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Fehler entstehen im Kopf

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Wissenschaftler zeigen, dass fehlerhaftem Verhalten bei monotonen Aufgaben spezifische Veränderungen der Hirnaktivität vorausgehen

Menschliche Fehler sind nicht nur durch augenblickliche Veränderungen der Konzentration oder Hirnaktivität erklärbar, sondern basieren auch auf graduellen Fehlanpassungen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von Markus Ullsperger, Nachwuchsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für neurologische Forschung in Köln, und seinen Kollegen von der Universität Bergen, Norwegen, aus Southampton, Hamburg und Leipzig. Mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) bildeten die Wissenschaftler die Hirnaktivität von Versuchspersonen ab, die eine entsprechende Kognitionsaufgabe bearbeiten mussten. Die Forscher fanden Hirnregionen, deren Aktivität bis zu 30 Sekunden vor einem Fehler systematisch verändert war. (Proceedings of the National Academy of Sciences, 22. April 2008)

Weitere Informationen:

http://goto.mpg.de/mpg/pri/200804221/

Pressemitteilung:

Michael Frewin, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

22.04.2008

Brauchwasser sparen, Abwasser reduzieren, reinigen und wiederverwerten

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Wasser ist ein kostbares Gut.

Fraunhofer-Forscher entwickeln Konzepte, mit denen sich Brauchwasser sparen, Abwasser reduzieren, reinigen und wiederverwerten lässt. Auf der IFAT präsentieren verschiedene Institute neue Konzepte. Der demographische Wandel in Deutschland hat Folgen – nicht nur für Schulen, Kindergärten, Pflegedienste und Altenheime, sondern auch für die Infrastruktur. In Sachsen beispielsweise nimmt die Bevölkerungsdichte noch immer ab, ausgenommen von diesem Trend sind nur die Großstädte. In den ländlichen Gebieten sind derzeit neue Konzepte zur Abwasserentsorgung gefragt – vor allem dort, wo durch den Wegzug junger Menschen die Alterspyramide besonders stark verschoben wird. Den Grund nennt Prof. Walter Trösch vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik IGB: „Kanäle sind teuer. Für die Kommunen lohnt sich ein Ausbau des Kanalsystems nur, wenn diese langfristige Investition auch langfristig genutzt wird. Nimmt die Zahl der Einwohner in Gegenden jedoch stetig ab, ist die Erweiterung einer zentralen Abwasserentsorgung zum Anschluss dieser Bereiche meist unrentabel.“ Doch rentabel oder nicht: In vielen kleinen Dörfern in den neuen Bundesländern muss dringend etwas passieren: „Die alten Versitzgruben sind häufig marode. Und wo sich Risse bilden, besteht die Gefahr, dass ungeklärte Abwässer ins Grundwasser gelangen“, so Trösch. Zusammen mit einem interdisziplinären Team von Forschern aus verschiedenen Fraunhofer-Instituten entwickelt er jetzt alternative Konzepte zur Abwasserentsorgung in zwei sächsischen Gemeinden.

Bisher haben die Anwohner kaum Wahlmöglichkeiten: Entweder sie sind ans örtliche Kanalnetz angeschlossen und müssen bei Rückgang der Bevölkerung steigende Kosten tragen oder sie reinigen ihr Abwasser selbst in dreikammerigen Klärgruben. Der Bau dieser Gruben ist jedoch oft aufwändig und teuer. Während des Betriebs entstehen zusätzlich Wartungskosten. Gute Alternativen sind daher gefragt.

Ein vielversprechendes Konzept ist die semi-dezentralen Abwasserreinigung, die eine Forschergruppe vom IGB unter der Leitung von Prof. Trösch entwickelt hat. Sie wird ergänzt durch innovative Betreibermodelle, wie sie das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI entwickelt. Bei diesem Geschäftsmodell wird die Anschaffung der neuen Technik von einem Unternehmen finanziert, das dann für die Nutzung Gehühren erhebt. Nach zehn Jahren geht die Anlage in den Besitz der Hauseigentümer über. Zwei unterschiedliche Varianten der semi-dezentralen Abwasserreinigungsysteme sind bereits in Betrieb:

Beispiel Knittlingen: erfolgreiches Wassermanagement In einem Neubaugebiet in Knittlingen wird ein Wassermanagementsystem erfolgreich eingesetzt. Es reduziert nicht nur die Abwassermenge und baut organische Substanzen ab, sondern liefert darüber hinaus auch Biogas und Dünger. Die Abwässer und Küchenabfälle aus den Häusern gelangen über ein Vakuumsanitärsystem direkt in die dezentrale Sammelstelle. Weil die Bewohner, die Vakuumtechnik benutzen, wenig Wasser zum Spülen der Toiletten benötigen, ist das Abwasser hochkonzentriert. In einem Bioreaktor – einem geschlossenen mit anaeroben Bakterien gefüllten Behälter – wird es gereinigt: Die Bakterien zersetzen die organischen Stoffe, übrig bleibt Biogas, das man zum Kochen, Heizen oder als Treibstoff für Fahrzeuge verwenden kann. Ein spezieller Membranfilter reinigt das Wasser von Bakterien und führt diese in den Bioreaktor zurück. Ein Prototyp dieses Rotationsscheibenfilters ist vom 5. bis 9. Mai 2008 auf der IFAT am Faunhofer Gemeinschaftsstand (Stand 203, Halle B1) zu sehen.

Beispiel Neurott: kompaktes Klärwerk In Neurott, einem idyllischen Dorf in der Nähe von Heidelberg, realisierten die Forscher ein anderes Entsorgungskonzept: eine kleine kompakte Kläranlage, die auf ein Abwasservolumen von nur hundert Einwohnern ausgelegt ist. Kernstück auch dieser Anlage ist ein Rotationsscheibenfilter. Er besteht aus einer sich drehenden Hohlwelle und darauf montierten Filterscheiben, die alle Feststoffe zurückhalten. Das gereinigte Wasser erfüllt die Badegewässerrichtlinie der EU. Diesen dynamischen Filter zeichnet besonders aus, dass er nur in Jahresabständen einer Reinigung unterzogen werden muss. Der bei der aeroben Wasserreinigung zwangsläufig entstehende Klärschlamm wird gesammelt und nach Heidelberg in die zentrale Kläranlage gebracht. Dort sorgt eine ebenfalls vom IGB entwickelte Technik für einen schnellen Abbau der Feststoffe durch anaerobe Bakterien. Ob eine der beiden Technologien oder Komponenten daraus in den beiden sächsischen Gemeinden zum Einsatz kommt oder ob innovative Betreibermodelle angewandt werden, steht noch nicht fest. Die Forscher von den Fraunhofer-Instituten für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart, für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe, sowie dem Institut für Verkehrs – und Infrastruktursysteme IVI, Dresden, ermitteln derzeit den lokalen Bedarf. Dabei werden Bürgern und Ämter und Behörden miteinbezogen. Im nächsten Schritt wollen die Partner einen Plan für eine semi-dezezentrale Abwasserentsorgung ausarbeiten. „Wir müssen uns überlegen, inwieweit sich die bestehende Infrastruktur nutzen lässt, ob eine Lösung für den ganzen Ort, oder nur für Ortsteile oder mehrere Häuser miteinbezogen werden soll, ob es sich lohnt, Rohre für ein Druck- oder ein Vakkumsystem zu verlegen, und wo die Entsorgungseinrichtung stehen soll“, erklärt Dr. Ursula Schließmann vom IGB. „Eine wichtige Rolle spielen natürlich auch die Kosten: Die dezentrale Entsorgung darf nicht teurer sein als der Anschluss ans Kanalnetz. Gleichzeitig kann die neue Technologie aber auch Geld sparen, weil wir — quasi als Abfallprodukte – Biogas und Dünger erzeugen können.“ Patentlösungen gebe es da noch nicht, resümiert Trösch: „Man muss im Einzelfall immer abwägen. Das Ergebnis muss ökologisch sinnvoll und sozialverträglich sein. Doch wenn es auf Basis von Serienkomponenten zusammengebaut werden kann, wird es sich auch rechnen und damit dem Nachhaltigkeitsgedanken entsprechen.“

Weitere Informationen: http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2008/04/Presseinformation25April2008.jsp

Marion Horn, Presse und Öffentlichkeitsarbeit Fraunhofer-Gesellschaft 25.04.2008

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news257514

CAKIR – Trocknungsverfahren

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Dipl.-Ing. (TU) Ugur Cakir

Ökologische und Ökonomische Klärschlammtrocknung nach dem CAKIR-Verfahren

Das Ziel der Klärschlammtrocknung ist neben Gewichts- und Volumenreduktion ein handhabbares und heizwertreiches Produkt zu erhalten.
Folgende herkömmliche Trocknungsverfahren gibt es für die Klärschlammtrocknung.
Kontakttrocknung (z.B., Scheibentrockner, Dünnsichttrockner etc.)
Konventionstrocknung (z.B., Bandtrockner, Trommeltrockner etc.)
Strahlungstrocknung (z.B., solare Trocknung)

Ausgenommen der solaren Trocknung wird bei allen Trocknungsverfahren thermische Energie, die aus der Verbrennung biogener und fossiler Brennstoffe sowie elektrischer Energie gewonnen wird, für die Klärschlammtrocknung eingesetzt.

