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Schleswig: Abwasser soll keimfrei werden

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Stadtwerke planen UV-Bestrahlung im Klärwerk

Das Klärwerk an der Zuckerstraße könnte schon bald eines der saubersten in ganz Deutschland sein. Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Schoofs stellte gestern im Werkausschuss für die Abwasserentsorgung Pläne für eine Bestrahlung des Abwassers mit UV-Licht vor. Eine solche Behandlung ist normalerweise nur für Trinkwasser und in Schwimmbädern üblich.

Zu verdanken haben die Schleswiger diese Pläne unter anderem der EHEC-Epidemie …mehr:

http://www.shz.de/nachrichten/lokales/schleswiger-nachrichten/artikeldetails/article/111/abwasser-soll-keimfrei-werden.html

Klärschlamm bald heiß begehrt?

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Eine nachhaltige Prozess zur Erfassung und Speicherung von CO2 zur Produktion von Erneuerbare Bioenergie erhöhen“

Das Forschungsprojekt beinhaltet eine internationale Konsortien von R & D Institutionen und Unternehmen, um einen nachhaltigen Prozess zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CO 2) um mehr erneuerbare Erzeugung von Bioenergie zu entwickeln. Das Projekt umfasst Konzeption und Prüfung von Photobioreaktoren für Mikroalgen über Abfälle Nährstoffe aus Kläranlagen gewachsen, mit natürlichem Licht und Recycling-CO 2 aus dem Rauchgas oder Biogas. Die erwachsenen Mikroalgen werden dann geerntet und mit Klärschlamm in bestehenden Biogasanlagen co-verdaut, um Bioenergie oder Biokraftstoff zu produzieren. Beim Verbrennen wird die erzeugte Energie für den Betrieb der bestehenden Infrastruktur genutzt werden, während die CO 2 wieder in die Photobioreaktoren recycelt.

Die Zusammenarbeit zwischen norwegischen und internationalen Institutionen werden über den Zeitraum von drei Jahren erstrecken. Dreizehn Arbeitspakete wurden identifiziert und aufgeteilt: BioWater Technology AS, Aquateam, University of Life Sciences (UMB), FREVAR KF, KanEnergi, University of Massachusetts, USA (UMass) und University of South Florida, USA (USF). Mehrere Professoren, Wissenschaftler, Ingenieure, von diesen führenden Institutionen sich gegenseitig in Bezug auf die Beteiligung und geistigen Beitrag zu dieser Zusammenarbeit Aufwand zu konzipieren und zu integrieren, die Prozesse in die bestehende Infrastruktur ergänzen. Das Ergebnis des Projekts wird in den Austausch von Wissen zwischen den wichtigsten Partnern, Entwicklung von neuen Produkten und Business-Konzepte führen. Es wird den Austausch von Studierenden zwischen verschiedenen Institutionen, die Teilnahme an Vorderkante Konferenzen für die Verbreitung von Informationen sein. Mehrere Neuheiten wurden skizziert was Vorteile für die Umwelt, wie höhere Produktion von Bioenergie und die Verringerung der CO 2- von Kläranlagen. Die Nutzung der Forschungsergebnisse zur Entwicklung der nächsten Generation eine nachhaltige Umwelt-Technologien, neue Dienste, neue Nischen in bestehenden Märkten, neue Forschungsideen und wirtschaftlichen Werte für beide Projekt-Teilnehmer und Nichtteilnehmer führen.

Mehr:
http://translate.googleusercontent.com/translate_c?hl=de&prev=/search%3Fq%3DAquateam%2Bsahu%26hl%3Dde%26prmd%3Divns&rurl=translate.google.de&sl=en&u=http://www.aquateam.no/Prosjektoversikt/%3Fmodule%3DArticles%3Baction%3DArticle.publicShow%3BID%3D361%3B&usg=ALkJrhhvpPi2Oa4_cXks7DNVqq8pxiOCqQ

Aus Kläranlage wird Fernheizwerk

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In Innsbruck wird aus der Kläranlage Rossau demnächst ein Fernheizwerk, das Haushalte in mehreren Stadtteilen mit Energie und Wärme versorgen wird. Für dieses Konzept erhielten die Innsbrucker Kommunalbetriebe den Energiepreis EPCON.

