Start Blog Seite 135

Langen: Forschungsprojekt des Abwasserverbandes zeigt erste Erfolge

0

Dem Medikamenten-Cocktail den Kampf angesagt

Die Langzeitwirkungen sind zwar noch nicht exakt erforscht, doch geben einige Erkenntnisse Anlass zur Besorgnis: Rückstände von Arzneimitteln, die in den Kläranlagen bisher nicht komplett entfernt werden und dadurch in Gewässer gelangen können, stehen im Verdacht, bei Fischen oder Fröschen biologische Veränderungen hervorzurufen. Wissenschaftler schließen auch Risiken für den Menschen nicht aus. Vielleicht, so eine Vermutung, gibt es einen Zusammenhang zu typischen Zivilisationskrankheiten. Umso größer ist die Bedeutung eines Forschungsvorhabens, das derzeit auf der Kläranlage des Abwasserverbandes Langen/Egelsbach/Erzhausen betrieben wird.

In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt und mit finanzieller Unterstützung durch das Land versucht der Verband, die sogenannten Spurenstoffe weitgehend aus dem Abwasser zu entfernen. Dabei handelt es sich um winzig kleine Mengen von Rückständen von Arznei-, aber auch von Haushalts- und Pflegemitteln. In Deutschland sind knapp 3.000 verschieden Arzneimittelwirkstoffe in annähernd 10.000 Präparaten zugelassen. Über die Verkaufstische der Apotheken gehen jährlich mehr als 30.000 Tonnen. Die Tendenz ist steigend, weil die Menschen immer älter werden. Bis zu 60 Prozent der Wirkstoffe aus den Arzneien scheidet der Körper wieder aus. Zudem werden nicht verwendete Tabletten, Zäpfchen oder Salben häufig unsachgemäß über die Toilette anstatt über die Sondermüllsammelstellen entsorgt.

Über die Kanalisation erreicht der Chemie-Cocktail die Kläranlagen, wo er nicht komplett entfernt und zu einer Gefahr für die Umwelt wird. Zwar handelt es sich nur um winzig kleine Mengen, aber auch sie können große Auswirkungen auf das Ökosystem haben. Sichtbar wurden sie erst durch moderne Messverfahren im Nanobereich. 50 Nanogramm etwa entsprechen einer Menge von 50 Gramm in einer Talsperre wie dem Edersee.

„Um solche Dimensionen geht es bei unserem Vorhaben“, sagt Werner Hötzel, der Geschäftsführer des Abwasserverbandes. Sein Ziel ist ein Reinigungsgrad, der eine dem Trinkwasser vergleichbare Qualität liefert. Auch wenn es dafür noch keinen gesetzlichen Zwang gebe, seien EU-weite Auflagen absehbar. „Wir wollen unsere Anlagen frühzeitig auf künftige Reinigungserfordernisse ausrichten und uns für die Zukunft wappnen“, betont Hötzel.

Daran hat auch das Land Hessen Interesse, wie Ministerialrat Dr. Eberhardt Port vom Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bei einem Informationsbesuch betont. Das Land sehe die Notwendigkeit, die von den Spurenstoffen ausgehenden Gefahren zu minimieren und übernehme deshalb die Hälfte der Forschungskosten von insgesamt 270.000 Euro.

Die Versuchsanlage läuft jetzt seit rund vier Monaten. Die ersten Ergebnisse lassen aufhorchen. Professor Peter Cornel von der TU Darmstadt und wissenschaftlicher Leiter des Projekts berichtet, dass Spurenstoffe in einer Größenordnung zwischen 60 und 90 Prozent aus dem Abwasser eliminiert werden konnten. Dies sei exemplarisch für ein Schmerzmittel, ein Antiepileptikum und für ein Kontrastmittel nachgewiesen worden.

Auf der Kläranlage im Wald bei Schloss Wolfsgarten probieren die Wissenschaftler unterschiedliche Verfahren aus. Am Ende – veranschlagt sind insgesamt 24 Monate – soll die wirtschaftlichste und für die Praxis tauglichste Methode feststehen. Im Kern geht es darum, dass die Spurenstoffe an Aktivkohle anlagert werden und sich dadurch entfernen lassen. Unterschiede ergeben sich unter anderem dadurch, ob die Kohle anschließend regeneriert werden kann oder als Klärschlamm teuer verbrannt werden muss.

