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Meldungen zu Gaserzeugung und BHKW 2016

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Biogas 2008   Biogas 2009   Biogas 2010  
Biogas 2011   Biogas 2012 Biogas 2013
Biogas 2014 Biogas 2015  

Oktober 2016
Stromerzeugung aus Klärgas auf neuem Höchststand  
August 2016
Nutzung von Klärschlamm für Biogas wird erforscht
Klärgasverstromung nimmt im Südwesten weiter zu 

 


Stromerzeugung aus Klärgas auf neuem Höchststand

Klärwerke mit Stromerzeugungsanlagen im Ortenaukreis am häufigsten
Im Jahr 2015 wurden in Baden Württemberg rund 118,2 Millionen (Mill.) Kubikmeter Klärgas (Rohgas) gewonnen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind dies 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Gut drei Viertel des gewonnen Klärgases wurden von den Anlagenbetreibern zur Stromerzeugung genutzt. Weitere 12,7 Prozent setzten sie zu reinen Heiz- und/oder Antriebszwecken ein. Insgesamt wurde in 267 Klärwerken das Klärgas für die eigene Energieerzeugung genutzt. Dabei nimmt die Zahl der Kläranlagen, die das gewonnene Klärgas verstromen, weiter zu. Gegenüber dem Vorjahr ist ihre Zahl von 227 auf 230 Anlagen im Jahr 2015 gestiegen.
In den Stromerzeugungsanlagen der baden württembergischen Klärwerke wurden 2015 insgesamt 171,1 Mill. Kilowattstunden (Mill. kWh) erzeugt. Dies waren 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr und 21,9 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Damit lag die Stromerzeugung aus Klärgas so hoch wie nie zuvor. Da Kläranlagen einen hohen Strombedarf haben, wurden allerdings rund 95 Prozent (entspricht 162,3 Mill. kWh) in den Kläranlagen selbst verbraucht. Der Rest wurde in das Elektrizitätsnetz der allgemeinen Versorgung eingespeist oder an sonstige Abnehmer abgegeben.
Die meisten Kläranlagen mit Klärgasgewinnung und Stromerzeugung befinden sich im Ortenaukreis. Jede der 17 Anlagen verfügt über eine Stromerzeugungsanlage. Auch in den Landkreisen Ludwigsburg (13) sowie den Landkreisen Böblingen, Rottweil und Ravensburg (jeweils 11 Klärwerke mit Stromerzeugung) finden sich relativ viele solcher Anlagen. Von der Anlagenzahl kann jedoch nicht auf die erzeugte Strommenge geschlossen werden, da diese von verschiedenen Faktoren wie der anfallenden Menge Klärgas oder dem Wirkungsgrad der Stromerzeugungsanlage abhängig ist. Die 17 Kläranlagen im Ortenaukreis produzierten zusammen 12,1 Mill. kWh Strom. Dies entsprach gut 7 Prozent der aus Klärgas erzeugten Strommenge in den Kläranlagen Baden Württembergs. Im Vergleich dazu lag der Anteil der fünf Anlagen im Rhein Neckar-Kreis an der aus Klärgas erzeugten Strommenge des Landes bei 5,7 Prozent.

Weitere Informationen

• Klärgasgewinnung und Stromerzeugung im Kreisvergleich seit 2004
• Kläranlagen mit Klärgasgewinnung und Stromerzeugung seit 1980
• Energiebericht 2016
• Energieerzeugung und -verwendung

www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2016274.pm

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NUTZUNG VON KLÄRSCHLAMM FÜR BIOGAS WIRD ERFORSCHT

Die Kläranlage Rödental ist ein Projektpartner der Hochschule Coburg
Die Verstromung von Biogas wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz von 2014 stark eingeschränkt. Das stellt die Betreiber dieser Anlagen vor Herausforderungen. An einer Lösung arbeitet die Hochschule Coburg mit mehreren bayerischen Hochschulen und Industriepartnern im Verbundprojekt FOR10‘000. Ziel ist es, ein Energienutzungskonzept zu entwickeln, das organische Abfälle wirtschaftlich nutzbar macht.

Nur wenige denken im Zusammenhang mit erneuerbarer Energie an die großen Tanks, in denen Biogas produziert wird. Dabei gehören sie zur Energiewende wie Windräder und Solaranlagen. Im Gegensatz zu Windkraft und Solarenergie unterliegt die Biogasproduktion keinen witterungsbedingten Schwankungen. Biogas könnte daher zur Netzstabilität in der Stromversorgung mit erneuerbarer Energie beitragen. Im Zuge der gesellschaftlichen Debatte über die Vergärung von Lebensmitteln hat Biogas allerdings an Popularität verloren. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2014 brachte eine weitgehende Streichung der Subventionen für die Biogasproduktion. Die Anlagen sollen in Zukunft verstärkt auf organische Reststoffe setzen. Eine wirtschaftlich rentable Biogasproduktion wird dadurch erschwert.

Biogas entsteht beim Abbau organischer Biomasse durch Mikroorganismen. In der Landwirtschaft fällt Biomasse in Form von pflanzlichen Abfällen oder organischen Material wie Gülle an. Biogas enthält neben Methan auch Kohlendioxid, schweflige Gase, Stickstoffoxide und geringe Mengen anderer Gase. Um Methan für die Energieversorgung nutzbar zu machen, muss das Biogas von den übrigen Elementen gereinigt werden. In Blockheizkraftwerken wird das Biogas anschließend verbrannt und durch eine Kraft-Wärme-Kopplung in Strom und Wärme umgewandelt. Biogas kann als Treibstoff genutzt oder in das Erdgasnetz eingespeist werden. Dafür muss der Methangehalt erhöht und das Biogas veredelt werden. Die verbleibenden Gärreste können als Dünger verwendet werden.

Im Projekt FOR 10‘000 forschen die Hochschulen Coburg, Hof, Amberg-Weiden und die Universität Bayreuth partnerschaftlich zusammen. Die Hochschulen arbeiten an einem technischen Gesamtkonzept für den Gewinn von Energie aus Abfall. Im Fokus stehen kleine und mittlere Biogasanlagen der Kommunen.

Um Biogas zu einem wettbewerbsfähigen Energieträger zu machen, ist es notwendig, sowohl den Produktionsprozess wie auch die Produktvielfalt zu optimieren. Das Verbundprojekt will Biogas als attraktiven Energielieferanten wieder ins Gespräch bringen. Dafür ist beim zu vergärendenden Material eine größere Produktvielfalt notwendig. Die Entwicklung muss weg von nachwachsenden Rohstoffen, hin zu organischen Abfällen führen. Für eine effiziente und rentable Biogasproduktion ist die Frage zu beantworten: Was ist finanziell machbar? Das Projekt FOR 10‘000 verknüpft daher Wissenschaft und Praxis. Damit die wissenschaftlichen Erkenntnisse für die kommunalen Anlagen umsetzbar sind, werden sie im Forschungsprozess unmittelbar in den Anlagen der Projektpartner getestet. Das gewährleistet die Zusammenarbeit mit Industriepartnern wie Schmack Biogas GmbH, utp Umwelttechnik, Rießner-Gase GmbH, Innovum GmbH und den kommunalen Partnern wie der Bioenergieregion Bayreuth, dem Abwasserverband Saale oder den Stadtwerken Rödental.

Im Verbundprojekt forschen die Wissenschaftler in verschiedenen Arbeitsbereichen. Jeder Bereich entspricht einem Schritt in der Erzeugung und Nutzung von Biogas. So stellt sich die Frage, wie Substrate besser auf die Biogasproduktion vorbereitet und die Veredelung von Biogas optimiert werden könnte. Auch die Verwertbarkeit von Gärresten steht auf der Agenda des Projekts FOR 10‘000.

Prof. Dr. Matthias Noll von der Hochschule Coburg forscht gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Mitarbeiter im Bereich der Substratvorbereitung. Er baut dabei auf seiner bisherigen Forschung zur Methanogenese und der Degradation von Substraten auf und führt molekular- und mikrobiologische Analysen von Biomasseproben durch. Die Forscher untersuchen den Einfluss verschiedener Vorbehandlungsmethoden und variierender Rahmenbedingungen auf die mikrobielle Gemeinschaft der Biomasse. Das Verständnis der mikrobiellen Prozesse, die während der Vergärung ablaufen, ist für die Weiterentwicklung der Biogasproduktion von grundlegender Relevanz. Da es ein Anliegen des Projektes ist, Reststoffe nutzbar zu machen, befassen sich die Forscher der Hochschule Coburg insbesondere mit der Aufbereitung von Klärschlamm für die Biogasproduktion.

Ziel des Verbundprojekts ist die Einbindung von Biogas in bestehende Energie- und Wärmenutzungskonzepte. Die kommunale Versorgung mit Biogas aus organischen Abfällen würde langfristig eine dezentrale Energieversorgung ermöglichen und die Gemeinden unabhängiger machen. Das Projekt wird von der bayerischen Forschungsstiftung mit einem Zuschuss von über 580.000 € gefördert und läuft zwei Jahre

https://www.hs-coburg.de/news-detailseite/news/News/detail/nutzung-von-klaerschlamm-fuer-biogas-wird-erforscht.html

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Klärgasverstromung nimmt im Südwesten weiter zu

Die Eigenenergieerzeugung und insbesondere die Stromproduktion nehmen in Baden-Württemberg weiter zu. 2014 wurden nach Angaben des Statischen Landesamtes in 274 Kläranlagen durch anaerobe Stabilisierung des anfallenden Rohschlamms 114,8 Millionen Kubikmeter Klärgas gewonnen. Dieses wird mittlerweile in 268 Klärwerken für die eigene Energieerzeugung genutzt. Dabei nimmt die Zahl der Kläranlagen, die das gewonnene Klärgas verstromen, stetig zu, 2014 erhöhte sich die Anlagenzahl gegenüber 2013 um sieben auf 227. Die Anlagen erzeugten dabei 163,7 Millionen Kilowattstunden Strom, knapp sieben Prozent mehr als im Vorjahr. 96 Prozent dieser Strommenge haben die Kläranlagen selbst verbraucht, der Rest wurde in das Elektrizitätsversorgungsnetz eingespeist.

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Meldungen zur Nutzung von Abwärme 2015

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Mai 2015
Heizwärme aus Abwasserkanälen  

Heizwärme aus Abwasserkanälen

Ein Zürcher Ingenieurbüro entwickelte ein System, das aus fliessendem Rohabwasser Wärme gewinnt. Rund 200 Standorte kommen in der Schweiz für eine wirtschaftliche Nutzung von Wärme aus ungeklärtem Abwasser in Frage.
3 % der in der Schweiz verbrauchten fossilen Brennstoffe könnten durch eine systematische Nutzung der im Abwasser enthaltenen Wärme substituiert werden. Ein kleiner Teil des immensen Potentials wird bereits heute genutzt, in mehr als 20 realisierten Anlagen, die dem gereinigten Abwasser – beim Auslauf der Kläranlage (ARA) – Wärme entnehmen und mittels Wärmepumpen Heizwärme produzieren. Weil viele Kläranlagen aber am Rand oder ausserhalb der Siedlungen liegen, hat diese Strategie Grenzen. Grosse Distanzen zu den Wärmeverbrauchern machen die Sache unrentabel. Indem die Wärme dem Abwasser vor der ARA – im Bereich der Kanalisation – entzogen wird, kann diesem Nachteil begegnet werden.

Wärmetauscher statt Steinzeugrinne
Dass die Wärmenutzung aus gereinigtem Abwasser derjenigen aus Rohabwasser bisher vorgezogen wurde, hat zwei Gründe:
„Warmes“ Abwasser verbessert den Wirkungsgrad …den ganzen Artikel finden sie unter:

http://www.energie.ch/themen/haustechnik/heizabwkan/

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Meldungen zur Aus- und Fortbildung 2015

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Aus- und Weiterbildung 2008  Aus- und Weiterbildung 2009  Aus- und Weiterbildung 2010 
Aus- und Weiterbildung 2011 Aus- und Weiterbildung 2012 Aus- und Weiterbildung 2013
Aus- und Weiterbildung 2014    

Oktober 2015
Blockaden im Kopf – Studien zur Überwindung von Denkfallen in der Arbeitswelt 
März 2015
Viele Arbeitnehmer sind „planlos“ – DUW-Monitor Karriere 

 


Blockaden im Kopf – Studien zur Überwindung von Denkfallen in der Arbeitswelt

Denkfallen, im Fachjargon dysfunktionale Kognitionen genannt, können ein großer Hemmschuh sein beim Ausschöpfen der eigenen Potenziale. In der klinischen Psychologie kennt man sie als Begleitsymptome von Depression. Bislang waren dysfunktionale Denkmuster in der Arbeitswelt noch nicht thematisiert worden, obwohl diese Denkblockaden auch dort auftreten und weitreichende Auswirkungen haben können. Dr. Martin Sauerland, Wirtschaftspsychologe an der Universität Koblenz-Landau, hat diesen Ansatz erstmals systematisch erforscht. Gebündelt sind seine Studienergebnisse und Ansätze der Öffentlichkeit nun in seinem aktuell erschienenen Buch „Design your mind – Denkfallen entlarven und überwinden“ praxisnah zugänglich.

„Hätte ich doch einen anderen Job gewählt“ – Den meisten Arbeitnehmern wird dieser Gedanke hin und wieder schon durch den Kopf geschossen sein. Laut Sauerlands Studien hegen 60 Prozent der deutschen Arbeitnehmer diesen Gedanken und zwar im Schnitt zweimal die Woche. „Werden solche Denkschleifen nicht analysiert und lösen kein zielführendes Verhalten aus, etwa ein Jobwechsel oder eine Umschulung, können sie auf Dauer sehr demotivierend wirken“, bekräftigt Sauerland. Insgesamt 15 dysfunktionale Denkmuster in der Arbeitswelt hat Sauerland bislang festgestellt. Über 80 Prozent der arbeitenden Bevölkerung kennen solche Denkblockaden gar in hoher Ausprägung.

Hinter diesen Überzeugungen verbergen sich meist irrationale Gründe, weiß Sauerland. Verursacht werden dysfunktionale Denkmuster insbesondere durch drei Faktoren: durch Sozialisationsprozesse in Form von Leistungsimperativen, die durch Schulsozialisation und Erziehung auferlegt werden, durch eigene Motive wie die Furcht vor sozialer Rückweisung oder die Furcht vor anderen Personen sowie durch verzerrte soziale Vergleiche mit anderen, ohne die Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. „Diese Denkfallen führen dazu, dass Personen ihre Bedürfnisse nicht optimal befriedigen und ihr Leistungspotenzial nicht ausschöpfen“.

Besonders stark kommen dysfunktionale Kognitionen unter Leistungsdruck, bei Stress, in Change-Prozessen oder in Fällen von Absentismus zur Geltung, also wenn ein Arbeitnehmer aufgrund von Motivationsverlust erhöhte Fehlzeiten hat. Was Denkblockaden im Arbeitsleben bewirken können, hat Sauerland in zahlreichen Studien untersucht und unter anderem Zusammenhänge zu Entscheidungskompetenz, Karriereerfolg, Leistungsmotivation, Abiturnote oder Burnout-Gefährdung festgestellt. So tun sich Beschäftigte mit ausgeprägten dysfunktionalen Denkmustern schwer mit Entscheidungen, bleiben auf der Karriereleiter stecken und sind stärker gefährdet, auszubrennen.

Sauerland hat ein Diagnoseinstrument entwickelt, mit dem Personen dysfunktionale Kognitionen systematisch selbst aufspüren können. „Dysfunktionale Gedanken können in funktionale überführt werden“, so Sauerland. Dazu müssen andere Überzeugungen erlernt werden. Dabei helfen Ansätze, wie man sie auch aus der klinischen Psychologie kennt, um Ängsten oder Depressionen zu begegnen: Dinge objektiv zu überprüfen oder mit der Gegenhypothese zu arbeiten und zu schauen, welche Effekte dies hat. Derzeit entsteht ein Leitfaden für Führungskräfte, mit dem diese für Denkblockaden der Mitarbeiter sensibilisiert werden.

Das Buch:
Martin Sauerland: Design your mind! Denkfallen entlarven und überwinden. Wiesbaden, 2015

Die Studien:
Sauerland, M., Soyeaux, H. & Krajeweski, J. (2015). The influence of dysfunctional cognitions on job-related experiences and behaviour – a cognitive-behavioural perspective. International Journal of Human Resources Development and Management, 15 (1), 40-53.

Sauerland, M., Müller, G.-F. & Krajewski, J. (2014). It’s just the way you think. Der Einfluss dysfunktionaler Gedanken auf basale Facetten arbeitsbezogenen Erlebens und Verhaltens – eine kognitiv-behaviorale Perspektive. Wirtschaftspsychologie, 13-17.

Kontakt:
Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
Sozial- und Wirtschaftspsychologie
Dr. Martin Sauerland
Tel.: 06341 280-31237
E-Mail: sauerland@uni-landau.de

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Viele Arbeitnehmer sind „planlos“ – DUW-Monitor Karriere

Bundesweite Umfrage zeigt: Nicht einmal die Hälfte der Erwerbstätigen plant ihre berufliche Karriere. Business-Plattformen werden fürs berufliche Weiterkommen bislang kaum genutzt

Nur 43 Prozent der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer planen konkret, wie sie im Job weiter kommen. Ihnen gegenüber stehen „planlose“ 56 Prozent. Dies zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.009 Erwerbstätigen im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW).* Gefragt nach ihren Gründen sagen 24 Prozent der „Nicht-Planer“, dass sie keine Karriereambitionen haben. Weitere 24 Prozent glauben nicht an die Planbarkeit von Karriere. Fast die Hälfte (46 Prozent) sagt, dass sie ihre persönlichen Karriereziele bereits erreicht habe. Fehlende Unterstützung vom Arbeitgeber beklagen immerhin noch 14 Prozent derjenigen, die ihre Karriere nicht konkret vorantreiben.

„Der Karrierebegriff wandelt sich: Es geht dabei längst nicht mehr nur um den beruflichen Aufstieg, um Status und Macht. Arbeitnehmer sehen Karriere zunehmend ganzheitlich, und damit steigen auch die Ansprüche: Der Job muss zum Leben passen“, sagt Prof. Dr. Ada Pellert, Präsidentin der DUW. „Gerade deshalb wird es immer wichtiger, das eigene Berufsleben zu planen und eine Vorstellung davon zu haben, wohin man sich entwickeln möchte. Doch viele Potenziale der Karriereplanung bleiben noch ungenutzt.“

Karriere pushen über Xing und Co.: Vor allem für Jüngere kein Thema
Trotz steigender Userzahlen bei digitalen Plattformen wie Xing und LinkedIn nutzen nur 25 Prozent der Erwerbstätigen diese Form sozialer Netzwerke für ihre Karriereplanung. Die meisten Befragten nennen hier eher Gespräche mit der Familie, dem Partner oder Freunden (79 Prozent), Weiterbildungsangebote (66 Prozent), Personalgespräche mit dem Vorgesetzten (59 Prozent) oder sie sprechen mit Kollegen darüber (58 Prozent). Überraschend: Je jünger die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, desto seltener nutzen sie Soziale Netzwerke für die Karriereplanung. Nur 17 Prozent der 18- bis 29-Jährigen treiben ihre Karriere über berufliche Web-Plattformen voran. Bei den 30- bis 39-Jähigen sind es 28 Prozent, und 30 Prozent der Erwerbstätigen zwischen 40 und 50 Jahren nutzen diese Möglichkeit zur Karriereplanung.

„Business-Plattformen wie Xing bieten Arbeitnehmern spannende Möglichkeiten: vom Einstellen des eigenen Jobprofils über das Diskutieren und Posten in Fachgruppen bis zum Netzwerken bei Offline-Events“, sagt Ada Pellert. „Vor allem die jüngeren Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen – die ja mit Social Media oft besonders vertraut sind – sollten ihre Scheu gegenüber den Online-Berufsplattformen überwinden. Netzwerken gehört zu den wichtigsten beruflichen Kompetenzen, und auf den Plattformen können sie genau das täglich üben.“

Starke Sehnsucht nach Work-Life-Balance und Sinn
Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist für die Arbeitnehmerinnen und Arbeit-nehmer nach wie vor ein großes Thema: Genau die Hälfte der Befragten strebt in den nächsten zwei Jahren eine bessere Work-Life-Balance an – von den Männern sagen dies sogar 51 Prozent. Trotz aller Debatten scheitern viele Erwerbstätige also nach wie vor bei dem Versuch, Berufliches und Privates miteinander zu vereinbaren. Außerdem wünschen sich 40 Prozent der Befragten „mehr sinnvolle Arbeitsinhalte als Herausforderung“.

Ergebnisse des DUW-Monitors Karriere im Überblick
Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben keinen Karriereplan
• Während 43 Prozent konkret planen, wie sie im Job weiter kommen, sind 56 Prozent „planlos“.

Soziale Businessplattformen selten für die Karriereplanung genutzt
• 25 Prozent der Erwerbstätigen nutzen soziale Netzwerke wie Xing und LinkedIn für ihre Karriereplanung.
• Je jünger, desto weniger Nutzung: Nur 17 Prozent der 18- bis 29-Jährigen treiben ihre Karriere auch über berufliche Web-Plattformen voran (30- bis 39-Jährige: 28 Prozent, 40- bis 50-Jährige: 30 Prozent).

Gewünscht: Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und sinnvolle Arbeit
• 50 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer streben in den kommenden zwei Jahren eine bessere Vereinbarkeit von Privat- und Arbeits-leben an.
• 40 Prozent der Befragten wollen mehr sinnvolle Arbeitsinhalte.

Auch „planlose“ Arbeitnehmer haben Ziele
• Immerhin noch 60 Prozent der Befragten, die ihre Karriere nicht planen, streben eine Gehaltserhöhung an, und 27 Prozent von ihnen wollen in den kommenden 24 Mona-ten beruflich aufsteigen.

Drei von vier Karriereplanern haben keine Etappenziele
• Von den Befragten, die ihre Karriere planen, setzen sich nur 24 Prozent konkrete Etappenziele.

Weiterbildung als Karrieremotor
• 66 Prozent der Befragten nutzen Weiterbildungen gezielt, um ihre Karriere voranzu-treiben. Im Westen (67 Prozent) öfter als im Osten (57 Prozent) der Bundesrepublik, Frauen (71 Prozent) mehr als ihre männlichen Kollegen (63 Prozent), Erwerbstätige im mittleren Alter (73 Prozent) stärker als ihre jüngeren (59 Prozent) und älteren (64 Prozent) Kolleginnen und Kollegen.
• Fast die Hälfte der deutschen Erwerbstätigen (45 Prozent) will in den nächsten zwei Jahren mehr Weiterbildungsmaßnahmen wahrnehmen.
Keine Jobwechselstimmung bei den Arbeitnehmern
• Ein Jobwechsel steht bei den wenigsten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf der Wunschliste: Nur 18 Prozent sagen, dass sie in den nächsten zwei Jahren eine hö-here Position bei einem neuen Arbeitgeber anstreben.

Wichtiges Karriereziel: Gehalt
• Danach gefragt, was sie in zwei Jahren erreichen möchten, nennen die meisten Er-werbstätigen ein höheres Gehalt (67 Prozent). Männer sagen dies mit 70 Prozent noch öfter als Frauen (64 Prozent).

Karriereplanung: Diese Fragen sollten Sie sich stellen

Tipps für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Prof. Dr. Ada Pellert, Präsidentin der DUW finden Sie hier: http://www.duw-berlin.de/uploads/media/DUW_Tipps_Karriereplanung.pdf

*Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Januar und Februar 2015 im Auftrag der DUW 1.009 Erwerbstätige im Alter von 18 bis 50 Jahren.

Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW)
Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) mit Sitz in Berlin bietet akkreditierte Masterstu-diengänge sowie weiterbildende Zertifikatsprogramme zu Management‐Themen für Berufstätige an. Das flexible Blended‐Learning‐Studiensystem und die individuelle Betreuung ermöglichen es DUW‐Studierenden, das Studium mit Privatleben und Beruf zu vereinbaren. Die DUW ist Partnerin der betrieblichen Personalentwicklung und unterstützt Unternehmen und Organisationen unter anderem bei der wissenschaftlich fundierten Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Perso-nalentwicklungsprogrammen und Führungskräftetrainings. Die Deutsche Universität für Weiterbildung gehört zum Verbund der Steinbeis-Hochschule Berlin, die international für erfolgreichen Wissens‐ und Technologietransfer steht.

Mehr Informationen unter
Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an:
Julia Seimel
Mann beißt Hund – Agentur für Kommunikation
Tel. 040-89 06 96-14
E-Mail: js@mann-beisst-hund.de

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Meldungen zur Schlammbehandlung 2015

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November 2015
Qualitätsdünger aus Klärschlamm durch Hitze, Druck und Säure 
Oktober 2015
2. Verbändeanhörung zur Klärschlammverordnung gestartet 
Kostensenkung bei der Behandlung von Schlamm für die thermale Hydrolyse 
Juli 2015
Alte Zöpfe abschneiden – Störungen in der Faulturmumwälzung 
Sauerkrautsaft in Biogas umwandeln 
Mai 2015
Verhalten von Nanomaterialien bei der Klärschlammverbrennung 
April 2015
Pyreg: Keine Förderung für Müllverbrennungsanlagen -keine Anreize für thermische Klärschlammentsorgung 
Klärschlamm in den Ofen 
Darmstadt: Pilotprojekt will Energie aus Klärschlamm gewinnen 
März 2015
PAK in der Schlammbehandlung/ Verfahrenstechnik  

Qualitätsdünger aus Klärschlamm durch Hitze, Druck und Säure

Die Universität Hohenheim hat ein neues Verfahren zur Gewinnung von Dünger aus Klärschlamm entwickelt, vor allem die Phosphornutzung steht dabei im Vordergrund. Das Verfahren basiert auf einer Kombination von Hitze, Druck und Säure. Im ersten Schritt wird der Klärschlamm in Autoklaven fest verschlossen und zwei Stunden lang auf über 200 °C erhitzt. Die gewonnenen Biokohlebrocken werden dann mit Säure versetzt, um unter Hitze die Kohle abzutrennen. Nach Zugabe von Magnesiumsalz entsteht Magnesiumammoniumphosphat
(Struvit). Dieses kann laut der Universität Hohenheim direkt als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Über 80 Prozent des im Klärschlamm enthaltenden Phosphats sollen bei diesem HTC-Verfahren für die Düngung erhalten bleiben. Entwickelt hat das Verfahren die Universität Hohenheim in Kooperation mit dem Schweizer Biotechnologie-Unternehmen AVA-CO2.

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2. Verbändeanhörung zur Klärschlammverordnung gestartet

Anfang September hat das Bundesumweltministerium (BMUB) die Verbändeanhörung zum Entwurf einer Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung (Klärschlammverordnung) gestartet. Bis zum 5. Oktober 2015 können Stellungnahmen abgeben werden.

Die Verordnung beinhaltet zwei zentrale Regelungsbereiche. Zum einen sind Änderungen zu den Vorgaben zur bodenbezogenen Klärschlammverwertung einschließlich deren Begrenzung vorgesehen. Zum anderen ist eine Ausdehnung des Anwendungsbereichs mit neuen Vorgaben zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen geplant. Unter anderem werden die Anforderungen an die Klärschlammbeschaffenheit und an die Böden, auf die Klärschlamm aufgebracht werden soll, verschärft. Auch Anforderungen an eine freiwillige Qualitätssicherung bei der Klärschlammverwertung werden geregelt.

Vorgesehen sind zudem die Beendigung der bodenbezogenen Klärschlammverwertung und die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen. Generell soll die bodenbezogene Verwertung nur noch bis 2025 zulässig sein. Danach obliegt die Pflicht zur Rückgewinnung von Phosphor den Betreibern von Abwasserbehandlungsanlagen der Größenklassen 4 und 5 (Anlagen mit einer Ausbaugröße von mehr als 10.000 Einwohnerwerten). Bestimmte technische Verfahren zur Phosphorrückgewinnung werden hingegen nicht vorgeschrieben.

Die Beendigung der bodenbezogenen Klärschlammverwertung und die Phosphor-Rückgewinnung war im Koalitionsvertrag des Bundes zwischen CDU/CSU und SPD vereinbart worden.
Diesem Rundbrief fügen wir das aktuelle AöW-Papier „Zahlen und Fakten zum Düngen, zu Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, zu Klärschlamm und zu Trinkwasser“ bei.

Quelle und weitere Informationen:
BMUB, AbfKlärV: Klärschlammverordnung
http://www.bmub.bund.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/wasser-abfallwirtschaft-download/artikel/abfklaerv-klaerschlammverordnung/?tx_ttnews[backPid]=583&cHash=5238dafc8f5cae6c67723e9a11f4d05c

BMUB, Themenseite: Klärschlamm
http://www.bmub.bund.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/klaerschlamm/

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Kostensenkung bei der Behandlung von Schlamm für die thermale Hydrolyse

Bei der thermalen Hydrolyse wird Klärschlamm vor der anaeroben Faulung aufgeschlossen, wodurch die Effizienz der Faulung und somit die Biogasproduktion gegenüber einer normalen Faulung deutlich verbessert wird. Um den Hydrolyse-Prozess optimal zu betreiben, ist eine genaue Steuerung der vorgeschalteten Schlammentwässerung notwendig.
Bei Bran Sands/Teesside im Nordosten Englands befinden sich …mehr:

http://www.ingenieur.de/UmweltMagazin/2015/Ausgabe-09/Special-Ressourceneffizienz/Kostensenkung-bei-der-Behandlung-von-Schlamm-fuer-die-thermale-Hydrolyse

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Alte Zöpfe abschneiden – Störungen in der Faulturmumwälzung

Die Kläranlage Haren
Die im Landkreis Emsland gelegene Kläranlage Haren gehört zum Trink- und Abwasserverband „Bourtanger Moor“ und wur-de 1981 in Betrieb genommen. Zwischen 2008 und 2010 erwei-terten wir die Kläranlage unter anderem um eine anaerobe Schlammbehandlung inklusive einem 1400 m³ großen Faulturm (Abbildung 1). Die Belebungsanlage wurde nach dem Verfahren der dreistufigen Kaskaden-Denitrifikation mit vorgeschaltetem Bio-P-Becken umgebaut. Die mechanische Vorreinigung besteht aus einem Rechen mit 3 mm Stababstand, einem belüftetem Sand-/Fettfang und einer zweistraßigen Vorklärung.
Nach Fertigstellung dieser Ausbaustufe wurde eine benach-barte Kläranlage abgeschaltet. Seitdem wird das dort mecha-nisch vorgereinigte Abwasser zu unserer Kläranlage Haren wei-tergeleitet. Die Belastung liegt jetzt bei 30 000 bis 40 000 EW. Es ergeben sich saisonal wechselnde Auslastungen aufgrund ei-nes nahe gelegenen Ferienzentrums.
Das Problem
Bis zwei Jahren hatten wir ständig wiederkehrende Probleme mit Verstopfungen bei der Umwälzung des Faulturms. Wir mussten wöchentlich die zwei zur Umwälzung eingesetzten Kreiselpumpen ausbauen und von Verzopfungen befreien. Das hat je Pumpe ca. zwei Stunden in Anspruch genommen. Zudem
Den ganzen Bericht lesen Sie unter Folge 2/2015 http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={6030d95a-2f34-4e6a-83ba-95589e602391} Seite 2358

Autor
Klaus Walker, Abwassermeister
Kläranlage Haren
Trink- und Abwasserverband (TAV) „Bourtanger Moor“
Zeppelinstraße 14, 49733 Haren, Deutschland
E-Mail: ka.haren@tavbm.de

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Sauerkrautsaft in Biogas umwandeln

Marie de Chalup Wissenschaftliche Abteilung
Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland
Krautergersheim im Elsass ist (wie der Name schon vermuten lässt) die französische Hauptstadt des Sauerkrautes: 70% des französischen Sauerkrauts werden hier hergestellt. Insgesamt werden ungefähr 80.000 Tonnen Sauerkraut pro Jahr in Frankreich aufbereitet. Ein Großteil wird exportiert, da die Franzosen im Durchschnitt „nur“ 0,7 kg pro Jahr essen [1]. Diese riesigen Produktionsmengen benötigen viel Wasser: 30 Millionen Liter Sauerkrautsaft entstehen jedes Jahr durch den Aufbereitungsprozess. Dies entspricht dem Wasserbedarf einer Stadt mit 140.000 Einwohnern.
Aber dieser Saft ist nicht so schmackhaft wie man denken würde: Er ist extrem korrosiv und darf nicht einfach so in die üblichen Abwassersysteme geleitet werden. Bis 2012 fuhren jeden Tag 15 LKWs mit dem Saft in das 80 km entfernte Straßburg, wo er in einer Kläranlage umweltgerecht gereinigt wurde. Aufgrund der hohen Kosten und des CO2-Ausstosses wurde nach einer umweltfreundlicheren Lösung gesucht. So wurde 2012 die Kläranlage in Ehn, in der Nähe von Krautergersheim, umgebaut, um direkt vor Ort den Saft reinigen zu können. Die vorhandenen Technologien wurden verbessert, um direkt Energie aus dem Saft und den Schlämmen der Sauerkrautproduktion zu gewinnen.

2012 wurden zwei Vergärer in Betrieb genommen: einer behandelt die Schlämme, die auch aus den Haushalten von Krautergersheim kommen, und der zweite den Saft der verschiedenen Sauerkrauthersteller der Stadt (einige stellen Sauerkraut bereits seit mehreren Jahrhunderten her). Die Anlage erzeugt 3.332 MWh Biogas pro Jahr, die 76% des Energieverbrauchs der Anlage decken. Dies entspricht dem Verbrauch von 1.000 französischen Haushalten.

Um die Reinheit des Wassers noch zu erhöhen, wird es nach dem Vergärer noch mit Polystyrol-Mikrokugeln gereinigt. Die Restschlämme (nach der Energiegewinnung) werden als Aufschüttmaterial im Straßenbau verwendet. Die Philosophie der Anlage ist: Alles was reinkommt, muss irgendwie wiederverwertet werden.

Die Kosten für die neue Kläranlage beliefen sich auf insgesamt 23 Millionen Euro. 9,9 Millionen Euro davon kamen vom Departement Haut-Rhin, der Wasseragentur Rhein-Maas und dem europäischen FEDER-Fonds. Der Betreiber ist Suez Environnement.

[1] Zahlen aus „Portrait de Producteur : Thierry Angsthelm“ der Webseite „Rungis International“ – http://www.rungisinternational.com/fr/vert/portraits_producteurs/angsthelm.asp

Quelle: „Du jus de choucroute transformé en biogaz“, Pressemitteilung des französischen Ministeriums für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, 20.03.2015 – http://www.developpement-durable.gouv.fr/Du-jus-de-choucroute-transforme-en.html

Redakteur: Sean Vavasseur, sean.vavasseur@diplomatie.gouv.fr

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Verhalten von Nanomaterialien bei der Klärschlammverbrennung

Ob in Kosmetika, Kleidung oder Lebensmitteln: Nanomaterialien sind Bestandteil von Produkten des täglichen Lebens. Damit Ketchup gut fließt, Socken nicht müffeln und Creme vor Sonne schützt, machen sich Entwickler die speziellen Eigenschaften kleiner Teilchen zu nutze. Das Besondere an Nanomaterialien ist das hohe Verhältnis von Oberfläche zu Volumen. Dieses verleiht ihnen eine höhere chemische Reaktivität und biologische Aktivität. Nach ihrer eigentlichen Verwendung landen mittlerweile nicht unerhebliche Mengen an Nanomaterialien im Abwasser. Nicht nur Umwelt- und Verbraucherschutzgruppen sondern auch die Hersteller der Stoffe sind am weiteren Verbleib der kleinen Teilchen interessiert. Um Licht ins Dunkel zu bringen untersuchten die Wissenschaftler von Fraunhofer UMSICHT zuletzt den Verbrennungs- und Rauchgasreinigungsprozess einer Müllverbrennungsanlage, nun war eine Klärschlammverbrennungsanlage in Neu-Ulm an der Reihe.

Die Messung von Nanomaterialien im Rauchgas erfordert einiges an Knowhow und eine komplexe Messtechnik. »Die Verbrennung von Klärschlamm gilt als umweltfreundlich und effizient, allerdings ist das Verhalten von Nanomaterialien in diesem Prozess bislang weitgehend unbekannt«, erläutert Julia Zach von Fraunhofer UMSICHT die Motivation der Wissenschaftler. Sie führten im März und April 2015 im Klärwerk Steinhäule in Neu-Ulm mehrere Messungen durch. Hier werden jährlich etwa 20 000 Tonnen entwässerter Klärschlamm verbrannt. »In der Anlage herrschen Temperaturen von über 850 Grad Celsius, am ersten Messpunkt immerhin noch 200 Grad Celsius, eine Herausforderung für die empfindlichen Messgeräte – aber machbar«, so die Ingenieurin.

Titandioxid als Testmaterial
Als Nanomaterial kam bei den Messungen Titandioxid zum Einsatz. Es wurde dem Klärschlamm in großen Mengen zugegeben und gemeinsam mit ihm verbrannt. Titandioxid ist ungiftig, wenig reaktionsfreudig und kommt beispielsweise in Wandfarben, Zahnpasta und Sonnencremes zum Einsatz. »Wir wollen mit unseren Messungen ermitteln, wie sich das Titandioxid in der Anlage verteilt und welche Mengen an die Umwelt abgegeben werden«, beschreibt Projektleiterin Julia Zach das Ziel der Untersuchungen. Dazu haben die Wissenschaftler die Messinstrumente vor beziehungsweise nach den jeweiligen Stufen der Abgasreinigung angebracht. Zunächst führten sie Referenzmessungen durch, bevor sie den Klärschlamm mit Titandioxid versetzten. An drei Messpunkten richteten die Wissenschaftler sogenannte Impaktormessungen ein. Mit dieser Methode können auch Partikel mit einer Größe von nahezu null Nanometern gemessenen werden. Dies wird durch ein System ermöglicht, das eine getrennte Erfassung von Partikeln in 13 Stufen zulässt. Mit der Impaktormessung lassen sich auch Feinstäube und Ultrafeinstäube untersuchen. Ein weiterer Vorteil neben der bloßen Ermittlung der Partikelgröße: die Teilchen werden auf einer sogenannten Prallplatte gesammelt und können im Anschluss näher analysiert werden. Zudem nahmen die Forscher an drei weiteren Punkten in der Klärschlammverbrennungsanlage Proben der Feststoffe, beziehungsweise der Asche. Die ersten Ergebnisse der Messungen werden im Juni 2015 erwartet.

Ähnliche Untersuchungen in einer Müllverbrennungsanlage in Schweinfurt lieferten erfreuliche Resultate: etwa 96,5 Prozent des eingesetzten Materials tauchen in der Rost- und Flugasche (Kessel- und Zyklonasche) wieder auf, im gereinigten Rauchgas, das an die Umgebung abgegeben wird, wurden lediglich 0,001 Promille gemessen. Die Rauchgasreinigung verhinderte effektiv, dass die Teilchen in die Luft gelangten. Allerdings gelten diese Werte nur für Titandioxid und können nicht auf andere Nanomaterialien übertragen werden. Es besteht also noch großer Forschungsbedarf.

http://www.umsicht-suro.fraunhofer.de/de/presse-medien/pressemitteilungen/2015/nanomaterialien_klaerschlammverbrennung.html

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Pyreg: Keine Förderung für Müllverbrennungsanlagen -keine Anreize für thermische Klärschlammentsorgung

Müllverbrennungsanlagen werden auch unter Einbeziehung einer thermischen Klärschlammentsorgung nicht gesondert gefördert. Der Umweltausschuss des Bundestages hat in seiner jüngsten Sitzung Anfang Februar einen entsprechenden Antrag der Linken abgelehnt. Demnach sollten die deutliche Überkapazität vieler Müllverbrennungsanlagen dadurch aufgefangen werden, dass durch eine Bundesförderprogramm Anreize zu einer zusätzlichen thermischen Klärschlammentsorgung geschaffen werden. Laut einer EUWID-Meldung (Ausgabe 8/2015) erklärte die Unionsfraktion ihr Nein im Ausschuss unter anderem damit, dass es nicht Aufgabe des Bundes sei, unwirtschaftliche Müllverbrennungsanlagen zu subventionieren.

http://www.pyreg.de/unternehmen/aktuelles.html

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Klärschlamm in den Ofen

Dyckerhoff nimmt Regelbetrieb auf und will Ressourcen sparen
In der nächsten Woche will das Unternehmen Dyckerhoff im Zementwerk Lengerich regelmäßig Klärschlamm in der Zementherstellung einsetzen. Die entsprechende Genehmigung…mehr:

http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Lengerich/1903826-Dyckerhoff-nimmt-Regelbetrieb-auf-und-will-Ressourcen-sparen-Klaerschlamm-in-den-Ofen

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DARMSTADT: Pilotprojekt will Energie aus Klärschlamm gewinnen

Energie – TU, HSE und Stadt erproben in einem Projekt, wie Klärschlamm zur Strom- und Wärmequelle werden kann
Kann die Zentralkläranlage an der Gräfenhäuser Straße zu einem Kraftwerk werden? In einem bundesweit einzigartigen Projekt erforschen Wissenschaftler der Technischen Universität die Möglichkeit, aus Klärschlamm so viel Energie zu erzeugen, dass Strom …mehr:

http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Pilotprojekt-will-Energie-aus-Klaerschlamm-gewinnen;art1231,5978761

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PAK in der Schlammbehandlung/ Verfahrenstechnik

Pulveraktivkohle (PAK) zur Entfernung von Mikroverunreinigungen muss aus dem Abwasser abgetrennt und entsorgt werden. Der dafür vorgesehene Weg führt in der Regel über die bestehende Schlammbehandlung. Es ist aber unklar, ob und welchen Einfluss PAK auf die Schlammbehandlungsprozesse, die Entwässerungseigenschaften und den Brennwert des Schlammes hat. Um diese Aspekte vertieft zu untersuchen, wurden auf der Kläranlage Mannheim (D) durch das Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg (KomS) verschiedenste Versuche durchgeführt. Die Kläranlage Mannheim (D) betreibt in einer Teilstrasse der Abwasserbehandlung eine nachgeschaltete PAK-Stufe zur Spurenstoffelimination (Zugabe von 10 mg PAK pro Liter Abwasser). Aus diesem Grund konnten Versuche zur Faulung von Überschussschlamm (ÜSS) aus Abwasserstrassen mit und ohne PAK-Zugabe separat durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Versuche war es dem AWEL möglich, zusätzliche Abklärungen zu den Schlammeigenschaften in Auftrag zu gegeben. Untersucht wurden dabei der theoretisch mögliche Entwässerungsgrad und der Heizwert von gefaultem ÜSS mit und ohne Zugabe von PAK. Die Resultate zeigen, dass durch den PAKAnteil im Schlamm (zirka 5% des TR-Gehalts im ÜSS) weder die Entwässerbarkeit noch der Heizwert signifikant ansteigen: Bei einer üblichen Faulzeit von 20 Tagen verbessert sich die Entwässerbarkeit durch PAKDosierung um etwas mehr als 1 % TR, der Heizwert steigt ebenfalls geringfügig an. In der Realität wird der ÜSS noch durch Primärschlamm „verdünnt“. Es kann somit gefolgert werden, dass keine relevante Beeinträchtigung der Entwässerung oder der Verbrennung durch die Zugabe von PAK zu erwarten ist.

Die Resultate sowie ein detaillierter Schlussbericht zu diesen Untersuchungen wird in den kommenden Wochen auf der Homepage des KomS publiziert: http://www.koms-bw.de/ (Text: R. Haueter, AWEL Zürich)

http://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Aktuell/Newsletter_5_Dezember_2014_d.pdf

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Meldungen zu Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm 2015

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November 2015
Phosphorrückgewinnung: Willy-Hager-Preis für Sebastian Petzet 
Rückgewinnung von Phosphat aus Klärschlamm mit der TCR®-Technologie 
Das Phosphorproblem – Neue Strategien in Sicht  
Wertvoller Phosphor aus Klärschlamm: DBU fördert Pilotanlage der AVA cleanphos Technologie 
Juli 2015
Mist statt Mineraldünger: Phosphor-Ressourcen schonen 
Lebensspender Phosphor aus Klärschlamm gewinnen 
REMONDIS: Inbetriebnahme des TetraPhos®-Verfahren mit Herrn Senator Jens Kerstan 
Phosphorrückgewinnung: Willy-Hager-Preis für Sebastian Petzet 
April 2015
Wertstoffrückgewinnung 
Die kommunale Kläranlage als Rohstoffrückgewinnungsanlage – dank TetraPhos®- und ReAlPhos®-Verfahren
Aktuelle Trends bei der Phosphornutzung 
Klärschlamm zu Energie, Dünger und Eisen mit metallurgischem Phosphorrecycling in einem Verfahrensschritt 
Arbeitspakete im Verbund KRN-Mephrec 
Unsere Forschungsprojekte sorgen für Aufmerksamkeit 
BMUB will Regelungen zur Phosphorrückgewinnung zügig voranbringen 
Umweltministerium will Phosphorrückgewinnung voranbringen 
März 2015
Verschwenderischem Umgang mit „Lebensquell Phosphor“ deutlich Riegel vorschieben 

Phosphorrückgewinnung: Willy-Hager-Preis für Sebastian Petzet

Dr.-Ing. Sebastian Petzet (BASF SE, Antwerpen) wurde mit dem Willy-Hager-Preis ausgezeichnet. Der mit 6000 Euro dotierte Preis wurde ihm am 11. Mai 2015 auf der Jahrestagung „Wasser 2015″ der Wasserchemischen Gesellschaft, einer Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker, in Schwerin für seine an der TU Darmstadt angefertigte Dissertation „Phosphorrückgewinnung in der Abwassertechnik: Neue Verfahren für Klärschlamm und Klärschlammaschen“ überreicht (eine Zusammenfassung der Arbeit ist erschienen in KA 6/2014, S. 552). Petzets Arbeit ist von besonderer Bedeutung, weil die natürlichen Phosphatvorkommen begrenzt sind. Alternativ werden daher Wege gesucht, Phosphat aus Abfallströmen zurückzugewinnen. Klärschlämme und Klärschlammaschen sind besonders ergiebig, jedoch gilt es, Verunreinigungen wie Schwermetalle, Krankheitserreger und organische Schadstoffe zu beseitigen. Hierzu hat Petzet Verfahren entwickelt, die gleichermaßen effektiv wie kostengünstig sind. Der von der Willy-Hager-Stiftung gestiftete Preis wird jährlich gemeinsam von der DECHEMA und der Wasserchemischen Gesellschaft verliehen. Prämiert werden hervorragende Arbeiten junger Hochschulwissenschaftler auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung.

Quelle: Korrespondenz Abwasser Heft 7- 2015

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Rückgewinnung von Phosphat aus Klärschlamm mit der TCR®-Technologie

In der Schweiz wurde auf dem Gelände des Abwasserverbandes Altenrhein eine TCR®-Forschungsanlage in Betrieb genommen. Das Verfahren dient zur thermo-katalytischen Zersetzung von Klärschlamm. Dabei wird Kohle erzeugt, aus der Phosphat zurückgewonnen werden soll. Der Betreiber der Anlage ist die FH Nordwestschweiz. Die Forscher wollen einen Weg finden, die Nährstoffe des Klärschlamms zurückzugewinnen und andere, belastete Reststoffe abzuscheiden. Die Susteen Technologies GmbH lieferte die TCR®-Anlage Ende Juli aus, die Technologie entwickelte Fraunhofer UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg.

Im Klärschlamm sind wichtige Nährstoffe für Pflanzen wie Phosphat und Stickstoff ebenso enthalten wie schädliche Schwermetalle, beispielsweise Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber und Zink. Zudem können Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und Parasiten in den Abwässern vorkommen. Die TCR®-Technologie tötet Pathogene, wertvolle Nährstoffe hingegen lassen sich in der erzeugten Kohle binden. Wie die Kohle im Anschluss von Schwermetallen befreit werden kann, untersucht die FH Nordwestschweiz in einem Forschungsprojekt. Ziel der Forscher ist die Rückgewinnung der in der Kohle enthaltenen, wertvollen Mineralien für den Einsatz in der Landwirtschaft.