Es wurde ein neues ökologisch-ökonomisches Verfahren für die Klärschlammtrocknung entwickelt (CAKIR-Verfahren), das seit 2007 in der Kläranlage Weissach als Pilotanlage mit großem Erfolg eingesetzt wird. Eine zweite mechanisch weiter verbesserte Versuchsanlage nach dem CAKIR-Verfahren wird in kurzen Zeit in Wutöschingen / Hochrhein in Betreib genommen.

Das Grundprinzip des CAKIR-Verfahrens basiert sich darauf, dass der ca. 20 – 35 % Trockenrückstand (TR) Gehalt erhaltene mechanisch-entwässerte Schlamm durch den Einsatz der Kompressions- und der Abwärme bis auf zu 85 % TR-Gehalt getrocknet wird.

Das Ablaufschema des CAKIR-Verfahrens ist in der Abbildung dargestellt. 

Bild 1: Ablaufschema des CAKIR-Verfahrens

Bild FW-Schlamm-Crakir-8.jpg

Nach dem Belebungsverfahren benötigt jede Kläranlage Sauerstoff zur Versorgung der Mikroorganismen im Belebungsbecken.
Um den Sauerstoff in das Belebungsbecken einzublasen, werden die in einem Gebläseraum untergebrachten Gebläse eingesetzt. Die Gebläse saugen die Außenluft an und fördern sie über eine Rohrleitung ins Belebungsbecken. Dabei wird die Luft in der Rohrleitung komprimiert, wobei die Lufttemperatur 108°C -140° C erreicht (Wärmequelle-1: Kompressionswärme). Eine weitere Wärmequelle stellt die beträchtliche Abwärme der Gebläse dar, durch die die Luft im Gebläseraum sehr warm wird (Wärmequelle-II: Abwärme).

Bild 2: Kreuzstromwärmetauscher
Bild FW-Schlamm-Crakir-4.jpg

Ab hier beginnt der Einsatz des patentiertes CAKIR-Verfahrens für die ökologische und ökonomische Klärschlammtrocknung.
Dem Luftstrom A (vom Gebläse zum Belebungsbecken) wird mit Hilfe eines Luftstroms B Wärme entzogen. Dieser nutzbare trockene Warmluftstrom B wird mit Hilfe eines regelbaren Ventilators erzeugt, der die vorgewärmte Raumluft über einen Kreuzstromwärmetauscher und einer Rohrleitung zum Trommeltrockner führt. In den Trommeltrockner wird entwässerter Klärschlamm (hier ca. 21 % TR-Gehalt) aus der Schlammpresse mittels einer Förderschnecke eingebracht. Nach dem Befüllen mit Klärschlamm dreht sich der Trommeltrockner in Mischrichtung nach einem speziellen Steuerungsprogramm im Intervallbetrieb, wobei kontinuierlich Warmluft in den Trommeltrockner eingeblasen wird. Die trockene Warmluft entzieht dem Schlamm rasch Wasser, das in Form Wasserdampf entweicht. Durch geeignete Intervalle für Rotation und Pause des Trommeltrockners wird eine körnige Struktur des Schlammes erreicht, wodurch ein Zusammenbacken (Leimphase) verhindert wird. Mit Hilfe eines Ventilators wird die nun staub- und wasserdampfhaltige Luft über einen Filter und einen Entfeuchter am Ende des Trommeltrockners abgesaugt. Diese abgesaugte Luft wird in den Container geführt, um das im Container vorgetrocknete Material weiterzutrocknen. Anschließend wird sie wieder in die Schlamm-Förderschnecke geführt. Während der Befüll- und Trocknungsphase wird über die Messdosen das Gewicht von Trommel und Schlamm gemessen, um den Trocknungsgrad überwachen zu können. Ist der gewünschte Trocknungsgrad erreicht, werden automatisch der Aufstellwinkel und die Drehrichtung des Trommeltrockners geändert, damit der getrocknete Schlamm in den Container gefördert werden kann. Anschließend kann der Trommeltrockner erneut mit Schlamm beschickt werden.

Bild 3: Schema der Trocknung
Bild FW-Schlamm-Crakir-3.jpg
Die Vorteile des CAKIR-Verfahrens gegenüber den herkömmlichen Trocknungsverfahren mit einem thermischen Energieeinsatz bestehen darin,
Dass nach dem CAKIR-Verfahren eine Energie, die ansonsten ohne Nutzen in die Umgebung abgegeben würde, genützt wird;
Dass der Klärschlammanfall gegenüber reinen Schlammentwässungsanlagen (z.B. Band- oder Kammerfilterpressen und Zentrifugen) um etwa Faktor 3 verringert
werden kann. In derselben Größenordnung können die Entsorgungskosten des Klärschlammes gesenkt werden;
Dass sowohl die Investitionskosten und als auch die Betriebkosten sehr günstig sind. Deshalb macht sich die Anlage in ein Paar Jahre schon bezahlt;
Dass die Geruchs- und die Staubemissionen aufgrund der niedrigen Temperatur (bis 60°) und keiner Bildung der anaeroben Phase gering sind;
Die Anlage kann für unterschiedliche Klärschlämme und mittlere Kläranlagengrößen eingesetzt werden;
Dass kein Klärwerkspersonal mit Spezialkenntnisse für die Bedienung der Anlage benötigt wird und schließlich
Dass der getrocknete Klärschlamm nach der Trocknung einen Heizwert (13000kJ/kg) hat, der dem Heizwert von über Braunkohle entspricht. Deshalb gilt das Endprodukt als sekundäre Energieträger.

Die Klärschlammtrocknung nach dem CAKIR-Verfahren erwies sich deutlich als ökologisch und ökonomisch gegenüber den herkömmlichen Trocknungsverfahren und leistet einen großen Beitrag für den Schutz der Umwelt.

Bild 4: Funktionsprinzip des CAKIR-Trockners
Bild FW-Schlamm-Crakir-5.jpg

Kenndaten Kläranlage Weissach:

•  Ausbaugröße  15.500 EW 
Belastung  12.000 EW 
Jahresabwassermenge  rd. 1 Mio. m3 
entwässerter Schlamm  900 Tonnen/a (23% TR) 
mech., biol. und chem. Reinigungsstufe 
Homogenisierung – Schlammstabilisierung (Schlammstapelbecken) 
Bandfilterpresse
Schlammentwässerung- und trocknung

Historie:

Ende 2004  Das neue Trocknungskonzept patentiert   Bild FW-Schlamm-Crakir-1.jpg
Anfang 2005  Eine Versuchsanlage gebaut 
Mitte 2006  Die Trocknungsanlage mit patentierter Energiegewinnung aufgebaut 
Anfang 2007  Die erste Versuchsanlage in Betrieb genommen 
Anfang 2007  Vom Umweltministerium BW als Forschungsobjekt anerkannt 
Juni 2008  Die zweite Versuchsanlage (Inbetriebnahme im April) geplant 

Energiegewinnung:

•  Jede Kläranlage mit Belebschlammverfahren benötigt im Belebungsbecken Sauerstoff. 
Diese Kläranlagen besitzen einen Gebläseraum. 
Je nach Größe der Kläranlage sind ein oder mehrere Gebläse untergebracht. 
Die Gebläse saugen die frische Außenluft an und verdichten, pressen sie durch ein Leitungssystem in das Belebungsbecken. 
Bei diesem Verdichten und Reiben der Luft erhitzt sich diese und es entsteht in der Luftleitung eine Temperatur (Heißluft) 
In diese Luftleitung wird ein Kreuzstromwärmetauscher (Luft gegen Luft) eingebaut 
Dadurch wird nutzbare Heißluft (Trockenluft) gewonnen. 
Die nutzbare Heißluft wird mit einem regelbaren Ventilator durch eine isolierte Luftleitung zum Trommelmischer geleitet. 
Auch die vorgewärmte Luft aus dem Gebläseraum wird vom Ventilator angesaugt und zum Trommelmischer geleitet. 

Trocknung:

Der entwässerte Klärschlamm mit einer TR bis zu 35% wird nach der Entwässerungsmaschine mit einer Förderschnecke in den Trockenmischer eingebracht. 
Die nutzbare Heißluft wird von oben in die Öffnung des Trockenmischers eingeblasen. 
Nach dem Befüllen mit ent. Klärschlamm dreht sich der Trockenmischer in Mischrichtung nach einem abgestimmten Steuerungsprogramm. 
Dann beginnt eine speziell ermittelte Pausenzeit für die Rotation. 
Die Warmluft wird jedoch weiterhin kontinuierlich eingeblasen.
In dieser Pausenzeit bildet die Körnung des Klärschlammes eine trockene Oberfläche.  
Dadurch wird das Zusammenbacken verhindert. 
Dann wird der entwässerte Klärschlamm in dem erwärmten Trockenmischer kontinuierlich mit der Warmluft oder Trockenluft durchmischt. 
Das Wasser entweicht aus dem Klärschlamm in Form von Wasserdampf. 
Mit Hilfe eines Ventilators wird der Wasserdampf, mit dem Staub, in einem Kreislauf durch einen Filter und einen Entfeuchter wieder zurück in die Einfüllöffnung geführt. 
Während der Entleerphase und Befüllphase wird das Gewicht durch Messdosen gemessen und der Trommelmischer auf einen bestimmten Winkel eingestellt.
Das Entleeren des getrockneten Klärschlamm erfolgt durch Ändern der Drehrichtung. Dabei fördern die in den Mischer eingebauten Spiralbleche den getrockneten Klärschlamm in den breitgestellten Container. 

