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Anforderungsprofil für Schlauchliner überarbeitet

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Einheitliche Rahmenbedingungen für Auftraggeber und Anwender

Die Arbeitsgruppe süddeutscher Kommunen – eine Kooperation der Stadtentwässerung Augsburg, der Stadtentwässerung Karlsruhe, des Entwässerungsbetriebes Mainz, des Eigenbetriebes Stadtentwässerung Mannheim, der Münchner Stadtentwässerung, der Stadtentwässerung Nürnberg und der Stadtentwässerung Stuttgart – hat das „Anforderungsprofil für Schlauchliner-Kanalsanierun­gen“ gemeinsam mit dem RSV – Rohrleitungssanierungsverband e. V. aktualisiert. Damit tragen die Beteiligten des Arbeitskreises den hohen Anforderungen des Marktes in Bezug auf Material und Technik des Sanierungsverfahrens Rechnung. Mit der nun erschienenen „3. Auflage“ erhalten Auftraggeber und ausführende Untenehmen eine verlässliche Grundlage für Ausschreibung, Planung und Bau, die dem heutigen Stand der Technik angepasst ist.

2004 erstmals aufgelegt

Große Qualitätsunterschiede bei ausgeführten Schlauchliningmaßnahmen und der damit verbundene Imageverlust der Industrie bei den Auftraggebern bewog im Jahr 2003 sieben Stadtentwässerungsbetriebe des süddeutschen Raumes, Maßnahmen für eine Verbesserung der Situation zu ergreifen. Als Ergebnis der Arbeitsgruppe entstand 2004 die erste Auflage eines Anforderungsprofils in Form von Vorbemerkungen für die Ausschreibung und ein dazugehöriges Qualitätssicherungskonzept, das durch Checklisten und Besprechungsniederschriften als Arbeitshilfsmittel ergänzt wird. Dieses Anforderungsprofil ermöglicht eine relativ schnelle Einarbeitung in die Thematik und die Durchführung von Kanalsanierungen mit vor Ort aushärtenden Schlauchlinern gerade für den Regelanwender. Nachdem die unterschiedlichen Interessen der Industrie und der Auftraggeber in einer gemeinsamen Überarbeitung zusammen mit dem RSV-Rohrleitungssanierungsverband e.V. vor zwei Jahren abgeglichen worden war, ist nun die dritte Auflage erarbeitet worden.

Gleicher Wissensstand für beide Seiten

„Das Anforderungsprofil wird von den ausschreibenden Stellen zunehmend genutzt“, stellt RSV-Geschäftsführer Horst Zech fest. „Es ist ein geeignetes Instrument für Auftraggeber und ausführende Unternehmen, eine effiziente und sichere Abwicklung einer Schlauchlinermaßnahme durchzuführen und bietet die Möglichkeit, die ökonomischen Vorteile des Schlauchliningverfahrens zu nutzen und das Risiko minderer Qualität aufgrund schlechter Ausführung zu minimieren.“ Ein Umstand, von dem sowohl die Kanalnetzbetreiber als auch die Anbieter profitieren.

Die dritte Auflage des Anforderungsprofils steht unter www.rsv-ev.de oder www.relining.nuernberg.de zum kostenlosen Download bereit.

Kontakt:

RSV-Rohrleitungssanierungsverband e.V.

Eidechsenweg 2

49811 Lingen (Ems)

Tel.: 0 59 63 – 9 81 08 77

Fax: 0 59 63 – 9 81 08 78

E-Mail: RSV-ev@t-online.de

Internet: www.rsv-ev.de

Neue Wege in der Abwasserbehandlung

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Autor
Betriebsleiter Thomas Wolf
Abwasserbeseitigungsbetrieb der Stadt Pirmasens
Rehmühle 5
66954 Pirmasens

