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Hilfe bei Blähschlamm, Schwimmschlamm oder Schaum

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Blähschlamm-Monitoring

Zum Standard moderner Kläranlagen gehört heute die weitergehende Stickstoffelimination. In Folge dieser Technologie entstanden aber auch neue biologische Situationen, immer mehr Anlagen bekamen Probleme mit grampositiven Schwachlast-Fadenbakterien wie Microthrix parvicella und Nocardioforme Actinomyceten (Nocardia). Inzwischen haben ca. 70 % aller kommunalen Kläranlagen saisonal oder ganzjährig Probleme mit Blähschlamm, Schwimmschlamm oder Schaum. Die Bekämpfung erfolgt in der Regel mit aluminiumhaltigen Fällmitteln. Die Ursachen der Probleme werden dadurch jedoch häufig nicht beseitigt.

Nicht immer sind fadenförmige Organismen allein Schuld an schlecht absetzbarem Belebtschlamm oder Schaum. In ca. 50 % der Fälle kommen ungünstige Verhältnisse der Abwasserzusammensetzung erschwerend hinzu.

Da für die meisten Anlagen die durchgeführten Maßnahmen aus unterschiedlichen Gründen einer blackbox ähneln, bietet die Firma Bioserve GmbH, Mainz einen neuen Baustein in ihrem umfangreichen Dienstleistungsangebot an.

Das Blähschlamm-Monitoring bestehend aus zielgerichteten Untersuchungen (Fadenbakterienbestimmung, Wasserchemie, Begehung vor Ort) und Diagnose und Empfehlungen zur Problemlösung durch verfahrenstechnische oder bauliche Maßnahmen. Da sich die biologischen Prozesse in der Belebung nur langsam verändern, besteht das Konzept aus regelmäßigen weiteren Untersuchungen zur Erfolgskontrolle. Dadurch wird auch der optimale Zeitpunkt für den Einsatz von Fällungs- und Flockungsmitteln oder anderen Zusatzstoffen ermittelt.

Weitere Informationen durch

Bioserve GmbH
Carl-Zeis Str. 53
D-55129 Mainz

Tel. 0 61 31-90 622-68
Fax 0 61 31-90 622-69
Info@Bioserve-GmbH.de

www.Bioserve-GmbH.de

http://www.bioserve.info/Fettablagerungen-und-Fettabscheidung/Optimierte-Fettabscheidung

Klage gegen Kapazitätserweiterung der Klärschlammverbrennungsanlage im Industriepark Höchst abgewiesen

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RP Darmstadt erläutert Zusammenhänge und Abläufe 

Der Verwaltungsgerichtshof Kassel (VGH) hat mit Urteil vom 24. September 2008 die Klage einer Anwohnerin gegen die Genehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt für die Kapazitätserweiterung der Klärschlammverbrennungsanlage (KVA) im Industriepark Frankfurt-Höchst abgewiesen. Vor dem Hintergrund dieser Entscheidung möchte das Regierungspräsidium (RP) nochmals zur Aufklärung der Öffentlichkeit auf die Zusammenhänge und Verfahrensabläufe aufmerksam machen.

Die Klärschlammverbrennungsanlage war im Jahre 1991 für einen Mengendurchsatz von 130.000 Jahrestonnen (t/a) genehmigt worden. Bei den zugelassenen gefährlichen Abfällen handelte es sich hauptsächlich um industrielle Klärschlämme. In den Folgejahren wurden Anzeige- und Änderungsgenehmigungsverfahren durchgeführt, wobei u.a. die Jahresverbrennungskapazität im Jahre 2001 auf 160.000 t/a und 2005 auf 190.000 t/a angehoben wurde.

Im Jahre 2006 beantragte die Infraserv GmbH & Co Höchst KG als Betreiberin eine Erhöhung der Verbrennungskapazität auf 225.000 t/a. Es wurde daraufhin vom Regierungspräsidium ein Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt und am 27. Juni 2007 eine Änderungsgenehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erteilt. Hiergegen richtete sich die Klage der etwa 250 m entfernt von der Anlage in Frankfurt-Sindlingen wohnenden Nachbarin.

