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Das Schlammvolumen verdünnt und unverdünnt

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Beobachtungen auf dem Klärwerk Coburg

Michaela Jörg
Klärwerk Coburg

In Phasen mit zunehmendem Schlammvolumen konnte auf dem Klärwerk
Coburg eine deutliche Diskrepanz zwischen der Schlammvolumenmessung
mittels Verdünnungsmethode und der unverdünnten Messung festgestellt
werden. Die Verdünnungsmethode ergab hier bei hoher Fädigkeit des Belebtschlamms
deutlich zu niedrige Werte, die zu einer folgenreichen Fehleinschätzung
der Betriebsstabilität führen könnten. Ist die Verdünnungsmethode…mehr unter:

http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_0909/vompraktiker.pdf

Abwasser als Dünger auf den Feldern

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Abfallanstalt will Kompostwerk-Umweltproblem mit Hilfe der Landwirtschaft lösen.

GÖRSCHEN. Seit der Umstellung des Betriebs auf eine Vergärungstechnologie ist das Kompostwerk der heutigen Anstalt öffentlichen Rechts Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd (AW) ein Umweltproblemfall. Genauer gesagt, sein Abwasser. Wurde doch festgestellt, dass die in die öffentliche Kanalisation fließende Brühe nicht nur zu viele feste Schmutzbestandteile sowie mineralische Stoffe enthielt, sondern auch die Einleitgrenzwerte des Abwasserzweckverbands Weißenfels für Stickstoff- und Phosphorverbindungen regelmäßig überschritt. Durch Einsatz eines so genannten Dekanters – er soll Feststoffe aus dem Abwasser entfernen – konnte man das Problem auch nicht in den Griff bekommen. Denn die mineralischen Bestandteile im Abwasser, so informierte jüngst Gundram Mock, amtierender Anstaltsvorstand, den AW-Verwaltungsrat, stellen nach wie vor eine zu hohe Belastung für eine Einleitung ins öffentlich Weißenfelser Abwassernetz dar.

Zur endgültigen Lösung der Abwasserfrage wurden verschiedene Entsorgungsmöglichkeiten untersucht. So die Errichtung einer eigenen Kläranlage mit biologischer Abwasserbehandlung im Kompostwerk, …mehr unter:

http://www.naumburger-tageblatt.de/ntb/ContentServer?pagename=ntb/page&atype=ksArtikel&aid=1237373786410&openMenu=1037634251521&calledPageId=1037634251521&listid=994342720546

1,7 Millionen Euro für Fremdwasserentflechtung im Saarland

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Das Ministerium für Umwelt fördert die Fremdwasserentflechtung im Saarland über das Förderprogramm  „Aktion Wasserzeichen“ mit rund 1,7 Millionen Euro. Von den Fördermitteln profitieren diesmal die Gemeinden Bous, Freisen, Kleinblittersdorf, Mettlach, Nonnweiler, Perl, Püttlingen und Rehlingen-Siersburg sowie die Städte Lebach, Merzig und St. Wendel. In den letzten 10 Jahren wurden mit diesem Programm insgesamt über 600 Maßnahmen mit Zuschüssen von etwa 95 Mio. Euro gefördert.

Das so genannte Fremdwasser (also das  unbeabsichtigt in die Kanalisation eindringende Grund- oder Regenwasser ) macht einen großen Anteil der Abwassermenge aus, obwohl es der Reinigung  in Kläranlagen eigentlich nicht bedarf. Dass dieses Wasser dennoch zu dem zu reinigenden Abwasser gelangt, ist ökonomisch und ökologisch problematisch. Denn wäre das Fremd- und Regenwasser nicht in den Abwasserkanälen, könnten diese wirtschaftlicher  gebaut werden, und die Kläranlagen hätten eine geringere Menge an zu reinigendem Wasser zu bewältigen, was Reinigungskosten erspart.