Die Kläranlage Felsalbe im Bundesland Rheinland-Pfalz
ist für 30 000 EW ausgelegt. Sie wird vom Abwasserbeseitigungsbetrieb
der Stadt Pirmasens betrieben. Die
Anlage kann mit Vorklärung, Belebungsstufe und Faulbehälter
als klassische Reinigungsanlage beschrieben
werden und entspricht den „allgemein anerkannten Regeln der Technik.
Soweit wäre alles in Ordnung, wenn nicht die Stadt
Pirmasens beabsichtigte, zusätzlich 8 000 EW anzuschließen.
Ziel dabei sollte es sein, die Verfahrens- und Energietechnik
für die bestehende Kläranlage so weit zu optimieren,
dass die Mehrbelastung ohne bauliche Maßnahmen
aufgenommen werden kann. Ein ehrgeiziges Vorhaben,
doch wie sollte das möglich sein?
Neuer Verfahrensbetrieb
Es war klar, dass eine derartige Optimierung nicht mehr
mit dem gegebenen Stand der Anlagentechnik zu erreichen
war. Voraussetzung waren lückenlose Messdaten, um alle
Belastungsschwankungen frühzeitig zu erkennen, sowie
eine digitale Verarbeitung dieser Daten, um schnell und
bedarfsgerecht reagieren zu können. Das bedeutete, dass
folgende betriebliche Einrichtungen vorhanden sein mussten
(Abbildung 2):
– PLS (Prozessleitsystem),
– SPS (speicherprogrammierbare Steuerung),
– Online-Sauerstoffmessung,

Mehr unter:
http://www.dwa-st.de/fachbas/kan/Binfo_1_2007_Internet.pdf

Schlammabtrieb? Nein, danke!

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Autor
Abwassermeister Waldemar Herzberg
Betriebsleiter der Kläranlage Meldorf
Siebenbrückenweg
D-25704 Meldorf

In den Jahren 1995 bis 1998 wurde
die Kläranlage Meldorf (Schleswig-
Holstein) komplett umgebaut und die
Abwasserreinigung auf Stickstoffelimination
(Nitrifikation, Denitrifikation)
ausgelegt (siehe KA-Betriebs-Info 2
und 3/2001). Aus den vorhandenen
sogenannten Hamburg-Becken (Belebungs-
und Nachklärbecken in einem
Block) wurden drei Umlaufbelebungsbecken,
so dass zwei neue Nachklärbecken
(Längsbecken) gebaut werden
mussten. Die Tiefe der alten Nachklärbecken
lag nur bei etwa 1,5 bis 2 m.
Die neuen Nachklärbecken wurden
dagegen auf eine Wassertiefe von 4,5
m ausgelegt. Wir hatten daher die
berechtigte Hoffnung, dass das Thema
Schlammabtrieb für immer erledigtsei und es jetzt keine Probleme mehr
geben wird. Doch weit gefehlt – es war
jetzt schlimmer als vorher!
Wir haben nun viele betriebliche Möglichkeiten mehr unter:

http://www.kan.at/upload/medialibrary/KA-Betriebs-Info_4-07.pdf

Verfahrenstechnische Potentiale einer energieeffizienteren Abwasserbehandlung

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Clustertreffen bei Endress+Hauser Wetzer

Wo liegen verfahrenstechnische Potentiale einer energieeffizienten Abwasserbehandlung? Wie lässt sich durch den Einsatz innovativer Technologien maximale Stabilität und Kostenreduktion erreichen? Antworten auf diese Fragen erhielten die rund 60 Teilnehmer am 27. Januar bei der Clusterveranstaltung „Effizienz und Stabilität steigern durch Innovationen“ bei Endress+Hauser Wetzer in Nesselwang.
Neben visionären Ausblicken auf zukünftige Anforderungen im Bereich der Abwasserbehandlung wurden bereits realisierte Projekte vorgestellt.