Phosphat als lebensnotwendiger Rohstoff
In der Schweiz gilt seit 2006 ein Ausbringungsverbot für Klärschlamm in die Landwirtschaft. Seitdem wird dieser überwiegend thermisch verwertet, das Phosphat verbleibt in der Asche beziehungsweise der Schlacke und wird deponiert oder bei der Zementherstellung im Zement gebunden. Phosphat ist ein knapper aber lebensnotwendiger Rohstoff. Weltweit wird für die Jahre zwischen 2020 und 2030 mit dem Höhepunkt des Abbaus der natürlichen Phosphatvorkommen gerechnet. Umso bedeutender ist es, Phosphat zukünftig im Kreislauf führen zu können und nachhaltig zu recyceln. Aus diesem Grund forschen die Wissenschaftler der FH Nordwestschweiz an nachhaltigen Verfahren zum Phosphatrecycling. Die TCR®-Anlage für die Forschungsarbeiten steht auf dem Gelände des Abwasserverbandes Altenrhein. Dort wird die Schmutzwasserbehandlung für etwa 120 000 Menschen durchgeführt und insgesamt etwa Klärschlamm von 320 000 Menschen aufgenommen. Vor Ort existiert bereits eine effiziente Klärschlammtrocknung. Der getrocknete Klärschlamm wird derzeit in Zementwerken thermisch verwertet. Das aktuelle Projekt unterstützt die eidgenössische Kommission für Technologie und Innovation KTI.

TCR®-Technologie zur Herstellung von Kohle
Für ihr Projekt benötigten die Eidgenossen zunächst eine zuverlässige Technologie, um mit einem thermo-chemischen Verfahren Kohle zu erzeugen. Das Problem: Bei vielen anderen Verfahren entstehen in der Regel Teere, was sehr schnell zu einer Verblockung der Anlagen führen kann. Zudem erzeugen konkurrierende Verfahren in der Regel nur Gase und Öle von minderer Qualität, die lediglich zur thermischen Nutzung und nicht zur Verstromung oder für die Mobilität eingesetzt werden können. Das TCR®-Verfahren garantiert hingegen eine hohe Betriebsstabilität. Die Qualität der erzeugten Produkte ist sehr hoch, zum Teil ist der direkte Einsatz von Gasen und Ölen in Motoren möglich. So werden beispielsweise bei einem Durchsatz von 300 Kilogramm Einsatzmaterial pro Stunde etwa 150 bis 180 Kilowatt elektrische Leistung erzeugt, wodurch auch die Entsorgungskosten für Klärschlamm reduziert werden. Die TCR®-Kohlen sind frei von organischen Belastungen wie polyzyklischen Aromaten. Die Wissenschaftler von Fraunhofer UMSICHT entwickelten gemeinsam mit der Universität Bologna ein Testverfahren für TCR®-Kohle, um diese von anderen Kohlen zu unterscheiden. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Kohle frei von organischen Belastungen ist. Eine Einschränkung bei der Verwendung der TCR®-Kohle bildet allerdings eine mögliche Schwermetallbelastung, welche primär abhängig vom Einsatzgut ist. Grundsätzlich bietet die TCR®-Technologie eine außerordentlich flexible Technologieplattform für die Verwertung von organischen Reststoffen und zur Herstellung von energiereichem Öl, Gas und Koks. Sie eignet sich somit zur Lösung von Entsorgungsproblemen und zum Recycling von Nährstoffen. Die TCR®-Technologie wurde von Fraunhofer UMSICHT am Institutsteil in Sulzbach-Rosenberg entwickelt, wo die Ingenieure die erste Anlage vor der Auslieferung abnahmen.

Erstes Produkt der Susteen Technologies GmbH
»Mit der Auslieferung der ersten Anlage haben wir bewiesen, dass die TCR®-Technologie bereit für den Start in den Markt ist«, freut sich der Geschäftsführer von Susteen, Thorsten Hornung. »Diese Laboranlage ist ein wichtiger strategischer Schritt. In der zweiten Phase vollziehen wir den Scale-up, das heißt, wir fertigen derzeit …mehr:

http://www.umsicht-suro.fraunhofer.de/de/presse-medien/pressemitteilungen/2015/rueckgewinnung_von_phosphat_aus_klaerschlamm_mit_tcr.html

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Das Phosphorproblem – Neue Strategien in Sicht

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg veranstaltet seine Events zu unterschiedlichen Forschungsthemen auf Schloss Neidstein (Schloss Neidstein, Neidstein 1, 92268 Etzelwang). Die erste Veranstaltung findet am 19. November 2015 zum Thema »Das Phosphorproblem – Neue Strategien in Sicht« statt und wird von der Abteilung Biologische Verfahrenstechnik ausgerichtet.

Abteilungsleiter Fabian Stenzel und Sonja Wiesgickl, wissenschaftliche Mitarbeiterin, der Abteilung »Biologische Verfahrenstechnik« betreuen den Workshop inhaltlich. Sie informieren rund um das Thema »Phosphor« und diskutieren mit ihren Gästen über zukünftige Strategien zur Phosphorrückgewinnung. In spannenden Vorträgen stellt der Workshop vielversprechende Lösungen für die Etablierung eines zukunftsfähigen Phosphormanagements vor. „Neben den aktuellen rechtlichen Vorgaben zur P-Rückgewinnung betrachten wir im Workshop auch die Bestrebungen Bayerns zum Thema nachhaltiges Phosphormanagement. Als Praxisbeispiel stellen wir ein regionales Konzept zur Rückgewinnung von Phosphor aus kommunalem Klärschlamm dar,“ so Fabian Stenzel. Ebenso lässt der Workshop die Möglichkeiten des Einsatzes von P-Rezyklaten in der Düngemittelindustrie nicht außer Acht.

Das Veranstaltungsprogramm sieht interessante Vorträge und eine gemeinsame Podiumsdiskussion vor. So sind Michael Spitznagel (2. Vorsitzender Deutsche Phosphor-Plattform e.V.), Burkard Hagspiel (Stadtentwässerung und Umweltanalytik, Nürnberg), Kees Langeveld (ICL Fertilizers Europe, Amsterdam) und Sonja Wiesgickl (Fraunhofer UMSICHT) als Referenten vertreten. Das Thema Phosphor ist brisant, denn gemäß dem Koalitionsvertrag ist die landwirtschaftliche Verbringung von Klärschlamm zu beenden und eine Rückgewinnung von Phosphor zu forcieren. „Die Einführung einer verpflichtenden P-Rückgewinnung als Bestandteil der Novelle der Klärschlammverordnung stellt daher die Abwasserwirtschaft vor neue Herausforderungen.“, erklärt Sonja Wiesgickl. Der Aufbau einer nachhaltigen Phosphorrückgewinnung erfordert die Notwendigkeit von Vertriebskonzepten zum Absatz der P-Rezyklate in der Düngemittelindustrie und in der Landwirtschaft. Diesen Problematiken widmet sich der Workshop auf Schloss Neidstein. Denn Phosphor ist ein für den Menschen lebensnotwendiger Rohstoff, der in seinen hauptsächlichen Anwendungen nicht substituierbar ist. Die Verfügbarkeit von Phosphor ist somit für die heutige und kommende Generation von entscheidender Bedeutung.

Die Veranstaltung lädt daher im Besonderen Betreiber von Kläranlagen, Entsorgungsbetrieben, Monoverbrennungsanlagen, Zementwerken und Kommunen sowie Zweckverbänden ein, um Ihnen Projekte mit »Signalwirkung« und vielversprechende Lösungen für ein nachhaltiges Phosphormanagement vorzustellen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um im kleinen Rahmen die ideale Möglichkeit zum Netzwerken und Austauschen zu bieten. Die Abteilung Biologische Verfahrenstechnik möchte durch den Workshop den aktiven Dialog mit Experten aus Wissenschaft, Politik und Industrie herstellen, um in direkten und persönlichen Kontakt zu kommen, sowie Trends und Themen zu diskutieren. In dem exklusiven Ambiente auf Schloss Neidstein soll Forschung und Praxis optimal verbunden werden.

• Informationsflyer Fraunhofer UMSICHT Events auf Schloss Neidstein.pdf
http://www.umsicht-suro.fraunhofer.de/de/presse-medien/pressemitteilungen/2015/das-phosphorproblem–neue-strategien-in-sicht-.html

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Wertvoller Phosphor aus Klärschlamm: DBU fördert Pilotanlage der AVA cleanphos Technologie

Aus der Forschung in die Praxis: Forschungsarbeit von Universität Hohenheim und AVA cleanphos Technologie ist Basis der neuen Pilotanlage
Ein neues Verfahren, das wertvollen Phosphor aus HTC-Klärschlammkohle gewinnt: Um diese neue Technologie zu etablieren, fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) eine AVA cleanphos Pilotanlage mit Standort in Karlsruhe. Das auf der hydrothermalen Carbonisierung (HTC) basierende Verfahren wurde bereits im Labor von AVA-CO2 erfolgreich getestet. In den nächsten 12 Monaten wird die innovative Lösung bei der AVA-CO2 Forschung GmbH in Karlsruhe in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern, der Universität Hohenheim und der Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC, im halbtechnischen Maßstab erprobt. Das Projekt soll zeigen, dass sich dank der AVA cleanphos Technologie ein pflanzenverfügbarer Recycling-Dünger aus Klärschlamm effizient und kostengünstig herstellen lässt.

Für die Industrie wird durch die erfolgreiche AVA cleanphos Pilotierung ein Durchbruch bei der Phosphor-Rückgewinnung, wie sie durch die Novelle der Klärschlammverordnung gefordert wird, erwartet. Das Verfahren hat nicht nur das Potenzial effizienter und kostengünstiger als andere, bestehende Verfahren zu sein. Denn über das HTC-Verfahren wird Klärschlamm zuerst auch in Kohle umgewandelt, ehe das Phosphat isoliert wird.
So entstehen gleich zwei wirtschaftlich interessante Produkte: Ein wertvoller Dünger und die phosphorfreie HTC-Klärschlammkohle, die auch in Zukunft als Ersatz für Braun- oder Steinkohle in der Mitverbrennung eingesetzt werden kann – was zu beträchtlichen Einsparungen von CO2-Emissionen führt. „Die HTC in Kombination mit der AVA cleanphos Lösung macht den Weg frei für eine echte, langfristige Klärschlammverwertung“, erklärt Thomas Kläusli, Chief Marketing Officer von AVA-CO2.
Auch für die Landwirtschaft bietet das Verfahren neue Möglichkeiten. „Obwohl Klärschlamm viel wertvolles Phosphat enthält, spricht vieles gegen eine landwirtschaftliche Verwertung. Der Schlamm kann Krankheitserreger mit sich führen und enthält zusätzlich viele Schwermetalle“, so Prof. Dr. Andrea Kruse, Agrartechnologin der Universität Hohenheim. Bisherige Technologien für die Phosphor-Rückgewinnung setzen zudem vor allem auf die Entsorgung in Monoverbrennungsanlagen, um dann aus der Asche das Phosphat zu gewinnen und als Dünger zu verarbeiten. Diese Verfahren sind aber teurer und deutlich aufwendiger als die HTC.“
Bisher, so Prof. Dr. Kruse weiter, schöpfe man das Phosphat zwar noch aus Mineralwerken in China, den USA und Marokko. „Diese Mineralwerke sind aber mittlerweile so ausgebeutet, dass immer tiefer abgebaut werden muss. Doch je tiefer gebohrt wird, desto mehr Schwermetalle wie Uran sind im Phosphat angereichert, der wiederum als Dünger auf die Felder kommt. Wir brauchen daher neue Phosphatquellen. Der Klärschlamm ist eine davon, und mit der HTC basierten AVA cleanphos Technologie kann er nutzbar gemacht werden.“
Auch die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS begleitet das Projekt wissenschaftlich und wird detaillierte Analysen in Anlehnung an die Vorgaben der Düngemittelverordnung vornehmen.

Über AVA-CO2
Das Biotechnologie-Unternehmen AVA-CO2 ist führend beim Einsatz hydrothermaler Prozesse zur stofflichen und energetischen Nutzung von Biomassen. Zum Leistungsangebot gehört ein patentiertes Verfahren zur großtechnischen Herstellung der biobasierten Plattformchemikalie 5-HMF (5-Hydroxymethylfurfural). Diese dient als erneuerbares Substitut für erdölbasierte Ausgangsstoffe in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Für die feinchemische Industrie produziert die Tochtergesellschaft AVA Biochem bereits heute hochreines 5-HMF. Das Unternehmen ist auch führend beim Einsatz der hydrothermalen Carbonisierung (HTC) zur effizienten Verwertung von Klärschlämmen und anderen biogenen Reststoffen sowie zur Herstellung von Hochleistungskohlenstoffen wie Pulveraktivkohle oder Carbon Black. Als Technologieführer ermöglicht das Unternehmen mit dem eigens entwickelten HTC basierten Verfahren AVA cleanphos auch wirtschaftliche Lösungen für die Phosphorrückgewinnung.
Das Schweizer Unternehmen mit Sitz in Zug und Tochtergesellschaften in der Schweiz und Deutschland hat im Oktober 2010 in Karlsruhe mit der HTC-0 die weltweit erste HTC-Demonstrationsanlage im industriellen Massstab in Betrieb genommen. Im Februar 2014 wurde mit der Biochem-1 die weltweit erste Anlage zur kommerziellen Produktion von 5-HMF in Betrieb genommen.

Über Universität Hohenheim
Gegründet 1818 nach verheerenden Hungersnöten fühlt sich die Universität Hohenheim neben intensiver Grundlagenforschung immer auch der Tradition verpflichtet, innovative Lösungen auf drängende gesellschaftliche Fragen zu entwickeln. Anders als andere Universitäten besitzt die Universität Hohenheim dazu einen bundesweit einmaligen Fächerkanon.
Heute ist die Universität Hohenheim Deutschlands Nr. 1 in Agrarforschung und Food Sciences, sowie stark und einzigartig in Natur-, Wirtschafts-, Sozial-, und Kommunikationswissenschaften.
Text: Klebs

Thomas M. Kläusli, CMO und Mediensprecher, AVA-CO2 Schweiz AG, Baarerstrasse 20, CS-6304 Zug
Tel.: +41 41727 0970, E-Mail: media@ava-co2.com

Prof. Dr. Andrea Kruse, Universität Hohenheim, Fachgebiet Konversionstechnologie und Systembewertung nachwachsender Rohstoffe, T +49 711 459-24700, Andrea_Kruse@uni-hohenheim.de

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Mist statt Mineraldünger: Phosphor-Ressourcen schonen

Phosphor ist lebenswichtiger Nährstoff für das Pflanzenwachstum. 110.000 Tonnen Mineraldünger-Phosphor aus Rohphosphaten werden in Deutschland jährlich ausgebracht, vor allem auf Äckern. Ein Umsteuern ist unausweichlich, so die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt (KBU). Denn die abbauwürdigen Phosphatreserven gehen in etwa 50 bis 200 Jahren zur Neige.
Statt Mineraldünger sollte wo immer möglich Wirtschaftsdünger, wie Stallmist oder Gülle, eingesetzt werden. In Deutschland könnte er den gesamten Phosphor-Bedarf der Landwirtschaft decken. Phosphate sollten nur zum Einsatz kommen, wenn ihr Schadstoffgehalt nicht zu hoch ist. Wichtig ist auch, nicht mehr Phosphor auszubringen, als notwendig. Die derzeitige Methodik der Bodenuntersuchung berücksichtigt nur Phosphor in der obersten Bodenschicht. Bis zu 70 Prozent des Gesamt-Phosphors können sich jedoch in Bodentiefen unterhalb von 30 Zentimetern befinden und sind dort durchaus für Nutzpflanzen noch verfügbar

http://www.umweltbundesamt.de/themen/mist-statt-mineralduenger-phosphor-ressourcen

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Lebensspender Phosphor aus Klärschlamm gewinnen

Das chemische Element Phosphor, das vor allem in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt wird, ist ein essenzieller Baustein allen Lebens. Der Stoff kann weder substituiert noch synthetisch hergestellt werden. Zudem ist sein Vorkommen auf wenige Länder der Erde beschränkt. Ein europaweites Forschungsprojekt zum Recycling von Phosphor stellt deshalb jetzt Möglichkeiten vor, wie der kostbare Rohstoff aus Klärschlamm und Abwasser gewonnen werden kann.
Phosphor ist ein für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen lebenswichtiges Element, das beispielsweise für den Knochenbau, aber auch für die Bildung von DNA-Strängen in der Zelle wichtig ist. In der Landwirtschaft wird Phosphor für die Düngung nahezu aller Pflanzen eingesetzt, denn er sorgt für einen hohen Ernteertrag und eine gute Qualität der angebauten Nutzpflanzen. Umso bemerkenswerter ist es, dass es sich bei Phosphor um ein limitiertes Element handelt, welches nur in bestimmten Gesteinen in wenigen Regionen der Welt wie zum Beispiel in Afrika oder China vorkommt. Deshalb werden vermehrt Projekte ins Leben gerufen, die sich mit der Möglichkeit des Recyclings dieses kostbaren Rohstoffs befassen.

Schadstoffreduktion für Rohstoffgewinnung
Als Ausgangsmaterial tritt vor allem Klärschlamm in den Fokus, denn hier lagert sich Phosphor besonders gut ab. „Klärschlamm ist im Wesentlichen die Biomasse der gewachsenen Mikroorganismen in der Kläranlage, speziell in der biologischen Reinigungsstufe“, erklärt Dr. Almut Gerhardt, Geschäftsführerin der LimCo International GmbH, die an einem europaweiten Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm mitarbeitet. Innerhalb der biologischen Reinigungsstufe säubern Mikroorganismen das Abwasser und produzieren dabei Biomasse. Diese ist reich an Phosphor, da das Element in jedem Organismus zum Beispiel in der Erbsubstanz oder in der Energiespeichersubstanz Adenosintriphoshat (ATP) enthalten ist. „Der hohe Phosphatgehalt im Abwasser, der vorwiegend durch die anthropogene Düngung durch beispielsweise Mist und Gülle erzeugt wird, wird also eliminiert und in die Mikroorganismenbiomasse eingelagert“, erläutert Gerhardt.

Aus diesem Grund wird Klärschlamm schon seit langer Zeit als landwirtschaftlicher Dünger eingesetzt. Jedoch wurde in den vergangenen Jahren immer mehr auf die hohe Schwermetallbelastung des Bodens durch diese Art der Bodenanreicherung aufmerksam gemacht. Gleichzeitig wird aufgrund der hohen Konzentration organischer Spurenschadstoffe vermehrt dafür plädiert, Klärschlamm generell nicht mehr als Dünger zu verwenden. „Um dieser Belastung des Bodens durch Klärschlamm entgegenzuwirken und dennoch den hohen Phosphorgehalt dieses Abfallprodukts weiter zu nutzen, wurde das europäische FP 7 P-REX Projekt ins Leben gerufen, das sich zum Ziel gesetzt hat, das wertvolle Element aus Klärschlamm zu recyceln“, so Almut Gerhardt.
Europaweites Projekt liefert Daten zur Sekundärstoffgewinnung

In dem Projekt geht es darum, eine Kostenevaluation sowie eine Marktanalyse und einen Leitfaden für die Aufarbeitung von Phosphor aus Klärschlamm und Abwasser zu erstellen. Dabei wurde deutlich, dass der Bedarf an Phosphor durch die weiter wachsende Erdbevölkerung und den damit einhergehenden Mehrverbrauch an Dünger für pflanzliche Nahrungsmittel in den kommenden Jahren weiter steigen wird.

„Die technischen Grundlagen für die breite Anwendung des Phosphor-Recyclings sind heute gegeben. Allerdings ist für das Verfahren mitunter der Einsatz vieler kostenintensiver Chemikalien nötig, wodurch der Preis des recycelten Phosphor im Moment noch nicht konkurrenzfähig ist“, erläutert Dr. Christian Krabbe vom Projektpartner Kompetenzzentrum Wasser in Berlin die bisherige Entwicklung. Als Leiter des EU-Projekts FP 7 P-REX spricht er deshalb die Empfehlung aus, eine Teilsubstitution fossiler Phosphate durch wiederaufbereiteten, sekundären Phosphor zu etablieren. In der Düngemittelproduktion könne so relativ kurzfristig und ohne hohe Investitionen ein substanzieller Teil des im Klärschlamm enthaltenen Phosphors in bereits vorhandene Wertschöpfungsketten recycelt werden, so Krabbe.
Spezialisten für Gewässerschutz garantieren Bodenverträglichkeit

An dem Projekt beteiligt sind Institutionen und Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein Projektpartner ist die Konstanzer LimCo International GmbH, die auf die Prüfung und Überwachung der Wasserqualität von Trinkwasser, Abwasser, Prozesswasser sowie von Flüssen und Seen spezialisiert ist. Sie gewährleistet mit Hilfe von toxikologischen Tests die unbedenkliche Einsatzfähigkeit des recycelten Phosphor. „Wir verfügen über ein einzigartiges Echtzeit-basiertes Toximeter, mit dem wir verschiedene Klärschlämme und Phosphor-Recyclate auf ihr toxisches Restpotenzial hin getestet haben“, erklärt Gerhardt.

Gemeinsam mit ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Nadja Rastetter hat sie für das EU FP 7 P-REX Projekt den von LimCo konzipierten Toximeter erstmals so adaptiert, dass dieser auch für Klärschlamm und Bodenmessungen verwendet werden konnte. Um die Ungefährlichkeit des Phosphors aus den Klärschlämmen zu verifizieren, wurden von der LimCo International GmbH drei verschiedene Indikatorarten eingesetzt: Bachflohkrebse als wichtige Wasserorganismen, Wasserlinsen als Vertreter von Wasserpflanzen und Kompostwürmer für Bodentests. „Alle Tests wurden nach internationalen Standards durchgeführt. Darüber hinaus wurden zusätzliche sensitive Parameter in Echtzeit kontinuierlich mit unserem Toximeter gemessen“, erläutert Almut Gerhardt den Umfang der von ihr durchgeführten toxikologischen Messungen.

Noch im Sommer 2015 soll das Projekt offiziell abgeschlossen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm in den kommenden Jahren immer mehr lohnen wird. Der Fokus sollte aber in erster Linie nicht darauf gelegt werden, sekundären Phosphor als Alternative zum fossilen Element anzubieten, sondern dieses teilweise durch das recycelte Produkt zu ersetzen. „Bevor in eine neue Infrastruktur investiert wird, sollte zunächst das Beste aus der bestehenden herausgeholt werden. Deshalb ist die Integration sekundärer Teilströme in existierende Primärströme umzusetzen“, sagt Krabbe abschließend.

Weitere Informationen:
LimCo International GmbH
Dr. Almut Gerhardt
Blarerstr. 56
D-78462 Konstanz
Tel.: +49-(0)7531-9913594
E-Mail: almutg@web.de
http://www.bio-pro.de/magazin/index.html?lang=de&artikelid=/artikel/10605/index.html

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REMONDIS: Inbetriebnahme des TetraPhos®-Verfahren mit Herrn Senator Jens Kerstan

Herstellung von Phosphorsäure aus Klärschlammasche
Hamburg. REMONDIS Aqua und HAMBURG WASSER laden zur Inbetriebnahme der Pilotanlage des von REMONDIS entwickelten und patentierten REMONDIS TetraPhos®-Verfahren auf das Gelände des Klärwerk Hamburg ein. Mit dem seit 2013 erforschten neuen TetraPhos-Verfahren hat REMONDIS Aqua einen Weg gefunden, um im industriellen Maßstab wirtschaftlich Phosphorsäure aus Aschen von Klärschlammverbrennungsanlagen herzustellen. Das neue Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphaten ist von Chemikern und Ingenieuren in Forschungslaboren entwickelt worden und wird nun, auf Grund der langjährigen guten Zusammenarbeit zwischen HAMBURG WASSER und REMONDIS, in einer Pilotanlage in unmittelbarer Nähe der VERA Klärschlammverbrennung unter idealen Bedingungen bis zur Betriebsreife optimiert.
Die VERA ist eine Öffentlich-Private-Partnerschaft zwischen der HAMBURG WASSER (60%) und der REMONDIS (40%) die seit vielen Jahren erfolgreich im Bereich der Klärschlammverbrennung zusammenarbeiten. Klärschlamm aus der Stadt Hamburg und umliegenden Kläranlagen wird thermisch verwertet und so zur Stromerzeugung genutzt. Was übrig bleibt ist die reichhaltige Klärschlammasche die nun ein wertvoller Rohstoffpool ist.

Phosphorsäure ist ein hochwertiger Grundstoff zur Herstellung nahezu aller Phosphorprodukte, vor allem zur Herstellung von Dünge- und Futtermitteln. Wissenschaftler auf der ganzen Welt arbeiten seit Jahren an wirtschaftlichen Verfahren zum Phosphor-Recycling, denn Phosphor und seine Verbindungen, deren natürliche Ressourcen zur Neige gehen, sind von herausragender Bedeutung für das Leben auf der Erde. Alleine in Europa liegt der Bedarf an Phosphorsäure bei weit über 1 Million Tonnen pro Jahr.
Die durch das Verfahren gewonnene RePacid®-Phosphorsäure ist frei von Schwermetallen und somit prädestiniert zur Herstellung von Futtermitteln und reinen Düngemitteln. Durch das Verfahren können nicht nur Phosphorsäure aus Asche gewonnen werden, sondern auch Gips für die Baustoffindustrie, so wie Eisen- und Aluminiumsalze, die als Fällungsmittel in der Abwasserreinigung zur Phosphorelimination in Kläranlagen recycelt werden.
Das REMONDIS TetraPhos®-Verfahren ist damit von herausragender ökologischer Effizienz und Wirtschaftlichkeit und trägt im mehrfachen Sinne zur Schonung unserer natürlichen Ressourcen bei. Es schließt mehrfach Kreisläufe, schont natürliche Ressourcen und macht Europa langfristig unabhängiger von Phosphat-Importen. Dieses neue Verfahren unterstreicht einmal mehr die Philosophie der REMONDIS, dass Kläranlagen inzwischen keine Entsorgungsanlagen mehr sind, sondern Rückgewinnungsanlagen von sauberem Wasser, Energie und Rohstoffen. Mit dem REMONDIS TetraPhos® Verfahren schließt sich der Stoff- und Wirtschaftskreislauf für Phosphor erstmalig insgesamt und nachhaltig.
Hintergrundinformationen
REMONDIS ist eines der weltweit größten privaten Dienstleistungsunternehmen der Recycling- und Wasserwirtschaft und erbringt Dienstleistungen für rund 30 Millionen Menschen. Über Niederlassungen und Anteile an Unternehmen ist REMONDIS in 24 europäischen Ländern sowie in China, Indien, Taiwan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten, Australien und weiteren Ländern auf vier Kontinenten präsent. Das 1934 gegründete Familienunternehmen erwirtschaftet mit mehr als 31.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 6,4 Milliarden Euro (2014). REMONDIS setzt auf partnerschaftliche Konzepte, neue Ideen und zukunftsweisende Perspektiven, um einen wesentlichen Beitrag zur Rohstoff- und Wasserversorgung der Zukunft zu leisten.
Die REMONDIS Aqua-Gruppe ist Spezialist für eine ebenso zuverlässige wie effiziente Wasserwirtschaft. Als Partner von Kommunen, Verbänden und der Industrie ist das Unternehmen sowohl deutschlandweit als auch international tätig. Schwerpunkte der internationalen Wasseraktivitäten bilden die Märkte in der Türkei, Indien, Polen, Spanien und weiteren europäischen Ländern.

Weitere Informationen:
REMONDIS SE & Co. KG
Michael Schneider
Marketing & Unternehmenskommunikation
Brunnenstraße 138
44536 Lünen
Telefon: +49(0)2306/106-515
Telefax: +49(0)2306/106-530
Internet: www.remondis.de
E-Mail: michael.schneider@remondis.de

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Phosphorrückgewinnung: Willy-Hager-Preis für Sebastian Petzet

Dr.-Ing. Sebastian Petzet (BASF SE, Antwerpen) wurde mit dem Willy-Hager-Preis ausgezeichnet. Der mit 6000 Euro dotierte Preis wurde ihm am 11. Mai 2015 auf der Jahrestagung „Wasser 2015″ der Wasserchemischen Gesellschaft, einer Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker, in Schwerin für seine an der TU Darmstadt angefertigte Dissertation „Phosphorrückgewinnung in der Abwassertechnik: Neue Verfahren für Klärschlamm und Klärschlammaschen“ überreicht (eine Zusammenfassung der Arbeit ist erschienen in KA 6/2014, S. 552). Petzets Arbeit ist von besonderer Bedeutung, weil die natürlichen Phosphatvorkommen begrenzt sind. Alternativ werden daher Wege gesucht, Phosphat aus Abfallströmen zurückzugewinnen. Klärschlämme und Klärschlammaschen sind besonders ergiebig, jedoch gilt es, Verunreinigungen wie Schwermetalle, Krankheitserreger und organische Schadstoffe zu beseitigen. Hierzu hat Petzet Verfahren entwickelt, die gleichermaßen effektiv wie kostengünstig sind. Der von der WillyHagerStiftung gestiftete Preis wird jährlich gemeinsam von der DECHEMA und der Wasserchemischen Gesellschaft verliehen. Prämiert werden hervorragende Arbeiten junger Hochschulwissenschaftler auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung.

Quelle: Korrespondenz Abwasser Heft 7- 2015

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Wertstoffrückgewinnung

Phosphor ist ein essentielles und unersetzbares Element für alle Lebewesen und Pflanzen. Die natürlichen Reserven sind begrenzt und gehen zur Neige. Für die Zukunft bedeutet dies ein Umdenken im Umgang mit dem Rohstoff Phosphor.
Vor allem häusliche und industrielle Abwässer enthalten hohe Konzentrationen an Phosphorderivaten (gelöstes Phosphat, phosphorhaltige Biomasse, Phosphit, usw.). Um eine spätere Eutrophierung von Flüssen und Seen zu verhindern, wird unter hohem Kostenaufwand Phosphat aus Abwässern entfernt und im Klärschlamm bzw. Klärschlammasche konzentriert. Durch das Vorkommen von pathogenen Mikroorganismen sowie persistenten organischen Verbindungen und Schwermetallen (im Klärschlamm) können diese verbliebenen Phosphormengen ohne eine weitere Behandlung nur eingeschränkt genutzt werden.

inocre® bietet Ihnen mit ihrem Know-how Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphorderivaten aus Feststoffen oder Abwässern an.

P-bac®-Verfahren – selektive Rückgewinnung aus Klärschlammasche, Schlacken, kontaminierten Böden
inocre® hat zusammen mit dem Institut für Hygiene und Umweltmedizin der RWTH Aachen ein patentiertes biotechnologisches Verfahren für Phosphorrückgewinnung entwickelt. Das P-bac®-Verfahren ermöglicht die effiziente und selektive Phosphorrückgewinnung aus schwermetallkontaminierten Feststoffen.

Die selektive Phosphorrückgewinnung mittels P-bac®-Verfahren wird in zwei Phasen realisiert:

1. Der erste Schritt basiert auf dem prinzip „Bioleaching“ welches weltweit für die Gewinnung von Metallen (z. B. Kupfer, Zink, Uran, usw.) im Bergbau angewendet wird.
Durch die mikrobielle Bildung von Schwefelsäure erfolgt innerhalb weniger Stunden die Herauslösung der meisten Phosphorderivate und Schwermetalle aus dem Feststoff.
Der von den Schwermetallen abgereicherte Feststoff wird abschließend von der Flüssigphase abgetrennt und kann zu reduzierten Kosten deponiert werden. Die Flüssigphase wird in einem zweiten Schritt behandelt.

2. In einem zweiten Schritt erfolgt die selektive Trennung des Phosphates von den Schwermetallen durch mikrobiologische Phosphataufnahme. Die phosphatangereicherte Biomasse wird abschließend von der Flüssigphase getrennt und kann verarbeitet werden. Bis zu 90% des ursprünglichen Phosphats können so mit dem P-bac®-Verfahren zurück gewonnen werden.
Die Schwermetalle werden nicht von der Biomasse inkorporiert und bleiben in Lösung. Diese werden anschließend chemisch ausgefällt und aufkonzentriert.

Das Endprodukt des P-bac®-Verfahrens enthält 30-45% P2O5 (Phosphorpentoxid) und keine pathogenen Mikroorganismen.

Vorteile des P-bac®-Verfahrens:
• Phosphatlaugung und Phosphatrückgewinnung in einem Verfahrensschritt
• Laugung mit niedrigen Temperaturen und atmosphärischem Druck
• Mikrobielle Produktion von Schwefelsäure und CO2-Fixierung
• Schwermetallarmes Endprodukt
• Phosphatangereichertes Endprodukt
• Keine pathogenen Mikroorganismen
• mögliche Reduzierung der Deponieklasse des Eingangsproduktes
• Bioakkumulation von Phosphat aus Abfallstoffen
• Schwermetallabscheidung aus Abfallstoffen

Kundenspezifische Phosphatentfernung – inocre® bietet ihnen ihr Know-how für biotechnologische Verfahren zur Gewinnung von Phosphatderivaten aus Feststoffen und Abwässern an.

Neben der Behandlung von Feststoffen sind auch industrielle Abwässer mit hohen Konzentrationen an Phosphorderivaten von Interesse, da eine Abtrennung und Aufkonzentration neben einem höheren erlös durch das endprodukt auch Kosteneinsparungen bei der Einleitung in die Kläranlage mit sich bringen.

http://www.inocre.de/phosphatrueckgewinnung

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Die kommunale Kläranlage als Rohstoffrückgewinnungsanlage – dank TetraPhos®- und ReAlPhos®-Verfahren

Unsere Philosophie:
Kläranlagen sind keine Entsorgungsanlagen, sondern inzwischen Rückgewinnungsanlagen von sauberem Wasser, Energie und Mineralien. Mit Verfahren und Dienstleistungen von REMONDIS werden Abwässer gereinigt, Klärschlämme stofflich und energetisch verwertet und aus den Aschen wertvolle Salze zurückgewonnen – vor allem mit dem von REMONDIS Aqua entwickelten TetraPhos®-Verfahren.

Klärschlammaschen werden mit dem neuen Verfahren nicht wie üblich in Salzsäure, sondern in Phosphorsäure gelöst. Dabei wird die Phosphorsäure mit dem Phosphoranteil der Asche angereichert und in verschiedenen Selektionsstufen aufbereitet. So lassen sich RePacid®-Phosphorsäure für die Herstellung von Phosphaten (u. a. Düngemitteln), Gips für die Baustoffindustrie, aber auch Eisen- und Aluminiumsalze gewinnen, die als Fällungsmittel zur Abwasserreinigung und Phosphorelimination in die Kläranlage zurückgeführt werden können. Das TetraPhos®-Verfahren ist damit von herausragender ökologischer Effizienz und Wirtschaftlichkeit und trägt zur Schonung unserer natürlichen Ressourcen bei.

REMONDIS denkt aber noch weiter. Das für die Phosphorrückgewinnung ideale Salz ist Calciumphosphat, das in Kläranlagen mit dem ReAlPhos®-Verfahren hergestellt werden kann. Durch den Einsatz von Aluminium (z. B. ALUMIN®) als Fällungsmittel wird bei diesem Verfahren der Phosphor in einer besser verfügbaren Form aus dem Klärschlamm zurückgewonnen.

http://www.remondis-aqua.de/aq/aktuelles/neue-verfahren/

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Aktuelle Trends bei der Phosphornutzung

Nicht nur wir von der PYREG GmbH machen uns Gedanken über ein sinnvolles Phosphor-Recycling: An der ETH Zürich haben sich kürzlich zahlreiche Wissenschaftler getroffen, um über die aktuellen Trends bei der Phosphornutzung zu diskutieren. Themen dabei waren unter anderem die Herstellung von Phosphatdünger aus verschiedenen Ressourcen, dessen effektive Nutzung in der Landwirtschaft sowie Mechanismen von Phosphorverlusten und wie diese vermindert werden können.

So geht beispielsweise ein Großteil des gedüngten Phosphors auch deshalb verloren, weil dieser je nach Wachstumsperiode nicht rasch genug durch die Pflanzen genutzt werden kann und dann sehr schnell im Boden gebunden wird. Anschließend können ihn die Pflanzen nur noch sehr schlecht aufnehmen und verwerten. Die Wissenschaft forscht deshalb derzeit daran, ob die Landwirtschaft künftig nicht vermehrt auf Pflanzen setzen sollte, die ein besonders großes und feines Wurzelsystem besitzen. Dadurch wird pro Pflanze mehr Boden erschlossen und ihr steht somit potentiell mehr Phosphor für die Aufnahme zur Verfügung.
Klaus Jarosch von der ETH Zürich hat eine interessante Übersicht über die aktuellen Trends bei der Phosphornutzung zusammengestellt. Zu finden ist sie hier.

http://www.pyreg.de/unternehmen/aktuelles.html

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Klärschlamm zu Energie, Dünger und Eisen mit metallurgischem Phosphorrecycling in einem Verfahrensschritt

Hintergrund
Klärschlamm ist ein Rohstoff mit dem Potenzial, die energetische Bilanz einer Kläranlage maßgeblich zu verbessern und in der Summe bis zu 40 % des binnenländischen Bedarfs der zunehmend knapper werdenden Ressource Phosphor zu decken. Bei der Abwasserreinigung der Stadt Nürnberg entstehen jährlich ca. 40.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm, der zu einem hohen Preis entsorgt werden muss. Zusammen mit den Städtepartnern Erlangen, Fürth und Schwabach summiert sich das Schlammaufkommen auf ca. 70.000 Tonnen pro Jahr. Aktuell wird der Schlamm überwiegend in Kraftwerken mitverbrannt und ein kleiner Anteil in die Landwirtschaft und in den Landschaftsbau verbracht. Mangels Alternativen wird das Material über weite Wege transportiert, schadlos gemacht und endgelagert, obwohl sich der Klärschlamm für eine lokale stoffliche und energetische Verwertung eignet.
Im Ergebnis eines Ideenwettbewerbs wurde beim Mephrec-Verfahren -der Verhüttung des Klärschlamms mit metallurgischem Phosphorrecycling, das größte Potenzial erkannt, um in Metropolregionen wie Nürnberg unter Berücksichtigung transparenter ökologischer und volkswirtschaftlicher Kriterien den Umgang mit den Ressourcen Abwasser und Energie zu verbessern. Davon profitiert zugleich der Klimaschutz und die regionale Wertschöpfung wird effizient, zukunftsorientiert und nachhaltig ausgerichtet. Die Technik wird bislang nur in Großanlagen und mit der Zielrichtung der thermischen Verwertung von kommunalen und industriellen Abfällen eingesetzt. Es besteht entsprechender Forschungsbedarf.

Ziele
Die Verbundpartner des Projekts KRN-Mephrec untersuchen die technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und ökologische Nachhaltigkeit des metallurgischen Phosphorrecyclings als integriertes, thermisches Verfahren der Schmelzvergasung von Klärschlämmen. Mit Hilfe einer Pilotanlage im halbtechnischen Maßstab soll das Verfahren in seinen Kernkomponenten getestet und für den Dauerbetrieb fortentwickelt werden.
Die Teilziele des Verbundprojekts sind:
a) Erarbeitung eines regionalen Energie-und Stoffstrommanagementkonzeptes für Klärschlamm mit energetischer Verwertung sowie Rückführung und Nutzung der Produkte im regionalen Wirtschaftskreislauf.
b) Etablierung der Verhüttungstechnologie als integraler Bestandteil des Abwasserbehandlungsprozesses unter den Prämissen:
• Eigenbedarfsdeckung an Energie für das Klärwerk durch Selbstverwertung des erzeugten Synthesegases. Im Klärschlamm enthaltener Kohlen-und Wasserstoff wird als heizwertreiches Brenngas zur Strom-und Wärmeversorgung bereitgestellt.
• Elimination der Schadstoffe im Klärschlamm und in Klärschlammasche durch vollständige Zerstörung aller organischen Schadstoffe bei Hochtemperatur und feste Bindung der Schwermetalle in der Eisenmetallschmelze.
• Erschließung des Klärschlamms und der Klärschlamm-asche als Phosphorquelle, indem die Wertstoffe als pflanzenverfügbares, schadstoffarmes Rezyklat dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt werden.
c) Ermittlung der Skalierungsfaktoren einschließlich ihres Einflusses auf die Wirtschaftlichkeit bei verschiedenen Standortvoraussetzungen und Verfahrenskombinationen.
d) Förderung der betrieblichen und vermarktungsrelevanten Akzeptanz der Technologie im Sinne der Verlängerung der Wertschöpfungskette zur Abwasserreinigung.
Arbeitsschwerpunkte
Das Forschungsprojekt ist in drei Themenfelder gegliedert:
• Regionales Klärschlammverwertungskonzept,
• Entwicklung der Verfahrenskette und
• Untersuchung der Produktqualität und Vermarktungsmöglichkeiten.
Unter dem Leitthema „Regionales Klärschlammverwertungskonzept“ entwickeln die Kooperationspartner zusammen das Konzept des regionalen Managements, um die Abfallströme der Abwasserreinigung in der Metropolregion so zu bündeln, dass deren nachhaltige und ökonomisch zweckmäßige Bewirtschaftung unter maximaler energetischer sowie stofflicher Nutzung des Klärschlamms möglich wird. Der Lösungsweg soll ökologisch bilanziert und die Wirkung des Konzepts mit den etablierten Klärschlammverwertungswegen in Deutschland verglichen werden.
Unter dem Thema „Entwicklung der Verfahrenskette“ werden technologische Fragestellungen wissenschaftlich begleitet und deren Umsetzung im großtechnischen Maßstab unter Berücksichtigung der etablierten Verfahren auf dem Stand der Technik überprüft. In der ersten Erprobungsphase wird der Reaktor mit getrocknetem, brikettiertem Klärschlamm beschickt. Zur Erprobung alternativer Einsatzstoffe werden in einer weiteren Projektphase der Klärschlamm durch Briketts aus Klärschlammasche ersetzt und getestet.
Neben dem Nachweis der Funktionsfähigkeit und Anwendbarkeit des Verfahrens ist die energetische Integration aller Verfahrensschritte der entscheidende Faktor hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Alle energieintensiven Teilprozesse sind so zu integrieren, dass die Energieausbeute sämtlicher Vorbereitungs-und Nachbehandlungsschritte maximiert wird. Gleichzeitig sind die Prozesse der Klärschlammtrocknung und Abluftbehandlung an die Betriebsumgebung der Kläranlage anzupassen, um alle Synergien auszuschöpfen und die Standortvorteile hinsichtlich Infrastruktur, Abluft und Abwasserbehandlung und besonders der Energieverwertung auf der Kläranlage zu nutzen.
Im letzten Themenkomplex „Untersuchung der Produktqualität und Vermarktungsmöglichkeit“ sollen die Produkte auf ihre Qualität und Marktfähigkeit unter Berücksichtigung der verschiedenen Interessengruppen aus Politik, Landwirtschaft und Wissenschaft begutachtet werden. Daraus kann das Gesamtpotenzial des Bewirtschaftungssystems abgeleitet und dessen ökologische und ökonomische Aspekte in ihrer Bedeutung für den Abwassersektor der Region sowie die mittelfristige Klärschlammverwertungs-und Phosphorrecyclingstrategie des Bundes und der Länder ermittelt werden.