Aus der Kläranlange in der Rossau soll nach den Plänen der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) ein Fernheizwerk werden, indem bisher ungenützte Energie wieder zurückgewonnen wird. Dafür ist jeder Innsbrucker zur Mithilfe aufgerufen.

Der bislang in den Haushalten gesammelte Biomüll wird nicht …mehr:
http://tirol.orf.at/news/stories/2503983/

Hamburg: RISA – das Gemeinschaftsprojekt zur Umsetzung einer zukunftsfähigen Regenwasserbewirtschaftung in Hamburg

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Die Hamburger Wasserwirtschaft steht vor großen Herausforderungen, um den Schutz vor Überflutung auch in Zeiten des Klimawandels sicher zu stellen. Prognostiziert ist eine Zunahme der Niederschlagsmenge im Winterhalbjahr, auch treten Niederschläge öfter als Starkregen in Verbindung mit Stürmen und Gewittern auf. Gleichzeitig hält der Trend zur Versiegelung von Flächen in Hamburg weiter an. Insbesondere Starkregenereignisse können dann zu Überlastungen der Kanalisation und der Gewässer und damit zu Überflutungen von Straßen und Kellern führen.

Mit dem Ziel, nachhaltige Ideen und Konzepte für den Umgang mit Regenwasser zu entwickeln, haben die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) und HAMBURG WASSER (HW) gemeinsam das Projekt RISA – RegenInfraStrukturAnpassung – ins Leben gerufen. Das Projekt setzt sich für einen neuen Umgang mit Regenwasser in Hamburg ein: vom Leben am Wasser zum Leben mit Wasser! Ziel des Projektes ist die Etablierung einer zukunftsfähigen Regenwasserbewirtschaftung in Hamburg, die in einem „Strukturplan Regenwasser“ festgeschrieben wird.

Hamburg braucht innovative Maßnahmen, die zugleich den Hochwasserschutz für die Stadt als auch den Schutz des Grundwassers und der Oberflächengewässer gewährleisten. Ein dezentrales Konzept, das Regenwasser dort, wo es anfällt, erfasst und – soweit möglich – an Ort und Stelle durch geeignete Anlagen wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zuführt.

Die übergeordneten Ziele des Projektes „naturnaher Wasserhaushalt, Gewässerschutz und Überflutungsschutz“ setzen eine interdisziplinäre Zusammenarbeit voraus, die sich in der Projektstruktur von RISA widerspiegelt: Wasserwirtschaftler, Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplaner erarbeiten gemeinsam mit wissenschaftlicher Unterstützung durch Universitäten und Ingenieurbüros zukunftsfähige Lösungen für das Leben mit Regenwasser in Hamburg!

http://www.risa-hamburg.de/index.php/hintergrund-ziele.html

dynaklim entwickelt Anpassungsstrategien mit den Duisburger Wirtschaftsbetrieben

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Im Allgemeinen wird die Bausubstanz urbaner Kanalnetze für sehr lange Nutzungsdauern von bis zu 100 Jahren ausgelegt. Aus monetärer Sicht gilt es diese Wasserinfrastrukturen langfristig und somit kostengünstig abzuschreiben. Eine vorzeitige Erneuerung- vor Ablauf der Abschreibung des Anlagenvermögens- ist vergleichsweise unwirtschaftlich.
Im Zuge der dynaklim-Aktivitäten im Arbeitsprogramm E4.2 wird u.a. das Pilotgebiet der Duisburger Kläranlageneinzugsgebiete Hochfeld & Duissern hinsichtlich des klimawandelbedingten Anpassungsbedarfs und geeigneten Anpassungsmöglichkeiten untersucht.
Für die Gewährleistung einer der wesentlichen Funktionalanforderungen – dem Schutz vor Überflutungen – kommt der Niederschlagscharakteristik bei der Dimensionierung der Entwässerungssysteme eine besondere Bedeutung zu. Für die Identifizierung überflutungsgefährdeter Bereiche in einem Kanalsystem sind neben einer Quantifizierung der Eingangsbedingungen und der Reaktion des Entwässerungssystems auch mögliche Konsequenzen bei Überflutungsereignissen durch Vulnerabilitäsbetrachtungen der oberflächigen Bebauungsstruktur zu eruieren.