Den Vortrag Verfahrenstechnische Potentiale einer energieeffizienteren Abwasserbehandlung von Prof. Dr.-Ing. Franz Bischof ,Hochschule Amberg-Weiden
Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik
Labor Angepasste Wassertechnologien

Kann man nachlesen unter:

http://www.umweltcluster.net/ShowArea.act?KEY=1045

Kanalnetzsteuerung: Abwasser unter Kontrolle

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Über ihre Steuerbauwerke kann die KWL aktiv in das Abflussgeschehen in Leipzig Kanalisation eingreifen

Das Abwasser gezielt durch die Kanalisation lenken oder sogar einstauen – mit der Kanalnetzsteuerung ist es der KWL – Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH möglich, aktiv in das Abflussgeschehen unter den Straßen Leipzigs einzugreifen. Dadurch lässt sich nicht nur die Behandlungskapazität des Klärwerkes Rosental erhöhen, sondern auch das Speichervolumen in der Kanalisation optimal ausnutzen. „So gelingt es, möglichst wenig Mischwasser in die Leipziger Flüsse einzuleiten. Die Kanalnetzsteuerung leistet damit einen aktiven Beitrag zum Schutz der sensiblen Leipziger Gewässer und der Umwelt“, sagt Mathias Wiemann, Leiter des KWL-Unternehmensbereiches Netze.

Abwasser im Kanal speichern

Die Stadt Leipzig verfügt über eine Mischwasserkanalisation, über die neben dem häuslichen und gewerblichen Abwasser auch das Regenwasser zum Klärwerk abgeleitet wird. Bei starken Niederschlägen kommt es vor, dass die Kapazität des Klärwerkes nicht ausreicht, um das ankommende Schmutzwasser zu behandeln. Das stark verdünnte Abwasser, sogenanntes Mischwasser, wird dann in der Kanalisation zwischengespeichert. Mischwasser, das nicht behandelt und zwischengespeichert werden kann, wird nach einer mechanischen Vorreinigung durch Feinstrechen in den nächstgelegenen Fluss eingeleitet, um Rückstau und mögliche Überflutungen zu verhindern.

Steuerbauwerke regeln Zufluss

Unter den Straßen Leipzigs wird der Abfluss des Mischwassers über Steuerbauwerke geregelt. Vier von sechs dieser geplanten unterirdischen Anlagen bestehen bereits, zwei weitere baut die KWL 2009 und 2010. In ihren Rohrleitungen sind Schieber angeordnet, die bei Regenwetter automatisch ihren Öffnungsgrad verringern und die Zuflüsse somit drosseln. Das Abwasser wird dann im jeweils vorgelagerten Hauptsammler eingestaut.

Projekt der Zukunft: Verbundsteuerung

Derzeit arbeiten die Abwasserexperten der KWL an einer neuen Idee: der Verbundsteuerung. Durch sie wird die Ableitung des Mischwassers ins Klärwerk noch besser gesteuert. Wenn beispielsweise in den Sommermonaten die Niederschlagsmengen in den einzelnen Stadtteilen von Leipzig unterschiedlich ausfallen und so die Regenwassermenge, die über die Kanalisation abgeleitet werden muss, schwankt – kann die Verbundsteuerung die ungleiche Auslastung der Staukanäle zum Wohle der Umwelt ausgleichen.

„Für die Dauer eines Regens werden die Mischwasserabflüsse aus den Stadtteilen, in denen es regnet, mit Hilfe der Steuerbauwerke direkt bis zum Klärwerk durchgeleitet. Gleichzeitig werden die Abflüsse aus den anderen Stadtteilen durch die Steuerbauwerke gedrosselt und für die Dauer des Regens im Kanal angestaut“, erklärt Cornelia Nietzschmann, Teamleiterin des Fachbereichs Planung im Unternehmensbereich Netze. Nach Ende des Regens werden die Staukanäle nacheinander wieder entleert, das zwischengespeicherte Abwasser ins Klärwerk Rosental geleitet und dort umweltgerecht gereinigt. Nietzschmann betont: „Durch die Verbundsteuerung können wir die biologische Reinigungsleistung des Klärwerkes Rosental einhalten und die Einleitung von Mischwasser in Flüsse jährlich um 30 Prozent reduzieren – zum Schutz unserer Gewässer und der Umwelt.“

Weitere Infos unter:

www.wasser-leipzig.de/kanalnetzsteuerung

Das Gen, das die Lebensuhr zurückdreht

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Max-Planck-Forschern ist es gelungen, Körperzellen mit einem einzigen Faktor in pluripotente Zellen zu verwandeln