Weitere Informationen
>> zu den Arbeitspaketen
>> zur Homepage der Klärschlammverwertung Nürnberg
http://www.bmbf.nawam-erwas.de/de/project/krn-mephrec

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Arbeitspakete im Verbund KRN-Mephrec

AP 1: Bereitstellung der technischen Komponenten und Nachweis der praktischen Funktionstauglichkeit der Technologie
Ansprechpartner:

Matthias Scherner, Klärschlammverwertung Region Nürnberg GmbH, Adolf-Braun-Straße 33, 90429 Nürnberg,
E-Mail: matthias.scherner@stadt.nuernberg.de
Kurzbeschreibung:
Die Technologie des metallurgischen Phosphorrecyclings wurde bisher ausschließlich im Laborreaktor getestet. Mit Hilfe der Pilotanlage im halbtechnischen Maßstab sollen die Einzelkomponenten zu einer robusten Verfahrenskette für die gleichzeitige energetische und stoffliche Klärschlammverwertung entwickelt und die Funktions- und Praxistauglichkeit nachgewiesen werden. Die Verfahrenskette besteht aus den wesentlichen Verfahrenskomponenten:
• Klärschlammaufbereitung für den Schmelzprozess, bestehend aus Trocknung und Brikettierung
• Bau und Betrieb der Kernkomponenten des Schachtofens (Mephrec-Reaktor)
• Rohgasverwertung einschließlich der erforderlichen Gas- und Abluftreinigung
Die Ziele des APs sind:
• Realisation des Demonstrationsobjekts einer Schmelzvergaseranlage zur kontinuierlichen Aufbereitung und Verarbeitung von Klärschlamm und Klärschlammasche im halbtechnischen Maßstab
• Nachweis der stabilen Prozessführung und Praxistauglichkeit der Hauptkomponenten und der Verfahrenskette
Die Arbeitsschwerpunkte sind:
• Planung und Bau der Pilotanlage durch einen Wirtschaftspartner am Standort Klärwerk Nürnberg
• Inbetriebnahme der Anlage und Dauertest nach einem festgelegten Versuchsprogramm
• Funktionsüberprüfung der Verfahrenskette mit Verfahrensoptimierung und Variation der Eingangsstoffe
• Bestimmung der Vorgaben zur Abluftbehandlung für eine großtechnische Anlage

AP 2: Bilanzierung des Prozesses der Schmelzvergasung und der Verfahrenskette und Verwertungskonzept für das erzeugte Synthesegas
Ansprechpartnerin:

Sonja Wiesgickl, Fraunhofer UMSICHT, An der Maxhütte 1, 92237 Sulzbach-Rosenberg,
E-Mail: sonja.wiesgickl@umsicht.fraunhofer.de
Kurzbeschreibung:
Die Bilanz der Stoffströme des Verfahrens wurde in einer Machbarkeitsstudie der ingitec GmbH kalkuliert und bedarf der messtechnischen Bestätigung. Das Mess- und Analyseprogramm im Arbeitspaket ist die Grundlage für die vollständige Prozessbilanzierung. Die Daten bilden die Grundlage für die Genehmigung, die Bemessung und den Betrieb einer Großanlage. Nutzungsoptionen für das entstehende Synthesegas, das bei unterschiedlichen Betriebsweisen variiert, werden hinsichtlich der technischen und wirtschaftlichen Parameter charakterisiert, bewertet und miteinander verglichen. Neben der optimalen energetischen Nutzung des entstehenden Synthesegases sind die Gewinnung der schadstoffarmen phosphorhaltigen Schlacke und der Eisenmetalllegierung die wesentlichen Nutzungsfaktoren der Klärschlammverwertung. Die Qualitäten dieser Prozessprodukte und der Reststoffe aus der Gasreinigung werden dokumentiert und Nutzungsoptionen aufgezeigt.
Die Ziele sind:
• Kenntnis sämtlicher Inhalte der Ausgangsprodukte, der Betriebsmittel und der ausgetragenen Stoffe einschließlich Filterstaub
• Vollständige Prozessbilanz mit Vorgaben für die technische und betriebliche Prozessoptimierung
Die Arbeitsschwerpunkte sind:
• Feststoffanalytik, Gasprobenanalytik und Untersuchung der Schlacke und Stäube nach Deponieverordnung für die eventuell erforderliche Entsorgung
• Untersuchung der thermischen Verwertung mit Nutzung der Wärmeenergie für Trocknung, sowie Wärme-/Kältebedarf des Klärwerks
• Untersuchung des Stromerzeugungspotenzials über Wärme im Dampf-, Sterling- oder ORC-Prozesse sowie der motorischen Verwertung nach Gasaufbereitung im BHKW mit Bestimmung der Anforderungen an die Gasqualität und -aufbereitung

AP 3: Einbindung der Verfahrenskette in die Kläranlage, Energie- und Stoffstrommanagement als regionales Dienstleistungssystem und regionales Vermarktungskonzept des Rezyklats
Ansprechpartnerin:

Christina Tocha, Universität der Bundeswehr München, Institut für Wasserwesen – Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik, Werner-Heisenberg-Weg 39, 85577 Neubiberg, E-Mail: christina.tocha@unibw.de
Kurzbeschreibung:
Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit des metallurgischen Phosphorrecyclings hängen maßgeblich von den Standortsfaktoren ab. Vorteile durch kurze Wege, Synergien bei der Logistik durch die enge Einbindung des Verfahrens in die Infrastruktur des Klärwerkprozesses werden konkretisiert. Das Verfahren der Schmelzvergasung von Klärschlamm ist ein Teilschritt der Schlammbehandlung nach der Faulung, Entwässerung, Trocknung und Brikettierung. Für die im Verwertungsprozess entstehenden Abwässer und die geruchsbelastete Abluft werden kostengünstige und robuste Behandlungsvarianten auf Grundlage von Analytik und Abbauversuchen erarbeitet.
Durch das Verfahren werden die Wertstoffe des Klärschlamms zurückgewonnen. Es ist zu untersuchen, wie diese Stoffe mit maximalem Nutzen für die Volkswirtschaft vermarktet werden können und welcher Preis dafür zu erzielen ist.
Die Ziele des APs sind:
• Definierte und verifizierte positive wie negative Standortsfaktoren für den Einsatz des Verfahrens
• Regionales Logistikkonzept, einschließlich Vermarktungsstrategie der Produkte. Ermittelte Akzeptanz- und Umsetzungsbarrieren für die Verfahrensanwendung
Die Arbeitsschwerpunkte sind:
• Bestandsanalyse der Kläranlagenstruktur und Entsorgungswege für Klärschlamm. Ermittlung der Randbedingungen und relevanten Parametern, die das Energie- und Stoffstrommanagementkonzept beeinflussen. Verifizierung der Übertragbarkeit der Untersuchungsergebnisse auf andere Standorte
• Untersuchung und Simulation der Einflüsse von Brüden und Quenchwasser auf den Klärwerksprozess. Analyse der Effekte auf die Reinigungsleistung und Stabilität der Prozessstufen in Abhängigkeit verschiedener Vorbehandlungen und Einleitungsorte
• Zusammenstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Zulassung des Rezyklats als Düngemittel in Deutschland und der EU
• Definition der qualitativen Eigenschaften und Anforderungen an einen Recyclingdünger aus Gesamtsicht von Düngemittelindustrie, Händlern und potenziellen Verbrauchern. Durchführung einer Marktanalyse zu Akzeptanz- und Umsetzungsbarrieren

AP 4: Erprobung alternativer Einsatzstoffe
Ansprechpartner:

Falko Lehrmann, Innovatherm Gesellschaft zur innovativen Nutzung von Brennstoffen mbH, Frydagstraße 47, 44536 Lünen, E-Mail: gf@innovatherm-gmbh.de
Kurzbeschreibung:
Mit der Technologie können alle phosphorhaltigen Einsatzstoffe verwertet werden. In der Pilotanlage im halbtechnischen Maßstab wird die Verwertung von Klärschlammasche getestet. Es ist insbesondere zu untersuchen, wie die Asche zu Stückgut gebunden und verdichtet werden kann. Ferner wird das Prozessverhalten im Schachtofen analysiert, sowie die alternative Bewirtschaftung mit und ohne Synthesegaserzeugung geklärt. Die Qualität der Ein- und Ausgangsstoffe wird mit dem Analytikprogramm dokumentiert und die verfahrenstechnischen Messdaten bilanziert.
Die Ziele sind:
• Nachgewiesene Funktions- und Praxistauglichkeit der Technologie für die Verwertung von Klärschlammaschen
• Bestätigte Eignung des Verfahrens für die spätere Verwertung monodeponierter Klärschlammaschen aus der Monoverbrennung
Die Arbeitsschwerpunkte sind:
• Funktionsnachweis der Verarbeitung von Klärschlamm-Aschen verschiedener Zusammensetzung mit den Teilprozessen Brikettierung der Aschen und anschließende Schmelzvergasung in der Pilotanlage
• Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Verwertung weiterer Stoffe wie z.B. Tier- und Knochenmehl

AP 5: Qualität der recycelten Phosphate und Vergleich der Produkte mit anderen Recyclingverfahren
Ansprechpartner:

Prof. Dr. Johannes Pinnekamp, RWTH Aachen, Institut für Siedlungswasserwirtschaft, Mies-van-der-Rohe-Straße 1, 52074 Aachen, E-Mail: isa@isa.rwth-aachen.de
Kurzbeschreibung:
Die Qualität des im Prozess entstehenden Rezyklats ist ein wesentlicher Faktor für die Akzeptanz des Recyclingverfahrens im wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld. Der Marktwert des Recyclingprodukts trägt maßgeblich zur Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit der Technologie bei. Deshalb bedarf es einer exakten Bestimmung der Qualitätsmerkmale des Rezyklats z. B. hinsichtlich Schadstoffgehalte und Pflanzenverfügbarkeit der enthaltenen Phosphate.
Im Rahmen des Arbeitspakets wird das Potenzial des untersuchten metallurgischen Phosphorrecyclingprozesses auf Grundlage von Merkmalen wie Wirkungsgrad, Betriebsmitteleinsatz und Qualität der erzeugten Produkte bewertet und mit anderen Technologien der Phosphorrückgewinnung verglichen.
Die Ziele sind:
• Nachgewiesene Qualität der Recyclingprodukte, differenziert nach den eingesetzten Rohstoffen, der Betriebsweise und der Aufbereitung der Rezyklate
• Durch vergleichende Bewertung verschiedener Verfahren verifiziertes technisches Potenzial des metallurgischen Phosphorrecyclings
Die Arbeitsschwerpunkte sind:
• Untersuchung der Löslichkeit der erzeugen, phosphorreichen Schlacken und Bewertung der Mobilität der Schwermetalle
• Bewertung und Eingruppierung des Rezyklats nach Düngemittelverordnung
• Recherche alternativer Phosphorrückgewinnungsverfahren, Definition von Bewertungskriterien und Vergleich der Verfahren

AP 6: Ökobilanzierung der Verfahrenskette und Ökobilanz im Vergleich zu alternativen Entsorgungswegen
Ansprechpartner:

Horst Fehrenbach, Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH (ifeu), Wilckensstraße 3, 69120 Heidelberg, E-Mail: horst.hehrenbach@ifeu.de
Kurzbeschreibung:
Durch die energetische und stoffliche Verwertung von Klärschlamm soll ein wesentlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit der Abwasser- und Rohstoffwirtschaft geleistet werden. Neben technischen und wirtschaftlichen Aspekten alternativer Entsorgungswege ist die ökologische Bilanzierung der Umwelteffekte das entscheidende Kriterium zur Bewertung des Verwertungsverfahrens. Es ist nachzuweisen, dass die Energie- und Stoffströme so weit wie möglich geschlossen werden.
Die Teilaspekte des Konzepts werden in ihrer Wirkung mit alternativen Verfahren verglichen und die Vor- wie Nachteile quantifiziert. Abschließend erfolgt eine ökologische Gesamtbewertung des Konzepts. Die System- und Bilanzgrenze beinhaltet die gesamte Prozesskette von der Erzeugung des Klärschlamms auf der Kläranlage bis zur Herstellung von Erzeugnissen, die zur Substitution von Primärprodukten eingesetzt oder aus dem Stoffkreislauf ausgeschlossen werden. Alle damit verbundenen Ressourcenverbräuche, die Emissionen in Luft, Wasser und Boden sowie subsituierte Primärprodukte fließen in die Ökobilanzierung ein.
Die Ziele sind:
• Ökobilanz zur Bewertung des regionalen Energie- und Stoffstrommanagementkonzepts über den gesamten Lebensweg
• Vergleich der Verfahrenskette mit marktüblichen Alternativen und Empfehlung für die Bestvariante der Verfahrensweise
Die Arbeitsschwerpunkte sind:
• Erstellung der Sachbilanzen und Wirkungsabschätzungen in bis zu 10 Varianten der Verfahrenskette
• Durchführung der Ökobilanz für den Kernprozess des Verfahrens und für das gesamte Verwertungssystem mit Sensitivitätsanalyse
• Vergleich der Bilanz mit den Methoden der Klärschlammentsorgung durch Monoverbrennung in konventioneller Wirbelschichtfeuerung, durch Vergasungsverfahren, Mitverbrennung, sowie durch direkte Ausbringung des Klärschlamms in der Landwirtschaft

http://www.bmbf.nawam-erwas.de/de/project/krn-mephrec-arbeitspakete

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Unsere Forschungsprojekte sorgen für Aufmerksamkeit

Zusammen mit der Fachhochschule Bingen und finanzieller Unterstützung des BmBF forschen wir intensiv daran, wie sich Phosphor aus Klärschlamm am besten recyceln lässt. Die ersten Antworten haben wir bereits gefunden: Mittels PYREG-Karbonisierung lässt sich ein sehr gut pflanzenverfügbarer Phosphordünger herstellen. Doch nicht nur das: Anders als bei den meisten anderen Verfahrensideen ist unsere PYREG-Technologie auch wirtschaftlich. Zu unserem jüngsten Projekttreffen kamen deshalb jetzt nicht nur viele geschätzte Projekt- und Geschäftspartner, sondern gleich vier Vertreter des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums und des Landesamtes für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht.

Unser Forscherteam gab bei dem Projekttreffen nicht nur einen detaillierten Überblick über die bereits ausgewerteten Versuche und Untersuchungen, sondern stellte auch die Vorhaben für 2015 vor. Beispielsweise sollen die Untersuchungsergebnisse mit weiteren großen Feldversuchen untermauert werden. Zudem wollen die Forscher die Klärschlammkarbonisate auf organische Schadstoffe hin testen, nachdem sie vergangenes Jahr bereits nachweisen konnten, dass bei der Karbonisierung die Schwermetalle aus dem Klärschlamm entfrachtet und die PFT-Belastung eliminiert werden können. Nun soll untersucht werden, ob mittels der PYREG-Karbonisierung auch Schadstoffe wie Dioxin, Furane und PCBs aus dem Klärschlamm entfernt werden können. Schließlich soll unsere PYREG-Technologie nicht nur profitabel sein, sondern auch sicher und sauber.

http://www.pyreg.de/unternehmen/aktuelles.html

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BMUB will Regelungen zur Phosphorrückgewinnung zügig voranbringen

Der Parlamentarische Staatssekretär im BMUB, Florian Pronold, kündigte gestern anlässlich der Eröffnung der Zweiten Europäischen Konferenz zur Phosphorbewirtschaftung eine schnelle Umsetzung der Phosphorrückgewinnung in Deutschland an. Mittels Steigerung der Rückgewinnung aus Abwasser und Klärschlamm soll die Abhängigkeit von Rohphosphaten reduziert werden. Die Regierungsparteien haben die Rückgewinnung von Phosphor und anderen Nährstoffen im Hinblick auf die drohende Verknappung in ihrer Koalitionsvereinbarung festgehalten.
Phosphor ist lebenswichtig für Mensch und Tier und sichert als Phosphordünger hohe landwirtschaftliche Erträge. Im Jahr 2014 wurde Phosphor von der Europäischen Kommission wegen der Endlichkeit der natürlichen Ressourcen und der Herkunft aus teilweise politisch instabilen Regionen in die Liste der „kritischen Rohstoffe“ aufgenommen. Mehr:

http://www.bde-berlin.org/?p=10673#more-10673

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Umweltministerium will Phosphorrückgewinnung voranbringen

Konferenz zur Phosphorbewirtschaftung in Berlin eröffnet
Das Bundesumweltministerium will Regelungen zur Phosphorrückgewinnung zügig voranbringen. „Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass Phosphor und andere Nährstoffe zurückgewonnen werden sollen. Dies werden wir so schnell wie möglich umsetzen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im BMUB, Florian Pronold. Ein nachhaltiger Umgang mit Phosphor und dessen Rückgewinnung aus Klärschlämmen und Abwasser seien „erste wichtige Schritte, um auf die längerfristige Verknappung dieses lebenswichtigen Rohstoffs zu reagieren“, betonte Pronold heute zur Eröffnung der Zweiten Europäischen Konferenz zur Phosphorbewirtschaftung in Berlin.

Für menschliches und tierisches Leben sowie Pflanzenwachstum ist eine ausreichende Versorgung mit Phosphor unabdingbar. Phosphordünger ist unverzichtbar für die Ge-währleistung dauerhaft hoher landwirtschaftlicher Erträge. Oftmals stammt der Rohstoff jedoch aus politisch instabilen Regionen, außerdem ist der Phosphorabbau oftmals mit erheblichen Eingriffen in die Landschaft und Umweltschäden verbunden. Die Europäische Kommission hat Phosphor daher im Jahr 2014 in die Liste der „kritischen Rohstoffe“ aufgenommen. Vor diesem Hintergrund gewinnen der effiziente Umgang mit dem Rohstoff und insbesondere die Rückgewinnung von Phosphor an Bedeutung. In Deutschland soll insbesondere durch eine Steigerung der Phosphorrückgewinnung aus Abwasser und Klärschlamm die Abhängigkeit von Rohphosphaten reduziert werden.

Im Rahmen der nunmehr Zweiten Europäischen Konferenz zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Phosphor (Berlin, 5. und 6. März 2015) sollen Konzepte und Vorschläge zur Gewähr-leistung einer langfristigen Sicherung zur Phosphorversorgung diskutiert werden. Pronold betonte: „Mit einer Umorientierung bei der Nutzung des Phosphors aus Klärschlamm und Abwasser wird in vielen Bereichen noch technologisches Neuland beschritten. Ich erwarte daher von diesem Kongress auch Hinweise, die bei der Umsetzung unseres Phosphornutzungskonzeptes hilfreich sein können.“

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Verschwenderischem Umgang mit „Lebensquell Phosphor“ deutlich Riegel vorschieben

DBU und Land Rheinland-Pfalz fördern wegweisendes Projekt der Chemischen Fabrik Budenheim zum
Phosphorrecycling aus Klärschlamm

Phosphor ist für alle Lebewesen unersetzlich, neben Stickstoff die wichtigste Grundlage für Pflanzenwachstum und Hauptbestandteil von Pflanzendünger: ein wertvoller Mineralstoff. Doch während die Weltbevölkerung stetig wächst, schwinden die Phosphatvorkommen und können zudem nur unter großen Umweltbelastungen und hohem Energieaufwand gewonnen werden. „Die Lösung heißt Kreislaufwirtschaft: Menschen und Tiere nehmen nicht nur Phosphor auf, sondern scheiden ihn auch wieder aus. Nach der Abwasserreinigung bleibt der größte Teil im Klärschlamm zurück. Von den in Deutschland jährlich anfallenden zwei Millionen Tonnen Klärschlamm-Trockenmasse, die etwa 60.000 Tonnen Phosphor enthalten, werden aber nur 45 Prozent als Dünger oder anderweitig stofflich verwendet. Der Rest wird verbrannt und der Phosphor geht verloren. Das können wir uns nicht mehr leisten“, sagt Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Mit fachlicher und finanzieller Unterstützung der DBU von 390.000 Euro entwickelt die Chemische Fabrik Budenheim (Rheinland-Pfalz) ein umweltfreundliches Verfahren, das mit Kohlensäure Phosphor aus Klärschlamm zurückgewinnt.
Weltweit wurden 2012 etwa 210 Millionen Tonnen Rohphosphat zum Herstellen von Phosphor für die chemische Industrie gefördert. Der größte An-teil wird mit 82 Prozent für die Produktion von Düngemitteln verwendet. Die mineralischen Phosphorvorkommen seien jedoch eine endliche Re-source und die riesigen Tagebaue würden gravierende ökologische Schäden am Boden und bleibende ökologische Einschnitte in den Ländern verursa-chen. Zudem werde in den Tagebauen von Marokko, China, Jordanien oder Südafrika zunehmend mit den Schadstoffen Cadmium und Uran belastetes Rohphosphat abgebaut. Europa importiere Phosphorerze mangels eigener Vorkommen und produziere daraus Düngemittel, mit denen diese Schadstoffe in die Böden gelangten. „Auch deshalb ist ein nachhaltigerer Umgang mit der endlichen Ressource, etwa durch eine gezieltere Düngung, und deren Rückgewinnung dringend notwendig“, fordert Dr. Hans-Christian Schaefer, DBU-Referent für Biotechnologie.
Um ein Umlenken in diese Richtung anzustoßen, fördere die DBU seit zehn Jahren Phosphorrecycling. So gebe es bereits unterschiedliche Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm und aus der Asche der Klärschlammverbrennung. Doch nur wenige Verfahren gelangten bisher zur technischen Umsetzung, weil die ökologischen und ökonomischen Nachteile aufgrund der benötigten Mengen an Chemikalien und Energie zu hoch seien.

Die Laborentwicklung des neuen Verfahrens der Chemischen Fabrik Budenheim unterstützte zuvor die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz mit 416.000 Euro. „Die Förderung innovativer Ideen und kreativer Unternehmer ist eines unserer zentralen Themen“, sagt die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke. „Das aussichtsreiche Verfahren hat das Potenzial zur signifikanten Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe und zur Vermeidung von Abfällen.“ Darauf aufbauend sollen jetzt umfangreiche Versuche mit einer Pilotanlage an der Kläranlage Mainz-Mombach durchgeführt werden, um Klarheit über die Wirtschaftlichkeit und die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen des Verfahrens zu bekommen. Die neu entwickelte Versuchsanlage ist verfahrenstechnisch so kompakt und einfach aufgebaut, dass nicht nur weniger Chemikalien, sondern auch deutlich weniger Wärme, also Energie, für die Verfahrensschritte benötigt wird, sagt Franz-Peter Heidenreich, DBU-Referent für Wasserwirtschaft und Bodenschutz.

Die gewonnenen Produkte sollen dann untersucht werden, ob sie sich für die Weiterverarbeitung zu Phosphordünger eignen. Denn das recycelte Phosphat müsse bestimmte Bedingungen erfüllen, damit es für Düngemittel verwendet werden könne: „Es muss löslich sein, damit es die Pflanzenwurzeln aufnehmen können. Außerdem sollte der Gehalt an Schadstoffen wie Schwermetallen und organischen Schadstoffen die gesetzlichen Vorgaben möglichst deutlich unterschreiten, um ein Anreichern von Schadstoffen im Boden zu verhindern“, erklärt Heidenreich.
Unter erhöhtem Druck werde Kohlenstoffdioxid in das Klärschlamm-Wasser-Gemisch geleitet, wandele sich zu Kohlensäure um, bringe den pH-Wert zum Sinken und löse die im Klärschlamm enthaltenen Phosphate heraus, die nun die Form von Kristallen leichter wiedergewonnen werden könnten, erklärt Projektleiterin Eva Stössel von der Chemischen Fabrik Budenheim. „Im Prozess kann im Gegensatz zu bisherigen Verfahren auf Chemikalien wie Salz- oder Schwefelsäure und Natronlauge vollständig verzichtet werden.“ Beim sogenannten Budenheim-Verfahren sollen keine umweltschädlichen Abwasser oder Abluftströme mehr entstehen. Die nach dem Trocknen übrigbleibenden Phosphate können dann zu Düngemittel weiterverarbeitet werden. Das bei diesem Prozess entweichende Kohlendioxid
werde aufgefangen und im Kreislauf erneut für den Reaktionsbehälter genutzt.

„Ziel dieses Verfahrens ist es, je nach Herkunft des kommunalen oder industriellen Klärschlamms bis zu 50 Prozent des Phosphats zurückzugewinnen“, sagt Stössel. Dieses energiesparende Kreislaufverfahren gehe „weit über den bisherigen technischen Kenntnisstand hinaus, weil der gewonnene Dünger keine organischen und anorganischen Schadstoffe und Schwermetalle mehr enthält, die im Prozess weitgehend entfernt werden und im Klärschlamm-Rückstand zurückbleiben.“ Der phosphatarme Rückstand bzw. Restschlamm soll auf seine wertvollen Inhaltsstoffe analysiert werden, um die Reststoffe ebenfalls in den Kreislauf zurückzuführen und ressourcenschonend verwenden zu können.
Außerdem könnten die Verfahrenskosten mit geschätzten 60 bis 70 Cent pro Kilogramm gewonnenem Phosphor deutlich geringer sein als bei den bisherigen Verfahren, die zwischen zwei und 25 Euro pro Kilogramm Phosphor liegen. Heidenreich: „Durch die um ein Vielfaches günstigeren Verfahrenskosten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, den Phosphordünger auch am Markt verkaufen zu können. Das Budenheimer Verfahren hat somit gegenüber den bislang bekannten Verfahren deutliche verfahrenstechnische, öko-logische, energetische und damit auch ökonomische Vorteile.“

Quelle: www.dbu.de

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Meldungen zur Abwasserreinigung 2014

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Dezember 2014
21.12.2014 Ölbindemittel auf dem Klärwerk – immer griffbereit und mobil  
21.12.2014 Korrosion und ihre Folgen  
November 2014
16.11.2014 Abwasser reinigen mit Plasma  
16.11.2014 Zuviel Phosphor im geklärten Abwasser 
16.11.2014 Entwicklung eines neuartigen Biokohle- und Pflanzenfilters  
Februar 2014
23.02.2014 Provisorische Umrüstung der Belebung zur SBR-Anlage

Ölbindemittel auf dem Klärwerk – immer griffbereit und mobil

Im Winter 2009 kam es beim Befüllen eines Heiztanks zu einem Ölunfall, bei dem einige Hundert Liter Heizöl in unser Kanalnetz gelangten. Die Zeit, die uns nach der Benachrichtigung blieb, um auf der Kläranlage Vorkehrungen zu treffen, war weniger als eine Stunde. Neben dem Abschalten diverser Pumpwerke im Netz wurden auf der Kläranlage folgende Maßnahmen getroffen:
• Ölschlängel in das Zulaufgerinne eingebracht
• weitere Ölschlängel nach dem Rechen und nach dem Sandfang eingebracht
• Vorklärbecken mit Ölbinder abgestreut
• Schneckenpumpensumpf mit Ölbinder abgestreut.

Durch unsere Maßnahmen und die günstigen Randbedingungen wie Trockenwetter und ein leeres Regenüberlaufbecken konnte verhindert werden, dass Öl ins Klärwerk gelangte. Dieser Ölunfall hat uns klar gemacht, wie kurz die zur Verfügung stehende Zeit ist, um reagieren zu können. Ölbindemittel griffbereit …

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Rubrik DWA unter DWA-Infos / DWA-Informationen / KA-Betriebs-Info Folge 3-2014

Autor
Patrick Leingang, Abwassermeister Gruppenkläranlage Rülzheim/Herxheim 76761 Rülzheim, Deutschland Tel. +49 (0)7272 73652 E-Mail: p.leingang@ruelzheim.de

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Korrosion und ihre Folgen

Betonsanierung eines Zulaufpumpwerks Einleitung
Das Klärwerk Koblenz liegt am Rhein bei Flusskilometer 595,5. Im Jahr 1971 wurde es erstmals mit 160 000 EW in Betrieb genommen. Heute verfügt das Klärwerk bei 320 000 EW über eine mechanische und biologische Reinigungsstufe (erste Stufe Tropfkörper, zweite Stufe Belebungsbecken mit vorgeschalteter Denitrifikation), einschließlich einer chemischen Stufe und einer simultanen P-Fällung. Die Schlammbehandlung erfolgt anaerob mit maschineller Entwässerung über Kammerfilterpressen. Wir beschäftigen 34 Mitarbeiter. Für den Erweiterungsbau des Klärwerks wurde im Jahr 1987 mit den Planungen begonnen, die Fertigstellung war 1991. Diese Planung beinhaltete auch ein Geruchsgutachten. Aus diesem ging hervor, dass alle Abwasser und Schlamm führenden Gerinne abgedeckt werden müssen, um Geruchsemissionen zu vermeiden. Dies betraf das Zulaufschneckenpumpwerk, die Tropfkörper, die Rücklaufschlammpumpwerke und auch die …

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Fazit
Die Auskleidung mit KeraLine war die richtige Entscheidung in eine dauerhaft korrosionsfreie Zukunft des Zulaufbauwerks im Klärwerk Koblenz.

Autor
Ulrich Marquart Stellvertretender Betriebsleiter Klärwerk Koblenz Kammertsweg 82, 56070 Koblenz, Deutschland Tel.: +49 (0)261/129-4004 E-Mail: ulrich.marquart@klaerwerk-koblenz.de

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Abwasser reinigen mit Plasma

Einen neuen Ansatz für die Reinigung von Abwässern mit biologisch schwer abbaubaren Verbindungen untersuchen Wissenschaftler des Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, in dem vom BMBF geförderten Projekt »Wasserplasmax«.
Mit einem ersten Plasmareaktor konnten sie zuvor bereits Cyanide erfolgreich abbauen. Wird cyanidhaltiges Industrieabwasser (1,5 mg Cyanid pro Liter) mit zusätzlicher hoher organischer Fracht in einem eigens konstruierten Plasmareaktor behandelt, nimmt die Konzentration von Cyanid innerhalb von nur 90 Minuten um mehr als 90 Prozent bis unter die Nachweisgrenze ab.
Halogenierte Verbindungen aus Industrieabwässern, beispielsweise fluorierte Tenside, sind ebenso wie einige Arzneimittel aus Klinikabwässern oder Cyanid-Verbindungen aus der Galvanik nur schwer biologisch abbaubar. Um zu verhindern, dass sich diese Schadstoffe in der Umwelt anreichern, muss das Abwasser mit speziellen Reinigungsverfahren behandelt werden. Hierzu wird das Abwasser in der Regel mit oxidativ wirkenden Techniken aufbereitet, die beispielsweise Wasserstoffperoxid oder Ozon als Oxidationsmittel nutzen. Im Projekt »Wasserplasmax« werden die Schadstoffe im Abwasser mithilfe von Plasmaverfahren abgebaut – mit oxidierenden Radikalen und UV-Strahlung, welche direkt im Plasma erzeugt werden. Zur Anwendung in der Wasserreinigung eignet sich ein Atmosphärendruckplasma.
Die Wissenschaftler des Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB wollen drei verschiedene Reaktortypen testen. Bei einem Reaktor wird ein kontinuierlicher Wasserfilm direkt am Plasma vorbeiströmen. In einem zweiten Reaktor soll das zu behandelnde Abwasser zunächst mittels einer Düse zerstäubt werden, sodass fein vernebelte Tröpfchen die Plasmazone passieren. In einem dritten Reaktortyp soll geprüft werden, ob eine zusätzliche photokatalytische Schicht die Abbauprozesse verstärken. Die Reaktorkonfiguration mit den besten Ergebnissen soll schließlich als Demonstrator aufgebaut werden, um reales Industrieabwasser im größeren Maßstab zu untersuchen.

http://wip-kunststoffe.de/wip/nachrichten/967894-abwasser-reinigen-mit-plasma/

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Zuviel Phosphor im geklärten Abwasser

Kläranlagen im Einzugsbereich der Donau und ihren Nebenflüssen müssen mehr Phosphor aus dem Abwasser holen. Das geht laut Regierungspräsidium Tübingen aus der europäischen Wasserrahmenrichtlinie hervor.
In Donau und Nebenflüssen leben demnach immer mehr Algen und Wasserpflanzen, die dort natürlicherweise nicht vorkommen würden. Diese nährstoffliebenden Arten verdrängen die eigentlich heimischen Arten.

Wie niedrigere Werte erreicht werden können, sei im Einzugsgebiet des Neckars erfolgreich erprobt worden. Dort gelten bereits seit 2012 erhöhte Anforderungen für kommunale Kläranlagen. Mehr:

http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Zuviel-Phosphor-im-geklaerten-Abwasser;art4299,2768127

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Entwicklung eines neuartigen Biokohle- und Pflanzenfilters

Dieser Aufgabe widmet sich ein Forschungsprojekt am Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien der Uni Bremen. Mit 189 Tsd. EUR fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt die Entwicklung eines neuartigen Biokohle- und Pflanzenfilters, der Arzneimittelreste in Kleinkläranlagen vernichtet. Die Pflanzenkohle – also verkohltes Holz – soll das Wasser beim Durchsickern durch das Substrat länger festhalten. Die Filteranlage wird mit robusten und anpassungsfähigen Pflanzen wie Rohrglanzgras, Blutweiderich und Iris sowie speziellen Pilzen kombiniert, um einen zusätzlichen Reinigungseffekt zu erreichen. Die Versuchser-gebnisse aus einer ersten Projektphase haben einen deutlichen Reinigungseffekt mit der Pflanzenkohle gezeigt. Lesen Sie hier weiter:

https://www.dbu.de/123artikel34591_335.html

Quelle:
http://www.masterplan-wasser.nrw.de/downloads/Newsletter_2_2014_final.pdf

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Provisorische Umrüstung der Belebung zur SBR-Anlage

Betriebsstörung im Nachklärbecken einer einstraßigen Kläranlage
Einleitung

Der Entsorgungsverband Saar (EVS) als Zweckverband der 52 saarländischen Kommunen betreibt 140 Kläranlagen, 558 Regenüberlaufbecken und Stauraumkanäle sowie 269 Pumpwerke. Die 1998 in Betrieb genommene Kläranlage Münchwies mit einer Ausbaugröße von 1650 Einwohnerwerten gehört zu den 96 unbesetzten Trabantenkläranlagen des EVS. Betreut wird sie vom Personal der Kläranlage Ottweiler, an die sie mit Fernwirktechnik angebunden ist. Bei unserer Kläranlage Münchwies handelt es sich um eine konventionelle einstraßige Durchlaufbelebungsanlage, die … den ganzen Artikel lesen Sie unter:

https://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos#2014-1

Autoren
Dipl.-Ing. Ralf Hasselbach
Tel. +49 (0)681/50 00-223
E-Mail: ralf.hasselbach@evs.de

Michael Perius
Tel. +49 (0)681/50 00-195
E-Mail: michael.perius@evs.de
Entsorgungsverband Saar (EVS)
Mainzer Straße 261,
66121 Saarbrücken,
Deutschland

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Meldungen zur Spurenstoff-Elimination 2014

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November 2014
16.11.2014 Studie zu Arzneimittelrückständen in allen Bereichen der Umwelt  
16.11.2014 Projekt „Elimination von anthropogenen Spurenstoffen auf kommunalen Kläranlagen“ (Pilotprojekt 4. Reinigungsstufe) 
16.11.2014 Spurenstoffelimination auf Kläranlagen 
16.11.2014 Streit in Cloppenburg: Erstmals Antibiotika im Grundwasser 
Oktober 2014
26.10.2014 Optionen für die Spurenstoffentfernung am Berliner Tegeler See  
26.10.2014 „In allen Flüssen sind riskante Spurenstoffe zu finden“ Artikel aus der Stuttgarter Zeitung 
26.10.2014 „Neue Reinigungsstufe in Klärwerken“ Radiobeitrag von Deutschlandfunk 
26.10.2014 Vortrag auf der IWA Tagung in Lissabon zum Thema Spurenstoffe 
26.10.2014 Spurenstoffinventar der Fließgewässer in Baden-Württemberg 
26.10.2014 „Anthropogene Spurenstoffe zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischem Handlungsbedarf“ am 9./10. Oktober 2014 
05.10.2014 Entsorgungskonzept für Krankenhäuser  
05.10.2014 Bald deutlich weniger Medikamente in Flüssen, Seen und Trinkwasser?  
05.10.2014 Technologieforum Innovation in der Abwasserwirtschaft 
Mai 2014
10.05.2014 Organischen Spurenstoffen – Verursachergerechte Spezialfinanzierung in der Schweiz
März 2014
16.03.2014 Ein Fluss im Visier der Forscher 
16.03.2014 Pestizidcocktail in Schweizer Flüssen 
Februar 2014
20.02.2014 Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“ 
20.02.2014 Spurenstoffe – KomS-VSA-Fachexkursion in Baden-Württemberg  

Studie zu Arzneimittelrückständen in allen Bereichen der Umwelt

Im Zusammenhang mit der Überarbeitung der EU-Wasserrahmen- Richtlinie letzten Herbst wurde die EU-Kommission aufgefordert, bis Ende 2015 einen Plan zur Begrenzung der Wasserbelastung durch Arzneimittel vorzulegen. Eine Studie hat daher im Auftrag der EU die aktuelle Situation analysiert und Änderungsvorschläge unterbreitet. Hier ge-langen Sie zum vollständigen Bericht des Beratungsinstituts BIO Intelligence Service S.A.S.: „Study on the risks of environmental effects of medicinal products“. Er ist Ausgangspunkt für die EU-Kommission für weitere Diskussionen und Prüfungen. Mehr:

http://www.masterplan-wasser.nrw.de/index.php?/newsletter/aktuelle-ausgabe.html

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Projekt „Elimination von anthropogenen Spurenstoffen auf kommunalen Kläranlagen“ (Pilotprojekt 4. Reinigungsstufe)

Anlass für das Pilotvorhaben
Anthropogene Spurenstoffe wie z.B. Arzneimittel oder hormonell aktive Substanzen sind ein noch nicht ausreichend erforschtes und in seinen langfristigen Auswirkungen derzeit nicht sicher abschätzbares Umweltthema. Auch wenn unmittelbare toxische Wirkungen nicht zu erwarten sind, können durch die chronische Belastung langfristig negative Auswirkungen auf die Gewässerorganismen nicht ausgeschlossen werden. Auf europäischer und nationaler Ebene gibt es mittlerweile Bestrebungen Umweltqualitätsnormen in Gewässern auch für Arzneimittel rechtlich zu verankern. Bei Überschreitung dieser Qualitätsziele im Gewässer hätte dies ggf. Maßnahmen auf Kläranlagen zur Reduzierung zur Folge. Eine Möglichkeit Einträge von Spurenstoffen zu reduzieren ist die Nachrüstung von kommunalen Kläranlagen mit einer 4. Reinigungsstufe. Die betrieblichen Erfahrungen mit einer 4. Reinigungsstufe, die Kenntnisse zum Eliminationsverhalten und den Auswirkungen auf das Gewässer sind allerding noch gering.

Inhalt
Mit dem Vorhaben „Pilotprojekt 4. Reinigungsstufe“ soll eine großtechnische Anlage zur Elimination von Spurenstoffen auf der kommunalen Kläranlage Weißenburg i.Bay. errichtet und dauerhaft betrieben werden.
Folgende Ziele werden verfolgt:
• Im Vorhaben soll die technische Machbarkeit, die finanziellen Auswirkungen und der Nutzen einer 4. Reinigungsstufe dokumentiert werden.
• Insbesondere soll gezeigt werden in welchem Umfang Spurenstoffe durch eine 4. Reinigungsstufe reduziert werden können und wie sie sich auf die Gewässerqualität auswirken.
• Von den gewonnenen Erkenntnissen des Pilotvorhabens beim Betrieb der 4. Reinigungsstufe sollen v.a. die Betreiber anderer bayerischer Kläranlagen profitieren, die künftig ggf. Maßnahmen zur Spurenstoffreduktion umsetzen müssen.
Um die Zielerreichung objektiv zu beurteilen und zu dokumentieren, wird das Vorhaben wissenschaftlich und ingenieurtechnisch begleitet. Weiterhin wird ein umfangreiches Untersuchungsprogramm durchgeführt.

Projektbeteiligte
• Stadt Weißenburg i. Bay. (Bauherr)
• Universität der Bundeswehr München (Wissenschaftliche Begleitung)
• Dr.-Ing. Steinle Ingenieurgesellschaft (Wissenschaftliche Begleitung)
• Bayerisches Landesamt für Umwelt (Begleitendes Untersuchungsprogramm, Analytik)
Projektkoordination
Bayerisches Landesamt für Umwelt im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Laufzeit
Mai 2014 – Herbst 2017

http://www.lfu.bayern.de/wasser/abwasser_anthropogene_spurenstoffe/vierte_reinigungsstufe/index.htm

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Spurenstoffelimination auf Kläranlagen

Anthropogene Spurenstoffe, die kommunalen Kläranlagen zugeführt werden, sind sehr vielfältig und kommen im kommunalen Abwasser in niedrigen Konzentrationen von einigen μg/l und darunter vor. Ihre Wirkungen auf die aquatische Umwelt sind bisher nur für wenige Stoffe gesichert untersucht. Mit konventionellen Kläranlagen, die zur Stickstoffund Phosphoreliminierung ausgelegt sind, werden einige dieser Stoffe sehr weitgehend, andere jedoch nur geringfügig entfernt. Die mittlere Entfernungsrate von anthropogenen Spurenstoffen liegt bei heutigen Kläranlagen bei ca. 50 %. Durch zusätzliche Verfahrenstechniken wie z. B. Aktivkohleadsorption oder Ozonung kann die Spurenstoffelimination auf kommunalen Kläranlagen stoffspezifisch teilweise auf über 90 % gesteigert werden. Einige Stoffe können jedoch auch mit einer derartigen vierten Reinigungsstufe nicht weitgehend eliminiert werden. Das vorliegende Schwerpunktheft der „Korrespondenz Abwasser“ dokumentiert mit seinen verschiedenen Beiträgen derzeitige Erkenntnisse zu diesen weitergehenden Abwasserreinigungstechniken. Die DWA hat sich frühzeitig in verschiedenen Fachausschüssen mit der Spurenstoffproblematik auseinandergesetzt und eigene Erkenntnisse generiert. Wasserpolitische Positionen sind mit einer eigens gegründeten Koordinierungsgruppe „Anthropogene Spurenstoffe im Wasserkreislauf“ erarbeitet und u. a. auf Workshops mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages in Berlin erörtert worden. Durch Forschungsarbeiten und großtechnische Untersuchungen, vor allem in Baden-Württemberg, Berlin und Nordrhein- Westfalen, sind die jeweilige Leistungsfähigkeit der Verfahren einschließlich ihrer Wirkungsspektren ermittelt und erste Bemessungs- sowie Betriebsparameter erarbeitet worden. Zur Verifizierung bzw. Konkretisierung von Bemessungsparametern sowie zur Bündelung des Erfahrungswissens über die Aktivkohleadsorption und die Ozonung sind in der DWA zwei neue Arbeitsgruppen gebildet worden, um dieses Wissen der Fachöffentlichkeit aufzubereiten. Vor Projektierung einer vierten Reinigungsstufe und für ihren späteren erfolgreichen Betrieb zur Verbesserung der Gewässersituation muss m. E. der Kausalzusammenhang zwischen Spurenstoffaufkommen im Ablauf einer konventionellen Kläranlage und dem Gewässerdefizit hergestellt werden. Viele Spurenstoffe, die sich als Mikroverunreinigungen im Gewässer befinden, sind nicht über die kommunale Kläranlage eingeleitet, sondern entweder aus dem Kanalnetz entlastet oder diffus direkt dem Gewässer zugeleitet worden. Ebenfalls ist vor Ausbau einer vierten Reinigungsstufe zu bedenken, ob gegebenenfalls Verbesserungs- oder Veränderungsmaßnahmen bei Industrieund Gewerbebetrieben im Einzugsgebiet der Kläranlage eine ausreichende Minderung des Spurenstoffeintrages ergeben können. Vorbehandlungsmaßnahmen bei größeren Gewerbebetrieben oder Industrieeinleitern wie auch bei Großkliniken können eine überlegenswerte Ergänzung oder Alternative zur Konzeption einer vierten Reinigungsstufe auf Kläranlagen darstellen. Auch kann jeder Einzelne durch sinnfälligen Umgang mit Haushaltschemikalien und unverbrauchten Arzneimitteln eine Besserung der Situation hervorrufen. Die Einführung einer Rückgabepflicht an unverbrauchten Arzneimitteln wie auch der Hinweis einer Umweltverträglichkeit auf der Medikamentenverpackung sollten erwogen werden. Für den Umgang mit Röntgenkontrastmitteln, die selbst mit den bisher bekannten vierten Reinigungsstufen nur unwesentlich eliminiert werden, sollten Vorgehensweisen erarbeitet werden, die dazu führen, dass der mit Röntgenkontrastmitteln belastete Patientenurin nicht in die Kanalisation gelangt. Die mit der vierten Reinigungsstufe einhergehende Verbesserung der Spurenstoffelimination ist natürlich auch mit größerem Ressourcenverbrauch und höheren Kosten verbunden. Hinsichtlich der zusätzlichen Kosten sind die örtlichen Voraussetzungen sehr entscheidend. Das Vorhandensein von Bausteinen einer weitergehenden Abwasserreinigung, wie zum Beispiel einer Sandfiltration und einer ausreichenden Erweiterungsfläche beeinflusst die Auswahl und die Umsetzung einer vierten Reinigungsstufe. Das von einigen Stellen ausgesprochene Begehren nach einer flächendeckenden flächendeckenden Einführung einer vierten Reinigungsstufe auf kommunalen Kläranlagen sollte m. E. noch zurückgestellt werden. Ein gleichzeitiger Ausbau Tausender Kläranlagen würde zu einer unnötigen Preissteigerung bei den Investitionen führen und wegen fehlender Erfahrungen eventuell Planungen mit konstruktiven Schwächen entstehen lassen. Besser wäre daher, einige großtechnische Demonstrationsanlagen mit Mitteln aus der Abwasserabgabe zu errichten, damit sich im Alltagsbetrieb die bemessungstechnischen Parameter und konstruktiven Details bewähren können. Die großtechnischen Demonstrationsanlagen sollten vor allem an Vorflutern errichtet werden, die in der Wasserführung einen hohen Abwasseranteil besitzen. Neben Untersuchungen zur Effektivität und Effizienz dieser Kläranlagen sollten auch begleitende Untersuchungen der ökologischen Parameter in den Vorflutern erfolgen, damit der bisher noch nicht geführte Beweis erbracht werden kann, dass vierte Reinigungsstufen die ökologischen Parameter in Gewässern überhaupt verbessern oder ob nicht diffuse Einleitungen oder andere Defizite für den eventuell schlechten Zustand der Gewässer maßgeblich bleiben.

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Firk Sprecher Koordinierungsgruppe Anthropogene Spurenstoffe im Wasserkreislauf 835

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Streit in Cloppenburg: Erstmals Antibiotika im Grundwasser

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband sieht allein die Landwirtschaft in der Verantwortung für die Antibiotikafunde. Der Bauernverband kontert, das Mittel stamme auch aus der Humanmedizin. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat bei Grundwasser-Untersuchungen im Landkreis Cloppenburg erstmals Antibiotika gefunden. Im Labor nachgewiesen wurde Sulfadimidin, das laut dem Verband ausschließlich als Tierarzneimittel verwendet wird. Das Medikament wurde in Thülsfelde…

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Streit-in-Cloppenburg-Erstmals-Antibiotika-im-Trinkwasser-1595511.html

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Optionen für die Spurenstoffentfernung am Berliner Tegeler See

Mit zunehmendem Fortschritt in der Wasseranalytik können immer mehr Spurenstoffe aus dem menschlichen Gebrauch im Wasserkreislauf nachgewiesen werden. Hierzu zählt auch der Tegeler See. Im Projekt Verbundvorhaben ASKURIS werden Optionen für die Entfernung von Spurenstoffen aus dem Eintragspfad Abwasser erprobt und bewertet.
Die Arbeiten des KWB haben sich hier auf den Vergleich von nachgeschalteten Filtern nach einer Ozonung sowie Verfahrensbewertung (Aktivkohle und Ozonung) mittels Ökobilanzen fokussiert. Die Versuche ergaben, dass ein biologischer Kornkohlefilter oder ein Zweischichtfilter gleichermaßen zur Nachreinigung nach einer Ozonung geeignet sind. Die Ökobilanzen verdeutlichen, dass Verfahren zur Spurenstoffentfernung zu einer nennenswerten Erhöhung des CO2-Ausstoßes führen würde. Je schärfer die Umweltziele definiert werden, desto höher sind die notwendigen Dosierungen an Aktivkohle oder Ozon und somit auch der CO2-Ausstoß. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 11. Juli 2014 wurden die bisherigen Ergebnisse in einer Oberflächenwasseraufbereitungsanlage vorgestellt.

Mehr:
http://www.kompetenzwasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/newsletter/deutsch/NL-KWB-2014_ed40-D-WEB.pdf

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„In allen Flüssen sind riskante Spurenstoffe zu finden“ Artikel aus der Stuttgarter Zeitung

Es ist die aufwendigste Suche nach Spurenstoffen, die jemals in Baden-Württemberg angestellt worden ist: 17 Bäche und Flüsse sowie sechs Kläranlagen sind ein Jahr lang auf 86 Stoffe hin geprüft worden – die Ergebnisse liegen nun vor. Darüber hat die Stuttgarter Zeitung am 9. September 2014 berichtet.

Quelle: http://www.koms-bw.de/
Den kompletten Beitrag lesen Sie hier.
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.umwelt-suenden-in-allen-fluessen-sind-riskante-spurenstoffe-zu-finden.70db44ac-2dcf-4265-98fa-3d07eee0d8de.html

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„Neue Reinigungsstufe in Klärwerken“ Radiobeitrag von Deutschlandfunk

Entzündungshemmer, Asthma-Medikamente, Psychotherapeutika und Antibiotika gelangen über das Abwasser in Flüsse und Sehen und schaden dort beispielsweise Fischen oder Fröschen. Herkömmliche Kläranlagen reichen zum Filtern nicht aus, eine weitere Reinigungsstufe wird erforderlich. Darüber hat der Deutschlandfunk am 20. Oktober 2014 berichtet.
Den kompletten Radiobeitrag finden Sie unter:

http://www.deutschlandfunk.de/arzneimittelreste-neue-reinigungsstufe-in-klaerwerken.697.de.html?dram:article_id=300848

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Vortrag auf der IWA Tagung in Lissabon zum Thema Spurenstoffe

Auf der IWA Tagung in Lissabon vom 21-29.09.2014 wurde über aktuelle Themen und Herausforderungen der Wasserwirtschaft mit über 5.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt diskutiert.
Auf dem Workshop „Micropollutants – full scale experience in Germany and Switzerland“ trugen die Herren Siegrist von der EAWAG und Alt über deren Erfahrungen vor. Die vielen Fragen der Teilnehmer zeigt die hohe Brisanz der Spurenstoffproblematik auch im weltweiten Blickwinkel.
Haben Sie Interesse an weiteren Informationen zu diesem Thema, so steht Ihnen unser Herr Alt gerne telefonisch unter 0211 / 44 99 1-55 zur Verfügung. Oder schicken Sie einfach eine E-Mail an klaus.alt@hydro-ingenieure.de.

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Spurenstoffinventar der Fließgewässer in Baden-Württemberg

Die Belastung unserer Gewässer ist durch die in den letzten Jahrzehnten vielfältig ergriffenen Maßnahmen wie Stoffverbote, Ausbau von Kläranlagen oder Umstellungen in industriellen Prozessen erheblich zurückgegangen. Wir dürfen uns aber nicht auf Erreichtem ausruhen! Eine neue Herausforderung stellen die in Gewässern nachweisbaren Rückstände von Arzneimitteln, Röntgenkontrastmitteln, Bioziden, synthetischen Süß- und Duftstoffen, Weichmachern und Flammschutzmitteln dar. Diese Spurenstoffe gelangen zumeist nach ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch aus Haushalten über kommunale Kläranlagen in die Gewässer.

