display/presse/zeige/Pressemeldung/csb-messung-ohne-chemikalien.html

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DWA-A 704: Neuauflage mit erweiterten Funktionen

Dokumentation der internen Qualitätskontrolle in der Betriebsanalytik
Das neue Eingabemodul zur internen Qualitätskontrolle bietet ein bequemes Tool, um analytische Labordaten ordentlich zu erfassen. Alle IQK-Karten wurden aktualisiert und in eine Benutzeroberfläche eingebunden. Über Verlinkungen gelangt man direkt zu den entsprechenden Dateien. Jeder kann sich rasch einen Überblick über den Stand der Qualitätssicherung verschaffen. Die benötigten Rechenoperationen sind hinterlegt. Dennoch besteht die Möglichkeit, die Musterkarten für den eigenen Bedarf anzupassen.

Das Modul kann optional als Ergänzung zum Hirthammer-SBS-Betriebstagebuch erworben werden. Die Software und der Ordner wurden auf der Basis der gesammelten Erfahrungen aus der Auditierung von Betriebslaboren kommunaler Abwasseranlagen und der Handlungsempfehlung des Landes Baden-Württemberg zur Umsetzung der qualitätsgesicherten Eigenkontrolle (QE) sowie in Anlehnung an das neue Arbeitsblatt DWA-A 704 erstellt.
Dokumentation der internen Qualitätskontrolle in der Betriebsanalytik, 3. Auflage, 2014, 450 € zzgl. Versandkosten (20 % Rabatt für fördernde DWA-Mitglieder)

DWA-Landesverband Baden-Württemberg
Rennstraße 8, 70499 Stuttgart, Deutschland
Tel. + 49 (0)711/89 66 31-160
E-Mail: info@dwa-bw.de

Auch erhältlich über die DWA-Bundesgeschäftsstelle und als Softwaremodul für das Hirthammer-SBS-Betriebstagebuch bestellbar:
www.dwa.de/shop Tel. +49 (0)2242/872-333

Quelle: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen – Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3 – 2015

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Arbeitsblatt DWA-A 704 „Betriebsanalytik für Abwasseranlagen“ erschienen

Die DWA hat im April 2016 das erweiterte Arbeitsblatt DWA-A 704 „Betriebsanalytik für Abwasseranlagen“ veröffentlicht. Die Betriebsanalytik hat sich im Lauf der letzten Jahre immer mehr zu einem anerkannten Instrument der Anlagensteuerung und -überwachung entwickelt. Durch definierte Randbedingungen, die dem Anwender die Möglichkeit bieten, seine Betriebsanalytik qualitätsgesichert und wohldokumentiert durchzuführen hat das DWA-A 704 großen Anteil daran, dass die Messungen aus der Selbstüberwachung Eingang in viele rechtliche Regelungen gefunden haben. Zur Vervollständigung der analytischen Qualitätssicherung ist in der vorliegenden überarbeiteten Fassung des Arbeitsblatts neben der Labor- nun auch die Prozessanalytik für kontinuierliche Messungen auf der Anlage einbezogen. Damit bietet das neue Arbeitsblatt DWA-A…

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 5-2016 ab Seite 2466

Herausgeber und Vertrieb
DWA-Bundesgeschäftsstelle,
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773
Hennef; Tel. 0 22 42/872-333,
Fax 0 22 42/872-100,
E-Mail: info@dwa.de,
DWA-Shop: www.dwa.de/shop

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Fortschritte in der Non‐Target‐Analytik

Abschlussveranstaltung der Verbundprojekte ASKURIS und IST4R 14. September 2015
Autor: Wolfgang Schulz
Zweckverband Landeswasserversorgung

Gliederung
• Was ist Non‐Target‐Analytik?
• Welchen Vorteil haben wir?
• Was bringt die Zukunft?

Mehr: http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_schulz.pdf

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Nachweis von Spurenstoffen imBerliner Wasserkreislauf

Abschlussveranstaltung der Verbundprojekte ASKURIS und IST4R 14. September 2015

Autoren: Uwe Dünnbier, Patricia van Baar
Analytische Aspekte im Projekt
• Vorkommen und Eigenschaften der Spurenstoffe
• Entwicklung der Einzelstoffanalytik und Novellierungen der
Trinkwasserverordnung
• Neue Qualität der Screeninguntersuchungen
• Analytische Ergebnisse im Wasserkreislauf in Berlin im Projekt
ASKURIS
• Weiterentwicklung des Workflows mit den Herstellerfirmen
von Geräten und Software
• Bewertung der Spurenstoffgehalte

Mehr: http://www.askuris.tu-berlin.de/fileadmin/fg82_askuris/beitrag_duennbier.pdf

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Meldungen zu Gaserzeugung und BHKW 2019

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Biogas 2008 Biogas 2009  
Biogas 2010  
Biogas 2011  
Biogas 2012
Biogas 2013
Biogas 2014
Biogas 2015
Biogas 2016
Biogas 2016
Biogas 2017
 
Oktober 2019
Fachverband Biogas: Bestehende Regelungen können Gewässerschutz sicherstellen  

 


Fachverband Biogas: Bestehende Regelungen können Gewässerschutz sicherstellen

Der Fachverband Biogas hat die Forderung des Umweltbundesamtes (UBA) nach einer Biogasanlagen-Verordnung abgelehnt. Das Hintergrundpapier des UBA zu Biogasanlagen, in dem diese Forderung aus Gründen des Gewässerschutzes erhoben wird, sei keine seriöse Erkenntnisquelle, teilte der Verband Ende Mai mit. Die freigesetzten Mengen an allgemein wassergefährdenden Stoffen gingen auf wenige Einzelereignisse an Anlagen mit typischerweise großen Volumen zurück, heißt es in der Stellungnahme des Fachverbandes Biogas zu der Publikation des UBA.
Dies stelle auch das Statistische Bundesamt in seinen Jahresberichten seit Einführung der gesonderten Ausweisung von Unfällen mit Jauche, Gülle und Silagesickersäfte sowie Gärsubstrate (JGS) fest. Die Betrachtung der von 2001 bis 2017 erfassten Daten aller JGS/Biogas-Unfälle zeige, dass die jährlich freigesetzten Mengen keinen Trend aufzeigten. Auch zwischen der Anzahl von Unfällen und der jährlich freigesetzten Menge bestehe quasi kein Zusammenhang. Aus lediglich zwei Zahlen – von 2016 und 2017 – eine „bedenkliche Entwicklung“ abzuleiten, sei nicht seriös.

Spätestens ab 2021 nach AwSV Umwallung vorgeschrieben
Daneben lasse das Umweltbundesamt auch den der Anteil der freigesetzten Gesamtmenge, der wieder aufgenommen werden und somit keinen Schaden außerhalb der Biogasanlage anrichten konnte, außer acht. Vor dem Hintergrund der in der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) enthaltenen Pflicht, alle bestehende Anlagen – soweit noch nicht geschehen – nachträglich bis spätestens 2021 zu umwallen, dürfte sich dieser Anteil an zurückgehaltenen Mengen in den kommenden Jahren noch deutlich erhöhen.
Auch Biogasanlagen mit Gärsubstraten landwirtschaftlicher Herkunft müssten sehr wohl über eine Rückhaltung bzw. Umwallung verfügen. Das UBA hatte für diese Anlagen festgestellt, dass ihnen wesentliche Erleichterungen gegenüber den allgemeinen Anforderungen der AwSV eingeräumt würden.

„Technische Regeln wassergefährdender Stoffe der DWA sind anerkanntes Regelwerk“
Der Verband widerspricht der Aussage des UBA, dass die in § 37 AwSV formulierten Anforderungen an Biogasanlagen mit Gärsubstraten landwirtschaftlicher Herkunft nicht ausreichend seien – genannt werden in dem Paragrafen u. a. Leckageerkennungssysteme, und Umwallungen Anlagen, bei denen Leckagen oberhalb der Geländeoberkante auftreten können. Mit der Kritik, dass die AwSV „nur“ Anforderungen auf dem Niveau der allgemein anerkannten Regeln der Technik setze, stellt das UBA nach Auffassung des Verbandes das Niveau des anlagenbezogenen Gewässerschutzes in Deutschland grundsätzlich in Frage. Denn die Technischen Regeln wassergefährdender Stoffe (TRwS) der DWA stellten ein kontinuierlich weiterentwickeltes und anerkanntes Regelwerk dar, das seit Jahrzehnten ein – auch im internationalen Vergleich – sehr hohes Anforderungsniveau für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sicherstelle.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

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Meldungen zu Labor 2017

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September 2017
pH: Genau hinsehen lohnt sich 
Auf der Suche nach dem Indirekteinleiter  
CSB-Analytik in Schlämmen und Co-Substraten 
Rqmicro: Legionellen in Rekordzeit quantifizieren

pH: Genau hinsehen lohnt sich

Welchen Einfluss hat die Temperatur auf die pH-Messung?
Die pH-Wert-Messung ist mit modernen Geräten Routine. Labormitarbeiter sollten sich aber im Klaren sein, dass es äußere Faktoren gibt, die das Ergebnis beeinflussen können. Wie wird der Temperatureinfluss bestimmt und welche Maßnahmen kann man für den richtigen pH-Wert ergreifen?

Welchen Einfluss hat die Temperatur bei der pH-Messung? Was sind Isothermen? Wie funktioniert die Temperaturkompensation? Wie verändert sich der pH-Wert von Pufferlösung und Probe mit der Temperatur?
Dies sind extrem wichtige Fragen, die bei der routinemäßigen pH-Messung unbedingt beachtet werden sollten. Eine pH-Messung geht mit modernem Equipment sehr leicht von der Hand und schnell übersieht der Anwender, dass es sich hierbei um extrem komplexe Vorgänge handelt.

Die Spannung einer pH-Messkette ändert sich mit der Temperatur. Dieses Verhalten lässt sich durch die Nernst‘sche Gleichung ….mehr unter:

http://www.process.vogel.de/welchen-einfluss-hat-die-temperatur-auf-die-ph-messung-a-634123/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Auf der Suche nach dem Indirekteinleiter

Praxiserfahrung einer Quecksilberhavarie
Einleitung

Die Kläranlage Zittau wurde 1996 nach dem Stand der Technik errichtet und nach dem Hochwasserschaden 2010 saniert bzw. wieder aufgebaut. Die Anlage ist für 85 000 EW ausgebaut und voll ausgelastet. Die Belastung resultiert aus 60 % kommunalen und 40 % industriellen Abwässern. Jährlich fallen bei der Abwasserbehandlung 3600 t Klärschlamm an, die teilweise in der Verbrennung entsorgt oder in der Kompostierung verwertet werden. Bei einer routinemäßigen Untersuchung unseres Klärschlamms am 30. September 2014 wurde mit 20,7 mg/kg eine Überschreitung des Quecksilber-Grenzwerts festgestellt. Der zulässige Grenzwert für die Entsorgung im Kraftwerk Boxberg liegt bei 10 mg/kg…

Den ganzen Artikel lesen sie unter: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 2-2017

Autor
Felix Heumer, Abwassermeister
Süd-Oberlausitzer Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft
mbH, Äußere Weberstraße 43
02763 Zittau, Deutschland
Tel. ++49 (0)35 83/57 15 14
E-Mail: Felix.Heumer@sowag.de

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CSB-Analytik in Schlämmen und Co-Substraten

Die Messung des chemischen Sauerstoffbedarfs (CSB) hat sich an kommunalen Kläranlagen zu einem fixen Bestandteil der Prozessüberwachung etabliert. Der CSB entspricht der Menge an Sauerstoff, der bei der chemischen Oxidation (in der Regel mit Kaliumdichromat) der Probe benötigt wird. Im kommunalen Abwasser ist es im Wesentlichen die organische Substanz, die oxidiert wird. Die Bestimmung des CSB erfolgt in chemischen Analysenlabors meist titrimetrisch, indem die verbliebene Menge des Kaliumdichromats über Titration bestimmt wird (zum Beispiel DIN 38409-41). Für die regelmäßige Eigenüberwachung an Kläranlagen ist diese Methode nicht praktikabel. Dort hat sich die photometrische Bestimmung des CSB mittels Küvetten-Test durchgesetzt. In der Praxis wird die photometrische CSB-Analytik regelmäßig in Mischproben des Zu- und Ablaufs der Kläranlage durchgeführt. Die Analyse dient der Überwachung der Abwasserlinie, und um die geltenden Einleitgrenzwerte…

Den ganzen Artikel lesen sie unter: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 2-2017

Autoren
Dr. Christian Ebner, Martin Kuprian, M. Sc.
Abwasserverband Zirl und Umgebung
Meilbrunnen 5
6170 Zirl, Österreich
alpS GmbH
Grabenweg 68
6020 Innsbruck, Österreich
E-Mail: c.ebner@avzirl.at, m.kuprian@avzirl.at

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Rqmicro: Legionellen in Rekordzeit quantifizieren

Ein neuer Artikel auf Laborpraxis.de über die rqmicro Technologie
Werfen Sie einen Blick auf diesen interessanten Artikel über rqmicro’s bahnbrechende Technologie und dessen wesentliche Rolle im Bereich der Legionellen-Detektion. Mehr:

http://www.laborpraxis.vogel.de/mikrofluidik/articles/598408/
Quelle: https://www.rqmicro.ch/de/?p=673

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Meldungen zur Arbeitssicherheit 2017

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September 2017
Sprühanwendungen gegen Eichenprozessionsspinner bewerten 
Arbeitsschutz zum Ausbildungsstart 
Arbeitsbedingte Unfälle und Verletzungen kosten die EU jedes Jahr 476 Mrd. EUR aktuellen weltweiten Schätzungen zufolge 
Arbeitsschutz im Rohbau – kompakt und verständlich 
Juni 2017
Explosionsgefahr in der Kläranlage  
Führen von Teleskopstapler/lader

Sprühanwendungen gegen Eichenprozessionsspinner bewerten

Dortmund – Die Raupe des Eichenprozessionsspinners produziert in ihren Brennhaaren ein starkes Nesselgift. Daher müssen die Larven dieses Schmetterlings oft bekämpft werden, wenn sie Eichen in Wohngebieten oder öffentlich zugänglichen Bereichen befallen. Dies kann durch das Versprühen entsprechender Mittel erfolgen. Jedoch standen bislang keine Daten für diese biozide Anwendung zur Verfügung, um Risiken für die Beschäftigten und unbeteiligte Dritte abschätzen zu können. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) schloss diese Lücke. In Feldstudien untersuchte sie, wie stark Beschäftigte oder unbeteiligte Dritte bei Sprühanwendungen den verwendeten Wirkstoffen ausgesetzt sind. Der Bericht „Vergleichende Untersuchung zur Exposition von Arbeitnehmern und Dritten bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mittels Sprühanwendungen“ ist jetzt erschienen. Während unbeteiligte Dritte bei ausreichendem Abstand vergleichsweise gering exponiert sind, sind die Anwender besonders dann stärker belastet, wenn sie das Mittel handgeführt statt mit einer Sprühkanone versprühen. Anhand der Daten wurde ein zuverlässiges Modell entwickelt, das bei der Zulassung von Biozidprodukten eingesetzt wird.

Der Eichenprozessionsspinner befällt Eichen, die sich auch in der Nähe von Wohngebieten und öffentlichen Bereichen wie Parks oder Alleen befinden können. Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln seine Raupen Brennhaare, die das starke Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Der Kontakt mit den Brennhaaren führt zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Hautirritationen, Atembeschwerden oder pseudoallergischen Reaktionen. Vor dem dritten Larvenstadium können die Raupen per Sprühanwendung mit Insektiziden bekämpft werden.