Bild 5: Trockner
Bild FW-Schlamm-Crakir-2.jpg

Bild 6: Trocknertrommel innen
Bild FW-Schlamm-Crakir-6.jpg

Wärmequellen:

•  Patentierte Energiegewinnung
• Raumabwärme von den Gebläsekompressoren
• Abwärme der komprimierten Druckluft
Abwärme aus Blockheizkraftwerken (BHKW) 
Klärgas aus Faulbehälter 
Biogas 
Sonnenenergie 

Verfahrensmerkmale:

die Energie ist in allen Kläranlagen vorhanden 
die nicht genutzte Energie in den Kläranlagen kann durch dieses Verfahren verwendet werden 
geringe Investitionskosten 
optimale Trocknungsleistung unabhängig vom Wetter 
geringer Arbeits- und Wartungsaufwand 
kein zusätzliches Personal nötig 
kein zusätzlicher Flächenbedarf nötig 
keine Geruchsbildung bei der Trocknung 
homogene Produktqualität 
das Trocknungskonzept kann vollautomatisch betrieben werden 
keine zusätzlichen Gebäude oder Bauwerke 
das Trocknungskonzept hat einen geringen Energieverbrauch  
staubfreie Trocknung 
keine „Verleimung“ des Klärschlamms in der Trocknungsphase 
keine Ex-Anlage 
einfache Entleerung durch Förderbleche (Flügel) im Inneren des Trockners 

Brennstoffgranulat – Ersatzbrennstoff:

•  Aus Klärschlamm-Filterkuchen ab 18% TR wird ein biogener Ersatzbrennstoff bis 90% TR. 
Korngröße von unter 1 cm Durchmesser. 
In dieser Kornform ist das Granulat blasfähig. 
Für diesen Brennstoff gibt es einen wachsenden Markt. 
Der Heizwert liegt zwischen 13.000 – 14.000 kJ/kg bei 50% – 65% organischer Substanz. 
Mit Klärschlamm als Brennstoff können Verbrennungsanlagen, Zementwerke und
Kohlenkraftwerke zum Klimaschutz beitragen.  

1 Tonne Trockenschlamm ersetzt
– 0,3 – 0,4 Tonnen Steinkohle,
– 1,0 – 1,3 Tonnen Braunkohle
Emissionen von bis zu einer Tonne CO2 aus fossilen Verbrennungen könnten vermieden werden!!!

Bild 7: Trocknungsschema:
Bild FW-Schlamm-Crakir-7.jpg

Klärschlammanalysen:

1. allgemeine Daten 
  entwässerter Klärschlamm  getrockneter  Klärschlamm   
Untersuchungsparameter  Wert / Einheit ( % )  Wert / Einheit ( % )   
pH – Wert  6,9  6,9   
Trockenrückstand ( TR)   19,9  65   
Wassergehalt  80,1  35   
Glühverlust (org. Substanz)   64,2  63   
2. Schwermetalle 
  entwässerter Klärschlamm  getrockneter Klärschlamm  
Untersuchungsparameter Wert / Einheit
(mg/kg)
Wert / Einheit
(mg/kg)
Grenzwert (mg/kg) 
Blei ( Pb )  44,4  43,2  900 
Cadmium ( Cd )  0,212  0,191  5/10 
Chrom ( Cr )  51  50  900 
Kupfer ( Cu )  668  672  800 
Nickel ( Ni )  28  28  800 
Quecksilber ( Hg )  0,71  0,77  200 
Zink ( Zn )  898  866  2000/2500 
3. Zusatzuntersuchungen 
Untersuchungsparameter  entwässerter Klärschlamm  getrockneter Klärschlamm   
  Wert / Einheit (kJ /kg)  Wert / Einheit (kJ /kg)  
Brennwert ( HO )  1.100 13.600   
Heizwert ( HO wf )   980  13.000   

Betriebskosten
bei einer Ausbaugröße von 15.000 EW

    Strombedarf 
1 Ventilator (4KW / 24BSt.)  4KW x 24h x 365d/a  35.040 KW 
1 Antriebsmotor Mischer (37KW / 1min/St.)  37KW x 24h/60s x 365  5.402 KW 
Stromkosten  40.442 KW x 0,1€/KWh   4.044 € 

Zusammenfassung:

•  die nicht genutzte Energie in den KA kann durch dieses Verfahren verwendet werden 
kann an andere Wärmequellen angekoppelt werden 
SPS-gesteuerte vollautomatische Trocknung 
kein zusätzlicher Personalbedarf 
keine zusätzliche Flächen, Gebäude und Bauwerke 
wenig Energieverbrauch 
geringe Investitionskosten 
keine Verleimung 
staubarme Trocknung 
geruchsarme Trocknung (niedrige Trocknungstemperatur bis 50 °C) 
Trocknung durchgängig im aeroben Bereich 
keine organischen Zersetzungsprodukte – keine Kompostierung 
keine Ex- Anlage 
direkte Beeinflussung der Korngröße und des Trockenrückstandes (TR) durch kontinuierliche Gewichtsmessung  
Endprodukt vielseitig einsetzbar (z.B. Brennstoffgranulat) 

Autor:

Dipl.-Ing. Ugur Cakir
Tel.:0171 7267451
Fax:07152 336664
Ugur.cakir@t-online.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Energiekosten von Kläranlagen und Kanalnetzen

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Dr.-Ing. G. Seibert-Erling/T. Etges 

1. Einleitung

Die gestiegenen Energiekosten zwingen die Verantwortlichen im privaten, kommunalen und industriellen Bereich zum Handeln. Trotz oder gerade wegen der schwierigen wirtschaftlichen Situation und knapper Kassen wächst der Entscheidungsdruck für energetische Investitionen, die sich bei steigenden Preisen wieder lohnen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den anteilig größten Verbrauchern. Im Kommunalen Bereich sind das üblicherweise die Abwasserreinigung (ca. 35%), die Schulen (25%) und die Straßenbeleuchtung (25%). Eine in mehrfacher Weise herausgehobene Stellung hat dabei die Kläranlage:

•  Sie ist oft der größte Einzelverbraucher und somit das von den Energieversorgern begehrte „Sahnestück“ im Stromliefervertrag einer Kommune. 
Ideen zur Verbesserung der Energieeffizienz haben finanziell und ökologisch eine große Wirkung. 
Das anfallende Klärgas ist regenerative Energie, welche bei Nutzung mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) den Wärmebedarf der Anlage fast vollständig und den Strombedarf zu etwa 25 – 40 % deckt. 
Bei einem Anteil der Energiekosten von etwa 30 – 40 % an den Betriebskosten bleibt die erste Pflicht des Betriebsleiters zwar die Einhaltung der Überwachungswerte. Der verantwortliche Umgang mit der Energie ist aber nicht weniger wichtig als Personal, Entsorgung und Abwasserabgabe.

Die Erkennung und Abschätzung von Optimierungspotenzialen ist in den letzten Jahren wegen der kaum kalkulierbaren Preissteigerungen und der energierechtlichen und steuerlichen Randbedingungen schwieriger geworden. In dem vorliegenden Beitrag soll die energetische Situation der Kläranlagen und Sonderbauwerke beleuchtet werden. Betreiber sollen motiviert werden, sich ihre eigene Situation transparent zu machen und eine Strategie zur Optimierung der Energiekosten zu entwickeln.

2. Entstehung, Ziele und Auswirkungen des neuen Energierechts

Die sich zuspitzende Situation bei den Energiekosten ist das vorläufige Ergebnis der Anfang der 90er Jahre eingeleiteten Neugestaltung des Energierechts [1]. Die wesentlichen energiepolitischen Ziele waren eine europaweite Liberalisierung des Energiemarktes und die Förderung des Einsatzes regenerativer Energien. In der Bevölkerung stieß dieses Vorhaben in Erwartung günstiger Preise und angesichts der nicht länger bestreitbaren Auswirkungen der Klimaveränderungen auf breite Zustimmung. Nun war das neue Energierecht keinesfalls zu einem bestimmten Zeitpunkt einheitlich verfügbar, sondern die einzelnen Gesetze sind auf europäischer und nationaler Ebene sukzessive, teilweise parallel und ohne gegenseitige Abstimmung beschlossen und in Kraft gesetzt worden. In Deutschland wurde zusätzlich die sog. ökologische Steuerreform eingeleitet mit dem Ziel, durch eine künstliche Verteuerung der Energie Anreize zum sparsamen Umgang damit zu schaffen. Mit den zusätzlichen Steuereinnahmen sollte die Arbeitslosigkeit eingedämmt werden. Die praktische Umsetzung dieses politischen Großprojektes in Gesetze, Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften verlief jedoch schleppend. Zudem machten Lücken, Widersprüche und missverständliche Auslegungen häufige Revisionen und Überarbeitungen erforderlich. Die aktuell gültigen gesetzlichen Regelungen sind im Bild 1 dargestellt. Die letzte auch für den Abwasserbereich interessante Neuerung ist das zum 01.08.2006 in Kraft getretene Energiesteuergesetz, welches u. a. das bisherige Mineralölsteuergesetz ablöst. Mit dem heute erreichten Zwischenstand sind die großen politischen Ziele der Liberalisierung und des Einsatzes regenerativer Energien zwar formal durchgesetzt; es ist aber nicht zu übersehen, dass bei der Umsetzung zu blauäugig an das Thema herangegangen wurde und entstandene Fehlentwicklungen auf politischer Ebene spät erkannt wurden. Am Ende hält sich auch die Begeisterung der Verbraucher angesichts galoppierender Preise für Strom und Gas in Grenzen.

