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Kläranlage Peißenberg: Verbesserungen – es hat sich gelohnt

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Die zum Teil sehr strengen Winter in unserer Gegend führten dazu, dass die Räumer des Sandfangs oder des Nachklärbeckens öfters ausfielen. Gegenmaßnahmen wie Enteisungsmittel, Quarzsand, Heißluftgebläse vor dem Antriebsrad oder mitlaufende Besen brachten keinen dauerhaften Erfolg. Es war ein ständiger Kampf, das Ausfallen der Räumer zu verhindern, bis wir vor einigen Jahren auf die Technik mit dem Zahnstangenantrieb stießen. Die robuste Ausführung der Zahnräder machte auf uns einen sehr zuverlässigen Eindruck. Mit diesem Antrieb erhofften wir uns, das Winterproblem in den Griff zu bekommen (Funktionsprinzip einer Zahnradbahn, und die fährt ja auch im Winter). Seit dem Einbau der Zahnstangenantriebe bei der Räumerbrücke des Sandfangs und des Nachklärbeckens sind nunmehr rund sechs Jahre vergangen, sodass wir über gesicherte Betriebserfahrungen berichten können.

Prinzip
Beim Längsräumer werden auf den Beckenkronen zwei Laufschienen (ähnlich Eisenbahnschienen) und zwei Zahnschienen montiert. Die Räumerbrücke liegt auf der einen Seite…den ganzen Artikel finden Sie unter:

http://www.kan.at/Kontext/WebService/SecureFileAccess.aspx?fileguid={42c2b8f2-f058-483f-a8e1-4ca29c31774d}

Autor
Stefan Sedlmeir,
Abwassermeister Gemeindewerke Peißenberg
Hauptstraße 77,
82380 Peißenberg,
Deutschland
Tel. +49 (0)88 03/29 97
E-Mail: Stefan.Sedlmeir@peissenberg.de  

 

Schad- und Spurenstoffe aus Abwasser entfernen

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Das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB hat gemeinsam mit europäischen Partnern Verfahren entwickelt, um schwer abbaubare Schadstoffe im Abwasser effizient abzubauen. Diese Verfahren erzeugen reaktive Spezies, mit denen sich selbst hoch belastetes Deponiesickerwasser reinigen lässt. Polymere Adsorberpartikel wiederum können selektiv auch solche Schadstoffe entfernen, die in nur geringer Konzentration vorliegen. Die Verfahren zeigt das Fraunhofer IGB vom 23. bis 26. April 2013 auf der Messe Wasser Berlin.

Medikamente im Abwasser von Krankenhäusern werden ebenso wie halogenierte Verbindungen oder Cyanide aus Industrieabwässern kaum in den biologischen Stufen der Kläranlagen abgebaut. So haben sich Antibiotika und hormonell wirksame Verbindungen, beispielsweise Bisphenol A aus der Kunststoffherstellung, bereits in der Umwelt angereichert und sind im Grundwasser und selbst in Trinkwasserproben nachweisbar. Um solch persistente Schadstoffe aus Abwasser zu entfernen, müssen spezielle Reinigungsverfahren eingesetzt werden. Oxidative Prozesse, die Wasserstoffperoxid oder Ozon als Oxidationsmittel nutzen, haben sich in der Praxis bewährt.

Damit die verschiedenen Inhaltsstoffe industrieller Abwässer effektiv und effizient abgebaut werden, müssen die Verfahren in der Regel angepasst oder kombiniert werden. Für diese Aufgabe steht am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart eine Versuchsanlage zur Verfügung, mit der alle gängigen Verfahren einzeln und in beliebiger Kombination erprobt werden können. Ergänzt werden die bisherigen Verfahren durch zwei neue Verfahren, die reaktive Spezies, allen voran Hydroxyl-Radikale, effizient erzeugen. Diese oxidieren die Schadstoffe zu kleineren, abbaubaren organischen Molekülen oder mineralisieren sie vollständig zu CO2. Bei einem Verfahren werden die reaktiven Moleküle elektrochemisch in einem Anoden-Kathoden-Prozess erzeugt, bei dem anderen mit einem Atmosphärendruckplasma. Beide Verfahren kommen ohne den Zusatz von Hilfsstoffen aus.