Gemeinsame Ortsbegehung des Duisburger Entwässerungsnetzes am 19.10.2011
Am 19.10.2011 wurden durch die Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AöR und Vertretern des dynaklim-Verbunds sensitive Punkte des Entwässerungsnetzes besichtigt, um eine erste Einschätzung der lokalen Betroffenheit bei einem veränderten Niederschlagsregime zu bewerten. Es zeigte sich dabei, dass beispielsweise durch die in Duisburg per Satzung verankerte gegenüber dem Regelfall erhöhte Rückstauebene (20 cm über GOK) und dementsprechende lokale Objektschutzmaßnahmen der Grundstückseigentümer, die aktuell in der Fachwelt vielfach propagierte „wassersensible Stadtentwicklung“ in Duisburg bereits praktisch umgesetzt wird.
Im weiteren Verlauf des Forschungsvorhabens wird auf Basis zeitlich und räumlich hochaufgelöster Niederschlagsprojektionen mit Hilfe zweidimensionaler Überflutungsberechnungen eine Quantifizierung der Mehrbelastungen infolge des Klimawandels ermittelt. Daraus sollen mögliche „No-Regret-Maßnahmen“ für die Systeme identifiziert werden. Aber wie können solche No-Regret-Maßnahmen aussehen? Was sind die Ziele regionaler Adaptationsstrategien?

Präsentation der Arbeitsgebnisse auf dem dynaklim-Symposium am 09.11.2011
Auf dem dynaklim-Symposium 2011 am 09.November 2011 in Recklinghausen werden in der Session „Resiliente Siedlungswasserwirtschaft – Möglichkeiten und Grenzen“ Teilergebnisse des Arbeitsbereichs vorgestellt sowie die aufgeworfenen Fragen mit dem Auditorium diskutiert.

Das Gesamtprogramm zum download finden Sie am Ende dieser Seite
http://www.dynaklim.de/dynaklim/index/news/10_2011-Duisburg-Ortsbegehung.html

Ergebnisse der linearen und feinblasigen Belüftung einer Druckleitung zur Vermeidung von Geruchsemissionen und Korrosion

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Zusammenfassung
Im Artikel wird über die Ergebnisse der linearen Belüftung einer 7 km langen Druckleitung bei einem Abwasseralter von bis zu 17,5 Stunden berichtet. Bei niedrigen Temperaturen wurde eine Sauerstoffanreicherung festgestellt. In diesem Sommer mit bis zu 17 °C Abwassertemperatur wurden keine nennenswerten Geruchsemissionen am Ende der Druckleitung gemessen. Durch die lineare Dosierung reichte hier die Hälfte der nach ATV- M 168 ermittelten Luftmenge aus. Der maximal gemessene Sulfidwert lag bei 1,4 mg/l und unterschritt den Korrosionsschwellenwert. Damit konnte das Leistungsvermögen der linearen Belüftung im einjährigen störungsfreien Betrieb gezeigt werden. Im Artikel sind die Ergebnisse bis Juni detailliert ausgewertet und ein Kostenvergleich zu den Alternativen dargestellt.
Ausgangssituation
Die Verminderung von Geruchsemissionen aus Kanalnetzen stellt zunehmend ein Problem für Betreiber weitläufiger Kanalnetze dar. Die Ursachen für die Geruchsentstehung im Kanalnetz…mehr:

www.drausy.de/assets/client/downloadbereich/abwassersanierung-pdf-dokumente/regiona-net-veroeff030704.pdf

Autoren:
Dipl.-Ing. Ute Urban, Prof. Dr. Andrea Heilmann, Dipl.-Ing. Jost Freystein
Key Words: Geruch, Druckleitung, Schwefelwasserstoff, Korrosion

Vorsorge statt nachträglicher Reparatur in Kläranlagen

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Wasserwirtschaft zur Forderung nach einer vierten Reinigungsstufe