Hauptkritikpunkte der Klägerin waren die angeblich mangelnde Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung und die befürchtete Zunahme von Schadstoff- und Lärmbelastungen. Das RP hatte die Genehmigung erteilt, da nach dem Ergebnis der Prüfung im Genehmigungsverfahren die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt waren, insbesondere keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt zu besorgen waren.

Die RP-Genehmigung erlaubt innerhalb der erhöhten Gesamtkapazität auch die Mitverbrennung von bis zu 45.000 t/a anderer fester Abfälle als Klärschlämmen und maximal 20.000 t/a flüssiger Abfälle. Eine solche Mitverbrennung hatte schon die ursprüngliche Anlagengenehmigung der KVA bei entsprechender Zustimmung der Behörde nicht ausgeschlossen. Seit 2004 war die Menge dieser Zusatzstoffe auf bis zu 30.000 t/a fester und 5.000 t/a flüssiger Abfälle festgelegt. Der Einsatz dieser Abfälle – vor allem Kunststoffe und Lösemittel wie Methanol – dient zur Verbesserung der Verbrennungsbedingungen und zum Ersatz des dafür bisher verwendeten Erdgases.

Der VGH hat die Nachbarklage nun in vollem Umfang abgewiesen und eine Revision nicht zugelassen. Eine schriftliche Urteilsbegründung liegt noch nicht vor, so das RP abschließend.

25.09.2008 – Pressemitteilung

Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecher: Gerhard Müller
Telefon: 06151-125412E-Mail: pressestelle@rpda.hessen.de

 

UT-Ausbildertreffen Fachkraft für Abwassertechnik

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am 22. Oktober 2008 in der Stadthalle Korntal, Martin-Luther-Str. 32, 70825 Korntal (bei Stuttgart)

Inhalte:
Das diesjährige „Große Ausbildertreffen“ des DWA-Landesverbandes Baden-Württemberg steht im Fokus der elektrotechnischen Ausbildung von UT-Fachkräfte und Beurteilung von Auszubildenden. Eingangs widmen sich die Ausbilder neben den Erfahrungsberichten der zuständigen Stelle und Berufsschule den Schnittstellen – zur weiteren Optimierung der dualen Ausbildung – zwischen betrieblichen Ausbildungsplan und schulischen Lernfeldern.

Innerhalb der elektrotechnischen Aspekte werden die Inhalte der Elektroausbildung und die betrieblichen Anforderungen für die elektrotechnischen Arbeiten von UT-Fachkräften sowie deren Umsetzung im Betrieb vorgestellt und erörtert.

Der Workshop-Teil widmet sich gezielt der Beurteilung von Auszubildenden. Hierzu werden die Teilnehmer in einzelne Arbeitsgruppen aufgeteilt und gemeinsam mit einem Mentor die Kernpunkte eines Beurteilungssystems sowie die Beurteilungskriterien für UT-Fachkräfte für Abwassertechnik erarbeiten.

Zum Abschluss der Veranstaltung werden den Ausbildungsleitern Einblicke und Hinweise in die Prüfungen und Bewertungsschlüssel gegeben.

Zielgruppe:
Ausbildungsleiter und Betriebsleiter von abwassertechnischen Anlagen, Mitglieder des Prüfungsausschusses, IHK und Ausbildungsverantwortliche der Regierungspräsidien in Baden-Württemberg.
http://www.dwa.de/news/news-ref.asp?ID=4181

Bei Chemikalien sind Handschuhe Pflicht!

