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Meldungen zu Labor 2013

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September 2013
22.09.2013 Eine zentrale Fehlerquelle im Abwasserlabor  
22.09.2013 Qualitätskontrolle von Fäll- und Flockungsmitteln 
22.09.2013 Vertrauen ist gut, doch es bleibt die Kontrolle 

 


Eine zentrale Fehlerquelle im Abwasserlabor

Die Kolbenhubpipette

Einleitung
Die Kolbenhubpipette ist eines der wichtigsten Messinstrumente im Laboralltag. Bei der Anwendung der Betriebsmethoden sind die erforderlichen Volumen der Probe oder der Analysereagenzien so klein, dass nur mittels Kolbenhubpipetten ein genaues Ergebnis erreicht werden kann. Diese Pipetten werden in verschiedensten Ausführungen angeboten (Abbildung 1) mit
• festem Volumen,
• mechanisch variierbarem Volumen,
• elektronisch variierbarem Volumen.
Bei ihrem Einsatz stoßen die Pipetten nicht selten an ihre Grenzen. Diese sind jedoch meist nicht bei den Pipetten selbst zu suchen. Die größten Ungenauigkeiten gehen von mir als Anwender aus. Viele Fehlerquellen lassen sich jedoch durch die Kenntnis des Funktionsprinzips der Pipetten und durch etwas Übung relativ einfach ausräumen. Die größten Fehlerquellen Die größten Volumenabweichungen entstehen bei der Handhabung der Pipette. Es sollte mir immer bewusst sei, dass…mehr:

http://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
KA-Betriebs-Info Heft 2 – 2013

Autor
Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Feurer
Abteilungsleiter Abwasserüberwachung
Abwasserzweckverband Heidelberg
Tiergartenstraße 55,
69121 Heidelberg,
Deutschland
Tel. +49 (0)62 21/417-443
E-Mail: juergen.feurer@azv-heidelberg.de  

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Qualitätskontrolle von Fäll- und Flockungsmitteln

Ergänzende Ausführungen zum Beitrag von Ingrid Steinle-Silva in der Folge 2/2013

Allgemeine Vorbemerkung
Ich darf zunächst einmal eine Lanze für die namhaften Hersteller und Lieferfirmen von Fällungs- und Flockungsmitteln brechen. Aus eigener Erfahrung: Es ist nicht die Regel, dass es auf dem Markt der Hersteller und Lieferanten von Fällungsund Flockungsmitteln von schwarzen Schafen nur so wimmelt. Hier hat sich in den letzten Jahren sicherlich die „Spreu vom Weizen“ deutlich getrennt. Ich möchte aber nicht verschweigen, dass auch wir in Regensburg schon Lehrgeld bezahlt haben, besonders bei einem Lieferanten von Fällungsmittel für die Phosphorelimination (Natriumaluminat), mit dem wir in den Jahren 2004 bis 2007 wegen nicht eingehaltener Spezifikation in einem Rechtsstreit waren, der schließlich mit einem Vergleich endete.

Ergänzende Hinweise
Leider hat nicht jede mittlere oder auch große Kläranlage ein so gut ausgestattetes Labor mit entsprechend qualifiziertem Personal, wie dies in Nürnberg der Fall ist. Auch erfordern meiner Meinung nach die im Handbuch zur Betriebsanalytik auf Kläranlagen (2. Auflage) vorgeschlagenen …mehr: Folge 3/2013 (http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={bc36124d-d33c-4dfe-8b22-695fd5546871})

Schlussbemerkung
Ich stimme der Autorin vollkommen zu, dass eine regelmäßige Eingangskontrolle der gelieferten Flockungs- und Fällungsmittel hinsichtlich Wirksubstanz und Schadstoffen sinnvoll ist. Abweichungen von der Spezifikation oder von den garantierten Mindestgehalten wirken sich nicht nur monetär auf die eingesetzten Produkte aus, sondern können auch in der Folge die Kosten für die Abwasserreinigung (Abwasserabgabe) und besonders auch die Klärschlammentsorgung erhöhen. Abb. 3: Rückstellprobe des Fällmittels Die Methoden zur Bestimmung der Wirksubstanzen nach den obigen Kapiteln 3.4 und 3.5 sind jeweils in einem Anwendungsblatt beschrieben, dass unter meiner E-Mail-Adresse angefordert werden kann.

Autor
Chem.-Ing. (grad.) Johann Nuber
Stadt Regensburg Tiefbauamt
Am Kreuzhof 2,
93055 Regensburg
Tel. +49 (0)941/507-1831  

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Vertrauen ist gut, doch es bleibt die Kontrolle

Qualitätskontrolle von Fäll- und Flockungshilfsmitteln

Fragestellung
Wie selbstverständlich werden heute auf Kläranlagen Chemikalien (Betriebsmittel) eingesetzt, um eine optimale Reinigung der Abwässer und einen gut entwässerten Klärschlamm zu erhalten. Auf dem Markt werden Chemikalien zur Phosphatfällung, zur Verbesserung der Flockung, als Substrat für die Denitrifikation oder auch als Lösungen zur Geruchsvermeidung in Kanälen angeboten. Die Hersteller garantieren die Qualität ihrer Produkte, meist ausgewiesen in den technischen Informationen. Doch es stellt sich die Frage: „Ist immer drin, was außen drauf steht?“ Anhand von zwei praktischen Beispielen, einem Fäll- und einem Flockungshilfsmittel, soll dieser Frage nachgegangen werden, und es sollen mögliche Lösungswege für die Qualitätskontrolle aufgezeigt werden. Warum lohnt sich der Aufwand Es liegt auf der Hand, dass die Qualitätskontrolle von Betriebsmitteln (Chemikalien) ein zusätzlicher Kostenfaktor ist, der sich auch lohnen muss.

Mehr: http://klaerwerk.info/DWA-Informationen/KA-Betriebs-Infos
KA-Betriebs-Info Heft 2 – 2013

Fazit
Die Erfahrung hat gezeigt: Vertrauen ist gut, doch es bleibt die Kontrolle. Der Aufwand von etwas mehr als einer Stunde pro Lieferung für die Qualitätskontrolle von Fäll- und Flockungsmitteln lohnt sich, um die Qualität von Abwasser und Klärschlamm sicherzustellen.

Autorin
Dipl.-Ing. (FH) Ingrid Steinle-Silva
Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg
Adolf-Braun-Straße 15
90429 Nürnberg,
Deutschland
Tel. +49 (0)911/231-36 23
E-Mail: ingrid.steinle-silva@stadt.nuernberg.de  

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