97 Prozent der Abwassermenge in Deutschland werden mit dem höchsten EU-Standard behandelt
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht die aktuellen Forderungen nach Einführung einer vierten Reinigungsstufe kritisch. „Wir müssen alles daran setzen, dass bestimmte Stoffe erst gar nicht in das Abwasser gelangen, seien es Stoffe aus Medikamenten oder beispielsweise Dünger. Hier sind in erster Linie die Hersteller solcher Produkte in der Pflicht“, betonte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/ Abwasser des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) anlässlich aktueller Forderungen nach der Einführung einer vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen. Der BDEW sieht bei solchen Forderungen die Gefahr, dass auf die Abwasserentsorgungsunternehmen umfassende und sehr kostenintensive Maßnahmen zukommen, ohne das damit die Probleme an der direkten und unmittelbaren Quelle gemäß dem Verursacherprinzip tatsächlich gelöst werden. Aus Sicht des BDEW dürfen naturfremde, schwer oder gar nicht abbaubare Schadstoffe grundsätzlich nicht in Gewässer eingeleitet werden. Auf der Grundlage des Verursacher- und Vorsorgeprinzips muss an der Quelle der Belastungen angesetzt werden, statt eine nachträgliche Reparatur im Wasserwerk oder in der Kläranlage vorzunehmen. Darüber hinaus habe das UBA selber darauf hingewiesen, dass 99 Prozent der Keime in den Abwasserbehandlungsanlagen eliminiert werden, so Weyand. Das UBA habe zudem eindeutig festgestellt, dass eine Gefahr für das Trinkwasser durch den im Sommer 2011 aufgetretenen EHEC-Ausbruchsstamm ausgeschlossen werden konnte.
„Die EU-Wasserrahmenrichtlinie bestimmt, dass die Verschmutzer die von ihnen verursachten Kosten zu tragen haben. Generell gilt: Vorsorge ist besser als Reparatur. Vorsorgender Gewässerschutz heißt, für die künftigen Generationen zu handeln“, so Weyand.

Die Standards zur Behandlung von Abwasser in Deutschland sind im europäischen Vergleich sehr hoch: 97 % der Abwassermenge in Deutschland werden mit dem höchsten EU-Standard behandelt, dies ist die biologische Behandlung mit Nährstoffelimination, d. h. die dritte Reinigungsstufe entsprechend der EG-Richtlinie Kommunales Abwasser. Die Daten, die für 18 EU-Länder vorliegen, zeigen, dass Deutschland anders als viele andere Staaten die EU-Vorgaben in vollem Umfang erfüllt und im europäischen Vergleich sehr gut abschneidet (Quelle: EU-Kommission 2009, BMU 2009).

Ziel muss es sein, Verschmutzungen an der direkten Quelle zu vermeiden. Dies wird im Falle der Pestizide durch ein strenges Zulassungsverfahren erreicht. Bei Röntgenkontrastmitteln und Arzneimitteln sind beispielsweise Maßnahmen bei den Indirekteinleitern wie Krankenhäusern und Spezialkliniken erforderlich. Der BDEW setzt sich hier seit Jahren für gesetzliche Regelungen ein. „Wir fordern eine Umweltrisikobewertung für Human- und Tierarzneimittel im Rahmen des Zulassungsverfahrens“, so Weyand.

Erforderlich sei es darüber hinaus, die Verbraucherinnen und Verbraucher darüber zu informieren, wie Belastungen der Umwelt durch Stoffspuren vermieden werden können: Hierbei geht es um die Rücknahme und Entsorgung überflüssiger Arzneimittel z. B. durch Hersteller, Apotheker oder andere Verkaufsstellen.