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Präventionskampagne Haut gibt Tipps zur Wahl des richtigen Schutzhandschuhs

Handschuhe schützen die Haut am besten vor Chemikalien. In vielen Berufen sind sie daher Pflicht. Die Auswahl an Schutzhandschuhen ist jedoch groß. Optimaler Schutz ist dann gewährleistet, wenn der Handschuh auf die Tätigkeit und die Chemikalien am Arbeitsplatz speziell abgestimmt ist. Aktuellen Erkenntnissen aus der Arbeitsschutzforschung zufolge sollten Schutzhandschuhe zudem deutlich häufiger gewechselt werden, als nach Herstellerangaben notwendig. Darauf weisen die gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung im Rahmen ihrer Präventionskampagne Haut hin.

Im vergangenen Jahr erkrankten 10.305 Menschen an einer beruflich bedingten Hauterkrankung. Mit einem Anteil von 42 Prozent sind diese die häufigste bestätigte Berufskrankheit. Nicht selten werden Hauterkrankungen von Chemikalien ausgelöst, zum Beispiel von Konservierungs- und Desinfektionsmitteln, Kühlschmierstoffen, Reinigungs- oder Lösemitteln. „Schutz vor Chemikalien ist nicht nur ein Thema für das Chemielabor“, sagt Dr. Peter Paszkiewicz, Experte am Institut für Arbeitsschutz (BGIA) in Sankt Augustin. „Chemikalien finden sich heute in nahezu allen Berufen wieder – vom Bausektor über das Metall- oder Druckgewerbe bis hin zum Gesundheitswesen.“ Viele chemische Substanzen seien aggressiv und schädigten bei Hautkontakt die natürliche Schutzbarriere des Menschen. Krankheitserreger könnten so eindringen und schmerzhafte Entzündungen hervorrufen. „Manche Stoffe können die Haut passieren und sogar Krebs verursachen“, sagt der Experte der Präventionskampagne Haut.

„Der beste Schutz ist natürlich, wenn die Chemikalie mit der Haut gar nicht erst in Berührung kommen kann“, sagt Paszkiewicz. Da dies jedoch nicht immer möglich ist, gehören Schutzhandschuhe in vielen Berufen zur Tagesordnung. Zwar bietet der Markt eine große Auswahl, doch nicht jeder Handschuh ist für jede Tätigkeit tauglich. „Entscheidend ist, mit welchen Stoffen der Arbeitnehmer in Berührung kommt. Jede Chemikalie reagiert anders. Material und Beschaffenheit des Handschuhs müssen darauf abgestimmt sein“, sagt Paszkiewicz. Bei der Wahl des richtigen Schutzhandschuhs helfe bereits ein Blick auf das Sicherheitsdatenblatt der Chemikalie oder Online-Datenbanken wie Wingis, Gisbau oder Gestis. Aber auch die Präventions-Experten der Berufsgenossenschaft oder der Unfallkasse stehen Arbeitgebern und Beschäftigten beratend zur Seite.

Angabe der Tragedauer häufig falsch
Alte Schutzhandschuhe sollten regelmäßig gegen neue ausgetauscht werden: „Kein Handschuh hält ewig“, sagt Dr. Paszkiewicz. „Chemikalien fressen sich fast immer durch das Material hindurch. Nach einer gewissen Zeit bietet der Handschuh dann keinen ausreichenden Schutz mehr.“ Jeder Hersteller sei daher verpflichtet, anzugeben, wie lange der Handschuh getragen werden dürfe. Messungen im Institut für Arbeitsschutz (BGIA) haben jedoch ergeben, dass häufig eine zu lange Tragedauer angegeben wird. „Die meisten Hersteller messen die Materialien bei Zimmertemperatur. Die wenigsten beachten jedoch dabei, dass sich die Handschuhe bei Handtemperatur erwärmen. Die Durchbruchzeiten verkürzen sich in vielen Fällen um mehr als die Hälfte der angegebenen Zeit. Es ist daher grundsätzlich empfehlenswert, dass Handschuhe häufig gewechselt werden – lange bevor eine sichtbare Schädigung des Materials eintritt“, sagt der Experte.