Erfolgt die Bekämpfung des Spinners mit Insektiziden zum Schutz des Menschen, greift die europäische Biozidverordnung. Dabei dürfen in der Europäischen Union zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt nur Biozidprodukte verwendet werden, wenn ihre sichere Verwendung geprüft und sie zugelassen wurden. Im Zulassungsverfahren für Biozidprodukte erfolgt deshalb eine Risikobewertung, die auf einer Expositionsabschätzung beruht. Das BAuA-Projekt schloss eine Datenlücke, da Expositionsdaten im Bereich der bioziden Anwendung bislang fehlten. Dazu begleitete die BAuA drei schädlingsbekämpfende Firmen und führte Messungen bei der Ausbringung der Mittel durch. Die Sprühanwendung erfolgte dabei mit handgeführten Motorsprühgeräten oder mit Sprühkanonen. Die Messungen erfassten, wie stark die Beschäftigten dem Wirkstoff über die Haut und die Atemwege ausgesetzt waren. Sie berücksichtigten alle mit den Anwendungen zusammenhängenden Tätigkeiten, die von der Zubereitung der Sprühbrühe über die Anwendung bis hin zur Reinigung der Geräte reichen.

Die Auswertung der Daten zeigt, dass die Beschäftigten bei der Arbeit mit einem Motorsprühgerät stärker dem Sprühnebel ausgesetzt sind als bei der Arbeit mit einer Sprühkanone, bei der sie sich während der Ausbringung in der Fahrerkabine befinden. Bei beiden Anwendungsverfahren kommen die Anwender jedoch schon während des Ansetzens der Sprühbrühe und dem Befüllen des Tanks mit dem Wirkstoff in Berührung. Unbeteiligte Dritte sind im Vergleich zu Anwendern deutlich niedriger belastet, wenn sie sich in einem Abstand von mehr als fünf Metern zum Sprühnebel befinden.

Durch systematische Auswertung der Messergebnisse wurde eine Datenbasis geschaffen, mit der die Risiken von Beschäftigten und unbeteiligten Dritten bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners durch Sprühanwendungen bewertet werden können. Dies ist eine wichtige Voraussetzung sowohl für die Zulassung von Biozidprodukten als auch für die Festlegung passgerechter Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und unbeteiligter Dritter.

„Vergleichende Untersuchung zur Exposition von Arbeitnehmern und Dritten bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mittels Sprühanwendungen“; Anja Schäferhenrich, Anja Baumgärtel, Michael Roitzsch, Frank Burgmann, Katrin Ludwig-Fischer, Claudia Großkopf, Thomas Göen, Ralf Hebisch, Urs Schlüter; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2017; 176 Seiten; DOI: 10.21934/baua:bericht2017071. Den Bericht gibt es im PDF-Format im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen. Aufgrund seiner Bedeutung für die Risikobewertung im europäischen Biozidverfahren wurde auch eine englische Fassung veröffentlicht.

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Arbeitsschutz zum Ausbildungsstart

Berufseinsteiger bei der Einweisung

Zu Beginn der Berufsausbildung sollten Betriebe sich dem Arbeitsschutz speziell für Berufseinsteiger widmen. Denn: Junge Beschäftigte sind besonders unfallgefährdet.

Junge Beschäftigte erleiden jedes Jahr zahlreiche Arbeits- und Wegeunfälle. Allein in der Branche Holz und Metall nimmt die Altersgruppe 18- bis 25-Jährigen 20 Prozent aller meldepflichtigen Unfälle ein. Besondere Gefahren für junge Erwachsene bestehen im Straßenverkehr. Weitere Unfallschwerpunkte verzeichnet die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) beispielsweise durch Stolpern, Rutschen oder Stürzen sowie Arbeiten an Maschinen.

Oftmals sind es mangelnde Kenntnisse, Erfahrungen und Stress durch viele neue Aufgaben, die in jedem Alter in den ersten Tagen an neuem Arbeitsplatz zu Unfällen führen können, weiß Ulrich Zilz, Präventionsexperte der BGHM. Junge Beschäftigte seien zunächst einfach Berufsanfänger. Zudem testen Jugendliche ihre Grenzen aus – ihre Bereitschaft Risiken einzugehen sei höher. Und: Die Übergangsphase vom Schüler zum Auszubildenden ist mit vielen Unsicherheiten verbunden.

Betriebe können Unfällen vorbeugen. »Zahlreiche Verantwortliche, Ausbilder und junge Beschäftigte machen seit vielen Jahren vieles richtig und tragen dazu bei, Unfälle zu verhindern«, sagt Zilz. Sein Tipp für Personen, denen Azubis erstmalig anvertraut werden: die Kontaktaufnahme zu erfahrenen Kollegen. Es sei wichtig, Berufseinsteiger eng zu begleiten. Darüber hinaus rät der Präventionsexperte dazu, den Arbeitseinsatz gut vorzubereiten und eine angemessene Einarbeitungszeit einzuplanen. Wichtig dabei: der richtige und sichere Umgang mit Arbeitsmitteln.

Um Auszubildende für Unfallgefahren zu sensibilisieren, sollten Beschäftigte spüren, dass Betriebe Arbeitsschutz leben und dieser Teil der Kultur im Betrieb ist. Darüber hinaus: »Vorbildliche Betriebe stellen Azubis hierzu einen Paten oder Mentor zur Seite. Das können Sicherheitsbeauftragte oder ältere Azubis sein«, so Zilz.

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Arbeitsbedingte Unfälle und Verletzungen kosten die EU jedes Jahr 476 Mrd. EUR aktuellen weltweiten Schätzungen zufolge

Auf dem XXI. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Singapur vom 3.-6. September wird die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) zusammen mit der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) neue Schätzungen der Kosten eines niedrigen Niveaus von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit vorstellen. Die neuen Ergebnisse zeigen, dass weltweit arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen zu einer 3,9-prozentigen Einbuße beim BIP zu Kosten von jährlich etwa 2 680 Mrd. EUR führen [1].
Arbeitsbedingte Erkrankungen und Verletzungen kosten die Europäische Union 3,3 % ihres BIP. Das sind 476 Mrd. EUR, die jedes Jahr durch geeignete Strategien, Maßnahmen und Praktiken im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit eingespart werden könnten.

Die Schätzungen stammen aus einem groß angelegten Projekt über Kosten und Nutzen von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Das Projekt wurde von der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), dem finnischen Ministerium für Soziales und Gesundheit, dem finnischen Institut für Gesundheit bei der Arbeit (FIOH), dem WSH-Institut in Singapur, der Internationalen Kommission für Gesundheit bei der Arbeit (ICOH) und der EU-OSHA durchgeführt.

Im Vorfeld des Weltkongresses sagte die Direktorin der EU-OSHA Dr. Christa Sedlatschek: „Eine sichere und gesunde Arbeit ist zwar ein fundamentales Menschenrecht, jedoch zeigen diese aktuellen Schätzungen der Kosten unzureichender oder fehlender Maßnahmen im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, dass die wirtschaftlichen Argumente für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit nie stärker waren. Arbeitsbedingte Erkrankungen und Verletzungen kosten die Europäische Union 3,3 % ihres BIP. Das sind 476 Mrd. EUR, die jedes Jahr durch geeignete Strategien, Maßnahmen und Praktiken im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit eingespart werden könnten.“

Gute praktische Lösungen im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit können Unternehmen produktiver, wettbewerbsfähiger und nachhaltiger machen und die Kosten für die Gesundheitsversorgung und andere Belastungen für die Gesellschaft reduzieren. Die Kosten eines niedrigen Niveaus von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sind hoch – für den Einzelnen, die Unternehmen und die Gesellschaft. Mit dem Projekt über Kosten und Nutzen hat die EU-OSHA begonnen, die in der EU und weltweit verfügbaren Daten zu ermitteln und auszuwerten, um präzise und aktuelle Schätzungen der Kosten arbeitsbedingter Erkrankungen und Verletzungen vorzunehmen.

Weitere Ergebnisse, die auf dem Weltkongress vorgestellt werden, lauten u. a. wie folgt:
Arbeitsbedingte Erkrankungen machen 86 % aller arbeitsbedingten Todesfälle weltweit und 98 % in der EU aus.
123,3 Millionen DALY (um den Invaliditätsfaktor bereinigte Lebensjahre) gehen weltweit (7,1 Millionen in der EU) aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen und Erkrankungen verloren. Davon entfallen 67,8 Millionen (3,4 Millionen in der EU) auf Todesfälle und 55,5 Millionen (3,7 Million in der EU) auf Invalidität.
In den meisten europäischen Ländern verursachen arbeitsbedingte Krebserkrankungen die höchsten Kosten (119,5 Mrd. EUR bzw. 0,81 % des BIP), Muskel-Skelett-Erkrankungen die zweithöchsten.

Ein neues Datenvisualisierungs-Tool, das von der EU-OSHA im Rahmen des Projekts entwickelt wurde, wird ebenfalls auf dem Weltkongress vorgestellt. Es zeigt auf anschauliche Weise die weltweiten Kosten arbeitsbedingter Erkrankungen und Unfälle. Wichtige Ergebnisse werden als Infografiken angezeigt und erlauben Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern einen raschen und einfachen Zugriff auf die Informationen. Das Visualisierungs-Tool bietet auch ein Glossar häufig benutzter Begriffe sowie eine Darstellung der verwendeten Methoden und ist daher transparent und benutzerfreundlich.

Der Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, das weltweit größte Treffen von Fachleuten und Praktikern aus dem Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, bietet eine ideale Gelegenheit, die neuen Forschungsergebnisse zu verbreiten. Die EU-OSHA ist eine der unterstützenden Organisationen des Kongresses und wird während der vier Tage bei verschiedenen Veranstaltungen präsent sein, Redner stellen, an Workshops teilnehmen und einen Ausstellungsstand betreiben. Insbesondere ist die EU-OSHA Koorganisatorin zweier Symposien. Eines davon behandelt das Kosten-Nutzen-Projekt, das andere beschäftigt sich mit faktengestützten guten praktischen Lösungen im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Kleinst- und Kleinunternehmen und verweist auf die Arbeit der EU-OSHA auf diesem Gebiet sowie ihr OiRA (Online interactive Risk Assessment)-Projekt.

Links:
Mehr über den wirtschaftlichen Nutzen guter praktischer Lösungen im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit erfahren
Das neue Datenvisualisierungs-Tool kennenlernen
Die Beteiligung der EU-OSHA am XXI. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit verfolgen

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Arbeitsschutz im Rohbau – kompakt und verständlich

Neue Branchenregel „Rohbau“ bündelt Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen für Verantwortliche auf Baustellen

Vom Einfamilienhaus bis hin zur großen Liegenschaft – wer auf einer Baustelle tätig ist, hat es mit zahlreichen unterschiedlichen Gewerken, Arbeitsmitteln und Maschinen zu tun. Mit der neuen Branchenregel 101-601 „Rohbau“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, erhalten Verantwortliche einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Arbeitsschutzbestimmungen, mögliche Gefährdungen und entsprechende Präventionsmaßnahmen für Arbeiten im Rohbau.

Handlungsanweisungen für die sichere Baustelle
Wer ist für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit verantwortlich, wenn mehrere Unternehmen am Bau beteiligt sind? Was sind neben Abstürzen die häufigsten Gefahren im Rohbau und wie kann man diese vermeiden? Welche Maßnahmen sind notwendig, um Beschäftigte vor Schadstoffen, Lärm oder zu großer körperlicher Belastung zu schützen? Auf Fragen wie diese gibt die Branchenregel verständliche Antworten und praxisbezogene Handlungsanweisungen. Verantwortliche erfahren darin das Wichtigste zur Verwendung von Arbeitsmitteln wie Leitern und Gerüsten, zum Einsatz von Maschinen oder auch zu verschiedenen Tätigkeiten des Rohbaus wie beispielsweise Mauer- oder Zimmerarbeiten.

Übersichtliches Arbeitsschutzkompendium für den Rohbau
Im Rohbau muss aufgrund der verschiedenen Gewerke ein sehr umfangreiches Vorschriften- und Regelwerk aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen und Quellen beachtet werden. „Die neue Branchenregel bündelt all diese rechtlichen Vorgaben, potenziellen Gefährdungen und Präventionsmaßnahmen übersichtlich in einer einzigen Publikation. Das erleichtert Verantwortlichen die praktische Umsetzung oder die Delegation der Maßnahmen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Marco Einhaus, Leiter des Sachgebiets Hochbau im DGUV-Fachbereich Bauwesen. An der Erarbeitung der Branchenregel waren neben Fachexperten der Unfallversicherung insbesondere Vertreter der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände der Bauwirtschaft beteiligt. „Aufgrund der engen Zusammenarbeit liegt uns nun ein Arbeitsschutzkompendium für den Rohbau vor, das von allen Partnern mitgetragen und genutzt wird.“

Umsetzung arbeitsschutzrechtlicher Vorgaben leichtgemacht
Die Branchenregeln der gesetzlichen Unfallversicherung sind ein neues Informationsformat. Sie setzen kein eigenes Recht, sondern fassen das vorhandene komplexe Arbeitsschutzrecht für die Unternehmen einer bestimmten Branche verständlich zusammen. Die über 100-seitige Branchenregel „Rohbau“ ist die erste Publikation dieser Art für das Bauwesen. Sie dient Verantwortlichen als praxisbezogenes Präventionswerkzeug: Symbole vereinfachen das Auffinden von Informationen, konkrete Beispiele und Bilder veranschaulichen die Handlungsanweisungen. Checklisten, Prüfprotokolle und Hinweise auf weiterführende Dokumente erleichtern die korrekte Umsetzung der arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben.

Interessierte können die DGUV Regel 101-601 „Branche Rohbau“ in der DGUV Publikationsdatenbank kostenfrei herunterladen oder dort als gedrucktes Exemplar bestellen. Der Bezug der Informationsschrift ist für die Mitgliedsunternehmen der BG BAU im Beitrag inbegriffen.

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Explosionsgefahr in der Kläranlage

Freitagabend um halb acht: Bei der Limbacher und Penzendorfer Feuerwehr in Schwabach geht ein Notruf ein. Im Faulbehälter der Kläranlage ist ein Feuer ausgebrochen, und es werden fünf Personen vermisst. Es wird die höchste Alarmierungsstufe ausgerufen, denn der Hochdruckgasbehälter mit einem Fassungsvermögen von 200 000 Liter hochexplosivem Methangas droht zu explodieren. Sieben Drehleiterfahrzeuge kommen rasend schnell an den Schwabacher Wasserberg, besetzt mit etwa 50 Feuerwehrmännern und -frauen sowie 15 Jugendlichen. Was so dramatisch klingt, ist zum Glück nur das Szenario einer Großübung .

Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 2-2017

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Führen von Teleskopstapler/lader

In den Kläranlagen, Kanalwerken und Betriebshöfen wurden schon immer Gabelstapler benutzt. Zunehmend werden aber auch sogenannte Teleskoplader (Abbildung 1) eingesetzt. Jeder Betrieb, der mobile Arbeitsmittel betreibt, muss über Fahrerinnen und Fahrer verfügen, die mit diesen Geräten sicher, wirtschaftlich und zweckentsprechend umgehen können. Innerhalb des DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V.) ist durch den DGUV-Grundsatz 308-001 „Ausbildung und Beauftragung der Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrersitz und Fahrerstand“ (bisher BGG 925) der sogenannte Gabelstaplerführerschein vorgegeben.
Dies ist unter anderem auch in der DGUV-Vorschrift 68…
Quelle: DGUV

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Meldungen zu Kanal und Entwässerung 2019

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Dezember 2019
Erstellung örtlicher Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte 
Regenwasserverdunstung: Potential zur Kühlung in Stadt und Umland 
Oktober 2019
Starkniederschläge 
Juni 2019
UBA-Leitfaden: Schäden am Abwassernetz durch fehlende Fachkompetenz? 
Informationen vom Umweltbundesamt zur Rattenbekämpfung 
Rattenbekämpfung im Wandel 
Abfall in der Kanalisation  
LÖSUNGEN FÜR DIE ABWASSERWIRTSCHAFT
Kampagne „Schau auf die Rohre“  
Entwässerung und Reinigung mit dem Trennverfahren 
Das Hochwasserrisiko besser abschätzen

Erstellung örtlicher Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte

Wie auch in den letzten Jahren fand auch dieses Jahr ein Erfahrungsaustausch zur „Erstellung örtlicher Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte“ im Kreis von Ingenieurinnen und Ingenieuren im Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) in Mainz statt.

In rund 700 Ortsgemeinden wurden Vorsorgekonzepte aufgestellt oder sind aktuell in Bearbeitung befindlich. Hierbei wird man immer wieder vor neue Probleme oder Fragen gestellt, mit denen es sich zu beschäftigen gilt. Ein gemeinsamer Austausch sowie konstruktive Diskussionen im Kollegenkreis bieten dabei die Möglichkeit, gemeinsam Lösungen und Ansätze zu erarbeiten.

Im Zuge des Erfahrungsaustausches im MUEEF referierte unser Kollege Jan-Henrik Kruse vor einem breiten Publikum über eine „Pragmatische Methodik zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Rückhaltemaßnahmen zur Hochwasservorsorge“. Ausgangslage hierfür war, dass für die Förderung einer Rückhaltemaßnahme zur Hochwasservorsorge zunächst deren Wirtschaftlichkeit nachzuweisen ist. Hierfür galt es eine pragmatische Methodik zu entwickeln, die im Zuge des Termins den Fachplanerinnen und Fachplanern präsentiert und mit ihnen diskutiert wurde.

Die Foliensammlung mit weitergehenden Informationen finden Sie hier:
Downloads:
• Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Hochwasservorsorgemaßnahmen zur Starkregenvorsorge (1,02 MiB)
https://www.siekmann-ingenieure.de/aktuelles/news/erstellung-oertlicher-hochwasser-und-starkregenvorsorgekonzepte-142/

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Regenwasserverdunstung: Potential zur Kühlung in Stadt und Umland

Die Nutzung von Regenwasser für die Verdunstungskühlung ist ein relativ neuer Ansatz bei der Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel. Das UBA hat untersuchen lassen, wie sich entsprechende Techniken und Verfahren auf Gebäude-, Quartiers- und Gesamtstadtebene auswirken, welche energetischen Einsparungen sich ergeben und welche Handlungsempfehlungen sich daraus ableiten lassen.

Der Klimawandel ist für Städte durch häufigere Starkregenereignisse, Hitzewellen und Trockenperioden eine große Herausforderung. Die gleichzeitig zunehmende Urbanisierung und der damit verbundene Anstieg der versiegelten Flächen beeinflusst den Wasserhaushalt und das Abflussregime in den Städten zusätzlich negativ. Vegetationsflächen, die gut mit Wasser versorgt sind und damit durch Verdunstung kühlen, sind in der Stadt nur in begrenztem Umfang vorhanden. Als Folge heizt die Stadt sich schneller auf als die offene Landschaft; sie speichert Wärme und kühlt in der Nacht weniger schnell ab. Wärme- beziehungsweise Hitzeinseln sind ein typisches Merkmal des Stadtklimas. Klimaprojektionen zeigen, dass mit einem weiteren Anstieg der mittleren jährlichen Lufttemperatur in Deutschland bis zum Ende des Jahrhunderts gerechnet werden muss. Die Kühlung von Gebäuden mittels Strom, z.B. über Kompressionskälte ist Stand der Technik. Allerdings werden die Betriebskosten und die Umweltrelevanz der Kältetechnik oft unterschätzt. Kälte- und Klimaanlagen verbrauchen allein 14 % der Elektroenergie in Deutschland. Daher sind neue Ideen und strategische Ansätze zur Integration von Wasserwirtschaft und Stadtplanung erforderlich. Die Nutzung von Regenwasser zur Verdunstungskühlung kann einen wichtigen Beitrag zu einer intelligenten dezentralen Regenwasserbewirtschaftung für die Verbesserung der Wasser- und Energiebilanz sowie zur Minderung negativer Hitzeinseleffekte in den Städten leisten.

In einem Forschungsvorhaben im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA) wurden in drei Fallstudien die Wirkungen von Maßnahmen zur Regenwasserverdunstung auf ausgewählte thermische bzw. human-biometeorologische Parameter mit Hilfe von numerischen Modellierungen beispielhaft quantifiziert. Neben der Verdunstung spielt auch die gleichzeitig auftretende Verschattung eine Rolle. Zentrale Ergebnisse sind:
• Auf Gebäudeebene lässt sich eine Energieeinsparung zur Kühlung der Innenräume im Bereich von 10 % (Dachbegrünung) bis zu 50 % (Beschattung mit Bäumen) erreichen.
• Auf Quartiersebene wurde das Außenklima untersucht. Hier zeigen ebenfalls die Bäume (Baumrigolen) und die Fassadenbegrünungen die stärkste Wirkung. Im Gegensatz zur Dachbegrünung oder Teilentsiegelung kann durch diese Maßnahmen der ausschließlich auf die Lufttemperatur bezogene Hitzestress am Tage über einen längeren Zeitraum nachhaltig reduziert werden.
• Auf stadtregionaler Ebene lässt sich die mittägliche bodennahe Lufttemperatur während heißer Sommertage mit Hilfe von Regenwasserverdunstung im Mittel um knapp 1 °C abkühlen.
Aus den Erkenntnissen des UBA-Forschungsprojektes wurden Handlungsempfehlungen auf Bundesebene und kommunaler Ebene hinsichtlich der Verdunstungskühlung in Städten abgeleitet und der weitere Forschungsbedarf skizziert.

Links
• UBA Themenseite „Naturnahe Regenwasserbewirtschaftung“
https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/wasser-bewirtschaften/naturnahe-regenwasserbewirtschaftung
• INKAS: Informationsportal Klimaanpassung in Städten
https://www.dwd.de/DE/leistungen/inkas/inkasstart.html
• BBSR-Portal Klimastadtraum – Toolbox Klimaanpassung im Stadtumbau
https://www.klimastadtraum.de/DE/Arbeitshilfen/ToolboxKLimaanpassung%20im%20Stadtumbau/toolbox_node.html

Publikationen
• Untersuchung der Potentiale für die Nutzung von Regenwasser zur Verdunstungskühlung in Städten
https://www.umweltbundesamt.de/themen/regenwasserverdunstung-potential-zur-kuehlung-in

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Starkniederschläge

Ein massgeblicher Teil der meteorologisch verursachten Wasserschadenfälle (30-50%) entstehten nicht infolge Überschwemmungen von Oberflächengewässern, sondern aufgrund von Kanalisationsüberlastungen und Oberflächenabfluss bei Starkniederschlägen. Mit spezialisierter Hydrauliksoftware können die genannten drei Prozesse gemeinsam modelliert werden. Gebietsübergreifendes Fachwissen und ein fundiertes Systemverständnis erlauben eine ganzheitliche Beurteilung der Gefährdungen. Mehr:

https://www.aquaetgas.ch/wasser/abwasser/20191008_ag10_starkniederschläge/

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UBA-Leitfaden: Schäden am Abwassernetz durch fehlende Fachkompetenz?

Die Lebensdauer von Abwasserkanälen wird vor allem durch eine nicht fach- und sachgerechte Planung und Verarbeitung beeinträchtigt. Deshalb sollten Betreiber von Abwassersystemen selbstkritisch die Fachkenntnis des eigenen Personals für das geplante Projekt prüfen, heißt es im „Leitfaden zur Sanierung von Abwasserkanalisationen“ des Umweltbundesamtes (UBA).
Zudem müsse bei Sanierungsprojekten nicht nur auf den Substanzwerterhalt, den Gewässerschutzes und die Betriebssicherheit sondern auch auf Aspekte der Nachhaltigkeit geachtet werden. Der Leitfaden gibt einen Überblick über die rechtlichen und technischen Grundlagen und betrachtet alle Arbeitsschritte. Er soll kommunalen und privaten Entscheidungsträgern als Hilfestellung dienen.
Wichtige Faktoren, die die Planungen für eine Sanierung beeinflussen, sind dem UBA zufolge unter anderem die Bevölkerungsentwicklung, klimatische Veränderungen, Technologieentwicklungen, Energieeffizienz und Energiegewinnung aus Abwasser sowie die Anforderungen in den Bereichen Kommunikations- und Verkehrstechnik.
In Hinblick auf Starkregen erklärte das UBA, dass solche extreme Wetterlagen zwar zu einer Überlastung des Kanalnetzes führen. Dennoch sei es wirtschaftlich nicht sinnvoll das Abwassersystem auf diese erhöhten Belastungen auszulegen. Vielmehr sind sowohl Betreiber als auch Nutzer in der Pflicht, Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge zu treffen, so der Leitfaden.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

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Informationen vom Umweltbundesamt zur Rattenbekämpfung

Das Umweltbundesamt (Deutschland) informiert zum Thema „Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien“ mit folgenden Publikationen:
Aktualisierte 4. Auflage der Veröffentlichung „Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien – Antworten auf häufig gestellte Fragen“
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/antworten-auf-haeufig-gestellte-fragen-zu

Gute fachliche Anwendung von Nagetierbekämpfungsmitteln mit Antikoagulanzien: Für geschulte berufsmäßige Verwender
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/gute-fachliche-anwendung-von-0

Gute fachliche Anwendung von Nagetierbekämpfungsmitteln mit Antikoagulanzien: Für berufsmäßige Verwender (ohne Sachkunde)
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/gute-fachliche-anwendung-von

Mäuse- und Rattengift sicher und wirksam anwenden – Gute fachliche Anwendung von Nagetierbekämpfungsmitteln mit Antikoagulanzien für die breite Öffentlichkeit
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/maeuse-rattengift-sicher-wirksam-anwenden

Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2019 ab Seite 2803

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Rattenbekämpfung im Wandel

„Ich nehme meinen Müllsack in die eine Hand und eine zusammengerollte Zeitung in die andere Hand und gehe los zum Müllplatz. Auf die Klobrille stelle ich immer die Waschmittelpackung, damit der Deckel nicht aufspringen kann. Meine Tochter freut sich, dass auf dem Spielplatz wieder so putzige Tierchen zu sehen waren.“ Bei mindestens zehn Ratten pro Einwohner einer Stadt, wie die Presse schon mal so schreibt, ist es gut möglich, dass wir bald aus dem urbanen Lebensraum verdrängt werden! All diese Punkte zeigen auf, dass auch schon bei der Sichtung einer einzelnen Ratte schnell von einer Rattenplage ausgegangen wird. Ist dies denn so und wie viele Ratten leben eigentlich „unter“ uns?
Die Rattenpopulation passt sich grundsätzlich dem vorhandenen zugänglichen Nahrungsangebot und geeigneten Nistmöglichkeiten an. Daher ist die Stellschraube am ehesten bei der Minimierung des Nahrungsangebotes effektiv anzusetzen. Berechnungen für Berlin gehen bei optimalen Zuständen von bis zu maximal zwei Millionen Ratten…
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2019

Autor
Sascha Kokles, B. Eng.
Berliner Wasserbetriebe
Holzmarktstraße 31-32, 10243 Berlin, Deutschland
E-Mail: sascha.kokles@bwb.de

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Abfall in der Kanalisation

Analyse und Verbleib von Feuchttüchern Teil 1: Problemstellung und Untersuchungen*)

Anlass
Feuchttücher (FT), die über Toiletten in die Kanalisation gelangen, verursachen in der weiteren Folge bei der Abwasserentsorgung immer größer werdende Probleme. Die Gemeinschaft der Steirischen Abwasserentsorger in Graz sieht sich in der Verantwortung, hier tätig zu werden, und hat eine Studie beim Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben in der Steiermark in Auftrag gegeben. Dabei wurden folgende Fragen bearbeitet:
1. Kann ein eindeutiger Beweis zur Problematik von Feuchttüchern in Abwasseranlagen erbracht werden?
2. Kann die problematische Konsistenz von Feuchttüchern beschrieben werden?
3. Welche gesicherten Daten zur Problematik können im Rahmen dieser Studie erarbeitet werden?
4. Auf welche Höhe werden die End-of-Life-Kosten für den Bereich Abwasserableitung bis inklusive Rechenanlage geschätzt?
5. Welche Maßnahmen können zur Problembehebung empfohlen werden?…
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 1-2019 ab Seite 2794

Autoren
Mag. Dr. Martin Wellacher, Melanie Leitner
Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Montanuniversität Leoben
Franz-Josef-Straße 18
8700 Leoben, Österreich
E-Mail: martin.wellacher@unileoben.ac.at

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LÖSUNGEN FÜR DIE ABWASSERWIRTSCHAFT

JEDES BAUVORHABEN HAT SEINE BESONDERHEITEN
Unsere Aufgabe als Hersteller von Steinzeugrohren und heutiger Systemlieferant war und ist die stetige Anpassung unserer Bauteile an die heutigen und zukünftigen Anforderungen bezüglich Einbau und Betrieb sowie die Weiterentwicklung aller erforderlichen Systemkomponenten wie z. B. Dichtungen. Wir stellen die Bedürfnisse unserer Kunden in den Mittelpunkt unseres Denkens. Daran richten wir unser Sortiment und unsere Beratungsleistung aus. Mehr
https://www.steinzeug-keramo.com/#

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Kampagne „Schau auf die Rohre“

Bewusstseinsbildung zur Instandhaltung der Leitungen
Der Freistaat Bayern hat zusammen mit dem bayerischen Gemeinde- und Städtetag, DWA, DVGW, VBEW und VKU eine Kampagne für die Instandhaltung von Trinkwasser- und Abwasserleitungen gestartet. Damit soll mehr Bewusstsein für die Notwendigkeit der Instandhaltung der Netze in der Bevölkerung geschaffen werden. 10 bis 15 Prozent aller Abwasserkanäle und Trinkwasserleitungen in Bayern müssen in den kommenden Jahren saniert oder erneuert werden. Positivbeispiele aus ganz Bayern zeigen, wie aus alten Rohren neue werden. Rund 215 000 Kilometer öffentliche Kanal- und Trinkwassernetze wurden in den vergangenen Jahrzehnten unter Bayerns Städten und Gemeinden verlegt. Diese Länge entspricht etwa dem fünffachen Erdumfang. Abwasserleitungen auf Privatgrund, die schätzungsweise noch einmal so lang sind, sind da noch gar nicht mitgerechnet…

Den ganzen Artikel lesen sie unter: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Info
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 4-2018 ab Seite 2764

Verantwortlich
Mag. Christine Ehrenhuber
tatwort – Nachhaltige Projekte GmbH
Haberlgasse 56/17
1160 Wien, Österreich
(im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Umwelt)
E-Mail: christine.ehrenhuber@tatwort.at

Träger der Initiative
Träger der Kampagne ist die bayerische Wasserwirtschaftsverwaltung (insbesondere das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz – StMUV, das Bayerische Landesamt für Umwelt – LfU zusammen mit den Wasserwirtschaftsämtern) in Kooperation mit den kommunalen Spitzenverbänden Bayerischer Gemeindetag und Bayerischer Städtetag sowie den Landesverbänden der wasserwirtschaftlichen Fachverbände Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA), Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW), Verband der Bayerischen Energieund Wasserwirtschaft (VBEW) und Verband kommunaler Unternehmen (VKU).