„Die Gewässer zu schützen, ist vordringliche Staatsaufgabe. Ausdrücklich unerwünscht sind naturfremde, schwer oder gar nicht abbaubare Stoffe. Denn diese Stoffe zu entfernen, kostet die Ver- und Entsorgungsunternehmen Geld – und damit die Bürger“, so Weyand.

http://www.bdew.de/internet.nsf/id/DE_20110930-PI-Wasserwirtschaft-zur-Forderung-nach-einer-vierten-Reinigungsstufe?open&ccm=900010020010

Große Herausforderungen für die Siedlungswasserwirtschaft

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Was ist zu tun, wenn es in Siedlungsgebieten aufgrund nicht ausreichender Sielkapazitäten zu Überflutungen kommt, das Gewässer aber keine weiteren Abflüsse aus dem Siedlungsgebiet mehr aufnehmen kann? Wie sollen Regenabflüsse von stark befahrenen Straßen behandelt werden und ab wann ist eine Behandlung erforderlich? Wer legt hier die Anforderungen an die Behandlung fest und wer ist für die Umsetzung der Maßnahmen und den anschließenden Betrieb der Behandlungsanlagen zuständig?

Für diese und weitere Fragestellungen werden von der AG Siedlungswirtschaft mit wissenschaftlicher Unterstützung der TU Kaiserslautern Lösungen erarbeitet. Die aktuellen Arbeiten lassen sich in die drei folgenden Themenschwerpunkte unterteilen:

Kartenwerk und Potentialanalysen:
• Weiterentwicklung der Versickerungspotentialkarte
• Entwicklung und Erstellung der Flächenpotentialkarte
• Verschneidung der Versickerungspotentialkarte mit der Flächenpotentialkarte zum „Informationssystem Regenwasserbewirtschaftung Hamburg“ („Info_RWBH“)
• Erstellung von Wasserhaushaltsbilanzen in IST- und PLAN-Szenarien
• Potentialanalyse in Bezug auf dezentrale Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen und einen naturnahen Wasserhaushalt

Überflutungsnachweis, Risikobetrachtung und Überflutungsschutz:
• Methodenentwicklung zur Gefährdungsanalyse für außergewöhnliche Starkregenereignisse als Grundlage für eine Risikoabschätzung kanalinduzierter Überflutungen
• Methodenentwicklung zur Berechnung / Abschätzung des oberflächigen Abflusses in Sieleinzugsgebieten
• Weiterentwicklung der „Flächenmitbenutzung“ als ein Werkzeug für die Lösung von Überflutungspunkten

Emissions-Immissionsbetrachtung, Regenwasserbehandlung:
• Entwicklung und Abstimmung eines kombinierten Emissions- und Immissionsnachweises zur Bewertung von Regenwassereinleitungen in Gewässer
• Wirksamkeitsbewertung und Kostenschätzung von Maßnahmen der zentralen und dezentralen Regenwasserbehandlung

Die Arbeiten erfolgen sowohl AG-intern als auch in AG übergeordneten Arbeitskreisen. Alle Entwicklungen werden zunächst in festgelegten Pilotgebieten erprobt, um Empfehlungen für zukünftige Anwendungen in der Praxis geben zu können. In den Pilotgebieten werden mit zunehmendem Arbeitsfortschritt zuständige Behörden sukzessive involviert und entstehende (nicht technische) Fragestellungen in die Querschnittsthemen des Projektes eingebracht.

Aktuelle Pilotgebiete sind:
• Einzugsgebiet Schleemer Bach/Jenfelder Bach (Potentialkarten, E-I-Nachweisführung), Bezirk Mitte
• Retentionsbodenfilter Einzugsgebiet Fuchsbergredder und Manshardtstraße, Bezirk Mitte
• Betrieb von Filtertrummen in der Straße Vollhöfner Weiden, Bezirk Mitte
• Flächenmitbenutzung Ohlendorffspark, Volksdorf, Bezirk Wandsbek
• Regenrückhaltebecken Haferacker, Neugraben, Bezirk Harburg
• B-Planverfahren Iserbrook 23, Bezirk Altona (Mitarbeit AG Stadt-und Landschaftsplanung)

Darüber hinaus werden entwickelte Methoden direkt im Tagesgeschäft für öffentliche und private Auftraggeber von HAMBURG WASSER erprobt, angewendet und weiterentwickelt.