Die Präventionskampagne Haut
Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. Insgesamt werben rund 100 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger unter dem Motto „Deine Haut. Die wichtigsten 2m² Deines Lebens.“ dafür, das größte Organ des Menschen zu schützen. Das Ziel der Kampagne lautet: „Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!“

Weitere Informationen zur Präventionskampagne: www.2m2-haut.de

Wie finde ich den geeigneten Chemikalien-Schutzhandschuh? Das BGIA erarbeitet derzeit eine Anleitung zur Selbsthilfe. Weitere Informationen unter www.dguv.de/bgia

(Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV))

Heizwärme aus dem Abwasserkanal

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Cristina Pop, Dr. Oliver Christ, Dr. Ralf Mitsdoerffer

Wie die Stadt Straubing ihre Bürger vor ausufernden Nebenkosten bewahrt

Einleitung
Im Gegensatz zur gängigen Anschauung ist Abwasser für das Tiefbauamt der
Stadt Straubing kein lästiger Reststoff, sondern ein willkommener Energie- und
Nährstofflieferant.

So arbeitet beispielsweise die Kläranlage völlig strom- und wärmeautark. Dies
gelingt durch die effiziente Verwertung der Schmutzstoffe im Abwasser sowie
den Rückständen einer Geflügelverarbeitung in einer Biogasanlage auf dem
Klärwerk. Durch den derzeitigen Bau einer thermischen Klärschlammverwertungsanlage
kann der Schlamm zum einen umweltfreundlich entsorgt werden
und zum anderen wird zusätzlich Strom aus diesem vermeintlichen Abfallprodukt
erzeugt.

Das neueste Projekt der Stadt Straubing zielt nun darauf ab, die Wohngebäude
mit der im Abwasser enthaltenen Wärme zu beheizen. Jeder Bürger verschenkte
bisher das für Duschen, Badewannen, Wasch- und Spülmaschinen
erwärmte Wasser, indem er es mit hoher Temperatur in den Abwasserkanal
ableitet. Diese Wärme im Abwasserstrom kann aber über Wärmetauscher und
Wärmepumpen auf das notwendige Heizenergieniveau befördert werden, so
dass die Wohnungen über eine Fußbodenheizung angenehm und komfortabel
temperiert werden können. So gelingt es, die Energieeffizienz von Gebäuden
wesentlich zu erhöhen.

Mit diesen und weiteren Projekten geht die Stadt Straubing einen Weg, der
nicht nur umweltfreundlich und nachhaltig ist, sondern im hohen Maße auch
wirtschaftlich und sozial, so dass die Bürger und Gebührenzahler insgesamt
davon profitieren.

Projektbeschreibung
Die städtische Wohnungsbaugesellschaft beabsichtigt den Mietwohnungskomplex
in der Sudetendeutschen Straße einer energetischen Sanierung zu unterziehen,
die zum einen aus einer Wärmedämmung der Fassade besteht. Zum
anderen sollen die bestehenden Ölbrenner in den einzelnen Wohnungen durch
eine moderne Zentralheizung ersetzt werden.

Da es sich hier um den Komplettaustausch der Heizung handelt, können Systeme
mit niedrigen Heizungs-Vorlauftemperaturen wie der Fußbodenheizung
eingesetzt werden, so dass Wärmepumpensysteme besonders effizient arbeiten.

Darüber hinaus verläuft in unmittelbarer Nähe zu den Gebäuden einer der
Hauptsammler des Abwasserkanalsystems mit einem Trockenwetterabfluss
zwischen 360 und mehr als 720 m3/h. Aus dieser Abwassermenge lässt sich
bei einer Temperaturabsenkung von 1 °C zwischen 420 und 840 kWh Heizenergie
gewinnen, was den Jahresheizwärmebedarf von 1.000 MWh deutlich
übersteigt.

Diese Randbedingungen legen die Nutzung der Wärme des Abwassers zur
Beheizung der Wohngebäude über Wärmepumpen nahe, so dass die technisch-
wirtschaftliche Umsetzbarkeit im Rahmen einer Machbarkeitsstudie mit
finanzieller Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur,
Verkehr und Technologie überprüft wurde.