Pressemitteilung des Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Quelle: http://www.koms-bw.de/fachinformation/

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„Anthropogene Spurenstoffe zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischem Handlungsbedarf“ am 9./10. Oktober 2014

Medikamente, Reinigungsmittel, Duftstoffe – diese und viele andere Chemikalien gelangen tagtäglich mit dem Abwasser in die Kläranlagen. Da dort viele Substanzen nicht oder nur teilweise abgebaut oder zurückgehalten werden, enthält geklärtes Abwasser mehr Spurenstoffe als man denkt, und viele davon sind noch unbekannt. Sie zu identifizieren ist gar nicht so einfach: Zum einen kommen sie nur in sehr geringen Mengen vor, zum anderen gibt es häufig keine Referenzsubstanzen für Vergleichsmessungen. Auch weiß man noch wenig darüber, wie die von einzelnen Spurenstoffen ausgehenden Risiken zu bewerten sind, also wie stabil oder mobil einzelne Substanzen sind oder wie sie auf Organismen wirken: Möglicherweise schädigen einige von ihnen die in Gewässern lebenden Pflanzen und Tiere.
Solange die Fakten nicht geklärt sind, ist es sinnvoll, vorbeugend die Risiken zu minimieren. Doch was kann oder sollte man tun? Was ist über einzelne Stoffe bekannt? Gibt es bereits Gesetze und Verordnungen? Diese Fachtagung zeigte, dass es sinnvoll ist, an verschiedenen Stellen anzusetzen. Sie präsentierte die Ergebnisse des vom BMBF-geförderten Projektes RISK-IDENT und diskutierte die Konsequenzen für den praktischen Umgang mit den vom Menschen in die Umwelt gebrachten Spurenstoffen.
Die Veranstaltung richtete sich deutschlandweit an Praktiker aus Ämtern, Abwasserzweckverbänden und Kläranlagen sowie Ingenieurbüros und Umweltberater. Willkommen waren aber auch Entscheider aus der Politik und Forscher aus der Wissenschaft. Den Tagungsband zur Veranstaltung finden Sie in der rechten Spalte.
http://www.lfu.bayern.de/analytik_stoffe/risk_ident/fachtagungen/index.htm

Tagungsband:
Anthropogene Spurenstoffe zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischem Handlungsbedarf
Dokumentation der LfU-Fachtagung „Anthropogene Spurenstoffe zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischem Handlungsbedarf“ vom 09./10.10.2014 des Bayer. Landesamtes für Umwelt:
• BMBF-Förderschwerpunkt: Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf
• Anthropogene Spurenstoffe im Wasserkreislauf – Allgemeine Einführung –
• Strategien zur Identifizierung, Bewertung und Minderung von Spurenstoffe im Wasserkreislauf: Das Projekt RISK-IDENT
• Fortschritte bei der Identifizierung organischer Spurenstoffe
• Ökotoxikologische Effekte von Spurenstoffen – Laborversuche zu Exposition und Wirkung
• Verbleib anthropogener Spurenstoffe: Vergleich zwischen Labor und Umwelt
• Wie lebt es sich im Fluss? Ökotoxikologische Effekte im Freiland
• Bewertung der Umweltrisiken bei der Arzneimittelzulassung – Erfahrungen und Handlungsbedarf
• Wie können wir das Risiko vermindern? – Ein internationaler Vergleich
• Spurenstoffe aus Sicht der Umweltverwaltung
• Was können Bürgerinnen und Bürger tun? Wo bekommen sie Informationen?
• Lösungsmöglichkeiten – Welchen Beitrag kann die Abwassertechnik leisten?
• Lösungsmöglichkeiten aus Sicht eines Abwasserentsorgers
• Lösungsmöglichkeiten aus Sicht eines Trinkwasserversorgers (Erkennen – Bewerten – Reagieren)

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Entsorgungskonzept für Krankenhäuser

Die Aufbereitung von Krankenhausabwasser ist eine Herausforderung: Kommunale Kläranlagen sind primär auf die Beseitigung von biologisch abbaubaren Materialien ausgelegt. Auch modernste Aufbereitungsmethoden können hohe Konzentrationen von Arzneimittelrückständen nicht ausreichend entfernen. Dezentrale Wasseraufbereitungsanlagen direkt auf dem Klinikgelände stellen daher einen sinnvollen Lösungsansatz dar. Das niederländische Unternehmen Pharmafilter hat ein Entsorgungskonzept für medizinische Großeinrichtungen entwickelt. Es kombiniert die Abwasseraufbereitung mit der Abfallentsorgung und der biogasbasierten Energieerzeugung in einer kompakten Anlage. Das Entsorgungskonzept geht noch einen Schritt weiter, das Prinzip folgt dem Motto „Recycling statt Mehrweg“. Erprobt wurde es im Reinier de Graaf Krankenhaus in Delft. Lesen Sie hier weiter:

http://www.masterplan-wasser.nrw.de/downloads/Newsletter_2_2014_final.pdf

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Bald deutlich weniger Medikamente in Flüssen, Seen und Trinkwasser?

DBU gibt weitere 189.000 Euro für Entwickeln einer neuartigen Pflanzenkläranlage an Universität Bremen

In Deutschland werden jährlich rund 31.000 Tonnen Arzneimittel eingenommen. Sie sollen eigentlich heilen. Doch sie können auch schädlich sein und wirken, wo sie eigentlich nicht wirken sollten. Wenn Menschen Antibiotika, Hormone oder Schmerzmittel eingenommen haben, kann der Körper die Wirkstoffe nicht vollständig verwerten. Sie landen stattdessen im häuslichen Abwasser und kommen durch die Kanalisation in Flüsse und Seen und über das Grundwasser teilweise sogar ins Trinkwasser. Dieses Problem will ein Forschungsprojekt am Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) der Universität Bremen nun lösen. Mit 189.000 Euro fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) das Entwickeln eines neuartigen Biokohle- und Pflanzenfilters, der Arzneimittelreste in Kleinkläranlagen vernichtet. „Es ist ein sehr wirksames, aber auch kostengünstiges und technisch leicht anzuwendendes Verfahren“, erklärt Projekt-Mitarbeiter Dr. Ingo Dobner von der Uni Bremen.

Medikamentenreste schädigen Mensch und Umwelt – Pflanzenkohle wirkt wie ein Schwamm
Über 3.000 verschiedene Medikamenten-Wirkstoffe sind in Deutschland zugelassen. Viele dieser Substanzen und Hormone sind so resistent, dass sie bislang kaum oder gar nicht aus dem Wasser gefiltert und über die Kläranlagen in den Wasserkreislauf geraten konnten – ein großes Problem für Umwelt, Mensch und Tier, betont Dobner. Bei Fischen komme es durch Hormon- und Medikamentenaufnahme zur Verweiblichung und Geschlechtsumwandlung. Und Bakterien bzw. Krankheitserreger würden zunehmend resistent gegen Antibiotika, so dass die Medikamente ihre Wirksamkeit verlieren. Das UFT in Bremen entwickelt jetzt ein Verfahren, bei dem erstmals mit Bio- bzw. Pflanzenkohle das Wasser von Arzneimittelrückständen gereinigt werden kann. „Die Pflanzenkohle – also verkohltes Holz – hält das Wasser beim Durchsickern durch das Substrat länger fest. Sie funktioniert im Grunde wie ein Schwamm und kann dadurch die Schadstoffe besser aus dem Wasser herausfiltern“, erklärt Dobner das Verfahren des Biokohle-Filters. Die Versuchsergebnisse aus einer ersten Projektphase mit unterschiedlichen Bodenfiltern hätten einen deutlichen Reinigungseffekt mit der Pflanzenkohle gezeigt.

Dreifache Wirksamkeit: Pflanzen, Biokohle und Pilze knacken komplizierte Moleküle
Außerdem soll die Filteranlage mit besonders robusten und anpassungsfähigen Pflanzen wie Rohrglanzgras, Blutweiderich und Iris sowie speziellen Pilzen kombiniert werden, um einen zusätzlichen Reinigungseffekt zu erreichen, erläutert Dobner die vielfältigen Mechanismen der Pflanzenkläranlage: „So greift im übertragenen Sinne eine Hand in die andere, wodurch auch die kompliziertesten Moleküle geknackt und das Wasser von Schadstoffen gereinigt werden kann.“ Weil Dobner und seine Kollegen weitere Erkenntnisse aus dem Langzeitverhalten zur Reinigungsleistung erwarten, fördert die DBU nun die zweite Projektphase mit etwa 189.000 Euro. Schon für die erste Phase hatte sie 120.000 Euro in die Hand genommen.

Pflegeleichte und kostengünstige Anwendung – Beitrag zum ökologischen Verbraucherschutz
Bislang habe die Forschung wegen des hohen Wirkstoffgehalts vor allem die Reinigung von Krankenhausabwässern untersucht. Weil die Patienten die Krankenhäuser aber immer früher verließen und die häuslichen Abwässer zunehmend belastet würden, entwickelt Dobner nun eine neuartige Methode für kleine und kommunale Kläranlagen. Der ländliche Bereich biete zumeist genügend Platz für die Pflanzenkläranlagen, „deren Technik sich aber ohne weiteres auf größere Kläranlagen übertragen ließe“, wie DBU-Experte Franz-Peter Heidenreich erklärt. Von Vorteil sei außerdem, dass die Anlage „mit wenig Pflege fast wartungsfrei und sehr günstig zu betreiben“ sei. DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde sieht in dem Forschungsprojekt einen besonderen Mehrwert und Vorteil für die Umwelt und die mittelständische Wirtschaft: „Gerade kleine und mittelständische Unternehmen wie Hersteller von Abwassertechnik bzw. Bodenfilter-/Pflanzenkläranlagen, Planungs- und Ingenieurbüros oder der Garten- und Landschaftsbau können von dem Projekt profitieren und auch unter ökonomischen Aspekten einen ökologischen Beitrag für mehr Verbraucherschutz leisten.“

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 28722/02): Dr. Ingo Dobner, Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT), Universität Bremen, Telefon: 0421/21863357, Telefax: 0421/21863302

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Technologieforum Innovation in der Abwasserwirtschaft

Einen umfassenden Überblick über neue Lösungsansätze für die verschiedensten Aufgaben der Wasserwirtschaft bot das „Technologieforum Baden-Württemberg – Innovationen in der Wasserwirtschaft“. Einen breiten Raum nahm dabei das gerade in Baden-Württemberg auch politisch hoch aufgehängte Thema Spurenstoffe ein. Dr.-Ing. Klaus Jedele von der Dr.-Ing. Klaus Jedele und Partner GmbH, Stuttgart, stellte abwasser- und verfahrenstechnische Ansätze zur Spurenstoffelimination im Einzugsgebiet Bodensee vor. So können beispielsweise bei der Regenwasserbehandlung Retentionsbodenfilter bis zu 80 Prozent bestimmter Pharmaka eliminieren. Bei der Abwasserbehandlung zeigen sowohl die Kombination von Ozon und Langsamsandfilter als auch der Einsatz von Ozon und granulierter Aktivkohle gute Ergebnisse.

Dr.-Ing. Reinhold Rölle, Dr. Götzelmann & Partner, Stuttgart, ging anschließend auf die Effizienz und die Kosten bei der Spurenstoffentnahme durch Aktivkohle ein. In der Bodenseeregion wurden bisher zwei Anlagenstufen zur Spurenstoffreduktion errichtet und sind seit mehr als einem Jahr im technischen Dauerbetrieb. Ein wesentlicher Abbau der verschiedensten Spurenstoffe kann dabei nachgewiesen werden. Die Verringerung ausgewählter Arzneimittelrückstände beträgt im Mittel 82 Prozent, bei Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln liegt die Entnahmerate laut Rölle bei rund 60 Prozent. Die Kosten dieser Anlagen belaufen sich dabei auf 0,10 bis 0,13 €/m³. Die Kosten der Anlagen am Bodensee liegen damit höher als die der Anlage Sindelfingen (0,05 €/m³). Dies ist laut Rölle auf die geringeren Ausbaugrößen der Anlagen am Bodensee zurückzuführen.
Auch Dr.-Ing. Alessandro Meda, Von Roll Umwelttechnik GmbH, Bietigheim- Bissingen, stellte verschiedene großtechnische Projekte der Kornkohlefiltration vor. Die großtechnischen Versuche hätten dabei die Praxistauglichkeit der Kornkohlefiltration nachgewiesen. Aktivkohleverluste über die Ablaufrinne währen der Spülung oder ein Durchtritt durch den Filterboden seien nicht festgestellt worden. Ein geringfügiger, von der Luft-Wasserspülung hervorgerufener Aktivkohleabrieb hätte nachgewiesen werden können, hätte aber zu keiner messbaren Abnahme der Filterbetthöhe im untersuchten Zeitraum von elf Monaten geführt.

Nicht nur im Bereich der Spurenstoffelimination besteht eine rege Forschungstätigkeit. Dass es auch Alternativen zum konventionellen Belebungsverfahren gibt, schilderte Prof. Dr. Harald Horn vom KIT in Karlsruhe. Horn stellte in Friedrichshafen die aerobe Granulierung zur Behandlung kommunaler Abwässer vor. Eine Pilotanlage und Laborversuche hätten für diese Technik gute Nitrifikationsleistungen nachgewiesen. Kritisch sind laut Horn aber noch die hohen Sauerstoffkonzentrationen von sechs bis acht mg/l Sauerstoff. Wenn es gelinge, Reaktoren mit aeroben Granula auch bei Sauerstoffkonzentrationen zwischen drei und vier mg/l Sauerstoff stabil zu betreiben, sei diese Technologie eine kostengünstige Alternative zu kontinuierlich betriebenen Anlagen mit dem Belebungsverfahren.

Auch im Technologieforum ging es neben den Möglichkeiten zur Verbesserung der Abwasserbehandlung um die Reduzierung des Energieverbrauchs. Eine wichtige Hilfe hierfür hat die DWA mit dem Leitfaden „Senkung des Stromverbrauchs“ entwickelt. Ein besonderes Beispiel von dessen internationaler Verbreitung präsentierte Dr.-Ing. Jörg Krampe, Technische Universität Wien, mit Südaustralien. Dort sind große Energieverbraucher, und somit auch Kläranlagen, verpflichtet, in regelmäßigen Abständen ein Energy Efficiency Opportunity Programm zu durchlaufen. Der DWA-Leitfaden hat sich dabei laut Krampe in Südaustralien bewährt. Ein großer Vorteil des DWA-Leitfadens sei die Abdeckung einer Vielzahl von Technologien und der pragmatische Ansatz, der es erlaube, mit geringem Aufwand erste Orientierungswerte zu erhalten. Trotzdem sei das Dokument detailliert genug, um Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs erarbeiten zu können, so Krampe.

Einen Schritt weiter als die Senkung des Energieverbrauchs gehen mittlerweile erste Kläranlagen mit dem Ziel der Stromautonomie. So auch das Hauptklärwerk Mühlhausen in Stuttgart. Dipl.- Ing. Lothar Krätzig-Ahlert von der Grontmij GmbH in Köln legte dar, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Im Mittelpunkt steht eine maximale Faulgasproduktion, auch durch die Fremdannahme von Klärschlamm oder anderen Brennstoffen. Dazu kommen naturgemäß die energetische Optimierung der Anlage sowie der Aufbau eines Energiemanagementsystems. Nach Schätzung von Krätzig-Ahlert kann die Kläranlage Mühlhausen das Ziel der Stromautonomie in den nächsten zehn bis 15 Jahren erreichen.
Quelle: http://www.dwa-bw.de/landesverbandstagungen.html

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Organischen Spurenstoffen – Verursachergerechte Spezialfinanzierung in der Schweiz

Der Nationalrat hat an seiner Sitzung vom 3.3. der Änderung des Gewässerschutzgesetzes als Zweitrat mit 130:49 Stimmen zugestimmt. Damit ist die gesetzliche Grundlage für eine verursachergerechte Spezialfinanzierung zur Entfernung von organischen Spurenstoffen in ausgewählten ARA geschaffen.

Zum Wortprotokoll:
http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/n/4912/429419/d_n_4912_429419_429423.htm

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Ein Fluss im Visier der Forscher

Bodenseekreis – Das Projekt „Schussen aktivplus“ läuft noch bis Ende 2014. Die Argen als Vergleichsgewässer ist weit weniger mit Chemikalien belastet.
Noch bis Ende 2014 untersucht ein Team von Wissenschaftlern, welche und wie viele Keime und Mikroverunreinigungen über das Abwasser in die Schussen gelangen und wie diese Schadstoffe auf Fische und Organismen wirkt. Erforscht wird auch, wie effektiv zusätzliche Reinigungsstufen in den Kläranlagen Langwiese, Eriskirch und Merklingen sowie in zwei Regenwasser-Behandlungsanlagen sind. Rita Triebskorn berichtete im Institut für Seenforschung in Langenargen unter dem Titel „Munter wie ein Fisch im Wasser?“ über das Projekt „Schussen aktivplus“, ein Vorhaben, an dem sich Bund und Land beteiligen sowie Universitäten, Unternehmen, die Kommunen Eriskirch, Tettnang, Ravensburg und der Abwasserverband Unteres Schussental.

„Das Besondere am Projekt ist nicht nur die große Zahl der untersuchten Stoffe, sondern es sind auch die vielfältigen Untersuchungsmethoden“, erläuterte …mehr:

http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/bodenseekreis/Ein-Fluss-im-Visier-der-Forscher;art410936,6648329

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Pestizidcocktail in Schweizer Flüssen

Schweizer Fliessgewässer enthalten einen ganzen Cocktail an Pestiziden. Von rund 300 zugelassenen und erfassbaren Wirkstoffen wurden in einem aufwendigen Screening über 100 in Wasserproben gefunden. Jede Probe enthielt im Schnitt 40 unterschiedliche Stoffe. In 78% der Proben lag die aufaddierte Pestizidkonzentration über 1µg/L. Für 31 Substanzen wurde der Grenzwert der Gewässerschutzverordnung verletzt. Eine Beeinträchtigung von Organismen in den Gewässern – namentlich durch Pflanzenschutzmittel – kann nicht ausgeschlossen werden.
So umfassend wurde noch nie nach Pestiziden in Schweizer Gewässern gesucht: Im Auftrag des Bundes hat die Eawag zusammen mit fünf Kantonen in fünf mittelgrossen Flüssen allen löslichen synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Bioziden nachgespürt. Heute hat die Zeitschrift Aqua&Gas die Resultate in ihrer Nr. 3/2014 publiziert. Medienschaffende können den vollständigen Artikel als pdf anfordern unter: medien@eawag.ch.

Vor allem Pflanzenschutzmittel
Hauptziel der Studie an den Flüssen Salmsacher Aach (SG), Furtbach (ZH), Surb (AG), Limpach (SO) und Mentue (VD) war es, herauszufinden, wie viele verschiedene Pestizide in diesen Gewässern vorkommen. Von rund 300 zugelassenen und analytisch nachweisbaren Wirkstoffen wurden 104 in den Flüssen gefunden, 82 davon waren reine Pflanzenschutzmittel. Aufgrund der neuen, umfassenden Daten zeigt sich, dass ein Grossteil der Pestizidbelastung heute den Pflanzenschutzmitteln aus der Landwirtschaft zuzuschreiben ist.
Anzahl gefundener Herbizide, Fungizide und Insektizide pro Untersuchungsstation (als Pflanzenschutzmittel sowie doppelt, als Pflanzenschutzmittel und Biozid zugelassene Wirkstoffe).

Hohe Summen-Konzentration
Die Summe aller Pestizidkonzentrationen war in 78% der Proben grösser als 1µg/L. Was dies für die Wasserqualität und die Auswirkung auf Organismen im Gewässer bedeutet, kann nicht generell beurteilt werden. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher zogen aber Vergleiche mit dem pauschalen Anforderungswert der Gewässerschutzverordnung (maximal 0,1µg/L pro Einzelstoff) und dem toxikologisch abgestützten Qualitätskriterium für eine chronische Belastung (CQK):
40 Substanzen haben sich als problematisch herausgestellt: 21 Pestizide überschritten den Wert aus der Verordnung, 9 Stoffe das CQK und 10 beide Kriterien. Alle untersuchten – für das Mittelland durchaus typischen – Flüsse waren demnach in der Messperiode von März bis Juli erheblich durch verschiedenste Pestizide belastet. Auswirkungen auf Organismen müssen befürchtet werden.
Problematisch sind dabei vor allem zwei Aspekte:
• Durchschnittlich wurden 40 Stoffen pro Probe nachgewiesen. Selbst wenn die Konzentration jedes einzelnen dieser Stoffe das ökotoxikologische Qualitätskriterium nicht überschreitet, ist eine Beeinträchtigung von Organismen im Wasser durch diese Pestizidmischungen zu befürchten.
• Die nachgewiesenen Konzentrationen pro Stoff lagen mehrfach über 0.1µg/L und vereinzelt sogar über 1µg/L. Das ist hoch, wenn berücksichtigt wird, dass es sich um Mischproben aus zwei Wochen handelte. Die kurzfristigen Spitzenkonzentrationen, so folgern die am Projekt Beteiligten, müssen teils vielfach höher liegen, für einzelne Substanzen wohl über der Grenze, über welcher sie akut toxisch wirken.

Differenzierte Beurteilung und Vorsorge nötig
Prof. Juliane Hollender, Leiterin der Eawag-Abteilung für Umweltchemie und eine der Autorinnen der Studie, war überrascht von den neuen Daten: «Ganz so sauber, wie immer wieder betont, scheinen die Schweizer Gewässer doch nicht zu sein», sagt sie. Doch die Studie mit einer nahezu kompletten Detektion aller Pestizide trage viel dazu bei, den relevantesten Wirkstoffen auf die Spur zu kommen. Diese könnten nun gezielter überwacht oder ihr Einsatz unter Umständen eingeschränkt werden. Zudem werde immer deutlicher, so Hollender, dass neben Tests mit einzelnen Stoffen auch eine Beurteilung der Mischungstoxizität nötig sei.
Text: Andri Bryner

Weitere Auskünfte
• Prof. Juliane Hollender, +41 58 765 5493; juliane.hollender@eawag.ch
• Dr. Christian Stamm, +41 58 765 5565;

http://www.eawag.ch/medien/bulletin/20140305/index

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Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“

Newsletter
www.micropoll.ch

Inhaltsverzeichnis
» Projekte Plattform
» Forschung
» Grosstechnische Umsetzungen
» Internationales
» Transformationsprodukte Ozonung
» Veranstaltungen

http://www.micropoll.ch/fileadmin/user_upload/Redaktion/Aktuell/Newsletter_3.pdf

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Spurenstoffe – KomS-VSA-Fachexkursion in Baden-Württemberg

Am 6./7. November 2013 fand erstmals eine gemeinsame Fachexkursion von Abwasserfachleuten aus der Schweiz und Baden-Württemberg statt. Gemeinsam organisiert von der VSA-Plattform „Verfahrenstechnik Mikroverunreinigungen“ und dem Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg wurden an den beiden Tagen insgesamt vier Kläranlagen in Baden-Württemberg besucht, die bereits über eine adsorptive Reinigungsstufe mit Pulveraktivkohle zur Elimination von Spurenstoffen verfügen bzw. aktuell eine solche Stufe bauen. Am ersten Tag stand die Besichtigung der beiden Kläranlagen Stockacher Aach und Langwiese, beides Anlagen im Einzugsgebiet des Bodensees, auf dem Programm. Während die Betreiber der Kläranlage Stockacher Aach über ihre bereits rund zweijährigen Betriebserfahrungen mit der Adsorptionsstufe berichten konnten, befindet man sich im Klärwerk Langwiese in Ravensburg noch in der Phase der Inbetriebnahme der neuen Verfahrenstechnik. Gruppenfoto der Exkursionsteilnehmer Am zweiten Tag wurde zunächst die sich noch im Bau befindliche Adsorptionsstufe und Filteranlage auf dem Klärwerk Steinhäule in Neu-Ulm besichtigt, bevor die Exkursion auf dem Klärwerk Böblingen-Sindelfingen endete. Dort konnte das Kläranlagenpersonal bereits über zweijährige Betriebserfahrungen im Umgang mit der Pulveraktivkohle berichten. Die Exkursion bot vielfältige Möglichkeiten für einen fachlichen Erfahrungsaustausch zwischen den rund 50 Teilnehmern. Für die Schweizer Kollegen sind die bislang in Baden-Württemberg gewonnenen Erkenntnisse zur technischen Umsetzung dieser neuen Verfahrenstechnik von besonderem Interesse, da in der Schweiz künftig etwa 100 Kläranlagen um eine Stufe zur Spurenstoffelimination ergänzt werden sollen. Es ist vorgesehen, im kommenden Jahr wieder eine länderübergreifende Veranstaltung durchzuführen, um den gemeinsamen Erfahrungsaustausch zu stärken.
Annette Rößler, KomS BW
André Hildebrand, KomS BW

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Meldungen von den Kläranlagen 2016

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Dezember 2016
Hamburg ZUM JAHRESWECHSEL: HAMBURG WASSER PLANT NEUE PREISE UND GEBÜHREN FÜR TRINK- UND ABWASSER 
OOWV Landrat Sven Ambrosy zum OOWV-Verbandsvorsteher gewählt 
Stuttgart Die SES exportiert Fachwissen nach Brasilien 
Niersverband Die 13 Gewinner des Fotowettbewerbs zum Kalender Niers(ein)blicke stehen fest 
EVS Wirtschaftsplan 2017 mit großer Mehrheit verabschiedet  
Bad Salzuflen KLÄRWERK MIT INNOVATIVEM ENERGIEKONZEPT 
Kolitheim-Sulzheim Verbandskläranlage
November 2016
Köln Perspektiven der StEB und Auswirkungen auf die Abwassergebühren 
EVS Start der Bauarbeiten für neues Pumpwerkes in Einöd-Ingweiler (Homburg) 
Bremen Für einen ambitionierten Klimaschutzplan 2050 hanseWasser unterzeichnet Aufruf von Unternehmen und Verbänden 
Hamburg Wasser Mahnmal erinnert an Zwangsarbeiter 
Rheinhausen Kläranlage soll an die Breisgauer Bucht anschließen 
Aggerverband Umweltminister zu Besuch beim Aggerverband 
Saarlouis EVS – Hauptsammler West in Entsorgungsverband Saar investiert 4,6 Millionen Euro in den ersten Bauabschnitt 
Mannheim Große Resonanz beim Tag der offenen Tür im Klärwerk  
Stuttgart Die SES im Gespräch mit dem Bürgerverein Mühlhausen e.V.
Stuttgart Die neue Info-Broschüre SES-Kanalbetrieb steht zum Download bereit 
Oktober 2016
Oldenburg Hoher Zuschuss für energiesparende Kläranlage 
Stuttgart Der SES-Jahresbericht 2015 ist erschienen 
Dülken Der Niersverband testet mobiles Abdecksystem zur Geruchsminderung auf der Kläranlage Dülken  
Braunschweig SE/BS stiftet denHauptpreis bei der Aktion Stadtputz 2016 für naturwissenschaftlichen Unterricht 
September 2016
Forchheim Tag der Offenen Tür im Klärwerk Forchheim beim AZV Breisgauer Bucht
Mannheim Tag der offenen Tür im Klärwerk Mannheim  
Osterhausen Inbetriebnahme der Abwasserverbindungsleitungen der Ortschaften Bornstedt und Osterhausen zur Kläranlage Osterhausen 
August 2016
Dillenburg Energie aus Klärgas 
Mannheim Tag der offenen Tür im Klärwerk Mannheim
Osterhausen Inbetriebnahme der Abwasserverbindungsleitungen der Ortschaften Bornstedt und Osterhausen zur Kläranlage Osterhausen 
Wien HOLLI KNOLLI ZU BESUCH BEI TIM & TRIXI TROPF 
Hückeswagen Neues Blockheizkraftwerk im Klärwerk  
Berlin Projekt erfolgreich – Praktikanten werden zu regulären Azubis  
Niersverband Niersverband begrüßt sechs neue Auszubildende 
Dülken Die Kläranlage bekommt eine neue Flockungsfiltration 
Langen Kanalsanierung wie beim Zahnarzt 
Langen Pilotprojekt auf Kläranlage zur Entfernung von Mikroschadstoffen – Wegweisende Forschung zum Trinkwasserschutz 
Ensdorf Optimierung und Erweiterung der Kläranlage abgeschlossen  
Glessen Aktivkohlefilter auf der Kläranlage  
Wupperverband Große Dhünn-Talsperre öffnet am 18. September zum vierten Mal ihre Tore 
Aachen Stadt und STAWAG: Baumaßnahmen im Sommer und Herbst 2016 
Hamburg 850 Mio. Euro für die wachsende Stadt  
Erftverband Masterplan Abwasser 2025: Kläranlagen in Soller und Vettweiß werden stillgelegt 
Stuttgart-Mühlhausen Erfolgreicher Tag der offenen Tür im Hauptklärwerk  
EVS Geschäftsführer Karl Heinz Ecker in den Ruhestand verabschiedet – 15 bewegte Jahre in der Abwasser- und Abfallwirtschaft 
Erftverband Umwelttechnologien und Nachhaltigkeit im Fokus 
Rutesheim Woher stammt Altöl in der Kanalisation?  
Weserbergland Neues Saug- und Spülfahrzeug mit Wasseraufbereitungstechnik  
EVS Entsorgungsverband Saar investiert 6 Millionen Euro in den Bau des Hauptsammlers Habkirchen – Archäologische Funde im Vorfeld der Baumaßnahme sichergestellt  
Wien ABWASSERPROFIS BEIM BIENENTAG IM WIENER RATHAUS 
Juni 2016
Erftverband Umwelttechnologien und Nachhaltigkeit im Fokus 
Stuttgart Tag der offenen Tür im Hauptklärwerk S-Mühlhausen am 25.06.2016 
Rutesheim Woher stammt Altöl in der Kanalisation?  
Weserbergland Neues Saug- und Spülfahrzeug mit Wasseraufbereitungstechnik  
EVS Entsorgungsverband Saar investiert 6 Millionen Euro in den Bau des Hauptsammlers Habkirchen – Archäologische Funde im Vorfeld der Baumaßnahme sichergestellt  
Wien ABWASSERPROFIS BEIM BIENENTAG IM WIENER RATHAUS
Weserbergland Abwasserbetriebe sind künftig mit zwei Elektroautos unterwegs 
Bamberg Die Kläranlage ist rechnerisch energieautark 
Chemnitz 100 Jahre kommunale Kläranalage – Tausende Chemnitzer feierten mit 
Mai 2016
Homburg Probebetrieb für innovative Mineralisierungsanlage auf der Kläranlage angelaufen 
Stuttgart Vorbabinformation zum Tag der offenen Tür im Hauptklärwerk S-Mühlhausen am 25. Juni 2016 
Hetlingen Girls‘ Day im Klärwerk  
Erftverband Energiekosten gesenkt: Erftverband saniert Heizanlagen auf neunzehn Kläranlagen 
Braunschweig Radio Antenne hilft bei Kanalreinigung 
Berlin Offline fließt das Wasser, online die Informationen 
Berlin Münchehofe: Das Zweitkleinste hat Karlsruher Dimensionen 
Berlin Konzertierte Kanalreinigungsaktion 
April 2016
Dresden Forschungsprojekt MikroModell gestartet
Dresden-Kaditz Alles klar im Nachklärbecken 
Erftverband Starkregenprävention Pumpwerk und Rückhaltebecken entlasten Meckenheimer Kanalisation 
Entsorgungsverband Saar Anlässlich des Weltwassertages 2016 – Saarländische Abwasserwirtschaft sichert Arbeitsplätze in zahlreichen Branchen 
Uelzen Erweiterung der Kläranlage startet 
Wallhausen Gemeinderat verabschiedet den Etat – Neue Kläranlage geplant 
Dresden-Kaditz hydrograv adapt-Technologie -Alles klar im Nachklärbecken 
Göppingen Qualitätssiegel für Stadtentwässerung 
Stuttgart Regenüberlaufbecken Tiefenbachstraße in Betrieb genommen 
Bremen 3. Platz für hanseWasser  
EVS Für effektiven Gewässerschutz- EVS optimiert Abwasserinfrastruktur an zahlreichen Stellen im Saarland 
Göppingen Klärwerk wird 75 Jahre alt 
Februar 2016
Wupperverband Mit guten Aussichten ins neue Jahr 
Bottrop Pumpwerke erstrahlen in hellem Emscher-Blau 
Entsorgungsverband Saar 30 Jahre Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik 
Mönchengladbach-Neuwerk Betriebsstörung in der Kläranlage durch Chromeinleitung 
Januar 2016
Abwasserbetrieb TEO Gemeinsam für Sie da! 

HAMBURG: ZUM JAHRESWECHSEL: HAMBURG WASSER PLANT NEUE PREISE UND GEBÜHREN FÜR TRINK- UND ABWASSER

Erhöhte Pensionsrückstellungen durch anhaltenden Niedrigzins sowie Neuerschließungen infolge städtebaulicher Projekte erfordern Preisanstiege von 2 Prozent beim Trinkwasser und 1 Prozent beim Schmutzwasser.

Hamburg hat im bundesweiten Vergleich der Großstädte günstige Preise und Gebühren für Trinkwasser und Abwasser. Durchschnittlich zahlt ein Hamburger Haushalt jährlich 167 Euro für die Trinkwasserversorgung. Zum Jahresbeginn 2016 plant HAMBURG WASSER, die Wasserpreise und die Gebühren für die Abwasserentsorgung leicht anzuheben. Ausschlaggebend dafür sind Mehrbelastungen, die sich wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase ergeben: Aufgrund ausbleibender Zinserträge muss HAMBURG WASSER deutlich höhere Rückstellungen bilden als bislang, um die Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge garantieren zu können. Ein weiterer Effekt, der sich auf die Preis- und Gebührenkalkulation auswirkt, ergibt sich durch die Stadtentwicklung. Wegen des Wachstums der Stadt und der Zunahme der Neuerschließungen, steigen die mit dem notwendigen Ausbau der Infrastruktur für die Trinkwasser- und Abwassersysteme verbundenen Aufwendungen. Hinzu kommt die allgemeine Steigerung der Preise für Waren und Dienstleistungen, von der auch HAMBURG WASSER betroffen ist.

Aus den genannten Gründen hebt HAMBURG WASSER den Wasserpreis zum 1. Januar um rund 2 Prozent an. Der Preisanstieg setzt sich zusammen aus einer Anpassung des Verbrauchspreises sowie des Preises für die Zähler: Der verbrauchsabhängige Preis pro Kubikmeter steigt um rund 1,2 Prozent von 1,83 Euro pro Kubikmeter auf 1,85 Euro pro Kubikmeter (inkl. 7 Prozent Mehrwertsteuer). Die Preise für Haus- und Großwasserzähler werden ebenfalls angehoben. So steigt der monatliche Preis für einen standardmäßigen Wohnungswasserzähler von 5,25 Euro auf 5,51 Euro.
Die Schmutzwassergebühren sollen erstmals seit 2011 wieder angehoben werden und um 1 Prozent auf 2,11 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser steigen (bislang 2,09 Euro pro Kubikmeter). Die Gebühren für die Regenwasserbeseitigung bleiben stabil bei 0,73 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche.
Zusammengenommen sind die Preis- und Gebührenänderungen für einen Hamburger Durchschnittshaushalt mit einer monatlichen Mehrausgabe von 0,37 Euro moderat.
Preis- und Gebührenanpassungen werden durch den Hamburger Senat beschlossen und in den Ausschüssen der Bürgerschaft beraten. Die Senatsbeschlüsse zur Anpassung des Trinkwasserpreises und der Schmutzwassergebühren sind erfolgt, die Berichte an die Bürgerschaft stehen kurz bevor. Die geplanten Preis- und Gebührenanpassungen zum 1.1.2017 werden daher vorbehaltlich der Zustimmung durch Senat und Bürgerschaft bekannt gegeben

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/zum-jahreswechsel-hamburg-wasser-plant-neue-preise-und-gebuehren-fuer-trink-und-abwasser/

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OOWV: Landrat Sven Ambrosy zum OOWV-Verbandsvorsteher gewählt

Frieslands Landrat Sven Ambrosy ist neuer Vorsteher des Oldenburgisch-Ostfriesischen
Wasserverbands (OOWV). Die Mitglieder der Verbandsversammlung wählten den 46-Jährigen am
Vormittag in Wardenburg einstimmig in das Amt. Er folgt auf den ehemaligen Wittmunder Landrat
Matthias Köring, der erst kürzlich in die Wirtschaft gewechselt war. Stellvertretender Verbandsvorsteher
ist Franz Hölscher aus der Gemeinde Bakum.

Sven Ambrosy ist Niedersachse, wurde 1970 in Neustadt am Rübenberge geboren. Er studierte
Rechtswissenschaften an der Uni Hannover. Zur Jahrtausendwende begann seine Laufbahn beim
Landkreis Friesland. 2003 wurde er dort erstmals zum hauptamtlichen Landrat gewählt.
Bei den Vorstandswahlen wurden Carsten Harings (Landrat Landkreis Oldenburg), Harm-Uwe Weber
(Landrat Landkreis Aurich), Franz Hölscher (stv. Bürgermeister Gemeinde Bakum), Michael Kramer (Bürgermeister
Gemeinde Lastrup) und Regina Neuke (Bürgermeisterin Lemwerder) in ihrem Amt bestätigt.
Neu in das Gremium wurde Martin Mammen gewählt, der Mitglied des Kreistags in Wittmund ist.
Mit der personellen Neuaufstellung schließt der OOWV eine Runderneuerung ab. Denn der Verband
startet auch mit veränderten Strukturen in das neue Jahr. Der OOWV hat sein Gebiet in sieben Regionen
unterteilt, die jetzt von Regionalleitern geführt werden. Entscheidungen fallen nicht mehr nur am
Hauptsitz in Brake, sondern verstärkt und auf kurzem Weg in den Regionen. Davon sollen vor allem die
Landkreise, Gemeinden und Städte profitieren: Sie können ihre Anliegen ab sofort direkter platzieren.
Sven Ambrosy: „Die Neuaufstellung des Verbandes hin zu mehr Regionalität passt hervorragend zur
Modernisierung unter der neuen Geschäftsführung seit 2011. Der OOWV steht für
Versorgungssicherheit, beste Wasserqualität und Prosperität im Nordwesten. Und das bei seit 25 Jahren
stabilen Wasserpreisen – das ist sensationell. Für den OOWV gilt: Aus langen Wegen kurze zu machen, ist
der richtige Ansatz, um näher an unseren Kunden zu sein.“ Die Deckung des weiterhin steigenden
Wasserbedarfs und die Sicherung der Trinkwasserqualität bezeichnete er als größte Herausforderungen…mehr:

http://www.oowv.de/fileadmin/user_upload/oowv/content_pdf/presse/125-2016_PM_Verbandsversammlung.pdf

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Stuttgart: Die SES exportiert Fachwissen nach Brasilien

Schon fast eine Institution ist der seit 2010 stattfindende jährliche Besuch brasilianischer Studenten und Dozenten des internationalen berufsbegleitenden Masterstudiengangs für kommunalen und industriellen Umweltschutz MAUI (Mestrado Profissional em Meio Ambiente Urbano e Industrial) auf dem Hauptklärwerk Mühlhausen (HKW).

Der Masterkurs MAUI ist eine Einrichtung der drei Institutionen Universität Stuttgart, Universidade Federal do Paraná (UFPR) und dem Nationalen Dienst für industrielle Ausbildung SENAI-PR (Serviço Nacional de Aprendizagem Industrial do Paraná) des Industrieverbandes FIEP (Federação das Indústrias do Estado do Paraná) an der UFPR in Curitiba, Brasilien. Zahlreiche Dozenten des ISWA sind mit Vorlesungen in Brasilien beteiligt …mehr:

http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/de/aktuelles/news/titel/die-ses-exportiert-fachwissen-nach-brasilien/

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Niersverband: Die 13 Gewinner des Fotowettbewerbs zum Kalender Niers(ein)blicke stehen fest

Niersverbandsvorstand Professor Dietmar Schitthelm überreichte heute die Preise an die Gewinner des Fotowettbewerbs Niers(ein)blicke. Aus den 13 Gewinnerfotos wurde ein Fotokalender 2017 erstellt, der durch das kommende 90-jährige Jubiläumsjahr des Niersverbandes begleiten soll.
Rund 60 Hobbyfotografinnen und -fotografen sendeten dazu ihre Niers(ein)blicke. Es kamen tolle Fotos und die Auswahl fiel schwer. Der Niersverband hofft hiermit einen Kalender mit schönen, abwechslungsreichen und vielleicht nicht alltäglichen Niers(ein)blicken zusammengestellt zu haben.
Zu gewinnen gab es jeweils einen Gutschein für drei Personen für eine gemeinsame Floßfahrt auf der Niers mit anschließendem Essen und kleinem Präsent.

Die Gewinner sind:
Thomas Hueser, Weeze (Deckblatt)
Hans-Hermann Koppers, Goch (Januar)
Peter Görtz, Rheurdt (Februar)
Frauke Platzen, Geldern (März)
Georg Willemsen, Weeze (April)
Irmgard Voßwinkel, Xanten (Mai)
Susanne Wunn, Sonsbeck (Juni)
Karl Reinéry, Kleve (Juli)
Stefan Kierek, Geldern (August)
André Girke, Geldern (September)
Axel Hundertmarck, Kevelaer (Oktober)
Heinz Königs, Bad Füssing (November)
Annette Reinders-Schmitz, Geldern (Dezember)

https://www.niersverband.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/8-dezember-2016-die-13-gewinnerfotos-des-fotowettbewerbs-nierseinblicke

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EVS: Wirtschaftsplan 2017 mit großer Mehrheit verabschiedet

Gebührenbedarf für die Abfallentsorgung und Abwasserreinigung bleibt auch im nächsten Jahr stabil

Am 13. Dezember hat die Verbandsversammlung des Entsorgungsverbandes Saar, der alle saarländischen (Ober)Bürgermeisterinnen angehören, mit großer Mehrheit den EVS-Wirtschaftsplan für das Jahr 2017 verabschiedet.

Die Abwassersparte kann hier mit guten Nachrichten aufwarten: Der Einheitliche Verbandsbeitrag (3,054 Euro pro Kubikmeter Frischwasser) bleibt trotz weiterhin hoher Investitionen insbesondere in die Sanierung und Optimierung der Abwasserinfrastruktur auch in 2017 – und damit das fünfte Jahr in Folge – stabil. Soweit heute absehbar, soll das bis zum Ende dieses Jahrzehntes auch so bleiben.

Positive Botschaften gibt es auch von der EVS-Abfallwirtschaft: Die Strategie des EVS ist aufgegangen, mit dem mengenabhängigen Gebührensystem die Mengen so stark zurückzufahren, dass ab 2017 die EVS eigene Abfallanlage in Velsen ausreicht, um den Restabfall der Saarländerinnen und Saarländer thermisch zu verwerten. Die Beendigung des Vertrages zur Nutzung des AHKW Neunkirchen bringt eine enorme Entlastung für den Gebührenhaushalt.

Der Gebührenbedarf insgesamt wird in 2017 geringfügig sinken. Auf Grundlage der zwischenzeitlich aus der Nutzung des seit 2011 geltenden mengenabhängigen Gebührensystems gezogenen Erkenntnisse werden die Gebührensätze im Sinne einer Gebührengerechtigkeit leicht angepasst.

Konkret heißt das: Diejenigen, die ein 120-Liter-Restabfallgefäß nutzen, – das sind rund 79 Prozent der EVS-Kundinnen und -Kunden – werden ab 1.1.2017 etwas weniger bezahlen. So beträgt die Jahresgebühr 2017 im Leerungssystem für eine 120-Liter-Tonne inkl. 4 Mindestleerungen 82,92 € (2016: 84,20 €). Jede weitere Leerung kostet 6,98 €; das sind 32 Cent weniger als im Jahr 2016.

Leicht nach oben angepasst werden die Gebührensätze für die 240-Liter- und die Großgefäße. Die Jahresgebühr (inkl. 10 Leerungen) für die 240-Liter- Tonne steigt leicht auf 202,04 € (2016: 197,24 €). Jede weitere Leerung kostet 13,96 € und damit 48 Cent mehr als heute.

Bei der Biotonne bleibt es auch in 2017 bei einem festen Gebührensatz von 58 Euro pro Jahr für eine 14 tägliche Leerung, das macht rund 2,30 € pro Leerung.

Ausführliche Informationen zu den EVS-Abfallgebühren 2017 für Klein- und Großgefäße sowie für Losheim, wo als einzige Kommune das EVS-Verwiegesystem zum Einsatz kommt, gibt es im Internet unter www.evs.de/Abfall/Gebühren. Zur leichten Orientierung steht hier auch ein „Gebührenrechner“ zur Verfügung.

http://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/evs-wirtschaftsplan-2017-mit-grosser-mehrheit-verabschiedet-gebuehrenbedarf-fuer-die-abfallentsorgung-und-abwasserreinigung-bleibt-auch-im-naechsten-jahr-stabil/

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BAD SALZUFLEN: KLÄRWERK MIT INNOVATIVEM ENERGIEKONZEPT

Bad Salzuflen – Die Stadtwerke Bad Salzuflen installieren im Auftrag der Stadt Bad Salzuflen eine große Photovoltaikanlage auf dem Gelände des städtischen Klärwerks. Für die Stadt eine wichtige Basis, um Energie einzusparen und langfristig kalkulieren zu können. Darüber hinaus reduziert der Einsatz umweltfreundlicher Technologien den Schadstoffausstoß entscheidend. Die Anregung zum Bau der Anlage kam von einem Mitarbeiter der Stadt Bad Salzuflen.

Auf einer Fläche von rund 4.000 m² wird auf dem Betriebsgelände des Klärwerks in der Ziegelstraße eine Photovoltaik-Freiflächenanlage installiert. Das Sonnenkraftwerk ist für eine Spitzenleistung von etwa 500 Kilowatt konzipiert. Durch die umweltfreundliche Stromerzeugung werden jährlich etwa 223.000 kg CO2 in Bad Salzuflen eingespart. Die Gesamtsumme der Investition beträgt rund 600.000 Euro. „Mit unserem Energiekonzept wollen wir gezielt die Strom-Eigenerzeugung in Bad Salzuflen erhöhen“ freut sich Geschäftsführer Volker Stammer über die Neuanlage. „Wir erzeugen bereits rund 30% des Strombedarfs selbst, bis 2022 wollen wir die Hälfte selbst erzeugen“ so Stammer weiter. Besonders ist bei dieser Photovoltaikanlage eine Ausrichtung der fast 2.000 Kollektoren nach Ost und West. Typisch ist für Freiflächenanlagen üblicherweise eine Ausrichtung nach Süden. In diesem Fall hat das einen wirtschaftlichen Hintergrund, weiß Frank Lohmeier, Vertriebsleiter der Stadtwerke: „Wir haben die Verbrauchsstruktur des Abwasserwerkes analysiert, eine Ost-West Ausrichtung passt am besten zum Stromverbrauch, denn der Strom verbleibt zu 100% im Klärwerk. „Die Anlage wird von den Stadtwerken Bad Salzuflen gebaut und betrieben. Die Stadt Bad Salzuflen zahlt hierfür eine Pachtgebühr, der Vertrag hat eine Laufzeit von 18 Jahren. Dieses Modell heißt bei den Stadtwerken „EnergieDach“ und kann auch im Privat- und Gewerbebereich genutzt werden. Bisher haben die Stadtwerke bereits 60 Anlagen auf Bad Salzuflens Dächern installiert. Die Photovoltaikanlage am Klärwerk wird noch im November fertig gestellt. Dann erzeugt sie pro Jahr rund 410.000 Kilowattstunden Strom, dies entspricht dem Bedarf von rund 150 Haushalten. In der Kläranlage werden hierdurch 20% des benötigten Stroms gedeckt. Den Anstoß zum Bau gab ein Verbesserungsvorschlag von Robert Erzenjak, Abwassermeister in der städtischen Kläranlage. „Es war uns wichtig, eine preiswerte und klimaschonende Versorgung zu wählen. Da die Stadtwerke die Wartung und die Reparatur der Photovoltaikanlage übernehmen, ergibt sich ein sehr wirtschaftlicher, sauberer und zuverlässiger Betrieb. Unser Klärwerk hat hinsichtlich Energieeffizienz durchaus Vorbildcharakter“, freut sich Thomas Meise, Fachdienstleister Tiefbau der Stadt Bad Salzuflen. Auch finanziell dürfte die Photovoltaikanlage ein Erfolg werden. Die Stadt rechnet selbst bei gleichbleibenden Stromkosten mit einer jährlichen Rendite von 10.000 Euro. Sollten die Stromkosten steigen, fiele diese entsprechend höher aus. Das Energiekonzept im städtischen Klärwerk basiert zum Großteil auf erneuerbaren Energien. „Bereits im Jahr 1999 haben wir ein Klärgas-Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen“ weiß Tobias Elsner, Abteilungsleiter Energiedaten und Wärmemanagement der Stadtwerke. „Die Maschine erzeugt Strom und Wärme aus dem anfallenden Klärgas. Die Wärme und der Strom werden nicht nur für das Klärwerk, sondern auch für die Objekte im Wohngebiet Ziegelstraße verwendet“ so Elsner weiter. Mehr:

http://www.stwbs.de/privatkunden/unternehmen/aktuelles/artikel/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=156&cHash=de8118381348940bffdcb5917712356b

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Kolitheim-Sulzheim: Verbandskläranlage

Im Oktober 2016 würde die Verbandskläranlage Kolitzheim-Sulzheim feierlich eröffnet.
Über diese neue moderne Kläranlage werden unsere Ortsteile Alitzheim, Mönchstockheim und Sulzheim entwässert.
Weitere Infos können sie der Broschüre über den Kläranlagenbau entnehmen. Mehr:

http://www.sulzheim.de/klaeranlage-zeilitzheim_Klaeranlage_Zeilitzheim_142_kkmenue.html

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KÖLN: Perspektiven der StEB und Auswirkungen auf die Abwassergebühren

Was bringt die Zukunft? Auch wenn wir dies nicht genau voraussagen können, ist es für ein nachhaltig tätiges Unternehmen wie die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB) notwendig, den Blick nach vorne zu richten, um den zukünftigen Herausforderungen wirksam begegnen zu können.