Früher war die Sache klar: Sobald ein Mensch geboren ist, gibt es kein Zurück. Ob Leber, Muskel oder Haut – keine Körperzelle, so schien es, kann je wieder etwas anderes werden als sie ist. Dieses Dogma freilich ist inzwischen widerlegt. Selbst ausgereifte Zellen, so weiß man heute, lassen sich in einen embryonalen Zustand zurückversetzen – wenn auch nur mithilfe krebsfördernder Gene und heikler genetischer Tricks. Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster haben jetzt jedoch entdeckt, dass es einfacher und risikoärmer geht als geahnt. Mit einem einzigen Gen konnten Wissenschaftler um Hans Schöler Zellen erwachsener Mäuse erfolgreich reprogrammieren. Damit ist es geglückt, induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) ohne eingeschleuste Tumor-Gene zu erzeugen. Das macht die Zellen sicherer und könnte so ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung künftiger Stammzelltherapien sein. (Cell, Online-Vorab-Publikation, 6. Februar 2009)

Seit Jahren wird mit Hochdruck nach einer Methode gesucht, mit der sich ausgereifte Zellen so umprogrammieren lassen, dass sie sich wie embryonale Stammzellen verhalten. Denn diese sind pluripotent, das heißt, in der Lage, jeden der mehr als 200 Zelltypen des Körpers zu bilden. Mit diesen patienteneigenen, pluripotenten Stammzellen könnte ein Traum vieler Mediziner und Patienten in Erfüllung gehen: die Schaffung einer unerschöpflichen Quelle für körpereigene Ersatzgewebe zur Behandlung diverser Krankheiten wie Parkinson, Herzleiden oder Diabetes.

Vor gut zwei Jahren erregten japanische Forscher daher Aufsehen, als es ihnen als Ersten glückte, Hautzellen einer Maus in ihren embryonalen Urzustand zurückzuversetzen. Das Rezept wirkt einfach: Um die begehrten Multitalente zu erzeugen, hatte das Team um Shinya Yamanaka mithilfe von Viren aktive Zusatzkopien von lediglich vier normalerweise abgeschalteten Genen in die Zellen eingeschleust.

In Wirklichkeit steckte dahinter eine detektivische Meisterleistung. Schließlich wusste bis dahin niemand, ob und wenn ja mit welchen Faktoren sich eine Zelle überhaupt reprogrammieren lässt. Allein Yamanaka und seine Kollegen hatten 24 Kandidaten in allen erdenklichen Kombinationen getestet, bis sie die entscheidenden Faktoren – die Gene Oct4, Sox2, c-Myc und Kfl4 – dingfest gemacht hatten.

Vor gerade einmal einem halben Jahr gelang Mitarbeitern aus Hans Schölers Team ein weiterer Coup. Statt wie bisher vier, benötigten die Zellbiologen Jeong Beom Kim und Holm Zaehres nur noch zwei Faktoren. Bei der Entwicklung ihrer neuen Methode kam den Forschern neben Fleiß auch etwas Glück zur Hilfe: In einem anderen Projekt hatten Schöler und seine Mitarbeiter entdeckt, dass es im Gehirn erwachsener Mäuse Zellen gibt, die natürlicherweise drei der vier Faktoren aus dem Reprogrammier-Cocktail produzieren. In diesen neuralen Stammzellen, die als Nachschubquelle für verschiedene Nervenzelltypen dienen, sind die Gene Sox2, Klf4 und c-Myc von sich aus aktiv.

Genau diese Zellen sind es auch, mit denen Kim und Zaehres die Technik nun erneut vereinfacht haben. Wie sie herausfanden, genügt ein einziges Gen aus dem Cocktail, um die Lebensuhr in neuralen Stammzellen zurückzudrehen: der Transkriptionsfaktor Oct4.

Entscheidend dafür ist allerdings, dass man nicht nur sorgfältig arbeiten, sondern auch warten kann: Mit vier Faktoren, so zeigte sich, ist die Reprogrammierung bereits nach rund einer Woche erfolgreich abgeschlossen. Schleust man nur zwei Gene ein, dauert es mindestens 14 Tage. Hat man allein Oct4 als „Hebel“, der die Zellen in Richtung „Neustart“ schiebt, braucht der Vorgang drei bis vier Wochen.