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Entwässerung und Reinigung mit dem Trennverfahren

Die getrennte Führung von Schmutz- und Regenwasser hat gro¬ße Vorteile. So ist es verfahrenstechnisch deutlich angenehmer, mit hohen Input-Konzentrationen auf der Kläranlage zu arbeiten als mit stark durch Regen „verdünntem Schmutzwasser“. So müssen die norddeutschen Kläranlagen mit dem etablierten Trennverfahren zur Entwässerung „nur“ mit einem Faktor von ca. 3 zwischen Trocken- und Mischwasserabfluss leben. Misch¬systeme müssen hier Faktoren bis über 15 „schaffen“. Demnach bietet das Trennverfahren auch rein hydraulisch betrachtet deut¬liche Vorteile für die Auslegung der Reinigungsstufen auf der Kläranlage. Ferner gelingt die frachtenbezogene Reduzierung der Abwasserinhaltsstoffe besser, je geringer die Verdünnung ist.
Naturgemäß gibt es keine Mischwasserabschläge im reinen Trennsystem – sicherlich ein Vorteil in Bezug auf die Gewässer¬güte. Aber Trennsysteme sind kostenintensiv, da Regen- und Schmutzwasserleitungen mit allem „Zubehör“ geplant, gebaut, betrieben und instandgehalten werden müssen.
Selbstverständlich bergen reine Trennsysteme auch Risiken: So wissen wir inzwischen, dass besonders nach langen Trocken¬wetterphasen Regenwasser eine erhebliche Verschmutzung auf¬weisen kann. Ferner kommt es zu Ablagerungen in den Schmutz¬wasserleitungen und damit verbunden zu Geruchsentwicklung, wenn nicht rechtzeitig gespült wird. Dieses Phänomen wird …
Den ganzen Artikel lesen sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Info
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2018 ab Seite 2741

Autor
Dipl.-Ing. Georg Thielebein
Leiter der Kläranlagen-Nachbarschaften
im DWA-Landesverband Nord
Starweg 36b, 22926 Ahrensburg, Deutschland
E-Mail: info@gt-umwelttechnik.de

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Das Hochwasserrisiko besser abschätzen

Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum haben ein neues statistisches Modell entwickelt, das vorhersagt, wie wahrscheinlich extreme Hochwasserereignisse in Deutschland sind. Anders als in früheren Modellen unterscheiden sie dabei drei Typen von Hochwasser mit verschiedenen Ursachen, etwa Starkregen oder Dauerregen. Das Modell kann helfen, das Hochwasserrisiko in bestimmten Gebieten einzuschätzen und entsprechende Schutzmaßnahmen zu planen. Über ihre Arbeit berichtet das Team um Prof. Dr. Andreas Schumann vom Lehrstuhl für Hydrologie, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik im Bochumer Wissenschaftsmagazin Rubin.
Drei Ursachen für Hochwasser

In ihrem Modell unterscheiden die Hydrologen drei Arten von Hochwasser, die auf verschiedene Ursachen zurückgehen: Starkregen, der ein oder zwei Tage andauert; Dauerregen über vier bis fünf Tage; und schneebeeinflusste Hochwasser.

Früher wurden die Jahreshöchstwerte statistisch analysiert, das Modell unterschied also nicht zwischen den drei Hochwassertypen. Genau das ist aber notwendig, um die Hochwasserwahrscheinlichkeit abzuschätzen. Ein kurzer, lokal begrenzter Starkregen kann zum Beispiel in kleineren Gebieten die Flüsse über die Ufer treten lassen, in größeren Gebieten aber nicht.

Wetterdaten und Pegelstände zusammenbringen
Schumanns Gruppe rechnete die drei Hochwassertypen für das neue Modell auseinander. Als Grundlage erhielten sie von den jeweiligen Landesämtern Aufzeichnungen der Pegelstände bestimmter Flüsse und setzten diese mit meteorologischen Daten des Deutschen Wetterdienstes zum gleichen Zeitpunkt in Beziehung. So erhielten sie eine Statistik, welche Wetterereignisse welche Effekte in den Flüssen auslösen, und können darauf basierend Aussagen zum Hochwasserrisiko für die Zukunft ableiten. Das Modell basiert auf Daten des Flusses Mulde und der Region Ostharz. Prinzipiell funktioniert es für ganz Deutschland, allerdings muss es für jedes Gebiet angepasst werden.

Wichtig für eine möglichst gut treffende Aussage sind auch die Randbedingungen jeder Region, die das Modell ebenfalls berücksichtigt. Dazu zählen Bodenfeuchte, Bewaldung, ob und wie ein Gebiet landwirtschaftlich genutzt oder bebaut ist sowie das Relief des Geländes, das zum Beispiel bedingt, ob es eine steile oder flache Flutwelle gibt und wie schnell das Hochwasser abläuft.

Hochwasser treten unregelmäßig auf
„Wir können nun ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass in einem beliebigen Jahr eine bestimmte Art von Hochwasser auftritt“, sagt Andreas Schumann. Allerdings sind die Ereignisse nicht gleichmäßig über die Zeit verteilt. Gemeinsam mit Meteorologinnen und Meteorologen der Goethe-Universität Frankfurt suchen die Bochumer Ingenieure derzeit nach einer Erklärung für hochwasserarme und -reiche Perioden.

Kein Beleg für den Klimawandel
Klar ist: Seit ungefähr 1993 befindet sich Deutschland in einer hochwasserreichen Zeit. „Natürlich stellt sich immer die Frage, ob das die Folgen des Klimawandels sind“, weiß Andreas Schumann. „Aber bislang sind die Messreihen nicht lang genug, um einen solchen Zusammenhang zu belegen. Hochwasserreiche Perioden hat es auch schon früher gegeben.“ Trends zeichnen sich hingegen ab: Schneehochwasser sind seltener geworden; Hochwasser durch Starkregen häufiger – statistisch signifikant ist das jedoch derzeit nicht.

Die beschriebenen Arbeiten erfolgen im Rahmen der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsgruppe „Space-Time Dynamics of Extreme Floods“.

Ausführlicher Beitrag in Rubin
Einen ausführlichen Beitrag (http://news.rub.de/wissenschaft/2018-09-17-umwelttechnik-hochwasserrisiko-besser…) zum Thema finden Sie im Wissenschaftsmagazin Rubin. Texte auf der Webseite und Bilder aus dem Downloadbereich dürfen unter Angabe des Copyrights für redaktionelle Zwecke honorarfrei verwendet werden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Andreas Schumann
Lehrstuhl für Hydrologie, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik
Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: 0234 32 24693
E-Mail: andreas.schumann@rub.de

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Meldungen zur Abwasserreinigung 2018

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Dezember 2018
Mikroplastik in Gewässern: UMK für einheitliche Bewertungsgrundlagen 
Studie: Mikroplastik in Kosmetik 
Schwedischer Wasserverband warnt vor Silberemissionen aus Funktionskleidung 
IGKB spricht sich erneut gegen höhere P-Konzentrationen im Bodensee aus 
Mikrobiologie des Abwassers  
Reduktion von Fadenbakterien und optimierte Phosphatfällung 
Betriebsoptimierung der Kläranlage Untere Nahe 
EPH-Verfahren und chemische Fällung, wie geht das gemeinsam? 
Oktober 2018
Baden-Württemberg: Belastung von Flüssen Land soll Kurs gegen Phosphor korrigieren 
Studie: Enorme Mengen an Mikroplastik in Kosmetik 
August 2018
Interreg Projekt WOW! ist gestartet: Abwasser ist wertvoll 
Projekt EmiStop stellt sich auf der IFAT vor 
Mai 2018
Analyse einer möglichst weitestgehenden Phosphorelimination bei kommunalen Kläranlagen in Deutschland 
Neue zukunftssichere Ansätze zum Phosphor-Management in Norddeutschland 
Macht 4. oder 5. Reinigungsstufe resistenten Keimen den Garaus?
Garching: Ablaufmonitoring auf der Kläranlage Garching bei München
Wegen Phosphatquote: Milchviehhalter betrügen bei Tierzahlen

Mikroplastik in Gewässern: UMK für einheitliche Bewertungsgrundlagen

Die Umweltminister der Länder haben auf der 91. Umweltministerkonferenz (UMK) in Bremen am vergangenen Freitag den Bund gebeten, einheitliche Bewertungsgrundlagen und -kriterien für die Folgen von Mikroplastik in der Umwelt, besonders für die Gewässer, zu erarbeiten.
„Wir benötigen valide Messmethoden und toxikologische Bewertungen, um beispielsweise Gewässerproben belastbar untersuchen zu können“, sagte die nordrhein-westfälische Umweltministerin Heinen-Esser. „Und wir benötigen ein gemeinsames Vorgehen im Kampf gegen überflüssigen Plastikmüll. Die ausgearbeitetn Beschlüsse der UMK lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

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Studie: Mikroplastik in Kosmetik

Kosmetikprodukte sind eine häufig genannte Quelle für Mikroplastikemissionen. Doch was ist Mikroplastik in Kosmetik genau, welche Materialien und Funktionen übernehmen Kunststoffe in den Produkten und welche Alternativen gibt es? Diese Fragen hat Fraunhofer UMSICHT im Auftrag der Umweltorganisation NABU untersucht. Neben Kosmetikprodukten werden dabei auch Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel (WPR) betrachtet. Die Studie schafft eine wissenschaftliche Grundlage für die öffentliche Diskussion über Mikroplastik.
Obwohl der Begriff Mikroplastik schon länger verwendet wird, war es ein wichtiger Aspekt der Studie, die genaue Definition zu kennen. »Das war nicht einfach, denn unterschiedliche Akteure benutzen verschiedene Definitionen«, sagt Co-Autorin Leandra Hamann. Einigkeit herrscht allein darüber, dass zu Mikroplastik alle Kunststoffpartikel zählen, die kleiner als 5 Millimeter sind. »Nichtsdestotrotz sehen wir auch diese Beschränkung als problematisch, da sie sich weder aus bestimmten Stoffeigenschaften noch ökotoxikologisch begründen lässt. Manche Definitionen enthalten zudem noch eine Begrenzung der unteren Größe, der Löslichkeit oder der Abbaubarkeit. Diese unterschiedlichen Definitionen können zu Missverständnissen führen und auch die Debatte um eine sinnvolle Regulierung nachteilig beeinflussen.«

Mikroplastik nur als Partikel, Polymere auch flüssig, gelöst oder gelartig
Ein bekanntes Beispiel für Mikroplastik in Kosmetik sind die sogenannten Microbeads. Diese Partikel können aus Kunststoff bestehen und werden vor allem für Peelingeffekte eingesetzt. Sie werden nach der Verwendung auf der Haut direkt abgespült und können so in die Umwelt gelangen.

Neben dem Peeling abgestorbener Hautschüppchen erfüllen Kunststoffe noch andere Funktionen in Kosmetikprodukten: Synthetische Polymere dienen der Haarfixierung, bilden Filme und Emulsionen oder regulieren die Viskosität der Kosmetikprodukte. Dafür liegen diese manchmal aber nicht immer als fester Partikel vor, sondern sind wachs- oder gelartig, gelöst oder flüssig. Gelangen die Polymere in die Umwelt, sind sie aber ggf. genauso problematisch wie das Mikroplastik.

Ob ein Polymer in Partikelform, flüssig, gelartig oder gelöst vorliegt, ist aus der heutigen Produktkennzeichnung kaum erkennbar. Jedes einzelne Polymer müsste geprüft werden. Eine Sisyphosarbeit, denn die Autoren fanden mehrere Hundert Polymere in Datenbanken für Kosmetikinhaltsstoffe.

Mengen von Mikroplastik in Kosmetik und WPR-Produkten im Vergleich
Die Einsatzmenge von partikulärem Mikroplastik in Kosmetik beläuft sich auf 922 Tonnen pro Jahr in Deutschland. Dagegen werden in WPR-Produkten nur 55 Tonnen Mikroplastik pro Jahr eingesetzt. Im Vergleich dazu wird ein Vielfaches an gelösten, gelartigen oder wachsartigen Polymeren eingesetzt. Die Mengen werden auf 23 700 Tonnen pro Jahr geschätzt. Für WPR-Produkte liegen sie ähnlich hoch. Zusammengefasst werden jährlich in Deutschland insgesamt ca. 50 000 Tonnen Kunststoffe in Kosmetik- und WPR-Produkten eingesetzt.

»In Anbetracht der hohen Eintragsmengen und der nicht abzuschätzenden Risiken für die Umwelt müssen sämtliche schwer abbaubaren, wasserlöslichen Polymere über die europäische Chemikaliengesetzgebung reguliert werden. Unser Wissen über die Wirkungen, die Polymere in der Umwelt haben, reicht nicht aus. Kunststoffemissionen sollten deshalb über die EU-Chemikaliengesetzgebung oder andere geeignete Wege reguliert werden«, so Jürgen Bertling, für die Studie verantwortlicher Wissenschaftler bei Fraunhofer UMSICHT. »Dabei sollte die lange Verweildauer in der Umwelt ein viel stärkeres Gewicht bei der Bewertung der Umweltgefährdung bekommen. Derzeit werden Polymere, einschließlich Mikroplastik, aufgrund der geringen Toxizität als kaum umweltgefährdend eingestuft«, so Bertling.

Strengere Regulierung gefordert
Die freiwillige Selbstverpflichtung zur Reduzierung von Mikroplastik in Kosmetik wird bereits umgesetzt und ist ein erster Schritt zur Reduzierung von Kunststoffen in Kosmetik. Allerdings sind Mikroplastik, das keine Peelingfunktion hat, Leave-on-Kosmetikprodukte sowie gelöste, gelartige oder wachsartige Polymere bisher von der Verpflichtung ausgenommen. Deswegen fordert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller strengere Gesetze: »Wir brauchen ein EU-Verbot von Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln, da Meere keine nationalstaatlichen Grenzen kennen und die Hersteller für internationale Märkte produzieren. Nur Mikroplastik als Reibkörper in Duschgel und Peeling zu verbieten, wie es manche Staaten verfolgen, greift viel zu kurz. Mikroplastik muss funktions- und produktübergreifend in Kosmetik und Reinigungsmitteln verboten werden. Das muss auch in der EU-Plastikstrategie konkretisiert werden. Die Industrie müsse schnellstmöglich auf besser abbaubare Ersatzstoffe umsteigen.«

Viele Regelungsmaßnahmen erfordern wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zum Gefahrenpotential zu Kunststoffen und Polymeren, um den Einsatz stärker einschränken zu können. Diese sind für Mikroplastik bisher aber noch nicht vorhanden. Dennoch liegen bereits genügend Hinweise auf Schadwirkungen vor und es ist aufgrund des weltweiten Wachstums beim Kunststoffverbrauch sehr wahrscheinlich, dass die Problematik weiter an Relevanz zunimmt, so dass es geboten scheint, bereits heute das Vorsorgeprinzip anzuwenden.