Im Jahr 2010 haben wir ein Perspektivkonzept 2020 auf den Weg gebracht, um diese Herausforderungen zu identifizieren und festzulegen, wie wir damit umgehen wollen. Viele der darin enthaltenen Ziele haben wir bereits erreicht oder auf den Weg gebracht. Bei anderen haben sich die Rahmenbedingungen verändert, unter denen die StEB ihre wasserwirtschaftlichen Dienstleistungen erbringen. Es sind neue Anforderungen, Trends und Ziele hinzugekommen.

Deshalb haben wir unsere Perspektive auf das Jahr 2025 erweitert. Wesentliche Einflussfaktoren haben sich aus der Demografie, der Umweltentwicklung, den wirtschaftlichen und technologischen Randbedingungen und nicht zuletzt aus der Entwicklung der rechtlichen Anforderungen ergeben.

An der Erarbeitung des Perspektivkonzeptes haben viele Beschäftigte der StEB über alle Hierarchieebenen hinweg mitgewirkt. Wie sich die Arbeitsfelder der StEB entwickelt haben und welche Schlussfolgerungen wir in Bezug auf künftige Entwicklungen und unser Handeln gezogen haben und welche Auswirkungen sich für die Abwassergebühren ergeben, möchte Ihnen unser Vorstand, Otto Schaaf, gerne vorstellen.

http://www.steb-koeln.de/Aktuelles/Perspektiven-der-StEB-und-Auswirkungen-auf-die-Abwassergebühren.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp

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Entsorgungsverband Saar: Start der Bauarbeiten für neues Pumpwerkes in Einöd-Ingweiler (Homburg)

Im November beginnt der Entsorgungsverband Saar mit dem Neubau eines Pumpwerkes in der Kieskautstraße in Einöd-Ingweiler (Stadt Homburg). Das neue Pumpwerk wird das bestehende aus dem Jahre 1980 ersetzen, das nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

Die Baukosten für das Projekt, das voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres abgeschlossen sein wird, belaufen sich auf rund 1 Million Euro.

Während der Bauarbeiten, bei denen das alte Pumpwerk weiterhin in Betrieb bleiben wird, kann es in der Kieskautstraße zu Lärmbelästigungen und Verkehrsbehinderungen kommen. Der EVS bittet die Anwohner deshalb jetzt schon um ihr Verständnis. Da die Kieskautstraße sehr eng ist und die Baustelle von größeren Fahrzeugen angefahren wird, bittet der EVS darum, während der Bauphase nicht im Straßenbereich zu parken. Der Verband wird bemüht sein, die Unannehmlichkeiten bei der Umsetzung dieses für den Umweltschutz wichtigen Projektes auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

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Bremen: Für einen ambitionierten Klimaschutzplan 2050 hanseWasser unterzeichnet Aufruf von Unternehmen und Verbänden

Mehr unter:
Mehr unter: https://www.hansewasser.de/pressebereich.html

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HAMBURG WASSER: BELEUCHTET FIRMENGESCHICHTE – Mahnmal erinnert an Zwangsarbeiter

HAMBURG WASSER hat heute Vormittag eine Studie zur Rolle der Hamburger Wasserwerke und der Stadtentwässerung in der Zeit des Nationalsozialismus vorgestellt. Die Studie wurde durch die unabhängige Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) erbracht und wird in Kürze unter dem Titel „Wasser für die Volksgemeinschaft“ im Dölling und Galitz-Verlag veröffentlicht. Im Anschluss an die Veranstaltung auf dem Gelände der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe wurde heute ein Mahnmal eingeweiht, das an eingesetzte Zwangsarbeiter erinnert.
Die Studie widmet sich unter anderem der Phase der Nazifizierung des Unternehmens, der Symbol- und Personalpolitik bei den Hamburger Wasserwerken sowie dem Einsatz von Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg. Eine wesentliche Erkenntnis aus der Studie ist, dass beide Institutionen – Hamburger Wasserwerke und die damals noch der Baubehörde zugeordnete Stadtentwässerung – Zwangsarbeiter eingesetzt haben. So beschäftigten allein die Hamburger Wasserwerke GmbH im Verlauf des Zweiten Weltkrieges schätzungsweise 200 bis 300 zivile Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene sowie ein Arbeitskommando von bis zu 200 KZ-Häftlingen – insgesamt also rund 500 Zwangsarbeiter. Die Zwangsarbeiter waren unterschiedlicher Nationalität, die zahlenmäßig größte Gruppe waren italienische Kriegsgefangene.
Um dem Andenken an die Menschen gerecht zu werden, die im Zweiten Weltkrieg unter Zwang im Dienste der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung tätig waren, hat HAMBURG WASSER ein Mahnmal auf dem Gelände der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe errichten lassen. ieses wurde heute gemeinsam von dem italienischen Generalkonsul Flavio Rodilosso, dem Historiker und Verfasser der Studie Dr. David Templin (FZH), einem Angehörigen eines ehemaligen Zwangsarbeiters, Manfred Hessel-Stahl, sowie HAMBURG WASSER-Geschäftsführer Michael Beckereit eingeweiht. Idee und Entwurf für das Mahnmal stammen von HAMBURG WASSER-Mitarbeiter Meinhard Weidner.

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Rheinhausen: Kläranlage soll an die Breisgauer Bucht anschließen

In den letzten Monaten hat die Gemeinde Rheinhausen in einem umfassenden Gutachten untersuchen lassen, wo die Reinigung der örtlichen Abwasser zukünftig erfolgen soll. Untersucht wurden die Sanierung des eigenen Klärwerks auf der Bachmatte, der Anschluss an das Klärwerk in Kappel-Grafenhausen und der Anschluss an das Klärwerk in Forchheim. Der Neubau eines eigenen Klärwerks schied aufgrund der hohen Kosten von Anfang an aus. Eindeutiges Ergebnis der Untersuchung der Ingenieurin Dr. Ulrike Zettl von Weber Ingenieure in Pforzheim ist, dass sowohl aus wirtschaftlichen wie auch aus wasserwirtschaftlichen Gründen der Anschluss an die Kläranlage in Forchheim die günstigste Variante ist.

In gut einjährigen Verhandlungen mit dem Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht unter Beteiligung des Landratsamtes Emmendingen und des Regierungspräsidiums Freiburg konnte ein Ergebnis erzielt werden, über das der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung entschieden hat. Danach soll die Gemeinde Rheinhausen bis spätestens 1. Januar 2020 an die Kläranlage des Abwasserzweckverbands Breisgauer Bucht in Forchheim anschließen. Über den Vertrag muss nun noch die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes beschließen, bevor der Vertrag durch das Regierungspräsidium Freiburg genehmigt werden kann.

Auch im Fall des Anschlusses an das Klärwerk in Forchheim muss das Abwasser zunächst auf der gemeindeeigenen Kläranlage auf der Bachmatte gesammelt werden. Von hier aus wird das Abwasser dann nach Forchheim gepumpt werden. Dazu wird in den beiden kommenden Jahren die Leitungsführung geplant werden. Neben dem anschließenden Bau der Leitung und der Pumpwerke ist auch der Umbau der Kläranlage auf der Bachmatte erforderlich, um das Abwasser dort für den Transport sammeln zu können.

Der Gemeinderat hat mit der Entscheidung an die Breisgauer Bucht anzuschließen, die beste Lösung für den Gebührenschuldner gewählt. Die Abwasserbeseitigung gehört zu den kostenrechnenden Einrichtungen der Gemeinde, bei der das Kostendeckungsprinzip gilt. Die festgesetzten Gebühren für die Abwasserbeseitigung dürfen danach nicht höher sein als die tatsächlichen Kosten, die für die Einrichtung und den Betrieb der Anlage entstehen. Andererseits sollen die Abwassergebühren die entstehenden Kosten decken. Wenn nun in den kommenden Jahren investiert wird, steigen die Kosten für die Abwasserbeseitigung folgerichtig an. Der Gemeinderat ist bestrebt, die Kostensteigerungen so gering wie möglich zu halten. Gleiches haben wir in den vergangenen Jahren bereits bei der Wasserversorgung vorgemacht. Nach einer aufwändigen Sanierung des Wasserwerks haben wir bei der Wasserversorgung in den nächsten Jahren voraussichtlich Kostensicherheit, so dass sich die Gebühren für diesen Teil der Wasserversorgung/Abwasserentsorgung nicht mehr wesentlich verändern dürften.

Kann man das bestehende Klärwerk nicht ganz einfach weiter betreiben, es lief doch bislang auch ganz gut, wird sich mancher Gebührenzahler nun fragen. Dies würden wir gerne tun, aber für den Weiterbetrieb der bestehenden Kläranlage erhalten wir von den Aufsichtsbehörden keine wasserrechtliche Erlaubnis mehr. Daher sind wir gezwungen, hier zu investieren. Und die nun vom Gemeinderat getroffene Entscheidung stellt sicher, dass die Kosten für die Abwasserbeseitigung in Rheinhausen in den nächsten Jahrzehnten möglichst gering bleiben.

http://www.rheinhausen.de/pb/,Lde/132188.html

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Aggerverband: Umweltminister zu Besuch beim Aggerverband

Auf Einladung von Bündnis 90/Die Grünen hat der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel am gestrigen Mittwoch den Aggerverband besucht. Man traf sich zunächst auf der Kläranlage Krummenohl in Gummersbach-Niederseßmar. Zahlreiche Gäste konnte der Vorstand des Verbandes, Prof. Dr. Lothar Scheuer, neben dem Minister begrüßen. Nach einigen Erläuterungen zu der Kläranlage, der größten des Verbandes, erfolgte ein kurzer Rundgang. Die Kläranlage liegt an der Agger. Hier hat der Verband vor einigen Jahren eine Wehranlage geschliffen, sodass die Agger an dieser Stelle durchgängig wurde. Eine Forderung aus der EU-Wasserrahmenrichtlinie. So wird es Wanderfischarten ermöglicht, ihre Laichplätze zu erreichen.
An anderer Stelle, im Bereich des Alleenradweges, konnte sich der Minister davon überzeugen, dass der Aggerverband seine Anlagen auch aktiv vor Hochwasser schützt. Hier wurde aufgrund der Erkenntnisse aus dem Hochwasserereignis 2001 eine Flutmulde zum Schutz der Kläranlage gebaut.
Anschließend fand im Konferenzraum des Aggerverbandes in seiner Hauptverwaltung ein Pressegespräch statt. Themen wie die Ansiedlung des Wolfes, die Nutzung der Wasserkraft aber auch die weitere Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie wurden hier diskutiert.

http://www.aggerverband.de/heute/presseaktuelles

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Saarlouis: EVS – Hauptsammler West in Entsorgungsverband Saar investiert 4,6 Millionen Euro in den ersten Bauabschnitt

Am 24. Oktober beginnt der Entsorgungsverband Saar mit dem ersten Bauabschnitt für den Hauptsammler West, der in zwei Bauabschnitten realisiert wird. Der neue Kanal wird die Abwässer der Ortsteile Beaumarais, Felsberg, Neuforweiler und Picard zur Kläranlage Saarlouis leiten, wo sie gereinigt werden.

Insgesamt werden drei Kilometer Kanal neu gebaut, um die Mängel am bestehenden Sammler zu beheben.
In anderthalb Jahren soll der erste Bauabschnitt des Hauptsammlers West, in den der EVS rund 4,6 Millionen Euro investiert, abgeschlossen sein.

Die Maßnahme beinhaltet im Wesentlichen die Verlegung von Stahlbeton-Rohrleitungen auf einer Länge von rund 900 Metern. Die Verlegung erfolgt ausschließlich in geschlossener Bauweise, d.h. die Rohre werden unterirdisch gepresst. Dieses Verfahren ermöglicht eine Kanalverlegung mit vergleichswei-se geringen Beeinträchtigungen für den Verkehrsbereich.

Der erste Bauabschnitt verläuft parallel zur BAB 620 im Bereich der Anschlussstelle Wallerfangen, wo er die Wallerfanger Straße und die BAB 620 kreuzt. Er erstreckt sich dann weiter bis zum Betriebsweg westlich des Saaraltarms. Von dort verläuft der Sammler parallel zum Saaraltarm in Richtung Kläranlage Saarlouis.
Im Vorfeld der eigentlichen Bauarbeiten beginnt bereits in den nächsten Tagen die Einrichtung der Baustelle mit einem Rückschnitt des Aufwuchses im Baufeld zwischen Auffahrt Wallerfangen und Saaraltarm.

Beauftragtes Unternehmen ist die Sonntag Baugesellschaft mbH & Co.KG mit Sitz in Bingen-Kempten. EVS-Projektleiter ist Christoph Wahlen-Krupp (Tel. 0681/ 5000-287).

http://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/hauptsammler-west-in-saarlouisentsorgungsverband-saar-investiert-46-millionen-euro-in-den-ersten-bauabschnitt-arbeiten-beginnen-am-24-oktober/

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Mannheim: Große Resonanz beim Tag der offenen Tür im Klärwerk

Der Tag der offenen Tür im Klärwerk am vergangenen Sonntag war für den Eigenbetrieb Stadtentwässerung ein voller Erfolg. Über 2.500 Besucher nahmen bei sonnigem Herbstwetter die Gelegenheit wahr, sich über die Abwasserreinigung, die Schlammbehandlung und die Instandhaltung der Kanalisation aus erster Hand zu informieren.

Der Tag der offenen Tür im Klärwerk am vergangenen Sonntag war für den Eigenbetrieb Stadtentwässerung ein voller Erfolg. Über 2.500 Besucher nahmen bei sonnigem Herbstwetter die Gelegenheit wahr, sich über die Abwasserreinigung, die Schlammbehandlung und die Instandhaltung der Kanalisation aus erster Hand zu informieren.
Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala hob bei der Eröffnung die besondere Qualität der Abwasserbehandlung hervor, in der auch Spurenstoffe wie z. B. Arzneimittelreste, mithilfe von Pulveraktivkohle entfernt werden. Diese 4. Reinigungsstufe war kürzlich vom Umweltminister von Baden-Württemberg, Franz Untersteller, eingeweiht worden. Sie dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz, der diesen Tag der offenen Tür erst möglich machte. – „Für uns ist es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern Mannheims zu zeigen, wofür wir ihre Gebühren verwenden – und das wir für den Umweltschutz und die Gesundheitsvorsorge Hervorragendes leisten“, betonte Eigenbetriebsleiter Alexander Mauritz in seiner Begrüßung.
Davon konnten sich die Besucher selbst überzeugen: Bei zahlreichen Führungen über das weitläufige Gelände erklärten die Abwasserexperten den „Wasserweg“ und den „Schlammweg“. Die Auffahrt zu den stattlichen 38 Meter hohen Faultürmen, in denen Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung produziert wird, bot phantastische Ausblicke auf das Klärwerk und die Umgebung. Viele Gruppen strömten zu den Werkstätten, in die Blockheizkraftwerke und in das Labor, wo Abwasser- und Schlammproben analysiert und ausgewertet wurden.
An der neuen Pulveraktivkohleanlage informierten zwei Mitarbeiterinnen des Kompetenzzentrums Spurenstoffe (KomS) in Stuttgart über die Notwendigkeit, Mikroschadstoffe aus dem Abwasser zu entfernen, um Gewässer nachhaltig zu schützen. Viele Interessierte holten sich Expertenrat zum Thema Grundstücksentwässerung und Hausanschluss und wie Verstopfungen durch unsachgemäße Entsorgung von Hygieneprodukten über die Toilette zu vermeiden sind.
Das abwechslungsreiche Kinderprogramm zog besonders junge Familien an – zum Bauwagen von Löwenzähnchen, zum Kinderschminken oder Torwandschießen. Ebenso fand das Kistenklettern des Deutschen Alpenvereins regen Zuspruch. Viele Besucher genossen die landschaftliche Idylle vom Planwagen aus, welche die Streuobstwiesen, die Teiche und die weidende Schafherde boten. Einer der Höhepunkte war die Vorführung der Hütehunde beim Zusammentreiben der Herde. Auch der Verein der Bienenzüchter war mit einem Infostand und einem Bienenstock vertreten, wo die Imker die Honigerzeugung der Bienen in einem Schaukasten vorstellten. Unterstützung bei der Bewirtung bekam der EBS von der Eichbaum Brauerei und von der Großmarkt GmbH.

Weitere Infos und Bildergalerie zum Tag der offenen Tür unter www.mannheim.de/stadtentwaesserung .
https://www.mannheim.de/nachrichten/grosse-resonanz-beim-tag-offenen-tuer-im-klaerwerk

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Stuttgart: Die SES im Gespräch mit dem Bürgerverein Mühlhausen e.V.

Eine gute Kommunikation der Verantwortlichen des Hauptklärwerks mit den Vertretern des Stadtbezirks Mühlhausen ist das Ziel der jährlichen Gespräche mit dem Bürgerverein Mühlhausen e.V.
Aus diesem Grund trafen sich am 21. September 2016 dessen Vorsitzender, Herr Heinz Morhard, und zahlreiche Mitglieder des Bürgervereins Mühlhausen e.V. mit den leitenden Mitarbeitern der SES und des Hauptklärwerks.
Fragen des Vereins im Hinblick auf Auswirkungen des Klärwerks auf den nahe gelegenen Stadtbezirk, Bau- und Planungsprojekte im Klärwerk und im Feuerbacher Tal sowie der Hochwasserschutz am Feuerbach standen im Zentrum des Gesprächs. Die Verantwortlichen der SES gaben Auskunft darüber, warum es in manchen Situationen zu Geruchsproblemen kommen kann und welche Maßnahmen die SES ergreift, um diese weiter zu reduzieren. So soll die Qualität der Abluft, die beim Trocknen der Klärschlämme anfällt, durch eine Investition in einen neuen Brüden-Kondensator verbessert werden. Geplante Maßnahmen, wie zum Beispiel die Sanierung des Wirbelschichtofens 2, der Bau einer Reinigungsstufe zur Reduzierung der anthropogenen Spurenstoffe und Medikamente und einer Anlage zur Prozesswasserbehandlung wurden erläutert.
Im Anschluss machten sich die Mitglieder des Bürgervereins im Rahmen einer Anlagenbesichtigung ein eigenes Bild. Die SES erläuterte außerdem das Neubauprojekt eines Regenüberlaufkanals zwischen Mönchfeldstraße und Feuerbach, dessen Bau Ende Oktober 2016 beginnt. Das Bauwerk dient der Verbesserung der Gewässergüte.

Herr Morhard dankte Herrn Rolf Pfeiffer, dem Leiter der Klärwerksbetriebe, der zum 30. September 2016 seinen Ruhestand antritt, für sein stets offenes Ohr, was die Anliegen des benachbarten Stadtbezirks und des Bürgervereins angeht. Es habe sich gegenüber früher Vieles zum Positiven entwickelt, sowohl bei den Emissionen als auch in der Kommunikation zwischen dem Bürgerverein und der SES.
Er möchte an dieser Stelle ein Lob dafür aussprechen, so Herr Morhard. Das ist Ansporn auch für den neuen Leiter der Klärwerksbetriebe, Herrn Boris Diehm.

http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/de/aktuelles/news/titel/die-ses-im-gespraech-mit-dem-buergerverein-muehlhausen-ev/

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Stuttgart: Die neue Info-Broschüre SES-Kanalbetrieb steht zum Download bereit.

Der Kanalbetrieb der Stadtentwässerung Stuttgart stellt sich vor. In der Info-Broschüre sind die aktuellen Aufgaben des Kanalbetriebes dargestellt. Die heute eingesetzte moderne Technik hilft den Schutz der Gewässer zu optimieren und sorgt darüber hinaus dafür, dass das Abwasser ohne Störungen zu den Stuttgarter Kläranlagen fließen kann.
Qualifizierte Mitarbeiter mit vielschichtigen Berufen setzen diese Technik zielgerichtet ein und sind bei Störungen rund um die Uhr erreichbar.

http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/de/aktuelles/news/titel/die-neue-info-broschuere-ses-kanalbetrieb-steht-zum-download-bereit/

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Oldenburg: Hoher Zuschuss für energiesparende Kläranlage

Rund 14 Millionen Euro investiert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV)
bis zum Jahr 2021 in den Neubau der Faultürme für die Erweiterung der Schlammbehandlung auf der
Kläranlage Oldenburg. Für die Gesamtmaßnahme fließen Mittel in Höhe von einer Million Euro im
Rahmen der EFRE-Förderung zur Energieeinsparung und Energieeffizienz (Europäischer Fonds zur
regionalen Entwicklung). Den entsprechenden Bewilligungsbescheid hat der OOWV nun erhalten. Damit
wird die Baumaßnahme in Oldenburg mit der möglichen Höchstsumme aus diesem Förderprogramm
subventioniert.

„Mit unserem Projekt wird ein wichtiger Beitrag zur CO2-Einsparung realisiert. Schon jetzt versorgt sich
die Kläranlage Oldenburg zu 75 Prozent mit Strom und zu 95 Prozent mit Wärme selbst“, sagt OOWVRegionalleiter
Jens de Boer. Eine energieautarke Kläranlage ist das Ziel der Ausbauplanung.
Die Kläranlage in Oldenburg ist die größte, die der OOWV in seinem Verbandsgebiet betreibt. „Die
vorhandene Technik wird erneuert, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden“, erklärt Jens
de Boer. In einem ersten Bauabschnitt werden zwei neue Faulbehälter gebaut, anschließend erfolgt die
Sanierung der vorhandenen Faultürme.

Der OOWV stellt sich mit der Erweiterung der Klärschlammbehandlung frühzeitig auf neue gesetzliche
Vorgaben ein. Denn der Gesetzgeber will langfristig die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung
beenden.

„Mit der Baumaßnahme sind wir auf die zukünftigen Anforderungen zur Behandlung und Verwertung
des Klärschlamms gut vorbereitet“, sagt Jens de Boer.

http://www.oowv.de/fileadmin/user_upload/oowv/content_pdf/presse/88-2016_Kl%C3%A4ranlage_Oldenburg_Schlammbehandlung_Zuschuss.pdf

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Stuttgart: Der SES-Jahresbericht 2015 ist erschienen

Aktiver Gewässerschutz und geordnete Siedlungsentwässerung für die Bevölkerung, hierfür steht der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart (SES). Seit über 20 Jahren ist die SES für alle Aufgaben der Stadtentwässerung für das Stuttgarter Stadtgebiet und für die Abwasserbehandlung von weiteren neun Nachbarkommunen verantwortlich.
Insgesamt hat der Eigenbetrieb Stadtentwässerung seit 1995 mehr als 860 Millionen Euro in die Anlagen der Stadtentwässerung investiert und damit den Gewässerschutz vorangebracht indem die Qualität der Abwasserreinigung gesteigert wurde.

Die SES als kommunaler Eigenbetrieb erlaubt es die Aufgaben umweltbewusst, serviceorientiert, transparent und gleichzeitig wirtschaftlich zu erledigen. Mit über 335 Beschäftigten, 30 Auszubildenden und einem Anlagevermögen von über 760 Mio. EUR ist die SES bundesweit der drittgrößte Eigenbetrieb der Branche und gehört zu den Vorzeigeunternehmen der deutschen Wasserwirtschaft. Die SES ist seit 1995 organisatorisch im Tiefbauamt der Landeshauptstadt Stuttgart integriert. Das Geschäftsjahr 2015 war erfolgreich. Das anvisierte Jahresergebnis in Höhe von 2,3 Mio. EUR wurde erreicht. In die Anlagen der SES wird nachhaltig investiert. 2015 wurden zur Sanierung, Erhalt, Erneuerung und Ausbau der Stadtentwässerungsanlagen über 45 Mio. EUR eingesetzt. 22,8 Mio. EUR davon für das Stuttgarter Kanalnetz und 20,3 Mio. EUR für die Klärwerke. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung der SES wurden 2015 die 25 ausgewählten Ziele konsequent weiterverfolgt und bis Ende des Jahres zu 90 % umgesetzt. Dabei werden ökologische, organisatorische, soziale, und ökonomische Aspekte für einen modernen Stadtentwässerungsbetrieb gleichrangig und nachhaltig betrachtet.

Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2015 erhalten Sie in unserem Jahresbericht 2015.
http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/de/aktuelles/news/titel/der-ses-jahresbericht-2015-ist-erschienen/

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Dülken: Der Niersverband testet mobiles Abdecksystem zur Geruchsminderung auf der Kläranlage Dülken

Der Niersverband testet derzeit auf der Kläranlage Dülken ein mobiles Abdeckungssystem, um die Geruchsemissionen der Anlage zu reduzieren. Dazu wurden ca. 330.000 kleine Plastikbälle auf die Vorklärung und den Schlammeindicker ausgebracht.

Dies ist Teil mehrerer z. T. provisorischer Maßnahmen, die der Niersverband momentan umsetzt, um die von der Kläranlage ausgehenden Gerüche kurzfristig zu minimieren. Die für eine längerfristige Lösung geplanten Baumaßnahmen bedürfen aufgrund ihres Umfangs mehr Zeit.

„Die schwimmende Abdeckung auf ausgewählten Betriebspunkten, die aus tausenden von kleinen Bällen besteht, ist Neuland für den Verband,“ erzählt Dr. Ole Kopplow, zuständiger Fachbereichsleiter für den Betrieb der Kläranlagen. „Die Bälle sollen die Ausstrippung von Geruchsstoffen aus dem Abwasser vermindern. Dies wird bisher erst auf einigen wenigen Kläranlagen angewendet. Auf die Ergebnisse sind wir daher selber sehr gespannt“, so Kopplow weiter.
Weitere erste Maßnahmen neben der oben beschriebenen mobilen Abdeckung sind z. B. die zeitweise Außerbetriebnahme der Vorklärung oder der Sandfangbelüftung an warmen Tagen, aber auch die Abdichtung besonders „anrüchiger“ Kanaldeckel im Umfeld der Kläranlage. Nicht jede dieser Maßnahmen kann allerdings dauerhaft durchgeführt werden, da es dann zu neuen betriebstechnischen Problemen kommt. Eine endgültige Lösung ist daher erst in einigen Jahren nach Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen zu erwarten.

Quelle: Niersverband

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Braunschweig: SE/BS stiftet denHauptpreis bei der Aktion Stadtputz 2016 für naturwissenschaftlichen Unterricht

Das Engagement der Schülerinnen und Schüler der IGS Querum an der Aktion Stadtputz 2016 hat sich gelohnt: Sie haben einen Hauptpreis gewonnen, ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro, das für naturwissenschaftlichen Unterricht einzusetzen ist. Die Stadtentwässerung Braunschweig (SE|BS) hatte diesen Preis zur Verfügung gestellt. „Mit dem Geld konnten wir einen lang gehegten Wunsch anschaffen, für den unser Budget bislang nie ausgereicht hatte: fünf Mikroskope, die nun den naturwissenschaftlichen Unterricht bis Klasse 13 bereichern“, freut sich Christine Voss, Fachbereichsleiterin Naturwissenschaften an der IGS Querum. „Wir danken der SE|BS sehr“, fügt Schulleiter Dirk Schaper hinzu.Andreas Hartmann, Geschäftsführer der SE|BS hat sich von der Anschaffung vor Ort in der Schule überzeugt: „Schön, dass das Geld so guten Anklang gefunden hat“, fasst Hartmann zusammen.
Rund 11.400 Kinder und Jugendliche hatten sich insgesamt an der Aktion Schul-Stadtputz 2016 beteiligt. 170 Schülerinnen und Schüler der IGS Querum sammelten im März Müll rund um das Schulgelände. Einen Hauptpreis für Schulen – als Ansporn für die Teilnahme – stellte die SE|BS zur Verfügung.

http://www.stadtentwaesserung-braunschweig.de/ueber-uns/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/aktuelles/detailansicht/artikel/sebs-stiftet-hauptpreis-bei-der-aktion-stadtputz-2016-fuer-naturwissenschaftlichen-unterricht/

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Forchheim: 50 Jahre AZV Breisgauer Bucht: Tag der Offenen Tür im Klärwerk Forchheim

Anlässlich des 50jährigen Bestehens des AZV Breisgauer Bucht und des Ausbaus der Biologischen Stufe im Klärwerk Forchheim um 50% mit einem Investitionsvolumen von rund 45 Mio € ist am Samstag, den 24.09.16 und am Sonntag, den 25.09.16 im Klärwerk in Forchheim ein „Tag der Offenen Tür“.

An allen verfahrenstechnischen Stationen sind besetzte Infostände mit Betriebspersonal, an denen Sie sich ausführlich und fachkundig informieren können.

In einem Personenkorb an einem Gittermastkran können Sie sich in luftiger Höhe einen Rundumblick über das ganze Klärwerks-Gelände verschaffen.

Es findet an beiden Tagen Unterhaltung durch versch. Musikvereine statt, örtliche Vereine sorgen für Leib und Wohl durch Bewirtung in einem großen Festzelt.

Für Kinder sind Wellenrutsche, Wasserbaustelle undd vieles mehr geboten.

Weitere Infos unter: http://www.azv-breisgau.de/index.php/aktuelles

Hier finden Sie den Weg zum Klärwerk: http://www.azv-breisgau.de/index.php/kontaktseite/2

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Mannheim: Tag der offenen Tür im Klärwerk Mannheim

KlärwerkKarl-Imhoff-Str. 50 68307 Mannheim
25. September 2016 11:00 – 17:00 Uhr

Bei geführten Rundgängen können Erwachsene und Kinder einen Blick hinter die Kulissen des Abwasserbetriebs werfen.

https://www.mannheim.de/veranstaltung/tag-offenen-tuer-im-klaerwerk-mannheim

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Osterhausen: Inbetriebnahme der Abwasserverbindungsleitungen der Ortschaften Bornstedt und Osterhausen zur Kläranlage Osterhausen

Für die Fortführung der abwassertechnischen Erschließung im Gebührengebiet 1 des Wasserverbandes „Südharz“ sind die Herstellungen der Verbindungsleitungen von Bornstedt zur Kläranlage Osterhausen sowie von Holdenstedt zur Verbindungsleitung Bornstedt zur Kläranlage Osterhausen wichtige Vorhaben.
Durch den Wasserverband „Südharz“ wurde ein Antrag auf Zuwendungen zur Förderung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen, für die Vorhaben Hauptpumpwerk /Verbindungsleitung Bornstedt – Kläranlage Osterhausen und dem Vorhaben Hauptpumpwerk /Verbindungsleitung Holdenstedt zur Verbindungsleitung Bornstedt-Kläranlage Osterhausen beim Landesverwaltungsamt Sachsen- Anhalt im Jahr 2014 gestellt.
Diese Anträge wurden im Jahr 2015 positiv beschieden, somit konnte der Wasserverband „Südharz“ davon ausgehen, eine Förderung der Maßnahmen in Höhe von ca. 60 % der Gesamtausgaben zu erhalten.
Die Voraussetzungen für die Abwasserbeseitigung wurden mit der Fertigstellung der Kläranlage in Osterhausen im Jahr 2015 hergestellt.
Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der o.g. Verbindungsleitungen mit den dazugehörigen Pumpwerken, wird seit dem 15.06.2016 das Abwasser der Ortschaften Bornstedt und Holdenstedt der Kläranlage des AZV „Eisleben-Süßer See“ in Osterhausen zugeführt.
Das Hauptpumpwerk in Holdenstedt ist für die weiterführende Anbindung der Ortschaften Liedersdorf und Beyernaumburg an die Kläranlage in Osterhausen eine grundlegende Voraussetzung.

http://www.wasser-suedharz.de/news/1/342444/nachrichten/inbetriebnahme-der-abwasserverbindungsleitungen-der-ortschaften-bornstedt-und-osterhausen-zur-kläranlage-osterhausen.html

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Dillenburg: Energie aus Klärgas

Als Ersatz für das sanierungsbedürftige BHKW erfolgte an der Kläranlage Niederscheld im Jahr 2013 der Bau einer Mikrogasturbine. Die Baukosten betrugen ca. 375.000 €. Im Rahmen des operationellen Programmes für die Förderung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung in Hessen erhalten die Service-Betriebe der Stadt Dillenburg GmbH für den Bau der Mikrogasturbine Zuschüsse aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 140.400 €.

Was ist eine Mikrogasturbine und worin bestehen ihre Vorteile:
Mikro-Turbinen sind eine innovative Technologie zur Erzeugung von elektrischer Energie und Wärme aus Klärgas. Das Grundprinzip der Turbine besteht aus einem kontinuierlichen Verbrennungsprozess, durch welchen eine Welle mit ca. 96.000 Umdrehungen/Minute angetrieben wird. Auf dieser „luftgelagerten“ Welle sind Generator, Verdichter und Turbine befestigt. Diese Konstruktion ermöglicht eine sehr kompakte Bauweise und einen gänzlichen Verzicht auf mechanisch bewegliche Teile und damit auf Schmierstoffe, wodurch Wartungsintervalle und -kosten erheblich reduziert werden. Die anfallende Abwärme wird mittels Wärmetauscher für eine Nutzung bereitgestellt. Weltweit sind mittlerweile mehr als 6000 dieser Mikro-Turbinen im Einsatz. Sie zeichnen sich durch eine kompakte Bauweise, geringes Gewicht und eine lange Lebensdauer aus.

Turbine zur Erzeugung von Strom und Wärme
Operationelles Programm Regionale Wettbewerbsfähigkeit
und Beschäftigung in Hessen 2007 – 2013

EUROPÄISCHE UNION
Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung
Investition in Ihre Zukunft!
Allgemeine Informationen: www.dillenburg.de

http://www.dillenburg.de/pages/klima-und-energie/massnahmen-der-service-betriebe-der-stadt-dillenburg/mikrogasturbine.ph

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Mannheim: Tag der offenen Tür im Klärwerk Mannheim

KlärwerkKarl-Imhoff-Str. 5068307 Mannheim
25. September 201611:00 – 17:00 Uhr

Bei geführten Rundgängen können Erwachsene und Kinder einen Blick hinter die Kulissen des Abwasserbetriebs werfen.

https://www.mannheim.de/veranstaltung/tag-offenen-tuer-im-klaerwerk-mannheim

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Osterhausen: Inbetriebnahme der Abwasserverbindungsleitungen der Ortschaften Bornstedt und Osterhausen zur Kläranlage Osterhausen

Für die Fortführung der abwassertechnischen Erschließung im Gebührengebiet 1 des Wasserverbandes „Südharz“ sind die Herstellungen der Verbindungsleitungen von Bornstedt zur Kläranlage Osterhausen sowie von Holdenstedt zur Verbindungsleitung Bornstedt zur Kläranlage Osterhausen wichtige Vorhaben.
Durch den Wasserverband „Südharz“ wurde ein Antrag auf Zuwendungen zur Förderung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen, für die Vorhaben Hauptpumpwerk /Verbindungsleitung Bornstedt – Kläranlage Osterhausen und dem Vorhaben Hauptpumpwerk /Verbindungsleitung Holdenstedt zur Verbindungsleitung Bornstedt-Kläranlage Osterhausen beim Landesverwaltungsamt Sachsen- Anhalt im Jahr 2014 gestellt.
Diese Anträge wurden im Jahr 2015 positiv beschieden, somit konnte der Wasserverband „Südharz“ davon ausgehen, eine Förderung der Maßnahmen in Höhe von ca. 60 % der Gesamtausgaben zu erhalten.
Die Voraussetzungen für die Abwasserbeseitigung wurden mit der Fertigstellung der Kläranlage in Osterhausen im Jahr 2015 hergestellt.
Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der o.g. Verbindungsleitungen mit den dazugehörigen Pumpwerken, wird seit dem 15.06.2016 das Abwasser der Ortschaften Bornstedt und Holdenstedt der Kläranlage des AZV „Eisleben-Süßer See“ in Osterhausen zugeführt.
Das Hauptpumpwerk in Holdenstedt ist für die weiterführende Anbindung der Ortschaften Liedersdorf und Beyernaumburg an die Kläranlage in Osterhausen eine grundlegende Voraussetzung.

http://www.wasser-suedharz.de/news/1/342444/nachrichten/inbetriebnahme-der-abwasserverbindungsleitungen-der-ortschaften-bornstedt-und-osterhausen-zur-kläranlage-osterhausen.html

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WIEN: HOLLI KNOLLI ZU BESUCH BEI TIM & TRIXI TROPF

Das wienXtra-ferienspiel macht Station in der ebswien hauptkläranlage

Selbst Hand anlegen am Kläranlagenmodell
Langeweile in den Ferien? Die kommt heuer ganz bestimmt nicht auf. Auch die Hauptkläranlange in Simmering ist beim wienXtra-ferienspiel mit dabei und bietet kleinen Forschern und Entdeckern ein spannendes Programm in den Sommermonaten.

Wo läuft das Badewasser, nachdem der Stöpsel gezogen wurde, hin? Was darf in die Toilette geworfen werden? Wie wird das Wasser eigentlich wieder sauber? Die Antworten auf Fragen wie diese haben die beiden Wassertropfen Tim & Trixi Tropf parat. In einer zweistündigen Führung lernen die Kids den Wiener Wasserkreislauf kennen und erfahren, wie eine Kläranlage funktioniert. Ein Original-Kanalprofil steht für eine Erkundungstour bereit und am Kläranlagenmodell kann gleich selbst Hand angelegt werden. Die Kleinen erfahren spielerisch etwas über die Umwelt und wie wichtig der sorgsame Umgang mit Wasser und Abwasser für eine saubere Umwelt ist.

Anmeldung zur Tim & Trixi-Tour unbedingt erforderlich
Das Angebot der ebswien hautpkläranlage richtet sich an Kinder von sechs bis zehn Jahren in Begleitung Erwachsener. Jeden Mittwoch im Juli und August findet um 9:30 Uhr eine Tim & Trixi Tropf-Tour statt. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich und von Montag bis Donnerstag, von 8 bis 16 Uhr, unter der Telefonnummer 01/76099-5840 oder per E-Mail (info@ebswien.at) möglich. Die Teilnahme an den Tim & Trixi Tropf-Führungen ist gratis.

https://www.ebswien.at/hauptklaeranlage/news/detail/article/holli-knolli-zu-besuch-bei-tim-trixi-tropf/

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Hückeswagen: Neues Blockheizkraftwerk im Klärwerk

Stromerzeugung aus Klärgas kann um 30 % gesteigert werden.
Der Wupperverband hat im Klärwerk Hückeswagen ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen. Das neue BHKW konnte deutlich leistungsstärker als die Vorgängeranlage ausgeführt werden. Mit einer elektrischen Leistung von zweimal 64 Kilowatt und einem höheren Wirkungsgrad kann das neue BHKW pro Jahr etwa bis zu 960.000 Kilowattstunden Strom aus dem im Faulbehälter anfallenden Klärgas produzieren.

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_de_pm_bhkw_hueckeswagen.html

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BERLIN: Projekt erfolgreich – Praktikanten werden zu regulären Azubis

Seit dem 20. Januar dieses Jahres haben sechs junge Geflüchtete aus Afghanistan, Ägypten, Äthiopien, Iran, Pakistan und Syrien gemeinsam mit sechs Berliner Jugendlichen bei den Berliner Wasserbetrieben Praktika absolviert – zehn der zwölf so erfolgreich, dass sie ab September eine reguläre Ausbildung beginnen.

„Wir sind stolz darauf, dass wir mit diesem Projekt Vorreiter in Berlin sind“, sagt die Personalvorständin der Berliner Wasserbetriebe…mehr:

http://www.bwb.de/content/language1/html/299_18447.php

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Niersverband begrüßt sechs neue Auszubildende

Am Montag, den 1. August war der erste Arbeitstag von sechs neuen Auszubildenden beim Niersverband. Zum Ausbildungsbeginn begrüßte der Vorstand, Prof. Dr. Dietmar Schitthelm, zwei junge Wasserbauer, zwei Fachkräfte für Abwassertechnik, einen Informatikkaufmann sowie einen Metallbauer.
Jungen Menschen eine fundierte Ausbildung und somit einen guten Start ins Berufsleben zu bieten, das ist das Ziel, was der Niersverband laut Prof. Schitthelm anstrebt. Und dies ist nicht ganz uneigennützig: „Nur mit gut qualifizierten eigenen Leuten können wir unsere Aufgaben wirtschaftlich erfüllen“, führt Prof. Schitthelm aus und wünscht den jungen Leuten für diesen neuen und spannenden Lebensabschnitt viel Spaß und Erfolg.
Besonders erfreulich ist, dass auch in diesem Jahr wieder eine junge Frau die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik beginnt.
Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung in die Arbeit des Verbandes fuhren die Auszubildenden, gemeinsam mit ihren Ausbildern zur Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk. Hier bekamen sie einen ersten Einblick in eine der Hauptaufgaben des Verbandes, der Abwasserreinigung.
Insgesamt bildet der Niersverband jetzt 16 junge Leute in den unterschiedlichsten Berufen – vom Bauzeichner über die Fachkraft für Abwassertechnik bis zum Elektroniker – aus.

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Dülken: Die Kläranlage bekommt eine neue Flockungsfiltration

In diesen Tagen beginnt der Bau einer neuen Flockungsfiltration auf der Kläranlage Dülken.
Ende Juni wurde vor der Kläranlage an der Dülkener Nette der Retentionsbodenfilter zur Reinigung des aus dem Kanal abgeschlagenen Mischwassers (Abwasser und Regenwasser gemischt), insbesondere zur Entfernung von Phosphor, aber auch von Feststoffen, in Betrieb genommen. Nun soll auf der Kläranlage eine so genannte Flockungsfiltration als weitergehende Reinigungsstufe gebaut werden, um auch hier den Phosrückhalt zu optimieren. Damit wird die Phosphorbelastung für die Nette und die empfindlichen Netteseen weiter gesenkt.
Die Flockungsfiltration besteht aus einem Sandfilter mit einer Fällmitteldosierstation. Mit Hilfe des Fällmittels werden restliche Phosphorverbindungen aus dem Abwasser gefällt und anschließend im Sandfilter entfernt.
Das Projekt Flockungsfiltration sieht neben dem Neubau einer Maschinenhalle, in der die Filter, die Rückspülanlage sowie die Elektro- und Meßtechnik untergebracht sind, den Neubau eines Zulaufschneckenhebewerks, den Neubau der Fällmitteldosier- und -lagerstation und den Neubau eines Ablaufmengenmessschachtes vor.
Mit vorbereitenden Arbeiten wurde bereits begonnen. Der Filterbau startet Ende August. Die gesamte Bauzeit inkl. Maschinen- und Elektrotechnik beträgt voraussichtlich zwei Jahre. Die Gesamtkosten liegen bei ca. 9 Mio. Euro.
Während der Bauzeit ist insbesondere in den ersten Monaten mit erhöhtem LKW-Aufkommen für An- und Abfahrten zu rechnen. Der Niersverband bittet hierfür um Verständnis.

https://www.niersverband.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/11-august-2016-die-klaeranlage-duelken-bekommt-eine-neue-flockungsfiltration/

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Langen: Kanalsanierung wie beim Zahnarzt

– Abwasserverband spart mit Inliner-Verfahren Zeit und Kosten –
Mit dem sogenannten Inliner-Verfahren können schadhafte Kanäle für deutlich weniger Geld und wesentlich schneller saniert werden als in offener Bauweise, wenn Straßen gesperrt und aufgegraben werden müssen. Der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen hat mit der wirtschaftlich günstigeren Alternative jetzt einen Kanal auf Vordermann gebracht, der parallel an der Zufahrt zur Verbandskläranlage verläuft und durch Betonkorrosion und Wurzeleinwuchs aus dem angrenzenden Wald nicht mehr dicht war.

In die Rohre mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern und einer Länge von 350 Metern wurden von einer auf das Verfahren spezialisierten Firma weiche, glasfaserverstärkte und mit Klebstoff getränkte Schläuche eingezogen, aufgepumpt und mit UV-Licht ausgehärtet. Nach dem gleichen Prinzip verwendet der Zahnarzt Kunststofffüllungen. Wenn der Schlauch fest an den Kanalinnenwänden anliegt, werden die Enden geöffnet und eventuelle Zuläufe und Hausanschlüsse per Robotertechnik mit einer Fräse geöffnet.

In diesem Verfahren saniert der Abwasserverband derzeit auch rund 600 Meter Kanal in Egelsbach (Goethestraße, Geschwindstraße und Brandenburger Straße) und eine knapp doppelt so lange Strecke in Erzhausen (Arheilger Straße, Bahnstraße, Elbestraße, Friedrich-Ebert-Straße und Rheinstraße).

http://www.abwasserlee.de/aktuelles/presse/124-kanalsanierung-wie-beim-zahnarzt.html

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Langen: Pilotprojekt auf Kläranlage zur Entfernung von Mikroschadstoffen – Wegweisende Forschung zum Trinkwasserschutz

Auf einer etwa 16 mal 14 Meter umfassenden Betonbodenplatte passiert beim Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen in wenigen Wochen Großes. Dann geht auf der Kläranlage in Langen ein Forschungsprojekt an den Start, das in dieser Form deutschlandweit einmalig ist und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Trinkwasserqualität leisten soll. Ziel ist es, für das menschliche Auge nicht sichtbare Spurenstoffe, die sich negativ auf die Umwelt auswirken, aus dem Abwasser zu entfernen. Die gelangen dorthin über die Toilette. Es sind Medikamentenrückstände, antibiotikaresistente Keime, Desinfektionsmittel und zunehmend winzige Kunststoffteile, sogenanntes Mikroplastik aus Kosmetika und Zahnpasta.

Dieser Cocktail aus winzig kleinen Rückständen von Körperpflege-, Reinigungs- und Arzneimitteln steht im Verdacht, bei Fischen und Fröschen biologische Veränderungen hervorzurufen. Wissenschaftler schließen deshalb auch Risiken für den Menschen nicht aus. Doch bisher fehlt es in den Kläranlagen an geeigneten Reinigungsstufen, um die Mikroschadstoffe zu eliminieren und dadurch zu verhindern, dass sie in Gewässer gelangen oder ins Grundwasser sickern, aus dem dann Trinkwasser gewonnen wird. Das Forschungsvorhaben in Langen soll den Weg dazu ebnen, diesen Mangel zu beseitigen. Dabei geht es auch darum, ein wirtschaftlich tragbares Verfahren in die Praxis umzusetzen und absehbare Auflagen innerhalb der Europäischen Union erfüllen zu können.

Das Pilotprojekt wird vom Land Hessen über das Regierungspräsidium Darmstadt gefördert. Bereits im vergangenen Jahr stellte das RP 877.500 Euro dafür zur Verfügung. Weitere 250.000 Euro steuerte der Verband selber bei. „Dieses Geld hätten wir sowieso investieren müssen, um uns für die künftigen Anforderungen der Abwasserreinigung zu rüsten“, erklärt Geschäftsführerin Eva-Maria Frei. Schon seit fünf Jahren untersucht der Verband in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt und mit finanzieller Hilfe durch das Land, wie das Abwasser von Spurenstoffen gereinigt werden kann – bisher allerdings lediglich unter Laborbedingungen. Darauf aufbauend soll nun im größeren Maßstab die Praxis erforscht werden.