Ähnliche Verfahren werden von den Wasserwerken genutzt. Beim Trinkwasser, das aus den Leitungen fließt, besteht die Problematik der Spurenstoffe deshalb nicht. Es kann ohne Bedenken getrunken werden. Die Kläranlagen betreten mit der Entfernung von Mikroverunreinigungen hingegen Neuland.

http://www.abwasserlee.de/aktuelles/presse/90-dem-medikamenten-cocktail-den-kampf-angesagt.html

Abwasserentsorgung im Gebirge

0

Die Alpen – eine bedeutende Tourismusregion

Die Alpen sind Europas bedeutendster Gebirgszug undzugleich eines seiner wichtigsten Urlaubs- und Erholungs-gebiete. Von Tourismusexperten werden jährlich über 40Millionen Besucher im Alpenbogen zwischen Monaco bisTriest gezählt.Die Anzahl von öffentlich zugänglichen Schutzhütten undähnlichen bergtouristischen Einrichtungen in diesem Gebietwird auf insgesamt 15 000 geschätzt. Davon werden 325vom Deutschen Alpenverein (DAV) betrieben und dort wäh-rend der meist kurzen Betriebssaison ca. 650 000Nächtigungsgäste untergebracht.Noch Ende der 1970er-Jahre erfolgte die Abwasserent-sorgung in den Bergen über Senkgruben, Einleitung in ei-nen Wasserlauf, Versickerung, Gefäßtransport ins Tal undin Ausnahmefällen eine Ableitung. Den Alpinen Vereinengenügte das nicht. Auf der DAV-Hauptversammlung 1986wurde das „Jahrzehnt des verstärkten Umweltschutzes aufHütten und Wegen“ beschlossen. Damit begann auf demGebiet der Abwasserentsorgung im Hochgebirge eine beispiellose Pionierarbeit. Je nachdem, ob die Hütten in wasser-wirtschaftlich mehr oder weniger sensiblem Gelände stan-den, wurden verschiedene Pilotprojekte der Abwasser-entsorgung gestartet.
Problematik der Abwasserreinigung imHochgebirge

Die Inselsituation der Hütten unter den extremen Verhältnissen der Gebirgsregion erlaubt keine rezeptartige Lösung der …

Den ganzen Artikel lesen Sie in:
Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 3-2011

Autor:
Dipl.-Ing. Martin Fröhlich früher Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft ,München DAV-Kommission „Hütten, Wege, Kletteranlagen“

Winzige Spezialisten entgiften Abwässer

0

Wenn Christian Walter den „Photobioreaktor“ in Gang setzt, könnte man glauben, vor der neuesten Kreation eines Beleuchtungskünstlers zu stehen. Angestrahlt von 25 Leuchtstoffröhren zirkuliert eine knallgrüne Flüssigkeit durch die überdimensional hohen Glassäulen der Apparatur – mit trister Labor-Atmosphäre hat das nichts zu tun. Was in den Glasrohren am Institut für Biotechnologie der Technischen Universität (TU) Berlin so munter vor sich hin blubbert, sind mikroskopisch kleine Einzeller, so genannte Mikroalgen. Sie sind das Rohmaterial für ein neues Verfahren zur biologischen Reinigung von Industrieabwässern, …mehr:

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/wissenschaftler-der-technischen-universitaet-berlin-holen-mit-hilfe-von-algen-schwermetalle-aus-industrieabwasser-winzige-spezialisten-entgiften-abwaesser,10810590,9862376.html

Die Weisheit der Vielen – Warum Gruppen klüger sind als Einzelne * …und was man im Kläranlagenlabor davon hat

0

Küvettentests sind heute ein anerkanntes Arbeitmittel in der Abwasseranalytik, das Arbeitsblatt DWA-A 704 unterstützt die erforderliche Qualitätssicherung durch praktische Hilfen. So können Kläranlagen oder Betriebe die Arbeitsweise personenbezogen und parameterspezifisch regelmäßig überprüfen und statistisch auswerten.