Alternativen und verbraucherfreundliche Informationen
Für Verbraucher ist es im Supermarkt oft nicht ersichtlich, welche Produkte Mikroplastik enthalten. Erste Anhaltspunkte bietet die Datenbank haut.de, in der nach Inhaltsstoffen gesucht werden kann. Allerdings ist dies aufwändig und die Erklärungen sind teilweise schwer verständlich. Deswegen fordert NABU-Konsumexpertin Katharina Istel mehr Transparenz und umweltfreundliche Alternativen: »Zertifizierte Naturkosmetik und Putzmittel mit Umweltkennzeichnungen wie dem Blauen Engel sind aus Umweltsicht die bessere Wahl, haben aber noch extrem geringe Marktanteile. Für den Massenmarkt brauchen wir transparente und verständliche Informationen zu Inhaltsstoffen und Umweltaspekten, wie zum Beispiel der Abbaubarkeit in Gewässern.«

Die nun veröffentlichte Studie bietet einen wissenschaftlichen Überblick zur Definition von Mikroplastik, Kunststoffen und Polymeren in Kosmetik- und WPR-Produkten, Einsatzmengen und Funktionen, sie liefert Alternativen und bewertet Handlungsalternativen. Vielfältige Beispiele machen sie verständlich und helfen Verbrauchern bei der Orientierung rund um das Thema Mikroplastik.

Fraunhofer UMSICHT hat die Studie »Mikroplastik und synthetische Polymere in Kosmetikprodukten sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln« im Auftrag des Naturschutzbund Deutschland (NABU) durchgeführt.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Leandra Hamann, M.Sc.
Redaktion
Telefon +49 208 8598-1524

Dipl.-Ing. Jürgen Bertling
Business Developer Geschäftsfeld Umwelt / Stellv. Abteilungsleiter Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement
Telefon +49 208 8598-1168

Weitere Informationen:
https://www.umsicht.fraunhofer.de/de/presse-medien/pressemitteilungen/2018/mikro…
Pressemitteilung Mikroplastik in Kosmetik

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Schwedischer Wasserverband warnt vor Silberemissionen aus Funktionskleidung

Silber-Nanopartikel in Sportbekleidung werden schon nach wenigen Waschgängen ausgewaschen. Das haben neue Laboranalysen ergeben, die der schwedische Wasserverband Svenskt Vatten in seinem Bericht „Silverläckan“ („Silberleck“) veröffentlicht hat. Die Ergebnisse seien beunruhigend, sagte der Umweltexperte von Svenskt Vatten, Anders Finnson. Die Silberpartikel gelangten durch das Waschen ins Abwasser und stellten eine Bedrohung sowohl für den Wasserkreislauf als auch für Lebewesen in Seen und Meeren dar.

Für seine Untersuchung hatte der Verband so genannte „geruchlose Sportbekleidung“, die mit Silber behandelt ist, analysieren lassen. Dabei sei herausgekommen, dass nach zehn Maschinenwäschen 31 bis 90 Prozent des Silbers aus der Kleidung ausgewaschen war. Aus diesem Grund ruft Svenskt Vatten dazu auf, mit Silber behandelte Funktionskleidung zu meiden. „Sie verursacht große Umweltprobleme in der Zukunft, und weil das Silber ausgewaschen wird, ist es völlig nutzlos, diese Kleidung zu kaufen, sagte Finnson.

Durch die Analyse sei klar, dass antibakterielles Silber aus Funktionstextilien die größte bekannte Silberquelle in Kläranlagen ist, betonte Svenskt Vatten. Die Silbermenge in den Kläranlagen müsse um mehr als die Hälfte reduziert werden, damit der Wasserkreislauf langfristig nachhaltig ist. „Wir wollen das Silber im Abwasser nicht“, betonte Finnson.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

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IGKB spricht sich erneut gegen höhere P-Konzentrationen im Bodensee aus

Die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) hat sich erneut gegen höhere Phosphorkonzentrationen im Bodensee ausgesprochen. Eine Rückkehr zu höheren P-Konzentrationen wäre im Hinblick auf die Qualität des Tiefenwassers äußerst kritisch, schreibt die IGKB in einem Faktenblatt zum Thema Phosphor und verweist in diesem Zusammenhang auf die schon eingetretenen und zu erwartenden Klimaänderungen.
In der Bodenseeregion hat der Bau von Kläranlagen mit Phosphor-Fällung wesentlich dazu beigetragen, dass die Phosphorkonzentration nach einem Maximum von 84 μg/l im Jahresmittel Ende der 1970er Jahre deutlich gesunken ist, unterstreicht die IGKB. Seit 2006 habe sich das Jahresmittel auf 6 bis 8 μg/l eingependelt und liege damit in einem für nährstoffarme Alpenseen typischen Bereich. Gleichwohl gelangen mit dem gereinigten Abwasser jährlich noch etwa 80 Tonnen Phosphor in die Fließgewässer im Einzugsgebiet und somit in den See.
Durch die Verringerung des Phosphorgehaltes ist es zu einer Verschiebung der Artenzusammensetzung im Phytoplankton in Richtung eines dem Seetyp entsprechenden natürlichen Zustands gekommen, stellt die IGKB fest. Heute seien wieder vermehrt Algen zu beobachten, die mit geringen Phosphorkonzentrationen auskommen, wie zum Beispiel die zu den Kieselalgen gehörenden Cyclotella-Arten. Auch die Fische zeigten in neuerer Zeit, abgesehen von Neozoen, wieder eine typische Artzusammensetzung.

Zur Durchmischung des Bodensees schreibt die IGKB, dass die vertikale Zirkulation im Frühjahr zu einem Stoffaustausch führe und sauerstoffreiches Wasser in die Tiefe bringe. Bei höheren P-Werten werde der Sauerstoff jedoch schneller aufgebraucht. Im Hinblick auf den Klimawandel lassen Simulationsrechnungen für den Bodensee erwarten, dass die vertikale Durchmischung im Frühjahr abgeschwächt wird. Dadurch würden mehrjährige Phasen eines unzureichenden Tiefenwasseraustausches wahrscheinlicher.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der kommenden Ausgabe 46.2018 von EUWID Wasser und Abwasser, die am 13.11.2018 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche

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Mikrobiologie des Abwassers

Erkennen von Betriebsstörungen in der Nitrifikation

Gegebenheiten
Die Stadtwerke Schramberg im Schwarzwald betreiben eine einstufige Belebungsanlage, die für eine Ausbaugröße von 41 000 EW bemessen ist. Neben dieser Kläranlage betreut das Betriebspersonal noch zwei weitere Anlagen der Teilorte Tennenbronn und Waldmössingen. Die Klärschlämme dieser beiden Außenkläranlagen werden der Sammelkläranlage Schramberg zugeführt und nach der Schlammbehandlung über eine Zentrifuge entwässert.
Die Stadt Schramberg ist geprägt durch einen großen Industrie- und Gewerbeanteil mit entsprechenden Einleitungen. Bedingt durch die Tallage der Stadt kommt es bei Regenereignissen häufig zu Stoßbelastungen. Die von Buntsandstein und Granit geformte Landschaft generiert ein sehr weiches…

Den ganzen Artikel lesen sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Info
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3 -2018 ab Seite 2756

Autor
Raimund Schneider, Abwassermeister
Stadtwerke Schramberg GmbH & Co. KG
Gustav-Maier-Straße 11
78713 Schramberg, Deutschland
Tel. + 49 (0)74 22/73 84
E-Mail: info@klaeranlage-schramberg.de

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Reduktion von Fadenbakterien und optimierte Phosphatfällung

Wir möchten Ihnen von unseren Erfahrungen bei der Optimie¬rung der biologischen Abwasserreinigung im hessischen Tau¬nusstein-Bleidenstadt berichten. Unsere Kläranlage Obere Aar ist für 50 000 EW ausgelegt davon bekommen wir rund ein Drittel des Abwassers aus dem industriellen Bereich.

Anfang 2015 haben wir unsere bisherige Schlammentwässerung mit einer Kammerfilterpresse und der Konditionierung durch Ei¬sen und Kalk auf eine neue Siebbandpresse mit organischen Po¬lymeren umgestellt. Dies hatte zur Folge, dass deutlich weniger Calcium und Eisen, dafür jedoch mehr Ammonium über das Fil¬trat in unsere Biologie zurück gelangten.
Im gleichen Zeitraum haben wir ein neues Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen, das sehr hohe Anforderungen an niedrige Schwefelwerte im Gas legt. Wir wollten somit mehr Eisen über die Phosphatfällung und damit zur Sulfidbindung einsetzen.
Bis dahin hatten wir zur Fällung des Phosphats aus unserem Abwasser Natriumaluminat…

Den ganzen Artikel lesen sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Info
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2018 ab Seite 2756

Autor
Holger Hahn, Abwassermeister
Abwasserverband Obere Aar
Vogtlandstr. 26-28, 65232 Taunusstein, Deutschland
Tel. +49 (0)61 28/94 45 82
E-Mail: avoa1@t-online.de
Weitere Informationen zu PRECAL KLAROLIT:
Volker Ermel, Schaefer Kalk GmbH & Co. KG
Tel. + 49 (0)64 32/503-108
E-Mail: volker.ermel@schaeferkalk.de

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Betriebsoptimierung der Kläranlage Untere Nahe

Die durchgeführten Maßnahmen
Der Abwasserzweckverband Untere Nahe liegt in Rheinland- Pfalz mit Sitz in Bingen. Er betreibt eine Kläranlage für 80 000 EW. Um die Stickstoffelimination zu erhöhen und die Energie¬effizienz zu steigern, wurden die Belebungsstufen um eine mo¬dellbasierte intermittierende Betriebsweise der Nitrifikations¬zone ergänzt. Der intermittierende Betrieb der Nitrifikationszo¬ne ermöglicht die Aktivierung eines zusätzlichen Potenzials zur Denitrifikation. Damit ergibt sich bei reduziertem Energieein¬satz eine Erhöhung der Abbauleistung und letztlich eine Redu¬zierung der Stickstofffrachten, die in das Gewässer eingeleitet werden.
Für die Umsetzung des Vorhabens waren folgende Aufrüs¬tungen vorzunehmen…
Den ganzen Artikel lesen sie unter:

https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Info
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2018 ab Seite 2749

Kontakt
Abwassermeister Dirk Pekrul
Abwasserzweckverband Untere Nahe
Saarlandstraße 364, 55411 Bingen a. Rh., Deutschland
Tel. +49 (0)67 21/97 07 41
E-Mail: Dirk.pekrul@bingen.de
Dipl.-Ing. Armin Meister
Elbestraße 42, 65428, Rüsselsheim, Deutschland
Tel. +49 (0)61 42/6 25 14
E-Mail: Info@meister-abwasser.eu

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EPH-Verfahren und chemische Fällung, wie geht das gemeinsam?

Im Lauf der letzten Jahre wurde in einzelnen Bundesländern Deutschlands der Grenzwert für Phosphor und insbesondere für Orthophosphat immer weiter verschärft. Durch den Maßnahmenplan zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie Hessen 2015 bis 2021 wurden auch für die Kläranlage Rotenburg an der Fulda Grenzwerte für P mit 0,50 mg/l und Orthophosphat mit 0,20 mg/l für die 24-h-Mischprobe festgelegt. Bisher gab es einen Grenzwert für Phosphor von 2,0 mg/l ohne Unterteilung in Orthophosphat.
Da sich die Stadtwerke Rotenburg bereits vor einigen Jahren auf der IFAT mit dem EPH-Verfahren vertraut gemacht hatten, wurde beschlossen, dieses Verfahren als Ergänzung zur chemischen Fällung unter dem Gesichtspunkt der erhöhten Grenzwerte zu installieren.
Über das EPH-Verfahren (Elektrophosphatfällung) wurde ausführlich in KA-Betriebs-Info 2/2011 berichtet. Hier noch mal eine kurze Zusammenfassung …

Den ganzen Artikel lesen sie unter:
https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Info
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2018 ab Seite 2754

Autor
Abwassermeister Antonio Genovese
Stadtwerke Rotenburg an der Fulda
Baumbacher Straße 20
36199 Rotenburg an der Fulda, Deutschland
Tel. +49 (0)66 23/91 94 30
E-Mail: ara@stadtwerke-rof.de
Dipl.-Ing. Helmuth Hauptmann
S & H Filter- und Klärtechnik
Rostockerstraße 35
17033 Neubrandenburg, Deutschland
Tel. +49 (0)395/5 82 29 16
E- Mail: sh-clear@arcor.def

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Baden-Württemberg: Belastung von Flüssen Land soll Kurs gegen Phosphor korrigieren

Neue Erkenntnisse aus Hessen, nach denen Phosphor in Flüssen vor allem aus Kläranlagen kommt, sollen auch im Südwesten Folgen haben. Das fordern Umweltschützer und die Landtags-SPD.
Die Landesregierung soll Konsequenzen aus neuen Erkenntnissen ziehen, nach denen die Phosphorbelastung in den Flüssen weitaus stärker aus Kläranlagen stammt als bisher angenommen. Mit dieser Forderung haben der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Landtags-Opposition auf einen Bericht unserer Zeitung reagiert. Auch bundesweit fanden die jenseits von Fachkreisen kaum bekannten Ergebnisse …mehr:

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.belastung-von-fluessen-land-soll-kurs-gegen-phosphor-korrigieren.da1ac484-9352-4d50-8e5a-e03a1bb9b924.html

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Studie: Enorme Mengen an Mikroplastik in Kosmetik

977 Tonnen Mikroplastik und 46.900 Tonnen gelöste Polymere gelangen jährlich in Deutschland allein aus Kosmetikprodukten sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln (WPR) ins Abwasser. Das sind Ergebnisse einer Studie, die vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT im Auftrag des NABU erhoben wurden. Kläranlagen können die Inhaltsstoffe nicht vollständig abfangen, daher gelangt Mikroplastik trotz Abwasserreinigung in unsere Gewässer. Über den Klärschlamm gelangen auch zurückgehaltene…mehr:

https://wirtschaft.com/studie-enorme-mengen-an-mikroplastik-in-kosmetik/

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Interreg Projekt WOW! ist gestartet: Abwasser ist wertvoll

Abwasser enthält wertvolle Substanzen, die als Rohstoffe für biobasierte Produkte genutzt werden können. Dennoch wird dieses Potenzial in Nordwesteuropa bisher kaum genutzt. Dies führt zu einem Verlust wertvoller Rohstoffe. Das Inerreg Nordwesteuropa Projekt WOW! – Wider business Opportunities for raw materials from Waste water (sewage) – zielt auf die Transition hin zu einem kreislauforientierten Ansatz bei dem Angebot und Nachfrage an Cellulose, Lipiden und Biokunststoff (PHA) aus Abwasser aufeinander abgestimmt werden sollen. Die Technischen Universität Kaiserslautern ist stolz ein Teil dieses Projektes zu sein.

Am 23. und 24. Mai 2018 traf sich das WOW! Konsortium zum Projektstart in Amersfort. Partner aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Luxemburg und den Niederland kamen zusammen und diskutierten die Inhalte des Projekts.

Wertvolle Rohstoffe aus Abwasser
Um Rohstoffe aus Abwasser zu vermarken zu können, müssen die Erfordernisse auf Kläranlagen und die Bedürfnisse der Industrie aufeinander abgestimmt werden. Dies führt zur Notwendigkeit einer Transition: Kläranlagen müssen den Wandel von der Abwasserbehandlung hin zur Produktion von wertvollen Stoffen schaffen. Weiterhin muss die Industrie beginnen Abwasser als wertvolle Ressource und nicht als „schmutziges und problematisches Wasser“ anzusehen. Schließlich sollte die Politik diese neuen kreislauforientierten Ansätze adressieren. Zur Umsetzung dieser Möglichkeiten zielt das Projektkonsortium darauf ab Wertschöpfungsketten für drei verschiedene Rohstoffe zu entwickeln: Cellulose, PHA Biokunststoff und Lipide.