Deponiesickerwasser oxidativ-elektrochemisch behandeln
Ein oxidatives Verfahren, welches ohne den Zusatz von Hilfsstoffen auskommt und aufgrund seines elektrochemischen Funktionsprinzips auch für sehr trübe Abwässer geeignet ist, hat das Fraunhofer IGB in dem von der EU geförderten Projekt CleanLeachate (Förderkennzeichen 262335, www.cleanleachate.eu) entwickelt. Das Konsortium mit sechs Partnern aus fünf europäischen Ländern behandelt hoch belastetes Sickerwasser, das auf Mülldeponien entsteht, mit einem gekoppelten Anoden-Kathoden-Prozess. Eine durch eine Membran geteilte Elektrolysezelle bildet dabei zwei getrennte chemische Reaktionsräume. Ein Schwerpunkt des Projekts war die Auswahl geeigneter Elektrodenmaterialien, vor allem der Anode, an der bei Anlegen einer Spannung Hydroxyl-Radikale als reaktive Spezies entstehen. Das verunreinigte Wasser passiert zunächst die Anode, wo es oxidiert wird, und wird danach zur Kathode gepumpt, wo die Inhaltsstoffe reduziert werden.

Das Verfahren wird derzeit in Tschechien auf einer Mülldeponie im Dauerbetrieb getestet. Der Prozess konnte bereits so optimiert werden, dass der chemische Sauerstoffbedarf und die Gesamtstickstoffkonzentrationen unter die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte gesenkt und die Anforderungen der Abwasserverordnung erfüllt werden. Um das Verfahren zur Marktreife zu bringen, wurde eine automatisierte und transportable Prototypanlage gebaut, mit der die Behandlung weiterer Abwässer getestet und Erfahrungen und verlässliche Daten für die weitere Optimierung gesammelt werden sollen.

Mit offenem Plasma Wasser reinigen
Ein weiterer neuer Ansatz ist die Anwendung eines Atmosphärendruckplasmas. Ein Plasma ist ein ionisiertes Gas, das neben Ionen und Elektronen auch chemische Radikale und elektronisch angeregte Teilchen sowie kurzwellige Strahlung enthält. Ein solches Plasma lässt sich durch ein elektromagnetisches Feld, beispielsweise durch Anlegen einer Hochspannung, zünden. Charakteristisch ist das Plasmaleuchten, welches in Leuchtstoffröhren zur Leuchtreklame genutzt wird. Technisch werden Plasmaverfahren seit langem zur gezielten Modifizierung und Reinigung von Oberflächen eingesetzt.

Dieses Prinzip nutzen die Partner des von der EU geförderten Projekts Wasserplasma, bei dem ein Plasma für die oxidative Reinigung von Wasser eingesetzt wird (»Water decontamination technology for the removal of recalcitrant xenobiotic compounds based on atmospheric plasma technology«, Förderkennzeichen 262033, www.waterplasma.eu). Ergebnis des Projekts ist ein Plasmareaktor, bei dem die im Plasma gebildeten reaktiven Spezies direkt in das mit Schadstoffen belastete Wasser übertreten können. Hierzu ist das Plasma »offen«: Es steht in direktem Kontakt zum Wasserfilm. Der Plasmareaktor ist so aufgebaut, dass zwischen einer geerdeten Elektrode in Form eines Edelstahlrohres im Inneren des Reaktors und einem Kupfernetz, welches die Funktion der Hochspannungselektrode übernimmt, durch Anlegen einer Hochspannung ein Plasma gezündet und aufrechterhalten wird. Das Kupfernetz ist auf einem Glaszylinder angebracht, der als dielektrische Barriere fungiert und gleichzeitig den Reaktor nach außen abschirmt. Im Innern des Edelstahlrohrs, dem Zentrum des Plasmareaktors, wird verunreinigtes Wasser nach oben gepumpt. Wenn das Wasser auf der Außenseite des Edelstahlrohrs herunterläuft, passiert es die Plasmazone zwischen Edelstahlrohr und Kupfernetz, in welcher die Schadstoffe oxidiert werden.