Bild 1: Übersicht Energierecht heute
Bild FW-Ene-Seibert-Kosten-2.jpg

Zusammenfassend hat das neue Energierecht folgende Veränderungen mit den nachfolgend aufgeführten Vor- und Nachteilen gebracht:

•  Die alte monopolistische Versorgungsstruktur wurde formal aufgebrochen und in die Bereiche Erzeugung (Kraftwerke), Transport (Netzzugang, Durchleitung) und Lieferung (Verbrauch) aufgeteilt. 
  (+)  Nach einigen turbulenten Jahren des Umbruchs hat sich der Markt neu geordnet. Jeder kann grundsätzlich seine Energie frei am Markt kaufen. Öffentliche Auftraggeber sind grundsätzlich zur Ausschreibung verpflichtet. 
  (-)  Es existiert zwar eine dezentrale Versorgungsstruktur mit einer größeren Zahl von Anbietern. Der Markt wird aber nach wie vor von den ehemaligen großen Konzernen beherrscht. Die Verbraucher tragen die Lasten hoher und fast einheitlicher Preise.
Die ökologische Steuerreform ist umgesetzt und entfaltet die ihr zugedachte energiepolitisch lenkende Wirkung. 
  (+) Die Strom- bzw. Ökosteuer und die Umlagen (EEG und KWK) verteuern die Energie und regen zum sparsamen Umgang mit dieser sowie zu Investitionen in energieeffiziente Geräte und Anlagen an. 
  (+) Unbestreitbar hat sich unter den geschaffenen langfristig günstigen Voraussetzungen die Wirtschaft im Bereich der regenerativen Energien, vor allem die Windkraft und Bioenergie, positiv entwickelt und zahlreiche Arbeitsplätze mit guten Exportchancen geschaffen. 
  (-) Die Gesetze sind nicht wie vorgesehen der Leitfaden für energiebewusstes Handeln im Sinne der energiepolitischen Ziele, sondern die Einsparungen ergeben sich in vielen Fällen aus lückenhaften Formulierungen oder nicht berücksichtigten Sonderfällen. Juristische oder steuerliche Spitzfindigkeiten sparen teilweise mehr Geld als energieeffiziente Technik. 

3. Die Auswirkungen auf die Abwasserbranche

An erster Stelle der Auswirkungen steht natürlich der Strompreis, weil er den monatlichen Abrechnungsbetrag bestimmt. Erfreulicherweise war dieser Betrag zwischen 1995 und 1999 für fast alle Betreiber zunächst stark gesunken. Danach setzte infolge der in Stufen eingeführten Ökosteuer und der neuen Umlagen für EEG und KWK wieder ein allmählicher Preisanstieg ein. Etwa 2005 war hinsichtlich der zu zahlenden Endsumme das alte Preisniveau wieder erreicht. Für viele unbemerkt geblieben war jedoch die völlig veränderte Aufteilung der Kosten. Vor der Liberalisierung war die Mehrwertsteuer die einzige Steuer; nach der energiepolitischen Wende sind ca. 35 – 40% des Endbetrages Steuern und Umlagen (Bild 2). An dieser Stelle sei noch einmal kritisch angemerkt, dass mit der Erhebung der Mehrwertsteuer auf die zu zahlende Ökosteuer und sämtliche Umlagen eine Doppelbesteuerung vorliegt.

Bild 2: Liberalisierung und Ökologische Steuerreform
Bild FW-Ene-Seibert-Kosten-3.jpg

Eine ebenfalls spürbare Auswirkung ergab sich auf die Situation der Eigenstromerzeugung aus Klärgas und Erdgas. Für Kläranlagen verschlechterte sich infolge der sinkenden Strompreise die Wirtschaftlichkeit soweit, dass einige mit Erdgas betriebene BHKWs vorübergehend stillgelegt wurden. An einen weiteren Ausbau der Klärgasnutzung bei den erst in geringem Umfang ausgerüsteten Anlagen mit einer Ausbaugröße von 20.000 – 100.000 EW war Mitte der 90er Jahre nicht zu denken. Aber solange die schädlichste aller Varianten der Klärgasnutzung, nämlich das Abfackeln oder gar das unmittelbar die Ozonschicht schädigende Ablassen des Methangases steuerfrei blieben, gab es für die Betreiber weder eine Veranlassung noch einen finanziellen Anreiz, über eine sinnvollere Nutzung nachzudenken. Daran änderten auch die politischen Appelle für den verstärkten Einsatz regenerativer Energien und die nach dem EEG garantierte Vergütung von 7,67 ct/kWh nichts. Der BHKW-Markt in Deutschland brach bei den niedrigen Strompreisen zusammen.

Erst mit der Einführung der Ökosteuer 1999 belebte sich der Markt wieder langsam. Der erhoffte Boom bei den Kläranlagen blieb jedoch aus, weil durch die Preiserhöhung zwar die Klärgasverstromung für den Eigenbedarf interessant wurde. Für die Einspeisung nach dem EEG war bei der Gesetzgebung jedoch übersehen worden, dass bei einem Verkauf des aus Klärgas erzeugten Stroms und der im Gegenzug zu erhöhenden Fremdbezugsmenge weder die Ökosteuer und die Umlagen noch die Mehrwertsteuer kompensiert wurden [2]. Somit brachte ein Verkauf des aus Klärgas erzeugten Stroms nur für wenige größere Betreiber einen finanziellen Vorteil auf Zeit, der mit jeder Erhöhung des Strompreises weiter zusammenschmolz. Spätestens seit der letzten größeren Strompreiserhöhung in diesem Jahr ist für alle Kläranlagen bei den aktuellen steuerlichen Randbedingungen eine EEGEinspeisung uninteressant. Allerdings kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Einspeisung nach dem KWKModG einen finanziellen Vorteil bringen. Obwohl es um eine finanziell und ökologisch nicht zu vernachlässigende Größenordnung geht, sieht die Abwasserbranche bis heute nicht die Notwendigkeit einer Lobby oder einer inhaltlichen Einflussnahme auf die Gesetzgebungsverfahren – ganz im Gegenteil zu den Vertretern der Windkraft, Biomasse, Wasserkraft, Flughäfen und Chemiewerke. Den Betreibern von Kläranlagen bleibt am Ende, sich aus den Gesetzen für sie passende Teilstücke her auszusuchen und daraus mit gerade noch rechtlich vertretbaren Interpretationen ein für sie finanziell möglichst günstiges Vertragswerk zu schmieden.

4. Ansätze zur Optimierung

Die Methoden und Instrumente für eine energetische Optimierung von Kläranlagen sind vorhanden. Mit dem Handbuch „Energie in Kläranlagen NRW“ [3] steht ein umfassendes Nachschlagewerk für die Optimierung des Energieverbrauchs zur Verfügung. Die dort beschriebenen Instrumente der energetischen Grob- und Feinanalyse haben sich in der Praxis bewährt (Bild 3). 

Bild 3: Energiesparende Belüftung
Bild FW-Ene-Seibert-Kosten-4.jpg

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Anleitungen, Veröffentlichungen und Hinweise zum Thema Energie sparen [4,5,6]. Rückblickend fällt die Entstehung dieser Werke und die in NRW mit öffentlichen Mitteln geförderte Durchführung von Energieanalysen gerade in die Zeit (1999 – 2004), als der Strompreis am niedrigsten und folglich die Wirtschaftlichkeit energetischer Investitionen ungünstig war. An diejenigen Betreiber, die schon eine Energieanalyse durchgeführt haben, geht daher die dringende Empfehlung, diese mit den heutigen Energiepreisen und unter Einbeziehung zwischenzeitlich noch vorgenommener Umbauten zu aktualisieren. Viele Maßnahmen, allen voran der Einsatz von BHKWs zur Klärgasnutzung, die seinerzeit an der Schwelle zur Wirtschaftlichkeit standen, sind nach einem Anstieg der Strompreise um ca. 30% rentabel. Betreiber von Kläranlagen müssen sich bei weiter steigenden Energiepreisen aktiv mit dem Thema Energie auseinandersetzen. Der trügerischen Sicherheit einer Fortschreibung der bisherigen Energielieferverträge und einer Beibehaltung bewährter Fahrweisen sollte man sich nicht hingeben.