Die folgenden Aktivitäten werden Teil des Projekts sein:
–  Identifizierung von Wertschöpfungsketten von Rohstoffen aus Abwasser mit hohem Potenzial.
–  Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungssystems, das Kläranlagenbetreibern bei der Transition hin zu einer kreislauforientierten Abwasserreinigung hilft.
–  Bau und Betrieb dreier WOW! Pilotanlagen um innovative Rückgewinnungstechnologien zu optimieren und zu implementieren.
–  Produktion von biobasierten Produkten aus Abwasser, wie z.B. Biokunstoff, Biodiesel und Bioaktivkohle.
–  Entwicklung nationaler politischer Aktionspläne und eines EU Strategieplan.
Während des Projekts wird sich die TU Kaiserslautern zunächst auf Laborversuche zur Biokunststoffproduktion (PHA) fokussieren. Die ersten Experimente zielen darauf ab Prozesskontrollstrategien für den Betrieb einer Pilotanlage zu entwickeln. Auf diesen Ergebnissen aufbauend wird eine Pilotanlage auf der Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal installiert. Die Anlage wird für mindestens ein Jahr betrieben, um Erfahrungen für einen stabilen Betrieb des Prozesses unter schwankenden Randbedingungen zu sammeln. Zusätzlich werden Möglichkeiten erforscht, wie gezielt die Eigenschaften des Kunststoffs beeinflusst werden können, um die Bedürfnisse der Industrie zu erfüllen. Die in den Bakterien angereicherten Biopolymere werden von Projektpartner extrahiert und zu Kunststoffrohmaterialien weiterverarbeitet.

Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!
WOW! wird durch das Interreg Nordwesteuropa Programm unterstützt, www.nweurope.eu.

Das Konsortium besteht aus:
–  Water authority Vallei en Veluwe
–  Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft
–  Technische Universität Kaiserslautern
–  Université du Luxembourg
–  VLARIO
–  Natureplast
–  Avans Hogeschool
–  REMONDIS Aqua Industrie
–  VITO
–  Pulsed Heat
–  CirTec
–  Severn Trent Water

Kontakt:
Wendy van Rijsbergen
Communication WOW!
w.vanrijsbergen@avans.nl
Quelle: https://www.bauing.uni-kl.de/rewa/aktuelles/

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Projekt EmiStop stellt sich auf der IFAT vor

EmiStop war eines der auserwählten Projekte aus der Initiative „Plastik in der Umwelt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die sich auf der diesjährigen IFAT in München präsentieren durften. Vom 14.-18. Mai wurden auf 260.000 m² zukunftsweisende Technologien und Konzepte im Bereich Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft weit mehr als 100.000 internationalen Besuchern vorgestellt.
Mit dabei war Dipl.-Ing. Wolf Raber von inter 3, der in angeregten Gesprächen interessierten Fachbesuchern Arbeitsinhalte und Herangehensweise im Projekt EmiStop erläuterte. Und das kommt kam an, denn Mikroplastik war das Megathema auf der diesjährigen IFAT. Das ausgestellte Exponat zur Elektroflotation von Mikroplastik in industriellem Abwasser und der von inter 3 und dem Anlagenbauer EnviroChemie produzierte Animationsfilm zu Mikroplastik stießen auf großes Interesse von Besuchern und Medien.

http://www.inter3.de/de/aktuelles/details/article/projekt-emistop-stellt-sich-auf-der-ifat-vor.html

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Analyse einer möglichst weitestgehenden Phosphorelimination bei kommunalen Kläranlagen in Deutschland

Zur Erreichung der Orientierungswerte für den „guten ökologischen Zustand“ für Fließgewässer und Seen von 0,1 mg Pges/L und darunter ist eine weitere Reduktion der Phosphoremissionen kommunaler Kläranlagen zu realisieren. Deshalb wurden in einem vom Bayerischen Landesamt für Umwelt begleiteten Vorhaben die Möglichkeiten für eine weitestgehende Phosphorelimination aufgezeigt. Die Auswertung des Ist-Zustands aller bayerischen Kläranlagen ergab ein hohes Reduktionspotenzial der Gesamtphosphoremissionen bei Anlagen > 1000 EW. Die detaillierte Bilanzierung von zehn Kläranlagen in Deutschland bestätigte, dass für die weitestgehende Elimination die bestehenden Verfahren (chemische Phosphatfällung, gegebenenfalls mit Filtration oder in Kombination mit biologischer Phosphorelimination) geeignet sind. Für Belebungsanlagen der Größenklasse 2 sind durch eine Simultanfällung mittlere Ablaufkonzentrationen ≤ 0,8 mg Pges/L betriebsstabil möglich. Bei den größeren Kläranlagen sind mittlere Ablaufkonzentration von 0,5 mg Pges/L grundsätzlich erreichbar, sofern die Nachklärung gemäß den aktuellen anerkannten Regeln der Technik bemessen ist und betrieben wird. Die spezifischen Investitions- und Betriebskosten für die Implementierung einer Simultanfällung liegen bei ca. 2-5 €/(EW · a) für Anlagen der Größenklasse 2…

http://www.sww.bgu.tum.de/news-single-view/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=423&cHash=b6c41e5fa224cbd7d551c555378b484a

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Neue zukunftssichere Ansätze zum Phosphor-Management in Norddeutschland

Am 09.03.2016 begann in Rostock für die DPP das Veranstaltungsjahr mit einem Netzwerk-Event. In Kooperation mit dem WissenschaftsCampus Phosphorforschung Rostock gab es zum Thema „Neue zukunftssichere Ansätze zum Phosphor-Management in Norddeutschland“ zahlreiche interessante und aufschlussreiche Einblicke in Möglichkeiten, diesen so wertvollen Stoff aus Abfallströmen rückzugewinnen, um ihn wieder als Düngemittel einsetzen zu können.

Der Fokus am Vormittag lag inhaltlich auf den landwirtschaftlichen Aspekten der Phosphornutzung, nachdem in einem Übersichtsvortrag auf den Gewässerschutz in der Ostsee eingegangen wurde. Es ging zum einen um Möglichkeiten, Phosphor aus Gülle und Gärresten aufzubereiten ohne eine aufwendige Aufbereitung umsetzen zu müssen und zum anderen wurde auf die düngenden Eigenschaften von Recyclingphosphaten eingegangen.

Der Nachmittag ging dann auf die Thematik: „Phosphor im kommunalen Abwasserbereich“ ein und es wurden nach einer sehr umfassenden Einführung in die Thematik aktuelle Ansätze vorgestellt und diskutiert, die eine Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm und Klärschlammaschen vorhaben. Dabei wurden sowohl Strategien für eine mögliche Verwendung von P-abgereichertem Klärschlamm (Mitverbrennung) vorgestellt, als auch Pilotverfahren (Tetraphos) und großtechnische Verfahren zur Schlammbehandlung, die dabei auch erfolgreich Phosphor zurückgewinnen (AirPrex).

Knapp 50 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil, die nicht nur informativen Charakter hatte, sondern auch dem Netzwerkcharakter der DPP entsprach. Die Teilnehmer aus Industrie, Forschung und Verbänden und Politik nutzten die Pausen, um sich intensiv über die Vorträge auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Im Dowenloadbereich finden Sie die Vorträge der Veranstaltung – soweit Sie uns zur Verfügung gestellt wurden. Mehr:

http://www.deutsche-phosphor-plattform.de/veranstaltung/neue-zukunftssichere-ansaetze-zum-phosphor-management-in-norddeutschland/

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Macht 4. oder 5. Reinigungsstufe resistenten Keimen den Garaus?

Im Klärwerk Steinhäule in Neu-Ulm werden Methoden zur verbesserten Elimination von antibiotikaresistenten Bakterien erprobt.
Multiresistente Keime werden zum ernsthaften Problem. In deutschen Gewässern finden sich die tödlichen Keime mittlerweile häufig. Sogar die World Health Organization (WHO) bezeichnet das Problem mittlerweile als eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Antibiotikagabe für Mensch und Tier muss auf jeden Fall eingeschränkt werden, aber auch technische Möglichkeiten spielen eine wichtige Rolle bei der Beseitigung der resistenten Keime.
Ein Mann stürzt 2017 in einen Bach und stirbt anschließend im Krankenhaus, weil er sich mit multiresistenten Keimen infiziert hatte – das Bachwasser führte auch Abflusswasser aus einer Kläranlage. Ein tragischer Einzelfall?
Mitnichten, wie eine Recherche des NDR-Nachrichtenmagazins Panorama in Niedersachsen ergab: Die in zwölf Gewässern entnommenen …mehr:

https://www.process.vogel.de/macht-4-oder-5-reinigungsstufe-resistenten-keimen-den-garaus-a-697730/?cmp=nl-254&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Garching: Ablaufmonitoring auf der Kläranlage Garching bei München

Frühwarnsystem für einen sicheren Betrieb
Die Kläranlage der Stadt Garching bei München liegt nördlich des Landkreises München. Sie wurde im Jahre 2000 mit einer Ausbaugröße von rund 31 000 EW errichtet (Abbildung 1). Die Abwasserreinigung der Kläranlage erfolgt zunächst durch eine mechanische Reinigung bestehend aus einer Siebtrommel. Von dort fließt das Abwasser ohne Vorklärung über eine vorgeschal-tete Denitrifikation in eine Kaskaden-Hochlastbiologie, in der hauptsächlich die organische Kohlenstofffracht (gemessen als BSB5 oder CSB) abgebaut wird. Über Zwischenklärbecken ge-langt es danach in drei Tropfkörper, in denen hauptsächlich die Nitrifikation, also der Abbau von Ammonium in Nitrat, erfolgt. Mithilfe einer steuerbaren Rezirkulation wird das nitrathaltige Abwasser in die vorgeschaltete…
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 2-2018 ab Seite 2719

Autor
Günter Wabro
Betriebsleiter der Kläranlage Garching
Stadtwerke Garching
Am Coulombwall 5
85748 Garching, Deutschland
Tel. +49 (0)89/3 29 47 84-0
E-Mail: guenter.wabro@garchingmail.de

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Wegen Phosphatquote: Milchviehhalter betrügen bei Tierzahlen

Wie agrarheute berichtet, haben im vergangenen Jahr viele niederländische Milchviehhalter zu wenig Tiere im Identifikations- und Registrierungssystem angegeben. Grund hierfür ist nach aktuellem Kenntnisstand, dass die Landwirte finanzielle Nachteile, die aufgrund des nationalen Branchenprogramms zur Senkung des Phosphatausstoßes entstehen, vermeiden wollten.

Die vollständige Meldung finden Sie unter dem unten angegebenen Link. Folgend findet sich ein Auszug:
Niederländische Milchviehhalter haben zu wenig Kühe gemeldet, um finanzielle Nachteile im Zuge des nationalen Branchenprogramms zur Senkung des Phosphatausstoßes zu vermeiden.

Ein großer Anteil holländischer Milchviehhalter hat 2017 im Identifikations- und Registrierungssystem (I & R) für landwirtschaftliche Nutztiere zu wenige Kühe eingetragen. So wollen sie finanzielle Nachteile im Zuge des nationalen Branchenprogramms zur Senkung des Phosphatausstoßes vermeiden. Das ist zumindest das bisherige Ergebnis …mehr:

Quelle: https://www.deutsche-phosphor-plattform.de/phosphatquote-tierzahlen/

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Meldungen zu Labor 2019

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Dezember 2019
Neu überarbeitet: Qualitätsgesicherte Eigenkontrolle auf Abwasseranlagen – Handlungsempfehlung  
Oktober 2019
Biochemischer Sauerstoffbedarf BSB – immer noch ein wichtiger Indikator im Abwasser 
Lehrvideo zum kombinierten Algentest 
April 2019
Fischzellentest international zertifiziert 
Mikrowellen-Labortechnik 
Projekt Probenahmestrategie bei kleinen ARA abgeschlossen  
Reagenzienfreie Bestimmung von CSB und Nitrat?  
Was ist Mikroplastik in Kosmetik? 
Erfolgreiches Symposium zum Thema Biotests 
Biotests zur Beurteilung der Wasserqualität

Neu überarbeitet: Qualitätsgesicherte Eigenkontrolle auf Abwasseranlagen – Handlungsempfehlung

Seit der Einführung der Eigenkontrolle (Selbstüberwachung) für die Kläranlagenbetreiber in den 70er Jahren, ist eine deutliche Verbesserung der Abwasserreinigungsleistung in Deutschland feststellbar. Die Eigenkontrollen des Betriebspersonals dienen zum besseren Verständnis des Betriebsablaufes und sind Grundlage zur Optimierung der Reinigungsleistung einer Kläranlage. Dabei spielt auch die Qualität der Kontrollen eine große Rolle. Nur durch verlässliche Analysenergebnisse ist eine optimale Betriebssteuerung möglich. Durch eine interne und externe Qualitätssicherung im Betrieb in Verbindung mit der amtlichen Überwachung wird das hohe Niveau der Abwasserbehandlung dokumentiert. Alle Betreiber sind angehalten ihre Probennahmen und Analysen unter Berücksichtigung der analytischen Qualitätssicherung durchzuführen. Denn nur aus verlässlichen Ergebnissen sind effektive und wirtschaftliche Planungen möglich. Die neu überarbeitete Handlungsempfehlung zur Qualitätsgesicherte Eigenkontrolle auf Abwasseranlagen wendet sich an alle Kläranlagenbetreiber mit der Absicht, landesweit eine qualitätsgesicherte Eigenkontrolle zu fördern und auf die Eigenverantwortung der Betreiber hinzuweisen. Das Ziel ist der nachhaltige Schutz und die Verbesserung der großen und kleinen Gewässer als Lebensraum für Mensch und Natur.

Inhalt der Handlungsempfehlung zur qualitätsgesicherte Eigenkontrolle:
Hintergrund
Rechtliche Rahmenbedingungen
Bausteine der qualitätsgesicherten Eigenkontrolle
Nachweis der durchgeführten Qualitätssicherungsmaßnahmen

Kostenlos abrufbar auf www.dwa-bw.de

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Biochemischer Sauerstoffbedarf BSB – immer noch ein wichtiger Indikator im Abwasser

Seit mehr als 100 Jahren existiert der Begriff des Biochemischen Sauerstoffbe¬darfs (BSB). Historisch betrachtet be¬zog er sich ursprünglich auf die Mes¬sung der Belastung der Flüsse in Gro߬britannien. Aus dieser Zeit stammt auch die Beobachtungszeitspanne von fünf Tagen (BSB5), da kein Fluss in Großbritannien länger als fünf Tage von seiner Quelle bis zu seiner Mün¬dung benötigt [Final Report of the Commissioners Appointed to Inquire and Report What Methods of Treating and Disposing of Sewage 1912].
Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 1-2019ab Seite 60

Xylem Analytics Germany Sales GmbH & Co. KG, WTW
www.wtw.com

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Lehrvideo zum kombinierten Algentest

Herbizide sind eine wichtige Gruppe von Mikroverunreinigungen und werden in der Schweiz regelmässig in Gewässern nachgewiesen. Die Stoffe werden als Pflanzenschutzmittel oder Biozide eingesetzt und können Algen in Gewässern schädigen. Da Algen an der Basis der Nahrungskette stehen, wird so das ganze Ökosystem beeinträchtigt.
Für den integrierten Nachweis von Herbiziden in Gewässern können Algen in Biotests eingesetzt werden. Dabei bestimmen die etablierten OECD- und ISO-Tests das Algenwachstum nach Kontakt mit der Gewässerprobe. Im Gegensatz dazu misst der kombinierte Algentest auch…

https://www.oekotoxzentrum.ch/news-publikationen/news/lehrvideo-zum-kombinierten-algentest/

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Fischzellentest international zertifiziert

Erstmals wurde ein Toxizitätstest mit gezüchteten Kiemenzellen von Fischen ISO-zertifiziert. Der Test dient dazu, die akute Giftigkeit von Wasserproben und Chemikalien auf Fische zu bestimmen. Das ist ein Meilenstein, denn bisher mangelt es an anerkannten Alternativen zu Versuchen mit lebenden Fischen.
Für ökotoxikologische Tests wurden im Jahr 2017 allein in der Schweiz über 7’500 Versuche an Fischen zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt durchgeführt. Die Eawag erforscht seit Jahren Alternativen, um Fischversuche zu reduzieren oder sogar zu ersetzen. Eine davon beinhaltet Versuche mit einer Kiemenzelllinie der Regenbogenforelle (RTgill-W1-Zelllinie). Mit den im Labor nachgezogenen Zellen lässt sich die akute Toxizität von Wasserproben und vielen Chemikalien für Fische zuverlässig bestimmen.