In Laborversuchen konnten die Fraunhofer-Forscher zeigen, dass eine Lösung des Farbstoffs Methylenblau innerhalb nur weniger Minuten vollständig entfärbt wird. Auch Cyanid wurde innerhalb von nur 2 Minuten um 90 Prozent effektiv abgebaut. Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse wird das Verfahren momentan in einem größeren Maßstab erprobt. Bei einem Projektpartner steht ein Demonstrator, der für die Reinigung von 240 Liter kontaminiertem Wasser pro Stunde ausgelegt ist. Aufgrund dieser Ergebnisse sollen das Reaktordesign und die Prozessführung dann weiter optimiert werden, um das Verfahren mit weiteren Partnern aus der Industrie zur Marktreife bringen zu können. Das Potenzial ist groß, denn bei diesem offenen Plasmaverfahren gibt es keine Barriere zwischen dem Ort, wo die oxidativen Radikale entstehen (Plasma) und dem zu reinigenden Wasser.

Entfernung von Spurenstoffen mit selektiven Adsorberpartikeln
Schadstoffe können auch effektiv mit selektiven Adsorbern aus Abwasser entfernt werden. Eine solche Adsorptionsstufe eignet sich vor allem dann, wenn Schadstoffe stark verdünnt bzw. nur gering konzentriert oder sehr spezifisch vorliegen. Sinnvoll ist ihr Einsatz auch, wenn ein Abwasserinhaltsstoff in biologischen Klärstufen zu toxischen Metaboliten abgebaut wird. Hier kann es sich lohnen, das Abwasser vorzubehandeln und den fraglichen Stoff vor der Einleitung in die Kläranlage selektiv zu entfernen.

Hierzu hat das Fraunhofer IGB ein einstufiges und kosteneffizientes Verfahren für die Herstellung polymerer Adsorberpartikel entwickelt. In dem patentierten NANOCYTES®-Prozess werden funktionelle Monomere mit einem Vernetzer zu nanoskopisch kleinen Polymerkügelchen, sogenannten selektiven polymeren Adsorberpartikeln, umgesetzt. Die Selektivität der Adsorberpartikel kann noch erhöht werden, wenn dem Gemisch zusätzlich diejenigen Zielmoleküle zugefügt werden, die es aus dem Wasser zu entfernen gilt. Der Trick: Nach der Polymerisation der Monomere werden die Zielmoleküle wieder aus den Adsorberpartikeln entfernt. Dabei hinterlassen sie einen »Abdruck«, der die entsprechenden Schadstoffe adsorbiert.

Die Fraunhofer-Forscher konnten so bereits Bisphenol A und Penicillin G selektiv aus Abwasser entfernen. Die Adsorberpartikel sind chemisch und thermisch stabil und können äußerst vielfältig eingesetzt werden, ob als Schicht in einer Kompositmembran oder als Matrix auf Füllkörpern. Eine Adsorptionskolonne steht am Fraunhofer IGB für Testzwecke zur Verfügung. Nach der Adsorption der Schadstoffe können die Adsorberpartikel regeneriert und wiederverwendet werden.