Die größten Kostenpotenziale liegen erfahrungsgemäß in folgenden Bereichen:

•  Stromliefervertrag und Abrechnung
Bedingt durch die Änderungen des Energierechts, häufige Tarifanpassungen und die Flexibilisierung der Vertragsgestaltung kommt es nicht selten zu Abrechnungsfehlern. Es wird deshalb empfohlen, die Basisdaten der Verträge (Bezugsleistung, Mindestleistung, Abrechnungsperiode, Maximalleistung, etc.) nicht nur rechnerisch nachzuvollziehen, sondern auch ihre fachtechnische Richtigkeit zu prüfen. Bei Kläranlagen kann der Unterschied zwischen einem Monats- und einem Jahresleistungspreis leicht 10% der jährlichen Gesamtkosten ausmachen. Bei Pumpwerken ist Aufmerksamkeit geboten, wenn die Betriebsweise geändert oder die Förderleistung nach unten korrigiert worden ist. Versäumt man dabei die Anpassung der elektrischen Bezugsleistung, wird infolge der üblichen Klausel für die Mindestleistung (i. d. R. 60% der Bezugsleistung) oft jahrelang ein viel zu hoher Leistungspreis abgerechnet.

Verbrauchsreduzierung und Verbesserung der energetischen Effizienz von Kläranlagen
Besondere Aufmerksamkeit gilt den größeren und im Dauerbetrieb laufenden Aggregaten wie Verdichtern und Pumpen. Die Wirtschaftlichkeit der Erneuerung einer Verdichtergruppe kann man leicht torpedieren, indem ein kompletter Austausch der erfahrungsgemäß zu groß dimensionierten alten Verdichter durch neue und energetisch hocheffiziente, aber auch teurere Aggregate angesetzt wird. Hier gilt jedoch die Regel: „Auch der beste Motor spart keine Energie, wenn er nicht läuft!“ Die Maßnahme wird sofort rentabel, wenn die Erneuerung auf den Umfang der nach Erfahrungswerten tatsächlich benötigten Luftmenge beschränkt wird. Es ist also durchaus eine Alternative, von 5 alten Drehkolbengebläsen, von denen vielleicht 2-3 bei normaler Belastung den Luftbedarf decken, nur 2 Stück zu erneuern oder sogar durch Turboverdichter zu ersetzen. Die alte These, dass Drehkolbenverdichter und Turboverdichter nicht gemeinsam betrieben werden sollen, war nicht mehr als ein Marketing-Argument der Hersteller und ist heute durch praktische Erfahrungen widerlegt (Bild 4). 

Bild 4: Gebläsestation Bergisch Gladbach
Bild FW-Ene-Seibert-Kosten-5.jpg

Ebenfalls interessant ist eine Betrachtung der Lebenszykluskosten für eine Aggregategruppe oder einen Anlagenbereich [7]. Bleibt man bei der Belüftung, dann kann man überschlägig annehmen, dass auf der Basis heutiger Energiekosten die Drucklufterzeugung für eine Kläranlage mit 100.000 EW über 10 Jahre rd. 1,45 Mio. EUR kostet (Tabelle 1). Davon entfallen 200.000 EUR auf die Beschaffung der Verdichter, die restlichen 1,25 Mio EUR sind Energiekosten. Investiert man nach dem zuvor dargestellten Vorschlag vielleicht 100.000 EUR mehr für die Beschaffung energieeffizienter Aggregate und spart dadurch 25% der Energiekosten, dann ergibt sich bereits ein finanzieller Vorteil von 200.000 EUR zugunsten der besseren Aggregate. Steigt der Strompreis in den folgenden 10 Jahren im Mittel um 30%, dann beträgt die Einsparung 275.000 EUR – das ist mehr als der die zu tätigenden Investitionskosten. Wichtig ist allerdings, nur in die Maschinen zu investieren, dieauch tatsächlich im Dauerbetrieb laufen (Bilder 5 und 6).

Bild 5: Turboverdichter Düsseldorf
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Bild 6: Veralteter Energiefresser
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Die ohnehin fragwürdigen Argumente der einheitlichen Ausrüstung und Ersatzteilhaltung oder der gleichmäßigen Maschinenauslastung sind bei weiter steigenden Energiepreisen nicht mehr vertretbar. 

Technische Ausrüstung von Pumpstationen
In Pumpstationen sind oftmals elektrische Heizungen eingebaut, um die Ausrüstungsteile und Schaltschränke vor Frost und Feuchtigkeit zu schützen. Eine Investition in klimatische verbesserte Schränke kann eine erhebliche Senkung der Energiekosten bewirken. Nicht selten verursachen defekte oder falsch eingestellte Thermostate einen Dauerbetrieb der Heizungen. Bei nur 2 Heizungen mit einer Leistung von je 3 kW sind das jährliche Energiekosten von 5.000 EUR, die oft nicht bemerkt werden. 
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Fahrweise von BHKW-Anlagen
Beim Betrieb von Heizungen und BHKW-Anlagen mit Klärgas und Erdgas, was auf vielen Kläranlagen schon aus Verfügbarkeits- und Redundanzgründen möglich ist, muss bei der Festlegung der Fahrweise neben der energetischen auch die finanzielle und steuerliche Seite gesehen werden. Nach dem neuen Energiesteuergesetz (früher nach dem Mineralölsteuergesetz) wird die Steuer auf Erdgas beim Einsatz zur Kraft-Wärme-Kopplung komplett erstattet, hingegen beim Verfeuern in der Heizung nicht. Dies ist vielen Klärmeistern oder Anlagenfahrern nicht unbedingt geläufig. Es kommt daher öfter vor, dass vornehmlich in der kalten Jahreszeit nach wie vor Klärgas mit den BHKWs verstromt wird und zusätzlich Erdgas in den Heizungen verfeuert wird. Durch ein einfaches Umstellen der Gasart lassen sich bei einer mittelgroßen Anlage schnell einige 10.000 EUR Steuern einsparen. Die Erstattung in Höhe von 5,50 EUR/MWh Erdgas erfolgt auf Antrag beim örtlich zuständigen Hauptzollamt. 

5. Ausblick

Die Bereiche Abwasser und Energie werden zukünftig stärker verschmelzen. Die steigenden Energiepreise wirken sich nicht nur auf die Strom- und Gasrechnung aus, sondern das Abwasser und die Kläranlage werden neuerdings als energiewirtschaftliche Faktoren interessant. Beim Abwasser bzw. Schlamm reichen die Gedanken von der schon in einigen Projekten umgesetzten Nutzung der Abwasserwärme bis hin zur Aufbereitung und Abgabe in Form von Wasserstoff als Energie für die zukünftigen Antriebstechnologien [8]. Die Kläranlage wird unter infrastrukturellen Gesichtspunkten zunehmend interessant als Standort für energetische Prozesse. Kläranlagen liegen traditionell außerhalb von Wohngebieten, sind aber hinsichtlich Gasund Stromversorgung als Großverbraucher sehr gut angebunden und auch verkehrstechnisch wegen der notwendigen Transporte für Schlamm, Fällmittel, etc. meist gut erschlossen. Das häufig bestehende energetische Ungleichgewicht in der Energiebilanz, im Wesentlichen gekennzeichnet durch permanent hohen Strombedarf, hohen Wärmeüberschuss im Sommer und noch unerschlossenen Energiequellen (Abwasserwärme, etc.) ließe sich durch Aufstellung oder Ansiedlung von weiteren Erzeugern oder Verbrauchern sehr kostengünstig ausgleichen. Kläranlagen als Standorte für Windkraftanlagen, Biogaserzeugung, Gewächshäuser, Trocknungsanlagen für Industrieprodukte oder Gastankstellen sind längst nicht nur energiepolitische Sandkastenspiele oder ökologische Visionen energieautarker Betriebsführung [9]. Bei den zu erwartenden Preissteigerungen rückt die Kläranlage aus energetischer Sicht immer stärker in den Focus wirtschaftlich interessanter Nutzungsmöglichkeiten. Genauso wie sich viele Landwirte plötzlich in einer neuen Rolle als „Energiewirt“ wieder finden, wird sich auch der eine oder andere Klärmeister oder Betriebsleiter zukünftig vermehrt mit energetischen Fragestellungen auseinandersetzen müssen, die über die reine Verbrauchs- und Kostenoptimierung des Abwasserreinigungsprozesses hinausgehen.