„Die über das Förderprogramm „Aktion Wasserzeichen“ finanzierten Maßnahmen nutzen also nicht nur der Umwelt“, so Umweltminister Stefan Mörsdorf. „Weil die Menge des Fremdwassers in den Abwassersystemen reduziert wird, kann die Konzentration des Abwassers in den Kläranlagen stabil gehalten werden. Das verbessert die Wirkungsweise der Kläranlagen und schont damit den Geldbeutel der saarländischen Gebührenzahler. Gleichzeitig stellt die Förderung der Maßnahmen ein Beitrag der Landesregierung zur Stützung der Konjunktur dar.“

Folgende Projekte zur Fremdwasserentflechtung werden vom Ministerium für Umwelt gefördert:

  • In der Gemeinde Kleinblittersdorf wird die Entflechtung des St. Agatha Brunnen in Auersmacher mit ca. 49.700 Euro gefördert.
    Die Stadt Lebach erhält für die Fremdwasserentflechtung im Bereich der Steinstraße in Alschbach rund 213.600 Euro und für den Bau eines Regenüberlaufs in der Pestalozzistraße in Steinbach rund 63.800 Euro.
    Die Stadt Merzig erhält für die Erstellung einer Niederschlagswasserbewirtschaftungsstudie für die Stadtteile Silwingen und Monddorf rund 11.500 Euro, für Maßnahmen zur Fremdwasserentflechtung in Büdingen rund 114.100 Euro.
    In der Gemeinde Perl wird die Einleitung von Oberflächenwasser aus dem Bereich Schengen-Lyzeum in den Gehannesbour mit rund 210.800 Euro gefördert.
    Die Gemeinde Nonnweiler erhält für die Erneuerung von Entwässerungsanlagen in der Ringwallstraße in Otzenhausen rund 229.100 Euro und für den Neubau eines Regenüberlaufbauwerks in der Ringwallstraße in Otzenhausen rund 62.100 Euro.
    Die Stadt Püttlingen erhält für die Fremdwasserentflechtung im Bereich Sprenger Straße in Köllerbach rund 48.700 Euro.
    Die Stadt St. Wendel erhält für die Fremdwasserentflechtung im Bereich Im Adsack in Niederkirchen rund 16.300 Euro.
    Die Gemeinde Bous wird für die Ableitung von Oberflächenwasser aus dem Außengebiet A 8 im Bereich Derler Straße mit rund 196.400 Euro gefördert.
    In der Gemeinde Freisen werden für die Fremdwasserentflechtung in der Schmiedestraße in Eitzweiler rund 76.000 Euro zur Verfügung gestellt.
    Die Gemeinde Rehlingen-Siersburg erhält für die Teilentflechtung von Außengebieten sowie den Rückbau des Regenüberlaufs Auf der Göll in Eimersdorf rund 49.000 Euro, für die Entflechtung der Außengebiete A4, A1.2 und A1.1 im Gemeindebezirk Gerlfangen rund 259.900 Euro, für die Fremdwasserentflechtung Zum Tunnel/Waldwieser Straße in Biringen rund 72.300 Euro, für die Erstellung einer Niederschlagswasserbewirtschaftungsstudie für den Ortsteil Fremersdorf rund 7.000 Euro und für die Entflechtung der Außengebiete A4 – Am Hanfberg in Oberesch rund 89.200 Euro.
    Die Gemeinde Mettlach wird bei der Erstellung einer Niederschlagsbewirtschaftungsstudie für den Ortsteil Orscholz mit rund 12.400 Euro unterstützt.

Hintergrundinformationen:
Die „Aktion Wasserzeichen – Förderprogramm zur Regenwasserbewirtschaftung“ ist ein Programm des Saarländischen Ministeriums für Umwelt, mit dem die Gemeinden und Städte des Saarlandes bei ihren Bemühungen, Fremdwasser von reinigungsbedürftigem Abwasser zu trennen, finanziell unterstützt werden.