Doch die Geduld zahlte sich aus. Diejenigen Zellen, bei denen der „Reset“ allein mit Oct4 geklappt hatte, verfügten über die gleichen Fähigkeiten wie jene, die mit zwei oder vier Faktoren reprogrammiert wurden: Aus den 1-Faktor-iPS ließen sich ebenso gut wieder Herz-, Nerven- oder Keimzellen züchten, wie aus jenen iPS, die mit vier Faktoren in Multitalente verwandelt worden waren.

Dass ausgerechnet Oct4 – im Gegensatz zu allen anderen Faktoren – für einen kompletten Neustart ausreicht, ist für Schöler ein Déjà-vu: So hatte er bereits Ende der 80er-Jahre den Transkriptionsfaktor in Eizellen von Mäusen entdeckt. Schöler war es auch, dem es kurz darauf als Erstem gelang, das Oct4-Gen zu beschreiben. Schon damals zeichnete sich ab, dass der Faktor eine Schlüsselrolle in der Keimbahn spielt, erinnert sich Schöler. „Denn das Gen war nicht nur in Eizellen aktiv, sondern auch in frühen Embryonen und embryonalen Stammzellen und dann Keimzellen – all solchen Zellen also, die das Leben von einer Generation in die nächste tragen können und damit potenziell unsterblich sind.“ In allen Körperzellen dagegen war es stets abgeschaltet. Unklar war lange, ob diese Korrelation auf einer Ursache oder aber allein auf Zufall beruhte. Durch gezielte Experimente zeigte Schöler jedoch später, dass Oct4 für die Aufrechterhaltung der Pluripotenz von Zellen unerlässlich ist.

„Im Nachhinein sieht alles so naheliegend aus“, sagt Schöler. Tatsächlich aber konnte bis vor Kurzem niemand wissen, ob sich ausgereifte Körperzellen in pluripotente Zellen verwandeln lassen. „Auch ich“, gesteht Schöler, „hätte deshalb bis vor ein paar Jahren niemals versucht, einfach nur Oct4 auf Zellen zu geben und dann mehrere Wochen zu warten, was passiert.“ Fest steht für ihn aber etwas anderes: „Unser Vorteil war sicher, dass meine Mitarbeiter und ich sowohl embryonale als auch adulte Stammzellen erforschen. Ohne diese Verknüpfung hätten wir unsere jüngste Entdeckung sicher nicht so schnell gemacht.“

Martin Zenke (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, RWTH Aachen) und Bernd K. Fleischmann (Universität Bonn), wie Schöler Mitglieder im Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW, waren an dieser Arbeit beteiligt. Das vom Land Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufene Kompetenznetzwerk ermöglicht die Bündelung der Exzellenz auf dem Gebiet der Stammzellforschung.

Weitere Informationen:
http://“www.zellux.net/ – Das Stammzellportal für Schüler und Lehrer“
Barbara Abrell, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Betriebliche Weiterbildung: Fachübergreifende Kompetenzen werden immer wichtiger

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Der Stellenwert fachübergreifender Kompetenzen („soft skills“) in der betrieblichen Weiterbildung nimmt deutlich zu. Laut einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) steigt der Anteil der Unternehmen, die bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sozialkompetenzen für besonders wichtig halten, von gegenwärtig 30 auf künftig 40 % an. Bei den personalen Kompetenzen ist ein Anstieg von 20 auf 26 % zu verzeichnen und bei den Methodenkompetenzen von 13 auf 19 %. Unangefochten auf Platz 1 stehen aber weiterhin die Fachkompetenzen mit gegenwärtig 77 %.
Ihre Bedeutung in der betrieblichen Weiterbildung wird jedoch nach Einschätzung der befragten Unternehmen in Zukunft leicht (auf 75 %) abnehmen. Veröffentlicht sind die Ergebnisse der BIBB-Studie in der neuesten Ausgabe des BIBB REPORT, Heft 7/2009. Erstmals wurden in der BIBB-Untersuchung auch Daten darüber erhoben, welche der in den Unternehmen angebotenen Lernformen in der betrieblichen Weiterbildung die fachübergreifenden Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am besten fördern. Demnach werden personale Kompetenzen nach Auffassung der Betriebe am stärksten durch „interne Lehrveranstaltungen“ gefördert. Sozialkompetenzen lassen sich am stärksten durch „Job-Rotation“ und/oder „Austauschprogramme“ fördern, und zur Verbesserung der Methodenkompetenz schätzen die Unternehmen die Lernformen „Lern- und/oder Qualitätszirkel“, „Job-Rotation“ und „Unterweisung und/oder Einarbeitung“ am meisten.