Hierzu errichtet das Darmstädter Ingenieurbüro Unger im Auftrag des Verbandes am Kläranlagenablauf eine Versuchshalle mit der notwendigen Maschinen- und Steuerungstechnik. Beim symbolischen ersten Spatenstich unterstrichen Eva-Maria Frei und der Langener Bürgermeister und Verbandsvorsteher Frieder Gebhardt die Sinnhaftigkeit und Bedeutung des Vorhabens, das in Fachkreisen weithin Beachtung findet.

Von Ende September an sollen etwa fünf Prozent des Abwassers durch die Versuchsanlage laufen. Wiederum mit Beteiligung der TU Darmstadt werden dabei die Vor- und Nachteile von zwei Verfahren erforscht: der Tuch- und der Membranfiltration. Beide ermöglichen, dass sich die Spurenstoffe an Aktivkohle anlagern und nicht mehr im Abwasser verbleiben. Doch Kohle ist nicht gleich Kohle. Die sogenannte Kornkohle, die beim Abwasserverband zum Einsatz kommt, ist wiederverwertbar und spart somit Kosten. Im Gegensatz dazu laufen anderswo Verfahren mit Pulveraktivkohle, die anschließend für teures Geld entsorgt werden muss.

Für Edeltraud Lemke vom Regierungspräsidium Darmstadt ist das Langener Projekt richtungsweisend für die Zukunft der Abwasserreinigung und von besonderem Belang für das hessische Ried als Trinkwasserreservoir für das Rhein-Main-Gebiet. Sie geht davon aus, dass der Verband nach Abschluss des etwa 18-monatigen Testlaufs mit Fördergeldern zum Bau einer dann vierten Reinigungsstufe zur Entfernung der Mikroverunreinigungen rechnen kann.

http://www.abwasserlee.de/aktuelles/presse/127-wegweisende-forschung-zum-trinkwasserschutz.html

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Ensdorf: Optimierung und Erweiterung der Kläranlage abgeschlossen

Der Entsorgungsverband Saar hat zwischenzeitlich die Arbeiten zum Ausbau der Kläranlage Ensdorf, mit denen er Mitte 2013 begonnen hatte, abgeschlossen. Der EVS investierte in das Maßnahmenpaket rund 5,5 Millionen Euro. Von der Optimierung der Kläranlage Ensdorf profitiert insbesondere die Saar, in die das gereinigte Abwasser eingeleitet wird.

Die Kläranlage Ensdorf wurde 1994 errichtet, also zu einem Zeitpunkt, zu dem das Hauptsammlersystem noch nicht vollständig fertig gestellt war. Um die Kosten zu reduzieren, wurde die Kläranlage damals noch nicht vollständig ausgebaut. Nachdem der Vollanschluss des Kläranlagen-Einzugsgebietes heute erreicht ist, wurde die Kläranlage selbst endausgebaut, um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Parallel dazu setzte der EVS auf der Kläranlage Ensdorf auch Maßnahmen zur Energieoptimierung um, z. B. den Einbau neuer Gebläse für den Sauerstoffeintrag. Durch die neuen energieeffizienten Gebläse und Belüftungssysteme wird künftig der Strombedarf für den Sauerstoffeintrag um 16 Prozent reduziert. Das entspricht einer Einsparung von rund 25.000 Euro im Jahr. Die Bauarbeiten erfolgten unter laufendem Betrieb der Anlage, was für Betriebspersonal, Planer und die Mitarbeiter der Bauunternehmen gleichermaßen eine große Herausforderung darstellte.

Bei der Kläranlage Ensdorf handelt es sich um eine mechanisch-biologische Anlage mit integrierter Phosphor-Elimination (eine ausführliche Infobroschüre steht unter www.evs.de/Abwasser/Infomaterial zum Download bereit).

http://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/optimierung-und-erweiterung-der-klaeranlage-ensdorf-abgeschlossen/

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Glessen: Aktivkohlefilter auf der Kläranlage

Durch moderne Laboranalytik wird zunehmend auch der Nachweis von Arzneimittelrückständen oder Industriechemikalien möglich, die nur in Spuren im Abwasser vorhanden sind. Diese sogenannten Spurenstoffe können über das gereinigte Abwasser in die Gewässer gelangen. Die Auswirkungen dieser nur in sehr geringen Konzentrationen vorkommenden Stoffe auf die Lebewesen im Gewässer sind weitgehend unklar.
Der Erftverband plant daher durch den Einsatz von Aktivkohlefiltern auf der Kläranlage Glessen, Spurenstoffe aus dem Abwasser herauszufiltern. Die Anlage bietet für dieses Pilotprojekt gute Voraussetzungen, da die hier zur Abwasserreinigung eingesetzten Membranfilter bereits jetzt sämtliche Feststoffe und nahezu alle Viren und Bakterien aus dem Abwasser entfernen.
Nach einer mechanischen Vorreinigung und der biologischen Reinigung wird das Abwasser in Glessen durch Membranfilter filtriert. Im Anschluss an diese Reinigungsstufe soll das gereinigte Abwasser künftig Aktivkohlefilter durchlaufen, die die Spurenstoffe binden und aus dem Abwasser entfernen. Gleichzeitigt untersucht der Erftverband die Gewässerorganismen im Glessener/Pulheimer Bach.
Der Erftverband hat die Förderung des Projekts beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Für den Pilotversuch sind 32 Monate eingeplant.

http://www.erftverband.de/aktivkohlefilter-auf-der-klaeranlage-glessen/

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Wupperverband: Große Dhünn-Talsperre öffnet am 18. September zum vierten Mal ihre Tore

Erlebnis, Mitmachen und Natur und Gewässerschutz stehen im Mittelpunkt

2007, 2010 und 2013 kamen jeweils mehrere tausend Besucher zu unverDHÜNNt an die Große Dhünn-Talsperre. Nun ist es wieder soweit: Am 18. September von 10 bis 18 Uhr öffnen der Wupperverband, der Rheinisch-Bergische Kreis und der :aqualon e. V. erneut die Pforten zu dem zweitgrößten Trinkwasserreservoir in Deutschland – aber natürlich nur sprichwörtlich. Einem breiten Publikum wird ermöglicht, das in Augenschein zu nehmen, was sonst nicht zugänglich ist. Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbands, und Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke präsentierten nun die Highlights des Programms. „Wir werden wieder das Erlebnis …mehr:

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_pm_unverdhuennt1_20160622.html

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Aachen: Stadt und STAWAG: Baumaßnahmen im Sommer und Herbst 2016

Die Modernisierung und Instandhaltung der Infrastruktur in Aachen ist eine wichtige Aufgabe, an der STAWAG und Stadt Aachen gemeinsam arbeiten. „Das Verkehrsnetz muss den modernen Anforderungen einer Großstadt gerecht werden, die Leitungsnetze für Strom, Gas, Wasser, Wärme, Abwasser und Telekommunikation müssen regelmäßig erneuert werden, um die Versorgung sicher zu stellen“, erklärte StadtbauRat Werner Wingenfeld auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Stadt und STAWAG am Montag (20. Juni).
Insgesamt 790 Kilometer lang ist das Straßennetz in Aachen, unter dem ein Zehnfaches an wichtiger Infrastruktur liegt: Leitungen für Strom, Beleuchtung, Gas, Fernwärme, Trinkwasser, Abwasser und Telekommunikation. Rund 8.000 Kilometer Versorgungsleitungen, darunter 800 Kilometer Kanal, müssen instand gehalten werden. „Einige der Kanäle wurden vor 100 bis 150 Jahren gelegt und sind in der historischen Innenstadt oft besonders erneuerungsbedürftig“, erläuterte Wolfgang Raabe, Leiter Netzplanung und Bauleitung der Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft (STAWAG). Die Lebensdauer der Versorgungsleitungen beträgt 50 bis 70 Jahre, der Asphalt hält nur 35 Jahre. Rein rechnerisch müssten also jedes Jahr Baustellen auf einer Länge von etwa 20 bis 25 Kilometer Straße abgearbeitet werden. Das sind rund 70 bis 100 Einzelmaßnahmen. Kanalerneuerungen und Arbeiten an den Versorgungsleitungen werden genutzt, um im Anschluss auch die Fahrbahn und Nebenanlagen auf aktuellen, zeitgemäßen Stand zu bringen.

Laufende Baumaßnahmen

Auf der Krefelder Straße, stadtauswärts, zwischen Normannenstraße und Am Gut Wolf erneuert die STAWAG seit September 2015 den Hauptkanal auf einer Länge von 370 Metern. Die Arbeiten verlaufen nach Plan und die Baumaßnahme wird voraussichtlich am 1. Juli abgeschlossen sein.
Seit dem 23. Mai baut die STAWAG wir in der Dennewartstraße von Hausnummer 22 bis Joseph-von-Görres-Straße Hausnummer 15 das Fernwärmenetz aus und verlegt eine neue Wasserleitung. Seit dem 13. Juni 2016 wird die geplante Querung der Joseph-von-Görres-Straße vorgezogen. Während des CHIOs wird die Querung für den Verkehr freigegeben. Die Bauarbeiten laufen nach Plan und sollen in den Sommerferien abgeschlossen werden.

Geplante Baumaßnahmen Innenstadt
In der Mariabrunnstraße, zwischen Hohenstaufenallee und Übergang Bahnlinie, erneuert die STAWAG ab August den Kanal, schließt Fernwärme an und verstärkt das Stromnetz. Die Bauarbeiten finden in sechs Bauabschnitten statt. Dabei kann es zeitweise zu einer Vollsperrung der Hohenstaufenallee zwischen Goethestraße und Mariabrunnstraße kommen. Die geplante Dauer ist 13 Monate.
Im Anschluss folgen voraussichtlich im Herbst 2017 die Kanalsanierung und der Ausbau der Schillerstraße. Hierzu wird es am 22. Juni eine gemeinsame Bürgerveranstaltung für Anwohner und Geschäftsbetreiber (19 Uhr im Altenheim St. Raphael, Schillerstr. 25).
In der Südstraße erneuert die STAWAG ab September 2016 den Kanal und die Versorgungsleitungen für Gas und Wasser. Die Baumaßnahme beginnt in der Beethovenstraße, hier werden nur die Versorgungsleitungen erneuert. Die geplante Bauzeit beträgt 15 Monate. Hierzu wird es vor Baubeginn eine Informationsveranstaltung für Anwohner und Geschäftsbetreiber geben.
Die Stromversorgung im Aachener Südosten wird ausgebaut
Die STAWAG baut die Stromversorgung im Aachener Süd-Osten weiter aus, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und zu verbessern. Im zweiten Halbjahr folgen in diesem Rahmen die Arbeiten im Juni 2016 in der Pascalstraße, im Juli 2016 im Rittscheider Weg und im Nerscheider Weg und im September 2016 folgt die Albert-Einstein-Straße.

Laufende Baumaßnahmen liegen meist im Plan
Die großen städtischen bzw. gemeinsamen Baumaßnahmen – die Umgestaltung des Marktplatzes in Brand und der Grauenhofer Weg, Fertigstellung jeweils Ende 2016 – liegen aktuell im Plan, so Regina Poth, Leiterin der Abteilung Straßenplanung und -bau der Stadt Aachen. Auch in der Bismarckstraße zwischen Oppenhoffallee und Adalbertsteinweg, wo die STAWAG derzeit die Versorgungsleitungen erneuert, schreiten die Arbeiten zügig voran. Voraussichtlich im November wird die Maßnahme abgeschlossen sein, in deren Verlauf die Stadt Aachen den Verkehrsraum umgestalten wird. Auf beiden Seiten werden Fahrrad-Schutzstreifen angelegt sowie ein einseitiger Parkstreifen, zwei Bäume werden neu gepflanzt, vier Fahrradbügel für acht Fahrräder aufgestellt. Die Bismarckstraße ist derzeit Einbahnstraße in Richtung Adalbertsteinweg, eine Umleitung erfolgt über Goerdelerstraße. Der Willy-Brandt-Platz wird für den Busverkehr ab Mitte Juli befahrbar sein, so Regina Poth. Künftig sollen auf der neuen Bustrasse die ASEAG-Linien 4, 23, 43, 73, 125 und 173 verkehren, die bislang über Hansemannplatz fuhren.

Große Asphaltsanierungen im zweiten Halbjahr 2016
Der Aachener Stadtbetrieb plant 2016 sieben größere Asphaltarbeiten, um die Infrastruktur in Stand zu halten. Asphaltmaßnahmen benötigen meist nur wenige Tage bis zu zwei Wochen. Die Maßnahmen sind:
• Eupener Straße (1. Abschnitt) von Diepenbenden bis Grindelweg, die Arbeiten beginnen am Montag, 27. Juni, um 6.30 Uhr, und dauern bis Montag, 11. Juli. Der Zweirichtungsverkehr bleibt erhalten, der Verkehr wird aber mit einer Baustellenampel geregelt. Eine Vollsperrung ist von Freitag, 8. Juli bis Montag, 11. Juli. notwendig.
• Eupener Straße (2./3 Abschnitt) von Giselastraße bis Jahnplatz sowie von Hausnr. 125 / 127 bis 130, ab Montag, 11. Juli, 6.30 Uhr, bis Montag, 25. Juli. Die Eupener Straße wird zur Einbahnstraße stadteinwärts, eine Vollsperrung ist von Freitag, 22. Juli bis Montag, 25. Juli, notwendig.
• Friedrich-Ebert-Allee von Michaelsbergstraße bis Im Gillesbachtal, vom 15. August bis 23. August 2016.
Informationen zu den Baustellen im Stadtgebiet gibt es tagesaktuell unter www.aachen.de/baustellen und www.stawagbaut.de sowie telefonisch über die Baustellen-Hotline der Stadt (432-7000) und der STAWAG (181-1444).

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HAMBURG WASSER: 850 Mio. Euro für die wachsende Stadt

HAMBURG WASSER blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015: Mit 561,8 Millionen Euro wurde der gute Umsatz des Vorjahres nochmals um rund zwei Prozent übertroffen. Dabei erzielte das städtische Unternehmen einen Überschuss von insgesamt 62,4 Millionen Euro. Mit Blick voraus plant HAMBURG WASSER bis 2020 rund 850 Millionen Euro Investitionen, um die Qualität der städtischen Versorgung für die Zukunft zu sichern.

„Wir haben in Hamburg in Bezug auf Wasser und Abwasser ein sehr gutes Versorgungsniveau aufgebaut“, so der Sprecher der HAMBURG WASSER-Geschäftsführung, Michael Beckereit. „Anders als in vielen anderen Städten Deutschlands und Europas sind für uns Investitionsstau und marode Infrastruktur kein Thema. Das ist vor allem Ergebnis einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Investitionsstrategie“. So konnte beispielweise durch stetige Modernisierungsmaßnahmen die Zahl der Rohrbrüche im Trinkwassernetz seit 1995 um rund 50 Prozent gesenkt werden. Die Überläufe aus den städtischen Sielen – hamburgisch für Abwasserkanal – in die Elbe wurden seit 1982 um knapp 70, in die Alster sogar um knapp 90 Prozent reduziert. „Dazu kommen die Investitionen unserer Energietochter HAMBURG ENERGIE in die Versorgung der Stadt mit Erneuerbaren Energien“, so Michael Beckereit: „Seit Gründung 2009 haben wir bereits 53 Erzeugungsanlagen gebaut. Sie produzieren jedes Jahr rund 100 Mio. Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Strombedarf von mehr als 30.000 Haushalten“.

Diese Versorgungsqualität soll auch in Zukunft gesichert werden. Keine leichte Aufgabe, da die Stadt wächst und bis 2030 zusätzliche rund 100.000 Menschen in Hamburg leben werden. „Das Wachstum entspricht der Einwohnerzahl einer deutschen Großstadt und ist eine große Herausforderung für die Infrastruktur – etwa durch die Flächenversiegelung und die zusätzlichen Wasser- und Abwassermengen“, so Michael Beckereit. „Wir werden unsere Investitionen ausbauen und bis 2020 gut 850 Millionen Euro in die Versorgungsqualität in Hamburg investieren“. Diese Investitionen kommen auch dem Wirtschaftsstandort zugute: „Wir haben eine sehr hohe lokale Wertschöpfung. Von jedem Euro, den wir seitens HAMBURG WASSER und HAMBURG ENERGIE [2] investieren, verbleiben etwa 71 Cent in Hamburg und der Metropolregion“, ergänzt die kaufmännische Geschäftsführerin von HAMBURG WASSER, Nathalie Leroy.

Im Jahr 2015 hat HAMBURG WASSER 2,07 Mio. Menschen in Hamburg und Umgebung mit 116,4 Mio. Kubikmetern Trinkwasser versorgt. Das entspricht etwa dem 34-fachen Inhalt der Außenalster. Der Verbrauch lag damit 0,8 Prozent über dem des Vorjahres. „Die erneut recht trockene Witterung und die Bevölkerungsentwicklung in Hamburg sind ausschlaggebend für den Anstieg des Wasserabsatzes“, erklärt Nathalie Leroy. „Der Pro-Kopf-Verbrauch der privaten Haushalte liegt stabil bei sparsamen 110 Litern am Tag.“

Die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen begünstigten die positive Umsatzentwicklung: 561,8 Millionen Euro für 2015 bedeuten ein Umsatzplus von rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei konnte HAMBURG WASSER einen Überschuss von insgesamt 62,4 Millionen Euro erwirtschaften. Davon entfallen 27,7 Millionen Euro auf die Hamburger Wasserwerke und 34,7 Millionen Euro auf die Hamburger Stadtentwässerung, die zusammen HAMBURG WASSER bilden. Der Überschuss der Wasserwerke wird an die Stadt Hamburg abgeführt, der Überschuss der Stadtentwässerung fließt in die Rücklagen und dient zur Finanzierung künftiger Investitionen.

Kontakt: HAMBURG WASSER, Carsten Roth, 040-7888-88222, carsten.roth@hamburgwasser.de

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Erftverband: Masterplan Abwasser 2025: Kläranlagen in Soller und Vettweiß werden stillgelegt

Die im Masterplan Abwasser 2025 des Erftverbandes vorgesehene Stilllegung von Kläranlagen schreitet voran. Im Mai begannen die Arbeiten am neuen Verbindungskanal, der zukünftig das Abwasser aus Vettweiß-Soller und Vettweiß zum Gruppenklärwerk Nörvenich transportieren wird. Nach Abschluss der Arbeiten, die voraussichtlich bis Dezember dauern, werden die Kläranlagen in Vettweiß-Soller und Vettweiß stillgelegt.

Der neue Kanal führt auf einer Strecke von 6.900 Metern von Soller nach Gladbach, wo er an das vorhandene Kanalnetz angeschlossen wird. Er kostet zirka 2,3 Millionen Euro und wird als Freispiegelleitung mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern errichtet.

Auf halber Strecke zwischen Soller und Gladbach schließt der Erftverband die 20 Zentimeter durchmessende und 700 Meter lange Druckleitung von der Kläranlage Vettweiß an den neuen Verbindungskanal an. Die Baukosten hierfür betragen rund 0,3 Millionen Euro.

Bis auf kurze Teilstrecken verläuft die Trasse für beide Leitungen entlang von befestigten und unbefestigten Wirtschaftswegen. Die Arbeiten erfolgen in offener Bauweise.
Gleichzeitig mit dem Bau des Verbindungskanals erneuert der Wasserleitungszweckverband der Neffeltalgemeinden eine Trinkwasserleitung, die in derselben Trasse verlegt wird.

Die Kläranlagen Vettweiß-Soller und Vettweiß reinigen das Abwasser von rund 1.000 bzw. 2.600 Menschen. Die Kläranlage Vettweiß wurde 1981 und die Kläranlage Soller 1983 in Betrieb genommen, beide Anlagen sind sanierungsbedürftig. Durch das Überleiten des Abwassers nach Nörvenich verhindert der Erftverband hohe Investitionskosten für die Sanierung der beiden kleinen Anlagen und nutzt das größere Gruppenklärwerk in Nörvenich effizienter aus, das für rund 15.500 Menschen ausgelegt ist.

Der Masterplan Abwasser 2025 des Erftverbandes sieht vor, bis zum Jahr 2025 insgesamt 19 Kläranlagen des Verbandes stillzulegen und das Abwasser auf den verbleibenden Kläranlagen zu reinigen. Im vergangenen Jahr wurden als erste Anlagen die Klärwerke Haus Bollheim und Dürscheven in Zülpich sowie die Kläranlage Rommerskirchen-Villau aufgegeben und zurückgebaut.

Bauwerke und Anlagen der Abwassertechnik sind langfristige Investitionsgüter. Die wirtschaftliche Lebensdauer von Kläranlagen beträgt rund 30 Jahre, die Lebensdauer von Kanälen sogar mehr als 60 Jahre. Die Bedeutung dieser Anlagen für die Gesundheit der Bevölkerung, den Natur- und Umweltschutz und den Schutz von Gebäuden und Siedlungen übersteigt den rein finanziellen Wert deutlich. Der Erftverband verfolgt daher das Ziel, seine technischen Anlagen und Maschinen nachhaltig zu bewirtschaften, zu erhalten und zu verbessern.
In seinem rund 2.000 Quadratkilometer großen Verbandsgebiet entsorgt und reinigt der Erftverband das Abwasser von rund 1,2 Millionen Menschen und Industriebetrieben. Hierzu betreibt der Erftverband heute 37 Kläranlagen, 130 Pumpstationen, 401 Regenbecken mit einem Rückhaltevolumen von 842.000 Kubikmetern Wasser sowie drei Kanalnetze.

http://www.erftverband.de/masterplan-abwasser-2025-klaeranlagen-in-soller-und-vettweiss-werden-stillgelegt/

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Stuttgart-Mühlhausen: Erfolgreicher Tag der offenen Tür im Hauptklärwerk

Um die 3.000 Besucher konnten wir am 25. Juni 2016 bei unserem Tag der offenen Tür im Hauptklärwerk begrüßen. Sie erlebten einen richtig turbulenten Tag – Regenschauer inbegriffen. Aber wer sich für Abwasser interessiert, den störte das Nass von oben nicht. Kinder hatten Spaß an den Erlebnisstationen wie Entenkeschern, Löschwandspritzen, Schatzsuche, Experimente und Ähnlichem. Mehr:

http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/de/aktuelles/news/titel/vorbabinformation-zum-tag-der-offenen-tuer-im-hauptklaerwerk-s-muehlhausen/

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EVS: Geschäftsführer Karl Heinz Ecker in den Ruhestand verabschiedet – 15 bewegte Jahre in der Abwasser- und Abfallwirtschaft

Am 30. Juni 2016 endet die Amtszeit von Karl Heinz Ecker als Geschäftsführer des Entsorgungsverbandes Saar, der als Dienstleister der Kommunen im Saarland für die Abfallentsorgung und Abwasserreinigung verantwortlich zeichnet.

„Das waren 15 spannende und sehr abwechslungsreiche Jahre, in denen EVS-Geschäftsführung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Gremien des Verbandes gemeinsam viele anspruchsvolle Aufgaben bewältigen konnten“, so Karl Heinz Ecker bei seiner offiziellen Verabschiedung im Rahmen der EVS-Verbandsversammlung am 21. Juni. „Insgesamt sind die Themen Abwasser und Abfall ja nicht gerade Lieblingsthemen. Umso wichtiger war es mir immer, offensiv zu informieren und so für unsere Strategien und Ziele zu werben. Die offene Kommunikation – beispielsweise in den Regional-Foren für die Mitglieder der Stadt- und Gemeinderäte oder vor Ort bei Bürgerveranstaltungen zu unseren aktuellen Bauprojekten – hat auf jeden Fall zur besseren Akzeptanz unserer Arbeit beigetragen“, so Ecker.

Einen nachhaltigen Imagewandel für die Arbeit des Verbandes anzustoßen, sieht Karl Heinz Ecker so auch als eine der bedeutendsten Aufgaben an, die es in den letzten Jahren zu bewältigen galt. Insbesondere zwei für die Bürgerinnen und Bürger und insbesondere für Umwelt- und Ressourcenschutz besonders relevante Projekte fielen in Eckers Amtszeit: Die Komplettierung einer modernen flächendeckenden Infrastruktur für die Abwasserreinigung und die Umstellung auf ein mengenabhängiges Abfall-Gebührensystem mit dem angestrebten Effekt einer immensen Reduzierung der Restmüllmenge. Für eine weitere ebenso anspruchsvolle Aufgabe – die gesetzlich vorgegebene Übernahme der Grüngutverwertung zum Stichtag 1.1.2018 von den Kommunen – hat Karl Heinz Ecker gemeinsam mit seinem Kollegen Georg Jungmann bereits die ersten Weichen gestellt.

„Die Themen der Abwasserreinigung und der Abfall- und Wertstoffverwertung sind sehr dynamisch und erfordern ein großes Verantwortungsbewusstsein. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Für mich jedenfalls stand es nie in Zweifel, dass ich meinen Platz an der Spitze des EVS gut gewählt hatte. Meinem Nachfolger Michael Philippi wünsche ich eine gute Hand für seine künftige Aufgabe“.

http://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/evs-geschaeftsfuehrer-karl-heinz-ecker-in-den-ruhestand-verabschiedet-15-bewegte-jahre-in-der-abwasser-und-abfallwirtschaft/

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Erftverband: Umwelttechnologien und Nachhaltigkeit im Fokus

Erftverband beteiligte sich an IFAT-Gemeinschaftsstand des Landes NRW
Unter dem Motto „Energieeffiziente und leistungsstarke Kläranlagen“ beteiligt sich der Erftverband am ersten Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen auf der Weltleitmesse für Wasserwirtschaft und Abfallentsorgung IFAT, die vom 30. Mai bis zum 3. Juni in München stattfand. Der Erftverband folgt damit einer Einladung des Landesumweltministeriums, das auf dem Messestand neben dem Erftverband insgesamt 22 Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umwelttechnologien zusammenführt.
Energieeffizienz und Energiegewinnung auf den Abwasserbehandlungsanlagen sind Kernziele des Erftverbandes. Um dies zu erreichen, konsolidiert er Kläranlagenstandorte, optimiert die Verfahrenstechnik, automatisiert Prozesse und erneuert stufenweise die Infrastruktur seiner Kläranlagen.

In den nächsten neun Jahren wird der Verband im Rahmen seines Masterplans Abwasser 2025 bis zu 20 kleine, sanierungsbedürftige und unwirtschaftliche Kläranlagen aufgeben und das Abwasser zu benachbarten, größeren und leistungsfähigeren Kläranlagen überleiten. Diese Zusammenlegung von Kläranlagen führt zu einer besseren Auslastung der verbleibenden Anlagen und Zentralisierung der Klärschlammentsorgung. Dadurch wird insgesamt mehr Faulgas gewonnen, das zur Eigenstromerzeugung genutzt wird. Der Erftverband betreibt auf 15 Kläranlagen Blockheizkraftwerke und deckt mittlerweile rund 33 Prozent seines Strombedarfs aus eigenen Energiequellen.
Zusätzlich zu den Faulschlammbehandlungsanlagen auf seinen konventionellen Kläranlagen plant der Erftverband nun, auch auf dem Gruppenklärwerk Kaarst-Nordkanal eine Faulschlammbehandlungsanlage nachzurüsten. Das Klärwerk ist damit die erste Membranbelebungsanlage in Deutschland, die mit dieser Technik arbeiten wird. Das beim Ausfaulen des Klärschlamms entstehende Gas wird zukünftig direkt auf der Anlage in einem Blockheizkraftwerk verwertet. Der Verband erwartet dadurch eine Reduktion des externen Strombezugs der größten deutschen Membranbelebungsanlage um mehr als 40 Prozent.

Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund acht Millionen Euro. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Land Nordrhein-Westfalen übernehmen rund 5,8 Millionen Euro der Kosten. Für Planung und Bau der Faulschlammbehandlung sind rund 33 Monate eingeplant von der Entwurfsplanung bis zur Inbetriebnahme. Die Bauarbeiten beginnen noch 2016.

In seinem Verbandsgebiet (ca. 1.900 km²), dem Einzugsgebiet der Erft, ist der Erftverband für Ausbau, Unterhaltung und Renaturierung der Erft und ihrer Nebenflüsse und den Hochwasserschutz zuständig. Des Weiteren entsorgt und reinigt er das Abwasser von rund 1,2 Millionen Menschen und Industriebetrieben. Hierzu betreibt der Erftverband heute 37 Kläranlagen, 130 Pumpstationen, 401 Regenbecken sowie drei Kanalnetze.

In seinem Tätigkeitsbereich (ca. 2.300 km²) sichert der Erftverband durch Erforschung und Beobachtung der wasserwirtschaftlichen Verhältnisse im Zusammenhang mit dem Braunkohlentagebau die Versorgung der Bevölkerung, der Wirtschaft und des Bodens mit Wasser. Zusammen mit dem Verbandsgebiet ergibt sich für diese Aufgabe eine Gesamtfläche von 4.200 km², die von der Niederländischen Grenze bis zum Rhein und von Neuss bis nach Bad Münstereifel reicht.

http://www.erftverband.de/umwelttechnologien-und-nachhaltigkeit-im-fokus/

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Rutesheim: Woher stammt Altöl in der Kanalisation?

Unbekannte haben Altöl in die Kanalisation gekippt. Die Polizei fahndet nach den Umweltfrevlern. rak
Der Arbeitsbereich Umwelt und Gewerbe des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ermittelt derzeit wegen Gewässerverunreinigung. Denn Mitarbeiter des Klärwerks im Eisengriffweg haben am Dienstag Altöl in der Kläranlage gefunden. Vermutlich sei das Öl…mehr:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.rutesheim-woher-stammt-altoel-in-der-kanalisation.26fae4a7-e9f4-41bb-9d0c-0ba4ac32b382.html

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Weserbergland: Neues Saug- und Spülfahrzeug mit Wasseraufbereitungstechnik

Die Abwasserbetriebe Weserbergland AöR freuen sich über die Inbetriebnahme des neuen Saug- und Spülfahrzeuges mit Wasseraufbereitung als Ersatz für den über 19 Jahren alten Spülwagen.
Für die Reinigung des Kanalnetzes als wichtige Voraussetzung für die Erhaltung der Abwasserkanäle und den Gewässerschutz steht ab sofort ein hochmodernes, leistungsstarkes Fahrzeug zur Verfügung. Der Spezialbehälter mit einem Volumen von 12.000 Litern nimmt über einen Saugschlauch das gelöste und aufgesaugte Kanalspülgut auf. Besondere Beachtung verdient der mit einer Wasseraufbereitungsanlage ausgestattete Aufbau. Das „Kanalwasser“ wird gefiltert und anschließend wieder direkt für die Kanalreinigung eingesetzt. Die Nutzung von Frischwasser ist durch die neue Wasseraufbereitungstechnologie nur noch in Einzelfällen notwendig. Darüber hinaus dient die Euronorm E 6 und der deutlich geringere Kraftstoffverbrauch der Nachhaltigkeit und schont ebenfalls die Umwelt.
Besonders freut sich die Besatzung des neuen Spezialfahrzeuges, Waldemar Michel und Loreto Conetta, denen nun ein modernes und leistungsfähiges Fahrzeug zur Erledigung ihrer wichtigen Aufgaben zur Verfügung steht.

http://www.abwasserbetriebe-weserbergland.de/aktuelles-presse/artikel/archive/2016/may/article/neues-saug-und-spuelfahrzeug-mit-wasseraufbereitungstechnik.html?tx_ttnews%5Bday%5D=30&cHash=a6b24f5c410b786b1fa60d1d9c01f86b

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Entsorgungsverband Saar investiert 6 Millionen Euro in den Bau des Hauptsammlers Habkirchen – Archäologische Funde im Vorfeld der Baumaßnahme sichergestellt

Insgesamt 6 Millionen Euro investiert der Entsorgungsverband Saar in den Bau des Hauptsammlers Habkirchen. Der neue Kanal wird die Abwässer des Ortsteils Habkirchen zur Kläranlage im französischen Saargemünd leiten, wo sie gereinigt werden.

Der 1. Bauabschnitt mit einem Invest von rund 500.000 Euro wurde bereits Ende 2015 fertig gestellt. Er beinhaltete den Bau einer Druckleitung, die von den „Zollhäusern“ bis zum Hauptsammler Bliesmengen-Bolchen verläuft, an den sie angeschlossen wurde. Bevor die Maßnahme fortgesetzt werden konnte, mussten umfangreiche archäologische Funde, die auf dem Baugelände gesichtet wurden, sichergestellt werden.

2. Bauabschnitt startet am 25. Juni
Am 25. Juni werden der EVS und die Gemeinde Mandelbachtal nun mit dem 2. Bauabschnitt des Hauptsammlers …mehr:

http://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/entsorgungsverband-saar-investiert-6-millionen-euro-in-den-bau-des-hauptsammlers-habkirchen-archaeologische-funde-im-vorfeld-der-baumassnahme-sichergestellt/

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WIEN: ABWASSERPROFIS BEIM BIENENTAG IM WIENER RATHAUS

Kläranlagen-Honig überzeugt im Geschmackstest
Umweltstadträtin Ulli Sima lud am 24. Mai 2016 bereits zum dritten Mal zum Wiener Bienentag in das Rathaus. Der Schutz der Bienen ist ein wichtiges Anliegen der Stadt. Auf Bienenfreundinnen und Bienenfreunde wartete ein umfangreiches Informationsangebot rund um die fleißigen Insekten. Wien fördert die ökologische Landwirtschaft und so haben bereits viele Abteilungen der Stadt und städtische Unternehmen ihre eigenen Bienenstöcke.

Auch die Abwasserprofis der Stadt, die ebswien hauptkläranlage und Wien Kanal, leisten einen Beitrag zum Schutz der kleinen gelb-schwarzen Tierchen. So findet man Bienenstöcke auf der Fläche vom Wien Kanal in Blumental und auf dem Gelände der Hauptkläranlage in Simmering. Die ebswien-Sumsis sind mit einer eigens angelegten Blumenwiese und dem „Klärwood Forest“, in dem alte Obstsorten wachsen, bestens mit abwechslungsreicher Nahrung versorgt. Josef Gottschall, Leiter Öffentlichkeitsarbeit Wien Kanal, und Andreas Scheiringer, Werkstätten-Leiter in der Wiener Hauptkläranlage, kümmern sich dort gemeinsam mit Kollegen um das Wohl der Bienen. Die Beiden waren beim Bienentag im Rathaus vor Ort und präsentierten ihren Honig. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verkosteten die klebrige Köstlichkeit der Abwasserprofis und waren einhellig begeistert.

Warum Bienen wichtig sind
Denkt man bei Bienen nur an Honig, liegt man falsch. Die kleinen Tierchen erledigen eine große Aufgabe für die Natur: sie sind für die Bestäubung der Pflanzen und somit für deren Vermehrung zuständig. Der Schutz der Bienen ist wichtig für unser Ökosystem, ohne Bienen würde es viele Nutzpflanzen und Obstbäume nicht mehr geben – und auch keinen Honig mehr.

https://www.ebswien.at/hauptklaeranlage/news/detail/article/abwasserprofis-beim-bienentag-im-wiener-rathaus/

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Erftverband: Umwelttechnologien und Nachhaltigkeit im Fokus

Erftverband beteiligt sich an IFAT-Gemeinschaftsstand des Landes NRW
Unter dem Motto „Energieeffiziente und leistungsstarke Kläranlagen“ beteiligt sich der Erftverband am ersten Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen auf der Weltleitmesse für Wasserwirtschaft und Abfallentsorgung IFAT, die vom 30. Mai bis zum 3. Juni in München stattfindet. Der Erftverband folgt damit einer Einladung des Landesumweltministeriums, das auf dem Messestand neben dem Erftverband insgesamt 22 Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umwelttechnologien zusammenführt.
Energieeffizienz und Energiegewinnung auf den Abwasserbehandlungsanlagen sind Kernziele des Erftverbandes. Um dies zu erreichen, konsolidiert er Kläranlagenstandorte, optimiert die Verfahrenstechnik, automatisiert Prozesse und erneuert stufenweise die Infrastruktur seiner Kläranlagen.

In den nächsten neun Jahren wird der Verband im Rahmen seines Masterplans Abwasser 2025 bis zu 20 kleine, sanierungsbedürftige und unwirtschaftliche Kläranlagen aufgeben und das Abwasser zu benachbarten, größeren und leistungsfähigeren Kläranlagen überleiten. Diese Zusammenlegung von Kläranlagen führt zu einer besseren Auslastung der verbleibenden Anlagen und Zentralisierung der Klärschlammentsorgung. Dadurch wird insgesamt mehr Faulgas gewonnen, das zur Eigenstromerzeugung genutzt wird. Der Erftverband betreibt auf 15 Kläranlagen Blockheizkraftwerke und deckt mittlerweile rund 33 Prozent seines Strombedarfs aus eigenen Energiequellen.
Zusätzlich zu den Faulschlammbehandlungsanlagen auf seinen konventionellen Kläranlagen plant der Erftverband nun, auch auf dem Gruppenklärwerk Kaarst-Nordkanal eine Faulschlammbehandlungsanlage nachzurüsten. Das Klärwerk ist damit die erste Membranbelebungsanlage in Deutschland, die mit dieser Technik arbeiten wird. Das beim Ausfaulen des Klärschlamms entstehende Gas wird zukünftig direkt auf der Anlage in einem Blockheizkraftwerk verwertet. Der Verband erwartet dadurch eine Reduktion des externen Strombezugs der größten deutschen Membranbelebungsanlage um mehr als 40 Prozent.

Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund acht Millionen Euro. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Land Nordrhein-Westfalen übernehmen rund 5,8 Millionen Euro der Kosten. Für Planung und Bau der Faulschlammbehandlung sind rund 33 Monate eingeplant von der Entwurfsplanung bis zur Inbetriebnahme. Die Bauarbeiten beginnen noch 2016.

In seinem Verbandsgebiet (ca. 1.900 km²), dem Einzugsgebiet der Erft, ist der Erftverband für Ausbau, Unterhaltung und Renaturierung der Erft und ihrer Nebenflüsse und den Hochwasserschutz zuständig. Des Weiteren entsorgt und reinigt er das Abwasser von rund 1,2 Millionen Menschen und Industriebetrieben. Hierzu betreibt der Erftverband heute 37 Kläranlagen, 130 Pumpstationen, 401 Regenbecken sowie drei Kanalnetze.
In seinem Tätigkeitsbereich (ca. 2.300 km²) sichert der Erftverband durch Erforschung und Beobachtung der wasserwirtschaftlichen Verhältnisse im Zusammenhang mit dem Braunkohlentagebau die Versorgung der Bevölkerung, der Wirtschaft und des Bodens mit Wasser. Zusammen mit dem Verbandsgebiet ergibt sich für diese Aufgabe eine Gesamtfläche von 4.200 km², die von der Niederländischen Grenze bis zum Rhein und von Neuss bis nach Bad Münstereifel reicht.

http://www.erftverband.de/umwelttechnologien-und-nachhaltigkeit-im-fokus/

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Stuttgart: Tag der offenen Tür im Hauptklärwerk S-Mühlhausen am 25.06.2016

Wir laden die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür ins Hauptklärwerk S-Mühlhausen am
Samstag, 25.06.2016, von 10:30 bis 17:00 Uhr…mehr:

http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/de/aktuelles/news/titel/vorbabinformation-zum-tag-der-offenen-tuer-im-hauptklaerwerk-s-muehlhausen/

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Rutesheim: Woher stammt Altöl in der Kanalisation?

Unbekannte haben Altöl in die Kanalisation gekippt. Die Polizei fahndet nach den Umweltfrevlern. rak
Der Arbeitsbereich Umwelt und Gewerbe des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ermittelt derzeit wegen Gewässerverunreinigung. Denn Mitarbeiter des Klärwerks im Eisengriffweg haben am Dienstag Altöl in der Kläranlage gefunden. Vermutlich sei das Öl…mehr:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.rutesheim-woher-stammt-altoel-in-der-kanalisation.26fae4a7-e9f4-41bb-9d0c-0ba4ac32b382.html

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Weserbergland: Neues Saug- und Spülfahrzeug mit Wasseraufbereitungstechnik

Die Abwasserbetriebe Weserbergland AöR freuen sich über die Inbetriebnahme des neuen Saug- und Spülfahrzeuges mit Wasseraufbereitung als Ersatz für den über 19 Jahren alten Spülwagen.
Für die Reinigung des Kanalnetzes als wichtige Voraussetzung für die Erhaltung der Abwasserkanäle und den Gewässerschutz steht ab sofort ein hochmodernes, leistungsstarkes Fahrzeug zur Verfügung. Der Spezialbehälter mit einem Volumen von 12.000 Litern nimmt über einen Saugschlauch das gelöste und aufgesaugte Kanalspülgut auf. Besondere Beachtung verdient der mit einer Wasseraufbereitungsanlage ausgestattete Aufbau. Das „Kanalwasser“ wird gefiltert und anschließend wieder direkt für die Kanalreinigung eingesetzt. Die Nutzung von Frischwasser ist durch die neue Wasseraufbereitungstechnologie nur noch in Einzelfällen notwendig. Darüber hinaus dient die Euronorm E 6 und der deutlich geringere Kraftstoffverbrauch der Nachhaltigkeit und schont ebenfalls die Umwelt.
Besonders freut sich die Besatzung des neuen Spezialfahrzeuges, Waldemar Michel und Loreto Conetta, denen nun ein modernes und leistungsfähiges Fahrzeug zur Erledigung ihrer wichtigen Aufgaben zur Verfügung steht.

http://www.abwasserbetriebe-weserbergland.de/aktuelles-presse/artikel/archive/2016/may/article/neues-saug-und-spuelfahrzeug-mit-wasseraufbereitungstechnik.html?tx_ttnews%5Bday%5D=30&cHash=a6b24f5c410b786b1fa60d1d9c01f86b

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Entsorgungsverband Saar investiert 6 Millionen Euro in den Bau des Hauptsammlers Habkirchen – Archäologische Funde im Vorfeld der Baumaßnahme sichergestellt

Insgesamt 6 Millionen Euro investiert der Entsorgungsverband Saar in den Bau des Hauptsammlers Habkirchen. Der neue Kanal wird die Abwässer des Ortsteils Habkirchen zur Kläranlage im französischen Saargemünd leiten, wo sie gereinigt werden.

Der 1. Bauabschnitt mit einem Invest von rund 500.000 Euro wurde bereits Ende 2015 fertig gestellt. Er beinhaltete den Bau einer Druckleitung, die von den „Zollhäusern“ bis zum Hauptsammler Bliesmengen-Bolchen verläuft, an den sie angeschlossen wurde. Bevor die Maßnahme fortgesetzt werden konnte, mussten umfangreiche archäologische Funde, die auf dem Baugelände gesichtet wurden, sichergestellt werden (s. Infokasten).

2. Bauabschnitt startet am 25. Juni
Am 25. Juni werden der EVS und die Gemeinde Mandelbachtal nun mit dem 2. Bauabschnitt des Hauptsammlers …mehr:

http://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/entsorgungsverband-saar-investiert-6-millionen-euro-in-den-bau-des-hauptsammlers-habkirchen-archaeologische-funde-im-vorfeld-der-baumassnahme-sichergestellt/

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WIEN: ABWASSERPROFIS BEIM BIENENTAG IM WIENER RATHAUS

Kläranlagen-Honig überzeugt im Geschmackstest
Umweltstadträtin Ulli Sima lud am 24. Mai 2016 bereits zum dritten Mal zum Wiener Bienentag in das Rathaus. Der Schutz der Bienen ist ein wichtiges Anliegen der Stadt. Auf Bienenfreundinnen und Bienenfreunde wartete ein umfangreiches Informationsangebot rund um die fleißigen Insekten. Wien fördert die ökologische Landwirtschaft und so haben bereits viele Abteilungen der Stadt und städtische Unternehmen ihre eigenen Bienenstöcke.

Auch die Abwasserprofis der Stadt, die ebswien hauptkläranlage und Wien Kanal, leisten einen Beitrag zum Schutz der kleinen gelb-schwarzen Tierchen. So findet man Bienenstöcke auf der Fläche vom Wien Kanal in Blumental und auf dem Gelände der Hauptkläranlage in Simmering. Die ebswien-Sumsis sind mit einer eigens angelegten Blumenwiese und dem „Klärwood Forest“, in dem alte Obstsorten wachsen, bestens mit abwechslungsreicher Nahrung versorgt. Josef Gottschall, Leiter Öffentlichkeitsarbeit Wien Kanal, und Andreas Scheiringer, Werkstätten-Leiter in der Wiener Hauptkläranlage, kümmern sich dort gemeinsam mit Kollegen um das Wohl der Bienen. Die Beiden waren beim Bienentag im Rathaus vor Ort und präsentierten ihren Honig. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verkosteten die klebrige Köstlichkeit der Abwasserprofis und waren einhellig begeistert.

Warum Bienen wichtig sind
Denkt man bei Bienen nur an Honig, liegt man falsch. Die kleinen Tierchen erledigen eine große Aufgabe für die Natur: sie sind für die Bestäubung der Pflanzen und somit für deren Vermehrung zuständig. Der Schutz der Bienen ist wichtig für unser Ökosystem, ohne Bienen würde es viele Nutzpflanzen und Obstbäume nicht mehr geben – und auch keinen Honig mehr.

https://www.ebswien.at/hauptklaeranlage/news/detail/article/abwasserprofis-beim-bienentag-im-wiener-rathaus/

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Weserbergland: Abwasserbetriebe sind künftig mit zwei Elektroautos unterwegs

Flott, spritzig-und vor allem energiesparend: Das zeichnet die neuen Elektroautos aus, die seit wenigen Tagen bei den Abwasserbetrieben Weserbergland im Einsatz sind. „Die beiden Fahrzeuge können genauso schnell beschleunigen und abbremsen wie Benziner, sind aber fast lautlos und haben einen hohen Fahrkomfort“, lässt sich Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann bei einer Probefahrt von den Vorzügen der neuen Vorzeigefahrzeugen überzeugen.
Schon seit einigen Tagen sind die VW e-up auf den Straßen in Hameln unterwegs, am Montag, 10. März, wurden die Fahrzeuge nun im Rahmen eines Pressetermins offiziell von Vertretern der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg an die Stadt Hameln übergeben.

Normalerweise kostet ein Auto dieser Serie ca. 27.000 Euro. Die Abwasserbetriebe Weserbergland kommen aber günstiger weg. Als „Besitzer“ der neuen Fahrzeuge fungiert die Metropolregion, die sich im Rahmen des Modellversuchs „Kommunen für Elektromobilität“ für rund zwei Jahre insgesamt 158 Autos bei den Wolfsburger Autobauern besorgt hat. Zwei dieser Fahrzeuge werden von der Stadt Hameln als „Untermieter“ für 26 Monate geleast, die sie zur Nutzung an die Abwasserbetriebe Weserbergland weitergibt. Jedes Fahrzeug wird mit monatlich 100 Euro gefördert.
Die Autos kommen mit 12 Kilowattstunden pro 100 Kilometer aus. Das heißt, pro 100 Kilometer fallen lediglich Energiekosten in Höhe von etwa drei Euro an. Vertraglich vereinbart wurde, dass die Fahrzeuge jährlich bis zu 10.000 Kilometer unterwegs sein dürfen.

Die neuen Elektrofahrzeuge haben ein einheitliches weißes Design. Das Autokennzeichen kommt aus Hannover – danach folgt ein „EV“ für Electric Vehicle (elektrisches Fahrzeug). „Unsere Pferdestärken werden elektrisch“ – das ist der Slogan der auf beiden Fahrertüren in schwarzer Farbe angebracht ist. Daneben in kleinerer Schrift „schaufenster elektromobilität“ und „eMobilität in Niedersachsen“.

Warum sich die Stadt Hameln an dem Projekt beteiligt? „Wir wollen erfahren, ob sich Elektromobilität in der kommunalen Praxis vor Ort bewährt. Kommen die Mitarbeiter mit diesen Fahrzeugen zurecht? Funktioniert die Aufladung ohne Probleme? Ist die Reichweite der Fahrzeuge ausreichend?“ Das sind für Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann die interessantesten Fragen. „Ich kann mir durchaus vorstellen, auch in Zukunft für den Fuhrpark unserer Stadt auf die zukunftsweisende Technologie zu setzen – wenn die Antworten positiv ausfallen“, sagte Susanne Lippmann beim Pressetermin.