Präsentation auf der Wasser Berlin – Halle 2.2, Stand 417
Die neuen Wasserbehandlungsverfahren stellt das Fraunhofer IGB vom 23. bis 26. April 2013 auf der Messe Wasser Berlin in Halle 2.2, Stand 417 vor. Die Forscher präsentieren zudem weitere Verfahren zur Wasseraufbereitung, zur Rückgewinnung von Abwasserinhaltsstoffen in Form von Energie und Düngesalzen und ein System zur semidezentralen Reinigung von häuslichem Abwasser.

http://www.igb.fraunhofer.de/de/presse-medien/presseinformationen/2013/schad–und-spurenstoffe-aus-abwasser-entfernen.html

 

 

Kläranlagen: kleine Kunststoffkugeln können Keime künftig „knacken“

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DBU fördert Untersuchungen zur biologischen Abwasserbehandlung in Osnabrück mit 126.000 Euro

Osnabrück. Sauberes Wasser ist wertvoll. Moderne Kläranlagen befreien Abwässer biologisch und mit speziellen Membranen von Bakterien und Viren. Damit diese feinen Filter nicht verstopfen, müssen sie regelmäßig chemisch gereinigt werden. Der Hochschule Osnabrück und der Wiesbadener Firma Microdyn-Nadir ist es mithilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gelungen, ein umweltfreundliches Reinigungsverfahren an der Kläranlage Eversburg der Stadtwerke Osnabrück zu entwickeln. „In einem Testlauf der ersten Projektphase haben wir Verbesserungspotenziale erkannt und die Anlage umgebaut. Um die Verbesserungen marktreif zu machen, müssen sie nun erneut in der Praxis geprüft werden“, sagte Dr. Ulrich Meyer-Blumenroth, Geschäftsführer von Microdyn-Nadir. Für die neuen Untersuchungen übergab DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde heute Prof. Frank Peter Helmus und Prof. Sandra Rosenberger von der Hochschule Osnabrück sowie Meyer-Blumenroth das Förderschreiben über 126.000 Euro.

Kunststoffkugeln befreien Membranen von Schmutz
„Die nebeneinander angeordneten Membranen übernehmen im gesamten Prozess der Abwasserbehandlung eine wichtige Aufgabe. Damit die Filter nicht verschmutzen, haben wir in unserer Versuchsanlage auf dem Gelände der Kläranlage Eversburg der Stadtwerke Osnabrück eine Technik entwickelt, die mit weniger Chemikalien funktioniert: Wir setzen kleine Kunststoffkugeln ein, die unter Luftzufuhr gegen die Membranen gewirbelt werden und sie so von Schmutz befreien“, sagte Helmus. In ersten Untersuchungen sei nachgewiesen worden, dass das neue Verfahren zu einer wirkungsvollen Reinigung der Filter führe. Es seien aber auch einige Verbesserungspotenziale ausgemacht worden.

Wirksames Betriebskonzept für kommerziellen Einsatz
Die Anlage sei daraufhin entsprechend umgebaut und optimiert worden, sagte Meyer-Blumenroth. Um den ständigen Anforderungen gerecht zu werden, seien neue Membranen entwickelt worden. Bevor die Verbesserungen aber in den Markt eingeführt werden können, sollen sie noch einmal in der Kläranlage Eversburg getestet werden. Untersucht werde nun unter anderem die Lebensdauer der Membranen, um einen langfristigen Einsatz gewährleisten zu können. Parallel zu den Untersuchungen solle ein wirksames Betriebskonzept für den kommerziellen Einsatz erstellt werden. Brickwedde: „Das Optimieren und Testen dieses vielversprechenden, umweltfreundlichen Reinigungsverfahrens ist ein wichtiger Schritt, um es bei der Abwasserbehandlung noch erfolgreicher ganzjährig anwenden zu können.“

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 27171/02):
Prof. Dr.-Ing. Frank Peter Helmus,
Hochschule Osnabrück,
Telefon: 0541/9693936,
Telefax: 0541/96912957.

http://www.dbu.de/123artikel34121_335.html

 

 

Kitzbüheler Wasserpreis 2013

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VTA leistet einen Beitrag zur Förderung junger Wissenschaftler und lobt zu diesem Zweck bereits zum dritten Mal den „Kitzbüheler Wasserpreis“ aus. Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert.