Gefördert werden:
– 65 Prozent der Kosten für lokale Maßnahmen zur Entflechtung des Fremd – und Regenwassers. 
– 15 Prozent der Zuschüsse für Bürgerprogramme, bei denen die Kommunen die Nutzung und Versickerung von Regenwasser (z.B. durch Gründächer) in Privathaushalten fördern.

Quelle: http://www.saarland.de/7302_50401.htm

FH Gießen erforscht Reinigung von Krankenhausabwässern

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Das Evangelische Krankenhaus in Gießen hat unter der Projektleitung der Fachhochschule Gießen-Friedberg (FH Gießen) eine Abwasserversuchsanlage in Betrieb genommen. Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt will die FH Gießen die Möglichkeiten der Reinigung von Krankenhausabwässern untersuchen.

Im Unterschied zu häuslichen Abwässern sind Krankenhausabwässer, so die Wissenschaftler, hoch medikamentös belastet. Kommunalen Kläranlagen gelänge die Trennung der Schadstoffe vom Wasser meist nur zum Teil. So gelangten zum Beispiel Arzneimittelrückstände wie Hormone in freie Gewässer. Mit drastischen Auswirkungen auf die Natur: Nach Angaben der FH Gießen wurde festgestellt, dass Rückstände von Schmerzmitteln und Antibabypillen zu Missbildungen bei Jungfischen beziehungsweise zur Verweiblichung der Fischbestände führen.

Am Evangelischen Krankenhaus in Gießen findet die Abwasserreinigung jetzt mit einem speziellen Trägermaterial statt. Den ganzen Artikel lesen Sie unter:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/36438/FH_Giessen_erforscht_Reinigung_von_Krankenhausabwaessern.htm

Regionale Klärschlammverwertungs-GmbH in Dinkelsbühl. Eine länderübergreifende Kooperation

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„Baden-Württemberg und Bayern wollen den Ausstieg aus der landwirtschaftlichen und landbaulichen Klärschlammverwertung“, erklärte die Ministerin Tanja Gönner. Schon im Jahr 2001 hätten sich beiden Länder für die thermische Entsorgung des Klärschlamms ausgesprochen. Der Klärschlamm sei eine wichtige Schadstoffsenke für Schwermetalle und andere ökotoxische Substanzen wie Wirkstoffe aus Arzneimitteln, Kunststoffweichmacher oder Flammschutzmittel. „Es macht deshalb keinen Sinn, die Schadstoffe mühsam mit hohem finanziellen und technischen Aufwand aus dem Abwasser zu reinigen und danach großflächig auf den Böden wieder zu verteilen.“

„Ich freue mich besonders, dass diesem gemeinsamen Ziel in einer länderübergreifenden Kooperation entsprochen wird“, so Gönner. Es hätten sich über 20 kommunale Gesellschafter zusammengeschlossen und eine neuartige Klärschlammmineralisierungsanlage gebaut. „Dadurch wird der Boden geschützt und durch die energetische Nutzung des Klärschlamms ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet“, erklärte die Umweltministerin. Mit der innovativen Wärmeverbundnutzung, durch die die anfallende Wärmeenergie des Biomasseheizkraftwerks alternativ zur Klärschlammtrockung, zur Stromerzeugung oder als Fernwärme genutzt werden kann, werde eine optimale Energienutzung sichergestellt. Diese sei auch ganz im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes und der dort verankerten Arbeitsgruppe „Abfall als Ressource“, die sich besonders mit der energetischen Optimierung der thermischen Abfallverwertung beschäftigt habe. Danach gebe es bei den Abfällen noch erhebliche Potenziale für den Klimaschutz. „Ich sehe die optimale Energienutzung in der Anlage als ein Beispiel, das Schule machen sollte“, so die Ministerin. „Wir haben die Wärmeverbundlösung daher gemeinsam mit Bayern finanziell gefördert und hoffen auf zahlreiche Nachahmer.“ Auch der Wegfall von jährlich 400.000 Transportkilometern in die neuen Bundesländer sei ein umfangreicher Beitrag zum Klimaschutz.