Als Ergebnis dieser Machbarkeitsstudie konnte ermittelt werden, dass der Einsatz
von einem neuartigen Bypass-Wärmetauschersystem mit integrierter Abwassersiebung
in Kombination mit einer Elektrowärmepumpe und eines Spitzenlast-
Brennwertkessels die technisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung
darstellt.

Das Wärmetauschersystem entnimmt dem Hauptsammelkanal das Abwasser,
das durch eine Siebanlage geleitet wird bevor der Wärmeaustausch über Plattenwärmetauscher
erfolgt. Die Siebung ist notwendig, da sich der Wärmetauscher
sonst durch die im Abwasser enthaltenen Feststoffe zusetzen würde.

Nach dem Wärmetauscher gelangt das gesiebte Abwasser gemeinsam mit
dem zuvor entnommenen Siebgut wieder in den Kanal zurück und wird wie bisher
in die Kläranlage geleitet – nur die Abwassertemperatur ist dann um 1 °C
niedriger.

Der über den Wärmetauscher erwärmte Wasserstrom wird dann über die Elektrowärmepumpe
auf die erforderliche Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung
angehoben, so dass die Wohnungen komfortabel beheizt sind.

Auf diese Weise gelingt es, rund 65 % der erforderlichen Heizenergie aus dem
Abwasser zu generieren. 25 % der Energie müssen in Form von preiswertem
Wärmepumpenstrom zum Betrieb der Wärmepumpe eingesetzt werden. Lediglich
10 % der Heizwärme sind zur Spitzenlastabdeckung für besonders kalte
Tage konventionell über Erdgas abzudecken.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Da die vorgestellte Technik deutlich höhere Investitionen erfordert als ein konventioneller
Brennwertkessel, wurde eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt.
Deren Ergebnis hat gezeigt, dass bereits bei jährlichen Gaspreissteigerungsraten
von 5 % die Anlage an dem Standort in Straubing wirtschaftlich
betrieben werden kann. Da in den letzten 4 Jahren die Preise von Erdgas für
Haushalte um jährlich mehr als 11 % gestiegen sind und eine gegenläufige
Entwicklung auch nicht erwartet werden kann, stellt sich die Technik der Abwasserwärmenutzung
zudem als äußerst kostensparend dar.

Die dargestellten Maßnahmen sind aber nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht interessant.
Vielmehr sind sie vor allem sozial, nachhaltig und umweltgerecht
durch:

● deutliche Nebenkostenentlastungen für die Bürger
● signifikante Einsparung an Primärenergie
● Steigerung der Energieeffizienz
● Klimaschutz durch eine 75 %ige Reduzierung der CO2-Emissonen
● Wertschöpfung durch den Bau und Betrieb der Anlagen im Inland
● Exportfähigkeit von Energie sparenden Technologien, die dazu
aber auch im eigenen Land angewandt werden müssen
● Verringerung der Abhängigkeiten von politisch oft instabilen Ölund
Gas-Exportländern und der volatilen spekulativen Energiemärkte.

Die Stadt Straubing hat früh erkannt, dass die Zeiten billiger Energie vorüber
sind und handelt rechtzeitig, so dass sich auch noch nachfolgende Generationen
unseren Lebensstil leisten können.

Danksagung
Die Stadt Straubing und GFM Beratende Ingenieure GmbH bedanken sich für
die freundliche finanzielle Unterstützung des Projektes durch das Bayerische
Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

Kontakt
Stadt Straubing, Tiefbauamt
Frau Dipl.-Ing. Cristina Pop
Seminargasse 8
94315 Straubing
tiefbau@straubing.de
www.straubing.de

GFM Beratende Ingenieure GmbH
Dr.-Ing. Oliver Christ
Dr.-Ing. Ralf Mitsdoerffer
Akademiestraße 7
80799 München
Tel.: 089/38017823
Fax: 089/38017830
christ@gfm.com
www.gfm.com

Heizwärme aus dem Abwasserkanal

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….als Ergebnis einer Machbarkeitsstudie konnte ermittelt werden, dass der Einsatz
von einem neuartigen Bypass-Wärmetauschersystem mit integrierter Abwassersiebung in Kombination mit einer Elektrowärmepumpe und eines Spitzenlast- Brennwertkessels die technisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung darstellt.