Teilnahmebedingungen

Ausschreibungsbereich: Der Kitzbüheler Wasserpreis wird europaweit ausgeschrieben.

Teilnahmeberechtigung: Teilnahmeberechtigt sind Verfasser von Studienarbeiten (Doktor-, Diplom-, Masterarbeiten), die sich mit den Themenschwerpunkten Abwasser, Klärschlamm und/oder Energie beschäftigen.

Nähere Definition der Themenbereiche: Abwasserbehandlung, Optimierung der Energieeffizienz in Abwasserentsorgungsanlagen, Entwicklung innovativer Steuerungssysteme für die Abwasserbehandlung, Optimierung des Schlammfaulungsprozesses, Steigerung der Energieausbeute, Optimierung der Schlammentwässerung, Zentratwasserbehandlung.
Die Bewertung der Studienarbeiten erfolgt anhand von Kriterien, die u. a. den Fortschritt für Wissenschaft und Technik, die praktische Relevanz bzw. Umsetzbarkeit, den Innovationsgrad, den Beitrag für Umwelt und Gesellschaft sowie technische Vorteile betreffen.

Zeitrahmen: Zugelassen für den 2013 zu vergebenden Kitzbüheler Wasserpreis sind Studienarbeiten, die im Zeitraum von März 2012 bis März 2013 fertiggestellt wurden.

Zusätzliche Informationen sind der allgemeinen „Satzung zur Stiftung des Kitzbüheler Wasserpreises“ zu entnehmen. (http://www.vta.cc/userupload/editorupload/files/files/Satzung_Wasserpreis_Stand_2013-03_neu.pdf)
Bewerber erkennen die Teilnahmebedingungen sowie die Bestimmungen der Satzung vollinhaltlich an.

Bewerbungen sind bis 15. Mai 2013 möglich. Mehr:
http://www.vta.cc/de/wasserpreis2013.html

 

 

Benzotriazole als Silberschutz in Geschirrspülreinigern können die Kläranlagen nur ungenügend entfernen

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VSR-Gewässerschutz fordert ein Verbot für diese Stoffe in Spülmaschinentabs

Spülmaschinentabs sind dafür ausgelegt, dass man möglichst alles Geschirr und Besteck in der Geschirrspülmaschine reinigen lassen kann. Um auch bei Silberbesteck ein gutes Spülergebnis zu erhalten werden den Spülmitteln Benzotriazole als Silberanlaufschutz zugesetzt. Diese sind nicht nur in den Multitabs enthalten, sondern auch in Tabs bei denen noch Salz und Glarspüler zugesetzt werden muss. „Die meisten Haushalte benutzen im Alltag kein Silber. Daher ist es völlig unnötig, wenn gängige Geschirrspülreiniger Benzotriazole enthalten.“ so die Dipl.-Oecotrophologin Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

In allen Flüssen in Deutschland sind diese Korrosionsschutzmittel inzwischen zu finden. Dazu tragen industrielle und kommunale Einleitungen bei. In kommunalen Kläranlagen stammen diese hauptsächlich vom Silberanlaufschutz aus Spülmaschinenreinigern. Bei der Abwasserreinigung können die Stoffe bisher nur ungenügend entfernt werden und gelangen so in die Flüsse. Benzotriazole sind als wassergefährdend, fischgiftig und langfristig schädlich für Wasserorganismen eingestuft. Schwer abbaubare Stoffe wie Benzotriazol erschweren im Unterlauf des Rheins die Produktion von Trinkwasser aus Rheinwasser.“ so die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR), in der Vertreter des Verkehrsministerium und des Umweltministerium mitarbeiten. Wenn es erst mal in den Wasserkreislauf gelangt ist, kann es nur sehr kostenaufwendig aus dem Trinkwasser entfernt werden. Die gängige Trinkwasserreinigung reicht für solche Mikroverunreinigungen nicht mehr aus.