Standardreferenz in Tests
Die Abteilung Umwelttoxikologie um Prof. Kristin Schirmer hat die Methode über die letzten Jahre laufend verfeinert. In einer internationalen Ringstudie haben

…mehr:
https://www.aquaetgas.ch/aktuell/branchen-news/20190425-eawag-fischzellen/

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Mikrowellen-Labortechnik

Einfache und schnelle Klärschlammanalytik für die Klärwerks-Routine

Nicht zuletzt im Sinne der Umweltanalytik gehört die Analytik von Klärschlämmen zu den wesentlichen Routine-Aufgaben eines Klärwerksbetriebs. Sie sollte daher einfach und schnell durchzuführen sein – mit konventionellen Verfahren ist das jedoch nicht immer möglich. Eine neue Gerätekombination setzt genau dort an.
Allein in Deutschland fielen im Jahr 2016 circa 1,8 Millionen Tonnen Klärschlamm aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen an. Gut ein Viertel davon wurde im selben Jahr als Dünger in der Landwirtschaft verwertet. Aufgrund möglicher Schwermetallbelastungen und hoher Phosphatanteile, die Grund- und Oberflächenwasser belasten können, steht diese Praxis in der Kritik. Doch was ist Klärschlamm eigentlich im Detail? Welche Rolle …mehr:

https://www.laborpraxis.vogel.de/einfache-und-schnelle-klaerschlammanalytik-fuer-die-klaerwerks-routine-a-811821/?cmp=nl-297&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Projekt Probenahmestrategie bei kleinen ARA abgeschlossen

Die Bestimmung des Reinigungseffekts basiert auf dem Konzentrationsunterschied zwischen dem Zulauf und dem Ablauf der ARA. In kleinen Einzugsgebieten mit kurzen Aufenthaltszeiten im Abwasserkanal können die Konzentrationen und Frachten von Mikroverunreinigungen stark schwanken. Aufgrund dieser Variationen kann eine volumenproportionale Probenahme im Zulauf der ARA die Konzentrationspeaks nur schwer erfassen.
Mit Hilfe von Modellierungen wurde untersucht, ob eine Probenahme im Ablauf der Vorklärung vorteilhafter wäre. Dank der Aufenthaltszeit im Vorklärbecken werden die Konzentrationsspitzen geglättet, was eine repräsentativere Probenahme erlaubt (Abb. 1). Die ARA-Zulauf-Proben zur Be-stimmung des Reinigungseffekts können nämlich im Zulauf wie auch bei Bedarf im Ablauf der Vor-klärung genommen werden (s. Vollzugshilfe „Be-trieb und Kontrolle von Abwasserreinigungsanla-gen“). Drei Viertel der Schweizer Kläranlagen nehmen bereits die ARA-Zulauf-Proben im Ablauf der Vorklärung. Die Fehler einer Probenahme im Zulauf und Ab-lauf der Vorklärung wurden für verschiedene ARA-Grössen modelliert. Die Resultate der Modellierung haben gezeigt, dass die grössten Probe-nahmefehler bei den Leitsubstanzen Amisulprid und Clarithromycin liegen, denn diese Substanzen werden von weniger als 1% der Schweizer Bevölkerung verbraucht. Die grössten Probenahmefehler traten daher bei kleinen ARA auf (< 8‘000 angeschlossene Einwohner (Eang)), die im Zulauf der ARA beproben. Diese Fehler werden durch eine Probenahme im Ablauf der Vorklärung stark reduziert. Ab 10‘000 Eang liegt der relative Probenahmefehler im Ablauf der Vorklärung unter 1%. Es wird somit empfohlen, die ARA-Zulauf-Proben soweit möglich im Ablauf der Vorklärung zu nehmen. Dies erlaubt es, eine repräsentative Probe zu ziehen und somit einen wahrheitsnahen Reinigungseffekt auszurechnen.
Die Resultate des Projekts sind in einem Bericht (auf Französisch) detailliert vorgestellt.

https://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Dokumente/01_Berichte/05_Newsletter/Newsletter_13.pdf

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Reagenzienfreie Bestimmung von CSB und Nitrat?

Situation Die Kläranlage Potsdam Nord in Brandenburg reinigt die Abwässer aus den nördlich der Havel gelegenen Stadtteilen Potsdams. Sie ging 1965 in Betrieb und wurde 1999 grundlegend saniert und auf eine Kapazität von 90 000 EW erweitert. Die mechanische Reinigungsstufe besteht aus Standardkomponenten wie Rechen, Sandfang und Fettabscheider sowie einer Vorklärung. Für die biologische Reinigung kommt ein besonderes zyklisches Aufstauverfahren (SBR) zum Einsatz, das hier erstmals in einer kommunalen Kläranlage in Deutschland eingesetzt wurde. Im Gegensatz zu klassischen SBR-Anlagen besitzen die vier Becken in Potsdam noch jeweils eine abgetrennte, nicht belüftete Zulauf-Beckeneinheit, den sogenannten Selektor (Abbildung 1). Dieser dient zur Unterdrückung von blähschlammbildenden Bakterien sowie zur biologischen Phosphateliminierung. Aufgrund des starken Bevölkerungszuwachses im Raum Potsdam und des Erreichens der Kapazitätsgrenze..

Den ganzen Artikel lesen sie unter: https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Info Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 4-2018 ab Seite 2780

Autor
Andreas Heyder, Fachkraft für Abwassertechnik
Kläranlage Potsdam Nord
Lerchensteig 27, 14469 Potsdam, Deutschland
Tel. +49 (0)331/6 61 23 76
E-Mail: andreas.heyder@ewp-potsdam.de

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Was ist Mikroplastik in Kosmetik?

Auch wenn Kosmetikprodukte nicht zu den Hauptverursachern des Mikroplastiks in unseren Gewässern gehören, sind sie eine häufig genannte Quelle für Mikroplastikemissionen. Doch wie wird Mikroplastik in Kosmetikprodukten eingesetzt und welche Stoffe werden verwendet? Im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik dies in einer Studie untersucht. Hier gibt es einen Überblick der Ergebnisse.
Oberhausen – Obwohl der Begriff Mikroplastik schon länger verwendet wird, war es ein wichtiger Aspekt der Fraunhofer-Studie, die genaue Definition zu kennen. „Das war nicht einfach, denn unterschiedliche Akteure benutzen verschiedene Definitionen“, sagt Co-Autorin Leandra Hamann. Einigkeit herrscht allein darüber, dass zu Mikroplastik alle Kunststoffpartikel zählen, die kleiner als 5 Millimeter sind. „Nichtsdestotrotz sehen wir auch diese Beschränkung als problematisch, da sie sich weder aus bestimmten Stoffeigenschaften noch ökotoxikologisch begründen lässt. Manche Definitionen enthalten zudem noch eine Begrenzung der unteren Größe, der Löslichkeit oder der Abbaubarkeit. Diese unterschiedlichen Definitionen können zu Missverständnissen führen und auch die Debatte um eine sinnvolle Regulierung nachteilig beeinflussen.“
Mikroplastik nur als Partikel, Polymere auch flüssig…mehr:

https://www.laborpraxis.vogel.de/was-ist-mikroplastik-in-kosmetik-a-765231/?cmp=nl-297&uuid=1DC4B9E7-1718-4A70-B3EA-0C6A17F0F654

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Erfolgreiches Symposium zum Thema Biotests

Biotests als Methoden zur Bewertung der Wasser- und Sedimentqualität finden immer mehr Akzeptanz. Über 90 Fachleute aus Ämtern, Privatwirtschaft und Wissenschaft folgten in der letzten Woche der Einladung des Oekotoxzentrum zu einem zweitägigen Symposium zu diesem Thema. Präsentiert wurden Erfahrungen aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich mit der Anwendung von Biotests, um (Ab)wasser, Sedimente und Baggergut zu beurteilen. Ausserdem wurden neue praxistaugliche Ansätze zur Bewertung vorgestellt, die von molekularen Methoden bis zu in situ Biotests und Bioindikatoren reichten. Biotests erlauben es, die schädlichen Effekte von Chemikalienmischungen gesamthaft zu erfassen, und sind damit ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer realistischen Einschätzung von Umweltrisiken.

http://www.oekotoxzentrum.ch/news-publikationen/news/erfolgreiches-symposium-zum-thema-biotests/

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Biotests zur Beurteilung der Wasserqualität

Eine Beurteilung der Wasserqualität mit Biotests kann besonders dann sinnvoll sein, wenn biologisch
aktive Stoffe und Stoffgemische vorhanden sind, die mit chemischer Analytik nur unvollständig
erfasst werden können. Nun wurde im Rahmen des Modul-Stufen-Konzepts (MSK) ein Konzept
zur Grobbeurteilung von abwasserbelasteten Fliessgewässern mit ökotoxikologischen Biotests
entwickelt. Das Konzept stellt einen ersten Schritt zur integrativen Beurteilung der Wasserqualität
dar.

Mehr:

http://www.oekotoxzentrum.ch/media/194454/2018_kienle_aqua-gas.pdf

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Meldungen zu Energie- und E-Technik 2019

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April 2019
Energiesparpotenziale von Kläranlagen – TH Köln beteiligt sich an Forschungsprojekt 
Steigerung der Energieeffizienz bei der biologischen Abwasserreinigung bis zu 35 Prozent 
Europaweites Forschungsprojekt: Energielabel für Kläranlagen ermittelt 
Born-Ermel: Kläranlagen – Weitergehende Energieeinsparungen in der Praxis  
Umweltbundesamt: Klärgas kann besser genutzt werden 
Kläranlage als Kraftwerk

Energiesparpotenziale von Kläranlagen – TH Köln beteiligt sich an Forschungsprojekt

Ein Prozent des jährlichen Energieverbrauchs in der EU beziehungsweise 15.000 Gigawattstunden entfallen auf die Kläranlagen. Damit Betreiber beurteilen können, an welchen Stellen des Aufbereitungsprozesses in ihren Anlagen Energie eingespart werden könnte, haben neun Hochschulen und Unternehmen aus Spanien, Deutschland, Italien und Großbritannien im europäischen Forschungsprojekt „Enerwater“ eine standardisierte Methode zur Beurteilung und Verbesserung der Energieeffizienz von Kläranlagen entwickelt.
Aus Deutschland haben sich die TH Köln und der Aggerverband an dem Vorhaben beteiligt. „Die meisten Kläranlagenbetreiber kennen den Gesamtenergieverbrauch ihrer Anlage, wissen aber nicht, wie viel Strom die einzelnen Abschnitte wie Vor-, Haupt- oder Schlammbehandlung benötigen. Und wenn sie den Energiebedarf der einzelnen Abschnitte kennen, ist es für sie schwer zu beurteilen, ob dieser im europäischen Vergleich hoch oder niedrig ist“, skizziert Andreas Cronrath, Projektleiter am Institut für Automation & Industrial IT der TH Köln, das grundlegende Problem.
Um den Strombedarf der verschiedenen Abschnitte zu erfassen, haben die Projektpartner ein Messsystem mit kostengünstigen Sensoren …mehr

https://recyclingportal.eu/Archive/47470

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Steigerung der Energieeffizienz bei der biologischen Abwasserreinigung bis zu 35 Prozent

Ein Einsparpotenzial von ca. 23 Prozent wurde in dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekt LEOBEL in simulativen Optimierungen des Anlagenbetriebs auf Basis der Kläranlage Schwerte des Ruhrverbands mit einem neuen Simulationswerkzeug aufgedeckt. Testmodule mikroperforierter Begaser zeigten …mehr:

http://www.gfa-news.de/webcode.html?wc=20190412_001

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Europaweites Forschungsprojekt: Energielabel für Kläranlagen ermittelt

Eine standardisierte Methode zur Beurteilung und Verbesserung der Energieeffizienz von Kläranlagen haben neun Hochschulen und Unternehmen aus Spanien, Deutschland, Italien und Großbritannien im Forschungsprojekt ENERWATER entwickelt. Kläranlagenbetreiber sollen damit beurteilen können, an welchen Stellen des Aufbereitungsprozesses in ihren Anlagen Energie eingespart werden könnte, Aus Deutschland haben sich die TH Köln und der Aggerverband an dem Vorhaben beteiligt. Um den Strombedarf der verschiedenen Abschnitte einer Kläranlage zu erfassen, haben die Projektpartner ein Messsystem mit kostengünstigen Sensoren entwickelt, das mit relativ geringem Aufwand installiert werden kann. Für manche Messbereiche müssen zusätzlich manuell Proben entnommen werden. Dieses System testeten die Forscherinnen und Forscher an 50 Kläranlagen aus ganz Europa. Die gesammelten Daten geben Aufschluss über den Ist-Zustand der Anlage. Um im Sinn eines Benchmarkings beurteilen zu können, ob der gemessene Energieverbrauch in einem bestimmten Bereich der Anlage gut oder schlecht ist, wurden außerdem die historischen Daten von über 400 Kläranlagen aus ganz Europa gesammelt und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse hinzugezogen. So entstand ein projekteigenes Energielabel, das die Verbräuche in Stufen von A (sehr gut) bis G (schlecht) einteilt. Dabei werden sowohl die einzelnen Abschnitte der Anlage als auch die Kläranlage als Ganzes bewertet. Interessierte Unternehmen können die Anleitungen zur Installation und die Forschungsergebnisse kostenlos beziehen und Kontakt zum Projektteam aufnehmen:

Weiterführende Links
www.enerwater.eu

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Born-Ermel: Kläranlagen – Weitergehende Energieeinsparungen in der Praxis

Im Rahmen des DWA-Praxisseminars „Energieeinsparung auf Kläranlagen“ am 5. Februar 2019 in Bad Oeynhausen hielt unser Kollege Daniel Mutz einen Vortrag über weitergehende Energieeinsparungen auf Kläranlagen. Es wurden hierbei konkrete Beispiele aus der Praxis unseres Planungsbüros vorgestellt und im Rahmen der Diskussion um den Klimaschutz eine Ökobilanz zur 4. Reinigungsstufe auf Kläranlagen ermittelt, die Herr Mutz bei seiner Tätigkeit im Kompetenzzentrum Wasser Berlin durchgeführt hat.
https://born-ermel.eu/vortraege.html

Hier können Sie den Vortrag einsehen:
https://born-ermel.eu/files/bornermel/uploads/pdfs/Vortraege%20und%20Veranstaltungen/Klaeranlagen_Energieeinsparung.pdf

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Umweltbundesamt: Klärgas kann besser genutzt werden

Bisher wird aus Klärgas in der Regel Strom erzeugt, der in der Kläranlage selbst verbraucht wird. Das Umweltbundesamt (UBA) meint, für die Energiewende seien flexiblere Lösungen gefragt. Ein UBA-Positionspapier zeigt, wie Klärgas künftig eingesetzt werden könnte, etwa im Verkehr sowie zur Wärme- und Kälteversorgung. Klärgas ist danach eine erneuerbare Ressource, die als vielseitig einsetzbarer Energieträger zum Klimaschutz und somit zum Gelingen der Energiewende beitragen könne. Eine Entkopplung der Stromerzeugung und des Stromverbrauchs von Kläranlagen wäre ein erster Schritt, um diese Prozesse getrennt voneinander zu optimieren. Neben dem Elektrizitätssektor könnte Klärgas auch im Verkehr sowie zur Wärme- und Kälteversorgung Beiträge liefern. Durch Power-to-Gas-Anlagen und die Aufbereitung des Klärgases könne dieses im existierenden Gasnetz gespeichert und anschließend optimal genutzt werden. Für diese alternative Nutzung der Ressource fehlen laut UBA jedoch Strategien und stabile Entwicklungspfade. Forschung und Politik sollten nach Meinung des UBA die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so weiterentwickeln, dass eine aus Klimaschutzgründen notwendige, energetisch effiziente und volkswirtschaftlich sinnvolle Nutzung der erneuerbaren Ressource Klärgas möglich ist und diese in den Kommunen umgesetzt wird.