Ohnehin sind laut der Verwaltungschefin Elektroautos für den Einsatz im kommunalen Bereich prädestiniert: „Aufgrund der begrenzten Reichweite eignen sie sich besonders für kurze Strecken, die ein städtischer Betrieb hier in der Stadt auch hauptsächlich bewältigen muss“. Demnach könnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abwasserbetriebe Weserbergland ihre Autos abends an der Steckdose anschließen und morgens voll aufgetankt losfahren. Es soll übrigens zwei Ladestationen geben: Neben der bei den Abwasserbetrieben soll auch eine in der Rathaus-Tiefgarage angebracht werden.

Mit vollen Batterien können Gesamtstrecken von bis zu 160 Kilometern zurückgelegt werden. VW gibt neun Jahre Garantie auf die Batterie. Was das Projekt für die Stadt Hameln ebenfalls interessant macht: „Mit unseren Blockheizkraftwerken erzeugen wir auf der Hamelner Kläranlage selbst Strom und haben deshalb quasi keine Betriebskosten“, erläutert Ralf Wilde, Vorstand der Abwasserbetriebe Weserbergland. Das bedeutet: Die Fahrzeuge sind nicht nur sehr umweltschonend, auch der Etat der Abwasserbetriebe Weserbergland kann entlastet werden.

http://www.abwasserbetriebe-weserbergland.de/aktuelles-presse/artikel/archive/2014/march/article/flott-spritzig-und-sparsam.html?tx_ttnews%5Bday%5D=11&cHash=739a2d1f20e3dc37b5ca911a59dfb4e2

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Bamberg: Die Kläranlage ist rechnerisch energieautark

Das mechanisch biologische Klärwerk Bamberg mit Nährstoffelimination ist für 220.000 Einwohnerwerte ausgelegt. Hier werden zwischen 95 % und 99 % der im Abwasser enthaltenen Inhaltsstoffe vor der Einleitung in die Regnitz entfernt.

In der Kläranlage Bamberg werden die Abwässer der Stadt Bamberg, der Stadt Hallstadt und der Gemeinden Bischberg und Litzendorf gereinigt. Darüber hinaus ist die Tierkörperbeseitigungsanlage Walsdorf ebenfalls mit einer Druckleitung an die Kläranlage Bamberg angeschlossen.

1957 bis 1959 wurde die Kläranlage mit einer Ausbaugröße von 110.000 Einwohnerwerten (EW) gebaut. Bereits damals nutzte man das Klärgas zum Antrieb von zwei umgebauten Schiffsdieselmotoren zur Strom- und Wärmegewinnung. Diese vorgehensweise war sehr innovativ und dem damals auf deutschen Kläranlagen vorherrschenden Stand der Technik weit voraus. Mit einer fast dreimal so hohen Stromerzeugung wie Verbrauch, war die Anlage also von Beginn an energieautark. Hier wurde bereits der Grundstein für den heute auf der Kläranlage Bamberg vorherrschenden nachhaltigen und schonenden Umgang mit Energie gelegt.

Nach einigen Erweiterungen in den Jahren 1973 bis 2004 wurde die Kläranlage auf ihr heutiges Volumen von 220.000 EW, das nahezu vollständig ausgeschöpft wird, vergrößert. Durch verschiedenste Änderungen in der Verfahrensweise von Kläranlagen, musste man zur erneuten Erreichung der Energieautarkie neue Wege gehen.
Die heute betriebenen zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) mit jeweils 700 kW Leistung waren bei Ihrem Einbau vor rund 10 Jahren als zukunftsweisend zu betrachten. Sie gewinnen in fünf Stunden Betrieb soviel Strom aus der Verbrennung von Faulgas, wie ein 4-Personen-Haushalt durchschnittlich im Jahr verbraucht. Seit der Inbetriebnahme dieser BHKW konzentrierte sich die Betriebsleitung auf die Optimierung des Systems, das sich auch die Kraft-Wärme-Kopplung zu Nutze macht, das heißt, zusätzlich zu dem gewonnenen Strom auch die bei dessen Produktion entstehende Wärme nutzt. Durch diese ständigen und erfolgreichen Bestrebungen arbeitet die Bamberger Kläranlage nun wieder (rechnerisch) autark.

Im Mittel der letzten etwa zweieinhalb Jahre konnten bei einem Verbrauch von
4,162 Mio. kWh satte 4,254 Mio. kWh Strom gewonnen werden. Besonders bemerkenswert ist hier, dass die Bamberger Kläranlage dies ohne alternative Energiequellen wie etwa Solarkollektoren oder Windräder schafft. Allein durch die sehr hohe Effizienz der beiden Gasmotoren, die 1,71 kWh Strom je EW und Monat produzieren (theoretisch möglich sind nur 2,1 kWh, der deutsche Durchschnitt liegt bei etwa 0,92 kWh), werden also 103 % des eigenen Strombedarfs selbst gewonnen und lassen die Kläranlage Bamberg so stromautark, umweltschonend und nachhaltig arbeiten.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.
https://www.stadt.bamberg.de/index.phtml?sNavID=1829.437&La=1

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Chemnitz: 100 Jahre kommunale Kläranalage – Tausende Chemnitzer feierten mit

Am 13. Mai 1916 wurde die Kläranlage Heinersdorf erstmalig in Betrieb genommen.
Bewitzelt, belächelt und im besten Falle ignoriert – 100 Jahre klare Brühe.
Ignoriert haben sie die Chemnitzerinnen und Chemnitzer wahrlich nicht – Tausende Chemnitzer feierten ihre Kläranlage.
Zum 100.Geburtstag der Zentralkkläranlage Heinersdorf strömten am Samstag, dem 14. Mai von 10 bis 16 Uhr tausende Besucher auf das Gelände.
Das große Interesse hat uns überwältigt, so ESC-Betriebsleiter Manfred Wüpper. Allen interessierten Besuchern sagen wir herzlichen Dank.
Maskottchen Aqualino begrüßte die großen und kleinen Besucher. Die kleinen Gäste konnten an kindgerechten Führungen teilnehmen.Eine große Mal- und Bastelstraße; Kinderschminken, Pumpwettbewerb, Kanalbau und weitere Attraktionen begeisterten die Kinder.

http://www.esc-chemnitz.de/aktuell.htm

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Homburg: Probebetrieb für innovative Mineralisierungsanlage auf der Kläranlage angelaufen

Auf der Kläranlage Homburg ist der Probebetrieb für eine innovative Klärschlamm-Mineralisierungsanlage angelaufen.

Der Entsorgungsverband Saar hat auf seiner Kläranlage in Homburg mit dem Probebetrieb einer innovativen, energieautarken und CO2 neutral arbeitenden Klärschlamm-Mineralisierungsanlage begonnen.

Bei dem Verfahren werden Schadstoffe aus dem Klärschlamm entfernt, während der wertvolle Nährstoff Phosphor in pflanzenverfügbarer Form erhalten bleibt.

In den letzten 5 Jahren fielen auf der Kläranlage Homburg jährlich zwischen 4.500 und 4.800 Tonnen entwässerter Klärschlamm an, davon stammen 40-50 Prozent von anderen Kläranlagen bzw. von der Karlsberg-Brauerei. Das neue Verfahren bringt eine Verringerung der zu verwertenden Klärschlammmenge um mehr als 80 Prozent gegenüber der bisher eingesetzten reinen Schlammentwässerung.

Bei erfolgreichem Verlauf des Probebetriebes ist eine Inbetriebnahme der Mineralisierungsanlage im Sommer dieses Jahres vorgesehen.

Der im Rahmen des Verfahrens entstehende Wasserdampf ist für die Umwelt absolut unbedenklich.
http://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/probebetrieb-fuer-innovative-mineralisierungsanlage-auf-der-klaeranlage-homburg-angelaufen/

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Stuttgart: Vorbabinformation zum Tag der offenen Tür im Hauptklärwerk S-Mühlhausen am 25. Juni 2016

Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Hauptklärwerks, veröffentlicht die SES Stadtentwässerung Stuttgart einen Auszug dessen Geschichte
Das Hauptklärwerk Mühlhausen wird 100 Jahre (PDF)
http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/fileadmin/user_upload/PDFs/2016/160323_100-Jahre-HKW-fuer-Homepage.pdf

Die gesamte Geschichte der Stadtentwässerung Stuttgart ist dem Buch „Ain heimlich Gemach“ 2012 im Sutton Verlag erschienen.

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Hetlingen: Girls‘ Day im Klärwerk

Mädchen erkunden technische Berufe

Schweißen und Löten ist nichts für Mädchen? Stimmt nicht! Am heutigen Girls‘ Day lernen zwölf Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren beim azv Südholstein technisch orientierte Berufsbilder kennen. In Blaumann und Arbeitsschuhen erkunden sie die vier Ausbildungsberufe des Kommunalunternehmens. Dabei schauen sie nicht nur zu, sondern probieren vor allem selbst verschiedene Tätigkeiten aus. Die jungen Besucherinnen kommen aus Wedel, Holm, Rellingen, Halstenbek, Hamburg und Buchholz.

In Kleingruppen beschäftigen sich die Mädchen mit den vier Ausbildungsberufen des azv Südholstein: Fachkraft für Abwassertechnik, Industriemechaniker/in, Elektroniker/in für Betriebstechnik und Fachkraft für Lagerlogistik. In den Maschinen- und Elektrowerkstätten stehen unter anderen Schweißen und Löten auf dem Programm: Die Schülerinnen bauen je zwei pfiffige Würfelspiele, die sie anschließend mit nach Hause nehmen dürfen. Natürlich geht es im Klärwerk auch ums Wasser: Die Mädchen begutachten Abwasserproben am Mikroskop und finden heraus, wie die unterschiedlichen Reinigungsstufen funktionieren. Was für logistische Arbeiten notwendig sind, um den Klärwerksbetrieb aufrecht zu erhalten, erfahren die Besucherinnen im Magazin.

„Talente und Interessen entdeckt man oft durch Ausprobieren. Viele Mädchen kommen erst durch den Girls‘ Day auf die Idee, technische Berufe in ihre Berufswahl mit einzubeziehen“, berichtet Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv Südholstein. Am Girls‘ Day gewinnen die Schülerinnen erste Einblicke in den Arbeitsalltag und können dadurch besser einschätzen, was für Berufe – jenseits aller Rollenklischees – tatsächlich zu ihnen passen. Die Chance wird gern genutzt: Auch der zwölfte Girls‘ Day beim azv Südholstein war schnell ausgebucht.

Laut einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) steigt der Frauenanteil bei Auszubildenden in typischen Männerberufen langsam, aber stetig an: In rund 80 von 105 untersuchten Berufen hat sich der Frauenanteil in den vergangenen zwölf Jahren vergrößert. Von „Männerberufen“ ist dann die Rede, wenn der Anteil der Männer bei über 80 Prozent liegt.

Beim azv Südholstein liegt der Frauenanteil insgesamt bei rund 30 Prozent, bei den Führungskräften mit rund einem Drittel sogar noch höher. Auch in dem Kommunalunternehmen ist jedoch der Frauenanteil in der Verwaltung weit höher als in den technischen Bereichen. Frauen haben daher in den vier technisch orientierten Ausbildungsberufen beim azv Südholstein besonders gute Chancen: Bei der Einstellung werden sie bei gleich guter Eignung, Befähigung und Leistung vorrangig berücksichtigt. Das entspricht dem Gesetz zur Gleichstellung der Frauen im öffentlichen Dienst. Für den azv Südholstein ist der Girls‘ Day eine gute Gelegenheit, Schülerinnen bei der Berufsorientierung zu unterstützen und sich gleichzeitig als Ausbildungsbetrieb vorzustellen.

Über den Girls‘ Day:
Am Mädchen-Zukunftstag haben Mädchen die Gelegenheit, Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennenzulernen, in denen Frauen bislang eher selten vertreten sind. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2001 haben rund 1,5 Millionen Mädchen teilgenommen. Im Jahr 2015 waren rund 103.000 Schülerinnen dabei. Koordiniert wird der Girls‘ Day auf Bundesebene vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.

Mehr Info:
• Offizielle Internetseite des Girls‘ Day: http://www.girls-day.de
• Internetseite des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB): https://www.bibb.de
• Hintergrundpapier des BIBB: „Männerberufe sind für Männer nicht mehr ganz so typisch“: https://www.bibb.de/dokumente/pdf/a24_hintergrundpapier_girl-day_2016.pdf

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Erftverband: Energiekosten gesenkt: Erftverband saniert Heizanlagen auf neunzehn Kläranlagen

Auf neunzehn seiner 37 Kläranlagen saniert und optimiert der Erftverband die Wärmeverteilung, Heizung und Lüftung. Dadurch spart der Verband zukünftig je nach Anlage zwischen 80 und 100 Prozent der Kosten für die Wärmeerzeugung ein – Energie, die andernfalls zugekauft werden müsste. Gleichzeitig werden die Wärmeverteilungsanlagen mit einer gleichartigen Steuerungs- und Regelungstechnik nachgerüstet, um einen einheitlichen Standard auf den Kläranlagen des Erftverbandes zu erreichen. Derzeit laufen die Arbeiten auf der Kläranlage Rheinbach. Sie sind voraussichtlich im Juni abgeschlossen.

Im Zuge der energetischen Sanierungen der Kläranlagen werden Heizkessel, Brenner, raumlufttechnische Anlagen, Sanitärinstallationen und Heizungspumpen ausgetauscht sowie neue Rohrleitungen und Warmwasserspeicher installiert und gedämmt. Zudem werden die neuen oder geänderten Anlagenteile zur Messwert- und Datenerfassung in die vorhandenen Prozessleitsysteme der Kläranlagen integriert und die Heizungssteuerungen automatisiert. Hierzu werden neue speicherprogrammierbare Steuerungen eingebaut. Alle Arbeiten erfolgen im laufenden Betrieb der Kläranlage.
Nahezu zeitgleich werden an einigen Kläranlagen neue hocheffiziente Blockheizkraftwerke installiert und in das Gesamtenergiekonzept des Erftverbandes eingebunden, um aus dem bei der Abwasserreinigung anfallenden Klärgas elektrische- und thermische Energie zu erzeugen und die Energiekosten dadurch weiter zu senken.
Neben der Kläranlage Rheinbach saniert der Erftverband bis voraussichtlich Juni 2017 die Anlagen in Zülpich-Obergartzem-Enzen, Mechernich, Bornheim-Sechtem, Weilerswist, Bergheim-Kenten, Frechen und Erftstadt-Köttingen.
Bereits abgeschlossen sind die Umbauarbeiten auf den Kläranlagen Bad Münstereifel-Kirspenich, Zülpich-Bessenich, Bornheim, Bergheim-Auenheim, Elsdorf, Rommerskirchen-Anstel, Grevenbroich, Grevenbroich-Wevelinghoven, Euskirchen-Kessenich, Flerzheim und Korschenbroich-Glehn.

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Braunschweig : Radio Antenne hilft bei Kanalreinigung

Am 12. April 2016 bekamen die SE|BS-Mitarbeiter Besuch von Uwe Worlitzer. Der Radio Antenne-Moderator probiert in seiner Morningshow verschiedene Jobs aus und ließ sich drei Meter tief in den Burgmühlengraben abseilen, um sich die Arbeit der Kanalarbeiter aus nächster Nähe anzuschauen. Wie der Praktikant für einen Tag die Aktion erlebt hat und was er jetzt über den Beruf denkt, sehen Sie hier.

http://www.stadtentwaesserung-braunschweig.de/ueber-uns/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/aktuelles/detailansicht/artikel/radio-antenne-hilft-bei-kanalreinigung/

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Berlin: Offline fließt das Wasser, online die Informationen

Wasserbetriebe mit neuer App und zwei prämierten Webseiten
Nicht nur das Berliner Wasser ist – etwa durch stadtweit aufgestellte Trinkbrunnen – überall verfügbar, auch die wichtigsten Informationen zum Wasser und zum Unternehmen haben Berlinerinnen und Berliner jetzt immer dabei: in der neuen App der Berliner Wasserbetriebe.

Mit Hilfe der App, die im AppStore und im Google Play Store erhältlich ist, können Kunden etwa Verbräuche kontrollieren und Zählerstände übermitteln. Sie erfahren auch Wissenswertes über die Inhaltsstoffe ihres Trinkwassers – und über Veranstaltungen und andere wichtige Termine. Bereits 2014 haben die Berliner Wasserbetriebe eine erste App entwickelt: den Trink-Lotsen, der bequem und humorvoll das tägliche Trinkverhalten – idealerweise, aber nicht ausschließlich von Berliner Wasser – überwacht.

Ebenfalls mobil verfügbar: zwei ausgezeichnete Webseiten der Berliner Wasserbetriebe, die Kinder- und Jugendseite klassewasser.de sowie die Ausbildungsseite ausbildung.bwb.de. So hat klassewasser.de vergangenen Donnerstag in Erfurt das renommierte Web-Siegel „Erfurter Netcode“ für Qualität im Internet erhalten. Seit 2004 erhalten Schüler ab sechs Jahren auf klassewasser.de Unterstützung bei Wasser-Themen der Fächer Biologie, Chemie, Erdkunde und Physik. Die Inhalte orientieren sich an Schul-Lehrplänen, auch Informationen und Unterrichtsmaterial für Lehrer und Erzieher sind im Angebot. Der Erfurter Netcode ist eine Initiative u. a. der Landesmedienanstalten sowie der evangelischen und katholischen Kirche.

Wer mit klassewasser.de seine Schullaufbahn erfolgreich absolviert hat, kann gleich weiterklicken auf ausbildung.bwb.de. Die Ausbildungs-Webseite der Wasserbetriebe hat in einer Benchmark-Studie der Uni Koblenz zum Ausbildungsmarketing den zweiten Platz von 227 Ausbildungswebseiten belegt. Erster wurde BASF. Gestaltet von Azubis für Azubis hat ausbildung.bwb.de vor allem mit zielgruppenspezifischer Ansprache und übersichtlichen Informationen überzeugt. Die Videos auf dieser Seite hatten bereits 2015 den Econ Award in Gold abgeräumt

http://www.bwb.de/content/language1/html/299_17634.php

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Münchehofe/Berlin: Das Zweitkleinste hat Karlsruher Dimensionen

40 Jahre Klärwerk Münchehofe: jung geblieben, weil stetig modernisiert
Das Klärwerk feiert morgen seinen 40. Geburtstag. Es ist für das Abwasser von rund 300.000 Menschen gebaut, was etwa der Einwohnerzahl von Karlsruhe entspricht. Aus bundesweiter Sicht ist es damit ein Großklärwerk. Aus Berliner Sicht wäre es nur ausreichend für das Abwasser der Bürger eines Bezirks von der Größe Steglitz-Zehlendorfs und ist die zweitkleinste der sechs Kläranlagen. 1976 hat das Werk die Rieselfelder in Tasdorf, Münchehofe und Schöneiche abgelöst. Seither wurden in der stetig modernisierten Anlage rund 880 Mio. Kubikmeter Abwasser gereinigt. Das entspricht in etwa der 24-fachen Menge des Müggelsees.

Dieses Abwasser stammt etwa je zur Hälfte aus Teilen von Marzahn, Hellersdorf, Köpenick, Karlshorst und Lichtenberg sowie aus Erkner, Strausberg, Woltersdorf und weiteren Umlandgemeinden. Dazu kooperieren die Berliner Wasserbetriebe mit dem Wasserverband Strausberg Erkner. „Diese Zusammenarbeit funktioniert seit Jahrzehnten ausgezeichnet“, betont Jörg Simon, Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe.

Das Klärwerk Münchehofe wurde 2009 grundlegend saniert und wird heute vollautomatisch betrieben. Mit zwei Blockheizkraftwerken, die in diesem Jahr erneuert werden, stellt das Klärwerk 62 % seiner Energie selbst aus Biogas her, das aus dem Klärschlamm gewonnen wird. In den nächsten Jahren investieren die Berliner Wasserbetriebe in Münchehofe mehr als 30 Mio. Euro, um Stickstoff und Phosphor zu reduzieren und so die Gewässerqualität in Erpe und Spree weiter zu erhöhen.

Die Berliner Wasserbetriebe betreiben insgesamt sechs Klärwerke, von denen fünf auf ehemaligen Rieselfeldern in Brandenburg stehen. Einzig das zu Mauerzeiten entstandene Klärwerk Ruhleben befindet sich auf Berliner Stadtgebiet, in Spandau.

http://www.bwb.de/content/language1/html/299_17573.php

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Konzertierte Kanalreinigungsaktion

Gullygestank geht alle an: Land nimmt Berliner in die Pflicht
Den Berlinern stinkt es. Seit Jahren führen unangenehme Kanalgerüche insbesondere im Sommer bei den Berliner Wasserbetrieben nicht nur zu Kundenbeschwerden, sondern auch zu steigendem Aufwand für Gegenmaßnahmen. Deshalb haben sich nun das Land Berlin, die Bezirke und die Wasserbetriebe dazu abgestimmt, die Bürger stärker in die Pflicht zu nehmen. Dafür werden erstmals vom 2. Mai bis 16. September 2016 WC-Spülzeiten eingeführt, die künftig in den Sommermonaten für bessere Berliner Luft sorgen sollen. Damit die reinigende Wirkung unter Tage verstärkt wird, soll dies künftig bezirksweise und konzertiert geschehen.
Diese Spülzeiten, die tabellarisch hier www.bwb.de/spuelzeiten veröffentlicht sind, sollen morgens und abends für einen Schwall in den Kanälen sorgen, der Dreck und stehendes Wasser mit sich nimmt. „Wir bitten die Berlinerinnen und Berliner, in dieser Zeit einmal ihre Toilette zu spülen – egal ob sie zuvor benutzt wurde oder nicht und mit voller Kraft, also nicht mit der Spartaste“, sagt Ronald Sewer, Cheftechniker der Berliner Kanalisation. „Das verhindert Geruch und Korrosion, erspart teure Gegenmaßnahmen und nützt damit letztlich allen.“

Ein Informationsblatt unter dem Slogan „Frage nicht, was Dein Kanal für Dich tun kann, frage, was Du für Deinen Kanal tun kannst“ wird in sieben Sprachen aufgelegt und in Schulen, Bürgerämtern und anderen öffentlichen Stellen verteilt.

Ursache des Gestanks ist Fäulnis im Abwasser, das immer weniger wird und deshalb immer länger in der Kanalisation dümpelt. Den stinkenden Schwefelverbindungen rücken die Wasserbetriebe auf verschiedenen Arten zu Leibe: Sie hängen Deos in den Kanal, bauen Kanäle um und Geruchsfilter ein, dosieren Salze, die die Zersetzungen verhindern, und sie spülen mit jeder Menge Wasser. Das alles kostet viel Geld – bis zu 3 Millionen Euro pro Jahr. Und es löst das Problem oft nur vorübergehend.

Mehr Hintergrund dazu: http://www.bwb.de/spuelzeiten, http://www.welt.de/wirtschaft/article152318777/Die-verkannte-Gefahr-der-supersparsamen-Waschmaschine.html

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Dresden: Forschungsprojekt MikroModell gestartet

Immer mehr Arzneimittel, Kosmetikprodukte, Chemikalien aus Haushalten, Industrie und Landwirtschaft sowie Mikroplastik belasten unsere Gewässer – das Forschungsprojekt MikroModell untersucht die Auswirkungen.

Den Spurenstoffen auf der Spur – Wissenschaft und Kläranlagenbetreiber forschen für die Zukunft unserer Gewässer.
Wo Menschen leben und arbeiten, hinterlassen sie Spuren, die auch unsere Umwelt und Gewässer belasten. Während wir versuchen über die Europäische Wasserrahmenrichtlinie und Umweltqualitätsnormen die Belastungen zu kontrollieren, zwingt uns eine leistungsfähigere Analytik sowie immer neue Substanzen vor allem aus der Chemie-, Agrar- oder Pharmaindustrie zu einer offensiveren Auseinandersetzung mit den neuartigen Schadstoffen als bisher.
Was bewirken solche Stoffe, die i.d.R. in Mikro- und Nanokonzentrationen vorkommen, in unseren Gewässern? Welche Auswirkungen haben sie auf die menschliche Gesundheit oder die Vitalität von Gewässerökosystemen? Und vor allem was können oder müssen wir tun, um mögliche Schäden zu vermeiden? Einträge mindern oder sogar ganz vermeiden, den Verbraucher aufklären, Technologien entwickeln?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich das praxisorientierte Verbundvorhaben „MikroModell“, für welches das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in seiner letzten Sitzung 2015 den Startschuss gab und das von DBU, dem Sächsischen Umweltministerium und der GELSENWASSER AG über drei Jahre gefördert wird. Dabei stellen sich die Abwasserunternehmen aus Plauen, Chemnitz und Dresden unter wissenschaftlicher Begleitung der Technischen Universität Dresden (TUD) der Herausforderung, auf Grundlage eines Stoffflussmodells mögliche Belastungsszenarien vor Ort zu simulieren und damit eine Entscheidungs-grundlage für das Management von Mikroschadstoffen bereitzustellen. Diese sollen erklären, ob und mit welchen Mitteln Einträge in die Gewässer reduziert werden können, beispielsweise durch Vermeidung, Substitution oder technische Lösungen, und werden abschließend in einem Leit¬faden mit konkreten Handlungs¬empfeh¬lungen zusammengefasst.
„Die DBU sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt, um den Arzneimitteleintrag in die Umwelt langfristig zu vermindern. Dadurch werden die DBU-Förderinitiative „Nachhaltige Pharmazie“ und laufende DBU-Förderprojekte zur vierten Reinigungsstufe auf Kläranlagen ergänzt“, resümiert Herr Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der DBU. Dabei spielt für alle Projektbeteiligten der Dialog mit den Verursachern eine ebenso wichtige Rolle wie mit Kliniken, Ärzten, Apothekern oder auch den Verbrauchern, die beispielsweise über Bürgerforen informiert werden sollen.
Die Auftaktveranstaltung fand am 28. Januar 2016 in der Sieb¬scheibenhalle der Kläranlage Dresden-Kaditz statt.

http://www.stadtentwaesserung-dresden.de/infokanal/meldungen/detail/forschungsprojekt-mikromodell-gestartet.html

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Dresden-Kaditz: Alles klar im Nachklärbecken

Wenn aus Hefeweizen Kirstallklar wird: Neue Nachklärung in Kaditz verbessert das Reinigungsergebnis

Nach über einjährigem Umbau wurde am 15. März 2016 das sechste und damit letzte Nachklärbecken auf der Kläranlage Dresden-Kaditz fertiggestellt. Nachklärbecken sind die letzten durchströmten Becken der Kläranlage. In ihnen findet die Trennung des gereinigten Wassers vom sogenannten Belebtschlamm statt. Anschließend wird das saubere Wasser in ein Gewässer eingeleitet, in Dresden die Elbe.
Innerhalb von knapp sieben Monaten reiner Bauzeit wurden nacheinander alle Nachklärbecken der Dresdner Kläranlage mit der hydrograv adapt-Technologie umgerüstet. Dabei wurde jeweils das zentrale Betoneinlaufbauwerk mit einem höhenveränderlichen Edelstahlmantel ausgestattet, der sich in Abhängigkeit der aktuellen Belastung automatisch und kontinuierlich immer auf die richtige Höhe einstellt. Die Umbauten wurden vom Dresdner Unternehmen hydrograv GmbH, der Patentinhaberin auf dieses System, geplant. Die Teile wurden im Taunus vorgefertigt, dann 500 km weit transportiert und direkt im Becken endgültig zusammengesetzt. Mehr als 70 t Edelstahl wurden auf der Kläranlage Dresden-Kaditz verbaut. Die gesamte Maßnahme kostete die Stadtentwässerung Dresden 2,1 Mio. Euro. Die Alternative – eine Sandfiltration – hätte mehr als 30 Mio. Euro und den Bau von zwei neuen Nachklärbecken erfordert.
Mit der hydrograv adapt-Technologie ist der letzte Reinigungsschritt deutlich effi¬zienter als zuvor. Das zeigen bereits mehrere Installationen der Techno¬logie der Dresdner hydrograv GmbH in ganz Deutschland. Was bedeutet effizienter? – Das Ablaufwasser ist erheblich klarer und die gewässerschädlichen Rest-Inhaltsstoffe des gereinigten Abwassers Phosphor und Kohlenstoffverbindungen, die die Kläranlage mit Ablauf aus dem Nachklärbecken verlassen, werden nochmals deutlich reduziert. Zudem können die Becken auch noch mit mehr Regenwasser belastet werden. Dies wird mit einer relativ schlanken Umrüstung der Nachklärbecken erreicht. Im Vergleich dazu ist derselbe Reinigungsgrad alternativ nur mit einer teuren, aufwändigen und energieintensiven Filtration zu erzielen.

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Erftverband: Starkregenprävention Pumpwerk und Rückhaltebecken entlasten Meckenheimer Kanalisation

An der Unterführung am Israhel-van-Meckenem-Weg baut der Erftverband in enger Absprache mit der Stadt Meckenheim ein neues Pumpwerk zur Entlastung der Meckenheimer Kanalisation im Ortsteil Neue Mitte. Die Arbeiten beginnen am 12. April und dauern voraussichtlich vier Wochen.
Das neue Pumpwerk verhindert, dass sich bei Starkregen Wasser in der Unterführung sammelt und den Kanal überstaut. „Der Bau des Pumpwerks ist eine der Maßnahmen, die wir gemeinsam mit den Fachleuten der Stadt Meckenheim umsetzen, um die Kanalisation im Ortsteil Neue Mitte bei Starkregen zu entlasten“, so Heinrich Schäfer, Bereichsleiter Abwassertechnik des Erftverbandes.
Während der Arbeiten ist die Fußgängerunterführung gesperrt und eine Umleitung über den Siebengebirgsring und Godesberger Straße wird eingerichtet.
Als zweite Maßnahme zur Entlastung des Kanalnetzes errichtet der Erftverband ein Regenrückhaltebecken an der Gudenauer Allee, das bei starken Niederschlägen rund 1500 Kubikmeter Wasser aus der Kanalisation zurückhalten und zwischenspeichern kann. Ein neuer, rund 450 Meter langer Kanal entlang der Gudenauer Allee schließt das Rückhaltebecken an die Kanalisation an. Die Arbeiten erfolgen sowohl in offener Bauweise als auch im „Vortriebverfahren“. Dabei wird der neue Kanal durch den Untergrund gepresst, ohne dass der Boden großflächig geöffnet werden muss. Die Arbeiten am Regenrückhaltebecken und dem neuen Kanalabschnitt beginnen voraussichtlich Ende April und dauern bis Frühjahr 2017.
Zudem plant die Stadt Meckenheim im Stadtteil Merl im Bereich der Promenade das Regenwasser zurückzuhalten, indem eine durchlaufende Rasenmulde mit angrenzendem Erdwall und unterhalb liegender Kiespackung hergestellt wird.
Die Rasenmulde wird kaskadenförmig entlang der Promenade entsprechend dem Höhenverlauf abgestuft. Die Mulden erhalten zusätzlich Überlaufschächte, die als Notentwässerung fungieren und das Regenwasser bei einem Wasserstand von 20 cm in den Regenwasserkanal ableiten.
Der geplante Wall entlang der Grundstücke der Noldestraße liegt weitere 25 cm höher als das angrenzende Geländeniveau der Promenade bzw. das Notüberlaufniveau in den Rückhaltemulden.
Bürgermeister Bert Spilles beim Vor-Ort-Termin: „Ich bin froh, dass wir gemeinsam mit dem Erftverband in die Umsetzung der Entlastungsmaßnahmen kommen, um so auch die Zusagen an die Meckenheimer Bürger einzuhalten“.
Die Tiefbauarbeiten an den Mulden werden direkt im Anschluss an die neu erstellte Pumpstation in der Gehwegunterführung „Auf den Köppen“ beginnen.
Die Arbeiten der Stadt Meckenheim werden zeitlich und planerisch mit den Arbeiten des Erftverbandes koordiniert.

http://www.erftverband.de/starkregenpraevention-pumpwerk-und-rueckhaltebecken-entlasten-meckenheimer-kanalisation/

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Entsorgungsverband Saar: anlässlich des Weltwassertages 2016 – Saarländische Abwasserwirtschaft sichert Arbeitsplätze in zahlreichen Branchen

Der diesjährige Weltwassertag am 22.03.2016 steht unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht damit die (Ab)Wasserwirtschaft und ihre facettenreichen Arbeitsplätze und damit verbunden die Tatsache, dass diese Branche ein regelrechter Motor für den Arbeitsmarkt ist.

Dass dem so ist, beweisen eindrücklich auch die Zahlen, die der Entsorgungsverband Saar dazu liefern kann:

Der EVS betreibt 140 Kläranlagen, rund 1.100 Kilometer Kanal, 290 Pumpwerke und 576 Regenwasserbehandlungsanlagen. Seine Aufgabe ist die betriebliche und bauliche Unterhaltung der Abwasseranlagen nach den aktuellen rechtlichen, technischen, wirtschaftlichen und umweltrelevanten Anforderungen. Insgesamt 295 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Planung, Bau, Betrieb und Qualitätsüberwachung stellen sicher, dass dieses komplexe Aufgabenpaket gestemmt werden kann.
Zugleich ist der EVS größter Auftraggeber für Tiefbaumaßnahmen im Saarland. Er investiert 31,6 Millionen Euro in Bau und Sanierung von Hauptsammlern, Pumpwerken und Regenwasserbehandlungsanlagen, 16,2 Millionen Euro in die Modernisierung von Kläranlagen sowie 6,3 Millionen Euro in Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an Bauwerken und der technischen Ausrüstung insbesondere von Kläranlagen und Pumpwerken (Grundlage: EVS-Wirtschaftsplan 2016).

Etwa 16,2 Millionen Euro fließen hiervon direkt in Arbeitsplätze. Grob veranschlagt sichert der EVS mit seinen Investitionen etwa 400 Jobs. Dabei profitieren nicht nur mittelständische und größere Baufirmen im Saarland, sondern auch kleine Handwerksbetriebe.

Im Kontext der Bauleistungen vergibt der EVS darüber hinaus Ingenieur- und Gutachteraufträge in einer Größenordnung von 10 Millionen Euro – das entspricht rund 70 Vollzeit-Ingenieurstellen. Mit der Beauftragung von Dienstleistern zum Beispiel für die Verwertung von Sand, Rechengut und Klärschlamm, für landschaftspflegerische Leistungen, Kanalspülung und -filmung trägt der EVS mit 8,1 Millionen Euro ebenfalls zur Wertschöpfung in der Region bei. Und auch bei der Materialbeschaffung – und dazu gehört insbesondere Strom – profitieren saarländische Lieferanten mit 20 Prozent der Gesamtausgaben.

„Insgesamt bieten sich im Abwasserbereich viele interessante berufliche Tätigkeiten mit großem Entwicklungspotenzial“, so EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker. „Abwasserreinigung ist praktizierter Umweltschutz und gleichzeitig beinhaltet die Brache zwischenzeitlich weit mehr. So kann Dank hochentwickelter technischer Verfahren mittlerweile auch Wärme und Energie aus dem Abwasser gewonnen werden“, fügt EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann hinzu.

Abwasserreinigung ist Arbeit für das Gemeinwohl, für den Umweltschutz und für die Sicherung der natürlichen Ressourcen – beispielsweise von Phosphor, dessen Ressourcen weltweit endlich sind und der im Klärschlamm in erheblichem Maße enthalten ist.

http://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/entsorgungsverband-saar-anlaesslich-des-weltwassertages-2016-saarlaendische-abwasserwirtschaft-sichert-arbeitsplaetze-in-zahlreichen-branchen/

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Uelzen: Erweiterung der Kläranlage startet

Stadtentwässerung investiert 3,9 Millionen Euro

Am 29. März fällt der Startschuss für die Erweiterung der Kläranlage Uelzen. Insgesamt investiert die Stadtentwässerung Uelzen rund 3,9 Millionen Euro. Ein zusätzliches Nachklärbecken soll entstehen, Verteilerschächte und Rohrleitungen sowie Maschinen- und Ausrüstungstechnik erneuert werden. In einer zweiten Bauphase ab Herbst dieses Jahres wird ein altes Klärbecken in eine sogenannte Belebungsanlage, die das Herzstück der Kläranlage bildet und in der die Reinigung des Abwassers unter Sauerstoffzufuhr erfolgt, umgebaut.
Die Bauzeit für alle Maßnahmen wird insgesamt rund ein Jahr betragen. Die Inbetriebnahme der Gesamtanlage ist für Anfang 2017 geplant.
Eine im letzten Jahr durchgeführte Prüfung der Reinigungsleistung und Belastungssituation der Kläranlage hatte aufgezeigt, dass die Anlage am Belastungsmaximum angekommen ist. „Wir wollen und müssen uns der Zukunft stellen“, sagt Dietmar Kahrs, Betriebsleiter der Stadtentwässerung. Das Leistungsvermögen der Kläranlage wird von aktuell 83.000 Einwohnerwerten auf dann 98.000 Einwohnerwerte erhöht. Zukünftigen möglichen abwassermarkanten Gewerbeansiedlungen oder
-erweiterungen wird so ermöglicht, ihr Abwasser zur Kläranlage abzuleiten. Der Erweiterungsbau ist auch unumgänglich im Hinblick einer gesicherten Reinigungsqualität unter Einhaltung der Einleitungsgrenzwerte zur Ilmenau.
Die zu erwartenden Kosten für die Erweiterungsmaßnahmen sind bereits in die Gebührenkalkulation der Stadtentwässerung eingeflossen, so dass die Abwassergebühren nach derzeitigem Stand konstant bleiben.
Die Stadtentwässerung beabsichtigt, die Kläranlage mit seinen neuen Anlagen im Sommer 2017 bei einem Tag der offenen Tür zu präsentieren. Einzelheiten zum Bauvorhaben und auch zu weiteren Maßnahmen der Stadtentwässerung in diesem Jahr bietet die Internetseite www.stadtentwaesserung-uelzen.de

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Wallhausen: Gemeinderat verabschiedet den Etat – Neue Kläranlage geplant

Zum zweiten Mal in Folge umfasst der Wallhausener Etat mehr als zwölf Millionen Euro. Er wird bestimmt von zwei Großprojekten: dem Neubau der Kläranlage und mehr:

http://www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/Gemeinderat-Wallhausen-verabschiedet-den-Etat-Neue-Klaeranlage-geplant;art5722,3717683

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Dresden-Kaditz: hydrograv adapt-Technologie -Alles klar im Nachklärbecken

Nach über einjährigem Umbau wurde am 15. März 2016 das sechste und damit letzte Nachklärbecken auf der Kläranlage Dresden-Kaditz fertiggestellt. Nachklärbecken sind die letzten durchströmten Becken der Kläranlage. In ihnen findet die Trennung des gereinigten Wassers vom sogenannten Belebtschlamm statt. Anschließend wird das saubere Wasser in ein Gewässer eingeleitet, in Dresden die Elbe.
Innerhalb von knapp sieben Monaten reiner Bauzeit wurden nacheinander alle Nachklärbecken der Dresdner Kläranlage mit der hydrograv adapt-Technologie umgerüstet. Dabei wurde jeweils das zentrale Betoneinlaufbauwerk mit einem höhenveränderlichen Edelstahlmantel ausgestattet, der sich in Abhängigkeit der aktuellen Belastung automatisch und kontinuierlich immer auf die richtige Höhe einstellt. Die Umbauten wurden vom Dresdner Unternehmen hydrograv GmbH, der Patentinhaberin auf dieses System, geplant. Die Teile wurden im Taunus vorgefertigt, dann 500 km weit transportiert und direkt im Becken endgültig zusammengesetzt. Mehr als 70 t Edelstahl wurden auf der Kläranlage Dresden-Kaditz verbaut. Die gesamte Maßnahme kostete die Stadtentwässerung Dresden 2,1 Mio. Euro. Die Alternative – eine Sandfiltration – hätte mehr als 30 Mio. Euro und den Bau von zwei neuen Nachklärbecken erfordert.
Mit der hydrograv adapt-Technologie ist der letzte Reinigungsschritt deutlich effizienter als zuvor. Das zeigen bereits mehrere Installationen der Techno¬logie der Dresdner hydrograv GmbH in ganz Deutschland. Was bedeutet effizienter? – Das Ablaufwasser ist erheblich klarer und die gewässerschädlichen Rest-Inhaltsstoffe des gereinigten Abwassers Phosphor und Kohlenstoffverbindungen, die die Kläranlage mit Ablauf aus dem Nachklärbecken verlassen, werden nochmals deutlich reduziert. Zudem können die Becken auch noch mit mehr Regenwasser belastet werden. Dies wird mit einer relativ schlanken Umrüstung der Nachklärbecken erreicht. Im Vergleich dazu ist derselbe Reinigungsgrad alternativ nur mit einer teuren, aufwändigen und energieintensiven Filtration zu erzielen.

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Göppingen: Qualitätssiegel für Stadtentwässerung

Das Benchmarkingprojekt „Kennzahlenvergleich Abwasser“ in Baden-Württemberg ist für das Erhebungsjahr 2012 abgeschlossen. Auf der Abschlussveranstaltung in Leinfelden-Echterdingen wurde das neu eingeführte Siegel „Geprüfte Effizienz“ präsentiert und in Form einer Urkunde übergeben. Die Stadtentwässerung Göppingen (SEG) nimmt bereits seit dem Jahr 2008 an einem Benchmarking-Projekt teil und vergleicht sich mit anderen Kläranlagen. Aufgrund einer erfolgreichen Teilnahme am Projekt und einer stetigen Optimierung wurde der SEG das Zertifikat der geprüften Effizienz von Wolfgang Schanz (rechts), Vorsitzender DWA-Landesverband Baden-Württemberg, und Andre Hildebrand (links), Geschäftsführer des Landesverbands, überreicht. Das Zertifikat, das Hubert Weber (Mitte), SEG-Bereichsleiter Verwaltung, entgegen nahm, stellt den Erfolg der Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Entsorgungssicherheit dar.

http://www.goeppingen.de/,Lde/start/Unsere+Stadt/Presseartikel.html

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Stuttgart: Regenüberlaufbecken Tiefenbachstraße in Betrieb genommen

Das Regenüberlaufbecken (RÜB) Tiefenbachstraße ersetzt zwei bestehende Regenüberläufe (im Wehinger Weg und in der Tiefenbachstraße). Neben einer 9,6 ha großen Fläche in Rohracker wird im RÜB auch das Mischwasser aus einem 33 ha großen Teilbereich von Sillenbuch behandelt.

Hierzu wurde ein bestehender Regenwasserkanal in einen Mischwasserkanal umgewandelt, der nun anstatt in den verdolten Tiefenbach in das neue RÜB führt. Im Trockenwetterfall …mehr:

http://www.stuttgart-stadtentwaesserung.de/de/aktuelles/news/titel/regenueberlaufbecken-tiefenbachstrasse-in-betrieb-genommen/

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Bremen: 3. Platz für hanseWasser

beim Bundeswettbewerb „EMAS-Umweltmanagement 2016″…mehr:

https://www.hansewasser.de/pressebereich.html

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EVS: Für effektiven Gewässerschutz- EVS optimiert Abwasserinfrastruktur an zahlreichen Stellen im Saarland

Regenüberlaufbecken entlasten Sammler und Kläranlagen und schützen die Gewässer vor einer Belastung durch konzentriertes Abwasser.

Rund 60 Bau-Projekte stehen für das laufende Jahr im Abwasser-Sektor auf der Agenda des Entsorgungsverbandes Saar. Schwerpunktmäßig sind es zum einen Anlagen zur Regenwasserbehandlung, die neu gebaut oder saniert werden. Aber auch die Sanierung von Sammlern und Kläranlagen schlägt im Maßnahmenplan des EVS deutlich zu Buche.

Aufgrund der günstigen Finanzierungslage ist für 2016 ein Invest von rund 63 Millionen Euro geplant. Das sind etwa 15 Millionen Euro mehr als jährlich in den vergangenen 5 Jahren ausgegeben wurde. Dadurch können die Maßnahmen zur Regenwasserbehandlung schneller umgesetzt und die Abwasseranlagen früher vervollständigt werden. Das wiederum spart Geld, denn Abwasseranlagen, die dem Stand der Technik entsprechen, können von einer Niederschlagswasserbefreiung profitieren, d.h. für Regenwasser, das in die Gewässer abgegeben wird, muss dann keine Abwasserabgabe gezahlt werden.

Damit die Bürgerinnen und Bürger wissen, wo ihr Geld für die Abwasserreinigung hingeht, informiert der EVS zum einen über die Medien, zum anderen aber auch im direkten Gespräch im Rahmen von Projektvorstellungen. Anstehende, laufende oder in Betrieb gehende Baumaßnahmen werden hier erläutert und die jeweiligen Projektleiter beantworten offene Fragen der Betroffenen.

Rund 20 dieser Veranstaltungen sind für 2016 geplant. Sie werden jeweils frühzeitig über die lokalen Medien und auf der Internetseite des EVS bekanntgegeben

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Göppingen: Klärwerk wird 75 Jahre alt

Das vom städtischen Eigenbetrieb der Stadtentwässerung Göppingen (SEG) betriebene Klärwerk feiert dieses Jahr sein 75-jähriges Bestehen. 1941 wurde die Kläranlage in Betrieb genommen.
Das vom städtischen Eigenbetrieb der Stadtentwässerung Göppingen (SEG) betriebene Klärwerk feiert dieses Jahr sein 75-jähriges Bestehen. 1941 wurde die Kläranlage in Betrieb genommen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen Gruben langsam, aber sicher aus der Mode, Wasserklos wurden, ausgehend von den großen Städten, zunehmend Standard. Die Flüsse, die die Abwässer aufzunehmen hatten, wurden…mehr:

http://www.swp.de/goeppingen/lokales/goeppingen/Goeppinger-Klaerwerk-wird-75-Jahre-alt;art5583,3746732

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Wupperverband: Mit guten Aussichten ins neue Jahr

Wupperverband stellte beim Jahresauftakt-Pressegespräch aktuelle Projekte und neue Herausforderungen vor

Beim Jahresauftakt-Pressegespräch des Wupperverbandes blickten Verbandsratsvorsitzende Claudia Fischer, Vorstand Georg Wulf und stellvertretender Vorstand Dr. Volker Erbe optimistisch in das neue Jahr.
Der Beitragsbedarf der großen Geschäftsbereiche Kläranlagen / Sammler und Entsorgung sowie Talsperren bleibt in 2016 weiterhin konstant. Nach einem sehr guten Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresergebnis von 3,5 Mio. Euro im größten Geschäftsbereich Kläranlagen / Sammler und Entsorgung , das an die Mitglieder zurückerstattet wird, geht der Verband auch für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 von einem guten Ergebnis aus.

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_pm_jahresauftakt_20160127.html

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Bottrop: Pumpwerke erstrahlen in hellem Emscher-Blau

Lichtgestaltung ruft den Betrachtern die für die Region immens wichtigen Betriebsanlagen in Erinnerung – Vorbilder sind die blau angestrahlten Faulbehälter der Emschergenossenschaft (unter anderem auch in Bottrop)
Manch ein Autofahrer mag es bereits in den Morgen- oder Abendstunden bemerkt haben: Das Pumpwerk der Emschergenossenschaft an der Kreuzung B224 und Prosperstraße fällt neuerdings deutlich auf – und der Schein trügt nicht, denn das Gebäude des Pumpwerks erstrahlt in den dunklen Stunden des Tages und der Nacht in hellem Emscher-Blau! Die Lichtgestaltung wurde im Zuge der Sanierung der Außenfassade des Pumpwerks installiert. Und das Pumpwerk Bottrop-Boye ist nicht das einzige in Bottrop, das nun blau leuchtet…
Pumpwerke verrichten einen immens wichtigen Dienst für die Region. Sie sorgen dafür, dass die künstliche Entwässerung der durch den Bergbau abgesunkenen Stadtteile (Poldergebiete) funktioniert und dass die Wasserwirtschaft an der Emscher „im Fluss“ bleibt.