Literatur 

 

[1]  Rayermann, M., Loibl, H. (Hrsg.): 
  Energierecht, Handbuch 
  Erich Schmidt Verlag, Berlin, 2003 
[2]  Seibert-Erling, G.: 
  Neue Energiepolitik und niedrige Strompreise Fluch oder Segen für die Kläranlagen ? 
  Beitrag zum Seminar „Die transparente Kläranlage“ am 10.5.1999 in München, erschienen im gleichnamigen Tagungsband, Hrsg. Fa. Dr. Lange, Düsseldorf, 1999 
[3]  Müller, E.A., Kobel, B., Pinnekamp, J., Seibert- Erling, G., Schaab, R., Böcker, K.: 
  Handbuch Energie in Kläranlagen NRW 
  Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes Nordrhein- Westfalen, Düsseldorf, 1999 
[4]  Schmitt, F., Weil, Chr., Seibert-Erling, G., Brandenburg, H.: 
  Energieanalyse als Instrument der Betriebskosten und Verfahrensoptimierung 
  Korrespondenz Abwasser 46 (1999), S. 399- 409 
[5]  Roth, M., Baumann, P.: 
  Senkung des Stromverbrauchs auf Kläranlagen – Leitfaden für das Betriebspersonal, 
  Hrsg.: ATV Landesgruppe Baden- Württemberg, Stuttgart, Nov.99 
[6]  Pinnekamp, J., Kobel, B.: 
  Vorgehensweise bei der Erstellung von Energiekonzepten für Kläranlagen, 
  erschienen in : Gewässerschutz, Wasser, Abwasser, Bd. 172, 32. Essener Tagung für Wasser- und Abfallwirtschaft vom 17.3. – 19.3.99 in Aachen 
[7]  Kopf, U.: 
  Lebenszykluskosten von Pumpen 
  Vortragsmanuskript zum Firmenseminar der Fa. EGGER, Schweiz, 2001 
[8]  Gredigk-Hoffmann, S., Vogt, R.: 
  Technische und ökologische Bewertung verschiedener Produktions- und Nutzungswege von Wasserstoff als Energieträger auf Kläranlagen 
  erschienen in : Gewässerschutz, Wasser, Abwasser, Bd. 198, 38. Essener Tagung für Wasser- und Abfallwirtschaft vom 9.3. – 11.3.2005 in Aachen 
[9]  Kraft, A., Rossol, D., Meyer, H.: 
  Energetische Optimierung einer Kläranlage unter besonderer Berücksichtigung der Energieträger Erdgas und Wasserstoff 
  erschienen in : Gewässerschutz, Wasser, Abwasser, Bd. 198, 38. Essener Tagung für Wasser- und Abfallwirtschaft vom 9.3. – 11.3.2005 in Aachen 

Anschrift der Verfasser

Dr.-Ing. G. Seibert-Erling
Tanja Etges

setacon GmbH
Augustinusstraße 9b
50226 Frechen

Tel: 02234-988 095-0
Fax: 02234-988 095-11
Mail: info@setacon.de
Web: www.setacon.de

Co-Vergärung – neue Biogasquelle?

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Die Mitbehandlung von Bio-Abfällen im Faulbehälter zur Erhöhung der Gasausbeute scheint auch für KA eine attraktive Quelle zusätzlicher Energiegewinnung zu sein. Doch wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Co- Vergärung?

Der Bericht der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Koblenz gibt einen Überblick, an welche Vorschriften zu denken ist:

Zu finden in der Rubrik Fachwissen/Biogaserzeugung:
https://klaerwerk.info/Biogaserzeugung/Wissenschaftliche-Berichte-zur-Biogaserzeugung

TOSU im Trinkwasser

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Sauberes Trinkwasser für vier Millionen Menschen

Keine Kompromisse beim Gesundheitsschutz: Regierungspräsident Helmut Diegel wird die in den letzten Tagen bekannt gewordene Belastung der Ruhr durch die Industrie-Chemikalie Tetraoxaspiro(5.5)-undecan, kurz „Tosu“, nicht hinnehmen. Die Bezirksregierung hat am Freitag verfügt, dass das Arnsberger Chemieunternehmen Perstorp ab sofort sicher stellen muss, dass der von der Trinkwasserkommission beim Bundesumweltamt festgesetzte „lebenslang gesundheitlich duldbare Orientierungswert“ (GOW) von 0,3 Mikrogramm pro Liter Wasser auch in der Ruhr nicht mehr überschritten werden darf. „Auch wenn es bislang noch keine toxikologische Bewertung dieser Chemikalie gibt, ist eben nicht auszuschließen, dass ,Tosu‘ die Gesundheit von Menschen beeinträchtigen kann. Ich sehe zum Schutz der vier Millionen Menschen, die ihr Trinkwasser aus der Ruhr beziehen, keinen anderen Weg, als die Einleitung durch die Firma Perstorp nachhaltig zu beschränken“, so Regierungspräsident Helmut Diegel.

In sechs Wasserwerken an der Ruhr war „Tosu“ bei Messungen im März in Konzentrationen deutlich jenseits des GOW nachgewiesen worden. Als Einleiter der Chemikalie kommt ausschließlich die Firma Perstorp in Frage – „Tosu“ fällt dort bei der Produktion von Pentaerythrit an, einem Grundstoff u.a. für die Lackherstellung und für Schmierstoffe.

Der Hochsauerlandkreis als damals zuständige Behörde hatte im Februar 2000 die Einleitung von „Tosu“ in die Ruhr genehmigt. Diese Genehmigung wurde am 11. April 2008 seitens der – seit dem 1. Januar 2008 zuständigen – Bezirksregierung mit strengen Auflagen modifiziert. Danach darf die Firma ab sofort nur noch 1,2 Milligramm Tetraoxaspiro(5.5)-undecan statt 42 Milligramm pro Liter in die Ruhr einleiten. Des Weiteren wurde dem Unternehmen aufgetragen, wöchentlich Abwasseruntersuchungen an der Einleitungsstelle vorzunehmen – statt bislang acht Untersuchungen pro Jahr. Gleichzeitig ist die sofortige Vollziehung des Änderungsbescheides angeordnet worden.

„Die Bezirksregierung setzt damit ein klares Zeichen für sauberes Wasser für vier Millionen Menschen. Dies besitzt für mich höchste Priorität“, so Helmut Diegel.

Sonderpublikationen

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Zu den Sonderpublikationen 2012 bis 2023:
https://klaerwerk.info/archiv/sonderpublikationen/


2026

2025


Monitoring und Modellierung von Mikroplastikeinträgen in Gewässer

Das Vorhaben fasst die im Untersuchungszeitraum verfügbaren Daten zu Mikroplastikkonzentrationen in verschiedenen Abflusskomponenten und Umweltkompartimenten zusammen und ergänzt diese durch ein Monitoring von zwei Regenüberlaufbecken und einem Regenklärbecken. Damit sollte eine Erstabschätzung der Mikroplastikeinträge in die Oberflächengewässer Deutschlands erfolgen. Die Untersuchungen konnten für die Ableitung repräsentativer Eingangsdaten nur sehr wenige verwertbare Studien identifizieren. Auf Grund der inkonsistenten Datenlagen sind die ermittelten Einträge mit großen Unsicherheiten verbunden. Zur Präzisierung sind weitere, harmonisierte Monitoring Aktivitäten notwendig. Dabei sollten besonders Regenwassereinleitungen und Mischwasserentlastungen Berücksichtigung finden.

mehr: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/monitoring-modellierung-von-mikroplastikeintragen

Download: https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11850/publikationen/2026-04/65_2026_TEXTE.pdf

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DWA-Themen T5/2025 – Rückbau von Wasserbauwerken – Dezember 2025

Dieser Themenband bietet einen umfassenden Überblick über Chancen, Herausforderungen und Rahmenbedingungen beim Rückbau von Wasserbauwerken. Ziel ist es, fundierte Entscheidungsgrundlagen sowie praktische Hinweise für Planung, Umsetzung und Nachbereitung bereitzustellen.

mehr: https://shop.dwa.de/DWA-Themen-T5-2025-Rueckbau-von-Wasserbauwerken-Dezember-2025/TH-WW-6.3-Hauptprodukt-25-main

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DWA-Themen T1/2025 – Entwässerungspass – Beurteilung und Dokumentation des ordnungsgemäßen Zustandes von Anschlusskanälen und Grundstücksentwässerungsanlagen – November 2025

Eigentümer, Betreiber und Fachplanende von Grundstücksentwässerungen sehen sich gegenwärtig mit einer Vielzahl unterschiedlichster Themen und Aufgabenstellungen hinsichtlich ihrer Grundstücksentwässerung konfrontiert. Während die einschlägigen technischen Regelwerke allgemeine Gültigkeit besitzen, gibt es aufgrund der unterschiedlichen Landeswassergesetze, den dazugehörigen Verordnungen und verschiedensten Vorgaben kommunaler Abwassersatzungen keine bundesweit einheitlichen Regelungen bezüglich der Nachweispflicht und Dokumentation neu erstellter beziehungsweise auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüfter und gegebenenfalls sanierter Grundstücksentwässerungen. Eine überregionale vergleichbare Bewertung von Grundstücksentwässerungen ist daher zurzeit nur schwer möglich. Hinzu kommt, dass, neben dem baulichen Zustand der Entwässerungsanlage und dem Nachweis der Dichtheit der Leitungen, in den letzten Jahren weitere Themen zum häuslichen Objektschutz stärker in den Fokus geraten sind. Ein weiterer Aspekt, welcher aktuell mehr in den Blickpunkt gerückt ist, ist der Umgang mit Dränagewasser. Für viele Industrie- und Gewerbebetriebe kommen neben den zuvor genannten Aufgabenstellungen oftmals noch die Unterhaltung, der Betrieb und die Dokumentation von privaten Abwasserbehandlungsanlagen, wie zum Beispiel Fettabscheidern, hinzu. Zur Zusammenführung der verschiedenen fachtechnischen Aspekte in einem Dokument wird mit diesem Themenband ein Muster-Entwässerungspass zur Verfügung gestellt, der aufgrund seines modularen Aufbaus nach den jeweiligen Anforderungen, Bedürfnissen und Schwerpunkten zusammengestellt werden kann. Dazu wurden einheitliche Standards auf Grundlage der bestehenden technischen Regelwerke entwickelt. Acht Checklisten aus den Bereichen Erfassung der Grundstücksentwässerung, Rückstau, Sanierung, Versickerung, Überflutungsnachweis, Oberflächenwasser, Abscheider sowie Kleinkläranlagen inklusive Abwassergruben dienen als Beurteilungshilfe für die Erstellung des Entwässerungspasses.