Weiterführende Links
Download der UBA-Position „Klimaschutz und Abwasserbehandlung“
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/190111_uba_pos_klimaschutz_und_abwasserbehandlung_bf.pdf
http://www.gfa-news.de/webcode.html?wc=20190207_003

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Kläranlage als Kraftwerk

Powerstep – von energie-neutral zu energie-positiv
«100 Jahre konventionelle Abwasserreinigung sind genug!» Das sagen bekannte Visionäre auf diesem Gebiet und haben recht. Denn mit den heutigen Technologien müssen Kläranlagen nicht mehr zu den grössten Stromverbrauchern einer Gemeinde gehören. Im Gegenteil: Nicht nur könnten sie theoretisch «energie-neutral» arbeiten, sogar «energie-positiv» wäre möglich. Zu diesem Schluss kommt das Powerstep-Projektteam basierend auf realen Daten aus sechs Case Studies …mehr:

https://www.aquaetgas.ch/wasser/abwasser/20181230_ag1_powerstep-von-energie-neutral-zu-energie-positiv/

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Aus- und Weiterbildung 2019

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2019
Unser Nachwuchs der Zukunft? 
Das besondere Interview  
Führungsposition für Frauen, aber ohne Quoten
BEW: Vorteile und zukünftige Entwicklung der Überbetrieblichen Ausbildung: Interview mit Dipl.-Ing. Rüdiger Heidebrecht (DWA)  
Bewerbungen: Diese Strategien wenden Jobsuchende an

Unser Nachwuchs der Zukunft?

An der Berufsbildenden Schule Groß Gerau (BSGG) im Südhessischen wurden im vergangenen Jahr etwa 60 Flüchtlingsjugendliche zwischen 16 und 20 Jahren in drei Integrationsklassen unterrichtet. Es waren gemischte Klassen mit Jungen und Mädchen. Sie kamen aus Syrien, Eritrea, Iran, Irak, Somalia und Pakistan.
Einer der Lehrer hatte mich angesprochen, ob wir für die Jugendlichen eine Führung auf unserer Kläranlage durchführen könnten. Er warnte mich aber gleich, dass die meisten dieser Migranten muslimischer Herkunft sind und sicher weder das Konzept noch den Nutzen einer modernen Kläranlage…

Fazit
Vielleicht ist der eine oder andere darunter, der den Beruf der Fachkraft für Abwassertechnik lernen möchte. Uns hat jedenfalls diese Aufgabe gefallen. Schön, dass auch die örtliche Presse dabei war und sehr positiv über unsere Aktion berichtete. Nachdem ich zum Abschluss das DWA-Faltblatt „Was kann in die Toilette“ in elf verschiedenen Sprachen und das Poster für die Klassenräume ausgeteilt hatte, war ein erfahrungsreicher Vormittag vorbei.

Autor
Friedhelm van Koeverden
Leiter der Zentralkläranlage Büttelborn
Postfach 120
64570 Büttelborn, Deutschland
E-Mail: klaeranlage@buettelborn.de

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Das besondere Interview

Sophia Nerrether (22) befindet sich im dritten Lehrjahr zur Fachkraft für Abwassertechnik. Für die Berliner Wasserbetriebe (BWB) hat sie sich für eine Kampagne zur Gewinnung von Nachwuchskräften porträtieren lassen. Der KA-Betriebs-Info erzählt sie, wie sie sich als Frau in einem vermeintlichen Männerberuf behauptet. Alexandra Bartschat von der DWA in Hennef führt das Interview. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, diesen Beruf auszuüben? Ich war bei der Berufsberatung, um mich über Ausbildungsberufe zu informieren. Ich wollte etwas mit Biologie machen, weil darin meine Stärke liegt. Unter den Vorschlägen, die ich bekommen habe, war auch die Fachkraft für Abwassertechnik. Ich habe mich dann etwas eingelesen und mir gedacht, das wird für mich die interessanteste Ausbildung sein. Daraufhin habe ich mich bei den Berliner Wasserbetrieben beworben, die mich schon beim Vorstellungsgespräch…

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Führungsposition für Frauen, aber ohne Quoten

In der KA 2/2018 las ich den Artikel „Führungs- und Spitzenpositionen auch für Frauen“, der mich nachdenklich gemacht hat. Wir sollten nicht vergessen, dass auch an der Basis in den technischen Berufen der Wasserwirtschaft immer wieder Frauen arbeiten, und darüber will ich schreiben.
Ich bin seit 19 Jahren Betriebsleiterin der Kläranlage Schwabach. Als ich diese Stelle bekam, hatte ich gerade mein erstes Kind bekommen. Dennoch ist mein Arbeitgeber dieses Risiko eingegangen, mir als Teilzeitkraft die Leitung einer 95 000-EW-Kläranlage zu übertragen. Auch für mich war es ein Abenteuer. Ich wusste nicht, ob ich es schaffe, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Gerade beim ersten Kind hat man keine Vorstellung, was auf einen zukommt. Mittlerweile habe ich sechs Kinder und arbeite mehr Stunden in der Woche als früher mit einem Kind.
Warum eine Frau in einen…

Den ganzen Artikel lesen sie unter:
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2018 ab Seite 2738

Michaela Jilg, Abwassermeisterin
Leiterin des Städtischen Klärwerks Schwabach
Tiefbauamt
Albrecht-Achilles-Straße 6/8
91126 Schwabach, Deutschland
Tel. +49 (0)91 22/7 60 16
E-Mail: michaela.jilg@schwabach.de

Wer kann schon sicher sein, sich für eine Führungsposition zu eignen? Da bieten die DWA oder der ÖWAV gute Möglichkeiten, eine Führungsaufgabe zu übernehmen. Gerne nehmen wir diesen Beitrag zum Anlass, für Aufgaben in der Nachbarschaftsarbeit zu werben. Hier gibt es gute Gelegenheiten, sich als Lehrerin (Betreuerin) oder als Obfrau (Sprecherin) weiterzuentwickeln, zu moderieren, zu leiten und damit Führungsaufgaben zu übernehmen.

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BEW: Vorteile und zukünftige Entwicklung der Überbetrieblichen Ausbildung: Interview mit Dipl.-Ing. Rüdiger Heidebrecht (DWA)

Häufig können notwendige Ausbildungs- und Prüfungsinhalte aufgrund fehlender Personalkapazitäten oder fehlender Betriebseinrichtungen nicht oder nicht in vollem Umfang vermittelt werden. Die Überbetriebliche Ausbildung im BEW unterstützt seit vielen Jahren Ausbildungsbetriebe bei der Wissensvermittlung in den umwelttechnischen Berufen, da häufig notwendige Ausbildungs- und Prüfungsinhalte aufgrund fehlender Personalkapazitäten oder fehlender Betriebseinrichtungen nicht oder nicht in vollem Umfang in den Betrieben selber vermittelt werden.

Für das BEW ist in diesem Zusammenhang auch die Zusammenarbeit und der Austausch mit den zuständigen Fachverbänden von großer Bedeutung. Ein bedeutender Partner ist in diesem Zusammenhang die Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA). Im folgenden Interview schildert Herr Dipl.-Ing. Rüdiger Heidebrecht (Abteilungsleiter Bildung und Internationale Zusammenarbeit, DWA) seine Erfahrungen mit der Überbetrieblichen Ausbildung im BEW und gibt unter anderem Antworten auf folgende Fragen:
• Welchen Stellenwert hat die Überbetriebliche Ausbildung in NRW für die Ausbildungsbetriebe und die Verbände?
• Wie trägt die Überbetriebliche Ausbildung des BEW zur Qualitätssicherung/-entwicklung in der beruflichen Ausbildung bei?
• Wie sieht für Sie „Überbetriebliche Ausbildung 4.0″ aus?
Das ausführliche Interview finden Sie unter: www.youtube.com/watch
Sie sind außerdem herzlich eingeladen, sich das BEW einmal persönlich anzuschauen oder in einem Kurs zu hospitieren. Wir freuen uns auf Sie!

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Bewerbungen: Diese Strategien wenden Jobsuchende an

Eine aktuelle Befragung von rund 1000 Bewerberinnen und Bewerbern zeigt: im Bewerbungsprozess nutzt die Mehrheit von Anfang an gezielt Strategien, um ihre Chancen zu verbessern. Allerdings gehen dabei Einstellung und Verhalten nicht immer Hand in Hand. Die Ergebnisse der Befragung wurden gerade in der „Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie“ veröffentlicht.
„Bisher hat sich die Personalauswahlforschung vor allem mit dem Faking, also dem Vorgaukeln einer nicht vorhandenen Eignung, und der Selbstdarstellung von Bewerberinnen und Bewerbern beschäftigt“, sagt Uwe Kanning, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück. „Meine Untersuchung weist darauf hin, dass Bewerberinnen und Bewerber über diese beiden Strategien hinausgehend eine Vielzahl strategischer Verhaltensweisen gezielt einsetzen, um den Bewerbungsprozess positiv zu beeinflussen.“

In einer explorativen Online-Studie befragte der Wirtschaftspsychologe 999 Personen im Alter von 17 bis 66 Jahren zu ihrem strategischen Verhalten im Bewerbungsprozess. Dazu legte er den Befragten für vier gängige Personalauswahlmethoden – Bewerbungsunterlagen, Einstellungsinterview, Testverfahren, Assessment Center – Listen mit strategischen Verhaltensweisen vor (zum Beispiel das Auffüllen von Lücken im Lebenslauf oder die Teilnahme an Bewerbertrainings für Assessment Center). Die Befragten sollten angeben, welche der Strategien sie schon einmal selbst angewendet haben. Außerdem sollten sie jede Strategie daraufhin beurteilen, inwiefern sie ihnen sinnvoll erscheint. Somit wurde zum einen das strategische Verhalten der Befragten erfasst, zum anderen ihre Einstellungen bezüglich dieser Strategien.

Zunahme an strategischem Verhalten
Fast alle Befragten haben in der Vergangenheit mindestens eine der abgefragten Strategien eingesetzt, um ihre Chancen zu verbessern. Zudem haben strategische Aktivitäten insgesamt zugenommen. Bewerberinnen und Bewerber, die sich in den letzten fünf Jahren beworben haben, gehen strategischer vor als diejenigen, deren letzte Bewerbung schon länger zurückliegt. Mit 86% ist die Recherche auf den Unternehmenswebsites die am weitesten verbreitete Strategie bei der Vorbereitung auf eine Bewerbung bzw. auf ein Bewerbungsgespräch. Rund die Hälfte der Befragten bereiteten sich in Gesprächen mit Freunden oder Bekannten auf die Bewerbung vor. Auffallend ist, dass es bei vielen Strategien eine große Abweichung zwischen Einstellung und Verhalten gibt. So fanden zwar 77% der Befragten die Lektüre von Ratgeberliteratur zur Vorbereitung auf ein Assessment Center sinnvoll, aber lediglich 53% zogen entsprechende Bücher auch wirklich zu Rate.

Bewerbungsfoto immer noch ein Muss
In entgegengesetzter Richtung zeigt sich die Diskrepanz zwischen Einstellung und Verhalten insbesondere bei Bewerbungsfotos. Mehr als 90 % der Befragten legten ihrer Bewerbung ein Foto bei, obwohl nur gerade einmal die Hälfte glaubt, dass Fotos etwas über die Eignung eines Bewerbers oder einer Bewerberin verraten. „Seit 2006 ist es Arbeitgebern eigentlich untersagt, Fotos anzufordern. Hier zeigt sich besonders deutlich, dass viele Bewerber eher strategisch agieren“, erklärt Uwe Kanning. „Sie gehen davon aus, dass Personalverantwortliche auch heute noch das Fehlen eines Bewerbungsfotos negativ bewerten – und das zu recht, wie wir aus eigenen Befragungen zum Thema wissen.“

Informationen werden gezielt platziert
Mehr als 60 % der Befragten gaben an, Vorlagen für ihre Bewerbungsunterlagen heute aus dem Internet herunterzuladen und diese nur noch zu überarbeiten. 42 % denken sich Hobbys aus, von denen sie glauben, dass sie positiv bewertet werden. „In diesen Fällen sagen das Anschreiben oder die formale Gestaltung der Unterlagen nichts über den Menschen aus, der hinter der Bewerbung steht“, erklärt Uwe Kanning. Bezogen auf das Einstellungsinterview gaben 90 % der Befragten an, dass sie sich Stärken ausdenken, von denen sie glauben, dass der Arbeitgeber sie hören will. 70 % gaben an, selbst schon einmal im Bewerbungsgespräch Fragen gestellt zu haben, bloß um interessiert zu wirken.
Diese Ergebnisse zeigen für Uwe Kanning, dass ein stärkerer Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft notwendig ist. „Insgesamt entsteht der Eindruck, dass Bewerberinnen und Bewerber inzwischen sehr gut auf die Standardverfahren vorbereitet sind.“ Und Conny Antoni, Präsident der DGPs und Professor für Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie an der Universität Trier, ergänzt: „Die psychologische Forschung bietet laufend aktuelle Erkenntnisse zum Thema Personalauswahl. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können die Qualität ihrer Personalauswahl steigern, wenn sie diese Erkenntnisse gezielt im Auswahlprozess nutzen.“

Link zur Originalstudie:
Kanning, U. P. (2017). Strategisches Verhalten in der Personalauswahl – Wie Bewerber versuchen, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 61, 3-17.

Kontakt bei Rückfragen:
Prof. Dr. Uwe P. Kanning
Hochschule Osnabrück
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
U.Kanning@hs-osnabrueck.de

Pressestelle der DGPs:
Dr. Anne Klostermann
Pressereferentin
Tel.: 030 28047718
E-Mail: pressestelle@dgps.de

Über die DGPs:
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