Das Wärmetauschersystem entnimmt dem Hauptsammelkanal das Abwasser, das durch eine Siebanlage geleitet und von Feststoffen befreit wird bevor der Wärmeaustausch über Plattenwärmetauscher erfolgt. Nach dem Wärmetauscher gelangt das Abwasser wieder zusammen mit den zuvor entnommenen Feststoffen in den Kanal zurück und wird wie bisher in die Kläranlage geleitet – nur die Abwassertemperatur ist dann geringfügig niedriger.

Auf diese Weise gelingt es, rund 65 % der erforderlichen Heizenergie aus dem Abwasser zu generieren.

Den ganzen Artikel lesen Sie unter:
www.klaerwerk.info/Energie–und-E-Technik/Heizwaerme aus dem Abwasserkanal

Was tut sich denn bei den Kollegen?

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Über die Vorhaben der Anlagen aus der Nachbarschaft ist man meist gut informiert, aber passiert im Rest der Republik?

Wer hat etwas Besonderes ausprobiert, eingebaut oder Erfahrungen gemacht?

Zum Beispiel:

– Neues Modellprojekt zur thermischen Klärschlammverwertung im Zollernalbkreis
– Ausbau der Kläranlage und Umbau der Abwasseranlage Großlehna im Zeitplan
– Kläranlage mit High-Tech-Filter sorgt für sauberes Wasser in der Ilz
– Intensive-Kurzzeit-Schlammbelüftung von Frischschlamm 
– Betriebsstörung führte zu Fällmittelauslauf

In der Rubrik Kläranlagen findet man noch viel mehr aktuelle Meldungen….

Notleitungsrecht analog § 917 BGB zu Recht bejaht

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Das Grundstück der Beklagten hat Durchleitung von Niederschlagswasser …..

Unter Aktenzeichen: V ZR 172/07 / Bundesgerichtshof
Verkündet am:
4. Juli 2008
findet man ein Urteil zum Durchleitungsrecht.

Auszug aus dem Urteil:

Die Klägerin ist Miteigentümerin eines mit einer Tiefgarage bebauten Grundstücks in B. , das von ihr und den übrigen Miteigentümern als Zu-wegung zu den angrenzenden Hausgrundstücken genutzt wird. Ferner verläuft über das Grundstück eine Abwasserleitung, welche die Hausgrundstücke mit der öffentlichen Kanalisation verbindet. Diese Leitung hatte der Voreigentümer des gesamten Geländes, ein Bauträger, vor der Veräußerung des Tiefgaragen-grundstücks und der Hausgrundstücke bis zu einem ihm gehörenden Nachbar-grundstück verlegt, das nicht an einer Straße liegt und über keine andere Ver-bindung zu der öffentlichen Kanalisation verfügt. Die Beklagten erwarben das Nachbargrundstück und bebauten es mit einem Wohnhaus. Sie errichteten eine Sickeranlage für das Niederschlagswasser und schlossen ihr Haus an die über das Tiefgaragengrundstück verlaufende Abwasserleitung an. Seither leiten sie ihr Schmutzwasser durch diese Leitung ab. Eine entsprechende Dienstbarkeit
besteht nicht. Die Miteigentümer des Tiefgaragengrundstücks haben die Mitbe-nutzung ….