mehr: https://shop.dwa.de/DWA-Themen-T1-2025-Entwaesserungspass-Beurteilung-und-Dokumentation-des-ordnungsgemaessen-Zustandes-von-Anschlusskanaelen-und-Grundstuecksentwaesserungsanlagen-November-2025/TH-ES-6.6-Hauptprodukt-25-main

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DWA-Themen T1/2025 „Entwässerungspass – Beurteilung und Dokumentation des ordnungsgemäßen Zustands von Anschlusskanälen und Grundstücksentwässerungsanlagen“

Die DWA hat in der Reihe DWA-Themen den Band T1/2025 „Entwässerungspass – Beurteilung und Dokumentation des ordnungsgemäßen Zustands von Anschlusskanälen und Grundstücksentwässerungsanlagen“ veröffentlicht. Eigentümer, Betreiber und Fachplanende von Grundstücksentwässerungen sehen sich gegenwärtig mit einer Vielzahl unterschiedlichster Themen und Aufgabenstellungen hinsichtlich ihrer Grundstücksentwässerung konfrontiert. Während die einschlägigen technischen Regelwerke allgemeine Gültigkeit besitzen, gibt es aufgrund der unterschiedlichen Landeswassergesetze, den dazugehörigen Verordnungen und verschiedensten Vorgaben kommunaler Abwassersatzungen keine bundesweit einheitlichen Regelungen bezüglich der Nachweispflicht und Dokumentation neu erstellter beziehungsweise auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüfter und gegebenenfalls sanierter Grundstücksentwässerungen.
Eine überregionale vergleichbare Bewertung von Grundstücksentwässerungen ist daher zurzeit nur schwer möglich. Hinzu kommt, dass, neben dem baulichen Zustand der Entwässerungsanlage und dem Nachweis der Dichtheit der Leitungen, in den letzten Jahren weitere Themen zum häuslichen Objektschutz stärker in den Fokus geraten sind. Hierzu zählen beispielsweise die Auswirkungen immer häufiger auftretender Starkregenereignisse auf das Grundstück. Deshalb fordern immer mehr Kommunen dezentrale Rückhalteanlagen in Form von Stauräumen oder Versickerungsanlagen auf den Grundstücken. Darüber hinaus wird der Nachweis zum Überflutungsschutz verlangt.
Eigen tümer, deren Grundstücksentwässerung keine fachgerechte Rückstausicherung besitzt, sehen sich vermehrt mit dem Thema Rückstau aus dem öffentlichen Abwasserkanal konfrontiert.

Ein weiterer Aspekt, welcher aktuell mehr in den Blickpunkt gerückt ist, ist der Umgang mit Dränagewasser. Hier bleiben bei den Betreibern von Grundstücksentwässerungen häufig viele Fragen offen. Darf die Dränageleitung an den öffentlichen Abwasserkanal angeschlossen werden? Muss der Anschluss gegen Rückstau gesichert werden? Für viele Industrie- und Gewerbebetriebe kommen neben den zuvor genannten Aufgabenstellungen oftmals noch die Unterhaltung, der Betrieb und die Dokumentation von privaten Abwasserbehandlungsanlagen, wie zum Beispiel Fettabscheidern, hinzu.
Zur Zusammenführung der verschiedenen fachtechnischen Aspekte in einem Dokument wird mit diesem Themenband ein Muster Entwässerungspass zur Verfügung gestellt, der aufgrund seines modularen Aufbaus nach den jeweiligen Anforderungen, Bedürfnissen und Schwerpunkten zusammengestellt werden kann.
Dazu wurden einheitliche Standards auf Grundlage der bestehenden technischen Regelwerke entwickelt.
Acht Checklisten aus den Bereichen Erfassung der Grundstücksentwässerung, Rückstau, Sanierung, Versickerung, Überflutungsnachweis, Oberflächenwasser, Abscheider sowie Kleinkläranlagen inklusive Abwassergruben dienen als Beurteilungshilfe für die Erstellung des Entwässerungspasses. Die Checklisten werden zusätzlich unter DWAdirekt (www.dwadirekt.de, dort: Zusatzdateien) als digital auszufüllende Formulare zur Verfügung gestellt. Es ist vorgesehen, den Themenband zum Entwässerungspass nach ersten Erfahrungen in der Anwendung fortzuschreiben. Anregungen diesbezüglich werden gerne aufgenommen.
Dieser Themenband wurde von der DWA-Arbeitsgruppe ES-6.6 „Dokumentation von Grundstücksentwässerungen“ (Sprecher: Dipl.-Ing. Tobias Rottmann) im Auftrag des DWA-Hauptausschusses „Entwässerungssysteme“ im DWA-Fachausschuss ES-6 „Grundstücksentwässerung“ erarbeitet. Er richtet sich vorrangig an Kommunen sowie Ingenieur- und Planungsbüros, die beabsichtigen, für ordnungsgemäße Grundstücksentwässerungen einen Entwässerungspass auszustellen.

DWA-Themen T1/2025 „Entwässerungspass – Beurteilung und Dokumentation des ordnungsgemäßen Zustands von Anschlusskanälen und Grundstücksentwässerungsanlagen“, März 2025

Herausgeberin und Vertrieb
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. 0 22 42/872-333
E-Mail: info@dwa.de
DWA-Shop: www.dwa.info/shop

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Ausschreibung des IKT-Preises Goldener Kanaldeckel 2008

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Das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur schreibt bereits zum siebten Mal den Preis „Goldener Kanaldeckel“ aus.

Ausgezeichnet werden einzelne Mitarbeiter aus Stadtentwässerungen, Tiefbauämtern oder Stadtwerken für herausragende Leistungen beim Bau, Sanierung oder Betrieb einer modernen Kanalisationsinfrastruktur.
Der „Oscar“ der Kanalbranche wird im gesamten Bundesgebiet öffentlich ausgelobt und für die drei Schwerpunkte Neubau, Sanierung und Betrieb verliehen. Für den 1. Preis werden 3.000,00 Euro ausgelobt, für den 2. Preis 2.000,00 Euro und 1.000,00 Euro für den 3. Preis.
Auswahlkriterien

Preisträger haben die Projekte entweder initiiert oder umgesetzt. Ihre Projekte zeichnen sich aus durch ein besonderes Maß an:
technischer Innovation,
Wirtschaftlichkeit und Qualitätsbewusstsein,
Umweltschutz und
Bürgerfreundlichkeit.

Wie bewerbe ich mich richtig?
Vorschläge zu Kandidaten können von jedermann eingereicht werden. Übrigens: Es ist keine Schande, sich selbst zu bewerben. Worauf es den fünf Jurymitgliedern ankommt und wie eine Bewerbung zielgerichtet und Erfolg versprechend gestaltet werden kann, verraten sieben Tipps: Lesen Sie mehr …
Vorschläge müssen einen Bezug zu einem bestimmten Projekt haben und mit den besonderen Leistungen des möglichen Preisträgers begründet sein. Für eine erste Kurzbewerbung finden Sie ein Formular im Internet: Download Kurzbewerbung

Dieses muss zunächst bis zum 29. August 2008 ausgefüllt an das IKT gesendet werden. Nach einer Vorauswahl durch die Jury erhalten ausgewählte Bewerber die Möglichkeit, sich bis zum 29. September 2008 ausführlicher vorzustellen.
Die Mitglieder der Jury sind:
Artur Graf zu Eulenburg, bi-UmweltBau
Dr. Helmuth Friede, Güteschutz Kanalbau
Volkmar Holzhausen, DWA
Dr. Eckhart Treunert, IKT-Förderverein der Netzbetreiber e.V.
Roland W. Waniek, IKT

Bekannt gegeben werden die Preisträger auf dem IKT-Forum „Betrieb und Sanierung“ am 29. Oktober 2008 in Gelsenkirchen.

Reform des kommunalen Finanzausgleichs könnte Naturschutz honorieren

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Neue Chancen für Kommunen in strukturschwachen Regionen

Leipzig. Eine Reform des kommunalen Finanzausgleichs könnte dafür sorgen, dass Kommunen belohnt würden, die Ressourcen schützen. Gerade Gemeinden in strukturschwachen Regionen mit ökologisch wertvollen Gebieten könnten von einer solchen Reform profitieren. Das geht aus Forschungsergebnissen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) hervor. Dabei wurde anhand des kommunalen Finanzausgleichs in Sachsen durchgerechnet, wie sich die Finanzzuweisungen des Freistaates für die Kommunen verändern, wenn Naturschutzflächen berücksichtigt würden.