Die aktuellen Ergebnisse der mit finanzieller Unterstützung des Bundesbildungsministeriums durchgeführten nationalen Zusatzerhebung des BIBB unter mehr als 300 Unternehmen stärken frühere Erkenntnisse europäischer Studien über die betriebliche Weiterbildung in Unter¬nehmen (CVTS = Continuing Vocational Training Survey). Ein Vergleich der europäischen Haupterhebungen aus den Jahren 1999 und 2005 durch das BIBB bestätigt die zunehmende Bedeutung von „soft skills“ in der betrieblichen Weiterbildung sowohl in Deutschland als auch in allen anderen west- und nordeuropäischen Ländern. So stieg der Anteil der Teilnahmestunden im Bereich „Persönlichkeitsentwicklung, Qualitätsmanagement, Arbeitstechniken, Kooperationstraining und Gesprächsführung“ von 12 % auf 16 %. Gleich¬zeitig sank im selben Zeitraum die Teilnahme an Schulungen zum Thema „EDV, Informationstechnik und Computerbedienung“ im europäischen Durchschnitt von 17 auf 11 %.

Die neueste Ausgabe des BIBB REPORT, Heft 7/2009, zur betrieblichen Weiterbildung in Deutschland kann im Internetangebot des BIBB kostenlos heruntergeladen werden unter http://www.bibb.de/bibbreport

Inhaltliche Auskünfte im BIBB erteilt:
Dick Moraal, Tel.: 0228 / 107-2602; E-Mail: moraal@bibb.de

Andreas Pieper, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Genthin: Herstellungsbeitrag II

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Die Erhebung des Herstellungsbeitrages II hat sich aus der Rechtsprechung im Land Sachsen-Anhalt entwickelt.

Grundlagen:

Beschlüsse des OVG Sachsen – Anhalt vom 04.12.2003 AZ: 1 L 226/03

18.11.2004 AZ: 1 M 61/04

Nach Auffassung des Oberverwaltungsgerichtes gab es vor dem Inkrafttreten der Kommunalverfassung der DDR (17.05.1990) keine öffentliche Einrichtung im Sinne des Kommunalabgabengesetzes (KAG – LSA). Demnach ist für „Altanschlussnehmer“, die bereits vor dem Inkrafttreten des KAG-LSA (15.06.1991) an die zentrale Abwasserbeseitigungsanlage angeschlossen waren, auf der Grundlage des § 6 (6) Satz 3 KAG-LSA ein besonderer Herstellungsbeitrag (= Herstellungsbeitrag II) zu erheben.

Im Bezug auf die Rechtsprechung besteht für den TAV Genthin die Pflicht zur Erhebung dieses Herstellungsbeitrages II zur Wahrung des allgemeinen Gleichheitsgrundsatzes nach Art. 3 (1) des Grundgesetzes (gerechte Verteilung der Gebühren und Beiträge). Die Beitragserhebungspflicht wird bekräftigt durch die Rundverfügung (RVFG – 37/08) vom 01.12.2008 des Landesverwaltungsamtes.