Den ganzen Text finden Sie auf der Seite:
http://www.bundesgerichtshof.de/

Klärschlammentsorgung: Interessante Projektaktivitäten

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5 Kommunen in der Region Pfattertal (Bayern) haben sich zu einem europaweit einzigartigen Projekt zusammengeschlossen, um eine gemeinsame, autarke Klärschlammentsorgung zu verwirklichen. Das Konzept basiert auf der thermokatalytischen Niedertemperaturkonvertierung (NTK) von Klärschlamm aus 8 umliegenden Kläranlagen mit einer Kapazität von 65.000 EW. Im Rahmen des Projektes wird ein NTK-Anlagen-Prototyp für die Konvertierung von jährlich 1.400 to getrockneten Klärschlamm (90% TS) gebaut, in dem bei einer Temperatur von ca. 400 °C unter Sauerstoffabschluss wertvolle, weiterverwertbare Endprodukte, hauptsächlich NTK-Kohle, -Öl und -Gas erzeugt werden.

Die NTK-Kohle wird in der Ziegelindustrie als wertvolles Zuschlagmittel für die Porosierung eingesetzt, während die Energie aus dem NTK-Öl und -Gas zur Wärmegewinnung für die integrierte Klärschlammtrocknungsanlage genutzt wird.

Die Projektaktivitäten teilen sich auf in

  • Analyse der projektspezifischen Klärschlammcharakteristik und vorbereitende Tests, um die optimalen NTK-Parameter zu bestimmen.

  • Entwurfsplanung des NTK-Anlagen-Prototyps unter Berücksichtigung der standortspezifischen Bedingungen und der aus den vorbereitenden Tests und der Forschungsarbeit im Vorfeld gewonnenen Erfahrungen.

  • Projektierung und Bau des Anlagenprototyps

  • Inbetriebnahme und Probelauf

  • Kontinuierlicher Betrieb der Anlage unter Nennlast und Optimierung der Betriebsparameter

  • Durchführung von begleitenden Untersuchungen und Tests für die weitere Nutzung der NTK-Endprodukte

  • Bewertung und Verbreitung der Projektergebnisse an Interessenten in ganz Europa

  • Projektmanagement und Berichtswesen für die EU

Quelle: http://www.lotecotec.eu

Verhalten von Prionen in Kläranlagen und im Boden

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Prionen sind infektiöse Eiweißpartikel, die zum Beispiel BSE (Bovine spongiforem Encephalophatie) bei Kühen oder Scrapie (Traberkrankheit) bei Schafen hervorrufen. Wie lange Prionen im Boden überleben, hat das Fraunhofer-Institut in Schmallenberg im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) untersucht. In den Boden eingebrachte Scrapie-Erreger blieben danach unter natürlichen Witterungsbedingungen über 29 Monate infektiös. Eine Gefährdung des Menschen sei hingegen nicht gegeben, denn Rinder scheiden BSE-Prionen natürlicherweise nicht aus. Außerdem seien in Deutschland keine BSE-infizierten Tierkadaver durch Vergraben im Boden entsorgt worden.

Hintergrundpapier „TSE-Erreger (Prionen) im Boden: Vorkommen und Infektionsrisiko“:
www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/prionen.pdf

Abschlussbericht „Bewertung des Vorkommens und der Auswirkung von infektiösen Biomolekülen in Böden unter besonderer Berücksichtigung ihrer Persistenz“:
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3474.pdf

Veröffentlichung in der Fachzeitschrift PLoS ONE, Mai 2007, Nr. 5, e435:
www.umweltbundesamt.de/gesundheit/publikationen/plos.pdf

Mit dem Verhalten von Prionen in Kläranlagen beschäftigt sich eine Veröffentlichung von Joel A. Pedersen et al. (University of Wisconsin, Madison). Die Forscher kommen nach Laboruntersuchungen zum Ergebnis, dass Prionen durch die üblichen Reinigungsverfahren nicht abgebaut werden. Sie räumen allerdings ein, Prionen seien bislang noch nicht in Kläranlagen oder in Klärschlamm gefunden worden.
Veröffentlichung von Pedersen et al. in Environ. Sci. Technol., 2008, 42 (14), 5254 (15. Juli 2008):
DOI 10.1021/es703186e
„Prion Fact Sheet“ der US-amerikanischen Water Environment Federation (WEF):
www.wef.org/ScienceTechnologyResources/Biosolids/PrionFactSheet.htm