Der VSR-Gewässerschutz fordert, dass Benzotriazole in den Spülmaschinentabs verboten werden. Anstatt dessen sollen sie im Bedarfsfall, wenn wirklich größere Mengen an Silber gespült werden müssen, extra zudosiert werden können. Bei kleineren Mengen rät Susanne Bareiß-Gülzow das Silberbesteck von Hand zu spülen. Die meisten anderen Bestecke brauchen kein Korrosionsschutzmittel, da sie aus Edelstahl bestehen. Die Korrosionsbeständigkeit des Edelstahls wird dadurch erreicht, dass sich auf seiner Oberfläche eine sehr dünne Schicht Chromoxid bildet, die nicht mit dem Auge erkennbar ist.

Der VSR-Gewässerschutz kritisiert, dass der Verbraucher bei vielen Spülmaschinentabs noch nicht mal erkennen kann, dass Benzotriazole zugesetzt werden. Viele Anbieter, die ihr Produkt mit Silberschutz ausweisen, geben die verwendeten Stoffe nicht bei den Inhaltsstoffen an. Die Politik ist gefordert Gefahren für die Umwelt, die der Verbraucher nicht erkennen kann abzuwenden.

Quelle: www.VSR-Gewässerschutz.de

 

 

Benzotriazole als Silberschutz in Geschirrspülreinigern können die Kläranlagen nur ungenügend entfernen

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VSR-Gewässerschutz fordert ein Verbot für diese Stoffe in Spülmaschinentabs

Spülmaschinentabs sind dafür ausgelegt, dass man möglichst alles Geschirr und Besteck in der Geschirrspülmaschine reinigen lassen kann. Um auch bei Silberbesteck ein gutes Spülergebnis zu erhalten werden den Spülmitteln Benzotriazole als Silberanlaufschutz zugesetzt. Diese sind nicht nur in den Multitabs enthalten, sondern auch in Tabs bei denen noch Salz und Glarspüler zugesetzt werden muss. „Die meisten Haushalte benutzen im Alltag kein Silber. Daher ist es völlig unnötig, wenn gängige Geschirrspülreiniger Benzotriazole enthalten.“ so die Dipl.-Oecotrophologin Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

In allen Flüssen in Deutschland sind diese Korrosionsschutzmittel inzwischen zu finden. Dazu tragen industrielle und kommunale Einleitungen bei. In kommunalen Kläranlagen stammen diese hauptsächlich vom Silberanlaufschutz aus Spülmaschinenreinigern. Bei der Abwasserreinigung können die Stoffe bisher nur ungenügend entfernt werden und gelangen so in die Flüsse. Benzotriazole sind als wassergefährdend, fischgiftig und langfristig schädlich für Wasserorganismen eingestuft. Schwer abbaubare Stoffe wie Benzotriazol erschweren im Unterlauf des Rheins die Produktion von Trinkwasser aus Rheinwasser.“ so die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR), in der Vertreter des Verkehrsministerium und des Umweltministerium mitarbeiten. Wenn es erst mal in den Wasserkreislauf gelangt ist, kann es nur sehr kostenaufwendig aus dem Trinkwasser entfernt werden. Die gängige Trinkwasserreinigung reicht für solche Mikroverunreinigungen nicht mehr aus.

Der VSR-Gewässerschutz fordert, dass Benzotriazole in den Spülmaschinentabs verboten werden. Anstatt dessen sollen sie im Bedarfsfall, wenn wirklich größere Mengen an Silber gespült werden müssen, extra zudosiert werden können. Bei kleineren Mengen rät Susanne Bareiß-Gülzow das Silberbesteck von Hand zu spülen. Die meisten anderen Bestecke brauchen kein Korrosionsschutzmittel, da sie aus Edelstahl bestehen. Die Korrosionsbeständigkeit des Edelstahls wird dadurch erreicht, dass sich auf seiner Oberfläche eine sehr dünne Schicht Chromoxid bildet, die nicht mit dem Auge erkennbar ist.