Für die Festsetzung des Beitragssatzes wurde eine Kalkulation erarbeitet. Das Ergebnis, d.h. der höchst zulässige Beitragssatz für den Herstellungsbeitrag II beträgt 0,51 €/m². Bei der Festsetzung des Beitragssatzes wurde die Analogie zum Herstellungsbeitrag I hergestellt. Der Deckungsgrad, d.h. das Verhältnis höchst zulässiger Beitragssatz / tatsächlich erhobener Beitragssatz, ist mit dem Herstellungsbeitrag I identisch. Nach Anwendung dieses Verhältnisses (78 %) wurde für den Herstellungsbeitrag II ein Beitragssatz von 0,40 €/m² festgelegt. Die Beschlussfassung der Verbandsversammlung hierüber erfolgte am 21.06.2006.

Der Herstellungsbeitrag II wird für alle Grundstücke erhoben, die bereits vor dem 15.06.1991 an die öffentliche zentrale Abwasserbeseitigungsanlage angeschlossen waren, unabhängig davon, ob Erneuerungsmaßnahmen durchgeführt wurden oder werden. Mit dem Inkrafttreten der Satzung entsteht die sachliche Beitragspflicht. Die Änderung der Abwasserbeitragssatzung, in die die Regelungen zur Erhebung des Herstellungsbeitrages II eingeflossen sind, wurde ebenfalls auf der Sitzung der Verbandsversammlung am 21.06.2006 beschlossen und trat am 01.07.2006 nach Veröffentlichung im Amtblatt Nr. 10 des Landkreises Jerichower Land in Kraft.

Der Herstellungsbeitrag II wird – wie der Herstellungsbeitrag I – nach einem nutzungsbezogenen Flächenmaßstab auf der Grundlage der Abwasserbeitragssatzung des TAV Genthin erhoben.

Quelle: http://www.tav-genthin.de/

Verfahren zur Umwandlung nasser Biomasse zu „Bio-Kohle“ entwickelt

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Markus Antonietti, Leiter des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung, hat ein Verfahren entwickelt, mit dem nasse Biomasse zu „Biokohle“ umgewandelt werden kann. Fast jedes organische Material soll sich für die sogenannte hydrothermale Karbonisierung verwenden lassen. Verglichen mit der Gewinnung von Bioethanol oder Biogas ist die „kalte Verkohlung“ Antonietti zufolge der schnellste und effizienteste Prozess. Auch könne „Biokohle“ gegenüber der CO2-Sequestrierung als effektiver CO2-Speicher genutzt werden.

Quelle: http://www.stadtwerke-bebra.de 

Optimierung bestehender Absetzbecken

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Autoren
Abwassermeister Albert Regiert
Stadtwerke Landshut, Städtisches Klärwerk
Christoph-Dorner-Straße 9, 84028 Landshut

Dr.-Ing. Dieter Schreff
Dr.-Ing. Steinle Ingenieurgesellschaft für
Abwassertechnik mbH
Ziegelstraße 2, 83629 Weyarn

Viele Nachklärbecken haben zeitweise Probleme mit
Flockenabtrieb. Die Ursachen können vielfältig sein. Die
häufigsten Ursachen sind Blähschlamm, hydraulische
Überlastung oder ungünstige hydraulische Randbedingungen.
Bei „Blähschlamm“ stellt sich aufgrund der schlechten
Absetzeigenschaften des belebten Schlamms ein erhöhter
und instabiler Schlammspiegel ein. Dadurch kommt es
bereits bei leichten Schwankungen der Zuflussbedingungen
zu Schlammabtrieb. Gegenmaßnahmen müssen folglich
auf eine Verbesserung der Absetzeigenschaften des belebten
Schlamms abzielen. Dies erfolgt meist durch
zeitweise oder dauerhafte Dosierung von geeigneten Chemikalien.
In vielen Fällen kann dies auch durch die Veränderung
verfahrenstechnischer Randbedingungen erreicht
werden [1].
Bei hydraulischer Überlastung der Becken (z. B. erhöhte
Oberflächen- bzw. Schlammvolumenbeschickungen)
kommt es zu turbulenten Strömungen und damit zu Störungen
bei der Schlamm-Wasser-Trennung. In diesen Fällen
sind meist bauliche Erweiterungsmaßnahmen erforderlich…mehr unter:

http://www.kan.at/upload/medialibrary/KA-Betriebs-Info_2-2008.pdf