Externe Ringversuche ergänzen die QS, besonders aussagefähig ist der Ringversuch der Uni Stuttgart, den dieses Portal auf „Fachwissen Labor“ regelmäßig hinweist. Auf 186 Seiten werden die Ergebnisse detailliert dargestellt. Für die wichtigsten Parameter lagen jeweils über 700 Messergebnisse vor. Nachfolgende Tabelle ist eine Zusammenfassung, die Auskunft über

-Konzentrationsbereiche
-Anzahl der Ergebnisse in % , die „außerhalb“ lagen
-Anzahl der Ergebnisse, die zu hoch oder zu niedrig lagen in Abhängigkeit der Konzentration

  Anzahl der Werte  außerhalb unten  außerhalb oben  außerhalb gesamt Konzentration  Anzahl der Lösungen, die untersucht wurden 
      % mg/l 12
CSB 744 20 52 9,7 22 – 540 12
Nges  735 38 36 10,1 5 – 52 12
NH4-N  738 88 14 13,8 2 – 44 12
NO3-N 736 49 23 9,8 2 – 34 12
Pges 740 28 89 15,8 0,4 – 9 12
TOC 132  8 5 10,6 22 – 125 3

Genaue Informationen findet man auf der Seite: http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/

AQS Baden-Württemberg am
Institut für Siedlungswasserbau,
Wassergüte- und Abfallwirtschaft
Arbeitsbereich Hydrochemie und
Analytische Qualitätssicherung

Kurzbeschreibung:
12. Ringversuch für Küvettentests (Oktober 2011)

„Ziel dieses Ringversuchs war daher wieder der Nachweis der Qualität der Messungen
im Rahmen der Eigenkontrollanalytik der Kläranlagen durch eine unabhängige
dritte Stelle.
Mit Ausnahme der Proben zum TOC wurden 12 verschiedene Konzentrationsniveaus
hergestellt. 8 Niveaus (1-8) lagen im Konzentrationsbereich des Ablaufs
einer kommunalen Kläranlage und 4 (9-12) im Konzentrationsbereich des Zulaufs.
Bei den TOC Proben wurden 2 Konzentrationsniveaus im Bereich des Ablaufs
und eine Konzentrationsstufe im Zulaufbereich hergestellt. Bei den Konzentrationsniveaus
der Proben wurden insbesondere die Anforderungen nach Anhang 1 der Abwasserverordnung
aller fünf Größenklassen von Abwasserbehandlungsanlagen zugrunde gelegt. Es sollte geprüft…“

*(http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Weisheit_der_Vielen)

Einsendeschluss: 31. März 2012

0

Die beste Idee ist 1000 € wert – im Land der Ideen
– plus 3 x 50,00 € für praxisrelevante, kleinere Ideen

Preise gibt es viele, aber der Große Klärwerkpreis für Innovation 2012 ist etwas Besonderes, denn Ziel des Preises ist es, Innovationen im Klärwerksbereich zu fördern und Klärwerksmitarbeiter mit neuen Ideen zu unterstützen.
Berücksichtigt werden alle Ideen, die neu sind, d. h. insbesondere noch nicht kommerziell angeboten, veröffentlich oder prämiert worden sind. Das kann ein Gerät sein, ein Steuerungskonzept, eine selbst entwickelte Strategie gegen Schaum im Faulturm usw.
Auf der IFAT 2012 werden die von der Firma Bioserve in Zusammenarbeit mit www.klärwerk.info ausgelobten Preise verliehen. Abgabeschluss ist der 31. März 2012.

Teilen Sie Ihre Idee kurz per Mail oder Brief mit, beschreiben Sie sie kurz mit Ihren eigenen Worten und fügen Sie ggf. eine kleine Zeichnung oder einfach ein Foto bei. Die kompletten Teilnahmebedingungen und was Sie sonst noch wissen müssen finden Sie unter:
http://www.klärwerkpreis.de/

 

Abwassergebühren: Im Osten ist der Stuhlgang teurer

0

Auch Exkremente verursachen Kosten. Wenn man sie loswerden muss. Das Geschäft mit dem Geschäft nimmt bisweilen absurde Züge an. Eine Umfrage von FOCUS Online belegt: Manche Kommunen berechnen fast vier Mal mehr fürs Abwasser als andere. Die teuersten Örtchen im Überblick.
Es gibt Bedürfnisse, die lassen sich einfach nicht unterdrücken. Eines davon: die menschliche Notdurft. Dabei gehört es zu den wohl glorreichsten Errungenschaften der zivilisierten Menschheit, dass man Überbleibsel der menschlichen Verdauung – von Begleitgeräuschen und -gerüchen abgesehen – diskret und vollautomatisch in die unterirdischen Weiten der Kanalisation befördern kann.