Klärschlamm stelle darüber hinaus eine wichtige Sekundärrohstoffquelle dar, indem der im Klärschlamm enthaltene Phosphor wieder verwertet werden könne. „Phosphor ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Herstellung von Düngemitteln und kann aus der Verbrennungsasche zurückgewonnen werden“, erklärte Gönner. Dieser Sache könnte sich dieses vorbildliche Projekt in Dinkelsbühl in einem nächsten Schritt annehmen.

Baden-Württemberg liege bei der Bilanz zur thermischen Klärschlammentsorgung bei den Flächenstaaten bundesweit mit 81 Prozent an der Spitze. „Der Landkreis Schwäbisch Hall, der mit 21 Prozent bislang nur wenig Klärschlamm thermisch verwertet hat, holt mit der neuen Anlage deutlich auf und steht mit jetzt 68 Prozent deutlich besser da“, freute sich die Ministerin. Es bleibe aber trotzdem noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten, um auf diesem Weg weiter voranzukommen.

http://www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/54500/

10 Jahre Musik im Kölner Untergrund – Konzerte im Kronleuchtersaal der Kölner Kanalisation unter dem Ebertplatz

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Verpassen Sie nicht die Konzertabende im Kronleuchtersaal – dem über hundert Jahre alten und heute noch intakten Regenüberlaufbauwerk der Kölner Kanalisation.

Im Rahmen der diesjährigen „Kronleuchtersaal-Konzerte“ bieten die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR noch Karten für folgende Termine an:

Jazz am 27. und 28. Juni 2009

Unter dem Titel „Summertime“ lässt das Beate Starken Acoustic Trio traditionelle und moderne Standards im völlig neuen Klanggewand erscheinen. Kammermusikalischer Jazz der faszinierend schönen Sounds. Außerdem wird dem im Jazz noch selten anzutreffenden Cello ein eigenständiges Profil als Soloinstrument verliehen.

Klassik am 29. und 30. Juni 2009

Hier steht insbesondere die Erarbeitung barocker und frühklassischer Werke in Anlehnung an die historische Aufführungspraxis auf modernem Instrumentarium im Vordergrund.

Die Karten kosten 40,- Euro pro Person inklusive Getränke.

Ralf Bröcker nimmt gerne telefonische Anmeldungen unter der Hotline 0221-221-26845 und via E-Mail ralf.broecker@steb-koeln.de entgegen (50 Sitzplätze)!

http://www.steb-koeln.de/presse.html?&no_cache=1&cmd=pressDetail&pressDetail[uid]=135&cHash=0757a18c9b

 

Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV), feiert im Jahr 2009 sein 100-Jahr-Jubiläum

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Der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV), gegründet 1909, feiert im Jahr 2009 sein 100-Jahr-Jubiläum.

Am 18. Juni 2009 begeht der ÖWAV sein 100-Jahr-Jubiläum mit einer Fach- und Festveranstaltung in der Galerie der Wissenschaften in Wien. In der Fachveranstaltung werden die SiegerInnen des Nachwuchswettbewerbs „ÖWAV-Future Lounge“ vom Publikum gewählt, die anschließende Festveranstaltung bildet den Höhepunkt der Aktivitäten im Jubiläumsjahr.
 
Mehr Infos unter:
http://www.oewav.at/OEWAV.aspx_param_target_is_111552_and_act_is_1_anchor_show_125701_and_Title_is_100%20Jahre%20c396WAV.v.aspx

Deutsche Spitzentechnik macht Fischzucht in Aquakulturen umweltfreundlicher

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Abwasserfreie Kreislaufanlagen durch Biomembranfilter