In Deutschland würden zum Beispiel Großschutzgebiete häufig als Störfaktoren in der Entwicklung gesehen, sagt die Ökonomin Dr. Irene Ring vom UFZ. Und dies gelte besonders für die Kommunen: Denn wenn die Nutzung von Land eingeschränkt ist, wird dies vor Ort sehr direkt als Bedrohung erlebt. Da die Kommunen einen großen Teil ihrer Einnahmen aus dem kommunalen Finanzausgleich beziehen, könnten hier Anreize geschaffen werden, den Naturschutz stärker zu berücksichtigen. Anhand des kommunalen Finanzausgleichs, wie er 2002 in Sachsen durchgeführt wurde, hat sie durchgerechnet, wie die Zuweisungen für Kommunen gesteigert werden könnten, die sich dem Naturschutz intensiv widmen.

Dazu ermittelte sie zunächst die Schutzgebietsflächen, die den Kommunen zuzuordnen sind. Dabei hat sie die Strenge des Schutzes abgestuft berücksichtigt: Für den höchsten Schutzgrad, den Nationalpark, setzte sie den Faktor 1 an, während das Landschaftsschutzgebiet als niedrigste Schutzstufe mit dem Faktor 0,3 bewertet wurde. Dann setzte Ring einen Hektar Schutzgebietsfläche als Einheit mit einem Einwohner gleich, da die Zahl der Einwohner beim kommunalen Finanzausgleich einer der Hauptindikatoren für die Schlüsselzuweisungen an die Kommunen ist. „Im Ergebnis zeigte sich, dass nur wenige Kommunen tatsächlich Einschränkungen hätten hinnehmen müssen, eine ganze Reihe aber davon deutlich profitiert hätte“, fasst die Ökonomin ihre Ergebnisse zusammen.

Dass eine solche Finanzierungsform auch wirklich funktioniert, macht Ring am Beispiel von Brasilien deutlich. Im dortigen Bundesstaat Paraná wurden bereits im Jahr 1992 Schutzgebiete als Indikatoren für den kommunalen Finanzausgleich eingeführt. Mit großem Erfolg: Nicht nur nahm die Anzahl der Schutzgebiete insgesamt zu, auch deren Qualität konnte gesteigert werden. Dies hat seinen Grund darin, dass Qualitätsindikatoren aufgenommen wurden, die zum Beispiel berücksichtigen, welche Schutzziele erreicht worden sind. Inzwischen haben 12 der 27 brasilianischen Bundesstaaten ähnliche Modelle entwickelt, andere diskutieren aktuell die Einführung. In Europa ist Portugal Vorreiter bei der Idee, Natura-2000-Gebiete, die der Fauna-Flora-Habitat- und der Vogelschutz-Richtlinie der Europäischen Union entsprechen, durch Zahlungen aus dem kommunalen Finanzausgleich zu fördern.

Durch verstärkte Anstrengungen für den Naturschutz könnten in Deutschland etliche Kommunen das kompensieren, was ihnen gegenüber anderen an wirtschaftlicher Kraft fehlt. Zugleich könnten sie ihre eigene Position auch ökonomisch stärken, indem sie beispielsweise im Tourismus mit dem Pfund ausgedehnter Schutzgebiete wuchern. Und nicht zuletzt hätten sie damit auch ein Instrument in der Hand, um Abwanderung zu stoppen.
Jörg Aberger / Tilo Arnhold

Mehr zu diesem und anderen Themen lesen Sie in einer Sonderausgabe des UFZ-Newsletters zum Thema Biodiversität:
Newsletter UFZ-Spezial zur Biodiversität
(http://www.ufz.de/index.php?de=10690)

download Newsletter UFZ-Spezial
(http://www.ufz.de/data/ufz_spezial_april08_20080325_WEB8411.pdf)

Pressemitteilung vom 8. April 2008

Weitere fachliche Informationen:

Dr. Irene Ring
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Telefon: 0341-235-1741
Dr. Irene Ring
(http://www.ufz.de/index.php?de=1661)

oder über

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ
Pressestelle
Tilo Arnhold / Doris Böhme
Telefon: +49 (0)341 235 2278
presse@ufz.de

Unberührter Regenwald reinigt die Atmosphäre

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Natürliche chemische Prozesse regenerieren Hydroxylradikale, die verunreinigende Gase aus der Luft entfernen

Dass die Tropen die Atmosphäre reinigen und das Klima regeln, ist schon lange bekannt. Doch nach welchen Mechanismen funktioniert dies? Um die Atmosphärenchemie über dem Regenwald Amazoniens genauer zu untersuchen, haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie im Oktober 2005 ein Forschungsflugzeug eingesetzt und zusätzlich Messungen in der Bodenstation Brownsberg in Surinam durchgeführt. Die jetzt publizierten Ergebnisse verblüffen die Wissenschaftler: Denn die Reinigungskraft der natürlichen Atmosphäre ist viel größer als bisher angenommen (Nature, 10 April 2008).
Die Messkampagne fand größtenteils über unberührtem Regenwald statt, in dem lokale Emissionen, die von den Menschen verursacht werden, vernachlässigbar gering sind. Die Flugdaten zeigten eine bemerkenswert hohe Konzentration von Hydroxylradikalen. Diese äußerst reaktiven Moleküle entfernen verunreinigende Gase aus der Atmosphäre. Computermodelle beruhten bislang darauf, dass der Regenwald große Mengen an Kohlenwasserstoffgasen freisetzt, die diese Hydroxylradikale verbrauchen und dadurch die Reinigungskraft der Atmosphäre vermindern. Die jetzt durchgeführten Messungen bestätigen, dass der Regenwald tatsächlich eine gewaltige Kohlenwasserstoffquelle ist, zeigen jedoch auch, dass natürliche chemische Prozesse die Hydroxylradikale – das „Reinigungsmittel“ der Atmosphäre – regenerieren.

Um diese komplexe Kohlenwasserstoffchemie besser zu verstehen, führten Atmosphärenforscher um Jos Lelieveld zusätzlich Laboruntersuchungen im Max-Planck-Institut in Mainz und eingehende Computermodellrechnungen auf einem Supercomputer des Max-Planck-Rechenzentrums in Garching durch. Mithilfe der neuen Ergebnisse können sie nun erklären, wie die Atmosphäre ihren Reinigungsmechanismus über geologische Zeiträume hinweg aufrechterhalten konnte, insbesondere auch während Wärmeperioden, als die Vegetation der Erde noch viel üppiger war als heute.

Pflanzen und Bäume emittieren jährlich mehr als eine Gigatonne flüchtiger organischer Verbindungen. Davon sind etwa 40 Prozent Isopren. Diese gasförmige chemische Verbindung, die zu den Terpenen zählt, schützt die Pflanzen vermutlich vor dem Austrocknen. Die Menge an Kohlenwasserstoffen, die von Pflanzen stammt, übersteigt um ein Vielfaches die Menge, die von anthropogenen Quellen herrührt. Die Max-Planck-Forscher nehmen an, dass in unberührter Atmosphäre die natürliche Oxidation des Isoprens Hydroxylradikale sehr effizient recycelt. „Die gemessene hohe Hydroxylkonzentration lässt sich mit einer Recycling-Effizienz von 40 bis 80 Prozent erklären“, so Lelieveld. In verschmutzter Luft mit höheren Gehalten an Stickoxiden führt diese Oxidation dagegen zum photochemischen Smog unter Bildung von Ozon und anderen Schadstoffen.

Die Ergebnisse geben somit auch Anlass zur Beunruhigung: Da die Zerstörung des Ökosystems durch die Abholzung des Amazonasregenwaldes und die landwirtschaftliche, städtische und industrielle Entwicklung in den Tropen weiter fortschreitet, verändert dies auch die äußerst wirksame natürliche Selbstreinigungskraft der Luft, die Verunreinigungen steigen und tragen damit zum Klimawandel bei. „Ohne den Einfluss des Menschen jedoch hält der Wald in bemerkenswerter Weise das Gleichgewicht mit seiner atmosphärischen Umgebung aufrecht“, ist der Max-Planck-Wissenschaftler überzeugt.

Originalveröffentlichung:

J. Lelieveld, T. M. Butler, J. N. Crowley, T. J. Dillon, H. Fischer, L. Ganzeveld, H. Harder, M. G. Lawrence, M. Martinez, D. Taraborrelli and J. Williams
Atmospheric oxidation capacity sustained by a forest.
Nature 10. April, 2008
Dr. Mirjana Kotowski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Chemie
09.04.2008
Kontaktinformationen:

Prof. Dr. Jos Lelieveld
Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz
Tel.: 06131 305 – 459
Fax: 06131 305 – 511
E-Mail: lelieveld@mpch-mainz.mpg.de

Dr. Mirjana Kotowski, Presse- und Öffentlichkeitsreferat
Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz
Tel. +49 6131 305-465
Fax +49 6131 305-487
kotowski@mpch-mainz.mpg.de

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news254013