Vor der Kloschüssel sind nicht alle gleich
So weit, so nützlich. Doch auch, wenn dieser Gedanke nur die wenigsten umtreiben dürfte, wenn sie gerade auf dem Lokus sitzen: Wer die Hosen herunterlässt, muss zahlen – die Infrastruktur für die Abwasserentsorgung ist eben nicht umsonst. Doch bei den Kosten gibt es

weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/immobilien/mieten/abwassergebuehren-im-osten-ist-der-stuhlgang-teurer_aid_678000.html

Abwassergebühren: Im Osten ist der Stuhlgang teurer

0

Auch Exkremente verursachen Kosten. Wenn man sie loswerden muss. Das Geschäft mit dem Geschäft nimmt bisweilen absurde Züge an. Eine Umfrage von FOCUS Online belegt: Manche Kommunen berechnen fast vier Mal mehr fürs Abwasser als andere. Die teuersten Örtchen im Überblick.
Es gibt Bedürfnisse, die lassen sich einfach nicht unterdrücken. Eines davon: die menschliche Notdurft. Dabei gehört es zu den wohl glorreichsten Errungenschaften der zivilisierten Menschheit, dass man Überbleibsel der menschlichen Verdauung – von Begleitgeräuschen und -gerüchen abgesehen – diskret und vollautomatisch in die unterirdischen Weiten der Kanalisation befördern kann.

Vor der Kloschüssel sind nicht alle gleich
So weit, so nützlich. Doch auch, wenn dieser Gedanke nur die wenigsten umtreiben dürfte, wenn sie gerade auf dem Lokus sitzen: Wer die Hosen herunterlässt, muss zahlen – die Infrastruktur für die Abwasserentsorgung ist eben nicht umsonst. Doch bei den Kosten gibt es

weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/immobilien/mieten/abwassergebuehren-im-osten-ist-der-stuhlgang-teurer_aid_678000.html

Gehemmtes Algenwachstum: Nano-Müll stört Leben im Wasser

0

Klein, aber oho! Die Industrie schwört auf Nanopartikel als neuen Wunder-Werkstoff. Doch Umweltexperten warnen jetzt vor den Gefahren: Forscher haben gezeigt, dass die Kleinstteilchen das Wachstum von Algen hemmen – und die bilden die Basis für fast alles Leben im Wasser.

Ihre Struktur ist von einer seltsamen, schlichten Schönheit, auch wenn man diese nicht sehen kann. Unzählige Kohlenstoff-Atome in sechseckiger Anordnung bilden zusammen hauchdünne Röhrchen mit besonderen Eigenschaften…mehr:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,797102,00.html

Umweltpolitik: EU-Kommission verlangt von Deutschland umfassende Kostendeckung bei allen Wasserdienstleistungen

0

Die Europäische Kommission fordert Deutschland auf, das EU-Wasserrecht zu beachten. Die Kommission ist nicht einverstanden mit der Auslegung Deutschlands des Schlüsselbegriffs „Wasserdienstleistungen“, die dazu führen könnte, dass das deutsche Recht eine nicht adäquate Kostendeckung und nicht angemessene Wassergebühren vorsieht. Auf Empfehlung von EU-Umweltkommissar Janez Potočnik übermittelt die Kommission nun eine mit Gründen versehene Stellungnahme. Erteilt Deutschland binnen zwei Monaten nach Erhalt dieser Stellungnahme keine zufrieden stellende Antwort, kann die Kommission den Europäischen Gerichtshof anrufen.

Die Wasserrahmenrichtlinie ist das Hauptinstrument der EU für den Gewässerschutz. Sie gibt einen Ordnungsrahmen für Maßnahmen im Bereich der Wasserpolitik vor. Eine der Maßnahme zur Verwirklichung dieses Ziels ist die Verpflichtung, auf Wasserdienstleistungen eine Politik der Kostendeckung anzuwenden, die gemäß dem Verursacherprinzip die Umwelt- und Ressourcenkosten der Wassernutzung einbezieht.

Deutschland vertritt den Standpunkt, die Kostendeckung solle lediglich für die Trinkwasserversorgung und die Entsorgung und Behandlung von Abwasser gelten.