Eine neue Technik macht die Fischzucht in großen Fischfarmen – Aquakulturen – sehr viel umweltfreundlicher als bisher. Die natürlichen Fischbestände in den Meeren, Flüssen und Seen können dank einer modernen, in Deutschland entwickelten Membrananlage geschont werden. Bei einem Unternehmensbesuch in Leipzig sagte heute die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Astrid Klug: „Die Kooperation des international erfolgreichen Unternehmens Busse mit dem Umweltbundesamt und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat eine Vorbildfunktion. Die abwasserfreie Kreislauflaufanlage zur Fischproduktion unter wirtschaftlichen Bedingungen entlastet die Gewässer. Sie kann auch für wasserarme Gebiete interessant sein.“
Der Verzehr von Fisch nimmt weltweit zu. Um den Bedarf zu stillen, werden zukünftig immer mehr Fische in Aquakulturen gezüchtet. Mit dem neuen Verfahren erfolgt die Fischproduktion in Kreislaufanlagen. Das Wasser wird durch feinste Biomembranen filtriert, dabei werden auch Bakterien, Viren und Rückstände von Futterzusatzstoffen sowie Therapeutika entfernt. Einige deutsche Hersteller bieten die Membranfiltration europaweit und im asiatischen Raum bereits als Exporttechnik an.

Quelle: https://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/43730.php

Abwrackprämie bei der Erneuerung der alten Klärgas‐BHKW‐Anlagen

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Thema: Beitrag zur staatlichen Förderungen

Abwrackprämie bei der Erneuerung der alten Klärgas‐BHKW‐Anlagen; Investitionszuschuss für die Erstanschaffung eines Klärgas‐BHKWs

Kläranlagen sind häufig die größten kommunalen Stromverbraucher. Obwohl Strom teuer bleibt
verfeuern viele Kläranlagen ihr Klärgas immer noch in Kesseln, fackeln es ab oder stecken es in wenig
effiziente Alt‐ BHKWs oder Gasmotor‐ Gebläse. Die neuen Fördermöglichkeiten, gepaart mit der
Möglichkeit neue BHKWs nach dem KWK‐Gesetz anzumelden, gibt Kommunen und
Abwasserverbänden die Chance die jetzige Energiesituation auf kleineren Kläranlagen mit wenig
Kapitaleinsatz zu optimieren. Die Investition in ein Klärgas‐BHKW mit 50 kW elektrischer Leistung
rechnet sich in der Regel nach 2‐3 Jahren.

Deutschland hat sich die Erhöhung des Anteils von Strom aus Kraft‐Wärme‐Kopplungsanlagen (KWKAnlagen) mit dem Integrierten Energie‐ und Klimaprogramm der Bundesregierung vom 05.12.08 als politisches Ziel gesetzt. Der Anteil von Strom aus Kraft‐Wärme‐Kopplung an der jährlichen
Gesamtstromerzeugung in Deutschland soll bis 2020 auf etwa 25 % verdoppelt werden.

Die stetige Steigerung der KWK‐Anlagen verbindet damit den Nutzen für die Einsparung von
Primärenergie, die Vermeidung von Netzverlusten und damit für den Klimaschutz.

Hierzu bedarf es Anreize, solche Technologien zu nutzen oder bestehende Anlagen zu modernisieren.
Ein zentrales Ziel der Förderung nach den Richtlinien des Bundesumweltministeriums ist es, den
Absatz von Mini‐KWK im Leistungsbereich bis 50 KWel durch Investitionsanreize zu stärken.
Förderfähig sind die Neuerrichtung und der Anlagenaustausch von Mini‐KWK‐Anlagen (inkl. der
notwendigen Anlagenperipherie) im Leistungsbereich bis einschließlich 50 KWel.

Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen vor Antragstellung auf Förderung noch nicht begonnen
worden ist und förderungswürdig sind ausschließlich Aggregate, die Ihre Förderwürdigkeit mittels
unabhängigem Gutachten nachgewiesen haben. Vereinzelte Hersteller bieten Klärgas‐BHKWs an, die
den Förderkriterien entsprechen und deren Förderwürdigkeit somit nachgewiesen wurde.