Quelle: http://www.risa-hamburg.de/index.php/ag-siedlungswasserwirtschaft.html

Vorsorge statt nachträglicher Reparatur in Kläranlagen

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Wasserwirtschaft zur Forderung nach einer vierten Reinigungsstufe

97 Prozent der Abwassermenge in Deutschland werden mit dem höchsten EU-Standard behandelt
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht die aktuellen Forderungen nach Einführung einer vierten Reinigungsstufe kritisch. „Wir müssen alles daran setzen, dass bestimmte Stoffe erst gar nicht in das Abwasser gelangen, seien es Stoffe aus Medikamenten oder beispielsweise Dünger. Hier sind in erster Linie die Hersteller solcher Produkte in der Pflicht“, betonte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/ Abwasser des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) anlässlich aktueller Forderungen nach der Einführung einer vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen. Der BDEW sieht bei solchen Forderungen die Gefahr, dass auf die Abwasserentsorgungsunternehmen umfassende und sehr kostenintensive Maßnahmen zukommen, ohne das damit die Probleme an der direkten und unmittelbaren Quelle gemäß dem Verursacherprinzip tatsächlich gelöst werden. Aus Sicht des BDEW dürfen naturfremde, schwer oder gar nicht abbaubare Schadstoffe grundsätzlich nicht in Gewässer eingeleitet werden. Auf der Grundlage des Verursacher- und Vorsorgeprinzips muss an der Quelle der Belastungen angesetzt werden, statt eine nachträgliche Reparatur im Wasserwerk oder in der Kläranlage vorzunehmen. Darüber hinaus habe das UBA selber darauf hingewiesen, dass 99 Prozent der Keime in den Abwasserbehandlungsanlagen eliminiert werden, so Weyand. Das UBA habe zudem eindeutig festgestellt, dass eine Gefahr für das Trinkwasser durch den im Sommer 2011 aufgetretenen EHEC-Ausbruchsstamm ausgeschlossen werden konnte.
„Die EU-Wasserrahmenrichtlinie bestimmt, dass die Verschmutzer die von ihnen verursachten Kosten zu tragen haben. Generell gilt: Vorsorge ist besser als Reparatur. Vorsorgender Gewässerschutz heißt, für die künftigen Generationen zu handeln“, so Weyand.

Die Standards zur Behandlung von Abwasser in Deutschland sind im europäischen Vergleich sehr hoch: 97 % der Abwassermenge in Deutschland werden mit dem höchsten EU-Standard behandelt, dies ist die biologische Behandlung mit Nährstoffelimination, d. h. die dritte Reinigungsstufe entsprechend der EG-Richtlinie Kommunales Abwasser. Die Daten, die für 18 EU-Länder vorliegen, zeigen, dass Deutschland anders als viele andere Staaten die EU-Vorgaben in vollem Umfang erfüllt und im europäischen Vergleich sehr gut abschneidet (Quelle: EU-Kommission 2009, BMU 2009).

Ziel muss es sein, Verschmutzungen an der direkten Quelle zu vermeiden. Dies wird im Falle der Pestizide durch ein strenges Zulassungsverfahren erreicht. Bei Röntgenkontrastmitteln und Arzneimitteln sind beispielsweise Maßnahmen bei den Indirekteinleitern wie Krankenhäusern und Spezialkliniken erforderlich. Der BDEW setzt sich hier seit Jahren für gesetzliche Regelungen ein. „Wir fordern eine Umweltrisikobewertung für Human- und Tierarzneimittel im Rahmen des Zulassungsverfahrens“, so Weyand.

Erforderlich sei es darüber hinaus, die Verbraucherinnen und Verbraucher darüber zu informieren, wie Belastungen der Umwelt durch Stoffspuren vermieden werden können: Hierbei geht es um die Rücknahme und Entsorgung überflüssiger Arzneimittel z. B. durch Hersteller, Apotheker oder andere Verkaufsstellen.

„Die Gewässer zu schützen, ist vordringliche Staatsaufgabe. Ausdrücklich unerwünscht sind naturfremde, schwer oder gar nicht abbaubare Stoffe. Denn diese Stoffe zu entfernen, kostet die Ver- und Entsorgungsunternehmen Geld – und damit die Bürger“, so Weyand.

http://www.bdew.de/internet.nsf/id/DE_20110930-PI-Wasserwirtschaft-zur-Forderung-nach-einer-vierten-Reinigungsstufe?open&ccm=900010020010