Für die Kommission hingegen ist der Begriff „Wasserdienstleistungen“ weiter gefasst und umfasst auch die Wasserentnahme für die Kühlung von Industrieanlagen und für die Bewässerung in der Landwirtschaft, die Einschränkung von Oberflächengewässern für die Zwecke der Schifffahrt, den Hochwasserschutz oder die Stromerzeugung durch Wasserkraft sowie für den landwirtschaftlichen, industriellen oder privaten Gebrauch gebohrte Brunnen. Wenn Deutschland diese Tätigkeiten aus den Wasserdienstleistungen ausklammert, verhindert es nach Auffassung der Kommission die vollständige, korrekte Anwendung der Wasserrahmenrichtlinie.

Nächste Schritte
Übermittelt Deutschland binnen zwei Monaten keine Antwort, kann die Kommission den Europäischen Gerichtshof anrufen. Die Kommission untersucht derzeit vergleichbare Fälle in anderen Mitgliedstaaten und wird erforderlichenfalls geeignete Maßnahmen vorschlagen.

Hintergrund
Die 2000 in Kraft getretene Wasserrahmenrichtlinie bildet den Rahmen für die integrierte Wasserbewirtschaftung in den Flussgebietseinheiten der gesamten Europäischen Union. Gemäß dieser Richtlinie sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, alle Grundwasservorkommen und Oberflächengewässer (Flüsse, Seen, Kanäle und Küstengewässer) zu schützen und bis spätestens 2015 in einen guten Zustand zu versetzen.

Weitere Auskünfte
http://ec.europa.eu/environment/water/water-framework/index_en.html

Die Weisheit der Vielen – Warum Gruppen klüger sind als Einzelne * …und was man im Kläranlagenlabor davon hat

0

Küvettentests sind heute ein anerkanntes Arbeitmittel in der Abwasseranalytik, das Arbeitsblatt DWA-A 704 unterstützt die erforderliche Qualitätssicherung durch praktische Hilfen. So können Kläranlagen oder Betriebe die Arbeitsweise personenbezogen und parameterspezifisch regelmäßig überprüfen und statistisch auswerten.

Externe Ringversuche ergänzen die QS, besonders aussagefähig ist der Ringversuch der Uni Stuttgart, den dieses Portal auf „Fachwissen Labor“ regelmäßig hinweist. Auf 186 Seiten werden die Ergebnisse detailliert dargestellt. Für die wichtigsten Parameter lagen jeweils über 700 Messergebnisse vor. Nachfolgende Tabelle ist eine Zusammenfassung, die Auskunft über

-Konzentrationsbereiche
-Anzahl der Ergebnisse in % , die „außerhalb“ lagen
-Anzahl der Ergebnisse, die zu hoch oder zu niedrig lagen in Abhängigkeit der Konzentration

  Anzahl der Werte  außerhalb unten  außerhalb oben  außerhalb gesamt Konzentration  Anzahl der Lösungen, die untersucht wurden 
      % mg/l 12
CSB 744 20 52 9,7 22 – 540 12
Nges  735 38 36 10,1 5 – 52 12
NH4-N  738 88 14 13,8 2 – 44 12
NO3-N 736 49 23 9,8 2 – 34 12
Pges 740 28 89 15,8 0,4 – 9 12
TOC 132  8 5 10,6 22 – 125 3

Genaue Informationen findet man auf der Seite: http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/aqs/

AQS Baden-Württemberg am
Institut für Siedlungswasserbau,
Wassergüte- und Abfallwirtschaft
Arbeitsbereich Hydrochemie und
Analytische Qualitätssicherung

Kurzbeschreibung:
12. Ringversuch für Küvettentests (Oktober 2011)

„Ziel dieses Ringversuchs war daher wieder der Nachweis der Qualität der Messungen
im Rahmen der Eigenkontrollanalytik der Kläranlagen durch eine unabhängige
dritte Stelle.
Mit Ausnahme der Proben zum TOC wurden 12 verschiedene Konzentrationsniveaus
hergestellt. 8 Niveaus (1-8) lagen im Konzentrationsbereich des Ablaufs
einer kommunalen Kläranlage und 4 (9-12) im Konzentrationsbereich des Zulaufs.
Bei den TOC Proben wurden 2 Konzentrationsniveaus im Bereich des Ablaufs
und eine Konzentrationsstufe im Zulaufbereich hergestellt. Bei den Konzentrationsniveaus
der Proben wurden insbesondere die Anforderungen nach Anhang 1 der Abwasserverordnung
aller fünf Größenklassen von Abwasserbehandlungsanlagen zugrunde gelegt. Es sollte geprüft…“

*(http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Weisheit_der_Vielen)