Zur Liste der förderungswürdigen Anlagen:
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/kraft_waerme_kopplung/mini_kwk_anlagen/publikationen/liste_foerderfaehigen_mini_kwk_anlagen1.pdf

Weiterführende Links:
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/kraft_waerme_kopplung/mini_kwk_anlagen/index.html
http://www.zfk.de/zfkGips/ZFK/zfk.de/Infothek/Zum_Nachlesen/Zum_Nachlesen/zumnachlesen0509_16.pdf

Quelle:
Senergie GmbH
Gerwigstr. 8
78234 Engen

fon. +49(0) 7733 5019 -100
fax. +49(0) 7733 5019 -199

E-Mail: info@senergie.de
Internet: http://www.senergie.de

 

Flockungshilfsmittel aus Stärke – Technisch ebenbürtig, finanziell interessant

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Stärkebasierte Flockungshilfsmittel sind gegenüber herkömmlichen Mitteln technisch mindestens gleichwertig und kostenmäßig deutlich überlegen. Diese sehr erfreulichen Resultate erzielten die Universität Hamburg und das Clausthaler Umwelttechnik-Institut in einem gemeinsamen Forschungsprojekt an der Hamburger Hafenschlick-Aufarbeitungsanlage METHA III, das durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), gefördert wurde.

Fest-Flüssig-Trennprozesse spielen bei der Aufbereitung von Abwässern und Schlämmen, die bei industriellen Prozessen z.B. in der Nahrungsmittelherstellung, der Metall- und Papierindustrie oder der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie entstehen und entsorgt werden müssen, eine große Rolle. Das ist auch bei der Hafenschlick-Aufbereitungsanlage METHA III der Hamburg Port Authority der Fall, die die Wasserstraßen des Hamburger Hafens regelmäßig ausgebaggert. Dort werden Sand und Schlick bislang noch mit Flockungsmitteln aus synthetischen Polymeren entwässert.

In dem abgeschlossenen Forschungsprojekt zeigten nun 4 Partner eine höchst interessante Alternative auf: Die Firma Emsland Stärke GmbH stellte verschiedene Stärkederivate bereit, die an der Universität Hamburg im Laborversuch getestet wurden. Als Versuchsmaterial lieferte die Hamburg Port Authority dazu Original-Hafenschlick und stellte Platz für vor-Ort-Versuche zur Verfügung. Die Cutec GmbH schließlich entwickelte einen Flockungsreaktor, um die Flockengrößenverteilung gezielt zu beeinflussen und zu optimieren.

Im Ergebnis stellte sich die Verwendung von kationischer Stärke in der ersten Stufe der Anlage als besonders günstig heraus, da verglichen mit dem sonst verwendeten synthetischen Polymer nur ca. die Hälfte des Materials benötigt wird. Aufgrund des starken Preisvorteils der Stärke ist deren Einsatz auch in nachfolgenden Prozessabschnitten, die einen höheren Materialeinsatz erfordern, zumindest kostenneutral. Die stärkebasierten Flockungshilfsmittel zeigten sich darüber hinaus auch hinsichtlich der Anwendungseigenschaften als den synthetischen Polymeren ebenbürtig oder sogar überlegen. Als großer Vorteil erwies sich dabei u.a. die gute Lagerfähigkeit und Stabilität der Stärkeprodukte

Die jährlich eingesetzten Flockungshilfsmittel verursachen einen Großteil der Betriebskosten der Hamburger Hafenschlick-Aufbereitungsanlage. Der Einsatz von Stärke-Flockungsmitteln eröffnet somit erhebliche Einsparpotentiale. Die viel versprechenden Ergebnisse stellen zudem eine Grundlage für Überlegungen zu weiteren Einsatzbereichen von Flockungs- und Flockungshilfsmitteln aus nachwachsenden Rohstoffen dar.

Die Abschlussberichte zu den beiden Teilprojekten (22018505, 22015605) stehen Ihnen unter www.fnr.de/Projekte zur Verfügung.
Nr. 621
Dr. Torsten Gabriel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Weitere Informationen:

http://www.fnr.de

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news312521