Unscheinbare Gebäude
Doch nur wenigen Menschen in der Region sind diese Pumpwerke überhaupt bekannt, denn sie erledigen ihre Arbeit nahezu unbemerkt. Oftmals befinden sie sich mitten in Wohngebieten und wirken von außen wie ein normales Haus, denn die bis zu 20 Meter tiefen Pumpenkeller sieht man von außen ja nicht. Oder sie stehen an der B224, wo man sie im Vorbeifahren auch nicht wirklich wahrnimmt…

Um den Wiedererkennungswert der für die Region äußerst wichtigen Betriebsanlagen zu steigern und diese überhaupt in das Bewusstsein der Bürger zu heben, hat die Emschergenossenschaft in Bottrop begonnen, die Pumpwerke im Zuge anstehender genereller Sanierungen einheitlich zu gestalten – und mit energie-effizienten LED-Strängen zu versehen, die im typischen Emscher-Blau erstrahlen. Als Vorbild dafür diente die Beleuchtung der Faulbehälter auf den Kläranlagen der Emschergenossenschaft – wie etwa in Bottrop in der Welheimer Mark und ebenfalls gut zu sehen von der B224. Diese Faulbehälter sind mittlerweile wahre Landmarken der Region und auch der Stadt Bottrop.
Die einheitliche Außengestaltung der Pumpwerke sieht dabei einen grauen Sockel und darüber weißer Wandgestaltung mit im Emscher-Blau gehaltenen Elementen vor. Ein Pilotprojekt wurde zunächst am Pumpwerk Bottrop-Welheimer Mark durchgeführt, es folgte das Pumpwerk Piepenbrocksbach und schließlich das Pumpwerk Bottrop-Boye an der B224.

Die Betriebsanlagen fallen durch das leuchtende Blau nun deutlich auf und verweisen den betrachtenden Bürger darauf, dass an dieser Stelle ein Pumpwerk seinen Dienst tut – und es ruft in Erinnerung, was wäre, wenn dieses Pumpwerk dort nicht stünde. Denn dann stünde der betrachtende Bürger im Nassen – ohne die Pumpwerke der Emschergenossenschaft würden die Poldergebiete nämlich schlichtweg absaufen.

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Entsorgungsverband Saar: 30 Jahre Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik

140 kommunale Kläranlagen mit 14 unterschiedlichen Klärverfahren betreibt der Entsorgungsverband Saar im Saarland und sorgt so für eine zunehmend bessere Wasserqualität in den saarländischen Bächen und Flüssen. Verantwortlich für den Betrieb der Abwasseranlagen vor Ort sind Fachkräfte unterschiedlicher Elektro- und Metallberufe sowie Fachkräfte für Abwassertechnik.

Die Anforderungen an die Abwasserreinigung haben sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts ständig erhöht. Entsprechend komplex und anspruchsvoll sind zwischenzeitlich die technische Ausrüstung und Verfahrenstechnik. Um dem zu begegnen, gibt es seit 1984 den anerkannten Ausbildungsberuf „Ver-und Entsorger für Abwassertechnik“, seit 2002 zur Fachkraft für Abwassertechnik.

Seit rund 30 Jahren sorgt der EVS bzw. seine Vorgängerverbände mit diesem anspruchsvollen Ausbildungsgang dafür, dass es hier nicht an kompetentem Nachwuchs mangelt. 47 Frauen und Männer haben bis heute die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik bzw. zum Ver- und Entsorger Fachrichtung Abwasser absolviert, 12 haben den Meisterabschluss gemacht. 15 Kläranlagen wurden von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. als zertifizierte Ausbildungskläranlagen anerkannt.

Die bis heute beim EVS ausgebildeten Abwasser-Fachfrauen und -männer sorgen zusammen mit ihren Kollegen aus den anderen Berufssparten mit ihrer täglichen Arbeit dafür, dass jährlich rund 160 Millionen Kubikmeter Abwasser (2014) in den saarländischen Kläranlagen professionell nach dem aktuellen Stand der Technik gereinigt werden. Darüber hinaus betreuen sie ein weit gestecktes Netz an Hauptsammlern, die die Abwässer von der Ortskanalisation übernehmen und zu den Kläranlagen bringen. Auch Pumpwerke und Regenüberlaufbecken bedürfen einer regelmäßigen Überwachung, um zu verhindern, dass es aufgrund technischer Pannen zu einer Belastung der Gewässer kommt.

Auch für die Fachkräfte im Elektro- und Metallbereich, die auf den EVS-Kläranlagen beschäftigt sind, wird die Arbeit immer anspruchsvoller. Um dem zu begegnen, führt der Verband umfassende Weiterbildungsmaßnahmen, die neben abwasser- und ver-fahrenstechnischen Aspekten auch die Abwassergesetzgebung, die Laborausbildung und betriebswirtschaftliche Themen beinhalten, durch.

Ihr Wissen haben EVS-Spezialisten u.a. auch bereits an Praktikanten aus Äthiopien, Chile, Honduras, Eritrea, dem Jemen und Palästina weitergegeben. Eine Kläranlagen-Belegschaft aus dem polnischen Gubin wurde komplett von Mitarbeitern des Verbandes ausgebildet.

Fachkraft für Abwassertechnik – ein spannender Beruf (Ausbildungsfilm)

http://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/entsorgungsverband-saar-30-jahre-ausbildung-zur-fachkraft-fuer-abwassertechnik/

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Mönchengladbach-Neuwerk: Betriebsstörung in der Kläranlage durch Chromeinleitung

In den letzten Tagen des Jahres 2015 kam es auf der Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk zu einer erheblichen Störung der biologischen Reinigung und damit zu deutlich erhöhten Ablaufwerten, insbesondere beim Stickstoff. Dank des engagierten Einsatzes der Niersverbandsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie hohem Personal- und Mitteleinsatz über den Jahreswechsel und den darauf folgenden zwei Wochen konnte Schlimmeres verhindert und eine mögliche Einleitungsstelle ermittelt werden.

Die Mitarbeiter der Kläranlage beobachteten in der Nacht zu Silvester eine erhebliche Verschlechterung des Stickstoffabbaus in der biologischen Stufe der Kläranlage. Sofort wurden intensive Maßnahmen ergriffen, um die Anlage zu stabilisieren. Unter anderem wurden die nächsten 1 ½ Tage frischer biologisch aktiver Schlamm aus der Kläranlage Grefrath nach Mönchengladbach gefahren, die Belüftung intensiviert und weitere verfahrenstechnische Maßnahmen eingeleitet. Bis zum Sonntagabend konnte eine leichte Erholung der biologischen Prozesse beobachtet werden.
Die Analyse der direkt zu Beginn der Störung genommenen Proben zeigte eine hohe Chrombelastung der Anlage, die weit über die zulässigen Werte hinausgeht. „Unsere Untersuchungen ergaben, dass am 30./31. Dezember 2015 bis zu 1,8 mg/l Chrom im Zulauf der Anlage vorhanden war“, erläutert Dr. Ulrich Otto, Abteilungsleiter Abwasser. „Diese hohe Konzentration ergibt eine eingeleitete Menge von mehreren hundert Kilogramm des toxischen Schwermetalls,“ so Dr. Otto weiter. „Diese exorbitant hohe Chrombelastung hat dann zur Schädigung der Bakterien in unserer biologischen Reinigung geführt.“

Über eine Sielhautuntersuchung in der Mönchengladbacher Kanalisation konnte der Fließweg der Chrombelastung zurückverfolgt werden. „Es liegt nahe, dass über den Jahreswechsel 2015/16 chromhaltige Abfälle illegal über die Kanalisation der Stadt Mönchengladbach und die Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk des Niersverbandes eingeleitet worden sind,“ meint Dr. Otto.
Der Niersverband hat die Fachbehörden informiert und Strafanzeige erstattet.

https://www.niersverband.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/25-januar-2016-betriebsstoerung-in-der-klaeranlage-moenchengladbach-neuwerk/

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Abwasserbetrieb TEO: Gemeinsam für Sie da!

In den nunmehr vier Entsorgungsgebieten betreut die TEO AöR seitdem vier Kanalnetze sowie vier Kläranlagen. Über 300 km Abwasserkanäle, etliche Pumpwerke, Regenrückhalte-, Regenklär-, und Regenüberlaufbecken werden heute von den Mitarbeitern des Abwasserbetriebes TEO gewartet, kontrolliert, unterhalten, instandgesetzt und stetig modernisiert und optimiert. Damit dient die „Abwasserbetrieb TEO AöR“ dem Umweltschutz und der hygienischen Gesundheitsvorsorge von rund 45.000 Einwohnern! Die Sorge um den Schutz des Trinkwassers ist eine Sorge um die Zukunft.

Gemeinsam für Sie da!
Gesunde, saubere Gewässer gehören zu unseren wichtigsten Lebensgrundlagen. Die Arbeit eines kommunalen Abwasserbetriebes dient so den Menschen in unserer Heimat, der Sicherung ihrer Gesundheit und dem Schutz ihrer Umwelt! All unsere Mitarbeiter arbeiten gemeinsam daran, dieses hohe Gut zu sichern und zu bewahren. Ihr Fachwissen und ihre Ressourcen sind jetzt in einem Unternehmen gebündelt und werden gemeinsam weiter ausgebaut. Zusammen bewahren unsere hochqualifizierten Spezialisten die Gewässer in unserer Region, schützen das Grundwasser und tragen so zum Umweltschutz bei – auch für künftige Generationen!

http://www.abwasserbetrieb-teo.de/abwasserbetrieb-teo-aoer/ueber-uns.html

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Vom Bund 2016

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Zu den Gesetzen und Verordnungen zum Thema Abwasser auf Bundesebene gehts hier:
www.klaerwerk.info/Nuetzliche-Links/Gesetze#Bund

September 2016
BMZ: Bayrische Kommunen sind strategische Partner für urbane Daseinsvorsorge in der Entwicklungszusammenarbeit 
Auswirkungen des Handelsabkommens CETA auf kommunale Daseinsvorsorge 
Juni 2016
Siedlungsrückzug als Anpassung an den Klimawandel 
Förderprojekt zu Wasserversorgung und Abwasserentsorgung 
März 2016
Bundeskabinett beschließt Oberflächengewässerverordnung 
Januar 2016
Experten fordern nationale Stickstoffstrategie  
9.300 Kläranlagen, 27 Millionen Kubikmeter Abwasser täglich  
42,5 Milliarden Euro für Klimaschutzgüter  

BMZ: Bayrische Kommunen sind strategische Partner für urbane Daseinsvorsorge in der Entwicklungszusammenarbeit

Bundesentwicklungsminister Müller rief am 14.07.2016 auf dem Bayerischen Städtetag die bayrischen Kommunen zu einem noch stärkeren Engagement in Partnerschaften mit Städten und Gemeinden in Entwicklungs- und Schwellenländern auf. Knapp 50 bayrische Kommunen sind bereits aktiv.
Das BMZ unterstützt das entwicklungspolitische Engagement deutscher Städte und Kommunen unter anderem über die Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“, die beratend zur Seite steht. Noch in diesem Jahr wird außerdem ein Online-Portal eingerichtet, in dem die Bedarfe der Kommunen in Entwicklungs- und Schwellenländern mit dem Know-how deutscher Kommunen zusammengeführt werden können.

Quelle: BMZ, PM v. 14.07.2016, Bundesentwicklungsminister Müller wirbt in Bayern für weltweite Partnerschaften zwischen Kommunen

http://www.bmz.de/20160714-1

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Auswirkungen des Handelsabkommens CETA auf kommunale Daseinsvorsorge

Im Hinblick auf die aktuell medial sehr im Fokus stehende Diskussion um potenzielle Auswirkungen des CETA Abkommens auf die kommunale Daseinsvorsorge und insbesondere die Wasserwirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ceta-erlaubt-klagen-gegen-wasserwirtschaft-a-1103741.html) möchten wir über die aktuelle Stellungnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft informieren, welche im Rahmen einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen erfolgte.

CETA enthält nach der Auffassung des BMWi für die kommunale Daseinsvorsorge keine Marktöffnungsverpflichtungen, die über das seit 1995 bestehende WTO Dienstleistungsabkommen GATS hinausgehen. Die so genannte „Public Utilities Klausel“ erlaube es, im Bereich der Daseinsvorsorge Monopole oder ausschließliche Rechte einzuräumen. Dieser Vorbehalt werde außerdem durch weitere spezifische Vorbehalte wie z.B. für die Wasserversorgung ergänzt.
Die EU und Deutschland behalten nach Auffassung des BMWi den Spielraum, Maßnahmen zur Gestaltung und Organisation der Daseinsvorsorge sowie zur Regulierung aufrecht zu erhalten und auch zukünftig zu ergreifen. Die Rücknahme von Liberalisierungen, die innerstaatlich vorgenommen wurden, sei möglich. Auch seien Privatisierungen zuvor öffentlich-rechtlicher Aufgaben trotz CETA wieder rückgängig zu machen.

Aus Sicht des StGB NRW ist insbesondere die aktuelle Fassung der Public-Utilities-Klausel in der deutschen Übersetzung des Abkommens-Textes kritisch zu sehen. Hier wird lediglich ein Vorbehalt beim Marktzugang für öffentliche Versorgungsleistungen formuliert. Dies ist für die Ver- und Entsorgungsleistungen der kommunalen Daseinsvorsorge nicht ausreichend. Während z.B. im Englischen der „public utility“-Begriff in erster Linie netzgebundene Infrastrukturen, darunter auch die Abwasserbeseitigung, umfasst, greift die deutsche Sprachfassung mit „öffentliche Versorgungsdienstleistung“ deutlich zu kurz. Notwendig ist eine Übersetzung, die umfassend auf die Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge abstellt.

Die kommunalen Spitzenverbände befinden sich gemeinsam mit dem VKU weiterhin zu der Frage mit dem BMWi im Gespräch, inwieweit der Textentwurf für CETA die „roten Linien“, die im gemeinsamen Positionspapier zum Schutz der kommunalen Daseinsvorsorge formuliert wurden, beachtet.

Textentwurf CETA
Der nunmehr auch in deutscher Sprache vorliegende Textentwurf des Abkommens findet sich im Internet unter https://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2016/DE/1-2016-470-DE-F1-3-ANNEX-13.PDF . Für die kommunale Daseinsvorsorge bzw. Wasserwirtschaft wichtig Regelungen sind insbesondere:

Vorbehalt beim Marktzugang für öffentliche Versorgungsleistungen (Seite 97 des Entwurfs – sog. „Public-Utilities-Klausel“):

„In allen EU-Mitgliedstaaten können Dienstleistungen, die auf nationaler oder örtlicher Ebene als öffentliche Versorgungsleistungen angesehen werden, öffentlichen Monopolen oder privaten Betreibern gewährten ausschließlichen Rechten unterliegen. (…)“

Vorbehalt beim Marktzugang für Trinkwasser (Seite 101 des Entwurfs):

„Die EU behält sich das Recht vor, Maßnahmen in Bezug auf Tätigkeiten einzuführen oder aufrechtzuerhalten, zu denen auch Dienstleistungen auf dem Gebiet der Wasserentnahme, -aufbereitung und -verteilung an Privathaushalte, industrielle, gewerbliche oder andere Verwender, einschließlich der Bereitstellung von Trinkwasser und Wasserbewirtschaftung zählen.“

Vorbehalt Deutschlands beim Marktzugang für Abwasser (Seite 200 und 279 des Entwurfs – Dienstleistungen im Bereich Abwasser werden mit Abfall gleichgesetzt):

„Deutschland behält sich das Recht vor, im Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Abfallbewirtschaftung (mit Ausnahme von Beratungsdienstleistungen) Maßnahmen einzuführen oder aufrechtzuerhalten, welche die grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen verbieten und eine Niederlassung erfordern. Deutschland behält sich das Recht vor, Maßnahmen in Bezug auf die Bestimmung, die Niederlassung, die Erweiterung oder den Betrieb von Monopolen bzw. Dienstleistern mit ausschließlichen Rechten, die Dienstleistungen im Bereich der Abfallbewirtschaftung erbringen, einzuführen oder aufrechtzuerhalten. (…)

Abfallbewirtschaftung: Dienstleistungen in den Bereichen Abwasser- und Abfallbeseitigung und sanitäre Dienstleistungen“.

Die Antwort des BMWi kann von StGB NRW-Mitgliedskommunen im Mitgliederbereich des StGB NRW-Internetangebots unter Fachinfo/Service > Fachgebiete > Finanzen und Kommunalwirtschaft > Daseinsvorsorge abgerufen werden.
Az.: 28.5-002/001 we

Quelle: https://www.kommunen-in-nrw.de/mitgliederbereich/mitteilungen/detailansicht/dokument/25549.html?cHash=0bfedc176fb58ee08319441dc8a9f605

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Siedlungsrückzug als Anpassung an den Klimawandel

Aktuelles Forschungsvorhaben des UBA zeigt auf, dass Anpassungen im Rechtsrahmen notwendig sind.

Siedlungsrückzug könnte eine Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel sein, um den künftig häufigeren Überschwemmungen zu begegnen. Auch in ländlichen Schrumpfungsgebieten könnte er zur Beseitigung der Folgen des demografischen Wandels beitragen. Aber ist das Recht schon so weit angepasst, dass sich solche Maßnahmen durchsetzen ließen? Dieser Frage geht ein aktuelles Forschungsvorhaben des UBA nach.

http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?a_no=31332

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Förderprojekt zu Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

Die Versorgung mit Trinkwasser und Entsorgung von Abwasser werden in Deutschland von den meisten Menschen als selbstverständlich angesehen. Doch demografische Veränderungen, die Auswirkungen des Klimawandels, die Anforderungen der Energiewende und weitere aktuelle Tendenzen stellen die Wasserinfrastrukturen in Deutschland vor erhebliche Herausforderungen. Die Anpassungsfähigkeit der teilweise veralteten Systeme muss verbessert werden. Damit die gewohnt hohen Leistungen der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung erhalten bleiben, sind ein Umdenken und die Umsetzung von Innovationen erforderlich.

Um den Handlungsbedarf in diesem wichtigen Zukunftsfeld zu erkennen und darauf frühzeitig reagieren zu können, wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Fördermaßnahme „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“ (INIS) mit insgesamt 33 Millionen Euro finanziert. Die Fördermaßnahme INIS ist im Förderschwer-punkt „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) verankert.
In 13 Forschungsprojekten wurden innovative technische Systemlösungen zur Optimierung bestehender Anlagen und deren Betrieb sowie zur sektorübergreifenden Erschließung von Energie- und Ressourcenpotenzialen entwickelt. Darüber hinaus wurden Management- und Planungsansätze sowie Modelle zur Organisation, Struktur und Steuerung künftiger Infrastrukturplanung erarbeitet, die eine langfristige Transformation der Systeme möglich machen.

Begleitet wird die Fördermaßnahme durch das Vernetzungs- und Transfervorhaben INISnet. INISnet wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), von der DVGW-Forschungsstelle TUHH, Technischen Universität Hamburg-Harburg, und von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) gemeinsam durchgeführt.

Auf der Abschlusskonferenz zur INIS-Fördermaßnahme am 20. und 21. April 2016 in Berlin wurden die Ergebnisse aus den 13 Forschungsprojekten den Teilnehmenden aus Wasserwirtschaft, Stadtentwicklung, Politik und Forschung vorgestellt. Die Ergebnisse sollen Impulse für eine zukunftsfähige Gestaltung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung geben.

In der vom BMBF angestoßenen Forschung sind anwendungsreife Lösungen für die Zu-kunftsfähigkeit der deutschen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung entwickelt worden. Allerdings reicht der Erkenntnisgewinn allein nicht aus, um die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen. Der Abstand zwischen den vorliegenden Erkenntnissen und der tatsächlichen Umsetzung muss deutlich verringert werden. Gesellschaft, Medien und insbesondere die Politik sind gefordert, nun auch die Um-setzung voranzutreiben. Aus der Gesamtschau der INIS-Ergebnisse lässt sich folgender Status quo-Bericht mit zehn daraus folgenden Botschaften ableiten:
• Die Wasserwirtschaft ist in einem hoch urbanisierten und industrialisierten Land wie Deutschland ein essenzieller Teil der Daseinsvorsorge. Die Infrastrukturen der Wasser-wirtschaft sorgen im Spannungsfeld zwischen Umwelteinflüssen und anthropogenen Eingriffen für die sichere Versorgung mit Trinkwasser, für hygienische Verhältnisse in Siedlungen, für Überflutungsschutz und für den Schutz der Umwelt. Sie ermöglichen erst eine Vielzahl von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten und sind dadurch eine Säule unseres Wohlstands.
• Die deutsche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung befinden sich europa- und weltweit im Vergleich aktuell auf einem hohen Stand. Die dazu gehörigen Infrastrukturen stellen ein großes Anlagenvermögen dar, deren Erhalt und Erneuerung erheblicher Auf-wendungen bedarf. Laut den Aussagen der großen Fachverbände der Wasserwirtschaft werden jährlich sechs bis sieben Milliarden Euro in Anlagen und Netze investiert. Mit Blick auf die aktuellen Netzerneuerungsraten wird vielfach argumentiert, dass der eigentliche Investitionsbedarf rund zweimal so hoch liegt. Parallelen zum Investitionsstau bei Straßen, Brücken und Schienennetzen liegen auf der Hand, sind allerdings nur selten sichtbar, denn die Infrastrukturen liegen größtenteils wortwörtlich im Sand vergraben.
• Zum hohen Investitionsbedarf hinzu kommt ein wachsender Veränderungsdruck auf die Infrastrukturen der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Einige der zentralen Stichworte sind hier: Klimawandel, demografische Veränderungen, Spurenstoffe und Energiewende. Innerstädtische Überflutungen und gewässerschädliche Mischwasserüberläufe infolge von überlasteten Kanälen bei Starkregen sind heute bereits weitverbreitete und ernsthafte Probleme. Wasserarme Regionen hingegen kämpfen mit saisonalen Knappheitsproblemen und Qualitätsbeeinträchtigungen und suchen die Lösung, etwa im Ausbau teurer Regional- und Fernversorgungssysteme. Andernorts führt eine sinkende Wassernachfrage, zum Beispiel aufgrund abnehmender Bevölkerungszahlen, zu Unterauslastungen von Netzen und Anlagen. Die zunehmende und flächendeckende Belastung von Gewässern mit anthropogenen Spurenstoffen wie Arzneimitteln, Industriechemikalien oder Pflanzenschutzmitteln stellt gesteigerte Anforderungen an die Behandlungsverfahren für Trinkwasser und Abwasser zugleich. Und nicht zuletzt ist die ressourcenintensive Wasserwirtschaft dazu aufgefordert, ihren Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten.
• Die Anpassung der Wasserver- und Abwasserentsorgungssysteme an diese sich über-lagernden und zum Teil widerstreitenden Herausforderungen erfordern Innovationen und Umdenken auf allen Ebenen: von neuen technischen Lösungen und ihrer Integration in der Stadtentwicklung über Management – und Finanzierungsansätze bis hin zum regulativen Rahmen und Verbraucherverhalten. Nur so können die hohen Leistungen der Wasserwirtschaft bei weiterhin bezahlbaren Preisen in Zukunft gesichert werden.
Zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung – zehn Botschaften an Politik und Praxis:
1. Der Weg in die Zukunft führt über eine Optimierung des Bestands. Herkömmliche Planungsprozesse mit langen Zeithorizonten haben statische Lösungen und vielfach überdimensionierte Anlagen hervorgebracht. Die Systeme verursachen hohe Fixkosten für Unterhalt und Betrieb und weisen deshalb große Optimierungspotentiale auf. Die Herausforderung liegt darin, die Leistungsfähigkeit des Systems unter verschiedenen Belastungssituationen zu sichern.
2. Robuste und flexible Lösungen ermöglichen eine zukunftsfähige Gestaltung des urbanen Wasserhaushalts. Vor dem Hintergrund zu erwartender Prognoseunsicherheiten werden robuste Systeme benötigt, die auch bei unerwarteten Extremereignissen nicht vollständig versagen und zugleich kosteneffizient sowie rückbau- und erweiterungsfähig konstruiert sind. Dezentrale Komponenten können die Anpassungsfähigkeit der Systeme erhöhen. Flexible Planungsprozesse und Betriebsweisen sind erforderlich, um kurz- und mittelfristig bzw. stufenweise auf unvorhersehbare Entwicklungen reagieren zu können.
3. Ein Schlüssel für die Optimierung liegt im intelligenten Betrieb. Während in allen wesentlichen Infrastrukturbereichen die intelligente, IT-basierte Steuerung bereits Standard ist, sind die städtischen Wasserinfrastrukturen größtenteils immer noch auf dem Stand der Technik des 19. und 20. Jahrhunderts. Durch den Einsatz von Mess-, Steuer- und Datentechnik lassen sich Kontaminationen schneller erkennen und erhebliche Reserven in den bestehenden Entwässerungssystemen aktivieren.
4. Abwasser ist eine Ressource, kein Abfall. Technologien und Konzepte zur energetischen und stofflichen Wiederverwendung bzw. Nutzung von Abwasser sind erarbeitet und können umgesetzt werden. Mehr noch: alternative dezentrale Wasseraufbereitungstechnologien können zu innovativen Lebensmittelanbaumethoden beitragen, bedürfen in dieser Hinsicht allerdings noch der Weiterentwicklung.
5. „Energieeffizienz“ der Wasserinfrastrukturen muss begrifflich weiterentwickelt werden. Die Erweiterung der Wasserinfrastruktursysteme um Funktionen der Energieerzeugung als Beitrag zur Energiewende schlägt sich bislang nicht in der Bewertung der „Energieeffizienz“ solcher Anlagen nieder. Eine alleinige Quantifizierung über den Bedarf an Jahreskilowattstunden (kWh/a) pro Leistungseinheit (m3 Trink-wasserversorgung bzw. gereinigtes Ab-wasser) erfasst den Beitrag der Wasserinfrastrukturen zur Energiewende nicht sachgerecht.
6. Wassersensitive Stadtentwicklung setzt integrierende Planungsprozesse voraus. Die Hauptaufgaben der Siedlungsentwässerung, der Schutz von Menschen und deren Eigentum einerseits und der Gewässerschutz andererseits, lassen sich allein durch konventionelle unterirdische Systeme nur begrenzt erfüllen. Optimale Lösungen, die z.B. auch einen positiven Beitrag zur Stadtklima- oder Freiraumqualität leisten können, lassen sich nur durch eine verbesserte räumliche Organisation der Stadt erzielen. Dazu müssen verstärkt multifunktionale Flächennutzungen für den Rückhalt, die Versickerung und die Verdunstung von Niederschlagswasser in den Stadtraum integriert werden.
7. Eine Unsicherheitsbetrachtung muss zum Standardwerkzeug der Planer werden. Das Konzept der Unsicherheitsbetrachtung muss fest in den Köpfen von Planern, Betreibern und Entscheidungsträgern verankert werden. Die Auswirkungen der erheblichen Ungewissheiten zukünftiger Entwicklungen können über die fundierte Erstellung von Szenarien und deren Bewertung, z.B. durch Simulationsmodelle, aufgezeigt und so die Komplexität und Ungewissheit reduziert werden. Nur über eine interdisziplinäre und ressortübergreifende Bearbeitung können Wasserinfrastrukturen sicher und zukunftsfähig geplant werden.
8. Multifunktionelle Infrastrukturen erfordern eine ganzheitliche Bewertung. Die angestrebte Multifunktionalität neuartiger Infrastrukturen, aber auch die vielfältigen Wechselwirkungen von Teilsystemen und -prozessen, erfordern zwingend eine integrierte Bewertung der Ziele und Wirkungen von Maßnahmen und Entscheidungen. Auch die indirekten Wirkungen von Infrastruktursystemen sind entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette zu berücksichtigen.
9. Es liegt im Interesse der Kommunen, den Transformationsprozess zu koordinieren. Bei der Implementierung von multifunktionellen und differenzierten Systemlösungen für Wasser-, Energie- und Ressourcenmanagement auf Stadt-, Quartiers- und Gebäudeebene werden Leistungen und Anlagen teilweise dezentralisiert oder in den privaten Raum verlagert. Es Bedarf neuer Kooperationsformen zwischen Ver- und Entsorgungsträgern und mit den Bürgern. Der Kommune obliegt die kommunale Daseinsvorsorge. Sie ist dem örtlichen Gemeinwohl verpflichtet und prädestiniert, diesen Transformationsprozess im Gemeinwohlinteresse zu koordinieren. In der operativen Umsetzung und im Betrieb können dabei vielfältige unternehmerische Strategieoptionen sinnvoll sein.
10. Demonstrationsprojekte sind der notwendige nächste Schritt, um Umsetzungshemmnisse zu erkennen und abzubauen. Die Transformation bestehender Wasserinfrastrukturen auf Gebäude- wie auch Quartiersebene ist technisch und organisatorisch möglich und wird zur Verbesserung der Zukunftsfähigkeit bestehender Systeme als sinnvoll und erforderlich erachtet. In Hinblick auf den rechtlichen Regulierungsrahmen und finanzielle Anreizsysteme sind derzeit viele Fragen offen. Diese wirken sich als Umsetzungshemmnisse aus. Vor diesem Hintergrund sollten Demonstrationsprojekte forciert werden.
Az.: 24.0.12-005

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Bundeskabinett beschließt Oberflächengewässerverordnung

Am 16. Dezember 2015 hat die Bundesregierung die Verordnung zum Schutz von Oberflächengewässern (OGewV) beschlossen. Am 29. Januar wird der Bundesrat sich damit befassen. Laut der Gesetzesbegründung werden damit vor allem EU-rechtliche Vorgaben umgesetzt. Die AöW hatte sich im Juni 2015 an der Verbändeanhörung beteiligt. Unter anderem trifft die Verordnung neue Regelungen zur Reduzierung der Stickstoffbelastung (§ 14). Damit werden über die Verordnung Werte festgesetzt, die bei der Bewirtschaftung der Flussgebiete für das Erreichen des guten Zustands der Übergangs- und Küstengewässer nach der WRRL eingehalten werden müssen.
Quelle:[AöW] Rundbrief Ausgabe 1/2016

Quellen und weitere Informationen:
Bundesrat, Verordnung zum Schutz von Oberflächengewässern, BRat-Drs. 627/15 vom 16.12.15, [Extern]
http://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2015/0601-0700/627-15.pdf?__blob=publicationFile&v=1
AöW-Stellungnahme vom 15.06.2015 zum Entwurf einer neuen Oberflächengewässerverordnung, [PDF]
http://www.aoew.de/media/Publikationen/Stellungnahmen/2015/AoeW_Stellungnahme_OGewV_2015-06-15.pdf

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Experten fordern nationale Stickstoffstrategie

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) spricht sich für die Erarbeitung einer nationalen Stickstoffstrategie aus. Das geht aus einem Sondergutachten des Sachverständigenrates (Bundestags- Drucksache 18/4040) hervor, das die SRU-Vertreterin Karin Holm-Müller am 11. November 2015 vor dem Umweltausschuss des Bundestags in einem öffentlichen Fachgespräch vorgestellt hat. In dem Gutachten verweisen die Experten darauf, dass zu hohe Einträge von Stickstoffverbindungen eines der großen ungelösten Umweltprobleme unserer Zeit seien. Stickstoffeinträge tragen danach zum Verlust von Biodiversität bei, indem sie die Böden versauern. Stickstoffoxide in der Luft wiederum schädigten direkt die menschliche Gesundheit und bildeten gemeinsam mit Ammoniak gesundheitsschädlichen Feinstaub. Nitrat im Trinkwasser wirke krebserzeugend, während Lachgas die Ozonschicht schädige und den Klimawandel beschleunige. Auf 48 Prozent der natürlichen und naturnahen Ökosysteme sei die kritische Grenze für Stickstoffeinträge überschritten, sagte Holm-Müller vor den Abgeordneten. Aufgrund des zu hohen Nitratgehalts seien zudem 27 Prozent aller Grundwasserkörper in einem schlechten chemischen Zustand, fügte die Umweltökonomin hinzu. Hauptverursacher der Problematik sei die Landwirtschaft, da reaktiver Stickstoff vor allem durch die Verwendung von Düngemitteln und die Tierhaltung freigesetzt werde. Problematisch sei aber auch der Bereich der Biogaserzeugung, sagte die SRU-Vertreterin. Bei Neuanlagen sollte die Biogaserzeugung nach Ansicht des Sachverständigenrates daher künftig primär auf der energetischen Nutzung von Rest- und Abfallstoffen beruhen. Holm-Müller sprach sich auch für eine ambitionierte Düngeverordnung aus, die einen wichtigen Schritt darstellen könne. Bei der derzeit in Deutschland diskutierten Reform der Düngeverordnung sei eine verbindliche Düngeplanung, die Einbeziehung aller organischen Düngemittel – auch der gesamten Gärreste aus Biogasanlagen – in die Ausbringungsobergrenzen, strengere Anforderungen an die Ausbringungstechnik, die Erstellung eines Nährstoffvergleichs nach der Methode der Hoftorbilanz und strengere Kontrollen und Sanktionen für einen besseren Vollzug der Vorgaben von besonderer Bedeutung. Wann die Novelle der Düngeverordnung zur Behandlung im Kabinett ansteht, konnte der Parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium, Florian Pronold (SPD), auf Nachfrage nicht sagen. Seines Wissens gebe es zwar inzwischen eine Einigung zwischen Umweltministerium und Landwirtschaftsministerium. Doch kenne er persönlich weder den Entwurf noch den Termin für die Behandlung im Kabinett. Pronold zeigte sich über diese Zustand unzufrieden.

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9.300 Kläranlagen, 27 Millionen Kubikmeter Abwasser täglich

In Deutschland reinigen 9307 öffentliche Kläranlagen jeden Tag durchschnittlich 26,9 Millionen Kubikmeter Abwasser. Auf das Jahr bezogen bedeutet dies eine behandelte Abwassermenge von 9,8 Milliarden Kubikmeter. Dies berichtete das Statistische Bundesamt Mitte Oktober bei der Vorlage der Zahlen für die öffentliche Abwasserentsorgung 2013. Das Abwasser bestand überwiegend aus Schmutzwasser von Haushalten und Betrieben (5,0 Milliarden Kubikmeter bzw. 51,1 %) und zu gut einem Viertel aus Niederschlagswasser (2,6 Milliarden Kubikmeter bzw. 26,1 %). Weitere 2,2 Milliarden Kubikmeter (22,8 %) des behandelten Abwassers war Fremdwasser. Besonders viel Fremdwasser wurde in Hessen verzeichnet. Mehr als ein Drittel (34,8 %) des dort behandelten Abwassers war Fremdwasser. In Baden-Württemberg (29,9 %) und im Saarland (29,8 %) waren die Fremdwasseranteile ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Gut zwei Drittel (67,6 %) aller Kläranlagen verfügen nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes neben biologischen Verfahren über zusätzliche Ausbaustufen zur Abwasserbehandlung wie zum Beispiel Stickstoff- oder Phosphorentfernung. Nur knapp jede dritte Kläranlage (31,6 %) reinigte das Abwasser über eine biologische Behandlung ohne weitere Ausbaustufen.

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42,5 Milliarden Euro für Klimaschutzgüter

Die Bedeutung der Umweltschutzwirtschaft in Deutschland hat im Jahr 2013 zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erwirtschafteten die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs 66,5 Milliarden Euro Umsatz mit Waren und Leistungen für den Umweltschutz, was einer Umsatzsteigerung von 7,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Großen Einfluss auf die positive Entwicklung hatte der Einsatz von Klimaschutzgütern, auf die rund 42,5 Milliarden Euro (63,9 %) des Gesamtumsatzes mit Umweltschutzgütern entfielen. Darüber hinaus wurden folgende Umsätze in den „klassischen“ Umweltbereichen erwirtschaftet: 6,7 Milliarden Euro im Bereich der Luftreinhaltung, 6,7 Milliarden Euro mit Produkten für die Abwasserwirtschaft, 3,4 Milliarden Euro mit der Abfallwirtschaft und 3,0 Milliarden Euro mit der Lärmbekämpfung. Rund 4,1 Milliarden Euro wurden mit Waren, Bau- und Dienstleistungen in sonstigen Umweltbereichen (Arten- und Landschaftsschutz, Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser, umweltbereichsübergreifende Waren, Bau- und Dienstleistungen) umgesetzt. Besonders an Bedeutung gewonnen haben mit circa 2,4 Milliarden Euro Umsatz die multifunktionalen Waren und Leistungen für den Umweltschutz. Ausführlich dokumentiert sind diese und weitere Daten in der Fachserie 19 Reihe 3.3 des Statistischen Bundesamts.

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Meldungen zur Aus- und Fortbildung 2014

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Übersicht über alle Meldungen und Zugang zum Archiv

Meldungen zur Aus- und Weiterbildung 2008 Meldungen zur Aus- und Weiterbildung 2009
Meldungen zur Aus- und Weiterbildung 2010 Meldungen zur Aus- und Weiterbildung 2011
Meldungen zur Aus- und Weiterbildung 2012 Meldungen zur Aus- und Weiterbildung 2013

Dezember 2014
21.12.2014 Ohne Vorbereitung läuft es nicht … DWA-Berufswettbewerb Abwassertechnik ein voller Erfolg
März 2014
31.03.2014 Erfolsmodell duale Ausbildung ‑ Kanada zeigt Interesse 
Januar 2014
22.01.2014 Deutschland ist für ausländische Studierende erste Wahl 
22.01.2014 Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2013: Erneut deutlicher Anstieg in West und Ost 

 


Ohne Vorbereitung läuft es nicht … DWA-Berufswettbewerb Abwassertechnik ein voller Erfolg

Neun Teams können sich über Medaillen freuen, aber auch die übrigen Teilnehmer der „2. Offenen Meisterschaft in der Abwassertechnik“, die Anfang Mai 2014 während der Messe IFAT in München ausgetragen wurde, haben keinen Grund, geknickt zu sein. Denn wer beim Berufswettbewerb der DWA mitmacht, hat praktisch schon gewonnen, sagt Rüdiger Heidebrecht, Abteilungsleiter Bildung und Internationale Beziehungen bei der DWA und Initiator der Veranstaltung. Mehr als 30 Teams aus Deutschland, Ägypten, Österreich, Rumänien und Ungarn sind dem Ruf der DWA gefolgt und haben an vier Messetagen um den Titel gekämpft, der in drei Kategorien vergeben wurde: Auszubildende und Berufsanfänger bis 25 Jahre sowie Kanalund Kläranlagenprofis. Die Besucher der IFAT konnten hautnah miterleben, welches Wissen und Können vom Betriebspersonal erwartet wird und wie sie dieses unter Wettbewerbsbedingungen und Zeitstress demonstrieren. Jeweils zwei Disziplinen waren von den Profi-Teams zu meistern, die Azubis mussten sogar in allen vier Aufgabenbereichen antreten…

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Rubrik DWA unter DWA-Infos / DWA-Informationen / KA-Betriebs-Info Folge 3-2014  

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Erfolsmodell duale Ausbildung ‑ Kanada zeigt Interesse

Am 12. März 2014 empfing Staatssekretär Jörg Asmussen den kanadischen Minister für Arbeit und Sozialentwicklung, Jason Kenney. Minister Kenney wurde begleitet von Botschafterin Marie Gervais-Vidricaire, dem Parlamentarischen Staatssekretär Scott Armstrong und dem Minister für weiterführende Bildung der Provinz Saskatchewan, Rob Norris.

Minister Kenney hält sich für mehrere Tage in Deutschland auf, um sich ein umfassendes Bild über das System der beruflichen Ausbildung in Deutschland zu machen.

„Handwerk hat goldenen Boden“ – mit diesen Worten verdeutlichte Staatssekretär Jörg Asmussen den Stellenwert der beruflichen Ausbildung in Deutschland. Die berufliche Ausbildung sei in Deutschland unumstritten und habe seit Jahrzehnten einen guten Ruf. „Der Erfolg zeigt sich auch darin, dass mehr als 60 Prozent der Absolventen einer Ausbildung von ihrem Ausbildungsbetrieb in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden“, erläuterte der Staatssekretär im BMAS. Berufe, die in anderen Ländern nur nach Abschluss eines Bachelorstudiums ausgeübt werden können, würden in Deutschland erfolgreich im Rahmen der beruflichen Ausbildung vermittelt, etwa im Krankenpflegebereich. Dies spräche ebenfalls für die Qualität des dualen Berufsausbildungssystems.

Minister Kenney und seine Delegation waren außerdem daran interessiert, mehr über die Rolle der Berufsorientierung und der Berufsberatung im Berufswahlprozess von Jugendlichen zu erfahren.

Darüber hinaus tauschten sich Minister Kenney und Staatssekretär Asmussen über verschiedene aktuelle Themen deutscher Beschäftigungspolitik aus, darunter der einheitliche gesetzliche Mindestlohn, Zuwanderung und die Auswirkungen der EU-Freizügigkeit.

Quelle: BMAS

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Deutschland ist für ausländische Studierende erste Wahl

Studie zeigt: Vorherige Hochschulabschlüsse werden besser anerkannt / Zufriedenheit mit Beratungsangeboten deutlich gestiegen

Deutschland ist für ausländische Studentinnen und Studenten noch attraktiver geworden. Das geht aus dem Bericht „Ausländische Studierende in Deutschland 2012“ hervor, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Deutsche Studentenwerk (DSW) und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) heute veröffentlicht haben. Im Sommersemester 2012 wurden Studierende befragt, die aus dem Ausland zum Studium nach Deutschland gekommen sind (so genannte Bildungsausländer). Die Studie wurde vom BMBF gefördert und vom DZHW wissenschaftlich durchgeführt.

Im Vergleich zur vorherigen Erhebung vor drei Jahren sagen dieses Mal 61 Prozent der Studierenden, Deutschland sei ihre erste Wahl gewesen (2009: 47 Prozent). Deutlich verbessert hat sich auch die Anerkennungspraxis: 2012 wurden 75 Prozent der ausländischen Hochschulabschlüsse anerkannt, 2009 waren es noch 60 Prozent. Auffällig und ermutigend ist, dass die ausländischen Studierenden die Unterstützungsangebote deutlich höher wertschätzen. Am stärksten gestiegen ist der Anteil der Zufriedenen bei den Informationen zum Aufenthaltsrecht (2009: 17 Prozent, 2012: 59 Prozent), den Informationen zur Finanzierung (2009: 26 Prozent, 2012: 56 Prozent) und bei der Hilfe im Umgang mit Behörden (2009: 43 Prozent, 2012: 70 Prozent).

„Ausländische Studentinnen und Studenten sind in jeder Hinsicht eine Bereicherung für unsere Hochschulen und unser Land insgesamt“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. „Der Hochschulpakt, gute Arbeitsmarktchancen und ein immer aufnahmefreundlicheres Klima haben dazu geführt, dass Deutschland seine Stellung als attraktiver Studienstandort weiter ausgebaut hat. Wir haben jetzt die Chance, dauerhaft mehr Menschen für unser Land zu gewinnen. Dazu müssen und werden wir weiter konsequent in die Attraktivität unserer Hochschulen investieren“, so Wanka.

Der Bericht gibt auch einen Überblick über die wirtschaftliche und soziale Lage ausländischer Studierender. Danach sind ihre wichtigsten Finanzierungsquellen die Unterstützung der Eltern (53 Prozent), die eigene Erwerbstätigkeit (52 Prozent) und Stipendien (23 Prozent). Auch wenn die finanzielle Situation sich je nach Herkunftsland unterscheidet, verfügen ausländische ledige Studierende in Bachelor-, Master und traditionellen Studiengängen durchschnittlich über monatliche Einnahmen in Höhe von 749 Euro. Zum Vergleich: Einheimischen Studierenden stehen im Schnitt 864 Euro monatlich zur Verfügung.

Als Schwierigkeiten nennen ausländische Studierende, wie auch in den vorherigen Erhebungen, die Wohnungssuche, gefolgt von mangelndem Kontakt zu deutschen Studierenden, Orientierung im Studiensystem und Finanzierung des Studiums. Das Wohnen in einem Studentenwohnheim bleibt für ausländische Studierende die mit Abstand beliebteste Wohnform – 37 Prozent leben während ihres Studiums in Deutschland im Wohnheim, auch unter Integrationsaspekten. „Das zeigt, wie wichtig Unterbringungs-, Betreuungs- und Beratungsangebote der Studentenwerke für internationale Studierende auch in Zukunft sein werden. Deshalb sind alle politisch Verantwortlichen gefordert, die Studentenwerke vor Ort dabei finanziell zu unterstützen“, sagte DSW-Präsident Dieter Timmermann.

Bei den Herkunftsländern liegt China vorne, gefolgt von Russland, Österreich, Bulgarien, Polen, der Türkei und der Ukraine. Indien folgt direkt dahinter, erstmals hat auch Brasilien den Sprung unter die ersten 20 geschafft. Nach den Zahlen des Berichts „Wissenschaft weltoffen“ ist die Zahl der Studierenden, die aus dem Ausland zum Studium nach Deutschland gekommen sind, von 180.222 im Jahr 2009 auf 192.853 im Jahr 2012 gestiegen.

Fundstellen und Ansprechpartner
Die Studie „Ausländische Studierende in Deutschland 2012“ zum Download (90 Seiten):
www.studentenwerke.de
www.wissenschaft-weltoffen.de
www.BMBF.de
www.sozialerhebung.de
www.dzhw.eu

http://www.bmbf.de/de/15945.php

Quelle: BMBF

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Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2013: Erneut deutlicher Anstieg in West und Ost

767 € brutto im Monat verdienten die Auszubildenden 2013 durchschnittlich in Westdeutschland. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,1 %. In Ostdeutschland stiegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2013 um 5,0 % auf durchschnittlich 708 € im Monat. Prozentual fiel die Erhöhung damit in West und Ost genauso stark aus wie 2012. Im Osten hat sich der Abstand zum westlichen Tarifniveau 2013 etwas verringert: Es wurden 92 % der westlichen Vergütungshöhe erreicht, 2012 waren es 91 %. Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche Vergütungsdurchschnitt 2013 bei 761 € pro Monat und damit um 4,2 % über dem Vorjahreswert.

Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2013. Ermittelt wurden dabei die durchschnittlichen Vergütungen für 184 Berufe in West- und 152 Berufe in Ostdeutschland. In diesen Berufen werden 88 % der Auszubildenden ausgebildet.

Zwischen den Ausbildungsberufen gab es jedoch erhebliche Unterschiede in der Vergütungshöhe. Sehr hoch lagen die tariflichen Vergütungsdurchschnitte beispielsweise in den Berufen Mechatroniker/Mechatronikerin (West: 938 €, Ost: 921 €), Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen (West und Ost: 935 €) und Medientechnologe/Medientechnologin Druck (West und Ost: 905 €). In Westdeutschland waren auch in den Berufen des Bauhauptgewerbes (zum Beispiel Maurer/Maurerin) sehr hohe Ausbildungsvergütungen tariflich vereinbart: Sie betrugen dort durchschnittlich 999 € im Monat, während sie in Ostdeutschland mit 803 € deutlich geringer ausfielen.

Eher niedrig waren die tariflichen Vergütungsdurchschnitte zum Beispiel in den Berufen Florist/Floristin (West: 571 €, Ost: 312 €), Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin (West und Ost: 558 €), Bäcker/Bäckerin (West und Ost: 550 €), und Friseur/Friseurin (West: 469 €, Ost: 269 €).

Auch zwischen den Ausbildungsbereichen bestanden 2013 in West- und Ostdeutschland deutliche Unterschiede im Vergütungsniveau. Überdurchschnittlich hohe Ausbildungsvergütungen wurden in Industrie und Handel (West: 839 €, Ost: 764 €) und im Öffentlichen Dienst (West und Ost: 830 €) erreicht. Unter dem Gesamtdurchschnitt lagen dagegen zum Beispiel die Vergütungen im Handwerk (West: 638 €, Ost: 542 €).

Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse sowie den Download von vier Schaubildern finden Sie im Beitrag „Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2013 erneut deutlich gestiegen“ unter www.bibb.de/ausbildungsverguetungen-2013

Eine Gesamtübersicht über die für 2013 ermittelten Vergütungsdurchschnitte in den erfassten Berufen ist im Internetangebot des BIBB abrufbar unter www.bibb.de/ausbildungsverguetung

Quelle: bibb

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