Der VSR-Gewässerschutz kritisiert, dass der Verbraucher bei vielen Spülmaschinentabs noch nicht mal erkennen kann, dass Benzotriazole zugesetzt werden. Viele Anbieter, die ihr Produkt mit Silberschutz ausweisen, geben die verwendeten Stoffe nicht bei den Inhaltsstoffen an. Die Politik ist gefordert Gefahren für die Umwelt, die der Verbraucher nicht erkennen kann abzuwenden.

Quelle: www.VSR-Gewässerschutz.de

 

 

Forscher suchen Drogen im Abwasser

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Ein Mal zur kollektiven Urinprobe bitte: Ein neues EU-Projekt will das Abwasser in bestimmten Regionen Europas auf Drogen untersuchen. Mit dabei ist auch ein Wissenschaftler der Homburger Uniklinik.

Bei Verdacht auf Drogenkonsum, ab zum Urintest: So sieht es in der Praxis bisher aus. Der behördliche Klogang muss natürlich aus einem bestimmten Grund angeordnet werden. Außerdem ist die Person, die „Wasser lässt“, identifizierbar. ebenso wie die Rückstände von Abbauprodukten bestimmter Drogen. Die Europäische Union arbeitet nun aber an einem Projekt mit anonymen Tests, von denen die „Spender“ gar nichts merken. Sie wollen im Abwasser bestimmter europäischer Regionen nach Drogenrückständen fischen. Am Projekt beteiligen sich auch Wissenschaftler der Universitätsklinik Homburg…mehr:

http://www.sr-online.de/sronline/wissen/Drogen_suchen_Abwasser100.html

 

Die vergaberechtliche Angebotswertung im Falle des Fehlens einer unwesentlichen Preisposition gemäß § 16 Abs. 1 Nr. 1 lit. c VOB/A und deren bauvertragsrechtliche Auswirkungen

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Zusammenfassung

Von der VOB/A 2009 wird neuerdings die Möglichkeit eröffnet, ein Angebot trotz des Fehlens eines Preises unter bestimmten tatbestandlichen Voraussetzungen ausnahmsweise zu werten. Die tatbestandlichen Voraussetzungen für die Anwendbarkeit der Neuregelung werden nicht näher beschrieben, auch nicht in den Materialien des Deutschen Vergabe- und Vertragsausschusses für Bauleistungen. Eine abschließende Klärung des Inhalts muss daher der Rechtsprechung überlassen bleiben. Mit diesem Beitrag werden daher zunächst einige Anhaltspunkte für die Praxis gegeben, wie diese Neuregelung mit ihren tatbestandlichen Voraussetzungen möglichst rechtssicher gehandhabt werden kann, bis eine solche abschließende Klärung durch die Vergabenachprüfungsinstanzen erfolgt sein wird. Nachfolgend werden dann die mindestens ebenso praxisrelevanten Auswirkungen dieser Neuregelung auf die spätere Bauvertragsabwicklung ausgeleuchtet.

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3 -2013 ab Seite 216  

Autor
Rechtsanwalt Eckhard Brieskorn
Emschergenossenschaft/Lippeverband
Geschäftsbereich Unternehmensstrategie
Abteilung Recht/Versicherungen
Kronprinzenstraße 24
45128 Essen
 

 

Positionspapier „Forderungen zur Finanzierung der Siedlungswasserwirtschaft“

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Gemeinsam mit dem Österreichischen Städtebund, dem Österreichischen Gemeindebund, der Wirtschaftskammer Österreich, der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten sowie der ÖVGW hat der ÖWAV ein Positionspapier „Forderungen zur Finanzierung der Siedlungswasserwirtschaft“ erstellt.

Dieses Papier soll die für die Finanzierung und Qualitätssicherung notwendige Bundesförderung einfordern sowie auf die auf die Notwendigkeit des Ausbaues und der Erhaltung der siedlungswasserwirtschaftlichen Infrastruktur hinweisen. Adressat sind politische VertreterInnen auf Bundes- und Landesebene. Der ÖWAV bedankt sich bei allen Partnern sehr herzlich für die gute Zusammenarbeit.

http://www.oewav.at/Page.aspx?target=161050&

 

 

Neuer Ansatz zur Wasserdesinfektion in Entwicklungsländern ausgezeichnet

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Der Prototyp eines mobilen Systems zur Desinfektion von Trinkwasser arbeitet mit speziellen LEDs. Werden diese technisch weiterentwickelt, ist es dem üblichen Desinfektionsverfahren mit Quecksilber-Dampflampen weit überlegen. Für diesen neuen Ansatz ist Michael Sift, Absolvent des Bachelor-Studiengang Medizintechnik der Hochschule Ulm, von der Carl-Duisberg-Gesellschaft mit einem zweiten Preis für herausragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet worden, die sich mit den Problemen von Entwicklungsländern unter Nachhaltigkeitsaspekten auseinandersetzen.

Motivation für die Arbeit von Michael Sift waren die Schätzungen der UNESCO, dass in den Entwicklungsländern mehr Kinder an verseuchtem Trinkwasser sterben als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammengenommen. Krankmachende Keime lassen sich jedoch mit UV-Licht zerstören. Überlicherweise werden hierfür Quecksilberdampf-Lampen verwendet. Der Preisträger entwickelte ein mobiles Wasserdesinfektionssystem, das gegenüber dem bisherigen folgende Vorteile vereint: Als UV-Quelle dienen spezielle LEDs, sodass das System frei von giftigem Quecksilber ist. Die Peak-Wellenlänge des UV-Lichts von 290 nm garantiert, dass alle Mikroorganismen abgetötet werden. Eine optoelektronische Durchflussüberwachung kontrolliert die LED-Leistung und passt sie an die Wassertrübung an, um den Desinfektionserfolg zu sichern. Der geringe Energiebedarf des Systems lässt sich über Kleinsolaranlagen decken.

Getestet wurde das Desinfektionssystem an dem Darmbakterium Escherichia coli, das gegenüber UV-Licht ähnlich sensibel ist wie Legionellen oder Cholera-Bakterien, die in Entwicklungsländern häufig Durchfallerkrankungen auslösen. Mittelfristig werden dem neuen System sehr gute Chancen eingeräumt, das herkömmliche Desinfektionsverfahren zu ersetzen. Diesem ist es prinzipiell hinsichtlich Effizienz, Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit weit überlegen. Hierzu müssen allerdings die LEDs technisch optimiert und kostengünstiger werden.

Die sozioökonomischen Potentiale von Entwicklungsländern zu erkennen und Impulse zu setzen, die deren wirtschaftliche Perspektiven unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit verbessern, ist ein Anliegen der Carl-Duisberg-Gesellschaft. Dass hierzu Abschlussarbeiten aus den baden-württembergischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften einen wichtigen Beitrag leisten können, zeigte sich erneut bei der diesjährigen Verleihung des Carl-Duisberg-Preises. Neben Michael Sift wurde auch die Arbeit von Verena Maurer, Hochschule für Technik Stuttgart mit einem zweiten Preis gewürdigt. Sie beschäftigte sich mit dem Einsatz von Energieträgern mit geringer CO2 -Belastung im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung in Malaysia. Der erste Preis ging an Benjamin Seckinger, Hochschule Ulm, der in Mozambique für das Ulmer Unternehmen Fosera eine Produktionsstätte für Kleinsolaranlagen auf der Basis des Drei-Säulen-Modells für nachhaltige Entwicklung plante und realisierte.

http://www.hs-ulm.de/Aktuelles/Pressemitteilungen/_pressemitteilungen//2012_37B_CDG-Preis_Sift/default.dbx